Das Europa von morgen Entscheidender Abschlußerfolg am Wolchow Oie großangelegte Ourchbruchsoffensive der Bolschewisten gescheitert. * deutsche und italienische Jäger 43 feindliche Flug- stiges Kriegsmaterial. Die blutigen Verluste des Feindes übersteigen die Gefangenenzahl um ein Vielfaches. DJIB. Ausdem Führerhauptquartier, 27. Iuni. Das Okw. gibt bekannt: 3m Festungsgebiet von Sewastopol nahmen deutsche und rumänische Truppen in harten Einzelkämpfen weitere in Felsen gesprengte Stellungen und Bunker sowie im Schuhe dichten Unterholzes angelegte Widerstandsnester. Die Luftwaffe versenkte in den Gewässern von Sewastopol einen Zerstörer sowie ein Unterseeboot. An der Landzunge von Kertsch wurde ein mit mehreren Booten durchge- sührter nächtlicher Landungsversuch des Feindes vor I Erreichen der Küste durch das Abwehrfeuer der Kü- slenverteidigung zerschlagen. 3m Südabschnitt der Ostfront wies ein slowakischer Verband einen nach starker Granatwerfervorbereitung vorgetragenen Angriff des Feindes ab. 3m rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes fanden Kampfhandlungen gegen die Masse einer in den Winkerkämpfen abgeschnittenen und auf dem Luftweg verstärkten feindlichen Kräfle- gruppe ihren Abschluß. 3n mehrwöchigen hartnäckigen Kämpfen in schwierigstem Wald- und Sumpf- schen Adlerorden bemerkte, spricht der Geist höchster soldatischer Haltung und der unbedingten Disziplin des tapferen finnischen Volkes, das nach dem schweren Winterkrieg 1939/40 nun erneut seit mehr als einem Jahr Schulter an Schulter mit der deutschen Wehrmacht im schicksalentscheidenden Kampf gegen den Bolschewismus steht. Rosenbergs ZReife durch die Ukraine. Nach dem Besuch Kiews setzte der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, Alfred Rosenberg, in Begleitung seines ständigen Vertreters^ Reichsstatthalter Gauleiter Dr. Meyer, und des Reichskommissars für die Ukraine, Gauleiter Koch, seine Besichtigungsreise durch die Ukraine fort. Im Generalbezirk Dnjepropetrowsk erstattete Generalkommissar Klaus Selzner einen Bericht über die deutsche Aufbauarbeit auf diesem weit vor- „Wenn eine Tatsache durch die Erfahrung bestätigt wurde, dann die, daß Demokratie u n d L i berat i s m u s sich im letzten Jahrhundert erschöpf- t e n. Und dies aus zwei Gründen, die den Tod oder die Ablösung der politischen und wirtschaftlichen Regime erklären: Erstens bestand kein Zusammenhang mehr zwischen den Prinzipien und Gefühlen der Menschen, denen sie zu dienen vorgaben. Zweitens Widerstand einer in dem neugewonnenen Raum noch kämpfenden feindliche Gruppe wurde zerschlagen und der Angriff bis zu einer Eisenbahnlinie vorgetragen. Im Morgengrauen des 28. Juni nahmen deutsche Angriffsgruppen Höhe und Ortschaft Gaytana am ostwärtigen Auslauf der Serwer- naja-Bucht. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf stark befestigte Artillerie- und Feldstellungen im Inkerman-Abschnitt, dem Festungsgebiet südostwärts vor 'Sewastopol, fort und zerschlug zahlreiche Führerhauptquartier, 28. 3uni. (DRV.) Der Marschall von Finnland, Freiherr Wanne r h e i m, stattete dem Führer seinen Gegenbesuch ab. Begleitet von Generalleutnant T u o m p o , dem Chef des Kommandostabes im finnischen Oberkommando, weiteren finnischen Offizieren sowie dem deutschen General im finnischen Hauptquartier, General der 3nfonterie Erfurth, traf der finnische Oberbefehlshaber am 27.3uni im Führerhauptquar- tler ein' Der Besuch bot Gelegenheit zu eingehenden militärischen Besprechungen der beiderseitigen Oberkommandos. Wittags gab der Führer zu Ehren des Marschalls einen Empfang. Als Oberbefehlshaber des Heeres bot der Führer nachmittags seinem Gast ein Zusammensein mit Offizieren des Oberkommandos des Heeres. Zum Abschluß feines Aufenthaltes war der warfchall von Finnland Gast des Reichsmarschalls Hermann Göring in dessen Hauptquartier, wo er auch übernachtete. Am Abend gab der Reichsmarsckall einen Empfang, an dem Generaloberst 3 e s cho n n e k, die