Nr. L8S ■ Hfletet täglich au bet Sonntag*. Dem (Siebener Anzeiger werben Im Wechsel mit dem Sefstscheil Landwirt die (Siebener Kamillen. NAtter viermal In der Woche beigelegt. RotatlonSbruck u. Verlag bet Brüh l'scheu Untvers.-Buch- u. Stein- bruderet (Pietsch Erden) HebafttovL ttrpebuuw und Druckerei: GchttlKecktz« 7. kdress, für Depeschent »uzetger Sieben. KernsprechanlcktußNr 51. Erstes Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 2. Dezember 1008 GietzenerAnzeiger *'■* General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezagspreiAt monallich75P1^ viertel* jährlich ML 2J2O; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePost Mk. 2.— viertel* jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie TageSnummer biS vormittags 10 Uhr. ZellenpreiS; lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Derantwortlicht für den oolil. n. aQgem. Zell: P. Alttko: für ,Stabt und ßanb* und .Gerichtssaal*: Curl Plato: für ben Anzeigenteil: Han» Beck. 5>ie Kroßherzoglichm Aomäneu. Das neue hessische Staats-Budget für das Etatsjahr 1903/04 giebt über die Domänen deS Großherzogl. Hauses nne genaue Uebersicht. Die Einnahmen und Ausgaben beriet ben sind darin nach der ,Darmst. Ztg." mit folgenden Beträgen verzeichnet: . lameraf- und Forst- Domänen 6 466 250.— Veinbau-Domänen 81 200.— Badeanstalt Bad Salzhausen 16 677.93 ^olz-Magazin zu Darmstadt 14 859.— Älapitalzinsen u. Sonst. 107 400.— Ausgabe Ueberschuß Zuschuß Mk. Mk. Mk. 4 822 370.83 648 879.17 — 97 600.— — 16 400.— 57 630.— — 40 952.07 9 884.— 4 975.— — — 107.400.— — Summe 5 686 386.93 4 987 484.83 698 902JO Wir heben cmS den Einnahmen der „Kamera!- und Horst-Domänen^ hervor (die in Klammern beigefügten Wahlen geben die betreffenden Beträge für Unter Verwaltung der Dberförftereien. Zn Zeitpacht verliehen — 11845 Hektar (12 123 Ha. I Unter eig. Verw. — 4092,7 Ha. (4193 Ha.) °ÄuS Bau-, Nutz- und Brennholz — Fällungs- etat — 387 000 Fm. Holz und Rinde: als Durchschnittserlös pro Fm. ist der Betrag von 9.50 Mk. vorgesehen (384 000 Fstm. zu 10.16 Mk.) iiluS Waldnebennutzungen Zagden Fischereien ständige Gefälle und nutzbare Rechte Beiträge der Gemeinden re. zu den Besoldungen des Forstpersonals Llus der Forststrasenerhebung Unter Verwaltung der Baubehörden: dlu§ Holz Gras verschiedene Einnahmen Die Ausgaben der „Kamera!- und 1902/03 an): Mk. Mk. 869 012 (802 654) 400 000 (890 000) 3 676 600 (3 901 440) 122 500 (122 500) 55 600 (49 300) 28 000 (28 000) 5 400 (5 400) 184 400 (184 400) 5 050 (7 200) 33 000 (35 000) 62 000 (58 000) 23 000 (21 000) Forst-Domänen" verteilen sich auf die einzelnen Rubriken wie folgt: Mk. Mk. Zivilliste ©einer Königlichen Hoheit des Grotzherzogs 1265 000 (1265 000) Beitraa aus der Staatskaffe an die Kabinettskaffe zur Bestrertung der OrdenS- koüen 5142 (5142) Sofbauroefen 85150 (79 850) Tomanialbauwesen 207 841 (178 910) Dosten der Erhebung, Beitreibung und Verrechnung der Tomanialgesälle 81 350 (81 350) Lokalverwaltungskosten: Oberförster, Forstassistenten zc 594 991 (586 491) Kameral-Tomänen unter Verwaltung der Dberförftereien 131985 (127 665) Kameral-Domanen unter Verwaltung der Baubehörden 75100 (74100) Forst-Domänen, und zwar Forstschuff 262 465 (258 585) Holzhauerlohn 832 050 (825 600) Erntekosten der Nebennutzungen 12 470 (12 470) Kulttirkosten 400 000 (400 000) Wegbaukosten 270 000 (270 000) Andere Venvaltungskosten 45 482 (45 470) Drundlasten 302 814 (300 860) 88ettrage zu den direkten Steuern (Be- sitztmgen in Bayern) 10 (10) Beiträge zu den Kreis-, Gemeinde- und Gemarkungslasten 224 000 (224 000) Mk. Mk. BrandverstcherungSbeiträge 19 770 (16 800) Ausfälle, Abgänge und Nachläße 5 000 (5 000) Sterbeguartale an Hinterbliebene vonDoma- nialbeamten 1800 (2 000) Bei den , Weinbau-Domänen * ist eine Einnahme aus verkauften Produkten von 80000 Mk. vorgesehen — wie in 1902/03. Hierzu ist erläutert: Zur Zeit lagern die folgenden Weine: auS 1900: Bodenheimer rund 23 Halbstück Oppenheimer „ 29 „ auS 1901: Bodenheimer „ 25 „ Nackenheimer „ 36 „ Oppenheimer „ 24 „ aus 1902 sind zu erwarten: Bodenheimer rund 24 Halbstück Nackenheimer „ 30 „ Oppenheimer „ 24 „ Bingener „ 30 „ Wie für 1902/03 vorgesehen, so werden