Erstes Blatt. Mittwoch S.Dezember 1908 152. Jahrgang WM" 8850 Exemplare. enthaltenen Gramm, w betragen. 470 305 226 bei welchen wiegt, auch <00 Lie 250 Gramm, 330 Gramm und für Packungen, einzelne Kerze 26 Gramm oder weniger Gramm zugelasien. Präsident Roosevelts Botschaft. Tie Botschaft, die Präsident Roosevelt gestern im Oeißen Hause zu Washington erlassen hat, giebt über die augenblickliche Politik der Regierung der Unionstaaten man- Herlei bemerkenswerte Aufschlüsse. Tie Botschaft legt ein Krlranntmachnng. Betr.: Die Ausführung der Gewerbeordnung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Vrund deS OrtSstatutS vom 27. Juni 1892 am 7., 14. und 21. Dezember l. IS., als den drei Sonntagen vor Weihnachten, die Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen pp. ninb die Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbe bis 110 Uhr abends ausgedehnt werden kann. Ferner wird zur Kenntnis der Jnteresienten gebracht, bei6 in Ausführung deS Reichsgesetzes über die Abänderung bc?r Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 die Vorschriften Lder die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe keine Anwendung ;|ti finden haben und die Läden und offenen Verkaufsstellen bo:8 abends 10 Uhr offen gehalten werden dürfen an fol- ggknden Wochentagen vor Weihnachten: 9. bis 13., 15. bis 20., 22. bis 24. Dezember, sowie am Tage vor Neujahr: Mittwoch, den 31. Dezember l. IS. Gießen, 30. November 1902. Großherzoglicbes Rolizeiamt Gießen. Hechler. § 2. Als Einheiten für das Rohgewicht der Packungen werden Nr. 284 • r|d)etnt täglich äuge» SonnlagS. Dem (Sießenet Anzeiger werden im Wechte! mit den, «elfischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal tn der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bet v r ü h l'schen Uiuoers.-Buch- u.Stein- bruderei lPielich iß')lr 51 von 500 Gramm mindestens , 330 , , , 250 . Parlamentarisches aus Hessen. Weitere Regierungsvorlagen betreffen eine Aenderung der Besoldung für „Räte be iden PrvvirrKial- direktionen" und eine Rachtragsforderung zu Käpitel 93, Kriminalkassen betr. Es wird zur Beschaffung der nötigen Requisitäten und Gerätschaften für das jetzt fertiggesteute neue Gefängnis in Darmstadt der Betrag von 12800 Mk. verlangt. Ein neuer Gesetzentwurf trifft nähere Bestimmungen über die Vormerkung „streitig" iit den Grundbüchern der Provinz Rheinhessen. Darnach soll die Uebernahme der in einem Grundbuch von Rheinhessen eingetragenen Vormerkung „steitrig" in das anzulegende Grundbuch nicht stattfinden, wenn der Eigentümer der Uebernahme widerspricht, seit dem Eintrag der Vormerkung zehn Jahre verstrichen sind und der Berechtigte es unterlassen hat> sein Recht rechtzeitig anzumelden. § 3. DaS Reingewicht der in den Packungen Kerzen muß bei einem Rohgewicht Das Kinderschuhgesetz. Tie Reichstagskommission für das Kinderschutzgesetz hat gestern die zweite Lesung der Vorlage beendet. Im großen und ganzen wurden die Beschlüsse erster Lesung genehmigt, doch sollen Kinder, die zur Zwangserziehung überwiesen sind, nicht wie- nach dem Beschluß erster Lesung als ftemde, sondern als eigene Kinder gelten. Nach einem neuen §, 13 a wird dem Bundesrat unter bestimmter Voraussetzung die Zulassung von Ausnahmen von den Vorschriften des Gesetzes gestattet. Tie Bestimmungen über die Befugnisse der Polizei erhalten eine andere Fassung. Bei den Sttaf- kestimmungen wird die Regierungsvorlage (Geldstrafen bis zu 600 Mk.) wieder hergestellt. Das Gesetz soll nicht am 1. Juli 1903, sondern am 1. Januar 1904 in Kraft treten. Ten Bericht über die Vorlage wird Abg. Sittard erstatten. Eine Derstäodigung über Macedonien. Tie Ernennung Ferid Paschas zum Präsidenten und des früheren Valis Hussein Hilmi zum Generalinspektvr einer mit der Besserung der Verhältnisse in Macedonien betrauten Kommission scheint — so wird der „Fr. Ztg." in Bestättgung unseres gestrigen Wiener Telegramms aus Konstantinovel gemeldet — den Beginn der Auslühruna ajwßes Gewicht auf die Stellung der einzelnen Staaten b ?n fremden Mächten gegenüber und verlangt, daß die amerikanischen Republiken alle gerechten Forderungen der letzteren erfüllen sollten, da die Unionstaaten etwaige Lesttebungen, sich diesen Forderungen zu entziehen, in liiiner Weise unterstützen würden. Die Botschaft betont, das §md befinde sich in einer Periode des unbegrenzten' Gedeihens. Es habe eine große Rolle in der Welt ßlispielt und wolle diese noch erweitern. Große Probleme M Auslande und noch größere im Jnlande seien zu lösen. Roosevelt erinnert an seinen Entschluß, die Trusts zu kugeln. Seine Absicht sei nicht, die Verbände abzuschaffen, gleichen Fuß zu stellen, wie die ausländischen Interessen. Reziprozitatsverträge seien äußerst wünschenswert. Rr-ise- velt bespricht eingehend diese Frage und regt die Einsetzung einer Kommission von Handelssachverständigen an. Ter Präsident hebt dann die Notwendigkeit der Elemente der Elastizität im Währungssystem hervor, um finanziellen Krisen vorzubeugen. Er erwähnt lobend das Einwanderungsgesetz und bespricht die Frage der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit. Er wünsche die Schaffung eines Handelssekretariats und regt die Reziprozität mit Kuba und Neufundland und einen Vertrag mit Groß- britannien an. Er rat zum Schiedsgericht an Stelle der Kriege. Mit Kolumbien seien Verhandlungen im Gange wegen der Zustimmung zum I sth m u s ka n a l. Kein unabhängiger amerikanischer Staat brauche einen griff der Vereinigten Staaten zu fürchten. Jeder müsse die Ordnung im eigenen Gebiete auftechterhalten und seinen Verpflichtungen gegen das