Generale der Flieger Vodenschah, Kastner, wartini und von Seidel, Staatsrat Dr. Grihbach sowie die übrigen Herren des persönlichen Stabes des Reichsmarschalls teilnahmen. Bel dieser Gelegenheit überreichte Göring dem warschall als Ausdruck der kameradschaftlichen Verbundenheit der deutschen Luftwaffe mit der finnischen Wehrmacht und ihrem Feldherrn das Fliegerabzeichen in Gold mit Brillanten. Der warschall dankte, dem Reichsmarschall herzlich für diese Ehrung. Am 28.3uni vormittags kehrte warfchall wannerheim nach einer langen Unterredung mit dem Reichsmarschall im Flugzeug in sein Hauptquartier zurück. DRV. AusdemFührerhauptquartier, 28. 3uni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ♦ 3m Februar d. 3. wäre es der 2.fowjetruffifch^n Stoßarmee sowie Teilen der 52. und 53. sowjet- russischen Armee gelungen, über den gefrorenen Wolchow nördlich des 3lmenfees vorstohend, eine tiefe Einbuchtung in die deutsche Abwehrfront zu erzielen. Unter der Führung des Generals der Kavallerie Lindemann haben Truppen des Heeres und der Waffen-^, dabei auch spanische, niederländische und flämische Freiwilligenverbände, hervorragend unterstützt durch die Luftflotte des Generalobersten Keller, nach monatelangen erbitterten Kämpfen unter schwierigsten Wetter- und Geländeverhältnissen diese feindlichen Armeen zunächst von ihren rückwärtigen Verbindungen a b g e r i e - gelt, dann immer mehr zusammengedrängt und heute endgültig vernichtet. Damit ist die groß angelegte Durchbruchsofsensive des Feindes über den Wolchow mit dem Ziel der Entsetzung Leningrads gescheitert und zu einer schweren Riederlage des Gegners geworden. Die größte Last dieser harten Kämpfe haben 3nfanterie und Pioniere zu tragen. Der Feind verlor nach den bisherigen Feststellungen zerkampfwagen, 2904 Waschinengewehre, Granatwerfer und waschinenpistolen sowie zahlreiches son- schwer passierbaren Gelände Säuberungsaktionen gegen eine größere in den Winterkämpfen abgeschnittene und auf dem Luftwege verstärkte feindliche Kampfgruppe im Gange. In versumpftem Gelände und in urwaldcrrtigen Waldgebieten wurde Bunker auf Bunker in erbitterten Gefechten genommen. In- folge anhaltender Regenfälle waren weite Flächen des Kampfgebietes unter Wasser gesetzt, Bäche und Flüsse waren durch Hochwasser zu fast unüberwindlichen Hindernissen geworden. Oft mußte die Infanterie das brusttiefe eisige Wasser durchwaten und konnte nur leichte Waffen einsetzen, da die schweren im Schlamm nicht rechtzeitig vorwärts- kamen. Denoch wurden auch diese Flußläufe bezwungen. In dem vom Feind stark verminten Ge- i lände wurden in harten Waldgefechten, unter dauernder Abwehr feindlicher Ausbruchsversuche, die - v - . - - , , Bolschewisten immer enger zusammengedrängt, bis es gelande wurde der Gegner nach vergeblichen Durch- gelang, die feindlichen Kräfte in mehrere Einzelbruchsversuchen vernichtet oder gefangen genommen. grUppen zerschlagen. Immer wieder wichen die Bei geringen eigenen Verlusten verloren die Bol- Bolschewisten in dichte Wälder aus, aber auch um schewisten über 4000 Tote und 9000 Gefangene. 16 diese Gruppen schloß sich der Ring. Ablenkungsvors „ Truppen gesicherte Krim-Küste. _ Schiffsverband, der sich in den frühen Morgenstunden des 27. 6. der Küste von Süden her näherte, wurde zersprengt, wobei ein Schiff durch die Küstenartillerie und ein weiteres durch die Luftwaffe ver- schwere küstenartilerie feindliche Schiffsanfornm- (ungen unter wirkungsvolles Feuer. Der Schiffsverband wurde zersprengt und ein Dampfer versenkt. 3m Südabfchni11 der Ostfront wiesen deutsche und italienische Truppen mehrere feindliche Vorstöße unter blutigen Verlusten für den Gegner ab. 3m mittleren Frontabschnitt nahmen Truppen einer 3nfanteriedivision im Angriff gegen erbitterten Widerstand 148 feindliche Bunker. Am Wolchow-Abschnitt steht die Vernichtung der eingeschlossenen Kräftegruppe vor ihrem Abschluß. Starke feindliche Angriffe gegen einen Brückenkopf brachen zusammen. Der Feind hatte hohe Verluste. Mehrere Panzer wurden abgeschofsen. 