GietzenerAnzeiger Mittwoch, 30. Dezember |9$2 s-. I Britischer Geleitzug bei den Azoren zerschlagen ibtti Al nen i 1, b ul ilor, war toer- feim «fT lle" b* iitefl eorg geb. in* ms. -fi dir mit ■ 100 i er: er gk> | ■115. ' Stockholm, 29. Dez. (DND.) Der am ersten We.hnachtsfeiertag in London mit einem Aufatmen der Erleichterung aufgenommene Mord an Darlan hat, wie man den Nachrichten aus ßoniron entnehmen muß, dort keineswegs seinen erwünschten Erfolg eingebracht. Die Spannung mit dem amerikanischen Verbündeten hat nicht nachgelassen, im Gegenteil, sie droht sich zu vertiefen. Man hatte in London fest damit gerechnet, daß es gelingen würde, nunmehr den bezahlten und gefügigen de Gaulle auf den Schild zu erheben und zum „Führer aller Franzosen" proklamieren zu können. Aber wieder ist Washington schneller gewesen als London. Ehe noch die verschiedenen Instanzen der Verbündeten ernstlich miteinander im Gespräch Sto ckholm, 29. Dez. (DND.) „Folkets Dag- blad" ist in der Lage mitzuteilen, daß nach Punkt 4 des zu dem englisch-sowjetischen Vertrag vom 26. Mai 1942 abgeschlossenen Eeheimprotokolls die So w - jetuni'on die militärische und polittsche Kontrolle über Finnland, Deutschland, Ungarn, Rumänien und Bulgarien ausüben soll. Punkt 3 erkennt große an die Sowjetunion angrenzende Gebiete, darunter Finnland, gewisse Teile Skandinaviens, die frühere Tschechoslowakei, Rumänien, Bulgarien und das ehemalige Jugoslawien als sowjetische Interessensphären an. Fer- ner erhält die Sowjetunion das Recht, in bestimmten, nicht namentlich genannten Ländern Stützpunkte zu erwerben und dort Garnisonen zu unterhalten. Darüber hinaus wird der Sowjetunion die f r e i e D u r ch f a h r t von der Ostsee i n d i e Nordsee und vom Schwarzen Meer ins Mittelmeer garantiert. Hierzu schreibt „Folkets Dagblad", daß m allen berührten Ländern damit eine völlige Sow- jetif ierung eintretenwürde. Der Unterschied zroi- deutsche Siegesserie sowjetische Gegenoffensiven folgten — nach Abschluß ihrer großen Operationen den Gegner geaen die neu gewonnenen Positionen an- reiinen lassen. Die Engländer fanden an der Burma-Grenze zunächst nicht die Energie für Gegenangriffe, die Nordamerikaner versuchten jedoch, auf Australien gestützt im Raum bar Salomon-Inseln in einer langen Reihe von für sie verlustreichen Seeschlachten und durch Landungen auf einigen Inseln vergeblich, eine Bresche in die japanische Stellung zu schlagen. Sie hatten die Nebenabsicht, ein weiteres Vordringen Japans gegen die Verbindungslinien zwischen Australien und den USA. aufzuhalten. Das letzte Wort ist in diesem Raum noch nicht gesprochen. Hinnen. 4. Nach der Eroberung Burmas und der Besatzung Llttus im Aleutengebiet begann in den gewonnenen IRäumen eine Periode der Konsolidie- jtiin g, in der der Kampf mit England und den 11621. unerbittlich weitergeht, wenn auch Unter» iriehrnungen ganz großen Stiles vorübergehend nicht Mattfanden. Es war vor allem auf wirtschaftlichem ihinb kulturellem Gebiet zunächst umfangreiche Arbeit Ihn leisten. Die Größe dieser Arbeit, von der ein ««reiches Ende des Krieges abhängt, ist nur zu «messen, wenn man sich die Gröhe und Dielartigkeit ji>!5 Raumes vergegenwärtigt — die Vielheit von Wikern und Kulturen, die Tatsache, daß überall ÜIl n. «n. tis ui. 'n) I 33 zis. 4 Der Webrmachtbericht. DND. Aus dem Führerhauplquarlier, 29. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Terekgebiet scheiterten örtliche Angriffe der Sowjets. Deutsche und rumänische Truppen warfen den Feind, sofort zum Gegenstoß antretend, aus seinen Stellungen und vernichteten dabei mehrere Panzer. Zwischen Wolga und von unb im großen Donbogen scheiterten erneute feindliche Angriffe in Harken Abwehrkämpfcn. Line seit mehreren Tagen elngeschlossene feindliche kräslegruppe wurde vernichtet. Seit dem 24. Dezember wurden hier, unterstützt durch die Luftwaffe, 65 Panzer, 30 Geschütze, zahlreiche schwere und leichte Infanteriewaffen und weiteres Kriegsgerät vernichtet oder erbeutet und eine große Zahl Gefangener eingebracht. Die blutigen Verluste des Feindes übertrafen diese um ein Vielfaches. In den Abwehrkämpfen Im großen Donbogen hat sich die italienische Division „3 uHa“ besonders ausgezeichnet. Südostwärts des 3 lm en fees setzte der Feind seine von starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Panzern unterstützten Angriffe fort. Sie wurden unter hohen verlnsten abgewehrt. 34 Sorvjetpanzer wurden abgeschossen. 3m hohen Norden bombardierte die Luftwaffe wichtige Ausladebahnhöfe der Wurmanbahn. 3n Tunesien wurden örtliche Vorstöße feindlicher Aufklärungsverbände abgewiesen. Verbände der Luflwaffe vernichteten zahlreiche Panzer und Kraftfahrzeuge. Fünf britische Flugzeuge wurden in Luftkämpfen abgeschossen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde ein von England nach Süden auslaufender G e l e t t z u g feit zwei Tagen von deutschen Unterseebooten verfolgt und in der vergangenen Nacht in wiederholten Angriffen zerschlagen. 15 Schiffe Wie Europa dem Bolschewismus ausgeliefert werden soll. Das englisch-sowjetische Seheimprotosoll sieht Kontrolle der UdSSR. über weite Teile Europas sowie sowjetische ,Interessenspi-ären" und »Stützpunkte- vor. Giraud und -e Gaulle. OaS briiischame: iranische Tauziehen nimmt seinen Fortgang Amravme von L«es«« für die Mlttagsnummer bü 8*/, Ubr desBormittag- Üeiridettriirfitf für die AMlttneter-Zet!« von 22 Millimeter Breite: 7-tvl für rtmntiienan* teigen tmb vrivate Geleaenbe'tsanieme» 14 Wüt. t. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbei tsanzeige« Vlavvoi ckmft (oorbenst Vereinbarung) 2mehr IIH I inb i: ifc 8.4 Die Kriegsmarine 1942. Von Konteradmiral a. D. Tägert. _ Der Kriegseintritt Japans unb der Vereinigten Staaten hat auf dem pazifischen Seekriegschauplatz eine Sage entstehen lassen, die sich grunb- ätzlich von der auf dem westlichen Seekriegschauplatz unterscheidet. Auf ersterem ist der Kampf der Japaner vornehmlich gegen die feindlichen See ftreitfräfte gerichtet Aus dem westlichen Schauvlatz, also im Atlantik und in den europäischen Gewässern, sind die Achsenmächte durch die numerische Ueberlegenheit der Gegner genötigt, auf eine entscheidende Seeschlacht zu verzichten, um so energischer wird hier ihr Angriff auf die lebenswichtigen feindlichen Seeoerbindungen geführt. Unsere schweren Seeftreitkräfte wurden dabei mehr zurückgehalten. Von ihren Operationen ist besonders erwähnenswert der glänzend gelungene Durchmarsch des unter Führung von Vizeadmiral Ciliar stehenden Verbandes durch den englisch e n K a n a l, bei dem die Schlachtschiffe „Schamhorst", „Gneisenau" und der schwere Kreuzer „Prinz Eugen" am 12. 2. in Gefechtsverbindung mii englischen Seestreitkräften kamen. Im Verlauf des Gefechtes griffen am Ostausgang des Kanals auch deutsche Flugzeuge, Zerstörer, Schnellboote, Minen- such- und Räumboote, sowie Vorpostenboote ein. Die englische Luftwaffe verlor nicht weniger als 43 Flugzeuge. Versenkt wurden ein englischer Zerstörer unb mehrere Schnellboote. Die eigenen Verluste betrugen 7 Flugzeuge unb ein Vorpostenboot, besten Besatzung zum größten Teil gerettet wurde. Das Versagen der englischen Heimatflotte bei diesem Durchmarsch hat in England Bestürzung erregt Die deutschen schweren Seestreitkräfte sind seitdem eine ständige Bedrohung für den feindlichen Verkehr im Nordatlcmt'k. In der nördlichen Nordsee griffen am 18. 5. starke britische Luststreitkräfte den schweren Kreuzer „Prinz Eugen" erfolglos an. Der Krem z§r und seine Begleitfahrzeuge schossen 7, Jäger unb Flakartillerie 22 ber angreifenben Bomber ab, so daß der Feind bei diesem Unternehmen über die Hälfte seines Verbandes verlor. Bei dem Angriff auf die feindlichen Seeverbindungen spielten die Unterseeboote die ausschlaggebende Rolle. Schon von Dezember 1941 ab begannen sie ihre Tätigkeit ckuch in den Gewässern Kanadas und vorder n o r amerikanischen Küste und versenkten hon. oereits in den ersten sechs Monaten des Jahres 467 Schiffe mit 2 917 600 BRT. Diese glänzenden Erfolge zeigten, daß die deutsche. Seekriegführung mit sicherem Zugriff die amerikanische Handelsschiffahrt dort angepackt hatte, wo sie am stärksten konzentriert unb am wenigsten auf Abwehr eingerichtet war. Besonders empfindlich waren die zahlreichen Verluste an Tankern. Die Panik, die damals in der amerikanischen Schiff- fahrt entstand, schilderte die Neuyorker Zeitschrift „Time" mit folgenden Worten: „Die Schiffahrt Ans fast allen Gebieten muß unter dreifachen Erwägungen geplant werden, in der Reihenfolge ihrer Dichtigkeit lauten sie etwa: Sorge für die unmittelbaren Bedürfnisse der japanischen Wehrmacht, Sicherstellung der Lebensnotwendigkeiten der Be- DÖIterung in den besetzten Gebieten während des Krieges unter möglichster Einsparung an Transport- Kitteln und schließlich rationelle Aufteilung der wirtschaftlichen Aufgaben auf die einzelnen Teu- Ithiete des Raumes für die spätere Fnebenszeit Berücksichtigt man diese Schwierigkeiten un ersten »alben Jahr der Konsolidierungspenode, dann en vickt das bisher Erreichte ebensolche Anerkennung, Die es eine freudige Zuversicht unter ben Japanern litroorgerufen hat. Das Leitmotiv heißt- "Laßt uns mfbauen, währenb wir kämpfen. Mit diesem Leit- Dort ist Japan in das zweite Jahr des Ostasien- mit 85 000 BRT. sowie einZerstörerundeiue Koroetteder Geleitsicherung wurden versenkt, drei weitere Schiffe torpediert. Der neue Ll-Boot-Sieg. Berlin, 29. Dez. (DNB.) Der in der Nacht vom 28. zum 29. Dezember aufderHöhederAzo- r e n fast vollständig vernichtete Geleitzug war unter stärkster Sicherung von England offenbar n a ch SB e ft a-f r i f a uhtermegs. Er wurde schon seit dem 26. Dezember von unseren Unterseebooten verfolgt. Wiederholt ging die Fühlung infolge plötzlich austretenden Nebels verloren. Wenn sie kaum wieder gewonnen war, wurden die Fühlungshalter erneut durch Zerstörer und Korvetten abgedrängt, unter Wasser gedrückt und bekämpft. Immer aber klebten einige Boote zäh an dem Geleitzug,. unsichtbar für die Ausgucksposten der Dampfer und Zerstörer, bei Tage fern hinter den Sicherungsfahrzeugen, bei Nacht als niedrige schlanke Schatten kaum auszumachen in den hohen Wellenbergen der Atlantikdünung. Wurde ein Boot von einem sichernden Zerstörer gesichtet und verfolgt, stieß sogleich ein anderes Boot aus dem Dunkel der Nacht heran, um die feindliche Schiffskarawane zu begleiten und zu beschatten. Am Abend des 28. Dezember standen die Rudel rings um den Geleitzug bereit und stießen aus d-em Dunkel der Nacht zum Angriff vor. Von allen Seiten krachten die Torpedodetonationen, stiegen Leuchtgranaten und Notsignale in die Nacht. Manche Schiffe, die mit einem Torpedotreffer beschädigt liegenblieben oder sich seitlich vom Geleitzug absetzten, wurden