192. Jahrgang Nr. 307 giiAwni idfliictf auke, eonntrme imh Feiertag# ’Hetln^en: ilnnabmr von atueincn für die SiittnaSnuinmer bi» 81/, Ubr be<* vornnttaa» lle»rtnferVrrifr für die Dhinmrter-Hetle von 22 Mtllimeier Breite: 7 »tot für tVamilienan- Afi am und privat» ®elegenbett»ometneit 14»tot. ♦. Werbeanzeigen und gdrtiäftbtbc (««legenbei t^oiuet gett Vlaeooridjnfl (oar benot Vereinbarung) 2fie/e mebt G,ebener ♦tamilienblätter Heimat imBbd'DieSckolle Bezua-vreiS r Monatlich . . .O.ij» SustellaebÜLr^ .. ,, - 2ß auch be- Nichlericheinen von einzelnen Nummern infolge böberei Gewalt BurrdmnidUnb 2251 antSrift Anzeiger- General-Anzeiger für Oberhefsen l**«*rr«*elWre?tlM JBBF^Dotmcrsfdd, 5(. De j. |942 /$rettag, L 3mt.|945 Gießener Anzeiger Der deutsche Weg in ein neues Jahr. Von Franz Schauwecker. Es verlohnt wohl, am 1. Januar, wo die Erde wieder auf den gleichen Punkt zurückgekehrt ist, den sie vor einem Jahr innegehabt hat, einen Blick zuruckzuwersen und einen Blick voraus zu tun Denn lrt)er Wendepunkt des Lebens birgt im Abschluß seines Kreislaufes Ende und Beginn, und auf jedem solcher Marksteine der Geschichte pflegt die Aufforderung zur Rechenschaft verzeichnet zu sein, da- mit man aus den gewonnenen Erfahrungen lerne und sich zu neuer Tat rüste. Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft schmelzen hier in einem Tiegel zusammen, dem etwas «mm Prophetie und Ahnung Mnewohnt. an Führung und also das Irre- und Jns-Leere- Gehen des Gehorsams. Denn der letzte Gehorsam, der immer freiwillig ist, wenn die tiefste Rot kommt, der war da. Er fand nur nichts, an das er sich halten konnte. Das wissen wir heute, wenn wir dem kommenden Jahr entgegensehen: die Führung ist da, und die Zuversicht ist gleichfalls da. Der große Augenblick des zweiten Weltkrieges wird wieder ein großes Geschlecht finden, richtig geleitet durch die richtige Führung am richtigen Platz. Niemals und unter feinen Umständen hat der Deutsche eine Sache verloren gegeben. Mag ihm auch mancher Plan zerbrochen und manche Hoffnung verringert worden fein, — niemals gab der Deutsche den Kampf auf, und mit immer erneuter Kraft trieb er feine Keile durch jeden Widerstand an das Ziel und zum Siege. Die fraglose Pflicht aus innerer Notwendigkeit, die auf Glanz und Entgelt verzichtet und mit guten Posten nicht zu ködern ist, ist eine der deutschen Voraussetzungen für die Erneuerung. Der Deutsche ist fein Wesen, das stetig in sich selber beharrt, sondern es verlangt ihn danach, sich immer wieder aus sich selbst neu zu gestalten. Das geschieht nicht aus der Sucht nach Neuerung, sondern es entspringt unserem Drang zum Wandel und dem Reichtum der uns gegebenen Möglichkeiten. Es ist die Fülle, welche die Kraft sichtbar bestätigt. Die Formen des Lebens zerfallen, jedoch der Sinn bleibt und schafft sich in der großen Ueberlieferung >er Geschlechter, im Erbe des Blutes neue eigene Jarmen. Gleich dem Vogel Phönix der alten Sage teigt die Erscheinung dieses Sinnes unseres Blutes und unseres Volkes aus der Asche der Vergangenheit. Und wenn wir an diesem ersten Tage des neuen Jahres, so nahe dem Weihnachtsfest und der längten und dunkelsten Nacht des alten Jahres zurück- -licken auf dieses vergangene und weiter noch, viel weiter in die Jahresläufe unserer Geschichte, die den Jahresringen eines mächtigen Baumes gleichen, dann, ja dann sehen wir immer wieder, daß das Leben unseres Volkes ein beständigerKampf gewesen ist, jener Kampf, der allein imstande ist, das Errungene sich dadurch zu erhalten, daß er es neu formt, daß er es unaufhörlich verwandelt, Ge- taltenwandel des Deutschen im großen Fluß des Verdens, der sich zuletzt im urkundenlosen Dämmer ler Geschichte verliert. Ueberall und immer werden wir gewahr, wie dieses deutsche Volk wohl Rückschläge erlitt, aber wie ts sie immer von neuem überwand und wie es selbst aus dem scheinbar Giftigen neue Nahrung sog. Ständig zeigt uns der Rückblick, der vieles klarer und durchdringender schaut, daß dieses deutsche Volk in Schicksalsschlägen sich härtete, und daß es sich unter dem Druck straffte, denn es ist der Druck, welcher die Welle hebt. Der Sturm löscht die kleinen flammen, aber die großen Feuer schürt er, daß das panal ihres Glanzes, von den Wolken zurückgewor- jen, weithin sichtbar sein wegweisendes Licht verkündet. Mit Adolf Hitler für Freiheit und Brot Der Aufruf des Gauleiters zum Jahreswechsel. Nattonalsozlalislen In Hessen-Nassau! Männer in der Front der Wehrmacht! Männer und Frauen in der Front der Heimat! Ein Jahr sieghafter IDaffenerfolge der Front und erfolgreichster Arbeitsanstrengung der Heimat liegt hinter uns. Es brachte uns zu unserem ideellen Dorrang die endgültige Sicherung unserer materiellen liebe rl egen beit. Der hunger und die Rohstosffnappheit, zwei Faktoren, auf die der ftriegsplan unserer Feinde vor allem aufbaute, find durch die raumerweiternden Schläge unserer Wehrmacht für immer überwunden. Die Zelt aber wurde damit zu einem verbündeten der Achsenmächte und wird ihr Eager nicht mehr wechseln. Aus dem festen Fundament dieser Erfolge treten Front und Heimat in das Kriegsjahr 1943. Es wird uns an Opfer und Härten gewiß nichts ersparen, es wird in verstärktem Maße Mut und Treue, ein starkes Herz und gläubiges Vertrauen erfordern, es wird mehr als einmal von uns verlangen, die Ohren steif zu hallen. wir aber wissen, daß dieser Kampf um die Existenz unseres Volkes, um das Eeben jedes einzelnen schlechthin, geführt wird, wir brauchen daher weder Vesehl noch Aufmunterung zu einer Haltung, die über die nationale und soziale Zukunst oder die Vernichtung des Reiches entscheidet, wir kennen das Gebot der Stunde und werden es mit den altbewährten nationalsozialistischen Tugenden erfüllen. In fester Kameradschaft vereint sieht bas deutsche Volk dem Jahre 1943 mit voller Siegeszuversicht entgegen. Mögen seine Kämpfe noch fo hart fein, immer werden sie die Niederlage des Feindes vergrößern, uns aber dem Endsieg näherbringen. Der Gau Hessen-Nassau grüßt somit das neue Jahr unseres Freiheitskampfes mit dem allen Kampfruf der Bewegung: Mit Adolf Hitler für Freiheit und Brot! Sprenger. Dem Schicksal ins Auge sehen. Geist und Blut find es, die sich den Körper bauen, nicht nur den Körper, sondern auch das Reich und die Herrschaft. Es war in Deutschland immer so, daß sich die geschichtliche Entwicklung nicht gleichmäßig und reibungslos vollzog, wo Frankreich und England demgegenüber ein weit größeres Beharrungsvermögen Und eine viel festere Stetigkeit zeigten. Auf wie vielen Marksteinen und an wie zahlreichen Schlag- bäumen gefährdeter Grenzen Deutschlands aber stand, ehern vom Griffel der Geschichte eingegraben, das Wort: Beginnt von vorn! Immer wieder gehorchte der Deutsche diesem Schicksalsrufe seines Volkes. Die Besiedlung der Ostmark im Mittelalter, die Freiheitskriege, die Gestalten Friedrichs des Großen und des Prinzen Eugen, der zugleich ein Retter Deutschlands vor dem verheerenden Ansturm des orientalischen Ostens und ein Bewahrer vor dem unnatürlichen Machtanspruch des französischen We- stens wurde, die Ueberwindung des verlorenen ersten Weltkrieges und all dessen, das danach hereinbrach, all dies kündet davon. Vorgänge wie die Flucht und Verzweiflung Lu- thers, die Haltung Friedrichs des Großen nach Kolin und dem Ueberfall von Hochkirch, die Verbannung des Freiherrn vom Stein, die furchtbare Verein- samung Nietzsches, Taubheit und Unglück Beethovens beleuchten blitzartig diese deutsche Situation der Krisen und drohender Katastrophen. Und die Tat Luthers, der Sieg Friedrichs II., das Werk Steins und Nietzsches, die Musik Beethovens unmittelbar danach und mitten darin setzen den Gegenstand in das hellste Licht. Es war immer ein Trotzdem, ein Trotzalledem, in dessen Zeichen diese Siege er- jochten, diese Arbeit geleistet und dieses Werk geschaffen wurde. .,. , Und wir?! haben wir das nicht am eigenen Leibe erlebt? Als damals im ersten Weltkrieg alles zugrunde zu gehen schien, da wirkte im besten T fe Volkes die Kraft von Blut und Erde 'n der trostlosesten Verlassenheit zum erbittertsten Wder tand trotzalledem. Und dabei fehlte es an bet’ cr^elh™ den Führung! Das gab damals den Ausschlag für den Verlust des Krieges. Nur dieses: der M a n g e l Von Jürgen Hahn-Butry. Zwei grundsätzlich verschiedene Auffassungen hat es schon immer gegeben, mit denen die Menschen in ein neues Jahr gehen: die einen vertrauen blind ihrem Schicksal und sind von vornherein davon überzeugt, daß das neue Jahr als ein gutmütiger Freund zu ihnen tritt, dem sie nur die Hand zu geben brauchen, damit er sie zu allem führt, was sie sich erwünscht« und erträumen. Sie haben auch nichts vom verflossenen Jahre gelernt, sie haben Enttäusckunaen und harte Lehren vergessen und meinen, daß ihr blinder Optimismus eine Stärke ihres Charakters fei. Die anderen nehmen das Leben oerantroortungs- ernster und schwerer. Sie prüfen am eigenen Ich die Fehler und Schicksalsschläge des vergangenen Jahres. Sie wissen, daß jeder noch so gute und starke Wille, jedes Streben und Begehren nicht nur von ihnen selbst, sondern auch von Dingen abhängt, die außerhalb der eigenen Person liegen. Sie sind dankbar, daß sie die Kraft fanden, ihre Aufgaben zu meistern und alles Schwere des alten Jahres au überwinden, und sie wappnen sich innerlich, um bereit zu sein, noch Schwereres zu tragen, wenn das Schicksal es von ihnen verlangt. Die Stunden der Jahreswende im vierten Kriegs- winter unseres Freiheitskrieges sind wohl dazu angetan, zu prüfen, mit welcher der beiden Auffassungen wir mehr und besser uns selbst und unserer Gemeinschaft dienen. Wer das deutsche Volk für eine Gemeinschaft in den Tag lebender Menschen hielte, der müßte wohl sagen, daß ein sorgloser Optimismus eine rechte Parole für das Jahr 1943 fei. Und es gibt gewisse Hohlköpfe, die der lieber- zeugung sind, der Krieg ließe sich am leichtesten ertragen, wenn man fest daran glaubte, er sei bestimmt in einem halben Jahre zu Ende. Wie klein und arm stehen doch diese Menschen vor der Größe des deutschen Schicksals? Ihr kleines bedauernswertes „Ich" wird zum Nichts vor jedem Soldaten an der Front. Wieviel stärker und sicherer stehen da die anderen, die das kommende Jahr ernst und verantwortungsbewußt nehmen vor der Gemeinschaft ihres Volkes und vor sich selbst! Sie brauchen keine Krücken des blinden Optimismus, auf denen sie ihren Aufgaben entgegenhumpeln. Sie wünschen natürlich, wie jeder Mensch, ein Ende dieses Krieges, aber sie brauchen keinen Termin und fragen auch nicht danach. Sie wissen auch, daß es im Kampf auch für den Tüchtigsten und Tapfersten Rückschläge geben kann, und darum fürchten sie auch keine Rückschläge des Krieges, wenn solche kommen sollten. Sie wissen, daß es für uns im Kampf auf Leben und Tod das Wort „Unmöglich" nicht geben darf und daß auf die Dauer nur dem das Schicksal einen bleibenden Erfolg gönnt, der ihn sich schwer erkauft und ihn ständig behaupten kann. Sie wollen keinen Rosenschleier vor ihnen Augen tragen, sie wissen um die Notwendigkeit des Opfers und wappnen sich als Kämpfer mit harter Zähigkeit, die kein Ermüden und kein Nachgeben duldet. Sie können verzichten und können Entbehrungen gelassen hinnehmen, weil sie glasklar sehen, daß dieser Krieg für das ganze Volk auf Leben und Sterben geht. Dies aber allein ift die Auftastung der Starken an der Front und in der Heimat, ist die innere Haltung, die wir brauchen, um den Krieg zu gewinnen. Wer nur einmal mit sehenden Augen in das Antlitz des Bolschewismus geschaut bat, für den ift die Frage nach der Punktzahl der Äleiderkarte ebenso unwichtig wie die, ob er noch mehr und noch länger zu arbeiten hat. Dem ift es lieber, daß der Krieg noch zehn Jahre dauert, als daß je ein sowjetischer Soldat seinen Fuß auf den heiligen Boden des Reiches setzte. Diese tiefe innere Ueberzeugung und die Erkenntnis der eisernen Notwendigkeit der höchsten Bewährung jedes einzelnen in diesem Krieg, den man unserem Volk aufzwang, bestimmt feine Haltung in allen Dingen. Aus ihr wächst die Quelle feiner Kraft, die einfach nicht erschöpfen kann, solange er lebt. Wie die Güte des Erzes sich erst im Feuer erweist, so ist dieser Krieg die große Prüfung der Charaktere. Die Starken und Wertvollen halten als Deutschland an der Jahreswende 1939/40 und 1942/43. ■DI HewhdeUwd u iifrvOtfhdrfrx MU ’ßtfrwHdrt«’ Staat™ MG ficxttU Crtnrtr - — Mn tratt Staatr* MM ‘JtiMditaotn . . - .*'< - - ----- .-------- -„ E.. V s (/ . Jahreswende. Ein Jahr harter Arbeit, schweren opferoollen Ringens versinkt für unser deutsches Volk ins Meer der Vergangenheit, ein neues zieht herauf, von dem wir nur das eine wissen, daß es uns nichts geben kann, was nicht durch Arbeit und Kampf verdient wäre. Im Augenblick der Scheidung und Verknüpfung der Jahre halten wir, so wenig sie im dramatischen Ablauf des l^riegsgeschehens eine Zäsur bedeuten, den Atem an, nicht um dem Verrinnen der Zeit müßig zu Faunen, sondern um uns auf das zu besinnen, was die Stunde von uns fordert. Sie fordert Dank einem gnädigen Gott, der unsere Waffen segnete und unser Volk stark machte, daß es an der Front und in der Heimat die Proben der Bewährung bestand und vor neuen Aufgaben den Mut nicht sinken ließ, sondern sie mit Ernst und Zuversicht anpackte in dem unbeugsamen Willen, unser Schicksal zu meistern und mit dem Sieg unserer Waffen und unserer Hände Arbeit das Reich zu bauen, das uns und unseren Kindern Raum und gesicherte Lebensmöglichkeit in einer glückverheißenden Zukunft bieten soll. Und Dank fordert diese Stunde den toten Helden^ die an allen weit gespannten Fronten dieses Krieges in stiller Pflichterfüllung mit beschämender Selbstverständlichkeit ihr Leben gaben, auf daß wir leben dürfen. Aus ihrem Opfer quellen immer neue Ströme innerer Kraft in unser Volk. Ihr Beispiel selbstloser Hingabe ist ein steter Aufruf für uns, es ihnen gleich zu tun in gläubiger Zuversicht und phrasenloser Pflichttreue, ihrer würdig zu werden in steter Einsatzbereitschaft für Volk und Reich. Ihr Vorleben und Vorsterben schärfe uns den Sinn für den Ernst und die Größe der Zeit, in die wir gestellt sind. Ihre Tapferkeit des Herzens mache uns stark und geduldig, zu tragen, was uns auferlegt wird. Ihr Vertrauen in den Sieg unserer guten Sache verpflichte uns zu letzter Anspannung und äußerster Härte gegen uns selbst. So werden wir mit dem Blick auf sie auch die schwersten Anforderungen zwingen, die dieser Krieg an uns steilem sollte, denn wir alle sind Bürgen dafür, daß aus ihrem Tod ein tausendfacher Segen werbe für unser Volk und sich auf ihrem Opfer das Reich erhebe, für das sie stritten und fielen. * Das Jahr 1942, dessen Tore wir mit diesem Oe- löbnis verlassen, begann mit klaren Fronten in der weltpolitischen Konstellation der Mächte. Wenigö Wochen vor Jahresbeginn hatte Japan mit seinem Eintritt in den Krieg einer Kette unerhörtester Provokationen ein Ende gemacht, die die Bereinigten Staaten, in völliger Verkennung des Kraftgefühls und Selbsthewußtseins sowohl wie der tatsächlichen militärischen und wirtschaftlichen Stärke des japanischen Volkes, gemeint hatten, diesem ungestraft bieten zu können. Die Bereinigten Staaten haben diese leichtfertige und überhebliche Mißachtung der gerechten Ansprüche einer bis zur äußersten Grenze des Möglichen friedfertigen und geduldigen, bann aber kraftvoll und zielbewußt handelnden Nation in wenigen Monaten mit dem völligen Verlust ihrer Stellung im pazifischen Raum bezahlen müssen. Und mit den Bereinigten Staaten hat auch England, das sich in feiner Politik gegenüber Japan trotz manchen Zögerns schließlich doch ganz von Roosevelt ins Schlepptau hatte nehmen lassen, mit feinen wichtigsten strategischen Positionen in Ostasien auch Länder ein- gebüßt, deren märchenhafter Reichtum einst das wirtschaftliche Rückgrat des Empire gewesen waren. Nachdem noch am Weihnachtstage des Jahres 1941 die britische Festung Hongkong vor der süd- chinesischen Küste von japanischen Truppen gestürmt worden war, brachten die Feldzüge in den nationalsozialistische Kämpfer die Zukunft des Reiches fest in ihren Händen, daß die wenigen Schwankenden und Zagenden, die über die ßeiterfproffen ihres blinden Optimismus von Halbjahr zu Halbjahr mitstolpern und über die Dauer des Krieges debattieren, nichts zu bedeuten haben. Da aber der totale Krieg auch die totale seelische Mobilisierung unseres Volkes verlangt, fordert die Gemeihschaft auch von ihnen die endliche Erkenntnis. Gerade ihnen aber wird die Lehre von der unabwendbaren Schwere dieses Krieges den Weg zur Einsicht öffnen. Die völlige Mobilmachung der Menschen als Soldaten und Arbeiter ist heute ebenso durchgeführt wie die Inanspruchnahme aller unserer wirtschaftlichen Werte für den Krieg. Das Jahr 1943 verlangt von uns die totale Mobilmachung der deutschen Seele, die Inanspruchnahme ihrer inner st en und edelsten Kräfte. Das gute Gewissen gilt es im letzten Volksgenossen immer von neuem auf- zurütteln, damit nicht einer fehle in der großen Front der Hingabe an die Nation. Ist da nicht manch einer, der sich bei ernster, innerer Besinnung sagen muß, daß er noch mehr, noch Besseres leisten konnte? Auch die beste Organisation der Nation kann die Kräfte eines Volkes nur dann total mobilisieren, wenn die tiefe innere Ueberzeugung, daß es um Leben und Sterben geht, in jedes einzelnen Herzen Raum gefunden hat. Wir werden diesen Krieg zu dem uns vom Schickai gegebenen Zeitpunkt gewinnen. Nicht, weil wir die todesmutigsten Soldaten und die besten Waffen, onbern vor allem weil wir die stärksten Herzen und den größten Glauben haben. Die Stärke der Herzen und die Kraft des Glaubens an die Nation find die Bürgen unseres Sieges. Sie schaffen den nicht nur todesmutigsten, sondern auch den überlegenen Soldaten, und sie führen die Hand des Rüftunasarbeiters im schweren Schaffen. Wir glauben mit höchster Zuversicht an den Sieg, weil wir bereit sind, alles für ihn einzusetzen und zu wagen. Nie verlöschbar sehen wir ihn vor unseren Augen leuchten und strahlen. Und so fassen wir uns noch fester an den Händen. Und marschieren. Mar- schieren durch neue Tage, Wochen und Monde. Marschieren ohne Frage nach allem Schweren des Weges oder nach seiner Länge. Denn das Licht unserer Zukunft und Freiheit leuchtet uns, und mir Deutschen glauben an das Licht, und daß wir sein» -Kinder (inbl Dschungeln der Malaien-Haibinsel, auf den Philip« pinen und auf dem Sunda-Archipel, vorbereitet durch glänzende Siege der japanischen Kriegsmarine und Luftwaffe, die in der Schlacht in der Java- See am 6. März die alliierten Seestreitkräfte derart dezimierten, daß diese für die nächsten Monate ausgeschaltet und erst nach HeraNholung neuer Flotteneinheiten aus der Heimat wieder aktionsfähig wurden, im schnellen Siegeslauf eines knappen halben Jahres die Eroberung eines gewaltigen Reiches. Zur Inselwelt der Südsee mit ihren ungeheuren Rohstoffquellen landwirtschaftlicher wie industrieller Art, die — man denke nur an Reis und Hanf, Gummi, Zinn und Erdöl — für Japans Wirtschaft lebensnotwendig waren, hatten Briten und Amerikaner dem japanischen Volke den Zugang in friedfertigem Wirtschaftsaustausch kurzsichtig verwehrt. Run hat es sich ihn mit der Gewalt der Waffen erzwungen. Gleichzeitig zielte eine andere Stoßrichtung der japanischen Offensive nach Norden. Durch den Vormarsch in Burma, der durch das feuchte Tropenklima und den Gebirgs- charakter des Kriegsschauplatzes ungeheure Anforderungen an die japanischen Truppen stellte/ wurde das Rumpfchina Tschiangkaischeks seiner letzten brauchbaren Nachschubstraße vom Meere her beraubt und für seine Verbindung mit dem britischen Bundesgenossen auf den Luftweg oder Saumpfade über das Hochgebirge verwiesen. Seit Anfang Mai stehen die Soldaten des Tenno vor den Toren Indiens. Die zweite Phase des pazifischen Krieges rft gekennzeichnet durch japanische Vorkehrungen gegen eine britisch-amerikanische Aktion zur Rückeroberung der verlorenen Gebiete. Anfang Juni landen die Japaner auf den Aleuten und durchschneiden damit auf dem vom amerikanischen zum afiati- schen Kontinent sich spannenden Dogen den nördlichen Anmarschweg der Amerikaner. Der Flanken« schütz ist damit gestchert, und das ständige Niederhalten der von südostchinesischen