Eichener Anzeiger proleiarskaja im Sturm genommen trachen an mehreren Stellen die letzte grohe Eisen- 3m raschen Vorstoß nach Süden Siarobjelsk Jsjum 'Drtowka $Cfferttyschew~ Kalatsch^ Kamensk 'Werchne-^ Ni? tltoe Wjinka ' ASTRACHAN. L Jeis. km richorjeik keif korenowsfajar .um» diesen tiief gestaffelten Verteidigungsanlagen liegen diesen tvef gestaffelten Verteidigungsanlagen liegen oer an Der weiten V)t|ront uno. aus auen anverea ine zahllosen Feuerstellungen unserer Mk-, Ma- Kriegsschauplähen nut seinen Mannern Unvergang- 7CRA5NODA Noworossijsk ortrags- artigen, izerin i zweite Front lschtraum unse- Churchill schweigt untechau- wuroe -INI ^nrrug zugrunde liegende Gedanke, daß die Sowjetunion der Vertagung eme Eehermsitzung des Parlamem^zugr^^ mjüärifd)'r Offensiven der Weft- ürtern^Der^Svrecker^ des Unterhauses Stafford möchte ein aktiver Kriegssaktor bleiben muss-, sei örtern. 2)er Sprecher militärische Pläne durch die Entwicklung der Lage an der Sudfront Lnpps erklärte hierzu: Mas für muuari ch- ^ane befonb“r5 bedenklich halte tr Sa?e^iein“fi? selb» in einer Seheim itzunq be. man den sich täglich fühlbarer machenden Mangel Gallaaber ttaate an Kriegsmaterial sowie die Verluste wertvoller itigqmen Mane rau um . tmschen Kreisen Londons erklärt, mte der Londoner DEHNEN- dienst e za an- nken wir Nikolskoje Wladimirowka Ifung Palast AS0W5CHE5 MEER Ä Königin neichte •in ichtigaD mPrakoweja ©er Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Aührerhauptquartier, Z0. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt lefonnf: Südlich von Rostow verfolgten Verbände des Heeres Slowjansk^ fywloqrjd ’ O Artemow. sprechen. In unvorstellbar kurzer Zeit wurden die Festungswerke gigantischen Ausmaßes von den Front- arbeitern der Organisation Todt und den Männern, des NeichsaPbeitÄrienstes im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden gestampft. Im Schutze der deutschen Waffen vollzog sich hier ein Arbeitsprozeß von unvorstellbarer Größe, der im einzelnen einer späteren Würdigung vorbehalten bleiben muß. Noch rühren sich hier Tausende fleißiger Hände. Noch fauchen die Feld eisend ahnen und fördern unentwegt Material zu den Baustellen. Noch sind Bagger- und Mischmaschinen ununterbrochen in Betrieb. Noch immer neue Bunker und Festungswerke gehen ihrer Vollendung entgegen und lassen diese jetzt schon unbezwingbar erscheinende Linie von Tag zu Tag stärker werden. Es ist ein fesselndes Bild engver- bundener Kampfgemeinschaft, welches diese Symphonie der Arbeit ausstrahlt, hier steht der Arbeiter der Stirn und Faust neben dem Waffenträger der Nation. Er gibt dem Soldaten durch seine Arbeit, was der für den Kampf und die Der- inb der Waffen-^ in teilweise harten Kämpfen vit feindlichen Rachhuien den weichenden Feind. Südlich des Salflusses nahmen Schnelle Truppen sie Stadl Proletarskaja im Sturm und unter- teidigung benötigt. Wir stehen vor dem Festungswerk „Batterie Todt" und gedenken des großen Deutschen, der uns nicht nur den Westwall schenkte, sondern der ast der weiten Ostfront und, auf allen anderen ,°chdc, fs Dek: Wii Den Sie, Im hohen Rorden wurden bei Luftangriffen die Versorgungs- und Derftanlagen bei Murmansk sowie ein großes Truppenlager westlich der K o l a b u ch t schwer getroffen. Im Schuhe starker Bewölkung durchgeführte Tagesslörangriffe einzelner britischer Bomber auf Städte des Rheinlandes hatten nur geringe Wirkung. In der vergangenen Rächt griff ein britischer Bomberverband einige Orte der Saarpfalz, vor allem Wohnviertel der Stadt Saarbrücken an, wobei u. a. das Gautheater völlig zerstört wurde. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Sieben der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, zwei weitere durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine über der Deutschen Bucht zum Absturz gebracht. An der O st k ü st e Englands erzielte ein Kampfflugzeug am Tage Vombenvolltreffer in den Werkanlagen eines Rüstungsbetriebs. Stärkere Kräfte der Luftwaffe griffen in der Rächt zum 30. Iuli erneut Birmingham an. Durch Aufklärer wurden in den heutigen Morgenstunden zahlreiche ausgedehnte Großbrände festgestellt. Vor der niederländischen Küste versenkten Vorpostenboote vier von zehn angreifenden britischen Kanonen-Schnellbooten und schossen ein weiteres in Brand. Der Feind brach das Gefecht ab. Luftaufklärung die Angriffe des Heeres. Im großen vonbogen wurde feindlichen Kräften der Rückzugs- veg nach Osten abgeschnitten. Im Raum von Woronesch verlor der Feind gestern wieder 18 Panzer. Im mittleren Frontabschnitt und südlich des Zlmensees finden in schwierigem Gelände erfolgreiche örtliche Kämpfe stalt. an Kriegsmaterial sowie die Verluste wertvoller Rüstungsbetriebe während der Donkämpfe. Die „Times" schreibt, die größten Probleme, vor die sich die Sowjetunion nach den letzten deutschen Erfolgen gestellt sehe, seien die der Lebensmittel- und der Del- Versorgung sowie in der Beschaffung ausgebildeter Soldaten für die technischen Waffen. Woroschitoi r^AfmatuirS ,,., •=-; Kriegsmarine und der Luftwaffe. Starke Verbände der Waffen-ff marschieren durch Paris. Paris, 31. Zu». (VNL. Funkspruch.) Starte Verbände der Waffen-^, die aus dem Osten nach Frankreich verlegt find, marschierten am 29.7. durch Paris. Die Pariser Bevölkerung verfolgte gespannt den Vorbeimarsch und zeigte sich von diesem militärischen Ereignis tief beeindruckt. 64ia^rb eichÄahn Hamm, u Zwei ren Ehr. '40Jahrr e begann •JrBataisk ff ^^Sosyka z 5»v Ä Ja .en ^ini | ‘unNi I 3 Ringt, I Ä bei i -auns« . errungen t en guten ? \UNGRADt Wladimirowka Das Kubangebiei. Die breite Stoßkraft der deutschen Südoffensios s- hat, den landschaftlichen Voraussetzungen folgend, weiträumige Flußkampfabschnitte in ihren Operationsraum einbezogen. Nach den Erfolgen der letzten Angriffstage ist dieser Operationsraum sowohl nach Süden als nach Osten tief erweitert worden. Während die deutsche Wehrmacht nach Ueberschrei- tung des Don in breiter Front ostwärts Rostow kämpfend den Manytfch- Und Sal-Ab- schnitt erreichen und die Uebergänge über die beiden Flüsse erzwingen konnten, haben -die deutschen und verbündeten Truppen südlich Kalatsch den gesamten Unterlauf des Don erreicht bzw. überschritten. Während die Luftwaffe den feindlichen Nachschubverkehr auf der Wolga und Eisenbahnverbindungen östlich dieses Stromes schwer zu.treffen wußte, richteten Bomben gegen verkehrsstrategische Ziel? im Kubangebiet wirksame Zerstörungen an, wurden sowjetische Schiffsziele im Dondelta vernichtend getroffen. Der Blick auf die Karte gibt die Ausdehnung dieser südlichen Kampfzonen zwischen den Flüssen: Westlich Stalingrad lagert sich der charakteristische Abschnitt des großen Donbogens, aus dem der drittgrößte Fluß der europäischen Sowjetunion unter Mitnahme des Tschir gegen Südwesten und zusammen mit dem D o n e z seinem Delta entgegen» strömt. Im östlichen Bereich des Deltas befindet sich die deutsche Stützpunktbasis Nowotscher- kask —Rostow —Bataisk. Dom Brückenkopf über den Don bei Rostow erging die Erweiterung stark nach Süden. Dort gesellen sich aus den südöstlichen Erhebungen der Jergeni-Hügel der S a l, ^yORO^HIlOWGRAIAr^ NJBakrjewka^^l - ' 'STV xa\ |ii 9enb[iei [er. d! >n Glück- enke an- aäblung Wege nn- ink ;sser eb.Graf ■ 29.7-42 ' 03632 Woronww- \ skoje * Raspopinsk Tfc Rastloser Arbeitseinsatz trägt zum Siege bei Der Gauleiter auf einer Betriebskundgebung in Oberheffen. Tschirskaja =p , < J Jscherny-Jar >1 r..Linden rteostrafie? ' 03625, kanntzugeben." Der Kommunist Gallagher ftaate herauf: „Die Regierung könnte uns wenigstens sagen, ob sie diesbezügliche Absichten hat. Cripps erwiderte: „Ich kann "Mister Gallagher bereits-letzt scgen, daß wir derartige Absichten haben. Der Sowjetbotschafter in London, M a i, k Y, .sprach am Donnerstag vor englischen Unterhaus'- aogeordneten über die Entwicklung an.der Ostfront, ter britische Nachrichtendienst teilt mit, daß Malfky i fich „sehr offen" ausgedrückt habe und daß die Ab geordneten sehr beeindruckt gewesen seien Auch auf kragen einiger Abgeordneter habe Maisky„mit d^r (eichen Offenheit" geantwortet. - England. stehe eute — ähnlich wie nach dem Istsammenbruch rankreichs — vor der Notwendigkeit, seine stra- ^Sischen Pläne robilol abzuändern, so wirdmmili- Gialm befiehlt Verteidigung bis zum letzten Blutstropfen. Istanbul, 31.Juli. (Euro^preß.) Stalin hat den sowjetischen Armeen den Befehl erteilt, d e n Rückzug cinzu st eilen, und. das Losungswort „Sieg oder Tod" ausgegeben. In dem Befehl, der m dem bolschewistischen Armeeorgan t92. Jahrgang M.l78 Erscheint täglich, außer Sonntags und F-eiertagS Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild'DieScholle BezugSvreisr Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Shwetger" Postscheck 1168b F^ranks./M. Verteidigungslinie Atlantik Von Kriegsberichter Hans Wamper. "Manytsch-j - Q* veroeioM^X- skoje ^Btagodamoje Aus Protest aessen die von den Sowjetrussen in der Provinz Aserbeidschan durchgeführten Massenhinrichtungen unter der Zivilbevölkerung ist der iranische Iustizminister Ahi zurückgetreten. Die Zahl der Opfer in der Provinz seit dem Einmarsch der Sowjets wird auf rund 12 000 Verschleppte bzw. Ermordete geschätzt. ä + n rf h n -f m 30 Juli tDNB.) Im englischen I Korrespondent von „Sagens Nyheter schreibt. Der Stockholm 30- »och hör der britischen und nordamerikani chen Strategie llntechaus wurde em Antrag eingevracyr nom vor i hnfe hi» enmwhminn H cf - tu " 5kettag,8l.MM2 Annahme von Ameigen für die Mittagsnummer bis 8V, Uhr desVormittags Anzeig en-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Mllimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rpf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr res Gegners bieiben. Hüten wir uns jedoch davor, so führte der Gauleiter weiter aus, daß der Feind in der Erkenntnis oder aber durch die nochmals notwendig werdende Erfahrung seines Unvermögens der Auftichtung einer zweiten' Front von außen mit seinen Versuchen, diese Front durch Zersetzung der deutschen Volksgemeinschaft im Innern unseres Volkes zu errichten, $um Ziel kommt. Anhand einzelner Beispiele notwendiger kriegsbedingter Maßnahmen er-» innerte der Gauleiter hier an die Pflicht jedes einzelnen deutschen Volksgenossen, seine treue Gefolgschaft zum Führer, gerade in Zeiten, wo auch Entbehrungen verlangt und Belastungen ertragen wer- den müssen, zu beweisen. Anschließend dankte der Gauleiter den Arbeitern für ihren unermüdlichen, mühevollen Arbeitseinsatz, mit welchem sie ein tägliches Treuebekenntnis zum kämpfenden Soldaten an der Front oblegen. Der beste Soldat der Welt weiß durch die ihm zur Der- fügung gestellten besten Waffen, welchen Kameraden er im deutschen Arbeiter besitzt und vertraut bedingungslos auf