W Gießener Anzeiger vonnerrtag, 29.®!fobcr 1942 Die faschistische Erhebung Wendepunkt europäischer Geschichte Die Glückwünsche des Führers zu Dr. Ley überreicht die Volschast des Führers s. r j - Die große Schlacht in der Südsee q Theater in« US 5G. Kraft Tel. 3961 MV itert euer öl- nTurm- orchMe LU 42, bleibt 13 Uhr eöffnet nd Nacht- laßnahme jetroffeD') oete Apo- der TageS- AusdemFührerhauptquartler, 28. Oft Aus Anlaß des 20. Jahrestages des Marsches auf Rom hat der Führer an den König und Kaiser Viktor Emanuel folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Eurer Majestät sende ich zum heutigen Gedenktage mit meinen herzlichsten Grüßen meine aufrichtigen wünsche für eine ruhmreiche Zukunft des verbündeten Italiens und für Ihr persönliches Wohlergehen. Adolf Hitler." W1926 l in Allen- l mit einer konnte, da 't doch mit Leihgestern die Spitze 1 (Sorben- ig,15.No- n. II Ühr. ägs, Mitt- Uhr, und jn 16 bis .05391 192. Jahrgang Nr. 255 giicbemt tagn cb, aukl»r Sonntags und ^eteNagS Den Revolutionen getreu. Von Minister Aldo Vidussoni, Sekretär der Faschistischen Partei. astwagen Lte BETR'eB iSSEN >-"L Flügel hönau Telefon^, ^Wer^ 'Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Ubr desVormittagS Anzeigen-Vreile für die MUItmeter-Äetls von 22 Millimeter Breite: 7Rvt. für Familienan* zeigen und privat« GelegenbettSanzeigen 14Rvt. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenoeilsanzeigen Platzvorichrift (oorberine Vereinbarung) 25°/o meor Reichsminister Dr. Goebbels vollendet am 29. Oktober 1942 sein 45. Lebensjahr, (Smchau» — Scherl-BllderdlenstM) lQ9 VAllk» ,,n ®rün, I eine», m 3ei(kn sä '"°rchch!' . M A«. fe Itil M°ulÄ ,s9ruppen. lömorte zu e der Der- Triumphes der faschistischen Revolution. Was Sie, Duce, und Ihre Kämpfer seitdem vollbracht haben, läßt die damalige Erhebung zu einem Wendepunkt der menschlichen Geschichte werden. heute kämpfen unsere beiden Volksrevolutionen in eng st er Waffenbrüderschaft gemeinsam gegen die gleichen Kräfte, die dem Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland einst im Innern erfolglos entgegengetreten waren. Judentum, Plutokratie und Bolschewismus werden deshalb in diesem Kampf genau so verlieren, wie sie ihn einst schon verloren haben. In dieser sicheren Zuversicht grüße ich Sie, Duce, auf das herzlichste und übersende Ihnen und Ihren Schwarzhemden meine und des deutschen Volkes kameradschaftlichen Grüße.' Adolf Hitler." imstande, die Bewegungen der USA.-Kriegsschiffe erraten. Sie Geburt des Faschismus. II. Am 23. März fand im Saal einer Handelsschule an der Piazza San Sepolcro in Mailand die erste Versammlung der neugegründeten Kampsbünde, der Fasci Jtaliani di Combattimento statt, es war die erste Keimzelle der faschistischen Bewegung, die schon am 15. April in den Straßen Mailands im. Kampf mit streikenden Marxisten die Feuertaufe empfing. Anfang Oktober konnte in Florenz schon der erste Kongreß der Fasci unter dem Vorsitz Mussolinis stattfinden. 56 Fasci mit 17 OOO Mitgliedern waren vertreten. Die Bewegung hatte bereits die mißtrauische Aufmerksamkeit der Regierung erweckt, Mussolini und Marinetti wurden wegen „Bildung bewaffneter Banden" drei Wochen ins Gefängnis gesteckt. Aber mit solchen Mittelchen war der Bewegung nicht mehr beizukommen. Im Mai 1920 auf dem Faschistenkongreß von Mailand waren bereits 100 Fasci mit 30 000 Mitgliedern vertreten. Mussolini konnte den offenen Kampf gegen die rote Anarchie aufnehmen. Träger dieses Kampfe- wurden die Squadri d'azione, die Kampsstaffeln, die für jede Ausschreitung der Roten harte Vergeltung übten. So fanden Strafunternehmungen gegen die roten Pächter- und Tagelöhneroerbände in Nord- und Mittelitalien statt, die die von ihnen besetzten Güter nicht räumen wollten. Jn Bologna wurde in erbitterter Straßenschlacht die Herrschaft des roten Mobs gebrochen. In Triest stürmten Faschisten die Hochburg der marxistischen Gewerkschaften und säuberten in Florenz das rote Arbeiterviertel vor San Frediano, in dem faschistische Studenten mit Bomben beworfen worden waren. Als Giolitti im Sommer 1921 die Kammer auflöste, brachten die Wahlen 33 faschistische Abgeordnete in das Parlament. Trotzdem suchte der neue Ministerpräsident Bonomi der faschistischen Bewegung mit Massenverhaftungen und dem Verbot der Bildung bewaffneter Bünde beizukommen. Allein aus der inneren Krisis dieses Sommers, die Beilagen: Aeßener ^amilienblätter Heimat lmBild-DieSchoOe BezunSvreiSr Monatlich .,.. .RM.l 80 „ -*2ß auch bei Nichterscheinen h?fni£n*E&en Nummern infolge höherer Gewalt dt ’oJrtoW Uhr .,>.8 >5 Japan: „ein furchtbarer Feind". NSA.-Botschafter in Tokio warnt vor Unterschätzung. Stockholm, 28. Okt. (Europapreß.) In einer Rede vor Schriftstellern und Verlegern in Neuyork warnte der ehemalige nordamerikanische Botschafter in Tokio, Joseph G r e w , das nordamerikanische Volk davor, die japanische Stärke zu unterschätzen. Das USA.-Volk möge sich nicht von Behauptungen beeinflussen lassen, wie: „Die Japaner sind weniger zu fürchten, weil sie nicht frei sind", „die japanischen Städte sind schwach und können Luftüberfällen nicht standhalten", oder,chie Japaner können durch Aushungerung unterworfen werden 1" Grew betonte, die Japaner arbeiteten gut unter einer st a r- ken Führung. Sie seien ein diszipliniertes Volk. Für sie bedeute ihr Heimatland Sicherheit, Patriotismus und Religion zur gleichen Zeit. Die Ja- )aner beugten sich nicht. Die japanischen Städte eien so gebaut, daß sie Erdbeben und Feuer Wider- tand leisten, Japan bringe für alle Bewohner genügend Nahrung hervor. Japan sei ein furchtbarer Feind, und es sei für einen Seekrieg gut ausgerüstet. Um 12 Uhr übergab der Generalsekretär der Partei Vidussoni dem Duce, wie jedes Jahr an diesem Tage, das Parteibuch Nr. 1 für das kommende Jahr und erstattete zugleich den Bericht über den Stand der Partei und ihrer Gliederungen, die zusammen 27 376 000 Italiener erfassen. Davon sind 4 770 000 Parteimitglieder. 1 027 000 gehören den faschistischen Frauenoerbänden, 8 754 000 der Jugendorganisation, 4 612 000 der Dopolavoro-Or- ganisation, 159 000 der Faschistischen Studentenschaft, 215 000 dem Kriegsbeschädigtenverband, 907 000 dem Frontkämpfervervand und 261 000 dem Flottenbund an. Seit der Machtergreifung zählt die faschistische Bewegung 34 322 Gefallene, darunter 1240 Politische Leiter. 17 645 Schwarzhemden, darunter 1362 Politische Leiter, erhielten Auszeichnungen. Die große Sonderausstellung der faschistischen Revolution wurde vom Duce eröffnet. Von endlosem Jubel begrüßt traft der Duce, begleitet von Parteisekretär Vidussoni, Mitgliedern der Regierung und des Großen faschistischen Rates, den Präsidenten des Senats und der Kammer und dem Gouverneur von Rom ein. Die Sonderabordnung der NSDAP, unter Führung von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley war anwesend. oitikbeck VrShlfche VniverfttStrlumck^el N. Lang« General-Anzeiger für Oberhessen *,f»L^#e^Sd>eI1tretel7-9t Rom, 28. Okt. (Europapreß.) Ein ausgesprochen kriegerischer Ton beherrscht die Kundgebungen, mit denen der 20. Jahrestag der faschistischen Revolution in Rom begangen wird. Es ist kein Feiertag im Sinne der Schließung von Büros und Arbeitsstätten, wie in Friedenszeiten, obwohl der Verkehr in den Straßen naturgemäß etwas lebendiger als sonst ist, und die Römer, die sich die Zeit nehmen können, zu den Plätzen strömen, wo etwas zu sehen ist Um 8 Uhr wurde vor dem Denkmal der gefallenen Faschisten ein Gedenkgottesdienst abgehalten. Um 10 Uhr legte Dr. Ley einen Lorbeerkranz an diesem Denkmal im Forum Mussolmi nieder, llm die gleiche Stunde hatten Gruppen der faschlsti- schen Jungakademiker der Luftwaffe, der Manne und des Heeres, eine Vertretung der Partei in Uniform und eine Infanteriekompanie mit Musik auf der Piazza Venezia Aufstellung genommen, um der Flaagenhissung auf dem Balkon des Palazzo Venezia beizuwohnen. Neben die Zwei grunwetßrot gestreiften Fahnen des Marsches auf Rom, die vom Haus der Partei im feierlichen Zug zur Piazza Venezia gebracht worden waren, pflanzte em Squa- drift zwei Lanzen mit schwarzen Wimpeln des Fa zio aust Die Wache vor dem Palazzo Venezia wurde von den Musketieren des Duce gestellt. 9‘M 'Wen. Sefto,; | A 19?) i * "* °°-> IpolheM'1 :b' Washington auf-asGchlimmstevorbereitet | Stockholm, 28. Ott. (Europapreß) Trotz der Bemühungen amtlicher nordamerikamscher stellen, Me Entwicklung der Kämpfe im Gebiet der Salo moninseln als „ermutigend" hmzustellen, verheh Iman sich weder in Washington noch m London den außerordentlichen Ernst der Lage. Wie: „. y 0 (iat Allehanda" berichtet, wartet dle Nordamerika tische Oeffentlichkeit mit wachsender Besorgn s auf die neuesten Nachrichten über die ^nttolcttung der Kämpfe. Jn Washington vertrete man die Auf sassung, daß das Volk auf das Schlimm sie vorbereitet werden wüste. Angesichts der 6 bPrt Gvhiffanerlufte und der damit bedingten er höhten Gefährdung der Zufahrtswege sel es mo^ lid, daß sich die nordamerikanischen Streitkräfte m naher Zukunft einem allzu weit.Erlegenen Fem^ leaenübersehen würden. Militärische B sozialistischen Deutschland einen harten Kampf, ein wunderbares Beispiel ihrer Tapferkeit und gebend: fest und geschloßen um Schon die Seeschlacht in der Straße von Makassar und'die Schlacht in der Java-See, Jo stellt der amerikanische Journalist Clark Lee, der auf einem USA.-Kriegsschiff an der „Schlacht im Pazifik" teilnimmt, in der „Baltimore Sun" fest, waren klare Siege der Japaner. Die japanische Marine ist besonders in ihrer Artillerie und in ihrer Einsatzbereitschaft ausgezeichnet. Alle gegenteiligen Ansichten, wie sie zum Teil von hochstehenden USA.-See- offizieren geäußert wurden, sind eine Täuschung. Bei den Solomon-Inseln waren die USA.