Viertes Blatt. Samstag 5. Juli 1903 152. Jahrgang der bis dahin existierenden und zum Teil auch prosperieren» den Städtebund-Theater beweist. Was nun die kurhessischen Städte betrifft, so liegen die in Frage kommenden Städte Fulda und Hersfeld, Esch- wege wie Marburg durch ihre räumliche Entfernung wre ihre Eisenbahnverbindung nicht allzu günstig für das Pro- jekt eines Zusammenschlusses zum gedachten Zweck. Anders würde sich die Sache gestalten, wenn sich Gießen mit Marburg, Wetzlar, Friedberg und Bao-Nau- Heim zu einem Städte-Theater-Bund vereinigte. Marburg sah bis dahin in seinen Mauern alljährlich vorzügliche Verstellungen des Kölner Stadttheater-Ensembles. Toch sollen diese Gastspiele in Zukunft wegfallen, wie man hört, so daß Marburg für ein Städtebundtheater bezw. für die Ausfüllung einer in dieser Richtung vorhandenen Lücke zunächst in Betracht käme, ebenso Friedberg, während Gießen sein Stadt- und Bad-Nauheim ein gut geleitetes Sommer-Theater hat. Trotzdem wäre ein Zusammenschluß der Städte Gießen, Marburg, Wetzlar, Friedberg und Bad- Nauheim nicht von der Hand zu weisen, und vielleicht treten die St ad t v o r st änd e dem Projekt näher. Tas Theater-Ensemble kann eine ganzjährige Spielzeit haben, wenn wir annehmen, daß beispielsweise auf Gießen und Bad-Nauheim je drei Monate, auf Marburg, Wetzlar und Friedberg je zwei Monate Spielzeit entfielen. Tie Basis, auf der ein gut geleitetes Städtebund- Theater prosperieren kann, habe ich mir Vorbehalten, in einem weiteren Artikel eingehender zu besprechen. B. v. Bodenhausen-Cassel. Städteöundtsiealer.*) Allenthalben regt es sich in deutschen Landen, denn es gilt der darstellenden Kunst auch in kleineren Städten ein Feld zu eröffnen und wo dies anders nicht gut möglich, einen Bund von Städten zu schaffen, der mit vereinten Kräften das hohe Ziel anstrebt, den Bewohnern die besten Werke dramatischer Kunst zugängig zu machen. So hören wir von Städtebundtheatern in Oberschlesien, in Pommern, Holstein usw. usw., neuerdings auch von einem im preußischen Hessen geplanten derartigen Unternehmen. Auf dem hessischen Städtetag in Marburg hatte Schreiber dieses Gelegenheit, den versammelten Vertretern der ftüheren iurhessischen Städte auf Grund der Dr. Löwenseld'schen Ausführungen (Tr. L., Direktor des Schillertheaters in Berlin, ist der geistige Urheber und Mitbegründer der Städtebund-Theater-Jdee wie deren Verwirklichung) Vortrag über das, Wesen der Städtebund-Theater zu halten. Nr. 155 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familienblätter viermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bi. Brüh l'sche- Unroer|. Buch-u.Stei. binderet (Pietsch Erben) Reüakri^.. Expedition um Druckerei: Schrtlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. *) Unsere Leser wissen, daß wir für die Begründung eines oberhessischen Städtebundtheaters lebhaft eintraten, weil wir uns davon eine sehr wesentliche Besserung unserer Gießener Theuterverhältnisse versprechen. Wir haben nun Herrn Bodo von Bodenhausen in Kassel, der auf dem „Hessischen Städtetage" zu Marburg die Städtebundtheaterfrage beleuchtete, und der den Mitgliedern des Gießener Kaufmännischen Vereins als Rezitator bestens bekannt ist, gebeten, die Frage eines Städtebundtheaters. zu beleuchten. D. Red- des „Gieß. Anz." Bau einer Nebenbahn von Reichelsheim nach Fürth betr. 1 Da dem geplanten Bau der Bahn große Schwierigkeiten sogar aus den Interessentenkreisen entgegenstehen, beantragt der Ausschuß: den Antrag Schönberger für vorläufig erledigt zu erklären. Aüg. Häusel (nl.) ist der Ansicht, daß dieser Bahnbau, der das Gersprenz- und Weschnitzthal mit Weinheim verbinde, unbedingt gebaut werden müsse, zumal die Strecke nur 8,4 Kilometer lang sei und nur einen Kostenaufwand von einer Million Mark erfordere. Die Strecke Lindensels-Bensheim, die demnächst gebaut werden solle, biete keinen genügenden Ersatz. Abg. Schönberger (nl.) glaubt, daß bei dem Unternehmen kein Risiko vorhanden sei. Auch lägen Terrainschwierigkeiten nicht vor. Abg. Ripp er stimmt dem Vorredner zu, während Abg. Euler erklärt, daß Lindenfels unbedingt eine Bahn haben müsse, und dazu sei die Linie Bensheim—Lindenfels am meisten geeignet. Deshalb müsse diese Strecke zuerst gebaut werden. Abg. ,Haas-Darmstadt (nl.): Für Lindenfels müsse zuerst gesorgt werden durch die Linie Bensheim—Linden- fete; aber dies schließe nicht aus, daß man auch die Strecke Reichelsheim—Fürth bauen könne. Daß dadurch der Verkehr nach Mannheim gelenkt werde, könne man durch die Bahn Weinheim—Worms verhindern. Da die beteiligten armen Gemeinden die Geländeerwerbskosten nicht ausbringen könnten, müßte man hier die größeren Kommunalverbände heranziehen zu den Beiträgen. Er stelle den Antrag, den Antrag Schönberger der Regierung in wohlwollende Erwägung zu geben. 