Nr. 257 •rltetut täglich außer SornnagS. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem yesflfcheo Landwirt dre Gießener Kamilien. blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein- bruderet (Pietsch Erben) Redaktion, Txpedllio« und Druckerei: Schulflraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FerntprechanschlußNr 51. Drittes Blatt. 152. Jahrgang Samstag 1. November LSVS GietzenerAnzeiger General-Anzeiger w '*sZ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ye,ng»pret»r monatlichvbPs^ otertd* jährlich Ml. 2.20; drrrch Abhole- u. Zweigstellen monallich 6o Pf.; durch diePost Alk. 2.— ötertel- tähri. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittag« 10 Uhr. Zetlenprei»: lokal I2P^ a«SwäriS 20 Psg. verantwortlich: für den polit. u. öligem. 4eil. P. Wlttko, für »Stadt und Vanb* und .GerlchtSsaaf Curt Plato; für den Anzeigenteile $>ant Beck, vor- Marsch!" Der Kadett meldete sich bei seinem Hauptmann zurück. „Wo Haden Sie Ihren Urlaubszettel?" „Verloren, Herr Hauptmann!" Tas glaubte dieser aber nicht, sondern schickte seinen Diener zu der alten Exzellenz, und dieser kam mit folgendem „Gedichte" Wrangels zurück: War bei mich, Fraß fürchterlich. Mindestens for zwei, Ging fort um drei. Kam nach acht Uhr Wieder retour, Zettel von mich nich bekam, Weil er zur Lüge Zuflucht nahm, Sprach wat von Tante, die nich existiert, Hatte aber stark tabagiert. Weiter kann ich Sie nischt sagen, Müssen ihn seLer danach fragen! Vermischtes. *Der alte Wrangel als Dichter. Ein junger Kadett, der sich rühmen durfte, entfernt mit dem Feld- marschall von Wrangel verwandt zu sein, besuchte diesen regelmäßig des Sonntags und blieb so lange, bis sein Urlaub bald abgelaufen war. Dann ließ er sich von seinem „Onkel" den vorschriftsmäßigen Urlaubszettel ausstellen und entfernte sich. Bald wurde das jedoch anders. Ter Jüngling ging gleich nach Tisch fort, und kam erst im letzten Augenblicke zurück, um seinen Zettel adzuholen. Ter alte Wrangel ließ ihm durch einen Diener nachspüren und feststellen, daß sein „Neffe" mit anderen Kameraden in einem Weinrestaurant es fichs wohl sein lasse. Als der Kadett y29 Uhr abends kam, fuhr er ihn an: „Wo warst Tu?" „Ach, lieber Onkel, ich traf eine Tante von mir, und sie hat mich so lange aufgehalten". „Eine Tante? Na, dann laß Dir ooch von ihr den Zettel schreiben!" „Ach, Onkelchen!" „Der Deibel is Dein Onkel! Bataillon, Kehrt ! Aus Stadt und Sand. Gießen, 1. November 1902. 0 Ein artshausen, (Schotten), 30. Ott. Hier ist eine Masernepidemie ausgebrochen und wurde ein mehrwöchentlicher Schulschluß angeordnet. () L a r d e n b a ch, 30. Okt. Tie beiden kleinen Gemeinden Solms-Ilsdorf (Schotten) und Ilsdorf (Alsfeld) planen den Bau eines gemeinsamen Schulhauses Bis jetzt ist noch nicht beschlossen, in welchem Dorf der Neubau aufgeführt werden soll. Unsere starke Schulklasse erfährt somit bei Abzweigung der Gemeinde Solms-Ilsdorf eine Verminderung in der Schülerzahl. § Feldkrücken (Ulrichstein), 30. Okt. In nächster Zett wird unser altes Schulhaus, das sehr ungenügende Lokalitäten aufweist, durch em neues ersetzt werden. Worms, 30. Ott. Die Einkommensteuern in d e r P r o v i n z R h e i n h e s s e n sind im laufenden Rechnungsjahr 1902/03 gegen das Vorjahr (1901/02) um nicht weniger