Nr. «82 Zweites Blatt. 152. Jahrgang Montag 1. Dezember 1903 ttbrefli füx Depelchenr Anzeiger Gießen. ^rnifprtdjanfd)lu6'Jlr 61. •rftte heutige Plummer umfaßt 12 Seiten. sei. Der Artikel lasse idlichen Egoismus in ut des Pangermanis- trotzigen Ge- nrd sich aber ^erklärte, sich einer halten und die englische Regierung jetzt auch anerkennen. Nur tnöchte man ihn sterben lassen dort, im Lande seiner Väter. Ein rührendes Bild echter, vaterländischer Gesinnung und Seelen gräsie! England erkenne, Deutschland entgegen- Deutsches Deich. Berkin, 30. Nov. Wie aus Schloß Neudeck gemeldet wird, ist der Kaiser Freitag abend auf dem Bahnhofe Radzionkau eingetroffen. Er wurde vom Fürsten Henckel von TonnerSmärk empfangen und fuhr sodann mit dem Gefolge und den übrigen Gästen nach Schloß Neudeck. — Ter regierende Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg war int Hotel Reichshof schwer erkrankt. In der Haupt- äche litt er an asthmatischen Anfällen und hochgradiger Schwäche. Im Laufe des gestrigen Tages waren vom Kaiservoare und zahlreichen anderen Fürstlichkeiten telephonische tmd telegraphische Erkundigungen nach dem Be- inden des Herzogs im Hotel eingegangen. Ter Herzog teht im 77. Lebensjahre. — Eine spätere Meldung aus Berlin besagt: Im Befinden des Herzogs von Sachsen- Altenburg ist eine wesentliche Besserung eingetreten. — Ter ehemalige preußische Eisenbahnminister v. May- bach empfing zu seinem 80. Geburtstag am Samstag ein eigenhändiges Glückwunschschreiben des Kaisers. Unter den persönlichen Gratitlanten befandm sich auch der Reichskanzler Graf Bülow und Minister Budde. P a d e r b o r n, 30. Nov. Ter frühere langjährige Reichsund Landtaasabgeordnete, Zentrumsmitglied .Hesse-Paderborn ist gestorben. Bremen, 30. Nov. Bei den Bürgerschaftswahlen gewannen die Sozialdemokraten zu elf alten noch echS neue Sitze. Außerdem kommen sechs sozialdemokratische Kandidaten in Stichwahl. Tie Bürgerschaft besteht aus 150 Mitgliedern. — Tie Danke skundgebung der K'rupp scheu Arbeiter an den Kaiser wird in einem Telegramm bestehen, zu welchem jetzt Unterschriften gesammelt werden. Auch ist beschlossen worden, für Krupp ein Denkmal zu errichten, wie dies auch für den Vater des Verstorbenen, Alfred Krupp, auf dem Fabrik-Terrain an der Limbecker Straße geschehen ist. Zur Beisetzung Krupps hat sich auch ressen französischer Konkurrent Schneider, der Besitzer der Creuzot-Werke, mit seinem ersten Ingenieur nach Essen begeben. Neunkirchen bei Saarbrücken, 30. Nov. Heute wurde hier das Denkmal für den Großindustriellen und früheren Reichstagsabgeordneten Freiherrn von Stumm-Hal- 6 er g enthüllt. An der Feier nahmen Teil der kommandierende General des 8. Armeekorps. Generaladjutant von Deines, Generaloberst v. Los, Staatsminister Freiherr von LuciuS-Ballhausen n. a. Tie Festrede hielt der Generaldirektor des Stummschen Werkes ZiMken. Hierauf sprach Generalleutnant v. Schubert. Er gab davon K'enntniS, daß das gegenwärtige Vermögen des Knappschastsvereins von dreiviertel Millionen Mark auf anderthalb Millionen Mark verdoppelt werde als Stumm-Halberg-Stiftung. Ordnung zu schaffen. 1 , . . Während sich Lord Chamberl Fahrt nach Südafrika befindet, reisen die ehemalc^n Buren- generale von allen Seiten dorthin, Minister zusammenzutreffen, und bei1 s-inen Erzfeind um die Erlaubnis, t Lhren zu dürfen; er wolle gern jick-1 atter llmtriebe ent- Ausland. Wien, 30. Nov. Ministerpräsident Körber wurde gestern vom Kaiser empfangen. Nachmittags sollte ein Ministerrat stattfinden. London, 30. Nov. Auf dem Kolonialamt wird versichert, daß bezüglich der gegen Venezuela zu ergreifenden Schritte zwischen Amerika, England und Deutschland ein vollständiges Einvernehmen bestehe. Tie nach Venezuela entsandten deutschen und englischen Geschwader würden dem Präsidenten Castro ein kurzes Ultimatum stellen, und, falls derselbe die englischen und deutschen Forderungen nicht erfüllt, alsbald scharf vorgehen. Athen, 30. Nov. Tie Wahlen sind ohne erheblichen Zwischenfall verlaufen. Soweit bisher bekannt, ist in Athen die gesamte Liste der Telv annist en durchgedrutrgen, während keine Anhänger der Regierung oder der Thsotokisten gewählt wurden. Tie Delvannisten veranstalteten lärmende Kundgebungen in den Straßen der Stadt. Madrid, 30. Nov. In derDeputiertenkammer erllärte der Unterrichtsminister, daß er das Dekret, wonach der Katechismus in Katalonien in spanischer Sprache gelehrt werden müsse, aufrecht erhalte. Cettinje, 30. Nov. 