Nr. 206 Zweites Blatt. 152. Jahrgang Mittwoch 3. September 1902 Erscheint ««glich außer Sonntag-, Dem Dteß^ Anzeig« werden im wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Untvers^Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 6L GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen verngSprei», monatlich 7b Ps^ viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Rohöle- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel« lährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für dle Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr, Z etlenpreiSßbokal 12 Pf, auswärts 20 Pfg. verantwortlich: für den poltU u. allgem. Lett: P. Wittko: für .Stadt und ßanb* und „Gerichtssaal*: (5nrl Plato: für den Anzeigenteil: HanSBeck. Dl« heutig« Flummer umfaßt 10 Kette». M. 1 .... . ..... KeKanntmachung. Betr.: Nebenbahn Butzbach—Lich. Nachdem die in unserer Bekanntmachung vom 19. v. M. (Gießener Anzeiger Nr. 197, Erstes Blatt) erwähnten Erörterungstermine für die landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs zum Bau der Nebenbahn Butzbach—Lich auf den 25. und 26. L M. verlegt worden sind, finden die in § 6 der Verordnung vom 13. Juni 1885 (den Bau und Betrieb von Nebenbahnen betreffend) vorgeschriebenen Verhandlungen an folgenden Tagen und in den nachstehend verzeichneten Orten statt: am 25. September L I. in Ober-Hörgern nachmittags 1 J/a Uhr auf Großh. Bürgermeisterei, in Ebcrstadt nachmittags 2*/2 Uhr desgleichen, am 26. September l. I. in Muschenheim vormittags 8 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei, in Hof-Güll vormittags 9l/2 Uhr, , Arnsburg „ 10»/, „ w Kolnhausen w 11»/, , - Lich ■ 12 „ auf Großh. Bürgermeisterei. In obigen Terminen können von den Gemeinden sowohl, wie auch von den sonst Beteiligten Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, Ab- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasserläufe und Vorflut- verhältnisse u.s.w. sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile vorgebracht werden. ES empfiehlt sich, hierbei etwaige Ansprüche vor dem Termin der zuständigen Großh. Bürgermeisterei zu Protokoll zu geben. Die Pläne über die Bahnanlage liegen bei den zuständigen Bürgermeistereien vom 1.—10. September I. I. zur Einsicht der Beteiligten offen. Die beteiligten Großh. Bürgermeistereien werden beauftragt, dies wiederholt ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, 3. September 1902. Großherzogliches Meisamt Gießen- Dr. B r e i d e r t. Gießen, den 3. September 1902. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Grotzherzogl. Bürgermeistereien Lich, Birklar, Muschenheim, Dors-Gill, Eberstadt, Ober-Hörgern. Donnerstag den 11. September, vormittags 10Vs Uhr, findet im Hotel zum Prinz Karl in Gießen eine Besprechung des Bahnprojekts Butzbach—Lich statt. Indem wir Sie zu dieser Besprechung einladen, empfehlen wir den Großh. Bürgermeistern, in deren Verhinderung den Großh. Beigeordneten, zu derselben zu erscheinen. Dr. B r e i d e r t. Politische Tagesschau. Die Kroaten und Serben, die beiden erquicklichen Völkerstämme, die an den Ufern der Donau, Sau und Drau benachbart hausen, liegen einander seit Olims Zeiten in den schwarzen krausen Haaren. Sie haben zwar die nämliche Sprache, aber verschiedene Orthographie und geben sich überhaupt, trotz nahester Verwandtschaft, auch ihrer fast ausschließlich unangenehmen Charaktereigenschaften, die „redlichste" Mühe, immer neue Unterschiede und Differenzpunkte zu ersinnen, um gegen einander Hetzen und sich befehden zu können. In der Hauptstadt Kroatiens, Agram, wo auch viele Serben leben, sind nun, wie wir bereits meldeten, Tumulte zwischen den beiden Nationalitäten ausgebrochen. Me neuesten Meldungen lassen die Ausschreitungen in der Schreckensnacht vom Montag auf Dienstag förmlich als eine revolutionäre Erhebung erscheinen. Infolge der Unzulänglichkeit der Polizei und des Militärs, weil die gesamte Agramer Garnison auf dem Manöverfeld war, fühlten sich die Demonstranten als Herren der Situation und demolierten und plünderten nach Herzenslust. Kaum ein einziges, serbischen Kaufleuten gehöriges Geschäft blieb unversehrt. Alle größeren Geschäfte, besonders in den Hauptstraßen, wurden geplündert. Da alle Gasflammen abgesperrt waren, zogen die Demonstranten mit Fackelbeleuchtung von einem Geschäft zum andern. Wo sich ein Polizist zeigte, wurde er von der Menge mißhandelt, und als sich die Polizisten vor der Uebermacht in mehrere Kaffeehäuser retteten, stürmte ihnen die Menge nach und demolierte drei ber größten Kaffeehäuser vollständig. Tie Menge zog auch vor das Palais des Obergespans, der ebenfalls ein Serbe ist, wurde aber durch Scyüsse, die von den Inwohnern abgegeben wurden, vertrieben. Weit über 100 Personen sind verwundet und der größte Teil der P o l i z e i m a n n- schaft ist dienstuntauglich. Bürgermeister Mo- sinszkh wird demissionieren, weil er nicht verhindert hat, daß in der Sitzung des Gemeinderates von mehreren Mitgliedern förmlich zur Fortsetzung der Demonstrationen gereizt wurde. Am Dienstag wurde eine Bekanntmachung erlassen des Inhalts, daß alle öffentlichen Lokale um 9 Uhr und alle Haus.thore um 7 .Uhr abends gezerrt [ein müssen. Bei den Kundgebungen würden mehrere Personen verletzt und an 50 Verhaftungen vorgenommen. Am Dienstag abend sammelte sich eine Menschenmenge auf dem Jellachichplatze, welcher von der Polizei gesäubert wurde. Auf dem Capitelplatze trieb die Menge die Polizei zurück und schlug die Fenster ein. Gleichzeitig sammelten sich auch an anderen Stellen große Menschenmassen an, welche in den Wohnungen von Serben die Fenster zerschlugen. Der pensionierte Hauptmann Wikas schoß aus die Menge und verwundete einen Metzgergehilsen. Die Lage auf dem Capitelplatze wird stets bedrohlicher; Militär wurde zur Räumung beordert. Wie verlautet, sammelten sich auch Bauern am oberen Jliea an und verüben nächtliche Ausschreitungen. Meldungen aus der Provinz zufolge, fanden ähnliche