Die Vernichtung eines L1SA.-Truppentransports nach England Whrnugi Em fchließungsrlng von Leningrad nach Offen über die Newa zu durchbrechen, ist unter hohen Verlusten für den Gegner gescheitert. Die Zahl der ver- nichteten Boote hat sich auf 395 erhöht. An der (Eismeerfront griff die Luftwaffe bei Tag und Nacht sowjetische Flugstützpunkte an. Deutsche Jäger schossen dabei ohne eigene Verluste 26 feindliche Flugzeuge ab. Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote im Nordatlan- tik einen nach England bestimmten amerikanischen Truppentransport zum größten Teil vernichtet. Sie erfaßten einen schnellen feindlichen Geleitzug von nur wenigen großen Passagierdampfern, der stark gesichert und mit Truppen. Munition und Kriegsmaterial beladen war. 3n tagelangen harten Angriffen und Verfolgungs- Für den Nachschub der Briten und Amerikaner bedeutet die Vernichtung dqr drei großen ehemaligen Fahrgastdampfer, die jetzt' als, Truppentransportdampfer eingesetzt waren, einen schweren Verlust. Es handelt sich um schnellfahrende Truppentransporter, die durch ein starkes Aufgebot von Zerstörern und Korvetten gesichert waren. An der Größe und Geschwindigkeit der Schiffe erkannten die deutschen Kommandanten sofort den besonderen- Wert des Transportes für die feindliche Kriegführung. Nachdem der Feind die Anwesenheit von U-Booten bemerkt hatte, versuchte er durch starkes Zick- Zack-Fahren die Angriffe unmöglich zu machen. Es wurden Kursänderungen bis zu 180 Grad beobachtet, mit denen der Feind sich der Gefahr vergeblich zu entziehen suchte. Zerstörer und Korvetten fuhren in wilder Fahrt und Wasserbomben werfend auf dem Kampfseld umher. Im Tagangriff wurde der erste Transporter von drei Torpedos getroffen. Es war der fast 20 000 BRT. große Dampfer „Viceroy o f Jndia", der erst 1929 vom Stapel gelaufen war. Eine riesige schwarze Detonationswolke stand wenige Sekunden später über dem Schiff, das sich schnell auf die Seite legte und kenterte. Als das angreifende U-Boot nach mehrstündiger Wasserbomben-Verfolgung über die Untergangsstelle fuhr, bedeckte nur noch ein weites Trümmerfeld die See. Die beiden anderen großen Transporter wurden in Nachtangriffen versenkt. Es handelte sich um die 11660 BRT. große „D erbyshire", die erst im Jahre 1936 in Dienst gestellt wurde, also zu den modernsten Fahrgast- lcbiffen der britischen Handelsflotte zählte. Ferner wurde auch die 17 702 BRT. große „Reina del P a c i f i c o" in der Nacht durch Torpedos getroffen. Das schöne, im Frieden schneeweiße Passagier- schiff der Pacific Steam Navigation Company in m mit | EU RETTY rzie SER ivARY rFilm Laune inschau r.30 ifa 7.30 Uhr kämpfen versenkten sie einen 19 000 BRT. großen Zweischornsteindampfer vom Typ „Viceroy of Jndia", der nach drei Torpedotreffern kenterte, einen 17 000 BRT. großen Zweischornsteindampfer vom Typ „Reina del pazifico", der nach zwei Torpedo- treffern mit einer großen Stichflamme in die Luft flog, einen 11 000 BRT. großen Transporter vom Typ „Derbyshire" und einen Zerstörer der Geleitsicherung. Zwei weitere Transporter wurden durch Torpedotreffer beschädigt. 2Tlif diesen (Erfolgen haben unsere Unterseeboote dem Feinde einen schweren Schlag zugefügl. Die feindliche Transportflotte hat drei besonders wertvolle schnelle Einheiten von zusammen 47 000 BRT. verloren, wie sie bei besonders wichtigen und dringenden Truppentransporten eingesetzt zu werden pflegen. In anderen Seegebieten des Atlantik von der afrikanischen bis zur amerikanischen Küste versenkten Unterseeboote noch weitere elf Schiffe mit 57000 BRT., so daß die Gesamtverluste der feindlichen Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 14 Schisse mit 104 000 BRT. betragen. Liverpool hatte außer Truppen auch erhebliche Mengen von Munition und Kriegsmaterial an Bord. Die Munitionskammer des Schiffes detonierte. Die Folgen waren furchtbar: das 168 Meter lange Schiff wurde buchstäblich a u s- einandergerissen. Es zerbarst unter einer rrefigen grellleuchtenden Stichflamme, deren Schein das Meer in weitem Umkreis taghell erleuchtete. Nach wenigen Sekunden war von dem riesigen Schiff nichts mehr zu sehen. Nach dem Untergang dieses dritten Schiffes wurden in zäher Verfolgung noch zwei weitere Transporter getroffen, deren Untergang bei stärkster Abwehr nicht mehr beobachtet werden konnte. In Angriffen gegen die Sicherungs- fabrzeuge selbst wurde ein Zerstörer versenkt. Für den Nachschub der Briten und Amerikaner bedeutet die Vernichtung der großen ehemaligen Fahrgastdampfer, die jetzt für den Truppentransport zwischen den Vereinigten Staaten und England eingesetzt waren, einen schweren Verlust. Die Ausnutzungsquote als Transportschiffe liegt bei den Dampfern dieser Art erheblich höher, als bei gewöhnlichen Frachtschiffen. Auch können die ehemaligen Fahrgastschiffe infolge ihrer wesentlich größeren Geschwindigkeit erheblich mehr Transporte durchführen als die viel langsameren Frachter. Außerdem werden jetzt im Kriege Fahrgastschiffe dieser Art weder auf britischen noch auf amerikanischen Werften neu gebaut. Die jetzt im mittleren Nordatlantik versenkten britischen Passagierdampfer besaßen Einrichtungen, um rund 13 000 Mann nebst Waffen und Gerät sowie weitere erhebliche Mengen Kriegsmaterial und Munition zu befördern. Es ist verständlich, daß die Truppentransporte mit besonders schnellen und modernen einstigen Passagierdampfern und unter stärkster Sicherung durchgeführt werden. Wenn es trotzdem deutschen U-Booten gelang, dieses Truppengeleit abzufangen Unser Bild zeigt den Reichsaußenminister von Ribbentrop bei seiner Rede. Links die Botschafter Italiens, Exzellenz A l f i e r i, und Japans, General O f h i m a, sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel und (Sauleiter B o h l e, der Leiter der Auslandsorgani- sation der NSDAP. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Einbruch in das nördliche Stadtgebiet von Stalingrad. Oer Empfang im „Kaiserhof" Ein 11000-BRT.-Dampfer vom Typ „Derbyshire"» — (Scherl-Dlj 19 000-BRT.-Dampfer vom Typ „Viceroy of Jndia"« — (Scherl-DH 192. Jahrgang Nr. 229 Erictzelm täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ft-amillenblätter i Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt NerbiJj veilM lex . -rbun! Ä MM eridjh 1 le* 'Ehl W ■mol chlilj. Tatsachen gegen Versprechungen. „Die Dreierpaktmächte sind am Ende des zweiten Jahres ihres Zusammenschlusses nach jeder Richtung Herren der Situation." In diesem einen Satz der Rede des Reichsaußenministers von Ribbentrop aus Anlaß des zweiten Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes ist eindeutig und unangreifbar die Lage umrissen, die sich für die Welt und damit für die einzelnen Mächtegruppen aus den militärischen und politischen Entwicklungen ergeben. In ruhiger Sachlichkeit hat der Reichsautzenminister die Bilanz einer zweijährigen Zusammenarbeit der durch den Dreimächtepakt zusammengeschlossenen Völker gezogen. An diesem Tatsacyen- bericht vermag weder eine Kritik noch die gerissenste Agitation der Feinde etwas zu ändern. Die knappe Darstellung der ernährungs-, wirtschaftspolitischen und strategischen Lage des Dreimächteblocks ist un- angreifbar, weil sie nur feststellt, was vor