Montag,31. August M2 Ltnwiderlegliche Beweise Dreiste Oementiermanöver rät CBoii nt Den Her füb« i Sojen, ms Natur des Unternehmens (qi Feindes ein auS. Berlin, 30. Aug. (DNB.) Der amtliche Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den eng- Sürttem« haupkti ^uznach ÄSpferd, xiterhin für die Bürger Maier iten im 2 (2:1). sonntag elbe mit norging. einen Erfolg hinstcllten. Ob auch Stalin wohl der Meinung äst, daß ein neunstündiger Aufenthalt auf dem Festland und eine kopflose Flucht für ihn eine Entlastung in Form der sehnlichst erwarteten „zweiten Front" darstellt? Aus den vielen tausenden Toten und Verwundeten, die sich der feindliche Nachrichtendienst zusammen- konstruiert hat, sind bei den drei Wehrmachtteilen 311 Tote und Vermißte und 280 ^Verwundete geworden. Wehrmacht noch durch die Funksprüche, die man auf deutscher Seite aufgefangen hat und die den Umfang der Katastrophe, die enormen Verluste an Menschen und Schiffen und das Ausmaß der Niederlage plastisch erkennen lassen. Der Invasions* versuch, der eine Landung sein sollte, ist zur Katastrophe geworden. Ihm folgte als zweite Katastrophe der Lügenfeldzug, mit dem die Agitation in London und Washington diesen schweren Schlag einigermaßen korrigieren wollte, nachdem sie erkannt hatte, daß es dieses Mal nicht möglich sein würde, ä la Dünkirchen, Andalsnes und Griechenland aus dem Rückzug einen glorreichen Sieg zu konstruieren. es. Im Kampf lernte ich sie achten. Ihre Art, mit Gefangenen unzzugehen, lehrte mich, fie zu bewundern!" Hauptmann K., der uns begleitete, merkte die Ueberrafchung bei uns. Er fagte: „Wundern Sie sich nicht. Sie find im Sammellager der Ernüchterten!" Zahlreiche Gespräche mit Gefang-enen haben uns dies bestätigt. Uebereinstimmend erklärten uns bei* spielsweise die Angehörigen des Royal Regiments of Canada, in England wäre ihnen gesagt worden, Idie Deutschen hätten an der Kanalküste nur Männer im Alter von 50 bis 60 Jahren eingesetzt, lieber die Stärke und Feuerkraft der von der ÖT. und den NSKK.-Transportbrigaden errichteten Kanalbollwerke aus Stahl und Beton waren selbst die höheren Offiziere verblüfft. Einem von ihnen, der allen un» feren Fragen ein beharrliches Schweigen entgegensetzte, erzählten wir, daß von den am Strande von Dieppe gefundenen englischen Karten und Plänen die Führer durch die Pariser Nachtlokale weit vollständiger zu fein schienen als die englischen Ope- ! rationspläne mit ihren Einzeichnungen der vorhan- Völkern, die untereinander in Streit gerieten. Schließlich rief die australische Regierung den größten Teil ihrer Truppen nach Hause, so daß Wilson wieder fast von vorn beginnen mußte. Aber nicht nur die Schwerfälligkeit und Ruhe machen ,^umbo" dem Elefanten gemein, sondern auch die merkwürdige Mischung von List und Weisheit, welche die großen Dickhäuter auszeichnet, ist ihm eigen. So gelang es ihm, allen Widrigkeiten und Intrigen zum Trotz feine Aufgaben zu erfüllen. Nicht zuletzt Wilfons Geschicklichkeit in der Behandlung widerspenstiger alliierter Generale dürfte für feine Auswahl zum Befehlshaber in Persien gesprochen haben, wo er wahrscheinlich als erster britischer General zur engeren Zusammenarbeit mit den sowjetischen Truppen im kaukasischen Gebiet genötigt sein wird. Invasionsversuch unterqe- bracht, verhört und listenmäßig erfaßt wurden. Bei unsrer Ankunft dachten wir, es sei die Zeit der Essenausgabe. In einer langen, endlos erscheinenden Doppelreihe drängten sich Kanadier und Amerikaner sichtlich interessiert in eine Baracke, in der ein Rundfunkmikrophon aufgestellt worden war, in das die bleiben." Soweit der britische Nachrichtendienst. Wir können nur annehmen, daß die britische Wehrmacht ernsvreckanschluß 2251 Druck »nd Verlag: o?t?cÄ 1168k ^nnkl IM. brühlscheUniversttSirdruckereiLtauge r. Jahrgang Nr. 204 ricbeini lagirch, außer onntags und feiertags Beilagen: sprechen —.....- - , . nutzten diese Gelegenheit, um 28011/ 942 not H (25M) Sto ckholm, 27. August 1942 ißer dem General Sir Henry Maitland Gilson den Spitznamen „Jumbo" gegeben hat, E nicht bekannt, wahrscheinlich ein vorwitziger Wichant, dem angesichts feines etwas fchwerfäl- Iffin Regimentskommandeurs die Anspielung auf ßj en Elefanten einfiel. Der Vergleich ist nicht übel. 6tr der überlegenen Ruhe eines weisen Elefanten »General Wilson durch den Dschungel der mili- W schen Karriere gestampft, bis er jetzt auf dem 6 ten des Führers der neugebildeten Heeres- Kippe Iran und Irak an gelangt ist. । die Bildung dieser neuen Heeresgruppe ist das Mite wichtige Glied in einer Kette militärischer Veränderungen im Mittleren Osten, welche eine Unmittelbare Folge der Reise Churchills Oer Londoner Nachrichtendienst versucht die Existenz des erbeuteten Operationsbefehls zu bestreiten. tot fl| 15 M in £1 ö !rund • M rU beschwichtigen hat di- -..... 1-< — l feindliche Agitation den Versuch gemacht, Vie Deutschen Verluste unglaublich in die Höhe zu schrauben, um sie auf einen Nenner mit. den eigenen Verlusten zu bringen. Wenn dieses Beginnen nicht schon dadurch widerlegt wäre, daß man bloß zu fragen brauchte, wie es denn die Engländer und ihre Bundesgenossen, die kaum über den Strand von Dieppe hinausgekommen sind, wenn sie ihn überhaupt erreichten, fertiggebracht haben, die deutschen Verluste zu zählen, während sie alle Hände und Beine voll zu tun hatten, um auszurücken, und baß es ohne weiteres verständlich ist, daß derjenige, ,ber in den stark ausgebauten Stellungen' sitzt und mit den besten Waffen ausgerüstet ist, dem Gegner, der von See her ihst angreifen will, höhere Verluste beibringt als er selbst erleidet, dann wird es durch die klaren Zahlenangaben des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht illusorisch gemacht. nch Kairo und Moskau sind. Man kann diese Bölfttji Reorganisation, die mit der Ablösung Auchin - eicht jett s durch Alexander ihren Anfang nahm und Bölfers iod) nicht abgeschlossen fein dürfte, aus zwei ver- über, jdjiebenen Gesichtswinkeln betragen, welche wahr- ,Krafft Minlich beide nicht falsch sind. Einmal ist die bri- . norgt. D Führung durch den Verlauf der deutschen Ergebnis Difcnjioe in Südrußland gezwungen worden, ihre fctreitträfte umzugruppieren. Die schützende Mauer a * bei Kaukasus ist heute nicht mehr so sicher, wie sie nch rm Winter erschien.