von nachdrängenden U-Booten durch Fangschuß erledigt ober durch Artilleriebeschuß vernichtet. In einzelnen Fällen wurden Dampfer von zwei Booten zugleich angegriffen, brachen im Doppeltreffer auseinander und versanken innerhalb weniger Sekunden. Als sich der Geleitzug in den Morgenstunden teilte, um mit verschiedenen Kursen zu entkommen, blieben die Rudel den beiden Geleitzuggruppen in anhaltenden Angriffen auf den Fersen. Nach den bisher vorliegenden Meldungen ist der Geleitzug fast völlig zerschlagen- die restlichen Dampfer versuchen einzeln zu entkommen. „eines berühmten französischen militärischen Führers* stattfände, von dem die Regierung der Republik in den dunkelsten Augenblicken der Schlacht um Frankreich bedauerte, ihn nicht zum Generalissimus ernennen zu können. Damit nicht genug, proklamierte er die Einigung aller Franzosen außerhalb des Muttterlandes unter einheitlicher^ Führung, und da er des Verräters Giraud nicht mehr Erwähnung tat, ist man in London überzeugt, daß er -- mit ausdrücklicher Billigung Edens — diese Führung damit formell für sich selbst beanspruchte. So versucht Eden die Welt glauben zu machen, daß zwischen Giraud und de Gaulle, zwischen London und Washington, alles im Reinen (ei. Die militärische Gloriole, die um das Haupt Gi- raubs gewunden wird, wird durch die Vergangenheit des Generals kaum gerechtfertigt. An dieser war lediglich bemerkenswert, daß Giraud zweimal in Gefangenschaft geriet. Ebenso ist es kein Beweis von Feldherrntalenten, daß Giraud zweimal aus dieser Gefangenschaft entkommen konnte. Auch wird niemand behaupten wollen, daß der Bruch eines Ehrenwortes einer militärischen Begabung gleichzusetzen sei. Was ist also der Zweck des Manövers, bas Giraud über Nacht zu einem „berühmten militärischen Führer" erhebt? Die Antwort ist nicht schwer zu finden. Die Engländer loben den Soldaten Giraud, damit der Gedanke nicht aufkommt, daß ihn jemand als Politiker ansehen konnte. Für de Gaulle wird die umgekehrte Propaganda getrieben. Von ihm haben die Engländer noch niemals behauptet, daß er etn tüchilger General war. Um so hoher wurden an ihm andere Eigenschaften geschätzt, die ihn zum politischen Führer der französischen Emigranten geeignet machen. Der Plan, der den Engländern heute vorschwebt, ist, de Gaulle zum poft«- tischen Vorgesetzten Girauds zu machen und Gi- raub die Rolle eines militärischen Hangens zuzu- weisen, den de Gaulle dirigiert. Hinter diesem Spiel verbirgt sich die Fortsetzung des Tauziehens zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten, um die Herrschaft über Französisch-Nordafrika. Wie auf allen anderen Kriegsschauplätzen sind die Engländer auch dort bemüht, den Krieg nicht militärisch, sondern politisch zu führen. Die militärische Rolle überlassen sie ben Amerikanern. Daß Ersenhower militärisch enttäuschte unb statt besten eine politische Aber bewies, war für die Engländer eine unangenehme lieber- raschung. Der Mord an Darlan war die britische Warnung für (Eifenboroer, bei seinem mlitarischen Leisten zu bleiben. Die gleiche Wapnung richtet sich jetzt auch an Giraud. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Amerikaner mit der Rolle, die die Engländer Giraud aufzudrängen suchen, abfinden werden. 3uin vom LlSA.-Hauptquartier zum französischen Oberbefehlshaber ernannt Genf, 30. Dez. (DNV. Funkfpruch.) Nach einer Reutermeldung hat das USA.-Hauptguartier ta Nordafrita bekauntgegeben, daß General 3 uitt zum Oberbefehlshaber der ftanzöfifchen StretkkrSpk in Nordafrika ernannt wurde, (lange bestehende wirtschaftliche Verbindungen durch dm Krieg abgerissen wurden, und daß die reichsten Aohstoffkammern ber Welt von einem großen Teil ihrer bisherigen Absatzmärkte getrennt wurden. Man erhält einen Begriff von ber Ausgabe, wenn man sch vergegenwärtigt, daß 150 Millionen Menschen (arobei China nicht berücksichtigt ist), die bisher Gebrauchs- und Luxusmaren aller Art aus Europa unb den USA. erhielten, jetzt, wenn auch mit kricgs- zeitlich bedingten Einschränkungen, von Japan ver- orgt werden müssen. Gleichzeitig muß die japanische snbustrie ihr Hauptaugenmerk auf die Steigerung Oer Rüstungsproduktion richten, um der Drohung mit dem Rüstungsprogramm der USA., das von Japan nicht überschätzt, aber auch nicht auf die leichte Schulter genommen wird, zu begegnen. Es handelt sich also nicht nur um ein bloßes Mederankurbeln der Wirtschaft in besetzten Gebieten, sondern um eine umfassende Neuplanung, die Einführung neuer Anbauarten unb bie Verlegung unb den Neuaufbau ganzer Industriezweige. Er- chwerend fällt ins Gewicht, daß bie Rücksichten auf bie Grforberniffe der Kriegführung eine Planung unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten verbietet. riegeg eingetreten. _ , Kährenb der wirtschaftliche N-ubau im vstasta - frn Raum auf Grund der geschilderten Nerdolt- liffe in vieler Hinsicht pr°°isi>ri,ch-n Ckaratt-r tra- Itn muß, ist Japan mit aller Kraft bestrebt, auf uiturellem Gebiet die B-völkerunq der neu ge- Mnnen-n Territorien für die Idee eines unter ,apa- sicher Rührung geeinten Ostnsiens ?ewmn-n Ms ine notwendige Voräusletzung für b« MÄ-rb-le unq bodenständigen asimstliben Geist-skeb.ns wird ine Befeitinung aller Einfluste angesehen, d,e von kihsren Beherrschern dieser Raume au-gma-u be- Lers von deren Enroche und Sitten. Es kann [Lm überraschen, daß in diesem Zusammenhang |L unoernntwartlichen Stellen si°l-a-nt!icb T N- Ilewen laut werden, die auf eine vollständige Jso- Ilenm-I des vstasiatil-b°n Raumes gegenüber a t len Mchtasiatischen Einflüssen Und Kontakten abzie em lk! ist ein erfreuliches Zeichen, hast b'Mgw.nrber Ikeiade am Ende des ersten Jahres des Ostasien jli-ces d-r> Ministeroräfident Tojo und andere Mende ÄäEr J-vans die enge Verb'mdenbe.t hit feinen eurDnäif»en2Id)fennartn-m unteren»™ Bnb b^ont hoben, daß es sich nicht nur um eme I Interessengemeinschaft für Krle^dauer sond^i um I es Ostasienraumes tm letzten pal 0 -Zunächst I kriegerischen Dpernhonen m»t sstL W|t «ß bedacht werden, daß die wuperung I hean besebten Teiles von Eh la.^^ I' leife Zuru-kdrangung der Ti-yunarm» s u ni die Bekämpfung der m Cd.n° emg-semen KA.-Flieger nnbekümmert fortgesetzt wu^de^^^r^ j iei bähen die Japaner — adnlich . ®i Winter an der europaifdjen Ostfront aus oie waren, war Giraud bereits zum Nachfolger Darlan s ernannt Was sich nunmehr in London ereignete, entbehrt nicht der Komik. De Gaulle beschloß, gegen seine erneute Uebergehung bei der britischen Regierung zu protestieren. Eben nahm ben Protest be Gaulles entgegen unb veranlaßte diesen zu einer Rundfunk» botschaft, m ber beider ablehnende Haltung Giraud gegenüber aber nicht offen zum Ausdruck kommen durfte. De Gaulle zog sich nicht ungeschickt aus der Affäre: Er sprach nicht von Darlan, er sprach auch nicht von Giraud unb dessen Plänen, sondern sprach von der „Schlacht in Tunesien", die auf französischer Seite unter dem Oberbefehl des Generals Giraud- ort-'-r., r T o k i 0, im Dezember 1942. .Der Abschluß des Jahres 1942 fallt für Japan ift genau mit dem Ende des ersten Jahres leit jusbruch des Ostasienkri-ge- unä damit Japans mtatt in den großen W-ltkonflikt zusammen, ll-rdings erfocht Japans Wehrmacht einige der anzendsten Waffenerfolge, welche für spätere lege die Grundlage legten, noch in den letzten Inrtlgn Ana Hntavn« 1L cir . ■ - - . Kampf und Konsolidierung im ostasialischen Raum Von unserem S. H. A.»Berichterstatter. schen diesen Staaten unb einigen annektierten Gebieten oder einer sowjetischen Räterepublik würde nur darin bestehen, daß den Staatsangehörigen der berührten Länder bie dürftigen Freiheiten und Rechte, bie es vielleicht in der Sowjetunion noch geben könne, verweigert werben würden. Der Terror, den die Bolschewisten in diesen Staaten ausüben mürben, würbe alle sogar in den UdSSR, vorgekommenen Grausamkeiten in ben Schatten stellen. Um ihre fernere Sicherheit zu garantieren, verlange bie Sowjetunion Stützpuntte auf Aaland, auf Gotland und Bornholm, ferner ßibau, Oesel, Dagoe, Baltischport und Hangoe. Außerdem verlange man Teile Schwebens und Norwegens als Interessensphäre, ein Begriff, ber einen ständigen Druck gegen diese Länder bedeute, und Eingriffe in ihre Regierungspolitik. Dies mürbe mit Hilfe ber in jedem Lande vorhandenen kommunistischen Ladesverräter langsam aber sicher zurvölligen Unterwerfung unter die Sorojetunion führen. drühftche UnioerßEr-rnckttel K taft General-Anzeiger für Gberhefsen HWwfrt* Verschiedentlich haben in den letzten Wochen Sprecher ber japanischen Wehrmacht darauf hin- geroiefen, daß, sobald einmal die endgültige Entscheidung im Salomonen-Raum gefallen s«, eine völlig neue Phase des Pazifikkrieges beginnen werde. Hierin ist eine keineswegs einzeln dastehende Andeutung von zuständiger japanischer Seite zu erblicken, daß Japan keineswegs beabsichtige, auf den Lorbeeren feiner bisherigen Erfolge auszuruhen. Japan richtet sich auf einen langen Krieg ein, der aber nicht ein Sitzkrieg fein soll, wie kürzlich ber Armeesprecher Oberst Pahagi betonte, sondern durch Perioben energischer Angriffsoperationen unterbrochen werben wirb. Japan wacht, um den Gegner überall zu schlagen, wo er Blößen zeigt. Im festen Vertrauen darauf, daß neben ber äußersten Anspannung aller materiellen Kräfte die Heber» legenheit des japanischen Geistes gemeinsam mit ben europäischen Bundesgenossen ben Sieg davontragen wird, tritt Japan in das neue Jahr ein. kochen des Jahres 1941, beim Angriff auf Pearl Vernichtung der beiden englischen cylachtschiffe „Prmce of Wales" und „Repulie" --- &—•----—v v ' •1 ■ (92. Jahrgang Rr. 306 lirndjetni .. find) auhei Sonntantz und Beilagen! I Gießener ^amiltenblätter Heimat 'mBtid-DieScholle 0e*unSvreiSr Zustellaebttör,.. „ -Z auch be» Nichtertchemen von einzelnen Nummern tnrolae boberer Gewalt flkntftorfdmnldiltib 2251 SIStolTJ1 Unreiner" . l'oWfbfrf 11 $>rnnff /M 1 dk Einnahme Hongkongs unb ber Besetzung wichti- «r Stützpunkte. Aber im großen gesehen kann wohl ... »st die erste Hälfte des jetzt zu Enbe gehenden Jah- . «s als die Periode großer japanischer Offensiven zu tur- | Passer und zu Lande bezeichnet werden. sich । Innerhalb dieses kurzen Zeitxaumes gelang es, hr« ifeft alle Länder und Inselgebiete im Südosten des N jaslatischen Kontinents, welche von japanischer Seite fttli als wesentliche Bestandteile des ostasiatischen Groß- au$ htumes betrachtet werden, ben Nordamerikanern, Engländern und Holländern zu entreißen und unter japanischen Schutz zu bringen. Darüber hinaus j wurde eine Reihe vorgeschobener Stellungen auf den j Andamanen, auf Neuguinea, dem Bismarck-Archipel, dm Salomon-Inseln unb den westlichen Aleuten [erobert, die für die Verteidigung der neu gewonne- ititn Gebiete und des japanlschen Kemlandes wertsvoll sind unb