3n den Gewässern des Finnischen Meerbusens wurden mehrere kleine Handelsschiffe von Kampfflugzeugen versenkt bzw. in Brand geworfen. Rachtangrifse von Kampsfliegerkräften gegen Eisenbahnziele am mittleren Don verursachten Zerstörungen und Brände in Bahnanlagen. 3n Rordafrika sind für uns erfolgreiche Kämpfe im Raum von Marsa Matruk im Gange. Auf Malta wurde der Flugplatz Luca in der vergangenen Rächt erneut mit Bomben belegt. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Orte im nordwestdeutschen Küstengebiet, vor allem die Stadt Bremen und ihre Bororte an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Von der verhältnismäßig geringen Zahl der angreifenden Flug- zeuge wurden durch Rachtjäger, Flak und Marineartillerie 14 zum Absturz gebracht. 3m Kampf gegen England bombardierte die Luftwaffe in der Rächt zum 28. 3uni einen kleinen Hafen am Bristol-Kanal mit guter Wirkung. 3n der Rordsee und im Kanal schaffen am 26. 3uni Minensuchboote vier britische 3agdflugzeuge, Marine- Panzer, 220 Geschütze, 783 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie zahlreiche Kraftfahrzeuge und sonstiges Kriegsgerät wurden erbeutet ober vernichtet. Die Säuberung dieses Gebietes von zersprengten Resten des Feindes ist noch im Gange. Südostwärts des Ladoga-Sees führten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge schwere Angriffe gegen wichtige Eisenbahnknotenpunkte der Sowjets. Am gestrigen Tage wurden an der Ostfront 48 bolschewistische Flugzeuge ohne eigene Verluste zum Absturz gebtacht. 3n Rordafrika wurden die Briten im weiteren Angriff nach Osten zurückgeworfen. Der Raum westlich und südwestlich von Marsa Matruk wurde erreicht. 3n heftigen Luftkämpfen schossen Das Eichenlaub zum Ritterkreuz. DRB. AusdemFührerhauptquartier, 28. 3uni. Der Führer verlieh heute dem General der 3nfanferie Graf Brockdorff-Ahle- feit, Kommandierendem General eines Armeekorps, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandle an ihn nachstehendes Telegramm: „3ft dankbarer Würdigung 3hres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich 3hnen als 103. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter, kreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler* artillerie und Vorpostenboote drei Kampfflugzeuge ab. / Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote trotz starker amerikanischer Abwehr in der Karibischen See, im Golf von Mexiko, an der Ostküste der Vereinigten Staaten und im Atlantik 16 Schiffe mit 107 000 BRT. Dabei zeichnete sich das Boot unter Führung des Kapitänleutnants von Bülow besonders aus. Das 3agdgeschwader 52 errang an der Ostfront seinen 2000. Luftsieg. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. Der neue Erfolg unserer Ll-Boote Weitere 16 Schiffe mit 107000 BRT. versenkt. senkt wurden. Harte Kämpfe in Sumpf und Urwald. Berlin, 27. Ium. (DNB.) Die Vernichtung feindlicher Kräftegruppen im rückwärtigen Gebiet des mittleren Abschnitts der Ostfront hat höchste Anforderungen an die deutschen Truppen gestellt. Seit dem 24. Mai waren in einem unübersichtlichen und Montag. 29. Juni (942 'Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bisZ'/sUbrdesBormittags . Anzeiaerr-Preise für die Millimeter-Zelle von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenheitscmzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr Der Führer empfing Marschall Mannerheim. Besuch des Marschalls von Finnland im Führerhauptquartier und bei Reichsmarschall Göring (92. Jahrgang Nr. (49 Erschemr täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftamilienblätter I Heimat imBild'DieSchoUe Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" 1 Postscheck 11686 Franks./M. sich lob«,, her Führ-- u"b d« M--sch°ll Dbn >vnn land herzlich. , Aus der imponierenden Ges^lt ^des ^^rschall^ von Finnland, an dessen Uch/orm bas höchsten finnischen Tapserkertsau^elchnung anläßlich der Befreiung von