Freitag 1. August 1903 ISS. Jahrgang Erstes Blatt Ausland einen von der organisierten Arbeiterschaft Badens gewidmeten Pcrllranz am Grabe nieder. Die Ungehörigen des Verstorbenen dankten dem Vorsitzenden des Gewerkschafts- kartells für die bewiesene Teilnahme und ersuchten ihn, den Dank der Arbeiterschaft zu übermitteln. pensationszöllen. Er glaube, die Zuckerkonventron werde von guter Wirkung fein. Nach, längerer Debatte bewilligt das Hans mit 183 gegen 86 Stimmen den geforderten tränke. — Ter Premierminister Australiens Barton empfing heute eine Deputation von Damen, der er sagte: Der Erfolg n u «der Frauen-Stimmrecht-Bewegung fei in Neu- Süd Wales und Victoria so gut wie gesichert; du die Kredit. n r . , — Tas Oberhaus nahm die dritte Lesung des <£nt* Wurfes über den Verkauf alkoholhaltiger Ge- Nr. 178 «Erscheint täglich außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien- biälter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwerf.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. London, 31. Juli. Tas Bulletin von heute lautet: Die Besserung im Befinden des Königs machte feit Montag bedeutende Fortschritte. Tas Allaemeinbefinden läßt nicht- zu wünschen übrig^ Tie Wunde schließt sich in befriedigender Weise. Ter König kann jetzt leicht und ohne Unterstützung das ganze Deck entlang gehen. Die nächste Bulletinausgabe erfolgt am 7. August. — Der König begab sich heute an Bord seiner 9)a(f)[t auf eine Kreuzfahrt. — Tas modifizierte Programm der Krönungs- Gießen, 26. Juli 1902. Betreffend: Die Herbstübungen der Gr. Hess. (25.) Division im Jahre 1902. Das Groscherzogliche Kreisamt Gießen an di- Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Aus Anlaß der bevorstehenden Herbstuvuugen ocu Gr. Hess. (25.) Division wollen Sie das Ihnen unterstellte Polizei- und Feldschutzpersonal anmeisen, gemeinsam mit den den Truppen zugeteilten Gendarmerie-Patrouillen dahin zu wirken, daß Flurschäden durch das Publikum auf den Uebungs- feldern und namentlich in der Nähe der Biwacksplätze mc- Sinbert werden. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Gießen, den 26. Juli 1902. Die Zolltarifkommission nahm am Donnerstag die Pos. 786, Blech, roh, entzundert, gerichtet, dressiert, gefirnißt, 3 Mk. und Pos. 787, abgeschliffen, lackiert, poliert, oxydiert, mit spiegelnder Oxyd schicht überzogen, 5 Mk. in Der Fassung Spahn an, mit einer Anmerkung Gothein, welche für nicht rechtwinklig. - -- r o = geschnittenes Blech einen Aufschlag von 30 Prozent, statt feier rst erschienen. Es sieht die Beteiligung des Königs 15 Prozent nach der Vorlage sestietzt. Sodann nahm die und der Königin im Staatsmagen beim Kronunbszuge vor Kommission nach der Vorlage die Position 798, Wellblech, und ist, abgesehen von dem Ausbleiben der Fürstlichkeiten, Tehnvlech, Riffel, Warzenblech, roh, 3 Mk., bearbeitet fast ebenso glänzend wie das ursprüngliche. 5 Mk, und Pos. 790 nach einem Antrag Gothein nebst — Ter Korrespondent des „Standard m Kapstadt be- einem Zusatz Eickhoff, Blech, mit Ausnahme des in Pos. richtet feinem Blatte, daß sich am 9. d. Mts. s kandalo s e sich schlagend und von den Mitgliedern des rauheren Geschlechts auch nicht mit Sammethandschuhen angefaßt. Auf diese pikanten Erörterungen soll man also diesmal größtenteils verzichten. Mit den „Feinden ringsum" — der „Vorwärts" wünscht eine Spezialdiskussion über das Zentrum — soll sich Der Parteitag angelegentlich beschäftigen. Indessen Die Neigungen sind stärker als die Vor- säye, und es wird wohl doch mancher Strauß ausgefochten werden auf diesem Kongreß der Heißblütigen. Die Pointe des sozialdemokratischen Parteitags. Man schreibt uns aus Berlin, 31. Juli: In längeren Ausführungen zum diesjährigen, in München stattsindenden sozialdemokratischen Parteitag tritt das „Zentralorgan", der „Vorwärts", dafür em, Den Raum für innere Auseinandersetzungen so sehr wie irgend möglich zu beschränken. „Wir haben diesmal keine Zeit, um uneinig zu scheinen". Das Wort „scheinen" ist etwas ungenau; sehr leidenschaftliche Debatten bei Gelegenheit fmljerer Parteitage bezeugten, daß in mancher Frage, taktischer wie grundsätzlicher Art, die Meinungsverschiedenheiten unter den Führern erheblich und auch nicyt durch alle präsidiale Kunst Singer's zum Ausgleich zu bringen waren. Der Schein" Der Uneinigkeit war mindesten- em tauschend echter, der Wirklichkeit sehr nahekommender. Aber, wer will es leugnen, daß eben die inneren Auseinander- jungen «X inLeffierten in ben Berichten vom Itnrteitaa? Freund und Feind verfolgten diese 'Jteüetom> „SÄ Es wurden eine Menge Aufrichtigkeiten" und „goldene Rücksichtslosigkeiten" gesagt mit viel Satire, mitunter mit gutem Humor. Die besten Kopfe der! Sozialdemokratie boten ihr Bestes bei diesen Auseinander- setzuligen, entfalteten eine Schlagfertigkeit, em Temperament im wuchtigen Angriff und im geschickten Parieren, daß das Zuhören ein Vergnügen war, und nicht nur für die Korona der „Genossen". Vollends, wenn die weiblichen Sozialdemokraten, Frl. Dr. Rosa Lu x e m b u r g, Frau Klara Zetkin, in Die Debatte emgmffen, kräftig um wachsen Des Zuzuges von jüdischen § an D ie r n au§ ö T- G-alizien und über Die Art ihres. Geschäftsbetriebes -b^^ Combes, Daß sich in sehr zahlreichen Departements beim Regierungspräsidenten Klage geführt worden war, nid)t genehmigten Niederlassungen Der Kongrega- hat Der Herr ReglernngspräsAnt Eryevungen angestellt, niftcnJ s^iwillig aufgelöst hätten. und feftgestellt, daß in Der That 62 derartige Personen 'Wien, 31. Juli. Im Aeichsge.etzblatt werden die G^ seit dem Jahre 1899 zugezogen find, und daß ein großer betreffend Aushebung der är arischen Mauten und Teil dieser Händler nicht nur den Hausierhandel m Den betreffend Einführung der P er s o n en f ah r kar t en- angrenzenden tyüringiichen Staaten betreibt, fondern auch x veröffentlicht. in der Stadt Erfurt von Haus zu Haus zieht uno ^varen Konstantinopel, 31. Juli. Aus Dem Pildiz Kiosk feilbictet. Er hat deshalb die Handelskammer um gut* bri n wieder allerlei Aufsehen erregende Gerüchte in Die achtliche Aeußerung darüber ersucht, ob auchi ,ie: in Ueoer- ^^^nwelt. Ter T h r o n s o l g e r P r i n z R e schad soll einftimmung mit bem einigen Sagen verhaftet unb IN V)itbi8 interniert wa tuna zu Erfurt und der königlichen Regierung setvst I' in diesem Geschäftsbetriebe eine beträchtliche Schatz i- > Tripolis, 31. Juli. Tas italienische Geschwader im qung der einheimischen, in Erfurt ansässigen Ge- ^figen Hafen erhielt eine zweite Verstärkung. 