Nr. 156 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Gießener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bc. Brühl'sche" Univers. Buch-u.Stei. btuderpt (Pietsch Erben) Reüakr > u. Expedition UNL Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: «uzetger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 152. Jahrgang Montag 7. Juli 1902 GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Ve»ugSpreiSr monatlich 7b Pf., viertele jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für tue Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenprers: lokal 12Pf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für ,Stadt und finnir und „Gerichrssaal": Curt Plato; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Politische Wochenschau. DieVerlängerungdesDreibundes bildet trotz aller Reden das einzia reale politische Ereignis der letzten Woche. Wenn Graf Bülow seinerzeit geäußert hatte, daß das Fortbestehen unseres Bündnisses für Deutschland keine absolute Notwendigkeit mehr sei, so hat uns die Aufnahme der Nachricht, der Vertrag zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien sei von neuem unterzeichnet worden, deutlich bewiesen, wie sehr unser politisches Empfinden mit der Existenz des Bündnisses verknüpft ist. Selten ist eine Maß- nahtne der Regierung so allgemein sympathisch begrüßt worden, wie diese, obgleich die Erneuerung Ueberraschungen irgend welcher Art gar nicht gebracht ha,. Nach all' den offiziösen Mitteilungen der leKen Zeit war absolut nicht mehr daran zu zweifeln, daß ein Einverständnis der beteiligten Mächte wiederum erzielt werden würde, und doch empfindet man es in Deutschland mit freudiger Genug- thuung, daß die Verlängerung des Bundes zur Thatsache geworden ist. Nicht nur Deutschland! Die politischen Zeitungen Frankreichs, soweit sie nicht Sonderinteressen verfolgen, begrüßen die erfolgte Unterzeichnung ebenso wie die öffentliche Meinung Englands, und man darf daraus den Schluß ziehen, daß, der Dreibund seinen Zweck, ein Friedensbund für Europa zu sein, vollkommen erfüllt hat, und das Bedürfnis nach Frieden thatsächlich weiter besteht. In der Pariser Depuiiertenkammer hat der Minister des Aeußern, Delcasse, auf eine Anfrage, ob die Erneuerung des Bündnisses Einfluß auf die Beziehungen Italiens zu Frankreich habe, deutlich erklärt, daß die vollzogene Erneuerung Frankreich in keiner Weise bedrohe, da sich Italien niemals zu einer Angriffspolitik gegen Frankreich herbeilassen würde. Damit ist auch von unseren, stets argwöhnischen Nachbarn der offensive Charakter des Bundes verneint worden, und diese Meinung giebt uns eine weitere Gewähr für den Ausbau unserer sozialen und wirtschaftlichen Ausgaben unter dem Schutze des Friedens, wenn auch eines stark bewaffneten und unablässig wachsamen Friedens. Gewissermaßen um dem Bündnisverträge das aller Welt sichtbare Siegel aufzudrücken, kündigt Italiens König seinen Besuch in Deutschlands Hauptstadt an, nachdem er vorher mit dem Zaren zusammenzutresfen ist. Diese kurze Aufeinanderfolge im Zusammensein Viktor Emanuels mit Kaiser Wilhelm und Kaiser Nikolaus ist nicht ohne Bedeutung. Einen unangenehmen Beigeschmack würde für unsere wirtschaftlichen Verhältnisse der neuerliche Abschluß des Dreibundes erhalten, wenn die Wiener Meldung sich bewahrheitete, daß Italien vor der Unterzeichnung Gewißheit Mer das Schicksal der H a n d e l s v e r t r ä g e von Deutschland und Oesterreich verlangt hätte, diese Gewißheit ihm aber vom Grafen Bülow nur bedingungsweise zugestanden worden sei. Die deutsche Regierung soll sich dabei nun wieder auf den unmöglichen Standpunkt gestellt haben, daß äußere und innere Polittk sich im wesentlichen nicht berührten, daß es also wohl anginge, im Falle eines Angriffs Hilfe vom Bundesgenossen zu verlangen, dem man etwa durch einen Zollkrieg vorher das Fell über die Ohren gezogen hat. Solch ein Standpunkt muß unter den heutigen Verhältnissen, wo Handel und Verkehr die bedeutendsten Rollen im Leben der Staaten spielen, wo auf tausend verschiedenen Wegen der Güteraustausch der Nationen stattfindet, wo das mächttge Anwachsen der Handelsflotten den untrüglichsten Beweis für die Ausdehnung des Handels und. damit für die ^Notwendigkeit eines auch wirtschaftlich guten Verhältnisses der Völker untereinander liefert, auf das entschiedenste bekämpft werden. Der Spruch: ,^cht der Bauer Geld, so hat's die ganze Welt", ist, will man ihn einseitig anwenden, der reine Hohn aus die thatsächlichen komplizierten und sich immer weiter ausdehnenden Beziehung^ im Welthandel. Und darum wäre die Annahme des Zolltarifs unter allen Umständen von den verderblichsten Folgen. Sie müßte, wie etwa ein Stoß in den Ameisenhaufen, eine ungeheure Verwirrung Hervorrufen, und zweifellos würden vielfach die unter großen Mühen für den Handel geknüpften Fäden schonungslos auseinander gerissen werden. Auch Italien hat gleich Deutschland und Oesterreich die Unmöglichkeit eines treuen, politischen Zusammenhaltens zwischen wirtschaftlich feindlichen Staaten in neuester Zeit energisch betont, und es ist daher anzunehmen, daß sich obige Wiener Meldung, wonach Graf Bülow in Bezug auf die Handelsverträge nichts Bestimmtes zugesagt, Italien aber trotzdem den Rückzug angetreten hätte, nicht bestätigt. Die gegenwärtig guten Beziehungen im politischen Leben der Völker werden, was Frankreich und Deutschland angeht, wohl kaum eine TrMung erfahren durch die bekannten Ausführungen des Generalobersten v. Los über die Heere beider Länder, zumal offiziös recht vernehmlich abgewinkt worden ist. Es ist hierbei der Husar mit dem greisen General durchgegangen, und man wird ihm dies bei verständigen Leuten — und das wollen doch auch unsere westlichen Nachbarn sein — umso weniger übel nehmen, als ja die Husaren zu allen Zeiten sich großer Beliebtheit erfreuten und noch erfreuen. Daß das viele Reden nickst immer von Nutzen ist, beweist auch der Fall des Berner Professors Vetter. Wir haben uns in dieser Angelegenheit von vornherein auf die Sette des ehrlichen Schweizer Professors gestellt und stehen noch heute bei ihm. Es ist wahrlich kein Zeichen von innerer Kraft und lleberzeugungs- stärke, wenn die „freien Schweizer" den Passus in der bekannten Nürnberger Rede: „Die Schweiz sei eine geistige Provinz Deutschlands", nicht vertragen können. Die deutsch sprechende Schweiz kann stolz darauf sein, als ein Teil des großen Ganzen deutscher Kultur angesehen zu werden, und der Ausdruck „geistige Provinz" ist durchaus richtig gewählt. Niemand wird den Schweizern ihre nationale Eigenart absprechen wollen, aber der Dünkel, als etwas von deutscher Kultur Unabhängiges dastehen zu wollen, muß entschieden zurückgewiesen werden. Ist einer ihrer größten Dichter, Gottfried Keller, in seinem Empfinden nicht etwa urdeutsch? Es ist in hohem Grade bedauerlich, daß seine Landsleute sich nicht bemühen, ihm nachzueifern, sich vielmehr in anttdeutschen Gefühlen ergehen. Die ganze Erregung beweist das eine, daß die Herren Schweizer nicht viel Sympathien für uns übrig haben. Wenn die Rede in Frankreich gehalten wäre, hätte sie eine solche Aufregung sicher nicht hervorgerusen. Wtt haben es aber glücklicherweise nicht nötig, den Schweizern in irgend einer Hinsicht nachzulaufen. Viel Staub wirbelt auch der Fall Ch r o u st an der Würzburger Universität auf, der gegenwärtig in ein neues Stadium getreten ist. Wir werden morgen in einem besonderen Artikel daraus zurückkommen. (Vgl. auch Uni- versitätsnachrichlen.) Im übrigen scheint auch das Ausland in die offizielle stille Zeit der Politik eingetreten zu sein; die Aufregung in England hat sich gelegt, nachdem das Befinden des Königs Eduard VII. sich stetig bessert. Eduard hat fein Prestige durch das thatkräftige Mitwirken zur Herbeiführung des Friedens in SMafrika entschieden gebessert, und auch sein Verhalten während der schweren Krankheit hat ihm viele Sympathien im Auslande erworben, wodurch manches Kapitel aus vergangenen Tagen ausgelöscht worden ist. Zwischen England und Rußland ist nunmehr auch das Mandschurei-Abkommen ratifiziert worden, und die zur Zeit noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten über die Beibehaltung der fremden militärischen Mitdirektoren an der Chinesischen Nordbahn werden sich, wie allmählich die übrigen Schwierigkeiten in China aller Voraussicht nach auch auf gütlichem Wege beseitigen lassen. Nur das „schöne Spanien" scheint infolge seiner klerikalen Mißwirtschaft nickst zur Ruhe kommen zu können. Es heißt, der Rücktritt des Ministers Sagasta stände unmittelbar bevor, an dessen Stelle ein Ultramontaner treten solle. Dann aber würde dem Lande der innere Friede noch nichjt beschieden sein. Möge dem König Alfons der thatkrafttge Ratgeber erstehen, der ihn und fein Land vor den Erschütterungen konfessionneller Kämpfe behütet Aus Stad! und Kund. Gießen, den 7. Juli 1902. ** Dem evangelischen Pfarrer Gustav Fey zu Altheim ist der Charakter als Kirchenrat erteilt worden. ** Gegen die Unterbietungen bei staatlichen Arbeiten ist seitens des Großh. Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, folgende Verfügung erlassen worden: Das Großb. Ministerium sieht sich veranlaßt, zu bestimmen, daß bei der Entscheidung über die Zuschlagserteilung aus Angebote für Arbeiten und Lieferungen, deren Endsummen 20 Prozent und mehr unter dem bauamtlichen Kostenvoranschlag bleiben, stets eine besondere Prüfung der Angebote und chrer Preisansätze nach der Richtung einzutteten hat, welche in dem Erlaß, das Verdingungswesen betreffend, vorgeschrieben ist. Mit dieser Maßregel wird beabsichtigt, eine Grenze festzusetzen, von welcher bei Unterbietungen nur bei dem Vorhandensein ausreichender Gründe bei staatlichen Arbeitsvergebungen zu berücksichtigen sein werden. Die erwähnte Prüfung solcher Angebote hat in jedem solchen Falle statt- zufinden, sei es, daß die unteren Behörden zur selbständigen Zuschlagserteilung befugt sind, sei es, daß die unteren Behörden nach den bestehenden Bestimmungen die Genehmigung der oberen Behörden einzuholen haben." ** „Vsö" usw. in Telegrammen. Eine weitere :leine Erleichterung in der Austaxierung von Telegrammen ist soeben durch eine Verfügung des Staatssekretärs >es Reichspostamts angeordnet worden. Sie lautet: Die Ausführungsbestimmung § 7 h der Telegraphenordnung, wonach bei Ziffernausdrücken wie „i/gö", „V26" usw., die in der deutschen Umgangssprache cns Stundenzeitangaben angewendet werden, der Bruch und die nachfolgende ganze Zahl gesondert als je ein Wort zu taxieren sind, wird aufgehoben, derartige Ziffernausdrücke sind fortan nur als ein Wort zu zahlen, vorausgesetzt, daß sie einschließlich des Bruchstrichs nicht mehr als fünf Zeichen enthalten. Mehr kommen wohl auch kaum vor. ** Amerikanische Gepäckabfertigung. Seit einigen Jahren werden int Staatseisenbahn-Verkehr Versuche gemacht mit einem einfacheren s2Cb fertig» ungs-Verfahren für das Freigepäck der Reisenden, wie das- elbe in den Vereinigten Staaten mit Erfolg eingeführt worden ist. Nach einem neuerlichen Erlasse des Ei send ahn Ministers soll das amerikanische Verfahren jetzt auch auf den Verkehr im Nordostsee-Verband ausgedehnt werden, wie dies die beteiligten Eisenbahndirektionen beantragt hatten. Der Minister erklärt es ferner für unbedenklich, daß das neue Abfertigungsverfahren auch in anderen direkten Verkehren angewendet werde, sofern dies ür zweckmäßig gehalten werde und die mitbeteiligten frem- >en Eifenbahnverwaltungen einverstanden feien. — Mit den amerikanischen Mtttelkuppelungen, Über welche der Güterwagen-Ausschuß Bericht erstattet hat, sollen nach einem wetteren Erlasse des Ministers noch fernere Versuche angestellt und festgestellt werden, ob die vorgeschlagenen Kuppelungsketten sich zum Ersätze der vorhandenen Schraubenkuppelungen eignen und ob durch sie eine sichere Verbindung zwischen den mit Zughaken und Kuppelungsköpfen ausgerüsteten Wagen herbeigeführt werden kann. E. Der gestrige Sonntag, der sich durch sonniges Wetter auszeichnete, ohne durch allzugrotze Hitze zu be- lästtgen, wurde von allen, die nicht durch widrige Umstände oder berufliche Thätigkett verhindert wurden, zu Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung benutzt. Die Turner zogen nach Butzbach, um dort ihre Kräfte mit ben Brudern aus dem Gau Hessen und der Wetterau zu messen. — Die Gesellschaft „Ehattia" feierte am Nach- mittag ihr 1. Stifttrngsfest im Jagdschlößchen Duten- Hofe n. Die in musikalischen und deklamatorischen Vorträgen und dem üblichen Tanz bestehende Unterhaltung- sowie die bekannte vorzügliche Bewirtung ließen bald eine natürliche Fröhlichkeit aufkommen. In solche wurden auch die Teilnehmer an der Partie versetzt, die der „Lügentisch" ber Sauer in das herrliche Bieberthal, über Rodheim, Himberg, Königsberg, Grube Morgenstern nach Bubenrod und zurück nach der Rehmühle und Bieber unternahm. Die in der Neuzeit unentbehrlichen Begleiter solcher Ausflüge, die Photographen, waren, augenscheinlich mit Erfolg, bemüht, die freudestrahlenden.Gesichter im Bilde für die Nachwelt festzuhalten. — Schiffenberg, For st garten, Sinne- rob, Arnsburg, Windhof, Heuchelheimer M u h l ch e n, P h i l 0 s 0 p h e n w a l d, Liebigshöhe rc. waren ebenfalls gut besucht, und wer nicht weit wandern wollte oder konnte, ergötzte sich am Nachmittag und Abend an den Klängen der Badischen Grenadier-Kapelle in Steins Garten. e. Bad Nauh eim, 7. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Im hiesigen Walde hat sich gestern mittag 12 Uhr eine junge Russin erschossen. Die Dame ist. etwa 28 Jahre alt. Sie kam von Wiesbaden, wo sie sich als Frau von Sosnoska aus Petersburg ins Fremdenbuch eingetragen hatte. Papiere wurden nicht vor- gefunben. An barem Gelbe hatte sie nur sechs Mark bei sich. e Bad Nauheim, 6. Juli. Das Sanitätsamt des 18.Armeekorps in Frankfurt a.M. zeigte der hiesigen Bürgermeisterei an, daß sich die Medizinalabteilung des Kriegsministeriums dahin ausgesprochen habe, daß die Errichtung eines besonderen Militärkurhauses in Bad Nauheim wünschenswert sei, weil die Zahl der Militärkurgäste von Jahr zu Jahr zunehme, im Jahre 1804 14 und im Jahre 1901 93 betragen habe. Es ist in Aussicht genommen, ein Hans zu kaufen oder für mehrere Jahre mit ben erforderlichen Inventuren zu mieten, in welchem 25 kurbedürftige Soldaten nebst einem Aufsicht führenden Unteroffizier Unterkunft finden können. Bis jetzt hat die Militärverwaltung die kurbedürftigen Soldaten in der Stadt einlogiert und für jeden Mann 3 Mark pro Tag für volle Pension bezahlt; die Leute waren auch immer bestens untergebracht. Im Winter besuchten die Soldaten das städtische „Konitzkystift". — Gestern wurde das neue Juhalationsgebäude eröffnet. Zahlreiche Beamte aus Darmstadt kamen, doch den Vertreter der auswärtigen Blätter hat man nicht geladen, durch ein „Versehen". Die Herren tränten ihren Champagner allein. Bad-Nauheim, 6.Juli. Unterhaltungen vom 7. bis 12. Juli. Frühkonzert der Kurkapelle täglich von 7—8 Uhr vormittags am Kurbrunnen. Montag den 7. Juli, nachmittags von 4—7 und abends von 8—10 auf der Terrasse Konzert der Kapelle des Badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109 aus Karlsruhe. Dienstag den 8. Juli, nachmittags von 4'/z—61/2 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle. Operette „Das süße Mädel." Mittwoch den 9. Juli, nachmittags von 41/, bis 6 ,/3 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Bei gutem Wetter Lampionsbeleuchtung der Terrasse. Eintritt 50 Psg., Kinder 25 Psg. (große Kurkarten, große Saisonkarten und Tageskarten frei.) Abends 8 Uhr Theatervorstellung: Schauspiel „Alt-Heidelberg." Donnerstag den 10. Juli, nachmittags von 4—7 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kapelle des 2. Hannov. Ulanen-Regiments Nr. 14 aus St. Avold. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachmittags von 4l/2—6J/2 Uhr am Teichhaus. Eintritt frei. Abends 8—10" Uhr im Saale Tanz. Freitag den 11. Juli, nachmittags von 4,/2 bis 6 i/z und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung (Gastspiel Adalbett Matkowsky): Dramatisches Gedicht „Das Leden ein Traum". Samstag den 12. Juli, nachmittags von 4!/2 bis 6*/2 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Solisten-Konzert. Abends 8 Uhr Theater-Vorstellung (Gastspiel Adalbett Matkowsky): Lustspiel „Kean" oder „Genie und Leidenschaft". — Vorläufige Anzeige: Sonntag den 13. Juli Konzett der Kapelle des Pommerschen Füsilier-Regiments Rr. 34 aus Bromberg. 8 Butzbach, 6. Juli. Am Samstag Nachmittag unh Sonntag Morgen trafen zur Feier des Turnfestes des Gaues Hessen die Mitglieder des Kampfgerichts und Gauausschusses, die Preisturner, sowie Slborbnungen von über 50 auswärtigen Vereinen und viele andere Gäste ein, darunter auch Kreisvertreter Sch muck-Darmstadt unv> M. Weller Bockenheim. Gestern abend wurde die Feier eingeleitet durch einen Kommers in der hübsch dekorierten Festhalle, wobei das Vorstandsmitglied des festgebenden Turnvereins Butzbach, Professor Warn ms er hier, die er- chienenen Gäste und Turner bewttlkommnete. Sodann folgten in angenehmer Abwechselung unter Musikbegleitung hübsche turnerische Darbietungen der Mädchen und Knaben, Turnerinnen und Turner (Reigen, Keulenschwingen, Pyramiden). Dazwischen trug unser Gesangverein „Orpheus" die erhebenden Lieder „Bruderweihe" und „Blitzende Speere" vor, während Lehrer Storch in »chwungvoller Rede einen Rückblich auf die Turn fache des hiesigen Vereins warf. Zum Schlüsse konzertierte die ganze Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 168, sodaß nur zu schnell die schönen Stunden der Vorfeier Vermischtes. rur Gerichtssaal. MM Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber nur in Flaschen? wo Plakate aushängeu. tötet wurden. * Der „Dividenden könig" scheint unbestritten Mr. Rockeseller bleiben zu wollen. Nach einer Statistik über die Inkassos von Kupons, die am Ende des letzten kleine amerikanische Rentiers gemacht Monats einige l------ --------- , , - haben, hat nacf} französischen Blattern Rockeseller 15000000 Kupons einkassiert! An zweiter Stelle kommt Pierpont Morgan, der eine Vermehrung des Vermögens um 10 000 000 hat einschreiben können. 10 000 000 wurden K. Vanderbilt eingezahlt, während George Gould sich mit " . Auch Rüssel Sage und Nachbarstaaten. Nach dem Monatsbericht der Arbeiter- Kolonie Neu-Ulrichstein befanden sich Ende Juni in der Kolonie 47 Mann stellen- resp. arbeitslos, darunter 6 aus dem Großherzogtum Hessen. — Am 5. Juli ließ sich in der Nähe der Burckhardt'schen Ziegelhütte zwischen Alzey und Kettenheim eine weibliche Person von dem Frühzug Worms—I Alzey überfahren, sodaß der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. — Bei einer Felddlenstübung zwischen Reinheim und Ober-Ramstadt schoß sich dec Dragoner Schlosser vom 23. Dragoner-Regiment aus Morchheim eine Platzpatrone in den Unterleib. Der Schwerverletzte wurde per Bahn nach dem Garnisonlazaret in Darmstadt gebracht. — Das Dienstmädchen Albert in Frankfurt, das sich, wie wir gestern meldeten, beim Feueranmachen m der Küche der Wirtschaft „Zum Wolfseck" des Petroleums bediente, welches explodierte, sodaß das Mädchen starke Brandwunden erlitt, ist im Heilig-1 geisthospital gestorben. — Das Schöffengericht in Worms verurteilte den Weinhändler R. Wolff wegen Weinfälschung zu einer Geldstrafe von 200 NU., event. 