seine Leistungen. Nachdem der Gauleiter so auf die enge Verbindung von Front und Heimat im Entscheidunaskampf unseres Volkes hingewiesen hatte, schloß er feine Ausführungen mit Worten festester Zuversicht auf den Endsieg. Anapa PK. Drüben liegt die Insel. Hinter uns die nord- französische Hochebene mit ihren weiten Wiesen und Ackerflächen. Wir stehen mitten in der Verteidigungslinie Atlantik, die im hohen Norden, im Lande der Mitternachtssonne, ihren Anfang nimmt und ihre Fortsetzung entlang der Kanal- und Atlantikküste bis zur Biskaya erfährt. Hier überall steht der deutsche Soldat auf der Wacht. Rechts und links von uns erheben sich aus dem Gelände die mächttgen Betonkoloffe der Bunker, Festungswerke, Kasematten und sonstigen vielseitt- gen Verteidigungsanlagen, die dem Strand ein neues Gesicht geben. So oft wir hier standen, hielt uns der Anblick dieser engmaschigen, waffenstarrenden Verteidigungslinie gefangen. Immer wieder ist es das kraftstrotzende Bild deutscher Wehrkraft, das sich hier dem Beschauer auf Schritt und Tritt bietet. Gleich mächtigen Wehr- und Trutzbauten erheben sich die Bollwerke entlang dem Sttande. Und zwischen »«tote: bd Politik um ms Hynoij lumjchem. ; Lange K. 0. Hans Set und schossen 68 Panzerkampfwagen ab. An diesem Erfolg hatte ein Kradschützenbataillon, das sich schon beim Uebergang über den Don bewährte, besonderen Anteil. Bei der Sicherung und der Erweiterung der Brückenköpfe im Manytsch-Abschnitt zermürbten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge den Widerstand der Bolschewisten in ihren eilig ausgehobenen Kampfstellungen .und zersprengten die zurück- weichenden feindlichen Kolonnen. Im großen Donbogen wurde durch umfassenden Angriff feindlichen Kräftegruppen der Rückweg über den Don abgeschnttten. Bei diesen Kämpfen vernichtete ein brandenburgisches motorisiertes In- fanterie-Regiment 27 Panzer. Weitere 14 Panzer- kampfwagen wurden im Raum von Woronesch vernichtet, ein Obergefreiter schoß mit feiner Panzerabwehrkanone allein 7 ab. In Luftkämpfen verloren die Bolschewisten über dem'südlichen Frontabschnitt 21 Flugzeuge, während wettere neun am Boden zerstört wurden. Im mittleren Frontabschnitt führten Jnfan- terieoerbände in schwierigem Sumpf- und Waldgelände ein örtliches Angriffsunternehmen erfolgreich durch. Mehrere Ortschaften wurden nach Ueber- windung hartnäckigen feindlichen Widerstandes genommen. Vergeblich versuchte der Feind, die deutschen Infanteristen aus den neugewonnenen Stellungen zu werfen. In einem Sumpfgebiet südlich des Ilmensees führte ein erfolgreiches Unter- nehmen zur Einschließung einer kleinen feindlichen Gruppe, die ihrer Demichtung entgegengeht. en. •h unse^ , überaus äs? »errlreb Fraü xulek iregi ;dig ße; rine- und Heeresartillerie, liegen die zahllosen Stützpunkte unserer zum Schutz der Küste eingesetzten Truppen. Dicht hinter der Verteidigungslinie liegen die Horste unserer Jäger und Kampfflieger- verbände in ständiger Bereitschaft. Und irgendwo entlang der Küste befinden sich die mächtig aus- gebauten Stützpunkte unserer U-Boote, die von hier die, Ausfahrten zu ihren erfolgreichen Unternehmungen im Atlantik und vor der nordamerikanischen Küste antreten. An diesem Wall prallten die unrühmlich bekannte Non-stop-Offenfioe und die nicht weniger „berühmten, nur nach Minuten zählenden Landungsversuche der Briten ab. Von einem unerschütterlichen Kampfes- und Siegeswillen getragen, steht diese Front fester denn je^ So oft die Briten es wagen sollten, sich dieser Front zu Wasser, zu Lande oder in der Luft zu nähern, werden die deutschen Waffen ein unerbittliches Wort •?' fhtubtne \fi?roletarskaja vrühlscheUniverfttät5druckerel R. Lange General-Anzeiger für Oberhejsen ^^Giehen^Schnlstrahe 7-9 Berlin, 30.Juli. (DNB.) Südlich des Unter- lvuses des Don befinden sich die deutschen Truppen in raschem Vorstoß nach Süden. In hartnäckigen Nachhutgefechten versuchten die Bolschewisten am 29.7. das Vordringen deutscher Truppen südlich des Don aufzuhalten. Der feindliche Widerstand wurde durch Verbände des Heeres und der Waften- gebrochen, und die Verfolgung der geschlagenen volschewisten fortgesetzt. In die zurückflutenden feindlichen Kolonnen stteßen schnelle Truppen und Panzerabteilungen hinein. Dabei machte eine deutsche Panzerdivision im Raum südlich Rostow 700 Gefangene. Gebirgsjäger schossen im Kampf gegen feindliche Nachhuten elf Panzerkampfwagen ab. Lüdl i ch des Manytsch nahmen Panzergrenadiere und die Vorausabteilungen einer motorisierten Division in erbitterten Kämpfen, ohne die Unterstützung der Artillerie und der schweren Waf- sen abzuwarten, eine zäh v e r t e i d i g t e Höhenstellung. Im Gebiet des oberen Manytsch fliehen die Bolschewisten nach Erstürmung des wichtigen Verkehrsknotenpunktes Proletarskaja am «arytscheplac durch eine brandenburgifche Panzerdivision weiter in südlicher Richtung. Diese Panzerdivision fat in den Verfolgungskämpfen seit dem 30.6. über 1000 Kilome-ter kämpfend zuruck- gelegt. Im Zusammenwirken mit dem Vorstoß über Pro'letarskaja hinaus hattg eine württemberglsch- dadische Division die 2lufgabe, Entlastungsangriffe des Feindes abzuwehren. Truppen dieser Division zersprengten einen größeren feindlichen Kampfverband, brachten 100 Gefangene ein liches vollbrachte, und der auch der Schöpfer des Küstenwestwalles ist. Der Abend senkt sich her- nieoer. Gleich einem riesigen Feuerball steht die unter geh ende Sonne, eine vielfache Farbenpracht ausstrahlend, am westlichen Horizont. Noch einmal geht der Blick hinüber zur Insel, geht noch einmal über die sich rechts und links von uns ausdehnende Front am Atlantik. Schemenhaft heben sich die Wehr- und Trutzbauten und die Stellungen der Flakartillerie ab. Die Nachtwachen ziehen auf. Draußen im Kanal, auf vorgeschobenstem Siche- rungspoften stehen die Soldaten der Kriegsmarine mit ihren Vorpostenbooten auf der Wacht. Entlang der Küste aber wachen die Soldaten des Heeres, der NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Donnerstagnachmittaa in der ober- hessischen Stadt Hirzenhain zu Werkschaffenden über den bedeutenden Anteil der Leistung des deutschen Arbeits an den Waffenerfolgen der kämpfenden Front. Auch hier ging der Gauleiter in seiner Rede zunächst auf die weltanschaulichen Hintergründe unseres Freiheitskampfes ein und gab dann ein Bild von der politischen und militärischen Lage des Reiches. Er schilderte dabei in anschaulicher Weise die allen Absichten des Feindes trotzende Abwehr- k r a f t des unter deutscher Führung geeinten europäischen Kontinents. Die zu vollem Arbeitseinsatz gelangte europäische Arbeitskraft in der Produktion, der Leistung und in der Sicherstellung der Ernährung wie die Beteiligung der Mehrheit der europäischen Staaten im Kampf gegen den Bolschewismus bürgen dafür, daß die Feinde einer gerechten europäischen Ordnung den Kontinent nicht noch einmal für ihre Machtpläne einspannen können. Der Gauleiter ging dabei auch auf die Möglichkeiten der Bildung einer zweiten.Front ein. Wir stehen derartigen Versuchen, die der Gegner gegenwärtig für am aussichtsreichsten halten mag, gewiß nicht unvorbereitet gegenüber. Unsere Waffen werden einer derartigen Derzweifelungs- aftion, die allein vom Zusammenbruch des sowjetischen Regimes diktiert werde, die Antwort in jener Sprache geben, die den Briten aus den Erfahrungen bei Dünkirchen, Andalsn^s, Narvik und Griechenland noch in lebhafter Erinnerung fein dürfte. So ober so werde folglich die :i' 1 militärisch gesehen ein frommer, Wurst Zymjanskjja --J 'M) mil i - - - ' folgten hahnverbindung zwischen dem kaukasusgebiel und Gingen, )er übrigen Sowjetunion, hierbei zeichnete sich eine enJ8ih i hrandenburgische Panzerdivision besonders aus. Bei g ter Abwehr feindlicher Entlastungsangriffe vernich- $ II mit Eine württembergifch-badifche Schnelle Division n< em gestrigen Tage in erbittertem Kampfe 68 zum ßröhten Teil schwere Panzer. Starke Kampfflieger- fräfte unterstützten nach erfolgreich durchgeführter . beg^ 6 >r Seiit. . I S * -ii ier euro, | • ;| ßeiftuu. I „Roter Stern" veröffentlicht wird, heißt es, daß jeder Soldat und jeder Offizier auf seinem Posten zu bleiben 'habe und bis zum Tode kämpfen müsse. Das Blatt schreibt dazu, man müsse sich klar machen, daß jeder neue Verlust an Boden die Deutschen stärker mache und der Sowjetunion Unglück bringe. Die sowjetische Armee könne sich nicht weiter zurückziehen, ohne das Schicksal von Land und Volk einer tödlichen Gefahr auszusetzen. Jeder Fußbreit Boden müsse verteidigt werden. Wer nach dem neuen Befehl Stalins zurückgehe, werde als Verbrecher behandelt werden^ Auch die Prawda warnt vor dem Gedanken, daß, weil die Sowjetunion ein großes und reiches Land ist, der Rückzug ungestört fortgesetzt werden könne. Eine derartige Illusion sei absolut falsch. Das Land müsse bis zum letzten Blutstropfen verte i b i g t werden, da jedes verlorene Stück Land die russische Stärke und das russische Potential be= einträchtige. — Der Star schreibt: „Die Verteidigung des Vaterlandes ist das oberste Gesetz ange= ichts der todbringenden Gefahr, von der unser Land bedroht ist. Die Kommissare uch Offiziere müssen derartige Disziplin ausüben, daß ein Rückzug ohne ausdrücklichen Befehl unmöglich wird. Wer sich ohne Befehl zurückzieht, hat keine Gnade zu erwarten." , j|hp k AvCr ROSTOvO^ •IVF |IV"> laqanroo Mariupol ä Berdjansk aus der Steppenniederung zwischen Kuma und Don der Manytsch zum Unterlauf des bei Asow in die Taganroger Bucht mündenden Don. Der Sal legt einen Weg von 731 km zurück, seine Wasser sind nicht schiffbar. Der Manytsch, der eine Gesamtlänge von 530 km erreicht, bildet im Sommer meist nur eine Reihe von Salzseen. In wasserreichen Jahren stellen sein westlicher, dem Don zugewandter, und sein östlicher, der Kuma zugewandter Lauf eine zusammenhängende Verbindung dar. Oeftlich des mittleren Manytsch liegt die Stadt Proletarskaja an der Bahnlinie Stalingrad— Tschorjezk—Krasnodar, die hier von deutschen Truppen durchbrochen wurde. Deutsche Infanterie und motorisierte Verbände haben die durch eine Dammsprengung überflutete Manytsch-Riederung überwunden und sind in das Kubangebiet eingedrungen. Damit ist das Kubängebiet in den Bereich der unmittelbaren militärischen Operationen gerückt. Es hat seinen Namen nach dem Fluß Kuban, der aus den Gletschern des Elbrus, dem hohen Schneegipfel des Kaukasus, als wilder Gebirgsbach abfließt, aber bald die Ebene erreicht und bann als träger Fluß, der zu beiden Sekten von ausgedehnten Sümpfen begleitet ist, seiner Mündung entgegenschleicht. Er ist auf 175 Kilometer Länge schiffbar und teilt sich in zwei Mündungsarme, von denen der eine zum Schwarzen, der andere zum Asowschen Meer abfließt. Beide Mündungsarme schließen die