Samstag V.Jum 190» 153. Jahrgang Zweites Blatt. Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: «nzetger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. bl. GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 131 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vefstschen Landwirt die Siegener Zamilien- Wätier viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univ«rs.-Buch- n.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Ve»«gOPretS» monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePostMk. 2.—viertel« jahrl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal IS Pf* auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den poltt. u. allgem. Stell: P. Wittko: für ,Stadt und L'anb* und ,Gerichtssaal':R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Di« Heutige Hkummer umfaßt 18 Seiten Deutsches Deich. Berlin, 6. Juni. Auf die von dem Staatssekretär des Reichs-Marineamts erstattete Meldung über die Eröffnung der Schantung-Eiseubahn bis Weihsin ist das nachstehende Telegramm von dem Kaiser eingegangen: Neues Palais, 1. Juni 1902. Ich habe mich über Ihre Meldung von der Eröffnung der Eisenbahn nach Wechsln sehr gefreut. Möge diese Bahn dazu beitragen, im Hinterland von Tsingtau dem deutschen Unternehmungsgeist und Fleiß weitere Absatz- gebiete zu erschließen. ' gez. Wilhelm. — Der Kaiser hat dem Generalintendanten Grafen Hochberg Kreuz und Stern der Komthure des Hohen- zollernschen Hausordens verliehen. — Der Kronprinz von Siam begiebt sich morgen mit seinem Gefolge zur Besichtigung der Kruppschen Werke nach Essen und von dort, auf Einladung des Großherzogs von Baden, nach Mrlsruhe, um dann eine Rheinfahrt zu unternehmen, die mit einem Besuche der Düsseldorfer Ausstellung ihren Abschluß finden soll. Bon Düsseldorf reist der siamesische Thronfolger über Paris nach London, um den Krönungsfeierlichkeiten beizuwohnen. — Wie man aus Nürnberg meldet, ist dort die Nachricht eingelaufen, daß Graf Bülow den Kaiser zu den Museumsfeierlichkeiten begleiten wird. — Wie die „N. Fr. Pr." erfährt, hat Graf Bülow vor kurzem Gerhart .Hauptmann zu einem Tiner in kleinem Kreise eingeladen. Ter Dichter folgte der Einladung. — Bei der Beisetzung des Generals der Infanterie z. D. v. Voigts-Reetz wird eine Abordnung des 7. Grenadier-Regiments König Wilhelm I. in Liegnitz, dessen Kommandeur.der Verstorbene in den Kriegen von 1866 und 1870/71 war, teilnehmen. — Von den vier Söhnen des Verstorbenen gehört heute nur einer noch, im 3. Großh.- hessischen Infanterieregiment Nr. 117, dem Heere an, ein anderer ist der deutsche Gesandte in Zentral-Amerika. Tie Witwe des Generals, eine Dame schwedischer Abstammung, erfreute sich bisher in Montreux vollkommener geistiger und körperlicher Gesundheit und Frische. — Tas Verfahren gegen den Major a. D. Endet! ist vom Untersuchungsgericht in Posen am 30. Mai eingestellt wor.den, weil sich Zweifel ergeben haben, ob vom kriminellen Standpunkt aus die Einleitung des Haupt- verfahrens angängig sei. — Ter Gouverneur von Bennigsen tritt nunmehr seinen Dienst in der südwestafrikanischen Kolonialgesellschaft als Nachfolger des Assessors Dr. Rohde am 1. August an. — Tie Kommission des preuß. Abgeordnetenhaut es für den Antrag Douglas, detr. die Bekämpfung der Trunksucht nahm heute die Beschlüsse der ersten Lesung mit unwesentlichen Aenderungen an. Der Antrag soll möglichst schnell im Plenum zur Erledigung kommen. Sibyllenort, 6. Juni. Die Schwäche des Königs Albert dauert an. Man ist auf d a s S ch l i m m st e gefaßt. Sämtliche Prinzen des königlichen Hauses und die Minister trafen heute hier ein, ebenso Prinzessin Mathilde, die älteste Tochter des Prinzen Georg. Kaiser Wilhelm hat die preußische Gesandtschaft in Dresden zur fortgesetzten Meldung über das Befinden des Königs heute telegraphisch aufgefordert. Die sächsischen Zeitungen veranstalten Extraausgaben, aus denen man wenig tröstliches erfährt. München, 6. Juni. Im Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer beschwerten sich bei Beratung des Kultus- etats die Klerikalen über die philosophische Fakultät in Würzburg, weil fie den liberalen Dozenten Chroust wegen eines wohlwollenden Vortrages über Ignatius von Loyola schlecht behandelt habe, und daß Katholiken an der Würzburger Universität überhaupt Unfreundlichkeiten begegnen. Abg. Casselmann (lib.) nimmt die Fakultät in Schutz. Die Sache verhalte sich ganz anders, als die Klerikalen es darstellten. Der Kultusminister teilt mit, er habe der Fakultät sein Befremden ausgesprochen, sie hätte für Chroust ein treten sollen, was sie nicht gethan habe.' Ausland. Haag, 6. Juni. Königin-Mutter empfing heute den russischen Gesandten v. Struve in Audienz, der als 'Doyen die Glückwünsche des diplomatischen Korps zur Genesung der Königin stberbrachte. Paris, 6. Juni. Wie verlautet, wird das neue Ka - bin et eine bündige Erklärung dahin abgeben, daß das Vereinsgesetz ohne Herausforderung und ohne Schwäche angewendet, das Unterrichtsgesetz abgeändert und die Steuerreform vorgeuommeu werden muß. — Heute abend berieten die voraussichtlichen Minister über die Verteilung der Portefeuilles. Soweit diese bisher feststeht, wird das Kabinett folgendermaßen zusammengesetzt: Vorsitz und Inneres: Co mb es, Justiz: Valle, Aeußeres: Delcasse, Krieg: Andre, Marine: Marejouls, Unterricht: Chaumie, Arbeiten: Pelletan, Ackerbau: Mougeot, Handel: Trouillot, Finanzen: Rouvier und Kolonien: Tvumergue. — Bei der endgiltigen Wahl des Kammerpräsidiums wurde Bourgeois mit 326 von 503 Stimmen bei 106 Stimmenenthaltungen zum Präsidenten gewählt. T>ie Kammer wählte zu Vizepräsidenten Etienne, Maurice Faure, Trouillot und Guillain. — Der Scha h von P e r s i en spendete sür die infolge des Unglücks aus Martinique Notleidenden 10000 Frs. Madrid, 6. Juni. Infolge der heftigen Angriffe Weniger Wayryeit als Dichtung. Lord Kitcheuer meldet aus Pretoria vom 6. d. M.: Die Kommissäre in den verschiedenen