Beim Einkauf von Knöterich-Thee und -Bonbons achte man 1315 auf den Rupften. Siehe heutige Annonce. schließlich im August das Konkursverfahren eröffnet wurde. Ter Angeklagte wird nun beschuldigt, Stücke seines Vermögens weggebracht $u haben in der Absicht, seine Gläubiger zu benachteiligen, Juni fand im Laden des An gesagten ein Brand statt, den er schon benutzen wollte, möglichst viel von der versichernden Gesellschaft zu erlangen. Tie Ursache dieses Brandes ist nicht festgestellt worden, ein gegen die Ehefrau Moldrzyk eingcleitetes Verfahren- wurde eingestellt. Er hat kurz daraus sein ganzes Warenlager zu Spottpreisen verlaust, alles versilbert und sich dann entschlossen, das Weite zu suchen unter Mitnahme des ganzen erlösten Betrages in Höhe von ca. 4000 Mk. Tie Anklage legt ihm nun zu Last, diesen Betrug zum Nachteil seiner Gläubiger beiseite geschasst zu haben, auch habe er keine Bilanz entgegen der Vorschrift des Handels» gesetzbuchs angcfertigt; seine Frau habe ihm hierzu Beltz ilfe geleistet. Tie Geschworenen sprachen Ddoldrzyk schuldig unter Annahme mildernder Umstände, verneinten dagegen die Schulbftage bezüglich der Ehefrau. Moldrzyk wurde demgemäß zu 1 Jahr Gefängnis unter Ausrechriung von 2 Monaten Untersuchungshaft Verurteilt ErbältlichLailcnbesser.Colonialwaren-u.Delicatessenhandlungen. Qratis-Proben direct von der S!RIs• GESELLSCHAFT. Q. m. b. H.. Frankfart a. M.« Schlitten, Tragkörben re. warten, um von den auSgeschüt- teten Coaksschlackcn einen Teil abzubekommen. Tie Gesellschaften verkaufen den Scheffel davon für 20 Pfennige, aber haben eben nur ein bestimmtes Quantum zur Verfügung. Wer zu spät kommt, muß mit leeren Händen wieder heim. Hungernd und frierend, zum großen Teil wohl noch ohne den dannen Morgenkaffee, harrt da manch Bürschchen aus, und ans manch eingefallener Brust ringt sich in kurzen trocknen Stößen ein trostloser Husten los, wie eine dumpfe Anklage gegen die Welt und ihre seltsamen Einrichtungen. Manch einer auch kauert stumpfsinnig, die Hände in die Dermel geschoben, in einer Thorecke oder hüpft, um sich zu erwärmen, von einem Dein auf das andere. Auch der Humor fehlt nicht in diesem Morgenbilde. Es regnet Schneebälle, von der frischgefallenen weißen Erddecke trotz aller kalten Finger geklaubt, und einer trifft gerade auf die Schnapsflasche, die ein Gewohnheitstrinker zum fünften oder sechsten Male an die lüsternen Lippen führt. Sie fällt zu Boden, ohne zu zerschellen; fluchend bückt er sich nach dem teuren Kleinod, indes um die bleichen Lippen der Umstehenden ein kärgliches Lächeln huscht. Es ist kein rechter Platz in dieser rauhen Frühe für dich, du wehmütiger Tröster Humor! Vielleicht nachher, wenn im angeheiz.en Zimmerchen die braune Kaffeekanne ihre anheimelnben Wölkchen von viel Cichorie und manchmal auch etwas Bohnenkaffee auflräuseln läßt, kommt der Mutter die Erinnerung wieder von diesem wärmenden Schneeball, und sie erzählt den Ihrigen, wie drollig-verdutzt der alte Knabe ausgesehen, der feine rote Nase nicht nur, wie eie Airo.cn alle, von der kalten, scharfen Frühluft hatte. Vielleicht! Aber wahrscheüitt L har sie doch andere Gedanken! ... L. R, Gcrichtssaal. E. Gießen, 2. Tez. (Strafkammer.) Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, die Staats- amvaltschast vertrat Gerichtsassessor Dr. Hetzel. Zuerst gine penbschcist zur K bong der Landwirtschaft. Die württembergische Zentralstelle für die Landwirtschaft hat mit Ermächtigung des Ministeriums eine Denk- l'iijii]t herausgegeben, in welcher eine ebenso interessante, wie übersichtliche Darstellung über die landwirtschaftlichen Verhältnisse unb Einrichtungen sowie über die zur För- beiung der Landwirtschaft auf dem Gebiete der Gesetzgebung und Verwaltung getrostenen Maßnahmen gegeben wird. Es sind sämtliche die Landwirrschaftspslege bo rührenden Grütze, Verjagungen, Satzungen u,w. in der Denlschrift teils wörtlich abgedruckt, teil» wenigstens aus- gejutzrt, uiid die zur Förderung der Landwirtschaft in den letzten Jahren ergriffenen Verivaltungsmaßnatzmen mit- geteilt einer Einleitung über die natürlichen Verhältnisse, die landwirtschaftliche Bevölkeruiig und die Ve,itz- veitzailnisse in Wuriti-niberg folgen: Die Organijation der landwtrtichastlichen Behörden und des landwirtichaftlichen Vereins, das Unterrichts- und Versuchsweien, die Av io jung der Grundtaften, die Vandestultur stFerdvereinigung, ü-le- lioratidiisweien), die lanowirtichaftliche Produttion nach den verschiedenen Arten uiid dte Verwertung der Erzeug- ni||e, das laiidwirtschasttiche Verstcherungs-Kredit- uno Genossenschaftswesen. In der gegenwärtig brennendsten Frage, der Erhaltung des Getreioeoctues, äußert sich die Denk,chri,i unter anderem: „Weim trotz des Sm lens der Getreidepreise in den letzten Fahrzehnten der Anbau von Getreide — abgesehen vom Dinkel — in Württemberg nicht znruckgegangen ist, so har dies seinen Grund darin, daß die Laiidwirtjchaft in Würt- lcniberg im Hindlick au, die vorhandenen triuiatischen und Vvdenverhaltniise in erster Linie auf den Getreidebau angewiesen ist. ttine Verlegung des Schiverpunttes unserer Vandwirtschaft in die Viehzucht ist daher nur in beschräntten Gebieten möglich. Eine Ausdehnung des Handelsgewächsbaues ist aber schon deshalb ausgeschlossen, weck es an lohnendem Ab- satze für die Erzeugnisse fehlen würde. Da hiernach die Kultur des Getreides die Grundlage unserer Landwirtschaft bleiben muß, herrscht in landwirtschaftlichen Streifen das begreifliche Verlangen, den Getreideoau durch Hebung der Getreidepreije wieder lohnender zu gestalten. Von den Maßnahmen, welche schon zur Hebung der Getreidepreise vorgeschlagen wurden, find insbesondere folgende zu nennen: Erholung und Befestigung des Silber- pceises durch Einführung der Doppelwährung; Einschrän- kuiig der Spekulation an den Prvouktelibörsen; Verstaatlichung der Getreideeinfuhr; Erhöhung der Getreidezölle; Aushebung der gemischten Getreidetransitlager und Besetti- aung der Zollkredite." Die Dentschrist legt nun die einzelnen Maßnahmen dar. Sie erklärt gegenwärtig die Einführung der Doppelwährung für wenig aussichtsvoll, konstatiert, daß infolge der Aufhebung des Identitätsnachweises die Ausfuhr von Getreide und Mühleiisabrikaten aus Württemberg sich beträchtlich gehoben hat, ohne zu den übrigen, eben genannten Forderungen über ihre Darlegung hmauszugehen. Em wirksames Mittel, den Getreidebau lohnender zu machen, erblickt die Denkschrift in der Verwendung von geeignetem Saatgut, und sie weist auf die zur Erleichterung derselben staatlicherjeits und seitens landwirtschaftlicher Vereine getroffenen Einrichtungen hin. Eingehend beschäftigt sie sich mit einem zweiten Mittel, der Selbsthilfe, der Gründung von Getreideverkaufsgenossenschaften. Wlaudcreien aus ver Kaistrstadt. (Nachdruck verboten.) Die neue Hochschule für bildende Künste und Musik. — Das ^te Heim in ver Polsdamersttake. — Einfluß auf die Pcnsionate. __ Em Morgrnbild vor der Gasanstalt. Unsere Nack, bar stad t