vlenrtag. 29. Dezember (9^2 |92. Jahrgang Nr. 305 Sictie'ni lüfiutt), auker Sonntaas und Feiertag- .zinnrtbme uun '2liueineu für die Mittagsnummer bi- 8'/,Uhr desBornlittag- ilttieiflen»l;rfife für die Millimeter-ZetlO von 22 Mitlimeier Breiter 7Rvf. für Aomiliennn* -eigen und Oriente GelegendeitSan-emen 14Rvf. f. Werbeanzeige« und neirimftltdie t^etegenbeitsan-emetr Dlabvor chrift < vorherige Vereinbarung) 2fie/o mcov : Gießener Anzeiger ^fffchetf 11 Roe &ranfffl/^ vrAflscheUvioersilLt-dnSererLr^ General-Anzeiger für Oberheffen chen Fragen beschäftigen schließlich mit militari werde. Mit dieser Ein chränkung des Wirkungskreises für Giraud hat sich Roosevelt nunmehr die llichen Möglichkeiten Nord- Ausbeulung der wirtscha rieüigung der USA.-Regie- afrikas gesichert. Die Be schiert. — Die Radio Vichy meldet, überflog da brMfch-gavlllstisches Flugzeug die Stadt Dschibuti und warf Flugblätter ab, in denen es hie^ daß die Truppen der „Dissidenz" in die Kolonie eia- gerückt seleu. Am Montagabend waren die englisch, gaullistischen Streitkräfte von Vesten bis auf drei Kilometer an die Hauptoerleidigungslini- heran» gerückt. Truppen tinfr Strelkkräfke de Gaulles find nach einet • . Reuter-Meldung in Französisch-Scmaliland elumor- und Kampfflugzeuge konnte ein feindliches Bataillon völlig aufgerieben werden. Hunderte von Toten blieben neben den umgestärzten Fahrzeugen und zerfetzten Gespannen auf den vereisten Straßen liegen. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, durch Flakartillerie und Jagdflugzeuge unsere Stukas abzudrängen. Der Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhauptguartier, 28. Dez. Das Oberkommando der Vehrmacht gibt bekennt: 3m Terekgeblet brachen erneute feindliche Angriffe zusammen. hierbei und im Laufe der auch gestern erfolgreichen Abwehrkämpfe zwischen Wolga und Don und im großen Donbogen wurden 59 sowjetische Ponzer vernichtet. Durch schwere Luftangriffe, bei denen auch italienische und rumänische Fliegerverbände e'.ngeseht waren, erlitt der Feind ebenfalls hohe Ausfälle. 3m mittleren Frontabschnitt wurden örtliche Angriffe gegen die deutschen Stellungen abgewehrt. Südöstlich des 3 tm en fees griff der Feind erneut an. Er wurde trotz starken Artillerie- und Pan- zereinsahes la harten Kämpfen zum Teil Im Gegenstoß abgewiesen. An der Eismeer front griffen Sturzkampf- flleger Hafenanlagen auf der F i s ch e r h a l b l n s e l und in M u r m a u f k mit guter Wirkung an. 3n Libyen verstärkte beiderseitige Auftläruags- tätigkeit. Oertliche Angriffe des Feindes In Tunesien gegen vnsere Gefechtsvorposten wurden abge- wiesen und tm Gegenstoß weiteres Gelände gewonnen. Sturz- und Tiefangriffe starker Verbände der Luftwaffe fügten dem Feind empfindliche Verluste zu. Harte Abwehrkämpfe. Vergebliche bolschewistische Ausbruchsversuche im großen Donbogen. Scharfsinn von Eisenhower und Murphy, glaubten die Amerikaner» die englische Mißbilligung ihres Vorgehens in Nordafrika mit Gelassenheit ertragen zu können. Der Mord an Darlan mar ein Kinnhaken, der sie aus diesen Illusionen ziemlich unsanft weckte. Die Ernennung Girauds macht diesen Schlag nicht wett. In London wird bereits erklärt, Giraud sei eine völlig unpolitische Natur, und ein Mann, der nur als lokaler militärischer Führer Bedeutung hahF. Mit anderen Worten, die Engländer halten an de Gaulle fest und vertrauen darauf, daß es leichter sein wird, Giraud in Abhängigkeit von de Gaulle zu bringen, als vordem Darlan. Das heißt also, daß mit der Ermordung Sarians der angloamerikanische Gegensatz in Nordafrika nicht über- wunden, sondern erst recht akut geworden ist. Giraud und de Gaulle. Zurich, 29. Dez. (Europapreß.) Nach der Ernennung des Generals Giraud zum Nachfolger des ermordeten Admirals Darlan haben es die Vereinigten Staaten sehr schnell verstanden, sich auch dieses Verräters zu versichern. United Preß erklärt, daß in den nächsten Tagen ein Vertreter des Generals Giraud für alle zivilen Fragen ernannt werden wurde, er werde sich besonders iren wirtschaftlichen Problemen widmen, und zwar unter der Aufsicht des nordamerikanischen Sonderbevollmächtigten Murphy. General Giraud habe General Eisenhower die Versicherung abgegeben, daß er sich austischen Politik in den französischen Kolomalgebieten, General 6e Gaulle, gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. In einer RunLsunkansprache erklärte er, General Giraud sei ein „ruhmreicher FeDherr^, und gab feiner Hoffnung Ausdruck, daß die einzelnen Splittergruppen der dissidenten fron, chfischen Streitkräfte bald zu einer Einheit verschmolzen sein würben. Me aus London gemeldet rung über diesen fügsamen Nachfolger Sarians kam auch in der Erklärung des nordamerikanischen Außenministers (Sorbett Hüll zum Ausdruck, die Wahl von General Giraud zum Oberkommistar von Nordafrika sei eine äußerst glückliche. wird, hatte Churchill am Sonntag de GaullS und General de la Vigerie zum Frühstück ein* geladen. Se Gaulle hatte am Montag mit dem brt» tischen Außenminister Eden eine Unterredung, Se Gaulles Vertreter in Syrien, General (Sa* troux, hat nach Brkanntwerden der Nachricht von der Ermordung Sarians Beirut im (flug’eug verlassen. Er ist nach Kairo geflogen, wo er mit den britischen Behörden Fühlung nehmen will. Bei seinem letzten Ausenthalt in London hatte Catroux scharf gegen Sarian Stellung genommen, da feine Erwartung, er werde selbst zum Ches der französi* scheu Streitkräfte in Nordasrika berufen werden, durch Sarian vereitelt worden sei. Nun will er sich 3U Beginn des nächsten Jahres zur Klärung der Position von Syrien und Libanon nach W a • shington begeben. Sieser Versuch, sich die Unterstützung von Washington zu sichern, wird in Bei* rut als eine Folg; des britrsch-nordamerrkamschen Abkommens über dir Berlenlung ter EnstußzoneA im Nahen Osten hinge stellt, durch das sich die Der* einigten Staaten bereits Syrien und Libanon gesichert hätten. Wieder zwölf vichytreue Franzosen von Amerikanern erschossen. Paris, 28. Dez. (SND.) Zn Oran sind wiederum zwölf Franzosen durch die amerikanischen Militärbehörden zum Tode verurteilt und erschossen worden. Sämtliche Hingerichteten waren Mitglieder der Französischen Volkspartei und auf Anzeige von Juden verhaftet worden. Ser einzige Vorwurf, den man ihnen hatte machen können, war Anhänglichkeit an die Regierung des Marschalls PStain. Englischer Ueberfall auf französisch-Somalilond. Genf, 29. Drz. lDNv. Funkspruch) vriklschI Unverminderte Gegensätze in Nordafrika Don unserer Berliner Schriftleitung. 1941 geschaffene politische Lage wirkt sich weiter aus in einer zunehmenden Sistanzierung. Sies wurde besonders deutlich, als die Vereinigten Staaten im Sommer dieses Jahres, ohne daß Finnland irgendeinen Anlaß hierzu gegeben hafte, ihre konsularischen Beziehungen zu Finnland abbrachen. Sieser Schritt ist als eine offenbar mit Rücksicht auf Moskau erfolgte provokatorische Maßnahme in Finnland auf- genommen worden. Ob die Mitte Dezember be- fanntgegebene Heimreise des amerikanischen Ge- sandten in Helsinki als ein weiterer Schritt in dieser Richtung zu bewerten ist, bleibt abzuwarten. Sas junge, selbständige Finnland beweist täglich erneut aus eigener Kraft eine unerhörte Zähigkeit des Lebenswillens und ein unerschöpfliches Maß von Lebenskraft. Diese Zähigkeit und diese Lebenskraft sind aber die besten Garanten für die Zukunft Finnlands, zu der die jetzige Generation den Grundstein legt. Wiederaufbau in Finnland Bon unserem F. E.-Berichterstatter. hin in Besuchen führender DersonNchkeiten und Presseabordnungen sichtbar wurde. — Don den neutralen Landern steht Schweden Finnland als Nachbarland am nächsten. Sie Beziehungen waren im Laufe des Jahres mehrfach Schwankungen unterworfen, die sowohl bei den langjährigen Wirtschaftsverhandlungen zwischen beiden Ländern als auch in gelegentlichen Pressepolemiken in Erscheinung traten. Gegen Jahresschluß ist aber auch auf diesem Gebiet eine Wendung zum Besseren unverkennbar geworden. Eine besondere Stellung nehmen innerhalb der finnischen Außenpolitik die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ein. Sie im Jahre (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Hesinki, Ende Sezember 1942. Am 6. Sezember 1942 waren 25 Jahre seit dem Tage vergangen an dem die Selbständigkeit und staatliche Unavhanglgkeit Finnlands verkündet wurde. An feiner Wiege stand bereits die erste kriegerische Auseinandersetzung mit dem Dolsche- wsmus, unö gegenwärtig führt Finnland seinen dritten Krieg mit der Sowjetunion. Neben der festen militärischen Sicherung ferner Ostfront und den ansehnlichen Erfolgen der finni- schen Seeftreitkrafte gegen die sowjetrussische Flotte im Finnischen Meerbusen steht als eines der her- ovrstechendsten possitiven Merkmale ir.s Jahres 1942 bas Jnganghalten des Wirtschaftslebens nur mit den einheimischen Ar- bettskräften. Wenn man bedenkt, daß 16 v. H. der Begeiferung völlig in den Kriegsapparat eingefügt finb, so scheint es dem Außenstehenden unfaßbar, wie all bie großen Ausgaben des Krieges in diesem so weit gestreckten Lande gemeistert werden konnten, vor allem die W a I b a r b e i t e n , die für die Brennholzversorgung im Lande der langen Winter sowie für die Holzindustrie von lebenswichtiger Be. fceufung sind. Man redet in Finnland n'e viel über Schwierigkeiten, man klagt nicht über Not,, sondern man stellt nüchtern fest, was getan werden muß! Stehen keine ordentlichen Arbeitskräfte zur Dersüg-ung, wird eben die Gesamtheit des Volkes aufgerufen, um unter der Parole: „Einer für alle, alle für einen" mit Hand onzulegen und die Schwierigkeiten zu meistem. Darin liegt das beste Zeugnis für die fest gefügte Einheit der finnischen Heimatfront: Jeder weiß, was e Außenhandel ist inf->l-^ der lranepor-- Mvierigkeiten und Blockaden^in der Hauptsache aus bie Ostseeländer b-Ichrmrkt. vbllwhl d-r Wert der finnischen Ausfuhr wie der Einfuhr eine steigende r-r-^n, gegenüber dem Dorjahr aufweist, aber Kcid»eMwj auch die Preise erheblich g-sk-Rn stN), tfl die Warenmenge dach geringer als im V°ri-Hr. durch eingreifende Steuermaßmchmen ist der kt-Ashaushalt ins Gleichgnmcht g-irach^ w>rü n lwdurch einer sich verschar^nüen «fla I-nd-nz ein starker Damm entgegengesetzt wurd Luch außenpolitisch waren ,m S°hre 1S4! bitte besonderen Ereignisse zu v-r-etchnem E- ist süwch f-steustell-n. daß die tm Jahre 1941^geWaff-ne wlitische Lage sich, wenn auch in ruhigen Dahnen, s. doch in deutlicher Weise weiter ausgem.rkt hat las D'rhältnis zu den verbündeten Landern trug dm Ziempei zunehmender H-rzlichk-^ und noch stsleren Zusammenschlusses. 