2lbg. Molt Han (Ztr.) erklärt, daß der Ausschuß lediglich aus dem Grunde dem Antrag Schönberger nicht zugestimmt habe, weil er verlange, daß den Gemeinden das Geld vom Staate vorgeschossen und später von den Gemeinden von feiten des Staats wieder eingezogen werden solle. Denn dies sei ja jedenfalls ein Novum. Daß das Projekt noch so wenig gefördert sei, daran seien die Gemeinden selbst schuld. Der Vorschlag, hier die Kommunalverbände heranzuziehen, sei zu begrüßen. Im übrigen werde er dem Antrag Haas zustimmen. Finanzminister Gnauth: Die Regierung sei mit dem Antrag Haas durchaus einverstanden. Was die beiden Linien Reichelsheim-Fürth und Bensheim-Lindenfels anlange, so fasse die Regierung ihre Aufgabe dahin auf, daß zuer,sti dafür gesorgt werden müsse, daß Lindenfels mit Personen- und Güterverkehr an das große Bahnnetz angeschlossen werde. Zu zwei Strecken könne Lindenfels keine Beiträge stiften und die Linie nach Bensheim werde von der Gemeinde mehr gewünscht. Zuerst müsse man den Kreis der Interessenten feststellen, ehe man an den Bau der Strecke gehe. Die Linie Reichelsheim-Fürth rentiere nach einer genauen Berechnung nur 0.9 Proz. Die Regierung habe deshalb nicht unrecht, toenn sie abwarten wolle, bis die Linie Lindensels-Bensheim gebaut sei und die Interessenten sich zusammengeschlossen und ihre Ueberzeugung von der Nützlichkeit des ltnternehmens deutlicher dokumentiert hätten als durch schöne Worte und Anträge. Alsdann hoffe er, daß man zu einem guten Endresultat kommen werde. Abg. Bähr (fr .w. V.) meint, daß bei der Linie eigenartige Verhältnisse vorhanden seien. Das fehlende Bahnstück sei nicht die einzige Dummheit der Regierung in ihrer Eisenbahnpolitik. (Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung.) Dem Antrag Haas werde er zustimmen, obwohl er keinen großen Zweck habe. Auch die oberhessischen Bahnen seien so unsinnig schön angelegt. Abg. Er ck (nl.): Die Strecke dürfe man nicht unaus- ;ebaut lassen, denn die Verhältnisse lägen ebenso, wie bei >er tvcherhessischen Linie Gedern-Lauterbach Abg. Heidenreich (nl.) ist ebenso von der Notwendigkeit des Bahnbaues überzeugt, zu dem auch die Interessenten beizutragen hätten, und meint, daß man auf den Bau der Linie Bensheim-Lindenfels nicht warten dürfe. Abg. Haas- Darmstadt (nl.) 'wünscht eine Erklärung des Frnanzministers, wie er sich zu der Beitragspflicht der größeren Kommunalverbände zu den Geländeerwerbskosten beim Bau von Nebenbahnen stelle. In Preußen seien dieKreise dazu verpflichtet. Finanzminister Gnauth erwidert, daß das Finanzministerium den Versuch machen werde, die größeren Kom- munalverbände zu einer solchen Beitragspflicht zu bewegen. Für die von den Abgeordneten Schönberger und Hetdenreich behauptete Rentabilität sei es bezeichnend, daß sich bisher für die Linie ein Privatunternehmer nicht gesunden habe. Auch die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft denke bis heute noch nicht daran, ihre bereits bestehende! Linie Reinheim-Reichelsheim bis Fürth ausZudehnen. Ebenso habe die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft nicht die Absicht, diese Linie in ihr Netz aufzunehhmen. Die Regierung wolle sich deshalb vorerst abwartend verhalten. Sodann wird abgestimmt und der Antrag Haas-Darmstadt: „den Antrag Schönberger der Regierung in wohlwollende Erwägung zu geben" einstimmig angenommen. Es folgt die Regierungsvorlage: die AVer? sionierung des Portvs betr. Der Ausschuß beantragt: Die Kammer wolle die Genehmigung erteilen, daß die Großh. Regierung mit dem Reichspostamt eine Vereinbarung wegen Zahlung einer Pauschalsumme für Portv- und Gebührenbeträge bez. der portopflichtigen, von Staatsbehörden und Beamten frankiert abzusendenden, nach Orten innerhalb des deutschen Reichs gerichteten Sendungen trifft, welcher Vereinbarung die aus Grund der stattgehabten Probeermittlungen rechnungsmäßig noch desmitio festzustellende Jahressumme zu Grunde zu legen ist, welche bei vereinbarungsgemäß neu vorzunehmenden Probeermittlungen fest- gestellt werden wird. Der Antrag wird debattelos angenommen. Als nächste Position erscheint auf der Tagesordnung die Vorlage über die Entschädigung für an Maul- und Klauens euch e gefallenes Rindvieh betr. in Verbindung mit einem Antr ag e Korell, die Erweiterung der bestehenden Seuchengesetzgebung auf die Maul-und Klauenseuche betr. Abg. Korell (fr. .w. V.) bedauert, daß alle Kosten die beteiligten Kreise tragen sollten. Davon müßte der Staat wenigstens die Hälfte tragen. Staatsminister Rothe giebt die Erklärung ab, daß die Regierung sich mit dem