MI m i H t Liebergang über Mnytsch und Sal erzwungen und Zwischen Schiffsansammlungen beobachtet. Ein >rts len“ bas Renntier. Der Einbruch in das Kubangebiet Wen, und tatsächlich hält dieses Rovaniemi, wenn __p»|ten, und tatsächlich yau oreies wovunicmi, «um man ihm ein bitzchen hinter die Tapete schaut, diesem IJbv'.r.virR Unnh Tu.- muimflrft des bleckens hat w jrstnur zu " Hetzen, ihre Renntierherden weiden oder in ver- .1 oufbe* joder Lange R. : Hans Sei t i. ichamt inis • 2323D. en tilgen kenflecken Lapplands bei Rovaniemi > P e t s a m o , und was rechts und links dabekannt: Südlich des unteren Don warfen die deutschen Truppen den zum Teil zäh kämpfenden Feind nach Süden und erzwangen, von der Luftwaffe mit starken Kräften unterstützt, den liebergang über den INanytfch und Sal. Nordwestlich Kalatsch wurde an mehreren Stellen der sowjetische Widerstand gebrochen und der Feind zum Rückzug gezwungen. Der Rachschubverkehr der Sowjets sowie Lisenbahnverblndungen ostwärts der Wolga wurden bei Luftangriffen schwer getroffen. Bei der Bekämpfung von Schiffszlelen versenkte die Luftwaffe im Dondelta drei sowjetische Kanonenboote und erzielte Bombentreffer auf zwei weiteren Booten. Außerdem wurden bei Nachtangriffen mehrere Transportschiffe auf der Wolga vernichtet ober beschädigt. Bei der Abwehr feindlicher Vorstöße gegen den Brückenkopf Woronesch wurden 29 Panzer db- gefchossen und eine größere Anzahl durch Kampffliegerkräfte außer Gefecht gesetzt. An der Wolchowfront griffen die Sowjets eiben Brückenkopf mit' starken Kräften vergeblich an. Berl i n, 29. Juli. Bei der Erweiterung des Brückenkopfes 9t o ft o ro nach Süden gewannen die deutschen Truppen einen Flußlauf in seiner ganzen Länge bis zu dessen Einmündung in das Asow- sche Meer. Eine Kanonenbootflottille der Bolschewisten, die in hoher Fahrt aus dem Don- Delta ins offene Meer auszulaufen versuchte, wurde durch deutsche Kampfflugzeuge zersprengt. Drei Kanonenboote wurden durch Bombentreffer versenkt, zwei lpeitere schwer beschädigt. Südlich des unteren Don überwanden Infanterie und motorisierte Verbände die durch eine Dammsprengung überflutete Manytsch -Niederung und drangen in das Kubangebiet ein. Durch die Luftwaffe unterstützt, stürmten schnelle Truppen eipen stark befestigten Stützpunkt südlich des Manytsch und nahmen einen beherrschenden Höhenzug. Dieser Angriff in glühender Sommerhitze stellte hohe Anforderungen an die deutschen Soldaten, zumal das Angriffsziel gegen starkes Ar- tilleriefeuer aus überhöhten Stellungen erreicht werden mußte und dabei die eigenen schweren Waffen über 10 Kilomter weit im Mannschaftszug vorwärts zu bringen waren. Das Ueberschreiten dieses Flußabschnittes wurde durch Zerstörerflugzeuge erleichtert, die in Tiefangriffen das Feuer der feindlichen Batterien niederhielten. Gleichzeitig belegten Kampsflugzeuge die zurückweichenden feindlichen Kolonnen und den Eisenbahnverkehr in diesem Raum wirksam mit Bomben. In dem Kampfabschnitt zwischen Don und S a l wurde durch deutsche Panzertruppen ein G e - Flugplatz westlich Alexandrien und Flugslüh- punkle auf TU al t a wurde von deutschen und ita- lienifchen Kampfflugzeugen angegriffen, wodurch ausgedehnte Brände entstanden. 3m Kanal ist ein deutsches Borpostenboot nach hartem Kampf mit mehreren britischen Zerstörern und Kanonenbooten gesunken. Einzelne britische Flugzeuge warfen am Tage einige Bomben In Westdeutschland sowie im norddeutschen Küstengebiet. 3n der letzten Rächt wurde erneut das Stadtgebiet von Hamburg, vorwiegend mit Brandbomben, belegt. Ls entstanden Schäden auch an öffentlichen Gebäuden: u. a. wurde das Lppendorfer Krankenhaus fchwer getroffen. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Nachtjäger. Flakartillerie und IHarineartltlerie brachten 45 der angreifenden britischen Bomber zum Absturz. 3n Mittel- und Südengland griffen Kampflugzeuge in der vergangenen Rächt Werke der Rüstungsindustrie, Bahnanlagen und Flugplätze aus geringer höhe mit guter Wirkung an. tont . irdjett pjt 7W. Die „Times" erinnert daran, daß die Sowjets jetzt wichtige Zentren ihrer Lebensmittelversorgung verloren hätten. Außerdem sei das sowjetrus^ische Verkehrsnetz so sehr bedroht, daß man hn Falle weiterer Rückzüge der sowjetrussischen Armeen mit einem Ausfall der Offensivkraft Goro- jetrußlands rechnen müsse. Demgemäß müßten die angelsächsischen Mächte ihrerseits das Aeußerste leisten, und zwar wirklich das Aeußerste. Das Blatt erklärt: „Das Ergebnis der Molotowschen Besprechungen in London und Washington gab Moskau den Glauben, daß eine britische und amerikanische Militäraktion vor Jahresschluß geplant sei. Es besteht kein Zweifel, daß das Volk nach einer zweiten Front ruft. Es ist wahr, daß Strategie nicht mit Massenversammlungen gemacht werden kann und daß eine allgemeine Diskussion unvereinbar mit der Herstellung eines klugen Planes für einen Feldzug ift Aber die Männer, die auf unserer Seite die Lappland-Romantik. Von unseren: HEM.-Sonderberichterstatter. kN - kN rbe“ m ’iMtt > Un. l»2. Jahrgang Nr. IN tericbemt lagnch, außer n um»,, Sonntags und feiertags Lissabon. 30. Juli. (Europapreß.) Alle englischen Blätter weisen auf den Ernst der militärischen Lage hin. „Wir haben jetzt den dunkelsten Punkt des Krieges auf dem europäischen Kontinent erreicht, der selbst die Zeit vom November des letzten Jahres noch übertrifft, als die Deutschen zu ihrem großen Umfassungsmanöver gegen Moskau ausholten , fo schreibt der Koresondent des Daily Telegraph aus Moskau, und-der Kommentator Montgomery erklärte im Londoner Nachrichtendienst: „Die Sache, für die mir kämpfen, befindet sich i n e i n e r a k u ° t e n Gefahr, die nicht geringer ist als 19M, als die Franzosen uns verließen. Wie wir uns damals um so energischer für den Krieg einsetzen mußten, muß dies auch heute geschehen. Die Deutschen lähmen immer mehr die kämpfenden Kräfte der Sowjetunion und schneiden sie obendrein von ihren wesentlichen Produktions- und Ernährungszentren ab, ohne die sie nicht kämpfen und leben kann. setts der Grenze liegt diese Murmanbahn, gegen die heute zur Unterbindung der USA.« und England- Hilfe an die Sowjets Angriff auf Angriff deutscher und finnischer Verbände rollt. Schon längst gehen die Lappen nicht mehr ihrer altgewohnten Beschäftigung nach, sie stehen als tapfere Soldaten und noch bessere Pfadfinder in den Reihen des finnischen Heeres. Ihre Frauen und die Alten aber sieht man mit Schippe und hacke beim Ausbessern der Eismeerstraßen, über die die Motoren der vetbündeten Heere des neuen Europas nord- und südwärts ziehen, dem Siege entgegen. Kein Lappe, der heute mehr als Fallensteller und Jäger dem Weidwerk nachgeht, kein Fellmarkt Heuer in Rovaniemi, Motoren zu Wasser, Motoren zu Lande, Motoren in der Luft; und dazwischen die grauen Marschkolonnen unserer tapferen deutsch- finnischen Verbände, die unaufhaltsam vorwärts- dringen und' eine zwar ziffernmäßig verschwindend kleine lappländische Bevölkerung, die diesen Heeren nachrückt und ihnen Glück zu allen Unternehmungen wünscht, da die ewige Gefahr, Moskau würde sich auch dieses Landstriches bemächtigen, um den Weg nach Schweden und Norwegen frei zu bekommen, ein für allemal gebannt worden ist. So wird bei „Kämp" in Helsinki wohl zum erstenmal in der Weihnachtszeit als köfllichste Vorspeise Renntter- schinken fehlen; ein Genuß, den man gern verschmerzt, seitdem Finnland wieder frei wurde! „Der dunkle Punkt." Sorgenvolle Betrachtungen der englischen presse. 111 Verantwortung für den wichtigen Beschluß tragen, sind dieselben, die für die Kriegführung der letzten zwei Jahre verantwortlich waren. Die Wirksamkeit oder der Mangel an Wirksamkeit in der Hilfe für die Sowjetunion, die ihr in diesem gefahrvollen An- genblick zuteil wird, stellt den wirklichen Prüfstein für die Geschicklichkeit und die Voraussicht dar, mit der der Krieg geplant und entwickelt wurde. Vor ein paar Tagen sagte Lyttelton, daß wir, um die Sowjetunion zu halten, unsere eigene Bedrohung in den Hintergrund stellen müßten. Dies muß jetzt auch geschehen. Der Verlust der beiden letzten Tage an englischen Flugzeugen bei den Angriffen auf Deutschland zeigt, wie groß das Risiko dieser Angriffe ist." Auch der Militärkritiker von „Jllustrated London News", Cyrill Falls, weist auf den Ernst der Lage für die Sowjets hin und betont, daß für sie nun, nachdem sie fo weit zurückgegangen sind, jeder Fußbreit Boden außerordentlich wertvoll ift. Das zwischen Kursk, Woronesch und Charkow verlorene Gebiet stelle das beste Kornlcmd der Sowjetunion dar. Auch das Gebiet südlich des Don bis zur Wolga sei von diesem Standpunkt aus gesehen, wertvoll. Außerdem werde hier Kohle und Eisen ge- fördert, die eine Vorbedingung für die sowjetische Industrie seien. Oie Tonnagekrisis. Genf, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der „Daily Expreß" erklärt: „Der Ern st unserer Schiffs- ra Umlage läßt sich nicht länger verheimlichen. Der Unterschied zwischen den Versenkungen und den Neubauten stellt uns unmittelbar vor die 'ernsteste Krise, der mir jemals während des Krieges ins Auge schauen mußten. Wir sind nicht nur in unserer Angriffskraft bedroht, sondern auch in unserer Fähigkeit zur Kriegführung überhaupt. Wir bcnöti« gen dringend eine beträchtliche Steigerung unserer Schiffserzeugung." — Der „Daily Sketch" stellt Er- mägungen über die zweckmäßigsten Schiffsarten bei Neubauten an. Das Blatt meint, die 10000-t- Ueberseefrachter feien zwar am wirtschaftlichsten. Da sie jedoch nur mit einer Geschwindigkeit von neun Knoten fahren, würden sie sehr leicht eine Beute der U-Boote. Für Kriegszwecke müßte ein Frachter mit 15 Knoten Geschwindigkeit bevorzugt werden, obwohl er beträchtlich mehr Kosten verursache und weit geringeren Laderaum aufweise. Er habe jedoch den Vorteil, daß er für U-Boote schwerer zu fassen fei, wenn er auch gegenüber Flugzeugangriffen ebenso wehrlos fei wie das langsamere Schiff. Roosevelt fehlt es an Rohmaterial. Lissabon, 29. Juli. (Europapreß.) Auf der Pressekonferenz am Dienstag im Weißen Haufe entschlüpfte Roosevelt das bemerkenswerte Eingeständnis, daß der Mangel an Rohmaterialien die Kriegsproduktion der Vereinigten Staaten an vielen Stellen hindere. Er wandte sich mit der Bitte an die Pressevertteter, in ihren Zeitungen immer wieder auf die Bevölkerung der USA. einzuwirken, jede Art von Abfall zu sammeln. Gleichzeitig stellte er von Amts wegen eine Aktion zur Sammlung und Verwertung aller in den Vereinigten Staaten anfallenden Reste und Abfälle in Aussicht. Auch die G u m m i b e s ch a f f u n g ist für Roosevelt zu einem ernsten Problem geworden: er beabsichtigt, wie er sich ausdrückte, bereits bald einen neuen Schritt zu unternehmen, um das Gununk Problem in seiner Gesamtheit zu um den, un. 1?