2« D-rhalch» z^ k-utschland kam dies besonders deullich an des Besuches des Führers ZUM \d Krtstaa Keidmars^ll Mannerb-im- zum Anbruch tzgch das Verhältnis zu den u6ngen berbundeten Ärn stand im Zeichen einer immer enger haltenden Verbundenheit, was auch nach außen Oie deutsche Lustwaffe 1942. Bon General der Flieger Quade. Auch im Jahre 1942 besteht eine enge Wechsel- wirkuny zwischen den Kämpfen von Luftwaffe, Heer und Kriegsmarine. Sie gegenseitige Ergänzung ihrer Wirkung ist einer der wichtigsten Gründe für die Erfolge, welche die deutschen Waffen auch im vergangenen Jahre erringen konnten. 21 n der O st- front tritt diese enge Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und Heer besonders klar in Erscheinung. Während der Wintermonate haben hier Glatteis und lange anhaltende Schneestürme verschiedentlich an weiten Teilen her Front fast den gesamten Nach- schubverkehr für mehr oder weniger lange Zeit fast völlig lahmgelegt. Stimit war auch die Heranführung von Reserven nach besonders bedrohten Frontabschnitten. schwer behindert. Sie Luftwaffe konnte als operative Reserve überall dort eingesetzt werden, wo schnelle Hilfe besonders erforderlich war. Ihrer Unabhängigkeit vom Straßen- und Eisenbahnnetz sowie ihre Fähigkeit, auch weite Strecken schnell zu überwinden, erwiesen sich gerade in diesen Wintermonaten als. ein unschätzbarer Vorzug. Letzte Einsatzbere-'.tschaft der Besatzungen überwand auch den schlimmsten Feind, Schneetreiben und schlechtes Wetter. Zusammen mit den Leistungen der Lufttransportverbände, welche den in besonders schweren Abwehrkämpfen stehenden Frontabschnitten Reserven, Munition und Verpflegung zuführten, hat das Eingreifen der Kampf-, Jagd» und Aufklärungsverbände ganz entscheidend dazu beigetragen, daß die deutsche Front im Osten diesen schweren W'nter erfolgreich überstehen konnte. Als der Frühling dem Heere seine Bewegungsfreiheit wiedergqb, konnte auch die Luftwaffe die nun beginnenden Angriffsoperationen unterstützen. Sie schaffte durch schnelle Erkämpfung der Luftüberlegenheit eine wichtige Vorbedingung für die Rückeroberung von Kertsch und erleichterte durch schwerste Luftangriffe auf die stark ausgebauten sowjetischen Feldstellungen den Angriff und Surch- bruch. Ser geschlagene Feind wurde auch über die Straße von Kertsch hinaus verfolgt und dabei zahlreiche Fluchlschiffe versenkt. Bekämpfung des Schiffsverkehrs und des wichtigsten sowjetischen Hafens am Schwarzen Meer waren auch der Auftakt für den Angriff des Heeres gegen die belagerte Festung Sewastopol. Rollende Luftangriffe, bei denen eine sehr hohe Zahl von Bomben auf die Verteidigungsanlagen fielen, unterstützten die stürmend« Infanterie. Im Raume von C h a r k o w brach die am 12. Mas begonnene Großoffensioe Timoschenkos nach mehr als einer Woche währenden schweren Abwehr- kämvfen zusammen nicht zuletzt auch infolge des wirksamen (Eingreifens der Luftwaffe. 538 Fe'nd- flugzeuge fielen ihr allein auf diesem Kampffeld in kurzer Zeit zum Opfer. In der großen Danzer- schlacht am 17. Mai vernichteten Fliegerbomben 54 sowjetische Panzsr. Aus dem Raume Charkow- Kursk heraus wurde am 28. Juni auch der groß« Angriff oorgetragen, der die Sowjetfront in e ner Breite von mehr als 500 Kilometer aufriß. den geschlaoenen Feind in rastloser Verfolgung über den Son trieb und besten Spitzen bis zur Wolga vordrangen. Hier wi? bei der nach Süden vorstoßenden Anarisfsarmee konnte die Luftwaffe durch die Unterstützung des Heeres an der Front und durch^fchwerste Schäd'gung der zurückflutenden Feindverbänd» besonders wirkungsvolle Erfolge erzielen. Ihre Mitwirkung bei den Kämpfen um Stalingrad, am - Terek und im Kaukalus sind weitere Merksteine an dieser gewaltigen Siegesstraße, auf Sarian ist rasch zu Grabe getragen, sein Attentäter noch rascher verschwunden. Nachfolger Sarians ist Giraud, der andere Verräter-General. De Gaulle, der Kandidat der Englärürer, ist neuerdings — we- nigstens für den Augenblick — durchgefallen. Der Zeitpunkt für das Attentat auf Sarian war ausgezeichnet gewählt. Sie Schüsse auf Sudan wurden am Sonnerstag, also am Weihnachtsabend, kurz nach 15 U*x abgefeuert Die Nachricht wurde zunächst zuruckgehalten. So gelangte sie erst nach London und Washington, als die Weihnachtszeitun- gen bereits erschienen waren. Trotzdem wird der ganze klaffende Gegensatz zwischen dem amerikanischen Imperialismus und den englischen Bemühungen auf Erhaltung der eigenen Macht im feindlichen Rundfunk, in der feindlichen Presse deut- I d), obwohl die Nachricht von der Ermordung Dar- Ians mitten in den Weihnachtsfrieden hineinplatzte. Sas Wort Churchills, er wolle nicht der Liquidator des britischen Weltreiches fein, hat eine Bestätigung gefunden in dem Versuch, die Beiseite- schiebung des britischen Weltreiches aufzuhalten. Die englische Preste spricht von einem reinigenden Gewitter, das die Spannungen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten entladen hat. Auf Regen folgt Sonnenschein. Auf Sarian folgt Giraud. Ser Himmel der anglo-amerikanischen Freundschaft strahlt wieder im alten Glanz. Wer genau hinhört, erkennt den falschen Ton darin. Ser Mord an Sarian ist eine -Frucht des weltpolitischen Gegensatzes zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten, der in Französtsch-Nordafrka rücksichtslos ausgesuchten wird? Mit der Ernennung Sarians durch Eisenhower gewannen die Amerikaner in Franzö- sisch-Nordafrika gegen England die erste Runde. Mit der Ermordung Sarians schloß die zweite Runde zugunsten der Briten ab. Sie Ernennung G rauds ohne Rückfrage in London zeigt, baß die Amerikaner ben Kampf nicht aufgeben, und die dritte Runde beginnen. „New Pork Times* schrieb: „Nur llnwistende und Wahnsinnige können annehmen, daß ein solcher Mord in solch einem Augenblick ein besonders schwieriges Problem loft.* „>.2m Bork Herold Tribüne* sagte, man glaube, daß diese Tat den Stein des Anstoßes beseitigt habe, der der Einigkeit der Alliierten im Wege lag. Sas sei aber nicht geschehen. Der diese Reaktion — in London bas Bemühen, sich reinzuwaschen, vermischt mit Triumph, in Washington Empörung und Wut, gesteigert durch bas Wissen um die Täterschaft ber Engländer — vergleicht, der weiß, was davon zu halten ift Auf ihre milftäriHe Uebermacht vertrauend, stolz auf den Angesichts ber Tatsache, daß sich die Bereinigten Staaten auch durch den Mord an Darlan nicht den Vorrang in Nor-dasrika gegenüber England streitig machen lasten, sieht sich jetzt ber Erponent ber br> Berlin, 28. Dez. (DNB.) Zwischen Wolga und Don standen die deutschen Truppen erneut in harten Abwehrkämpfen. Sie Bolschewisten führten schwere Angriffe, um unseren Panzertruppen den hier in den letzten Tagen erzielten Bodengewinn wieder streitig zu machen. Außer starken Infanterie- verbänden setzte der Feind über 70 Panzer ein, doch tarnen die Vorstöße im Kreuzfeuer der Stützpunkte zum Stehen. Artilleristen und Flakkanoniere zersprengten die geballt vordringenden Panzerformationen und trennten die Infanterie von den Begleitpanzern, so baß sich der Angriff in Einzel- kämpfe auflöste. Obwohl der Feind feine zurück- weichenden Verbände immer wieder sammelte und von neuem ins Gefecht warf, brachen alle Vorstöße am hartnäckigen Widerstand der Heeresverbanbe und unter ben Bomben der Luftwaffe zusammen. Sie Trümmer zahlreicher zerschmetterter Panzer blieben im rauchgeschwärzten Schnee der Steppe liegep. , Auch imgroßenSonbogen gingen die Der- teibigungs- und Angriffskämpfe weiter. Sie am Vortage durch energische Gegenangriffe unserer Truppen eingeschlossenen feindlichen Kräfte unternahmen verzweifelte Ausbruchsver- v er juche, ohne ben würgenden Griff der Umklammerung sprengen zu können. An anderen Abschnitten dieser Front scheiterten die bolschewistischen Vorstöße an ben §äh verteidigten Sperrstellungen und im Feuer unserer Batterien. Der deutsche Gegenangriff gewann weiter an Kraft, so bah die Bolschewisten in gemeinsamen Aktionen der Stellungstruppen und der neu herangeführten Reserven aus wiederum zahlreichen Stützpunkten herausgeworfsn und erneute Umfaflunqs- versuche bes Feindes verhindert werden konnten. Die blutigen Verluste ber Sowjets sind anhaltend schwer. Starke Verbände der Luftwaffe und Staffeln schneller italienischer Kampfflugzeuge zerstörten feindliche Stützpunkte und Trupvenquartiere dicht hinter ber Front. Bei Tiefangriffen ber Schlacht- der das Heer weitere Hunderte von Kilometern nach überschritten hatte. * h * ® Rahmen der wechnachtlichen VerwundetenIm Rui gegeben. Freiwillige Phi- auf l' Aus dem Reich. Die Verkvundetenbeireuung -er TlS.-Frouevschast. Dank, liebe Schwester Bertas — ,Lllles, alles Gute, Derdemann, unb besonders für 9I)re graul* Die Dunkelheit der Straßen wurde gemildert durch das frine Glitzern des Schneeteppichs, der sich darüber breitete. Es war dis festabendllche StiM" mung, da schon da und dort singende und jauchzende Kinderstimmen aus den verdunkelten Fenstern drangen. Friedliche Hausmusik und alte, liebvertraute Weisen trug der Wind auf seinen Flügeln. Roch einmal wollte es in Friedhelm bitterweh aufkommen. wie damals, als er in seinem Blute im Grabenstück gelegen hatte — Krüppel ... Krüppel ... was wird deine junge Frau sagen? Er bog um die letzte Hausecke, jetzt die Stern- stafseln. Läute, Friedhelm! Er atmete tief auf, als er oben die Tür gehen hörte. Jetzt wurde Klärchen heruntergesprungen kommen, ihn in die Arme schließen, und alles Trübe würde verloschen. Langsame Schritte hörte er da, bedächtig wurde ausgeschlossen, dann sah er in ein paar gute, alte Frauenaugen. ..Herzlich willkommen, daheim*, sagte eine srenrde Stimme zu ihm, aber es klang wie „Mut, Mut, Friedhelm! Kommen Sie nur herein, Ihre Frau wartet oben." Da war Wärme, heimelige Wärme im Zimmer, der Geruch von Tannen und Kerzen, Kuchen Und gebratenen Aepfeln, aber Friedhelm wollte nur wissen: „Was ist mit Klärchen?" — ,J?omm nur, komm!" rief es da aus dem anderen Zimmer, und xeg war eine Flut von Glück in diesem'Rufen. Der Soldat Weidemann beugte sich über das Bett seiner Frau und schämte sich nicht der Tränen, die ihm über die Wangen liefen. „Wir haben uns zu .zweien aus dein Kommen gefreut, Friedhelm, Liebster!" lächelte die junae Mutter, und da schmolz das letzte, versteckteste Weh in des Soldaten Herzen. Er wurde jungensfroh und glücklich an diesem lichtvollen Abend, und als der kleine Bub gar keine Anstalten machte, seines Vaters wohlverdienfts Nachtlager zu verlasien, fiel ihm endlich noch feine eigene Ueberraschunq ein. Er brachte die sekbstqe- zimmerte Wiege mit den lämmchenweichen, Kiffen und Decken darin herbei, und freute sich, weil Klärchen dieselben Worte fugte wie vor Wochen Schv^ ster Berta, die Gute: „Ach, wie nett, wie herzig. Friedh-^m!" Aber diesmal waren seine Backen vor lauter Freude so rot wie ein echter Weihnachtsapfelgelagert. Rach einer weiteren Rede des Marine- Ministers, der erklärte, daß