aller Welt klar und offen liegt. Der Rechenschaftsbericht des Reichsautzenministers hat alle Gesichtspunkte beleuchtet, die zur vollständigen Erfassung der gegenwärtigen Lage heran- gezogen werden müssen. Es gehört zur Aufstellung einer Bilanz, daß darin die Auswirkungen des feststehenden Leistungsergebnisses angedeutet werden. So hat auch Reichsaußenminister von Ribbentrop sich mit den Auswirkungen der Lage kurz befaßt. Hinsichtlich der Sowjetunion faßte er das Ergebnis dahin zusammen: „Mit Beendigung der militärischen Operationen der verbündeten Armsen in diesem Jahre wird die Sowjetunion in eine äußerst schwere Lage geraten. Die Verluste an Territorien, Menschen, Ernährungsbasen, Erzen, Rohstoffen aller Art, an industriellen, verkehrstechnischen und schließlich auch militärisch-strategischen Möglichkeiten sind derart, daß der sowjetische Koloß schon heute weit mehr als die Hälfte, auf wichtigen Gebieten bis zu zwei Drittel und mehr seiner Kraft eingebüßt hat." Wie streng sich der Reichsaußenminister hierbei an die Tatsachen gehalten hat, konnte nicht besser belegt werden als durch Willkies Erklärung vor der in Moskau vertretenen Auslandspresse über die Lage der Sowjetunion. In dieser Erklärung finden sich dem Sinne nach genau die gleichen Feststellungen, die am Sonntag der Reichsaußenminister von Ribbentrop machte. Als zweites entscheidendes Tatsachenergebnis verzeichnete Reichsminister v. Ribbentrop die großartigen Erfolge der Marinen und Luftwaffen der Dreierpaktmächte im Kampf auf dem Weltmeer. „Ich glaube", so sagte er, „daß die Schätzungen zuverlässig find, die besagen, daß die verbündeten Mächte während des vergangenen Jahres weit mehr als das Doppelte an Handelstonnage versenkt haben, als die Engländer und Amerikaner und ihre Trabanten bauen konnten." Auch hierfür liefert das feindliche Ausland täglich die Bestätigungen, trotz Roosevelt und seiner Zahlenphantastereien. Auch auf der Feindseite weiß man selbstverständlich, daß von der Tonnagefrage nicht nur die Entscheidung. des Krieges, sondern auch die Gestaltung der WHMtTteÄS General-Anzeiger für Oberhessen sttsaktie nb Nori« mürber, ab. An lusnahm die leiitz ank ur! an. Lei ils fest« en. Son? n Kass» inb M Enge bü Eine Sor Oer Wehrmachtbericht von heute. DNB. Aus dem Führerhauptquortier, 29. Sept (Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kaukasus und südlich des Terek nahmen deutsche Truppen in schwer gangbarem, bewaldetem Berggelände stark ausgebaute und zäh verteidigte feindliche Stellungen. Die Luftwaffe bombardierte das Hasengebiet von Tuapse und beschädigte im Schwarzen Meer zwei Schiffe mittlerer Grötze. Im Kampf um Stalingrad führte am gestrigen Tage der Angriff in erbitterten Kämpfen nunmehr auch zum Einbruch in das nördliche Stadtgebiet. Vergeblich setzte der Feind feine Entlastungsangriffe von Norden fort An der Donfront führten ungarische Truppen ein örtliches Angrisssunternehmen erfolgreich durch. Schwächere feindliche Angriffe im mittleren Frontabschnitt wurden abgeroiefen. Im nördlichen Frontabschnitt wurden bei einem eigenen Angriff von Truppen des Heeres und der Luftwaffe zahlreiche fowjelifche Kampfstände vernichtet und dem Feind hohe blutige Verluste zugefügt Oertliche Angriffe des Feindes ^eiterten. Das Stadt- und Hafengebiet von Archangelsk wurde in der vergangenen Nacht mit Bomben angegriffen. (Es entstanden ausgedehnte Brände. Deutsche Kampfflugzeuge erzielten bei Tagesangriffen im Tiefflug Bombentreffer in kriegswichtigen Anlagen mehrerer Orte Südostenglands. Ostwärts Great Varmouth wurde ein Frachtschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt. Weitere Forisschritie. Berlin, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Bei den Kämpfen im Stadtgebiet von Stalingrad machten die deutschen Truppen trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes überall weiter Fortschritte. Während sich der Angriff seit dem 27. 9. g e g e n d en Nordteil der Stadt mit seinen zahlreichen Rüstungswerken richtet, wurden die gewonnenen Stadtteile in harten Einzelkämpsen von den Resten feindlicher Kampfgruppen gesäubert. Mehrere Widerstandsnester, die durch unterirdische Gänge miteinander verbunden und festungsartig ausgebaut waren, wurden geräumt. Durch das schnelle Anwachsen der Stadt in den letzten Jahren entstanden innerhalb des Stadtbezirks zahlreiche brachliegende Flächen. Bei der Ueberroinbuhg eines solchen unbebauten Geländestreifens brach ein Zugführer mit zwei Jnfanteriegruppen unter dem Feuerschutz von zwei Maschinengewehren überraschend in die linke Flanke einer feindlichen Bat- teriefteUung ein und rollte sie in erbittertem Hand- -granatenkarnpf auf. Hierbei setzte er vier Maschinengewehre und sieben Geschütze außer Gefecht. Nördlich der Stadt versuchten die Bolschewisten durch erneute Angriffe gegen d i e deutschen Riegelstellungen ihren in der Stadt schwer bedrängten Truppen Entlastung zu bringen. Im Zusammenwirken mit der Luftwaffe wurden alle Angriffe abgewiesen. Bei diesen Kämpfen vernichtete fin deutscher Flakkampftrupp aus der Wolga durch 15 Volltreffer eine 160 m lange und 20 m breite Motorfähre. Andere im Erdkampf eingesetzte Flak- « kampftruppen schossen fünf Panzerkampfwagen ab. Der Schwerpunkt der Luftangriffe lag im Nordteil I ton Stalingrad auf den festungsartig ausgebauten I Häuserblocks am Wolgaufer und entlang : der Bahnstrecke. Schlacht- und Zerstörerflug- euge lösten sich vorn Morgengrauen bis in die päten Abendstunden in Tiefangriffen gegen femb= 'che Kolonnen ab. Deutsche, rumänische und kroati- che Jäger schossen 14 Flugzeuge ab. Oer Wehrmachtberichi vorn Montag. DNB. Aus dem Führerhauptquartler, SS. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt I bekannt: JmNordwestteildeskaukafus nahmen deutsche und slowakische Truppen in harten Gebirgs- \ kämpfen mehrere höhenstellungen. An der Schwarz- i weerküsle versenkte ein deutsches Schnellboot einen । Dampfer von 1000 BRT. 3m Kampf um Stalingrad stießen die deut- ' scheu Truppen nunmehr auch gegen die nördlichen Stadtteile vor. Das bisher eroberte Stadtgebiet wurde restlos vom Feinde gesäubert. Die Angriffe wurden durch zufammengefatztes Feuer der 2Xrr ist iono. i n Be. . lngen, nmzö. ■ stärkt, 1 |ten. ; To.) gestellt: Klasse. ’ chvin. npanie Betrag imlung luftrie« rbeiter« dienten treuAes ch der General leys zu fördern und ihr auf Schloß Itter in 5irol „ein musisches Heim im Sinne ihrer fünft« Mfchen Tradition" zu errichten. Eindrucksvoll malen auch die Dankesbezeugungen, die Luxemburg durch seinen Oberbürgermeister Hengst und in — „Du bist, dem Ruhm und Ehre gebührt" nn Haydn und „Und haben wir die Treue", Porte von Hans Baumann, Satz von G. Frotscher - stattete die Rundfunkspielschar der HI. den Dank Vi Jugend an die Künstlerin. Lin neuer HHUi-Jorff-JUm. Mlli Forst begann in der Umgebung Wiens mit hi Außenaufnahmen seines neuen Wien-Films Jrauen sind keine Engel". Marte Harell nd Axel von Ambesser wurden für die Hauptrollen »rpflichtet. Das Drehbuch stammt von Geza von Isiffra. Die Komödie, die eine junge Schriftstellerin hem Filmregisseur vorspielt, um die Annahme hes von ihr geschriebenen Drehbuchs durchzusetzen, if der Inhalt des Films. Aus aller Welt. Todesstrafe für einen Schurken. Der uzen Ort t)be verurteilt. Lechs Jahre Zuchthaus für einen Volksschädling. (Nachdruck verboten.) 