Halbinsel Taman nach Osten ab. Die Halbinsel Taman liegt gegenüber der Halbinsel Kertsch, von der sie durch die gleichnamige Meerenge geschieden ist. Das Kubangebiet schließt im Norden an das Don-Gebiet von Rostow an und ist mit seinen 102 000 Quadratkilometer IV2 mal so groß wie Bayern und fast doppelt so groß wie Böhmen. Seine Erdstruktur ist sehr gegensätzlicher Art. Nördlich des Kuban ist das Gebiet Steppe, die an den tiefsten Stellen in Sümpfe und Seen übergeht. Südlich des Kuban gewinnt das Land bald die mannigfachen Bergformen des Mittelgebirges, ist waldreich und weist zahlreiche Heilquellen auf. In der Steppe wird vornehmlich Viehzucht getrieben. In ihr stehen die Schafe an der Spitze, daneben Pferde und Rinder. Auch Kamele treten schon auf. Besonderheiten sind die sehr ergiebige Fischerei im Kuban, in den Seen und Haffs, sowie eine ausgesprochen starke, Bienenzucht. Das Gebiet s ü d l i ch d e s D 0 n , das im Westen vom Asowschen und Schwarzen Meer, im Osten vom Kaspischen Meer begrenzt wird, ist sehr gegensätzlicher Art. Die schwarze Erde reicht als wertvollster Fruchtboden weit über den Don hinaus. Entscheidend sind aber die Niederschläge bzw. die Möglichkeiten künstlicher Bewässerung. Der Westteil dieses Gebiets ist verhältnismäßig niederschlagsreich, der Ostteil dürr. Dieser elementare Unterschied prägt sich auch in der Bevölkerungsdichte aus. Das Gebiet um Krasnodar, das frühere Iekaterinodar am Kuban, heute eine Stadt von 200 000 Einwohnern, zählt fast 40 Menschen auf den Quadratkilometer, die kalmückische Sowjetrepublik am Kaspischen Meer und am Unterlauf der Wolga zählt dagegen nur drei Menschen auf einen Quadratkilometer, wobei noch zu beachten ist, daß die Großstadt A st r a ch a n mit mehr als einer Diertelmillion Einwohnern eigentlich noch in Abzug zu bringen wäre. Aehnlich wie in der Ukraine hat sich in dem für die Landwirtschaft stellenweise sehr geeigneten Kubangebiet der ausschließliche Anbau von Weizen und Mais wegen der Dürregefahr als risikoreich erwiesen. Um Das Risiko besser zu verteilen, auch um den gestiegenen Ansprüchen an Gemüse und Industriepslanzen zu genügen, ist der Anbau von Kartoffeln, Gemüse und Obst (besonders Melonen), Futterpflanzen, Zuckerrüben, Sonnenblumen, aber auch von Rhizinus. Soja, Hanf, Lein und Baumwolle — besonders südlich des Kuban — stark entwickelt worden. Die Gesamtanbaufläche dieser Pflanzen ist von 942 600 Hektar im Jahre 1913 auf 4 282 700 Hektar im Jahre 1938 gestiegen, wobei daran zu erinnern ist, daß die Faserpflanzen Flachs, Baumwolle und Hanf zugleich auch. Oelpslanzen sind. Die USA. müssen ihren Fleischeinkauf in Argentinien einschränken. Buenos A i re s, 30. Juli. (Europapreß.) Der Neuyorker Vertreter des argentinischen Fleischpro- duzentenverbandes erklärt, daß die Fleischkäufe der Vereinigten Staaten in Argentinien durch die infolge der Tätigkeit der Ü-Boote Hervorgerufene Tonnageknappheit ihre natürliche Begrenzung finden würden. Er erinnerte an den Ausspruch des Präsidenten Roostvelt, daß das Fleisch in den USA. knapp werden müsse. Selbst bei Zu- nähme der argentinischen Fleischproduktion könnten die Käufe der USA., deren Fleischbedarf durch das Heer praktisch unbegrenzt sei, wegen der Schiffs-1 Aus dem Reich. Em Jubiläum. In dieser Woche läuft die 15 0. Deutsche Wochenschau. Sie feiert also ein Jubiläum, das mit stolzer Genugtuung von Front und Heimat beachtet werden wird. Die Deutsche Wochenschau ist ein Bilddokument deutscher Wahrheitsberichterstattung deutschen Heldentums geworden, das weit über die deutschen Grenzen hinaus sich das Interesse und die Hochachtung der Welt erobert hat. Die Kriegsgeschichte ist durch sie um ein bleibendes Denkmal kämpferischen Geschehens' und filmischen Einsatzes bereichert worden. Die deutsche Krieasberichterstat- tung ist mit der militärischen Wochenschau erstmals diesen Weg gegangen, um aus dem unmittelbaren Kampfverlauf Kampfhandlungen selbst im lebenden Bild einzufangen. Die ersten Wochenschauen vom Polenfeldzug wurden die Weltsensation: an dieser Tatsache hat sich nichts geändert. Kein anderes Land war in der Lage, derart wahrheitsgetreu Kampfhandlungen mit der Linse einaufangen. Denn der deutsche Kriegsberichter, ist Soldat, der als solcher seinen Platz in der Kampffront genau wie jeder andere Soldat ausfüllt. Die Briten haben einmal den Versuch gemacht, der Deutschen Wochenschau Konkurrenz zu werden, als sie den Film drehten „Der Löwe hat Flügel". Es war ein kitschiger Atelierfilm geworden, der nichts mit dem Kampfgeschehen zu tun hatte. Es blieb ein einmaliger Versuch. Die Deutsche Wochenschau aber erlebt Woche für Woche eine Neuaufführung. Wir wollen ihres jetzigen Jubiläums und der tapferen todesmutigen Filmmänner in Dankbarkeit gedenken. ©er ©uce dankt dem Führer. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Der Duce hat dem Führer für die Geburtstagsglückwünsche mit folgendem Telegramm gedankt: „Tausendfachen Dank, Führer, für Ihr Telegramm anläßlich meines Geburtstages. Ich möchte mit den freundschaftlichsten Gefühlen die Dünsche erwidern, die Sie zum Ausdruck brachten. Schulter an Schulter werden wir fortfahren, gemeinsam zu kämpfen als treue und redliche Kameraden. Mussolini." ^-Obergruppenführer Scharfe gestorben. Im Alter von.66 Jahren ist der ^-Obergruppenführer und General der Waffen-^ Paul Scharfe, Chef des Hauptamtes ^-Gericht in Starnberg bei München gestorben. Seit 1933 hat sich ^-Obergruppenführer Scharfe mit großem Erfolg den Rechtsfragen der Schutzstaffeln gewidmet. Es ist nicht zuletzt sein Verdienst, daß das Hauptamts- Gericht, das ursprünglich nur Disziplinär- und Beschwerdesachen sowie Ehrenschutz-Angelegenheiten für den Reichsführer-bearbeitete, zur Zentralstelle und Ministerialinstanz für die Sonder- strafgerichtsbarkeit der ff und P 0 li° z e t ausgebaut werden konnte. Die Schutzstaffel verliert in ^-Obergruppenführer .Scharfe einen kompromißlosen Nationalsozialisten und verständnisvollen Kameraden. SA.-Obergruppenführer (S) ©r. Brauneck gefallen. Im kämpferischen Einsatz starb am 27. Juli 1942 der SA.-Obergruppenführer (S) Dr. Hermann Brauneck, Hauptamtschef in der Obersten SA.- Führung, den Soldatentod. 1894 geboren, nahm er als junger Seeoffizier am Weltkrieg teil und erwarb die beiden Eisernen Kreuze. Dann widmete er sich dem Studium der Medizin. 1931 trat er der NSDAP, und der SA. im Gau Weser-Ems bei. Im November 1937 wurde Brauneck unter Beförderung zum Obergruppenführer (S) Chef des Gesundheitsamtes der Obersten SA.-Führung. Als „Referent San.-Wefen" bei der Organisationsleitung der Richsparteitage lag ihm die gesundheitliche Betreuung der Marschteilnehmer ob. Ein Symptom. 1500 Demonstranten, Männer und Frauen, drangen in den Wandelaang des Unterhauses ein, um eine Aufhebung des Verbots der kommunistischen Zeitung „Daily Wörter" zu erzwingen, die — charakteristischerweise — vom arbeiterparteilichen Innenminister Morrison verfügt werden mußte. Am Sonntag fand auf dem Trafalgar Square, der von Nelsons Denkmal überragt ist, eine Kundgebung von 60 000 Menschen für die Errichtung der zweiten Front statt. Auf die Frage des kommunistischen Redners, ob England die zweite Front in Europa auf die Gefahr einer verstärkten Jnvasionsmöglichkeit Englands selbst riskieren sollte, antwortete ein begeisterter Chor mit stürmischen Ja-Rufen. Am Donnerstag» vormittag erschien, wie aus London gemeldet wird, eine Abordnung von Tausenden von Londoner Arbeitern und Arbeiterinnen aus der Rüstungsindu- ftrie vor dem Amtssitz des britischen Ministerpräsidenten in der Downing-Street Nr. 10 und forderte ebenfalls energische Schritte zur Errichtung einer zweiten Front. An sich sind diese Symptome als solche nicht übermäßig wichttg. Fanatiker machen genau so sehr Krach, wie leere Tonnen viel rasseln. Aber darauf kommt es gar nicht an! Die Chance des Fanatikers ist die Erschütterung des Selbstvertrauens, der Schwund der „Ruhe" bei den normalen Menschen. England hat während des ganzen Winters die Agitation zur Entschuldigung feiner so empfindlichen Fehlschläge in Ostasien, in Libyen und im U-Boot- krieg mit dem einzigen Argument bestritten, daß die Sowjetarmeen, verbündet mit dem General Winter, den Deutschen Heimleuchten werden. Aber den Deutschen konnte nicht heimgeleuchtet werden. Die Deutschen haben vielmehr die Engländer neuerdings in Libyen geschlagen; sie haben die sowjetische Süd- front zum Einsturz gebracht. Wichtig sind nicht die 15to Fanatiker im Unterhaus, auch nicht die 60 000 Kundgeber auf dem Trafalgar Square, sie sind aber symptomatisch für den Druckpunkt im Selbstvertrauen des englischen Volkes und der englischen Regierung. raumknappheit nicht mehr erhöht werden. Der argentinische Botschafter Espil hatte vor Anttitt einer Reise nach Buenos Aires eine Unterredung mit Unterstaatssekretär Sumner Welles. Gleichzeitig erstattete der in Washington eingetroffene USA.-Botschafter in Argentinien, Norman Ar- m 0 u r, dem Präsidenten Roosevelt Bericht über das Verhältnis Argentinien-USA. Oer Kampf in den Akeuten-Gewäffern. Tokio, 30. Juli. (Europapreß.) Ein Offizier der japanischen Manne-Pressestelle auf derAleuteninsel Kiska zwischen Alaska und der östlkchsten Spitze Sibiriens erklärte, daß die nord amerikanische Marine in den Aleutengewässern ein nicht zu unterschätzender Gegner ist. Die -schlechten Kampfe ergebniffe der nordamerikanischen Marine in den Südgewässern seien aus der unzureichenden Zusammenarbeit mit den alliierten Flotten- und Luftstütz- punkten zu erklären, doch in den nördlichen Gewässern, in der Nähe der Heimatküste, erweise sich die nordamerikanische Marine als ein durchaus beachtlicher Gegner. D ie nord amerikanischen Marineflieger griffen trotz schwierigster Wetterlage -immer wieder an, auch nordamerikanische U-Boote näherten sich bei dichtem Nebel den Inseln und versuchten Torpedos anzubringen. In nordamerikanischen Marinekreisen wird jetzt die Bedeutung der Besetzung der Aleuten-Inseln durch die Japaner vollauf anerkannt, der große Gewinn für die Japaner sei, daß sie die amerikanische Wetterwarte nun in ihrem Besitz hätten. Diese Wetterstation sei insofern wichtig, als sich von ihr aus die voraussichtliche Wetterlage im Westen der USA. und der weiten Inselwelt des Pazifik ermitteln lasse. Für die Amerikaner sei sie deshalb wertvoll gewesen, weil sie von ihr aus die auf den japanischen Inseln herrschenden Wetterverhältnisse im voraus hatten feststellen können. Japan wolle auch nicht die Filipinos im jetzigen Krieg im Kampf auf Japans Seite verwenden, da die Japaner selbst über genügend Macht verfügten. ©er Aufbau auf Celebes. Tokio, 30. Juli. (Europapreß.) Die wirtschast- liche Entwicklung von Celebes nach den Plänen der fapanischen Besatzungsbehörden macht rasche Fortschritte. Don Erzeugnissen der Insel nach Japan kommen für die Ausfuhr neben landwirtschaftlichen Produkten auch Erze in Frage. Für Baumwolle kann man in Nord-Celebes mit einer raschen Vergrößerung der Anbaufläche rechnen. Unter den Produkten, die bereits in nächster Zeit in größerem Umfang von Celebes nach Japan ausgefuhrt werden sollen, werden Mais, Kopra und Oel- saatten genannt. Eine Reihe von japanischen Handelsfirmen hat bereits Niederlassungc-n in Makassar eröffnet. Verstärkter Kartoffelanbau in der Türkei Ankara, 30.Juli. (Europapreß.) Ein umfangreicher Anbau von Kartoffeln wird in der Türkei durchgeführt. Bisher zog man Brot und gewisse Mehlspeisen, besonders auch Reis, vor. Der aus Reis gebildete Pilcvv spielte fast überall die Rolle der Kartoffel. Der Boden der Türkei ist für den Kartoffelanbau vielfach durchaus geeignet, wenn auch bisher die Erfahrungen fehlten, den richtigen Boden für die verschiedenen Kartoffelsorten zu wählen. Auch der bisher sehr hohe Preis für Kartoffeln — 1 kg kostete eine RM. — wird sich senken müssen, um dtese Frucht für die Allgemeinheit verwendbar zu machen. Kleine politische Nachrichten. NSKK.