'n ihm te das Unternehmen geplant war basen und Garnisonen. M hneriu6 gen Der tatsächliche Verlaus te Ml und- senl Gieß«11 jt* otechnill linenbee itttntnM Politik» Ayckj umschkiu. iangeLz ront! ein. Roosevelt ins Garn gegangen Druck uud Verlag: Vrühlsche AuiversitArdruckerei R. £owge eindlichen also nur ein Bruchteil. An deutschem Ma!» errat gingen 35 Flugzeuge und ein U-Bootjäger verL loren, 6 Geschütze -wurden beschädigt. Das Verhalten der französischen B e o o f f erung war mehr als korrekt. Sie hat trotz eigche ner Verluste die deutschen Truppen in chrem Kampf durch Hilfsbereitschaft jeder Art unterstützt. Sie hat Brände gelöscht, Verwundete gepflegt und die Kampftruppe mit Getränken und mit Lebensmitteln versorgt. In Anerkennung dieser Haltung werdey auf Befehl des Führers diejenigen französischen Kriegsgefangenen, die in den französischen Orten des Kampfgebietes um Dieppe beheimatet sind, aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Reichsmarschall Göring begegnete auf eine» Fahrt durch die neugewonnenen sowjetischen ®e* biete einem Verwundetentransport. Der Reichsmarschall unterhielt sich mit den Männern unb sich von ihren Kämpfen berichten. MK.-Kriegsbepichter Langs, sSch.^ Nd ich. ■ en bttfc. orm & 1 Art,!'' ’gen geN ki; •ittaii* °g übtt m Md)rip trag, ki n gelch §am§tag.2y./Sonntag,30. August M2 Annahme von Anzeraen für bie Mittagsnummer bis 8'/, Ubr desVorrni Hagaus H iende ft ien, M lebte;« !ann es Mißlingens aber war propagandistisch und militärisch der Rückzug vorbereitet, der Truppe die eigentliche Absicht verschwiegen und ber französischen Bevölkerung durch Rundfunk bekanntgegeben, daß es sich nicht um eine Invasion handle. Deutsche Heldentaten. Bei den deutschen Truppen verdienen unter den zahlreichen Beweisen hervorragender Tapferkeit und todesmutigen Einsatzes die folgenden Beispiele besonders hervorgehoben zu werden: Eine Küsten- batterie verteidigte mit ihrer schwachen Besatzung ihre Stellung in zweistündigem Ringen teilweise im Nahkampf gegen vielfach überlegenen Feind. Nachdem es dem Gegner vorübergehend gelungen war, in die Batterie einzudringen, eroberte die Bedienung sie im Sturm gemeinsam mit herangekommenen Reserven zurück. Ein Soldat ber er* stürmten Batterie verteidigte sich trotz schwerer Verwundung bis zur Wiedereroberung der Stellung in seinem Bunker, wobei er von den Angreifern geworfene Handgranaten kaltblütig wieder unter sie Ein erbeuteter Operationsbefehl. Führerhauptquartier, 29. Aug. (DNB.) Die dem Oberkommando der Wehrmacht vorliegende Berichte von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, erbeutete Befehle unb Gefangenenaussagen, ergeben nunmehr ein vollständiges Bild über die schwere Niederlage, die ber Feind bei seinem Versuch zur Errichtung der zweiten Front bei Dieppe erlitten hat. Die Absichten des Feindes sind durch die Ereignisse der eigenen Aufklärung und durch den erbeuteten Opera« tionsbefehl von nicht weniger als 121 eng bedruckten Schreibmaschinenseiten eindeutig geklärt. Sie beweisen, daß es bem Feind nicht darauf ankam, einzelne Objekte nach Art der Kommandoangriffe zu zerstören, sondern daß schon der ersten Welle bie Aufgabe gestellt war, Stabt und Hafen D ieppe einzunehmen und einen tiefen Brückenkopf zu bilden, dessen Umfang durch ben als Angriffsziel genannten Ort Arcques Id Bataille, 7 km von der Küste entfernt, gekennzeichnet ist. Für die Beurteilung des Wertes dieses Brückenkopfes sind folgende Fesfftellungen wichtig: Dieppe ist der der französischen Hauptstadt nächst- ; der K. gelegene Hafenplatz, feine Hafenanlagen erlauben 8 M i die Ausladung von Panzern und schwerem Gerät rblafjtß und damit das Anlanden der weiteren Angriffs- ■fä sam$tag,29-/M Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Nach harten Kämpfen weiter vorwärts ft*1“ 1 trieoA 5 fthem Verbir nach Vor zehn Jahren trotz vorder ^ahtne ft. ®’« . 8e8‘nn kfgSa Äi verzweifelter Gegenangriffe der Bolschewisten dringenden deutschen Truppen wurden von Der 1630 Tonnen große amerikanische Zerstörer „In gr ah am", der erst 1941 in Dienst gestellt wurde, ist an der amerikanischen Ostküste g e - u n k e n. Das amerikanische Mavineministerium gibt als Ursache einen „Zusammenstoß infolge Nebels im Atlantik" an. Der Zerstörer hatte sechs 12,7-cw-Geschütze, zehn Torpedorohre von 53,3 Zentimeter Kaliber und eine Bemannung von 172 Mann. Gerri*. Khlielj sind ®®*«hren Gihiöii Der türkische Staatschef Ismet I n ö n ü hat dem ungarischen Reichsoerweser aus Anlaß des Helden- ödes seines Sohnes ein Beileidstelegramm über» andt. Reichsverweser von Horthy dankte dem fcü» Mtzen StaatsMiMenten- _ " I Delt hc damit ab che Heers te, barun fit angem i Politik i Jnteresj n gesamt 'S Kul n gewesen chen 3mpi en europc Dften hat nlänber f gehalten läqdjen § 19. Jahrh war und düng hen lich in stc 19. Jahrh wieder g des fran< schon D intalis >en kann. - ältere üb Binn dieses für Tripl !,n,iösisch-No 5 Millionen ^geborenen, lMillion Eu iorenen und üi, wenn et eechtigten C Len kann. 5o gesehen iclus sein, me des hei itung, wenn lerer Gesch :en des Un ® nicht me Tag von ßbed, das i } Der grof juinn SUgi, le Worte tbrannt, der «geschrit sicher Prob! kms der t J5 Mttelmee .2.öes euri «mn, wenn nung geschwelgt, die kämpferischen Nation also zi Mo sten würden, wenn sie nicht der Eröffnungsansprache der Zetkin überhaupt fernblieben, einen Tumult entfesseln, der die Polizei zum Einschreiten notigen würde. Aber die disziplinierte Selbstbeherrschung der nationalsozialistischen Fraktion war unerschütterlich. Die dumpfe Spannung des Schweigens löst sich in einem Aufatmen, als die Alterspräsidentin endlich geschäftsordnungsgemäß zur Präsidentenwahl schreiten muß. Dr. Frick meldet sich zum Wort: „Zum. Präsidenten des Reichstags schlage ich vor den Herrn Abgeordneten (Borin g." Nachdem Kommunisten und Sozialdemokraten ihre Gegenkandi^ baten benannt haben, wird abgestimmt. Ergebnis: Göring ist mit 367 von 587 Stimmen gewählt! Während die Vertreterin der kommunistischen Landesverratspartei von ihren Genossinnen wieder ab- geschleppt wird, besteigt der Pour-le-merite^tiegec des Weltkrieges, der Beauftragte- Adolf Hitlers, strahlenden Auges das Präsidentenpodium. „Ich werde für die Ordnung und Würde dieses Hauses Sorge tragen. Ich lasse aber keinen Zweifel, daß ich ebensowenig die Würde und die Ehre des deut- - schen Volkes antasten lasse. Auch die.Ehre der Geschichte des deutschen Volkes wird in mir einen berufenen Hüter finden." So formuliert Göring sein Programm. Die nun folgende Wahl der Vizepräsidenten führt zum erstenmal seit dem Nooemberverbrechen zu einem marxijtenreinen Gesamtvorstand des Reichstags. Mit rascher Entschlossenheit verschafft sich Präsident Göring die Ermächtigung des Hauses, mit dem Reichspräsidenten in Verbindung zu treten und Tag, Stunde und Tagesordnung der nächsten Sitzung selbst zu bestimmen. Damit hat er sich das Gesetz des Handelns gesichert. Unter stürmischem! Beifall der Fraktion kann Göring seststelten, daß der Reichstag „zum ersten Male wieder eine nationale Mehrheit besitzt, die ihn befähigen muß, das deutsche Volk aus drückendster materieller Not und dumpfester seelischer Verzweiflung herauszuführen." Die Parteien der bürgerlichen Reaktion wollen es . aber anders. Sie erstreben in der Hoffnung auf einen Rückgang der nationalsozialistischen Stimmen die Reichstagsauflösung, bevor noch durch eine Abstimmung offenbar werden kann, daß das amtierende Präsidialkabinett keinerlei Rückhalt im Reichs^ tage wie im Volke hat. Als Göring den Reichstag zum 12. September erneut einberuft, hoffen sie, diesen Plan zu verwirklichen. An dem blitzschnellen! Handeln des nationalsozialistischen Präsidenten wird .der Plan zuschanden. Zwar die Reichstagsauflösung ist nicht zu verhindern, aber ehe noch das Auflösungsdekret ihm übergeben werden kann, bringt bei* Präsident ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung zur Abstimmung und führt den Abstimmungsakt, unbeirrt durch das Geschrei der Reaktionäre- • eifern zu Ende. 513 Abgeordnete stimmen für das , Mißtrauensvotum, nur 32 dagegen. Damit ist vor! aller Welt der Beweis geführt, daß eine „nationale . Regierung" ohne die NSDAP, in Deutschland unmöglich ist. Von dieser Enthüllung der politischen Wahrheit fuhrt — trotz der schweren Prüfungen, die das Schicksal in den kommenden Monaten noch für die NSDAP, bereit hält — ein gerader Weg zu der Entscheidung des 30. Januar 1933. Luftwaffe in pausenlosen Einsätzen unterstützt. Tiefgestaffelte Befestigungsanlagen, Bunker und eingegrabene Panzer boten lohnende Ziele für Artillerie und Bomben der Kampfflugzeuge. An der Don- fr o n t wurden von deutschen und italienischen Truppen mehrere Angriffe der Bolschewisten in heftigen Kämpfen abgeschlagen. Feindliche Kräfte, die Den Don zu überschreiten versuchten, erlitten hohe Verluste und wurden zersprengt. Am 26. August verloren die Bolschewisten bei der Abwehr eines Jnfanterieangriffes, der von starker Artillerie und von Kavallerieverbänden unterstützt der Kalmücken steppe ebenfalls in weiterem Dorstoßen. Mehrere Stützpunkte wurden Kampf genommen. Die im Raum von Stalingrad Weltwirffchastskrisis schwer litt, Hilfe zu gewähren. Erst die Außenhandelspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands hat der brasilischen Wirtschaft vernünftige Wege zu einem Güteraustausch gewiesen, bei dem auch Brasilien feinen Vorteil gefunden hätte. Im Kriege hat Deutschland trotz der erschwerten Umstände auf die Interessen der brasilischen Wirtschaft weitgehend Rücksicht genommen. Aber der nordamerikanische Imperialismus Rooseveltscher Prägung hatte auch in Brasllien seine, Gegenminen gelegt. Einer der skrupellosesten Äeute des Staatssekretärs Hüll, Jefferson Caffery, wurde 1937 Botschafter der Vereinigten Staaten in Rio de Janeiro fast gleichzeitig mit der Derfassungsumbil- bung des Präsidenten Getulio Vargas, dessen intriganter Gegenspieler er in der verzwickten Innenpolitik des Landes wurde. Die bislang die Politik Brasiliens beherrschende Schickst der reichen Kaffeeplantagenbesitzer Sao Paulos war schon 1932 mit amerikanischem Geld und Waffen aus den USA. zur separatistischen Revolte ermutigt worden. Vargas zerschlug den Aufstand damals, aber die Paulistaner waren später wie Wachs in den Händen Eafferys. Don der andern Seite her hetzten die nordamerikanischen Agenten den ehrgeizigen Führer der Linken, Luis P r e st e s , gegen den Präsidenten. Doch Vargas schlug 1935 auch den kommunistischen Aufstand nieder. Mit Hilfe der totalitären Bewegung der Jntegralisten konnte Vargas 1937 eine Verfassung dekretieren, die eine Reorganisation des Landes auf korporativer Grundlage nach faschistischem Vorbild mit dem Ziel einer sozialen Entspannung und wirtschaftlichen Befreiung Brasiliens von den Ketten des Dollarimperialismus bezweckte. Doch nun begann die enge Zusammenarbeit des Außenministers A ran ha, der als brasilischer Botschafter in Washington in Roosevelts Garn gegangen war, mit Caffery, Um Brasilien von einem totalitären Kurs abzubringen und vor den Wagen der antifaschistischen Politik Roosevelts zu spannen. Deshalb wurden durch listig eingefädelte Intrigen Vargas und die Jntegralisten auseinander- manövriert, Paulistaner und Bolschewisten gegen den Präsidenten erneut mobilgemacht und Vargas nun vor die Entscheidung gestellt, das Risiko eines Bürgerkrieges mit allen einflußreichen und mächtigen Gruppen des Landes auf sich zu nehmen oder sich den Forderungen Roosevelts zu'beugen. Die Auslieferung militärischer Stützpunkte an die USA., die brasilischen Handelsschiffe im Kriegsdienst für die Vereinigten Staaten, die Deutschen- verfolgungen in allen großen Städten Brasiliens und schließlich die Kriegserklärung an die Achsen- mächte zeigen, welche Wahl der Präsident getroffen hat. Er saß wie eine Fliege in dem von seinem Außenminister Aranha und besten nord- mü trrupcI1*r vor zehn Jähren wurde Hermann Göring zum Reichstagspräfiden- t e n gewählt. Zur Erinnerung an diesen ent- scheidenden Moment im Kampf des Nationalsozialismus macht Reichsamtsleiler Dr. $ brizius, 2N. d. R., in der NSK. bemerkenswerte