die japanische Marine feit Kriegsbeginn 1,1 Millionen Tonnen an feindlichen Kriegsschiffen, plso etwa 38 v.H. der vereinigten nordamerikanischen, englischen und niederländischen Kriegsflotten versenkt habe, vertagte |l der Reichstag auf den 21. Januar. Japans plane auf den Philippinen. Tokio, 28. Dez. (Europapreß.) Auf den wistrfche Tätigkeit in Finnland zu organisieren versuchte, in einer bei Helsinki gelegenen Ortschaft mit acht Helfershelfern zu stellen. Bei der Verhaftung leistete die Bande mit der Waffe Widerstand. Dabei wurde ihr Anführer erschoßen. Die spanische Blaue Division hat dem Kommandierenden General eines deutschen Armeekorps, dem sie unterstellt ist, 25 000 RM. für das deutsche Win- tcrhilfswerk übergeben. Der Kommandeur des Grenadierregiments „Feld- herrnhalle" überbrachte dem Stabschef der SA. als Geburtstagsgeschenk eine Spende von 187 556,10 RM. für das Kriegs-Winterhilfswerk, die von den Männern des an der Ostfront stehenden Regiments gesammelt worden sind. Itt uvd.te bit auffin iiimeisen.' mittel tertD fluten-, $f( Ordnung *OMa JMrenb y eine ßß* bliei 5?.;n tau nxv es an Reichtum aufnehmen mit den Adelsgeschle.ch- tcrn der Stadt, die im Rektorenpalast saßen und ihre Verträge mit den Ungarn, Türken und Venezianern schlossen. Manchen trieb auch das Schicksal wieder zurück in die kleine Fischerhütte, aus der er gekommen war, wenn der Schirokko oder die Bora die Schiffe an die Klippen der tausend Inseln warfen, oder wenn die Piraten der Berberstaaten Menschen und Maste.auf den Meeresboden versenkten. Als Michael Pracat an einem Herbstabend an den Mauern seines Gartens stand und sah, wie die Sonne golden und schillernd im Westen ins Meer hinabstieg, kam ihm dieses Schauspiel der Natur vor wie ein Stuck seines Lebens, das auch bunt und schillernd gewesen war, viel Gold und Edelsteine gesehen hatte, und das ihn nun zurückgeworfen hatte in die Stille und Bescheidenheit seiner Heimattnsel. Sollte er nochmals fein Glück versuchen? Waren die Mißerfolge und Schicksalsschläge der letzten Jahre nicht deutliche Zeichen, daß sein Stern im Verblaßen war? Eine kleine Eidechse suchte die Wärme des scheidenden Tages und mühte sich durch Stacheln und Ranken von Rosen und Sträuchern auf die warmen Steinplatten der Gartenmauer. Immer wieder verloren die kleinen Füßchen den Halt, immer wieder fiel sie zurück auf die schon kühle und feuchte Erbe. Aber sie gab sich nicht geschlagen: sie suchte nach neuen Stellen, so lange, dis sie ihr Ziel erreicht hatte und den müden Körper den letzten Sonnenstrahlen barbieten konnte. Michael Pracat strich sich sinnend durch das Haar, das mancher Sturm der Meere zerzaust Imd durchweht hatte: dann ging er in sein Haus zurück. Und begann von neuem, begann mit kleinen gemieteten Schiffen, bis er wieder das Geld für den Bau von eigenen batte, sandte seine Schiffe erst nach Italien und Griechenland, dann weiter, immer weiter. Wurde der große, allmächtige Pracat. der, der Halb- Patrizier, der eine Plebejerin tur Mutter hatte und deshalb nie am Tische der Rektoren von Ragusa sitzen durste. Wurde so reich, daß er Tausende von Dukaten der Stadt leihen und schenken. Bauten errichten, die Kirchen und Klöster schmucken konnte. Von einem Aristokraten der Stadt bat Ragusa nichts anderes erwartet da war es eine Pslicht, eine Selbstverständlichkeit. Wenn es aber einer tat, der nicht in den Rat der Stadt gewählt werden konnte, weil tr nicht adligen Geblütes war, bann sollte er Japans Kriegs-Erfolge Sitzung des japanischen Reichstages. Der finnischen Staatspolizei gelang kommunistischen Agitator, der eine illegale bolsche- tov • tat V klar T loh mutz K pir u (Er SÄ Mm Lv. Ottt •* „ latiknospe Süden Les tunesischen Hochlandes mit Bordwaffen an. In einem größeren Verschiebebahn- ho[ wurden mehrere Lokomotiven erheblich de- schädigt und ein Lokomotivschuppen in Brand geschoßen, Üu-87-Derbände bombardierten ein großes Munitionslager an der mittleren tunesischen Front. Es entstanden umfangreiche Zerstörungen. Kleine politische Nachrichten. Tokio, 27. Dez. (Europapreß.) Dor dem japarri- schen Reichstag gab Ministerpräsident Tojo als Krieasminister einen Bericht über die Kriegslage. Er jagte: ,Hn Burma, auf den Salomonen, in Neu-Groinea, auf den Aleuten und in anderen Gebieten, wo der Feind Gegenangriffe zu beabsichtigen scheint, sind Operationen von großer Bedeutung zu erwarten. Die feindlichen Streitkräfte in Indien belaufen sich einschließlich der indischen Truppen auf etwa eint Million Mann nebst etwa 600 Flugzeugen: deren Anzahl ist jedoch noch im Wachsen begriffen. Die Absicht des Feindes, den japanischen Aufmarsch in Burma durch Luftangriffe zu stören, wurde aber durch die heftigen Angriffe der japanischen Luftwaffe auf Chittagong, Kalkutta und andere feindliche Stützpunkte vereitelt. Die japanische Wehrmacht hat alle notwendigen Vorbe- reihingen für die künftigen Operationen in diesen Gebieten getroffen. In enger Zusammenarbeit mit der japanischen Marine sind japanische Armeestreit- fräfte auf Guadalcanar auf den Salomon- Inseln gelandet. Die vom Feinde in dieser Gegend errichteten Flugstützpunkte erschwerten diese Landungen und benötigten außerordentlichen Nachschub, doch ist es gelungen, die Schwierigkeiten zu überwinden, so daß Armee- und Marinestreitkräfte Hand in Hand trotz größter Entbehrungen in den ungesunden Gegenden ihre volle Stoßkraft entwickeln konnten. In China fanden etwa 250 größere und kleinere Overationen statt gegen etwa drei Mill onen Mann Tschungking-Truppen und zirka 600000 Mann kommunistische Soldaten. Tojo erklärte weiter, die Entbehrungen und Schwierigkeiten, die die^. japanischen Trupppen auf den Aleuten ertragen müßen, seien unvorstellbar. Auch von Dutch Harbour ausgehende feindliche Luftangriffe auf die japanischen Stützpunkte seien häufig. Schließlich sei die Verteidigung der Grenze im Norden Man- dschukuos angesichts der dauernd wechselnden Weltlage weiter verstärkt worden und gewähr^ damit die Sicherheit für die ungestörte Durchführung des Ostasienkrieges. Toso fuhr fort: Das in den Südgebieten geförderte Del trage außerordentlich zur Stärkung und Vergrößerung der Kampfkraft Japans bei. Die Droduk- tion von Oel, Baurit, Eisen und Zinn habe die Erwartungen übertroffen. Kupfer und Blei hätten die im Mobilisierungsplan vorgesehenen Pkoduktions- Ziffern erreicht. Die im Süden erzeugten Lebensmittel reichten für den Bedarf ganz Ostafiens, während Japan an Gummi, Teakholz, Manilahanf und Produkten der Kokospalme das Weltmonopol besitze. Diese Artikel würden jetzt zum Teil für völlig neue Zwecke verwandt dzw. für den späteren Weltbedarf funft eine pssiüve Rolle del der Durchführung des Großostasienkriegrs einnehmen wird. Hand in Hand damit ist mit einer strafferen Zusammenfassung aller politischen Kräfte in China, soweit sie nicht unter Tschungking-Einfluß stehen, zu rechnen. D« persönliche Position des Präsidenten Wangtschrngwri ist durch den betont ehrenvollen Empfang, der ihm in Tokio bereitet wurde, unzweifelhaft gestärkt worden, was bei der Weiterentwicklung der Dinge jedenfalls auch praktischen Ausdruck finden wird. „Die unter der nationalen chinesischen Regierung lebenden Chinesen haben vollstes Verständnis für die Notwendigkeit engster Zusammenarbeit mit Japan", erklärte'Wangtschingwei m einerRunv- funkansprcche an das japanische Volk. Die geistige Mobilisierung des chinesischen Volkes sowie sämtliche Maßnahmen' militärischer oder wirtschaftlicher Art zielten ausschließlich auf eine noch engere Zusammenarbeit mit Japan hin. Die Nankingregierung werde daher auch die Kosten des ostafiatischen Krieges zusammen mit Japan tragen. ter, alles in kleinen Mengen zusammengetragen, wurden für die Lazarette gespendet. Wenn die länd- lichm Gaue auch an der Spitze liegen, so war doch auch das Ergebnis der Städte über Erwarten groß. In den letzten Tagen vor dem Fest wurden die ae- spendeten Gaben zu unzähligen Kuchen und vielen Zentnern Kleingebäck verbacken und am Weihnachtsabend im Rahmen der von Frauenorganisation und HI. durchgeführten Feiern in den Lazaretten aus- Oie Wiege. Bon Marie-Lmse Maier-Tillessen. „Wenn Sie sich weiter so tapfer halten, Weide- mann, dann können Sie zu Hause als Weihnachts- Überraschung au'tauchen. Einoerstcmden?" — .jawohl, Herr Oberarzt!" 3m großen Wertsaal des Lazaretts herrschte ein toller Handwerksbetrieb. Da wurde gesägt und gefeilt, gezimmert und genagelt, gemalt und beschriftet, als gälte es, den ganzen Nürnberger Weih- nachtsmarkt zu beschicken! Friedhelm Weidemann, dem der Verlust feints einen Deines nichts von seinem Lebensmut rnitgerißen hatte, beugte sich eifrig über feine Arbeit. Endlich, endlich durfte er hierbei sitzen, wo er doch noch so viel sich vorge- nommen hatte für die paar Tage vor der Heimfahrt. „Soll ich helfen? Was. soll's denn werden?" fragte ein Kamerad. „Eine Seitenwand, aber ich werde schon damit fertig, danke!" Der Kamerad staunte ein wenig, aber er merkte, daß Friedhelm verlegen wurde. Er ging meiter. Schwester Berta schalt gutmütig: „Rur eine Stunde noch, und Sie werden und werden nicht fertig. Jetzt aber wieder marsch ins Futteral!" Sie sah hinter Weidemanns Stuhl etwas stehen: „Ach, wie, nett, wie herzig, Weidemann!" — „Pst, Schwester, nicht- sagen", drohte der SoDat und hatte ganz rote Backen. Ja, der ® erbe mann holte mächtig in der Arbeit nach, well er sich in den Kopf gesetzt hatte, daß da etwas sein müsse. Schließlich ging es nicht ganz ohne Schwester Berta, und man hörte sie zweimal tuscheln: „Grit, Schwester, aber schön weich und die Zudecke mit einem luftigen Kindermuster ...!" Die winterlichen Tage flogen, und die Stunde der Heimfahrt und jbes Abschied« schlug. .Dielen für d:e Division Hermann Göring. Auf Befehl des Reichsmarschalls wurde die aus dem Regiment General Göring hervorgegangene Brigade zur Di Vision ausgebaut. Rach dem Willen des Führers wird die Dwifron Hermann Göring von der obersten militärischen Führung immer mit besonderen Aufgaben betraut. Die Divrsion ist ein Verband der Luftwaffe, vollmotorisiert und mit vielseitigen und neuzeitlichen Waffen ausgerüstet. Friedensstandort ist trie Reichs- Hauptstadt. Es ist der Wunsch des Reichsmarschalls, dessen Namen jeder Angehörige der Division auf dem Aermelband trägt, daß die Besten der deutschen Jugend als Freiwilli g e in seine Division eintreten. Angenommen werden Freiwillige für folgende Waffengattungen: Panzergrenadiere, Grenadiere, Jäger, Kradschützen, Panzerspäher, Panzer- jager, Panzerpioniere, Panzermänner, Panzerfern- sprecher und Funker, Sturmkanonieve, Artilleristen und Flakartilleristen. Meldungen und Auskmrft bei dem zuständigen Wehrmeldeamt oder Wehrbezirks- kommando. Geme nschastspflege in der Iustizve-Wartung. Rach einer