Ausland nachkommen, dann habe man nichts von einer ausländischen Intervention zu befürchten. Die M onro ed o ktrin müsse das Grundprinzip der amerikanischen Politik sein. Am Horizont sei keine Wolke, es scheine, daß nicht die mindeste Differenz mit dem Auslande zu befürchten sei; aber für den Fall von Schwierigkeiten würde es verhängnisvoll sein, die Schaffung einer starken Flotte abzulehnen. Die Kriegsgerichtsurteile in Südafrika. Tie seiner Zeit ernannte königliche Kommission zur Nachprüfung der in Südaftika gesprochenen kriegsgerichtlichen Verurteilungen hat soeben ihren Bericht über die von ihr vollzogenen Nachprüfungen veröffentlicht. Ter- felbe enthält ein Verzeichnis von 795 Verurteilten, von denen 722 zur Kapkolonie, 59 zu Transvaal und Oranje Freistaat und 14 zu Natal gehören. Bei 198 Verurteilten sind die Urteile ungeändert geblieben, 478 Urteile sind gemildert und 119 Verurteilte sind ganz fteigesprochen. In 328 Fällen war ursprünglich Todesstrafe verhängt, doch waren davon viele Fälle zu Zwangsarbeit gemildert worden. Nun hat die Kommission, tote der „Frkf. Ztg." aus London gemeldet wird, noch weitere Milderungen eintreten lassen, und 34 ursprünglich zum Tode verurteilte Personen jetzt ganz freigesprochen. Tie Namen sind fast ausschließlich solche von Afrikandern und Buren. Dazu kommt eine kleine Anzahl Deutscher. Max Teinert aus Berlin erhielt für Brandstiftung und Gewaltthat statt der Todesstrafe sieben Jahre Zwangsarbeit. Max Ernst Henschel für Hochverrat und Neutralitätsbruch sieben Jahre Gefängnis und 250 Pfund Geldstrafe, R. C. W. Berndt für Verrat statt Todesstrafe fünf Jahre Zwangsarbeit, Oskar Ganter für Hochverrat und Neutralitatsbruch statt Todesstrafe zwei Jahre Gefängnis, W. A Laeschke für Verrat statt Todesstrafe drei Jahre Zwangsarbeit und Anton Hermann Liedig für Hochverrat und Neutralitätsbruch sechs Monate Gefängnis mit harter Arbeit. Politische Tagesschau. Znr deutsch venezolanischen Streitftage. veröffentlicht die „Köln. Ztg." folgende, vom Wolsflschen Tepeschenbureau weiter verbreitete offiziöse Note: Ten Meldungen aus englischer und amerikanischer Quelle über Bemühungen des Präsidenten Castro, Geld: aufzubringen für die ausländischen Forderungen und über eine geheime Sendung Castros nach Europa einen besonderen Wert beizulegen, halten wir nicht für nötig. Entweder bringt Castro das Geld auf, um den Verpflichtungen nachzukommen, dann ist über die Sache nicht weiter zu reden, oder er bringt das Geld nicht auf, sei eS, daß er nicht will, ober daß er Unvermögen vvrschützt, dann wird man zu Maßregeln schreiten müssen, die ihn gefügiger und williger machen. Daß es vorzuziehen wäre, wenn Venezuela seinen Verpflichtungen einfach in gebührender Weise nachkäme, bedarf keiner Versicherung. Wenn in diesem Sinne die Thatsachen reden, werden wir es gern anerkennen, geheime Sendungen machen jedoch keinen Eindruck auf uns. Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Dezember 4902. •* Gedenktage. Au Dresden starb am 3. Dezembe? 1857 der Bildhauer Christian Daniel Rauch, der Schöpfer bedeutender Denkmäler, der Marmorstatuen der Generale Scharnhorst und Bülow, der Bronzestatue Blüchers auf dem Opernplatz in Berlin, des ErzguffeS Maximilian I. in München. Das Zeitalter Friedrichs des Großen verherrlichte er in dem Reiterstandbilde des großen König?, daS am 31. Mai 1851 in Berlin enthüllt wurde. Rauch, der als Kammerdiener deS Königs Friedrich Wilhelms III. seine Laufbahn begonnen hatte, war am 2. Januar 1777 zu Arolsen in Waldeck geboren. - Hof na chrichten. I. Kafferl. Hoheiten der Großfürst und die Großfürstin SergiuS von Rußland werden am Montag den 8. dS. von Paris hier eintreffen. — Am 4. d. Mts. wird ein the dansant im Neuen Palais stattfinden. — Auszeichnungen. Se. Kgl. H. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. Dezember dem Professor Emil Sauer in Wien das Ritterkreuz 1. Klaffe be? Verdienstordens Philipps de§ Großmütigen zu verleihen. ** Personalien. In den Ruhestand wurde versetzt der Wagenwätter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- gemeinschaft Ludwig Cramer zu Darmstadt. ** Landwirtschaftskammer. Uns wird geschrieben: Nachdem der Entwurf der ALgg. Haas und Gen. zwecks Errichtung einer Landwirtschaftskammer für bas Großherzogtum Hessen von feiten der 1. Kammer abgelehnt würbe und auch seitens ber Regierung keinen Beifall fand, ist ein Bericht des Großherzoalichen Ministerrates Braun erschienen, ber bie wichtigsten Grundsätze enthält, nach denen bie Errichtung einer Lanbwirtschaftskammer auch von feiten ber Regierung Zustimmung finden würbe. Ties Referat ist ben landwirtschaftlichen Vereinen, bem Hess. Landwirtschaftsrat und ben Kreisämtern zur Aeußerung zu- gegangen. — Nach diesem Referat würbe ber Aufgabenkreis berselbe bleiben wie ber, ber bett jetzt bestehenben lanbwirtschaftlichen Körperschaften zufällt. Tie Walbwirt- schaft nur insofern einbezogen werben, als es sich bei ben Besitzern um Nebenbetriebe ber landwirtschaftlichen Betriebe handelt. Es sei ausgeschlossen die Ueberweisung ber wirtschaftspolitischen unb anberer Interessen der Staatsforstverwaltung und namentlich der Privatwalbungen L Kl. an die Lanbwirtschaftskammer. — Tas bisher naturgemäß ber Thättgkeit ber lanbtoirtschaftlichen Pro- vtnzialvereine gesteckte Ziel, alle Landwirte einer Provinz in sich aufzunehmen, ist burch bie Vorschrift zu erreichen, baß kraft Gesetzes ber Organisation jeder anzu- gehören hat, der nach Erreichung eines besttmmten Lebensalters als Eigentümer, Pächter oder Nutznießer landwirtschaftlich benutzten Grund und