1500 ?chäftsinhaber erblicke und eine Ausdehtttmg der ° tristen, Geschützmaterial und Artillerieoffiziere sind ackwerbepoliz ilichen „Vorschriften über den bewerbe- kommen. Weiter Truppentransporte folgen nach. betriebder Ausländer im llmherziehen" ans den Stadt- ^ewyork, 31. Juli. Ter republikanische Staatsbezirk Erfurt befürworte, sodaß in Zukunst ^ Erlaubnis ^nvent in Jawa trat entschieden für eine Herabsetzung Auin Hausierhandel Ausländern nur nom «tejk werde eilL Nach einer Meldung des „Newyork nack Maßgabe des vorhandenen Bedürfnisses. Herald ans Venezuela richtete Präsident Castro einen Die Handelskammer hatdiese. prägen bejaht Prote st an die Vlächste gegen gewisse deuts che Ford e - — Die amtliche „Karlsr. Ztg. gcevt einen Bt.richt wieder runQen. ^ ie Zeitungen in Baltimore kommentieren die über eine Feier des G e w e r k, chaf t s k ar t e l l s am Thalsache, daß Mayor Hayes bei der Verleihung von Grabe Des verstorbenen Fabrifin,pe 11 ors Dr. Drben ober Geschenken aus Anlaß Der Reise des Prinzen k ' f ft8 gugjtiilieiiüäT mim ^atbe^tenben C^anbe ^angepörtem «"»-ich u^nigci^ben_„t --------- tettnahrnen ^Änch B-rwanbtc bes Verstorbenen u»d AUS Iiliöl Uttt> 4.11110. amte der "“'“Äre! «to sSSfiS Gießen, 1. August 1902. DUli, hielt eine Ge- LU. Von Der Universität. Als Vertreter des xatShP er den Verstorbenen als wahren Strafrechts (an Prof. Belings Stelle) wurde Professor ^reunD D er Arbeiterschaft feierte und dessen von Heimberger in Straßburg berufen, der vor Kurzem sozialem Empfinden getragenes Schaffenund Wntenzum ordentl. Professor an der juristischen Fakultät m digte, dem Dank und ^nerkennwg ser^ns der Arbeit^ I Münster i. W. ernannt worden ist. Professor peunberger Bezugspreis, A monatlich 7bPf., vienek V WZ ▼ jährlich Mk. 2L0; durch Gießener AnMger General-Anzeiger 57 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Betr.: Wie oben. , Das Giotzherzogliche Kreisamt Gießen mit e>te an, faxe ben Truppen ,«geteilten ©enbatnictie.’ßa. 9 AEmiflwn^ sctztc ben Zoll in ben Pos. öetreffenb heiligten. Tie Truppen bnrchzogen die Straßen in denen tromllen bei ihrer vorbezeichneten Aufgabe nach Möglichkeit^ m^s. 791 roh, bearbeitet, jedoch nicht poliert, Nie alles zerstörten. Sie raubten die Laden aus zu unterstützen. lackiert, 'mit unedlen Metallen überzogen, 1,5 MillimeterI und feuerten R e v 0 l v e r s chü s s e auf Die Einwohiier ab. Großherzogliches Kreisamt Gießen- und mehr stark auf 2,50 Mk., statt 3 Mk., 1,5 Millimeter Polizei und Truppen intervenierten augenscheinlich auf Dr. Breidert. vis 0,5 Millimeter start aus 3 Mk., statt 3,50 Mk., weniger höheren Befehl hin nicht. & ■"■-!----------r- ------------f zauf 450 statt 5 Aik., in Pos. 792, poliert, lackiert, — General D el ar ey wurde iN Kap ,tad t interviewt. STyfidP^rdlUlL uit unedlen Metallen überzogen aus 3, 4 unb 5,50 Mk., Er schreibt den englischen Sieg hauptsächlich den Kolonial- 4UTHUlUJl ^UytJIUJUlL “ unb 6 Mk. herab, unb die Pos. 82Ü, Draht- truppen zu, die wie bie Buren suchten uui> ihre Methoden Der Bau von kleinen Kreuzern, lei(e Stacheldraht, Schrauben, Nieten mit nicht mehr alsI kannten. General D ew et erklärt, die Buren seien schließ- deren Zahl durch den Etat von 1903 um drei vermehrt ^3 Millimeter Stiftstär le, Oesen, Nägel auf 10 Mk., flatt lief) ber uner^^^öpTIi^^en 3ufu^rb er ^,19(011561: werden^ soll, bedeutet jetzt — so schreibt man uns aus 15 Mk., Pos. 826, Drahtstifte, Klammern, Schlausen au» und Pstrden unterlegen - Keine andere > Marinekreisen — eine wesentlich höhere Belastung Draht, 8 Mk. statt 10 Mk. gemäß einem Antrag tzerolo. sährende England hatte die Aufgabe unternehmen können, d e s M a r i n e - Et a t s, als in früheren Jähren. Seitens Tie Kommission Nahm unverändert die Pos. örtrefseuv — (U n t e r h ^u^.) Ehambn 0 ^ der Konstruktionsabteilung des Reichsmarineamts sind die Röhren an, und zwar Pos. ,93, Schlangenrohren ge- wckliguiig von2o0000 ^u^.rl^.^lLebe'1^^ Dimensionen für diese Fahrzeuge immer größer gewählt walzt, gezogen, auch 3whrensormstucke, »-wh 8, bearbeitet i Kolonien. Er legt dar, die Crhal^ng der Zuckerindus sttr worden und zwar aus militärischen und seemännischen 15. Mk.; Pos. 794, andere Röhren, gewalzt, gezogen, roh, oiese Inseln sei durchaus notig. Seiner Aniich>t nach ströme Gründen. So ist es gekommen, daß die modernen kleinen 2 Millimeter Wandstärke und darüber 6 Mk., weniger ach ^England sich viel zu lange gegen dre Srhebung^v^n Meuzer in ihren Längs-Abmesfungen bereits den Linien- 2 Millimeter 10 Ml., Pos. ,795, Röhren bearbeitet, 2 Millr- schiffen älteren Typs überlegen sind und bezüglich der meter Wandstärke und darüber 12 Mk., weniger als 2 Milli- Baukosten um rund eine Million Mark h ö h e r meter 20. Mark. veranschlagt werden müssen. Ein moderner kleiner Kreuzer 1-----------7— repräsentiert einen Kapitalwert von reichlich 6 Millionen ycutjajis Mark, was einer P r eis st e i g er un g v 0 n cm 17 Pro- Berlin 31 Juli. Aus Kiel nieldet man: Der z en t gleichkommt. Noch bedeutender ist der Preisunter. I ®c« fefiite gegen 7 Uhr an Borb der „Hohenzollern" schied gegen früher bei Den % a n 0 n e n 5 00 e n er 60= fuar^e ".