Bezirken melden, daß gestern 1154 Mann die Waffen nie der gelegt haben. Die Kommissäre hielten nach der Uebergabe an die Buren eine Ansprache. Tie Buren brachten dann drei herzliche Hurrahs aus den König aus. (Lieser Scherz Kitcheners ist köstlich! D. Red.) Es bestehen dre bestmöglichen Beziehjungen, nirgends zeigt sich eine Schwierigkeit. D e w e t ist Mittwoch von Pretoria in Bredefvrt einge- trosfen. Er besuchte die Konzentrationslager und, wie Reuter meldet, forderte er seine Landsleute aus, England zu zeigen, was für gute Kolonisten die Buren abgeben könnten. Tas Oberhaus nahm am Freitag die zweite Lesung der A n l e i h e b i l l an. Im Lause der Debatte sagte Viscount Goschen, der Erfolg der Anleihe und ihr hoher Kurs nach dem erschöpfenden Kriege beleuchteten die a u ß e r o r d e n t l i ch e F i n a n z k r a f t d e s L a n d e s und zeigten, wie sich der Kredit des Landes und die Verwaltung seiner Finanzen gehoben Hütten. Lord Salisbury bemerkte darauf, es sei erfreulich- aus dem Munde einer fo hervorragenden Autorität auf diesent Gebiete zu erfahren, daß die finanzielle Lage des Landes durch die Maßnahmen der Finanzverwaltung nicht beeinträchtigt, sondern vielmehr gebessert sei. Tie „Birmingham Post" und „Liverpool Post" melden, Kaiser Wilhelm beabsichtige, den Kronprinzen nach Südafrika zu schicken. Begleitet von einem hervorragenden General und einem kleinen Stabe soll der Kronprinz die Schlachtfelder studieren. Die genannten Blätter zeichnen sich durch ihre Märchenphantasie selbst vor anderen englischen Blättern aus . Eins dieser Blätter will zudem erfahren haben, daß Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und Dr. Kuypers über die eventuelle Rückkehr von Krüger, Wessels, Wolmarans und Fischer stattfinden. Die britische Negierung garantiert sicheres Geleit in ihre Heimat und hat in Anbetracht von Krügers hohem Alter aus seine Anerkennung der britischen Souveränität über Transvaal verzichtet. Aus Stadt und Kund. Gießen, 7. Juni 1902. ** V om B a h n h o f s - U m b a u. Wer vor mehreren Wochen auf unserem Bahnhof war und dabei die damals mit größtem Eifer auf dem Vorplatz vorgcnommenen Ausschachtungsarbeiten für das neue Stationsgebäude bevon feiten der Presse gegen den Gouverneur von Valencia hat dieser drei Redakteure des republikanischen Blattes „El Poueblo" verhaften lassen. Aus diesem Anlaß hat der 'Direktor des Blattes, Abg. Blasco, dem Gouverneur seine Zeugen gesandt. Der Gouverneur hat seine Entlassung genommen, um sich schlagen zu können. Rom, 6. Juni. In dem am 9. d. M. stattfindenden Konsistorium wird der Papst unter anderem auch die Ernennung des Monsignore Lingg zum Erzbischof von Augsburg, sowie des Monsignore Machchi zum Nuntius in München vornehmen . — Gerüchtweise verlautet, daß in Turin im Herbst zwischen dem König vonJtalien und dem deutschen Kaiser efine Zusamtn en kunft stattsinden soll. Zürich, 6. Juni. Der internationale Textilarbeiter-Kongreß nahm in der heutigen Sitzung eine Resolution an, welche sich für eine einheimische metrische Garnnummerierung sowie für die Bekämp fun g des Alkohol-Mißbrauchs ausspricht. Der Kongreß stimmte ferner einem Anträge, betreffend Schaffung gewerblicher Schiedsgerichte für alle Arbeiter zu, sowie einem weiteren Anträge, dahingehend, daß die Textilarbeiter bei den politischen Wahlen nur für solche Kandidaten stimmen sollen, welche Vie Beschlüsse des Kongresses respektieren. Der Kongreß wurde sodann geschlossen. Der Nächste Kongreß tritt im Jahre 1903 in Mailand zusammen. B u d a p e st, 6. Juni. Die österreichische Delegation setzte die Beratung des Heeresordinariums fort. Mehrere Delegierten betonten, die Kriegsverwaltung sollte die steigenden H e e r e s f o r de r u n g en durch Entgegenkommen gegen die L a n d w i r t s ch a f t, Herabsetz ungderDien st pflicht und Erleichterungen sür die Bauernföhne minder empfindlich machen. Herold erklärte, die Jungtschechen hielten den gegenwärtigen Augenblick angesichts der finanziellen Lage unb der wirtschaftlichen Depression nicht geeignet, für eine einschneidende Reform der Bewaffnung. Die Jungtschechen stimmten auch deshalb gegen das Budget, weil sie nicht die Ueberzeugung gewonnen Hütten, dast die Armee jede Nationalität hochfchätze und sich jeder im Heer zu seiner Nationalität bekennen dürfe. Einige andere Redner sprachen sich gegen den Duellzwang im Heere aus. Sim la, 6. Juni. Der Indische Rat hat die Vorlage betreffend Z o ll zus chl a g au f Z u ck e r a n g e n o m m e n, der Antrag Turner, welcher der Regierung die Vollmacht geben wollte, den bestehenden Zoll auf eingeführten Zucker zu verdoppeln, wurde abgelehnt. Ter Kompensationszoll beträgt sür Zucker aus Deutschland 2Rupien 13.75 Annas, für solchen aus Oesterreichs-Ungarn 3 Rupien 3.75 Annas. Ter Vizekönig erklärte im Laufe der Beratung, die neue Gesetzgebung bezwecke, der indischen Zuckerindustrie einen billigen Schutz zu gewähren, um sie vor der Dernichitung zu bewahren. Falls die Zollbasis fich als zu niedrig erweise, könne man später den Staats- fekretar noch immer um Abänderung angehen. obachtete, dem wird es, wenn er in den letzten Tagen wieder vorüberkam, ausgefallen sein, daß die Arbeiten jetzt fast vollständig eingestellt sind. Der Grund zu dieser Sonderbaren Erscheinung ist unerfindlich, um so mehr als gerade in den vergangenen Wochen das sür Bauaussührungen günstigste Wetter herrschte. Wie uns zu Ohren gekommen ist, soll das preußische Eisenbahnministerium sich über die Art der Ausführung des Umbaues noch nicht habe schlüssig machen können. Es läge aber doch sicher im Interesse des Baues selbst wie vor allem des reisenden Publikums, wenn die gänzlich unzureichenden Zustände im alten Stationsgebäude so schnell als möglich verschwänden. Hierzu rechnen wir in erster Linie den sür den großen Verkehr viel zu engen Durchgang, die unzureichende Gepäckannahme, die bei großem Verkehr fast lebensgefährliches Gedränge hervorrufenden