-Streit« kräfte den Japanern überlegen, aber die Japaner zeigten größere Schießkunst und waren vor allem Vertreter bti tr Politik imb Hans Hyckt: I Blumschem. H. Lange K. 0, n: Hans BeL ihre Führer, den beiden Revolutionen getreu, fühlen die beiden Völker mehr und mehr die innige Bruderschaft der gemeinsamen Ideale, die ihre herzen verbindet. Das italienische Volk begrüßt aufrecht das Anbrechen des dritten Jahrzehnts feit dem Marsch auf Rom, der großen Werte eingedenk, die auf den Schlachtfeldern auf dem Spiele stehen. Alle seine Kräfte sind für den gemeinsamen Krieg und den gemeinsamen Sieg eingesetzt: von den Kämpfern, die an den verschiedenen Fronten mit Mut und Blut die Glaubensgemeinsamkeit immer wieder unter Beweis stellen, zu den schweigsamen, zähen Massen der faschistischen Arbeiter, tue in den deutschen Betrieben mit glühendem, unerschöpflichem Eifer arbeiten und zur großartigen Schlagkraft des verbündeten Deutschland mitwirkend beitragen. Indem es die zwanzig Jahre so intensiven und heroischen Ledens heraufbeschwört, ist das italienische Volk ganz vom Gefühl der Dankbarkeit für den Duce durchdrungen: aus dem herzen der Legionäre, aus dem kämpferischen Schwung der Jugerw, die in der strengen Bewährungsprobe des Krieges sich würdig erweist, die Revolution fortzusetzen, wird sich am Tag der Feier in der stolzen und freudigen Rührung der Erinnerungen ein Gesang erheben, ein Lied allein, jenes Lied, das die Schwarzhemden der Aktionsstaffeln bevorzugten, wenn sie zym Sturm vor« gingen, und dessen Leitmotiv das Vaterland auf seinem Weg zur Macht und zum Ruhm stützte und stützt: unser Glaube für Mussolini. NSK. Jn der zwanzigsten Wiederkehr des Marsches aus Rom feiert Italien in Waffen eines der entscheidendsten Ereignisse seiner tausendjährigen Geschichte: die Revolution der Schwarzhemden, die der Welt ein neues Kulturzeitalter eröffnete und die auf den Schlachtfeldern ihren endgültigen heroischen Abschluß finden wird. Dieses Datum beschwört zwanzig Jahre herauf, die reich an Kämpfen und Siegen waren, zwa>nzig Jahre tiefer Umwandlung des vaterländischen Geistes, der nun erneut zum Licht der alten Größe wieder vorangettieben wird. Das faschistische Italien erlebt dieses Datum geschlossen in feinen Reihen, festgefügt in der ernsten Disziplin der gegenwärtigen Stunde und erblickt es vor allem im Wehen der Fahnen und Standarten, die, ewiger Stimme des dankbaren Vaterlandes gleich, den letzten Atemzug im Ueberfchreiten der Schwelle zum Ruhm der Gefallenen der Revolution und der unter dem Liktorenzeichen gekämpften Kriege grüßten und grüßen. Die Friedens- und Kriegsleistungen dieser zwanzig Jahre sind schon in die Geschichte der politischen und sozialen Wiedergeburt des italienischen Volkes eingegangen und sind nunmehr Bestandteil des Ehrgefühls und Stolzempfindens der gesamten Nation geworden. Es würde zu weit führen, die glorreichen Etappen dieses Werdegangs einzeln ins Gedächtnis zu rufen, eins jedoch ist gewiß, daß nämlich am 28. Oktober 1922 jene tiefschürfende Evolution im Leben der Nationen ihren Anfang gehabt hat, die die Völker der Erde in zwei große Koalitionen spalten sollte: auf der einen Seite Egoismen und überhotte Ideologien, auf der andern die neuen Ideen, die aus der faschistischen und nationalsozialistischen Revolution hervorgegangen sind, und deren ideale Motive zur Zeit im glühenden Klima des Krieges widerhallen und heute, genau wie gestern, immer Bekenntnisse höchster Zuversicht und höchsten Vertrauens der Gläubigen zu chren beiden Führern sind. Der revolutionäre Geist, der dem Krieg der Achsenmächte die unbezwingliche Kraft verleiht, die tückische, feindliche Koalition zu beugen, zu zerstückeln und zu zermalmen, erleuchtet die Ideale der neuen Welt, die frei sein wird von Ungerechtigkeit. Diese ist bestimmt, unter den trostlosen Trümmern der unsterblichen Prinzipien und der jeden Gerechtigkeitsdrang drosselnden Hegemonien begraben zu liegen, die so viele Jahre hindurch unter der perfiden Maske der falschen angelsächsischen Demokratien verborgen waren. Der Marsch auf Rom bezeichnet also den Beginn einer wunderbaren Kulturwende: die Ereignisse, die ihm folgten, haben seine grundlegende historische Bedeutung bestätigt, während der augenblicklich durchfochtene Krieg mit seinem sicheren Endsieg dessen unerschöpfliche revolutionäre Vitalität bekräftigen wird, durch die es in der neuen Weltordnung den Völkern guten Willens möglich sein wird, den Weg zu einer gerechten und fruchtbaren Zukunft zu beschreiten. Für die Erreichung dieses Zieles kämpfen die Truppen des faschistischen Italien und des national» die nordamerikanische Flotte im Südpazifik fei zur Zeit zahlenmäßig st a r k unterlegen. Die kürzlichen Verluste bei den Salomonen wären nicht vorausgesehen worden. Auch Admiral Leahy, Roosevelts persönlicher Stabschef, hat sich recht kleinlaut geäußert. Er sagte: „Die Epidemie unmenschlicher Kriegführung, unter der die Wett jetzt leidet, wird von langer Dauer sein. Sie bedeutet für Amerika Entbehrungen und O p - f e r, die über alles hinausgehen, was wir je erlebten." ihres Todesmutes seien aber, so wird zum Trost hinzugefügt, „bedeutende Verstärkungen unterwegs". Auch die amerikanischen Seestreitkräfte seien „einstweilen" denen der Japaner noch an Zahl unterlegen, lieber die Aufgabe der USA.-Landtruppen im pazifischen Raum wird jetzt die Lesart verbreitet, sie sei „rein defensiver Natur". Die Erfolge der Japaner bei ihren jüngsten Angriffen auf den Henderson-Flug- platz auf Guadalcanar gibt man zu. Einen bemerkenswerten Stoßseufzer enthielt eine Rundfunkansprache des Oberbefehlshabers der nord- amerikanischen Seestreitkräfte in Europa, Admiral Stark, der anläßlich des Flottentages der USA. zur Frage der zweiten Front erklärte: „Wenn nur d i e Seewege offengehalten würden, bann würbe eine zweite, dritte oder jede gewünschte Zahl zusätzlicher Fronten möglichZein." Auch Vizeadmiral Edwards vom Stabe des Admirals King erklärte. !rh®on. >bnuh^ I wuyittgegen. U 0 0 l f tjlliet." rmehrJlk ^ln den Duce sandte er folgendes Telegramm: mb* *®UC€J ** 20. Jahrestag des Marsches auf Rom rfprihe “ J«>ßnfe 'ch Ihrer und Ihrer einmaligen gefchicht- in Tätio- wichen Leistungen in treuester Freundschaft urfache des an & Verbundenheit. Mit mir nimmt das ganze nationalsozialistische deutsche Volk tiefen inneren Anteil an der Wiederkehr des Tages des Unser Bildtelegramm zeigt Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit der deutschen Abordnung während feiner Ansprache on Den Duce (links) im Palazzo Venezia. Ferner erkennt man (von links) Reichsjugendführer A xm an n, Reichsstudentenführer Gauleiter Dr. Scheel und Gauleiter Hanke. (Scherl-Bilderdienst, [ßucej) Rom feiert den 28. Oktober. I reform, die zwei Drittel aller Abgeordnetensitze derjenigen Partei zusprach, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt hatte, lüste Mussolini im Januar 1924 die alte Kammer auf und erzielte bei den Neuwahlen einen überwältigenden Sieg über die alten Parteien. Aber die innere Krisis, die keiner Bewegung nach dem Uebergang von der Kampftruppe zur staatstragenden Partei erspart bleibt, mußte der Faschismus erst überwinden, bevor er darangehen konnte, durch Auflösung der alten Parteien, die sich aus dem Parlament zurückgezogen hatten und in Opposition verharrten, die liberale Epoche Italiens endgültig zu liquidieren. Die Teilung der Gewalten mußte einer starken Staatsführung Platz machen. Der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit fand seine Lösung in der Carta del Lavoro, der Arbeits- und Sozialverfassung des korporativen Staates mit ihren Arbeiter- und Unternehmersyndikaten, deren gemeinsame Aufgabe es war, den Arbeitsfrieden zu sichern. Das Ideal des korporativen Staates ist das Gleichgewicht der sozialen Kräfte, die zwar verschiedene Tätigkeiten ausüben, aber alle Zusammenwirken in der Deckung des Bedarfs der Gesamtheit. Die Krönung des Aufbaus der neuen faschistischen Staatsordnung war die Ablösung des Parlaments durch die Kammer der Fafci und Korporationen als Vertretung aller Gruppen des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens. Sie wurde das Bindeglied zur Masse des Volkes und das Mittel zur Heranbildung der neuen Führerschicht. Ueber ihr erhoben sich der Senat als eine Versammlung „erlesener Köpfe der Nation", der Große Rat des Faschismus, dessen Aufgabe es ist, über die Zusammensetzung der Kammer zu entscheiden und für die wichtigsten Staatsämter der Krone Vorschläge zu machen, und schließlich in der Spitze der Capo del Governo, der Duce der Faschistischen Partei und Oberhaupt der Regierung. Der faschistische Staat ist Wirklichkeit geworden. Die ungeheuren Leistungen seiner Aufbauarbeit im Innern hat unser römischer Korrespondent hier schon aus eigener Anschauung geschildert. Die soziale Befriedung und sittliche Erneuerung des italienischen Volkes bildeten die Voraussetzung zu der kraftvollen Außenpolitik Mussolinis, deren Erfolg, der steile Aufstieg des faschistischen Italiens zu einer Großmacht ersten Ranges wir alle bewundernd miterlebt haben. Und wenn heute das Italien Mussolinis Seite an Seite mit dem nationalsozialistischen Deutschland im Kampf steht gegen die Mächte einer versinkenden Welt der sich demokratisch tarnenden Plutokratie und des volkszerstörenden Bolschewismus, so kehrt damit der Faschismus an seinen Ursprung zurück, denn als Auflehnung der gesunden nationalen Instinkte des italienischen Volkes gegen die gleichen Mächte der Auflösung und Zersetzung ist er entstanden und groß geworden. Erst ihre gänzliche Vernichtung wird auch dem neuen Italien die mit so unsäglichen Mühen und Opfern errungene innere Freiheit sichern und in einer neuen und besseren welhwlitischen Ordnung den Lebensraum und die Machtstellung gewinnen lassen, die ihm feiner großen Vergangenheit, seiner hohen Kultur, seiner Tüchtigkeit und seiner sittlichen Kraft nach gebühren. Dr. Fr. W. Lange. Angriffserfolge südostwärts Noworossijsk Berlin, 28. Okt. (DNB.) Die schweren Kümpfe südostwärts Noworossijsk haben zum Erfolg geführt. Der schmale, nach Südosten geöffnete Meereseinschnitt, an dessen Ende Noworossijsk liegt, wird beherrscht durch Höhen, in denen sich die Bolschewisten hinter Panzergräben, Minenfeldern und Bunkerstellungen zäh verteidigten. Der ganze Gebirgszug mit seinem Steilabfall zum Meer und der schmale Uferstreifen mit seinen Straßen und Fabriken gehörte zu dem südöstlichen Festungsgür- t e l von Noworossijsk und war deshalb schwer befestigt. Die an der Küste vordringenden deutschen Truppen kämpften sich schrittweise gegen die in Betonhäusern und Erdbunkern verschanzten Bolschewisten an die Höhen heran. Gleichzeitig setzten unsere Jäger von Norden her ihre Angriffe fort, bis die Verbindung der deutschen Kampfgruppe hergestellt war. Damit fiel nach Abwehr einiger Gegenstöße der ganze das Stadtgelände und seine südöstlichen Ausgänge beherrschende Höhenzug in unsere Hand. Bei Tuapse gehe» die Kämpfe um Bergketten, deren Täler in Richtung auf Tuapse immer breiter werden. Unsere Stoßtruppen erkämpften sich einige Bergsättel und schwenkten dann flankierend ein. Dadurch bildeten sich Ringe um einzelne Berg- massive. Der erste Kessel würde jetzt in zweitägigen harten Kämpfen nach Abwehr starker Ausbruchsund Entsetzungsversuche ausgeräumt. Im Zentralkaukasus verhindert tiefer Neuschnee größere Kampfhandlungen. Unsere Gebirgsjäger halten die besetzten Pässe und wenden hier eine neue Kampftechnik an. Da es schwierig ist, geballte Ladungen weit genug bergaufwärts zu werfen, befestigen sie Handgranatenbündel an tief herabgezogenen jungen Bäumen, die dann beim Losschnellen die Sprengladungen viel weiter schleudern als das die menschliche Kraft vermag. Der Feind hatte durch diese behelfsmäßigen Wurf- 'maschinen erhebliche Verluste. Der Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhauptguartier, 28. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südostwärts Jlo ro or.o f f i jf f haben deutsche Truppen nach tagelangen schweren Kämpfen einen beherrschenden Höhenzug genommen. 3m Kampfgebiet östlich Tuapse wurde eine durch zahlreiche Kampfanlagen verstärkte und hartnäckig verteidigte Bergstellung erstürmt und alle Gegenangriffe des Feindes blutig abgewiesen. 3m gleichen Kampfraum bekämpfte die Luftwaffe die Stellungen des Feindes sowie Stadt- und Hafenanlagen vo-r Tuapse. Gin Handelsschiff von 6000 BAT. wurde durch Bombentreffer beschädigt. Westlich des Terek schritt der eigene Angriff auch gestern gut vorwärts und führte zur Einschließung feindlicher Kräfte. 3n Stalingrad stieß der deutsche Angriff östlich der Brotfabrik bis zur Wolga durch und brachte damit ein größeres, vom Feinde stark besetztes Häusergebiet zu Fall. Verbände der Luftwaffe griffen mit guter Wirkung in diese Kämpfe ein. Südlich der Stadt wies 3nfanterie in schweren Kämpfen wiederholt Entlastungsangriffe der Sowjets ab. Auf Bahnstrecken und im Kaspischen Weer erlitt der Feind durch die deutschen Luftangriffe hohe Verluste. Elf Transportzüge wurden vernichtet, drei Handelsschiffe mit zusammen 3000 BRT. versenkt, ein Tanker, ein Handelsschiff und zwei Bewacher in Brand geworfen bzw. beschädigt. An der Donfront warfen rumänische Truppen, von ihren eigenen Kampfflugzeugen gut unterstützt, den Feind in die Donniederung zurück. Die schweren, aber erfolgreichen Abwehrkämpfe in der El-Alamein-Stellung dauern an. 3nsbesondere im nördlichen Abschnitt führten die beiderseitigen Angriffe und Gegenangriffe zu erbittertem Ringen der 3nfanterie- und Panzerverbände, wobei eine besonders stark umkampfte wichtge höhe zuletzt in eigener Hand blieb. Der Feind verlor dabei abermals 5 3 Panzerkampfwagen. 3n heftigen Luftkämpfen brachten deutsche und italienische 3agdflieger 21 britische Flugzeuge zum Absturz, eines wurde von der Flakartillerie abgeschossen. Bei Einflügen über der westfranzüsischen Küste wurden gestern drei britische Flugzeuge in Luft- kämpfen abgeschossen. Am Abend des 27. Oktober flogen einige leichte Bomber unter Ausnutzung des stark diesigen Wetters in norddeutsches Küstengebiet ein und verursachten einige Verluste unter der Bevölkerung. 3m übrigen entstanden nur geringe Gebäude- und Sachschäden. Der Sender London gab in der vergangenen Rächt bekannt, daß die Deutschen durch Vermittlung des Roten Kreuzes den Vorschlag für einen viertägigen Waffenstillstand in Stalingrad gemacht hätten, die Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Das Oberkommando der Wehrmacht erklärt dazu, daß diese Behauptung eine der üblichen Lügen der britischen Regierung ist, mit der sie den unaufhaltsamen Zusammenbruch der Verteidigung von Stalingrad zu verschleiern sucht. AeußerstkriiifcheVerforgungs- lage -er Sowjets. Lissabon, 28. Oft (Europapreß.) Der Moskauer Korrenspondent der „Baltimor Sun" schildert in einem recht pessimistischen Artikel die Dersor- aungslage der Sowjets. Wie groß auch immer das Reservoir an Menschen in der Sowjetunion sei, ohne Waffen und Nahrung werde es unwirksam sein. Man wisse nicht, ob die Rote Armee genügend Nahrungsmittel, Oel, Munition und Ausrüstung besitze. Fest stehe, >daß die entwickelte Industrie Rußlands, die wichtigsten Quellen für Oel und Elektrizität und fruchtbarsten landwirtschaftlichen Gegenden sich jetzt im Besitz der Deutschen tief irrt) en. Die UdSSR, hänge deshalb bezüglich des Nachschubs von den USA. und England, ab. Die Größe der Vorräte sei unbekannt, ausländische Beobachter'wüßten nur, daß die Treibstoffrationierung aus Meinungsverschiedenheiten über den Fortgang der Bewegung entstanden war, ging am 7. November 1921 die „Nationale Faschistische Partei" hervor und auf ihrem ersten Kongreß in Rom noch im gleichen Monat waren 2200 Fasci mit 320 000 Mitgliedern vertreten. Eine gewaltige Stärkung erfuhr die Partei zu Beginn des neuen Jahres, das das Entscheidungsjahr im Kampf um die Macht werden sollte, als ihr Rossini, der Führer der nationalen Syndikalisten seine aus der schon genannten „Unione Socialista Jtalicma" entstandenen syndikalistischen Korporationen mit rund einer halben Million Mitgliedern zuführte, womit der Einbruch in das Lager der Gewerkschaften gelungen war. Die Eisenbahnen wurden durch faschistische Ueberwachung dem roten Transportarbeiteroerband entwunden. Durch ähnliche Methoden bemächtigte man sich der Kraftwerke und Telearaphenlinien. Der innerpolitische Kampf war längst zum erbitterten Bürgerkrieg geworden. Im Mai organisierte Balbo, der spätere Luftmarschall und Generalgouoemeur von Libyen, eine Riesenkundgebung von 63 000 Arbeitern und Erwerbslosen, um von der Regierung Notstandsarbeiten zu erzwingen. In Bologna wurde der Präfekt Mori, der später bet der Bekämpfung der Maffia in Sizilien eine hervorragende Rolle spfelen sollte, tagelang in seinem Palast belagert. In Mailand wurde ein von den Sozialisten an- gekündigter Generalstreik im Keime erstickt. Dös war am 31. Juli 1922 gewesen. Am 20. September gab Mussolini in seiner Rede in llbine die Losung aus: „Wir wollen Italien regieren!", und bekannte sich zu einer Monarchie, die die geschichtliche Dauer der Nation versinnbildlichen solle. Damit sicherte sich Mussolini die Bundesgenossenschaft der Nationalisten, der monarchistischen Verbände und der rechtsbürgerlichen Gruppen in der Kammer und baute dem König die goldene Brücke in den neuen faschistischen Staat, dessen Errichtung bei der wachsenden Spannung und der vöMgen Hilflosigkeit der liberalen Regierung nur noch eine Frage von Tagen war. Der Ministerpräsident Facta suchte den Faschismus durch das Angebot einer Regierungsbeteiligung abzufinden, aber Mussolini lehnte ab. Am 16. Oktober setzte er in einer geheimen Besprechung mit nur wenigen Vertrauten die Einzelheiten des Staatsstreiches fest, mit dem er die Macht an sich reihen wollte. Der Marsch auf Rom wurde beschlossen. Perugia wurde das Hauptquartier der Quadrumvirn, in deren Händen die Leitung liegen sollte. Am 24. Oktober nahm Mussolini in Neapel die letzte große Parade über seine Anhänger vor der Machtübernahme ab. Während nun schon im mächtigen Strom der sich überstürzenden Ereignisse in zahlreichen mittelitalienischen Städten die Macht auf die faschistische Partei überging und die Kolonnen der Schwarzhemden sich auf Rom in Marsch setzten, konnte der Ministerpräsident Facta zu keinem Entschluß kommen. Er zögerte, Widerstand zu leisten, wie energische Ministerkollegen verlangten, legte dann jedoch am Morgen des 28. Oktober dem König das Dekret des Belagerungszustandes vor, dessen bevorstehende Verkündung er bereits voreilig hatte bekanntmachen lassen. Doch König Viktor Emanuel unterzeichnete das Dekret nicht, entließ Facta und empfing wenige Stunden später de Vecchi, den Führer der piemontesischen Faschisten, der dem König versicherte, daß die faschistische Bewegung der Monarchie treu ergeben sei. Am 29. Oktober wurde Mussolini, der noch in Mailand weilte, zum Ministerpräsidenten ernannt. Am späten Abend traf er in Rom ein, am folgenden Morgen begann der Einmarsch der Schwarzhemden,, die in Parade vor dem König vorbeizogen. Die faschistische Revolution hatte gesiegt. Für die Bewältigung der gigantischen Ausgaben, die nun seiner harrten, hatte Mussolini nicht ein im einzelnen vorher festgelegtes Programm mit-- gebracht. Auf die Frage nach dem Ziele des Faschismus hatte Mussolini einst geantwortet: „Wir sprechen es ohne falsche Bescheidenheit aus: die Nation regieren. Mit welchen Programmen? Mit dem Programm, das nötig ist, um die moralische und materielle Größe des italienischen Volkes sicherzustellen." Jedem Doktrinarismus gründlich abhold, ließ sich Ddussolini ganz von den Erfordernissen der Praxis bestimmen, wobei ihm freilich eine sehr genaue Vorstellung von dem Idealbild des faschistischen Staates, der sein Ziel war, vor Augen stand. Aber die erste Sorge war die Sicherung der eigenen Machtstellung, denn die faschistische Bewegung war als Minderheit zur Macht gelangt und sah rings um sich noch die alten Gegner, die im Parlament die Oberhand hatten. Mussolinis erstes Kabinett war nur zur Hälfte aus Faschisten gebildet, schon an den ersten Maßnahmen der Neuordnung, der Besetzung der Gewerkschaftshäuser, Einschränkung der Pressefreiheit, der Unterrichtsreform im Sinne einer nationalen und religiösen Erneuerung, der Verminderung des aufgeblähten Beamtenapparats und der ins Riesige aufgelaufenen Staatsschulden, zerbrach das in sich wenig konforme überparteiliche Kabinett. Nach einer Wahl- Die alchimistische Apotheke. Seltsames aus alten Rezeptierbüchern. „Für und wider die Arznei" ist ein Aufsatz be- tiltet, den Dozent (zur Zeit Regimentsarzt) Dr. H. Glatze! in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" veröffentlicht und in dem er auf die tiefgehende Wandlung hinweist, die sich im Verhalten der Kranken gegenüber den Arzneien im Laufe der Zeiten vollzogen hat. Während früher kein Kranker ohne Rezept vom Arzt ging und die Arzneivorschriften streng beachtete, stehen heute viele diesen Verordnungen kritisch gegenüber. Ja, unter den Aerzten und Apothekern gibt es nicht wenige, die, wenn sie selbst krank werden, nur höchst ungern