0 Fortsetzung. Berbin- ; General |ann im Felde steht. Schleicher benutzte die Ab- lesenheit des Mannes, um der Frau unsittliche nträge zu stellen, die diese indessen mit Entrüstung srückwies. Schleicher beging nun die Niedertracht, km in schweren Kämpfen an der Ostfront stehenden -ng, der ^folger t Man« ist eine M Re« rau der Ijemann einen Brief zu schreiben, in dem er seine Ehwägerin der ehelichen Untreue bezichtigte, "trüge Wochen später wiederholte er in einem h für bie [t m den ien Dank [es hatte in ihrer tladung Echo- tete die n deut-. erreicht, geladen, ittog im - großen ervorträ- !?., 3* iführem ens der traft, die 40jährige Gustav Schleicher aus Schmalkal- : besuchte seine kurz zuvor niedergekommene imägerin, Mutter von sechs Kindern, deren Ehe- ünbimg5! ng" ’m1 MW Ein Mann rechnet ah Roman von Horst Biemath , peilen Brief seine völlig aus der Luft gegriffenen udächtigungen und fügte hinzu, man erzähle schon, ine Fraue warte auf seinen Tod. Der Mann war ierüber auf das tiefste erschüttert. Infolge schwerer iwehrkämpfe bestand keine Möglichkeit für ihn, llilaub zu bekommen und durch eine Aussprache t seiner Frau die Angelegenheit zu bereinigen, e ganze Zeit hindurch erfüllte er, von quälender Üigewißheit gepeinigt, seine Soldatenpflicht, und ft nach Monaten gelang es den Bemühungen ehr- Lier Nachbarn, ihn aufzuklären. Schleicher wurde et gen feiner schurkischen, die Widerstandskraft der ront schwer beeinträchtigenden Handlungsweise km Sondergericht in Kassel als Volksschädling zum t sich °m em sM geben, es zoola' gen. Säm ion Knei' •rwofjnt^ den man »ologisch.^ ann be* * 5 ift zu Dirkunge' irum, me joi g-U so kairn zwitscher Der 26jährige Heinrich Bald wurde 1940, als ine Abstammung als Halbjude bekannt wurde, aus ic Wehrmacht entlassen. Trotzdem bezeichnete er h weiterhin als Wehrmachts an gehörig er. Er trug üform und schmückte sich mit Orden, die ihm nicht fliehen worden waren. Einem Landwirt in der Eben ^l)e von Marburg, den er zu Anfang des mr die |fie5es auf einem Flugplatz kennengelernt hatte, er vor, daß er schwer verwundet worden sei und [ t einem Frankfurter Lazarett liege. Um seine An- ßoen glaubhaft zu machen, trug er dicke Verbände In Unterleib und Arm. Auf diese Weise verstand tr es, das Mitleid des Landwirts und dessen Ehe- frm zu wecken. Sie nahmen ihn wiederholt für ßrgere Zeit bei sich auf, pflegten ihn wie einen chwerkranken und sandten ihm Pakete. Bald hat ns Mitgefühl anständiger Volksgenossen mit den »[fern des Krieges auf das gemeinste ausgenutzt, bts Sondergericht in Kassel verurteilte ihn als 8:lksschadling zu sechs Jahren Zuchthaus. T als W cht W berW zogel Streit 9; ien®)"* Idee * ss*> fSS *4 Drgassa erhob sich. Er ging einige Male im immer auf und ab und reckte sich, als sei ihm imch das lange Stillsitzen das Blut ins Stocken Mten. Karen wartete auf die Fortsetzung der Zählung. Nach einer kleinen Atempause kehrte hzassa wieder an seinen Platz zurück und nahm ii unterbrochene Geschichte wieder ausi Der Prozeß gegen Malte fand in Verakruz Es war eine Sensation für die ganze Kustc. 'rin durch sein Liebesverhältnis zur Perano war $Jte weithin bekannt und interessant geworden. Sas ich dir jetzt sagen kann, sind alles Dinge, " ich nur als Zuschauer und Zeuge in dem Prozetz tilgen habe. Ich habe Malte selber nur ein em» !$!5 Mal besuchen und sprechen dürfen, und Da "aUden zwei Aufsichtspersonen neben uns. Ich pachte ihn, kurz nachdem das Todesurteil m zehn ^re Zwangsarbeit umgewandelt worden war. 'fl5 einzige, was er mir sagte, war: „Ich komme u-ch, Jens, verlaß dich darauf. Und dann rechne hob." Er war ruhiger und gefaßter als ich selber. ' ch gab damals für sein Leben ni$t einen e tavo, denn ich hatte nie davon gehört. Daß je- [cib zehn Jahre Zwangsarbeit in den Bleigruben «r Quecksllberbergwerken lebendig uberjtanoen ire. Es waren furchtbare Minuten. Ich war zu füttert, um ihm etwas sagen zu können, un cmit sollte ich ihn ermutigen? >er Tatbestand, der gegen Malte flach' war Gerst eindeutig und einfach. Vielleicht wäre i^ren Richtern in einem Land mit älterer -^echl-- ’hge, größeren Hilfsmitteln und einem bes er g - HUlten Stab von Kriminalisten zu eindeutig er öenen. Hier, wo man rasche Justiz ubt, w«. "Nes Sache von vornherein verloren. Chorkonzert -er „Heiterkeit". Jede Stadt schafft sich im Laufe ihrer kulturellen Entwicklung das Musikleben, das einem echten Bedürfnis seiner Musikfreunde entspricht. Zum Dieb aestaltigen Bilde des Gießener Musiklebens — die Ankündigungen für den kommenden Konzertwinter bestätigen erneut seine Reichhaltigkeit — gehörten schon in Friedensfahrer* die alljährlich und regelmäßig wiederkehrenden Chorkonzerte der größeren Männergesangvereine. Sie erfreuten sich bei den Sangeskundigen und Sangesfreudigen der 'Stadt regen Zuspruchs, und ihre Leistungen waren vielfach richtungweisend für die Arbeit der Gesangvereine auf dem Lande. Es zeugt für die Leistungsfähigkeit der Vereine und für den Idealismus der Sänger, daß dieser schöne Brauch auch unter den erschwerenden Bedingungen des Krieges weitergeführt werden konnte^ Nachdem vor einigen Wochen der Bauersche Gesangverein eine Probe feines Könnens gegeben hatte, trat am Sonntag auch der Gesangverein „Heiterkeit" unter der Stabführung des Musiklehrers Wilhelm Schöttler mit einem Chorkonzert vor die Oesfentlichkeit. Die Darbietungen standen auch im Dienste der Verwundetenbetreuung. Die Dortragsfolae der Chorgesänge wurde ergänzt und bereichert durch Solovorträge von Hildegard Treppinger (Violine) und Gertrud Dapper (Klavier). Die beiden Eingangschöre „Ein deutsches Credo" von Kurt Lißmann und „Heilig Vaterland" von Wilhelm Weis, zwei Preisgesänge auf das Vaterland, leiteten in würdiger Weise die Vortragsfolge ein. Kurt Lißmann, dem wir den geschmackvollen und musikalisch hochwertigen Tonsatz des ersten Chores verdanken, zählt mit Recht zu den führenden Chorkomponisten der Gegenwart. Nach diesen Vorträgen spielte Hildegard Trepp inqer Beethovens Romanze für Violine op 40 in G-dur. Gertrud Dapper hatte die Begleitung am Flügel übernommen. Die Vertonung des Stormschen Gedichtes „Schließe mir die Augen beide mit den lieben Händen zu" oertiefte noch die Schlichtheit und Innigkeit der Worte. Aus de-n folgenden Klaviersoli, dem Noc- turno Nr. 3 von Liszt, einem Polka Fis-dur von Smetana und dem Walzer cis-moll von Chopin, die Gertrud Dapper auf dem Flügel vortrug, sprach der Volkscharakter der Komponisten. Den ersten Teil beschlossen die Männerchöre „Heute scheid ich", von dem verdienstvollen Karl I s e n - mann vertont, und „Die Mühle im Tale" von Henschel. Leider darf der stärkere Beifall, der gerade dem letztgenannten Chor gezollt wurde, nicht über dessen geringere musikalische Qualität hinwegtäuschen. Chorleiter und Sänger gerade der fei« stungsfähigeren Vereine, zu denen die „5)eiterfeif durchaus gehört, sollten sich auch in der Auswahl und Wiedergabe der Eyöre ihres musik-pädagogischen Auftrags bewußt sein. Das Liedaut des deutschen Männergesangs ist so reichhalttg, daß sich Werke finden lassen, in denen sich echte