lÖrdshonil VS Jtum-iüte'o Ilerek lÜtlpentoje -juin* . / Aogaische Sta*kP&eR» Steppe ffw^.A«TRA$SE BudMowskfÄ22**'__< Zr6rlowi a oWladonrowto MtaJy °luchikutak N-Gngonew* WatJkoJln l««k k^j. $tettag,3O.®ttober|9^2 Gießener Anzeiger Wie Naltschik genommen wurde die Oer Leistungslohn Oie Abwehrschlacht in Aegypten erringen. Rach dem japanischen Seesieg im Pazifik ierten Völker. Die Verluste seien schwer ge° 'N. )keit brr Wohnort 6^ ekten Kauf November e, rote ober r für gelbe ember 1942 ,85 M. je itert teuer Öl- in Turm- tsfront rk werden Obst« und Gartenbau betrieben, daneben Sonnenblumen, Harrs, Weizen und Mais angebaut. Gleichzeitig arbeitete sich, deutsche und italienische Infanterie durch Qualm und Staub gegen die Neuseeländer vor, die in dem schweren Beschuß weder vorwärts noch rückwärts konnten. Als das Sperrfeuer vorwärts sprang, brachen unsere Infanteristen vor und stürzten sich auf die vom Feuer noch betäubten Briten. Zahlreiche Gefangene wurden allein bei diesem Kamps eingebracht. Weitere Angehörige britischer Hilfstruppen sielen der deutsch- italienischen Panzerarmee bei Gegenstößen in die Hand. uj, 15. No- iLllUhr. ags, Mitt- Uhr, und on 16 bis Dan der hochentwickelten Diehwirtschaft ist beson« ders die Pferdezucht erwähnenswert. Aus der Landwirtschaft ausbauend, ist die Stadt Standort einer Obstkonservenindustrie von größerer Bedeutung. Ein großes Mühlenkombinat, ein Fleischkombinat, Brotfabriken, eine Fabrik für Konditorwaren, Oel- mühlen, Konservenfabriken und Getreidesilos geben dem Stadtbild ihr Gepräge. Der Waldreichtum der Umgebung ermöglichte das Aufblühen einer Holzindustrie, neben der es noch Werke der Textil« und Lederindustrie, insbesondere Schuhfabriken, gibt. Die Schwerindustrie ist in Naltschik nur durch eine Eisengießerei und Wasserturbinenfabrik vertreten. Von wehrwirtschaftlich größter Bedeutung ist das etwa 100 Kilometer südwestlich Naltschik gelegene Wolfram- und Molybdänvorkommen „T y r n y a u s", das das reichste sowjetische Vorkommen dieser wichtigen sstahlveredler sein sott. Das Eisenerz gebiet Ebonmcttka liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Naltschik. Die Hauptmasse der im Gebiet um Naltschik liegenden Bevölkerung, die Kabardiner, gehören zu dem Stamm der Ädyge-Tscherkessen. Sie siedelten sich nach dem Eroberungszug Dschingis-Khans an. Nach einem 35 Jahre währenden Kampf um ihre Unabhängigkeit wurden sie zu Ende des 18. Jahrhunderts durch die Russen unterworfen. lellvertreterdei für Politil mb Lanz AW; itSiumldjetn. R. Lange LS. «: Hans 'M deutsche Sturmgeschütze halfen den rumänischen Verbänden vorwärts, die am Abend des 26.10. die Trotz schwerster Angriffe und ungewöhnlich hohem rNunitionseinsah konnte der Feind infolge der tapferen Abwehr der deutsch-italienischen Truppen keine Erfolge erringen. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. Die Angriffe auf die Flugplätze von Malta wurden fortgesetzt. In Südostengland führten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage Angriffe gegen Industrie-, Verkehrs- und Hafenanlagen. Oie wehrwirtschastliche Bedeutung Naltschiks. «ä -NÄI in!' 5?; Naltschik ist mit etwa 30 000 Einwohnern Hauptstadt der autonomen Sowjetrepublik Kabar- din-Balkarien. Die Stadt ist wegen ihres gesunden Gebirgsklimas und ihrer Mineralquellen ein vielbesuchter Kurort. Naltschik liegt inmitten eines Gebietes mit fruchtbarer Landwirtschaft, hauptsächlich tift“ lieh an die Wetterau, | Betriebs- ni richten. 'd mW glari ! I Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis 81/« Uhr desBormittagS Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rrtt. für Famtlienan- zeiaen und private GelegenhetlSanzetgen 148tot f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeige« Platzvorschrift < vorherige Vereinbarung) 26°/»mehr ■9e lieg^ ^ner !'6=n nid» -,'T. -i(t« °p'denN^, . toibmami i LSr<- an Einheit ju, Ml, bann i ndern Qlld) Spitzen, lteJen. Daß "w wünsch, hiQn einen ■—hi.— wesen. Die Japaner hätten große Schiffskonzentrationen vorgenommen und schickten ständig neue Verstärkungen nach den Salomonen. Das Schicksal Afrikas könne in steigendem Maße von den Süd- see-Jnseln abhängen. Englische Kritik an der Rüstungsindustrie der LIGA. Stockholm, 30. Okt. (Europapreß.) Die englischen Blätter verzeichnen mit nur schlecht verhehlter Schadenfreude die von dem englischen Gewerkschaftsführer Jack Tanner an der nordame- rikanischen Rüstungsindustrie geübte scharfe Kritik. Das nordamerikanische Rüstungstempo imponiere ihm keineswegs, erklärte Tanner nach dem Besuch eines großen Rüstungswerkes in Cleveland im Staate Ohio. Die Fabrik fei zwar neu und ausgezeichnet geplant und die darin ausgestellten Maschinen bildeten den Gipfel der Zweckmäßigkeit, aber die darin beschäftigten Arbeiter hätten anscheinend noch nicht die Notwendigkeit begriffen, so große Mengen Waffen und Munition roie_ nur irgend möglich so schnell wie nur irgend möglich zu produzieren. Die englische Presse unterstreicht diese Feststellung mit der Bemerkung, daß die USA. eben trotz Pearl Harbour noch kein Dünkirchen erlebt hätten. Die nordasrikanische Offensive habe auf die englische Rüstungsindustrie anfeuernd gewirkt, während die nordamerikanische Rüstungsindustrie anscheinend nach wie vor ihre Möglichkeiten nur zu einem Teil ausnutze. Australien isoliert. Schanghai. 29. Okt. m Kamps I -ufgerieben oder gefangengenommen. Damit ront- Iben innerhalb von vier Tagen mehrere | Divisionen zerschlagen, bisher über 7 0 0 0 ffi efan- Lene eingebrachl und VS Ges ch u h e, 3 v Ijet sowie zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial er- ^'-17.7^0 stürmten unsere Truppen nach ilbwehr mehrerer Gegenangrisfe weilere Te^le de- Zndnstriegeländes und Häuserblocks. Entlastung angriffe starker, von Panzern unterstützter fern ch firäffe gegen die deutschen Stellungen sudbch der Lladt brachen wie bisher noch A" hohen Verlusten für den > liordwesileil des Kaspischen ® jroei Frachtschiffe m>« ^!"77ndere°FrachI|chisf- in len«, zwei Tanker und fünf «nb«e rrand geworfen b," befchad.g'. Der Feind verlor gestern 4 4 F l u g} n g I eigene Flugzeuge werden vnmW- ||d) am Das erbitlerle Hingen ini M e g 9 p gesteigert. | fünften Tage der Abwehrschlacht noch gestelger Oer Mythos der amerikanischen Produktion Bon Reichspressechef Dr. Dietrich. „Sie Produktion wird Den Krieg gewinnen", fagt Die englische Propaganda. „Durch unser Schwergewicht in Der Rüstung werden wir Die Entscheidung erzwingen", verkünden Die amerikanischen Lautsprecher. „Unsere gewaltigen Anstrengungen in der Kriegsproduktion werden uns heute wie 1918 zum Siege führen", erklärt tagtäglich Roosevelt, und Churchill wird nicht müde, immer wieder hinzuzufügen^,^)ie unermeßlichen Hilfsquellen Der Vereinigten Staaten ermöglichen uns Die Aussicht auf einen vollständigen Sieg." Neben der immer mehr sinkenden Hoffnung auf den Bolschewismus ist der Glaube an die amerikanischen Produktionsrekorde Der einzige Punkt in Der Strategie unserer Gegner, an Dem sie noch ihre Stellungen halten. Man muß sich deshalb mit ihm beschäftigen. Wir verkennen weder die bedeutenden Möglichkeiten noch die Fähigkeiten unserer Gegner auf dem Gebiet Der industriellen Erzeugung, aber wir sehen auch klar ihre Begrenzung. Tatsache ist, daß das wirkliche Leistungsnievau Der Vereinigten Staaten in Der Rüstungsschlacht weit unter Der schwindelnden Höhe ihrer Jllusionspropaganda liegt. Mr wissen, daß Roosevelt Die große Parole ausgegeben hat, man solle Deutschland durch Angabe von Zahlen erschrecken. Die rüstungsindustriellen Standardbegriffe Der Kapazität, Des Effektivbestandes der Produktion und des Potentials werden je nach Bedarf unter der Hand einfach vertauscht und jeweils in Dem Sinn? gebraucht, Den man einer Sache zu unterlegen wünscht. Bekanntlich kann Die Kapazität einer JnDustrie für den Friedensbedarf nicht ohne weiteres mit ihrer Kapazität für Die Kriegserzeugung verglichen werden. Im übrigen ist Kapazität noch keine Produktion. Um eine vorhandene Kapazität auszunutzen, müssen die entsprechenden Rohstoffe sowie die geeigneten Arbeitskräfte in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Die Produktionszahlen an Waffen wiederum sagen noch nichts über die Größe des Rüstungspotenttals, denn erstens müssen Die fabrizierten Waffen zum mindesten die gleiche Qualität besitzen wie die ihres Gegners, und zweitens nützen auch die besten Waffen nichts, wenn sie nicht auf das Schlachtfeld und in die Hand der Soldaten gelangen. Die sie zu führen und zu bedienen verstehen. Der Besitz der Rohstoffe, die