Nr. 108 Erscheint täglich außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt bte Siebener Kamillen. Mäher viermal in der Woche beigelegt. Rotanonsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein» druckerei (Pietsch Erbend Redaktion, (h;pebttion und Druckerei: Schulftratze 7. Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. FrrnsprkchanschliißNr.51. 3» Zweites Blatt. ISS. Jahrgang Samstag 8.Mai 1902 - VezngbpretA, ’tfj O monalilch7dPs.,viertel- GletzenerAMger« W General-Anzeiger v S&. Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen 2. Sin ReichstagSmaudat für den Prinzen Heinrich. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm Mai: der Klärung der Situation nur den Wunsch hegen, daß ein Appell an die Krone stattfindet. Dann da sämtliche bisher von den Regierungsvertretern abgegebenen Erklärungen immer noch nicht als das „letzte Wort" betrachtet morden ind — „Es war kein feierlich Gelübde" —, jo wäre an einem entschiedenen Kaiserwort nicht zu deuteln. Politische Tagesschau. Sin Appell au die Krone? Aus Berlin, 2. Mai, wird uns geschrieben: Hebei den Düsseldorfer Trintspruch des Reichskanzlers mit der von der Versammlung so lebhaft begrüßten Pointe des „Bis hierher und nicht weiter" bezüglich der landwirtschaftlichen Zölle äußert sich heute abend das Hauptorgan der Konservativen, die „Kreuzztg.", noch nicht.' Das ist aus dem Grunde begreiflich, weil gerade die „Kreuzztg." bis in die neueste Zeit den ermutigenden Gedanken vertreten hat, es käme nur darauf an, daß die agrarische Mehrheit fest bleibe in der Forderung eines starken Schutzes für die Landwirtschaft — die Regierung sei einer schließlichen Verständigung doch nicht so unzugänglich, als es jetzt den Anschein habe. Graf Bülow, der die „Kreuzztg." wie die „Freis. Ztg." mit Aufmerksamkeit liest, hat es für richtig gehalten, nochmals dieZukunftshoffnungen, die hauptsächlich seiner „besseren Einsicht" galten, durch seine Rede zu ernüchtern. Bedeutungsvoll ist insbesondere der Hinweis auf die „volle Ueberein stimm ung mit dem Kaiser". Möglicherweise ist dem Reichskanzler das Gerücht zu Ohren gekommen, wonach angeblich in Erwäge ung gezogen wird, durch Nachsuchen einer Audienzbeim Kaiser Gelegenheit zu einer Darlegung der Wünsche der Landwirtschaft zu erhalten. Nachdem die Regierungen, eine nach der andern sich ablehnend verhalten haben gegen die Befürwortung höherer wirtschaftlicher Schutzzölle, als der Tarifentwurf vorsieht, würde eine solche Audienz der letzte Versuch sein. In einer Rede sagte der Kaiser, des Landes- Herrn Aufgabe sei es, die Interessen aller Stände gegen einand er abzuwägen. Graf Bülow erblickte in dem Düsseldorfer Trinkspruch den „schönsten Ruhm" des Kauers darin, „ein unermüdlicher FöiDerer des Gesamtwohls zu sein". Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß in einer etwaigen Audienz von Vertretern der Landwirtschaft das im Zolltarif Gebotene mit aller Bestimmtheit als die Grenze des Erreichbaren bezeichnet-werden würde. Man kann imInteresje Deutsches Reich. Berlin, 2. Mai. Das Kaiserpaar begab sich heute früh vom Potsdamer Bahnhof nach Wildpark, um auf beut Bornstedter Felde den Truppenbesichtigungen beizuwohnen. Wegen des schlechten Wetters ließ aber der Kaiser die Besichtigung ab sagen und begab sich mit der Kaiserin nach dem Potsdamer Stadtschlosfc. Um 12 Uhr nahm der Kaiser das Frühstück im Regimentshause des 1. Garderegiments ein, während die Kaiserin bei der Herzogin von Albany speiste. Später hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus. — Durch Kabinettsordre ist die Offizierslauf- bahn auch den Abiturienten der Oberrealschulen freigegeben worden. Oberrealschüler haben in der Fähnrichsprüfung die fehlende Kenntnis des Lateinischen durch Mehrleistungen in anderen vorgeschriebenen Prüfungs- sächern auszuglejchen. — Auf das bei der Eröffnung der Düsseldorfer Ausstellung an den Kaiser gesandte Huldigungstelegramm ging heute bei der Ausstellungsleitung ein Ant- worttelegramm des Herrn v. Lucanus ein, welches den Dan? des Kaisers übermittelt. — Geheimrat Virchow ist heute morgen nach Bad Teplitz abgereist. — Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in dritter Lesung die Sekundärbahnvorlage. — In der Generaldebatte bittet Abg. Brütt (frk.) den Minister um eine wohlwollende Haltung gegenüber den Kleinbahn- oerwaltungen. Minister v. Thielen erklärt sich gern bereit, alles zu thuu, was zur tecynischen, wirtschaftlichen und finanziellen Förderung des K'leinbahnwesens sei; nur möge man sich vor einer schematischen Behandlung desselben hüten . Als Grundsatz müsse gelten, daß der Staat einen Einfluß auf die Kleinbahnen nicht ausübe, wenn er bei denselben finanziell nicht beteiligt sei. Nürnberg, 2. Mai. Anläßlich der hundertjährigen Gedenkfeier der Erhebung Bayerns zum Königreich und der Bereinigung Nürnbergs mit Bayern findet Pfandbriefe nur bis zum 15 fachen Betrage des Grundkapitales in Verkehr gebracht werden dürfen, Kommunalobligationen aber bis zum 18 fachen Betrage, würde eine Ausgabe von Kommunalobligationen im 3 fachen Betrage des Grundkapitales ohne dessen Erhöhung neben der zulässigen Ausgabe von Pfandbriefen möglich sein. Es kann sonach durch diese Ausdehnung des Geschäftsbetriebs der Bank der Gewinn gesteigert werden, ohne daß die General- unkosten sich wesentlich vergrößern, und die Folge wird eine wünschenswerte Verbilligung der Kreditgebung fein. Daher ist der Ausschuß auch damit einverstanden, wenn die Regierung den in ihrem Entwurf eines Statutes der Bank enthaltenen Vorbehalt fallen läßt, wonach der Zeitpunkt, von welchem ab die in § 5, Ziffer 2 des Hypothekenbank Gesetzes erwähnten Geschäfte thatsächlich betrieben werden dürfen, von der vorherigen Ge n e h m i g- ung des Staats Ministeriums abhängig sein sollte. Die weiteren nach dem erwähnten Reichsgesetze gestatteten Geschäfte des Ankaufs und Verkaufs von Wertpapieren, der Einziehung von Wechseln, Annahme von Werten zur Hinterlegung sind für das hessische Unternehmen nur als Hilfsgeschäfte der hypothekarischen und sonstigen Ausleihe und des Vertriebs der Pfandbriefe und Schuldverschreibungen gedacht, sollen also nur insoweit ftatt- finben, als sic diesem Hauptgeschäfte oder der zeitweisen Anlegung müßiger Kassenbestänbe dienen. Die Beleihung von Grundstücken und Gebäuden soll nur an erster Stelle zulässig sein und regelmäßig die Hälfte des Wertes der beliehenen Objekte