Der Verhandlungsleiter fragt sodann Marten: „§aben Die noch etwas anzuführen? Sie haben das letzte Wort." Marten tritt vor den Richtertisch und spricht mit lauter, fester aber weinender Stimme: „Ich bedauere, daß der Vertreter der Anklage beantragt, mich und meinen Schwager zu verurteilen, obwohl ich gänzlich unschuldig bin; ichkannvorGottundder ganzendeutschen Nation beteuern, daß mein Gewissen rein ist. Ich schwöre zu Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich völlig unschuldig bin und wiederhole meinen Schwur, so wahr ein Gott im Himmellebt. Von meinem Untersuch un gs richt er ist mir gesagt worden, ich sollte ein offenes Geständnis ablegen, damit ich wenigstens der Gnade des Kaisers empfohlen werden könne. — Hoher Gerichtshof! Ich kann doch kein Bekenntnis ablegen, wenn ich nichts verbrochen habe. Gott allein ist mein Zeuge, daß ich den Rittmeister nicht e r s ch o s s e n h a b e. Ich würde mich schämen, die Gnade meines Kaisers Wilhelm anzurufen, wenn mein Gewissen nicht rein wäre. Ich bin ebenso wie mein Vater mit Leib und Seele Soldat und führte mich stets anständig. Ich kam niemals auch nur auf den Gedanken, meinen Namen durch eine schlechte Handlung zu beflecken. Ich bin der Ueberzeugung, der hohe Gerichtshof verurteilt nicht einen Unschuldigen Verteidiger Horn sucht den Nachweis zu führen, daß gegen Hickel doch nur schätzungsweise Zeitangaben angeführt worden seien, wie leicht können dabei Irrtümer Vorkommen. Durch Bunkus und Schielat sei mit Bestimmtheit nachgewiesen, daß Hickel, noch ehe der Gefreite Ban- dilla die Nachricht von der Ermordung in den Stall brachte, bereits zehn Minuten bei ihnen war. Danach habe er nicht an der Bandenthür gestanden. Im übrigen liege bei Hickel nicht der geringste Beweggrund vor. Der Umstand, daß er der Schwager von Marten sei, könne nicht als Beweggrund angeführl werden. Es sei doch auch nicht anzunehmen, daß Hickel, der seit einigen Monaten in der glücklichsten Ehe lebte, und dessen Frau sich in gesegneten Umständen befand, dem Schwager zu Liebe zu solch einer furchtbaren That sich entschlossen haben sollte. Rechtsanwalt Horn giebt schließlich der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Gerichtshof den Angeklagten Hickel frei spr e ch en werde. Angekl. Hickel: Ich kann nur nochmals sagen: Ich bin unschuldig. Dert. Burchard führt in seiner Erwiderung aus: Tie That kann von einer Person allein nicht ausgeführt sein, es ist daher unmöglich, daß einer der beiden An- aeNagten verurteilt und der andere frei gesprochen wird. Tas Lberkriegsgericht kann daher nur beide freisprechen oder beide verurteilen. Politische Tagesschau. Maifeierlag. Man schreibt uns au§ Berlin, 30. April: Am .Maifeiertag" wird es allem Anscheine nach in Berlin und den Vororten hoch hergehen. Die sozialdemokratische ParteUeitung hat umfassende Vorbereitungen getroffen und alle ihre Redner aufgeboten für die Volksversammlungen. Man rechnet auf eine beträchtliche Zahl von Feiernden, schon deshalb, weil gegenwärtig viele unfreiwillig feiern müssen. In Bezug auf diejenigen Arbeiter, die am 1. Mai aussctzen, ist von größeren Arbeitgeberverbänden der Beschluß gefaßt worden, die Feiernden erst vom 6. Mai ab wieder anzunehmen. Es ist vorauszusehen, daß sich auch diesmal an den ersten Tag des Wonnemonds recht unwonnige, ernüchternde Auseinandersetzungen knüpfen werden. Der Krosigk-Prozeß, xv. Gestern mittag teilten wir durch Aushängen den Antrag der Anklagebehörde mit: Gumbinnen, 30. April. Der Vertreter der An- vagebchörde beantragt gegen Marten wegen Totschlags 12% Zahre Zuchthaus, Ausstoßung aus dem Heere, Degradation, Versetzung in die 2. Klaffe des Soldatenstandes und 3 Zahre Ehrverlust, gegen Hickel wegen Beihilfe 5 Zahre Zuchthaus, Ausstoßung aus dem Heere, Degradation, Versetzung in die 2. Klaffe des Soldateustaudes und 2 Jahre Ehrverlust. Und gestern abend bereits 1% Stunden nach Fällung des Urteils, waren wir in der Lage, den Ausgang des Pro- zesies durch folgendes Extrablatt bekannt zu geben: Gumbinnen, 30. April. Beide Angeklagte, Marlen und Hickel, wurden von der Anklage des Mordes und der Meuterei freigesprochen. Nachstehend geben wir einen ausführlichen Bericht über Meine Herren, ich stimme dem .Herrn Vertreter der Anklage bet," daß dieser Prozeß weit über die Grenzen. Deutschlands das größte Aufsehen erregt hat. Viel wichtiger als dieses Interesse ist das Interesse, das der hohe Gerichtshof der Sache zuwendet. Ich.erinnere daran, welche furchtbare Aufregung die Ermordung des Rittmeisters überall, ganz besonders aber in der vierten Schwadron hervor- aerusen hat. Es wurde gesagt: Die That ist ein Schandfleck für die vierte Schwadron, jeder einzelne hat die Pflicht, nach Kräften dazu beizntragen, daß der Thäter sobald wie möglich ermittelt wird. Es ist daher kein Wunder, wenn allerlei Vermutungen austauchten und alle möglichen Gespräche geführt wurden. Da trat Skopeck mit seiner Wahrnehmung hervor, die von Baranowski in gewissem Sinne unterstützt wurde. Tie Glaubwürdigkeit des Zeugen ist bereits mehrfach Gegenstand der Kritik gewesen. Tas Kriegsgericht der 2. Division hat diesen Mann einstimmig für unglaubwürdig erachtet und ihn vereidigt. Aber auch in der diesmaligen Verhandlung muß es jedem klar geworden sein, »daß auf sein Zeugnis nicht ein Urtei( über Leben und Tod yerbeigeführt werden kann. Die diesmalige Verhandlung hat aber auch ergeben, daß die angeblichen Wahrnehmungen des Baranowski von sehr zweifelhafter Wahrheit sind. Ich erinnere daran, daß Baranowski, der mit vollster Bestimmtheit behauptete, er habe einen Mann mit schwarzem Schnurrbart gesehen, den dunkelbraunen Schnurrbart, den sich Hickel in der vergangenen Woche bei der Lokal- besichtigung angesteckt hatte, für einen schwarzen Schnurrbart gehalten hat. Es ist sehr bedauerlich, daß über die ersten Vernehmungen kein Protokoll geführt wurde. Deshalb ist es nicht sestzustellen, was von allen den Zeugen damals gesagt worden ist. Ein Mangel in der Gesetzgebung ist es auch, daß der Kriegsgerichtsrat, der die erste I Untersuchung vorzunehmen hat, die Anklage erhebt und sie biner von seinem Standort verschwunden ist, konnte nicht festgestellt werden. Zu meiner Freude scheint sich der Gerichtshof auch auf den Standpunkt gestellt zu haben, daß mit der M in Ute n- b r e ch n u n g n i ch t s z u m a ch e n ist. Ich stehe auf dem gleichen Standpunkt und habe mich deshalb bei der Befragung der Zeugen auch gar nicht darauf eingelassen. Die ganzen Zeitangaben beruhen auf Schätzung und Schatzungen geben leinen Anhalt für eine Beweisführung. Um 4 Uhr 34 Minuten soll Marten auf dem Korridor gewesen sein und 4 Uhr 38 Min. fiel der tötliche Schuß. Es ist doch nicht anzunehmen, daß er die Treppe und über den Reit- Katz spornstreichs gelaufen ist unb den Schuß abgefeuert hat — und das alles innerhalb drei Minuten. Schafft sich ein Mörder einen Midibemeis, wie es Marten gethan haben soll, da sucht man sich doch nicht die eigene Mutter als Alibizeugtn aus. Wie konnte Marten wissen, daß die Mutter seine Schritte gehört hatte, als er auf dem Korridor in der Kommode kramte und wieder wegging. Das Lächeln, als Stumbries ihm die Mitteilung von dem Vorfall machte, hak nichts Ausfälliges. Weder Schulz noch Buntes noch ein anderer hat bekundet, daß er bei Marten Aufregung und Haß bemerkt hätte. Es ist auch nichts Auffälliges darin zu finden, daß Marten nach der Mitteilung nicht mit zu dem Reitstalle lief. Ich gebe zu., daß sich Marten durch sein Verhalten bet der Ausstellung der dienstfreien Leute verdächtig gemacht hat. Läßt sich das aber nicht erklären von dem Standpunkt, daß er unschuldig war? Er hatte den Dienst geschwänzt, und da wollte er es nicht an die große Glocke hängen. Die Beweise des Vertreters der Anklage hinken, üe sind nichts als Indizien, die da, wo es sich um Leben und Tod handelt, nicht angewendet werden könnten. Bedenken Sie den Fall, daß der Thäter oder die Thäter entdeckt werden sollten, würde man da den Zeugen Meineid vorwerfen können? Nein, alles könnte bestehen bleiben, auch wenn ein anderer der Thäter ist. Es haben sich genug Fingerzeige geltend gemacht für einen anderen Thäter und für eine andere Ausführung, e-o- wie die Ausführung der Vertreter der Anklage schildert,, o kann es unmöglich gewesen sein. Wer die That voll- ührt hat, der hat sich lange mit der Absicht getragen, er hat sich alles genau überlegt und Zeit, und £rt sorgfältig geprüft. Wer es gewesen, das wissen wir nicht, der B e w e i s langt nach keiner Richtungaus, um einen bisher unbescholtenen und angesehenen Mann vom Leben zum Tode zu befördern, und weder die zweiwöchentlichen Verhandlungen, noch das heutige Plaiooyer kann die Herren Richter von der Schuld des Angeklagten Marten überzeugt haben. Ich beantrage die Berufung des Gerichtsherrn gegen das Urteil des Kriegsgerichts zu verwerfen und den Angeklagten freizusprechen. den letzten Verhandlungstag. Gleich zu Beginn der Verhandlung erhält der Vertreter der Anklage, Oberkriegsgerichtsrat Meyer, das Wort zu feinem Plaid oyer. Er führt u. a. aus: Der Mord könne nur von zweiPersonen ausgeführt sein. Dafür sprächen alle Umstände und die Aussagen Skopeks, der stets mit voller Bestimmtheit bekundete, daß er zwei Leute an der Bandenthür sah. Der Umstand, daß der Karabiner benutzt wurde, lInstanz vertritt. Vom Richter, der den Angeklagten spreche dafür, daß der Mord nicht von Zivilpersonen!