yit heutige Mmmer umfaßt 18 Seite«. a ii f die '.'.chrsn und c,e hervorheben, daß sich teilweisen Verzicht Entwurf eines Eh': s: In Petersburger diplomatischen Kreisen wird auf das Bestimmteste versichert, daß die Frage des südafrikanischen Krieges noch dus Haager Schiedsgericht beschäftigen werde. Also haben die Verhandlungen zwischen König Eduard und dem Zaren stattgefunden? Ter P a p st erteilte mit feierliche Eröffnung des Tie Thronrede wird den Z i v i l l i st e und den Kardinal Agliardi bic Messe las- kräftiger Stimme die Absolution- — Wie verlautet, findet die Parlaments am 25. d. M. statt. — Ter Kaiser weilte gestern in einer kleinen Gesellschaft, die zur $eier des Geburtstages der Gräfin Bülow im Reichskanzlerpalais stattfand und an der Frau Cosima Wagner, die Professoren Harnack und Tcliysch und andere Freunde des Hauses teilnahmen. — Nach dem Verlause der heutigen Beratungen über den vom Abg. Fischbeck beantragten § 11a (Verbot von kommunalen Abgaben usw.) und der Konstellation der Parteien in der Z o l l t a r i f k o m m i s s i o n ist, obgleich die Abstimmung über diesen Antrag ausgesetzt worden ist, als gewiß anzunehmen, daß die Mehrheit sich auf den Antrag vereinigen wird. Wie verlautet, werden nicht nur die Freisinnigen und die Sozialdemokraten, sondern auch das Zentrum und einige von der Rechten, wie Frhr. v. Wangenheim, (Mbel, dafür stimmen. — Tie Antwortdes Kaisers aus die Geburtstagsadresse des Berliner Magistrats lautet: „Dem Magistrat spreche ich für die freundlichen Glück- und Segenswünsche zn meinem Geburtstage meinen wärmsten Dank aus. Tast in der mir gewordenen Adresse erneut des schmerzlichen Verlustes Erwähnung geschieht, welchen mit mir Berlin und seine Bürgerschaft durch das Hinscheiden meiner geliebten Frau Mutter, weiland Zhrer Majestät der Kaiserin und Königin Friedrich er- litten tjaben, und zugleich der großen Verdienste der edlen Fürstin um die Förderung dec Künste, des Kunstgewerbes und vieler gemeinnütziger Bestrebungen rühmend gedacht wird, hat meinem in Erinnerung an die hohe Verklärte von Trauer bewegten Herzen wohl gethan. Ich freue mich, daß der Entschlafenen in der Reichshauptstadt rin so dankbares Gedenken bewahrt wird, und meine Absicht, der verewigten Kaiserin an bevorzugter Stelle in Berlin ein Standbild von Künstlerhand errichten zn lassen, in den .Herzen der Berliner Bürgerschast freudigen Widerhall findet. Berlin, im Schloß, den 3. Februar 1902. gez. Wilhelm." — Dem preußischen Abgeordnetenhause ging ein Gesetzentwuf zu, betr. Bewilligung weiterer Staatsmittel zur Verbesserung de r W o h n u n g s v e r h ä l t n i s se von Arbeitern in staatlichen Betrieben und von gering besoldeten Staatsbeamten. — Tie Budget'ommission des Abgeordnetenhauses erhöhte den Dispositionsfonds des Lberprästdenten zur Förderung des Deutschtums von 600 000 Mark auf eine Million und dehnte ihn auf Ostpreußen aus. Bochum, 7. Febr. Gegen den Redakteur des hiesigen Polenblattes „Wiarus Polski", Anton Brejski und den Redakteur der „Gazeta Torunska", sowie gegen die Frau des letzteren hatte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Aus reizung zum Klassenhaß erhoben, weil die Genannten eine Sammlung polnischer Nationallieder herausgegeben haben- München, 7. Febr. Jni Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer erklärte der Minister des Innern, österreichisches Vieh könne unmöglich aus dem Münchener Schlachthof herauskommen und weiterbefördert werden- An Maul- undKlauenfeuche erkranktes bayerisches Vieh könne wohl einmal nach Norddeutschland kommen, aber das fei auch umgekehrt der Fall- Fälle von bösartiger Maul- und Klauenseuche kämen zur Zeit nur selten vor- Im verflossenen Jahr seien sie nur in einzelnen Regierungsbezirken vorgekommen. heroorheben, daß ]ia) . c c i ? nahmen wäyrend der ersten sieben Monate des lausenden Budgetjahres um 20 Millionen Lire gegen das vorhergehende gebessert haben. Nr. 33 erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dein kesfischen Landwirt die Siebener Kamiliea- blLtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. 93ei lag der Brühl'schc Umvers.-Buch- u.Stein druckerei (Pietsch Erben Redaktion, Grpebtiü.r und Druckerei: Schulstrabe 7 Adresse für Depeschen. Anzeiger Gießen. FmisprkchanschlußNr.51. Vom Burenkrieg. Die vom englischen Kriegsamt veröffentlichte Statistik der englischen Verluste seit Beginn des südafrikanischen Krieges umfaßt 19 681 Gefallene und 64 334 als kriegsuntauglich in das Vaterland Zurückbeförderte. Im enalschen Unterhaus fragte Dalziel, ob die Regierung irgend einen Grund zu der Annahme habe, daß die holländische Nota nach vorheriger Beratung mit einer anderen Macht abgefaßt sei. Eranborne entgegnet, die Regierung habe keine Information, die einen olchen Schluß zulafse. Der Finanzsekretär im Kriegsministerium, Stanley, erklärt, die Zahl der in Südafrika erbeuteten Pferde habe, wie Kitchener berichtet, 89 000 betragen. Etwa 25 000 feien requiriert worden und etwa 218000 in Großbritannien und im Ausland gekauft worden. Ans der Antwort Cranbornes darf man wohl schließen, daß König Eduard selber die letzten Verhandlungen geführt hat. Bereits vorgestern waren wir in der Lage, ein solches Gerücht wieder^ugeben. Volltische Tagesschau. Ein Konflikt in Sachsen. Erne seltsame und überraschende Nachricht kommt aus dem Königreich Sachsen: ein Konflikt zwischen der Regierung und dem Landtage. Ueberraschend umsomehr, als zwischen den beiden gesetzgebenden Körper- sachfteu bisher das denkbar beste Einvernehmen bestanden hat- Und doch ist es so. Die Weigerung der Regierung, die von der Finanzdeputation der zweiten Kammer infolge fortwährender Etatsüberschreitungen verlangte In dem- L nachzusuchen, hat in dem sonst so friedlichen sächsischen Landtage eine solche Erregung hervorgerufen, daß, trotzdem die Regierung vor einigen Tagen nunmehr dem Ersuchen der Kammer slattgegeben hat, inzwischen der offene Konflikt zwischen Regierung und Kammer and geb rod) en ist. pian forderte seitens der Stände kategorisch den Rücktritt des Finanzministers v- Watzdorf, den die Hauptschuld an i)ern unkonstitutionellen