Nr. 155 Erstes Blatt. 152. Jahrgang Samstag 5. Juli 1903 ^-scheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamllien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VezugspreiSr monatlich 75 Pf., viertelB jäbrlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen inonatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf, auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für »Stadt und Land* und „Gerichtssaal*: Curt Plato; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Ab- Jean Falk, Vorsitzender. Engelbach, Sekretär. sich den für gesetzlichen Bestimmungen entspricht, und dürste e§ empfehlen, nur dieses zu benutzen. Das Formular tragt Stempel der Kammer und ro*rb von dem Sekretariat 10 Pfg. das Stück abgegeben. Die Nichtbcfolgung der ordnungsgemäßen Au- und Meldungen und die Unterlassung des Abschlußes eines schriftlichen Lehrvertrags zieht gemäß den §§ 108n u. 1504a G.-O. Geldstrafen bis zu 20 Mk. nach sich. Die Kammer wird die Befolgung der Vorschriften für das Lehrlingswesen durch einen von ihr eingesetzten Ausschuß für das Lehrlingswesen und durch von ihr ernannte Beauftragte überwachen lasten. Letzteren ist während der Betriebszeit der Zutritt zu den Werkstätten und Unterkunftsräumen sowie den sonst in Betracht kommenden Räumlichkeiten zu gestatten und Auskunft über alle Gegenstände zu geben, welche für die Erfüllung chres Auftrages von Bedeutung sind (§ 94 c der G.-O.) Darmstadt, 24. Juni 1902. Handwerkskammer zu Darmstadt. faßt wird. Mit Bezug auf die kürzlich gerügte Ansammlung von Schlamm und Straßen keh richt am Ende der Wiesen st raße teilt Bürgermeister M e c u m mit, daß nach Bericht des Stadtbauamts Srraßenkehricht nur zur Auffüllung von Vertiefungen verwendet sei, Schlamm aus Sinkkästen dagegen nicht abgelagert würde; er hchie veranlaßt, daß auch die Ablagerung von Straßenkehricht Wahlrecht und Wahlpflicht. Zu den für Zeiten der Wahlbewegung am meisten charakteristischen Erscheinungen gehört die Teilnahmlosig- keit weiter Volkskreise und zwar gerade derjenigen, welche durch ihre Bildung wie durch ihre soziale Stellung am meisten berufen wären, anderen den Weg zu weisen. Ein Grund dieser Erscheinung ist leicht zu verstehen: Gerade die Kernfrage des Wahlkampfes, die Frage der Vertretung egoistischer wirtschaftlicher Interessen, ist am wenigsten dazu geeignet, einen idealen Schwung zu erzeugen. Und die vielen unerfreulichen Erscheinungen, welche bei Wahlkämpfen hervortreten: die Zersplitterung und Verhetzung der Parteien, das Kleinliche des Kampfes u. dgl., daß muß gerade die Höhergebildeten und die vornehmer Gesinnten, in welchem politischen Lager sie sich auch finden mögen, am meisten von dem politischen Kampsplatze zurückhalten. Allein man muß die Frage aufwerfen: kann und darf eine solche Verstimmung auch das praktische Verhalten regulieren, ist sie ein sittlich ausreichender Grund, um sich der Erfüllung bürgerlicher Pflichten zu entziehen? Die Frage kann nur mit einem runden Nein beantwortet werden, und Sitzuvg der Stadtverordneten. Gießen, 4. Juli 1902. Anwesend Bürgermeister Mecum, der Beigeordnete Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Flett, Hanau, Haubach, Huhn, Jann, Keller, Kirch, Krumm, Löber, Loos, Orbig, Pirr, D'r. Schäfer, Schiele, Schmall und Wallenfels. Entschuldigt: Beigeordneter Georgi, die Stadtverordneten Dr. Fuhr, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Heichelheim, Helfrich, Petri, Heyligenstaedt. Bürgermeister Mecum giebt vor Eintritt in die Tagesordnung der Genugthuung über den Verlauf der Feier der Immatrikulation des 1000. Studenten Ausdruck; er könne feststellen, daß das Fest Anklang gefunden und gut verlaufen sei. Stadtvorstand und Bürgerschaft haben sich zahlreich beteiligt; der Rektor der Universität habe ihn beauftragt, seinen und der Universität Dank der Versammlung abzustatten unb seiner Freude über das zwischen Stadt und Universität bestehende gute Einvernehmen Ausdruck zu geben. Der Bürgermeister gab seinen Dank der Mirgerschaft gegenüber Ausdruck für ihre Beteiligung; er hoffe, daß die guten Beziehungen weiter bestehen und sich angesichts der bevorstehenden 300 jährigen Jubelfeier der Universität festigen; ec danke auch dem Komitee für die aufgewandte Mühe und A-cheit, sowie den Bierbrauereien und Handwerkern, die zum guten Gelingen des Festes beitrugen. Hierauf gelangt ein Schreiben des Stadtbaurats Schm an dt zur Kenntnis der Versammlung, worin derselbe mitteilt, daß er in den Vorstand der Kölner Jmmo- bilieiwcsellschaft eingetreten sei, und seine Stelle für den 30. September unter Verzicht auf Ruhegehalt kündige; er bitte nur, ihm schon mit dem 15. September zu entlassen, da für diesen Tag der Eintritt in seinen neuen Wirkungskreis gewünscht werde. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß der Beschluß hierüber später ge- Arbeit, und diese vollzieht sich niemals ohne Störungen und Hemmnisse und Verdruß und Verstimmung erregende Widrigkeiten, weil es im harten Aufeinanderstoßen der Dinge lund der Menschen eben nirgend etwas Unbegrenztes! und Vollkommenes giebt und geben kann, am wenigsten innerhalb der politischen Thatigkeit, wo die Dinge und Menschen am unvermitteltsten und gleichsam mit der breitesten Fläche aufeinander stoßen. Es ist begreiflich, ja es ist durchaus zu billigen, wenn der geistig Vorgeschrittene sich gegen derartige Widrigkeiten eine gewisse Schutzwehr schafft, indem er zu einem allgemeineren, von oen Tagesereignissen und Interessen weit entfernten Standort flüchtet, aber nicht dauerno, nicht dann, wenn der Augenblick seine praktische Mitwirkung fordert. In diesem, letzteren Falle hat Die Berufung allein en angeblich höheren Standpunkt, den man über den Dingen und über den Parteien entnimmt, keine Berechtigung mehr. Gewiß kann und sollte es für jeden immerfort Augenblicke geben, wo er sich auf einen höheren Standpunkt stellte, als auf die Zinne der Partei, das Dauernde der gegenwärtigen Erscheinungen überdenkend, sie in ihrer Gesamtheit zu übersehen sucht. Aber das alles darf nicht so weit gehen, daß die Stärke der Entschließung durch die Blässe des Gedankens angekränkelt wird, daß die angestrebte Objektivität ein Hindernis wird, mutig und affektvoll Partei zu ergreifen in den Kämpfen, ohne die nun einmal keine menschliche Höherentwickelung stattfin- den kann. Es ist in unserem hessischen Landtaaedie Forderung gestellt worden, daß das allgemeine Wahl recht ergänzt werden niüsse durch die allgemeine und gleiche Wahlpflicht. Der Gedanke hat sicherlich viel Sympathisches. Denn einmal würde auf diese Weise das Ergebnis der Wahl ein viel zuverlässigeres Bild von der Stimmung des Landes bieten als heute, wo die politische Leidenschaft durch die Enthaltsamkeit der besonneneren Elemente viele Vorteile hat, sondern es wäre damit auch eine gerechte Forderung erfüllt, weil Rechte und Pflichten sich immer gegenseitig fördern und ergänzen müssen. Nur der Gedanke, der Zwangsgewalt des Staates diese