Nr. 75 Erscheint tSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffische» Landwirt die Gletzener Famillen- blätter viermal m der Woche beigelegt. Rotationsdruck tu Verlag der Brühl'schea Urnvers^Buch- u. Steindruckerei (Piets ch Erbens Redaktion, ErpedMon und Druckerei: Gchnlstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. 51. Dienstag 1. April LNVA ISS. Jahrgang Zweites Matt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 75 Pst, viertel-, jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen, monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel jährst ausschl. Bestellg. Almahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pj* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polist u. allgenu Teil: P. Witiko: für -Stadt und Land" und „Gerichtssaal": R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. pü heutige Dummer umfaßt 8 Setten. Volltische Tagesschau. Dr. Lieber f. Am gestrigen zweiten Ostertage erhielten wir aus Tamberg im Taunus die Drahtnachricht, daß der Reichs- tagsabgeoronete Dr. Lieber dort gestern vormittag gestorben ist. Ernst Lieber wurde 1838 zu Camberg in Nassau als Sohn des nassauischen Legationsrates Moritz Lieber geboren. Nach dem Besuche der Gymnasien zu Aschaffenburg und Hadamar studierte er von 1858—1861 an den Universitäten zu Würzburg, München, Bonn und Heidelberg Philosophie und Rechtswissenschaft, erwarb in der letzteren die Doktorwürde und Lag sooann noch bis 1865 wissenschaftlichen Studien an den Bibliotheken zu Heidelberg und München ab. 1870 wurde Dr. Lieber als Vertreter des Unterwesterwaldkreises in das preußische Ab geordneten haus und im Mrz 1871 als Vertreter des Wahlkreises St. Goarshausen- Montabaur in den Deutschen Reichstag gewählt. Beide Mandate hat er ohne Unterbrechung bis zu seinem Tode behauptet — stets in den vordersten Reihen des Zentrums stehend, ein überzeugurrgstreuer, durch Opferwilligkeit ausgezeichneter Sohn der katholischen Lttrche, die in ihm einen ihrer besten Vorkämpfer in Deutschland verliert. Deutsches Keich. Berlin, 31. Aiärz. Der Kaiser wird demnächst, bermuÄich gelegentlich seiner Reise nach Mors, den Schießplatz von Meppen besuchen. Dem Vernehmen nach sollen bei dieser Gelegenheit oie Geschütze mit der neuen Rücklaufvorrichtung probiert werden. — Wre mehreren Blättern gemeldet wird, hinterläßt Fürst Münster zahlreiche Memoiren über die Drey- sus-Angelegenheit, die demnächst veröfsentlicht werden. — Wie die „Post" meldet, kommt bei dem Besuch des holländischen Ministerpräsidenten Dr. Kuh Pers, der in Deutschland Handels- und Gewerbeschulen demnächst besuch«: wird, namentlich ein Besuch der technischen Hochschule in Frage. Dr. Kuypers wird sofort nach seinem Eintreffen in Berlin mit Vertretern von Handel und Technik Fühlung -nehmen. Der Besuch verfolge keinerlei politischen Zweck. — Der neue Ministerialdirektor im preuß. Kultusministerium, Förster, ist der erste katholische Ministerialdirektor im Kultusministerium seit Aushebung der katholischen Abteilung am 8. Juli 1871. Gleichzeitig wird der „T. R." geschrieben: „Förster ist auch Mitglied der Prüfungskommission für höhere Verwaltungsbeamte und als solcher bekannt und gefürchtet von oen evangelischen Regierungsreserendaren, von denen er u. a. verlangt, die Ehe auch für ihr Bekenntnis als „Sakrament anzuerkennen." — Vom Kolonial- zum Konsistvrialdirek- t o r ! Das ist ein noch nie dagewesenes „Avancement". Der frühere Kolonialdirektor v. Buchka, der am 1. Juli 1900 aus dem Reichsdienst ausgetreten war, ist jetzt in den mttklenburgischen Staatsdienst wieder ausgenommen worden. Er ist zum Direktor des Konsistoriums in Rostock und gleichzeitig zum Vicekanzler der Landesuniversität daselbst ernannt worden. — Von gut unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß die Reichsbehörden wegen einer internationalen Regelung des Verkehrs mittelst Funkentelegraphie verhandelt haben und sich mit dem Plan tragen, die übrigen Seemächte, in erster Linie England, Frankreich und die Vereinigten Staaten, zur Beschickung eines Kongresses einzuladen, dessen Aufgabe der Abschluß eines Ueberein kommens sein soll, durch das jedes MonopolderdrahtlvsenTele- graphie auf hoher See verhindert wird. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Behauptung des soz. Abst. Herzfeld im Reichstage, wonach der deutsche Konsul Bremholt in Esbjerg (Dänemark) deutsche Heizer zu Geld- oder Gefängnisstrafen verurteilt und, als sie aus der Haft entlassen wurden, ihnen ihre Sachen und Papiere verweigert habe, als unrichtig. Im Januar d. I. ist in Esbjerg ein deutscher Heizer wegen Arbeitsverweigerung von dem zuständigen dänischen Seegericht bestraft worden. Der Konsul hat dem Verurteilten dessen Sachen und Papiere sofort herausgegeben, sabald die dazu erforderliche Einwilligung des beteiligten Schriftführers beschafft war. — Auf dem städtischen Zentralfriedhofe bei Friedrichsfelde fand gestern vormittag die Enthüllung des Liebknecht-Denkmals statt. An der Feier nähmen u. a teil Die Hinterbliebenen Liebknechts, Vertreter der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, der Vorstände der Berliner Reichstagswahlvereine, Vertreter der Parteigenossen aus dem Reiche und einige in Berlin weilende amerikanische Sozialisten. Nach einem die Feier einleitenden Gesänge sprach Abg. Ledebur, der in Liebknecht den „unermüdlichen Vorkämpfer für Wahrheit, Freiheit und Recht" feierte, dessen Wirken im Herzen des Proletariats bis in die fernsten Zeiten fortleben werde. Eine Reihe von Kränzen wurde am Denkmal niedergelegt. Die Feier dauerte etwa dreiviertel Stunde. Vor dem Friedhof befanden sich zahlreiche Gendarmen, die keinen Anlaß zum Einschreiten sanden. Händler boten Postkarten mit der Abbildung des Denkmals feist__ Ausland. London, 31 März. Tie „Morning Post" meldet aus Washington, daß Roosevelt den Chef des Telegraphenwesens der Armee, General Greely, angewiesen habe, die Vorschläge Deutschlands zur Verhinderung eines Monopols der drahtlosen Telegrap hi erung auf See zu studieren, und über ihre Zweckmäßigkeit zu berichten. — Wie verlautet, ist China geneigt, Deutschland den Bau einer Eisenbahn von Tsinanfu nach Chingting zu gewähren. Paris, 31 März. Die Deputiertenkammer nahm eine Vorlage an, durch welche Landwehrleuten, die vier Kinder haben, oie jährliche Hebung von 13 Tagen erlassen wird. — Gestern traf hier ein Extrazug über Deutschland und Belgien mit 7 Millionen Francs ein, welche die dänische Regierung gesandt hat. Dieses Geld befand sich in Holzkisten in einem besonders abgeschlossenen Wagen, der von zehn dänischen Beamten begleitet war. (Sollte diese Geldsendung mit der amerikanischen Be- stechungsafsaire zusammenhängen? D. Red.) — Nach Empfang der dtachvicht vom Tode des Fürsten Münster richtete Präsident Loubet an Die Tochter des Verstorbenen Frau v. Beneckendorft und v. Hindenburg in Hannover ein Beileidstelegramm und beauftragte gleichzeitig Den Botschafter Marquis de Noailles chn bei der Trauerfeier zu vertreten. — Tas „Journal officiel" veröftentlicht ein Dekret, durch welches das französisch-deutsche Abkommen vom 1. Oktober 1901 betreffend den Verkehr mit alkoholhaltigen Getränken und Spirituosen an Der Grenze genehmigt und bekanntgegeben wirb. — Tas Blatt „Rappelt" berichtet aus Neapel: Der englischeBotschafter inRom, LorD Currie, wurde, als er durch die Straßen von Neapel fuhr, mit Steinen beworfen, welche jedoch fehl gingen. Rom, 29. März. Heute ist eine ,En cy klika des Papstes erschienen. Die gleichsam sein Testament bildet. Ter Papst Dankt darin zunächst Gott, Daß er ihm so langes Leben geschenkt, wiederholt sodann nochmals seine