Nr. »80 Erstes Blatt. 15». Jahrgang Mittwoch 1. Oktober 1902 »eichet«« täglich außer SonntagS. Dem D letzen er Anzeiger werden hn Wechsel mit dem Keffifchev tonbwlrt die Siebener Zamilien- bUttler viermal in der Woche betgelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untvers.-Buch- u.Stein- druckeret lPtets ch Erben) Iiodaktion, »rptbllüm und Druckerei: vchnlstratze T. Ndrefie für Depeschen: Anzeiger Gießen. yernsprechanschluß Nr. 51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BezuaSpret-r monatllch7bPf^ viertel» jährlich WIL 2JO; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- fährt, ausscht. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageLnummer blS vormittags 10 Uhr. ZeUenprrtS: lokal I2Pf- auSwärtS 20 Pfg. Verantwortlich: tot den polit. u. öligem. Teil: P. Wtttko: für „Stadt und L'anb* und »Gerichtssaal^! Curt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Bekanntmachung. Betr.: Gesuch des Wilhelm Schwarz von Steinberg um Genehmigung zur Errichtung einer SchlLchterei- anlage. Wilhelm Schwarz von Steinberg beabsichtigt auf dem Grundstück Flur 1 Nr. 117 der Gemarkung Steinberg eine Schlächteretanlage zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet, auf dem Büreau der Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Watzcn- born-Steinberg oorzubringen. Gießen, den 29. September 1902. Grostherzogü^r. jueiguiitt Gießen- I. V.: Tr. Wagner. Bekanntmachung Betr.: Abhaltung von Vlehmärklen. Der Austrieb von Vieh zu den am 7. und 8. Oktober L IS. statt findenden Viehmärkten beginnt vormittags um 7 Uhr. Gießen, den 26. September 1902. Großherzogltches Polizeiamt Gießen. ,______________________Hechler.______________________ Bekanntmachung. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh der Gemeinde Hirzenhain, Dillkreis, ist erloschen. Biedenkof, den 26. September 1902. Der Königliche Landrat. Bekanntmachung. Die Rotlaufseuche unter dem Schweinebestand der Kappeler Mühle, Kreis Marburg, ist erloschen; die Gehöftsperre ist aufgehoben. Biedenkopf, den 26. September 1902. Der Königliche Landrat. Die KolltarisLommtsston begann mit der Ellrzelberatung bei Abschnitt 17, unedle Metalle und Waren daraus, umfassend die Pos. 777 bis 891. Eine länaere Debatte rief oer Antrag hervor über Schienenzölle, Pos. 796, nochmals eine Sonderbera- tung zu halten. Schließlich wurde der Antrag abgelehnt. Hierauf wurden die Pos. 782, 783, 798 und 799 beraten, zu denen folgende Anträge L e t v ch a vorliegen. Pos. 782, nicht schmiedbarer Guß, mehr als 40 Kg. bil 1 Dtzb. 3.50 Mk. für 1 Dtzd., von mehr als 40 Kg. ober darunter 5 Mk. für 1 Dtzd. Pos. 783, bearbeitet, bei Reingewicht des Stückes von mehr als 1 Dtzd. 4 Mk. und 1 Dtzd. von mehr als 40 Kg. bis 1 Dtzd. 6 Mk. für 1 Dtzd., von 40 Kg. oder darunter 9 Mk. für 1 Dtzd., Pos. 798, schmiedbarer Guß, roh, bei Reingewicht des Stückes von mehr als 25 Kgr. 4.60 Mk. für 1 Dtzd., von mehr als 3 bis 25 Kgr. 6 Mk. für 1 Dtzd. fron 8 Kg. oder darunter 8 Mk. für 1 Dtzd. Pos. 799, bearbeitet, bei Reingewicht des Stückes von mehr als 25 Kg. 7 Mk. für 1 Dtzd., von mehr als 3 bis 25 Kr. 10 Mk. für 1 Dtzd., von 8 Kg. oder darunter 13 Mk. für 1 Dtzd. Die Anträge Letocha wurden angenommen, desgleichen wurde angenommen ein Antrag Herold bei Pos. 786, Blech roh, entzundert re., Pos. 787, abgeschliffen, lackiert re., Pos. 788, verzinnt (Weißblech) die Regierungsvorlage wiederherzustellen, mit der Maßgabe, daß in der Anmerkung zu Pos. 786 bis 788 statt 15 vom Hundert, 25 vom Hundert eiw- gesetzt wird. — In der Besprechung über die übrigen unedlen Metalle bekämpft Molkenbuhr die Wünsche auf exorbitante Erhöhung des Bleizolles. Schließlich wird der Abschnitt 17 erledigt. Bei 18, Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, wünscht Dr. Hahn die Herabsetzung des Zolles auf Mähmaschinen- es sei verfehlt, der elektrotechnischen Industrie durch hohe Zölle Helsen zu wollen. Redner spricht die Hoffnung aus, daß Einzelberatungen erfolgen. Ledebour bekämpft den Zoll aus Maschinen. Endlich wird die Einzelberatung zu Abschnitt 18 abgelehnt. Damit ist Abschnitt 18 erledigt. Beim letzten Abschnitt 19, Feuerwaffen, Uhren, Tonwerkzeuge und Krnderspielzeug, beantragt Stadthagen Zollfreiheit. Tr. Hahn führt aus, eine Herabminderung der von agrarischer Seite gewünschten Zollsätze auf die Sätze der Beschlüsse der ersten Lesung entspreche der Notwendigkeit der Ermäßigung der Industrie-Zölle um 50 Proz. Allseitige Zollsreiheit sei noch besser als die Parität der Regierungsvorlage. Er sei nicht in der Lage, für diese Zollsätze einzutreten. Hierauf wird die Einzelberatung abgelehrrt. Tamit ist die zweite Beratung des Zolltarifs erledigt. — Alsdann wird die Beratung des -Tarisgesetzes begonnen. Bei der Beratung des Zolltarifgesetzes, § 1, enthaltend die Mindestsätze für Roggen, Weizen, Gerste unh Hafer, beantragt Dr. Müller- Sagan folgende Mindest- sätze: Roggen und Weizen 3.50, Gerste 2 und Hafer 2.80 Mk. Dr. Hahn beantragt für alle vier 7.50 Mk. Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert dem Grasen Schwerin, welcher einen Doppeltarif nach Art des in Frankreich bestehenden forderte, der Doppeltarif könne ein ausgezeichnetes Instrument fein, wenn erstens die Minimalsätze nicht zu hoch sind und zweitens' der Regierung Freiheit gewahrt wrrd hinsichtlich der Anwendung der Minimalsätze. Es sei aber sehr fraglich, ob ein Doppeltarif nicht noch mehr Widerstand in der Kommission finden würde. Bei Verhandlungen auf Grund des alten Tarifs, falls der jetzige falle, wären Verwicklungen unvermeidlich. Dr. Hahn erklärt, die Grundbedingung für das Zustandekommen guter Handelsverträge sei, daß Deutschland wirtschaftliche Kämpfe nicht scheue und sich vom Auslande nicht alles gefallen lasse. Gras Posadowsky erwidert, die Rede Hahns erinnere an den Zuschauer beim Kartenspiel, der die kühnsten Vorschläge gebe, da er nichts verliert und wagt. Wenn Hahn in allem so informiert wäre, wie die Regierung, so würde er wissen, daß zu Handelsverträgen große Geschicklichkeit