Verfahren der Regierung trägt, und nun hat nicht nur Herr v. Watzdorf, sondern, lvie wir bereits in unserem heutigen Morgenblatte meldeten, das Ga samtminifterium seinen A b s d) i e b genommen. In der Freitagssitzung der zweiten Kammer zu Dres- den suchte der Ministerpräsident von Metzsd) die Indemnitäts-Erklärung des Finanzministers abzuschwächen, woran die Vizepräsidenten Opltz und Dr. Schill namens der konservativen und nationalliberolen Fraktion erklärten, daß sie auf dem Boden des Berichtes der Finanz-Deputation B., welcher die Ursad)e der Indemnitäts-Erklärung gewesen war, stehen bleiben- Der köns. Abg. Stöckel griff daran die Finanz-Verwaltung auf das heftigste an. Ohne daß der Finanzminister von Watzdorf zum Worte kam, wurde die Sitzung unter großer Erregung geschlossen. Rad) Schluß der Sitzung haben sich die Vizepräsidenten und der Abg. Stöckel mit dem Staatsminister von Metzsch dahin auseinandergesetzt, daß sich ihre Erklärungen nicht gegen das Gesamt-Ministerium, sondern nur gegen die Finanz- Verwaltung gerichtet habe. Trotzdem erfolgte die Demission des ganzen Ministeriums. Wie scharf der Konflikt zwischen Regierung und Volk im Königreich Sachsen ist, geht daraus hervor, daß ein sonst durchaus regierungstreues Blakt, wie die „Tresd- Nachr." einen unerhört radikalen Ton anschläqt, indem es erklärt: „Uns ist nicht bekannt, daß jemals ein so ernste«. Konflikt in Sachsen zwischen der Regierung und den Ständen gedroht hätte- Man erinnert sich hierbei un- willkürlich der Konsliktszell in Preußen von 1866, wo die Regierung ohne ständische Bewstligung die Steuern fort erhob und die Staatswirtschaft lueiterfüjM'te. Tod) nach 1866 stand auch Bismarck trotz des durclMstagenden Erfolges seiner Politik nicht an, vom Landtage Indemnität nachzusuchen." Ausland. Paris, 7. Febr. Ein Redakteur des „Echo de Paris" hatte eine Unterredung mit einem russischen Diplomaten, der über die Angelegenheiten des russischen Hofes stets gut unterrichtet ist- Derselbe erklärte, der Besuch oes Präsidenten Loubet stehe für Mitte Juni in sicherer Aussicht, auch könne er versichern, daß die Vorderhand langen bezüglich des Besuches sehr erregt gewesen seien. Es handelte sich um den Besuch des deutschen Kaisers als Erwiderung auf den Zarenbesuch in Danzig. Als die französischen Behörden die Mitteilung erhielten, daß der deutsche Kaiser den russischen Manö- vern beiwohnen wolle, erhoben sie Bedenken, indem sie betonten, daß, wenn der deutsche Kaiser den russischen Manövern beiwohne, es sich für Den Präsidenten Loubet nur um eine einfache militärische Parade handeln würde, die lächerlich wäre- Diese Bemerkung schien ge- reckstfertigt und der deutsche Kaiser beschloß, erst nach dem Besuche Loubets nach Rußland zu kommen. Jetzt hat der deutsche Kaiser «eine erste Idee wied r ausgenommen und beabsichtigt, den m Polen, in der iiiähe von Warschau tattsindenden r u s f i s ch e n F r u h j a h r s m a n ö v e r n bei» chwohnen Es steht daher fest, daß der deutsche Kaiser eine Rußlandreise vor dem Besuche Loubets antreten wird- Rom, 7. Febr. Aus Anlaß der heutiger Wiederkehr des Todestages des Papstes Pius IX. fand in der Sixtini- chen Kapelle ein Gedächtnisgottesdienst statt, bei' dem Staatssekretär v. Tirpitz im Jener. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 7. Februar: „Die Reichstagsverhandlungen werden zur Evidenz beweisen, daß die Angriffe gegen den Marinestaats- felretär aus Anlaß des durch den „Vorwärts" veröffentlichten Erlasses betreffend die neu zu fordernden Auslandsschifse unbegründet sind. Mit diesem Satz schloß die durch die „Nordd. Allg. Ztg." dieser Tage geführte Rechtfertigung des Cbefsdes MarineamlS. Herr Tirpitz befand sich heute nichtsdestoweniger in einer schwierigen Lage. Das Wort .Täuschung des Reichstages" ist gefallen. Der Staatssekretär mochte fühlen, daß es sich gewissermaßen um die „Vertrauensfrage" handelte, und erbat gleich zu Beginn der Sitzung das Wort zu einer ausführlichen Erklärung. Diese war sorgfältig ausgearbeitet und zielte darauf ab, den Erlaß einerfeits als eine Konsequenz der letzten Flottennovelle darzustetlen, andererseits als eine Vorarbeit, eine Studie, deren finanzieller Effekt alles in allem auf eine Steigerung der Ausgaben um etwa zwei Millionen Mark veranschlagt werden könne. Um den Erlaß zu verstehen, dazu gehöre allerdings eine genaue Kenntnis der Marine- Verhältnisse. (Lachen links.) Der Staatssekretär bezog sich speziell auf die geplante Steigerung der Jndienst- Haltungen, von der gesagt wurde, daß sie s. Zt. dem Reichstag verheimlicht woroen sei. Herr o. Tirpitz sprack) ruhig, mit der Zuversicht des Mannes, der ein gutes Gewissen hat. Ter Schlußsatz: „Ich weise die gegen mich er- hovenen Verdächtigungen zurück!" loste Beifall aus. Abg. Bebel (Soz.) Ivar freilich von dieser Erklärung nicht entfernt befriedigt. Er hielt den Vorwurf der Täuschung des Reichstages aufrecht und deutete an, daß der Zwiespalt nur durch den Rücktritt des Staatssekretärs aus der Welt geschafft werden könne. Wer weiß, was in der Zeiten Schoße schlummert? Ich glaube, es stehen dem Reichstage in Bezug auf die ostafiatische Politik der Regierung noch mancherlei Ueberraschungen bevor." So prophezeite Bebel. Doch der Staatssekretär drehte den Spieß um und forderte den Sozialistenführer scharfen Tones „vor dem ganzen Lande" auf, Denjenigen zu nennen, der den Erlaß entwendet habe.' (Großer Lärm links.) ,5)em Staatssekretär kam Unterstützung aus dem Zentrum. Abg. Müller-Fulda, der Finanzpolitiker dieser Partei, konstatierte leidenschaftslosen Tones, daß er Bebel nicht beipflichten könne. Als bei den Verhandlungen über die Flottengesetze Hauptbeteiligter legte der Zentrumsführer zahlenmäßig dar, daß die Budgetkommission keineswegs gellürscht toorben sei ober sich habe täuschen lassen. Zn anderer Auffassung bekennt sich Abg. Richter (Frs. Volksv.). .Er wollte den Erlaß mit keinerlei Nebenwerk verquieckt wissen, am wenigsten mit den chinesischen Wirren, und blieb dabei, daß beim letzten Flottengesetz absichtlich niedrigere Zahlen beigebracht worden seien. Der (Älaß enthalte das Eingeständnis