Ausführungen, denen wir folgendes entnehmen. Man schreibt den 30. August 1932. Um 3 Uhr nachmittags soll der neuaewählte Reichstag zufam- mentreten. Die NSDAP, hat am 31. Juli einen überwältigenden Wahlsieg errungen. Aus 107 sind 230 Reichstagssitze geworden. So ist die st ä r f ft e Fraktion eniftanöen, die der Deutsche Reichstag jemals sah. Sie umfaßt über ein Drittel aller Abgeordneten. Trotz-em ist dem Führer der stärksten Partei am 13. August die Uebernahme der Kanzlerschaft versagt worden. Jede andere Form der Regierungsbeteiligung hat Adolf Hitler abgelehnt, weil sie die NSDAP, lediglich mit der Mitverantwortung für eine von anderen Kräften bestimmte Regierungsvolitik belasten würde. Das amtierende Präsidialkabinett, das ein Kabinett der „nationalen Konzentration" fein möchte, hat daher lediglich wenige bürgerlich-nationale Parteien hinter sich, die von einem deutschen Sozialismus nichts wissen wollen und ihre letzte große Chance gekommen glauben. Die dritte Nachmittagsstunde naht heran. Im Plenarsaal sind die Zuschauertribünen brechend voll. Unmittelbar vor 3 Uhr erscheint im Braunhemd war, durch italienische Truppen mehrere hundert Gefangene. In der Donschleife wurden bei der Vernichtung einer eingefüferten feindlichen Kampfgruppe weitere hundert Gefangene' eingebracht. " Kampfflugzeuge unterstützten den Abwehrkamp der deutschen, italienischen und kroatischen Einheiten durch wirksame Angriffe gegen Feld- und Artilleriestellungen. Zwei feindliche, Batterien, die das Südufer des Don ständig unter Feuer hielten, stellten nach Volltreffern ihr Feuer.ein. Weitere schwere. Verluste hatten die Bolschewisten durch Tiefangriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen Marschkolonnen und parkende Fahrzeuge. Südwestlich Kaluga wurden zum Angriff bereitgeftelite Infanterie- und Panzerkräfte durch Artillerie und Kampfflugzeuge zerschlagen, so daß es nur zu vereinzelten örtlichen Angriffen kam. Auch nordwestlich Medyn war die Kampstätigkeit aeringer als in den Vortagen. Einige bolschewistische Panzerkampfwagen, die in die deutschen Stellungen eingedrungen waren, wurden vernichtet. Im Kampfgebiet von R s ck e w, wo in den für den Feind verlustreichen Abweyrkämpfen erneut 18 Pan- zerkampfwagen zerstört wurden, war es zwei Sturmgeschützen gelungen, innerhalb von 25 Minuten allein acht dieser Panzer abzuschießen. Durch Sturzkampfflugzeuge wurden erneute Angriffsvor- bereitungen des Feindes zersprengt. Südostwärts d>es Ilmensees wurden mehrere von starkem Artilleriefeuer vorbereitete Stoßtruppunter- nehmen der Bolschewisten verlustreich für den Feind zurückgewiesen. Auch am Wolchow-Brückenkopf zerbrach am Donnerstagvormittag ein starker Infanterie- und Danzerangriff im deutschen Gegenstoß. Südlich des Laboga-Sees traten die Bolschewisten am Morgen des 27.8. nach starker Artillerievorbereitung unter Einsatz beträchtlicher Kräfte zum Angriff an. Sämtliche Vorstöße wurden' unter schweren VerlusteL für den Feind ab gewiesen. Ein deutscher Stützpunkt, der unter Wirkung schwersten feindlichen Artilleneseuers vorübergehend vorlorenging, wurde im Gegenstoß wieder genommen und die ursprüngliche <Äellung wieder hergestellt. Berlin, 28. Aua. (DNB.) Den Bolschewisten war es trotz verzweifelter Gegenangriffe nicht möglich, die im Kaukasus oorbringenben deutschen und verbündeten Truppen aufzuhalt^n. In harten, durch das Hochgebirge erschwerten Kämpfen wurden mehrer Täler vom Feinde gesäubert und versprengte bolschewistische Kampfgruppen vernichtet. Im weiteren Angriff wurde der feindliche Widerstand an mehreren Paßstraßen des Hochgebirges gebrochen. Hierbei kam es zu erbitterten Käm p f e n um eine befestigte Höhe, die schließlich im Sturm genommen wurde. Bei den Kämpfen südlich Krymskaffa stürmte in diesen Tagen ein Jn- fanteriebataillon eine größere Ortschaft, die für eine von ihr ausaehende Paßstraße die Schlüsselstellung bildete.'Nachdem der feindliche Widerstand zerschlagen war, riß der Bataillonskommandeur feine Kompanie ohne Rücksicht auf Flankenbedrohung weiter nach Süden vor und durchbrach eine ftarf ausgebaute feindliche Riegelfte l l u n g. Gegen die gewonnenen deutschen Stellungen führten die Bolschewisten dann e l f m a l hintereinander vergebliche Gegenstöße. Das Bataillon hielt dennoch seine ©tetiun^en und gab keinen Fußbreit Boden preis. Nach Eintreffen von Verstärkungen wurde der Angriff fortgesetzt. Nördlich vom Kaukasus sind die deutschen Truppen in Militärpolitisch bedeutet die Teilnahme Brost» liens am Kriege nichts. Das brasilische Heer zählt nur 80000 bis 90000 Mann und etwa 300000 Mann in der Reserve, aber die Ausrüstung ist schlecht, weshalb die USA. auch einen Kredit von 100 Millionen Dollar für Rüstungszwecke gewährt haben. Die Kriegsflotte ^Brasiliens mit ihren zwei völlig veralteten Schlachtschiffen, zwei ebenso alten Kreuzern, zwölf Zerstörern und vier U-Booten ist keine irgendwie imponierende Seemacht, und die brasilische Handelsflotte, die vor dem Kriege nach Angaben des „Nauticus" 485 000 VRT. betrug, wozu noch die von den USA. gekauften Dampfer und beschlagnahmte Schiffe der Achsenmächte kommen, hat bereits durch dos Wirken der deutschen U-Bovte im Atlantik erhebliche Einbußen erfahren. Der Zuwachs an militärischer Macht wie an Schiffsraum, den Brasilien den Alliierten mitbringt, ist also nicht erheblich, aber der Schaden, den es sich selbst zufügt, gar nicht abzusehen. Wiederum trennt es sich wie schon im ersten Welttrieg von der im wohlverstandenem Interesse des ibero-amerikonischen Gesamtkontinents liegenden Politik strikter Neutralität, die die beiden anderen Großstaaten des Kontinents, Argentinien und Chile, zur Wahrung ihrer Unabhängigkeit eingeschlagen haben. So wird auch Brasilien eines Tages die Früchte ernten, die es gesät hat, als es Roosevelt ins Garn ging. Dr. Fr. W. Lange. Die Reise des chilenischen Staatspräsidenten. Santiago de Chile,-29. Aug. (DNB. Funk- sprach.) Der chilenische Senat erteilte dem Staatspräsidenten Rios einstimmig die verfassungsmäßige Genehmigung zum Verlassen des Landes zwecks Besuches der USA. und anderer amerikanischer Länder. Außenminister Barros Jarpa erklärte, die Reise bezwecke einen engeren Gedankenaustausch über die internationale Lage und über die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, welche die USA. mit Chile verbinden. Die Art, in welche die amerikanischen Länder in freier Ausübung ihrer Souveränität die Verpflichtung der kontinentalen Solidarität erfüllen wollen, sei nicht genau gleich. Die Einladung des chilenischen Präsidenten zwecks Gedankenaustausches auf der Ebene der absoluten Gleichheit und gegenseitigen Achtung sei bezeichnend für die Unabhängigkeit, in welcher sich die Beziehungen zwischen den Nationen Amerikas abspielen. Man dürfe nicht erwarten, daß Präsident Rios während, seiner Abwesenheit ein Abkommen unterzeichne oder außenpolitische Verpflichtungen eingehe. Die Reise des Präsidenten werde mit einem Besuch der argentinischen SchVestexnatfon abschließen. der nationalsozialistische Fraktionsführer Dr. Frick. Ihm folgt die nicht endenwollende Kolonne braun- uniformierter Abgeordneter. In beispielhafter Ordnung und Disziplin nehmen die 230 Kämpfer Adolf Hitlers ihre Plätze ein. Schon aber fesselt ein ganz anders geartetes Bild die Aufmerksamkeit. Don wüsten Rotfrontrufen lärmend begrüßt, wird eine alte Frau, ein menschliches Wrack, von zwei Kommunistenweibern die Stufen zum Präsidentensitz binaufgeschleppt. Es ist die eigens aus Moskau her- veigeholte kommunistische Abgeordnets Clara Zetkin. Die Ironie der Weltgeschichte bat es so gefügt, daß als „Alterspräsidentin" des sterbenden Systemreichstags, zum Abschluß einer niemals wie» verkehrenden schmachvollen Parlamentsepoche eine Kommunistin symbolisch der Mitwelt klarmachen soll, daß am Ende jahrelanger parlamentarischer Parteienmißwirtschaft das bolschewistische Chaos gestanden yätte, wenn nicht ein Adolf Hitler in letzter Stunde sein Volk vom Abgrund zuruck- riß. Geschlagene drei Viertelstunden ergeht sich die Zetkin in abgedroschenen und öden kommunistischen Agitatiönsphrasen. Neben ihr stchi als Souffleur der kommunistische Fraktionsoorsitzende, dessen mephistophelisches Mienenspiel mit der hexenhaft wir- wirkenden Gebrechlichkeit der alten Kommunistin seltsam harmoniert. Den Gipfel der Frechheit leistet sich die Zetkin, als sie zum Schluß die Hoffnung ausspricht, als Alterspräsidentin noch „den ersten Ratekongreß Sowjetdeutschlands zu eröffnen". Seit Tagen hatte die Judenpresse in der Hoff- Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 28. Aug. (DNB.) Der Führer hat Hauptmann B r a e n d l e, Gruppenkommandeur in einem' Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: ,Zn dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 114. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Wolf Hitler." Hauptmann Braendle wurde 1912 in Ludwigsburg in Wüttemberg geboren. Nach feiner Schulzeit erlernte er das Handwerk eines chirurgischen Instrumentenmachers und arbeitete im Betrieb seines Vaters. 1937 bestand er feine Meisterprüfung im Flugzeugbau und wurde beim Jagdgeschwader „Horst Wessel" zum Jagdflieger ausgebildet. 1939 trat er in den aktiven Dienst über und nahm als Oberleutnant in einem Jagdgeschwader am-Frank- reich-Feldzua teil. An der Ostfront erhielt er nach einem 49. Luftsieg Anfang Juli d. I. das Ritterkreuz, am 26. Juli brachte er sechs sowjetische Flugzeuge nach heftigen Luftkämpfen zum Absturz. Reichsminister Dr. Goebbels dankt den Mainzern. NSG. Reichsminister Dr.Goebbels hat an ben&retsw leiter der NSDAP, in Main§ folgendes Telegramm gerichtet: „Ich vernehme soeben von dem großartigen Ergebnis derSammlungfürdas Deut- che Rote Kreuz am 22. und 23.August 1942 seitens der Mainzer Bevölkerung. Ich möchte die Stadt Mainz und ihre tapfere Bevölkerung herzlichst dazu beglückwünschen. Die Männer und Frauen der Stadt Mainz haben damit bewiesen, daß sie i n ihrer Kriegsmoral durch keinen britischen Terror angriff geb ro chen werden können und eine Haltung an den Tag gelegt, diö der Größe unserer Zeit würdig ist. Heil Hitler! Dr. Goebbels." Bei der Sammlung brachte die Mainzer Bevölkerung 48 300 RM. auf. Sie steigerte dieses Sam- melergebnis'gegenüber dem Ergebnis vom 27. und 28. Juni 1942, das 44 900 RM. betrug, um fast 10 v. H. Kleine politische Nachrichten. Im Kampf gegen Großbritannien starb Ritterkreuzträger Hauptmann Karbe, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, am 20. Juli 1942 den Heldentod. Aus der großen Zahl seiner Erfolge sei die Vernichtung von sieben Eisenbahnzügen in der Umfassungsschlacht ostwärts Kiew hervorgehoben» Außer dem ihm im November verliehenen Ritterkreuz besaß er die im Kriege erworbene Rettungsmedaille am Bande und die Goldene Fronttlug- pange. Zeit an die Waldzone gebunden. Erst später wurden, die Grundlagen für eine leistungsfähige Eisenindustrie großen Stils geschaffen. Daneben ist Mangan Brasiliens wertvollstes mineralisches Produkt. Seine Erzeugung lag bereits vor dem ersten Weltkrieg in den Händen einer nordamerikanischen Gesellschaft, die einem großen Eisen- und Stahlkonzern angegliedert war. Die Hauptausfuhr Brasiliens nach den Vereinigten Staaten war aber Kaffee, er machte mehr als 85 v. H. der Gesamtausfuhr nach den USA. aus. Hier > hat Washington den Hebel angesetzt und darauf hingearbeitet, daß die brasilische Wirtschaft sich mehr auf die Erzeugung kriegswichtiger Rohstoffe umstellt. Die Kardinalfrage ist natürlich hier wie Überall in der Kriegführung der Alliierten das Tonnage- Problem. Der immer schärfer sich zuspitzende Mangel an Schiffsraum gestattete den USA. einfach nicht mehr, Luxusprodukte wie Kaffee, den sie überdies aus Mittelamerika auf weit kürzerem Wege beziehen tonnten; aus Brasilien zu verschiffen. Der verfügbare Schiffsraum wird ausschließ- lid> für dringend benötigte Rohstoffe der Rüstungsindustrie gebraucht. Wo Brasilien mit seinem Kaffee bleibt, für den es ebenso wie für Kakao unt) Tabak den früher einmal sehr aufnahmefähigen europäischen Markt längst verloren hat, das macht Herrn Roosevelt den Kopf nicht schwer. Für