Bodens innerhalb der der Reformprvjekte des Sultans zu bedeuten, wobei es sich diesmal um ernstere Entschlüsse zur Anbahnung einer ftied- licheren Gestaltting der Verhalnisse in den macedonischen Vilavets handelt. Huffein Hilmi begiebt sich sofort nach Macedonien, um seine Wahrnehmungen oann zu unterbreiten und bet der Anwendung der Maßregeln selbst cm Ort und Stelle zu sein. Das Reformpvojekt des Sultans umfaßt 18 Punkte; es handelt sich weniger um die durchgreifende Aenderung der bestehenden Gesetze, als darum, daß die Gerichte dte Ausführung der bestehenden Gesetze respektieren, ferner um die Nnführung einer regelmäßigen Bezahlung sämtlicher Beamten und Militärs. Um dies durchführen zu tonnen, ' hat der Finanzminister vom Sultan ben Befehl erhalten, fenie Harales (Anweisungen) auf bie Kassen ber macebonischen Dilajets mehr crustzw- geben, sodaß bie betreffenben Vilajet-Verwaltungen unbeschränkt über ihr Dubget verfügen können unb im De- barfssalle einen weiteren staatlichen Zuschuß erhalten. Ferner sollen Sttaßenbauten unb ber Bau von Elementarschulen sofort in Angriff genommen, unzuverlässige Beamte ersetzt unb, was bas Wesentlichste ist, eine teilweise Einführung bes christlichen Elements in bie Polizei unb Genbarmerie veranlaßt werben. Das unerwartete Eingreifen bes Sultans wird allgemein als ein Erfolg des russischen Botschafters Sinowjaw betrachtet, baffen konkrete Vorschläge bie günstigste Aufnahme beim Sultan finbeit § 4. Auf ber Außenseite ber Packungen ist sowohl das Rohgewicht als da? Reingewicht in leicht erkennbarer Weise an. Gigeben. Die Angabe ist in Gramm ober in Bruchteilen von Kilogramm auszudrücken. § b. Weber baS Rohgewicht, noch ba? Reingewicht barf um nnehr als 10 Gramm hinter dem angegebenen Betrage zurücköleiben. nigeln. Seine Absicht fei nicht, die Verbände abzuschaffen, andern ihnen zu nehmen, was daran schlecht sei. Man rirfe nicht den in ber Leitung ber industriellen und “t emotionalen Welt errungenen Platz aufgeben. Ter Prä- ident spricht sich bann gegen die Monopole aus. Bezüglich ber Verfassungsrevision erklärt er, m würbe nicht bavor zurückschrecken, wenn bies notwenbig \a. Man bürfe nicht burch Tarifänberungen ben Einfuhr- .mtikeln bes Auslandes Vorteile gewähren, wohl aber ber K'inkurrenz im Jnlanbe bessere Bebingungen zugestehen. £-;e Wohlfahrt bes Laubes wuchs immer unter ben Schuk- jofttarifen. Ter erste Punkt ber Erwägung sei ber Grund- |«5, die amerikanischen Hanbelsinteressen minbeftens auf Bekanntmachung, Bete.! Den Kleinhandel mit Kerzen. Wir verfehlen nicht, bie Jnteresienten auf die nach, stehend abgedruckten Vorschriften für den Kleinhandel mit Kerzen, die am 1. Januar 1903 in Kraft treten werden, auf. merksam zu machen. Zuwiderhandlungen werden nach § 5 Abs. 4 be? Ge. setzeS zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes vom 27. Mai 1896 mit Geldstrafe bis 150 Mk. ober mit Haft bestraft. Gießen, den 1. Dezember 1902. .Großherzogliches Valizeiamt Gießen. Hechler. § 1? Packungen mit Stearin- und Paraffinkerzen, sowie mit Kerzen, die überwiegend au? diesen Stoffen hergestellt sind KompositionSkerzen) dürfen im Einzelverkehr nur in bestimmten Einheiten des Gewichts und unter Angabe der GewichtSmenge gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten Derben. JWBBSMF A . Oexngiprrtlt mono lUcti 7b Pt., viertel» GlehenerAnzelger v General-Anzeiger " e=ET 1 & ** sitt den Mill. u. öligem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZMZ _______________________ getqenteil: Han» Beck. Provinz die Laudwirtschost als Hauptberuf selbstän- oig ausübt. — Von dem Beitrittszwang würden ausgeschlossen sein die sogen. Parzellenbetriebe. Bei dem sehr zersplitterten Grundbesitz im Großherzogtum, wür' man Betriebe von der Größe von mehr als einem Hektar landwirtschaftlich benutzter flache der Organisation anschließen können. Nach der Statistik würden dann 75 000 Betriebe (56 Prozent der Gesamtzahl mit zusammen rund 410000 Hektar Fläche znzuziehen und 60 000 Betriebe (44 Prozent der Gesamtzahl) mit Zusammen 22 500 Hektar aus-nscheiden sein. — Freiwillige Mitglieder können in den Berufsorganisationen aegen Entrichtung fester Jahresbeiträge Aufnahme finden. — Der ganze Aufbau der Organisation hat sich auf rein territorialer Grundlaae zu vollziehen. Tie Bernfsgenoffen eines Kreises bilden den Kreisverband oder Kreisverein, diese Mitglieder wählen in den Ausschuß des Provinzialverbandes ibren Vertreter. Die V"rtreter der Provinz'alverbande bilden die Landwirtschaftskammer. — Tie Zahl der Mitglieder der Landwirtschaftskammer, wie der Vertreter der einzelnen Verbände bemißt sich nach der Zahl der dem betreffenden Vertretungskörper angehörigen Mitglieder. In die Kammer ist auf je 2500 Mitglieder ein Abgeordneter zu wählen. Tie hiernach sich voraussichtlich ergebende, auf die drei Provinzen etwa auch gleich zu verteilende Zahl von 30—32 Abgeordneten dürfte genügen, zumal wenn noch Vertreter von Landesfachvereinen oder Sachverständige in die Kammer eintreten. — Tie Dahl in den Bezirken zu den Kreis- oder Bezirks- ausschüssen würde durch Zuruf, oder wenn es beantragt wird, durch Stimmzettel zu erfolgen haben. Bei der Wahl wird dann die Stimmberechtigung durch Vorzeigen des Dnforderungszettels über die Beiträge dargethan. — Stimmberechtigt ist, wer auf Grund der Beitragspfticht, sei eS infolge des Berufs oder der fteiwilligen Mitgliedschaft, sich legitimiert. Tasselbe gilt von der Wählbarkeit. — Soweit die Organe der Landwirtschaftskammer und diese selbst die bei Durchführung ihrer Aufgaben nötig werdenden Mittel nicht durch Staatszuschüsse