zur Pille, zum Pulver, zur Arzneiflasche oder zur Spritze greifen. Die Einwände, denen man zunächst begegnet, sind: Wer weiß, was das tatsächlich ist, was ich da einnehmen soll: und: Das Zeug hilft ja doch nicht. Die Schuld an diesem Mißtrauen gegen die Heilwirkung der Arznei liegt zum guten Teil bei der überlauten Reklame: es ist aber sehr schwer, ein Bild von der tatsächlichen Heilwirkung eines Mittels zu gewinnen. Das Mißtrauen bezieht sich aber nicht nur darauf, ob die richtige Arznei verabreicht wird, sondern es gibt sogar auch Kranke, die die Arznei überhaupt als „Gift" ablehnen. Wie weit haben wir uns da entfernt von den Anschauungen in früheren Jahrhunderten, in denen man sich nicht genug tun konnte mit den verschiedensten und seltsamsten Heilmitteln, wie würde sich selbst der Anhänger der heutigen Arzneien entsetzen, wenn ihm manche von Den Mitteln angeboten würden, wie sie in alten Rezeptierbüchern vorgeschrieben waren. Der Heilkünstler war fast wie ein Alchimist, und die Apotheke wurde zu einem geheimnisvollen Laboratorium. Aus einem alten Rezeptterbuch von Renou vom Jahrs 1608 kann man sich ein Bild machen, was in einer Apotheke jener Zeit alles zu finden war. Danach sollte eine Apotheke versehen sein „mit ganzen spanischen Fliegen, Kellerasseln, Regenwürmern, Ameisen, Nattern, Skorpionen, Fröschen, Krebsen, Blutegeln und einer Menge kleiner Vögel". Don einzelnen Teilen von Tieren, die wunderbare Kräfte haben sollen, werden genannt: „Das Bein aus dem Herzen eines Hirsches, Sperlings- und Hasenhirn, Wildschwein- und Elefantenzähne, Froschherzen, Fuchslunge, Ziegenbockleber, Wolfsdärme, Schweinsblasen, Natterhaut." Des weiteren wird in diesem Verzeichnis auf geführt: „Item Menschenfett, Lamm-, Enten-, Dachs-, Hasen-, Ziegen-, Aal- und Schlangenfett: Hirsch-, Kalb- und Ziegenbockmark: Menschen-, Taubem und Bocksblut; Hirsch-, Reh- und Einhorn-Horn; Elen-, Ziegen- und Büffelklaue; Austernschalen mit Perlen darin und viele Arten Muscheln. Da endlich auch die Exkremente der oben genannten Tiere ihre besonderen Kräfte haben, so halte der Apotheker auch davon in seinem Laden, insbesondere Ziegen-, Hunde-, Storchen-, Pfauen-, Tauben-, Moschustier- unb Zibetkatzenmist, samt Haaren und Federn von denselben Tieren." Als das beste Mittel gegen Rheumatismus galt Menschenfett. Und da die Herbeischaffung dieses Stoffes große Schwierigkeiten machte, so wurde der Henker ein gefährlicher Konkurrent des mittelalterlichen Apothekers. Der französische Apotheker Pierre Pomet, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts lebte, veröffentlichte die folgende Reklame: „Wir verkaufen Menschenfett, das wir auf verschiedene Weise verschaffen. Aber da Gott und jedermann weiß, daß der Scharfrichter in Paris so viel verkauft als man haben will, so werden wir Apotheker nur wenig von dem unfrigen los. Und doch ist das Menschenfett, das wir liefern, infolge feiner Zubereitung mit wohl- rietfjenben Kräutern unvergleichlich viel besser als das, das man sich von einem Henker verschafft." Das teuerste Fett, das es in den alten Apotheken gab, war das „Mückenfett". Als Mittel gegen die „fallende Sucht" wurde verordnet: „Nimm die Hirnschale einer Mannsperson, die nicht an einer Krankheit gestorben ist, am besten die Hirnschale eines gehenkten Diebes; lege sie in einen heißen Backofen, brenne sie, bis sie vollständig weiß wird, stoße sie zu Pulver und gib dieses dem Kranken am Morgen auf den nüchternen Magen in Lavendelwasser." Die Diebesleichen, die ja am Hochgericht lange Zeit hingen, waren von den Apothekern besonders gesucht. Große Nachfrage herrschte nach Diebesfingern, die dem Branntwein heilende Kraft gaben. Mittel, wie Rebhuhnhirn, Wolfsmagen, Froschaugen, Hirschgeweihspitzen, Krötenherz, Schmeißfliegenschwanz usw., die für gewiße Medikamente benötigt wurden, waren nicht immer leicht auf Lager zu halten. Am schwersten zu beschaffen und am teuersten war das gar nicht existierende Einhorn, dessen Knochen gegen eine Unmenge von Krankheiten verordnet wurden. Meist wurde das „Einhorn" durch das Elentier Ersetzt. Außerdem mußte der Apotheker mit den Blüten, Früchten, Blättern, Stengeln, Wurzeln aller wildwachsenden Pflanzen feines Landes und ebenso mit den wichtigsten Heilkräutern der fremden Länder versehen sein. Auch aus dem Mineralreich war vieles da, was man heute in einer Apotheke nie und nimmer erwarten würde. So werden aufgezählt „Alle Arten Erde, als Tonerde aus Armenien, Erde von Lemmos, Malta, Cimolia, rote Erde, gelbe Erde, Kreide". Den höchsten Wert legte man auf Gold und Silber und Edelsteine, welchen letzteren ganz außerordentliche Heilkräfte zugeschrieben wurden. Erhält doch noch in Molieres „Arzt wider Willen" der Kranke ein Stück „kunstvollen Käses; darin sind Gold, Korallen, Perlen und eine Masse von anderen Kostbarkeiten". C. K. illk j)ongfor Tonnen. i&oerbr Ein! 1 A fürc HA; R, sich auch nach Mers-El-Kebir, dem Schauplatz des englischen Ueverfalles von 1940 auf die französische Schlacytflotte. An den Gräbern mit den Hunderten für die Eine D ttgungsw iiilk auf b fegten «benshalt vhmen 51 ®n Tebrc Wgen ' M unen stauchs ai Rungsa mb der t ler Führ iandigkeit mb Sie! Jes Klein mgsbau lern Ben ttichskom rich diese: Mnung England uber Willkies Rede verärgert. Stockholm, 28. Okt. (Europapreß.) Willkies Rundfunkrede an das nordamerikanische Volk hat in London eine sehr unerfreuliche Aufnahme ge- Tanker versenkt und 1 beschädigt, insgesamt also 292 vernichtete ober beschädigte Schiffe mit 1444 248 Tonnen. Die italienischen Verluste konnten durch die Neubauten nicht nur ersetzt werden, sondern Italiens Einsatz zur See konnte noch wesenüich verstärkt werden, da die neugebauten Schiffe den modernsten Ansprüchen entsprechen. Zwei neue Eichenlaubträger. Berlin. 28.Off. (DRV.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Rillerkreuz des Eisernen Ären- zes an Oberstleutnant Kirschner, Kommandeur eines 3nfanterieregiments, als 135. Soldaten, und an Hauptmann Hupfer, Bataillonskommandeur in einem 3nfonterieregimenl, als 136. Soldaten der deutschen Wehrmacht und sandte ihnen folgendes Telegramm: „3n dankbarer Würdigung 3hres Heldenhaffen Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich 3hnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Oarlan in Oran und Mcrs-El-Kebir. Genf, 28. Okt. (Europapreß.) Admiral Dar« lau. der Oberbefehlshaber aller französischen Streitkräfte, traf in Algier ein. In Oran sanden große nationale Kundgebungen und eine Truppen» Parade der ganzen Garnison statt. Darlan begab Botschafter in Europa-. Tokio, 28. Okt. (Europapreß.) Der bisherige ja# panische Botschafter in Rom, Zombei Horikiri., 5# Etliche < ! ^ret w bester * Aschen W CW w W l|j( Äebiz ianichi V afflli, de' In Fede. Der Fii Republik rahtlich f Kreuzer mit 79 332 Tonnen, 26 leichte Kreuzer mit 113 264 Tonnen, 160 Torpedoboote mit 163 362 Mchteten Tonnen, 133 U-Boote mit 110 800 Tonnen, insge-, len in noi samt waren es ohne die umgebauten Handelsschiffe, Ilbgeschosse Meß- und Spezialschiffe 335 Schiffe mit 707110 ; Freund der Elefanten. Als Heinz Heck den Hellabrunner Tierpark neu eröffnete, bat ihn ein junger Mann um Anstellung als Elefantenwärter. Er habe allerdings bislang nur Mist gefahren bei einem Zirkus, sagte er schlicht und einfach, aber der Zoodirektor spürte die innere Berufung des Menschen, der sich binnen kurzem zu einem der bedeutendsten Fachmänner auf dem Gebiete der Elefantenpflege und Zucht entwickelte. . Zuerst betreute Werner einen einzigen Elefanten in Hellabrunn: immer neue kamen hinzu, und durch feine Einfichlungskraft wurde der Pfleger — man kann es nicht anders sagen — das lenkende Leittier der größten Zoq-Elesantenherde, ja, et wurde für diese Tiere eine Art von überirdischem Wesen. Tiermenschen sind meist Sonderlinge, die ihrs Tiere meist besser verstehen als ihre Mitmenschen. Der Elefanten-Werner hatte auch seinen menschlichen Freunden gegenüber eine zwar nicht laute, doch frohe Lustigkeit; keiner von uns, der ihn nicht gerade deswegen besonders mochte, sein Direktor einbegriffen. Vielleicht haben diese beiden sich überhaupt am besten verstanden. Als im Mai 1932 die Elefantin Cora den Wasil zur Welt brachte, war dieses Hellabrunner Elefantenkind so schwach, daß es weder stehen noch laufen konnte, sondern dauernd von Werner gestützt und gehalten wurde. Es ist einmalig in der Geschichte aller zoologischen Gärten, daß ein Wärter während der ersten zwei Wochen ein Elefantenkind mit der Flasche ernährte, bis es kräftig genug war, an der Mutter zu trinken. Unmittelbar nach der Geburt blieb Hans Werner drei Tage und Nächte ohne Unterbrechung bei feinem Schützling. Mit Gewalt zog ihn der Direktor aus der Stefanien* Wochenstube, legte ihn in fein eigenes Bett und wachte bei chm, bi» er einschlief. Paul Eippee. Bombern, Kiffen. D Äin 3-' [5* Frank zur seE. MS iberE Sn «rbeiter fd Bieboh in Kioch 1 funben. Allerdings benutzen einige Zeitungen die Ausführungen Willkies über die Unzulänglichkeit der nordamerikanischen Rüstungsproduktion, um erneut auf eine Steigerung der allgemeinen Anstren- Sen zu drängen. So schreibt „Daily Telegraph" ‘ie verstehe zwar von militärischen Dingen nichts, man müsse ihn aber anhören, wenn er über Zustände in den Vereinigten Staaten spreche. „Daily Expreß" bestätigt die Aeußerung Willkies, daß die der Sowjetunion gegebenen Versprechungen nicht gehalten worden seien. Aus vielen Gründen seien die Sendungen kleiner ausgefallen, als man versprochen habe. Auch „Daily Mail" nimmt dis Willkie-Rede zum Anlaß, um das unerschöpfliche Thema der alliierten Uneinigkeit erneut anzuschneiden und auf eine bessere Gleichschaltung der alli« ierten Kriegsanstrengungen zu drängen. Im übrigen lehnt man jedoch in England die Steuerungen Willkies ab. „Daily Telegraph" vergleicht Willkis König 6 kturz voi Dorben w ufionen. ( tagen in (leibt befo K-Fortsetz i SantaclE i Wies ^lag o l ?Qr e Ate. Di Lew über , Q!' wag swbte, k Mie 2 Uer wir ptana ironisch mit Don Quichotte. Am meisten hat di« Aeußerung Willkies verärgert, daß Indien ebensogut eine nordamerikanische wie eine englische Angelegenheit sei. Eine sehr deutliche Absage an Willkie erteilte der Unterstaatssekretär im britischen Kriegsministerium, Lord (Troff Im Konstitutionellen Club in London sagte er, England denk« nicht daran, seine Kolonien wieder herzugeben ober auch nur einer internationalen Kontrolle zn unterstellen. Die Erfolge deriialienischen Kriegsmarine. Rom, 28. Okt. (Europapreß.) Bei Eintritt Jta- liens in den Krieg verfügte die italienische Marine über 8 Schlachtschiffe mit 234 388 Tonnen, 8 schwere Die allein von diesen italienischen Schiffen ver- ,, ursachten 23 er lüfte des Feindes belaufen sich ? JlCld)ö auf: 4 Schlachtschiffe versenkt, 1 beschädigt, 15 Kreu- 1 M zer versenkt, 19 beschädigt, 71 U-Boote versenkt, 13 1im beschädigt, 18 Hilfskreuzer versenkt, 4 beschädigt, 125 Handelsschiffe versenkt, 11 beschädigt und 31 |iur Slufga jeitlidjen Schlacytflotte. An den Gräbern mit den Hunderten ■•J^ung , von weißen Kreuzen der bei Mers-El-Kebir ums ’JWn i Leben gekommenen französischen Matrosen, legte es Eiche Blumen nieder. j,W ton Japan ernennt einen »außerordentliche« "'lichen. wesentlich verschärft wurde und daß die Beoölke» L( rung von außerordentlich kleinen Nahrungsmittel» rljr Zuteilungen leben müsse. Ueber das Industriegebiet in Zenttalrußland sei die Beschaffung zuverlässiger Informationen äußerst schwierig. „Eine o-bjethoe Schätzung", so schreibt der in Moskau ansässige Amerikaner, „roüroe die gesamte Produktion in den Rußland verbliebenen (Gebieten auf weniger als diejenige des Staates Pennsylvania berechnen." -AKebil. siyisncvlh ■ wn \Deuiuuui»uuiciii uu| wnuiu» .. 