Mobilisierung der Arbeitskräfte, die Kriegsorganisatton Der Wirtschaft, die Qualität der proouzierten Waffen und ihre gesicherten Transportmöglichkeiten, all das sind entscheidende Faktoren Des modernen Krieges, die nicht nur von materiellen Gegebenheiten, sondern auch von geistigen Jmpondera'bilien in höchstem Maße abhängig sind. Erst die Gesamtheit dieser Werte ergibt das effektive Rüstungspotential eines Landes und macht es mit der Kraft anderer Nationen vergleichbar. Gehen wir kurz, um die Phantasie an der Wirklichkeit zu messen, auf diese Faktoren im einzelnen ein. Der Grundstoff aller industriellen Produktion ist die Kohle. Vor Dem Kriege unterstanden Der Kontrolle der Achsenmächte 27 v. H. Der Kohlevorkommen Der Welt. Heute sind es 53 v. H. Mit der Kohlenförderung Japans und Der Kapazität des von uns besetzten sowjetischen Raums kommt heute Die Kohlenvroduktton der Dreimächtepaktstaaten der gesamten Kohlenförderung ihrer Gegner zum mindesten gleich, wenn sie sie nicht übersteigt. Von Den Eis en erzvorkommen Der Welt beherrschen die Achsenmächte heute 46 v. H. gegen 6 v. H. vor Dem Kriege. Ein unersetzbarer Mangel herrscht in Den USA. an DereDelungsstoffen, Die Den Stahl für Die Rüstung erst verwendbar machen, und an Schrott, Der für die Stahlproduktion notwendig ist. Die von den USA. veröffentlichten Meldungen, wonach Hochhäuser und Untergrundbahnen abgebrochen, ja sogar die nicht für Die Kriegsproduktion benötigten Maschinen verschrottet werden sollen, sprechen hier Bände. Demgegenüber ist Den Achsenmächten auf Den Schbachtfädern Europas als Beute eine Schrottmenge zugefallen. Die Amerika selbst dann nicht beschaffen könnte, wenn es seine bei Pearl Harbour auf Dem Grund des Meeres ruhende Flotte wieder heben und verschrotten könnte. Nach den Feststellungen unserer Gegner verfügen die Achsenmächte heute über 67 v. H. des B a uxi ts, 74 v. H. des gesamten Zinnerzes, 60 v. H. Des Wolframs, 30 v. H. des gesamten Chroms, 49 v. H. der Magnesiumerzeugung und 35 v. H. des Mangans der Welt. An Kupfer haben Die Vereinigten Staaten für Das Jahr 1942 einen Fehlbetrag in Der Rü- ftungsproDuttion von minDeftens 30 v. H. Dis G u m m i Versorgung Der Vereinigten Staaten ist katastrophal, Da Die Dreimächtepaktstaaten heute 91 v. H. Der Gesamterzeugungsquellen Der Welt an Gummi kontrollieren. Die amerikanische Zeitschrift „Engineering Mining Journal" hat kürzlich errechnet. Daß Die Dreimächtepaktkoalition, Die bei Kriegsausbruch nur 10 v. H. der Bevölkerung und 5 v. H. aller Rohstoffquellen beherrschte, heute über 35 v. H. Der Be» völkerung unD 33 v. H. Der Rohstoffquellen Der ganzen Erde verfügt. Derartige generelle Angaben mit schwer vergleichbaren Werten wollen wir uns hier nicht zu eigen machen. Uns genügt es, zu wissen. Daß Die Dreierpaktmächte heute bereits über mehr kriegswichtige Rohstoffquellen verfügen, als ihre Gegner noch besitzen. Das englische Imperium hat in Diesem Kriege bereits 40 bis 50 v. H. Der Rohstoffschätze, Die es einst beherrschte ober aus Europa bezog, unD Die Sowjets über 60 v. H. ihrer lebens- und-kriegswichtigen Rohstoffe an die Dreierpaktmächte verloren. Und was Japan den Vereinigten Staaten in Ostasien nahm, reicht vollkommen aus, um zu verhindern, daß Amerikas Bäume in Den Himmel wachsen. Der Produktions- chef DonalD Nelson — Der es ja wissen muß — schrieb in feinem Rechenschaftsbericht über Den Stand Der USA.-Kriegsproduktion am 22. Augusß SW -wKsu. General-Anzeiger für Oberhessen gangen werden. Für Die eifenbearbeitenDe Industrie werde eine Acht-Teilung, beginnend mit Der einfachsten Hikfsarbeit bis zur hochqualifizierten Facharbeit, vorgenommen. Der gerechten Leistung werde der gerechte Lohn zukommen. Dieser Grundsatz müsse auch für die Stücklohnarbeit Gültigkeit haben. Daher müsse auch Die Akkordarbeit so gestaltet sein, daß Die Entlohnuna ihrem Leistungswert entspricht. So sei Der neue Lohngruppenkatalog für „Eisen und Metall" entstanden, Die neue Tarifordnung für die Bauwirtschaft. Maßnahmen für andere Wirtschaftszweige seien in Vorbereitung. Künftig könnten die betriebe in größerer Selbst- oerantmortung an der Ordnung ihrer Löhne Mitarbeiten. Im Interesse einer objektiven Bewertung von Arbeit und Leistung würden unabhängige, in der Deutschen Arbeitsfront verankerte und vom Reichstreuhänder anerkannte Leistungsbe- roertungs ft eilen angestrebt, die Berater Der Betriebsführer in Lohnfragen fein würden. Im Luftraum über dem zerwühlten Schlachtfeld mit feinen Staub- und Rauchwolken standen die Flugzeuge der Achse ebenfalls in schweren Kämpfen. Unentwegt griffen sie die feindlichen Bomber und Jäger an, durchbrachen die Flaksperren und drangen tief ins feindliche Hinterland ein. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit ihrer Flugzeuge konnten sich die Briten nicht davor schützen, daß deutsche Kampftlugzeuge mit ihren Bomben feindliche Batterien am Bahnhof von El Alamein zer- schlugen, Benzindepots in Brand warfen und Pan- zeransarnrnlungen zersprengten. Der Großangriff geht weiter. Aber trotz allen Aufwandes an Truppen, Panzern, Geschützen und Flugzeugen konnten die Briten bisher keine Erfolge ~ 1942: „Der Einbruch der pazifischen Katastrophe hat einen Rohstoffmangel in den wichtigsten Rüstungsmaterialien gezeigt, der eine radikale Umstellung der Kriegsproduktion notwendig gemacht hat. Die Ankurbelung der amerikanischen Gesamtproduktion ist längst nicht in dem Ausmaße gelungen, wie es ursprünglich geplant war. Die Kapazität einzelner Zweige der Rüstungsindustrie hat sich zwar erhöht, aber diese Teilerhöhungen stehen in keinem Verhältnis zu der Gesamtentwicklung, die infolge Rohstoff, und Facharbeitermangels stagniert. Die Gesamtproduktion der USA. liegt heute nicht, höher als vor einem Jahr." Neben dem chronischen Rohstoffmangel hat sich der für das Produktionsprogramm erforderliche Emsatz der Arbeitskräfte als eine unüberwindliche Grenze für die Verwirklichung der Rüstungsphantasien Roosevelts herausgestellt. Entscheidend ist der Mangel an Facharbeitern. Aus der amerikanischen Fachpresse ergibt sich, daß von 100 Beschäftigten in den Rüstungsbetrieben 24 ungelernte, 41 halb- ausgebildete und 35 gelernte Facharbeiter gebraucht werden, d. h. unter den für die Durchführung des Rooseveltfchen Mammutprogrammes erforderlichen 30 Millionen Arbeitskräften in den Rüstungsindustrien müssen über 10 Millionen gelernte Facharbeiter sein, die innerhalb der zweifellos großen Avbeitsreseroen erwerbsfähiger Personen weder vorhanden sind noch in absehbarer Zeit erreicht werden können. Dagegen ist es eine Tatsache, daß das Menschenreservoir der Dreierpaktmächte, das sich seit Kriegsausbruch verdreifacht hat, mit Bezug auf Facharbeiter weit größer ist als das ihrer Gegner. Und was die Organisation der Wirtschaft betrifft, so brauchen wir als autoritärer Staat, der seit vielen Jahren gemeinwirtschaftlich ausgerichtet ist, am wenigsten auf diesem Gebiet den Vergleich mit den Vereinigten Staaten zu scheuen. Die Zukunft wird erweisen, ob das kapitalistische Amerika, das der Inflation entgegen» steuert, den Geist der Gemeinschaft, die rdelle Antriebskraft und die Konzentration aller Kräfte auf- bringt, die die deutsche Nation auch wirtschaftlich zu einer Einheit zusammengeschweißt hat. Ausschlaggebend für die Kviegsrüstung eines Lan- des aber ist vor allem die Qualität b*e r Waffen, die tatsächlich erzeugt werden. Die USA.