•tiy fauiQ » "chftraßeüj ''"^chhaltigeSLagg. »lz-, Korb- Bürstenwaren mnt »«tat wo,. ~---- »M».W V** t DSllflj Nahnhoffir.! ^°ninu -tv °u btn »"W 7° ü*> . E-.b Ps^'Mlb ■ÄasÄ* i 140 ‘ pt0 *ü' eichene, pollech- ^ger und halte '-- igem Bedach fr. empfohlen, fc tus Heck meister, Kflettoti ti ♦♦♦HW r ®a«t: liftt $mt-hj6 billig ?tä Roseiiama, vestaulagt. .ach dem Mlebw r.- egermuüer empfehl!; shenfra v fBtdtti Mühlgaße !■ Leatourg. g, Den 18. W" ä: •Marie. Wgen weüm nj enommen. ”■ HerimununbeW 9 Mr abenW0’1; bat finb. ** «wjtS* ,eph ♦'Qi'.*: fallltoenbÄ 7ftränk& udem iSeM*? ksEs SW ent Mittwoch 8. Oktober 1902 ISS. Jahrgang Zweites Blatt. Eichener Anzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen ve»«goprei», monatlich 75 $1, viertel* jährlich Mk. LÄ); durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschb Bestellg. Annahme von Anzeigen kür bie TageSnummer bis vormittags 10 Uhr, ZeilenpreiS: total 1>P^ auSrodrtl 20 Pfg. Verantwortlich» für den poItL u. allgem. keil: U Wittko: für .Stadt und Land" und .Gerichtssaal': 6nr1 Plato: für den Anzeigenteil: HanS Deck. Nr. 236 •rfteint täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Kamilien. Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck tu Verlag der Brüh lsichen Unwerf^Buch- u.ie heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. KandwcrKs- und Keweröefleiß In Kessen. (Von unserer Darmstädter Redaktion.) In den Tagen der heftigen Zollkämpfe und handelspolitischen Gegensätze hört man fortgesetzt von dem größeren oder geringeren Schutz der Landwirtschaft, von der Kräftigung und Hebung der Industrie und der Belebung des Exporthandels, aber ein anderer wichtiger Zweig unseres Erwerbslebens scheint dabei fast ganz in Vergessenheit geraten zu sein: das Handwerk. Und doch ist bekanntt, daß das Handwerk in Deutschland noch immer seine vier Millionen Menschen direkt ernährt, etwa eindreiviertel MiNionen als selbständige Erwerbsthätige im Handwerksbetriebe und zweieinviertel Millionen als Gehilfen; nach der letzten Berufszählung kamen auf 3 Meister etwa 4 Gehilfen. Tie Ursache dieses anscheinend zurückweichenden Interesses für dms Handwerk liegt aber nicht in der Verkennung der Bedeutung dieses wichtigen wirtschaftlichen Gliedes, sondern in der Thatsache, daß das Handwerk bei der Frage, ob Freihandel oder Schutzzoll und den vielen da hineinreichenden Spielarten nur in sehr beschränktem Maße in Betracht kommt. Das Handwerk hat früher in Deutschland die gesamte Situation beherrscht. Heute ist an seine Stelle die Großindustrie getreten, die ihre Produkte in großen Massen aus den Weltmarkt wirft. Tas eigentliche Handwerk hat, wie das in unserem Zeitalter der maschinellen Erfindungen in der Natur der Sache liegt, vor den großen industriellen Unternehmungen Schritt für Schritt zurückweichen müssen; es ist zum Teil zu Grunde gegangen, zum Teil hat es eine völlige Umbildung erfahren and fast alle Zweige des Gewerbelebens machten eine Krisis durch, von der sie sich auch heute noch nicht wieder erholt haben. Tie legislativen Faktoren des Reiches haben sich zwar seit vielen Jahren redliche Mühe gegeben, dem bedrängten Handwerk mit Hilssmaßregeln aller Art beizuspringen, aber man ist doch auch in konservativen Kreisen mehr und mehr zu der Ueberzeugung gekommen, daß auf dem Wege des Gesetzesparagraphen wenig zu erreichen ist. Tas Handwerk muß sich wieder mehr auf sich selbst besinnen und durch eine thatkrästige Selbsthilfe das zu erreichen streben, was ihm der Staat nicht gewähren kann. Tenn er kann so wenig, wie irgend eine andere Macht, die Ewv- wickelung der Technik ausyatten oder die mannigfachen Verkehrsmittel zurückschrauben, die der Massenproduktion Thor und Thür öffnen. Was der Staat aber thun kann, und ivas er nach unserem Dafürhalten auch verpflichtet ist, zu thun, das i|t eine rationelle Hebung des Handwerkerstandes bunef) möglichste Verbesserung des gesamten Unterrichtsund Fortbildungs-Schulwesens. Und auf diesem Gebiete geht, wie wir offen zugeben müssen, die hessische Regierung allen übrigen deutschen Bundesstaaten mit gutem Beispiel voran. In der Hauptversammlung des hessischen Landes- gewerbevereins, die am Sonntag in Tarmstadt tagte, wurde konstatiert, daß die Regierung im vorigen Jahre nichst: weniger als 186 000 Mk. für gewerbliche Unterrichtszwecke hergegeben habe und in den Debatten, an welchen sich auch bie Gießener Vertreter eifrig beteiligten, wurde das aufrichtige Bestreben der Regierung auf eine bessere Berufsbildung der Handwerker einmütig anerkannt. Es finb aber auch sonst noch auf dem Gewerbetag Wünsche und Gedanken geäußert worden, de,ren eingehende Beachtung man den maßgebenden Stellen nur dringend anempfehlen tan». Mir meinen vor allem die verlangte bessere berufliche Vorbildung des Handwerkers. Es muß in der Schule mehr Gewicht auf das praktische Können, als auf das Wissen gelegt uni) dann in den gewerblichen Fortbilimugssckulen neben der technischen Vervollkommnung auch die praktische kaufmännische Ausbildung des Lehrlings mehr als bisher gefördert werden, damit der spätere selbständige Handwerker auch in der Lage ist, leicht den nötigen ileb erb lick über den Stand und die Ausdehnung seines Geschäfts zu gewinnen. Ein sehr bedeutungsvolles Thema hat im Laufe der Beratungen noch der Genossenschaftsdirektor Paech berührt, der in einem instruktiven Vortrag den mangelnden Ge- zwssenschaftssinn des Handwerkers beklagte. .Von den 12 000 deutschen Genossenschaften gehörten nur 200 dem Gewerbestande an; in Hessen hätten sich dank der sympathischen Haltung der Regierung etwa 20 gebildet-. Tie Versammlung sprach sich einstimmig für tue wettere Förderung des genossenschaftlichen Zusammenschlußes der Handwerker in Hessen aus. Ter ganze Verlauf der diesjährigen dauptversammlung des Landesgewerbeverems, der ca. 400 Lehrer, 10 000 Mitglieder