Nr. 234 Zweites Blatt. ISS. Jahrgang Montag 6. Oktober 1008 Erscheint täglich außer Sonntag-. Dem Dteßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Samilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Notattonsdruck u. Verlag der B r ü h l'jchen ttnwers.-Buch-u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adrefie für Depeschenr Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Eichener Anzeiger M General-Anzeiger 67 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Ve»«a»prei», i- vormittag» 10 Uhr^ KetlenpretS: lokal ILPs, auSwärt» 80 Pfg. veraatwoetlich: für den poItL a. allgem. teils P. Witiko: föw „Stadt und fianb* und .DerichtSfaal^t L uri Plato: für den Anzeigenteil: Han» Beck. Politische Wochenschau. Wir leben in der Jahreszeit der Parteitage. Zuerst versammelte sich in Mannheim das Zentrum, sodann strömten die deutschen Sozialdemokraten nach München, die deutsche Volkspartei tagte in Offenburg i. B-, die Freisinnige Vollspartei in Hamburg, die Lhristlich-So- zialen sahen sich in Siegen und der nationalsozrale Parteitag findet z. Z. in Hannover statt. Dort erstattete der Sekretär der Partei, Dr. Maurenbrecher- Berlin, den geschäftlichen Jahresbericht, der int allgemeinen einen Fortschritt in Agitation, Organisation und Presse hervorhebt. Er konstatierte auch eine günstigere finanzielle Entwickelung, hält aber int Hinblick auf die bevorstehende Reichstagswahl bedeutend größere Geldmittel für dringend erforderlich. Matt nahm ferner zwei Resolutionen an, von denen die erste den Parteitagsbeschluß betr. die Bekämpfung erhöhter Getreide» ölle dahin erweitert, daß auch der Kampf gegen solche Handelsverträge zur Pflicht gemacht wird, dessen Grundlage höhere Getreidezöl le als die heutigen vertragsmäßigen sind. Tie zweite Resolution protestiert gegen den Versuche der Reichstagsmehrheit, durch eine ungeheure Erhöhung der Bi eh - und Fleischzölle den breitesten Volksschichten die Fleisch- nahrung fast zur Unmöglichkeit zu machen. Man beschloß auch in Verbindung mit dem nächsten Vertretertag die Abhaltung eines wissenschaftlichen Kursus über national- soziale Politik und Gesamtanschauung. Tie Zolltarifkommission hat die zweite Lesung beendet, ohne die Differenzen mit der Rerchsregierung zu verringern. Man hielt die Mindestzölle für Vieh und Fleisch, die erhöhten Getreidezollsätze und die Beschlüsse wegen des Inkrafttretens des Tarifs trotz des Widerspruchs der Regierung aufrecht und nahm auch den kleri- lalen Verwendungsantrag — wenn auch mit knapper Mehrheit — an, obschon sich Staatssekretär Frhr. v. Thiel- mann unter Hinweis auf die düstere Finanzlage energisch dagegen gesträubt hatte. Heftige Zwistigkeiten giebt es auch in unserem Nachbarstaate Oesterreich-Ungarn. Wochenlang haben in Wien die beiden Ministerpräsidenten über den Ausgleich verhandelt, teilweise unter Mithilfe des Kaisers; aber schließlich ist Herr v. Stzell schmollend nach Budapest zurückgereist, ohne daß eine Verständigung erzielt war. Nun hat sich natürlich umgehend Herr v. Körber über die Leitha bemüht. Bon Budapest wird angekündigt, daß die dort zu führenden Verhandlungen nur von kurzer Tauer sein werden, weil sie sich auf die Entgegennahme von Erklärungen beschränken sollen. Die Aeußerungen Budapester Blätter über den Stand der Ausgleichsfrage lauten pessimistisch ES handell sich eben nicht allein um finanzielle Fragen, sondern in erster Linie um einen Zolltarif, bei dem die Interessen von Landwirtschaft und Industrie „gleichermaßen berücksichtigt" werden sollen. Und das ist ungefähr so leicht wie die Erfindung