- In London wird die Er- Sresta nfcnung Wilsons unverblümt als Folge Der tämpfen isow jetischen Niederlagen gekennzeichnet, tb Ifoenn also nichts weiter geschehen wäre als die l Verstärkung der Streitkräfte in Iran, so würde ' - ^iese Erklärung genügen. N Ml! per Zusammenhang mit anderen, teils schon be- l=2ReferJ idmtgeroorDenen, teils noch im Schoße des britischen Kriegskabinetts verborgenen Veränderungen erfordert aber noch eine weitere Erklärung. Diese liesst darin, daß die Engländer mit. ihren beiden die wichttgste Entscheidung des Krieges, soweit sie überhaupt auf dem Lande fallen kann, im Mittel leren Osten suchen. Schon'während des ersten für He ittwodli n W )ie M ige um Sriegsminters, als die Schlachten im Westen noch ungeschlagen waren, träumte man in London von der Aufstellung einer Orientarmee, und die später all Bluff enthüllten Nachrichten über General Wey- ganfos Südarmee waren immerhin aus Wunsch- trijumen entstanden. Churchill hat später, soweit seine Mittel und die deutsche Kriegführung ihm das glätteten, an dem Gedanken, die Entscheidung tm Mittleren Osten zu suchen, festgehalten. Unmittelbar rach dem Zusammenbruch Frankreichs und der Katastrophe des britischen Expedittonskorps galt eine Fürsorge nicht nur der Reorganisation der Heimatarmee, sondern vor allem der Verstärkung feer Streitkräfte in Aegypten. Die Einbeziehung Griechenlands in den Krieg Men die Chancen einer reuen Kontinentalfront und einer Wiedergeburt des ölten Weygand-Projektes zu bieten. Aber Rommels Vorstoß und der Verlust Kretas warfen alle Plane wieder über den Haufen. I Ein halbes Jahr geschah nichts Dann kam die britische Libyen-Offensive vom November 1941, !welche nach Scheinerfolgen mäßigen Gelandegewmn in der Cyrenaita brachte. Neues Atemholen, neue Verstärkungen, neue Pläne. Für die ersten Iunttage dieses Jahres war die nächste große Offensive geplant. Rommel griff zuerst an und warf die achte Armee bis an den östlichen Rand der ägyptischen Wiste zurück. Bei El Alamein tarnen Die Fronten Iwieher zum Stehen. qr . Trotz di-f-r Rückschläge hielt Churchill -"der Auf. fvffuug fest, daß er die Entscheidung un Mfttleren Eilen erzwingen könne. Di- Grunde hierfür finö Mifack)er Art: Einmal ist der Mittlere osten für iiie britische Betrachtungsweife das natürliche Lchlachtfeld, weil dort die wichtiysten Ver- tiiidu n q s ftra ß e n des Empire geschützt »erden müssen und I n d i ° n- dort gegen Westen «rteidigt wird. Daher kreisen d,c^ militärischen Vor- fiellungen der britischen Imperialisten zwangsläufig »m das Gebiet zwischen Tobruk und Teheran, zwischen Bosporus und Persischem Golf. Zum an- !deren aber wünscht Churchill den Mittleren Osten mn Schlachtfeld zu wählen, weil er meint, die Ent sheidung anderswo nicht f l n d e n. ju können. Wenn man diese Einstellung der britischen Fuh- «mq berücksichtigt, ist es klar, daß der Ern nnung Vsllons mehr Bedeutung zukommt als einem der häufigen Platzwechsel in dec britischen Generalität während der ersten Knegsiahre £5 lohnt sich also, diesen Mann einmal aus der Nahe za betrachten. Bis zum Kriegsausbruch enthalt sein Leben nur wenig Bemerkenswertes. Der heule 80jährige entstammt einer alten ^oß’atenfamilie des englischen Südens. Kaum aus Eton en lassen, erhielt er schon im Burenkrieg die Feuertaufe. Die | Msten 40 Jahre vertiefen im irgendein Anzeichen dafür, daß Mem Ttann, lörperliche Schwerfälligkeit und freundliches Wes ihm die^Zuneigung feiner Kameraden, aber kaum ihre Bewunderung eintrug, einmal als 6uh e Armeen eine Rolle spielen wu^e ^ar nicht vor Händen. Seine Karriere war normal, eher meiieimi klwas langsam, wie der ganze Mann, keineswegs glänzend. Mit 54 Jahren erst wurde er ^neral- hajor, zwei Jahre später Di°ij,onsk°mmandeur Be, Kriegsausbruch schickte man ihn nach Aegypten, öb er uier dem Oberkommando Wavells die Führung der Nilarmee übernahm. Millon als T)i? Welt hörte zum erstenmal VON Wiiion, ais i;e €rffe britische Offensive zur Besetzung der Cyre° Lka fÜhrt-''Heute ist Wi'lson- Ante, noch mcht bekannt. Sicher ist er etwas großer der b^en d-nde Ruhm Wavells erkennen ließ. Wilson würbe bann 3Um Militargouoerneur der Cyrenalra er Lk/Ech machte ^Rommel die em Pos schnell «n Ende. Später übernahm -Jumbo das K°m Mndo über die britschen Truppen in Grle-h-n bad und zeigte sich hier als Ruckzugsgeneral Chu Hill nannte ihn daher einen der best^ Taktiker m kr briüschen Armee. Nach dem gnechifchen , reite Minister Casey ein Rundschreiben an dic britschen Zivil- und Militärdienststellen erlassen, worin darauf hingewiesen wurde, daß angesichts der zunehmenden Tonnageschwierigkeiten die 23er« sorgungsbedürfnisse der Nah-Ost-Armee stärker all bisher aus dem kontrollierten Raum gedeckt werden müßten. abgestellten Flugzeugen entslanten ausgedehnt! Brände. Bei wiederholten feindlichen Luftangriffei auf deutsches Geleit im INittelmeer wurden durch Bordwaffen sieben von 24 angreifenden britischer Bombenflugzeugen abgeschofsen. Der Geleitzug er reichte unbeschädigt seinen Bestimmungshafen. Zwei britische Flugzeuge, die am 28.8. nach West deukschland über die Deutsche Bucht einflogeu, wurden im Luftkampf zum Absturz gebracht, fünf wei tere bei Einflügen in die besetzten Westgebiete ab geschossen. In der. vergangenen Rächt führten Verbände der britischen Luftwaffe Stürangriffe auf füb- und füdwestdeutsches Gebiet durch. Die Zi vilbevölkerung hatte Verluste. In Wohnvierteln einiger Städte entstanden Sach- und Gebäude schäten. Rachtjäger und Flakartillerie schossen nati den bisherigen Meldungen 32 der angreisenden Bomber ab. Im Kampf gegen Großbritannien griffen deutsche Flugzeuge bei Tag und Rächt kriegswichtige Anlagen in Südwest- und Rordostenglan^ mit beobachteter guter Wirkung an. unserer Stellungen durch. Flakartillerie zerstörte' vier angreifenbe Flugzeuge. 