und 9600 Schüler umfaßt, hinterläßt in Verbindung mit der vortrefflich beschickten Ausstellung von Schülerarbeiten durchaus den Einbruch, daß sich Handwerk und Gewerbefleiß in Hessen auf einer günstigen Entwickelungsstufe befinden, an der auch das kaus- iräftige Publilum durch den Erwerb gediegener Arbeiten seinen Anteil hat. politische Tagesschau. Ein awerikanischer Fehlschlag. Die durch den Grubenarbeiterstreik in Pen- sylvanien heroorgerufene Kohlen not Amerikas berührt die alte Welt insofern, als die Zufuhr amerikanischer Kohle fürs nächste in Fortfall kommt. Das Bild hat sich völlig verschoben: anstatt von „drüben" die schwarzen Diamanten za empfangen, liefert die alte Welt jetzt solche an die Vereinigten Staaten. Zunächst sind Bestellungen auf englische Kohle ergangen. Die Möglrchkeit, daß auch auf das d eutsche Produkt zurückgegriffen wird, ist auS dem Grunde nicht von der Hand zu weisen, weil zurzeit auch in Frankreich ein Grubenarbeiterausstand besteht, der ebenso geringe Aussichten auf Beendigung bietet, wie der amerikanische. DaS Gebäude der kühnen Pläne Mr. MorganS und anderer Trustmagnaten, auf einer Flotte neuzuerbauender Frachtdampfer amerikanische Kohle in Masten an den europäischen Markt zu bringen, ist so gar schnell ins Wanken gekommen. Ein Beispiel, daß auch die Bäume der Dollars- Milliardäre nicht in den Himmel wachsen. Deutsches Keich. Berlin, 7. Ott. Der Kaiser ist heute Mittag unter Salutschüssen in Königsberg i. Pr. eingetroffen. Der Kaiser ließ sich im Fürstenzimmer deS Bahnhofs gleich nach seiner Ankunst einen Vortrag über die geplante Königsberger Schloßsteiheit halten und nahm dort den Entwurf und die Photographien dieses Projekts entgegen. Sodann fuhr der Kaiser nach der Kaserne des Grenadierregiments „König Friedrich Wilhelm I.", zu dessen Chef sich der Kaiser bei seiner Anwesenheit zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen des Königsreichs Preußen erklärte. Kurz nach 1 Uhr traf der Kaiser vor der Kaserne am] Steindammer Thore ein. Die Mannschaften des Regiments nahmen vor der Kaserne Aufstellung und begrüßten den Kaiser mit „Guten Morgen Majestät!" Der Kaiser begab sich sodann in das Innere der Kaserne, wo ein Frühstück stattfand, an welchem der kommandierende General und mehrere andere Generale, die Offiziere des Regiments sowie als Gast des Kaisers Fürst zu Dohna-Schlobitten teilnahmen. Der Kaiser verließ heute Nachmittag die Kaserne des Grenadier-Negts. „König Friedrich Wilhelm I." und fuhr nach (Sabinen. — Prinz Eitel Friedrich trifft, wie aus Bonn gemeldet wird, am 28. ds. dort ein, um in der rheinischen Universitätsstadt seinem Studium obzuliegen. Bei der Immatrikulationsfeier wird der Kronprinz den Kaiser, der nicht nach Bonn reift, vertreten. — Die Berliner Handelskammer hat beschlosten, den Handelsminister zu ersuchen, er möge doch seinerseits neben der vom Landwirtschastsministerveranlaßten Enquete eine Untersuchung über die Gründe der Fleischteuerung durch Befragen der preußischen Handelskammern und der diesen gleichgestellten Korporationen in die Wege leiten. — Von der nationalliberalen Partei ist, wie die „Magdeb. Ztg." mitteitt, beschlosten worden, daß über die Getreidezollsätze de§ Tarifentwurfs von keinem Mitgliede der Partei EjinauSgegangen werden dürfe. Die „Deutsche Tagesztg." erinnert daran, daß mehrere Na- tionaäiberate sich für höhere Zölle bereits erklärt haben und daß es ein nationalliberaler Reichstagsabgeordneter war, unter dessen Vorsitz der hessische Bauerntag sich für einen Mindestzoll auf Brotgetreide in Höhe von 7,50 Mk. auSsprach. Dre sden, 7. Ott. Der Rat der Stadt beschloß beim Ministerium des Innern die Ermächtigung zur Einführung von Schlachtschweinen au8 Oesterreich zwecks Verbilligung des Fleisches zu befürworten, gleichzeitig aber die Erwartung auszusprechen, daß im Falle einer dauernden oder teilweisen Aufhebung der österreichischen Grenzsperre die Preise seitens der Fleisch-Verkäufer eine wesentliche Hera bsetzung erfahren. Kirche und Schule. Berlin, 7. Okt. Die „Nordd. Allg. Zig." erklärt die Blättermeldungen, die Regierung habe an verschiedenen Orten die Errichtung städtischer Mäd chen - Gy m uasien oder Mädchenrealgymnasien genehmigt, für unrichtig. Es ist auf Antrag des Magistrats Charlottenburg und Schöneberg lediglich gestattet, dort den städtischen höheren Mädchenschulen unter bestimmen Bedingungen versuchsweise sechsjährige Lehrkurse anzugliedern, welche die Ziele des Realgymnasiums erreichen sollen. Außerdem ist es einem Privatoerein in Köln erlaubt, versuchsweise humanistische Lehrkurse für Mädchen über 12 Jahre einzurichten. Die Gewährung staatlicher Beihilfen zu solchen Einzelversuchen ist ausgeschloffen. Die Unterrichtsverwaltung hält daran fest, daß ein Bedürfnis zur Errichtung selbständiger Mädchengymnasien und Realgymnasien nicht vorliegt. Ausland. Brüssel, 7. Okt. Die Burengenerale fuhren zum Justizpalaste. Dewet sagte zu einer Gruppe von Anwälten, die den Generalen vorgestellt wurden: „Mit Ihnen läßt sich nicht gut anbinden, Sie sind mir zu klug. Aus den Händen meiner Feinde bin ich entronnen, aus den Ihrigen würde ich jedenfalls nicht entkommen." Hierauf fuhren die Generale in das bois de la tembre. Unterwegs begegnete ihnen der belgische General Merkher, der sie militärisch grüßte, worüber sie sichtlich erfreut waren. Das Frühstück wurde in einem Restaurant eingenommen. Der für heute Nachmittag m Aussicht genommene Besuch des Schlachtfeldes von Waterloo ist fallen gelassen worden. Morgen besuchen die Generale das Grab Lucas Meyers, am Abend erfolgt die Abreise. Paris, 7. Okt. Der Staatssekretär Tbomegcen hat dem Redakteur Leroux vom Mattn seine Zeugen gesandt wegen eines ihn beleidigenden Artikels. — In dem heute abgehaltenen Ministerrate teilte Minister Delcaffs mit, er habe heute mit dem Gesandten SiamS