40 Tagen Gefängnis. Der Beschuldigte hatte Wein durch Zusatz von wässeriger Zuckerlösung und Citronensäure unter Anwendung von Rosinen, Weinhefe und Weinsteinsaure (sonst nichts?) verfälscht und diesen gefälschten Wein unter der Verschweigung der Pantscherei in den Handel gebracht. — In Wiesb aden explodierte auf noch unaiffgeklärte Weise in den Kellerräumeu der chemischen Färberei von Thüle ein Benzinfaß, wobei zwei Arbeiter schwere Brandwunden erlitten. Der herbeigeeilten Feuerwehr gelang es, den Brand alsbald zu löschen. * Zwei schwere Ech e n b a h n u n f ä ll e haben sich am Samstag zugetragen. Uns wird darüber ^gemeldet: Bützow, 5. Juli. Heute fuhr der von Stettin kommende Personenzug Nr. 4 über das Haltesignal hinaus und rannte dem Rostocker Schnellzug in die Flanke. Ein Kind wurde tötlich, elf Reisende wurden schwer verletzt, eine Anzahl anderer Passagiere erlitt leichteres Kontusionen und konnte später die Fahrt fortsetzen. Amtlich wird hierzu gemeldet: Schwerin, 5. Juli. Auf der Station Bützow fuhr heute der einfahrende Zug Nr. 4 (Neubrandenburg-Rostock) dem dort nach Rostock hin ausfahrenden Schnellzug Nr. 45 (Hamburg-Lubeck-Rostock) in die Flanke. Ein Wagen des Zuges 45 wurde umgestürzt, andere beschädigt. Die Lokomotive des Zuges 4 ist gleichfalls beschädigt. Der andere Unfall ereignete sich in denVer einigten Staaten. Ein Telegramm berichtet wie folgt: N e w y o r k, 5. Juli. Nach einer Meldung der „Times" hat sich in der Nähe von Gloversville im Staate Newyork I ein Bahnunglück ereignet, bei dem 16 Personen ge - Penaten entgegen. An der Ecke der Wolf- und Lichersira^ sollen dieselben mit einem Stein gegen ein Haus geworfen und eine ausgelöschte Laterne angezündet haben. Sc»tatet wenigstens die Anzeige, die ein ^wohner der Dolfstr st gegen die Angeklagten erhob und die«zur Folge hatte, daß je ein Strafzettel gegen die ^ei Ruhestörer erlasten wurde. Hiergegen erhoben dieselben Einspruch, und zwar mit dem Erfolg der Freisprechung. - Auf dem hreftgerr Markte am 15. April hatte em Metzger und Viehhändler von auswärts seines ungebührlichen Betragens wegen von einer größeren Anzahl Viehhändler gehörige Tracht Prügel bekommen. Gegen einen derfttarr — obgleich dieser nur seinen rabiaten Gegner fe>tgehalten ihatte und später zu seiner Verteidigung angeblich mit ) einem Stock in der Luft herumfuchtelte, wobei wohl der Gegner am Kopfe getroffen worden sein konnte hatte der Verletzte Anzeige erhoben. Trotzdem der Angeklagte wegen Körperverletzung vorbestraft ist, vertritt der Amlsanwalt die Ansicht, das; nicht dieser, sondern sein Gegner auf dec-An» tlagebanl gehöre, hält indes trotz allem die Notwehr als überschritten und beantragt eine Geldstrafe von 10 Mk. Das Gericht aber erkemtt auf Freisprechung.— Ein hiesige Tagelöhner hatte mit seinem Bruder em Tauschgeschäft vereinbart, dahingehend, daß er diesem sein Fahrrad gegen eine Taschenuhr abtrat. Als er aber horte, daß aus die Uhr noch Zahlung zu leisten sei, gedachte er das Geschäft rückgängig zu machen. Tie in einer hiesigen Wirtschaft gepflogenen Verhandlungen führten zu Meinungsverschiedenheiten, die später auf der Straße in Thatlichketten ausarteten. Der sich als geprellt erachtende Bruder geriet hierbei so in Harnisch, daß er seinem Gegner einen Fußtritt versetzte und ihm in den Finger biß, auch dessen zwei- iäbriaes Söhnchen, das inzwischen mit der Mutter hinzu- gekommen war - ebenfalls einen leichten Fußtritt gab. Inzwischen haben sich die Brüder wieder versöhnt und machen von dem Recht der Zeugnisverweigerung Gebrauch, um ihren angeklagten nächsten Blutsverwandten, wenn möglich, vor Strafe zu schützen. Da indes em wetterer Zeuge in der fragt Angelegenheit genauer Auskunft zu geben vermag, erhält der Angeklagte, unter Zubilligung mildernder Umstände, eine Gesamtgeld strafe von lo JJct _ Berli n, 5. Juli. In der Samstag^Vechandlung des Prozesses Sanden haben sich die Freunde und d i e F r a u des Ex-Bankdirektors über dessen Charakter geäußert. So wurde der 82jährige Frhr. v. Berg als Zeuge vernommen. Erkennt den Kommerzienrat Sanden seit sehr langen Jahren und preist dessen Mildthatigkett, Opfersinn, Wohlthätigkeitssinn und persönliche Anspruchv- loftgkett. - Zeuge Prediger La Roche: Er kemtt den Angeklagten Ed. Sanden feit 11 Jahren als em en Mann, dec nicht nur den gewöhnlichen Ansprüchen an Gerechtigkeit und Anstand entsprach, sondern der ganz besonders edel und hilfsbereit war. Er hatte einen starken Optimismus in allen Dingen, war ein außerordentlich treuer Familienvater, der eigentlich den ganzen Tag in Arbeit versenkt war. Persönliche Bedürfnisse hatte er gar nicht; er habe keinerlei exorbitanten Aufwand getrieben, nie em Protzen- tum zur Schau getragen, nie gezeigt, daß er sich in höhere Gesellschaft brängen möchte. Gerade das habe ihn m dem i Sandenschen Hause stets so angeheimelt, m welchem auf der einen Sette ein fo g eistlicher Zug wehte, und auf der anderen Sette ein so inniges Familienleben obwaltete. Kommerzienrat Sanden war äußerst gutmütig und ließ vieles machen, bloß um Leute, die es nötig hatten, etwas verdienen zu lassen. Beispielsweise gab er einmal einem Maler, bloß wett derselbe in Bedrängnis war, den I Auftrag, ein Gemälde zu malen, und schickte ihn zu diesem Behuf e nach Italien. Er konnte eigentlich niemand etwas ab schlag en, und er hat vieles ausgegeben lediglich aus dem Ni oliv heraus, Leuten Brot zuzuwenden. — Stab, theol. Friedrich, der frühere Hauslehrer in dem Sandenschen Hause schließt sich der Bekundung des Pastors La Roche an. Dasselbe Urteil giebt der Zeuge Fetzer, Schwieger- vater des Angeklagten Ed. Sanden, über diesen ab. Er bestätigt auf Befragen gleichzeitig, daß fern Schwiegersohn im Gegensatz zu chm selbst immer sehr optimistisch war und in allen Dingen diesen optimistischen Standpunkt verttat. I Auf weiteres Befragen erklärt der Zeuge, daß seine ^achter 16000 Mk. mit in die Ehe bekommen und aus der Katastrophe I nichts weiter gerettet habe als das Haus Grolmannstr. 