Pflicht anzuvertrauen, sollle außer Betracht bleiben. Denn die Ausübung einer so erzwungenen Pflicht würde moralische Uebel im Gefolge haben, sie würde aber auch den Staat, wie wir bereits gestern ausführten, mit einer Aufgabe belasten, die zahllose Unzuträglichkeiten im Gefolge hätte, von denen die Notwendigkeit einer ausgedehnten Kontrolle noch das geringste wäre. Das Ziel, das Bewußtsein der Wahlpflicht möglichst allgemein zu machen, kann nicht zwangsweise, sondern muß durch rein ethische Einwirkungen, auf dem Wege fortschreitender Erziehung erreicht werden. Ganz besonders kommen hierbei die Höhergebildeten in Betracht, auf welche die Verfechtung wirtschaftlicher Interessen nicht eine solche Einwirkung ausübt als in anderen Volkskreisen. Gerade ihre höhere Einsicht muß immer wieder nachdrücklich durch das Gefühl der sittlichen Verantwortung ergänzt werden. Goethe hat dafür eine ganz einfache Richtschnur des Verhaltens auf gestellt: „Was ist unsere Pflicht? Die Forderung des Tages." man darf hinzufügen: Gerade einen je höheren Grad geistiger und sozialer Kultur jemand erreicht hat und je leichter er deshalb durch Erscheinungen einer niedrigeren ethisch-sozialen Kultur berührt und verletzt wird, desto mehr erwächst chm die Pflicht solchen Stimmungen nicht nachzugeben, sondern sie von einem höheren ethischen Standorte aus zu überwinden. Friedrich Albert Lange, der .Verfasser der berühmten „Geschichte des Materialismus", die jeder fleißig studieren sollte, der es ernst yrit sich und dem Leben meint, hat einmal das schöne Wort ausgesprochen: Reichtum ist ein Amt. Man könnte ihm ein anderes zur Seite stellen: Auch Bildung ist ein Amt, d. h. sie legt dem, der sie besitzt, die sittliche Pflicht auf, sie nicht lediglich sybaritisch für sich und zur Steigerung der eigenen Genußfähigkeit zu verwenden, sondern sie soweit als möglich zum Dienst der Allgemeinheit ________M_,__R___, ... .... M v nutzbar zu machen. Dazu bedarf es praktisches ^rktbätigerjeingestellt werde. — Stadtv. Schwall bemerkt, daß der Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht/ daß dem Karl Retter zu Gießen die Konzession als Agent der Societe Anonyme de navigation Beige-Americaine (Red- Star-Linie) in Antwerpen erteilt worden ist. Gießen, den 4. Juli 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- ___________________v- Bechtold.___________________ Bekanntmachung. Betr.: Die Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens. Wir bringen hierdurch in Erinnerung, daß alle Lehrlinge, welche innerhalb des Großherzogtums eine handwerksmäßige Ausbildung erhalten, bei dem Sekretariat der unterzeichneten Kammer anzumelden sind. In gleicher Weise ist der etwaige Austritt eines Lehrlings aus der Lehre unter Angabe des Grundes anzuzeigen. Die Anzeige ist spätestens 4 Wochen nach dem Ein- bezw. Austritt auf vorgeschriebenem Formular durch die Lehrmeister zu bewirken. Die Zuuuugen haben für ihre Mitglieder am 1. Januar und 1. Juli j. I. ein Verzeichnis der ein- und ausgetretenen Lehrlinge ebenfalls auf vorgeschriebenem Formular bei dem Sekretariat einzureichen. Diese Anmeldungen muffen außer dem Namen und genauer Adreffe des Lehrmeisters enthüllen: a) Vor- und Zunamen, Geburtsort, Tag und Jahr der Geburt, sowie Wohnung des Lehrlings, b) Bezeichnung des Handwerks, in welchem der Lehrling auszubilden ist, c) Beginn und Dauer der Lehrzeit. Formulanen können unentgeltlich von deut Sekretariat der Kammer bezogen werden. Gleichzeitig machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß gemäß § 126 b der G.-O. die Lehrverträge schriftlich abzuschließen sind, sowie daß die Lehrmeister die Verpflichtung haben, der Handwerkskammer auf Erfordern den Lehrvertrag eiozureicheu. Wir haben ein Lehrvertragsformular festgestellt, das allen Kehricht nicht nur zum Füllen der Erdlöcher, verwendet, sondern anfgehänft worden sei. Karl Dorf eld von Wieseck beabsichtigt, an der Marburgerstraße, in dem Dreieck zwischen letzterer und dem nach Wieseck führenden Diebsweg ein Wohnhaus, in dem Wirtschaft betrieben werden soll, zu errichten. Me Bau- depntation hat beantragt, das Gesuch nicht zu befürworten, da das Gebäude zu weit von der Stadt entfernt zu stehen komme. — Stadtv. Pirr ist für Befürwortung des Gesuchs, da der Stadt keinerlei Kosten und Verpflichtungen erwachsen. — Bürgermeister Mecum entgegnet, daß ein Fluchtlinienplan für den Diebsweg nicht vorliege, man könne nicht wissen, wie sich später das Straßennetz in dieser Gegend stelle, auch müsse man später mit größerer Grundentschädigung rechnen. — Stadtv. Euler schlägt vor, für diesen Fall ein Abkommen mit dem Gefuchsteller zu treffen. — Bürgermeister Mecum erwidert, daß dann immer noch Bedenken wegen der Straßenfluchtlinie blieben. — Stadtv. Emmelius befürwortet das Gesuch auf Grund ihm vom Gesuchsteller gemachter Zugeständnisse. — Stadtv. Schmall bemerkt, daß die jetzige Richtung der Staatsstraße wohl nicht geändert werde, der Gesuchsteller verzichte auf Gas und Wasser. — Stadtv. Hanau glaubt nicht, daß die Genehmigung des Gesuches eine Kollision mit der später festzufetzenden Baufluchtlinie im Gefolge habe. — Stadtv. Schäfer macht auf die mit der Willfahrung des Gesuchs entstehenden Konsequenzen aufmerksam, er ist für Ablehnung, weil man dann allen ähnlichen Gesuchen stattgeben müsse. — Stadtv. Hanau weist daraus hin, daß man früher auf die äußere Frankfurter Straße bezüglichen Gesuchen auchstattgegeben habe. — Bürgermeister Mecum will der Stadt die Möglichkeit gesichert wissen, später möglichst breite, dem mit der Ausdehnung der Stadt zunehmenden Verkehr entsprechend bequeme und dem Luft- und Lichtbedürfnisse der Bewohner reichlich genügende Straßen zu bauen; er verweist hierbei auf das Provinzialsiechenhaus, bei dessen Anlage diesem Erfordere nis Rechnung getragen worden. Das Gesuch wird, nachdem die Stadw. Euler, Schaff st aedt und Haubach dessen Befürwortung empfohlen und Stadw. Kirch bemerkt, daß durch die Befürwortung des Gesuchs nicht auch die Bedürfnisfrage wegen einer neuen Wirtschaft bejaht fei, mit 11 gegen 10 Stimmen befürwortet. Das Gesuch des Kon r ad Rü bsam en um Erlaubnis zur Einrichtung einer Wohnung in feiner Feldscheuer in der Schwarzlach wird wegen zu großer Entfernung des' Gebäudes von der Stadt abgelehnt. Die Errichtung einer Militär schwimm an st alt am Wismarerweg wird nicht beanstandet. Dackdeüermeister Kröck sucht unt Verlängerung des linksseitigen Trottoirs an der Rodheimerstraße vom Schlachtk^us bis zu seinen Häusern nach Die Versammlung tritt der Ansicht der Baudeputation, daß ein Bedürfnis zur Anlage eines befestigten Bürgersteiges an dieser Seite nicht vorliege, bei — Stadv. Schmall weist auf die Gefährdung des Verkehrs vor dem Schlachthause an Markttagen hin; er halte die Hinzuziehung eines dritten Tier» arztes für nötig, damit die Untersuchung des Viehes rascher vor sich gehe; auch könne der Viehmarkt im Sommer eine Stunde früher eröffnet werden. — Bürgermeister Mecum bemerkt, daß