Kundgebungen in den Städten Karlsstaüt, Vinkovci, Ogulin, Gospie und Cjarica statt. In Gospic sollen hierbei einige Personen verwundet sein. Auch wurden mehrere verhaftet und zu Freiheitsstrafen verurteilt. Bei den gestrigen Ausschreitungen wurden 29 Persoi^n verletzt, darunter sechs schwer. Die ganze Kundgebung muß vorbereitet gewesen sein, da einzelne Gruppen genaue Listen von den serbischen Wohnungen hatten. Serbische Kaufleute sind boykottiert, serbische Aiigestellte aus kroatischen Geschäften entlassen und die meisten serbischen Geschäfte gesperrt Gouverneur Leutwei«. Man schreibt uns ferner aus Berlin, 2. September: Von but unterrichteter Seite verlautet, daß der Gouverneur Deutsch-Südwestasrikas, Oberst Leutwein, der gestern mit dem stellvertretenden Leiter der Kolonial-Ab- teilung, Geheimrat Dr. Hellwig, eine längere Unterredung hatte, sowohl mtt dem Kolonialdirektor Dr. Stue- b el, — nach dessen Rückkehr vom Urlaub — als auch mit dem Reichskanzler — nach dessen Rückkehr aus Posen — konferieren wird. Man glaubt auch, daß Gouverneur Leutwein vom Kaiser empfangen werden wird, da er über eine jahrelange Thätigkeit im ^hutzgebiet zu berichten hat. Bon Aeußerungen des Gouverneurs, die auf Amtsmüdigkeit schließen lassen, ist bisher nichts bekannt geworden. Der zweite Dampfertrust. Man schreibt uns; aus Berlin, 2. September: Tie Schifsahrttrust-Jnterpellativn des Abg. Grafen Kanitz (kvns.) ist bekanntlich vor der Vertagung des Reichstags zurückgezogen worden. ES hieß, man behalte sich die erneute Einbringung im Herbst vor. In konservattven Kreisen glaubt man indessen nicht, daß es zu einer besonderen parlamentarischen Besprechung der Angelegenheit noch kommen wird. Sie würde auch allzusehr post festum statthaben. Neues über die Sache ist, soweitwie deutschen Rhede- reien in Frage stehen, nicht zu sagen, und was die Gerüchte von der Bildung eines zweiten Tampfertrusts anlangt, so würde Deutschland von diesem nicht betroffen werden. Es handett sich angeblich um den Plan Mr. MorganA, einen Ring der kleineren Schiffahrrsgesellschasten Europas und zwar derjenigen Italiens, Griechenlands, der Pyrenäen und der skandinavischen Staaten zu stände zu bringen. Vie, Aussicht aus Verwirklichung hat dieses Projekt gerade nicht, eher wäre der Zuscunmenschluß einiger der in Betracht kommenden Dampferlinien untereinander erreichbar. Tie kandinavischen Rheder z. B. neigen zu einem Anschluß an die ranzösische Ozeanschisfahrt. Deutsches Reich. Berlin, 2. Sept. Ter Kaiser unternahm heute mit dem Kronprinzen einen Ritt in die Umgebung des Neuen Palais und hörte die Vorträge des Chefs des Generalstabes der Armee, des Chefs des Militärkabinetts und des Vertreters des Chefs des Marinekabinetts. — Heute mittag halb 1 Uh^ trat das Kaiserpaar von ber Wilbparkstation aus mittelst Sonberzuaes bie Reise nach Posen an. — Tie,/Berl. N. Nachr." heben hervor, daß die bayrische Gesandtschaft in Berlin im Gegensatz zu den übrigen deutschen Gesandtschaften am Sed an t age nich tm eh r f lag g te. Es sei anzunehmen, daß dieses Verhalten auf generelle Weisung zurückzuführen ei. — Ter „Nctt.-Ztg." wird von unterrichteter Seite mit- geteilt, daß dem deutschen Botschafter in Wien, Fürsten Eulenburg ein längerer Urlaub bewilligt worden ist, den er u. a. in Gastein zubringen werde, um seine tarktzeschwächte Gesundheit wiederherzustellen. — Tie „Post" bestätigt die Möglichkeit des Rücktritts des Fürsten vom Botschafterposten, falls fein neuerlicher Urlaub nicht von dem gewünschten Erfolge begleitet sein sollte. — Tas preuß. Staatsministerium trat heute zu einer Sitzung zusammen. — Ter „Reichsanz." veröffentlicht eine Verfügung betr. das Paß wes en in den deutschen Schutzgebieten Afrikas Md der Südsee. Kiel, 2. Sept. Prinz Adalbert von Preußen besuchte heute nachmittag das italienische Schulschiff „Ame- rigo Vespucei" und machte mit dem Prinzen von Savoyen eine Fahrt durch den Lasen. Hamburg, 2. Sept. 49 ehemalige Burenkrieger deutscher Nationalität, darunter drei Offiziere, die größtenteils lange auf St. Helena in englischer Gefangenschaft gewesen sind, kamen in vergangener Nacht mit dem Reichspostdampfer „Herzog" hier an. Sie wurden von Vertretern >es Burcnhilfskomitees und des Alldeutschen Verbandes, owie des deutschen Zentralverbandes des Roten Kreuzes bewillkommnet. Ess e n a. Ruhr, 2. Sept. Ter Großh erzog von Hessen, der gestern, '-penh. zum Besuche des, Geh. Rat Krupp auf Villa Hügel eintraf, besichtigte heute die Kruppsche Fabrik. Der Großherzog kehrte am Abend nach Darmstadt zurück. Köln, 3. Sept. Der Großherzig von Hessen traf gestern abend um 12 Uhr 17 Win., von Essen kommend, aus dem Hauptbahnhofe ein und fuhr mit dem Zuge 12 Uhr 30 Min. nach Darmstadt weiter. Potsdam, 2. Sept. Ter König von Italien spendete 10000 Lire für die Armen Potsdams. Mohrungen (Ostpr.), 2. Sept. Heute wurde in Gegenwart des Landhofmeisters im Königreich Preußen, Grafen Lehndorff, des Fürsten zu Tohna-Schlobitten, des Oberpräsidenten v. Richthofen, des Regierungspräsidenten v. Waldow, des Landeshauptmanns Brandt und anderer das Denkmal Kaiser Wilhelms I. enthüllt. Kaiserslautern, 2. September. Der Verband deutscher Gewerbevereine hält in diesen Tagen hier seine 11. Hauptversammlung ab, die mit der Feier des 50- jährigen Bestehens des hiesigen Gewerbevereins verbunden ist. Als Vertreter der Regierung sind anwesend: Ober-Re- gierungsrat Dr. Ufinger und Regierungsrat Noack aus Darmstadt und Regierungsrat Landgraf aus Speyer. In der gestrigen ersten Sitzung begrüßte der erste Verbandsvorsitzende Berghausen-Köln die Regierungsvettreter und die Teilnehmer, namens der Stadt überbrachte Bürgermeister Dr. Orth die besten Wünsche für guten Erfolg der Beratungen. Rach Entgegennahme des Kassenberichts sprachen Direttor Moser vom hiesigen Gewerbemuseum über die gewerblichen Schulen der Stadt, Handelskammersekretär Schäffer-Reutlingen über die Einführung des Post-Checkoerfahrens und Sekretär Engelbach-Darmstadt über einen