Volkstümlichkeit und musikalische Qualität entsprechen. In den Chören des zweiten Teil „Es saßen drei Kameraden" von Wilhelm M.a y e r und „Ein Heller und ein Batzen" von Othegraven kam auch der Humor zu seinem Recht. A. v. Othegraven gchörtneben Kurt Lißmann zu den Meistern in der Bearbeitung alter Volkslieder. Nach drei kleineren Violin-Soli, einem Capriccio von Haydn-Burrn e st e r, einem Walzer von Brahms und einem Reigen von Schubert-Burmester klang das Konzert mit Paul Friedrich Schneiders „<5än- gerlust" aus. Die Vorttagsfolge ließ ein einheitliches Stilvrin- zip nicht erkennen, doch schienen die Chorgesänge und Solopartien mit Vorbedacht ausgewählt und zeigten einen volkstümlichen Einschlag. Die durch die Kriegsverhältnisse bedingte kleine, aber leistungsfähige Sängerschar folgte mit Hingabe den Wei- Singen ihres Chorleiters, dem vornehmlich Lob und nerkennung gebühren. Die beachllichen Leistungen, die sorgfältige Kleinarbett, die gründliche Stimm- schulung, der Ausgleich der einzelnen Stimmen: dies alles ist das Werk des Chorleiters. Der reiche Beifall war das äußere Zeichen der Anerkennung, die die große Zahl der Hörer freubig spendeten. Auch den Darbietunaen der beiden Solisttnnen, die ihr hohes musikalisches Können in den Dienst der guten Sache gestellt haben, soll zuletzt, trotzdem nicht weniger herzlich unser Lob gelten. Die hohe Wertschätzung, die dem Männergesang im Rahmen der deutschen Musikkultur zukommt, hat einmal der Präsident der Reichsmusikkammer Professor Peter Raabe, in einer feiner Reden in folgende Worte gefaßt: „Wenn wir Deutschen Grund haben, auf irgertö etwas in unserer Kultur so stolz zu sein wie es kein anderes Volk der Erde sein dürfte, so sind das die Leistungen unserer Gesangvereine". Es ist daher die vordringlichste Ausgabe unserer Männerchöre,. auch in harter Kriegszeit diesen Leistungsstand zu erhalten. Ein Weg dazu wäre der, wenn wir mehr als es bisher geschehen ist, auch im Rahmen der Rundfunkdarbietungen einmal die großen Deutschen Männerchöre, etwa den Kölner Mannergesangverein und den Berliner Lehrerchor hören könnten. Dr. Ludwig Arnold. der Energiesparaktion. Hans Thyrioi 4. Fohlen-Absahveranstaltung \ in Gießen. Die 4: Fohlen-Absatzveranst abt ung fand am 26. September in der Zuchtviehhalle Rhein- Main zu Gießen statt. Gegenüber den früheren, in diesem Jahre durchgeführten Fohlen-Absatzveran- ftaltungen waren diesmal nur annähernd 100 Zuchtfohlen des rheinisch-deutschen Kaltblut-Schlages und des Warmblut-Schlages aufgetrieben. Auch waren nur verhältnismäßig wenig weibliche Stutfohlen zum Verkauf gestellt. Die aufgetriebenen Fohlen wurden, wie auch bei früheren Absatzveranstaltungen, restlos zu den festgesetzten Richtpreisen abgesetzt. Verschiedene, besonders wertvolle Hedstfohlen wurden für die seit einigen Jahren in Hessen-Nassau eingerichteten Hengst-Zuchthöfe angekauft. Für den 30. Oktober 1942 ift in der Zuchtviehhalle Rhein- Aus der Siadi Gießen. Oer richtige Berus. Die Arbeitskraft und die Fähigkeiten jedes Volksgenossen müssen so eingesetzt werden, daß der größt- möaliche Nutzen für die Volksgemeinschaft daraus entsteht. Dieser Grundsatz, der im Kriege erst recht seine Berechttgung hat, gilt selbstverständlich auch für die Nachwuchslenkung. So kommt der Berufsaufklärungsaktion, die jetzt wieder im Gange ist und deren Träger die Hitler-Jugend ist, die allergrößte Bedeutung zu. In steigendem Maße hat sich die Aufklärungsaktion bewährt. Die Eltern wie die Schulentlassenen sind dankbar dafür, daß die Hitler-Jugend ihnen mit Rat und Tat bei der Berufswahl zur Seite steht. Vor allem die Väter von Schulentlassenen, die als Soldaten an der Front stehen, werden die Berufsberatung dankbar begrüßen. Sie haben so die Gewähr, daß ihre Kinder beruflich auf den richtigen Weg gebracht werden. Das Ziel der Berufserklärung ist, dahin zu wirken, daß jeder Schulentlassene den richtigen Berus wählt. Das ist um so wichtiger, als es sich ja bei der Berufswahl um eine Entscheidung fürs Leben handelt und ein Fehlgriff gerade hier schwer wieder gutzumachen ist. Der Jugendliche muß daher darauf aufmerksam gemacht werden, daß er sich nicht durch irgendwelche Aeußerlichkeiten dieses oder jenes Berufs blenden lassen darf. Er darf nicht fragen, wo wird am meisten verdient ober welcher Berus ist der angesehenste, sondern er muß in seinem eigensten Interesse den Beruf ergreifen, der seiner Veranlagung und seinen Fähigkeiten am besten entspricht. Nur der steht auf dem richtigen Platz, der in seinem Beruf etwas leistet. Nur der wird vor- wärtskommen, der seine Arbeit mit Lust und Liebe macht. Das kann er aber nur, wenn er den richtigen Beruf erwählt hat. Er stellt damit nicht nur feine eigene Zukunft sicher, sondern dient so auch dem Volksganzen am besten. Gerade dieser Gesichtspunkt aber muß heute im Vordergrund stehen, da von einer zweckentsprechenden Nachwuchslenkung nicht zuletzt auch die Sicherung der Zukunftsauf- gaben unseres Volkes nach dem Endsieg abhängt. Vor allem wird die Besiedlung der neuen deutschen Ostgebiete den vollen Einsatz der deutschen Jugend verlangen. So wird bei bet Aufklärungsaktion auch der größte Wert auf die Werbung für den Nachwuchs für die ländlichen Berufe gelegt, die dahin führen soll, die Jugend wieder auf dem Lande seßhaft zu machen und so die Generation heranzubilden, die befähigt ist, den deutschen Osten zu besiedeln und unlösbar mit dem Reich zu verbinden. Selbstverständlich soll bei der Berufsberatung kein Zwang ausgeübt werden. Jugendliche und Eltern sollen nach wie vor frei entscheiden können, welcher Beruf ergriffen roerben soll. Die Eltern aber leisten ihrem Kinbe wirklich den größten Dienst, wenn sie die ihnen erteilten Ratschläge, die auf jahrelanger Erfahrung fußen und die wohl durchdacht sind, beachten. Sie können damit nämlich bas Lebensglück ihres Kindes am besten sicherstellen. Verspätete Zustellung des Gießener Anzeigers. Wegen technischer Störungen in der Stromzuleitung konnte die heutige Ausgabe des Gießener Anzeigers nicht zur gewohnten Zeit erscheinen. Gloria-palast: „Oie heimliche Gräfin". Ursprünglich hieß die Geschichte „Bezauberndes Fräulein in Wien" und war ein Roman von Hugo Maria Kritz. Wien-Film hat sich des Stoffes be= mächttgt, und Geza von B o l v a r y, wohlbewandert in derlei Wiener Geschichten, hat das Ganze mit Stimmung und Humor in Bilder aufgelöst: so zwar, daß man die romanhafte Vorlage überall erkennt, aber auch so, baß die Spannung bis zuletzt gewahrt bleibt. Es ist em ziemlich verzwicktes und verschmitztes Abenteuer, welches das bezaubernde Fräulein bei seinem eilten/Besuch in Wien zu bestehen hat, und es würde viel zu weit führen, wollte man es umständlich der Reihe nach erzählen, was ja ohnehin nicht der Sinn dieses Berjchtes sein kann. Es sollen hier dem Besucher mit nichten die raffiniert aus geknobelten Pointen vorweggenommen werden. Die Quintessenz der heiteren Unterhaltung ist die, daß man sich nicht ohne Not für jemanden ausgeben soll, der man nicht ist, und daß es außerdem nützlich ist, wenn man sich in detzkaten Situationen zweifelsfrei ausweisen kann. Es können einem sonst die fatalsten Verwechslungen passieren, auch wenn man weiter nichts Böses