Flugplätzen ope- rierenden Formationen der amerikanischen Luftwaffe schützt das japanische Mutterland auch von Süden her vor Ueberraschungen, während die japanische Kriegsmarine den zur Gewinnung neuer Ausgangsstellung heranrückenden britisch-amerikanischen Wob tenverbänden in den australischen Gewässern ent- gegentritt. Schon am 8. Mai erleiden diese im Korallenmeer nordöstlich des australischen Kontinents eine empfindliche Schlappe. Die britisch-arnerika- ntsche Gegenaktion zur Sicherung Australiens, das von den auf Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und. den Salomonen gelandeten Japanern aus weitem Halbkreis heraus bedroht wird, erschöpft sich in der Folge in örtlich begrenzen Kämpfen tm Bereich der Salomonen-Insel Guadalcanar, deren Ausweitung zu raumgreifenden und entschei- denden Operationen den Alliierten nach den schweren Niederlagen in vier Seeschlachten bei den Salomonen bislang nicht gelungen ist. Daß die japa- msche Offensivkraft durch diese Kämpfe keineswegs gehemmt ist, beweist die neue Aktivität, die die ja- jamsche Luftwaffe nach dem Ende der Regenzeit bei Angriffen auf Chittagong und Kalkutta, den bedeutenden indischen Wirtschaftszentren am Golf von Bengalen, entfaltet. Die eben noch einmal kurz in das Gedächtnis zu- rückgerufenen wahrhaft bewunderungswürdigen Erfolge der japanischen Waffen haben mit der Zertrümmerung der britisch-amerikanischen Machtpositronen im ganzen Bereich der Gi'rdsee der japanischen Führungsmacht die Möglichkeit gegeben, die Neuordnung des ost asiatischen Raumes, die mit der Errichtung Mandschutuos 1931 begann, die mit der Autonomie-Erklärung der Inneren Mongolei 1933 weitergeführt wurde und die seit 1937 auch China einbezog, mm in gewaltig gesteigertem Umfang fortzusetzen. Eine ostäfiatische Großraumwirtschaft nahm im Laufe des Jahres bereits deutlich sichtbare Formen an. Die Errichtung eines eigenen Großoftasten'-Ministeriums in Tokio beweist, wie zielbewußt Japan schon während des Krieges die Organisierung seines neugewonnenen Lebensraumes in Angriff nimmt. Aber durch alle Reden seiner leitenden Staatsmänner klingt das Bewußtsein, daß die endgültige Sicherung' dieses Lebensraums vom japanischen Volke noch große Anstrengungen und harte Kämpfe fordern wird. Die ungeheure Ausweitung seiner wirffchaftlichen Basis durch den Anfall so reicher Gebiete wie die Philippinen, den SundaMrchipel, Malaya und Burma hat Japan jedoch gegen die Hauptwaffe seiner Feinde, die wirffchaftliche Blockade und Aushungerung, gänzlich unempfindlich gemacht. Es kann mit stolzer Siegeszuversicht in das neue Jahr hrn- übertreten. * Das Heber greifen des Krieges auf den paziftfchen Raum hat ihn zu einem neuen Weltkrieg gemacht in einem noch viel ausgesprochenerem Sinne, als es der erste war. Denn nicht nur, daß auch das ferne Australien als unmittelbarer Nachbar der Südsee Kriegsschauplatz wurde und eine Reihe südamerikanischer Republiken sich unter dem Druck des Dollarimperialismus in den Krieg hineinziehen ließ, es war auch selbstverständlich, daß die beiden europäischen Führungsmächte, Deutschland und J.t ali e n — seit dem 27. September 1940 mit Ja- San aufs engste verbunden — mit Japans aktiver bwehr der amerikanischen Provokationen den Bündnisfall für gegeben erachteten. Und dies um so mehr, als Roosevelt seit Jahren schon immer deutlicher zu erkennen gegeben hatte, daß der Vernichtungskrieg gegen Europa das letzte Ziel seiner Politik war. Als Exponent der jüdisch-pluto- kratischen Welt, der er trotz seiner an ihrer eigenen widerspruchslosen Halbheit gescheiterten sozialreformerischen Experimente immer geblieben ist, haßt er die zu einer wahren sozialistischen Ordnung sich durchringenden Völker vom Grunde seines Herzens her. Als Imperialist reinsten Masters gönnt er den jungen, aus de.m Zwang des Mißverhältnisses zwischen Raum und Volkszahl nach Sicherung der ihnen von Natur und Geschichte bestimmten Lebensräume strebenden Nationen nicht einen ihrer Wirtschaftskraft und ihrer kolonisatorischen Begabung entsprechenden Anteil an den reichen Rohstoffschatzen der Erde. Aber für sein eigenes an Raum und Rohstoffen überreiches Land sieht er in dem zweiten Weltkrieg die ersehnte Möglichkeit, das jetzt auch machtpolitisch zu vollenden, was auf finanziellem Gebiet bereits der erste gebracht hatte: die Weltherrschaft des Amerikanismus. Diesem für alle sich ihrer eigenen geschichtlich gewordenen und National begründeten Lebens- und Wirtschaftsformen bewußten freien Völker tödlichen Anspruch entgegenzutreten, bekräftigten die Mächte des Dreierpaktes in der Mlitärkonventton vom 18. Januar 1942. Sie wissen, daß es in dem ihnen .aufgezwungenen Kampf um die Existenz ihrer Völ- ker geht. Wie Japan nicht leben könnte, wenn seine 120 Millionen auf den schmalen Jnselramn des japanischen Mutterlandes zusammengepfercht würden, io wissen Deutschland und Italien, daß sie in den Grenzen ersticken müßten, die ihnen nach dem ersten Weltkrieg gesetzt wurden. Aber wort bariföer Das deutsche Heer 1942. Von unserem militärischen Mitarbeiter. Ein Jahr schwerster Kämpfe und größter Siege liegt hinter uns; ein neues Kampfjahr steht vor der Front. Dies Jahr 1942 hat dem deutschen Heer wiederum Siege gebracht, die in der Kriegsgeschichte niemals verblassen werden. Es haben sich in diesem schicksalsschweren Kriege nun bereits neue Kämpfertypen herausgebildet, die denen des ersten Weltkrieges würdig an der Seite stehen. Damals war es der Frontsoldat des Westens, der die schwersten Anstrengungen zu überwinden hatte, der einer Uebermacht standhalten mußte und der dennoch niemals wich. Jetzt ist es der Mann, der mit dem roten Band der Ostmedaille — von den anderen Kriegsauszeichnungen abgesehen — den Typus des Ostkämpfers charakterisieren. Dieser Typ entstand nicht von heute auf morgen. Es brauchte dazu ost Monate schwersten Einlebens und letzter Pflichterfüllung. Dann aber ist der deutsche Ostkämpfer ein Mann und ein Soldat geworden, den auch die größte Uebermacht nicht schreckt, ein Mann, der sein Maschinengewehr gegen die anstürmenden Bolschewisten richtet, ein Mann, der mit seinem Pakgeschütz zielsicher einen sowjetischen Riesenpanzerwagen ngch dem andern abschießt. Der Kampf hat sich in diesem Jahre gewandelt, und die Kämpfer haben das auch getan. Leichte Siege werden im Osten nicht erfochten. Der Kommandeur eines norddeutschen Sturmregiments hat nach den Kämpfen von Sewastopol eindringlich darauf hingewiesen, daß die jungen Rekruten, die zum ersten Male nach dem Osten kommen,' noch viel lernen müssen, um es ihren erfahrenen Same» roden gle-ichtun zu können. Sie haben es aber alle gelernt, wenngleich ost unter Opfern, die nicht leicht wiegen. So muß man die Ostkämpfer sehen, wenn man ihre Siege sieht. So hielten sie stand, noch ehe der Schnee von den Feldern verschwunden war, als Timoschenko bei Charkow seine Panzerwagen und seine Massen gegen die deutsche Front in Bewegung setzte. Nach schweren Kämpfen winkte ein großer Sieg und große Teile der sowjetischen Angriffsarmee wurden eingekestelt und vernichtet. Die deutschen Kämpfe auf der Halbinsel Kertsch leiteten die Vorbereitungen zur großen Offensive 1942 ein. Es folgte der Angriff auf S e w a st o p o l, der an Härte in diesem Kriege bis jetzt noch nicht übertroffen worden ist. Die Sowjets wußten, was der Verlust dieser Festung zu bedeuten hatte, und sie haben sich deshalb bis zum letzten gewehrt, ohne das Schicksal aufhalten zu können. Nun war der Weg frei für die weiteren Pläne der deutschen Füh- ung, und so begann der Angriff an der Don- Front, der Sturm gegen Woronesch, der Ansturm gegen Stalingrad, der Marsch i n s Kubangebiet. Die wichtigen Oelquellen von Maikop wurden genommen, die von Grosni schwer beschädigt. Unermüdlich drangen unsere Gebirgs- truppen im Kaukasus vor, und bald flatterte auf dem Elbrus die deutsche Kriegsflagge. Unglaubliches an Marschleistungen wurde vollbracht, und wie ein Wunder schien es beinahe, daß der Nachschub die so schnell vorrückende kämpfende Truppe immer wieder erreichte. Wahrend dieser ganzen Wochen des Vormarsches aber tobten an der mittleren Ostfront die Ent- lastungsangriffe der Sowjets. Wenn man von den deutschen Siegen des Jahres 1942 spricht, dann darf man die Männer nicht vergessen, die im Raume von Rschew immer wieder den sowjetischen Angriffen Trotz boten und die damit den vormarschierenden deutschen Truppen den Rücken schützten. Tag um Tag und Nacht für Nacht dauerten die Angriffe in unverminderter Stärke fort. Es wurde Unglaubliches von unseren Truppen verlangt, aber es wurde vollbracht. In diesem Jahre ist nun auch ein zweiter Kämpfertypus entstanden, der bei unserem Volk auf größte Anerkennung rechnen darf, das ist der Afrikakämpfer Rommels. Was im Osten Kälte, Eis und Schnee war, das ist in Afrika Hitze, Wüste und Durst gewesen. Staunenswert bleibt immer, wie schnell sich unsere Truppen akklimatisiert hoben, denn deutsche Soldaten hatten bis dahin noch keine Gelegenheit gehabt, in tropischen Gebieten zu kämpfen. Heute ist es aber schon so, daß unsere Soldaten Spezialisten des Wüstenkrieges geworden sind unb daß sie sich von keinem britischen Kolonialoffizier etwas vormachen lassen. Es bleibt für alle Zeiten unvergessen, wie die Engländer bis in die Nähe von Alexandria zurückgeworfen wurden. Generalfeldmarschall Rommel erfocht diesen deutschen Sieg in Afrika gegen eine Uebermacht, und wenn er jetzt sich vor einer britischen Uebermacht planmäßig vom Feind absetzen muß, so verzichten wir darauf, britische Methoden anzuwenden und aus einer Absetzung vom Feind einen Sieg zu machen. Aber selbst diese Absetzung bereitet den Engländern ungeahnte Schwierigkeiten, und sie wissen heute noch nicht, was Rommel nun eigentlich vorhat. Das Heer darf mit den Erfolgen des Jahres 1942 zufrieden sein. Das Heer bat geleistet, was es leisten konnte. Pioniere, Nachrichtenmänner und Panzermänner, sie alle haben ihren Anteil am Ruhm, am Gelingen des Ganzen. Den größten Ruhm aber dürfen die für sich beanspruchen, die oft unter den schwersten Umständen ihre Pflicht bis zum letzten tun müssen, die Männer der Infanterie. Es zeigt das tiefe Verständnis des Führers für feine Soldaten, daß er in feinen Reden immer wieder gerade auf die Königin der Waffen, die Infanterie hin- roeift Hat er doch einst selbst in ihren Reihen gestanden und weiß, wie unendlich mühevoll ihr Leben und ihr Kampf ist. Diese Männer aber sind es, die uns im Verein mit unserer Führung die Gewähr geben, daß im kommenden Jahre der Weg zum Siege unaufhalffam fortgesetzt wird. hinaus gehen heute die Kriegsziele der Roosevelt, Churchill und ihrer jüdisch-plutvkrattschen Hintermänner: die Zerstückelung des Reiches und ein Helotendasein für unser Volk soll uns für ewige Zeiten die Kraft nehmen, um aufzubegehren gegen das Schicksal, in der Mitte des europäischen Kontinents immer nur Amboß zu fein, statt der Hammer, der Europa zu seiner natürlichen Einheit um den stählernen Kern des Reiches schmiedet. Hatten Briten und Amerikaner nach dem ersten Weltkriege Frankreich und seine östlichen Trabanten zu Gendarmen eines in Kleinstaaterei und wirtschaftlicher Ohnmacht gehaltenen europäischen Kontinents eingefem, so soll nach dem Willen Roosevelts und Churchills in der von ihnen ersonnenen Weltordnung der Bolschewismus diese Rolle übernehmen. Was es bedeuten würde, Europa, die Wiege der abendländischen Gesittung und Kultur, dem völkerzerstörenden Boschewismus auszuliefern, mag selbst diesem oder jenem besonnenen Briten dämmern, wenn er unter Churchills Duldung die Früchte der bolschewistischen Agitation heute schon im eigenen Lande bedrohlich schnell heranwachsen sieht. Aber England ist langst nicht mehr Herr seines Geschickes. « Während Roosevelt, als Stützpunkt- polttik zur Sicherung der westlichen Hemisphäre und der Verbindungswege zu den Alliierten getarnt, einen gigantischen Raub zu g begonnen hat, der überall in der Welt auf Kosten des brittschen.Empire geht, muß Churchill, fest am Seil des Pacht- und Leihaesetzes, zu allem schweigen, was ihm von Washington zugemutet wird, und dazu noch den bolschewistischen Verbündeten, dessen Schrei nach einer „zweiten Front" das ganze veraangene Jahr erfüllte, mit allen Mitteln bei erträglicher Laune halten, auch auf die Gefahr hin, daß selbst ein siegreicher Ausgana des Krieges England als Weltmacht zwischen Bolschewismus und Amerikanismus zerrieben sehen würde. * Deutschland hat an der Spitze aller euroväischen Völker^ die der wahren Dedeutuna dieses Kamvfes auch für ihre eigene nationale Existenz inne geworden sind, die Wacht übernommen gegen den dos gesamte Abendland mit Vernichtung bedrohenden Bolschewismus. Wos die deutsche Wehrmacht als Kern dieser Wacht im Osten auch in diesem Jahre wieder an Uebermenschlichem aeleistet hat in den harten Abwehrschlachten der eisig kalten Wintermonate zu Jahresbeginn, die in dem Kamps ne gen die Naturgewalten wie gegen den mit verbissener Wut immer wieder anrennenden Feind von Führung und Truppe das Höchste forderten, was deutsches Soldatentum zu geben vermochte, dann in der Sommeroffenfive, die mit gewaltigem Schwung über den Don zur Wolga unb in den Kaukasus hineinführte, gleichzeitig in dem entsnaungsnollen Einsatz zur Flankensicherung der deutschen Stoß- armee unb schließlich in dem erbitterten Ringen der neuen, mit größtem Aufgebot non Menschen und Material begonnenen bolschewistischen Winteroffen- sive, von diesem Heldmtum des deuttcben Soldaten und feiner treuen Waffengefahrten wird an anders Stelle von berufener Seite aesvrochen werden. Wir wollen hier nur auf das Erreichte schauen und dürfen dabei mit Genugtuung feststellen, daß die deutschen Waffen in Forffebuna der Erfolge der beiden ersten Ost-Feldmge 1939 und 1941 in diesem Jahre nun endgültig die Enge gesprengt haben, in die uns das Versailler Diktat zusammengepreßt batte und fn der uns der Wille unserer Feinde auch weiter halten wollte. Dom Allantik bis 3u den Steppen an den Ufern von Don und Wolga und bis zum Kaukasus dehnt sich ein ganzer Kontinent, der es an Raumgroße und wirtschaftlicher Vielgestaltigkeit mit dem amerikanischen wohl auszunehmen vermag. Ein Krieg, in dem Weltmächte von kontinentalen Ausmoßen miteinander rinnen, kann nur gewonnen werden, wenn wir selbst eine solche Weltmacht sind. Wir sind es geworden und ver- [ mögen heute wie die andern die Produkttoneckrast | eines ganzen Kontinents in den Dienst unserer Kriegführung zu stellen. Eine der wesentlichsten Bürgschaften für den Sieg ist damit in unserer Hand. Wie unser japanischer Bundesgenosse sich, wie wir oben schon sahen, den Raum erkämpft hat, dessen Wirtschaft ihn blockade- fest macht, so haben auch wir das Gespenst der Aushungerung und der Absperrung von den rüftungs- technisch wichtigen Rohstoffen, das tm ersten Weltkrieg noch dazu verholfen hatte, uns auf die Knie zu zwingen, für immer gebannt. Man halte sich vor Augen, daß die deutsche Ostgrenze des Versailler Diktates nur 190 Kilometer vor den Toren der Reichshaupfftadt lag, wahrend heute jenseits der zurückgewonnenen Reichsgebiete "nd des in sie unmittelbar einbezogenen Land- streifens um Grodno unb Bialystok das Generalgouvernement, ein Nebenland des Reiches wie das Vrotektorat Böhmen und Mähren, sich bis an die Karpaten dehnt, das Reichskommlsiariat Ostland die drei baltischen Länder mit dem we-ißrufhenischen Gebiet um Minsk umfaßt und das Reichskommissariat Ukraine etwa an den Dniepr stößt, während noch weiter südöstlich die Ost-Ukraine mit Charkow, Rostow und dem Donezbecken vorerst noch unter Militärverwaltung steht. Ein gewaltiges Areal, das in planvoller Erschließung seiner Wirtschaftskraft entweder heute schon bettächtlicbe Ueberschüsse hervorbringt oder doch in naher Zukunft zu leisten verspricht. Und wenn dieser Wirtschaftsraum heute in erster Linie tm Dienste der deutschen Kriegführung steht, so wird er nach dem Siege den europäischen Kontinent in feiner Wehrkraft sichern helfen gegen jeden neuen» Anschlag. Die deutschen Waffen haben die Grenzen der europäischen Kultur wieder weit vorgetraaen nach Osten. Der deuffche Bauer, der deuffche Der- waltungsbeamte, Techniker und Kaufmann sind dem Soldaten auf dem Fuße gefolgt unb setzen in ver- ständnisvoller Zusammenarbeit mit b»r einheimischen Bevölkerung ihr Bestes daran, dieses Hinterland Mitteleurovas, eine (Betreibe* * und Rohstoff- kämmer ersten Ranges, für immer dem europäischen G"banken zurückzugewinnsn. Auch diese große Aufgabe, die unserem Volke im Osten harrt, hilft uns beute an der Jahreswende mit Zuversicht und Hoffnunastreude über nerfön- liches Leib und alltägliche Mühsal hinwegschauen auf eine Zukunft, i~ der wir mit Faust sagen können: „Solch ein Gewimmel mvcht ich sehn, auf freiem Grund mit freiem Volke stehn." Aber auch das andere Faust-Wort ist die Forderung des Tages: „Nur der oerbient sich Freiheit wie das Leben, der tägtkh sie erobern muß." Das Heldentum der Front ist der einzige Maßstab, an dem mir in der Heimat unsere eigene Kamvfentschlossen- beit aus richten dürfen. Vor der kämpfenden Front haben wir uns täglich erneut zu bewähren, idre Haltung verpflichtet uns zur gleichen inneren Härte "egen uns selbst. Ihr leuchtendes Beispiel vor Augen, schreiten wir getroft in ein neues Jahr des Kampfes für eine große deuffche Zukunft im starken Reich. Dr. Fr. W. Lange. Vas Nundsunkproaramm Siir 3<*6n*«tornbe. Der Rundfunk bringt ein besonders feierliches Silvester-Programm. Um 19.30 Uhr bereitet ein musikalischer Auftakt mit Werken von Wagner, Liszt und Richard Sttauß auf die Ansprache von Reichsmini st er Dr. Goebbels an das deutsche Volk zur Jahreswende vor. die von allen deuffchen Sendern um 20.00 Uhr übertragen wird. Mit den Nationalhymnen und dem „Festlichen Präludium" von Richard Sttauß klingt die Feierstunde aus. Es schließt sich von 21.00 bis 2.00 Uhr das unterhaltende Rrmdftmk-Prvgramm imkö dem Motto, «MnGfunk-Melodie 1942" an Die Musen schweigen nicht. Von Robert Hohlbaum. Der ostmärkische Dichter, bem wir hier bas Wort geben, ist nach mehrjähriger Tätig, kett als Leiter der Duisburger Büchereien zum Direktor der Thüringischen ßanbes- bibliothek nach Weimar berufen worden. Im Kriege schweigen angeblich die Musen. Das „reiche" Amerika hat also die Folgerungen aus diesem allen Spruch gezogen unb schon nach vier Monaten Krieg das vornehmste Kulturinstitut des Wilden Westens, die Metropolitanoper in Neuyork, aus materiellen Gründen geschlossen. Wir alle wissen, daß Deutschland bas nicht getan hak UeberaH im Reiche herrscht voller Kunstbetrieb, auch in jenen Städten, die es, bei Gott, nicht leicht haben, in den Städten des sozusagen klassischen Alarmgebietes, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Duisburg, um nur einige zu nennen. Vielleicht machen die Theater dieser Städte eben der breiten Masse, dem leichteren Geschmack ein wenig Zugeständnisse, vielleicht florieren Schwank und Operette? — Ein Blick auf die Spielpläne belehrt uns eines anderen. Der eiserne Bestand, Mozart, Beethoven, Weber, Wag- ner, Verdi, Strauß, ist um nichts gekürzt worden. Neues ist hinzugekommen, wie im tiefsten Frieden. Die Stadt Duisburg, z. B., hat in einer Glanzauf- führung die schwer zu lösende Aufgabe einer Aufführung von Pfitzners „Herz" in vorbildlicher Weise gemeistert. Der nicht leichte „Columbus" Egks geht über viele Bühnen, die neue Oper von Gerstner erwirbt sich Stadt um Stadt. Ein Blick in das Duisburger Konzertleben zeigt dasselbe Bild. Wohl aber blüht neben dem Heroischen das Stille, Stillste, Feinste und Lieblichste auf, mit derselben Liebe gepflegt, von derselben Liebe genoßen. Ich habe hier absichtlich das Beispiel ei^er Stadt gebracht, die schon des öfteren als Ziel feindlicher Luftangriffe genannt wurde. Wenn ich auf dis Schwierigkeiten hnroeife, denen hier die Kunstpflegs unterliegt, die Mehrleistung an Nerven- und 2fr» beitsfraft der Künstler, so bin ich mir wohl bewußt, daß dies an den Taten der Front gemeßen, sehr wenig ist. 2lber mit den Augen eines friedlichen Betrachters gesehen, ist es recht respektabel, daß ein Künstler, der den für aufreibende Nervenarbeit so notwendigen Schlaf entbehrt, seine Pflicht nicht nur mit derselben Gewissenhaftigkeit, sondern mit