den Vertrag unterzeichnet, der die zwischen Frankreich und Siam schwebenden Fragen regelt. Der Vertrag enthält u. a. folgende Bestimmungen: Frankreich erhält die Provinzen Melupre und Bassak, sowie das Gebiet am Großen See zwischen dem Prolurs- und dem Piccompomgthiam- Flusse. Die französischen Truppen verlaßen gleichzeitig Chantabun. Siam erhäll u. a. das Recht, Truppen nach verschiedenen Punkten des rechten Ufers deS Mekong zu entsenden, soweit es Siam verbleibt. Konstantinopel, 7. Okt. Auf den Grafen 5)oU gorukow, der zur Suite des Großfürsten NikjolauS gehörte, wurde, als er in Pera im Palace-Hotel speiste, von der Straße aus ein Schuß abgefeuert. Dolgorukow blieb unverletzt. Der Sultan ordnete strengste Untersuchung an. Schwurgericht. P. Gießen, 7. Ott. Verhandelt wurde heute gegen den 47jährigen, verheirateten Tagelöhner Philipp Loth von Nie der- Ohmen wegen Meineids. Die Anklage vertritt Gerichts- assessor Dr. Hetzel, während der Angeklagte von Justtzrat Hirschhorn verteidigt wird. In der Verhandlung waren zehn Zeugen zu vernehmen. Ter Angeklagte wird beschuldigt, vor dem Amtsgericht Grünberg in der Strafsache gegen Wilhelm Becker von Nieder-Ohmen wegen Körperverletzung am 25. Juni d- I. unter Eid wissentlich falsch ausgesagt zu haben. Ter Thatbestand der Anklage ist kurz der folgende". Der Tagelöhner Philipp Loth hat im M-ril d. I. der Gendarmeriestation Ruppertenrod eine Anzeige dahin erstattet, daß ihn am 7. Avril nachts um 11 Uhr, der Maurer Wilhelm Becker von Nieder-Ohmen ohne jede Veranlassung mit einem Lattenstück in der Hand überfallen und chm einen Schlag auf den Kops versetzt habe, sodaß er stark geblutet habe und zusammengestürzt sei. Hieraus entwickelte sich ein Strafverfahren gegen Becker, und dieser stand am 25. Juni d. I. vor dem Schöffengericht Grünberg unter der Anklage der Körperverlettung mittels gefährlichen Werkzeugs. In dieser Verhandlung wurde der Verletzte, der heutige Angeklagte Loth, als Belastungszeuge vernommen. Er wurde vom Vorsitzenden sehr eingehend vor Meineid verwarnt. Loth deponierte damals unter Eid: Er sei am 7. April d- I. in der Langohrschen Wirtschaft in Nieder- Ohmen gewesen und habe sich mit dem Bruder des Maurers Becker ruhig unterhalten. Als er nach Hause habe geben wollen, sei der Maurer Wilhelm Becker mit den beiden Schellhaas, welche sich in einem anderen Wirtszimmer auf- gehalten hätten, aus der Wirtschaft herausgekommen. Wilh. Becker habe ihn einen „^unbefänger" genannt Loth hat weiter vor dem Schöffengericht Grünberg erklärt, er sei an dem fraglichen Abend nicht betrunken gewesen. Er habe am Vormittag desselben Tages in der Langohrschen Wirtschaft nur leinen Schnaps getrunken, am Abend habe er Schnaps und Bier getrunken. Es fei damals noch Tag gewesen, als er die Wirtschaft betreten, bie er erst spät abends wieder verlassen habe. Er sei allein aus der Wirtschaft gekommen und habe auf dem Wege in seine Wohnung nicht bemerkt, daß hinter ihm jemand hergekommen sei; er habe auch nicht wahrgenommen, daß jemand vor ihm die Langohrsche Wirtschaft verlassen habe. Ob er unterwegs nach feiner Wohnung stehen geblieben sei, wollte Loth bei feiner Vernehmung in Grünberg nicht mehr wissen. Er bestritt, an jenem Wend beleidigende Aeußerungen gegen dritte Personen gethan zu haben, auch habe er niemand bedroht. Loth har weiter bekundet, daß, als er vor seiner Wohnung angekommen sei und die Gosse habe überschreiten wollen, Wilhelm Loth gekommen sei und ihm zwei Schläge mit einem Lattenstück über den Kopf versetzt habe; in dem Lattenstück habe ein Nagel gesteckt, den der Angeklagte damals in dunkler Nacht gesehen haben will. Weiter hat der Angeklagte unter Eid bekundet, er hätte den Becker nicht früher gesehen, als bis derselbe vor ihm stand und auf ihn einschlug; er fei nicht auf diesen losgegangen und habe denselben ebensowenig bedroht. Loth hat weiter mit aller Bestimmthett unter Eid in Grünberg erklärt, er sei wohl an jenem Wend etwas angetrunken, aber nicht so betrunken gewesen, um seiner Sinne nicht mächtig gewesen zu sein. Tie Aussage des Angeklagten ist auf Antrag des Amtsanwalts in der Schöffengerichtssitzung sofort zu Protokoll genommen und von dem damaligen Zeugen als richtig anerkannt. Diese Darstellung der Affaire auf der Torfstraße in Nieder-Ohmen in jener Nacht soll in mehreren wesentlichen Punkten nach der Anklage von Loth wissentlich falsch gemacht sein. Der Angeklagte bleibt dabei, es sei so gewesen, wie er gesagt habe, wenigstens wisse er nicht, daß es anders gewesen sei; denn er sei in jener Nacht stark betrunken gewesen. Nach der Darstellung der als Zeugen des Vorfalles heute vernommenen beiden Becker und Schell- Haas hat der Angeklagte, der mit Georg Becker in einem Nebenzimmer der Langohrschen Wirtschaft an jenem Abend saß, sich mit diesem laut gestritten und dabei ziemlich erregt häufig den Ausdruck „Hundefänger" gebraucht. Nach der Bekundung des Wirtes Langohr hätten gegen 1/2U Uhr abends die beiden Schellhaas und der Maurer Wilhelm Becker die Wirtschaft verlassen. Diese hätten den Wend über in einem anderen Zimmer gesessen und bei ihrem Abgang das Hauptgastzimmer passiert. Sie forderten hier den bei Loth sitzenden Georg Becker auf, mttzugehen, und verließen kurz darauf alle mer zusammen das Haus. Eine fr tu ar an jenem Abend angetrunken gewesen, aber er habe icher genau gewußt, was in jener Nacht passiert sei. Loth könne sehr viel geistige Getränke vertragen, er werde nicht Ter giertentag des Hessischen Athleten - Verbandes findet am 12. Oktober, vormittags 10 Uhr, in Marburg statt. Der ft. »erden ' .lololle a bti Lant c *• »i Eichelsborf war der Angeklagte wegen Ueberlrelung des yi|d)eici- gefeyes durch Ttrasbcschl nt Strafe genommen ro*ben, das Schöffengericht Halle den Angeklagten freigesprochen, die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen dleses Erkenntnis hat heute Erfolg Alk •etti Mtünt Sn da. 145 Per ** Hessischer HandclSkammcrtag. Am 12. Oktober findet in Mainz ein Hessischer Handclskammertag mit folgender Tagesordnung statt: 1. Ausführung des Handclskanimer- gesctzes. 