Antrag Schönberger nicht einverstanden erklären könne. Abg. Heidenreich (nl.) glaubt, es wäre besser, wenn die Antragsteller im Interesse des Zustandekommens der Vorlage ihre Anträge zurückzögen, denn man solle nicht fortwährend bei allen Gelegenheiten an den Staatssäckel appellieren. Die Abg. Bähr und Weidner treten für den Antrag Schönberger ein. Letzterer glaubt, daß, wenn der Bauer die ganzen Kosten tragen müsse, es besser sei, sie bekämen überhaupt das Gesetz nicht. Ministerialrat Braun bittet, auf die Ausführungen des Vorredners nicht zu hören im Interesse der hessischen Landwirtschaft. Wenn der Landwirt für gefallenes .Vieh entschädigt werde, so sei die Ausgabe von 20 Pfg. pro Stück Rindvieh wahrlich nicht zu hoch. Abg. Kühle r-Langsdorf): Er müsse hier eine Ange» legenhert zur Sprache bringen, über die man allerseits ungehalten sei. Der Gießener Professor und Seuchenlehrer Preuß sei nicht im stände gewesen, in Watzenborn und Steinbach die Maul- und Klauenseuche festzustellen, obwohl seine Studenten diese hätten konstatieren können. Jn- olgedessen sei der Bauer gestraft worden, allein der Prjo- essor nicht. Auch in anderen Fällen habe der Professor Seuchen konstatiert, wo sie gar nicht vorhanden gewesen eien, und er begreife nicht, wie die Regierung einen solchen Mann länger in einer derartigen Stellung belassen könne-. Obermedizinalrat Lorenz erklärt, daß das Vorhanden- ein der Seuche im Anfangsstadium sehr schw er zu kon- tatieren sei. Die Statistik ergebe nicht, daß die Seuche I Leiden doch auch verschiedene Städte des alten Kurfürstentums Hessen unter dem Mangel guter Volksvorstellungen oder geeigneter Interpretation klassischer wie moderner Meisterwerke. Die bisherige Versorgung des Kunstbedürfnisses in genannter Richtung konnten die kleinen ambulanten Theatergesellschaften nur unvollkommen ausführen, da die nötige Einschränkung in Bezug auf Personal, Antoren-Tantiömen wie Garderobe und Llusstattung natur» gemäß große Beschränkungen des Repertoirs zur Folge haben muß. Mangelhafte Einstudierung der Stücke mit oftmals nur einer einzigen Probe, mittelmäßige Kräfte tragen gleichfalls nicht dazu bei, das gebildete Publikum zu befriedigen und anzulocken. Was Wunder, wenn in Städten und Städtchen, wo die Kunst von Wandertruppen in gedachter Weise herabgewürdigt und zur Afterkunst ge» stempelt wird, die Gebildeten den Geschmack am Theater verlieren und den bombastischen Anpreisungen auf den Zetteln skeptisch gegenüberstehen. Tie Wohlhabenden, welche auf das Theater trotzdem nicht verzichten mögen, können — wenn die Lage und Eisenbahnverbindung des Ortes es gestatten — auswärts von den Vorstellungen nahe gelegener größerer Stadt- oder Hoftheater profitieren. Die übrigen Einwohner lassen Theater Theater sein! Nun ist es ja, wie ich schon Eingangs bemerkte, schlechterdings unmöglich, daß jede mittlere Stadt ihr eigenes Theater errichte. Was jedoch der einzelnen Stadt unmöglich, nämlich einer anständigen Theatergesellschaft ein würdiges Heim und geordnete Verhältnisse zu gewährleisten, das ist durch den Zusammenschluß mehrerer in Bezug auf ihre Bahnverbindung günstig gelegene Städte erreichbar, wie das Beispiel @ Zhfr A. Ä Bezugspreis: . rr AH V monatlich75Pf.,viertel. SiehenerAnzeigerSi ” tamkWvi • *» “S“S* Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Metzen SW ~।ji hiiimiiiiiu .im ■■■ ubi” zeigenteil: Hans Beck. Hessischer Zandtag. Zweite hessische Ständekammer. ■< 125. Sitzung. Darmstadt, 4. Juli. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 9i/2 Uhr. Am Regierungstisch Staatsminister Rothe (^z., Finanzminister Gnauth ^z., Ministerialräte Ewald, Braun und ©reihert, Obermedizinalrat Lorenz, Oberbaurat Klin- gelhöffer, Ministerialsekretär von Werner. Auf der Tagesordnung steht die R e gi e r u n g s - V o r - läge, Gesetzentwurf, die Nebenbahnen Bingen-Büdesheim und Hetzbach —Be erfelden betreffend. Der Ausschuß beantragt, der Vorlage zuzustimmen. Das Haus stimmt dem Anträge debattelos zu. Als zweite Position steht auf der Tagesordnung die Regierungsvorlage, den Bau des neuen Museums betreffend. Staatsminister Rothe: Der Ausschuß stimme der Vorlage, die von feiten der Regierung bei dessen Verhandlungen genügend begründet worden sei, zu. Werde die Vorlage, die 289 000 Mark erfordere, abgelehnt, so müsse in der Ausführung des Banes ein Stillstand eintreten. Aber aufgenommen müsse er später unter allen Umständen wieder werden, was alsdann voraussichtlich viel größere Kosten verursachen würde. Die derzeitige Fertigstellung des Baues fei eine wichtige Angelegenheit des Landes und er baue in dieser Beziehung auf die Einsicht des Hauses. Abg. Ulrich (Soz.) wird zwar der Vorlage