Etzarlottenburg, die auch der Technischen Hochschule Unterkunft auf ihrem Gebiete gewahrt bat war unlängst der Schauplatz herrlicher Festlichkeiten; in der Hardenbergstraße nämlich wurden die neuen Raume eingeweiht, die fortan der Hochschule für bi deude Künste unb Musik als Heimat dienen sollen. Tie stattlichen Gebäude präsentieren sich in ihrer Gliederung augerst malerisch und anheimelnd und weisen m ihrem Innern so gediegene und praktische Einrichtungen auf, daß Lehrer wie Schüler der endlich erfolgten Hebenicbemng herzlich froh fein können. Die Hardenbergstraße ist eine Fortsetzung des breiten Straßenzuges, der von^ der Potsdamer Stta^ in der Richtung der Bulowftraye über Nollendors-, Wittenberg- und Viktoriaplatz (Gedächtnis tirche) ab zweigt, bis zum „Zoologischen Garten", also Ringbahn- wie Hochbahn-Ver- biudung besitzt, und daher sehr bequem von allen Setten Kunst und Wissenschaft. S. Berlin, 4. Tez. Ein telephonisches Gespräch zwischen Berlin und London oder zwischen Petersburg unb Berlin dürfte sür absehbare Zeit möglich sein. Bisher litten die Ferngespräche sehr durch die Abschwächung des Tones und sür wnge Strecken mußten Kupserbrähle von ziemlich bedeutendem Querschnitt gewählt werden, die sehr teuer sind und daher die Hoben unverhältnismäßig erhöhen. Das wird nun Dank der Erfindung des amerckanlichen Professors Pupin anders werden. Pup in schaltet in gewissen Abständen sowohl bei unterirdischen Nabeln als auch bei Freileitungen Drahtipulen ein, welche durch Selbstinduktion die tonschwächende Wirkung der sogenannten Ladiingslapazität ausheben. Durch diese Erfindung ist man einer- jeiis im Stande, auf längeren Strecken als bisher zu telephonieren, andererseits kann man für die gleiche Länge einen Kupierbrahl mit geringerem Querschnitt als früher verwenden. Tie Versuche, welche Siemens und Halske nut Unterstützung der Reichspost und relegraphenverwaltung, sowohl auf der ca. 32 Kilometer langen Kabellinie zwischen Berlin und Potsdam als auch auf der ca. 150 Kilometer langen Freileitungslinte Berlin-Magdeburg gemacht haben und die jetzt beendet sind, haben sich so vorzüglich bewährt, daß die Siemens u. Halske, A.-G., die Pupmschen Patente für Europa zur Ausnützung erworben hat. Vorläufig wird man diese neue Erfindung allerdings nur für Kabel und Freileitungen auf dem Landwege und für geringere Meeresliefen, wie sie die Nord- und Ostsee aufweisen, verwenden können, während für größere Meerestlesen der Brauchbarkeit noch Schwierigkeiten entgegen- steyen. wurde gegen das Dienstmädchen Luise Weigel von Nauheim verhandelt. Es wurde festgestellt, daß die Angeklagte aus einer verschlossenen Kassette gewaltsam 2.50 Mk. unb früher einmal in Wetzlar einem KrUuer 4 Mk., die angeblich offen , dagelegen hätten, gestohlen und daß sie ein, mit einem von ihr selbst ausgestellten Zeugnisse versehenes Dienstbuch ihrer späteren Herrschaft ausgehunoigt hatte. Sie wurde deshalb oon dem Gerichte, das einerseits ihre Jugend — sie ist noch nicht 18 Jahre alt —, die Unerheblichkeit des gestohlenen Gutes und die durch die Fälschung erlangten .Bor- teile und anderseits ihre bei Ausführung ihres Vergehens bewiesene Raffiniertheit sowie ihre wiederholten kriminellen Vorstrafen berücksichtigte, zu einer Gejamt-Ge- fängnisstrafe von zwei Monaten, zwei Wochen und eine Woche Haft, die als durch die Untersuchungshaft verbüßt anzufthen ist, verurteilt. — Tie von Bernhard Trapp von Worms gegen das Urteil des Schöffengerichts Alttnstadt eingelegte Berufung — er war wegen Diebstahls zu einer Woche Gefängnis verurteilt,worden — wurde wegen Nichterscheinens desselben kostenfätlig verworfen. — Daraus wurde unter Ausschluß der Oessentlich- keit gegen den noch nicht 18jährigen Wich. Henkel von Lauter wegen Verbrechens gegen § 176, Pos. 3 Str.