ungenügenden Fahrkartenschalter, die Handgepäckaufbewahrung. Die flotte Ausführung des gegen früher bedeutend verbesserten Vorplatzes mit seinen getrennten An- und Abfahrten ließ hoffen, bajj auch die seit lange ersehnte Erweiterung des Stationsgebäudes bald in Angriff genommen werden würde. Ter Vorplatz ist seit Pfingsten bereits fertig, ebenso sind seit Pfingsten die Tunnelanlagen für die oberhessischen und die Lahn-Züge im Betriebe, aber von Arbeiten, die fiir den eigentlichen Umbau des Stationsgebäudes vorgenommen würden, steht man bis heute noch nicht eine Spur. ** Missionsfeste. Einen kleinen aber gerade in Bezug auf ihre soziale und kulturelle Bedeutung interessanten Ausschnitt aus der evangelischen Mission kennen zu lernen, bietet sich demnächst in unserer Provinz mehrfache Gelegenheit» Missionar Kabi aus Madras wird auf Missionsfesten in Kleinlinden am 12., in Schlitz am 13., in Melbach am 15. d. 9)L über seine Arbeit unter den Parias reden. Seit mehreren Jahren macht sich besonders in dem Landdistrikt von Madras unter dieser tief herabgewürdigten Volksklasse eine starke Uebertrittsbewegung bemerkbar, die der dort wirkenden Leipziger evang.-luth. Missionsgesellschaft große Erfolge, aber auch neue und schmierige Aufgaben gebracht hat. Der genannte Missionar steht mitten in dieser Arbeit und versteht, wie seine Schriften beweisen, dieselbe sehr anschaulich und lehrreich zu schildern. Lanbach, 7. Juni. Das älteste Glied unserer Gemeinde, Frau Franziskus, die Wittwe des gräflichen Haushofmeisters F., feiert heute ihren 94. Geburtstag. Sie begeht diesen Tag in verhältnismäßig großer Rüstigkeit. Hoffentlich ist es ihr vergönnt, noch ebenso rüstig den 100. Geburtstag zu feiern. — Unter dem Lehrerkollegium des hiesigen Gymnasiums ist es allein Lehrer Hotz, der seit Gründung dieser Schule, also seit nahezu 27 Jahren, als Hilfslehrer an ihr wirkt. Sein Gesundheitszustand nötigte ihn, dieses Amt am 1. Juni niederzulegen. An seine Stelle trat in das Lehrerkollegium als Hilfslehrer Lehrer Weil ein, der den Gesang- unterricht übernahm. Marburg, 6. Juni. Der hessische Städte tag nahm eine Resolution an, nach welcher eine Petition cm den Reichstag gerichtet werden soll, der Reichstag möge dem Beschluß der Zolltariskommission aus Aufhebung der kommunalen Verbrauchsabgaben auf Lebensmittel seine Zustimmung versagen. In einer weiteren Resolution erklärte der Städtetag, er sehe keinen Anlaß, die Uebernahme der Haftpflicht der Lehrer auf die Städte zu empfehlen . tc. Frankfurt a. M., 6. Juni. Während eines Telephongesprächs mit Karlsruhe verspürte em hiesiger Geschäftsmann plötzlich einen Schlag und sank bewußtlos zu Boden. Er erholte sich zwar nach einiger Zeit wieder, doch blieb eine leichte Lähmung zurück, die er für die Folge einer elektrischen Entladung hält, die seinen Körper während des Telephongesprächs getroffen hat. Er hat deshalb die Reichspost auf eine lebenslängliche Rente von 1800 Mk. pro Jahr verklagt. Frankfurt, 7. Juni. Wie die „Kl. Pr." hört, bring! der Abschluß der Stadthauptkasse für das Jahr 1901, im Gegensatz zu den früher in Aussicht gestellten ungünstigen Ergebnissen, einen Ueberschuß von mehreren hundert- tansend Mark. Vermischtes. * Typhus. In Noithausen bei Gelsenkirchen wütet seit einigen Tagen wiederum der Typhus. Rotthausen gehört zu denjenigen Gemeinden, die bei der letzten Typhus- Epidemie die meisten Todesfälle aufzuweisen hatte. Diesmal ist ebenfalls schon eine Anzahl Personen der Epidemie erlegen.______________________ Sport. Radsport. Am 15. Juni wird auf dem Sportplatz an der Hardt hier ein Radwettfahren veranstaltet, das für die Vereine vom Gau IX des D. R.-B. offen ist. Das Rennen besteht aus: 1. Erstfahren für jüngere Fahrer, die noch keinen Preis errungen haben, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werte von Mark 30, 20, 10. 2. Hauptfahren, 8000 Bieter. 3 Ehrenpreise im Werte von Aik. 100, 40, 20. 3. Gauverbands-Wanderpreisfahren, 2000 Meter. Dem Ersten: Große goldene Gan-Medaille sowie Anrecht auf den silbernen Pokal (Wanderpreis) des Gaues IX; dem Zweiten und Dritten: je ein Ehrenzeichen. 4. Vorgabefahren, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werte von Mk. 50, 30, 20. 5. Mehrsitzerfahren, 2000 Meter. 3 Paar Ehrenpreise im Werte von Mk. 60, -10, 20. An das Wettfahren schließt sich ein Konzert, ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 116 an. Meldungen mit den Einsätzen (pro Rennen und Fahrer 2 Mark) und Angabe der Licenznummer sind bis Montag, den 9. Juni, abends 6 Uhr, zu ruhten cm den L Vorsitzenden der „Wanderer^ G. R^-G., Herrn Gust. Mund, Hotel Victoria. Gerichtssaal. Vilbel, 6. Juni. Ter Ortspolizeidiener von Okarben hatte anfangs Januar einen „Genossen" aus Vilbel sistiert, als dieser einen sozialdemokratischen Agitatioiiskalender verbreitete. Ein Strafmandat über 6 Mark mar die Folge. Das Schöffengericht bestätigte am Mittwoch diesen Strafbefehl unter Berufung auf § 366 Abs. 1 des Strafgesetzbuchs wie der §§ 45 und 47 des hessischen Preßgesetzes von 1862, welche die unentgeltliche Verbreitung von Druckschriften an öffentlichen Orten von der Erlaubnis der Orrs- obrigkett abhängig machen. Berlin, O.Juni. Prozeß Sanden. In der heutigen Ver- Sanbhmg wird zunächst der Regierungsbaumeister Dönfeld über den Wert von Neu-Torney und die Terrains in der Danziger Straße vernommen, auf welche die Preußische Hypothekenakticnbank Hypo- cheken gegeben batte. Nacb Auskunft des Sachverständigen waren Neu°Torney mit 20«/e Dtill. Mk., die Terrains in der Danziger Straße mit 9>, Mill. M. zu bewerten. Einen breiten Raum nimmt die Erörterung der Vermögenslage der Grunderwerbs-Gesellschaft und die Frage ein, ob es notwendig gewesen sei, den Konkurs zu eröffnen. Nach dein Gutachten der Bücherrevisoren Kruse und Reuter bat die Gesellschaft drei Jahre mit Unterbilanz gearbeitet, wahrend dann plötzlich ein großer Gewinn herausgerechnet wurde, der nur durch Transaktionen mit der Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Hypothekenvcrkehr entstanden ist. Drrektor Schwatz, der die Verwaltung der Grunderwerbsgefellschast nach der Verhaftung Puchmüllers übernormnen hatte, bektmdet, daß der Antrag auf Konkurseröffnung iiotrocnbig gewesen sei, da die thatsächlich vorhandene Unterbilanz doch' nicht aus der Welt zu schaffen gewesen sei. Die Folgezeit habe gelehrt, daß der Anlaß zum Konkurs durchaus vorlag, da bei Ausschüttung der Masse nur etwa 17 Prozent für die Gläubiger herauskommen. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden erklärt Eduard Sanden, daß in den verschiedenen Instituten, die ihre Bureaus unter einem Dache hatten, etwa 200 Beamte beschäftigt waren. Die Verhandlung wendet sich dann den Verhältnissen bei der Deutschen Grundschuld- bank zu. Auch hier bandelt es sich um unwahre Darstellungen in deri Bilanzen und Berichten, ivofür Eduard Sanden, Heinrich Schmidt und Eduard Schmidt in Anspruch genommen werdeil. Bcr Warsinski handelt es sich um Beihilse dazu. Letzterer behauptet, er habe sich stets von Eduard Sanden leiten lassen. Die Erörterungen über diesen Punkt scheinen diese Behauptung zu bestätigen. Unter den Unrichtigkeiten, die beanstandet wurden, ist u. a. hervorzuheben, daß linker dem Bilanzposten „Eigene Effekten" ein Betrag von nominal 2 000 000 Mk. Aktien der Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Hypothekenoerkehr zum Blichwerte von 8 200 000 Mk. figuriert. Eduard Sanden weiß nicht mehr, weshalb dies Konto seinerzeit angelegt ist. Die Sachverständigen sind darüber einig, daß diese Art Buchführung absolut ungewöhnlich und Verdacht erregend sei. Es folgt die Erörterung noch einiger Posten der Bilanz vom 31. Dezember 1899, die beanstandet werden. Dann wird die Weiterverhandlung auf Moiikag vertagt. IamiUciiUachrlljpeii. Gestorben: Frau Pfarrer Auguste Schmidt, geb. Groß, in Friedberg i. H. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 7. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,80—1,00 Mk., Hühnereier 2 Stck. 11—13 Pfg., Gänseeier 10—12 Pfg., Enteneier 6—7 Pf., Käse vr. Stück 5—7 Pf., Käsematte 2 Stck.0—O Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,75—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,50 yJif., Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Mk., Enten pr. Stück 2,40—2,60 DU., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsensteisch vr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 66—70 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—4,00 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 14,00—15,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg. "Neuelte Mcwnngen. Oviginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. S. Darmstad t, 7. Juni. Die Zweite Kammer begann die Beratung des Gesetzentwurfs die Land stände bete. Zu Beginn der Generaldebatte erklärt der Stautsminister, die Regierung habe mit Rücksicht auf die verschiedenen Wünsche des Hauses die seitherigen Wahlgesetze einer ein» gehenden Prüfung unterzogen. Die heutige Vorlage sei nur als Revision zu betrachten. Die Verhandlungen im Ausschuß hätten sich durch außerordentliche Sachlichkeit ausgezeichnet; er hoffe, daß ein gleich günstiges Ergebnis im Plenum erzielt werde. Der Schwerpunkts der Vorlage liege in der Einführung des direkten Wahlsystems. Tie Regierung habe den Entwurf eingebracht, da sie im Zweifel gewesen sei, ob sich das seitherige indirekte Wahlsystem auf die Dauer verteidigen lasse. Zur Einführung der Wahlpflicht habe man sich nicht verstehen können. Ebenso habe man das P r o p o r t i o n a l w a h l s y st e m vorerst nicht vorgeschlagen. Den Gesetzen und der Verfassung entsprechend habe man in fdem Entwurf gewisse Einschränkungen deS Wahlrechts sestlegen müssen. Wenn der Entwurf nicht allen Wünschen gerecht werde, müsse man bedenken, daß er eben nur eine Revision sei. Abg. Frenay giebt seiner Freude über den Entwurf Ausdruck, hätte aber gewünscht, daß das Proportionalwahlsystem eingeführt werde, da sich nur darin auch bie Wahlpflicht hätte einfügen lassen. H e y d e n r e i ch erklärt, die Nationalliberalen seien enttäuscht, daß die Regierung beim Einbringen eines so wichttgen Gesetzes keine ausführliche Begründung gebracht habe. Obwohl der Entwurf nur als Revision bezeichnet lverde, frage es sich, ob man diesen Schritt, der so wichtige Aenderungen gegen früher mit sich bringe, habe thun müssen. Der legitime Einfluß des gesunden Mittelstandes werde geschädigt und die Macht derjenigen gewinne, welche durch Agitation und Presse es verstünden, die Menge aufzuregen . Berlin, 7. Juni. Graf Pückle r-Klein-Tschirne sprach gestern abend über das Thema: Das deutsche Volk am Rande des Grabcs. Im Laufe seiner Rede erzählte er, in bcr Schweiz sei ein Giftmord-Versuch gegen ihn verübt worden, indem man ihm in einer Dorfwirrschaft einen Teller mit vergifteter Suppe vorgesetzt habe. Ec sei in der Schweiz beständig in Todesgefahr gewesen und von gedungenen Mördern verfolgt worden. Im übrigen war dic Rede sehr ruhig, weshalb auch die Versammlung der Auflösung entging. Berlin, 7. Juni. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm debattelos die Polenvorlage in dritter Bcratimg an. Ein Antrag auf namentliche Abstimmnug wurde ab- gelehnt. Berlin, 7. Juni. Graf W a l d e r s e e weilte kürzlich in Wesel, um in seiner Eigenschaft als General-Inspekteur die dortigen Truppenteile zu besichtigen. Trotzdem der Aufenthalt des Grasen auf sechs Tage berechnet war, reifte er bereits am zweiten Tage wieder ab. Der Grund zu dieser Tispositionsünderung ist, dem „Kl. Journal" zufolge, darin zu suchen, daß der Generalfeldmarschall seine Befugnisse als General-Inspekteur mehr ausbreiten wollte, was jedoch der kommandierende General, General der Infanterie von Vissing nicht gelten lassen wollte. Dem Vernehmen nach wird diese Angelegenheit dem Kaiser zur Entscheidung unterbreitet werden. Sibyllenort, 7. Juni. Der heute früh 7 Uhr ausge- gebene Krankheitsberichtuber das Befinden des Königs besagt: Die vergangene Nacht wurde durch asthmatische Beschwerden vielfach gestört. Die Herzthätigkeit ist verhältmsmäßig kräftig; Fieber ist nicht vorhanden. Das Allgemeinbefinden und der Kräftezustand laffen trotz guter Nahrungsaufnahme sehr viel zu wünschen übrig. Stuttgart, 7. Juni. Ter Straßenbahnstreik beginnt in ruhigere Bahnen einzulenken. Der Höhepunkt dürfte überschritten und das Ende nahe gerückt sein. Von den Ausständiaen haben sich bereits mehrere zum Wiedereintritt gemeldet unter Verzicht auf die Koalittons- freiheit. Die Straßenbahndirektion Hut sich bereit erklärt, zwei Drittel der Ausständigen wieder einzustellen. Gestern abend haben sich Zusammenrottungen nicht mehr gebildet. Ter Oberbürgermeister ist infolge ungenügender Schonung in den letzten Tagen erkrankt. — Unter Teilnahme des Königs und der Mitglieder des königlichen Hauses wurde heute morgen die 25jährige Jubiläumsfeier des württem bergisch en Kriegerbundes begonnen, zu der sich 30 000 alte Soldaten angemeldet haben. London, 7. Juni. Zn einer Rede in der konserv. Asso- ciatiou erklärte Balfonr, es wäre ein verderblicher Irr- tum gewesen, mit Kruger und seinen Ratgebern in Europa zu verhandeln, wie Rosebery vorgeschlagen habe. Er würde die Burengenerale im Felde immer hoch- achten, könne aber nicht dasselbe von denen sagen, die die Republiken im Stiche gelaffen hätten, und mit denen zu verhandeln unmöglich sei. Es wäre reiner Wahnsinn, eine repräsentative Regierung sogleich zu gewähren nach dem Vorschläge Bannermanns. Vor einem Jahre wäre es unmöglich gewesen, unter den jetzigen Bedingungen Frieden zu schließen London, 7. Juni. Wie die „Daily Mail" erfährt, trifft die britische Regierung außerordentliche Vorkehrungen, um die Einführung der Zivilveripaltung in Südafrika möglichst zu beschleunigen. Eine der ersten Thaten der Regierung soll die Revision der Zollgesetze in Südafrika sein. Für jetzt bleibt der bisher bei den Buren in Transvaal geltende Tarif in Giltigkeit. London, 7. Juni. Die Freilassung der Buren- Gefangenen hat bereits begonnen. Ans den Bermudas- Inseln sind sämtliche Buren-Offiziere auf Ehrenwort freige» lasten worden, mit der Erlaubnis, die Insel zu durchstreifen. Die Gefangenen, die den Treueid ablegen, werden auf schnellstem Wege auf Staätskosten in ihre Heimat befördett werden. Tie entflohenen Gefangenen jedoch, die wieder gefangen wurden und solche, welche wegen verschiedener Vergehen aus Südafrika ausgewiesen waren, werden nicht auf Kosten der Regierung zurückbefördert werden. London, 7. Juni. Trotz des Friedensschlusses bei*, öffentlich! das Kriegsamt noch i m m e r V e r l u st l i st e n. In der gestrigen werden zwei Tote, drei Verwundete und neun an Krankheiten Verstorbene gemeldet. — „Daily Mail" teilt mit, daß in Transvaal die landwirtschaftlichen Arbeiten nunmehr mit besonderem Nachdruck betrieben werden sollen. Ucber die finanziellen Punkte hätten sich Schwierigkeiten eingestellt bezüglich der Requisitions-Scheine, die von den englischen Behörden bezahlt werden müssen. Wie verlautet, sind die Bescheinigungen von Spekulanten aufgekauft worden. Es heißt, die finanzielle Frage habe bei dem Friedensschluß einen Hauptpunkt gebildet. Die Buren hätten mehr als drei Millionen Pfund Sterling als Entschädigung verlangt. — Nach einer Meldung aus Kapstadt berichten die dortigen Blätter, daß der 8. und 9. Juni für die Abhaltung öffentlicher Feste aus Anlaß des Friedensschlusses bestimmt worden sind. Tie Zulassung der holländischen Sprache in den Schulen wird unmer noch scharf getadelt. Haag, 7. Ium. Es kann als sicher gemeldet werden, daß Präsident Krüger in Holland bleiben wird. Wol- marans und die anderen Buren-Delegierten begeben sich sobald als möglich nach Südafrika zurück. Ihre Kinder werden bereits in 14 Tagen dorthin abreifen. Rotterdam, 7. Juni. Kaiser Wilhelm wird am 18. ds. in Wesel eine Begegnung mit der Königin Wilhe lrn i n e haben, um sie persönlich zu ihrer Wiederherstellung zu beglückwünschen. Paris, 7. Juni. In der geftrigen Besprechung stellte das neue Ministerium fein Programm enbgittig dahin fest: Aufhebung des die Kongregationen begünstigenden Gesetzes Falloux's, Durchführung des Vereinsgesetzes, zweijährige Militärdienstzeit, Verstaatlichung der Bahnen, Zollrevision. Von der progressiven Einkommensteuer wurde vorläufig abgesehen, um Rouvier die Uebernahme des Finanzpotte- feuilles zu ermöglichen. — Von mehreren Blättern wird gemeldet, Staatsanwalt Bourdelle sei zu der gestrigen Besprechung des neuen Ministeriums zugezogen worden, wahrscheinlich um über den Stand der Humbert aff aire Aufschluß zu geben. Rom, 7. Juni. Tie Marine-Verwaltung besteht daraus, daß die Ausgestaltung der Kriegsflotte in großem Stile erfolgt. Etwa 16 ältere Kriegsschiffe, die vollständig untauglich geworden sind, sollen ersetzt und Unterseeboote größeren Formats hergestellt werden. Lemberg, 7. Juni. Ein früherer österreichischer Gendarm, dessen Name von den Behörden geheim gehalten wird, wurde wegen Spionage, die er für Rußland betrieben, verhaftet. Beim Generalstabe in Triest sott eine große Anzahl österreichischer Offiziere und Unteroffiziere an der Spionage b.eteilißt fein. Newyork, 7. Juni. Aus Fort de France wwd übet eine neue Thätlgkeit des Mont Pelee vom 6. ds. berichtet. Eine Feuerwolke ging in der Nähe von Fort de France nieder, ohne jedoch Schaden anzurichten. Man hat festgestellt, daß der vulkanische Ausbruch mit dem Mond- wechsel in Zusammenhang steht. 4% Gesterr. Goldretne 102.80 29.75 114.20 44.30 25.60 90.45 108.50 8-/2% 3% 3%% 3% 3W/n 3>/z% 4% Italien. Rente . . 4Portugiesen . . . b°/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4J/a% äussere Argentiner ijx/o Mexikaner . . 4>/rVü Chinesen . , Electric. Sobuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. StaaUbahn . Lombarden . . . Gotthar.ibahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . . . 102.00 . 92.95 . 101.80 . 92.65 . 99.95 . 99.25 . 103.10 Reicheanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen Telephonischer Kursbericht- Frankfurt a. fll., 7. Juni 1902. . 216.90 . 187.70 . 140.10 . 147.20 . 157.80 . 151.10 . 18.80 . 169.20 . 206.00 . 200.20 . 179.50 4*/a% Oesterr. Silberrente 101.85 4% Ungar. Goldrente . . 101.60 Tendenz: fest. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 7. Juni 1902 wurden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 Trauring, 1 Paar Kinderschuhe, 1 schwarzer Damengürtel, 1 Sonnenschirm, 1 Strickbeutel mit Strickzeug, 1 Gesangbuch, 1 Zugkette und 35 Pfg. in Briefmarken. Entlaufen ist: 1 junges Schwein. Entflogen ist: 1 Kanarienvogel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 7. Juni 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechle r. Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todcn- wart-Stistung findet stiftungsgemäß Dienstag den 10. Juni d. I., morgens um 5 Uhr, in der Stadtkirche statt. Gießen, den 7. Juni 1902. 4255 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Einladung. Freitag den 20. Juni d. I., abends 8y2 Uhr, findet im Hotel Schütz die 4256 AnerckkrsminlUg hiesigen Thierfchchereins statt, zu welcher die Mitglieder evgcbCuft eingeladcn werden. Gießen, den 7. Juni 1902. Hahn, Vorsitzender. Drotpreist vom 8. bis 22. Juni 1902. Der hiesigen Bäcker. 1 Kq. (2 Pfd.) Tafelbrot 28 I Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot 24^ 2 „ (4 „ i 56 „ 2 „ (4 „ ) „ 48 „ 1 „ (2 „ ) Weißbrot 26 „ 3 „ (6 „ ) „ 72 „ 2 „ (4 „ ) „ 52 „ Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden. . 24 W. Weitzel, Lang-Göns . . 24 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 24 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 25 „ W. Steinmüller, L.-Göns . 24 „ W. Fabel, Wieseck . . . 25 „ Karl Post, Wieseck . . . 26 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden . . 48 Heinr. Weder, Heuchelheim 50 „ L. Steinmüller, Gr.-Liirden 48 „ W. Fabel, Wieseck . . . 50 „ W. Steinmüller, Lang-Göns 48 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ W. Weitzel, Lang-Göns . . 50 „ Karl Post, Wieseck . . . 52 „ 1 Kllogramm (2 Psurrd) Schwarzbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden. .22^ W.Stemmüller, Lang-Göns 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ W. Weitzel, Lang-Gons. . 22 „ Hch. Weber, Heuchelheim 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bet: I. Kd. Belten, Kirch-Göns 42 Gust. Jakoby, Alten-Buseck 44 „ Jakob Apel, Krofdorf . . 42 „ W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 „ L. Schmidt, Gr.-Linden. . 44 „ Karl Post, Wieseck . . . 44 „ L. Steinntüller, Gr.-Linden 44 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ W. Steinmüller, Lang-Göns 44 , Jakob Appel, Krofdorf . . 46 „ Ernst Christ, Wieseck . . 46 „ 3 Kllogramm (6 Pfimd) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 66 $ Gust. Jakoby, Alten-Buseck 66 „ Karl Post, Wieseck . . . 66 „ Ernst Ehryl, Wieseck . . 69 „ Der Brotverkäuscr: Dieselben Preise ivic bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 5. Juni 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. ....______________________________________:____________________________i------------------------------------------- Gut erhaltener Kindersitzwagen | f£in Wagen zu verkaufen, billig zu verk. Ludwigslr. 4, IV. | Ludw. Reuß, Wolkengasse 16. U2527 s berg beehren wir uns ergebenst anzuzeigen. Giessen, im Mai 1602. Samuel Katz und Frau geb Vogel. Sarah Bosenberg Adolf Katz Verlobte. Azusa California (V. St. v. A.), im Mai 1902. Die Verlobung unseres Sohnes Adolf mit Fräulein Sarah Rosen- „llcuirkii“, ta-M aus Melassescbieuipo. Durch Patente und Warenzeichen geschützt. Für Blumen, Blattpflanzen und Gemüse im Freien und in Treibhäusern, für Zimmerpflanzen, tür Obst, W in- und Tabakbau. Beste Erfolge gewährleistet. 4258 Allein-Verkam lu D< utschland: „Heureka *, rflanzen-Xährsalze, (x. m. b. H. Berlin SW 46. General-Agent dortigen Bezirk gesucht. Couverts mit Firma liefert billigst I Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Großer Inventur-Ausverkauf. 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JL $ Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 1901 gingen zu 174 1901 gingen ab 0 der Mitglieder Ende 1901 174 Der Rechner: Der Kontrolleur I. Becker XII. G. Amend. 286.21 398970.23 4249 Während Daher Stand Der Direktor: W. Becker I. 1. Ausgcliehene Kapitalien: 1. Aufgenommene a. gegen gerichtliche Kapitalien Obligationen 124013.33 b. gegen Schuld2. Mitgliederguthaben scheine 205026.04 3. Reservefonds c. gegen Wertpapiere 32015.40 d. gegen Güterkaufgeld 16633.79 2. Kassenvorrat und Ausstände 20995.46 4. Betriebsrücklage HGGGAGGOOGGOGGOOGGGG Hessischer Hanptverein des Ev. Bundes zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen. Jahresfest -« Giessen (7. Landesvcrsammlung) am Sonntag den 15. und Montag den 16. Juni 1902. Sonntag den 15. Juni: Nachmittags 3 Uhr: FestgOttesdieuBt in der Stadtkirche, unter Mitwirkung des Kirchengesangvereins. Predigt: Pfarrer Dinge 1- d ey- Darmstadt. Abends 8h z Uhr im grossen Saal von „Steins Garten11: Oeffentliche Festversamnilunff unter Mitwirkung des Kirchengesang- vereins. Begrüssungen. Vorträge von Prof Dr. Krüger-Giessen über „Römische Eindrücke“, und Pfarrer lic. Dr. Diehl-Hirschhorn über »Warum hüben wir evangelischen Hessen, geschichtlich betrachtet, allen Grund zu reger Anteilnahme an der evangelischen Bewegung in Oesterreich?“ Allgemeine Gesänge. Schlusswort. Montag den 16. Juni: Vormittags 8 Uhr in „S.eins Garten“: Satzung des Vorstands und der Vertrauensmänner des hessischen HülfsausschusReB zur Unterstützung der evangelischen Bewegung in Oesterreich. Vormittags iu1/, Uhr ebendort: Geschlossene 31 itgljeder-Ver- stiMiinlang des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes. Dabei: Besprechung der Frage; „Welche Gründe liegen vor, dass die evangelischen Gemeinden Oberhessens gerade jetzt mehr als seither an den Aufgaben und Arbeiten des Evangelischen Bundes sich beteiligen?