^enDtafet waren keine Einladungen ergangen, trägt fast oO Prozent. Auch dies ist auf die Wahl L ’ lö|rb bec Kaiser sich nach Schwerin begeben, größerer Timensionen - stärkere Maschinen, umfang- Morgen ^0 0^ Geburtstages des 1870 ' Ä ISttoiffe nnte^lÄ“ n&i«St%®6änniC" ftotbene« Soltomanne» unb PuÜtikers Sb a Ib < I ms-h7ung°ge,eigtIhüb-',U die dabei befürchtet-« Ü-b-l SiuTbie ööle der Sck an feinem auf dem ehemaiigeMarobinerttrchhufe ei^ch- . anderen Staaten nicht eingetreten feien, zweifele ernicht, tenalienpreise von Emfliuz. hinter ihnen auch die Waldeck-Vereine aus Breslau und Haag, 31. Juli. Nach amtlicher Meldung aus Su. c. f, Herford, Abordnungen und Beauftragte mit Kränzen, rell-I stnb unter den Eingeborenen der Pflanzung Ma- Der Fall „Lohnmg weise auch mit Bannern und Fahnen, entsandt hatten, ^gobrochen. Ter Leiter der Pflanzung wird, wie unser Berliner parlamentarischer Mit- 5^ meisten Kränze trugen schwarz-rot-goldene Scyleifen. 1 getötet. Tie Truppen feuerten auf die Aufstän- arbeiter unterm 31. Juli schreibt, im preußischen Ab Ter Vorsitzende des hiesigen Waldeck-Vereins, Ziechtsanwalt <8on letzteren wurden dreizehn getötet und vierzig g e 0 r d n e t e n h a u s e sicher zur Sprache gebracht werden, Tonnenfeld, hielt eine Ansprache. Nach der Feier begab üeni)unbet auchl wenn die Regierung vorher in der offiziösen Presse eine Abordnung nach Der katholischen K1 r aj e, 1 Paris, 31. Juli. Der Marineminister wies den Ar- das Wort ergriffen haben sollte. Die Angelegenheit ver- Lin auch das Grab Waldecks mit einem großen Kranze Gourdam, Kommandanten der Seedivision des At- dient zwar, zum Gegenstand einer Interpellation gemacht ,u schmücken. t ... , lantischen Ozeans, die aus fünf Schfissen besteht, und sich zu werden; doch auch die Etatsdebatte bietet Gelegen-10 _ Der kürzlich erschienene Jahresbericht der öeit bei Martinique befindet, telegraphisch an, Maß- heit zur Erörterung. Es dürfte in Erinnerung fein, daß Graf |Iurter Handelskammer enthalt folgenden Passus: ° el)[ ur Sicherung des Schutzes der französischen Stauts- Bülow in seiner Einführungsrede zur großen Polenvor- „Nacydem aus gewerblichen Kreisen uoer das im» angcfiörigen auf Haiti zu treffen. läge (Verstärkung des Lliisiedelungsfonds) im Mai dieses wachsen des Zuzuges von jüdischen Händlern aus _ heutigen Kabinettsrate bestätigte Mimsterpra- Jahres als weitere Maßregel zur Stärkung des Deutsch-' n ' QM > ....... ,, ----- —x----*s tums die Gehaltsaufbesserung der in der Ostmark thätigen Beamten, Lehrer rc. in Aussicht stellte. Der preußische Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben hatte Dem Ministerpräsidenteii die Etatisierung der betreffenden Geldmittel bereits zugesagt. Bei Der Beratung des Etats kommt also Der preußische Finanzminister ohne weiteres in die Lage, zum Fall Löhning sich zu äußern. Eine offiziöse Erklärung ist auch heute noch nicht erfolgt. aus der Wilsou-Stiftuug diesmal ungeteilt den K i n d e r- h orten (die für warmes Frühstück in den Schulen sorgen) )u überweisen; für die Lesehalle dagegen, die bisher aus der Stiftung den Teilbetrag von 200 Mk. bezog, ist im Etat ein dauernder Posten von 400 Mk. vorgesehen. — Dem Stadtgeometer wurde wegen der, mit der Fortführung des Grundbuches verbundenen Mehrarbeit ein Gehalts- zufchuß bewilligt. — Es wurde dann beschlossen, das Stadtbauamt vom 1. Oktober ab in ein Hoch- und Tiefbauamt zu teilen; zum Vorsteher des Tiefbauamtes wurde der Ingenieur Adolf Braubach gewählt, der seit dem 1. April v. I. als Vertreter des Oberbaurats Schmick aus Frankfurt unter dessen Oberleitung mit der Ausführung der Sielbauten betraut war, und sich in diesen anderthalb Jahren als durchaus tüchtig und im Vermehr mit dem Publikum als sehr zuvorkonunend bewährt hat. Von Oberbaurat Schmick, unter dessen Leitung der Neugewählte länger als acht Jahre thätig gewesen ist, ist er aufs wärmste empfohlen worden. — Bürgermeister Mecum teilte endlich noch mit, daß der Militärsiskus beabsichtige, an der Grünbergerstraße zwischen der Kaserne und dem Schützenhaus ein Gebäude für 12 verheiratete Unteroffiziere zu errichten, und daß die Verhandlungen hierüber zu einem zufriedenstellenden Resultat führen würden. ** S)ie Volkslesehalle am Seltersweg erweist sich Heute schon als viel zu klein für die große Anzahl der Besucher. Es wird deshalb notwendig werden, andere geeignetere Räume für dieses, so überaus nützliche Institut zu beschaffen. ** Dr. Friedrich Grein, der, wie gemeldet, zum Stadtpfarrer in Darmstadt ernannt worden ist, ist ein Sohn des in Darmstadt im Jahre 1888 verstorbenen Hofpredigers Ernst Grein. Dr. Grein absolvierte das Darmstädter Gymnasium, machte im Sommer 1889 zu Gießen sein Fakultätsexamen und bestand, nachdem er in Hannover seiner Militärpflicht genügt hatte, im Soinmer 1892 die hessische theologische Schlußprüfung mit sehr gutem Erfolg. Im Herbst desselben Jahres wurde Dr. Grein zum Pfarrverwalter in Gießen ernannt, wo er seither, im August 1895 definitiv angestellt, als Pfarrer an der Markus- und Mili- tärgemeinde, die ihn nur sehr ungern scheiden sehen, als beliebter Prediger wie treuer Seelsorger segensreich gewirkt hat. Mit Dr. Greins Ernennung zum Pfarrer in Darmstadt wurde, wie die „Darms!. Ztg." hört, einem Wunsche des Kirchenvorstandes der Stadtgemeinde entsprochen, der ihn für die durch die Berufung des Pfarrers Petersen ins Oberkonsistorium frei gewordene Pfarrslelle einstimmig in Vorschlag gebracht hatte. ** Personalien. Ter Großherzog hat dem Assistenten dm chemischen Institut und Prioatdozcnten für pharmazeutische Chemie an der Technischen Hochschule Dr. Georg Heyl den Charakter als Professor erteilt. — Ernannt sind Otto Thömsgen zum 2. Landwirtschaftslehrer an der landwirtschaftlichen Winterschule zu Darmstadt und Dr. Reinhold Wetz zum 2. Landwirtschaftslehrcr an der landwirtschaftlichen Winterschule zu Heppenheim. — Als Nachfolger des als Provinzialdirektor nach Gießen versetzten Ministerialrats Dr. Breidert ist, wie es jetzt heißt, außer dem Friedberger Kreisrat Fey der Obcrreg.