-G.-B verhandelt. Ter Angeklagte wurde wegen der abscheulichen Rohheit feiner Handlungsweise in einem Falle gegen ein Familienmitglied seines Lehr Herrn gerichtet, in Anbetracht der vielen Vegangeiischafteu einerseits, feines Geständnisses andererseits, zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 2 Jahren 4 Monaten verurteilt. — Der wegen Diebstahls oft vorbestrafte Franz Kubitz sch eck aus Statters- dorf in Niederösterreich ist wiederum des Diebstahls beschuldigt. Er hat einem Schlafkollcgen Uhr und Geld gestohlen. Trotz hartnäckigen Leugnens ü verfuhrt, wird er wegen Diebstahls im strafrechtlichem Rückfall — unter Einbeziehung zweier Vorstrafen — mit 4 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht bestraft. — Ter Schmied Andreas Langwasser, ein offenbar zu Unsittlich,ketten hinneigender Mensch, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit bereits einmal vorbestraft, roiro trotz heftigen Bestreitens seiner Schuld des Verbrechens gegen § 176, Pos. 3 Str.-G.-B. überführt und zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt. — Schließlich hatte sich Ludwig Köhler van Homberg wegen Bedrohung und Körperverletzung zu verantworten. Es wurde durch das Geständnis des Angeklagten und die Vernehmung von Zeugen ermittelt, daß der Angeklagte am 15. April d. I. — angeblich ärgerlich über einen Streit Vogels mit seinem Vater — ersteren in einer Wirtschaft zuerst gröblich beleidigt und dann mit den Worten: „Wenn Tu raus gehst, stirbst Tu" bedroht hatte. Als Vogel die Wirtschaft mit Wießner und Seitz verlassen hatte, fing der Angeklagte Streit auf der Straße an, schlug mit einem dicken Prügel Wießner das Schlüsselbein entzwei, trat ihn, wie er ohnmächtig hingesunken war, und schlug auch auf Seitz. Tas Urteil lautete wegen der Bedrohung des Vogel und der Verletzung Wießners auf 6 Monate 1 Woche Gefängnis, bezl. des Seitz wurde das Verfahren eingestellt, da mangels Beweises zu Gunsten des Angeklagten angenommen werden muß, daß er diesen mit einem ungefährlichen Werkzeug mißhandelt habe, und ein Strafantrag nicht gestellt war. () Darmstadt, 4. Dez. Dor dem Schwurgericht stand heute der 24jährige Valentin Moldrzyk aus Wald- Michelbach unb feine 43jährige Ehefrau. 1895 kam Moldrzyk nach Wcttd-Michetbach und gründete sich ein Geschäft; er lernte dort seine Frau kennen, die schon längere Zett ein dort früher von ihren Eltern betriebenes Manu- sakturwarengeschäst betrieb. 1897 heiratete er und übernahm das Geschäft, welches jährlich ca. 10000 Mk. Umsatz brachte. Im Frühjahr ist das Geschäft zurückgegang n sovaß Einfluß hat die Übersiedelung vor allem auf die Pensio-1 Eingangspforten der großen Gasanstalten Morgen für nate in der Potsdamer Straße ausgeübt. Unter den Stu- Morgen Hunderte von Frauen und Kindern mit Handwagen, bierenben der Hochschule für Mu.tt fanden sie nämlich ihre — - — "" meiften Pensionäre. Tie schlanken Amerikanerinnen mit der Notenrolle ober bem eleganten Violinkasten sinb jetzt mehr ober weniger verschwunden; auch der dunkellockige Jüngling mit dem blassen nervösen Gesicht, dem breit* krämpigen Schlapphut darüber, und dem nachlässig über Die Schulter gehängten Havelock wandelt nur noch selten durch jene