“, eingeleitet durch Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg. Nachmittags z1/2 Uhr: Gemeinsames Mittagessen in „Steins Garten“. (Preis 2 Mark.) Zu allen Veranstaltungen sind die Evangelischen Giessens und der Umgegend herzlich eingeladen; zu der Mitglieder-Versammlung haben nur Mitglieder Zutritt. 4248 ! eeeeeeeeeeeeeeeea («ft leis, 3765] Inh.: Jakob Rott, 38 Wallthorstraße 38. Kräfi. Mittagstisch von 12 bis 2 Uhr, im Abonnement 70 u. 90 Psg. Reichhaltige Abendkarte. Vorzügliche Weine. Münchener Bürgerbrä«. Hiesige Helle Biere. Billard (Fürstenweger-Mainz) KtW SnjttWe 1 K. = 100 Stück Mk. 2.80 bei 500 „ „ 2.60 bei 1000 „ „ 2.45 franko und Nachnahme. 4233 Gustav Dörr, Biedenkopf. Wasche mit In allen besseren Geschäften zu haben. Fabrikant.: Daum & Co.,Wiesb. General-Vertreter: 4240 Ehr. Ludwig Thomas, Gießen. Tropelin cilpurt die Msenblciche. Fort mit Soda und Bleichsoda, verwendet als Zusatz zur Seise nur Tropelin. Man mache einen Versuch und man wird von der Wirkung, Einfachheit, Zeitersparnis überrascht sein und in Zukunft nur das unschädliche Tropelin verwenden. Zu haben in den bekannten Niederlagen in Paketen zu 10, 15 und 25 Psg. 2558 Fabrikant: L. Spuck II.. Lollar. Vertreter gesucht. IfcOMy. Gebi Oder Berta. von Gegen den unten Kaufmann Viktor Beschreibung: Alter: 27 Jahre. Statur: schmächtig. Größe: 1 Meter 67 Zentimeter. Haare: schwarz. Augen: grau. Nase: gebogen. Mund: groß. Bart: dünner schwarzer Schnurrbart. Gefickt: länglich, mager. Gesichtsfarbe: blaß. Sprache: Frankfurter Dialekt. Besondere Kennzeichen: starke X-Beine und Plattfüße, beim Gehen setzt Baum auf- fallend die Füße nach auswärts. Langendreer, Frankfurt a. M. ober Gieße«, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen betrüglichen Vankrutts verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichts- Gefängrris in Bochum abzuliefern, sowie zu den hiesigen Akten 2 I No. 391/02 sofort Mitteilung zu machen. 4245 Bochum, den 3. Juni 1902. Der Untersuchungsrichter I bei dem Königlichen Landgerichte. Submission. Die für den Umbau der Kirche in Blofeld bei Nidda nötigen Schlosser-, Maler- und Weißbinder- und Schreinerarbeiten sollen vergeben werden. Submissionsbedingungen nebst Unterlagen, sowie die hierzu gehörigen Zeichnungen liegen im PfarrHause in Blofeld zur Einsicht aus und können die Offertunterlagen mit Ausnahme der Bedingungen und Zeichnungen gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 50 Pfg. für jede der 3 Abteilungen ebendaher bezogen werden. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin den 20. Juni 1902, 1 Uhr nachmittags an die unterzeichnete Dienststelle einzusenden. 4241 Öuschlag erfolgt spätestens in rochen nach dem festgesetzten Termine. Blofeld, den 4. Juni 1902. Für den Kirchenvorstand: Praetorius, Pfarrer. Zkümmel-Stangen in nur fit. Qualitäten, stets frisch. „ Camembert „ Delikatetz-Nahm- „ Harzer Frühstück- „ Mainzer Hand- Hochfeine Thüringer Edamer (Holländer)? gg Fromage de Brie\ Versteigerung. I Dienstag bett' 10. b. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustabt 55 dahier gegen Barzahlung: 1 Break, 1 Rollwagen, ein Schlagwort-Katalog, lOBände Klassiker, 1 vollständiges Bett n. diverse Möbel u. Porzellan sowie 17 Bände Brockhaus' Konversations-Lexikon. 4259] Born, Gerichtsvollzieher. Christm Wallenfels 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal Telephon 202 Gegr. 1826 615 empfiehlt: Feinsten Schweizer (Emmen-. Ihaler) j Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute: 3921 Gchsesfieilch 50 Psg. Donnerstag, 12. Juni 1902, nachmittags 21/, Uhr wird auf hiesigem Ortsgericht das vor dem Namen Weigel, Wilhelm IV. von Klein-Linden stehende Grundstück der Gemarkung Gießen Flur 23/2117^ — 1412 qm Acker in dem Wasserfall, zwischen der Chaussee und demAulweg arid das vor dem Namen des Weigel, Ludwig VII. und Ehefrau geb. Bender von Klein-Linden stehende Grundstück der Gemarkung Gießen Flur 18/48,3 — 2325 qm Acker am Wetzlarer Weg im Eisenfeld nochmals öffentlich meistbietend freiwillig Erbteilungshalber versteigert werden. ließen, den 6. Juni 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 4230 K. 37,02. Samstag, ben 5. Juli 1902, nachmittags 6 Uhr, werden auf demhiesigenOrlsgerickt die vor dem Namen der Elisabethe Lenz IL, Joh. V. Tochter von Klein-Linden, jetzt Ehefrau des Joh. Schmidt in Klein-Linden sichenden Parzellen der Gemarkung Gießen Flur 22/6 — 992 qm Acker am obersten Bachweg, links der Chaussee, Flur 22/77 — 1269 qm Acker am Schlangenzahl, . öffentlich meistbietend versteigert werden. , Gießen, den 2, Ium 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. _______ , jr werden unter Garantie -M ( sauber angefertigt Spezialität in grauen und weißen Haaren. H. Tichy, Seltersweg 43. Zöpfe, Dreher, Haar» uhrkcttcu, Toupe, Scheitel und Perücke« Soeben erschien: Hamoristiseh-poetiseher Wegweiser durch die Musenstadt Giessen Herausgegeben von Carl Geissler. 68 Seiten. Preis Mk. L— Zu haben in den Buchhandlungen sowie direkt vom Verlag: 3785 C. Brüning, Offenbach a. M. Im Klavittstiiumn empfiehlt sich Herm. Bauer,Dammstr. 