Statutenentwurf zur projektierten Sterbekasse des Verbandes. Zwei Resolutionen betr. baldige Einführung des Post-Checkverfahrens und der Post-Couverts nach württembergischem Muster wurden einstimmig angenommen. Dem vom geschäftsführenben Ausschuß vorgelogten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß in Erledigung eines von dem Reickstagsabg. Bassermann auf dem vorjährigen Verbandstage rn Hannover erstatteten Berichts über bie Schaffung gewerblicher Schiebsgerichte sowie in Erlebigung ber von dieser Versammlung gefaßten Beschlüsse über die Einrichtung von gewerblichen Zentralstellen, Meister- unb Wander-Lehrkursen, über bie Regelung bes Ausverkaufswesens sowie über bie gewerbsmäßige Lieferung von Baubedarfsartikeln durch Privatarchitekten, dem Reichskanzler und bem preußischen Minister für Handel und Gewerbe bie erhobenen Forderungen in Form einer Eingabe mitgeteilt würben. In Sachen des Verdingungsverfahrens (SubmissionswesenA) begrüßt ber Bericht das Vorgehen bes Großh. hessischen Ministeriums unb ber Stabt Barmen, bie beide nicht mehr bas niedrigste Angebot berücksichtigen, sondern in erster Linie auf sichere und pünktliche Lieferung sehen. In Baden gehören gegenwärtig 13 800, in Bayern 10 725, in Württemberg 24 000, in der Pfalz 5706, in Hessen 1014 7, in Thüringen 9500, in Nassau 9671, in Hannover 2264, in Mecklenburg 4123, in Elfaß-Lothringen 4200 und in Schlesien 3900 Mitglieder bem Verbände an. In ber zweiten Sitzung bes Verbandes! wurde eine Resolution bezügl. Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker sowie eine Resolution betr. Schaffung einer Pensions- und Jnvalidenkasse für selbständige Gewerbetreibende unter staatlicher Verwaltung angenommen. Zum Vorsitzenden wurde Regierungsrat Noack-Tarm- stadt, als Ort ber nächsten Versammlung Maingewählt. Ausland. Sonbon, 2. Sept. Der Trabe-Unions-(Gewerkvereins-/Kongreß begann heute seine Beratungen. Der Vorsitzende, Steadman, hielt eine einleitende Ansprache. Um bie Gesetze zu änbern, sagte Steadman, müsse man das Unterhaus umformen unb zu btefem Zwecke müßten die Trabe-Unionisten sich mehr ber Politik zuwenben unb zu einer großen politischen Macht werben. Nach ber Ansprache Steabman's kam ber Jahresbericht des parlamentarischen Komitees zur Diskussion. O Graby verlangte, bie Erwähnung ber Krönung solle bar in ge- tri cf) en werben. Tie Arbeiter hatten von königlichen Institutionen nichts zu erwarten. Die Streichung ber Erwähnung ber Krönung rourbe inbes verworfen. Im Jahresbericht war auch ber südaf rikanisch e Krieg als einer ber mertroürbigften ber modernen Zeiten kurz erwähnt. Ein delegierter der ungelernten allgemeinen Arbeiter verlangte, es solle hinter merkwürdigsten eingeschoben werden: „und ungerechteste n". Nach einigen erregten Reden wurde die Emfügung ber Worte „unb ungerechtesten" beschlossen. Ein Bergarbeiter sagte, ber Krieg ei nur im Interesse ber Kapitalisten unb großen Gesell- chaften ber hiesigen Börse geführt. Ein Gasarbeiter fabelt e Kitchener bafür, baß er bie Arbeitgeber veranlasse, ihre Arbeiter zu entlassen, um zurückgekehrte Re- ervisteu bafür zu beschäftigen, unb Lorb Roberts warf er vor, baß er Arbeitgebern, bei benen Arbeiter streikten, Reservisten anbiete. Bei ber Nennung von Roberts Namen rourbe gezischt. Madrib, 2. Sept. Die Regierung teilt mit, baß Frankreich Kreuzer nach Bilbao zur Begrüßung bes Königs entsenbet. Die steten Höflichkeiten Frankreichs werden allgemein kommentiert. Man mutmaßt, daß eine Allianz vorbereitet wirb. Rom, 2. Sept. Eingeweihte Kreise versichern, ber König unb Prinetti hätten sich höchst b c f r i e b i g t über ben Empfang in Berlin ausgesprochen Es scheinen in Berlin auch veruhigenbe Versicherungen über bie Erneuerung ber HandelZverträge abgegeben wor- Tas Reichsgericht ging hierbei von der Ansicht werden. 46575 12548 37095 liste: Es fielen Gewinne zu je 5000 Mk. auf Nr. 6537 38139, 3000 Mk. auf Nr. 5741 8194 37186 39949, 2000 Mk. auf Nr. 7232 20539 27132 40483 47869 48429, 1000 Mk. auf Nr. 1332 2848 3187 3421 9743 18736 27381 28952 32668 33762 35476 36984 37373 38053 39094 39408 43472 44797 45465 48438. Ohne Gewähr. ** Gießener Volksbad. Im August wurden 9132 Bäder verabreicht gegen 10859 im Juli 1902 und 10026 im August 1901 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 326 Bäder gegen 374 im Juli 1902 und 371 im August 1901. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 4275 Männer, darunter 968 zu 10 Pfg., „ 1192 Frauen, „ 242 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 247 Männer, 136 Frauen, Odenwald llubs, des verstorbenen Grüsl. Forstmeisters Ihrig zu Erbach, führt, ist in Kiefern- und Tannenholz erfolgt. Die üußcre Form des Neubaues glt 15 Meter im wesentlichen der früheren Anlage '< Aus Stadt und Land. Gießen, 2. September 1902. Mitteilungen aus dem Publikum werden gern entgegengenommen und angemessen honoriert. •• Hofnachrichten. Wie uns telegraphisch aus Darmstadt gemeldet wird, ist der Großherzog heute morgen 8 Uhr von seiner Reise nach Darmstadt zurückgekehrt. - Das Großh. Regierungsblatt Nr. 60, ausgegeben am 30. August d. I., enthält: Verordnung, den Bau und Betrieb elektrischer Nebenbahnen von Mainz nach Wiesbaden und von Mainz nach Schierstein betreffend. " 5. Hessische Landeslotterie. 