- ™i W ■5* Do» n ÄS’ I SM I Tato-N Beilagen: Siebener Familienblätter tefmat imBild-DieScholle Bezugspreis r ?knatlict).....RM.1.80 Zustellgebühr,.. „ -.25 iiich bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt sernivrechanschlusi 2251 ombtanschrift: Anzeiger" liostscheck1168kArankf./M. Waffen- oder Wirtschaftshilfe. Wenn der Satz richtig ist, daß der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist, so befinden sich unsere Gegner auf dem direkten Weg zur Hölle. Bereits im Oktober vorigen Jahres spraä/en sie davon, daß man die Sowjets entlasten müsse, und daß dies nur dadurch geschehen könne, daß man die gegen den Bolschewismus angetretenen europäischen Völker auf einem zweiten Kriegsschauplatz engagiere. Di'e Pläne traten in den Hintergrund, als Japan vor mehr als sieben Monaten den Fehdehandschuh Washingtons aufhob und die angloamerikanischen Mächte zwang, sich auf dem Festland und den Inseln Südostasiens zü verteidigen. Auch die hohen Erwartungen, die man in London und Washington an die Winterschlacht im Osten geknüpft hatte, drängten den Plan einer zweiten Front zeitweilig in den Hintergrund. Als es sich dann aber herausstellte, daß der Winter ein treu», loser Verbündeter der alliierten Mächte gewesen war, und erst recht, als die verbündeten europäischen Armeen erfolgreich auf der Krim, im Raume von Charkow und schließlich auf dem gesamten Süd- abschnitt der Front antraten, wurde die Frag« >er zweiten Front geradezu das Problem, an d-K. sich die Geister schieden. Jetzt haben die Briten, für bte eine zweite Front erhebliche Blutopfer bedeuten würde, die erlösende Formel gefunden, sie erklären: entweder Waffenhilfe (durch eine zweite Front) oder aber Wirtschaftshilfe (durch Lieferung von Kriegsmaterial und Lebensrnittel). Beides zugleich durchzuführen fei angesichts des beschränkten Schiffsraumes nicht möglich. Das Seltsame bei dieser Alternative, die den Stempel der Drückebergerei an der Stirn tragt, ist, daß sie sachlich weitgehend richtig ist. Die Erfolge der Achsenstreitkräfte zur See und in her Luft gegen die alliierte Versorgungsschiffahrt sind derartig überwältigend, daß selbst der derzeitige Tonnageaufwand nicht mehr gedeckt werden kann. Die Tatssache, daß ein großer Geleitzug der Alliierten nach den Sowjethäfen — wie der aus 38 Fahrzeugen bestehende Eismeerkonvoi um die Wende Juni/Juli — 200 000 bis 250 000 BRT. umfaßt, laßt den Schluß zu, daß insgesamt % bis 1 Million BRT. für die Rüstungs- und Wirtschaftshilfe zugunsten her Sowjetunion engagiert sind. Wollten die Alliierten auch nur 200 000 Mann auf dem „zweiten Kriegsschauplatz" einsetzen, so würden sie nach einer von amerikanischer Seite angestellten genstoß feindlicher Panzer abgewehrt und dabei zehn bolschewistische Panzerkampfwagen ab« geschossen. Im weiteren Vordringen nahmen die deutschen Kampfgruppen zwei zäh verteidigte Ortschaften und brachten außer zahlreichen Gefangenen sechs schwere Langrohr-Gefchütze mit ihren Zugmaschinen als Beitte ein. Bei diesen Kämpfen bewährte sich besonders eine mit den deutschen Truppen Schulter an Schulter kämpfende rumänische I n s a n t e r i e - D i v i s i o n. Kampfsti eg erverbände unterstützten-den Kampf des Heeres durch wirksame Luftangriffe auf feindliche Feld- und Artilleriestellungen Im großen Donbogen brachen die deutschen Truppen den feindlichen Widerstand und stießen, zum Teil flankierend, in die rürfläufigen Bewegungen des Feindes hinein. Kampf- und Schlachtflugzeuge bombardierten in mehreren Wellen die bolschewistischen Verteidigungsanlagen in dem Höhengelände nördlich Kalatsch, wodurch den deutschen Truppen das Eindringen in die feindlichen Kampfstellungen erleichtert wurde. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen die Eifenbahn- st reck en zwischen Don und Wolga und gegen den Schiffsverkehr auf her unteren Wol- g a. Ein beladener Transporter von 1500 BRT. sowie brei größere Stromkähne wurden versenkt. Drei weitere Schleppkähne gerieten in Brand. Außerdem wurden vier Frachtschiffe von je 1500 BRT. schwer beschädigt. Jäger schössen über dem südlichen Abschnitt her Ostfront 24 Flugzeuge ab. Weiß her Stämme glänzend weit durch Lappland leuchtet. Bald verdichten sich die Stämme, an Urwald mahnende Flächen bedecken die Gegend, hier da wellt sich der Boden und gibt dem Panorama zuerst den Anblick eines Hügelgeländes. Dann Hüpfen sich Berge und bilden Massive, Steppen bifiten sich dazwischen, und weite Moorflächen erinnern an die Jungfräulichkeit des Bodens, der hier mir ganz spärlich' besiedelt ist. Die Eismeerstraße suwmt dazwischen in ihrer einmaligen Länge ein ANnotones Lied, es scheint, als ob die Erde hier tigeftorben wäre und der Ewigkeit ihren Platz engeräumt hätte. Wenn dann noch die Mitter- rchtssonne im Gezeit steht, Polarlichter am him- ml geistern und schwere Bir keuscheste in offenen Arminen warmer Blockhäuser und Hütteck knistern und raunen, könnte man glauben, in eine Nord- landsage versetzt zu sein, hier-flüchtet der Elch und lauert her Wolf, hier trottet der Bär und weidet - Lappen sind die Herren der Gründe, neun? «Hickel Nomaden und der Rest Hirten, deren Zelte ‘ freute hier und morgen dort stehen, immer bei ihren IHerden, die hier Renntiere heißen. Es gibt Statt- [tifrn, hie sich mit diesem Dölklein befassen und Ziffern, die den Umfang und die Kopfzahl ihrer nenutierherden berechnen. Das alles sind Zahlen, trotte ne Daten, in denen fo rein gar nichts von Vieler Romantik liegt, hie Lappen, Renntieren und I ihrer Landschaft an haftet. Und diese Romantik, diese Urwüchsigkeit, ja Einmaligkeit beginnt schon bei her ^Hauptstadt dieser Provinz, die zum Staate Suomi gehört und von Helsinki aus gesteuert wird. ! Schon die Bezeichnung „Hauptstadt Rova- Niemi" ist ein kultureller Irrtum, denn trotz fei- wr Ausdehnung und Lage in diesen Breitengraden binett am Polarkreis beachtenswerten Einwohner- i Mr ist Rovaniemi eigenttich immer noch ein regel» Rlßchtes Dorf. In Finnland werden an die Der- Irijung durch Stadtrechte Doraussetzutigen geknüpft, Inti es nun Kanalisation, Wasserleitung, Gasversor- »(hing usw., Dinge, an denen es ausnahmslos in Kiplanh mangelt. Dennoch wird eifern am Ausbau tajer lappländischen Metropole gearbeitet: moderne kkrwaltungspaläfte entstehen, große Kasernen, tthranwberne Hotels, luftige Krankenhäüfer, die in ktraffftem Gegensatz stehen zu einer elenden holz- borarfc, die sich „Hauptbahnhof" nennt, ober zu den Holzhäusern und Holzhäuslein, aus denen sich ganze Ikfraßenzüge und Stadtteile zusammensetzen. Trotzdem dieses Rovaniemi dennoch Hauptstadt Don Lappland im wahrsten Sinne des Wortes ckrch seine Zentral- und Verwaltungsbehörden Diri de, ift von den „echten" Lappen auf den Ikrstcn Bli, zwischen liegt, passiert in (Bebauten Revue: brau- tlCtt. felibe, floßbeladene Ströme ziehen durch dies Land M Ml der Lappen, Moor und Heide sind die Ufer, Renn- ;u eincmI ttf, Elch und Bär geben diesem Panorama mit tadel aus I ihren Urbewohnern diese so ureigenste Note. Mitwir. I Finnen reden hört, denkt unweigerlich an r wurden ; Warn, und wer Lappen sieht, mehr oder weniger eis-Turn. 1 n1 Mongolen. Von Kenn am Bottnischen Meer- orfübrun. Wen, diesem riesigen Holz- und Zellulose-Flecken, eübt. Da. 1 M die Bahn gen Osten am Kemijärv entlcmg s für ben Rovaniemi, der 5>aupfftadt der Provinz Vereinen ’ 2appLant>z um in Kemijärvi in ihrer alten »es Wett- : Zu endigen und ihr Erbe hier an die Sal- r öfteren labahn abzugeben, von her in den deutschen und rleickteck finnischen Heeresberichten immer wieher hie Rede '—-— mor. Zur Spätsommerzeit weite, blühende Heide, Zwischen die ewigen Birken, deren Laub schon ins wi; 1 langsam anfängt, sich zu verfärben, während das hmlteln. 1 r ‘ ^Vergleich stand. DerPelzmarkt des Fleckens hat Blrternationalen Ruf, und wenn die Jäger, Fallen- Mer und Händler sich hier an bestimmten, taten» Vmäßig lange vorher genau festgelegten Terminen Mial im Jahre ein Stelldichein geben, rollt nicht nur das Gold und der Dollar in baren Münzen, lockern auch her Branntwein in rauhen Mengen birtf) die durstigen Kehlen, um meistens das Signal Prügeleien und Messerstechereien zu geben. Dü(e Pelzmärkte sind wahre Volksfeste, auf denen fih Lappland ein Stelldichein gibt in seiner „Sjaupp firdi". Die Lappen eilen von nah und fern herbei, Um dann wieder nach Wochenfrist auseinanderzu- und sich dann wiederum ein Jahr nicht zu jkten — bis zum nächsten fellernen Jahrmarkt. I prm ziehen die Sippen und Familien die Eismeer- 'i iftrrze wieder hinauf, zuerst gen Norden. ein» I IWr Stelle steht inmitten junger Fichten em Pfahl N einer blechbefchlagenen weißen Tafel, die m ÄI Mambos 8 atos (ihl \ . «Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Wanb II Helsinki, im Juli 1942. )er ifli.l Lei „Kämp" in Helsinki, diesem nordischen Fein- ri) 3^. I schnecker-Lokal, prangt alljährlich auf der Speise- ier) 3-i< tote zur Weihnachtszeit als köstlichste . Vorspeise llchlonck scki geräucherter Renntierschinken mit Knäckebrot arn (ffi. ® uist frischer Butter. Zuerst schüttelt der Fremdling schland - ungläubig den Kopf, dann wagt er nach einigem ' Anreden die Wahl, am Ende aber schüttelt er neuer- *$>»«• I 3n Megnpfen wiederholte der Aeind feine VvV Angriffe nicht. 3n der Rächt ZUM 28. 3uti wurde DJttJ. Mus dem Aührerh-Up« quartier, das h°fengebiel von Sue; mit Bomben be- 29.3uli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt.'egt und Treffer in Kaianlagen, Treibstofflagern ■Pfve, ist von den „echten Zappen aus oen bcVn Blick nur wenig zu sehen. Denn nur an ’J&tl Eorm und» Feiertagen sieht man Angehörige des f .Lappenvölkchens paarweise oder in kleineren Grup- |hn in ihren eigenartigen Trachten. Sie erinnern iv, Indianer in einer Goldgräberstadt im wilden iießen sm mg-GönS ibel,W en inböt Linden stag bei» 1 ungläubig den Kopf über soviel Aroma und 1) jor Schmack, Würze und Feinheit in diesen bauch- fes biiin geschnittenen Scheiden geräucherten Fleisches, n Kamvi V ^ nac^ außen hin im Aussehen sehr viel gemein 'n qkidh 3 M mit westfälischem Bauernschinken. Noch während I im Im I öef weiteren Essens und noch lange nach dem auser Sarnaus grübelt man nach über dieses markante als Stör I uid fo delikate Vorgericht. Die Gegenwart mit ihrer )ren 'I Uiigebuag, die Zivilisation heißt, verschiebt sich nach belieben I weiteren Tundren und Einöden,^Sümpfen und legen milli® einzelten Fällen sogar schon Land- und Forstwirtschaft treiben. Wieder liegt die Ruhe des Nordens und der Frieden Lapplands über den Landen: Petsamo erscheint als das Ende der Welt, und nur der Kemijärv poltert reißend zu Tal und trägt nach wie vor auf seinem Wettenrucken aber Tausende von Stämmen, die in den Wäldern Lapplands geschlagen und „im Süden" zu Bau- und Zellulose- Holz verarbeitet werden. Aber eines Tages gingen deutsche Panzer in Kemi an Land, und deutsche Alpenjäger marschierten den Weg der brcioiertel tausend Kilometer Eismeerstraße nordwärts zum Eismeer. So ist heute Lappland eine der Hauptoperationsbasen deutscher Verbände im Kampf gegen die Bolschewisten geworden, besonders seitdem die Murngan- bahn, die Stadt Murmansk, der Kolakanal und die Fischerhalbinsel unter hem vernichtenden Bombenhagel deutscher Kampf- und Bombenflugzeuge liegen. Rovaniemi und Petsamo haben gewaltig an Bedeutung zugenommen, und die Sallabahn, die, kaum fertiggestellt, m die Murmanbahn übergeht, liegt im Mittelpunkt strategischer Maßnahmen. Jen- ä fr ä vomler§1ag,30.MM2 Gießener Anzeiger ■ ’ und gesckiästlicke vrühlsche Univerfltätrdruckerei 8. tcmge General-Anzeiger für Oberhessen d r Sprachen das Wort „Polarkreis" ai | Weist, um sich dann östlich oder westwärts wieder !H* ji Gründen zu begeben, in denen sie der Jago 1 exx ..'i: .