Nr. 29 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »esstschen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü hl'scheu Un werf.-Buch-u.Slein- hruckereilPletsch Erben) Redaktion, Eroedition unb Druckerei: Tchulstraße 7. Adresse für Depeschen: «u-etger «icßcn. FrrnsprrchanschlußNr.bl. Erstes Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 4. Februar 1903 Gichenermjeiger w General-Anzeiger v * Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlicb7bPf., viertel» ifibvlid) 9)lf. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Go Pf.; durch die Post 2!k.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer biß vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polit. u. aflgem. Teil: P. Wiltko; für »Stadt und Land' und „Gerichtssaal': R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Gießen, den 31. Januar 1902. Betr.: Die amtliche Benennung der Psychiatrischen Klinik der Landesuniversität Gießen. Das Gros)hcr;oglichL Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Lireises. Der Großh. Direktor der psychiatrischen Klinik der Landes- unioersität Gießen hat den Wunsch geäußert, es möchte Anordnung getroffen werden, wonach im amtlichen Schriftverkehr die genannte Klinik nicht mehr, wie dies vielfach geschehe, als „Jrrenklinik zu Gießen" oder als „Universitäts- Jrrenklinik" bezeichnet, sondern stets unter der ihr amtlich zukommenden Benennung „Psychiatrische Klinik der Landes- umversität Gießen" aufgeführt werde. Wir beauftragen Sie, hiernach zu verfahren, auch die Krankenkaffenvorstände in Ihren Gemeinden entsprechend zu verständigen. v. Bechtold. Gießen, den 1. Februar 1902. Betr.: Den Artikel 21 des Volksschulgesetzes. Die Großh. Kreisschulkommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, uns alsbald diejenigen Schüler oder Schülerinnen Ihrer Gemeindeschule anzugcben, auf welche rubr. Artikel Anwendung finden soll. Fehlberichte sind nicht zu erstatten. __v- Bechtold.____________ Gießen, 1. Februar 1902. Betr.: Die Ausführung des Reichsgesetzes vom 14. Mai 1879 über den Verkehr mit Nahrungsmitteln. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (Yrosth. Bürgermeistereien deS KreiseS. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 4. Januar d. I. (Kreisblatt Nr. 3) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung erinnert. v. Bechtold. Kus vem preußischen Lundesökonomie-KoLegium- In unserer heutigen Parlaments-Beilage sinden unsere Leser einen Bericht über die Rede des preußischen Land- rvirtschaftsministers v. Podbielski, mit der die diesjährige Tagung des Kollegiums begann. Diesen programmatischen Ausrührungen folgten die Wahlen. Erster Vorsitzender wurde wieder Graf Schwerin, zweiter Frhr. v. Schor- lemer (Lieser), Generalsekretär Tr. Jnergens (Berlin). Dann sprachen Frhr. v. Wangenheim und b. Mendel- Steinfels über den genossenschaftlichen Zusammenschluß für die Verwertung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, und e» wurde eine Resolution angenommen, welche besagt: dem Zusammenschluß zu Verwertungsgenossenschaften ist der Landwirtschaft ein erfolgreiches Mittel gegeben, um einen bestimmenden Einfluß auf die Preisbildung für ihre Erzeugnisse zu gewinnen- Aufgabe derselben ist nicht ungesunde Preistreiberei, sondern Sicherung möglichst gleichmäßiger Preise zur Regelung von Produktion und Angebot, sowie Beschaffung billigeren Kredits, Ausschaltung des entbehrlichen Zwischenhandels und Herstellung möglichst unmittelbarer Verbindung mit denjenigen Gewerken, welchen die weitere Umbildung der landwirtschaftlichen Zeugnisse obliegt- Unerläßliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Thätigteit derartiger Genossenschaften ist die Gewährung eines ausreichenden Zollschutzes gegen das billiger produzierende Ausland und die Unterdrückung willkürlicher Preistreiberei durch den Spekulationshandel." Darauf wurde nach langer Debatte folgende Erklärung über die Lage des Brennereigewerbes einstimmig angenommen: 1. Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, besonders im Osten, ist abhängig von der Erweiterung des Futterbaues und darum auch von der Erweiterung des Kartosfelbaues. 2. Diese Erkenntnis und die bedeutenden Fortschritte in der Züchtung und Kultur der Kartoffeln, unter gleichzeitiger Anwendung künstlicher Düngemittel, haben bald so große Ernten zur 3-ofgc gehabt, daß die Erzeugung zur Zeit den Bedarf weit übertrifft. Tie Preise der Kartoffeln stehen weit unter den Er- zeugungstosten; ihr Abströmen in die Kartoffeln verarbeitenden Industrien hat auch in diesem Jahr zu einer Krisis geführt- 3. Dieser Zustand ist nicht als ein vorübergehender anzusehen, sondern als ein bis auf weiteres dauernder, weil eine Vergrößerung der Kartoffelanbaufläche zu erwarten ist, die Kenntnis der Fortschritte der Anbautechnik noch nicht überall verbreitet ist, und weil in der Anbautechnik noch weitere und große Fortschritte in Aussicht stehen. 4. Tie Krise wird verschärft durch den Anbau Massenerträge liefernder, aber wenig haltbarer Sorten an Stelle haltbarer, und es wäre geeigneter, 5. Eine Gesundung der Verhältnisse in folgenden Maßregeln zu suchen: 1) Es ist ein Kartoffelzoll einzuführen; 2) Tie Landwirtschaft ist vor der zu schnellen Erweiterung des Kartoffelbaues zu warnen; 3) Bei der Auswahl der Sorten ist pieyr aus die Haltbarkeit und die Verwendbarkeit als Eßware, als auf höchste Erträge zu sehen; 4) Die Einrichtung von Kartoffeltrottnereien zur Bereitung eines Tauersutters ist noch möglichst zu fördern; ö) Die Verbreitung des Kartoffelsyrups als nahrhaftes, gesundes und billiges Genußmittet ist zu betreiben. Der Export der Kartosselsabrikate ist durch Begründung von Cxportgenossen- schasten zu sichern; 6) Tie Verwendung des Spiritus zu technischen Zwecken ist so erweiterungsfähig, daß aus ihr allem in der Zukunft eine dauernde Gesundung des Kartosielmarktes erwartet werden darf. Tas Brennereigewerbe ist im Interesse der Reichsfinanzen und im Interesse der Landeskultur (Verteilung der Schlempe-Erzeugung auf kleine verstreute Betriebe), sowie auch aus ethischen Gründen, so sehr durch die Steuergesetzgebung in seiner Freiheit be,chränkt, daß zur Zeit die Herstellung von Spiritus zu Konkurrenzpreisen mit dem Petroleum nur möglich ist, wenn ein Teil als Unkosten durch angemessene Preise für Trinkbranntwein gedeckt wird. Die B r a n n t w ei n st e u e r n o v e l l e der Regierung, welche zur Zeit dem Reichstag vorliegt, traf daher das Richtige, indem durch Einführung der Tenaturierungs- pslicht