derselben künstlerischen Höhe erfüllt, wie zu einer Zeit, da ihn alles ob dieser ungestörten Leistung bewundert. Und es ist ganz beträchtlich, daß die Künstler, obwohl vielleicht schon naher Alarm droht ohne jede Unruhe fingen und gestalten, musizieren und dirigieren, wenn sie auch mehr als andere Berufs ein gewisses Recht auf Nervosität besitzen, und daß das Publikum, darunter Frauen, die manche Nacht ihre kleinen Kinder in den Keller führen, inmitten dieses grauen und gefährdeten Alltags die nötige Andacht zum Ueberirdifchen, Außeralltäglichen ausbringen um in aller Sammlung sich der ewigen Schätze des deutschen Geistes zu erfreuen. Es ist — das sei nicht vergeßen — nicht zuletzt eine ganz ungewöhnliche ßeiftungs eines Staates, der unz seins Existenz einen Kampf führt, wie ihn die Jahrtausende nicht gesehen haben, daß er in diesem größten Ringen sich dieser ewigen Werte immer bewußt ist und Zeit, Mittel und Muße findet, sie zu schützen und zu pflegen wie in friedlichsten Tagen. Kriegsdichtung, Soldatendichtung hat es in allen Zeiten gegeben. Don Tyrtäus bis auf uns; von der Zeit, da man nur mit Schwert und Lanze in den Kampf zog bis zur Entwicklung der furchtbarsten und technisch kompliziertesten Kampfmittel; von der Epoche der homerischen Einzelkämpfe bis zur Materialschlacht des größten aller Krieg« hat es die Kämpfer gedrängt, wie jedes andere Gefühl auch das Ungeheuerste dieses Erlebens und Erleidens LJJ1111 ■1 . Zur Stunde der Jahreswende Horen wir den letzten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven mit dem großen Schlußchor. Anschließend wird das „Bekenntnis" von Clausewitz verlesen. Um 24.00 Uhr ertönt mit dem Stundenschlag dis Deutsche Glocke am Rhein. Der Rundfunk überträgt am 1. Januar, von 11 bis 12 Uhr, die traditionelle Neujohrssendung der Hitler- Jugend. Im ersten Teil der Sendung fingen die besten deutschen Jugendchöre das neue Jahr ein, unter ihnen der. Dresdner Kreuzchor, der Thomanerchor, die Regensburger Domspatzen, die Wiener Sängerknaben, die Rundfunkspielfcharen Wien, Berlin und München. Dann wird die Neujahrs^ boffchaft des Reichsjugendführers übertragen Gedämpfte Stimmung in Washington. Schwierigkeiten Pes Nordafrika-Feldzuges» Lissabon, 30. Dez. (Europapreß.) Die nord» amerikanische Presse unterstreicht immer wieder, daß der Krieg in Nordafrika noch längst nicht ge» wonnen sei und wahrscheinlich mehr Opfer und Anstrengungen erfordern werde, als viele anfangs geglaubt hätten. Hüll habe am Montag auch Vertreter der „kämpfenden Franzosen" empfangen und ihnen den amerikanischen Standpunkt klarste- macht, wonach die Einigkeit unter den verschiedenen Truppen nur auf dem Schlachtfeld erziel? werden könnte und augenblicklich keine onbereit Fragen als rein militärische zur Debatte ständen. Die Schwierigkeiten, die die Bewaffnung und Versorgung der Truppen in Nordaftika bereiten, wurden im Weißen Hause mit den Generalen Bethouart und Dubreuil, der französisch- nordafrikanischen Mission, besprochen. Roosevelt erklärte der Preße, es wurden alle erdenklichen Ansttengungen gemacht, um Material für alle in Nordafrika kämpfenden Männer heranzu- schaffen. Bei den Franzosen gebe es da aber Schwierigkeiten, da sie Gewehre von einem von dem der Nordamerikaner und Brtten verschiedenen Kaliber benutzen. Auch der militärische Mitarbeiter der Londoner „Times", Cyrill Falls, schreibt in der Zeitschrift „Jllustrated London News", diejenigen, die gehofft Hätten, daß ,zum Jahreswechsel nicht ein einziger feindlicher Soldat in Tunis stehen werde, seien »tief enttäuscht worden. Nach allem, was man höre und lese, seien die englisch-arnerikantschen Ope- rationen durchaus nicht so planmäßig verlaufen, wie man dies gerne annehmen würde. Ebenso irreführend wäre es, von einer Entlastung für die Sowjets durch die Operationen in Nordafrika zu sprechen. Die sowjetischen An- ariffe solle man nicht überschätzen. Es sei den Sowjets nicht gelungen, auch nur eine einzige Schlüsselstellung einzunehmen. Man sehe in England zu leicht darüber hinweg, daß die Sowjets außerordentlich große materielle ' Verluste zu den bereits früheren erlitten hätten. Außerdem sei ihrs Dersorgungslage in diesem Winter erheblich schM^ tiger Äs in dem vorherigen^ ilt U"1 D Ierlti Ostfront st' Men M Truppen Zvischei von Panze Magen, steaern, Io »öistifche P ton und $ 16 (Stschiij vernichtet.. Bolschewist« deutschen * MN*. ® einen „Pa rocelsus. - fumente « Men Km Mn Kraß qeförbert; I Die gehe Ä 5 nah h eben ei tirtun6« .. tWn ff Kl tote em sthmel un i Berlin den Azorer gesaßten i schen Ge Riel unsere her bei und fcf)u NW BR Öfrita best stunden 1 morden. 3m Kam kinzelft vüdatlantik par fiel Kriegs, un Transporte So sank ui an der o Dampftr „ w zwi {n der aß in Glasgor Rto „Oc (5881 BW N Sen Bewn ^nff vor Arische, jenialen K geinmn fett et »me $uj Wen: $ Au jentoolie ■ ^ruqetreh Sagten K ma< ffc S'Z . vvr a( x'SeU M 'M D) W rH blitz L S?' Harle Abwehrkämpfe zwischen WM und Don Der neue Erfolg unserer Ll-Boote i!?p> Btt!- ehend über- traöi* ler< !N W r ein öo* Wien Trotz Panzerunterstützung gelang es ihm nicht, tu die deutschen Stellungen einzudringen. Sechs Panzer wurden vernichtet. Vielfach wurden boksche- wiMche Panzergruppen im Dorgelände der deutschen Stützpunkte von unseren Kampf- und Schlacht- fliegergeschwadern erfaßt und dabei 26 Panzer vernichtet. Zerstörenflugzeuge rieben drei im Anmansch befindliche feindliche Kolonnen völlig auf und fügten den Sowjets durch Volltreffer in Bereitstellungen hohe Verluste zu. An einem anderen Abschnitt gelang es einer Panzereinheit, einen stark verteidigten bolschewistischen Stützpunkt zu nehmen und die Bolschewisten zurückzuwerfen. Alle Versuche der Sowjets, den deutschen Truppen den Stützpunkt wieder zu entreißen, scheiterten. * >611 I fo Berlin, 30. Dez. (DNB.) Die Reste des bei den Azoren in der Nacht zum 29. Dezember 1942 erfaßten und fast völlig aufgeriedenon briti- ,schen Geleitzuges waren auch weiterhin das Aiel unserer Boote, die im Verlauf des 30. D?zem- Der bei anhaltend fchlechtem Wetter und schwerster See vier weitere Schiffe mit 21000 BRT. versenkten. Damit sind aus dem für Afrika bestimmten Geleitzug im Verlauf von 24 Stunden 19 Schiffe mit 106 000 BRT. vernichtet worden. sch ichm ? ein an nut I bet» Seit, bf linst- ohne ifitigi | deutschen Stellungen an. Gegen einen deutschen achA Stützpunkt wiederholte der Feind seine Vorstöße Difluijl bei starkem Nebel bis in die Dunkelheit hinein, -bür w sein» irtoni W ft ist dUtn n btt i btn irsten n M K. s bi» auch >ibtn» nttb jiebÄ ht§ f 'M N flUfl W" Wf M erz'k" «d *> $ s •$ 1 < -IN-« iS V Begegnungen mit Wilhelm Furtwängler Von Adolph Meuer. les hß iit b»5 S 4 raQ N * tts, ny «et H-». yi Dtt j* öen. ben. List H W \ ihtt bis N Ufte, i ge* -ich Unterweisung bei Oswald Schrenk, eine kurze Lernzeit an der Stuttgarter Oper und dann die erste führende Stellung in Lübeck. Ueber Mannheim, Leipzig, Frankfurt, Wien führt sein Weg nach Berlin, erst an die Spitze der Staatskapelle und seit dem Tode Artur N i k i s ch s 1922 als Leiter des Philharmonischen Orchesters. Will man das Geheimnis der faszinierenden Wirkung seiner Kunst enträtseln, so wird man den Schlüssel dazu in einem Wort finden können, das er selbst einmal sagte: „Große Kunst kann nicht verstanden, kann nur erlebt werden. Worauf es mir bei meiner Arbeit an kommt, ist nicht so sehr, das von mir dirigierte Werk zu mir, als mich zu ihm in ein Verhältnis zu bringen. Die Persönlichkeit des Dirigenten braucht dabei keineswegs zurückzutreten, aber sie verzichtet unter allen Umständen darauf, manchmal sehr geistreiche und mitunter zu selbstherrliche Auffassungen in die Partitur zu tragen. Und eine weitere Aufgabe für den Dirigenten: das musikalische Kunstwerk dem aus- führenden Orchester zum lebendigsten und intensivsten Bewußtsein zu bringen. Die Seele des Werkes, die man seinem Empfinden und Verständnis erobert hat, nun auch dem letzten Oboisten und dem Mann bei der Trommel nicht weniger verständlich -mh oertraut zu machen." Das ist Programm und Bekenntnis des Dirigenten Furtwängler mit seinem glühenden Gefühl für Musik. Sobald er den Stab hebt, ist er ganz dem Werke verpflichtet, das er nachzuschaffen hat. Es mag vielen vielleicht ver- wunderlich fein, daß Furtwängler feine Berufung als Komponist als die stärkste Seite seines Künstlertums ansieht und von hier aus fein Wirken ent» scheidend bestimmt ist. Er hat die seltene Gabe, den schöpferischen Vorgang des Komvonierens auf sein Dirigieren zu übertragen und sich ganz in den innersten Hust and eines anderen Komponisten und dessen Werk hineinzuleben. Das ist das letzte Ge- beimnis feiner überragenden Interpretationen, von denen fein Lehrer Oswald Schrenk einmal gesagt bat, daß sie Gottesdienste sind im Glauben an den Ewigkeitswert der Musik, als deren Priester er den höheren Willen vollüeht. Nie lucht oder aiM er das Aeußere oder irgendwelche Finefsen der Pariitür, er gibt die Ides des Werkes, die er geistig durchüber die Ladeluken mit Kriegsmaterial beladen. Ein Doot erzielte bei einem Angriff auf ein mit Ballast von Freetown nach Trinidad (an der Nordküste Südamerikas) fahrendes, nur aus wenigen schnellen Schiffen bestehendes Geleit Torpedotreffer auf zwei Schiffe, die innerhalb weniger Minuten sanken. Ein mit über 10000 Tonnen Munition beladener Nachschubdampfer vom Typ „Baron Belhcwen" wurde unter einer riesigen Detonation buchstäblich in tausend Teile gerissen. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Nordamerika zum Kap und wurde mitten im Atlantik das Opfer eines Torpedos. Die „Montrecri City" mit 3066 BRT. und der Tanker „Empire Bronze" mit 8142 BRT., die anscheinend Reste eines zersprengten Geleit,zuges waren, wurden nach einer viel- stüMgen Verfolgung im Nordatlantik trotz schwerster See und dichter Schnee- und Hagelböen, die die Sicht oft für Stunden völlig nahmen, in kurzen Abständen die Beute eines U-Bootes. Im äquatorialen See gebiet des Atlantik, dicht vor der Küste Britisch-Guayanas (Südamerika), ereilte einen 12 000 BRT. großen Dampfer sein Schicksal, ohne daß es dem U-Boot möglich gewesen wäre, den Namen dieses Schiffes festzustellen. Berlin, 30.Dez. (DNB.) Die Kämpfe an der Ostfront standen auch am Dienstag im Zeichen gahen Widerstandes der deutschen und verbündeten Truppen gegen die bolschewistischen Angriffe. Zwischen Wolga und Don wurden starke, von Panzern unterstützte Vorstöße des Feindes ab- geschlagen. Kampfflugzeuge, begleitet von Schlactst- sliegern, lösten sich ununterbrochen ab, um bolschewistische Panzerkolonnen und Artillerie mit Born- Im Kampf gegen kleinere Geleite und Einzelfahrer in allen Teilen des Nord- und büdatlantik sowie im Indischen Ozean bei Mada- oasfar fielen eine Reihe weiterer vor allem mit Kriegs- und sonstigem Nachschubmaterial beladene Transporter den Torpedos der Boote zum Opfer. 6o sank unmittelbar vor ßorenco Marques an der afrikanischen Südostküste der englische Dampfer „Empire Gull" mit 6408 BRT. Auf dem Wege zwischen Bathurst und Freetown an der afrikanischen Westküste wurden die beiden in Glasgow bzw. Liverpool beheimateten Transporter „Oakbänk" (4154 BRT.) und „Observer" (5881 BRT.) versenkt. Beide Schiffe waren bis Kunst fließen, hängen mit her Kraft zusammen, die jetzt die Schlachten schlägt, so wie der „Paracelsus" nur scheinbar keine Beziehungen hatte zu dem deutschen Geist, der opfervoll auf flandrischen Schlachtfeldern verblutete. In Wahrheit fließen alle diese Kräfte aus der Quelle eines unerschütterten Gefühls, des Glaubens an den deutschen Gei st und die deutsche Kraft, mag sie sich nun in einer unbegreiflich großen Heldentat oder in einem Werk von unerhört geistigen Ausmaßen tunbtun. Das ist es bielleicht, was wir im allertiefsten Sinne unter dem totalen Krieg, über jedes Technische, Militärische oder Zivile hinaus, verstehen: die Mobilisierung aller Kräfte im Volke, die nicht nur für die große Stunde, sondern für die Jahrhunderte geweckt wurden, da die Stunde ja ein Werk schaffen soll, das die Jahrhunderte überdauert. Wäre dieser innige Zusammenhang nicht da, der die Kämpfer im Osten mit dem Sänger des Wotan oder Hans Sachs, mit dem Dirigenten der Eroika ober der Brucknerschen Neunten im Alarmgebiet, mit dem großen Ton- schäpfer, mit dem großen Epiker und Lyriker verbindet, die alle sich als Ausdruck tiefsten Volks- willens, aber auch als Diener am Volke im höchsten Sinne betrachten — wir wären kein Volk in jenem höchsten Sinne, der Ziel und letztes Wollen der Bewegung und jenes Mannes ist, der sie führt und ihr die tiefsten und herrlichsten Impulse gegeben hat. Wir wissen von den Kriegsfreiwilligen des Jahres 1813, daß sie mit Kant ober Schiller im Tornister ins Feld zogen. Wir wissen, daß die Kämpfer von Langemarck mit dem Deutschlandlied auf den Lippen, das neben seiner ethischen Bedeutung auch die eines echten Kunstwerks besitzt, in den Tod gingen. Ein Dichteroers sagt, daß jebe deutsche Tat zuerst ein Lied gewesen fei. In diesem Sinne sind Tat und Geist untrennbar verbunden. In diesem Sinne sind Krieg und Kunst keine Gegensätze, sondern in ihrer höchsten geistigen und seelischen Deutung unlösbar verbunden, Ausstrahlungen einer unsterblichen nationalen Kraft. Seit mehr als zwei Jahrzehnten fit der Name Wilhelm Furtwängler rn dem musikalischen Bewußtsein der ganzen Welt zu einem festen Begriff von letzter Läuterung hefften und reinsten Mifiikalischen Erlebens geworben. Man hat diesen genialen Künstler den Moltke unter den Dirigenten genannt - er schweigt und laßt fteiungskrlege, in ber Zeit bes napoleonischen »Druckes, wachst unb erscheint ber „Faust". In ben Wirren ber Revolution von 1848, im Schatten ber heißen Kriege in Oberitalien, blüht eine so unenblid) zarte Dichtung, wie Grillparzers „Armer Spielmann". Mitten im Weltkriege vollendet Psitzner seinen „Palesttina", arbeitet Kolbenheyer am „Pa- racelsus". Alle diese Dichtungen allerbings sind Do- fumente einer alleinstehenden, auf sich selbst gestellten Künsllerkrast. Die bamals herrschenden ftaat- sichen Kräfte haben weder Goethe noch Kolbenheyer [ gefördert: sie huldigten anderen Göttern. Die geheimen Ströme, die in echter und großer w*|L ... em|i , ben und Bordwaffen anzu greifen. Elf Panzer unb datz i 16 Geschütze, sowie über 150 Fahrzeuge wurden Hadi । vernichtet. Zm großen Donbogen griffen die ritten Bolschewisten wieder an verschiedenen Stellen die Das Kriegsjahr 1942 in Ostasien. ÄUSSERE. \ HANDSCHI Tokio nach 'KSdü/rg/tii KalküttoZ- Wanila fjljü Nauru fatar/j WNi .StCrui• E/OSCRr-i AUSTRALIEN Andamanen 1... v» Nikobaren % |***%" DEHNEN ' Der japanische Machtbereich vor Kriegsbeginn und \£&nach einem Jahr Krieg di e nst Oer Webrmachibenchi. D7M. Aus dem Aührerhauptquarller, 30. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Terekgeblet scheiterten starke, mit Pan zeru unterstützte Angriffe des Feindes. Dabei wurden 8 Panzer vernichtet. 3n Stalingrad und im Dongebiet hatten die Sowjets bei Fortsetzung ihrer Angriffe hohe blutige Verluste und verloren 16 Panzer. Bei erfolgreichen Gegenstößen wurden zahlreiche schwere und leichte Waffen erbeutet und Gefangene eingebracht. ^Angriffe deutscher Luftgeschwader sowie italienischer, rumänischer unb ungarischer Kampsflieger fügten dem Gegner hohe Verluste und empfindliche Ausfälle an Panzern und schweren Waffen zu. Ungarische Truppen vernichteten bei Stoßtruppunternehmen eine größere Anzahl feind- Ncher Bunker mit ihren Besatzungen. 3m mittleren Frontabschnitt wurden einzelne feindliche Angriffe abgewiesen. Eigene Stoßtrupps drangen in die feindlichen Stellungen ein und zerstörten zahlreiche Kampfanlagen. Südöstlich des 3lmenfees brachen erneute, von panzern, Artillerie und Schlachtfliegern unterstützte Angriffe des Feindes zusammen. 13 Sowjetpanzer wurden abgeschossen. Am Wolchow und vor Leningrad vernichteten Stoßtrupps deutscher Verbände und der spanischen Frei- wllligendivisiov zahlreiche feindliche Bunker. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge und 3agdflieger- staffeln zersprengten in Tiefangriffen Transportkolonnen des Feindes. Vor der Fifcherhalbinfel im Nördlichen Eismeer versenkten Kampfflugzeuge bei einem überraschenden Vorstoß ein sowjetisches IKi- nensuchboot. Nachtangriffe deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge riefen starke Brände in den Hasenanlagen von Murmansk und im Bahnhofsgelände von Kandalakscha hervor. 3n Nordafrika bekämpften deutsche Slurz- kampfflngzeuge erfolgreich feindliche warschkolonnen. 3n Tunefien fanden nur örttlche Kampfhandlungen statt. Der Feind erlitt durch Sturz- und Tiefangriffe deutscher Flieger hohe Einbußen an rollendem Material und Waffen aller Art. 3n den Abendstunden des 29. Dezember warfen einige britische Flugzeuge über westdeutschem Gebiet vereinzelt Sprengbomben ab, die geringfügigen Gebäudeschaden anrichteten. LeichledeutscheKampfflngzeugever- senkten lm Kanal ein Vorpostenbook unb bekämpften am Tage kriegswichtige Anlagen einer Hafenstadt an der englischen Südküste mit Bomben. 3n Luftkämpfen wurden hierbei zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, setzten deutsche Unterseeboote die Verfolgung der versprengten Reste des bei den Azoren zerschlagenen Geleitzuges hartnäckig fort und versenkten weitere vier Schiffe mit 21000 BRT. Bisher sind somit aus diesem Geleitzug insgesamt 19 Schiffe mit 106000 BRT. vernichtet worden. Darüber hinaus versenkten unsere Unterseeboote in anderen Seegebieten des Nord- und Sudatlantik 15 Schiffe mit zusammen 79 300 BRT. Damit hat die Unterseebootwaffe über die gestern gemeldeten Erfolge hinaus wiederum 19 feindliche Schiffe mit 100300 BRT. auf den Grund des Meeres geschickt. Es fehlt an Menschen und (Schiffen. Britische Klagen über die langen Verbindungslinien. Genf, 30. Dez. (DND > Die britische Wochen- schvift „New Statesman anb Ncttion" float über die unersetzlichen Verluste Englands an Schiffen unb Besatzungen. Die Zeitung schreibt: „Die Zersplitterung ber Kräfte, bie in einem an ben äußeren Verbindungslinien geführten Krieg unverrneiblich ist, wirkt sich am sichtbarsten im Mangel an Menschen aus. Nirgenbs tritt bieser klarer zutage, als auf ber See. Der Verschleiß ist groß, unb bie Verluste an Männern sind noch größer unb unersetzlicher als ber an Schiffen. Die Tage sind vorbei, an benen Kolumbus Amerika mit Besatzungen entdeckte, bie aus den Gefängnissen Spaniens kamen, ober in benen Nelson mit Bauem- burfd>en segelte, die in ben Dorf kneipen zusammengefangen wurden. Die in ber Marine tätigen Männer sind jetzt hochausgebildete Fachleute, bie in vielen Fällen eine sehr umfangreiche Ausbildung bringt und ber er die letzte Kraft des Ausdrucks verleiht^ Leidenschaft und Ueberlegung, Empfindsamkeit unb Verstand, Spannung sind Harmonie, tiefe Weisheit unb schöpferische Genialität stehen in reizvollem Wechselspiel, ergänzen sich und ergeben das trielfarbige Dill) dieser Künstterpersönsichkeit. Man hat Furtwängler früher vorgeworfen, daß er bie Klassiker zu sehr bevorzuge. Kein Vorwurf kann ungerechter fein als dieser — denn es gibt keinen Künstler, ber mit mehr Entschiedenheit und innerer Notwendigkeit für die zeitgenössische Musik eintritt als gerade Furtwängler. Aus allen seinen Aeußerungen spricht der fanatische Glaube an bie Musik, an alle Musik, wenn sie es nur wirklich ist. Er sieht weder im Rundfunk noch in der Schallplatte eine Bedrohung der wirklichen Musik. Furtwängler hat immer wieder gern mit seinem Orchester vor unvoreingenommenen Menschen, vor Arbeitern, ja sogar in Fabriken musiziert, und man muh es erlebt Haden, mit welch glücklicher Gläubigkeit er erzählt, wie ein echtes Beethovenfches Werk auf diese Menschen im Arbeitskittel wirft, um zu erfahren, daß die Musik heute fo lebensfähig fit wie je zuvor. Er selbst ift die höchste Potenz dieser Lebenskraft der Musik und fühlt sich daher allen verbunden, die von echter Musik angerührt werden. Für sie aU| ist er und seine Kunst da — nur fo faßt er fein Amt auf. Man weiß, daß Furtwängler nicht nur am Diri- gentenvult, sondern auch in Wort und Schrift für zwei Meister immer wieder Zeugnis abgelegt hat, für Johannes Brahms und Anton Bruckner. Als Präsident der Deutschen Drahms-Gesellschasi und der Deufichen Bruckner-Gesellschaft