-Zeit- schrift „Atlantic" trifft hier den Nägel auf den Kopf, wenn sie in ihrer Augustnummer schreibt, die Amerikaner behaupten immer, daß das Kriegsmaterial allein den Krieg gewinne. Ihnen sei der Begriff der Quantität derart in Fleisch und Blut übergegangen, daß sie sich auch in diesem Kriege an möglichst hohen Produktionsziffern wahrhaft berauschten und schon glaubten, das Ringen fei für sie gewonnen. Jetzt — nach dem Kriegsverlauf in Afrika — sehe man endlich in den USA. ein, daß es nur einen richtigen Weg für die alliierte Rüstungsproduktion gebe, und das sei der, qualitätsmäßig stets den Achsenmächten in der Kriegsproduktion einen Schritt voraus zu fein — dieses Ziel zu erreichen, sei aber äußerst schwer, da man bisher immer mindestens einen Schritt hinter dem Feind herhinke. Aber am Ende ist auch die beste und größte Waftenproduktion zwecklos, wenn sie nicht über das Meer an ihren Bestimmungsort gelangt: „Nicht die Produktion, sondern die Transportfrage ist entscheidend", schrieb kürzlich „Saturday Evening Post". „Der Ausgang der Schlacht wird davon ab- hängen, ob wir genug Ozeantransporter bauen und schützen können, um unsere Soldaten und unser Kriegsmaterial dorthin zu bringen, wo sie eingesetzt werden können." Wir sehen auch hier, daß unsere Gegner in ihren eigenen Überlegungen die völlige Unhaltbarkeit dessen erkennen, was sie in ihrer Jllusionspropa- ganda ihrem eigenen Volk und der Welt glauben zumuten zu können. Der moderne Charakter dieses Krieges hat in seiner Strategie und in seinem ganzen Strukturwandel bewiesen, daß in ihm nicht derjenige das große effektive Rüstungspotential besitzt, der irgendwo in fernen Kontinenten Dieb leicht zahlenmäßig die meisten Waffen herstellt, sondern daß über die effektive Ueberlegenheit auf dem Gebiet der Rüstung tatsächlich diejenige Nation verfügt, die jeweils zur rechten Zeit und am rechten Ort die größere Zahl der besten Waffen in die Hand derjenigen Soldaten zu geben weiß, die sie am besten zu führen verstehen. Und das sind nicht sie, sondern wir! Das hat die Vergangenheit bewiesen und das wird die Zukunft bestätigen. Der gestürzte Adler. Von Otto Alscher. Manchmal kamen ihm leichte Schleierwolken entgegen, er glitt in sie hinein ohne Schwingenschlag', dann war plötzlich ein Jagen und Schießen um ihn, während er sonst in der Luft stille zu stehen schien und nur das Rauschen des Windes in den weitgespreizten Schwungfedern ihm sagte, daß er flog. Aber das milchige Treiben währte immer nur kurz, schon lag wieder die Sonne auf seinem Gefieder, die Tiefe öffnete sich: eine kleine, ferne Bergwelt mit waldverschlosfenen Schluchten und glänzenden Triften. Mit leuchtenden Felsgipseln, die zu ihm emporgriffen, ohne ihn doch je erreichen zu können. Diese Ferne der Erde, dieses Luftmeer, das ihn von ihr trennte, welches er zu verkleinern oder zu vergrößern vermochte, wie er wollte, war ihm die tragende Kraft, das Bewußtsein feines Wesens, jenes Herrschergefühles über Welt und Tiefe und allem, was sich dort unten bewegte. Denn trotz der Tiefe, die ihn von der Erde schied, war diese immer gleich offen für ihn. Seine scharfen Augen hoben alles, was sich unten regte, klar und deutlich zu ihm empor, und obwohl man auf der Erde nichts mehr von ihm im fernen Blau sah, erkannte er jedes Huschen einer Eidechse, das Schwirren eines Bogels von Pusch zu Busch: ja selbst den Umriß eines Hasen, der sich gleichfarbig im trockenen Grase gedrückt hatte. Der Steinadler zog jeden Tag die gleiche Strecke. Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Felswand trafen, wo er feinen nächtlichen Einstand hatte, warf er sich über die Tiefe hinweg, schraubte sich rasch höher und zog dann einen Bergrücken entlang, dessen einzelne Gipfel bis zum Sommerbeginn Schnee in den Runsen trugen. Hier, im Gebiet der Latschen fand er feine Beute: Birkhühner und Hasen, die der Morgen an die Sonne lockte, und manchmal auch ein Gamskitz, das sich zu weit von der Muttergams fortgeroagt hatte. Der Tag war ganz klar geworden. Ferne nur, über einer Niederung stand noch der Morgendunst. Da sah der Adler plötzlich einen Schneehasen über einen freien Grat wechseln. Mit angelegten Schwin- Das neue Mnenwerk von Richard Strauß IS* T vor ipe an it au Johannes Jacobi. Darbietung. und kill! vor ihm aber die blaue Unendlichkeit. Und in dies- schoß er nun hinein, als müsse er für immer bei Erde entfliehen, die es versucht hatte, jiyn zu fesseln. gen schoß er im Sturzflug dem Hafen nach, ihn noch zu schlagen, bevor er jenseits den Waldrand erreichte. Schon war er dicht über dem Hasen angelangt, als plötzlich unter einer Schirmbuche ein Mensch hervorsprang und ein Gewehr anlegte. Der Steinadler schwenkte jäh ab, da ein peitschender. Knall erscholl und ein stechender Schmerz ihn in den Muskel seiner linken Schwinge traf. Wohl überschlug er sich einmal in der Luft, fing sich aber wieder, und da der Schwingenknochen nicht gebrochen war, ließ er sich über das Tal hinweg einem Bergkegel zugleiten. Seine Kraft ließ rasch nach, er begann zu schwanken, wollte im Wipfel eines alten Baumes inmitten des Kegels a-ufbaumen, verfehlte aber den Baurn und stürzte in das Geyürr niederen Gestrüppes ab. Im Gezweig verfangen, sank er langsam durch seine Schwere tiefer, erreichte zwar den Boden, war aber so dicht vom Gesperre umgeben, daß er sich kaum zu regen vermochte. Bestürzt schaute er umher. Noch nie.hatte er sich in einer solchen Lage befunden, selbst als Jungvogel sah er stets über den Rand des Horstes hinweg die blauende Weite, hier aber war nicht einmal eine Spur des Himmels zu erblicken. Auf einmal empfand er dieses Gefangensein wie eine furchtbare Gefahr, und trotz feiner verwundeten Schwinge, die er nicht einzuziehen vermochte, begann er sich durch das Gestrüpp zu arbeiten. So kam er denn auf eine Stelle, wo ein Fallbaum eine Lücke in den Wald gerissen, die Sonne blendend hereinreichte und oben, freilich nur begrenzt, sich der Himmel spannte. Er erkletterte den Fallbaum, schwang sich auf einen aufragenden Ast, und, obwohl ihn rings dicht der Wald umstand, hatte er doch nicht mehr dieses furchtbare Bewußtsein einer rettungslosen Gefangenschaft. Nun erst betrachtete der Adler seine Umgebung. Er befand sich in einem Graben von Blättergrün, zu seinen Füßen den Waldboden, über sich den Himmel fern und fremd und keine Möglichkeit, sich in die Weite hinaus zu schwingen. Um sich, unter sich ein ständiges Geraschel, ein Rauschen, Summen und Zirpen, das ihn wie eine Mauer umfing, ihn mit geschäftiger Nähe bedrängte. Wandte er seine wilden scharfen Augen abwärts, so stießen sie gegen den Boden, prallten wie blind davon ab und fanden nicht die blauende Tiefe mit der wunderbaren Be» keobachtun jenen kckstabverj ks 21. Ar: * Sie f fcö I« Si KL5e“ Mtn, $] ^°rt,ch L°-ܰ M bri'ae w« »orfü *"■ $ra, Wen C I?et uni iu üb, ®«n Hz, Ar Z: te1 aH Oer Historiker zwischen den Kriegen. Der Geschichtsforscher und -Philosoph Frieds r i ch M e i n e tf e, der am 30. Oktober seinen 80. Geburtstag begeht, ragt aus einer Generation epochemachender deutscher Historiker noch sehr lebendig in unsere so vielfach und in mancher Hinsicht vollkommen gewandelte Zeit hinein. Er hat sich selbst einmal treffend als Historiker „zwischen den Kriegen" bezeichnet, und die erste Hälfte seines Gelehrtendaseins hat er in seinen (Erinnerungen „(Erlebtes 1862 bis 1901" anschaulich geschildert. Er verlebte die Kindheit in einem altmärkischen. Städtchen, die Schulzeit in Berlin und die Studien» jahre führten ihn nach Bonn und später wieder nach Berlin, wo er lange Jahre am Geheimen Staatsarchiv tätig mar; daneben habilitierte er sich als Privatdozent an der Berliner Universität und veröffentlichte seine ersten Abhandlungen. Aus Meineckes (Erinnerungen erfährt man, wie er * ff Oberleutnant Günther Ra11 ist als Sohn einer Kaufmanns 1918 in Gaggenau (Baden) geboren« Nachdem er das Reifezeugnis auf der National« politischen Erziehungsanstalt in Backnang erhalte« hatte, trat er 1936 als Fahnenjunker in das In» santerie-Regiment 13 ein und kam als Oberfähnrich zur Luftwaffe. Seit Kriegsausbruch Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, flog er zuerst im Westen. Im Osten erhielt er nach 50 Luftsiegen am 4. Sepi tember 1942 das Ritterkreuz, S Lauern Mches tffll und seinen Legleitern einen Einblick in die Kriegsarbeit der ^Landesgruppe mit ihren zwei großen Hauptaufgaben: die enge Verbindung der Deutschen in Italien zum Faschismus und die politische und kulturelle Betreuung der deutschen Truppenver» bände in Italien und Afrika sowie der reichsdeut« scheu Volksgenossen in Italien. Dr. Ley sagte, wie« der vollziehe sich ein Verschmelzungsprozeß der Ge» danken, ein Zusammenwachsen her Volker und ei« Vereinigen all der Belange, die die weitere Existenz unseres Erdteiles sichern. (Eine Zusammenarbeit entwickele "sich, die uns heute noch gar nicht zu über« sehende Perspektiven eröffne. Das Eichenlaub für Oberleutnant Rall Berlin, 19. Ott (DNS.) Der Führer verlieh dem Oberleufnapt Roll in einem Jagdgeschwader das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermttlette ihm folgendes Schreiben: „3a dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes Im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 134. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des (Eifernen Kreuzes. Adolf Hitler." andalusischen Bergen wiederholt Bauernhöfe i Waffentransporte überfallen haben. Oie Heloten Englands im Rahen Osten. xS E b! SÄ sei tünfW Von allen Zeichen einer großen Premiere umgeben, erlebte das neueste Bühnenwerk von Richard Strauß in der MünchenerStaatsoper seine Uraufführung. „Capriccio" heißt dieses Konversationsstück für Musik, der Dirigent Clemens Krauß trat damit zum ersten Male auch als Librettist an die Oeffentlichkeit. Das Werk stellt sich (in einem Aufzuge, aber abendfüllend) als eine Neuheit in der Bühnenliteratur dar: eine theoretische Komödie, deren Personen Grundfragen einer künsterischen Weltanschauung erörtern, wird mit musikalischen Mitteln gestaltet, obwohl die Wirkung auf die Zuschauer vorwiegend von Bedeutung und akustischer Verständlichkeit des Wortes abhängt. Diese Problematik des neuesten Strauß-Werkes spiegelt zugleich den Handlungsinhalt wieder. Ob dem Wort oder dem Ton, der Dichtung oder der Musik der Vorrang gebühre, ob die alte italienische Oper mit ihrem Ziergesang auf belanglose Texte oder die musikalische Tragödie im Sinne Glucks den höheren künsterischen Wert beanspruchen darf — über solche Fragen diskutieren die Personen der „Capriccio"-Handlung. Auf dem historischen Hintergrund des Streits, dem um 1775 die Anhänger Glucks und Piccinis in Paris ausfochten, hat Clemens Krauß dramatische Figuren erfunden, die zugleich als Sinnbilder der von ihnen vertretenen Künste figurieren: ei(r Dichter, ein Musiker, ein Theaterdirektor u. a. Die beiden ersten werben um die Liebe einer verwitweten Gräfin, die sich für keinen von ihnen entscheiden kann und — selbst allegorische Symbolisierung der Oper im Gluckschen Sinne — schließlich beide zu gemeinsamem Schaffen zusammenführt. Das Textbuch ist außerordeyt- lich flüssig, geistreich und bühnensicher geschrieben. Obwohl es poetische Vertiefung und in manchem Betracht auch historische Wahrscheinlichkeit meidet, eignete es sich mit seinem sprühenden Witz, seiner glitzernden Ironie und der zugleich amoureusen und allegorisch bedeutsamen Handlanasführung vorzüglich als Kompositionsgrundlage für einen Richard Strauß. Anknüpfend an das „Ariadne"-Vorspiel und gewisse „Rosenkavalier" - Situationen, entwickelte Strauß im „Capriccio" einen neuen musikanischen Konversationsstil. Er ist rhythmisch außerordentlich vielfältig profiliert und folgt dem Textwork mit rarb er si< [ynflSI*1 Merie-R Bücheriisch. — Marcel Arland: Heimaterde. Ro- man. Deutsch von Georg G o y e r t. 251 Seiten« Geb. 6 RM. Karl Rauch Verlag zu Dessau, -i Dieses Buch, dessen Driainaltitel „Terre natale heißt, ist das jüngste Werk des 1899 geborenen Lothringers Marcel Arland und ein bemerkens« wertes Zeugnis des gegenwärtigen Schrifttums in Frankreich. Es sollte bei uns nicht nur aus rein literarischem Interesse gelesen werden, sondern auch deswegen, weil es nicht unwesentlich erscheint, zu erfahren, was heute jenseits unserer Grenzen ge^ schrieben wird: nur auf der Grundlage gegenseitigen Kennenlernens wird sich ein wirklich dauerndes und fruchtbares Nebeneinanderleben der beiden Völker ermöglichen lassen; die Gelegenheit zu solcher Lek« türe wird ja gegenwärtig nicht eben häufig ge« boten. „Heimaterde" wird, darüber hinaus, insbesondere jene interessieren, die in diesem oder im vorigen Kriege die Lothringer Landschaft und ihre Bewohyer in persönlicher Begegnung fennenge*- lernt haben. Arlands Buch ist ein Bauemroman; er schildert das einfache, ärmliche und schwere Leben in seinem Heimatdorfe. Ein herbes und strenges Aroma geht von dieser Erzählung aus. In ihr wird nichts verklärt und nichts befchähigt. Arlands Stil ist nicht die Romantik schwärmerischer Erinnerung, sondern der klare, ruhige, nüchterne Realismus, den eine große Erzählertradition in Frankreich dec Generation der jetzt schreibenden Romanciers über« liefert hat. Das Leben auf dem Dorfe, das hier beschrieben wird, ist nicht von großen Sensationen be« roegt. Arbeit und Armut, Freundschaft und Feind« schäft, Haß und Liebe, Leben und Tod, Hochzeit und Begräbnis sind seine Gegenstände. Und obwohl manches von dem, was Arland erzählt, hach bitter und schwermütig klingt, spürt man doch die versteckte, sparsam sich äußernde Liebe, mit der er sich seiner dürftigen Herkunft und der bäuerliche» Heimaterde Lochringens erinnert. Britische Gchiffsbaukosten mehr als verdoppelt. Stockholm, 29. Oft. (DNB.) Die „pmes" gab kürzlich einige bemerkenswerte Beispiele für die Steigerung der Schiffsbaukosten in England. Vor dem Kriege habe ein Handelsdampfer von 10 000 BRT. im Durchschnitt einen Wert von 100 000 Pfund Sterling gehabt. Ende 1940 habe ein solcher Dampfer schon über 50 000 Pfund mehr g e - kostet. Zum Ende des letzten Jahres habe der durchschnittliche Preis um nochmals 35 000 Pfd. hoher bei 185 000 Pfund gelegen. Während des laufenden Jahres hätten die Kosten des britischen Schiffsneubaues wiederchn eine erhebliche Steigerung erfahren. Manches Schiff, das heute in Auftrag gegeben werde, erfordere mehr als das Doppelte der Friedensaufwendungen. Für ein Motorschiff, das früher in der Regel 20 000 Pfund mehr als ein gleich großer Frachtdampfer gekostet habe, müßten heute über 225 000 Pfund gezahlt werden. Die Schiffseigentümer, die ihre Schiffe aum Friedenswert versickert hätten, müßten infolgedessen, wenn ihr Schiff verloren gehe, für einen entsprechenden Neubau heute eine beträchtliche Differenzsumme zusetzen. Kommunistische Geheimorganisation in Sevilla verbreitete englisches Agitationsmaterial. Madrid, 29. Oft. (DNB.) In Sevilla gelang es der Polizei, eine kommunistische Geheimorganisation aufzudecken. Haussuchungen förderten umfangreiches englisches Agitationsmaterial zutage, das die Organisation regelmäßig von der amtlichen englischen Vertretung in Spanien bezog und nach einem bestimmten Plan in Andalusien verbreitete. Zusammen mit bejp englischen Agitationsmaterial wurde eine verbotene kommunistische Zeitung vertrieben. Die Kommunisten standen in enger Verbindung mit Räuberbanden, die in den virtuoser Wendigkeit. Dabei verbreitert sich das sorgsam artikulierte Parlando immer wieder zu einer ausdrucksmäßiaen Gesangslinie von großer Schönheit. Auch mehrere Ensemblesätze und Einlagen von italienischen Gesangsnummern sind in diesen neuartigen Organismus eingegangen. Das Orchester, das meistens kammermusikatisch bis zum äußersten aufgelichtet ist, hat im wesentlichen illustrierende, stützende und farbengebende Funktionen. An sprühendem Witz, an Kraft des Espressivo und psychologischer Bedeutsamkeit seiner Klangsymbole ist es bester Strauß. An wenigen Stellen reckt es sich auch zur vollen (Entfaltung feiner mittelgroßen Besetzung empor und führt in einem symphonischen Zwischenspiel und während des großen Schlußmonologs der verliebten Gräfin die auf der Bühne ungelösten theorethischen Streitfragen einer eindeutigen Antwort zu. Das Werk lebt zwar weniger von der Inspiration des musikalischen (Einfalls als von dem Verarbeitungsgeschick eines virtuos beherrschten und aus den Erfahrungen eines jahrzehntelangen Schaffens scköpfenden Handwerks,' ist aber mit feinen hohen Ansprüchen an das Mitdenken der Zuschauer und mit dem geistigen Rang seiner schillernden Ironie berufen, eine Ausnahmestellung auf dem musikalischen Theater einzuneh- men: ein artistischer Leckerbissen für Feinschmecker der Opernbühne! Die Uraufführung durch die Münchner Staatsoper war beispielgebend. Wie Clemens Krauß als Dirigent den Orchesterklang, die Wortverständlichkeit und die gesangliche Deklamation der von Rudolf Hartmanns Regie geführten Darsteller gegeneinander abwog, das sicherte der Partitur die größtmögliche Wirkung. In einem zauberhaften Rokokosaale von Rochus ©Hefe war ein Ensemble, e»- lefenfter Sänger-Darsteller vereinigt. Eine schlechthin vollendete Leistung vollbrachte Viorica U r fu l e a c als Gräfin, im künstlerischen Format ihr ebenbürtig war der Theaterdirektor von Georg Hann. Horst Taubmann und Hans Hotter als die beiden Liebhaber, Walter Höfermayer als rationaler gräflicher Philosoph, Hildegarde R a n c z a k als gezierte Schauspielerin, Irma B eilk^e (a. G.) und Franz K1 a r w e i n als italienisches Sängerpaar waren weitere Stützen einer aufs feinste geschliffenen ruhigung des über sie Hinweggleitens. Er hatte das Gefühl, als wäre für feine Schwingen kein Platz mehr, es gab für ihn kein Steigen und Sinken des Fluges, das notwendige Maß der (Entfernung fehlte ihm, und ihm war, als muffe er gleich irgendwo anpraüen und zerschellen. Tage vergingen ihm so. Der Adler blieb auf feinem Standort, als fei er daran festgebunden, nur manchmal ergriff er eine Maus, die ihm zu nahe kam, verschlang sie, dann verharrte er wieder reglos, als lausche er einem fernen Kommen, das noch nicht nahe genug war, daß er vermöchte, es mit feinen Fängen zu erfassen und für sich festzuhalten. Wenn aber der Wind den Ruch der Weite hereintrug, so bäumte sich sein Stolz auf, er hätte die grüne Mauer