von diesen Weinen auch für 1903/04 nur solche aus den zuerst angekauften Gütern in Bodenheim, Nackenheim und Oppenheim zum Verkaufe gelangen. Weine aus den Weinbergen in Bingen (mit Büdesheim und Kempten) und der Bergstraße können noch nicht zur Veräußerung kommen. Aus den zur Versteigerung vorgesehenen Weinen darf der obige Erlös erwartet werden. Die Ausgaben sind zu 97 600 Mk. veranschlagt, das sind 32100 Mk. mehr als für 1902/03 vorgesehen; diese Erhöhung ist, wie in den Erläuterungen angegeben, darin begründet, daß infolge Neuerwerbung eines Weingutes in Bingen (mit Büdesheim und Kempten), sowie infolge von Abrundungsankäufen in Oppenheim, Nackenheim und Bensheim insbesondere die Betriebskosten und die Kosten der Unterhaltung und Ergänzung des Inventars erhöht werden mußten. 8. Sitzung Großh. Handelskammer Gießen, für die Kreife Gießen, Alsfeld und Lauterbach Protokoll-Auszug. Gießen, 28. November 1902. Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Hooö, Jhring, Katz, Moll, Nowack, Rinn, Röhr, Schirmer, Schmall, Sternecke, Wallach, Zurbuch, sowie der Syndikus Tr. Knipper. Entschuldigt fehlen die Herren Dürbeck und Ramspeck. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mit- zuteilen: a. Tie Kammer hatte mehrfach geäußerten Wünschen entsprechend, die Späterlegung des Zuges 501 Büdingen- Gießen bei der Eisenbahn-Verwaltung in Anregung gebracht. Tem Ersuchen konnte aber mit Rücksicht auf die Anschlüsse in Hungen und Gießen nicht stattgegeben werden. — Ferner wurde die Einrichtung der Stückgutbeförderung auf dem Haltepunkte Taubrrngen abgelehnt, da hierfür kein dringendes Bedürfnis, das die Kosten rechtfertigen könne, bestehe. b. Tem Deutschen Handelstag ist auf eine Rundfrage mitgeteilt worden, daß es im Interesse des kaufenden Publikums, sowie der deutschen Fabrikanten dringend erwünscht ist, daß im Einzelverkehr Thee, Fleischextrakt, Obst- und Fleischkonserven, Seife, Vaseline und einige ähnliche Waren nur in Packungen nach deutschem Gewicht verkauft werden dürfen. c. Rach Umfrage bei den Interessenten wurde der Großh. Polizeiverwaltung in Gießen mitgeteilt, daß e§ zweckmäßig erscheine, die Ausnahmetage für die längere Offenhaltung der Läden im Jahre 1903 in derselben Weise beizubehalten, wie im laufenden Jahre. d. Tem derrtschen Handelstag wurde eine Anzahl von Wünschen in Bezug auf die neu abzuschließenden Handelsverträge übermittelt. e. Ter gleichen Stelle wurde ein ausführliches Gutachten über die Schädigungen erstattet, welche die Arbeiter und die Unternehmer der Cigarren- und Tabakindustrie sowie der Textilindustrie unseres Bezirks durch die beabsichtigte Verkürzung der Arbeitszeit für Arbeiterinnen über 16 Jahre und die Verlängerung der Mittagspausen von 1 auf li/z Stunden erleiden würden. In demselben Sinne ist die Kammer bei dem Herrn Reichskanzler und dem Großh. Ministerium des Innern vorstellig geworden. 2. Handelskammerwahlen. Die Wahlen finden statt: a. für Gießen-Stadt: Freitag den 5. Dezember, nachm. von 2—6 Uhr im Bureau der Handelskammer; b. für Gießen-Land: Montag den 8. Tezember, vvrm. von 11—12 Uhr im Bureau der Handelskammer: c. für Lich-Hunaen: Donnerstag den 4. Dezember, nachm. von 2—3 Uhr auf dem Bureau der Gvoßh. Bürgermeisterei Lich; d. für Grünberg: Freitag den 6. Dezember, nachm. von 2—3 Uhr, auf dem Bureau der Grvßh. Bürgermeisterei Grünberg; e. für Alsfeld: Freitag den 5. Dezember, vorm. von 9—12 Uhr auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Alsfeld. f. für Lauterbach: Donnerstag den 4. Dezember, nachm. von 3—6 Uhr auf dem Bureau der Grvßh. Bürgermeisterei. Lauterbach. Es fungieren: a. für Gießen-Stadt als Wahlkommissär: Herr Kommerzienrat F. C. B. Koch, als Urknndspersvnen die Herren/ Adolf Klingspor und Wilhelm Tribus von Meßen; b. für Gießen-Land als Wahlkommissär Herr Kommerzienrat Heichelheim, alS Urkundspersonen die Herren Bürgermeister Lerm-Großen-Linden und Bürgermeister Nies- Lollar; c. für Lich-Hungen als Wahlkommissär Herr L. Mvll- Grünberg, als Urkundspersonen die Herren C. ChambrS und C. Heller von Lich; d. für Grünberg als Wahlkommissär Herr H. Jhring- Lich', als Urkundspersonen die Herren O. Robert und H. Schmidt I. von Grünberg; e. für Alsfeld als Wahlkommissär Herr C. Hvos-Lcmter- bach, als Urkundspersonen die Herren O. Emmel und W. Bogeley jun. von Alsfeld; f. für Lauterbach als Wahlkommissär Herr C. Grünewald II.