6. Masse. Aus Darmstadt erhalten wir telegraphisch folgende Gewinn- WiederhersteNung allein schon einen sehr großen Aufwand künstlerischer Arbeit erfordern. Tie häßlichen Anbauten, die an den südöstlichen Flügel des Schlosses angerlebt waren, und die den Anblick der herrlichen Erkersctte raut ganz verhüllten, sind bereits zum größten Tert verschwunden. An deren Stelle ist eine große Brettcrumzäunung getreten^ hinter welcher, den Bucken der Passanten entzogen, bte Arbeiten vorgenommen werden. Für die gesamten Restaw- rierungöarbeiten ist ein -Betrag von 1200000 Mark vor- q es eh en, von welcher Summe bekanntlich das neuliche Reich, der hessische Staat und die Stadt Mainz je ein Drittel über„ 2. „ 661 „ 551 Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 136 Männer, 38 Frauen. Brausebäder 1513 Männer, 383 Frauen. Die Perfonenwage wurde von 260 Personen benutzt. Das Bad von 30' Personen besichtigt. ** Der erste Preis der Her'bstpferdemarkt- Ver losung, ein eleganter, von Sattlermeister Kühne gebauter Wagen, ist ber genanntem Meister ausgestellt und tann dort besichtigt werden. , ** Ter Cirkus Maximiilran wird heute abend mit seinen Vorstellungen auf Oswalds Garten beginnen. Wie wir aus den Kasseler und Hannoveraner Blättern ersehen, ist der Cirkus Maximilian ein Institut ersten Ranges. In Hannover hat der Zirkus Maximilian, trotzdem Albert Schumann zwei Monate hintereinander dort gastierte, unmittelbar nachher glänzende Erfolge erzielt. Der Besuch kann allen Freunden circensrscher Künste nur warm enrpfohlen werden. rw. Landtags wählen- Aus Geilshausen wird uns von unserem dortigen Berichterstatter über die, dort am Sonntag abgehaltene antisemitische Wähler- Versammlung noch geschrieben: Bald nach Beginn der Versammlung stellte sich heraus, daß diese Versammlung eine Vertrauenümannerversammlung des Wahlkreises Grimberg sein sollte und durch den Uebereifer des hiesigen Vertrauensmannes zu einer allgemeinen Wählerversammlung gestempelt wurde. Man war so nobel und ließ andersgesinnte Wähler an jber Versammlung tcilnehmen, mit der Bitte, keine un- oder mißgünstigen Berichte an die Presse anderer Parteien ein- s en den zu wollen. Redakteur Hirsch el hielt dann! eine kurze Rede, in der er das Beamtengesetz geißelte und die Errichtung der Notariate verwarf, vor allem aber die Kusin o ab geordneten einer Kritik unterzog, und empfahl, ja keinen abhängigen Regierungsbeamten in den Landtag zu schicken. Alsdann wurde Herr Hirschel von den anwesenden Vertrauensmännern der Partei emstimmig zum Kandidaten proklamiert. Nun soll mit aller Kraft in die Agitation eingetreten werden. Scheinbar aus Ar- beiterkreifcn wurde in der Versammlung eine Frage an den Redner gerichtet, nämlich: Woher es komme, daß minorenne Arbeitersöhnc Einkommensteuer bezahlen, minorenne Bauernsöhne, die in Arbeit bei ihren Eltern stehen, Universitäts-Nachrichten. Berlin, 2. Sept. Tie Besserung un Befinden VirchowS hält an. Auch den heutigen Tag über war der Zustand deS Patienten b e f r i e d i a e n d. — Bon zuverlässiger Seite erfahr: bte Mat.-Ztg.", daß die Meldung, die Reichsremerung habe m der Frage der Errichtung einer katholischen Fakultät an der Universität Straßburg nachgegeben und die oaupt- bedinqung des Vatikans, wonach dem jeweiligen Bischof von Straßburg ein Vorschlags- und Bchätigungsreckt dieser Professoren zu- slehen soll, angenommen, völlig unbegründet ist. Gerichtssaal. Mainz, 2. Sept. Der 22jähr. Kaufmann Wilhelm Haiger aus Worms hatte in seiner Eigenschaft als Kasiengehilfe der dortigen Stadlkasie innerhalb dreiviertel Jahren nicht weniger als 2768 Mk. unterschlagen und die Quittungsbelege gefälscht. Tas Geld will er zur Zahlung von Schulden, bie er ber fernem geringen Gehalt gemacht, verwendet haben. Tie ^erienstraskammer verurteilte ihn zu z e h n M o n a t e n G e f ä n^n rs. Düsseldorf, 2. Sept. Vor der z,selten Strafkammer wurde heute über das Eisen bahn-Unglück in Neuß, das sich am Abend des zweiten Psingflieiertaaes zutrug, verhandelt. Rach vierstündiger Sitzung wurden der W e t ch e n ft c 1l e r Jt o | c n - bauin - Reuß und der L o k o m o t i v f ü h r e r A v er b r o e ck- Barmen fre,gesprochen, während der Zugsuhrer puVfen- Barmen zu der gerrngslen zulässigen Strafe von einem Atonal Gefängnis verurteilt wurde. . „ Wann ist eine Verhaftung durch die Polizei statthaft? I Für die Entscheidung dieser vielumftrittenen ^rage ist ein^^pruch der Strafkammer in Essen von Interesse. Tas L>chofsen- gcricht in Gelsenkirchen verurteilte einen Geschäftsreisenden roegen Widerstands gegen die Staatsgewalt^ zu 6 lUf. Geldstrafe. Diese au und für sich ganz unbedeutende <^ache erhielt cru dadurch eine Bedeutung, weil in der Berufungsinstanz die ,^rage ausgewogen wurde, ob zur Erlangung eines rein zivilrechtlichen Anspruch« einer Behörde das Einschreiten der Polizeibehörde statthaft ist. Ter Reisende war nämlich in Differenzen mit dem Danner Eisen- bahnsiskus gekommen wegen Zahlung eines ,;ahrgeldbetrages, den der Reisende nicht gutwillig zahlen wollte, weil er der Ansicht war, der Betrag würde zu Unrecht von ihm gcwrdert. Der dienst- thuende Slationsbeamle sorderte nun nach vergeblicher Auf- iorderung an den Reisenden, den Betrag zu zahlen, zwei Polrzei- beemte am, den Reisenden zu verhaften. Als dieser sich weigerte, den Beamten zu folgen, nnu.be er mit Gewalt iortgeführt und erst am nächsten Morgen nach Feststellung feiner Personalien wieder entlassen. Tie Beamten strengten nun gegen den Reisenden ^das erfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt an. -töS Bericht tarn aber zu der Ausfassung, die Forderung des Eisenbahn- '-skus' sei zivilrechtlicher Ramr gewesen. Weigerte sich der An- aber nicht. bn. Im Interesse der Allgemeinheit. Im Sommer wurde in der Wetterau ein großes Fest gefeiert. Da die Feier verregnete, mußte eine Nachfeier slattsindeii und deshalb der Tanzboden acht Tage länger stehen bleiben. Man lieft also den Zimmermeister kommen und sprach zu ihm: „Philipp, laß den Tanzboden über den Sonntag stehen, im Interesse der Allgemeinheit für eine Entschädigung von 50 Mark." Philipp rief: „Ich weiß auch, was ich der Allgemeinheit schuldig bin, ich stelle später meine Rechnung." Da kam auch später die Rechnung unb betrug — 178 Mark — im Interesse der Alligern einh eit! •* Touristen und Freunden des Odenwald es wird die Nachricht von Interesse sein, daß der im Frühjahr begonnene Erfatzbau des IhrigturmS auf dem Lärm feuer bei Ober-Mossau inzwischen fertiggestcllt ist. Tie Ausführung Lues Turmes, der seinen Namen zu Ehren des verdieustvollen Vorsitzenden unb Mitbegründers des ? nommen haben. . _ u- Frankfurt a. M., 2. Sept. Die