ihn ist Brasilien ebenso wie Mexiko und die kleineren iberoamerikanischen Länder, die seiner Politik der „guten Nachbarschaft", wechselnd zwischen Zuckerbrot und Peitsche, nicht haben widerstehen können, ein reines Ausbeutungsobjekt, und darüber hirwus ein Meilenstein dus dem Wege zur Beherrschung der westlichen Hemisphäre. Aber da die transkontinentalen Verbindungen in einem Erdteil wie Südamerika, der wenigstens in seiner nördlichen Hälfte über Eisenbahnen und Autostraßen nur in den schmalen Küstenstrichen verfügt, noch ganz unerfchlosfen ist, ist auch Roosevelt, um die Rohstoffquellen seiner iberoamerikanischen Trabantenstaaten für die Kriegsproduktion der USA. nutzbar zu machen, auf den Verkehr über den Ozean angewiesen, und den beherrschen die U-Boote der Achsenmächte. An dieser durch die hohen Versenkungsziffern immer wieder erhärteten Tatsache hat auch nichts ändern können, daß die USA. die Praxis der Geleitzüge von ihrem britischen Alliierten auch für den Verkehr mit Südamerika übernahmen und Brasilien sich verlocken ließ, feine Handelsschiffe, noch dazu bewaffnet, dem fragwürdigen Schutz nordamerikanischer Kriegsschiffe anzuvertrauen. Die Regierung von Rio de Janeiro hatte damit bewußt eine Linie strikter Neutralität verlassen und durfte sich nicht wundern, wenn die Kriegsmarinen der Achsenmächte ihre völkerrechtswidrig bewaffneten ünb im nordamerikonischen Ge- leit fahrenden Handelsschiffe, die sich damit der Durchsuchung nach Bannware 'zu entziehen suchten, nicht schonten. Trotzdem haben die Parteigänger Roosevelts in Rio de Janeiro die Versenkung solcher brasilianischer Schiffe zum Anlaß genommen, eine unerhörte Hetze gegen deutsche und italienische Staatsanbehörige zu entfalten, deren Eigentum von dem brasilianischen Mob demoliert wurde, und die verhaftet und in unwürdigster Weise eingekerkert wurden. Die Erklärung des Kriegszustandes war schließlich nur das Endglied einer Kette schwerster Neutralitätsbrüche und Dül^errechtsverletzungen. Brasilien ist saft ein Erdteil für sich. Mit einem Gebiet von 8,5 Millionen Quadratkilometer umfaßt es fast die Hälfte Südamerikgs und läßt dem europäischen Kontinent mit seinen zehn Millionen Quadratkilometer nur einen knappen Vorsprung, lieber 4200 Kilometer, was etwa ber Entfernung von Lissabon nach Moskau entspricht, erstreckt es sich in nord-südlicher Richtung, und fast in der gleichen riesigen Ausdehnung ragt es tn oft-wfftllcher Richtung weit in das spanische Siedlungsgebiet, hinein und drückt diesem im Nordteil des Kontinents fast den Charakter von Randgebieten auf. Aber die Kolonisation des ungeheuren Landes, das freilich nur 42 Millionen Bewohner zählt, ging vom Meere aus, daher ist auch die Küste der stärkste Faktor in der brasilianischen Geschichte geblieben und noch heute vorwiegend Sitz der Kulturgebie-te des Landes. Zufällig wie die Entdeckung des Kontinents überhaupt war auch die Entdeckung Brasiliens durch den Portugiesen Cabral im April des Jahres 1500 und seine Besitzergreifung für die portugiesische Krone. Aber die Kräfte des kleinen Portugal waren lange durch die ostindische Kolonialpolitik so ausschließlich in Anspruch genommen, daß das brasilische Kolonialgebiet der vrivaten Ausbeutung über- lassen blieb, ja, Portugal war zeitweise nicht in der Lage, andere Mächte von der brasilischen Küste fetn» zuhalten. So war Recife (Pernarnbuco) lange in holländischem Besitz, und den Franzosen gelang es, sich zeitweise in Rio de Janeiro festzusetzen. Eine enge Verbindung zwischen dem Mutterlande und feiner größten Kolonie zeitigte erst die napoleonische Aera. Sie legte über auch zugleich den Kern zur endgültigen Trennung. Als französische Truppen im Jahre 1807 Lissabon besetzten, flüchteten Hof und Regierung Portugals unter dem Schutz der britischen Flotte über den Ozean nach. Rio oe Janeiro. , Als Johann VI. 1820 nach Lissabon zurückkehrte, blieb der Thronfolger Ddm Pedro als Statthalter in Rio de Janeiro, aber der Versuch, Brasilien wieder in die Rolle einer Kolonie zurückzudrängen, mißlang. Ja, er führte zur völligen Trennung. Dom Pddro selbst verkündete 1822 die .Unabhängigkeit Brasiliens und feine Erhebung zum Kaiserreich. Unter ihm und noch mehr unter seinem Sohne, dem gelehrten Kaiser Pedro II., machten sich in leidenschaftlichen Parteikämpfen, namentlich in der reichen Kaffee-Provinz Sao Paulo, die Anhänger einer föderalistisch-republikanischen Staatsform bemerkbar. Der Streit um die 1871 beschlossene Sklavenbefreiung führte Konservative und Föderalisten zusammen in die Opposttion gegen den Kaiser, dessen Abdankung sie 1889 erzwangen. General da F o n - seca wurde der erste in der langen Reihe ehrgeiziger und selbstsüchtiger Militärdiktatoren, die auch in der Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien ähnliche anarchistische Zustände für viele Jahrzehnte heimisch werden ließen, wie sie in den übrigen südamerikanischen Republiken mit wenigen Ausnahmen gong und gäbe waren. Erst um die Jahrhundertwende gelana dem Präsidenten Barros die Ueberwindung der Militärherrschaft. Unter dem Präsidenten Gomes trat Brasilien 1917 in den Krieg gegen . Deutschland ein und durchbrach damit die zwei Jahre zuvor mit einem Schiedsvertrag eingeleitete Politik der Verständigung und Zusammenarbeit mit Argentinien und Chile, die beide an ihrer Neutralität festhielten. Brasilien hielt sich auch in der Aera des Versailler Diktats und des Genfer Völkerbundes im Lager der Entente, ohne fttilich irgendwelchen Nutzen aus dieser einseitigen und kurzsichtigen Politik zu ziehen, denn weder England noch die USA. waren in der Lage oder auch nur willens, der brasilischen Wirtschaft, die im Zeichen der Monokultur des Kaffees, für den sich bei den zerrütteten Währungs- verhältyillW teiye Abnehmer stmdsA, pnter te u °° »1 des fwoerbändel O jidttch di 4 ffarfen «r t Sowjet» w jÄ "'s 1,60O16«611 Ver * le der r--« e Irvppe" estlich ; Wfl s Ht HW* Raumgewinn westlich Stalingrad. : dar s August 1942. 4m August 1942. 26040/ 04208/ 2598 0/ 04192/ Aufnahme in die 2511D Tod dem Hausschwamm Beseitig.aufchem.VVege,ohneAb- J bruch v. Mauerwerk, lOj. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfnrt/Main Gießen München Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566 04178/ 04185/ Oberursel (Taunus) Heuchelheim- Gießen Wilhelmstr. 34 : hat ur in littet» über» eiben» iferes n der litten Gießen, im August 1942. Keplerstraße 1 Wir haben uns verlobt Wilma Sandmann Walter Deußing Unteroffizier der Luftwaffe Ihre Verlobung geben bekannt Else Volkmann Emil Uhlig Statt Karten! Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Silberhochzeit danken wir herzlichst Emil Döpfer und Frau Oer Wehrmachtberichi. Aus dem Führerhauptquartier, -.Lug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt phnnf: 1Kaukasus erzwangen Gebirgstruppen den Mgang über weitere Hochgebirgspässe. Ver- Kmgte feindliche Kräfte wurden vernichtet. im Gegenstoh, zurückgeworfen und dabei 35 Panzer abgeschossen. Die Sowjetluftwaffe verlor am gesl- rigen Tage in Luftkämpfen und durch Alakarlillerie 101 Alugzeuge, sieben weitere wurden am Boden zerstört. Ein eigenes Flugzeug wird vermiet. Bei Einflügen in die besetzten Westgebiete wurden gestern in Luftkämpfen 15, durch Vorpostenboote drei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. Nach wirkungslosen Tagesstörflügen über West- und Nordwestdeutschland führten Verbände der britischen Luftwaffe in der Nacht zum 28. August Angriffe, vor allem auf die Stadt Kassel, durch. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. 3n Wohnvierteln entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Durch Nachtjäger und Flakartillerie wurden nach bisherigen Meldungen 35 der angreifenden britischen Bomber zum Absturz gebracht. 3n der Zeit vom 14. bis 27.August verlor die britische Luftwaffe 315 Flugzeuge, davon 52 über dem Wittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 63 eigene Flugzeuge verloren. Bei Tage und in der vergangenen Nacht griffen deutsche Flugzeuge kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands sowie in Wittel- und Ostengland mit Spreng- und Brandbomben an. fuhrt 1 ju -'chs- Prö- mit • imb 6it» 1 bas fcheist 6 bar anale Nordafrika in der bisherigen Weise weiter ent- : wickelt wird und lediglich kontinentaleuropäischen < Interessen dient und nicht mehr den englischen. Diese sind nicht kolonisatorischer Art, sondern dienen lediglich der Seestrategie des englischen Empire. Dies hat ganz besonders die Entwicklung der Was- fentechnik mit sich gebracht, die eine Entwertung der räumlich engen Stützpunkte Gibraltar, Malta usw. hervorrief. Weitschauend wie die englische Politik ist und glänzend in ihrem Zusammenwirken mit ihrem Hauptmachtinstrument, der Flotte, hat sie es verstanden, das nordafrikanische französische Kolonialreich in den Dienst der Reichsstraße zu stellen, die das Mittelmeer von Gibraltar bis Port Said durchläuft. Von der Marokkokrise 1905 ab bis zum jetzigen Kriege "ist England der Vündnispolitit im Mittelmeer treu geblieben, die ihm nicht nur die nordafrikanischen französischen Häfen Oran und Bizerta für seinem Flotte zur Verfügung stellte, sondern auch die gesamten Streitkräfte Nordaftikas, vor allen Dingen die Küstenluftstreitkräfte Frankreichs, für die Sicherung der englischen Flotte und ihrer Bewegungen im Mittelmeer hergab. Wenn auch die Ereignisse des Feldzuges von 1940 in Frankreich dieses Kraftgebiet stillegten und England es bisher vermieden hat, sich französischen Besitzes in Nordafrika zu bemächtigen, so ist es doch schon ein großer Gewinn für die Sicherung der englischen Flottenbewegungen im westlichen Mittelmeerbecken, daß weder von der französischen Küste her noch von dessen afrikanischer Gegenküste irgendwelche Gefahr droht. Und so war es für den Wehrgeographen nicht wunderlich, daß England die Ansprüche Italiens auf den Besitz von Tunis nicht unterstützt hat. Als Chamberlain im Januar 1939 in Rom war, um über -die schwebenden geopolitischen Forderungen Mussolinis zu verhandeln, bildete gerade das Tunis-Problem für England den Kernpunkt der ganzen Frage. Weder Korsika noch Nizza noch Savoyen konnten feine Jnteresien berühren: aber der Flaschenhals von Sizilien—Tunis, wie ihn der englische Kommandeur Grenfell nennt, durfte nach englischen Grundsätzen nicht in einer einzigen Hand • vereinigt werden, hierin hätte, selbst wenn es die Hand eines völlig englandhörigen Italiens gewesen wäre, immer eine Gefahr für die Reichsstraße der englischen Flotte gelegen. Verstärkt werden die schon lange für die eng- : lische Diplomatie maßgebenden Gesichtspunkte der Flottenstrategie noch durch eine Neuerscheinung des Seekrieges, die in der Erweiterung der i Küstenvorfeldzonen liegt und die dem Ge- - setz der Gegenküste militärisch noch mehr Wirkung i verleihen als bisher. Es ist nicht nur die vergrößerte i Reichweite der Artillerie, sondern vor allen Dingen D/e (Milch als Sfügef lebenswichtiger Mineralstoffe zeigte der modernen Heilkunde den Weg, diese Wirkstoffe leicht verdaulich und gut ausrwtzbar zu machen: durch Anlagerung an Milcheiweiß! Hugo Steinhäuser Gertrud Steinhäuser geb. Maintzer geben ihreVermählung bekannt Mineral-Milcheiweiß Vogtsche Piivot-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 einjährige Handelsfachklasse Beginn Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 82, Ruf 2486. z.Z. im Westen Stephanstr.32 29. August 1942. Wir geben unsere Kriegstrauung bekannt Hermann Stein Wachtmeister in ein .Flak-Rgt. und Frau Marianne geb. Jung Gerrlx-GISser schlichen zuverlässig! $le ilnd unbedingt kodifesf. Bewahren Sie darum Obst und Gemüse In den preiswerten Gerrix-GISsem auH Als Verlobte grüßen Anni Daniel Karl Schäfer tdei« eß& MgS' schulische" b \w üfung waber 1939 n als front- ' nach tifter« Flug« cZ. nff N «Hk Ge« 1 be» sein en- Ritte!