-Korpsführer Kraus besichtigte die in ben besetzten Westgebieten eingefetzten Transport- verbände des NSKK., sowie die Baustellen der Or- ganifation Todt an der Atlantikküste. * Oie Zukunft der Philippinen. Manila, 30. Juli. (DNB.) Japan hat nicht die Absicht, die Philippinen zu einer Kolonie zu machen, sondern ihnen zu helfen, ein wertvolles Mitglied der gemeinsamen Wohlstandssphäre zu werden, erklärte Generalleutnant Akira Nara» der Befehlshaber der japanischen Besatzungstruppen, auf einer Inspektionsreise. Japan wünsche die Wilip- pinen zu einem starken, fortschrittlichen und wohl- habenden Land der Filipinos zu machen. Reichsgesundhettsführer Dr. Conti befichttgte das Oscar-Helene-Heim in Berlin-Dahlem, dem als Speziallazarett für Arm- und Hand versehrte jetzt besonders wichtige Ausgaben zuknllen. Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Kreuz,' der neue Rektor der Berliner Universität. * Auf Einladung des italienischen Botschafters sang Benjamino Gigli, der in Berlin weilt, auf einer Veranstaltung für Verwundete in der italienischen Botschaft in Anwesenheit der Reichsminister Dr. ---- ------TTTTTH—■Oll II »II UM IBM BUm Goebbels und Funk, des Staatssekretärs von Weiz. fader, des Reichsspottführers von Tfchammer und Osten und zahlreicher anderer Persönlichkeiten aus Politik und Kunst. * Der Kommandeur eiij-es Panzergrenadierbataillons, Ritterkreuzträger Ma;or d. R. Gerhard Florin, ist am 20. Juli seiner schweren, im Kampf gegen den Bolschewismus erlittenen Verwundung erlegen. Florin war Gaswerksdirektor in Nordhausen am Harz. * Der Führer hat dem Professor Dr. med. Hans Meyer in Bremen aus Anlaß der Vollendung seines 65. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste um die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiete der Röntgenologie und Radiologie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. ♦ Der kanadische Senat nahm den'Gesetzentwurf an, aufgrund dessen kanadische Soldaten auch außerhalb Amerikas eingesetzt werden dürfen. Die Neufassung dieses Militärdienstpflichtgesetzes bedarf nur noch der Gegenzeichnung durch den britischen General- goitoerneur, um in Kraft zu treten. Aus aller Welt. Ein THorb im Walde bei Siegburg. Der seit Tagen vermißte Fabrikdirektor i. R. Hch. Beese wurde jetzt im Waldrevier Aulgasse bei Siegburg ermordet aufgefunden. Die Leiche wies einen Schnitt am Hals auf. Beese, der ferner Kleider und aller Habseligkeiten beraubt worden war, mar bekleidet mit einem schwarzen, einreihigen Anzug, braunen gestrickten Pulswärmern, schwarzen Schnürstiefeln, blauer Schirmmütze, weißem Oberhemd mit meinroten Streifen, als er seine Wohnung verlassen hatte. Er führte eine Geldbörse mit 180 RM. Inhalt, eine Njckeltaschenuhr, Messer, zwei Brillen und Spazierstock mit Gummispitze bei sich. Als Täter kommen flüchtige Kriegs- gefangene in Frage. Line Mutter von 22 Kindern. In Rom brachte die 46jährige Frau eines Heizers ihr 22. Kind zur Welt. Das Neugeborene erhielt die Namen Italia Germana Vittoria. Die bisher als, kinderreichste Frau Italiens ermittelte Mutter hatte 21 Kinder zur Welt gebracht. Ein dreijähriges Kind in der Dachrinne. In Hadersleben (Schleswig) hörte ein $olidei- beamtet nachts ein Kind schreien und entdeckte auf Michelangelos ,/Iüngstes Gericht". Von Ernst v. Niebelschütz. Seitdem Michelangelo im Aufttag des Papstes Julius II. die Gewölbedecke der Sixtinischen Kapelle mit den Bildern aus der Schöpfungsgeschichte, den Propheten und Sibyllen, den „Sklaven" und den Dorfahre/l Christi ausgemalt hatte, waren mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, ohne oay es zu einer größeren malerischen Arbeit von ähnlichem Gewicht gekommen märe. Plastik und Architektur nahmen alle Gedanken und Kräfte des Meisters in Anspruch, vor allem das Julius, grab, das zur Tragödie feines ohnedies kummer- reichen Lebens rnerden sollte, insofern die Erben des verstorbenen Pontifex auf Erfüllung des Kontaktes drangen, die regierenden Päpste aber den Dielbegehrten mit immer neuen Aufträgen überhäuften, die ohne vertragswidrige Reduktionen des Denkmalplanes nicht zu leisten waren. In diesem ständigen Gewissenskonflikt trat der 1534 zum Papst gewählte Kardinal Farnese, der sich Paul III. nannte, noch im gleichen Jahre mit dem Ansinnen an ihn heran, die beiden noch unbemalten Schmal- wände der langgeftrerften Sixtinischen Kapelle mit großen apokalyptischen Bildern zu schmücken, dem Sturz der abtrünnigen Engel und einer Darstellung ber letzten Dinge. Nach langem Sträuben nahm der säst Sechzigjährige den Auftrag an, doch ist es nur 3ur Ausmalung der Altarwand mit dem Iün g- ft en Gericht gekommen. Wie bei der Decke, hat sich Michelangelo trotz seines Alters keiner Gehilfen bedient, auch hören wir nichts von einer in solchen fällen selbstverständlichen theologischen Beratung. So wurde das Jüngste Gericht in jeder Hinsicht das Werk seiner persönlichen Erfindung. Nach fast achtjähriger eigenhändiger Arbeit fiel 1541 das Gerüst; das lange Zeit größte Gemälde der christlichen Welt — es mißt 15 mal 40 Meter — mar vollendet. An souveräner Gleichgültigkeit gegen alle tirch- ttche lieb erlief erung hat hier ein selbstherrlicher Wille ein Werk geschaffen, das allem Gewohnten miderspricht. Der erste Eindruck ist der eines Wirbelsturms, in dem gegen 300 überlebensgroße inensch. liche Gestalten von einer unsichtbaren Macht, der sie widerstandslos ausgeliefert sind/ auf- und nieder- gerissen werden, ursprünglich alle nackt, alle in heftigster, durchgängig nur physisch motivierter Be- roegung, sämtlich wie von einem Blitzstrahl getroffen im freudigen oder bangenden Anblick des recht- sprechenden Gottes, der in der Mitte der oberen Hälfte des Bildes, umringt von den Heiligen und Blutzeugen seiner Kirche, das unwiderrufliche Urteil verkündet und feinen Engeln befiehlt, die Seligen zu sich emporzuziehen, die Verdammten in die Hölle zu schleudern. Erst allmählich entdeckte man die Ordnung, die das Ganze durchmaltet, ein Ganzes freilich, .das den Betrachter überwiegend formal anspricht, schon deshalb, weil göttlicher Zorn und menschliche Furcht, die beide in dieser übersinnlichen Vision durchaus vorherrschen, nicht ausreichen, das religiöse Gemüt zu erregen. Nichts von Gnade und Verzeihen auf der einen, von Hoffnung und Vertrauen auf der anderen Seite. Michelangelos Darstellung der letzten Dinge ist das gnadenloseste Straf- gericht, das mir kennen. Zett und Umstände haben dem gewaltigen Fresko unwiederbringlichen Schaden zugefügt. 'Nicht nur sind durch Staub, den Qualm der Altarkerzen und des Wechrauchs besonders die unteren Partien stark nachgedunkelt und teilweise fast unkenntlich geworden, auch willkürliche Eingriffe haben noch in den letzten Lebensjahren Michelangelos den Grundgedanken des Meisters, die durchgängige Nacktheit aller Figuren, um allen Sinn gebracht. Der gegen- reformatorischen Prüderie des finsteren Caraffa- Papstes Paul IV., der daran Anstoß nahm, fällt die Schuld an der mehrfach wiederholten Uebermalung der Blößen zu, die damit begründet wurde, daß es dem Künstler an andächtiger Scheu und Ehrfurcht vor dem großen Geheimnis der Auferstehung des Fleisches gefehlt habe. Nicht eine Figur unter den Dielen, die heute nicht mit einem lächerlichen und . körperliche Plastik heillos zerstörenden Gewand- zipfel bekleidet wäre. Aber wenn man auch zur Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes gute zeitgenössische Kopien und Stiche heranziehen muß, bleibt doch die Kenntnis des Originals, obwohl es heute nicht viel mehr als eine Ruine ist, ganz unerläßlich. Nllr vor ihm spürt man den mächtigen Atem des Genius und empfindet etwas von dem Glück, das ihn erfüllt haben muß, als er in absoluter Freiheit seine „Divina commedia“ von der letzten schrecklichen Stunde der Menschheit verewigen durfte. Gebacken muß werden... Von Max Jungnükel. Es war in meinem Heimatdorf. Ost kam eine alte Bäuerin zu mir: die Mutter Geyweit. Langsam, schwer, im geschürzten, weiten Rock, den Tra'a- korb auf dem Rücken. Das bunte Kopftuch mar über der Stirn zu einem kteinen Spitzbogen geformt. Darunter das zerrissene, zerfaltete Antlitz mit den hellblauen Augen, Kinderaugen. Ein Ge- sicht, von innen heraus besttahlt. Dorm Hause Zog sie sich die Lederpantoffeln aus und stand dann plötzlich in Strümpfen an meinem Tisch. Sie nahm den Korb vom Rücken und legte dann stumm und vorsichtig mit ihren faltigen, ver- schrumpften Händen Aepstl auf den Tisch und ein Ei, legte sie auf meine Gedichte, auf die angefan- gene Seite meiner Erzählung. Immer, wenn ich ihr das Geld hinzählte, ver- neten ihre Augen plötzlich Angst. Ich mußte erst grob rnerden, weil sie das Geld zurückmies. Schließlich nahm sie es doch. setzte sie sich aufs Sofa, erzählte von Menschenschicksalen, alles so umständlich, von langen Pausen unterbrochen. Sie wärmte sich wohl an ihren Erinnerungen. Dann wieder scherzte sie mit leiser Wehmut, erzählte manchmal mit stöhlichem Spott, bann wieder blieb sie wie ein alter, grauer Falter in ihren Traumgespinsten hängen und murmelte kopfschüttelnd vor sich hin. Wenn sie zu Ende war, ging sie wieder mit nachdenklicher Schweigsamkeit ihres Weges. Dann aber war Mutter Geyweit schon vierzehn Tage nicht mehr bei mir. Ich erfuhr: sie sei plötz. lich mitten in der Nacht zusammengesackt. Der Arzt habe deutlich erkannt, daß die Uhr ihrer Tage ab- geschnurrt sei. Ich ging hin zur Mutter Geyweit. Sie saß im Bett wie erloschen, bleich und grau. Nur ihre Augen lebten noch. Und diese Augen ruhten sorgfältig auf einem Berg Rosinen, der sich vor ihrer Brust ausbreitete. Neben dem Rosinenberg stand eine Schüssel. Mit fahrigen, aber genauen umgern suchte Mutter Geyweit die Rosikien aus. Die Guten kamen in die Schüssel, die Derschrumpf- ten ließ sie liegen. Und das alles tat sie emsig und so hingegeben. Sie hielt noch nicht einmal mit ihrer Arbeit an, als ich schon an ihrem Bette stand. Ich konnte meine Verwunderung nicht unterdrücken: ,.Nanu, Mutter Geyweit, wieder tüchtig bei der Arbeit? Es geht wohl wieder besser?"' Die Alte Ichüttelte den Kopf. In ihrer Stimme krächzte und zitterte eine stumme Gekränktheit mit: „Nee, nee. Es geht wirklich nicht mehr. Aber so ist's nun mal bei uns —, gebacken muß werden, wenn ich sterbe. So ist das immer gewesen. Und wenn ich sterbe, dann gibt's doch soviel zu tun im ganzen Hcuffe. 