vorhat und nur 1 seiner kleinen Freundin und Schutzbefohlenen eine große Gefälligkeit erweisen will. Im Handumdrehen sieht man jemandem ähnlich, dem man lieber nicht ähnlich sehen möchte: man kommt in den Geruch, eine Hochstaplerin zu sein, mit einem Erzher^g etwas gehabt zu haben und ein Perlenkollier von beträchtlichem Wert beiseite prakttziert zu haben. Die „schwarze Exzellenz" ist der diabolische Gegenspieler des Fräuleins in dieser Halsbandgeschichte, die skandalös bis in die Hofburg bringt und nicht mit Unrecht den Zorn des Kaisers Franz Josef erregt. Soviel von der Fabel, an deren Einzelheiten sich jeder selber im Kino ergötzen mag. Marte Harell ist das Fräulein, in der Tat bezaubernd anzusehen (bie aparten Toiletten anno 1900 stehen ihr verführerisch) und mit Humor, Fassung und damenhafter Anmut in den „Pallawatsch" verstrickt. Wolf Al° bach-Retty ist ihr netter, hilfsbereiter und verliebter Partner, Oskar Sima ihr verschlagener Widersacher, der alle Minen springen läßt und sich am Ende im eigenen Netz fängt, Paul Hörbiger ein liebenswürdiger Erzherzog und Elfriede Dat- zig eine niedliche kleine Komteß. — Im Vorprogramm sieht man bie hier schon besprochene neue Wochenschau und einen Aufklärungsfilm im Dienste Main zu Gießen die letzte Absatzveranstaltung von Zuchtfohlen für dieses Jahr vorgesehen. Günstige Anlaufsmöglichkeilen für eingetragene Herdbuchkalbinnen. Wie bereits gemeldet, findet am 2. Oktober 1942, vormittags 10 Uhr, in der Zuchtviehhalle Rhein- Main am Güterbahnhof in Gießen eine große Absatzveranstaltung von gekörten Höhenfleckviehleistungsbullen, Höhenfleckoiehkalbinnen mit Herdbuchabstammung und gekörten veredelten Land- schweinebern statt. Besonders groß ist das Angebot von hochtragenden Kalbinnen, die zum Teil unmittelbar von der Weide kommen, zum Teil zug- fest eingefahren sind, so daß für jeden Kaufliebhaber eine große Auswahl zur Verfügung steht. Auch Nichtzüchter sind zum Kauf berechtigt und können bei dieser Gelegenheit zu günstigen Preisen rpert- volle Zuchttiere erwerben. Eine eingehende gesundheitliche Ueberwachung und Untersuchung auf Trächtigkeit bietet für den Käufer auch in dieser Hinsicht größte Sicherheit. Für Züchtergemeinden ist der Ankauf von besonders ausgesuchten Leistungsbullen ebenfalls zu empfehlen. Auch der Bedarf an Zuchtebern kann bei dem großen Angebot restlos befriedigt werben. Für geeignete Verlademöglichkeiten hat die Zuchtleitung Sorge getragen. Vorsicht bei Arbeiten am Grünfuttersilo NSG. Wie fachlich begründet die vom Reichsnährstand erlassenen Vorschriften für bas Arbeiten on Grünfutterbehältern sind, zeigt ein neuerdings vorgekommener Unfall. Nach Beschickung der ersten Kammer eines Silos wurden zugleich drei Arbeiter zum Reinigen in die zweite Kammer geschickt, in der sich nach ganz geringe Reste der vorigen Füllung, an den Wänden hängend, befanden, unb altes Sickerwasser etwa handhoch stand. Die Eingestiege- nen lagen plötzlich regungslos am Boden. Eine zur Rettung herbeigeeilte weitere Person stieg mit aufgesetzter Gasmaske in den Behälter nach und brach ebenfalls zusammen. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Die Untersuchung hat etnroanb- Wenige Sekunden nach der Explosion, die um zehn Uhr abends im mittelsten der sechs neu errichteten Türme erfolgte, die schon alle forderten und nun ein Feuer verursachten, das in kurzer Zeit auf bie ganze Anlage Übergriff, war ein Unbekannter von den Arbeitern dabei beobachtet worden, wie er von der Richtung der Türme her quer über das Feld rannte. Einige Leute waren dem Unbekannten in der Meinung, den Täter vor sich zu haben, denn es konnte sich nur um einen Anschlag handeln, sofort gefolgt. Sie hatten bann in dem Fliehenden Malte Brackmann erkannt unb waren von ihm angewiesen worden, sofort das Dynamitlager zu räumen, in dessen Richtung er sich auch tatsächlich bewegte. Selbstverständlich bestand in dem Augenblick, in dem bie Leute Malte erkannten, bei ihnen nicht der geringste Zweifel darüber, daß sie sich hinsichtlich ihres Verdachtes getäuscht haben mußten und daß nur ein Zufall Malte in der Nähe des Explosionsherbes geführt haben konnte. Er war bei ihnen bekannt unb beliebt. Ein anberer wäre wahrscheinlich gelyncht worden. Sie führten seinen Befehl sofort aus, ehe größeres Unheil entstand, denn das Sprengstofflager befand sich nicht allzuweit von den Türmen entfernt, unb es lagerten mehrere Zentner Dynamit unb Nitroglyzerin darin. Der ganze Camp wäre in Die Luft geflogen. Malte selber beteiligte sich an der Bergung der Sprengstoffe. Eine Stunde nach dem Brandausbruch traf die Kriminalpolizei aus Verakruz auf Buena Esperanza ein. Sie nahm bie üblichen Untersuchungen unb Verhöre vor. Als Erster würbe Malte vernommen. Er machte die überraschende Aussage, daß er kurz nach neun Uhr durch einen Boten von Huis- [anber bie Weisung bekommen habe, er solle sich sofort unauffällig unb nach Möglichkeit bewaffnet puf dem Feld in der Nähe des Dritten Turmes einfinden. Huislander habe erfahren, daß auf die An- I läge ein Anschlag geplant fei. Darüber befragt, erklärte Huislander, daß er solch einen Boten niemals geschickt habe, und daß Malte einer Mystifikation aufgesessen sei, die er um so rätselhafter fände, als Der Anschlag tatsächlich kurz darauf erfolgt sei. Der unbekannte Täter habe also vor sich selber gewarnt. Im übrigen erklärte Huislander, der eine Animosität Der Untersuchungskommission gegen Malte spürte, mit Nachdruck, daß er es für undenkbar unb völlig absurd halte, Brack- mann könne mit dem Anschlag irgend etwas zu tun haben. Malte erklärte, daß er den Boten nicht erkannt habe unb auch kaum wiedererkennen würde. Da er die Nachricht auf Der Veranda entgegengenommen habe. Die in Der monDlosen Nacht von einem WinD- licht nur schwach beleuchtet gewesen sei. Er habe Den Boten zunächst für Huislanders Hausneger Narziß gehalten, erinnerte sich jetzt aber/ daß es nicht Die Stimme von Narziß gewesen sei. Der Bursche habe sich auch nur wenige Sekunden bei ihm aufgehalten und sei davongeeilt, so, als ob er noch andere Helfer heranzuholen habe. Von Den Ingenieuren wußte niemanD etwas auszusagen. Sie kamen alle rasch aus der. Baracke heraus, wo wir vernommen wurden. Nur Gonzales' Verhör dauerte einige Zeit. Er war übrigens Durch Den Feuerschein, Der weit über Den Golf leuchtete, veranlaßt worDen, nach Buena Esperanza zurückzukehren. Er kam von Verakruz, wo er Den Abend in Gesellschaft von Bekannten in einem Tingeltangel verbracht hatte. Sein Alibi war geradezu auffallend einwandfrei. Das Protokoll dieser Verhörs, Das vor Gericht verlesen unD von Gonzales in allen Punkten bestätigt unD beeiDet wurDe, enthielt die äußerst belastende Aussage, Daß Malte sich vor einiger Zeit sehr um Die FreunDschaft von Gonzales bemüht unD einmal in einem vertraulichen Gespräch ohne Zeugen Dunkle AnDeutungen gemacht habe. Daß es doch gewiß Leute gäbe, die bereit wären, ein Vermögen auszugeben, wenn man ihnen den Gefallen täte. Huislander aus dem Sattel zu heben. Dazu gehöre nicht mehr als eine Ladung Dynamit, und die sei leicht zu besorgen, wenn man sich Zutritt zur Sprengkammer verschaffe. Die Aussage von Gonzales schloß mit Den Worten: er habe Dies alles