1 . • wichtigen Waren wie Möbel Arbeitsgerät und fon- MM unentbehrliche Gegenstände Les täglichen Ge- frmzoM brauchs an. Den Betrieben können bestimmte Er- )ran zeugungsaufaaben gestellt und alle nicht versorg me Iruppy mingswichtigen Fertigungen verboten werden. Auch Dorian W ber Bedarf der öffentlichen Hand und sonstiger W« I mrnfjnorfii-niti+ior An hipfpn Moren wird in die möglichen. en. (Nachdruck verboten.) 88. Fortsetzung. aus auf Be- Be- >ch wesenWjj i Schiffe bed >o'. r bisherig« 1® ißoriti»! zeit auch die Deckung des dringlichsten Er® iieuerungsbedarfs der Haushaltungen er- Aus dem Reich. eichswohnungskommiffar Or. Ley. Wt. lihrer verlief isernen fiten- fiommanbeut soldalen. md skommabeu , Soldaten btt ten folgend« ng Ihres Hel- ? Zukunft un- ichmlaub zu»: )olf Hitler.' ‘ Kriegsauflagenprogramm für die wichtigsten Haushaltswaren. Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath Sa S-T>» ÄW. Ä ä ;'ÄS “ls in» Nmml bit ^chöpsiütz. ln9 der < }■ 3m übrb Werungm ?* DU,. hat die ibien eben!» 'Mche Arn .Absage an "L britische« ^anstituti», «Ä ben(, ‘J'Wn Kontrolle z, marine, Eintritt Italische Marine en, 8 (djwtrt Kreuzer mit mit 16336? >nnrn, insae- )andelsschiffe, Mit 707110 Schiffen oer. J Schauplatz'.. lie franzaW len hunveM El-§edir eiUutiup; vuiwtuuiiB ev|~,~-.a-— ----- ■ • . rosen, legte» jugute kommen; aber nach einer gewissen Slnlaup inge, 6« ,2 - SJS eiben fw hen^ Jota ®JL Ole* stehen« Oerner S lig ••’Ä cws ener, Lt pad1^ ft zum autzerordentlichen Botschafter in Europa 'knannt worden. Zu seinem Nachfolger in Rom ourde der bisherige außerordentliche Gesandte in ^?rrElng, Shinrokuro Hidaka, ernannt Bo. muri erklärt dazu, daß die Entwicklung des neuen Großverbraucher an diesen Waren wird in die Planung einbezogen werden. Die Versorgung mtt richtigen Gebrauchsgütern soll besonders den durch eindliche Einwirkung geschädigten Volksgenossen . - ... ____£. AAmUfan Olrrlnilfa Eine Verordnung über die Bereitstellung versorgungswichtiger Waren — insbesondere im Hinblick auf die Versorgung der Lurch Luftangriffe geschädigten Volksgenossen — mit für eine einfache Lebenshaltung unentbehrlichen Waren kündigt Maßnahmen zur stärkeren Konzentrierung der Fertigung von Gebrauchsgütern auf die wirklich versorgungs- Santacille hob beschwichtigend die Hande: ,^ch |abe mich heute mit den Akten jenes Prozessesi be- rdäftiflt, und ich weiß, daß Brackmann damals mzales und Madame Perano beschuldigte den llnschlag auf Buena Esperanza verübt zu haben, ks war eine Behauptung, die er nicht beweisen onnte. Die Gerechtigkeit, die ich vertrete, ist aus solche Beweise aber angewiesen. , Wie dem auch sei, auf jeden Fall hat Brackmann tamit, daß er sich zum Selbstvollstrecker semes Ur- irils über Gonzales gemacht h^, das Unge^)Eeste getan, was er tun konnte — selbst dann, wenn er ilaubte, damals zu Unrecht verurteilt worden zu k Die Motive für den Mord werden ihm kaum als Milderungsgründe angerechnet werden, ^eoer Lerwirb ihm vorhalten, daß er SU seiner Recht- ittigung einen anderen Weg hatte beschreiten „Ich'fürchte, daß seine Erfahrungen ihn gegen die iffenlliche Gerechtigkeit mißtrauisch gemacht haben , i lmf Karen sarkastisch em. zy „Auch Richter sind nur Menschen, ferner kontacilla mit einem &W3uden~.. f U5 Borefter Sog wie xu aDtg em 5“ W« “ I kt Hosentasche und fpie te damit Fangvau^»- listig, Don Santaeilla , sagte er L $ sa' Einschließlich stand die Baxter 2,l Company da Itols hinter Gonzales." - . „Was wollen Sie barnit sagen, frag e । rilla scharf und schielte auf die blitzen Kleine politische Nachrichten. Am 3. Jahrestag des Bestehens des Generalgou- ernements fand auf der Burg zu Krakau eine Re- lierungssltzung statt, nachdem Reichsminister Dr ßrank zuvor im Hause der NSDAP, zehn bluts- eutschen Müttern des Generalgouvernements sym- olisch für 470 weitere das goldene Mutterkreuz berreicht hatte. Die Verleihung von Kriegsverbienst- ceuzen I. Klasse an um die Steigerung der land- virtschaftlichen Produktion besonders verdiente Mitarbeiter schloß sich an. Anläßlich des 76. Todestages des großen deut- tzen Japan-Forschers Philipp Franz von kiebold kam im Deutschen Forschungsinstitut in Kiotq der von der deutschen Botschaft in Tokio Mistete „Sieboldpreis" zur Verleihung an zwei junge japanische Akademiker, Yoshio Maruta von ber Medizinischen Akademie in Nagasaki sowie Ta- danichi Morishita von der Handelshochschule Na- casaki, der Wirkungsstätte Siebolds. Beide stehen im Felde. Der Führer hat dem Präsidenten der Türkischen Republik anläßlich des türkischen Nationaltages trahtlich seine Glückwünsche übermittelt. . König Christian X. von Dänemark, der nach einem ! Sturz vom Pferde in ein Krankenhaus gebracht worden war^ erhielt am Dienstag zwei Bluttransfusionen. Sem Zustand, der sich in den letzten zwei tagen infolge Kräfteoerfalls verschlechtert hatte, tleibt besorgniserregend. * Hongkong wurde erneut von sieben amerikanischen Bombern, begleitet von fünf Curtiß-Jägem, angegriffen. Don japanischen Jagdfliegern angegriffen, flüchteten die Flugzeuge nach Abwurf einiger Bomben in nordwestlicher Richtung. Ein Flugzeug wurde -bgeschossen. ber Führer nunmehr bestimmt, daß alle Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Wohnungs- unb Sieblungswefens, ber Wohnungswirtschaft, des Kleingartenwesens und ber mit dem Wohnungsbau zustlmmenhängenden Ortsplanung btm Bereich des Reichsarbeitsministeriums Neichskommissar Dr. Ley übergehen. Für den »ich dieser Aufgaben führt Dr. Ley hinfort die Zeichnung „Reichswohnungskommissar". beianfen '* üerfe^nff1 n-I ®er Führer hatte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley 1 hEwi zum Reichskommissar für den sozialen Wohnungs- ■k. , „ bau bestellt und ihm die Vorbereitung und spätere Jj? s Lurchführung des Wohnungsbaues nach dem Kriege mit uaao! $ur Aufgabe gemacht. Zur Herbeiführung einer ein- i Mich en Leitung des • gesamten Wohnungsbaues J®* unb ber bämit zusammenhängenden Aufgaoen hat .Den, Mm h r ctiihrer nunmehr bestimmt, bah alle 5^u« Europa. ..für Japan notwendig mach "zür°nast°n suhlungnahm- mit d°n europäischen Ändern ein n «sonderen europäischen Botschafter zu bestellen web §er ^er Mittelpunkt aller japanischen Missionen in Europa werden solle. Seinen Aufenthalt werde der eue Botschafter hauptsächlich wohl in Berlin und Wm nehmen von wo aus er besonders die euro. ätsch-n Wirtschast-maßnahmen sowohl für die web ere Kriegführung als auch für das neue Nachkriegs- uropa verfolgen tonne. ö Aus der Giadi Gießen. »Schöner, stiller Gefährte der Nachts Unerhört groß, kreisrund unb leuchtenb hängt der Silberschilb des vollen Monds am durchsichtigen Himmel und taucht ber Bergriefen wildes Gezack in fein kaltes, klares Licht. Und eine Wandluna vollzieht sich, die Annette von Droste-Hülshoff also schildert: „und langsam stiegst du, frommes Licht, empor; ber Alpen finstre Stirnen strichst bu leise, und aus den Richtern wurden sanfte Greise." Mitleidlos blickt der „gute Mond" herab auf alles Erbenleid, fein Nebelglanz „füllet wieder Busch und Tal" und riefelt Hemieder auf bas Häusergewirr ber Stadt; hell ist es wie am Tag. Und nun blinzelt der Mond hin über „Rußlands Leichenwüsteneien" (wie es in einem Gedicht von Richard Dehmel heißt), wo „hoch die Nacht die blassen Hände faltet". Horch, knirscht da nicht Schnee unter Schlittenkufen, späht nicht ein fahles Gesicht aus dunkler Vermummung? Floh nicht gestern erst hier der Korse, die Geißel Europas, voran dem geschlagnen, zerbrochenen Heer? Verweht ihre Spuren im Schneel Und heute, aus Blut unb Rauch, aus Kanonengebrüll, aus heldischem Vorwärtssturm blickt aufatmend empor zu des Mondes Glanz ein deutscher Soldat; ihm klingen im Ohr die Worte Clemens Brentanos: „Wenn des Mondes still lindernde Tränen lösen ber Nächte verborgenes Weh, bann wehet Friebe .. Fern in der Heimat stehet am Fenster ein Mädchen, gefaltet die Hände, sendet die Blicke zum Mond und gedenkt des fernen Geliebten. Und des Himmels Gestirn, leuchtend wie eh und je, das sich nicht wandelt im Wandel der Zeiten, gießt neuen Mut, neue Zuversicht ihr ins Herz. Denn Sinnblld ist er, der heut entschwindet dem Auge des endlichen Menschen, um morgen neu ihm zu strahlen in Glanz und in Schönheit, Künder ber ewigen Wahrheit, daß wahrlich wenn heute „köstlicheren Samen bergen wir trauernd in der Erde Schoß" uns nimmer trügen wird ber Glaube „baß §r aus ben Särgen erblühen wird zu schönerm Los." L. B. Freiwillige für die Division „Hermann Göring". Die Division „Hermann Göring" stellt Freiwillige ein für: Jäger, Schützen, Kradschützen, Panzer, Panzerjäger, Panzerpioniere, Stumrgeschütze, leichte unb schwere Infanterie-Geschütze, Feldartillerie, leichte und schwere Flakartillerie, Nachrichteneinheiten. Einstellungsbedingungen: Größe nicht unter 1,70 Meter. Für Anwärter ber forstlichen Laufbahnen und krafttechnisch vorgebildete Bewerber für