14. Er sei berett, dies zu beschworen. — Auch Fr au Saud en, die Ehefrau des Kommerzienrats, wird über dieses Thema vernommen. In den 27 Jahren ihrer Ehe habe fte von ihrem Ehencanne nie eine Aeußerung vernommen, die daraus hätte schließen lassen, daß er keinen tattren Cha^ ratter und keine lautere Gesinnungsweise habe. Er sei stets opferwillig, hochherzig, anspruchslos, und selbstlos und ! überaus fleißig gewesen, habe immer und immer für die iBank gearbeitet und das ganze Familienleben dec Baur zum Opfer gebracht! Der Haushalt umfaßte zwar em Personal von 7—8 Leuten, er sei aber keineswegs üppig gewesen. Richtig sei es, daß ihr Ntann im Gegensatz zu chrem Vater stets sehr optimistisch war. WSe anspruchslos er wag, gehe wohl daraus hervor, daß man ihm immer ferne An- iügc heimlich wegnehmen mußte, wenn er sie nicht zu lange tragen sollte. Einmal habe er seinen Schneider mit dem Auftrag betraut, einen Anzug zu wenden; dieser konnte der Aufforderung aber nicht entsprechen, da der Anzug schon einmal gewendet war. Auf Befragen erklärt die Zeugin, daß sie noch niemals in London mar, und weist den aus- tauchenden Gebauten, daß sie etwas bei Seite gebracht haben fönnte, entschieden zurück. Sie wohne jetzt Fürtherstr. 1, vier Treppen hoch zu einem Mietspreis von 1900 Mark, werde jetzt aber die Wohnung aufgeben müssen, weil sie der tödlich Verwundete auf die Straße, wo er heute auf-I gefunden wurde. Es ist der Tapezierer Metzler aus Speyer, während die flüchtigen Walzbrüder aus Dortmund getarnten, fein sollen. . Mainz, 5. Juli. „Das verhängnisvolle Markstück". Unter diesem tiefgründigen Titel schreibt eine dortige Zeitung von einem lustigen Reinfall zweier vorwitzigen Buben. Der eine, 12 jährig, fand zu Hause in einem Kasten ein Atarkstüch von dem er annahm, daß der Vater es nicht mehr vermissen würde. Er lud einen Freund zur Bierreise ein, die in ein Lokal der Neustadt führte. Hier wurde Bier und Schnaps getrunken und Käsebrot gegessen, bis die Mark zu Ende war. Als sie aber 1 bezahlt werden sollte, war sie falsch. Darob allgemeines Entsetzen — Polizei — reumütige Beichte — Aufklärung, daß das Martstück, weil es falsch war,, in einen besonderen Kasten gelegt war — Papa — Rohrstock — Schluß! Mainz, 6. Juli. Gestern ging ein Unteroffizier, der von einer Schießübung kam, durch die Schustergasse. Das Gewehr trug er am Riemen. Plötzlich ging dasselbe los. Der Schuß ging glücklicherweise in die Höhe. .Vermutlich war das Gewehr nicht richtig gesichert. • Kleine Mitteilungen aus Hessen und den -l. Gießen, 4. Juli. Schöffengericht. Unter dem Vorsitz des Amtsgerichtsrats Gebhardt verhandelle heute das Schöffengericht zunächst in der Strafsache gegen drei hiesige Schulmädchen, von denen das eine inzwischen kon-1 firmiert und, weil auswärts sich befindend, vom Erscheinen im heutigen Termin entbunden ist, wegen Diebstahls und Hehlerei, sowie gegen die Mutter der letzteren, eine hier wohnende, von ihrem Ehemann getrennt lebende Hausiererin, wegen des letztgenannten Delikts. Das jüngste der in Rede steheiiden drei Schulmädchen, welches mit den beiden anderen Angeklagten ein und dieselbe Schulklasse besuchte, vermehrte seit Januar d. I. viel im Hause der mitangettagten Hausiererin und ließ sich, vermutlich von der letzteren I beeinflußt, dazu hinreißen, im Februar d. I. em er hiesigen Rentnerin, bei welcher sie fett etwa drei Jahren leichtere Dienste besorgt, zweimal je ein Fünfmarkstück und fpätec aus deren Kommode ein Zwanzigmartstück zu entwenden. Das auf diese unlautere Weise erworbene Geld wurde alsdann zum Teil von den drei Angettagten, wohl auch m Gemeinschaft mit der vierten, vernascht und auf andere Weise vergeudet, floß aber wohl zum größten Teil in die Tasche der Hausiererin, die zur Beschaffung der nötigen Konfirmation^ lleider für ihre Tochter angeblich noch mel Geld brauchte. I^lls die Sache ruckchar wurde und zur Anzeige bei der Polizei tarn, verwickelte sich die angellagte Hausiererin in Widersprüche und gedachte sogar die Kinder zu der fauchen Aussage zu verleiten, daß man das bett. Geld ihr ge-, stöhlen habe. Das Gericht verurteitte die angeklagte Hausiererin, dem Antrag hes Staatsanwalts gemäß, zu zwei Wocken Gefängnis, billigt aber, im Einklang mit der An- tlaaebehörde, den übrigen Angeklagten mildernde tim|tanbe m und läßt es bet der Minimalstrafe, des gerichtlichen Verweises beroenbeiL — Drei junge hiesige Kaufleute I hatten in der Grünbergersttaße anfangs Januar d. I. mit noch anderen Personen an einem Fäßchen Freibier lütt guti I Licf> gethan und wanderten nachts um l1/?. Uhr den heimlichen Kirche und Schule. Darmstadt, 5. Juli. Stand der evangelischen D i a k 0 n i s s e n s a ch e im Jal;re 1901. Nach, der Statistik gab es 1901 im ganzen 75Diataissenmutterhäuser mit 14 501 Schwestern, die auf 5211 Arbeitsfeldern thätig sind. Auf Deutschland fallen 49 Häuser mit 11879 Schwestern ; Berlin! tiHein hat fünf Mutterhäuser mit 737 Schwestern. Das! Arbeitsgebiet der Diakonissen geht über das dec Krankenpflege weit hinaus. Von den 14 501 Diakonissen waren im Habre 1901 in der Gemeindepflege, deren 'tufgabe neben her Krankenpflege besonders die Armenfürsorge ist, 3697 Schwestern, in Kleinlinderschulen 1008, in Siech n- und Versorgungshäusern 693, in Erziehungsanstalten und ^chu- ta 522, in Mägdeanstalten 217, m der Magdalenen- und Unterbrechung. , — Markt Heid enfeld, 4. Juli. Eine ruchloie Blutthat ist hier verübt worden. Drei aus Aschaffenburg gekommene Handwerksburschen kampierten unweit Oberndors in einem schattigen Walde. Vor Müdigkeit verftel der Eine derselben in einen tiefen Schlaf, welchen die beiden Anderen zur Ausplünderung ihres Reisekollegen weidlich aus- nichten. Dabei erwachte der Beraubte und setzte sich seinen hinterlistigen Angreifern gegenüber zur Wehre. Diese aber überwältigten ihr armes Opfer, brachten ihm unzählige Messerstiche bei, schleppten den Besinnungslosen über bie ________________ Landrstaße in ein Getreidefeld und ergriffen dann die Flucht. 