als 109 650 Mark gestiegen. Im Steuerbezirk Mainz beträgt diese Steigerung allein gegen das Vorjahr 60 400 Mark, im Steuerbezirk Worms 15 252 Mark, Alzey 11870 Mark, Ober-Ingelheim 10 513 Mark, Bingen 4931 Mark, Oppenheim 3054 Mark, Wörrstadt 3534 Mark und Osthofen nur 85 Mark. )( Wetzlar, 30. Ott. In der Seminar-Angelegenheit befand sich bekanntlich am 15. April er. die Ministerial-Kommission nebst anderen Regierungsvertretern hier, um die in Frage kommenden Bauplätze für das neue Schullehrerseminar in Augenschein zu nehmen. Tre Herren wählten den Platt an der Frankfurter Chaussee, zwischen dem Rasselberg und dem alten Münchholzhäuser Weg. Gern hätte man noch, wie eine in diesen Tagen veranstaltete Bürgerversammlung bewies, in letzter Stunde einen anderen, der Stadt näher gelegenen Bauplatz gewählt, allein die hiesigen Stadtverordneten haben diese Angelegenheit nunmehr zur endgiltigen Entscheidung gebracht. Beretts am 25. Februar er. hatten die Herren Staütväter den einsttmmigen Beschluß gefaßt, den Bau des Lehrerseminars unter den von der Kvnigl. Regierung verlangten Bedingungen vorzunehmen. Mithin konnte auch dte von der Mtnisterial-Kvmmission gewählte Platzfrage keinem Zweifel mehr unterliegen, zumal man inzwischen schon Kaufverträge abgeschlossen hatte. Der Gesamtumfang des erwähnten Gebäudes bemißt sich auf 2,36 Hektar mit einem Kaufpreise von 25 451 Mark. Gewiß schon ein großes Opfer, welches die Stadt Wetzlar dem Unternehmen in großer Bereitwilligkeit als erste Zahlung leistet. * Ueber die Duchoborzen brachten wir ... gestern unter „Auslands"-Nachrichten eine kurze Notiz. Tie Regierung in Canada ist durch das merkwürdige Gebühren dieser religiösen Sekte längst in Verlegenheit. Die „Toukhobors" entstammen dem russischen Reiche, wo sie ihrer eigentümlichen Ansichten wegen viele Bedrückung und Verfolgung zu erdulden hatten. Einer ihrer vornehmsten Grundsätze ist nämlich, daß keins chrer Mitglieder im Heere dienen oder gar in den Krieg ziehen darf. Infolge dieser Ordensregel kamen sie gar oft mit den Behörden des Zarenreichs in Konflikt, und schließlich faßten sie den Entschluß, allen diesen Mühfolen durch Auswanderung in ein Land zu entgehen, dessen Regierung ihnen gegenüber mehr Toleranz bewies. Reiche Protestanten in den ver- schiedenenen Ländern Europas und in den Vereinigten Staaten interessierten sich für sie und schließlich wurden nicht weniger als 5000 dieser Leute in Canada angesiedelt, das bekanntlich alle Einwanderer willkommen heißt, von denen man erwarten kann, daß sie dazu beitragen, mit ihrem eigenen Wohlstand die Blüte des Landes zu fördern. Gerade das ist aber, wie sich jetzt heraussteltt, bei den Toukhobors sehr fraglich. Nach den Grundsätzen dieser Gemeinschaft ist es nämlich eine unverzeihliche Sünde, Tiere für feine eigene Nutzbarmachung zu toten, und in Verfolg dieses Grundsatzes haben die Toukhobors ihr Vieh einfach laufen lassen, und weigern sich außerdem, Kleidung zu tragen, zu deren Herstellung tierische Produkte erforderlich sind. Canada ist nun aber ein Land, dessen Wohlstand zum großen Teil auf der Viehzucht beruht, und die von Fanatikern zu ihrem folgenschweren Entschluß getriebenen Leute stehen daher vor dem Ruin. Die Regierung von Canada hat bereits alles Vieh, dessen sie habhaft