2üi)t weitere wurden von Jägern abgeschossen. In der Nacht zum vorbildlichem Zusammenwirken in harten Kämpfen abgeschlagen. Eingebrochener Feind wurde im Gegenstoß unter hohen blutigen Verlusten auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. In diesen Kämpfen wurden 111 Panzerwagen vernichtet, davon 91 allein im Abschnitt einer Panzerdivision. Auch bei R s ch e w brachen erneute Angriffe starker feindlicher Kräfte im Gegenstoß deutscher Truppen und im zusammengefaßten Angriff von Kampf- und Slurzkampfgeschwadern zusammen. Südlich des Ladogasees wurden wiederholte Durchbruchs- versuche des Feindes im Gegenangriff zum Stehen gebracht. Im Finnischen Meerbusen belegten Kampflugzeuge einen Jnfelflugplah mit Bomben und beschädigten fünf feindliche Bewacher. In Rordafrika und über ter Insel Malta wurden in Luftkämpfen drei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen in der Rächt britische Oie Auspressung des Rahen Ostens Ankara, 29. Aug. (Europapreß.) es Recht es Recht benwahr Marschleistungen jedes Tages minimal, ja an manchen Tagen überhaupt gleich Null, weil beharrliche Südwinde die geringen Fortschritte vernichteten, die das Menschenhäuflein im Kampfe gegen das Els errang. Nach zwei Monaten hatte man nicht mehr als 15 Kilometer zurückgelegt. Ab und zu konnten schmale Risse zwischen den Eisschollen mit den Booten überquert werben, aber auch bas nur unter großer Mühsal, und dafür machte an anderen Tagen das Schmelzwaffer auf dem Eise jede Fortbewegung unmöglich und zwang die Männer, still im Boot liegen zu bleiben und besseres Wetter abzuwarten. Mitte Juli trat endlich günstiger Norbostwind ein, die Risse und Kanäle im.Eise wurden länger und breiter, so daß man regelmäßiger die Boote benutzen konnte, ohn.e fürchten zp müssen, daß sie zwischen den Eisschollen zerquetscht würden, und am 15. August erreichte die tapfere Schar das so lang ersehnte offene Meer. Dieses galt es nun zu überqueren, um die nächste, 90 Kilometer entfernte Küste von Novoja Semlja zu erreichen, was mit den schwer beladenen offenen Booten nur bei günstigem Wetter möglich war. Vorher aber mußte ein schmerzlicher Abschied genommen werden: die Hunde, die treuen Kameraden und Helfer in der Not, mußte man zurücklassen und erschießen. Bei günstigem Nordwind kam schon am 16. August die von Brandung umtoste Küste in Sicht, aber erst am 19. fand sich eine günstige Stelle zum Landen. Die imt üppiger Vegetation bedeckte Küste schien den Erschöpften wie die lachende Flur Italiens. Aus gesammeltem Treibholz wurde ein mächtiges ijreutenfeuer angezündet, und nach einer dürftigen Wäsche in einem kleinen See und einer etwas besseren Mahlzeit eine kurze Rast gepflegt. Dennoch war die Gefahr noch keineswegs vorüber Die zwingende Notwendigkeit, irgend ein Schiff ZU erreichen, ließ die kleine Schar bald wieder öje Boote besteigen und an der Küste entlang weiter fahren. Nun aber trat der gefürchtete Wetterumfchlag ein, ein frischer Ostwind erhob sich, die eee wurde bewegt, die Boote füllten sich mit Wasser. Der Proviant reichte nur noch für zehn »t würbet im ? ulet keine sondern । Lotte. 3d) ; Darin erschl «•breiteten Die irakische Regierung hat von der britischen Regierung die Zusage erhalten, baß die irakische Armee -aus englischen Beständen ausgerüstet wird. Die irakische Armee erhält einige hundert Tanks, Bomber und Jagdflugzeuge, so« wie Transportwagen. Ferner soll eine britische -..... Kommission die irakische Armee schulen. Die Kom« Wfüpl ?' Mission wird aus fünf Offizieren unter Führung stiem Yiervc eines Generals bestehen. * | f* ‘',,horr JltiN“ m neuen 8*be i1 erlaß V nicht alles iae musst rieben. Viele Gefangene wurden eingebracht. Immer wieder mußten zäh verteidigte Widerstandsnester genommen werden. Trotzdem gewann der kühne Angriff rasch an Boden. Mit welchem Schneid und Schwung der Angriff durchgeführt wurde, beweist die Gefangennahme des Stabes einer Sowjet- Schützendivision, der vollkommen überrascht, feinen Ausweg mehr finden konnte. Die Verluste des Gegners find schwer, die Beute an Kriegsmaterial aller 2{rt ist hoch, die Zahlen der eingebrachten Gefangenen steigt fast stündlich. Beim Aufbrechen dieser Riegelstellung wurden die Truppen des Heeres von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschmetterten die befestigten Bunkerringe. Besonders Artilleriestellungen des Feindes wurden schwer getroffen. 32 Geschütze stellten ihr Feuer ein. Von Aufklärern frühzeitig erkannte Panzerbereitstellungen waren vernichtenden Bombenangriffen ausgesetzt. Der Feind büßte 13 Panzer schwerer Bauart ein. fungen wieder in Angriff genommen, die während der Polarnacht fast ganz hatten ruhen müssen; außerdem wurde nach Kräften an dem Schiff gearbeitet, um es für den Augenblick feiner Befreiung aus dem Eise tauglich zu machen — einen Augenblick, der allerdirihs nie eintreten sollte. Als die Gefangenen bereits resigniert dem zweiten Winter entgegensahen, erblickten sie am 10. August 1873 plötzlich im Nord osten ein völlig unerwartetes Alpen- und Gletscherland, die erste große Entdeckung, die seit 270 Jahren im europäischen Polargebiet gemacht worden war. Man gab dem neuen Lande den Namen Franz-Josephs-Land, mußte mit seiner Erforschung aber bis zum nächsten Frühjahr warten, nachdem der „Tegetthoff" dicht unterhalb der unbekannten Küste den zweiten Winter im Eise verbracht hatte. Am 10. März brach bann Payer mit sechs Begleitern unb bem mit brei Hunden bespannten Schlitten in bas Innere des Landes auf. Auf dieser und . zwei weiteren Schlittenexpeditionen drang er unter unsäglichen Strapazen und Gefahren zu der bis dahin unerreichten nördlichen Breite vpn 82 Grab 5 Minuten vor unb konnte feftfteüen, baß Franz-Josephs-Land ein von zahlreichen Fjorden durchsetzter Archipel war, der mit seinen Bergformen unb feiner Vergletscherung an Spitzbergen erinnerte, aber viel pflanzenärmer war als Spitzbergen, Grönlanb unb Novaja Semlja. Da es keine Hoffnung mehr gab, jemals noch ber Umklammerung bes Eises zu entrinnen, so mußte man sich im Frühjahr 1874 enblich dazu entschließen, die Rückkehr in Hundeschlitten unb Booten zu wagen. Am 20. Mai versammelte sich die Mannschaft an den auf Schleifen gestellten unb daburch in Schlitten verwandelten Booten, die die Instrumente, Gerätschaften, Proviant usw. trugen. Bei Fackelbeleuchtung machte Payer noch eine letzte Aufnahme bes Schiffes, bas ihnen fast zwei Jahre lang Heimat gewesen war, unb bas sie nun verließen, um ben unsicheren unb gefahrvollen Rückmarsch anzutreten. Dieser erwies sich als schlimmer, als selbst die düstersten Ahnungen befürchtet hatten. Trotz übermenschlicher Anstrengungen waren die Roo Mortfefcuni I5 SiLt Lei Ct «nein ? bie Lipp f und der M verstrick hier, < ff ^efoat * "°ch < Mistes 2 9etö»r feg Kr ** Mel feil il kbjgV ein Tage, unb man mußte sich darüber klar werden: wenn sich mcht innerhalb 24 Stunden ein Boot Zeigte, so galt es, die Fahrt quer über das offene Meer nach Lappland zu wagen. Da endlich, am gb^b tes 24. 