* tön i" nSf' «e I’1 gut w- Kitte!' mm* Statt Karten! Für die übermittelten Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer Verlobung möchten wir auf diesem Wege, auch im Namen unserer Eltern, allen Bekannten unseren herzlichsten Dank aussprechen Dorothea Werner Langen b.Frankfurta.M. .Turmgasse 19 Adolf Christ Heuchelh./Giefien (Mühle), z.Z.LFelde en er l auf nmeii 1 Ab. mtie« eich?, hstaa , die- lellest wird »jung luftö« (t dtt N<» Ihre Verlobung geben bekannt Betty Klaß Heinz Schaub Unteroffizier in ein. Inf-Regt. Hauszinssteuerablösung Abgeltungshypotheken zu den gesetzlichen Bedingungen gewährt Deutsche Centralbodenkredit- Aktiengesellschaft, Berlin Anfragen bearbeitet kostenlos Agentur Gießen H.Kirchner, Immobilienmakler Bleichstraße 18. Frankfurt'M. Lollar/Gießen Oskarv.Millerstr.U Adolf-Hltler-Str.3 im August 1942. Kreis» ramii ißarti« eut» : 1942 ie die W fraiim sie in l>ri* oerdei >ls." geoöl' 6an* 1. uni nfaf Koblenz-Asterstein Gießen Orenzstra&c 21 Horst-Wessel'Wall 9 80. August 1942. Gießen-Kl.-Linden, 29.Aug.42 z.Z. im Felde Wetzlarer Str. 93 Europa und sein nordafrikanischer Besitz. Von Dr. habil. H. Mundt, Generalleutnant a. D. sich «nd. Ml Sort; L >nij. hlll Öau, )(rf ’S n $ Äestlich $ f a 11 ngr ab gewinnt der beuf- he'Angrift gegen feindlichen Wiberstanb Raum, fei der Abwehr verzweifelter Gegenangriffe wur- ieg^ pi allein am gestrigen Tage im Bereich eines llen Irneekorps unter hervorragenber Witwirkung von H ...... ~ ' iufC5 Ehringshausen W.-Steinberg Bahnhof 5 Wilhelmstr. 26 im August 1942. Feinstes Mröi-IM* Beutel 10 Pfennig (auch für Wiederverkaufer) mit Rabatt Parfümerie Doll Marktstraße 28 2588 A mehr beherrscht, sondern die Interessen der An- liegerstaaten den Ausschlag geben, dann werden auch diese erst in den Genuß der günstigen geo- graphischen Verkehrslage kommen, die das euro« päische Mittelmeer mit seinen beiden Ausgangen zu den Rohstoffländern der Welt besitzt: Gibraltar nach Südamerika unt> Suez nach Indien und den Inseln des Indisch-Pazifischen Ozeans. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen durch Festhalten und werteren Ausbau des europäischen Besitzes in Nordafrika. Aus aller Welt. Brand durch ein Bügeleisen. Die Sache mit dem Bügeleisen ist zwar eine alte Geschichte — und doch kommt es immer wieder vor, daß Hausfrauen nicht die Vorsicht walten lassen, die nun einmal beim Umgang damit not- . wendig ist. So mußte sich jetzt eine Einwohnerin aus Mühlhausen vor dem Richter verantworten, weil durch ihre Leichtfertigkeit ein Wohnungs- brand entstanden war. Sie hatte ein elektrisches Bügeleisen eingeschaltet, dann aber die Wohnung verlassen. Zwei Stunden später wurden die Haus- bewohner durch verdächtigen Brandgeruch alarmiert. Und richtig: es brannte lichterloh. Das Bügeleisen! Es konnte der Beklagten nicht der Vorwurf erspart werden, daß sie sich der f a h r - lässigen Brandstiftung schuldig gemacht hatte, die der Richter mit 150 RM. Geldstrafe sühnte. Weineid um eine Bagatelle. Pt bombardiert. Zwei große Wolgasrachter und lanker wurden in Brang geworfen. ttn der Dorffront wiesen deutsche und italie- Hche Truppen feindliche Angriffe ob. Südwestlich Kaluga und bei Rschew unten an mehreren Stellen Angrifssvorbereitun- p des Feindes im Zusammenwirken mit Luft- safsTUverbänden zerschlagen. Oertliche feindliche lvgriffe scheiterten. Südlich des Ladogasees griff der Feind ttt starken Kräften die deutschen Stellungen an. sie Sowjets wurden in harten Kämpfen, zum Teil \\ So gesehen erhält der Ausspruch des Franzosen Redu s seine Begründung und seine m die Pro- ileme des heutigen Krieges hinub erweis ende Be- Iseutung, wenn er sagt: „Der Westeuropäer sieht in leerer Geschichte zwei entscheidende Tage, den linen des Unglücks, den andern des Triumphes das nicht mehr gutzumachende Unglück ift mcht ter Tag von Pavia, Waterloo oder Sedan, es ist. Üuebeck, das uns die Herrschaft über Amerika ent- tih. Der große Triumphtag aber «ist ... die ur« Merung Algiers am 5. Juli 1830/ Als Reclus Kiese Worte sagte, war der jetzige Krieg noch nicht nitbrannt, der, über seine Anfangsprobleme langst hinweggeschritten, uns der Losung gesamteuropäischer Probleme zuführen muß. - : 1 Eins der wichtigsten davon sind die Probleme |L Mittelmeeres, in welchen nur dann die Inter fflen des europäischen Kontinents maßgebe^. fe n jverden, wenn der bisherige europäische Besitz tn charakterisiert. Mit dieser Bedeutung für Amerika hängt noch zusammen die Bedeutung Dakars für die Versorgung der englischen Heimatinseln. Dakar ist schon im Weltkriege Sammelpunkt der britischen Geleitzüge gewesen, heute gehen wie immer die Haupthandelswege von Südamerika und auch von Südafrika nach England westlich an Dakar vorbei, sozusagen in seinem Küsten Vorfeld, die Kap Vertuschen Inseln beiderseits umfahrend. So bildet es mit der ganzen nordwestaftikanifchen Atlantikküste bis Gibraltar wieder eine jener Küstenzonen, die in Verbindung mit den modernen Kriegsmitteln eiste ausgezeichnete strategisch-geographische Position für die Sicherung wichtiger britischer Seehandelsstraßen darstellen. Aus Vorstehendem wird die ungeheure strategische Bedeutung des italienischen und französischen Kolonialbesitzes in Nordafrika klar. Es haben sich zwar in England Stimmen geregt, die die Bedeutung des Mittelmeeres für die englische Flotte beute nicht mehr so hoch einschätzen wie früher. Aber die offizielle englische Politik, vor allen Dingen Churchill selbst, hält nach wie vor die englische Position im Mittelmeer für unentbehrlich zur Aufrechterhaltung der englischen Herrschastsansprüche in Aegypten und im Nahen Orient. Letztere Gebiete gehören freilich nicht zu dem kontinentaleuropäischen Besitz, der im westlichen Mittelmeerbecken strategisch den Ausschlag gibt. Dafür ift aber Aegypten ein Eckpfeiler der englischen Macht, der weit über die Bedeutung einer Mittelmeer- positton hinausgeht und die, um mit dem Amerikaner Mahan zu sprechen, eine interozeanische ist. Aber gerade im Hinblick auf die dort eingesetzte englische Macht gewinnt der europäische Besitz in Nordafrika um so größere Bedeutung, als er deren Verlängerung nach Westen abzuriegeln imstande ist. Es würde hier zu weit gehen, auch noch die ägyptischen Probleme, die ebenfalls von. hohem europäischen Interesse sind, zu verfolgen: hier nur noch ein Wort über das Interesse der am Mittelmeer liegenden europäischen Länder an der Ausschaltung des englischen Interesses im Mittelmeer und an der Verstärkung und Erhaltung des europäischen Besitzes in No'rdastika. Wenn in England die Ansicht aufkommt, daß das Mittelmeer ferne überragende Bedeutung für die englische Flotte verloren hätte, so dürfte es an der Zeit sein, daß man in Europa merkt, welche hohe Bedeutung ein lediglich den europäischen Interessen dienendes Mittelmeer gerade für die politischen und militärischen ■ Verhältnisse an feiner Nordküste hat. Dieses ist nicht nur geographisch reich gegliedert, sondern auch politisch. Und so war es der englischen Politik immer : möglich, Ansatzpunkte für ihre Friedensstrategie zu [ finden, die immer wieder auf dasselbe Thema hm- ! auslief: Sicherung der Flottenstraße im Mittel- i meer. Erst wenn dieses Thema die Politik nicht Statt Karten! Für die zahlreich. Glückwünsche undAuf merksamkeiten z.unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Otto Stelnel Obergefreiter in einem Inf .-Regt. und Frau Frieda, geb. Schneider Heuchelheim Fellingshausen im August 1942. s 04165/ ! Die Welt hat sich daran gewöhnt, größtenteils juch damit abgefunden, das Mittelmeer als piglische Heerstraße anzusehen und nur wenige pachte, darunter Italien, haben chr natürliches slnrecht angemeldet, im eigenen Lebensraum auch ligme Politik zu treiben, unabhängig von eng- ischen Interessen. Dabei ist das Mittelmeer in stnem gesamten Bereich uraltes europä- es Kulturgebiet und Machtzen- rum gewesen. Freilich ist nach dem Verfall des iings- MWfchen Imperiums die Macht nicht mehr in den ■näre, Md en europäischer Mächte geblieben: im Süden tnb Osten hat der Araber die mittelmeerischen 'küßenländer jahrhundertelang unter Jeiner Herr- Hast gehalten und jenen sch HcmptfchrifUeüer: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptichriftleiterS: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für daS Feuilleton: Dr. Hans Tbvrtot; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtschaft und Spott: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K. S. BerlogSletter; Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzeigenleiter: Hans Beck. SnzeigenpreiSltfte Nr: 6. Wie leichtsinnig oft mit dem Erd umgegangen wird, zeigte eirte Verhandlung vor dem Kölner Landgericht. 3m vergangenen Winter wurde ein Kellereinbruch verübt. Der Täter erhielt eine mehr, jährige Zuchthausstrafe. Die Polizei hatte nun von der Bestohlenen eine Liste der entwendeten Sachen angefordert, und diese hatte darauf auch 15 Weck- gläser mit eingemachten Bohnen angegeben. Sie wiederholte die Angabe auch unter ihrem Eide, aber Nachforschungen ergaben die Unrichtigkeit der Behauptung in diesem Punkte. Der Meineid sollte der Frau teuer zu stehen kommen. Sie wurde zu anderthalb Jahres Zuchthaus verurteilt. Träge Tiere leben am längsten. Die Frage der Lebensoerlängerung beschäftigt die Wissenschaftler feit undenklichen ' Zeiten, und die physiologischen und psychologischen Untersuchungen wurden über den Menschen hinaus auch auf die Tierwelt ausgedehnt. Allerdings wird man zweifeln dürfen, ob die dort erkannten Gesetze ohne weiteres auf den Menschen angewandt werden können. ,Jm Tierreich lebt nämlich das trägste Individuum am längsten. Den Rekord hält die Schildkröte mit einer Lebensdauer von 200 bis 300 Zähren. Der in der Regel auch sehr ruhige Elefant wird oft 150 bis 200 Jahre alt. Der Schwan, der sich selten einmal zu einem Flug in die Lüfte aufschwingt, kann über 100 Jahre alt werden. Sehr lebendige Tiere dagegen leben nicht so lange. Der Hund wird selten über 15 Jahre, der Hase nur acht, und die Maus lebt nicht länger als — vier Monate. Die Langlebigkeit der 3taliener. Die Langlebigkeit der Menschen in Italien, die seit etwa 70 Jahren zunimmt, hat auch durch die Kriegsumstände nicht nachgelassen. Während das Durchschnittsalter aller in einem Jahr gestorbenen Italiener im Jahre 1872 nur 50 Jahre 4 Monate betrug, hat es 1940 60 Jahre 10 Monate erreicht. Selbst in den Jahren des abessinischen und spanischen Krieges ist diese aufsteigende Linie nicht abgesunken. Das Durchschnittsalter stieg 1938 auf 58 Jahre, 1939 auf 59 Jahre. Das sehr niedrige Durchschnittsalter der Sterbenden im Jahre 1872 war durch eine ungewöhnlich große Kindersterblichkeit bedingt. Dank der zunehmenden Hygiene ist die Kindersterblichkeit in Italien von Jahrzehnt zu Jahrzehnt zurückgegangen. So betrug die Sterblichkeit der Kinder im Alter bis zu 4 Jahren im Jahre 1880 bis 1882 noch 11,13 v. H., sie ist in den fol- genden 60 Jahren auf 3,48 v. H. zurückgegangen. Schwere Explosion in Montevideo. Das chemische Laboratorium der Gesellschaft Süd- atlcmtit in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, wurde durch eine Explosion völlig zerstört. Die Explosion soll auf ein Experiment mit neuen Explosivstoffen zurückzuführen sein. Der Leiter des Laboratoriums, Dr. Quaglianone, kam ums Leben. Man schätzt ferner etwa 100 Opfer. die Entwicklung der Luftwaffe, die wette Gebiete vor den Küsten und unter Aufsicht und Wir- kung der an ihnen eingesetzten Streitkräfte stellt. Es würde daher ein Verlust Maltas der englischen Flotte und ihren Verbindungen durch das Mittelmeer heute wesentlich weniger schaden, wenn es gelänge, nordafrikanischen Küstenbesitz in englische y)änbe zu bekommen. Hierin liegt auch die strategische Bedeutung der Kämpfe unseres Afrika - korps. Ganz gewiß haben diese auch darin Bedeutung, ein englisches Vordringen aus Aegypten nach Westen zu verhindern, aber am wichtigsten ist es doch, das Gebiet von Tripolis und feiner Küste im Besitz der Achsenmächte zu erhalten, damit die englische Flotte nicht hier jene Stützpunkte findet und jene Ruhe für Ausbesserung und Instandsetzung der erlittenen Beschädigungen, die sie in Malta unter den Angriffen der deutschen und italienischen Luftwaffe heute schon nicht mehr chat. Es ist bisher nur von her militärischen Bedeutung des nordafrikanischen Küstenbesitzes im Mittel- meer selbst im Hinblick auf die strategische Reichs- straße