nicht übersteigen, ausnahmsweise auch bis zu 60 Prozent des Wertes städtischer oder 662,3 Prozent des Wertes landwirtschaftlich benutzter Grundstücke zulässig sein. Auch soll die Zinsbelastung in angemessenem Verhältnisse zum Ertrag der Psandobjekte stehen. Für die Ermittelung des Werts und des Ertrags der Unterpfänder soll die ortsgerichtliche Schätzung stattfinden, vorbehaltlich weiterer Kontrollen. Da Bauplätze, Hotels, Mühlen, Steinbrüche, Bergwerke, Fabriken und sonstige industrielle Unternehmungen nicht zur Unterlage von Hypothekenpfandbriefen dienen sollen, wird der Wert der Pfandbricfanstalt für die Industrie nur ein beschränkter sein. Eine Entschuldung des Grundbesitzes, wie sie das Hauptziel der zu gründenden Anstalt bilden soll, kann nur durch Amortisationsdarlehen erzielt werden. Die Anstalt soll daher als Regel nur diese Art von Darlehen ausgeben und die Tilgungsquote nicht unter V2 vom Hundert herabsetzen. Doch kann der Betrieb kündbarer Darlehen nicht ganz untersagt werden, insbesondere im Hinblick auf die Konkurrenz anderer Bankinstitute, namentlich für die ersten Bctriebsjahre und zur relativen Verminderung der Generaluntosten. Es wurde 'hierbei die Frage aufgeworfen, ob nicht bei kündbaren Darlehen eine nicht erwünschte Konkurrenz mit den Sparkassen eintreten werde, die sich seither aus diesem Gebiete vielfach bewährt haben. Hiergegen wurde seitens der Regierung betont, daß eine 'Konkurrenz mit den Sparkassen keineswegs beabsichtigt sei und daß die Meinung bestehe, es sei überall da mit der Ausgabe kündbarer Darlehen zurückzuhalten, wo die Sparkasje des Bezirks des Darleihers selbst das Kreditbedürfnis befriedigen könne, vorausgesetzt, daß diese Sparkasse mit der Pfandbriesanstalt in geschäftlicher Verbindung stehe. Der Ausschuß war hiermit einverstanden. Das zu gründende Pfandbrief-Institut soll wesentlich dem öffentlichen Interesse dienen, das Interesse des Bezugs hoher Dividenden wird hierbei zurücktreten, wodurch dann auch der Nebenvorteil eines Erlasses des Reichsstempels für die Aktien zu erhoffen ist. beizutragen. Die Bank fort im ganzen Umfange des § 5 des deutschen Hypothekenbankgesetzes vom 13. Juli 1899 ihre Geschäfte betreiben dürfen. Doch soll als ihre vornehmste Aufgabe erscheinen die Gewährung hypothekarischer Darlehen aus Grundstücke und Gebäude, die innerhalb des Großherzogtums gelegen sind und die Beschaffung der Mittel hierzu durch Ausgabe von Hypothekenpfandbriefen. Auch die Gewährung nicht hypothekarischer Darlehen an hessische Körperschaften des öffentlichen Rechtes soll gestattet sein, sowie die Ausgabe von Schuldverschreibungen auf Grund der so erworbenen Forderungen. Der Ausschuß erkennt an, daß namentlich bei Landgemeinden, denen der Zugang zum großen Geldmärkte aus mehrfachen Gründen erschwert ist, das ernste Bedürfnis bestehe, nicht nur für die auf die Landeskreditkasse angewiesenen Meliorationszwecke, sondern auch für andere Aufgaben, insbesondere für Schulhausbauten in einfacher Weise billigen Kredit zu erhalten. Für kleinere und ärmere Gemeinden wird hier wohl bei der vom Ausschuß vorgeschla- genen erweiterten Fassung der Aufgaben der Landeskreditkasse diese die erforderten Mittel bieten können. Doch ist auch hier an die Möglichkeit zu denken, daß die Mittel der Kasse angesichts ihrer Hauptaufgaben un- zulänalich seien. Jedenfalls aber wird zizr Erleichterung der Landeskreditkasse für wohlhabendere Gemeinden auf die Fürsorge der Pfandbriefbank zu rechnen sein, welche sich durch Ausgaben von Kommunalobligationen die nötigen Kittel verschafft. Die Gemeinden werden hierdurch rasche Hilfe erhalten, ohne ihr Geldbedürfnis direkt auf dem großen Geldmärkte ausbieten zu müssen. Besonders kleinere Gemeindedarlehen, für welche die Börse sich Nicht eignet, werden hierdurch eher beschafft, Verhandlungen mit Bankhäusern, meistens wohl auch höhere Zinsen erspart. Auch ine Kreditgebung an Sparkassen mit kommunaler Garantie wird zulässig und hierdurch die Bildung einer zentralen Geldausgleichungsstelle erleichtert fein Die Geldbedurf- nisse der Darlehensnehmer auf Hypotheken und der Gemeinden verteilen sich erfahrungsgemäß auf verschiedene Zeiten, und es wird hierdurch ein kontinuierlicher Dienst der Betriebsmittel der Bank und eine gewisse Stetigkeit der Geschäftsführung gewonnen. Mit Rücksicht auf § 7 und 3 41, Absatz 2 des Reichsgesetzes von 1898, wonach Aus Lübeck trifft die originelle Meldung ein, daß )ort dem Prinzen Heinrich von den Freisinnigen (Freis. Ver.) eine Reichstagskandidatur angetragen werden soll, uni das Mandat den Sozialdemokraten zu entreißen. Was mag der Abg. Richter zu diesem Überraschenden Vorschlag der „feindlichen Brüder" sagen? Er wird wohl bei solcher Kunde jäh «aufgesprungen sein. Prinz Heinrich, „der Seefahrer", als Kandidat einer Partei, bte immerhin nicht direkt „m a r i n e b e gei st e r t" ist, — diese kühne Kombination ist denn doch noch nicht dagewesen. Aber Prinz Heinrich wird den freisinnigen Führern die Erwägung dieses Planes abnehmen, über den demnächst eine Generalversammlung beschließen soll, denn es ist wohl sicher, daß Prinz Heinrich dem „ehrenvollen 9tuf" keine Folge leistet. Ein Mitglied des königlichen HauseS kann sich selbstverständlich der Eventualität nicht aussetzen, im Wahlkampf zu unterliegen. Als dem Fürsten^Bis- m ar d nach der Berufung Miquels ins preußische Staatsministerium das erledigte Mandat Kaiserslautern angeboten wurde, zunächst „unter der Hand", verzichtete der Altreichskanzler mit der trockenen Bemerkung, er möchte nicht durchfallen, die Sache sei ihm nicht sicher genug. Gegenwärtig vertritt der mit großer Mehrheit gewählte sozialdemokratische Abg. Schwartz, ein früherer Schisfskoch, den Wahlkreis Lübeck. Portugals „Arrangement". Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Bescher portugiesischer Staatspapiere werden demnächst von selten der Schutzkomitees zur Annahme des von den letzteren mit der portugiesischen Regierung vereinbarten, von den Cortes bereits gebilligten Finanzarrange- ment» aufgefordert werden. ES hat geraume Zeit gedauert, ehe dieses Einverständnis erzielt wurde, und die de u t s ch e n Staatsgläubiger Portugals dürften kaum Genugthuung über das Resultat empfinden, da es ihnen nicht entfernt die Vorteile bietet, auf die sie nach Maßgabe der erlittenen Schädigungen Anspruch erheben können . Gleichwohl empfiehlt sich die Annahme des Arrangements, denn bis vor kurzem bestand keine Aussicht, auch nur dies Wenige zu erreichen. Zu wünschen ist nur, daß die Diplomatie ben in Betracht kommenden Staaten der portugiesischen Regierung in Zukunft scharf auf die Finger sieht, Damit neue Vertragsverletzungen verhindert werden. Das portugiesische Volk hat seiner Unzufriedenheit mit dem Finanzarrangenient wiederholt Ausdruck gegeben, und die Erfahrung läßt nicht ausgeschlossen erscheinen, daß bei einem Kabinettswechsel die neuen Männer der Volksstimmung Rechnung tragen. Wegen der „Garantieen" macht sich die portugie,ische Regierung schließlich keine Sorgen, umsoweniger, als auch im Parlament der Sinn für Recht und Billigkeit höchst unvollkommen entwickelt ist. Deshalb muß den Regierenden in Lissabon durch die interessierten Mächte das Gewissen geschärft werden, was am zweckmäßigsten geschehen würde durch die Androhuna der Einrichtung einer internationalen Finanzkontrolle. Sie Heutige Kummer umfaßt 18 Seiten. Parlamentarisches aus Hessen. Der Bericht des Sonderausschusses über die Regier- Lngsborlaae, den Gesetzentwurf, die Errichtung einer Hessischen Pfandbriefbank tetr. (Berichterstatter Dr Gutfleisch) liegt im Druck vor. Der Ausschuß hat sich dem Gedanken- gange der Regierung angeschlossen. Man hat vor allem die Vorteile einer Beschränkung der La ndeskredit- taffe auf die Zwecke der Landeskultur und die Zwecke von allgemeinem Interesse anerkannt und erhofft hiervon eine mehr als seither ausgiebige, einheitliche und planmäßige Wirksamkeit der Kasse. Indem sonach das nicht auf Bodenmelioration gerichtete Kreditbedürfnis Privater aus der Berücksichtigung der Landeskreditkasse ausscheidet, hält man es für nötig, diese Lücke auszufüllen und in dem weiteren Umfange der Regierungsvorlage dem Bodenkredit Förderung zu gewähren, also für alle Kreditzwecke aller Berufsarten. Der Ausschuß billigt die Gründung einer hessischen Hypothekenanstalt für diese privaten Kreditbedürfnisse, tritt auch dem Wunsche der Regierung bei, daß für oiefe Anstalt, welche lediglich zur Befriedigung privater Kreditbedürfnisse geschaffen wird, der Staatskredit selbst in der abgeschwächten Form einer Haftung hinter den Realsicherheiten der Hypothekenanstalt nicht eintreten und daß em Ersatz hierfür in der soliden Ausstattung, Organisation und Geschäftseinrichtung der geplanten Bank gesucht werden solle. Es bleibt, ba~bie Schaffung einer reinen Staatsanstalt im Interesse der Schonung des Staatskredits und um nicht die private Schuldenlast in die des Staates hinein- zumengen, vermieden werden soll, nur die Aktien-Gesellschaft übrig als die zweckmäßigste Form des neuen Unternehmens. Freilich ist gegen die Form der Aktien- Gesellschast eingewandt, daß dem Vorteile der Schonung des Staatskredits der Nachteil einer kostspieligeren Geldbeschaffung gegenüberstehe. Die Beschaffung billigen Geldes für die Kreditnehmer und damit das ganze Gedeihen der beabsichtigten Hypothelenanstalt wird ad- hängen von dem nützlichen Vertrieb der auf Grund der hypothekarischen Ausleihe zu emittierenden Pfandbriefe, durch welche das Geld zu immer erneuter und erweiterter Darlehenshingabe herein geb rächt werden soll. Bfanbbriefe des Staats pflegen im Kurse den gewöhnlichen taatspapieren gleichzustehen. Bei den Pfandbriefen einer Aktiengesellschaft muß man auf einen geringeren Kurs gefaßt sein. Der Ausschuß hofft indes mit der Regierung, daß die Kursdifferenz nicht so erheblich sein werde, um eine namhafte Verteuerung des Geldbezugs zu bewirken. Der Ausschuß hat die Regierung um Mitteilung ersucht, wie sie den Inhalt des künftigen Statuts, die Geschäftsgebahrung und die Rentabilität der Aktiengesellschaft sich denke. Die Regierung beantwortete das Ersuchen mit eingehenden Darlegungen über Organisation, Grundsätze und Rentabilität des geplanten Unternehmens. Zweck der Gesellschaft ist hiernach: 1. von den seitherigen Verpflichtungen der Landeskreditkasse diejenigen zu übernehmen, die dieses Institut auf Grund gesetzlicher Vorschriften ober aus Mangel an Mitteln in Zukunft nicht mehr erfüllen barf ober kann; 2. burch Gewährung von unkünbbaren Amortisationsbarlehen gegen mäßigen Zinsfuß, insbesonbere auch an bie kleineren Landwirte und Gewerbetreibenden, zur Entschuldung des ländlichen und städtischen Grundbesitzes 1902/03 mit einem Gesamtumschlag von Mk. 4 727 148 für die Verwaltung und Mk. 3 537 100 für das Vermögen, m Summa Mk. 8 264 248 genehmigt, und die Gemeindesteuer mit Mk. 1 905 500 festgesetzt und damit auch die beantragte Steuer-Erhöhung von 80,972 Prozent im Vorjahre auf 88,45 Proz., also um 7,228 Proz., bewilligt. Damit stehl nach den Ausführungen des Oberbürgermeisters unter den hessischen Städten Darmstadt immer noch an erster und bester Stelle. — Große Heiterkeit und lebhaften Beifall erregte bei der heutigen Beratung des Voranschlags eine Bemerkung des Vorsitzenden auf ein Ansuchen, die Krankenschwestern auf bei Elektrischen Straßenbahn frei fahren zu lassen, wie dies aucl in anderen Städten, z. B. Mainz, geschehe: Dies sei in Mainz wohl gerechtfertigt, da dort fast jeder, der die Straßenbahn benutze, wahrscheinlich der besonderen Pflege bedürfe. In der heutigen Sitzung der ber Voranschlag pro Vermischtes. * Paris, 2. Mai. In Französisch-Guyana ift nach amtlichen Meldungen dec Ausbruch des g el b en Fieb ers festgestellt worden, dem bereits 57 Personen zum Opfer gefallen sind. 139 sind noch in Behandlung, 59 Personen sind Universitäts-Nachrichten. — Die Leitung der organischen und anorganischen Abteilung des Tübinger Ehemischen Laboratoriums wurde für ba5 Semester 1902 dem etatsmäßigen Extraordinarius für Chemie Prof. Earl Bülow übertragen. Prof. Bülow wird auch die von dem verstorbenen früheren Borstand Prof. v. P e ch m anii an- gekündigte Vorlesung über organische Experimentalchemie abhaltem — Aus Halle wird geschrieben: In der heutigen Sitzung des Generalkonzils der Universität wurde für das neue Studleniahr unserer Hochschule der Professor der Theologie Konsistorialrat D. Erich Haupt zum Rektor gewählt. — Der Obermgemeur und Privatdozent an der Bergakademie in Loeb en Hans Frhr^Jupt-- ner v. I o n s t o r f f ist zum o. Professor der chemischen Technologie anorganischer Stoffe ent der Technischen Hochschule tn Wien ernannt worden. — heraus. * Ein sensationeller Prozeß wird sich demnächst vor dem Münchener Landgericht abspielen. Vor einem Jahre machte eine früher in München engagiert