die Panzerwaffe ist die Größe 1,68 Meter zugelassen. Gute körperliche Anlagen. Angenommen werden Kriegsfreiwillige, Freiwillige für zwölfjährige Dienstzeit unb Bewerber für die Offizierslaufbahn. Meldungen sind an das für den Wohnsitz zuständige Wehrmeldeamt oder Wehrbezirkskommando zu richten. Bewerber für die Offizierslaufbahn melden sich bei der nächstgelegenen Annahmestelle für Offiziersbewerber der Luftwaffe. Das Entgelt der Wohnnnqsvermittter. Der Reichskommiffar für die Preisbildung hat eine Verordnung über die Entgelte der Wohnungsvermittler erlassen- Danach dürfen gewerbsmäßige Wohnungsvermittler für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß von Miet- ocrträgen höchstens erheben: bei leeren Wohnungen und leeren Zimmern bis zu 5 v. H. der Jahresmiete, bei möblierten Wohnungen bis zu 3,5 v. H. ber Jahresmiefe, bei möblierten Zimmern bis zu 2 v. H. der Jahresmiete. Wenn das Zimmer für kürzere Zeit als einen Monat benötigt wird, darf das Entgelt bis zu 10 v. H, des Mietzinses betragen. Für den Entwurf und die Ausfertigung eines Mietvertrages dürfen nur Entgelte von 3 bis 10 NM. je nach der Hohe der Jahresmiete erhoben werden. Dem Wohnungsvermittler steht ein Anspruch nur zu, wenn durch seine Vermittlung oder seinen Nachweis ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Vorschüsse jeder Art sind unzulässig. Neben den genannten Entgelten dürfen Vergütungen irgendwelcher Art oder die Erstattung von Unkosten nicht gefordert, angenommen ober gewährt werden. Es ist auch unzulässig, die Vermittlung von der lieber« nähme sonstiger Verpflichtungen abhängig zu machen. Verbunkelungszelk: 29. Oktober von 18.59 bis 7.44 Uhr. außerordentlich originell unb zutreffenb, daß auch Richter Menschen unb menschlichen Schwächen unterworfen finb, wie wir alle. Ich wollte ums Himmels willen niemanb ben Vorwurf ber Bestechlichkeit machen." „Die Schuld Brackmanns ist in dem Prozeß einwandfrei festgestellt worden", sagte (santaeilla gereizt; „ober halten Sie die Unschuldsbeteuerungen in einem Prozeß, in dem es um Kopf unb Kragen geht, für etwas Außergewöhnliches?" „Nein, durchaüs nicht", gab Karen zu. „Aber halten Sie es für möglich, Don Santaeilla, daß die Tat, die Brackmann gestern begangen hat, jemals hätte geschehen können, wenn er bamals wirklich zu Recht oerurteilt worden wäre?" „Das ist eine Frage für einen Psychologen." „Und das scheinen Sie doch zu sein!" fiel Forester heftig ein. „Denn, wenn es einen Beweis für Brack- manns Schuldlosigkeit am Brand von Buena Espe- ranza gibt, so ist es der Schuß, mit dem er Gonzales gestern nieberftredte. Weshalb wurde er vor sechs Jahren verurteilt? Wegen eines Anschlages, begangen im Auftrag einer fremden Interessengruppe —, unb natürlich aus Gewinnsucht, denn es ist doch anzunehmen, daß er ben Auftrag nicht umsonst übernommen hatte. Wollen Sie mir bitte sagen, wo sein Gewinn steckt? . Wäre es nicht selbstverständlich gewesen, daß er nun, nachdem er entlassen wurde, sich so unauffällig roie möglich aus dem Staub machte, um feinen Ver- brechersold in aller Ruhe zu genießen? Nichts davon! Er geht hin und knallt ben Schuft nieber, dem er bin niederträchtiges Schicksal zu verdanken hat. Hätten Sie es anders gemacht? Oder können Sie mir in meinen ©ebanfengängen auch nur ein Wort nachweisen, das nicht absolut logisch und folgerichtig wäre?" Das sind Fragen, die ich nicht zu entscheiden habe", sagte Santaeilla ärgerlich und fächelte sich mit ber Hanb Kühlung zu. „Meine Aufgabe besteht barin, Brackmann ben Morb an Gonzales nachzu- weisen —" . Erweiterung -es Eisernen Sparens. Durch neue Bestimmungen zum Eisernen Sparen sind, damit auch die kleinsten Lohn- oder Gehaltsempfänger eisern sparen Tonnen, die Mindestbeträge ab 1. Januar auf 5 RM. monatlich, 1 RM. wöchentlich ober 20 Rpf. arbeitstäglich festgesetzt worden. Der Höchstbetrag wird von 39 RM. monatlich, 9 RNi. wöchentlich oder 1,50 RM. arbeitstäglich, der bisher nur bei Leistung von zuschlagpflichtiger Mehrarbeit zugelassen war, von allen Lohn- oder Gehaltsempfängern eifern gespart werden können. Es können auch nach wie vor 13 RM. oder 26 RM. monatlich, 3 RM. oder 6 RM. wöchentlich und 50 Rpf. oder 1 RM. arbeitstäglich eifern gespart werden. Die Eiserne-Spar-Erklärung muß bei Mo- natslohnempfänaern spätestens einen Monat, bei Wochenlohnempfängern eine Woche vor ber Lohnzahlung abgegeben werden, für die sie erstmals gelten soll. Es empfiehlt sich, die Erhöhung auf 39 RM. monatlich, 9 RM. wochenllich oder 1,50 RM. arbeitstäglich schon jetzt zu beantragen. Neben Weih« nachts- und Neujahrszuwendungen sind auch noch andere einmalige Zuwendungen (z. B. Geschäftsjahresabschlußprämien) für eifern jparfäfjig erklärt worden. Die Reichstreuhänder der Arbett werden die Gewährung einer einmaligen Zuwendung davon abhängig machen, daß bestimmte Teile eisern gespart werden. Es kann künftig von einer einmaligen Zuwendung, die 200 RM. nicht übersteigt, der ganze Betrag oder jeder auf volle 10 RM. lautende Betrag unb von einer einmaligen Zuwendung, die 200 RM. übersteigt, der ganze Betrag ober jeder auf volle 50 RM. lautende Betrag eifern gespart werden. Es können jedoch von jeder einmaligen Zuwendung höchstens 500 RM. im Jahr und von allen einmaligen Zuwendungen, die ein Lohn- ober Gehaltsempfänger innerhalb eines Jahres von bem« selben Arbeitgeber erhält, zusammen höchstens 1000 Reichsmark eisern gespart werden. Klavierabend Professor Elly Ney. Zu einer erneuten Gastspielreise kommt, rote man uns schreibt, Frau Prof. Elly Ney in unsere Stadt. Die Künstlerin, die vor kurzem ihren 60. Geburtstag feierte, wird ihren zahlreichen Freunden wieder einen schonen Abend bereiten. Frau Prof. Elly Ney, als Deutschlands berühmteste Beethoven- Interpretin wird von Beethoven die Sonate cis-moll op. 27/2, die dem Publikum als Mondschein-Sonate bekannt ist, und die Sonate C-dur op. 53 (Waldstein-Sonate) spielen. Don Joh. Seb. Bach wird die Künstlerin einen Choral, eine chromatische Fantasie und die Fuge d-moll bringen, während von Robert Schumann Symphonische Etüden zu Gehör gebracht werden. Die Besucher des Konzertes werden der Künstlerin einen genußreichen Abend zu danken wissen. Oie Fachfchastsleiter im Heimatbund. LPD. Ministerialrat Dr. Leip, ber neue Leiter des Heimatbundes für Hessen und Nassau, hat den Kustos am Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, Dr. Georg Held mann, ben Vorsitzenden des Tierschutzvereins von Darmstadt und Umgebung, zum Leiter des Fachamtes für Natur-, Tier- unb Vogelschutz, Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung ernannt. Dr. Hans v. d. A u in Darmstadt wurde zum Leiter des Fachamts Volkstum — Blutsgemeinschaft bestellt. Den Fachamtsleitern stehen für die einzelnen Spezialgebiete Fachmänner als Referenten zur Seite. Erforschung des Bogellebens im Vogelsberg. Lpd. Der Heimatbund für Hessen und Nassau, Gaudienststelle Darmstadt, hat im Rahmen des Naturschutzes beschlossen, die Vogelwelt des Vogelsberges einer gründlichen Durchforschung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden durch Fachmänner besetzte Beobachtungsstellen eingerichtet. Den Anfang macht man mit den Kreisen Lauterbach unb Gelnhausen. w Gießen-Klein-Linden.' Seit bem Sommer 1935 sind an unserer Volksschule Schwimmerzeugnisse eingeführt. Bis jetzt gelangten 118 Kinder in den Besitz des Freischwim- mer- und 29 in ben Besitz des Fahrtenschroimmer- zeugnisses. In dem verflossenen Sommer waren es 18 Freischwimmer- und 6 Fahrtenschwimmerzeug- nisse, die an Kinder ausgehändigt werden konnten, 13 Freischwimmerzeugnisse gingen an Knaben und 5 an Mädchen; von den Fahrtenschwimmerzeugnissen konnten 5 an Knaben unb 1 an Mädchen aus« gehändigt werden. Die Knaben, die an Ostern aus der Schule entlassen werden, sind alle, bis auf 2, Schwimmer. Verhütet Frostschäden! Mit Beginn des Winters ist rechtzeitig Vorsorge zu treffen, daß Frostschäden in den Gebäuden unter allen Umständen verhütet werden. Hauseigentümer unb Mieter müssen für ausreichende Schutzmaßnahmen, insbesondere dafür sorgen, daß Fenster und Türen stets geschlossen sind. Zum Lüften genügen bei Kälte schon einige Minuten. Richtiger ist, am Tage öfter als zu lange zu lüften. Die in den Wohnungen, namentlich an ben Umfassungswänden offen liegenden Wasserleitungen, Klosettspüler, Abflußhähne usw. müssen durch Umwicklungen geschützt werden, soweit die Räume nicht dauernd geheizt sind oder durch zeitweiliges Offen- Halten von Verbindungstüren .zu geheizten Räumen erwärmt werden können. Auch durch gelegentliches Eingießen warmen Spül- und Abwaschwassers kann das Einfrieren der Abflüsse verhindert werden. Bei Anlagen, die auf diese Weise nicht ausreichend gegen Frost geschützt werden können, ist zeitroeilig Abstellung der Wafferzufuhr unter Ablassen des Wassers — auch aus den Badeöfen — geboten. Warmwasferspender sollen bei Frostgefahr nicht völlig abgesperrt werden. Den Hauseigentümern stehen jetzt nicht immer die Arbeitskräfte zur Verfügung, um derartige Schutzmaßnahmen durchführen zu lassen, so daß es der tätigen Mithilfe ber Mieter bedarf, um rechtzeitig und ausreichend für entsprechenden Schutz zu sorgen. Beschädigungen der Rohrleitungen sind Dem Hauseigentümer sofort zu melden. Das Auftauen eingefrorener Leitungen ist wegen Feuersgefahr stets dem Fachmann zu überlassen. Oie Ausstattungsbeihilfe für Hausgehilfinnen. In einem im Reichsarbeitsblatt veröffentlichten Bescheid stellt der Generalbevollrnächttgte für den Arbeitseinsatz den Begriff der kinderreichen Haushaltung klar, soweit er für die Erlangung einer Anwartschaft auf Ausstattungsbeihilfe für Hausgehilfinnen praktisch von Bedeutung ist. Danach Dürfen nur solche Kinder unter 14 Jahren als Angehörige der Haushaltungen berücksichtigt werden, die ständig zur Familiengemeinschaft gehören. Kinder, die zum auswärtigen Schulbesuch auswärts wohnen und nur für die Ferien ins Elternhaus zurückkehren, können nicht einbezogen wepden. Dagegen zählen sie als Haushaltsangehörige, wenn sie zu jedem Wochenende nach Hause kommen. Auch die vorübergehende Abwesenheit eines zum Haushalt gehörigen Kindes wegen Ferienreise, Kinderlandverschickung oder aus ähnlichen Gründen steht der Anrechnung der Beschäftigungszeit einer Hausgehilfin im Sinne der Anwartschaft auf die Ausstattungsbeihilfe nicht entgegen. Gießener WochenrLarktpreise. * Gießen, 29. Okt. . Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 8* Rpf., Weißkraut 4 bis 7, Rotkraut 9, rote Rüben 12, Feldsalat 50. Aepfel 30, Lauch 15, Sellerie 16, Endwien, das Stück 12, Rettich 5 bis 15 Rpf. ♦ ♦* Führung durch das Gießener Krematorium. Die NSG. „Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Wetterau, veranstaltet am kommenden Sonntag eine Führung durch das Gießener Krematorium, Neuer Friedhof, die mit einem Vortrag von Pg. Edwin S p r u ck (Frankfurt a. M.) über die Geschichte und die technische Einrichtung her Feuerbestattung verbunden ist. Näheres siehe Anzeiaenteil in der morgigen Ausgabe. ** Autozus ammenstoß. Aus der Grünber- ger Straße, in ber Nähe des sog. Professorenecks, ereignete sich am gestrigen Mittwochnachmittag gegen 15.30 Uhr ein Zusammenstoß eines Lastautos und eines Personenkraftwagens. Als das Lastauto aus einer Waldfchneise in die Hauptstraße einbog, kam der Personenwagen in Richtung nach der Stadt zu heran und stieß, da ihn fein Lenker nicht rechtzeitig zum Stehen bringen konnte, gegen bas Lastauto. Bei dem Zusammenprall wurde der Personenwagen leicht beschädigt, während das Lastauto unversehrt blieb. • Personenschäden sind zum Glück nicht entstanden. *♦ Erfolgreiche Hundezüchter. Auf der in Aschaffenburg veranstalteten Reichszuchtschau der Reichsfachschaft für Deutsche Schäferhunde wurde der Zuchtrüde „Faust vom Busecker Schloß" SZ. 537 373 aus dem bekannten hiesigen Deutschen Schäserhundezwinger „vom Busecker Schloß", Besitzer Alfred Hahn (Großen-Buseck) mit der höchst- zuvergebenden Note „Vorzüglich (Sluslefegruppe)" ausgezeichnet. Der aus dem gleichen Zwinger stam- Karen und Forester hoben roie auf Verabredung gleichzeitig die Gesichter und starrten Santaeilla überrascht an. „Nachzuweisen?" stieß Forester hervor. „Sie wollen damit doch nicht etwa sagen, daß —" „Jawohl!" unterbrach Santaeilla ihn mit Betonung. „Ich will damit faaen, daß Brackmann auch diesmal seiner alten Taktik treu bleibt und ben Mord an Gonzales mit aller Entschiedenheit ableugnet. Dabei ist er sozusagen auf frischer Tat verhaftet worden. Ick nehme an, daß dieser neue Versuch, das Unschuloslamm zu spielen, Sie auch im Fall Buena Esperanza, skeptisch machen wird. Uebrigens scheint Brackmann selber einzusehen, daß seine Rolle allmählich den Reiz ber Neuheit verliert; denn nachdem er nach der Verhaftung zunächst sehr mitteilsam war, hüllt er sich nunmehr in ein eindrucksvolles Schweigen. Genau wie seinerzeit bei dem Prozeß —" Karen fuhr auf; es war, als schüttele sie den Schleier einer Betäubung ab, durch den Santacillas Worte nur undeutlich zu ihr gedrungen waren. „Sie können sagen, was Sie wollen, Don Santaeilla, aber eines können Sie mir nicht einreden, daß Brackmann plötzlich feige geworden fein sollte. Das ist kein Mensch, der sich vor der Verantwortung drückt oder den Folgen seiner Handlung aus dem Wege geht —" „Sie vergessen, daß es diesmal um Brackmanns Kovf geht", wurde Karen von Santaeilla unterbrochen. „Die Anklage wird auf Meuchelmord lauten; das kann ich Ihnen schon sagen, bevor die Untersuchung abgeschlossen ist." „Und trotzdem würde er die Tat eingestehen, wenn er sie begangen hätte!" rief Karen heftig. Santaeilla hob bedauernd die Schultern: „Ich bin in meinem Beruf leider noch niemals einem Helden begegnet, Senorita", sagte er ironisch. „Im übrigen erinnere ich Sie daran, daß Sie unb Doktor Forester, als Sie von mir erfuhren, Gonzales fei heute nacht ermordet worden, auch nicht einen Augenblick darüber im Zweifel waren, wer ber Täter war. Sie wußten, daß es nur Brackmann gewesen fein konnte. Und selbst ber kühnste Phantast dürfte vor der Behauptung zurückschrecken, hier könne ein heimtückisches Spiel des Zufalls vorliegen, daß Gonzales gerabe in dem Augenblick von einem Dritten getötet wurde, in dem Brackmann sozusagen den Finger schon an den Abzug seiner Pistole gelegt hatte. Brackmann hat nach feiner Verhaftung nicht ab-- zustreiten versucht, daß er tatsächlich die Absicht gehabt hatte, Gonzales und Madame Perano zu erschießen. Ja, er gab sogar zu, gestern abend die Calle Stella aufgesucht und das Haus von Gonzales beobachtet zu haben, um die Tat vorzubereiten. Er wollte sie allerdings erst zwei Tage später ausführen, kurz vor dem Auslaufen des chilenischen Dampfers nämlich, auf dem er als Maschinist angeheuert batte.'1 Santaeilla machte eine kleine Pause, um die Weste, die durch die üppige Fülle feines Bauches ewig emporrutschte, mit einem entschlossenen Ruck wieder nach unten zu ziehen. „Gestern abend um elf Uhr erhielt ich die Nachricht, daß Gonzales ermordet aufgefunbee worden sei. Während ich ben Tatort untersuchte, war bereits eine kleine Armee von Detektiven dabei, Brackmanns Aufenhalt zu erkunden. Um vier Uhr morgens wurde uns gemeldet, daß fein Schlupfwinkel entdeckt fei. Er hatte im Hotel ,Mona Lisa*, einer Pulqueria, deren Padrone wir übrigens schon seit geraumer Zeit auf die Finger schauen, ein Zimmer genommen. Ich nahm die Verhaftung persönlich vor. Brackmann schlief, als wir in fein Zimmer ein« drangen. Falls Sie übrigens der Meinung fern sollten, ein gesunder Schlaf spreche für ein gutes Gewissen, so lassen Sie mich Ihnen versichern, daß das eine irrige Annahme ist. Immerhin, ich muß Ihnen gestehen, daß Brackmann auf mich feinen schlechten' Eindruck machte. Jedenfalls bin ich nie einem Mann begegnet, der sich so gut in der Gewalt hatte und sich so geschickt benahm rote er. Für einen Augenblick wurde sogar ich unsicher. (Forts, folgt.) wende Jungrüde „Jlko vom Busecker Schloß", Besitzer Heinrich Henkel (Großen-Buseck) erhielt die Note „Sehr gut". NSG. Das Kartoffelstärkemehl im Haushalt. Lor einigen Wochen wurde bereits darauf hingewiesen, daß zur Behebung von Schwierigkeiten, die vor kurzem auf dem Gebiete der Versorgung mit Nährmitteln bestanden hatten, neben dem bereits bekanntgegebenen Einsatz von Weizenmehl der Type 1050 auch Kartoffelstärkemehl an Stelle von Nährmitteln ausgegeben werden sollte. Die Verbraucher können das Kartoffelstärkemehl auf alle zum Bezua von Getreideerzeugnissen berechtigenden Einzelabsthmtte der Nährmittelkarten beziehen. Der Lebensmitteleinzelhandel ist im Rahmen dieser Verfüguna des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Großhandel bis etwa zu 50 v. H. der zur Ausgabe kommenden Nährmittel mit Kartoffelstärkemehl versorgt worden und ist daher verpflichtet, dieses Kartoffelstärkemehl an Stelle von Nährmitteln auszu- geden. Die Verbraucher werden gebeten, dem Einzelhandel das Kartoffelstärkemehl in der ihnen zugewiesenen Menge abzunehmen. Aus -er engeren Heimat. 3n der Scheune abgestürzl. * Großen-Buseck, 29. Okt. Gestern vormittag ereignete sich hier in einem Bauernhöfe beim Dreschen ein schwerer Unglücksfall. Der kriegsbeschädiate Flurschütz Heinrich Brück aus Treis a. d. L d a., ein Mann Ende der 40er Jahre und Vater mehrerer Kinder, war bei dem Besitzer des Bauernhofes, mit dem er verwandt ist, zur Hilfe bei der Drescharbeit tätig. Im Verlaufe der Arbeit wollte Brück auf dem Scheunenboden eine sog. Gabelluke frei machen, hierbei glitt er aus und st ürzte in d i e Tenne hinab, wo er auf den Zementboden hart aufschlug. Der bedauernwerte Mann erlitt einen schweren Schädelbruch und mußte in bewußtlosem Zustand von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Hier lag er am heutigen Donnerstagmorgen noch in unverändert ernstem Zustand ^danieder. Landkreis Gießen. '+ Grünberg, 28. Ott. Mit einem Gastspiel des Gießener Theaters wurde am Montag die Veranstaltungsreihe der hiesigen Kun st gemeinde für den Winter 1942/43 eröffnet. Zur Aufführung «e das Schauspiel „Heimat" von Sudermann. ünstlern wurde reicher Beisall zuteil. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. □ ß au bad), 28. Okt. Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen unternahm unter Leitung von Dr. Glöckner einen Ausflug nach Laubach, um die Sehenswürdigkeiten unseres Städtchens kennenzulernen. Nachdem die Gäste die malerische Altstadt mit ihren Fachwerkbauten besichtigt hatten, wurden sie von Graf zu Solms- Laubach empfangen, der ihnen das Schloß und die Kirche zeigte. Der alte Renaissancebau birgt eine Menge wertvoller Kunstschätze, und ein Gang durch die annähernd 45 000 Bände umfassende Schloß- bibkiothek hinterließ bei den Gästen nachhaltigen Eindruck. Sie umfaßt alle Wissensgebiete. Besonders reich sind, die Schriften aus der Reformationszeit vertreten, darunter nicht nur zahlreiche Lutherschriften, sondern auch handschriftliche Notizen von Melanchthon. Naturwissenschaftliche Werke, Geschichtskompendien und alte Atlanten sind für Wissenschaftler und Bücherfreunde in gleicher Weise interessant. An die Besichtigung des Schlosses schloß sich die der Kirche an, deren ältester Teil gotischen Ursprungs ist. Hier ist auch das Grabmal des Grafen Friedrich Magnus, des Gründers der Solms- Laubachschen Linie und des Gründers der Bibliothek und der Lateinschule zu sehen. Die baulichen Veränderungen von Schloß, Kirche und Stadt, deren Geschichte aufs engste miteinander verknüpft ist, wirkten im Wandel der Zeiten gestaltend und fruchtbar auf die Zusammenarbeit von bodenständigem Handwerk, von Fleiß der Bürger und Bauern und von Kunstsinn und Heimatliebe der Standesherren und hat dem von einer gefestigten Tradition geformten Wesen seiner Einwohner für Jahrhunderte den Stempel aufgedrückt. — Anläßlich einer Versammlung und eines Schulungskurses des Lau - bacher Kleintierzuchtvereins, Fachgruppe Kaninchen, fand die Vorbereitung einer für Dezember geplanten Lokalschau mit Prämiierung statt. An Feldpostsendungen vergriffen. Lpd. Darmstadt, 28. Okt. Trotz eindringlicher Verwarnungen der Postverwaltung erliegen gelegentlich einzelne Aushilfskräfte, die unter den kriegsbedingten Verhältnissen in erheblicher Zahl eingestellt wurden, in unbegreiflicher Leichtfertigkeit der Versuchung, sich an dem ihnen anvertrauten Gut, darunter auch an Feldpostsendungen, zu vergreisen. Obwohl es sich in der Regel um einige wenige Veruntreuungen oder Diebstähle handelt, die dem Täter nur ganz geringfügige materielle Vorteile bringen, werden bei derartigen Verfehlungen zum Schutze der Feldposteinrichtung in unnachsichtiger Schärfe die Strafbestimmungen des Volksschädlingsverbrechens angewendet. Vier bisher unbestrafte Postsacharbeiterinnen, die in der angegebenen verwerflichen Weise das verpflichtende Ge- bpt der Treue und Zuverlässigkeit im Amt verletzt haben, müssen chr ehrloses Verhalten mit schweren Zuchthausstrafen^ büßen. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte in den letzten Wochen die als Kriegshilfe angestellten Postfacharbeiterinnen Anna Maria H ä u ß e r aus Eppelsheim und Luise Hahn aus Offenbach a. M. zu je drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust, Irene Lukas aus Darmstadt zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus und zweijährigem Ehrverlust und schließlich Magdalena O d e r m a t t aus NGV.-Kmderheim „Kapitän Weniger // NSG. In Bad Schwalbach (Kreis Untertaunus) wurde durch den Befehlshaber der Sicherung West, Konteradmiral Rüge, ein neues NSV. - Kinde r h e i m seiner Bestimmung überaeben. Das Heim ist zur Unterbringung von 40 Kindern verschiedener Altersgruppen vorgesehen und dient in erster Linie zur Aufnahme der Kinder von Angehörigen der Kriegsmarine, die sich nach anstrengender Seefahrt jeweils für mehrere Wochen mit ihren Frauen im unweit gelegenen Marineheim auch-alten. Die zweckmäßigen Einrichtungen in Schlaf- und Aufenthaltsräumen wurden in engster und kameradschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und NSV. beschafft. Das neue Heim steht unter Leitung einer NSV.-Schwester. Betreuung, Pflege und Beschäftigung der Kinder sind Kindergärtnerinnen übertragen, bewährten Fachkräften der NS.« Volkswohlfahrt. Das Heim trägt den Namen eines verdienten Offiziers der Marine-Sicherungsstreitkräfte im Ka« nal. Kapitän Weniger war seinen Männern ein väterlicher Kamerad und Vorbild treuer Pflichterfüllung. Er ließ sein Leben gegen England. Mit dem Einsatz ihrer Kräfte und der Führung dieses Kinderheimes trägt die NSV. dazu bei, unseren blauen Jungen, die draußen auf den Weltmeeren ihren harten Dienst verrichten, glückliche und unbeschwerte Tage zu verschaffen, indem sie ihnen und ihren Frauen die Sorge um die Betreuung ihrer Kinder abnimmt. Auf diese Art beeinträchtigen die Kinder in keiner Weise die dringend nötigen Erholungswochen des Vaters, dem es andererseits aber jederzeit und nach Belieben möglich gemacht ist, die für längere Zeit entbehrten Kinder um sich zu haben und sich mit ihnen zu beschäftigen. Auch diese vorbildliche Einrichtung ist eine würdige Form des Dankes der Heimat an die Front. Guntersblum zu zwei Jahren Zuchthaus und gleichfalls zweijährigem Ehrverlust. G. A -Spott. Handball-Gauklaffe. Am kommenden Sonntag tritt der LSV. Gießen die Fahrt nach Rüsselsheim an, um dort das Pflichtspiel gegen die Turngsellschaft zum Austrag zu bringen. Wenn auch die Flieger in der Lage waren, ihre Spielform mit jedem Spiel zu verbessern, so dürfte es doch empfehlenswert fein, den kommenden Gegner, der in der Tabelle einen der letzten Plätze einnimmt, nicht zu leicht zu nehmen. Erft am vergangenen Sonntag gelang es Rüsselsheim, der allerdings mit Ersatz spielenden Turngemeinde Hanau eine 17.6-Niederlage beizubringen. Es wird nicht daran gezweifelt, daß die Soldaten bei der richtigen Einstellung zum Spiel in der Lage fein werden, einen überzeugenden Sieg mit nach Hause zu bringen. Es ist erfreulich, daß es unseren Fliegern gelungen ist, nach einem schlechten Anfang in der Spielserie jetzt endlich Anschluß an die guten Mannschaften zu finden. Zu Beginn der Gau-Handballspiele stand man vor der Frage: wird es der Mannschaft des LSV. gelingen, den erkämpften Platz in der Gauklasse zu halten oder wird sie nur mittelmäßige Leistungen zeigen? Diese Frage dürfte nach dem hervorragenden Spiel gegen die SA. Frankfurt a. M. beantwortet fein. Unsere Gauklassenmannschaft, die seit langem unter Führung von Hauptmann Magier steht, verdient es, daß ihr ein paar Worte mehr gewidmet werden, als nur nüchterne Spielberichte. Wie schwer es ist, eine Mannschaft bis zur Spitzenklasse zu bringen, vermag nur der zu beurteilen, der mit vllen Schwierigkeiten vertraut ist, die auf diesem Wege liegen. Neben der Ueberwindung der vielen Gegner kommen nicht selten eigene Mannschaftsschwierigkeiten hinzu. Von solchen ist auch der LSV. Gießen nicht verschont geblieben. Nach vielen Versuchen ist es ihm gelungen, eine Mannschaft herauszubringen, die in der Lage ist, sich in der Handball-Spitzenklasse würdig zu behaupten. In der Besetzung: Becker, Jung, Strachmann, Kirchner, Hebestreit, Viedden, Rebischke, Bracker, Magier, Müller, Schüler, Ersatz: Thiele, tritt sie am kommenden Sonntag die Reise nach Rüsselsheim an. Wenn diese Mannschaft wieder zu der Einheit zusammenwächst, wie in ihrem letzten Spiel, dann dürfte nicht nur die Tgs. Rüsselsheim, sondern auch die eine ober andere Mannschaft aus der Spitzengruppe es schwer haben, gegen sie zu bestehen. Daß diese Einheit wieder vorhanden ist, hofft und wünscht man in Gießen, und deshalb erwartet man einen eindeutigen Sieg unserer Soldaten. —In.— Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Gchristleitung.) 3« D.» Ruppertenrod. Für Ihren Wohnort beläuft sich der Kartoffelpreis beim direkten Kauf vom Erzeuger in der Zeit bis zum 30. November 1942 auf 3,40 RM. je Zentner für weiße, rote ober blaue Sorten, auf 3,70 RM. je Zentner für gelbe Sorten, für die Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1942 beläuft sich der Preis auf 3,55 bzw. 3,85 RM. je Zentner. Haupychriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlfche Univerfttätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpretsliste Nr. 6. 05391 toertacMrail | Verkäufe | | Kaufgssucha | iiiiiiiiiiiiiiiimiitiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiHiimiiimi Am 18. Oktober einen [05440 Beiprogramm - Wochenschau '6 Deutsche Wochenschau Gießen, den 28. Oktober 1942. [8280D Schr. Ang. mit. den Gieß. Anz.l05461a.d.G.A^ Commerzbank Deutsche Bank Dresdner Bank mit Anny Ondra Adolf Wohlbrück Fritz Odemar Otto Wernicke Ein Quell der Freude und des Humors! MWesel Gr.40geg.Gr.41 zu tauschen, oder zu verkaufen. Lederbandscbuh v. Stadttheater bis zum Gaswerk verloren. Geg. Belohnung ab zugeb. auf d. Fundbüro. Hiermit zeige ich die nachträgliche Eheschließung mit meinem allzu frühverlorenen, innigstgeliebt. Verlobten,dem Feldwebel und O. A. Dr. Karl Volz Bekanntmachung. Betr.: Eierbezug bei Hühnerhaltern. Diejenigen Haushaltungen, die ihre Eier unmittelbar von Hühnerhaltern beziehen wollen, werden aufgefordert, die Eierkarten für den 42. Versorgungsabschnitt in der Zeit von 8 bis 12 Uhr auf Zimmer 16 des Ernährungsamtes vorzulegen. Heute früh verschied nach kurzem, schwerem, Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Minna Stürtz, geb. Mandler im 76. Lebensjahre. In tiefer Trauer: August Stürtz Hans Höhne und Familie Willi Stürtz und Frau. Gießen, den 28. Oktober 1942. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 80. Oktober, 14.80 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. In tiefer Trauer: Lodwig Hillgärtner o. Frau Elisabeth, geb. Euler Erich Hillgärtner, s. Z. bei der Wehrmacht Reinhold Hillgärtner, Elisabeth Hillgärtner. Aliendorf a. d. Lahn, den 28. Oktober 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 80. Okt., nachm. 2l/2 Uhr, vom Sterbehaus aus statt. Hellmuth Mueller-LeutCrt zeigt eine Kollektiv-Ausstellung neuer Ölgemälde, Aquarelle und Graphik im Turmhaus am Brandplatz vom Sonntag, 1. November, bis Sonntag, 15. November, einschließlich. Eröffnung: Sonntag, 1. November, vorm. 11 Uhr. Die Ausstellung ist Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 13 Uhr, und außer Sonntags jeden Nachmittag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Tausch! Gebe Telefunk. SnverBavreuth 220V --(653GL), guter Apparat; suche gleichwert. Radioapparat, deutsch. Fabrik., 120/220 V, W. Schr. Ang. unt. 05448 a. d. G.A. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb heute Nacht nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Willi Hillgärtner im blühenden Alter von 19 Jahren. Deutsch® _ pairwodw 1 <942 Höherer Beamter sucht 2-4-Zimmer-Wohnung sofort oder später. Schriftliche Angebote unter 05414 an den Gieß. Anzeig. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Lichtspielhaus Nur Sonntag, 1. November, 10.30 Uhr vormittags Sonder-Vorstellung Karl Valentin Lisi Kapstadts Kleiner Damenring (Andenken) Sonntaxmachm. auf ü. Wege um die Anlagen verloren. Sinder erh. gute elvhN. [05450 Abzug, auf dem Fundbüro. 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Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. In tiefem Schmerz u. stiller Trauer: Otto Sommerkorn und Frau Kath., geb. Sommerkorn Werner und Helga Sommerkorn; Kath. Sommerkorn und alle Verwandten. Hochelheim und Pohl-Göns, im Okt. 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 1. Nov., um 14 Uhr, in der Kirche zu Hochelheim statt. _________________________________________________05442 Sichern Sie eich Karten Im Vorverkauf! 3279L Heute Donnerstag: Lichtspielhaus Täglich 2.30 4.45 7.80 Uhr Sonntag: 2.00 4.80 7.80 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 3269C Gebildete Frau oder Fräulein f. fein. Ladengeschäft z. Aushilfe gesucht. Schr. Ang. unf. 3267Da.d.G.A. Ordentliche Putzfrau einige Male in der Woche für Geschäftsräume gesucht. [3271D Frankfurter Strafte 9 p. Die neue Lehrgemeinschaft öftere JTIaiftemafifr” soll in aller Kürze eingesetzt werden. 3276d Anmeldungen hierzu sind unverzüglich an die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, zu richten. TAcht.,kinderlieb. Mädel für den Haushalt gesucht. [3268V Weberei Karl Horn, Leihgestern bei Gießen. | Empfehlungen | Freibank Freit., 30.10.42 8-9 1601-1670 9-10 1671-1730 10-11 1731-1790 11-12 1791-1850 Samst.,31.10.42 8-9 1851-1920 9-10 1921-1990 10-11 1991-2050 Fleischbrühe. Stadt. Sclilaclilho! MeineAnz eigen im Gießener Anzeiger werden von Taufenden beachtet und gelesen. 3 Mikroskov- Objektive zu verkaufen. Oe l-Immersion 105mal, Achromatisches 48 und 10mal, Eigenvergrötzer. zus. 120,- RM. Schr. Ang. unt. 05449 a.d.G. A. Zweiflammiger Gasherd für 26,- RM. zu verkaufen. [05443 Frankfurter Straße 27 I. Daselbst gut erh. Kinder-Sporiwagen z. kaufen gesucht. Gebr. [05453 Sofa für RM. 50,— sofort z. verkauf. 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