gleichzeitig angemessene Preise für Trinkbranntwein und niedrige Preise für technischen Spiritus erstrebt werden sollten. Tie Tenaturierungspflicht schafft einen für Trinkbranntwein und technischen Spiritus vollständig getrennten Markt. In ihr ist auch für die Zukunst die Lösung der Spiritusfrage zu suchen. Tie Einführung einer verschärften Brennsteuer mit Prämienzahlung für technischen Spiritus, welche als Antrag des Abg. Müller-Fulda und Genossen! dem Reichstag zugegangen ist. kann die Tenaturierungs- iflicht nicht ersetzen; sie bildet eine schwere Last besonders ür die Kartoffelbrennereien des Ostens- Die Einführung )er Brennsteuer muß taotzdem empfohlen werden, wenn die Zustimmung des Reichstages zu dem Gesetzentwürfe der Regierung nicht erreicht werden kann- Schließlich wurde nach längeren Vorträgen und Debatten auch die Lage der Zu cke rin du stric als ungünstig bezeichnet und gesagt: Es ist daher notwendig, daß die Ausfuhrprämien in keinem Falleausgehoben, ober herabgesetzt werden, wenn dies nicht gleichzeitig in allen europäischen und außereuropäischen Ländern geschieht, und daß vor allen Dingen der ael- tenbe Einfuhrzoll für fremde Zucker unter keinen Umständen herabgesetzt wird. — Graf Arnim wies darauf hin, daß, wenn das Kartell njcht bestände, schon heute viele Fabriken infolge der ganz außerordentlich schlechten, noch nie so ungünstigen Verhältnisse hätten zumachen müssen. Die Rede des Landwirtschaftsniimsters v. Podbielski ist sehr beachtenswert, insbesondere weil er klar machte, was die Landwirte selber zu ihnn haben, um der Landwirtschaft aufzilhelfen. Beispielsweise legte Herr v. Podbielski dar, molche Bedeutung die Schaffung guter Verkehrswege, von guten, sauberen, gepflegten Chausseen für die Landwirtschaft hat. „Ich habe noch nie gesehen, daß die Kultur im Dreck spazieren geht!" Ferner sagte, nach ausführlichen Berichten, der preußische Minister; „Wir haben in der Landwirtschaft sehr gesündigt, indem wir jedem Bauer den Kunstdünger empfahlen." Die sog. Notstandstarife hätten nur einigen Wenigen Vorteil gebracht, die Anderen seien geschädigt worden. „Und darum machten wir ein so großes Geschrei!" Endlich empfahl Herr von Podbielski die Erweiterung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, die Erziehung zur Reellität. Bezüglich der landwirtschaftlichen Schutzzölle führte Herr v. Podbielski, wie kürzlich im preußischen Abgeordnetenhause, aus, er betrachte speziell den Getreidezoll nur als etwas Vorübergehendes. — Wie man sieht, denkt der Minister über die „kleinen" Mittel zur Hebung der Landwirtschaft durchaus nicht so geringschätzig wie mancher andere. PoMijche Cagcülchan. Der Bund der Landwirte gegen die Reichsregierung. Die „Disch. Tagesztg." erteilt schon jetzt die bündige Antwort auf die Erklärung in der „Nordd. Allgem. Ztg." vom Samstag. (Vgl. unsere gestrige „Wochenschau".) Das genannte Blatt deß Bundes der Landwirte findet, daß durch die offiziöse Erklärung noch immer keine wirkliche Klärung eingetreten sri. Denn es gehe nicht mit absoluter Deutlichkeit hervor, ob die Reichsregierung unter keinen Umständen auf Zollerhöhungen über die Tarifsätze hinaus eingehen werde. Die „Nordd. Allg. Zig." erkläre lediglich, daß durch das Ueberschreiten der Mindestsätze, durch Vermehrung der Bindungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, durch das Verlangen von Ursprungszeugnissen das ganze Zolltarifgesetz auf das Ernsteste gefährdet würde. Die Reichsregierung müsse sich noch bündiger ausdrücken und Nie AosSeüuug der Paruifläbtcr KSustlerkolome. Herausgegeben von Alexander Koch, Darmstadt. (Originolbericht des „Gieß. Anz.") Dieses Werk*), das mehr fein will, als ein schön gebundenes Paradebuch für den Salontisch, das vielmehr den großen Rechenschaftsbericht über die Ausstellung im Enthält, erscheint zu einem Zeitpunkt, in welchem das Gebuudensein der Kolonisten und ihrer Thätigteit an die Großherzogliche Residenz zum mindestens frag» lid) geworden ist. Tenn was heißt das, wenn heute in einem Blatte die Mitteilung erfolgt: über das Fortgehen des Herren |o und so sei durchaus nichts Positives be- ün? ^ba?llV(U11 wachsten Tage im Inseratenteil das $auß des Betreffenden mit oder ohne Einrichtung zum Verkauf angeboten wird." Senn man im Sommer die Einwendungen Solcher dte vor allem das Unpraktische dieser Künstlerwohnunas- anlageu betonten, zurückwies, hatte man immer den Satz in Bereitschaft: „Gebt euch doch zufrieden, ihr sollt nicht ’m hoben die Künstler ganz aus ihrem individuellen Geschmack entworfen und für ihre persön- hdjen BedürfNisie geschaffen!" Und wie wurde gerade von Christiairsen und Behrens dieser Individualismus hervorgehoben.' „Steh' fest, mein Haus, im Weltgebraus!" ober „Hier will ich mit meiner kleinen Familie wohnen mib arbeiten." solche und ähnliche Sätze bekommen etzt wo bi» Erbauer ihren Heimstätten, ehe sie in ben- felben noch gastliches Herdseuer anzünben konnten, den Riicken wenben, das Ansehn von nichtssagenden Phrasen Und deshalb ist es sehr gut, wenn Alexander Koch und seine Mitarbeiter an seinem Werk, in ruhiger sach- lidjet Weise noch einmal das Unternehmen beleuchteten und auf bie elften Anfänge und Entstehungsursachen zu- ruckgehen. Tenn allmählich hatten sich dem Beurteiler , c *) Es ist eine Zusammenstellung der die Ausstellung tyanbelnben Hefte der vortrefflichen Koch'schen Zeitschrift „Kunst und Dekoration, die auch einzeln zii beziehen sind. D. Red. 8 so viel Richtungen, Seiten unb Nebenpfade für seine Gedanken über die Kolonie ergeben, daß der Ausgang darüber halb und halb in Vergessenheit geraten war. Im „Vorwort", das von jeder Pampyrik absieht, wird das „Geschichtliche" der Kolonie kurz zusammengefaßt, auch die Fehler der Ausstellung, die bei ihr gemachten Versäumnisse und Unterlassungssünden werden keineswegs beschönigt- Menn freilich der Herausgeber meint, „In dem krankhaften Rivalisieren der Künstler unter einander, wobei jeder die Sieges-Palme baoontragen wollte, würbe leiber bie Hauptsache übersehen: ein zielbewußtes Durchführen bes eigentlichen Programms- Der Idealismus überwog zu sehr — das praktische Leben, die Bedürfnis-Frage tarnen zu kurz dabei. . ." so unterschreiben mir sehr gern bie erste Hälfte bes Satzes, beanstanden jedoch ben Hinweis auf bas Ueberwiegen des Idealismus. In der von Koch selbst eingeräumten Rivalitätssucht steckt eben das Gegenteil des Idealismus: krasser Egoismus! Und dieser hat denn auch das meiste Unheil dort oben auf wipselumrauschter Höhe