werden konnte, wieder eintreiben und zu Gunsten der verarmten Toukhobors verkaufen lassen, aber es ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, die Leute davon zu überzeugen, daß ihre Ordensregel sich in jenem Lande nicht so stritt durchführen läßt. Einige der zu diesem Orden gehörigen F-amilien haben sich bereits an die russische Regierung mit der Bitte um Einlaß in ihre alte Heimat gewandt, sind jedoch abschläglich be- schieden worden. — Neueste Meldungen aus Newyork besagen folgendes: Tie Duchoborzen brachen von Yorkton (Assiniboine) nach Winnipeg (Manitoba) auf, 480 Kilometer weit, ihre Frauen und Kinder zurücklafsend. Die Behörden versuchen sie zu bewegen, zu ihren Farmen zurückzukehren, indessen erfolglos. Berittene Polizeiabteilungen sind nunmehr beauftragt, die Duchoborzen zu zerstteuen. — Dem „Morning Leader" wird aus Montreal gemeldet, daß die Nachrichten aus Manitoba über die Duchoborzen- Bewegung ernster lauten: Tausende, welche im Lande umherschweifen unb nach Osten wandern, um das Evangelium zu predigen, sind vollkommen verrückt, und etwa 500 von ihnen wälzen sich wie heulende Derwische in religiöser Ekstase den ganzen Tag auf der Prairie herum. Sie haben ihre Frauen unb Kinder im Stich gelassen und die Behörden müssen sich nun derselben annehmen. Viele Kinder sind schon gestorben. Tie Duchoborzen haben die Auswanderungsagenten der Regierung gezwungen, mit ihnen zu marschieren, und die gesamte berittene Polizei bei Yorkton ist aufgeboten worden; auch Militär wird zweifellos aufgeboten werden müssen. * Aus Dewets Berliner Tagebuch. In der Siegesallee. Es ist unglaublich, welch eine Anzahl großer Männer dieses Deutschland hervorgebracht hat! — Ich allein zählte in einer Viertelstunde einige dreißig' — und das sollen noch lange nicht alle sein! — Fun heute habe ich aber genug.----Eben bat mich ein. Mann, der sich Singer nennt, um eine vertrauliche Unterredung. Ich sollte meine Meinung abgeben, ob es einem entschlossenen Haufen von 100 000 bewaffneten Arbeitern vermittels der Burentaktik möglich wäre, gegen eine disziplinierte Armee, welche mit dem „neuen Griff" exerziert, anzukämpfen. Da ich mich einer gewissen Zurückhaltung befleißigen muß, und den „neuen Griff" nicht kenne, konnte ich ihm keine befriedigende Antwort erteilen. --— Bei der Abreise. Jetzt begreif ich's, warum uns die Deutschen im Kriege nicht helfen konnten. Preußen ist ja gar fein Militärstaat — man sieht wenigstens gar feine Uniformen! („Münchener Jugend") " ' ' "" ......1 1 ■ ■■ —A Kunst und Wissenschaft Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: In den Herrn es'scheu Gemäldesälen ist soeben eine Sonder-Ausstellung von Gemälden des verstorbenen Frankfurter Meisters Adolph Schreyer eröffnet worden, die einen guten lleberblick über das Schaffen des berühmten Künstlers gewährt. Größere Kollettionen. sandten zu gleicher Zett für diese Ytovember-Ausstellung: Erich Nikutowski, Düsseldorf, und der ausgezeichnete Pariser Meister: Paul Albert Besnard, während- ferner fasst alle unsere ersten Meister mit ausgesuchten Werken vertreten sind. Wir nennen nur: A. Böcklin,, Hans Thoma, Lenbach, Liebermann, Uhde, Schönleber usw. Besonders zu erwähnen ist noch ein brillantes Damenbildnis des englischen Portrattmalers John Lavery. Eint Autorität: Herren Dr. W. Knecht & Co., Frankfurt a. 3JL — Senden Sie sofort 2 Flaschen JhreSa Magenbitters „ SSrrtiS" an Herrn M., Berlin, B stratze unt. 