^ vernehmen hat, verlangt das Gesetz alle möglichen ausgeführt worden sei. Tas von der Frau Sablowsky Kautelen. Er darf niemanden ohne Beisein des Protokoll- bezeichnete Vorkommnis, daß ein Soldat bei ihr Mantel und führers vernehmen. Anders ist es bet einem P o lizei- Müke ableate und in Zivilkleidung fortging, könne mit bet beamten. Dieser vernimmt die Leute nach eigenem Er- Mordthat nicht in Verbindung gebracht werden, da sich das messen. Daher erklären sich die Widersprüche der Zeugen, Xi Xe »orfjec ereignet haben solle Me Aussagen der die »°m ar t, B ad manu wnwmm« Stau Ecke rt, welche am MotdtagezwecZwllpe^nenauser wurde^.Ter ;«b*t «n MH Kaserne habe laufen sehen, feien infolge der Widerspruche ube -n Sethes „Faust" um die beiden Angeklagten und Tag und Mondhelle unglaubhaft; auch ^daten bie jagte, Civilpersonen können es nicht gewesen sein, folglich teidigung und der Ehemann, die Frau nicht zu g^eibt der Verdacht auf der 4. Schwadron sitzen, und von vereidigen. Der Mord könne nur von Soldaten ausgeführt dieser können nur Marten und Hickel in Betracht kommen, fein die Interesse an der Beseitigung des Rittmeisters hatten. Allein es ist doch nicht außer acht zu lassen, daß der Ritt- Die' Undinen sprachen dafür, daß es Unteroffiziere der meister unter der Civilb ev ölkevung viele 7 s*n>abCon qeroe en sind. Matten ist am meisten ver- Feinde hatte. Ich erinnere nur an die Vorgänge ,n Sa nnn ^euaen in unmittelbarer Räbe des Stallupönen. Als Wachtmeister Marten und Wachtmeister dachtig, da er von 5^1 Zeu^n m unmittelbarer ^aye F ^meister fragten, ob sie in der 4. Schwadron Karabiners gesehen wurde. ^aß er sich nochnmls nach der £ sollten, jagte der Rittmeister: „In der 4. Schwadron elterlichen Wohnung begeben habe, um das ^ekgranimbuci) ^raucßen ^e nicht zu suchen, meine Leute sind mir sämtlich zu holen, sei unglaubhaft, da er gar nicht nachgeseyen habe, ergeben. Ich vermute, daß es Zivilpersonen waren." ob Aenderungen erfolgten. Das Verhalten Martens vor und ^un ^gt der Herr Vertreter der Anklage, Civilpersonen nach dem Morde, das falsche Antreten in der Reitbahn, seine binnen es nicht gewesen fein, denn Skopeck hat zwei Leute Wut über jedes Ereignis, verdächtige ihn aufs schwerste. Es mit steifen Militärmützen an der Bandenthür stehen sehen, komme weiter in Betracht, daß Marten aus dem Gefängnis Es ist aber doch auch nicht unmöglich, daß sich Civilpersonen ausaebrochcn und jedenfalls nicht freiwillig zurückgekehrt f-i, steife Militarmützen aufgesetzt haben Tast ein so junger aus.g ocgen i iLiform nicht über die russische Grenze Mensch wie Marten ich zu einem solch furchtbaren Ver- fonbern nur, da er m Uniform ni^tuoeroie rup aje entschlossen haben kann, weit mehrere Jahre vorher gelangen konnte, mufeU ^^ zur Deckung dienen, Rittmeister mit seinem Vater Differenzen gehabt hat, da er die That ohne Hilfe nicht ausfuhren konnte Hickel ^och nicht anzunehmen. Martens Schwager und der ^mzige sem^zeit dienpfrei ge- darf auch nicht außer acht gelassen werden, daß wesene Unteroffizier mit 1 chwarzem Schnu^dart. Ich habe Rittmeister o. Krosigk den Marten sehr frühzeitig zum die volle Ueberzeugung, fahrt O.-K.-Ral -meyer fort, Unteroffizier befördert, ihn nach Berlin auf die Tele- daß Marten und Hickel die That gemeinschaftlich goaphenschule geschickt und, obwohl er der jüngste Unter* begangen haben. Offizier war, ihm eine Rekrutenabteilung zur Ausbildung Ich komme nun auf die richterliche Seite der Frage unb übergeben hat. Das spricht doch wahrlich dafür,, daß der zniphHwlc was ich bereits bei der vorigen Verhandlung vor Rittmeister Marten sehr zutzethan war und daß er mit dem Oberkriegsger cht gesagt habe. Ich erkläre, daß ich ihm auch dienstlich sehr ^rieben war Er hat dies auch dem ^oeririeg g i g h j An- mehrfach dem alten Wachtmeister Marten gegenüber zum meber bamals noch!-tzt »er 6 e Squ ° o r un auch Marten hat mehrfach be- geklagten anch nur den teifepe ö i mieten daß er sich dem Rittmeiwer zu Danke verpflichtet Ich habe trotz des cifngslen Nachdenkens an meiner An- Ich erinnere an seine Aeußeruna in Berlin, als sicht fein Atom geändert Ich bin der Austcht, daß ^^^ufgefordert wurde, bei ben Garde-Ulanen zu kapitu- nicht Mord, sondern nur Totschlag vorliegt, [jereiL Ter Vorgang in der Reitbahn vom 19. Januar ist, habe die Ueberzeugung, Marten hat sich erst entschlossen, den roie wir gehört haben, keineswegs ein außergewöhnlicher. Rittmeister m erschießen, als er Stumbries traf. In diesem An dem Vorgang vom 21. hatte der Rittmeister keine Schuld. Auoenblick acriet er wieder in Wut, daß der Rittmeister ihn Wir haben gehört, daß Lberst v. Winterfeld klarten den ^ugenoiui gni sfipitfmhn ara beleibiat hatte. Auch ein Befehl gab, vom Pferde zu steigen und einem anderen am Samstag ml« 8tat»b» «B “ äSf&iei besahst das Pferd Weiten. Tetz Marten xotidjlager tonnte cor ber -tt) 3 o „ J . -t kie Aeußerung: „Ter Hund muß heute noch Farbe be- lange der Gerichtshof m ^roetfet xft, ob ® kennen", nu/auf fein Pferd bezogen hat, ist doch hin- voller Ueberlegung handelte, ist seine pstlcht, nicht auf t erwiesen. Aber auch die Begegnung Martens mit Meuchelmord, sondern auf Totschlag zu ertennen. 05 5&artuieit und Weber auf dem Korridor kann ihn nicht in bin nicht der Meinung, daß Marten und Hickel Erdacht bringen. Einmal wäre es Marten ein Leichtes ben Mord vor längerer Zeit vorbereitet haben, gewesen, sich zu verbergen, sodaß er nicht gesehen werden Hickel hat nach meiner Meinung, ba er babei Wache stand, konnte, andererseits ist noch gar nicht bewiewn, daß als beiiw Matten deckte sich der Behilfe schuldig gemacht. Tas Marten don getroffen wurde, der betr':ffende Karabiner Gefttz gestattet cmf Totschlag mildernde Umstände, aber an->noch auf dem Korridor gestanden hat. Wann der Kara- gesichts der Ungeheuerlichkeit der That kann von mildernden Umständen nicht bi« Rede sein; auch die Trunkenheit Mattens kann nicht als mildernd in Bettacht kommen. Die Angeklagten sind außerdem wegen Meuteren zu bestrafen; schon im Interesse der Disziplin ist die schwere Strafe geboten. Verhandlungsletter O.-K.-R. Scheer macht ben Angeklagten Hickel auf die nach dem Anträge des Vertreters der Klage veränderte rechtliche Auffassung gegenüber ber Anklage aufmerksam, worauf der Verteidiger Martens, Rechtsanwalt Bur ch a r d-Jnsterburg, nad) Wiedereröffnung der Sitzung das Wort nimmt: 9h?. 101 Erstes Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag l.MaiL»«« VezaaSpret-r »rscheint täglich jpe—r Ä XV xafT O monatlich7bPI.,viertel außer Sonntags. JQEf V /ö 4 \ BH ▼ jährlich Llk. 2L0; durch EE»(nirRrllri ziHwlfiPT Woche beigelegt 7 M E öL ■ W H H ■ EL, H E Q W N WIE HL für die Tagesnummer Rotationsdruck u. Ver- W M M H W" ■ M- IMTW fl > ■ bis vormittags 10 Uhr. lag der Brühl'schen ■ M ~ ZeilenpreiS:lokal 1LPI. käs vJ Keneral-Ameiaer 67 .“ää Redaktton, Expedition VtKJViyVV für ben polit il aUgenui ■SB Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen ZM Fernsprechanschliiß Nr. 51. ______________________ __________ Darauf trat eine Mittagspause bis 5 Uhr ein und alsdann begann die Beratung des Gerichtshofes. Nach IV2 stündiger Beratung verkündet nach 61/4 Uhr oer Vorsitzende Oberstleutnant Herhuth von Rohden das Urteil. Es lautet dahin: „Beide Angeklagte werden von der Anklage des Mordes und der Meuterei f r e i g e s pr 0 ch e n und die Berufung des Gerichtsherrn gegen das freisprechende Urteil der ersten Instanz wird verworfen." Der Gerichtshof war der Anschauung, daß. gegen die beiden Angeklagten schwerwiegende Verdachtsgründe vorliegen. Er hat infolgedessen auch insbesondere den Angeklagten Marten der That dringend verdächtig, fast überführt erachtet, jedoch reichten die Belastungs-Momente nicht aus, um eine Verurteilung darauf zu stützen. Gegen Marten liegt insbesondere die gravierende That- sache vor, daß derselbe zweifellos aus dem Korridor gewesen war, von welchem der Karabiner genommen war; ferner daß seine Ausrede, ier habe nach Drückebergern forschen wollen, sich nicht hat erweisen lassen, sodann, daß er sich auch bezüglich seines Aufenthaltes in der Wohnung seiner Eltern als auch hinsichtlich seines Benehmens nach der That vielfach in unlösliche Widersprüche verwickelt hat. Bezüglich des Angeklagten Hickel hat sich der Gerichtshof auf den Standpunkt gestellt, daß man sich nicht auf eine Minute nberechnung einlassen könne. Er hat die Aussage des Unteroffiziers Domming auch nicht als durchaus glaubwürdig erachtet und infolgedessen angenommen, daß Hickel thatsächlich im AB--Stall gewesen ist. Demzufolge konnte der Gerichtshof der Aussage des Zeugen Baranowsky keinen Glauben schenken und auch die Aussage des Skopeck, der ja selbst angegeben hat, er habe eigentlich gar nichts gesehen, hat das Gericht für zweifelhaft erachjtet. Ter Gerichtshof hat auch in Erwägung gezogen, daß der Groll, den die Familie Martens gegen Krofigk haben konnte, bis 1898 zurückliegt, und daß, wenn Marten und Hickel gegen den Rittmeister etwas hätten unternehmen wollen, dies früher gethan haben würden. Andererseits ist er^- wogen worden, daß der Rittmeister mit Marten dienstlich sehr zufrieden war, sodaß er ihn frühzeitig zum Untev- osfizier beförderte, auf die Telegraphenschule in Berlin schickte und ihn, obwohl er der jüngste Unteroffizier war, die Rekrutenabteilung zur Ausbildung gab, wobei der Rittmeister so zufrieden war, daß er Margen zu Weihnachten 1900 den längsten Urlaub gab. Auch Hickel ist vom Rittmeister als tüchtiger Quartiermeister gelobt worden. Der Gerichtshof hat daher die vorliegenden Verdachtsgründe nicht für hinreichend erachtet, um zur Verurteilung zu kommen, ist vielmehr zu den Anschauung gekonrmen, daß das freisprechende Urteil des ersten Kriegsgerichts zu Recht erfolgt ist. Tie Berufung des Gerichtsherrn wird daher verworfen. Tie beiden Angeklagten nahmen das Urteil vollkommen ruhig und gefaßt entgegen, ebenso ruhig wie die Glückwünsche, id.ie ihnen von verschiedenen Seiten übermittelt wurden. In den Straßen der Stadt, namentlich vor dem Kasernenthor und vor dem Militärarresthaus hatten sich Hunderte von Leuten angesammelt. Tie einjährige Gefängnisstrafe Martens läuft am 16. Juni ab. Grsua-Hkitsstand und studlichkrit im Kreise Gießen während des Jahres 1901. Im Anschlüsse an unsere Bekanntmachung über die Bewegung der Bevölkerung in der Skadt Gießen wird aus der Statistik der Sterblichkeit und des Gesundheitsstandes im Kreise Gießen im Jahre 1901 folgender Auszug veröffentlicht : Die Summe aller im Berichtsjahre im Kreise Gießen Verstorbenen betrug 147 5 (gegenüber 1384 im Jahre 1900.) Wie wir zur Berechnung der Sterblichkeitsziffer für die Kreisstadt die Ortsfremden in Abzug gebracht haben, so scheiden wir auch von obiger Summe diejenigen zumeist in den Krankenhäusern Gießens verstorbenen 175 Personen aus, welche dem Kreise nicht angehörten, und erhalten auf diese Weise bei 1300 verstorbenen Kreisangehörigen und einer für die Jahresmitte berechneten Bevölkerungszahl von 82 400 die Sterblichkeitsziffer 15,7 8°/co, d. h. es sind im Jahre 1901 auf 1000 Einwohner 15,78 Personen gestorben. Die nachstehenden entsprechenden Zahlen der zehn vorausgegangenen Jahre beweisen eine allmähliche, mit leichten Schwankungen unterbrochene Abnahme der Sterblichkeitsziffer; sie war für 1891: 22,02 — 1892: 19,96 — 1893: 22,03 — 1894: 17,89 — 1895: 15,97 — 1896: 16,10 — 1897: 16,13 — 1898: 14,76 — 1899: 15,94 — 1900: 14,95 °/00; die Mittelzahl der zehn Jahre beträgt 17,47°/C0 gegen 15,78%0 im Jahre 1901 (für das Großherzogtum im Jahre 1899: 18,6° eo). Getrennt für Kreisstadt und Landbezirk sind die Sterblichkeitsziffern: 12,90° 00, beziehungsweise 17,11 °/00, mit anderen Worten: es sind in den Landorten von 1000 Einwohnern 4 Personen mehr gestorben als in Gießen. Von den Quartalen brachte die meisten Todesfälle das erste, die kleinste Zahl das dritte; die Sterblichkeit war am größten im Januar, am günstigsten im September. Von den 1300 Verstorbenen gehörten an der Altersklasse von 0— 1 Jahr: 281 — 21,61 pCt. 1—15 „ 183 = 14,08 „ 16—60 , 404 = 31,08 „ über 60 „ 432 = 33,23 „ Summa: 1300 — 100 pCt. Man sieht hieraus, daß immer noch mehr als 1/5 aller Verstorbenen dem Säuglingsalter angehören, und das kleine Kind gerade im ersten Lebensjahre der liebevollsten Elternpflege und gewissenhaftesten ärztlichen Ueberwachung und Behandlung bedürftig ist. Die Säuglinge sind für die ansteckenden, sog. Kinderkrankheiten, verhältnismäßig sehr wenig empfänglich, aber äußerst gefährdet durch Magen- und Darmkrankheiten; man befleißige sich deshalb bei mangelnder natürlicher Nahrung (Muttermilch) der peinlichsten Reinhaltung der Koch- und Trinkgefäße, der Saugpfropfen, sowie der Mundhöhle der kleinen Kinder. Ferner wird im ersten Lebensjahre so häufig der Grund gelegt für chronische Krankheiten, i welche erst in den späteren Lebensabschnitten früher oder später gefährlich werden oder zum Tode führen, vornehmlich für ^okrophulose, Tuberkulose und Rhachckis (engliscke Krankheit). Es ist bekannt, daß Rhachckis mit ihren Folgen (Engbrüstigkeit, Skimmritzenkrampf usw.) meist beobachtet wird bei schlechter oder ungeeigneter Ernährung und in schlecht gelüfteten, unreinen Wohnungen; und es ist wissenschaftlich festgestellt, daß Skrophulose dasselbe ist wie Tuberkulose; ebenso genau kennt man die Wege, auf denen die Tuberkelbazillen in den Körper des Kindes, welches sich als kleines, unbeholfenes Geschöpf anfangs auf allen Vieren auf dem in unreinen Haushaltungen mit zerstäubtem Lungenauswurf und zahllosen Ansteckungskeimen besäten Boden bewegt, eindringen: es ist zunächst der Mund mck den Mandeln, der Kehlkopf und die Luftröhre, dann jede kleine Hautverletzung einschließlich der näßenden, Borken bildenden Ausschläge. Es ist deshalb grundfalsch, solche Hautausschläge sich selbst zu überlaßen oder gar noch in ihrer Ausbreitung zu fördern: nein! will man gesunde Kinder haben, so heile man dieselben möglichst bald und halte seine Wohnung einschließlich der Betten und Kleidung rein; je kleiner eine Wohnung, desto leichter ist sie zu reinigen und rein d. h. gesund zu erhalten. Erst vom zweiten Lebensjahre ab werden die Kinder empfänglicher für die akuten Infektionskrankheiten Diphtherie, Masern und Scharlach, und es giebt uns die Statistik der Todesursachen über die vorstehenden Verhältnisse sichere Anhaltspunkte und Belege. An Masern starben im Kreise Gießen im Berichtsjahre 40 Kinder, davon 31 im 2.—15. Lebensjahre; sie herrschten epidemisch der Zeitfolge nach in Gießen, Trohe, Wieseck, Beuern, Reiskirchen, Langsdorf, Burkhardsfelden, Harbach, Hattenrod, Birklar, Muschenheim, Allendorf a.d.Lda., Alten-Buseck, Lauter und Holzheim. Erkrankungen an Scharlach wurden der Behörde gemeldet 118, 6 von den Erkrankten sind gestorben. Die Krankheit war in größerer Verbreitung ausgetreten in Gießen, Wieseck, Lich, Garbenteich, Daubringen und Weickartshain. An Diphtheritis Erkrankte sind uns 336 angezeigt worden und 21 gestorben — 6,25 %, oder von 10000 Einwohnern 2,55 (im Großherzogtum im Jahre 1899 : 2,1 0 000). Ausgedehntere Epidemien hatten statt in Rüddingshausen, Wieseck, Gießen, Stangenrod, Burkhardsfelden und Staufenberg; 17 von 21 Verstorbenen waren über 1 Jahr alt. Dem Keuchhusten sind 15 Kinder erlegen, darunter 11 im ersten Lebensjahre. Er war aufgetreten in den Gemeinden Alten-Buseck, Großen-Buseck, Utphe, Londorf, Altendorf a. L., Gießen, Göbelnrod, Kesselbach, Lauter und Stangenrod. An Rose (Erysipelas) sind fünf Personen gestorben, an Syphilis 2. Unterleibstyphus wurde beobachtet bei 21 Personen, daran gestorben sind 6 oder 0,73 von 10000 Einwohnern (0,4 °/000 im Großherzogtum 1899); von den Erkrankungen kommen auf Gießen 7; 6 Fälle in Rödgen und je 1 in Großen-Buseck und Beuern hatten sich an einem bestimmten Brunnen in Rödgen infiziert. Einzelfälle kamen vor in Reiskirchen, Mainzlar, Utphe, Lauter, Bellersheim und Lumda. Im Wochenbett sind 11 Frauen gestorben, davon 5 an Wochenbettfieber — O,6°/e00 (0,5 °/000). Die Zahl der Todesfälle an Tuberkulose der Lungen (Lungenschwindsucht) war 16 5 — 20,0 °/oco (21,8°/§og); im Vorjahre waren 167 an Schwindsucht gestorben. An Tuberkulose anderer Organe, des Gehirns, der Drüsen (Scrophulose) des Darms und der Knochen, sind 61 Personen zü Grund gegangen, darunter 4 0 Kinder unter 15 Jahren, während von oben genannten 165 an Tuberkulose der Lungen Verstorbenen nur 10 dem Kindesalter angehört haben. Die Sterblichkeitsziffer an Tuberkulose überhaupt war im Berichtsjahre bei 226 Fällen:. 27,4 %co. Crou pöse Lungenentzündung war 83 mal, andere entzündliche Erkrankungen der Atmungsorgane 101 mal Todesursache (im Vorjahre 99 resp. 110); an Sch lag- fluß des Gehirns starben 46 (i. Vorj. 52), an Herzleiden 61 (58), an Magen-Dar mkatarrh 49, davon 40 im Kindesalter. An Abzehrung der Säuglinge, meist ebenfalls verschuldet durch Darmkatarrh oder Scrophulose, sind 21 Kinder gestorben, an angeborener Lebensschwäche 43. Der Krebskrankh eit und anderen bösartigen Neubildungen sind 74 Erwachsene erlegen davon */3 an Magen- und Vg der Zahl an Leberkrebs. Altersschwäche die natürlichste Todesart, war bei 174 Verstorbenen, und bei 228 Fällen waren andere benannte Krantheiten als Todesursache angeführt, darunter 56 mal Krämpfe bei kleinen Kindern, 52 mal Entzündung des Gehirns und feiner Häute, 20 mal Nierenkrankheiten. Unbekannt blieb die Todesursache m 56 Fällen; 22 Personen sind verunglückt, 14 haben durch Selbstmord geendet, 1 durch tätliche Körperverletzung. Gießen, 9. April 1902. Großh. Kreisgesundheitsamt Gießen. Dr. Haberkorn. Aus Stadt und Sand. Gießen, 1. Mai 1902. '* Unfete geehrten Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß der seit einigen Jahren dem „Gießener Anzeiger" gratis beigegebene Fahrplan über die in der Provinz Oberhessen, sowie auf den Anschlußstrecken nach Süddeutschland, dem Rhein, Taunus und Hessen-Nassau verkehrenden Eisenbahnzüge, die Bieberthalbahn und die Gießener Omnibuslinien erschienen ist. Das Taschenbuch wird der Stadtauflage der heutigen Nr. (101) beigelegt sowie den Zweigstellen zugestellt. Die auswärtigen Abonnenten erhalten den Fahrplan mit der morgen (Freitag) erscheinenden Nummer. — Der neue Plakat-Fahrplan ist zum Preise von 20 Pfg. von der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeigers", sowie durch die Zeitungsträger zu beziehen. ** Neber die drei Heilstätten für Lungenkranke im Großherzogtum Hessen, nämlich diejenigen zu Sandbach im Odenwald, Eberbach und Reichelsheim liegen Jahresberichte vor. Nach § 12 des Gesetzes, betr. die Jnvalidi- täts- und Altersversicherung, sind die Versicherungsanstalten berechtigt, für erkrankte Versicherte das Heilverfahren zu übernehmen, wenn als Folge der Krankheit dauernde Erwerbsunfähigkeit zu befürchten ist und durch da2 Heckverfahren die Erwerbsfähigkeck wieder hergestellt werden kann, ^n der Lungenheilanstslt Sanddach wird besonders die Liegekur in besonderen Liegehallen angewendet. Im Jahre 1901 wurden dort als geheilt, d. h. als voraussichtlich dauernd erwerbsfähig entlaßen 25,5 pCt., mit befriedigendem Erfolg, d. h. die Erwerbsfähigkeit wird voraussichtlich mehrere Jahre dauern, 49,1 pCt., mit geringem Erfolg 14,1 pCt., ohne Erfolg 11,3 pCt. In der Heilstätte für lungenkranke Männer in Eberbach gehörte die Mehrzahl der Behandelten berecks dem zweiten Krankhecksstadium an; es wird dringend gewünscht, daß die Kranken gleich bei Beginn der Erkrankung der Heilstätte überwiesen werden, indem nur dann ein dauernder Erfolg zu erzielen ist. In der Heilstätte für lungenkranke Frauen in Reichelsheim (Odenwald) wird besonders gegen die verhängnisvolle Mode des Schnürens ein harter Kampf geführt. Bei 67,14 pCt. der Kranken kann von einem ausreichenden Erfolge der Kur gesprochen werden; auch hier ist möglichst frühzeitige Einleitung des Heilverfahrens erforderlich. — Schließlich sei noch über die Kur - und Wasserheilanstalt in Lindenfels mitgeteilt, daß 187 männliche und 88 weibliche Personen verpflegt wurden und zwar ein großer Teil mit sehr gutem Erfolg. Irrig ist die Ansicht, daß für die Anstaltsverpfl'egung der Hochsommer die beste Zeit sei. Für die Nervösen ist die kühlere Jahreszeit vorzuziehen. ** Kriegerverein. Ein Besuch des K Y f f h ä u s e r s ist von feiten des Kriegervereins für die erste Hälfte des August geplant. Um auch weniger bemittelten Vereinsangehörigen die Beteiligung zu ermöglichen, ist schon int vergangenen Jahre eine Reisekasse gegründet worden, zu welcher monatliche Beiträge geleistet werden. Die gesammelten Gelder sind einstweilen verzinslich angelegt Tie Reisekosten werden nicht sehr hoch sein, da bei einer Beteiligung von mehr als 30 Personen Fahrpreisermäßigung eintritt. Für die Reise sind etwa 4 Tage vorgesehen. Au den Besuch des Kyffhäusers soll sich noch eine Tour in den Harz an sch ließ en. Eine ähnliche Reise hat der Kriegerverein vor zwei Jahren zum Besuch der Schlachtfelder bei Metz unternommen, die allen Teilnehmern noch in bester Erinnerung steht. k. G r ü n b e r g, 30. April. Die Lokal-, Geflügel- nnd Vogel-Ausstellung der Vereine Gründe.g unb Lich wird Samstag und Sonntag in Hamels Garten eröffnet werden. Sie verspricht, wie wir hören, weit über den Rahmen einer Lokal-Ausstellung hinauszugehen. Soll dock der Katalog weit über 200 Nummern an Groß- und Kleingeflügel und Vögel enthalten. Die Gattungen, Gänse, Enten, Hühner und Tauben sind in fast allen Racen vertreten. Viele in- und ausländische Vögel, wie Papageien, Reissinken usw. werden in guten Exemplaren zur Ausstellung kommen. Das Geflügel wird in best eingerichteten und neuen aus Thüringen bezogenen Käfigen zur Schau gestellt werden. Herr Hamel hat in dankenswerter Weise, da sich sein Saal als zu klein erwies, auch um bei ungünstigem Wetter diesen bei dem Sonntag von 3 Uhr ab stattfindenden Militär ko nz er t frei zu haben, eine Halle von nahezu 200 Quadratmeter Bodenfläche als Ausstellungslokal errichtet. Gewiß wird der Besuch der Ausstellung lohnen und befriedigen. g. Groß-Eichen, 30. April. Eirk hiesiger Berg» arbeitet im Alter von 52 Jahren erhängte such gestern in seiner Scheuer. Mißliche Familienverhältnisse sollen den Bewegarund zur Lebensüberdrüssigkett gegeben haben. w. Ntoda, 30. April. Mtt dem heutigen Tage ver-> lassen zwei in hiesiger Stadt beliebte Persönlichkeiten unsere Stadt: Großh. Amtsrichter Dr. Heyer und der Dirigent der höheren Bürgerschule hierselbst, Lehramts- Assessor Zimmer, um nach Alsfeld überzuziehen. Nach-» dem schon am Freitag im Kasino eine Abschiedsfeier statt» gefunden und am Samstag im Gemischten Chor der Scheidenden gedacht worden wat — besonders noch der Gei mahlin des Herrn Dr. Heyer, welche durch ihre Gesangsvorträge viel zur Unterhaltung beigetragen hatte — vereinigte sich gestern abend im Gambrinus zu Ehren der Scheidenden eine Anzahl Herren zu einem Abschiedsessen. Ten Scheidenden folgen von hier die besten Wünsche in die neue Heimat. — Die kalten Nächte sind leider an unseren Obstbäumen nicht spurlos vorübergegangen; bis jetzt ist zwar nicht alles verloren, aber Schaden ist doch zu verzeichnen. )( Nied er-O h m en, 30. April. Dem 76jährigen Landwirt Ludwig Göll, der trotz seines hohen Alters noch in seltener Rüstigkeit landwirtschaftliche Arbeiten versieht und hierbei unter die Ackerwalze geriet, mußte der linke Arm abgenommen werden. Auch brach er bei dem Unfälle ein Bein, das außerdem noch arg zerquetscht wurde. Die Operation hat der rüftige Greis mit staunenswerter Gelassenheit und Ueberwindung ertragen, so daß ihm einige Zeit darnach wieder sein Pfeifchen schmeckte. Mainz, 30. April. Ein hiesiger Geschäftsmann machte vorgestern chemische Experimente. Eine der verwendeten Säuren explodierte und sowohl der Geschäftsmann als auch ein anwesender hiesiger Wirt erhielten Verletzungen. — Brauerei-Direktor Ebert scheidet aus Gesundheitsrücksichten heute als Leiter aus der Gesellschaft Hofbierbrauerei Schöfferhof, welcher er eine Reihe von Jahren mit bestem Erfolge vorgestanden hat. Die Stelle des Direktors wurde Emil Vogel, einem geborenen Mainzer, übertragen. Ebenso wurde den langjährigen Mitarbeitern D 0 r t h und Kreidemann, Kollektivprokura erteilt. — Gegen den Inhaber einer der ältesten und renommiertesten Weinrestaurants unserer Stadt ist eine Untersuchung wegen Kuppelei anhängig gemacht worden. Tie Angelegenheit soll schon lange in der Schwebe sein. Gerichtssaal. sch. Gieße«, 26. April. (Schiedsgericht für Arbeiter-Versicherung.) In der gestrigen Sitzung führte Großh. Polizeiamtmann Hechler den Vorsitz. Konrad Schäfer zu Vonhausen hat sich angeblich durch Sturz auf einen Stein einen rechtzeitigen Leistenbruch zugezogen. Ter geltend gemachten Entschädigungsanspruch wurde von der Hess.-Nass. Baugewerksberufs- genossenschaft abgelehnt. Hiergegen verfolgte Schäfer Berufung beim Schiedsgericht, das jedoch diefelbe als unbegründet verwerfen mußte. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß sich der Bruch allmählich entwickell hat und gelegentlich bei der Arbeit ausgetreten ist, daß es sich also um eine krankhafte Veranlagung, nicht aber um die Folgen eines Unfalles handelt. — Heinrich Frank 11.- Jnhaiden bezog als Eny'chäüigung für die Folgen der durch einen Unfall verstümmelten linken Hand eine Uebergangsrente von 662 3 Prozent. Tie Sektion 6 der Süddeutschen Eisen- und Stahlberufs- genossenschast setzte mit Bescheid vom 14. Januar 1902 die Rente auf 55 Prozent herab. Der hiergegen eingelegten Berufung mußte das Gericht nach nochmaliger Anhörung des Privatdozenten Dr. Bötticher u. A. auf Grund der Inaugenscheinnahme der verletzien Hand den Erfolg versagen. — Die dem Wilhelm Lohsink-Völzberg wegen des Verlustes des rechten Unterarmes gewährte Rente von 100 Prozent hatte die Sektion 6 der Süddeutschen Eisen- und Stahl- ckerufsgenossenschafl auf 80 Prozent herabgesetzt, weil das Heilver- Wetter April/Mai *0 K fD gelaufen. vcr gane jiaj vdu^l Zivilanzug geben lassen, angeblich, ihn nach Hause zu jchickm, um 4 05. « k x- 8 oft x» N * Q o» SS x, Q 5 S'Z ,, a» —* ä r-^ V C5)^ c' nfi.E S V ODjQ tl <22. --K 5-2Z> Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ *~5 SD KZ y g^j O O ■^to o * _ <*■ ■; ZDL - = M C5 “* Bew. Himmel Regen Sonnenschein ö?S . O. OS» Ls 30. 30. 1. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 30. April/1. Mai 30. 2 2 2 Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Bereinigung zwischen vcu transatlantischen «chissfahrts- Gesellschasteu. Tas Verhältnis der deutschen Rhedereren zu dein englisch-amerikanischen Schissfahrts-Syndikat ist offiziell von den Verwaltungen der Hamburg-Amerika- und der Norddeutschen -loyd- Linie sestgestellt. Es wird nochmals betont, daß die deutschen Ec- sellschasren es abgelehnt haben, dem amerikamsch-englischen Syndikat beizutreten, um in jeder Beziehung ihre Unabhängigkeit zu wahren. Unter den Abmachungen gehl die sur die deutschen Cn= teressen wichtigste dahin, daß dieSyndttatslinien Uch fu^ d^e ganze auf 20 Jahre bemessene Dauer des Vertrages verpflichtet haben, ohne Einverständnis der deutschen Linien nut keinem Jh^^ ^chstfe nach einem deutschen Hasen zu kommen, wogegen die deutschen Oe- eUschaslen die Verpflichtung übernommen haben, ihren^ gegenwärtigen Verkehr von England nicht über ein bestimmtes Maß hinaus zu erweitern. Daneben sind noch eine Reihe von anderen Vereinbarungen getroffen worden, welche bestimmt sind, jeder Konkurrenz zwischen den beiden großen Gruppen — dem amerikanisch-englischen Syndikat und den deutschen Gesellschaften - von vornyereln oorzubeuqen. An den ftnanziellen Erfolgen der emzeüien Gesellschaften sind alle gleichmäßig interessiert. Tie wahre schlage ist, daß die Reformen im Betrieb der transatlantischen Rhedereien angesichts der unter den verschiedenen englischen Linien bei leber Geleqenheit herooraetreteneii Eifers richt die Griindung eines solchen Syndikats geradezu zur Voraussetzung haben. Die deulstt)en Ge- . C G* £ 5 *8 w’ß* ^5 r- ,x O *i K NW. w. W. Er irrte dann in verschiedenen Ortschaften umher, nahm danni bei einem Bauer in Oschatz einige Tag« Arbeit und «iste nach Hause, wo er verhastei wurde. Der Angeklagte gab «mch vor Gericht an, daß er nur infolge der Behandlung und der rheumatischen Schmerzen entlausen sei und nicht habe daueriid ernbleiben wollen. ?er Lerichtshos aber sah das Vergehen des'Angeklagt n als ein schweres an und verurteilte ihn wegen Fahnenflucht zu 8 Monaldi Gefängnis und Versetzung in die 2. SUaffe des oolbaien- München, 30. April. (Schwurgericht.) In einer bis in die Nacht dauernden Verhandlung wurde der 32 Jahre alle Schneidermeister P o n g r a tz wegen o t sch l a gs z u 1 o ^ ah r en Zuchthaus verurteilt. Pongratz, ein sehr ausschwenender, fah- zorniger und gewaltchätiger Mann, Öen ferne £rau und nach chr eine Haushälterinnen (Geliebten) wegen dieser Eigenschaften verlassen hatten, lockte, da er vergeblich Ersatz sur ferne letzte Haushälterin gesucht hatte, em Ichahriges Mädchen in sem Zimmer, tötete es durch Hammerschläge aüf den Kopf, fchmtt ihm den Unterleib aus, riß einen Teil der Gedärme heraus legte dann einen Zettel mit den Worten: .Bete für mich Ungludlidjen auf d,e Leiche, ging direkt zur Polizei und zeigte sich feckst an.^ In der Untersuchung und Verhandlung suchte er psychyche -Störungen qeltenb zu machen. Tie Sachverständigen, darunter Irrenärzte, die ihn in Beobachtung hatten, bestreiten letzteres, erklären ihn vielmehr für normal und völlig zurechnungsfähig. Ein AtoNv der begangenen Unchat ist nicht ersichtlich. Ein M'vbrauch des Kindes ist nicht nachgewiesen. Körperliche ober geistige Abnormitäten fmb an P. nicht wahrnehmbar, tfur einen Luftrnorder wird er nicht gehalten. _ . ,_ ... Bcucdig, 30. April. Der Gerichtshof fällte geltem das Urteil gegen die Offiziere des gegenwärtig dort ankernden amerikanischen Panzerkreuzers „Ehicago , meld)e am Sonntag in einem Kaffeehause und spater auch auf der Straße eine große Schlägerei verursacht haben. Ein Sxapitanleuhiant wurde zu 130 Tagen Gefängnis verurteilt, drei Leutnants und em Matrose bekamen 90 Tage Gefängnis, «ter Antrag au einstweilige Haftentlassung wurde abgelehnt. -ter Romman= bant des Schiffes machte dem Stadtprasekten einen Entschul- digungsbesuch. --------------------- Eine Weltreise gratis ♦ Welt-Panorama enthaltend 1200 Bilder in 3 Albums, die eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung und Belehrung für Groß und Klein bietet erscheint! Diese Bilder und Albums kann sich Jeder unentgeltlich verschaffen, der die Umhüllungspapiere der als beste Toilette^ Gesundheits- und Schönheits-Seife seit Jahren anerkannten und von vielen Autoritäten der Wissenschaft warm empfohlenen Myrrholin-Seise ä 50 Pfg. und des Atyrrholm-Glycerin (Tube 30 Pf.) sammelt. Diese sollten als unübertroffene Präparate für den Teint auf keinem Toilettentisch fehlen. Zwei Millionen Bilder des Myrrholin-Welt-Panoramas sind bereits versandt und m allen Toiletteseife führenden Geschäften, auch Apotheken, nebst ausführlichem Prospekt gratis zu haben. Wer 12 Umhüllungen der Myrrholin-Seife ober des Myrrholin-Glycerm an die Myrrholin- Gesellschast in Frankfurt a. M. emschickt, erhält kostenlos das prächtige Album I Europa und 30 der bereits erschienenen Bilder nach Äahl. Im Album ist für jedes Bild ein bestimmter Platz^reservirt und erläuternder Text beigedrnckt. Für den schnellsten Sammler sind noch Atk. 2000.— in Bar und 200 Albums U, Afrika und Asien, als Prämien ausgesetzt, o ra femcbaften erwarten daher mit Recht von der jetzt enoncy voD- annenen bisher niemals erreichbar gewesenen Einigung der großm impnfnnifcheu und englischen Rhedereien ein Aufblühen auch ihres amerikanischen uns engm^ , Angelegenhell ge- g-oßer °on ^en dL.K-n Gesell- chaften erzielter Erfolg anzusehen. Märkte. A b 2 30. April. Fruchtmarkt Durch- Erbsen 0.00 Alk., Kartoffeln 0.00 Alk. °° X 5 "-5 o ,3 v-B (9 5 ? fahren als abgeschloffen anzusehen set Das Gericht erachtete bie jettens des Rechtsanwalts Dr. Sondheimer-Gelnhausen eingelegte < Berufung nach Anhörung des Direktors des Hanauer Landkranken- i Hauses für begründet und verurteilte die Genoffenschaft zur Wetterzahlung der lOOproz. Rente. — Albert Schulz zu Grebenhain war । mü der von der Sektion 9 der Brauerei- und Mälzerecherufs- genossenschaft wegen des Verlustes des rechten Vorderarms be- > willigten Entschädigung von 75 Prozent nicht zufrieden. Schulz beantragte beim Schiedsgericht Zuerkennung der gesetzlichen Dollrente und Beschaffung eines künstlichen Armes. Zu letzterem erklärte sich die beklagte Genossenschaft bereit, nicht bagegen zur Tragung der später etwa entstehenden Repa- rattirkosten. Das Gericht vernrtettte jedoch die Oienonen- schäft hierzu, wies aber im übrigen die Berufung zurutt. — Heinrich List I.-Strebendori hatte gegen den die lOproz. Rente fernes minderjährigen Sohnes Heinrich emstellenden Bescheid der Sektion 11 ber Alüllereiberufsgenoffenschaft Berufung verfolgt und Wetter- gewährung ber Rente beantragt. Das Gericht kam jedoch ZU ber Ueberzeugung, baß Heinrich List 1L in einem im wirtschaftlichen Leben meßbaren Grade nicht mehr beschränkt ist und verwarf demgemäß die Berufung. - Karl Backes zu Lber-Rosbach hatte sich eine Schntttwunde an dem kleinen Fmger der linken Hand mtt Durchschneidung der Sehne und Verletzung des Knochens zugezogen. Die Sektion 7 der Berufsgenossenschaft der chemischen Jndistttle lehnte den geltend gemachten Entschädigirngsanspruch ab, weil -öaaes burth die Folgen des Unfalles in abschätzbarer Weise in feiner Erwerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt sei. Tas Gericht kam auf Grund ber Inaugenscheinnahme des verletzten Fingers zu gleicher Ansicht und wies daher die Berufung als unbegründet zuruck. — Braumeister Karl Rüdersdorf zu Friedberg hatte sich infolge eines Unfalls eine Verletzung der ganzen rechten Hand zugezogeii, ferner ben kleinen Finger unb bie beiben ersten Glieder des Ringfinger^ der rechten Hand verloren. Als Entschädigung gewahrte die Brauerel- unb Mälzereiberufsgenoffenschaft eine Rente von ^Op^t«, roelct)e fte mtt Bescheib vom 30. Januar 1902 auf 30 pEt. herabsetzte. Das Gericht verurteilte die Genoffenschaft nach Anhörung des Privatdozenten für Chirurgie Dr. Bötticher zu Greben zur Weiterzahlung der 40proz. Rente. — Bieroerwalter Georg Ruhl zu Herbstem will sich beim Abladen von Bierfässern einen rechtsseitigen &n|tenbrud) zuaezogen haben. Die Brauerei- und Mälzerelberufsgenoffenschaft lehnte den dieserhalb erhobenen Eiitschädigungsanspruch ab mtt der Begründung, der Bruch sei nickt „plötzlich" b. h- unsallsweife entstanden. Das Gericht kam zu der Ansicht, daß der !Bruchaustritt nicht in ursächlichem Zusammenhang mit der Arbeit steht, daß fick vielmehr der Bmch, wie in den meisten fallen allmählich entwickelt hat und gelegentlich bet ber Arbeit ausgetreten is. Der Austritt des Bruchs hätte ebensogut beim Springen vom Wagen, starken Husten usw. erfolgen können. Der Berufung mußte daher der Erfolg versagt werden. Halle a. d. S., 30. April. Aus Verzweiflung über Mißhandlungen f ah n enf lüchti g geworden ist, wie er anaiebt, der Musketier Richter von der 7. Kompagme des Thuring. Jnf.-Regiments Nr. 153 in Altenburg, der sich vor dem Kriegsgericht in Halle a.d.S. wegen Fahnenflucht zu verantworten hatte- Richter, der 1901 beim Militär eingetreten ist, war bis zum 8. Januar er. im Lazarett und deswegen in feiner Ausbildung surud» aeblieden. Er wurde dann dem Unteroffizier Remharbt zur Ausbildung übergeben, konnte aber feinen Vomesetzten wegen rheumatischer Schmerzen nicht zufrieden stellen. -er. Antero Wer glaubte, Richter sei ein Simulant, und soll ihm wiederholt ^.toße mtt bem Gewehrkolben vor die Brust, Tritte m bie Kniekehle und Faustschläge gegen das Kinn versetzt haben. Biese Angaben machte Richter unb erklärte zugleich, er habe diese Behandlung nicht länger aushalten können und sei aus Verzweislung weggelaufen Er hatte sich vorher vom Kammerunterofstzier fernen O .s !-> Z- " oo' -Z •- S -i— <5 ■ — ^(9 _ S<*> — 242© Ö7o <-» ad N- G «$■< s: TZ w S5.S5 w s» ö O - co c S e ” o 12,6 5,2 48 14,0 9,8 82 7,3 7,0 91 Äugust Kilbinger Haupt-Geschäft: Seltersweg 19. Spezialgeschäft und Ausstellung für Kinderwagen: Bahnhofstrasse 22. Kinderwagen und Sportwagen ‘•„•S'SS.irSE“ Kinderwagen 10. Sportwagen Bycicle-Rädern Mk. Sicherheitsgürtel. Stroh-Hüte Aut der l>urclirei»e nach Magdeburg! Giessen Oswalds Garten Kluß- und Seefische ;en. Kein Alleinverkauf für Giessen und Umgebung: Otto JKathschlag, Wäschegeschäft Z &NDL Conteiitia Sonntag den 4. Mai d. I EMMsImmnW Den belauf den Kopf 3293 3884 Der Vorstand. GEMiiSE-äKfMFT-e Weissweine: pr.Fl. Kot weine: »an 102 Ä. 8039 leais lind i ^tien H. Kaiser & Co. 3408 'erbandstoffe uppen. .. Korb braun oder altdeutsch lackiert, mit Verdeck und Bei grösserer Abnahme Rabatt. Prompter Versand nach auswärts. . 9U . 90 . 120 120 Ital. Rotwein . . Marca Italia . . Ingelheimer . . , Oberingelheimer . Bordeaux-Weine von =ö pr Fl. 60 Pfg. mit geschweiften Bäumen hohen Metallrädern etc. von Mk. Laubenheimer . . Graacher . . . Oppenheimer . , Zeitinger . . , Niersteiner . . . Dürkh. Feuerberg Rüdesheimer . . sind die besten! ciets iri|ci) vorrälyig bet 3413 Adolf Geisse, vorm. C. G. Windecker, Seltersweg 2. Neue Formen. Neue Ausstattungen. Bekannt billigste Preise. (Buchner Wiesbaden. ' Elektrische Licht u. Kraft- Anlagen in jedem Umfange. Centralen fflr Städte. Lieferung BÄmmtllch. Bedarfs-Artikel. > Ingenieur-Besuch ! und Projekte kostenfrei. auf der Schönen Aussicht Alles Nähere durch die Plakate. . 60 Pfg. . 70 , . 75 , . 90 „ - »0 „ . ioo „ - 120 , Turnverein Sonntag den 4. Mai, von abends 8 Uhr ab: Anturncn m der s'"ni11"1 mit Konzert und Hanz. 'M Weinhandlung. Kirchenplaiz 10. Watztrever per Zuber 42 Pfennig täglich frisch. 3238 Aktien -Brmrei Sieben. In Giessen: Lindenplatz ö MAGGI’3, Meine Ciswagen fahren vom 1. Mai ab wieder regelmäßig. Bestellungen werden im Hess. Hof, sowie in dem Laden Frankfurterftraße 9 entgegengenommen. Hochachtungsvoll 3235 Telephon ss. Emil Schmal!!. 3. M, Schulhof Telephon 119. 814 Prompter Versandt nach ausw. trifft jeder, der statt werthloser Nachahmungen nur das allein echte | jphjn’s Puddingpulver LluUly .mitdemBäckBrjungBn* (D. R. P. A. No. 7402) verwendet. Ueberall käuflich. Meine & Liebig, Hannover. Aelt. Puddinsrpulv.-Fabr. Deutschi. Hothaer Lebensversicherungsbank. Versicherungsbestand am 1. Dezember 1901 806% Mill. Mark. Bankfonds „ „ „ „ 265% „ Dividende im Jahre 1902: 30 bis 135 7, der Jahres-Normal- Prämie — je nach dem Alter der Versicherung. Kertrtter: Heinrich Hochreuther« 56 s&danlage 5. »•»••••• •• ee •• eeeeee Neuester vervollständigter § Plakat-Fahrplan: enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen J Glessen, Frankfurt a. M , Cassel, Marburg, J Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, ! Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, ! Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Lau- J hach und Londorf ankommenden und abgehen- J den Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn zum Preise von 20 p's , £ mit Verkehrskarte 25 Pfg., in der Expedition J des Giessener Anzeigers vorrätig. — Der J Fahrplan kann auch durch die Austräger des J Giessener Anzeigers bezogen werden. OOOGOG OO •• GO GOGOGOOG Aug. Montanus Nachf. Inh.: Gebr. Imhenser 3164 Damen- und Herren - Modewaaren Marktplatz 9—10. Giessen. Marktplatz 9—10. Empfehle als preiswerte ^ischweine Sicherheits - Gürtel ■■ Muster geschützt, das Herausfallen der Kinder unmöglich machend. * Kinderwagen ■ Räder* mit Kugellager leichter, geräuschloser Gang ohne zu ölen 2937 w Umsonst erhält jeder Käufer bei Einkauf von 4 Pfund Kaffee von 1 Mk. an 1 Pfund Zucker. Ferner geben wir unsern Kunden gratis bei Einkauf von 30 Pfund Kaffee von 1 Mk. an ein schönes affeeservice wie in unsern Schaufenstern ausgestellt Die Gegenstände werden nur bei Zurückbringung der leeren Kaffeebeutel verabreicht. "Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, dass unsere Kaffees in allbekannter Güte ohne Preisabschlag zum Verkauf gelangen. Kaisers Kaffeegeschäft Besten Schutz vor Erkältung Gesundeste, Praktischste, bletet iAS " C ™ Gebrauch Billigste. Kein g* flhjM ÄH W Eingehen od. Ve: _ M ß MK QW JL Hautreiz. Stets durchlässig g tMM 8 W *° _ und seidenweich, bei gröss- DWH id ter Haltbarkeit. — Man ver- ■ B äShH w 0 . lange die allein echte Ware aus rff-aWlP* der einzig concessionierten Fabrik: B0* ImV6' H. Heinzelmann, Reutlingen. Preislisten mit Prospekt gratis und franco. Zirkus Lobe (früher Hageubcck). W Grösster Zelt-Zirku* der Gegenwart. Donnerstag den 1. Mai, abends 8 Uhr: Gross« Gala-Fcst-Vorstcllimg mit vollständig neuem, ganz vorzüglichem Programm. Freitag de« 2. Mai, abends 8 Uhr unwiderruflich: Grosse Klom-, Ämter- il AislhiMmWmg Um geneigten Zuspruch bittet Hochachtungsvollst ergebenst A. Lobe, Zirkus-Direktor. NB. Noch ausstehende Rechnungen wollen bis Freitag »Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr auittiert an der Zirkuskasse vorgelegt werden. 3412 Gummi- 3429 Waren und alle Artikel zur Krankenpflege- Wctoria-Irogerie Adolf Bieler, Marktstraße 5, Eibsenreiser zu haben. Nahrungsberg 9. a englische Form, Korbrohr Kinnprwanon °bld, farbiges Verdeck, seine -M IllllUÖi WiMull Garnierung, Byoicle-Rädern, ** Ledertuch-Aur schlag Mk. Fortwährender Eingang von Neuheiten. 4 v&h Glas- a. Porzellan. Lang & Wiederstein MarktstrasM in Slebaktion und i Sch«l Bbrefie M Snzeig Ilnse 80. April Der der Zoll Die Reg den Zoll Men I' tags-Abc lammen- der Zeit ein recht init kann men, das Malt, c Nit solc sender |i 1 Mi neralmll leistet, n würde, völlerun Blatt, ständig; besagen, Beschlüs den, b' bedürsn doch ni Wege z in der tire ei' der eij eilt mi lvrmnt auantt oeeinfl Opfer man / Jii fein fton solange schädign Diäten Annahn zu eine eine an tag feit zu bese günstigst Diäten blieben. Md eil S be Galiu Bau e; wieder Ettoas r neuen s Am öori jen nüchtern physische nüchtern sie behei ünArbei Abend, uus bet Obti Mffelbt größere ’&tabt a auf bet ueralvei entwicte Erreiche lehr bu lnan d emer g Zussteli Detail Me| Donnerstag 1« SRtti 1902 ISS. Jahrgang Zweites Blatt. LZom Burenkrieg. Von den unzähligen Beweisen für die notorische Entstellung und Unwahrheit der amtlichen englischen Berichte über die Lage auf dem Kriegsschauplatz und alle darauf bezüglichen Daten ist der zwingendsten einer der krasse Widerjpruch in den offiziellen Angaben des englischen Kriegsministeriums über die Abgänge im englischen Speere in der monatlichen „Tab le o f C as.u a l- ties" einerseits und den veröffentlichten täglichen Verlustlisten andererseits. Nach der ersteren hätten Nr. 101 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Eichener Familien« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'schen Unioers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erbens Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st raße 7. Kdresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fcrnsprrchanschluß Nr. 51. Politische Tagesschau. Die Branntweinsteuer-Kommission des Reichstages nahm einen Compromißantrag an, der als Brenn st euerskala festsetzt: 200—300 Hl. je 2 Mk., 300—400 je 2.50 Mk., 400—600 je 3 Mk., 600—800 je 3.50 Mk., 800—1000 je 4 Mk., 1000—1200 je 4.50 Mk., 1200—1400 je 6 Mk., 1400—1600 je 5.50 Mk., 1600 bis 1800 je 6 Mk., 1800 je 6.50 Mk.; in denjenigen Brennereien, ivelche ausschließlich Roggen, Weizen, Hafer, Gerste verarbeiten, wird Brennsteuer für eine Erzeugung bis zu 300 Hl. überhaupt nicht, für eine Erzeugung über 300 bis 600 Hl. nur zur Hälfte erhoben. Sodann nahm die Kommission mit einigen Abänderungen das ganze Gesetz an. Für den Sonunerbrand wird Steuerfreiheit derjenigen Brennereien beschlossen, die au einem Tage durchschnittlich nicht über 1050 Liter Bottichraum bemaischen. Die Untergrenze von 300 Hektoliter für die Erhebung von Brennsteuer fällt fort bei den seit bem 1, Juli 1895 neu entstandenen Brennereien, die Melasse, Rüben oder Rübensaft verarbeiten; diese haben auch für Erzeugung bis 300 Hl. je 15 Mk. für den Hektoliter reinen Alkohols zu zahlen. Das Gesetz soll am 1. Oktober d. I. in Kraft treten, die Bestimmungen über den Sommerbrand sofort. Gegen das Gesetz stimmten die Sozialdemokraten, die Freisinnigen und Dr. Semler. Angenommen wurde noch eine Resolution, betreffend Aufhebung der Maischraumsteuer und ihre Ersetzung durch eine Fabrikatsteuer; ebenso eine Resolution, die auf Hefe Bezug hat. Der Kvmmissionsbericht soll am Freitag festgestellt und am Samstag verteilt werden. der Gesamtforderuno, statt mit dieser Abfindung sich zu begnügen, so hätte die Regierung im Interesse der Durch- beratung des Tarifentwurfs wohl oder übel nachgeben müssen. Die Annahme der Pauschal-Borlage ist cm Sieg, ein Triumph der Regierung und eine der eklatantesten Niederlagen, die sich je ein Parlament geholt hat. Em Taktiker wie Windthorst als Zentrumsführer wurde schleunigst die „ganze Hand" ergriffen haben. Und auch der Abgeordnete Lieber hätte sicherlich gesagt: Jetzt oder nie! Beirat dienten die Professoren S ch i l l und K l e e f a t t e l. — Diese etwas weitgehende Fürsorge ist dem Kunstpalast nicht gut bekommen. Die Front des Renaissancebaues mit der mittleren Kuppel und mannigfachen barocken Anklängen ist viel zu akademisch und konventionell ausge- allen. Es ist so eine Art Museum, wie es mehrere giebt. Sie sehen einander ziemlich ähnlich, sodaß man bei ihrem Anblick durch den Ge,amteindruck niemals angenehm überrascht wird, obwohl man die Lösung der Aufgabe an und ür sich als ganz gefällig und üer)tänbig bezeichnen darf. Es ist eine Art konventioneller Schönheit, rote inan sie öfter auch bei den Frauen mit regelmäßig abgezirkelten Gesichtern findet, die uns aber nicht auf.die Tauer zu esseln und zu interessieren vermögen. Wir kennen das ganze Genre schon zu genau, und darum vermag es teuie neuen Gedanken und Empfindungen in uns roachzurufen. Ter klare, symmetrische Grundriß verleitete wohl zu dieser etwas nüchternen Architektur, aber man hätte auch einige Tropfen modernen Geistes in diese träufeln, man hätte sich ein wenig an die pariserische Grazie des „Pettt Palais" der Weltausstellung erinnern können. Ter Grundrißdispofitiou wird man alles Lob spenden müssen. Tas Gebäude besteht aus einem langgestreckten Frontbau, an welchen sich em Bauteil von nahezu quadratischer Grundfläche anfchließt. Die Länge der Hauptsronl beträgt 132 Meter, die Tiefe des Gebäudes 90, die Fronthöhe 18 bis 22 Meter und die größte Höhenausdehnung dis zur Kuppelspitze 39 Meter. Tas Hauptportal, in der Mitte des Gebäudes, führt in die große Kuppelhalle; von dieser gelangt man, der Hauptachse des Gebäudes folgend, in einen inneren Ehrenhof mit gärtnerischen Schmuckanlagen, und von hier in den Skulptur en saal, welcher nach hinten einen halbkreisförmigen Abschluß erhalten hat. Tas ist der Mittelbau, an welchen sich symmetrisch zu beiden Seiten je zwei (im ganzen also vier- große Ausstellungshallen anschließen, von denen die an der Front liegenden Säle nur Seiteillicht durch je sieben Frontfenster erhalten, während die übrigen zwei durch große Oberlichte erhellt werden An diese Fronthallcn schließen sich beiderseits je ein monumentales Treppenhaus, sowie em kleinerer Saal. Zweigeschossig ist nur der Kopfbau ausgeführt. Er enthalt im Obergeschoß, in derselben Anordnung wie im Erdgeschoß, zwei große und zwei kleine Säle. In den großen Oberlichtsälen ist eine prattoche Einrichtung getroffen, welche vielfach 'Nachahmung finden wird. Tie Säle können durch verstellbare Holzwände in Abteilungen von beliebiger Ausdehnung geteilt werden, sodaß die Mumme den gerade ■ zu einer Ausstellung eintressenden Kunstwerken angepaßt ■ L1 ^hr" bedauerlich ist es, daß sich die Architekten nicht Düsseldorfer Industrie- und Kewerve-Ausstellung. ~ " K. Düsseldorf, 30. April. Am 1. Mai wird in der rheinischen Kunststadt Düffel- ’ dorf jenes gewaltige Unternehmen eröffnet, in dem sich ! nüchterne Arbeit mit künstlerischem Idealismus, physische Kraft mit höchster Intelligenz einen. Die nüchterne Arbeit hat jetzt noch äußerlich die Oberhand, sie beherrscht das Terrain, und viele Hunderte von Mannern ün Arbeitskittel schaffen vom frühen Morgen bis zum späten Abend, um alles das, was noch an das Werden gemahnt, aus dem Wege zu räumen. Obwohl die Gewerbe und ^ndustneen m den Vordergrund der Llusstelliing gerückt sind, hat man den ganzen Plan derselben im wesentlichen der Düsseldorfer Künstlerschaft zu verdanken. Tas Schmerzenskind der Düsseldorfer, die Kun st halle, sollte durch einen neuen modernen Bau ersetzt werden, welcher würdig und weit genug wäre, wieder eine große nationale Kunstausstellung in Missel- dorf zu veranstalten, die dem Namen der alten Kunststadt Ehre zu bereiten geeignet Seit dem Jahre 1880 hat Düsseldorf wegen Mangels an geeigneten Raumen keine größere Kunstausstellung veranstalten können, lodajz die Stadt mehr und mehr durch Berlin, München und Dresden auf dem Kunstmarkt zurückgedränat wurde. In erner Generalversammlung der Kunstlerichaft am 8. Marz 1898 entwickelte Profefsor Stöber einen vollständigen Plan zur Erreichung seines Zieles. Es war vor allen Dingen Geld, ^hr viel Geld erforderlich. Professor Röber betonte, daß man die Mittel zum Bau am besten durch Veranstaltung einer großen deutsch-nationalen Industrie- und Gewerbe- Ausstellung, in Verbindung mit einer großen Kunst-Ausstellung, erlangen könne. L-o wurde der Plan zur Aussuhr- una eines permanenten Kuchtausstellungs-Geoaud-es der Ausgangspulitt zur Veranstaltung der ganzen Ausstellung. Be? der Verwirklichung des .Projektes ist man nun etwas merkwürdig vorgegangen, ja, die Baugeschichte des Bvusrfffi »wu« Ausiübruua ana-'uommen, während man ,ich furdre Front- '^'111^^110 vorbehielt. Tann über- gestaltung eine fieie ■beaibei Emdes, einschließlich' aller archllektonischen ^wiirse ftir die au&eoe ÄÄ* M. bMarbeiAng der Deiailpläne des Baues, sowie mit diese den Architekten ERuckgauer. Als runstleriscyer der grandiosen, unvergeßlichen Wirkung der Skulpturenhalle )es „Grand Palais" erinnert haben, wo der Ehrenhof zugleich die Skulpturenhalle bildet und mit einem gewaltigen Glasdach überdeckt wird. Ich werde niemals den uberwal- tigenden Eindruck vergessen, welchen man während der Weltausstellung bei einem Blick von 'der großen Prunktreppe dieses Hauses auf die Fülle köstlicher Skulpturen gewann, welche diese Halle erfüllten. Die Grundrißdisposition des Düsseldorfer Kunstpalastes hatte eine Vereinigung des Ehren- Hofes und der Skulpturenhalle sehr wohl gestattet, und es wäre möglich gewesen, in kleinerem Maßgabe etwas ähnliches wie in Paris zu schaffen. Wir wollen jedoch geduldig die Eröffnung der Ausstellung abwarten, um zu ehen, wie sich die Bildwerke in diesen Räumen ausnehmen werden. . L , .. , Tie Ausdehnung der Räume wird ziemlich weitgehen- den Ansprüchen genügen. Die großen Hallen weisen eine Längenausdehnung von 38 bezw. 55 Metern auf, bet 22 Meter Breite und 8—9 Meter Höhe. Tie Kuppelhalle zewst eine Seitenlänge von 16 und eine lichte Höhe von 22 Metern. Den Skulpturensaal von 28 Meter Länge und 16 Meter Breite möchte ich als räumlich bescheiden ansehen. Für den künstlerischen Schmuck des Baues ist viel geschehen. Der Kimstverein für die Rheinlande und We,u- jalen hat reiche Mittel für den figürlichen und allegorischen Schmuck des Giebelfeldes über dem Hauptportal zur Verfügung gestellt, er wurde nach einem preisgekrönten Entwurf von E. Heinzh Müller ausgeführt, darstellend „Prometheus mit dem hohen Lichtfunken die Kunst begeisternd, Gewerbe und Handwerk befruchtend". Außerdem sind über öem Portal der Treppenhäuser noch schöne Reliefs nach Skizzen des Bildhauers Nieder, eines talentvollen Meister- fchülers der Königlichen Kunstakademie zu Düsteldorf, zur Ausführung gebracht worden . Tas südliche Eckrfialit, an welches sich der von Rückgauer entworfene und ausgeführte elegante Restauraiionsvau des Kunstpalastes anschließt, zieren zwei inännliche Figuren, „Architektur und Plastik" — diese beiden unzertrennlichen Geschwister. Tas nördliche Risalit schmückt dagegen eine Gruppe weiblicher Figuren /Meret und graphische Kunst". Die Fensterbrüstungen des Mittelbaues zeigen Geschöpfe des feuchten Elements, welche sich mit einem fabelhaften Wa^ertiere herumbalgen, offenbar irgend eine An'pielung an Die Sagen des Rheins. Die Hauptfassadc ist in Tuffstein unter teilweiser Verwendung von Sandstein, Granit und Basalt ausgeführt, die Kuppel ist in Kupfer eingedeckt. Die Fronten des in den Formen italienischer Renaisscmoe gehaltenen Ehren- hoses sind mit gelbem Sandstein bekleidet. z. B- die Abgänge während des zweiten Halbjahrs 1901 927 Offiziere und 16 604 Mann betragen, während sie nach den letztem, also in Wirklichkeit, i Millionen und neue Stammaktien für 25 Millionen Dollars. Das Konsortium bleibt bis Januar 1904 in Thätigkeit, falls es nicht vorher von seinen Leitern aufgelöst wird. Neueste Meldungen. Originaldrahtmcldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 1. Mai. Fast sämtliche Berliner Morgen- blätter besprechen das Urteil im Krosigkprozeß unb meinen, daß der Freispruch in den weitesten Kreisen mit Befriedigung ausgenommen werden wird. Man mag im Interesse der menschlichen Gerechtigkeit und der militärischen Disziplin noch so sehr bedauern, daß ein schändliches in der Armee unerhörtes Verbrechen vielleicht ungesühnt bleibt, aber nur das. eine Moment dürfe ausfchsbagFebend jein; ÄS-WStÄ** *" IS" ?u2.s» TtTuiMS «teÄÄÄKSÄSBSÄ S.KT »“ =» « -Ä'ä'ä der Ministers des Innern, Ssipjägin, ist vom tmegs- vom 30. April: Tm Ab geordneten der oericht zum Tode verurteilt worden. Er werde um eifrig angelegen fein, die im Mlde stedenven tiurgy 3. Mai in Anwesenheit nur weniger Zeugen gehängt werden, aufzusuchen um mit Auen die Frage,der Lp^tr l at . 25.56 1 wie folgt: Seltersweg 35 Seltersweg 35 gegenüber Teuselslustgärtchen. Mk. 1 StückcokcS . . von 1 bis 5 Centner 3414 Bl 1k 3430 empfiehlt C.ai) Allen voran Fst. Holl. Maifische 216d ornran '5ERFÄ’ Otpff-Farben 89.40 109.95 . 101.80 . 92 20 . 100.00 ' 102.45 101.75 1,25 Mk. 1,30 Mk. zum Selbstfärben giftfrei! Adolf Bieler, Victoria-Drogerie. Marktatrasse 5. lieber die Identität des Mörders ist man noch immer nicht völlig aufgeklärt .Es soll sich um einen Offizier und nicht um einen Studenten handeln. Dies erklärt auch das Verhütten der Polizei, welche über die Ängelegen- heit strengstes Stillschweigen bewahrt. Düsseldorf, 1. Mar. Dre Eröffnung der Kunstausstellung vollzog sich heute Vormittag tm Beisein des deutschen Kronprinzen, der Minister, der Spitzen der Staats- und städtischen Behörden und einer großen Anzahl von Festgästen in feierliche Weise. Der Kronprinz traf bald nach 10 Uhr hier ein und wurde im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs vom Oberbürgermeister mit einer Ansprache begrüßt. Der Kronprinz erwiderte mit wenigen Worten, worauf er sich die Stadtverordneten vorstellen ließ. Sodann fuhr er von einer Eskadron des 5. Ulanen-Regi- ments begleitet, zur Ausstellung. Die Straßen tragen reichen Flaggenschmuck. Ueberall wurde der Kronprinz von großen Menschenmengen mit stürmischem Jubel begrüßt. In der Kuppelhalle der Ausstellung hielt der Vorsitzende des Ar- beitsausschusies, Geheimrat Lueg, die Eröffnungsrede. Er warf einen Rückblick auf die Entstehung der Ausstellung und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser, das begeisterte Aufnahme fand. London, 1. Mai. Die Regierung veröffentlicht em Blaubuch über die bisher erfolgten Ausgaben für den südafrikanischen Krieg. Dieselben belaufen sich feit MAMK Lacke aPinset die Forderung der Unabhängigkeit fallen ge- lasten und die englischen Bedingungen angenommen. Schwierigkeiten bereite lediglich die Frage der Amnestie für die >bap-Rebellen. ______________ . 45.40 Lombarden 29.10 Gotthar-ibahn . —.— Laurahütte . . 111.80 | Bochum . . 44.20 Harpener . Reimgen und Ausbessern von Herreukleidern wird besorgt. Wolkengasse 27, 11L Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diekonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Bor iner Handelsges. Feinste konservierte Matjes-Heringe per Stück 20 Pfg. per Pfund 50 Pfg. Fst. Fluss-Tafel-Zander per Pfund 50 Pfg- Fst. Rotzungen per Pfund 35 Pfg- Fst.gr. Seezungen per Pfund 1.20 Mk. 4% Griech. Monopol -Anl. 41/,% äussere Argentiner M Zu ? enorm billigenPreisen \ offerieren wir i Gardinen abg-'paset und am Stück, R weiss und creme. I Rouleauxköper ST in allen Breiten. ) Anff.MontaiiiisMiL Inh.: Gebr. Imheuser. Abt. "We sswaren Marktplatz 9-10. kß. Nordskk-Zchlvßslhe ohne Kopf, per Pfund 25 Pfg. ffi. ßoll. Avgrl-ZchkllMt per Pfund 40, 30 und 20 Pig- Fst. Lahn-Hecht per Pfund 70 Pfg- Fst. See-Hecht tm Ausschnitt per Pfund 45 Pfg- empfiehlt 3432 Adolf Bieler, Victoria-Drog., Marktstraese ft. $ö.6peifefartojjeln und Salatkartoffeln (gelbe Mäuschen) 41 empfiehlt zu billigsten Preisen I. Hankel, LchloUch 6. OTOUH'StlfE Von Aenteo glanzend begnUdhteL Dr. Graf * Coerp., KgL Bmn. Hott, Berlin 0. U. Stadt. Schlachthaus Freibank. Heute: MMfllÜI 54 pfy. . 211.60 . 186.7' . 135.5' . 139.3t . 152.30 . 143.10 . 16.90 . 167.60 . 201.50 . 195.70 . 169.0 Darmstädter3124 Pferie-Löilerie. Ziehung am 14. Mai. ßin <^05 nur 1 Mark. Ziehungsliste und ^orto 20 ^ffl. 1 eleganter Wagen, Zwerspänn. mit 2 Pferden u. kornpl- Geschirr i. W. von ca. X 6000. 1 Reitpferd mit Sattel u.Zaum i. W. von ca. at 2000. 1 Stuhlwageu mit 1 Pferd und Geschirr i. W. v. ca. at 1700. 17 Pferde od. Fohlen (.Gesamtwerte von X 10300. 535 andere Gewinne im Gesamtwerte von X 5000. Gencralvertrieb der Lose: L. F. Ohnacker, Darmkadt. RußcokeS Nr. 1 . RußcokeS Nr. 2 . Bei Entnahme von mindestens 200 Gentnern K 31/02. Donnerstag den 5. Juni 1902, nachmittags 2',r Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die dem Carl Schlceubecker und bezw. dessen Ehefrau von Krofdorf vor Namen stehenden Grundtücke, nämlich: Flur 3 Nr. 85 und 86 — 2044 qm Wiese am Krofdorfer Weg, Flur 3 Nr. 87 und 88 — 1812 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr. 91 — 4056 qm Acker daselbst, Flur 5 Nr. 438 — 1038 qm Wiese über dem Fabrici'schen Acker, auf den Flutgraben, Flur 5 Nr. 461 — 1869 qm.Wiese am Krofdorfer Weg, Flur 26 Nr. 114»/,0 — 306 qm Hof- raite auf der Weißerde, auf den obersten Riegelpfad, Flur 26 Nr. 114-“/io0 — 1121 qm Grasgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. April 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 3410 Für Ausführung von Fuhren aller Art, Transport von Möbeln :c. empfiehlt sich, 0I9b- i Heinrich Schneider I Gießen, Neuenweg 40. Nußcokes 9lr. 1.....* Nußcokes Mr. 2.....1,20 „ Für Cokesabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pseuntg für den Centner berechnet. ,. „ _ NB Sofern das Verbringen der Cokes — bt§ zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mti fernem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ift, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der Ammkms der Giscokrs Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Beschluffes vom 10. April d. F. tritt eine PreisttlnNilH unserer WM ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt Schutzmarke. ^leht Tiedemanns Bernstein- FiDodenlack mit Farbe. Weltau^stellunc, Pc.nS 1900 goldene MedniUe. Niederlage in Gießen bei: 2564 Emil Fischbach, ^eltersweg 24, A. &G. Wallenfels, Marktpl. 21; in Lollar bei: August Zimmermann.___ 5 Eiserne 2532 ckMsrrrn von 75 bis 100 Liter Inhalt werden angefertigt bei Karl Germer in Heuchelheim bei Gießen. 50 fairen ftds auf £ag Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, ^rankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Angust Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anstrhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch rn Mengen unter 5 Centnern. e « «<. Die Preise unserer Gascokes für dre Abnehmer außerhalb der Gemarkuug Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Lctroirückvergütuug von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. Aprrl 1902. 3086 ________Städtisches Gas- und Wasserwerk Grctzen.________ Gictzcner Fifchbörfe ’SEeiepljon Nr. 50. Marktplatz 5. Telephon Nr. 50. Empsehle DoaaerStag und Freitag morgen eintrefieni): Kartoffeln.^ Ein Posten prima Speise- kartoffelu (magnum bonum) solange Vorrat reicht, per Malter 3 Mk. Souuenftratze 6. Kartoffeln zur Aussaat Magnum bonum ä 2.— Mark, Professor Maerker ä 1.75 - per Cenmer. 3019 Fr. Seibel, Ludwigstraße 31. Ernestine Hopfner Grünbergerstratze 17. TmslShter PsttdemM- ZA fr ä Stück 1 Mk. SioU • T v am 14. Mai empfiehlt die General-AgenMr 3082 Richard Buchacker, Gießen. T ödes-Anzeige ugust Wolf Lollar, den SO. April 1902. 8418 Die Beerdigung findet Freitag den 2. Mai, nachmittags um P/2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Enkel nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Conrad Wolf und Familie Gießen, den 1. Mai 1902. 8436 Die Beerdigung findet Freitag den 2. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Liebigstraße 67, aus statt. Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigft geliebtes Söhnchen Emil im Atter von 4 Jahren nach schwerem Leiden zu sich zu tu^en' Die tieftrauernden Eltern: Familie Köth. Kro«SmatoW bedeutend billiger wie Hommels zu haben bei 3420 A. & G. Wallenfels _______Marktplatz 21._______ Meßende «Laynfische und leöeudsrische Walfische. 02014___________Asterweg 1. Frische Eier per e>tud 6 Psg., Siedeier 2 St. 11 Pfg., 20 St. 1,05 M., empf. W. Ullrich, Schloßgasse 7. Korsetten „eu^w tiesondheit* *- Korsetts, ärztlich empfohlen, 01,18 Kinder-Korsette empfiehlt Robert Haas Nachf., Sellersffeg 18. Anfertigung nach Maß. Znrückgesetzte Korsetts unter Preis Lager von eisemeil Tragbalken bei 2535 Eduard Sack, Wallthorstr.49 0 Mord! Alzeyer Zllchtoiehmorkt- 1% ä- Stück 1 Mk. H Ziehung " V am 14. Mai. 300 Gewinne und nur 10000 Lose. Sehr günstige Gewinnchance. Hauptgewinne: 10 Rinder, Wert ecu 3000 Alk. usw. Lose empfiehlt Richard JBuchacker, 8083 Neuenbäue 11, Gießen. der Großherz. Hess. ZiUlÄeg' Lotterie empfiehlt Buchhändler Krebs 1793 Gießen, Schulstraße 10. Baumwachs empfiehlt 3431 Adolf Bieler, Marktstraße 5. FllW'MjW Vernsteinlackfarbe per Pfund 90 Pfg. hochglänzend, über Nacht harttrocknend, Spiritus!ackfarbe per Pfund 75 Pfg. hochglänzend, sofort harttrocknend. Gust. Walter, Mäusburg 13. 3411 Zur Notiz! -HM Alan kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haarleiden nicht genug auf das bereits seit 34 Jahren sich bewährende, von Autoritäten em- psohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Haarwasser von Retter, München, aufmerksam machen,welches wirklich leistet, was es verspricht: Konservierung u. Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare. Zu hab. um 40 Psg. und Mk. 1,10 bei I. H. Fuhr, Sonnen- straße 25. 757 Fahrräder n. Lnxus-Nähniaechinen Bind erstklassige deutsche • Fabrikate. ' 4r.vle7>h'reNs «.NU,- *W taaecblnrn -Tndnttrie L Antweiler, Köln a. Rh. liefert solchem.l jährig. Garantie dlreot zu En- gros-Prelsen. Katalog grat. Wiederverk. "es. Rex Nr. 1 Tourenrad M. S7.50 Kammerjäger AerKsen ist hier, um Ratten, Mäuse, Schwabe«, Wanzen, Ameisen SginT radikal auszurotten. -WL Bestellungen bitte in der Ex- pedition d. Bl. abzugeben._______ Tinoxa ist das beste, sicherste Mittel gegen Motten. Pack 20 Pfg. Adler-Drogerie Settersweg 39 Otto Schaaf. 2143 ZU verkaufen Mines Wohnhaus 8 Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Winn, Hof- mannslraße 14._______________ ZmeislölkigcS Wohllhavs mit Stallung, Remise, großem Hof und Garten in schöner Lage aus freier Hand zu verkaufen. Näh, in der Exp. d. Bl. 3104 01982] Fahrrad zu verkaufen. Hinter der Westanlage 5. ®ut erhalt. Fahrrad billig zu verkaufen. Landmannstr. 6. Eine Anzahl junger Snhner zu verkaufen. I. Wellhöfer, 02002 Marburgerslraße 34. Alls -er Hans preiswürsig zn nerkanfen: 1 Landauer, 1 Halbverdeck, beide fast neu; ferner 1 großes Break (zehnsitzig), 1 kleines Halbverdeck, beide gut erhalten; 1 komplettes, doppelspäuniges Chaiseugeschirr (platt.), 1 komplettes Eiuspäuner-Äummet- Chaisengeschirr. 3419 Näh. Auskunft ert H. Weber, Kutscher im Hotel Metzler in Herborn._________________ MsAstsanweseu ^d^Babn- Hof, zu verkaufen. Katharine Mohr, Wirtschaft zum Frank- furter Hof, Lang-Gons. 3435 Haus mit gutem Geschäft in der besten Geschäftslage zu verkaufen. Reflektanten erfahren Näheres unt. H 3424 in der Exped. d. Bl. Bermirtnngen ö416| Logis im dritten Stott zu vermieten.__Marktplatz 17. 3423] Zwei 3-Zimmerwohnungen sofort zu vermieten. Joh. Müller, Seltersweg 62. 2680] Geräumige 5-Zimmer- wohnung mit sämtt. Zubehör, in schöner Lage, per 1. Juli an rubige Familie zu vermieten. Näheres Hofmauustraße 4. 3080] Erne 5-Zimmerwohnung zu oerrn. Bahnhofstraße 57. 387] Beletage, besteh, aus sechs Zimmern, Badez., ger. Korridor und allem Zubehör, in meinem 9leubau Bismarckstr. 38 zu Derrn. Ehr. Schmidt, Löberslr. 10, 1. 1954] Der 2. Swck, 5 Zimmer usw., wegzugshalber per 1. Juli zu Perm. Blctchstraße 35. 2031] Atehrere eleg. 5-Zimmer- wohnungen mit Bad und Zubehör, sowie Gartenanteil, alsbald zu Permieten. Stephanstr. 38. Näheres bei Gebr. Zntt, _____________Steinstraße 84/86. 2059] Neubau Plockstratze^ per Ntai oder Juni elegante, der Neuzeit entsprechende 6-Zimmer- wohnung zu vermieten. Näheres Ernst Bloeduer, Plockstraße 2. Bahnhofstrasse 63 Wohnung, 3 Zimmer mit Küche, Hinterhaus, erster Stock, per sofort zu vermieten. 2175 Christ. Reiber. 2478] Bleichstraße 16a ist die Parterrewohnung, bestehend aus 5 Zimmern mitKüche u.Ntädchen- kammer, Kloset- und Gaseinricht., mit Gartenanteil per 1. Juli, ev. früher, wegzugshalber zu verm. Joh. Gg. Pfaff, Bismarckstr. 32. ^>m neuerbauten Hause Schiffen- -V bergerweg 66 ist der 1. und 11L Stock, bestehend aus 4 Zim. mit allem Zubehör und Gartenanteil z. 1. Juli zu vermieten. 2616 Joh. Gg. Pfaff, Bismarckstr. 32. 2625] 2. Stock, 4—5 Zimmer nebst Zubeh., per L Juli zu vermieten._______Kreuzplatz JLO._ 2765] In meinem Hause Diez- straße 6 ist der 2. Stock, 6 bis 7 Zimmer, Koch- und Leuchtgas, Bleichplatz, per 1. Juli zu ver- mieten. Näh, daselbst 3. Stock. cjm neuerbauten Hause Liebig- X) sttaße elegante 6-Zimmer- Wohnung mit Bad, Kloset-, Gas- und Wasierleitung, tmb 4-Zim.- Wohnung in der Mansarde per 1. Juli zu verm. Joh. Gg. Pfaff, Bismarckslraße 32, il.______2774 Wtthelmstraße 5, schöne 4-Zimmer-Wohnung per 1. Juli zu vermieten. Näheres Markt 15. 2877 3028] Ebelstraße 3 eine Fünf- Zimmerwohnung sofort zu ver- mieten. Näh. Settersweg 24. Landgrafenstr. 5 eine Wohnung von 5 Zimmern nebst Zubeh. im 3. Stock zu verm. 3121_______Stciu & Meher. Wohnungen Ecke Landgrasenstraße und Braugasse, Beletage und 2. Stock, je 6 Zimmer und Bad, per sofort zu vermieten, Näheres bei Wilh. Weigel, Löberstraße 9. 3199] Dreizimmerwohnung nn Parterre zu vermieten. Schottstraße 7, Hinterh. 2919] Infolge meiner Versetzung ist meine Wohnung, 7-8 Zimm, mit Gartenanteil, von Anfang Mai an zu vermieten. Pros. Dr. Pitz, Grünbergerstr.14 3369] Ebelstratze 7, Neubau, zwei Wohnungen, parterre und 1. Obergeschoß, je 5 Zimmer mit Gas, Klosett und Zubehör, sowie eine Mansarde, 3 Zimmer, per 1. Juli zu vermieten. 3369 I. Happel, Neustadt 56. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mein Geschäft nach | 83a Sektersweg 83a in mein neu erbautes Geschäftshaus (neben der Eisenhandlung Firma Brüder 4 Schmidt) verlegt habe. ! J. Schedenberg Nachf. 3433 Inh.: L. Roth | Kptrk, chirurg. Instrumente und Bandagen. lö»»— I ♦— MMchMO I KmWH— I IHII 8242] Ecke Moltkestraße und Großer Steinweg sind 3 Fünf- Zimmerwohnungen mit Bad und Mädchenkammer und allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend, sowie Gartenanteil und Bleichplatz per 1. Juli zu vermieten. Näh. Grünbergerstr.36. Nikolaus 02012] Frdl. mobL Zimmer mtt Kab. kann an 1 od. auch 2 Herren Perm, werden. Neustadt 12, UI. 3434] Schön möbliertes Zimmer mit Kabinett per sofort zu Perm. _________SÜdanlage 23, U. Schön rnöbl. Zimmer sofort zu vermieten. Westaulage 27, UI. (flut möbl. Wohn- u. Schlafzim. zu Perm. Kirchstraße 13, L 2 gut möbl. ineinanderg.Zimm. (Wohn- u. Schlafz.) in ges., ruh. Lage alsb. zu penn. Bleichstr. 33,l 3417] Gut möbl. Zimmer sos. zu Perm. Dammstrabe 45, II. 01987] Möbl. Zimmer billig zu penn.______Marktstraße 29. £ chön möbl. Zimmer zu Perm. 3386 Goethestraße 31, II. ,»i/öbliertes Zimmer zu verm. Bleichstr. 12, Hinterh. pari. (flut möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Seltersweg 31, III. 2939] Zwei gut möblierte Zimmer, zusammen oder getrennt, zu Perm. Stephanstratze 32, Ul. UlJoblierteS Zimmer zu Perm. Seltersweg 81, Nebenhaus. 3287 Ein oder zwei möblierte Zimmer zu Permieten. __________Löberstraße 24. 3278] Möbl. Zimmer sofort zu Perm. Frankfurterstraße 1, II. 3272] Schön möbl. Zimmer, neben Steins Garten, zu Perm. ______Schiffeubergerweg 16. Igut rnöbl. Zimmer zu Perm. 2716 Asterweg 6, I. 2673] Schön möbl. Zimmer in angenehmem Hause, ruhige Lage, zu Perm. Schillerstr. 11, 111. . Schlafstelle zu permieten. 2^Neuenbäue 10, HI. 2691] 3 freundl. möbl. Zimmer zu permieten. Braudgaffe 8. föin )unger Alaun, welcher hier 1$ feine Lehrzett absoluteren will, w kann m gut. Hause Logis mit volle Pension erhalten. Näheres Bahnhofstraße 62, 1. Stock. [2732 2734] Gut möbl. Zimmer, eventl. mit Pension, zu ver miete«. SelterSweg 59. 3017] Schön möbl. Wohn- und Schlafzimmer. Ludwigstraße 81. 8090] Einfach möbl. Zimmer zu vermieten. Alicestr. 28, III. 3330] Die v. Hr. Pros. Hausner innegeh. möbl. Wohn. t. anderw. zu verm. Fraukfurterftr. 36,1. 3367] Zwei elegant möblierte Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer) in bester Lage, nahe der Universität u. den Schulen, sofort zu vermieten. Näheres Goethestr. 23, HL tt((öbliertes Zimmer billig zu wl Perm. Grabenstr. 12, part. ^itöbliertes Ziminer zu oer- *** mieten. Neuenweg 30, II. (Einfach möbliertes Zimmer zu verm. Asterweg 9, Hof links. Ein Zimmer mit separatem Eingang an einen einzelnen Herrn. Gutheil, Schulstraße 11. Ein fein möbliertes Zimmer m. Balkon. Gutheil, Schulslr. 11. Schöll möbliertes Zimmer zu verm. Rodheimerstraße 23, . 01916] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Marktplatz 18, III, /Lin Zimmer mit Kabinett, möbl. 12/ oder unmöbL, zu vermieten. ______Asterweg 19, Neubau. Der seither in meinem Hause von Herrn Koux innegehabte Laden 8823 ist per 1. August oder früher zu Perm. I. Pfeffer, Marktplatz 6. ^>n dem früher Loos'scheu Hause, -V Sonnenstraße 30, ist der Laden mit Wohnung zu vermieten. Nah. bei der Bürgermeisterei. Zimmer Nr. 15.___________38U9 2325] Ein schöner ger. Laden nebst 1 Zimmer, zu jeo. Geschäft geeignet, im Hause Bahnhosslr.48 zu Perm. Nah. Bahnhofstr. 50. Kammermusik-Abende in der grossen Aula der Universität, Extra-Abend Mittwoch den 7. Mai 1902, abends 8 Uhr. Werke« Johannes Brahms geb. 7. Mai 1833. Mitwirkende: Herren August Leimen (Gesang und Viola), Ludwig Mohler (Klarinette), Adolf Rebner (Violine), Johannes Hegar (Cello) aus Frankfurt a. M., Grossh. Univ.-Musikdirektor 6. Trautmann (Klavier) aus Giessen, Programm. 1. Trio in D-moll für Klavier, Klarinette und Cello, op. 114. 2. Drei Lieder mit Klavierbegleitung. 3. Dritte Sonate in D-moll für Violine und Klavier, op. 108. 4. Drei Lieder mit Klavierbegleitung. 5. Quartett in G-moQ für Klavier, Violine, Viola und Cello, op. 25. BilletS im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von Ernst - .i.i11 Chailier (Rudolphs Nachf.): Sperrsitz Mk. 2.—, unnumerierter Platz Mk. 1 50, Studentenkarten Mk. 1.— (letztere auch bei । Herrn Hausverwalter Stork). Abendkasse: Sperrsitz Mk. 2.50, unnumerierter Platz Mk. 1.75. 3428 2961] In der früher Linden- struth'schen Hofraite Tiefenweg 13, ist das im Hinteren Hof gelegene mehrstöckige Lagerhaus alsbald zu permieten. Näheres bet Großh. S8ürger-= meisteret, Zimmer Nr. 15. IHictiulinljc Parterrewohnung 4 bis 5 Zimmer, per 1. Juli zu mieten gesucht. Offerten unter K L 30« 1 au die Expeditiondieses Blattes. (Offene Nollen HüuOgcnt-Wllllj. Eine eingeführte Unfall- und Haftpflichtversicherung sucht für Gießen einen in besseren Kreisen eingeführten Vertreter. Gefl. Off. u. K 02001 an die Exped. d. Bl. Zimmerer zum sofortigen Eintritt sucht C. W. Bogel, Zimmermetster, 3422_________Siegen.___________ 4 dis 3 Meter,* welche mit Holzfarbe-Anfertigung gut umgehen können, gesucht. I. G. Pfaff, Bismarckstr. 32. AWe Aucher, eventl. für Accordarbeit, sofort gesucht. 3426 I. G. Pfaff, Bismarckstr. 32. 02015] Einen Wagnergeselleu sucht Louis Faber, Wolkeng. 11. Jüngerer Kellner sofort ges. 3189_____________Cafe Ebel. Heizer-Gesuch. Ein zuverlässiger, nüchterner und geprüfter Heizer gesucht. Näheres zu erfragen bei der Expedition dieses Blattes. [3365 Klüftiger, fleißiger Arbeiter gesucht. 02016 I. Happel. hunger Hausbursche gesucht. XJ_O1966__Wallthorstraße 5. KoMorlelsrliiig Vergütung j Hofkonditor Pannot, Hanau a.M. KtüNkckMillg Mnke'Qller^ ttelluerlehrlmg gejucht. 3188_______________Cafe Ebel. Lehrling gesucht. Ät Glaserei, Kaplansgasse 27. 377 3415] Ein reinl., brav. Mädchen für Küche ges. Goethestr. 18, III. illlllfillllöchell Sfir«6eUM3 Dienstmädchen gejucht. 3385 ** Bismarckstraße 22, part. 3281] Lehrmädchen gesucht. Otto Rathschlag, Wäsche- u. Ausstattungsgeschäft. Diellstmkbchkll sofort gesucht. Frau K. Aubel, Seltersweg 58,1. Slelleii^efiidie Xücht. verh. Mann i. best. Alter mit schön. Handschr., in allen kausm. Arbeiten erfahr., w. auch nicht scheut, selbst mit Hand anzul., sucht pass. Stelle als Kontorist, Expedient, Magazinier, Schreiber 2C. Referenzen flehen zu Diensten. Eintritt sofort oder auch später. Offert, unt. J R 01909 an Exp. 3409] Ein träft., junger Mann, 17 V8 I. alt, i. Bes.des Einj.-Zeugn., s. Lehrlingsstelle in e. Mauufak- turwareu und Herren-Konfektionsgeschäft. Derselbe ist zur Zeit in dem Geschäft feines Vaters thätig. Offerten mit Bedingungen unter H 988 postlag. Wetzlar. adchen mtt gmen Zeugn., im Kochen u. aller Hausarbeit erfahren, wünscht Stelle. 02006 Frau Schmidt, Hammstr. 12, pt. Ikrfrtnehenes PATENTE* a .Patentanwalt Sack-leipzigt ooooooooood 0 g 0 Unserem lieben Freund, 0 Q dem Gastwirt und Küfer- F Q meister q o Peter Minke o zu seinem morgigen 87.Wie- Q X genfeste X § öie jerzl. Milkioiiiischc § Q August Schaumburg. 6 § Jean Bergmann. Q g Fritz Lenuing. 02010 g i ^OOOOQOOOO Brauner Hofhund entlaufen. Gegen Belohnung abzuliefern_______Brandplatz 6. 3358] Einige Herren tonnen noch an gutem bürgerlichem Privllt-Mittagstisch teilnehmen. Näh, in der Exped. Mädchen empf.sich i.^üg.u.©lQr^»= •VI bügeln. Bahnhofftr. 24, Hof IL CVurtger Student giebt Nach» x) hilfestuudeu mit Beaufsichtigung der Schularbeiten. Offert, unt. Nr. 02005 an die Exped. keöilöeter Pariser wünscht französischen Unterricht zu geben. Gefl. Offerten unter Nr. 01961 an die Exped. d. Bl. Q - 3. ^7 WM. Loos. Aus«. Bim. 8 W.