angeftiftet Als wir von dem Hader erfuhren, der zwischen den Sieben, schon vor der offiziellen Eröffnung, ausgebrochen war, regten sich in uns zum ersten Male ernste Besorgnisse um das Schicksal der Kolonie. Tie Künste des Friedens können nur gedeihen, wo Eintracht und Vernunft, diese beiden lichthellen Himmelstöchter, ihres fegenreichen Amtes walten. Im Kochfchen Buch feiert bie Kolonie eine Art Auferstehung; sie präsentiert sich in geläuterter Gestalt; man kann ihrer wieder froh werden und bei den meisten Blättern lichte, schöne Erinnerungsbilder auffteigen sehen. Tie künstlerisch vollendete Herstellung des Werkes, seine vornehme Ausstattung, die alles Prahlerisch-Aufdringliche mit Bewußtsein ablehnt, kündet den Alex. Koch scheu Verlag an, mit dessen technischen Leistungen nur sehr wenige Firmen die Konllirrenz aufnehmen können. Ter erste Artikel, verfaßt von dem Redakteur der Koch- schen Zeitschrift „Kunst und Dekoration, Georg Fuchs, ist dem hohen Protektor der Kolonie gewidmet. Das erste Vollbild zeigt den Großherzog Ernst Ludwig nach einer sehr gelungenen photographischen Ausnahme, die aus dem Atelier von Wilh. Weimer (Darmstadt) stammt. Ten Landesfürsten gießt diese Heliogravüre in Zivil, in ruhiger, sitzender Haltung. Sowohl in den Mienen wie in ben schlicht übereinanber gefalteten Hänben macht sich ein nachdenklicher, sinnender Zug bemerkbar. Tas Bild hält die glücklichste Mitte zwischen den kalten Uniforni-Repräseu- tationsstücken und jenem unglücklichen Behrensschen Por- trait, dessen mir schon bei anderer Gelegenheit Errnähnung thun mußten. Sehr gut sind ck^ich die Bilder der sieben Künstler aus- aefallen, bie mit einziger Ausnahme bes von L. Habich, das aus ber photographischen Anstalt von Pöllot hervvr- gegangen, von Weimer angefertigt morden sind. Tie Portraits des Redakteurs Georg Fuchs und des Hoskapell- meisters Willem de Haan schließen sich denen der Künstler an. Ersterer hat festliche Spiele zur „Grundsteinlegung" unb zur Eröffnungsfeier gedichtet, letzterer hat einiges! („das Zeichen") davon in Musik gesetzt. Zwei Fragmente aus der Komposition des Festspiels enthält das Kochsche Werk in schön gestochenen Notenblättern; sie bilden gleichsam bie Eoba in dem ersten Teil, in der Ouvertüre des Buches. Mit der Außenarchi- tektur, textlich behandelt von Felix Commichau, der als Verfasser noch anderer Monographien im Verlauf des Buchs vor uns hintritt, wird gleichsam der Uebergang zu Text unb Illustrationen des zmeiten Teils geschaffen, melcher die einzelnen Künstlerhäuser der Reihe iiach in ihrem konstruktiven und dekorativem Charakter beleuchtet, aber u. o. a. auch das Beimerk wie „Unterhalttmgsabende im Spielhause", „Jlluminationsfeste auf der Mathildenhöhe" im Hinblick auf die dabei zur Anweiiduiig gekommenen technischen Verfahren und event. gelösten Stilprobleme in den Kreis der Betrachtungen zieht. Fortsetzung folgt. erklären, daß sie Wnen" 'der «nbe £fW » ben Büchern ^rs-rpzigre -ch hierauf wurden die qeuqen bis zum Mittwoch entlassen, da nicht um zweifelhafte Worte. Exner hat gesagt, ihm &b« «SÄten ungefähr zwei Lge in könne nichts Passieren sein Engagement- Me nur 7 -Anspruch nehmen dürfte. Aus den Personalakten der An- r Präs.: Sagte Schmidt nicht, er wolle rerne Buch.r, aeklaaten sei hcrvoroehoben, daß sie sämtlich unbestraft die Zedern vorgelegt werden konnten. WJ- untre feinen Umständen auf weitere Zoll. Vernehmung des Aimichlsratsvomtzeuden Serm. Sumps unter feinen umstanüm ouT n*»™ * ihn, wie er mit Schmidt bekannt geworden fet t das der tfall, dann have ™u i n >. > Schmidt zu mir. ** Mahlzeit. Man gewöhne sich an regelmäßige Mahlzeiten zur genauen Stunde. Man esse nie ohne Appetit und lieber zu wenig als zu viel. Wenn es am besten schmeckt, höre man auf. Es hat noch Niemand gereut, wenig gegessen zu haben, wohl aber sehr oft das Zuviel. Leute, die nicht anstrengende körperliche Arbeit haben und besonders die mit sitzender Lebensweise mögen sich mit drei Mahlzeiten des Tages begnügen. Man esse nie soviel und so schwere Speisen, daß man sich nach der Mahlzeit müde und abgespannt fühlt. geklagten sei hcrvorgcbobeu, daß sic sämtlich unbestraft sind, mit Ausnahme des Kaufmanns Schlegel, der im Jahre 4873 drei Jahre Gefängnis wegen Diebstahls und lutter- schlagungen erhielt. Der Vorsitzende begann hierauf die und Sonntag hatten die hiesigen Holzhauer genug zu thun, die Straßen nach Geilshausen und Allertshausen von den auf dieselben geworfenen Bäumen frei zu machen. Nicht minder böse hat der Sturm den Telegraphenstangen mck- betraf auch wieder die Leipziger Bank. D^ese stand damals wohl in Unterhandlung mit der Deutschen Bank wegen eines ftarteirbertragr?. Es sollte demnach darauf hin- (Der Abdruckderunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz."gestattet) Gießen, 4. Februar 1902. Kinder, bei denen der Stoffwechsel lebhafter vor sich geht, müssen öfterer essen, aber hauptsächlich reizlosere und leicht verdaulichere Kost genießen. Viele Leckereien sind zu ver- meiden. Kindern gehört überhaupt nicht Alles, was die Erwachsenen genießen. Man zwinge ihnen nie eine Speise auf. Gut gekaut, ist halb verdaut! Durch gutes Kauen wird die Nahrung besser eingespeichelt und dem Magen die halbe Arbeit genommen, auch der Speichel im Munde reichlicher abgesondert. Man esse und trinke nie ganz heiß, aber auch nicht eiskalt. Gut ist es, möglichst viel Abwechselung m den Speisen und mehr feste Speisen als dünnflüssige zu genießen. Ganz zu vermeiden sind schweroerdauliche Speisen wie frischgebackenes Brod, warmer Kuchen, altes Pökelfleisch, sehr braune Butter u. dergl. Man meide starke Gewürze,. zu scharf gesalzene Sachen, Pfeffer, Paprika. Kurz n.ach Tische, während der stärksten Verdauung, unterlasse man starke Bewegungen und geistige Anstrengung. Auch Gemütsaufregungen, Aerger, Gram re. wirken nachteilich auf' die Verdauung. Man ißt, um zu leben, und zum Leben braucht man nur wenig, nur der Appetit braucht viel. Die Verdauungszeiten einiger Speisen, welche natürlich nur für einen gesunden Magen im normalen Zustande Geltung haben können, sind folgende: Reis verdaut in einer Stunde, Fleischbrühe in 1 Stunde 30 Min., frischer Fisch, gebackenes Hirn braucht 1,16; ein Huhn, gebackenes Kalbfleisch 2 Std.; Hammelfleisch 2,30; Ochsenfleisch 2,45; gesottenes Rindfleisch 3; gebackene und geröstete Kartoffeln, Spiegeleier, Eierkuchen 2,30; Blutwurst 3; gelbe Rüben 3,15; harte Eier und Käse 3,30; frische Butter 4; gebratene Ente, Schweinefleisch und