Dnpu Kreu- rer verliehene Ritt e r k r eu ö des Eftern^n x Zes und das erst kürzlich zumt 75 reichte Goldene Grotzkreuz vom Wie das OKW. zu den Kämpfen an der Wol-. chow-Front ergänzend mitteilt, wurde die Verbin- zeuge ab. düng zwischen mehreren deutschen Angriffsgruppen 3n Südost-England wurde die Stadt Rorwlch in hergestellt. Einigg sich noch in Walddickichten verbor- der vergangenen Rächt mit Spreng- und Brandgen haltende feindliche Gruppen wurden a u f e 11 g« bomben schwer getroffen. Hauptmann Philipp erstem Raum zusammengedrängt und in rang gestern feinen 108. bis 110. Lnflfieg. erbitterten Nahkämpfen vernichtet. Die Säube-1 runq des gewonnenen Gebietes von versprengten I feindlichen Kampfgruppen und kleineren Widerstands- AVvIltl v | y nestern wird fortgesetzt. Der verzweifelte Durch- bruchsversuch einer Gruppe von bolschewistischen Offizieren und Kommissaren brach im deutschen Ab- Berlin, 28. Juni. (DNB.) Vor Sewastopol wehrfeuer zusammen. Mehrere von außen her zwana der weitere Angriff der deutschen und ru- aegen die deutsche Riegelstellung geführte feindliche mänischen Truppen den Feind zur Aufgabe Angriffe, die von Panzern und Tieffliegern unter- eines umfangreichen, schwer befestigten Stellungs- stützt, die Entsetzung der erngeschlossenen bol- abfchnittes. In hartem Kampf wurden ein be- schewistischen Verbände zum Ziele hatten, wurden I herrschender Höhenrücken und mehrere Hügelstel- im Zusammenwirken mit der deutschen Luftwaffe hingen genommen. Im Nachstoß erreichten die ru- unter hohen Menschen- und Materialverlusten für! mänischen Tru>' n einen Flußabschnitt und erden Feind abgeschlagen. zwangen den 11 Hergang. Am Vormittag des 27. 6. wurde ein schluchtenreiches Waldgelände von den Resten feindlicher Kampfgruppen gesäubert und dabei eine bis zum letzten Schuß feuernde feindliche Batterie von vier 12,7-em-Geschützen vernichtet. Der Der Besuch des Marschalls von Finnland beim Führer in seinem Hauptquartter ist in außerordentlich herzlicher Form verlaufen. Es war die Begegnung zweier Soldaten, die sich mtt- eirtanber verbünden wissen in dem eisernen Willen, die Freiheit, die sie ihren Völkern erkämpft haben, für immer zu erhalten. Die enge Waffenbrüderschaft ihrer Völker gab dem erneuten Treffen ein besonderes Gepräge. Marschall Mannerheim dem der Führer als Ehrendienst seinen Ehefadfutanten der Wehrmacht, Generalmasor Schm und t entgegengesandt hatte, traf auf dem Flugplatz unweit des Führerhauptquartiers em. Dort war zum Empfang der Chef des Oberkommandos der -Wehrmacht, Generalfeldmarschall K e 11 e l Mit General der Artillerie Jodi und dem persönlichen Adfu- tanten des Führers, ^-Gruppenführer Schaub, anwesend. Eine Ehrenkompanie des Heeres, geführt von einem Ritterkreuzträger, erwies dem finnischen Oberbefehlshaber die Ehrenbezeigungen. Nach dem Abschreiten der Front geleitete Feldmar- schaf Keitel den Marschall von Fmnland «1 fern Quartier, wo der Führer kurze Zettda rau seinen Gast aufsuchte und auf das herzlichste.begrüß^ Im Führerhauptquartier schlossen llch./^6ehende militärische Besprechungen an, zu des Generalfeldmarschalls Keitel der Ches des (Zene- ralstaabes des Heeres, Generaloberst Halder, der Chef des Wehrmachtführungsstabe^ General der Slrtillerie Jodl, und der deutsche General rm sm Nischen Hauptquartier General der Infanterie E ' furth, sowie von finnischer Sette der Chef des Kommandostabes im finnischen Oberkommando Generalleutnant T u 0 m p 0 , der finnische Genera beim deutschen Oberkommando Generalleutnant Talvela und der finnische Militärattache m Ber-^ lin, Oberst Horn, hinzugezogen wurden Die Be- sprechungen standen im Zeichen der erfolgre chen Zusammenarbeit der deuffchen mid suchen Wehrmacht auf dem gemeinsamen Kriegsschauplatz der russischen Nordfront sowie unter dem Glndruck der großartigen Siege der Truppen der ver 1 ten Mächte an allen Fronten. finnischen Ein Mittagsempfang bot dem smmfck^n Oberbefehlshaber Gelegenheit einige wettere Per fönlichkeiten der dei.tfchen militärischen mb politischen Führung kennenzulernen. Es waren u. a. an wesend Großadmiral Raeder Reichssuhrer Himmler, Reichsleiter Bormann Aichs- örcifpfhpf Dr Dietrich, ReichsmlNister Dr.