zustimmen, hätte aber gewünscht, daß auch die geologische Landes-Anstalt in dem Bau untergebracht würde, sonst müsse man für die Zukunft daran denken, für diese ein eigenes Gebäude zu errichten. . Abg. Molthan (Ztr.) hält den Bau des Museums für nicht aufschiebbar. Durch eine Nichtbewilligung der Mittel werde die Regierung in eine ganze Anzahl von Pro- *effen verwickelt werden, oa sie bereits kontraktlich gebunden fei. Die Vorlage wird sodann einstimmig genehmigt. Als dritte Position erscheint die Regierungsvorlage, die innere Einrichtung des neuen Museums betreffend. Staatsminister Rothe führt aus, daß heute als erste Rate der Betrag von 265 000 Mark gefordert werde; insgesamt beliefen sich die Kosten für die innere Einrichtung des Museums auf 905 320 Mark. Er bitte das Haus, die erste Rate zu genehmigen. Ministerialrat Breidert: Die geologische Anstalt habe seither mit dem Museum in keinerlei Verbindung gestanden, sondern sei teilweise in gemieteten Räumen und teils in der technischen Hochschule untergebracht. Die Regierung habe nicht die Absicht, diese Anstalt in dem neuen Museum unterzubringen und in den ganzen Verhandlungen mit dem Baumeister sei davon keine Rede gewesen. Eine solche Anstalt sei in keinem anderen Staat mit einem Museum verbunden, eher lasse sich dies ermöglichen bei der kunstgewerblichen Anstalt. Wenn man jetzt noch die geologische Anstalt aufnehmen wolle, so müsse man noch einen neuen Stock auf den Bau setzen. So grundverschiedene Anstalten zusammenzuschweißen sei nicht angängig und zweckdienlich. Abg. Bähr (fr. w. V.) will ebenfalls von einer Zusammenlegung beider Anstalten nichts wissen. Man müsse den Bau so beschleunigen, daß der Ueberzug bald stattfinden könne. In dem alten Bau verschimmelten die aus- gestopften Vögel; auch die Bilder litten Not. Er verstehe zwar nicht viel von der Architektur, allein er meine, daß der neue Bau mindestens fünf Meter zu niedrig sei. Die Vorlage wird sodann einstimmig angenommen. Es folgt der Antrag Schönberger und Genossen, den Don der KabinetSkasse seither gezahlten Besoldungs- Abg. Frenay Gestorbene. Welter Bed. Himmel Höchste Temperatur am 4. bis 5. Juli 22,2° C. Nieorigste „ M 4. „ 5. „ 7,8° 6. Vermischtes Hoepkc. 1503 Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. Absolut bestes Mundwasser der Welt. Grosse Flasche Mk. 1.50, kleine Flasche Alk. —.85. beschränkt sich grundsätzlich daraus, junge Leute für das Maschmew» fach oder die Elektrotechnik auszubilden; eine Baugewerkschute rw also nicht damit verbunden. Die Leitung der Anstalt liegt m den Händen des in Fachkreisen bekannten Regierungsbaumeisters- den Unterricht in der Buchführung. Geh. Oberschulrat Nodnagel erklärt, daß die Regierung in dem Anträge eine gesunde Grundlage erblicke. Zeigten die Schüler Interesse, so könne Ersprießliches erzielt werden. Deshalb stimme die Regierung dem Ausschuß- stärker heranzuziehen, fo sei dies wvhl nicht angebracht im H-inbli ckdarauf, daß von allen anderen Staaten nur Hessen, Bayern und Maß-Lothringen derartige Entschädigungen antragr zu. Abg. Graf Oriola (nl.) erkennt an, daß in Langsdorf mit der Einrichtung der Langsdörfer Fortbildungsschule gute Erfolge erzielt worden seien; eine Generalisierung indes für das ganze Land sei ein schwieriges Problem. Abg. Wolf (fr. w. V.) begrüßt den Antrag des Ausstadt habe einstweilen dringlichere Aufgaben zu erledigen. Wegen Bcschlußunfähigkeit vertagt sich das Haus auf nächsten Donnerstag 10 Uhr. Schluß 71/2 Uhr. Nach einer Mitteilung des Präsidenten wird die offi- zielle Schließung des Landtags nächsten Freitag erfolgen. ♦ Emaillegeschirre und — Blinddarm enr- ü n d u n g. In englischen Blättern war behauptet worden, —0 res...... K krthitrrh dem Ausschußantrage zuzustimmen. Abg. Köhler-Langsdorf (f. w. V.): Abg. Backes sehe kn dieser Beziehung wohl zu schwarz. Kreisschulinspektor Lucius in Gießen sei in dieser Beziehung anderer Meinung. Sein Antrag sei wohl durchführbar, wenn. die Lehrer Fleiß und Liebe zur Sache zeigten. Abg. Korell (fr. w. 93.) vermißt seither auf dem Lande Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Realschule alsbald in die Wege zu leiten. Geh. Oberschulrat Nodnagel erklärt, daß für Groß-! Umstadt, das zwar für die Realschule besorgt sei, aber seine Volksschulen außerordentlich vernachlässige, erstens kein Be-1 dürfnis vorliege, die Errichtung einer Vollanstalt nicht ein- __ mal wünschenswert sei und drittens die Schulabteilung keine Möglichkeit sehe, eine Vollanstalt errichten zu können, denn / die Schulabteilung habe die Lehrer nicht dazu. Groß-Urn-1 5^ Seidenstoffe sä.» von Elten & Haussen, Krefeld. KWANNIA-JEI FE In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Der Ausschußantrag wird sodann angenommen. Bremen, 2. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Es folcst der Antrag Ohl, den Ausbau der Der Doppelschrauben-Postdampfer Großer Kurfürst", Kapitän p A HU r? Grr>k - Um 1 tadt ?u einer Ober-W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern Realschule öu Groß-umflaol zu einer 0 e r - s wohlbehalten in New-York angekommen. Realschule betr. 1 *-- Der Ausschuß beantragt: Dem Antrag zuzustimmen mit der Maßgabe, daß die Großh. Regierung ersucht werde, die Ausbauung der Realschule zu Groß-Umstadt zu einer Ober- * B u d a pe st, 2. Juli. Der I u w e l i e r A l ex an d er Erdei wurde in der vergangenen Nacht in der Nähe des Volksplatzes ermordet und gräßlich verstümmelt aufgefunden. Der in seinem Besitz gewesene Barbetrag von 2400 Kronen und Juwelen im Werte von 2000 Kronen sind geraubt worden. Die Polizei ermittelte in der Tischlersgattin Esther Peter die Mörderin. Sämtliche geraubten Pretiosen und eine größere Barsumme wurden in ihrem Besitze gesunden. ... ~uy. v v । VI«-. «v. ~.) wy^p. — - y------| -^Bombay, 2. Juli. Am Montag wurde in der Nahe schusses aufs wärmste. Die Antwort der Regierung sei so von Rampur ein Cis en bahn zu g durch einen Wirbel- ---------------— ...,x nut wie sie auch der gescheiteste hessische Bauer nicht besser stu r m u m g e w 0 r f e n. 13 Personen wurden ge- Bingen a. Rh. Das Rheinische Technikum, eme-ehranpau^ Käw. ÄÄ — A i™ "'V» m »*<. wu:. .*™i»-äs das Gesetz, die Besoldungen der Staatsbeamten Fredrich Krupp gehören laut dem Jahresbericht der Essener!. A , 3 l... ,. .. K;„ s«a von 1898 betr. . Handelskammer z. Zt.: die Gußstahlfabrik in Essen, das Der Zlntragsteller zieht den Antrag mit Rücksicht auf die I Kruppsche Stahlwerk, das Grusonwerk in Buckau bei Magde- vorgeschrittene Zeit zurück. bürg, die Germaniawerft in Kiel, 4 Hochofenanlagen, 3 Es folgt die Vorstellung der Mitglieder der Kohlenzechen, eine große Anzahl von Eisensteingruben in Großh. Hofmusik nebst Nachtrag dazu, die Aust LLm NachLst besserung lhrer Besoldungen betr. < nähme vom 1. April 1902 betrug die Gesamtzahl der auf Der Ausschuß beantragt: An Großh. Regierung das Kruppschen Werken beschäftigten Personen einschließ- Ersucheu zu richten: [ich 3959 Beamten: 43 083. Von diesen entfallen auf die 1. dahin zu wirken, daß btc Gehaltsoerhaltmssc der Essen 24 536. Nach der letzten der von Zeit Mitglieder der Hofmusik nach Gruppen und Dienst- ZeU auf den Kruppschen Werken veranstalteten Aufaltersstufen innerhalb jeder Gruppe geregelt werden; nahmen betrug die Gesamtzahl der Kruppschen Werksange- 2 den hiernach erforderlichen Besoldungsetat alljährlich hörigen (einschließlich Frauen und Kinder) in der Woche vom * budgetmäßig festzustellen und den nach Abzug der >14. bis 19. Mai 1900 147 645. summe °--bletb-nd-n Rest ol§ Staatszuschuß in den Staatshaushalt emzustellen. _ veranlaßt sein könnte, daß ein Partikelchen ab gesplitterter Abg. Frenay (Zentr.) glaubte anfangs, daß sich die ^sur eines Emaillekochgeschirrs in die Speise und da-- (fr m 5R^ ift küi!Petenten an eine falsche Adresse gewandt hatten, da sie feine durch in den.Blinddarm gekommen sei. Von fachmanni- Abgeordneter Koh le r - Langsdorf (sr. w.rst Beamten seien und aus der Großh. Kabmetskape bezahltfcf)er' deutscher Seite wird dagegen bemerkt, daß in zahl- BgSSÄ-S L SÄ® -. AL SSffÄti'Ä» Ä ......—.1—■ » —* M * edutiEn TOibtn. deren Folgekrankheit notgeschlachtetes Ruidvich wird Würden die unzulänglichen Emkommensverhaltmsie nicht ver- hätten^ Allerdings würden in den Vorbezeichnetw nach Maßgabe der Bestunmungen des Gesetzes Entschadi- ^siert, so werde auch die Leistungsfähigkeit darunter leiden, rpuen.^^utiui 9 gewendet, und das Pu- gung gewährt. 9 Die jetzigen Dienstbezüge seien bei den schweren 9(nforfc>e= tßäte Aleichfalls gut, nur solche zu kaufen, wenn Artikel 2—9 ^rben angenommen, ^ti^l mit der durchaus ungenügend. Deshalb sei der Ausschuß zu )ie nud) nicht unwesentlich teurer seien als minderwertige. 20^ a^dhtt ti. Idem Entschlüsse gekommen, einen Zuschuß aus der E>taats- Ware. Bei solcher splittere allerdings hier und da ein Äl^WchbcsiHer koste beantragen zu fallen. Die Pflege der Kunst sei auch Stückchen Emaille ab und vermöge bei unvorfiLMgem Effem .. 10 hat dre G^mnryea öltet Aufgabe des Staates. Man falle einen Besaldungsetat unter llmstanden seinen Weg in den empstEchm Blind- ®oren beimttagcnppffteam imb in das Budget aufnehmen. Es handle darm zu finden, wo es dann lebensgefährlich werden daß die Hälfte der Kosten der Staat tragen solle. Sodann sich hier nicht darum, neue Beamten zu schaffen, sondern ronnte. .. ;.z Aus Newvork wird der Ansschnßantrag mit: diesesoorgeschfagenen Aen- Jünger der Kunst, di- Not leiden, zu unterstützen, ®er Äaufmann 'tote bexung enge^nnnen. 