'Tie Difierenzen zwischen dem Fürsten von Montenegro und dem Erzbischof von Autivari, Milin owifich, wurden in freundschaftlicher Weise beigelegt. Politische Wochenschau. Go aufgeregte Stunden, wie in der verflofienen Woche, haben wir in Deutschland seit längerer Zeit nicht mehr erlebt. Die parlamentarischen Kämpfe im Reichstag um den Zolltarif haben sich in einer Weise zugespitzt, daß sie beim besten Willen nicht mehr als „parlamentarisch" bezeichnet werden können. Mag man einer starteirichtimg angehören, welcher man wolle, — jeder, der es ehrlich meint mit den konstitutionellen Rechten deS deufichen Volke? und seiner berufenen Vertretung, vird über die ttrrbulenten Lärmszenen vom Donnerstag Ttnb Freitag, wie über die ganze jetzt geschaffene Situation -mb bas öde, nerv en erregende Parteigezänk int Reichstag nur ein tiefes, aufrichtiges Bedauern empfinden können. Eigentümlicherweise haben bie wüsten Ebenen zwischen der Mehrheit und ber Minderheit gerade in dem Moment ihren unerquicklichsten Charakter erreicht, in welchem die vertraulichsten Verhandlungen zwischen den Führern der wlltariffreundlichen Parteien und der Reichsregierung zu tiner endgiltigen Verständigun g geführt zu haben Aus Stadt und Sand. Gießen, den 1. Dezember 1902. — Zur gefl. Beachtung. Der leitende Redakteur unseres Blattes, Herr P. Wittko, hat mit dem heutigen Tage auf ärztliches Anraten einen mehrwöchigen Urlaub angetreten. Der politische Vertreter unseres Blattes in Darmstadt, Redakteur Friedrich Hannemann, hat an seiner Stelle die Redaktionsführung übernommen. **Hvfnachrichten. Am Montag mittag wird in Darmstadt im Offizierkasino des 1. Gvoßh. Jnfanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 Hofrat Kofler einen Vortrag über seine kürzlich gemachten Ausgrabungen bei Bayers- eich halten, dem S. K. 5). der Gr o ß h erzv g anzuwohnen beabsichtigen. Am Abend dieses Tages gedenken S. K. Hoheit einer Einladung zu einer Abendgesellschaft beim englischen Geschäftsträger Mr. Johnstone zu folgen. *♦ Anszeichnun gen. S. K. H. der Großherzvg haben Allergnädigst geruht, am 5. d. M. dem Zugführer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemcinschaft Johann Georg Ramge zu Gießen aus Anlaß seines am 6. November l. I. stattgehabten fünfzigjährigen Tiensfiubi- läums das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. Pr. Konzertverein. Gestern öffneten sich, zum zweitenmale in dieser Saison die Pforten deS Klubsaalesi für bie Mitglieder und Freunde deS Konzertvereins, dis zahlreich herbeigeeilt waren, um sich an bett musikalischen Darbietungen zweier liebenswürdiger Künstlerinnen zu erfreuen. Fräuelin Hedwig Strache aus Berlin hat sich bereits int vorigen Winter, als sie in einem Liederabetld der Herren Duff und Strauß als Geigerin sich einsührtex ein gutes Andenken in Gießen gesichert, und dieser Umland mag viel zu ihrem gestrigen Engagement 6 et getragen haben. Fräulein Hedwig Meyer aus Köln ist eine auf hoher Stufe künstlerischer Vollendung stehende Pianistin, die den ihr borangegangenen Ruf, eine gute Beethoven- pielerin zu sein, durchaus rechtfertigte. Es war keine leichts musikalische Köst, welche die beiden Tanten unserem Publikum vorsetzten, und namentlich die ersten vier Nummern ihres Programms ließen deutsch erkennen, daß sie sich hohe Ziele gesteckt hatten . Mit Beethovens Violinsonate in Cs- dur, opus 12, Nr. 3, wurde das gestrige Kvnzert in glückverheißender Weise eröffnet. Tie beiden Künstlerinnen zeigten sich dabei nicht nur als sichere Ensemblespielerinnen/ sondern bewiesen auch durch ihre Vortragsweise, daß sie mit Erfolg bemüht waren, in den Geist des großen Tondichters einzudringen. Was Fräulein Meyer für eine glänzende, auch die größten Schwierigkeiten sicher und leicht überwindende Technik besitzt, ließen die Vorträge der chromatischen Phantasie und Fuge von Bach, sowie der in Gießen wohl noch nicht gespielten Sonate opus 110 von Beethoven deutlich erkennen. Auch in dem Vortrag der sechs Variationen von Beethoven erwies sie sich als eine, tildjtigd Meisterin ihres Instruments, deren Vortragskunst in B^uH auf Auffassung ihren technischen Fertigkeiten nicht nachsteht. Daß auch Fräulein Strache nur nach den höchsten Zielen' strebt, war an ihrer Wiedergabe der Sonate Nr. 6 in E-dur von Bach deutlich au erkennen. Tie junge Tante hat seit ihrem letzten Besuch in Gießen nennenswerte Fortschritts gemacht; sie besitzt nicht nur eine staunenswerte Technik- sie weiß auch vermöge der wundervollen Cantilene, dis sie ihrem Instrument entlockt, getragene Satze stimmungsvoll vorzutragen, was uns besonders im zweiten Satz der Violinsonate angenehm auffiel. Mit einigen Solo stücken für Violine mit Klavierbegletiung eröffnete Fräulein Strache noch die Reihe einiger moderner Kompositionen von Joachim Strauß und Brahms, letzterer in Joachims Bearbeitung, mit