2. Geschäftsordnung für den Hessischen Handelskammertag. 3. Feststellung von Grundsätzen für die Verteilung des Staatszuschusses zu den Rosten der Handels» kainmern. 4. Kaufmännisches Fortbildungsschulwesen und 3 Pau3bu <4- t 1 MU zu, 1 B&?6“1 eAiiä tztadt und Lund. Gießen, den 8. Oktober 1902. Gedenktage. Vor 40 Jahren, am 9. Oktober 1862, wurde Otto v. Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. In deni Augenblicke, da die Kunde davon sich durch Deutschland verbreitete, brach in der Presse eine Bewegung los, als wäre ein großes, öffentliches Unglück geschehen. Mit dem Namen Bismarck erhob sich aus vergangenen Tagen ein Gespenst: der Abgeordnete Bismarck, der „verlorene Sohn Deutschland" aus den Jahren 1847—öl. 60 tiunb Iqctt 60- 5er Marti Mu dem i Lmterhav man WM vor sich 9 sanitären laßen km von Barcelona, dem Chefredakeur des ,Lmparcial", Ortega Munilla, der Barges Absetzung verlangt hatte, statt. Beide blieben unverletzt, die Sekundanten erklärten nach zweimaligem Kugelwechsel bie Sache für beendet. * Rom, 7. Okt. Der Minister des Innern Twlitti setzte den Gefängnisdirektor Don Bologna ab, wegen schlechter Ueberwachung der Gräfin Bon mar tin i, die mit Dr. Murri korrespondieren Sonnte. * Wien, 7. Ott. Tie Polizei verhaftete hier einen jungen Mann, der sich als Prinz von Broglie ausgab und zahlreiche Pr elle r eien verübt hatte. Die Polizei ermittelte jedoch, daß der Betreffende der Sohn eines Hotelbesitzers in Griudelwald sei und von verschiedenen Gerichten wegen Zechprellereien verfolgt wird. * Newyork, 7. Okt- Ein Telegramm aus Manila meldet, daß am 25. September zahlreiche Erdstöße in Guam stattgefunden haben, durch welche dieMarinckasemen und andere Gebäude zerstört wurden. * Selbstmord eines Offiz erst. Ncach einem Telegramm der ,^t. Ztg." aus Hildesheim hat sich daselbst Leutnant Bensen vom dortigen 59. Jnf.-Rcgt. in der Kaserne des Regiments erschossen. * Ein furchtbares Brandunglück hat sich, wie aus Petersburg depeschiert wird, in dem südrussischen Ort^ T e t u e s ch i ereignet. In der Ki r ch e n s ch u l e für Mädchen brach Feuer aus, welches so schnell um sich griff, daß nur ein Teil der Schülerinnen gerettet werden tonnte. 14 Kinder fanden den Tod in der Flammen. - e-i lengefiel 7000 P«’ in ntthl and lhrr «Sri*/ Vichnart Mchkuh jfrch die stell! uni Prüfe h> Herhälln der aller fand, zok hohen Ri well un und nich io jch in den bi gem uni einen Ab melkend i 'M. 3. V°-°nst°»ung v°n A-'sbi-->ungSru-s°n für L-h-e- an den "S! Kaufrnannsichcn Fortbildungsschulen. o. Stellungnahme m und der Angeklagte wird zu einer Geldstrafe von 1ö0 Mk. der Zolltanffrage im Hinblick auf die Beschlüsse zweiter Lesung event. 10 Tage Haft und m die fänulichen Kosten verurteilt. ... der Zolltarifkommission des Reichstags. 6. Tie in Aussicht Angeklagte i|t selbstänbiger weiter eines Unternehmens zum Im- genammene r-.ch-g-s-tzUch° Abkürzung d« Arb°üs,°.. und S&ÄSÄÄÄXÄ Verlängerung der Mittagspausen für Arbel.erinnen über itanb bedeutenden Schaden zugefügt. Uebngcns find deshalb auch 16 Jahre. 7. Errichtung einer Reichsbankhaupt- schon mehr Bestrasiulgcn, ,venu auch nicht des Angeklagten erfolgt stelle in Hessen. 8. Bedeutung der Handelskammern als linö ’oLUlt auch wieder Anzeigen erdoben sein. Vertretung von Handel und Industrie. 9. Uebcrnuttelung der Eisenbahnfahrplanentwürfe an die Handelskammern. Ivf uJCJJunß. 10. Frislbeineffung für Anträge auf gemeinsame Beratung Paris, 7. Lil Ter Präsident oes Zentralkomitees der von Einkäufen allgemeiner Bedeutung durch den Hessischen ?°^"^uben Ura.ikre.chs teilte m Beantwottung eines Schrei- . ... . ä .. ■ jrV er! , bens des Generalfekretars der Vereinigung der Bergarbeiter. Eoue, Handcl^kainmertag. 11. Ucbermiüclung vertraulicher Rach, diesem mti, es sei zwecklos. Telegiene der Arbeitgeber namhaft zu richten über Handelsbeziehungen Deutschlands zmn Ausland machen, welche nut den Delegierten der Arbeuer über fragen an die Handelskammern. — Die hiesige Handelskammer wird ocihaubeln sollten, mit denen die Behörden befaßt seien, besonders ihre beiden Vorsitzenden, sowie den Syndikus als Vertreter ?ltC Aiifchauuriaen der Arbeitgeber b^annt seien. Ter Aus- 1 stand sei ausgebrochcn, ohne dav mmi das Signal dazu abgewarlet etusenoen. jhabe, oder Gründe für betreiben anaab. gehört, und als sie danach schauten, die Polizisten mit gezogenem Sabel auf den Hof einbringen gesehen haben. Als Winter ermordet wurde, sei sie im Lewy'schen Hause als Aufwärterin thätig zewesen. Es ist behauptet worden, daß Frau Lewy am 11. März )er Zeugin gesagt habe, daß sie nicht in den Keller hinuntergehen dürfe, um Kohlen zu holen. Die Zeugin bestreitet unter ihrem Eide, daß ein solcher Auftrag der Frau Lewy gefallen sei. Sie habe am Mordtage wie gewöhnlich um 8 Uhr das Lewy'sche Haus verlassen und bis dahin nichts Ausfälliges bemerkt; sie ei am Moiitag früh in den Keller gegangen und habe dort aufgeräumt, sie habe dabei auch in den Lewy'jchen Keller hineinsehen können, aber nichts Ausfälliges bemerkt. Hierauf wird die Verhandlung aus morgen vertagt. ihm gesagt werden, er möge sich vorsehen. Er solle Könitz ver- — Zu den Landtagswahlen. AuS Mainz wird lassen: wenn er dableibe, kriegen sie ihn doch. Tie Mitglieder der gemeldet: Gestern abend fand hier wegen der bevorstehenden riÄ Ä, ^ftna0ÄtieU»Ä Land.