gewesene Künstlerin die Bekanntschaft eines reichen ungarischen Magnaten. Man sah das Paar schon oft zusammen. Nach einiger Zeck verschwand der Freund der Künstlerin; man sagte, derselbe lebte, durch Familienoerhältnisse gezwungen, m Wien. Vor wenigen Wochen erhielt nun die Künstlerin die Mitteilung, daß der Magnat gestorben sei und ihr ein Legat von 30000 Kronen ausgesetzt habe. An dieses Legat ist jedoch eine merkwürdige Bedingung geknüpft. Es hieß, dasselbe solle steuer- rei der Künstlerin ausgezahlt werden, wenn der Nachweis nicht erbracht werden könne, daß sie ihm die — Treue gebrochen. Nun hat sich die Künstlerin vor einem Jahre verheiratet. Die Verivandten des Magnaten fochten das Legat an und der Ehemann der Künstlerin, welcher keine Ahnung von den früheren Beziehungen seiner Frau zu dem Magnaten hatte, strengte den Ehescheidungsprozeß gegen seine Gattin an. Nicht nur, daß die Künstlerin, wie es den Anschein hat, um das Legat von 30 000 Kronen kommt, wird dieselbe auch wahrscheinlich ihren Gatten durch das Vermächtnis ihres rüheren Freundes verlierrn. * Ibsen als Apotheker. Eine luftige Ibsen- Anekdote erzählt eine französische Revue: Bei dem vom Schriftstellerverein in München veranstalteten Festmahl anläßlich des 70. Geburtstages des Prinzregenten war der in München bekannte norwegische Dichter der Gegenstand heftiger Kritiken seitens des Dichters und Dramaturgen Martin Greif .Ibsen erwiderte in derselben Tonart- Gleich nach dem Festmahl ging er am Arme eines Freundes nach Hause. Unterwegs spielte er auf die Szene an, die sich bet Tisch zugetragen hatte, und sagte: „Was ist übrigens Martin Greif? Er schreibt geschichtliche Dramen und versucht, ehemalige Könige wieder aufleben zu lassen. Was für eine Bedeutung haben die Toten für uns? Das moderne Drama muß sich mit den Lebenden beschäftigen." „Trotzdem haben Sie „Catilina" geschrieben", erwiderte der Freund. „Cati- lina war kein Herrscher, er war Anarchist, und als ich übrigens dieses Stück schrieb, war ich noch nicht Dramatiker, sondern Apotheker." * Die Ausfindun g primitiver Aposteln bilder aus dem Ende des elften oder dem Anfang des zwölften Jahrhunderts wird aus Montcherand im Kanton Waadt gemeldet. Bei der Besichtigung des halbkreisförmigen Kirchenchors, der aus dem elften Jahrhundert lammt, entdeckte Fredßrie Dubois, der Assistent des Kantonsarchäologen, unter einem dreifachen Abputz mit Gipsmörtel Bilder der zwölf Apostel in halber Lebensgroße, die nebeneinander um den Chor herumgehen. Jeder Apostel hat seine Attribute bei sich, der Name ist vertikal geschrieben, und jedes Bild ist von kleinen Bogen überragt, die den Heiligenschein umgeben. Inmitten der Apostel steht im Gewölbe ein fegnenber Christus. Diese Bilder haben em en großen archäologischen und künstlerischen Wert und sind vielleicht die ältesten der Gegend. wieder genesen. * Konstantinopel, 2. Mai. In Aivadiik, einem Orte des Sandjaks von Bigha, ging das Haus eines Musel- mans namens Halil in Flammen auf. Kein Mitglied der Familie konnte sich retten, so schnell griff der Brand um sich. Einige Stunden später zog man aus der Asche acht verkohlte Leichname — Halil, seine Frau und sechs Kinder hier tm Jahre 1906 eine große bayerische Jubiläums-Aus-1 Prinzipal hatte ch» infolgedessen weder angemeLet, uoch : 'Heilung statt. in R. zur Fortbildungsschule geschickt. Nach erfolgter An- i München, 2. Mai. In der Abgeordnetenkammer beim zeige verurteilte die Strafkammer des Lanvesgerichtes zu ; Solletat verlangt Hilpert, die Regierung möge die so - D. den Prinzipal zu einer Geldstrafe. Das richt , fortige Kü-ndigung der Handelsverträge im hat dieses Urteil aufgehoben und den Angeklagten srer- , Bundesrat anftreben. Der Finanzminister lehnt es ab, hier- gesprochen In den Gründen wirb zwar zugegeben , auf einzugehen und die Kammer stimmte der Anregung daß Ortsstatute an sich ebenjo wie Ortspolizeiveioidnungen des Referenten zu, über die Getreidezölle nicht zu sprechen, innerhalb ihrer sonstigen Zuständigkeit die in ihrem Bezirk ■ 6 ' ■ ■■■■■■■ — -mtstehenben rechtlichen Verhältnisse,mit verbindlicher Kraft 1 ir.-lrtttil für Jedermann ordnen dürfen, also auch für diejenigen, 1 AUVUllw. welche an diesem Orte weder einen Wohnsitz, noch einen i London, 2. Mai. Das Reutersche Bureau erfährt, dauernden Aufenthalt, sondern nur einen vorübergehenden 1 daß die Meldung der „Birmingham Post", die japa- Aufenthalt haben. So lange sie sich freiwillig an dem i Nische Regierung habe alle Staatsarsenals dem Orte aufhalten, sind sie dem Rechte dieses Ortes unter- < britischen Geschwader im fernen Osten thatsächlich warfen." Es wird jedoch hinzugefügt: „Aber niemals kann zur Verfügung gestellt, unbegründet ist. ein Ortsstatut Bestimmungen treffen, wodurch jemand ge - Paris, 2. Mai- Halbamtlich wird mitgeteilt, Wal- ^wungen wird, sich an dem betreffenden Orte überhaupt , deck Rousseau werde in der ersten Sitzung der oder länger, als er dies freiwillig thut, aufzuhalten. Dies Kammer diese ersuchen, eine Tagesordnung anzunehmen, würde zwar nicht dem Wortlaute, wohl aber dem Sinne des worin die republikanische Konzentration von « i des Freizügigkeitsgesetzes vom 1. November 1867 wider- der Kammer gebilligt wird. Nach diesem Votum werde sich Sechen und durch die §§ 120, 142 der Reichsgewerbe- Waldeck Rousseau zurückziehen und dem Präsidenten ordnung nicht gedeckt werden. Würde also § 120 der Reichs- Loubet die Zusammensetzung des neuen Kabinetts gcroereorbbnung die Bestimmung enthalten, daß der Fort- überlassen. bildungsunterricht ausschließlich während der werktäglichen Haag, 2. Mai. Dem heute mittag ausgegebenen Arbeitszeit stattfinden darf, so könnten durch Ortsstatut auch Bulletin zufolge hatte die Königin in der Nacht dort beschäftigten, aber sonst auswärts sich aufhaltenden einen ruhigen Schlaf. Auch alle übrigen Symptome ^x^nge ^um Unterricht herangezogen werden, weil der geben Grund zur Befriedigung. — Gegenüber einer Ab- Schulzwang bann nur für eine Zeit bestände, während der ordnung belgischer Buren bezeichnete Krüger alleKie 9Gf)r[tngc sich freiwillig, ober auf Grund der von ihren Nachrichten über den günstigen Stand dec Friedens-Ver- gesetzlichen Vertretern getroffenen Vereinbarung in dem Handlungen als Manöver, um das englische Volt ai^ getreffenben Orte aufhalten. Eine solche Vorschrift ist aber gesichts der bevorstehenden Kröiiungsfeierlichkeiteii zu Lm §120 der