2a lefe ich weniastens schon die Rosinen zum Kuchen aus. Es soll doch Rosinenkuchen geben, menn ich sterbe." Bei den letzten Worten zttterte es um ihren Mund. Der Mund wurde em schmaler totrid) 2)ic Augen blickten voll trüber Fröhlichkeit. Nun schloß sie die Augen und sah nichts als chrs inneren Gesichte. Draußen mar Sturm. ?°b,^Haus der Mutter Geyweit knarrte und knirschte. Das alte Haus schien zu leben und sich zu bewegen. Einen Tag später war sie tot. Sie lag 'm Sarge wie ein altes Hind mit einem feinen, imchsichtigen Lächeln um den eingefallenen Mund. Der Sarg wurde aus dem Hause getragen und auf den Ackerwagen gestellt, der mit Tannen ge- schmückt war. Der Sohn und der Enkel saßen mit Insten ruhigen Gesichtern auf dem Bock und fuhren selbst ihre Mutter zum Friedhof. Der Himmel war voller Gestalten, die die Totenfuhre begleiteten. Er ich merkte es dem Felde an, dem Walde und den ^Straßen, daß Mutter Geyweit noch da mar. {£5 kam mir vor, als ob sie in den Geist der Land- schast gesunken sei und von da aus immer noch Ml mir sprach und mich besuchte. ed. Hans tagte die -iMschasi hnurf an, außerhalb teufaffung mir noch General- g- i.R. M hasse bei Die Leiche ataillons, 1 Norin,I >ps gegen 3 erlegen, msen ain - on Heiz, Mer und Een aus vm Clemens Brentano veranstaltet werden, hochschulnachrichten. det n4| Mer ij.’l V?MA ^rpchi eintk l idjt übttl s° sch * baroi Maliki Ms, 6« > 2lgi; f"AiL U< bk; 1 hinter, >en Deut. Die Dm. rbings bi' che Echt die! 'ie 600»! sind aber velbstver. Mglischn N Sä w Quitte, 1160 j) Hers, jj! Dr. rer. pol. chans Peter, Dozent für Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen, ist zum außerplanm. Professor ernannt worden. Peter, 1898 geboren zu Raguhn (Anhalt), studierte in Berlin, halle, Göttingen und Tübingen, promovierte in Tübingen 1921, war sodann in Ser Praxis tätig, Mn 1925 bis 1927 hatte er einen Lehrauftrag an der handelsbo^yschule Nürnberg, habilitierte sich in Tübingen 1928 und war im Reichswirtschaftsrtiini- flerium Referent, dann Leiter der Abteilung Volks- virtschuft des Arbeitswissenschaftlichen Instituts der MF Berlin. Sein dreibändiges Hauptwerk „Grund- pobleme der theoretischen Nationalökonomie" hat riet Anerkennung gefunden. * Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt er- I ließ zum 100. Todestag von Clemens Brentano einen Aufruf, in dem der Wunsch ausgesprochen ! wird; die Gestalt des verewigten deutschen Dichters in der Stadt Frankfurt ^unserer Zeit und den i krmmenden Geschlechtern lebendig zu erhalten". Die j Habt Frankfurt plane deshalb die Wiederher- Astllung des Elternhauses des Dichters, des Hauses „3 um goldenen $ o p fz in der Großen ; Ämdgasfe und seinen Ausbau zum „Haus der deut- sehen Romantik". Der Oberbürgermeister bittet alle Ksitzer von Erinnerungsstücken wie Briefen, Urkunden, Handschriften, Bildern, Möbeln und alle M der Erforschung der deutschen Romantik beteiligten grauen und Männer, die Stadt Frankfurt m ihrem Besitz und ihrer Arbeit teilnehmen zu lesen, damit nach Beendigung des Krieges die vor- »m Dache eines zweistöckigen Hauses ein kleines iinb, das nur durch die vorstehende Dachrinne vor rm Absturz bewahrt wurde. Unter Lebensgefahr elang es ihm, das Kind in Sicherheit zu bringen. !as Kind war allein in der Wohnung gewesen und -us dem Fenster gefallen. Auf dem'Dach war es inn bis an die Rinne gerutscht. Als die Eltern »ach Mitternacht heimkehrten, konnte ihnen ihr Kind vioerfebrt übergeben werden. Kunst und Wissenschast. Franz Graf Aedwih gefallen. Der Dichter Franz Graf Zedwitz, der als Kriegs- rrichter an der Ostfront eingesetzt war, ist am 22. ; ini in den Kämpfen um Sewastopol gefallen. Graf eüwitz, der aus einer alten sudetendeutschen Fa- ilie stammt und 1906 in Wien geboren wurde, it sich als Schriftsteller durch eine Reihe großarti- yc Natur- und Tierschilderungen ausgezeichnet. Er lachte sich auch als Photograph einen Namen. - reine bedeutendsten Werke sind: „Zaubervoller Bal- n", „Wunderbare kleine Welt", „Im Banne der ole", „Tiergeschichten". 1939 erschien im Bermüh- Derlag sein prachtvolles, hervorragend illustrier- 1 Tier buch „Gams in ihrer Bergheimat". In sei- nem Roman „Untergang des Sonnenreiches" fchil- ixrt er die Eroberung des Inka-Reiches durch die ! fpanier, fein Buch „Feldmünster^ ist ein Roman «is einem Jesuiteninternat. Das deutsche Schrifttum wrliert in ihm einen Dichter von seltener Bega- Mg und vielseitigem Können. Ein Kulturfilm von Jagd und Jägern. Bereits im vorletzten Winter begannen in der ! ominter Heide auf Wunsch des Reichsjägermeisters , Hermann Göring die Aufnahmen zu einem Kultur- m über dieses interessante Jagdgebiet im Kreislauf des Jahres. Nun sind die Dreharbeiten beendet. Den Abschluß des Bildstreifens wird eine Hirschjagd I fc6? ÖCm "®erJünöen un^ Derblasen der Ein Haus der deutschen Romantik in Frankfurt. rdunci lei' l°aiTltt nacy Veenoigung Des Krieges Die vor- ner $er< ö^henen Werke zur Tat werden können. Es soll auf dein i e*nß volkstümliche Ausgabe der besten Werke der seiner t worden inreihigen x, schwär- , Mißein er seine Geldbörse ir, Messer, unmispltze Kriegs« es Heizers ne erhieli )ie bisher le Muller inne. n Polizei' tdeckie auf Der Arzt Tage ab- Geyweil. grau. wirt» r sich vor losinenberg t genauen ififten aus- rrschnEsi ernsig.Z [ mit iW stand. 24 . h» der Sie M Me uo Nee, nee- s nun inal ichsA ’S «wfi nitbtS & rfemj w» rtfi L feinet 7n^ lraS^^- r undA er •K Ab 1. August 1942 wurde die, Vertretung des durch die Wegberufung des o. Professors Dr. med. Herbert Siegmund nach Münster freiwerdenden Lchrstuhls für Pathologie an der Universität Kiel dem Prof. Dr. Waller Büngeler übertragen. Prof. lAingeler, 1900 in Niedermendig bei Koblenz gebaren, studierte in Bonn, Rostock und Frankfurt, promovierte 1924 in Bonn, habilitierte sich in Frankfurt 1929 und folgte 1934 einem Ruf als Direktor des Pathologischen Instituts nach Dan,zig. 1936 wurde er auf den Lehrstuhl für Allgemeine pathologische Anatomie an der Escola paulista de Medioina in Sao Paulo berufen. 1940 wurde er Mi o. Professor im Reichsdienst ernannt. * Dozent Dr. phil. habil. Kurt Berger an der Universität Marburg ist zum außerplanm. Professor ernannt worden. Berger wurde 1904 in Aachen geboren. Er studierte in München, Wien und Marburg promovierte 1930 dort. 1934 habilitierte er sich ftr deutsche Literaturgeschichte mit der Arbeit: „Jean Hrul; der Humor als schöpferisches Prinzip in der i Dichtung". Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer 1 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Siel) mal, wenn ich nur on eure Berge denke, wird mir schon wohl. So etwas von Sonne und Farbe gibt's nicht wieder. Apropos, Sonne — was wcht dein Sanatorium? Ist es schon fertig?" „Meine Kinderheilstätte, meinst du", verbesserte Lnrgger und bekam mit einemmal ein glückliches Gesicht. „Ja, mit der gehi's voran. In einigen Wo« m ist es soweit. Innen legen sie schon das Linoleum. Du helmreich, das wird eine schöne und dankbare Sache! Ich bin ein wenig verliebt in mein »Merk, aber das ist entschuldbar, nicht? Dreihundert finDer wird der Bau fassen, dreihundert junge Derschen, denen ich mit Luft, Licht, Diät und &r.ne helfen kann." „2a wird sich der säurefesteste Bazillus aber grä- tor", lachte helmreich. I „Wird er auch. Eine solche Sonnenheilstätte für ||ftini>er war schon lange nötig. Und„ich schmeichle sie ins Leben gerufen zu haben." i| .Teuer?" .Frage lieber 'nicht. Kostenooranschläge stimmen vi:cnntticf) nie. Mein ganzes Vermögen steckt darin. 1 ßojar Schulden habe ich noch, aber das schadet vchis. Wenn der Betrieb einmal eröffnet ist, regelt r das mühelos. Darum ist mir nicht angst", erwi- vrrts Brügger zuversichtlich. In seinen grauen, klu- j IM Augen stand ein froher Glanz. .hals« und Beinbruch und einen guten Anfang! } Mhschte helmreich und reichte dem Jüngeren die W. - „Danke. — Also Station 1 soll ich übernehmen? ! .Ja. Einzuweisen brauche ich dich nicht, du kennst loden Betrieb hier. Es hat sich nichts geändert feit Vorjahr. Ich will die Oberschwester herrufen. $ drückt auf einen Knopf. Dann macht er auf dem ^hceibtisch ein wenig Ordnung. Auf geschlagene Bu- Aus der Stadt Gießen. Woher stammen die pilznamen? Die eigentliche Jahreszeit der Pilze kommt wieder heran, und wir genießen mit Behagen diese wohlschmeckenden Früchte des Waldes, die aizch als Volksnahrungsmittel immer mehr in ihrem Wert erkannt werden. Manche Pilze haben sehr merkwürdige Namen, über die man sich schon ost den Kops zerbrochen hat und die auf uralte Ueberlieferung Hinweisen. Leicht zu erklären sind die Namen, die sich auf das Aussehen des Pilzes beziehen, wie „Röhrling" oder „Dickfuß", „Korallenpilz", „Hämling" usw. Der „Schirmpilz" sagt ebenso klar seine Bedeutung wie etwa „Hasenohr" oder „Dürrbehn- del", der ein „dürres Bein" aufweist. Nach der Farbe sind Pilze wie „Grünling", „Bläuling", „Schwefelkopf" usw. getauft. Ein schauriger Name, wie „Totentrompete", schreibt sich von Form und Farbe her, indem die dunkle Trauerfärbung mit der trichterartigen Form verknüpft ist. Schwieriger ist es schon, die Herkunft von Pilznamen wie „Fliegenpilz", ,^hitschschwamm", „Hasenbovist" oder „Krötenschwamm" zu erkennen. Man hat auf eine Stelle bei dem berühmten Kanzelredner Abraham a Santa Clara hingewiesen, an der der „Hirschschwamm" nach dem Volksglauben als vom Hirsch aus dem Boden gezaubert bezeichnet' wird. Diese Pil^e scheinen also nach den Tieren der „wilden Jagd" genannt zu sein, denn man glaubte, daß manche Pilze, deren Gift auf ihren dämonischen Ursprung schließen ließ, durch den teuflischen Wotansritt entstünden. An diesen Zusammenhang mit allerlei unheimlichen Spuk erinnern Bezeichnungen wie „Satans-, Teufels-, Hexenpilz" oder „Speiteufel". Rätselhaft klingt der Name „Trüffel"; er weist auf den italienischen Ursprung dieses Pilzes hin, denn das Wort ist aus der Verkleinerungsform des Pilzgewächses „tartufo“ entstanden, die ja merkwürdigerweise auch unserer Kartoffel den Namen gegeben hat. Auf