geräuchertes Fleisch 4,15, Kohl 4 Std. 30 Min. u. s. w. ** Jagdverpachtuug. Von dem früheren Pächter der Leihgesterner Jagd geht uns zu unserer gestrigen Notiz Jagdverpachtung" folgende Bemerkung zu: Es ist das un- gespielt. Offenbach a. M., 31. Jan. Die gestrige Stadtverordnetenversammlung, in deren Verlauf es zu so stürmischen Szenen zwischen Mitgliedern der bürgerlichen Partei und der sozialdemokratischen Partei ^kam, daß der Oberbürgermeister sich veranlaßt sah, einige Stadtverordnete zu ersuchen, einen anderen Ton anzuschlagen, bewilligte zur Beschäftigung von Arbeitslosen weitere 20 000 Mk., da die bereits früher genehmigten 60 000 Mk. nicht ausreichen. Dabei wurde festgestellt, daß die Stadt gegenwärtig 177 Arbeitslose beschäftigt. Außerdeni wurden der Voranschlag [für das Armenwesen, sowie der Voranschlag der Jnoaliden- ! und Pfründnerstiftung pro 1902 genehmigt. Mainz, 1. Febr. Die Gutenberg-Gesettschaft hat einen Stamm von Mitgliedern in allen Ländern gewonnen, sodaß die Durchführung ihrer wissenschaftlichen Aufgaben gesichert ist und em Plan für ihre Veröffentlichungen festgestellt werden kann. Die Reihe ihrer Schriften wird er- I öffnet werden mit dem von G. Zedler in der Landesbibliotek I-u Wiesbaden aufgefundenen Kalender für das Jahr 14 48, dem ältesten datierbaren Driick, worüber auch wir schon kurz berichteten. Diese Veröffentlichung wird die Facft- mile-Wiedergabe deS wichtigen Fundes, sowie der verwandten I Frühdrucke mit erläuterndem Text bringen und die Dereins- gewiesen werden, daß Exner gemäß seinen Erklärungen offene Einsicht in die Bücher geben könnte- Daß Exner so handelte, ist erklärlich, ob es richtig war, ist eine andere ^raqc- — Präs.: Haben Sie noch etwas aus die Anklage zu erklären? — Ängekt.: Nur, daß ich unschuldig hin. Bei Beginn der Nachmittagssitzung richtet der Vorsitzende an die Verteidigung das Ersuchen um ausdrückliche Erklärung, ob sie auf dem Zeugnis des Adolf Schmidt bestehen bleiben wolle, oder ob sie, falls die Vernehmung nicht erfolgen könne, auf die Vernehmung verzichten wurde- Justizrat Harnier, Verteidiger von Hermann Sumpf, glaubt verzichten zu können. Justizrat Dr. v. Gordon (Berlin): Wir haben uns nur erst flüchtig sprechen können. Wir übrigen Verteidiger sind leidw noch nicht in der Lage, uns zu äußern. Wir halten die Vernehmung Schmidts für den objektiven Thatbestand für wichtig. Es ist möglich, daß wir nach dem Verhör der anderen Angeklagten auch werden verzichten können. — Präs.: Dann soll in dem Sinne nach Berlin telegraphiert werden. Es ist zu hoffen, daß es möglich sein wird, Schmidt her b e tzusch a s f en- Es soll alles versucht werden. (Fortsetzung im 2. Blatt.) erhöhungen eingehen werde. der Bund der Landwirte kein erhebliches Interesse mehr an der Weiterberatung des Tarifs. ^Das sei ja dann die reine Zeitverschwendung. Die „Dtsch. -rgsztg." Sikunaen des Aufsichtsrats fanden stets Waldtriebe im Leihgesterner Wald kennt und die Anzahl der Ergebnisse erzielte. ^Früyer Qoerleutnanr o™. bai eine an den Jagden teilnehmenden Schützen - durchschnittlich 6, 2. Gaude-lllan-nregEnfttrat der kühne, FralnA,« EUnwatt ^es^or^ herbeiführen? - Angekl.: Jetztß,;. c°. 6 Treibern - berücksichtigt, wird, vorausgesetzt, daß meine ich es auch. Wenn ich noch emmal in bic Ver-I etn)Q§ oon Jagd versteht, a priori zugeben müssen, daß legenheit kommen sollte, werde ich es anders machen. - b^rem Modus an ein Ausschießen der Teile nicht ge- (Heiterkeit-) In einem Jahre betrug meine Tan- werden kann; damit stimmt auch das schließliche Re- tisme 100000, in anderen Jahren 80 000, 60 000 Mar^ ) letzten Jagen, Ende Dezember - 2 Schützen, w-ige. Als Iahreseink = ^m ^es nur wenige Telle genommen ^aeTJ^eÄ.Tin Hn^schäftsbeichten g^ wurden, kamen ca. 12 Rehe unbeschossen durch Bei der schildert? — Angekl.: Die Berichte waren sehr günstig, letzten Feldjagd, an der 4 Schutzen tellnahmen, tarnen über Aber meines Wissens kam alles Ungünstige, was zu unserer 30 Hasen vor, 4 wurden erlegt. Aus Vorstel)endem erhellt, Kenntnis gekommen war, darin vor. Die Tochtergefell- ba$ üon einem völligen Ausgeschossensem der Jagd mcht die schäften wurden eingestellt als pari, lieber das Bergmann- |^ebe fein kann. ~ ■ ■ *■ ------ M 1Qnn Vnrt mir 11,1 -e. Beuern, 3. Febr. Der Sturm in der Zeck vom SAvn ftlinp« Anfänglich führte der Erfinder das Verfahren nur in seiner " mhtnUflc in Neheim »or. Später kam auch »ne Anl^e 'N schäften haben "Sie damals noch nicht gegründet? Angekl^: V sdgte. Bors.: Wie IBer geistiger Arbeit ist leicht verdauliche Kost vortellhafter. doch waren die Lizenzen bemessen? Angekl.: Je nach her Spnrn hpr Staümecksel lebharter vor um aeht, Größe der Anlagen. Bestimmte Beträge haben wir hierfür niemals festgesetzt. Vors.: Ließen Sw dw Lizenzen bar bezahlen? Angekl.: Tid Lizenzen wurden bei den Aktten- acsellschaften in Aktien gegeben, wahrend tue Maschinen bar bezahlt wurden. Vors.: War denn das Geld überhaupt bar eingezahlt? Angekl.: Ja, ich habe die feste Ueber- zeuauna, daß das Geld bar eingezahlt war. Tw Anlagen mußten doch gebaut werden, ebenso wurden tue Maschinen bezahlt, nur in einzelnen Fällen wurde das letzte Trubel gestundet, da die Ausführungen der Anlagen oft den Bor-! anschlag überschritten. Vors.: Welche Garantw bot die Trebergesellschast? Angett.: Sie garantierte das Mwe Funktionieren der Apparate. Vors.: Wurden von der Treber- [ qesellschaft Aktien der Tochtergesellschaft gezeichnet? An- qekl ' Nein. Vors.: Von Schmidt? Sumpf: e>o viel ich weiß, nein Vors.: Wurde von Ihnen oder von anderen Aufsichtsratsmitgliedern ern Betrag der Aktien übemommen? Aw gekl.: Mein Bruder übernahm emmal 20 000 Mk. Es han- I beite sich, wenn ich nicht irre, uni die Norddeutsche in sche Patent lauteten die Berichte bis 1900, wo wir^zu -e Beuern, 3. Febr. Der Sturm in der Zeit vom einem anderen Verfahren übergingen, günstig. -Ow cyanuar 2. Februar hat in den hiesigen Waldungen weiteren Verlauf seiner Vernehmung ^r^rt d« Verwüstungen angerichtet. Die Zahl der von ihm Xin SÄ un?