zugleich Ausgangsstellungen für künftige Offensiven nach jeder Richtung barstellen an der Dftfüfte ist völlig lahmgelegt ... Die mit zu- sammengepreßten Lippen gemachten Zugeständnisse der Marine, die Schreie der jungen Matrosen, die in einem flammenden Oelmeer verbrennen, verraten dem Volk alles, was es zu wissen verlangt." Die Vereinigten Staaten haben seitdem mit allen erdenklichen Mitteln versucht, den Schutz ihrer Handelsschiffahrt zu erhöhen und ihren Schiffsbau zu forcieren. Bisher jedoch überschreiten die Versenkungen noch bei weitem die entstehenden Neubauten. Sie haben wider Erwarten auch in der schlechten Jahreszeit des' Herbstes nicht nachgelassen. Die Zunahme der Unterseeboote ermöglicht es den Booten, ihre Aufgaben von der Barentsee bis weit in den Südallantit, neuerdings sogar bis in den Indischen Ozean hinein zu erfüllen. Im Verein mit Zerstörern und der Luftwaffe brachten sie den stark gesicherten, nach Murmansk und Archangelsk bestimmten feindlichen Geleitzügen schwerste Verluste bei. Aehnlich erging es den britischen Geleit- ,3Ügen im Mittelmeer. Unsere U-Boote setzten dort im Verein mit den italienischen U-Booten und den deutsch-italienischen Luftstreitkräften dem britischen Ost-West-Derkehr derartig zu, daß die Alliierten allmählich den ganzen Nachschub für ihre im Osten stehenden Truvpen und die südlichen Gebiete der Sowjetunion den weiten Umweg um Südafrika machen lassen mußten. > Unseren U-Booten wurde ihr schwerer Dienst erleichtert durch die aufreibende Tätigkeit unserer Sicherungsverbände vor den riesigen von uns besetzten Küstenstrecken, die Tätigkeit der Zerstörer, der Schnellboote, Sperrbrecher, Vorpostenboote, der Fahrzeuge des Minendienstes. Ihr stetiger Einsatz sicherte das Küstenvorfeld uhb brachte zahlreiche Kriegs- und Handelsschiffe zur Strecke. Vorzügliche Ergebnisse, besonders in Flugzeugab- schössen, erzielte auch unsere Marineartille- r i e. Die Deckung unserer Küstengebiete war so gut, daß selbst starke Ueberfälle feindlicher Streitkräfte ohne Mühe abgewehrt werden konnten. In der Nacht des 28. März versuchten englische Seestreitkräfte an der Loiremündung Truppen zu landen, um den U-Boot-Stützpunkt St. Nazaire anzugreifen. Ein mit Sprengstoff geladener alter amerikanischer Zerstörer, der ein Schleusentor rammen sollte, flog, bevor er das Ziel erreichen konnte, im Feuer der deutschen Marinebatterien in die Luft, die übrigen Schnell- und Sturmboote wurden ebenfalls vernichtet. ^schwerer waren die feindlichen Verluste bei dem Üandungsversuch vor Dieppe, der am frühen Morgen des 19. August ftattfanb. Unsere im Küstenschutz ringesttzten Kräfte wiesen gleich die erste in 400 Booten an greifende feindliche Abteilung der- arttg ab, daß die große, stark gesicherte eigentliche Transportflotte überhaupt nicht in Aktion treten konnte. Eine ganze Reihe ihrer Schiffe wurde versenkt. Neben 2000 Gefangenen verloren die Angreifer 600 Verwundete und zahlreiche Tote. Aehn- tich erfolgreich wurde am 14. 9. an der Nordafrikafront bei Tobruk ein britischer Landungsoer- such in engem Zusammenwirken deutscher und ita- lierrischer Streitkräfte abgeschlagen. Neue schwere Aufgaben traten an unsere im Mittelmeer in Anlehnung an die deutsch-italienische Panzerarmee des Feldmarschalls Rommel operierenden Seestreitkräfte heran, als die Armee vor gewaltiger Uebermacht nach Westen zurückge- nommen werden mußte und im Anschluß daran am 8. November die feindlichen Landungen in Marokko und in Algerien begannen. Die See- und Luftstreitkräfte der Achse waren auch hier auf ihrem Posten. Der feindliche Nachschub- und Geleitdienst mutzte schwere Verluste einstecken. Durch die Besetzung Tunesiens, Korsikas und der französischen Südküste ist eine neue Grundlinie für die deutschitalienischen leichten Seestreitkräfte entstanden, -von der aus sich die Angriffe unserer U-Boote auf den notwendigerweise großen Nachschub der alliierten Jnoasionsttuppen noch besser ansetzen lassen, als es bisher möglich war. Der Monat November hat als bisherige Rekordleistung an Versenkungen durch U-Boote die ungeheure Zahl von 955 200 BRT. gebracht. Welche schweren Sorgen diese andauernden Versenkungen unfern Gegnern bereiten, davon zeugt manche im feindlichen Lager laut werdende Stimme, so das resignierte Geständnis des Ersten Lords der britischen Admiralität Alexander: „Niemand kann sagen sagen, was wir im U-Boot- Krieg noch erleben werden. Die U-Boote sind u n - fer schlirnrnster Feind." Er gab damit zu, daß unsere Kriegsmarine mit der Art ihres Vorgehens auch im vergangenen Jahre auf dem richtigen Wege war. Nur noch ein Drittel der Vorkriegstonnage. Tokio, 29. Dez. (DNB.) Eine japanische Wirt- schastszeitschrift weist darauf hin, daß England und die Vereinigten Staaten jetzt zusammen nur, ein Drittel der gemeinsamen Vorkriegsschiffstonnage besitzen. Nordamerika und Großbritannien ständen jetzt .vor einer Schiffskrise. Nachdem die Tonnage unter dem Mindestmaß der Erfordernisse Englands und der Vereinigten Staaten liege und der Handel in den letzten Graben gedrängt sei, aus dem es kein Entweichen gebe, müsse eine Waffe erfunden werden, die es ermögliche, der Tätigkeit der Achsen-U-Boote Herr zu werden. Das-Ko n v o i - Sy st e m, das Großbritannien im Jahre 1917 zum ersten Male angewandt habe und das es damals vor einer Tonnagekrise rettete, sei heute wirkungslos geworden. Trotz der vom Feind veröffentlichten astronomischen Ziffern über von Stapel gelassene neue Schiffe dürfe man nicht voreilig zu dem Schluß kommen, daß diese sofort in Dienst gestellt werden könnten, da sie noch ausgestattet werden müßten, während auf der anderen Seite ein großer Mangel an erfahrenen Seeleuten, die zu ihrer Bemannung nötig wären, herrsche. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 29.Dez. (DJIB.) Der Führer hat dem Kommandanten eines Hilfskreuzers, Kapitän zur See Hellmuth von Rucktefchell als 158. Soldaten der deutschen Wehrmacht, ferner dem ff- Gruppenführer und Generalleutnant der ZBaffen-f# Felix S keiner, Kommandeur einer U-Panzer- Grenadier-Diviflon, Generalleutnant Hubert Lanz, Kommandeur einer Gebirgsdivision, Generalmajor hetmuth S ch IÜ m e r, Kommandeur einer mot. Jnf.-Div., Oberst Maximilian Reichsfreiherr von Ldelsheim, Kommandeur eines Panzer- Grenadier-Regiments, Oberst Hartwig von Ludwig er, Kommandeur eines Jäger-Regiments, Hauptmann Harald von h i rfchfeId. Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjäger-Regiment, Oberleutnant b.2L 3ofef Bremm, Kompaniechef in einem Grenadier-Regiment, Oberst helmuth T h u m m, Kommandeur eines Jäger-Regts., Oberst helmuth von Pannwlh, Führer einer Kampfgruppe, als 159. bis 167. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieheen. Unruhen in Südafrika. Lissabon, 29. Dez. (Europapreß.) Im Verlaufe schwerer Unruhen wurden in Pretoria sieben Eingeborene erschossen und ein Soldat durch Messerstiche getötet. Die Unruhen begannen, als eine Versammlung von Eingeborenen durch Polizisten mit Tränengasbomben auseinander getrieben werden sollte. Die Eingeborenen setzten sich zur Wehr, worauf südafrikanische Truppen mit drei Panzerwagen erschienen und auf die Menge das Feuer eröffneten. Der de-Gaulle-Einfall in Somaliland. V i ch y, 29. Dezember. (Europapreß.) Zu dem schon gemeldeten Einmarsch britischer und de- Gaulle-Truppen in Französisch-Somaliland erfährt man noch, daß am Sonntagvormittaa über Dschibuti, der Hauptstadt der Kolonie, ein fremdes Flugzeug Flugblätter abwarf, in denen der Einfall von de-Gaulle-Streitkräften in Französisch-Somaliland angekundigt wurde. Aufklärungsflugzeuge der Kolo- nialtruppen stellten fest, daß mehrere Militärzüge und mit Truppen beladene Lastautos das Landesinnere zu erreichen suchten. Am Montagabend waren die feindlichen Streitkräfte bis Gibele an der Eisenbahnlinie Dschibuti—Addis Abeba vorgedrungen. Sie sollen sich außerdem der Festungswerke von Bauet und Megada bemächtigt haben, die drei Kilometer westlich und südlich der Hauptverteidigungslinie gelegen sind. Diese plötzliche Unterbrechung der Verhandlungen zwischen General Hopkins, dem britischen Ober-- kommandierenden in Aethiopien, und dem stellvertretenden französischen Gouverneur für Somaliland soll zweifellos einer A ktion der USA. zuvorkommen. Don brittscher Seite war einem neutralen Diplomaten gegenüber geäußert worden, daß man sich in Washin Aon ernstlich mit der Ab- Das „kleine Aaiurwesen". Von Hans Sturm. Im Dezember 1892, also vor nun fünfzig Jahren, wurden zum erstenmal Goethes Briefe, die er seit 1792 an Christiane Vul - pius gerichtet hat, veröffentlicht. „Niemand verstand meine Sprache", beklagle sich Goethe nach seiner ersten Heimkehr aus dem Süden über die Freunde, und besonders schmerzvoll empfand er die Kühle der Frau von Stein, die ihrerseits sein Wesen „zerstreut" und „zerrissen fand; beide spürten, daß in ihnen etwas gestorben war — für immer. In diesen „düsteren Etagen" führte ein gütiges Geschick dem Dichter die „D e - m o i s e l l e D u l p i u s* zu, der das „kleine Naturwesen" schon nach der ersten Begegnung in sein Herz schloß. Christiane, Tochter des zwei Jahre vorher verstorbenen Amtsarchioarius Dulpius, zählte damals dreiundzwanzig Jahre und war ... em bräunliches Mädchen, die Haare Fielen ihr, dunkel und reich, über die Stirne herab, Kurze Locken ringelten sich um's zierliche Hälschen, Ungeflochtenes Haar kreuzte vom Sdjeitet sich auf. So überreichte sie dem im Park sich ergehenden Dichter und Minister eine Bittschrift ihres Bruders, der um seine Wiederanstellung nachsuchte; ihre natürliche, ungezierte Anmut brachte ihrem Bruder die Anstellung und ihr die Liebe Goethes. Das „Blümchen", das er so unversehens fand, als er „im Walde so für sich hin" gegangen, wurde bald seine Vertraute. Mit seinem „Hausschatz" in der „liebeerwärmten Stätte" seines Hauses zu weilen, war für ihn das Glück. Sein Verantwortungsgefühl gestaltete seine Beziehungen zu Christiane zu einer Gewissenssache: als ihn Körners Schwägerin fragt, toarum er nicht heirate, meint er: ,Zch bin verheiratet, nur nicht mit Zeremonie." Die sinnenhafte Schönheit Christianens hat Goethe festgehalten in einigen der „Römischen Elegien", deren erste er 1788 schrieb. Am 25. Dezember 1789 beglückte Christiane „ihren liebwertesten Menschen" mit einem Sohn (August). Wenige Monate.später fuhr Goethe zum zweitenmal nach Italien, um in Venedig die Herzogin AmÄie $u erwarten; aber stinq frühere Liebe zum Süden wird gedämpft durch die Sehnsucht nach Christiane und dem Knaben. Nach draußen ist Christiane seine Verwalterin, die ihn mit „Sie" und ,Äerr Geheimbderath" anredet, innerlich steht ihm keine Frau mehr „so nahe wie Christelchen", das fünfzehn Jahre jünger ist als er. Ihre ursprüngliche Frische und einfache Weiblichkeit geben ihm Mut und Anregung zu dichterischen Werken, wie etwa „Die Metamorphose der Pflanzen"; hier handelt der Dichter von „heiliger Liebe", die zu der höchsten Frucht führt, die aus reinen Gesinnungen zweier Menschen aufwachsen kann. Sein „kleines Naturwesen" wird diese nicht gerade einfachen Hexameter kaum je gelesen, jedenfalls nicht verstanden haben, aber der Anlaß dazu gewesen zu sein, ist schon viel! Jahrzehntelang blieb Goethes Verhältnis zu Christiane durch „ein Gefühl häuslichen Behagens" gekennzeichnet, er fühlte sich als Behüter und Behüteter zugleich; die Derttaute ist ihm lieber als „die schönen Damen der feinen Welt", auch fechten ihn die vielfälttgen Redereien in der Gesellschaft nicht an. Wenn er Christiane nicht sofort zum Altäre führte, so hatte er dazu mancherlei Gründe. Einmal mußte er — die damalige Zeit verlangte es — auf seine Stellung Rücksicht nehmen, und bann pollte er der Geliebten Schmähungen und Demütigungen ersparen, der sie sicherlich ausgesetzt gewesen wäre. 1806, in den Tagen nach der Jenaer Schlacht, fügt es das Geschick, daß Christiane dem „^errn Geheimbderath", in dessen Haus mehrere betrunkene französische Marodeure dringen, viel Aerger ersparte, ja, vielleicht das Leben rettete, indem sie, die kein Wort Französisch verstand, auf echt thüringische Art „bie Kerle hinauskomplimentierte". Am anderen Morgen bittet Goethe den Hofprediger um Anberaumung der Trauung, vier Tage später steht er mit Christiane vor dem Traualtar, sein siebzehnjähriger Sohn August und dessen Hauslehrer F. W. Riemer sind die Trauzeugen. Tags darauf erscheint Christiane zum erstenmal in der (Gesellschaft als des Dichters rechtmäßige Gattin, im März 1807 reift sie zum erstenmal nach Frankfurt am Main zu Goethes Mutter; nachher schrieb Frau Aja ihrem Sohne nach Weimar über diesen Besuch: „Wir waren sehr vergnügt und sehr glücklich miteinander." «größten Kummer" sicht trage, Französisch-Somatiland von USA.-Ver- bänden besetzen zu lassen. In offiziellen Kreisen Vichys wird erklärt: „Seit dem 22. Juli 1940 haben uns die Angelsachsen 11725 000 Hektar unseres Kolonialgebietes gestohlen. Wir werden es wiederholen. Die Angelsachsen haben zur gleichen Zeit 45 600 000 französische Staatsangehörige unterjocht. Wir werden sie betreten" Aus dem Reich. Oer 4. Opfersonntag brachte 44,5 Millionen. Berlin, 29. Dez. (DRB.) Bei dem am 6.Dezember durchgeführlen 4. Opfersonnlag beträgt das vorläufige Ergebnis 44 587 796,19 RW. Bei der gleichen Sammlung des Borjahres wurden 33 244 433,92 RW. aufgebracht. Es ist also eine Zunahme von 11 343 362,27 R7N., das sind 3 4,12 v. h. zu verzeichnen. Die Hauszinssteuerabgel Uig. Ministerialrat Dr. U h l i ch wendet sich in der „Deutschen Steuerzeitung" gegen die Auffassung, daß Hausbesitzer nicht in der Lage seien, die Jahresleistungen für die Abgeltungsdarlehen aus dem Ertrag der Grundstücke zu bestreiten. Die Jahresleistungen traten an bie Stelle der bisherigen Hauszins st euer. Sie machten aber nur 85 v. H. der Hauszinssteuer aus, so das; der Hausbesitzer nicht mehr, sondern weniger zu zahlen habe. Die - Ertragsverhältnisse der Grundstücke verbesserten sich um 15 v. H. der Hauszinssteuer. Die Verbesserung sei größer, wenn kein Ab' geltungsdarlehen aufgenommen werde. Dem Haus- oesitzer komme in diesem Falle die Mehreinnahme durch Wegfall der Hauszinssteuer uneingeschränkt zugute, diese mache viel mehr aus als die Zinsen, des aufgewendeten Kapitals. Der Hausbesitzer könne i das verwendete Kapital im Läufe der Jahre aus den Mehrerträgnissen wieder ansammeln. Die Ei> ttagsverhältnisse gestalteten sich in den Jahren 1948 bis 1947 noch besser, wenn die Vorschriften über die Abzugsfähigkeit bei der Einkommensteuer und. Körperschaftssteuer berücksichtigt werden. Das ab 1948 zu zahlende Mehr an Einkommensteuer könne aus den 15 v. H. der bisherigen Hauszinssteuer entrichtet werden. Für einen Kriegsteilneh- I m e r, der keine Erklärung abgebe, regele sich das Abgeltungsdarlehen von selbst. Das Finanzamt , werde ein Institut damit beauftragen. Es sei selbstverständlich, daß die Finanzämter auf die Bedürfnisse der.Kriegsteilnehmer weitgehend Rücksicht nehmen. Das könne jedoch nicht bedeuten, daß bei Kriegsteilnehmern auf die Abgeltung verzichtet werden könne. Aber hinsichtlich der Fristen werde man den Kriegsteilnehmern weitgehend entgegenkommen. Uttf 4 ll-ichde Em die Wertes si der ita» Heinere ’L Dann Wn M Mini und jet M i Sl*.' Kammersänger loses von Ranowarda gestorben. Berlin, 28. Dez. (DKD.) Die deutsche Oper hat einen schweren Verlust erlitten. In Berlin ist Kammersänger Professor Joses Manowarda, Edler von Jana, nach schwerer Krankheit gestorben. Nicht nur in Wien und Berkin, an deren beiden Staatsopern der große Sänger durch üiete. Jahre Erfolge über Erfolge errungen hat, wird diese Nachricht alle Musikfreunde mit aufrichtiger Trauer erfüllen, mit ihnen wird sie auch die vielen Verehrer seiner Stimme und seiner hohen Kunst in fast allen Teilen Europas schmerzlich bewegen, nach denen chn seine ausgedehnten Gastspielreisen geführt haben. Sein Repertoire als Sänger umfaßte vor altem eine lange Reihe von Wagner-Partien, so Daland, Land- graf, König Heinrich, Hans Sachs, Pogner, Wotan, Fafner, Hagen, Hunding und Gurnemanz. Nicht minder berühmt waren aber auch fein Sarastrv in der „Zauberflöte", fein Rocco im „Fidelio", fein Jago in Verdis „Othello", sein Oberpriester in „Aida", sein König Philipp in Verdis „Don Carlos", fein Papst in „Paleftrina" und — nicht zuletzt — fein Ochs von Lerchen au im „Ro senkavalier". I Professor von Manowarda wurde am 3. Juli 1890 als Sohn eines Majors zu Krakau geboren, studierte dann am Wiener Theresianum und an einem Grazer Gymnasium, um sich nach der Matura philosophischen Studien an der Grazer Universität zuzuwenden. In Graz vollzog er auch den Sprung auf die Bühne, 1911 trat er am dortigen Stadttheater sein erstes Engagement an. lieber die Wiener Dolksoper und das Hoftheater in Wies- baden kam er unter der Direktion Schalk-Strauß im Herbst 1919 an die Wiener Staatsoper, in deren Verband er bis 1934 verblieb. Seither gehörte Manowarda der Berliner Staatsoper an. Unvergessen ist auch seine Wirksamkeit bei den Festspielen in Salzburg, München und vor allem in Bay. reuti). Was Josef von Manowarda über den reinen Sänger weit hinaushob, war seine ungewöhnliche Kraft der deklamatorischen und darstellerischen Gestaltung, durch die er — einer der intelligentesten Sänger-Darsteller — zu einer tragenden Stütze des Bayreuther Wagner-Stils geworden mar. Kunst und Wissenschaft. tlm 29.1 Meten ■ Webens .* He -ntfern >as d°l .frage. Die ichezu eint Muny n>i gMernden aus ben L Meuter I -Moensburc hartes Erdi in StuttM rechnete Hei bis 1050 K lich genau Grenzgebiet negro. T\ 3000 Hm Äezirk von kinqeftürzt. verschüttet s ,M Monte Niksar sind $d Durch eil Stabt Lor Professor Düllemveber f. Durch einen plötzlichen Tod ist der ordentliche Pro- stsfor der Inneren Medizin an der Universität Köln Dr. med. Gerhard Wüllenweber in der Nacht zum 20. Dezember abgerufen worden. Geboren 1894 in Berlin wandte er sich nach der 1913 bestandenen Reifeprüfung dem Studium der Medizin zu. Am Weltkrieg nahm er als Kriegsfreiwilliger teil. 1930 legte er das medizinische Staatsexamen ab. Er war dann Assistent in Hamburg-Eppendorf, Jena, München und Köln, wo er sich 1927 habilitierte, 1933 außerordentlicher Professor, 1934 Direktor der Medizinischen Poliklinik und 1939 planmäßiger ordentlicher Professor wurde. Er war ferner Chefarzt des Städtischen Krankenhauses in Köln-Deutz. Seine Arbeitsgebiete waren Erkrankungen der Lunge, der Nieren und der Harnwege, organische Nervenkrankheiten sowie periphere Äreislaufftörungen. In dem Verstorbenen verliert die Wissenschaft einen Forscher, Lehrer ynd Arzt von hervorragender Begabung und außerordentlichem Können. Hochschulnachrlchien. Der a. o. Professor an der Universität Berlin Dr. med. Klaus Vogel wurde beauftragt, an der Universität Kiel die Vertretung der durch das Ausscheiden von Professor Dr. med. Seiffert frei gewordenen Professur für Hals-, Nasen- und Ohrercheil- kunde wahrzunehme.l. Vogel wurde 1890 in München geboren, habilitierte sich 1928 in Berlin und wurde dort 1937 a. o. Professor. — Prof. Dr. phil. Otto Moritz wurde zum a. o. Professor ernannt und zum Direktor des Pharmakognostischen Instituts der Universität Kiel bestellt. Moritz wurde 1904 klagte Christiane bei Frau Aja, daß sie noch vier Kinder gehabt habe, von denen zwei tot zur Welt tarnen und die anderen beiden nur wenige Tage lebten; der einzige Trost seien ihr die Verse geworden, die der erschütterte Vater den Toten gewidmet habe. Wer Christiane näher kennenlernen will, lese in den Briefen, die sie ihm und er ihr geschrieben hat. Als Christiane am 6. Juni 1816 stirbt, schreibt Goethe tih sein Tagebuch: „fieere und Totenstille in und außer mir!" Arn Abend desselben Tages dichtet er vier Zeilen, die seine Trauer besser kennzeichnen als laute Klagen: Du versuchst, o Sonne, vergebens. Durch die düsteren Wolken zu scheinen! Der ganze Gewinn meines Lebens Ist, ihren Verlust zu beweinen! Entenjagd im Atlantik. Von Kriegsberichter Joachim H. Eichen. PK. Bei der Kriegsmarine in ... „Rate mal, was ich hier in der Faust habe ..." „Einen Kopf Rotkohl ...?" „Geraten!" Diese scherzhafte Unterhaltung fand in der Lehr- küche für Unterseeboors-Koche, statt. Aber der Seemann hatte nicht etwa eine so riesige Pranke, daß er einen ganzen Rotkohl darin verschwinden lassen konnte — nein, das Rptkohlpäckchen in seiner Faust war nur so groß wie eine Zigarettenschachtel; es war Unterseeboot-Rotkohl, und auf dem Etikett stand zu lesen: Rotkohl 100 g Trockengemuse — 1000 g Frischgemüfe Inhalt entspricht 4—5 Portionen. Acht Wochen Feindfahrt — das bedeutet sechzig Mal Mittagessen für rund fünfzig Männer. Gäbe es für jeden Mann bet jedem Essen ein Kilo Kartoffeln, so müßte man sechzig Sack frische Kartoffeln im U-Boot verstauen. Sollte es an jedem zweiten Tag ftisches Gemüse geben, so müßte man 15 Zentner frisches Gemüse unterbringen. Für derartige Mengen Nahrungsmittel ist natürlich auf einem U'Boof fein Platz vorhanden» ganz abgesehen Hain Ahreüsberg geboren. Er habilitierte sich 1931 ht Kiel und wurde dort 1939 außerplanmäßiger Pro» feffor. — Professor Dr. Christian Eckle wurde beauftragt, den neu errichteten Lehrstuhl für Psychologie und Pädagogik an der Universität Posen vertretungsweise wahrzunehmen. Eckle wurde 1899 in Blaubeuren geboren, wirkte zunächst im nriirtiem« bergischen Schuldienst und war später Assistent in Dresden und Gießen. 