seine französische Herkunft weist der „Champignon" in seinem Namen hin; es ist der „auf dem Feld wachsende" Pilz, worauf die Ablei- tung voy französisch „champ“ hindeutet. Die Einführung aus der Fremde verrät der „Reizker" nicht so auf den ersten Blick, und doch zeigt dieses weit verbreitete und wohlschmeckende Pilzgeschlecht durch seinen Namen an, daß es aus dem Russischen stammt. Russisch heißt der Reizker „ryschik", ^u deutsch „ber Rötliche" wegen seines roten Saftes, und wir erfahren aus einem in Hamburg 1793 erschienenen Lexikon, daß diese Pilzart damals in eingesalzenem Zustande aus Rußland zu uns gesandt wurde; freilich war sie damals auch bereits im deutschen Walde heimisch. Der rätselhafte Name „Morchel" birgt doch einen guten deutschen Kern, denn es ist die Verkleinerungsform des alchochdeutschen „rnorha" und mittelhochdeutschen „morche", das ursprünglich die gelbe Rübe als Möhre bezeichnet. Der eßbare Pilz wurde also als „kleine Möhre" oder als „Mohrchen" bezeichnet und dann schließlich auf „Morchel" feftgeleat. Der „Pfifferling" heißt so nach seinem Pfeffergeschmack. Der Sinn des Wertlosen ist erst seit dem 16. Jahrhundert mit dem Namen verknüpft, als dieser ursprünglich so hoch gehaltene Pilz immer häufiger und billiger wurde. Röcht schwierig ist der Name eines häufigen Baumpilzes, des „Hallimasch", zu erklären, der sich um die Stämme flicht und dadurch zum Schrecken des Forstmannes wird, wenn er auch einen angenehmen Geschmack hat. Die Silbe „masch" ist wie unsere „Masche" auf die alldeutsche Wurzel „rnesq" = Flechten zurück zu führen. Das altdeutsche „Hali", das in der ersten Silbe erscheint, ist mit un= ferm „hehlen" verwandt und bedeutet die Heimlichkeit. Der „Hallimasch" ist also der heimlich Flechtende, als der er sich durch die Umwindung der Baumstämme mit seinen manchmal mehrere Pfund schweren Strängen erweist. C. K. Oer Fall von Rostow in der neuen Wochenschau. Den stofflich breitesten Raum in der neuen Wochenschau nehmen die Bildstreifen ein, die die E i n- nähme von Rostow behandeln. Nach einer durch graphische Zeichnung gegebenen Aufklärung über den strategischen Verlauf der Operationen zwischen Kursk und der Donmündung, die wegen der für den Laien unübersichtlichen Planung dieser Kämpfe sehr willkommen ist, gelingt es den Kriegsberichterstattern, die Tatsache des konzentrischen Angriffs auf Rostow auch wirklich als konzentrisch darzustellen. Dabei ist niemals vergessen worden, auch das ästhetische Filmbild einzuschalten. Eine zwischen Kornfeldern vormarschierende Truppe, ein auf breitem Raum nach vorn getragener Panzerangriff gehören zu diesen befriedigenden Eindrücken. Der Zug der Wochenschau, in jeder Woche ein möglichst totales Bild vom Kriegsgeschehen zu geben, erweist sich auch diesmal, indem sie die Becher, ein Mikroskop, Röntgenfilme, Zettelwerk und Journale bedecken feine Platte. Nach einer Minute erschien die Oberschwester. „Der Kollege wird Ihre Station führen, Schwester Dominika." % „Das ist recht. Dann kann Dr. Lederer also heute weg? Wenn Sie gleich herunterkommen wollten, Herr Doktor? Wir haben soeben einen Zugang erhalten. Einen Derkehrsunfall, vermutlich Gehirnerschütterung." „Ich gehe mit", erklärte Brügger und verabschiedete sich von dem Professor. Durch eine Flucht von Gängen und über eine Treppe abwärts gelangten Arzt und Schwester in den kleinen Operationssaal von Station 1. Brügger orientierte sich mit wenigen Blicken. Dann schlüpfte er in den weißen Mantel, den ihm jemand binhiell. Eine Tragbahre wurde hereingeschoben. Brügger ließ Wasser in bas blitzende Fayencebecken laufen. Die Oberschwester hielt ihm ein Krankenblatt unter die Augen. „Die Personalien der Neuen, soweit sie sich in der Eile feststellen ließen. Sie ist zwar bewußtlos, aber sie hatte eine Handtasche bei - sich. Commotio und ein Riß am Hinterkopf. Vielleicht ist auch sonst noch allerlei los." Brügger las: „Anna hudal, hilfslchrerin, ledig, eingeliefert von der Sanitätskolonne um ..." „Danke", sagte Brügger, der noch immer seine Hände bürstete. „Muß nachher sofort in die Röntgenabteilung. Vielleicht ist eine Basisftaktur vorhanden. Vvn dem Ergebnis bitte ich mich m Kenntnis zu setzen", ordnete er an und blies eine Haarsträhne aus der Stirn. Die Operationsschwester hatte unterdessen den Notverband entfernt und rasierte die Umgebung der Wunde, aus der neues Blut sickerte. Brügger schielle auf die Patientin, über deren Oberkörper Tücher gebreitet wurden, und zog die Gummihandschuhe an. Dann trat er gerüstet an den Operationstisch. eifere Erleichterungen im Gemüsekauf. Oie Beschränkungen bei Obst bleiben aufrechterhalten. NSG. Der jahreszeitlich bedingte größere Anfall an Gemüse erlaubt es nunmehr, die bestehenden Beschränkungen des Verkehrs zwischen Erzeuger und Verbraucher bei Gemüse zu lockern. Um insbesondere den Haus- und Schrebergärtnern die Möglichkeiten zu geben, überschüssige Gemüsemengen unmittelbar an Verbraucher abzusetzen, ist i n n e rh alb der G e m e i n d e die Abgabe von Gemüse durch Erzeuger unmittelbar an Verbraucher gestattet. Die Abgabe von Gemüse an Verbraucher, die n i ch t in derselben Gemeinde wie der Erzeuger ansässig sind, bleibt nach wie vor verboten, abgesehen von den für einzelne Landkreise bereits getroffenen Ausnahmen von dem Verbot des Direktverkehrs bei Gemüse, sowie abgesehen von der kürzlich zum überörtlichen Verkehr zwischen Erzeuger und Kleinverbraucher freigegebenen Gemüsearten Erbsen, Kopfsalat und Weißkohl. Auch der Bahnversand von Gemüse ist nur unter den bekannten einschränkenden Bestimmungen zulässig. Für Obst muß es mit Rücksicht darauf, daß zur Zeit noch keine größere Mengen anfallen, bei der seitherigen Regelung verbleiben. Danach ist die unmittelbare Abgabe von Obst vom Erzeuger an Ver- braudjer auch im ortsansässigen Verkehr unstatthaft. Ferner wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die in einzelnen Gemeinden getroffenen Anordnun- aen über die Abgabe von Obst und Gemüfe in Ladengeschäften (z. B. Abgabe nur auf Haushaltsausweis bzw. gemäß Eintragung in die Kundenlisten) bestehen bleiben. Die anderung am Sonntag. hessischer Rennweg: Frledelhausen — Waidhaus — Frankenbach — Hungerberg — Helsholz — Bieber. Interessant ist die Begehung des Teiles vom „hessischen Rennweg", der in der Nähe von Gießen vorbeizieht und neben seiner historischen Bedeutung auch äußerst reizvolle Partien aufzuweisen hat. Die ganze Wanderstrecke ist auf Veranlassung des Thüringer Rennsteigvereins vom VHC. Gießen mit einem roten H bezeichnet. — Wir beginnen unsere Wanderung bei der Station Friedelyausen, überschreiten die Lahn und durch das anmutig gelegene Dorf Odenhausen, kommen am Fuße des Altenbergs her und gelangen in den großen Wißrnarer, später Krofdorfer Wald, vor dessen Einaang wir einen überraschenden Blick nach den Lahnbergen haben. Nach einiger Zeit treffen wir den roten Keil, mit dem wir auf prächtigem Waldweg zum Forsthaus Waldhaus wandern. Der weitere Weg führt hinab nc«h Krumbach und jenseits über einen Höhenrücken mit schönen Fernblicken nach Frankenbach, das wir durchschretten und zunächst bis zum Walde der Straße nach Erda folgen, hier wenden wir uns links, gehen am Waldrand entlang, stets hübsche Blicke namentlich auf das Dünsberggebiet genießend, später auf lauschigen WaDschneisen über den Hungerberg bis zur „Philippstanne" im Helfholz, wo wir auf die schwarze Punktmarkierung stoßen. Wir verlassen jetzt das H, das über Königsberg, Bermoll und Bellersdorf nach Herborn weiterführt^ und folgen in nördlicher Richtung den schwarzen Punkten (unterwegs wieder schöne Blicke auf Dünsberg und Königsberg) bis in die Nähe der früheren Oberförsterei Sttupbach, wo mir, nunmehr ohne Zeichen, im Tale weitergehend, auf die Königsberger Straße gelangen. Nach etwa SVzftünbiger Wanderung erreichen mir durch das Biebertal unser Endziel Bieber. Lich — Ronnenrolh — Laubach — Grünberg. Von unserem Ausgangspunkt Lich wandern wir in östlicher Richtung blauen Punkten nach, die uns über den bewaldeten Rehköpf am Birkenweiher vor- bei nach Nonnenroth bringen. Das Zeichen leitet uns weiter über eine aussichtsreiche höhe mit Blicken nach dem hohen Vogelsberg, später durch viel Wald nach depi schmucken Städtchen Laubach, wo wir dem gräflichen Schloß und Park einen Besuch abstatten können. Auch sonst bietet das alter« tümliche Städtchen manches Sehenswerte. Nunmehr ohne Zeichen gehen wir auf der Straße nach Lauter, von der wir überraschend schöne Fernblicke genießen, später durch das reizende Brunnental hinauf zum hochgelegenen Grünberg, das ebenfalls viel Interessantes in seinen Mauern birgt. Wander- zeit 5 Stunden. Wandervorschlag des DHL. Gießen. Abmarsch Lahnbrücke zum Bismarckturm, ab hier roter Ring (DHC.-Markierung) zum Sttaßeneck Gießen/Launsbach, hinauf zur Napolevnsnase, dem Sieben-Hügel entlang zur Konrad-Waldeck-Lärche (2 Stunden). Wetter zum Dorfausgang Wißmar, zur Eisenbahnbrücke Gießen—Lollar, nach lieber» schreiten der Prücke fintes Lahnufer zur Badenburg und blauen Sttichen folgend zurück zur Stadt. Ge- samtwanderzeit 4 Stunden. feftigungen und einrückende Verstärkungen an der Attantikküste zeigt. Der zähe Verteidigungswille unserer Soldaten zeigt sich hier sowohl in stark ausgebauten, Festungen gleichenden Schutzstellungen, wie in den ungeheuren Ausmaßen der Kanonen, die der Bettachter der Wochenschau in voller Tätigkett erlebt. Einen der unheimlichsten Effekte macht der Blick auf die im äußersten Westzipfel der Krim zusammengedrängte Gruppe von Sowjets. Eine packende Bilderzählung ist die Schilderung eines Tiefangriffs sowjetischer Flieger auf eine unserer motorisierten Vorausabteilungen. Diese Szene ist sehr eindrucksvoll in den Wochenschauablauf eingebettet, da sie es trotz der Spannung verficht, den ganzen Vorfall als einen nicht übermäßig wichtigen Zwischenfall für die betroffene Truppe zu charakterisieren. h: h. g. Linn6-Äortrag 1942. Im Hörsaale des Botanischen Jnstttuts hatte sich gestern abend, wie alljährlich, eine zahlreiche, interessierte Hörerschaft zum Linne-Vortrage 1942 zusammengefunden. Als Hausherr und Vertreter der botanischen Wissenschast an unserer Universität sprach Professor Dr. Küster in ebenso anregenden wie formvollendeten und gemeinverständlichen, durch ein reiches Anschauungsmaterial belebten Darlegungen über das Thema „Pflanzenkrankheiten als Schmuckstücke unserer Gärten". Der Vortragende erläuterte zunächst einige an abnormer Färbung des Laubes kenntliche Pflanzenkrankheiten. Als Panaschierung bezeichnet man die Erscheinung, daß die Blätter einer Pflanze aus grünen und weißen Anteilen sich zusammensetze^n; die letzteren sind nicht imstande, für ihre Ernährung ober die der ganzen Pflanze etwas beizutragen und leben allein von den