7^ Mttlionen begnügen mußte. Auch Rüssel <-age und Als das entflohene Bewußtsein zurückgekehrt war, kroch Mrs. Hotty Green haben jeder mehr als 7 000 000 erhalten. ------- - ' ■ r -------- —c 1 * Der flüchtig gegangene Bank- und Losgeschäftsinhaber H. Schwandner, in Nürnberg, hat schon vor mehreren Tagen den Nürnberger Staub von seinen Pantoffeln geschüttell. Die Uebeigabe eines Effekten- Postens von über 20 000 Mark seitens einer Kundin hat dem Manne offenbar die willkommene Gelegenheit geboten, sich feinen Verlegenheiten und feinen Pflichten als Fa-1 mttienvater mit gefüllten Taschen zu entziehen. Ob er noch andere Depots angegriffen hat, ist noch nicht ermittelt; viel wird er kaum gehabt haben, denn |em eigentliches Geschäft war das Losgeschäft, und der Titel „Bankier", den er sich als epitheton omans beigelegt hat, sollte offenbar nur auf seine Branche fordernd wirken. * Zur Ehescheidung des Fürsten von Monaco. Aus Paris wird berichtet: Die erste Kammer des Pariser Zivilgerichts hat gestattet, daß das Urteil des | !Obergerichts von Monaco, wonach die Güt er t r enn un g, des Fürsten und der Fürstin von Monaco zu Gunsten des Ersteren zu erfolgen hat, in Frankreich vollstreckt werde. Das' Urteil des Gerichts in Monaco stützt sich darauf, daß die Fürstin sett dem August 1900 alle Beziehungen m dem Fürsten abgebrochen und alle Annäherungsversuche beharrlich abgelelstit, daß sie sich geweigert hat, mit dem Fürsten im Fürstentum oder in Paris zu erscheinen, daß die Fürstüi zum letzten Male im Januar 1901 m Monaco war, das füvflliche Schloß aber einige Tage vor dem Eintreffen des Fürsten verlassen, daß die Fürstin sich geweigert hat, das Hotel des Fürsten in Paris zu bewohnen, daß diese Handlungen eine s chw ere Beleidigung des Fürsten bilden und die Trennung von Tisch und Bett rechtfertigen. Gefanaenenpflege 167, ht Krippen 150, in der Pflege von Blöden und Epjleptischen 87 thatig. Was dre Zahl der Schwestern Mibetrifft, so ist die der kath. Kirche großer als die der evangelischen. Z. B. in Berlin allein standen im Jahre 1900 737 coang. 357 kath. Schwestern gegenüber, was in keinem Verhältnis steht zu der geringen Zahl der Katholiken. Dem chronischen Schwestemmangel auf^ evangelischer Seite versucht der seit 1894 von Professor Zimmer gegründete „Evangelische Diakomeverern" zu steuern, der ohne Mutterhausorganisation selbständig und frei berufslose Frauen zur „ttcchlichen Wohlfahrtspflege" in Töchterheimen ober Krankenhäusern ausbilbet. Ein zweiter Versuch wirb von Pastor Richter in Liegnitz ver»- mittelst ber Ausbilbung unb Anstellung von Schwestern burch bie „kirchlichen Diozesanverbänbe" gemad)t. Im Gegensatz zu ben katholischen Orbensschwestern haben bie evangelischen SckMestern bie persönliche Freiheit auch bes Austritts. Wenn sie in ben Ehestand treten, begleitet sie der Segen bes Mutterhauses. Auch ber Pflicht ber Pietät gegen ihre hilfsbebürftigen Eltern ober bereu Stellvertreter werben sie nicht entzogen. Sie bürfen zu deren persönlichen Pflege ins Elternhaus zurückkehren. ihr zu teuer sei. _________________________________ Schiffsnachrichten. „Red Star Linie" Andverpen. $et P-std'-mpser „P-nnl-nd" der Red Star Linie in Ant- werpen ist laut Telegramm am 3. Juli wohlbehalten in Philadelphia angekommen. p erflog em — Der sich heute uachmittag 2 Uhr in Bewegung setzende Zug, an dem neben sämtlichen hiesigen Vereinen über 50 auswärtige Turnvereine vertreten waren, bot mit feiner Farbenpracht unb überraschenben Reichhaltigkeit einen überwaltigenden Anblick. Die Eröffnungsrede auf dem hübsch gelegenen Festplatz hielt Beigeordneter Flach dahier, welche den Zweck der Turuerei zum Gegenstand hatte. Im Namen des Gaues stattete Helm- Gießen seinen herzlichsten Dank über die gastliche Aufnahme in unserem Städtchen ab, seine Rede klang in einem stürmisch applaudierten „Gut Hett" der Stadt Butzbach aus. Hieran reihten sich die Stabübungen und Vereinsturnen unter Musikbegleitung. Am Abend folgte die feierliche Preisverteilung unb bie Aufführung des Festspiels „Germaniens Kinder einft unb jetzt". L Nidda, 5. Juli. In Fauerbach-Oberlais ist ein von dem KreiFbautechniker Kraft ausgeacbeitetes großartiges Wasserleitungs-Projett nahezu fertiggestellt. Bereits in acht Tagen wird die Gemeinde Fauerbach chr Wasser aus ben reichhaltigen Quellen bei Oberlais beziehen. Bedeutende technische Schwierigkeiten standen ber Ausführung der Anlage entgegen, boch konnten sie be- settigt werden, daß bie langersehnte Anlage nunmehr fertig wird. In Geiß-Nibda ergab eine in sehr trockener Jahresett vorgenommene Messung einer Quelle ein über» | raschenb günstiges Resultat. 58000 Stier liefert sie pro Tag, also nach genauer Berechnung des Bedarfs noch einen lieber schuß von ungefähr 15 000 bis 18 000 Litern. Auch hier wirb die Leitung bald gebaut. Mch in ben ersten Aufangsstabien stecken gegenwärtig bie Wasserleitungs-Entwürfe zu Schwickartshausen. Wünschen wir auch hier besten Erfolg. Offenbach, 5. Juli. Eine weithin hörbare Explosion ereignete sich heute vormittag wenige Minuten vor 11 Uhr in ber Photochemischen Fabrik „Helios" an ber Sprenblingertadsttatze. In einer isoliert stehenben Holzbaracke, in der Blitzlicht angefertigt wurde, arbeitete der 22 Jahre alle Jakob Lacroix, in Dietzenbach wohnhaft. Plötzlich erfolgte eine t an on en schußartige Detonation, unb die Baracke flog in alle Richtungen auseinander. L. erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach wenigen Äcinuten seinen Geist aufgab. Ucbcr die Entstehungsursache verlautet nichts Genaues, da sämtliche Sicherheitsvorrichtungen und polizeilichen Vorschriften peinlich genau befolgt waren. Der Bettieb der Fabrtt erleidet durch den Unfall keinerlei Ccibnia 'Waffeln Zu haben bei Hofl. J. Koux. Marktplatz No 6. 3505 Krtisblatt in s C?> Cb» CD e CO u > c 5 cd E s u CO o O Ci ~ >b 5 *5 z> _ E ff >bes e . L .ff « * g r- Z r» s £-s 9 £ a> T3 - ® -x rs L- aS> o ä *» r-» S es? § «2 ♦ v E E ff. . o «* ~ VD -2? -c VD 4- Z «2 sr S> CQS . 5’^S ,§ff «El <2 Cb» P — 0$t 'S 'S" Ö9 Ä = "O E />-, E lSD. an o «s :o ä — .EL , y ^» Cb» o - — 2 CD ff »g'^EcDCocE CD--" ©,§•-■2®^ c O gCQ^.® ® £ «- Z LZ R L ZK ZffGZZ E _ ff ffu- L U0»Ä :3 . r~> *-*— ex E «1 Ui E C CD Q jO E iff 2 c< s -c ff Z et -o 2 ä e "’x; bO ^8? § ff ff u— E »» jQ E e» o cu -—■ -•— u « ff C c H X« cx ff = C Q» cj CD CD Wt E zÖ «n~ff & E Ä'ff' •ß«S M jQ . E E *ö ° ti Ls-; vQ E ^Z. — CD L> § E vO o 02 C K O ^55 2 Jffff X) p o E *“ & — ff' 5 u C u yG'— 02 >p Cb» -t-» K - § o -ff -2 w Z -ff Q „ Ni ,o L» J- OE 5 CD^b Sff'czff o "a» S 2 . R t”5 o c-> T* *r» ff agüff S.cd 'S ff ff HK Z E M ZZ »?.J 2 g’gS 8 o C CK> ff " ff. E ffS w " :C "tE "o »» ff 2 o _i_ '-’ Ä 'ZK E Uff n Cb» c-> -o -p *c5 ä Cb» O ■so? r ff »'s das 7. Anion Kohn zu Niunrberg, 8. C.. Staehling zu Straßburg L E., 9. L. Valentin u. Co. zu Straßburg i. 10. Doertenbach u. Co. m Stuttgart, 11. Ehinger u. Co. zu Basel Verbot erlassen, an die Inhaber folgender Pfandbriefe der Dorotheenbad, Gotha L Jhtir. pädische und physl- e^—— kallsch-diätetlsche Heilanstalt — 2 Aerzte. — Prospekte. gegenüber Hotel Einhorn. 