denen sie das Publikum so begeisterte, daß sie sich zur Zugabe eines weiteren ungarischen Tanzes von Brahms- Joachim verstand. Zum Schluß spielte Fräulein Meyer drei schwierige Solostücke von Rachmaninvff, Scarlatti und Listzt, die namentlich geeignet waren, die große technische Fertigkeit der Künstlerin noch einmal int schönsten Licht erscheinen zu lassen, int übrigen aber den Geschmack weniger befriedigten. Jedenfalls dürfen die beiden Tanten versichert fein, daß sie sich gestern im Klubsaal einen großen Erfolg erspielt haben, und daß sie ein gutes Andenken in Gießen hinterlassen. ** Evangelischer Bund. Der gestern abend in Steins Garten veranstaltete Familienabend des hiesigen Zweigvereins des Evang. Bundes nahm beit schönsten Verlauf. Es giebt biefe Thatsache eine Gewähr bafür, baß die an anderen Orten festgewurzelte Einrichtung auch hier den richtigen Boden find. — Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des hiesigen Zweigvereins brachte Herr Pfarrer Werner von Frankfurt ist feiner Rebe seinen Vortrag über bie religiöse und na-« tionale Bewegung im Reformationszeitalter zu Gehör. In gewanbter rhetorisch vollenbeter Sprache führte ber von früher bestens bekannte Rebner aus, wie bie gesamte religiöse und nationale Bewegung ber Reformationszeit sich in Luther verkörpere. Nicht nur ber Anstoß zur kirchlichen Reformation würbe von diesem gegeben, sonderst auch die Grundlage zu einer nationalen (Einigung, wenn diese auch dem deutschen Charakter entsprechend noch Tange Zeit zur Ausreifung bedurfte. Ter Redner entrollte ein packendes Bild von Luthers deutscher Gesinnung, seinem deutschen Mut, seinem deutschen Gemüt und Humor. Seinen mit reichem Beifall belohnten Vortrag schloß Redner mit dem Wunsche, daß die Zeit kommen möge, wo Christentum und nationales Denken in Deutschland so geeint feien,’ daß sie in Luther grüßen ihren größten religiösen Reformator. — Ebenfalls wohlverdienten Beifall fanden bie Liebervorträge unb Sologesänge des Gemischten Chors des Ev. Arbeitervereins, die ihrem tüchtigen Dirigenten Herrn Lehrer Gernhardt alle Ehre machten. Die lebhafte Anerkennung der Anwesenden veranlaßte den Chor zu einer Zugabe aus seinem reichen Liederschätze. * * 25 jähriges Dienstjubiläum. Der Postschaffner Gerbig beim hiesigen Postamt 1 ist heute 25 Jahre im Dienste der Reichs-Post- und Telegraphen-Ber- : waltung. Der Jubilar hat bie Felbzüge von 1866 unb . 1870/71 mitgemacht. * * Einen M ensch en auflau f verursachte gestern abenb gegen 12 Uhr in ber Bahnhofstraße ein Mann, ber in anscheinend betrunkenem Zustande seine Frau, welche ihn zum Nachhausegehen zu veranlassen suchte, in der . gemeinsten Weise beschimpfte und schließlich auch thätlich angriff. Durch Dazwischentreten einiger, über diese Hand- . lungsweise mit Recht empörten Passanten wurde der Un- . hold zum Schweigen gebracht. * * „Der hessische Kamerad". Wie wir schon mitteilten, erhält vom 1. Januar 1903 ab die Kriegerrame- i radschaft „Hassia" ein eigenes Verbandsorgan unter dem : Titel „Der Hessische Kamerad". Tie Kriegerkamerabschaft : „Hassia", welche jetzt 30 Jahre besteht, benutzte bis 1892 . bie „Deutsche Kriegerzeitung", und als diese einging, bezw. jcheinen. ^Noch bektagenswerter, als bie parlamentarischen Streitereien, ist ein Vorfall gewesen, bessen erschütternbe Tragik wohl jedermann ohne Unterschied der Lebensstellung mit ergriffen hat: Das plötzliche Hinscheid^n Alfred Krupp's. Er starb als ein Opfer schamloser, niederträchtiger Derleumdunassucht, die, von italienischen Aowdis ausgestreut, in radikalen deutschen Blättern leider tut einen allzufruchtbaren Boden fand. Aufs höchste ist Tiber bie feige Verleumdungsthat ber Kaiser empört luorben, der bei der Beisetzung der sterblichen Hülle des Verewigten seinem Zorn in scharfen Worten Ausdruck Hab ui'.d in unzweideutigster Weise seinen kaiserlichen .Schild schützend über den makellosen Lebenswandel und Lie volle Lauterkeit seiner Gesinnung erhob. In unserem engeren Heimatlande hat mit der ab» gelaufenen Woche das parlamentarische Seben seinen Anfang genommen. Die hessischen Land stände sind vom (Zroßherzog mit einer längeren Thronrede eröffnet worben, in welcher die zahlreichen und zum Teil sehr diffizilen Aufgaben, mit denen sich namentlich die zweite Kam- Vier zu beschäftigen haben wird, im etn^efnen aufgezählt Vierden. Tic letztere hat mit Wusnafime des zwecken Lchriftführers das Präsidium der letzten Tagung wieder- rewahll:' der Haushalts et at, der wenige Tage nach 8em Zusammentritt der beiden Kammsern zunächst nur Len Abgeordneten zugestellt worden ist, weist wiederum arine starke Steigerung ber laufenben bernemben Ausgaben