34,11 Pünktliche und gute Ausführung zuge sichert.3952 Fabrikant Carl Gentner, Göppingen, Kleines Wohnhaus 8 Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Wiuu, Hof- mannstraße 14. Altes Heu hat zu verkaufen 4206 Karl Sack II., Wallthorftr. L 02490] Hochedler Vorstehhund (Welpen), von höchst prämiierten Eltern, zu verkaufen. Schiffenbergcrweg 58. b dem Wettlauf oder Jahrmarktsgewinnbude ähnelnden Einrichtung zu erweitern. der Concurrenz, durch alle möglichen Zugaben alte Kundschaft zu erhalten und neue anzulocken, nehmen wir schon aus dem einfachen kaufmännischen Prinzip nicht teil, weil wir den Hauptwert darauf legen, unserer Kundschaft nur ia. Mee - Böschungen zu äusserst gestellten Preisen zu bieten und mellt das Bedürfnis haben, unser kaufmännisch geleitetes Geschäft durch die einer Tom bola das kauf- Ebenso verbietet uns Engros - Lagers mit unseren männische Prinzip hinsichtlich der anderen Geschäftsleuten gegenüber zu wahrenden Coulanz, ' diese Methode nachzuäffen K und unsere Kunden auf Kosten der Kaffee- qualität mit Haus- haltungs- und Toilette- Mgv gegenständen zu versorgen. und der nach rationellster Metisode eingerichteten Grcssrösterei stehen wir sowohl mit Rohkaffees wie Infolge unseres Kaffee- auf fachmännischem Urteil beruhenden Mischungen auf der Stufe höchster Leistungsfähigkeit \ und haben sich umstehend verzeichnete Marken in kurzer Zeitdie Gunst der Konsumenten errungen. 4271 Hochachtungsvoll 3ERFÄ Lindenplatz 12 Saieut-Aampf-Kaffee- Rüsteret „Probate“ Sie geben uitferem nach rationellster Röst Methode gebrannten k ,Uoörat^-Kaffee feinster Mischung „ Vorzug nach dem ersten Versuche unserer G-ratisproben. Eebr. Berdur i Bahnhofstraße 27. Är M Tjiii W Oreü ipam in d Heute morgen 6 Uhr verschied sanft unsere liebe, gute Mutter, Schwägerin, Schwiegermutter, Tante und Grossmutter Frau Johanna Petri geb. Schmitt Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Lina Petri, Georg Petri, Oberpostassistent. Karl Petri, Ingenieur. Louise Petri. Giessen, den 7. Juni 1902. Die Beerdigung findet Montag den 9. Juni, nachmittags 4 Uhr, vorn Trauerhause, Grünbergerstrasse 14, aus statt. 4264 Gesangverein Harmonie. Klein-Linden. Sonntag den 15. Jmrir ggy Im Aartenlokal der Wirtschaft zur Aurg: Sängerfest verbunden mit 15* Stiftungsfeste. Konzert. --WZ_____________4263__________ DOW?- Tanz. Zwei ÄJtorgrn Heu und Grummet zu verpachten. Marktplatz 23. Gesunde Fruu wünscht ein Kind mit zu stillen. Löwengasse 34, 2 Treppen. Zunge wirtschaftlich Dame yullll mit größerem Vermögen wünscht Heirat. Herren, w. auch ohneDermög.,m.liebev. Charakter w.ernstgDff. eins.Reform Berlin 14 Konzerlhaus Lonys Bierkeller. W Täglich: Konzert D Grotzglocknerkiuder. Eintritt frei! Eintritt frei! Artillerie-Verein Sonntag den 6. Juni: •• Watdftst ©• am Ludwigsbrunneu. Abmarsch um 31/* Uhr vom Ludwigsplatz. 4237 Bei ungünstigem Wetter findet Konzert ttn Frankfurter Hof statt.__________Der Vorstand. WlMMN Keiterkcit. Sonntag, den 8. Juni findet die am 2. Pfingstfeiertag ausgefallene Partie narij MnroÖ bei günstiger Witterrmg statt. Abfahrt 1.45 Uhr Bieberthalbahn. Um zahlreiche Beteiligung bittet 4235________Der Vorstand. G. F. F. Abfahrt nach Lieh Sountagvormittag 8.15 Uhr 4250 Der Vorstand. G. F. F. Montag den 9. Juni 1902, abends präzis 8'/, Uhr: «agr Uebuug. -gag 3658]________Der Vorstand. F. G. F. Zusaminerrkunft am Bahnhof. 4257_______Tas Äommaudo. F. G. F. Montag den 9. Juni 1902, abends 81/, Uhr pünktlich im?* Uebuug. 3325 Das Kommando. KaisergaMen. Montagabend: 4273 2. großes Militär-Konzert Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 Pfg. Bei ungünstiger Witterung: Dienstagabend. Zmistölkiges Mhahaas mit Stallung, Remise, großem Hof und Garten in schöner Lage aus freier Hand zu verkaufen. Nah, in der Exp. d. Bl. 3104 llllg abzugebeu. 4168 jlläh. in der Exped. d. Bl. Bäckerei oder paffendes Gebäude dazu au kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 02496 an die Expedition dieses Blattes. id) in u. außer horstraße 45. Ankaaift* von Lumpen, Knochen, Eise«, Papier und Metall, auch Bücher und Kleidungsstücke. Jakob Ncustädter, 02523 Waüchorstraße 46. Auf Verlangen wird abgeholt. AkademischerGesangvereinOiessen Mittwoch den 18. Juni, nachmittag* 5'/» Uhrt Aufführung* In der Stadtkirche Missa solemnis von L. v. Beethoven f8r Soloetimmen, Chor, Orchester und Orgel. Mitwirkende: Dirigent: Growh. Univereitätsmusikdirektor G. Trautmann. Solisten: FrL Aennl Wiegand aas Frankfurt a. M. (Sopran). Frl. Agnes Leydhecker aus Berlin (Alt). Herr Richard Fischer aus Frankfurt a. M. (Tenor). Herr Rudolph Hellmrloh aus Frankfurt a M. (Base). Herr Ad. Redner ass Frankfurt a M. (Violine). Herr Otto Görlach, Giessen (Orgel), Chor; der Akademische Gesangverein. Orchester: Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm“, verstärkt durch auswärtige Künstler. Eintrittekarten zu 8 Mk. — Sperrsitz 8 Mk. — sind bei Herrn E. Challier zu haben. Für Studierende zu ermässigten Preisen bei Herrn Hausverwalter Storck im Kollegiengebäude. Hauptprobe Dienetag den 17. Juni, nachmittag* 5*/4 Uhr. Eintrittskarten zu 1 Mk. - Schülerkarten ü0 Pfg. — bei Herrn E. Challier. 4igc Steins O-art en. Mittwoch den 11. Juni: Grosses Militär Konzert ausgeführt vom 4217 Trompeterkorps des I. Oberelsäss. Feld-Artillerie-Regts. Nr. lü unter Leitung des Stabstrompeters Herrn Vitz. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Allendorf a. d. Lda. Zu dem am 11. Juni d. I. im Saale des Herrn Gastwirt Lull stattfindenden israelitischen Psingst-Ball ladet ergebenst ein 3632 Bahnstation Allendorf. Das Coinitä. NB. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Hochachtungsvoll L, Lüll. GksüOßSklkiil IsgkützWd Wieseck, Sonntag den 15. Juni d. I.: UM Slinimgs-tel in dem Garten des Gastwirts Adam Ziegler, wozu ergebenst einladet 4246 Z>as Jestkomitee. Eintritt 20 Psg. ®6p- Bier >/, Ltr. 15 Pkg. Bei eintretender Dunkelhett: 4246 Illumination des ganzen Festplatzes. Bahnhofstr. 31 Chi*B Arnold Bahnhofstr. 31 empfiehlt 4268 Polstermöbel von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung zu billigsten Preisen. Aufarbeiten von Möbeln prompt und billigst. Anfertigung vm Stationen in geschinnlkvllll. Ausführung per ^erle Hessens (Perllaffee) per 1/t Ko. 1 Mk. Verlangen Sie gest. 4270 Kraüsprove. /5>* Probat H < hochfein skandiert. Kaffee ✓ per Vs Ko. 1.40 Mk. 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Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verürste und für die zahlreichen Blumenspenden sagen unseren innigsten Dank. 426i Geschwister Seuling. lirrfdjiriw 11 ereilte — ■