Ät 5ÄK umge'morienen Bäumkg°ht in dw Hundert-. Am Samstag Ädern er lli deren Aufsichtsrat gesessen habe. Vom Werk—hie hteftoen Santa Maria in Italien kamen gute Berichte. Mem Bruder war im Aussichtsrat. Das Unternehmen in Nantes wurde stets als Musteranlage von Schmidt bezeichnet und von! uns gehalten. Die Schweinfurter Anlagen galten als glänzend, ebenso wie die Prager, ob wahr das will ach dahing-st-llt fein taffen (Lachen). - Wf: fpaien Sie nicht f-lbst ungünstig über die Tochtergesellschaften sich ausgelassen? - Angekl.: Richt damals, erst beim Verhör. Ich habe die Mcher niemals gesehen. Hermann Sumps aiebt ferner an, daß er an einer Reihe Tochtergesellschaften mit Aktienbesitz interessiert war. Die Leip;iger Bant woltte „ ,, „ . , alle Geschäfte für sich allein machen, das war für uns mcht Der Kasseler Treberprozeß. günstig. Schmidt stützte sich auch immer aus unsere Santen, I, I das belgische SanKonfortium, die Bayerijche Bank, v. d. »ptssps Vor der Strafkammer des hiesigen! Heydt (Berlin). Der Geldbedarf stieg riesig, da dw An- Landgerichts' begann heute die ^Handlung gegen die $er» tagen riesiges waltung der Treber trocknungsgesell schäft. Ev gwor an, o^ er tue uvoetnu ; aeaeben firrh pfma 99 Qeuacii erickienen. 30 weitere Zeugen werden Schmidt Wechsel von 600 000 und aw uuu .jearr gegeoen £ Ä 3rWfteT!SS?^rnom«ten werden, darunter habe, die von der Reichsbauk diskontiert wurden.- Präs : Direktor Erner von der Leipziger Bank und wahrscheinliche Aeußerte denn nicht Schmidt der den M nipul twne mit auch Direktor Sckmidl, über dessen Vernehmung bereits der Leipziger Bank, ev sollten dw zweifelhaften ".rte Verhandlungen mit Paris eingeleitet mürben, und dessen aus den Buchern gebracht werden. g^nbette ' Angekl.: Im Jahre 1888 oder 1889 kam Schmidt zu mir. Er stand mit einer Brauerei schon seit längerer Zeit in Mr- bindung, da er in Wehlheiden eine Trockenanlage^ für „ . . Treber besaß. Das offene freie Wesen Schmidt's, die Klar-, verlangt von der Regierung bündige, bestimmte Erklärungen, —eit ^iner Ausführungen, sowie die Sicherheit seines Aus- aXaubt aber doch dem Reichstage zu einem Abbruch der Ver- tretens nahmen uns sofort für Schmidt ein. Zuerst Han-1 Handlungen über den Zolltarif nicht roten zu sollen. J beite fi« “^lte Äie pie T-deSsahrt Ö?5 Kauptmanns v. Sigsftld Ottohche Dortmund mit ^wabrak mad Einer unserer hervorragendsten^ Jronauten ?QULrbem uns hätte große Konkurrenz machen können, mann v. Sigsseld vom Berliner Luftfchifserbataillon, hat, ßjrünbutw der Gesellschaft erfolgte durch meinen Vater, Wie schon gemeldet, am Samstag nachmittag ver einer Bruder, mich, sowie Adolf Schmidt. Das Kapital Fahrt mit dem neuen Ballon Bessow einen enNetz-l ancüngIid) auf 3.50 000 Mk. beschränkt. Die Gesell- 'lichen Tod gesunden. Ueber dw ^odessahrt und dw Lor- Uärtigte sich nur mit den Trebergeschaften und dem gütige, die zur Katastrophe führten, werden folgende Einzel- Trockenapparaten. Sumps stellt alsdann dw Heiken gemeldet: m weitere Kapitalserhöhung bis zum Jahre 1894 dar, wo die Hauptmann v. Sigsseld und fein Begleiter, der Meteo- wew^ P^^ eine Million Kapital verfügte, rologe Dr. Lincke vom Potsdamer Observatorium hatten . . welchem Zweck nahmen Sie die Kapitals- Qm Vormittag um halb 10 Uhr Mit dem Ballon „Berson Erhöhung'vo^? Angekl.: Das Geschäft wuchs sehr schnell von dem Gelände der Lufthchifferabteilung aus tfyie ^rt Prwrderte aröuere Geldmittel, außerdem waren bet! an getreten. Die beiden Luftschiffer wollten etne Hohen- Treberlieferunaen größere Kredite zu gewähren. Vors.: -fahrt zur Messung der Elektrizitar in der Luft machen und wurden^Sie mit dem Patent Bergmann bekannt hatten sich daher auch, reichlich mit fauerftoft Tur bie ™ : 3m 1894 aber 189a. Vors.-.Worin Atmung in großen Hohen versehen, sofort nach bem Au^ gern 9 ängekt.: Es handelte sich um dw stieg warfen sie Ballaft. Der „Berfon stwg außerordentlich — ^bndestillation von weichen Hölzern, während man vorrasch und überholte bald den kurz vorher aurgela)]eneii, Destillation für feste' Hölzer ausgesührt hatte, mit den Oberleutnants Haring und ^otff bemannten Mili- 9° । a(§bann einige Einzelheiten des Verfahrens tar-Ballon „Falke", der in derselben Rrchtung.segelte^Schon mp^ 9^^.^ &ef(innt ^nd, und spricht sich über die Ver- nach kurzer Zeit verlor er den „Falke aus dem Gestcht- ' , b Destillationsprodukte aus. Im wetteren Ver- Nachdem die Elektrizitatsmestungen vorgenommen waren, ^ung verschiedenen Gründungen zu sprechen, 'stiegen Hauptmann v. Sigsseld und Dr. Lincke bis auf 6501, r..z av?z.wir in ipinpr Meter herab und sahen, daß die Schelde bei dem klc^.i. i - w^beim vor. .Städtchen Zwyndrecht bei Antwerpen vor ihnen lag Um Anlage Magdeburg in Betrieb, nicht durchs den heftigen Wtnd auf das o.fene Meer ge- ^maan oei jjiuyu □ -trieben zu werden, zogen sie die Reißleine. Diese muß iwohl nicht genügend sniiktioniert haben. Der Ballon sank zwar, aber da nicht Gas genug entwich, so stieg er Dald wieder. Die Luftschisfer entschlossen sich nun zum -Absprung. Dr. Lincke gelang es, Hauptmann v. Sigs- »felb jedoch, der nach, ihm sprang, verwickelte sich in das Schlepptau , schlug hintenüber mit dem Kopfe auf die Erde aaif und wurde mit gebrochen em Genick noch ein Stück Weges geschleift. Dr. Lincke erlitt Quetschungen am Kopf, an den Beinen und an den Armen. Die Leiche- des Haupt-, rnanns v. Sigsseld wurde in Zwhndrecht bei Antwerpen in einer Blutlache ausgesunden. Sie war infolge der entsetzlichen Verstümmelungen fast unkenntlich Der verunglückte Dr. Lincke begab sich sofort zum deutschen K'onsulat in Antwerpen. Lincke beklagte stch bitter über die belgischen Gendarmen, die ihn nach der Landung aus die Polizeiwache brachten, wo er drei Stunden bleiben mußte, obgleich er seine Papiere vorgezeigt hatte. Man verweigerte ihm sogar Essen, trotzdem er seit frühmorgens nichts gegessen hatte. Man erlaubte ihm nicht einmal, an die Familie des Verunglückten ein Telegramm ab zusenden, und ließ auch keinen Arzt kommen. Erst nach Dem bet deutsche Generalkonsul Pritfch und der Vi-ekonsul, u--. Tiebergefellschaft Einfluß auf v. tzaesten erschienen waren, würbe ihm erlaubt, einen W “ Unternehmens» Angell,- Einfluß wohl zu «U konsultieren. Der Ballon ist ziemlich unversehrt unb den Gang des unternehmen g befindet .sich der Landungsstelle Zwynbrechft mit >Et- wenig B ß. Mi ß- ° T ^'^anfchläge Über- lrchen wrffenfchaftlrchen Jnstrumenwn. „„h hie leNte Rate nicht sofort gezahlt wurde, Hauptmann v. Sigsseld, der im Alter von 41 Jahren ^^ten'inbbw letzte lUaw nr^i ?o^o r ) ^rs.: stand, war ein stets liebenswürdiger Kamerad und heiterer I . dei^Tochtergesellschasten Dividenden garantiert? Säg. schifsahrt hoch verdient gemacht. Mit den Herren Medmge:sellschaften Segenuver^ auf bie Einführung der . ckus Augsburg und .Hauptmann Parseval aus ^^nchen kon-I Berliner Börse ein und fragt den Ange- strnicrte und erbaute er den --vvachenballon. Se^t Emern Bedenken gehabt habe, daß die Zu- Jahre