-1___s.... nhnt* in YtPTe Berechnung eine »eitere Million BRT. Schiffsraum dauernd bereitftellen müssen. Dabei wäre eine solche Streitmacht zweifellos das Alleräußerste, mit dem die Alliierten irgendwo in einem kontinentaleuropäischen Randgebiet den verbündeten Heeren der Achsentruppen und ihrer Verbündeten mit einiger Aussicht auf Erfolg entgegentreten könnten. Aus den Hilferufen, die von Moskau aus an Großbritannien und Nordamerika gerichtet werden, läßt sich nicht schließen, daß man sich im bolschewistischen Lager mit nur einem, — einer Waffenhilfe oder einer Wirtschaftshilfe — begnügen würde. Die in den deutschen Wehrmachtberichten der letzten Tage angedeuteten gewaltigen Materialverluste der Sowjets lassen vermuten, daß die ^Unterstützung an Rüstungsmaterial seit Beginn der großen deutschen Offensive sogar noch dringlicher geworden ist. Eine ganze Reihe von alliierten und neutralen Pressekommentaren macht darauf auf- merksam^ daß ja auch die Verluste in Mord- a f r i f a zu Ergänzungslieferungen zwingen, und daß der dafür erforderliche Einsatz von Tonnage besonders groß und belastend sei. Schließlich wollen die anglo-amerikanischen Mächte ja auch Südamerika und afrikanische Länder, von denen sie Rohstoffzufuhren erwarten, wenigstens dem äußeren Anschein nach berücksichtigen. In Brasilien, in einigen anderen südamerikanischen Ländern und in Belaisch-Kongo „studieren" nordamerikanifche Ausschüsse nicht nur die Lieferfähigkeit dieser Gebiete, sondern auch das Maß ihres dringendsten Fertigwarenbedarfs. Man sollte also annehmen, daß kein nordamerikanisches Schiff ohne volle Nutzlast an Jndustriewaren in die Häfen der genannten Länder abgefertigt wird. Als jedoch vor einigen Tagen zllr bitteren Enttäuschung der Argentinier ein großes nordamerikanifches Handelsschiff mit einer Ballast- Ladung von Sand im Hafen von Buenos Aires eintraf, erlitt das geringe, noch vorhandene Vertrauen auf die Wirtschaftskameradschaft der Union einen schweren Schlag. Die Nordamerikaner wollen also offenbar bei der' Ausnutzung ihrer dahin- schwindenden Tonnage auch noch die wenigen Tage sparen, die durch das Beladen und Entladen der schiffe in nordamerikanischen Häfen mit Ausfuhrgut beansprucht werden, — wenn sie nicht überhaupt die den Südamerikanern zugesagten Waren lieber selber behalten wollen. Die jüngsten Meldungen aus den Vereinigten Staaten lassen erkennen, daß immer mehr zur Tonnagenot die Produktionsnot hinzutritt. Wenn sogar die notorisch in unzureichender Zahl vorhandenen Rüstungsfacharbeiter nicht voll beschäftigt werden können und in Neuyork die Arbeitslosenziffer allf 1,5 Millionen gestiegen ist, so kann das nur als ein Zeichen dafür gedeutet werden, daß die Rohstoffversorgung in einen argen Engpaß geraten ist. Die Wirtschaftshilfe, d. h. die angebliche Fähigkeit der Nordamerikaner, alle an sie her an - tretenden Lieferungwünsche ihrer Verbündeten zu befriedigen, wird also auch von der Produktionsseite her immer illusorischer. Für die sowjetische Versorgung ergibt sich daraus ein recht trübes Bild: ihr eigener Wirtschaftsraum ist so eingeschnürt und verengt, daß an eine ausreichende Versorgung aus heimischer Erzeugung immer weniger zu denken ist; ihren Freunden aber, den Briten und Nordamerikanern geht immer mehr der Atem aus, da sie für eine ausreichende Personal- und Materialhilfe nicht genug Schiffsraum haben und sogar aus ihrem Produktionsapparat auf vielen Gebieten nicht mehr als bisher herausholen können. Cr. Aordamerilanifche Berater in Iran. Rom, 29.Juli. (Europapreß.) Nach einer amtlichen Mitteilung sind dem iraniischen Kriegsminister zwei nordamerikanifche Sachverständige beigeordnet worden. „Tevere" sieht in dieser Maßnahme den nordamerikanischen Versuch, den Einfluß der Engländer im Iran zu beseitigen und sich an ihre Stelle zu setzen. Oer Aufstieg der Universität Istanbul. Ankara, 29.Juli. (Europapreß.) Die Universität Istanbul hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine bedeutende AufwärtsentwickUmg erfahren. Studierende und Lehrer haben sich \e\t 192-5 verdrei - f a ch t. 1923 zählte die Universität 2008 Studenten. Erst 1931 erfolgte ein stärkerer Zustrom zur Universität, und 1935 überschritt die Zahl der Studierenden die Grenze von 4000. 1939 konnte die Rekordziffer von 6739 erreicht werden. Die größte Zunahme an Studenten hatte die naturwissenschaftliche Fakultät zu verzeichnen. Die Zahnmedizin- und Pharmazie-Studierenden nahmen erheblich ab. Eine gewisse Sättigung des Landes an relativ jungen Zahnärzten und Apothekern besteht. Am interessantesten — gerade in der Türkei, in der von 20 Jahren die Frau noch fast rechtlos war — ist die Entwicklung des Frauenstudiums. 1923 zählte die Universität 105 werbliche Stubenten, 1935 bereits 802 und 1939 sogar 1626. Davon studierten 948 junge Mädchen Philologie und Naturwissenschaft, 276 Rechtswissenschaft, 194 Medizin, 119 Volkswirtschaft, 61 Pharmazie und 28 Zahnheilrund e. Oer Sieger von Sewastopol in Siebenbürgen. Bukarest, 29. Juli. (Europapreß.) Der Sieger von Sewastopol, Generalfeldmarschall von Man- stein, besuchte auf Einladung des Staatsführers Marschall Antonescu Rumänien, vor allem die deutschen Dörfer des siebendürgischen Burgenlandes bei Kronstadt, wo er stürmisch gefeiert wurde. Auch in den rumänischen Gemeinden von Distea de Jos im Kreise von Fogarasch, rod der Generalfeldmarschall das rumänische Kulturheim besichtigte, wurden ihm begeisterte Kundgebungen bereitet. Kleine politische Nachrichten. Der Ritterkreuzträger Hauptmann Kühl, Grup- penkommandeur in einem Kampfgeschwader, starb äm 22. Juli im Osten den Fliegertod. Als Staffelkapitän hat er am Polenfeldzug, am Kampf um Norwegen, Holland und Belgien sowie an den Einsätzen gegen Frankreich und England teilgenom- men uyd schon am 21. November 1940 das Ritterkreuz erhalten. * Im Heim des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin-Dahlem fand eine Arbeitstagung der ^Bereit» schaftsdienftleiterinen der DRK.-Landesstellen statt, die von der DRK.-Gehilfin Ilse Göring geleitet wurde. Zum Abschluß wurden die Teilnehmerinnen von Frau Emmy Göring empfangen. * Reichsarbeitsminister Seldte gab zu Ehren der unter Führung des Ministerialdirektors Cau in Berlin weilenden italienischen Delegation zur Behandlung von Sozialoersicherungsfragen der in Deutschland zum Einsatz gelangenden italienischen Arbeiter sowie der Delegation, die unter Führung des Präsidenten Professor Albenga von dem faschistischen Institut der Bauindustrie für Bauforschung zum Studium von Baustofffragen sich in Berlin aufhält, einen Empfang. * Um zu einer gefunden Entwicklung der Notenausgabe der chinesischen Central Reserve Bank beizutragen, hat sich die japanische Regierung auf Wunsch der chinesischen Nationalregierung entschlossen, eine Anleihe von 100 Mill. Den zu gewähren. Aus dem Reich. 43,8 Millionen Reichsmark bei der letzten Haussammlung. Die am 12. Juli durchgeführle 4. hausfammlung des krlegshilfswerkes für das Deutsche Role kreuz hat 43867286,87 R2N. ergeben. Die gleiche Sammlung des Vorjahres hatte ein Ergebnis von 36 707 456,59 21211, so daß eine Zunahme von 7159830,28 R2U., das find 19,51 vom hundert, zu verzeichnen ist. Oie Reichsbahn im Leistungskampf. Staatssekretär Dr. Ganzenmüller hat jetzt alle Dienststellen und Betriebe der Reichsbahn zur Teilnahme am Leistungskampf der deutschen betriebe angemeldet. Er betont, daß der Leistungskampf nicht Selbstzweck, sondern Ausdruck angespannten Schassens aller ist. Höchste Leistung jedes Eisenbahners ist die Voraussetzung - für den Sieg. Für die Durchführung des Leistungskampfes find mit dem Fach amt Energie — Verkehr — Verwaltung der Deutschen Arbeitsfront besondere Vereinbarungen getroffen worden. Hilfe bei Kinderlosigkeit in der Ehe. Reichsgesundheitsführer Dr. Contt hat für jeden Gau die Errichtung einer Arbeitsgemeinschaft „Hilfe bei Kinderlosigkeit in der Ehe" durch den Gauamtsleiter für Volksgesurckcheit an geordnet, um die Schwierigkeiten zu beseitigen, die sich der Forderung, daß jede deutsche Ehe zu einer Bollfamilie wird, entgegenstellen. Da eine beträchtliche Zahl von Ehen ungewollt unfruchtbar oder kinderarm bleibt, darf nichts unversucht bleiben, um solchen Ehen mit allen Mitteln der ärztlichen Kunst und Wissenschaft zu dem gewünschten Kindexreichtum zu verhelfen. Wieviele Hauptschulen wird es geben? Theo Keil, Oberregierungsrat und Schulrat im Reichserziehungsministerium, schreibt in der Zeitschrift „Das junge Deutschland", dem Organ des Jugendführers, daß für das gesamte Reichsgebiet mit 11000 Hauptschulen und etwa 2,6 Millionen Schülern zu rechnen ist. In Großdeutschland .gibt es 57 318 Volksschulen, so daß künftig auf fünf Volksschulen im Durchschnitt eine Hauptschule kommen wird. Alle Schüler und Schülerinnen, deren Begabung, Charakter und Leistungen die Aufnahme in die' Hauptschule rechtfertigen und die nicht auf eine höhere Schule geschickt werden, müssen die Hauptschule besuchen. Daher werden Nachbargemeinden, die die Voraussetzung für eine Hauptschule nicht besitzen, zu einem Hauptschulverband vereinigt. Die Streuwirkung der Hauptschule wird dadurch erhöht, daß für Jungen und Mädchen gemischte Klassen vorgesehen sind, wo die Gesamtzahl der Schüler getrennte Klassen nicht rechtfertigt. Die große Bedeutung der Hauptschule liegt darin, daß sie auch die Dörfer umfassen soll. Zwischen ihr und der alten Volksschule wird es einen heilsamen Wett- bewerb geben. Aber das Ausleseprinzip schafft in ihren 2,6 Millionen Schülern eine breite und trag» fähige Schicht von Menschen, die zu besonderen Leistungen angeregt und — verpflichtet sind. Wie Theo Keil mitteilt, arbeitet ein Stab von Lehrern und Wissenschaftlern einen „Schülerbefchreibungs- bogen" für die ganze Schulzeit aus, der die Grundlagen für die Auswahl zur fchulgeldfreien Pflicht- Hauptschule bilden wird. Die andere Abgrenzung erfolgt gegenüber den „höheren Schulen", deren Zahl 2518, also nur ein Fünftel der geplanten Hauptschulen beträgt. Llnterhaltungspflicht an Gebäuden. In Verkennung der vordringlichen Aufgaben der Bauwirtschaft im Kriege haben verschiedentlich Baupolizeibehörden von den Hauseigentümern die Durchführung umfangreicher nicht kriegswichtig e.r Unterha^tungsarbei- ten gefordert. Der ReichsarbeitsMinister stellt hierzu klar, daß nach den bestehenden Bestimmungen eine gegenüber den Friede ns an f o rderun gen geringere Unterhaltung in Kauf genommen werden muß. Alle nicht unbedingt notwendigen Unterhaltungsarbeiten find nach den bekanntgegebenen Richtlinien über behelfsmäßige Kriegsbauweife zurück- z u st e l l e n. /• Das Auslandsamt der Oozentenfchast. lieber das Auslandsamt der Dozentenschaft der deutschen Universitäten und Hochschulen berichtete Dr. med. habil. Baatz der Presse. 