Lehren für Die Katholiken und spricht sein Bedauern aus über Die Angriffe gegen die Kirche und Die neuen Irrlehren, unter Erwähnung Der Ehescheidung. Endlich giebt er ein Bild der jetzigen Gesellschaft, die dem Zustand Der Gesetzlosigkeit entgegengehe und fordert jedermann auf zur Rückkehr zu Christo und Dem römischen Bischof, worin allein Die Welt Heil und Frieden erhoffen könne. Wien, 31. März, Wie in Hofkreisen verlautet, wird der Kaiser FranzJosef im Juli mit Kaiser Wilhelm in München eine Begegnung haben. Konstantinopel, 31 Marz. Ter Thronfolger Prinz Reschad Esfendi, der zweite Bruder Des Sultans, ist angeblich verstorben. Er war schon seit einigen Wochen schwer erkrankt. — Ter Wildunger Brunn en arzt Geheimrat Marc wurde hierher berufen zur Konsultation mit dem Leibarzt des Sultans über eine von Dem Leibarzt an seinem Patienten vorher glücklich vollzogene schwierige Steinoperation. Ter Sultan empfing Geheimrat Marc und verlieh ihm die golDene Verdienstmedaille. Petersburg, 31. März. Nach Berichten aus Kowno haben die dortigen jüdischen Kaufleute an die Gemeindevertretung eine Eingabe gerichtet und darin die Aufhebung der Sonntagsruhe gefordert, da sie ohnedies an Sonnabenden ihre Geschäfte gesperrt halten. Wenn sie auch am Sonntag feiern müßten, so seien sie allzu- großen Verlusten ausgesetzt. Peking, 30. März. In der südlichsten Präfektur von Tschili kam es zu Unruhen infolge von Versuchen Der Lokalbeamten, Cutschädigungsgelder für die von Den katholischen Missionaren erlittenen Verluste einzutreiben. Es heißt, Daß viele Leute getötet worDeu sind. Bom Burenkrieg. Aus Pretoria vom 30. März meldet Reuter: Die Bemühungen Schalk Burghers, Verhandlungen mit Stei jn zu eröffnen, waren bisher erfolglos. Dewet und Steijn kreuzten die Hauptlinie nach Westen, begleitet von Van Niekert und Van der Merve. Ihre Spur wurde bis Parhs verfolgt. Von bestunterrichteter Seite macht man Die Mitteilung, daß Schalk Burger wirklich zu einer kleinen Land- abtretung bereit ist, falls für Das klebrige unbeschränkte SelbstänDigkeit zugestanden wird. Ueb- rigens ist Schalk Burger thatsächlich um die Unterredung ersucht worden. Dr. Kuh per, Der hollänDische Ministerpräsident, erklärte einem belgischen Journalisten, seine Reise nach Teutschland verfolge keinen politischen Zweck. In Der Angelegenheit des Krieges müsse vorläufig ein weiterer günstiger Augenblick abgewartet werben, um aufs neue zu intervenieren. „SobalD Dieser Augenblick Da ist, werde ich, so sagte Kuyper, nicht verfehlen, meine Pflicht zu thun." Man muß gestehen, dieser Mann läßt sich nicht so leicht verblüffen; er ist der Freundschaft der wetterharten Buren durchaus würdig. Tas deutsche Auswärtige Amt hat Der deutschen Buren- zentrale in München Die Zustimmung zur Unterstützung derjenigen bedürftigen Burensamilien gegeben, die zu Dauerndem Aufenthalt nach Deutsch-Südwestafrika gefluchtet sinD. Tie Zentrale hat infolgedessen an Den Gouverneur iuTeutsch- SüDwestafrika sofort als erste Rate 10 000 Mk. überwiesen unD ersucht alle Buren freunde, die Diese gleichzeitige Unterstützung notleiDenDer Buren uni) Der gering bevölkerten Kolonie (Durch beste Arbeitskräfte) fördern wollen, Gelder mit Dem Vermerk „für T.-S.-W.-Asrika" einzufchicken. Ter I Zustand Der Konzentrationslager an Der Küste verbessert ich. Dagegen fehlt es besonders im Innern des Landes noch, ehr cm Kleidern und Wäsche.__________________________ — Zu BiSmarcks Geburtstag. Anläßlich des Geburtstages des großen Mannes sei an em Wort eines Zeitgenossen des dreißg- jährigen Krieges erinnert, das wie eine Prophezeiung auf den „kommenden Mann" klingt, Der Deutschland aus der Erniedrigung heben sollte. Moscherosch. der bekannte Satiriker und Vaterlands- reund, schrieb 1640 in seinem Zeitgemälde ».Philander von Sittenwald: „O Es gehöret mehr dazu alß Einbildung, wer eines Fürsten Rath sein will- Es muß da ein großer Eysfer und Fleiß seyn, Ein unverdrossenes Ernsthaftes gemuth, Ein Geschäfftiger, ertiger Mann, der Getreu und Verschwiegen seye, der Niemand orchte als Gott und der nechst Gott Niemand Liebe als einen Herrn. Er soll in seiner Jugend vil gelesen, wohl gereyset und sich auch im Kriegswesen versucht haben, in allen Geschichten, onderlich aber seines Herrn Land und Leute betreffenb, wohl er- ähren seyn." — Es sei heute ferner an eine Episode aus der Zeit erinnert, in Der der Fürst als Erkanzler zum ersten Male Kissingerr besuchte. In dem fränkischen Bade wurde die Anwesenheit des Fürsten zu einem goldenen Regen für den Ort, insofern die Sonntagszüge bis 2000 Menschen und mehr brachten. Weder gab es ehr Unterkommen für diese, noch gab es genügend zu essen,, aber man war doch sehr gehoben, wenn man von dem großen Manne wenigstens Den Schlapphut gesehen batte. Grausam ablehnend verhielt sich der Fürst aller weiblichen Verehrung gegenüber. Insonderheit am Vormittag, vor der Zeit, in der er sein Bad nahm, war er für keinerlei Huldigung zu haben. Trotzdem fand sich an einem strahlenden Sommertage eine Dame mit einem riesigen Bouquet ein, entschlossen, die Thür zum Badehause einfach zu besetzen. Un- ähig, ihre Begeisterung einzudämmen, stellte sie sich in den Schatten eines Baumes bart an dem Hauseingang. Man winkte der Dame — sie blieb. Alan winkte deutlicher — sie blieb. Ein Weiteres- wurde dadurch verhindert, daß der Wagen des Fürsten herangerollt kam. Langsam stieg Bismarck aus, sah sich die Dame an, und dann — die Sachlage erfassend, schritt er direkt auf sie zu: ^Wenn Sie mitbaden wollen — bitte!" — Sprach's und überließ die Ver- bluffte Der Pein. __________ Ans Stadt und Kand. Gießen, 1. April 1902 * * Das Regierungsblatt Na. 15 enthält das Gesetz, Di» Regentschaft betr. * * Justiznachrichten. Durch Verfügung des Ministeriums! der Justiz wurden mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters beauftragt: bei Dem Amtsgericht Darmstadt I der Gerichtsassessor Dr. Mahr in Offenbach, bei dem Amtsgericht Offenbach die Gerichtsassessoren Hamburger^ in Butzbach und Dr. Maurer in Darmstadt, bei dem Amtsgericht Gernsheim der Gerichtsassessor Neuroth in Offenbach, bei dem Amtsgericht Butzbach der Gerichtsassessor Gläser in Gießen. * • Silberhochzeit. Morgen, am 2. April, feiern der Dienstmann Schuchardt und seine Eheftau das Fest der silbernen Hochzeit. * * Jubiläum. Am 27. März beging Herr Georg Mootz den Tag seiner 20jährigen Thätigkeit im Hause Carl Em- melius hier. Herr Kommerzienrat Louis Emmelius über- reichte dem Jubilar mit einer warmen Ansprache eine goldene Nemontoiruhr als äußeres Zeichen seiner Anerkennung. Wir wünschen dem Jubilar, daß er noch viele Jahre mit derselben Lebens- uud Schaffensfreudigkeit wie bisher seinem Berus nachgehen möge. * * CarlschulZ'Abend. Der erste der beiden angekündigten Carlschulz-Abende, der gestern im „Hotel Einhorn" ftattfanb, hatte sich eines recht guten Besuches zu erfreuen. Carlschulz, der von der Pianistin Fedora Petrowska in wirksamer Weise unterstützt wurde, ist den Gießenem ja kein Fremder mehr. Er bestätigte von neuem, daß er ein Meister in der humoristischen Vortragskunst ist. Dazu besitzt er vorzügliche stimmliche Mittel, durch die es ihm sofort gelang, sich in die Gunst seiner Zuhörer einzuschmeicheln. Das, was er vortrug, war durchaus geschickt ausgewählt; und es braucht eigentlich kaum envähnt zu werden, daß das Publikum mit dem Beifall nicht kargte, der sich besonders bei manchen der oorgetragenen Humoresken immer wieder erneute. Fräulein Petrowska zeigte sich als eine ebenso sichere wie geschickte Begleiterin auf dem Klavier, und auch ihre Solovorträge wurden recht beifällig aufgenommsn. Herr Carlschulz veranstaltet