feines Gefängnisses durchbrechen mögen, um sich mit wildem Schrei in jene Weite hinauszustürzen, ohne die er nicht leben konnte. Bis er dann eines Morgens fühlte, daß das, was er kommen gehört, draußen irgendwo stand und auf ihn wartete. Da maß er mit den Blicken die Höhe der Röhre, die ihn rings umschloß, dann sprang er auf den Boden hinab und begann unter dem Gestrüpp hinweg zu kriechen. Immer weiter drang er vor, eine bestimmte Richtung einhaltend, als. sähe er ein Ziel vor sich. Seine verwundete Schwinge hinderte ihn nicht mehr, denn sie war inzwischen so weit geheilt, daß er sie an den Körper anlegen konyte, obwohl er bisher noch keine Möglichkeit gefunden hatte, ihre Kraft zu prüfen. Da aber lichtete sich das Unterholz, öffnete sich vollständig, und, er stand am Rande einer Felswand, die jäh in eine lichte Tiefe sank, erst von einzelnen Baumwipfeln getragen, die aber immer mehr zusammensanken, um sich zuletzt ganz unten in einer Schlucht zu verkriechen. Der Adler stieß einen Schrei aus, als riefe er die Weite heran, die grenzenlos vor ihm lag. Dann breitete er die Schwingen und warf sich hinab, ohne zu erwägen, ob ihn die Tiefe nicht sogleich verschlingen würde. Aber seine Schwingen trugen ihn. Den Wind kam ihm entgegen und hob ihn auf, immer höher, da begann er sich emporzuschrauben, höher und höher, einer stillstehenden Gruppe lichter Wolken zu. Bis er auf einmal in sie eintauchte, sie durchbohrend über sie hinauskam und nichts mehr imttK Hm wat als ein graues Wogen; über ihm. Ankara, 29.Okt. (DNB.) Der britische Minister für den Nahen Osten, der Australier Sir Robert G. Casey, erklärte englischen und amerikanischen Journalisten in Kairo, daß er von seiner jüngsten Rundreise durch den Irak und Ira7i sehr befriedigt fei. Nicht nur die Außen- Politik dieser Länder richte sich völlig nach den Wünschen und Bedürfnissen der angelsächsischen Mächte, er habe sich vielmehr in Gesprächen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri Said und dem iranischen Ministerpräsidenten Achmed Kawani davon überzeugen können, daß auch die Innenpolitik der beiden Staaten ausschließlich auf bi e an g'elf ä chsischen Wunsche a b g e ft i m m t werde. Casey stellte für die nächste Zeit Inspektionsreisen nach Syrien und dem Libanon in Aussicht. Welchen Zweck er mit diesen Reisen verfolgt, beweist seine, Erklärung über Irak und Iran zur Genüge. Die beiden Staaten sind in eine solche Abhängigkeit von England geraten, daß auch die Innenpolitik nach englischen Wünschen geleitet wird, obwohl England immer betonte, sich in die Innenpolitik anderer Völker nicht einmischen zu wollen. Caseys Reisen sorgen aber für Einhaltung der Weisungen Londons. Iran ist nach Caseys Erklärungen zudem gezwungen worden, 200 000 Arbeiter zu stellen, die bei strategischen Bauten der Alliierten im Iran eingesetzt werden. Dr. Ley bei der Landesgruppe Italien der NSDAP. Rom, 29. Okt. (DNB.) Die deutsche Abordnung Zum 20. Jahrestag des Marsches auf Rom stattete der Landesgruppe Italien der NSDAP, in Rom einen Besuch ab. Landesgruppenleiter Dr. Ehrich vermittelte dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley rbchen ftr lang bei § Jm Westfe vairt ipätc tzen Häse Bomjetumt wmgenbe Kck-Minst m schwere Ml übei einem 9lai Merten Klein Anläßlick Rom wurii Piemont, 2 Mpetleur Italien, de Ümbrojio, >er Kriegs! lrraladmiv veneral Z Benerale ( Mo zu 21 Als Anei 'währter Lraftfc listet für $ Wigen in leim Fahre Wn anoe :Me erffi 2ein ibe Jwbe von ® Million« Hafern pllern au: tei SBeM stach dem illltillerie-si U dann ' Imidieren! ftr und h hannoo kr in Pol Forderung erfuhr durch Lehrer und Freunde, denen er warmherzige Worte widmet: wir spüren, wie er langsam, manchmal ruckweise, sich entfaltet, sich zu - yai seinem eigentlichen Aufgabengebiet vortastet und jE allmählich hineinwächst in die „Zunft" der Histo« ' % riker, der es damals weder an gelehrten Dispute- uE" [ tionen noch an bedeutsamen Köpfen fehlte. Aus einer angeborenen Neigung zum Geistesgeschichtlichen bi kam «Friedrich Meinecke nach und nach aus der rein h preußischen Historiographie zu allgemeineren und gj vertieften Gesichtspunkten großdeutscher Geschichte. bei Trotz materieller (Enge Und trotz der Hemmungen, W die ein Sprachfehler ihm anfänglich bereitete, er« rMia rang er ein akademisches Lehramt, das er als sein «w A Ziel erkannt hatte: er wurde an die Universität 9«mten Straßburg berufen. dem Hier begann Friedrich Meinecke die Arbeit tm seinen Hauptwerken, die in zwei große Gruppen zerfallen: einmal die geistesgeschichtlich-geschichts» M 30. chilosophische, die zu den letzten Fragen weltge» Don KU chichtlicher Betrachtung führt, und daneben, gleich« ^pe '** am ihr praktisches Fundament, diejenige, die sich Lmm| mit der Entstehung unseres Nationalstaates feit beit? [ Jahren der deutschen Erhebung und mit der mili- 5 tärischen und verfasfungspolitischen Entwicklung i ...... Preußen-Deutschlands seit den Freiheitskriegen be- Jesuit faßt. Zu der letztgenannten grundlegertden Gruppe.....' gehören vor allem die Werke über Boyen, dem Meinecke erst seinen verdienten Platz neben den großen Heeresresormern Scharnhorst und ©neifenau zugewiesen hat, und über Joseph Maria von Radowitz, den Vertrauten Friedrich Wilhelms IV., dessen wohlgemeinte, aber unzulängliche Bemühungen um die deutsche Einheitsbewegung hier zum erstenmal erschöpfend dar- gestellt worden sind. Das sehr aufschlußreiche Werk über Weltbürgertum und National« n die Krieg;. e Ärirasi Lr und Oberbefehlshaber der Heeresgru Ws. in Hannover. Bei Kriegsbeginn vernichtete Deutschem {n Pommern aufmarschierten 4. Armee Zwei der Deutsc die polpolitische M erbitterten Abwehrschlachten des Sommers 1942. stach dem Kriege führte er 1930 als Oberst das Artillerie-Regiment 2, wurde 1931 Artillerieführer DI, dann Inspekteur der Nachrichtentruppen, Kommandierender General des VI. Armeekorps in Mün- ier und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe VI l «------- 5 DberfäW SflK en am 4.W ft«« t bikdet gemjferm^en den Ueb-r-mq m A-'N-cke- eigentlichem Forschungsbezirk der dem .Werden des geschichtlichen Sinns („Entstehung NKkM-L "L L aS sattÄ’iÄs; historisches Denken unentbehrlich £nJ?linecfA6- kleineren Schriften, etwa „Vom Michttlchen Sinn und vom Sinn der Geschichte" rber „Preußisch-deutsche Gestalten und Probleme", !aunn ™Qn M ulerJ-?ßn anschaulichen Stil sowie iiber seine Art, Geschichte zu sehen und zu deuten, ^kernchten. So zeigt er in einer der Abhandlungen tie Analyse historischer Gedankengänge bei Goethe, echlller, Schleiermacher, Droysen und Ranke, die Fortentwicklung des neu- zeitlichen Geschlchtsdenkens sind: in einem anderen jrofeeren Aufsatz beschäftigt er sich mit den Grundigen unserer nationalen Entwicklung bis zu Bis- inarcks Reichsgründung, der mit einer Arbeit über tie Anfänge des Kanzlers zum Besten der Bismarck- Literatur gehört. Aufschlußreiches erfahren wir noch aus Meineckes Erinnerungen über Historiker, mit denen er in jungen Jahren in Berührung kam, Droysen, Sybel «nd Treitschke; er schlägt von diesen die Brücke zu «uferen Tagen, ist also wirklich ein Historiker zwischen den Kriegen" und zwischen den Generationen, von denen die unserige ihm viel zu danken hat. In diesen Tagen erscheint eine neue Schrift ton ihm, die ein abgerundetes Bild bietet von dem belehrten und dem Menschen Friedrich Meinecke, ter an der Schwelle des neunten Jahrzehnts zu- mckblicken kann auf eine Fülle mannhafter Arbeit iini> erfolgreicher Leistung im Dienste eines nun weinten Nationalstaates. Hans Sturm. Generalfeldmarschall von Kluge 60 Lahre. Am 30. Oktober vollendet Generalfeldmarschall von Kluae, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe an der Ostfront, fein 60. Lebensjahr. Er stammt aus einer Offiziersfamilie. Als Kadett erwarb er sich die preußische und oldenburgische Ret- stmgsmedaille. 1901 wurde er Leutnant im Feld- «rtrllerie-Regiment Nr. 46 in Wolfenbüttel. Nach lern Besuch der Kriegsakademie 1913 in den Generalstab versetzt, rückte er als Hauptmann im Stabe tss 21. Armeekorps ins Feld, er wurde auch als keobachtungsflleger eingesetzt und fand in verschiedenen Generalstabsstellungen Verwendung im taifipf gegen Rußland, in den Karpaten und an her Jsonzofront. Mit dem Hausorden von Hohen- EUern ausgezeichnet, wurde er im Oktober 1918 i Verdun in vorderster Linie schwer verwundet. Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath S7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ich verhaftete ihn mit der üblichen Formel, unter d-m dringenden Verdacht Tenor F°rnand° Gam i-les vorsätzlich und mit U-ber egung ermordet zu heben. Brackmann schien bei dieser Er°nung w- SÄ L Ä ?