der Hinterhältigkeit, der man beim Staatssekretär v. Tirpitz leider nicht zum ersten Male be-- gegne (Zustimmung links.) Der Staatssekretär war in seiner Erwiderung nicht sonderlich glücklich; er hätte vermeiden sollen, dem gewiegten Parlamentarier vorzuhallen, daß er den Erlaß noch immer nicht verstanden habe. Die Erregung beeinträchttgt eben die Kunst des Debattierens. Was der Staatsselletär hier versah, holle Abg. Graf Oriola (nall.) nach. Er versicherte Herrn v. Tirpitz des rückhaltlosen Vertrauens seiner Fraktion. Zu demselben Schluß kam Abg. v. Levetzow (kons.), und zwar auf Grund informatorischer Einsichtnahme der Akten des Reichsmarine- amts. Ihm mißfällt aber an dem Erlaß das Wort „geheim". Dr. Barth (Freis. Vereinig.) eröffnete, daß seine politischen Freunde dem „Chor der Entrüsteten" nicht bei- #u treten vermöchten. Die Sozialdemokraten hätten für den Vorwurf der „Täuschung" des Reichstages auch nicht den Schimmer eines Beweises erbracht. Abg. v. Tiedemann (Rp.) glaubte ein völliges Fiasko der „Ankläger" konstatieren zu können — immer heiterer wurden die Mienen des Staatssekretärs. Die Sache ging bis jetzt glatter, als er geglaubt v^en moegte, und das Donnergrollen der neuen Bebelschen Rede hatte wohl nichts Erschreckendes mehr für Herrn von Tirpitz Uebrigens ist die Mitteilung Bebels bemerkens- daß jür die Zusendung des Geheimerlasses seitens des „Vorwärts" kein Entgelt gezahll worden sei. Der „Vor- warts" kennt nicht einmal den Namen des Absenders des Erlauf. Abg. Richter nahm, nach einer Rede des Abg. Graf Roon Fons.) nochmals das Wort, und was er mit per vollen Wucht seiner grimmigen Satire dem Staatssekretär jagte, war geeignet, dessen zuversichtliche Stimmung stark zu trüben. Herr v. Tirpitz entgegnete sofort, zur Belästigung mit der Hand auf das Rednerpult schlagend. Er sprach nur wenige Sätze; die Opposition lachte spöttisch. Wg. Richter hielt fest daran, „daß nicht nur für die Diplomaten, sondern auch für die Admirale die Sprache da zu sein scheine, um die Gedanken zu verbergen". ' Damit war der ,-Sturm" vorüber, der Staatssekretär erhielt sein Gehalt bewilligt, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten uiid der freisinnigen Volksparteller, die ihm dadurch em Mißtrauensvotum erteilten. Die große MehiÄit des Reichstaegs stellte sich also auf die Seite des StEs- sekretars. Weitere Schwierig iken erwuchsen Herrn v Tirpitz aus der Vertretung seine- nicht -amtliche Positionen wurden entsprechend den ^.,cdlus;en der Budgetkommission oeoattelos angenommen. Ebenso passierte glatt der Etat für Kiantschou. Der Staatssekretär kann also erleich- Herzens die Amerikafahrt antreten, für deren glücklichen Verlauf ihm am Schlüsse der Sitzung einige Parlamentarier ihre Wünsche darbrachten. Deutsches Reich. Berlin, 7. Febr. Beim Kaiser paar fand heute Wend im königlichen Schlosse eine größere Tafel statt, wozu die landsässigen Fürsten, die Minister des königlichen Hauses und andere Personen von Distinktion mit ihren Damen eingeladen waren. — Der Kaiser überwies dem Norddeutschen Lloyd Wdrücke seiner neuesten Schiffstabelle für die Tirektion und die Schnelldampfer „Kaiser Wllhelm der Große" und „Kronprinz Wilhelm". — Anläßlich des Besuches des Prinzen von Wales hat Kaiser Wilhelm dessen Begleitern Orden verliehen. Auch König Eduard hat mehrere hohe preußische Beamte und Offiziere ausgezeichnet. — Der Kaiser besuchte heute Nachmittag die Anstellung des Vereins der Spiritusfabrikanten Teutsd)lands, die morgen eröffnet wird. — Wie die „Noriä). Allg. Ata." meldet, empfing der Kaiser gestern den Polizeipräsidenten v. Wind heim und den Generalsuperintendenten D. Fab e r, um mit ihnen Rücksprache über Maßregeln gegen den in letzter Zeit zu Tage getretenen Obskurantismus (Gesundbeten, Scientismus, Spiritismus) zu nehmen. Zweites Blatt. 153. Jahrgang Samstag 8. Februar 1«M>S Q Z> TflT rx Vezng»p-et», ▼ Ma Vr monatlich7öPi,viertel» GietzenerAnzeiger ** Seneral-Anzeiger ” 'S? Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen __________ _____________________ jeiflemcil: Hans Beck. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, 8. Februar 1902. - Kirchliche Dienstuachrichten. Der Großherog hat dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Lic. theol. Waitz die neu errichtete zweite evangelische Pfarrstelle an der Martinsgemcinde zu Darmstadt, Dek. Darmstadt, übertragen. * * Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Gerichtsvollzieher Weitzel in Bad-Nauheim auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnachfolgcrs. * * Erlaubniserteilung. Der Kaiser hat dem Obersten oon Rothkirch und Panthen, Kommandeur der 29. Kavallerie-Brigade, die Erlaubnis zum Tragen des ihm verliehenen Komturkreuzes 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erteilt. * * Gemälde-Ausstellung. In der Gemälde - Ausstellung im Turmhaus am Brand sind neu ausgestellt von H. von Amstetter-Breslau „Partie aus Alt-Hannover", von A. von Meysenbug-Potsdam „Frühlingsstraße m Garmisch", von E. Klenckenburg-Merkslein „Gänselies'l". In der kommenden Woche findet wieder ein teilweiser Wechsel der Gemälde statt. * * Konzert. Morgen findet in der Südanlage Prome- aadenmusik mit folgendem Spielzettel statt: 1. Kaiser- Ouoerture von Voigt. 2. Spinnbed a. d. Op. „Die Hexe" von Enna. 3. Venus auf Erden, Walzer von Lincke. 