des Perpetuum Mobile oder die Quadratur des Kreises! Italiens Beziehungen zu Frankreich sind seit einem Jahre dank dem Umschwünge, der mit dem Flottenbesuch in Toulon ein setzte, häufig Gegenstand der Erörterung in der politischen Presse und in Zeitschriften gewesen. Ter „Extratour", die Gras Bülow auf die leichte Achsel nahm, ist der Besuch in St. Petersburg gefolgt, und trotz allem besteht der Dreibund nicht nur weiter, sondern, er ist auo) unter den alten Förmlichkeiten erneuert worden. Und nicht nur dies, er hat auch eine ganz ungeahnte Erweiterung erfahren. Tas verrät uns em funkelnagelneues Preßunternehmen in Wien, daS das Menschenmögliche leistet, um Sensation zu erregen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wir erfahren durch das neue Blatt aus Paris — selbstverständlich, „von diplomatischer Seite" — ein „großes Geheimnis", daß nämlich König Viktor Emanuel in nicht ferner Zeit den Präsidenten der Republik in Paris besuchen und daß dieser dann den Besuch in Rom erwidern wird. Wo hier das Geheimnis stecken soll, wissen wir nicht, aber das ist auch nicht die Hauptneuigkeit. Die besteht darin, daß der P a p st zum — Dreibund gehört! Wenn nämlich Präsident Loubet nach Rom kommt, dann bricht die französische Republik damit den „Boykott, den der Vatikan über das italienische Königshaus verhängt hat". Ja, so fragt mit Recht die „Köln. Volksztg.", was hat denn das mit dem Treibunde »u thun? „Ernste Kreise" wissen es: „Loubet wird die Romfahrt über kurz oder lang antreten, und damit wird nach der Ansicht ernster Kreise der stärkste Schlag geführt werden, den der Dreibund bisher auszu- halten hatte." Eine Demonstration Loubets gegen den Vatikan kann doch nur bann ein Schlag gegen den Dreibund sein, wenn Vatikan und Dreibund aufs engste mit einander verknüpft sind. „Ernste Kreise" behaupten jenes, da muß also wohl auch dieses wahr sein! Nach manchen Gehässigkeiten vernimmt man aus England auch wohlwollende Stimmen zu dem Hilferuf der Buren. So treten im „Daily (Apreß" verschiedene Verteidiger desselben auf, darunter der Allerweltsjournalist Stead, der der Ansicht ist, daß «die englische Regierung nichts besseres thun könne, als den Buren sofort 30 000 000 Pfund Sterling zu leihen. Nach einer Meldung der „Financial News" wird Chamberlain ein Gesetz im Parlament einbringen, welches die Ermächtigung zur Aufnahme einer Anleihe von 30 Mi II. P f d- fürTransvaal enthält. Damit sotten die von den Buren seinerzeit ausgegebenen Obligationen zurückgekauft und im Interesse des Gemeinwohls nötige Arbeiten bezahlt werden. Die Beitraas- leistung Transvaals zur Kriegs st euer solle drei vis vier Jahre lang zurückgestellt werden, dieselbe dürfte aber im Maximum 50 Millionen nicht weit überschreiten. Da die drei Burengeneräle auf ihrer Sammelreise auch Berlin berühren, möchten sie auch eine Audienz beim deutschen Kaiser haben. Daß sie dabei irgendwie Tank auszusvrechen beabsichtigten für gute Dienste, die ihnen die deutsche Politik während chres Frecheitskampfes geleistet hätte, ist nicht anzunehmen angesichts der amtlichen deutschen Politik diesem Verzweillungskämpfe gegenüber; wohl aber scheinen sie dem deutschen Volke, das ihn stets mit seiner wärmsten Sympathie verfolgt hat, zuliebe dem deutschen Kaiser huldigen zu wollen. Und nun tragt, um die obigen guten Eindrücke möglichst schnell zu verwischen, die englische Regierungspresse, die Person des Kaisers anzugreifen, weil er sich gestattet, den drei Generälen, die doch bekanntlich vom König von England und Londoner Volk aufs freundlichste empfangen worden