Anordnung des neuen Reichsjustizministers Dr. T h i e r a ck werden bei allen Justizbehörden des Reiches besondere A em ter für Gemeinschaftspflege eingerichtet. In enger Zusammenarbeit mit den Vertrauensmännern der Partei und der Deutschen Arbeitsftont sollen sie alle Maßnahmen der behördlichen Gemeinschasts- pflege durchfuhren, wie Gemeinschaftsräume, Gr- folglchaftsküchen, Detriebsappelle und Gemein- schaftsveranstallungen aller Art, ferner Schönheit der Arbeit, Betriebssport, Detteuung der bei her Wehrmacht befindlichen Arbeitskameraden, würdige Ehrung der Gefallenen durch Einrichtung eines Gedenkraums und durch Sammlung von Unterlagen für ein Gcdenkbuch sowie durch Aufrecht erb al" tung der Verbindung mit den Angehörigen. Der Minister weist darauf hin, daß die Justiz zur Lösung. ihrer großen Aufgaben nur dann die nötiges innere Kraft aufbringen könne, wenn bei ihr selbst im eigenen Hause alles in Ordnung sei und insbesondere guter Kameradschaftssinn und frischer Gemeinschaftsgeist herrschten. Der Minister spricht die Erwartung aus, haß sich alle Arbeitskameraden vom Chefpräsidenten bis zum letzten Angestellten und Arbeiter in den Dienst der Bestrebungen stellen. Dia Osten vordrang. \ Die Bekämpfung der feindlichen Nachschubdienste auf dem Schwarzen und Kaspischen Meer, auf der Wolga, dem gesamten sowjetischen Bahnnetz, auf dem Ladogasee und auf der Murmanbahn waren wahrend der letzten Monate eine der wich- tgiften Aufgaben der deutschen Luftwaffe. Ihren Angriffen fielen nicht nur zahlreiche Frachtschiffe, Eisenbahnzüge, Lokomotiven, Bahnhöfe und Versorgungslager zum Opfer. Sie verzögerten und erschwerten auch in hohem Maße die Aufmarschbewegungen der sowjetischen Armeen, die schon mit Beginn des Frostes im Süden wie im Norden der Ostfront zum Angriff antreten sollten. Heute stehen Luftwaffe und Heer im Osten ^wiederum in enger Zusammenarbeit im erfolgreichen Abwehrkampf gegen diese Angriffe. Der Kampf gegen England und den See- raum um die Insel wurde auch im vergangenen besonders Honen unterstützen, die zur Loslofimg ünb zur räumlich weiten Absetzung vom Feinde führten. Endlich gelang es den Kampfoerbänden der Achsenmächte während der letzten Wochen, den englisch- amerikanischen Kriegs- und Transportschiffen im westlichen Mittelmeer und in den Häsen von Algier, Alexandrette und Bone schwere Schläge zu versetzen. Sie griffen auch in die ersten in Tunis entbrannten Gefechte erfolgreich ein. Die Kampfhandlungen sind auf diesem Kriegsschauplatz noch in vollem Gange. Sie werden auch an die Luftwaffe hohe Anforderungen stellen. Die deutsche Luftwaffe wird, an der Seite ihrer italienischen Kameraden, auch hier ihre Pflicht tun, genau so wie sie sie an allen anderen Fronten im Jahre 1942 getan hat. Oie Kämpfe in Tunesien. Berlin, 28. Dez. (DRV.) Den siegreichen Kämpfen der deutschen und italienischen Truppen südwestlich Tebourba vor zehn Tagen folgte eine mehrtägige Ruhepause, die durch starke Regenfälle verursacht war. Als britisch-nordameri- kanische Kräfte am 21.12. erneut gegen die Ostausgänge des Atlasgebirges vorfühlten, trafen sie am 24. 12. auf deutsche Vorhuten. Es entwickelten sich lebhafte Kämpfe, die auch am 25.12. noch andauerten und bei denen britische Kräfte von beherrschenden Bergrücken vertrieben wurden. Am 26. 12. stießen die Achsentruppen mehrfach mit Aufklärungsabteilungen vor und warfen feindliche Erkundungstrupps zurück. Am 27. 12. griffen deutsche Jagdfliegerverbände den Eisenbahn- und Transportverkehr des Feindes im W s Aehandl.M betreuung der Partei war der RS.-Frauenschaft die einmalige Erlaubnis erteilt worden, Lebensmittel z u sammeln, um davon für die Verwundeten Kuchen backen zu können. Tausende von Eiern, Säcke voll Mehl und Zucker, an viele Zentner $ut= Jahr gemeinsam mit der Kriegsmarine, besonders mit der U-Doot-Waffe geführt Fortgesetzte Angriffe gegen die kriegswichtigen Anlagen der größten Hafenstädte zerschlugen Werften, Docks, Reparaturanlagen, Kraftquellen und Depots und trugen so zur Minderung der Feindtonnage bei. Die Ergebnisse der Luftaufklärung über See — sie konnte durch Einführung neuer und leistungsfähiger Flugzeuge noch weiter als bisher vorgetrieben werden — wurden dem U-Boot-Krieg nutzbar gemacht. Kampfflugzeuge versenkten im Seeraum um England und im Nordmeer zahlreiche Schiffe, rieben im hohen Norden in einigen Fällen gkoße englisch-amerikanische für Murmansk bestimmte Geleitzüge fast völlig auf. An den überaus schweren, für unsere Feinde besonders gefährlichen Tonnageverlusten des Jahres 1942 hat auch die Luftwaffe einen hohen ein Denkmal haben. Richt ein Denkmal, sondern das Denkmal der alten Republik Ragusa. Das ist die Geschichte von Michael Pracat, dem großen Handelsherrn und Seefahrer der Stadt Ra-- gufa, und von der kleinen Eidechse, die sich >nicht entmutigen ließ und sich zu ihrem Ziel emporrang, als Michael Pracat die Segel stteichen und unten bleiben wollte. lippinen will die japanische Militärverwaltung die provisorische Regierung unter dem Vorsitz des Präsidenten Vargas weiter ausbauen. Die japanische Sprache soll propagiert und die Arbeitsfreubigke-it der Bevölkerung gefördert werden. Nach der Wiedereröffnung sämtlicher Volksschulen sollen vuch die Hochschulen wieder in Betrieb genommen werden. Auf wirtschaft! chern Gebiet richtet die Militärverwaltung ihre Aufmerksamkeit in erster Linie auf die weitere Erhöhung der Bergbau-Produktion. Die Agrarpolitik der Militärverwaltung wird von dem Plan, den Baumwollanbau zu fördern, beherrscht. Die bisherigen Versuche waren über Erwarten erfolgreich, und das kommende Jahr wird eine große Erweiterung der Anbaufläche für Baumwolle bringen. Auch die K o - pro -Gewinnung dürste rasch ansteigen. Die Wiederinbetriebnahme des Eisenbahnnetzes wird im kommenden Jahre vollendet werden. Don der Ausbesserung der zahlreichen Schiffswerften erwartet man die Fertigstellung einer großen Anzahl von Holzschiffen, wodurch die Verbindungen unter den einzelnen Inseln verbessert werden. In finanzieller Hinsicht erwartet die Militärverwaltung für das kommende Jahr eine Balancierung des Haushalls, wodurch weitere Zuschüße unnötig werden dürften. Japans Verhältnis zu China. T o kko, 28. Dez. (Europapreß.) Die Bedeutung der neuen Phase, in welche die japcmlsch-chinesi'schen Beziehungen im Zusammenhang mit dem Staats- bei'uch Präsiden-t Wangtschingweis getreten sind, wurde unterstrichen durch eine Konferenz der in Tokio weilenden japanischen Diplomaten in China unter Vorsitz des Großostaiien-Ministers Aoki. Auch Ministerpräsident T o f o erschien auf der Konferenz, lieber die konkreten Ergebnisse der Besprechungen Präs'.dertt Wcmglschingweis in Tokio kamr 'amtt'ich vorläufig noch nichts gesagt werden, wie der Regierunassprecber der Presse mitteilte. Berichte der japanischen Preße deuten aber darauf hin, daß die chinfische N-ctt'ionalregierung in Zu- Anteil. Den zum Schutze des Reichsgebietes und der besetzten Westgebiete eingesetzten 3agb-, Nachtjagd- und Flakverbänden gelang es, bei Der Abwehr feindlicher Einflüge sehr beachtliche Erfolge zu erzielen. Der englische Luftminister Sinclair hat die Verluste der englischen Luftwaffe über Deutschland und dem nördlichen Europa vom 1.1. bis 30.9.1942 mit 1422 Bombern zugestanden. Zweifellos enthält auch diese Zahl nur ein Teil- gestandnis Aber auch sie zeigt schon, wie ausgezeich- net unsere Abwehr auf der Erde und in der Luft gearbeitet hat. Und wenn Herr Sinclair bei dieser Gelegenheit sagte, nirgend gebe es eine so starte Abwehr von Nachtjägern, Flakgeschützen und Schein- werfern, wie über Deutschland, so hat er mit diesem Eingeständnis zweifellos die Wahrheit gesagt. Zwei Ereignisse im Kampfe gegen England sind besonders zu erwähnen: Der Durchbruch der großen Einbeiten der deutschen Kriegsmarine, der „Scharnhorst", „Gneisenau" und des „Prinz Eugen" durch den Kanal am 12. Februar und der völlig mißglückte englische Landungsversuch bei Dieppe am 19. August, lieber dem Kanal vermochten unsere Jagdverbände die mit außergewöhnlich starken Kräften angreifende englische Luftwaffe so zu binden, daß sie auch nicht einen einzigen Treffer auf die drei großen Schiffe erzielen konnte. Dagegen verlor sie etwa 20 v.H. ihrer eingesetzten Flugzeuge. Und bei Dieppe büßte England neben vielen durch Luftangriffe versenkten Schiffen auch noch 127 Fluazeuge ein, denen ein 23er- lüft von nur 35 eigenen Flugzeugen gegenübersteht. Auch an den Ereignissen im Mittelmeerraum und in Nordafrika war die deutsche und neben ihr die italienische Luftwaffe in hohem Maße beteiligt. In Afrika standen die Truppen der Achsenmächte bei Jahresbeginn einem zahlenmäßig weit überlegenen Feinde gegenüber. Malta bedrohte m zunehmendem Maße die rückwärtigen Verbindungen. Es war ein besonderes Verdienst der Luftwaffe, daß es in verhältnismäßig kurzer Zeit gelang, die Jnfelfestung fast völlig auzuschallen und damit die lleberfübrung frischer Truppen nach Nordafrika zu ermöglichen. Als am 25. Mai die Angriffsoperationen begannen, verlegt die Luftwaffe den Schwerpunkt ihrer Einsätze gegen die englische Luftwaffe und auf die Unterstützung des Heeres, dessen Sieaeszug erst in der El-Alamein-Stellung aufhörie. Die Namen Dir Hacheim, Tobruk und Maria Matruk sind auch stolze (Erinnerungen für die Luftwaffen der Achsenmächte. Ihre Verbände erschütterten durch schwerste Luftangriffe die Verteidiger an diesen drei für die Fortführung der Operationen entscheidenden Stellen und bereiteten so der Panzerarmee den Weg zum Angriff. Am 24. Oktober begann die mit stark überlegenen Kräften geführte englische Offensive gegen die El-Alarnein- Stellung. Die Luftwaffe konnte in den folgenden Wochen die Panzerarmee bei den schwierigen Opera- Legende um eine Eidechse. Von Walther Neubach. Im Hofe des Rektorenpalastes von Ragusa steht ein bescheidenes Denkmal. Es ist das einzige, das diese letzte Adriarepublik jemals errichtet hat, und die Fremdenführer und Einheimischen, die man nach Dem Namen des Verewigten fragt, wißen alle ein und dieselbe Geschichte zu erzählen. Die einen schmücken sie aus, wie es ihr Beruf verlangt; die andern haben das stolze Leuchten in den Augen, das alle Menschen diejer Stadt bekommen, wenn sie von ihrer Geschichte erzählen. Heute heißt sie, wie sie die kroatischen Bewohner schon vor Hunderten von Jahren nannten, nämlich: Dubrovnik. Wenn man auf den Mauern und Türmen dieser alten Stadt steht, dann glaubt man gern ihre Geschichte; bann glaubt man auch das, was die Sage hinemgewoben hat. Am Horizont flimmern und schillern die kahlen und einsamen Karstberge, die jeden Eindringling mit der erdrückenden Wucht ihrer Einsamkeit und Erstarrung anfallen, und zu Füßen wirft das Meer seine blauen Wasser und weißen Wogenkämme gegen die Mauern und Felsen. Zwischen diesen Gewalten wuchs ein Volk und eine Stadt, die heroisch und stolz war wie ihr Name. Das ist die Geschichte von Michael Pracat, dessen Standbild heute den dämmerigen Hof des Rektoren- palastes von Ragusa schmückt. Einst war auf der Insel Lopud, die man an klaren Tagen durch einen Steinwurf erreichen zu können glaubt, eine große Stadt, und wo heute kleine Fischerhäuser und Fremdenheime, Gaststätten und Hotels stehen, zwischen den Oliven, Zypressen und Nadelbäume, ragten einst große Paläste aus der Erde. Ein Erdbeben, das vor 200 Jahren das ganze Küstenland erschütterte, warf diese stolzen Häuser um und knickte ihre Mauern, so wie einst Ragusa die Macht aller der Nachbarn gebrochen hatte, die sich ihm widersetzten. Was auf den kleinen Inseln in der Bucht von Ragusa wohnte, sandte seine Söhne auf die Kauffahrteischiffe, die in allen Meeren der damals bekannten Welt kreuzten, die Schätze brachten aus Dendig und Genua, aus Tunis und Konstantinopel, und mancher aus Meleda und Lopud wurde sin wohlhabender und mächtiger Mann und konnte $!