damals für. theoretische Erwägungen unb nicht etwa für ein tatsächlich geplantes Unternehmen gehalten, habe es aber doch vorgezogen, ben Verkehr mit Brackmann abzubrechen. Seine ursprüngliche Absicht, Huislander ins Vertrauen zu ziehen, habe er leider aufgeben müssen, da das, was er Huislander zu sagen gehabt hätte, eben Doch zu ungeheuerlich unD er selber ohne Den geringsten Beweis für seine Aussagen gewesen sei. Auf Diesen Stoß aus Dem Hinterhalt hin, der natürlich nichts anderes als eine glatte Umkehrung der Tatsachen war, wurde Maltes Wohnung einer heimlichen Durchsuchung unterzogen, und Dabei wurde nun solch belastendes Material gefunden, daß man Malte auf Der Stelle verhaftete unD in Den Kerker von Verakruz überführte. Man fand bei ihm nämlich zerlegte Uhrwerke, Konstruktionszeichnungen für Zeitzünder unD eine Menge Dynamit, Die genügt hätte, ein ganzes Dutzend Bohrtürme in Die Luft zu sprengen. Mit einem GrunD, Der Malte zu seiner Tat veranlaßt hatte, war man rasch zu HanD. Sein Verhältnis zu „einer gewissen Persönlichkeit", wie Die Perano im Prozeß stets genannt wurDe, war ja allgemein bekannt, unD ebenso bekannt war, daß Malles Einkommen Dem LuxusbeDürfnis dieser „gewissen Persönlichkeit" bei weitem nicht entsprach, so Daß er auf Den Ausweg verfallen war, Geld aus i-genDwelchen trüben Quellen zu schöpfen. Den Höhepunkt Des Prozesses bildete dis Vernehmung Der Perano, Die schwarz und verschleiert vor Gericht erschien. Sie machte eine sehr mitgenommenen EinDruck unD antwortete auf Die an sie gerichteten Fragen so leise. Daß Das Publikum, Das nur ihren Rücken sah, eine Enttäuschung erlebte. (Fortsetzung folgt.) freie Erstickung durch Kohlendioxyd ergeben. Wenn solche Vorkommnisse auch selten sind, so zeigt der Fall doch, wie richtig es ist, Silos sofort nach Entnahme des letzten Futters du säubern, da bei Vergärung der Futterreste und Vorhandensein von Saftwasser noch größere Kohlendioxydmengen entstehen können. Lei Gasgefahr ist die Lichtprobe vor jedem Betreten eines Silos vorgeschrieben, ebenso das Anseilen des Einsteigenden. Verantwortlich für das Einhalten der Sicherunasvorschriften ist der Betriebsunternehmer oder dessen Stellvertreter. Gießener Dortragsring. Die im Gießener Vortragsring zusammenaeschlos- senen Gießener Kulturverbände Goethe-Bund. Kulturelle Vereinigung und Dolksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eröffnen, wie man uns schreibt, am Montag, 5. Oktober, mit einer Dichterlesung ihren gemeinsamen Veran- staltungsplan für den Voctragswinter 14)42/43. Der sudetendeutsche Dichter Hans Watzlik, der bereits im vorigen Jahr zu einer Veranstaltung eingeladen war, wegen Erkrankung aber absagen mußte, wird aus eigenen Werken lesen. Watzlik gilt als ausgezeichneter Mittler seiner Werke. Kreisleiter Backhaus wird zu Beginn der Veranstaltung sprechen. Spielzeugsammlung der AS.-Zrauenschast. NSG. In diesem Jahr hat die NS.-Frauenschast vom Gauleiter den Auftrag erhalten, eine Spiel- zeugsammluna im Gau Hessen-Nassau durch- zrttühren. Aus diesem Grunde werden bereits in den nächsten Tagen und Wochen die Helferinnen der NS.-Frauenschcrft daran gehen, überall nachzufragen, ob nicht in den einzelnen Haushaltungen ein überflüssiges und unbenutztes Stück Spielzeug abgegeben werden kann. Zu allen Zeiten haben unsere Kinder zunächst am Spielzeug Geist und Körper geübt und erprobt, und niemand könnte leugnen, daß im kindlichen Spiel bereits ein wesentlicher Grundstock für die kommende Entwicklung gelegt wird. Kinderjayre fini) die sorgloseste und glücklichste Zeit im Ablauf eines Menschenlebens. Und wir wollen nickts versäumen, auch heute für unsere Kinder dafür besorgt zu sein. Es ist nun begreiflicherweise so, daß die Spielzeugindustrie gegenwärtig andere, kriegswichtige Ausgaben hat und Spielzeug nur noch in ganz beschränktem Umfang herstellen kann. Aber findige Köpfe und Hände wissen sich auch hier .Rat, um Abhilfe zu schaffen. Irgendwo liegt in einer Ecke, vielleicht sogar beim Gerümpel unbenutztes Spielzeug, ein Ball, eine Puppe oder ähnliches. Vielleicht ist auck ein beschädigtes Stück dabei. Aber ein Kind ist nicht anspruchsvoll. Mit ein wenig Geschick läßt sich alles wieder Herrichten, um der kindlichen Welt und ihrer Phantasie Genüge zu tun. Wir wollen einmal gründlich Nachschau halten, und dieses Spielzeug wieder heroorholen, um unseren Kindern in schwerer Zeit ihre kleinen Freuden Oie Jagd im Oktober Hauptschrtitlelter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptschrijtleiters: Dr. Hans Thyriot. Berantworllich für Politik und Bilder: Dr. ffr.W.Lange; für daS Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft u. Sport: Ernst Blumfchetn kbeurl.), t.B.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlfche Untverfitütsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenletter: HanS Beck. AnzeigenpreiSltste Nr. 6. Mit dem Oktober erreicht die Jagd, was die Jagdmöglichkeiten anlangt, ihren Höhepunkt. Wald- und Feldjäger kommen in gleicher Weise auf ihre Rechnung. w Im Hochwildrevier ist die Brunft des Rotwildes noch im Gange, und wenn sie abklingt, tritt das Damwild in seine hohe Zeit. Hirsch und Schaufler sind in dieser Zeit vor allem das Ziel des Jagens, aber auch Kahlwild und Kälber find jagd- bar, und je weiter die Zeit vorschreitet, um so mehr gewinnen die Wildjagden an Bedeutung. Ebenso kann der Muffelwidder weiter besagt werden, und ab Monatsmitte ist auch das weibliche Wild frei. Vom übrigen Hochwild sind es die Sauen noch, die für unser heimisches Jagen in Frage kommen und sich immer weiter auszubreiten scheinen, wohl eine Krieasfolge wie im Weltkrieg auch. Darum wird der Jäger keine Mühe scheuen dürfen, sie kurz zu halten, wann und wie es irgend geht. Der R e h b o ck trägt bereits wieder das graue Winterkleid, wird bald wieder mit dem Wechsel der Stangen beginnen und verliert damit an Interesse für den Weidmann. Deswegen beginnt mit dem 16. Oktober auch seine Schonzeit, während der Abschuß von weiblichem Wild und Kitzen beiderlei Geschlechts fortgesetzt werden kann. Ab Monatsmitte pflegen die Waldjagden einzusetzen, die ja vor allem dem Abschuß des Hasen gelten, der ab 1. Oktober bejagt werden darf. Voraussagen über den Ausfall sind undankbar, jedenfalls gehen die Ansichten stark auseinander. Auch dem Kaninchen gilt wieder die besondere Aufmerksamkeit des Jägers, zumal es überall, wo es stärker auftritt, sich durch seinen Schaden unangenehm bemerkbar macht. Im Felde darf zwar bis zum 15. Oktober (Ausnahme!) das Rebhuhn weiter bejagt werden, aber die Hühnerjagd war, wie vorausgesehen, eine große Enttäuschung. Wir halten es für einen großen Fehler, die Jagd trotzdem mit dem Hinweis auf den bekannten und fchon so oft bekämpften Ausspruch „Das Huhn will beschossen sein" weiterhin auszuüben, wenn der Besatz so schleckt ist, wie er es in den meisten Revieren zu sein scheint. Es ist doch sinnlos, über den dauernden Rückgang der Hühnerjagd zu klagen, mit Recht auf die Verluste der drei Notwinter hinzuweisen und dann —; die Bruthennen totzuschießen, aus denen allein wieder neue Ketten hervorgehen können. Gehen wir mit einem einigermaßen nennenswerten Besatz in den Winter und ahmt dieser vielleicht