sind, eine Audienz zu erteilen. Es ist bemerkenswert, daß gerade die namhaftesten Regierungsorgane in England diese neue Hetze gegen den deutschen Kaiser betreiben, sie kompromittieren damit ihre Regierung selbst, die keinerlei Entlastung dadurch erfährt, daß unabhängige Blätter den anmaßenden und hochmütigen Friedensstörern auf die Finger ttopfen. Und noch von einer anderen Seite zieht man den Kaiser in grob-taktloser Weise in den Tagesstreit herein. Ties geschieht durch die Art und Weise, wie die «St. James Gazette einen baldigen Besuch deS deutschen Kaisers in England ankündet und begründet; der Kaiser wird da als nicht mehr noch weniger bezeichnet denn als — Geschäftsagent! DaS nur eine von den vielen groben, beleidigenden Geschmacklosigkeiten, denen man fett Jahren drüben jenseits des Kanals begegnet Da heißt es nun, eS fei ganz sicher, daß die Rundreise der Burengenräle durch, Deutschland von den großen Fabrik- und Handelsfirmen sehr Übel aufgenommen werde, und daß sie alles aufbieten würden, um deren Auftreten zu verhüten und alles zu verhindern, was die augenblickliche antideutsche Stimmung in England und in den britischen Kolonieen steigern könnte. den Kolonien fei diese deutschfeindliche Stimmung noch stärker als in England. Wir glauben, daß der Kaiser nicht nach England gehen wird mit dem ausgesprochenen Zwecke, für die deutschen Fabrikanten gut Wetter zu machen. Rußland hat ein soeben begangenes Erinnerungsfest seines treuen Vasallen Bulgarien durch offizielle Teib- nähme gehoben und verstärkt Es handell sich um eine Feier auf der Höhe des Schipkapasses zur Erinnerung an die Kämpfe, die vor 25 Jahren zwischen Russen und Türken in dem Gebirge ausgefochten wurden und für die Befreiung Bulgariens von der Türkei entscheidend wurden. Ten SDtittelpuntt der Feierlichkeiten bildete die Ein- wechung der russischen Gedächtniskirche und des russischen Klosters. Don russischer Seite waren zahlreiche Gäste eingetroffen: Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, Kriegsminister Kuropatkin, zahlreiche andere Generäle und Offfiziere, sowie Soldatenadordnungen und endlich, Veteranen, die vor einem Vierteljahrhundert mllgekämpft hoben. Es sollte eine reine russisch-bulgarische Feier fein; auch Rumänien, das damals mitkämpfte, war ausgeschlossen. 2er furchtsame Sultan besorgte, daß ein slavisches Verbrüderungsfest auf Macedonien hinübergreifen würde. Es gärt ja gerade jetzt so sehr bedenklich in Macedonien, daß selbst das inter- efjierte Bulgarien etwas dagegen thun zu müssen glaubte. Doch hat der russische Botschafter dem Sultan beruhigende Versicherungen abgegeben, Rußland wolle jede Störung des status quo am Balkan verhindern, wenigstens bis aus weiteres. Tie Vereinigten Staaten haben sich nun wirk» lich auf der Landenge von Panama festgesetzt. Ten Vorwand dazu gab ihnen ein Aar grifssver such kolmnbischer Aufständischer auf die neutrale Panamabahn. Die Vereinigten Staaten sehen sich als Bürgen der Neutralität und des ungestörten Betriebes dieser Bahn an und schallen nun dort'als die Herren, und zwar längs der ganzen. Bahn vom Golf von Mexiko bis zum Stillen Ozean. An beiden Enden, in Panama und Colon, liegen amerikanische Kriegsschiffe, von denen zahlreiche Truppen mit Geschützen aus geschifft worden sind zum Zwecke der Besetzung der Bahn. Die Regierung von Columbia hat gegen diesen Schritt der Amerikaner als Gewaltwillkür Einspruch erhoben, was aber die Amerikaner nicht hindert, auch über die columbischen Regierungstruppen als Oberbefehlshaber zu kommandieren. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Grünbera, 4. Oktober. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 15.48 bi§ 16.00 Mk., Korn 14.36 bis 15.00 M, Gerste 00.00 bis 00.00 Mk., Hafer 18.98 bis 14.90 ML, Erbsen 00.00—00 Ml., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00.00 Mk^ Kartoffeln 4Jto bis 0.00 Mk. Zolas Leichenbegängnis. Paris, 5. Oktober. Im Laufe des Vormittags wurde der Sarg mit der Leiche Zolas in der .Vorhalle des Zolaschen Hauses auf- gestellt. Unaufhörlich gehen Kranz- und Blumenspenden ein. Besonders bemerkt werden diejenigen der Familie Dreyfus. Ferner sind hervorzuheben die Kranzspenden der sinischen Studenten, der Vereinigung der ausländische Presse, des Vereins russischer Studenten in Paris, des Ämdvner Schrift- stellerllubs und viele andere. Schon um 12 Uhr beginnt sich eine dichte Volksmenge hinter der absperrenden Kette der Polizisten anzusammeln. In der Rue de Chateaudun nehmen Abordnungen fast aller in der Arbeitsbörse eingeschriebener Vereine Aufstellung. Sie führen eine silberne Palme mit sich, auf der die Worte „Germinal, Travial, F6condite" eingraviert sind. Bald darauf marschiert eine Kompagnie Infanterie auf, welche Zola die mttitärischen Ehren erweisen soll. Kommandorufe des Offiziers ertönen, die Truppen präsentieren, dumpfer Trommelwirbel erdröhnt, als der Sarg im Portal des Trauerhauses erscheint und langsam auf den Leichenwagen gehoben wird. Die ÖZ enge entblößt das Haupt. Unter lautloser Stille setzt sich der Leichenzug nach dem Kirchhof in Bewegung. Auf der Place de la Trinits und dem Place Clichy hatten sich die an dem Leichenbegängnis teilnehmenden Bereinsabord- nungen ausgestellt. Alle tragen rote Immortellen im Knopfloch und führen Kränze mit. Die Spalier bildende republikanische Garde präsentiert die Gewehre, als der Leichenwagen erscheint. Um 1.20 Uhr trifft der Zug auf bem Kirchhof ein. llnterrichtsminister Chaumie hält eine Ansprache. Er führte ans, der Tod Zolas verursachte in der ganzen Welt ein Gefühl größter Bestürzung. Italien, dem Zola durch Bande der Abstammung verbunden war, habe der Tod auf das Schmerzlichste getroffen. Ter italienische Unterrichtsminister Nasi habe ihn, Chaumie, ersucht, der Leiche Zolas die letzten ehrenvollen Grüße Italiens tu überbringen. Chaumie spricht sodann von den Verdiensten des Verewigten als Schriftsteller, welcher es als feine Hauptaufgabe betrachtete, die Blicke der Menschen auf das Elend und die Leiden der Enterbten hinzulenken. Schließlich erinnert der Minister daran, daß Zola sich weder scheute, Tadel und Beschimpfungen zu trotzen, noch sich vor dem wütenden Haß der Menge fürchtete, als er seine Stimme zur Verteidigung dessen erhob, was er für gerecht unb richtig hielt. Ter nächste Redner war Abel Hermant, welcher namens der Societe des Gents de Lettres das Wort ergreift. Als Dritter ergreift Anatole France das Wort und rühmt das litterarische Wirken des Verblichenen, der das soziale eieni) bekämpfte, wo er es antraf. Er erinnert an die Opfer, die Zola für die Gerechtigkeit und Wahrheit gebracht, und wie er denen entgegentrat, die einen Unschuldigen vernichten wollten. Darf ich ihre Lügen und Verbrechen, fährt der Redner fort, mit Stillschweigen übergehen? Das hieße Zolas heldenhafte Geradheit und Wahrheitsliebe verleugnen. Darf ich ihre Schande verschweigen? Tas hieße Zolas Ruhm verschweigen. Selbstsucht und Furcht herrschten im Schoße der Regierung unb zwangen ihr verderbliches Stillschweigen auf. Da schrieb Zola jenen wohlerwogenen, niederschmetternden Brief, in dem er die Fälschung und Pflichtvergessenheit aufdeckte, der