tritt er auch nach mißen für die Werke triefet Meister ein. In einem Festvortrag hörten wir ihn sagen: „Brahms gehörte zu jenem Riesengeschlecht germanficher Mu- [ifer, bas mit Dach und Händel begann und sich mit Beethoven fortsetzte. Mir scheint er immer ein Nachfahre jener altdeutschen oder holländischen Künstler, teuer van Enck, Rembrandt usw., in deren Werken Innigkeit, Phantastik, gedrängte, oftmals ungestüme Kraft und wunderbarer Fornfiinn sich vereinigen. Bradms war der erste, der im Gegensatz zu seiner Zeit den Menschen in den Mittelpunkt aller Kunft und Kunstübung stellte. Denn nicht Ent- Wicklung der Materie — d-r Harmonik, Rhythmik usw. — ist Sinn der Geschichte, sondern der Aus- druckswille derer, die sich triefet Materie erst be- dienen. Nicht ber Grad ber Kühnheit ber Neuheit des Gesagten vom entwicklungsgeschichtkichen Standpunkt, sondern ber Grad ber inneren Notwendigkeit, ber Menschlichkeit, ber Ausbrucksgewalt ist Maßstab für die Bedeutung eines Kunstwerks." Die gleiche Ursprünglichkeit jeglichen Kunstge- sühls äußert er in einem Gespräch über bie zeitgenössische Musik. Die die Einzelheiten zerpflückende Analyse lehnt er scharf und entschieden ab. Et ist der große Gläubige ber Musik, die für ihn nie ein Ende nimmt, die auch trotz aller Krisen niemals tot ist. Man kann nicht sagen, irie Harmonik sei zu Ende — so meint er — ober die Melodtt sei verstandesmäßig zu seht überspitzt, man kann die Musik nur als Ganzes nehmen. Beethoven sagte mit ben gleichen Mitteln, was sieben Jahrzehnte vorher Haydn sagte. Weshalb sollten heute nicht die gleichen Mittel anwendbar fein. Es ist durchaus möglich, daß unter uns ein Beethoven, Haydn ober Brahms aufste-ht. Än feiner ungemein lebhaften Art vergleicht er es mit dem Schiläufen. „Wenn ich beim Schiläufen einen Schwung machen will und dann erst alle die Einzelheiten unb Fußstellungen aus- führe, die mir der Schilehrer beigebracht hat, ge-* lingt es mit nie, wenn ich ben Schwung aber als Ganzes empfinde und ausfühte, gelingt er mir. Aehnlich geht es in ber Musik, die nur als Ganzes betrachtet werden darf. Was aus dem Intellekt kommt, muß sterben und hat keinen Bestand. Und heute wird in der Musik leidet viel zu viel gedacht. Die Musik aber, die aus dem Herzen und Empfinden nach Ausdruck ringt, wird bleiben. Es kann nicht wundernehmen, daß ein Mann wie Furtwängler in tiefster Verehrung zu Bruckner auffchaut,' über ben er sagt: „Bruckner ist einer jener in ber gesamten europäischen Geschichte nur ganz feiten erschienenen Genien gewesen, deren auferlegtes Schicksal es war, bas Uebematürliche wirklich zu machen, bas Göttliche in unsere menschliche Welt hineinzureißen, hinein.zuzwingen. Dieser Musiker mar in Wahrheit ein Nachfahre jener deufichen Mystiker, jener Ekkehart, Jakob Böhme usw." Wit können alles von Furtwängler lernen, die Besinnung auf die wahre Aufgabe und Seftimmung der Kunst, die ehrerbietige Demut vor dem Göttlichen der Musik und vor dem Schöpferischen ber Formwetdung. Nut aus dieser Besinnung und Demut gelingen ihm jene überragenden Nachgestaltungen, ober bester Nachempfindungen der großen Meisterwerke ber Musik, die er in ber ganzen Welt immer wieder »u unverlierbaren Erlebnisten werden läßt. hinter sich haben müssen. Seeleute der Handelsmarine haben außerdem auch einen hohen Selten-; heitswert. Man muß sich darüber klar werden, daß' China, eine wichtige Quelle, die Seeleute stellte, I abgeschnitten ist, weil Japan die chinesische Küste । beherrscht. Wir können nur in beschränktem Maße auf unsere eigenen Kräfte und die des Empire zurückgreifen, und müssen uns in erster Linie an d i e Vereinigten Staaten wenden, damit diese Besatzungen stellen. Wenn wir die Durmastraße nicht wieder öffnen und China versorgen können, so wird unsere größte Stärke im Fernen Osten, das Menschenmaterial Chinas, nur halbgenutzt bleiben. Die USA.-Mobilisierung ist immer noch im Zahnen begriffen, und die Vereinigten Staaten haben darunter gewaltig zu leiden. Die Fähigkeit zur Massenproduktion von Rüstungsmaterial ist nämlich nicht gleichbedeutend mit der Produktion selbst, und die Vereinigten Staaten machen jetzt Umstellungsschwierigkeiten durch. Wirksame Verstärkungen durch die USA. können wir daher eine gewisse Zeit hindurch nicht erwarten. Wir wollen nicht weiter auf das Brachliegen von Menschenkräften eingehen, das sich aus unserer I n - dienpolitik ergibt, auch wenn schon dieses Brachliegen allein Grund für eine Sicherung der Mitarbeit Indiens sein müßte. Das Anwachsen der indischen Armee ist bedeutend geringer, als es sein sollte. Im Hinblick auf die Gefahr einer Revolte kann Indien nur zum Teil als zu den Verbündeten gehörig betrachtet werden. Auch in anderen Teilen des Empire gibt es ernste Spaltungen. So zeigt es sich, daß viele Südafrikaner lieber eine Eroberung durch die Japaner sehen würden, als daß sie den Eingeborenen Gleichstellung einräumen würden, die mit ihrer Ausbildung zu Soldaten verbürgen wäre. Ein LlGA -Kolonialamt. Stockholm, 30. Dez. (DNB.) V?ie aus erst jetzt hier eingetroffenen no rdam erikanischen Zeitungen zu entnehmen ist, wurde bereits am 3. Dezember in Washington die Einrichtung eines USA. - Amtes für fremde Gebiete innerhalb des Staatsdepartements angefüningt. Das neue Amt soll sich mit allen nichtmilitärischen Fragen befassen, die sich bei der Besetzung anderer Länder durch USA.-Truppen ergeben. Leiter dieses neuen Amtes ist der frühere Zeitungsherausgeber und Sekretär im Landwirtschastsdeparte- ment Paul Appleby. Trotz der sehr vorsichtigen Formulierung des Titels „USA.-Amt für fremde Gebiete" ist einwandfrei zu erkennen, daß es sich tatsächlich um die Errichtung eines U S 2I> Kolonialamtes handelt, dessen Tätigkeit gegen das britische Imperium gerichtet ist. Wie schon in der letzten Zeit mehrfach führende USA.-Politiker, so beispielsweise der Vizepräsident Wallace, die Ideen des Roose- veltschen Weltimperialismus vertraten, so ist auch die Schaffung dieses nordamerikanischen Dominien- amtes ein weiterer Schritt zur Realisierung dieser Pläne des künftigen „Weltpräsidenten": das britische Empire zu beerben. Eine besondere Rote er- shält die Errichtung des nordomerikanischen Kolo- f nialamtes noch durch den in der amtlichen Verlaut- 'barung enthaltenen Hinweis auf die Rotwendig- I feit einer engen Zusammenarbeit des Leiters des । Amtes, Paul Appleby, mit dem Direktor aller USA.-Hilfs- und Wiederaufbauorbeiten im Ausland, dem Juden Lehmann. Tschunking ohne LlGA.-Lieferungen. S t o ck h o l m, 30. Dez. (Europapreß.) „Die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten, die Tschung- king-China erreichen, find verschwindend g e - r i n g", kabelte der Vertreter der „Chicago Daily News" seinem Blatte. „Die Nordamerikaner würden bestürzt fein, wenn sie wüßten, wie klein die Menge der nordamerikanischen Lieferungen ist, die in China a n k o m m t. Wenn die Kriegsproduktion der Vereinigten Staaten so groß ist, wie die Meldungen besagen, dann stellt die Tonnage, die monatlich dieses Land erreicht, weniger als die halbstündige Produktion der nordamerikanischen Gruben und Fabriken bar." Hunderttausende von Tonnen Materials, das für die chinesischen Heere nach Indien gehe, würden wertlos sein, da der Weitertransport nicht funktioniere. Schon jetzt türmten sich Berge von Material, das für China bestimmt ist, in Indien auf und warte- ten auf den Abtransport nach ihrem Bestimmungsort. Nach der Sperrung der Burmastraße seien Transportflugzeuge der Schlüssel zu diesem Problem. Leider sei die Herstellung von Transportflugzeugen gerade das Schmerzenskind der nordamerikanischen Flugzeugproduktion. Wachsender Widerstand gegen Roosevelts Selbstherrlichkeit. Lissabon, 30. Dez. (Europapreß.) Roosevelt wird selbst bei seinen eigenen Parteifreunden im kommenden Kongreß viele Gegner finden, die seine Selbstherrlichkeit nicht mitmachen wollen. Demokratische Senatoren hätten ihren Unwillen darüber geäußert, berichtet ,T)bserver" aus Washington, daß internationale Abkommen nicht in Vertragsform gekleidet würden, um die dann erforderliche Ratifizierung mit einer Zweidrittelmehrheit des Senats zu vermeiden. Sv hätte die Atlantik-Charta doch wenigstens in Form eines Uebereinfommens an den Senat geschickt werden sollen, doch 'wurde sie wohlweislich überhaupt nicht vorgelegt. Im Repräsentantenhaus wachse die Mißstimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Die Ermächtigung zur Perhinderung einer Inflation habe Roosevelt großzügig gehandhabt und auch zur Festlegung der 25 000-Dollar-Jahres-Einkommensgrenze benutzt, obwohl der Kongreß hieran nicht gedacht hätte. Der einflußreiche Farmerblock beschwere sich, in der Preisgesetzgebung benachteiligt zu sein und will im neuen Kongreß eine höhere Preis- grenze beantragen. Schließlich sei der Entschluß des führenden Isolationisten Hamillon Fisch, freiwillig i aus dem auswärtigen Ausschuß des Senats zu Hart und schwer traf uns die schmerz- liehe Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser herzlichster Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Friedrich Düringer Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment Inhab. des E. K. 2, des Inf.-Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens Teilnehmer des West- und Ostfeldzuges am 26. November bei den schweren Kämpfen in der Kalmückensteppe im Alter von nahezu 30 Jahren den Heldentod fand. Sein Frohsinn, seine Schaffensfreude, seine Hilfsbereitschaft in jeder Lage und seine tiefe Seelengröße werden jedem, der ihn kannte, unvergessen bleiben. In stiller Trauer: Gastwirt Ferd. Döringer und Kinder sowie alle Verwandten. Gießen -Wieseck, Marburg, Fellingshausen, Freiburg, im Felde, Grün berg, im Dezember 1942. Die Gedächtnisfeier findet am Freitag, dem 1. Januar, 2 Uhr, in der hiesigen Kirche statt. 06830 MnßMtd rom MEDAWERK | Eduard Palm - München | Kirchliche Anzeigen. (G. - Gottesdienst, KG. — Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- o lernt, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. 1. Januar, Neujahr. Stadtkirche. 10, Schmidt; 16, Liz. Trommershausen. Johanneskirchc. 10, Propst Knodt. Kavelle Alter Friedhof. 10, Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Schaad. Gießen-Kl.-Linden. 13.30, Schultheis. Gießen-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 13.30,Schmidt, Gießen. Mainzlar. 13.30, Schmidt, Treis; 14.30 KG. Hungen. 10, Dekan Schmidt. Lich. 9.45: Beichte. 10: Kahn. Abendmahl. Kollekte. Evang.Stadtmission, Cöberftr.14. Silvester, 31. 12., 20 Silvesterandacht. - Neujahr, 1. 1. 1943, 16 Predigt. Freie evana. Gemeinde Gießen, 3u den Mühlen- 2. Neujahrstag, Kl.43,15.30 Predigt. I Vermietungen | Wllliug 3 Zimm., Küche, Bad, Wintergarten, Etagenheiz., mgl.baloz.verm. Schr. Ang. unt. O6858 a. d.G.A. Schöner Engertoam mit Oberlicht, z. Unterst, v. Möv. p. 15. Jan. 1943 ober früher zu vermieten. 06768 Näheres: Kaiserallee 45 p Einf.möbl.,heizb. Zimmer ohneBettwäsche, sofort oder zum 15. Jan.z.verm. Schr. Ang. unt. 06851a. d.G.A. | Mietgesuche | Berufstätige Dame sucht IZimmer und Küche, evtl. 1 Zimmer und Küche. Sckr. Ang. unt. 06839 a. d.G.A. Berufst. Fräul. sucht heizbares, leetesSlmwet auchZentralheiz. Schr. Ang. unt. 06833 a.d.G.A. Sol., berufstät. Fräul. sucht ab sos. eins. möbl. Zimmer Bahnhofsnähe. Schr. Ang. unt. 06865 a. d.G.A. 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Weißgraues Kätzchen entlaufen. 06869 Abzugeben Walltorftr. 12. Herstellung vielmotoriger Flugzeuge auf den Bau von Wir haben uns verlobt Emmi Borst Willi Dreßen Gießen, Neujahr 1943 06814/ Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt 06848/ Ihre Verlobung geben bekannt Wir haben uns verlobt Großen-Linden Berlin Gießen, Neujahr 1948 Liebigstr. 67 Roonstr. 24 06818/ 06853/ 06838/ Wie das Hauptquartier des japanischen Expeditionsheeres in den Südgebieten meldet, unternahm die japanische Luftwaffe neue Angriffe auf den Hafen von Chittagong und den Flugplatz F e n i sowie auf das Gebiet und den Hafen von Kal« kuttta, wobei zwei feindliche Handelsschiffe in Brand gesetzt wurden. Handelsvertreter langjähriger älterer Reisender zielbewußt, gewissenhaft sucht weiteren Wirkungskreis Schriftl. Angebote unter 06844 an den Gießener Anzeiger erb. 40 Emigranten aus Deutschlaick», unter ihnen Schriftsteller und Journalisten, sind aus der Fahrt von Australien nach England mit einem Dampfe^ der von U-Booten torpediert wurde, untergegangen. Die Londoner Presse meldet, es handele sich um politische Flüchtlinge, die jetzt im Kriegsemsatz gegen Deutschland verwendet werden sollten. Margot Metzger Hans Schäfer Statt Karten! Für die überaus zahlreichen Glückwünsche und Geschenke zu unserer Silberhochzeit sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank Friedrich Rausch und Frau Gießen, 31. Dezember 1942 Weserstraße 8 Ilse Schupp Horst Heinke Uff«, beim Stab eines Gren.-Regts. Sir Neville Henderson, der bis zum Ausbruch des Krieges Englands Botschafter in Berkin war, ist in London gestorben. Henderson begann seine diplomatische Laufbahn 1905 in St. Petersburg. Später war er in Rom, Belgrad, Paris, Kon- stanünopel, Kairo, Tokio und Buenos Aires. 1934 kam er als Nachfolger von Sir Erik Phipps als Botschafter nach Berlin, wo er durch völlige Der» ständnislosigkeit gegenüber dem neuen Deutschland zur Entstehung des Kriegs erheblich beigetragen hah Statt Karten! Für die erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlichst. — Gleichzeitig wünschen wir allen Bekannten ein glückliches neues Jahr! Willi Gies und Frau Annl, geb. Schmittdiel Gießen (Schillerstr. 1\ 31. Dez. 1942 __________________________06823/ Wir haben uns verlobt Hildegard Heinz Friedrich Marsch eck Soldat, z. Z. im Felde ci 4er Universitätsstadt Gießer Donnerstag, den 31. Dezember 15.00 bis 17.30 Uhr König Drosselbart» 18.30 bis 22.30 Uhr Die tolle Komteß. Freitag, den 1. Januar 14.30 bis 17.00 Uhr König Drosselbart. 18.30 bis 21.45 Uhr Ideelott. Brigitte Scheid Heinz Rau z.Z.Witzenhausen z.Z. Frankfurt/Oder Silvester 1942 Gießen Mülheim/Ruhr Bleichstra6e 21 Hindenburgs traSe 61 Silvester 1942 hierbei vor allem um die Benutzung der Flug« Plätze Französisch-Weftafrikas durch die Nordamerikaner. Zugleich mit dieser Mission traf auch der neue Generalkonsul der U62L in Dakar ein. Wer ist General Inin? Zürich, 30. Dez. (Europapreß.) Der, wie schon gemeldet, von Roosevelt zum „Oberkommandierenden der französischen Streitkräfte in Nordafrika" ernannte General Ju i n wurde im Jahre 1888 in Bone (Algerien) geboren, durchlief die Militärschule von St. Cyr und machte den ersten Weltkrieg mit. Hierauf wurde er dem Stab des Marschalls L y a u- tey zugeteilt, als dieser das moderne Marokko aufbaute. Im Jahre 1929 wurde Juin Chef des Militärkabinetts von Lyauthey^ind 1938 Chef des Generalstabes des Oberkommandierenden in Nordafrika. Bis zur Unterzeichnung des Waffenstillstandes in Algier nach dem englisch-amerikanischen Ueberfall auf Französisch-Nordafrika war Juin namens der Regierung Petains Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte in Nordafrika. Kleine politische Nachrichten. In der Reichshauptstadt traf eine unter der Führung des Zivilgouverneurs von Madrid und Provinzialchefs der Falange, Oberst Garcia, stehende Abordnung des spanischen Staatschefs ein, um 19 Waggons mit Liebesgaben den spanischen Soldaten an der Ostfront zu überbringen. Statt Karten! Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unsrer Vermählung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlichst Albert Müller, Befreiter Harle Hüller, geb. Bach Lang-Göns, Dezember 1942 s 06836/ scheiden, voreilig bejubelt worden, denn Fish habe es vorgezogen, dafür im Geschäftsordnungsausschuß zu sitzen, der noch einflußreicher sei. Oer angloamerikanische (Streit um den Luftverkehr. Lissabon, 30. Dez. (Europapreß.) Die Forderung der USA., auch den gesamten Luftverkehr zwischen dem englischen Mutterland und seinen Kolonien in ihre Hand zu nehmen, hat in England ein ablehnendes Echo gefunden. Wie „Daily Herald" meldet, griff der Vorstand der British Ooersee-Air- ways Corporation in einer Bekanntmachung die Amerikaner wegen ihrer egoistischen Bestrebungen, nach dem Kriege den gesamten Weltluftverkehr an sich zu reißen, scharf an. Gleichzeitig wird aber auch die eigene Regierung wegen ihrer Weigerung 'getadelt, genügend Transportflugzeuge oder große Bomber zu produzieren, die nach dem Kriege für Fracht- und Passagierverkehr auf den Weltluftlinien Verwendung finden könnten. Die britische Regierung solle sich ein Beispiel an der nordamerikanische? Produktion nehmen, die etwa 30 v. H. der Statt Karten! Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unsererVermählung sagen wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlichen Dank Hans Göcking Obgefr. 1. ein. Gren.-A.-Ers.-Komp. und Frau Else, geb. Jakobi Leihgestern Stadtlengsfeld im Dezember 1942 S. 06829/ HaupNchrtsti eiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter deS Hauptichriitleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für das Feuilleton: Dr.HanS Tbvrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Äumschein tbeurl.), -.8.: Dr.HanS Thyrtot. Druck und Verlag: Brühstche Untversttätsdruckeret R. Lange ft. <3. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Aozeigenleiter: Hans Beck. Anzeigen Preisliste Nr. 6. B KM üD1 | Hm" lüt stellte- Im«! Statt Karten! Für erwiesene Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer Vermählung danken wir herzlichst, auch im Namen der Eltern Willi Römer und Frau Else, geb. Schneider z.Z. im Felde Gießen - Wieseck Alten-Busecker Str. 43 Dezember 1942 i 06850/ Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlich Alois Schwarzmann Stabsfeldwebel Martha Schwarzmann geb. Wüst Aliendorf an der Lumda Dezember 1942 _______________________ 06860 / Für die uns zu unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir allen recht herzlichen Dank T_ , , , „ , Heinrich Becker Hauptwachtmelster der Schutzpolizei und Frau Emma, geb. Reuter Gießen, im Dezember 1942 v 06856/ Statt Karten! Für die übermittelten Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlich, auch im Namen der Eltern Margot Stroh Fritz Jung Gr,-Linden, Dezember 1942 \ 06835 / Gießen, Dammstraße 12 1. Januar 1943 _______________________06837/ Ihre Verlobung geben bekannt Hanna Kellner Studienassessorin Paul Rübsam Musiklehrer Leiter der Jugend-Musikschule z. Z. Gießen Fulda Keplers tra6e 1 Bonlfatiusstraäe 6 _____________________ 06786/ Die Neue Apotheke ist am Samstag, dem 2. Januar geschlossen M Transportflugzeugen verwende. Neuernennungen im britischen Kabinett. Ihre Verlobung geben bekannt Hertl Brehm Erich Gilbert Gerichtsreferendar Oberlt. und Komp.-Führer in einem Gren.-Regt. Kassel • Lollar Silvester 1942 ______06797/ Stockholm, 31. Dez. (Europapreß.) Mittwoch abend wurden in London neun Neuernennungen im Kabinett bekanntgegeben, darunter ist die Ernennung von Harold Mac Millan zum Minister im britisch-nordamerikanischen Hauptquartier in Nordafrika bemerkenswert. Die weiteren Ernennungen sind: Sir William Io witt zum Minister ohne Geschäftsbereich, W.S. Morrison zum Minister für städtische und ländliche Raumplanung, Captain H. F. O. Grookshank zum Generalpostmeister, Lord C h a r w e l l zum Generalzahlmeister, Ralph Assheton zum Finanzsekretär des Schatzamtes, Duncan E. Sandys zum Parlamentssekretär des Dersorgungsmimsteriums, H. G. Strauß zum Parlamentssekretär für städtische und ländliche Raumplanung, Major Arthur Henderson zum Finanzsekretär des Kriegsministe- riums. Churchill hat auch, mit diesen Neu- und Umbesetzungen seine persönlich? Position verstärkt. Lord C h a r w e l l war nämlich längere Zeit sein persönlicher Assistent gewesen, und 'Duncan Sandys ist sein Schwiegersohn. ßine neue LSA.-Militärmission in Dakar. L i fs a b o n, 30. Dez. (Europapreß.) Nach der Mission des Generals Fitzgerald ist jetzt eine Zweite nordamerikanische Militär Mission in Französisch-Westafrika eingetroffen. Sie kam im Flugzeug direkt aus den Vereinigten Staaten und steht unter dem Kommando eines Konteradmirals. Sie umfaßt Techniker, die Pläne für die militärische Zusammenarbeit oorbereiten sollen. Es handelt sich Nacht- und Sonntagsdienst der Apotheken. Vom 31. Dezember bis einschL 1. Januar die Engel-Apotheke Vom 2. Januar bis einschL Freitag, den 8. Januar, sowie den Mittwoch- Nachmittag-Dienst die 3916d Pelikan Apotheke A.