-güwahl -w.jch-n Stdrttem ,s°mtt,ch°r Parteien, runbungen vernommen wird, erklärt die letzteren von Anfang bis mit Ausnahme des Zentrums, eine Besprechung statt. Die au Ende Wort für Wort für erfunden. Er habe nie in feinem Sozialdemokraten, die bisher bie Inhaber der beiden Laden ein Gespräch über Ernst Winter gehabt. Er bade weder hiesigen Mandate waren, wurden um Auskunft angegangen, bÄn?XÄÄ °b r.e b-r-,t seien °,n M-nd-t abzageben. Sie tehnten d,°-, als vollständig unwahr. Kein Körnchen Wahrheit liege ihnen zu wie es vorauszusehen war, mit Entschiedenheit ab. Grunde. Tie gleiche Aussage macht Franziska Meyer. (Die — Hessischer Athleten-Verband. Der 7. Dele- Tochter Jenny ist vor einiger Zeit gestorben.) Die Zeuginnen - ---- ----- “ ' Meyer werden vereidigt. Auf die Vernehmung der Frau Meyer wird allseitig verzichtet. Hierauf wird als Sachverständiger Ge- _ ri richts.Ehemcker Dr. Bischoff vernommen, dem die ausgefundenen Erste Stemm- und Ringklub Bietzen nimmt, vettreten durch Kleider des ermordeten Winter zur Untersuchung über- drei Delegierte, an den Beratungen teil. geben worden waren. Tr. Bischoff äußert sich über bie vor- ** Ein gutes Geschäft macht zur Zeit die Okmeinbt 1RÜddingLhaus-n. Bciannllich sind V-chantürngen locenchenbtut herruhren und dem Vesunde nach in d i e .■ r; * i , . - ... Kleider hineingekommen sind, während der Er- ^gen Anlegung eines Militär ubungs platz es m mordete sie noch auf dem Leibe trug. Des Weiteren der Gemarkung dieser Gemeinde im Gange, die möglicher- giebt der Sachverständige fein Gutachten ab über die Sperma- weise die Auflösung der Gemeinde zur Folge haben, stecken an Weste und Hose. Tie Kleider, die sonst sauber waren, In diesem Falle müßte natürlich auch über das vorhandene wiesen an diesen Stellen deutliche Spermafleckeu auf. Nach der Gemeindevermögen, in erster Linie wohl zu ganzen Sachlage ist es wahrscheinlich, wenn auch nicht erwiesen, Gun st en der Lrtsbürger, Verfügung getroffen wer- ®’Znor«fUnJ! Ln Augenblicke geschlechtlichen Genusses ^en. In der angenehmen Hoffnung, seinerzeit hierbei eine oltive Rolle zu spielen, tritt nunmehr eine ganze Reihe sich nochmals über die Spermastecken. Nach feiner Ansicht wiesen ’ ,ir,, - , namentlich die verdächtigen Flecken auf der Weste daraus hin, daß von Personen nut Gesuchen um die Ausnahme als die Thal nach einem geschlechtlichen Akte volliührt lourbc. Aus pj *6 & ur. 9 c 1 ,an ^ie Gememde heran. -tie Idee an sich Befragen des Verteidigers Tr. Hahn lassen sich Bürgermeister wäre so übel nicht; nur schade, daß dabei außer acht ge Teditius und Staatsanwalt Schweigger über den Umfang der lassen ist, d aß die Verfügung über das Gemeinde- Haussuchungen aus, die vorgenommen wurden, nachdem die Kleider vermögen nicht anders als im Wege eines Spezial- ausgesunden waren. ... gesetz es wird erfolgen können, das selbstverständlich die Hieran recht sich die Verlesung von Aussagen bcnenigcn Interessen der bisherigen Lrtsburger in Zeugen, die tn der Mordnacht verdächtige Beobachtungen an dem vollem Umfana a e a en ü b e r benieniacn her Lewyschen Keller gemacht haben wollen. Darunter befindet sich ^ms rng Segeunver enjen igen öei die Aussage des Hauptbelastungszeugen wider Lewy, des Arbeiters spekulativen J? e u a uj g l n o m tn e neu wahr en Alaslosf. Im Widerspruch zu seinen früheren Aussagen hat llinn und wahren wird, -tie Gemeinde erhebt nun em jetzt Masloff bekundet, daß er am 11. März bereits nachmittags Einzugs geld von 300 M k. für jebe Aufnahme und spazieren gegangen und in die Mauerstraße gekommen sei. Da hat dadurch eine recht ansehnliche Einnahme. Wünschen das Thor des Lewyschen Hauses nur angelehnt gewesen, sei er auf wir ihr noch recht viele Ortsbürgeranmeldungen im Inden Hof gegangen und habe durch die halb geöffnete Kellerthür teresse ihres Säckels! mehrere Juden in dem Keller gesehen. Als er diese Männer be- Mainz, 7. Okt. El f t ausend Mar k ve r g e s s en. merkte, habe er sich in einem Verschlage versteckt und minbestens mei ber Lieieruna von Arbeiten an die Stadt ober bei eine Stunde dort gewartet. Bei seiner Entsernung vorn Hofe seien oer ^eierung von yrDenen an Die ötaDt, ooct bti die Juden noch im Keller geblieben. In der Nacht habe er bann sonstigen Lieferungen an dieselbe haben die Lieferanten stets die Lewy schwer belastenben Beobachtungen gemacht. In früheren eine Kaution zu stellen. Bet einer Reviswn von feiten der Aussagen hat Masloff diese Thalsachen nicht mitgeteilt. Als Stadt hat es sich herausgestellt, daß die Stadt Mainz noch Grund gibt er an, baß feine Frau ihm gesagt habe, er solle nicht in dem Besitz von 11000 Mk. Kautionen gewesen ist, die feit soviel reben, denn bie vielen Juben würden ihn noch reinlegen. Jahren von der Stadt verwaltet wurden, ohne daß die Rechtsanwalt Hahn beantragt auch die früheren Aussagen des Eigentümer der Gelder ihre Kautionen zurückgefvrdert dafür, daß sie mit dem Inhalt hätten. Unter diesen Beträgen befinden sich Summen bis enffmicht'Ufern Äagc 3 ^eremftimmen. Der Gerichtshof 1000 Mk. und verteilen sich die obigen 11000 Mk. aus Eine längere Erörterung knüpfte sich an die Behauptung des R.-A. 40 Lieferanten rc. Sonnenfeld, daß hn Masloffprozeß der Angekl. Bruhn alle -,, .... Veranlassung gehabt habe, an der Aussage des Masloff zu zweifeln ^Uimillull£5. und sie nicht gleich zu publizieren. Angekl. B r u h n tritt dieser ♦ n n»* Behauptung entschieden entgegen und verweist u. A. darauf, daß r... e L1 ?U V in 0^^ Derer im Masloffprozeß beeidet habe, daß er dem Masloff geglaubt ^itnis^en lebende Rentiere Mohr und chr m den habe. Auf Befragen des Staatsanwalts Kanzow erklärt Kommissar fünfziger Jahren stehender ältester Sohn wurden heute früh Wehn: Ihm sei die Aussage Ataslosss von vornherein unwahr- in der Wohnung der ersteren tot aufgesunden. Tas Motir scheinlich erschienen. Dem Zeugen Wehn wirb die Frage vorgelegt, zur That ist noch nicht bekannt. ob er bei einer Gelegenheit bie Angabe eines Zengen mit einer * Madrid, 6. Olt- Hier fand ein Pistolenduell KSnh1 ^^Äung, wie Quatsch oder dergl., begleitet habe, zwischen dem General Barges, dem Generalkapitän Präsident: Vielleicht ist Ihnen einmal der Ekel hochgestiegen — - ■ ~ - - ö - ' - und Sie haben sich zu einer solchen Aeußernng hinreißen lassen. Zeuge: Tas ist wohl möglich. Präsident: Ich muß sagen, daß jeder Mensch, der die Akten durcharbeitet, hin und wieder versucht ist, sich an den Kopf zu fassen und sich zu fragen: Was ist doch in der Wett alles möglich l R.