Erstes Blatt. 153. Jahrgang Dienstag 8. Juli 1908 Nr. 157 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischen Landwirt die Siebener Lamilien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bc. Brüh l'sche- Untvers. Buch-u.Stei. btuderrt (Pietsch Erben) fkeOofnu. (Erpebttkm um Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fcrnfprechanschluß Nr. 51. ä Au a Bezugspreis: AW ▼ V monatlich75 Pf., viertes GietzenerAmeigerW W General-Anzeiger " IS Awr * - _ _ für den poltt. u. allgenr Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZWZ _____________________ aeiflentetl: Hans Beck. Politische Tagesschau. Die Wahlrechtsreformen in Bayern und Baden. In der letzten Heit haben sich bekanntlich, außer bei nnö in Hessen, noch in zwei anderen süddeutschen Staaten die Lanbtaste mit Anträgen oder Gesetzentwürfen beschäftigt, die eine Aenderung dies Wahlrechts bezwecken. Die Hauptsache ist auch dort der Ersatz des indirekten Wahlrechts durch das direkte. In Bayern kam man am schnellsten zu einer Einigung, wenigstens „im Prinzip". Beide Kammern haben einhellig einem Anträge z-ugestimmt, der von allen Parteien einen Verzicht auf gewisse Forderungen erheischte, aber alle Parteien haben auch ben Verzicht ausgesprochen, als sie sahen, daß nur dadurch etwas erreicht werden konnte. So mußten sich die Sozialdemokraten entschließen, darin zu willigen, daß die zur Teilnahme an der Wahl berechtigende Altersgrenze von 21 auf 25 Jahre hinausgeschoben werde. Zwischen den bayerischen Sozialdemokraten und denen um Bebel ist dann bekanntlich deswegen ein Streit entstanden, in dem Bebel den Kürzeren zog, da Bollmar uno seine Freunde im bayerischen Landtage erklärten, daß sie ohne Rücksicht auf dre Meinung Bebels und des Parteivorstandes oder auch der Partei selbst für das Gesetz eintreten würden, das die bayerische Regierung in Uebereinstimmung mit dem von beiden Kammern angenommenen Anträge in der nächsten Session einbringen wird. In B a d e n hat oie zweite Kammer den Antrag ihrer Verfassungskommission angenommen, der verlangt, daß an Stelle des indirekten Wahlverfahrens das direkte gesetzt werde, und statt der jetzt geltenden Vorschrift, nach der alle zwei Jahre die Hälfte der Kammer erneuert wird, die Bestimmung erlassen werde, daß alle vier Jahre eine Erneuerung der ganzen Kammer eintrete. Der StaatS- minister v. Brauer erklärte bei der Beratung des Antrages, daß die Regierung nicht mehr, wie bisher, unbedingt an dem indirekten Wahlrecht sesthalte; die Regierung werde dem nächsten Landtage eine Vorlage unterbreiten, die unter gewissen Voraussetzungen das direkte Wahlrecht bringen und zugleich Vorschläge zur Reorganisation oer ersten Kammer enthalten werde. Es ist hiernach freilich noch zweifelhaft, ob, wenn die Vorlage kommt, auch eine lVerständigung erzielt werden wird, da voraussichtlich die stärksten Parteien möglichst viel für sich heraus- zuschlagen suchen werden; indessen ist doch schon viel damit gewonnen, daß jener Antrag angenommen ist und die Regierung chm nicht ablehnend gegenübersteht. Aus Stadt und Land. Gießen, den 8. Juli 1902. ** Die hiesige Studentenverbindung Wingolf begeht, wie wir hören, vom 5. bis 8. August ihr 50 jähriges Stiftungsfest, zu dem auch von auswärts zahlreiche Gäste zu erscheinen gesonnen sind. ** Stiftungsfest der Chattia. In diesen Tagen feiert die hiesige Studentenverbindung „Chcütia" das Fest ihres 20jährigen Bestehens. Schon am Sonntag abend begann dasselbe mit der Begrüßung der auswärtigen Gäste im Casö Royal, woselbst auch am Montag Morgen ein Frühschoppen stattfand. Nachmittagsf 6 Uhr wurde aus der Kneipe der offizielle Teil des Festes mit einem A. H.- Konvent eröffnet, woran sich um 8y2 Uhr im Saale des Cafe Leib der Festkommers anschloß. Bon den hier gehaltenen Reden teils ernsten teils heiteren Inhalts sei insbesondere die Sr. Magnificenz des Rektors Prof. Dr. Hansen erwähnt, die sich unter Hinweis aus den früheren Namen der „Chattia"" als Botaniker sowohl als auch deshalb, weil er bei der Umläufe der Verbindung aus „Blümchen" in „Chattia" Taufpate gewesen sei, ganz besonders berufen fühlte, dem Geburtstagskinde die Glückwünsche des akademischen Lehrkörpers und der erschienenen Gäste dar- zubringen. Seine Wünsche gipfelten in dem Gedanken, daß die „Chattia"" so wie früher als „Blümchen"" bei schlichtem Aeußeren und innerem Werte wachsen, blühen und gedechen möge. Auch die Vertreter der auswärtigen Kartell- be^w. Freundschaftsverbindungen der Universitäten Würzburg, München und Berlin brachten ihre Glückwünsche dar. Um 12 Uhr war der offizielle Teil des Kommerses zu Ende, und der reiche Damenslor, der vorher die Galerie geziert hatte, nahm Abschied. Bis zum Tagesgrauen schwangen die Trinkfesten die Humpen immer noch wie sunst. Dienstag findet musikalischer Frühschoppen mit Damen und daran anschließend Festessen im Cafö Royal statt. Nachmittags ist photographische Aufnahme und Gartenfest im Philosophenwald. Am Mittwoch früh findet wieder Frühschoppen im Elges statt wie Dienstags, worauf nach einem gemeinsamen Mittagessen ein Wagenausflug die Festteilnehmer nach Staufenberg bringt. Damit findet der offizielle Teil des Festes seinen Schluß. 0 Der Wohlthütigkeitsverein „Conten - tia" hielt vorgestern nachmittag auf der „Schönen Aussicht"" ein Sommersest verbunden mit Jugendfest ab. Es wurde von den erwachsenen Festgästen ein Eintrittsgeld von 20 Pfennig erhoben, wofür zugleich die Kinder berechtigt waren, am Jugendfest, den Spielen und der daraus folgenden Preisverteilung und Beschenkung teilzunehmen. Um 5 Uhr wurde der Zug der Kinder aufgestellt, der sich dann mit Musik über den Festplatz nach den Spielplätzen bewegte. Für die Knaben begann hier ein Wettkampf im Klettern, Sacklaufen, Pistolenschießen, Laufen über den Schlagbaum usw., während die Mädchen Seil- und Ballspiele und Reigen aussührten. 