4926 Wilhelm Balser, Iriseur. Frankfurter Hypothekenbank zu Frankfurt a. M.: Serie 18, Lit. N, No. 139389, 139390, 139391, 139392 zu je 2000 Mark, und 0, No. 151437 zu 1000 Mark eine Leistung zu bewirken, insbesondere Zinsscheiue oder Erneuerungsscheine auszugeben. Frankfurt a. M., den 28. Jurri 1902. Köuigl. Amtsgericht 15. ZZeschtuß. Zahlungssperre. Auf Antrag des Großherzoglich Hessischen Kreisamtmanns, Dr. Otto Heinrichs zu Gießen, vertreten durch Rechtsanwalti Dr. Spohr daselbst, wird gemäß § 1020 C. P. O. an nachstehende Bankgeschäfte: 1. die Frankfurter Hypothekenbank zu Frankfurt a. M. 2. Robert Warschauer u. Co. zu Berlin, 3. die Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt, 4. I. A. Krebs zu Freiburg i. Br. 5. Ä. Heichelheim zu Gießen, 6. I. N. Oberndörsfer zu München, t Seuling, MMkOiitmi Wetzsteinstraße 45 empfiehlt Wetzstemstratze 45 echt öinmiitschllilirze Tmeii- uni) Mder-Striimpfe (Schulstrümpfe) in Wolle u. Baumwolle, beste Qualrt., äußerst billig. Stricken und Austrickeu von Strümpfen, Sockea u. ZLeinlängen re. wird prompt und billigst besorgt. U 4613 Mein Geschäft befindet fich von jetzt ab Ecke Kirchen- ui Liiienplah Sielbau Gießen. Zum Sielbau der Provinzialhauptstadt Gießen sind Arbeiten und Lieferungen für das Hauptabftußsiel, den Hauptsammler A und den Regeusammler W 2 loswelse getrennt oder insgesamt zu vergeben. Die Ausschreibung umfaßt: LoS 1: Die Arbeiten und Lieferungen der nicht bauseitig beschafften Materialien für das Hauptabflußstel, den Hauptsammler A, die Unterführung bei der Eiseubahubrücke, den Ducker unter der Wieseck, insgesamt etwa 1200 m Mauersiel Profil 50/75 bis 156/195, 824 m Thonrohrkanäle von 25—40 cm Durchmesser einschließlich aller besonderen Bauwerke, Spül- und Einsteigschächte. Los II: Die Arbeiten und Lieferung der nicht bauseitig beschafften Materialien für den Regensammler W 2, insgesamt etwa 2500 m Cemeutrohrkanäle von 20—90 cm Durchmesser einschließlich der Spill- und Einsteigschächte. Bedingungen unb Angebotformulare ausschließlich der Zeichnungen können gegen porto- und bestellgeldsreie Einsendung von Mk. L50 für das Los durch das Sielbauamt Großh. Bürgermeisterei Gießen, Zimmer Nr. 6, bezogen werden. Ebendaselbst liegen sowohl die Zeichnungen wie sonstige Verdingungsunterlagen während der Dienststunden zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote find versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Herstellung von Sielbauteu" bis zum 24. Julr d. I., nachmittags 3 Uhr, bei dem Sielbauamt einzurerchen, woselbst die 'Eröffnung der eingelaufenen Angebote int Belfern etwa erschienener 'Bewerber an genanntem Termine erfolgt. Die Angebote können auf die einzelnen Lose, sowie auf die Gesamtleistung erfolgen. Zuschlagssrist 4 Wochen. Gießen, den 5. Juli 1902. 4900 GWßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Dienstag, 8. Juli l. I., nachmittags 5 Uhr, soll dre Kirschenerute von den Bäumen auf dem Trieb an Ort und Stelle meistbretend versteigert werden. Zusammenkunft an dem Schützenhaus. Gießen, den 4. Juli 1902. 4918 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Zur diesjährigen Ausführung der Ebel-Stiftung werden u. A. erforderlich und sollen aus dem Submtssionswege bezogen werden: co. 25 fertige Anzüge für Knaben (Joppe und Beinkleid ohne Weste), ea. 50 Mtr. Stoff zu Wmterkleidern für Mädchen, ca. 80 Mtr. Bauwollflanell bezw. Halbleinen zu Hemden. Ferner soll die Anfertigung von ca. 20 Mädchenkleidern und von ca. 45 Knaben- und Atädchenhemden vergeben werden. Llngebote auf Lieferung der Anzüge und Stoffe, sowie Anfertigung der Mädchenkleider unb -Hemden sind spätestens Montag den 14. Juli 1902 bei dem Armenamt emzureichen. Für dre Kitaben-Anzüge sind Diuster in Loden und Lörracher Tuch vorzulegen. Gießen, den 3. Juli 1902. 4903 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Zur Reisezeit empfehlen wir in reicher Auswahl für Herren Netz-Unterkleider, Swaeter.s farbige Faltenhemden, Tricothemden mit waschseidenen Einsätzen, Serviteurs, Kragen, Manschetten, Kravatten, Socken, Handschuhe und Westen. 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Juli 1902, vormittags 12% Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Karl Loos in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. Juli 1902 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 4. August 1902, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine gur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schul- . big sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 26. Juli 1902 Anzeige zu Die Bons können zu jeder Vorstellung und in beliebiger Anzahl verwendet werden. . 4911 kigirrm - große Auswahl in allen Preislagen. Carl Retter Schulstratze Ecke der Sonnenstr. G esch äfts- Verl egung. Mit Heutigem verlege ich mein Uhren- und optisches Geschäft nach 2 Seltersweg 2 in das Haus des Herrn Kaufmann Adolf Geisse. Ta ich jetzt über größere Lokalitäten verfüge, habe ich mein Geschäft bedeutend vergrößert und bin im Stande, allen Anforderungen gerecht zu werden. 02930 Karl Ramstock Uhrmacher nud Optiker, Seltersweg 2. Fritz Eccerius, Giessen Markt 7. Wilhelm Orbig Nachfolger. Markt 7. 6 Bons Logensitz 6 „ Sperrsitz 6 „ L Parkett ■ahrräder g| Erstklassige Deutsche. Laternen Luftpumpen Line mittlere Wassermühle neu einger., m. 46 Morgen Land durch mich zu verkaufen. Anzahlg. 15000—180002)11 Vermittler ausgeschlossen. Das hiergelea.Grund- stück kann vom 2.—13. Juli u. v. 25. Juli b. 11. Aug. besicht. werden. Wetterscheidt bei Mertendorf, Bez. Halle. Dr. Jacobi. Stadttheater Hießen. Wpiele des Lperetten-Emsembles vom Emser Knrtheatec Dienstag den 8. Juli, Erste Abormements-Vorstellugg. Oie Puppe. Operetten-Novität von Edmond Audrans. Mittwoch den 9. Juli, Zweite AbouuemeutS-Vorstellung. Die Landstreicher. Operetten-Novität von Karl Ziehrer. Ausgabe der Abonnements-Bons, Umtausch derselben und Einzelbilleworverkauf bei Herrn Ernst Challier. Die zur äußeren Herstellung des Hauptsteueramtsgebäudes mit Lagerhaus erforderliche Weißbinderarbeit soll unter Hinweis auf denMinisterialerlaß vom 16. Juni 1893 auf dem Submissionsweg vergeben werden. Die nötigen Unterlagen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen und können daselbst auch Angebotsformulare gegen Entrichtung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 15. d. Mts., vormittags 10 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 5. Juli 1902. Großherzogl. Hochbauamt. ________Neuling. 4945 Mobiliar- Versteigerung. Dienstag den 8. Juli, nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung aus dem Nachlaß des Herrn Georg Heß, Rentner, zu Gießen, in dem Hause Goethe- straße 27, III. Es kommt zur Versteigerung: 1 Mahagoni-Schreibpult, 2 vollständige Betten, 1 Schrank, 1 Badewanne, 1 Gasherd, Gallerten und Vorhänge, zwei Sessel, 1 schwere Waschmange, einige Tische, sowie Haus- ®8S** Feueranzünder bestes und billigstes Feuerungs-, Hülfsmittel, sowohl zum Anzünden als auch hauptsächlich zur schnellen u. gänzlich gefahrlosen Belebung eines schlechten oder erloschenen Feuers. 