der Engländer die Rede gewesen. Die Bedeutung geht aber noch' weiter und reicht an der Nordwestküste Afrikas über den Atlantik in die Sphären der nord amerikanischen Politik und Strategie. Es ist selbstverständlich immer die Gepflogenheit amerikanischer Politiker gewesen, der deutschen politischen Führung allerlei Angriffsabsichten auf die amerikanische Sicherheit in die Schuhe zu schieben, in Wirklichkeit liegen die Dinge umgekehrt. Nordwestafrikas Hauptstützpunkt D a - k a r liegt nur 3000 Kilometer von Amerika entfernt und aus dieser Tatsache konstruiert der amerikanische Marineminister Knox schon deutsche Angriffsabfichten und »möglichkeiten über den Ozean hinüber. Wenn man daher amerikanischerfeits eine Sicherstellung Dakars vor dem Zugriff Deutschlands verlangt, so dürfte der Nordamerikaner Lind- bergh wohl recht haben, wenn er Dakar nicht als eine amerikanische Verteidigungsstellung, sondern als eine Angriffs st ellung gegen Europa nnlbafterlen 135 Sowjetpanzer vernichtet -er erbeutet. Starke Kampf- und Nahkampfftteger- töfte griffen in die Lrdkämpfe vernichtend ein. tvgerdem wurden Statingrad und die rück- järligcn Verbindungen der Sowjets bei Tag und Statt Karten! Wir danken herzlichst für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung, zugleich im Namen unserer Eltern Adolf Nesemann, Oberleutnant und Frau Elisabeth, geb. Pfeifer im August 1942. Gießen (Schottstr.6), z.Z. im Osten Statt Karten! Für die vielen herzlichen Wünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, aufs herzlichste Rudi Fließ, Schirrmeister (K) / und Frau Else, geh. Döring Gießen (Friedensstraße 20), im August 1942. _____________7___________04180/ t vor -------------- -----------, y . . . . . onale I ihäst gehalten und jenen scharfen Gegensatz zur ) un> impäischen Kultur geschaffen, der noch bis in Wn • las 19. Jahrhundert hinein außerordentlich wirk- ngen, war und eine scharfe anthropogeographische noch bcheidung hervorgerufen hatte, die sich auch wirt- $ea Wstlich in stärkstem Maße auswirkte. Hienn hat las 19. Jahrhundert erst eine tiefgreifende Wand- bng wieder geschaffen, so daß man in h.en ßäiy jeni des französischen und italienisechn Nordafrika teilte schon wieder von einer europäisch- irientalischen Mischkulturlandschaft sprechen kann. Wenn auch das Französische als ja; ältere überwiegt, so ist das Italienische vor : Beginn dieses Krieges im besten Zuge gewesen, ftüch für Tripolis das gleiche zu schaffen. Allein m Zianzösisch-Nordafrika wohnen heute fchn (1936) 1,5 Millionen Europäer neben 15,4 Millionen ! Eingeborenen. Algier ist eine fast-europaische Stadt: KMillion Europäer wohnen neben .117 000 Em- leborenen und so kann man wohl Dörries zustim- hen, wenn er sagt, daß Algiers Kulturblüte den jerrchtigten Stolz des europäischen Landesherrn Nach Gottes unerforschlichem Rat- schloß starb an den Folgen seiner am Js& 29. Juli erlittenen schwerenVerwundung auf einem Verbandplatz im Osten mein innigst- geliebter, treusorgender, unvergeßlicher Mann, der herzensgute Vater seines Söhnchens, unser lieber, braver Sohn und Schwiegersohn, unser guter Bruder und Schwager, Onkel, Pate, Neffe und Cousin OA „ ,, .... SA.-Rottenführer Karl Winhauer Feldwebel in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 82 Jahren für das Vaterland. Er war mein ganzes Glück und unsre Freude und wird unsren Herzen unvergessen bleiben. _T , In tiefem Leid: Ria Winhauer, geb. Rühl, und Söhnchen Dieter Familie Winhauer; Familie Kuhl Familie Rühl nebst allen Verwandten, Kesselbach, Londorf, Nordeck, im August 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren Arbeitskameradeff. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Karl Köhler, Kesselbach, 04408 Hart und schwer traf uns die unfaß- bare, schmerzliche Nachricht, daß un- ser lieber, guter Sohn und Bruder, mein geliebter Bräutigam Konrad Klapp Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 27 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten sein Leben für Volk und Führer gelassen hat. In tiefem Schmerz: Johannes Klapp V. und Frau, geb. Feldbusoh Wilhelm Klapp II. und Frau, geb. Graulich Heinrich, Karl und Elisabetha Klapp Mina Kehl als Braut Walter Seidel und Frau, geb. Klapp Ober-Ofleiden, den 26. August 1942 Bochum, Gerthe, Duisburg. , _________________2611 D 150 Jahre Tracfitioa verpflichten ZIGARREN ZIGARETTEN Rauchtabaks Sprechstunden bis auf weiteres nar Montag, Mittwoch, Freitag nachmittags, zu anderer Zeit nur nach Vereinbarung Heilpraktiker Naumann 2590 D Kirchliche Anzeigen. G. = Gottesdienst, KG. = Kinder- gottesdienst, HG. --Hauvtgottes- oienst, HK.-Mendm. --- Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 30. August. Stadtkirche. 10, Becker. Johanneskirche. 10, Liz. Trom- mershausen. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther; 11.15 KG. Kapelle Wetzl. Weg. 10, Schaad. Gießen-Klein-Linden. 10, Schultheis; 11.15 KG. Gießen-Wieseck. 10 G.; 11 KG. Kirchberg. 13.30, Schmidt-Treis. Lich. 9.30, Naumann. Zungen. Füllt aus. Gießen. Mittwoch, 2. Sebtember. Schnlanfängergotteödienst. Stadtkirche.9.15( Mädchen),Becker. Fohanneskirche. 9.15 (Buben), Propst Knodt. Bavtistengemcinde und Bund freikirckl. Christen, Gartenstr. 13. Sonntag, 30. 8., 11.15 KG.; 15.30 G. - Mittwoch, 2. 9., 20.15 G. Ev. Stadtmission, Löberstraße 14. Sonntag, 30. 8., 8.30 Andacht; 20.15 Predigt. - Mittwoch, 2. 9., 20.15 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 30.8., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonntagschule; 20.15 Predigt. - Freitag, 4. 9., 20.30 Bibel- und Gebetstunde. | Mietgesuche | 4-8-3iNM1> gesucht. Evtl. Tausch geg. 4-Zimm.-Wohn. in Mainz. Schr. Ang. unt. 04041 a.d. G.A. RuhigesEhepaar sucht 2-3'3immet' WoQnuna mit Küche, evtl, teilmöbliert. Schriftl. Angeb. unter 04024 an den Gieß. Anz. Schwerkriegs- beschäüigt. sucht in Gießen oder Umgebung für 1. Oktober 1942 oder später. Schr. Ang. unt. 358QDa.d.G.A. Ehepaar sucht in Gießen oü.Umg. möbliertes Wolin- unö SWWnier m. Kochgelegenheit. Schr. Ang. u.Q4193a.d.G,A. Freundlich möbliertes Zimmer sofort od. später v. ruhig. Dauermieterin gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04201 a. d. Gieß. Anzeiger. MWnerin suchtz.Semesterbeginn (1. Noo.) in der Nähe der Kliniken ein freund l. möbl. Zimmer (heizbar od. Heizung). Schriftl. Angeb. u. 04207 a. o. Gieß. Anz. Leerer, trockener Raum auf % Jahr ges. Schriftl. Angeb. unt. 04203 a. d. Gieß. Anzeiger. 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August, nachmittags 2.45 Uhr statt. Danksagung. Für die große Anteilnahme und die vielen Beweise der Freundschaft und Verbundenheit mit meinem Mann, Pfarrvikar Erwin Müller, Oberleutnant und Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment, die uns bei seinem Soldatentod entgegengebracht wurden, danken wir herzlich. Elli Müller, geb.Schneider; Maria Müller, geb.Bauer Senta Müller; Familie Georg Schneider. Gießen, Wetzlar, im August 1942. Erfahrene WWWU in gepflegten Haushalt zum baldigen Eintritt gesucht. Schr. Ang. unt. 2594Da.d.G.A. Bedeutendstes fachuntennehmen Süddeutschlands Keiner soH zu kurz kommen/ Deshalb kann niemand 3 Dosen Pilo auf einmal haben. Pilo haudi» dünn genügt, um den Sdiuhen Hochglanz und Geschmeidigkeit zu verleihen. Audi die Waschmittel müssen restlos ausgenützt werden. Für i die Fufeböden ist Sauberkeit die Hauptsadie. Später gibts dafür wieder Dr.Thompson's Schwan- Pulver und das Bohnerwachs Wer verkauft sehr gut erhaltenen MMsen? Schriftl. Angeb. unt. 04176 a. d. 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August 1942. \_______________________________________________ 04403 Junges Ehepaar sucht L-3-Zimmer-Wohnung (mit oder ohne Bad) für sofort oder später in Gießen oder näherer Umgebung. Schriftliche Angebote unter 04405 an den Gießener Anzeiger erbeten. Büroräumlichkeiten von einer Verwaltung zu mieten od. zu kaufen gesucht im Bereich von Gießen, Marburg, Butzbach, Friedberg usw. (bis 10 Räume). Schriftl. Angebote unt. 04197 an den Gießener Anzeiger erb, Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Unsere Agentur für Gießen und Umgebung ist neu zu besetzen (nebenberuflich). Bewerbungen (auch Frauen), die in der Lage sind, auch neue Geschäfte zu tätigen, an die l2527V Dresdner Feuerversicherung AS. Frankfurt a. M., Goethestraße 4. Leibbinden Bruchbitader Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorn. Hefter Nicht BandaftisteameisL Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. IT In! H ® der Universitätsstadt Gießen Samstag, den 29. 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Bei all seinen Arbeiten und seiner ganzen. Entwicklung genießt der Junge die sorgfältige, gewissermaßen väterliche Ueberwachung des hauptberuflichen Leiters der Lehrwerkstätte, der der Betriebsführung für die Heranbildung qualitativ und charakterlich hervorragender junger Menschen verantwortlich ist. Dies ist für den Leiter manchmal keine leichte Aufgabe, aber sie wird gegenüber allen Lehrlingen niit Gewissenhaftigkeit erfüllt, weil die Freude und der ideelle Gewinn an dem Werden des jungen Menschen den schönsten Lohn der Arbeit darstellen. Durch die Abgeschlossenheit der Lehrwerkstätte von den anderen Arbeitsstätten wird erreicht, daß der junge Mensch in seiner ersten Entwicklung nicht etwa in die Hände eines älteren Arbeitskameraden gelangt, der aus irgendeinem Grunde für den Jungen nicht den geeigneten Betreuer abgebe, wie umgekehrt auch vermieden wird, daß ein Junge schon im ersten Jahre nach seiner Schulentlassung an Dinge herangesührt werden könnte, zu deren Bewältigung er nicht in der Sage wäre. Erst nach dem Abschluß des ersten Lehrjahres, dessen Verlauf in allen Phasen der Arbeit und der Ausbildung sorgfältig überwacht und registriert wird, kommt der Lehrling für seine weiteren Lehrjahre an die eigentlichen Arbeitsstätten, wo er dann unter gewissenhaftem Aufbau auf der im ersten Jahre geschaffenen Grundlage feine wei- ■ tere berufliche Vervollkommnung erfährt. Hier hat er dann reichliche und vielseitige Möglichkeiten, Die drei Akte des kürzlich verstorbenen, sehr begabten, übrigens auch als Erzähler rühmlich bekannt gewordenen Adelbert Alexander Zinn sind ein nicht nur anmutig unterhaltsames Stück, sondern sie verdienen auch den allzu oft angemafjten und mißbrauchten Ehrentitel der Komödie, Hinn schrieb hier die Geschichte des Filmstars im gefährlichen Alter, eine Art Gegenstück zu Roland Schachts „Schauspielerin", die uns durch das vorletzte Gastspiel von Frau Agnes Stxpub unvergeßlich ist. Bei Zinn hat der berühmte Mann sechs Frauen wie Heinrich VIII. von England; er steckt sie nicht wie jener in den Tower, es fließt auch kein Blut dabei, und wenn er die sechs Geschiedenen, die untereinander gute Freundschaft halten wie eine große Familie, zur Einweihung seines neuen Hauses um sich versammelt, so geschieht das nicht, um eine Lustspiel-Idee in Schwanksituationen auszubeuten. Es stellt sich nämlich heraus, daß das eigentliche Problem dieses Stückes tiefer liegt, als es etwa die gewiß delikate Frage des Rollenfachwechsels wäre: es ist nicht allein ein künstlerisches Problem, sondern auch ein menschliches; wie sehr beide ineinanderspielen, erweist sich an dem Umstande, daß „der berühmte Bernd Flor", der, noch ehe er fünfzig wurde, sechs Frauen hatte, mittlerweile auch erwachsene Kinder hat, von denen der Junge ebenfalls zum Film geht. Wie in der „Schauspielerin" Mutter und Tochter, stehen sich hier Datei" und Sohn gegenüber — als Konkurrenten, die eine geschäftstüchtige, Erfolg witternde Produktton in einem Film „Der Thronfolger" nebeneinander Herausstellen und gegeneinander ausspielen will. Nicht genug damit, daß der „berühmte Flor" sich eines Tages den alten Flor nennen hören muß, weil es auf einmal auch einen jungen gibt: der verlobt sich sagen. Tat er ihr unrecht? Nein, nein. Die Jndizien- fette war lückenlos, es gab keinen Zweifel. Er nahm das ominöse Scheckbuch, roa-rf es wütend in die Lade, drehte den Schlüssel um und steckte ihn zu sich. Zuschließen mußte man! Dor der eigenen Frau! Pfui Teufel! Das war ja mcht einmal bei der Purgstaller nötig