^ a m Am Nachmittag vermittelte der Führer als Ober^ befchlshaber des Heeres feinem ® f blick in die Arbeitsweise und die Einrichtungen nes .Oberto mmand 0 s d es General» Marschall Mannerheim in Beglettung rwn G n «u* feldmarschall Keitel und Generaloberst Halber «n gehend besichtigte. Anschließend we^^Fuhrer mit dem Marschall von Finnland ZU - öe5 fchastlichen Zusammensein im Kreise der^M.Ziere Oberkommandos hes Heeres, wobei u. a k- rale Keitel, Gercke, Fellgrebel und -3 Bunker und zäh verteidigte Feldbefestigungen. Der Feind versuchte im Gebiet der I a m a n n - Halbinsel gegenüber Kertsch einen erneuten ' st 0 ß gegen die von deutschen Krim-Küste. Ein feindlicher geschobenen Posten der deutschen Zivilverwaltung, entsprachen sie nicht den Notwendigkeiten der neuen Auf einer Fahrt zu Volksdeutschen Siedlunyen hielt Zeit." der Minister eine Ansprache an die Bevölkerung, Das ist eine Feststellung und ein Urteil zugleich, in der er die Verbundenheit zwischen dem Reich und Daß Feststellung und Urteil aus dem Munde eines den deutscheli Siedlern im Osten zum Ausdruck neutralen Staatsmannes, des portugiesischen Mini- brachte. Bei einem Besuch des Generakbezirks Niko- sterpräsidenten Dr. Oliveira Sa la za r, kommen, lajew, der von Obergruppenführer Oppermann macht sie besonders wertvoll. Sie sind enthalten in geführt wird, wurde eine Arbeitstagung in An- einem Rundfunkvortrag, der, auf ideologischer Ba- wesenheit sämtlicher Gebietskommissare abgehalten, sis aufgebaut, zu den Erscheinungen und Entwick- Dann kehrte Reichsminister Rosenberg nach Berlin lungen des Krieges Stellung nahm. Von Salazar zurück. wird man das eine behaupten können, daß er mit Krallen und Zähnen die Neutralität feines Landes verteidigt, eine Neutralität, die weder vorteilhaft noch billig erscheint, wenigstens nach britischer Auffassung. Billig ist sie bestimmt nicht. Sie recht teuer zu gestalten, ist das Ziel der Churchillschen Blockadepolitik, die sich rücksichtslos, aber zielbewußt auch gegen die neutralen Staaten richtet. Denn durch brutalste Anwendung hofft er, auch die letzten Neu- 3 2 7 5 9 Gefangene, 649 Geschütze, 171 Pan- tralen unter seinen Kriegsbefehl zu zwingen. Es gehörte schon immer /Zur brittschen Eroberungspolitik, von den Rechten und der Selbständigkeit der kleinen und neutralen Staaten zu sprechen. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Der Wehrmachiberichi vom Sonntag. DRB. Aus dem F ü h r e r h a u p l q u a r l i e r, 28.3uni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront vor Sewastopol warfen deutsche und rumänische Truppen den Gegner in schweren Bunkerkämpfen aus mehreren stark ausgebauten Höhenstellungen. Durch den Erfolg dieses Angriffes wurde der Feind zur Aufgabe eines wichtigen Verteidigungsabschnittes gezwungen. Die Luft- wafse bombardierte weiterhin mit starken Kräften Befestigungsanlagen und Feldstellungen östlich der Stadt sowie einen Flugplatz der Festung. S ü b 0 ff - wärts Feodos ia wurde ein sowjetischer Zer- störer durch eine Bombe schweren Kalibers getroffen. An der Meerenge von Kertsch nahm (iß aber kurzerhand zu beseitigen, wenn es die politischen Ziele Englands erforderlich machten. Portugal (ft konsequent den Weg der Neutralität in diesem Krieg gegangen, nachdem es schmerzliche Erfahrungen im ersten Weltkrieg machen mußte, wo es sich für die englische Kriegspolitik einfangen ließ. Der portugiesische Ministerpräsident hat in seiner Rede darauf hingewiesen, daß England bei Beginn dieses Krieges keinerlei Verständnis für die Neutralität Portugals gezeigt hat, daß es vielmehr immer wieder durch Drohungen und durch wirtschaftliche Schädigungen eingeschüchtert werden sollte. Dabei wurde England getreulich von Roosevelt unterstützt, der in seiner