4951 Ken Petroleumunglückmehr möglich Zu haben bei Heiur. Bechthotd, Schuhfabrik in Wißmar und bei Earl Brauuwarth, Handlung in Ullendorf. _______I. A.: Schneider. Versteigerung. Dienstag den 8. und Mittwoch den 9. Juli, nachmittags 2 Uhr ansang., versteigere ich im Pfand- lokal. L>eltersw.ll,geg.Barzahlg.: 1 Kuh, 1 Klavier, Kassaschränke, Vertikows, Sophas, Kommode unb Kleiderschränke, 1 Billard, 1 Nähmaschine, 1 Partie Lindenholz, mehrereRegulateure iua.ru. Gießen, den 24. Juni 1902. 4631 Mulch, Pfandmeister. “W.Pelzer1^^“- besorgt Auskünfte, Ermittelungen, Beobachtungen etc. In- u. Ausland M gogr- 1891, massgebende Erfolge. 9 Gasherde und Petreleumherde neuester Konstruktion und äusserst sparsamen Brand. 4628 . Iffländerimgen lür Gas- oder eleklrisehcs lieht -m- Reparaturen und lolpolieren alter lampen in eigener Werkstätte. in tadelloser Ausführung. ' Extra - Anfertigungen von Beleuchtungskörpern zu jeder Einrichtung passend. Gießen, 5. Juli 1902. Großherzogliches Amtsgericht. Kartoffeln, Magnum bonum, p. Mätzchen 8 Pfg. 02869_______Neuenweg 33. Eier!! 02783 2 Stück 11 Pfg., p. Stuck 6 $fg„ empfiehlt W. Ullrich, Schloßg. 7. LRosenbaunu Jacob Preise Coursbericht von «Joseph Merz, Bankgeschäft, Gießen, Neuenbäuen 41. L« o» C OQ Cour 28./6. c vom 5./7. i 5? Conrsc vom 28. 6., 5./7. Ä Eourse vom 28./6.| 5./7. i GO Courfe vom 28./6.| 5. 7. .£ GO Course vom 28.6.1 5./7. --- Lourse vom 28 /6 I .5/7. 3X 3 3X 3 4 Ztaatspapiere. Deutsche. D. ReichS.-Anl. do..... Preuß. ConsolS do..... Badische. . . 102.20 92.75 102.— 92.10 105.45 102.10 92.75 101.90 92.30 105.30 1 1 1 4 4 3X 5 4^ Türken Lit. B. do. „ C. do. „ D. Ung. Goldrente do. Staatsrente desgl. . . . Argcnt. v. 1887 do. Gold v.1888 52.- 28.20 26.25 101.55 98.25 89.65 75*50 51.- 28.40 26.40 101.90 98.30 89.80 76*50 4 6 47, 4 37, Wiener 1902 . Buenos-Aires . do. ... . StanbesfirL Anl. Solms-Braunf. do..... 100.30 40.- 100.30 Bochum Bcrgw. Concordia „ Eschwetler „ Gelsenkirch. „ Harpcner „ Hcbcrnia „ Vauta „ Hörder „ 192- 277.50 220.— 168.30 174.60 170.80 203 60 108 25 191V0 280.— 214.50 170.30 170.50 173.— 199.40 115.25 157.75 130.- 144.75 325.— 4 4 37, 4 Preuß. Central- Boden . . . Westdeutsche. . do..... Preuß. Hypoth.- Akt.-Bl. dbg.. 102.80 102.20 96.20 97.75 102.60 102.20 96.20 97.80 4 5 3 Wladikawk 85 ßeuerst. . . Anatolier . . Salon.-Monast. Lose m Prozenten. 99.40 102.90 61.70 99.40 103.— 62.10 3% do..... 100.— 100.50 4 do. äuß. v. 1897 68.90 69.70 L'/s Asend.-Birstein. 97.60 97.60 Ilse 157 75 Sisenb.-Priorit. 4 Bad. Thlr. 100 145.75 146.20 4 3 % 4 3X Bayer. St.-Obl. do..... Hess. St.-Obl. . do..... 104.90 100.- 104.80 99.85 105.— 100.40 100J0 4^ 6 4^ Chile Gold-Anl. Chinesen. . . do..... do..... 106*10 100.— 90.70 87.50 105.60 100.10 91.20 6 7, ö7, Vank-Attim. Reichsbank . . 156.70 157.90 Phönix „ Hoesch Stahl . Schalter Gruben Magdeburger 120- 140.10 338.— 4 4 Dux-Bodenbach von 1891. . Elisab. steuerst. Franz Joseph . ttaschau-Oderbg. Oesterr. Nordwestbahn B. . do. Südbahn (Lomb.) 101*90 99 90 4 37» 3Vt Bayer. Thlr.100 Gothaer Präm.- Pfdbr. I. . . do. II. . . Cöln-Mindener Madrider . . 160L0 102*40 3 3K do..... Württemberg. . 89.60 100.10 89.75 100.40 5 Mexikaner Serie 1—4 . 41.40 41.40 Bcrg.-Märkischc Bank . . . 151.70 157.40 Bergwerk. . BudcruS. . . 109.- 445.50 109.- 4 99*— 37, 3 136.70 137.— 3X Bremen v. 1899 99.85 Mexicaner v. 99 101.40 101.50 2 Berltner Bank. 91.50 89.80 109.10] 4 Meingr. Präm.- 3% Hambg. v. 1899 100.20 3 do..... 25.50 26.40 7 Berliner Hdlsg. 156.20 156.75 Pfandbriefe. 5 Pfdbr. Thlr. Provinz- und 4 Darmstädter Bk. 137.40 136.90 4 Frankf.Hypotbk. 102.80 102.80 102.60 102.80 100. . . . 135.30 135.70 Ausländische. 11 Deutsche Bk. . —.— 209.10 Serie 14 100.70 101.— 4 do..... 87.10 88.20 4 Oesterr. v. 1860 153.80 153.90 Städte-Anleihe. 8 DtSconto-Ges. . 184.90 185.80 3'/, do. Serie 15 96.30 96.50 3 do..... 63.— 63.80 do. v. 1854 47i 5 Griech. E.B. von 3% Oberheffen . . 99 25 99.25 104.- 100.— 102.90 __ 99.25 4 3 Dresdner Bk. . National-Bk. . 144.10 114.- 145.20 114.50 4 Frkf.Hyp.-Cred.- Verein 1905 101 20 101 90 3 Raab-Oedenbg. Ebf. . . . Rudolsbahn. . Jtal. staatl. gar. 72.90 100.10 3 Oldenb. Lhlr.40 Türk. Frs. 400 128.- 111.20 HL— te 1890 . . . Griech. Monop. Italiener Rente do..... Oester.Silberrte 39.— 44.30 102.80 68.30 101.65 38.70 43.20 103.30 101*90 3% 4 3% 4 3% Starkenburger. Rhernprovinz . do..... Gteßener. . . do..... 99.30 104.- 10U.05 102.90 5 87. Schafshsr. Bkv.. Oest. Cred.-Akt. Industrie -Aktien 119.20 118.70 211.90 37, r4 4 do. 1906. do. tilgbare Frks. Landwlsch. Hamburger Hy- pothcken-Bank Ser. 141—250 do. unkündbar bis 1910 do. Serie 46 bis 190. do. Serie301 bis 310. Meining. Ser. 8 do. -4>g. . Preuß. Boden- Credtt . . . 96.30 96.30 98.60 96*30 96.30 98.- 4 2*/» Unverzinsliche pr. Stück u. Mk. Ansbacher fl. 7 63 70 4 4^ 3 5 4 4 Oester. Goldrtc. Porlug. Staat, do..... Rum. am. Rtc. Rumän. v. 1890 Gold-Russen v. 102.90 46.20 29.60 96.30 83.50 103.- 47.25 29.20 96.30 83.60 3% 4 3% 3% 3% 4 Frankfurter. . Darmstadter . do..... Mainzer. . . Offenbacher. . Wormser . . 98.80 —-— 97.75 97*80 99*— 97*75 14 20 10 — 8 Malnz.Brancccl Farbw. Höchst. do. GrieShcim Elettr.Lahmeyer „ Schultert „ Siemens 271.- 349 50 216.50 98.50 103.80 271.— 349 90 216.- 92.30 101 50 4 37, 37- 4 37, 99.90 102.50 95.10 100.- 102.50 95.- 2*/io 4 37, 4 E. B. . . . Livorneser . . Sard. Sec. stfr. gar. . . . Gorthardbahn . KurSl Kiew. stst. 67.20 68.80 97.60 101.10 67.40 69.- 100.10 101.- Augsburg, fl. 7. Brfchm.Thlr.20 Finntdr.Thlr.10 Mailänd.Frs.45 do. FrS. 10 Oesterr. st. 100 129*80 131*80 83.70 3% 4 4 4 1880 . . . do..... Russen v. 1902 Serben v. 1895 Pipani/r. . . 100.- 99*25 69.- 8L80 100.20 96.50 99.30 70.40 82.30 3% 31, 4 do..... Heidelberger Mannheimer . Bao Nauheimer Lissaboner . . 98.— 98*20 76.20 98*- 98*20 10 10 u. HalSke Maschf.Grtetzner do. ülcycr . 137.50 164.50 163.— 138.-- 164.50 162.- 95.60 102.80 96.20 95.60 102.80 96.— 4 4 gar. . . . Rufs. Südost 97 stst..... Warschau Wien stst..... 99.10 98.90 100.20 99.20 98.90 von 1864. . Pappenh. st. 7 Meminger fl. 7 Ungar. Staats fl. 100 . . 437.- 33.- 354.40 437.- 29L0 352.— 101L0 101.50 4 do. XI. 1911er 98L0 98.90 BenctümerL.30 2&30