9tach den Spielen versammelten sich sämtliche Gruppen auf dem Tanzboden Äur Verteilung der Preise. Bei schönstem Wetter nahm das Fest den denkbar besten Verlauf. Auch ein Preisschießen für Erwachsene wurde veranstaltet. ** Der Briesverkehr in Berlin hat einen derartigen Umfang angenommen, daß es zur Durchführung einer ordnungsmäßigen und unverzögerten Bestellung der Sendungen dringend nötig ist, in der Aufschrift der nach Berlin gerichteten Briefe außer dem Po st bezirk (N., N. O., W. rc.) auch die Nummer des Postamts anzugeben, von dem die Briefe bestellt oder abgeholt werden (z. B. Berlin W. 9, Berlin 9L W. 6). Selbstverständlich muß die Aufschrift auch die Angabe der Straße, der Hausnummer, des Gebäudeteils und des Stockwerks enthalten. Die Adresse muß also beispielsweise lauten: „An Herrn Kaufmann Wilh. Schulze in Berlin N. W. 6, Albrechtstraße 7, Hinterhaus, 3 Treppen links."" Das von der Poftverwaltung herausgegebene Verzeichnis der Straßen und Plätze Berlins, das an allen Postschaltern eingesehen werden kann, ergiebt des Näheren, zu welchem Bestellpostamt jede Straße und jeder Platz in Berlin gehört. e. Heuchelheim, 8. Juli. Die hiesigen Gastwirte haben sich dahin geeinigt, die Kirmes schon am nächsten Sonntag und Montag abzuhalten. In früheren Jahren pflegte sie im August, gewöhnlich mitten in der Ernte zu sein. — Die „Kinzenbacher Mühle", die in den letzten Jahren von verschiedenen Besitzern betrieben wurde, ist von Herrn Schimmel aus Heuchelheim käuflich erworben worden. Er betreibt neben dem Mühlengeschäft eine Bäckerei. r. R o d h e i m a. d. B., 7. Juli. Aus Anlaß des stetig zunehmenden Wirtshausbesuches junger Mädchen hat sich die hiesige Ortspolizeibehörde veranlaßt gesehen, ein erneutes schärferes Verbot an die Gastwirte von Rodheim und Bieber ergehen zu lassen. Während bis dahin der Wirtshausbesuch nur an Sonntagabenden verboten war, ist er in diesen Tagen überhaupt, außer bei Festlichkeiten, untersagt. In dem Schreiben an die Wirte heißt es: „Diese Aufforderung beziehungsweise dieses Verbot soll, wie Ihnen ausdrücklich bemerkt wird, den sonstwo nicht üblich>en Besuch der Wirtschaften durch junge Ättid- chen verhindern, um Ausschweifungen und Unsittlichleiten vorzubeugen."" Allein es ist kaum anzunehmen, daß hierdurch etwas geändert wird, denn die jungen Leute besuchen nunmehr am Sonntag mit Vorliebe Wirtschaften, die außerhalb liegen. mx. Grün berg, 7. Juli. Ein Kunstwerk ersten Ranges hat der Kunstschlosser Bürgermeister Sann in Weitershain angefertigt. Er hat nämlich das Bildnis' des verewigten Kaiser Friedrich aus einer Eisenplatte getrieben, was ihm ganz vorzüglich gelungen ist. Das Ganze ist als Brustbild gehalten und mit einem ebenfalls kunstvoll gearbeiteten Eichenlaubkranz umgeben. Die Zeichnung dafür hatte Lehrer Gompf in Bernsfeld entworfen. Herr Sann gedenkt das Kunstwerk in co. 14 Tagen mit nach Düsseldorf zu nehmen, um es daselbst auszustellen, und wird es alsoann dem Gewerbemuseum in Darmstadt übergeben. -n. Ranstadt, 7. Juli Unter Beteiligung von 24 auswärtigen Vereinen fand bei dem günstigsten Festwetter gestern die Fahnenweihe des hiesigen Gesangvereins „Eintracht"" statt. Auf dem Feschlatze begrüßte der hiesige Bürgermeister in markigen Worten die Vereine und die überaus zahlreich erschienenen Festgäste. Pfarrer Wolf von hier hielt sodann die Wecherede, der er die Inschrift des n euen Vereinsbanners „Dem Wahren, Guten, Schönen" zu Grunde legte. Mit passendem Gedichte überreichte hieraus Fräulein Goll die neue prachtvoll gearbeitete Fahne dem Vereine. o. Aus dem Vogelsberg, 7. Juli Gewöhnlich wird unser Vogelsberg besonders von Leuten, die ihn chr Lebtag noch nicht gesehen, verschrieen, als sei es eine Gegend, in welcher sogar ui „der Kornernte die Spatzen verhungerten"". Daß dem nicht so ist. und daß sich, un Vogelsberg sogar ein recht gesunder Menschenschlag entwickelt, will ich Ihnen an zwei Beispielen zeigen. In dem Dorfe O.-S. schickten vor einiger Zeit drei. Schulvorstandsmitglieder allein die respektable Anzahl von 17 Schülern zur Schule. In Kirch^Bracht ließ am vergangenen Sonntag Schneide- meister Jung seinen 17. Sprößling zur Taufe tragen. Alle 17 sind frisch und gesund. ______________________________ Der Leipziger Bankprozetz. XIV. Leipzig, 7. JuÜ. Zu Beginn der Sitzung wird der Zeuge Hermann Sumpf-Kassel vernommen. Er giebt an, er habe von den Tochtergesellschaften im allgemeinen wenig Kenntnis, bekommen. Schmidt habe chn über alles unterrichtet. Ob er chm aber die Wahrheit gesagt, habe er nicht wissen können. Der Zeuge giebt zu, Accepte an die Trebergesell- schaft gegeben zu haben, die zum Dell aus dem Kauf von Tochteraktien herruhrten. Gegen die Forderung Schmidts, in das Solidar-Vorschuß?-Konto einzutreten, habe er sich anfangs gewehrt, sei aber von Schmidt doch noch dazu bestimmt worden. Der Zeuge schätzte seiner Zell die Ver- bindlichkeiten der Trebergesellschaft bei der Leipziger Bankauf 36 Millionen, bei den hohen Engagements erblickte Schmidt hierin eine Gefahr. Wie der Zeuge sagt, sollte diese große Schuld aus den Büchern der Trebergesellschaft beselligt werden, der Kasseler Aufsichtsrat sollle die Schuld übernehmen. Der Zeuge vermag nicht annähernd die Summe seines Besitzes an Treberwerten anzugeben. Sumvf erklärt weiter, er habe die bestimmte Meinung, daß Exner über alle Vorgänge bei der Trebergesellschaft, auch Äer deren Stand unterrichtet gewesen sei, bis zuletzt. Sumps habe die Höhe des Obligos Kassels bei der Ämk auf 35 Millionen geschätzt, einschließlich der Wechselobligos der Tochtergesellschaften. Eine Fusion wäre nur mit Hilfe der Kasseler Aufsichtsräte zu machen gewesen, deshalb hätten sich diese auch zur