Presse unverblümt die Forderung aufstellen ließ, die portugiesischen Inseln im Atlantik als Stützpunkte zu besetzen. Auch ist man in England und Nordamerika nicht davor zurückgeschreckt, Portugal als geeignetes Aufmarsch- gebiet für eine Invasion des europäischen Kontinents zu nennen. Portugal hat mit Disziplin und Opfern alle Lasten der Neutralität auf sich genommen. Seine Regierung hat in voller Erkenntnis der Schicksalsstunde Portugals mit Erfolg sowohl die wirtschaftliche wie moralische und politische Verteidigung der portugiesischen Neutralität organisiert und geführt. Man tonn von ihm nicht behaupten, daß es ein Feind Englands ist; denn England kann sich rühmen, Portugal zu seinen ältesten Verbündeten rechnen zu können. England hat diese Freundschaft allerdings dadurch realisiert, daß es Portugal zur Domäne der englischen Finanz und zum Ausgangspunkt seines Geheimdienstes machte. Aber gerade weil Portugal seine Neutralität zu verteidigen wünscht und nach dem Kriege mit einem Neuaufbau Europas rechnet, deshalb sieht es in dem englisch-sowjetischen Pakt eine Gefahr für Europa allgemein wie auch für die einzelnen Völker. Salazar wies bei Erwähnung dieses britischen Verrats an Europa ebenso besorgt wie mahnend darauf hin, welche Auswirkungen sich aus dieser unnatürlichen Allianz für das englische Volk ergeben könnten. Gerade mit Rücksicht auf die gewaltigen wirtschaftlichen Schäden, die dieser Krieg für alle Völker im Gefolge haben muß, deutete er die Solidarität der europäischen Völker an, die notwendig ist für den Neuaufbau Europas. In vorsichtiger Form bekennt sich Salazar zu dem neuen Regime, das hervorgerufen wurde „durch die allgemeine Notwendigkeit, der Unordnung zu entrinnen und dem Elend zu entfliehen". Selbst England und Amerika nehmen jetzt einige Vorteile des neuen Regimes an. „Die allgemeine Linie der politischen Entwicklung Europas — in diese schließe ich vor allem die soziale Sorge ein mit ihren Bestrebungen, „einen neuen Menschen" zu bilden — ist definiert, angenommen und erprobt durch die schweren Zeiten und durch die Tatsache des Krieges." Es ist sicher — und die Entwicklungen in den einzelnen Völkern beweisen es —, daß sich die Erkenntnis ^über die Erfordernisse des neuen Europa mehr und mehr durchsetzen werden. Die Betrachtungen Salazars zu dem Europa von morgen beweisen das. Er kennzeichnet das neue Europa nach den Grundsätzen, die sich als zwingend herausgestellt haben: Autorität, Arbeit und soziale Fürsorge. Man möchte deshalb die Rede Salazars als das Bekenntnis zu einem durch die mancherlei Erscheinungen dieses Krieges erweckten neuen Europa bezeichnen. Po. General Elias hingerichtet. Der ehemalige Ministerpräsident der Protektoratsregierung, General Elias, ist, wie jetzt bekannt wird, am 19. Juni hingerichtet worden. Elias war am 1. Oktober 1941 vom ersten Senat des Deutschen Volksgerichtshof wegen Begünstigung des Feindes und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt worden und hätte f i ch auch schuldig bekannt. Die Entscheidung über die Vollstreckung des Urteils war seinerzeit ausgesetzt worden, weil die Aussagen von Elias in einigen anderen Verfahren erforderlich waren. Militärkonferenz in Kairo. Sofia, 28. Juni. (Europapreß.) In Kairo hat eine Militärkonferenz stattgefunden, die von General A u ch i n l e ck geleitet wurde. Anwesend waren außer General Ritchie der Chef der britischen Streitkräfte in Aegypten, General Stone, General Wilson als Oberbefehlshaber der 9. Armee, General Quinen als Oberbefehlshaber der 10. im Irak stationierten Armee, General K o p a n s k i Oer blinde Passagier. Von Erich Paetzmann. In dem vordersten Wagen des Stadtbahnzuges von Bernau nach Berlin waren in Zepernick nur drei Plätze besetzt, und zwar von einem jungen Mann, einem noch jüngeren Fräulein und einer mittelgroßen Einkaufstasche. Es war eine schöne, rot-gelb gemusterte Basttasche, die offenbar zu dem Fräulein gehörte. Der junge Mann gehörte nicht zu dem