-A. Sonnenfeld: Hat Wehn nicht in einem Gespräch sich dahin geäußert, er habe gerade in Könitz aufgehört, Antisemit zu sein? Zeuge Wehn giebt zu, daß er in Könitz anderen Sinnes geworden sei. Nach Verlesung der Aussagen der Frau Roß, der Frau Masloff und anderer Zeugen wird die Näherin Anna Roß vernommen. Sie ist die Tochter der wegen Meineides uenirieiüen Frau Roß; sie soll ausfagen können, daß eines Abends die Polizei unter Führung des Polizeikommissars Block mit blanker Waffe durchs Fenster in bie Wohnung ihrer Angehörigen eingedrungen ei und die anwesenden weiblichen Alitglieder gezwungen gewesen seien, sich in entblößtem Zustande den Blicken der Leute zu zeigen. Die Zeugin bestätigt dies nicht, sie weiß nur, daß sie eines Abends Krawall und Hepp-Hepp-Ruse aus der Straße Der ttouitzcr Mord vor Gericht. Berlin, den 7. Oktober 1902. Im Prozeß gegen die „Staatsb.-Ztg." wurde heute in der Verlesung von Aussagen der kommissarisch vernommenen Zeugen fortgefahren, welche allerlei verdächtige Beobachtungen über em- jelne ^uben gemacht haben wollen. Längere Vernehmungen veranlaßte der Fall Alatthäus Aleyer. Verschiedene Personen wollen sich am 29. November 1900 int Laden des Meyer befunden gaben, um Einkäufe zu machen. Ta ici aus dem Hmterzimnier ein fremder Jude in den Laden gekommen und bie Familie Meyer sei ihm gefolgt. Frau Meyer habe zu den Leuten im Laden gesagt, dieser Alami sei nicht von der Steuer gewesen, es handle sich um eine Verschreibung zu einer Verschwörung gegen einen jungen Man u. Aus bie Frage, was mit dem jungen Alaune geschehen solle, habe Frau Meyer gcantiuortci: Umgebt ad)! solle er nicht werden, aber । o etwas ähnliches. Fräulein Jenny Meyer habe bann gesagt: Ernenn lemand von den anwesenden Leuten den Winter kenne, dann möge so leicht „voll", und von einer sinnlosen Trunkenheit in jener Nacht könne beim Angeklagten keine Rede fein. Loth sei ein streitsüchtiger Mensch. Ter Bürgermeister Need von Nieder-Ohmen bestätigt, daß er vom Hörensagen wisse, daß Loth ein Trinker und „Disputierer" sei. Amtsgerichts- rat Hörle, der als Vorsitzender die Schöffengerichtssitzung in Grünberg, gelegentlich welcher der falsche Eid von dem Angeklagten geschworen sein soll, geleitet hat, erklärt, daß, da dessen Bekundungen in direktem Widerspruch mit den anderen Zeugen der Vorfälle in jener Nacht stunden, er den Loth besonders ermahnt habe, die Wuhrheit zu sagen. Dessen Aussage habe ans chn den Eindruck gemacht, duß sie nicht den wahren Thatsachen entspreche. Loth leugnete verstockt, er machte den Eindruck eines Menschen, der sich vorgenommen hat, von dem, was er einmal gesagt hat, nicht abaehen zu wollen. Daß Loth als Zeuge falsch geschworen habe, davon sei er, der Amtsgerichtsrat, fest überzeugt; ob er dies wissentlich gethan, darüber könne er sich in- deffen nicht äußern. Nach der Beweisaufnahme wird den Gefchworenen die Frage wegen Meineids vorgelegt und weiter wird die Milderungsfrage für den Fall der Bejahung der Schuldfrage gestellt: Ob nämlich die wahrheitsgemäße Aussage dem Angeklagten eine Verfolgung wegen eines Vergehens oder wegen eines Verbrechens zuziehen konnte. Auf Antrag des Verteidigers formuliert der Gerichtshof noch die Nebenfrage, ob fayrläsfiger Falscheid vor liegt. Ter Vertreter der Staatsanwaltschaft, Gerichtsassessor Hetzel, nimmt hierauf das Wort zur Begründung der Anklage und führt u. a ans: Es sei ein trauriges Zeichen der Zeit, wenn in dieser vorliegenden Periode des Schwurgerichts nicht weniger als fünf Anklagen wegen Meineids zur Aburteilung kommen. Es sei dies um so bedauerlicher, wenn man erwäge, daß in unserer Provinz vorwiegend eine Landwirtschaft treibende Bevölkerung wohne, und daß wir es nicht mit Bewohnern großer Städte zu thun hätten. Tie Statistik lehre uns, in wie erschrecklicher Anzahl die geschworenen falschen Eide zunehmen, nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Lande. Es sei unbestreitbar, daß der Respekt vor der Wichtigkeit und Heiligkeit des Eides in Abnabme begriffen fei. Es liege in der Natur der Sache, daß es sehr schwer fei, einen Meineidigen zu überführen, darum sei es Pflicht der Richter, wenn es sich um eine Anklage wegen dieses schweren Verbrechens handele, sehr eingehend und gewissenhaft alle Momente der Anttage zu prüfen, ob ein falscher Eid geschworen sei oder nicht. Der Ankläger lomnit nach Würdigung der einzelnen Momente zu dem Schluß, daß der Angeklagte wissentlich falsch geschworen habe und daß die Geschworenen die Schuldfrage sowohl als die ihrer Beurteilung unterbreitete Milderungs- srage zu bejahen hätten. Ein fahrlässiger Falscheid liege nicht vor. Der Verteidiger Juslizrat Hirschhorn erklärt, er wolle dem Staatsanwalt nicht folgen, er wolle sich nicht auf das Gebiet der Statistik einlassen, sonst tonnte er den Geschworenen mit Zahlen dienen, die beweisen, in wie großer Zahl auf all die Anklagen wegen Meineids Freisprechungen erfolgen. Er wolle gleich von vornherein bemerken, daß er mit dem Staatsanwall einig gehe in der Frage, daß der Angeklagte einen fahrlässigen falschen Eid nicht geschworen habe, aber er behaupte auch, daß dieser auch eines Meineids nicht schuldig sei, wenigstens sei ein Beweis für die Schuld des Angeklagten nicht erbracht. Ter Verteidiger hebt alle Momente hervor, die dafür sprechen, daß bie Darstellung seines Klienten über die Vorfälle jener Nacht in dem Dorfe Nieder^Ohmen richtig sei. Jedenfalls seien die Angaben der