Uebernahme der Treberschuld bewegen lassen. Vom Eintritt Exners in den Aufsichtsrat, wie dieser wünschte, sei allerdings die Rede gewesen, doch, habe sich die Sache zerschlagen. Seine Kollegen waren nicht sehr erbaut, wenn sie sahen, daß die Tanttöme eine Schum- Feuilleton. Neue Vorträge vom Ueberbrettl und aus Berliner und Pariser Cabarets, sowie aus dem ^Repertoire der ganz famosen If Scharfrichter" in M ü n ch en, ferner zahlreiche Por- Irails, Bilder. Aufsätze und ein Preisausschreiben, Beiträge von Bierbaum, Wedekind, Rideamus, Etzel und Ewers, Weigert, Cotta, Hyan re., sowie eine Notenbeilage: das Ueberbrettl-Chanfon „Der Gauklerin Lied", enthält die neueste Nummer der Bunten Theater- und Brettl-Zeitung „Tas moderne Brettl" (Ueberbrettl), die bei der Verlagsgesellschast „Harmonie" in Berlin erschienen ist. Uebri- aens möchten wir Jedem, der nach München, reist, empfehlen, die Elf Scharfrichter, die ihre Vorstellungen im Hirsch an der Bauerstraße geben, zu besuchen. Frank Wedekind, der Dichter des Kammersängers" (Verlag von Alb. Langen m München), tritt dort als Bänkelsänger auf. Er begleitet seine ungemein witzigen und geistvollen Vorträge selbst auf der Mandoline. Seine Vortragsart ist ganz unvergleichlich. Scheinbar leiert er seinen Text mit fabelhafter Zungenfertigkeit gleichförmig und eintönig herunter, für das feinere Ohr dagegen zeigt seine Rezitationskunst meisterhaft gegliederte und auf das geistreichste pointierte Rhythmik. Man ist verblüfft, hingerissen, kommt aus der angenehmen Erregtheit und aus dem inneren behaglichen Lachen garnicht heraus. Frank Wedekind ist der einzige deutsche Ueberbrettl-Künstler im wahren oiiuie dieses Wortes. Ihn au hören ist ein ganz eigenartiger, nirgends wieder anzutreffender Genuß. -tt- — Auto» Springers berühmtes Handbuch der Kunst- gefchichte erscheint z. Zt. in einer neuen, 6. Auflage im Verlage von E. A. Seemann in Leipzig. 1896 kam die 4., 1899 die 5. heraus, also innerhalb 6 Jahren haben sich drei Auflagen dieses Werkes nötig gemacht, deren erste aus dem Jahre 1855 stammt, aus der Bonner Zeit des vortrefflichen Kunsthistorikers, der von .1873 bis 1891, seinem Todesjahre, in Leipzig lebte und lehrte und feinen Schülern eine anbetende Bewunderung der Kunst Raffaels und Michelangelos tief in die Herzen legte. Uns liegen vorerst die beiden ersten Bände des großen Sprmger'schen Werkes vor, die das Altertum (XU, 378 S. m. 652 Abbildungen und 8 Farbendrucke, geb. 8 Mk., und das Mittelalter (VIII, 414 S. m. 529 Abb. und 6 Farbendr., geb. 7 Mk.) behandeln. Springer war nicht ein Forscher im Sinne der strengen deutschen Akademik, sondern mehr Publizist von Weltbildung und umsassender Lebensbetrachtung, als Kunstkenner und Kunstgenießer naheAU ebenso universell, wenn auch ein besonderer Freund der Renaissance, mit ihrem vollblütigen, lebensprühenden Gestaltengeivimmel, sodaß er ihren Kunstgrößen den echten historischen Himergrund zil geben vermochte^ auf beni sich die glänzende Gesellschaft der Üalienischen Kulturblüte abhebt. Die antike Kunst lag ihm, dem Weltmanne, ferner, unb darum ist es nur zu begrüßen, daß jetzt die Verlagsbuchhandlung einem mit diesem Stoffgebiete Vertrauteren die Bearbeitung des ersten Bandes übertragen hat, dem Straßburger Professor Ad. Atichaelis, der nut dem Ernst, der Sachkenntnis und Gründlichkeit eines Spezial- gelehrten seine Arbeit ausgeführt hat, ohne sich jedoch in strenge stilkritische Untersuchungen zu verlieren, die ja noch weit über den von Springer gegebenen Rahmen des Werkes hinaus gegangen wären. Hier galt es, die Werke der antiken 5iunst aus ihrer Beit heraus verständlich au machen, unb das hat Michaelis gethan. Im Zusammenhänge gelesen, bietet der erste Band zwar eine etwas schwer verdauliche Kost für den, der die antike Kunst nur genießen, und nicht studieren will; im einzelnen aber findet gerade der Laie auch hier reiche Anregung und Belehrung. Der erste Band zeigt besonders schlichte Darftellungswetse, der zweite, der von dem Wiener Prof. Neuwirch neu bearbeitet worden ist, ist in der Form anziehender — jene ist vielleicht um einiges knapper und leichter einprägbar, diese gefälliger für die Lektüre, ohne Geistreichelei unb Uebcrschivang, aber warm und fesselnd. Der überreiche Stoff des zweiten Bandes ist vorzüglich gegliedert. Hier empfindet man mehr als ün ersten Bande das feine Vsrständnis des gesamten Kulturlebens der gefchlldetten Kunstperiode. Das JllustrationSmaterial ist gegenüber den früheren uns bekannten Auflagen, namentlich gegenüber der 4., wesentlich verbessert und auch bereichett, unb heute durchaus mustergiltig. — Springer's Kmistgeschichte nimmt in dieser neuen Auslage einen noch höheren Rang em unter allen ähnlichen Werken als sie es bisher schon that. Das schöne Werk sei Kunstfreunden und Kunstjünaern, namentlich Studenten, aber auch unseren strebsamen Kunsthandwerkern warm empfohlen. Christiania, 4. Juli. Das ungewöhnlich lange Ausbleiben der Swerdrnpsche« Rordpolexpedlliou hat die norwegische Regierung veranlaßt, in der Frage der Staatsunterstützung, die Kapitän Swerdrup bezieht, einen Beschluß zu fassen. Als ©roerbrup mit dem Plan auftrat, mit der „Fram" eine Expedition nach Nord- Grönland zu unternehmen, bewilligte ihm das Storching auf fünf Jahre eine jährliche Unterstützung von 3000 Kr., vom L Juli 1897 ab gerechnet. Da diese Zeit jetzt abläuft, will die Regierung Unterstützung weilerzahlen, bis das Storthing abermals in der Sache beschließen kann. Auch die Bierbrauer Gebr. Ringner und Konsul Heiberg, die Swerdrups Unternehmen unterstützten, wollen der übrigen Maimschast bis auf weiteres die Löhnungen roeiter gewähren. Seit der Abreise der Swerdrupschen Expedition aus Christiania waren am 24. Juni gerade vier Jahre oerfloffen, eine Zeit, die zu Bedenken Anlaß geben kann, besonders ün Hinblick darauf, daß die Expedition in Gebieten weilt, die schon so mancher Expedition ein trauriges Schicksal bereitet haben. >L>wer° drups letzte Nachrichten tarnen aus dem Smithsund, wo er gegen Mitte August 1899 mit der Pearyschen Expedition zusammentraf, deren Hilssschiff die Post nach New-Pork brachte. Seitdem fehlt jede Spur von Swerdrup. Für Peary^ der gleichfalls den Sommer 1898 zum Smithsung ging, liegt die Sache günstiger, da chm im Sommer 1900 eine Hilssexpedition nachgefchickt wurde, die ün vorigen Jahr mit Nachrichten von Peary zurückkam. In wenigen Tagen geht von New-Hork aus abermals eine Hilfsexpedition zum Smithfuno, um Peary zu suchen. 