• M für W. Dr- jensjahr.H km, Frelbu lifrte 1907 ji Neuem Professor er miet der £ tat an der mb Mt- ^a, Pro ehr. 3n A Jena. 1914 Berufung r 1925 dm ® tischen Gese Keiner Arl srobe zur lierten Aux mßerdem t hirfes in stelottenmtt )ei Ordinal üät Verlir 0. Ledens tr dort 190 lahm er so reine akad n Heidelbei tie Holland! Frankfutt, mb 1932 hellenismue Mrgeschicl Pr , 8n Heide . 100. Lebens Br. Adol berühmten | Helmholtz ti • wr aus £ j N'amchsim . naliqeri Ian lit heidelbe ilbteilunfl.: Sen hi j)o1 i >rnz als & Etlichen ' Arbeit ©ar prfchWz v ! Lehrbücher Wurden ftai iUbelberq j kndwirtschc Jö Wagen Ettckvissen ^-'Richach- ^chard Sin Der Beet! SN 3ue: Sh JF. Tronic Ws enhDoi es, einen Die USA.-Wochenzettschrift „Time" vom 14. Dezember bringt die Nachricht, daß die öffentliche Schuld der bereinigten Staaten am 30. November bereits die 100-Milliarden-Dollar-Grenze khr. In Apolda geboren, promovierte er 1907 in Sena. 1914 habilitierte er sich in Heidelberg. Seine Berufung nach Jena erfolgte 1932. Seidel erhielt 1925 den Graefe-Preis der Deutschen Ovhthalmolo- Kevemrichtung werde bann fahr um» Getriebes werden, das dem Behör^r^ btr Betreuung der Gefolgschaft zur Seite Der „Gesundkeitstee" verschwindet. ®l3 Tee -Ser als Teemischung dürfen im gewer» ftfien Verkehr nur noch Die nach dem in den Ur. frnmgslanbcrn üblichen Bersahren zubereiteftg, A-llknospen lunger Blatter und fungen Triebe des Teestrauch- bezeichnet werden. Andere Erzeug, iufse, die in der Art wie Tee verwendet werden s-Üen, dürfen nur noch mit besonderer 0e" "' hm - g u n g de, Reich-ministers des Innern ge- verbsmabig h-rgestellt. zum Verkauf vorrätig ge- »°lien und nur mit solchen Bezeichnungen, Aos. Packungen und Angaben in den Verkehr gebracht »erden die ,ede Verwechslung mit Tee au-schlie- ^eahnliche Erzeugnisse, die nur au, einer e n« ngen Pflanzenart hergestellt und keiner chemischen Sehandlung unterzogen sind, unterliegen nicht der Genehmigunqspfllcht, sind aber ausdrücklich zu kenn, »elchnen, z. B. als Drombeerblättertee Apfelschalen. 1« ?er "?esundheitstee" verschwindet, denn 5ee und teeahnluhe Erzeuanisie dürfen nicht mehr Mt Bezeichnungen in den Verkehr gebracht werden sie auf eine diätetische oder gesundheitliche Wirkung sinweisen. Erzeugnisse, die überwiegend als Arznei, mittel verwendet werden, wie Kamillentee, Linden- Hüten-, Pfefferminztee, fallen nicht unter die neue ’ Verordnung. Kunst und Wissenschaft. hochschulnachrichten. Am 31. Dezember vollendet der Berliner Pro» I sesfor für Derfassungsgeschichte und Rechtsphilo- ’ sophie, Dr. Walter Anderssen, sein 60. Le- tensjahr. In Breslau geboren, studierte er in Bres- lau, Freiburg, München und Berlin und promo- jierte 1907 in Heidelberg. 1910 hab.lotterte er sich tu Neuenburg (Schweiz), wo er 1914 zum a. o. Professor ernannt wurde. — Am 30. Dezember voll- endet der Ordinarius für Augenheilkunde und Bei. tat an der Staatlichen Ingenieurschule für Optik | und Msisterschule des Augenoptikerhandwerks in Sena, Prof. Dr. Erich Seidel, fein 60. Lebens- i gischen Gesellschaft. Sein Spezialgebiet ist Glaukom. Leiner Arbeit ist eine Angabe der Fluroescein- probe zur Feststellung der Fistulation von trepanierten Augen und von Augenfisteln zu verdanken, außerdem eine Methode zur Messung des Augen- druckes in den vorderen Ciliararterien mittels der Pelottenmethcde. — Am 28. Dezember vollendete der Ordinarius der alten Geschichte an der Universität Berlin, Prof. Dr. Wilhelm Weber, sein 63. Lebensjahr. In Heidelberg geboren, promovierte t er dort 1906. Zunächst im Gymnasialdienst, unter- • nahm er sväter Studienreisen ins M'.ttelmeergebiet. j Seine akademische Laufbahn begann Weber 1911 in Heidelberg, kam bald darauf als Ordinarius an die holländische Universität Groningen, später nach Frankfurt, 1918 nach Tübingen, 1924 nach Halle und 1932 nach Berlin. Webers Spezialgebiet ist Hellenismus, römische Kaiserzeit und antife Rett- gionsgeschichte. Professor Adolf Player gestorben. In Heidelberg starb in den Weihnachtstagen im 100. Lebensjahr der Agrikulturchemiker Professor Dr. Adolf Mayer, der noch ein Schüler der I berühmten Chemiker und Physiker Kekule, Bunsen, Helmholtz trrb Kirchhoff war. Professor Dr. Mayer I mar aus Oldenburg gebürtig, hatte die Schule in Mannheim besucht uni> würbe 1868 an der damaligen landwirtschaftlichen Abteilung der Unäversi- töt Heidelberg Privatdozent und zugleich Letter der Abteilung. 1876 nahm er einen Ruf nach Wagemn- gen in Holland an, wo er fast., drei Jahrzehnte lang als Lehrer der Versuchsanstalt der Landwirt- schafttichrn Akademie wirkte. Seine wissenschaftliche Arbeit war dort besonders auf dem Gebiet der Er- ssrschung von Tabakkrankhciten erfolgreich. Sehre Lehrbücher über Agrikutturchemte und Gärchenne wurden stark beachtet. Seit einiger Zeit lebte er in fHtelberg im Ruhestand. Er war Ehrendoktor der Landwirtschaftlichen Hochschulen in Berlin, Psten und Wagenmgen. Roch im Herbst hatte chm dre Drbakwissenschastliche Gesellschaft in Bremen den -Dr.-Richard-Kißling-Preis überrerchen lassen. Llchard Strauß erhält den wiener Teethoven-preis. Der Beethoven-Preis der Stadt Wien ist Richard Strauß zuerkannt worden. Um feinem Dank an Vien sichtbaren Ausdruck zu verleihen versprach kich-rd Strauß, eine Feftmuslk der Stadt Wien für Trompeten zu schreiben. Die Skizze dazu ift bereite entworfen.________ ____________ auf mönckeberg ist det "Teufel los. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 1. Fortsetzung. Nachdruck verboten.) Während sie sich dem Hause näherten, m dem Sigrid eine hübfche, kleine Wohnung gemietet hatte, verlangsamten sie unwillkürlich ihre Schote; mÄ plötzlich blieb Frank stehet Er warf EM langen, nachdenklichen Blick auf ein ^es EmmNe^, das an dem Eingangsgitter des kleinen Vorgartens befestigt mar: Sigrid von Mönckeberg, w staatlich geprüfte Klav erlehrenn nxrr in Haren Leitern bar auf zu lefen. . Dann fah er Sigrid an;. . . re« mitfe lcktwer für Sie fein, Sigrid . - - ” .. sich mit begriffsstutzigen Kindern und> völlig hknfloen Erwachsenen berumauaraent.m^nen Sie? Ach, Frank, wie gerne ta e >ch das —, =*nn nur recht viele Sdfuler fämen. Er schüttelte den Kopf. _ bnAte Nein Sigrid, das meine ich, nichtDam« tben daran, daß Sie.nvch vor taz qrofte Schlotz Mönckeberg bewohnten, wo tote Seite Freiheit und Ungebundenhett batten. U nmi diese bedrückend- Enge hier, wo sie «Mq «llein und nur auf sich Sb einer jähen Bewegung ergriff et s> 'SssfBssss triften stets zu ^er Ükrfugung f^n ( „Das verspreche ich Dnen ge^, Fr-mk . antoor Nie sie mit «to vH« Mr in ben Kopf gesetzt. Da» v Aus Der Stadt Gießen. Feldpoflkarten. Unzählige Feldpostkarten finden täglich den Weg in die Heimat, und sicher noch mehr tragen herzliche Grüße au unseren tapferen Soldaten. Seit mann gibt es Die Feldpostkarte? Es ist klar, daß die Geschichte der Feldpostkarte aufs engste verknüpft sein muß mit der unserer Postkarte überhaupt. Und es ist der Postkarte ergangen wie den meisten Dingen, die uns im täglichen Leden zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Wer heute eine Postkarte mit feinen Schriftzügen füllt, wird sich kaum vorstellen können, wie vieler Erwägungen und Eingaben es bedurfte, ehe die geplante Einführung der „Correspondenz- karte" Wirklichkeit wurde, und welchen Wandlungen sie unterworfen war, ehe sie ihr heutiges Aussehen erhielt. Es war Heinrich do n Stephan, des geeinigten Deutschen Reiches erster Generalpostmeister, der die Einführung der Korrespondenzkarte in Borschlag brachte. Als das damalige Generalpostamt durch eine Verordnung vom 30. Mai 1865 die Versendung von gedruckten Anzeigen in Kartenform ohne Kreuzband zuließ, regte der Geheime Postrat Stephan an, auch schriftliche Mitteilungen auf offenen Karten zu gestatten. Seine Vorschläge fanden jedoch zunächst wenig Gehör, und erst als Stephan zum General- postmeister ernannt wurde, setzte er feinen Plan durch. Der 6. Juni 1870 war der Tag, an dem zum erstenmal die Correnspondenzkarte benutzt wurde", der Portosatz betrug 1 Groschen. Im Format war die damalige Karte wesentlich größer als unsere heuttge Postkarte, und cm Fuße trug sie eine eingehende Gebrauchsanweisung von sechs Punkten, deren letzter besagte, daß der Absender nicht i>er- pflichtet sei, sich namhaft zu machen. Das Erscheinen der Correspondenzkarte rief eine förmliche Revolution im Privat- und auch im Geschäftsleben hervor, wurden doch schon am ersten Tage allein von Berlin aus rund 50 000 Stück in die Welt hinausgesandt. Die Neuerung im Postverkehr setzte sich schnell durch. Auch der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 konnte ihre Verbreitung nicht aufbglten. Als die preußisch-deutschen Truppen ihren Siegeszug nach Frankreich hinein begannen, da wurde auf Veranlassung Stephans auch sofort die „Feldpoft-Eorrc- spondenzkarte" eingeführt Sie wurde unentgeltlich an die Truppen o-rabfolgt Es ist während des ganzen Krieges reichlich von ihr Gebrauch gemacht worden. Richt weniger als 10 Millionen Stück wurden ausgegeben. Der 31. Dezember - ein wichtiger Steuertermin. Von Dr. jur. et rer. pol. K. Muth. Der 31. 12. 1942 ist neben feiner Bedeutung für den Ablauf von Deriährungs- und sonstigen allgemeinen Fristen auch als Steuertermin besonders beachtlich, hierzu sollen im folgenden die erforderlichen Hinweise gegeben werden: Herabsehnngsanträge zur Llnhcilsbewertung unö Vermögenssteuer. Die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Neuveranlagung der Vermögenssteuer auf den 1.1. 1942 sowie auf Neufeststellung (Fortschreibung) von Einheitswerten läuft wieder grundsätzlich am 31. 12. dieses Jahres ab. Voraussetzung für die Herabsetzung der Vermögenssteuer ist, daß sich für den L 1. 