2^!!^, stieß man auf eine kleine Flfcherstottllle, die die Nordpolfahrer aufnahm und sie auf dem schnellsten Wege nach Norwegen brachte Gemalte Reise«. 3uliu5 Ritter von Payer, der als deut- lcher Offizier an der Erschließung und Erforschung awie Kartographierung der Alpen wesentlichen Anteil hatte, auf dessen Anregung vor allem die Gronlond-Expedition 1869/70 unter Kapitän Kol- 0 e w e y unternommen wurde, der sich ehren in wissenschaftlichen Kreisen bekannten Namen durch die von ihm geleitete Polarexpedition in den Iah' reri 1872/74 erwerb, in denen er ein „neues Land" entdeckte, wurde am 1. September vor hundert Jahren geboren. An der Entwicklung Payers ist nicht so sehr die Tatsache interessant, daß er in I pater en Jahren, als er den Heeresdienst quittiert unb auch die Forschertätigkeit infolge gesunbheü- sicher Schwächung aufgegeben hatte, sich der Malerei zuwandte, als vielmehr die Wahl feiner Themen. Er schuf — heute zu Unrecht vergessene - Gemälde nach seinen Skizzen, die er während der Forschungsreisen entwarf, damals allerdings nicht mit ber Absicht, Kunstwerke zu schaffen ober auch nur vorzubereiten, sondern um der Wissenschaft zu dienen. Pgyer bewies zeitlebens eine ungeheure Energie, die auch in den letzten Schaffensjahren nicht verloren ging: er erblindete auf einem Augc, auch die Sehkraft des anderen ließ nach — trotzdem malte er. Ein Zeitgenosse des Offiziers, Alpinisten, Polarforschers und Malers wandte das Epigramm Theodor Fontanes, das dieser Adolf Menzel gewidmet hat, auf Julius von Payer an: „Gaben — wer hätte sie nicht? Talente — Spielzeug für Kinderk Erft der Ernst macht den Mann! Erst ter Fleiß das Genie!" Werner Lenz. Lissabon, 30. Aug. (Europapreß.) „Portugal wird die Azoren oerteibiaen", stellt man in Lissabon noch einmal zu den im Auslände wieder aufgelegten E^rörterunden des Themas der Besetzung der Azoren Haltung Julius von Payer. Zum 100. Geburtstage des deutschen Polarforschers. Der Name Julius von Payer ist mit goldenen Buchstaben in die Geschichte der deutschen Polar- sorschung eingegraben. Auf einer über zwei Jahre lang dauernden Expedition im stündlichen Kampf gegen fast übermenschliche Schwierigkeiten hat dieser kühne Forscher mit den Seinen dem ewigen Eise viele seiner Geheimnisse abgerungen und endlich, nachdem sie oft genug den sicheren Tod vor Augen sahen, seine kleine Mannschaft wohlbehalten heimgebracht. Mit seinem Kameraden W e y p r e ch t teilte sich ber damals fast dreißigjährige Oberleutnant Payer, 1 ber am 1. September 1842 in Schönau bei Teplitz geboren rourbe, in bie Führung ber österreichischen Expedition, die mit 24 Mann Besatzung auf bem eigens bafür erbauten Dampfer „Tegetthoff" am 13. JuUi 1872 von Bremerhaven aus in See ging. Schon der Anfang der Reise schien bedrohlich: viel ftüher, als man es erwartet hatte, zeigte sich das Eis, und schon im August, nach zehn- mädriger Fahrt, wurde nahe der Ostküste von Novoja Semlja der „Tegetthoff" von ihm eingeschlossen, um nie mehr frei zu kommen. Alle Versuche, durch Sprengung oder Durchsägung der Eisschollen den Dampfer aus feiner Umklammerung zu befreien, waren vergeblich; hilflos, nicht mehr als Entdecker, sondern als unfreiwillige Passagiere des Eises trieb die Besatzung nordwärts. Jagd auf Robben und Eisbären bildeten die einzige Abwechslung in diesem ersten Polarwinter, der durch Kälte und Dunkelheit und die Unbequemlichkeiten auf dem engen feuchten Schiff schwer auf den Gemütern der Leute lastete. Man kann sich daher denken, mit welchem Jubel die Sonne begrüßt wurde, als sie sich am 16. Februar zum erstenmal wieder über dem Horizont zeigte! Es wurden nun eifrig die wissenschaftlichen Arbeiten und Mes- sicht, die beispielsweise noch zahlreiche (Befangene aus ber Schlacht um Tobruk zur Schau trugen. Dafür stellten uns einzelne Kanabier Fragen von erstaunlicher Naivität. Einer meinte: „Wir sind doch jetzt in Frankreich. Da muß boch irgenbroo auch Paris liegen. Ich möchte die Stadt gern sehen. Könnten Sie mich nicht bei passender Gelegenheit hinführen?" Ein anderer fragte, ob er nun, da er einmal in Europa fei, nicht auch gleich eine Rundreise über Berlin—Wien—Rom—Madrid zurück ins Lager machen könne, wenn er bem Lagerkommandanten einen Scheck auf feine Bank in Kanada 3ur Finanzierung ber Fahrt übergebe. Andere Gefangene find nur ernüchtert. Sie sahen, wie auf einem schmalen Küstenstreifen von hundert Metern Länge 600 ihrer Kameraden gegen die deutschen Befestigungen vorzugehen suchten und in wenigen Minuten vom Abwehrfeuer hingemäht wurden. Sie sahen, wie schwere 31-Tonnen-Tanks zwar an Land gesetzt werden konnten, bann aber wie bei einer Hasentreibjagb einer nach dem anderen abgeknallt wurde, ohne daß es ihnen gelungen wäre, auch nur in die Stabt einzudringen. Sie sahen, wie deutsche Sanitätssoldaten mitten im Feuer, trotz Tiefangriffen englischer Flugzeuge, Kanadier genau so wie Deutsche bargen unb verbanden. Was ihnen bei ihren Jnvasionsübungen erzählt worden war, stimmte also nicht. Außerdem lag fast alles, was sie sich für ihren „Trip to Europe“ mitgenommen hatten, sinnlos auf bem Strand von Dieppe verstreut. Wir waren dabei, wie ein junger Student aus ben USA. mit einem wehmütigen Blick fein Notizbuch bei der Leibesvisitation abgab. Wir fanden, daß in ihm außer Adressen nur englische Redewendungen mit ihren französischen lleber- setzungen vermerkt waren, die von der gründlichen Vorbereitung ber Amerikaner für eine Invasion Frankreichs Zeugnis ablegen. Rund 25 Seiten bes Notizbuches sind nämlich Redewendungen folgender Art gewidmet: „Du siehst heute wundervoll aus." — „Willst du einen Spaziergang mit mir machen?" — „Sagst du auch' die Wahrheit?" — Liebst du mich?" — Bleibst