7 7. 8. Pr. mit 56.1,3 P. Hch. Bauer, Lauterbach. Höchste Temperatur am 7. bis 8. Juli 27,0° C. Nieorigste , * 7. „ 8. „ 8,3° C. mit 64.1,2 P. K. Kreiling, Wieseck. 3. Pr. mit 60.1,3 P. Jakob Lippert, Butzbach. 4. Pr. mit 57.5,6 P. G. Hönes, Bad-Nauheim. 5. Pr. mit 57.4,6 P. H. Schmitt, Gießen. 6. Pr. mit 57.1,6 P. W. Diehlmann, 9tieder-Wöllstadt. 7. P. mit 56.2,3 P. Ferd. Hein, Friedberg. 8. Pr. mit 56.1,3 P. Hch. Bauer, Lauterbach. 9. Pr. mit 55.5,6 P. Will). Koller, Friedberg. 10. Pr. mit 55.2,3 P. Hch. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Sport. Butzbach, 7. Juli. Beim G a u t u r n f e st vom 5.-7. Juli erhielten Preise: A. Oberstufe (34 Bewerber). 1. Preis mit 65.1,3Punkten L.Noll, T.V. Gießen. 2.Pr. Uhr statt Bei dem Vereins-- und Riegenturnen erhielten Preise: Derr . Preis mit 30.5,6 P. M.T.V. Gießen. 10. Pr. mit 30.1,2 P. Turnverein Großen-Linden. 11. Pr. mit 30 P. T.V. Lollar. 12. Pr. mit 30 P. T.V. Gießen (an 2 Pferden). 14. Pr. mit 28.9J2 P. T.V. Großen-Linden. 19. Pr. mit 28 P. T.D. Gießen (Zöglinge). Wilh. Frank, Lollar. 37. Pr. mit 53.4,6 P. Ernst Vollert, Ufmget, 38. Pr. mit 53.3,6 P. Joh. d'Amor, Usingen. 39. Pr. mit 53.2,6 P. Ludwig Pepp ler, T.V. Gießen. 39. Pr. mit 53.2,6 P. Friedrich Jung, Klein-Linden. 39. Pr. nut 53.2,6 P. Hch. Rohrbach, Lollar. 40. Pr. mit 53.1,6 P. Wilh. Gimbel, Lauterbach. 41. Pr. mit 52.4,6 P. Hans Krämer, Butzbach. 43. Pr. mit 52.1,6 P. Wilh. -^"9^ Leihgestern. 44. Pr. mit 52 P. L. Kohlermann, M.T.V. Gießen. 45. Pr. mit 51.3,6 P. Karl Hartmann, Bad Nauheun. 45. Pr. mit 51.3,6 P. Karl Wenzel, T.V. Gießen. 46. Pr. mit 50.5,6 P. H. Kraft, Lauterbach. 46. Pr. mit 50.5,6 P. Konrad Wahl, Schlitz. 47. Pr. mit 50.4,6 P. Rich. S ch u b e ck e r, 3EV. Gießen. 47. Pr. mit 50.4,6 P. Gg. Paul, Butzbach. 47. Pr. mit 50.4,6 P. Friedr. Sommerlad, Butzbach. 48. Pr. mit 50.3,6 P. Karl Schmidt, Biedenkopf. 49. Pr. mit 50.2,6 P. Herrn. Sommer, Ufingen. 50. Pr. mit 50.1,6 P. Wilh. Heß, Nieder-Wöllstadt. 50. Pr. mit 50 1,6 P. Fritz Wilhelm, Usingen. — Die Preisverteilung fand um * Die Sage von. Flavio Gioia, dem Erfinder "des Kompass es. Aus Rom wird einem Berliner Blatte geschrieben: Amalfi bereitet sich, das sechste Lentenarium eines seiner Mitbürger zu feiern, Flavio Gioios, dem man die Erfindung des Kompasses zuschreibt. Zwar streiten die Gelehrten sich darüber, ob Flavio wirklich der Erfinder dieses Instrumentes sei, und es liegen auch Beweise dafür vor, daß die Chinesen nicht nur das Pulver, sondern- auch die Magnetnadel seit 2000 Jahren bereits kennen. Das alles aber hindert nicht, daß man in Amalfi an Gioia glaubt, und die ältesten Leute manches von ihm zu erzählen wissen, was ihnen ihrerseits einst ebenfalls die ältesten Leute mit- geteilt haben. Danach lebte Flavio am Anfang des Trecento und war ein „Damaschinatore", ein Tamascierer, arm, aber so zufrieden, daß er den aanzen Tag sang, und deswegen den Beinamen „Gioia" erhielt, d. h. „Freude". Eines Tages nun verliebte sich Gioia in die schöne Angela, deren Vater Domenico Mulo ein Thnnfischfänger war und qeschworen hatte, seine Tochter nur einem Seemanne zu geben, wie er selbst war. „Dann werde ich Fischer", sagte der Verliebte. „Ihr", anttoortete der Vater, „steuert mir erst eine Barke bis Castelletto, und dann sprechen wir wieder." Castelletto aber ist eine im Meere verlorene Insel, die heftige Strömungen umfließen, sodaß eine Lan- duna unmöglich schien mtd der Later Anaelas von Flavio > Unmögliches zu verlangen glaubte. Aber <)-lavro verlor den Mut nicht, sang in seiner Werkstatt weiter und erfchien eines Tages mit einem wunderlichen Instrument: In einer Kufe schwamm eine auf einem Stück Kork angebrachte ^tahlnadel. Hiermit schiffte er sich mit einem Segelboot ein und kün- oigte allen Leuten an, er werde nach Castelletto fahren, ohne von dem kürzesten Wege, der geraden Linie, abzu- weichen. Anfangs hielt man ihn für verrückt, und als ihm die Fahrt gelang, für einen Hexenmeister, und so groß war die Furcht vor seiner unheimlichen Kunst, daß sich die Leute vor ihm bekreuzigten, wenn sie ihm begegneten, und )er brave Mulo noch immer zögerte, ihm seine^ Tochter zu geben. Aber endlich überzeugte sich der alte Seemann doch davon, daß der Kompaß mit Teufelsspuk nichts zu thun hatte, und einen Monat später läuteten die Glocken von Amalfi die Hochzeit Flavios mit Angela ein. Vermischtes. * Arau Humb ert ist, wie man der ,^8oss. Zig." aus Paris schreibt, auf dem besten Wege, die volkstümlichste Persönlichkeit Frankreichs zu werden, dürfte es sogar schon sein. Nicht bloß, daß ihr Name jeden Tag taufendfach in allen BlÄtern wieder kehrt und die Kammer ihr eine ganze Sitzung gewidmet hat, auch Litteratur und Kunst haben sich, ihrer schon angenommen. Die Bilder- und Witzblätter verherrlichen und verspotten sie um die Wette, in allen Schaubuden und Guckkasten aus den Messen werden ihre Heldenthaten unzählige Male vorgeführt. Volks- und VLrkelsänger preisen oder verspotten sie. Sie herrscht in Feuilleton und Roman. — feilte loben alle Blätter den Roman ,/L'Arriviste", weil