* ta die ° LT Str” Sa- * Msgeme }urd) Per'‘ jüs sich 3l - tefinbet 1 Seren M Mier ver B dem i i i realistische j)rer W fische Halts les Glaub der herzer teil in mr Zielstrebig! öriieale Dec G c dieser Ges guten Bei mögen als sang dieses ist das he uuar 19- sammln I «arme Kli gons als Ausdruck Haltung w Wir erinn lof der Lusrufunc Als zweite her Bevöll [chen Tk Mainz genossen ii ftörung, a den und k ner des n Idee flatt dunkel ab bringen, d nen aber erinnern i ersten Wel . kes durch rotem bei wurde. — druck des ! tionalsozia dieser du brauchte, t gen an die getan hab stischen Ei Gliederuni ren Feind' reichen, ur olle $uhi Weise sich läge unse schäft, nei Luerschnit gangenen 1 Don grt tzr die Aemter paganda-, Personals den Umfa PWnda f als 3834 ! Mt befrei Wichen ' Egsexeni L mit bi Wen Kri Wg sind ständig zu noch die w Hetzen ui Hennfiij •a 11 o n s !n dem v suchenden und Tat r'Ä pro; A.ordn äevolk-ru fingen. Kunq ffi Ansatzes. Nr. 307 Zweites Blatt Die letzte Arbeitskraft im Dienst der Front planvolle GesundheitsMrung mit Nutzen zu erweisen, lieber allem aber wurde die vorbildliche berufliche Erziehung der Jugend nicht vergessen. Durch die Ausweitung der Einfachstarbeit konnte eine richtige Berufsauslese gefördert merbcp. Don den Schulungsburgen der DAF. wurden die Lehrlingswarte der Betriebe und alle die Mitarbeiter, die mit der Lehrlingserziehung besonders zu tun htrben, ausgerichtet. Gesundheitssport wahrend der Arbeitszeit wurde sowohl für die männliche wie für die weibliche Jugend immer wieder durchgeführt. KdF. in Betrieben und Lazaretten.^ Nicht zuletzt wurde mit Hilfe der NS.-Gemein sch a f t ,K r a f t d u r ch Freude" im Gau Hessen-Nassau durch eine vorbildliche Feierabend- gestaltung die Lebens- und damit aber auch die Arbeitsfreude weiter gestärkt. Die Leistungen aus diesem Gebiet find besonders zu beachten, well die für diese Arbeit zur Verfügung stehenden Mitarbeiter sehr gering geworden waren. Wenn es den Männern der NS -Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" trotzdem gelangen ist, den Schassenden zu betreuen und daneben in großem Umfange eine vorbildliche Wehrmachtbetreuung in den Lazaretten usw. zu organisieren, so spricht das nur für die außerordentlich große Einsatzbereitschaft auch dieser Abteilung. , „ So wurden 1333 Theaterveranstaltungen mit 584 513 Besuchern, 1806 Konzertveraastaltungen mit 547 745, 2464 DarietS- und Bunte Abende mit 992 342 Besuchern und 1384 Veranstaltungen der Volkstumsarbeit mit 257 545 Teilnehmern gezählt. Dabei wurden Wehrmacht, ff, RAD.-Lager und die Zivilbevölkerung betreut. Nicht weniger als 1301 Mmdsnmgen und 86 Betrtobsfahrten führten Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiaer für Dderhesien) ,3k. Dezember 1942 /I. Zanuar 1943 Der Gau Heffen-Aaffau im Kriegsjahr 1942. Die Volksgemeinschaft in der Bewährung. - Mit unbeirrbarer Siegeszuversicht half die Heimat der Front Diesen besonderen Arbeiten in Bezug auf Leistungssteigerung in den Betrieben steht die damit in ursächlichem Zusammenhang stehende Maßnahme für eine gute Gesundheitsführung für die «chasfenden in den Betrieben nicht nach. Gerade hier wurde durch eine vorbeugende Gesundheitsführung dafür gesorgt, daß der Krankenstand in den gewünschten Grenzen blieb. In den Erholungsheimen der DAF. wie auch in den Heimen der Sozialträger wurde die in Gefahr geratene Gesundheit zahlreicher Werktätiger wieder gebessert. Gewichtszunahmen von 10 bis 14 Pfund in den Heimen waren keine Seltenheit. In den Betrieben selbst wurde die Gesund- heitssichrung durch die DAF. dadurch besonders aefördert, daß in einer großen Anzahl von Betrieben den Schaffenden die Möglichkeit zum.Einnehmen eines warmen und schmackhaften Mittagessens gegeben wurde. Die Werkküchenleiter und Hilfskräfte in den Küchen wurden in wiederholten Lehrgängen «ungerichtet und in der guten Zubereitung der Mahlzeiten unterrichtet. In Zusammenarbeit mit dem Wehrkreisbeauttragten wurde für die gerechte Verteilung von zusätzlichen Lebensmitteln an die Schwer- und Schwerstarbeiter Sorge getragen. Drückeberger werden gradegerückl. Auf der anderen Seite aber wurde auch durch laufende Kontrollen dem Uebelftanb des unberechtigten Krankenstandes und Bummelantentums energisch nachgegangen. In wiederholten Tagungen der Kreisobmänner und den Besprechungen der Kreisobmänner mit den Betriebsobmännern und Betriebsführern ist es gelungen, den Anfang dieses Jahres noch hohen Krankenstand ganz wesentlich zu festen und auch damit der Gemeinschaft etnen für eine spätere Fachberufsausbildung (Dolkspflege- rin, Kindergärtnerin) geebnet wird. Ebenfalls als Neuerung find die Nachschulungslehrgänge für je 30 Haushaltshelferinnen, die im ländlichen Einsatz tehen und der Entlastung der Landftau dienen, anzusehen. Da die Zahl der zur Verfügung stehenden ausgebildeten Volkspflegerinnen bei weitem im Gau Hessen-Nassau nicht ausreichte, wurde ein 23er- uch mit der Ausbildung von Volkspflegehelferin- nen für bewährte. Mitarbeiterinnen der NSV. in dreimonatigem Lehrgang unternommen, der sich ausgezeichnet bewährt hat. An dieser Stelle darf auch nicht die Erwähnung der NSV.-Gauschule bei Mainz-Gonsenheim vergessen werden, durch deren Einrichtung die längst notwendig gewordene Voraussetzung für die Schulung der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der NSV. im Gau Hessen- Oie Frauen überall auf dem Posten. Besondere Betonung verdient wiederum der von der NS.-Frauenschast und Deutschem Frauenwerk geleitete und betreute helfende Einsatz der Frauen. Tausende von Frauen stehen heute im Arbeitsprozeß und setzen ihre besten Kräfte ein für den Sieg. In den Fabriken stehen Hausftauen und Mütter an der Maschine, um den Mann zu ersetzen, auf dem Lande geht die Frau statt des Mannes hinter dem Pflug, und an tausend anderen Stellen werden hervorragende Leistungen erbracht. Neben diesem vollen Einsatz der Frau steht der Einsatz von vielen Tausenden von Frauen, dis zwar nicht ganz an die Stelle eines Mannes treten konnten, die aber selbstlos viele Stunden zur Verfügung stehen, um all denen in manchen Schwierigkeiten des Lebens zu helfen, die durch berufliche Inanspruchnahme überlastet sind. lieber 300 000 Frauen helfen. Im Gau Hessen-Nassau haben im Jahre 1943 rund 331 900 Frauen in stundenweisem Emsatz auf dem Gebiet der Nachbarschaftshilfe, der Wehrmachtshilfe, für die NSV. und in Behördendienststellen ihre Kraft zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt, daß in den Näh st üben des Gaues Tag für Tag fleißig genäht, umgearbeitet und geflickt wurde, 109 023 Stücke gingen hinaus an die Volksgenossen, die in Not gekommen waren. Dor allen Dingen die Lazaret-tbetreuung macht den ehrenamtlichen Helferinnen wie dem betreuten Soldaten viel Frude. Hier stellten sich 23 267 Frauen zur Verfügung. So mancher Amtswalter der NSV. braucht sich keine Sorge an der Front zu machen um die Betreuung der Menschen seines Ars bettsgebietss. Für ihn ist eine Krau eingespNingertz In diesem Zusammenhang muß auch auf die lohnordnenden Maßnahm en der DAF. zum Zwecke der Leistungssteigerung in Zusammen- arbeit mit dem Reichstreuhänder der Arbeit im hiesigen Gaugebiet besonders hingewiesen werden. Der von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley geforderte gerechte Lohn führte damit zu einer echten Leistungssteigerung. Auch der Arbeitszeit- frage wurde in dem vergangenen Jahre ganz besondere Beachtung geschenkt und in mehreren Besprechungen mit den A rd eitsei n s atzbehörden Klarheit geschaffen. Betreuung des Ausländereinfahes. Auf dem Gebiete des Arbeitseinsatzes hat die Gauwaltung mit ihren Dienststellen besondere Erfolge zu verzeichnen. Es ist ihr nicht nur gelungen, in großem Umfange den Einsatz von Frauen zu erhöhen, sondern dafür zu sorgen, daß den Frauen in allen Betrieben solche Arbeiten zu- gewiesen werden, die ihrer Eigenart gerecht werden. In besonderem Maße gilt dasselbe für den Ausländereinsatz. Die von der DAF. betreuten Lager sind in diesem Jahr von 89 auf 525 gestiegen. In zäher und verbissener Arbeit ist es gelungen, nicht nur die notwendigen Unterkünfte zu besorgen, sondern sie auch so auszustatten, daß der dort untergebrachte Ausländer in seiner Leistung gesteigert werden konnte. Die Lagerführer wurden immer wieder ausgerichtet und somit die verschiedenartigsten Nationen Europas und Asiens arbeitsmäßig so eingesetzt, daß die von der Wirtschaft gewünschte Leistung mit ihnen erzielt werden konnte. In diesem Zusammenhang sei auf die besonderen Schwierigkeiten der Verpflegung wahrend der Frühjahrsmonate hingewiesen. Aber durch das zähe Durchbalten der Abteilung Ausländerein- fatz sind alle Schwierigkeiten gemeistert worden. Nicht zuletzt aber wurde auch die Leistungssteigerung noch durch einen erhöhten Arbeitsschutz wirksam unterstützt. Durch verschiedene Tagungen hn Reich wurde Material für weitere Anregungen herangeholt. terinnen und Landfrauen, mit denen rund 400 Plätze in unseren NSD.-Müttererholungshe.men im Jahre 1942 belegt waren. Neu sind auch zwei weitere Frauenmilchsammelstellen in Darmstadt und Mainz. Für die Betreuung von Verwundeten in den Lazaretten wurden rund 1000 000 RM. aufgewandt. Die NSV. ist auch stärkstens bei der Möbelbeschaffung für volksdeutsche Umsiedler beteiligt. Die Reichsstraßensammlungen des KWHW. 1941/42 erbrachten 5 633144,49 RM. Die Opfersonntaae des KWHW. 1941/42 9 778 384,24 RM. Die erstell vier Reichsstraßensammlungen des KWHW. 1942/43 erbrachten schon jetzt 3 550 731,48 RM. und die ersten vier Opfersonntage des KWHW. 1942/43 schon 6 633 828,14 RM. Oie NSKOV. hilft den Verwundeten. Eine besonders segensreiche Aufgabenstellung für die Heimat ist die Betreuung unserer Verwundeten. Hier lag das vordringlichste Tätigkeitsfeld der nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung. Das Gauamt für Kriegsopfer und mit ihm der anaefchloffene Verband, die NSKOV., hatte im Gau Hessen-Nassau im vergangenen Jahre, namentlich in dieser Betreuungsarbeit, einen sehr lebendigen Einsatz zu verzeichnen. Der Kreis der zu Betreuenden wurde durch die Kriegsgeschädigten außerordent- lich erweitert. Die Hauptaufgabe bestand darin, nach besten Kräften dazu beizutragen, die Wunden, die der Krieg in unserem Gaugebiet nach allen Richtungen hin geschlagen hat, nach Möglichkeit zu lindern oder zu heilen. Neben dieser Betreuung war in besonderem Maße die Umsorgung der Ellern herausgestellt, Umschulungs- und Berufsftagen, Erledigung von Rentenanträgen und Aufklärung waren in gewissen Abständen notwendig. Daß die Lazarettbetreuung wie bisher unermüdlch im Gaugebiet fortgesetzt mürbe, geht aus den zahlreichen Veranstaltungen hervor, bei denen sich die NSKOV. ausgezeichnet hat. Nassau geschaffen wurde. Wichtige Einrichtungen wurden besonders auch auf dem Gebiete der Jugendhilfe geschaffen. Dazu gehören die Neueinrichtungen einer Erziehuntzsbe- ratungsstelle, einer Zentralstelle für Jugendgerichtshilfe und der Reichszentralstelle für Strafgefangenen» und Strafentlassenenbetreuung in Frankfurt am Main. Außerdem wurden zwei weitere Jugend- Heimstätten für gefährdete Jugendliche in Wildachsen und Rüdesheim mit je 25 und 50 Plätzen eingerichtet. Der Jugenderholungspflege wurden drei neue Heime zur Verfügung gestellt. Es ind dies die Jugenderholungsheime Neckarsteinach mit 142 Plätzen, das Jugenderholungsheim Dickschied mit 42 Plätzen und das Jugenderholungsheim Hil- ger mit 28 Plätzen. Die Kinderlandver« chickung wurde im Austausch mit anderen Gauen yrieder ausgenommen, während die Kinderheimverschickung unter der Bezeichnung „Spezialisierte Jugenderholungspflege" neuerlich für die gesund- heitsgefährdete Jugend die besonderen medizinischen Bedürfnisse des erholungsbedürftigen Kindes bei der Auswahl des Jugenderholungsheimes berücksichtigt. Durch die erweiterte Kinderlandverschickung wurden im Gau 20 000 Mütter mit Kindern ausgenommen und untergebracht. Erwähnung zu finden haben auch die Erholungskuren für RüstungsarbeiNicht weniger verantwortungsvoll und in seiner Wirkung von entscheidendstem Nutzen war die Bearbeitung des Aufgabengebietes der DAF. Im vergangenen Jahr stand bei ihr im Vordergrund aller Arbeiten eine weitere Konzentration aller Kräfte mit einer damit verbundenen scharfen Rationalisierung. Das Ziel war, die Leistungen auf wehrwirtschaftlichem Gebiet und auf den für unser Volk lebenswichtigen Sektoren weiter zu steigern. Im Anfang des Jahres hat die Gauwaltung der DAF. zusammen mit der gewerblichen Wirtschaft sowie mit dem Wehrkreisbeauftragten auf Grund ihrer Unterlagen mit Hilfe ihrer Sachkenntnis in den Betrieben ganz besonders dazu beigetragen, daß die wertvollen Betriebe erhalten bleiben und weniger wertvolle, also leistungsmäßig nicht besonders gelagerte Betriebe stillgelegt wurden. Die verhältnismäßig reibungslose Durchführung .dieser Arbeiten beweist, daß die Urteile der DAF. und insbesondere ihrer Gaufachabteilungen betriebsnahe waren. Leistungssteigerung durch Arbeitsfreude. Für die zurückgebliebenen Betriebe wurden bezüglich der Leistungssteigerung vor allen Dingen durch Propaganda und Schulung die Arbeitsfteude und der Arbeitswille in Schulungsmaßnahmen auf unseren Gauschulen und durch Schulungsmaßnahmen in den Betrieben weiter gesteigert. Ganz erfreuliche Erfolge konnten auch durch das besonders von der DAF. herausgestellte Vorschlagswesen in den Betrieben erreicht werden. Daneben wurden dem Arbeitsbest verfahren, besonders durch eine außerordentlich rege Propagierung der Refa.-Lehre, Rechnung getragen. In zahlreichen Lehrgängen wurde Refa. Betriebsfüh- rem, Abteilungsleitern, Meistern und tüchtigen Facharbeitern nahegebracht. Die im Rahmen dieser Arbeiten geforderten Arbeitsstudien in den Betrieben haben außerdem zu zahlreichen Konftruk- tionsverbesierungen und arbeitszeitsparenden Maßnahmen geführt. NSG. Im Knegsjahr 1942 stand die Partei wiederum vor großen Aufaaden und damit in einer Bewährungsprobe, die härteste Anforderungen an sie stellte. Das Ziel ihrer Arbeit blieb unverändert die Aufrechterhaltung und Stärkung der seelischen wie physischen Wider- tandskraftunseresLolkesim Kampf um eine Freiheit durch die Sicherung der deutschen Volksgemeinschaft. Sie erfüllte diesen Auftrag der durch personelle Schwierigkeiten ihres Führerkorps, das sich zum weitaus größten Teile an der Front befindet, und größere kriegsbedingte Belastungen, deren stimmungsmäßig neaatioe Auswirkung nicht immer vermeidbar war, besonders erschwert wurde, mit dem bewährten Einsatz der ihr innewohnenden idealistischen Kraft und dem beispielhaften Vorbild chrer Gefolgschaft. Ihre Arbeit erzielte die kämpft- rische Haltung unseres Volkes, sie erweckte die Stärke des Glaubens, hielt bei jeder Belastung die Kräfte des Herzens wach und fetzte diesen errungenen Vorteil in umsichtiger Planung und mit rücksichtsloser Zielstrebigkeit zum Nutzen der kämpfenden Front ein. BrUenfetror zerbrach am Bhd der Bevölkerung. Der Gau Hessen-Nassau hat im Rahmen dieser Gesamtaufgabe der Partei wiederum feinen guten Beitrag geleistet. Zwei besondere Beispiele mögen als Zeugnis feiner Gesinnung an den Anfang dieses Leistungsberichtes gestellt fein. Das erste ist das hervorragende Ergebnis feiner am 12. Januar 1942 abgeschlossenen Winterfachen- fammlung für die Front. 2 267 789 verschiedenste warme Kleidungsstücke rollten in mehr als 120 Waggons als helfende Tat der Heimat und damit als Ausdruck ihrer opferbereiten kameradschaftlichen Haltung aus dem Rhein-Main-Gebiet zur Front. — Wir erinnern uns dabei daran, daß die „helfende in die Schönheiten des Gaues. Besondere ßrfojge hatte auch der Sport aufzuweisen, der in Kursen 402 437, in BSG.-Uebungsstunden 737 889 und in Wettkämpfen und Spielen 66 082 Teilnehmer erfaßte. Das Dolksbildungswerk innerhalb der NS.-Gemeinfchast „Kraft durch Freude" hat durch seine zahlreichen Vorträge in dem vergangenen Jahr weiter dafür Sorge getragen, daß das Verständnis unseres Volkes für das Zeitgeschehen vorhanden war. Das zeigte sich besonders im Besuch der Vorträge, Vorttagsreihen und Kulturfilmoeranstaltun» gen, die in 1735 Veranstaltungen 405 177 erfaßten. Die Arbeitsgemeinschaft, Kurse und Arbeitskreise vermittelten 192 139-Schaffenden Rüstzeug für gesteigerte Leistungen und 702 Führungen, Betriebsbesichtigungen, Lehrwanderungen und Kulturfahrten weiteten den Blick für technische Errungenschaf, ten wie für die Schönheiten des Gaues und feine kulturellen Schätze. Ein getreues Abbild der großen Leistungen aüf allen Gebieten der DAF. vermitteln die Berichte über den Leistungskampf in den Betrieben. Auch die Möglichkeit, daß mehrere Betriebs unseres Gaugebietes als Kriegsmusterbetriebe vor- geschlagen werden konnten, beweist, daß die Arbeiten der DAF. auf allen Gebieten nachhaltig und wirkungsvoll waren. Lenkung der Vüstungswirtschast. Auch das Amt für Technik mit feinen Mitarbeitern des NSBDT. stand im Problem- und erfolgreichen Kriegseinsatz. Als Wehrkreisbeauftragter IX, später als Wehrkreisbeauftragter Xlla des Reichsminister für Bewaffnung und Munition hat der Gauamtsleiter des Amtes für Technik in Zusammenarbeit mit den anderen Rüstungsdienststellen die gesamte Rüstungswirtschaft betreut. Die geeinten Mitprbeiter im Amt für Technik sowie des NSBDT. standen ihm als ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung. Auf Veranlassung des Gauleiters wurden sämtliche Bauvorhaben auf ihre Kriegsnotwendigkeit überprüft Eine große Anzahl von Bauvorhaben, deren Baufummen Millionen darstellen, konnten eingefpart werden, weil entsprechende Räume durch Umlagerung und Verlage- rung von Betrieben freigemacht werden konnten. Bei größeren Fliegerschäden stellte das Amt für Technik die notwendge Zahl vqn Fachleuten zur Verfügung. Ein wichtiges Aufgabengebiet des Amtes für Technik bildete die Erfinderbetreuung, die während des Jahres 1942 von der Deutschen Ar- beitsftont auf die Aemter für Technik übergegangen ist. Das Amt für Technik hat sich dieser Aufgabe besonders angenommen, da gerade jetzt im Kriegs hie Erfinderbetreuung.gewährleistet werden muß, daß jeder Erfindungsvorschlag auf seine Durchführbarkeit im Kriegseinsatz objektiv nachgeprüft wird» Intensiv hat sich das Amt für Technik der Förderung des Nachwuchses zugewandt. Die Vorbereitungen zur Errichtung einer Chemikerschule in Frankfurt stehen vor dem Abschluß. Die Elektrotechnische Lehranstalt wurde in die Obhut des Hauses der Technik genommen. Für die Ausbildung von Technikern für die feinmechanische Industrie ist die Gründung einer Fachschule in Wetzlar vorgesehen. An den deutschen Ingenieur werden infolge der Technisierung der Kampfmittel heute besonders große Anforderungen gestellt. Um ihm das notwendige geistige Rüstzeug zu vermitteln, hat das Amt für Technik das technisch-wissenschaftliche D o r • tragswesendes NSBDT. im vergangenen Jabr besonders ausgebaut. Das ausführende Organ ist das Haus der Technik, an dessen Veranstaltungen seit dem 1. Januar 1942 rund 18 000 Hörer teilgenommen haben. Das techno-politische und das technisch-wissenschaftliche Vortragswesen war auf dis besonderen Kriegsnotwendigkeiten abgestimmt. In Verbindung mit den bezirklichen NSBDT.