und die Beiträge der freiwilligen Mitglieder oder sonstige Einnahmen erhalten, sind sie durch Umlagen aufzubringen. Dieselben werden auf die maßgebenden Steuer- oder Vermögenswerte auSgeschlagen. Tie Erhebung einer Umlage ohne Rücksicht auf ihre Höhe bedarf der staatlichen Zustimmung auf Grund der beim Ministerium des Innern zur Genehmigung einzureichenden Iahresvoranschläge der Kammer und der Provinztalverbände, in welchen auch die finanziellen Bedürfnisse der Lokalorganisationen zu berücksichtigen sind. — Welchen Stellen staatliche Mittel zur Förderung der Landwirtschaft zuftießen sollen, bestimmt zunächst das Staatsbudget. Wgesehen hiervon sind durch das Budget diese Mittel der Kammer mit der Maßgabe zu überweisen, daß die Verwendung auf Grund der genehmigten Voranschläge durch die Provinzial- und Lokalverbände zu bewirken und von der Kammer in ihren Rechnungen über die ^samten Eiirnahmen und Ausgaben nachzuweisen ist. Dte Rechnungen werden von der Ober- rechnungskammer geprüft und abgeschlossen. — Selbstverständlich soll die Landwirtschaftskammer durch diese Vorschriften nicht bloße Abrechnungsstelle für die Lokal« und Provinzialverbände gegenüber dem Staat werden. Tie Kammer ist über jede für die Landwirtschaft wichtigere Angelegenheit zu hören, sie vertritt die Landwirtschaft nach außen, ebenso kommen ihr die sonstigen, bisher oem Landwirtschaftsrat zustehenden Rechte zu. Was das Verhältnis zu den Provinzial- und Lokalverbänden angeht, so erfordern die meisten Zweige der Landwirtschaftspflege ein Vorgehen nach einem einheitlichen Plan, das nicht an die Grenzen der Gemeinde oder des Kreises gebunden sein form. Dieser gemeinsame Plan muß von der Landwirtschaftskammer geschaffen und die Ausführung bis hinunter in die kleinen örtlichen Organisationen beobachtet werden. — Die Fachvereine sollen sich je nach ihrer Größe an die Landwirtschaftskammer, den Provinzial- oder Lokalverband in der Weise angliedern, daß sie in den Körperschaften Vertreter besitzen, daß sie die Forderungen eines von der Kammer angenommenen Wrbeits- und Or- -ganisationsplanes erfüllen und daß chnen die etwa notwendigen Mittel unter Kontrolle zur Verwendung überwiesen werden. — Satzungen und Abänderungen der Landwirtschaftskammer bedürfen staatlicher Genehmigung. Tie Vorschläge des Entwurfes der Mgg. Haas und Genossen wegen eines verzinslichen und rückzahlbaren Betriebsvor- schussses können vorbehaltlich der Festsetzung der Höhe oeSseiben, gebilligt werden, ebenso die Vorschläge über die Staatsaufsicht. — Der Tag des Inkrafttretens des Gesetzes wird durch landesherrliche Verordnung bestimmt. l— Ter Landwirtschaftsrat und die landwirtschaftlichen Provinzial- und Bezirksvereine, auch die Kreisämter sind aufgefordert, sich zu den vorstehend au^ugsweise auf- gestellten Grundsätzen zu äußern, unter denen die Regierung glaubt, einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen zu können. Diesen Ausführungen soll an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden. In den nächsten Wochen werden diese wohl bekannt sein und es wird sich dann Gelegenheit bieten, das Für unb Wider hier weiter zu erörtern. Bad Nauheim, 2. Dez. Der (Etat der Saline und Badeanstalt Bad Nauheim steht in Einnahme vor: Badegelder . 510 000 Mk. Kurtaxe 170 000 „ Pacht von Grundstücken und WohrnmgSrntete . 27 217 „ Für Salz und Mutterlauge 87 000 „ Mineralwasser-Vertrieb ..... 20 000 „ Sonstige Einnahmen .... . 3 783 „ Zusammen 818 000 Mk. An Ausgaben sind veranschlagt: Derwaltungßkosten 166 120 Mk. Betriebskosten 196100 „ Mineralwasser-Vertrieb 15 000 „ Kosten deS Parkes, der Anlagen, Straßen, Wege und Brücken 70 000 „ Inventar «darunter für innere Einrichtung der Jn- stallationSwerkstätte 6000 Mk.) . . . 44000 „ Gebäude......... 74 700 „ Quellen, Röhrenleitungen und Kanäle . . . 42 700 „ Reserve- und Dispositionsfonds .... 46000 „ Ablieferung an den Kuftonds Bad Nauheim. 73 380 „ Zusammen 718 000 Mk. Zur Bestreitung allgemeiner StaatSauSgaben kann hiernach voraussichtlich ein Betrag von 100 000 Mk. (818 000 Mk. Einnahme minus 718 000 Mk. Ausgabe) verwendet werden. Im VcrmögcnSbudgct sind u. a. 20000 Mk. für Errichtung einer JnslallationSwerkstätte vorgesehen, für deren innere Einrichtung nach oben im Verwaltungsbudget 6000 Mk. gefordert werden; weiter find daselbst 15 000 Mk. für Erwerbung der Kolonnade im Park eingestellt. Zu letzterer Forderung ist erläutert: Die Tauer der Konzession für die im Jahre 1883 auS Prioatmitteln errichtete Kolonnade mit Verkaufsläden im Dark zu Bad Nauheim beträgt 35 Jahre und endigt mit dem Jahre 1918. Mit Ablauf der Konzession geht die gesamte Kolonnade kostenlos in das unbeschränk (Eigentum deS Staates über. Der Domanial-Verwaltung steht jedoch das Recht zu, daS bezügliche Bauwesen 15 Jahre vor Ablauf der Konzessionszeit gegen Zahlung von 15 000 Mk. zu erwerben, unb wird beabsichtigt, von diesem Rechte ®e- brauch zu machen. Die Erwerbung liegt im finanziellen Interesse des Staates, da der Unternehmer vertragsmäßig nur ein Pachtgeld von 200 Mk. jährlich zu entrichten hat, während die jährlichen Mieterträge aus den Verkaufsläden 6000 bis 7000 Mk. betragen. Diese Ausgaben des Vermögensbudgets sollen aus dem Kurfonbs Bad Nauheim gebest werden. Vermischtes. • Ein Nassauer. Mit einem Briefe der Heidelberger „Rhenania^ versehen, in welchem es heißt, der Vorzeiqer des Briefes sei der EorpSbursche Gustav v. Rücken, der gegen eine Wette von 70 000 Mk. sich um die Welt nassauern wolle, stellte sich vor einigen Tagen ein junger Mann im Büreau der ,N.-P. StaatSztg.