1 ($raD0-) ^ stiftete vier Millionen für -in Rekonvaleszeutenheim. genehmigt. Schluß 2 Uhr. Attttags 4 Uhr Fortsetzung. Mgg. Kramer (Soz.) und Snhl-^-sr^>ng8dA^sy ' , ■■ — /cn T~, . (f. w. VH werden dem Ausschußantrag zustimmen. Letzterer «fiintft nnh ItliffPUfriinfL ^^^E°?sf^tzung.) wünscht eine Aufklärung der Regierung über die Weißheimer- NUNfl UHU Jpi||rH|UJU)U .Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 4 Uhr. . Interpellation und macht darauf aufmerksam, daß sich — Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: Tie neu ar* Am Regierungstisch: Staatminister Rothe, Exc. Geh. Generaldirektor Werner ein Ungewitter zusammen- rangieAe^Juli-Ausslellung imKunst-^alon.H er m es.am[pW™} Staden tog«. zu 'dem Theater, dann rat Weber. könne es auch Aufklärung verlangen. — Der Präsident ^homa, Äitz v. Uhde, Max Liebermann und Adolf Menzel |mi> Auf der Tagesordnung steht die Vorstellung her barQU^ aufmerksam, daß dies nicht hierher gehört. besonders zu erwähnen ^inzelwerke von P. Schönleber, A. Achen-- Gemeinde König, tadten, den zwischen der Grotzh. ' «Bitthan (nt) wird dem Antrag nicht zustimmcn, doch, Franz Eourtens, F. v. Lenbach, F. A. v. Kaulbach WaUH« Domanialverwaltungn^ der Gemeinde König- l dadurch eine neue Katego-ie °°n Beamte« Ä ZÜnW^DZ- ZWtz stadten geplanten -bZatöiausg) oerr. |für welche jährlich 12-—15000 Mk. erforderlich seien. Auch Ausstellung bietet einen interessanten und umfassenden Ueberblrck Der Ausschuß beantragt, die RePeriing^zu ersuchen, dendie Konseauenzen einer solchen Bervilligung nicht ab-,über die zeitgenössische Kunst. beabsichtigten Tausch be§ Nauheimer Oberwaldes gegen emen Mit demselben Recht könnten dann auch andere Teil des Kömgstadter Domamalwaldes nicht vorzunehmen. ü fommcn Querft fomme Mer der Hof und die Stadt AvSsilg MS dkU StSV-eSKMtsrfWrU dtt StM SWll. Ministerialrat Wil brand erklärt, daß der Wald nni)t Sarmrtabt Betracht. Aufgebote. in der Nähe der Gemeinde liege, sondern 7 Kilometer abseits; ~ Bäbr (fr w V) ist der Ansicht, daß, wenn die Am 27. Juni. Friedrich Thiele, Kutscher dahier mit Rum» daher sei die Verwaltung sehr kostspielig und es sei der des Softbeaters eine richtige wäre, die Hof- gunde Eronau in Röddenau. Am 30. Juni. Adolf ^teherrn dnngende Wunsch b« nut b-Kd-t' werden könne? Die Gesches- S'HK? Ä^e' zu tauschen uub zwar komme ^er m Betracht der ^genannte ec füt eine durchaus unzulängliche. Im ° Arthur Paul Gräfe, Kunstschlossermeister dahier mit Königstädter Dommralwald. Die Angaben der Gemeinde roerbc cr füc ben Antrag stimme. Louise August- Karotin- Wigandt hiersetdst. Kart Louis Esche,! Königstädt-n, st- würde dadurch benachteiligt, seien mch zu- ^taatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung -in Kommis dahier mit Klara Hedwig Fritzsche m Leipzig. .treffend. Der Ausschuß würde wohl zu anderer^Ansicht ge- Ermes Interesse an der Ausbesserung der Hosmusik habe «eboreue kommen sein, wenn er bei der Beratung einen Vertreter der dab sic mit Betriediauna von dem Ausschußantrag Am S3. Juni. Tem pchsbr-ms-r Georg Christ eine Tochter. Regierung zugezogen hätte. Erbitte, über die Vorstellungen ’lc mIt ^stiesigiing von -em .lusicgayamtagi (m Bahnarbeiter Hemrrch Reitz -m Sohn, Wrl- Legierung ö Kenntnis genommen habe. Helm Heinrich August. Dem Lokomotivführer Friedrich Thletmann ber buben Gemeinden zur TagEordnung uberzugchen. Abg. David (Soz.) hält die Bedenken des Abg. Pitthan ^e Lochte?, HUda Frieda Martha. Am 28. Juni. Dem Abg. Weidner (fr. ro. V.) halt den emgeschlagenen . Aber er glaube, daß man bei der Ge- Schneider Heinrich Ludwig Steinbrecher eine Tochter, Elly Elise SÄen* SC9m schäMührunIdeszoftheatersdenWeg nichtg°h°ns°ll° den Marie taOJta 91h Xriholb reon glaubt daß bei einem Tausche der Ausschuß Vorschläge. Man solle den Versuch machen, August Kehl ein Sohn, Hans Eduard. Am 1. Juli. Dem Berthold (^0g.) g , D J;7(jba§ Hoftheater auf eigene Fuße zu stellen; durch eine bessere Scheider Johannes Kern eme Tochter, Elly Elise Atarie. Am des Waldes, der die Gemeinde Komgstadten umschließe, viele Geschäftsführung müsse das Theater in die Lage versetzt 2. Juli. Dem Dachdecker Johann Jakob Pfeiff em Sohn, Hans. Str-ttigk-iten entstehen wurden und bittet deshalb, dem Aus-1 staatlichen Zuschuß seine Musiker anständig zu schußantrage zuzustimmen. . bezahlen. Ein Institut, das auch der heimischen Kunst dienen Am 27. Juni. Marie Brückmann, ^eb. Stohr, 53 Jabrr alt, Nach kurzer Debatte wird der Au-schußantrag abgelehnt a > Landsmanns so behandeln, Ehefrau des Maschinisten Johannes Bruckmann dahier. Am 28. und der