1942 gegenüber dem bisher veranlagten Vermögen ein um ein Fünftel oder mehr als 100 000 RM. niedrigerer Dermögenswert ergibt Beachtlich ist, daß die Freibeträge vorn L 1. 1940 maßgebend bleiben. Nur die Geburt von Kindern im Jahre 1942 wird berücksichtigt, und zwar auch bann, wenn e ne Neuveranlagung im übrigen nicht stattfindet! Die Neufeststellung des Einheitswertes des Betriebsvermögens erfordert eine Wertabweichung von mehr als einem Fünftel, mindestens 1000 RM., oder um mehr als 100 000 NM. gegenüber dem bisherigen Einheitswert. Bei Neufeststellung eines höheren Einheitswertes seitens des Finanzamtes gelten die gleichen Wertgrenzen, doch muß die Abweichung mindestens 10 000 RM. ausmachen. Die Neubewertung von Grundstücken setzt voraus, daß der Einheitswert um mehr als ein Zwanzigstel, mindestens 100 RM., oder um mehr als 100 000 RM. von dem bisherigen ab weicht. Jedoch bleiben de Wertverhältnisse vom 1. 1. 1935 für die Neubewertung maßgebend. Unter den gegebenen Voraussetzungen können auch unrichtige Dermöaenssteuerveranlogun- gen und Einheitswrrte mit Wirkung vorn 1. April 1942 berichtigt werden. Zahlung der Ablösungssumme für die Huuszlussteutt., Die Ablösungssumme für die Hauszinssteuer ist, falls nicht Shtnbung bewilligt wird, bis zum 31.12. 1942 gemäß Steuerbescheid bei der Finanzkasse ein- zuzahlen, wenn nicht ein Abgeltunasdarlehen ausgenommen ist Die Frage, ob die Ablösung zweckmäßig in bar ober unter Aufnahme eines Dbgel- tunasdorlehens erfolgt, läßt sich, wie die Erfahrung zeigt, nicht allgemein beantworten. Die Barablösung mit eigenen oder anderweit aufgebrachten Mitteln gibt Anspruch auf Vornahme eines höheren Abzuges bei der Einkommensteuer, abgesehen von Einsamte lienhäusern, bei denen eine Absetzung überhaupt ausscheidet Dagegen vermindert die in mancher 'Hinsicht erleichterte Aufnahme einer Darlehnshypo- thek zunächst die flüssigen Mittel des Steuerpflichtigen nicht; sodann ist hier der in dem Grundstück investierte Dermögenswert und der Grundstücksertrag bester ersichllich. Andere steuerliche Auswirkungen neben dem abweichenden Abzüge des Ablösungsbetrages werden sich aus den verschiedenen Verfahren voraussichtlich nicht ergeben: doch kommt es auf den Einzelfall an. Die Grundstückseinheits- werte werden in beiden Fällen zunächst durch die Ablösung nicht berührt. Anträge auf Berücksichtigung von bis zum 30.11. d. I. in den Verhältnissen des Grundstücks eingetretenen Aenderungen waren bis zum 20.12. beim Katasteramt, einzureichen. Im Dezember eingetretene Aenderungen können nur noch auf Antrag im Wege des Billigkeitserlasses berücksichtigt werden. Anträge auf Erstattung von vürgersteurr 1941. Die Erstattung von Bürgerstnrer 1941, die zu Unrecht gezahlt worben ist, muß spätestens bis ^um 31.12.1942 bei ber Gemrindefteuerbehörde (StcJMfa sches Steueramt, Vszirkssteueramt) beantragt werden. Dies ist vor allem für di« Fälle zu beachten, in denen der Steuerpflichtige Ermäßigung der Bürgersteuer 1941 beantragen kann, weil fein (Sin* kommen 1941 gegenüber 1939 um mehr als 30 o. h. zurückgeganaen war, oder auch weil in dem Einkommen 1939 außerordentliche Einkünfte enthalten waren, di« den ermäßigten Steuersätzen des Einkommensteuergesetzes (§ 34) unterlagen, wie Abfindungen, Gewinne bei der Veräußerung von Betrieben ober Teilbetrieben ober bergt. , Am 31.12.1942 läuft buch beim Eisernen Sparen der Arbeitnehmer die Frist ab, innerhalb deren bi« Arbeitgeber der Bank ober dem sonstigen Kreditinstitut, bei denen die Eisernen Sparbeträge einge- nrhlt werden, angeben müssen, an welchem Tag Gehalt bzw. Lohn üblicherweise im Stetri»be bezahlt werben, sowie den Zoitraum, für den die Gehalts- und Lohnzahlungen erfolgen. Soweit Abschlagszahlungen oorgenommen werden, ist der Tag der Lohnabrechnung und der Lohngbrechnungszeit- raum (vier Wochen oder bergt) rnttzute'.len. Sritens der pemsinnütftgen u. ä. Körperschaften müssen die zur Erlangung der Steuerbefreiung er- forderlichen Satzungsänderungen ebenfalls bis Ende 1942 durchgeführt werden. Seitdem hat die Feldpostkarte in ihrem Aeuheren alle Wandlungen durchgemacht, denen auch unsere Postkarte unterlag. Für die gewöhnliche Postkarte wurde schon am 1. Juli 1872 die Vostgebühr auf einen halben Groschen ermäßigt Ein Vierteljahr später, vom Oktober 1872 ab, konnte die Gebrauchsanweisung als überflüssig fortgelasten werden. Karten in kleinerem Format und mit Rückantwort wurden eingeführt, und bald entschloß man sich auch, den Benutzern der neuen Einrichtung das Frei- machen durch den eing^ruckten Wertstempel zu ersparen. Ohne Wertstempel, mit dem entsprechenden Ausdruck, ist die Postkarte dann in allen Kriegszeiten in Erscheinung getreten. Es gab sie, wenn die Deutsch; Schutztruvve in den fungen Kolonien im Kampf mit aufstöndisck)en Eingeborenen lag, und auch, als 1900 dos Deutsche Ostasiatische Erneditionskorps an bn Niederwerfung des Boxeraufstandes teilnahm. *m Weltkrien ist die FeDpostkorte sicher zu h'mderten von Millionen benuht worden. Und sie leistet uns heute wieder die gleichen guten Dienste. A. N. Bunter Abend mit .graft durch Freude*. Die NS.-Gnrrttnschast „K ro f t durch Fr eud e* hatte für gestern zu einem Bunten Abend in der Neum Aula «ingelaven, ber, wie stets, einen ausgezeichneten Besuch aufzuweisen hatte. Das unterhaltende und überwiegend hellere Programm wurde von Mitgliedern des Frankfurter Opernhauses be- stritten, von denen einige den P.siuch:m von eurem früheren Gastspiel her bereits gut befannt waren. Emil Seidenspinner hteß das Publikum will, kommen, machte den Ansager und brachte die Lrnte mit allerlei munteren Geschichten zum Lachen. Den Reigen der GesangÄrarbietungen eröffnete Lilo Kuckhoff mit ein-r Arie aus „Don Pa-quale": sie erwies sich hier und später mit d-er ..UnschuD vom ßarbe* aus her „Fledermaus" als Koloratur- sopramsttn, bte über atfehrite Mittel und anmutigen Vortrag irrfügt. Emil Staube n me p e r besann mit dem ßfrfr* „Der Wagen chllt" und entsaftete die heiteren Möglichkeiten feines sonst meist seriösen Faches mll dem Kantus ,^lch bin Bofist", der sein profundes, angenehm weiches und fülliges Organ zur Geltung brachte, und dem sehr hübsch bargebotenen Scherzo „Dte beiden Wien". Emil Franz spielte auf dem Xylophon einen Czardas, die ..Tanzenden Finger", einen W.alzer und einen Marsch und zeigte sich mit diesem reichhaltin-n Programm als ein Virtuose, der sein beliebtes Instrument mit imt-afrefiger Exaktheit beherrscht. Die jugendliche Tänzerin Elfi Stein'erfreute mit dem Kaiser- walzer von Stt^utz und -in-m ftfvmifftgen Zig-uner- tanz. Oskar Wittaschek, Tenor der Frankfurter Oper, brachte mit Schwung u"b bühnenmäßig gevflegtem Vorttage die Arie des Georg aus dem „Wastenschnrttb" vor Lortzing und spater den aus dem Rundfunk bekannten und beliebten Schlager ..Ich trink den Wein n'cht g^rn allein". Reichen B^ikall erntete bas B o s e n - Q uar te 11 mit der „Rosemarie" von Löns unb mit der Parrdenummer ..chörst du m*rn heimliches Rufen": großen Erfolg hatten die vier sauber aufeinander abgestimmten Vokalbarmonisten auch mit ber ..Villa Maria" und der „Falschen Pemta". Frau Bosen fang nrr Laute zart imb nrt schöner Empfind'mg das Ve- aenlieb „Schlafe, mein Vrin»chen". Die Soubrette Lia Justus brachte mit wtenenschem Temperament di- Besucher großartig in Stimmung ,J\Aut härt i urb ,.lla. Tempe^ment" bteßen ihre stürmisch beklatlchten Schlnoer. Em'l Seidenspinner hatte mit ber foan^chm Serenade ,.R'm- pvinella", nrt der grotesken ,.L"i'te", mit baverächen und Kommißwitzen ein-n unbeftnttenen cheiterk^its- erfolg. Die Duette .W-r uns gttrmtt- aus dem ,.Jio.m7verbaron" Es K u ck h o l t, Osk"r Wit- tatschet ir*b . Draußen in Hietzing" fPia I u - ft u 5 Emil Seidenspinner) vervollstänLigten bas Programm. Der Ntemist Karl Krömer ermes llch als 7-uverlälsiger Beolell^r "mg der bisher von den 9In ich hosfe, daß es mir gelingen wird! — Und nun: Leben Sie wohl, Frank! Ich danke Ihnen für den schönm Abend, und ich danke Ihnen insbesondere für das Vertrauen, das Sie mir geschenkt Haden!" „Auf Wieder sehen, Sigrid", sagte er leise, während er sich über ihre Hand beugte. ,FZch werde sehr viel an Sie denken!" „Das dürfen Sie nicht, Frank! Sie sollen immer nur an Ihre Arbeit denken, und ich wünlchr Ihnen aus ttefftem Herren Glück mD Erfolg! — Allo nochmals: Gute Nacht — und morgen früh glück- ticbe Reife. Grüßen Sie Herrn Güstrow, Ihren Onkel und grüßen Sie vor allen Dingen mein liebes, altes Mönckeberg!" Sie wandte sich schnell afb und schlotz die Haustür auf. Dann winkte sie ihm noch einmal mit- einem etwas wehmütigen Lächeln zu, und gleich daraus war sie tm Trevpsnhaus verschwunden. Frank, ben Hut noch immer in der Hand, starrte ihr mit brennenden Augen nach. Dann zündete er sich gewohnheitsmäßig eine Zigarette an und ging langsam den Wea zurück. Aber er hatte die Hauptstraße noch nicht erreicht, als er laut seinen Namen arten hörte. In einem iahen Glucksgefühl wandte er sich um. Wahrhaftig: Sigrid war es. Sie kam ihm eilig nachgelaufen. Aber als er ihre erschreckten Au"en und ihr bleiches Gesicht sah, erkannte er, wie töricht seine plötzlich au'feimenbe Hoffnung gewesen war. .'.Wie aut, datz ich be antrefte. Frank!" rief B- arö atemlos. „Etwas Unangenehmes ist g-lcheben! Da« Schloß an meiner Wohnuttgstür geht nicht auf!" Er nahm beruhigend ihren Arm und ging gleich mit ihr zurück. , .Kommen Sie, Sigrib, rmr wollen rasch einmal nachschen. Es wird schon nicht so schlimm fein: vielleicht eine kleine Störung hn Türschloß „. ,Mer das Dhloß ist doch noch ganz neu. FranN, nrurmelte sie verstört. .Kaum ein Vi-rteljahr — —* ^Jst es denn ein Sicherheitsschloßk" ,^Ja, sehen Sie, Frank!" Si« hielt ihm den^Schlüs- fei hin. Frank blieb unter einer Straßenlaterne stehen unö drehte im Lichte ben flachen und seltsam ge- zackten Schlüssel prüteiO hin und her. „Das Schloß scheint allerdings ziemlich verzwickt zu fein ... Ich glaube nicht, Sigrid, daß man es mit einem Nachschlüssel öffnen kann." Sie atmete erleichtert auf. ,4)as beruhigt mich etwas, Frank. Ich fürchtete schon, daß ein Einbrecher--" „Gehen wir!" drängte er unruhig, ir.bem er ins Hous trat und ihr voran die Treppe hinaufichritt. Plötzlich ging das Lich^ aus. Sigrid stieß einen leisen Schrei aus; sie drängte sich dicht an Frank, und er fühlte, daß sie ein wenig zitterte. „Na, das ist ja nicht gerade sehr höflich von der Leitung", brummte er beruhigend. Er knipste sein Feuerzeug an, tappte die halbe Treppe zum ersten Stock hinaus und schaltete die Treppenbeleuchtung wieder ein. Jyier", flüsterte Sigrid, indem sie auf ein« Woh- nungstür zeigte. Frank besah prüfend das Schloß. Er probierte den Schlüssel, der sich aber nur zur Hälfte einftchren ließ, um bann auf einen unüberwindlichen Widerstand zu stoßen. „Schen Sie Frank", flüsterte Sigrid aufgeregt, „hier am Schlüsselloch ist ein tiefer Kratzer! Ich weiß genau, daß diese Schramme heute nachmittag noch nicht da war! Es muß iemand in meiner Wohnung gewesen sein. Vielleicht ist er sogar jetzt noch drin!" „Wir müssen vor allem einen Schlosser heraus- klopfen!" meinte Frank. „Wohnt hier einer in ber Nähe?" / „Ja, im Nebenhaus im Erdgeschoß! — Soll rch ihn holen?" c „3a, bitte, Sigrid, gehen Sie! Ich werde hrer vor Ihrer Tur inzwischen Wache halten."