Gegenden, die vordem sein Berliner Hauptquartier bildeten, Eafs „Austria", der Sammelpunkt der musikalischen Seelen vor und nach den Hochschulstunden, hat eine ganz andere Physiognomie bekommen: der Schauplatz ist nach Charlottenburg verlegt! Von den Pensionaten sind manche natürlich mit in die neue Gegend übergefiebelt, wo seitdem die Baulich mehr als rege geworden ist; denn auch Mufikalien-Handlungen, F-arbengcschäfte rc. sind dort draußen jetzt ein Bedürfnis geworden. Hätte sich die Pottb-mer Straße nicht im Laufe der Jahrzehnte zu einer der Hauptadern des weltstädtischen Lebens entwickelt, der Verlust wird ihr wahrlich fühlbar werden. So indessen gleicht ein einziges Jahr alles aus. Die plötzlich hereingebrocheue htalfe, die den Kohlenhändlern und Eisbahnpächtern wie eine Schickung des Himmels erscheint und von unserer sportlustigen Jugend mit durchaus ähnlichen Gefühlen betrachtet wirb, ist bei den augenblicklich noch immer schlechten Industrie-Verhältnissen für unsere ärmere Bevölkerung eine bittere Zugabe. Das Heizmaterial ist nicht billig trotz der vorhandenen Wasserwege, unb warm muß das Stübchen doch fein, wenn die Winter-Misere überhaupt ertragen werden soll. Tie sommerlichen Spargroschen srno bald dahin, wenn überhaupt welche da waren. Da heigt's, billig ein laufen! • ‘ •" ' 1 i in aller Herrgottsfrühe vor den zu erreichen ist. . , , . Die alte Hochschule für Musik war bekanntlich in der Potsdamer Straße auf einem Gr und stuck, das ursprünglich im Privatbesitz war, und einem Sonderling als ^terntoarte sowie sür allerlei phantastische Experimente gebient hatte. Ihr künftiges Schicksal ist noch unentschieden. Brahm, der das „Deutsche Theater" in übernächster Saison an Paul Lindau abgiebt, wollte hier mit einem Konsortium von Finanzleuten einen neuen Theaterbau erstehen las>en. Aber bie Millionen, die der Bauplatz allein kosten soll, haben > überhaupt welche da ben Plan wieder zum Scheitern gebracht. Eliten wesentlichen I lind so sieht man bann Nr. 2R7 Drittes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 6. Dezember IDOS s» /Xa AM el A ää den, hessischen Landwirt W J M M M W M W M KL W M die Post Ack. 2.—viertel- tne Siebener zamilien- kJ ® ® H g EAjr W W p* W gfl WKW Jr M jäbrl. ausschl. BesleNq. blätter viermal tn der W W ISr @ W W Annahme von Anzeigen sää w 6cneral=2Imeiacr 67 ääss-» Redaktion, Expedition v den volil. u. allgem. Teil -LZ- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ^rrnlDVf(t)anlrt)ln6'Jft51. ___________________ ______________________ ___,______ s777777^ 853 eu den elegantesten stet» vorrÄtg. Geschw.Aron Korsetten-Hans Seltersweg 89. GieSBen. Seltersweg 89 Wir empfehlen al» letzte Neuheit: Frack KorwPtt* (gerade Form), Reform- und Sport-Kornett* Gü’ t-Ko-Mott* fflr Damen mit star em Leib und Hüften ( niet And«- und Niihr-Knreef - • nneh Hrztlicher Vorschrift Kinder-Korsetts und Geradehalter in allen Formen. F'imer füh-en ein grosses Lager in Unterröckrn, ron den einfachsten bi» Bekanntmachung. Im nächsten Jahre soll wieder eine Anzahl armer fkrophttlöser Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad- Nauheim behufs Gebrauchs einer Badekur auf Kosten der Sparkasse untergebracht werden. Es ergeht an diejenigen Bewohner de? Svarkassen- bezirkS Gießen, welche solche kranke Kinder haben, aber nicht in der Lage sind, die Kosten selbst bestreiten zu können, die Aufforderung, sich bei ihrem Pfarramt der betreffenden Bürgermeisterei zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugnis abzugeben, in welchem die Notwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. ES können auch solche Kinder berücksichtigt werden, welche bereits aus unsere Kosten eine Badekur durchgemacht haben, falls dies ärztlicherseits für notwendig gehalten wird. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien werden gebeten, die einlausenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung der Mittellosigkeit der betreffenden Eltern bis znm 15. Dezember L I. hierher einzusenden. Später kintausende Meldungen können nur dann berücksichtigt werden, falls rechtzeitig angemeldete Kinder ausfallen sollten. — Bemerkt wird noch, daß Kinder unter 3 Jahren, sowie Knaben über 14 und Mädchen über 15 Jahre in die Anstalt nicht ausgenommen werden. Gießen, 24. November 1902. 8297 Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen: __________________Wiener.___________________ Bekanntmachung. ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß auch im laufenden Jahre eine Prämiierung von Dienstboten VcS Sparkassen - Bezirks stattfinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und LogiS haben und sich über gute Führung durch Zeugnisse auSweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahr abgesehen werden, wenn der Dienst- mt9tritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung deS Haushalts oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. ES werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen aus eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgesordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eine? etwaigen Sparkassenbuchs bei unserer Kaste oder der Bürgermeisterei deS Wohnorts bis znm 15. Dezember l. I. zu melden. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. 8215 KDmlMWMU Gemäß 8 50 deS Statuts hat die Wahl der Vertreter zur General-Versammlung alle 3 Jahre stattzusinden, und muß sonach, da die letzte Wahl am 13. Dezember 1899 stattgesunden hat, dieses Jahr Neuwahl eintreten. Von Seiten der Kastenmitglieder sind 148 und von Seiten der Arbeitgeber 74 Vertreter zu wählen. Zu diesem Zweck haben wir für die KaSSeniültglieder Wahltermin auf Mittwoch den 10. Dezember l. I., von mittags 12 Uhr, bis abends 8 Uhr, im Kassenlokale, Lud- wigstraße 12, und für die Arbeitgeber auf Donnerstag den 11. Dezember L J^ nachmittags von 2 bis 6 Uhr ebendaselbst anberaumt und laden wir die Interessenten zu diesem Wahlakt höflichst ein. Wählbar, sowie wählen können von den Kastenmitgliedern solche, die da? 21. Lebensjahr überschritten haben und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. 8346 Der Vorstand. Giessen - MviehlMte in JojÄ Indem ich darauf aufmerksam mache, daß infolge billigerer Sticklöhne die Preise meiner in Kindcrspielwaren sind eröffnet. Grosses Lager and reizende Neu la eite an in gekleideten Puppen^elenkpnppen, Bälgen, Bfiütcia Möpfeia u. dergl. Eigene Nepüraturwerkstätte für Puppen! Unsere diesjährigen grossen Weihnachtsaussteilungen F*ockstraBB3 14. 7982 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Darmstädter Zuchtviehmärkte im Jahre 1903 auf nachverzeichnete Tage fallen: 6., 20. Januar, 3M 17. Februar, 3., 17., 31. März, 14., 28. April, 12., 26. Mai, 9., 23. Juni, 7., 21. Juli, 4., 18. August, 1., 15., 29. September, 20. Oktober, 3., 17. November, 1., 15., 29. Dezember. Darmstadt, den 1. Dezember 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt. Morneweg. 