-Rat und vortragende Rat im Ministerium des Innern, Karl August Weber, ein Sohn des verstorbenen Frnanzministers Weber in Aussicht genommen. ** Bläsers K ine rnatograph. Heute und morgen abend nach Schluß der 9 Uhr-Vorstellung, findet eine besondere Vorstellung für Herren statt, in der Operationen, die von Pros. T o y n - Paris kürzlich vorgenom- meu worden sind, dein Publikum mittelst des Kinernato- graphen vorgeführt werden. I? Die Ausführung der elektrischen Beleuch- trrngs - Anlage für das Provinzial - Arre st Haus wurde dem Vertreter der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin, Karl Graf hier, übertragen. — Gelände-Verkauf. Der Bauunternehmer Winn erwarb den Röder'schen Bauplatz in der Liebigstraße für 34 000 Mk. Der Preis soll sich auf den Quadratmeter über 20 Mk. stellen. [] Arbeiter-Entlassungen stehen nach der nunmehr erfolgten vorläufigen Fertigstellung der Bahnhofsumbauten in Aussicht. Wir hören, daß vorläusig gegen hundert Arbeiter brotlos werden, resp. gelungen sind, sich eine andere Unterkunft zu suchen, was bei dem augenblicklichen schlechten Gange des Baugewerbes nicht gerade leicht sein wird. § Wenn die Schwalben heimwärts ziehen ... Weit früher als sonst wollen uns Heuer unsere lieben, vertrauten Gäste verlassen. Die Turm- und Mauerschwalben, die noch vor wenigen Tagen die Lüfte durchsegelten, haben sich bereits verabschiedet und den sonnigen Süden aufgesucht. Nur ein geringer Teil der sanften Tierchen blieb als Nachhut einstweilen noch zurück. Der fröhliche Vogelsang, der im Frühling und Frühsornrncr das Menschenohr ergötzte, verstummt allgemach. Nicht wenige der gesiederten Sommergäste, die erst im April ober gar zu Anfang des Mai bei uns Einzug hielten, werden in aller Kürze van unwiderstehlichem Wandertriebe ergriffen. Den Reigen eröffnet stets die Turmschwalbe. Bald folgen Uferschwalbe, Ortolan und Wendehals. Freund Klapperstorch, der alte Reiseonkel, rüstet sich schon zur Abreise. Täglich veranstaltet der stolze Stelzengänger mit seiner vielköpfigen Vettern- und Basenschaft längere Konferenzen, wobei bekanntlich die Abreise beraten wird. Pirol, Wiedehopf, Rohrdroffel, Wachtelkönig und der Würger oder Neuntöter entfliehen kurz nach dem Abschiede Adebars — nach alter unwandelbarer Naturordnung. k. Kirchgöns, 31. Juli. Für Landwirte von Interesse dürfte jein, daß der Landwirt und Bäcker Joh. Conr. Belte hier einen fremdländischen Weizen gesät hat, der an einem Halm 8—10 Aehren zeigt. Tas Ergebnis der Körner soll das vierfache sein. V. hat einen ganzen Morgen davon am Halme stehen. ?? Crainfeld, 31. Juli. Seit dem 29. Juli ist der hiesige, in den 70er Jahren stehende Taglöhner Johannes Neuner verschwunden. N. soll von dem Markt in Bermuthshain nicht wieder nach Hause gekommen sein. Die Angehörigen suchen nach ihm, bis jetzt aber ohne Erfolg. Wie man gehört hat, soll er in der Nähe von Wächtersbach gesehen worden sein, um nut bei Bahn in der Richtung nach Hanau ober Frankfurt a.M. zu fahren. Etwas Geld hat er mitgenommen. § Aus dem Rodgau, 31.Juli. Die Maulwurfs- Fellch en sind neuerdings im Rodgau und wohl auch anderwärts ein beliebter Handelsartikel geworden. Leipziger Firmen stehen schon seit einiger Zeit mit Maulwurfsfängern wegen Lieferung der Fellchen in Unterhandlung. Der anfängliche Preis von 6 Pfg. ist bereits auf 10 Pfg. per Fellchen ge- tiegen. Die begehrten sammetweichen Maulwurfsfellchen wandern in die Petzwarenfabriken und kommen dann unter verschiedenen Namen als Pelzartikel in den Handel. Der erwähnte Preis ermuntert die Maulwurfsfänger natürlich zur eifrigen Verfolgung des nützlichen Höhlenbewohners; die neue Erwerbsquelle gereicht indessen der Landwirtschaft keineswegs zum Nutzen. Darmstadt, 31. Juli. Im hohen Alter von 85 Jahren ist hier vor wenigen Tagen der ehemalige Kanzleirat Christoph Mendel verschieden. Ter Verstorbene war zuletzt lange Jahre auf der Großh. Hofbibliothek thätig und vor einer Reihe von Jahren m den Ruhestand getreten. — Wie das „Darmst. Tgb." mitteilt, wird der seitherige englische Ge- an dte am Großh. Hofe demnächst Darmstadt verlassen und )ie Gesandtschaft aufgelöst werben. —Vor 50 Jahren, im Jahre 1852, betrug bie Höhe ber Gemeindesteuern im damaligen Darmstadt 28 700 fl., in Bessungen 1600 fl., zusammen 30 300 fl. oder 51943 Mk. Im laufenden Jahre beträgt bie Summe der Gemeindesteuern 1 980 750 Mk. In 1852 hatte Darmstadt-Bessungen ungefähr 30 000, jetzt hat es ungefähr 75 000 Einwohner. Während sich die Einwohnerzahl in diesem halben Jahrhundert also nur um das 2 fache vermehrt hat, beträgt die Vermehrung der Gemeindesteuern etwa das 38fache. Darmstadt, 30. Juli. Die Taten des Beginns ber Darmstäbter Theater- und Konzertsaison im nächsten Winter sind nunmehr festgesetzt. Das Hoftheater wird am 7. September seine Pforten wieder öffnen und un- ere ersten Konzertinstitute gedenken ihre Eröffnungskonzerte an folgenden Tagen zu veranstalten: der Richard Wagner- Verein am 6., die Großh. Hofmusik am 13., das Darm- täbter Streichquartett am 25. und der Musikverem am 27. Oktober, der Männerchor Humanitas am 3. und der Mozart- Verein am 19. November. Mainz, 31. Juli. Die Hierh erkunft des Kaisers ist, wie das „Mainz. Tagbl." meldet, wieder sehr raglich geworden. Auf jeden Fall aber wird die zuerst in Aussicht genommene Truppenschau nicht abgehalten. Wie mitgeteilt wird, wollte der deutsche Kaiser bei der Truppenschau hauptsächlich dem König von Italien das 13. Husaren-Regiment, dessen Chef der König von Italien ist, vorführen. Abgeänderte Reisedispositionen verhindern jedoch den König von Italien, um die betreffende Zeit nach Mainz zu kommen und er wird sich deshalb nach dem am 7. August beginnenden Brigade-Exerzieren der Husaren auf dem Griesheimer Sand die Offiziere dieses Regiments in Frankfurt a. M. auf dem dortigen Bahnhof wahrend seiner Durchreise vorstellen lassen. Ob der deutsche Kaiser trotzdem nach Mainz kommt, um die militärischen Neubauten zu besichtigen, ist noch unentschieden. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In einem Wäldchen nahe der Stadt Würzburg wurde ein Manu Namens Hermann Bentheim aus Bensheim erhängt ausgesundcn. In seinen Kleidern anden sich noch ca. 120 Mk. bar sowie eine goldene Taschenuhr. Nach dem Polizeibericht liegt Selbstmord vor. Die Ursache dürfte Krankheit sein. — Lord Salisbury begiebt ich, wie die „Daily Mail" meldet, sofort nach der Krönung nach Homburg und besucht von dort aus noch andere Teile Deutschlands. — In der Arbeiterkolonie Neu- Ulrichstein befanden sich im Juli 54 Manner, davon 10 aus dem Großh. Hessen. — In Homburg brach in dem am Kurgarten gelegenen „Hotel Minerva" in einer Man- arde Feuer aus, das schnell sich über den ganzen Tachstock verbreitete und denselben zerstörte. Tas angrenzende „Hotel Bellevue" blieb infolge rechtzeitigen Eingreifens der Feuerwehr von den Flammen verschont. Vermischtes. * Flensburg, 31. Juli. Ein mit Eisenbahnschienen beladener Wagen fuhr in einen auf dem Flensburger Bahnhof stehenden, aus Satrup eingetroffenen Personenzug hinein, dessen Insassen die Wagen eben verlassen hatten. Ein Wagen wurde zertrümmert, ein anderer ans dem Geleise geworfen. Zwei Bahnbeamte wurden erheblich verletzt. Die Untersuchung ist eingeleitet. * Lands berg a. W., 31. Juli. In einem Abteil 1. Klasse des von Berlin kommenden Zuges wurde ein etwa 25 jähriger, gut gekleideter Passagier erschossen aufgefunden. Ter Tote lag in den Polstern des Ecksitzes, während der noch fünf Geschosse enthaltende Revolver der Hand entglitten war. Die tötliche Kugel ist dem Lebensmüden mitten in das Herz gedrungen. _ Ein bei der Leiche Vorgefundener Losungsschein lautet auf den Namen eines Ingenieurs Gottfried Bruno Reinhold. Geld oder sonstige Wertsachen wurden nicht vorgefundcu. Dagegen hatte Reinhold einen Brief hinterlassen, aus dem hervorgeht, daß der Pfarrer in Mehlsack (Ostpreußen) für die Beerdigung Sorge tragen werde. In dem Schreiben befindet sich außerdem folgender Passus: „Um vagen Vermutungen die Spitze abzubrechen, und zugleich die Recherchen nach der Ursache meines Selbstmordes als vergeblich hinzustetten, erkläre ich, daß ich ein Opfer des in bekannter Weise auszuführenden amerikanischen Duells bin und mich verpflichtet habe, bis Mitternacht zum 28. Juli mich in das bessere Jenseits zu befördern." Anscheinend hat der Selbstmörder vor Ausführung der Thal alles vernichtet, daraus man seine Identität genauer feststellen könnte; denn in dem Abteil sah man zahlreiche Papierschnitzel, die offenbar von zerrissenen Briefschaften herrühren. Prag, 31. Juli. Bei einem Neubau in der Nähe der hiesigen russischen Kirche ist das Gewölbe e i n g e - stürzt und begrub mehrere Arbeiter unter den Trümmern. Bis jetzt wurden drei Leichen geborgen. * Rewyork, 31. Juli. Fast 100000 Newyorker Jude n folgten, ihre Klagelieder singend, durch^den Ghetto dem Leichenwagen bei der Besta 11 un g des Oberrab- biners Joseph, eines überaus wohtthätigen Mannes. Als der Zug christliche Stadtteile passierte, wurde er mit Spottrufen empfangen, welche die Teilnehmer an dem Begräbnis aufreizten. 2lls von den Fenstern einer Fabrik W a f s e r h e r a b g e s ch ü 11 e t wurde, versuchten die Juden, Wutschreie auSstoßend, das Haus zu stürmen. Die Angriffe wurden mit Hilfe einer Feuerspritze abgeschlagen. Nun warfen die Exeedenten mit Steinen die Fenster der Fabrik ein, und die rasch erschienene Polizei wurde ebenfalls von einem Steinhagel der Juden überschüttet. Mehrere Beamte wurden schwer verletzt. Die anderen hieben erbittert mit ihren Knüppeln scharf ein. Ter Mob des Ghetto belagerte dann die Fabrik, wobei 1800 Angestellte des Etablissements unter polizeilichem Schutze heimgeleitet werden mußten. Der Mob durchzog noch nach Mitternacht heulend das Juden- viertel und veranlaßte eine Massenversammlung. * Abstürze in den Bergen. Bei Ferleiten wurde der Malermeister Franz Müller aus Dresden unterhalb des südlichen Pfandelgletschers in der Nähe de s Glocknerhauses tot ausgefundem Die Todesursache dürste ein Schlaganfall infolge Erschöpfung gewesen fein. — Ter Vertreter Mailands im Senate, Gaetano Negri, ist in Varazze, wo er sich zur Kur aushielt, auf einem Spaziergang abgestürzt und an den erlittenen Verletzungen gestorben. — Ter 33jährige Musiker Viktor Christ (Mitglied der Wiener Hoskapelle), der mit feiner Frau im Rarer* seehotel weilte, ist von der Roth wand ab gestürzt. Tie Leiche wird nach Wien übergeführt._______________ Kunst und Wsstnschust. Aus Fmutsurt a. M. rvuo uns von befreundeter Seite geschrieben: Ter greise N l b e l u n g e n ° D l ch t e r Wilhelm Jordan erlitt am 30. Juli einen neuen Schlaganfall und ist auf der einen Seite gelähmt. Tie auswärtigen Kinder sind telegraphisch herbcigerusen worden. Ter Zustand ist sehr ernst, wenn auch nicht hoffnungslos. (Jordan steht im 83. Lebensjahre. — Wie das Wolff'sche Telegr.-Bureau meldet, soll Jordan nur an einem Unwohlsein erkrankt sein. Er habe sich jedoch im Lause des Tages soweit erholt, daß nach ärztlicher Ansicht Grund zu irgend welcher Besorgnis nicht vorhaiiden sei. T. Red, des „Gieß. Anz.") Attiverstluts-Vlichrichlen. f* Gießen, 1. August. Eine außerordentliche Professur für angeivandte Mathematik besieht an der hiesigen Universität erst seit dem Jahre 1900, wie überhaupt das sfach der angewandten Mathematik an den Universitäten noch neu ist. Tie in Betracht kommenden Vorlesungen sollen ^an unserer Universität so verteilt und geregelt werden, daß den Studirenden auch hier volle Gelegenheit'geboten ist, die Lehrbefähigung in der angewandten Mathematik zu erlangen. In jedem Sommersemester wird „Niedere Geodäsie" sechsstündig sür Studierende aller Semester gelesen. Mir Beginn des W.-S. 1902/03 ist alle 4 Semester „Elemente der höheren Geodäsie und Ausgleichungsrechnung" dreistündig für Studiereiide von mindestens 2 Semestern vorgesehen. Ferner wird vom W.-S. 1902:03 alle 2 Jahre in 3semestrigem Eyklus gelesen: Erstes Wintersemester: „Darstellende Geometrie" 1. Teil 'sechsstündig. Sommersemester: „Darstellende Geometrie nebst Perspektive" sechsstündig. Zweites Wintersemester: „Technische Mechanik" und „Graphische Statik" dreistündig. Aenderungen und ergänzende Spezialvorlesungen bleiben vorbehalten. — Heute (Freitag) kommen die Prüfungen für Kandidaten für das höhere Lehramt zum Abschluß. Nachmittags erfolgt die Verkündigung der Ergebnisse. — Auch in diesem Semester sand unter Leitung des Dr. Koeppe ein Unterri ch t s k u r s u s in der Krankenpflege für die Studierenden statt, der am verflossenen Montag durch eine Prüfung beendigt wurde. — An unserer Landes-Universität promovierte heute der Landwirtschastslehrer Georg Labion auf gründ seiner Dissertation „Tie landwirtschaftlichen Zustände eines Bauerndorfes in der Eifel" mit der Zensur cum laude; ferner stad. phil. Moses Friedländer aus Posen auf gründ seiner Dissertation „Veränderlichkeit der Namen in den Büchern der Chronik" mit der Censur magna cum laude. Gerichlssaal. Gießen, 31. Juli. Der ehemalige Ulrichsteiner Pseudo- Doktor Heinrich Haug, den bekanntlich unsere Strafkammer wegen Betrugs zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt hat, wurde gestern zur Strafverbüßung nach Darmstadt verbracht. ■H Gießen, 1. August. Gestern fanden am hiesigen Amtsgericht die in längeren Perioden sich wiederholenden Sitzungen in F o r ft - und Feldrügesachen statt, bei welchen der Amtsrichter ohne Schöffen als Strafrichter Recht spricht. Gegen die ergangenen Strafbefehle hatten eine Anzahl Beschuldigter Einspruch erhoben, der aber von den meisten zurückgenommen oder wegen Versäumnis verworfen wurde. Zur Entscheidung auf grünt) münb- licher Verhandlung gelangten nur drei Fälle. 1. Dem Bauer Weller voii Wieseck war zur Last gelegt, am 21. April über die Grenze seines Ackers hinaus den Nachbaracker befahren zu haben. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß die Grenze des Ackers sehr flüssig sei, da nur an dessen einem Ende sich cm Grenzstein befinde. Der Herr Amtsanwalt beantragte selbst Freisprechung, da die Zeugen jetzt anders als im Vorbereilungsversahren ausgesagt hätten, worauf dem Antrag gemäß erkannt wurde. — Wilhelm Wagner II. von Großen-Buseck war beschuldigt, von einem fremden Grundstück Erde abgehackt und auf das seinige aufgeworfen zu haben; er behauptete aber, er habe nur sein Grundstück durch einen Tamm vor Wasseransammlung schützen ivollen. Durch Zeugenaussagen wurde sestgestellt, daß die Grenze deutlich durch eme Anzahl alter Bäume bestimmt ist. Ter Herr Amtsanwalt beantragte daher, dem Strafbefehl gemäß zu erkennen. Der Beschuldigte wurde sodami zu 4 Alk. Geldstrafe und zur Tragung, der Kosten des Verfahrens verurteilt.— 3. Gegen den Landwirt S ch w a n waren vier verschiedene Strafen festgesetzt worden, weil seine Hühner auf fremdem Grund und Boden Schaden an der Gerste angerichtet hatten. Der Beschuldigte stützt sich jetzt darauf, daß er davon nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Ta dies aber Straflosigkeit nicht bedingt, wurde er zu einer Reihe Geldstrafen in geringen Beträgen verurteilt. Tann! war die Reihe der Sitzungen in dieser Periode geschlossen. Arlroilrrbcwegung. DarencicuneS, 31. Juli. Die Grubengesellschaft in Anzin lehnte b'c von den Schleppern geforderte Lohnerhöhung ab. Die Grubenarbeiter der Grube in Vieux-Conds erklärten sich mit den Schleppern solidarisch. Man befürchtet eine Ausdehnung des Ausstandes auf das ganze Becken. t Shcnaondah (Pennsplvanien), 31. Juli. Gestern Abend kam es hier zwischen Ausständigen und der Polizei zu einem Z u s a m m e n st o ß, bei dem 20 Ausständige und 4 Schutzleute verwundet wurden. Ein Verivandter des Sheriffs wurde g e tö b t e t. Obgleich sich den ganzen Abend hindurch noch eine große Menschenmenge in den Straßen aufhielt, >var doch gegen 11 Uhr die Ruhe wieder hergestellt. Ter Präsident der Lokalunion forderte die Mitglieder auf, die Behörden nach Kräften zu unterstützen und Ausschreitungen zu unterdrücken. Zwei Regimenter wurden von Harrisburg nach Shcnaondah entsandt. Saratow, 31. Juli. Im Torfe Chowanschyne im Kreise Serdobska (Gouvernement (Barnton) fanden infolge falscher Gerüchte über Neuregelung der Agrarverhältnisse B a u e r n u n r u h e n statt. Ter Bezirksoorsteher und Amtmann wurde angegriffen und verwundet. Durch das Eintreffen des Gouverneurs mit 'Militär wurde die Ruhe wieder hergestellt. — Im Torfe Wladykina verlangten die Bauern von der dortigen Gutsbesitzerin unter Drohungen die Unterschrift eines Pachtkontraktes. Auch hier wurde durch die Ankunft des Gouverneurs mit Militär die Ruhe wieder hergestellt. Tie Anstifter der Unruhen wurden verhaftet. Fmnilien-Nachrichleii. Gestorben: Frau Anna Elisabethe Aff, geb. Herchen, zu B itzbach. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. IO. Sonntag nach Trinitatis, den 3. August, Gottesdienst. Zu der Stadtttrche. Vormittags 8 Uhr: Psarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die SReufonfirmierten der Matthäus- gerneinde. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus-- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gememüe «tbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. In der Johauuestirchc. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Innere Mission. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung irn Konftrmandenjaal der Johcmneskirche. Katholische Gemeinde. Samstag den 2. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 3. August. 11. Sonntag nach Pfingsten. Dornrittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. u um 7 Uhr: Die erste heil. Blesse, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite Herl. Messe. „ u 9*/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2*/a Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Retigionsgemeinde. Samstag, den 2. August 1902. Vorabend: 74& Uhr. Morgens: 8" Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. Sabathausgang: 910 Uhr. Krieskasten der Redaktion. (Anouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) E. R. Heinrich Seidel, der Dichter des „Lebrecht Hühnchen" und feinsinniger „Wmtermärcheu" wohnt in Großlrchterfelde bei Berlin, Boothstr. 29. Uhrmacher K. Wir bestättgen Ihnen, daß Sie in keinen Beziehungen zu der Notiz „Ein interessanter Rechtsstreit" in Nr. 176 des G. A. stehen. W. Unsere gestrige Mitteilung, in der gesagt war, daß stud. phil. Eugen Köser zu Gießen promovierte, ergänzen wir Ihrer Angabe zufolge gerne dahin, daß dies mit der Censur magna cum laude geschah. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 30. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Königin Luise", Kap. O. Volger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juli-August Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lilft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit -2 $ K Windstärke Wetter 31. 31. L 216 9 26 r^2S Hoc Nie 748,0 749,3 750,1 )fte Te drigste 19,8 13,6 12,0 mperat 9,8 10,4 8,9 ir am 57 90 86 30. t 30. NW. W NNE. is 31. , 31. 1 1 Bew. Himmel 1 Bed. „ 2 ^Bew. u Juli 20,5° C. „ 12,8° C. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Kiel, 1.August. Der Kaiser begab sich heute morgen 8 Uhr 40 Dtin. nach Berlin. Frankfurt a. M., 1. Aug. Der GroßherzvH von Mecklenburg-Strelitz traf heute früh hier ein und fuhr sofort nach Homburg weiter. Loudon, 31. Juli. Earl of Rosellery führte in seiner Rede auf dem Bankett der Liberalen Vereinigung noch aus: Der Sieg der Liberalen bei der Wahl in Leids sei eine Folge des Zusammenschlusses der liberalen Kräfte in den Fragen des Getreidez-olles und der Unterrichtsbill. London, L Aug. Bei einem Lord Kit ch en er zu Ehren gegebenen Diner überreichte der Lord-Mayor Kit- chener einen ihm von der Stadt Kapstadt gestifteten Ehren- säbel. Kitchener erklärte, er sei überzeugt, daß in Südafrika das Schwert niemals wieder aus der Scheide gezogen werden würde. Mchiener zollte ferner seinem Freunde Lord Milner warme Anerkennung. Ihre Freundschaft sei durch Sturm und Drang gemeinsam erlebter kritischer Tage gefestigt worden, und er zweifle nicht, daß'Milners große Eigenschaften immer mehr gewürdigt werden würden. London, 1. August. Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus Lissabon, worin mitgeteilt wird, daß eine englische Gesellschaft dem portugiesischen Marineministerium Vorschläge unterbreitet hat, auf eigene Kosten ein großes Trockendock in Laurenzo Marquez zu errichten. Die portugiesische Regierung wird den Vorschlag wahrscheinlich annehmen. Paris, L Aug. Dr ey fus verlangt in einem offenen Briefe, Hie russische Regierung möge erklären, daß er weder direkt noch indirekt für sie gearbeitet habe, und bedauert, daß Galliset, der Dreyfus in Marienbad als russischen Agenten bezeichnen hörte, falsch berichtet worden sei und eine Verleumdung weiter erzählt habe. Daß Dreyfus fein Agent Deutschlands gewesen sei, habe Galliset übrigens allgemein ganz positiv versichert. Venedig, 1. August. Das Stadtbauamt hat nach genauer Untersuchung konstatiert, daß der Glocken- turm der Kirche San Stefano dem Einstürze nahe ist. Alle in der Nähe befindlichen Wohngebäude wurden deshalb geräumt. Venedig, 1. Aug. Deutsche Sänger, die vom Sängerbundessest in Graz hierher gekommen waren, veran- kalteten gestern auf dem Markusplatz, ein Konzert, watet ihnen Huldigungen bereitet wurden. Nach dem Konzert äugen 200 andere deutsche Sänger, die inzwiscl)en aus Triest eingetroffen waren, deutsche Lieder, und das zahlreich anwesende Publikum bewies auch ihnen seine Sympathie bind) lebhaften Beifall und freudiges Tücherschwenken. Kairo, 31. Juli Der Generaladjutant des BefehkV« Habers der brittschen Truppen in Egvpten, Oberst Faxest i e r Walker, ist am 31. Juli abends von der Eisenbahn in Heluan überfahren und getötet worden. Peking, 31. Juli (Reuter.) Das Auswärtige Amt teilte dem amerikanischen Gesandten mit, daß die Regierungstruppen 300 bis 400 Au fständische in Szet- schwan getötet, und dort wieder vollkommene Ordnung hergestellt haben. Sydney, 1. August. In den Kohlengruben am Mount Kembla bei Woolongtong (Neu-Süd-Wales) erfolgte gestern eine furchtbare Explosion. 27 Leichen sind bis jetzt geborgen, 149 Personen sind gerettet. Ber- chüttet sind noch 110 Personen, und die Hoffnung, ie zu retten, ist gering. Das Parlament von Neu-Süd- Wales vertagte sich wegen dieses Unglücks. Telephonischer Kursbericht Frankfurt a. Jl., 1. August 1902. 372% Reichsanleihe . . 102.90 3% do. ... 93.15 ist/,% Konsole .... 102.70 3°/0 do.....93.85 3'/2% Hessen .... 100.60 372% Oberhessen . . . 99.50 4% Oesterr. Goldretne . . 103.75 4‘/2% Oesterr. bilberrente 102.10 4% Ungar. Goldrente . . 102.25 4°/. Italien. Rente . . . 103.20 4‘/2% Portugiesen . . . 47.15 -.0/ Portugiesen. .... 29.25 1% C. Türken .... 28.40 Türkenlose......114.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 43.30 47j % äussere Argentiner —.— 37g Mexikaner .... 26.35 4% /o Chinesen .... 92.00 Electric. Schuckert . . . 90.10 Nordd. Lloyd . . . . 106.90 Kreditaktien .... 215.10 Diskonto-Kommandit. . . 183.50 Darmstädter Bank . . . 134.40 Dresdener Bank .... 143.80 Beniner Handelsges, . . 153.80 Oesterr. Staatsbahn , . . 151.10 Lombarden.....17.60 Gotthardbahn ..... 169.90 Laurahütte......191.00 Bochum ....... 177.50 Harpener......161.75 Tendenz: fest. Die Ziehung 5ter Klasse der Landeslotterie findet am 4. August statt. Diejenigen Spieler, die ihre Lose zur 5. Klasse etwa noch nicht erneuert haben sollten, wollen dres daher zur Sicherung chrer Ansprüche an einen etwaigen Gewinn umgehend noch nachholen, unter Einsendung des Erneuerungsbetrages an denjenigen Hauptkollekteur bezw. Kollekteur oder Loseverkäufer, von dem' sie die Lose der Vorklassen bezogen haben. 5508 Schon wieder Neuanschaffung (seufzt heutzutage manche Hausmutter), früher hat unser Leinenzeug doch viel länger gehalten ? Ja früher haben auch noch viele Hausfrauen das Gute, nicht das Billigste gekauft und das Verlas,err dieses Grundsatzes rächt sich am meisten bet denen, die anstatt der garantiert guten Gioth's gemahlenen Kernseife mit Salmiak und Terpentin irgend ein billiges schlechtes Waschmittel, welches in sich scharfe Stoffe, Chlor usw., aber dem Preis nach kaum eine Spur Seife enthalten kann, zu ihrer Wäsche nehmen und sie dadurch frühzeitig ruinieren. Gioth's gemahlene Kernseife. Preis per Packet 15 Pfg. Fabrikant: I. Groth, Hanau a. Ai 1996 TH-o-ne Chocolade Waffeln Verdingung. Die zur Herstellung einer Abottanlage, einer gepflasterten Zufahrt zum Kohlenschuppen und eines Geländers am Untergraben des städtischen Elektrizitätswerkes erforderlichen Erd- und Maurer-. Zimmer-, Schreiner-, Schlosser-, Weißbinder- u. Pftasterarbeiten sollen Mittwoch htu 6. Aug. d. I., vormittag 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbcitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2(Schreib- stube) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termm bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 30. Juli 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. 5495 Mobiliar- Versteigerung. Samstag den 2. August, vormittags 9 Uhr, soll in dem Sterbehaus Steinstr. 73, II, der Nachlaß des Fräulein El. Weber gegen Barzahlung versteigett werden. Es kommen zum Ausgebot: 1 Sofa, Tische, Stühle, ein Bett, Kommoden, Waschtische, Nachttische, 1 Zimmerteppich, Bilder und Spiegel, Kleider und Weißzeug, Haus- u. Küchengeräte. 5517 I. A.: Schneider. Stöbt. Schlachtham. Freibank. Heute und morgen: KchstBeiily 54 Kfg. RWkifih 50 pfg. SchwMeflkjfch 50 pfg. „Trilby Julius Schulze. in jedem Geschäft darauf achten, dass nur obige echte Fabrikate der Erfinder mit Stempel „Mann &. 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GO. 24./7. 30./7. GO 24./7. 30. 7. -E 24. 7.1 30./7. 24./7. 3077. Staatspapiere. Deutsche. . 1 Türken Lit. B. —.— 54.- 4 Wiener 1902 . 100.75 100.75 Gelsnkirch.Brgw 166.80 163.70 4 Preuß. Central- 4 Wladikawk 95 1 do. „ C. 29.50 29.60 b BuenoS-Aires . 39.40 39.30 Harpener „ 166.— 162.25 Boden. . . 102.60 102.60 steuerfr. . . 99.80 99.40 3y 102.80 102.70 1 d°. „ D. 27.40 27.75 l*/3 do..... — Hlbernia „ 168.— 164.50 1 Westdeutsche. . 102.20 102.20 5 Anatolier . . 102.60 102.60 D. Reichs.-Anl. 4 Ung. Goldrente 102.30 102.40 Ltandeshrl. Anl. 2aura „ 196.10 191.75 3'/r do..... 96L0 96.20 3 Salon.-Monast. 61.90 62.05 3 do..... 93.35 93.35 4 do. Staatsrcnte 98.40 98.50 Hörder „ 110.90 108.90 4 Preuß. Hvpoth., 3% Preuß. Consols 102.60 102.55 3% desgl. . . . 90.— 90.30 4 Solms-Braunf. __ Jlst Phönix 160.90 158.50 Akt.-Bk. abg.. 98.30 98.35 Lose 3 do..... 92.80 92.85 5 Argem, v. 1887 — _ 3V, do..... 125.80 123.75 in Prozenten. 4 Badische . . . 105.40 105.45 4^ do. Gold 0.1888 76.— 75.90 3Ve Nscnb.-Birstein. 97.60 97.60 Hoefch Stahl . 141.- 139.— Eisenb.-Priorit. 147.10 147.- 3% do..... 100.90 100 80 4 do. äuß. v. 1897 69.50 69.70 SchalkerGruben 324.75 324.- 4 Bad. Thlr. 100 4 Bayer. St.-Obl. 105.10 105.10 4^ Chile Gold-Anl. — —— 90.- 8ank-Aktien. Magdeburger 4 Dux-Bodenbach 4 Bayer. Thlr.100 161.10 160 30 8/4 4 3y 3 3^ 3% 3% <7t 5 do. . . . Heff. St.-Obl. . do..... do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 Hambg. v. 1899 Auslniidifche. Bosnier . . . Griech. E.B. von 1890 . . . 100.75 105.30 100.50 90.35 100.60 100.10 100.40 101.— 39.50 100.95 105.50 100.75 90.50 100.75 100.40 100.45 101.— 39.80 6 5 4X 5 5 3 32 3% Chinesen. . . do..... do..... Mexicaner Serie 1—4 . Mexicaner v. 99 do..... Provinz- und Stiidte-Anleihe. Oberheffen . . Startenburger. 106.20 100.70 91.10 40.80 101.90 99.25 99.25 106.70 101.40 92.10 40.70 101.50 27.- 99.50 99.25 6'/. LV, 2 7 4 11 8 4 3 5 8b/4 Reichsbank . . Berg.-Märkischc Bank . . . Berliner Bank. Berliner HdlSg. Darmstädter Bk. Deutsche Bk. . Disconto-Ges. . Dresdner Bk. . Rational-Bk. . Schaffhsr. Bkv.. Oest. Cred.-Akt. 155.70 151.20 90.50 155.80 135.90 208.80 184.- 144.25 114.20 113.80 214.10 156.40 151.— 90.10 154.40 134.30 208- 183.90 142.30 114.70 119.30 21380 4 3Vi 4 3V, 3? 4 Bergwerk . . Buderus. . . Pfandbriefe. Frankf.Hhpotbk. Serie 14 do. Serie 15 Frkf.Hvp.-Cred.- Verein 1905. Do. 1906. do. tilgbare Frkf.Landwtsch. Hamburger Hy- 438 — 109.30 100.- 96.50 101.20 96.30 96.30 98.— 107*50 100.90 96.50 101.20 96.30 96.30 98.20 4 4 4 5 5 4 3 3 4 von 1891. . Elisab. stenersr. Franz Joseph . llaschau-Oderbg. Oesterr. Nord- wcstbahn B. . do. Südbahn (Lomb.) do..... do..... Raab-Oedenbg. Ebf. . . . Rudolfbahn. 100.10 101.75 100.20 99.30 109.10 103.25 89.80 63.35 73.10 99.80 101*80 99.30 108.80 103.10 89.95 73.30 37, 3V, 37, 3 4 4 3 Gothaer Präm.- Pfdbr. I. . . do. n.. . Cöln-Mindener Madrider . . Meingr. Präm.- Psdbr. Thlr. 100... . Oesterr. v. 1860 do. v. 1854 Oldenb.Thlr.40 Türk. FrS. 400 138*— 44L0 137.30 154.40 128*— 113.- 110*75 137.70 44 60 137.- 153.70 126*50 113.- 4 Griech. Monop. 44.10 43.50 4 Rhcinprovinz . 104.40 104.50 Industrie -Attien potheken-Bank Unverstkisliche 4 Italiener 91 eilte 103.10 103.20 3y do..... 100.10 100.25 Ser. 141-250 100.20 100.20 — pr. Stück u. Mk. :O Th CO uD -d< do..... Oester.Silberrte Oester. Goldrie. Portug. Staat. do..... Rum. am. Rte. Rumän. v. 1890 68.50 102.— 103.95 47.35 29 — 97.10 85.- 68.50 102.05 103.80 47.15 29.20 97.30 95.15 4 3y 3X 4 3K 3X 3X Gießener. . . do..... Frankfurter. . Darmstädter . do..... Mainzer. . . Offenbacher. 103.40 99^20 98J0 103.— 99*20 97*90 14 20 10 8 Mainz.Brauerei Farbw. Höchst. do. GrieSheim Elektr.Lahmeycr „ Schuckeri „ Siemens u. Halske 271.— 349.50 216.50 89.— 103.50 —•— 271.50 349.— 214.50 86.- 90 50 130.50 4 87, 3V, 4 do. unkündbar bis 1910 do. Serie 46 bis 190. do. Serie801 bis 310. Meining. Ser. 8 102.50 95.30 95.60 102.50 102.50 95.30 95.70 102.50 2V» 2‘.’io 4 3V, 4 Jtal. siaatl. gar. E.B. . . . Livorneser . . Sard. Sec. ftfr. gar. . . . Gotthardbahn . KurSk Kiew. stfr. gar. Ruff. Südost 97 sltt..... Warschau Wien slsr..... 67.55 68.65 100.30 101.30 67.60 68.60 100.50 101.15 Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7. Brschw.Thlr.20 Finnldr.Thlr.10 Mailänd.Frs.45 do. FrS. 10 Oesterr. fl. 100 von 1864. . Pappenh. fl. 7 Meininger fl. 7 Ungar. Staats fl 100 31*50 133.70 48*- 17.— 60- 32.20 133.30 4 3% 4 4 Gold-Russen v. 1880 . do..... Raffen v. 1902 Serben v. 1895 102.30 99.35 72.20 96*80 99.30 72.- 4 3y, r- SV, Wormser . . do. ... £>eibd berget Mannheimer Bao Nauheimer 97*60 98.40 104.— 98.20 103.50 98.30 98 60 98*90 10 10 Mafchf.Grietzner do. Kleyer . Böckum Bergw. Concordia „ 164.— 166.- 185.80 272.60 164.-- 166.- 177.10 265.- 3V, 4 4 do. abg. . Preuß. Boden- Credit . . . Rhein Hnpoth^ Baak i9O>tr 96.- 101.50 96.20 101.50 102.50 4 4 100.20 99.30 100.20 99.- 99 — 437.— 34.40 29.90 351 D 1 8® § *1 1 1 4 Spanier. . —.— -.-4 4 Afseckoner . 76^5 76.86 8sch werter „ 211.50 3O6.-J do. 1 T 96Lv! 4 do. XI. 1911er 99.- 99.- P.s»ckianerL.3O 28^90 28.90