1300 ausländische Dozenten weilen in Deutschland. Starken Widerhall finden besonders die zwischenstaatlichen AkadeMiker- tagungen des Auslandsamtes. Dem ausländischen Besucher stehen alle wissenschaftlichen Einrichtungen, Lehrmittel und Bibliotheken zur Verfügung, deutsche Berufskollegen führen ihn ein. Einladungen in Heim und Familie deutscher Wissenschaftler oertiefen die persönlichen Beziehungen. Künstlerische Darbietungen, Besuche von Lehr- und Forschungsstätten, Wanderungen und gemeinsamer Sport vervollständigen das Proaramm. In steigendem Maße sind auch Gastvorlesungen in Deutschland vermittelt worden. Neuordnung der Iugend- und Iugendschuhgerichte. Durch eine Verfügung des Reichsministers der Justiz sind alle Aufgaben der Jugenderziehung und des Jugendschutzes sowohl bei den Landgerichten wie bei den Amtsgerichten in der Hand derselben Richter, zusammengefaßt. Dadurch wird die einheitliche Handhabung von Jugenderziehung und Jugendschutz im Justizbereich sichergestellt. Zugleich werden die Richter, die über besondere Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen, ganz in den Dienst dieser Aufgabe gestellt. Bei den Landgerichten werden die Aufgaben der bisherigen Jugendschutzkammern, vor denen erwachsene Schädlinge an der Jugend zur Verantwortung gezogen werden, mit denen der Jugendstrafkammern, vor denen schwerere Verfehlungen Jugendlicher verhandelt werden, bei den neu errichte- tcn „Jugendkammern" vereinigt. Vor dieser Kam- Spiel mit jungen Menschen. Von Wolfgang Liebeneiner. Staats schauspieler Wolfgang Lieben- einer ist als Spielleiter zahlreicher bedeutender Filme im Reiche bekannt geworden. In der Schauspielkunst ist es ebenso vorteilhaft wie gefährlich, jung zu sein. Der Schauspieler wirkt durch sich selbst, er ist Künstler und Kunstwerk zugleich, höchstens im Film tritt die Photographie als gestaltendes Element zwischen Person und Form, aber doch nur in so geringem Maße, daß der Zuschauer sie nicht bemerkt und ihre Wirkung dem Spieler anrechnet. So kommt es, daß beim Schauspieler nicht nur Talent, Können, Fleiß, Intensität und Klugheit wirken, wie in allen anderen Künsten, sondern daß Jugend/ Aussehen und jene geheimnisvolle Endsumme aller menschlichen Eigen- ichaften, die mir als „Persönlichkeit" bezeichnen, ebenso schwer in die Waagschale der Wirkung fallen. Dazu kommt noch, daß wir alle, wenn wir ins Kino oder ins Theater gehen, etwas Neues sehen wollen. Selbst wenn wir eine uns lieb gewordene Oper ober ein für uns klassisches Stück zum wer weiß wievielten Male anhören, freut es uns, etwas Neues, bisher Ueberfehenes darin zu entdecken, ebenso beim mehrfachen Ansehen eines Films. Das Neue sieht jeder gern. Niemand weiß, ob aas Spiel und gewisse persönliche Eigenheiten Mittel der schauspielerischen Charakterisierung ober private Eigentümlichkeiten des neuen jungen Darstellers sind. Später stellt es sich dann heraus, wenn er nicht mehr „neu" ist, und dann entscheidet es sich auch, ob das Talent zu mehr als einem lieber- raschungssieg aus reicht — ober wenigstens die Jugend. Denn diese sehen wir ja ebenso gern wie Be- Inders dort, wo sie sich mit Schönheit paart Vielleicht kommen Verdienste und Verdiente dadurch zu kurz, aber es ist dem Menschengeschlecht nun einmal gegeben, daß es Geschenke der Götter als Verdienste anrechnet. Jeder von uns identifiziert sich doch selbst mit den Menschen da oben und mit üjren Schicksalen, das ist wohl eines der innersten Geheimnisse jener magischen Wirkung, die vom Film für alle ausgeht. Darum suchen die Filmleute immer nad) neuen, jungen Menschen und nehmen gern das Risiko schauspielerischen Versagens auf sich, denn sie wissen, daß dann, wenigstens beim erstenmal, der Reiz der jungen Neuheit siegen kann. Und darin liegt für den Nachwuchs die Gefahr; so mancher hat schon ganz gut angefangen, war aber nicht in der Lage, seinen Weg fortzusetzen. Hier gilt es, einen Mittelweg zu finden, der schwere menschliche Schäden ausschließt, und das ist neben der Organisationsfrage eine Sache des Regisseurs. Die Voraussetzung für einen guten Filmregisseur ist es, daß er die Technik beherrscht, und daß er die Schauspieler liebt. Schauspieler sind seltsame Wesen, denn während bei den anderen Menschen der Beruf eine ernsthafte Sache ist, besteht der Beruf der Schauspieler darin, baß sie spielen. Spielen ist eigentlich eine Beschäftigung für Kinder, darum haftet guten Schauspielern etwas Kindliches an. Kinder können bekanntlich Naivität mit Raffinement, Güte mit Bosheit vereinen, alle Gegensätze ruhen noch nebeneinander, als Möglichkeiten des Charakters in ihnen, und das muß sich der Schauspieler auf Lebenszeit erhalten, weil er ja aus der inneren Erfahrung schaffen muß: er darf nicht stehlen, um zu erfahren, wie einem Dieb zumute 'ft, aber er muß sich die innere Wglichkeit erhalten, ben Dieb zu „spielen". Das bringt jene „unbürger- fichen" Charakterzüge mit sich, die ben Mitmenschen je nach Laune unheimlich, abstoßend ober liebenswert erscheinen. So arbeitet der Regisseur eigentlich immer mit jungen Menschen zusammen, und jene Jugend, die mH öon der Zahl der Jahre herleitet, ist nur ein Spezialfall davon. Da ist es denn eine beglückende Entdeckerarbeit, in so einer unerforschten Seele nach den Grenzen zu suchen, sowohl was die Höhe wie auch was den Umfang und die Tiefe angeht, Hern- PVir.?6* K beseitigen, eine Persönlichkeit zu sich selbst zu führen und — der häufigste Fall — dem jungen Menschen seine Jugend erst zu erschließen Denn es ist einer der verbreitetsten Irrtümer, daß die Jugend des Künstlers froh und leicht ift Die meiften jungen Künstler sind von der Fülle ihrer Möglichkeiten so bedrängt, von ihrer Phantasie die sie die Welt und ihre Mitmenschen nicht richtig sehen läßt, so umnebelt, daß sie mehr Leid als Freude davon haben und häufig tief unglücklich sind. Das macht die Arbeit mit der „jungen Jugend" so schwer und so beglückend, und wenn es bann noch gelingt, sie in manchen Momenten zu solcher Unbefangenheit zu führen, daß im Spiel unbewußte Reaktionen auftreten, die ein Meister längst beherrscht und kontrolliert, dann tun Regisseure und Zuschauer durch dieses Fenster einen tiefen Blick in scelfiche Bezirke, die noch so unberührt daliegen wie frrjch gefallener Schnee. Da hinein die ersten Spuren zu Ziehen, ist ein echtes Glück. Beethoven und Goethe. Begegnung in Teplitz, Juli 1812. Im Fremdenbuch von Teplitz findet sich unter dem 7. Juli 1812 die Eintragung: „Herr Ludwig van Beethoven, Kompysiteur aus Wien, wohnt in L unb wenige Tage danach — am 15.: „fir. Johann Wolfgang v. Goethe, Herzog!. Weima- rifcher Geh. Rat usw. usw., im Goldenen Schiff." — xim Jahre vorher hat der Musiker dem Dichter aus „Unaussprechlichem, tiefem Gefühl für feine herr- liajen Schöpfungen" seine Verehrung bezeugt und ihm die Musik zum „Egmont" zugehen lassen; Goethe hat am 25. Juni 1811 die Antwort gegeben: „niemals habe er etwas von des anderen Arbeiten vortragen hören, ohne daß er gewünscht batte ihn selbst am Klavier zu bewundern und sich an semem außerordentlichen Talent zu ergetzen." Die Stunde naht: am 19. Juli 1812 treffen die beiden Großen zum erstenmal zusammen, am 20. verzeichnet Goethes Tagebuch: „Abends mit Beethoven nach Silin zu gefahren" und am 21.: „Abends bei Beethoven. Er spielte köstlich." Und doch sind die beiden weder hier noch tm September zu Karlsbad einander sehr nahe ge- kommen. Gewiß, daß Beethovens Ohrenleiden „vielleicht dem musikalischen Teil seines Wesens weniger als dem gesellschaftlichen schadet", wie Goethe an fernen Freund Zelter schreibt. Bekannt das Bild von der Fürstenbegegnung — der Ge- beime Rat tritt mit abgewogenem Hute ehrerbietig zur Seite, der Wiener „Kompositeur" rennt mitten Swlfchm den Herzöge« hindurch, die ihm Platz Teuer bezahlt. Von unserer Berliner Schriftleitung. । Zur Beschwichtigung Stalins über die immer noch in der Erwägung begriffene _ „zweite Front" Hot Churchill feine berüchtigten Luftpiraten in zwei auf, etnanberfolgenben Nächten gegen die Zivilbevölkerung Hamburgs eingesetzt. Das scheint diesem Kriegsverbrecher das ,billigste Vergnügen" zu sein. Er täuscht sich über die moralische Wirkung feiner Terrormethoden: Die heimgesuchte Bevölkerung, der die ganze Anteilnahme des deutschen Volkes gilt, wird härter^kampfverbissener, siegentschlossener. Sie trauert um ihre Opfer, aber sie resigniert nicht. Den zweiten Nachtangriff auf Hamburg bezahlte Chur, chill mit 45 Bombern und mindestens 150 Mann fliegenden Personals. Dazu kommen die 37 Boni, der der ersten Terrornacht. Wir wissen es aus der englischen Presse, daß für solche Piraten an griffe die modernsten, zum Teil viermotorigen Bomber zum Einsatz kommen. So ein modernes Kampfflugzeug ist -ein Wertobjekt, doppelt und dreifach wertvoll in der Zeit der britischen Rohstoffknappheit und des zunehmenden Tonnageschwunds. Und die mindestens 250 Mann Spezialbesatzung dieser in zwei Nächten von der deutschen Abwehr heruntergeschossenen Britenflieger reißen Lücken in die nicht übermäßig dich, ten Rechen erfahrener Flugzeugbesatzungen der britischen Luftwafte. Wir haben schon einmal ben Sdjrei nach der „zweiten Front" in der britischen Öffentlichkeit erlebt und ihren Einsatz durch die so- genannte Non-Stop-Offensive, die man dann schleunigst wieder abblies, als die Opfer an Flugzeugen und Personal sich von Angriff zu Angriff mehrten. In London kann man sich darauf verlassen, daß die deutsche Wehrmacht sich der zivilen Opfer Churchill- scher Luftpiraten stets erinnern wird. mer können ferner 18- bis 21jährige Beschuldigte angeklagt werden, die noch in der Entwicklung begriffen sind oder die sich Jugendverfehlungen schul- big gemacht haben. Die erzieherische Aufgabenstel-. lung dieser Kammern zeigt sich besonders deutlich darin, daß ihr auch die Beschwerdeentscheidungen gegen gewisse Erziehungsentscheidungen des Dor- mundschastsgerichtes, namentlich über die Fürsorge- erziehung und die Schutzaufsicht, übertragen worden sind. Die Mitglieder dieser Kammern, besonders ihre Vorsitzer, sollen Familienväter und nach Möglichkeit ehemalige Jugend- und Vormundschaftsrichter sein. Bei den Amtsgerichten sind die Erziehungsauf- gaben des Jugendrichters wie des Vormundfchasts- richters in der Hand eines Richters zusammengefaßt. Die Neuregelung wird den Erziehungsgedanken, der das nationalsozialistische Jugendrecht beherrscht, in der Praxis vertiefen und den Schutz und die Erziehung der Jugend, eine im Kriege vordringliche Aufgabe von Partei und Staat, sichern helfen. Aus aller Wett. Tagung der Apolhekerführer. In diesen Tagen fand unter Vorsitz des Reichs- der Apothekerführer statt. Reichshauptamtsleiter apothekerführers in Berlin eine Dienstbesprechung Tießler sprach über die erweiterten Aufgaben der Apotheker. Wenn auch durch den Fronteinsatz des Apothekers und durch die Zeitumstände die Volksgenossen in den Apotheken nicht sy rasch wie früher ihre Wünsche erfüllt erhalten uno manche Arzneimittel und Drogen einer Steuerung durch Verordnungszwang unterliegen, so zeigte die Tagung, daß die Arzneiversorgung gesichert ist. Jeder muß Hilfe leisten. Vor dem Amtsgericht Wiesbaden stand der Gast, wirt eines Ausflugsortes im Untertaunus, weil er bei gemeiner Not zweier Jugendlicher nicht Hilfe geleistet hatte. Sechs Schulkinder eines Ortes in der Nähe wollten eines Sonntags in Wiesbaden Eis essen und machten sich ohne Wissen ihrer Eltern auf den Weg. Auf dech Heimweg hieß es Tempo halten, denn vor Eintritt der Dunkelheit wollten sie wieder in in -ihrem Heimatort eintreffen. Unterwegs trennten sich zwei Jungen von den anderen, weil sie einen kürzeren Weg zu wissen glgubten; die beiden verloren aber bald die Orientierung. Sie kamen, als die Dunkelheit