Fräulein, aber seine Bemühungen gingen sichtlich darauf hin, diesem Uebelstand abzuhelfen. Seine Wicke wanderten immer wieder zu ihr hinüber, es gelang ihnen jedoch nicht, durch den eisigen Panzer ihrer Abweisung Lurchzudringen. So fuhren sie denn schweigend auf Berlin zu. Da ertönte plötzlich von der Bank des Fräuleins her ein seltsames Gluckern und Scharren, so, als säße irgendwo im Gestänge unter dem Sitz eine Henne festgeklemmt und könnte nicht mehr loskommen. Der junge Mann horchte verwundert auf. „Verzeihen Sic, Fräulein, hören Sie das auch?" „Was denn?" fragte sie nicht sehr freundlich. „Da — jetzt wieder. Als wenn ein Huhn im Abteil märe." „Nein, ich höre kein Huhn!" sagte sie und blickte frostig aus dem Fenster. Eine Weile war es still. Dann setzte das Kratzen und Tuckern mit erhöhter Heftigkeit wieder ein. Es hörte sich so an, als werde die Henne sich plötzlich der ganzen Gräßlichkeit ihrer Lage bewußt und setze nun verzweifelt ihre letzte Kraft daran, sich zu retten. „Verzeihen Sie", begann der junge Mann von neuem, „es muß doch ein Huhn hier sein. Wenn Sie vielleicht mal aufftehen wollten?" „Ich weiß nicht, was wollen Sie denn von mir?" „Ich wollte nur mal Ynter Ihrem Platz nachsehen, ob es da vielleicht —" „Nein, unter meinem Platz ist nichts. Lassen Sie mich dach endlich mit Ihrem Huhn zufrieden." „Bitte!" sagte der junge Mann beleidigt und suchte sich einen anderen Platz. Wieder blieb es eine Zeitlang still. Man näherte sich schon dem Bahnhof Buch, und der junge Mann überlegte gerade, ob er nicht in ein Raucherabteil umsteigen wollte. Da sah er, wie sich die rot--gelbc MageresLrgebmsderKonferenzvonWashmgton Von unserer Berliner Schriftleitung. - as nun?" Bedeutuni Kommandanten, dem Oberstleutnant Ritterkreuzträger Haase, monatelang überlegene Angriffe heldenmütig abgewehrt hat. Die argentinische Nationalversammlung billigte einstimmig den bereits gemeldeten Rücktritt des Staatspräsidenten Ortiz und sprach ihm ihren Dank für die geleisteten Dienste aus. Ortiz ist wegen schwerer Erkrankung zurückgetreten. Vizepräsident Castillo wird die Geschäfte des Staatspräsiden-- ten bis zum Ablauf der Amtsperiode 1944 führen. entscheidenden Sieg des Beharrens, Kertsch, Charkow und Sewastopol sind Sturmzeichen für Moskau. Die Engländer wurden in Libyen vernichtend geschlagen, auf den Ozeanen bestimmen die U-Boote, die englische Flotte im Mittelmeer hat keine Be- wegungsfreiheit mehr. Aber für Roosevelt und Churchill ergibt sich ein für ihren Sieg günstigeres Gesamtbild» schäft für Handel, Industrie und Wissenschaft" her« oorgeht. Alle in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung Führenden und Tätigen können Mitglied werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, daß Firmen, Vereinigungen, Körperschaften und Institute korporative Mitglieder werden können. Die Gesellschaft wird Vorträge, Vorlesungen und Arbeitsge« meinschaften veranstalten. Der Gackleiter übernimmt das Ehrenpräsidium. Die Gründung der neuen Ge- meinschaftsstätte erfolgt am 1. Juli in Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger. Nach Ausführungen von Prof. Dr. Wehrle zu dem Thema Wirtschaftslenkung wird der Gauwirtschaftsberater, Gauamtsleiter Ävieny, sprechen. Lissabon, 28. Juni. (Europapreß.) Die Tage von Washington sind vorüber, Churchill ist wieder daheim. Schon beginnt hüben wie drüben das erneute Fragen nach dem „was nun"? Man^ hat sich nur feine Sorgen gegenseitig testiert. Körperschaften, Presse und öffentliche Meinung der beiden angelsächsischen Bruderstaaten hauen in die gleiche Kerbe. Ganz ohne Gehässigkeiten auf beiden Seiten geht es nicht ab. Tobruk gibt den Nordamerikanern den willkommenen Anlaß dazu. Zeitungen, wie „Washington Post", „New Pork Times" und „Baltimore Sun" stellen den Britengeneralen Marschall Rommel ganz offen als nie erreichbares Vorbild hin. Die Briten ihrerseits sind gegenüber dieser nordamerikanischen Einstellung auch nicht ganz unempfindlich. So sieht