«/' (egte ec und griff sich an die Stirn, wie um sich da oon zu überzeugen, daß er wach fei. »--.'«SLMSzL }U so frühen Morgenstunden Witze SU mache , ilsuchte ihn, sich anzuNeiden und m.r zu folgen. Er starrte mich an, so »aß die beiden Leute, d.° hinter mir standen, ihre 6 topfen allen Ernste- daß G°n °le^ ° ^t, ° 8 er ermordet worden ist?., fragte er ' / r ,u von feiner Verblüffung überhaupt nicht eryo. ö können. ,Wo, wann, wie — - (-n.m ,Er ist gestern abend ^gen elf -r Wagen erschossen worben, antwortete ck- , geben Sie mir Ihre Pistole. .Erschossen worden w'°d°rh°lt^°r k-pstchu' telnd. Und dann deutete er auf I ö mic neben dem Bett auf eineir> Stutz. hmg- / j"DfoU?« kommen Sie darauf, daß ich es g s ,einen tagte er. Ich antwortete mch^,°nd-rn IZ«e meiner Leute uor, um die S g-> inhmm. Brackmann zwinkerte mtt B habt, Don Santacilla, da ist die Pistole, und nun sehen Sie selber nach, ob daraus ein Schuß abgegeben worden ist/ Der Sergeant reichte mir Brackmanns Pistole, eine Mauser vom Kaliber 7,65." Santacilla rieb sich die Nase und sah Karen und Forester nacheinander mit einem Blick an, als warne er sie, in Brackmanns Ironie einzustimmen. Gonzales ist nämlich mit einem Browning vom Kaliber 6,35 erschossen worden", sagte er. Karen und Forester fuhren auf. Santacilla streckte leise die kleine Hand vor, als drückte er zuerst Karen und dann Forester in ihre Sessel zurück. „Das sagt, wenn Sie es sich unvoreingenommen überlegen, gar nichts! Es kann natürlich auf einen anderen Täter Hinweisen. Ein Mann aber, der Tat unb Flucht so gut vorbereitet wie Brackmann, wird auch daran denken, sich nicht durch feine Waffe zu verraten." „Die Logik der Polizei ist für den normalen Menschenverstand unbegreiflich", knurrte Forester erbittert. „Wenn man Sie anhört, Don Santacilla, dann könnte man meinen, es fei für Brackmann geradezu besonders belastend, daß die Mordwaffe bei ihm nicht gefunden wurde!" „Sie können mir nicht den Vorwurf machen, Doktor Forester, daß ich Brackmann leichtfertig ver- dächtige!" sagte Santacilla und trommelte mit feinen kurzen, fetten Fingern ungnädig auf der Armlehne seines Sessels. Aber ich kann beschwören, daß Brackmann nur die Mauserpistole besaß!" rief Karen erregt. „Ich bin durchaus bereit, in den Kaschemmen des Hafens innerhalb einer Stunde ein ganzes Waf- fenarfenal zusammenzukaufen; wenn es auf eine Wette ankäme, könnte ich Ihnen auch ein komplettes Maschinengewehr besorgen, sogar unglaublich billig." ,Es muß doch festzustellen sein", rief Forester, „ob Brackmann noch eine weitere Waffe besessen hat!" / Nischen .Kräfte und stellte durch den Weichselüber- flang bei Kulm die Verbindung mit Ostpreußen her. 3m WestfeÜdzug stieß er zur Kanalküste durch, überwand später die Somme und eroberte die französischen Häfen am Atlantik. Im Feldzug gegen die Sowjetunion nahm der Generalfeldmarschall hervorragenden Anteil an den Kesselschlachten Biclly- stock-Minsk, Smolensk und Wjasma und hatte dann m schweren Ringen der Winterschlacht den Oberbefehl über eine Heeresgruppe der Ostfront. Mit feinem Namen verknüpft ist auch der Sieg in den ti'B. b -rfch»" I« 5S5 «I bin«» 1 ÄÄ 4*5 MS* it««’ > K- W e Arbeit Qm, 'ich-geschj^ * meltöt. üben, M W. die U lates {eit bei nit der mifb Entwich^ tskriegen be> nden Gruv» r N «tiet rnhorst utö er Joseph SBertrautai meinte, ab« deutsche Lia, chöpfend bat. Reiche M ofionab Aus der Giadi Gießen. Wiedersehen in der Wochenschau. Dieser läge war ich im Kino. Nicht wegen des Films, einer handgreiflichen Verwechstungstomödie mit durchsichtigem Ausgang, sondern wegen der Wochenschau; denn es gibt nkchts, was dieses eindringliche, unverfälschte Anschauungsmittel zur Illustrierung der täglichen Zeitungslektüre ersetzen könnte. Frisch und lebendig erstehen vor unseren Augen die Ereignisse der großen Tage. Schon allein die Tatsache, daß immer wieder Namen mit Kreuzen unter den Bildberichtern erscheinen, beweist, daß die deutsche Wochenschau kein Produkt der Ateliers und der Etappe sein kann, wozu die Engländer mangels Geschehen gezwungen sind, sondern ernstes kriegerisches Geschehen, ausgenommen inmitten unserer kämpfenden Infanterie, vom Panzer und aus der Luft. So war es auch jetzt wieder. Allein drei Berichter zeichneten mit dem Tode. Dann begann das unerhörte Geschehen vorüberzurollen. Und da geschah es: bisher war ick den Kampfereignissen mit den wissenden, interessierten Augen des alten Soldaten gefolgt, den der Krieg schon nach Beendigung des Frankreich-Feldzuges an Land ge* schwemmt hatte, jetzt war es auch der Mensch, der Kamerad unter Kameraden, der die Handlung in fiebernder Spannung verfolgte. Die eigene, alte Kompanie war es, die auf der weißen Leinwand auftauchte, meine treue Kompanie aus dem Frankreich-Feldzug, mit der ich ausmarschiert und die damals schon eine große Gemeinschaft war. Freilich, es waren viele fremde Gesichter dabei, fein Wunder schließlich nach drei Jahren Krieg und drei Feldzügen, aber die wenigen Alten, ja, die schauten mir ins Herz, als wollten sie fragen: Na, was ist denn mit dir, warum bist du nicht mehr unter uns? War es denn wirklich so schlimm damals, als du uns verlassen mußtest? Fragend stand plötzlich der Hauptmann vor mir. Immer noch der alte mit den gütigen Augen! Groß waren sie auf mich gerichtet. Gewiß, er sah dem Bildberichter interessiert zu, aber mir kam es vor, als schaute er durch die Linse direkt in die Heimat — nach mir! Dann tauchten auch die alten Kämpen auf, der Kanadier, den wir so nannten, well er bei Kriegs - beginn gerade noch rechtzeitig aus Kanada aus- gerückt war und sich bei uns mit den Worten einführte: Leutnant V. aus Kanada! Dann war da noch das Müllerchen, der eines Tages eigenhändig ein Dutzend Franzosen aus ihrem Versteck herausgeholt hatte. Um ihn herum die vielen Landser, die zwei ftnittl» brüder, der Süß, der immer fidele, der schon den Weltkrieg mit mir mitgemacht hatte, bann der Schäfer, der grobe Bayer, der im großen Bach bei Calais bald einmal ertrunken märe, und da auch der Schmitt, der keinen Rotwein vertragen konnte und als Erster die Aisne durchschwamm, um das Leitfeil am andern Ufer festzumachen — Dann war's vorbei. Blitzschnell, wie sie aufge- taucht waren, verschwanden all die Männer, mit denen ich Freud und Leid geteilt hatte. Diese paar hundert Meter aber wühlten mein Innerstes auf, hatten mir wieder jene zweite Heimat gezeigt, zu der ich mich noch immer bekannte und bekennen werde mein Leben lang. Lange noch sann ich nach, lange noch zogen die Bilder des heimatlichen Friedens an meinem Auge vorbei, der blühende Garten, der dunkle Tannenwald, die Stadt mit ihrem Gewimmel, die Menschen, die leben und leben durften, weil die Front für sie wachte. J- C. L. Generalleutnant Fett 70 Jahre. LPD. Der Gaukriegerführer des Gaukriegerverbandes Fulda-Werra im NS.-Reichskriegerbund, Generalleutnant z. V. ^-Brigadeführer Fett in Frankfurt a. M. kann am 1. November feinen 7 0. Geburtstag begehen. Am 30. September gab Generalleutnant Fett das Kommando der von ihm geführten Division ab, schied aus dem Heeresdienst aus und übernahm am 1. Oktober 1942 wieder die Führung des Gaukriegerverbandes Fulda- Werra. Generalleutnant Fett stand in der früheren Reichswehr als Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments 15 in Gießen in Garnison und hat sich in jener Zeit in weiten Bevölkerungs- kreisen der Stadt und des Kreises Gießen große Wertschätzung erworben, die ihm auch in der Gegenwart, ganz besonders von den alten Soldaten, entgegengebracht wird. Sparen lohnt. Es gibt Menschen, die in den Tag hineinleben und sich um die Zukunft keine Gedanken machen; mag ihnen auch eine Zeitlang das Glück zur Seite mQn, H, j £, II fMe. K gelchichtlittz. °us der Z wneren m 1 Die andern«« am Sonntag. Dandervorschlag des DHL., Zweig Gießen. Eine schöne Herbstwanderung ist folgende: Wir beginnen am „Fürstenbrünnchen" am Wiesecker Weg, gehen durch den Wiesengrund an der „Gäns- mül)le'Y vorbei zur „Struppmühle", überschreiten hier die Wieseck, gelangen an die „Ludwigsburg" und zum „Klauseorünnchen" (Quelle neu gefaßt, Ruhebank), überqueren den Höhenrücken, besuchen den „hölzernen Born", weiter zur „Unionlinde", umwandern den Hangelstein-Bergkegel bis zur „Gnauth-Eiche" und kommen durch den schönen Walddistrikt „Dörrlach", kurz vor der „Wellersburg" wieder auf die Straße zur Stadt. Gesamtwanderzeit 3 Stunden. Gießen — Lindener 2Harf — Theodorsruhe — Rindsmühle — Großen-Linden. Wir beginnen unsere Wanderung an der Universitätsbibliothek und folgen von hier dem roten T, das uns zunächst zum Erdkauterweg, am Gailschen Betrieb vorüber zum Bergwerkswald bringt. Auf schönen Schneisen führt uns das Zeichen kreuz und quer bis zur Theodorsruhe, wo wir uns an dem schönen Blick zum Schiffenberg erfreuen. Den seitherigen Weg verfolgend, gehen wir weiter bis zur nächsten Schneise, wo ein Schild zur Rindsmühle hinweist. Stets durch hübschen Waldbestand, an dessen Rand sich ein weiter Blick eröffnet, gelangen wir zur Rindsmühle. Durch das nahegelegene Leihgestern gehen wir zur Station Großen-Linden, von wo wir heimfahren. Wanderzeit 2% Stunden. Obec-Diddersheim — Forsthaus Glaubzahl — Bad Salzhausen — Nidda. Eine lohnende Wanderung nach dem am Fuße des Vogelsbergs gelegene Bad Salzhausen ist die folgende: Wir fahren mit der Bahn nach Ober- Widdersheim. Dem Bahnhof gegenüber führt ein Feldweg in wenigen Minuten aufwärts zum Walde. Gleich beim Eintritt in den Wald stoßen wir auf weiße Kreuze, die in einer Stunde nach dem anmutig gegelegenen Forsthaus Glaubzahl führen. Von hier folgen wir in einer weiteren Stunde auf sauber gehaltenen Waldwegen zunächst noch den weißen Kreuzen, später roten Kreuzen über den Rabenstein, mit prächtigem Ausblick auf den hohen Vogelsberg, nach dem in idyllischer Waldesruhe gelegenen Bad Salzhausen, dessen Kurhaus, Anlagen und Quellen eine Besichtigung lohnen. Ein Fußpfad bringt uns in einer halben Stunde nach unferm Endziel, dem hübsch gelegenen Städtchen Nidda, mit guten Gasthäusern. stehen, so dauert es doch zumeist nicht lange, bis ihr sorgloses Dasein durch die harte Wirklichkeit des Lebens zerstört wird. Diese Menschen stehen dann häufig vor dem Nichts. Andere Menschen dagegen überlegen alles gründlich, schmieden rechtzeitig ihre Plane, und sorgen vor. Sie wollen vor- roärtsfommen, sie wollen, daß es ihre Kinder einmal leichter haben als sie selbst; sie wollen sich auch für alle Fälle der Not sichern. Diese Menschen schaffen sich durch stetiges Sparen einen festen Rückhalt für das Leben. Sie legen sich einen „Notgroschen" zurück, sie macken Ersparnisse, um Ausgaben für größere Anschaffungen bestreiten zu können, sie sparen für die Ausbildung und Ausstattung ihrer Kinder, sie schaffen sich ein Sparkapital für den Lebensabend; sie sparen auch noch für andere lohnende Ziele. Es ist hoher Anerkennung wert, ckie weit es manche Volksgenossen durch beharrliches Sparen von Jugend auf gebracht haben. Manch anderer, dem es an der notwendigen Ausdauer fehlt, wird nachdenklich gestimmt angesichts der Erfolge des gewissenhaften Sparers, der an dem einmal gefaßten Entschluß, täglich, wöchentlich oder monatlich einen bestimmten Betrag zu- rückzulegen, festgehatten hat-und dadurch zu Wohlstand gekommen ist. Gerade heute können in Stadt und Land die Hausfrau, der schaffende Mensch in den Betrieben und die deutsche Jugend zumeist mehr denn je sparen. Jeder möge deshalb in der Sparwochö' vom 26. bis 31. Oktober daran denken: Sparen lohnt! Die verschandelte Visitenkarte. Gießen als aufbaufreudige Stadt hat immer Wert darauf gelegt, den Fremden ein schönes Straßenbild als gute Visitenkarte zu zeigen. Aus diesem Grunde hat sich die Stadtverwaltung schon vor dem Kriege um die gute Gestaltung der Plätze und Sttaßen in den Mttelpunkten des Verkehrs bemüht. Eines dieser auf gute Wirkung berechneten „Aushängeschilder" ist das Selterstor. Nach dessen Umgestaltung und Ausschmückung mit der großen Vlumen- anlage ist es für jedermann täglich eine Augenweide. Der anschließende Parkplatz nach dem Hindenburg- wall zu sollte die gute Wirkung des neugestalteten Selterstores noch erhöhen. Leider konnte dieser Parkplatz bisher noch immer nicht fertiggestellt werden. Mit den seit langer Zeit dort lagernden Baumaterialien verschiedenster Art, für deren Abtransport nach dem städtischen Bauhof an der Lahn offenbar bisher noch keine -Möglichkeit zu finden war, bildet er zur Zeit keine angenehme Ergänzung feiner schönen Nachbarschaft am Selterstor. Diese bedauerliche. Tatsache darf aber von niemand als Leaitimation dafür angesehen werden, daß nunmehr auf diesem Platze im Mittelpunkt der Stadt auch Hausmüll aller Art, wie man es auf dem städtischen Schuttabladeplatz am Schiffenberger Weg zu finden gewohnt ist, in die verschiedenen Baugruben abge- iaden wird. Es ist unverständlich, wie jemand überhaupt auf die absurde Idee kommen konnte, Küchenabfall, Asche, verrostetes Blech und sonstiger Unrat wären ausgerechnet an dieser Stelle eine gute Dekoration neben den ausgedienten Teerfässern, die an dieser Stelle natürlich ebenfalls keine Zierde darstellen. Noch grotesker ist der Gedanke, unsere ohnehin bis aufs äußerste angestrengte städtische Müllabfuhr würde den an diesem Platze abgelabej nen Dreck sicherlich eines Tages auflaben unb bavon- fahren. Wenn bie Stadtverwaltung dem Unfug des „Das ist doch völlig unmöglich", sagte Santacilla. „Also ist es Ihnen auch unmöglich, Brackmann nachzuweisen, daß er eine weitere Waffe besessen hat!" _ . „Sehr richtig, Doktor Forester, aber dieser Beweis ist nicht unbedingt nötig." „So, weshalb nicht?" „Weil die Mordabsicht Brackmanns und der Tod Gonzales zwei unbestreitbare Tatsachen sind", antwortete Santacilla knapp. „Brackmanns Sache steht außerordentlich schlecht. Welchen Grund sollte ich für die Annahme haben, daß Gonzales von einem unbekannten Dritten ermordet worden wäre? Unb im übrigen macht Brackmann seine Sache ba- burch nicht besser, baß er über bie Gründe hartnäckig schweigt, bie ihn angeblich im letzten Augenblick bewogen haben, feine Pläne gegen Gonzales unb Madame Perano aufzugeben. Er lehnt jede Aeußerung mit dem Bemerken ab, er würde, da diese Geschichte zu phantasttsch klingt, ja doch keinen Glauben finden." Eine Pause entstand. Forester klappte sein Zigarettenetui auf unb klemmte sich eine Zigarette zwischen die Lippen. Er zog heftig daran, aber er hatte vergessen, sie anzuzünden. „Darf ich Brackmann sprechen?" fragte Karen plötzlich. „Ich wollte Sie soeben darum ersuchen, mich zu Brackmann zu begleiten", sagte Santacilla mit einer kleinen Verbeugung, als danke er Karen dafür, daß Sie chm eine Unannehmlichkeit abgenommen hätte. Karen sah Santacilla an, und auf einmal verstand sie, weshalb er den Kopf senkte und ein wenig betreten an seiner Lippe nagte. „Sie brauchen sich keine Vorwürfß zu machen, Senorita", murmelte er, „Sie haben gewiß das Beste gewollt ..." „Ich habe das Beste gewollt —, unb was habe ich erreicht? Daß ich Ihre Hauptbelastungszeugin gegen Brackmann geworben bin. Mein Gott —" Und Müllablabens auf ben bafür nicht vorgesehenen Plätzen nicht schleunigst einen Riegel vorschiebt, werben wir uns an solchen „Lieblichkeiten" wohl noch manchmal erfreuen können, ebenso wie an ben in zahlreichen Straßen häufig tagelang auf ben Bürgersteigen herumstehenben ungeleerten Mülleimern. Wer kann Tlachrichtcnhelserin > des Heeres werden? NSG. Nachrichtenhelferin kann jebes beutsche Mabel im Alter von 17 bis zu 30 Jahren werben. Gesunbheitliche Tauglichkeit, arische Abstammung, straflose Vergangenheit finb weitere Voraussetzungen. Besondere Kenntnisse finb nicht erforberlich, boch wirb bie Beherrschung ber beutschen Sprache in Wort unb Schrift verlangt. Nachrichtenhelserinnen bes Heeres leisten nationalen Ehrenbienst. Anfragen unb Meldungen finb zu richten an bas Stellv. Generalkommanbo IX. A.-K-, Abt. Komman- beur ber Nachrichtentruppe IX, Kassel, Schliefsen- platz. Was die neue Wochenschau bringt. Den Auftakt zur neuen Wochenschau bilden eindrucksvolle Bilder zum 20.Jahrestage des Marsches auf Rom. Wertvolle Originalaufnahmen zeigen den gewaltigen Aufstieg des faschistischen Italien seit dem Tag der Machtergreifung. Der Duce eröffnet symbolisch ben Beginn der Neugestaltung Roms; Autostraßen unb Brücken, Wohnungsbauten, Erholungsstätten für Arbeiter unb Kinder künden ebenso vom Aufbauwillen wie die Bilder von der Urbarmachung der Pontinischen Sümpfe. Die afrikanischen Kolonien werden besie- bett, und wir sehen Marschall Balbo, den Schöpfer des neuen Libyen. Weitere Bilder zeigen, wie das faschistische Italien die Schlagkraft seiner Wehrmacht immer mehr steigert. Dann zeigt die Kamera Bilder von der Ostfront, wo südlich des Ilmensees vorgeschobene Verbände au5 der Luft versorgt werden. Auch geistige Nahrung, Zeitungen und Bücher, werden hier ab« geworfen. Feindliche Batterien legen starkes Feuer auf einen Sumpfwald hinter den vordersten deutschen Linien, und wir sehen Essenträger, die täglich diesen gefährdeten Weg überwinden. Weiter erleben wir den zähen Abwehrkampf deutscher Soldaten, die jeden Angriff der Bolschewisten blutig abweisen, und wir werden Zeugen eines Angriffs unserer Infanteristen und Panzer, der zu wichtigen Frontverbesserungen führt. Nach.wie vor tobt der Kampf in ben Fabrikoor- ftäbten Stalingrads, wo deutsche Infanterie in die Häusergruppe hinter der Geschützfabrik „Rote Barrikade" eindringt und Panzerkampfwagen die MG.