arbeitete er an der Herstellung eines besonders klagten, ob J ’icl) r Wilfionen abaeUht nmrbe. Der großen Ballons, mit dem er sich mehrere Sage in her Luft aftuug ber z ^[^ng^ eine Folge Balten zu können hoffte. Auch an der Entwickelung der Angekl. erwidert, oatz^er jeae ad j ti -r aber! „Jagdverpachtung" foigenoe ^emeriung zu. vs.» m* uu=> uu- Zeppelinschen GeLanken nahm er teil. Hauptmann v. Sigs- der. ^twahrenderb t eines jeden Jagdbesitzers, gegen Ende der selb ist es auch zum größten Teil zu verdanken, daß man mit drese Angriffe auf Schmidts Berfi^rung 9 n T I P^zeit abzuschießen. Wer die Ausdehnung ber einzelnen der Funkentelegraphie zwischen Berlin unb Jüterbog sehr gehalten habe ' Jö ■ < - - - - * 1 “ -- aünftige Ergebnisse erzielte. Früher Oberleutnant der Re-i praß, ^te serve im 2. GardEanenregiment, trat der kühne, praktischIin Gegenwarr oes und wissenschaftliche gleich! tüchtige Aeronaut im Jahre 1895 Verschiebung der, Stellung^ ÄUt Militär-Lustschifferab teilung, dem fetzigen Luftschiffer- ' bataillon, über, in der er seit 1896 zweiter Lehrer war. Nachdem er am vergangenen Mittwoch mit einem Herrn unb einer Dame ausgestiegen und bei Landsberg a. W. gelandet war, trat Hauptmann v. Sigsseld am Samstag feine 87. Fahrt an, die seine Todesfahrt werden sollte. Von fachmännischer Sette wird mitgeteilt, daß das Unglück offenbar auf das Zusammentreffen mehrerer ungün- ftiger Momente zurückzuführen ist, deren jeder für sich schon genügt hätte, die Landung zu einem äußerst gefährlichen Wagnis zu machen. Zunächst der scharfe Wind, dann die verhältnismäßig glatte Landungsfläche, die dem Sckflepptau keinen Halt bieten konnte, das zu langsame Entströmen des Gases und schließlich das Hängenbleiben der Verunglückten | in der Takelage. Antwerpen, 3. Febr. Der Bruder des verunglückten Hauptmanns Sigsseld, Oberstleutnant Si g s f e ld, ist heute morgen hier eingetrossen. Er traf alle Vorbereitungen zur llebersührung der Leiche nach Berlin, die am 4. d. Mts. halb 7 Uhr früh erfolgen soll. Die Leiche ist in einem leerstehenden Hause des Vororts Saint Anne aufgebahrt und wird auf einem Fährboot über die Schelde nach, Antwerpen gebracht. Sämtliche deutsche Vereine werden bei der Ueberfühmng zum Zentralbahnhof zugegen sein, auch werden der Leiche militärische Ehren erwiesen werden. 5-eute vormittag sand an der Unglücksstelle eine Lokalbesichtigung durch bie Staatsanwaltschaft statt. p i c l b a g e n- Wetter Februar s tXD bi Leb. Himmel. Febr. + 8,3° 0. Höchste Temperatur am 2. Febr. bis 3. Fel Niedrigste „ » 2. n „ 3. „ + O,io o. SMS s 1056 versteigert: 824 1046 holz, 38 3750 78 den. 1057 Weltberühmt int 648 0470 befindet sich jetzt 9 5 80 90 83 lich 62 3. 3. 4. 4,5 4,6 3,8 1 2 4 *6 Nadel-Scheitholz, Buchen-Knüppelholz, Birken-Knüppelholz, Ulrnen-Knüppelholz, Grlen-Knüppecholz, Nadel-Knüppelholz, Buchen-Swckholz, Eichen-Swckholz, 2" 9* 7“ Stadt Gießen. Wolff. 13 3 8 1 2 35 1 747,1 746,5 748,0 Bekanntmachung. DaS Haus Maigasse 9lr. 7 ist per 1. März 1902 zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt das Armenamt — Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 4. Gießen, 21. Januar 1902. Die Armen-Teputation der 43 950 2220 + 2,7 + 1,7 — 0,2 *5 S einbringen. Es bleibt immerhin bemerkenswert, wie wenig ergiebig die Stcuerquellen eines solchen Riesenreichcs sind und es wäre eine schöne Ausgabe für die Europäer, tm chmeflschen Wciaj eine rentable Finanzorganisalion zu sckaffen. >Vokl5cbmeckenljer, kräftiger, ausgiebiger, dabei nur halb so theuerwie der amerikan. Fleischextract ist Siris. PreMetöpfchen A MU. 0,25 In den besseren Colonialwaeren-, Delicatessen- und I>rORen-Handlungen. Slrto-Gesellschaft, G. m. b. H„ Frankfurt a. M. , Eichen- ,, u Buchen-Knüppel, „ Eichen- „ „ Birten- , Wellen Buchen - Reiser (Durchforst.-Wellen), Wellen Eichen- u. Nadel- Reiser, rm Buchen-, Eichen- u. Nadel-Stöcke, Holzverkauf. Mittwoch, 12. Februar d. I., mittags 1 Uhr, sollen aus beni hiesigen Jntcresscnten- Wald folgende Nutzhölzer in drei Losen, in der Wohnung des Unterzeichneten öffentlich verkauft werden: 1. 30 Fstm. Eichenstämme zu Bau- und Schreinerholz, 2. 30 Fstm. Eichen zu Gruben- Holzversteigkning im tzikßknrr Stabtanlii. Montag, 10. Februar, vormittags 0 t Uhr, beginnend, sollen nn Gießener Stadtivald in den Distr. Neuheege, Philosoph enwald und He eg Holz versteigert werden: 1053 1 Kiefern-Stamm von 5 w Länge und 45 cm Durchm, (Schnittholz), 2 rm Birken-Scheitholz, Brennholz- Versteigerung im 6r.=6nfrditr6cmriiiiitroiilb. Donnerstag, 6. Februar, von vormittags 9 Uhr an, ollen in den Distr. Gellackcr und Obere Schwalbenwald Eichenstämme bis 14 m Länge und 63 cm Durchmesser — 92 fm, davon sind 55 fm Bauholz, auf welches auch Angebote im ganzen angenommen werden, fm Schreinerholz, meist 1. Klasse, fm Buchenslämme, rm Küferholz. NHch-Mch Samstag, 8. Febr. d. I., wird in dem vonHeydwolffschen Wald folgendes Nutzholz öffent- 3. 17 Fstm. Fichten-Bauholz. Oberwalgern, 1. Febr. 1902. Der Bürgermeister Schlund. NUsl^Mavs iubrnlBülbnugrnbfiiloibfdi. Mittwoch, 12. Febr. 1902 werden von 9 Uhr morgens ab an Ort und Stelle öffentlich meistbietend verkauft wer- 122 18 142 39 2 7200 versteigert werden 988 Der Anfang ist im Distrikt Gellacker an der Torfwiese. Großen-Buseck,31.Jan.l902. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. jcuc zu empfehlen ।Un*, so |u,reibt em erfahrener Arzt, /sie fit tnr folge des Alyrrholingehalls bie beste hygienische Tollelteseye. UcberaO, auch in den Apotheken, erhältlich. 280 weise Durchforstung. Die Zusammenkunft in auf der Grünbergerslr. an der 4. Schneise. Gießen, 3. Februar 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. , Nadel-Stockbolz, Wellen Buchen-Reisig, Wellen Eichen-Reisig, 8650 Wellen Nadel-Reisig, (teil- N. NE. NE. nachverzeichnete Holzsortimente: rm Buchen-Scheit, v. utur iu ...» u v.ou .ql ui iivscti , x-ic . ui. <. ikti oen- Nasöi ' und den Kreis Wetzlar; 873 Carl Fplsing, Frankfurt a. Main, Kronprinzr-nstr. N7. Distr. 1, 7 u. 13, Eichen: 75 St., 3.—5. Kl., mit 31 fm, Buchen: 9 St., 5. Kl., mi 2 fm, Nutzscheit 1.—2. Kl., 14,5 rm, Kiefern; 13 St., 3.—5. Kl., mit 5 fm, Fichten: 316 St., 3.—5. Kl., mit 74 fm, Stangen: 1.—3. Kl., 2190 et., Stangen: 4.