-Alsfeld und als Urkundspersonen die Herren H. C. Finger und E. Weber von Lauterbach 3. Ofse nhaltung der Schaufen st er anSvnn- und Festtagen. Tie Handelskammer beschloß im EJnteresse der Laden- besitzer, des kaufenden Publikums, sowie auch rm Interesse der Städte, welche durch die Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen ein freundlicheres und Weihnachts -Litteratur. Im Verlag von Eugen Diederichs in Leipzig erschienen John Ruskins Gesammelte Werke. Ruskin (1819 Ei§ 19001 hat die Umwälzung der künstlerischen und sozialen Kultur Englands in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr- Mnderts wesentlich mit bestimmt und herbeigeführt. Bon [litnen jetzt in deutscher Ausgabe herauskommenden Werken ermähnen wir heute zunächst Band 4: Borträge über Kunst. Sie wurden an der Universität Oxford gehalten. Cm das berühmte Wort: „Ein Leben ohne Arbeit ist sünd- föift, aber Arbeit ohne Kunst ist brutal" kristallisieren sich fitine Ausführungen über die Beziehungen von Kunst zur Moral, zur Religion und zu den Lebensformen der Kultur- voilker. Band 11 und 12 behandeln Moderne Maler. Sie enthalten eine Aesthetik des Impressionismus, jugend- sbark und lebendig für die Klärung der Anschauungen der Gegenwart. Edwin Bormann: Es lebe der Humor! Neue Dichtungen in Hochdeutsch und Sächsisch. Preis geb. 2 Mk. Sdwin Bormanns Selbstverlag in Leipzig. Das Buch ent- Wt eine Fülle heiterer Balladen, Schwänke, Lieder, Schelmereien luud Sprüche. Ein Kapitel ist dem „Ehe-Baradies" «-widmet. Eine Anzahl kurzer Gedichte schildert „Was de Lide zu Max Klingevsch Beethoven sagen". Einige der drastischen sächsischen Balladen wurden zuerst durch die Münchener „Fliegenden Blätter" bekannt: „Ter TSsbot", -Schnuppduch Nummer Nein", „Ter Dembel", „'s Dokdvr- Laradies". Aus den hochdeutschen Tichtungen nennen wir: .Das Amselnest", „Ter Mandarinen-Dokdor", „Die Sabr- trrrinnen", „Im Zarathustra-Klub". Heinrich Bierordi: Vaterlandsgesange. Kveite vermehrte Auflage. Verlag von Winters Univerfi- tatsbuchhandlung in Heidelberg. Ter Inhalt, die Form u ib die Sprache der Gedichte bestimmen das Werk zu einem h,(liebten Geschenk für Weihnachten. Olga Wohlbrück, die beliebte Dichterin, auch vom Dberbrettf Wolzogens her wohl bekannt, hat einen neuen ‘Bunan geschrieben, der „3buna, eine Sehnsu chts- geschichte" heißt und bei Hermann Seemann Nachfolger erschienen ist (Preis 3 Mk.). Ein feines Buch ist es, ein außerordentlich geschickt und sicher komponiertes Buch, aus dem eine weiche, wehmütige Stimmung herausweht, tief und schwer wie aus einem armen hin- und herschwankenden Frauendasein. Wer die Sehnsucht kennt, der wird dies Buch mit Wehmut lesen, wer sie aber nicht kennt, der wird sie aus diesem schönen Buch kennen lernen. Tiermärchen. Ausgewählt vom Hamburger Jugend- schriften-Ausschuß. Leipzig, Ernst Wuni^rlich. 132 Seiten. 22 Märchen. Gut kart. 60 Pfg. Aus der großen Zahl der unbekannten Volkstiermärchen ist hier als ein Pendant zu den vorjährigen Tiergeschichten eine Reihe der schiönsten ausgewählt worden. In der Auswahl tritt uns eine große Zahl Tiere entgegen, die zum Teil Lieblinge der Menschen, wie Katze, Pferd und Scorch> zum Teil aber aucb verabscheut sind, wie Kröte und Schlange, und es ist ein. schöner Zug, daß gerade diese mißachteten Geschöpfe eine bedeutsame Stellung int Märchen einnehmen. Kein Tier ist zu gering; neben dem Löwen und dem Bären hilft die Maus, ja selbst die Ameise. Tann sind Märchen vorhanden, in denen die Tiere helfend und wohl auch strafend in das menschliche Leben eingreifen. Das Motiv der dankbaren Tiere kehrt in unendlichen Variationen immer wieder; sie helfen entweder selbst oder begaben ihren Retter mit ihren Eigenschaften. Tie Neigung zum Phantastischen hat aber auch durch Steigerung, Uebertreibung und Häufung Wesen geschaffen, dte vom realen Sein lvsgelöst ganz in das Reich des Wunderbaren gehören, wie die Trachen und der Schlangenkönig. End 'ch sind die Tiere verwandelte Menschen, die zufolge