Reichsgewerbeordnung nicht enthalten." — täuschen. Krüger betonte nachdrücklich, daß ohne seine weiter wird ausgeführt: „Es kann auch nicht die Absicht des Zustimmung kein Friede geschlossen werden könne. Die Gesetzes sein, die Lehrlinge durch derartige Vorschriften Zusage der Burenführer, die einzelnen Kommandos zu möglicherweise zum Verlassen des Elternhauses und zum befragen, sei nur eine reine Formsache. Mieten einer besonderen Wohnung an einem anderen Orte Wien, 2. Mai. Die Meldungen deutscher Blatter, daß veranlassen." Es wird schließlich gesagt, daß § 120 des Verhandlungen wegen Erwerbung des Klinger', ch en Gewerbegesetzes nur gewerbliche Arbeiter treffen will, „die Beethoven für das hiesige kunsthistorische Museum em- Schulorte ihren ständigen Aufenthalt haben. Hierfür geleitet seien, sind völlig unbegründet. I spricht vor allem die Bestimmung über den Sonntagsunter- Rorn, 2. Mai. Der König, hat die in Venedig öer-Wenn fein besonderer Schülergottesdienst eingerichtet urteilten amerikanischen O s fizi er ^begnadigt. soll die Zeit des Hauptgottesdienstes frei bleiben. Hier — Wie es heißt, hat sich die Königin Witwe nur die Zeit gemeint fein, während welcher der Margherita entschlossen, den Schleier zu nehmen. IHauptgottesdienst am Schulorte stattfindet, nicht aber die Annapolis, 2. Mai. Präsident Roosevelt niöalicherweise hiervon verschiedene Zeit des Gottesdienstes wohnte heute der Preisverteilung in der hiesigen 'JJca- Qn e|neni Nachbarorte, in welchem ein am Schulvrte in der rine-Akademie bei und hielt hierbei, eine Ansprache, oder Stellung befindlicher Arbeiter seinen dauern- üi der er die Schüler darauf chmwies, dag es emes ^ages Aufenthalt hat. Den Schülern aber soll offenbar von ihrem Mute und chrer Tüchtigkeit abhangen konnte, Gelegenheit zum Besuche des an ihrem ständigen Auf en t- ob die Nation ihren Namen in die Ehrentafeln der haltsorte abgehaltenen Gottesdienst gewährt werden. Für Weltgeschichte eintragen durfe^ oder Lchaiide unb I vertretene Auffassung spricht auch der Umstand, daß Niederlage fennen_lernen müpe. -ter erste ö"ait?r Iur I fonft die Arbeiter einem doppelten, ja sogar, wenn sie an die Sicherung des Sieges über irgend emen auswärtigen l verschiedenen Orten arbeiten, einem drei- und mehrfachen Gegner muffe notwendigerweile die flotte fein. Wenn ^ortbildungsschulzwange unterworfen werden, was offenbar die Flotte versage, sei das ^.and dazu verurteilt, bejie-gt £ie Absicht des Gesetzes gewesen ist." m werden, deshalb muise ieder amerikanische Patriot dazu 1 1 ; . ’ v . ... ~ mitwirken, daß ständig an der Flotte weitergebaut und Watzenborn-Steinberg, 2. Mal. Vor einigen -tagen dieselbe auf den höchsten Grad der Tüchtigkeit gebracht herrschte in unseren Gemeinden eine förmliche Faschmgs- werde. stimmung. Die Ursache war eine Zwangsvollstreckung, die ■ 1 '----- der Gerichtsvollzieher vorzunehmen hatte. Verwandten, von A 1IRÖ £11111) denen die eine Partei in Watzenborn, die andere in Steinberg & * * wohnt, führten schon lange einen Rechtsstreit wegen eines Gießen, 3. Mai 1902. Gaules mit Wagen re., der schließlich zu Gunsten derjenigen LU. Von der Landesuniverfität. Heute fand die erste Partei entschieden ward, die nicht im Besitze des Streitobjektes Immatrikulation des laufenden Semesters statt. Es war. Statt nun dem Sieger im Prozeß das ihm Zuge- wurden 195 Studierende immatrikuliert. sprochene nach verkündetem Urteil herauszugeben, ließ es der * * Vergrößerung des Uuiverfitäts-Bibliothekgeländes. Dem Verurteilte darauf ankommen. Da holte denn der Gießener Vernehmen nach ift dieser Tage, vorbehältlich der Geneh- Gerichtsvollzieher aus der betreffenden Hofraite Pferd und migung der Staatsregierung, vom Maurermeister Pfaff Wagen ab, um sie ins Nachbardorf zu bringen. Wie ein Gelände erworben worden, das an den Komplex grenzt, auf Lauffeuer war die Kunde von der Exekution m beiden Dörfern' dem die Universitäts-Bibliothek erbaut wird. bekannt geworden und während Hunderte von Menschen die * * Der Wohlth'ätigkeits'Verein „Contentia" feiert morgen Rosinante auf der Dorfstraße mit lautem Hurra begrüßten fein erstes großes Sommerfest auf der „Schönen Aus- und bis ins Schwesterdorf begleiteten, hatten sich hier aber- sicht". Wir wünschen dem Verein, daß sein Fest von mals Hunderte von Personen angesammelt, die die Karawane besserem Wetter begünstigt sein möge, als wir es die ganze I ebenfalls mit Hurra in Empfang nahmen. Mit freudigerer Woche hindurch hatten. I und lauterer Zustimmung ist wohl selten die Thätigkeit eines • * „Wanderer", Gießener Radfahrer - Gesellschaft. Am Gerichtsvollziehers vom Volke begrüßt worden als im vor- 1. Mai tagte hier eine Versammlung der „Wanderer", in der! liegenden Falle. der frühere 1. Vorsitzende, Mitbegründer der Gesellschaft, r. Dutenhofen, 2. Mai. Schon längere Jahre haben wir Wllhelm Hornberger, wegen seiner Verdienste sowohl umI eine Brücke über die Lahn; es ist damit die lang ersehnte den Verein, als auch um die Hebung des Radfahrsports ein-1 Verbindung beider Lahnufer geschaffen. Es fehlt jedoch immer stimmig zum Ehrenmitglie d ernannt wurde. noch die in Aussicht genommene Gemeinde st raße von * * Der hundertjährige Gedenktag des mi-|Dutenhofen nach Atzbach. Wie der Verwaltungsbericht des litärischen Grüßens. Morgen, am 4. Mai, sind es Kreisausschusses kund giebt, hat der Bau der geplanten Straße hunbert Jahre, seit beim militärischen Grüßen die bis I noch nicht begonnen werden können, weil die deichpolizei- dahin bestandene Vorschrift gr h m e n d e s Genehmigung zur Anschüttung des Dammes noch nicht LV A» ■“* “ b" 4. Mai 1802 folgende Kabinettsordre: „Obschon zwar fest- Brücke drei Durchläße vorgesehen. . steht, daß bei der Infanterie der Unteroffizier und Ge-! st. Butzbach, 2. Mai. Gestern fand m der Restauration meine, wenn er seinen Montierungshut aufgesetzt bat, und Kalbfleisch die erste Generalversammlung des hiesigen Ge- etnem Offizier begegnet, Front macht und gerade steht,Ischichtsvereins statt. Er zählt 88 Mitglieder. Die ohne den Hut abzuziehen, solches aber bei der Kavallerie Unterhaltung und Weiterausgestaltung des schönen, internen) nicht eingeführt ist, so verordnen wir hierdurch, daßU»^n Altertümer- und Trachtenmuseums, sowie die Er- tünftig ein gleiches auch bei den Unteroffizieren und ßa^ung ver Zeugen aus früheren Perioden, welche auf dem SS» Ä 1“; «• sicht sämtlicher Offiziere, ohne Unterschied des Ranges, p^en. „3^”?, e§ 8“ oeröanfen, ba| bie sestfetzen, daß, wenn sie die Schärpe umhaben, das bisherige geschmückte Furstengruft in der St. „iarkuskirche zugänglich Hutabnehmen bei ihnen, es fei vor wem es wolle, mit oder gemacht worden ist. Die Herausgabe eines Führers durch ohne Espontvn, in ober außer Dienst, ebenfalls ganz weg-!Butzbach und Umgegend wurde von ihm veranstaltet. fallen soll; dagegen aber sollen sie in allen/Fällen, wo r# Großfeldä, 2. Mai. Durch eine seltsame Natur- oas Hutabnehmen bis jetzt gebräuchlich gewesen, solche-- .. . wurden heute Mittag um 2 Uhr die Be- Z^rL'vand "°hn°r unseL Ort-s in Aufregung Ersetzt. In emen auf horizontal über dem linken 'oder rechten Auge halten. W«nn dem Fr.'schen Grundstück, S>°'ch hmter der!