du heute nacht bei mir?" Als wir das Notizbuch zurückgaben, fielen mehrere Adreßfchilder aus hellbraunem Karton heraus. Auf ihnen stand gedruckt: Name des (Befangenen _____? Wo gefangengenommen ....? Von wem gefangengenommen ...? — Es waren Adreßschilder, die sich der junge Amerikaner für die Gefangennahme deutscher Soldaten und die Erlangung der dafür ausgesetzten Prämien bereitgelegt hatte. Den stärksten Eindruck machte auf die Gefangenen das während ihres Landungsversuches plötzlich ein- ,setzende starke deutsche Abwehrfeuer. Die Landungstruppen fühlten sich hilflos, so erklären die Gefangenen übereinstimmend, da sie dem deutschen Feuer, von dessen Stärke und Intensität sie völlig überrascht waren, nichts Gleichwertiges entgegensetzen konnten. Ein kanadischer Offizier sagte: Die Lage sei vom ersten Augenblick an, als sie versuchten, den Strand zu betreten, „höllisch" gewesen. Auch die Wiedereinschiffung habe zu einem völligen Durcheinander geführt. Manche Boote wagten infolge des heftigen deutschen Abwehrfeuers nicht zu landen, während die kanadischen Soldaten an Land im Bombenhagel der deutschen Luftwaffe auf die Einschiffung warteten. Mehrfach mußten, die Landungstruppen, wenn sie glücklich ihre Boote erreicht hatten, sie wieder verlassen, da sie ebenfalls versenkt wurden, Ein Gefangener erklärte: „Die Kämpfe waren heiß und erbittert. Ich wurde in der Hölle von Dieppe gefangengenommen. Es war furchtbar, schlimmer als in Dünkirchen. Das Meer war ganz von Blut gerötet. Von 6000 Mann sind 2000 Mann gefangen genommen worden. Der Rest ist nicht mehr auf dieser Welt. Das war gewiß fein Fest für uns. Neun Stunden lang durchlebten wir eine Hölle. Eher wollte ich in die Hölle, als nochmals eine solche Schlacht mitmachen." Ein anderer erklärte: „Nach drei Jahren Ausbildung ging alles in neun Stunden zum Teufel. Es war furchtbar. Don meinem Zuge von 40 Mann sind noch drei übriggeblieben. Die Deutschen hatten verteufelt gute Scharfschützen." Ader nicht nur die Gefangenenaussagey sind für uns von Interesse. Noch wichtiger sind die W a f f e n t y p e n aller Art, die die Briten, Kanadier usw. bei ihrer überstürzten Flucht auf dem Festland zurückgelafsen haben. Sie haben damit der deutschen Führung einen Einblick in hie neueste britisch-amerikanische Waffenproduktion gewährt, darunter befinden sich alle drei Typen des in England mit den größten Hoffnungen gebauten neuesten Panzerkampfwagens Marke „C h u r ch i 11". Der italienische Bericht. Rom, 30. Aug. (DNB.) Der italienifche Wehrmachtbericht vom Sonntag gibt u. a. bekannt: An der Aegypten-Front führte die britische Luftwaffe erneut Bombenangriffe besonders im Südabschnitt Handschuh Dem „Han! « .das im ; k Winproi 5 Md im ei ^oren rund -L y. •“w ' Mr Char n gern für «Margen r Art gestal fcn Pointen * des Theo - j»ven.Film i J Berlin eir M Schule, I jjüfjne unt N geschasst Lissabon, 29. Aug. (Europapreß.) Nachdem Roosevelt erst kürzlich die Departements zu einer planvolleren Arbeit aufgefordert hatte, um den in der maßlos aufgebauschten Kriegsbürotratie Herr« sehenden Wirrwarr einzudämmen, hat jetzt her USA.-Produktionsdiktator Nelson ebenfalls seine Unzufriedenheit ausgesprochen. Er richtete einen Appell an sämtliche Abteilungsleiter, endlich voran zu kommen. Es fei nötig, die nordamerikanjsche Industrie, die für den zivilen Bedarf arbeitet, auf ein Minimum herabzuschrauben, soweit das mit der Moral des Volkes vereinbar sei. Nelson, dessen Absetzung wegen des enttäuschenden Zurückblei* bens der nordamerikanischen Kriegsproduktion hin» ter den angekündigten Ergebnissen in einflußreichen Kreisen Washingtons gefordert wird, will äugen* scheinlich mit diesem Appell die Schuld auf seine Untergegebenen abwälzen. !i. Goebbels a Reichsminisi r regelmähi it dem ifa Alessandro Pi rag wurde dem italh Ak" vor verwi ' «rde der dei T 'en Kalibers an. In FtugplaßanlaM und zwischen MMiell- ■ ‘.....PL [jpeC$ w Aus der Stadl Gießen. Theater der Llniversitätsfiadt Gießen Walter Kollo: »Frauen haben das gern*. Oer Junggeselle. "en,4 B FühW rolit Kunst und Wissenschck ri-iga ,PortH! ufgeleble' s SonaB des Plenen das genehmes Gefühl der Schwerelosigkeit. Nach einer vielleicht| (mmen Zeit erhob er sich, tappte schwankend •i 3 ci-n .: -Li-.t-L. or iirh mit «vraiatt alls fern !te ein« ich Doro rikanffch, eitet, oir das M )n, bellt; ^rücfbte« ’tion bin1 ußreichn I augev auf feint Heichsjustizminister Or. ^erack über seine Aufgabe Nachde, zu eine n den ö itie hm jetzt da - weM ein 8# «äs ofp> idlich. & ine W iahin u® Vorweg« Als Abschluß dieses erfolgreichen Gießener Wunschkonzertes für das Kriegswinterhilfswerk wurde die Mitteilung gemacht, daß sich der Er« " trag der Veranstaltung auf 3 0072 RM. beläuft. Ein bedeutsamer Beitrag für das Kriegs« WHW., den die Besucher mit Beifall vermerkten. B. Nie qJ b« il» '» Ofte tat Ltz euen bd ntenfoJ •IflU hatte b rpirt K erweji WendL euyork f elt um s 'Nr Wie ar- em ging dort < «11 w nE E allem * »r« iS „Nein, danke. Wo soll ich Sie absetzen?" „Kommt gar nicht in Betracht. Ich komme so nach Hause. Sie fahren den kürzesten Weg m Ihre Garage. Oder soll ich Sie lieber begleiten? „Nicht nötig, Hudal." . Sie verabschiedeten sich. Fender dirigierte seinen Wagen behutsam durch das GroßstaLtgewuhl. Dann stellte er ihn in der Garage ab und schritt stmgiam zu seinem nahegelegenen Atelier. Die fünf Treppen waren heute eine rechte Dual. Fender schlich hinauf, als trüge er einen übervollen Milchtopf. Einmal blieb er auf dem Treppenabsatz stehen und preßte die Faust in den Leib, der noch immer keine Ruhe gab. Droben schlenderte er Hut und Mantel von sich kramte nach Tabletten und schluckte das Zeug gläubig hinunter. Dann warf er sich, wie er war, auf das Bett in dem anstoßenden kleinen Zimmer. Die Tabletten wirkten, er schlief ein. Als er nach einigen Stunden kurz erwachte, zog er Schuhe und Kragen aus und schlief sofort halb benebelt weiter. ©er VHC im-Jahre 1941. Auf Anordnung des Verbandsführers des Vogels« berger Höhen-Clubs, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, wird die diesjährige (61.) Hauptversammlung des VHC. aus kriegsbedingten Gründen ausfallen. Dem in der Monatsschrift des VHC. Der