hereingebrochen war, nach einer Ausflugsgaststätte und fragten nach dem Wege. Der Wirt, dem es eine Kleinigkeit gewesen märe, den Heimatort der Kinder anzurufen und sie über Nacht ZU beherbergen, tat dies nicht, sondern wies den verirrten Kindern den Weg in den dunklen Wald. Kein Licht, kein Weg und Steg war zu sehen. Am .Bahndamm, den eben der 12-Uhr-Nachtschnellzug" passiert hatte, legten sie sich erschöpft und weinend machen und freundlich grüßen. Möglich, daß er — mie Bettina Brentano behauptet — den andern nur „so geneckt hat", weil ihm „die Hoflust zu sehr behage, mehr als es einem Dichter ziemt"; wahr- scheinsicher, daß er in berechtigtem Selbstgefühl zeigen wollte: „einen Geheimrat können sie wohl? machen, aber feinen Goethe, keinen Beethoven, also das, was sie nicht machen können und was sie selber noch lange nicht sind, davor müssen sie Re- spekt haben lernen, das ist ihnen gesund." Genug, ®oetf>e Beethoven als eine „leider ganz unge- bandigte Persönlichkeit" bezeichnet, wiewohl „fein latent ihn m Erstaunen setzt" und er „zusammen- gefaxter, energischer, inniger noch keinen Künstlet" gefehen hat: dies der erste Eindruck vom 19. Juli, den er Christianen mitteilt. Wie er zü den früher entstandenen Liedkomposi- bwnen stand darunter Kleine Blumen, kleine ”r > mer Fassungen „Nur wer die Sehnsucht kennt Kennst du das Land"; „Herz, mein Herz, mas soll das geben? und „Der König in Tchule"- wie ihm dre Egrnontmusik gefiel, in der ihn die reiche Orchesterbegleitung der Klärchensieder geftört gaben mag — wir wissen es nicht. Auch auf Beet- Hovens Bitte um ein Urteil über die elf Jahre spEr ihm zugeeignete „Meeresstille" und „Glück- siche Fahrt bleibt Goethe jede Antwort schuldig: der Vierundsiebzigjährige steht dem 53jährigen Beet- yoven wohl noch ferner als er es mit 63 Jahren öem damals 42jahrlgen Musiker war. Und wenn wir uns wünschen, Beechoven möchte dem , Faust" die Musik gegeben haben, Goethe dachte eher an eine Mozart ähnliche Vertonung seines größten Gedichts, empfand vielleicht mit Zelter bei aller Bewunderung Beethovens doch auch „Schrecken" und „heimliches Grauen". - >3^" 3a!?5e früher oder später gefroren, würde Hff Mensch em ganz anderer — schrieb er 1811 in die Einleitung zu „Dichtung und Wahr- 6c —, der Abstand einer doppelten Zahl von Jahren scheint unüberbrückbar für ihn gewesen zu fein obwohl es ihm hier nicht an gutem Willen fehlte (wie gegen Schubert). Und so blieben die Zusammenkünfte in Teplitz und Karlsbad 1812 0Me weitere Folge — nur die „Begegnung" mit einem, den er dann um fünf Jahre überlebte ... Hans Lebedftt M Kunst und Wissenschaft. ann sG Beethovens Neunte im Forum Romanum. Chor uni) Orchester der Accademia di Santa Ce- Ilia in Rom haben das Wagnis unternommen, Beethovens neunte Sinfonie in einem nicht ge» hlasienen Raume aufzusühren. Bei den Sommer- Da in weiten Kreisen der bendkonzerten in der offenen Halle der Maxentius- Richtbevorrechteter Bevorrechteten ni< ufgabensir terhafte Auslegung. Herbert Lorenz. des Reich» ptamtsleiie ji tbesprechuL ufgoben b? üeinsatz te ! die Volk» i wie frühe rche Arziw rch Deroib Reisen und Eintragungspflicht. Ein Lleberblick über die Bestimmungen und ihre Ausnahmen ^gebaute' t beherrsL - nh unb b »ordringlih idfen. Professor' Dr. Hugo Bauer, Ordinarius für pharmazeutische Chemie an der Universität Leipzig, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Bauer wurde 1874 in Stuttgart geboren. Cr promovierte 1902 in Würzburg, habilitierte sich 1910 an der T. H. Stuttgart und siedelte 1926 als a. o. Professor nach Leipzig über. Sein Hauptarbeitsgebiet ist Pharmazeutische Chemie, Chemie der Fette und Oele sowie der Harzbestandteile. len sie von mehreren Banditen beschos- jen, wobei Cesar Rodriguez lebensgefährlich verletzt und fein Neffe getötet worden ist. ), daß er ben anbtr ** Beklebezettel sorgfältig aus - füllen! Die Wagenklebezettel müssen deullich und vollständig mit blauem Farbstift ausgefüllt fein. Gute Lesbarkeit erleichtert den Rangierern die Ar« Unfallftelle verließ, war eine Handvoll Mut aus dem Straßenbelag das einzige'Erinnerungszeichen an den Vorfall. 5m nächsten Augenblick löschte ein Lastwagen der Firma Hoch und Tief Mit seinen Gummireifen auch dieses aus. 2. „Herr Doktor möchte bitte zum Herrn Professor kommen", sagte die Schwester. IN ihrem asketischen, blassen Gesicht glänzten dunkle Augen. „Es ist gut, ich komme sofort", erwiderte Dr. Martin Brügger und klappte das Buch über Typhusvakzine zu, in dem er geblättert hatte. Geschmeidig erhob er sich. Er war ein mittelgroßer, schlanker Mann mit etwas Grau an den Schläfen. Er war zweiundvierzig, sah indes jünger aus. Seine weiblichen Pattenten bestätigten ihm dies immer wieder. „Wir haben Ihnen wieder das alte Zimmer gegeben", bemerkte die Schwester und hielt prüfend Umschau, ob nicht irgendwo Staub läge oder ein Häkeldeckchen verrutscht wäre. Pedantisch rückte sie eine Vase mit künstlichen Blumen zurecht. „Wenn Sie noch irgend etwas benötigen sollten —’?" „Nein, danke, Schwester. Es ist alles vorhanden. Ich danke Ihnen sehr, daß Sie mir wieder das alte Zimmer zugeteilt haben. Ich gewöhne mich auf diese Weise viel leichter ein." Die Schwester nickte und ging. Dr. Brügger kontrollierte sein Haar im Spiegel, zupfte den Rock zurecht und verließ das kleine, aber hohe Zimmer, das ihm nun feit Jahren als Aufenthalt diente, wenn er die eigene Landpraxis im Stich ließ und in Professor Helmreichs Chirurgischer Klinik für einige Wochen volontierte. Ein Arzt — und wäre er der beste — muß stets auf dem laufenden sein, muß sich fortbilden und soll den neuesten Errungenschaften der Medizin wie ein Jagdhund auf der Fährte bleiben. Das war Brüggers Grundsatz. Deshalb fuhr er in jedem Frühjahr nach München zu seinem Freund Professor Helmreich. Der Professor erwartete ihn bereits, ocin Arbeitszimmer glich an Größe einer Reitschule und mar ein repräfentabler Raum mit tiefen Ledersesseln, mit Bücherstellagen und Schränken voll Präparaten. Die Zulaffungsmarken für Feldpostpäckchen. Feldpostpäckchen bis zu 250 Gramm sind gebührenfrei; bei Sendungen über 250 bis 1000 Gramm beträgt die Gebühr 20 Rpf. Diese Freimarke zu 20 Rpf. ist neben die Zulassungsmarke zu kleben; beide Marken werden durch den Tagesstempel entwertet. Für Feldpostsendungen dis 100 Gramm sind Zulassungsmarken nicht erforderlich. Gleichfalls ohne Zulassungsmarken werden im Gewicht von mehr als 100 Gramm angenommen: 1. alle Militär, dienstlichen Sendungen; 2. Feldpostsendungen an Mehrmachtangehörige bei Einheiten mit offener Anschrift im Reich sowie in Gebieten, in denen sich Deutsche Dienstposten befinden; 3. Sendungen an die 3um gebührenpflichtigen Postoerkehr „Durch Deutsche Feldpost" zugelassenen deutschen Dienststellen oder Firmen, nicht aber -an deren Angehörige. Die Reichspost erwartet, daß nach Wiederzulassung der Feldpostpäckchen bis zu 1000 Gramm an die Front die Einlieferung von Päckchen ober päckchenartigen Briefen bis zu 100 Gramm Nachlassen wird, da die Bearbeitung dieser kleinen Sen, düngen außerordentlich beschwerlich ist. Wenn sich diese Erwartung erfüllt, ist damit zu^rechnen, daß in Kürze mehr Zulassungsmarken abgegeben und dann mehr Feldpostpäckchen bis 1000 Gramm an die Front geschickt werden können. Unter Umgehung des Verbotes eingelieferte Sendungen gehen an die Absender zurück. b befonbit nach M- nundschch jehungW mndschch, zusammi» fw i en, daß k r Churchtz SÄ' Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer id der Sirius, weil e nicht Hili Ortes in dc »sbaden fe r Eltern b zmpo halt» ten sie n» . Untern)!? nberen, wc iten; die bi» . Sie tarne r, nach eint it Wege- ft i wäre, dc t über W m wies U mtlen W u sehen. D achtschnM unb wein^ „Servus, Brügger! Willkommen im Isarbabel! Wir können dich nötig brauchen. Lederer, mein zweiter Assistent, will nämlich in Urlaub. Du kannst gleich seine Station übernehmen", so begrüßte der Professor den Eintretenden im breitesten Dialekt Er war ein großer, schwerer Mann mit einem purpurn aufleuchtenden Durchzieher im behäbigen Gesicht. „Zigarre gefällig? Na, jetzt tu nur nicht so —" Er zog ein Kistchen Brastlzigarren unter einem Stapel Fachzeitschriften hervor, bann schob er einen Sessel zurecht. „Zieht das Ding? Dann ist's recht. Du siehst überarbeitet aus, Brügger, mein lieber Freund." „Du weißt ja selbst, wie es in Trettau ist", lächelte Brügger. „Das reißt nie ab; vier Hände unb zwei Köpfe müßte man haben." „Ja, ja, die Wurmfortsätze sterben nicht aus. Und die Kröpfe auch nicht. Ich selber bin gerade über meine Abhandlung Milztumoren' ... Interessiert sie dich? Dann gebe ich dir die Korrekturfahnen." Der Professor sah den Freund forschend an. „Uebri- gens, Brügger, ich möchte dir noch einmal meine Teilnahme zum Hinscheiden deiner Frau aussprechen. Wie ist das nur so schnell gekommen?" „Das Mutbild war nicht in Ordnung." Brügger senkte den Kopf. Professor Helmreich legte sein breites Gesicht in teilnahmsvolle Falten. War ein bißchen schwierig, die Frau — dachte er. — Hysterisch und schwer zu bel)andeln. Nicht ganz das Richtige für den guten Brügger. Schöne Person, aber immer etwas oben hinaus und voll Launen. „Hm. Wie lange wart ihr verheiratete „Zehn Jahre." „Allerhand Zeit. Wird jetzt gerade ein Jahr fein, baß sie unter der Erde ist"? Brügger nickte. Seiner Miene konnte man nichts entnehmen. Immer, wenn die Rede auf feine verstorbene Frau kam, wurde er schweigsam. „Entschuldige, wenn ich taktlos frage, aber es interessiert mich als Freund: gedenkst du dich wieder zu verheiraten? Schließlich hast du ei.len großen Betrieb unb einen Haushalt dazu, nicht wahr?" ^eschuldtz »icklunA fr lngen jchü Kapellmeister Oberhoffer f. Der zweite Kapellmeister amStagtstHeater n Kassel, Felix Oberhoffer, ist einer schweren Rankheit erlegen. Oberhoffer hatte am Frcmkreich- tzeldzug als Hauptmann teilgenommen und war seit 1941 wieder als Kapellmeister in Kassel tätig, wo tr 1932/33 unb bann 1939 schon gewirkt hatte. hochschulnachrichten. Der Dozent Dr. rer. nat. habil. Florian Heller in Heidelberg ist zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Heller wurde 1905 in Nürnbera geboren. Er studierte in Erlangen, München unb Heidelberg, promovierte 1929 in Erlangen, habilitierte sich 1935 in Gießen unb wurde 1936 in Heidelberg Dozent für Geologie und Paläontologie. Errichtung -er Hauptschule in Hessen Friedberg und Dad-Nauheim machen den Anfang. ÄK oom Liedtoinl^ I, Niem V- w der ffll ie e‘f 2 Ä - SÄ i- vv. -jeder unb schliefen ein. In der Frühe des nächsten Tages wanderten die Kleinen Hand in Hand weiter imb wurden in Hahn im Taunus von der inzwischen usgesandten Streife gefunden. Der Bürgermeister hres Heimatortes hatte, als am Vorabend nur vier Knber angekommen waren, Feuerwehr und Einwohner zu Streifen aufgerufen, die bei einbrechen, er Nacht abgebrochen unb am nächsten Morgen ortgesetzt worden waren. Der angeklagte Gastwirt alte auch in der Verhandlung noch kein richtiges Verständnis für fein unverantwortliches Verhalten. )as Gericht verurteilte den betagten Mann wegen richthilfeleistung zu 100 RM. Geldstrafe. Nicht in leben bestehe bte nationalsozialistische Dalksgemein- Haft, sondern in Gefahr und Not müsse jeder mit lat und Tat dem Nächsten zur Seite