-Fach- verbänden fanden Vorträge, Tagungen und Lehrgänge neben der Vielzahl technisch-wissenschaftlicher Veranstaltungen solche zur Eneraieeinsparung, über Rationalisierungsfragen und Leistungssteigerung, über Umstellung von Sparstoffen auf Austauschstoffe sowie über Behelfsbauweisen im Kriege statt. Das Amt für Technik hat somit auch im vierten Kriegswirtschaftsjahr seine besonderen Kriegsaufgaben richtig erkannt und sich dementsprechend tatkräftig eingesetzt. Tat" der Heimat während des Weltkrieges in der : Ausrufung des Munitionsarbeiterstreiks bestand! — Als zweites Beispiel sei die unerschütterliche Haltung der Bevölkerung des Gaues gegenüber den briti - ' scheu Terrorangriffen genannt Die Stadt Mainz vor allem bewies hier für alle Volks- genoffen in Hessen-Nassau, daß über Not und Zerstörung, an vielfältigsten Aeußerungen der helfenden und kameradschaftlichen Tat sichtbar, das Ban- ner des mutigen Geistes der nationalsozialistisHen Idee flattert. Wohl konnten die im nächtlichen Dunkel abgemorfenen Bomben Leid und Zerstörung bringen, den Widerstandswillen der davon Betroffenen aber vermochten sie nicht zu beugen. — Wir erinnern uns auch hierbei daran, daß während des ersten Weltkrieges der Widerstandswille unseres Vol° , les durch die geduldete Tättgkeit von Landesver- rätern bei weit geringeren Belastungen erschüttert wurde — Diese beiden Beispiele sind beredter Ausdruck des durch die Arbeit der Partei mit der na- tionalsozialistischen Idee erzielten Erfolges. Daß dieser durchaus nicht selbstverständlich zu sein brauchte, mögen die kurz eingeblendeten Ermnerun- qen an die Situation im vergangenen Weltkrieg dar- getan haben. Die Unsumme eines ständigen aktivistischen Einsatzes der Männer der Partei und ihrer Gliederungen war notwendig, um diesen von unft- ren Feinden nicht einzuholenden Vorsprung zu erreichen, und sie ist weiterhin notwendig, um ihn für alle Zukunft zu erhalten. In welch umfaffenber Weise sich die Partei der siegverburgenden Grund- läge unseres Freiheitskampfes, der Volksgemem- schäft, verpflichtet fühlte, möge der nachstehende Querschnitt durch die Leistungen des Gaues im ver- gangenen Jahr beweisen. Vielgestaltiger propagandaeinsah. Van großer Bedeutung war selbstverständlich wie- der die Arbeit der P ° Utisch - suhijenbein Aemter, wie sie sich in der Tätigkeit des Propaganda., Presse-, Schulung--, Organ.,atwns- und PVrfonalamtes darstellt. Nur kurze Angaben mögen den Umsong dieser Arbeit verdeutlichen. Die Pro paganda führte im vergangenen 2ahr Nicht weniger als 3834 Versammlungen durch. Das Presseamt betreute und leitete die P r e s searbeit einer täglichen Auflage von nahezu einer Millioni Jei tunaseremplaren. Dem Personalamt gelang f^^t den wenigen noch verbliebenen WW Üche7 Kräften, die, soweit sie krregsvenwendung- sähig sind, zudem noch in einem gewlsfen Turnus ftrinhia rum Frontdienst ausaewechselt werden, den noch^küe wichtigsten 8uhrungsstellungen der durte. zu besetzen und damit dieDormissetzung für jeDe »uj aabenerfüllung zu schaffen. Die lm Gauorga *» &Ä. Bevölkerung, den Maßnahmen der Partti freiwmlg setzung^sür da- erfolgreiche Gelingen ihres weiteren Oie praktische Volksgemeinschaft. Am sichtbarsten zum.^lusdruck auch .erfalgre^-s JA. unl Übernahme tung/n Zu ä°sf°n. «°^^ndl°ge^° w=.= tere Entwicklung der • erftcr Linie jene den müssen. Es gehören h^^^ dazu be* Einrichtungen, die' zahl- Vorschülermnen für bte ® Eine Kindergärtnerin oder Kinderpfteg eEranfflirt und ein <5e- pflegerinnenschule wurde in 5 W mit einem minar für Dolkspftege zweijähriger Lehrgang von 21 T"lnchmenn @emin(]r tönnen Ausbildung eröffnet In ffieitcrI)in wurde gleichzeitig drei Lehrgänge lauttn r8ffnet m dem ein NSV.-Schulhe,m m Frankfun mitb 21 befähigte M.tarbeittrimien^^ der Weg tere Reste erlangen lomtm die alle Nöte und Schwierigkeiten in ihrer Ortsgruppe kennt. 2692 Frauen stehen heute im Gau Hessen-Nassau für einen eingezogenen Amtswalter der NSV. Ständig wachsend ist das Gebiet- der Beratungsarbeit, das vor allen Dingen getragen wird von den 344 Beratungsstellen der Abteilung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk. 171 822 Besucher wurden gezählt. Dabei handelte es sich nicht immer um praktische Fragen allein, sondern manche Schwierigkeit persönlicher Art wird von Frau zu Frau überbrückt. 3m Dienste der hauswirtschaftlichen Praxis. Die Nähberatungsstellen nehmen eine besonde'/e Stellung ein und kommen einem Bedürfnis entgegen, indem sie manchen Punkt einsparen helfen. In den 96 Schuhaustausch st ellen konnten 28126 Schuhe getauscht werden, sicher ein Ergebnis, das den Wirtschaftsämtern eine fühlbare Entlastung brachte. Die volks- und hauswirtfchaft- schaftliche Beratungsarbeit wurde ergänzt durch 4152 Kochturse, die 44 708 Besucher aufzuweisen hatten. Was hier praktisch geübt wurde, brachten 2666 Vorträge theoretisch an 101 754 Besucherinnen heran. Die hauswirtschaftliche Ausbildung der Frau muß in der heutigen Zeit eine besondere Ausgabe sein. Die beste Möglichkeit dazu bietet der Haus- wirtschaftliche Beruf. Es soll daher auf jene 1177 Frauen hingewiesen sein, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die hauswirtschaftlichen Lehrlinge in unserem Gaugebiet zu fördern und in ihrer Lehrzeit zu überwachen. Unsere Frauen haben ihre Pflicht getan. Außermilitarische Wehrerziehung. Trotz stärkster personeller Sctzvierigkeiten gelang es auoy Den Gliederungen der Partei, ihr umfangreiches Aufgabengebiet, das sie mit der Front unmittelbar verbindet, zu erfüllen. Bei der SA. blieb auch im laufenden Jahre die auf die Kriegsvechält- nisfe eingestellte ouhermilitärische Wehrerziehung im Mittelpunkt des Gesamteinsatzes. Der vom Führer der SA. zuaewiesene Auftrag zur wehrhaften Ausrichtung des ganzen Volkes gewann einen neuen, oestinrmenden Ausdruck in den diesmal zum ersten Male abgehaltenen „Wehr- kampftagen der SA.". Unter Führung der SA. traten auch im Gau Hessen-Nassau die SA. und die Betriebssportgemeinschaften der DAF. in zahlreichen Veranstaltungen vor die Oeffentlich- feit, um in geländemäßigen Wehrkämpfen Rechenschaft über den erreichten Stand der wehrhaften Ausbildung abzulegen. Neben der fortgehenden Ausbildung innerhalb der Einheiten war die SA. wie immer zur Stelle, wenn es galt, fei es bei Erntehilfe bei Absperr- und Luftschutzmaßnah- men oder beim Katastrophendienst einMspringen. Hinzu kam die Hilfe in Haus, Hof und Feld für an Der Front stehende Kameraden. Mannigfaltige Aufgaben bei der Erntehilfe wurden vielerorts im Rahmen von ganzen Dorfpatenschaften erfüllt. Unter den sonstigen vielen Einsätzen mögen besonders die Schneearb-eiten im vergangenen strengen Winter erwähnt werden, die zur Abwicklung eines störungslosen Bahnbetriebes tatkräftig beitrugen. Bei Gelegenheit der Amtseinführung des neuen Führers der Gruppe, Gruppenführer D i e l ft i ch, «erfolgte durch den Stabschef der SA. am 28-/29. November eine Besichtigung verschiedener Einheiten in Frankfurt a. M. JISfifL schult Lraftfahrernachwuchs. Neben den Aufgaben, die das NSKK. als motorisierte Einheit der Partei ständig zu lösen hat, A. B. die Organisation des Derkehrshilfsdienftes im gesamten Gaugebiet, wurde im vergangenen Jahre in gesteigertem Maße die vormilitärische Ausbildung der NSKK.-Männer in den dazu aufgestellten Wehr staffeln, bzw. in der Motor-HI. durchgeführt. Die bis zum Ende des Jahres 1942 ausgegebenen Kriegskraftfahrscheine belaufen sich auf rund 3000. Diese Zahl übertrifft die des vorigen Jahres um ein Vielfaches und spricht von dem unermüdlichen Einsatz sowohl der mit der Schulung beauftragten NSKK.-Männer wie des jungen Kraftfahrernachwuchses. Im Interesse der Ntotorisierung Deutschlands während des Krieges wurde ferner als besonders vordringlich di? Umschulung der Kraftfahrer auf Generatorbetrieb in Angriff genommen. Zunächst wurden die Männer der NSKK.-Stürme, darüber hinaus aber bestimmte Kraftfahrer der Wehrmacht und vor allem die Fahrer der privaten Wirtschaft theoretisch und praktisch unterrichtet. Bisher konnte die Motorgruppe Hessen etwa 4000 Detriebsberechtigungs- und Wartescheine, die für den Betrieb eures Generatorwagens vorgeschrieben sind, an die Teilnehmer der von den Motorstandarten durchgeführten Kurse aushändigen. Das NSKK. hat mit dieser Umschulungsarbeit für unsere Kriegswirtschaft einen wesentlichen Beitrag geleistet, der sich im kommenden Jahr erwartungsgemäß noch bedeutend vergrößern wird. In den letzten Wochen ist die Motorgruppe Hessen mit der Durchführung einer neuen, wichtigen Aufgabe beschäftigt. Es werden Motorbooteinheiten aufgestellt, die die Schulung des Nachwuchses für die motorisierten Pioniere, insbesondere die Ausbildung auf Sturmbooten zum Ziele hoben. Die NSKK.-Stürme werden sich bei dieser neuen Aufgabe ebenso wie bei den früheren restlos einfetzen, damit cud) hier in Kürze der Wehrmacht ein gut vorgebildeter Nachwuchs zur Verfügung steht. Die fliegerische Ausbildung des 3l$5fL Die durch das NS.-Fliegerkorps durchgeführte vormilitärische fliegerische Ausbildung der Hitler- Jugend wurde durch eine Reihe wichtiger Erlasse des Oberbefehlshabers der Luftwaffe erneut unterstrichen und als nicht mehr wegdenkbar für die Aufgaben der Luftwaffe bestätigt. Im Gau Hessen- Nassau, diesem an fliegerischer Tradition so reichen Gau, wird diese Aufgabe der Auslese und Ausoil- düng des Nachwuchses auf allen fliegerischen Gebieten durch die NSFK.-Gruppe 11 (Hessen-Mosel- land) durchgeführt Im vergangenen Jahre war diese Arbeit innerhalb der Gruppe trotz Krieg und mangelnden Ausbildern befonders rege. An erster Stelle stand die Se g e l f l u g s ch u l u n g. Auf den Segelflug-Uebungsstellen der Gruppe, in Hirzenhain, dem traditionellen Fliegerdorf, in Limburg, Babenhausen, Gras-Ellenbach im Odenwald und nicht zuletzt auf dem Rebstock bei Frankfurt wurde in regelmäßigen laufenden Lehrgängen eine intensive Breitenschulung betrieben mit abschließender A«, B- und E-Prüfung für die Hitlerjungen. In zahlreichen Werkstätten wurde die fliegertechnische Ausbildung und in den neuen mit allen modernen Einrichtungen versehenen Funkstellen der Gruppe die Bordfunker-Ausbildung durchgeführt. Daneben ßef btt Erfassung der lrn Modell- slug und Flugmodellbau fit Zusammenarbeit mH den Schulen und in den Modellflugwerkstätten der Gruppe. Die diesjährigen Gebietswettkämpfe der Flieger- HI., die in ihrem fliegerischen Teil von der NSFK.- Gruppe 11 im Juli auf der Segelflug-Uebungsstelle Limburg geleitet wurden, gaben einen Ueberblick über den hohen Stand der fliegerischen Ausbildung der Jungen. Bei dem darauf folgenden Reichswett- kampf in Vöslau bei Wien konnten dementsprechend gute Leistungen der Flieger-HI. Hessen-Nassau erzielt werden. Auch bei der Inspektionsreise des Inspekteurs des NS.-Fliegerkorps, Obergruppenführer u Bülow, Ritterkreuzträger und ehemaliger Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, im Juni 1942 konnte die NSFK.-Gruppe 11 mit ihren Aus- bildungsstellen und ihrer geleisteten Arbeit gut abschließen. Die im Oktober und November 1942 erfolgten Funktagungen in Frankfurt a. M. und Darmstadt ließen die stetig wachsende Ausbildung im Funkwesen erkennen und somit das Ziel: Einen in allen fliegerischen Zweigen gut vorgebildeten Nachwuchs sicherzustellen. Wenn die Gruppe außerdem sagen kann, daß die Hauptzahl ihrer Männer als Flugzeugführer, Beobachter, Bordfunker und Bordmonteur an den Fronten eingesetzt ist, und sich darunter allein aus ihrem Bereich zwei Ritterkreuz- und Eichenlaubträger und zwei Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, sowie Träger vieler anderer hoher Auszeichnungen befinden, so ist das ein Beweis dafür, daß das NS.-Fliegerkorps sowohl an der Front als auch in der Heimat feine Aufgabe erfüllt und somit dazu beiträgt, die Überlegenheit der deutschen Luftwaffe, die neben dem vorzüglichen Material vor allem in der vorzüglichen Ausbildung der Flugzeugbesatzungen besteht, für alle Zeit sicherzustellen. Der Schluß des Verichles folgt am Samstag. Oie Straße des Todes. Wenn man an der Schwelle eines neuen Jahres Rückschau hält, dann kann man auch nicht Vorbeigehen an Der Liste derjenigen, die alljährlich aUs unseren Reihen scheiden und häufig Lücken zurück- lasfen, die nur schwer wieder geschlossen werden können. In Kriegszeiten ist das Opfer, das die Volksgemeinschaft dem Tode bringen muß, weitaus größer als in normalen Zeiten, kommt doch hinzu jenes Heer von namenlosen Helden, die ihr junges Leben für das Vaterland gaben. Mele sind auch darunter, deren überragende Leistungen in aller Munde waren. Nur einige feien genannt: Der Gene, ralfeldmarschall von Reichenau, der nach einem Schlaganfall beim Transport in die Heimat am 17. Januar im Alter von 57 Jahren starb, der Eichenlaubträger Kapitänleutnant E n d r a s, der nach Versenkung von über 200 000 BRT. Ende März mit seinem. U-Boot von Feindfahrt nicht zu- rückkehrte, Eichenlaubträger Leutnant Stoep pen, Sieger in 85 Lustkämpfen. Am 5. Juni fiel im Osten Unteroffizier Hubert Brinkforth, der erfte Ritterkreuzträger aus dem Mannschafts stand. Am 18. Juni kehrte Eichenlaubträger Leutnant S t r e h- l o w nach 68 siegreichen Lustkämpfen vom Feindflug nicht zurück, am 25. Juni Oberfeldwebel Steinbatz nach seinem 99. Luftsieg. Im August kam Eichenlaubträger Oberleutnant O st ermann nach 102 Luftsiegen nicht zurück. Am 15. September wurde gemeldet, daß Eichenlaubträger Kapitänleutnant Mütze l bürg auf einer Feindftihrt sein Leben lassen mußte. Besonders schmerzlich war der Tod Hans-Joachim Marseilles, Trager des Eichenlaubes mit Schwertern und Brillanten, der nach 158 ßuftpiegen am 30. September unbesiegt den Fliegertod starb. Arn 3. Oktober fiel Iber Eichenlaub- träger General der Panzertruppen Freiherr von Lang ermann und Erlencamp. Zu den herben Verlusten unserer Wehrmacht zählt auch General der Flieger Thomas, ein Pionier des deutschen Flugwesens, der im August gestorben ist. Am 21.August kam Freiherr von Gablenz, Generalmajor im Reichsluftfahrtministerium und Direktor der Deutschen Luft-Hansa, bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Bei einem Gedenken der großen Toten des Jahres sind es vor allem drei, deren Verlust für das ganze Volk sehr schmerzlich gewesen ist: Reichsminister Dr. Todt, der Erbauer des Westwalls- der Schöpfer der Reichs autobahnen, kam am 8. Fe. bruar bei einem Flugzeugunfall ums Leben, ff» Obergruppenführer H eydri ch, Stellvertretender Reichsprote'ktor, wurde am 4. Juni das Opfer eines Attentates in Prag, und Reichsleiter Hühnlein starb am 18. Juni im Alter von 60 Jahren. Auch darüber hinaus weist die Totenliste der Partei eine Reihe bekannter Namen auf. Am 25. Februar verschied in München einer der Vorkämpfer der Bewegung, Anton D r e x l e r, der Gründer des Deutschen Arbeitervereins, am 15. Mai Gauleiter und Reichsstatthalter Earl Rover, am 25. Mal Frau Eva Chamberlain, die Tochter Richard Wagners, Inhaberin des goldenen Ehrenzeichens der Partei, im Alter von 75 Jahren, am 23. Juli der nationalsozialistifche Kulturschriftsteller Joseph Stolzing-Czerny, am 30.Juli ^-Obergruppenführer und General der Waffen-^ Paul Scharfe, Chef des Hauptamtes ^-Gerichtsbarkeit, am 13. Oktober ^-Obergruppenführer Generalleutnant von M a f f o to, Präsident der Deutsch- Bulgarischen Gesellschaft, am 1. November ^-Oder- gruppens'ührer Siebert, der bayerische Minister- Präsident und Präsident der Deutschen Akademie. Aber auch in die Reihen unserer Wirtschastsführer und Techniker fyat der Tod in diesem Jahre einige tiefe Lücken gerissen. Am 4. Januar starb Wehr- Virtschastssührer Bordet, Generaldirektor des Bochumer Vereins, der Ruhr-Stahl-AG. und Hanomag, am 8. Januar der frühere Mitinhaber oer Stoewer-Werke, der Stettiner Automobil-Industrielle Emil Stoewer, am 17.Januar Wehrwirtschaftsführer Dr. August Diehn, Generaldirektor des Kali-Syndikats, am 12. März Robert B o fch im Alter von 80 Jahren, Anfang April der Wehrwirt- fchaftsführer Dr. S p r i n g o r u m , am 19. Juli der Wchrwirtschaftsfühper Dr. Wilhelm Kissel, Vorsitzender des Vorstandes von Daimler-Benz, Mitte August Kommerzienrat Richard Schering, Begründer jener chemischen Fabrik, aus der der Sche- ring-Konzern heroorging, am 11. Dezember Staatsrat von S t a u ß, einer der führenden Köpfe des deutschen Bankwesens. Arn 23. Februar verschied der bekannte Lustfahrtpionier August von Parse- oal im Alter von 81 Jahren, am 23.März der langjährige Direktor des DDJ. Professor Dr. lat» schoß. Aus der Wissenschaft und Kunst seien genannt: Am 21. Januar in Düsseldorf der Geschichtsforscher Professor Dr. Heinrich Wolf, am 16. August Ge- Heimrat Bumm, früherer Präsident des Reichsgesundheitsamts, am 30. August der Heidelberger Chirurg Professor Kirschner, am 5. September der Physiko-Ehemiker Professor Dr. Max Bodenstein, am 31 Oktober der Breslauer Staatsrechtler Staatsrat Professor Freiherr von Freytagh-Loring- Hofen, am 28. April der berühmte Pianist Emil von Sauer, am S.Mai der Münchener Maler und Zeichner Professor Karl Bauer, am 27. Juli der Direktor der Akademie der Bildenden Künste in München, German B e st e l me y e r, am 31. August der Berliner Schauspieler Walter S t e i n b e ck, 'am 7. Dezember der Direktor der Dresdener Gemäldegalerie Dr. Posse. Und schließlich seien noch einige Männer aufgezahlt, die aus dem Kreis der alten Militärs in diesem Jahre wieder abberufen wurden: Am 20. Januar im Alter von 85 Jahren General der Infanterie v o n B ü l o w, am 21. März, 81jährig, General der Infanterie von G o n t a r d, am 8. April im Alter von 87 Jahren General der Infanterie von Lochow, am 14. Mai, 74jährig, General von L o ß b e r g, am 18. Mai in Kiel der frühere Flottenchef Admiral O lde k o p , am 21. September Ge- neral von Liitzow, als Führer eines Freikorps auch nach dem Weltkriege bekannt geworden, am 29. September, 71jährig, General der Infanterie Otto Hasse. Aus der Stadt Gießen. An der Schwelle des neuen Jahres. Kaum eine Seit im Jahre ist so dicht von altem Volksglauben ourchwoben wie die Neujahrsnacht. Finden sich in Friedenszeiten in der, Großstadt wie in dem kleinsten Dorf die Menschen zu geräuschvoller Festlichkeit zusammen und wird der Augenblick, in dem das alte Jahr zu Ende geht, das neue über die Schwelle tritt, mit Lärm und Zurufen, auf dem Lande vielfach mit Schüssen und Peitschenknallen begrüßt, so daß der erste Ton der Glocken sich kaum dagegen behaupten kann, so liegt ein uralter Sinn in diesen geräuschvollen Bräuchen, die im Grunde nichts anderes sind als Abwehrzauber gegen böse Geister und Dämonen. Nach dem Glauben unserer Vorfahren waren ja die „zwölf Nächte" um die Wintersonnwende den Geistern freigegeben, die segnend oder unheilbringend die Stätte der Menschen heimsuchten. Und wenn noch heute das „Bleigießen" in Hebung ist, so zeigt uns dies eine letzte Ahnung davon, daß diese Nacht und der darauf folgende Neujahrstag einst Schicksalstag erster Ordnung war, an dem ein Blick in die Zukunft den Kundigen offenstand, und an dem alles, was geschah, von Bedeutung für das ganze Jahr war. Neujahr ist für die großen Schicksalsdinge des Menschen, Leben und Tod, Liebe und Hochzeit von höchster Bedeutung; unendlich mannigfaltiger Volksglauben und Dolks- brauch sind mit den letzten Stunden des alten und den ersten des neuen Jahres verknüpft. Schlesische Mädchen gehen zur mitternächtlichen Stunde auf den nächsten Kreuzweg oder in die Nähe der Kirche, in der Hoffnung, hier den ihnen bestimmten Liebsten leibhaftig sehen zu können. Aus den Häusern, in denen noch vor Ablauf des Jahres jemand sterben wird, soll um diese Stunde ein geisterhafter Leichenzug mit einem Sarg hervor- schweben, den jedoch nur gewisse, besonders dafür befähigte Personen wahrnehmen können. Nach einem thüringischen Volksglauben muß der Mensch im nächsten Jahre sterben, der um Mitternacht zum Fenster hinausblickt und dort einen schwarzgekleideten Mann stehen sieht. Das Haus, auf dem in der ersten Stunde des Jahres ein Feuerschein gesehen wird, ist dazu bestimmt, noch vor Ende des Jahres abzubrennen. In manchen Orten der Lausitz legen noch alte Leute in der letzten Jahresnacht ein Gesangbuch unter ihr Kopfkissen, das sie beim Er- wachen am Neujahrsmorgen aufs Geratewohl auf» schlagen: das Lied, auf das ihr Auge fällt, läßt auf ihr Schicksal im kommenden Jahr schließen. Selbstverständlich, daß auch die Träume dieser Rächt als Mmktskündeich Auch für Wetter, Fruchtbarkeit und Ernte ist die Zeit auftchlußreich. „Das schlimme Jahr tritt schwimmend an", heißt es. Schönes Neujahrswetter läßt in Tirol aus einen fruchtbaren Sommer hoffen. Ostwind soll ein gutes Obstjahr bringen, Südwind verheißt viel Korn, Westwind reichliche Milch und guten Fischfang, Nordwind dagegen Sturm, Kälte und Unfruchtbarkeit. Schlimm ist es, wenn der Neujahrstag mit einem starken Morgenrot anbricht, denn das bedeutet „Unwetter und große Plag'". Natürlich versucht der Mensch, sich auf vielfache Art gegen die unheimlichen Wirkungen der Neu- jahrsnacht zu schützen, dagegen die segenbringenden Kräfte auf sich herabzuziehen. Der westfälische Bauer malt mit Kreide in der letzten Jahresstunde drei Kreuze über seine