^ m New-Pock vor und ersuchte die Redaktion, das welterschüttecude Ereignis seines Stromerns der Mitwelt zu verkünden. Es stellte sich jedoch heraus, daß das Corpszeichen in dem Schreiben nicht mit dem der .Rhenania" übereinstimmte, und da überdies der Name Rbenania falsch geschrieben war, wurde der Jüngling, der in Newark bereits ewige von denen, die nicht alle werden, gefunden hatte, weniger höflich als entschieden ersucht, sich so schnell wie möglich an die freie Luft zu begeben. Er machte sich bann wieder nach Newark auf den Weg, scheint aber dort an den Unrechten gekommen zu fein, denn er wurde von der Straße weg wegen Bettelei verhaftet. Im Polizeigericht zeigte er wieder das angeblich von der Heidelberger ,Rhenania' ausgestellte Dokument vor unb fand im Kadi auch einen Gläubigen, der den Fechtbruder freiließ. Die ,91.-9). StaatSztg.* warnt trotzdem das Publikum vor dem „listigen Heidelberger", der wahrscheinlich den Bettel weiterzutreiben versuchen werde. * Ein guter Tropfen. In einem vor der Strafkammer deS Landgerichts in Mainz jüngst verhandelten WeinoerfölschungSprozeß machte der als Zeuge vernommene Bürgermeister des Heimatortes des angeklagten Weinfälschers folgende naive Aussage auf die Frage des Gerichtsoorsitzenden: «Nun, Herr Bürgermeister, wie wird in der Regel der Wein bei Ihnen hergestellt?* antwortete der Bürgermeister prompt: ,Ei na, seither hawe mir'n immer halb und halb gemacht — daS heißt, halb Zuckerwasser und halb Wein — aber das war schon ein guter Tropfen.* An dem Gerichtstisch, wie auch bei dem Auditorium fand diese Antwort des ländlichen GemeindeoberhaupteS natürlich große Heiterkeit, zumal ein vorher vernommener chemischer Sachverständiger erklärt hatte, daß der in Betracht kommende Wein auß Trester und sehr verwässertem Wein hergestellt sei. * Heber den Vogclmord in Südtyrol berichtet man der ,N. Fr. Fr.*: Wer in Rovereto — wir greifen hier nur diese größere Ortschaft Wälschtirolß heraus — seit einigen Wochen die Straßen durchwandelt, ist sicher über die unverfrorene Art und Weise empört, in der in Südtirol der Vogelmord betrieben wird. Außerhalb des Ortes werden Singvögel mit Netzen gefangen und getötet und dann in Ketten an Weiden vor den Spezereiläden zum Verkaufe angeboten und zwar daß Dutzend zu einer Krone biß zu einer Krone 20 Heller. • Enthüllungen auß bem Jrrenhause. Einen peinlichen Eindruck haben in Oberitalien die Enthüllungen der Untersuchungskommission über grobe Mißstände tm Venezianischen Jrrenhause von San Seroilio gemacht. Anstatt der Zwangsjacke wurden zur Fesselung der Irrsinnigen große Eisenringe mit Vorlegeschlössern, die miteinander durch Ketten verbunden waren, angewandt. Bei vielen dieser Eisenringe fehlte die innere Lederbekleidung, so daß sie blutige Abschürfungen am Körper hervorriefen. Die Fesseln erlaubten den Kranken sich nur ganz wenige kurze Schritte zu bewegen ; in einem Fall traf die Untersuchungskommission einen Irrsinnigen, dessen Hände auf der Brust durch einen schweren Eisenmuff, der noch einen Teil des Unterarms bedeckte, gefesselt waren. Endlich wurden zwei Irre gesehen, die vollständig nackt, mit Eisenketten beschwert, an daS Bett gebunden waren. Und diese barbarischen Maßregeln wurden keineswegs nur vorübergehend angewandt, sondern ständig und Jahre hindurch, sso baß sich bei Vielen an den Stellen, wo die Eisenringe saßen, Hornhautbildungen zeigten. Nach dem „Corriere della Sera“, erklärte der Professor Lslwaodo, Direktor der psychiatrischen Klinik der Universität Padua seinem Gewährsmann, daß der Provinzialarzt Loriga von diesen Zuständen seit 1898 gewußt habe, daß aber nichts davon in die Oeffentlichkeit gedrungen sei. Nunmehr werden sich die Behörden mit dem Fall beschäftigen. * Dec Bettmensch. Ein Original ist der Baron Hugo Ortliet in Rußland, ein Millionär, der, wie ein Lon- boner Blatt zu berichten weiß, seine Zeit in seinen prächtigen Palästen in St. Petersburg und Moskau und auf feinem herrlichen Landgut bei Kasan zubringt, aber — immer im Bett. Seit zehn Jahren ist er nicht aufgestanden unb hat sich nicht angekleidet. Körperlich fehlt ihm nichts und sein Körperzustand liefert ein Beispiel dafür, daß eß Menschen giebt, die auch ohne körperliche Bewegung gesund bleiben. Nachdem der Baron alle denkbaren Formen des Vergnügens erschöpft hatte, legte er sich aus bloßer Langeweile inS Bett und er ist seit dem Jahre 1892 nicht wieder daraus aufge- ftanben. Sogar bei seinen Reisen verläßt er daS Bett nicht. Dieses wird bann von seinen Zimmern auf einen besonders gebauten Wagen getragen und von dort in seinen Privat» Salonwagen. Er fährt immer im Sonberzug. In allen anderen Beziehungen ist er ganz vernünftig; er leitet sein großes Besitztum mit der größten Klugheit und mit Scharf» sinn und ist glänzend und witzig in der Unterhaltung. Die einzige Besonderheit seines Charakters ist fein Widerwillen gegen die Anstrengung deS AufstehenS. „Warum soll ich mir die Mühe geben?" fragte er. „Wozu muß ich aufstehen? Es qiebt sicherlich nichts, was ich nicht ebensogut im Bett machen könnte." — AuS dem Berichte deS ßonboner Blattes ist heraußzufühlen, daß die Engländer diesen Russen um feine Absonderlichkeit geradezu beneiden. Hätte nicht auch n, Engländer auf den Gedanken verfallen können, zehn Jobrr lang im Bett liegen zu bleiben? Der Bettmensch ist jeden, falls daS Neueste. Kunst und Wisscnschust. Am Herzogl. Hvftheater in Coburg soll bem» nächst die Erstaufführung eines phantastischen Zauber- Märchens „Die brei Rosen" von Margarethe Benda. Musik von Johannes Toebber. ftattfinben. Johannes Doebber hu bereits verschiedene Opern (Tie