Vogelsberg" jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht über das 60. Geschäftsjahr 1941 ist u. a. zu entnehmen, daß der VHC. nach dem Stande vom 1 Januar 1942 in 35 Zweigoeromen 2358 Mitglieder zählte. Die stärksten Zweigvereine mit über hundert Mitgliedern bestehen in Darmstadt mit 280, Gießen mit 205, Lauterbach mit 174, Frankfurt a. M. mit 165, Offenbach a. M. mit 138. Schotten mit 137, Mainz mit 134 und Butzbach mit 113 DHCern. Die Wandertaügkeit der Zweigvereine wurde auch im Jahre 1941 nach besten Kräften aufrechterhalten-, insgesamt mürben von den Zweigvereinen im Jahre 1941 mit 2b« Wanderungen und durchschnittlich 445 Teilnehmern 128160 Personen in die heimatliche Natur geführt. Infolge des eingeschränkten Bahn« und Kraft« wagenverkehrs wurden im ganzen nur 213 521 Pedonenkilometer mit der Reichsbahn und 380 Konzert im Grünen. Arast durch Freude" brachte in Gießen 30 072 RM. für dos Kriegsminier- hilfswerk zusammen. nöietf^ ®ebäub(’ Ifen im reifes „Schmerzen im Leib--9an3 plötzlich. „Kann ich helfen? Vielleicht kommt bald eine Apotheke." „Lassen Sie nur. Es geht schon vorüber. Komisch, habe ich noch nie gehabt. Fender wartete ein wenig, bann fuhr er langsam weiter. Als sie durch Pasing hindurch waren, wischte er mit Dem Aermel über die Stirn und meinte verlegen- Seltsam, wie einen so etwas überfallen kann. Ich muß etwas Verdorbenes erwischt haben. Oder ist es das viele Bier?" Der schneidende Schmerz in den -Därmen war weg, es zog wohl noch ein wenig, aber es war auszuhalten. Jedoch hatte Fender das Empfinden, als könnte es jeden Augenblick wieder von vorn anfangen. Er fuhr deshalb vorsichtig wie noch nie in seinem Leben und war froh, als Die eä* München tarn. Füm Minuten nor Schalterschluß kamen sie vor der Bank an, die Fenders Ziel war. „Ich möchte Sie um einen Gefallen bitten, Herr Als er zum zweitenmal erwachte, hatte er ein merkwürdiges Leerqefühl im Magen, aber die Schmerzen waren weg. Er blinzelte trage in das Gitterwerk, das die hochstehende Sonne durch die Jalousie auf die Bettdecke malte Er hatte ein an- ~ " • Schwerelosigkeit. Nach einer , Der Verheiratete verhält sich zum Junggesellen wie ein gebundenes Buch zu einem gehefteten. Dieser sinnvolle Vergleich stammt, wie die meisten Aus- , fprüdic über die Unbeweibten, von einem Verheirateten und spricht eine Anschauung aus, der schon das Altertum in seinen Gesetzen beipflichtete. Plato zum Beispiel hielt die Verheirateten sur bessere Menschen, ass er eine „Bestrafung . der Ledigen vorschlug. Tatsächlich bestand damals m Athen em Gesetz, nach dem jeder über 35 Jahre alte lebige Mann die Unterhaltskosten einer Frau lewes Standes als Steuer in die Staatskasse zahlen mußte. Die Spartaner waren fast drakonisch, als l^e Junggesellen von einem gewissen Atter ab das 8ur9e™^ aberkannten und ihnen verboten, an den großen öffentlichen Festspielen teilzunehmen: wenn der Staat in Geldnöten war, durften die Ledigen besondere Abgaben entrichten. Im alten Rom bestanden damals ähnlich scharfe Gesetze „zur Dezimierung de Ehelosen", und Kaiser Augustus soll den Unvn- beirateten sogar hohe Aemter oder Posten mit hohen Einkünften verweigert haben. Der Kampf gegen das Junggesellentum ist m den letzten Jahrzehnten in vielen Landern wieder aufgelebt, nicht feiten in der Form einer schon im Altertum bekannten Besteuerung. So gibt es in Argentinien schon sott fast drei Jahrzehnten ein Ledigensteuer, die bei den Zwanzig,ahrigen beginnt und'bis zum 75.Lebensjahre ansteigt, dann aber endet- falls der Betreffende wenig bemittelt ist. Italien führte als erster europäischer Staat im Jahre 1926 eine Kopfsteuer für Ledige em, die bald in anderen Ländern Nachahmung fand. In Deutsch- ■ [onb ift die Zahl der Junggesellen, die man vor - Dem Kriege auf rund 5% Millionen schätzte, dank ' Der Maßnahmen unserer Regierung stark znsam- ' mengeschmolzen. Die meisten Ledigen hat heute Holland- es übertrifft mit 11,9 v.H. nicht nur Deutschland um fast das Doppelte, sondern hat den höchsten Hundertsatz aller europäischen Lander. Daß das Volk ganz im Sinne unserer Regie- rungsmaßnahmen denkt und feit ,eher gedacht hat, geht aus vielen alten Worten und Brauchen hervor So glaubt man in einigen Gegenden, der Unbeweibte fei kein vollwertiger Mann, ,a, er werfe nicht einmal einen Schatten. den „tugendhaf ten Junggesellen spricht dos rhcimsche Spruchl«m: „I- lonqer Iungcsell. je langer m der SjoU ! 3n -rcht wieder mit Den «chm erzen los. Dos mochte ich vermeiden. Offen gestanden, mir ist noch immer recht mies in den unteren Bezirken." Es war ihm tat« sächlich übet zumute, er war Ziemlich grün im ®e- sickst, und das ließ ihn alle Manöver der Vorsicht vergessen. Er brauchte das Geld dringend. Der G ban^e, daß er den unschuldigen Hudal brnemreiten könnte, kam ihm gar nicht. . „Aber natürlich, geben Sie nur her", rwf Hudal dienstbereit und verschwand ins 3untre der Bant. Nach kurzer Zeit kam er mit dem Geld Zuruck und fagie lachend: „So, nun habe ich auch «einmal Krösus gespielt. Das ist ,o ein 1 Känn ich sonst noch etwas für Sie tun? 4 defimert. Portugal werde soin^^tät auch -den Azoren zu wahren wissen^ übcr leSfrift feien in jedem Monat nßrc Iruppeiv M Kriegsmaterlaltransporte nach Azoren ab- Lngen. In Portugal würden die ein M des Mutterlandes angesehe^- würden Men, möge der USA.