8428 Kirchstrasse 2. An der Stadtkirche. Carl Ludwig Leib empfiehlt »eine Neuheiten in Bilderrahmen Bildern Spiegeln Malvorlagen. Neuvergoldungen von Spiegel- und Bilderrahmen bei billigster Preisberechnung. echten "MZ MM »M eine wesentliche Ermäßigung erfahren haben, halte ich mein reichhaltige? Lager in diesem Artikel von einfachster bis elegantester Ausführung für Leib- und Bettwäsche besten» empfohlen. 884 kmiM io. J". Kaan jr. 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Patho?, der Triumph der Leidenschaft, der durch alle seine Werke klingt, kommt in der knappen dramatischen Form zu besonder? eindringlicher Wirkung. Boeck, Dr. Kurt, Durch Indien in? verschlossene Land Nepal. Ethnographische und photographische Studienblätter. Mit 36 Separatbildern, einem Panorama und 240 Abbildunaen im Text, sämtlich nach photographischen Aufnahmen oeS Verfasser?, sowie einer Kartenskizze. XVI u. 320 S. Le^.-Dktav. In elegantem Leinenbond. 10 Mk. Leipzig, Ferdinand Hirt & Sohn. — In spannender Form, die Unterhaltung mit der Beleh- rung in glücklichster Weise verknüpfend, giebt der Asien- ceisende Dr. Kurt Boeck in diesem Werke die Quintessenz seiner Beobachtungen in Dritisch-Indien wieder, denen er aber sofort als d'nkbar interessantesten Gegensatz seine Eindrücke in dem vielen kaum dem Namen nach bekannten Himalaja-Königreiche Nepal anreibt, einem für Europäer so gut wie verschlossenen Lande, das zugleich der einzige von den Engländern wirklich ganz unabhängige Staat in Ostindien ist. In den 277 von Dr. Boeck photographisch aufgenommenen Illustrationen führt der Verfasser die be- merkenswertesten Vorkommnisse seiner vier großen Reisen in allen Teilen Indien?, einschließlich Birmas, Ceylons and diese? geheimnisvollen, mit Tibet nahverwandten Lande? Nepal vor. In zwanglosem, oft humoristisch, ja selbst satirisch gefärbtem Plauderton, aber stet? mit eckt wissenschaftlichem Endzweck knüpft er hieran eine Fülle von Mitteilungen, die schließlich ein vollständige? Bild aller für da? größere Publikum interessanten Kulturver- hältnisse de? modernen Indiens entrollen. Nicht nur für Männer und Jünglinge aller Stände, sondern auch für Damen, die neben dem gefühlswarmen E"Elerten und einer oft ungemein spannenden Handlung die in schmackhafte Hülle eingebetteten wissenschafilickien S-ckHtze zu würdigen wissen, wird die? prächtig und vornehm auögestattete Buch jederzeit ein hochwillkommene? Geschenk von bleibendem Werte sein, zumal bei unS in Hessen angesichts der bevorstehenden großen Jndienreise unsere? Groß- herzogS. Luther al? Erzieher. 1.—5. Tausend. (VI, 208 S.) Berlin, Martin Darneck 2 Mk. — Die Eigentümlichkeit dieses anonym erschienenen Lutberbuche? in Vergleich zu a nderen liegt darin, daß der Verfasser die Grenzen seiner Darstellung einmal weiter und einmal enaer gezogen hat. Weiter, indem er LebenSgang und Gebens- werk de? Reformator- auS dem Rahmen der kirchlichen und religiösen Bewegung seiner Zeit hinausgehoben und in den der politische, sozialen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bestrebungen uns erer gährungsreichen Epoche ein gezeichnet hat: enger, indem er unter Verzicht auf Vollständigkeit in der Detaildarstellung und da? für die heutige Welt Wissenswerte au? der Entwickelung Luthers und da? für tm? heutige Menschen auS einem Werke Bedeutsame ausgewüblt und in populä-e Form ge- gosien hat. TuS Buch verdient ein echtes Volksbuch zu werden. —tt— Im Verlag der I. C. HinrichS'schen Buchhandlung in Leipzig erschienen, herauSgegeben von Dr. Hugo Winckler, »Die neuentdeckten