acuf. Die wesentlichen Positionen des . neuen Etats sind in biefent Blatt bereits zum Ausdruck gebracht worden. Da Sie eigentliche parlamentarische Beratung der Zwerten Kammer voraussichtlich mit dem Mogiat Februar ihren Anfang nimmt, wird sich bie gegenwärtige Tagung wahrscheinlich toieberum bis tief in den Sommer hinein aus- 1 ehnen. ) w . Im Ausland haben sich manchle Vorfälle ereignet, Re von Teutschlanb immerhin mit Mifmerfiamkeit ver- fjolgt werben müssen. So tritt jetzt tauch in Rußlanb Ler Haß gegen das deuffche Reich jwieder hervor. Aus Moskau schreibt „man" nämlich demj „Standard", daß der ^Swet" einen gegen Deutschland geriichteten Artikel bringe, ^ber selbst Diejenigen überraschen müs/se, denen die Deutsch- ftinblickkeit dieses Blattes bekannt sei. Der Artikel lasse Den tiefen Haß, ber augenblicklich Riußlanb gegen Teutfcf)* Eanb beseele, beutlich erkennen. Jo heißt «s, habe sich burch seinen unermt weniger als einem Iahrhunbert mrs einem Nichts zum L'enker ber Weltgeschicke gemacht. Die romanischen und ^lavischen Nationen seien der Hochfi mus nicht mehr gewachsen. Selbst Saß es zur Rettung seiner Existenz . , - fceten müsse. Rußlanb habe erkannt, daß es Oesterdeich als letztes Bollwerk gegen Teutschlanb unterstützen müsse. Es gebe nur ein Mittel gegen ^Deutschland, nämlich erbarmungslosen Egoismus in Politik und Hcmbel . Man steht auch hier sehr deutlich: Schöne Seelen finden sich. Sehr böse sieht's noch immer im Mittelamerika aus. Das durch fortwährende Revolution ^ korrumpierte Vene- Mela unb sein jetziger Vräsident Ca stro nahmen aus die Forderungen Deutschlands und ® n £J ° n Sicherheit von Leben und Gilt ihrer £ ^gehörigen gewährleisten, eine dreiste Haltung an- und Castro macht kine Anstalten, die durch die Unruhen entstandenen Vn- rhifte zu ersetzen. Auch für die Ermordung des beulten ?'llantagenbesitzers Rüssel, fitr die ^i^^eck erfolgte Festnahme der beiden Unteroffiziere der li'ch daran schließenden Angriffe des P^^s auf dm Handels- Dampfer „Valesia" ist keine ausreichenlHe Genugthuung ge geben worden . Castro verläßt sich bei ^tzigen Gefahren ohne Zweifel auf die MonroedoK^um ^b sich aber Sabei arg lauschen; denn Roosevelt gemeinsamen Aktion der deufichen un?d englischen Flotte Gegenüber neutral halten zu wollen, Ui^er der Bedingung, M amerikanisches Gebiet nicht annekt^t würd.. Hoff : L-ch gelingt es jetzt dem gemeinsamen ? Vorgehen Uglands unb Deutschlands dort endlich einmal^gründlich Ruhe und d befindet sich desieldeu n zwel SDlonüte in Amerika wird übrigens, wie wir bei uns in Gießen em der .Jüdin von Tolebo* daß m diesem Frühjahr keinerlei Verantwortung.) Der Braudplatz. hatte, wird in jeder Spielzeit gastieren. Der bekannte Künstler bereits mitteilten, demnächst hier Gastspiel absotvieren und zwar in In einem geradezu skandalös en Zustan fltennmrttg der Brandplatz. Die Anwohner oerNäbe derKeua Haus-Kaserne verletzt. • Detroit, 28. Nov. Der Dampfer „SylvanuS I. M. Macp" ist auf dem Eriesee bei heftigem Sturm gesunken. Die fünfzehn Mann zählende Besatzung ist ertrunken. * New -York, 28. Novbr. Der Baumwoll-Exporteirr William Landau aus Texas wurde verhaftet, weü er die Firma Ladenburg, Thalmann u. Comp. angeblich um 200000 Dollar beschwindelt haben soll. Wie em weiteres Telegramm der »Fr. ßtg.' meldet, weigert sich l Thalmann, über Landaus Transaktionen zu sprechen, indessen scheint die polizeiliche Schätzung des Verlustes zu hoch gegriffen zu sein. . » Der Kaiser als Erbe. Der früher m Dresden, zuletzt in Görlitz wohnhafte Rentter Wilhelm Hildebrand, der dem deutschen Kaiser vor Jahresfrist seine Villa in Arco (Tirol) schenkte,' riz>e^vifchen zu einem Offiziersheim auSgc- staltet worden ist, ist plctstich im besten Mannesalter gestorben, hat aber zuvor ebensall'- dem Kaiser fein ganzes Vermögen vermacht. Dieses befehl in einem Grundbesitz im Werte von anderthalb Millionen Mk., sowie in drei Millio- I nen Mk. obendrein in Geld. • Mutterliebe ohne Grenze. AuS Paris wird gemeldet: Im Schloß Saint Maurice bei Mont de Marsan wurden nach Ableben der Besitzerin, der Wilw> eines Depu- tierten, die sog. „Geheimgemächer' geöffnet und man fand in einem kostbaren Schrem die einbalsamierte Leia, der vor langer Zeit verstorbenen Tochter der Wlttwe. Das Begräbnis des jungen Mädchens hatte man s. Z. mit großemVomp gefeiert, aber der Sarg war leer gewesen, denn die Sb-tter hatte die Leiche in einem der Dienerschaft unjugänghu-n Raum geborgen, wo die unglückliche Frau täglich mehre- Stunden zubrachte. Kunst und Wissenschaft. Rudolf Eh ri sti ans hat einen neuen Vertrag mit den» Königl. Schauspielhause zu Berlin jetzt zum Abschluß ge- bracht. Der