heute Abend im „Hotel Einhorn" den zweiten humoristischen Abend, der gewiß wiederum recht zahlreich besucht sein wird. * * Schlägereien. In der Nacht vom 1. zum 2. Feiertag kam es im Neuenweg zu einer Schlägerei, bei Der einer Der Beteiligten am Kopfe verletzt wurde. Auch am Bahnhof fand in derselben Nacht eine Schlägerei zwischen Studenten und einigen anderen Personen statt. * * Diebstähle. Einem angetrunkenen Arbeiter wurde am Abend des ersten Feiertags, als er in einer hiesigen Wirtschaft eingeschlafen war, Uhr und Kette entwendet. — In der Schloßgasse stahl ein Geselle einem Schlafkollegen aus seinem Portemonnaie 5 Mark. In sämtlichen Fällen wurde Anzeige erhoben. * * Verhaftung. In der vergangenen Nacht mußte ein hiesiger Dienstknecht, der trotz mehrmaliger Aufforderung, sich zu entfernen, nicht aufhörte, die Schutzleute zu belästigen, verhaftet werden. * * Ein seltenes Schauspiel, so teilt man uns heute mit, bot sich den Passanten der Frankfurter- und Bahnhofstraße. Drei kühnen Bootfahrern war es nämlich gelungen, nach Ueberwindung Der Schwierigkeiten, die ihnen Die stark überschwemmte l.i in entgegenstellte, in das Bett der Wieseck einzudringen. Hier waren Die größten Hindernisse, wie z. B. oer Holzsteg unwert de§ Emfluffes des Stadtgrabens, nicht in der Lage, chrem Vordringen Halt zu gebieten, bis sie in der Alicestraße infolge zu engen Flußbettes mit einigen Schwierigkeiten drehen und den Rückweg antreten mußten. * • Im Omnibus vom Pferdemarkt zum Bahnhof. In unserer Samstag-Nummer ist in der Notiz betr. die Einrichtung einer Omnibuslinie zwischen Pferdemarktplatz und Bahnhof rrrsofern ein Irrtum unterlaufen, als es nicht Mittwoch, sondern Donnerstag, den 3. April heißen muß. * * Von der Garnison. Heute treten 15 Einjährig- Freiwillige beim hiesigen Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 ein. “ Wiener Cafö „Großherzog". Der jetzige Pächter des Eafä Großherzog, Gustav Skalizky, hat den Pachtvertrag zum 1. Juli gekündigt und wird mit diesem Zeitpunkt ein neues Wiener Cafä hier eröffnen. * * Jubiläum. 40 Jahre sind heute verflossen, seitdem der Obersteiger Johannes App el in ununterbrochener Thätig- keit in dem Gießener Braunstcinbergwcrke beschäftigt ist. Der 1834 in Dorheim bei Friedberg geborene Jubilar kam mit Ostern 1841 nach Gießen, wo sein Vater als erster Bergmann mit nur wenigen Kameraden zuerst auf Braunstein schürfte. Im Ganzen hat der alte Appel, wie ihn die Knappschaft schon lange nannte, heute 50 Dienstjahre hinter sich. Trotz der 68 Jahre, die der Jubilar zählt und trotz des überaus ansttengenden Dienstes, erfreut er sich noch geistiger und körperlicher Rüstigkeit genug, um seinen Dienst weiter zu thun. Der frühere Besitzer der Gießener Braun- steinbergwcrke Fernie hat häufig im Laufe der Jahre Veranlassung genommen, seinem pflichtgetreuen und ehrlichen Obersteiger seine Anerkennung zu zeigen. * * Ein volles Geständnis ihrer Schuld haben nun doch noch uachträglich die 4 aus Frankfurt a. M. gebürtigen jungen Leute abgelegt, welche am 8. März vom hiesigen Schwurgericht wegen Meineids und Anstiftung dazu verurteilt wurden. Demnach haben Karl Fr über und Hermann Walther eingeräumt, nicht nur den Diebstahl in Okarben begangen zu haben, sondern sie haben in Uebcreinstimulung mit den verurteilten Carl und Adolf Schäfer gestanden, daß sie diese am Abend nach dem Diebstahl überredet haben, bei dem in Aussicht stehenden Strafverfahren sie herauszuschwären. Was den des Meineids freigesprochenen Wirt Henschel betrifft, erklären Fröber und Walther auf das Bestimmteste, daß eine Verabredung für eine Aussage vor Gericht nicht mtt ihm getroffen worden sei. Damit ist also von dem Wirt der Verdacht genommen als hätte er wissentlich falsches Zeugnis abgelegt. * * Vermögenssteuer in Hessen. Wir haben kürzlich einen im „M. I." veröffentlichten Vergleich zwischen der Besteuerung eines Vermögens von 42 000Mk. inMcunzundin Wiesbaden wiedergegeben. Dem genannten Blatte ging nunmehr folgendes von dem Finanzminister Dr. Gnauth unterzeichnetes Schreiben zu: Irr Ihrer geschätzten Zeitung ist am 19. d§. Mts. unter der UeberschrM „Vermögenssteuer in Hessen" ein kurzer Aussatz erschiene»,, der einer» interessanten Vergleich zwischen der Besteuerung eines Rentners iu Mainz und in Wiesbaden zieht und dabei zu den» allerdings unerfreulichen Schlüsse kommt, daß das gleiche Giu= kommen und Vermögen in Mainz mit 45 Mk. 76 Psg. Steuern mehr belastet ist als m Wiesbaden. Wir gestatten uns inöeß, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß von diesem Mehr nach der ausgemachten Berechnung, selbst ivenn man die gesamte in Wiesbaden zu zahlende Kirchensteuer der dortigen Gerneindesteuer zuschlägt, nicht weniger als 39 Mk. 60 Pfg. aus die in Mainz zu zahlende Gemeindefterrer, aber nur 6 Mk. 16 Pfg. aus die hessische Staatsund allgemeine Kirchensteuer entfällt. Wir mären Ihnen dankbar, ivenn Sie von dieser für die Beurteilung der Ausführungen des Artikels immerhin wichtigen Thatsache auch Ihren liefern in der Ihnen geeignet scheinenden Form Kennmis geben wollten. * * Haushaltungsschule. Wie man für die männliche aus der Schule entlassene Jugend Fortbildungsschulen errichtet, um sie für den Kampf ums Dasein auch in geistiger Hinsicht geeignet zu machen, so hat man in der jüngsten Zeit auch für die weibliche Jugend Fortbildungs- und Haushaltungsschulen gegründet, in denen sie für ihren künftigen Beruf, tüchtige Hausfrauen zu sein, vorbereitet werden sollen. Auch in Gießen ist eine solche Haushaltungsschule ins Leben getreten, die, wie aus dem Inseratenteil unserer heutigen Nummer ersichtlich ist, am 14. April ihren Frühjahrskursus eröffnen wird. Die Schule wird von einer dazu speziell vorgebildeten Lehrerin geleitet und hat seither, wie von berufener Seite wiederholt anerkannt wurde, recht befriedigende Resultate erzielt. Es soll in ihr den aus der Schule entlassenen Mädchen Gelegenheit geboten werden, sich mit geringen Kosten oder kostenlos in weiblichen Handarbeiten, Maschmennähen, Bügeln und ganz besonders im Kochen und in der Führung eines einfachen Haushaltes auszubilden. In der Haushaltungsschule soll gelehrt werden, wie man durch richtige Zubereitung mit bescheidenen Mitteln eine nahrhafte, wohlschmeckende Speise Herstellen kann; zugleich soll aber auch der Smn für Sparsamkeit, für Ordnung und Reinlichkeit in Küche und Haus geweckt und gepflegt werden. Wenn es keine Frage ist, daß das Wohl und Wehe des Familienlebens vor allem von der Führung der Hauswirtschaft cib- hängt, so kann den Eltern nicht genug empfohlen werden, die hier gebotene günstige Gelegenheit zu benutzen und ihre Töchter zum Besuch der Haushaltungsschule anzumelden. * * Ein neuer Oberpostdirrktor in Darmstadt? Der „Frkf. Ztg " wurde dieser Tage aus Darmstadt gemeldet, daß der dortige Oberpostdirektor Holfeld nach Hatte versetzt würde und daß an seine Stelle der Direktor im Reichspostamt Kobelt, ein geborener Hesse, trete. Diese Nachricht muß irgend einen Jrrtum enthalten. Es ist ausgeschlossen, daß ein Direktor im Reichspostamt, der ein Jahresgehalt von 15 000 Mk. bezieht, die Stellung eines Oberpostdirektors erhalten sollte, dessen Gehalt nur 7000—10 000 Mk. beträgt. Kabelt ist zudem nicht Direktor im Reichspostamt, sondern vorttagender Rat in dieser Behörde, aber auch diese Räte erhalten ein etwas höheres Gehalt als die Oberpostdirektoren, nämlich 7500—11 000 Mk. § Stumpertenrod, 31. März. Bei der am Gründonnerstag gier stattgehabten Wahl eines Beigeordneten wurde Wilhelm Hahn II. mit 56 Stimmen gewählt; der von der Gegenpartei aufgestellte Kandidat Johannes Dörr brachte es auf 42 Stimmen. Beide