Gchulstratze 7. Sldresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Qnwers.-Buch° u.©tem- druckerei (Pietsch Erben) Zweites Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag 3. Januar 1908 7*' nwnaUich75Pf.,viertel- 1/^r . jährlich Mk. 2.20; durch SiietzenerAnMer ** General-Anzeiger w Verantwortlich: v für den polit. u. allgeru. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ™ zeigenteil: Hans Beck. Die Heutige Kummer umfaßt 8 Seiten. Politische Tagesschau. Einigung der evangelischen Kirchen Dentschlauds. Die vom Kaiser in seiner Gothaer Rede gegebene Anregung findet in Württemberg vielen Anklang; um so .mehr, als sich dort schon früher eine Bewegung im Sinne einer Kircheneinheit geltend gemacht hat. Die letzte württem- bergische Landessynode hat nämlich den mit großer Begeisterung und Sachkenntnis vom Landessynodalen, dem Reichstagsabgeordneten Profesior Dr. Hieber von Stuttgart, befürworteten Antrag: 1. zur Vertretung der allgemeinen evangelischen Interessen Ver römischen Kirche, dem Staate und Einzelnen gegenüber, 2. zur Pflege des evangelischen Gemeinschaftsgeistes aus allen praktischen Gebieten der inneren Mission, 3. zur Fürsorge für die einheitliche und nachhaltige Versorgung unserer Evangelischen im Auslande, 4. zur Feststellung der Richtlinien für einen einheitlichen Fortschritt der landeskirchlichen Rechtsentwickelung auf den Gebieten, wo unbeschadet der Selbständiakeit der Landeskirchen gemeinsames materielles Recht erwünscht ober notwendig ist, die evangelische Oberkirchenbehörde zu ersuchen, die geeigneten Schritte zu thun, um eine Vereinigung der deutschen evangelischen Landeskirchen zur Förderung der allen gemeinsamen Interessen, unbeschadet der Selb- ftandigkeit und des Bekemttnisstandes jeder einzelnen Landeskirche, to die Wege zu letten, fast einstimmig angenommen. Mit Freude, aber auch mtt Vorsicht bei allem lebhaften Jntereffe und innerer Anteilnahme, hat das wütttembergffche Kultmimftettum, mtt wärmstem Eintreten Konfistottalpräfident D. Frhr. v. Gemmingen diesen Antrag damals unterstützt und den herzlichen Wunsch dabei ausgesprochen, daß das 20. Jahrhundert unfern evangelischen Landeskirchen ein besonnenes und doch genügendes Maß kirchlicher Einigung und kirchlicher Verbindung bringen möge. — In Jena hat sich aus evangelischen Geistlichen ein Komitee gebildet „zur Förderung der ans den Zusammenschluß aller evan-gelischen Landeskirchen Deutschlands gerichteten Bewegung." Deutsches Reich. Berlin, 1. Jan. Der Kaiser empfing nach der gestrigen Abendtafel die Meldung des kommandttenden Generals des 18. Armeekorps von Lindequist, dem der Kaiser mit dem Beginne des neuen Jahres den Schwarzen Adlerorden überreichte. — Im Monat Januar werden die folgenden Hoffestlichkeiten stattfinden: Am 17. Januar ein Kapitel des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler, am 19. Januar Krö- nungs- und Ordensfest, am 21. Januar große Cour für das diplomatische Korps, für sämtliche inländische Damen und für alle Herren vom Civtt, am 23. Januar große Cour für alle Herren vom Militär, am 27. Januar Geburtsfett des Kaisers und Königs. Galaoper findet an dem letzteren Tage nicht statt. — Der Kronprinz hat dem Bauernsohn Albert -Richter zu Kaltenborn im Landkreise Guben eine besondere Weihnachtssteude bereitet. Richter ist im Herbst 1901 nach zweijähriger Dienstzeit bei der 2. Kompagnie des 1. Varderegiments z. F. als Reserveunteroffizier entlassen worden. Er war Flügelmann bei dieser Kompagnie gewesen, bei welcher der Kronprinz vor Anttitt seiner Studienzeit in Bonn als 'Oberleutnant und Führer des ersten Zuges Dienst that. Durch seine soldatische Strammheit sowie durch seinen guten Humor hat Richter es verstanden, sich die besondere Zuneigung des Kronprinzen zu erwerben. So hat ihm dieser noch während der Militärdienstzeit von Bonn aus sein mit eigener Unterschrift versehenes Bildnis gesandt und in Gegenwart der ganzen Kompagnie überreichen lassen. Auch hat der Thronerbe das Bildnis Albert Richters gewünscht und mit Dank angenommen. Daß auch nach dem Ausscheiden Richters aus dem aktiven Militärdienst der Kronprinz seines ehemaligen Flügelmanns mit Freundlichkeit gedenkt, beweist, daß er ihm als Weihnachtsgeschenk ein wertvolles Portemonnaie, geziert mit der Krone und einem W, durch die 2. Kompagnie des ersten Garderegiments zu Fuß hat zustellen lassen. — Zur Erweiterung der prinzlichen Besitzung H e m m e l- ttnaxf kaufte die Prinzessin Heinrich (die Schwester unseres Großherzogs. D, Red.) das Gut Luisenberg und verehrte es ihrem Gemahl als Weihnachtsgabe. Der Kaufpreis beträgt 245 000 Mk. Das Gut umfaßt 250 Tonnen guten Ackerlandes. Es ist wenig Wiesenland und nur geringer Waldbestand vorhanden. Der bisherige Besitzer kaufte das Gut Mitte der sechziger Jahre für 180 000 Mk. Für das Hauptgut Hemmelmark, das Prinz Heinrich Mitte der neunziger Jahre erwarb, zahlte er 625 000 Mk. Der Prinzadmiral plante schon seit längerer Zett die Vereinigung Hem- melmarks mit dem früheren Meierhof Luisenberg. — Wie der „Reichsanz." mitteilt, ist dem französischen Leutnant zur See Darey der Rote Adlerorden 4. Klasse mit Schmettern verliehen worden. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Unter Berufung auf „Reichstagskreise" wird in der Rhsin.-Wsstf. Ztg." behauptet, für die Hinausschiebung der ersten Lesung des Reichshailshaltsetats bis nach Weihnachten sei ein bringender Wunsch des Aeichskanzlers maßgebend gewesen. Graf Bülow wolle nämlich die parlamentattsche (Erörterung der vom britischen Kolonialminister in Edinburgh gemachten Anspielung auf den deutsch-französischen Ktteg möglichst lange verzögern. — Diese Angaben sind völlig falsch. Die Verlegung der Etatsberatung bis nach den Weihnachtsfetten ist ohne jede mittelbare und unmittelbare Einwirkung des Reichskanzlers vom Seniorenkonvent des Reichstags zweckmäßig erachtet. Der Reichskanzler erfuhr davon erst, nachdem die Angelegenhett m dem Seniorenkonvent entschieden war. — Wie die „Nat.-Ztg." mittettt, ist nunmehr gegen sie und den Rechtsanwalt Horn Anklage erhoben worden wegen Veröffentlichung der auf die zweite Untersuchungshaft des Sergeanten Hickel bezüglichen Aktenstücke. Der Inhalt der Anklageschttft bestätigt, daß es sich in diesem Preßprozeß nur um die formale juristische Frage handelt, ob als „Beendigung des Verfahrens", von welcher die Berechttgung zur Veröffentlichung abhängt, die Beendigung der betreffenden Hauptoerhandlung, hier also derjenigen der Berufungsinstanz, anzusehen fft, oder aber der rechtskräftige Abschluß des gesamten Prozesses. Jedenfalls, so bemerkt das Blatt dazu, erscheint nach der nunmehttgen Feststellung der Thatsache, daß es sich ausschließlich um eine derartige formale juristische Controverse handelt, mobei über die Personen, gegen welche eventuell die Anklage zu erheben war, nicht der mindeste Zweifel bestand, die Anordnung einer Durchsuchung zur Auffindung von Beweismitteln völlig rätselhaft. Ausland. Lom-d o tl, L Jan. Der König beauftragte den Prinzen von Wales, sich zur Feier des Geburtstages des deutschen Kaisers nach Berlin zu begeben. — Der angebliche Ehekonflikt im Haag giebt, nachdem die ersten Verleumdungen mehrfach kräftigst dementiert worden sind, schnüffelnden englischen Reportern von neuem Anlaß zur Verbrettung von allerhand albernen Gerüchten, die natürlich jeher (Äaubwürdigkeit entbehren. Als Beispiel für diese Phantastereien sei nur folgendes angeführt: Der Amsterdamer „Gewährsmann" des „Daily Expreß" Weiß seine Redaktion dahin aufzuklären, daß der Prinz Heinrich der Niederlande und die Königin Wilhelmine in diesem Jahre einander nichts zu Weihnachten geschenkt haben, doch er schließt gleichwohl seine Weisheit mtt der friedvollen Meldung, daß das Herrscherpaar gemeinsam mit der Königin- Mutter den Festgottesdienst am Weihnachtstage besucht hätten. Brüssel, 31. Dez. Die Vo lkszäh lun g hat ergeben, daß die Bevölkevungsziffer Belgiens gegenwärtig 6693000 Personen beträgt; die Bevölkerung Belgiens hat sich alfo< in den letzten zehn Jahren um 634000 vermehrt. Hierdurch wird die Wahl von elf neuen Abgeordneten und Senatoren notwendig. — Das sozialdemokratische internationale Bureau stimmte in seiner zweiten Sitzung einer Resolutton zu gegen die imperialisttsche Polittk, sowie gegen die zarische Unterdrückung des finländischen Volkes und der Arbeiterbewegung und beschloß, den folgenden internatto- naten Kongreß im August in Amsterdam zu halten mit Ausschließung der Anarchisten. Basel, 31. Dez. In der gestrigen Nacht- und Schlußsitzung des Zionisten-Kongresses wurde beschlossen, das Aktionskomitee zu ersuchen, die Nationalbibliothek in Jerusalem zu subventionieren und die Frage der Gründung einer jüdischen Hochschule einem sorgfältigen Studium zu unterziehen. Mit einem Hoch auf den Vorsitzenden Theodor Herzl und unter Wsingung hebräisch-zionistischer Lieder wurde der Kongreß um 4 Uhr morgens geschlossen. Konstantinopel, 1. Jan- Wie verlautet, verlangt England eine sehrbeträchtlicheAusdehnungdes ihm von Seiten der Türkei für seine Kohlen ftation in Aden überlassenen Territoriums. In türkischen offiziösen Kreisen ist man sehr beunruhigt darüber, daß eng- lischerseits daran gearbeitet wird, die arabische Bevölkerung gegen die Oberherrschaft des Sultans aufzustacheln, mit dem Plane, in Mekka ein Kalifat unter englischem Schutze zu errichten. Peking, 1. Jan. Der russische Gesandte Lessar teilte den anderen Gesandten mtt, er erwarte, daß die mand- schurische Frage binnen kurzem erledigt sein werde. Seine Haltung scheint anzudeuten, daß die Unterzeichnung oder die Ablehnung des Vertrags für Rußland eine gleichgiltige Sache sei. Wie unter den chinesischen Beamten verlautet, soll Lessar erklärt haben, falls der Vertrag bis zum russischen Neujahr nicht unterzeichnet sei, werde Rußland die Verhandlungen abbrechen und die Besetzung der Mandschurei ausrecht erhalten. — Es wird behauptet, Tungfuhsiang und Prinz Tuan seien auf der Präfektur Ninghiasu zurückgeblieben, anstatt nach Turkestan abzureisen, wohin sie seiner Zeit verbannt wurden. Die kürzlich in der dortigen Gegend geschehene Ermordung eines Missionars und chinesischer Christen werde allgemein ihrer Anwesenheit zugeschrieben. — Die Ermordung eines Missionars und dreier chinesischer Christen in Ninghiasu wird amtlich bestätigt. Der ermordete Missionar ist, wie es jetzt heißt, ein Belgier Namens Mei. Born Burenkriege. Ein Telegramm Mcheners aus Johannesburg besagt, daß nach den Berichten der verschiürenen bttttschen Kolonnen in der Woche seit dem 23. Dezember 35 Buren gefallen, 5 verwundet, 237 zu Gefangenen gemacht find und 51 sich ergeben haben. In diese Zahlen sind die Verluste Dewets bei den Angriffen auf die Lager Dartnells und Firmans nicht eingeschlossen. Nach Mitteilungen aus zuverlässiger Quelle sollen von Dewets Leuten 30 gefallen und 50 verwundet sein. Dewets Truppen stehen noch.im Langberg und süblich davon. Kleinere Kommandos befinden sich in der Nachbarschaft von Reitz. Spens und Plumer operieren in der Gegend von Amersfoort. Am 28. ds. trieben sie einen Teil des Kommandos Britz über die Eisenbahn nach Süden. Spens machte 24 Gefangene, Plumer 3. Bruce Hamilton stieß am 23. östlich von Ermelo auf Grobelaars Kommando- Der „Feind" entkam im Nebel unter Zurücklassung von 4 Toten und 11 Gefangenen. Mackenzie hat im Norden 17 Buren gefangen genommen und French berichtet, daß er Wetter befriedigende Fortschritte macht. Vom Reuterscheu Bureau wird berichtet, daß am 28. Dezember bei Laingsnek und Bothaspaß mit den Buren Gefechte stattgefunden haben. Der Feind wurde zurückgetrieben der Verlust der Engländer betrug drei Verwundete. Ferner wird mitgeteilt, daß Botha am 29. Dezember versucht habe, an Dewet Verstärkungen abzusenden; der Versuch jedoch, einen Durchgang durch die Blockhauslienie in der Nähe von Standerton zu erzwingen, sei mißlungen. Dem „Standard" wird ans Pretoria vonk 31. Dezember gemeldet: Zweihundert Buren machten einen Einfall in Swaziland und griffen Inkanini Kraal, die Residenz der Swazi-Königin, an. Die Eingeborenen leisteten nur wenig Wttrerstand; es wurden viele von ihnen getötet. Scherzhaft berührt die uns zugehende Meldung, daß ein bekannter deutscher Volks ratender, der Lahr er Hinkende Bote, sich durch seine offene Sprache über den Burenkrieg das Wohlwollen der englischen Regierung verscherzt hat und von derselben beschlagnahmt worden ist. Deutschland und Wenejuela. Aus London wird telegraphiert: Nach einer Depesche aus Washington teilte der deutsche Botschafter v. Holleben dem Staatssekretär Hay amtlich mit, Deutsch land b e- absichtige, ein Geschwader nach den venezolanischen Häfen zu senden, Marinesoldaten dort zu landen, die Zollämter zu besetzen und sie zu halten, bis 2 Millionen Dollar Revenuen, die Schuld venezolanischer Untertanen an deutsche Reichsangehörige, eingenommen seien. Holleben fügte hinzu, Deutschland werde unter feinen Umständen versuchen, irgendwelches Gebiet außer den Zollhäusern zu besetzen. Das Staatsdepartement zu Washington ist von diesen Erklärungen befriedigt. Vor seiner Konferenz mit Hay hatte Holleben eine Besprechung mit dem Präsidenten Roosevelt, wobei dieser erklärte, obwohl die Unionregierung, alle Versuche, Schulden kleiner Nationen an einzelne Individuen durch Waffengewalt einzuziehen, nicht günftig ansehe, sei sie gezwungen, anzuerkennen, daß Deutschland und Venezuela souveräne Staaten seien, mit deren gegenseitigen Schritten die Union nichts zu thun habe. Der Präsident erklärte jedoch, die Unionregterung werde den Erwerb neuen Gebiets in der westlichen Hemisphäre seitens' irgend einer europäischen Macht nicht dulden. Dem Berliner Bureau der „Newy. Staatsztg." ist folgende Kabeldepesche aus Newyork zugegangen: „Die gesamte Newyorker Presse verdammt einmütig die von der „Newyvrk-Times" veröffentlichte, gänzlich erfundene Meldung, daß' in den obersten Militär- und Marrnekreisen Washingtons der Krieg zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten als unvermeidlich bezeichnet werde. Selbst Blätter, die sich nicht gerade durch besondere Vorliebe für Deutschland auszeichnen, drücken ihre schärfste Mißbilligung über das gewissenlose, frivole und gefährliche Treiben gewisser Korrespondenten aus." In Caracas dauern inzwischen die Verhandlungen zwischen dem deutschen Geschäftsträger und dem Präsidenten Castro fort. Eine Veränderung im Stande dieser Angelegenheit scheint bisher nicht eingetreten zu sein. An wohlunterrichteter Stelle wurde hervorgehoben, daß auch keine Verschlimmerung der Situation erfolgt ist. Nach Meldungen aus La Guayara wird die Ueberreich- ung des deutschen Ultimatums stündlich erwartet. Die venezolanische Regierung erklärte den Dampfer Sibertador vormals Ban Regn, welcher in Antwerpen Waffen und Munition an Bord genommen hatte, als ein Piratenschiff und hat eine Belohnung von 2000 Pfund Sterling zur Ergreifung ausgesetzt. Aus dem gHaateßubßrt 1902/03- i. Die Staats-Domänen find wie folgt in Einnahme Nauheim werden folgende Angaben interessieren: und Ausgabe vorgesehen: Einnahme Ausgabe Ueberschus; Zuschuß Mk. Mk. Mk. Mk. Eameral- u. Forst- Domänen . . . 299 018 06 133 566 165 452,06 — Braunkohlen -Bergwerk Ludwigs- Hoffnung . . . 90650.— 80 455 10 195 — Saline- und Badeanstalt Bad-Nau- Heim ..... 783 000.— 683 000 100 000.— _ Wasserwerk u. Eisfabrik Bad-Nau- Heim ..... 65 276.— 37 736 27 540.— - Staatseisenbahnen 11 211539 — 265000 10946 539.— — zusammen 12 449 483.06 1199 757 11 249 726.06 — Aus dein Etat der Saline und Badeanstalt Bad- H II II 5 000 ii 100 000 n Mk. 19 200 17 500 ii 49 460 Der Anteil Hessens an dem Betriebsüberschuß Mk. 9 214 217,70 ii 600000,— n Ueberschußanteil von . . ein für andere Staatszwecke verfügbarer Reinüberschuß übrig von . 1 132 321,30 Mk. Gerichtssaal. Auch das Schießen NNt Feuerwuffen ün Weich-- Schauspiel-Jntenbanz uich dem Mitgliede der Comädie Fran- nicht die Vorführung ausgeschloffen. Allerdings müsse zur letzterer bllL der SE, dM ebe^lH.verbs^LN fth M grgen MhLre^-cmse ConsMt Gogiue-l-rn^n^ rn Mns ttz e.m Mkommenjvorher die Genehmignug der Zweiten Slänüekammer eingeholt der Einnahmen veranschlagt zu 500 000 170 000 77 000 36 000 156 270 194 000 95 500 35 000 49 600 24 000 46 000 87 500 7 000 ii der Mk. n Hessischen Ludwigsbahn . . . . Oessentliche Abgaben ..... Zur Verzinsung der Eisenbahnschuld sind sodann unter „Ausleihungen und Staatsschuld" vorgesehen . . weiter daselbst zur Tilgung von Staatsschulden . . . (gesetzlicher Bestimmung gemäß sind diese 600 000 Mk. aus dem Ertrag der Bahnen zu entnehmen) Die Einnahmen sind veranschlagt: Badegeldcr Kurtaxe ......... Für Salz und Mutterlauge . . . . Im übrigen An Ausgaben sind in Ansatz gebracht: Verwaltungskosten ...... Betriebskosten ....... Kosten des Parks, der Anlagen u. s. w. Inventar ......... Gebäude ......... Quellen, Röhrenleitungen u. s. w. . Reserve- und Dispositionsfonds . . Ablieferung an die Badeanstalt Bad Salzhausen ....... *• Ablieferung an die Hauptstaatskasse zur Verwendung für allgemeine Staatszwecke ......... Der weiter sich bei einer Vergleichung und Ausgaben ergebende Ueberschuß — 50 000,— 215 000,— Herstellungen bestritten werden, und zwar: Herstellungen im Kurhause . . . . Erweiterung der elektrischen Beleuchtungsanlage ....... Errichtung eines neuen Jnhalations- gebäudes, 2. Rate ..... Straßenherstellungskosten . . . . . Nach Deckung dieser Ausgaben wird der Fonds noch betrugen . . . . . Werfen mit gefährlichen Brennstoffen aus Häusern und Fenstern und ähnlicher Straßenunfug wurde leider auch diesmal wieder verübt, obwohl ausdrücklich vorher öffentlich bekanntgegeben worden war, daß derartiges verboten ist. Wegen Abbrennung von Feuerwerkskörpern unb Ruhestörung kamen denn auch eine große Anzahl von Personen zur Alzey, 31. Dez. Um den ersten von hier abgehenden Eisenbahnzug zur Entgleisung zu bringen, wurden in der Nähe der Station Wallertheim die Einfahrtsweichenumgelegt; doch wurde durch die Achtsamkeit eines Bahnbeamten ein Unglück vermieden. Der Berüber dieses Bubenstückes wurde aber bereits in der Person eines jugendlichen Maurergesellen ermittelt und verhaftet. ** Frankfurt a. M., 1. Jan. Zwischen der hiesigen in die Hessisch-Preußische Eisenbahngemeinschaft eingeworfenen Bahnen ist mck 11 211 539 Mk. eingestellt. Die beiderseitigen Teilungsziffern sind für 1902/03 ermittelt für Hessen zu 9 335 289 Mk., für Preußen zu 434 687 577 Mk., der Betriebsüberschuß der ganzen Gemeinschaft ist veranschlagt zu 533 264 649 Mk., es berechnet sich demnach der Ueberschußanteil Hessens wie oben angegeben zu 11 211 539 Mk., der Preußens zu 522 058110 ML'. An Ausgaben stehen dem diesseitigen Ueberschußanteile gegenüber: Staatszuschuß zu den garantierten Linien der früheren zusammen 10 079 217,70 Mk. Es bleibt sonach verglichen mit dem Vermischtes. * Berlin, 30. Dez. Der in letzter Zeit so viel genannte Prof. Dr. Martin Spahn in Straßburg hat sich zu Weihnachten mit der Tochter des Sanitätsrats Dr. Karl Bracht in Berlin verlobt. * Biserta, 31. Dez. Ein Militär-Gefangener machte einen Fluchtversuch. Da derselbe nach dreimaligem Anruf nicht stehen blieb, feuerte der Wachtposten auf ihn. Der Flüchtling sank, ins Herz getroffen, sofort tot nieder. * Rätselhafter Selbstmord. In Großwardeini hat sich der Rittmeister Valentin Revesz des 7. Hu-, saren-Regiments durch einen Schuß seines Jagdgewehres! getötet. Wie das „N. W. T." meldet, war Rittmeister Revesz ein ideal schöner Mann, strotzend von Gesundheit, und ein berühmter Herrenreiter; der Anlaß, der den allseits beliebten Offizier zum Selbstmord getrieben hat, ist vollständig unbekannt. Die letzte Nacht vor dem Selbstmord verbrachte Rittmeister Revesz in bester Laune im Kreise von Kameraden; er zog mit ihnen zu dem Hause einer Dame und veranstaltete ihr eine Serenade. Dann verabschiedete er sich von seinen' Kameraden und begab sich in seine Wohnung in die Kaserne, wo er einige Briefe schrieb. Später sandte er seinen Diener mit dem Pferde weg und gab ihm den Auftrag, er möge ihn um 11 Uhr vormittags wecken. Als der Diener bem Auftrage nach kommen wollte und das Zimmer seines Herrn betrat, hatte Rittmeister Revesz bereits den Sellrstmord verübt und war tot; der Schuß hatte ihm das ganze Gesicht zerrissen. Rittmeister Revesz entstammte einer sehr vornehmen Familie; er war ein Neffe des reformierten Bischofs Revesz. Während der letzten Manöver hatte Rittmeister Revesz durch seine kühnen Husarenstückchen viel von sich reden gemacht. * EinUngari scher Oberleutn ant im Duell erschossen. In Hermannstadt herrscht große Aufregung wegen eines blutigen Zweikampfes zwischen Offizieren der dortigen Garnison. Zwei Kameraden, ein Oberleutnant vom Trainbataillon und ein Manipulations-Offizier (militärischer Verwaltungsbeamter) gerieten, obwohl sie eng befreundet waren, beim Kartenspiel in einen heftigen Streit. Die Folge davon war, daß der Manipulationsoffizier seinen Partner auf Pistolen forderte. Das Duell fand statt, und beim ersten Kugelwechsel sank der Oberleutnant tot zu Boden. Die Militärbehörden von Hermannstadt haben sofort eine strenge Untersuchung eingeleitet und über den traurigen Vorfcll) dem Kriegsminister Meldung erstattet. . . 11 211 539,— „ Jahre zugenommen. In der Land mann strafte wurde vom Felde aus mit einem Revolver an einer Hausthür die Glasscheibe durchschossen. Die Kugel prallte an der Wand ab, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. In der Frank- furterstraße entstand ein Kaminbrand. Daß es auch nicht ganz ohne Schlägereien abging, ist selbstverständlich, doch trugen die Beteiligten nur unbedeutende Körperverletzungen davon. — Eine eigene Gratulationsart wählte ein Mann auf dem Seltersweg, der seine Frau aus einer Wirtschaft herausprügelte und auch auf der Straße noch nicht von ihr, trotz ihres lauten Rufens, ablassen wollte. ** Zum Vortragskurs. Während der Dauer des Vortragskurses für praktische Landwirte in Gießen (7. bis 10. Januar) wird in der Turnhalle eine Restauration, in der auch warme und kalte Speisen verabreicht werden, eingerichtet werden. Die Beteiligung am Vortragskurse verspricht auch diesmal wieder groß zu werden, namentlich sind auch aus den benachbarten preußischen Landesteilen zahlreiche Anmeldungen erfolgt. ** Vier Jahreszeiten. Seit gestern konzertiert das Damcn- Orchester „Hamrnonia", Dir. W. Mackens, in den Vier Jahres zeiten. Allabendlich stndct von 8 Uhr an in dem Lokal Konzert statt. ** Leichenlandung. Die Leiche des seit dem 13. November v. I. vermißten Agenten Julius Annuß ek von hier wurde am 31. Dezember an Burks Mühle aus der Lahn gekündet. ** Tas warme Wetter, mit dem das Jahr 1901 abgeschlossen hat, ist fast beispiellos. Bisher war in den letzten 54 Jahren, für die genaue meteorologische Angaben vorliegen, der Sylvestertag des Jahres 1878 mit einer Mitteltemperatur von 9,6 Grad am wärmsten gewesen. Diese Temperatur dürfte von der des 31. Dez. 1901 um nicht weniger als 2 Grad übertroffen worden sein. Den kältesten Sylvester hatte das Jahr 1870 mit — 12,5 Gr. Im vorigen Jahr- zent war der letzte Tag am kältesten im Jahre 1892 mit — 7,5 Gr., am wärmsten 1899 mit 4,0 Gr. Im Jahre 1900 betrug die Mitteltemperatur des 31. Dez. — 5,5 Gr., lag also etwa 18 Gr. unter der diesmaligen. Falb, der wunderliche Wetterheilige, prophezeit in seinem „Wetterkalender für das 1. Halbjahr 1902 (Berlin SW. 12, Hugo Steinitz) für die Tage vom 1.—5. Januar: „Es ist ziemlich trocken!" Diese ziemlich trockene Bemerkung steht natürlich in direktem Widerspruch zu den Thatsachen. Ein grauenhafteres Regenwetter, wie es uns der heutige 2. Januar beschert hat, ist undenkbar. )( Lich, 1. Jam Heute Morgen gegen 6 Uhr ertönte in dem benachbarten Bettenhausen der Ruf „Feuer". Es brannte die Hofratte des Heinrich Schmeel 1. Bald stand das ganze Gebäude in hellen Flammen. Infolge des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Element auf seinen Herd beschränkt werden. Die Entstehung des Brandes ist unbekannt. Man vermutet indessen Brandstiftung. g. L o l l a r, 1. Jan. Hier wird von mehreren Bürgern beabsichtigt, einen neuen Verein unter dem Namen „Bürgergesellschaft" ins Leben zu rufen, der bezwecken soll, seinen Mitgliedern und Angehörigen öfters Gelegenheit zu zwangslosem, gemütlichem Zusammensein zu geben. § Butzbach,2. Jan. Am Neujahrstag ist für unsere Stadt eine den Betrieb mechanischer Musikinstrumente betreffende Polizei-Verordnung vom 21. Juni v- Js. in Kraft getreten, wonach in Wirtschaften nur von nachmittags vier bis abends 10 Uhr Orchestrions, Orgeln, Harmonikas und ähnliche Instrumente benützt werden dürfen. An den ersten Tagen von Ostern, Pftngsten und Weihnachten, sowie an deren Vorabenden, ferner in der ganzen Karwoche ist der Betrieb dieser Instrumente nicht gestattet. Dagegen kann die Spielzeit an Sonn- und Festtagen, sowie für andere besondere Anlässe verlängert werden. s. Butzbach, 31. Dez. In der St. Markuskirche fand ein Sylvestergottesdienst für die Zivil- und Militärgemeinde statt. Das geräumige Schift und der Chor waren bis zum letzten Platze gefüllt. Vor und nach der Festpredigt sang ber Mannergesangverein erhebende Lieder. Nieder-Ohmeo, 30. Dez. Der hiesige Kriegeroerein pflegt den Brauch, bei der Hochzettsfeier eines Kameraden eine Ehrensalve chm zu Ehren abzugeben. Dies war auch dieser Tage der Fall; allein die freudige Veranstaltung nahm ein betrübendes Ende. Der Verein kehrte vom Hochzeitshause in die Wirtschaft des Herrn Langohr zurück, wo ein Gewehr auf einen Wirtstisch gelegt wurde. Das Gewehr war noch geladen und sollte hier entleert werden. Bei Oeffnung der Kammer entlud sich der Schuß und traf einen jungen Burschen in die Backe, die schrecklich zerrissen wurde; auch ein Auge wurde stark in Mitleidenschaft gezogeu. Der Arzt veranlaßte das für den Augenblick Notwendige, hielt es jedoch für erforderlich, daß der junge Mann in die Klinik nach Gießen verbracht wurde. Darmstadt, 1. Jan- lieber den Umbau der Darmstädter Bahnhöfe wird mitgeteilt, daß eine Zusammenlegung der zur Zeit bestehenden Bahnhöfe ins Auge gefaßt ist, und zwar aus der gegenwärtig von ihnen eingenommenen Stelle; die Bahnhöfe sollen so zu gemeinsamem Betriebe vereinigt werden. Die wesentlich zu vergrößernde Hauptwertstätte wird auf ein bei Bessungen dem Staate gehöriges Gelände verlegt, sodaß ziemlich viel Raum auf .dem Main-Neckar-Bahnhof gewonnen wird. Die Darm- ftäoter Werkstätte der Gemeinschaftsverwaltung soll durch eine Abteilung für Lokomotivausbesserung ergänzt werden, die über den Bedarf der Main-Neckar-Bahn hinaus den Bedürfnissen des Gemeinschafts'betriebes zu dienen hätte. Die Kosten des Umbaues der Hauptwerkstätte sind zu 2930000 M. veranschlagt; für das Etatsjahr 1902 bis 1903 werden davon im Hauptvoranschlag als erste Baurate 500000 Mk. vorgesehen. Die Kosten des Bahnhofumbaues werden zu rund zehn Millionen Mark veranschlagt; als Irfte Baurate werden ebenfalls 500000 Mk. gefordert- ** Mainz, 1. Jan. Der Mittelrheinische Fabrikantenverein hüt seine ordentliche Generalversammlung am 9. Januar im Kasino Hof zum Gutenberg ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vottrag des Profeffors Dr. M. Bi ermer - Gießen: „Der Reichseisenbahngedanke". Mainz, 31. Dez. Der Redakteur und Landtagsabg. Philipp Haas von hier sollte sich heute wegen Beleidibungoes ostasiatischen Armeekorps, verübt durch einen Preßartttel, vor der hiesigen Strafkammer verantworten. Der Angeklagte, der schon wiederholt zum Verhandlungstermin vorgeladen war, zog es vor, gestützt auf feine Immunität alsLandtagsabgeord- neter, nicht zu erscheineli. Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt beantragte die Festsetzung eines neuen Termins und zu diesem die Vorführung de§ Angeklagten. Die Ansicht des Angeklagten, daß er als Landtagsabgeordneter nicht zu eftcheinen brauche, sei irttg. Auf Grund des Art. 84 der Verfassung sei nur die Inhaftnahme, aber Universitäts-Nachrichten. Darmstadt, 31. Dez. Geh. Hosrat Prof. Dr. Georg Schaefe-r, ordentlicher Professor der Kunstgeschichte an der hiesigen Technischer Hochschule seit dem Jahre 1869, feierte gestern das 50jährige Jubiläum seiner Doktor-Promotion an der Landes- Universität Gießen. Der Dekan der philosophischen Fakultät der Universität Gießen Herr Prof. Dr. Elbs überreichte dem Jubilar ein Jubel-Diplom im Auftrage der Fakultät und Dr. Sauer, Professor der Kunstgeschichte an der Universität, gedachte der wissenschaftlichen Werke des Geh. Hofrats Schaefer, inÄesondere auch seiner Verdienste um die Kunstdenkmäler Hessens. Der zeitige Rektor der hiesigen Technischen Hochschule, Geh. Hofrat Professor Dr. Schering, übermittelte dem Jubilar die Glückwünsche der Senate der Hochschule, Professor W i ck o v diejenigen der Abteilung für Architektur. Von dem Staatsminister Rothe und dem Rektor der Landes-Universität Professor Dr. Hansen trafen Glückwunschschreiben ein. — Die Darmstädter Studentenschaft beabsichtigt, am 21. Januar eine Bismarckfeier zu veranstalten, deren Reinertrag zum Bau einer Bismarckssäule verwandt werden soll. Der Großherzog hat das Protektorat übernommen. Die Studentenschaft hofft auf eine zahlreiche Feier seitens der Bürgerschaft. Marburg, 31. Dez. Dem mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Abteilungs-Vorstehers beim Institut für Hygiene und eftierimentelle Theraphie an der Universität Marburg beauftragten Dr. Wilhelm Ruppel ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. Ans Stadt und Kand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik besindlichenOriginal-Nachrichten istuurunter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, 1. Januar 1902. ** Vom neuen Jahr 1902. Das Jahr 1902 ist ■ein sogenanntes Gemeinjahr von 365 Tagen mtt 52 Wochen. Von den hohen Festtagen fällt Karfreitag auf den 28. März, also ungewöhnlich früh, Ostern auf ben 30. und 31. März, der Himmelfahrtstag auf den 8. Mai, das Pfingstfest auf ben 18. unb 19. Mai, ber Buß- und Bettag auf ben 19. November und bas Totenfest auf ben 23. November. Im« übrigen entspricht bas nach christlicher Rechnung 1902. Jahr bem 2649. Jahre ber Nabonassarischen unb dem 7410. Jahre ber byzantinischen Aera, sowie dem 6615. Jahre ber Julianischen Periode und dem 5662/64. Jahre ber Israeliten. Seit ber Sintflut jinb 5240 Jahre, Einführung des Julia- nischeu Kalenders 1947, EinWrung des verbesserten Kalenders 202 Jahre vergangen. ** Jubiläum. Am 1- Januar waren 25 Jahre verflossen, seit der Vorsitzende ber Gießener Handelskammer, Kommerzienrat F. C. B. Koch, dieser Körperschaft an- g-ehött. Sett 12 Jahren versieht der Jubilar das Amt des Präsidenten. Gestern begaben sich die beseitigen ältesten Mitglieder ber Kammer, die Herrenn Kommerzienrat Heichelheim, Kaufmann Balser unb Kaufmann Katz in die Wohnung des Jubilars, um chm bie Glückwünsche ber Kammer nebst einem prächtigen Blumenarrangement zu überbringen. Der Großherzog hat dem Jubilar zu diesem Ehrentage das Ritterkreuz 1. Kl. des VerÄenstordens Philipps des Großmütigen verliehen, das ihm durch den Provinzialbirektor Geheimrat v. Bechtold überreicht wurde. Der Vorstand des Detaillistenvereins überbrachte im Namen 'des Vereins Glüellvünsche und ein Blumenangebinde. Eine besondere Ehrung wird dem um bie Interessen des Han- belsstanbes in Gießen und Umgegend verdienten Jubilar durch ein Festmahl zu teil werden, das am 9. ds- Mts. int Hotel Großherzog von Hessen stattfiuden soll. ** Aus dem Polizei bericht üb er das GießenerLebenundDreibeninderNeujahrs- nacht. Die Neujahrsnacht verlief im allgemeinen ruhig. Die Schutzmannschaft verwehrte es beim Anbruch des neuen Jahres den Straßenpassanten nicht, sich gegenseittg den üblichen Neujahrsglückwunsch zuzurufen und Neujahrslieder zu singen. Um 1 Uhr trat von selbst wieder Ruhe ein. Das Abbrennen von Feuerwerks körpern, insbesondere das getroffen worden, wonach der berühmte französische Schau-, spieler mit einer ganzen französischen Gesellschaft an zwei! Abenden und zwar am 26. uno 28. Januar 1902 gastieren; wird. Kassel, 1. Jan. Der Vorstand der Lan d es - Ver^ sicherung sanft alt Hessen-Nassau hat an bie Landräte und Magistrate der Provinz ein Rundschreiben gerichtet, indem er u. a. erklärt, daß er von ben zur Kapitalanlage verfügbaren Beständen bis zu einem Drittel derselben als Darlehen zum BauvonArbeiterwohm, un g en bereitstelle, und von der zu diesem Zwecke aus°i zuwerfenden Summe bis zu zwei Drittel den gemein^ nützig en Bauvereinen zuwenden, den Rest zum Zwecke des Baues von Wohnhäusern einzelner Arbeiter bereitstellen werde. Bei der Gewährung von Darlehen für Arbeiterwohnungen soll regelmäßig an einer Amortisattons- cjuote von IA/2 Proz. jährlich festgehalten, die übrigen, früher beschlossenen Bedingungen aber beibehalten werden, wo--, nach sich der Zinsfuß von 3 Proz. auf 31/2 Proz. erhöht, sobald die einer Baugenossenschaft bewilligten Darlehen insgesamt ben Betrag von 500 000 Mk. übersteigen. Marburg, 30. Dez. Den Bemühungen hiesiger Bürger und Stadtverordneten ist es gelungen, den Stadtverordneten- Vorsteher Rechtsanwalt Dörffler, der s. Zt., wie wir mit- teilten, wegen Differenzen mit einem Stadtverordneten sein Amt niederlegte, zur Weiterführung des Amtes zu bewegen. ** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Im Kunst-Salon Hermes in Frankfurt a. M. hat ein Vandale ein wettvolles Gemälde dadurch ruiniert, daß er ihm mit einem Bohrer oder Nagel die Augen ausgestochen und es sonst beschädigt hat. Für bie Feststellung des Thäters ist eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt. — T.r Beigeordnete Dietz in Niederweisel ist an der inneren Verletzungen, die er sich im letzten Frühjahr beim Holzaufladen durch einen Sturz vom Wagen zuzog, gestorben. Der Verstorbene erfreute sich besonderer Achtung und Wettschätzung und genoß den Ruf, einer der bedeutendsten Pferdezüchter des Großherzogtums zu fein. 77 630 Mk. — hat in den Kurfonds zu fließen. Der Stand dieses Kurfonds wird — wie in dem Vermögensbudget angegeben — zu Beginn des Etatsjahres 1902/03 betragen 123 030 Mk. und sich durch Zuführung oorbemerkter . . 77 630 „ aus den Erträgnissen der Badeanstalt erhöhen auf ... 200660 Mk. Es sollen aus ihm die Kosten verschiedener größerer werden. Das Gericht beschloß nach vorheriger Genehmigung des Landtags die Vorführung des Angeklagten; der Verhandlungstermin wurde auf den 18. April festgesetzt. So lange nicht der Art. 84 der hessischen Verfassung eine präzisere Fassung erhält, dürfte der Landtag seine Genehmigung zur Vorführung eines Abgeordneten nicht erteilen. fc. Frankfurt a. 9)L, 1. Jan. Die hiesige sozialdemokratische „Volksstimme" hatte am 30. Oktober ein Jeuületongedicht „Proletarier im Gehrock" gebracht, in dem es zur Kennzeichnung der Schweifwedelei der Handlungsgehilfen hieß: „Spricht der Direktor, giebts ein Gekläff, Ein unterthäniger P-A, Unser Herrgott ist der Bureauchef, Seine Gattin die Jungfrau Maria." Gegen den verantwortlichen Redakteur Dr. Quarck wurde daraufhin ein Verfahren wegen Gotteslästerung eingeleitet. Das Verfahren ist jetzt eingestellt worden. Köln, 30. Dez. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte den Major Kruse vom Infanterieregiment Nr. 160 wegen Beleidigung von Vorgesetzten, wegen Mißhandlung und Beleidigung von Untergebenen, sowie wegen Mißbrauch der Dienstgewalt zu neun Monaten Festungshaft. Chartres, 31. Dez. Der Kindesmörder Briere wird im hiesigen Untersuchungsgefängnis von zwei Wärtern überwacht. Brrere ist ruhig, liest ab und zu illustrierte Zeitschriften, speist mit .größtem Appettl und schläft den größten Teil der Nacht. ' Lemberg, 31. Dez. Das Kriegsgericht in Przemysl verurteilte den Infanteristen Ezaban, welcher auf seinen Zugführer .fünf Gewehrschüsse abgeseuert hatte, zum Tode durch Erschießen. Eisenbahn-Zeitung. — Im Großherzogtum Hessen wurden im Jahre 1901 folgende neue Eisenbahnstrecken dem Personenverkehr übergeben: Burg- und Nieder-Gemünden—Nieder-Ofleiden, 10.1 Km., am 1. April; Friedberg—Friedrichsdorf, 17 Km., am 15. Juli; und Lauterbach—Grebenhain—Crainfeld, 24.8 Km., am 1. November. "Alle drei Bahnen sind Staatsbahnen. Handel und Uerirehr. Volkswirtschaft. Märkte. Limburg a. d. L., 31. Dez. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.97—00.00 Mk., Weißer Weizen 00.00—00.00 Mk., Korn 10.23—00.00 Mk., Gerste 9.00 bis 0.00 Mk., Hafer 7.60—0.00 Mk., Erbsen 00.00-00.00 Mk., Kartoffeln 0.00—0.00 Mk. Kriefkaflen der Redaktion. (Anonyme Anfrage« bleiben ««berücksichtigt.) A. R. in H. Es giebt 3 Eisenbabn-Regimenter. Wenn Sie sich zum freiwilligen Eintritt bei einem dieser melden wollen, so ist zunächst erforderlich, daß Sie sich in den Besitz eines Leumundszeugnisses, eines Einwilligungsscheines des Vaters resp. Vormunds und eines Geburtsscheines setzen. Diese reichen Sie beim Kreisamt ein, das Ihnen einen Meldeschein ausstellt. Den letzteren übermitteln Sie schriftlich oder persönlich dem betr. Regiment, von dem ixtnu das weitere veranlaßt wird. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst in der Synagoge, Südaulage. Israelitische Neligionsgemeinde. Samstag, den 4. Januar 1902. Vorabend: 480 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Predigt. Nach- mittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 52$ Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Dezember Januar Barometer auf 0° reduziert Temperaüw der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Q 'S ■ß jQ i 3 Windstärke Wetter 3L 2“ 752,3 + 11,7 8,3 81 SSW. 1 Bew. Himmel Strnh.Himmel Bew. Himmel 31. 926 751,5 + . 6,5 7,0 98 s. 1 1. 7IS 747,8 + 2,2 5,3 98 SE. 2 L 2” 746,9 + 7,6 6,9 89 8 2 Regen L 935 743,7 + 7,3 7,1 93 8 2 2. rjtS 7344 + 7,6 6,9 89 SW. 6 Höchste Temperatur am 30. bis 31. Dez. + 12,2° C. Niedrigste „ „ 30. „ 31. „ + 6,4° C. Höchste „ „ 31. Dez. bis 1. Jan. + 8,6° C. Niedrigste „ „ 31. „ , 1. , + 1,5° C. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 2. Dez. In der Sylvesternacht wurden in Berlin 258 Personen festgenommen gegen 230 im Jahre 1900/01, davon 184 wegen Verübung großen Unfugs. London, 2. Jan. Der „Standard" meldet ans Pretoria vom 31 Dezember: Berichten aus Swaziland zufolge ist es den Buren nicht gelungen, in die Residenz der Königin ein- zudringen. Es scheint, daß die Swazi entschloffen find, eine Grenzverletzung zu verhivdern und daß eine beträchtliche Streitmacht die Bewegungen der Burenkommandos bei Darkton überwacht. Einige Späher der Swazis, die mit den Buren in ein Gefecht verwickelt wurden, find gefallen. London, 2. Jan. Die „Times" melden aus Schanghai vom 1. Januar: Der Hof ist gestern in Tingingtufu eiuge- troffen und setzt am Freitag die Reise nach Peking fort. Pau (Südfrankreich), 1. Jan. Im Offan Thale und in der Umgegend von Mauleon (das ist, was manchen unserer Leser interessieren dürfte, der Ort, in dem sich die Handlung des Dramas „Die rote Robe" von Brieux abspielt. D. Red. des „Gieß. Anz.") wurde gestern ein starkes Erdbeben verspürt. Lissabon, 2. Jan. Drei verhaftete italienische Anarchisten, die im Verdacht stehen, ein Komplott gegen das Leben des Königs augezettclt zu haben, sollen ausgewiesen werden. Berlin, 2. Dez. Das Neujahrs-Diner der kommandierenden Generale fand gestern abend im Hohenzollern-Saal des Hotel Kaiserhof statt. Den Toa.sk auf den Kaiser brachte General-Oberst v. Hahnke aus. B e r li n, 2. Jan. Zu der Meldung, daß König Eduard den Prinzen von Wales beauftragt hat, sich zur Geburtstagsfeier des deutschen Kaisers nach Berlin zu begeben, schreibt das „Kl. I.": Man geht wohl kaum fehl, wenn man diesen außergewöhnlichen Entschluß auf die Absicht König Eduards zurückführt, den üblen Eindruck zu verwischen, den die jüngsten TaktlosigkeitenChamber- lains in Deutschland hervorgerufen haben. London, 2. Jan- „Daily Mail" meldet aus Warm- baad zu der Ermordung zweier Offiziere des Aufklärungsdienstes, dieselben seien als Spione behandelt worden. Haag, 2. Jan- Nach hier eingetroffenen Buren-Meldungen erbeutete Dewet bei Tweefontein 3 Kanonen, 67 Munitionswagen, 200 Gewehre, 150 Wagen mit Lebensrnittel. Getötet wurden angeblich 240 Engländer, gefangen genommen 390. — Gerüchtweise verlautet, Präsident Krüger habe einen geheimen Abgesandten der englischen Regierung in Angelegenheit der Friedensfrage emsangen. Paris, 2. Jan- Dr. Leyds ist gestern vom Präsidenten Loubet wie am Neujachrstage üblich empfangen worden. Paris, 1. Jan. Bei Breval, zwischen Nantes und Bueil, westlich von Paris, ereignete sich ein Eisenbahn- unfall, bei dem ein Lokomotivführer schwer verletzt wurde. — Anläßlich der Eröffnung des Telegrapheubetriebes zwischen Turin und Paris telephonierte der Bürgermeister von Turin an den Seinepräsekten, er sei glücklich, daß diese Errungenschaft der Wissenschaft Turin der Hauptstadt einer Nation näher bringen könne, welche mit dem Blute ihrer Söhne soviel zur Einigung Italiens beigetragen habe. Der Seinepräfekt erwiderte, er freue sich über alles, was die Beziehungen zwischen beiden Ländern enger gestalten könne. Toulon, 1. Jan. An Bord des als Kaserne für Kolo- nialtruppen dienenden Dampfers „Souverain" entstand ein bedeutendes Feuer. Das Schiff wurde auf hohe See gebracht, um dort versenkt zu werden. Militär und Löschgeräte der Marine waren ausgeboten. Wien, 2. Jan- Wie verlautet, sand anläßlich des Jahreswechsels ein herzlicher Telegramm-Austausch zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz J osef statt. K i e w, 2. Jan. Unter dem Balkon des Gouvernements- Gebäudes, in welchem derzeit Großfürst Konstantin Konstantinowitsch residiert, explodierte eine B o m b e in dem Moment, als die Salons des Großfürsten mit der vornehmsten Gesellschaft gefüllt waren. Durch die Explosion wurden zahlreiche Fenster zertrümmert. Es wurde jedoch niemand verletzt. Da man vermutet, daß ein Racheakt von Studenten vorliegt, wurden sofort suchungen vorgenommen und 15 Studenten verhaftet. An der Spitze der Margarine-Industrie steht die Welt- firma van den Bergh's Margarine-Gesellschaft m. b. H. Diese Firma ist hauptsächlich durch die Einführung ihrer nach deutschem Reichs-Patent hergestellten „Bitello" so berühmt geworden. Wie beliebt gerade die „Bitello" in Konsumenten-Kreisen geworden ist, erhellt am besten aus einer Mitteilung der genannten Gesellschaft, wonach die Jahresproduktion für 1901 auf ca. 12 Millionen Pfund geschätzt wird. „Bitello" ersetzt die teure Naturbutter in jeder Weise, sowohl zum Bestreichen des Brotes, als auch bei allen Back-, Koch- und Bratzwecken. Infolge ihres Aromas, ihres schönen Bräunens sowie ihres vorzüglichen Rohgeschmacks wegen kommt ,Mtello" der besten statur- butter gleich. G2 allgemein gelobt und weiteremptohlen. Proben der 4 Hauptsorten Mk. 1.— „Franco“. Chee-Import Ronneleidt. Trantrfurt a. W. AMTLICH GLlNZEND BEGUTACHT«: SALMTARISS TOILETTE-FETT-SEIFE Unübertroffen für Bant- u Ceintpflege: Rein, mild, sparsam. C. Naumann, Seifen-u. Parfumeriefabrik, Offenbach aJW. Schütze dein Pferd vor Sturz und Kronen^ tritt. Bei den meisten Neuerungen und Verbesserungen^ welche die Erfindung für das Hufeisen gebracht hat, hand^Üs es sich hauptsächlich begreiflicherweise um solche bei den] Stollen und Griffen. In der Regel kam es dem Erfinders darauf an, diese möglichst scharf herzustellen und, nachdem! sie dann desto schneller stumpf geworden waren, ihre Aus- wechselungsfähigkeit nach Möglichkeit zu erleichtern. Das! Patent „Neuß" verfolgte ein gänzlich anderes Prinzip. Durch die Gestaltung der Stollen in Form eines H wurde bie| Schneide verbreitert und verteilt. Hierdurch 'wurden 3 Vor>! teile erreicht. 1. Daß das Anklammerungsvermögen dess Hufes dadurch noch vergrößert wurde. 2. Daß die AL-, Nutzung der Schärfe hierdurch eine ungleich geringere wurdet. Die Firma Leonhardt & Co., Schöneberg-Berlin, hat ia ihrem großartig erweiterten Etablissement die Massenher^ stellung der „Neußschen H-Stollen" und deren VertrieS übernommen und ist in der Lage bei dein ungeheures Absatz,' den dieser Artikel hat, ihr vorzügliches Fabrikat M einem sehr billigen Preise abzugeben. Ein Einbruch in das Korn haus zu Lehndorf- (Sachsen-Altenburg) hat bewiesen, wie viel ein guter Geld», schrank wert ist. Trotzdem mindestens 2 Mann, nad)benß sie ein eisernes Fenster zertrümmert und 3 Thüreu erbrochen hatten, den Geld schrank eine ganze Nachch bearbeitet haben, ist es ihnen nicht gelungen« den Schrank zu öffnen. 42 schwere Meißelhie^, der abge-, schlagene Drücker, die beschädigten Schlösser und die ab- gesprengten Leisten haben bewiesen, wie die Einbrecher: sich angestrengt haben, ohne etwas zu erreichen. Dank oec Güte des Schrankes. Dieser, in der bekannten Geld-, schranksabrikJ. C. Petz old in Magdeburg gelxurt,; ist afto ein Erzeugnis der Magdeburger Geldschran^JAdwi dustrie, die sich mit Recht eines großen Rufes im Ju- Auslande erfreut. oo Das Beste für die Zähne! ’<4 Fi. Odd-ML Leo yt, , = „o.85 Warnung vor Fälschung -iytacI ay» in Lilien noch in Pulverform noch mit Cacao W vtlvl gemischt, sondern 701 „11T, in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist HUI Dr. Hommel’s Haematogen echt Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 2. Januar. 372°/o Reichsanleihe . . 101.00 3% do. , ♦ . 9000 3Vi% Konsole .... 101J.0 3<>/o do. , , / , . 90.90 372% Hessen .... 99.00 3% Hessen ..... —.— 4% Oesterr. Goldrente . 101.30 476% Oesterr. Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrente , . 100.20 40/0 Italien. Rente . . . 100.30 47,% Portugiesen . . . 3945 8°/. Portugiesen .... 26.50 1% C. Türken .... 27.— Türkenlose ...... 101.70 4% Grieoh. Monopol-Anl. 4240 47a % äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner .... 26J6 41/e'7o Chinesen .... —.— Electric. Schuckert . . . 88J3O Nordd. Lloyd ..... 10L0Ö Kreditaktien ..... 200.80- Diskonto-Kommandit . . 181LO Darmstädter Bank . . . 12640 Dresdener Bank .... 128L0 Berliner Handelsges. . . 139.20 Oesterr. Staatsbahn , . . 140.00 Lombarden . ♦ ♦ . ♦ 20.20 Gotthardbahn ..... 1641)0 Laurahütte . . . . . , 187DO Bochum ....... 175L0 Harpener ...... 15&5Q Tendenz: fest (»liiipfchliiiirtt'u Frische Schellfische re. eingetroffen. 91 IDo®Sartcnfaöcn, Arsenik, pfjos* phorlatwcrge Äattenhunde, Rahen rc. bisher nichts genutzt haben, da mache man vertrauensvoll einen versuch mit dem Rattcnmittcl: Ls hat geschnappt! Tausendfach bewährt und erprobt! Keine Hatte entkommt lebend bei verständiger Anwendung, wo keine Hatte mehr in die Lalle geht, wo keine ausgelegten Giftbrocken mehr angerührt werden, da wird mit Gier „Ls hat geschnappt" vertilgt. Ls hat geschnappt wird von den Hatten nicht verschlcpot, andern an Drt und Stelle mit lieiy- ?unger gefressen »nd wirkt darum tod» tcher, ohne für Haustiere gefährlich zu ein. 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Frau Adolf Rührig Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater findet Samstag den 4. Jammr, vornrittags :erbehause, Rodheimerstraße 2, aus statt. Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch schmerzerfüllt wÜ, dass uns» fieber Sohn, Bruder und Neffe Um stilles Beileid bitten die tieftranernden Hinterbliebenen ä Gietzener Lehrer i. P. heute mittag 2 Uhr nach längerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ift Um stille Teilnahme bitten Die trauernde« Hinterbliebene«. Steinberg, 31. Dezember 1901. 77 Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief faust nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser guter, treuer Gatte uub Vater _____ Philipp Haun Schreiner. Um sMes Belleid bittet 93 Die treftrauernde FawMe. Gießen, den 2. Januar 1902. Todes-Anzeige. Heute morgen 1/26 Uhr verschied unser innigst ge- Üebtes Söhnchen Karl nach kurzem, schwerem Leiden. Karl Aeuling jr. und Krau. Gießen, den 2. Januar 1902. 88 Freitag den 3. Januar 1902, Zum erste» Male: Die größte AM. Drama in 5 Akten von Otto Ernst. Sonntag den 5. Januar 1902 Ein gemachter Ion. Posse mit Gesang in 5 Akten voü Ed. Jaeobfon. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigst geliebtes Söhnchen Heinrich nach kurzem, aber schwerem Leiden im kaum vollendeten 11. Lebensjahre zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die liestraueruden Eltern und Angehörigen. Familie Franz. 81 Gießen (Katharinengasse 7), den 2. Januar 1902. Die Beerdigung findet Freitag den 3 Janucw, vonnittags 11 Uhr, von den Neuen Kliniken aus statt. wird gegen hohe Vergütung zu möglichst baloigem Erntritt gesucht. Gest. Offerten unter Ar. 11 an die Expeo. d. Bl. Stöbt Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: WGrisch 56 pfg. SNW4 56 W Lehrergesuch. 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