Antrag Molthan und Genossen, die Vorstellungen P . ' V . ,-r o -« . Juni. Elise Fischer, geb. Werner, 73 Jahre alt, Rentnerm dahier, hnr Xpinh n9 Köniostädten und Nauheim vorerst für er- E es mit der Weitzhelrner'schen Oper geschehen sei K 30. Ium. Elise Katharine Elisabethe Weber, 1 SDlonat alt, der Gemeinden Komgstadten und ^tauyeim vorerst sur ^bg. Pitthan (nl.) meint, es mache im Lande emen Tochter des Bierbrauers Heinrich Weber dahier. Am 1. Juli, ledigt zu erklären, angenommen. schlechten Eindruck, wenn man hier Verpflichtungen der Stadt Ehristian Werner, 69 Jahre alt, Schreinermeister dahier. Am Es folgt der Antrag Köhler-Langsdorf, Umge- 3. Juli. Wilhelm Stroh, 20 Jahre alt, Tapezier dahier. staltung der ländlichen Fortbildunsschulen zu Morneweg (nl.) glaubt, daß auch nicht der Ackerban-Vorschulen betr. - Schatten eines Beweises erbracht sei, daß die Stadt Darm- r Der Ausschuß beantragt: An Großh. Regierung das verpflichtet sei, hier einzuspringen. Hierzu bestehe nicht N-chm »u richten, -m- allgemeine Erwei eiung des Fort- efne moraIiWe Verpflichtung der Stadt, blldungsschulwesens m dem Smne anzustreben, datz m den • - • Lehrplänen der Fortbildungsschulen die berufsmäßige Ausbildung der Fortbildungsschüler möglichst berücksichtigt und! demgemäß in Orten mit vorwiegend Landwirtschdft treibender I Bevölkerung auf den landwirtschaftlichen Beruf und in solchen mit hauptsächlich geroerbtreibenber Einwohnerschaft mehr auf das gewerbliche Unterrichtswesen Wert gelegt wird. Abg. Backes (nl.) hält die Vorschläge des Antragstellers vorläufig noch nicht für durchführbar. Wo die Verhältnisse indes so lägen mie in Langsdorf, ließen sich diese Einrichtungen treffen. Man solle diese Anregungen möglichst da berücksichtigen, wo die Fortbildungsschulen fast ausschließlich von landwirtschaftlichen Schülern besucht seien; im übrigen solle man im Einklang mit der Ansicht der Regierung mit Aenderungsversuchen vorsichtig sein. Deshalb bitte er, i c a s auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 751,6 751,6 751,9 21,9 18,2 15,8 9,5 11,9 11,4 49 76 85 WNW. W. SW. 2 0 1 i 16 bezw. 12 Pfg. für fe 2 Emzekportionen vollständig trinksertiger Bouillon. Man entferne die paraffinierte Heber* kapsel und löse eines der darin befindlichen Röhrchen mit kochendem Wasser auf; die so hergestellte Kraft- bezw. Fleischbrühe enchält alle Bestandteile einer natürlichen Bouillon und wirkt anregend auf Körper und Geist. Käuflich in Delikateß-, Kolonialwarengeschäften und Drogerien. 4876 Mau verlange ausdrücklich 81 AGGI’s Bouillon Kapseln und weise andere Marken zurück. -HUA ------ । ..................!!! .....71i' il 1 . mmwn ii ■■■■■! Sielbau Gießen. Zum Sielbau der Provinzialhauptstadt Gießen sind Arbeiten und Lieferungen für das Hauptabflußsiel, den Hauptsamruler A und den Regeusammler W 2 los weise getrennt oder insgesamt zu vergeben. Die Ausschreibung umfaßt: Los 1: Die Arbeiten und Lieferungen der nicht bauseitig beschafften Materialien für das Hauptabflutzfiel, den Hauptsammler A, die Unterführung bet der Etseubahubrücke, den Ducker unter der Wieseck, insgesamt etwa 1200 m Manersiel Profil 60/75 bis 156/195, 824 m Thonrohrkanäle von 25—40 cm Durchmesser ^«schließlich aller besonderen Bauwerke, Spül- und Einfteigschächte. Los II: Die Arbeiten und Lieferung der nicht bauseitig beschafften ^Materialien für den Regeusammler W 2, insgesamt etwa 2500 m Eemeutrohrkauäle von 20—90 cm Durchmesser -einschließlich der Spül- mlü Emsteigschächte. Beringungen und Angebotformulare ausschließlich der Zeichnungen können gegen porto- und bestellgeldsreie Einsendung von Mk. L50 für das Los durch das Sielbauamt Großh. Bürgermeisterei ,Gieße«, Zimmer 9h?. 6, bezogen werden. Ebendaselbst liegen ,sowohl die Zeichnungen wie sonstige Verdingungsunterlagen während her Dienststunden zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift „Avge- bot auf Herstellung von Sielbauteu" bis zum 24. Juli ix I., ^nachmittags 3 Uhr, bei den: Sielbauamt einzureichen, woselbst die eingelaufenen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber an genanntem Termine erfolgt. Die Angebote können auf die einzelnen Lose, sowie auf die Gesamtleistung erfolgen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. Juli 1902. 4900 Großherzoglrche Bürgermeisterei Gießen. i. __________________Mecum.____________________ Gascokes. Infolge Stadwerordneten-Beschlusses vom 10. April d. I. tritt eine PreisemähiM linieret ßostofeg ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes . ............. 1,10 Mk. 9jutz-Cokes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Of ens ch ach te passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracü, gang- barste Sorte...... 