er sich in Humbert-Krisen bewegt — wie auf den Brettern. Besonders die Montmatre-Bühnen, die auf dem toten Punkt angekommen waren, haben durch sie einen neuen Aufschwung erhalten. Erfolg überall. Selbst wenn nur ein Teil von all dem wahr ist, was die Blätter täglich von chren Ränken und Kniffen erzählen, bleibt der Fall HMnbert noch lange eine Fundgrube für Roman- und Bühnendichter. Frau Humbert verstand es meisterlich sich mit Glanz aus den schwierigsten Lerlegenhetten zu reißen, die Enthüllung chres Gaunerspiels zu verhindern, oft im letzten Augenblick, wenn schon alles verloren schien. Ist es . nicht reizend, daß ein wegen seines Guthabens beunruhigter GlÄibiger ihr noch wettere Summen borgt, als er kann, nm das erste Geld zurückzuholen? Wenn sie mit einem mißtrauisch gewordenen Gläubiger verhandelt, lassen sich die Brüder Crawford anmelden, der Gläubiger beeilt sich 'die Hausherrin zu bitten, sie sofort zu empfangen, und hört nun die im Nebenzimmer laut und aufgeregt geführte Auseinandersetzung. Natürlich endigt sie dergestalt, daß der Gläubiger sicher gemacht wird und auf die 100 Millionen an Eisenspind und die baldige Erledigung der ganzen Sache schwört. Ein anderer Gläubiger wird ob seiner sieben Millionen beruhigt, als er einen Crawford mit seinem Sekretärs freilich im Dämmerlicht, Zinsscheine von den Wertpapieren des Koffers abschneiden sieht. 1879 weiß sie einem Massen- ver matter eine Million herauszuschwatzen. Aber die Eigentümer fordern plötzlich ihr Geld, der Massenverwalter wird verhaftet, Frau Humbert als Mitschuldige verhört. Der diesmalige Richter läßt sich nicht verblüffen durch ihr anmaßendes Auftreten, ihr Prunken und Drohen mit Beziehungen zu hohen und höchsten Personen. Sie fällt in Ohnmacht, als der Richter auf Verhaftung deutet, lvenn nicht binnen kurzem die Mttlion beschafft wird. Frau Humbert sieht schon die gerichtliche Oeffnung ihres Eisenspindes, faßt sich aber schnell, lockt einem Notar unweit Paris die notwendige Mttlion heraus und befreit den Massenverwalter durch ihren Einstutz bei Hochvermögenden aus Gefängnis und Untersuchung. Marchand aus Dünkirchen, der mit seinem Vater der ^rnnbert elf Millionen vorgeschossen hat, erzählt: Zuerst waren es 200000 Frcs., um den Rechtsstreit mit den Crawford zu Ende zu führen. Dann liehen wir Geld zu 5 v. H., um Frau Humbert aus den Spänben der Wucherer zu befreien. Wir waren nun einmal vom Triebwerk erfaßt, und konnten nicht mehr widerstehen. Frau Humbert ist eine Hexe, eine Zauberin, ihr ist nicht zu entrinnen, wenn man sich einmal mit ihr eingelassen hat." Sie verstand es, einen Geldleiher durch den anderen sicher zu machen inü) zu überrumpeln. Wenn sich einer sträubte, bot ein anderer Geld an und verbürgte sich für alles. erfahren sollte. Heber die Entsendung des Sekretärs nach Kassel äußerte sich der Zeuge dahin, daß Schmidt sich dagegen gesträubt habe, daß eine derartige Kontrolle der Leipziger Bank gegenüber auch insofern nicht angängig sei, als letztere von den eventuellen Bankverbindungen Kassels keine Kenntnis haben dürfte. Auf eine Frage des Angeklagten Schroeder erfiärt Zeuge Sumpf, daß er sich wohl besinne, am 22. Juni 1901 zu ihm bei der Zusammenkunft in Berlin gesagt zu haben, wenn Kassel noch ein bis zwei Millionen bekomme, würden alle Unternehmungen in Gutem betrieben und die Verlegenheiten zu Ende sein. In Bezug auf das Geschäft mtt der Berliner Finanz- und Handelszettung weist Sachverständiger S ch l i e p e r nach daß aus dttsem mit drei Millionen zu Buch stehenden Konto, wofür die Kasseler Treber-Herren eintraten, der Leipziger Bank etwa eine Million zugeflossen seien. Dadurch war die Auszahlung einer Dividende von 25 Prozent für Kassel ermögllcht worden. Nach Exner mußte dies Geschäft und anbere gemacht werden, um eine Fusion durchzuführen. Exner giebt zu, daß durch drei Transaktionen der Trust-Separat-Konten durch die im Frühjahr 1900 abgeschlossenen Geschäfte 11 Millionen, 22,4 Millionen und 21 Millionen, im Ganzen 54,4 Millionen von der Schuld der Konten Kassels weggenommen und aufandere Konten übertragen seien. Am 2. Januar 1901 bittet, laut Korrespondenz, Exner seinen Freund Schmidt, in England zu versuchen, ob er nicht für die Trebergesellschaft und für die Tochtergesellschaften einen größeren Kredit im Auslande erlangen könne. Er solle auch in geeigneter Weise in England, Frankreich und Belgien sondieren, ebenso möge er aber daraus achten, daß die Kreditgeber nicht in Beziehungen zur Berliner Grotz- fttranz ständen. Die Verhandlung wird hierauf bis morgen vertagt. ________________ B. Unterstufe (141 Bewerber). 1. Pr. mit 64.4,6 P. W. Schmidt, Lauterbach. 2. Pr. mit 64.1,6 P. Karl Wagner, Krofdorf. 3. Pr. mit 62.3,6 P. Balth. Tort, Großen-Buseck. 4. Pr. mit 62 P. Alfred Held, Butzbach. 5. Pr. mit 61.4,6 P. Konr. Lcichum, Bad-Nauheim. 6. Pr. nut 61.3,6 P. Karl Pfau, Lollar. 7. Pr. mit 61.1,6 P. Hch. Hofmann, Wieseck. 8. Pr. mit 60.4,6 P. Hch. Müller, Großen-Buscck. 9. Pr. mit 60.3,6 P. Gg. Freitag, Butzbach. 10. Pr. mit 60.2,6 P. Will;. Salzmann, Bad-Nauheim. 11. Pr. mit 60.1,6 P. Karl Möller, Bad°Nauheinu 11. Pr. mit 60.1,6 P. Hch. Balser, Nieder-Wöllstadt. 12. Pr. mit 60 P. Karl Gries, Bad-Nauheim. 12. Pr. mit 60 P. Gg. Bücking, Alsfeld. 13. Pr. mit 59.4,6 P. Hch. Hüttenberger, T.V. Gießen. 14. Pr. mit 59.2,6 P. Adam Grünewald, Lauterbach. 15. Pr. mit 59 P. Adam Schmidt, T.V. Gießen. 15. Pr. mit 59 P. Kasp. Rinninsland, Lauterbach. 16. Pr. mit 58.5,6 P. Gg. Tickhaut, Alsfeld. 17. Pr. mit 58.4,6 P. Karl Wack, Bad-Nauheim. 18. Pr. mit 58.2,6 P. Lorenz Schmalz, T.V. Gießen. 19. Pr. mit 58.1,6 P. Karl Schneider, Lollar. 19. Pr. mit 58.1,6P. Karl Kreiling II., Wieseck. 20.Pr. mit 58 P. Andr. Mauser, Butzbach. 21.Pr.mit57.5,6P. Ph. Hörr, Lannsbach. 