eines Zauberspruches in diese fremde Gestalt verwünscht sind. Tie Erlösung von diesem Bann, die entweder von starken oder einfältigen Königssöhnen und Burschen ober von treuen, unschuldigen Jungfrauen vollbracht wird, bildet den Inhalt vieler Märchen. Sie zeigen am wenigsten den Charakter der Tiermärchen, aber auch sie legen Zeugnis ab von dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier und können daher nicht umgangen werden. Die Anordnung ist zwanglos, doch sind die schwereren Märchen ans Ende gestellt worden. Möge das sehr gut auS- gestattete und erstaunlich billige Buch sich viele Freunde erwerben. Ein elegantes, kleinesGeschenkfÜrDamen ist der auch in diesem Jahre wieder erschienene Haube & Spenersche Tamen-Almanach (37. Jahrg. für 1903.) Tas geschmackvoll mit Goldschnitt, Elfenbeinpapier, künstlerischem Titelbild, doppelfarbigem Truck, Bleistift und Visitenkartentasche ausgestattete Büchlein vereinigt ht ssich Taschenkalender, Notiz- und Tagebuch in zierlicher Form Tie von Jahr zu Jahr zunehmende Beliebtheit des Almanachs beweist schon hinreichend, daß nicht nur sein Aeußeres, sondern auch der Inhalt den Beifall der DamenweÜ gefunden hat. Ter Almanach enthält ein Kalendarium mit einem Verzeichnisse der protestantischen, katholischen und jüdischen Feiertage, ein Tagebuch für alle Tage des Jahres mit Wochensprüchen, das Raum für allerlei Eintragungen bietet, eine Familien-Gedenktafel, einen Geburtstag- undt Namenstag-Kalender, einen Privat-Adreßkalender, Steffen» Uebersichten für zwölf Monate und eine Genealogie aller europäischen Regentenhäuser. Eine Erzählung erhöht den Reiz des Büchleins, das auch wegen seiner Billigkeit (Preis' 2 Mark) bei jeder Gelegenheit als passendes Geschenk empfohlen werden kann. Tie Karl Dietrich sche Buchhandlung in Ha m m L W. sandte uns das bei ihr erschienene neue Weihnachts-Album von Joh. Diehl (1.50) zur Besprechung, das gewiß überall durch seine praktische Einrichtung großen Beifall finden wird, und wir glauben, daß wir manchem Leser durch Hinweis auf dieses treffliche Album einen Tienst erweisen. Zum mindesten helfen wir wohl damit unseren Freunden aus einer Weihnachtsverlegenheit. Tenn in diesem Hefte stehen 15 Weihnachtslieder mit Text, und zwar jedes in drei Lesarten: einmal im Violinschlüssel, dann im Violin- und Baßschlüssel, endlich zu vier Händen. Tabei spielt «d^as Schwesterchen immer hübsch oben, oder wie man in der Musik sagt primo. Tie Lieder st «alle so leicht, daß man sie ktesch und leicht lernt. ein Menschenleben kostete. Ein kranker Kurgast übernachtete am Morgen mit dem HotelomnibuS zum Bahnhof, um abends Hoteliers, den er bei sich trug, sein Hinweis auf seinen kranken Reg« Höchste Temperatur am L—2. Dezember Niedrigste , , 1.—2. , Für die polit. Skbatt verantwvNliA F. wurde. Abends langte er aufgeregt und in einem bedauernswerten Zustand in Davos-Dorf an. Zwei Tage darauf ift er gestorben. Er hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder. 1 1 1. 2. 2. 2,6*0. 1,0*0. 2” 9" 7” Basalt- Zustand, daS Anerbieten einer Kaution von 700 Francs, die wieder in cr besaß, alles half nichts, er wurde als Dieb behandelt und vorzüglich nQd) Basel zurücktransporjiert. Hier langte er abends erschöpft an und wurde eingesperrt. Seine Bitte, einen Arzt zu holen. Bekannt- cr ^hr krank sei, wurde mit der Bemerkung abgeschlagen, der Nähe er befinde sich in keinem Spital, sondern im Gefängnis. Am Morgen des nächsten TageS hatte sich beim Verhör seine Unschuld sofort herausgestellt, worauf er einfach entlasten erwies sich als berechtigt, denn die Drcrut hatte ihre Gründe, warum sie die Augen nicht aufschlug und den Mund nicht aufthat. Sie war nicht von Fleisch und Blut, sondern bon — Zink und beherbergte in ihrem Innern wahrscheinlich Alkohol. Wir sagen wahrscheinlich, denn den Zollbeamten gelang es nicht, dies festzustellen. Kaum hatte der eine von ihnen fr er Braut den Schleier herab gerissen, so hieb die ganze Hochzeitsgesellschaft aus ihn ein, sodaß er von dem Wagen abspringen mußte, und der Kutscher hieb seiner, seits auf die Pferde ein, sodaß sie im sausenden Galopp davonrasten. So gelangten die Schmuggler glücklich über die Grenze. wurde, tft