1^5 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracü .....1,30 Mk. Zu Wagenladungen von mindestens 36 Gentnern: Stückeokes.......1,05 Mk. Shrtzcokes 9h. 1.....1,20 „ Nutzcotes 9h. 2.....1,25 , Gei EMnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes.......1,— Mk. Nutzeokes 9h. 1 .... . 1,15 , Nutzcotes 9h. 2.....1,20 Für Cokes abnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Psg. pro Centner. Für Aufuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Ccutuer berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der Klmmkauf der terota von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alioestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor 9r«chfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. . Diese Firmen berechnen obenstehende Preise imserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch m Mengen unter 5 Centneru. Die Preise unserer Gascokes für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückvergütnng von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. April 1902. 3086 ________Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.________ DAfif TANA OVDTTD Seit 1838 bewährtes und > JhLm Xjlxi.ll U "M X Jti U * ■ klltes Erfrischungs- und Reinigungs-Mittel für Blut und bäftel Jede Flasche und Schachtel tragen den Namenszug des Prof. Girolamo Pagliano, Florenz, auf blauem Grunde. Zu haben in Apotheken. — General - Versandt für Deutschland: (Jarl Hnnnius, Hänchen. 3468 Bekanntmachung. Zwecks Anschlusses einer weiteren Maschine ist Sonntag den 6. d. Mts., von morgens 8 Uhr bis nachmittags 6 Uhr die Stromabgabe unterbrochen. Gießen, den 5. Juli 1902. Städtisches Elektrizitäts-Werk Gießen. I. B.: Reitz. 4909 Vergebung von Dachdeckerarbeit. Die zur Umdeckung von zwei Dächern auf Domanialhof Schiffenberg nötige Dachdeckerarbeit nebst Materiallieferung wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministerial- erlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausftrhrungsbeding- ungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem 9lmts- lokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 8. Juli L I., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 30. Juni 1902. Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. 4795 L. 37/02. Samstag, den 5. Juli 1902, nachmittags 6 Uhr, werden aufdemhtesigenOrisgericht die vor dem Namen der Elisabeth« Lenz II., Joh. V. Tochter von Klein-Linden, jetzt Ehefrau des Joh. Schmidt in Klein-Linden stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen Flur 22/6 — 992 qm Acker obersten Bachweg, links Chaussee, Flur 22/77 — 1269 qm Acker Schlangenzahl, öffentlich meistbietend versteigert werden. 4225 Gießen, den 2. Juni 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ Pferde- Versteigerung. Dienstag den 8. Juli, vormittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstall dahier vier ausraugierte Landgestütsbeschäler versteigert werden. Hierbei sind zwei 6jährige Belgier, die beiden anderen sind Oldenburger, welch' letztere nur unter der Bedingung des Abschlachtens verkauft werden. Darmstadt, 25. Juni 1902. Großherzogliche Landgestüts - Direktion, von Willich. 4739 he so lange Vorrat, zu bedeutend ermäßigte» Preisen bei Cl9 Carl Retter Schulstraße Ecke der Sonnenstr. - G äe khristm Wallenfels 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal Telephon 262 Gegr. 1826 615 empfiehlt: Feinsten Schweizer (Emmen- thaler) „ Edamer (Holländer) „ Fromage de Brie „ Camembert „ Delikateß-Rahm- „ Harzer Frühstück- „ Mainzer Hand- Hochfeine Thüringer Kümmel-Stangen in nur fst. Qualitäten, stets frisch. sr- 9 TchM Weinstube. Täglich frische 4715 ErUm-BmIe. Prima von der Kinzenbach er Mühle stets frisch zu haben bei 4143 Gustav Kenn, Liudeuplatz, im Laden. Kar! Skibkl, Lrallkfutnstr. 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Da!- md Hmdklssihck (Privatschule mit Pensionats in Marktbreit cu Main. HAUSISE-EJPOCME. Unthätiges Liegenlassen von Geldern zu 3—4% erscheint derzeit verfehlt!! SBiebec kam Gelegenheit zur sofortigen Ertaugnug grösster Gewinne 4557 bei begrenztem Risiko. Hochgestellter erfahrener Bankbeamte erbietet sich zur Erteilung von Rat und Leitung. Redaktion, Budapest, Postgafse 10, Mezz. 5. Die Reifezeugnisse berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. — Airsnahme-Alter 10—16 Jahre. 1525 Prospekte durch J. Damm, Rektor. Arbeitseinstellung der Zimmer- ui Mmr-Aselm in SlitL Arbeitswillige, nur tüchtige Gesellen, insbesondere Zimmerer, finden danernde Beschäftigung bei 55 Pfg. Stundenlohn. 10 Mart Reisekosten werden nach Aufnahme der Arbeit in Raten vergütet. 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