einmal seine Vorgänger nicht nach, dann würde es allen Naturgesetzen zuwiderlaufen, wenn es nicht wieder aufwärts ginge. Mit Monatsbeginn darf auch der Fasan, und zwar nur der Hahn bejagt werden. Auch hier scheint eine große Enttäuschung bevorzustehen. Nachdem der an sich harte Fasan die beiden ersten Winter verhältnismäßig besser überstanden hatte als Frankfurt verpflichtet. Ernst Heck, der selber Gießener ist, fing als Darsteller seine Theaterlaufbahn am Gießener Theater an und ging dann für sieben Jahre an das Hessische Landestheater in Darmstadt als Theatersekretär und Schauspieler. Mit dem Jntendanzantritt von Intendant Hans Walter Klein in der Spielzeit 1940/41 kam Ernst Heck nach Gießen zurück. Er ist den Gießenern außer m seiner Eigenschaft als Leiter des künstlerischen Büros auch von vielen Rollen auf der Bühne her gut bekannt. An den Städtischen Bühnen in Frankfurt eröffnet sich ihm ein reiches Arbeitsfeld. ** Petroleum für das 4. Viertelfahr 194 2. Eine Bekanntmachung des Landratsamtes im heutigen Anzeigenteil betrifft die Abgabe von Petröleum. Gießener Dochenmarktpreife. ♦ Gießen, 29. Sept. Auf dem heutigen Wocken- markt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 51 Rpf., Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 4 bis 8, Rotkraut 6 bis 10, gelbe Rüben 6 bis 10, Römifchkohl 10, Früh- äpfel 30 bis 35, Falläpfel 8 bis 10, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 9 bis 12 Rpf. Diamantene Hochzeit. LPD. Büdingen, 28. Sept. In der Kreisgemeinde Wallernhausen begingen der 85jährige Bauer Rudolf Nies und feine 82jährige Lebens- gefährtin in bester Rüstigkeit den Tag der 60jäh- rigen Eheschließung. Die beiden Jubilare blicken aus ein arbeitsreiches Leben zurück. Erhöhte Vermahlungsquoten. Die Verarbeitungsquoten für Oktober betragen für die Mühlen mit mehr als 500 Tonnen Grundkontingent 7 v. Sy des Roggengrund kontingentes und 8 v. H. des Weizengrundkontingentes. Zusätzlich hierzu haben die Mühlen mit Weizen gründ kontingenten 40 v. H. des im Oktober im Rahmen der Handelsmüllerei zur Vermahlung gelangenden Wei-, zens in Gerste zu Gerstenmehl und Gerstenauszugs- mehl zu verarbeiten. — Die Dierteljahresquoten betragen für die Kleinmühlen (bis 500 Tonnen Grundkontingent) für den Zeitraum Oktober-Dezember 1942 25 d. Sy des Roggen- und 30 d. Sy des Woizengrundkontingentes, für die Mühlen von mehr als 500 Tonnen Grundkonttngent 16 v. H. des Roggen- und 16 ü. Sy des Weizengrundkontingentes. Die Gerstenvermahlung liegt bei ersteren Mühlen in der Quote; für die letzteren Mühlen gelten hinsichtlich der Gerstenvermahlung die vorerwähnten Bestimmungen. Verdunkelungszeit: 29. September von 20.06 bis 6.50 Uhr. zu erhalten. Die NS.-Frauenschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Teil des Spielzeuges unter dem Motto „Spielzeug für unsere Kriegskmder" zu erfassen und ausschließlich den im Kriege geborenen Kindern zukommen zu lassen. Damit sollen auch die jungen Väter an den Fronten wissen, daß ihren Kindern daheim die friedliche Welt des Spieles gewährleistet bleibt. Hausschlachtung von Gckafen. /Für Selbstversorger, die ihren Fleifchbedarf durch Hausschlachtungen von Schafen decken wollen, gelten dos gleiche Genehmigungsverfahren und die gleichen Bedingungen wie bei Schweinen. Die zur Schlachtung bestimmten Tiere müssen also eine angemessene Zeit selbst gehalten und gemästet worden sein. Nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger müssen grundsätzlich nachweisen, daß sie bereits seit der Hausschlachtungsperiode 1938/39 eine entsprechende Zahl von Hausschlachtungen getätigt haben. Das aus den Schlachtungen gewonnene Schaffleisch wird auf die Fleischrationen in voller Höhe angerechnet. ♦ ** Grüße aus dem Felde. Gefreiter Alwin Krengel sendet vom Kriegsschauplatz im Osten der oberhessischen Heimat durch uns herzliche Grüße. *♦ Vom Theater. Ernst Heck, der langjährige Leiter des künstlerischen Büros des Theaters der Universitätsstadt Gießen, wurde von Generalintendant Meißner als künstlerischer Mitarbeiter des Generalintendanten an die Städtischen Bühnen das Huhn, wird in diesem Jahr allenthalben Wer den starken Besatzrückgang geklagt, so daß ähnliche Erwägungen angebracht erscheinen rote vorstehend beim Rebhuhn. Neben schonendem Beschuß kommt es vor allem auf rechtzeitige und ausreichende Fütterung an. Zur Zeit ist Kaff noch erreichbar und gehört letzt bereits in die Fütterungen! Nur wo man dem bunten Vogel etwas bietet, fühlt er sich wohl und bleibt. Sonst zigeunert er davon. Die Waldschnepfe belebt die Holztreiben, dke Bekassine liegt in nassen Wiesen usw. Auch die Enten sind auf dem Zug gen Süden und stellen nach Beendigung der Mauser in ihrem Prachtkleid eine willkommene Strecke dar. Die Ringeltaube wird durch die zu erwartende Bucheckernmast wohl wieder länger bei uns festgehalten werden als sonst. Auch die verschiedenen Arten der D r o s s e l n, die zur Zeit die Ebereschen plündern, gehören zum jagd- baren Wild des Monats. Zum Dachs graben ist die rechte Zeit gekommen, und der Fuchs wird bald wieder die Strecke der Waldjagd als willkommene Beute zieren. Wo Raubwild im Laufe des Winters gefangen oder angekirrt werden soll, ist es gut, bald mit dem Beschicken der Plätze mit Wildaufbruch usw. zu beginnen. Die bevorstehende Ernte an Roßkastanien erinnert daran, daß diese Frucht eine der besten und wohlfeilsten Aesungsarten für Schalenwild dar- stellt, für Winterfütterung, eingemietet aufbewahrt, besonders geeignet. Auch auf die Vogelbeeren sei im gleichen Zusammenhänge hingewiesen. Hubertus. TH7 Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß mein lieber Mann, mein guter Sohn, unser lieber Bruder und Schwager Erich Heidlindemann Feldmeister im RAD. z. Z. Leutnant und Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment, Inhaber des E. K. II. Klasse und des goldenen HJ.-Ehrenzeichens am 27. August 1942 im Osten gefallen ist. Sein Leben war ein restloser Einsatz für "einen Führer. In tiefer Trauer: Helma Heidlindemann, geb. Ulrich Anna Heidlindemann Wwe. Paul Heidlindemann, z. Z. im Felde und Frau Lina, geb. Engelhardt Heinz Heidlindemann,z.Z.im Felde Willi Heidlindemann. Gießen, den 28. September 1942. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. 04816 GottesWille fügte es, daß am 19. August bei den Kämpfen um Krymskaja mein lieber Sohn, unser lieber, unvergeßlicher Bruder, Schwager,Pate,Neffe und Cousin Richard Leun Feldwebel und Zugführer in einem Inf.-Regt. Inhaber des E. K. II. und des Inf.-Sturmabz. im Alter von 26 Jahren für sein geliebtes Vaterland den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Christine Leun Wwe. Familie Wilhelm Leun Familie. Otto Bender Familie Theodor Rinn nebst allen Verwandten und Bekannten Leihgestern,Watzenborn, im September 1942. _____________________________________________________2921 P Unser lieber, letzter Bruder, unser guter Onkel Heinrich Helfenbein wurde im 67. Lebensjahre von seinem langjährigen, so geduldig ertragenem Leiden erlöst. Um ihn trauern: Maria Helfenbeln; Anna Helfenbeln; Karolina Müller Wwe., geb. Helfenbeln; Anny Müller; Friedrich Helfenbeln, z. Z. Soldat. Gießen (Marburger Str. 83). Gießen-Wieseck, Wiesdorf bei Köln, Zillerthal in Schlesien, den 29. September 1942. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 30. September, um 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. - Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 04814 WF Danksagung. Statt Karten. Für die vielen Beweise liebevoller Teil- nähme an dem schmerzt Verlust durch den Heldentod unseres nunmehr jüngsten, unvergeßlichen lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Paten. Onkels, Neffen u. Vetters Helmut Seibert, Obergefreiter in einem Inf.- Regt. (mot.), sagen wir auf diesem Wege unsern aufrichtigen Dank. In tiefem Schmerz: Karl Seibert und Frau Marie, geb. Zinnkann; Uffz. Heinrich Seibert, z. Z. I. Felde, u. Fam.; Frau Hildegard Seibert u. Kind Gießen (Leihgesterner Weg 19), im Sept. 1942. Danksagung. TW Für die Beweise der Anteilnahme bei dem Heldentode unseres lieben, un- vergeßlichen Sohnes, Bruders und Schwagers Erwin Wenzel, Gefreiter in einem Inf.-Regt., sagen wir unseren herzlichsten Dank. Otto Wenzel Willy Wenzel und Frau. Gießen (Brandgasse 4), den 29. Sept. 1942 04822 Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Petroleum für das4.Bierteljahr1942. 1. Auf Grund des § 1 der Anordnung 45 der Reichsstelle für Mineralöl (Regelung des Einzelhandels mit Petroleum) vom 16. 2.1942, abgedruckt im Deutschen Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 39 vom 16. 2. 1942, darf Petroleum nur gegen Petroleum-Berechtigungsscheine der Reichsstelle für Mineralöl oder gegen Petroleum- Bezugsausweise der Wirtschaftsämter von Einzelhändlern abgegeben und bei ihnen bezogen werden. 2. Gemäß § 3, Absatz 2, dieser Anordnung wird bestimmt, daß auf Petroleum-Bezugsauswetse im 4. Vierteljahr 1942 an die einzelnen Verbraucher- gruvpen monatlich folgende Höchstmengen verabfolgt werden dürfen. Verbrauchergruppe B 1 = 1 Liter monatlich ,, B 2 *= 2 „ „ ., B 3 - 4 „ ,, K “ 6 „ k „ H =10 „ „ Im 4. Vierteljahr 1942 sind die Berechtigungsscheine der Serien D (grün), sowie E und F (weiß) gültig. Außer den z. Z. vorhandenen Werten zu y2, 1, 5, 10 und 20 (50, 100 und 1000) Liter werden im Laufe des vierten Vierteljahres auch noch neue Werte zu !4 und 3 Liter ausgegeben. 3. Die Einzelhändler dürfen gegen Vorlage von Petroleum-Berechtigungsscheinen künftig bis zu 20 Liter im Einzelfall ausliefern. Sie können die von ihnen belieferten Petroleum-Berechtigungsscheine künftig ohne Einhaltung einer besonderen Frist an den Vorlieferanten zwecks Einlösung weitergeben. 4. Zuwiderhandlungen gegen diese.Bekanntmachung werden nach den §§ 10, 12 bis 15 der Verordnung über den Warenverkehr vom 18.8.1939 — RGBl. I, Seite 1430 — (in derLassung der Verordnung vom 30. 10. 1941 (RGBl. I, Seite 679) und den Strafvorschriften bei Zuwiderhandlungen auf dem Gebiet bezugsbeschränkter Erzeugnisse (Verbrauchsregelungs-Strafverordnung) in der Fassung vom 26. 11. 1941 (RGBl. I, Seite 734) bestraft. (2920D Kassel, den 14. September 1942. Der Obervräsident - Landcswirtschaftsamt. H. A.: gez. Kropf. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur Kenntnis. Gießen, den 28. September 1942. Für die Landräte der Landkreise Büdingen, Alsfeld, Friedberg, Gießen und Lauterbach, forote den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. 1 | Kautflesuche J £onö- oöer Verkäufe Zwei starke Läuferschweine zu verkauf. 04837 Großen-Buseck, Bismarckstr. 12. MenAus z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04675 an den Gieß. Anz. 1 gestreifte Hose und 1 Hebers zieber für älter. Herrn zu kaufen gesucht. Schrift l. An geb. unter 04821 an den Gieß. Anz. Rechnungen bei Brühl, Gießen n 1 -j • Wer repariert BausscImeideriD gtorootten? LICHTSPIELTHEATER TflftL 2 JO. 4.45.7.30 ; 80.2.00,4.30.7.30 Uhr Stoff vorhanden. Gefl. Angebote unter 04817 an den Gieß. Ans. alle lästig. Haare Leberflecken und sonstigen Schön- hettsfehler entfernt für Immer Frau B. 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Am Nahrungsberg 68 I. 04816 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 29. September 18.30 bis 21.45 Uhr 4. Dienstagmiete u. Halbmiete B Die Hochzeit den Figaro. Gloria-Palast, Seltersweg: Die heimliche Gräfin 26MC Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Fremdenheim Filoda [ Mietgesuchej Zwei Damen (Mutter u.Tochter) suchen eine 4-ZiiMfflhmg Mr sofort oder später. AuchTeil- wohnung mit eigener Küche angen. 2-Zim- merwobnung k. in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 04812 a.d.G.A. [Stellenangebote! Putzfrau Mittwoch und Samstag nachmittag für zwei Stunden gesucht. Dr. Gonter, Seltersweg 75. | Verschiedenes | Die Deutsche NSG. „Kraft Arbeitsfront durch Freude“ Kreisdienstst. W.W Wetterau Ab 1. Oktober finden im Volksbad Gießen wieder unsere Schwimmstanden statt. Dienstags von 20.00—21.00 Uhr Freitags von 20.30—21.30 Uhr Erstmalig am Freitag, dem 2. Okt. 1942. Teilnehmergebühr: RM. 0.30 pro Stunde zuzüglich Jahressportkarte RM. 0.50. 29170 Akd. aeb. Musik., ans. 60. berufst. u.Rentenbez.,m. 17j.Tocht.,die in Ausb. begr., w. unabh.Dame m. eig. Wohn. zw. Führ.gem.Haus- halts kennenzul. Bei gegens.Zun. Helraterwünscht. Kunstsinn. Dam. m. Herzensbild, werd, geb., gefl. Zuschr., ü.streng diskr. Beb. sind., unt. 04819 a. d. Gießen. Anzeig. einzureichen. Ecke Stein- und SchollslraOe zwei Eheringe gez. E.W. u.M. D. und nochmal einen Ring mit Brillanten und blauem Stein verloren. Wiederbringer erhält Belohng. Abzugeben 04323 Srhottstr. 10 I. Giefaener Vortragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung /Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Montag, den 5. Oktober 1942, abends 7 Uhr x Neue Aula der Universität Mans Watzlik liest aus eigenen Werken Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung u. derVolksblldnngsstätte Gießen haben gegen Mitgliedsausweis freien Eintritt (G.B.-Kontr.-Abschn. Nr. 1, K.V.Kontr.-Abschn. Nr. 1). Die Mitglieder der Gesellschaft Ihr Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontr.-Abschn. Nr. 1 ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.50, die Mitglieder der NS.-Frauen- sehaft, des Landschaftsbnndes Volkstum n. Heimat zum Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1.25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltnngsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.30, Studenten und Militär zu RM. 0.40. [2918D Grotze Absatzveranstaltung des Züchtervereins für Höheufleckvieh am Freitag, dem 2. Oktober 1942, vorm. 10 Uhr. in der Zuchtviehhalle Rhein-Main zu Gießen. Auftrieb: 25 ausgewählte Höhenfleckvieb» Leistungsbullen, 56 hochtragende Höhenfleckvieh« Kalbinnen, • 45 veredelte Landschwein-Eber. Günsttgste Kaufgelegenheit für Zuchtgemeinde^ und Züchter. Sämtliche Zuchttiere sind auf Freisein auf Abortus Bang untersucht, sowie die Rinder auf Trächtigkeit. Zahlung in bar oder bestätigten Schecks. Verkaufsverzeichnisse gegen Voreinsendung von 1,-RM. erhältlich durch das Tierzuchtamt Gießen, Friedrich« straße 6. Denn davon hängt es ab, ob die SoBe sämig Ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie deshalb genau nach Vorschrift: den Würfel fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren, '/< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Mln. kochen. KNORR