Stabrverord- sehr n et en nahmen den Antrag an, den Magistrat zu ersuchen, sich mit der Einsetzung einer gemischten Kommis|_ion entgangenen Donnerstag verstanden ml erklären, die den Ällifttag erhallen sol^ den wer Handwerksmeister städtischen Behörden diejenigen Schritte bet ber Reichs- und " ' Staalsregierung vorzuschlagen, dte notwendia erscheinen, dem Mangel an Schlachtvieh und der allge- geeignct erachtet. Nach endlosen Verhandlungen und sehr umfangreichen Vorarbeiten hat man nun jetzt that'ächlich mit der schon vor Jahren beschlossenen Restaurierung des kurfürstlichen Schlosses den Anfang gemacht. Man hat an dem dem Großherzoglicheu Palais zunächst gelegenen südöstlichen Flügel des Zchlosses begonnen, der in allen 15 Meter un roc|ciitlia)cn oer sruyeren ruuage. wne De-i setnen Teilen dt^. größten Beschaotgungen aujivcist und besten steigung des Turmes eröffnet eine äußerst lohnende Rund- > nach beiden Seiten angebrachte prachtvolle Erker zu ihrer rechtigten Wünschen ^JtalieiE entsegenzukomm^t. .. Anzeigen deutlich schreiben. Nach einer MZMLWWWM- in die serbische Armee ausgenommen zu werden, deutlich geschrieben fern nmsten. eL5ttrb eitei> Lj“'. i . IW “Jnb Me »er.inS IB im ht« d-r «rnbrniche» Komllees stehe nunmehr bevor. Tanger, 2. Sept. Aus Meauinez wird gemeldet, daß Berber ft ämme jener Gegend die Stadt angegriffen hätten und nur dadurch davon abgehalten worden seien, in der Stadt selbst Beute zu machen, daß der Gouverneur sie zu beschwichtigen verstanden habe. Das Judenvier- tel ist geschlossen und mit Barrikaden versehen worden. Tie Bewohner desselben sind in großer Angst um ihr Leben. Die äußere llmwallung ist von dem Fernde bes^d Fn den eingeborenen Vierteln geht das Gerücht, die Be- Vegung sei zu Gunsten des Bruders des Sultans Mahamed erfolgt. reich in ... , gefälligen ^Einbruch Linden st ruth, 1. Sept. Verj b^ WiErod ciils dem Wasser ^getrieben, die Leiche des " Kleine MitteUungen aus Hesen und-den Handwerksmeisters Ob ein Selbstmord oder ein Unfall Nachbarstaaten infolge Schlaganfalles verschied rn vorlieat konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. hrantfurta. M. im Alter von 60 Jahren Heinrich Gustav e^Bad Nauheim 2. Sept- Unter den Kurgästen, Herz, früherer Mitinhaber der -Lchuhfabrtt tttto Herz L die in den letzten Tagen hier angekommen sind, befindet Co., seit Umwandlung des Geschäfts m eine Akttengesell- fte die H erzog i n von A nhalt mit Gefolge uxüA ^aft, ^Or^iBen^^r ^)e^ ^xvid^Tal^. - Sie SanMrbeü8- Tienerschasl. Zum Besuche der hier, wie alljährlich, zur tehrertn Marie Dienst, 44 Jahre att, v e rgi s t e t e sich ut I ^nr weilenden Prinzessin Christian von Schles- Fr ankfurt in ihrer Wohnung. ^?ch^^bend wurde sie w^a^Holstein weilten gestern hier: die Prinzessin in das Bürgerhospital gefchafst, wo sie bald nach ^r Em- Ludwig von Battenberg mit Prinzessinnen-Töchter, lieferung verschied — >-eit Mitte vorrgen ^vnars> ist rn der Großherzog von M e ck l e n b u r g - St r e l i tz und | 3 r a 1111 u r t der>NiMinalschutzmann Mahl verschollen, der Herzog von Cambridge; die ebenfalls hier ■ r „ -|-i . weilende Lady Grev ille vereinigte die Herrschaften zu WrMl>U)ieS. einem Souper auf der Terrasse des Kurhauses. - Kiel, 2. Sept. Heute nachmittag stieß die Tjall Friedberg. Am 27. August fand dahier m der Dorothea" mit dem Torpedoboot ,8 105* zusammen, Burgkirche die diesjährige L, y n 0 d e des ^eka nats j^rieb = I oßc- öie ^;Q(f j0 schwer beschädigt wurde, daß sie von berg statt. Pfarrer Wissig-Nauheim sprach über: Dampfern auf den Strand gesetzt werden mußte. Auch der Mitwirkung der kirchlichen Organe bei Ausführung der Für- Torpedobootes ist stark verbogen. Der Zusammen- sorge- und ZwangSerziehungs-Gesetze". Nach emer Be- ^ß folgte auf der Höhe von Kitzeberg. I sprechung des Themas, an der sich viele Mitglieder beteiligten, * Koblenz, 2. Sept. Auf der Mojelstation 2Bu> beschloß man: „Die Synode erachtet es für dringend ^EN wurden mehrere Ei s e n p l a t t e n ü b e r d as Ge - wünschenswert, gesetzliche Maßregel dahin zu treffen, daß bte 11 e i f e gelegt gefunden, aber recht^eittg entfernt. Mitwirkung der Vertreter vonKirche undSchule . London, 2. Sept. In der Nähe von Leatherhead bei Verhängung der Zwangserziehung nicht nur, fielen zwei Personen, welche bei dem Aufstieg eines wie seither, auf das Recht der Antrags'tellung und gutacht- Luftballons nicht rechtzeitig die Seile losgelaffen hatten, licher Aeußerung beschränkt bleibe, sondern auf Beteiligung beträchtlicher Höhe auf die Erde. Der Eine war fo- jener Faktoren am entscheidenden Gerichtsbeschluß selbst inLort tot, der Andere blieb schwer verletzt liegen. geeigneter Form ausgedehnt werde." In Bezug auf die von • Vergiftet. Nach einem Telegramm der ,Fr. Ztg." dem Referenten gemachten Vorschläge über die Organisation Zürich wurde der Appreteur Mathis mit feiner Frau von Dekanatserziehungsvereinen gelangte man zu keiner unb drei Kindern in seiner Wohnung an Kohlenoxid vergiftet Einigung. Man konnte diese Frage auch um so eher auf tot aufgefunden. Es liegt anscheinend Selbstmord infolge sich beruhen lassen, als die im Kreis Friedberg bestehende Nahrungssorgen vor. Mathildenstiftung (Erziehungsverein) schon längst (feit 1865) ♦ Der letzte Kurfürst von Hessen, dessen 100- mit bestem Erfolg ausübt und besorgt, was die Dekanats- jähriger Geburtstag am 20. v. M. zu einer Gebenkfer« erziehungsvereine erst seit einigen Jahren in Angriff genom- auf seinem Grabe in Cassel Anlaß gab, war^bekanntlich n n haben. Nach beendigtem, gemeinsamen Mittageffen im ein sehr selbstherrlicher Fürst Man kann ihn Wohles Hotel Trapp refeSerte be^eiftli^e Kbgeorbnde zur Landes. den ^t- *<* fynode, Dlrektor v. Weiss end ach, über feine I außlrhalb seines Landes damit oft recht übel erging. S5)a5 und erwarb sich dadurch erneut den Dank und für sein sehr ^schan auch einmal in der damals freien Reichsstadt ersprießliches Wirken in der Landessynode und im SanbeS- ~ranffurt a M. Dort