Stalltüren, um das Vieh vor Behexung zu schützen, in Tirol werden nicht nur die Türen, sondern auch die Dinge des täglichen Gebrauchs, Kästen und Truhen, sogar Schüsseln und Töpfe mit einem Kreuz versehen. In vogtländischen Bauernhäusern darf am Neujahrstage das Feuer im Herd nicht ausgehen, weil sonst im begonnenen Jahr das Geld ausgeht. Damit dieses im Gegenteil stets im Ueberfluß vorhanden fei, ißt man in der Silvesternacht „quellende Speisen", wie Reisbrei oder Hirse. Auch Fische sind beliebt, da Fischschuppen Geld bedeuten. In manchen bäuerlichen Gegenden Deutschlands wird zu Neujahr ein besonderes Brot gebacken, das „Neujährchen", das jedoch nicht für die Menschen, sondern für das Vieh bestimmt ist, dem es kleingeschnitten in bas Futter gemischt wird. Weit mehr als freundliche Aufmerksamkeit steckt ursprünglich auch in den Neujahrswünschen. Daß diese im Grunde magische Beschwörungsformeln waren, beweist schon die Tatsache, daß der Bauer einst — und vielleicht mancherorts auch heute noch — nicht nur den Menschen .sondern auch seinen Haustieren, Aeckern und Obstbäumen „das neue Jahr anwünschte", wobei in vielen Gegenden die Obstbäume mit Strohs^ilen umwickelt wurden. Auch die bereits sehr alte Sitte, den Glückwunsch von Untergebenen oder im Range niedriger stehenden Personen mit einer Geldspende zu beantworten, geht vielleicht auf einen alten Opferbrauch zurück. In manchen Gegenden, z. B. am Rhein und in Ostfriesland, bemühen sich die jungen Leute, Kinder und das Hausgesinde, den Aelteren und den Brotherren ober auch einander „bas neue Jahr abzugewinnen", b. h. mit ihrem Glückwunsch zuvorzukommen. Wem es gelingt, der hat bas Anrecht auf ein Geschenk, ähnlich wie beim Vielliebchen, bas ja auch gern in der Silvesternacht gegessen wird. Die Fülle ber Neu- totabräudM itt lmMßhhW wo wir buÄeden. ftn-rg wir Abwandlungen davon, die aber meistens nur Ueberrefte aus einer Zeit sind, in der bas Volk noch überwiegend magisch fühlte unb lebte. C. K. Gin Kubikmeter Gas... . Ein Kubikmeter Gas im Haushalt läßt sich ein« sparen, wenn man nur wenigstens jeden dritten Tag einmal nach dem Ankochen die Flamme zum Fortkochen kleinstellt, jeden Tag einmal etwa drei Liter Spülwaffer in einer Schüssel an zweiter Stelle über einem Tops mit Essen heiß macht, anstatt es gesondert auf dem Gas zu erhitzen, nur wenigstens einmal im Monat statt eines Wannenbades zwei Brausebäder nimmt, die Brenner ordentlich pflegt, wodurch Gaserspar« Nisse bis zu 10 v. H. eintreten. regelmäßig einen Deckel auf den Topf tut, nicht mehr Wasser heiß macht als unbedingt nötig. Jeden Morgen zum Rasieren einen halben Liter Wasser unnötig erhitzt, bringt auch in zwei Monaten schon einen Mehrverbrauch von einem Kubikmeter Gas mit sich, nie die Kochflamme ungenutzt brennen läßt; denn in einer Minute würde die gleiche Gasmenge verschwendet fein, die man zur Herstellung von einem Schuß Jnfanteriemunition braucht. Darum die Vorbereitungen zum Essenkochen abschließen, ehe man die Gasflamme entzündet, am Durchlauferhitzer die Zündflamme mir dann brennen läßt, wenn das Gerät wirklich benutzt wird; nachts aber z. B. nur, wenn im sehr kalten Winter Frostgefahr besteht. Marktumschau für die Hausfrau. Wie in den Dorweibnachtstagen, ist auch jetzt „zwischen den Jahren" die Lage auf dem Gemüse- markt im wesentlichen gleich geblieben. Hier und ba ist in beschränkter Menge Rosenkohl verteilt worden, die feinste der Kohlarten; da. ober bort kann auch noch jemanb etwas bavon aus feinem Garten holen. Aber die Ernte an Rosenkohl war dieses Jahr nicht groß: Trockenheit unb Raupen haben viel Schaden gemacht. Also müssen wir uns in der Hauptsache schon an die härteren unb derbe« ren Kohlgemüse halten. Es gibt aber reichlich Wirsing, ber sich von ber Hausfrau leicht ganz ähnlich wie Rosenkohl zubereiten läßt, außerbem aber auch noch auf vielfache andere Art. Der Grünkohl (Braunkohl, Winterkohl) darf in manchen deutschen Gegenden nicht auf dem weihnachtlichen Speise« zettel fehlen; warum sollte also nicht auch ein gutes Silvester- ober Neujahrsessen bavon zu machen sein? Wir können zwar nicht soviel' Fett an ihn wenden wie im Frieden, aber er schmeckt doch immet noch sehr gut. Weißkohl kann man, zur feiere täglichen oder sonntäglichen Abwechslung, auch eht« mal als Fülle für eine Pastete, einen Strudel oder anderes Gebäck verwenden; man muß ihn dazu fein schneiden oder wiegen, mit ein wenig Fett andämpfen und mit Paprika kräftig würzen. Rotkohl sollte von Zeit zu Zeit auch einmal roh, als Salat, gegeßen werben. Etwas Kümmel zur Salatsoße erhöht bie Bekömmlichkeit sehr. Die Hausfrau muß es gerabe jetzt überhaupt als ihre Pflicht ansehen, immer etwas rohes „Grünes" auf ben Tisch zu bringen: wir leben in der vitamin- ärmsten Zeit des Jahres unb sind für jebe Zufuhr an Vitaminen bankbar. Feldsalat, Brunnen- treffe und Gartenkresse müssen daher bei jeder Gelegenheit ausgenützt werden. Die Kohlrüben (Erdkohlraben) sind an ihrem bösen Ruf, den sie bei den Aelteren von uns haben, ganz unb gar unschulbig. Sie schmecken in der Art der Teltower Rübchen, o. h. mit etwas gebräuntem Zucker zubereitet, sehr gut unb sind zu ben Kar-, toffeln ein vortreffliches Gemüse. Nur als Kartoffelersatz, wie im Winter 1916/17, eignen sie sich freilich nicht. Wieviel besser geht es uns überhaupt heute! Ein ganz ausgezeichnetes Gemüse ergeben bie weißen Rüben. Vor allem mit Hammelfleisch zusammengekocht sind sie eine Bereicherung unserer Küche, bie wir auch in Zeiten einer reicheren Gemüseauswahl nicht vergessen sollten. Wichtig für Betriebsführer. Nach ber zweiten Lohnabzugsverorbnung sinb in ber Invalidenversicherung vom 29. Juni 1942 ab, und in der Angestelltenversicherung vom 1. Juli 1942 ab für versicherunaspflichtige Gefolgschaftsmitglieber regelmäßig keine Beitragsmarken mehr zu verwenden. Dafür hat ber Arbeitgeber eine Bescheinigung ousAufteUen. In biefe sind nach Beendigung des Be« chäftigunasverhältnisses, spätestens aber nach Ablauf des Kalenberjahres, einzutragen: 1. bie Zeit, m der ber Arbeitgeber den Versicherten in diesem Ka« lenderjahr beschäftigt hat; 2. ber gesamte Entgelt, den ber Versicherte in dieser Zeit von dem Arbeit^ geber erhalten hat. Alle Arbeitgeber haben daher nach dem 31. Dezember 1942 diese Eintragungen vorzunehmen. Um den vorzeitigen Umtausch der Karten alten Musters zu vermeiden, haben die Bescheinigungen, soweit richt bereits neue Karten ausgestellt sind, auf be- onberen Einlagezetteln zu erfolgen, die bei den Ausgabestellen erhältlich sind. Die alten Karten dürfen vor Ablauf der gesetzlichen Hmtauschfrift von drei Jahren erst umgetauscht werden, wenn auf dem Einlagezettel für Eintragungen kein Raum mehr ist. Die jetzt vorzunehmenben Eintragungen haben sich auf bie Beschäftigungszeiten und Entgelte vom 29. Juni 1942 ab in der Jnvalibenversicherung und vom 1. Juli 1942 ab in ber Angestelltenversicherung zu beschränken, weil für bie Zeiten vorher die Beiträge noch burch Derwenbung von Marken entrichtet mb. Die Beschäftigungszeiten sinb genau einzutragen. Unterbrechungen ber Beschäftigung sinb nur einzu- tragen, wenn fein Entgelt weitergezahlt würbe unb wenn sie mindestens eine Kalenderwoche bei Jn- validenversicherungspflichtigen, mindestens einen Ka- lenbermonat bei Angestelltenversicherungspflichtigen betragen haben. Zum Entgelt gehören beispielsweise auch die Familienzuschläge, Gewinnanteile, Weih- nachtszuwenbungen, bie Ausfallvergütungen nach ber Derorbnunq vom 16.12.1942, ber Wert für reie Station, Wohnung ober Kost sowie Ueberftun» benoergühingen, diese jeboch ohne bie sog. Mehr- arbeitszuschüfse. Für bie Sachbezüge ist ber amtlich estgesetzte Wert einzusetzen. Eiserne Sparbeträge inb vom Entgelt nicht abzusetzen, obwohl sie kein »eitragspstichtiger Entgelt sind. Die Eintragungen inb möglichst umgehend am Jahresbeginn vorzunehmen, damit den Versicherten keine Nachteile ent- tehen. Verbunkelungszelk: 81. Dezember von 17.17 bis 8.03 Uhr. 1. Januar von 17.17 bis 8.03 Uhr. ♦ *♦ Mehrlei stungen in der Kranken« Versicherung betrifft eine Bekanntmachung beö Allgemeinen Ortskrankenkasse für Stabt- unb ßanfej Gießest kn heutigen Anzolgsntei^ - s>' Äs W? Jn"* SÄ Verbürg' -E, . rem i'v * .Munj Wen des An. W ■i(ii Derwa » AJ Mwalu Ilichen > handeln i seiM S ft® -maßm irbentln i: die 5 Gieße, MiheM hn sie zSeptemb 'M- M Bera ijuteikr der :tr Stabt, m l-Septe M Gießen üM ber au: iMann in ■ng berufen A Studien' i Alsfeld uf ibern ber c kMialdrr Minter IS w Stabtr lsMmssei Magen ■ -m bekam 5 Aeigeardi Insters Ritt N?n Ausga Hch?n unb stc ftn Aufbaup' Nen geläuf srt mit alle, or bie Geir Hr Stabt >inbtn zu 1 er nebe »Mrungen iod) fernem f Zukunft z Ahrend! 8$ führt ' Dr.jur. hil IN Bürg »■»ar 1 M Ablauf Nr 1933 1 ■mt des Bü »im Septe: ;|*^r Beige ßNzsverhalt IN5 tyerfe IMjoren Ar Dürfen c Mt in ihy Mkn, fonl Miative er! °r kl’*' =* g. einer auf u Die Stadt Gießen im Jahre 4942. I£ ks iti I* I Bannmeisterschaft sicher. Es gilt in diesem Treffen nur noch zu beweisen, ob man ungeschlagen den ilab AUF MÖNCKEBER6 :eilt fort lem Dar pen uns rbt< nm ild; litt >m Bei tut alles" ;iin« W en« bei nm 'er. em Dr. ton |€it neuen Erfolge bringen, da fetzt nicht die Zeit |e_ die Verwirklichung kommunaler Projekte ist. Immerhin darf als erfreuliches Ergebnis der letzten Monate die Erweiterung unseres Obus-Betrie- des durch die Aufnahme der Linie nach Klein- Linden und durch die Verkehrserschließung weiterer Bezirke der Stadtmitte durch die Ringlinie um die Anlagen verzeichnet werden. Da der Stadtring auch den direkten Fahrdienst zum Bahnhof verficht, ist allen Volksgenossen in den bisher von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgelegenen Straßenzügen nun die Möglichkeit eröffnet worden, in angenehme- ter Weife als früher in den Mittelpunkt der Stadt Titel erringen kann. Das Vorspiel gewannen sie noch mit 12:6 Toren. In Lang-Göns wird es wohl nicht zu solch eindeutigem Siege kommen, zumal man durch die letzte Niederlage in einem Freundschaftsspiel gewarnt ist. Die Platzbesitzer erstreben unbedingt eine Verbesserung ihres Tabellenplatzes. Durch das letztmalige Mitwirken einiger Spieler wird es dazu nochmals zu einer besonderen Leistungssteigerung kommen. Ihr eigner Platz ist weiterhin ein Vorteil, weshalb man diesmal Lang-Göns die größeren Siegcsaussichten einräumen muß. durchaus echt war. .„Ich kann mich nicht erinnern, Frank, daß ich mich jemals im Leben gefürchtet hätte — am wenig, ften vor einem Einbrecher! Und Sie dürfen mir alauben, daß ich in dieser Nacht hier genau so ruhig schlafen werde wie sonst auch! Wenn ich bann morgen vormittag hier ein wenig Ordnung geschafft habe, ist alles wieder vergessen." „Dann gestatten Sie mir wenigstens, daß ich d in ! ah, 1942 iebet uem jung üb* t,b 9» rem ben. Art item Har« Rar« sch lupi die eich lerer > ich -ich 'hl ij?n -ist. ein hen ihn met W em« >det H* M Sm Ur E Seih' itifl und zum Bahnhof zu komnren. Auf kulturellem Gebiete ist vor allem die am 1. September 1942 auch in unserer Stadt eingerich- tete Hauptschule hervorzüheben, mit der unser Gemeinwesen einen neuen Schultyp erhalten hat. Die Hauptschule tritt an die Stelle der bisherigen Mittelschule, letztere wird im Herbst 1947 auslaufen. Da sie erst Ostern 1940 eingerichtet wurde, hat sie hier nur ein kurzes Dasein gehabt. Don Bedeu- turrg ist ferner noch, daß die feit etwa einem Jahre hier bestehende Iugendmusikschule der Hit- ler-Jugend mit der ebenfalls seit etwa einem Jahre eingerichteten Städtischen Musik« und D r • chesterschule in den letzten Wochen dieses Jahres zusammengelegt worden ist und die Stadt Gießen diese Schulen in ihre Obhut genommen hat-, beide wirken nun als- „Musikschulen der Universitätsstadt Gießen und der Hitler-Jugend" weiter, geleitet von dem Universitäts-Musikdirektor Professor Dr. Te- m e s v L r y. * Wenn auch die Zeit des weiteren kommunalen Aufbaues für unsere Stadt im Jahre 1942 noch nicht gekommen war, so können wir doch heute am Iahresschluß mit Befriedigung auf den Verlauf der letzten zwölf Monate zurückblicken. Und mit vollem Vertrauen, in treuer Gefolgschaft zum Führer gehen wir dem neuen Jahr entgegen, das uns auch in Gießen allezeit bereitfinden wird, alle Kräfte einzu- setzen für den Sieg unserer Waffen. B. furt a. M. Dom Wintersemester 1934/35 ab an unserer Universität wirkend, war er seit 1. Oktober 1939 deren Rektor. In die Zeit seines Rektorats fielen schon zu dessen Beginn entscheidungssckwere Monate, in denen unsere Ludoviciana gerade in Professor Kranz d t e starke Persönlichkeit an ihrer Spitze hatte, die jene Zeit erforderte. Gestützt auf das Vertrauen des Gauleiters und ausgestattet mit allen zu glücklicher Aufbauarbeit befähigenden Eigenschaften gelang es ihm als Rektor, unserer Universität ein starkes Fundament zu schäften, auf dem sie sich ihre im Kreise der deutschen Universitäten auf jahrhundertelange verdienstvolle Arbeit begründete und in deH ganzen wissenschaftlichen Welt geachtete Stellung'erhalten kann. Noch kurz vor dem Iahresschluß wurde unserer Alma mater eine besondere Auszeichnung dadurch zuteil, daß ihr von befreundeter Seite in dankbarer Erinnerung an das Wirken Justus von Liebigs bedeutende Geldmittel zur Stiftung eines I u st u s - Liebig-Preises zur Verfügung gestellt wurden. Den Preis stiftete die Universität in Verbindung mit dem Staat, der Partei, der Wissenschaft, der Reichsfachgruppe Chemie im Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik und der Wirtschaft; seine Verleihung wird alle zwei* Jahre für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiete der reinen und der angewandten Chemie erfolgen. Rückschauend auf das vergangene Jahr darf auch die Gießener Bevölkerung Genugtuung darüber empfinden, daß es im Jahre 1942 mit ihrer alt« ehrwürdigen Universität erfreulich aufwärtsgegangen ist. Vor allem im Hinblick auf das oft be- kündete Wohlwollen des Gauleiters dürfen wir für unsere Ludoviciana eine gedeihliche Zukunft erhoffen. Die kommunalwirtschas^che Arbeit unserer Stadt konnte im scheidenden Jahre 1942 natürlich keine iW tt» ige" en 'm m 'Pi -in Ilm stett weit ; be- .den irten port dein rifi- oB BS ?ei‘ idjtei t"! bei * (ober gebundene Folianten in die Hand und betrachtete sie nachdenklich. Diese Bücher besitzen doch wahrscheinlich einen beträchtlichen Alterswert. — Vielleicht fehlen einige Exemplare?" Ich glaube kaum", sagte Sigrid mit gering- schäbigem Lächeln. „Allerdings befanden sich ur- prünglich einige wertvolle Werke darunter. Aber alle diese Bücher, die nur irgendeinen besonderen Verkaufs- ober Liebhaberwert besaßen — und das waren insgesamt etwa fünfzig Exemplare —- habe ich vor etwa fünf Monaten an einen Prioatgelehrten, einen Professor Beierfeld in Berlin-Dahlem, verkauft. Don Professor Beierfeld, der in jeder Beziehung durchaus zuverlässig ist, weiß ich auch, daß der Derkaufswert meiner gesamten restlichen Biblw- thek aus Schloß Mönckeberg im günstigsten Falle nur einige hundert Mark einbringen würde." Sie schüttelte den Kops und fuhr nach kurzem Nachdenken fort: , Von einem Menschen, der lediglich, zu dem Zweck einen Einbruch verübt, um Bücher zu stehlen, darf man wohl annehmen, daß er mit der Sache von Grund auf vertraut ist. Ein solcher Mensch aber würde schon nach flüchtiger Musterung den geringen Derkaufswert der einzelnen Bände erkennen: und deshalb bin ich überzeugt, daß nicht ein einziges Buch fehlte... Uebrigens habe ich eine genaue Lifte der vorhandenen Bücher, und wenn ich sie morgen wieder einräume, werde ich den Bestand gewissenhaft nachvrüfen." — „Und sonst vermissen Sie wirllich nichts?" fragte der Kriminalassistent ungläubig. „Wäsche, Kleider, Pelzsachen oder dergleichen? „Nein — sowett ich das bis jetzt überblicken kann, ist "alles vorhanden! Ich sagte ja schon, daß fogar Geld und Schmucksachen noch auf dem alten P atz liegen, obwohl beide nicht einmal unter D-rschtutz Da- Jahr 1942 brachte ■ wechsel m der obersten Seituna der Unwerschch. Mit ■hm 1. Detember 1942 Med der $c*°r; Professor Dr. med. ö.W.Kran 3, «us diesem Amt md solche, einem Wunsche des Kanletters entlpre jihsnd, einer Berufung an^e^Umversttat^ran^ tragen: Leihberechtigt sind vorzugsweise Fronturlauber und Angehörige kriegswichtiger Betriebe unter Bevorzugung solcher Personen, die ihr Gerät im Winter 1941/42 gemäß Führer-Aufruf abgaben und dies durch Dorzeigen einer entsprechenden Bescheinigung nachweisen können. Bei gleichen Voraussetzungen gibt die kürzere Urlaubszeit den Ausschlag. Die Leihbenutzung erfolgt im Regelfälle bis zu einer Dauer von sieben Tagen. Die Abgabe des Geräts erfolgt nur gegen Vorzeigen eines Personalausweises mit Lichtbild. Der Verleiher ist berechtigt, vom Benützer, je nach Güte des Geräts, ein Pfand bis zu 50 RM. zu verlangen. Bei Rückgabe beschädigten Schigeräts werden die Ausbesserungskosten in orts- üblicher Höhe vom Pfandbetrag in Abzug gebracht. Das Pfand verfällt, wenn das Gerät nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgeliefert wird. Für den Der- leih kann zur Deckung entstehender Unkosten ein Betrag von 20 Rpf. pro Derleihtag erhoben werden. Austausch von Leihgerät gegen minderwertiges, ebenso die nicht erfolgte Rückgabe des Geräts werden strafrechtlich verfolgt. Nach Beendigung der vereinbarten Benützung ist das Gerät unversehrt und ordnungsgemäß an den Verleiher zurückzugeben. Für die Haltbarkeit des verliehenen Geräts haftet der Verleiher nicht. Das Gerät ist als wertvolles Volksgut im Interesse des Schilaufs vom Benützer sorgfältig zu behandeln. Handball-Dorschau. Kreisklasse. Grüningen — Luftwaffe Gießen II. Mit diesem Spiel beendet Grüningen die Spiel- runde der Kreisklasse. In den letzten Tressen konnte die Mannschaft keinesfalls überzeugen. Durch eignes Verschulden mußten vermeidbare Punktverluste eingesteckt werden. Trotzdem werden die Grüninger gerade gegen die Soldaten versuchen, einen günstigen Abschluß zu finden. Um mit dem Mtv. Gießen punkt« gleich zu bleiben, dürfen sich die Gäste keine Ueber- raschung erlauben. Obwohl sie eine lange Ruhe- pause hinter sich haben, sollte es doch zu einem Siege der Gießener kommen. HJ.