der Bieberthalbahn wiederholt aufgegeben worden, an b-er fragt. Stelle langsamer zu fahren/ dies sei aber nicht befolgt worden. Die Anregung betr. Früherlegung des Marktdeginns werde er der landwirtschaftlichen Kommission unterbreiten. — Stadw. Hanau spricht sich auch im Interesse der rascheren Abfertigung bei oer Viehuntersuchung für Heranziehung eines dritten Tierarztes aus. — Bürgermeister Mecum erlkärt, daß darüber schon Verhandlungen stattgefunden; der hiesige Kreistierarzt habe sich dagegen ausgesprochen. Dem Gesuch des H. Boller um Benutzung eines städtischen Platzes neben seinem Grundstücke in der Frankfurter. Straße wird auf Widerruf und gegen Entrichtung einer Anerkennungsgebühr von jährlich 3 Mk. stattgegeben, desgl. dem Gesuch des Weichenstellers Ludwig Matern um Überlassung der Heu- und Grummeternte auf der früher Reis'schen Wiese an der Klinikstraße. Bürgermeister Mecum teilt mit, daß soeben auf das an den Kaiser anläßlich des Festes im Philosophenwalde gerichtete Huldigmtgstelegramm die Antwortdepeschje eingelaufen fei Dieselbe lautet: Seine Majestät der Kaiser und König haben die Meldung von der Immatrikulation des 1000. Studenten an der Universität Gießen gerne entgegengenommen und lassen den aus diesem Anlaß versammelten Bürgern der Universität und ötabt für den Ausdruck ihrer treuen Gesinnung bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl: Der Geheime Kabinettsrat. Im Auftrage: v. V a l e n t i n i, Geh. Dberregterung^rat. Dem Bäckermeister Carl Horn soll ein 100 Quadratmeter großer tzolzlagerplatz am Lutherberg zu denselben Bedingungen wie seinem Vorgänger überlassen werden. Bet der Lieferung von B a s a l t g r u s für 1901/02 mußte infolge Mehrbedarfs der vorgesehene Betrag von 1295 Mk. um 1167 Mk. überschritten werden. Der Mehrkredit wird bewilligt. Die vom Straßenbaumeister beantragte Anschaffung einer Handwalze für das Einwalzen von Kiesbanretten wird abgelehnt, desgl. die Beschaffung eines Fahrrades für den Straßenmeister, der Anschaffung eines Fahrrades sich das Personal des Stadtbauamts zum Preis von 165 ML zugestimmt iund die Lieferung dem Uhrmacher Schwab übertragen. — Stadw. Schmall will die zum Schutze gegen das Ueberfteigen in ihre Gärten von Privaten getroffenen Schutzvorrichtungen einer Prüfung unterzogen wissen; dieselben seien oft derart, daß sie Tiere und Menschen ße- en am } 4 Aus Kindt und Land. Gießen, 5. Juli 1902. — Ermächtigung zur Annahme von Orden. Der Kaiser hat folgenden Personen die Erlaubnis zur Anlegung ihnen verliehener hessischer Ordensauszeichungen ereilt, und zwar das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großniütigen dem Intendanten des königl. Theaters in Wiesbaden, Kammerherrn v. Hülsen, des Allgemeinen Ehrenzeichens dem Kammerlakaien F i l l i n g e r und dem Lakaien Hill mann, beide vom Hofstaat des Prinzen Heinrich von Preußen. * * Parlam ent arisch es. Die Erste Kammer der Stände wird Donnerstag den 10. ds. Mts. zusammen- reten. * * Finanzexamen. Dem im Frühjahr ds. Js. zu Darmstadt abgehaltenen Finanzexamen 1. Kategorie unterzogen sich 6 8 Kandidaten, von welchen nur 28 die Prüfung bestanden. Von hier bestanden mit gutem Erfolg Emil Kinkel, Gustav Mosig und Hermann Noll. * * Herr Geh.-Rat Oncken erschien zu unserer Freude heute persönlich auf der Redaktion, um uns davon zu überzeugen, daß seine kräftige Natur ein durch die außergewähn- rch hohe Temperatur der letzten Tage hervorgerufenes Unwohlsein vollkommen überwunden hat, und daß er zweifellos in der Lage ist, demnächst seine Lehrthätigkeit an der Universität wieder aufzunehmen. * * Als Tag der Abreise der Königin Wilhelmine von Schloß Schaumburg ist, wie aus Balduinstein gemeldet wird, der 13. Juli bestimmt worden. Die Ankunft des Prinzgemahls hat sich abermals verzögert. * * Die dem Verein „Edelweiß" zu seinem zehnjährigen Stittungsfest von den Frauen und Jungfrauen ge- tiftete Fahne ist bei dem Lieferanten derselben, Kaufmann Zuhr (Sonnenstraße), ausgestellt. * * Das Präser vcsalz. Nach einer Berliner Meldung hat Herr Geh. Medizinalrat Pros Dr. Liebreich ba5 von Schlächtern zur Konservierung des Fleisches benützte Präservesalz als ein ganz harmloses Mittel begutachtet. * *• Manöver der 21. Division. Die diesjährigen Mrd'eten, z. B. die mit Glasscherben gespickte Mauer am sDppenheimerschen Garten am Wallthor. — Stadtv. Krumm wünscht umfassendere Maßregeln gegen die Schädigung der Getreidefelder »durch Kornblumensucher. — Bürgermeister Mecum sagt diesbezügliche Erhebungen bezw.Weisungen zu. Die Verlängerung der Gas-und Wasserlei- tu n g nach den Praff'schen Häusern am Schiffenberger Weg wird genehmigt, die 255 bezw. 318 Mk. betragenden Kosten bewilttgt. Für die Fortsetzung der Wasserleitung nach der Schul- baracke auf dem Hamm werden 515 ML bewilligt, für die infolge der Sielbauten notig gewordene Verlegung der Gasleitung in der Licher und Grünberger Straße, sowie in der Steinstraße zwischen Eder- und Schottstraße 640 Mk. Die Abbruchs- und Maurerarbeiten zur Herstellung der früheren Maschinen- und Kesselhallen als Lagerplätze haben einen Mehraufwand von 47 Mk. (Voranschlag 1037 Mk.) erfordert, wogegen die Schreiner- und Scl) lass erarbeiten weniger wie veranschlagt erforderten. Die Arbellsverge- bung wird genehmigt. Dem Beitritt des Elektrizitätswerkes zur Vereinigung von Elektrizitätswerken wird auf eingehende Begründung des Bürgermeisters zugestimmt, desgl. der Ueber- nahme der Unterhaltung von Erbbegräbnisstätten der verstorbenen Wilh. Reiber Eheleute auf die Stadt gegen ein der Stadt zur Verfügung zu stellendes Kapital von 600 Mk. Der Wirtschaftsplan für die Waldungen der Stadt Gießen, der u. a. eine Einnahme aus Holz im Betrage von 88 550 Mk. vorsieht, wird genehmigt. Bürgermeister Mecum knüpft daran die Mitteilung, daß im Interesse der Erhaltung des Waldes für die nächsten Jahre mit einem geringeren Holzschlag gerechnet werden müsse. Der folgende Punkt der Tagesordnung betrifft das diesjährige Jugendfest. Wie Bürgermeister Mecum berichtet, Haben sich Direktion und Lehrerkollegium der höheren und erweiterten Mädchenschule ablehnend geäußert, auch in der Lehrerschaft der Volksschule sei das Fest auf Widerstand gestoßen. Der Bürgermeister befürwortet warm die Abhaltung eines Jugendfestes, da kein Grund vorliege, von den alten Herkommen abzustehen. Der Schulvorstand hat beantragt, das Fest am Mittwoch, den 13. August, abzuhalten. — Stadtv. I a n n erklärt, immer für die Jugendfeste eingetreten zu sein und die Arbeit für die Realschule übernommen zu haben, doch könne er sich denken, daß die große Arbeit einzelne Lehrer veranlasse, sich zurückzuziehen; er habe nur die Bitte, daß eine etwas größere Summe, etwa 60 Pfg. pro Kind, für Preise zur Verfügung gestellt werden möchte. — Stadtv. Krumm bemerkt, daß in den letzten Jahren sich gewisse Klassen von dem Jugendfest absonderten und es dadurch allmählig zu einem Fest für arme Leute werde; man solle es sich deshalb überlegen, ob