und politische Klugheit gehöre. B i n d e w a l d tritt für Parität zwischen Industrie und Landwirtschaft ein. Das Fleischwuchergeschrei sei übertrieben. Graf Kanitz bedauert, daß nicht ein Doppeltarif vor- aelegt sei, sondern nur der Torso eines solchen. Der Wirtschaftliche Ausschuß habe einen aus gearbeitet. Die Hauptgegner des Doppeltarifs seien im industriellen Lager. Frankreich sei ein viel reicheres Land als Deutschland, er sei aber der Ansicht, daß selbst sein hoher Werzenzvll von 7 Frcs. nicht ausreiche, nm die Landwirtschaft zu schützen. Redner bittet, alles aufzubieten, daß ein Zolltarif zu stände komme.' Je mehr die Notwendigkeit der Hmtdelsver träge betont werde, desto mehr erschwere man deren Abschluß im Auslande. Weiterberatung am Mittwoch. KeneraLdireLLor j,. A. Ioeing vor tz-ericht. IL Neuwied, 30. Sept- An: heutigen zweiten Verhandlungstage wird die Vernehmung L. O- Boeings fortgesetzt. Boeing erklärt, daß er die Unterlagen zu den Lohnlisten von Direktor Arndt erhalten habe. Die Richtigkeit der Korrekturbilanz bestreitet er. Arndt und Holzknecht hätten sie wissentlich falsch auf- gestellt. Der Staatsanwalt stellt fest, daß Boeing zugegeben habe, Original-Unterlagen von Arndt erhalten zu ^aben und daß er cingestandene rmaßen hiernach die Diktat- Ltenogramme habe an fertigen lassen; daraus folge, daß die Urheberschaft der Bilanz-Unterlagen auf das Diktieren des Angeklagten zurückzusuyren fei. — Boeing bestreitet die von Rumvs geschriebene Inventur für 1898 diktiert zu haben. Nachdem dem Angeklagten vorgehalten, er habe durch zwei junge Leute, die keine Techniker waren, nach Ausnahme der Bestände am 31. Dezember 1899 eine sogen- Superrevision machen lassen, um die Werte von Chamotte und Thon um 27 135 Mark höher einstellen zu können, erklärt er, der Aufsichtsrat habe diese Revision ungeordnete Um zwischen den Bilanzen von 1898 und 1899 keine Differenzen aufkommen zu lassen, hat Boeing den Vorrat an flüssigem Glas in Wirges von 52 auf 88 Waggons erhöht; dadurch erhielt die Bilanz eine Aufbesserung um 192 000 Mark. Diese Erhöhung soll Boeing dem Holzknecht diktiert haben. Boeing bestreitet dies; Holzknecht zeigt ihm die 6eir. Stelle in seinem Stenogrammheft. Boeing sagt, das habe er nicht dEiert. — Der Vorsitzende hält Boeing vor, daß, was die Bilanz von 1895 betrifft, der Bruttogewinn nach Boeings Bilanz 358 599 Mk., der Nettoversand 855 180 Mark betrage: das sei doch unmöglich. B erklärt, bei einem Versand von 100 Mark könne der Bruttogewinn 1 Million betragen. (Allgemeine Verwunderung.) Ein Beisitzer erklärt, es sei nutzlos, dem Angeklagten die Ausführungen der Sachverständigen vorzuhalten; er bestreite Deren Richtigkeit. Auch bezüglich der geringen Abschreibungen der zweifelhaften Forderungen sagt Ä, die Herren verständen es nicht, die Ausstände ei-nzutreben. — Bezüglich der Belastung des Kontos der Berliner Handelsgesellschaft mit den 750 000 Mark und 2 Mill. Mark der Obligationen, die Boeing unrichtig in die Bllanz eingestellt hat, erklärt er, im Jahre 1895 und 1896 haben ihm diese Gelder Mir Verfügung gestanden, denn er habe am 10. Dezember 1895 diese 750 000 Mark Aktien an die Berliner Handels-Gesellschaft verkauft. Der Vorsitzende hält B vor, daß durch Lechter. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") B e r I i n, 30. Sept. Für die Künstlerwelt Berlins bildet das Ereignis des Tages die heute eröffnete Ausstellung Melchior Lechters bei Keller und Reiner. Diese Ausstellung läßt uns eine Vorstellung von dem rastlosen, unermüdlichen Schaffen des Künstlers in den letzten 7 Jahren, seit jener ersten Ausstellung bei Gurlitt gewinnen, die mit einem Schlage Lechter zum berühmten Manne machte. Auf der Pariser Weltausstellung wurde Lechter mit der goldenen Medaille geschmückt, durch seinen Pallenberg-Saal wurde in Paris, wo leider so wenige unserer Künstler vertreten waren, die Ehre des deutschen Künstlertums gerettet. Melchior Lechter hat, seitdem ihm der erste Lorbeer gespendet wurde, die Wahrheit des Wortes: „An meinem Kranze möchtet ihr rupfen" in ausgiebigster Weise an sich erfahren. Aber unbeirrt durch Gunst und Ungunst der Kritik ist er feiner künstlerischen Ueberzeugung gefolgt. Das Hauptwerk der heutigen Ausstellung bildet ein großes Tafelgemälde (Tryptichon). Es ist ein Fragment aus dem Prunksaal im neuen städtischen Kunstgewerbemuseum, den der verstorbene Jakob Pallenberg seiner Vaterstadt Köln schenkte. Ter Originalrahmen aus dem Kunstgewerbemuseum zu Köln wurde dem Künstler für die Berliner Ausstellung von dem Oberbürgermeister von Köln verweigert, was von den Freunden des llunstlers umsomehr bedauert wird, als das Gemälde ohnehin aus dem Zusammenhang mit der übrigen Saalausstattung herausgerissen, ohne das goldene Dämmerlicht der „tieffarbigen" Glasgemälde wirken muß, welche in Köln die gegenüberliegende Wand schmücken. Der Künstler begann die Entwürfe zu dem Pallenbergsaale im Januar 1898; ohne das Hauptgemälde war der ganze Saal auf der Pariser Ausstellung. Tie Hauptzierde des Saales jedoch: „Tie Weihe am mystischen Quell" wurde erst Ende Seprember 1902 vollendet. Heute vormittag von 11—12 Uhr fand durch einen kleinen Kreis geladener Gäste eine Borbesichtigung der Ausstellung statt. Ällm sah zahlreiche Persönlichkeiten aus kunft- liebenden und litterarischen Kreisen, hauptsächlich jedoch Meister wer bildenden Kunst. Es ist nicht unuttevefsant, solcher Kritik im intimen Kreise beizuwohnen. Hier ergab sich als fast einstimnllges Urteil warme Anerkennung für die hervorragenden Leistungen des Künstlers und eine verständnisvolle Würdigung der Kompositionen und der interessanten Einzelheiten. Außer dem großen dreiteiligen Hauptgemälde: „Die Weihe der Kunst"' hat Lechter eine Fülle einzelner Entwürfe, Studien, eine Anzahl von Kopien und Skizzen nach alten italienischen Meistern, Buch aus st attung en, Exlibris ic. ausgestellt. Die Ausstellung ist vielseitig und reichhaltig, aber es ließe sich das Wort der Bibel darauf anwenden: „Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist, der da wirket alles in allem." Es wäre nicht möglich, heute schon alles Einzelne nach Verdienst zu würdigen, nur so viel offenbart sich schon beim ersten Ueberblick: Lechter ist ein Künstler von ausgeprägter Eigenart. Die hervorragenden Eigenschaften seiner Kunst sind das Monumentale und das Dekorative. Bei der Beurteilung seiner Werke darf man nie vergessen, daß es sich um Flächendekoration handelt und daß die architektonischen Verhältnisse bestimmend aus alle Einzelheiten einwirken. So reizvoll und eigenartig auch die verschiedenen Details sind, — der Künstler weiß sie stets der Hauptsache unterzuordnen. Durch die strenge Raumeinteilung und Gliederung der Komposition weiß er trotz aller berückenden Farbenpracht seinen Werken den Stempel einfacher, weltferner Größe zu verleihen. E. E. Zum Selbstmord Hubers und Commichaus. Die „Münch. N. vlachr." erhielten von Alex. K'v ch, dem Herausgeber der bekannten vortrefflichen Zeitschrift „Dtscb. Kunst und Dekoration", eine längere Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: Außer dem Bruder Hubers und mir, der ich zu jener Zeit gerade in einer Jury-Angelegenheit, zu der auch Patriz Huber geladen war, in Berlin weilte, und von den beiden unglücklichen Künstlern, denen ich im Leben so nahe stand, vor ihrem Tode den letzten Händedruck empfing, ist niemand in der Lage, wirklich Autoritatives über diese traurige Affäre mitzuteilsn. Huber wohnte in der Fasanenstraße, also im vornehmen Atelier-Viertel „bescheiden" zwar, aber doch alle Räume (Ateliers, Wohnzimmer, Schlasz.mmer, Lid.zimmer mtd Küche) mit eigens angefertigteR Näbsln so künstlerisch eingerichtet, daß man nur jedem jungen Künstler wünschen kann, ein solches Heim zu haben. Absolut unrichtig ist es, wenn behauptet wird, oie Uebersiedelung nach Berlin bildete ■ Ir ihn eine große Enttäuschung. Im Gegenteil: Huber blickte froh und vertroueilsvotl in die Zukunft. Er hatte in Berlin alles gefunden, was er gehofft batte. Er war mit Aufträgen überhäuft. Für einen Kasseler Herrn hatte er eine große Villa mit kompletter Einrichtung zu bauen. Für eine der größten Silberwarenfabriken Deutschlands war er unausgesetzt thätig und auf Jahre hinaus für sie verpflichtet, und endlich, wenn Huber nicht jenen unseligen Schritt gethon Hütte, wäre in aller Kürze ein Abkommen perfekt geworden, das Huber eine glänzende finanzielle Stellung an der Spitze eines reich fundierten Unternehmens gesichert hätte. — Das Angebot einer großen Möbelfabrik außerhalb Berlins, welche iyn mit 12000 Mk. als Chef ihres Zeichenateliers engagieren wollte, hatte Huber abgelehnt, desgleichen war ifjm die Möglichkeit geboten, als Professor an einer süddeutschen K nn st g ew er beschule Anstellung zu finben, was er ebenfalls ausschlug, weil er wußte, daß er in Berlin am rechten Platz fein würde; und darin hatte er sich, wie die Thai fachen b em elfen, nicht getäuscht. Mas soll man aber gar sagen, wenn im Anschluß daran R. P r e s ö e r im „Franks. Gem-Anz." aus dem tragischen Schicksale Patriz Hubers einen „Krach im Kunst-Gewerbe" ableitet? Abgesehen davon, daß Hubers künstlerische Stellung und finanzierte Lage zu allem eher als zu pessimistischen Erwägungen Anlaß bot, nimmt der Aufschwung des von wirklich bedeutenden Künstlern getragenen modernen Kunstgewerbes täglich größere Dimensionen an, und die namhaften Künstler dieses Gebietes sind kaum noch im stände, den enormen Nachfragen von seiten der Industrie zu genügen. Wer etwa anderes behauptet, irrt sich ober ist falsch berichtet. Die unselige That Hubers giebt aber um so weniger Anlaß, dem modernen Kunstgewerbe sein nahes Ende zu prophezeien, als sie einzig und allein dadurch veranlaßt worden ist, daß Huber sich in der Liebe zu einer Frau durch einen intimen Freund betrogen glaubte. Zunächst sei in Bezug aus bie absurde Vermutung, daß Commichau seinen Freurw erschossen habe, konstatiert, daß dies vollständig ausgeschlossen und dies auch, gsricht- diese Schiebungen in der Vuchuna Me Bankschuld nicht mrr verschwunden sei, sondern es habe sogar geschienen, als ob die Vallendarer Gesellschaft ein Bankguthaben besitze. Ende 1896 betrug die Forderung der Berliner Handels-Gesellschaft an Vallendar 849 655 Mark, die der Bergii'ch-Ncär- lischen Bank 243 640 Mark. Boeing erklärt, diese Buchung hatte absolut keinen Einfluß aus oie Bilanz ausgeübt. — Bezüglich der Vernichtung der Akten durch Arnbt erzählt B. eine Geschichte, daß Ende November 1899 am Rheinuser der Arndllchen Wohnung gegenüber ein großer Hausen Akten, Bucher und Papi er e verbrannt worden sei. Er werde mehrere Zeugen hierfür benennen. Als Arndt nach Wirges verwogen sei, habe er die Verbrennung der Akten fortgesetzt. Auf Vorhalten des Vorsitzenden, warum B. als Generaldirektor sich nicht eines solchen Dtannes entledigt habe, erklärt B., der Aussichtsrat hat Arndt beschütt; letzterer habe ihm seit 1898 die Ansicht in die Bücher verwehrt. Als er sich gegen dieses Benehmen ArndtS beschwert habe, sei er abgesetzt worden und mit Arndt Hütten sich die Herren ausgesöhnt. Der Angeschuldigte Arthur B. bestreitet jede Schuld rmd bemerkt, er sei lediglich Prokurist gewesen. Seine Aussagen bei dem Untersuchungsrichter berichtigt er durch einen Bries vom 30. Oktober 1901, in dem er behauptet, er habe fernem Bruder nicht an der Aufstellung der Bilanzen geholfen, sondern nur die von seinem Bruder auf» gefüllten Inventuren auf ihre Richtigkeit geprüft. Es folgen bann Erhebungen wegen der Registerklage und eine Feststellung über die VernwgenSverhaltniste der Angeklagten. Aus Statt uuö Land. Gießen, den 1. Oktober 1902. Gedenktage. Vor 70Jahren wurde der Botaniker Jul.tuS Sachs zu Breslau, am 2. Oktober 1832, geboren. Er studierte zu Prag und wurde mit 29 Jahren Professor an der Forstakademie zu Tharandt. Seine wissenschaftlichen Forschungen betreffen die Ernährungsbedingungen der Pflanzen, den Einfluß von Wärme und Licht auf das Wachstum der Pflanzen und die Mechanik desselben. Die Resultate dieser