4. Solo-Chor a. der Op. „Euryanthe" von Weber. * * Im Kaiser-Panorama ist in dieser Woche die Serie Bosnien, Herzegowina und Dalmatien ausgestellt, die sich durch die vielen landschaftlichen Schönheiten, die sie bietet, ganz besonders auszeichnet und auf ein hervorragendes Interesse seitens des Publikums Anspruch machen dürfte. Wir empfehlen dem Publikum umsomehr, sich die Serie anzusehen, als sich nicht so bald die Gelegenheit bieten dürfte, jene Gegenden in dieser schönen naturgetreuen bildlichen Darstellung wieder zu betrachten. * * Konzert Gernhardt. Man schreibt uns: Das am Donnerstag im Cafo Ebel veranstaltete Konzert des Zitherlehrers Gernhardt war trotz der ungünstigen Witterung stark besucht, so daß sich der Saal fast als zu klein erwies. Das Programm enthielt aber auch viel Schönes und Interessantes. Für Abwechslung war in reichem Maße gesorgt. Mandoline-, Violin-, Klavier- und Gesangsvorträge wechselten mit den Zithervorträgen ab. Die einzelnen Prograrnmnuinmern wurden tadellos ausgeführt. Selbst der Sänger, der einzige „Nichtfachmann", verfügte über Stimmmittel und eine Schulung, um die ihn mancher Sänger von Beruf beneiden dürfte. Von den beiden anderen Herren (Musiklehrer Kasten hatte die Klavierpiecen übernommen), konnte man schon voraus- setzen, daß sie nur Gutes bieten würden. Der Konzertgeber Gernhardt machte uns u. a. mit einigen seiner Kompositionen bekannt. Sie gefielen allgemein. Besonders ernteten die beiden Lieder „Hinaus!" und „Heimwärts!", von denen das eine mehr schwermütigen Inhalts, das andere aber voll burschikoser Frohnatur ist, reichen Beifall. Auf die einzelnen Nummern näher einzugehen, würde zu weit führen. Daß trotz der Reichhaltigkeit des Programms die Zuhörer bis zum letzten Stück aushielten, ist das beste Zeugnis für das Können der Veranstalter. In dieser Form zu Gehör gebracht, dürfte sich die Zithermusik, wenn vielleicht etwas mehr Sparsamkeit angewendet wird, immer mehr Freunde erwerben. * * Alpenverein, Sektion Gießen. Auf den höchsten Gipfel des deutschen Vaterlandes und dann mitten in die gewaltigste Gletschermasse Tirols führte Herr G. Münch-Wetzlar in seinem gestrigen Vortrage über eine vorjährige Alpentour die zahlreich erschienenen Zuhörer. Nach Ersteigung des Herzog st an des, wohl des lohnendsten Aussichtsberges in den bayerischen Voralpen, ging vom Walchensee die Wanderung ins Jsarthal, bann nach Elmau, dem Ausgangspunkte für die Besteigung des durch den Aufenthalt König Ludwigs II. bekannten Schachen, von da hinüber in das von der Partnach durchrauschte Rainthal und in diesem aufwärts den oft beschriebenen Pfad zum Grat und Gipfel der Zugspitze mit ihrem Unterkunftshaus und dem seit 2 Jahren bestehenden Observatorium. Ein unvergleichliches Panorama bot sich von dieser 2964 Meter hohen Warte dem entzückten Beschauer. Abwärts führte an steiler Bergwand der abwechselungsreiche Steig zur Wiener-Neustädter Hütte, dann ein bequemerer Pfad nach dem lieblichen Eh r- w ald. Von hier gings über den beschwerlichen „Hohen Gang" zu der am schönsten Punkte der Mieminger Gruppe erbauten und jüngst gerade eröffneten Koburger Hütte, dann abwärts zum Inn. St ams mit seinem reichen Zisterzienserkloster und den edlen Schätzen des Klosterkellers gewährte gaslliche Aufnahme. Bei Imst wurde der Inn ver- lasien und durch das kürzeste seiner Seitenthäler, das erst durch die Thätigkeit der Sektion Braunschweig dem Touristenverkehr erschlossene Pitzthal, wurde Mittelberg mit seinem berühmten Ferner und die im Angesichte der firnge- krönten Wild spi tz e und inmitten der großartigsten Gletscherszenerie gelegene Braunschweiger Hütte (2712 Meter) erreicht. Freilich mußte die Wildspitzbesteigung bei der Ungunst der Wetterverhältnisse schon am Taschachferner chr Ende finden, worauf dann derUebergang über das Taufkarjoch den Wanderer nach dem von Hochtouristen überfüllten V e n l brachte. Aber ein Besuch der Ramolalpe und des Ramol- j o ch e s entschädigte immerhin für die vorausgegangene Enttäuschung. In Obergurgl, dem höchsten Dorfe Europas (1927 Meter), erwies sich der wackere Kurat als liebenswürdiger Wirt und trefflicher Gesellschafter. Durch das langgestreckte Thal der Oetzthaler Ache wurde der Rückweg genommen nach dem Inn und zur Arlibergbahn, wo die Fußwanderung ihren Abschluß erreichte. • Mänuer-Turu-Verein. Am Donnerstagabend vereinigten sich im „Cafo Leib" zahlreiche Mitglieder und Freunde des „M. T. V." zu einem ungezwungenen, fröhlichen Masken- kränzchen. Freilich machte sich ein Uebelstand wieder bemerkbar, nämlich das Fehlen größerer Räume. Es war kaum ein Plätzchen vorhanden, das nicht besetzt gewesen wäre und es erwies sich wiederum als Notwendigkeit, daß wir endlich einen größeren Saalbau bekommen. Es herrschte ein humorvolles Treiben. Zusammengesetzt aus den mannigfaltigsten Typen, wälzte sich der bunte Strom durch die Säle, in denen besonders die allerliebsten Blumen-, Postkarten- und Orangen-Verkäuferinnen auffielen. Als zeitgemäßer Scherz wirkte auch eine Truppe des Wolzogenschen Ueber- brettls, deren musikalisches Können jedoch in dem Wirrwarr ähnlicher, närrischer Veranstaltungen nicht ganz zur Geltung am. In dankenswerter Weise hatten die erlesensten Sterne )es Vereins chre Kraft in seinen Dienst gestellt. Außer den erwähnten Verkäuferinnen übte große Anziehungskraft die anmutige Bedienung der Schieß-, Likör- und Schaubuden. So wähnte man sich denn in em kunterbundes Jahrmarktsrummelgewirr versetzt, und viel zu früh kam den meilten die Aufforderung zur Demaskierung. In den Tanzpausen wirkten etwas dämpfend die jedoch von vielen mit dem größten Bei- all aufgenommenen humoristischen Gesangseinlagen. Ungezwungene Komik erreichte Herr Schwarz durch die Vorführung einer „sächsischen Rekruten". Und als die vorgerückte Stunde zum Aufbruch mahnte, trennte man sich nur ungern. Wohl alle Mitglieder und geladenen Gäste haben den Eindruck gewonnen, daß im „M. T. V." em echtes, fröhliches Leben pulsiert, das ihm auch die Sympathie der dem Verein Fern- tehenden stets sichern wird. * * Der Gesangverein Heiterkeit veranstaltet morgen im Cafe Leib seinen großen Maskenball. Ter Vorstand hat auch diesmal für Ueberraschungen und Kurzweil aller Art gesorgt, sodaß die Besucher sich gewiß and) nicht eine Minute langweilenwerden. U.a. sind einige sehr schöne Gruppenaufführungen vorgesehen. Ailck) an sonstigen Darbietungen, wie humoristische Gesangsvorträge tisiv. wird es nicht fehlen. Und so kann jedem, der einen heiteren, gemütlichen Abend üerleben will, der Bestich der Festlichkeit nur empfohlen werden. * * Vier Jahreszeiten. Am Sonntag findet in den Vier- Jahreszeiten großer Maskenball statt. Vom 16. Februar ab tritt das urkomische Zwergtheater auf. (Siehe Inserat.) * * Schlägerei. In der Wolfstraße kam es in der vergangenen Nacht zwischen Arbeitern zu einer Schlägerei, bei der auch das Messer eme Rolle spielte. Doch sollen die