man für die Folge das Fest halte; für diesmal stimme er dafür, das nächste Mal werde er es sich reiflich überlegen. — Bürgermeister Mecum erklärt, er würde es bedauern, wenn die Befürchtungen Krumms zuträfen; er bitte alle, in den betr. Kreisen für allgemeine Beteiligung zu wirken. — Stadtv. Hanau glaubt nicht, daß es so schlünmsei, wie Stadtv. Krumm es hinstellt, er habe die Ueberzeugung, daß sich alle beteiligen, in anderen Städten habe man erst in den letzten Jahren die Feste eingeführt. — Stadtv. Löber bedauert auch den sich geltend machenden Klassenunterschied, infolge dessen sich nur die ärmeren Klaffen am Feste beteiligen. — Stadtv. Jann glaubt, daß Krumm und Löber zu schwarz sehen, die Realschule habe noch nie gefehlt, auch das Gymnasium habe sich mit den unteren Klassen beteiligt. Die frühere Mischung der Kinder aller Schulen nach >Gleichaltrigkeit ließe sich allerdings nicht mehr durchführen. — Stadtv. Wallenfels will Niemand hindern, sich vom Feste zurückzuziehen und wenn die Lehrer die Leitung mcht übernehmen wollten, so sollte man dieselbe iu die Hände der Turner legen. — Bürgermeister Mecum bemerkte hierzu, daß Oberlehrer Hahn sich für die Abhaltung des Festes ausgesprochen und bereit sei, daffelbe mit zu leiten. — Auf Befragen des Stadtv. Haubach teilt Bürgermeister Mecum mit, daß die Direktton der höheren und erweiterten Mädchenschule aus pädagogischen Gründen und nach Umfrage bei den Eltern zu dem Entschluß gekommen sei, von der Beteiligung am Jugendfest abzusehen. Zur Abhaltung emes Festes mit den Kindern der eigenen Anstalt sei man indeß bereit. Eine frühere, auf die Anfrage des Oberbürgermeisters Gnauth ein- gegangene Antwort der Direktion der höheren und erweiterten Mädchenschule besagt weiter, daß durch Tellnahme der Mädchen am Festzuge dieselben allerlei Zudringlichkeiten, besonders von Studenten und anderen jungen Leuten ausgesetzt seien, dasselbe geschehe auch an den Spielplätzen, die Lehrerinnen seien wehrlos gegen die männliche Jugend. Die Rücksicht auf gute Sitte, Zucht und Ordnung habe viele Eltern veranlaßt, ihre Kinder vom Feste fernzuhalten. — Stadtv. 51 rumm meint, daß sich damit Eltern wie Lehrer das Zeugnis ausstellen, daß ihre Erziehungsthätigkett mangelhaft sei, und die Studenten müßten sich dagegen verwahren, den Kindern gefährlich zu werden. Angesichts tausender von Menschen werde die Sittlichkett nicht gefährdet. Er werde sich nicht zwingen lassen, seine Kinder vom Fest fernzuhalten — Bürgermeister Mecum, der sich im Allgemeinen mit den Ausführungen Krumm's einverstanden erklärt, bemerkt, daß von einem besonderen Fest für die höhere Mädchenschule auf städtische Kosten keine Rede sein könne; die Mädchen nähmen mit ihren Eltern an Festen teil, wo die Gefahren größer seien für die Kinder als bei dem Jugendfeste. Nach weiterer Debatte, in der Stadtv. Hanau empsiehlt, das Kuratorium der höheren imd erweiterten Mädchenschule zur Beteiligung zu veranlassen und den Kindern die Teilnahme am Fest nicht zu verbieten, und Bürgermeister Mecum vorschlägt, Umfrage bei den Eltern der Schülerinnen zu halten oder die Eltern zur Amneldung ihrer Kinder zu veranlassen, wird dem An- trag des Schulvorstandes entsprechend beschlossen. wurden gestern 12 Pfg. pr. Pfd. von den Händlern gezahlt, ein Preis, wie er lange nicht erreicht wurde. Die Ernte ist nicht so bedeutend wie in den Vorjahren. Bad-Nauheim, 4. Juli. (W.T.B.) Die zur Zeit hier weilenden amerikanischen Kurgäste sowie zahlreiche Amerikaner aus Frankfurt a. M. und anderen Plätzen Deutschlands begingen heute im Grand Hotel Kaiserhof die Nationalfeier (Independence-Day). Während des Festmahles hielt der amerikanische Generalkonsul in Frankfurt a. M., Herr Richard Günther, eine Rede, in welcher er ausführte: Es wäre die Zeit gekommen, da die Welt vor Achtung zu dem Heranwachsen der Vereinigten Staaten aufsehen müsse. — Seit der Beend igung des spanischen Krieges sei Amerika in die Reihe der Hauptmächte eingetreten und habe jetzt auch mitzusprechen. Früher mußte sich Amerika mit einer zweiten Stellung bei den Mächten begnügen, während England, Deutschland, Frankreich, Rußland, Spanien und Italien mehr mitzureden hatten, wie das große Amerika. Aber nach den Siegen bei Manila, Santiago und San Juan sei Amerika eine Macht geworden, die von den anderen Mächten voll anerkannt werde und kein Neid könne das auslöschen, was das amerikanische Heer und die Flotte geleistet hätten. Eingedenk der Worte des unsterblichen Abraham Lincoln: „Mlldchätig gegen Alle, ungerecht gegen Niemanden" handle Amerika und habe in diesem Sinne dem kubanischen Volke ein freies Kuba geschenkt. Obwohl Amerika keinen Krieg fürchte, noch scheue, so werde es doch lieber seine Lorbeeren im Frieden verdienen. Wir sind sehr fried- Verlobte verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog und Preisliste. Bedeutendstes und größtes Einrichtungshaus Mittel- und Süddeutschlands für alle Stande. 160 Zinnner-Einrichtungen wohnungsserttg, einschließlich Küche. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. Spezialität: Brautausstattungen in jeöcm Genre und Preis. Konturrenzlos in Auswahl, Form, Gediegenheit und Preis. 3789 fertig, wir wollen unser Land nicht ausdehnen, aber wir werden im allgemeinen Wettbewerb suchen, die gleichen Chancen zu erlangen, wie alle übrigen Handelsmächte. Wir |inb glücklich über das freundliche Entgegenkommen des deutschen Kaisers und wir haben gelernt, seine Energie, seinen Patriotismus, seinen guten Charakter und seine Ritterlichkeit zu bewundern. Er war es, der darauf aufmerksam gemacht hat, daß der Vorwurf, die Amerikaner laufen nur dem Dollar nach, ein ungerechter ist. Er hat klar gemacht, daß unsere Ideale sind: Menschlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Der Redner schloß seinen Toast mit einigen Versen, die darm gipfelten, daß das Land, über welchem das Sternenbanner weht, ein gewaltig aufstrebendes Volk trage, voll Arbeitskraft und mit einem unbegrenzten nationalen Kredit. Mr. Herbert Myrich-Springfield, der erste Veranstalter des großen Festes, ertlärte in der darauf folgenden Rede, die Amerikaner liebten Deutschland und kämen mehr und mehr dahin. Die Amerikaner gebrandeten als arbeitsame und aufstrebende Nation eine gute Gesundheit, denn eine solche mache ein tüchtiges Volk, und sie kämen deshalb gerne nach Deutschland, um sich hier bei einem gleichgesinnten uud tammverwandten Volke an den Heilquellen Deutschlands Körper und Herz zu stärken. Inzwischen waren Kabeltelegramme angelangt von den Gouverneuren der Staaten Massachusetts, New-Port, Illinois, Texas und Kalifornien. Aus Starkenburg, 4. Juli. Dem Standesbeamten eines bei Seeligenstadt gelegenen Nachbardorfes paffierte kürzlich in der Eile der Dienstgeschäfte das Malheur, das standesamtliche Aufgebot eines jungen Brautpärchens im Aushängekasten der Bürgermeisterei verkehrt anzuheften. Die Urkunde blieb auch einige Zeit in dieser Stellung. Die etwas abergläubische Braut