neue Vertrag läuft zehn Jahre und enthätt auch die Lösung der amerikanischen Kontraktsfrage des Künstlers. Christians, der sich auf eine Reihe von Jahren dem deutsch-amerikanischen Bühnenleüer Eonried verpflichtet Unsere Leser werden sich erinnern, gelegentlich eines gemeinsamen Gastspiels von Jos. Kamz und Irene Triesch im alten Frankfurter Echauspiclhause an dieser Stelle eine längere Besprechung dieser Grillparzerschen Zevenaar entgleist. Der Verkehr ist gesperrt, Personen sind nicht verletzt worden. Von Emmench ist ein Hülfszug abgesandt worden. * Ferrol, 28. Nov. Die Stürme an der spanischen Küste dauern fort. Heute traf der englische Dampfer „Cher- chöde" mit Erzen von Nordamerika nach Deutschland be- sttmmt, mit Beschädigung hier ein. Eine Sturzwelle nß das Deck fort Dabei wurden mehrere Matrosen schwer {£h § b a n l Nachdem das Jnkassogebiet der Reichsbankstelle in Elberfeld auf die benachbarte Stadt Ronsdorf ausgedehnt worden ist, werden von jefct - --------......----------- hergehende Nacht- Sehr bekannt ist der Brauch, daß die^er Ntetzgergcselle Fr. hier verlangt von dem lungen Mädchen einen Apfel in einem Stuck ab schalen und Metzgermelster E. 3Mk. ruefftänbigen Lohn. Ter Beklagte roenbet bie Apfelschale dann hinter sich werfen; aus der durch den! nphabt habe, mit dem Kläger Wurf zustande gekommenen Chiffre können sie dann den Anfangsbuchstaben chres Zukünftigen herauslesen. Bei der Neugier des weiblichen Geschlecht ist es ganF natürlich, daß die jungen Mädchen auch den Wunsch haben, den ihnen bestimmten Liebsten schon vorher von Angesicht zu Angesicht w sehen. Um dies zu bewerkstelligen, wurden in früherer Zeit — ob es jetzt noch irgendwo geschieht, ist uns unbekannt — von den Jungfrauen recht drastische Anstallen Getroffen, bei denen von einem Rtanue von Fleuch uno Blut überrascht zu werden, ihnen gewiß nicht souderlick), angenehm geivesen wäre. Aber die Beschwvrung soll doch orbmmg war nicht ersichtlich, ob auch das Fahren mit erntet leeren Lastwagen durch dieselbe verboten werde, weshalb der A«. geklagte f r e i g e s p r o ch e n wurde. ' gpulplan bbmnigtrH Frankfurter Stadllhenter. Lperiihau». Dienstag deTezember'): .Tannhäuser und der Sängev- krieq aus Wart! Wolfram o. Eschenbach: Herr ^ldrech« v. Ullmann alst. Mutwoch ben L. Tezember: 8. Abonne- inents-llonzert Wogung bes Herrn Ebouarb Colonne fPariS^. Donnerstag ben e^ember: .HosfinannS Erzählungen.' gret- tag ben 5. T ezei aoeubs halb 7 Uhr: ,Lohengrm'. Uohengrrn: Herr Theobor K h vom Stadttheater in Breslau als East. eamStag ben 6-iber: .Mignon'. Sonntag ben 7. Tejembe^ nachmittags halb.r: ,HLn,e1 und Gretel". Abends 7 Uhr; ,Ter Baiazzo." i. Herr Theodor Konrad als Gast. Hieraus: .CaTttiien» rusüc Montag ben b. Tezember geschloffen. Lchaufpiethau». Dienstag bepjeinoer*): „Ult-peibeUxrg'. Mittwoch ben 3. Dezember: Liuart.' Tonnerstag ben 4. Tezember, abends halb 8 U Ter Nachtwächter.' Hierauf: ,1er alle Bürger!apuän.' a den 5. Tezember: Zum ersten Alale: ^Zin buiuen RocksamSias beu 6. Sxuinbec; H**— wirksam gewesen fein ... (•) Großen- Linden, 30. Nov. An den Erwelle- rungsarbellen des Bahneinschnittes der Main-Weser- Bahn ist -wischen hier und Klein-Linden nunmelst: die westliche Sette mll ettiem Kostenaufwand von ettva 60 000 Mark fertiggestellt. Hier war nämlich feit Jahren der Bahn- _ törper durch fortgesetzte Rutschungen der Lettmafsen 5 besonders im Frühjahr bei Tamvetttt unstlich gefährdet. > Alle Versuche zur Befestigung Mirun^n fehl, t 3m nächsten Frühjahr wird die östliche Seite abgetragen and erweitert , _ I )( (jungen, 30. Nov. Für unsere Stadt ist die Her- Mun« einet Wa,ssetleitnng i» Aussicht genommen. An die hiesige Bürgermeisterei sowie an die der ^tnelnden Nonnenrvlh und Ober-Bessingen sind Schreiben vom Kreisamt gekommen, in denen der Dau einer gemeinschaftlichen Leitung vorgeschlagen wird. In der Nähe des Georgen- bammers bei Wetterfeld befinden sich sehr wasserreiche Quellen, die man zu benutzen gedenkt Berells vor 11 fahren hatte man eine Wa,serleitung nut einem Kosten-1 aufivand von etwa 9000 Mk. angelegt, doch ist das Wa,ser I nur zum Tränken der Haustiere zu verwenden. F-ur ^rmk- wasscr sorgen z. Zt einige Brunnen. )( Born oberen Vögelst) erg, 29. Nov. das Weihnachtsjest heranructt, macht sich hier überall durch die C h r i ft b a u m h ä n d l e r bemertbar. Im Lause dieser Woche werden in Grebenhain, ebenso ui Gedern, Steinau il s. w. drei Waggons Christ-1 bäume verladen werden, sämtlich nach Feaiitsurt a. JJL , Oblvohl der Handel rcsp. Ankauf von Cyristdaumen in unserem Vogelsberg erst leit ewigen Jahren begonnen hat. wird der Ankauf doch mit jedem Jahr großer, oua- der Preis ist in die Höhe gegangen. Früher kostete bad ^tutf 12 vis la Pfennige, heute ist der Preis auf 2/ bis 30 Pfg. gestiegen. Marburg, 30. Nov. Der hiesige Gartenbau-Verein beschloß in einer gestern Abend ab gehaltenen Versammlung, im nächsten Jahre hier, jedenfalls im Oktober, anläßlich des 2u jährigen Bestehens des Vereins cuie große Obst- und Geniuse-Ausstellung zu veranftallen. ^luwersstüts Nachrichten. — Zwei Vereraueu ver Veriiuer Uuroerfilät, Profeflor Theodor Mommsen xuib Geh Jusiizrat Proseüor Alben Friednch Berner, traten am gestrigen Sonntag in em neues 2ebens,ahr ein. Theodor Rlommsen ist 85 Jahre all geioorben, wahrend «veh. Rat Bemer, ber verbienstoolle Alimeisier ber Strafrechtswißen. schäft, den 84. Geburtstag beging. Mommsen widmet sich schon jett Jahrzehnten lediglich ferner wissenichanlichen Arbeu; Berner bat Nch erst feil einigen Jahren von ber Uehrihängkeit zurückgezogen. Beibe Gelehne errreuen sich einer bewundernswerten geistigen Reg. famfetL Es ist übngend bcmerfenSroea, daß die beiben Gelehn«, zu Charlottenburg nicht weu oonemanber chr Herrn besitzen. — Mommsen ist noch nicht bad älteste 'Dhiglieb bes UehrkörverS ber llmoeniau Berlin. Der Rcswr ist ber Philosoph Exzellenz Ebuach Zeller, ber sich nach Stuttgart zuruckgezogen Hai, uon noch all senior ber philosophischen Fakultät geführt wirb; er steht un Atter von fast 89 Jahren. Dichtung erschien. Eingesandt. (Für Form und Inhalt auei unter 0iejer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publttum gegenudq ein, daß er gar keine Gelegenheit gehabt habe, ruil dem Kläger abzurechnen. Es kam Vergleich zustande^ wonach' Klager noch Ptk. 2.50 Lohn erhält. — In ber zweiten Sache klagt ber Maurer D. aus Grogen-Buseck gegen Maurermeister Pf. hier auf Zahlung von Aik. 20.64 rückständigen Lohnes. Da Beklagter nicht erschienen ist, erließ das Gericht auf Antrag Klägers em SktfaumnisurteiL | fr. Gießen, 28. 9too. Schöffengericht. Die Dienstmagb Christine K. aus Rtainz begab sich in die Wohnung ber Pf. schon Eheleute zu Gießen, angeblich, um em Zimmer zu miethen. Als sie einen Augenblick mit ber krank zu Belt liegenben sfiau allem war, nahm sie em an ber Wanb hängenbes Cape unb versthwanb | damit. Außerdem wurde ihr noch ber Diebstahl cmer XailU unb einer Schürze zur Last gelegt. Tie Angeklagte würbe |u m Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt. —herhei ratete Schuhmacher Johannes R. unb bie Witwe Katharine beibe au Gießen, hatten sich we^en wüber he ju I odjmu^e realen nb in Pfützen treten muß. Jraenb welche R» Das Urteü lautete auf je 10 M k. Geldstrafe. Äcbvrel-1 "igung wirb offbar auf bem größten Teile biejes KBeges memdl geselle Karl St. aus Siegen hat sich ^ne g S y S ) I orgenommen. n derartiger Ucbelftanb wird aber auf dck lereien zuschulde kommen lqssem Hierfur erhall ^eute VV M Lästigste empfund, nicht nur von ben vielen Arbeitern von E» | (S e l b 1t r a f e eot 10 Tage (Sefangn^. toebilfen ein bentttd), bie toglturocunal biefe Straße in ber Tunkelheu otjn „ Karl W. aus Iserlohn soll un dllt9"steme entroenbet | iebc Beleuchtung hüben müssen, sondern überhaupt von der» uroettex ernstlich gefährdet. Portemonnaie mll 6 DU. Jnhall fowre emen S d t £ inmten Einwohne^ast und dem auswärtigen Publtkunt. HosseA des Bodens schlugen fehl, haben. Aiwerdem wird ihm «r^.^iwettug zum awchteu^0- ^agen diese Len dazu b«. daß hier endlich einmal« । Wirtes L. zu Gießen zur Last gelegt. ^G^chtwuwe o^w ünbhd)e uni> da-nde Abhülfe geschasseu wird von einem Mch. die Beweisaufnahme von ber Schuld des Angeklagten bcr jd>on L)er al8 Kn -1 Landet UN Verkehr. Votkswtttschafl. Mündung^'einem «en^aooU^et SeÄö' fle'eiftä,&bSifeiben I fflrfiuher«, Woocmber. orucfitmarf L rtunS^mä- h»Kn?9Hnb bebroht ^Die von bem Schöffengericht erkannte Ge- preis pro 100 Kilo.Wetzen 15.02 bis 15L0 Mk^ Korn lUü M Snltrak von ^weiWochm «höht das Beriisungsaericht auf 14.24 Mk, ©e^te 30 bi5 15.00, Hafer 13.66 Ins 18,1b i-tt.. dr??Wock en — De r\elb e Hal verläumberischer Weife einen Erbsen 16.32—17 Meinsen 22.00 Mk, iTein OO.OU Mk, Ä,cken00.OO Mdbae^Rechtsanwalt ber Unterschlagung von 0>elö, bas ihm, bem Mark, Samen 00.(*0 DU, Kartoffeln 00.00 bis o.OO M. SiaetSita» aeÄrt hab” bejchulbigt. Lr erhält brer Monate fo Frankfurt M 1. Dez. (Telegr. Ortg^encht beS I Gefängnis — Ter Schuhmacherineister Johamr Tebus, ber .©tep. 21m. j. Anue 9lohenmgen ber heutigen L..cymarkt- ? Ä inÄutzbach eine Fuchthausstrafe wegen Branbstiftung ver- preif Zum Bett, stanben: 450 Ochfe»i, 119 au< büßt hat aus ber ZellLfti-afanstalt mehrte «nefe gejchrteben, reich b6 Bullen, Oesterreich, 83S Kühe, Fette», Lnere unb • >!»„?» »r n A den Staatsanwall, der s. Zt. die Anklage gegen "Rinder, 0 aus Oestech, 237 Kalber, 370 Schafe uni fromme^ Tas Ger?cht ver- 1164 SchwE 0 Zn 0 Z„ 0 SchÄlanuner Bezahll ürteill ibn roeaen dieser Beleidigung zu einer dreimonatigen wurde für 100 Psiurd lachtgewicht Ochfen l.Uuaiitatf»- ?o -U tf «u ä in niM’irale — Ter Schuhmacher Georg Schäfer aus 2. £>uaL 64^66 DU. Qual. 58—61 Mk.; Bullen 1. u»aL 60 bi8 I Cirhiell wird wegen Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe x>on I 62 Du, 2. Quoll 57- AU.' Kühe L Oaroll 60—61 Mk, 2. CuaL 521 anSIStm die drei Wochen der Unterfuchungshaft aufge- 5W7 Mk 3. Oua^/ DU, 4. Quoll 3V-^1 Lfk, 5. L.uaL 1 iSfnet merben nerurietlt — Ter Landwirt Heinrich Lauerwein 00—^00 Mll Kalbei: l.alität78—8OPkg,Lebendgewicht 47 - 48 R, I ai^Wemnqs"hat^eme taube Pefion? die chn verhöhiU halte, miß- 2. Quall 67-70 d Lebendgewicht 89-41 Pfg- Schlacht hanbclt Ä^Schöffengericht hat unterstellt, baß bie Schläge mit gewicht b0—55 Pfg afe: j Quoll Schlachtgew'äu 62-^ bfg, hanooit. -- - 11 9 ninrben Seien unb deshalb auf einen 2. Qual. 08—60 Pfg Quoll 00—00 Pig.: cdjreeme 1. Uual. I 1 aeaen>^en Sln^enagten erkannt. In der Ber- 67 Pfg, Lebendgew52,5 Pfg., 2. Quall 66 Pfg, ^de.tdge,vich< h noTo! Stammet ergab sich, baß er nur mit bcrn bl^Pfg, 3. Cual.-00 Pig, Lebendgewicht oa-ou Pig. - äSriemen xugebauen hotte, mithin eine einfache Körperver- Geschau: bei Hoimigebrückt. bei Kle.nv.eh .mUelmav.g. I uiHnninrlSnt weSbolb d.e Strafe in eine Geldstrafe von 10. Krautf«» M., ll Tez. lLrtg^Telegr. des „o^,eßm. fin a l Vumacroanbe t würbe - Ter Schäferknecht Emmerich Anz.") Amlliche S^en ber heutigen Fruchtmarklpre.Se. v!n G?^erda ist d^ Diebstahls in strafrechinchen Rück- Weizen DU. 15.75,-x) Kurbessischer DU. 1150-15.75, X!a Plato ^mmpffnat un^roirb AU einerTuchthouSsirafe von zwo. Mll 17.00-17.25 .fas Mk. 17.00-17^5, Roggen jh.ei^ett I !?U angel lag tu ..... Pt-Iiii>re unter SBol.*eiauf- Mark 14.50—oo.OO,,^ (Wetterauer) Dill 15^0-1 u.OO, ,-ranken- ielber Dill 00,00—vt^gser DU. 14.75—15.00,DtoiS DU.P4.0o- 14^5, Weizenmehl 0 9 25.50—25.75, 2. Cualuut DU. 23JbÜ bis DU. 23.75, »tolität DU. 21^0—21.75, Roggenmeyl 0 DU. 23.00—23.75, rstität DU. 21.75-22L5, Weize.Uleie DU. 8.75 bis Dill 9.00, 9 lt)re und tntböl utraklssrage * ”M He onneb verpfi^ onüte in Amech ln9fn8, wie $ .,In TießenU jb'n von lokbo- diesem Frühjch .von Jos. -chauspielhause s tt Erchparzersche Rubrik stehender lbstlum gegenüb« hnb befindet fiö >hnn desielbra w daß sich Die ma[ iehl und dasür soiK )t zu den genannte inmoglid), zu Oitlt Lchmutz, durch nch len. Die Anirojm daß wenWn/iiv elig, zu chit« suhrt , was die Wassew aßen üfiJangl, inch welche die jchiechd >t üdeiichreueu dar ' in Acdemeichi a Siebener Si«| btn zur Irrt, da ui, um bas N axA b\e\t Weg» > brr tzutzweg L- wahrer^ im M Irgend welche: dieses Weges niw wird aber auf n Arbeitern oon« i der Dimtelheil i berhaupl von da n Aubiitum. ho? endlich einmdj otrb von einau! Ksivirl^ 13.66 bis >0.00 M- Obis 0Xb(8 J0“1» und chasta<^..K, LOuaCßObü WTg, CuaL Hm enbge-^ ^^chl- ^g-61 Pitz Ä-- Sh* W* ntftntt*ll £» >» der 8^ . Telephonischer Kursbericht« 3'/s% Reichnanleihe . . 101.85 3% do. ... 91.50 3Konsole .... 102.10 3% do.....91.40 3‘/e0/n Hessen .... 100.20 3% Oberhesson . . . 99 80 4% Oosterr. Goldrenfe . . 102.90 4Xl,% Gestern. Silberrento 101.80 4% Ungar. Goldrento . . 101.40 40/ Italien Rente . . . 103.10 4i/,-6 Portugiesen . . . 49.10 °0/ Portugiesen, .... 30.80 1% C. Türken .... —.— Türkenloee......122.20 4°/0 Griech. Monopol.-Anl. 44.10 4l/, % äussere Argentiner —.— 3a/o Mexikaner .... 24.30 4V?7 Chinesen .... 91.10 Electric. Behuokert . . , 79.20 Nordd Lloyd . . . . 95.701 Kreditaktien .... 211.001 Diskonto-Koromandli. . , 188.10 Darmstädter Bank ... 137.001 Dresdener Bank .... 142.701 Ber iner Handelsges. . . 155.801 Oeeterr Staatebahn . . . 148.201 Lombarden . . ♦ » . 17L0s Gotthard bah» . . » , , 180.00s Laorahütte . , . « . . 201.00s Booham . ...... 166.30 Harpener ...... 1600' Tenden*: fest Die echte Pfeiffer & Dillen» Kaffee-Essenz sollte jedes Geschält fuhren. Jeder Kaffeetrmker mache den Versuch mit einer Dose. Statt jeder besonderen Anzeige Friedrich Grein Ur StAdtpfarrer im Alter von 34 Jahren. Darmstadt, den 30, November 1902. 8341 Die Beerdigung findet Dienstag den 2. Dezember 1902. nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Stiftstrasse 5, aus statt im 66. Lebensjahre aus diesem Leben abzurufen. 8349 8355 Der Vorstand Sopha-Kissen Reizende Neuheiten in Satin, Velvet und Seide. 