gewesen, und das war ein wildfremder Mensch. Annas Benehmen hatte ihn so tief verwundet, daß er oben weder die Anschuldigung der Hausdame noch die Bankauskunft hatte mehr erwähnen mögen. Auch über das Gespräch im Garten hatte er geschwiegen. Keinen von den Beweisen, mit denen er Anna hätte zur Strecke bringen können, hatte er ihr vorhin ins Gesicht geschleudert. Denn er hatte sich für sie geschämt. Er barg das Gesicht in den Händen und grübelte verzweifelt nach. — O Anna, auf dich hätte ich Häuser gebaut, und nun tust du mir das an! Alle die, die ihn vor dieser Heirat gewarnt, hatten recht. Schade, daß man keine Röntgenaugen hatte, um zu erkunden, was für Gedanken hinter dieser Mädchenstirne nisteten. Vielleicht machte sie sich im stillen luftig über den vertrauensseligen älteren Herrn, der ratlos im Dunkeln tappte? Je länger man nachdachte, desto mehr gravierende Momente kamen zutage. Also darum hatte sie ihn in der ersten Nacht nicht brauchen können. Sie wollte ungestört sein, — wie raffiniert! Sie hatte gewartet, bis alles schlief, dann hatte sie sich ins Sprechzimmer geschlichen und den Scheck ausgefüllt. Was das wohl für Schulden fein mochten? Und ihr Gesicht vorhin, ihr ganzes Verhalten! Das allein, schon genügte. Großer Gott, was sollte nun werden? Er konnte doch nicht tun, als ob nichts geschehen wäre. Daß er sich in einem Menschen so täuschen konnte! Er ließ die letzten Tage an sich vorüberziehen und wurde ein wenig unsicher. Sollte das alles Lüge gewesen fein? Annas «Zärtlichkeiten, Annas kindliche Freude über dies und jenes, Annas Beteuerungen? Konnte ein Mensch so schauspielern? Oder lebten zwei Seelen in ihrer Brust? Oder hatte. sie nur eine Torheit begangen und schämte sich des Geständnisses? Nichts wußte mari, Letz Es ist sehr hübsch zu sehen, wie in dieser menschlich-privaten Losung auch der künstlerische Konflikt sich zu schlichten scheint, obwohl er noch keineswegs entschieden ist und jedenfalls erst ausgetragen werden muß. Unter Herrn Zeppenfelds behutsamer Spielsührung kamen nicht allein die schlechthin witzigen und unterhaltenben Partien des Stückes wirksam und das Publikum erheiternd zum Vorschein, sondern auch sein komödienhafter Tiefgang und, vor allem im federnden zweiten Akt, die echte Problemstellung des Motivs auf der schmalen, fließenden Grenze zwischen Illusion und Wirklichkeit. Herr Ludry»ig verzichtete in diesem Sinne darauf, eine billige, womöglich grob satirische Studie des großen Komödianten im Privatleben zu zeichnen: er wahrte mit Takt und Haltung und Humor den menschlichen Umriß, den jede Komödie verlangt. Renate F r e i h e n , die erste der sechs und wahrhaftig die „gute Sieben", spielte die Frau Katharina mit einer durch alle Leichtigkeit des Konversationstones hindurch spürbaren, heiteren lieber- legenheit der reifen unb liebenden Frau. Einige neue Kräfte, Friedl Gollman, Josefine Lenzen und Hanne Schmitz, stellten sich neben Annemarie Schwind und Anja R a u im amüsant abgestuften und lustig zusammenklingenden Sextett vor. Käte Jaenicke und Gaby Amersbach Sieben" fürchtet. Zinn verkehrt aber die volkstümliche Redensart im Sinne eines französischen Sprichwortes auf die liebenswürdigste und menschlichste Weise in ihr Gegenteil und läßt den großen Mann am Tage seiner silbernen Hochzeit zu der ersten von den sechsen zurückkehren, die von allen die beste war, die klügste, die mütterlichste, die, welche ihn immer geliebt hat und noch liebt. — reW* sbllP ntn jü” aiiM toi* Aus der Stadt Gießen Tausendgüldenkraut. gar nichts, aber es mar schlimm genug. Sein Vertrauen zu Anna hatte einen Stoß erlitten, der nicht wieder gutzümachen war. Der alte Hingerl hatte ganz recht mit feinem Pessimismus. Prugger stand wie gerädert auf und preßte die Handflächen an die schmerzenden Schläfen. Er nahm sich vor, nicht mehr an die Sache zu denken. Leicht gesagt. Vielleicht.lenkte die Arbeit ab. Arbeit hatte ihn schon über so vieles hinweggeholfen. Er goß sich einen Kognak ein und vergaß, ihn auszutrin- ken. Er brannte sich eine Zigarette an und zog nicht daran. Er warf in Gedanken eine Vase um, unb das Wasser rann auf den Boden. Dann raffte er sich gewaltsam zusammen und überlegte das restliche Pensum des Tages. Als er das Haus verlieh, um im Krankenhaus noch einmal nachzuschauen, lag ein bitterer Zug um feinen Mund. Das Leben war durch feine zweite Ehe nicht einfacher geworden. Man mußte die Sache beschlafen. Vielleicht brachte die kommende Nacht eine Klärung. 13. Professor Helmreich und Franz Hudal langten am frühen Nachmittag, von Trettau kommend, in Jmmenstadt an. Da sie bis zum Eintreffen des Münchner V-Zuges eine halbe Stunde Aufenthalt hatten, wagte der junge Mediziner einen Sprung in die ihm unbekannte, reizvoll gelegene Stadt, während der Professor es vorzog, in der Bahnhofs- Theater der Universitätsstadt Gießen Adelbert Alexander Zinn: »Die gute Sieben". ►en Teile, die an der Lust gell itorfnet unter dem tarnen Herba Centaurii auf den rlarft der pflanzliche Heilmittel gelangen. Man führte früher den schonen gehalt- und klang- «llen Namen „Tausendgüldenkraut" auf die heilkräftigen Wirkungen der Pflanze zurück, die auch N tonte noch geschätzt werden. Trotzdem aber hat der «Name Tausendgüldenkraut einen ganz anderen Ur« ■Lung. Wir haben es fr 'S n fie^3dj habe Professor Helmreich beauftragt, beinern »eite? monatlich hundert Mark ^kommen zu! faflen Die Zuwendung ist in die Form e-nes «tipendmms gekleidet. Da Franz nicht ahnt daß das mm stammt, kann er sich nicht verletzt suhlen. Maubs du, daß ich recht gehandelt habe? Ich hatte, das Empfinden, man müßte etwas für den irmgen Menschen tun." Er sprach halblaut gegen die „Bei dieser Gelegenheit möchte ich etwas klar- ftellen Annerl: Wenn du mal Geld brauchst — 65 kann auch eine größere Summe fein —, dann kannst du natürlich über alles hier -erfugen Was mein ist, ist auch dein. Wir wollen das handhaben wie richtige Eheleute, ja?" . Sie sah flüchtig zu ihm auf und murmelte: „Du bist sehr großzügig, Martin. Ich danke dir. Ist das alles? — dachte er enttäuscht. — Immer nach kein Geständnis? Leichter und bequemer kann ich es ihr bei Gott Nicht machen. - Er ging zum Fenster und betrachtete den Himmel. Brutaer 3u griff war feinem Wesen fremd. Er wollte mit Oute unb Ueberzeugung ans Ziel kommen. Er suchte sich in Annas Lage zu versetzen und z'tnmerte an neuen Sätzen, die besser verlangen sollten als die bis- heriaen Er trommelte em wenig °" Glas und dachte: Nun will ich ihr die allerletzte Chance ■aut einen ganz anderen Ur« hier vielmehr mit einer ganz jenartigen und merkwürdigen Namensumdeutung tun. Die alten Griechen nannten die Pflanze zu )ren des in der Kräuterkunde sehr erfahrenen •ntauren Cheiron, des Lehrers des Herakles, feine Fähigkeiten zur Entwicklung zu bringen unb ich einen Leistungsstand zu erarbeiten, ber ihn zum hochqualifizierten Arbeitskameraden macht. Jpabin wird aber darauf gesehen, daß der junge Mensch sich nicht ganz und gar einseitig zu einem Spezia- listen entwickelt, der nur und ausschließlich das beherrscht, was seinen eigentlichen Arbeitskreis aus- macht, sondern es wird dafür gesorgt, daß er auch über den engeren Rahmen seines Berufs hmaus zum mindesten die allgemeinen Grundlagen der Arbeitsvorgänge beherrschen lernt, mit denen er zu tun hat. Auf diesen Ausbildung^ wegen ist es bisher gelungen, vielen jungen Männern ein berufliches Können und Wissen zu vermitteln, das sie zu vielseitigen und in allen Sätteln des fachlichen Gebiets sicheren Mitarbeitern gemacht hat. So ist es auch keine Seltenheit, daß die jungen Menschen, die aus der Lehrwerkstätte hervorgegangen und dann m der praktischen Weiterbildung alle Stufen der beruflichen Ausbildung Schritt um Schritt emporge- stiegen sind, schon bald nach der Lehrzeit Arbeitsleistungen aufzuweisen haben, die denen von älteren Facharbeitern durchaus gleichwertig zur Seite gestellt werden können. Den Vorteil davon genießen nicht nur der junge Fachmann selbst und sein Ausbildungsbetrieb, sondern er kommt im weiteren Verlaufe des Lebens dieser Männer der Arbeits- leiftung überhaupt und damit — wenn einmal ein Wechsel d?s Arbeitsplatzes vorgenommen wird — auch anderen Stätten der Arbeit und so der Gesamten deutschen Gütererzeugung zugute. Mit dieser guten Auswirkung auf weite Sicht wird von der Lehrwerkstätte Dienst für die Volksgemeinschaft geleistet, dessen Bedeutung im Hinblick auf die großen Aufgaben, die alle schaffenden deutschen Menschen für die künftige wirtschaftliche Entwicklung unseres Volkes und Reiches zu erfüllen haben, gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Darum darf man solche Lehrwerkstätten als wertvolle Keimzellen für unseren nationalen Wohlstand bezeichnen. taktvolle Umwege nichts gefruchtet hatten. Er drehte sich mit einer brüsken Bewegung auf dem Absatz herum und sagte: „Um nochmals auf die Bankaffäre zu kommen: Die Purgstaller gibt an, nichts zu wissen. Ist etwa zu dir ein Geschäftsmann gekommen, der Geld wollte? Oder ist eine Rechnung eingelaufen, die bu bezahlt hast? Das betreffende Scheckformular war von mir ja bereits unterschrieben, so daß du nur die Summe hättest einzusetzen brauchen." Anna hob das Antlitz zum Fenster. Ihre Lippen waren blaß. Sie quälte sich mit einer Antwort ab und sagte schließlich: „Bei mir war niemand. Ich habe auch reine Rechnung bezahlt. Ich habe keinen Scheck ausgefüllt." Das war die Wahrheit, und dennoch wurde sie dieser Wahrheit nicht froh. Ihr war schwer zumute, weil sie mit Arglist und Verschweigen operieren mußte. Aber blieb ihr eine andere Wahl? Fenders Namen preiszpgeben, hieß nach einigem Hin und Her sich selbst preisgeben und jene Liebschaft mit ihm offenbaren, deren sie sich heute schämte. Martin würde das nie verwinden. Wenn fie jetzt schwieg, konnte noch alles gut werden. Fender hatte ja mit falschem Namen quittieren wollen, da man ihn auf der Bank nicht kannte. Es würde also nichts aufkommen, es würde Gras über die Geschichte wachsen. Das Geld konnte Martin verschmerzen, es galt nur stumm zu sein und Haltung zu bewahren. Wenn sie nur keine so schlechte Lügnerin wäre. Schon als Kind in der Schule hatte sie niemals etwas verbergen können. „Na schön", murmelte Brügger und schritt an Anna vorbei rasch aus dem Zimmer, dessen Luft von Lügen verpestet war. In seinem Arbeitszimmer ließ er sich betäubt in den nächsten Stuhl fallen. Erbauliche Geschichten waren das! Vier Tage verheiratet und schon eine Enttäuschung. Seine Frau log Log wie das nächstbeste Straßenmädchen, ab- gefeimt und verstockt. Stellte eigenmächtig und hinter , feinem Rücken Schecks aus, verhalf ihrem Detter zu Geld und bestritt hinterher alles mit glatter Stirn Brav, brav! Und mit Kleinigkeiten gaben t sich die Herrschaften nicht ab, das mußte man schon Die Lehrwerkstätte bei Heyligenstaedt besteht seit 1936. Durch diesen Ausbildungsplatz ist bisher schon eine stattliche Anzahl junger Menschen gegangen, die jetzt als tüchtige Fachkräfte nicht nur bei der Firma selbst, sondern auch in Unternehmungen an anderen Orten ihre Position voll ausfüllen. Der Zweck dieser Einrichtung besteht in erster Linie in der Heranbildung hochwertiger Arbeitskräfte. Die Erfahrungen, die" man in den sechs Jahren des bisherigen Bestehens der Lehrwerkstätte gemacht hat, sind so zufriedenstellend gewesen, daß man sich den ständigen Ausbau dieser Betriebseinrichtung besonders hat angelegen sein lassen. Die Nachftage junger Menschen nach Lehrstellen bei dieser Firma ist stark. Aber nicht jeder findet hier den Weg ,zu einem Lehr- und Arbeitsplatz offen. Es wird jedoch nicht engherzig bei der Entscheidung über die Besetzung der Lehrstellen verfahren, im Gegenteil, Großzügigkeit ist hier Richtschnur des Handelns. Dennoch kann von gewissen Mindestanforderungen an den jungen Menschen und an seinen geistigen Horizont nicht abgesehen werden, weil man von vornherein dem jungen Menschen Enttäuschungen ersparen will. Als erste Probe oufs Exempel hat jeder Junge, der hier als Lehrling einzutreten wünscht, im Büro der Firma unter Aufsicht seinen Lebenslauf zu schreiben, weil sich schon daraus wertvolle Erkenntnisse