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In der Nähe der Zentralmartthalle am Mlexanderplatz, /ener ungeheuren Vorratskammer für den Magen Groß- berlins, ist seit etlicher Zett eine Zentrale für die begehrten Kinder des Südens: Zitronen, Apfelsinen, Trauben, Tomaten, und wie die leckeren und guten Dinge aus der Heimat der Macearoni alle heißen, ein „italienischer Fruchthof", errichtet worden, auf dem die waggonweise einlaufenden Sendungen zu verschiedenen Tageszeiten öffentlich versteigert werden. Nach den Versteigerungspreisen bearbeitet, wird dann täglich ein offizieller Marktbericht herausgegeben, der auch die auffallend niedrigen Preise für den Kleinhandel nicht unwesentlich beeinflußt. Tie Vorteile dieser Einrichtung sink) unverkennbar. Nicht nur werden die Transportkosten bedeutend vermindert; auch die Beförderungszeit stellt sich bei weitem kürzer, als wenn kistenweise mit den dann unvermeidlichen Umladungen bezogen würde. Tie Ware kommt also frischer und dadurch wertvoller an. Diesem Fruchthof Haden wir es zu danken, daß unsere Festtafeln, auch in weniger bemittelten Kreisen, eine bunte Mannigfaltigkeit in Früchten und Gemüsen aufweisen, von der jich unsere Großväter noch nichts träumen ließen. Selbstverständlich verlangen die Leute, die es sich leisten können, jetzt dafür nach anderen, seltneren Dingen. Es genügt nicht mehr, die goldenen oder krystallenen Fruchtschalen mit den aller LLelt zugänglichen Erzeugnissen südlicher Obstplantagen zu füllen, und so baut man denn in prächtig manchettierten Töpfen tteine Rebstöcke mit erstaunlich großen Trauben, Zwergkirschbäume mit lachenden, lockenden Herttirschen, incht immer. Höchster»- daß es zum Um#ig in unes der ganze Ananaspflanzen il a. auf die Speisetafeln, um „den Anderen" wieder eine Nasenlänge vorauf zu sein. Da diese Töpfe ein Heidengeld kosten, so wird sich die neue Mode nicht so schnell aus dem noblen Berlin W., aus dem Sudermann sein „Sodoms Ende" geschrieben, weiter verpflanzen. Immerhin klettern eine ganze Menge großmannssüchtiger Cinporkömmlinge hinterdrein, und Tiners, die einen Kostenaufwand von 40 bis 50 Mark pro Couvert verursachen, und vor etlichen Jahren noch als etwas Ungeheuerliches angestaunt wurden, sind in den betreffenden Kreisen nichts Erhebliches. Leider geht nicht etwa auch der Ton der Geselligkeit dabei mit in die Höhe. Im Gegenteil, wo den kleinen Frivolitäten und Pikante- rieen durch strengere Elemente die Thür versperrt wird, herrscht eine feierliche Langweiligkeit, bei der selbst der Magen einschläft. Erst wenn der Kaffee gereicht wird und die Protzenkiste mit den Upmanns oder Henry Clays umgeht, kommt ein bischen Leben in das Festmahl. Wo gar nachher die Spieltische gerückt werden, beginnt das Amüsement. Denn gespielt wird in Berlin mit ebenso viel Andacht wie Ausdauer, und daß man beim Skat sich als dritten Mann eine Dame leistet, ist selbst in der Kneipe nichts Verwunderliches mehr. Sah ich doch unlängst in einem Cafs ein Skatkränzchen, das nur aus Vertreterinnen der holden Weiblichkeit bestand! Nicht selten schließt sich an das harmlose Sviel noch ein „Spielchen". Das