-Slasie. Lang-Göns — Mtv. Gießen. Durch die Niederlagen der anderen Mannschaften ist dem Mtv. Gießen auch in diesem Spieljahre die des kulturellen Lebens von einst. Todessturz in der Scheune. Lpd. Wetzlar, 30. Dez. Die Mutter des Ortsbauernführers von Frankenbach fiel in der Scheune von der Leiter und zog sich bei dem Sturz so schwere Verletzungen zu, daß der Tod bald darauf eintrat. Kunst und Wissenschaft. (Ein neu entdeckter Lukas Cranach. In Gera wurde vom Vorsitzenden des Kunstvereins der Stadt ein neu entdecktes Gemälde von Lukas Cranach übergeben. Das Gemälde hing unerkannt in einem Dorf des Landkreises Gera. Es wurde bei einer Restauration vom Direktor des Kaifer-Friedrich-Museurns in Berlin, Dr. Demmler, als ein echter Cranach erkannt und von 18 Stiftern der Stadt zum Geschenk gemacht. Das Bild stellt eine Kreuzigungsgruppe dar, auf der die beiden Figuren der Maria und des Johannes im Laufe der Jahrhunderte erhebliche Beschädigungen erlitten hatten. Die Hauptfigur zeichnet sich durch eine in Zeichnung und Farbe hervorragend naturalistische Darstellung aus, während der untere Teil des Bildes fast stillebenhaft als besonderes Charakteristtkum ftänkische Landschaften, Burgen und Tannen zeigt. Ein lateinischer Bobenfeeroman. Der Ehrenbürger der Bodenseeinsel Reichenau, Apotheker Dr. med. Flesch, hat einen Bodensee« roman in lateinischer Sprache verfaßt, der als Ehrengabe an verdienstvolle Lateinübersetzer der „Societas latina“ gedacht ist. wartete sie schnell und beftimmt „Sie fahren morgen früh nach Schloß Mönckeberg, und Sie dürfen überhaupt an nichts anderes denken als an Ihre bevorstehende Arbeit! — Kommen Sie, Frank, ich bringe Sie hinunter! Wahrscheinlich wird inzwischen irgendein anderer Mieter die Haustür abgeschlossen haben." Es war offensichtlich, daß Frank noch irgend etwas auf dem Herzen hatte; da ihm aber weder Ort noch Zeit geeignet schienen, sein Anliegen vorzubringen, wandte er sich mit einem unterdrückten Seufzer um und stieg langsamer, als es sonst feine Art war, die Treppe hinab. An der Haustür küßte er dem Mädchen die Hand. Sigrid sagte einige absichtlich burschikose Worte, die ihr über eine leichte Verlegenheit hinweghelfen und gleichzeitig beiden den Abschied leichter machen sollten. Aber immer noch zögerte Frank. Er hielt ihr« schmale, feste Hand in der seinen und blickte wie gebannt auf ihren frischen, roten Mund, der ihm so verlockend nah und doch so fern war. Sigrid, die seine Gedanken erriet, schüttelte kaum merklich den Kops. Mit einem kleinen Ruck machte sie ihre Hand frei, gab ihm einen zärtlichen Klaps auf seine narbenbedeckte Wange und schob ihn sanft hinaus. Dann steckte sie mit einem spitzbübischen Lächeln den Kops durch den Türspalt: „Frank, Sie sind ein lieber Junge! Wenn Sie erst als neugebackener Doktor vor mir stehen, sollen Sie — ich versprech's Ihnen — einen Kuß von mir haben!" Sie schloß schnell die Haustür ab und lief leicht- füßig die Treppe hinauf. t .. . Eine Viertelstunde fpater schlief sie bereits den tiefen, festen Schlaf der Jugend; sie ahnte nicht einmal, daß der heutige Einbruch nur das Anfangsglied in einer Kette von rätselhaften und unheimlichen Geschehnissen werden sollte. Sörtjetzung folgte ßenrennen werden ausnahmslos als Rundstreckenrennen gefahren, für eine Anzahl davon ist reichs- oftene Ausschreibung beantragt, so auch für das Rundstreckenrennen auf dem Neroberg bei Wiesbaden am 13. Juni Im Januar finden drei Hallen- Radsportveransdaltungen in Wiesbaden (mit einem Radpolo-Turnier der Frauen), in Gießen und Frankfurt a. M. (je mit Spitzenkönnern im Kunstfahren) statt. Die zur Genehmigung eingereichte Terminliste lautet: 10. Januar: Hallensportf-est und Radpolo-Städte- furnier in Wiesbaden; 30. Ion.: Hallenfest in Gießen; 31. Ian.: Hallenfest in Frankfurt a. M. — 25. April: Steherrennen in Frankfurt; 16. Mai: Bahnrennen in Frankfurts 23. Mai: Rund um den Hellerhof (Iubiläumsveranstaltung) über 100 Kilometer; 30. Mai: Großer Preis vom Main in- Offenbach: 13. Juni: Rund um den Neroberg in Wiesbaden; 20. Juni: Bahnrennen in Frankfurt o M.; 27. Juni: Großer Strahenpreis von Mainz über 100 Kilometer; 4. Juli: Rundstreckenrennen in Mühlheim a. M. 11. Juli: Rundstreckenrennen in Frankfurt-Sachsenhausen; 18. Juli: Bahnrennen in Frankfurt; 25. Juli: F. Eichhorst-Gedächtnis- rennen in Frankfurt; 1. August: Großer Straßen- preis von Gießen; 15. August: Bahnrennen in Frankfurt, 22. August: Rund um den Rödelberg in Langenselbold; 12. September: Bahnrennen in Frankfurt; F. Wiedemann-Bergrennen am Feldberg i. Ts. über 15 Kilometer; 26. September: Großer Preis von Frankfurt über 100 Kilometer, Bekannter Vogelsberger (Senoffenschastler gestorben. LPD. Lauterbach, 30. Dez. Im Kreisorfe Wallenrod wurde ein bekannter Genossenschaftler des hohen Vogelsbergs, Landwirt Ioh. Seipp I., zur letzten Ruhe^ getragen. Der Verstorbene war langjähriger Direktor der Molkereigenossenschaft Wallenrod, Rechner der örtlichen Spar- und Dar- lehnskasse, Mitglied des Verwaltungsbeirates des Verbandes der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften und Mitglied des Aufsichtsrates der Zentralgenossenschaft in -Darmstadt. Die Genossenschaftsarbeit Oberhessens hatte in dem Verstorbenen einen bewährten Förderer. Dom nömerfrug bis zum Spinnrad. Lpd. Büdingen, 28. Dez. Reges Interesse und lebhafte Mitarbeit der Allgemeinheit im Dienste der Heimatpflege und namentlich der heimatlichen Vergangenheit wird bezeugt durch das Anwachsen der Funde und Sammlungen des Heimatmuseums. Interessant ist in diesem Zusammenhänge eine Uebersickt über die Zuwendungen zu lesen, die innerhalb Jahresfrist von den verschiedensten Seiten dem Museum gemacht wurden. Da sind alle Zeitalter vertreten: Aus der Zeit der römischen Besetzung eines großen Teiles des Kreises Büdingen, die etwa um 260 n. Chr. abschloß, wurde ein römischer Krug aus der ehemals römischen Ansiedlung Altenstadt gestiftet. Die späteren Zeiten sind durch Aexte, alte Jagdwaffen einschl. Pulverhorn, Münzen usw. vertreten. Man lieft von alten Helmen und Tschakos, Helmschutzhauben, Seitengewehren, die in reicher Zahl für das Museum bereitgestellt werden, um schließlich auch die friedlicheren Dinge vertreten zu sehen: alte Tischdecken, Puppen und das Spinnrad; das alles wirkt wie ein Spiegel f. Alsfeld usw. unsere engere Heimat genau keimt, rinbern der auch durch sein Wirken in der früheren M »rrovinzialdrrektion Oberhessen in Gießen von Ende in* fioDember 1933 bis zu seinem Eintritt in die Gie- kß'ner Stadtverwaltung am 1. April 1937 mit den oll Erfordernissen und den kommunalwirtschaftlichen ßrunblagen unserer Stadt aus nächster Berührung Unau bekannt geworden ist. Durch seine Mitarbeit Iss Beigeordneter und rechte Hand des Oberbürger- yieifters Ritter find ihm auch die Planungen und Iberen Ausgangspunkte sowie die finanziellen, recht- ilichen und'städtebaulichen Voraussetzungen der gro- s;,n Aufbauprojekte unserer Stadt bis in alle Einzel- hkiten geläufig, auch ist ihm der Derwaltungsappa- ret mit allen seinen Reichweiten so vertraut, daß gir die Gewißheit haben bürfen, die Zukunft un- lerer Stadt bei Oberbürgermeister Vogt in besten hinden zu sehen. Wie sein Amtsvorgänger besitzt '«ich er neben reichen /kommunalen Verwaltungs« 'ttfahrungen eine außerordentliche Arbeitskraft, bie nach feinem bisherigen Wirken unserer Stadt auch in Zukunft zum Nutzen gereichen wird. Während der Abwesenbeit von Oberbürgermeister Logt führt der Erste Beigeordnete Bürgermeister Dr. jur. Hill die Verwaltungsgeschafte der Stadt. Ailetzt Bürgermeister der Stadt Alzey, wo er am i Februar 1921 zum Bürgermeister gewählt und Ach Ablauf seiner ersten Wahlperiode am 21. Fe- bruar 1933 dort erneut auf zwölf Jahre mit dem Amt des Bürgermeisters betraut worden war, kam ec im September auf den Rus des Gauleiters als Urster Beigeordneter nach Gießen. Infolge der Kriegsverhältnisse war es ihm in der kurzen .'Zeit je nes Hierseins noch nicht oergönnt, mit d Mtbaren Arbeiten vor die Oeffentlichkett zu treten Dir dürfen aber der Überzeugung sein, daß unsere Mrdt in ihm nicht nur einen mit reichen fommu nlen Erfahrungen ausgerüsteten Derwaltungs- bt amten, sondern zugleich einen Mann der tatfrohen shntiatine erhalten hat. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK -.Fortsetzung. (Nachdruck -erboten.) Sigrid dacht- lange und angestrengt nach. Dann schüttelte sie den Kopf. .Das ist meine- Erachtens völlig °u-geschl°N-^ llkbrigen» haben cherr Suberftobt .. Susammenkunst ja erst heut- nachmittag verabred V fiel Nrank ein, „es war kurz nach wer Stria ff en des Hauses beobachtet h » feststellen der Kriminalassistent. „Haben Sie schon festste können, was alles gestohlen worben „ S* SS jg»53*S Vdes ist noch vorhanden? Ebenso smo meine vchmucksachen, die doch immerhin em > ^siet! "SS’e’Stf« >« •"*" Worben", meinte Frank. ^mackem ! „Na", sagte der Krimmalo- sistent mrt schein, indem er °öanad) sieht es nilbe Durcheinander iae im Gegenteil zu -lyentlich weniger aus M W ^uf)e uni) Zeit der Ansicht, daß er sich mit den Büchern «elassen hat. - Wie ist es übrigens nut « hier? Es sieht ja fast so aus, ais du besonders abgesehen hatte. . Schweins-, k Der KviminalalMnt nahm rwe; w s ------ Vie Benutzung von Leih-Scki. Der Reichssportführer hat gemäß Führeraufttag den Verleih von Schigerät nach folgenden Grundsätzen eingerichtet und Den Derleihstellen über- Das neue Kadsportiahr in Sessen-7i"ffau. Die hesierv-nasiauischen Radsportler Hoden sich auch für das neue Radsportjahr viel vorgenommen. Ihre Pläne ersttecken sich auf alle Arten des Rad- sports. Die Frankfurter Radrennbahn hat sechs Termine für Steherrennen engemelbet und wird weiter auch wahrscheinlich die Vorrennen zur Deutschen Stehermeisterschaft ausrichten. Die Stta- für Sie, Fräulein von Mönckeberg! Falls Sie doch noch irgend etwas vermissen sollten, so geben Sie mir oder meinem Vertreter bitte sofort telephonisch Nachricht. — Uebrigens: sind Sie versichert?" „9a, gegen Feuer und Einbruch!" „Dann versäumen Sie nicht, den Einbruch innerhalb von vierundzwanzig Stunden der Versicherung zu melden. Die Gesellschaft wird Ihnen zumindest die Kosten für ein neues Schloß an der Wohnungstür ersetzen müssen." Die beiden Beamten entfernten sich mit einigen höflichen und gutgemeinten Worten.-- Sigrid und Frank saßen sich eine Weile schweigend gegenüber. Frank hätte ihr gern irgend etwas Tröstendes gesagt, aber alles, was ihm einfiel, erschien ihm gewöhnlich und abgeschmackt. Er warf einen Blick auf die Armbanduhr und fuhr erschrocken auf: ,3a, dann muß ich wohl gehen, Sigrid! Es ist ja schon ein Uhr vorbei. Ich kann Ihnen nicht sagen, Sigrid, wie unangenehm mir diese Geschichte ist. Gerade weil Sie heute meinetwegen die Wohnung unbeaufsichtigt ließen ..." „Aber ich bitte Sie, Frank! Natürlich weiß ich, daß Sie an diesem Geschehen ebenso schuldlos sind wie ich' und da ja anscheinend nichts gestohlen, wurde, ist das Ganze gar nicht der Rede wert." „Haben Sie nicht Angst, Sigrid, heute nacht hier allein zu bleiben?" Sie ließ ein kleines, silberhelles Lachen hören, das We seine beiden Vorgänger, so stand auch das -chr 1942 für unsere Stadt völlig im Qeidwm tfr großen Kriegsereignisse. Die öffenttiche wie die rinate Wirtschaft unseres Gemeinwesens arbeitete rit allen verfügbaren Kräften auf der Grundlage H kriegswirtschaftlichen Bedingtheiten und Not- penbigfeiten mit dem Ziel, auch von hier aus einen vöglichst hohen Beitrag für den Sieg unserer Waf- fit zu leisten. Dieser großen Zielsetzung wegen raun frn bewußt mancherlei andere Wünsche insbesondere cif kommunalem Gebiete erneut zurückgestellt ohne trß sie auf gegeben wurden. Partei und Stwdtver- raltung, Wirtschaft *unb Bevölkerung wissen sich eich in unserer Stadt einig in dem Willen, vor des andere die Stärkung unserer Wehrkraft treten p lassen und erst dann die Gedanken auf die körnende Auf- und Ausbauarbeit in unserem Gemein- rtfen zu richten. Das besondere Kennzeichen des nunmehr zu Ende cchenden Jahres 1942 war der Wechsel im Gieße- । \« Oberbürgermeisteramt. Nach mehr als achtjähri- ct Tätigkeit an der Spitze unserer Stadtverwaltung L- vom 17. Mai 1934 bis 1. September 1942 — Mrde Oberbürgermeister Ritter vom Gauleiter jur Erfüllung der größeren und vordringlicheren lufgaben des Oberbürgermeisters der Stadt Mainz hrufen. Damit verlor unsere Stadt einen kommu- rilen Derwaltungsführer von Format, den wir tme noch einige Jahre an der Spitze unserer ttabtoermaltung hätten wirken sehen. Seiner um jmrüdlichrn Initiative, seinem großzügigen Planen ib Handeln, seiner frischen und gewinnenden in seiner Amtsführung wie im Umgang von lsch zu Mensch hat unsere Stadt trotz der ver- iltnismäßig kurzen Zeit von nur acht Jahren erordentiich viel zu verdanken, so daß wir sagen „innen: die Aera Ritter wird in der Geschichte der ktadt Gießen als eine besonders produktive und ückliche Zeit des Aufbaues verzeichnet bleiben. Wir iben sie im „Gießener Anzeiger" Nr. 209 vom /6. September 1942 in großen Zügen bereits ge- ürdigt. Nach Beratung mit den Rats Herr en berief der auleiter den bisherigen Ersten Beigeordneten unsrer Stadt, Bürgermeister Bogt, mit Wirkung im 1. September 1942 3um Oberbürgermeister der tabt Gießen. Mit diesem neuen Leiter unserer Etodt, der zur Zeit noch als Offizier im Felde steht, ist tri Mann in die oberste Stelle unserer Stadtverwal- fcng berufen worden, der nicht nur aus seiner Schul- jid Studienzeit in Gießen sowie früheren Tätigkeit DI.-Klasse. Klein-Linden — Holzheim. Mit diesem Spiel wird die Vorrunde der Kleinen abgeschlossen. Die Platzbesitzer haben in der letzten Zeit an Spielstärke gewonnen. Bei aller Anstrengung der Gäste sollte es doch zu einem Punktgewinn Klein-Lindens kommen. Handbatt-Nachii-aa. Holzhelm — Gambach 14:8 (7:3). Holzheim benutzte den spielfreien Sonntag zur Austtagung eines Gesellschaftsspieles gegen Gambach. In der ersten Halbzeit zeigten die Einheimischen eine klare Ueberlegenheit und führten verdient. Nach der Pause gab es ein vollständig anderes Bild: Die Gäste griffen unentwegt an und brachten Verwirrung in die gegnerische Hintermannschaft. Es gelang ihnen, bis zu dem Stande von 9:7 heranzu- fommen. Holzheim machte sich jedoch wieder frei und übernahm wieder das Spielgeschehen. Die Gäste hatten sich zu sehr verausgabt und konnten dem Endspurt der Platzbesitzer nicht standhalten. Fußball Vorschau. Am kommenden Sonntag finden folgende Spiele statt: In Gießen: 1900 — VfB.-R. Gießen. — In Friedberg: DfB.-R. Friedberg — LSV. Gießen. — In Büdingen: VfB. Büdingen — Sportclub Nidda. — Wölfersheim ist spielfrei. >en" „Dann genauen cie nur v«D XfHnm" murmelte der Kriminalassistent geiftes- Ihnen morgen vormittag em wenig helfe, Signd! abA-L. D<^° 7rh°b « ftfTÄ d-!w Mf« >nt« leinen Umstanden gestatte .ch tel" ant- Unsere Schalter bleiben am GLORIA Erstaufführung Morgen Freitag Wir machen Das fllr MAINZER AKTIEN BIER ,3639V * Gegr. 6061 iwAien muß. bis 100 g üher 100 g über 250 g über 1000 g POLPST Giessen Puddingpulver ^4/v1BU«g Kochst Do uns daraus wieder so einen guten Pudding wie neulich nach dem Mondamin-Rezept? Mondamin •G.m.b.H. Berlin-Charlottenburg 9 Commerzbank Dresdner Bank Abs. Abs. 7 8 Bezirkssparkasse Deutsche Bank wieder erhältlich Rezept: Man mischt 1/4 Liter Kaffee aus Kaffee- Ersatz mit 1/4 Liter Milch, süßt mit 50 g Zucker, gibt eine Prise Salz da» zu, rührt 1 Päckchen Puddingpulver (Sahne oder Vanille) nach Gebrauchsanweisung mit Milch an und kocht daraus einen „Spitzbohnen" • Pudding. Das Pudding-Aroma mischt sich dabei mit dem des Kaffees zu einer angenehmen Einheit schwendung, welche die gleichmäßige Arzneiversorgung aller Volksgenossen beeinträchtigt Garant guter A rznei-Präparate - leit 1893 — Unsere Heflmiffel und kosmetischen ^Präparate sind fast in der ganzen Welt bekannt und genießen überall den besten Ruf Heilmittel „nach Gefühl"? Bei dem Gebrauch unserer Präparate sollten Sie sich stets streng ah die Weisung des Arztes halten oder sonst die jeder Packung beiliegende Gebrauchsanweisung genau befolgen. Die dort angegebene Dosierung beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung. Es ist falsch, Heilmittel „nach Gefühl" einzunehmen, und es bedeutet außerdem eine Ver, HEINRICH MACK NAC HE. ULM - JLLERTISSEN Anschrift gut lesbar schreiben, besonders die Feldpostnummer, Doppel der Anschrift in das Feldpostpäckchen l^gen. Päckchen widerstandsfähig verpacken, Hohlräume ausfüllen. Leicht verderbliche Waren» feuergefährliche Gegenstände Krankenhauspflege bis 39 Wochen. Hausgeld 66'/, des Krankengeldes, kinderreiche Versicherte erhallen Hausgeld in voller Höhe des Krankengeldes. heute seltener, aber noch immer ein wundervoller Nachtisch. Reese-Gesellschaft Hameln Samstag, dem 2. Januar1943 geschlossen! Auch mit wenig viel Erfolg? — Gerode Nivea-Creme ist so beschaffen, daß man auch im Winter mit weniger zufrieden sein wird. Aber. . . stets drauf achten: Vernünftig verfahren, Nivea sparen I keine Zulassungsmarke (Versand ge* bührenfrei) bis 250 g eine Zulassungsmarke (Versand gebührenfrei) bis 1000 g eine Zulassungsmarke und 20 Rpf Freigebühr bis 2000 g zwei Zulassungsmarken und 40 Rpf Freigebühr Seit Jahrzehnten Herstellerin hochwertiger Präparate auf dem Gebiete der inneren Medizin und . der Kalkanreicherung des menschlichen Organismus» Mtti, da ist noch Kaffee übrig! fflHe »MlcksM Giefcen, Wernerwall 11-15 (Am Oswaldsgarten) Telefon 2480 * 1. Zweijährige Handelsschule für Jungen 2. Zweijährige Handelsschule für Mädchen Voraussetzung für die Aufnahme sind acht erfolgreiche Schuljahre und Bestehen einer Aufnahmeprüfung. (Mädchen sollen das Pflichtjahr schon abgeleistet haben; sie können aber wie die Jungen schon im Jahre ihrer Schulentlassung angemeldet werden und die Aufnahmeprüfung ablegen.) 3. Einjährige Höhere Handelsschule 4. Dreijährige Höhere Handelsschule (Wirtschaftsoberschule) Voraussetzung für die Aufnahme ist das Versetzungszeugnis nach der Klasse 6 einer Oberschule oder ein gleichwertiges Zeugnis; keine Aufnahmeprüfung, Schuljahrbeginn stets nur an Ostern. — Anmeldungen werden schon jetzt erbeten. Aus. kunft täglich, auch während der Ferien. öns ßennieithen erlesenen c deutschen weinbranüs aus der Weinbrennerei c Scharlachberg Mngen am Wein ri UlJWUTJWlJTJTJTJir sijuinjmnjiruinjL ist Ihnen zumute .... wenn Sie Ihren Füfjen eine wirkliche Pflege angedeihen lassen. Hühneraugen und Hornhaut beseitigt zuverlässig die bewährte SCHÄLKUR Zur weiteren Pflege Ihrer Pütze dann selbstverständlich „ LdschA- 'FUSSPUDER CARL HAMEL & CO. FRANKFURT/M.9 Zu früh gefreut, Mister Kohlenklau! Ein „Knips“ - und rooo Watt strahlen auf - so was wäre -gefundenes Fressen für Kohlcnklau. Aber - reingefallen, alter Bösewidit. So dumm sind wir längst nicht mehr, daß du uns mit der Serienschaltung drankriegen kannst. Für Festbeleuchtung ist später wieder Zeit. Jetzt schrauben wir (um nicht etwa durch unsere Gedankenlosigkeit den Kohlenklau zu mästen) alle entbehrlichen Glühlampen lose, vor allem die oberen Lampen im Kronleuchter, die Wandleuchten und die Soffitten in der Diele und im Badezimmer. So, nun hat Kohlenklau das Nachsehen. Wenn du und ich und wir alle dem Kohlenklau immer auf die Finger hauen, wo wir ihn treffen, dann sparen wir eine riesige Menge Kohlen, die unserer Rüstungsindustrie zugute kommen. JOHANN A.WÜLFING BERLIN SW 68 Che tu. Fabrik KreweLLeuffen G.m.b.H. Köln Wer eine Packung Ortizon-Mund- wasserkugeln sein ^igen nennt, sei sparsam! Für einmaliges Mundspülen und Gurgeln genügt eine Kugel in einem viertelvollen Glas Wasser. Die Wirkung ist die gleiche, als wenn man zwei __ ..... , , _ , Kugeln in mehr Wasser auflöst: Qroen«MUMWrnUfWe sauberer Atem, weihe Zähne, gesunder Mund. & Oriizon Mundwasserkugeln B. Für Familienangehörige. 2. Familie »kranke np f lege. 117 der Satzung 6f. 2: Für kleinere Heilmittel 80 v. H. der Kosten bis RM. 32,—. 8" den Kosten für Hilfsmittel, Stärkuugs- und größere Heilmittel einen Zuschutz von 80 v. H., höchstens RM. 50,—. Abs. 4: Für Krankenhauspflege SO v. y. Bei Versicherten mit 4 oder mehr unterhaltsberechtigten Kindern volle Kosten. Abs. 5: An Stelle von Anstaltspflege auch Hilfe und Wartung durch Krankenpfleger, Krankenschwester usw. oder einen Zuschutz von RM. 50,—. Abs. 8: Fürsorge zur Verhütung von Erkrankungen einzelner Familienangehöriger; * einen Zuschuß zum Zahnersatz von 25 v. H. der Kosten bis AM. 50,—. ZS17O Gießen, den l.Fanuar 1943. Der Leiter der Allgemeinen Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen. 3n Vertretung: Reyl, Oberinspektor. Ein Terra-Film mit Jlse Werner, Viktor de Kowa, Edith 08, Georg Thomalla, Grethe Weiser Kleine Harmonielehre von Helmut Käutner nach einem Lustspiel von Manfried Rößner und Motiven von E. Ebermayr Spielleitung: Helmut Käutner Musik : Peter Igelhoff — Adolf Steimel Herstellungsgruppe: Hans Tost Ausgezeichnete Darsteller, ein einfallsreicher Regisseur und witzige Komponisten — was kann man mehr für eine heitere Unterhaltung versprechen! Kulturfilm - Wochenschau Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonn- und Feiertags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 3918C Rechnungen bei Brühl, Gießen | Vereine | MTV. Wanderung auf den SWeuüers am 1. Jan. 1943. 39isD Abmarsch: Univ.-Bibliotb., 14.30 Ubr. Handels- und Gewerbebanke.6.m.b.H. Volksbank e. 6. m. b. H. 3901D Mehrleistungen in -er Kranken -Versicherung. Gemäß Satzungsänderung vom 7.12.1942 treten mit Wirkung vom 1.1. 1943 folgende Leistungsverbesserungen ein: Die Kasse gewährt: A. Für Mitglieder. 1. Krankenhllfe. 8 14 der Satzung Abs. 1: Kleinere Heilmittel bis zum Höchstbetrag von RM. 40,—. Zuschuh zu größeren Hellmittelu von 50 v.H. der Kosten, mindestens RM. 40,—, höchstens RM. 100,—, gegebenenfalls auch zur Krankenkost. Bei Zahnkronen und Stiftzähuen RM. 10,— je Zahn bis zum Höchstbetrag von RM. 100,—. Abs. 2: Instandsetzungskosten eines größeren Heilmittels 50 v. H., mindestens aber RM. 40,—, höchstens jedoch RM. 100,—. Abs. 5: Zum Zahnersatz 50 v. H. der Kosten bis zu RM. 100,—. Abs. 6: Krankengeld bis 39 Wochen. io muß vor allem die Schreibmaschine in Ordnung. •ein. Achten Sie darauf, daß die wichtigen Teile (Farbbandumschaltung, Bandtransport, Walzen ww.) iteh einwandfrei arbeiten. Sie schreiben dann noch länger mit dem farbltonzenhierten und dadurch besonder* ergiebigen Farbband &e**r EDELKLASSE