Stoffen, die die grünen Anteile Herstellen. Der Botanische Garten in Gießen ist an Pflanzen dieser Art besonders reich. — Vi- ruskrankheiten der Pflanzen liegen bei der oft untersuchten Mosaikfärbung der Tabakpflanzen vor; rm Garten als Ziergiwächse kultiviert werden die gefleckten Aucuba-Sorten, die großfleckigen Farfu- gien, die gescheckten Codiaeum-Formen, das zebra- aestteifte Gras Eulalia u. a. m. — Des wetteren behandelte der Vorttagende die Erscheinungen der Verbänderung (Celosia, hahnenkamm) und die un= fruchtbaren Plütenmassen des Blumenkohls. Unfruchtbar wie diese sind viele gefüllte Blüten (Zentifolien). Vergrünung, d. h. Ersatz der farbigen Blütenanteile durch grüne, erläuterte Professor Küster an einer Dahliaform. Große Bedeutung für die Obstzüchtung hat die Gewinnung kernloser Früchte (Korinthen, Bananen; Apfel, Dirne, Johannisbeere, Gurke). — Schließlich wandte sich der Redner den abnormen Baumformen zu, den Trauerbäumen, den Zwerabäumen der Japaner, den Spalierbäumen, den Pfropfungen und der Bizzarria (Citrus- früchte). — Zum Schluß wurde kurz das Wesen der Polyploidie erläutert. Sie Gewinnung polyploider Kulturpflanzen und ihre Bedeutung für Sie Praxis. Der Physiologe Professor Dr. B ü r k e r machte sich zum Sprecher Ser angeregt lauschenden Hörerschaft und dankte Professor Küster mit herzlichen Worten für 25 Linne-Dorttäge, in denen sich wissenschaftliche Gediegenheit und künstlerisch vollendete Form Ser Darstellung harmonisch verbinden. Professor Küster schloß seinerseits mit 2) ante smarten und der Einladung zum nächsten Linnö-Vorttage. Nach liebenswürdigem altem Brauch wurden zuletzt die prachtvollen Blumensträuße, die das Katheder schmückten, unter den Hörerinnen verteilt. Eine oesährliche sommerliche Unsitte. NSG. Man kann nicht oft genug davor warnen! Die Unsitte vieler Erwachsener, Gras- ober Strohhalme gedankenlos in den Mund zu* nehmen und auf ihnen herumzukauen, hat in vielen Fällen nicht „Klemme! Noch eine — Nadel — danke — Jod. Tetanusserum. Tupfer. Fertig." Während er den Verband anlegte, betrachtete er das Gesicht der Verunglückten. Schräge, dunkle Bremen, eine kleine Nase, der Mund ein bißchen groß und voll, in den Winkeln nistete noch eine Spur von Lippenstift. — Eigentlich recht hüosch, — dachte er ohne sonderliches Interesse. Er hob em Lid hoch unb ließ es wieder fallen, klopfte mit dem Reflexhammer, dann machte er sich ans Untersuchen. Ein paar Kratzer, ein paar blutunterlaufene Stellen, aber gottlob keine Knochenfraktur. Brügger deckte den schmalen, knabeichaften Körper wieder zu und sagte voll ftten- ger Sachlichkeit: „Ab! hoben wir noch ein Einzelzimmer? Gut. Und was haben Sie jetzt Schönes für mich, Schwester?" — Die Visite am nächsten Morgen ergab, daß Anna hudal noch immer nicht bei Bewußtsein war. Dr. Brügger fühlte den Puls, zählte die Atemzüge, zuckte die Achseln und verließ das Krankenzimmer. Fast hätte er einen Knaben umgestoßen, der vor der Tür wartete und ein paar Blumen in der Hand hielt. „Nun, kleiner Mann, wohin willst du?" „Zu unserm Fräulein." „3u Fräulein hudal? Ausgeschlossen. Die kann mit dir noch nichts anfangen", wehrte Brügger kopfschüttelnd ab. „Ist es so arg?" forschte der Kleine ängsllich. Er mochte dreizehn' Jahre alt sein, war ärmlich gekleidet und hafte einen weißblonden, verstruwelten Haarschopf. ' „Wir weichen sie schon burchbringen", ttöstete er. „hast du das Fräulein gern?" „Und wie! Die mag jeder." „Wie heißt du denn?" „Glasl, Georg." „Also Glasl, heute ift's nichts mit der Besucherei. Mußt halt später noch einmal vorbeikommen. Vielleicht übermorgen. Die Blumen läßt du da. Die stelle ich chr ins Zimmer. Die werden sie erfreuen. wenn sie aufwacht. Und da ist eine Mark. Kauf dir was." Der Bub schüttelte energisch den Kopf. „Dergelt's Gott, aber ich nehm nix. Die Blumen müssen Sie ihr gewiß geben", erklärte er. „Und sagen S' dem Fräulein, ich bin nicht bloß wegen mir gekommen, sondern für die ganze Klasse. Wir wünschen gute Besserung." „Ich werde es ausrichten." Als Anna zu sich kam, war der dritte Tag angebrochen. Dieses Zusichkommen geschah nicht ruckweise und auf einmal, sondern in vielen Etappen. Zuerst nahm sie ein feines Brennen am Hinterkopf wahr und einen Druck in ihrem Schädel. Als sie sich mit diesen beiden Zeichen wiederkehrenden Bewußtseins oertraut gemacht hMe, versuchte sie, die Lider zu heben, was ein nicht ganz leichtes Problem war. Sie sah mit Erstaunen in ein völlig unbekanntes Zimmer. Zwischen Fenster und Tür standen fremde Dinge: ein Schrank, ein Tisch, ein Sessel mit hoher Lehne. Auch ein Bild war da mit bieder- meierlich gekleideten, stolzierenden Paaren. Anna schloß die Augen und versuchte, Ordnung in ihren Kopf zu bringen, aber es wurde nichts Rechtes San aus. Erft die Nachhilfe der Gangschwester formierte bas Chaos. Sie erfuhr, baß sie einen Unfall gehabt habe und in der Klinik läge, daß sie genäht worden sei, und daß sie sich keine Sorgen zu machen brauche. „So?" erwiderte Aima höflich, und damit war ihr Bedürfnis nach Zwiesprache für diesen Tag gedeckt. Sie wurde frisch gebettet, bekam gekühlte Milch zu trinken und hörte das Knirschen der Eisstückchen auf ihrem Kopf, den ein Gummibeutel beschwerte. Als die Schwester keine Antwort .erhielt, gab sie das Fragen auf. Anna war müde wie noch nie, und eilt sanftes Sausen erfüllte ihr Schädelgewölbe. Man holte Dr. Brügger herbei. Der fragte nicht viel, aber er klopfte an ihrem Verband herum und schob ihr ein Thermometer in die Achselhöhle. Laßt mich in Ruhe! dachte Anna verschwommen unb trieb einen brausenden Fluß hinab. (Fortsetzung folgt.) nur schwere Krankheit verursacht, sondern auch schon manch blühendes Menschenleben gefordert. Hierbei braucht es sich keinesfalls um Giftpflanzen zu handeln. An jedem Halm oder Stengel kann das Gewebe des mikroskopisch kleinen Strahlenpilzes haften, des Erregers der sehr gefährlichen Strahlenpilzkrankheit. Schon winzig kleine Teile dieses Erregers können im Mnndinnern bösartige Veränderungen Hervorrufen. In den meisten Fällen äußert sich die Erkrankung in harten Eitergeschwul- sten am Unter- und Oberkiefer, die nur operativ entfernt werden können. Gefährlicher wird das Leiden, wenn das Pilzgewebe durch den Speichel in den Darm gelangt und sich hier festsetzt oder gar vom Blut aufgesogen wird. In diesem Stadium ist die Heilung sehr schwierig, die Krankheit wird bedenklich, wenn sie auch die Lunge erfaßt. Erwachsene! Laßt von dieser gefährlichen Unsitte und warnt die Kinder vor den Gefahren, die das Kauen von Grashalmen und Aehren zeitigen kann. Fohlen-Abfahveranstaltung in Gießen. Die zweite Fohlen-Absatzveranstaltung des Landesverbandes der Pferdezüchter Hessen-Nassau in Gießen fand am gestrigen Donnerstag in der Zucht- viehhalle Rhein-Main statt. Diese Veranstaltung hatte ebenso wie die erste einen überaus zahlreichen Besuch von Verkäufern und Käufern zu verzeichnen. Gegenüber der ersten Absatzveranstaltung, die Anfangs Juli stattfand, waren diesmal wesentlich mehr Fohlen gufgetrieben. In der Abteilung A (rheinischdeutsches Kaltblut) standen in der Klasse I 44 <5tut« fohlen und in Klasse II 95 Hengstfohlen, in der Abteilung B (schweres Warmblut) in Klasse I 25 Stut- fohlen und in der Klasse. II 47 Hengstfohlen zum Verkauf. Erfreulicherweise" konnten auf dieser Ab- satzveranstaltung wesentlich mehr weibliche Fohlen, für die naturgemäß bei den Züchtern besonderes Interesse besteht, zur Prämiierung gelangen. Allerdings konnte bei der überaus starken Nachfrage gerade nach Stutfohlen der Bedarf auch bei dieser Absatz Veranstaltung bei weitem nicht gedeckt werden, so daß vor allem weibliche Fohlen durch die Schauleitung zugeteilt werden mußten. Auch die Hengstfohlen in beiden Abteilungen fanden restlos Absatz. Der Verkauf erfolgte fast bei allen Fohlen zu Stopp-Preisen. Der Landesobmann der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Bauer W e i n tz, der Hauptstabsleiter Dr. M e n z e l, der Hauptabteilungsleiter II, Bauer Scharch, und der Stabsleiter der Hauptabteilung II, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Rothert, wohnten der Absatzveranstaltung bei. Die Stadt Gießen hatte wiederum keine Mühe gescheut, um durch die technische Herrichtung des Geländes für eine einwandfreie Vorführung der Fohlen zur Prämiierung und die glatte Abwicklung der gesamten Veranstaltung Sorge getragen. — Zwei weitere Zuchtfohlen-Absatzveranstaltungen finden am 5. und 26. September in Gießen statt. Anschließend an die Absatzoeranstaltung wurde die Jahres-Hauptversammlung des Landesverbandes der Pferdezüchter Hessen-Nassau abgehalten. Fahrräder sind fnn Spielzeug. Was für die sparsame Verwendung der Bereifung für die Kraftfahrzeuge gilt, ist auch für Fcchr- radbereifungen maßgebend. Auch der Fahrradreifen muß aus Gummi hergestellt werden, einem Material, das im Schicksalskampf des deutschen Volkes so sparsam wie möglich verwendet werden muß. Man sieht immer noch, daß Jugendliche das Fahrrad auf öffentlichen' Wegen zu Spielereien benutzen. Es wird unnötig auf der Straße hin- und hergefahren, es werden andere Wegebenutzer durch „Kunstfahren" und Kuroenfahren belästigt. Neben den Jugendlichen sind auch die Eltern strafrechtlich für diese Vergehen ihrer Kinder gegen die Kriegswirtschaftsgesetze verantwortlich. Die Aufsichtsbeamten sind angewiesen, gegen die Verwendung des Fahrrads zu Spielereien auf öffentlichen Wegen unnachsichtlich einzuschreiten und neben den Jugendlichen auch die Eltern zur Anzeige zu brin- Die Jagd Wenn draußen auf den Feldern die Ernte im vollen Gange ist, beginnt auch die Erntezeit des Jägers. Sie äußert sich darin, daß die Wildarten, die das Gesetz ihm freigibt, immer zahlreicher' werden. Im Hochwildrevier durften ja nichtführende weibliche Stücke und Spießer bereits seit Juli besagt werden. Nun hat auch der Hirsch sein neues Geweih gefegt, und die Jagd aus den F e i st h i r s ch ist frei, d. h. diejenige Jagd, die für viele deutsche Weidmänner die Krone des Weidwerks darstellt, weil sie an Können und Ausdauer die größten Anforderungen stellt. Und die Frage nach dem „Wie" ist für den guten Jäger wichtiger als die nach dem „Was". Die Hirsche stehen meist vom Kahlwild getrennt in Feisthirschrudeln zusammen, -nur die vorjährigen Jünglinge ziehen noch die Gesellschaft des weiblichen Wildes vor. Im Gegensatz zum Rothirsch steht der D a m - sch ausler noch im Bast und ist damit für den Weidmann keine begehrenswerte Beute. Dagegen lockt ihn der Kopfschmuck des Muffel Widders, des Wildschafes, das auch in unsere heimischen Wildbahnen z. T. Eingang gefunden hat. Reges Leben herrscht im Rehrevier. Denn in der ersten Woche des Monats erreicht die Brunst des Rehwildes ihr^en Höhepunkt. Damit ist die Zeit gekommen, um den noch