-Mmiral arD - Die Besetzung Der Azoren für Düiierte Krieg- ung als unbedingt erforderlich,eickinete — mit oder ohne brasilianische ^itung kom- Por Zren-Hinrichtungen Belfast. Das Konzert brachte eine Fülle schönster und ■ frohgestimmter Unterhaltungsmusik und -tteder. Un- i endlich viele Wünsche waren gegen Zahlung eines - entsprechenden Betrags für das Krregswmterhil s- wsrk angemeldet worden: fte alle fanden durch gute Musik oder prächtige Gesangsdarbietungen volle Erfüllung. Max Jahr von Frankfurt a.M. hatte die Ansage und die Leitung der melfeidigen Vortragsfolge übernommen; er erfüllte seine Auf- aabe in so schmissiger und humorgewürzter Art, daß die Besucher von Anbeginn an gern mrt- qingen und ihre Helle Freude an dem netten kunst- lersschen Geleit hatten. Em kombiniertes Mu >k- korps der Luftwaffe und das Orchester der Meister solisten im seldgrauen Rock stellten die beiden ausgezeichneten Klangkörper dar, d,e den Mstrumen- talen Darbietungen hervorragende Interpreten waren, außerdem die Sängerinnen und Sanger mit feinem künstlerischen (Empfinben begleiteten. Mit der bekannten Rundfunk- und SckMplatten. fängerin Betty Sedlmayer. (Berlin), der Sopranistin Erna Maria Müller vom Deutschen Theater in Wiesbaden, dem Tenor Theo Herrmann vom Opernhaus m Frankfurt aSTO. unb dem Bariton Ewald Böhmer vom Deutschen Theater in Wiesbaden standen beste künstlerische Kräfte mit Operettenmelodien unb anderen Schla- . cern im Dienste der guten Sache, die mit ihrem prächtigen Stimmaterial und ihrer reifen -ßor- ■ tragskunst Den Hörern reiche ^eude bereiteten. I Diele gute alte Bekannte aus dem Reiche der flm- i genben^ingenDen Musik wurden durch das erle|ene I Schaffen der Künstler und der Musiker m Erful^ Die Inszenierung besorgte Herr Pa y er . er l eß die wohlgeölte Mechanik Der Drei Akte flüssig fielen und schwelgte in krassen Situationswirkungen. Die turbulente Handlung ist mit einer Reihe von Schla- gern durchsetzt, welche Walter Kollo in einer an- pruchslos netten, für feine Kompositionen typischen Form gesetzt hat. Herr Egon Bo-sch, der neue Operettenkapellmeister, begleitete mit kleinem Orchester spritzig und taktsicher. Inge Berg hatte: die zugehörigen Tänze einstudiert, welche die Affäre rhythmisch auflockerten, Herr Löffler das durch drei Akte unveränderte Bühnenbild entworfen, das Zweckentsprechend geräumig, aber reichlich bunt geraten war. Herr Bosny spielte den unglückselig- unschuldigen Kompagnon Stieglitz mit der abenteuerlichen Vergangenheit als einen ^chtemihl im lüsternen Büroröckchen und mit grotesken Ver- zweiflungsausbrüchen. Ein raffiniert auf gemachter Filmstar: "Annemarie Schwind, gcsanauch, darstellerisch und rhythmisch sehr animiert beider Lache. Valeska Lange fang und spielte gefällig und verständnisvoll die zwischen heftig widerstreitenden Gefühlen hin und her geriffenc Tochter des Hauses:. Herr Witter Villmann, der unverdrossen er- finderische Fabrikant, und Lia Zimmer machten das Elternpaar, Herr C. B. Schmidt den blutdürstig eifersüchtigen Bräutigam des Filmstars, Herr Payep den windigen Bewerber mit Tennis und • er—- . (£jn volles Haus bereitete der Neu« Hans Thyriot. Frauen haben das gern: wenn die Manner eine Vergangenheit" haben. Das macht sie so interessant, auch wenn sie gar nicht nach Vergangenheit aus« eben. Dies ist der mit Vergnügen zur Kenntnis genommene Lehrsatz der dreiaktigen Schwank-Operette von Walter Kollo. Der Fabrikant Seibold möchte seine Tochter Ilse mit seinem Kompagnon Stieglitz verheiraten. Papa ist nämlich für das Solide, und um einem windigen Bewerber ZU vorzukommen, Der bloß Tennis spielt und das Geld seines Vaters ausgibt, djchtet Papa dem Herrn Stieglitz, der ein trockener Büromensch ist, eine prima Vergangenheit an: mit Hilfe einer galanten Widmung auf dem getauften Postkartenbilde einer beliebten Filmschauspielerin. Die Aufnahme laßt Herr Sieglitz dann im Familienkreise „zufällig aus der Tasche fallen, das macht Herrn Stieglitz 6rau Tochter und Freundinnen unheimlich interessant, und schon ist die Verlobung fertig. Das Wei ere geschieht nach altbewährten, me versagenden Rezepten der Schwankdramaturgie. Die Filmdiva gibt ein persönliches Gastspiel im Kino der Stadt. Natürlich ist sie verlobt, und ihr gutgewachsener Der- lotter folgt ihr eifersüchtig auf dem Fuße. Klar daß sie das Bild mit der Widmung sieht; klar, daß Der Verlobte es auch zu fassen kriegt — kann man sich eine Vorstellung davon machen, was daraufhin im trauten Heim der Familie passiert? Wer schon ... r < 1 i ... r. -m a t* n a rh r 0 ITT 0 tl re'ymen?" n e5 Ihnen keine ..''Riesig nettvon " an seinen Geld- WtanDe macht? Wohltaten beutel, dem heute wahry s l > ^^r $eInv Uslossen. „Ick) wuß bierhergefahren bin." hcibig." lung Der Publikumswünsche hervorgeholt und zur Freude aller in ausgezeichneter Weife vor gestellt. Daß die Hörer dadurch in beste Stimmung versetzt wurden, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Frohsinn und Humor herrschten vollkommen und bekundeten sich oft durch deutliche Aeußerungen Der heiter-aufgeräumten Gemüter; so z. B. — um nur c i n Moment für viele andere hervorzuheben — als der Ansager bekanntgab, daß das Lied, der langsame Walzer »Hörst du mein heimliches Rusen gegen Zahlung einer beachtlichen Sammelspende bc- sonders vom — Finanzamt gewünscht worden war, und dann das Luftwaffen-Musikkorps bat, also nun „das Lied vom Finanzamt" zu spielen, eine Ausforderung, die das Publikum mit lebhafter Heiter- feit begleitete. In so aufgeräumter Stimmung ver- gingen’ die fast 3% Stunden dieses genußreichen Nachmittagskonzerts zu oller Freude. Und immer wieder konnten die Künstler und die Musiker an dem außerordentlich starken Beifall feststellen, daß ihre schönen Gaben bei Den Hörern wohlverdiente dankbare Aufnahme fanden. her Rh-inprvvinz, Heinz ,7n IM ilt lind im ersten Jahre seines Bestehens von iou Intoren rund 300 Handschriften zur Derhrgung gehellt worben. Das Archiv befindet sich im Land . laus zu Düsseldorf. Dr.Bruggers Patientin ! Roman von Walter Klöpffer 29. Fnrts-tzung. ' (Nachdruck °orb°ten.) Es gibt Lebenslagen, die auch> Men,«-». - fc-Äs: e äs । ra ,”Ä. w.-* »»"*•*■* Ich nach München zuruckgemuht. r- ~ «\xAs-- fnn Der Maler und griff oas „So ist es auch log Mensch denkt und Lhema gewandt auf. Aber der Wagen. Agolo lenkt. Gigolo st nmnltq m mQd)k-bie 3is Sonthofen gmg alles g r^. manch- r-tterie MW sich Ml wie em Schwein. Run ste ; Qn Wei- «ller Frühe komme ich m diesem Nest . brsahren ist nicht zu denken. Ersuchen Ml mit ein^r ^gepumpten tzjjstnd und M aus. Vier Stunden l weniger n aus idjorffinnig auszulegen. Das mögen Rtsgelehrte üt eini^ m, von denen Das Volk kein Urteil oimgt. Der ’uge, jt Puister ist Der beste und kann allein Arkennung .brttisch, loetbienen, dessen Urteile das vom Vol^etragene Üc fbu ^echtsgefühl verkörpern. Das gesetzte Re soll den Achtern hierbei Helsen, nicht aber soll e»en Richter so beherrschen, daß er darüber d Verbin- iMmg mit Dem Rechtsgefühl seines Volk verliert. D°s Recht ist Leben, nicht die ftce Form Mes Rechtsgedankens. RechtSgestalig ist lebenwahre Anwendung des echts- gtdankens, nicht Die Auslegung ttr Buchstaben. Ihnen zuliebe Darf Das wirktt Leben Jmt zurechtgebogen werden. Jedem Nickr ist es unbenommen, sich an mich zu wenden,alls er 'gioubt, durch das Gesetz gezwungen zu-in, ein stbrnsfremdes Urteil zu fällen. In eine solchen Wtfall wird es meine Aufgabe sein, d Gesetz zur Verfügung zu stellen, das erforderlioist. Ich !möchte im Urteil des Richters Den deutsch Men- Ifdjtn erkennen. Der mit seinem Volke lebt s9elO Qngri? bti,i|dif> I Ih'l •fen. "h N ?