stehen. Das abe der Angeklagte nicht getan, sondern die Kinder i die Dunkelheit yineingeschickt und sie hilflos ihrem Hicksal überlassen. Ueberfall auf einen spanischen Millionär. Uttg. ■ ■ rviii" ? । Ni ^ner.z ' 25 aus ^1 ’ttiber h». V draußen, heute dienen. „Viel Arbett", — bas ist heute eine Ehre für jeden. Es ist nicht wichtig, daß man bei dem Gruß, den man mit seinen Bekannten tauscht, versichert, es ginge einem gut, ober man habe sich wieder erkältet. Aber es ist wichtig, daß man vor sich selbst versichern kann, man habe mehr Arbeit und man würde sich schämen, wenn es nicht so wäre, wenn man in dieser Zeit der Hochspannung nur bas Maß des Alltags erfüllen wollte, bas früher genügte. Da unb dort ist ein Arbeitsplatz leer geworden, der Berufskamerad steht im Felde, unb die Arbeit verteilt sich an die letzten besetzten Plätze. Aber es würbe keinem anständigen Menschen einfallen, sich nur unter Bedingungen dieser Mehrbelastung zu unterziehen. Im Gegenteil, er ist stolz, daß auch er eine größere Verantwortung trägt, daß auch er die Pflichten hat, die dieser Zeit entsprechen, daß er an dieser Zeit tätigen Anteil nehmen darf. G. S. Unzustellbare Feldpostpäckchen werden verteilt. Nach einer Mitteilung des Reichspostministeriums werden, um dem Verderb von Lebensrnitteln vorzubeugen, unzustellbare Feldpostpäckchen aus dem Operationsgebiet nur noch bann an den Absender zurückgeleitet, wenn dies auf dem Päckchen durch den Vermerk „Beä Unzuftellbarkeit zurück an Absender" ausdrücklich verlangt ist. Andernfalls, verteilt der Einheitsführer ober Dienststellenleiter den verberblichen Inhalt des Päckchens an die Kameraden der Einheit, während er etwa beiliegende Nachrichten sowie die rein persönlichen Gegenstände mit einem. Vermerk über den verteilten Inhalt an den Absender zurückschickt. Unzustellbare Sendungen mit Zeitungen unb Zeitschriften werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern in der Einheit verteilt- Schafgarbe - ein Genuß-und Heilkraut NSG. Meist unbeachtet steht an Wegrändern, Rainen und Böschungen ein „Unkraut", das gleichwohl als magenanregendes Bittermittel, als Blutreinigungsmittel und als krampflinderndes Mittel volkstümliche.unb ärztliche Anwendung findet. Es ist die Schafgarbe (Achillear millefolium). Nebenbei fei erwähnt, daß ihre jungen, zarten Mütter im Vorftühling als herbaromatische Beimischung zu Wildgemüse und Salaten dienen können. Pon Mai ab bis Ende September kann dieses Bitterstoff und ätherisches Del führende Kraut fast überall geerntet werden. Vielfach wird das ganze blühende Kraut durch Abschneiden der oberirdischen Teile mit nicht zu langem Stil geerntet. Besonders wichtig ist aber, daß die Blüten auch für sich allein geerntet werden. Dabei kann man bann die ebenso geschützten Blätter von den Stengeln abstreifen und ebenfalls für sich einbringen unb abliefern. Selbstverständlich sammelt man nicht str aßen bestaubte Schafgarbe. Die Trocknung der Krautdroge kann in Sträußen erfolgen, indem man sie in Abständen an Schnüren oder am Gebälk des Dachbodens aufhängt. Die Blätter und Blüten werden in ganz dünner Schicht getrocknet. Verpackung und Versand erfolgen in Säcken. Der Bedarf an Blättern unb Blüten ist zur Zeit besonders groß. Man befrage die Kreissachbearbeiter RfH., deren Anschriften bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfragen sind. Gießener Dochenmarktpreise ♦ Gießen, 30. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, neue, 5 kg 1 RM., Wirsing, Yi kg 12 bis 14 Rpf., Weißkraut 9 bis 12, Rotkraut 25, gelbe Rüben 10 bis 12, Römischkohl 12, Bohnen, grün, 30, Tomaten 45, Salatgurken 25, Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Salat 8, Oberkohlrabi 10, Radieschen, das Bund 8 Rpf. Derbunkelungszeit 30. Juli von 22.19 bis 5.09 Uhr. Klarheit über die Eintragungspflicht und anderen Aufenthalten außerhalb des Wohnortes in die dritte Reichskleiderkarte herrscht, seien die Bestimmungen im folgenden noch einmal auf- Wug^ j verton t mb bes b minbtte !? I Isenen tz. yi b« t,, -MW I, ■ Aus der Siadi Gießen. Diel Arbeit. Trifft man heutzutage einen Bekannte» auf der Straße, bann fällt meist schon bei der Frage nach bem Ergehen bas Wort „Diel Arbeit." Aber es ist nicht so, daß ber, ber es ausspricht, nun babei seufzen würde, oder daß er es voll Prahlerei ausspräche, um darin die Wichtigkeit seiner Persönlichkeit darzutun. Es ist ein neuer Klang in dieses Wort gekommen. Man bestätigt sich damit nur, daß man seine selbstverständliche Pflicht erfiUlt, man entschuldigt sich ein bißchen darin, daß man noch in ber Heimat ist unb versichert in biesem Wort, daß man ber Männer würdig ist, die draußen Deutschlands Grenzen schützen. Ein wenig Stolz klingt mit, wenn es ausgesprochen wirb, ein wenig Demut vor bem Großen, dem wir alle, drinnen und Professor Dr. phil. Wilhelm Nico 1 aisen hat einen Ruf als Nachfolger des Professors Mitscherlich nach Königsberg angenommen. Er wird dort den Lehrstuhl für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung vertretungsweise wahrnehmen. -Nicolaisen ist seit 1935 an ber Kieler Universität tätig als Direktor des Instituts für Futterbau ber Preußischen Versuchs- und Forschungsanstalt für Milchwirtschaft. 1901 in Flensburg geboren, habilitierte er sich 1933 in Halle unb wurde dort Leiter der Pflanzenzuchtstation und der Versuchswirtschaft. * Dem Professor Dr. Karl Mayr ist an der Universität Wien ber Lehrstuhl für analytische Chemie übertragen worden Mayr wurde 1881 geboren. Von 1909—1912 war er Assistent an der TH. Zürich, von 1912—1914 am Chemischen Univ.-Laboratorium in Men, während des 'Weltkrieges Leiter bes Berghutten-Laboratoriums des Kriegsministeriums in Wen, bann in ber Industrie, seit 1925 Abteilungs-^ leiter am zweiten Chemischen Universitätslaborato- mim in Wien. 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Umsonst. Sie hatte sich vergeblich gebemütigt. Es war endgültig aus. Sie kam sich wie besudelt vor unb hätte am liebsten geschrien vor Dual und vor Zorn darüber, daß sie sich an einen Unwürdigen fortgeworfen hatte. I Sie biß die Zähne zusamen unb riß sich von dem Schaufenster los. Das beste märe, nicht mehr leben ju müssen, dachte sie und bewegte mechanisch die Leine in den zarten, hellen Strümpfen. In ihren lugen stand ein bißchen Wasser. Am Wtttelsbacher ij Platz blieb sie -ine Weile stehen. Von drei Seiten her schossen die Fahrzeuge in dichter Kette. Aus bem Cafe Luitpold drang ein Schwall Musik, so oft die Drehtür geöffnet wurde. Ein dünner Regen, mit Schneeflöckchen untermischt, riefelte hernieder. Anna erspähte eine Lücke und überquerte die « Straße Plötzlich glitt etwas funkelnd Schwarzes mit Schnelligkeit ajif sie zu, kurz bevor sie den ien- fettigen Kantstein erreicht hatte. Sie wurde unsicher unb schrie auf. Dann eine aufheulende Bremse, ein Stofe in die Seite, ein Fall und ein jäh emfaufenber Schmerz im Hinterkopf, der alles ringsum auslöschte. Um die Stelle, wo Anna Hudal unter das Auto HS 1886 gekommen war, sammelten sich die Men- slhen. Es wurde geredet, geschimpft und gestikuliert. Menschen, die sich nie im Leben gesehen hatten begannen zu streiten. Manche maßen der Mrungluck- ttn die Schuld zu, manche dem Lenker des Wagens, btr sich mit Schweißtropfen auf ber Stirn nertei» bigte. Eine Arbeiterfrau schob ihre Markttasche unter Annas Kopf und versuchte ungeschickt, das emsig Quellende Blut zu stillen. Ein älterer Herr m Trauern Sakko eilte hilft» er eit in einen nahen Fn- leurlaben, um nach der Rettungswache zu telepho- reren. Bald erschien ein Schupo, zog sein Rottz- i>rch und nahm den Tatbestand auf. Als das Sanitätsauto zehn Minuten spater Die ernt"; * S-Mtz ten f« ■ettiom «■' in» Mi' iill-n ft * n!».'' W k M “J ieroohl # kifttita im Forum Romanum dirigierte Bernardino Rolinari bas anspruchsvolle Werk mit tiefstem infühlungsvermögen. Unbeeinträchtigt von der reiluiftatuftit gestaltete er besonders die Entwick- mig des an die Grenze des Irdischen streifenden ritten Satzes zum Lösung und Erlösung bringen» en Schlußsatz überaus klar und zwingend. Der von Bonaventura S o m m a geleitete Chor ging freudig üt. Die Stimmen der Solisten wuchsen organisch uch dem Orchester hervor und gaben den Schiller- chen Worten in Beethovens Tönsprache eine mei« „Nein. Daran habe ich eigentlich noch nicht gedacht. Helmreich. Man wird schwerfällig mit den Jahren. Und skeptisch. Es läuft einem auch nicht immer das Passende über den Weg. Ich behelfe mich mit einer Hausdame und bin ganz zufrieden damit." „Was macht dein Stiefsohn?" „Boy? Du kennst ihn ja. Der läßt es sich schon nicht schlecht gehen. Was der Gelb verputzt, eine ganze Familie könnte davon leben. Gestern war ich bei ihm auf der Bude unb habe ihm den Standpunkt klqrgemacht. Und nicht zu knapp." Brügger blickte unmutig vor sich hin. „Na, mach es nur nicht gar zu arg. Wir waren damals auch keine Heiligen", begütigte Helmreich. „Zugegeben. Aber Boy treibt es zu toll. Mit seinen Dämchen und der ewigen Faulenzerei. Ich muß nächstens mal mit seinen Professoren reden. Alles mit Maß und Ziel!" „Lassen wir das Thema. Er wird sich schon noch die Hörner abstoßen. In jedem steckt ein guter Kern. Und nun zum Allgäu. Was machen die Forellen? Wie geht's unferm Fischwasser? Gut — sagst du? Das ist fein. Wenn ich im Herbst nach Trettau komme, fischen wir zu zweit, in ganz großem Stil, verstehst du? Du, ich habe eine neue Angel, der letzte Schrei, mit allen Schikanen! Und Fliegen, direkt aus Oslo. Es gibt doch nichts Schöneres, als so am Wasser zu sitzen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Und rundherum nichts als Himmel und Wiesen und Berge und Stille. Dafür verkaufe ich dir den ganzen Klimbim hier. Ach ja. Berge unb Stille, das müßte man öfter haben. Stattdessen hockt man jahraus, jahrein in diesem Kaninchenbau, schluckt Aether und Bazillen unb nen tut seine paar kurzen Jährchen. Wir sind große Römer vor dem Herrn, wir Stadtfräcke. Mensch, weißt du, was.man sein müßte? Bauer, Fischer, Jager, irgend etwas, was mit der Scholle zu tun hat — alles andere ist Bruch, sage ich dir." Helmreichs Stimme war immer lauter geworden, immer begeisterter. Don Zeit zu Zeit entlud sich fein Gemüt in solchen Detonationen. Dabei war er mit Leib unb Seele Arzt, ein beliebter Dozent und ein erstklassiger Chirurg, * (Fortsetzung folgt.) abgelehnt werden ober daß nicht bevorrechteten Personen die Zusage nicht früher als vierzehn Tage vor dem ersten Aufenthaltstag gegeben wurde. Auch soll die Kontrolle auf die Bescheinigung zur Zugehörig» feit einer der bevorrechteten Gruppen sowie auf die ärztlichen Atteste (bei Heilbädern, und heilklima- tischen Kurorten) erstreckt werden. Sie sind vom Wohnungsgeber ordnungsgemäß einzuhalten und aufzubewahren. Selbst auf Gefälligkeitsatteste muß geachtet werden. Anzeichen für Gefälligkeitsatteste liegen nach den Ausführungen des Reichsfremdenverkehrsverbandes vor, wenn in Heilbädern die orts» gebundenen natürlichen Kurmittel nicht gebraucht werden. Und schließlich hat die Kontrollkommission darauf zu achten, daß Volksgenossen mit einem ärztlichen Attest in Heilbädern und heilklimatischen Kurorten auch bevorzugt behandelt werden. Daß die Aufenthaltsdauer nicht überschritten wird, gehört zu den