schloß nichts Gutes daraus für ihren Ehestand und beschloß, von der Verlobung zurückzutreten. Der Bräutigam trägt sich nun mit dem Gedanken, den Standesbeamten, der den Irrtum beging, für das entgangene Eheglück regreßpflichtig zu machen. Groß-Umstadt, 3.Juli. Während der letzten heißen Tage wurde ein 22 Jahre altes Mädchen, die Tochter eines hiesigen Weißbindermeisters, im Felde beim Pflanzensetzen von einem Hitzschlage betroffen. Das Mädchen, dem ärztliche Hilfe sofort zu teil wurde, liegt noch heute krank darnieder. Mainz, 4. Juli. In Sachen der Rayonbeschränkungen äst soeben von dem Kriegsministerium eine wichtige Entscheidung hier eingetroffen, die wohl als Vorläufer der Beseitigung vieler Rayonbeschränkungen der Stadt angesehen werden darf. Auf ein wiederholtes Gesuch eines hiesigen Fabrikanten, auf einem Gelände, welches in dem jetzigen zweiten Rayonbezirk liegt und daher nur mit nichtunter- kellertem Fachwerk bebaut werden darf, ein massives, mit regulären Kellern versehenes Fabrikgebäude errichten zu dürfen, ist, nachdem das erste Gesuch von dem Kriegsministerium in Berlin abschlägig beschieden worden war, jetzt die Entscheidung hier emgetroffen, daß der projektierte Fabrikbau in der beabsichtigten Weise ausgeführt werden darf. Es erscheint selbstverständlich, daß das Kriegsministerium nicht allem diesem einen Fabrikanten diese Bauerlaubnis erteilen kann, sondern andere Baugesuche geradeso behandeln muß. fc. Gonsenheim b. Mainz, 4. Juli. Der hiesige Gemeinderat hat sich ganz entschieden geweigert, Bestimmungen über den Verkauf von leicht tuberkulösem Fleisch (sog. Freibankfleisch) zu erlassen. In einer Resolution an das Kreisamt heißt es, daß es unmoralisch sei, das Fleisch, welches die Wohlhabenden für ekelhaft und gesundheitsschädlich bezeichnen, für billigeren Preis den Armen zu verkaufen. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und der Nachbarstaaten. Gelandet wurde am 3. d. M. bei Mainz von einem Bagger meister an dem Neubau der Eisenbahnbrücke eine aufrecht im Wasser dahertreibende Leiche. Es war der beim Baden am Sonntag in Boden- Heim ertrunkene Schreiner Ehrhardt. — Am 3. d. M. wollte ein Mainzer Wirt oberhalb der Eiseubahnbrücke fischen; als er die Angel ausgeworfen, bemerkte er, daß etwas Schweres daranhiug. Es war eine männliche Leiche, die nur mit dem Hemde bekleidet mar. — Der Sohn achtbarer Eltern in 3)i ainz wurde am Donnerstag wegen Betrugs verhaftet. Es ist derselbe, der vor einigen Tagen mittels einer Zange das Schloß einer Arrestzelle öffnete und aus der Zelle eine Dirne befreite. — Der Fahrbursche eines Offenbacher Automobilbesitzers, der feinen Herrn aus Darmstadt abholen sollte, ist dort nicht eingetroffen und offenbar mit dem wertvollen Motor durchgebrannt. — In Darmstadt wurde eine Frau von einem Schutzmann angehalten, die einen Kinderwagen mit einem Kinde vor sich herschob, während ein zweites nebenher lief. Die Frau tarn aus dem Elsaß, und wollte ihren in Darmstadt bei der Artillerie dienenden Mann besuchen. r i Asphalt- Dachpappen, Asphalt - Isollr- DGUTQCh Platt9n» Patont-Falztafeln „KOSMOS“, " Holzcement, Lacke, Carbollneom, Asphalt- material aller Art, sowie fertige Asphaltlrungen preiswürdig bei A. W. Andernach in Beuel am Rhein. Muster, Prospecte, Preise postfrei und umsonst! - Zu haben iu Gießen auf dem Fabrittager bei Herrn Emil Horst, Riegelpfad. 175 Manöver der 21. Division werden sich vornehmlich im Gelände her Kreise Hanau, Gelnhausen und Büdingen abspielen. Die 42. Infanterie-Brigade (Regimenter 80, 81 und 166) hält die Brigademanöver vom 8. bis 10. September zwischen Hüttengesäß und Büdingen ab, die 41. Infanterie-Brigade (Regimenter 87 und 88) manöveriert zu derselben Zeit zwischen Bischofsheim und Heldenbergen. Die 21. Division hält vom 11. bis 16. September Divisionsmanöver ab, die im Gelände zwischen Vttbel und Gelnhausen stattfinden. Die Manöver des gesamten 18. Armeekorps- (21. und 25. Division) find 18., 19. und 20. September bei Büdingen statt. Tie 25. Division hält zuvor chre Divisionsmanöver zwischen Butzbach, Nidda und Friedberg ab. — Als Ruhetage sind vorgesehen: 7., 11., 14. und 17. September- fc. Aus Oberhessen, 4. Juli. Für Heidelbeeren ferne Verwunderung ausgesprochen. Es wird festgestellt, daß die solidarisch für alle Ankäufe in Leipziger Bankaktien verbundenen Mitglieder des Aussichtsrats sich an dem Jnter- ventionskonto mit einer Summe von 3 800 000 beteiligt hatten. Nach Aussage des (Bad^erfiänbigen Herrmann war dabei eine Spekulation geradezu ausgeschlossen. Der sachverständige Plauth meint, die Ankäufe seien im Interesse der Bank geschehen. Wie die Angellagten aussagen, ist das Jnterventionskondo nur eingerichtet, um den Kurs der Aktien zu regulieren. Sodann kommt abermals das Sepa-- rat-Vorschußkonto und die Frage der Fusion Kassels mtt einen Tochtergesellschaften zur Besprechung. Schmidt erwähnt in einem Schreiben vom 15. November 1900 die Fusion, und rechnet für die russische Gesellschaft eine Million Dividende heraus, für die französische 10 Proz., für die norwegische 20, für die italienische 15 Proz. Sachverständiger Plauth sagt aus, daß die Kasseler Trebergesellschaft niemals einen Gewinn erzielt habe. Es seien immer künstliche Gewinne geschaffen, zuerst durch Aktten-Verkäufe, dann durch Uebertrüge auf Tochtergesellschaften usw. Ter Vor- itzende meint, bei der niedrigen Bewertung der Tochtergesellschaften müsse Exner doch wissen, wohin die vielen Millionen gekommen seien. Er habe doch gewußt, daß das Attienkapital und die Reserve der Bank schon verloren gewesen seien. Weder Exner noch Gentzsch haben sich aber nach der Güte der Forderungen an die Tochtergesell- chaften erkundigt, und wollen durch die Bonität der üajfeier Garantien beruhigt gewesen sein. Der Vorsitzende fragt, ob das Geschäft mit den Kasseler Aussichitsräten für die Bank von Vorteil gewesen sei. Darauf erwidert Plauth, daß die Garantien der betreffenden Herren keine besondere Sicherheit geboten haben. Nachdem Plauth, Herrmann und Sieskind über die Forderungsabtretnng des Kasseler Auf- ichtsrats an die Bank sich im Sinne einer Schiebung geäußert haben, wird die weitere Verhandlung aus Samstag 9 Uhr vertagt. Trockene Flechten. »Ä _________________________ —__nissen, dagegen ist Odermeyer's Herba-Seife. Bepand:.: 90% Seife, 3% Arrnca, 2° 0 Salbei, 1,5 o arab. Wasserbecherkraut, 3,5% Hariikraut. Z. h.p.^-t. 1,25 Mk. in Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder vom Fabrikanten I. Gioth, Hanau, 4335 Der Leipziger Bankprozetz. XIII.. Leipzig, 4. Juli. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß bei der Bonk ein Konsortium zum Ankauf der Aktien der Leipziger Bank feit längeren Jahren bestanden f/abe. Demselben gehörten Amtliche Mitglieder des Aufsichtsrates an. Ihnen ist erst zu Beginn des Jahres 1901 befainu geworden, daß Exner 1900 bereits U/> Millionen unter Gutheißung des früheren Vorsitzenden des Aufsichtsrates Sachjenröder bei der Lotterre- ynb Darlehenskasse verpfändet hatte. Gentzsch hat barüter Man verlange überall: oeli's vorzügliche Kronen-Papier-Wäsche 1 ind achte beim Einkauf auf die nebenstehende Schutzmarke. Daeee § ^Fertige Särge, tannene und eichene, poliert, habe stets auf Lager und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. 