Grille, Die Rose vva Genzano, Ter Schmied von Gretna-Green) komponiert. „König Saul", eine fünfaktige Tragödie von Eberhard Koenig (Berlins wurde wm königl. Schauspielhaufe zu Tresden zur Uraufführung angenommen. Eine Auszeichnung Professor Stpcks Vie aus München berichtet wird, ist Professor Stuck zum Mitglied des Maximilian-Ordens für Wissenschaft und Kunst ernannt worden. Ter Tom zu Meißen, dessen Geschickte bis auf die Zeit Kaiser Heinrichs L zurückreicht, hat dreimal seine die Westseite krönenden Türme verloren; sie wurden 1222 t*om Brande zerstört, 1399 bis 1410 von neuem errichtet, aber schon im August 1413 mit ihren sieben Glocken von einem furchtbaren Unwetter „herniedergeworfen" und erst 1481 wagte man einen neuen Turmbau. Damals errichtete der ruhmreiche Baumeister Arnold von Westfalen, dessen Meisterwerk die Albrechtsburg zu Meißen ist, auf dem mächtigen, schönen Unterbau .der Türme drei „hohe Spitzen" auß Holz, ähnlich wie auf St. Scveri zu Erfurt. Ein Gottes, gerickt war es nach bem Glauben beS protestantischm Sacksenvolkes, bas im Jahre 1547 bi es.' Türme üernicfitete. Herzog Moritz hatte sick mit Kaiser Karl V. zur lleber- toinbung der protestantischen bürsten verbunden, was ihm das Kurfürstentum Sacksen einbrachte, und merkwürdigerweise gerade an dem Tage nach der Entscheidungsschlecbt bei Mühlberg, an welchem Moritzens Sieg über die Protestanten durch ein feierliches Hochamt verherrlicht ward, „kam nachmittags um 5 Uhr ein Detter über Meißen, tfiat einen einzigen Schlag, schlug in die drei hohen Spitzen der Domkirche, zerschmeißet und zerschmelzet alle Glocken samt der großen Orgel von der Wand herab, daß niemand gewußt, wo alles hingestoben". Seitdem steht der herrliche Unterbau Arnolds von Westfalen, da? Kirchcntzach überragend, turmlos da, durch ein flaches Dach mit Zinnenkranz abgeschlossen. Nachdem 1826 ein Tom bau verein v.rr Erneuerung des Toms gegründet worden war. bildeten sich drei Parteien, die in ihren Ansichten über die Diederuii- rieb hing der Türme weit auseinanderg"hen: der Verstand entschied sich für den Plan des Oberbaurats Schöler m Karlsruhe, der, wohl durch daS Vorbild des Magdeburger Domes bestimmt, zwei Türme errichten will. Andere geben den Entwürfen des Professors Linnemann in Franksiirt den Vorzug, der gleich Arnold von Destsalon auf Unterbau drei sehr schlanke Türme bauen will, sodaß die alle? überragende mittlere Spike einen einheitlichen Abschluß für die gesamte Gebäudemasse des DvmbergeS giebt Beide Pläne haben aber an Professor Dr. Gurlitt, an dem königlich sächsischen Alterhnnsverein, den Künig Georg bi? y seiner Thronbesteigung leitete, und an dem Dresdener Archi- tektenverein entschiedene Gegner gefunden, die ihren Widerstand gegen die Baupläne damtt begründen, daß „brr Meißener Dom durch das Aufbauen neuer hoher Türm auf die Westfront an künstlerischem Wert nicht gewinnt, an geschichtlicher Bedeutung jedoch verlieren" würde. biS jetzt scheint es, iraß die Gegner der Türme daS Feld behaupten werden. Neues von MarconiS drahtloser Telegraphie. Aus Newyork wird gemeldet: Tie „World" veröffentlicht eine Unterredung mit Marconi, worin er erklärt, er glaube nicht, daß sein System der drahtlosen Telegraphie der Uebersee- und Landtelearaphie ernsten Wettbewerb schaffen werde; es werde für die letztere vielmehr eine Ergänzung und ein Hilfswittel bilden. Seine Verbindung mit England sei infolge der Notwendigkeit der Beschauung weiterer Apparate und der Erhöhung der Telegraphentürme verzögert worden. In einigen Tagen würden die Apparate zur Stelle sein und die Installation vervollständigt werden. Tann würben alle seine Vorbereitungen beendigt sein. Eingesandt. dr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik Rebenbett Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Handelskammerwahl «teste«.Ladd. Wenn es einem größeren Teil der ,ur Handelskammerwam berufenen Interessenten des Landkreises Gießen möglich we^r-en fofi, ück an der Wahl n» beteiligen, so wird eS notwendig 'em, den Wahlakt nicht auf einen Montag ,u legen. An bttu-m tnq befinden sich zahlreiche ländliche Wähler auf au8märfinenTlarTten. unb sind somit, ebenso wie bei der letzten Wahl, nicht m ber. aa , der Abstimmung beiwohnen zu können. E« bedarf wohl nur die es Hinweises an die Großherzogliche Handelskammer, um eine -er» legrrng deS Wahltage« berbeizuführen. * Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. TonnerSNig gen 4. Dezember Abend« 8 Uhr im oberen fw» sirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibelstnnde. Malm 56. Vfarrer Schlosser. keinem bi« jetzt auf den Markt gebrachten zu vergleichen. Erhältlich in den Apoth/ken, Drogerien, Kolonialwaren, n. Delikatesten- Geschäften. Probeflafche Mk. 1.—, gwße Flasche M. 8.50. Dr. W. Lnechl & Ca., Frankfurt a. M. Sertertreter am Platze ist Eh Lodwig rhowa», Dakmhof- srraße 37. Telephon 875. 9er Güter höchstes ist eine gute Verdauung. Entbehren Eie dieselbe, ist Ihr Mage« krank, der ää Darm trüg, müssen Eie tu der Wahl ES der Speisen vor sichtig fein — dann hS versuchen Eie H mit Dr. W Knecht'- IÄ ■*- Magenbitter „SLutts" -w jPtr*L der beste Buierlikör der Gegenwart mit Für die polir. Redatt. verantwortlich. I. v-. F. Hannemaim» Pianinos Monatliche Mietpreise: 2—12 Mir. Tadellose Ausführung Jeder Reparatur in eigener Werkstatt«. Aafpelierea von Pianos. Klavier*! im men im Abonnement und auf Einzelbestellung. VJiBh. Rudolph, Giessen Pianoforte- und Harmomum-Lager, Seltersweg 9L Von Alk. SoO.— an Harmoniums von Alk. 90.— an. Flügel von ML 9uu.