stand auf dem Bahnhof ein synodalausschuß die volle Anerkennung der Versammlung. k>ug ,ur Msahrt nach Cassel bereit. Die Reisenden waren W. Nidda, 1. Sept. Infolge der glücklich vollendeten eingestiegen und die Abtelle meist schon geschlossen. Nur Getreideernte war unser am 31. August und 1. September zwei Herren wanderten noch vor einem Abteil 1. Klasse zugleich mit der Kirchweihe abgehaltene Herbstmarkt im eifrigen Gespräch auf und ab. Höflich grüßend trat n°m°Mch »on ber SÄßtaÄ SSTÄ «tÄg Ä SS58-881 S.WS Arn Vormittag fand Prämnerung des schönsten ausgetnebenen QUgC werden ungeduldig, und zum dritten Male trttt Rindviehs mit Preisen von 20—5 Mk. statt, am Nachmittag Zugführer zu den Herren und sagt: ,^Jch muß dringend eine Verlosung von Vieh, landwittschaftlichen Geräten imb 6itten, einzusteigen, da die Zeit zur Abfahrt schon üder- Gebrauchsgegenständen. Von den 240 Treffern (bei 8000 schritten ist." — „Wollen Sie mich wohl in Ruhe lassen, ! Losen) bestanden die 12 ersten in Rindvieh, das am Morgen Sie . . . schrie da einer ber Herren den Beamten Mu, auf dem Markte angekauft worden war. ErftischungSzelte „Wissen Sie nicht, wer ich bin? Ich bin ber Kurfürst von in den drei größten Lokalen der Stadt gut besuchte T ng I ^ne8n ^agen, und zwei verdutzte Gesichter sahen dem vergnügen statt. fort brausenden Zuge nach. Mainz, 2. Sept. Oberbürgermeister Dr. Gaßner wird in morgiger Stadtverordneten - Versammlung nachstehenden, von dem Finanzausschuß und der Deputation für sozialpolitische Angelegenheiten einstimmig gutgeheißenen Antrag einbringen: Ich stelle den Antrag, es möge der Stadt- verordneten-Versammlung gefallen, den nachstehenden Beschluß zu faffen: In Envägung, daß die Fleischpreise in der letzten Zeit eine ganz außergewöhnliche Höhe erreicht haben und für viele Familien geradezu unerschwinglich geworden sind, daß dadurch die Lebenshaltung weiter Kreise der Bevölkenmg zumal bei den gegenwärtigen schwierigen Erwerbsverhaltnissen in der allerempfindlichsten Weise beeinträchtigt und eine ernste Schädigung des gesamten wirtschaftlichen Lebens herbeigeführt wud, in Erwägung, daß diese schweren Mißstände in erster! Iofnie durch das Unvermögen der heimischen Landwirtschaft zu ausreichender Viehproduktion hervorgerufen sind, die dringend notwendige Abhilfe aber nur dadurch erreicht werden kann, daß das Verbot einerseits und anderer- seits die kostspielige Beschränkung der Einfuhr lebenden ausländischen Viehes unverzüglich aufgehoben oder wenigstens erheblich gemildert wird, richtet die Stadtverordneten-Ver- sammlung an die Bürgermeisterei das Ersuchen: Zur Linderung der bestehenden Notlage bei der Hessischen Regierung und dem Bundesräte bahiu vorstellig zu werben, baß die ausreichenbe unb bauernbe Versorgung | der beittschen Dlärkte mit Schlachtvieh mll allen Mitteln gesichert wirb, wozu man bte Beseitigung ber Einfuhrbeschränkungen unb bic Oesfnung der Grenzen für allein "“"Ktn ut /mengks«. ,S«iMeitg, Ae*eM w ni) wurde fie Mh der Au, conats ist in schollen. ;fe munden. 9h, ysen, bß ^atthnr ^.sche Reich DnttelT "deror^ ^."suchen' Uion^F den .Reichs-und eß die Tjall zusammen, daß sie von ;t- Auch bet w Wammen- -lstation 28m« »erdasA. entfernt. on Leachvchrob Aufflieg eines gelassen hatten, : Eine war so« |tn. der.Fr. Ztg." iit seiner Frau ienoxid vergiftet lmord infolge :n, dessen 100* m Gedenkseier var bekanntlich chn wohl als chnen. Er war it, daß es. ihm el erging. Das ien Reichsstadt ■ Bahnhof ein ijenben waren schlossen. Rur .teil 1. W tziä'hend trat sagte-. ,Me, ig sprachen die der Zugführer. Die Reisenden itten Male tritt h mß dringend hit iion über* in Rühe lassen, i Beamten cn.; r Kurfürst von nun WM ich d W\\. W hier sahen tat len. mden Birchs der ZuMd L r Seite 'S weniger^ rage K h “ o. De(7?5 Rosen' nerbroeck' er, .^..»rHüdfen' ugAl//Von°t k Geld'l^ch eine rsL? i*%Sfc il ethet$er -'S. Luidti, y ,. 5 »t September Wetter L s 2 2 Höchste Temperatur Nieorigste „ Sept. vom 13,9 13,8 12/) 60 92 89 2. 2. 747,8 747,7 747,3 2 “ 9» 7” 24,6 17,7 15,9 24,6g C. 12,0" C. 1. Sept, bis ff «wm, l, XAUV Mva. -WIU, UfU -UVA., Iw -Vll», 564 Mk., 973 ML, 1289 ML, im zehnjährigen Durchschnitt also 891 Mark. Privat-Niederlagen zur unversteuerten Lagerung inländischen Tabaks gab es zwei in Thüringen; die in Wasungen wurde aber 1900 nicht benutzt. Die diesjährige Ernte ist durchweg recht gut ausgefallen. Sonnenschein Sternhll. Hirn. Sonnenschein Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 8. Still 8. Ho 2. 2. 3. 5 'S 'N -o 5 Kunst und Wissenschaft. — Heber eine hochwichtige neue Erfindung wird aus Königshütte berichtet. In der Bismarckhütte ist ein neues Verfahren zur Herstellung vonWerkzeugen bczw. Werkzeug st abl zur Metallverarbeitung erfunden worden, welches die Erfolge aller bisher bekcmntcn Verfahren bei Weitem übertrifft. Die Patente sind in allen Kultur- staaten angemelbet Nähere Mitteilungen hierüber werden in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Arbeiterbewegung. Floren), 2. Sept Die Buchdrucker haben beschlossen, die Arbeit wreder auszunehmen. Man glaubt, daß der Ausstand sich morgen nur noch auf die Metallarbeiter, deren Zahl 1500 beträgt, beschranken wird. In der Provinz Florenz nahm kein Dorf am Ausstand teil, auch ließen sich die Ausständigen in der Stadt während des Ausstandes keine Gewaltthätigketten zu schulden kommen. New-York, 2. Sept Der Mob zündete in Pocahontas (West-Virginen) ein Zechengebäude an, worauf sich ein Feuergefecht zwischen S t r e i k e r n und der Polizei ent- spann. Das Feuer ergriff das Innere der Grube. Für die Frauen. — Kiudergarderobe. Das Monatsblatt „Kindergarderobe" bietet Kindern eine angemessene Anleitung zu anregender Beschäftigung, und Mütter werden in den Stand gesetzt, Kinderkleidung selbst herzustellen. Beilagen sind „Der Kinderarzt" der von einem praktischen Arzt, „Winke für Mütter", die von einer Pädagogin geleitet werden, „Die praktische Hausfrau", die ^ugenbbeilage" und „Im Reiche