bei einer stattgehabten engeren Konkurrenz zu einem Stadtbad für Aschersleben für den von ihnen eingereichten Entwurf der erste Preis zuteil geworden, und nach- dem die Ausführung des geplanten Bade-EtablisiementS nun* mehr auch beschloßen wurde, ist ihnen auch die Bauleitung übertragen worden. ** Lollar, 1. Dez. Die BuderuS'sche Villa, welche s. Z. von Herrn G. Nauheimer erworben wurde und in welcher seither eine feinere Weinwirtschaft betrieben wurde, ist durch Kauf an den Restaurateur Funke von Braunfels für 65 000 Mk. übergegangen, welcher daS Anwesen Anfang Januar übernimmt. • Ein polizeilicher Mißgriff in der Schweiz. Der ,Davoser Anz." erzählt von einer Verhaftung, die völlig unnötig war und nur auS Versehen geschah — dabei aber Mark verkauft; ebenso kaufte die Firma noch 2 Morgen Gelände um die Quelle herum an, per Morgen zu 1000 Mk. Unserer Gemeinde kommt dieser Erlös wohl zu statten, da sie schon enorme Summen für Bohrungen und Aufräumungsarbeiten der Quelle ausgeworfen hatte. Gegenwättig läßt die Firma Bohrungen nach Kohlensäure anstellen. Heber der Quelle ist ein hoher Bohrtum errichtet, die Bohrmaschine wird durch eine Lokomobile in Bewegung gesetzt. Jetzt ist man bis zu einer Tiefe von 18 Meter gedrungen und auf eine Kalkschicht gestoßen. — Die Erdarbeiten an dem Wasserleitungsprojekt Ortenberg und Umgegend sind so ziemlich beendigt. In unserer Gemeinde will man mit der Anlage der HauSleitungen bis zum Frühjahr roarten. Alsfeld, 30. Nov. Ein recht erfreuliches Zeugnis wird den Leistungen der hiesigen Gewerbeschule in einem Leitartikel der in Leipzig erscheinenden Zeitschrift für gewerblichen Unterricht, betitelt .Die Ausstellang der gewerblichen Lehranstalten des Großherzogtums Hessen in Darmstadt*, -uteil. Ter betr. Abschnitt beschäftigt sich zunächst mit der Büdinger Gewerbeschule, welcher er klare und anschauliche Darstellungsweise im Fachzeichnen nachrühmt, und fähtt dann fort: Das Gleiche läßt sich von der unter eifriger und tüchtiger Leitung stehenden Alsfelder Gewerbeschule sagen. Die farbige Wiedergabe von Vorlagen und Modellen machte sehr guten Eindruck, Im Freihandzeichnen und Fachzeichnen hatte diese Schule eine größere Vielseitigkeit aufzuweisen als die meisten der übrigen gleichartigen Anstalten. BaukonstruktionS- zeichnungen leiteten in geeigneter Weise zum Entwerfen über. Die Entwürfe von kleinen Baulichkeiten waren in einfachem, gutem Geschmack und in maßvoller Formensprache zur Dar- fteCung gebracht. Alles beutete auf verständige, fachgemäße Anleitung". Mainz, 1. Dez. Die Ein br eche rbande, welche vor einigen Wochen Frankfurt und Offenbach unsicher machte, scheint sich jetzt Mainz zum Felde ihrer Thatigkeit erkoren zu haben. Wie gemeldet wird, sind m der letzten Nacht in Mainz und Umgebung eine große Zahl von Einbrüchen verübt worden. U. A. wurde in der Gausttaße dem Uhrmacher Belzner ein Schaukasten erbrochen und Schmucksachen im Wert« von 800 Mk. entwendet. Aus einer Wohnung am Kaiser WilhelmSring wurden 100 Mk. in Baar und aus einem Geschäft in der Oberstraße ebenfalls eine Geldsumme und wcttvolle Schmucksachen gestohlen. ^. Frankfurt, 1. Dez. Bei den heute vorgcnommenen 13 Stichwahlen zur Stadtverordneten-Versamm- lung wurden neun Demokratisch-Freisinnige, drei National- liberale und ein Anhänger der Ccntrumspartci gewählt. Die Demokraten gewannen einen Sitz, den die Handwerkerpattei verlor. -d- Wippenbach b. Ortenberg, 30. Nov. lich wurde die der hiesigen Gemeinde gehörte in des Klosterwaldes liegende Salzquelle vor einiger Zeit an eine Aktiengesellschaft in Kassel für die Summe von 6000 Meteorolostisttie Beobachtungen der Station Gießen. Kunst und Wissenschaft. — Im Gießener Kunstverein wurde da« Gemälde von Michael Rüdisühli-Basel „Elchen am See" von einem diesig« Privatmann angekanst. — Im Petersburger Schabelskaja-Theater, in dem iety txn deutsche Schauspielensemble des auch in Gießen wohlbekannten 6. W. Büller gaftirt, trat unmittelbar vorher Madame E d a r- lotte Wiehe auf. Den lebhaftesten Beifall erntete sie nn Mimodrama „Colombine". Als Verfasser dieses Wecke« nennen die Petersburger Blätter seltsamer Weift — Schnitzler ES ist eine Schöpfung von Ettch Korn. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Dezember 1902. - Ehrender Auftrag. Den Erbauern des Gießener VolkSbades, den Architekten Stein u. Mener Hierselbst, nach deren Plänen auch das Sophienbad zu Eisenach auSgesuhtt §§ Ortenberg, 1. Dez. Ein rentabler steinbruch in der Nähe unseres Städtchens ist Bettteb gesetzt worden. Das Matettal eignet sich zu Pflastersteinen. Jeher nasse Flechten ?$Mbun$f?abnarU Tr. v. 9t: Ihre „Obermcyer's Herba-Seife" hat bet einem langandauetnv- den Ekzem, gegen welches die vettchiedensten Mittel angewandt wurden, in kurzer Zeit den gewünschten Erfolg gebracht. Z. d.'n Apotheken, Drogetten u. Fabrikant I. Gioth, Hanau 17. Best.: 90 /, Seife, 3% Arnica, 2% Salbei, 1,5% Wasserb«herkrt., 3,5% Harnkrt. 5718 Schotten, 1. Dez. Bei Krupp hat sich, wie wir dem »Schott. Kr.-Bl." entnehmen, auch mancher Vogelsberger ein Heim gegründet. „Aus einem Bttefe eines bei Krupp , ______ beschäftigten Arbeiters aus unserer Gegend lassen wir einige auf der Reise nach Davos in Basel in einem Hotel und fuhr Stellen folgen, die Zeugnis ablegen, m welchem Maße der ?m Morgen mit dem Hotelomnibus zum Bahnhof, um abends Verblichene von seinen Arbeitern geliebt und geehtt wurde: *n Davos-Dorf einzutreffen, wo seine Ankunft in einem Hotel Herr Krupp war eine edle Seele, sein Herz war teilnahms- aoisitt war. Gleichzeitig übernachtete in demselben Hotel in voll gegen Jeden, den er kannte, und wußte, wo e§ fehlte. ein Herr, der am gleichen Morgen nach Biel reifen Alle seine Wohlfahrtseinrichtungen, die ich hier nicht alle an- wollte. Dieser Herr gab dem Hotelier den Austtag, seine führen kann, sind die Beweise seiner Herzensgüte. Wie man- 3roei Koffer nach dem Bahnhofe zu befördern, er selbst werde cher rechtdenkende Mann, der in unserem deutschen Vater- nachkommen. Diese zwei Koffer hatte man dem gleichen lande keine Erdscholle sein eigen nennen konnte, fand hier DmnibuS anvertraut, m dem der Kranke saß. In der sein Brot und wohnt wie in seinem eigenen Hause. An die Meinung, die zwei Koffer gehötten dem miffahrenden Herrn, Verläumdungen in dem „Vorwärts" glaubt kein Mensch, da- fte der Pottier in den Eisenbahnwagen tragen, in welchem für kannten wir unseren Herrn Krupp zu gut, es war nur bcr Kurgast einftieg. Mit sich selbst genug beschäftigt, eine elende Verleumdung, welche sich für die nächstjährigen a$tcte der kranke Mann nicht besondeS auf diesen Vorgang Wahlen nur geltend machen sollten. DaS rote Gespenst hat und war auch der Meinung, der Eigentümer sei vielleicht hier einen unblutigen Mord begangen, welcher niemals ge- letzten Augenblicke in einen anderen Wagen ein» sühnt werden kann. Herr Krupp stand bei Kaiser und König ^ftiegen. Nun kommt aber eine überaus traurige Seite in Ehren, m allen Erdteilen war sein Name mit Hochachtung dieser bis hierher ziemlich harmlosen Geschichte. Während bekannt, von seinen Arbeitern und Beamten war er geachtet be5 kurzen Aufenthalts in Zürich ging der Reisende und geehtt und diese bittere Pille konnte der schon ohnehin BahnhofSrestaurant, um sich zu erfrischen. Hier wurde leidende Mann nicht über fein Herz bringen, weil es edel cc plötzlich verhaftet mit dem Bemerken, von Basel hätte man und gut war; darum bitte ich Gott, daß ihm die Erde leicht telegraphisch gemeldet, er habe die zwei Koffer gestohlen, sein möge. Dieses Jahr hat er noch jedem Angehörigen über Seine Beteuerungen, er sei unschuldig, halsen ihm nichts, die Waren, die in seinen Konsums geholt worden waren, Seine Ausweispapiere als Hamburger, ein Brief des Davoser einen 8 0 0 igen Rabatt gewahrt." 1 'fiepen Beo Himmel Wer sich einen wirklich dauerhaften Schirm wünicht, lasse sich denselben genau nach Wunsch und Auswahl des Materials bauen. Kein Schirm-Snstem, welches bei mir nicht repariert werden konnte. Stets sofortige und billigste Bedienung. 