22. Pr. mit 57.4,6 P. Otto Pfeifer, Launs- bach? 23. Pr. mit 57.3,6 P. Hch. Adam, Anspach. 23. Pr. mit 57.3,6 P. Hch. Sauer, Ufingen. 24. Pr. mit 57.1,6 P. Karl Köhler, Lauterbach. 25. Pr. mit 56.5,6 P. Karl Bender, Krosdorf.^ 25. Pr. mit 56.5,6 P. Karl Hieronimus, Friedberg. 26. Pr. mit 56.2,6 P. Gustav Weller, Wieseck. 27. Pr. mit 56 P. Gg. Häuser, Butzbach. 27. Pr. mit 56 P. Ludwig Lotz, Wieseck. 28. Pr. mit 55.5,6 P. Hch. Weber, Klein-Linden. 29. Pr. mit 55.4,6 P. Wilh. F e r t sch, Ai. T^Z. Gießen. 29. Pr. mit 55.4,6 P. Robert Köhler, Wetzlar. 29. Pr. mit 55.4,6 P. Joh. Becker, Wieseck. 30. Pr. mit 55.2,6 P. Phil. Kreiling, Heuchelheim. 31. Pr. mit 54.5,6 P. August Nicolai, Ufingen. 31. Pr. mit 54.5,6 P. H. Winter, Lannsbach. 32.^Pr mit 54.3,6 P. Ernst Kreiling, Wieseck. 33. Pr. mit 54.2,6 P. Friedrich Geißler, Lollar. 34. Pr. mit 544,6 P. Ehr. Hoge!, Laubach. 35. Pr. mit 54 P. Hch. Prediger, Kirchhain. 36. Pr. mit o3.o,6 P. Karl Müller, Nieder-Wöllstadt. 36. Pr. mit 53.5,6 P. Fritz Philippi, Ufingen. 36. Pr. mit 53b,6 P. Reinhold Weigel, Biedenkopf. 36. Pr. mit 53ch,6 P. Wilhelm Tesch, Wetzlar. 36. Pr. mit 53.5,6 P. Umoersttäts-Nachrichteli. — Professor Dr. Gareis. Man schreibt aus München vom 5. d. Bits.: Zu Beginn seiner heutigen Vorlesung über „Deutsche Rechtsgeschichte und Grundzüge des deutschen Privatrechts" wurde Professor Dr. Gareis von seinem Auditorium mit stürmischen Getrampel begrüßt. Im Anschluß daran hielt er nun ungefähr folgende Ansprache: „Ich bin auf meinen schon lang gehegten Wunsch hierher berufen worden dnrch das Vertrauen Sr. kgll Hoheit des fürstlichen Regenten meines Heimatslaates und eines Ministers. Eine lange, weit bekannte akademische Lehrthätigkeit uiid eine große schriftstellerische T h ä t i g k e i t war dieser Berufung vorangegangen. Es beruht diese Berufung wohl auf der Eigenart, t> i e meinen Vorlesungen eigen ist. Diese Eigenart zeigt sich namentlich in einer gewissen Richtung auf das Praktische, kleine Herren! Sie werden in dieser Vorlesung schon des Ceueren gesehen haben, wie ich immer, so sehr der Stoff eigentlich doii dem Praktischen abliegt, auf die praktische Seite Gewicht gelegt und auf die Be- deutling für das jetzt geltende Recht Bezug genommen habe. Tie weitere Eigenart besteht darin, daß ich immer bestrebt war, die Zuneigung und das Vertrauen meiner Zuhörer nir zu erwerben (lebhafter Beifall!), jener Herren, die bestimmt ind, dereinst für Staat und Recht zu wirken. An den Universitäten, an denen ich bisher wirken durfte, in Würzberg, Bern, Gießen und zuletzt in Königsberg, ist es mir gelungen, diese Zuneigung imd Sympathien meiner Zuhörer mir zu erwerben. Dröge mir dies auch hier zuteil werden mit der Hilfe Gottes und meiner Bemühungen!" — In Betreff des Deutschen Jnristen-Tages 1902 hat, wie man uns schreibt, unlängst unter dem Vorsitz des Reichsbank- Präsidenten eine Zusammenkunft sämtlicher Ausschüsse, die bis da- in mehrere Wochen getagt haben, um ihre Aufgabe zu erfüllen, tattgefunben. Der nächste Juristentag, soll stattsinben in Berlin am 10., 11. und 12. September. Begrüßungsabend: Dienstag, den 9. September 1902. Sonnabend, der 13. September, ist für einen Ausflug ins Auge gefaßt. Als Verhandlungsgegenstände sind in Aussicht genommen: 1. Zweckmäßigkeit von Zwischenprüfungen, 2. Ausdehnung der Haftpflicht auf Fahrzeuge, welche unabhängig von Schienensträngen auf öffentlichen Straßen durch elementare Kraft fortbewegt werden. 3. Vorschläge für Revi- ion des Strafgesetzbuchs, 4. Rechtliche Behandlung der Ringe ober Kartelle, 5. Anerkennung und Schutz bes Rechts am eigenen Bilde. 6. Rechtskraft der Entscheidungen der Verwaltungsbehörden. 7. Abgrenzung von Richterrecht und Parteibetrieb im Zivilprozeß, 8. Möglichkeit gesetzlicher Befreiung des Grund und Bodens von den daraus haftenden Schulden und Lasten, 9. Beibehaltung, beziehungsweise Einführung der Strafbarkeit fahrlässiger falscher eidlicher Aussage vor Gericht. 10. Aenderung der Vorschrift des B.-G.-B. § 313, wonach die Verpflichtung zur Ueber- treibung eines Grundstuckseigentums an gerichtliche ober notarielle Beurkundung des Vertrages geknüpft ist. 11. Beurteilung der amtlich veröffentlichen Entwürfe eines Preußischen Gesetzes zum Schutze der Baufarberungen. Die Beratungen bes Gesamt-Ausschusses haben ein Bllb gegeben davon, daß sowohl die wissenschaftliche Seite des Juristen-Tages als auch die festlichen und Vergnügungs- Veranstaltungen von Erfolg begleitet fein werden. — Auch in Zürich ist es jetzt, aus zunächst rioch nicht bekannten Gründen zur Maßregelung eines Hochschullehrers gekommen. Dem Schriftsteller und Ethiker Proseffor Dr. S a i t s ch i l, der am schweizerischen Polytechnikum wirkt, ist durch Verfügung des eidgenössischen Schulrates plötzlich die Fort- setzung seiner Vorlesungen über Kunst, Kultus und Religion im Mittelalter untersagt worden. Das Kolleg war sehr stark besucht und bald märe es gegen den Schulratsprälidenten zu einer feindlichen Teinonstratian gekominen. Eine Studentenversammlung beschloß aber, wohl mit Hinblick auf die Situation in Bern, davon abzusehen und den Petitionsweg zu betreten. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrtt stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Das Sprengen des BrandPlatzeS. Von Zeit zu Zeit sieht man den Sprengwagen auf dem Brandplatz emsig hin- und hersahren. Aber glauben Sie nur nicht, Herr Redakteur, daß er etwa die staubigen Patthieen des genannten Platzes sprengt — beileibe nicht; er sprengt nur die gepflasterten Teile des Brandplatzes. So hat denn der Wind leichtes Spiel. Jii haushoheil Wolken jagt er den Staub empor, wirbelt ihii den Spaziergängern ober vielmehr allen benen ins Gesicht, die diese Staub- und Dr . . . wüste passieren müssen, er bringt in die einften Fugen ber Fenster und überzieht die Möbel und was er onst im Zimmer findet mit seinem einförmigen Grau. Sagen Sie mir bitte, Herr Redakteur, ist bas vielleicht Absicht? Will man bie Anwohner bes Brandplatzes wieder vertreiben? Tenn auch sonst herrschen die dörflichsten Zustände dott. Glauben Sie, es gäbe vor den neuerbauten Häusern dort ein Trottoir ober wenigstens einen chauffierten Weg? Herr Redakteur, helfen Sie uns wenigstens und drucken Sie diesen fliotschrei ab; vielleicht wird dann gesprengt werden. Das wäre bie Hauptsache. Dafür verzichten wir gern auf Trottoir und sonstige Kleinigkeiten, wie Beleuchtung 2C. Ja, wir schwören Ihnen, baß wir lieber riskieren, cm Bein zu brechen (sehen Sie sich bie Gegend einmal abends an, bann werben Sie finden, daß es durchaus nicht so einfach ist, die Hausthüren zu sinden, als den ganzen Tag hindurch eine dichte Staubatmofphäre zu atmen. Pieper, T.V. Gießen. 11. Pr. mit 55.3,6 P. W. Hönes, Bad- 9rauheim. 12. Pr. mit 55.1,6 P. Ehr. Savelsberg, T.V. Gießen. 13. Pr. mit 54.3,6 P. Karl Rees, Butzbach. 14. Pr. mit 54.1,6 P. Wilh. Brau n, L.V. Gießen. 14. Pr. mit 54.1,6 P. Fritz Hartmann, Bad-Nauheim. 15. Pr. mit 53.5,6 P. Fritz Jünge, Kirchhain. 16. Pr. mit 53.1,6 P. Th. Plank, T.V. Gießen. 17. Pr. mit 52.2,3 P. Anton B e r g h o f, T.V. Gießen. 18. Pr. mit 51.2,3 P. Karl Bender, Wetzlar. 19. Pr. mit 51.1,2 P. Ernst (Seit}, T.V. Gießen. 20. Pr. mit 51.1,6 P. Ehr. Schmidt, T.V. Gießen. Auszug aus den Kirchkudiiiheru btt Stabt Sitßtu. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Markusgemeinde. Den 29. Juni. Dem. Schreiner Heinrich Männche ein Sohn, Hans Karl Wilhelm, geb. den 19. Mcii. Dem Schneider Heinrich Heinze eine Tochter, Elisabeth, geb. den 19. April. Dem Taglöhner August Schaumburg ein Sohn, Karl Georg, geb. den 3. April. Lukasgemeinde. Den 29. Juni. Em unebel. Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 8. Juntt Dem Schlosser Karl Menk eine Tochter, Lina Kacharine, geb. den 19. Mai. Dem Geometer 1. Kl. Heinrich Volz eine Tochter, Erna Karola, geb. den 3. Juni. Dem Kalkwerksbesitzer Karl Haas ein Sohn, Friedrich August Karl, geboren den 29.April. Johannes- gemeinbe. Den 29. Juni. Dem Schmied Heinrich Herbert ein Sohn, Karl Heinrich, geboren den 7. Mai. Dem Schreiner Julius-^ Ludwig Sack eine Tochter, Emstine Auguste Frieda Erna, geb. den 5. Juni. Beerdigte. Den 29. Juni. Marie Brückmann, geb. Stohr, Ehefrau des Maschinisten Jean Brückmann, 54 Jahre alt, starb den 27. Juni. Lukasgemeinde. Den 80. Juni. Elise Fischer, geb. Werner, Witwe des Kaufmanns Johannes Fischer, 73 Jahre alt, starb den 28. Juni. Man warte nicht bis die noch vorrätige Seife aufgebraucht ist, onbem nehme sofort die „Patent-Myrrholm-Seife" in Gebrauch, wenn sich aufgesprungene, rissige Haut, Sommersprossen, Kitesser, Hautröte usw. einstellen. Diese ärztlich so warm empfohlene hygienische Toilettenseife übt durch das „Myrrholin" auf alle jene Zustände einen äußerfft günftigen Einfluß aus und wird die Wirkung von keiner anderen Seife übertroffen. Man verlange überall, auch in den Apotheken, nur die „Patent-Aryrrholin-Seife" und bestehe darauf, nur diese zu erhalten. Hainichen i. Sa. Das Technikum zu Hainichen,, eine höhere und mittlere Fachschule für Maschinen- und Elektrotechnik, hat zur Zeit eine Jahressregnenz von 432. Die auffallend schnelle Entwicklung in einer Zeit des industriellen Niedergangs läßt erkennen, daß die Anstalt auf gesunder Basis errichtet wurde, daß die Grwidsätze, nach welchen gearbeitet wird, und die Einrichtungen des Technikums vielseitig Anerkennung gefunden haben. Tie sehr reichhaltigen Sammlungen von Lehrmitteln verschiedenster Art wurden durch Neiianschaffungen erweitert. Für das kommende Wintersemester liegen bereits 9leuanmelbungen iu größerer Zahl vor, sodaß eine weitere Zunahme der Frequenz gefiebert erscheint. Tas Wintersemester 1902/03 beginnt am J5. Oktober, der Vorunterricht am 22. September. Jede rocirere Auskunft bezüglich des Technikums, sowie Programme erhält man kostenfrei durch die Direktion. Pfui wie garstig ruft mancher aus, wenn er unter der Fliegenplage des Sommers leidet und zusehen muß, wie sich dieses Geschmeiß überall unangenehm bemerkbar macht. Tas samose „Cri" fleißig staubfein in den Räumen verteilt, räumt gewaltig unter den Quälgeistern auf, zumal wenn man gründlich zu Werke geht. — Große ethnographische Schaustellungeu werden gegenwärtig in C a ft a n s Panoptikum in Frankfurt a. M.. einer ber hervorragendsten Sehenswürdigkeiten Mitteldeutschlands, vorbereitet. In neuen großen Sälen werden sremde Völkerschaften, interessante ethnographische Sammlungen, Abnornntäten und sonstige periodische Sehenswürdigkeiten in der nächsten Zeit zur Vorführung gelangen. Für das Panoptikum selbst treffen in jeder Woche neue Gruppen und Figuren ein, sodaß das Etablissement, das sich der Gunst des Piwlikums bereits in hohem Maße erfreut, binnen kurzem das reichhattigste und originellste Unternehmen dieser Art sem wtrd. Juli Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute -1 OJ C B' - 0 Relative Feuchtigkeit Q E s 'S •E jQ 3 Windstärke Wetter 7. 216 749,2 27,0 10,8 41 N 4 Sonnenschein 7. 925 749,6 20,4 12,3 69 NW. 0 KlarerHimnrel 8. 72s 751,2 18,4 12,2 78 W 4 Sonnenschein Ö sr g cd C cd es sT> SS c -r XD C -r CD C « S S» <-* sH CD <2(9 5$ co CM g S X> 2 T7 g 2 c 'S E r-> M c* c XD XD ss Ä d-W 5^=3 « o SX2 2 «5 O *2 w— 04 .. P L- co "5 •C Q » ® CD ^°co c-vc C o, • $> C C 'L 'S >b o u— P- o = -*-* - ?tO - XD C c C 'S- c § 23- c "TT 5 SO «N CD « C o» =C -g 3 c +.-^ »’S ^£-3^ s-s -Ä CD c o P W « C ° P P XD C?< 8 C -P r-. CD G CO SO r-r c$ «-» Cu» CD O «D c o> XD S CD c « 3 C CD c c p ö P >b g a r-> C CL> cu XD C 2 CD tSi O S -4-1 ©-‘B'i K T XD 2 <5 XD SO "£» CO p *“ 5 c g g1 g «. £ .E "cd-44 "S °D 23. Q Ö?".E :-» । * c "cd o « « g S " 2 3 CD 2 co ~*C. * 7- " :2 o rt >g~ cv ■^c 2® ^Q.g C - » y y 2 *S" B 5. g CD.