der Kinder"; die beiden letzteren bieten der kleinen Welt Unterhaltung. Jeder Nummer liegen ferner Schnittbogen bet Das Abonnement kostet vierteljährlich 60 Pfg. (Verlag von John Henry Schwerin in Berlin W. 35, Steglitzerstraße 11. Landwirtschaft. — Der Tabakbau ist in Thüringen in dem letzten Jahrzehnt infolge schlechter Ernten und niederer Preise immer mehr zurückgegangen und beginnt sich erst neuerdings, weil sein Anbau wieder rentabler geworden ist, langsam wieder zu heben. In den Jahren 1891—1900 wurde in Thüringen Tabak gebaut auf Flächen in Hektar: 115, 106, 117, 132, 127, 105, 103, 79, 51, 84. Der Ertrag auf einem Hektar in Doppelzentnern betrug in Thüringen in Liesen zehn Jahren: 14,6, 26, 19, 21,8, 21,9, 22,1, 21,7, 16,3, 19,8, 24,7, sodaß der zehnjährige Durchschnitt 20,8 betrug. Der mittlere Preis für einen Doppelzentner trockn er, dachreifer Tabakblätter betrug einschließlich der Steuer in diesen zehn Jahren: 81,6, 80,4, £3,9, 75/, 72,1, 75,1, 70,8, 69,9, 63,4, 85,2 Mark, im zehnjährigen Durchschnitt 77,7 Mark. Der Brutto-Geldertrag der Tabakernte überhaupt betrug nach Abzug der Steuern in Thüringen in diesen 10 Jahren (Geldertrag in 1000 Mark): 77, 124, 108, 118, 106, 92 18, 45, 49 und 104 Mark, im zehnjährigen Durchschnitt 9OO00ML Der Brutto-Geldertrag eines Hektars der mit Tabak bebauten Sport. Rew-Zfork, 2. Sept. Ein 960 Kilometer-Pferderennen wird demnächst hier veranstaltet werden. Die Strecke soll von den Teilnehmern mit demselben Pferde in weniger als einer Woche gelaufen werden. Eisenbahn-Zeitung. Eine Entschädigung von 160 000 Mk. hat der bayerische Eisenbahnfistus dem bei dem Eisenbahnunglück auf Station Hergatz bei Lindau a. B. im Juli 1899 zu Schaden gekommenen Fabrikanten Blank aus Heidelberg zu zahlen. Dieser hatte derart schwere Verletzungen erlitten, daß er zeitlebens erwerbsunfähig bleibt. Blank, welcher damals mit gutem Erfolge die Fabrikation von Bade- und Bierkühlapparaten betrieb, und nebenbei Familienvater von 11 unversorgten Kindern ist, verlangte seiner Zeit eine Entschädigung in Höhe von 300OO0ML Es waren ihm auch bereits 100 000 Mk. angewiesen und seinerseits unter Vorbehalt angenommen worden. Den Rest machte der Fiskus streitig, worauf Blank den Klageweg beschritt. Tas Gericht ver- arteilte nunmehr den Fiskus zur Zahlung von weiteren 160 000 Mk. sowie zu vier Fünfteln der Kosten, indem es annahm, daß die Er- iragsfähiakeit des flägenfcben Geschäfts durch die Arbeitsunfähig- kett des Klägers infolge des Unfalles vernichtet und der Kläger selbst nach ärztlichem Gutachten ein geistig und körperlich gebrochener Mann sei, bei dem eine Besserung zwar möglich, eine völlige Wiederherstellung jedoch ausgeschlossen sei. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Posen, 3. Sept. Um 745 begab sich der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie auf das Paradefeld bei Lawica. Der Kronprinz begleitete ihn. Um 820 folgte die Kaiserin in einem Vierspänner, eskortiert von einer Eskadron Jäger zu Pferde. Bei Eduardsfeld hatten die Kriegervereine von Posen Aufstellung genommen. Halle a. S, 3. SepL Hier ertränkte sich die Frau des Lagerhalters Rudvls mit ihren drei Kin- oern in der Saale. Der Grund z-ur Thctt ist unbekannt. Bremen, 3. Sept. Bon den in der Algoa-Bai gestrandeten deutschen Schiffen Coreotanus und Nautilus sind anscheinend 14 Mann ertrunkev. London, 3. Sept. Tie Blätter wollen wissen, daß die Ausgaben des Kriegs-Departentents seit dem Fried ensschluß ebenso bedeutend sind, wie während des Krieges. Tie Schuld hierfür trage die schlechte Verwaltung «djeA Kriogs-Departements. Paris, 3. Sept. Ter Schriftsteller Masson Fore stier führte beim preußischen Gesandten in München Klage wegen einer seiner Gattin seitens eineH deut- s ch en Beamten angeblich widerfahrenen Ehrenkrän- kung. Dijon, 3. September. 8 Personen sind unter dem Verdachte verhaftet worden, die jüngsten EntgleisungH- versuche begangen zu haben. Ter Eisenbahnminister bat eine Belohnung von 20000 Francs für die Festnahme der Schuldigen .aufgesetzt. Barcelona, 8. Sept. In Dsnia traten die Aus- lader in den Aus st and. Die anwesenden Schiffe konnten den Hafen nicht verlassen. geklagte, diesen zivilrechtlichen Anspruch der Eisenbahn gutwillig zn zahlen, so konnte die Eisenoahnverwattung chren Anspruch nur im Mahnverfahren ober im Prozeßweae mittelst Klage geltend machen. Der Stattonsafsistent hatte mithin keineswegs die Befugnis, gegen den Angeklagten so zu bandeln, wie er gehandelt hab Stand aber dem Stattonsafsistenten dieses Recht nicht zu, dann konnte er auch nicht für befugt erachtet werden, oie Polizeibeamten mit oer Verhaftung zu beauftragen. Hiernach waren die Volizeibeamten, als ihnen der Angeklagte Widerstand emgegenjegte, nicht in der rechtmäßigen Ausübung chres Amtes, mithin war die Freisprechung des Angeklagten geboten. Gegen diese Entscheidung legte die kgl. Staatsanwaltschaft Berufung ein. Tas Oberlandesgericht in Hamm hob dann auch dieses Urteil auf und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurück. Die Strafkammer kam bei der erneuten Verhandlung zu dem Schluß, daß die Polizeibeamten erst dann eine Verhaftung vornehmen dürfen, wenn sie selbst sich davon überzeugt haben, daß eine strafbare Handlung »erliege. Der Angeklagte wurde endgültig abermals frei gesprochen. fiamtober, L Sept. Die Bezeichnung „P. P.“ 'und „Mit gebührender Achtung" bildeten den Gegenstand eines Beleidigungsverfahrens, das dieser Tage vor der Berufungsstrafkammer »um Austrag gebracht wurde. Ein Bankier klagte gegen einen Amtmann wegen Beleidigung, weil er u. a. auf einer Postkarte die genannten Bezeichnungen gegen chn gebraucht habe. Das Gericht erkannte aus Freisprechung des Angeklagten. Die Bezeichnung „P. P.