beiden Becker und der beiden Schellhaas nicht unbedingt als wahr anzunehmen. Nach kurzer Rcchts- belehrung ziehen sich die Geschworenen zur Beratung zurück, woraus deren Obmann, Fabrikant Trapp-Friedberg, den Wahrsprucl) verkündet, der auf n i ch l s ch u l d i g lautet wegen deS Meineids sowohl wie wegen fahrlässigen Falscheides. Der Gerichtshof sprach darauf den Angeklagten von Strafe und Kosten frei. Gerichtssaal. o. Gieße», 4. Oll. Strafkammer. Ten Vorsitz^führii Landgerichtsdirektor Tr. Güngerich, die Anklage vertrat Staatsanwalt Hoos. — In der BerusungSstrassache gegen Karl Reit von Flensungen wegen groben Unfugs ist der Angeklagte nicht er" chienen. Tie Staatsanwaltschaft zieht bie von ihr gegen bas Urteil bes Schöffengerichts Grünberg eingelegte Berufung zurück uni wirb hieraus bie bes Angeklagten kostensäl11g verworsen. — Ebenso wurde verworfen bie Berufung bes Angeklagten in der Strafsache gegen ben Lubwig von Schlitz, ba auch hier ber Angeklagte nicht erschienen war. — Ferner hat keinen Erfolg b i e B e r u s u n g bes Privatklägers in ber Privatklagesache bes Frank von Gehlhar gegen Emnch I Eheleute baselbst gegen das freijprechenbe Erkenntnis bes Schöffengerichts Crtcnbccg. Die Prioatklage bezweckt Bestrafung, weil bas Rmb ber Angeklagten gegen bie Ehefrau bes Privatklagers beleibigenbc Aeußerungen ge* ihan hat unb zwar angeblich auf Geheiß seiner Etteni ober doch einer Mutter. Mangels Beweis erfolgt Freisprechung. — In ber Strafsache gegen ben Geschäftsführer Otto Maye r von Ult«. Strecke davon stehend bleibend, um sich, noch zu unterhalten, sahen sie, wie der Wirt den ettvas angetrunkenen Loth aus der Hausthür hinausbrachte, und wie dieser dann in der Richtung nach seiner Wohnung an ihnen vorbeiging. Georg Becker ging darauf nach Hause, und die anderen drei machten sich ebenfalls auf den Weg, um ihre Wohnungen zu erreichen, zu welchem Zwecke sie hinter Loth hergingen. Plötzlich JoII dieser vor dem Hause des Kaufmanns Loth stehen geblieben sein und sott den Dreien zugerufen haben: ,Hhr Spitzduben, Ihr Wildpretknapper, ^r Hunde fang er! Jyr geht mir nach; wenn mir einer zu nahe kommt, den mache ich nieder." Tie heute vernommenen Zeugen waren der Ansicht, daß der Angeklagte dabei eine drohende Haltung angenommen habe. Heinrich SchetthaaS wottte auf den Schimpfenden losgehen, wurde fedoch von Becker davon zurückgehatten, worauf Loth nach seiner Wohnung zu weiter ging. Als die beiden Schellhaas und chr Genosse Becker ihres Weges weiter gehend vor dem Hause ankamen, in welchem der Angettagte seine Wohnung hatte, stürzte dieser plötzlich auf die drei zu und gebrauchte wiederum die schon genannten Schkmpfworte und bemerkte weiter: „Ihr paßt mir auf, kommt nur einer her, so steche ich ihn nieder." In dieser Situation will Becker zur Seite geeilt sein; er riß an einer Einfriedigung eine Latte ab und versetzte mit dieser dem Angeklagten einen Schlag, sodaß er zusammenbrach. Becker gesteht als Zeuge zu, er habe dem Gegner, als er schon am Boden gelegen, noch einen oder zwei weitere Schläge' mit dem Lattenstück versetzt. Tie Brüder Schell- Haas sowohl wie Becker gestehen zu, daß sie sich dann um den Verletzten in jener Nacht nicht weiter gekümmert hätten. Ter Wirt Langohr von Nieder-Ohmen schildert den Vorfall, öweit er sich in seiner Wirtschaft abgespielt hat, in Ueberein- timmung mit den anderen Zeugen. Ter Angeklagte sei -Anl. 4*/j% äussere Argentiner Kleiderschränke Kinderbettstellen Waschkommoden Toiletten Nachtschränke Holzbettstellen 7032 Eine Anzahl 26.40 91.95 81.50 122.00 44.00 91.90 100.05 99.70 102.85 101.10 101.60 103.35 50.70 31.70 4% Italien. Rente 4% 56 Portugiesen 8°/. Portugiesen, . 1% C. Türken . Türkenlose . . . 4% Griech. Monopol 3% Mexikaner . . , . 41/z% Chinesen . , . « Electric. Bohuckert . . « Nordd. Lloyd . . . , Kreditaktien..... Diskonto-Kommandit. . . Darmstädter Bauk . . . Dresdener Bank . . . , Berliner Handelsges. . . Oesterr. ßtaatabahn . . . Lombarden . . . . , Gotthardbahn..... Laurahütte ...... Bochum ....... Harpener...... Tendenz: behauptet. EBettste^en in Holz und Eisen zu wesentlich herabgesetzten Preisen. Eis. Bettstellen in grosser Auswahl vorrätig. Zeichnung und Preisliste stehen zu Diensten. Complette Schlafzimmer. 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Selma Haas in Darmstadt mit Dr. Albert Hoddes in Gießen. Gestorben: Herr Kaspar Jäger in Münzenberg. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) ft. ft. lieber die Verhandlungen der Ausschüsse der 2. Kammer werden stets von dem jeweiligen Berichtserstatter ausführliche Vro- .lokolle angefertigt, die im Druck erscheinen und den Mitgliedern deS Landtags zugestellt werden. Wenn Sie einzelne dieser Proto- tee'gfe** ,orw»,K,, i!°« Mt, dis weiter feine besonderen Titel führen, beziehen wollen, mühen Sie sich an den derzeitigen Präsidenten der Kammer, Herrn Reg.-Rat HaaS in Darmstadt oder an daS Ständische Archiv daselbst wenden. R. N. tu F. Mit Dank abgelehnt. CeseWast für Sri« uni) Völkerkunde Hießen. Kaupt-Ier sammtung am Mittwoch dem 15. Oktober 1002, 8% Uhr, im Großherzog von Hessen. TageS-vrduuug: Kassenbericht. Winterprogramm. Zeitschriften. Vorstandswahl. 7026 Der Vorsitzende. Mcksche Hnbelbretter»•ÄäJÄ L15 per Quadratmeter abzugeben. 7041 Bachenheimer & Schanmberger, Holzhaudlung, Marburgerstraße 22. Trotz dk«h«h-»NlkiskW!ass find wir in der Lage, große Posten nur Telephomscher Kursbericht« Frankfurt a. Ä», 8. Oktober 1902. . . 101.25 . . 92.05 . . 101.85 Neueste Meldungen, vriginaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. Berlin, 8. Okt- Wie der „Lok.