Parteien waren sehr rührig. Gerade die unterlegene Partei glaubte vor der Wahl, ihres Sieges ssuher zu sein. Das neugewählte zweite Oberhaupt der Gemeinde ist ein offener und treuer Charakter. Der ihm zu Ehren gesetzte Fichtenbaum wurde in der darauf folgenden Nacht gestohlen. Hoffentlich gelingt es, die Thäter ausfindig zu machen. § Butzbach, 31. März. Durch die MUdthättgkeit zweier Familien, deren Namen unbekannt sind, erhielt die hiesige katholische Diaspora-Gemeinde zu Ostern sechs hübsche Leuchter für den Hochaltar und einen golddurchwirkten Chormantel für den Geistlichen zur Vervollständigung des Festornats desselben. Die geschenkten Sachen, die mindestens 200 Mk. wert sind, wurden Ostern zum ersten Male benutzt und tragen sehr zur würdigen Ausstattung der Kapelle bei. Bad Stauheim, 30. März. Der Betrieb in den staatlichen Badehäusern beginnt am 1. April, Vormittags 8 Uhr. Es werden bis auf Weiteres abgegeben: Sool- und Thermalbäder in den Badehäusern 3 und 4 (Nordflügel). Sprudelbäder in dem Badehaus 7. — Die gleichen Bäderarten werden auch während des Monats April im Badehaus des Konitzky- stifts verabfolgt. — Bis zur Vollendung der Umbauarbeiten an den Quellen 7 und 12, welche voraussichtlich bis zum 15. April beendet sein werden, können Sprudelbäder von den genannten Quellen nicht verabfolgt werden. Darmstadt, 31. März. Einer auswärtigen Blätter- ineldung zufolge mußte ein hiesiger Großindustrieller dieser Tage wegen Steuerdefraudntion an Nachzahlung und Strafe 340 000 Mk. an die Hauptstaatskasse zahlen. 8. Darmstadt, 31. März. Wegen Vermögensschädigung zum Nachteil der Preußisch-Hessischen Staatsbahn in Höhe von ca. 10000 Mk. sind der Wiegmeister Theodor Mühl er aus Bertholsdorf, vorbestraft, und der Auffeher Paul Weitzenberg aus Auleben, wohnhaft in Goddelau, s. Z. verhaftet und angeklagt worden. Sie sind geständig, in den Jahren 1900 und 1901/02 in ungefähr 1000 Fällen beim Wiegen von Zuckerrüben-Wagen jedesmal 2 Wiegekarten ausgefertigt, und zwar weiße und rote. Die weißen Karten behielt die Zuckerfabrik Gr.-Gerau, die roten erhielt die Bahn zur Verrechnung der Fracht. In ihnen wurde jedesmal das falsche geringere Gewicht angegeben, während die weißen Karten das richtige Gewicht enthielten. Auch der Agent Thomas Heyl aus Kl.-Umstadt hat im September 1900 die gleiche Manipulation ausgeführt. Sie wollen den Betrug aus eigener Veranlassung ausgeführt haben. — Im Kaisersaal waren heute ca. 300 Delegierte aus Hessen, Nassau, der Pfalz, Baden :c. versammelt zur Vorbesprechung über den von dem Darmstädter Männerchor „Doppelquartett" Pfingsten zu veranstaltenden GesangSwe ttstreit. Es sind ca. 58 Vereine von teilweise über 100 Sängern angemeldet, auch vom Badischen Sängerbund werden 6 Vereine erscheinen. 11. a. werden Mainz, Worms, Offenbach, Gießen, Wiesbaden, Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen vertreten sein. Die Verhandlungen nahmen den besten Verlauf. Alle vorgesehenen Bedingungen wurden angenommen. Mainz, 29. März. Der Schulvorstand und der Schul- ausschiiß haben gegen die Stimme des Antragstellers den Antrag des Sozialdemokrateu T ief el auf unentgeltliche Lieferung der Lernmittel, abgelehnt. In den Verhandlungen wiirde besonders vom Oberbürgermeister hervorgehoben, daß Jedermann ohne Ausnahme für feine Kinder unentgeltliche Lernmittel ohne jede Beanstandung erhalte; man möge es aber nicht durch Bestimmung festlegen, daß alle Eltern gezwungen seien, die Lernmittel von der Stadt unentgeltlich anzunehmen. Die Statistik hat ergeben, daß jetzt schon 45 Prozent aller Schulkinder die Lernmittel unentgeltlich erhalten. b Mainz, 31. März. In dem Bereich der hiesigen Eisenbahndirektion hören morgen alle Arbeitsbeschränklmgen auf, die im Anfang des Winters wegen Arbeitsmangel bei verschiedenen Arbeiterkategorien — besonders dem Streckenarbeiter- und Werkstättenpersonal — Angeführt werden mußten. — Für das mit dem 1. April beginnende neue Rechnungsjahr wird von dem städtischen Finanzailsschuß hier m Vorschlag gebracht, 91,8 Prozent Zuschlag zur staatlichen Einkommensteuer und zum doppelten Betrage der Grundzahlen für den Ausschlag der Grundsteuer, der Gewerbesteuer und der Kapitalrentensteuer als städtische Umlage zu erheben. Bingen, 30. März. Zu der Pulverexplosion, über die wir ausführlich berichteten, erläßt die dortige Staatsanwaltschaft ein Ausschreibeu, laut welchem für alle zweckdienliche Angaben, welche zur Entdeckung der Verüber des zweifellos feststehenden verbrecherischen Anschlages beitragen könnten, eine Belohnung zugesichert wird. Inzwischen wurde der gesamte Pulvervorrat des zunächst der Explosionsstätte gelegenen zweiten Pulverhauses nach einem gesicherten Aufbewahrungsort unweit Mainz gebracht. Frankfurt a. M., 29. März. Der Thäter, der in Laudenbach den- Raub an fall verübte, von dem wir am Samstag berichteten, wurde gestern von Gendarmeii vor Heidelberg verhaftet. Nach anfänglichem Leugnen gestand er die That ein, nachdem er mit dem Hilfswärter konfrontiert worden war. Er ist ein Lehrerssohn und Kaufmann au5 dem Würtembergischen und nennt sich Reszmann oder Reschmann. Vermischtes. Unwetter haben die Ostertage ganz Mitteleuropa, gebracht. In der Kasseler Gegend Hai es geregnet, teilweise auch gehagelt und geschneit. Trotz dieser unfreundlichen Witterung sind dort die Störche und Schwalben ein- getrofsen. Auf der Nordsee herrscht ein schwerer Nordwest sturm, der eine Sturmflut brachte. Ein Finkenwärder Fischerkutter ist auf der Unterelbe bei Otterndorf verloren gegangen. Die gesamte Besatzung soll ertrunken sein. Zwei andere Finkenwärder Fischerkutter sind in der Wesermündung gestrandet und gesunken. Die Besatzungen dieser beiden Fahrzeuge sind gerettet. Ein bei Cuxhaven gesunkenes Fahrzeug war oie Tjalk „Elske" (Schiffer de Buhr), mit Cement von Schwarzeuhüttcn nach Barel bestimmt. Bord befindliche Frau des Schiffers, sowie der Schiffer selbst sind ertrunken, nur der Knecht wurde gerettet. An der britanische n Küste ist das Schiff „Anna Eugeuie" gestrandet. Zwei Matrosen ertranken. Ter Dampfer „Ambatrielos^, mit Getreide beladen nach Jamburg unterwegs, ist bei Mottos gesunken. Tas Schiff ist verloren. Die Mannschaft, sowie die Passagiere sind gerettet. — In ganz U n t e r o c st e r r e i ch und Steiermark ist heftiger Schneefall bei einer Temperatur unter 'Nult eingetreten. In Denesisee (Amerika) traten Heberschwennnungen ein, die großen Schaden anrichteten. Derselbe toirb' auf vier Millionen Dollars geschätzt. 22 Personen sind umgekommen. In Knorville fiel ein Teil des Kirchen dach es während des Gottesdienstes ein. 15 Personen wurden derart verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. * Cholera und Pest. In der letzten Woche sinÜ 1127 Todesfälle in Hedschas (Egypten) infolge Cholera vorgekommen. Das Gesundheitsamt trifft alle Vorsichtsmaßregeln, um der Einschleppung der Epidemie in Egypten durch zurückkehrende Pilger vorzubeugen. Vorn 25. bis 28. v. M. sind in Mekka 624 und in Djeddcrhf 24 Todesfälle an Cholera vorgekommen. — In Pan ja. bi (Indien) wütet die Pest. Monatlich sterben durchschnittlichf 70 000 Personen. Es sind Maßregeln getroffen um die Verbreitung der Epidemie nach Simla zu verhindern. * Feuer. Bei einem Feuer in der Hoffmann- schen Zigarrenfabrik in Oels (Schlesien) sind zwei Kinder verunglückt. Das eine, ein vierjähriger Knabe, starb sofort, während das zweite Kind schwerkrank bar» niederliegt. — In Colombe (Frankreich) wurden neun Häuser durch eine Feuersbrunst zerstört. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man die Leiche einer 35 jährigen; Fran, welche in beiden Händen eine Geldbörse hielt. Abgelehnte Duell-Begnadigung. Wegen eines im Dezember v. I. stattgehabten, unblutig verlaufenen Pistolenduells waren, wie wir s. Zt. meldeten, zwei bei dem Landgericht bezw. bei der Staatsanwaltschaft in Cöslin i. P. beschäftigte Referendare vor der dortigen Strafkammer zu sechs resp. drei Monaten und ein dritter als Kartellträger zu drei Tagen Festungshaft verurteilt worden. Der am härtesten bestrafte Referendar Sch, welcher angeblich das Duell provoziert hatte, ist inzwischen aus dem Justizdienst entlassen worden. 9tachdem die Verurteilten vor einiger Zeit ein Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet hatten, ist ihnen jetzt der Bescheid zugegangen, daß der Monarch keine Veranlassung genommen, dem Gesuche stattzugeben, die Bittsteller haben daher in den nächsten Tagen die über sie verhängten Strafen auf der Festung Weichselmünde anzutreten. * Magdeburg, 31. März. Amtlich wird gemeldet: In dem Schnellzug 46 Berlin-Frankfurt a. M., welcher die Station Berlin, Schlesischer Bahnhof morgens 7.56 Uhr verläßt, entgleiste am 1. Osterfeiertag zwischen den Stationen Lindau i. Anh. und Güterglück infolge Bruchs einer Tenderachse die Vorspannmafchine und beschädigte den Lokomotiv-Tender und ein Achsenpaar des hinter dem Packwagen laufenden vierachsigen Personenwagens dritter Klasse. Der Zug wurde in kurzer Entfernung von der Unfallstelle zum Stehen gebracht und erlitt etwa 4y2 Stunden Verspätung. Verletzungen oder Tötungen von Passagieren oder Zugbeamten sind nicht zu bet tagen. Lille, 31. März. Ein junger Ingenieur in der hiesigen chemischen Fabrik wurde vorgestern von einem Treibriemen erfaßt, kam in die Räder und wurde in zwei Teile zer-, schnitten. * Havre, 29. März. An der britannischen Küste herrscht heftiger Sturm. Das Schiff „Anna Eugenie" ist gestrandet, zwei Matrosen ertranken. * Nancy, 29. März. Eine 45 jährige Witwe wurde von der Polizei erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden. Es liegt Raubmord vor. Als mutmaßlicher Thäter wurde ein 23 jähriger Anstreicher verhaftet. * Barcelona, 31. März. Das von zahlreichen Frauen und Kindern besuchte hiesige Kinematographen-Eta- blissement i st während der Vorstellung nieder gebrannt. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Der Schaden ist be* deutend. Kolonialpost. Aus Kamerun. Im Herbste 1901 wurde die Expedition nach Garua am Benne ausgeführt, die seit Jahren grundsätzlich beschlossen war. Aus naheliegenden Gründen wurde bald darauf an amtlicher Stelle der Beschluß gefaßt, zwischen dem Küstengebiet und dem Benue noch eine befestigte Station in Banyo zu errichten, die als Stützpunkt für die Station in Garua dienen sollte. Auf dem Zuge dahin fand der Kommandeur der Schutztruppe Oberstleutnant Pavel bei den Bafut und Bandung bewaffneten Widerstand, nach dessen Niederwerfung er sich entschloß, nahe eine weitere feste Station zu Bafreng (etwa 60 Gr. 30 Min. nördl. Br. und 10 Gr. 20 Mim östl. Länge) anzulegen, um die unruhigen Stämme dauernd in Schach zu halten. So sind in kurzer Zeit drei Stationen mit Garnisonen entstanden; ob nicht auf dem weiteren Wege nach Garua noch mehr solche notwendig sein werden, läßt sich noch nicht übersehen. Sehr auffällig ist, daß Oberleutnant Dominik mit seiner kleinen Truppe unbehelligt bis zum Benne hat gelangen können. Vermutlich hat er aber bei feinem Durchzüge Mißtrauen und Unruhe unter den Eingeborenen erregt und infolgedessen wurden die nachfolgenden Expeditionen feindlich empfangen. Auch in dem eigentlichen Adamaua zeigen sich beunruhigende Symptome; Nganndera hat wegen Sklavenjagden erobert werden müssen und allem Anscheine nach wird dort der Bau von Stationen notwendig werden, wenn wir unsere Herrschaft wirklich befestigen wollen. Tie Frage, was uns noch nördlich von Benne in unserer Interessensphäre bis zum Tschadsee bebor= steht, soll hier noch ganz aus dem Spiele geiassen werden. UnwerMts-UllchrichtNl. In Würzburg ist der Professor an der Universität, Dr. I. Stahl, gestorben. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater Schauspielhaus. Mittwoch den 2. April*): „Wallensteins Lager"; hierauf: „Tie Piccolomini". Donnerstag den 3. April, abends halb 8 Uhr: „Alt-Heidelberg". Freitag den 4. April: „Wallensteins Tod." Samstag den 5. April: „Das Glück". Sonntag den 6. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Tourbillon". Abends 7 Uhr: Reu einslndiert: „Alt-Frankfurt". Montag den 7. April: „Zwillingsschwestcr.^ * ) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Arbeiterbewegung. Kaffel, 31. März. Der heute hier abgehaltene Textrrar- beiter-K ongreß beschloß, daß die Unternehmer durch Gesetz verpflichtet werden sollen, für die Heimarbeiter Werkstätten zu errichten. Im Uebrigen soll außerdem der Zehnstundentag gefordert werden, darüber hinaus für Samstag eine neunstündige Arbeitszeit. Brüssel, 30. März. Der sozialdemokratische Kongreß nahm eine Resolution an, die der liberalen Partei vollständig entgegen- konnnt, und wonach die Sozialisten u.A. gegen das Frauen- wahlrecht ftünmen werden. Ter Kongreß besprach in geheimer Sitzung bte Mittel, auf gesetzlichem und revolutionärem Wege das allgemeine Wahlrecht zu erzwingen. Bern, 31. März. Der Schiveizer Ar bei ter tag sprach sich D>.R. F> . Gebra .Gasheizöfen ^•Verhrereran fast allen Plätzen. KagiBansgasse 88 2618 uch. 0 3unge hochtragende Ziege zu verkaufen in Atzbach, Nr. 158 . 101.00 , 43.95 . 28.50 , 27.80 . 112.60 44J.0 Tendenz vier- vier- 2600 Donnerstag den 3. April, nachmittags %3 Uhr Meiner werten Kundschaft zur Nachricht, daß sich meine Wohnung ab 1. April DaS Telegramm teilt mit, daß eine englische Kolonne unter- dem Befehl deS Obersten Doran von starken Buren-Ab- teilnwgen angegriffen und aufgerieben worden fei. Die Engländer mutzten dem Feinde sämttiche mitgeführten Pro- viantwagen überlasten. Nach heftigem Kamps wurde Oberff Daran und 11 Alaun getötet, 30 verwundet. Pcris, 1. April. In der vergangenen Nacht trntt vor einem üLel berüchtigten Hanse auf dem Boulevard La> Vilette zu Schlägereien. Ms die Polizei ernschrttt, fand sie 12 Verwundete vor, von denen zwei derartig verletzt waren, daß an chrem Aufkommen gezweifelt wird. Die Polizei nahm 40 Verhaftungen vor. Fiume, 1. April. Die Heizer uud Schiffsarbeiter traten heute ftuh in den Aubstaud. Kapstadt, 1. April. Die Kommandanten Mal an und Foucho, die sich in nordöstlicher Richtung von Murapsburg besinden, sind von den Engländern in östlicher Richtung zurückgedrängt worden. — Aus Bloemfontein wird gemeldet, ein Buren-Feldkornett ist gestern in der Nähe von Bethlehem gefangen genommen worden. Washington, 1. April. Im Repräsentantenhaus e brachte Sulzer eine Resolution ein, in der dre Sympathie des Hauses für die Buren ausgedrückt und Roosevelt aufgesordert wird, ein Schiedsgericht zu verlangen, und gleichzeitig ersucht wird, auf die Älufrecht- erhaltung strikter Neutralität hinzuwirken. — Der tolmn- bische Gesandte überreichte dem Staatssekretär Hay das e* giltige Protokoll, worin die Bedingungen angegeben sind, unter denen Kolumbien die zum Bau des Kanals erforderlichen Rechte zugestcht. Schiffsnachrichten. „Red StarLinie" Antwerpen. Der Postdampfer „Nederland" der Red Star Line, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 26. März wohlbehalten m Phüa- delphia angekommen. unter zwei die Wahl, zu verkauf. Bäcker KltugelhSffer, Afterweg. 40/3 Italien. Rente . . . 4‘/2% Portugiesen . . . 80/„ Portugiesen. . . . , 1% C. Türken . . . . Türkenlose..... 4°/o Grieoh. Monopol.-Anl. 4*/a% äussere Argentiner befindet. 2617 Schneidermeister Otto EColie. Telephonischer Kursbericht Frunkiort u. 31.. 