4835 Justus Heck Schreinermeister, Asterweg 46. Harzer Roller «einigeKa^ narienhähne, fleiß. Sang., preisw. ab. J.Löbermann, Westanlage64. A. Reinig Budde’s W i U Schirme sind die besten, dauerhaft und preiswert Nur zu haben: Casseler SchlrmfabrLk Giessen, Selters weg v, gegenüber W. Wlrslg. ZN verkaufen Orchestrions bleibe« oben» Habe schönes Ketterer'fches Werk, für Konzert und Tanz bester geeignet als alle Saiten- Instrumente, jju verkaufen. Anzu- hören in meiner Wohnung. Ferd. Bauer, Jnstrumenten- tnacher, Wetzsteingaste 43, II. Altmes Wohnhaus ß Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Win«, Hof- Mlmnstraße 14.________________ Zweistöckiges Wohnhaus mit Stallung, Remise, großem Hof und Garten in schöner Lage aus freier Hand zu verkaufen. Näh, in der Exp. d. Bl. 3104 I uoch neuer Kindersitzwagen zu verkaufen. Klinikstraße 22. AstnfAWuche Streustroh raufe« «och 4799 Birkenstock & Schneider. Ankauf von Lumpen, Knoche«, Eisen, Papier und Metall, auch Bücher und Kleidungsstücke. Jakob Ncustädter, 02523 Wallchorstraße 46. Auf VAlangen wird abgeholt. Zu vermieten 2962] 5-Zimmerwohnung zu vermieten. Nordanlage 28. 4896] Kleine Wohnung zu vermieten. C. Steinhäuser, Neue Baue 17. 4894] Mansarde, 4 Zimmer mit Zubehör, per L August an ruhige Leute zu verm. Goethestr. 27. 4892] Beletage oder Parterre, 6—8 Zim., Bad, Veranda, Gas re., ab 1. Oktober zu verm. Ohler. 02919] 3-Zlmmermohnung per IL Aug. zu verm. Krosdorferflr. 5. 5-Zimmerw. an ruh.Familieper 1. Okt. zu o. Bismarckstr. 17, part. 4722] Freundl. 4-Zimmerwohn. per L Oktober zu vermieten. Boll, Grünbergerstraße 4. 4908] Zwei 4-Zimmerwohnungen mit Zubeh. und eine kLMansarden- wohnung per 1. Oktober zu verm. Näheres Liebigstraße 65, 11. 4923] Mansardenwohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, zu oer- mieten. Emil Lotz, Kirchenplatz.. In dem früher Lindeustruth- sche« Hanfe, Tiefenweg 13, sind auf L August zu vermieten: L eine größere Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Kammer, Speicher, Keller, Werkstätte u. gedecktes Holzlagerplätzchen, 2. eine kleinere Wohnung von 2 Zimmern und Küche, 3. ein mehrstöckiges Lagerhaus im hinteren Hof. Gießen, den 3. Juli 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Mecum._____4919 In meinem Hause Ludwtgstr. 6 eine mit allem Komfort der Neuzeit entsprechend eingerichtete 7-Zimmerwohnung per 1. Oktober d. I. zu verinieten. [4910 Fr. Jordan, Moltkestr. 28. 4922] Weserstratze 7, nächst der Nordanlage, eine schöne Vierzimmerwohnung im 2. Stock, mit Zubehör, per L Okt., auch früher, an ruhige Leute zu verinieten. Näheres Weserstraße 7, III. 4912] Plockstratze 12 u. 14 sind herrschaftliche Wohnungen per gleich und per 1. Oktober zu vermieten. Näheres K. Klees, Südanlage 18 und Plockstr. 14,1. 4928] Wegzuyshalber ist der dritte Stock memes Hauses per L Oktober zu vermieten. _ Louis Lotz, Bahnhofstr. 22. 4931] Kleines Logis zu oec» mieten. Steinstraße 67, IL 4936] Eine kleine Wohnung zu vermieten.________Neustadt 30. 4022] In dem neu erbauten Hause Liebigstraße sind noch 4-, 5- und 6-Zimmerwohnungen zu vermieten. Joh. G. Pfaff, ____________Bismarckstraße 32. Hans znm Alleinbewohnen neu und elegant hergerichtet, mit hübschem Garten, zehn Piecen, Badezimmer und Zubehör, 2 Verandas, per Oktober ev. auch früher Marburgerstr. 14 z. vermieten. Zu erfragen: Verlagsbuchhändler Koth, Marburgerstrasse 20. [3166 BeletW zu »Mieten. 3895___________Bergstraße 9. Ludwigstraße 52 Parterrewohnung mit 5 großen Zimmern, neu ausgestattet, und allem Zubehör sowie Gartenantell per sofort zu vermieten. [4228 4410] In schönster Lage 6—8-Zimmerwohiimg mit Vor- und schattigem Hintergarten per sofort oder spater zu vermieten. Auskunft Liebigstraße 46, part. Ludwtgstraße 32, Beletage, 8 Zimmer u. s. w., per L Oktober zu vermieten. 4620 Näh. Bahnhofstraße 26, H. 4812] Schöne 5 Zimmer, Mansarde, zum L Oktober zu verm. Näheres Löberstraße 8. 4740] In meinem Neubau Goetbestraße 57 (nicht 55) sind der Parterrestock, 4 Zimmer nebst Entresolzimmer und Veranda, die Beletage, 5 Zimmer u. Fremdenzimmer nebst Balkon u. Veranda per Sept, oder Oktober zu verm. Karl Hahn, Löberstraße 17. 55] Neuenweg 39, gegenüber von Schülers Garten, ist der 3. Stock, 7 Zimmer mit allem Zubehör per sofort zu vermieten. 138] Der mittlere Stock meines Hauses Südanlage 15 ist zu vermieten und sofort zu beziehen. ____________________A. Katz. 7—10 Zimmer, Liebigsir. zu vermieten. Näheres bei 982 Heinrich Carle, Bleichstr. 11. 2980] 3-Zimmerw. mit Balkon zu vermieten. Liebigstr. 68. Bismarckstr. 30 (Ecke Stephan- straße) elegante Fünf - Zimnrer- wohnung mit Zubehör per sofort zu verm. Fr. Kopp._______[3064 3336] Die seither von Herrn Bauinspektor Enderes innegehabte Wohnung, Alicestratze 18, ist anderweitig zu vermieten.______ 3478] «leichstratze 29 ist die 2. Etage, 5 Zimm. m. Zubeh., per 1. Aug. ev. früher z. verm. 3479] Eine seither zu Bureau- zwecken benutzte größere Wohnung per 1. August d. I. zu vermieten. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3495] 3-Zimmerwohnung mit Zubehör per sofort zu vermieten. ______Grünbergerstraße 27, II. Ludwigstrasse 57 5-Zimmerwohnung zu vermieten. Näl)eres im Hinterhaus. 4051 4057] Kleine Wohnung zu vermieten.___Wallthorstratzt^lL _ Die Bel Etage 7—9 Räume meines Hauses Süd- aulage 9 ist für sofort oder päter zu vermieten. 4153 _____________Adolf Ziutzer. 4074] In den Neubauten Brandplatz 14 und 15 eine 5--Zimmer- wohnung mit Bad Ulrd eine 4-Zimmerwobnung mir Bad zu vermieten. Näheres Fraulfurrcrstrabe 29. c>n dem Hause Nordanlage 7 V ist eine elegante 6-Zimmer- wohnung mit Bad anderweit zu vermieten. 4075 Näheres Frankfurterstraße 29. CZ\ie durch Versetzuirg des Herrn Hüsch frei geword. 5-Zimmer- Wohnung, Frantfurtersttaße 25, ist per L September evtl, auch früher anderweft zu verm. 4077 Näheres Frankfurterstraße 29. 3n unseren Steubauteu in der Wühelmstraße sind 4- bis 9-Zimmerwohnungen per Oktober auch ftüher zu vermieten. 4078 Birkenstock & Schneider. 4260] Per 1. Oktober in schöner Lage neu hergerichtete schöne Herrschafts-Wohnung, 9 Zimmer, Küche und Zubehör, zu verm. Näh. Ntoltkestr. 28, part. 4345] Geräumige, neuhergerichtete Parterrewohnung nebst Zubehör, evenll. mit Gartenantell, per 1. August zu vermieten. Marburgerstratze 10, H. 4436] 5 Zimmer mit all. Zub., Gas, Bleichplatz, Garten, per L Oktober zu vermieten. Näheres Ederstratze 5, II. 4511] Ecke der Stephan- und Keplerstratze, 1 Treppe hoch, elegante Wohnung von sechs Zimmern, Bad und allem Zubehör, per 1. Oktober wegzugshalber zu vermieten. Näheres 2 Treppen.______ 4521] Schöne, frdl. 5-Zimmer- wohn. per 15. Sept., evtl. L Okt., zu verm. Bismarckstraße 6. Cfcn meinem Neubau am Wetz- 'V larerweg, in der Nähe des Bahnhofs, sind per 1. Oktober d. I. zwei 5-Zimmerwohnungen und eine 4-Zim.-Wohnung mit allem Zubehör, Bleichplatz u. Gartenantell zu verm. Heiyrich Carle, Bleichstraße 11, part._______4665 4748] 3- und 4-Zimmerwohn- ungen mit Zubehör (Gasheizung in den Küchen und Klosettanlage) per 1. Oktober 1902 zu vermieten. Näheres Ebelstratze 14, I. 4785] Die Beletage meines Hauses Alicestraße 23, bestehend aus 7 eleganten Zimmern und Zubehör, der Neuzett entsprechend eingerichtet, Bodenkammer^öleick- platz, ev. mit Stallung, sogleich oo. später zu verm. Näh, parterre. c*n meinem Hause Steinstraße 10 ■V ist die Mansarde mit 3 geräumigen Zimmern, Küche und allem Zubehör per 1. Oktober L I. zu vermieten. 4826 A. ^uker, Sternstraße IL -Lchillerstraße 9, Part.-Stock, w 5 Zim. u, Zubeh. p. L Oktbr. zu verm. Karl Steller. 4827 Arankfurlerstr. 33, Parterre-Wohnung, 5—6 Zim. 2C, unter Mitbenutzung d. Gartens alsbald zu vermieten. 4828 4831] Mittlerer Stock, vier Zimmer mll Zubehör, in meinem Hause, Ecke der Krofdorser- und Rodheimerstr., per alsbald oder später zu vermieten. __________Chr. Haubach IL 4843] Bleichstr. 18 L Stock, 6 Zimmer, Balkon, Badezimmer, Gaseinr^ Bleichpl. zc, ist weg- zugshalber per 1. Okt. zu verm. L«i>mKche37 Zimmer, Badezimmer, Balkon, Gartenantell mll allem Zubehör, per 1. Oktober zu vermieten. 4849]____Näh. Westanlage 44. 02868] Die am 1. Oktober d. I. Westaulage 10 freiwerdende Wohnung im 2. Stock mit 6 Zim. u. 3 Kammern ist nebst all. Zub. anderw. zu vrm. Näh. Ingenieur Georg Koch, Ludwigstr. 6L ILbelstratze 37 schöne 4-Zimm.- Wohnung und Grünbergerstraße 10a schöne 5-Zim.-Wohn. per L Oktober, ev. früh., zu verm. I. Atzbach, Grünbergerstr. 10a. Per 1. Oktober eine elegant eingerichtete Fünf- Zimmerwohnuug mll Zubehör zu vermieten. 1017 Karl Weuzel, Stephanstraße 13. 2625] 2. Stock, 4—5 Zimmer nebst Zubeh., per gleich ob. später zu verm._____Kreuzplatz 10. 3028] Ebelstratze 3 eine Fünf- Zimmerwohnung sofort zu ver- mieten. Näh. Seltersweg 24. HM MA A!lciudMoh»eil 7 Zimmer rc., Vor- und Hinter- gatten, alsbald beziehbar, zu vermieten. Näheres buxd) Architekt Seuliug, Wallthorstr. 75. 3100 3519] Großer Steinweg 23 sind zwei 5- Zimmerwohnungen nebst Bad, Loggia und all. Zub., das. auch eine 3-Zimmerw. in der Mansarde per sofort zu verm. Näheres Wallthorstraße 71. 4126] Geräumige 5—6-Zimarer- wohuung in schöner Lage oer= mieten. Näh. Ludwigstr. 14, II. WUHclmstratze 5 3—4 - Zimmer - Wohnung zu vermieten. Auf Wunsch kami auch ein Lüreauraum beigegeben werden. Näheres Markt 15.______4172 4575] Grüubergerstraßc 13 ist der 2. Stock, 5 Zimmer und Zubehör, zu vermieten. Nordanlage 88. Die Beletage meines Hauses, 7 elegante Zimmer, inkl. Gas- u. Badeeinrichttmg, Balkon, Gartenanteil rc., ist zu vermieten. 4223 Wilh. Wallenfels. ttleubau Ecke Neustadt 12 schöne 4-Z immerwohnung im 2. St. per L Oktober zu vermieten. Näheres im Laden.______4333 4423] Eine 3° ev. 4-Zimmer- wohuuug per alsbald zu ver- mieten. Bahnhofstraße 1b. (Ittegzugshalber der IL Stock, 5—6Zimmer, evtl. Parterrestock vom 1. Oktober ab zu verm. 4693 Liebigstraße 57, part. 4650] Eine schöne Mansardenwohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör, ist wegzugshalber per ersten Oktober 1902 zu vermieten. Löberstr. 5, zu erfr. Nebenhaus. 4759] 5 - Zimmerwohuung, Neubau, zu vermieten. ___________Seltersweg 35. 4763] Neuhergerichtetes, geräum. Mansardenlogis zu vermieten. ______________Asterweg 16. 4789] Frdl. 5-Zimmerwohn. im 1. Stock, nebst Zubehör «.Gartenantell, per L Okt., eventl. früher, zu verm. H. Lublinski, Stein- und Dammstr.-Ecke 41. Ludwigstrasse 38 ist die Parterrewohnung^ sechs Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Oktober zu vermieten. 4796 Wilhelm Seipp, Ludwigstr, 28 Die Bel-Etage tu der Billa Moltkestraße 3 ist zum L Oktober auderweit zu vermieten.___________4815 Hlahnhofstratze 23, L Stock, -O eleg. große 5-Zinu-Wohnmig nebst Zubeh. pr. sofort zu verm. Näh. Löwengasse 27. 4856 ljandgrafeustraße 5, 3 Logis L* im L, IL und HL Stock, je 5 Zimmer und Zubehör preiswert zu vermieten. Näheres bei den Architekten Stciu & Meyer, Seltersweg 89. 4857 i^>urch Wegzug d. Herrn Friseur Lotz ist dessen Laden nebst Wohnung per L Oktober zu vermieten, Georg Möhl, 4860________Bahnhofstraße 26. Elegante 3- Zim. -Wohnung 'S/ mit Bleichplatz und Gartenantell p. L Oktober zu vermieten. 4861________Roonsträtze 36. Kleine Wohnung zu verinieten. 4862______Lö meng ässe 20. ^chillerstratze 11, Ecke Siord- aulage, 6-Zim.-Wohnung mll Zubeh. in freier Lage z. verm. 4867 Carl Noll Witwe. schöne 6-Zimmer-Wohuuug, >»^der Neuzell entsrechend, L Oktober oder früher zu vermieten. 4871 Stephanstraße 15, L 4873] Kleine Wohnung zu ver- rnieten. Marburgerstr. 29. 2 Zimmer, Llliche, abeschlossener Korridor mit Zubehör sofort zu verm. Fraukfnrterstr. 71. Näh. Ederstraße 6.________02882 geräumige Mausardenwohu- 'Sl uug an ruhige Leute zu ver- mieten. Frankfurterstraße IL In Klein-Linden ist per ersten Oktober eine 3-Zimmerwohnung mit abgeschl. Korridor und allem Zubehör, sowie eine Mansardenwohnung, 4 große Zimmer, sofort zu vermieten. Näheres bei Frau Häuser, Klein-Linden. 4887] 2-Zimmerw. mit Zub. an ruh. Leute zu verm. Lahnstr. 11. Auch Eingang in der Hammstr. schöne Wohnung, 2 Zimmer, Küche usw. SeltcrSweg 2 sofort zu verinieten. 02911 Zu erfragen im Uhrenladen. Achöne 3-Zimmer-Wohuuug ö mll allem Zubeh. Schauzen- stratze 6, IL öL, per L Oktober zu vermieten.______________4870 iQvethestr. 35 eleg. 5-Zimmer- '2/ Wohnung per 1. Oktober zu verm. Näh, im Hutterhaus. 4616 schöne 4-Zimmer-Wohnung w per L August au ruhige Leute zu vermieten. E. H. Müller, 4859____________Schillerstraße 26. 4832] 5—6- Zimmerwohnung zu vermieten. Step Haustr. IL 4634] Frdl. Mausardcnwohu. an ruhige Leute zu verm. bei I. Weinert, Neuenweg 9. 3369] Ebelstratze 7, Neubau, Parterrestock, 5 Ziimner mit Gas, Klosett und Zubehör, per sofort zu vermieten. I. Happel, Neustadt 56. 4937] Ein möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermieten, auf Wunsch mll Pension. Neustadt 30. 02927] Ein möbl. Zimmer zu vermieten. Wolfftraße 14, IIL 02931] AIÜbLoder unmübLZim- mer zu verm. Steinstraße 70, IIL 02916] Mehrere möbl. Zimmer zu v. Näh. Bismarckstr. 17, part. 4895] Zwei unmübL Zimmer in gutem Hause, schöne freie Lage, lind zu vermieten. Zu erftagen in der Exped. d. Bl.____________ /Äul möbL Zim. in angen. Lage zu verm. Schillerstr. 11, III. @ut möbliertes Zimmer zu vermieten. Nordanlage 28, ILL 4527] Möbl. Zimmer, 12 Mk. pro Monat, für einzelne Person zu verm. Marktplatz 22, u Lad. Möbliertes Zimmer sofort zu verm. Grabenstr. 8, II. Möbl. Zimmer iL 4788] Eleg. möbl. Zimmer, auf Wunsch Wohn- u. Schlaszim., per August zu verm. Plockstr. 6, II. Mlöbliertes Zimmer zu verm. Damnlltraße 46, IIL (Möbliertes Zimmer zu verm. Nah. Löberstraße 13, pt. Unser FMbllll, Alicestraße 25, zu vermieten. 