Verletzungen nur geringfügiger Natur sein. * * Jagdvcrpachtungen. Die Wiesecker Gemeindejagd wurde für 1240 Mk. jährlich (gegen 975 Mk. seither) an Major Klößner und Fabrikant Mylius auf 6 Jahre verpachtet. — Göbelnrod verpachtete seine Gemeindejagd an den seitherigen Pächter W. Peterntann-Frankfurt a. M. für jährlich 700 Mk. (gegen 268 Mk. bisher). Die Gemeinde Naunheim bei Wetzlar erzielte für die Jagd 951 Mk. das Jahr (gegen 655 Mk. bisher). * * Besitzwechfel. Der ehemalige Besitzer des Frankfurter Hofes Georg Seipp erwarb für 54000 Mk. die Reiber'sche Besitzung, Bahnhofstraße 66. * * Ausgrabungen. Unserem Artikel im heutigen 3. Blatte betr. die neuen Ausgrabungen ist noch hinzuzufügen, daß die beiden Grabhügel, wie sich aus Form und Verzierung der darin gefundenen Gefäße mit Sicherheit ergiebt, der entwickelten Hallstattzeit angehören, also der Zeit um etwa 700 bis 500 vor Chr. h. Londorf, 7. Febr. Morgen veranstaltet der hiesige Gesangverein „Frohsinn", wie alljährlich ein Konzert. fc. Bad Nauheim, 7. Febr. Auf die neue Anleihe unserer ©labt von 1 Million Mark erhielt die deutsche Genossenschaftsbank von Soergel Parrisius u. Co. in Frankfurt a. M. den Zuschlag zu 97.03 Prozent. Die Bank verpstichtet sich, den nicht abgehobenen Teil des Erlöses der Anleche mit 3^ Prozent zu verzinsen. A. Nidda, 7. Febr. Infolge des nassen Wetters, insbesondere der letzten Tage, ist die durch unsere Stadt fließende Nidda bQart an geschwollen, wie wir es glücklicherweise nur selten erleben. Der Fluß ist an vielen Stellen bereits aus den Ufern getreten, sodaß in den niedrig gelegenen Stadtteilen das Wasser schon m den Straßen steht. Das ganze Niddathal nördlich bis Eichelsdorf und westlich bis in die Gegend von Vilbel gleicht einem großen See. Auswanderung nach Peru. Ein Unternehmer Namens Guillermo Speedie hat )ie Urbarmachung der Ländereien am Pachiteafluß durch Ansiedelung europäischer und nordamerikanischer Einwanderer übernommen. Die Landstrecken, welche der Pachitea und die übrigen oberen Nebenflüsse des Amazonas durchlaufen, haben wegen der dort herrschenden Sumpffieber fast ohne Ausnahme ein sehr ungesundes Klima. Die Einwanderer haben von der Küste einen beschwerlichen Weg größtenteils zu Fuß durch Urwald zurückzulegen. Das Auftreten von wilden Indianern in jenen Gegenden ist wahrscheinlich. Ansiedler, welche dorthin gehen, wären der Willkür des Speedie preisgegeben uni) während der ersten Zeit auf die Lebensrnittel angewiesen, welche er ihnen in den Urwald senden würde. Es erscheint hiernach angebracht, vor der Auswanderung nach den Ländereien des Speedie zu warnen. Gerichtssaat. St Gießen, 7. Febr. Schöffengericht. Vor dem Schöffengericht hatte sich heute n. a. ein Bahnwärter aus Garben- t e i ch wegen Zuwiderhandlung gegen eine baupolizeiliche Verordnung zu verantworten. Er soll eine Kesselmauerung den einschlägigen Bestimmungen entgegen angelegt haben. Ta ihm indessen em persönliches Verschulden nicht nachgewiesen werden kann, so wird er freigesprochen. — Ein hiesiger Handlungsgehilfe war wegen Diebstahls in Anklagezustand versetzt worden. Er wurde sreigesprochen, da das ihm zur Last gelegte Vergehen, aus einer hiesigen Restauration sich eine Studentenmütze rechtswidrig ungeeignet zu haben, nicht mit Sicherheit festgestellt werden tonnte. — Auch in der Strafsache gegen einen hiesigen Dienstknecht wegen Diebstahls von 14 Mk. zum Nachteil seines Dienstherrn wird ein freisprechendes Erkenntnis gefällt. M. Gießen, 6. Febr. Strafkammer. Den Vorsitz führte. Landgerichtsrat Müller, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Reuß. Das heute in der Strafsache gegen Dr. Schad aus Lich verkündete Urteil lautet aus Freispre ch u n g. Das Gericht ging davon aus, daß vorliegenden Falls nur eine wissentliche Verletzung der Anzeigepflicht der ansteckenden Krankheit zur Beurteilung stehe, da eine etwaige fahrlässige verjährt sei. Zur Annahme der Wissentlichkeit aber sei der Nachweis erforderlich, einmal daß Wochenbettfieber Vorgelegen und dann daß der Angeklagte dies gemußt habe. Das Gericht kam auf Grund der Sachverstäiidigen-Gutachten zu der Ansicht, daß zwar eine hohe Wahrscheinlichkeit, nicht aber eine unbedingte Sicherheit dafür vorliege, daß das fragliche Fieber Wochenbettfieber gewesen sei; andrerseits nahm das Gericht an, daß oer Angeklagte, auch wenn in Wirklichkeit Wochenbettfieber Vorgelegen habe, nicht Darauf diagnostiziert habe. Aus diesen Gründen würbe das schöffengerichtliche, freisprechende Urteil bestätigt. — Ter 17jährige Heinrich Seip aus Hattenrod ist der schweren Körperverletzung mittels eines Messers und der Bedrohung beschilldigt. Er wird in eine Gesamtgefängnisstrafe von 2 Monaten 1 Woche verurteilt. — Der wegen Diebstahls mehrmals vorbestrafte Stephan Bingel aus Busenborii ist des Diebstahls eines Messers unt) der Bedrohung beschilldigt. Er erhält eine Gesamt- gefüngnisftraie von 3 Monaten 7 Tagen unter Aufrechnung der seil deni 21. Dez. 1901 verbüßten Untersuchungshaft. — Der Philipp Friedrich Seyer aus Bergen, wegen des gleichen Delikts in eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten, abzüglich einer einmonatlichcn Untersuchungshaft, verurteilt. — Der Bürgermeister Conrad V ö l - z i n g von Groß-Felda wird beschuldigt, als Standesbeamter unter Außerad)tlasfung derVorschriften desB.-G.