1. April 1902. Zu verkaufen: 2594 Zirka 30 ßtr. trocken geerntetes Mesenheu prima Sorte bei Wwe. H. Horn in Rödgen. echte Obern- und Eckendörfer empfiehlt 1982 Karl Kaufmann, Bahnhofstraße 11. Kleines Wohnhnns 8 Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechelid eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Winn, Hofmannstraße 14. 3% Mexikaner 4,/29/o Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Konunandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . ... Harpener . . . : fest ca. 50 Dutzend Wischtücher, Panama, 6 Stück 1 Mark, sowie ca. 500 Meter großartigen Haudtuchstoff, 3 Meter für 1 Mk. mit zum Verkauf. Desgleichen Posten schöne Schürzenreste, Kattune, Iorttardreste Billig! Konkurrenzlos! Billig! ca. 1000 Stück emaillierte Geschirre, Mefferputzbäuke, Wichs- kasteu, Stürzenhalter, Schneidcbretter, Wandtoiletten, Schlüsselleisteu re. 2610 Alles praktische fiiüelseB-Artikel jedes Stück 35 Psg., 3 Stück nach Auswahl 1 Mark. C- VoBland, Sachsen-Weimar. Foxterrier'W? wachsam und reinlich, umständehalber zu verk. Saudgasse 40. 2 Stämme Hühner billig zu verkaufen. Kaplansgaste 5. die ergebene Mitteilung, daß ich zu dem bevorstehenden Eichener IfferdewaM mehrere Wagen zur Ansicht und zum Verkauf bringe. Ein eleganter, neuer Landauer, ein Jagdwageu, ein sitziges Break, beide sehr leicht und in Naturholz, sowie em sitziger Laudwageu sind ausgestellt. Interessenten ladet ergebenst ein Koar. Stephan, Vageilftbrik, Achen-Buseck ist das einzig Wahre zur 2593 Vertilgung der Raiten und Mäuse. Sicherer Erfolg. Menschen und Haustieren ungefährlich. Kein Giftschein nötig. Dose ÖO Pfg. und 1 Mk. bei Otto Schaaf und in der UtaiMSlriÄmi!! Im Stricken u.AnstrickmvonStrümpsen empfehle ich mich angesegentlichst StrickgarnestesteOugMateuI habe ich stets vorrätig. Preise billigst. Ernestine Hopfner Grüubergerstraße 17. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 1. April. Wie gemeldet wird, soll sich Graf Pückler, 'sofort, nachdem er in Berlin erfahren, daß die Glogauer Strafkammer seine Verhaftung beschlossen hatte, nach der Schweiz begeben haben, wo er sich angeblich jetzt noch aufhält. Berlin 1. April. Der Südw eststurm, der vom ersten Feiertage ab 25 Stunden wütete und der sich zeitweilig zum Orkan erhob, scheint keinen größeren Schaden anaerichtet zu haben, kleineren dafür um so mehr. Königsberg, 1. April. Hier ist man einem vor längerer Zett verübten Morde auf die Spur gekommen. Ein Werkmeister, dessen Frau vor anderthalb Jahren plötzlich verschwand und ihn angeblich böslich verlassen hatte, ließ im Keller seiner alten Wohnung eine Kiste mrgeblich mit Handwetttzeug stehen. Allmählich entstand Verdacht und auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurde dre Kiste geöffnet. Man fand in derselben eine verlöthete Zinkkiste und in dieser eine stark in Verwesung uber- gegangene Frauenleiche mit einem Strrck um den vals, in der die Frau des Werkmeisters an den Kleidern erkannt wurde. Dieser ist seit Mitte März mit einer andern Frau verschwunden und angeblich m Suddeutsch- lanb. c ..< < r,, Thorn, 1. April. Sert gestern früh herrscht im Weichselgebiet starker Schneefall, beglertet von heftigem Sturm unter Sinken des Barometers unter Null.— In Dirschau kenterte ein Schifserkahn, in dem zwei Brüder MM «eunaugen.Fang auf die Weichsel gefahren waren, beim Umlegen des Segels. Beide Fische ertranken, trotzdem Hilfe sofort zur Stelle war. London, 31. März. An Bord des Transportdampfers „Kanada", welcher am 31. d. in Queenstown eingetroffen ist, befindet sich eine Anzahl militärischer Gefangener, darunter zwei australische Offiziere, die zu lebenslan glich er Zwangsarbeit verurteilt worden sind als Mitschuldige zweier anderer australischer Offiziere, die bereits hin gerichtet wurden, weil sie gefangene Buren erschossen hatten. London, 1. April. Ein Telegramm, das über ein Ge. fecht mitteilt, welches vom 5. zum 6. v. M. bei Calvinia stattgesunden hat, ist von der Zensur zurückgehalten worden. den ich in den ersten Tagen erhalte und sofort damit räumen will, zu ganz autzergewödnlich billigen Preisen zu verkaufen KarLettstÜhle M WK. pro Itzd., bei größerer Abnahme bedeutend billiger. Diesmal bringt der We Mßslhe L WrK-KM außer seinen bekannten waschechten Hemden-Flanellcu 10L95 92.55 101.80 92.40 100.30 102*70 fc. Frankfurt a. M., 1. April. (Telegr. Orrm-Bencht des Gieß. Anz."). Amtliche Notterungen der heuttgen Viehmarkt- preife. Zum Verkaufe standen 366 Ochsen, darunter 118 aus Oesterreich, 23 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 534 Kühe, Fersen, . 26.65 . 89.70 . iiaao 221*00 . 195.20 . 139.90 . 139.50 . 15&50 . 145L0 . 17L0 . 1684)0 . 203L5 . 199.00 . 168L0 Stiere uud Rinder, 136 Kälber, 191 Schafe und Hammel, 1040 Sckweine, 0 Steaen, 0 Ziegen-, 00 Schaflämmer. Bezahll wurde ft? 100 ^fund Schlachtgewicht: Ochsen L Qualttät 64—66 Mk., 2. Qual. 58—61 Mk., 3. Qual. 52—54 20!.; Bullen l.QuaL 53 bis 55 Mk 2 Qual. 48—51 Mk.; Kühe 1. Qual. 58—60 Alk., 2. Qual. 55__57'Mk. 3. Qual. 43—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30—31 Mk.'Kälber: 1. Qualität80—82 Pfg.,Lebendgewicht 48—50 Pf., 2. Qual. 73—76 Pfg., Lebendgewrcht 44-47 Pfg., Schlachtgewicht 65—68 Pfg., Schafe: L Qual. Schlachtgewicht 64-^6 Mg-, 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweme 1. Qual. 66 Psq., Lebendgewicht 52-00 Pfg., 2. Qual. 65 Pfg., Lebendgewrcht 51 Pm., 3. Qual. 56 bis 58 Psg., Lebendgewicht 00-00 Pstz. — Geschäft bei Hornvieh schleppend, ber Kleuwieh gut. Markt: geräumt. Ueb erstand mittelmäßig. Der Hauptfruchtmarkt findet am 2. April statt. für Mauereim, Kokel- und Mrtschaftsöesiher. Ich bin in der Lage, einen großen Posten eiserner Gartenmöbel, Tische Ein iroch gut erhaltener Wilitärrocku.-Mantel billig zu verkaufen. 2563 Räheres Lndwigsplatz 5, pari. Damenrad, fast neu, einige- male gefahren, hochfein, brll. abzugeben. Moltkestratze 7. übertrifft an Wohlgeschmack, Würze und Ausgiebigkeit die amerikanischen Fleischextrakte, kostet aber nur die Hälfte. Zu haben bei 1913 Phil. Herrmann. Sämtliche Sorten KteMien garantiert seidefrei sowie diverse Sorten chrassamen empfiehlt in vorzüglichen, keim- sähigen Qualtiäten 2612 ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 am Krieger-AeuKmak. Telephon 262. Gegründet 1826. Für einen Teller Suppe genügt' die der Größe einer Erbse entsprechende Menge Siris, um dieselbe wohlschmeckend und kräftig zu machen. 191* Zu haben bei Carl Schwaab, 3% Hessen .... 4% Oesterr. Goldretne . 41/2% Oesterr. 8ilberrente 101.80 4% Ungar. Goldrente . . 101.00 Die am 20. und 21. dss. Mts. hier stattgefundenen Nutzholzversteigerungen sind genehmigt worden. Abfuhrscheine sind, nachdem Bürgschaften und Unterschriften geleistet sind, bei den bett. Gemeindevorstehern zu entnehmen. 2619 Groß-Rechtenbach, den 31. März 1902. Das Bürgermeister-Amt. von Waren-, SW-, Must- laloialei Phonographen, Kinematograph, Theatrophon, größere Orchester- u. Musik-Werte ieheunterVersteigerungenl.Blatt Seite 3. 