zu tätigenden Abschuß an Böcken weitgehend durchzuführen. Häufiger Aufenthalt im Revier zu allen Tageszeiten kann dazu schon genügen. Denn das Wild ist viel auf den Läufen. Die Böcke suchen nach brunftigen Rik- ken oder treiben ihre Liebste durch Feld und WaD. Mancher lang Gesuchte, der schon längst zum Abschuß vorgemerkt war, aber sich zu verheimlichen wußte, ist nun wieder sichtbar geworden, und der Weidmann hat im Buchenblatt, im Grashalm oder auch im Künstlichen „Blatter" die Möglichkeit, ihn sich vors Rohr zu holen, um den Abschußbock auf die Decke zu legen, ehe noch weiteres Unheil von ihm zu befürchten ist. Soweit überhaupt besiere Böcke nach diesem Notwinter zum Abschuß frei- gegeben sind, können auch sie nun besagt werden, da sie sich ja vermutlich noch einmal vererben konnten. * Trotzdem das Schwarzwild im letzten Winter z. T. furchtbar gelitten hat und dem Hunger nicht wenige Opfer bringen mußte, zeigt das vielgen. Diese Maßnahme der Polizei will bestimmt nicht verhindern, daß unsere Jugend im Rahmen ihrer körperlichen Ertüchttgung mit-dem Fahrrad Bäder oder Sportplätze aufsucht, aber die unnützen Spielereien mit Fahrrädern auf öffentlichen Wegen müssen mit Rücksicht auf die Kriegsnotwendigkeiten unbedingt unterbleiben. « ** Das ftädtifcheDolksbadist vom 3. bis einschließlich 16. August geschlossen. ** Stadtbücherei Gießen. Im Monat Juli wurden 1448 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 933, Jugendschristen 235, Gedichte 13> Reisebeschreibungen 80, Lebensbeschreibungen 97, Kriegsgeschichte 40, Technik 32, Politik 18 Bände^ im August. fache Auftreten von Sauen die Härte und Lebenskraft dieses Wildes. Ist sein Schaden schon im Frieden nicht gern gesehen, so ist er im Krieg erst recht nicht tragbar. Drum wird der Jäger alles daran- setzen, den Sauen Abbruch zu tun, wo er nur kann. Das wird ja leichter, wenn die Felder wieder freier werden. Die Jungen unseres Federwildes sind meist noch nicht schußreif. Eine Ausnahme davon machen vor allem die Enten. Auch im Juli noch nicht flugbare Schofe lohnen nun die Jagd, die an Bächen und Teichen zum Erfolg führen kann, die aber mitunter beim Ansitz an Stoppelfeldern noch aussichtsreicher ist, wenn der Jäger einmal erkannt hat, wo die Enten morgens oder abends zur' Körner- äfung einzufallen pflegen. Gleich den Breitschnäbeln stellen sich hier die Ringeltauben ein, die eine willkommene Beufe sein können. Zwar wird die Hühnerjagd erst mit dem 1. September frei gegeben werden. Doch ist es immer gut, sich vorher einmal zu vergewissern, was überhaupt vorhanden ist. Die drei letzten Winter waren ja für unsere Feldhühner verheerend und haben in manchen Revieren aber auch alles vernichtet. Um so wichtiger ist es, die noch vorhandenen Reste nur im Rahmen des wirklich Tragbaren zu besagen, u. U. ganz zu schonen. Nur so besteht die Aussicht, dieses nicht nur für die Küche beliebte, sondern in der Art seiner Bejagung so ungemein reizvolle Wild unseren Jagden zu erhalten. Eine Suche nach Hühnern, ohne schießen zu dürfen, hat den Dyrteil, daß sich auch der Hund an die sehr anstrengende Feldarbeit wieder gewöhnt und nicht am ersten Tage bereits seinen Herrn durch Schlappmachen enttäuscht. Auch spart sich der Weidmann manche Stunde erfolglosen Suchens, wenn es einmal ernst wird, wenn er weiß, wo die Ketten liegen. Die nicht zu leugnende Zunahme des Dachses ist bestimmt kein Vorteil für die Niederjagd, vor allem dort, wo man Wert auf hochkommende Fa° fanengelege legt. Alle guten Vorsätze, den Dachs im Herbst zu graben, scheiterten meist am Mangel an geeigneten Hunden Und Hilfskräften, Erscheinungen, die der Krieg noch stärker hervortreten läßt. Noch ist jetzt Gelegenheit zum Abschuß am Bau gegeben. Mrd es erst wieder viel früher dunkel, bann ist es damit vorbei. Füchsen scheint der durch den Krieg notge« brungen eingeschränkte Jagdschutz gut zu bekommen. Auch ihre Zunahme verträgt sich weder mit der Niederjagd noch mit der Geflügelhaltung. Wo der Winter zur ausreichenden Bejagung nicht langt, muß auch ohne Rücksicht auf den Wert des Balges der Abschuß im Sommer gehandhabt werden. Daß auf leider wieder vermehrt auf tretende räudige Füchse kein Schuß gespart werden darf, sollte! selbstverständlich sein. Neben Kurzhaltung von Habicht, Sperber, Krähe und Elfter zum Schutze des Niederwildes kann auch der Mäusebussard nun wieder bejagt werden. Hubertus, Landkreis Gieße«. cZ Soll ar, 31. Juli. Am heutigen Freitag wird : unsere Mitbürgerin Frau Katharine Seipp, geb. Opper, Adolf-Hitler-Straße, 8 0 Jahre alt. Bei bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit verrichtet sie noch alle häuslichen Arbeiten und betreut im Lebensmittelgeschäft ihrer Familie den Laden fast ganz allein. Dem Zeitgeschehen bringt sie das größte Interesse entgegen. Unsere herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag. Kreis Büdingen. (D Gedern, 31.Juli. Frau Sophie Mehring, geb. Hölker, Witwe des Postmeisters Christian Mehring, kann heute ihren 9 0. Geburtstag begehen. Die Greisin erfreut sich noch einer außergewöhnlichen körperlichen und geistigen Frische und verfolgt mit lebhaftestem Interesse das Geschehen unserer Zeit. Handball-Lokallreffen. Mtv. Gießen — Luftwaffe Gießen. Nach längerer Zeit kommt es am kommenden Sonntag auf dem Mtv.-Platz wieder zu einem Lo° taltreffen der beiden Gießener Handballmannschaf« ten. Die letzten Begeegnungen der Vereine im vergangenen Spieljahr brachten verschiedene Resultate. Bei dem Turnier in Katzenfurt gelang es dem Mtv., die Soldaten klar mit 4:0 zu schlagen, während bet den WHW>Spielen die Luftwaffe mit 14:7 den Sieger stellte. Diese Ergebnisse kann man jedoch jetzt nicht mehr als Richtschnur nehmen. Der Luftwaften- fportverein hat in der Gauklasse an Spielerfahrung gewonnen, er muß allerdings infolge Versetzungen einen Neuaufbau feiner Mannschaft vornehmen. Auf der anderen Seite errangen die Männerturner m dieser Spielrunde die Bann Meisterschaft. Bei der Begegnung am Sonntag sind sie nun noch in der glücklichen Lage, einige auf Urlaub befindliche Spie^ ler einsetzen zu können. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese nach längerer Spielpause in die Mann* schäft einstigen werden. Es ist mit einem spannenden!' Treffen zu rechnen, dessen Ausgang man als offen bezeichnen muß. ------------------------------~—- i Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bH Hauptschrtftleiters: Ernst Blumschein. VerantworUich für Polittt und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. «Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter, guter Mann, mein treusorgender,lieber, guterVater, Bruder, Schwiegersohn, unser lieber Schwager und Onkel Signalwerkführer Ernst Freitag Baüzugführer im Osten im Alter von fast 44 Jahren sein hoffnungsvolles Leben in treuer Pflichterfüllung am 15. Juli in Feindesland lassen mußte. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. In tiefem Schmerz: Frieda Freitag, geb. Koch, und Töchterchen Herta Familie Fritz Weber; Emma Koch Wwe. Familie Rudolf Koch; Familie Robert Pieh. Gießen, Melbach, z. Z. im Felde, Friedberg. El?elstra&e 24 —-------------- Mit dep Angehörigen trauern auch wir um unsereh treuen Arbeitskameraden. Der Betriebs- fUhrer nebst Gefolgschaft der Bahnmeisterei II, Hungen. __________'______________________________ 03662 Hart und schwer traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Brudef, Schwager, Pate, Neffe u.Vetter Albert Reif Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment im fast vollendeten 32. Lebensjahr, am 30. Juni 1942, für Führer, Volk und Vaterland den Heldentod gestorben ist. Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Frau Emma Reif, geb. Hornv und Söhnchen Günther Familie Gotth. Reif; Robert Reif, z. Z. im Felde Familie Wilh. Bobenau u. Frau Elisabeth, geb. Reif Anna Reif; Familie Wilhelm Horn Familie Willi Horn, z. Z. im felde Otto Horn, z. Z. im Felde und alle Angehörigen und Verwandten. Staufenberg, Wißmar, Weidenhausen, Heimertshausen, Krofdorf, den 28. Juli 1942. . ________________________2344 0 03661 Nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden verschied am 29. Juli plötzlich meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere liebe Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Marie Wilhelmine Rinn, Geh. Reuschlinü im Alter, von 49 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Albert Rinn und Kinder Erna, Walter, z.Z. R.A.D., Erhardt nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, den 30. Juli 1942. ■ Die Beerdigung findet Samstag, den 1. August, nachmittags 2 Uhr statt. Bekanntmachung. Der Markscheider Hermann Thiel hat seinen Wohnsitz von Greßen nach Bochum verlegt. Gießen, den 28. Juli 1942. 2341c Der Oberbürgermeister. J.V.: Nicolaus. ‘ Am 23. Juli verstarb in Bad Homburg nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe, gute Mutter, treusorgende Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Stutzenstein, geb. Kircher im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Cläre Toussaint, geb. Stutzenstein Willy Toussaint, z. Z. im Felde. Gießen, Neüstadt 43; Bad Homburg, Doro- theenstraße 8. Die Trauerfeier und Beisetzung fand auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. 03680 Ihre Vermählung geben bekannt Dentist Wilhelm Becker und Frau Hanna geb. Heibach Homberg Königsberg (Oberhessen) Wetzlar-Land 1. August 1942 03666/ Für die Glückwünsche und Geschenke zu unserer Verlobung danken wir herzlich Vermietungen] Sehr gut möbl. Zimmer an Herrn zu ver- mieten. Schriftl. Angeb. unter 03678 an den Gieß. Anz. j Mietgesuche | Junges Arztehe- vcmr sucht zum 1. Oktober 1942 2-3 möüL oö. leere MM evtl, mit Küchenbenutzung. Sehr. Ang. unt. 03646 a.d.G.A. Suche für meine Schwester mit 2 Kindern, 5 u.9J. 1-2 leere oö. mööLSimmer evtl, mit Küchenbenutzung für einige Monate. Gefl. Zuschriften erbeten an oas?? Lotte Ditthard, in der Engel- Avotheke Gießen Ehepaar sucht 1-2 Merle Zimmer (auch Leerzim.) Schristl. Angeb. unter 03664 an den Gieß. Anz. {Stellenangebote] Tagmädchenoder Ha Mille aus Gießen oder Umgeb., kinderlieb, fürbaldigen Antritt gesucht. Gerda Böhme, Gießen, Kaiserallee 9. 08637 MnndeBdeie für jede Haut, die Seife echte cht verträgt. Aber nie an trocken anwenden! L.ICHTSPIEL-THEATER (Moria-Palast, Seltersweg z Die Nacht in Venedig Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Einer für Alle [2079C Tägl. 3,5.15.8, So. 2.30,5,8 Uhr Elfriede Weber Walter Menke Gießen, Grabenstraße 4 im Juli 1942 _______________________03650/ Statt Karten! Wir danken herzlich für die anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten Minni Seipp Erich Voß Gießen Berlin-Friedenau Hitlerwall 1 . 03668 / Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken