Montag. 30. Novembers Jahrgang Ur. 282 Ämradme von Anzeigen für die MittaaSnummer bt8 81/, Uhr desVormittaaS flnieiflen^reik für die i)tillimcter-8eile von 22 Millimeter Breite: 7StoL für Familienmi- zeigen und vrivme GelegenbeitSanzelgen 14Rvi. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gecenenhettsonretgen Plavvor^chrift tvorkerrge Vereinbarung) 25*/. mevr Ericbemt täglich, außer Gonntagtz und feiertags Beilage»: -teftener i>amilienblätter Hkimat imBild-DteScholle BezuaSvreis: Lonatlich .,.. .RM.1B0 Zustellgebühr,.. „ -.25 «ich bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern chfolge höherer Gewalt grrnsvrechanschluh 2251 Kmbtanschrift: ^Anzeiger^ Postscheck 116»« Krankt > d l1l0N Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen T-9 |r. m zum Menschengeschlecht? cfietu Ausführungen. fÄ löst fein, die das 20. Jahrhundert unserem Volk und Europa gestellt hat. Unser Bauerntum wird dieser großen politischen Aufgabe nur Herr wer- | ganzes Volk am liebsten ungesalzen verzehren Partei und ihrer Gitterungen. Stabschef Luhe in Frankfurt. Einführung des neuen Führers der SA.-Sruppe Hessen. zimmer des Römers in — ----- Stadt Frankfurt ein. Oberbürgermeister Staatsrat Dr Krebs wies in einer kurzen Begrüßungsansprache über die historische Bedeutung der Stadt.nn ' .... rw • .......- V - - (ID.Aah n i 6 C. hin aXTffwRW tamer uni, w bitterer Wahrheiten? Da^n«-and BeraStana war Ausdruck der inneren ®e- Gullivers. ,st kein andere, als das England des •*» 8$ ?ä.-ÄW! Jonathan Swift ist fast ausschließlich bekannt als der Verfasser von „Gullivers Reisen", einem Buche, das zusammen mit Defoes „Robinson" zu den verbreitetsten Abenteuerromanen der Welt gehört und im Laufe der Zeit in ständig abgewan- wandelter und abgeschwächter Gestalt zu einem ausschließlichen Kinderbuch geworden ist. Da tauchen sie wieder vor uns auf, Liliput und Brobdignag, die Zauberreiche der Zwerge und Riesen! Wer von uns wäre in ihnen nicht in seiner Jugend mit heißen Wangen kreuz und quer gewandert, hätte nicht das tolle Schicksal Gullivers mit brennendem Herzen verfolgt und schließlich ein wenig kopfschüttelnd und verwirrt den letzten Abschnitt des Buches aus der Hand gelegt ob des Menschenhasses der edlen Pferde in । jenem Fabelland, wo die Menschen zu scheußlichen Stinktieren geworden sind und ihre Vernunft gerade nur ausreicht, um sie zu Verbrechen und zynischem Egoismus zu veranlassen! War. dieser wilde Haß des Verfassers nun wirklich echt oder resultierte er nicht vielleicht — solche Paradoxa sind weniger selten als man anzunehmen geneigt ist — aus einer ebenso stürmischen und leidenschaftlichen Liebe was es sein Verfasser einst sah und gesehen zu werden wünschte"; kein Märchenbuch, sondern eine Chronik, ein Dokument sehr aktueller, sehr grau- w „Ich Nage an!'' ZonathanLwift, dcmLatirikerund Utopisten zum 275. Geburtstag am 30. November. Ausreichender Nachwuchs deutschen Bauerntums muß den deutschen Osten sichern. Staatssekretär Backe sprach zum deutschen Landvolk. tn-Mund- ,n nennt, es Mund« wgt eine >llen Glas ist die an zwei f auflöste i IM roll erkugdfl Der Endsieg ist uns nicht mehr zu entreißen Oer Gauleiter auf einer Kundgebung in Beerfelden i. Odw. ireid’61' • d nden i6i rs- chL Jonathan Swift war der Sohn einer englischen Familie, aber in Dublin geboren. Es besteht kein Zweifel, daß er sich zeitlebens als Engländer fühlte uhb — schon damals galten die Iren dem „hono- rable“ Englishman als nicht vollgültig — kein Ire sein wollte, wenn er auch bis zum Dekan von St. Patrick in Dublin aufgestiegen ist. Doch er war auch ein ebenso leidenschaftlich liebender wie unnachgiebiger und trotziger Mensch, wenn er einmal eine be» stammende Jugendliche kann die Lehre teilweise im väterlichen Betrieb ableisten. Mindestens ein Jahr soll er jedoch in einem fremden Betrieb gelernt haben. Bis zum Abschluß dieses Winters find in den 700 Kreisbauernschaften mit mehr als 800 000 Erbhöfen je Kreis 60 bis 80 der besten Höfe auszuwählen, die für die Aufnahme von Lehrlingen m Frage kommen. In jeder Ortsbauernschaft muß mindestens ein geeigneter Betrieb in Vorschlag gebracht werden." NSG. Auf einer Versammlung der Partei in Beerfelden im Odenwald sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Sonntagnachmrt- tag über die gegenwärtige politische Lage, unter besonderer Herausstellung der neuesten Ereigntsse in Nordafrika und über die vorbildliche Haltung des deutschen Volkes. In eindrucksvollen Worten zeigte der Gauleiter den Verlauf des seitherigen Kriegsgeschehens auf. Dabei stellte er die unbedingte Siegeszuversicht des deutschen Volkes und feiner Verbündeten heraus. Allein die Tatsache, für eine gerechte Sache zu kämpfen, gebe uns die Kraft zu Leistungen, die als einmalig in der Weltgeschichte zg verzeichnen sind. Mit ehernen Lettern haben sich die ruhmreichen Waffen- taten unserer Wehrmacht bereits in das Buch der Geschichte eingeschrieben. Die Voraussetzung zu diesen großen Erfolgen habe eine zielbew.uhte Führung in den wenigen Jahren des Wiederaufbaues in unermüdlicher, harter, an Entbehrungen reicher Arbeit geschaffen. So stehe das deutsche Volk heute zu einer unzertrennlichen Einheit zusammengeschmiedet in diesem großen Ringen! um eine neue Welt. Der Gauleiter beleuchtete dann die letzten militärischen Unternehmungen unserer Gegner, die von ihnen als die größten aller Siege in alle Welt hinausposaunt wurden. Inzwischen ist es m dieser Hinsicht drüben wesentlich ruhiger geworden. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß d e r .Hande tr von lenststZ nb; LeM ijro. 8, t bis ai abrga« >em Le den können, wenn es gelingt, unserem Landvolk einen ausreichenden Nachwuchs zu sichern. Jeder deutsche Arbeiter, Bauer und Soldat muß wissen, daß jedes seiner Kinder die INäglichkeit hat, freier Bauer und Bäuerin auf eigenem Grund und Boden im deutschen Osten zu werden. Wer im Osten siedeln will, braucht kein Dermögeu und kein Hochschulexamen. Um im deutschen Osten zu siedeln, braucht man gesunde Jauste, ein deutsches Herz und eine vielseitige gründliche Berufsausbildung." Entscheidend sei, daß die jetzt zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen in eine geordnete Berufsausbildung eingewiesen werden, um über einen klar geordneten Berussweg von der Schulbank bis zum Erbhof zur selbständigen Existenz im ländlichen Lebenskreis zu gelangen. Aus diesem Grunde sei der Aufbau eines großzügigen ländlichen Berufserziehung s wertes angeordnet worden. Die alte Forderung des Landvolks „Landarbeit ist Facharbeit" werde nur dann Wirklichkeit, wenn der Begriff des Ungelernten in der Landwirtschaft verschwindet. In eitler vierjährigen Lehre solle deshalb der Nachwuchs des Landvolkes die Grundlagen für den späteren Lebensberuf als Bauer und Bäuerin erhalten. „Während dieser vierjährigen Grundausbildung legt der Lehrling nach zwei Jahren die Landarbeitsprüfung als Zwischenprüfung, nach weiteren zwei Jahren die Landwirtschafts- Prüfung als Schlußprüfung ab. Der vom,Hof Die Parole lautet: „Der tüchtige Bauer leistet viel für die Erzeugungsschlacht. Der tüchtige L e h r h e r r leistet n o ch m e h r für den Sieg und die deutsche Zukunft." Das Bauerntum des Groß- deutschen Reiches zähle heute zwar nach Millionen, aber der Nachwuchs dieser Millionen reiche nicht aus, um die kommenden Aufgaben zu meistern. „Das Gros der Menschen hat Deutschland, und hier in erster Linie das deutsche Landvolk, zu stellen. So ist der Wille zu vielen Kindern allein die Gewäher für die Zukunft unseres Reiches. Nur wenn das Landvolk in ausreichendem Maße Kinder hat, die später das Land im Osten deutsch machen, wird die Sicherheit des Reiches gewährleistet. Nur wer selbst im Sinne der völkischen Aufgabe des Bauerntums vorbildlich handelt und lebt", fo schloß Staatssekretär Backe seine Rede, „wird überzeugen und die Jugend für stimmte Aufgabe erkannt hatte, für die zu kämpfen die bäuerliche Aufgabe des 20. Jahrhunderts ge- e5 sjH jhm lohnte; als eine solche Aufgabe aber hatte winnen. Wenn wir in diesem Geiste als deutsche er sjch gesetzt den Kampf gegen die regierende Kaste Bauern unsere Jugend erziehen und in der Er- ,n England, den Kampf schlechthin gegen alle rnensch- zeugungsschlacht unsere tägliche Pflicht tun,* wird I Scherl Torheiten und Erbärmlichkeiten, den ebenso der Sieg und damit die Freiheit unser sein!" rücksichtslosen Kampf für das schon damals in Hunger und Elend verkommende Irland. Er kämpfte also schlechthin für das Recht, für Unabhängigkeit, Freiheit und wahre Liebe der Menschen untereinander! Liebe und Haß entsprangen in ihm der gemeinsamen Quelle einer „saeva indignatio“ einer wilden Empörung, wie es in seiner von ihm selbst verfaßten Grabinschrift zum Ausdruck kommt. Die f , .von ihm bevorzugten Kampfmittel aber waren Weg nach Afrika lang sei und unsere Satire und Utopie. Werden in der Satire die schiech U-Boote sich auf ihm ihre Beute holen werden, t unö häßlichen Seiten der Welt unterstrichen, in wie die letzten Sondermeldungen es wiederum klar ber Verfasser lebt, so wird in der Utopie ein und eindeutig bestätigten. erdichtetes Staatswesen geschildert, in dem alle Wir stehen in vollem Vertrauen hinter unjerem Realen Gedanken ihres Schöpfers im weitesten Um- Führer und beweisen, daß die Tapferkeit unserer -hre Verwirklichung gefunden haben! — Soldaten die.Entscheidung, zu Siebener Zeit er- 6d)on Moraltheorien eines Locke und Hurne, zwingen wird. Alle Versuche der Feinde, unse .mejer o^itgenoHen Swifts, zeigen ganz deutlich Einheit zu zersetzen, werden scheitln am eisernen I J^nt der englischen Philosophie und auch Willen eines Volkes, das ferne ©anfelmutigfeit englischen Lebenspraxis: einen reichlich brutal kennt und die Gewißheit des Sieges m sich tragt. I durchaus egoistischen Utilitarismus. Der Front und Heimat sind vereinigt zum Aufbau des f berechnende- Verstand triumphiert über die neuen Europa. Sn raftlofem Einsatz merben bie roje etwa den Deutschen oder den Voraussetzungen geschaffen zur Sicherung des Rau- Kliener über die Grenze der sinnlichen Welt er- mes, der unsere ßebensgrimblage bildet. Dw von * ^in rücksichtsloser Materialismus beherrscht d-n Feindwachten geplante Blockierung Deutichlands unb Kjr'chy Wissenschaft und Dichtung, er- hat sich gegenteilig ausgewirkt Nicht der Femd njri)ri t Religion immer wieder zu einer ondern wir blockieren Mr sind -m Kamps har Mechanischen Raturlehre, in der di- körperlich« ter geworden und müssen noch harter > Welt bleiben mir», werden, um das zu erhalten, was durch die Scharfe a(le5 geMt Swift ein ganzes Leben lang unseres Schwertes 'n unsere chand gelangt ist. Der jn neuen Essay- und Kampfschriften, die ihm ÖÄ ro9|iÄ ।'urchtbaren fiaft aller Regierenden m England genösse. Bestehen werden wir als das härteste Volk der Erde, das vom Führer geschmiedet wurde. „Wir marschieren in ein neues Jahrtausend mit dem Führer als Vorbild", so schloß der Gauleiter seine immer wieder von lebhaftem Beifall unterbrochenen NSG. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, der am Samstag zur Einführung des neuen Führers der SA.-Gruppe Hessen, Gruppenführer V i e I- stich, in Frankfurt a. 3)1. eingetroffen war, nahm Gelegenheit, am Nachmittag einige Einheiten des Standortes zu besichtigen und sich vom Stande des SA.-Einsatzes während des Krieges zu überzeugen. Die Uebergabe der Gruppe fand am Sonntagvormittag im Festsaal des Römers statt. Mit klingendem Spiel waren alle „Standarten" der Gruppe durch die Straßen der Gauhauptstadt zum Romer geführt worden, vor dessen Eingang ein Ehrensturm der Frankfurter SA. Aufstellung genommen hatte. Im Festsaal des Römers hatten sich mit Gauleiter und Reichsstatthalter S p r e n g e r die Spitzen von Partei, Staat und Wehrmacht versammelt. Gruppenführer Dörnemann meldete dem Stabschef das angetretene SA.-Führerkvrps. Gauleiter und Reichsstatthafttzr Sprenger widmete als erster dem scheidenden Führer der Gruppe, Gruppenführer Dörnemann, der als Vertreter des Obergruppenführers Becker le m schwerer Zeit die Gruppe übernommen hatte, Worte des Abschieds und des Dankes. Sodann begrüßte er den neuen Führer der Gruppe, Gruppenführer Vielst i ch und verpflichtete ihn auf die Kampftradition, die die SA.-Gruppe Hessen besitze Er würdigte weiter die Aufgabenstellung der SA. und gab der Gewißheit Ausdruck, daß sie ihren Einsatz nn Dienste der Partei mit altgewohnter Kameradschaft und lebendiger Volksverbundenheit leisten werbe. Für den Gau Kurhesien, in dessen Bereich das Gebiet der SA.-Gruppe Hessen binüberreicht, begrüßte bann der stellvertretende (Bauleiter des Gaues Hur- Hessen, SA.-Brigadeführer Svlbrig, den neuen Gruppenführer. Dann nahm Gruppenführer D o r n e m a n n Ab- den furchtbaren Haß aller Regierenden in England zuziehen. Er ist der große, aefährliche Ankläger, dessen Feststellungen und Forderungen noch heute dem modernen Engländer in die Ohren gellen, gellen müssen, denn — was hat sich in den in« zwischen verflossenen 200 Jahren viel geändert? „Ich klage an!" schreit er bis zum letzten Atem« zug in die Welt hinaus. Es ist der furchtbare Auf. schrei der Menschlichkeit selbst! Gegen Kriecherer .und Speichelleckerei, gegen Korruption jeder Art, ' gegen Unruhe, Unordnung und Unfreiheit, gegen Krankheit und Degeneration, Ungerechtigkeit und Unmäßigkeit, gegen Disharmönie und Unvollkommenheit jeder Art! Wie kraß ist doch die Wirklichkeit, wie erstrebenswert dagegen jene ideale Welt, I die Swift vor dem staunenden Leser aufbaut! Wahrschied von der Gruppe, In der er bisher ununter- hastig, das fein Misanthrop und brachen Einheitsführer gewesen war. Gewiß schätze Diener der Hochkirche, der öa einer gläubigen Ge- die SA. den Wert der Waffe, aber noch höher sei meine grämliche und lebens ab gewandte Predigten für sie das Ringen um die Herzen des Volkes. In hält, das ist em Mann, der fein Volk und die Wei diesem Sinne sei in der Gruppe gearbeitet worden, und die Menschen liebt und ihnen helfen will mit Als überzeugte Glaubensträger wären die SA.- allen Fasern eines aufgeschlossenen etilen Männer die sammelnde Kraft für den deutschen Armes Irland arme «rune Insel unter welchem "««• “-*• «**■ । s ä «-* Ä? Ä'Ä'Ä t- SÄ SS »SÄ ER mehr mit einer Sonderausgabe der Obersten SA.- Pamphlete nicht hinüber bis /n „die gegenwärtigen Führung" betraut worden wäre. So wie in der Tage? Haben sich die Verhältnisse denn irgendwie Kampfzeit der Sieg nur errungen worden sei durch entscheidend geändert? „Wie lange noch werden w r den fanatischen Glauben an den Führer, entgegen imstande fein, die Sklavenfesseln zu tragen Ist es einer Welt von Hohn und Besserwissen, so sei es aber nicht so, daß, wenn man die Henne verhungern auch jetzt die Pflicht der SA., in fanatischem Glau- läßt, man feine goldenen Cier b^ommt. ben an den Führer im Volk jene Siegeszuversicht So schreibt der Ankläger Jonathan £>mift, der Shaw und Ovserbereifschaft wachzuhalten, die dem Führer seiner Zeit. ben Endsieg verbürge. Gerade in schwerer Stunde Sollte das abenteuerliche und Jbodjft ergofeli$e müsse sich der SA -Mann dieser Pflicht bewußt Kinderbuch des Mannes, dem erst der Tod dis sein Griivpenführer D i e l st i ch dankte dem Stabs- furchtbaren seelischen Spannungen loste, die er zeit- chef für das Vertrauen, mit dem er ihn als Führer lebens in sich trug, nicht eines der ^^Eernsten an die Svige der Gruppe Hesien berufen habe. Er und härtesten Bekenntmlse eines großen Barkamp '"---iw». aw5; Der Stabschef trug. und^A^ W^ Die wichtigsten Aufgaben, die in diesem Jahr im Vordergrund stehen, wären: ; Erreichung der normalen Vrotgetreidefläche; Erzielung von Höchsterträgen im Hackfruchtbau, vor allem bei Kartoffeln und Zuckerrüben; Höchstleistung im Gemüsebau; neue Leistung im Oelsaatenanbau; weiterhin verstärkte TNilcherzeu- gungsschlacht und Wiederaufbau des Schweine- bestandeS". In der Milchexzeugungsschlacht müsse Uit ganzer Kraft weitergearbeitet werden, um die !Mlchanlieferung und die Buttererzeugung auf einem möglichst hohen Stand zu halten. "Was Iroh der schlechten Futterverhältnisse notig ist, das zeigt die Tatsache, daß die Buttererzeugung im DE- bber dieses Jahres im Reichsdurchschmtt noch um Z,' v.H. höher lag als im Oktober des Vorjahres, ttwohl seit Beginn der Erzellgungsschlacht m I^utschland die Buttererzeugung bereits von ungefähr 450 000 Tonnen auf rund 700 000 Tonnen im We 1941 gesteigert wurde, ist also trotz der ffimterigen Futterverhältnisse diele Aufwartsenib vicklung noch nicht zum Stillstand gekommen. Ich f>in überzeugt, daß wir auch jetzt noch nicht alle Reserven der Milch- und Buttererzeugung ausge- lÄöpft haben. In Zukunft wird die Futterbeschaf- hmq für die Milcherzeugung eine zunehmende Ent- laftung dadurch erfahren, daß die aus Sonnen- .ibimenfernen der Ukraine gewonnenen Del- Men der deutschen Landwirtschaft zugute kom- nrn werden/^ . In der F l e i s ch e r z e u g u n g komme es in triter Linie daraus an, jetzt schon die Voraus- lefungen für die Fleischversorgung im Wirtschafts- fahr 1943/44 zu schaffen. Die Grundlagen hterjur leien von der Futterseite her durch die günstige Scrtoffelemte dieses Jahres, die die des Doriahres zehn Millionen Tonnen übertrifft, gegeben. Die bessere Kartoffelernte gebe die Möglichkeit zu einer Vermehrung des Nachwuchses in unserem kchweinebestand. Eine gewisse Erhöhung der orhroeinepreife werde erfolgen, um für den Wieder- ailbau unseres Schweinebestandes die wirtschaftliche Voraussetzung zu schaffen. Ein weiterer Ruck» gong unseres Schweinebestandes dürfe nicht mehr ^Als^ Beispiel für die auch jetzt im Kriege für alle Scnder Europas gegebenen Möglichkeiten zur Pro- hiftionsfteigerung erwähnte er das roter to- rat Böhmen-Mähren Dieses Gebiet tt- loderte im Kriegsjahr 1940/41 noch ^nen Zuschuß ton 360 000 Tonnen Brotgetreide, im letzten Jahr betrug der Zuschuß 250 000 Tonnen. Im Wirt- !»astsjahr 1942 43 dagegen wird das Protektorat, vtwohl es die Brotrationen erhöhte, sogar einen Uberschuß von über 200 000 Tonnen Brotgetteide ' gir Verfügung stellen. — , Staatssekretär Backe wandte sich dann der Nach- öidjggeroinnung und Nachwuchserziehung für as Landvolk zu. ..Erst wenn der deutsche volksboden nach Osten durch ein starkes deutsches Bauerntum erweitert roorben ist, wird die entscheidende Ausgabe ge- Posen, 29. Noo. (DNB.) Der mit der Führung Der Geschäfte des Reichsbauernführers und des Aeichsernährungsministers beauftragte • Staats- ietretär Backe verkündete am Sonntag auf einer Kundgebung des wartheländischen Landvolks von Wen aus Die Parole fürdie Erzeug ungs- ichlach t im vierten Kriegsjahr, die in dem Appell ifairiif attdas deutsche Landvolk und an alle Länder Euro- lenS p« gipfelte, das Aeußerfte zu tun, um dem Boden fienS höchste Erträge abzuringen. Ferner gab Staats- ), roetbti ietretär Backe die Eröffnung eines großzügigen bäuerlichen B e r u f s e r z i e h u n g s w e r - k es bekannt, das unter dem Leitgedanken ,/Von der Lihulbank bis zum Erbhof" den Ausbildungsweg Der künftigen neuen Bauernsiedler für den Osten itaä) dem im Wartheland bereits seit zwei Jahren proktisch geübten Vorbild festliegt. || Tausende von ßebenenxttehügen aus dem । Osten", so führte Staatssekretär Backe aus, „haben i bereits die deutsche Grenze paffiert. Es märe jedoch falsch, aus dieser Tatsache schließen zu wollen, M nunmehr der Boden in Deutschland nicht mehr 1 sö intensiv wie bisher bewirtschaftet zu werden ' Mp rt-. bauchte. Man muß vielmehr sich darüber im klaren jein, daß die Ueberschüsse der Dftgdbiete im wesent- Srüfmig« lichen den Ausfall der früheren Eintelle W stzhren ausgleichen müssen. Unser Bemühen, bit Erzeugung zu steigern, darf daher in keiner RM.8r- Weise Nachlassen. Nicht nur Deutschland, sondern . ast e Länder Eropas müssen jetzt und im- • mtr ihr Aeußerstes tun, um dem Boden Höchst- * r ertrage abzuringen." N Der Staatssekretär verlangte, alle Möglichkeiten , 5r ziu Produktionssteigerung auszuschöpfen: Sarg- Skimfte Bodenbearbeitung, beste Pflege des Wirt- khaftsdüngers, größtmöglichen Saatgutwechsel und schließlich geschickteste Ausnutzung der vorhandenen Llbeitskräfte. Voraussichtlich würden wir im nächsten Frühjahr eine Million Tonnen mehr Pflanz- tartoffeln haben als im letzten Jahr. Es konnten mH wesentlich mehr Arbeitskräfte eingesetzt wer, ben als im Vorjahr. Soweit em Teil dieser Kräfte Kr Rüstungsaufgaben herausgezogen werden Wßte, werde dafür gesorgt werden, daß sie im Grühjahr wieder zur Verfügung stehen. Das Land- eolf müsse rechtzeitig Betriebs-, Futter- ■----- unb Arbeitspläne ausstellen. möchte", ist derselbe wie heute! Nur Jonathan Swift lebt und ruft nicht mehr: „Ich klage an!" An seine Stelle aber trat Deutschland, trat Europa, trat die gesamte anständige Welt der Gegenwart und ruft: „Wir klagen an!" / Ernst Wilhelm Balk. Oer Wehrmachtberichi vom Gamstag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 28. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche und rumänische Truppen wiesen im Westkaukasus Angriffe des Feindes im Gegenangriff zurück. Auch ostwärts Alagir brachen stärkere Angriffe der Sowjets unter Verlust von 35 Panzerkampfwagen zusammen. Jagdflieger schossen hier sieben Sowjetflugzeuge ab. Motorisierte deutsche Truppen vernichteten bei einem Vorstoß in der Kalmücken st eppe wiederum eine feindliche Lrästegruppe. 600 Gefangene wurden eingebracht. Zwischen Wolga und Don, im großen Donbogen und in Stalingrad scheiterten wiederum schwere Angriffe des Feindes in erbitterten Kämpfen. Flakartillerie und Schlachtflieger griffen wirksam in die Erdkämpfe ein und vernichteten 34 Sowjetpanzer. Nach bisherigen Meldungen verlor der Feind in der Zeit vom 20. bis 27. November zwischen Wolga und Don 319 Panzerkampfwagen. Außerdem wurden 26 Geschütze zerstört und über 2000 Gefangene eingebracht. An der Donfront vereitelten italienische Truppen einen Ueberseh- versuch. Südwestlich Kalinin und im Raum um Toropez dauern die schweren Abwehrkämpfe an. Eigene Gegenangriffe schlugen den Feind an verschiedenen Abschnitten zurück, wobei erneut 95 Panzer abgeschossen wurden, davon 56 allein durch eine Panzerdivision. Kampffliegerverbände griffen bei Tag und Nacht, zum Teil bei Schneesturm, Marschkolonnen, Truppenbereitstellungen und die Dahn- anlagen von Toropez mit guter Wirkung au. Sturzkampfflieger erzielten im Hohen Norden Bombentreffer schweren Kalibers in Bahnhöfen der Mur- man-Strecke. In N o r d a s r i k a nur örtlich beschränkte Kampf- tätigkelt. Zeltlager und Kolonnen zwischen Bengasi und Agedabia wurden mit Bomben und Bordwaffen bekämpft, weitere Luftangriffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen Flugstützpunkte und motorisierte feindliche Kräfte in Tunesien. Deutsche und italienische Jagdflieger schaffen im gesamten Kampf- raum 20 feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Jäger griffen bei einem Tagesvorsloh zur Südküste Englands Eisenbahnziele erfolgreich an. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 29.3100. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Terek-Abschnitt scheiterten mehrere feindliche Angriffe. Deutsche und rumänische Truppen haben auch gestern alle Angriffe zahlenmäßig überlegener feindlicher Kräfte zwischen Wolga und Von blutig abgewiesen. 35 Panzer wurden vernichtet. Im großen Don-Bogen warf ein eigner Gegenangriff die Sowjets über einen Fluhabschnitt zurück. Starke Lustsireitkrafte, darunter rumänische Kampfflieger, unterstützten die Truppen des Heeres mit gutem Erfolg. Eine große Anzahl von Fahrzeugen wurde zerstört. Bahnstrecken an der unteren Wolga wurden bei Nacht erfolgreich bombardiert. Schnelle italienische Kampfflugzeuge griffen am mittleren Don motorisierte feindliche Kolonnen und Truppenunterkünfle an. Im mittleren A b s ch n i t t der Ostfront verlor der Feind bei ständigen schweren Kämpfen wieder 57 Panzerkampfwagen. Bei seinen wiederholten Angriffen südostwärts des Ilmensees erlitt der Feind hohe Verluste an Menschen und Material. Deutsche und rumänische Jäger und Flakartillerie schossen gestern im Süden der Ost-, front 39 Sowjetflugzeuge ab. Im gleichen Abschnitt gingen sechs eigene Flugzeuge verloren. In der Eyrenaika Spähtrupptätigkeit. In Tunesien konnten deutsche und italienische Truppen eine zäh verteidigte Höhenstellung nehmen. Luffstreitkräfte griffen feindliche Kolonnen, Nachschubverbindungen und Flugstützpunkte an. Zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden in Brand geworfen. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger 16 feindliche Flugzeuge, darunter viermotorige Bomber, ab. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Vor der französisch - nordafrikanischen Küste beschädigten Kampfflugzeuge zwei große Transporter schwer. Bei Einflügen schwacher britischer Kräfte in die besetzten Westgebiete und bei nächtllchen Durchflügen über Frankreich verlor der Feind fünf Flugzeuge. Jagdflugzeuge bekämpften im Süden Englands Eisenbahnen und sonsttge kriegswichtige Ziele. Der italienische Bericht. Rom, 29. Nov. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht oom Sonntag meldet, griffen in den algerischen Gewäffern Torpedoflugzeugverbande einen bedeutenden Geleitzug an. Trotz starken FKe- gergeleits wurde ein großer Dampfer getroffen und flog in die Luft, vier weitere Handelsdampfer wurden derart schwer beschädigt, daß mit Sicherheit mit ihrem Untergang gerechnet werden kann. Vom Einsatz kehrten vier Flugzeuge nicht zuruck. Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht wiederum Turin an. Die Schäden sind besonders in der Stadtmitte sehr groß. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt. Die Bevölkerung verhielt sich ruhig. Im Mittelmeer versenkte Kapitänleutnant d'Angelo ein gegnerisches Unterseeboot. Fortdauer der harten Abwehrkämpfe an der Ostfront. Berlin, 29. Nov. (DNB.) Zwischen Wolga und Don setzten die Bolschewisten auch am 28. 11. ihre mit starken Infanteriekräften vorgetragenen Angriffe fort Es kam zu erbitterten Nah- kämpfen. Sämlliche Versuche, die deutsch-rumänischen Stellungen aufzurollen, brachen unter blu- tiaen Verlusten für den Feind zusammen. Die Verwirrung in den stark gelichteten Reihen ausnutzend, traten unsere Grenadiere unverzüglich zum Gegenstoß an und warfen die Sowjets zurück. Bei diesen Kämpfen verloren die Bolschewisten 35 Panzerkampfwagen. Im großen Donbogen traf einer unserer Gegenstöße den Feind so schwer, daß er über einen Flußabschnitt zurückgeworfen wurde. Er flüchtete unter Zurücklassung von 300 Gefangenen, 18 Geschützen und 20 Maschinengewehren. Alle diese Kampfhandlungen wurden von starken deutschen und rumänischen Kampffliegerverbänden unterstützt. Ueber 100 Kraft- und bespannte Fahrzeuge wurden zerstört Bei anhaltend schlechtem Wetter hielten unsere Truppen auch im Raum südwestlich Kalinin und um Toropez weiterhin allen bolschewistischen Angrifffen in heldenhafter Abwehr stand. Im Schutz starker Panzerspitzen versuchten sich die Belschewisten immer wieder unseren Stellungen zu nähern. Neben unseren Panzerabwehrwaffen waren es besonders die Panzervernichtungstrupps, die sich unter geschickter Ausnutzung des Geländes an die feindlichen Panzerkampfwagen heranmachten und sie im blitzschnellen Zupacken mit Minen und geballten Ladungen erledigten. Dabei wurden allein in diesem Kanwfraum 57 Panzerkampfwagen vernichtet. Ungeachtet widrigster Wet- teroerhältnisse zerschlugen Luftwaffenverbände vielfach schon die feindlichen Angriffsspitzen und brach- ten durch rollende^ Einsätze unseren Grenadieren und Panzern in ihren harten Abwehrkämpfen eine fühlbare Entlastung. Oie Kämpfe in Nordafrika. B e r l i,n, 29. Nov. (DNB.) Zu Beginn der Woche vom 28. bis 28.11. konnte die deutsch-italienische Panzerarmee rn der Eyrenaika ihr Albsetzen Dom Feind weiter planmäßig vollziehen. Gegen Stellungen, die sie im Gebiet von Agedabia bezog, führte der Feind Aufklärungskräfte heran, die erst gegen das Wochenende zu sich verstärkten. Bewegliche Mteilungen fügten ihnen Verluste zu. Die Luftwaffe wirkte bis tief ins Hinterland gegen die Briten, deren Vormarsch äußerst vorsichtig vor sich ging und auch durch die Schwierigkeiten des Nachschubs beeinträchtigt wurde. Auch in Tunesien kam es zu keinen größeren Kampfhandlungen. Auf beiden Seiten war der Aufmarsch noch tm Gange, so daß nur vorgeschobene bewegliche Abteilungen an der Nordküste Tunesiens und in den südlich davon liegenden Medjerda-Bergen aufeinanderstießen. Die Verluste, die die Gegner dort erlitten, vermehrten sich durch die Angriffe deutsch-italienischer Luftstreitkräfte auf Truppen, Bahntransporte und Flughäfen hn algerisch-tunesischen Küstengebiet und im tunesffchen Hochland. Die Absicht der Feinde, die Operationen in der Eyrenaika und in Tunesien miteinander zu verbinden, blieb somit weiterhin ein Wunschtraum. Oie -ritte Seeschlacht -ei den Salomonen Tokio, 29. Nov. (DNB.) Die japanische Preffe veröffentlichte am Sonntag weitere Einzelheiten zu den Kämpfen bei den Salomonen vom 12. bis 14. November. Danach fand der Kampf zwischen japanischerl und USA.-Schlachtschiffen in der Nacht zum 14. November östlich der Insel Sabo statt. „Der Himmel war von schweren Wolken verhängt, die Sicht schlecht", so schreibt ein Berichterstatter. „Plötzlich werden zwei feindliche Schlachtschiffe in kurzer Entfernung gemeldet. Unsere Kriegsschiffe eröffnen sofort das Feuer, und nach sechs Minuten ist die Kommandobrücke eines feindlichen Schlachtschiffes zerstört Einige Torpedos beenden das Werk. Das Schlachtschiff legt sich auf die Steuerbordseite, und sein Deck wird von den Wellen überspült. In diesem Augenblick erscheinen zwei weitere USA. - Schlachtschiffe auf dem Kampfplatz. Eines von ihnen wird durch Torpedos getroffen und schert aus der Linie aus, aber auch eines unserer Schlachtschiffe ist getroffen unb muß zurückbleiben. Die übrigen Einheiten unserer Flotte gehen jetzt zum erneuten Angriff über und verfolgen den nach Süden fliehenden Feind. Westlich von Guadalcanar wird das dritte USA. - Schlachtschiff von einem Torpedo Betroffen, aser es entkommt unserer Verfolgung. etzt beginnt die Suche nach dem zweit en getroffen, aber es entkommt unserer Verfolgung, südöstlich der Insel Sabo. Es kann nur langsam vorankommen. Es ist in ein Flammenmeer gehüllt, aus dem sich Kommandobrücke und Schornsteine von Zeit zu Zeit als Silhouette abzeichnen. Eine riesige Explosion fteendet das grausige Schauspiel." Zwischen dem 7. August bis 14. November hat die japanische Kriegsflotte vor den Salomonen 119 feindliche Kriegsschiffe bzw. Transporter versenkt vder beschädigt und mehr als 870 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. Im einzelnen wurden 3 amerikanische Schlachtschiffe versenkt, 3 weitere beschädigt, 4 Flugzeugträger versenkt, 4 beschädigt. 30 Kreuzer versenkt, 5 beschädigt, 19 Zerstörer versenkt, 10 beschädigt, 9 U-Boote versenkt, eines beschädigt, 1 Minenräumboot versenkt, eines beschädigt, 17 Transporter versenkt, 6 beschädigt. Japanische Marinekreise erklären, daß es in 100 Tagen der japanischen Marine gelungen sei, in der ersten bis zur dritten Seeschlacht bei den Salomonen die USA.Flotte in diesem Gebiet zu vernichten. Die USA.-Flotte habe ihre Kreuzer und Zerstörer bei der ersten Schlacht bei den Salomoneu eingebüßt, ihre Flugzeugttäger bei der zweiten und ihre Schlachtschiffe bei der brüten. Den USA. sei es nicht länger möglich, eine wohlausgeglichene Flotte, die sich aus Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, Kreuzern, Zerstörern und U-Booten zusammensetz, aufzustellen, ba die Schlachtschiffe bei dem Nachttampf am 14. November fast ohne jede Eskorte von Hrlfsschiffev erschienen. Britischer Ltebersatt auf Neunion. Die Franzosen leisten Widerstand. Vichy, 28. Nov. (Europapreß.) Samstag morgen 4.30 Uhr landeten britische Streitkräfte auf RL- union. Das Staatssekretariat für Kolonien gab bekannt, daß die Angreifer, zu denen auch füöafrita- nische Truppen gehörten, sich der Stadt Saint Denis, die keine Verteidigungseinrichtungen besitzt, bemächtigten. Der Gaullistenführer Hauptmann Richard stellte dem Generalgouyerneur Aubert das Ulttmatum, bis Sonntag um 15 Uhr die Insel ohne weiteren Widerstand auszuliefern. Generalgouverneur Aubert antwortete, daß er von keinem Hochverräter Befehle annehme. Die Insel Reunion wolle weiter nichts, als ftiedlich leben und betrachte den Angriff als' durchaus ungerechtferttgt. Er als Generalgouoerneur werde in loyaler Zusammen- arbeit mit dem Mutterland allein die Befehle P6- tains ausführen. Er sei daher entschlossen, den Widerstand bis zum Letzten fortzusetzen. Die seit 1643 in französischem Besitz befindliche Insel Reunion ist die westlichste der im Indischen Ozean westlich von Madagaskar gelegenen Maska- renen. Sie hat ein Gebiet von 2500 qkm mit runb 200 000 Einwohnern, zum größten Teil Franzosen und Mischlinge. Die Insel ist stark vulkanisch. Der höchste Berg ist der „Piton des Neiges", 3069 tn hoch. Das tropische, feuchte Klima ermöglicht den Anbau von Zuckerrohr, Reis, Vanille, Kaffee und Gewürzpflanzen. Die Hauptstadt von Röunion ist Saint Denis, ihr Haupthafen Pointe des Galets. Räunion war auch während der napoleonischen Kriege schon einmal fünf Jahre lang von den Engländern besetzt worden. Aus aller Wett. Großfeuer in einem Bostoner Nachtklub. In Boston (Massachusetts) brach in dem Nachtklub „Cocoanut Grove" ein Brand aus, dem 463 Menschenleben zum Opfer fielen. Mehr als 200 Personen werden noch vermißt. Nur wenige der geborgenen Toten konnten identtfiziert werden. Da das Lokal durch zwei Stockwerke hindurch getäfelt und mit Holzschnitzereien verziert war, griff das Feuer mit rasender Schnelligkeit um sich. Als eine Frau mit brennenden Haaren im MendNeid in das Kabarett stürzte, wo etwa 700 Personen den Vorführungen beiwohnten, brach eine Panik aus. Die Eingänge waren in wenigen Minuten von einer verzweifelten, kämpfenden und drängenden Menschenmenge verstopft, so daß sich nur wenige Personen retten konnten. Die Polizei gab bekannt, ein Filmstatist habe gestanden, ein brennendes Streichholz auf die im Lokal besindlichell imitierten Palmen geworfen zu haben, die man allgemein irrtümlicherweise für feuerfest gehalten hatte. Kunst und Wissenschaft. Hochschulnachrichten. Im Alter von 62 Jahren starb in Bonn der o. Pro, fessor der Mathematik Dr. Hans Beck. In Altzar- renborf (Pommern) geboren, ftubierte er in Greifswald und Bonn und promovierte 1905 in Bonn. 1917 wurde er dort Professor. Sein SpezialarbeitsgebieL war höhere Geometrie. — Im Alter von 77 Jahren starb der emer. Professor für römisches Recht an der Universität Innsbruck Dr. Paul Kretschmar. In Leipzig geboren, habilitierte er sich 1898 in seiner Vaterstadt und kam 1909 über Gießen als Ordinarius nach Innsbruck, wo er bis zu feiner Emeritierung 1933 wirkte. — Der o. Professor für Zoologie an der Universität München Geh. Regierungsrat Dr. Reinhold 2) em o II vollendet am 3. Dezember fein 60. Lebensjahr. 1882 in Kenzingen in Baden geboren, studierte er in Freiburg Zoologie. 1908 habilitierte er sich in G i eßen, 1914 wurde er als Nachfolger des nach München berufenen Professors Dr. Escherich als Zoologe an die T. H. Karlsruhe berufen. 1917 folgte er einem Ruf an die Universität München als Vorstand des Zoologischen Instituts der Tierärztlichen Fakultät, der Bayerischen Biologischen Versuchsanstalt und der Teichwirtschaftlichen Versuchsanstalt ,Hofer-Institut" in Wielenbach. Ec hat das Institut für Seenforschung und Seenbewirt- Erster Freund der Kinderträume. Von Alfred Hem. Mein „Struwwelpeter" ist im vorigen Jahr in den Besitz meiner jüngsten Nichte Überlegungen. Er lebt also nur noch in meiner Kindheitserinne- rung. Und mit Absicht habe ich mir das Bilderbuch nicht wieder besorgt, um zu prüfen, was und wieviel von ihm in meiner Seele wirklich geblieben ist. Und da muh ich eines gleich feststellen: Kein Buch der Welt steht mir so bildklar Blatt für Blatt vor Augen wie dieses, das ich am Weihnachtsabend nach meinem vierten Geburtstag im Jahre 1898 geschenkt erhielt. Uns allen ist die Kindheit in der Rückerinnerung glückselige Märchenzeit, auch wenn sie im ödesten Stubenwinkel einer Hinterhauswohnung, auf Höfen mit Schutthaufen und in müden Grohstadtparken oerträumt wurde. In solche Friedseligkeit tritt als erster ttutzigwilder Gast dieser Erde der Struwwelpeter. Mit struppigem Haar, ungewaschen und mit ungeschnittenen Nägeln. „Sieh einmal, da steht er, pfui, der Struwwelpeter!" Nein, wenn man noch so ein toller Lausbub gewesen ist — so verwildert sah man doch nicht aus. Und das gab schon Selbstgefühl. Nach bei ersten Begegnung mit dem Struwwelpeter aber wird man noch sauberer — ja, man würde nicht mehr schreien beim Kämmen, Waschen und Nägelschneiden. Dann — o die andern lebensemsten Geschichten: Die vom bitterbösen Friederich, .der „seine Gretchen gar" peitscht und den der zu Unrecht geschlagene Hund schließlich ins Bein beißt. Der Herr Doktor kommt und bringt „bittere Arzenei" (brrr!), während das brave Hündchen die Leckerbissen verschmausen darf. „Und Minz und Maunz, die Katzen, erheben ihre Tatzen, sie drohen mit den Pfoten, der Vater hat's verboten! Miau! Mio! Miau! Mio! Laß sein, sonst brennst du lichterloh!" Aber Paulinchen in ihrem putzigen Krinolinen- kleidchen greift doch nach den Stteichhölzern — und verbrennt. „Der „Zappelphilipp" ist da noch eine gelindere Angelegenheit — ja, sogar etwas laus- bubenhaft lustig, wenn er mit dem Stuhl, auf dem er beim Esten stets wippt, umtippt und unter dem Tischtuch, Eßgeschirr, Braten und Wein begraben liegt, ohne gleich daran zu sterben, wie der etwas sehr hart gestrafte Suppenkaspar, der, weil er seine Suppe nicht ißt, bereits am fünften Tage fabenbünn aeroorben, „nur ein halbes Lot wiegt" und am sechsten Tage im Grabe liegt, das als Grabstein eine Suppenschüssel mit Kasuars Namen ziert. Nein, nein, das glaubt man nicht ganz ... Aber beim Daumenlutschen — „Bautz! Da geht die Türe auf, und herein im schnellen Lauf eilt der Schneider mit der Scher'! Und die Daumen schneidet er ab, als ob Papier es mär’ * Man beachte die Wortkunst der letzten Zeile — die schneidet ordentlich: Ab — ob — Pap —! Schnipp! Schnapp! Ich weiß, daß ich oft meine Kinderhände betrachtet habe, wie sie ohne Daumen aussähen. Seit der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann vor nun bald hundert Jahren den Struw- welpeter unter den Weihnachtsbaum seiner Kinder legte, ist fein zweites Bilderbuch erschienen, das eine ähnliche Reise um die Welt und durch Millionen von Kinderherzen gemacht hätte. Kamerad Egmont. Von Hans Chrobot. In diesen Wochen wurde ich an Egmont erinnert. Ich sah ihn ganz deutlich vor mir, seine schmächtige Gestalt, sein junges, zartes Gesicht mit den guten Augen. Im Arbeitsdienst waren wir Kameraden gewesen. Ich hatte ihn näher kennengelernt, als er es einmal nicyt fertigbrachte, mit einem mächtigen Holzhammer einen Pfahl in die Erde zu rammen. .Zuerst krempelst dir die Aermel auf, Egmont, und bann den Hammer mit beiben Härchen angepackt. Verstehst du? Paß auf: soooo!" Seitdem waren wir oft zusammen. Egmont war eigentlich ein Träumer, ein Einzelgänger, der gern seine eigenen Wege schritt, aber nie verstieß er gegen die Gebote der Kameradschaft. Eines Abends, es war damals in Polen, eröffnete mir Egmont, daß er heute das erstemal Post von seinem Mädchen bekommen habe. Vorsichtig zog er aus seiner Tasche einen Brief und gab ihn mir zu lesen. „Nun, was meinst du dazu?^ fragte er, als ich geendigt hatte. — „Es scheint ein sehr liebes, nettes Mädchen zu fein, Egmont, das dir den Brief geschrieben hat. Da kann ich nur gratulieren." Beim Munischleppen habe ich Egmont oft beobachtet. Es kostete, ihn unmenschliche Ueberwindung. Er biß die Zähne auseinander, um durchzuhalten, da er einfach nicht so stark war, daß er die mächtigen Kartuschkisten und die Munitionskästen tragen konnte. Wenn er bann vom Unterfeldmeister ab- fielöst und zur Fahrradwache abkommandiert wurde, o fühlten wir, daß er sich uns gegenüber irgendwie schuldig vorkam. Nun müßt ihr meine Arbeit mit- machen, dachte er dann wohl. Eines Abends fuhren wir todmüde in die Unterkunft zurück. Inzwischen war Feldpost angekommen. Nach dem Verteilen stürzte Egmont auf mich zu. „Du, sieh mal her!" Und wieder hielt ich einen kleinen Brief in der Hand, ich las die freundlichen Gedanken seines Mädchens. Und zum Schluß: „Abends, wenn die Sonne untergeht, wenn alles ganz leis und still ist und die Welt ein schöner Atem zu durchwehen scheint, dann denke ich an Dich. Hier habe ich Dir ein Gedichtchen ausgeschrieben, lieber Egmont. Ich glaube, es wird Dir gut gefallen: Der Mond ist aufgegangen, Die goldenes Sternlein prangen Am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar." Als ich zu Ende gelesen hatte, fragte Egmont sogleich: ,Lst sie nicht herrlich? Sie schreibt sogar Gedichte." — „Wie meinst du das, Egmont?" — „Aber du hast doch selber gelesen." Und in seinen Augen glänzte die Freude dieser Ueberraschuna. — „Ach, richtia", sagte ich schnell, „ja, ja, das Gedicht gefällt mir sehr gut. Du kannst stolz auf dein Mädchen fein." So war er. Wir alle hatten ihn gern. Er war immer still und zurückhaltend, seine dienstlichen Obliegenheiten erledigte er mit ruhiger Selbstverständlichkeit. Die wahre Leistung wächst ja im Schatten des Verzichts. Egmont gehörte zu jenen, die bedächtig und schweigsam ihrer Pflicht genügen, die ihre Worte sorgsam abwägen, ehe sie sprechen, dis zielbewußt und immerfort an sich arbeiten. Nach unserer Entlassung würde Egmont Flieger« Vor vier Wochen schrieb er, daß er bereits fünf Feindflüge hinter sich habe. In diesen Vormarschwochen nun, es war tur# hinterm Don, sah ich in dicken Stauhnebeln ein Gesicht, bas mich an Egmont erinnerte. Ich sah es im Brachtest einer Sekunde, unser Wagen sausto weiter, aber das Erlebnis dieses' Gesichtes blieb« Ganz klar sah ich Egmont vor mir, wie er sich bei der Arbeit verhielt, wie er die Briefe seines Mädchens in Händen hielt, andächtig, feierlich, und bann entsann ich mich bes Gedichtes, bas ihn damals fa begeistert hatte. Inzwischen dürfte Egmont ja ausgewachsen sein, seelisch wie menschlich, die Stunden vorm Feind werben ihn gefestigt haben. Vielleicht hat er inzwischen die kleine Täuschung von damals bemerkt, vielleicht auch nicht, und er hält dis berühmten Verse des Abendgedichtes von Matthias Claudius immer noch für die Arbeit seines Mädchens, — der Egmont. Zeitschriften. — Der 80. Geburtstag Gerhart Hauptmanns wurde der „neuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Berlin) zum Anlaß, in ihrem schönen No- vemberhest einen Einblick in die Fülle der Gestalten zu geben, die Hauptmann im Laufe eines Lebens schuf. Narren und Weise, Könige und Bettler, Lasterhafte und Tugendhafte, Menschen jedes Charakters, jedes Schicksals und jeder sozialen: Stellung, sowie die Gestalten der Märchen und Sagen sind hier in großer Zahl angetreten unb sind doch nur ein kleiner Teil von Hauptmanns bunter, reicher Welt. — Eine Reihe weiterer Themen in diesem Theaterheft sagt etwas über den heutigen Stil im Theater aus, sei es über bi« Wiedergeburt der jungen Oper, die Hand tn Hand geht mit einem neuen Aufführungsstil, ober fei es über die erstaunliche Vielfalt schöpferischer Bühnenbilder, deren Atmosphäre durch die Farbphotographie besonders deutlich wird. — Der Berliner Theaterbericht bringt mit seinen „Märchen, Mythen und Tragödien" Rezensionen von den ersten Theater auffuhrungen dieser Spielzeit. I 0? I h» ® MÜ K« i- Etf? vw!?' 2 u*?! BS; 1 ?Dlwf »Ml LJWUII 1I-» P"?! ltmn w1^.' •iallen. am auhelff nionnt wu Licken 5 Muung - hcke 3n Altz-n- Bonn. 1911 tieüsgefiid llnioei (Nachdruck verboten.) 18. Fortsetzung fflub. NachtLü 463 9)len. snt Mei Breits r ’s Strei- etten $al> Mein iw te. ast. 1908 hat r als Nac ch getäfkli griff boi Als eint Peter-Laabe-Ehrüngen in Weimar. “ """lenten der Reichs- Mors Dd rlsruhe w pnchen, dii en. n Inftitm ,en BiolM ^tfchaftlichz lenbach. k! m- „3a, Richard ..." Das widerspenstige, dunkle Haar fällt über ihr frisches Gesicht, denn bei der heftigen Bewegung, mit der Bergenroth sie eben anpackte, ist die Pelzkappe abgeglitten. Sie streicht das Haar zurück und sagt: „Du hast mich doch hier gleich in Aufgaben hineingestellt, Richard. Dafür bin ich dir so dankbar. Ich fühle mich hier so glücklich." „Das ist schön, Helene. Und wenn w>r jetzt recht viel von uns verlangen, werden wir den Betrieb schon wieder hoch bringen. Glaube mir das." „Und auch du wirft Erfolge haben, Richard. Darum geht es doch vor allem. Und auch dabei möchte ich dir so gern helfen." „Wir müssen bedenken, daß eine Züchtung, solange sie sich nicht durchgesetzt hat, GeL kostet, denn die dafür benötigten Flächen bringen ja noch nicht die entsprechenden Ernten. Vorläufig müssen wir also meine Züchtung als eine starke Belastung an» sehen." Sie fahren weiter und sind nun gleich zu Hause. Zu Hause ... denkt Helene und empfindet beruhigend den Nachball von Richards warmer Stimme. Helene ... Mädchen ... sagte er. Aus der dunklen Tiefe ihres Gedächtnisies steigen andere Worte auf ... sie kann das nicht verhindern. Zärtliche Worte. Aber sie waren ohne den rechten Ernst und sind verweht. Man darf keine Gedanken mehr an solche Erinnerungen verschwenden. Am Eingang des Gutshauses werden sie von Bernhardine erwartet. Die alte Dienerin ist durchaus gegen Richard Bergenroth und gegen diese Heirat. Da Bergenroch aber Bernhardine nur erst flüchtig kennt, weih er das nicht und hält sie für eine alte, etwas mürrische Frau. Für ibn ist auch die Existenz Bernhardines ganz ohne Bedeutung; sie gehört in Helenes persönlichen Kreis. Bernhardine nimmt ihnen die Sachen ab und fragt, ob sie jetzt gleich das Abendessen bestellen soll. „Nein, Bernhsndine", erwidert Helene fröhlich, „lassen Sie uns noch em wenig Zeit. Mein Mann Theater -er Universitätsstadt Gießen Weihnachtsmärchen »König Drosselbart". tfSf 8» Lauft. ge A jed-l muß sich zuerst die Räume oben ansehen. Sie wissen doch Bernhardine, vor vierzehn Tagen waren sie noch nicht fertig." „Bitte ..sagt die Dienerin frostig und tritt zurück. „Erlaube, daß ich zuerst einmal in mein Zimmer gehe, Helene", bittet Bergenroth. Seine Frau aber hält ihn fest und sagt: ,Komm, Richard, ich habe eine Aenderung vorgenommen. Das Fremdenzimmer drüben wollen wir für Gertraude lassen oder für Doktor Gebauer oder wer sonst uns hier besuchen will." Nun gut, es ist nicht so wichtig, wo man wohnt, und das Haus ist groß. Aber als Helene im Obergeschoß eine Tür öffnet und, das Licht einschaltend, in ein Zimmer eintritt und er ihr folgt — in ein kleines, sehr behagliches Wohnzimmer mit Möbeln aus hellem Holz, über denen jetzt der warme Schein der Lampe liegt —, da sieht sich Bergenroth doch mit erstaunter Freude darin um. Sehr hübsch — gewiß. Aber was soll er damit? Helene kommt jeder Frage zuvor und erklärt: „Wie ich dich kenne, Richard, wirst du dir die Tage sehr genau einteilen. Da habe ich das kleine Wohnzimmer hier oben sozusagen als Ausgangspunkt für uns beide und für unsere Arbeit eingerichtet. Hier können wir zusammen frühstücken und alles besprechen, und hier —" Sie öffnet die Tür an der rechten Seite des Zimmers, tritt in die Dunkelheit hinein und macht Licht. Da ergibt sich ein Durchblick durch mehrere Räume. Helene sagt, daß sie hier eine Stube teilen ließ. So entstand ein kleiner Ankleideraum und das Badezimmer. Dahinter liegt Bergenrochs Schlaf- zimmer. Da steht ein großes, breites Bett; an der Wand eine Holzverkleidung mit Fächern. „Fßr Bücher und Zeitungen, falls du abends noch lesen willst, Richard!" Darüber eine praktische Lampe. Tisch und Stuhl noch und ein niedriger Schrank. (Fortsetzung folgt) Vergraste Irrtum Roman von Meta Seit. > war knebeln # 3d) WS lagen f°s ichtes e er seines N h, und da^ i damals p Mtja- di-swH ■n. $5 vondmE ftä w« * sK i fff winnmig von industriellen Betrieben in unserer Stadt sowie bei der Förderung gemeinnütziger Unternehmungen volkssportlicher Art; am 25. Januar 1938 der Schriftgießereibesitzer Dr.-Jng. e. h. Karl Klingspor, Offenbach a. M. (ein geborener Gießener), anläßlich seines 70. Geburtstages, für [eine Verdienste um deutsches Schriftschaffen und oessen Weltgeltung. Immer daran denken: Licht aus! NSG. Die bei den letzten Luftangriffen gesammelten Erfahrungen haben ergeben, daß es noch von vielen Volksgenossen versäumt wird, vor dem Aufsuchen der Luftschutzräume die Wohnungsbeleuchtung in allen Räumen auszuschalten. Die Annahme, daß man die Lampen brennen lasten kann. da ja die Fenster out verdunkelt sind, ist ein gefährlicher Irrtum. Schon der Luftdruck und die Sog» Wirkung einer in der Nähe niedergehenden Bombe genügen, um zahlreiche Fenster zu zertrümmern und die Derdunkelungseinrichtungen zu zerstören. Das Licht dringt bann weithin sichtbar aus den Wohnungen und bietet den Feindfliegern willkommene Ziele. Wer die Lampen brennen läßt, seiet den Feinden den Weg und zieht die Gefahr auf sich und die anderen Volksgenossen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, vor dem Verlosten der Wohnung die Sicherungen der Lichtleitung zu lockern. Man hat dann die Gewißheit, daß in keinem Raum noch eine Lampe brennt Verdunkelungszeit: 30. November von 17.14 bis 7.39 Uhr. Am heutigen Montag blickt der Obst- und Gar» tenbauverein Gießen auf fein 30jähriges Bestehen zurück. Er hat in dieser Zeit mit großem Nutzen gewirkt, einmal durch Aufklärung seiner Mitglieder auf allen Gebieten des Obst- und Gartenbaus, zum andern in Gemeinschaft mit dem Gießener Derkehrsverein durch Pflege der Haus- und Nutzgärten, Anregungen zum Blumenschmuck von Häusern und Anlagen und nicht zuletzt durch die Blumen- und Obstausstellungen, die sich großen Interesses in allen Teilen der Bevölkerung unserer Stadt und ihrer Umgebung erfreuten. In der Feier des 30jährigen Bestehens des Vereins, die am gestrigen Sonntagnachmittag im „Burghof" stattfand, kam denn auch zum AuÄruck, welch gemeinnütziges Werk der Verein bisher vollbracht hat. Dereinsführer Junker, der den Verein feit über fünf Jahren mit unermüdlichem Eifer leitet, begrüßte die stattliche Versammlung und besonders den Leiter des Bezirks-Obstbau-Derbands Bopp (Bellersheim). Er gab dann einen Rückblick über die. Geschichte de- Vereins in den letzten drei Jahrzehnten. Der „Obft* und Gartenbauverein Gießen", wie er sich seit seiner Gründung nennt, wurde am 30. November 1912 in einer Versammlung der Obst- und Gartenbaufreunde im damaligen „Cafö Ebel", dem heutigen „Burghof", mit vorerst 27 Mitgliedern gegründet. In den Vorstand wurden damals gewählt: Stadtverordneter Simon, Lehrer Leib, Georg Löwer, Gärtner Schmitz, Mols Noll, Helene lächelt dazu und erwidert: „Du sollst dich auf dem Uhlenhof wohl fühlen, Richard." Und jetzt ist alles fertig. Auf der Station kommt Helene gerade zu dem eben einfahrenden Zug zurecht. Bergenroth verläßt das Abteil und geht auf feine Frau zu. Sie geben sich die Hände, und Helene spürt den kräftigen, verläßlichen Druck des Mannes. Heute, denkt sie, ist Bergenrochs Kommen ganz anders als sonst. Heute kommt er für immer. Als der Wagen auf der Heimfahrt aus dem Wald herauskommt, gleitet über die Wiesen schon die frühe Dämmerung des Wintertages. Das letzte verblastende Licht der Sonne zieht sich zurück. „Ich bin froh, daß du nun doch früher für den Uhlenhof freigeworden bist, Richard", sagte Helene. Dergenroch hebt den Kopf, so, als horche er den Worten nach. Hergert er sich? Nein. Es ist nur ein flüchtiaes Aufmerken auf nicht gerade klug gesetzte Wortes Mit einem kleinen Spott im Ton seiner Stimme meint er: ,Lhr neuer Inspektor, gnädige Frau, hofft, Ihre Zufriedenheit zu erwerben." Helene, das sonst jo sichere Mädchen, erschrickt. Sie sieht Bergenroth von der Seite an, aber seine ernsten Züge sind unerforschlich. Da sagt sie: „Entschuldige, Richard ... ich habe mich nicht ganz richttg ausgedrückt. Ich bin doch so froh, daß du jetzt ganz hierbleiben wirst. Erst jetzt, da die alten Leute mit Sack und Pack abgezogen sind und eine neue Ordnung in bas Haus gekommen ist ... erst jetzt, Richarb, gehört uns der Uhlenhof ganz!" Und wieder ruht chr Blick auf seinem Gesicht. Da hält er den Wagen an. Ganz plötzlich. Er wendet sich ihr mit einem Ruck zu, greift mit feinen festen Händen ihre Schultern und dreht Helene zu sich herum. Sie gewahrt in der ruhigen Tiefe feiner Augen einen Ausdruck von Freude. „Helene ... Mädchen ... habe ich das wirklich erreicht ... baß bu nun begreifst, was es heißt, Grund und Boden zu besitzen?" Helene nickt heftig und voll Ueberzeugung. „Und dafür verantwortlich zu fern, Helene!" sich zur Mittagsstunde seines 70. Geburtstages eine stattliche Schar namhafter Gratulanten, an deren Dankesbezeugungen die hohe Wertschätzung zu er» linnen war, der sich Peter Raabe als Führer des deutschen Musikerstandes, als Persönlichkeit, Dirigent und Gelehrter erfreuen darf. Der Leiter der Abteilung Musik im Reichsministerium für Volks- atffläning und Propaganda, Generalintendant Dr. Drewes, überreichte Raabe die Goethe-Medaille imb die Ehrengabe bes Reichsministers Dr. Goeb- ________ bt(5. In einer warmherzigen Ansprache feierte Dr. in Greifs« Dreroes in Peter Raabe die aufrechte Persönlichkeit, -— «ui 6eren junges Auftreten, deren beneidenswerte Be- rtbfamfeit und ungewöhnlich reiches Wissen im vor- In den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm findet sich die Geschichte der hoffärtigen Königstochter, die als eine törichte Jungfrau alle Freier ausschlägt und vom König Drosselbart in Gestalt eines armen Bettelmannes und eines trunkenen Husaren, der ihr auf dem Markt die Töpfe zerschlägt, bitter bestraft und gebemütigt wirb, ehe sie zu guter Letzt boch mit dem so hochmütig unb mutwillig Verspotteten Hochzeit machen darf. Dieses Märchen ist die Vorlage für ein Weihnachtsspiel in sechs Bildern von Oskar Matthes mit Musik von Richarb Rost, bas bei uns feine Uraufführung erlebte. Die seit langem bekannten Schwierigkeiten, ein wirklich kinbertümliches Stück für bie Weihnachtszeit zu schreiben, wurden auch an biesem Beispiel beutlich. Wer nicht ganz aus eigener Phantasie gestattet, sondern, wie es bie Regel ist, auf ben reichen Schatz ber klassischen Grimmschen Sammlung zurückgreift, wirb sich stets vielfältigen Wiberstänben unb Bedenken gegenüberfinben, wenn er das, was in unwandelbar gültiger Form zum Lesen, Vorlesen und Nacherzählen niedergeschrieben ist, auf bie Bühne zu bringen unternimmt. Matthes hat ben Stoff in ein Vorspiel unb fünf Silber eingeteilt unb folgt in großen Zügen ber ursprünglichen Handlung; da sich inbessen gewisse Züge bes Grimmschen Märchens einer bühnenmäßigen Darstellung schlechterdings entziehen, hat er seinen „Drosselbart", um ben Nachmittag zu füllen, mit eigenen, auf komische Wirkung berechneten Zutaten, mit allerlei Tanzeinlagen unb auch mit andern Märchenmotiven („grau Holle", „Sneewittchen") vermischt unb gestreckt. Mit dem unnachahmlich klaren, schlichten und volkstümlich-schönen Stil ber Grimmschen Märchenerzählung in Wettstreit zu treten, ist allemal ein heikles Unternehmen, immerhin sollten sich Wendungen wie nanu ober fabelhaft ober Bubi ober oerbunfein unb ähnliche, erstaunlich unpoetische Aeußerungen einer wenig märchenhaften Allerweltssprache in solchem Umkreise oermeiben lassen. * Die kleinen unb bie ganz kleinen Besucher, von solchen, dem einsichttgen Zuschauer unb Hörer unter ben Erwachsenen sich aufdrängenden Empftn- bungen vorberhanb noch unbelastet, hielten sich an bie bunte unb vielfältig bewegte Wett der Erscheinungen — auch da, wo sie mit dem .König Drosselbart" nur wenig ober nichts gemein hat. Zu sehen gab es ja in ben sechs Bildern genug. Herr Dolck, ber sich seit vielen Jahren um die Betreuung bes Kinbertheaters große Derbienste erwor» ben hat, war auch Diesmal als Spielleiter mit Hingabe unb Sorgfalt um bie Ginftubierung bemüht. Herr Löffler, besonbers in ber Weihnachtszeit ein vortrefflicher unb ganz unentbehrlicher Helfer, hatte eine reizenbe Ausstattung geschaffen, Markt unb Thronsaal, Frau Holles Wolkenreich und einen märchenhaft verwunschenen SB alb, wo Reh unb Fuchs unb wilbes Schwein hausen, wo Elfen, Zwerge unb Glühwürmchen ihr Wesen treiben. Auch Kapell-. meister Bosch, ber bie (ziemlich dürftige unb nicht gerade kindertümliche) Begleitmusik dirigierte, und Ballettmeisterin Inge Berg, welche die Tanzeinlagen beigesteuert hatte, erwiesen sich als verläßliche Mitarbeiter. Gaby Amersbach spielle die Prinzessin, wie sie im Buche steht: erst hoffärtig und hochnäsig, später ganz betrübt und sehr gebemütigt. Herr Schmidt war der stattliche König Drosselbart unb ber rauhe Bettelmann in einer Person, Herr F i • scher ein milber Kaiser, Herr Mayr ber dicke, drollige Koch, Herr Meyer der geschäftige Diener Franz; Lia Zimmer machte mit höllischem Gelächter die bösartige Kräuterhexe, Herr Dolck hielt als Gemeindediener vertrauliche Zwiesprache mit ben Kindern. Elly Bamberger als Frau Holle, bie kleine Irene Alb ach als jüngstes Wolkenkind, Eduard B u r ch a r d und Joses B ü r s ch g e n s als Bettelmänner, Jolanda von Robben als Tänzerin, Leonore Hamburg und Katja K r ö ck als Waldelfen, auch die Herren U h I (Beleuchtung) unb Rautenb erg (Kostüme) seien noch mit Anerkennung genannt. — Die Kinder klatschten eifrig Beifall unb fangen zuletzt andächtig das Lied vom Tannen- baum mit. Hans Thyriot. tfii Gesamtausgabe der Werke Bachs. Reichsarbetts- minuter 6elbte ließ einen Faksimile-Druck von Aeetbovens 5. Symphonie überreichen. Gemälde, Plastiken-, Bücher-, Noten» und Schallplatten-Erst' Ausgaben waren die sichtbaren Zeugnisse der Glückwünsche, bie die Reichshauptstadt, bie Hauptstadt der Bewegung, bie Stadt Weimar unb Raabes Geburts» itebt Frankfurt a. d. O. barbringen ließen, ferner ber deutsche Gemeindetag, der Deutsche Sanger- bunb, ber Reichsverband der gemischten Chore, bas ßfiöüger Gewanbhausorchester, bie Goethe-Gefell- Itaft, die Kleist-Gesellschaft. Die häusliche Feier- ftunbe wurde vom Ludwigshafener otamih-Quartett umrahmt. Prof. Raabe dankte für die Ehrungen durch eine kurze Ansprache, in der er als Bekennb ins feststes, daß ber Mensch, [olange er lebe, auch lebendig bleiben müsse. Ja, Helene ist recht zufrieden. Richarb Sergen» rotte Aufgaben sind auch ganz die ihren geworden. Sie hat in diesen Wochen schon viel Arbeit gehabt. Znerft hat sie an einen völligen Umbau des Guts- toufe5 gedacht. Bergenroch riet ab. Weshalb um« beuen? Das langgestreckte Gutshaus paßt so ganz bi ben Rahmen der stillen grünen Landschaft. Auch bie Anordnung der Räume ist zweckmäßig. Ober fabet Helene diesen großen ebenerdigen Wohnraum, ms dem man gleich auf die Gartenterrasse hrnaus- kvmmt, nicht wunderschön? So hat Helene nur Maler und Tapezierer kommen laifen und einen Teil ihrer Möbel aus Berlin und Bramftebt. Sie hat das alles allem besorgen unb kinrichten lassen. So sehr interessiert sich Hergenroth in den zwei-, höchstens dreitägigen Besuchen rn der Wirtschaft zeigt, so wenig redet er in Die Anrichtung der Wohnräume hinein. Das ist Helmes Angelegenheit. Sie ist Besitzerin. Er beteiligt sich daran nur, wenn er ausdrücklich um feine JRei» niing befragt wirb. Das geschieht, als es sich um bu Einrichtung seiner Räume hanbelt. Es zeigt sich dabei — und auch sonst manchmal —, baß Sergen» roch unb Helene boch eigentlich sehr wenig vonein- mber wissen. , , , , Seine eigenen Räume ... er wehrt ab ..., er be» nötigt doch nur ein Schlafzimmer. Das Fremden- (immer, was ihm bis jetzt im rechten Flügel Zur Mrfügung steht, genügt auch weiterhin vollkommen. ^lt noch bas Büro. Es kann einfach, aber zweckmäßig einigerichtet werden. llirit später wird man noch Raum für die Untersuchungen und die verschie» beiten Arbeiten brauchen, die mit dem Zuchtver- 'rl»ren zusammenhängen. Aus der Siadi Gießen. Verhütet Frostschäden! Mit Frost bezeichnet man die Temperatur unter null Grad. Frostschaden treten beim Gefrieren von Wasser und beim Zerspringen seines Behälters auf. Das Wasser kristallisiert unter dem Nullpunkt zu Eis und nimmt hierbei einen etwa» um em Zehntel größeren Raum ein. Die hierdurch entstehenden gewaltigen Druckkräfte des Eises sind so groß, daß Stein- oder Metallwände durch sie zersprengt, verformt oder zertrümmert werden. Als Folge stellen sich Rohrbrüche und Wasserschäden in Gebäuden ein, deren Wiederherstellung viel Geld kostet. Da die Schäden durch Mangel an Arbeitskräften und an Material oft nur febr schwer behoben werden können, außerdem Frostschäden an Wasserleitungen die private Feuerloschwasserversorgung in Frage stellen bzw. den Löschangriff in sehr ernster Weise erschweren, ist es jetzt im Kriege erhöhte Pflicht jedes Hauseigentümers, Frostschäden an Wasserleitungen durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Des- Ratschläge über vorbeugende Frostschutzmaßnahmen ' zusammengestellt: 1. Ungeschützte Leitungen und Wasserbehälter im Freien frieren zuerst em. Alsdann Leitungen in ungeheizten Räumen, wie Abort, Waschküchen und 1 Ketterräumen. Schützt diese srostgefährdeten Leitungen durch Abdecken ober Umhüllen mit Kork« ober Glaswolle, notfalls mit Stroh ober Heu! Bei Frost» werter das Abortfenster rechtzeitig schließen! 2. Leitungen, die an undichten Fenstern, Türen und Ritzen liegen, neigen ebenfalls besonders zum Ginfrieren. Schützt dieselben durch Verstopfen der undichten Stellen mit Stoffftr eisen, Stroh oder Bedecken mit Matten! 3. Das Wasser in Leitungen, welches ruht, also nicht strömt und fließt, gefriert schneller als bewegtes Wasser. Deswegen sind alle Rohre in unbewohnten Räumen in Leitungen mit geringer Wasserentnahme besonders gefährdet. Stellt deswegen nicht zirkulierende Leitungen ab! Entleert die Leitungen bei starkem Frost ober sorgt für laufenden schwachen Durchfluß! 4. Bei eintretendem Frost muß die Warmwasser- Zentralheizung wegen der Gefahr des Ein'ftierens oer Heizkörper und -Leitungen m Betrieb genommen ober das Wafser muß aus der Anlage entfernt werden. 5. Bei strengem Frost darf bei Zentralheizung fein einziger Heizkörper abgestellt werden — auch nicht in unbenutzten Räumen! Ein einziger eingefrorener Heizkörper macht die ganze Heizanlage unbrauchbar! 6. Sollen aus Gründen ber Brenn-stoffersparnis Teile der Heizungsanlage stillgelegt werden, so ist wegen geeigneter Maßnahmen zum Frostschutz der Anlage unbedingt eine Fachfirma zu Rate zu ziehen. 7. Auch die Wasseruhr muß in frostgefährdeten Räumen gegen das Einfrieren geschützt werden! 8. Die Erfahrung im letzten Winter hat ergeben, daß es bei Außentemperaturen von minus 5 Grad Celsius auch vom Standpunkt der Kohlenersparnis vorteilhaft ist, wenn nachts durchgeheizt wird. Herabgesetzte Heiztemperaturen im Raume von 8 Grad Celsius genügen, um die Frostgefahr zu bannen. Oie Shrenplakette -er Stadt Gießen. Die jüngste Verleihung ber Ehrenplakette der Stadt Gießen an den bisherigen Rektor ber Universität Professor Dr. med. Kranz für seine großen * Derbienste um die Universität unb damit auch um die mit ihr unlöslich eng verbundene Stadt Gießen war die neunte Auszeichnung dieser Art, die unsere Stadt an besonders verdiente Männer verliehen hat. Die im März 1930 geschaffene Ehrenplakette der Stadt Gießen erhielten bisher: Der langjährige Stadtverordnete Geh. Kommerzienrat Louis E m m e 1 i u s anläßlich seines 80. Geburtstages am 7. März 1930; für ihre Verdienste um die Förderung unseres Theaters (anläßlich des 25jährigen Theaterjubiläurns) am 25. November 1932 bie Universitäts-Professoren Ge- heimerat Dr. Otto Behaghe 1 „ Geheimer Hofrat Dr. Karl Fromme, Geheimer Kirchemiat Dr. Gustav Krüger; am 1. November 1935 der Kapitän unb Oberregierungsrat a. D. Karl Heinrich Schmehl (ein geborener Gießener) für befonbere Verdienste um die deutsche Seefahrt; am 19. Dezember 1936 der Geheime Medizinalrat Professor Dr. med. et phil. Robert Sommer für seine hervorragende Mitarbeit auf dem Gebiete der kommunalen Entwicklung unserer Stadt; am 1. Oktober 1937 Bankdirektor Ludwig Grießbauer für seine vorbildliche Mitarbeit bei der Finanzierung von Projekten der Stadt Gießen bei ber Schaffung bes Flughafens und bei ber Erhaltung unb Ge- Gärtner Pfeiffer und Johann Schäfer, von denen heute noch Georg Löwer, der auch der gestrigen Feierstunde beiwohnte, und Gärtner Schmitz dem Verein angehören. Der erste Vorsitzende war Stadt- oerortmeter Simon. Schon nach einem Jahr erhöhte sich die Mitgliederzcchl auf 79. Eine der ersten Aufgaben des Vereins bestand darin, Gelände für die Mitglieder zu Gartenanlagen zu beschaffen. Kommerzienrat Gail stellte dem Verein größeres Gelände an der Lahn zur Herrichtung von Gärten zur Verfügung. Infolgedessen siiegdie Mitglisder- zahl weiter, um bald bie Zahl ZOO zu erreichen. Bon den Vorsitzenden aus damaligen Jahren seien weiter erwähnt Oberreallehrer Grimm und Lehrer Becker, die sich beide große Verdienste um den Verein erwarben. Im Jahre 1928 übernahm die Leitung Universitäts-Garteninfpektor R e h n e l t, unter dessen Führung der Verein weiter aufblühte. Er wurde später von Dr. Tempel von der Pflanzenschutzstelle m ber Vereinsführung abgelöft. Nach dessen Wegzug von Gießen übernahm der jetzige Dereinsführer Junker die Geschäftsführung des Vereins. Unter feiner Leitung flieg die Mitgllederzahl auf über 300, allem in diesem Jahre wurden 90 neue Mitglieder ausgenommen. Aus der Tättgkeit des Vereinsführers Junker sei aus eigener Kenntnis der Deremsarbeit u. a. erwähnt, baß er bas von seinem Vorgänger übernommene Erbe in anerkennenswerter Weise weiter btr Universität Gießen, später Amtsgerichtsrat m O'fenbach. 1921 habilitierte er sich in Frankfurt, ijurbe 1942 dort außerorbentlicher Professor und zs, ■ t. toter Ordinarius. Seine Arbeiten beschäftigten sich 3 ar allem mit ehelichem Güterrecht, Mieterschutz- aus. Dir Wohnungsnotrecht. Haftung In Langenargen am Bodensee gegründet. Hmoll wurde der Begründer der Pelztier-, deson- btrs der Silberfuchszucht in Europa und hat sich btsondere Verdienste um die Fischhaltung und um bie Fischzucht erworben. Dernoll ist Mttbegründer b<3 Handbuchs der Binnenfischerei. — Am 3. Dezember kann der Geh. Oberregierungsrat Dr. Ludwig Pallat seinen 75. Geburtstag feiern. Er ist in Wesbaden geboren, studierte in München, Leipzig mb Berlin, wo er 1891 auch promovierte. Daran fchloß sich ein Studienaufenthalt in Griechenland imb Italien. Dann wurde er Konservator unb leitete gtf/k db Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission übafriM bie Ausgrabung des Kastells Holzhausen a. d. H. Don <5ehr 1898 bis 1928 war er im Preußischen Kultusminister iigen b« rbnn Referent in der Kunstabteilung, in der Hoch- UptnJ? fAuIabteilung und für das Gesamtschulwesen. Von luber 1J15 bis 1937 leitete er das von iym gegründete die 3ni ^ntralinftitut für Erziehung und Unterricht in Ser» Qenerl Im. Don 1928 bis 1932 war er außerdem Kurator n lew Universität Halle. — Als Oberarzt der Reserve ^unifr «ab Chirurg einer Sanitätskompanie starb im Osten betrog d«n Heldentod der Dozent für Chirurgie an der Uni» • Er a' vnsität Breslau Dr. Dietrich Schneider. Er war faniito 1805 in Seehausen (Altmark) geboren, studierte in feMp £ ffreiburg, Berlin und München und habilitierte sich jjen £ 1640 m Breslau für Chirurgie. Er hat den Feldzug ' w in Polen, Frankreich unb Rußland mitgemacht uno erwarb sich das E. K. II und das Kriegsverdienst- icfinhiiA kreuz I Masse mit Schwertern. — Der Gründer des Äusikwissenschaftlichen Instituts der Universität x rm (Sraz Professor Herbert B i r t n e r ist als Haupt» mit mit nvnn unb Bataillonskommanbeur an der Ostfront tr 1,7 «lallen. Birtner wurde 1900 in Hamburg geboren riW unb habilitierte sich 1930 in Marburg, wo er 1938 iim außerplanmäßigen Professor für Musikgeschichte iiiduV ernannt wurde. Von seinen Werken nennen wir K„6tubien zur niederländisch-humanistischen Musik- • aischauung". — Der außerplanmäßige Professor für Hemie an der Universität Leipzig Dr. phil. Hellmut Aredereck wurde xum außerordentlichen Professor für organische Chemie an der Universität Jena be» M. Bredereck wurde 1904 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte in Frankfurt, Greifswald unb Lripzig und würbe 1933 in Leipzig Dozent. — Der Ordinarius für beutfche Rechtsgeschichte und Rechts- virkehr an der Universität Frankfurt Professor Dr. Mols Ruth starb im Osten den Heldentod. Ruth gar 1888 in Büdingen geboren unb hatte schon am ersten Weltkrieg teilgenommen. Er studierte in Freiburg» Berlin und Gießen, promovierte 1910 in Gteil Jahr» iMicher Weise die erdrückende Erbschaft des neun- echt and«. «hnten Jahrhunderts in das zwanzigste herüber- bmar. Ml «tragen haben als ein Vorbild für die fugend. Dr. z in feinst Morgenroth, ber fteUoertretenbe Geschafts- t als Drill führet ber Reichsmusikkammer, überbrachte zum ner Einer« Zeichen des Dankes von ber Reichsmusikkammer, der k Mm Peter Raabe währenb ber sieben Jahre seiner Pra- lnasrat Kü stentenschaft bas Beispiel bes unbürokratischen Mit» «mber fÄ arbeiters gegeben habe, ein Exemplar ber kntiichen ^en Llil __>»»»• srcurto Re,kbsarbeits- v.rroaltet hat. Die einstmals ausgezeichneten 9Ud)b llnien aus den ersten Satzungen wurden eingehal- i«n. Unermüdlich, stets selbst Hand anlegend, hot er. der in der ersten Zeit auch Schrifttuhrer. und Rechn-rposten selbst ausstillen mußte, die Gesckstcke des Vereins musterhaft geleitet und dank feines reichen Wissens und feiner großen Erfahrungen die Versammlungen zu Schulungen von besonderer Klaffe ausgebaut. Herr Funker dankte allen feinen Mitarbeitern, besonders dem einstigen Mitarunder und lang- joyrigen Schriftführer und spateren Vereinsrechner Kaufmann Georg Löwer, den er zlim Ehren- Mitglied des Vereins ernannte. Der Ver- einsfuhrer kam dann auf die Entstehung des Klein- aartnern-reins zu sprech-»", der sich schließlich vom Übst- und Gartenbauverein trennte. Dann gab der Redner noch Aufschluß über das vorhandene Inven tot, da» er zur fleißigen Benutzung empfahl. Auch iüber die evtl zu errichtende Anlage einer Süßmost- kelteret sprach er ausführlich. Diese Anlage käme auf etwa 6000 RM, diene aber der Erfassung des gesamten Obstes zu allen erdenklichen Verarbeitung». Möglichkeiten. Für den Deztrksverband überbracht« Bauer Bapp (Bellersheim) Grüße und Glückwünsche. Er Überreicht« dem Verein als ZubiläumsgObe eine ein- malige Zuwendung von 100 RM.. die zu Förde- rungsmoßnahmen des Vereins Verwendung sinder, sollen. Der Bezirksverbandsvorsitzende sprach dann noch über das Thema ,Liedes Jahr muß ein Obst- fahr werden". Er empfahl besonders das Spritzen der Obstbäume in den kommenden Monaten als Vorbedingung für gute Ernten Wenn der Krieg zu Ende ist. müsse es auch bei den Mitgliedern der Obst- und Gartenbauvereine heißens „Wir haben unsere Schuldigkeit getan." Nachdem der Vere-msführer noch Wer wichtige Gegenwartsfragen im Gemüsebau gesprochen hatte, ermahnte er zur fleißigen Mitarbeit an der Ernährung unseres Volkes, zu der jedes Mitglied im eigenen und im allgemeinen Interesse verpflichtet sei. Der schän« Schmuck des Saals, die blühenden Blumen, wurde noch an die öerfammetfen verlost, dann schloß der Vereinsflihrer mit dem Gruß an den Führer di« Versammlung. *• Stellen für Pklichtjahrmädchen, die vom kommenden Frühjahr ab in den Haushaltungen besetzt werden sollen, müssen sofort angemeldet werden, do die Anmeldefrist für die Einstellung von Pllichtjobrmädcken am 1. Dezember ndlauft. Die Anmeldung dieset Stellen kann bet den Vertrauensfrauen de-r Deutschen Frauenwerks in den Ortsgruppen oder beim Arbeitsamt erfolgen. ** Nur zweimal Wochenmarkt. Von morgen ab werden die Gießener Wochenmärkte nur noch zweimal in her Wache, und zwar am Mittwoch und Samstag, obgehalten. ** Lichtbildervortrgg „3000 km durch d i e Urwaldwildnis von Borne o". (Einen durch eigene Aufnahmen hervorragend illustrierten und zeitgemäßen Vortraa über die jetzt im Welt- interefse 'stehende Insel Borneo wird der Südsee- forscher Dr Karl Helbig am kommenden Donnerstag auf Einladung des Gießener Vortrags- rtnges lVolksbildungsstotte Gießen Der NSG „Kraft durch Freude", Goethe-Bund und Kulturelle Der- etnigiing- halten 3n einem ausgedehnten Zickzackmarsch auf oft noch unbetretenen Pfaden durchquerte der Forscher die Insel von West nach Ost und legt« rund- 3000 km zurück, um mit wertvollem Forschungsmaterial zurückzukehren. *♦ Ab 1. Dezember „B. L. W.". Alle im Ver- kehr befindlichen Behelfslieferwagen müffen ab 1. Dezember auf der dem Lenkrad entgegengesetzten Sette der Windschutzscheibe durch die Buchstaben „B L W." kennllicy gemacht werden. Die Buchstaben sind in schwarzer Blockschrift auf weißem Grund an- zubringen und sollen 10 cm hoch sein. Die Kennzeichnung bedarf keiner Abstempelung durch die Be- pöroi n ♦♦ Stadtbücherei Gießen. Im Monat November wurden 1484 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 977, Iugendschriften 226, Kulturgeschichte 10, Kriegsgeschichte 36, Lebensbeschreibungen 89, Kunst 14, Philosophie 5, Natur und Technik 35, Retseveschreibungen 68, Politik 24 Bände. Landkreis Gieße«. - Lich, 30. Nov. Am Dienstag, 1. Dezember, kön- nen die Eheleute Karl Ludwig Heller, Landwirt, dahier, Oberstadt 24, und Frau Elisabeth, geb. Menges, in voller körperlicher und geistiger Frische das fieft der goldenen Hochzeit begehen. Damit konnten in diesem Jahr vier Ehepaare unserer Stadt diesen seltenen Tag feiern. Dem Jubelpaar auch unsererseits herzliche Glückwünsche. Amtsgericht Gießen. Wegen Hehlerei und Vergehens gegen das Jugend- wohlfahrtsgefetz stand der H. M. aus Gießen vor dem Amtsgericht. Er hatte am 21. März einen Für- sorgezogling. der aus dem Fürlorgeheim in Brei- tenau entflohen war und um deßen Flucht er wußte, in feiner Wohnung beherbergt, ihm Zivilkleider gegeben und ihm durch Lösung einer Fahrkarte zur weiteren Flucht nach Erfurt verholsen. Ferner hatte M. ein Fahrrad, das von einem Begleiter des Flüchtlings in Alsfeld gestohlen und von dem Ausreißer zu M. mitgebracht worden war, an sich ge- bracht. Der Angeklagte wurde unter Berücksichtigung seiner erheblichen Vorstrafen zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt und gegen ihn fertiger Haftbefehl erlaßen. Gießener Fußball. Hohe Torausbeute auf dem Waldsporlplah. Bei der gestrigen Doppelveranstaltuna aus dem Waldjportvlatz kamen die gaftaebenben öereme zu Siegen, die durch hohe Torresultate besonder» gekennzeichnet sind. 1900 — Wölfersheim 41:0. Im Spiel gegen den Tabellenletzten kamen die Blau-Weißen in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht richtig zum Zug. Die Aktionen des Sturmes blieben nur Stückwerk. Sogar ein Elfmeter konnte nicht verwertet werden. Erft als Ebert die Fünferreihe vervollständigte, kam mehr Form und besonders mehr Schutzkraft In diese Reihe. Dem Führungstresser von Schrader ließ dieser Spieler Tor auf Tor folgen, so daß bis zur Pause bereits ein Vorsprung von 5:0 zustande gekommen war. Kurz nach dem Wechsel stellte er sogar das Ergebnis auf 6:0. Für die beiden nächsten Treffer zeichneten die Außenstürmer verantwortlich. Zuerst war es Feustel, der auf 7:0 erhöhte, beim nächsten Angriff^knallte Hermann das Leder unhaltbar in die Maschen. Dann trat eine Pause ein, weil man jetzt die Kombinationen im Jnnensturm geradezu übertrieb. Immer und immer wieder mutzte noch ein Mann umspielt werden. Erst als man wieder zur alten Methode zürückkebrte stellten sich weitere (Erfolge ein. Ebert buchte feinen sechsten Treffer, und Schrader stellte das Ergebnis dann auf 10:0. Den Schluß machte Kraft, der, als er mit feinen Weitschüssen keinen Erfolg hatte, sich als sechster Stürmer betätigte. Eine Einzelkritik erübrigt sich, da die Gäste aus Wölfersheim, die, das sei besonders hervorgehoben, ihre Niederlage mit selten gesehenem sportlichen Anstand Hinnahmen, In ihren Leistungen zu schwach waren. Vsv.-Reichsbahn Gießen — Rb. Friedberg 9:2. Das Hauptinteresse richtete sich auf die beiden Neichsbahnoereine. Ging es doch hier um den zwei- len Platz Die Friedberger kamen diesmal in noch besserer Aufstellung, als gegen die Luftwaffe. Die Grün-Weißen hatten sich sogar fast ganz neu formiert. Von dem seitherigen Stamm waren nur noch Heß, Schlitz, Kraft, Fleischhauer und Franke vor- Händen, alle anderen waren neue Spieler, die sich zum Teil recht gut bewährten. Besonders der Mittel- sturmer fiel durch seine herkulische Gestalt und sein instinktsicheres Ausnutzen von Tormoglichkeiten auf. Die Platzbesitzer gingen kurz nach Beginn in Führung und bauten den Vorsprung auf 3:0 aus, ehe den Friedbergern der erste Gegentreffer gelang. Der Mittelstürmer der Platzbesitzer erhöhte jedoch sofort im Gegenangriff auf 4:1. Nach der Verkürzung auf 4:2 durch Keßler hatten die Gäste einige Zeit Uebergewicht. Ihre zahlreichen Angriffe verfingen sich jedoch an der sicheren Verteidigung der Grun-Weißen, wo Schlitz besonders heroorstach und in Wunderlich ein aufmerksamer Hüter stand. Aus der Verteidigung heraus gelang es bep Platzbesitzern, durch den Mittel türmer und Den Liüksaußen durch zwei weitere Tre fer das Ergebnis auf 6:2 zu stellen. Die Friedberger ielen hierdurch merklich ab, besonders die Verteidigung verlor völlig den Kopf. Dies gab den Platzbesitzern die Möglichkeit zu drei weiteren Erfolgen, die damit einen Sieg zustandekom- men ließen, an den die wenigsten geglaubt hatten. Die Friedberger spielten für das Auge nicht schlecht. - Ihre Angriffe besaßen jedoch nicht die Kraft, um eine Verteidigung, wie die der Grün- Weißen, mit Erfolg zu bekämpfen, außerdem zog sich das Spiel gar zu oft in die Breite. Anders bei den Grün-Weißen. Hier wurde zweckmäßig gehandelt im Sturm, die Außen wurden mit weiten Vorlagen in Gang gesetzt, wodurch die Hintermannschaft der Gäste aufgelockert wurde und bei einem Mittelstürmer, wie ihn die Platzbesitzer gestern hatten, auch die Erfolge nicht ausblieben. CSD. Gießen — Nidda 9:0. Das gestrige Treffen der beiden Mannschaften in Nidda endete mit dem (Ergebnis 9:0 für Gießen. Handball in Heffen-Tlaffau. TG. Offenbach — TG. Rüsselsheim . 6:5 TG. Griesheim — LSV. Gießen . . 6:5. LSD. Gießen II — Lang-Gons 11:10. A Die 5.Woche SpaA bIS den 4.Teil Angenommen, Sie haben bisher alle vier Wochen Wäsche gewaschen; wie wäre es, wenn Sie ab jetzt nur In jeder fünften Woche waschen würden, ohne dabei mehr Wäsche eis bisher zu verbrauchen? Wissen Sie, daß Sie dadurch genau den vierten Teil der Ihnen zur Verfügung stehenden Waschmittelmengen sparen und also besser als bisher auskommen könnten? Würde das nicht zumindest den Versuch lohnen? Es ist wirklich nicht allzu schwer, diese fünfte Woche, die schon vielen, vielen Hausfrauen zur Selbstverständlichkeit wurde, auch bei Ihnen einzuführen. Allerdings müssen Sie es richtig machenI Die Wäsche einfach länger im Gebrauch haben und dadurch viel schmutziger werden lassen — das wäre verkehrt. Mehr Schmutz in der Wäsche verbraucht mehr Waschmittel beim Waschen; Sie würden dabei also kaum sparen. Nein, die Aufgabe lautet: mit der gleichen Wäschemenge fünf statt vier Wochen reichen, ohne daß sie dabei schmutziger wird. Und auch das Ist 'möglich, wenn Sie und auch Ihre Familie stets darauf achten, jede vermeidbare Beschmutzung zu vermeiden. Ermahnen Sie Ihre Familie immer wieder, auf die Wäsche zu achtenI Ärmel aufkrempeln beim Händewaschen — das sollte heute so selbstverständlich sein wie das Anziehen eines alten Gott dein Allmächtigen hat cNgrfrillrn, mrlnrn Heben Munn, mrlnrn lirben Hchwirgrrsohn Friedrich Weinern nach kurzer Krankheit im Alter von 40 Jahren In dir Ewigkeit ahzurufrn. Dir trauernden Hinterbliebenen t Prleda Welnem, geb. Wagner 1 rau Wagner. GleOen (Lieber Str. 18), den 28. Nov. 1042. Dir Trmierfrlar findet, am Dir »Mag, drrn I Dezember, 14 Uhr, In drr Kiiprllc des Nrurn Friedhofi statt ______________________________________________________Ob IRQ Für dir vielen Hewrlne herzlicher Teilnahme bei dem lllnuchcidrn unserer Heben Entschlafenen sagen wir allen. Insbesondere Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte nm Grabe, unseren innigsten Dank. Konrad Becker und alle Angehörigen. Glcücn -Wieseck, den HO. November 1942. ■ Vermietungen Iflrvflrnt., tnöbl. 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D r gelben S k amerifar p ihre Ge kk'Iak-Tak I6tn Fahr Hdiffl keine iit wie ei k Wisch Hauptzchristletter: Dr. Friedrich Wilhelm Longe. Ctellverlreter be» Hauptichriftleiler»: Ernst Mumschetn. Berantworilich für Politik und BUder: Dr. Fr. W. Longe: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen. Provinz. Wirtlchast und Sport: Ernst B!umjchein. Trud und Berlaa. Brühllche Unroertltäfabruderei R. Lange K 9. Berlog«Ieiter: Tr.-^ng. Erich Hamann: Anzeig-nletter: Hans Bell. An,etgenvret«liste Nr. 6 Im ausverkauften Hamburger Zirkus-Bufch-Ge- bäude wurde am Sonntag der 42. Städtekampf im Männerturnen zwischen den Vertretern Berlins, Hamburgs und Leipzigs entschieden, der mit dem 12. Siege der Hanseaten endete. Dieser Erfolg fiel mit 555,8 Punkten gegenüber 543,1 Punkten der Reichshauptstadt und 516,6 Punkten Leipzigs sehr deutlich aus, was sich auch in der Einzelwertung auswirkte, da Hamburg mit Smuda (95,7), Lange und Deiters die drei besten Cinzelturner stellte, während der Berliner Gefr. Bell den 4. Platz belegte, nächsten Platz endete der Leipziger mit Johannes Heesters 'Dora Komar, Fita Benkhoff Paul Kemp TägL 2.80, 4.45, 7.80 Uhr bis Mittwoch cinschl. Jugend ab 14 Jahren hat Zutritt! ----------------------------------- . , , ■ und Wien trennten sich im Berliner Olympiastadion vor 50 000 Besuchern im 34. Fuß- ball-Städtekampf unentschieden 1:1 (1:1). Wiens 2. Mannschaft siegte in Wien über Brünn 2:0 (0:0). Deutsche Schwimmsiege gab es beim internattonalen Schwimmfest in den Haag durch die Hamburgerin Inge Schmidt, die über 200-Meter- Brust in 2:57,8 gerfiann und durch die Wienerrfi Alma Pascher, die im Kunstspringen siegreich blieb. Dera Schäserkordt und Erna Westhelle belegten tzute Plätze; in der Lagenstaffel siegte die niederländische Mannschaft vor der deutschen. Arbeitslameraden - Sportlameraden. Kundgebung des Betriebssports in der Deutschlundhalle. Zum 9. Jahrestag der NS.-Gemeinschaft „Straft durch Freude" wurde dem Betriebssportgedanken mit einer Großveranstaltung unter dem Titel „2lr- beitskameraden — Sportkameraden" Ausdruck verliehen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wohnte in der Berliner Deutschlandballe der Kundgebung bei, die Ausschnitte aus der Arbeit der Sportgruppen brachte, Reichsamtsleiter Stegemann meldete dem Reichsorganisationsleiter, daß der Betriebssport im Jahre 1942 von vier Millionen Männern und Frauen aus 40 000 Betrieben ausgeübt worden sei. An der Spitze steht die Reichs- Hauptstadt, die von 123 Reichssiegern 23 stellte. Sachsen mit 15 und Düsseldorf mit 13 waren weiter die erfolgreichsten Städte. Reichsorganisationsletter Dr. Ley schloß die Kundgebung mit dem Dank an die Soldaten. Handball Japan — Deutschland. Deutsche Auswahl in Tokio mit 8:7 (3:4) besiegt. Im Meiji-Stadion Tokios wurde am Sonntagvor- mittag der mit großer Spannung erwartete erste Handball-Länderkampf Deutschland — Japan pus- getragen. (Er endete mit einem verdient knapven 8:7- Siege der Gastgeber, nachdem die Deutschen zur Pause mit 4:3 geführt hatten. Obwohl das Handballspiel erst seit wenigen Jahren in Japan gepflegt wird, waren Tausende von Zuschauern erschienen, um ein Spiel zu erleben, das vom Geiste der Freundschaft und der Waffenbrüderschaft beider Na- ttonen getragen war. Hamburger Turnst'eg über Berlin und Leipzig. Berlin Mäßig ü lr von sto Men die Mischen ' i-nin und Htr Hak «h der Lt Wege MpshanA lr Schn toeftrerfen iTitäben t Herst schw IJ Rampi'b Äten vor anmenbrarf; zierlichen Imiere un>2 si'rMche jj ttitrtn sie W der eini N । Oti 0 Jloo. Dr Wannt; M[ft, griffe un Jommen. Mlleger | Mer ** ätä üot und |Wen h' rr * Cu 7"’ Ir< S’lket Ä 1 $5 Äft St4 ii i Giebener Vortragsring Volkeblldungealätte Gießen der NS6. „Kraft durch Freude“ Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung Donnerstag, den 8. Dezember 1042, abends 7.80 Ubr Neue Aula der Universität Li di tbil der vor trag von Dr. Karl Helbig 3000 km durch die Hrwaldwildnis von Ooniee Die Mitglieder des Boethe-Bnndei (Kontroll-Abschnitt Nr. 1), der Kulturellen Vereinigung und der Volkä- blldnngeitltte Gleiten haben gegen Kontroll-Abschnitt Nr. 4 freien Eintritt. Die Mitglieder der Beeeilichaft !ttr Erd- nnd Völkerknude erhalten gegen Kontroll-Abschnitt Nr. 4 Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von RM. 0.75. Die Mitglieder der HS.- Frauensohllt und des LandB0ha!libnnde» Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preis, von RM. 0.75 auf Sammelbestellung, Klohtmltglieder zum Preise von RM. 1.25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HX crhalteft Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.80, Studenteft und Militär zu RM. 0.40. L»»u»g Bllling»r wtgtn Erkrankung vinododiu« [»»Miy