2556 BeBäesa einstimmig gegen die Zr>llerhöhungeu ans Lebensmittel und Gebrauchsgeg enständ^^g Hündel und Verkehr. Nolksivirlschaft. Hamburg, 30. März. Tie hiesige Kaffee-Import- f ir m a Neben, Schulz u. Co. ist mit 3 Mill. Mark Passiva in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Yokohama, 31. Marz. Der Fmanzmunster machte sich den Stand des Marktes zu Nutze, um am 29. März zwei Emissionen von Bonds zu veranstalten, die eine über 6 Millionen für den Eisenbahnbau, die andere über 1'/» Millionen für öffentliche Arbeiten auf Formosa. Die Bonds, roebche 5proz. sind, sind vollständig von der Barck von Japan gezeichnet worden. — Zu bett großen Transaktionen. Der ungarische Fmanz- mimfter beeilt sich mit seiner »großen Transaktion" nicht. Die ungarische Konversion wird hübsch langfam in 2 /2 Jahren abgewickelt werden, das ist das neueste, was man über den Gegenstand erfährt. — Anders steht es mit der neuen russischen Anleihe. Mair findet den Zeichnungsprers von 97V, P^t med- riaer als erwartet werden konnte und ein riesiger Erfolg ist so gut wie sicher. Man kann dem Geschick, ja der Raffiniertheit, nut der die ganze Operation in Szene gesetzt wurde, die Bewunderung Nicht versagen. — Die Schwierigkeiten, die dem türkischen Unifikationsprojekt entgegenstehen, scheinen noch immer zu ivachen, und es ist sehr fraglich, ob der Plan Rouviers auch wirklich zur Durchführung gelangt. ö — Die Reform des Börsengefetzes, bte von allen Kreisen, die mit der Börse in Beziehung stehen, als dringendes Bedürmis bezeichnet wird, scheint wieder in weite Ferne geruckt zu |em. Man hat sogar in einigen Blättern die Behauptung ausgestellt, dre Regierung habe die Vorlage ganz zurückgezogen. Die wird jedoch von einer Seite, die es wissen kann, als unrichtia bezeichnet, aber zugegeben, daß eine Verschleppungspolitik in dieser Beziehung getrieben wird, die mit nichts zu rechtfertigen ist, auch nicht nut dem Zolltarif, der angeblich das ausschließliche Jnteretze des Reichstags gefangen nimmt. „ . .. — Neue Ludwigshafener Stadtankeihe. Auf tue neue ßV.proft. Anleihe im Betrag von l1/, Mill. Niark hat das Bankhaus Delbrück, Leo u. Eie. in Berlin den Zuschlag erhalten. — lieber die Verwendung des Erlöses der 4proz. neuen russischen Staatsanleihe erhält die „Franks. Ztg." voii uiiter- richteter Stelle Informationen, die bestätigen, daß em großer ^.eil der Anleihe für die ostchinesische Eisenbahn-Gesellschaft Verwendung sindeii wird. Dieser Teilbetrag gehört aber nicht zu demsemgen, der für Darlehen an Privatbahnen bestimmt ist, sondern figuriert inder den Entschädigungssummen. Die Zerstörung von Eigentum der ostchinesischen Eisenbahn während der Unruhen xn China war eine sehr weitgehende. Das Erfordenns hierfür bildete einen der Hauptpunkte unter den von Rußland an China gestellten Entschädigungsansprüchen. Für Darlehen an Privatbahnen, rote der Anleihe-Ukas sie Vorsicht, roerben aus der Anleihe m runder Summe etwa 100 Mill. Rubel verbleiben. Die Verroettdung dieses Betrages wird sich verteilen auf die Moskau—Windau—Rybmsk—Egenbahn, die Wladckawkas-Bahit, die Moskatt—Kiew—Woronesch-Bahn, bte Sübost-Bahn unb bie Rjäsan-Uralsk°Bahn. Vo,t diesen Bahnen hat keine einzige strategische Linien im Bau. — Bou der Reichsbauk. Am 21. April wird m Elmshorn und am 22. in Itzehoe je eine von der Reiebsbankstelle m Altona (Elbe) abhängige Reichsbank-Nebenstelle mit 5lasseneinrichtung imb beschränktem Giroverkehr eröffnet werden, Märkte. Hohverfieigerung Frettag deu 4. April 1902, von morgens 9 Uhr ab, roerben in ben Walbungen bei Nord eck nachstehend verzeichnete Hölzer öffeiitlich meistbietend an Ort unb Stelle versteigert: Nutzholz. Eichen: 1 St. mit 0,20 fm, Buchen: 1 St. mit 0,24 fm, Erlen: 1 St. mit 0,79 fm, Fichten: 10 St. mit 3,43 fm, Derbstangen: Buchen (Deichseln) 12 St., Fichten 19 St. Reiserstangen: Fichten (Bohnenstangen) 150 St. Breuuholz. Eichen: Scheit, Knüppel u.^Stöcke 21,2 rw, Buchen: Scheit^lnüppel unb Stöcke 358,1 rm, Aspen: Knüppel 1 rm, Reiserholz: Eichen 75 rm, Buchen 1322 rm, Fichten 115 rm. Zusammenkunft beim Schloß Noroeck.2616 Versteigerung. Douucrstag den 10. April d. Js., nachmittags 2 Uhr, rnerben im Pfanblokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung versteigert : „ 1, Komrnoben, Sofas, Schranke, Spiegel, Watiduhren u. a. m. 2. 1 Revolver, 1 Flobert, eine Blenblaterne, 1 Schraubenschlüssel, mehrere Messer, 2 Meisel, 2 Stöcke, 1 Militärmütze unb Koppel. Tie Versteigerung imter 2 finbet bestimmt statt. 2601 Gießen, den L April 1902 Johatttt, Pfandmeister. 37a°/o Reichsanleihe Sv/,) do. 3ff,o/o Konsole . 30/0 do. . . 3V2°/o Hessen Beg 6# Die für Jiefhi Die schule fir gleichgesie Pro, tion der p erhall Da- et»1' Adresse V -vM Fernlpr-ch' SS । >MMig Apr A-G- 1 nachgelor g-,ch» stimmunx die Besti vom 29. nachdckk sam, das 8147 A bis 300 des cit.! stellung i ycheilich Ti' „...Stic flachen i leuchten! Zahlreich «chen, Straft dichter j Jar gar SNi, Walde h, unb der heute, sr e„ Au Kvrbe b- Munter Gusher, Fr 1° viel ii ^Eloniines, m, 6net tz',7 «« bie9 Wen „ f*" ft6fi * y SÄ n ««nit k“ „Ev, Zn Politisch 1. April marck lassen a; Einigung gewaltig, iu die Vt Geschasfei burt imii wir die s Msoan Teile bei dem gro unseres : Partei! tische Vn Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass unser guter Gatte, Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr August Weil 1. nach langem, schwerem Leiden heute nachmittag 41[8 Uhr im Älter von 76 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen: Johannette Noll, geb. Petri. Giessen, Newark, Porto-Alegre, den 30. März 1902. Die Beerdigung findet Mittwoch den 2. April, vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Mausburg 12, aus statt Gießen, den 31. März 1902. 01349 Die Beerdigung findet Mittwoch den 2. April, nachm 2 Uhr, vom Sterbehause, Wehsteingaste 7, aus statt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nuferen lieben Sohn, Bruder und Enkel Heinrich Püfczse« heute nachmittag 4 Uhr nach langem, schwerem Leiden im 9. Lebensjahre xu sich zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme arrzeigen. Die trauernden Hinterbliebene«. Meisteret, Zimmer 16. 2604s 2 Wohnungen u Vorderhaus sowie eine kleine im Nebenhaus, zoerm. I. Unverzagt, Schottstrlll. Per L Juli oder früher ist wegzugshalber der brüte Stock meines Hauses, bestehend in 6 freunbl.Zimmernnebst Zubehör u. (Start ennnt, z. verm. H.Lubünski, ^tü72s Ecke Stein- u. Weserstr. 41. I 2 Zimmerwohnung zu verm. Frankfurterstr. 95. N. Ebelstr. 82. Muh. 4-Zim-Wohnug p. 1. Juli zu verm. Steinstr. 66. 01342 3 Stock unseres Wohnhauses, • 6 Zimmer u. Zubehör, Alice- straße 26, vom L Zuli ab zu verm. 2695 Kanssmanu & Cie. > 2080] Die Parterrewohnung im [Hause Bahnhofftraße 66 ist per [i. April l. I. zu vermieten. 1954] Der 2. Stock, 6 Zimmer «sw., wegzugshalber per 1. Juli verm Bleich straße 85. 2O31j Mchrere el^p b-Zimmei> Wohnungen mit Bad uno Zubehör, sowie Gartenanteil, alsbald tzu vermieten. Stephanstr. 38. | Näheres bei Gebr. Aittt, »626] 2. Stock per l.Juli zuver- nieten. I. Kaan, jun. Ztreuzpl. 10. 2603] 4 Zimmer mit Zubehör Nebenhaus) pr. 1. Juli zu verm. jläheres Bahnhofstraße 38, IL Ue LstlmlLgc-NelleMeg in schöner, freier Lage, Parterre- swohmnrg von 6 Zimmern, Bade- !zimmer und allem Zubehör zum ,L Juli zu vermieten. 2672 i Frau A. Petri Wwe. i 687] Beletage, besteh, aus sechs sZimnrern, Badez., ger. Zlorridor und allem Zubehör, in meinem !Neubau Bismarckstr. 38 zu verm. j Ehr. Schmidt, Löberstr. 10, l. ^tephanstratze 81. Hl., mök^ liertes Zimmer bitt. zu verm. Zu erfragen Beletage. 01337 2614] In meinem Hause, Lud- wigstraße 7, ist der mittlere Stock (6 Zimmer und Zubehör) auf L Juli zu verm. L. Petri 11 Kleine Mansarde zu Vermietern______Kirchenptatz 6. Nordanlage 83. 2608] Wegzugshalber, die Beletage meines Hauses: 7 elegante Zimmer, inkl. GaS- u. Badeeinrichtung. Balkon, Gartenanteil re. «er L Juli dss. Js^ eventst auch früher, anderweitig zu vermieten. Wtlh. Wallenfels. 2439 angenommen. 2440] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Licherstraße 7, III. 2326] Ein schöner ger. Laden nebst 1 Zimmer, zu jed. Geschäft geeignet, im Hause Bahnhofstr. 48 zu verm. Nah. Bahnhofftr. 60. 