kann natürlich böse ausarten. Da aber die liebe Morgensonne, die als einzige Unbeteiligte dem Schluß des „Tempels" zu- geschaut hat, nichts verrät, obgleich sie sonst ja die verschiedensten Dinge an den Tag bringt, so giebt es eben weitaus seltener einen „Harmlosen-Prozeß", als es heilsam und nötig wäre. In manchen Clubs und Cafss schützt man sich gegen die Ausdauer der Spielratten durch einen Staffeltarif für Kartengeld. Dis zwölf Uhr zahlt jeder Spieler 20 oder 30 Pfg.; von da jede Stunde das Doppelte der vorhergegangenen Zeit. Aber auch das schreckt ttbsvalen Nachteasss reizt, ws eine derartige Steuerschraube nicht vorhanden ist. Auch das harmlose Geschlecht der Domino-Spieler ist noch nicht ausgestorben bei uns, und die Verehrer des königlichen Schach nehmen zweifellos nicht ab. Anders steht es schon mit dem Billard, das seine Blütezett scheinbar überschritten hat. Salta, das eine Zeit lang als Brettspiel ziemlich beliebt war, ist doch nicht recht zur Geltung gekommen. Als Gesellschaftsspiel hat sich bei den oberen Zehntausend Ping-pong, eine Art Tischtennis, Bürgerrecht erworben, auf das ich gelegentlich zurückzukommen gedenke. Im Studentenviertel herrscht natürlich der „Knobelbecher, während man in Weißbierstuben, wenn sich zwei etwas „cmsraten" wollen, häufig die schnellen und entscheidenden Handstellungerr, von „Stein, Scheere und Papier" ins Treffen führen sieht. Es wird viel gespielt in Berlin, nicht zum mindesten aber deswegen, weil auch viel gearbeitet wird. Tie nervöse Abspannung vom Schreibtisch ober Werttisch her sucht ein Auffrischungsmittel und findet es in den Zerstreuungen durch die Kartenblätter, Würfel usw. Tie gute alte Zeit war auch darin anders. Im Berliner Bierhaus von anno dazumal war um neun Uhr l^luß. Bei Familienfesten unb Zunft schmälsten blieb man allerbings vis in die Nacht hinein — aber nach dem Menu, bei dem der Festkoch jener Zeiten vier Pfund Fleisch auf die Person rechnete, war Bewegung bitter notwendig. Da wurde also getanzt. Im Winter im Gildehaus, auf dem Rathaus oder beim Schützenwirt, im Sommer auf der Straße. Die Jugend von Alt-Berlin sorgte noch für die Dchusterzunft! Die Tanzluit von heute ist ziemlich einseitig geworben^ Tie holde Weiblichkeit schätzt sie noch immer als ein großes Vergnügen. Ter Berliner Jüngling der „besseren Kreise" hat darin orientalische Ansichten. Er läßt sich ganz gern etwas vortanzen. Aber wenn er sich einmal selber opfern muß, gähnt er blasiert, unb brückt sich, wenn's geht, schon beim nächsten Walzer. A R. Wtt ii »wm als Massen-Answahl | | Billigste Preise Muffe, Boas, Colliers, Kindergarnituren etc. TUS 7571 Gießen, am 28. Oktober 1902. Kreuzplatz. Kreuzplatz. A. P. Christopherson Ki ßen, Blockstraße 12. 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Es können bei unS gegen Aushändigung eines Einlagebuches Geldbeträge m beliebiger Höhe täglich vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr eingezahlt werden. Der ZinSgennß tritt sofort ein und zwar bei eiuvierteljähriger Kündigungsfrist mit 3*/2 Prozent. Substanzen in dem richtigen Kerhalm s. so daß Die Anwendung stets eine sichert und leichte ist. Ter vielen Nachahmungen halber beachte man obiges Jabrllzeichen, (Globus) d.jed.Paket ausgedruckt ist. F»lets pro haftet zu F»sg. Zu haben m allen Kolonialwaren-, Drogen- u. Seifenhdlg. Säge- und Holzbearbeitungs-Maschinen. Ncuesus Modell Kombinierte «bricht-, Füge-, Kehl- und Dickteuhobel-Mafchiue m. Stcmmapparat praktischste Maschine für t>cn Kleinbetrieb. Uederuahmc kompletter Anlage«. 