selbstverständlichsten Pflichten der Überwachung und Lenkung des Fremdenverkehrs durch die Ö&V desfremdenoerkehrsverbänbe. Dr. H. Auf den in Havanna auf Kuba ansässigen panischen Millionär Cesar Rodriguez unb dessen fteffen wurde ein Ueberfall verübt. Als Robriguez inb sein Neffe sich von ber Villa Rodriguez im 1 iraftmagen nach der Stadt begeben wollten, tour- Zurückhaltung mit der Errichtung der Hauptschule gebieten, ist es auch erklärlich, daß diese neue Schulform, die Pflicht schule im Sinne des Re ichsschul« Pflichtgesetzes fein wird, diesen Charakter zunächst noch nicht hat. Daher ist der § 7a des genannten Gesetzes zunächst außer Kraft gesetzt worden. Im übrigen hat der Moichserziehungsminister beftimmt, daß die in diesem Jahre in die bestehenden Mittelschulen aufzunehmenden Kinder nach dem Lehrplan der Hauptschule unterrichtet werden, so daß danach die Mittelschulen ebenfalls als Hauptschulen im Ent. stehen zu werten sind. Es ist damit zu rechnen, daß für das Schuljahr 1943/44 an der einen oder anderen Stelle des Landes weitere Hauptschulen eingerichtet werden können. Die Abteilung VII der Landesregierung wird dabei ihr Augenmerk auf Möglichkeiten richten, diese neue ©djulform auch auf dem Lande erstehen zu lassen. Da unter den gegebenen Verhältnissen die Haupt, schule zunächst nicht Pflichtschule sein wird, ist der liebergang von der Volksschule in die Oberschule noch nicht an die vorgesehenen Auslesebestimmungen gebunden. Er kann demnach weiterhin nach den seit- her geltenden Bestimmungen erfolgen. Die Abteilung VII (Bildungswefen, Kultus, Kunst und Volkstum) ber Hessischen Landesregierung gibt u. a. bekannt: Ursprünglich hat die Absicht bestanden, die Hauptschule mit Beginn des neuen Schuljahres in Heft fen allgemein einzuführen. Besondere Umstände jedoch, die durch den Krieg bedingt sind, haben Veranlassung gegeben, zunächst mit der schrittweisen Verwirklichung dieses Planes im Herbst d. I. den Anfang zu machen. Für die lleberlegung, wo begonnen werden kann, war wesentlich die Klärung der Frage nach dem hierfür zur Verfügung stehenden geeigneten Raum. Nur dort, wo die räumlichen Vor. aussetzungen einwandftei gegeben sind, darf mit der Errichtung dieser neuen Schulform begonnen werden. Nach eingehender Prüfung durch die in Frage kommenden Stellen gestatten es die Verhältnisse lediglich in den Städten Friedberg und Bad- Nauheim, jetzt die Hauptschule zu errichten. Dort wird demnach mit Beginn des neuen Schuljahres ber Anfang gemacht werden durch Aufnahme von geeigneten Schülern unb Schülerinnen in die 1. Hauptschulklasse. Aus den angeführten Gründen, die eine gewisse geführt. Danach ftnfr nicht eintragungspflichtig der Aufenthalt von Müttern mit Kindern bis zu drei Jahren, ferner der Aufenthalt von werdenden Müttern und alten und gebrechlichen Personen aus Gebieten, auf die sich die erweiterte Kinderlandverschickung erstreckt. Erforderlich ist jedoch eine Bescheinigung der zuständigen NSV.-Dienststelle. Auch der Aufenthalt von Bombengeschädigten ist nicht eintragungspflichtig, wenn eine parteiamtliche ober behördliche Bescheinigung vorliegt, insbesondere im Falle der Heiloerschickung durch die NSV.; ferner der Aufenthalt von Kindern und solchen, die von der erweiterten Kinderlandverschickung und der Aktion „Mutter und Kind" verschickt werden. Sodann sind frei von der Eintragungspflicht: vorübergehende Aufenthalte aus beruflichen Gründen ober solche aus Anlaß wissensckjaftlicher ober künstlerischer Studien bei einer Bescheinigung der zuständigen Berufsorganisation, Wochenendaufenthalte im Nahverkehr sowie kurzfristige Aufenthalte von Mitgliedern des Deutschen Alpenvereins und der Gebirgs- und Wanderoereine und ähnlicher Vereine im Rahmen von Fuß-, Rad- und sonstigen Wanderungen. Als kurzfristig gelten Aufenthalte bis zu drei Tagen an jedem Aufenthaltsort, wobei der Ankunfts- unb ber Abreisetag als je ein Tag gelten. Dagegen sind e i n t r a g u n tz s p f l i ch t i g die Aufenthalte im Rahmen des Sozialerholungswerkes ber DAF., der Reichsoersicherungsanstalt, der Lan- desoersicherungsanstalten unb des Gemeinschaftswerkes der DAF.; auch müssen die Aufenthalte im Rahmen der Heilverschickung der NSV. (Ausnahmen bei Bombengeschädigten s. o.) sowie der Träger der öffentlichen Fürsorge eingetragen werden. Selbstverständlich ist, daß der Aufenthalt in öffentlichen oder privaten Erholungsheimen in die dritte Reichskleiderkarte einaejragen werden muß, auch dann, wenn mehrere Aufenthalte, die zugelassen sein müssen, innerhalb eines Jahres genommen werden. Das gleiche gilt für Pflegepersonen, sofern sie nicht zu hilfsbedürftigen ober gebrechlichen Kranken gehören. Auch der Aufenthalt von Lazarettbesuchern gehört hierzu, wenn er die vom Chefarzt bes Lazaretts bescheinigte Dauer von wenigen Tagen über* ftei-gt, und schließlich der Aufenthalt von Angehörigenbesuchern, wenn er die zur Erledigung geschäftlicher ober familiärer Angelegenheiten erforderliche Zeit von drei Tagen überschreitet. Zur lleberprüfung der Ausführung dieser Bestimmungen, die am "20. März dieses Jahres erlassen wurden, sind die Landesfremdenverkehrsverbänbe angewiesen, laufend und unerwartet Kontrollen auszuüben, ja, wenn es sich als notwendig erweist, etwa bei aroben Verstößen gegen die Anordnungen, auch Sonoerkontrollen vorzunehmen. Den Kontrollen soll ein Vertreter des Beherbergungsgewerbes angehören. Bei diesen Kontrollen soll besonders ers beutfe 'scheibunye ■ des & i Nchi, ragen wc Bevölkerung noch keine I darauf geachtet werden, daß die Personen bevor- mgspflicht von Ferien- rechteter Gruppen auch bevorzugt untergebracht außerhalb des Wohn- werden, wozu auch gehört, daß Bestellungen von icht zugunsten 7" 7' bett. Sorgfältige, richtige Angabe des Bestimmungsbahnhofs in Uebereinftimmung mit dem Frachtbrief verhütet Fehlleitungen. Das aber ist ein Beitrag zum Erfolg, denn Räder müssen rollen für den Sieg! ** Die Abgabe von Tabakwaren ab 1. August wird in einer Bekanntmachung des Wirtschaftsamts der Stadt Gießen in unserer heutigen -Ausgabe geregelt. In dieser Anordnung wird bestimmt, wieviel Zigarren, Zigaretten usw. auf jeden Abschnitt gegeben werden. ** Das Baden in der Lahn ist wieder gestattet, nachdem neuere Untersuchungen ergeben haben, daß das Lahnwasser' nicht mehr gesundheitsschädlich ist. ** Reichssportabzeichen. Die Prüfungen im Schwimmen, Schießen und Rudern zur Erlan- a des Reichssportabzeichens werden am können Samstag, 1. August, abgenommen, wie heute in einer Bekanntmachung angekündigt wird. ** Von den Theaterringen der NSG. „Kraft durch Freude". In dem Bestreben, möglichst vielen Volksgenossen den Genuß wertvoller Theateroeranstaltungen zu vermitteln, ist die Kreisdienststelle der NSG. „Kraft durch Freude" in den letzten Iahten von ständigem Erfolg gewesen. So-konnte sie im vergangenen Winter drei Theater- '1 ringe, einen 16er-, 1Öer- und 8er-Ring durchführen. Auch für den kommenden Winter sind drei Theaterringe in demselben Umfange geplant. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gonge, und die drei Ringe erfreuen sich wie seither lebhafter Anteilnahme der Theaterfreunde. Nach Fertigstellung des Spielplanes unseres Theaters für die kommende Winterspielzeit werden die Teilnehmer von den einzelnen Theaterstücken, Opern und Operetten unterrichtet werden. ** Triumph der Heiterkei t." Am kommenden Montag wartet die NSG. „Kraft durch Freude" wieder im Gloria-Palast mit einem heiteren Varieteprogramm auf. Es wirken — so schreibt man uns — mit: Käte Teil heim, die deutsche Jodlerkönigin, Rostando, der unerreichte Jongleur, und seine hübsche Partnerin, Cläre Stauffen, die jubilierende Nachtigall, Mary und Nicolas Siphoff, die herrliche Tanzschau, Jutta Riechert, die entzückende Vortragskünstlerin und Parodistin, Viktoria Antaleck in ihrer einzigartigen, vielseitigen Musikalschau, Harry Kobler, der bekannte Rundfunkhumorist, Erna Tellheim, die jugendliche Tänzerin. Hans .Fritsch begleitet am Flügel. ** Im D i enst schwer v e runglü ckt. Am gestrigen Mittwochnachmittag ereignete sich im Ran- gierbahnhof in der Nähe der Margaretenhütte, ein Unglücksfall. Dort wurde der Rottenführer Daniel Seibert, der die Arbeiten einer Streckenarbeiter- Rotte beaufsichtigte, von der infolge scharfen Ruckes einer rangierenden Wagenabteilung plötzlich aufspringenden eisernen Tür eines offenen Güterwagens so stark am linken Arm getroffen, daß er mit schweren Verletzungen vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte. Hier mußte dem bedauernswerten Manne leider der Arm amputiert werden. Zur Lage der Obstversorgung. Die Nachfrage nach Obst ist in Deutschland seit Jahren ständig im Steigen. Dementsprechend sind in den Jahren von 1933 bis zum Ausbruch des Krieges große Anstrengungen gemacht worden, um die inländische Obsterzeugung zu steigern. Die Erzeugung von Jungbäumen in den Baumschulen wurde in dieser Zeit um ungefähr 50 v. H. erhöht. Mit Staatsbeihilfen wurden in der gleichen Zeit im Erwerbsobstbau rund vier Millionen Obstbäume neu gepflanzt. Dazu kommen einige Millionen Obstbäume, die ohne staatliche Unterstützung neu gepflanzt wurden. Trotz dieser Anstrengungen war der deutsche Gartenbau auch im Frieden nicht in der Lage, den wachsenden Bedarf des deutschen Volkes mit Obst zu decken. Ungefähr 15 bis 20 v. H. des Bedarfs wurden durch ausländische Zufuhren befriedigt Die Einfuhren aus dem Ausland spielten insbesondere bei der Versorgung der Märkte mit Frühobst, d. h. in den Monaten Juni bis' August, eine große Rolle. Infolge des Krieges sind die Einfuhren aus den europäischen Lieferländern stark rückläufig. Die Einfuhren aus Uebersee sind praktisch bedeutungslos geworden. Darüber hinaus wurde die Versorgungslage entscheidend beeinflußt durch die großen Frostschäden, die der strenge Winter 1939/40 und die folgenden Winter in allen deutschen .Obstbaugebieten verursacht haben. Bei Zwetschen, Pfirsichen und Kirschen sind durch den Frost in einzelnen Gebieten bis zu 80 v. H. der Obstanlagen völlig zerstört worden. Aber auch das Kernobst hat durch den Frost in fast allen Obstbaugebieten stärkste Verluste erlitten. Im Reichsdurchschnitt betrugen nach den Ermittlungen des Statistischen Reichsamtes die Verluste im Winter 1939/40 im einzelnen bei Süßkirschen 29,2 v. H., Sauerkirschen 16,9 v. W., Pflaumen 33,9 v. H., Mirabellen 22,9 v. H., Aprikosen 24,7 v. H., Pfirsiche 37,6 v.H., Walnüsse 25,9 v.H., Aepfel 21,2 v. H., Birnen 19,9 v. H. des> Gesamtbestandes. Die Folgen des Winters 1939/40 zeigten sich aber nicht nur in dem totalen Verlusts vieler Bäume. Gleichzeitig wurden auch die übrigen Bäume in großer Zahl durch den Frost so geschwächt, daß sie entweder ein Opfer her folgenden Winter oder jedenfalls in ihrer Ertragsfähigkeit stark beeinträchtigt wurden. Die Verminderung der Baumzahl macht sich jetzt auch in der Versorgung mit Kirschen stark bemerkbar, obwohl die Kirschenernte an den noch vorhandenen Bäumen an sich gut ist. Beim Beerenobst hat der harte Winter 1941/42 insbesondere in den Erdbeerenanlagen schwere Schäden verursacht. Teilweise wurden bis zu 50 v. H. der Erdbeerpflanzen zerstört. Bei Himbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren sind keine größeren Frostschäden zu verzeichnen. Dieses