über das geistige Format des Bewerbers gewinnen lassen. Nebenher sucht der Sachbearbeiter der Firma in zwangloser Unterhaltung dem Jungen „auf den Zahn" zu fühlen, um dessen Allgemeinbildung, geistige und technische Interessen usw. einigermaßen kennenzulernen und überhaupt ein ungefähres geistiges Bild von der Eignung des Jungen zu gewinnen. Hier sondert sich meist schon auf den ersten Anhieb die Spreu vom Weizen. In den meisten Fällen wird aber jedem der hoffnungsfroh ins Leben schreitenden Jungen eine Chance gegeben, wenn nur irgendwie eine Voraussetzung oder eine in der Person des Bewerbers selbst begründete Aufschlußreiche Die technische und industtielle Entwicklung unserer Zeit und vor allem der Ausblick auf die großen wirtschaftlichen Aufgaben der Zukunft machen uns auf allen Gebieten die sorgfältigste Ausbildung der Nachwuchskräfte zur Pflicht. In dieser Erkenntnis hat die Firma Heyligenstaedt in Gießen als zweckdienliches Ausbildungsmittel eine Lehrwerkstätte eingerichtet, die in dieser Form natürlich nicht überall geschaffen werden kann, ober doch manchen Betrieben Beispiel oder Vorbild sein dürste. Ech Besuch in dieser Lehrwerkstätte brachte uns interessante Erkenntnisse. I Wenn der Sommer zur Rüste geht und von den teuren eine schöne Blüte nach der anderen ver- |jjminbet, hat eine unserer zierlichsten Pflanzen den ! Mck ihrer schönen rosenroten Sternblümchen be- kolten: das vom Volke stets hoch in Ehren gehaltene Husendgüldenkraut, das den botanischen Namen frjythraea centaurium führt. Es tft eine einjährige Mauze mit einem steifen, aufrechten Stengel, der 12(1 bis 30 Zentimeter hoch, vierkantig und meist un- rkrzweigt ist. Von den rosenroten Blüten stehen ! viele am Ende des Stengels und der in den obersten Blattachsen stehenden Blütenzweige zusammen, lie Pflanze tft auf sonnigen Triften, auf Wiesen, ' rn Gebüschen, auf Waldblößen überall in Deutschland verbreitet und tritt da, wo sie vorkommt, meist I htrdenweise auf. Sie ist durch stark bitteren ®e- >1 Hmack ausgezeichnet, und man sammelt von ihr die Beamten oberirdische ~ " llvcknet unter dem ofi kmzerhand mtt dem Fräulein, mit dem der alte vertraten mit schwärmerischem Schwunde-jun. schon aeliebäuaelt hat, vielleicht nur, um seine um gere Generation zusammen mit Herrn Ä0d)rtng, widerstehliche Anziehungskraft vor sich selbst zm er- der in sympathischer Form den ^t)ronfot^r ab* proben, obwohl er sich ein wenig vor der „bösen gab. (Was die neuen^Mttgtieder^angeht^o^kann Möglichkeit dazu vorliegt. Nach der Aufnahme in den Kreis der Lehrlinge leben dem Jungen alle Möglichkeiten des Aus- biDungsplatzes offen. Aber zunächst ist noch, nicht zuletzt im Interesse des Jungen selbst, ein Probezustand vorherrschend. Erweist es sich in den ersten Wochen, daß die geistigen oder physischen Anlagen des Jungen, aber auch seine ganze Einstellung zu der Arbeit nicht zu den notwendigen Voraussetzungen des erwählten Berufs hinreichend sind, so wird ihm entweder der Weg zu einer anderen Lebensaufgabe im Rahmen der Lehrwerkstätte eröffnet, oder es wird ihm mit guten Ratschlägen der Ausblick auf bessere Chancen in einem anderen Erwerb szweig gegeben, damit er möglichst wenig an Zeit für seine Berufsausbildung verliert und vor Enttäuschungen bewahrt bleibt. Erweist sich ober ein Junge auch nur annähernd für den Beruf brauchbar, den er sich selbst als Lebensaufgabe erwählt hat, so wird ihm in der Lehrwerkstätte unter verantwortungsbewußter, sachkundiger und umsichtiger Führung alle Förderung zuteil. Die Lehrwerkstätte ist im Rahmen der Firma gewissermaßen ein Reich für sich. Ihre Aufgabe besteht einzig und allein darin, dem Nachwuchs die erforderliche Grundausbildung zu geben, wobei in keiner Weife etwa an wirtschaftliche Rentabilität dieses Zweiges gedacht ist, sondern nur der ideelle Gedanke des Berufsethos und der Entwicklung technischer Anlagen und Fertigkeiten des Nachwuchses im Vordergründe steht. Das erste Lehrjahr verbringt der junge Mensch ausschließlich an seinen Arbeitsplätzen in der Lehrwerkstätte. Hier fängt er mit kleinen Aufgaben an, reftauration zu warten. Franz ging mit raschen Schritten die Bahnhofstraße entlang, die zugleich die Hauptsttahe war. lieber die Dächer lugten die Berge, das Jmmen- städter Horn, der Stuiben, der Grünten. Im Süden tauchten die Hochollgäuer Riefen aus zittrigem Glast, schieferblau und mit einem bißchen Schnee in den obersten Rinnen. Der Professor hatte Franz unterwegs mitaeteilt, daß da irgendein Stipendium existiere, zu dessen Erlangung er ihm behilflich sein wollte. Kein Wunder, daß sich Franz, den das Leben bisher mit Glücksfällen nicht verwöhnt hatte, in gehobener Stimmung befand. Vor einer Autoreparaturwerkstätte stieß er, vergnügt pfeifend, auf einen Herrn, den er hier am wenigsten zu sehe« erwartet hatte; Kaspar Fendeve Aott^tzung fotgtj Die Blüten des Tausendgüldenkrautes haben die Eigentümlichkeit, daß sie sich an solchen Tagen schließen, an denen wegen der feuchten Luft Regen in Aussicht steht. In welch hohem Ansehen das heilkräftige Kraut einst bei unseren Vorfahren stand, geht aus der Sitte hervor, daß ein Reiter absteigen mußte, um es zu pflücken, so oft er es antraf. iciuc i/ui. . . „Das war sehr nobel von dir, Martin. Ich danke dir, auch in Franzens Namen/ „Keine Ursache." , . Er wartete nervös und ließ feine ^mger auf b Fensterscheibe Parademarsch üben. Cme bedruckende Stille stand zwischen den Wänden und machte das Atmen schwer. — Herrgott, warum spricht fi- den __ lackte Bruqqer gequält. Er entschlotz ncy, i einten energischen Vorstoß zu unternehmen, nachdem Vorn gestrigen Tage ab ist im hiesigen Luftgau ein neues Luftwarnsignal ' eingeführt worden. Es heißt „Oeffenttiche Luftwarnung" (Oe. L. W.) und > besteht aus einer dreimaligen Wiederholung eines ■ hohen Dauertones von etwa fünfzehn Sekunden Lange. Jedes Intervall beginnt mit einem ansteigenden und endet mit einem ab klingend en Ton. Das Signal dauert etwa eine Minute. Das neue Signal bedeutet, daß feindliche Flugzeuge einfhegen, daß Ieber mit größeren Luftangriffen nicht gerechnet wird. Der Abwurf einzelner Bomben ist jedoch nicht ausgeschlossen. Durch dieses Signal soll die Oeffent- iichkeit zur erhöhten Aufmerksamkeit veranlaßt werden. Allgemeines luftschutzmäßiges Verhalten ist ' hierbei nicht vorgeschrieben. Verkehr und Wirt- 1' schaftsleben gehen weiter. . Bei Signal „Fliegeralarm" wie bisher (eine Minute Heulton) ist in jedepi Fall, auch wenn dieses Signal nicht im Anschluß an das Signal „Deffent- liche Luftwarnung" gegeben werden sollte, lustschutz- niäßiqes Verhalten allgemeine Pflicht. Entwarn wird nach „Oeffentlicher Luftwarnung' durch das 'Aeskulap, Jason, Achilles und anderer Heroen: fientaurion. Cheiron soll durch dieses Kraut eine »Bunde an seinem Fuße geheilt haben, ebenso heilte damit Achilles nach der Ilias die Wunde des Eu- I rypylos. Die alten Römer benannten nach dem Siechischen Namen Kentaurion die auch von ihnen s Heilmittel verwendeten aetrocfneten oberirdischen I Teile der Pflanze als Heroa Centaurii. Diese Be- *1 zfichnung gelangte im Mittelalter zu uns, und da unfere Vorfahren nichts von den Kentauren und insbesondere von dem Kentauren Cheiron wußten, ! ijgten sie sich den Namen Centaurii als centum alirei (hundert Gulden) zurecht. Aureus heißt eigentlich die goldene Münze, und der Gulden war ur- ! ferünglid) eine goldene (güldene) Münze, ein Gold- ! dulben, wie man heute pleonastisch sagt. Die flanze müßte also von Rechtswegen „Hundert- b Äilbenfraut" heißen; da aber vas Wort „tausend" i| yir allgemeinen Bezeichnung einer recht großen । Zahl bei uns viel häufiger gebraucht wird als das 1 «ort „hundert", so entstand der Name Tausend- (iilden kraut. ' I Friedrich Rückert sagte von der lieblichen Blume: „Wenn das Tausendgüldenkraut offen blüht in Waldgehegen, Darf gewiß sein, wer es schaut, Daß es hat bei Nacht getaut Und am Tage kommt fein Regen." Aus -er engeren Heimat Wer ilich beide Strafkammer Gießen dem *♦ Liebigstraße 16 Telephon-Nr. 2912 Der Direktor: Tielmann 2356 D Ihren Brudi pftSULINE Gießen Paul Fleischer,Spezialbandag.,Freisbach (Pfalz) U5CHAS GmbH,BERLIN-O-112 Wer nicht MehrFreude an der Natur durch Äermühler.Bücher! 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Das Konzert im Freien (Schulhöfe der Langemarck- und Justus - von - Liebig - Schule, Bismarckstraße) verspricht das Ereignis des Sonntags in Gießen zu werden. Die Höhe der oingegangenen und ständig noch eingehenden Spenden zugunsten des Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes verspricht eine Ueberraschung, die dem abschließenden Bericht vorbehalten bleibe. Nun besorge sich jeder noch eine Eintrittskarte in der auch am heutigen Samstagnachmittag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 13 Uhr geöffneten Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude", Seltersweg 60. Auch der Ruf der eingesetzten Künstler verbürgt einen freudigen Sonntagnachmittatz. möchte bei dem großen Gemeinschaftserlebnis dabeigewesen sein! Der Angeklagte wurde des Diebstahls, des Rück« fallbetrugs, des versuchten Rückfallbetrugs in Tateinheit mit versuchter Erpressung schuldig Mannl und entsprechend dem Antrag des Anklagevertre. ters als Volksschädling zu einer Gesamtzucht. Haus strafe von vier Jahren verurteilt. Dem Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von füns Jahren aberkannt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, durch die Verhandlung sei das Fazit um das Leben eines Menschen gezogen, der schon früh kriminell geworden sei, und dessen Leben aus einer Kette von Betrügereien und anderen strafbaren Handlun- man über Umfang und Rang ihres Könnens nach dieser flüchtigen ersten Begegnung kaum erteilest!) Herr Fischer zeichnete mit kräftigen Konturen die massive Erscheinung eines abgebrühten Filmregisseurs von ungeniert deutlicher Geschäststüchtig- keit und spürsinniger Publikumswitterung. Lia Zimmer und die Herren D o l ck und Sauer» land gaben ein paar heiter ausgeführte volkstümliche Randfiguren. — Geschmackvolle Dekorationen von Herrn Löffler. Sehr freundlicher Beifall. Hans Thyriot. Morgen Wunschkonzert. Zutritt in ein Pulvermagazin erhält, der wird kaum mit brennender Zigarre darin herumspazieren oder ein Streichholz entflammen. Soviel MEDOPHARM Arzneimittel sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Bruststaffel der HI., und Düsseldorf siegte mit Dera Schäferkordt in der 3X100-Meter-Kraul°Staffel des BDM. Bayreuth, und, Hessen-Nassau mußte sich mit dem 4. und 5. Platz bescheiden. Auf der Radrenn« bahn war das Gebiet Franken im Vierermannschaftsfahren über,4000 Meter erfolgreich. Vier süddeutsche Jungen erreichten die Endrunden im Boxen, nämlich Grabarz (Kurhessen), Knies (Hessen. kohl 12 bis 14, Bohnen, grün, 30, Unterkohlrabi 10; Tomaten 28 bis 30, Kürbis 10, Birnen 40, Mirabellen 35, Salatgurken 28, Einmach gurk en, das Stück 2 bis 6, Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 15, Oberkohlrabi 8 bis 12, Rettich 8 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. verdnukelnngrzeit: 29. August von 21.18 bis 5.58 Uhr. 30. August von 21.16 bis 6.00 Uhr. * Dichterlesungen im HI.-Deranstaltungsring. Eine besondere Neuerung im diesjährigen HI.- Veranstaltungsring bedeutet dessen Reihe C, die erst- mals Dichterlesungen und Konzerte füf einen geschlossenen HJ.-Besucherkreis vorsieht. Sie ist daher. ein wesentlicher Punkt in dem allgemeinen Ausbau, den der HJ.-Deranstaltungsring für den Veranstaltungswinter 1942/43 erfuhr und über den wir bereits berichtet haben. Hinsichtlich der in der Reihe C zum Einsatz gelangenden Dichter sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Es ist aber schon jetzt die Gewähr gegeben, daß nur namhafte und für die Jugend besonders geeignete Dichter aus ihren eigenen Werken lesen werden. Auch bei der Auswahl der Konzerte wird nach denselben Richtlinen vorgegangen. So wird hier u. a. das eigene Orchester der Hitler- Jugend zusammen mit den Singscharen des Bannes im Rahmen eines Chorkonzertes einen wertvollen Einblick in den deutschen Lied- und Ehorgescmg vermitteln. Zu diesen Veranstaltungen tritt dann noch ein weiterer Abend, der ganz allein von der Hitler-Jugend gestaltet wird. Im Ganzen gesehen bietet also die Reihe C ein ausgleichendes Gegengewicht zu den in .den Reihen A und B gebotenen Theatervorstellungen, und sie erweitert den kulturellen Gesichtskreis auch nach der anderen Seite hin. Es sollten daher alle ^Eltern ihren Kindern die Möglichkeit geben, neben der Reihe A oder B auch noch der Reihe C beitreten zu kön, nen, zumal der Mitgliederbeitrag von etwa 1 RM! bestimmt kein Hindernis darstellt. Nähere Auskunft über den Beitritt usw. erteilen die Einheitsführer und Führerinnen der Hitler-Jugend. Glehen-r Dockerimarklpreffe. * G i e ß e n, 29. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 65, Wirsing, kg 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 11 bis 14, gelbe Rüben 10 bis 14, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Römisch- Aus 2 Tellern Suppe Bekanntmachungen. der Schulanfänger für dis Goethe- und Schtllerschule findet am Mittwoch, dem L. Sevtember 1942, um 10 Uhr, ist den Turn- hallen der betreffenden Schulen statt. Die Aufnahme der Schulanfänger für die Neue erfolgt am gleichen Tage unt 11 Uhr in der Turnhalle der Schillerschule. Stal tschulamt Gießen. gen -bestehe. Es sei höchste Zeit, diesen Menschen, in Gewahrsam zu bringen. Die Vorstrafen lägen ernff einer Linie, Betrug, Unterschlagung, Untreue, Urkundenfälschung und Erpressung. Die ganze Persönlichkeit lasse d»n Angeklagten schlechthin als Volksschädling erkennen. Nicht nur im Alter, auch schon in seiner Jugend habe sich der Angeklagte strafbar gemacht. Es sei zu bedauern, daß der An- Die Blau-Weihen müssen morgen nach Wölfers, -heim fahren. Ein Weg, der nicht besonders leicht ish denn die eigenartigen Platzverhältnisse in Wölfers« heim sind für fremde Mannschaften schwer zu über« winden. Mit der Aufstellung, in der Schuck, Kraft I, Deeg, Ebert, Kistler, Ammon, Ludolph usw. vorge» sehen sind, müßte trotzdem ein achtbares Ergebnis Zustandekommen. ..... . Gommerkampfspiele der HL. Die VI. Sommerkampfspiele der HI. in Breslau Fflif die brachten am Freitag neben vielen Zwischenkämpfen !B 1 c J L weitere Entscheidungen im Schwimmen und Rad« ? ,l x fahren. Jugendmeister über 200 Meter Kraul wurds 1 der Franke Langenberger in 2:30,1, Reinhardt (Bai te q .L den) belegte vor Preuß (Franken) den dritten Platz. , $e.r Das Gebiet, Mittelelbe holte sich die 4X200-Meter« Sä Sr b Ä Lrs-ith ?&' ts. So »Ä Ein halbes . wische Liby i ttlche nach S bder Cyren< Härtungen. *ffes Jahres fnt Romme «tnee bis ar We zurück, tteber zum G dieser' Jung fest, b erzwim steipcher Ar MachtfeD, t ''ndungs JjDen müsse JMbigt wir Zungen der »n das "'Mn Los, aber « stSchlachtf Vs anl JcnLn man ^berücksic rUons n der hö tes»t also lLb!fMd)len. fi1 "ur i ent X» ft"40 ^3 Beide Jubilarinnen sind verhältnismäßig recht rüstig. Den zwei ältesten Frauen von Lang-Göns gelten unsere herzlichen Glückwünsche. * Leihgestern, 29. Aug. Am morgigen' Sonntag, 30. August, kann unser Mitbürger Karl Krämer I., Bahnhofstraße 5 wohnhaft, in aller Frische seinen 7 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist 44 Jahre lang bei der Firma W. Gail in Gießen tättg gewesen und lebt jetzt im Ruhestand. Der alte Herr, hat den ersten Wettkrieg im Osten mitgemacht, im jetzigen Kriege dienen feine drei Söhne bei der Wehrmacht, während seine Tochter als Schwester tätig ist. Dem Jubilar unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. Frankfurter Hypothekenbank Frankfurt am Main Adolf-Hitler-Anlage 8 Fernsprecher 30061 Die Aufnahme der Schulanfänger in unsere Volksschulen findet am Mittwoch, 2. Sept., statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung des Stadtschulamts Gießen. ** D i e Wochenmärkte beginnen vom 1. September ab um 8 Uhr und enden um 14 Uhr. ** Der K l e i n g ä r t n e r v e re»in „Lahn- tal" e.V. ruft. Werdet Mitglied — dies ist der Sinn des Appells im heutigen Anzeigenteil. Im eigensten Interesse liegt es, sich dem Kleingärtnerverein „Lahntal" e. v. anzuschließen. Gemeinsamer Dünger-, Samen-, Sträucher- und Bäumeeinkauf sind Punkte, die allein schon den Beitritt rechtferti- gen. Durch Gartenbegehungen unter fachmännischer Leitung werden Fehler erläutert und die richtige Ausnutzung jedes Fleckchens Erde erklärt. Der richtige Einsatz von Dünger und Samen, das Spritzen und die sonstige Pflege der Obstbäume, Kompost- wirtschaft, Vorratswirtschaft unserer Erzeugnisse, dies ist ein Ausschnitt aus den Vorträgen, die von Fachleuten gehalten werden. Gerade heute, wo es darauf ankommt, daß nichts verkehrt eingesetzt wird, □ Laubach, 28. Aug. Die Laubacher Bauern und Landwirte haben, dem Aufruf des Reichsnährstandes entsprechend, und auf den Ertrag des Bodens zu eigenem Nutzen verzichtend, etwa a ch t Morgen Flachs angebaut. Unter Leitung des stellv. Ortsbauernführers G ä b i s ch, b-er sich um die Anbauarbeit große Verdienste erwarb, sind aegenwärtig die HI., der BDM. und die Belegschaft des Jungoolk-Sommerlagers auf dem Rams- berg dabei, den Flachs zu rupfen, der zur Flachs- röfterei in Stockheim zur Verarbeitung geschickt wird. — Der Laubacher NSV.-Kindergarten beging bei starker Anteilnahme der Mütter und der Kleinen sein Sommerfest. Die Helferinnen hatten hübsche Papierkostümchen für die Kleinen geschneidert, so daß Spiel und Tanz in dieser Aufmachung besondere Freude bereiteten. Denjenigen Mädels und Jungen, die in diesen Tagen als Abc- schützen in der Schule ihren Einzug halten, widmete Tante Elfriede ein paar herzliche Worte zum Abschied und überreichte ihnen eine kleine Gabe. Allerlei Wettspiele, gemeinsamer Gesang und eine knusprige Brezel beendeten den schönen Nachmit- Heute ist es nun einmal so, daß man oft nur einen Suppenwürfel - der 2 Teller pute KNORR-Suppe ergibt • bekommt, obwohl man 2 Suppen» würfel für eine Mahlzeit gebrau« chen könnte. Man kann sich da im- mer ganz gut helfen, wenn man die KNORR-Suppe mit etwas Gemüse- ' kost und mit 1-2 Kartoffeln streckt« KNORR iss? weiß ja jeder, daß das ein höchst gefährliches Unterfangen wäre. Es besteht aber leider Anlaß, manchen Zeitgenossen darauf hinzuweisen, daß ähnliche gefährliche Verhältnisse zur Erntezeit auf unseren Getreideäckern herrschen. Die geborgene Ernte, die heute vielfach zu beschleunigtem Ausdrusch auf dem Felde bleibt, kann durch leichtfertigen Umgang mit offenem Feuer fast ebenso schnell vernichtet werden wie der Inhalt einer Pulverkammer. Das Landvolk achtet deshalb darauf, daß die offenen Getreidelager ebenso wie das in Feldscheunen untergebrachte Getreide, die Stroh- oder Heustapel gegen jegliche Brgndgefahr geschützt bleiben. Es wird sorgfältig darauf gesehen, daß kein Funkenflug aus einem Schornstein oder vom Schienenstrange her 'die Erntelager erreichen kann. Aber mancher Sonntagsspaziergänger, Mancher Feriengast, ja selbst der eine oder der andere, sonst von gutem Willen beseelte Erntehelfer ist leichtfertig genug, durch fahrlässigen Umgang mit einem Zündholz oder mit glimmenden Tabakresten unsere kostbaren, im wahrsten Sinne des Wortes unersetzlichen Ernäh- rungsaüter zu gefährden. Mit Recht wird deshalb die fcchrläfsige Brandstiftung ebenso schwer geahndet wie jeder böse Wille, denn: Wer die Ernte gefährdet, hilft dem Feind! > Landkreis Gieße«. Erleichterung bet Kopfweh infolge von Stockschnupfen, Verstopfungen und 5taupngen im Nasenrachenraum bringt meist Klosterfrau-Schnupfpulver. Bei mehrfachem Gebrauch pflegt ohne schädliche Nebenwirkungen bald ein Gefühl der Befreiung und Erfrischung einMeten. Leit über hundert Fahren bewähttl Aus Heilkräutern hergestellt von der gleichen Firma, die den Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Ville machen Lie einen Versuch l Originaldosen ;u 50 Pfg. (Inhalt etwa 5 Gramm) in Apotheken und Drogerien. seien, daß eine Zahlung an den Rechtsanwalt z spät eingegangen sei. Die verlangten 5 RM. beflifno^1'^ kam er auch, so daß er durch seine Dorspiegelungeick zusammen 32 RM. erhielt. Der Oberbürgermeister. I. V.: NicolauS. Stadttheater-Platzmiete. Die Ausgabe der Mietkarten füi die neue Spielzeit (unter glerchzeitiger Einlösung der erste« Nate) erfolgt: Dienstag, den 1. Sept., für die Dienstag-Mieter Mittwoch, den 2. Sevt., für die Mittwoch-Mieter Donnerstag, den 3. Sept., für die Freitag-Mieter att der Theater-Kasse, Johannesstratze 3, vormittags von 10-13 Uhr. (26020 Gießen, Len 26. August 1942. ________ Der Oberbürgermeister. ßtär^/feHquefle Kar/srprudelM^~^M ff ___________,____________________________ff «8Braüneoferwaltong Biskircbeo-MM-erfiallHdi. geklagte früher zu milde behandelt worden sei. In der jetzigen Zeit müsse er aber unschädlich gemacht werden. Der Angeklagte habe das Vertrauen der Mitmenschen zu erwerben gesucht und dann das in ihn gesetzte Vertrauen in der schändlichsten Werse mißbraucht. Dem Angeklagten müsse endlich das Handwerk gelegt werden, und das könne nur durch eine ganz empfindliche Strafe geschehen. Don mildernden Umständen könne, auch bei dem Alter der Angeklagten, keine Rede sein. Die gemeine und niedrige Gesinnung rechtfertige die Aberkennung' der bürgerlichen Ehrenrechte. G. A.-Sport. Wölfersheim — 1900. Hungen: Nidda: Schotten: Büdingen: Friedberg: Butzbach: Franz Vogt & Co. Das Fachgeschäft fOrBOrobedarf Gießen - Seltersweg 44 vom Arzt festgestellt, empfinden Sie lästig ? Warum tragen Sie dann noch nicht mein tausendf. bewähit. Reform- Kugelgelenk - Bruchband. Kein Nachgeben bei Bücken, Strecken, Husten und Heben, Genehmigte Preise. Maßanfertigung. Neueste Patente Nr. 668 304 u. 684828. Ueberzeugen Sie sich unverbindlich bei meinem Vertreter in: Wetzlar: Mo., 31. 8., Hotel Kaltwasser, v. 9-12 Uhr Griinberg: Mont., 31. 8., Bahnhofhotel, von 2-5 Uhr Alsfeld: Di., 1.9., Hotel Deutsch. Haus, v. 9-12 Uhr Lauterbach: Dienst., 1. 9., Bahnhofhotel, von 2-5 Uhr ‘ Mittw., 2. 9., Hotel Kobel, von 9-12 Uhr Mi., 2.9., Hotel zur Traube, von 2%-5 Uhr Do., 3.9., Hotel Hanauer Hof, v. 9-12 Uhr Do., 3. 9., Hotel Hess. 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V.: Walter, Schulrat.______ssoiD Von DienAtag, dem l.Sevtember 1942 aö> Beginn der Wochenmärkte vormittags um 8» Ende um 14 Uhr. (2593D Gießen, den 29. August 1942. Nassau), Schäfer (Westmark) und Rau (Württem- WeaAvntters, berg). Im Einzelkampf der Geräteturner behauptete For Ä 1 sich der Moselländer Heinz Schnepf (Kreuznach), r £u5Je ll,J In den Pflichtübungen am Barren, Längspferd, r Reck, Bogen und an den Schaukelringen weiterhin ilMs Sudar an der Spitze. Dreizehn Jungturner wurden für die Entscheidung zugelassen, darunter der Würzburger Adolf Doßler (Mainfranken) und Richard Maier (Hochland). Im Wasserball besiegte Franken im Stichkampf der Gruppe 1 Berlin mit 6:2 (2:1). Den Gegner der Franken im Endspiel am Sonntag stellt bas Gebiet Westfalen, das über Mittelelbe mit Karl S t a p p e l in Gießen, der sich feit _____ 23. Dezember v.J. in Untersuchungshaft befindet, hatte sich gestern wegen Diebstahls, Rückfallbetrugs, versuchten Rückfallbetrugs und versuchter Erpressung zu verantworten. Seinem Vermieter, einem inzwischen hochbetagt verstorbenen Mann, hatte er zwei Schuldscheine über 100 und 87,90 RM. entwendet. Don einer Gießener Geschäftssrau ließ er sich 20 RM. geben, die, wie der Angeklagte angab, beim Amtsgericht für Stempel bezahlt werden müßten. Die Geschädigte bekam nach Ablehnung ihres Firmen änderungsantrages die vorgelegten Gerichtskosten mit Ausnahme der vom Angeklagten vereinnahmten 20 RM. zurückgezahlt. Obwohl ein von dem Angeklagten empfohlener Rechtsanwalt bereits fein Honorar erhalten hatte, verlangte der Angeklagte von einer Zeugin weitere 20 RM. Die Zeugin verweigerte die Zahlung, da das vereinbarte Honorar bezahlt sei. Der Angeklagte drohte hierauf der Zeugin, er werde ihrem Mann und ihren Eltern Mitteilung von ihrem Tun und Treiben in Gießen machen. Der Angeklagte teilte den Ettern der Zeugin mit, wie er um das Wohlergehen ihrer Tochter besorgt sei, und er erhielt von den Eltern 12 und 15 RM. Er verlangte dann weitere 5 RM. für Kosten, die dadurch entstanden Die Re,«Mah, beschl. Wagenraum leunigen, U”d ^enl^ren zu vermeiden. Rader Rolfen