8284 Schirmfabrik M Levi. a. Deut sch er.Handelstag. Bericht über die Sitzungen der Kommissionen betr. Kleinhandel und betr. Sozialpolitik; Tagesordnung der am 5. und 6. Dezember stattfindenden Ausschußfitzung. b. Eingabe des Verbandes der deutschen Berufsgenossenschaften an den Herrn Reichskanzler betr. Gesuch um Aufhebung der die weitere Ansammlung von Reservefonds vorschreibenden Bestimmung des § 34 des Gewerbeunfallversicherungsgesetzes. c. Eingabe der HandelskammerFrankfurt a.M. Mf fr en Reichstag, betr. Entwurf eines Zolltarifgesetzes. id. kAntrag der Handels kämm er Bielefeld bei dem Bezirks-Eisenbahnrat Hannover-Münster, betr. Reform der Personentarife. e. Eingabe der Vereinigung vcm Handelskammern des niederrheinisch-westfälischen Jnbustttebezirks betr. Herbeiführung eines Poftübereinkommens zwischen Holland und dem deutschen Reiche und betr. Ermäßigung der Gebühren im Fernsprechverkehr zwischen deutschen und holländischen Orten. f. Mitteilungen über zweifelhafte Firmen in Großbritannien und Aegypten; HanbelÄeziehungen zu Mexiko; wirtschaftliche Verhältnisse der Kapkolonie. Tie Eingänge können während der Geschäftsstunden im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. — Die Tagesordnung der Sitzung war mit Rücksicht auf bie Einladung des Herrn Georg Dichter zur Besichtigung seiner Brauerei und seines landwirtschaftlichen Betriebes auf das Notwendigste beschränkt tvvrden. Im Anschluß an die Sitzung erfolgte bie Besichtigung dieser Betriebe unter der Führung des Herrn Dichter und seines Braumeisters, des Herrn Beichele. Tie maschinellen Anlagen, die nach dem Urteil sachkundiger Mitglieder der Kammer sämtlich von neuester Kon- struktton sind, wurden in eingehender und lehrreicher Weise nach ihrer Einzelbefttmnning und ihrem Zusammenwirken erklärt. Es war für jeden Teilnehmer sehr interessant, durch die Beobachtung der chemischen und technischen Vorgänge ein klares Bild von der Verarbeitung der Gerste und des Hopfens zu dem fertigen Produkt zu erhalten. Von gleich großem Interesse war die Besichttgung des landwirtschaftlichen Betriebes. Zunächst sei die Hauptprodukttonsstätte, die Schweizerei, erwähnt. Hier sah man nur Milchkühe bester Rassen in hellen und gut ventilierten Ställen; peinliche Sauberkett herrschte überall. Die Errungenschaften der modernen Technik sind in allen Abteilungen zur Anwendung gekommen, und es gelang so, die Arbeit Vieler durch Vorrichtungen zu ersetzen, welche durch Tamvf und Elektrizität betrieben in kürzester Zeit dieselbe Arbeit leisten. So werden die zerkleinerten Futtermittel durch Paternosterwerk und Transmissionen zu den langgestreckten Krippen der Tiere befördert. — Von hervorragendem allgemeinen Werte für die Landwirtschaft erscheint eine in der Einttchtung befindliche Törranlage, wie ähn- liche in größerem Maßstabe bisher nur in den Zuckerfabriken zum Törren der Rübenschnitzel bestanden. Die Dorranlage soll dazu dienen, den Futterwert von Hackfrüchten, der in fttschem Zustande bald zum großen Teile verloren geht, auf lange Zeit zu erhalten. Eine hebelartig toimnbe Maschine zerkleinert "bie Futtermittel in feine Schnitzel, bie auf einer großen Anzahl von in Zwischenräumen über- einanberliegenden feinmaschigen Drahtnetzen ausgebreitet werben. In einem stark erhitzten Raume werben dann die Schnisiel bis zum völligen Eintrocknen in ständig notierender Bewegung erhalten. Tie Tagesleistung der Anlage soll sich je nach der Fruchtart bis auf 400 Zentner erstrecken. Der Zentner in nassem Zustande soll bei bet Trocknung ctma 20 Pfg. Kosten verursachen und etwa 16—22 Prozent Konserven als eigentlichen Futterwett ergeben. Nach Beendigung des hochinteressanten Umganges er- tuartete bie Teilnehmer im Hause bes Herrn Bichler ein von besten Frau in liebenswürdiger Wttse gebotenes Abend- bvot, wobei Gclegenhttt gegeben war, neben anderen Ge- nüijen den vorzüglichen Stoff zu bewundern, besten Herstellung sich in der besichtigten Anlage vollzieht. Ter Vorsitzende der Kammer dankte zum Schlüsse in anerkennenden Wotten Herrn Bichler für den geftattrtrn Einblick in «einen Bettteb und feiner Frau für die freundliche Bewittung, und Herr Bichler gab in einer längeren Emudenlng feiner Freude Ausdruck, daß sein Bettteb solche Anerkennung von Seiten der Vettrtter von .«öandel und Jndusttte gefunden habe. Vermischtes. ♦ Die Braut aus Zink. Aus AveSnes wird ein lustiger Grenzvorfall gemeldet. Passiert dort eine Hochzeitsgesellschaft die Zollstatton. In dem großen Wagen, in dem sie sich befand, saß der Bräutigam auf dem Vordersitz und sprach leise mit der Neuvermählten, ohne sich weiter um bie ziemlich lauten Hvchzeitsgäst: hinter ihm unb auch um die Zollbeamten zu bekümmern, bie mit ber üblichen Frage nach verzollbaren Gegenständen an ben Wagen herantraten unb in Anbetracht ber Umstände keine allzu ernstliche Disitatton desselben vornehmen zn wollen schienen. Toch dem einen der Beamten war aufgefall"n, daß die junge Frau, deren niedergeschlagene Augen der lange, weiße Brautschleier verbarg, den Worten ihres Gatten in etwas unnatürlicher Weise, nämlich mit merkwürdiger Regungslosigkeit lauschte. Daher richtete er eine Fra e an sie, erhielt aber keine Antwort. Nun sprang er auf das Trittbrett unb riß unter dem Geschrei ber Hochzeitsgesellschaft der Braut den Schleier vorn Leibe. Diese- buUale Vorgehen Sip fn^g^nfgidenJ.miist^nSie in VYahTjSrS^iscrtvorsichrigsein . - <3 HL Magen - birter„$anHsr die Wirkung ist eine ■ ■ganz überraschende ..Grosse pasdhe M.2,50.PwbeHasche1.00.Überallerha!HichM'£ anziehenderes Bild erhalten, bei der Großh. Regierung die Aufhebung des Art. 227 des Pvlizeistrafgssetzes, welcher das Auslegen von Waren an Sonn- und Festtagen verbietet, zu beantragen. 4. Bericht über bie letzte Sitzung des Bezirks-Eisenbahnrats zu Frankfurt a. M. a. In den BezirlA-Eisenbahnvat Frankfutt a. M. sind seit dem Uebergang der Main-Neckarbahn auf die Preußisch- Hestische EisenbahngeTTreirrschast auch Vettreter der Handelskammer in Mannheim und Heidelberg eingetreten. b. Ter Antrag, den um 7.57 vormittags in Alsfeld von Gießen ankommenden Güterzug mit Personenverkehr, als Personenzug von Alsfeld bis Lauterbach wetterlaufen zu lassen, kam nicht zur Beratung, da die Weiterführung für den Sommerfahrplan bereits beschlossen ist. c. Bei der Großh. Handelskammer waren verschiedene Beschwerden wegen der im T-Zug-Derkehr für die Strecke Gießen-Worms (149.2 Km.) erhobenen doppelten Platz- kattengebühr eingelmifen. Auf eine Eingabe der Kammer hatte die Eisenbahndirektton Mainz mitgtteilt, daß ber Gebührenrechnung grundsätzlich die T a r i f entfernung zu Grunde gelegt werde und diese für Gießen-Worms wegen des dattn enthattenen Brücken Zuschlags von 8.8 firn. 158 Km. betrage. Von dem Vorsitzenden der Kammer wurde als Mitglied des Bezirks-Eisenbahnrats in der letzten Sitzung diese Angelegenheit nochmals zur Sprache gebracht und die Beseitigung dieser veralteten Maßregel angeregt. Er vertrat die Ansicht, t>a(g der Berechnung ber Platzkatten- gebühren bie wir kliche Entfernung zu Grunbe gelegt werben müffe, zumal auch bie Fahrpreise Gießen-Mainz unb Gießen-Worms auf Grunb der wirklichen Entfernung berechnet würden. Nachdem auch die Vertteter der Handelskammer Mainz und Worms in gleichem Sinne sich ausgesprochen hatten, erklärte der Präsident der Direktion Mainz, seine Bereitwilligkeit, die Beseitigung der doppelten Platz- matten gebühr in die Wege zu leiten. 5. Eingänge. „Kerr Zlektor, meine Klasse ift leer!" so klagt der Herr Lehrer. .Die SchülL-rinnen sind fast alle krank und die Entschuldigungszettels lauten fast aue gleich: Anna hustet; Elsa ift heiser: Miarrha bat em« Eatarrh — und so fort durch die gtliuze Reide. Ter Rektor schüttelt den Roof, „öni V «'.nacht er; kommt davon, wenn die Kinder bet '.dem nakvauen Wetter schwatzend und mit offenem .stunde m v'e Schule laufen. Enrpfehlen Sie doch dftn Eltern, ne sollten den Kleinen eine Schachtel von F'tzy'S Sodener Mineral Pastillen kaufen unk^ ihnen uet. ein paar mit aus den Weg geben. Die.werden wte Bonbons gettltscht, haben eine sehr gunits ge auf den Magen und dann halten die Kindeo den Muno geschlossen; vor allem aber bekämpfen die Pastillen leben und jeden Eatarrh gründlich und damit! wird auch ernsten Krankheiten vorgebeugt. Die Cchaahtel kon« nur 85 Pfg. \ 6X24 Dezember . y. -uuiumeier auf 0° reduziert Temoeratur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 1 <3 — 3 0 c 3 - 9 Windstärke Wetter 740,7 4- 2,5 6,2 94 8. 740,3 + 1,8 5,1 96 N. 735,1 + 3,5 M 98 8. MAGGI'* k 16 und 12 P7g (für je 2 Einzelportionen) ftnb vollständig eingedickte natürliche Fleischbrühe in bisher unerreichter Qualität. 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