•* V ’M fetl h zum Waschtisch, Dann kleidete er sich mit Sorgfalt an und lachte über das Kunterbunt Der auf Den Boden gestreuten Dinge. Als er zum Essen ging, war cs Mittag. Als er die Zeche beglichen Hatte, rief er feinen besten Freund Carlo Punz an und trug ihm auf, für heute abend ein paar Bekannte mfammenzuttommeln. „Kleine Feier bei Steimcke. Ein blhchen W-in, ein bißchen Sekt, für die Mn- hels Rumobst, du verstehst dich doch auf dergleichen Alles wie üblich. Frag nicht soviel, Carlo. Du kannst einen totfragen. Warum ich Das nicht selbst mache 5 lU) uuu, .......Weil ich keine Zeit habe, Du Grasaffe! Schluß!" »r Wtn \ (FMetzung folgt. tockholm, 30. Aug. (Europa^ Ju ganz erwartet man mit Spannung, cie britischen । örden Nordirlands es wagen wetl hie kürz- gefäUten Todesurteile gegen se Mitglieder 1 „irischen republikanischen 2lrmee"ra) ooll- Hen. Sie wurden von dem obei^ britischen ... au JIiü)t in Ulster wegen Tötung eine£oli3eiroa(t)t; il frieac ^lfast verurteilt. JDr^inrid)tung slcnoig'i |o>l am 3. September erfolgen. !ßiert her Gou- 9 toeur offenbar mit Rücksicht auf öffentliche Jij.nuna in Eire zu lebenslänglick ^a|t be- fntbigt'. Wie verlautet, soll Die Strafe nur al Thomas Williams vollstreckt :ben, wäh- bei3 man sich bei Dem verurteilten P x S i m p - mit 15 Jahren Zwangsarbeit ßügen will. Unerwartet starb der Schauspiele Wal« ter Steinbock. Die Berliner Bühne md der verlieren mit ihm einen Darsteller>on sehr ™ener Charakteristerungskunst. Der Fm sttztt | ita gern für die Herausarbeitung betoep Cya- 8'terchargen ein, die er in sicherer unb-iberlege« rt Art gestattete und mit witzigen oder umonfn« i&n Pointen verband. Seine letzte Frlnolle wo Des Theaterdirektors in dem rcize^n Vor- l even-Film der Tobis „Die Nacht m Beliebig . Ä Berlin ein im Publikum beliebter S?auspielcr b ter Schule, vielfach verwendbar, so Jit er pcy <5 Bühne und Film einen nicht leicht zu rsetzenden Franz^sauste ab. Der Professor nahm feine Entschuldigung mit innigem Vergnügen zur Kenntnis Denn es war für einen alten Herrn immerhin em < Opfer, einem sparsamen jungen Mann juhebe Dritter zu fahren. i Der Wagen Gigolo entpuppte sich als Bohemien < reinsten Wassers. Er war schnittig, besaß aber Der« beulte Kotflügel. Er verübte mehr Lärm als üblich, und machte seiner schlechten Laune in behlzundun- gen ßuft Franz ließ sich ungeschickt in Die Polsterung fallen, Die einmal roter Saffian gewesen mar. Aus einem Gefühl Der Verpflichtung heraus ocp suchte er, ein Gespräch zustandezubrmgern das nach einigen Redensarten jedoch einfchliest Die beiden Partner waren zu ver,chieden geartet und hatten sich nichts Nennenswertes mehr zu sagen Es wurde eine ftumme Fahrt. Gigolo benahm sich entgegen den düsteren Prophezeiungen Fenders als Kavalier 80 90, 110 Kilometer. Hudm hielt sich am Türgriff fest und geriet in eine Art permanenten Starrkrampf, der nur von erleichterten Seufzern unterbrochen wurde, so oft eine Kurve mit Ach und Krack genommen wurde. Franz kam zu keinem rechten Genuß Der lieblichen Gegeist) und wurde weder von Dem bewaldeten Bergmastw Des @run- ttn noch von der Anmut des Niederwnthostner Sees stärker beeindruckt. Fender mor Fein ichlechter, aber ein verwegener Fahrer, mas jelnem sonstigen Charakter durchaus entsprach. Sanft '^neigte grüne : känae flitzten vorüber, schmucke Bauernhäuser, , uraue Kühe und entgegenkommende Gefährte. = Kempten. Verwinkelte alte Gassen, em üstuß, drei hochgeschwumgene Brücken. Kaufbeuren, Landsberg. Kur^ vor München, dicht hinter Neuaubing, ge« f(4.nh han Fender plötzlich Den Gashebel losließ Äe'Ä“ er'marf sich verkrümmt über Das Lenkrad und stöhnte. Feme Perlen standen aus r • iVrani Der sich an Den tobenden yiUu, iuij« o , - 1Dä ^u. , Rbn^ES dieser Fahrt allmählich gewöhnt hatte, sagte ladjenD: L Eck°- S-lEich tonn ich narnlich N" e,°rgt nach Nnks und tat dir Frage: Sröius aeiP.d «U. Tft mem Wagen zu los? Ist Ihnen schlecht? Das war ein prächtiger Sonntagnachmittag, den die NSG. „Kraft durch Freude" gestern mit dem großen Wunschkonzert zng unten HD es Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 etwa 2000 Besuchern bereitete. Und daß zwei nüchterne Schulhöfe (die nebeneinandergelegenen der Lange« marck- und der Justus-von-Liebig-Schule m Der Bismarckstraße), Die sonst Tummelplatz der auf- und springfrohen Jugend sind, Die Statte diests Konzerts waren, gehört auch nicht zu Den Alltäglichkeiten. Eine andere Möglichkeit Der Unterbringung so vieler Besucher bestand aber nicht und so ergab sich außerdem noch die Gel-g-nh-'t. unter den schönen Bäumen der beiden Schulhofe ein ston« lert im Grünen zu geben, dessen man sich voa; lange gern erinnern wird. Denn — um es vorweg 3U sagen — das Konzert war auf der ganzen Lime ein voller Erfolg: künstlerisch, stimmungsnmßig, progpagandistisch und auch lsvanziell. Die Kreis Dienststelle Gießen der NSG. „Kraft durch Freude die für Die Veranstaltung verantwortlich zeichnete, hat also allen Grund, auf dieses Ergebnis ihres Mühens mit Befriedigung zurückzubl-icken. Lk.Goebbels auf Der Internationalen Fitrnkistfchau. . Reichsminister Dr. Goebbels traf zur Fcsehung b?r regelmäßig stattfindenden Arbeitsbespryungen mit dem italienischen Minister für Vcskultur lessandro Pav o lini in Venedig em. A Nach- iftag würbe die 10. Internationale Filmkistschau dem italienischen Fliegerfilm „Drei hfle Jab- er" vor verwundeten Soldaten eröffnet. Ai Abend ß iiöurbe der Deutsche Film „Der große Kör; auf5 Walter Steinbeck f. Äatz geschaffen. Handschriften-Archiv der rheinischen VV1VV. Dem Handschriften-Archiv Der rheimchrn Dich- i'LiS !ter",?as"im Juni 1941 von Dem ^nDestauptmann GLORIA Streut PQLPST SJ.-fpor/ Oie SA.-W