— an. Lager von 150—200 Instrumenten der besten Fabriken. Ted.e ZaJxl-vua.g'sexleicixtex-iaÄgr. JEZÖcixstex Sa.rxa,"beutt 2.0 jfltlxrlg'e G-a-zaixtle. — Fiele XMiefex3a.3a.gr. Gespielte Pianos von Mk 60.— an. 6348 PianOS ZU vermieten, auch Harmoniums. A. Grünebamn* Möbelmagazin Giessen Bahnhofstrasse 35 Bahnhofstrasse 35 bietet Jedermann beim Bezüge von Br aut-Ausstattung en sowie einzelnen Möbeln aller Art Teppichen, Portiören, Gardinen Eleganten stilgerechten Dekorationen hinsichtlich Beellität und PreiswtLrdigkeit die grössten Vorteile und versäume Niemand, bei Bedarf Preise einzuholen. Für sämmtliche Lieferungen wird dauernde Garantie übernommen. Die Besichtigung der Magazine ist jederzeit gerne gestattet. Eigene Polster- und Schreiner-Werkstätten. Transport frei ins Haus. 7783 Einladung*. Hiermit gestatten wir uns, zum Zwecke der Begründung eineS Hereins zur Kebung des Kremdenverkefirs jtu einer am Donnerstag, dem 4. Dezember, abends 9 Uhr, im Saale des Caf6 8 ei 6 statt findenden öffentlichen Versammlung gcmz ergebens! einzuladen. 8311 In Vorstand ded Vereins der Castmte für kiesten and llnimend (6. V.) 8330 Hochachtungsvoll G. Nauheimer Angenehmen Aufenthalt bieten die komfortablen Räume meiner Villa in Lollar 10 Minuten vom Bahnhof, und empfehle ich deren Besuch bei Zusicherung vorzüglicher Restauration, guter Speisen, bekannt bester Weine und erster Biere in Flaschen angelegentlichst. Tuclistoffe la. deutsche und englische Waren m allen Preislagen. Eine grosse Parthie Rester pissend ew Herren- und Kn eben an* Open Preislage: 3, 4, 5, 6, 7, 8 Mark mit 20% Rabatt. Louis Treff & Co. Tuchhandlung gegr. 1827. 7970 Wallthorstrasse Nr. 17. Glch Ansmstl flngtkkihder Pupprn von den billigsten bis zu den feinsten. 790? <,P«(5rfl(0t Gelenkpuppen in allen Großen Trouffkavr rtL sowie alle Puppenteile, Puppenwäsche, -Kleider, -Schuhe und -Strümpfe. Puppen-Heilanslalt. 4».Ä PnPPen-Heilanstalt. Echte Haar-Perrücken und andere tu allen Preislagen. Sonnenstrasse 25. J■ H. PuhPs Sonnenstrasse 25. W Um mein Lager zu räumen verkaufe, so lange der Vorrat reicht, zu bedeutend ermässigten Preisen: Spanische, Sortugiestlche. Griechische, Ungarische, Italienische und Aranzöstsche Weine. Cognacs, Rum, Arae, Punsch-Essenzen. toco Seltersweg 46. G. E. Seng. Seltersweg 46. Richters Anker-Stcinbaukasten und Aichters Anker- ArückenKallen 8160 ergänzen sich gegenseitig planmäßig; sie sind nach wie vor der Kinder liebstes Spiel und sollten unter keinem TVeihnachtSbaum fehlen. Zum Preise von 1, 2, 3, 4, 5 Mk. und höher in allen feinen Spielwarengeschäften vorrätig. Nur echt mit Anker. F. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt. Neu! „Saturn" und „Meteor", herrliche Legespiele. Neu! Frisch geschossene Hasen Kbjolut wasserdichte Medizinal- 7127 Pariser Kopfsalat empfiehlt 053o7 Adler-Drogerie Otto Sehaaf. Heinrich Klotz, Maulburg 17. empfiehlt Emil Fischbach. nnoooooooop Die Pfaff-IMälimasehinen seiohnnn sich durch ausserordentliche Leistungsfähigkeit. Gediegenheit und hübsche Ausetattang aus und sind mit den neuesten Verbe»ser- ungen vers hen, so das« für deren Güte und Dauerhaftigkeit jede Gewlhr geleistet werden kann — Die Pfaff-Nähmaschinen eignen eich vorzüglich zur Kunststickerei. Alleinverkauf für Giessen und l Digegend bei 7495 H. Kraft, Neuenweg 46. Eigene Reparaturwerkstätte für Nähmaschinen und Fahrräder. •tM“ Zubehörteile stets auf Lager. "fB Alexander Salomon & Co. Hamburger Engros-Lager Pelzwaaren in grosser Auswahl, sehr preiswert 7599 M Wer-llitnPttikr für Damen, Herren und Kinder. yilgz Prof. Dr. läger’s Normal-Woll-Ünterkleider Benger’s Pallas-Tricot-Ünterkleider ir.PateHtiftsowie alle anderen wollenen, halbwollenen und baumwollene« Hemden, Unterjacken und -Hosen in den besten und solidesten Qualitäten empfiehlt 8033 Krenzplatz. Julius Schulze. Krenzplatz. 5? Kolilesa X Hungener Briketts, Brennholz (m Klötzen und klein gespalten), Anthracit-Eiform-Briketts, nur Zeche Alte Haase haben gegenüber CokS und Anthracit folgende Vorteile: Dauerbrand — intensive Hitze — keine Schlacke« — bedeutende Ersparnis. Bei Bedarf halten sich bestens empfohlen 8322 Bachenheimer & Schaumberger, TOat6^'flee'm"6e 0637» Um meine werte Kundschaft nach Wunsch bedienen zu können, erbitte ich Bestellungen für Einrahmungen möglichst frühzeitig 881! Kaiser WDhele* J. 8. Bach. also am 7., 14. und 2L Dezember, 8381 703 8212 Fluß- und Seefische empfiehlt 8057 r»—7- r.rn rfn,ö 7<> Pf* Telephon 362. Gegründet 1896. Gemüse-Konserven Lbß-Kovserven Ueislh-Konserven M-Konservev I Hasen! ©tet6 frisch geschosiene Hasen empfehlt Ebel, Dtldhäudler. J. 8. Baek Joachim Rat Adolph HempeL Bildern Spiegeln Malvorlagen. Möbelfabrik Hfttrweg 17 Ctlcrttraßc s Gegründet 1868- ChristianWallenfels 17 Marttplatz 17 Zu jedem Pfund Pa1 mm erhilt der KAufer eil Serienbfld. *<85 Renvergoldungen von Spiegel- und Bilderrahmen bei billigster Preisberechnung. bis abends 7 Uhr geöffnet sind. Der Vorstand. Sopran: Frl. Carola Hubert aus Cflln. Baes: Herr August Lelmer ana Frankfurt a. M. Orgel: Herr Orraniet Adolph Hempel aus München. Chor: Der Akademische Gesangverein. 0rohester: Die Kapelle des Infanterie -Regiments and andere geehrte Künstler. Programm. 