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Anträge zur Generalversammlung müßen mindestens eine Bei Drüsen, Somfein, englischer Krankheit Hantaosschlag, Gicht Rheumatismus, Haie* und Lungenkrankhelteo, altem Husten, zur Stärkung und Kräftigung schwächlicher, blutarmer Kinder giebt es nichts Besseres eine Kur mit meinem beliebten, ärztlicherseits viel verordneten Wie ein Seifentopf riecht mancher Lelnenschrank. well die Wäsche nicht mit Dr. Thompson's Seifenpnlver mit dem SCH W AN* gewaschen Ist Damit wäre die Wäsche blendend weiss und hätte einen frischen Geruch. Han verlange e» überall! Ofenschirme. Wurstfüllmaschinen. Meine Wste, Wiedene ÄunWst .ntr kläüwasediliell am besten und billigsten taust Hrötzle Auswa-l Itr, atzt.il- und N-paraturra. Jon. Fr. Schaaf, renommiertesles Geschäft der Branche in Gießew 44 Wctzsteinstraße 44.574S bas glänzend bewähtt« Sattenmittrl „41 hat geftfinappt" wirkrn ftint Satttnfallcn, ftin« Natzrn, fein Urfcnif und feine Phorpbsrpillrn. man les« die briUanten Zeugnisse. I. B Siltergulsbessyer M. auf £}. bei Nenstadt schreibt: .Die Haiunplaq« auf meinem ßoft war geradezu entsetzlich. Da wurde mir ,€s hat geschnappt" empfohlen und ich brachte damit durchschnittlich <0 Statt pro lag jur Streife. - 3** weniger als einet Woche waren ßof und Ställe von dem Ungeziefer gesäubert.' ,€s hat geschnappt" ist überall za haben M 60 sssg. und Ult X.— i» plombierten Karton«. 1 In Gießen bei Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie; Gustav Walter, Drog.-, W. Kilbinger, Trog.7891 Jutterichrreibuiulchlnen Dickwurzmüylen, Schcolmüstten Kartoffelquetschen 6555 KutterKeff.l Sutterdämpser Höstmühlen und -Keltern sowie alle anderen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte empfiehlt M. Hosenthal Liebigstraße 13. Telephon 218. Reparaturen an Maschinen jeder Art werden in meiner Werkstätte fachgemäß und prompt auögeführt. Wir liefern Zeche Deutscher Kaiser und andere sehr gute Marken, wie ^^neteld, in Nohleu, Brikettö sowie CokeS. 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Llbends 6*/4 Uhr: Festgollesdienst in der Stadtkirchc, Militäroberpsarrer Zcchtiu auS Frmikfurt. Abends 81/, Uhr in Steins Garten: Hreie Versammlung mit Ansprachen (Arnsburg einst und jetzt). Dteuötag den 11. November, im Konfunnandensaal derJohannes- kirche: Jahresversammlung. Vorlrag von Hosprediger Stöcker aus Berlin über: , Modernster Aberglaube". Die Mitglieder mijeres Vereins, sowie alle Freunde der inneren Mission lädt herzlich hiermit ein 7577 Der gcfchäftSführeube Ausschuß: Dornsciff. E. üauffmauu. Schlosser. D. Stamm. Waas. W. Wiudecker. Lahusen's L Leberthran (Bestandteile: 0,2 Eis en jod ür in 100 Teilen ff. Leberthran) Der beete und wirksamste Leberthran. Wirkt blutbildend, Säfte erneuernd, Appetit anregend. Hebt die Körperkräfte m kurzer Zelt Allen ähnlichen Präparaten und neueren Medikamenten vorzuziehen. Geschmack hochfein und milde, daher von Gross und Klein ohne Widerwillen genommen. 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Tie Mitglieder werden hierntit auf Grund der §§ 4, 5 und 7 Ler Statuten ergebenst eingeladen. Bei der Tringlichkell der Sache wird um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebetert, damit nicht durch Beschlußunfähigkeit Verzögerung emtritt. 7557 Der Borstand: Schlosser. Gustav-Adolf-Franenverein. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein, wie alljährlich, erhoben werden. Eine größere Anzahl von Sammlerinnen hat sich freundlichst berell erklärt, die Erhebung der Gaben für 1902 zu übernehmen. Im Jahre 1901 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bet armen Glaubensgenossen, in unserer Gentetnde 1362 Mk. durch unsere fleißigen Sammlerinnen unb das Wohlwollen der Gebenden zu- samntengebracht und durch Verinillelung des Verwaltungsrats in Darinstadt an 80 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten oerteilt Hnüem wtr allen Gebern und Geberinnen auf diesem Wege nochmals unseren herzlichsten Tank aussprechen, bitten wtr auch in diesem Jahre, unsere Satmnlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fordern zu wollen. Gießen, den 18. Oktober 1902. 7340 Kür deu Vorstand des Gustav-Adolf-Frauenvereius: Die Vorsitzende: Der Schriftführer: Luise Wortmann. Dr. Naumann, Pfarrer. Aufruf zur Errichtung eines Bismarck - Turmes auf dem Haufstein. Seit einigen Jahren schon fomtneU der Vogelsberger Höhen-Club Beiträge zur Errichtung eines Bismarckturmes auf dem Taufstein. — Die beiden alten Holztürm« sind baufällig und unbe- fteiflbar geworden. Ein Ersatz ist unbedingt nötig. So soll denn an dieser Stelle, dem höchsten Punkte nn Großherzogtum, der durch seine herrliche Lage inmitten der prächtigsten Wälder und seine großartige Aussicht auf Rhon, Taunus und Odenwald ausgezeichnet ist, em wuchtiger und eindrucksvoller Steinturm errichtet werden. Dem Andenken unseres gewaltigen Reichsschöpfers soll er gelten und seinen Namen tragen. Schon ist ein ansehnlicher Bauschatz gesammelt, aber er genügt noch lange nicht. Die Gießener Sektion des Vogelsberger Hohen-Elubs (Sektion Taufstein) wendet sich darum an den opferwilligen Sinn der Bevölkerung uiid bittet durch Beisteuer und Werbung, das Werk zu fördern. — Freunde der Natur, Verehrer des großen Namens, den der Turm tragen wird, folgt -bereitwillig dem Aufruf! Jede Gabe, auch die kleinste, ist willkommen! Eine diesbezügliche Liste wird in den nächsten Tagen in Umlauf gesetzt werden. Ueber die eingegangenen Beträge wird seinerzeit im Gießener Anzeiger quittiert werden. 3>er Dorstand der Sektion Tausstein des Dogelsöerger Kösten-Kluös. Zahnarzt Jäger. Baurat Stahl. Fabrikant EmmeliuS. Oberlehrer LnctuS. Oberlehrer Prof. Dr. Erb. Ingenieur Wilson. cand med. Köhler. 7690 Am Samstag abend, dem 1. November, findet die Verlegung meiner Wirtschaft fct meinen Neubau, neben meinem seitherigen Geschäft, 7663 27 Marburgerstrasse 27 fiatt, wozu ich Freunde und Bekannte höstichst einlade. — Indem ich um gütige Unter- fiützung bitte, zeichne Achtungsvoll Emil Kalbfleisch, Nächste Woche WW- Stotslottmt , e m t «uni? —1/a 1/1 oen 5. nno b. Memer *vvfc Mk. 3.50 Mk. 7- ML. 14.- ML. 28- emp stehlt die 7591 7' I I |/Laa_ staatlich konzessionierte Kollektnr Zifillllllfl I. Klasse Buchacker gegründet Fr. 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