wichtigen Forschungen erschienen 1871 als »Arbeiten des botanischen Instituts in Würzburg", wohin er 1868 berufen ward. ** Personalien. Der ordentliche Professor für Baukunst an der technischen Hochschule zu Darmstadt, Heinrich Walbe, wurde mit Wahrnehmung der Funktionen eines Denkmalpflegers für Baudenkmäler der Provinz Oberhessen beauftragt. — Omnibusgesellschaft Gießen. Die neuen Fahrpläne sind heute zur Ausgabe gelangt. )( Friedb erg, 30. Sept- Ein einheitlicher Ladenschluß an Sonn- und Festtagen, der von vielen hiesigen Geschäftsleuten lang ersehnt wurde, ist von der hiesigen Hcuibelslämmer beim Kreisamt beantragt worden. Darnach sollen die Geschäfte im ganzen Kreise um 1 Uhr geschlossen werden. Dafür ist der größte Teil der Geschäftsleute, z. B Spezerei-, Eisenhündler, Uhren- und ähnliche Geschäfte, während die Mode- und Manufakturgeschäfte für den Verkauf von 1 bis 4 Uhr sind. An den 2 bis 4 Sonntagen vor den Hoheit kirchlichen Festen will man die Verkaufszeit statt seither von 12 bis 7 Uhr auf die Zeit von 11 bcS 6 Uhr legen. — Gestern feierte oie Verbindung „Chattia" ihren so sehr beliebt aewordenen Familientag im Saale des hiesigen KasinoS. Wie alljährlich, so hatte sich auch diesmal wieder eine ansehnliche Zahl Alter Herren und Atilven mit chren Familienmitgliedern eingefunden. Nachdem um 3 Uhr nachmittags der Kaffee eingenommen war, unternahm man einen Rund gang durch die Stadt. Gegen 7 Uhr sand im Kasino gemein) am cd Stach tesfen statt, an daS sich ein improvisiertes Ballvergnügen schloß. Erp gegen morgen trennte man sich. )( Södel bei Friedberg, 30. Sept. Ter ältcfte aktive Lehrer Hessens dürfte Lehrer Loos in Södel bei Friedberg sein. Derselbe trat mit 18 Jahren seine Lehrerlausbahn in genanntem Orte an, wo er auch bis heute ununterbrochen wirkte, sodaß sämtliche einheimischen Bewohner der Ortes seine Schüler gewesen sind. Fast 61h, Jahre war er un Dienst und zählt gegenwärtig 80 Lebenswahre. Im Frühjahr 1901 war es ihm vergönnt, sein 60 jähriges Tienstjubiläum *u feiern. Am 1. Oktober tritt Herr Loos in den wohlverdienten Ruhestand. Ober-Seibertenrod, 30. Sept. Tie hiesige Wahl eines Beigeordneten nahm einen nicht uninteressanten Verlauf. Bei dem ersten Wahlgange herrschte Stimmengleichheit zwischen den beiden Kandidaten Karl Rühl und I. Heinrich Appel. Das Los entschied zu Gunsten deS elfteren. Auf erhobene Reklamation hm wurde die Wahl verworfen und eme Reuwahl anberaumt. Dasselbe Ergebnis — Stimmengleichheit. Jetzt aber entschied das Los zu Gunsten des zweitgenannten. Hatte anfangs die erste Partei sich ihres Sieges gefreut, so jubelte nnn die zweite nach dem Sprichwort: wer zuletzt lacht, lacht am besten. § Butzbach, 29. Sept. Am gestrigen Sonntag-Nachmittag veranstaltete der hiesige Frauenchor im Verein mit der Ehorschule und mehreren geschätzten Solisten von hier unter bewährter Leitung des Lehrers Hammer m Butzbach em großes Kirchenko nzert. Die anerkennenswerten Leistungen aller öhlroirfenbcn wurden denn auch durch zahlreichen Besuch der schönen Veranstaltung belohnt. Der bedeutende Reinertrag des Konzertes ist für wohlthätige Zwecke hierorts bestimmt. Frankfurt, 30. Sept. Zur Feier des 50 jährigen Todestages von Jahn wird gerüstet. Es soll eine Gedenkfeier in der Paulskirche ftattfinben und der Platz, den der Turnvater als Abgeordneter in der Nattonalvcr- sammluna einnahm, mit einer Gedenktafel geschmückt werden, ähnlich der von Ernst Moritz Arndt. Der Zusammenbruch vou schwindelhaft geleiteten Unternehmungen. scheiitt fortbauern zu sollen. Als die großen Dankprozesse in Berlin, Leipzig und Kassel eben zu Ende waren und nun „Friede" hätte sein sollen, kam das Geständnis des Vorstandes der Deutschen Geilojsenschastsbank, daß einer ihrer Direktoren ein paar Millionen verspekuliert habe aus Nimm envied erseh en. Und während sich in Neuwied vor den Assisen das sonderbare und für viele so verhängnisvolle Döing-Drama abspielt, kommt aus Mannheim die YLachricht von dem Zusammenbruch eines richtigen Schwindels. Die Direktoren der Aktiengesellschaft für chemische Industrie in Mann- heim, Rheinau, Böhm und Henninger, haben, wie wir schon mitt eilten, seit 1894 die Bilanzen gefälscht, indem sie insbesondere die Debitoren um 1 Million zu hoch, die Kreditoren um soviel zu niedrig verbuchten. Im ganzen beträgt die Unter bi laiiz 2y, bis Sy, Mill. Tas ganze Aktienkapital von 2y, Millionen ist verloren, desgleichen der Reservefonds von 400 000 Mk. Außer den Duchnngs- schiebungen hat man noch entdeckt, daß die Direktion bei einigen Mannheimer Bankhäusern Anszahlmigen auf ein Newyorker Bankhaus in Höhe von etwa JuO 000 Mk. verkauft bat, ohne daß die Gesellschaft in Newyork ein entsprechendes Guthaben besitzt. Ob das nun „aUe£" ift, bleibt abzuwarten. Ter erste Direktor Böhm gehört auch der Verwaltung einer ganzen Reihe anderer Gesellschaften an unb hatte große eigene Interessen bei diesen zu vertreten. Anscheinend hoben mir eS wieder mit einem Rattenkönig von Tochtergründungen und Schiebungen mit diesen zu thun, ähnlich wie bei den Spielhagenbanken. Angeblich sind bei zweien dieser Gesellschaften, deren Flamen zu Buchiuigs- chiebungen benutit wurden, die Bilanzen in Ordnung gelinden worden. Man muß abwarten, was sich, noch lueüer entwickelt. Jedenfalls muß, wie gesagt, das Aktienkapital der Aktiengesellschaft für chemische Jndustrieund wahrscheinlich auch dieObliga- tionenschuld von einer Million als verloren angesehen werden. Die Gläubiger, unter denen die Oberrheinische Bank mit einer halben Million, der Schaashausen- sche Bankverein, die Mannheimer Bank und die Antwerpener über keinen, Lage später, Zum Tode Zolas. ttin Dienstag fand in Paris die Autopsie (Leichenschnn) der Leiche Zolas in Gegerr- lich fest gestellt ist; darauf beutet schon die Art der Schußwunde hin. Viel eher könnte man noch zu der Annahme neigen, daß es ursprünglich in Hubers Absicht lag, zuerst seinen Freund und bann sich selbst zu erschießen. Da aber Eommichau nach einer ehrverletzenden Aeußerung Hubers