1938 wurde er Dozent an der Reichsschule für Arbeitsführung der DAF. in Stuttgart, 1939 an der Universität Tübingen Dozent für Psychologie und Pädagogik und kam 1940 als Direktor der psychologisch-pädagogischen Abteilung des Philosophischen Seminars nach Breslau. Ein Orgelkonzert von Flößner. Unter Carl Schuricht wurde im Wiesbadener Kur haust ein Konzert für Orgel und Orchester von Franz Flößner uraufgeführt. Es ist vierteilig auf- gebaut. Einem Präludium folgt ein Fugato mit freien Zwischenspielen des Orchesters. Dabei steigt eine große melodische Kurve aus mytischem Dunkel zu großer Entladung und wieder in geheimnisvolle Tiefen zurück. Anmutig und leicht läuft das Scherzo dahin und doch ist es । streng in den Formen des Kanons gebaut.' Die großangelegte Toccata mit einem hymnischen Höhepunkt und einem elementaren Gegensatz des Figurenspiels der Orgel zu den vielstimmigen Akkordblöcken des Orchesters schließr das anspruchsvolle Werk, das in Kurt Utz den berufenen folistischen Ausdeuter fand. Der Komponist Friedrich Klose gestorben. Der Komponist Friedrich Klose ist zu Weihnachten an seinem langjährigen Wohnsitz Lugano verstör« von, daß man solche Sachen gar nicht auf die Dauer frisch erhalten könnte. So aber nimmt man anstatt fünfzig Zentner Kartoffeln nur sechs Zentner Trockenkartoffeln mit. Dreihundert Päckchen Trocken* gemüfe finden in einer einzigen Kiste Platz und ergeben fünfzehnhundert Gemüseportionen, die genau 1° vollwertig nahrhaft sind wie ftisches Gemüse. Doch auch zu frischen Lebensrnitteln kann man mitten auf dem Ozean kommen. Der alte U-Boott Koch kann manches humorvolle Erlebnis berichten. Sein Boot war an der berühmten Eier-Prist beteiligt, die für alle Atlantikkämpfer unvergeßlich fein wird. Da war an einem großen Frachter, der Taufende und aber Taufende Eierkisten an Bord batte, im Gefecht die Kühlanlage zerschossen worden. Nach Hause konnte man die Eier nicht mehr bringen. Es mußten von allen Besatzungen, die an der Deute beteiligt waren, so viele Eier gegessen werden, wie irgend anging. Alles andere kam leider um. Ein andermal versenkte das U-Boot einen anderen Frachter, tauchte auf und ging nabet an Me Stelle bes Unterganges heran. Da bemerkte die Besatzung plötzlich ungefähr dreißig Enten, mitten int Ozean schwimmend. Ihr Stall hatte wohl an Deck des Dampfers gestanden. Der erste Wachofsizter stieg persönlich mit einem Mann in das Schlauchboot; „Weidmannsheil" riefen die anderen ihnen nach, und richtig, nach einiger Zeit waren alle dreitzfg leckeren Vögel an Bord gebracht. Am nächsten Tag gab es für jeden Mann eine halbe gebratene Ente. In der Unterseeboots-Lehrküche werden unter öeitimg eines besonders erfahrenen Verwaltungs- oftiziers einige hundert junge U-Bootsköche heran" gebildet. Sie lernen in vier Wochen hier mchr als manche höhere Tochter während eines Jahres in ihrem Pensionat. Am Ende ihres Lehrganges können die Männer nicht nur mehr als fünfzig U-Boots- Gerichte kochen, sie sind auch mit zahlreichen Küchen- tricks vertraut gemacht, sie können auch Kuchen und Brot backen, sie verstehen frische und konservierte Lebensrnittel richtig auf.zubewahr en, wffsen, wie und wo an Bord Brot und Nudeln, Makkaroni und Erbsen, Bohnen und all die vielen Dinge, die man zum Kochen braucht, verstaut sind. Jeder von ihnen weiß Bescheid über Vitamine und weiß, welche besondere Bedeutung sie für Männer auf Feindfahrt haben. Er weiß, wie er die Speisen so würzen muß, daß sie gut schmecken und nicht Durst erregen, et weitz» wieviel auch von feiner Arbeit abhäng^ / Auf u 3n der r wurde bei e Klvania-Lir Wettert. ( 'Bei einer Jon Bergar Boot, wobei Wn. 32 Toter vlglück bei «ansportzr »mem Pech Wf von Alr * in dem den A totransporf R0Ma 18ortfe6u "■Bitte & S*r ? Ochste j Ä 'M b'm ! Ä*s & k ‘n- ou SV worben. Eik die Markts übemachtetc Lin 5f Steinadle freier Natu ßarbimen , sich ein mä Heidelberg Heidelberger edler, Gäns sind, ließ si dellende La sofort Vers varf außei )m, den bi jeden Tag i 6s scheint, litt aufschlo Lin 2(i AUF MÖNCKEBER6 Einer, der am Krieg verdienen wollte Lo-e Zuchthaus- und Geldstrafen für einen gewissenlosen Betrüger. Im 45. Zuteilungszeitraum vom 11. 1. bis 7. 2. 1943 erhallen die bezugsberechtigten Verbraucher Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Butterschmalz, Margarine, Käse, Quart, Getreidenährmittel, Teigwarcn, Kartoffelstärteerzeugnisse, Kaffee-Ersatz- und Zusatzmittel, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kataopulver in der bisherigen Höhe. Daneben wird an alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger mit (Setreibe sind, eine Sonderzuteilung von 250 g Hülsenfrüchten und 125 g Reis ausgegeben. Für diese Sonderzuteilungen sind auf den Rährmittel- tarten besondere Abschnitte vorgesehen (Hülsenfrüchte Doppelabschnitt R 29/91 30, Reis Abschnitt N 31). Eine Vorbestellung wird für diese Waren nicht durchgeführt. Die vorgenannten Abschnitte sind beim Warenbezug abzutrennen und beim Ernährungsamt mit abzurechnen. Für ausländische Arbeiter sind auf den diesen zustehenden Wochentarten eben- Lpd. Darmstadt, 29. Dez. Durch Vermittlung' des Obermeisters der Malerinnung im Kreis Darmstadt wurde im Sommer 1940 die Aufstellung einer Arbeitsgemeinschaft von Malern und Weißbindern vorbereitet, die bei der Beseitigung von Gebäudeschäden in den zu Kriegsbeginn geräumten Gebietsteilen der Saarpfglz Mitwirken sollte. Auf Grund freiwilliger Meldung und Bewerbung wurde der Auftrag an den jetzt 51jährigen Malermeister Wilhelm S ch w ar z aus Darmstadt und zwei andere Handwertsmeister vergeben. Die drei Teilhaber schlossen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, die im Oktober 1940 ihre Tätigkeit aufnahm und die geschäfts führende Leitung auf Schwarz als Obmann übertrug. Obwohl die Arbeitsbedingungen der verbindlichen Preislisten für Instandsetzungen m den ehemals freigemachten Wiederaufbaugebieten und die vertragliche Abmachung mit dem Wiederaufbau amt bei dem Landrat in St. Ingbert einen angemessenen Gewinn- ertrag sicherten, faßte Schwarz, nachdem er sich an Ort und Stelle mit den Möglichkeiten unzulässiger Abrechnungsmethoden vertraut gemacht hatte, den Entschluß, durch täuschende Angaben gegenüber dem Wiederaufbauamt die Gewinnrechnung zum Nachteil b»r.Auftragsbehörde und zur beschleunigten urcb willkürlichen Erzielung von Uebergewinnen zurechtzumachen. Er verstand es, durch unrichtige Angaben in den von ihm aufgestellten Tagelohn zetteln und Rechnungen die behördliche Abrechnungsstelle mählich duntelrot. Der Beamte räusperte sich und wandte sich an Sigrid: „Ach, dann Haden Sie Schloß Mönckeberg wohl zur Zeit vermietet?" Sigrid schüttelte den Kopf. „Auch nicht! Aber ich kann Ihnen die Lage mit wenigen Worten erklären: Als mein Vater vor einem halben Jahre starb, konnte ich Mönckeberg nicht länger halten; deshalb verkaufte ich das Schloß an Herrn Güstrow, einen Deutsch-Amerikaner, der sich nun dort zur Ruhe gesetzt hat. Herr Güstrow ist Herrn Duderstädts Onkel. Gelegentlich der lieber« gäbe des Schlosses an Herrn Güstrow lernte ich auch Herrn Duderstädt kennen. Daher also rührt unsere Bekanntschaft!" ,^Hm, hm", machte der Kriminalassistent. Sein Blick, mit dem er Frank streifte, wurde etwas fteundlicher und schien irgendwie um Entschuldigung zu bitten. Nachdem er noch einige Aufzeichnungen gemacht hatte, räusperte er sich erneut. ,Kehren wir zu dem Einbruch hier zurück: Können Sie sich erinnern, Fräulein von Mönckeberg, ob Sie die Wohnungstür bei Ihrem Fortgang ordnungsmäßig verschlossen haben?" „Das weiß ich ganz genau!" „ijatte noch irgend jemand Zutritt zu Ihrer Wohnung?" „Nein! Außer meinen wenigen Schülern — ich habe augenblicklich nur drei — erscheint dreimal in der Woche meine Aufwartefrau. Aber erstens besitzt sie keinen Schlüssel, und zweitens kommt sie für einen Verdacht nicht in Frage." Der Kriminalassistent war aber gewissenhaft genug, trotzdem Namen und Wohpung der Aufwartefrau aufzuschreiben. „Ueberlegen Sie einmal. Fraulein von Moncke- berg: konnte ein Dritter wissen, daß Ihre Wohnung heute abend unbeaufsichtigt war? Oder haben Sie mit irgend jemand darüber gesprochen, daß Sie die Absicht hatten, heute abend auszugehen?" (Fortsetzung folgt) Hand. „Merken Se sich, Herr Dokta: wer zuerst Autyaut, ts* immer im Vorteil!" fügte er mit philosophischer Gemütlichkeit hinzu. Gleich darauf hatten sie festgestellt, daß sich in der Wohnung niemand mehr oerfrorgen hielt. In den anderen Räumen sah es ebenfalls ziemlich wüst aus, obgleich die Unordnung nicht ganz so groß war wie in dem ersten Zimmer. . Sigrid, die sich bis dahin tapfer gehalten hatte, ließ sich jetzt in einen Sessel fallen und begann zu schluchzen. ,.z IW „Tlein Gott, wie furchtbar ist bas!* Frank trat zu ihr. legte einen Arm um ihre Schulter und streichette beruhigend ihr Haar. Und Giesecke fragte fachlich: .. . ,3a, wat ham die Brüda denn rru eftentlich je- klaut?" 2. Kapitell Wenige Minuten waren nur vergangen, als ein Kriminalassistent und ein Schupobeamter erschienen, die vom nächsten Polizeirevier aus geschickt worden waren. . , , r „Na, denn kann ick ja wohl jehn , sagte Meister Giesecke, nachdem er den Beamten einen kurzen Bericht gegeben hatte. Fröstelnd zog er den Bademantel enger um feine hagere Gestalt und nahm fein Werkzeug unter den Arm. Sigrid, die sich inzwischen etwas gefaßt hatte, hielt ihn mit einer Handbewegung zurück. „Herr Giesecke. können Sie mir mofgen früh ein neues Schloß einsetzen?" „91a jew ß doch, Frollein! Mach ick! Een Schlotz roer* ick Ihnen anmachen: pikfein, oberprimaUnd ick freß 'n Besen, wenn bet eener mifn Nachschlüssel uff kriegt ... Det heeßt wenn et Ihn' nicht zu teuer is, Frollein?" Sigrid hob müde die Schultern und lächelte matt: „Ach, machen Sie nur, Herr Giesecke."