-f’ -22 2ü V o o , o <1> 2.Q ^c c w s s bZ' IS) » ■ 04 -g ’-> CD vO 8 Hgf JE 3=4 2 Kn g» L «r XD C4 3 S-» 04 CD P- P g-E3 >5 M g <7* XD .. art 2 "g 3 c rn g P £ (9 Z 'S"55 2 p* S-° 2 . 5-» XD p CD'C "E 3 P £ 3^3 04 g 'S» 2 2» ö s| 5 S Sc gr p- - o>>b So «- 3-'^-2.eSoc; p j^-2 p 2 2 4-* .2 M >P^ 04 04 84 p 04 3 g ^->b 3 3 Ö^D XD jx g c «*& g 2>-S p c -3 0 >3 1 c 3 «g ZDZZ3ZZ-N 3 O>2" 3 2 ~ 10 "ü XD 04 n 3 3 s-o^-gZ «Z- sr- c? XD N3^ c e© GaseoStes Infolge Stadtverordneten-Befchlusies vom 10. April d. I. tritt eine PreisemHlWg wserer Stinte 'em und wurden die Preise derselben bis aus weiteres festgesetzt roie folgt: Für den Lentner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes ..............1,10 Mk. Nuß-Cokes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge O f ens ch ä ch te passend zerkleinert: Größe 9ir. 1, etwas größer als durchschnitt- lrche Lkorngröße des Anthracit, gang« barste Sorte .........1,25 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit ..... 1,30 Mk. Zn Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes ...... 1,05 All. Rutzcokes Nr. 1 .... . 1^0 „ Srußcokes 9Zr. 2 .... . 1,25 u Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes ....... 1,— Mk. Nutzcokes 9!r. 1 .... . 1,15 „ Nutzcokes Nr. 2.....1,20 „ Für Cokesabnehrner, welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfeuuig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufivand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgeirden hiesigen Firmen der K>rMn!mf der terota von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer» Licherftraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6,_ Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascokes für die Abnehurer außerhalb der Gemarkuug Gießen ermäßige» sich um öeit Betrag der Dctroirückvergütuug von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. Aprrl 1902. 3086 Städtisches Gas- und Waüerwerk Gieße«. Pflichlftucrwrhr. Donnerstag den 10. Juli d. Js.» aberrds 8y2 Nhr, im Turmhause am Braud: Uebung der 3. u. 4. Rotte. Gießen, am 4. Juli 1902. 4001 Traber, Branddirektor. Gewerbebank Lollar Kktien-Kesellschast. In der am 30. Juni d. I. stattgesimdenen ordentlichen General-Versammlung erfolgte in Gemäßheit des § 19 des Statuts die Neuwahl zum Aufsichtsrat unserer Gesellschaft und besteht derselbe nunmehr aus den Herren: Georg Plitt, Vorsitzender; I. Kutscher, stellvertretender Vorsitzender; B. Nuhn; Hch. Deibel; Carl Schiemangk und Hch. Streuber, sämtlich von Lollar. Lollar, den 1. Juli 1902. 4974 Der Vorstand. Oberhessischer Geschichtsverein. Auefing nach ILaubach Samstag den 19. Jnli. Abfahrt 2.05 Uhr nachin., Ankwlft in Laubach 3.32 Uhr; Besichtigungen; 4 Uhr: Besichtigung des Schlosses, des Archivs und der Bidliothek daselbst; 5 Uhr: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Röschen daselbst im Kasino, Besichtigung einer Ausstellung im Kasirw; 67. Uhr: Spaziergang in der Umgebung von Laubach; Nachtessen; 9.10 Uhr: Abfahrt von Laubach, Ankunft in Gießen 10.39 Uhr. Die Beteiligung von Dame« ist sehr erwünscht. Nichtmitglieder sind als Gäste willkommen, um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Anmeldungen zur Teilnahme (Nachtessen 1,50 AU.) wolle man frühzeitig, fpätesteus bis zum Sonntag den 13. ds. Mts. an Herrn Dr. Vogt, Löberslraße 17, gelangen lassen. Gießen, 7. Jnli 1902. Der Borstand. Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß bei genügender Beteiligung in unserer Schule am 15. Juli, abends 9 Uhr, in diesem Schuljahre ein zweiter Untmilhts-KNfts im Maschillellschreibeil eröffnet werden soll. Anmeldungen hierzu können bei unserer Schulleitung, Schillerstraße 5, erfolgen. 1982 Air SchMmmisflou der ftaufm. Fachschule. EHdärang. Um den mir z« Ohren gekommene« fälschliche« Gerüchte«,' einer gewissen Konkurrenz, daß ich schwerlich jetzt Kohlensäure hätte, zu begegnen, mache ich meine werte Kundschaft aufmerksam, daß ich nach wie vor das größte Kohlensäure-Lager am hiesigen Platze unterhalte und somit in der Lage bin, was Preis und prompte Lieferung anbelaugt, jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. 4966 J. Weisel, Sonnenstraße 6, Größte Niederlage uatürl. Mineralwasser und Kohlensanre. Anker-Cichorien itt Tafeln! j Unübertroffener Kaffee-Zusatz, würzig und bekömmlich, eingeteilt in Tafeln zu 50 Würfeln. Ungemein praktisch und sauber im Gebrauch. 1 Tafel für 10 Pfg. reicht aus zu 200 'Zaficn Kaffee. Ueberall zu kaufen. 4358 , Dommerich & Co. in Magdeburg - Buckau. 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Die zur Anlage und Unterhaltung des Schmuckhofes im neuen Friedhof erforderlichen gärtnerischen Arbeiten sollen lauf Grund Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung öffentlich verdungen werden, wozu Termin auf Montag den 14. Juli d. I., vorm. 11»/, Uhr, anberaumt wird. Plan und Bedingungen liegen zur Einsicht der Jnter- effenten bei uns auf Zimmer Nr. 2 (in den Neuen Bauen 43) während der Dienststunden offen und sind Angebotsformulare daselbst erhältlich. Die Angebote sind bis zum genannten Termine schriftlrch und verschlossen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 5. Juli 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. 4965 Fertige Särge, tannene und eichene, poliert, habe stets auf Lager und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. 4835 Justus Heck Schreinermeister, Asterweg 46. ▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼ MöliklM «ft KM Polsterwaren finden Sie in größter Auswahl zu den billigsten Preisen bei 4302 August Ossmann 89 Seltersweg 89. Geschäfts-Verlegung. 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