über die von beiden angebetete Witwe das Zimmer demonstrativ verließ, so wurde er durch dieses Verhalten vollständig feiner Selbstbeherrschung beraubt und legte Hand an sich selbst. Als Eommichau diesen Schuß hörte, eilte er zurück unb sorgte schleunigst für ärztliche Hilfe, die auch sofort zur Stelle wär. Innerhalb acht Minuten hauchte Huber sein Leben in ben Armen seines Freundes anS. Die letzten Auszeichnungen Commichjaus lassen hier- Zweifel mehr. Im Coupö, in dem er sich drei , nachdem er die furchtbarsten Seelenqualen durchlÄt, erschoß, schrieb er auf eine Karte: „Meine letzten Worte kurz vor Gott Hubers That war ein verrückter Streich. Aktes märe sonst gut aewor- b en. Aber da er starb, muß ich auch sterben. Schade um ihn, schade um mich. Meine letzte Bitte ist, die Frau vor noch mehr Leid zu behüten." Hieraus gcht auch hervor, daß EvmmichauS gaitzes Bestreben in dieser Sache kein anderes war, aks sich ehrlich und offen mit seinem Freunde aus- einaudenusetzen. Er wollte Hnber nicht kränken und in seinem charaktervollen Verhallen drang er auf die Unterredung, welche durch die fieberhafte Erregung beider einen unheilvollen AuSgang nahm. Ich kann nicht umhin, zu betonen, daß ich Eommichau als einen glänzend begabten Dichter, sowie schriftstellerisch hoch talentierten unb treuen Mitarbeiter, ein ehrenbes Anbeuten bewahre, und nach ben überaus zahlreichen Beweisen inniger Teilnahme an feinem allzufrüh en Ende darf ich schließen, daß dies Empfinden in allen Kreisen der ihmfl und Sitteratur, die ihn kannten, geteilt wirb. Auch sein Tod ist ein herber Verlust für unsere Kunst unb insbesondere für die Kunstlitte- ratur. Eine feiner besten Leistungen war eine Studie über die Kunst ; eines Freundes Patriz öuber, welche im August- Hefte der „Deutschen Kunst und Dekoration" 1901 erschienen ist- Nicht ohne eine gewisse Ergriffenheit ersieht man daran, wie sehr sich die beiden verstanden. Wer Patriz Huber gekannt hat, weiß, daß sein schlichter, bescheidener Charakter feine Sewstirb er Hebung kannte. 05cwiß, er hatte das Glück, sich in jungen Jahren anerkannt und in bevorzugter Lage zu scheu, aber er war dabei der prächtige, ebrhehe. einfache Mensch geblieben. ' wart deS Direktors des städtischen Laboratoriums statt, der bann bem Polizeipräfetten die Mitteilung machte, daß der Tob unzweifelhaft burch Einatmen von Kohlenoxydgas herbei geführt fet Madame Zola und die beiden Hündchen entgingen der völligen Erstickung, weil sie erhöht lagen. Auch Zola wäre wohl nicht zum Opfer gefallen, wenn er auf bem Bette liegen geblieben wäre. Ter Polizeikommissar Eomette vernahm gestern noch einmal Frau Zola. Dieselbe bestätigte die bisherigen Annahmen be- iceffenb die Ursachen des Unglücks. Das Feuer im Kamin sei abends angezündet worden. Zola habe gesagt: Ta bas Feuer angezündet ist, lassen wir es von selbst ausgeheu. Sie habe feinen Einspruch erhoben; die Ehegatten schliefen alsdann ein. Tas Befinden der Frau Zola ist trotz oer >urch daS ihr zugeshoßene Unglück erlittenen Erschütterung o zufriedenstellend, wie man es nur wünschen kann. Ab- ouberung unb absolute Ruhe sind ihr unumgänglich notwendig. Es heißt, Frau Zola habe den Wunsch geäußert, daß das Begräbnis chres Gatten entsprechend den Gesinnungen des Verstorbenen kein kirchliches sein möge. Bisher ist kein Testament gefunden worden. Unter den Kondolenz-Telegrammen befindet sich ein solches des Fürsten von Monaco. — Der Zola befteundeten Frau Ro- fereau und deren zwei Kindern wurde vor der Autopsie gestattet, bem Toten bie letzte Huldigung zu erweisen. Tic linberlofe Frau Zola kannte das Verhältnis, in dem ihr Gatte zur Frau Rosereau stand. Die in der Wohnung Zolas aufgelegte Kondolenzliste trägt bereits Tausende von Unterschriften. Das Arbettszimmer des Verstorbenen wurde vom Gericht versiegelt. Die Liga der Menschenrechte hat bereits zur Errichtung eines Denkmals für Zola die Initiative ergriffen. — Die Kondolenz-Depesche des tta- lienischen Ministers Nasi an den französischen Unterrichtsminister Chaumis enthält ben Satz, daß Zola dank feiner Abstammung ben Italienern besonders teuer war, und feiert, auf die Dreysussache anspielend, feinen Bürgermut. Tiefe italienische Kundgebung erscheint den nationalistischen Organen in Paris, deren Nachrufe durchweg schonungslos sind, höchst wttlkommen. — Die Beerdigung wird Freitag auf bem Montmartre-Friedhof srattfinoen. Da Zola Offizier der Syrenlegion war, werden ihm den Satzungen gemäß militärische Ehren erwiesen werden müssen, vorausgesetzt, daß er sich diese testamentarisch nicht verbeten haben sollte. Mehrere nationalistische Blauer beuten an, daß es bei dem Leichenbegängnis Zolas, falls Dreyfus demselben beiwohnen würde, zu Entrüftungskund- gcbuugen seitens ihrer Parteigenossen kommen dürfte. Zentralbank mit 250000 biS 300 000 Mk. sich befinden, sollen keinen Ausfall erleiden. Tie Aktiengesellschaft für chemische Industrie war ün Jahre 1886 mit einem Kapital von 1 Million Mark gegründet worben; in den folgenden Jahren wurde das Kapital allmählich auf 2y2 Millionen erhöht. An der Berliner Börse wurden die Aktien durch dieselbe Banksirnia Steinsieck & Co. ein geführt, die auch die Aktien der Kasseler Trebertrocknungsgesellschvft in Verkehr brachte. Die Einführung erfolgte 1895 zum Kurse von 127. Am letzten Freitag notierten die Attien noch mit lllöyr; jetzt sind sie vom Kurszettel verschwunden. Wiewohl die Gesellschaft mit Verlust arbeitete, wurden immer flottDividendenund Tantiemen verteilt. In oen Jahren 1896 bis 1898 betrug die Tivideiide 7 Proz., 1899 bis 1900 7y2 Proz. unb 1901 7 Proz. Es ist al|o ganz mich dem Muster anderer Schwindelunternehinen ge- hanoelt worben: man berbieiit nichts, sonbern arbeitet mit Verlust, aber man vetreilt hohe „Gewinne". Wo bic Millionen geblieben sind, ist noch nicht ganz Uargeftellt Wie es scheint, ging das Geschäft nicht so schlecht, daß deswegen der Verlust hätte so groß sein müssen. Abermals erhebt sich die Fcage: Wo war der Auf» sich tsrat? Hai er wirklich feine