Beerenobst ist jetzt mengenmäßig nicht in der Lage, einen Ausgleich für das sonstige fehlende Frühobst zu bringen. Die durch alle diese Umstände verursachte Knappheit an Obst erscheint dem einzelnen Verbraucher besonders schmerzlich, weil er begreiflicherweise den Wunsch hat, den kriegsbedingten Mangel an den verschiedensten Lebens- und Genußmitteln durch verstärkten Verzehr von Obst auszugleichen. Bei der Beurteilung der Obstversorgung darf schließlich nicht vergessen werden, daß ein Teil des anfallenden Obstes unbedingt zur Sicherung der Marme- ladenerzeugung vorbehalten bleiben muß. Besonders bedauerlich ist, daß die Fröste der letzten Winter auch in den Baumschulen dem Nachwuchs an Obstbäumen starke Verluste zugefügt haben. Ein großer Mangel an Jungbäumen ist die Folge. Dadurch wird der an sich schon mehrere Jahre in Anspruch nehmende Wiederaufbau des Obstbaumbestandes erheblich verzögert. — Heilkräfte in Wald und Flur. Morgen, Freeitag, findet in Gießen eine Arbeitstagung der Leiter der He'ilkräuter-Bezirkssammelstellen des Kreises Wetterau statt. Im Rahmen dieser Tagung wird der Gausachbearbeiter der RfH. (Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung), Apotheker Ripperger (Frankfurt am Main), im Physiksaal der Goetheschule nachmittags einen öffentlichen Lichtbilderoortrag über „Heilkräfte in Wald und Flur" halten, wie im Anzeigenteil bereits bekannt gegeben wurde. Jedermann ist zu diesem Vortrag eingeladen. ** Sammelt Vogelfutter für den Winter! Als naturverbundene Menschen treffen mir schon jetzt Vorsorge, um den bei uns überwinternden Vögeln über die nahrungsarme Zett hinwegzuhelfen. Da die üblichen ölhaltigen Sämereien nicht ausreichen, müssen die in Gärten gewonnenen Hanf-, Sonnenblumen-, Gurken- und Kürbiskörner vorwiegend für die Meisenfütterung verwendet werden. Beim Dreschen und Reinigen des Getreides abfallende Unkrautsämereien sind wertvolles Winterfutter für unsere Finken. Auch Bucheckern und Lindensamen eignen sich. Als Beigabe zu dem Futter für Weichfresser reichen mir getrocknete Wildbeeren und Früchte von Holunder, Ebereschen, Wildrosen, Traubenkirsche, Kreuzdorn, Schneebeere, Weiß- und Rotdorn, Wacholder u. dgl. Den strengen Wintern der letzten Jahre sind zahlreiche nützliche Vögel zum Opfer gefallen. Die Vogelschutzwarte Frankfurt a. M.-Rödelheim bittet daher, rechtzeitig mit dem Sammeln von Sämereien und Wildbeeren zu beginnen. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. # Mainzlar, 28. Juli. Die Kriegskameradschaft Mainzlar hielt dieser Tage einen Kamerad sch aftsappell ab, in dessen Verlaus fünf Mitglieder für 50jährige, sechs Mitglieder für 40jährige und acht Mitglieder für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Das Schießabzeichen in Silber wurde einem Kameraden, das Schießabzeichen in Bronze ebenfalls einem Kameraden überreicht. Den langjährigen Mitgliedern sprach der Kamerad- 'schastsführer Dank und Anerkennung für ihre Trenö! zur Kameradschaft aus. Kreis Wetzlar. » Dutenhofen, 30. Juli. Auf der Fahrt zu ihrer Arbeitsstätte in Garbenheim bei Wetzlar kam heute früh die Katharine Oßwald von hier mit' ihrem Fahrrad auf der Landstraße an unserem Ortsausgang so unglücklich zu Fall, daß sis mit einem Unterschenkel bruch liegenblieb und vorn Roten Kreuz in Gießen der Chirurgischei, Klinik zugeführt werden mußte. Akademisches Kameradschafks- Sporllager. Im Bootshaus der Unioerfüät Marburg. begann am 27. Juli ein deutsch-ausländisches Kamerad' schafts-Sportlager des Auslanüsamtes der Deutschen Dozentenschaft. -ES trafen dort etwa 20 junge, zur Zeit in Deutschland lebende Akademiker aus allen europäischen Ländern mit deutschen Akademiker zusammen. Das Treffen soll weniger den Charakter eines Wettkampfes haben, als vielmehr ein kameradschaftliches Beisammensein junger europäischer Hochschulangehöriger auf sportlicher Grundlage darstellen. Der Reichssportführer und der Reichsdozentenführer haben für die besten Leistungen Preise ausgesetzt. Iugend-Danderpreisschiehen des Unterkreises Wetzlar-Nord. Am vorigen Sonntag fand in Krumbach das Jugend-Wanderpreisschießen des Unterkreises Wetz. lar-Nord bei guter Beteiligung statt. Geschossen wurden je Schütze 10 Schuß liegend freihändig ohne Probeschuß. Mannschaften, zu vier Mann. Den Sie-, ger stellte auch in diesem Jahre Launsbach mit 376 Ringen mit den Schützen Heini Kraft, Ludwig Pfeffer, Hans Seibert, Heinz Debus. Es folgtet^ Salzböden I. Mannschaft mit 350 Ringen, LaunsbachII. Mannschaft mit 338 Ringen, B i e» her mit 312 Ringen, Salzböden II mit 300 Ringen, Krumbach I mit 296 Ringen, Salz« böd e n III mit 281 Ringen, Krumbach II mit 274 Ringen. Die besten Einzelschützen waren Heinz Debus (Launsbach) 100 Ringe, Helmut Henkel (Salzböden) 100 Ringe, Ferdinand Leicht (Launsbach) 97 Ringe, Ludwig Pfeffer (Launsbach) 95 Ringe. Heini Kraft (Launsbach) 93 Ringe. Damit ging bei Wanderpreis an den SchützenvereinLaunss b a ch über, der ihn dreimal hintereinander errungeit und in dem Schießwart Otto Debus einep gutett Ausbilder hat. Ekprehgutsendungen beraubt. Lpd. Frankfurt a. M., 28. Juli. Ein 64jährt» ger, aus Oberroden gebürtiger, bei der Reichsbahn tätiger Lade meister wurde von der Strafkamme« Frankfurt wegen Amtsunterschlagung zu zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt'. Der Angeklagte war über 40 Jahrei im Bahndienst tätig gewesen. Im Vorjahre begann er mit der Beraubung von Expreßgütern. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet HauvtschriftleiterS: Ernst Bkumschetn. Verantwortlich für Politik und Biiber: Dr. Fr. W. Lange: für bas Feuilleton: Dr. Hans Tchyriot: für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsbruckerei R. Lange K. G. Berlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Dnzeigenpreisliste Nr. 6. Unerwartet erhielten wir die uns erschütternde Nachricht, daß mein lieber, /guter Mann,unser braver, un- vergeßlicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate, Neffe und Vetter Heinrich Seipp Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II des Sturm- und Verwundeten-Abzeichens im Alter von 25 Jahren am 18. Juni, nach kurzem Eheglück, im Osten den Heldentod starb. Er folgte seinem Bruder, der am 6. Juni 1940 bei den Kämpfen im hohen Norden auf dem Felde der Ehre geblieben ist. In tiefer Trauer: Lina Seipp, geb. Bellof Ludwig Seipp u. Frau; Rudolf Seipp u. Frau Katharine Seipp; Marg. Bellof, geb. Dörr Heinrich Bellof, z. Z. im Felde, und Familie Bruno Pior, z. Z. Im Felde, und Familie sowie alle Verwandten. Rödgen, Großen-Buseck, Annerod, Landenhausen, Gießen, im Juli 1942. ________ 2331 D Danksagung. Allen denen, die uns mit Wort und Schrift beim Heldentod unseres lieben Sohnes Karl Vogel, Krd.-Gefreiter in einer Panzerabwehr-Abtlg., ihre Anteilnahme bewiesen, danken wir Von ganzem Herzen, besonders Herrn Pfarrer Bickel für die lieben Worte, dem Frauenchor für den Gesang, sowie der Betriebsführung und allen Berufskameraden. Familie Wilhelm Vogel III. n. Fran, geb. Conrad. Alten-Buseck, den 29. Juli 1942. 2335 D Für die liebevolle Anteilnahme an dem großen Schmerz beim Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Schwester und Schwägerin Aenne Winnecker für die Blumen- und Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker sagen wir unseren herzlichen Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Winnecker; Käte Winnecker Hanny Bus, geb. Winneckpr Dr. Rich. Bus, z. Z. bei der Marine. 03549 Gießen, im Juli 1942. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die mir und meinen Angehörigen beim Heimgang meiner treuen, herzensguten Lebensgefährtin zuteilgeworden sind, spreche ich zugleich im Namen der übrigen Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dank aus: _ _ . _ , . _ Hofrat Ludwig Ramge Kanzler i. R. Nidda, den 28. Juli 1942. ______ ___2328 D Große Ausbildungskurs f. jg. Mädchen als techn. Zeichnerinnen. Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Elektrotechnik 1 Maschinenbau Bekanntmachungen. Mr den Stadtkreis Gießen gilt ab 1. August 1942 hinsichtlich der Abgabe von Tabakwareu bis auf weiteres folgende Regelung r" Es entfallen: auf einen Abschnitt 4 Zigaretten oder auf einen Abschnitt 1 Zigarre oder auf einen Abschnitt 2 Zigarillo oder 2 Stumpen zum Verkaufspreis vis zu 0,07 RM. (ohne Kriegssteuer) oder auf einen Abschnitt 1 Zigarillo oder 1 Stumpen zum Verkaufspreis von 0,08 RM. und höher (ohne Kriegssteuer) oder auf 8 Abschnitte 50 Gramm Feinschnitt-Tabak oder auf 10 Abschnitte 100 Gramm Krüll- oder Grobschnitt- oder Strang-Tabak oder auf einen Abschnitt 10bis 20 Gramm Schnupftabak. Es ist zulässig, auf 6 Abschnitte eine geschlossene Packung mit 25 Zigaretten abzugeben. Bei dem Verkauf ist zu beachten, daß Tabakwaren nur auf fällige Abschnitte abgegeben werden dürfen. Die Verkaufsstellen dürfen gleichzeitig höchstens 14 zusammenhängende Tagesabschnitte einer Kontrollkarte beliefern, wobei höchstens 8 Abschnitte nach dem Verkaufstage fällig werden und höchstens 6 Abschnitte vor dem Verkaufstage fällig geworden sein dürfen. Abschnitte, die mehr als 6 Tage zurückliegen (bei Männerkarten 6 Abschnitte, bei /V-rauenfarteu 3 Abschnitte), sind verfallen. Die Verkaufsstellen haben die belieferten Abschnitte abzutrennen und aufzubewahren. Verfallene Abschnitte haben die Verkaufsstellen abzütrennen und in Gegenwart des Karteninhabers zu vernichten. Vom Verbraucher abgetrennte Tagesabschnitte dürfen von den Verkaufsstellen nicht beliefert werden. Abänderungen vorstehender Mengen bleiben vorbehalten. Verstöße gegen die' vorstehende Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung vom 26. November 1941 bestraft. [2336D Gießen, den 30. Juli 1942.' Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Wirtschaftsamt. Betr.: Baden in der Lahn. Nachdem weitere Untersuchungen ergeben haben, daß das Lahnwasser nicht mehr gesundheitsschädlich ist, setze ich meine Anordnung vom 17. Juli 1942 außer Kraft. Das Baden in der Lahn ist demzufolge wieder gestattet. [2337C Gießen, den 29.Juli 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ortsvolizeib ehörde. I. V.: Nicolaus. Betr.: Reichssportabzeichen; hier: Schwimmen, Schießen, Rudern. Am Samstag, dem 1. August 1942, ab 17.30 Uhr, Prüsuny im Schwimmen im Schwiminbad Gießen- Klein-Lmden. Am Samstag, dem 1. August 1942, ab 16.00Uhr, Prüfung im Schießen an den Schießständen der Schützengesellschaft neben dem Militärschießstand. Am Samstag, dem 1. August 1942, ab 19 Uhr, Prüfung im Rudern. Start am Bootshaus der G. R.-G. Berverber können sich vor der jeweiligen Prüfung melden. Urkundenhefte mit Lichtbild und beglaubigter Unterschrift sind mitzubringen. [2333C Gießen, den 28.Juli 1942. Der Oberbürgermeister rugl. f. d. Landrat des Landkreises Gießen. I. A.: gez. Gravert. Ireibankverkauf am 31. Juli 1942: 2334A von 8-9 Uhr Nr. 1821-1870 von 9-10 Uhr Nr. 1871-1920 von 10-11 Uhr Nr. 1921-1970 von 11-12 Uhr Nr. 1971-2020 Stabt Schlachthof- Gießen. Junges Arztehepaar sucht zum 1. Oktober 1942 2-3 Ml. Oö. leere Zimmer evtl. mit.Küchenbenutzung. Schr. Ang. unt. 03646 a.d. G.A. Junge gebild. Dame sucht ab sofort 1 bis 2 möblierte Zimmer Schriftliche Angebote unter 2329V an den Gießener Anzeiger erbet. 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