-B. eine Eheschließung vollzogen zu haben (Vergehen gegen § 69 des Personenstandsgesetzes). Er vollzog im April v. I. eine Eheschließung, bei der eine Witwe mit 2 minderjährigen Kindern ans erster Ehe beteiligt, war. Nach § 1314 des Bürger!. Gesetzbuchs durfte die Eheschließung erst er= olgen, nachdem die Witive voii dem Vormundschaftsgericht ein Zeugnis erhalten hat, daß sie die im § 1669 B.G.B. bestimmten, zu Gunsten des Vermögens der Kinder erster Ehe dem Nupturienten auferlegten Verpflichtungen erfüllt hat. Ein solches Zeugnis war vom Vormundschaftsgericht nicht verlangt und nid)t_erteUt worden. In der heutigen Verhandlung wurde festgestellt, daß das gesamte Ausgebotsverfahren durch den Standesbeamten in Storndors erledigt und daß der Angeklagte erst nach deren Beendigung mit der Eheschließung befaßt ivordeil war. Nach Ansicht des Gerichtes diirfle der Staiidesbeamte in Storndors das Aufgebot nicht eher erlassen, als bis den Vorschriften des Bürger!. Gesetzbuchs Genüge geleistet war. Nur ihn träfe daher ein Verschulden; der Angeklagte ei zu einer Nachprüfung nicht verpflichtet gewesen. In Gemäßheit dieser Auffassung gelangte das Gericht zn einem freisprechenden Erkenntnis. Holzminden, 6. Febr. Ter Redakteur des „Kreisblattes", Schroff, gegen den un Zeugniszwangsverfahren soforttge Haft angeordnet mar, wurde heute e n t h a f t e t, da der V e r f a s s e r des bett. Artikels sich selbst gemeldet hat. Handel und Herkchr. Volkswirtschaft. — Gießener Pferdemartt. Am J. April findet aus oen städtischen Marttanlagen zu Gießen Frühjahrs-Pferdemartt statt. Der vorjährige Markt war mit etwa 440 Pferden befahren und von Händlern uni) Landwirten sehr gut besucht, sodaß recht be- deutende Käufe abgeschlossen werden konnten. Auch in diesem Jahre erhofft man einen guten Markt. Mit dem Markt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1545 Mk. zur Verfügung stehen. Die Prämiieruiigskommission besteht aus den Herren Oekonomierat Schlenke-Hardthof b. Gießen (Vorsitzender), Oberstleutnant v. Nor- maml-Gießen (stellvertretender Vorsitzender), Gutspächter Bene- Cberweimar, Oekonomierat Hoffmann-Hofgüll, Schlachthofdirektor Lie^e-Gießen und Gutsbesitzer Alüller-9ceuhof. An Preisen find die folgenden vorgesehen: 1. Abteilung: Reitpferde 1. Preis 50 Alk., 2. Preis 30 'Mk. 2. Abteilung: Wagenpferde, paarweise zu prämiieren: 1. Preis 100 All., 2. Preis 70 Mk., 3. Preis 50 Alk. 3. Abteilung : Arbeitsschläge (paarweise zu prämiieren): a. schwere: 1. Preis 80 Mk., 2. Preis 60 Mk., 3. Preis 40 'Mk.; b. leichte: 1. Preis 60 Mk., 2. Preis 40 fDlt, 3. Preis 20 Mk. 4. Abteilung: Arbeitsschläge (einzeln zu prämiieren): a. schwere: 1.Preis 30All., 2. Preis 20 All.; b. leichte: 1. Preis 30 Mk., 2. Preis 20 Ack. 5. Abteilung (einzeln zu prämiiren). Diese Pferde müssen nachweisbar 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die Mitglieder des Landespferdezuchtvereins ober der landwirtschastl. Proomzial- oereine des Großherzogtums sind. 1. Preis 50 Mk., 2. Preis 30 Mk^ 3. Preis 20 Mk. 6. Abteilung: Fohlen kalten und warmen Schlages: a. dreijährige: 6 Preise von 50, 40, 30, 30, 20, 20 Mk.; b. zweijährige : 6 Preise von 40,30,30,20,10,10 M. In den Abteilungen 1—6'werden für int Privatbesttz befindliche Pferde, die auf diesem Markt nicht um Geldpreise konkurrieren, Ehrenpreise gegeben. Ter Prärniirungsplan, welcher die näheren Bedingungen enchält, wird von Herrn Oekonomierat Schlenke-Hardthof b. Gießen auf Nachsuchen übersandt. Mannheim, 7. Febr. Pfälzer Tabak. Jrn Tabakeinkauf in der Rheinpfalz machte sich in letzter Woche wieder einiges Leben geltend, und gelangten mehrere 1000 Ztr. zum Absatz, so daß jetzt nur noch kleine Partien unverkaufter Ware vorhanden sind. Nach den jetzt vorliegenden amtlichen Zusammenstellungen wurden in den Gemeinden des Amtsbezirkes Germersheim im letzen Jahre rund 49 000 Ztr. Tabak im Werte von 1 200 000 Mk. geerntet, im Bezirke Landau wurden in 1901 34 500 Ar und im Bezirke Ludwigshafen 4310 Ar mehr als int Vorjahre angepflanzt. Dte neuen Tabake finden hauptsächlich von auswärtigen Fabrikanten gute Nachfrage. Die für Sandblätter angelegten Preise schwankten zwischen 28—32 Mk. der Zentner für geringere und zwischen 34 bis 39 Mk. für bessere Sachen. In H a u p t t a b a k e n ist bis jetzt -nod) wenig gehandelt worden. Der Verkehr in alten Tabaken war sehr schwach. Obgleich die Nachfrage nicht gerade unerheblich war, so fehlte es dod) an genügenden Angeboten in den begehrten Sorten. In Pfälzer losen Rippen kam weniges in der Preislage von 1,80—2,00 Mk. die 50 Kg. zum Verkauf. Trotz der billigen Preis- forberungen fehlt es an größerem Interesse für die Ware, die reichlich angeboten wird. Gebündelte feine Rippen hielten sich im Preise zwischen 11—11,25 Mk., während lose seine Sachen 8,75 bis 9 Mk. die 50 Kg. bedangen. Tabak. JmLaufe der Bericbtswoche wurde in Herxheim der Tabak bis auf ca. 1000 Ztr. in der Preislage von 23—26 Mk. verkauft. In Landau wurde ein größerer Posten 1901er rheinbayerischer Tabak zu Mitte bis Ende 30 Mk. von Spekulanten an Händler per Jnli verkauft, ebenso ein größerer Posten Vorbruchsandblatt von 34—36 Mk. Ferner wurde ein kleinerer Posten 1900er Gundiblatt versteuert von Produzenten an Häitdler zu 62 Mk. verkauft. Im übrigen liegt das Geschäft ruhig, und finden fast wenig Umsätze statt. Der Verkauf nod) außen läßt viel zu wünschen übrig, was bei der heutigen Lage der Zigarreitbranche nicht zu verwundern ist. In losen psälzer Rippen geschäftslos, lose feine 8—9 All., gebündelte 10.50—11.50 Mk. — Geldmarkt. Die Bank von England hat gesterndte offizielle Rente von 8*/e pCt. auf 3 pCt. h e r a b g e f e tz t. Bei der Bank von Frankreich besteht derselbe Satz fast ununterbrochen, ebenso wie in Brüssel und Amsterdam. An den kontinentalen Geldmärkten beträgt nun, abgesehen von der russischen Reichsbank, nur noch bei der österr.-ungarischen Bank und bet der deutschen Reichsbank die Bmikrate 3‘/i pCt. Die letztere dürfte indessen bald folgen und ebenfalls auf 3pCtt heruntergehen. Essen, 7. Febr. Der Auffichtsrat der Maßener Berg- b a u - G e s e l l s ch a s t beschloß 7 Proz. Dividende gegen 11 Proz. im Vorjahre vorzuschlagen. — Wolffs Bureau meldet aus Peking vom 6. Februar: Hier schweben Verhandlungen über Bergwerkskonzessionen in der Provinz Fukien an französische Unternehmer. "Eingesandt" (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 8. Februar 1902. Cousetti. Die rasch eingebürgerte Sitte des Confetti-Werfens scheint berufen zu sein, immer mehr Liebhaber zu gewinnen. Wie uns scheint, mit Recht. Denn nur der verstockteste Philister wird sich der Schönheit dieses harmlosen, reizvollen Treibens verschließen können. Aber wir wollen hier den klemen Papierflocken nicht länger ein Lob fingen. Was uns bewegt, ist die Thatsacbe, daß man hier in Geschäften Konfetti zum Veckauf feilbietet, die ^unter dem dringenden Verdacht" stehen, schon