Pflicht in ausreichendem Maße getljan? Die Nachprüfung der Bilanz wurde auf Veranlassung der Oberrheinischen Bank borgenommen. Wäre es also auj den Auffichtsrat angekommen, fo hätten bie öälschungeli unb Schiebungen noaj lange fortgehen können. Man sagt, die Regrepanspruche der Gesck-äöigten an bie Aufsichtsrats Mitglieder ständen außer Zweifel. Es fragt sich nur, ob noch etwas Nennenswertes von ihnen zu erhalten ist. Mannheim, 30. Sept, lieber das Prioatvermögen des Direktors Böhm von der A k t l e n» G e s e l l s ch a i t für chemische I n d u st r i c in Rhemau-Mcumheim wurde der Konkurs verhängt. Ter Auisichlsrat der S t a h l w e r t e Mannheim, dessen Mitglied Böhm war, beschloß, die zur Fortführung des u3e- jchäfls nouvendigen Geldmittel vorläufig beijubnugeiu Tie M a n n h e l m - R h e i n a u e r Transport-Wejell schäft beabsichtigt m K i q u i d a t i o n zu treten. Alan erwartet für die (Slaubiger 90 pEt. Wegen Uebernahme des Rhemhafens in den Staatsbetrieb begiebt sich heute eine Honiminion nach Karlsruhe. Berlin, 30. Sept. In der heuttgen Aufsichtsratssigung der D e u t f ch e n Bank wurde der Rechnungsabschluß für das erste Halbjahr 1902 vorgelegt. Tie von der Tireknoii gemachten 3)tu- iciulngcn über das Gesatnlresultat der Bank im ersten Semester sowie über deu Geschäftsgang feildem wurden mit lebhafter Be- iriebigung entgegengenonunen. Die Umsätze zeigen eine erhebliche Vermehrung. Ter stelwertretende Direktor der l'eip^iger Filiale, Adoli Hoppe, ronrbe zum Mitglied der Direktion der Filiale Alün- cheii ernannt. Märkte. Ulrichstein, 30. Sept. Auf unterem ,M i ch a e l i s m a rk l e* erlitten die seither so ungewöhnlich hohen Preise für Jungschweine zum ersten Atale eine bemerkenswerte schlappe. Allerdings übertraf das Angebot bei weitem die Nachfrage, dessenungeachtet herrschte aber doch auch wenig Kauflust für die geforderten Preise. Wer verkaufen mtlßte, konnte nicht anders, als mit geringeren Preisen vorlieb nehmen. Deshalb blieb Vieles unverkauft und die Verkäufer nahmen wieder ihre Wagenladungen mit. Tie Ferkel erster Sorte kosteteit per Paar 50—öö zweiter Sorte 45—50 Mk. Tas ist immerhin noch genug hohe Preisilufe. Auch für die fetten Schweine ift der Preis um 2—3 Pfg. pro Pfund Lebendgeivicht abgeschlagen, tnithin von 50 auf 48 und 47 Pfg. Besser ging die vlachsrage nach Emlegeschweinen, die per Paar mit 120—130 Att. bezahlt wurden. Regerer Handel herrschte aus dent R i n d v r e h m a r k t e bei guten Preisen. Die überaus gute Futterernte, die eine in den legten Tagen noch eingeheinrste vortressliche Grummeternte krönte, garan- tien hier st a b i l e Preise. Univeililäts-Uachrichlen. — Der a.-o. Prosessor der Aiathematik an der Technischem Hochschule au Karlsruhe, Dr. Disteli, hat einen Rus an die Kaiser Wilhelms-Universität in Straßburg erhalten und wird ihm Folge leisten. — AusMarburg wird geschrieben: Der a.-o. Prosessor der Staatswissenschasten, Dr. Ä. Dlbenbcrg, ist zum o. Prosessor der Universität Greifswald ernannt worden. — Ter 0.-0. Professor an der Universität München, Dr. Emmerich, der langjährige Mitarbeiter PettenkoserS, ist zum o. Professor ernannt worden. — Der Privatdozent für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Erlangen, Tr. phil. u. med. Otto Aichel, ist von seinem Amt auf Ansuchen enthoben worden. — Zu Konservatoren am bayerischen Nationalmuseum inMüncben wurden der Archttekt Jakob Angermair und der Maler AloiS Müller daselbst ernannt. — Frl. Dr. Mathilde Wagner von Frankfurt, eine der ersten in Deutschland approbierten Aerztinnen, wirb sich am 1. Oktober zur Ausübung der Praxis in Weimar niederlassen. Familien Nachrichten. Gestorben: Heinrich Heinemann in Butzbach. Einfach baff ftd Misere IepoWre über bev riefigell Abgallg K W. Kiecht's Magenbitter Depeschen und Eilbriefe verlangen ♦ schleunigste Ausführung der Neubestellungen. Kein Magenbitter ist that- Wunder, unser vUUlls sächlich mit keinem bis heute auf den Markt gebrachten Magenbitter zu vergleichen. Die Wirkung auf den Stoffwechsel wird von Aerztea und Sach erständigen als geradezu wundetbai bejelchnet. Aber bitte, überzeugen Sie sich, machen Sie einen Versuch, Sie werden unsere Eingaben bestätigt finden. Verkaufsstellen jedes bcffere Kolonialwaaren-, Delikateß- und Drogengeschaft, deSgl. die Apotheken. Vettretcr unserer Firma in Gießen ist Eh. Ludwig ThomaS, Bahnhofstraße 37. Dr. W. Knecht Zt Co., Frankfurt a. M. 6210 llione ChocoladeloatremcLLL ß Darmstädter Möbelfabrik (160 Zimm.-Einricbt.s, Dreist, grat. 3821 A: Seidenstoffe von Eiten 1 Keussen, Krefeld. prozentigen Schuldver- N. Fluß- und Seefische I ir Telephon 301 Heuenloäue 4L ) Allen V0NLA Kekanntmachung Betr.: Selb herein ujung in der Gemarkung (Ließen, rechts der Besorgung neuer Couponbogen. 5481 der neuen Kliniken. Die Schulkommisstorr. 6622 I. Kaufmännischer faia, Giessen II. HI. 56 arten zu x Teilung oes I \)Yac.V' .. Acf v habe ich vergeben werden: ‘ 20 Ltr. Aepfel 10 2 10 2 2 10 35 gute Speisekartoffeln gelbe Mäuschentar- toffeln untererdige Kohlrabi obererdige Kohlrabi Zwiebel RoterÜben Meerrettig Gelberüben Weißkraut Lit L. Nr. . M. „ flobuumv.'ke. strhi Tiedemann'ö Dernstein- FrHodenlack «u Farbe. Weltausstellung Paris 1900 Niederlage Montag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr beginnt cm unserer Schule der Stenographie-Unterricht und zwar ein Kursus für Anfänger und ein Fort» bildungs-Kursrrs. Schulgeld beträgt 6 Mk. Gleichzeitig soll an demselben Tage ein neuer Schreib ruaschinerr-KurfuS eröffnet werden. Schulgeld beträgt 10 3JM. Außerdem wird in diesem Winter — beginnend DierrS» tag, den 7. Oktober, abends S Uhr — wieder ein Vortrags-Kursus Prämie — je nach dem Aller der Versicherung. AerMter: Heinrich Hochreuttier, SÜdaniage 5. Joseph Herz, Giessen Bankgeschäft Lit. L. Nr. , M. , . N. , Annahme von barem Geld gegen feste Verzinsung. Check- und Conto-Corrent-Verkehr. Diskontierung von Wechseln. An- und Verkauf von Effekten ausländischen Noten und Geldsorten. Ausstellung von Checks und Anweisungen auf alle Hauptplätze des In- und Auslandes. Einlösung von Coupons und Dividendenscheinen. Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Versicherung derselben gegen Coursverlust bei Auslosung. Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Be- reinigungskommissärs in Friedberg bringen wir hiermll zur Kenntnis der beteiligten Grundbesitzer. Gießen, am 29. September 1902. 6815 GrogherzvgUche ^uigetmei|ierei Gießen. Mecum. Verdingung. Die Lieferung von 40 lfd. m 25 cm L W. Zementröhren und 8 Böschungsstücken von 25 cm l. W. und 0,60 m Länge frei Baustelle Rrofborfa> straße soll Freitag, den 3. Oktober d. I., vormittags 10 Uhr öffentlich verdungen werden. Angebote sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. 6823 Gießen, 29. September 1902. Das Stadtbauamt: I. V.: Gerbel. M. N. 0. P. in einfacher und doppelter Buchführung abgehalten, woran Kommis, selbständige Kaufleute und Herren auS anderen Berufsarten teilnehmen können. Schulgeld beträgt 10 Mk. 6621 Anmeldungen zu ad. I, II und HI können- täglich nachmittags von 1 bis 2 Uhr in unserer Schule — Nord- aulage 15 — erfolgen. Die Schulkommisfio«. a. vom 1898 er «ulehcu. Ltt. L. Nr. 41, 82, 104, 106, 168, 187 A 2000 Mk. 28 188, 193, 219, 276, 277, 279, 856 A 1000 Mk. 14, 27, 29, 73, 148, 180, 214, 336, 428, 453, 461, 565, 652, 655, 780, 800 A 500 Alk. 19 7b, 163, 199, 272, 278 A 200 Mk. 40, 97, 193, 242, 319, 326, 366, 898 A 100 Mk. b. vom 1894 er «ulchen. 821 und 387 A 2000 WL 436 und 478 A 1000 Alk. 809, 810, 868, 909, 1001 und 1035 A 600 Mk. 865, 415 und 421 A 200 Alk. 460, 502, 645 und 571 A 100 Mk. c. vom 1895 er Auleheu. 486 über 2000 Alk. 504 über 1000 M. Nach fünfjähriger Tätigkeit als Oberhebamme an der j Universitäts-Frauenklinik zu Gießen unter der L-eitung des Herrn Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Löh lein, "" °L evtllals niedergelassen. Gießen, Diezstraße 8, part. . 6854 den 28. Sept. 1902. gQpjyß ZeitteL 150 Stck. Rotkraut 400 , Wirsing 200 Stck. Lauch 860 h Sellerie Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungs- bureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 6 Uhr eingesehen werden. J. M. Schulhof Telephon 119. 814 Prompter Verwandt nach ausw. Bekanntmachung. Bei der in der gestrigen Sitzung der Stadwerordneten-ver- sammlung vorgenommenen planmäßigen Verlosung der Gnoe dieses Jahres zur Rückzahlung kommenden 8V, Prozents , schreibungen der Anlehen der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 sind solgende Stücke gezogen worden: Zur Tellnahme an dem Stenographie - Unterrichte des Gabelsbcrgcr Stcuographeu-Bereius und des Damen- kräuzchenS laden wir hiermit ein. a. AusaugskursuS für Damen Montags und Donnerstags von 8 bis 9 Uhr, für Herren Acontags und Donnerstags von 9 bin 10 Uhr. Megion: Montag den 6. HKtober. UnterrichlSlokal: Kaufmännisches Vereinvhcms. Honorar für Nichtmitglieder 6 -iu b. Fortbilduugsknrsus (für Mitglieder). Mittwoch abends von 8 bis 9 Uhr. — A^gin» 8. HKlover, c. Debattenkursus (für Mitglieder). Mittwoch abends von 9 bis 10 Uhr. — Kegina 8. HKtover. Unrerrichtslokal: Kaufmännisches Vereinshaus. Die Anmeldungen zu allen Kursen werden bei Beginn derselben oder vorher in der Wohnung des Vorsitzenden genommen. E. Schiff-ie. kj Meise grotze, zchiedeve kMkschch I - Nähmaschinen am besten und billigsten kauft. größte Auswahl Ersatzteile und Aeparature«. Joh. Fr. Schaaf, renommiertestes Geschäft der Branche in Gießen, 44 Wetzsteinstratze 44.5748 in Lollar bei: August Zimmermann. OfenBacBc wohlriechend, Flasche 30 u. 60Pfg. Victoria-Drogerie Marttstratze S. (6761 26. März Vertrag des Herrn Otto Beck, Köln: Rezitationen. Im Vereinshause Restauratton zu jeder Tageszeit, Bibliothek und Lesezimmer. Jeden Dienstag Keg el-Ab end im Frankfurter Hof. Für Theater-Vorstellungen, Abonnements-Konzerte usw. Ki ermäniaten Preisen beim Hausverwalter. Jahresbeitrag für silbständige Kaufleute 10 9JIL, für nicht selbstständige 6 Atk. Anmeldungen werden au den Vorstand erbeten. 66oo in Gießen bei: 2564 Emil Fischbach, Sellersweg 24, A.ä-G. Wallenfels, Marktpl.21; Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein Giessen. Donnerstag den 8. Oktober, abends 8/ Uhr pünktlich, im fak leib (Festsaal): Erster Vortrag. lerr Alfred Nitzsehe, Leipzig: Eine Nordlandreise. Erläutert durch 94 Lichtbilder. U. a.: Hamburg. — Auf der Nordsee. — Norwegische Ob e. — Ein Sonntagmorgen in Kristiansand — Brandung "am Kap Lindesnäs — Stavanger - Bergen — Ha'en und Markt — Lage — Das wüßte Fjeld — Der Hardauger Fjord — Ueber die Eisgefllde der Folgetond naohOdde — Daa Jordal — Im Gebiet der Riesonwassertälle: VSringfos, Skykjefos — Das liebbche Gestade von Ulvlic — In der „Kornkammer“ Bergens — Auf belebter Touristenstraese — Norwegische Beförderungsmittel — Skydsfahrt — Gasthausleben — Das Opheimsvand — Stahlhelm und das malerische Narödal Uuü- vangen — Der Sognefjord — Lärdalsören. — Jötunheim — Die Moräne von Aardal — Das Fleskedal — Bergriesen auf dem Fjeld — Die bteinwüste am Engpässe Smaaget — Einsame Riesenseen — von Giendeboden über das üiadalsband nach Spiterstul - Eine Galdhöpigbesteigung — Knud Volea Juvvee- hytte - Waldregion — Im Bäbra- und Ottathale — Die kunstvolle Alpenstrasse nach Merak — Faaa- höhe am Djupva»seo — Ein Riesentopf — Einwirkung des Golfstromes — Der Geiranger Fjord mit seinen Wasserfällen — Nordalsljord — Nordische Abende — Molde, seine milde Lage und üppige Vegetation — Moldohei — Heimkehr. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind zu 50 Pffl. abends an der Kasse zu haben. Die Vorstände. ptgr Feuer- und einbruchsicheres Gewölbe. KMsoimW KWulr Gießen. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Wir machen hierdurch bekannt, daß während des Winter- Semesters auch wieder ein DameukursuS in Vereinigung mit der Alice-Schule, woselbst auch die Unterrichtsstunden stattsinden, abgehalten wird. Das Schulgeld beträgt für alle Lehrfächer — einfache Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Wechsellehre und Schönschreiben — zusammen 20 Mk. Außerdem ist auch Gelegenheit geboten, Maschine«' schreiben zu erlernen, wofür pro Kursus 10 Mk. zu zahlen sind. Anmeldungen können täglich nachmittags von 1 bis 2 Uhr in unserer Schule — Rordanlage 15 — erfolgen. 