—7. Kl., 2345 St. Zusammenkunft beim Schloß Ilordeck. im Hause des Herrn Curt von Müuchow. Zöglinze finden jederzeit Aufnahme. Elise Scharge. richten zu dürfen, deren Ertrag dazu dienen solle, die Knegs- enlschädigungen zu tilgen. Sir Robert Hart soll diese Ermächtigung verweigert haben, da er der Ansicht ist, daß man besser durch die Einführung einer Grundsteuer zum Ziel gelangen würde. Während 38 Jahren soll China jährlich 42 Millionen Taels zahlen, und die chinesischen Behörden erklären, das Geld ohne die größten Schwierigkeiten und eine vollständige Reorganisation des Steuersystems nicht beschaffen zu können. Tie intelligenten Chinesen sind der Ansicht, daß das einzig richtige Mittel, die Steuererträgnisse zu erhöhen, die Abschaffung der verhaßten Likinabgabe sei unb die Erhöhung der Seezölle bis zu 15 pCt. Die Einfuhrabgaben find nach europäischem System verwaltet und sind die einzigen, die " -i—«---- °°—5nct auf die jährliche Millionen Taels mehr Landmülschasl. Der Wanderredner des Bundes der Landwirte, Th ost der augenblicklich im Kreise Marburg Versammlungen abhält, sagte dort wiederholt in Versammlungen folgen, des' Die sozialdemotratisd)e „Neue Zeit" hat recht, wenn sie sagt, in Zukunft werde es nur zwei Parteien geben, die Sozialdemokratie und den Bund der Land- wirte. Das Zentrum wird sich einmal in späterer Zeit auflöscn. Die katholischen Arbeiter werden sich in kurzer Zeit der Sozialdemokratie anschließen . . . Die Landwirte im Zentrum werden fick) immer mehr dem Bunde der Landwirte anschließen, wie das jetzt schon in Rheinland und Westfalen der Fall ist. Es wird dahin kommen, daß der Bund der Landwirte eine Partei wird." — Tabakbau in Bayern. Nach der vorltegenden offiziellen ^usammenslcllung hal in dem abgelaufenen Jahre der Tabackbau wieder zugenommen: es waren 238169 Ar (47 367 mehr als un Jahre 1900) angepflanzt. Tw Hauptprodukttonsbezirte sind: Bandau 163383 Ar (Mehrung 34 484), Ludwigshafen 37 215 Ar (Mehrung 4311), Nürnberg 24 775 Ar (Mehruna 6221), Fürth 10 109 Ar (Mehrung 152), Bei dieser Gelegenheit set bemerkt, daß im Fahre 1900 in Bayern das Erträgnis des Tabakbaues sich auf 5 266 000 Kilo unb das Brutto-Geld-Erlräams hierfür auf 2197 000 Mark (gegen 451 000 Siilo und 1581 000 Alk, im Jahre 1899) belief. MM Andre Hofer’s echter Feigenkaffee mit dieser Schutzmarke. j Nicht der billige Preis macht ein Kaffee- Verbeseerungsinittel wertvoU, sondern nur eine erprobte gute Qualität. Niederlage io Giessen bei Ang. Noll II. Theater, Kunst und Wissenschaft. Oberbilti Die Verhältnisse dieser Unternehmung, btc längere Zeit a Hebt Fm hiesiaen Stadttheater ging gestern abend sehr zu kämpfen hatte, haben sich sehr gebessert, doch ist aus eine mUer^e? Rea?esuhrimg des Direktors Lppmar als Novität em Dividende nicht zu rechnen, da er|l em großer Fehlbetrag beseitigt erhter 11 #hp vh r p 111 Scher» betitelt: „Was will et? oder I werden muß. . , . Schrip pe" von Jon Lehman über die Bretter und errang - Neue Emission italienischer Reute. Wir haben bereits emen dulchschlaaendcu "achersolg. Die an gelungener Situations- gemeldet, daß sich Italien >mt dem Plan tragt, eme neue In- und ch r a n k surta.M verpflichtet sichtsrat dieser Gesellschaft beantragt die Ausgabe von 1', Mill -Aus Frank ur^a M. schreibt mau uns: In der so- Mark neuer Aktien zum Kurse von 200 Die Verwaltung stellt m eben eröffneten Februar-Ausstellung des Kunstsalons Hermes Aussicht, daß eme noch wettere Erhöhung des Aktienkapitals ge- unb durch Separat-Ausstellungeii vertreten: Hai^ Unger aus I plant ist. reiben mit 11 Gemälden, Philipp Swyneop aus Brüssel mit 10 — Konversion der 4'/r Proz. ungarischen Staatsanleihen. i7)emäwen Victor Freudemann aus Berlin mit 7 Landschaften. - Die in Aussicht stehende Konversion der ungarischen Anlechen hat Tie Ausstellung enthält außerdem hervorragende Emzelwerke fast der Börse neue Anregung gegeben. Es wird angenommen, daß aller unserer bebcutcnbcn Meister, wie A. Böcklin, Hans ^horna, die Rothschildgruppe das Geschäft durchfuhren wird, und^deshalb tii Memel F. o. Lenbach, Stuck :c. sind Kredttaktten an heutiger Börse volle 3 Proz. gestiegen. Auch — iülan schreibt uns: Vom 15.—18. April wird zu W i e s -1 Diskonto-Kommandtt und die übrigen Vanken haben von dieser b a d e n unter bern Vorsitz bes Geh. Med.-Rats Prof. Dr. Naunyn- Strömung profitiert. Straßburg der 20. Kongreß für innere Medizin tagen. Als — Chinesische Fiuauzeu. Der „Finanzherold nremt m schon länger vorbereitete Verhandluiigsgegenstände, für welche seiner Wochenschau mtt Recht, China scheint bts setzt noch nicht zu Auwritäten ersten Ranges die Referate übernommen haben und wissen, wie es sich anfteUen soll, um die Kriegsentschädigungen welche bedeutendes aktuelles Interesse haben, stehen auf dem Pro- zahlen zu können.^ Nach neueren Nachrichten sollen mehrere Vlze- aramm: Diagnose unb Therapie des Magengeschwürs (Reserenten könige aus dem Süden bet Str Robert Hart um bte Ermächtigung Ewalb-Berlm und Fleiner-Heidelberg) und: Die Lichttherapie (Ne- eingekommen fein, eine Lotterie von mehreren Millionen Taels er- ferent Sie-Stopcnljagen). - «ußdrdon haben Ginytootttäge an- ' ° k----- ---- gemeldet: Karniner-Berlin: lieber die Beziehungen zwischen Injektion imd der Jobreaktion in ben Leueoeyten; Ziemssen-Wiesbaden: 4wei älortenaneurysmen; Rtmipf-Bonn: Zur Entstehung des Oowa diabeticam; Paul Lazarus-Berlin: Die Bahntingstherapie der Hemiplegie: Manasse-Karlsruhe: Ferratose und Jodserratose; Koppen- 'Jlorben: Tie tuberkulöse Peritonitis unb der operative EtngriN: Poehl-2t. Petersburg: Ter Ersatz der intravenösen Kochsalzinfusionen durch Klysmen aus künstlicher physiologischer Salzlösung; Ab. Schmttl-Bonn: Zur Pathologie des Magengeschwürs; lyrtebel Pick-Prag: lieber den Einfluß mechanischer und therml,cher Etn- wirkungeil auf Blutstrom und Gefäßtonus. . । — Graf Leo Tolstoi, über dessen Gesundheitszustand m ber emer rotrf|amen Kontrolle unterliegen. B er echt letzten Zett die verschiedensten Gerüchte umgingen, ist in der That j Einfuhr würde diese Erhöhung^des Satzes 15 M fttzt schwer erkrankt. Mein Fröhel’scöer Kindergarten Arlicilerliowegiing. Triest, 3. Febr. Die Heizer des „XJeflerr. Lloyd" legten bte Arbeit nieder und verlangten Herabsetzung der Arbeitszeit. Verhandlungen sind eingeleitct, aber noch erbedntslos geblieben. tzpielplan der vereinigten Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 5. Februar, abends halb 8 Uhr: .Der Waffen- schmied". Donnerstag den 6. Februar'): .Aida". Freitag den 7 Februar geschloffen. Samstag den 8. Februar: „Der fliegende Holländer". Sonntag den 9. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: Aschenbrödel". Abends 7 Uhr: Zum ersten Male: „Das fuß« Älädel". Montag den 10. Februar geschloffen. Schauspielhaus. Mittwoch den 5. Februar; .Die Räuber". Donnerstag ben 6. Februar, abends halb 7 Uhr: „Liimpaei Vagabundus". Freitag den 7. Februar: „DaS große Liebt". Samstag den 8. Februar: Gastvorstellung des Fräulein Irene Triesch vom Deutschen Theater in Berlin: „Heimat". Sonntag den 9 Februar, nachmittags halb 4 Uhr: /Mamsell TourbiUüu'. Abends 7 Uhr-: Hofgunst". Montag den 10. Febr-uar: Zu Wilhelm Jordans 83. Geburtstag: „Durch's Ohr". Vorher: .Abu Seid". •) Anfang, wenn nicht aiiders bemerkt, abends um 7 Uhr. namentlich, wenn dieselben im Ge- naUirOlCIlj sicht auftreten, verunstalten die größte Schönheit der Damen und werden von den meisten^ der dagegen angewandten Erömes und Seifen nicht beseitigt, wahrend sie bei fortgesetzter regelmäßiger Anwendung von Oberweyers Herbuseise verschwinden. Aerztlich warm empfohlen. Zu haben per Stück Mt 1.25 in Apotheken und Drogerien oder durch I. Gioth, Hanau a. M. __________________________^2 „Sie macht die Haut weich und geschmeidig und dürfte Leuten, welche an spröder, zum Aufspringen neigender Haut leiden, die gäbe für daS Jahr 1901/02 bilden. Die Schriften der Gutenberg-1 UmversitälS UachrichleN. Gesellschaft überhaupt sollen in erster Linie daS girnndlegendc — In der Reichstagssitzung am Donnerstag verlangte der Material für die Forschung auf diesem Gebiete durch original» qjbg. £,ojfmanu (Hall) eine Aenderung der ehibienorbnung fiir A..rpnl, tnuftcrailtiac Nachbildungen mit den notwendigen Tierä rzte. Es solle für die Zulaffung zu diesem Studium das i' h.pfcn ^ic Gesellschaft beabfiditiat alljabrlich Reifezeugnis verlangt werden. 4.ie Forderung haben die tter Erläuterungen btttcn. Ti^: befett,cyasl oeavsichttgl, a \ g ) d thdJ ^creinc schon lange ausgestellt, und alles wrack banir, eme derartige Vereinsgabe ihren Mitgliedern darzubieten. i[)re Forderung erfüllt werden wurde. Iu den Fackkretsen Die Veröffentlichungen der Gutenberg-Gesellschaft werden nur mcmlc matt/ schon in kurzer Frist würden die einschlägigen Ver- vcr0T1 Mttaliedcr abgegeben und können im Wege des I ordnungen erlassen werden. Unerwartet ist aber eine Verzöge- Ä^kand-ls nicht bcjOflen werben. - Hier hat sich im »er- rung emgetreten unb baran ioU ba- prenß.iche RuUubm.mf.enum floffenen Jahre die auffallende Erscheinung gezeigt, bau bic LJLLJl111- — ------, ~ «a 8«** yellisuiirtldjafl \ i matteres städtisches Bad zu erbauen, aber jetzt Griesheim a. M., 2. Febr. Tie chemische Fabrik .Elektron K sich^^a"re. »Ebenen Bader ben L " dürfnisien mehr wie genügend entsprechen. Auf eine Renta- Berlin, 3. Febr. DaS .Bert. Tagebl." erfährt: Bezüglick cj-.x. xrr städtischen Volksbäder hat von Anfang an niemand Prozeßes, betreffend Regreßansprüche der aber ebensowenig hat cm Mensch baran gebacht, Banken an die Erben beö Baron-Lohn <1.mmmehr eme gerechnet, or- 16 in ia u na ctAiclt worden, dag die Erben 7*/t JJiiUionen Jllait daß die Bäder einen Jahreszuschuß oon 19,410 Mark er- ^(cn®wo|®n d auf bic ncue Bodengesellschast unb 2 , Millionen iordern würden, wie das im verflostenen Jahre der s^au w . I au^ ^jc Preußische Hypothekenbank entfallen. Heute feiert die Kreissparkasse für die Landgemeinden München, 3. Febr. Von der bayerischen --taatSregierung . «fflnins das Jubiläum ihres 25iähr. Bestehens, wird eme 3'.prozentige Eisenbahnanleihe von 66 Millionen deS Kreises tt-tamz oa5 x\ “ . 1 ; .A#n I nnb eine aUaemcine 'Anleihe von 20 Millionen ausgegeben. Tie Die Veranlaffung zur Grimdung dieser so segensreichen sie bcibeu Anleihen sind von einem Konsortium, beslehenb aus ber aab s Z. der bamalige Provinzialdirektor Geheimrat ^r. Gold- Bayrischen Bank in Nürnberg, der Bayerischen Hypotheken- unb mnnn -ämtlidic Gemeinden unseres Kreises erhalten all- 2öechfelbank. Bayerischen Veremsbank, Bayerischen Filiale der jährlich einen hübschen Bc.trag °°n d°n Emn°hmcn brr Kasse. ÄÄ» deren Remeinahmen slatutenmasjig zur Halste den Gunem en I m Nürnberg, ber Filiale ber Dresbener Bank in Nürnberg, Augute kommt. Einige Gemeinden erhalten ans diese -^cise Banthauje Erlanger u. Söhne in Franksurt a. der nflmKrhch bis zu 2000 Mark. Direktion ber Diskonto-Gesellschaft unb bem Bankhaus Robert allsaynich o 5 - b Nachbarstaaten. Warschauer, Berlin, fest übernommen. Wie verlautet besteht bie Nach b” «r6c.tcrt0^ie « bie Sieben demnächst ,ur affenil.chen Zerchnung aus. Ulrichstein befanben sich dort Ende Januar 128 .Dianu ö - _ Zahlungsschwierigkeiten. Die Zigarrenfabrik .-.„rrpn, bcuv arbeitslos, und zwar der Geburt nach 17 Vernarb Brobefser in Schwetzingen teilt mit, daß sie mit aus dem Großherzogtum Hessen und 20 auS den Rheinlanden, ihren Gläubigern wegen eines Arrangements m Unterhand- Die übrigen verteilten sich auf andere Gegenden Deutschlands luug ^l\$rauufot)lctt3 unb B^itetwcrk Lchwarzcufeld. Dies und des LluSlandes. Nach dem Gewerbe waren 6^ Arbeiter, ber Cbcrpjal5 gelegene einzige Briketwerk Süddeutschlands wird 4 Kaufleute 9 Schlosser, die übrigen meist andre Handwerker. am n. März öffentlich versteigert. Sas Bankhaus o. Erlanger u. 4 jiaujumi, > ~ in Frankfurt a. 2)L hat eine Forderung von 200 000 Mk. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Hehwäldchen bei Ober-Weimar (Station Nieder- Weimar). von Heydwolffsche Forstverwaltung. KartofEeln prima auserlesen, magnnm bonam und gelbe Mäuschen, liefert frei Haus äußerst billig 440 J. Weisel, Sonnenstraße 6. MW" Ansnahnae-Tage Dienstsg, Mittwoch und Donnerstag. 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Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 66 in C-moll ......... F. Mendelssohn-Bartholdy Bfllets: Abonnements für 2 Abende: Sperrsitz Mk. 4.—, unnumme- • । - rierter Platz Mk. 2.50. Für einen Abend: Sperrsitz Mk. 2.50, unnummerierter Platz Mk. 1.75, Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier, Rudolphs Nacht, zu haben. Studentenkarten auch beim Hausverwalter Herrn Stork. Teppiche Neuheiten W in g kolossal * ■bülig- “ — ■ - SM ME » : < WWW Vorhänge,Portieren, Ronleaux, Gobelins Tischdecken, Läuferstoffe, Linoleum-Reste sehr billig. 289 H. C. Werner, Äg'k tzchreinerei, Polsteriverkstatt und Lagerräume: Seltersweg 6, Htrh. Bekanntmachung. Zeugnis«. Ich bin »«rpMchM, H?m«i m#in#n b#s*n > Dank au»;»upr«ch«n fßr dk gute Wlrkueg, welch« Ich «nl«lt« nach einmaligem 6-brauch Ihrer Sau'» id)tm (A p Sodtnn minfral-PaslIUen. g«,. !rhr. e. J. hl S. ** Preis ss ?fg. per Schachtel. Zu haben in allen Apotheken, Drogen- und | Mineralwasser-Handlungen. 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