1. Präludium und Fuge v-moU) für Orgel (Herr HempeL) 2. Sopransoll (Frl. Hubert): a) Bist Du bei mir ..... b) Rei st'II....... 8. Präludium und F ’ge (F-dur) für Orgel (Herr Hempel.) empfehlen in frischer feinster Ware 411 bill'affen Preisen Wer annonciren will — seien es auch nur kleine Anzeigen, wie: Personal-, V ertreter-.Stel 1 u nga-, K au fs-, Verkaufe-, Pacht- u. Micthe- Gesuche — wendet sich mit Vorthell an die Annoncen-Expedition Rudolf Mosse FRANKFURT A. M. Kai«eretre«»e I. In Gt»R**n vertreten durch: v. MD"chow*«che Hof- und Onhrersltlts-Druckerel, 0. Kindt Hierdurch erwachsen dem Inserenten keine Mehrkosten, dagegen eine Reihe von Vorthellen, wie: kostenfreie fachmännische Bera- thung hinsichtlich zweckentsprechender Abfassung der Annonce, auffälliger Ausstattung derselben, Wahl der bestgeeigneten Blätter etc. Kttalog grttU. Mainzer Schuhwaarenhaas Die so beliebte« echten Nürnberger Lebkuchen au? der ältesten Lebküchnerei von Georg Goetz-Nürnberg empfehlen zu den billigst. Preisen Gebrüder Adami, ____ Mauöburg 14. 7979 Sämtliche Bactihah in reinen, besten Qualitäten empfiehlt 8354 Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie, Marttstratze 5. Die Kunst-Handlung von Otto Hochstätten befindet sich jetzt Seltersweg* 56 (Ecke zum Volksbad) Für Wtederverkäufer empfehle billigst 7990 Christbamn- Konfckt Anis, vnttergebLck, Makronen, «cbäck u. Konfekt, Ehokolade, Bonbons, Leb» und Honigkuchen in großer Auswahl. Ludwig Döll, Konditorei und Zuckerwaren- fabrifation, «Hetzen, Tinrftftr.32. Mediz. - Leberlhran LSmtl. Hustenmittel (8106 Hantfalbeu Mebtz-rpiriluofe« Rot-Weine Diät. Nährmitttel rc. Adler-Trogenr Otto Meh*sf; Kirchstrasse 2. An der Stadtlurche. stretz» und Mastpulver „Monopol. Vacket 50 Pf. Alleinverkauf bei A “J^ier, | Biktona-Drogerie, 8289) Marklstr. 5. ' Emser Pastülen mit Plombe, dargeatellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsen, quellen, sind em bewährtes.Miiiel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magen schwäche und Verdauungsstörung. Zum Gurgeln, Inhnllren und zur Verstärkung des Emser Wassers beim Trinken benutze man das aus den nämlichen Quellen hergeslellte natürliche Einser Quellsalz mit Plombe. üm keine Nachahmungen ns erhalten, beachte man, dass iede Schachtel mit einer Plombe verschlossen ist und verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe oder Emser Quellsalz mit Plombe» Vorrätig In Giessen bei: 8136 Helnr. Wallach. M. Krause, Hirsoh- ■potheke, und in derEngelapetheke. Je M. Schulhof Telephon 119. 814 Promoter Versandt nach auflro. [T Unübertroffen •^Billig und praktisch^ o- Kalk- und Marmotwerke, Dampfziegelei Aug. Gabriel jr., Gießen. «affenfabrtkatlou. [7076] vahuauschlüffe. Werke Abendstern. — Telephon Nr. 84. Orliilllisli'ii-liTcin. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Geschäfte an den kehlen 3 Sonntagen vor Weihnachten, A. & G. Wallenfels il Markt 21. Telephon 46. Wir empfehlen als Spezialität: Herren- und Danienstiefel itt Chcvreanx, Boxcalf nnb Kalbleder in den elegantesten FaprnS vom einfachste« bis zum feinste» Teure. Zunr Ausgehen unsere warm gefütterte« Lederstiefel mit Lammfell-, Filz, nnb wollfutter in jeder Ausführung. 3n warmen Hausschuhen führen rott alle Sorten in den Preislagen von Mk. 0.70, 0.80. 0.90, 1.—, 1.26, 1.50, 1.76, 2.—, 2J6, 2chO, 2.76, 8.—, 3L6. L5O, 3.76, 4.—, 4L6, 4chO, 4.75, 6.—, 5chO, 6.— rc. In Salon- und KeseüHaftsschuhen Biden wir die denkbar grötzte Auswahl in Lack, Chevreaux imb Gems, in den elegantesten und modernsten Ausführungen mit Schleifen, Schnallen und Perlstickereien. Sit Guinntisehuheit für Dame«, Herren und Kinder führen wir russische, deutsche und amerikanische Fabrikate. 05383 Julins Buch KeidtWaltigc Auswahl in polierten und lackierten Möbeln jeder Gattung Cisdjc * Stühle * Spiegel Bilder * Nohrscsscl * Blumen# tische * Nähtische * wiener Möbel Complettc Betten und Schlaf- Rimmer in holt und Metall- einfache und bessere Sophas Cbaifclongucs * Patcntfcffel Bamitueen in jeder Aufmachung Ceppidjc/ ssifch« und Vivaudcckcn Koulcanr und Sardinen in weiß/ creme und bunt Unolcum-Dorlagcn/ wach;mche- Möbel- und Dckorationstiofft' Bettssosse/ Bettfedern/ Daunen- eigene cifchier-/ Polster- und Dekorationen) er Matten für neuanfertigung und Aufarbeitung- Billige Preise- Besse Ausführung- Wilh. Kühlermann Neustadt 12 (Neubau) empfiehlt in großer Auswahl: WWSttes (rund und oval) Kilzmiires Kans- nnb .WkMste Ltseii nnh Sürptenmnrcii Sortoirra $linrpor[afl(n n. Idtn. Reparaturen werden promot besorgt.__7960 Hühneraugen vertreibt man schmerzloO und sicher durch Hnlmeraugenringe, puhueraugen • Tinktur, Hühner- augenpsatten, Hühneraugen» Pflaster, Hühncranqendänder von Otto Schaaf, Adler-Drogerie, LelterSwso ML Cervelatwurst 7696 (feinste Gothaer) Zungenwurst Leberwurst Zungen L Dosen Hummer t Dosen Cavlar, grobkö n. empfiehlt in vorzügl. Qualitäten Emil Fischbach. v-rrtialicht Süßrahw-Taftlbatttt 5chmeizkr-, ßbnnter- m Rahm-, Limburger- =« Kaub-, KrSater- Lamemverts-, Krone«-, ArülUlücks-Käfe Fromage de Brie Carl Ludwig Leib empfiehlt seine Neuheiten in Bilderrahmen Akademischer Gesangverein Giessen. Mittwoch den IO. Dezember 1902 nachmittags 51/, Uhr: Aufführung In der Stadtkirche zu Glessen. Mitwirkendes Dirigent: Groesh. Universität«-Musikdirektor 6. Trautmaoa. Brennholz Don heute ab offeriere Primi Tlüinen - Vreniüch geschnitten k 1.80 Mk. pro ßtrM neborft k 1.40 , , , Dei b 6tt. frei ans HauS geliefert. I Andreas Enler. |Husten Sie? Veren-b*n Sie Wallher's Flehten- ■adel-Bmetbonbone. Seit Jahren bewährt. k 80 a 50 rf. bei GaelavWalter. 1 Ein deutsches Requiem für Soll, Chor, Orchester nnd Orgel von Johannes Brehm« Eintritt «karten, numeriert S Mk., unnumeriert 1 Hk Bin-i bei Herrn E. Challler, fOr Studierende auch iu er- Preisen bei Herrn Hausverwalter Stork im Kollegiengebftude iq bite-, Hauptprobe in der Stadtkirche Dienstag den 9. Dezember, nachmittags 51', Uhr Eintrittskarten 1 Mir. Bchfllerkerien 'N Pf?. hei H»r»*n Chs'l-r Carl SMckrath FlEISt- MEDAILLF IR78