auf den Straßen irgend einer Großstadt, wie Paris z. B., herumgeflogen zu sein. In Paris würden Sie sich schön dafür bedanken, wenn Ihnen ein Camelot verschiedenfarbige Confetti in einem Säckchen offerierte. Man kaust dort nur einfarbige, bald blau, bald rot :c. je nach Belieben, um sich dagegen zu schützen, von den Straßen aufgelesene Ware zu bekommen. Es soltte deshalb aud) jedem Kavalier einer Kleinstadt, der seine Dame mit Konfetti traktieren will, daran gelegen fein, fick) einigermaßen appetittiche Konfetti zu verschaffen. Das ist, wie wir bereits gesagt, nur möglich, indem man von den Verkäufern nur einfarbige Papierchen annimmt und alle Mischware zurückweist. X. X. X. Neueste Meldungen. Lriginaldrahtmeldirngen des Gießener Anzeigers. London, 8. Febr. Aus Pretoria wird gemeldet: Ter Buren Kommandant Viljoen, der kürzlich in Gefangenschaft ge- icüen 'st, soll verbannt werden. Marseille, 8. Febr. Zwei Buren-Offiziere, welche mit einer Spezial-Mission an den Präsidenten Krüger beauftragt find trafen gestern an Bord des deutschen Dampfers „Gouverneur" aus Kapstadt hier ein. Tie beiden Offiziere Serväge und Locks haben an zahlreichen Kämpfen unter Telarey teilgeuommen Sie erklärten, Botha und Tewel hätten sehr viele Anhänger und seien mit Waffen und Munition reichlich versehen. Was den Frieden aubetreffe, so würden sie einen solchen nur unter ehrenhaften Bedingungen annehmen. Tie Buren hätten unbegrenztes Bertraueu za der endgiltigen Entscheidung des Präfiarnten Krüger und würden bis zum letzten Augenblicke kämpfen. Die Afrikander würden, veranlagt durch die englischen Greuelthaten, früher oder später mit den JÖuttn gemeinsame Sache machen. Tie Offiziere werden sich unverzüglich nach Utrecht begeben. Washington, 8. Febr. (Meuter). Es bestätigt sich, daß Hie Vereinigten Staaten sich dem Widerstande Japans und Großbritanniens gegen den Abschluß des Mandschn- reivertrages angeschlossen haben, da dieser eine Bedrohung der amerikanischen Znteressea bilde. Tas «Ltaatsdepar- lement ließ der russischen Regierung lernen Zweifel darüber, daß es die Absicht der Bereinigten Staaten ist, alle Handelsvorteile sich zu erhalten, welche sie in der Mandschurei besitzen. Tic entschiedene Haltung der amerikanischen Regierung verh-nderte wahrscheinlich die völlige Sperrung der Häsen der Mandschurei für jeden nicht russischen Handel. Die Frage, um die es sich jetzt handelt, namentlich soweit sie sich auf Mineukonzessioaeu und das Recht des Eiseabahnbaueö in der Mandschurei beziehen, werden im Vergleich zu der Frage der offenen Thür als von nur sekundärer Bedeutung angesehen. Die diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten handeln demgemäß in diesen Punkten nach ganz bestimmten Znstruktioneu. Berlin, 8. Febr. Aus Warschau wird berichtet: Vor einem Zirkus, in welchem bei einer Wohlthätigkeits-Vor- stellung Mitglieder des Adels mitwirkten, lammelte sich infolge eines Aufrufes c jtc große Volksmenge, welche Sa) mäh rufe gegen die Adligen ausstieß, roed sie das Ballfesl des General-Gouverneurs besucht hatten. ttosaken zersprengten die Menge und hieben auf die Demonstranten ein. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. Berlin, 8. Febr. Marf) dem „^ok.-Anz." handelte cs sich bei der gestrigen Rücksprache des Kaisers mit dem Polizeipräsidenten v. W i n d h e i m und dem General-Superintendenten Dr. Faber über das Gesund beten re. nur um eine rein zufällige Erörterung einer Tagesfrage. Dabei ergab sich, daß der Kaiser dem Eddysmus gegenüber entsprechend dem Standpunkt der kirchlichen Behörden sich streng ablehnend verhält und ihn als eine bedauerliche Verirrung verurteilt. Man gebe sich feiner Täuschung darüber hin, daß auch unlautere Elemente lediglich um materieller Interessen willen ihre Hand in der Sache haben, lieber praktische Maßnahmen der Behörden stehen Entschließungen noch aus. London, 8. Febr. Tie „Times" meldet aus Tokio vom 6. Februar: Das Kapital des kürzlich errichteten „Crsdit Mobllier" ist dreifach überzeichnet. Der Stand dcs japanifchen Geldmarktes ist erheblich erleichtert. Ein Zusammenstoß zwischen beiden Häusern des Parlaments ist insofern abgewendet, als die Peers beschlossen, das Budget nicht zu gefährden durch Wiederherstellung der Geldbewilligung der Regierung für Gehaltserhöhungen, die das Repräsentantenhaus ablehnte. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. H., 8. Februar. 37t% Reiohe&nleihe . . 101.95 I 3J/o Mexikaner .... 27.00 30/j do. ... 92.00 SV.o/o Koneola .... 10210 B°,n do ..... 91.75 , 3l/8% Hessen .... 100.10 356 Hessen ..... —.— 456 Gestern Goldrente . 103.15 4‘ ,56 Gestern tiilberrento 101.30 456 Ungar. Goldrente . . 101.40 4°, Italien Rente . . . 101.10 47,56 Portugiesen . . . 42.50 °/ Portugiesen .... 27.60 156 C. Türken .... 27.90 Türkenlose......112.40 4% Uriech. Monopo I-Anl 45.70 47,56 äussere Argentiner —.— , 47,7, Chinesen ... 89.70 Electric. Boluckert . . . 121.50 Nordd. Lloyd ..... —.— Kreditaktien.....219.50 Diskonto-Kommandit . . 194.40 Darmstädter Bank . . . 136.00 Dresdener Bank .... 137.30 Beniner Handelsges. . . 153.60 Gestern Staatebahn . . . 146 60 Lombarden ..... 21.00 Gotthanlbahn.....169.50 Laurahütte...... 204.50 Bochum ....... 192.25 Harpener ...... 167.75 Tendenz: fest. Jede Mutter muss nach Gebrauch bestätigen, dass 983 Paidol in Säckchen das beste Kindernähriuittel ist. Vorzügl. für Magen- u. Darmleidende, Wöchnerinnen, RekonvaiescenL Ueberall erhältlich zum Preise von da Pfg. General-V ertretor f.Giessen: Chr. L. Thomas, Bahnhofetr.87 Werbauen |sphalUhoUrphttep. Mutter u. Prospekt mit uhlreichen ADorkennunr »schreiben 1 O postfrei und umsonst. A. And mach io Beuel em llhoio. ® Zu haben in Gießen auf dem Fabriklager bei Herrn Emil Homt, Riegelpfad. 17h Todes-Anzeige. Heute nachmittag 3 Uhr verschied nach langem, mit Geduld getragenem beiden unsere liebe Gattin, Schwester, Schwägerin und Tante Karoline Lang geb. Stoll im 62. Lebensjahre, was wir hierdurch tiefbetrübt mit- teilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Schlitz, Baltimore, Wallershaufen, den 7. Februar 1902. 