-- Die Beamten kehrten von einer flüchtigen Durchsuchung der Wohnung zurück, und der Kriminal- assitt-nt wandte sich an Sigrid: „Wenn Sie nicht zu müde und abgespannt sind. Oie neuen Lebensmittelkarten Sonderzuteilung von Hülsenfrüchten und Jiris. in dem die Situationen und die Dialoge in ihrer Wirkung geschickt und genau vorausberechnet und aufeinander abgestimmt sind, so daß sich unter der Führung des Spielleiters Johannes Meyer ein angenehm unterhaltendes und witziges Durcheinan- der entwickelt, dem man mit Vergnügen und ungetrübter Heiterkeit zuschaut, zumal für die Einfädelung und Entwirrung dieses turbulenten Knäuels aus Verwechslung, Mißverständnis, Eifersucht und Liebe ein hübsch verteiltes, sauber aufeinander eingespieltes, gutgelauntes Ensemble eingesetzt wurde. Die überraschendste und erfreulichste Begegnung hat man mit Ferdinand Marian, der diesmal mit Nichten einen dämonischen Schuft zu spielen hat, sondern einen hartnäckigen Liebhaber, der feine wohlpointierten Frechheiten scharmant an die richtige Adresse bringt; sie heißt mit Vornamen Helene, in Wirklichkeit Leny Marenbach. unb macht es reizend und nahezu glaubwürdig. Das zweite Paar wird von Alice Treff und Hans Zesch-Ballot sehr hübsch gespielt, unb das dritte heißt ßucie Englisch und Georg Alexander, deren bekannte komische Qualitäten sich in dieser Umwelt vortrefflich bewähren. Auch Trude Haefelin, Arthur Schröder, Margarete Kupfer und Hubert v.Meyerinck verdienen ehre lobende Erwähnung. — (Bavaria.) * Im Beiprogramm sieht man die neue Wochenschau und einen sehr interessanten, technisch vollkommenen Kulturfilm „Salmo", aus dem Leben einer Forelle. Hans Thyriot. Gießener Vochenmarkkprelse. * Gießen, 30. Dez. Auf dem heutigen Woc^en- markt kosteten: Wirsing, Vi kg 10 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, rote Rüben 8, Grünkohl 6, Lauch 15, Sellerie 16, Feldsalat, 6 Rpf. Fräulein von Mönckeberg, wollen wir gleich ein Protokoll aufnehmen. Oder--?" „3a, ich bitte darum, meine Herren!" Der Beamte räumte einige der umherliegenden Bücher beiseite und setzte sich an den Tisch. ffsigrid von Mönckeberg", schrieb er, während er halblaut vor sich hinsprach. „Beruf: Klavierlehrerin. — Ihr Alter?" „Zwerundzwanzig Jahre." „So, und nun erzählen Sie mal! Die Wohnung war heute in den Abendstunden ohne Aussicht, nicht wahr?" „3a, ich ging abends gegen acht Uhr fort, weil ich mich am Bahnhof Zoo mit Herrn Duderstädt verabredet hatte. Wir aßen bann gemeinsam zu Abend und gingen anschließend noch in ein Kaffeehaus, und als ich dann kurz nach Mitternacht — ich glaube, es war zwölf Uhr fünfzehn — heim- kam, da — war das hier bereits geschehen!" Der Beamte blickte Frank mit offensichtlichem Mißtrauen an: „Der Herr Duderstädt sind Sie?" „3a, ganz recht: Frank Duderstädt ist mein Name." „3hr Beruf/' „Kandidat der Medizin." ,Zhr Alter?" „Fünfundzwanzig Jahre." „Wohnen Sie in Berlin?" „Nein! 3ch bin nur zwei Tage zu Besuch hier. Ich bin auf der Durchreise von Leipzig — wo ich studiert habe — nach Schloß Mönckeberg in der Mark, wo ich meine Doktorarbeit fertigschreiben will." ..Ach. dann sind Sie wohl mit Fräulein von Mönckeberg verwandt?" „Nein! Das heißt, ich hatte die Absicht — — aber das gehört nicht zur Sache!* Der Beamte hob den Kopf: um feinen Mund zuckte ein spöttisches Lächeln als er* Frank durchdringend ansah: ,j)m ... Eine kurze peinliche Pause trat ein. Frank nagte verlegen an seiner Unterlippe; seine Narben auf Stirn und Quartsette färbten sich allben, nachdem Ende November der 80 Geburrstnn Kloses die Aufmerksamkeit wuch ber beutf*™ DeffentWeit wieder auf den in stiller Zurück«". Musiker gelentt'batte.’kboren tn Karlsruhe, studierte SIo|e bei Bruckner war- über er Erinnerungen veröffentlicht bat. Ms charak- fertoHer Kampanist der fpätromantifdien Nicktuna als wertbewußter Musikpolitiker auch in verwi^en Zetten und als Musikpädagoge in Bafel und an ber" uorragenber Stelle m München batte sich der Der- ftorbene einen geachteten Namen erwarben Der Geiger «erbard Tafchner in Kam Der junge Erste Konzertmeister des Berliner Philharmonischen Orchester- Gerhard Tafchner " r EkurzeuiasSolstt eines Abendroth.Konzert^ in ® •?„“e n, “ar- ^at zum erstenmal in Rom als S°l'st auf. Nach dem frühen Richm, den Taschner fett feiner Entdeckung und Verpflichtung durch Furt- wangler in Deutschland erwarb, war das römische Gastspiel des 20jäbrigen Künstlers im Rahm'en der Kanzerte der Pbilbarmanischen Akademie wie auch >n der italienischen Hauptstadt eine Ueberraschung Handel, Mozart und die Chaconne oon Bach wurden mit einer erstaunlichen musikalischen Reife interpretiert. Dann führte das Programm zu den qefabr- lichsten Klippen des graßen Virtuafentums zu Pa- ganini und Sarafate. Der Beifall war stürmisch und herzlich zugleich. Kuno Renatus. Aus aller Wett. Starkes Erdbeben verzeichnet.. Am 29.12., 4.44 Uhr 22 Sekunden MEZ. verzeichneten die Instrumente ber Reichsanftalt für Erdbebenforschung in Iena ein sehr heftiges Erd- beben, dessen Herd etwa 9 00 Kilometer ent- entfernt ist. Als Herdlaqe kommt vermullich aas dalmatinische Küstengebiet in Frage. Die Bodenbewegungen in Jena hielten nahezu eine .halbe Stunde an. Die Energie der Bewegung war so groß, daß bei den 2000fach oer- gröhernden Nahbebeinstrumenten die Schreibfedern aus den Lagern geworfen wurden. Auch an den württembergischen Erdbebenwarten St u t t g a r t, Ravensburg und Meßstetten wurde ein ziemlich tarkes Erdbeben ausgezeichnet. Die erste Welle traf in Stuttgart 4.44 Uhr 13,5 Sekunden ein. Die berechnete Herdentfernung oon Stuttgart beträgt 1000 bis 1050 Kilometer, und zwar liegt der Herd ziemlich genau südöstlich von Stuttgart, demnach im Grenz gebiet von Albanien und Montenegro. Aeues Erdbeben in der Türkei. 3000 Häuser sind bei einem dritten Erdbeben im Bezirk oon Kughla südöstlich von Smyrna eingestürzt. Man befürchtet, daß viele Menschen verschüttet sind. Ein starkes Beben ist in der Nacht zmn Montag auch in Istanbul verspürt worden. In Niksar sind 160 Häuser eingestürzt. Schweres Erdbeben in Columbien. Durch ein Erdbeben in Columbien sind in der Stadt Lorica schwere Verwüstungen angerichtet worden. Eine Reihe von großen Gebäuden, darunter die Markthalle, ist eingestürzt. Die Bevölkerung übernachtete im Freien. Ein Steinadler verflog sich nach Heidelberg. Steinadler sind so selten geworden, daß man sie in freier Natur nur noch in der Hochschweiz oder in Sardinien zu sehen bekommt. Zur Zeit jedoch hat sich ein mächtiger Steinadler auf dem Strich nach Heidelberg verflogen. Auf dem Raubvogelhaus des Heidelberger Tiergartens, in dem Seeadler, Kaiseradler, Gänsegeier, Kuttengeier, Milane und Bussarde find, ließ sich der Fremdling nieder und gab erregt bellende Laute von sich, die mit den Artverwandten sofort Verständigung tzerstellten. Ein Tierwärter warf außerhalb des Geheges einen Fleifchbrocken hin, den der Steinadler annahm. Er kommt nun jeden Tag mehrmals, besonders zur Fütterungszeit. Es scheint, er wolle in Heidelberg sein Winterquartier aufschlagen. Ein Aulobus von herabskürzendem Gestein zerschmettert. In der nordamerikanischen Stadt A l i q u i p p e wurde bei einem Bergrutsch ein Autobus der Penn- I sylvania-Linie durch herabstürzendes Gestein der- : schmettert. Sämtliche 25 Insassen fanden den Tod. Vootsunglück in Italien. Bei einer Vergnügungsfahrt auf dem in der Nahe von Bergamo gelegenen I f e o ° S e e kenterte ein Boot, wobei oon den zehn Insassen sieben den Tod fanden. _ Schweres Zugunglück in Kanada. 32 Tote und über 100 Verletzte forderte em Zug- Unglück bei Almonte im Staate Ontario. Em Transportzug mit kanadischen Truppen stieß nut einem Personenzug zusammen, der auf dem Lahn- Hof von Almonte hielt. Die meisten Todesopfer gab es in dem Zug der Zivilisten, helfen letzte Wagen durch den Atrfprall zertrümmert wurden. Der Mm- tartransportzug hatte nur sieden Tote. zu täuschen, die Auszahlung weit höherer als der tatsächlich geschuldeten Geldbeträge zu erreichen und dadurch auch die zulässigen Richtpreise nicht unerheblich zu überschreiten. Der der Reichskasse rechts« w'drig bis Ende Juli 1941 zu gefügte Gesamtschaden belauft sich auf mindestens 16 536,15 RM. Deckungsmöglichkeilen durch eine Guthabensperre sind gesichert worden. Schwarz stand wegen dieser Vorkommnisse unter Anklage vor dem Sondergericht in Darmstadt und wurde nach mehrtägiger VerhaMung wegen fortgesetzten Betrugs in einem besonders schweren Fall in Tateinheit mit wissentlicher, ge« wissenloser und grobeigennütziger Verletzung der Preisbildungsoorschriften zu 2*ft Jahren Zuchthaus, 15000 RM. Geldstrafe und zur Abführung eines Mehrerlöses oon 16536.15 RM. verurteilt. Der Angeklagte hat die Geleaenheit benutzt, am Kriege auf Kosten der Reichskasse unrechtmäßig zu verdienen. Er hat durch sein Verhalten das Vertrauen in die moralischen Grundlagen der Abwehrbereitschaft der Heimatfront schwer mißbraucht. Da er damit das Wohl des Volkes schädigte, unterlag der Angeklagte der verschärften Strasan- drohung für besonders schwere Detruqsfälle im Sinne des § 263 Abs. 4 RSlGD. in Verbindung mit den Vorschriften der Preisstrafrechtsverordnung. Die Ehrlosigkeit solcher Machenschaften wurde durch die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für zwei Jahre hervor gehoben. ROMAN VON OLAF B OUTE RWE CK L Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bitte Frank, rufen Sie das nächste Polizeirevier an" bat Sigrid. „Gleich, links an der ersten Straßenecke ist ein Fernsprechhauschen. „Hchn Se ooch nV Iroschen für den Automaten, Herr Dokta?" rief Giesecke chm naH. ckber Franck der bereits eilig die Treppe hmablref, horte es schon ^Als^er^kurze Zeit später, ziemlich atemlos vom schnellen Laufe — zurückkehrte, hatte der Schlosser Xe„-Mnue± @'Lfad.e Mes-ck-'nd-m « em Brecheisen faßte und mit der Taschenlampe m Die WWWLE die Wand zurück. __ f t r :n5 3n dem wüstes Durcheinander: Zimmer fiel, zeigte st •? . Der geworfen Bücher und Franck °>°llte 'ch°^ m giermel zurück: tfber Meiser Giesecke meu■ . Bursche könnte .Sachte, fachte,- Herr DEa!erft >° ,metteich , nnS?m"2nb'unt) alles absuchen! - mal überall Licht machen u ^rank verneinte, fcV®?* schweren Hammer fn die Gtrafvorfchsisten bei den Winterschlachtungen beachten? Dom Reichstierschutzbund wird uns geschrieben: Bei Hausschlachtungen, besonders auf dem Lande, durch Hausschlächter, Tierhalter, Angestellte usw. kommen noch immer zahlreiche Tierquälereien und Verstöße gegen die Verordnung über das Schlachten oon Tieren vorn 21.4.1933 vor. Der Reichsminister des Innern hat deshalb wiederholt ersucht, die beamteten Tierärzte, die Fleischbeschau-Tierärzte, Fleischbeschauer und Trichinen schauer anzuweisen, daß sie den Hausschlachtungen besonderes Augenmerk .zuwenden, bei sich bietender Gelegenheit die Schlachtenden belehren und auf die bestehenden ge setzlichen Bestimmungen, vor allem auf die Straf- oorschriften, Hinweisen sowie etwaige Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen bei den Hausschlachtungen zur Anzeige bringen. In letzter Zeit häufen sich die Klagen über das unsachgemäße Schlachten besonders der Kaninchen. Um unnötige und strafbare Tierquälereien zu verhüten, fei darauf hingewiesen, daß selbstverständlich auch die Kaninchen, wie alle anderen Tiere, vor dem Schlachten betäubt werden müssen. Im allgemeinen geschieht das durch einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf (hinter den Ohren) des auf einem Tisch ruhig sitzenden Tieres mit einer festen Holzkeule. Die Schlachtungen sind nach § 2 der Verordnung über das Schlachten oon Tieren in geschlossenen Räumen vorzunehmen. Mindestens ist dafür zu sorgen, daß der Anblick des Schlachtens der Seffent« lichkeit entzogen wird. Die Anwesenheit von Personen unter 14 Jahren beim Schlachten ist gesetzlich verboten. ♦ • * Kälteempfindliche Güter sichern! Versender von kälteempfindlichen Gütern muffen falls besondere Abschnitte für Hülsenfrüchte unb 9te s vorgesehen. Bisher erhielten Verbraucher, die nur Selbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten oder in Eiern waren, blaue Nährmittelkarten. Diese Regelung war getroffen worden, um diese Verbraucher mit Rücksicht auf ihre bessere Versorgung mit den vorgenannten Lebensmitteln gegebenenfalls bei gewissen Zuteilungen ausschl.eßen zu können. Don dieser Möglichkeit ist bisher aber kein Gebrauch gemacht worden. Die Teilselbstversorger konnten vielmehr bet Sonderzuteilungen stets mit berücksichtigt werden. Ein Bedürfnis für eine besondere Nährmittelkarte für diese Verbrauchergruppe liegt deshalb nicht mehr vor. Die Teilselbstversorger erhallen daher vom 45. Zuteilungsraum ab ebenfalls die rosafarbene Nährmittletarte. Durch den Wegfall der blauen SD.