^^°thek-, st°^°n sich ein Offizier in einem Hause zu melden hat, oder uber- Birnbaum fuhr plötzlich em greller Blitzstrahl, von furchtei- haupt in ein solches eintritt, so bleibt es wie bisher." lichem Tonnerschlag begleitet, große Aeste des Baumes weit ** Amtlich sanktionierter Aberglaube. An-1umherschleudernd. Die Erscheinung ist um so merkwürdiger, läßlich der Mondfinsternis der letzten Woche kam uns eine es weder vorher noch nachher blitzte oder alte Verfügung der nassauisch-oranischeii Regierung ö^lbonnerte; es war nur trübes, regnerisches Wetter bei einer Dillenburg vom 30. April 1715 in Erinnerung, in der Temperatur von A- 5« R. Nach dem Schlage folgte Sonnen- besohlen wird, das Vieh wegen erner em retenden bci ( itct^ klaren, öinuncl und erst e.ne halbe mit sich führt, wodurch bei dem Vieh Seuchen hervorgebracht hrer können sich nicht erinnern, einen ähnlichen Donnerschlag werden und Sterben fraffiert". unter so merkwürdigen Umständen gehört zu haben. ** Ueber die Grenzen b er For tb ildungs- Büdingen, 2. Mai. Fürst Bruno zu Psenburg- schnlp flicht hat das Preußische Kammergericht eine be- Büdingen kehrt morgen von Bern zurück. Der hohe Herr deutungsvolle Eiitscheidung gefällt. Durch aas Ortsstatut I ist vollständig genesen und wird bei der Rückreise von Meer- ber Stabt R. war bestimmt worden, daß „alle im Stadt- an den Wagen benutzen und gegen 7 Uhr abends hier bezirk in Stellung befindlichen männlichen taufmännischen antommeiL Die hiesigen Einwonher werden chre Freude über ^tlW fotoie benfelben gleich zu «Meriden Hilsspe^on^i ^ glückliche Rückkehr durch Flaggen bekunden, verpflichtet sind, bte von der Handelskammer zu R. ei> 9 Tnrmnnht o ber beutiaci richtete kaufnckinnische Fortbildungsschule zu besuchen." Ein 8. ^armflftbt, J • LetzrliuL wohnte in der nahe gelegenen Stadt 2L. Sein! Stadt verordneten wurde der Voran Kunst und Wissenschaft Berlin, 2. Mai. Die Entdeckung eines neuen Minerals, das nach dem berühmten Chemiker Van ’t Hoff den Namen „Vanthofsit" echalten hat, ist dem Dr. Kubierfchky mAschers- Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Am 28. und 29. Juni findet in Turin im Anschluß an die dortige Ausstellung für dekorative Kunst unter dem Patronat des Königs und der Königin von Italien, sowie der Prinzen und Pr^ssmen des vauses Savoyeii ein internationaler Musik- und Gesaug^wettstreit statt Das mit der Vorbereitung dieses Unternehmens oetraute Komitee in Turin (Comit.to öftere del con,or«o .n«rnaboc^e di musica a Torino), an deffen Spitze Graf v. Rora steht, hofft, daß sich auch deutsche Musikkorps und Gesangvereine beteiligen werden, und ist gern bereit, jede gewünschte nähere Auskunft zu erteilen. ____ Landet und Miieyr. UMswuchchast. Düsseldorf, 2. Mai. Auf dem Kohlenmarkt ist eine Aends. rung nicht eingetreten. Der Eisenmarkt ist ruhig bet stetigen Preisen. Nächste Börse 15. Mai. . Die Münchener Brauerakademie Dr. Doemens, die seit 1895 unter diesem Titel geführt wurde und zu den befi besuchten habe. . 25.70 Tendenz: fest. tfür die Redaktion verantwortlich i. V.: R. Dittmanu. ihrerseits besriedigl über die ersten Resultate und soll, wie es heiht, Anordnunzen Betroffen haben, dah tue h°°>u>-nden Lin richtangen in den G-sangenen-Lagern auf St. Hel-na und anderen Orten abgestellt werden. Man entnimmt daraus, das Brauerl-hr-mstakten gehört, wird in Zukunft .Lehr- und Der- iu Äsanstalt für Brauer in München, P r i v a i inftitut, Direktor Dr. Doemens heitzem In der Lrga nisation der Anstalt treten jedoch temedei wesemliche Uende n,nfl3u.eernOtiona(c Schlafwagen - Gesellschaft in Brüssel. , Laut Geschäftsbericht stellte sich der Bruttogewinn für 1901 am 13 797 177 Fr-, wovon für Betriebskosten 3 413 46o Fr., Tur Unte - balrunqsausgaben 3123564 Fr. und für HandlunaskoNen 1000566 ^i-nnks abAiuicben sind. Es verbleibt eine Rein-Belrievseinnahme non 5759590 Fr. (u B. 7 043 106 Fr.), wozu sich die Gewinne auf holelbetried usw. von 782 520 Fr., das des ei' bestandes mit 231749 Fr. und em Zinserngang von jjr. ge ellen. Bon diesen 71W260 Fr. sind abzuziehen: venchiedeiie Unkosten 508000 Fr., Schuldverschreibungszuiien von 164i 22o ^r. unb die Baickzrnsen und Vergütungen von 11'6392 tft. Uso er bleiben also 3 862 375 Fr, die wie <°lgt verwandt werden. SSVUV t.".r nt-nÄiedene Huwei ungen und 2o95 <48 rsr. jur ^eibungern währ^id 1 201 627 Fr. als voraussichtliche Kopen sur dik- Ausaabe der neuen Aktienausgabe zurückgestcllt werden. (Im Norwbke wurde der ganze Ueberlchuß von 4794 630 Fragen zu Abscl)reibungen auf Wertpapiere und zur Rückzahlung von Schuld- und säurefester «rodutte Balleubar^ cy- dem Konkurse über das Vermögen der obigen Gefellschast oll Ze Ab fchlagsverteilung erfolgen. Ter Konkursoerwaltei macht bekannt, daß hierzu 981 904 Alk verfügbar fmb, nur 351917 Atark nicht bevorrechtigte Forderungen zu beruck^ch^ tiaen seien. Ob auch Forderungen mit Vorrecht berücksichtigt wer den müssen, geht aus der Verösientlichung nicht hervor. den nmiie^.g^ $cRal|Cr Wollengarn Spinnerer t. Liq«. hat Verlust von 112 895 Alk. aus 246 6u6 Alk. erhöht. te «thrnnn bat die Frankfurter Subskriptionsstellen geno tgt, den &n=rn6mil»uteilen, daß Zeichnungen °hne Sperre uderhaup mchl berücksichtigt werden können und auch aus solche mit p nur eme^mmmalei^ittestung^eriol^e^^ann^^ ^ ^ erfreulich Tie Ataisernte ist durch die Türre sehr beeinträchtigt. AZünfte von Getreide sind wesentlich.„ungünstiger als m voriaen Fahre. Tie sür den Export verfügbare Atenge wird Lfche SftrftF ge- »K,nÄ ft’lSÄÄÄ (id) in unsere Kaliindustrie einzudrängen. Demgegenüber 1 ütbod) iu bemerken daß die Amerikaner eine Konsortialbetelligunc Gewerkschaft .Einigkeit" anstreben und daß es hier zu Mmachung^^ekommeu g J„ Betreff d-r Zahlungs. vermeiden K? Es soll ein aubergewöhnüches ÄrrangemeM an- dort vorkommen. r r. . ■ k»* Petersburg, 3. Mai. Der Generalstreik der Fabrikarbeiter Petersburgs nimmt ws.°lg-des rechtzctt^eu Ginarcifens der Regierung einen r uh i g en Gan g. üxyon am ^Abend des letzten April wurden starke Milrlurposte^ in allen Fabrikvierteln aufgestellt, welche am L Mar bei Demonstrationsversuchen, wie berspielswerie b^m Ankl^en der bekannten Arbeiter-Aufrufe sofort auf das energischste einschritten. Es kam zwar zu einzelnen blutigen Zusam- menslösien, doch zogen sich die Arbeiter sehr bald zuruck. Von einzelnen wurde die Arbeit wieder aufgenommem Tie Mehrzahl der Arbeiter verhalt sich jedoch abwartend. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die ganze Bewegung in weniaen -Sagen unterdrückt sein wird. . _ „ . Petersburg, 3. Mai. Das Mar-Manifest der. Sozialdemokraten fordert alle Arbeiter ohne Unter- schied der Rationalität auf, veremt die gemeinsame-»! Feinde, Absolutismus und Kapitalismus, nötigenfalls tuit Waffengewalt zu bekämpfen. Rewyork,3.Mai. Rach einem Telegramm aus Port au P r in c e ist ganz San Domingo mrt Ausnahme von Puerto Plata und der Hauptstadt rn den Hande« der Aufständischen. Buenos-Ayres, 3. Mai. Die Regierung erNart^ die Konzession zur Errichtung eines Handelshafens in Babia a Blanca für verfallen und legte dem Inhaber derfelben eine Geldstrafe von 200 000 Piasterrr auf, weil er die Ausführung des Kontraktes -unterlassen ^Konstantinopel, 3. Mai. Der Aufstand w fernen nimmt einen bedrohlich en Charakter an. Dnr dort eingetrossenen Truppen-Verstarkungen ist es Nicht ael^unacn, den von den Aufständischen emgeschlo,senen Militär Gouverneur zu befreien. Falls nicht große Truppen- Verstärkungen entsendet werden, sind ernste Folgen zu befürchten. — Den Vorgängen rn Diakowa wird nad? amtlichen Berichten keine Bedeutung beigelegt. handle sich lediglich um Schlägereien ^pischenzwei iM Streit liegenden Albanesen-Stammen, wie solche öfters. grT.rpieto werde den Grafen Lambsdorff wi ch Pultawa den Minister des Innern von Plehwe sofort nach Petersburg ^uru-kbeg^eitet^ha^e^ Schweiz wird ..weihet httft ber «estrige Schneefall unb Frost an D^lbunb Weinkulturen großen Schaben angerichtet * ffiien,3. Mai. Ter König von II:alien wird nach einer Meldung des „R. W. Tageü" IN der zweuen Haff« hPa hie siöfe von Wien und Berlin besuchen. Ankunft in Men ist für den 25. Juni festgesetzt. Für den Empfang in Wien werden umfassende Vorbereitungen gt> troffen. Die Reise des Botschafters Grasen Nigra nach, Rom steht mit dem Besuche des Königs in Wien ui Zusammenhang. Nigra werde in Rom die nulseren -^etarls vereinbarem Ob die Königin Helena ^en Gemahl gleiten wird, ist noch nicht festgestellt Zweifellos fei, baft audi Kaiser Wilh elm und Kaiser ö'J an 8 ■o °J c 1 ober dessen Stellvertreter in Rom als Gäste erschemerr rituelle Meidungen. Criginalbrabtmelbungen des Gießener «nzeig^»- -thliti 3 Mai. (Privaitklegramm beS „SieJ. ?*"). ) Ter ka erbefuch ist anläßlich bt8 Ableb-ns bei Priuzeu s. arttwas *«$5. Rückfabrkarlen definitiv beseitigt werden. Berlin 3. Mai. Der Kaiser, der die Nachricht vom Tode des Prinzen Georg gestern Abend m Potsdam erhalten hol, begab sich noch abends in das Palais des Prinzen und nern>eilte längere Zeit am Sterbebett, Abends 10 ff Uhr fuhren die Kaiserin und die Prinzeffm Heinrich beim Palais vor. T.e hohen Herychafien d° eine Viertelstunde. General.superintendentDr. Faber hiel gestern Abend für den gesamten Hofstaat des Prinzen eine kurze Trauer-Andacht. Ueber die weüeren Trauerfeierlich, keiten sind bisher noch keine Bestimmungen getroffen. Es ist aber anzunehmen, baß ber Nerswrdene feinem SBun^e qeniäß auf seiner Besitzung Schloß Reinstem beige1ctjt werben w,rb.- Heute Vormittag wohnte ber Kaiser aus dem Tempelhoser Felde den schon vorgesehenen Bataillonsbesich. gebahnt werden. bec Lage, über -me Besserung i cßfäDct Tabakgeschäst berichten zu können, das Geschast liegt Die pändler sind jetzt mit dem Zusammenschlagen der Tabaks ar -weilkn Senneniaüon deschästigl Abschlüsse von Be- ^.aoaie zur 6 .,.ü auter, entrippter Einlage m der beutung ame>i • besteht vermehrte Stachsrage, doch sind » Ä Ä ^indL 11—11^0 Alk. Märkte. «legen, 3. Mai. Markib e ri ch 1 Auf demheuttgenWochemnarkt • Mutter vr Psd. 1,10—1,20 Alk., Hühnereier 1 Stck. o—6 tz,g., säsÄÄWAeta 9 40 2 60 Alk" Gänse pr. Psd. 00—00 Psg., Ochsenfleisch pr. P,und «ffleiirfi vr Psd. 64—66 Psg., Haminelfleisch pr. Psund 84 Psg-, HalO|iet|Cy pr. •pi __3 50 5)11 Weißkraut per Trauben 00—00 Psg. g Mit Gegenwärtigem beehren wir uns, die ergebene Mitteilung zu machen, dass wir am 4. d. Wits, dahier : 1 Mäusburg No. 1 * Zwelg-Geschaft i zlrrm- und Xnabiii-XoitWioti »ni Ärteikrlsleitati • W . , . ■ St l eaetzt, den weitgehendsten Ansprüchen gerecht zu werden und lassen wir uns auch bei ® eröffnen. Durch äusserst vorteilhafte Abschlüsse sind wir m^8ta ■ ’ fm„k8MIle nnd streng reelle Bedienung in jeder Weise zufrieden zu • diesem Unternehmen von dem Prinzip leiten unsere werten Abnehmej gestellten Preigen bieten. • Kreuzplatz 15 in unveränderter Weise weit, geführtw^dmit allen Artikeln der — ... „„ TWernehmen geneigtem Wohlwollen und halten uns bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. • reich sortiert ist, empfehlen wir nunmehr auch unser neues Unternehme g ä Hochachtungsvoll s Mb IS. - Ml I H. Kuess IVachfiftger. 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Mai, nachmittags 3 Uhr, in Klein-Linden statt. Durch gemeinsamen Einkauf mit ca 200 Geschäften sind wir in der Lage, besonders billige Preise bei nur guten Qualitäten zu bieten. 3491 eine ff m us i Auch j die B- zu fiel wartun der teilt, j zum A einer ( Domän> von Be der Ss Vorlage Witwe Neuhahu. Lollar, den 1. Mai 1902. LsDg - tiÖiiN Unserem Kollegen Wilhelm Wagner zu seinem 22jährigen Wiegenfeste ein dreifach donnern- des Hoch, daß es in der Neugasse schallt und in der Obergasse bei der Liebsten widerballt. 02055 Die durstigen Kollegen. Erbsen Wicken 3477 Beginn neuer Kurse für Herren und Damen jeden Standes und Alters in einfacher, doppelter, amerikanischer und landwirt- schaftL Buchführung. Bücherabschluss, Korrespondenz, Kontorarbeiten, Sprachen, Stenographie, Rechnen, Schreibmaschine, Schönschrift etc. Honorar mässig. Stellenbesorgung. Anmeldungen zum Unterricht werden täglich entgegen genommen. Bockpr’s Lehr-Institut 3490 u. kaufm. Bureau Giessen, Bahnhofstr. 391. 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Hotel Weil - Villa Charlotte, Priratpension Beg : J. Weil Ch. Koch empfehlen schön möblierte Zimmer, gute Küche, aufmerksame Bedienung, mässige Preise. Prospekte gratis. 8176 Mittwoch öcn 7. Mai, zum Simaielsahrtiilarkte: Großes Tanzvergnügen. W Wilhelm Jreher, zum Pfau, NensiM ST* Iran Marie Hammel geb. Pitz Mer von 56 Jahren nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. , Cs hat Krähen Geschm also bi meinen Wohlge einmal nicht ir bie Nt)ä Warum U.nb ij ^essenj Huhn" nieister Ate fd nnsgele liche i teurer i' N' [Meli i» > j Sie »di. ÄS röll^Hr Ä» s: ft. M Will heute nachnüttag 7 Uhr im 58. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bltte um stille Teilnahme anzeigen. Die trauernden Kinteröfieöeneu: Elisabeth Reuschling, geb. Fischer, WWW SE.IFE, ArdtisHergebllllg. Die Erneuerung des inneren Kalk- und Oelfarbanstrichs in der Pfarrkirche zu Eberstadt, soll auf dem Wege der Submission am 12. d. M., vorm. 10 Uhr, vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen können bei Großherzogl. Bürgermeisterei Eberstadt eingesehen werden, woselbst auch die Offerten portofrei abzu- MM volles Oelaemälde. 800 Met. Gardinen, 2 Dutz. wollene Hemden, 1 vollständiges Bett, 1 Break, 1 Roll- Versteigerung. Freitag den 9. Mai d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 2 schwere Zugpferde, 1 Bierwagen, eine Partie Buchen-Bohlen, 1 Kassaschrank, 1 Vertikow, 1 Schreibsekretär, 1 Nähmaschine, 1 Fahrrad, Sofas und Kommode, einen Regulator. 3368 Gießen, den 29. April 1902. _________Mulch, Pfandmeister. Peld-Schränke Nr. 'S Dem®11 werde" die 0,cl) Wch Kolanon lag der Univers. druckerei Makttc und Sch« Adresse W Ferniplk Seltersweg 20. j^s I’flO'fIF ^@1111© Seltersweg 20. 3858J (Einige Herren können noch an gutem bürgerlichem Prisat-Mittligstisch teilnehmen. Näh, in der Exped. Welcher Menschenfreund lecht einem jungen Fräulein 60 Mark gegen pünktliche Rückzahlung? Off. unt. 2. hauptpostl. Gießen. Prima Aepfelwein empf. Carl Reh, Neuenweg 30. Feinstem Tafelsenf sog. Wetzlarer per Glas 25 Pfg. 3494 empfehlen IngeserÜ Mayer Senffabrik. £)u dem am 6. und 7. Juli 1902 K zu Hafseuhauseu stattfinden- *V den Sängerfest soll amDiens- tag den 20. Mai d. I., vormittags 10 Uhr, in dem Vereinslokal, der MWMried vergeben werden. Angebote für Schießbuden und Karussels sind bis zum 20. Mai an den Vorstand des Vereins zu richten. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem rmS betroffenen schweren Verluste sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbllebenen: In Heuchelheim soll Montag den 5. Mai er., nachmittags 5 Uhr im Hofe des Faselhalters ein der Gemeinde gehöriger vollsteischiger Butten öffentlich meistbietend versteigert werden. Außerdem sucht die Gemeinde Heuchelheim einen schönen, fprungfähigen Bullen, Vogelsberger Rasse, zu kaufen und erbittet Angebote mit Preisangabe und Alter. Heuchelheim, 3. Mai 1902. Großh. Bürgermeisterei: _______Kreiling. 3484 Mobiliar- Versteigerung. Dienstag den ll.Maid.J., nachmittags 2 Uhr anfangend, werden in dem Bach'schen Hause, Plockstraße 1, 111 (Eingang Blockstraße), aus dem Nachlaß der Frau Dr. Scriba, geb. T a s ch o, nachoerzeichnete Mobilien gegen Barzahlung versteigert: 2 Sophas, 2 vollst. Betten, div. Bettzeug, Nacht- und Waschtische, runde und viereckige Tische, Polsterstühle, Zier- u. Gebrauchslampen, Sessel, Spiegel u. Bilder, 1 Büchergestell mit Schrerbeinrichtung, 1 Spieltisch, Schränke, Kommoden, Fahnen, div. Weißzeug, Porzellan und Glas, Haus- und Versteigerung. Dienstag den 6. Mai d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich, Neustadt 55, dahier, gegen Barzahlung: L 1 Bücherschrank, 1 Sopha, 1 Ausziehtisch von Eichenholz, 1 Schaukelsessel, 1 Regulator, 1 Toilettentisch m. Kommode, 2 Bilder, darunter ein wert- A«mkursverfabren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Rudolf Welkoborsky, Inhabers der Firma Apparatefabrik Gießen 9t Welkoborsky, ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf Freitag den 16. Mai 1902, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht Hierselbst durch in der ersten Gläubigerversammlung verkündeten Beschluß anbe- raumt und zugleich bestimmt worden, daß in diesem Termin auch die nachträglich angemeldeten Forderungen geprüft werden sollen. Vergleichsvorschlag und Erklärung des Gläubigerausschusses sind auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt 3468 Gießen, den 2. Mai 1902. Der Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Verdingung. Die bei der Feldbereinigung Daubringen aur Ausführung gelangenden Meliorationsarbeiten bestehend in: veranschlagt zu L Regulierung des Hain- Mk. baches......915,90 2. VerschleifungdesRaines rechts der Kreisstraße Gießen-Daubringen . 349,20 sollen Mittwoch den 7. d. Mts., vorm. 97« Uhr, auf Großh. BürgermeifterelDaubringen durch öffentliches Ausgebot vergeben werden. 3462 Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen eberrdaselbst zur Einsicht offen. Gießen, am L Mai 1902. Großh. Kulturinspektion: ______Wißmann. Heschäftsempfehl'ung. Unterzeichneter erlaubt sich, seine in der Wallthor- straße 67 errichtete Glaserei für alle in das Fach einschlagende Arbeiten bei billigster Preisberechnung einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum bestens zu empfehlen. Hochachtungsvollst Otto Brühl. Bestellungen werden auch Neuenweg 88 im Laden ent- greife DienStag den 6. Mai * mit einer Wagenladung Erbeureiser u. Bohnenstangen auf Oswalds Garten ein. Ais Leichenfrau hält sich bestens empfohlen [02062 Frau Schuchardt, Asterweg 7. Während zweier Monate befindet sich mein Geschäft Seltersweg 56 02058 Elke MM. Vom 1. Juli ab Seltersweg 2 im Sause M Sem Geisse. Karl Ramstock Uhrmacher und Optiker. Statt. Schlachthaus. Freibank Heute: 3382 KMeilltz 45 M. Heute und Montag: Gchlevfleilch 50 pfg. An clueu Käufer werden nicht mehr als 8 Pfund abgegeben. Saat-Mais WrnMor DOn Gold- u. Silber- ■dUllltl lack, Minorka und Langshahn verkauft 02042 L. Helmold, Steinstr. 31, Gießen. Büchsflinte, fast neu, Doppelflinte, beide gut im Schuß, billig zu verkaufen. 02036 Neustadt 78, H. Ein gutes 02059 Arbeits - Pferd mit zwei Federwagen zu verkaufen bei Heinrich Karpf, Dienstmann. 02063] Alieestraße 22 prima Gartenerde abzugeben.__________ £ a & M G B. 5K>n 3 a p