ein Wutgebrüll und Tod es rufe der vereinten Parteien der Reaktionäre hervorrief, aber niemals konnte in jenen unheilvollen Tagen seine Standhaftigkeit erschüttert werden. Sein mutiges Wort war der Weckruf für Frankreich. Die Folgen jener That waren unberechenbar und führten zu einer sozialen Gerechtigkeitsbewegung, die nicht eher Halt machen wird, bis aus ihr ein neuer, aus größerer Gerechtigkeit und auf tieferer Kenntnis der Rechte aller beruhender Stand der Singe hervor geht. Redner führt aus, Frankreich sei dasjenige Land, in welchem diese großen Tinge zur Vollendung gebracht werden könnten, und schließt: „Wir wollen den Verblichenen nicht darum beklagen, daß er gelitten hat, sondern ihn beneiden. Er hat das Vaterland und die Welt geehrt und war einen Augenblick das Gewissen der Menschheit." Nachdem die Redner geendet, wurde der Sarg in die Gruft herabgelassen. Darauf schritten die Teilnehmer des Leichenzuges bei der Familie Zolas vorbei und verliehen den Kirchhof. Auf der Place Blanche kam es zu kleinen Zusammenstößen. Aus der Menge ertönten einige Pfiffe. Die republikanische Garde zerstreute die Menge. In der Rede des Unterrichtsministers Chaumie und Anatole France's bei der Leichenfeier Zolas riefen insbesondere jene Stellen, welche sich auf die Drehfus-Affaire bezogen, großen Eindruck und laute Beifallskundgebungen hervor. Nach der Leichenfeier brachte die Menge beim AuS- gange des Friedhofs dem Oberstleutnant Picquart und dem Advokaten Labori stürmische Ovationen bar. Labori hielt eine Ansprache, in welcher er sagte: „Wir haben für Recht und Gerechtigkeit gekämpft, wir werden weiter kämpfen." Bon den Sozialisten, welche rote Blumen im Knopf loche trugen, wurden dem Deputierten Jaurös auf dem Boulevard Clichie lebhafte Ovationen dargebracht. Tos veranlaßte Gegenkundgebungen der Nationalisten und Raufereien zwischen den beiden Parteien, doch wurde die Ordnung nicht ernstlich gestört. Der „Temps" berichtet, daß der Exhauptmann Alfred Dreyfus infolge einer neuen Unterredung mit der Witwe Zolas dem Leichenbegängnis beiwohnte und im Zuge mit bem ehemaligen protestlerischen Abg. Lalace unb dem Jnstitutsmitgliebe Gabriel Monod ging. „Echo de PariF' behauptet, Zola habe ein wert» volles litterarisch es Testament hinterlassen. Dasselbe befinde sich bei feinem Verleger Jasquelle in sicherer Verwahrung und werde demnächst veröffentlicht werden. — Die Subskription für ein Denkmal Zolas ergab bereits 16 437 Fr. Dreyfus sandte 300 Fr. Der Bildhauer Charpentier hat sich erboten, das Monument unentgeltlich anzufertigen. Charpentier hatte auch seinerzeit d:e Me- dattle, welche aus Anlaß des Zola-Prozesses geprägt wurde, modelliert. s 2 CB 5 8 s 3 er ge 4t <5 O 3 O CO Co R 3 c e rs c c* ra c er re <-t er er n 3 e n 3* o er 3 O -3- 3 8" ra o er e 3 8 s 5 >& er <33 3 c o er 3 C' cT L 3 3 O* 3 c5" e e o P 3 Co 3" S r>" er r» 3 Co '-e co $5 3 3-.p er er o 8 er ** er Z to 3 CP 8 IC 3 h 3 " *" CP OD 2 o 3 CP "* P — P o 3:a CP er> ' ^rr'p^ LZ er —• cv - 2 3 -3, D 'S* s o & r? 3 5TE g, rt <5 o" O' = tO o CO 3 ö)‘ ' u o 3 3 er -g T5 e* p 22, = 3 $5 ® rs er lÄ o 2T. Ä ra 3 3 ' 3 G? o' o" g S Z ssss 2. er 8 p ~ er — o 3. Co 1?~> »Cr? 3^ cz o 3 CP 3- ^3«S- S* 2 . S rT cocp n O? u 35 to •S' 1 C’ 5 Sü? 2. s 5 § «t » AL «i 3 -CP er 2 SS 3 g S- Ö.' h ♦? ^L3 «3~ £X _ p /? c^* ?Lff S*;» p mä®A5.«’2 ö *• c** o *4 ** O A o 5? ** - 2 3 2???S 3 erervr—e.^,3-3 CP 3 O"ß -. “s-SSFh ZLk^LZZ' r-rfH 2 er 2. ~ es 3 n G>‘ Sät « 2 - o « X » ga g-s 5 S< 5"^ =!<& 3 r» er — ,?8 “äF «& 3.cP o . . 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