-Karten tritt eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung ein. Aus der Stadt Gießen. Die Kleinbahn. Ich weiß, es gibt viele Leute, die meinen, es fei Zeit, daß die Kleinbahnen verschwinden. Elektrische und Autobusse seien viel zeitgemäßer. Dabei fällt mir aber ein, daß die Deutsche Reichspost für verschiedene abgelegene Orte wieder die gute Postkutsche eingeführt hat. Ist damit nicht ein Stück Poesie neu eingekehrt? Und wollte man alle Kleinbahnen durch andere Verkehrsmittel ersetzen, dann würde bestimmt etwas Schönes sein Ende finden. Gar mancher roürife sich nach „seiner" Bahn sehnen. Wenn sie auch manchmal recht unpünktlich kam und ihm dann und wann Aerger bereitete. Aber im Grunde genommen hing er doch daran. In einer Kleinbahn ist alles gemütlich. Da kennt man fast alle Fahrgäste, sitzt in einem großen langen Wagen, und die Unterhaltung schläft nie ein. Im l)-Zug sitzen sich die Menschen meist stumm und in sich verschlossen gegenüber. Hier aber, im Wagen der Kleinbahn, herrscht immer Leben. Da hat män nie Langeweile und merkt auch nicht, daß sie eigentlich sehr langsam fährt Jeder Radfahrer kann sie überholen. Das tun sie denn auch. Man kann zum Fenster hinausschauen und das muntere Wettrennen mitansehen. Jedes Fuhrwerk und alle Menschen auf der Straße kann man bequem begrüßen, während das Bähnchen mit beständigem Geklingel weiterfährt. Kommen die Winterabende, dann wird es erst recht gemütlich in den Wagen der Kleinbahn. Da steht in der Ecke xin kleiner Ofen, in dem einige Kohlen ober Briketts glühen. Das ist die Heizung. Unb über dem Oefchen hängt oder steht in der Ecke eine einfache Petroleumlampe! Sie gibt sehr mäßiges Licht und wird nun auch noch durch Papier verdunkelt Sv herrscht im Wagen nur eine m'lde Dämmerung. Trotzdem schläft hier niemand. Die Gespräche gehen munter weiter. Dort in ber Ecke bricht ein helles Lachen aus Mäbchenmund ... Klingelnb fährt die Bahn weiter ... Dann kommt die erste Haltestelle. Einzelne Leute steigen aus. Man rückt näher zusammen. Nun finb es fast nur noch Bekannte, die hier mit zur Endstation fahren. Die Frauen, die aus ber Stabt kommen unb eingewickelte Gegenstände tragen, unterhalten sich von ihren Geschäftsgängen. Die Berufstätigen geben ihren Senf dazu. Dann wirb von den Soldaten gesprochen, was sie geschrieben haben, wann sie in Urlaub kommen usw. Alle freuen sich auf die warme Stube zu Hause, auf das Nachtessen ... Dann kommt die Endstation. Die Reisenden verlassen den Wagen. Die Lampe wird ausgelöscht, das Feuer in dem Oefchen ist schon längst zu Asche geworden. Die Wagen bleiben stehen bis zum nächsten Morgen, um bann wieder ausgeruhte Menschen — noch in der Dunkelheit — zu ihren Arbeitsplätzen zu bringen. Klingelnd fährt das Bähnchen auf der Straße dahin... —h- Wer heißes Wasser svart, spart ©front Der Elektrospeicher im Bad unb in der Küche verführt leicht dazu, mit heißem Wasser großzügig um- zugehen. Aber heute heißt es Strom sparen! Für ein Fußbad muß die Wanne nicht vollaufen. Und im übrigen: Tut's nicht auch ein gründliches Bad einmal in der Woche? Auch Abwaschen unter fließendem Wasser in der Küche ist zwar bequem, kostet aber viel heißes Wasser unb somit viel Strom! Können wir nicht auch mit einer Schüssel heißem Abwaschwassers auskommen, das wir nach Möglichkeit schon über dem Kochtopf vorqewärmt haben? Nehmen wir den Elektrospeicher also wirklich nur in Betrieb, wenn wir heißes Wasser nötig brauchen! 3m Bad schalten wir ihn die Woche über ab und erst am Abend vor dem Babetag wieder ein. Morgens früh erster Gang: Speicher in Küche unb Bad ab schalten; denn gerade morgens müssen die Kraftwerke allen Strokn für kriegswichtige Zwecke bereithalten. Wer heißes Wasser spart, spart Strom, und Strom schafft Waffen für die Front. Lichtspielhaus: »Ein Zuq fährt ab-. Zu guter Letzt, wenn der Zug abfährt, ist alles in schönster Ordnung, und wohin man blickt, herrscht eitel Versöhnung unb Einigkeit, Zärtlichkeit und Liebe. Aber zu Anfang, wenn der Zug ankommt, beginnt auf dem Bahnhof mit einer überrasch enden unb durchaus unprogrammäßigen Dovpell>egrüßung zweier nicht ganz zueinander gehöriger Paare em tolles Spiel nach dem beliebten Rezept „Der- wechselt das Bäumchen!" Das Rezept ist nicht neu, aber in vielen Lustspielen und Filmen erprobt. Diesmal bot ein Roman gleichen Namens von Felicitas von Reznicek die Vorlage; W. Wassermann unb H. C. Diller schrieben das Drehbuch, der liegt Dem Tisch, dem Arbeitsplatz gib Licht, den Kühlschrank brauch im Winter nicht! kam am diese ausreichend durch Frostschutzmittel sichern. Be> sonders auch mit Rücksicht darauf, daß bei Frostwetter Transportoerzögerungen auf der Reichsbahn * eintreten können, ist ein ausreichender Frost schütz zur Vermeidung größerer Schäden dringend notwendig. Verdunkelungszelt: 30. Dezember von 17.16 bis 8.03 Uhr. Landkreis Gießen - L i ch, 29. Dez. Am 27. Dezember konnte Frau Luise Nikolaus, die W.twe des Orgelbaumeisters Nikolaus, Tochter des Orgelbaumeisters und Fabrikanten Förster in voller körperlicher und geistiger Frische das 8 0. Lebensjahr vollenden. Noch nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche. Bei lebendigem Le.be verbrannt. Lpd. M a i n z l a r, 29. Dez. Hier war dieser Tage . in einem Werk Feuer ausgebrochen, das auch ein Todesopfer forderte. Der 35jährige Arbeiter Seid wollte feine Kleider noch aus einem brennenden Bau holen, vertzrr aber in dem Rauch die Besinnung und konnte nicht mehr gerettet werden. Später wurde feine Leiche geborgen. Eine Scheune abgebrannt. Lpd. Friedberg, 29. Dez. Zum"dritten Male innerhalb kurzer Zeit brach in der Gemeinde Ober- Mörlen Feuer aus. Im Anwesen des Landwirts und Händlers Adolf Scheibe! war der Brand entstanden, durch den die Scheune vernichtet wurde. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, Brandstiftung vor. Dom Zuge erfaßt. LPD. Büdingen, 29. Dez. In Stockheim beim Ueberfchreiten eines Bahnüberganges ÄUtfn1 * 8tA r-s im* JLit B lNue Der Schreiner hatte die Anfertigung einer Holzhütte davon abhängig gemacht, daß ihm die Mitangeklagte Obst und Gemüse lieferte. Die Händlerin, die später die Anzeige machte, ging darauf ein und lieferte Zwiebeln, Birnen und Trauben, ohne daß Schreiner bei ihr in der Kundenliste stand. Die Friedberger fanden sich zunächst bester und lagen bis Mitte der ersten Halbzeit mit 3:1 Toren in Führung. Bald jedoch kamen die Gießener mehr auf und konnten den Halbzeitstand schon zu ihren Gunsten entscheiden. Nach dem Seitenwechsel wurde ihr Zusammenspiel bedeutend zweckmäßiger. Die wenigen gefährlichen Durchbrüche der Gäste wurden von der Gießener Hintermannschaft rechtzeitig gestoppt. Die Stürmerreihe, besonders gut aufgelegt, erzwang in gleichmäßigen Abständen die weiteren Erfolge Eger, Peppler, Jsheim und Fischer teilten sich in die Torerfolge der Gießener. Lang-Göns — Grüningen 6:0. 3m einzigen Punktspiel der Feiertage kam es leider zu einem vorzeitigen Ende. Beide Mannschaften traten nur mit 10 Spielern an, wobei sich die Platzmannschaft erst später auf diese Zahl ergänzen konnte. Die Gäste konnten überraschenderweise solchen Vorteil nicht ausnutzen, zumal sie gegenüber früheren Spielen sehr zerfahren wirkten. Durch ihre groben Deckungsfehler kam Lang-Göns immer wieder zu Erfolgen. Durch Herausstellung eines Spielers glaubten sich die Gäste benachteiligt, wodurch es zu dem Spielabbruch durch den Schiedsrichter kam. Kurze Sportnotizen. Hessen-Nassaus Frauen-Turnriege zum Kampf gegen Niederrhein am 3. Januar in Frankfurt a. M. steht wie folgt: Thiem, Heuser, Pritschow, Meister, Junges, Lindermeyer, Grund (alle Frankfurt), Wagner (Hanau), Stock und Werner (beide Offenbach). Der gestohlene und der verlorene Ueberzieher Von Oberlandesgerichtsrat a. D. Dr. Schläger. Handball. Mlv. Gießen — Tgd. Friedberg 9:3 (4:3). In letzter Minute war es dem Mtv. gelungen, die führende Mannschaft des Bannes 823 Friedberg zu verpflichten. Leider mußte diese ohne drei ihrer besten Leute antreten, so daß man die einheitliche Linie gegenüber früheren Begegnungen vermißte. Dennoch gefiel die Mannschaft recht gut. Die Gießener hatten einige Urlauber zur Stelle und spiejten in folgender Aufstellung: Becker, Pfann, Seelbach, Hainer, Jsheim, Bree, Wolkewitz, Peppler, Bentheim, Eger, Fischer. Becker im Tor war sehr sicher. An der Verteidigung scheiterten die bestgemeinten Angriffe der Gäste. Die Läuferreihe konnte sich in der Hauptsache dem Aufbau widmen, wodurch der Sturm besonders zu den Erfolgen kam. an den Räumen, auch soweit sie gemietet sind, z. B. in einem Gasthaufe, aufrechterhalten wird, die in den Räumen befindliche Sache nicht verloren geht. Wirklich verloren ist sie erst, wenn die. Länge der Zeit ein Wiedererscheinen der Sache unwahrscheinlich macht. Es läßt sich daher nur durch die Umstände des Falles sagen, in welchem Zeitpunkt man von einer Sache als verloren sprechen kann. Eine im Straßen gewühl der Großstadt auf die Erde gefallene Tasche kann alsbald als verloren anzusehen sein, während ein auf einem einsamen ländlichen Weg zu Boden gefallenes Tuch noch nach Stunden als nur augenblicklich abhanden gekommen gelten kann. Hausangestellte, welche im Hause zeitweilig verlustig gegangene Gegenstände „finden" oder die mit der Suche beauftragt, sie wieder ausfindig machen, haben keinen Finderlohn zu fordern. Anders kann es sein, wenn sie eine lang vermißte Sache „zu- fällig" finden. Sachen, welche in einer fremden, Wohnung versehentlich zurückgelassen werden, werden während eines auf Billigkeit zu bemessenden Zeitraumes von dem Machtbereich des Wohnungs- inbabers gedeckt. Der Finder, dem der Empfangsberechtigte oder fein Aufenthalt unbekannt ist, hat einen Gegenstand, wenn er mehr als eine Reichsmark wert ist, der Fund- oder Polizeibehörde anzuzeigen. Wenn der Fund in den Geschäftsräumen oder den Beförde-- rungsmitteln einer öffentlichen Behörde oder öffentlichen Verkehrsanstalt gemacht ist, ist er an diese auszuliefern. Hierher gehören nicht die