0. , 451 über 200 Alk. , P. , 25 über 100 Alt. -iS jetzt zur Rückzahlung noch nicht präsenttert worden find. Gießen, am 26. September 1902. 6806 oirvicherzvg.m-c . uiyciuietftetei Gießen. Mecum. Submission. _ ______________ Für die Großherzogl. neuen \ N. “ 1121 und 1149 über 500 Mk. IKliniken in Gießen soll die Es wird dies mit dem Ansügen zur Kenntnis der Besitzer der Lieferung nachbenannter Ver- bÄnrten Sc»ultlDCrtotelbun9en gCbtad,t' baB b,C ®mW,Un9Ll)nmg8geßcn1tänbe auf dem bei der Stadtkasse Gießen, öffentlichen Submissionswege bei dem Bankhause A. Heichelheim in Gießen und I vergeben werden: 6693 bei der Mitteldeutschen Kreditbank üi Frankfurt a. M. erfolgen kann, loroie daß die Verzinsung mll dem L Januar 1903 aufhorr. ÖUU Gleichzellig wird bemerkt, daß die nachfolgenden in den vor-1 15 hergehenden Jahren ausgeloslen Obligationen Lu. IN. Nr. 45 über 500 All. v------- « . ~ . a m ' Offerten unter Beischluß von Lahn; hier die Zuziehung emes Aeilcs der Gemarkung Musterproben sind verschlossen Heuchelheim. mit entsprechender Aufschrift Nachdem sich in dem Abstimmungstermm zu Heuchel- ersehen bis zum heim vom 12. Juli. l. I. 45 Grundeigentümer mit 1b,6287 . Dttbr. 1902 Hektar beteiligter Fläche gegen die Feldbereinigung ui den jnittaad 12 Uhr Nur-n XV1-XX1 der °>°m«kung H°uch°lh°un >rnd d.e Zu. erwähnten Bureau ziehung dieser Flächen zu der F-Idd-remigung "ch'st einzur-ichen. ZuschlagSsrist bis der Lahn erklärt haben, während im Ganzen 442 Oktober 1902. eigentümer mit 168,2520 ua Fläche an dem Unternehmen * * beteiligt sind, hiernach °ls° mehr als d>° nach Art. « des I 2b Septbr^ 1902. Feldbereinigungsgesetzes erforderliche llllehrhell für die Em- Großh. Verwaltungs-Direktton lellung des Feldbereinigungsoerfahrens vorhanden ist und | der neuen Kliniken, nachdem innerhalb der gesetzlichen Fnst keine Emwendungen gegen die Zulässigkeit oder Nechtsbeständigkeit des Ergebnisses erhoben worden sind, hat Großh. Ministerium des Jnn^n, nnriimittndö 21/ nhr Abtellung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Be- Donnerstag, den 2. Oktober, «achMttag» »/, Nhr ainn de? Feldbereimgungsarbellen angeordnet. werden in dem Biekerschen <5aalt, Neustadt bb dahier, nach- * Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade verzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert, sch alcichzeitig sämtliche beteiligten Grundeigentümer zu der 1 vollst. Bett, sowie ein hierzu gehöriges ohne Feder- in Gemäßhcii des Artikel 16. des Gesetzes vom 28. Sep- zeug, beide mit Rotzhaar-Matrazen, 1 Waschtisch und tember 1887 zwei Nachttische mit Marmorplatten, mehrere Feder- Dienstag, 14. Oktober l. F. kissen, französische und gewöhnt. Bettstellen mit Sprung- Bormittags 11 Uhr rahmen und Keil, 1 Sopha, div. Kleider, 3 Radfahrlaternen, im Rathaus zu Heuchelheim bei Gießen stattsindenden Ver- 1 Nähtischchen, 3 große Regale für Cigarren-Fabriken 7mmlung em und Grossisten sehr geeignet, 1 Schreibpult, 1 Tisch usw. Diese Versammlung hat darüber zu beschließen, ob dies6820 3* Schneider, im Grund- (Flur-) Buch enthaltenen Großenangaben, oder' * ob die durch eine Vermessung zu ermittelnden Flächengehalle der Bereinigung zu Grunde zu legen sind. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Be- telligten vorgebracht und beraten werdem I (Anerkannter Verein. — Gegründet 1873.) In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende betei- Deutschen Vortrags-Verbandes, des Deutschen Verbandes ligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern Kausm. Vereine und des Vereins für VerbreiMng von Vollsbildung. zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von zwei Drittteilen der Reihenfolge der Beranftaltungen Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für im Winterhalbjahr 1902/03. die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. & Oktober 1902 Bortrag des Herrn Alfred Nitzsche, Leipzig: Kommen gültige Beschlüsse nicht zu stände, so hat durch eine «ermeffung der Grundstücke die Ermittelung des Fläch-Nge. A«?r°g e°r H-«n L-,u Ernal'd, Staffel: Kaltes derselben zu erfolgen. Die heiligen Laude. ft-rieb bern den 22. September 1902. 19. November Bortrag des Herrn Leo Wichsen, Breslau: orieo oerg, ven Spiritismus, Hypnose, Gedankenübertragung. Der Großherzogliche Beremigungskommiffar: 8 Dezember Bortrag ües Herrn Jens Lützen, Berlin: q; V.r Schnittspahn, Regierungsassessor. ' Leben wir am Eude eines geologischen Zeitalters? .------14. Dezember Weihnachtsfeier. Gothaer Lebensversicherungsbank. ” —jfiZXL’ZTlXZ: V-rsich-ruugSb-stuud °mttS°pttmb°-1SÜ2 819-? äRiUioneu Ma-k. 116. ^°u°^N°w-tzorI. im Jahr-1SV2i 30 bis d-r Jahr-Z-Narmal- Märst^B^tr"a°"d-s H°rru Dr. Heinrich Kraegor, Berlin! - i- --rh dem Aller der Vcrnckierung. I s. März Wilhelm «Usch sür die »inder. abends Wilhelm Busch, uuser größter Humorist iu Wort und Bild. Xasfaiaiisckt fackciik (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Louis Treff <&, Conap Grösste Auswahl Tuch-Geschäft. Wallthorstrasse 17. DOOGOOÜOOOOOOteoche,i Oabml Lroßartia ist »er Lrfolat So schrieb Herr 21. K bt Selnrmtinb« nn6 ähnlich« Zrngniff, laufen fortmäl)rrnb rin tber da» für ßaustitr« nnqrs-^hrliche. nur für Nagetier« «Ldliche »atte,mlt,eIch„L« ha, gri*i'affr'. Ueberall ju haben h M p(* und utt. Ir— bi p tendierten Kartons. In (Hießen bei Adolf Vieler, Viktoria-Drogerie; Gustav Walter, Drog.; W. »tlbinger, Drog. 7891 s Bachenheimer L Schaumberger: • Marburgcrstratze 22. _ _ Marburgerstraße 22. G 9 Wir offerieren zu den billigsten Tagespreisen: 9 ® H/F jn-a Q __ wie: 9hi6-, Braun- und «uthracit-Sohleu, 9 9 Qö® Bl■ Rheinische und Hungener Briketts S ’ m h s w* ■ ■ j Central-Coaks. O Fslzzikgel. Prmil $ort(iinii«6titnL SMÜcc- uni) rnchlutten. © I Hobelbretter enorm billig. 61BS 5 I«eseteeeee