-Nester der Sowjets niederwalzen. Gegenüber ben oft mit tierischer Wut kämpfenden Bolschewisten beweist der deutsche Soldat auch in den schweren Häuserkämpfen immer wieder feine Ueberlegenheit. Nach spannenden Aufnahmen vom Vormarsch unserer Truppen im Kaukasus gegen Tuapse bringt die Wochenschau zum Schluß Bilder von der Front in Nordafrika, wo wir einen Angriff deutscher Kampfgeschwader auf Kufra, ben südlichsten Eckpfeiler der britischen Stellungen, miterleben. Die Funkstation unb Flugzeughallen werden von Volltreffern getroffen, unb lichterloh brennen die Oeltanks. Wjr überfliegen mit der Kamera bri» plötzlich preßte sie bas Taschentuch gegen ihren Munb. Forester streckte bie Hänbe vor, als wolle er Karen etwas abnehmen: „Es ist meine Schulb, nur meine Schulb! Wenn ich nicht auf ben blöbfinnigen Einfall gekommen wäre, hätten Sie nie im Leben baran gebacht, Gonzales zu besuchen. Ich konnte mir bie Zunge abbeißen!" Ein paar Sekunben lang gab Karen bem Schwächegefühl nach, sie weinte, ganz schnell unb tränenlos, bann stand sie auf unb nötigte Santacilla, sich ebenfalls zu erheben. „Kommen Sie, Don Santacilla", sagte sie mit fester Stimme. Forester schloß sich Santacilla wie selbstverständlich an. Die Präfektur war in einem alten Dominikanerkloster untergebracht, das Stürme und Erdbeben unangefochten überdauert hatte. Die dicken Backsteinmauern vermochte selbst die Aequatorsonne kaum zu durckdringen. Santacilla führte Karen unb Forester burch bämmerige, kühle Gänge an schmalen Fensterschlitzen vorbei, die weniger an bie klösterliche Bestimmung bes Gebäudes als an bie Schießscharten einer Festung erinnerten. Er öffnete bie Tür feines Amtszimmers und ließ Karen unb Forester höflich ben Vortritt. Es war ein überheller, weißgetünchter Raum mit einem häßlichen Schreibtisch, drei ober vier Stühlen unb ein paar Aktenschränken. Zwischen ben beiden gotischen, stark vergitterten Fenstern war eine Photographie des Präsidenten angebracht. An ber Wanb, ber Santacilla den Rücken kehrte, menrf er am Schreibtisch saß, hing in einem kolossalen, von Gold strotzenden Rahmen ein riesiges Delgemälbe: Napoleon I., ohne Kopfbedeckung, im Hintergrund die Fassade von Fontainebleau. War es wirklich Napoleon? Forester starrte das Bild und Don Santacilla an, der gerade auf einen Klingelknopf drückte und einem sofort herbeistürzenden Polizeisergeanten befahl, Brackmann aus ber Haft vorführen zn kaffem (Fortsetzung folgt) Edit fror mit dem Aufdruck Guttalin Guftol In-Fabrik, Köln Schuh- u. Lederpflege ? Nicht jede Schuhcreme ist SPAB BUCH Verbrauch unter Umgehung der Bewirtschaftungs« des Mionen urkundung und damit Anrechnung minderer Gewichte erhebliche Fleifchmengen für den zusätzlichen im Reichsministerium des Innern und des Reichs^ Ministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wird nunmehr bestimmt, daß diese Fahrzeuge bis auf weiteres nur noch eine weiß oder schwach gelb brennende Laterne zu führen brauchen. Die La- lerne muß an oder unter dem Fahrzeug links fo angebracht werden, daß sie dieses nach vorn und rückwärts ausreichend erkennbar macht. An der Rückseite des Fahrzeuges muß felbftverstäMich ein roter Rückstrahler geführt werden. Verdunkelungszett: 30. Oktober von 18.57 bis 7.45 Uhr. n a t sowie zu 100 RM. Geldstrafe, die übrigen zehn Mitangeklagten Einwohner von Gau-Köngernheim Sorvm höhepnnk für alle zwei weiße und hinten durch eine rote Laterne gesichert werden. In einem gemeinsamen Erlaß des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei . ier ve ; zchmmer Alfen De kawpsen Ztreitkräs zvsammer heil vettr vnd wir tinfete 0| schm Gen liftü»1 lihlich d- schm Rec bnmer ni fN die in 0' Sie^n «*■$ f Vlonatl j Klae : gS I Mibe Der kurz nach 11 Uhr hier eintreffende Personen, zug traf am ungeschützten Uebergang am altey Burggemündener Weg aus das leere' Fuhrwerk der Landwirtes Friedrich Michel, das gerade den Bahnkörper überqueren wollte. Die Maschine stieß gegen das rechte Hinterrad, der auf dem Wagen befindliche Besitzer wurde herabgeschleudert und trug verschiedene Prellungen davon, glücklicherweiss keine inneren Verletzungen; auch eine der beiden Fahrkühe wurden leicht verletzt. Der Fuhrwerks« besttzer, ein älterer Mann, hatte anscheinend das Läutewerk des Zuges nicht gehört. Der Lskomotiv, führer, der das Fuhrwerk auf dem Bahnkörper bemerkte, konnte trotz scharfen Bremsens den Zug auf der stark abschüssigen Stelle nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Schiebungen bei Hausschlachtungen. Lpd. Mainz, 29. Okt. Als amtlich bestellter öffentlicher Verwieger der Gemeinde G a u - K ö n « g e r n h e i m hat der Landwirt Jakob Raab L f in zehn Fällen Wiegescheine für Hausschlachtungen fometabjc wegen Vergehens nach der Derbrauchsregelungs strafverordnung zu je 6 Monaten Gefängnis. Nur noch eine Laterne an Fuhrwerken. Fuhrwerke und Handwagen über einen Meter Breite mußten bei Dunkelheit bisher vorn durch ciutuuuj uiiitri Miiiycyuiiy ukl -ocluu i|uja|iuiiys* IjAfirtPn »rfchriften zu verschaffen. Die Strafkammer s r8 oes Landgerichts in Mainz verurteilte Raab wegen ; M®ec Falschbeurkundung im Amtt zu einer Gesamt-.' firniß zuchthausstra fej) o n 1 Jahr und 1 Mo»!, friedliche ISerli 0 jü «Art ft "ßoW'. miet j “ hafle" I ",,A über 65 C Frohsinn und Heiterkeit 05391 Commerzbank Deutsche Bank Dresdner Bank WWslM gefunden. Abzuhol. öorm. gegen Anzeigen- gebühr b. Ruhl, Marb. Str. 98. p^irwoche 1 942 rm. ‘ Jo. ott i bekannt: Tine G Im 3lot Hlfniifen len Gel Harken AI »ab Nach, U500 3: totpebofti 8oole au »ti> 21mei Damit oe vledernm 6tlei{jug0 Die DeuischeArbeüslront NSG. Kraft dnrch Freude Kreisdienststelle M Wetterau Volkskunst-Veranstaltung am Sonntag, dem 1. November, vorm. 10 Uhr, im Gloria-Palast Schaffende erfreuen Schaffende Unter t »«eberum >pse ;orPebotr( Wone Mchllic Hloot bc JJamerit einer Mer Qfr $?• Das Jetliger üj JJ.oon Q Mpunkt , oipfer d Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauplschriftleüers: Ernst Blumschetn. BerantworMch für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotx für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Berltw: Brühlsche Universüätsvruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzetg-nleiter: Hans Beck. Anzetgenpreisliste Nr. 6. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Kraft durch Freude Kreisdienststelle X^etterau Sonntag, den 1. November 1942, 14.80 Uhr Führung durch das Gießener Krematorium Es spricht Pg. Edwin Strock, Frankiert HL, über: Die Geschichte und die technische Einrichtung der Feuerbestattung. Unkostenbeitrag: RM. 0.30. — Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, u. zu Beginn der Veranstaltung Hellmuth Mueller-Leutert zeigt eine Kollektiv-Ausstellung neuer Ölgemälde , Aquarelle und Graphik im Turmhaus am Brandplatz vom Sonntag, 1. November, bis Sonntag, 16. November, einschließlich. Eröffnung: Sonntag, 1. November,vorm. 11 Uhr. Die Ausstellung ist Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 18 Uhr, und außer Sonntags jeden Nachmittag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Mitwirkende: Ein Orchester eines Fliegerhorstes, Tanz- und Gesangsgruppen von Betrieben und Vereinen, Laienkünstler der Wehrmacht und der Betriebe. Eintritt: RM. 1.—, 2.—, 2.50 und 3.—. Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60. - Ruf 3961. ____________________________________________________3287D S.' be»a K "ach & N Sfr] K se9tm Sabini «bie ®iite f A[l«i *4;.' Nom, drs Silce iLusschuß Paresä duktion tr 'Dorgerufe: genhcn L imemtübl lerlanbslii iie Egois im die g, Bro tr a ^ht. 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Halbmiete B Die Hochzeit des Figaro. 1178, 1328, 1673, 1859, 2159, 2353, 2600, 2777, RM. 1196, 1221, 1359, 1434, 1707, 1754, 1887, 1960, 2184, 2187, 2354, 2368, 2631, 2682, 2803, 2840, = 81 Stück: 2846, 2852, 2913, 2923. Gruvve G zu nom. RM. - RM. = Nr. 39, 73, 129, 191, 256, 290, 295, 313, 349, 369, 378, 425, 439, 502, 561, 598, 610, 644, 655, 676, 693, 739, 766, 878, 924, 930, 977, 1065, 1069, 1076, 1103, 1292, 1546, 1836, 2137, 2288, 2529, 2771, reinigt miM. maiaert und pflegt die Brat. Aber nie