8363 S?Tits OlCttdi. Spezial-Geschäft für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen j Die Beerdigung^ findet Dienstag den 2. Dezember, vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause, LudwigSplatz 8, aus statt. Heute nacht 3$ Uhr entschlief sanft in dem Herrn nach kurzer, schwerer Krankheit unser innigst geliebter Gatte und Vater Im Namen aller Hinterbliebenen: Paula ©rein, geb. Gebühr, nebst Kindern. Tie trauernden Hinterblicbeueu. Gießen, München-Gladbach, Nieder-Weisel, Frankfurt a. den 29. November 1902. KriefKasten der Redaktion. Unsere Herren Korrespondenten bitten wir, ans ihren Manuskripten jedesmal ihren Namen zu vermerken. Leibnix 10 aff ein Zu haben bei Hofl. J. Honx, Seltersweg No. 25. 850Z» nr w.Knechis Magenbitter „SÄNTIS” ’Sl bei Mageh-u,Darmbeschwerden idüsVoraitjlichsteuunentbe Hausmittel. Pribeflaichell^f^ Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, guten Gatten, Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater Friedrich Christian Görlach Lehrer i. P. nach langem, schwerem, mit großer^ Geduld getragenem Leiden heute abend IRafe wiederhol bunten Nock." Sonntag den 7. Dezember, nmchmittag halb 4 uhr: »Der Nachtwächter/ Hierauf: .Der alte *8ürflerfapüan/ Abends 7 Uhr: ,Im bunten Rock/ Montag den L Dezember: Zur Erinnerung an die erste Aufführung der ,3our- aalisten^ vor 50 Jahren: ,Dtt Journal isten.* *1 Anfang, wenn nicht ander« bemerkt, abend« um 7 Uhr. Neueste Weidlingen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger. Neunkirchen, 1. De-. Bet der gestrigen Einweihung iiteS Denkmals von Stumm waren erschienen als Vertreter ibeS Kaisers der kommandierende General des 8. Armee- 'korpS v. Timers, der im Auftrage des Kaisers einen Kranz •mt Denkmal ntederlegte, ferner Generaloberst Vvn Los, »Staatsminister v. Lucius und die Vertreter verschiedener ipeoßindustrieller Korporationen. Die Eröffnungs-Ansprache stielt der Generaldirektor des Neunkirchener Eisenwerkes .Zilliken. Im Namen der Familie übernahm der Schwieger- jsohn v. etnnrmS, Generaueutnant v. Schubert, das Tenk- rnal. Ter Redner wies auf das schöne Verhältnis zwischen iden Arbeitern und der Firma Stumm hin, welches der Erstorbene gepflegt habe und welches seine Nachfolger erhalten mögen. Herr v. Schubert teilte mit, daß die Familie ». Stumm dem Kuappschaftsverein des Werkes dreiviertel Millionen Mark als von Stumm-Halbergsche Stiftung überwiesen hat. Aus Anlaß des Tages stiftete die Firma ein Waisen- und Altersversorgungshaus. Hierauf hielt Reichs- Sa gsabgeordneter Kardorff eine längere Rede auf den Verstorbenen, den er als seinen politischen Freund feierte. 2n den Kaiser wurde ein Tanktelegramm abgesandt für die Entsendung eines Vertreters. Eine große Masse vvn Kränzen tmrde am Denkmal uiedergelegt. 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London, L Dez. Die „Morning Post" meldet aus Aden vom 30. November: Tie Spitzen der hiesigen Militärbehörden halten einhellig dafür, daß die Jahreszeit sür eine nachdrückliche Weiterführung des Feldzuges im Somalila nde jetzt vorbei sei, da die Regenfälle aufgehört hatten und bis August kein wirksamer Vormarsch möglich sei und bis dahin wahrscheinlich, abgesehen von der Verstärkung der militärischen Stationen, nichts unternommen werden könne. Paris, L Dez. Die Polizei soll dem Bruder der Frau Humbert, Romain Daurignac auf der Spur sein. Es heißt, der Gesuchte werde in einem Brüsseler Hotel, in dem er unter falschem Namen abgestiegen, überwacht. Rom, 1. Tez. Wie verlautet, ist der gestern vom Papst empfangene Großfürst Sergius von Rußland lleberbringer einer wichtigen, sich auf die Ernennung des päpstlichen Vertreters in Petersburg beziehender Mitteilung des Zaren an den Papst. Wien, 1. Dez. lieber den Stand der deutsch- tschechischen Verständigungs-Aktion verlautet, daß die Tschechen sich nunmehr bereit erklären, die strittigen Punkte im Einvernehmen mit den Deutschen in leidenschaftsloser Weise zu beraten. Atben, 1. Tez. Der Ausfall der Kammerwahlen dürste den Rücktritt des Ministeriums zur Folge haben. In Athen, wo kein einziger Regierungskandidat durchdringen konnte, sondern lauter Anhänger von Telyannis gewählt wurden, veranstalteten diese abends große Straßenkund- gebungeu. Ab pragische Gescheite für den Wtachbtbch empfehle Statt jeder besonderen Anzeige. Bertha Meyerhoff Albert Löw Verlobte. Giessen Krefeld November 1902 ^b Ä ^b ^b ^b Ä ^b Spezial - Offerte in DameiihiiiMihiii Durch Ankauf der Restbest&nde eine® meiner Lieferanten bin ich in der Lage, folgendes enorm billiges Angebot zu machen. Capes Serie I schwere Winter- wäre . . . Mk , II dto. extra K E lang . . . Mk. , IH dto. mit an- karlert.Fntter Mk. IV dto in den schönst.Farb. Mk. V dto. in grau . . 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