Anstalten, die dem Verkehr im weiteren Sinne dienen, z. B. Gasthäuser, Danken, Warenhäuser stsw. Hauptschrittletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter d«L Hauptjchrijlleite«: Dr Hans Thyriot. Berantworllich für Politü und Bllder: Dr. Ar. W. Lange; für das Feuilleton: Dr.HanS Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschetn (bertty, <8.; Dr.HanS Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitStsdruckeret R. Lange S.S. BerlagSleiier: Dr »Fng. Erich Hamann; Anzeigenletter: HanS Anzeigen Preisliste Nr. 6. gehalten und dadurch der Schutz einer verschlossenen Wohnung besteht. Der Arzt kann aber nicht dafür hasten, daß sich nicht unter den Personen, die ihn aufsuchen, solche befinden, die sich nicht scheuen, sich an fremdem Eigentum zu vergreifen. Auch in Gast stätten muß der Gast selbst für seine Garderobe aufkommen, und zwar auch dann, wenn der Wirt verlangt, daß die Kleidungsstücke an die im Lokal angebrachten Haken gehängt werden. Der Wirt haftet jedoch, wenn ein besonderer 93er» wahrungsvertrag z. B. dadurch geschlossen wird, daß die Gäste veranlaßt werden, ihre Sachen — gleichgültig ob gegen oder ohne Entgelt — in einer Garderobe abzugeben, wo ihnen die Möglichkeit der Beaufsichtigung fehlt. Es ist selbstverständlich, daß niemand ruhig zuzusehen braucht, wenn ihm seine Sachen entwendet werden. Der Bestohlene kann dem Dieb, den er aus frischer Tat ertappt, die gestohlene Sache wieder abnehmen, ohne erst auf die Ankunft der Polizei warten zu müssen. Gegenüber einem Diebe ist Notwehr erlaubt, und zwar auch noch, wenn er schon im Begriff ist, mit der Beute zu entfliehen. Die Maßnahmen, die der Eigentümer ergreift, um fein Eigentum zu verteidigen, finden ihre Grenze daran, daß nicht mehr geschehen darf, zweiten Weihnachtsfeiertag ein Ibjähriger Jung- Helfer der Reicksbahn zu Fall. Er wurde von einem einfahrenden Zug erfaßt, etwa 15 m mitgeschleift und so schwer verletzt, daß er auf dem Transport in das Krankenhaus feinen Verletzungen erlag. Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. LPD. Darmstadt, 29. Dez. Sieben vollendete und sechs versuchte schwere Diebstähle beging der 42jährige Gustav Szczech aus Gelsenkirchen innerhalb von fünf Tagen und teilweise unter Ausnutzung der zur Abwehr der Fliegergefahr erforderlichen Derdunkelungsmaßnahmen in einigen Ortschaften des Kreises Lauterbach, nachdem er zuvor in der oberhessischen Außenarbeitsstelle eines Strafgefanaenenlagers ausgebrochen war. Der Täter führte bei seiner Flucht ein Schlachtmesser mit und versuchte, sich bei seiner Wiederergreifung mit dieser gefährlichen Waffe der Festnahme zu entziehen, indem er zwei ihm entgegentrriende Zivilpersonen angriff und eine davon am Arm verletzte. Der schon feit den ersten Jahren seiner Strafmündigkeit meist wegen Diebstahls, laber auch wegen Körperverletzung, Gefangenenmeuterei und anderen Gewalt- tätsgkeiten vielfach vorbestrafte Angeklagte wurde nunmehr vom Sondergericht in Darmstadt als Rückfalldieb, gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, Volksschädling und als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Kann jemand, der einen Arzt in seiner Sprechstunde zwecks ärztlicher Behandlung aufsucht und währenddessen seinen Ueberzieher in den Garderoberaum der Arztwohnung hängt, Ersatz vom Arzt verlangen, wenn der Ueberzieher gestohlen wird. Die Frage ist zu verneinen. Der Arzt hatte keine Verpflichtung, für die Aufbewahrung der Sachen zu sorgen, übernommen. Weder die Zurverfügungstellung der Vorrichtungen zur Kleiderablage in dem Vorraum der ärztlichen Wohnung noch die Bereithaltung des Hausmädchens zur Unterstützung der Patienten bei dem Ablegen der Kleidungsstücke rechtfertigen die Annahme, daß der Arzt seinen Willen zu erkennen gegeben habe, er wolle einen auf Verwahrung gerichteten Vertrag mit seinen Patienten abschließen. Auch dys auf ärztliche Behandlung abzielende Vertragsverhältnis zwischen Arzt und Patient begründet keine solche Nebenverpflichtung. Anders kann es fein, wenn der Arzt das Ablegen von Kleidungsstücken anordnet und damit die Beaufsichtigung der Kleidungsstücke während der Behandlung seitens des Patienten tatsächlich unmöglich ist. Der Kranke, der einen Arzt aufsucht, tut also gut, vorsichtig zu fein. Zwar kann er damit rechnen, daß der Vorraum, in welchem dem Patienten Kleiderhaken zur Verfügung stehen, verschlossen $?r6ozetter Tauschhandel Lpd. Frankfurt a. M., 29. Dez. Wegen verbotenen Tauschhandels verurteilte das Amtsgericht Frankfurt a. M. einen Schreiner au 600 RM., eine Händlerin zu 300 RM. Geldstrafe. als zur Erreichung des erlaubten Zweckes noirnen« big ift Ist nun der Anspr üch auf Find erlohn begründet, wenn jemand in einer Gaststätte einen Ueberzieher am Haken hängen sieht, den ein Gast dort vergessen hat? Man kann nur dann davon sprechen, daß jemand, mit dem daraus erwachsenden Anspruch auf Finderlohn, eine Sache gefunden hat, wenn sie im Rechtssinne verloren gewesen ist, d. h. wenn die Sache besitzlos geworden ist, der Ort der Zurücklassung dem Eigner nicht mehr bekannt und die Möglichkeit der Wiedererlangung, abgesehen vom Zufall, abgeschnitten ist. Wenn der Patient seinen Ueberzieher im ärztlichen Sprechzimmer hat liegen lassen, und alsbald, sobald er den Verlust bemerkt hat, dieserhalb an den Arzt telephoniert, ist der Ueberzieher noch nicht verloren gewesen. „Das Haus verliert nichts" sagt ein altes Rechts- roort, was sagen will, daß solange der Besitz an einer im Hause verlegten Sache durch den Besitz §s verlo - W auf i ;e vor ein Fückzuwer der Wenk eines Kttis sicher Ma Gerung j nit mar. a mb sich 3U zart und , chmmen, gewohnt. Die Form Heibt und I ' ier Seschlei Formen. G. leigt die E iinö unsere« leit Und wem Wahres, so fien und du blicken auf, weiter in i ten Iahresi bann, ja dc Leben unser gewesen ist, das Errung neu formt, staltenwcmd Werdens, d< der Geschiß Ueberall lieses deutsc es sie imm Kibst aus i z. Etändi klarer und d Volk in Sä ■8 Am 29. Dezember ist meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Schäg, geb. Dahmer unerwartet im 58. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafenen. • In tiefem Schmerz: Heinrich Schäg Richard Schäg und Frau Marie, geb. PfannmQIler Heinrich Reitz und Frau Erna, geb. Schäg. Gießen (Bromberger Str. 12), 80. Dez. 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 81. Dez., 11% Uhr vormittags, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. ■ 06828 Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruaer, Schwager, Pate und Onke* Heinrich Balser III. Schlossermeister im Alter von 69 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Baiser, geb. Haas; Heinrich Baiser und Familie; Otto Balser und Familie und alle Angehörigen. Steinbach, Gießen, den 29. Dezember 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Dez., um 14.15 Uhr statt. Für den Außendienst (Besuch von Ortsagenturen) sucht Verlag zuverläss. Mitarbeiter Schriftl. Angebote unt. 391OD an den Gieß. Anzeiger erbet. Pianos und Flügel aus Privat besitz kauft od. nimmt in Zahlung Pianohaue R. Schönau, Gießen, Tel.3269 Kirchliche Anzeigen. lG. = Gottesdienst, KG. — Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. 81. Dezember. Jabresschlußfeier. Ttadtkirche. 18, Becker. Jobanneskirche. 15.30, Schultheis. Novelle Alter Friedhof 15.15, m. Abendm., Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. 18, Liz. Dr. Jost. Giesren-Mein-Linden. 15.30, Liz. Dr. Host. Gießen-Wiefeck. 15 G. Lollar. 20, Biedenkopf. tungen. 17.45, Schäfer. ich. 20: Naumann (Gemeinde- saal). Kollekte. | Vermietungen | Leerer Raum zu vermieten. Schr. Ang. unt. 06825 a.d.G.A. | Mietgesuche | Leeres Zimmer mit Ofen von berufstätig. Frau sofort gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 06811 au d. Gieß. Anz. {Stellenangebote} GkslM jemand zum Meekehren Frau Semmler, Seltersweg 21. Saubere, zuverlässige Putzfrau 2mal wöchentlich 3 Stunden gesucht. 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Januar 1943, 20 Uhr, Statt Karten l Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Else Bischof / Willi Boß Samstag, dem 2. Januar f 948 geschlossen! im Dezember 1942 7 06826Z Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer Vermählung danken wir herzlich Wilhelm Hainbach Reichsbahnobersekretär Eleonore Hainbach, geb. Reuechllng Giehen-Klein-Linden, im Dezember 1942 ___________________ 06806 z s. Z. Er, Schwesternhaus 25. Dezember 1942 t 38090/ Damen-Wintermantel gut erhalten, Größe 44 bis 46 zu kaufen gesucht. Angebote unter D, W. M., postlagernd Wetzlar. 05305 —1 11 ' 1 WEMB® 4 der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 80. Dezember 18.30 bis 22.00 Uhr 14.Mittvochmiete u.HalbmieteA Dalibor. Ihre Verlobung geben bekannt Ruth Noll Hermann Gaus Dipl.-Ing. MerWr MWerkln 1. Januar 1943, 10 Uhr [soisD Urlaubertreffen im Burghof. Württemberg Schiffenberger Weg 9 Dezember 1942 ______________________06827/ Für die uns zu unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir allen recht herzlichen Dank Wilhelm Becker ReichsbahnzugfOhrer und Frau Emmy, geb.Nitzsche Gießen, im Dezember 1942 Frankfurter Strabe 43 .................................. Lichtspielhaus Wiederholung der Märchenvorstellung „Hänsel und Bretel“ morgen Donnerstag, den 31. Dezember^ 2 Uhr ........—...... Denn davon hängt der gute Geschmack ob. Kochen Sie deehalb nach den 3 KNORR - Ratschlägen: 1. Das Wasser richtig obmeasen. 2. Die Kochzeit genau einhaften • und des Überkochen verhüten. 3. Nach dem Kochen etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen* das erhöht den Wohlgeschmack» KNORR Peter Karl Die glückliche Geburt eines kräftigen Stammhalters geben bekannt Frau Elfriede Glahn, geb. Breil Dr. Anton Glahn, Oberarzt LICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, ’ieiterswep Stimme des Herzens Lichtspielhaus, Lahnholstraße Ein Zug fährt ab Handels- und Gewerbebank e. 6. m. b. H. Volksbank e. 6. m. b. H. 3901D Sleiöertotte auf den Namen F. Erker, Frankfurt a.M., Senckenberg- Anl. 30 (Schwer- kriegsbeschäd.) verloren. Abzug, geg. Bel. 06813 Gienen, Wetzlar.Weg35. Berrenannhanduhr am 25. Dez. 1942 a.d.Wege Stein- stratze-Marburg. Str.-Sandfeld- Schottstraße verloren. Abzugeb. gegen Belohn, auf dem 06824 Fundbüro. sich unter bi velcher die1 Rammen, o Mal ihres len, weithin kündet. Geist und richt nur bi lie herrscha Es war ii sichtliche ( tungslos do legenüber e mb eine d fielen Mark iäumen ge ianb, ehern las Wort: 9 «horchte de Kolkes. Die Freiheit Men und Jetter Deust «Orienten vmatürlichei Jens würbe, Weltkrieges dies künd Ä W* dem Ue t5 Freiheri irnung Niet- juchten b m und Suchers, der W) und 185 hellste L LTrohalle diese Msen wuri Und mir?! "lebt? 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