2622) Schön möbt Zimmer zu vermieten. Dammstraße 32, I. Möbliertes Wohn- u. Schlaf- zimmer, wenn möglich m e der neuen dllöbUerteS Zimmer zu verm. Ml 01302 Bergstraße 23, H. IIL'öUterte Zimmer zu verm. Crednerstraße 36, pari. ^ür Einst schön möbl. Zimmer jj zu verm. Asterweg 44, II. inden dcmerirde B Brück'S Möbelfabr! ttb-öbb Zimmer mü Balkon zu *rdü möbl. Zimmer zu ver» O mieten. Bahnhofftr. 29, III An- and Verkauf von gebrauchten Möbeln, Betten, Kleidern, Wüsche, Oefen und Herden, Gold- und Silbersacheu, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, sowie Ueberuahme ganzer Einrichtungen., m Louis Rothenberger Wwe. Heirat vermittelt Ä6Ü1UUÖ Frau Krämer, Leipzig, Brüderetr. 6. Auhkunft gegen 3 ■ PL --- Em Wärter1 sofort gesucht. 2542 Chirurgische Klinik. Pelzwaren werden den Sommer über unter Garantie gegen Motten und Kenerschadeu zum Konservieren HOOGGOOGGW Ecke Lindenplatz im Laden. Diese Woche: Zeise durch dcu Kchwurzurnid Freiburg, das Höllenthal, Neu- mÜ 4 Zimmern und Küche vom 1. Ium 1902 ab zu vermieten. Ferner in m einemNQlbauSchiffen- bergerweg 64, 4^Zimmerwohnung mü Lüche ebenfalls vom L Juni 1902 ab zu vermieten. 2270 Soh. Georg Pfaff, BiSmarckstraße 82, IL Monats- Mersammlurrg am 2., sondern am 9. April, abends 9-/< Uhr. im Hotel Schütz. Krankenkastenbeträge werden daselbst entgegen genommen. 2602 3>er Vertrauensmann. tthelniMthts TechnikumBingen f. Maschinenbau u. Elektrotechnik, h Programme kostenfrei --■H0MSO8ZB58MH«BI3aB£S 992] Laudgrafeustr. 5 zwei Wohnungen von je 6 Zimmern nebst Zubehör (im 1. u. 3. Stock) per L April zu vermieten. Stein & Meyer« 2805] Eine Wohnung, 4 Zim. u. Küche i. 2. Stock, Grülrberger^ straße, per 1. Juü zu vermieten. Offert u. 2806 cm bte Expedition. 86] Nordanlage 8, 2. Etage, komfortabel eingericht Wohnung von 5 Rimmern mü allem Zubehör, per L April zu vermieten. Liebmann Bär, sttordanlage 1. Ö.Zlmmer-Wohnung mit allem " Zubeh. im 2. St, p. 1. April zu verm. Bleichstraße 3L 838 fahrenes Mädchen gesucht. Näheres Bleichstraße 20, part Für unsere 2525 KHni-AnseriiMg suchen wir einige Lehrmädchen. 1666] Für einen 18jährigen ^Kärtnergehrlsen wird Stellung gesucht. Näh, auf dem Armenamt Gießen 2265] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Neustadt 77, I. 3m neuerbauten Hause Schiffen- bergerweg 66 ist der 1. und III. Stock, bestehend aus 4 Zim. mü allem Zubehör und Gartenanteil z. L Juli zu vermieten. ,eil Äoh. Gg. Pfaff, Bismarckstr. W. Crednerstrasse U schöne 5-Zimmer-Wohmmg nebst Zubehör sofort zu verm. 2539 Alchöne Mansardenwohmmg mti w Wasserleitung sos. zu verm. 01278 Cost, Rodheimerstr. 50. 2338] 4 möbt Zimmer für 2 Einjährige, ob. a. Offiziers-Wohnung nut Stallung und Burschen- zünmer, in d. Nähe d.u.Kast, billig zu verm. Nestaur. zum Kronprinz. 2451] Zwei sein möblierte, geräumige Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer) in angenehmem Hause, ruhige Lage, zu vermieten. Schtllerstratze 11, HL 1120] Crednerstraße 12 zwei schöne, geräumige Wohnungen, je 6 Zimmer nebst Zubehör, per L April ober später zu vermieten. Näheres Hofmannstr. 14. 1817] In meinem Neubau Landgrafeustr. 8 ist ber 3. Stock sofort ober später zu vermieten. Ißin tücht, gew. Aiädchen, w. i. Koch. u. all. Häusl. Arb. grdl. erfahr, ist, sucht Stelle z. 1. Mai, auch früh., am liebst a. Haushält Off. u. J K postlagernd Cassel. Für ^ann^at^urroarengef^^äü ILehüiiig ii. 1 LchniiAM gesucht Offerten unter 2307 an Laden Z mü Wohnung, neu hergerichtet, sofort zu verm. Mänöbnrg 7. 2236] Brandplatz 14 ein Last« mit Wshnlliig alsbald zu vermieten. Näheres Frankfarterstraße LV. 6>rdL möbl. Zimmer zu ver- U mieten. Bahnhofftr. 88, II öbliertes Zimmer zu verm. 01809 Marktstraße 29. ®ut möbl. Zimmer sof. ob. sp. zu verm. Schulstr. 11, IIL ifjin hübsch möbliertes Zimmer per sofort ober später zu ver° mieten. CafS Krämer, 1. Stock, separ. Zimmer zu ver° «^4 mieten. Nenen-BLue 2, III Ä82l Schön möbl. Zimmer per sofort zu vermieten. Neustabt 1, II, Ecke Bahnhofstr. Achön möbt Zimmer z. L AprÜ ob. später an Kaufmann ob. Beamten zu vermieten. 2614 ____________Seltorsweg 4. iLchön möbl. Zim. fof. ob. spät Äedorf, Bahnhofstraße 2, UI Winz gesucht,Berechtigung, für eine hiesige größere Fabrck ber Baubranche. Selbstgeschrieb. Offerten unter 11 2544 an die Expedüion d. Bl. erbeten._______ Zum 1. April er. findet ein Lehrling | mit der Berechtigung zum Etuj.-Kroiwilligeu tu einer hlefigeu Eigarreufabrik Aufnahme. Adresse zur schrifllichen Annreldung bei der Exp. zu erst. 2485] Gärtuerlehrling mit guter Schulbildung kann unter günstigen Bedingungen zu Ostern eintr. E. Ellenberger, 51unst- u. Handelsg., Biedenkopf, Teleph.12. Ähriillg gesucht. Ayz. Glaserei, Kaplansgaffe 27. 377 törtfiiAf Nichtiges, ordentliches Dienstmädchen gegen hohen Lohn zu kleiner Familie. Eintritt möglichst bald. Frau E. Krumm, 2568 ________Bahnhofstraße 40. L-chnDcheii 01267] Tücht. Dienstmädcheu, welches selbständig arbeiten kann, auf den 15. April gesucht 01344] Alöbl^Zimmer mü Pension zu vermieten. Kirchenplatz 6. Möbliertes ZiMek^Lt 01348 Marttstraße 11. 2613] Schön möbl. Zimmer mü oder ohne Pension zu ver- mieten. SelterSweg 61. Möbt Zimmer nt vermieten. Seltersweg 81, Nebenhaus. 2609] Für Einjährige. Zwei gut möblierte Zimmer per sofort zu vermieten. Asterweg 6, 1 01346] Möbliertes Zimmer zu vermieten.________Neustadt 47. 8 Solide Arbeiter können Kost u. Logis erhalten. Mäusburg 3. Achön möbliertes Zimmer für Anfang April zu vermieten. Näh. Plockstraße 6, III. 01338 Moltkestratze 2 ist eine eleg. 6-Zimmerwohn. per L Juli zu v. 1838 Max Stahlberg. Fiiiif-ZiiiiMtt-WöhMiig 111. Stock meines Neubaues mit allem Comfort ber Neuzeit eingerichtet, evtl, tu zwei kleine Wohnungen geteilt, an ruhige Leute zu verm 2028 M. Levi, Seltersweg 35« n meinem neueroamen paufe, Liebigftraße, find 8 6-Zim° ibnungen mit Küche, Bad und ibchenkarnmern, ber Neuzeit 2114] In unferm Neubau Roou«- straßc 84 ftnb 3 Wohnungen mü je 4 Zimmern u. Mäbchenkammer, Bleichplatz und Gartenartteil, per 1. Juni ober Juli zu vermieten. Koch- und Brclmgasleitung ist in- jeher Wohnung angelegt. Näheres iltoonstraße 36, part ________Schäfer & Größer. In meinem Neubau, Grünbergerstratze 7, sind elegant eingerichtete Wohnungen von 6 Zim, Bade- u. Mädchenzim, 2 Ballons im Stock, alles ber Neuzeit ent- fprechenb, Kochgas, Bleichplatz u. großer Garten p. 1. Juli zu verm 1870 Kranz Hewel. Wer Stelle sucht verlange b.Allg. Vakanzenliste, Mannheim lW Sie General-Agentur einer ersten beutjchen Lebens-, Unfall- und Haftpflicht-Vers^es. mtt weitverzweigter Organis. für Oberheffen, Sitz Gießen, ist zu vergeben. Lebensstellung. Bewerber, auch Nichtsachleute, woll. gefl. Offerten unter Chiffre G. A. Nr. 01340 bei der Exped. dieses Blattes einreichen._______________ Vertreter und ganz Hessen von einem Spe° cial-Engroögeschaft für Trico- tagen, Strumpfwarcn und Hand- chuhen. Offerten erbeten uiüer F. X. 2606 Exped. b. Bll (2606 Eine ältere deutsche Feuerver- 'icherungsgesellschaft hat für ihre Einbrnchdiebstahlbrauche eme General-Agentur ür die Provinz Oberheseen zu vergeben. Geeignete Berverber wollen gefl. Offerte einreichen an G. L. Daube & Eo. in Frauk- furt a. M. unter f. 6 1282. [253] sß^ltguergefelle gesucht. H. SPieS, Diezstraße 10. Möbelschreiner 2111] Junger Hausbursche sofort gesucht Kreuz 11. Ein stkiitlicher Saiisbllrsße gesucht [2607] Steins Garten. 2623] Jung, träft. Hausbursche bei freier Station gesucht. A. & G. Wallenfels, Markt 21. MntrNtlino Ä" 01336 Hotel Prinz Carl. Lehüiiig-GM. Wir suchen für unsere C-olonial- warsngroßhanblung einen jungen Mann zum Eintritt als Lehrlmg für sofort ober später. [2624 C. W. Rowack & Sohu. 1616] Schön, groß, möbt Zim- mer zu verm Löwengaffe W, H. zttlöbt Zim, paff. s. Einst 1. Aprü »