-Anz." erführt, werden die Burengenerale bereits am 16. d- M. abends 6Uhr in Berlin en treffen. Heidelberg, 8. Okt. Die 14. allgemeine Kon se- reuz der deutschen Sittlich keits-V ereine nahm als Ort der nächsten Konferenz in erster Reihe Nürnberg, in Uveiter Köln in Anssichi. London, 8. Oktt Ueber den Standpunkt englischer Kreise zur Frage des Empfanges der Burengenerale durch den deutschen Kaiser wird gemeldet: Tie Generale gelten seit der Veröffentlichung des Amsterdamer Manifestes an leitender Stelle wie bei der großen Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr als zuverlässig. Man ist hier überzeugt, daß die außerhalb Englands gesammelten Gelder trotz aller Vorsichtsmaßregeln ihre menschenfreundliche Zwecke nicht erfüllen und zu England feindl ichen Agitationen in Südafrika verwendet werden. Einer so Uh,en Agitation würde nun durch eine Audienz an die drei Generale eine schwer zu Englands Nachteil ins Gewicht fallende Rü ckenstärkung erwachsen. Tadurch würden die ohnehin enormen Schwierigkeiten der an glotz o Hündischen Pacifitation in Afrika für absehbare Zeit sehr leicht ins Unüberwindliche gesteigert werden können. Gerade weil man hier an maßgebender Stelle keinen Augenblick darüber in Zweifel ist, daß für den Kaiser lediglich Gründe persönlichen soldatischen Interesses für die Gewährung der Audienz entscheidend sein würden, hofft man hier immer noch, daß der Kaiser sich die Befriedigung dieses Interesses versagen werde. Man beklagt daher in Regierungstreisen aus das lebhafteste die vorlauten und aggresiven Aeußerunaen eines Teiles der Londoner Presse. Paris, 8. Okt. In Betreff der gestrigen Sitzung des Ausschusses des Bergarbeiterverbandes verlautet, daß einzelne Ausschußmitglieder die Ansicht aussprachen, es möge bei der Regierung noch ein Letzter Schritt versucht werden, ehe man einen so folgenschweren Beschluß, wie den des Gesamtausstandes, faßte: Die end- giltige Entscheidung sei deshalb aus heute verschoben worden. Versteigerung. Donnerstag den 9. d. MtS., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) dahier gegen bar: 1. 2 Steppdecken, 1 Unterbett, 1 Federkissen, 1 Tischdecke, 1 Christbaumständer, 1 Eierschränkchen u. v. A. 2. 1 Faß Spiritus, 8 Fässer grüne Farbe, 1 Faß Rüböl, mehrere Dtzd. Bürsten und Pinsel, und 3. Haus- und Küchengeräte aller Art und 1 Oekonomiewagen. Die Versteigerung unter 1 findet bestimmt statt. Gießen, 8. Oktober 1902. 7042 Seipel, Gerichtsvollzieher. Ten Lorsltzkütz age vertrat^ , gegen Kar • äCi'* »SS® KZ- „n«n ,f» »«““i 3«' ,rnehE d läufig langt und ° „j Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Maschinenschlosser, 1 Bau- *. Möbelschreiner, 1 Einkassierer, 2 Pferdeknechte, 1 Herrschaftsdiener, 3 Hausburschen, 3 Lauffrauen, 2 Dienstmädchen. Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Krankenpfleger, 1 Maschinen- ßhlosser, 2 Rockschneider, 1 Schweizer, 2 Pferdeknechte, 2 landw. Arbeiter, mehrere Erdarbeiter, 7 Dienstmädchen. 2 Laufmadchen, 1 Frau zum Brödchenaustragen, 1 Köchin, 1 Kinoerwärterin. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Kellner, 1 Buchbinder, 1 Bäcker. u| 3Jlatn. ■ iS? yaber ? W ■ °tti* 4 l”‘t- Steife jnajme als .^b ?dee on *Ä't pburget i„ der tvahreii nun ein Ausnahme und ^e. Wünschen Zungen im 'i’tabt, oder i gerauten st. n von seilen b. -tobt Mainz not :wesen ist, die sei: n, ohne daß bu « Mllckgefvrden sich Summen bis « HOOG IE. mii Parks, 8. Okt. Dem „Gaukvis" zufolge zeigte bet anläßlich der Weltausstellung von 1900 erbaute große Kunkt Palast infolge des Eindringens von Seinewasser in die Grundmauern schwere Baugebrechen. Kapstadt, 8. Olt. Kommandant Erasmus ist aus Madagaskar zurückgekehrt, wohin er sich begeben hatte, um eine eventuelle Ausw anderung der Buren dorthin in die Wege zu leiten. Er erklärte indessen, das Land eigne sich nicht zu einer Niederlassung der Buren^ Speziell habe die französische Regieru ng ihm auch keine Garantien für die Erhaltung der Büren svrache gegeben. Erasmus meinte, daß Ar gentinienfur die Uebersiedelung der unversöhnlichen Buren daS geeignete Land sei. Montreal, 8. Okt. (Reuter.) Gestern herrschte hier und auf anderen kanadischen Märkten eine große Finanzpanik. Die außergewöhnlich lange Periode von Geldknappheit, die auf die maßlosen Käufe in künstlich hochgetriebenen Werten der letzten Monate gefolgt ist, führte schließlich zur Liquidation der mit geborgtem Kapital erzielten Gewinne. Tie Dominion-Stell-Aktien gingen 28 Dollars nnter den kürzlich an der Newyorker Börse erzielten Höchstkurs zurück. Tie Geldverlegenheiten Hogen auch Canadian-, Pacific- und gleichartige Werte in Mitleidenschaft, wodurch die Besitzer der Eanadian-Pacific-Fonds große Verluste erlitten. Ter Verkehr schloß mit einer Panik. Newyork, 8. Ott- Tie Versuche der Bundesregierung, den Streik der Kohlenarbeite r gütlich zu schlichten, dauern fort. Angesehene Bürger Newvorts planen, in Massenversammlungen gegen die Kohlen-Barone zu demonstrieren. Man giebt die Hoffnung nicht auf, durch dieses Vorgehen die Position der streikenden Arbeiter stärken zu können. Stabt. Schlachthaus. Freibank. 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Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel 7038 Giessen, den 8. Oktober 1902. Die Beerdigung findet Freitag den 10. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Ostanlage 20, aus statt. Herrn KaH Schusier Rentier im Alter von 48 Jahren nach langem, schwerem Leiden durch einen sanften Tod zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen, GDöblierte« Zimmer zu verm. -VI 6433 Wallthorslraße 18. t. Visitenkarten liefert rasch and billigst Brührsche Uotv^Druckerd. 7017] Suche für meinen Sohn ein sreundl. möbt. Zimmer mit voller Pension. — Offerten mit Preis zu richten an Frau Schäfer, Darmstadt, Karlsstraße 28. 78] Möbl. Zimmer im 1. > au vermieten. Schulstr. 10. Für einen 17 Fahre allen Ltcin-MMhMrMiitil wird Stellung gejucht. Näheres aus dem Ärmenaml Gießen. 61b« Lchreidgehüise, 16 Zähre alt, sucht Stellung au* Kontor. 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