1214 Die Beerdigung findet Sonntag den 9. d. Ms., vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Tiefenweg 8, aus statt. Bekanntmachung. In der Zell vom 1. bis 8. Februar 1902 wurden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Sturmlaterne und 1 Figur (einen Zwerg darstellend); Verloren: 1 Kettenarmband, 1 Vorstecknadel, 1 Taschenstempel, 1 brauner Winter - Ueberzieher und 1 weiß seidener Shawl; Zugelaufen ist: 1 Foxterrier. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Sachen belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. - Gießen, den 8. Februar 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Holz - Versteigerung. Mittwoch den 12. Februar l I, von vormittags 9 Uhr ab, sollen im Oppenröder Genieindewald folgende Holzsortimente versteigert werden: 92 Eichen-Stämme mit 18—44 cm Durchm. und 3—16 m Länge mit 35,82 fm, 134 Radel-Stämme mit 13—31 cm Durchm. und 4—22 m Länge mit 46,85 fm, 165 Radel-Derbstangen mit 12,92 fm, 38 rm Buchen-Scheit, 2 „ Eichen-Schell, 38 „ Buchen-, Eichen- und Radel-Knüppel, 24 „ Buchen-, Eichen- und Radel-Stockholz, 1300 Wellen Buchen-, Eichen- und Radcl-Reisholz. Zusammenkunft bei der Seifwiese, auf der Krcisstraße Oppenrod-Lllbach. — Bemerkt wird, daß das Bauholz vormittags zur Versteigerting kommt. Oppenrod, den 7. Februar 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 1209 Versteigerung. Am Montag, 10. Februar -d. J>, nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meinem Hause „ Wirtschaft zurTeutschen Eiche" Frankfurterstraße 79, 996 vekononrie - Gerätschaften, bestehend aus zwei einspännigen Wagen, Jauchefaß, Egge, Pflüge und sonst. Gegenstände, Maurer- und Wcißbindcr- Rüstzcug, 2 Handwagen, Leitern, Stricke, ferner einen eleganten Schlitten mll hohem Kutschersitz, ein einspänniges Chaisengeschirr öffenttich gegen gleich baare Zahlung versteigern. Klein-Linden, l.Febr. 1902. Frau Fohs. Häuser XIII. Jagdverpachtung. Montag den 17. Februar d. I., nachmittags 2 Uhr soll auf dem Bürgermeistereibureau dahier die der Gemeinde Oppenrod gehörige Feld- nnd Waldjagd auf 6 oder 9 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist von der Bahnstation Großen-Buseck und Reiskirchen in */a Stunde zu erreichen. 1208 Oppenrod, 6. Febrnar 1902. Gr. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. Haematogen Flasche 2 Mk. 1167 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktftratze 5. Ausübung des Jagdrechts im Lützellindener Markwald (Gemarkung Großenlinden) für die nächsten 6 Jahre (d. h. bis 1. April 1908) wird Freitag den 14. d. Mts., nachmittags 41/, Uhr imGemeindeziuuner zu Lützellinden öffentlich vergeben werden. 1194 Gr^-Rechtenbach, 7. Febr. 1902. Das Bürgermeister-Amt. Ac Hchmsteigeriiug vom -L d. M. in der Oberförsterei Schlffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 15. Februar an bei den zuständigen Hebestellen bezogen werden. Die Ueber- weisung des Holzes erfolgt Montag den 17. Februar, morgens 8 Uhr. Gießen, den 7. Februar 1902. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 1177 Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uni> ajioutag: Schseistkisch 56 pfg. Stinflrifdj 50 Pfg. LaselschseuMsch 40 pfg. KlGnich 45 pfg. Cigarren Cigaretten und 994 Tabak ht reicher Auswahl Georg Adami 9 Frantfurtcrstraßc 9. 0548] Massiv 2-thür. Kleider- schrauk wegen Raummangel btll. zu verkauf. Goethestr. 36, pari. Georg Adami 9 Fraukfurterstraße 9 empfiehlt 993 Kaffee roh und gebrannt in vorzüglicher Qualität ______in allen Preislagen.______ Ofenlack s wohlriechend, Flasche 30 u. 60 Psg. Victoria-Drogerie _______Marktstratze 5.________ ^Kaslampen aller Art umzugshalher biüig zu verkaufen. Moltkestr. 8. 0543 0533] Ein fast neuer Kinder- wageu zu oerk. Sonnenstr. 25 HL WWWW^ im Ganzen oder geteilt auf erste Hypothek 4 */? pCt. auszulechen. 1196 Ev. Kirchenvorstaud Steinbach b. Gießen. Ä000 Mart sucht einBeantter gegen Cichechell und entsprech. Zinsen zu leihen. Off, u. K 8 1187 an die Expd. Laden-Lokal Zar Errichtung einer I£affee- Filiale in best. Geschäftslage kleines Lokal, mit genauen Angaben und Preis gesucht. Ferner 1144 Verkäuferin gesucht, durchaus tüchtig, branchekundig und platz- kundig. — Meldungen nebst Zeugnis - Abschriften erbeten. A. 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Die auf den 19. Februar festgesetzte 1206 Karnevalistische Kappenfihung findet bereits am Sonntag den 9. Februar im Kereins- lotal stakt.____________________________Ter Vorstand. Orossen-Buseck. Dienstag den 11. Februar 1902, abends 7 Uhr: Aastnacht-Hanz wozu ergeben) t einladet 0536 H. Grösser, Gastwirt. . PATENT Etc - «Patentanwalt । Sack-Leipzigs Oeiteniiicher g religiös. Vortrag im Saale des Hotel Einhorn, Montag Abend pünktlich 8l/2 Uhr. Thema: „Die Bibel und die Welt- geichichle". Eintritt frei. F. Gr. F. Montag Abend bei Kamerad Triukaus. 171 ____Tas Kommando. Concordia. \ Fastnacht-Dienstag: karnevalistische Zlnterijaltung im Vereins total. "waSCHET/^ «>. -OOOOOOOO Kaiser - Panarma. Ecke Lindcuplatz im Laden. Diese Woche: 1191 Bosnien, Herzegowina und Dalmatien. Neue herrliche Prachtserie. Q-r » < OOQQQ Pier Zahreszeitea Grüubergerstr. 47. Sonntag d. 9. Februar ? Großer Maskenball von nachrn. 5 Uhr ab.R Urfideles Programm, f n Bonnächst. Sonntag abt 1> Lrkomisthes Zwerglbeater. ■ Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend entschlief nach langem Kranksein unser guter, lieber, einziger Sohn Richard im 1'8. Lebensjahre. Beileidsbezeugungen und Kranzspenden dankend verbeten. Die Beerdigung findet auswärts statt. 1203 Todes- nzeige. Carl Keil 9 im 61 Lebensjahre. Giessen, den 8. Februar 1902. Im 1205 Die Beerdigung findet statt: Montag den 10. d. Mts., nachmittags 4% Uhr, vom Sterbehaus, Marktplatz 3, aus. i SO! i ■ K Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christiane Keil, geb. Höhl. Heute Nacht entschlief sanft mein innigstgeliebter Gatte, unser guter Vater, der Lederhändler Prof. Fuhr und Frau geb. Jung. *r*r (Ter‘ ÜtttU ki x A B mdi! Hüg H un0 aus ioto «ei tob A Bli Ob Ian Ira N Ni ?Ü N Alle N bitio- zu t Nii ein Bei He 4 be 3a bal rex uni Bie Bet steh, tote', bish^ tichei oie j M Jorb Ni Ne