--- Es dauerte immerhin zehn Minuten, bis Sigrid in Begleitung des ScUoflers zurückkehrte. Die verschlafenen Augen des Mannes und seine zerzausten Haare deuteten an, daß er geradewegs aus dem Bett kam. Um seine dürre Gestalt schlotterte ein farbenfroher Bademantel. „Na, bet wer'n wa jleich Ham!" sagte er mit dem Brustton der Ueberzeugung, intern er Frank neugierig anfah und ihm vertraulich zunickte. Er legte einen großen Bund Nachschlüssel und eine schwere Ledertasche mit Werkzeugen auf die Treppe, zog aus der Talche feines Bademantels ein buntkariertes Taschentuch hervor und schneuzte sich heftig. „Schnuppen hab' ick oochk" steltte er überflüssigerweise fest. Dann sah er Frank Duderstädt aufmun- ternb an: „Ham Se vielleicht zusälllg 'ne Zijarette, HerE. Dotter? — Ja? — Vielen Dank ooch! — Na, denn wird Paule sich ben Schaden mal bekieken." „Paule" nahm eint lange Nadel und leuchtete ml# der Taschenlampe in das Schlüsselloch. „Da ham wa bet Theater!" sagte er nach einer Weile. „Die Zuhaltungen sind kaputt! Ick sreß 'n Besen, wenn da mch eener dran rumjepetert hat an bet Schloß!" Sigrid faßte erschreckt nach Franks Arm. „Um Gottes willen, Herr Giesecke! Sie glauben doch nicht etwa, daß man einen Einbruch--?" „Ick jloode ja!" sagte Giesecke, obwohl er innerlich bereits fest von diesem Tatbestand überzeugt war. Er suchte aus seiner Ledertasche einige Werkzeuge heraus. „Et wird ’ne Weile dauern, bis ick bet usfhabe. Holen Se man inzwischen immer schon 'n Schupo! — Ick übanefrm dafvr Die Vaantwortung!" fügte er mit einem Blick über die Schuller hinzu. Frank ging sofort zur Treppe; aber auf der ersten Stufe Hieb er unschlüssig stehen: ,äa, wo finde ich beim jetzt mitten tn ber Nacht einen Polizisten?" (Fortsetzung folgt) GEBR. Emofehlungen Schotten Gießen, Neustadt 19 Stadtmühle i. Z Im Felde CHEMISCHE 1-20 u. Am 31. 12. 42: In Gießen: Seltersweg 63 L S AKT E LISCH AFT wir abzusehen. 06794 Statt Karten! Danksagung. Unsere Schalter bleiben am Rind ngswer NOVOPIN-FABR 8-9 9-10 10-11 21-90 91-160 161-220 Commerzbank Dresdner Bank Bezirkssparkasse Deutsche Bank Vogelsberger, z. verkauf, losrsr £ dD CD Wir grüßen als Verlobte Elisabeth Schlörb Willi Brühl Unteroffizier 9 STUCK in K Neibank Am 30. 12. 42: 8-9 1861-1930 9-10 1931-1990 10-11 1991-2095 Gebrauchte Schreibmaschine, mögl. Olympia, zu kaufen gesucht. Angebote unter 8888V an den Gießener Anzeiger. Handels- und Bewerbebank e. 6, m. b. H. Volksbank e. 6. m. b. H, Unsere geliebte Mutter und Großmutter Frau Friederike Launspach, geb. Heck ist am 27. Dezember 1942 im fast vollendeten 79. Lebensjahre für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Ella Launspach Emmi Schwaßmann, geb. Launspach Albert Launspach; Lere Launspach, geb. Hellmuth; und 7 Enkelkinder. Gießen (Alicenstraße 84), Güstrow in Meck!., Deining (Oberpfalz), den 28. Dezember 1942. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 30. Dez., nachmittags um 2% Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. - Von Beileidsbesuchen bitten Haup^chrWeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Sleiloerireker d-I Hauvl'chriitleiter»: Tr Hans Thyr»rt. Verantwortlich für Politik unb Bilder: Dr Fr.W Lange; für das Feuilleton: Dr. Han» Tdprioi; lür Stavi G efien, Provmz, Wirhchau u. Sport: (£mß Blumichein beuri.^ <>B. Dr.Hanr Itinrtvt. Ttad und Benag: vrühltche Untdersiiätsvnnkere' R Lange A.S. verlageleiier: Tr Erich Hamann: Änzelgenleiter: Hans Beck. BMeigenpreiSlille Nr. 6. Samstag, dem 2. Januar1943 geschlossen! Lekauatmachuag. Die Hühnerpest in den Geflügelbeständen des Kaufmanns Adolf Kümmel, Giefeen-Wieseck,"Schul- strafee 4, ist erloschen. Die Schutzmafenahmen sind aufgehoben. [amC (Miefeen, den 28. Dezember 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße« Veterinärvolizei: I. V.: Nicolaus. zureiehen. mmD Freigabebescheinigung des jetzi- en Arbeitgebers ist beizufügen. bedeutendstes fachunternehmen Süddeutschlands______ .HHHUm 4 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 29. Dezember 15.00 bi* 17.30 Uhr König Drosselbart. 18 30 bi* 21.45 Uhr Lfselott. dere Freude, bekannte Künstler, die man am Rundfunk gerne hört, auch persönlich kennenzulernen. So steht ein besonders genußreicher Abend in Aussicht. Mitwirkends sind Georges Doulanger, der berühmte rumänische Meistergeiger, Maria von Schmedes, die beliebte Dortragskünstlerin des deutschen Dolkskon- zerts mit ihrem Sei) „Es geht alles vorüber", Heinrich Ben sing, der ausgezeichn ete Tenor, Max Wen- deler, der bekannte Humorist, und Pella Dernioi, die hervorragende Solotänzerin. Ferner wird das Orchester Theo Heldt durch seine Weisen erfreuen. Landkreis (Stehen. + Grünberg, 29. Dez. An den Feiertagen veranstaltete der hiesige Kleintierzüchterverein im Leere Flaschen sind Rohstoffe und schoren nicht in den Mülleimer. Wir bitten deshalb alle Verbraucher von NERVPINSOLVOMDCT CAMPHOPIN und den übrigen bewährten । g/Vo vo pin-Prä paraten, alle leeren Flaschen ihrer Bezugsquelle zuzuleiten. | Ge erleichtern uns C) dadurch die Lieferung Wir erhielten die unfaßbare Nachricht, daß unser einziger, strebsamer, hoffnungsvoller Sohn, unser geliebter, unvergeßlicher Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Werner Schneider stud. ing. Gefreiter in einer Eisenbahn-Pionier-Einheit an einer schweren Verwundung in einem Kriegslazarett im Osten am 28. November im fast vollendeten 21. Lebensjahr verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schneider, Baumeister und Familie. Heuchelheim-Gießen, im Dezember 1942. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. 3899 D COMM E RZ BAN K Gießen er aids von den Angehörigen beim Deutschen Roten Kreuz bestellt werden konnten. Im Interesse einer gleichmäßigen Versorgung der Kriegsgefangenen und Zivikintermerten, unabhängig davon, ob sie Angehörige besaßen, die für sie sorgten oder die hierzu nicht in der Lage waren, wird das Deutsche Rote Krestz die Lager der Kriegsgefangenen und Zivil» internierten in Feindesland durch Sammelfen- dun ge n versorgen. Den Angehörigen bleibt es unbenommen, nach wie vor den Kriegsgefangenen und Zivilintermerten persönliche Pakete zu schicken. Diese Sendungen müssen selbst unmittelbar bei der Post aufgegeben werden. Eine Beförderung durch das Deutsche Rote Kteuz kann nicht stattfinden. Die Schuhe halten länger Erdal und bleiben länger schön! Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unsrer Verlobung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlichst K Margot Heß Hans Hoelt^rs Gießen, im Dezember 1942. .06789 / Weihnachten 1942 ,________________06783/ Wegen Inventur-Aufnahme ist mein Geschäft am 30. und 31. Dezember 1942 geschlossen! haus Schneberger Schulstraße 4 .3905 D thdal ist nicht schwer! 5‘ist altbewährt von altersher; richtig verteilt, sparsam verwende)1, es nach wie vor uns Freude spendet. Auch Dir reichfs aus, wenn Du vernünftig/ dann hast Du Erdal jetzt und künftig! Friedrich Dietz Landwirt Christa-Maria Dietz geb. Flörke geben ihre Vermählung bekannt Domäne Schötzati Gießen Kr. Graudenz 29. Dezember 1942 s___________________ 06784/ Als rechte Hand des Chefs wird gewissenhafte und geschickte Kraft (Frau, Fräulein) in Vertraaensetellunc von (Lebensmittel) - Berkaufsge« schäft gesucht. — Schriftliche Angebote unt. 3902V an den Giefeener Anzeiger erbet. Oer Schilauf in diesem Winter Von Reichssportsührer von Tschammer unb Osten. Statt Karten. Für erwiesene Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung dänken wir herzlichst, auch im Namen unserer Eltern. Gertrud Friedrich Herbert Stenzel Gießen Saara b. Breslau Ffeiligrathstr. 75 x. Z. im Felde Dezember 1942 Anstalt täglich Von 9 bis 11 Uhr erfragt werden. Bewerbungsgesuche und Lebenslauf in zweifacher Ausfertigung^ xviuu Zeugnisse und Lichtbild sind ein- Vogelsberger, In oder bei Gissten gesucht: 5 Zimmer In Kölner Vorort (auch im Ringtausch ) geboten: A Küche,Diele, Bad, 4 Rimmer Heiz., Warmwals. Angels u. 3876D a. b. Giefe. Anz. Gasthaus ,Zum Taunus" eine Kaninchen- s ch a u. Ausgestellt waren im ganzen 117 Tiere, darunter 7 Angora, 26 Deutsche Widder, grau, 2 Deutsche Widder, weiß, 10 Groß-Chinchilla, 17 Wiener, weiß, 1 Wiener, blau, 5 Klein-Chinchilla, 41 helle Groß-Silber, 8 Deutsche Groß-Silber. Die Besucher» zahl an den drei Tagen belief sich auf 380 Personen. 18 Tiere wurden verkauft, der Durchschnittspreis betrug 25 RM. Eine vorausgeganaene Prämiierung durch den Züchter Dietrich (Klein-Karben) ergab 13 Ehrenpreise, 31 erste, 33 zweite und 39 dritte Preise. Den Ehrenpreis der Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter erhielt Georg Buß (Grünberg) für Weiße Wiener, mit dem Ehrenpreis der Kreisfachgruppe wurde der Dereinsrammler (Weiße Wiener) ausgezeichnet,' den Ehrenpreis der Landesbauernschaft erhielt Heinrich Möbus (Grünberg) für Groß-Chinchilla. Der Verein kann in der Abteilung Kaninchenzüchter auf ein lOjähriges Bestehen zurückblicken. Für das nächste Jahr ist wieder eine Kaninchsnschau vorgesehen, ebenso soll auch in der Abteilung Geflügelzüchter, sofern eine genügende Beteiligung in Aussicht steht, eine Ausstellung veranstaltet werden. Kreis Dehlar. ^Krofdorf-Gleiberg, 27. Dez. Wenn auch im gegenwärtigen großen Zeitgeschehen die Vereins, arbeit in Stadt unö Land im Hintergründe steht, so sei doch daran erinnert, daß im hiesigen Ort die drei größten Vereine rm ab lausend en Jahr 1942 mit Jubiläumszahlen aufwarten können. Auf rund 100 Fahre blickt zurück der Gesangverein „G e r - mani a", auf gar 105 Jahre der Gleibergoer- e i n und auf 55 Jahre der Turnverein. Alle drei Vereine sind aus Heimatlichem Volksleben heraus gewachsen und bis zum heutigen Tage fest in ihm verankert. Alle drei Vereine haben ein jeder in seinem Teil ein äußerst wertvolles Stück Kulturarbeit geleistet, und in ihrer Geschichte spiegelt sich ein wesentlicher Teil der Dorfgeschichte. An ihrer Arbeit und an ihren Veranstaltungen nahm und nimmt nicht nur die einheimische Bevölkerung stets lebhaften Anteil, sondern auch mancher Freund aus der rm weiten Blickfeld der Burg Gleiberg liegenden Landschaft und darüber hinaus. Eiserne Hochzeit. Lpd. Bad-Nauheim, 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag konnte das älteste Ehepaar Bad- Nauheims, der städtische Arbeiter i. R. Georg Schneider mit feiner Ehefrau Elisabeth, geb. Steuler, das seltene Fest der eisernen Hochzeit feiern. Mit seinen 92 Jahren ist der Jubilar, der bis ins hohe Alter bei der Stadt tätig war und das älteste GefolgschaftsmitgliÄ) der Stadtverwaltung war, immer noch rüstig, ebenso wie seine Frau, die 86 Jahre alt ist. läßt. Ich werde aber zu aegebener Zeit meine den Schispendern gegebenen Versprechen, ihnen wieder zu Brettern zu verhelfen, einlösen. Fürs erste muß es genügen, daß überhaupt wieder Schi gelaufen werden kann. Ich vertraue darauf, daß neben der eingeleiteten Schi-Leihaktton auch diejenigen Besitzer von Schi, die von der Abgabeoerpflichtung befreit waren, hin und wieder, und wenn auch nur Stunden, ihre Bretter anderen Volksgenossen zur Durchführung des Schilaufs zur Verfügung stellen. Durchaus mit Recht rühmt man den deutschen Schiläufern eine besonders große Kameradschaft nach: sie wird sich in diesem Winter bewähren. Eins allerdings ist mit aller Klarheit dabei festzustellen: Die Eisenbahn kann und harf durch die Wiederaufnahme des Schisports nicht zusätzlich belastet werden. Ihre Beanspruchung ist im Winter besonders hoch. Kein Schiläufer in der Heimat wird es vor sich selbst verantworten können, durch Schltransport oder Sonntagsroisen die lebens- wichtige Versorgung der Front zu gefährden. Es muß deswegen das Schi-Transportverbot für d i e Reichsbahn — abgesehen von den erforderlichen Ausnahmebestimmungen — grundsätzlich aufrechterhalten bleiben. Damit gilt also für den Schilauf dieses Winters: Oertvich soll unbeschränkt Schi gelaufen werden. Schi-Reisen müssen bis auf Fronturlauber und Rüstungsarbeiter, die Anspruch auf eine Wintererholung haben, unbedingt unterbleiben. Diese Regelung ist zwar keine allgemein gerechte, aber die unter den gegebenen Umständen einzig mögliche. Wer in diesem Winter wieder darauf verzichten muß, auf den geliebten Brettern zu stehen, möge es den Wohnsitz-Begünstigten nicht neiden und bedenken, daß in diesem Jahre für die Wiederaufnahme des Schilaufs ein wesentlicher Schritt vorwärts getan ist, dem, wenn uns das Schicksal wohl will, in den kommenden Jahren weitere folgen sollen. Wem aber diese Aussicht nicht genügt, soll bedenken, daß vor den kleinen Fragen der Heimat dir Bilder der winterlichen Steilhänge des Kaukasus und die Schneewüste der russischen Steppe stehen. Und davor werden wir alle in letzter, tiefster Dankbarkeit verstummen. Für die vielen Beweise aufrichtiger Htgn Teilnahme an dem schmerzlichen Ver- Just unseres lieben, guten Sohnes^md Bruders Walter Peter Eigemann, Gefreiter bei der Luftwaffe, sagen wir herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Eigemann. Gießen, den 28. Dezember 1942. Freigabebescheinigung des jetzi- Bencrn, gen Arbeitgebers ist beizufügen. GersrödZLeg 18 | Verkäufe | Gute, fehlerfreie Simmentaler Milchkuh m. Mutterkalb z. verkaufen, [ostob Salzböden, Hs.-Nr. 51. Aeltere Fahrkuh BogelSb erster, z. verkaüf. [oeras Klein-Linden, Franks. Str. 168 1 & Jahr altes den, besonders Führermrwärierin-nen, ausnahmsweise am Ersten eines jeden Monats erfolgen kann, wobei eine Zugehörigkeit zu bestimmten Johrgän? gen nicht vorgeschrieben ist. Dienstpflichtig ist zur Zeit der Jahrgang 1924. Die Einstellung Freiwilliger kann schon mit 17 Jahren erfolgen, wenn die gesundheitlichen und geistigen Voraussetzungen gegeben sind. * ** Ein Meisterabend froher Unter» Haltung. Alle Freunde der heiteren Musen werden es begrüßen, daß die RL?G. „Kraft durch Freude", wie man uns mit teilt, am Altjahrsabend eine auserlesene Künstlerschar von Rundfunk und Variete nach Gießen bringt; ist es doch ein« befon- Zu Beginn des vergangenen Winters hat das deutsche Volk seine Schi den Soldaten gegeben. Die Spende hat der Front unmittelbar und der Ausbildung des Ersatzheeres gedient. Auch in diesem Jahr werden die Schi dem deutschen Ostheer eine Hilfe im harten Kampf sein. Die Heimat hat mit der vorjährigen Spende eine selbstverständliche Pflicht erfüllt. Der Schilauf ist eine Drauchkunst. Sie darf — namentlich im Hinblick auf unsere^militärischen und sonstigen Aufgaben im Ostraum — nicht verloren gehen. Er dient in hervorragendem Maße der Volksertüchtigung und Wintererho» lung. Es soll deshalb in diesem Winter im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten wieder Schi gelaufen werden. Mir ist insbesondere der Auftrag gegeben, durch Errichtung einer Schi-Verleihorganisation für Fronturlauber und Rü» stungsarbeiter wenigstens etwa auch die praktischen Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Die Wehrmacht hat mir von ihren Beständen das Material aus der Schispende, das für den Truxpen- einfatz nicht brauchbar war, wieder, zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe vieler taufender ehrenamtlichen Mitarbeiter sind diese Schi in über 900 deutschen Orten zum Verleih bereitgestellt. Selbstverständlich ist das Material nicht erstklassig. Jeder Rüstungsarbeiter und erst recht jeder Fronturlauber wird Verständnis dafür haben, daß das gute Material dort sein muß, wo unter Umständen das Leben unb der Erfolg von einer guten Schiausrüstung ab- hängen. lieber das Material der Schi-Leihaktion hinaus konnte ich zur verstärkten schiläuferischen Ausbildung der Hitler-Jugend im Rahmen der vormilitärischen Erziehung dank der Hilfe der Wehrmacht weitere Mengen Schi abstellen. Die Gesamtmenge der von der Wehrmacht als nickt truppenver- wendungsfähigen zurückgegebenen Schi war selbstverständlich viel zu gering, um auch nur eine einigermaßen gerechte Wiederbelieferung des einzelnen Volksgenossen damit zu beginnen. Diese Wiederbelieferung muß bis zu einem Zeitpunkt zurückgestellt werden, wo die Kriegswirtschaft für große Neuanfertigungen für den zivilen Bedarf Raum Vereinfachungen im Lohnsteuer-Verfahren. Durch Bekanntmachung ist bereits darauf hinge- wiesen worden, daß die Lohnsteuerkarten 1942 auch für 1943 gelten. Der Reichsminister der Finanzen hat jetzt auch auf die Ausschreibung von Lohnsteuer« und Burger sie ue rbe schrinig u nge n (Angabe der De- schästtgungszett, des Arbeitslohns, der Lohnsteuer und der Bürgersteuer auf der zweiten Seite- der Lohnsteuerkarte) und auf die Ausschreibung der Sammelbürgersteuerbescheinigungen für 1942 verzichtet. Der Arbeitgeber muß aber für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1942 8400 RM. überstiegen hat, einen Lohnzettel nach besonderem Vordruck ausschreiben und ohne Aufforderung spätestens am 31. Januar 1943 dem Finanzamt ein- senden. Für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1942 8400 RM. nicht überstiegen hat, mutz der Arbeitgeber auf Antrag eine dem Lohn- Kettel entsprechende Bescheinigung ausschreiben und dem Arbeitnehmer aushändigen, wenn der Arbeitnehmer dem Finanzamt eine Einkommensteuer- Erklärung für das Kalenderjahr 1942 einsenden muß. Arbeitnehmer, denen 1943 höhere Werbungskosten unitr Sonderausgaben als 39 RM. monatlich oder außergewöhnliche Belastungen erwachsen, oder denen wegen Kriegsbeschädigung ein steuerfreier Betrag zu steht, müssen bei ihrem Finanzamt unter Vorlage der Lohnsteuerkarte 1942 die Eintragung eines für 1943 gültigen steuerfreien Betrages beantragen. Die Dnträae sollen schriftlich unter Benutzung des dafür vom Finanzamt ausgegebenen Vordrucks gestellt werden. Der Arbeitgeber soll für diejenigen seiner Arbeitnehmer, denen das Finanzamt schon 1942 einen steuerfreien Betrag eingetragen hatte, die Vordrucke vom Finanzamt anfordern und die von den Arbeitnehmern ausgefüllten Vordrucke dem Wohnsitzfinanzamt des Arbeitnehmers zusammen mit der dazugehörigen Lohnsteuerkarte übersenden. Freiwillige im weiblichen Arbeitsdienst Der Reichsarbei^sdienst der weiblichen Jugend Ist nach einer neuen Regelung in der Lage, neben den dienstpflichtigen Arbeitsmaiden auch Freiwillige aufzunehmen. Bisher konnten Einstellungen zum weiblichen RAD. nur für den 1. April oder 1. November erfolgen. Zur Erleichterung der Möglichkeit, die Arbeitsdienstpflicht durch Freiwilligenmeldung abzuleisten, ist nun bestimmt worden, daß die Einstellung von freiwilligen Arbeitsmai- Haftanstalt Darmstadt stellt alsbald einige weibliche Hilfskräfte zur Ausbildung ein. Bezahlung erfolgt nach T. O. A. für Gefblgschaftsmitglieder des öffentlichen Dienstes. Bewerberinnen müssen gut beleumundet, gesund und von deutsch bl ütiger Abstammung sein und 'über ein sicheres und energischesAuftreten verfügen. Näheres kann bei dem Leiter der Haus mit 3--Zimmer- Wohnungen, Heizung, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 06803 a.d.G.A. Echter Mkspeiz für ältere Dame, Schätzungswert 500,— RM., zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 06798 a.d.G.A. | Kaufgesuche | Gebrauchtes Klavier kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 06796 a.d.G.A. | Mietgesuche | Junges Ehepaar sucht 2-Ziiwrwohmg ob. 1 Zimm. m. Küche in Giefeen. Sckr. Ang. unt. 06767 a.d.G.A. [Stellengesuche] KMlM noch rüstig und kräftig, sMMell. Schr. Ang. unt. 06793 a.d.G.A. Fleischbrühe. Stadt MacW | Verschiedenes! Muffe verloren. Schw.Periianer, Montag, 28.12., zwisch. 17.30 u. 17.4a Uhr, Bismarckstr., zwisch. Ludwigstrafee u. Löberstratze. Abzug, geg. gute Bel. bei Profess. Tellenbach, Bismarckstr. 44, Televlwn 4321. Verloren kl., schw. Stoffbandtasche, 27. Dezember, Stadtkirche (Krivvensmel). 0679t Abzugeben Fundbüro. Wiederbringer Belohnung. KleineAnzeigen m (lieNmet Ängdper ro*tbrw vo» tau irrt Ben beachtet uno pddra. lichtspiel-theateb Gloria-Palast. Seiterswee: Stimme des Herzens Mchtsplelhans, Bahnhofstraße; Ein Zug fahrt ab Tatl. 2.80, 4.45,7.30: Se. 2.08.4.30.7.39 Dir STUCK AKTIE ESELLSCHAFT IOVOPIN, Siebes ; w,,n1 WÄ Lnrtldf I* Iijer M # S-n°u. ^zbruch inlritt in llerdings < Mndjten He t»e ( zachen des jrbour, M chlachlschisf t Einnahn , Stützpun Hie erste s als die l iaffer und. JnnerW st alle Lär «tischen K $ wesentlic mies betl igländern ionischen irde eine 9 nbamanen, fli Salomo robert, die | m Gebiete ,ll sind und qe Offensr innen. Nach der ' ttus im Al Kimen ei ang, in l BL unerb chmungen c iltfanben. I id kulturelll i leisten. 1 «gleiches E messen, wei S Raumes ilfem und sge bestehe n Ktteg al Hstoffkamn irer bisheric ihält einen i vergegen »bei Chini »ruchs- uni ib den U<52 Mich bedin iqt werden ibuftrie ihr B Rüstung! dem R ii an nicht »fite Schulte Ts handel iiederankurk sondern ^führunq i den Ne Irrend fät 1 Erfordere rein roi fast allei Msigen gej k'chtlgkeit la ton Zechellunq 1 Gerung in Ms unter und Maftlichei r»öes R I oerutffief)^ B" 9ahr^ das bis eine fi Eorqerufen T°uen, töä Ert 'st 3api rßpinqeh Ärenb d ^cn 7 'N vieler ist Hellem q Svenen ie, in? n ^,?°twendi b kn? "ul n h„ 1 tz°A°>! ? er< »» hr Me iS WrJH