Gesetze HammurabiS, Königs von Babylon, lllm 2250 v. Ebr.) DaS älteste Gesetzbuch der Welt. Mit Abbildung de? Steindenkmals/' <00 Pfg.) Wohl die wichtigste Urkunde, die bisher auS der assyrisch-babvlonischen Kultur aus un? gekommen ist, wird hier behandelt. Hammurabi, der biblische Amraphel, der al? Zeitgenosse Abraham? genannt wird, hat um 2250 v. Ehr. regiert. In etwa 280 Paragraphen enthält die fast tadellos erhaltene, in Susa gefundene Stele eine Gesetzsammlung, die über die verschiedensten Verhältnisse de? Recht? wie de? staatlichen und bürgerlichen Leben? systematisch aeordnete Aufschlüsse giebt. Dem Historiker, Juristen, Orientalisten und Ethnologen wird durch diese? iuriS eine Fülle von Einblicken in die Entwickelung des altorientalischen Kulturleben- eröffnet. Für den Theologen bildet da? nni gefundene Gesetzbuch einen wichtigen Kommentar zum Alten Testament. »Tie Blütezeit der deutschen politischen Lyrik von 1840 6i? 1860 behandelt Ehr. Petzet in einem Z. tm Erscheinen begriffenen, von uns bereit? wiederholt erwähnten Werke (Verlag von I. F. Lehmann in München). Ta? 4. Jahrzehnt de? verflossenen Jahrhunderts ist sowohl in politischer wie in litteraturgeschick'tlicher Beden tun a von großer Dichtigkeit. Der Preußen-König Friedrich Wilhelm TV., der bekanntlich damals regierte, erfüllte in keiner Beziehung die Hoffnungen, die man bei seinem Regierungsantritt auf ihn gesetzt hatte. Er wollte Berlin zu einer Metropole der Künste und Wissenschaften machen, wählte aber die Leute schlecht auS, die er nach Berlin zog. Tie Unzufriedenheit be? Volk«-? gab sich immer lauter und lauter kund, und die Dichter waren eS, die durch die Sprache der Po-sie die Anschauungen be? Volkes verbreiteten. Unter biesen Einflüssen entstand Nikolaus B-cstrS Nheinlied: „Sie sollen ihn nicht haben'" Weitere Titfiter, die den Rhein verherrlichten, waren Hoffmann von Fallersleben, H-rwegb, Dinaelltedt und Prutz. De b-deutendsten unter i^nen sind Herwe^h und Dinaelstedt. Von den Werken (H-stgenannten müllen besonders erwähnt werden die Gedichte eine? Lebendiaen", vmi b*nen be? Lehteren die Lieber eine? kosmopolitischen Nachtwächter?" und andere Li ober, die ihm stet? eine Bebentung unter b-n Dichtern sichern werden Von Robert Tnth verdient bindere Be» achtung sein Drama: „Die politische Wochenstube^b Aber auch Heinr. H e in e und Emanuel Geibel waren polll'lche Lyriker, und sie behandelt Debet in der so-^en iur Aus- aabe gelangten 3. Liefe-ung seine? Derk'?. Manche lieder- llohe junge Dame wird erschrocken sein, wenn sie von Vetzet vernimmt, daß das von tausend Unschuldslippen lo gern gesungene „U n d dräut der Winter noch s o sehr", mehr ein politische? Lied als ein FrüblingSgesang ist. Ausführlich werden endlich in der vorliegenden Lie- fenmg die österreichischen politischen Dichter jener Jahre behanb-lt, die in unserem Nachbarreiche einst einschluaen wie mächtige Wellen. Anastasius Wrün, Nik. Lenau, ^r. Grillparzer -e. ?e» sie alle waren auch große volitische Lvr'ker, die der Erbitterung über die inneren Zustände des Vaterlandes je nach Temperament irtmifthen oder leidenschoftlick"w, klaaenden oder zornmütigen Ausdruck o^ben. Von allen diesen und zahlreichen anderen noch -ntwirsl Petzet kurze, ab-- trign.inte Charakteristiken. atissÄ < TT3:^4^=7T#,.-!S3 M Ä. •j^;: ,;«j »«*>§?¥/« MWM Grosser Weihnachts Ausverkauf von Bahnhofstr. 29 Ausverkäufe Fon Samstaff den 6. bis Mittwoch den 24. Dezember d. 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