“ statt der Anrede, sagte das Gericht, ist durchaus üblich, um so mehr bann, wenn mittels einer Postkarte eine Mitteilung gemacht werben soll, bie für Mitteilungen nur einen beschränkten Raum bietet. Tie Unterschrift „Mit gebührenber Achtung* kaim ebenfalls als geläufig bezeichnet werben unb braucht durchaus nicht die Absicht einer Herabsetzung mit sich zu verbinden. Sie enchält an sich keine Beleidigung. Das Wort „Achtung* schließt Begriffe der Ehrung unb Anerkennung schlechthin in sich, baS Gegenteil muß sprachlich birekt ausgedrückt werben burch ent- sprechenbe Zusätze, als Ver- und Miß-. In dem Ausdruck „gebührend* konnte unter Umständen eine Beleidigung erkannt werben. An sich ist dies Wort aber indifferent und hat für sich allein weder herabsetzende, noch ehrende Bedeutung. Etwas Beleidigendes besagt es nur, wenn der Inhalt des Schreibens u. s. w. bar- nach ist E u-'S5 Lissabon, 3. Sept. Sämtliche Blatter beschäftigen sich mit dem Gerücht eines großen Skandals, durch welchen dir Regierung kompromittiert sein soll. Die Regierung soll, als sie sich in Geldnot befand, die Krou-Juwelen, darunter auch das kostbare Scepter Don Juan I. in einem Gesamt werte von 25 Millionen Francs veräußert haben. Wien, 3. SepL Blättermeldungen zufolge wurde, während der Erzherzog Otto in Ludwigsburg zur Beisetzung seiner Schwester weilte, sein Schreibtisch fatj Augarten-PallriZ erbr och en und seines Inhaltes von 380g Kronen beraubt. Von dem Thäter jede Spur. Agram, 2. Sept. Die Wut der Menge bei den gestrigen Kundgebungen richtete sich gegen das HauS deS Hauptmannes WitaI, der auf die Demonstranten geschossen hatte. Tie Menge errichtete eine Barrikade und! warf die Fenster ein. MilitÄr säuberte die Straße. Später kehrten die Demonstranten zurück und drangen in daZ HauS des HanvtmannA Witas ein, demolierten die Wohnung, und warfen die Möbel auf die Straße. Es gelang WihaA mit seiner Fran u nbemerkt aus dem Hause zu entfliehen. Tie wütende Menge zog sodann nach der M^>ultesgasse und perwüstete dort die Wohnungen von Serben. Auch in anderen Straßen sollen Verwüstungen vorgekonrmen sein. Petersburg, 3. Sept. Der „RegieruugS» auzciger" meldet: Vor einigen Monaten zeigten sich im Zustand der Kaiserin Veränderungen, die' Schwangerschaft vermuten ließen. Infolge Ab« lenkung vom Normalverlauf endigte jetzt bte Schwangerschaft in Abort, der ohne Komplikationen' bei normaler Temperatur und Puls stattfand. New York, 2. Sept. Einer Depesche aus Brarnwell (Westvirginien) zufolge ist das Feuer in den Kohlen* gruben der Peeahentes-Grubengesellschaft, wie BÄmche der Grube berichten, eingedämmt. Der Schaden dürste unbedeutend sein. New York, 3. Sept. Mährend der Land- und See». Manöver explodierte gestern ein Geschoß, wobei etdr Soldat getötet und mehrere schwer verwundet wmLen. W o r c e st e r (Massachusetts), 2. Sept. Präsident Rooses velt hielt hier eine Rede über die Trusts, in der er die Zuhörer ersuchte, die völlige Thorheit desjenigen Mannes, sich %u vergegenwärtigen, der auf Vernichtung' der Trusts bestehen würde, ohne eine Idee zu haben, was er sächlich machen wolle. Er selbst würde mit einem Manne zusammen arbeiten, wenn derselbe auf Vernichtung beä Uebetö in den Trusts bestände. Indessen würde er Äesem Manne seine Unterstützung nicht bieten wollen, wenn dieser die Trusts aus eine Weise beseitigen wollte, welche die Wohlfahrt des Landes vernichten würde. — (An Mann, der die Vernichtung der Trusts durch Maßregeln empfehlen würde, welche die Jndustrreen des Landes lahm legen würden, wäre im besten Fall ein Charlatan, im schlimmsten Fall ein Feind der Republik. Roosevell gab am Äh^iß seiner Rede der Hoffnung Ausdruck, daß dmch die nationale Gesetzgebung etwas in der Truschngelegentzeit geschehen, könne. Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. LR. 372% Reichsanleihe . . 102.40 3o/o do. ... 92.65 3V,o/o Konsole .... 102.30 8% do......99.35 3Vs% Hessen .... 100.45 356 Oderhessen . . . 99.70 4-6 Oesterr. Goldrente . . 103.80 47,-6 Oesterr. Biiberrente 102.20 456 Ungar. Goldrente . . 102.35 40/0 Italien. Rente . . . 103.65 47,56 Portugiesen . . . 51.50 8% Portugiesen. . . . . 81.10 156 C. Türken .... — Türkenlose ...... 113.80 4% Griech. Monopol.-Anl. 44L5 47,56 äussere Argentiner —.— 3. September 1902. 8% Mexikaner .... 26.75 47a°/o Chinesen .... 92.65 Electric. Schachert . . , 92.50 Nordd. Lloyd . . j . , —...__ Kreditaktien.....21630 Diskonto-Kommandü. . , 187.50 Darmstädter Bank . . . 188.50 Dresdener Bank .... 144.75 Berliner Handelsges. . . 157.50 Oesterr. Staatsbahn . . . 15430 Lombarden.....19.30 Gotthardbahn ..... 176.30 Laurahütte ...... 20L70 Bochum.......186.00 Harpener......167.00 Tendenz: test. AMTLICH GLINZEXD BEGUTACHTET! MrPmMMe des Johannes Opper 111. von Ettingshausen gegen ten Heinrich Keil XII. in Ettingshausen wegen Beleidigung hat bas Großh. Schöffengericht zu Laubach am 6. Februar 1902 für Recht erkannt: Der Angeklagte Heinrich Keil XII. von Ettingshausen, geboren am 5. September 1847 zu Ettingshausen, evangelisch, Nachtwächter, unbestraft, ist schulbig der Beleidigung in zwei Fällen im Sinne der §§ 185, 186, 200 St. G. B., begangen zu Ettingshausen am 15. Dezember 1901, und wird dieserhalb zu einer ' Gefängnisstrafe von 2 Wochen und in die Kosten des Ver- ; fahrens verurteilt, einschließlich der notwendigen Auslagen des Privatklägers. Zugleich wird deni Privatkläger die Befugnis erteilt, binnen 14 Tagen nach Rechtskraft des Urteils im Gießener ' Anzeiger eine einmalige beglaubigte Abschrift des entscheidenden Teiles auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Die Richttgkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Laubach, 1. Septbr. 1902. (gez.) Keil, Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. Für die Richtigkett der Abschrift 6143 B e i l st e i n, Rechtsanwalt. Versteigerung. Donnerstag den 4. d. Mts., nachniittags 3 Uhr, sollen dahier Neuenweg 28: 1)1 Faß Spiritus, 3 Fässer grüne Farbe und 1 Faß Rüboel, 2) Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie ein Oekonorniewagen zwangsweise gegen bar versteigert werben. Gießen, 3. September 1902. Seipel, Gerichtsvollzieher. 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