3809 Kauffmann & Cie. 3701] In der früher Linden- struth'schen Hofraite Tiefenweg 13, ist das im hinteren Hof gelegene mehrstöckige Lagerhaus alsbald zu vermieten. Näheres bei Großh. Bürger- meisterei, Zimmer Nr. 15._____ Nordanlage 3 große Lagerräume mit Warenaufzug, eignen sich als Werkstätten, — schöne Kellerräume, auch für Brauereien und Wein- händler sehr geeignet, — sowie Stallung für 8 bis 10 Pferoe zu vermieten. Bär & Wetterhahn 4708 Nordanlage 3. Wietgeinche Wohnung von 5 bis 7 Zimmern neb|i allem Zubehör in bevorzugter Lage für sofort gesucht. Oft. u. 02909 an die Expedition d. BL erbeten. freundliche, gesunde 4- bis V 5 - Zimmer • Wohnung gesucht. — Kochgas Bedingung, Veranda und Läden erwünscht. Näh. Bleichsttaße 28, HL Freundliche 3- bis 4-Zimmer- wohuuug von jungem Ehepaar per 15. Sept. od. L Oktober gesucht. Off. u. 02855 au die Expedition d. BL ®ut möbl. Zimmer mit Pension m ruhiger Familie gesucht. Offerten mll Preisangabe unter Nr. 02918 an die Exped. d. BL c^ür Wintersemester suche möbL Zimmer mll Bedienung und Kaffee. Offerten nebst Preisang. urll. Nr. 02917 an die Exped. d. BL (Offene Stellen WeiNgeckn gegen hohe Provision gesucht. Offerten unter B 9505 an Heinr. Eisler, Hamburg._______4222 Acht. Lertlckrll. Reiseiiöe f. Reklmne-Eigarrenspitzen, Drucksachen, Papierwaren rc. überall gegen hohe Provision gesuchL Lohnendes Nebeneinkommen. Taschenmuster. ReichhalL Muster» koll. gegen 80 Pfg. Sachs. Papier- Eig.-Spitzenfabrll, Buchdruckerei und Kunstanstalt Oskar Bankwitz, Gillhes Nachf., Slollberg L Erzg. Lchccinttgeselle zesucht. ß Louis Bell, Grünbergerstr. 146. AchtigerLchreiiiergeselleges. Zu erfragen Asterweg 57, Neubau süchtige Weitzbiuder und Au- streicher gesuchL PH.Waguer, Landmannstraße 12.02893 02925] 2 Weißbindergeh. k. sof. in Stellg. treten bei Karl Löwer, Weißbindermeister, Kirchenplatz 2. Junger Hausbursche gesucht. Tragescr & Mayer, Grünberger- straße 27.4933 Hmburschc Ludwigstraße 36. 1 SNödursche Q ^Mausburg 3. HlUlsbllllche ^LantLi LLin Hausbursche vom Lmide sofort gesucht. 02896________Pulvermühle. Köchin-Gesuch. Ein Mädchen, welches selbständ. kochen kann und schon in feinerem Haushall gedient hat, in kleine Famllie gesucht. Einttitt sofort oder 15. yjulL SchristL Offerten unter 4939 an die Exped. d. BL 4915] Suche für sogleich ein krhtiges MVchell für Küche mid Hausarbell. Frau G. Rauheiurer, Lollar. Gesucht 4937 ein tüchtiges Dicustmädche«. Ad. Reiuig, Sellersweg 30. 02934] Mehrere Mädchen in. g. Zeugn., a. solche, welck)e n. n. ged. l>, sind, oute Stellen hier, in Butzbach, Bad-Nauheim u. Darmstadt durch F-rau Hctzler, Sonnensttaße 24. 02935] Lausmädchen oder Lauffrau gesuchL Steüistraße 13, IL Während meiner AbwesenheO (10 Tage) suche ich eine ältere Dame zur Vertretung. 4902 Frau Major Hoffman«, ________Westanlage 20, pari. 02914] Ordentl. Mädchen ge-i sucht._________Goethesiraße 40. 02921] Reinl. Laufmädchen ob.) Frau für 2 Stunden vormittags fort gesuchL Hofmannfträße 7») ZiiUtlliff. btmes HiOdjen, per 15. Juli oder L August gegen guten Lohn gesucht. 4866 ______Schillerstratze 16, part. /Luche per 1. August evtl, auch später ein ordentliches, braves Mädchen mit guten Zeugnissen. Frau H« Hahn, 4869__________Bismarckstraße LckntlW SitnitmO^n welches Liebe zu Kindern hat, von: kleiner Familie per L August gesuchL Bahnhofstraße 35, IL WlWWWe Tüchtiger, jllilgttKMMM, 26 I. alt, flotter Arbeller, sucht Veckillevsstelllliig. Gest. OfferL unL 02833 an Exp^ Jüngeres Fräulein sucht peri sofort paffende Stellung als Verkülifeckoh.PiitzMcheM Off, unter 02874 an die Exp. Aeltere kinderL Wwe. a. grller Familie sucht die Führung e. einst. Haushaltes bei all. einz. Herrn^ auch auf demLande zu übernehmen., GehallNebensache. Offerten unter, 4905 an die Exped. d. BL______ Ein zuverlässiges Fräulein sucht Stellung als Buchhalterin. Gefl. Angebote unter 02926 arp die Exped. d. BL HiMiWer s)ll>eitzzeuguähert« juchtKunden in und außer dem Hause. 02885___________Kirchenplatz 9. 10 000 Mk. jetzt oder später gesuchL Gefl. Offerten zu richten u. 4586 an die Expedition dieses Blattes. DniAhti Heirat vermittelt Xlvlvllv Frau Krämer, Leipzig, Brüderstr. 6. Auskunft gegen 30Pf. Jrtdtrnf kstcht junge Dame, des! Sfkiiui Alleinseins müde, mit aröß. Vermögen. Off. von ehrenhaften, w.a.vermöaenL Herren erb. ,Aeformst Z3erli« 14. Nicht anou. An- und Verkauf vo« gebrauchte« Möbel«^ Bette«, Kleider«, Wäsche,! Oefeu und Herde«, Gold- und Silbersacheu, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, sowie Ueberuahme ganzer Einrichtungen^, Louis Rothenberger Wwe. Red Starline L1 Rothe AJ Stern Linie gip |o|Uainpfer von Antwerpen nach Auskunft erthellm Led Star finit in Infwtrpro, M. fr. Schaaf in Sikßtn, Klippfiki» dr fengaborf. und fpechniknmStrelitz (Meoklonbnrg) h Ingenieur-,Technik.-«. MeisterkuTM Maschinenbau und Elektrotechnik Qesauunr. Hoch- und Tiefbau, Tischlerei. ----- Täglicher Eintritt. ----- CVritu empfiehlt sich im Rtexbex™ Q machen. Wolfftraße 21. Alhiigtr Klmierschler nach auswärts für eine Hochzeits-, feier auf den 12. Inti gesucht. Offerten unter X 4881 an hie* Expedition dieses Blattes._______ Sut mckiischt lizky Mlltrvochi abend. Bitte Nachrulst an die ^peüllion d. BL 4879 6.|7. 1 Uhr Zoh.-FejL | Ser. VIII reinseidene Taffetseide, per Meter X •» XI Bengaline fa<;onn6 \ in allen schönen Lichtsarben per Meter 0.90 Mk. . , 1.15 . xn reinseidene Darnaff6 Waschseide, Saison-Neuheiten per Meter zu 48, 60, 100 "nd 150 Pfg- Jackenkleider Reisemantel Capes »»Jacken in Tuch, KammM und Spitze« Kostümröcke Waschbkusen Abend - Mäntel sowie die so sehr stark begehrten 4890 gestreift und karriert passend für Blusen passend für Gesellschasts- und Straßenkleider passend für leichte Straßenkleider per Meter 0.90 Mk. . . 1.35 . „ , 1.80 . passend für Ball^ und Gesellschaftskleider per Meter 0.90 - . . 1.35 . , . 1.80 „ Serie I rem seidene Foulards, n II ft ff ft 0.60 Mk. 0.90 , 1.35 . 1.80 . Entwürfe von Herren Prof. Eckmann, Mohrhutter, Van der Velten etc. darunter Dessins, die auf der diesjährigen großen Seiden-Ausstellung in Crefeld Sensation erregt haben. Auf sämtliche Damen- und Kinder-Konfektion haben wir ebenfalls eine weitere Preisermässigung eintreten lassen und bieten wir eine selten günstige Gelegenheit zur Anschaffung von hochaparten IMF* Neuheiten aus den Ateliers aller ersten Konfektionäre, darunter eine Anzahl ModdlC zu sehr mäßige« Preise«. Auch die letzten Saison-Neuheiten in Kleider-Seide geben wir während des Ausverkaufs zu Ausnahmepreisen ab und machen wir ganz besonders aufmerksam auf die von allen ersten Fabrikanten in schweren soliden Qualitäten hergestellte Künstler-Seide | Spezial-Oiierte z Von heute ab haben wir auf alle X w Seidenstoffe -w J auf die schon so sehr billigen AuSverkausspreise eine weitere Preisermäßigung eintreten lassen und verkaufen wir so lange noch der Vorrat reicht, Dessins von vorletzter Saison: Wiener Binsen ♦ Alkes von uns für den hiesigen MaH engagierte Aarons und Dessins. Robert und