sich die „Daily Mail" veranlaßt, ihren Landsleuten zu sagen, sie sollten ihren nordamerikanischen Bundesgenossen gegenüber doch nicht gar zu demütig sein. „Wir müssen", sagt das Blatt, „endlich aufhören, uns wie arme Verwandte zu benehmen. Wir laufen in den USA. herum, wie Vertreter von Staubsaugern, die nicht besonders willkommen sind. Die Amerikaner zeigen uns die kalte Schulter, weil wir mit dem Hute in der Hand herumgehen. Wir bemühen uns jetzt, Amerikaner zu sein. Wir bemühen uns so sehr, die Amerikaner nicht zu verletzen, daß wir dabei ihren Respekt verlieren". „Warum find die D e u t= scheu uns immer einen Schritt vor - aus?", ruft das Blatt verzweifelt aus. Man fei in England und in USA. nicht fähig,Waffen zu erzeugen, die den Deutschen überlegen oder auch nur gleichwertig wären. Die bisherigen übereilten Augenblicksbehelfe aber könnten England niemals über den Berg helfen. Noch wichtiger indessen sei die Frage genügenden Schiffsraums. „Was uns auch immer fehlen möge, Schiffe müssen mir bauen, denn ohne Schiffe sind wir verloren. Man erklärt zwar, die Stapelläufe würden bald in unerhörter Zahl vor sich gehen.. Leider aber liegt keine Angabe darüber vor, daß wir mehr Schiffe 'bauen, als verloren gehen." Die ersten nordamerikanischen Pressestimmen zum als „Kommandeur" der polnischen Emigranten, Admiral H a r w o o d , der Luftmarschall Tedder als Chef der nordamerikanischen Kommission, der Generalstabschef General Maxwell und die nordamerikanischen Luftwaffenchefs aus Syrien. Die Konferenz hatte die Aufgabe, die in Aegypten entstandene neue militärische Lage zu besprechen. Kleine politische Nachrichten. Auf Einladung des Berliner Gauleiters traf eine Kampfgruppe in der Reichshauptstadt ein, die als Besatzung eines Stützpunktes im Osten unter ihrem Die Oeffentlichkeit fragt: Produktion neuen Schiffsraums sehr stark von Monat zu Monat." Wer die amtliche Verlautbarung der Schönfärber richtig zu lesen versteht, fühlt heraus, daß die Versenkungsziffern und nicht die Neubauten die ozeanische Lage beherrschen. Dann folgen einige verbindliche Worte an die. Adresse von Moskau und Tschungking, für die sich Stalin und Tschiangkaischeck nichts kaufen können. Die Verlautbarung schließt mit dem berühmten optimistischen Ausblick": „Es besteht nach unserer (!) Ansicht kein Zweifel, daß das Gesamtbild für den Sieg günstiger ist, als es für August oder Septem- Anlernmaßnahmen. Damit die. zahlreichen, insbefonbere auch ausländischen Arbeitskräfte, die der Rüftungswirtschaft zugeführt werden, in kurzer Zeit produktiv angesetzt werden können, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz an alle Betriebe der Eisen- und Metallwirtschaft (einschl. der öffentlichen Betriebe), ferner Betriebe anderer Wirtschaftszweige, die Metallarbeiterbedarf haben oder sich für die Anlernling von Metallarbeitern eignen, verpflichtet, laufend Anlernmaßnahmen in dem Höchstmaße durchzuführen, das sich bei Ausnutzung aller betrieblichen und personellen Möglichkeiten erreichen läßt. Die Einstellung von Hausgehilfinnen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitsein« satz hat die Arbeitsämter angewiesen, über Anträge auf Zustimmung zur Einstellung einer Hausgehilfin nach sorgfältiger Prüfung unter Berücksichtigung der allgemeinen Arbeitseinsatzlage, des Bedarfs der Haushaltungen mit Kindern und insbesondere der kinderreichenHaushaltungen sowie d4r Verhältnisse der Haushaltungen zu entscheiden. Die Zustimmung ist insbesondere zu erteilen, wenn Kommunique über den Abschluß der Besprechungen zwischen Churchill und Roosevelt zeigen, daß die Amerikaner mit einer gewissen Beklommenheit dem zur Schau gestellten Optimismus begegnen. So schreibt „New Port Herold Tribüne", das Dokument fei der „Stimmung des Augenblicks angepaßt". Beredsamkeit wäre nicht am Platze gewesen, und heiterer Optimismus hätte nicht überzeugend gewirkt. Zwar werde Nordafrika nicht besonders erwähnt, aber es fei offenbar das Betätigungsfeld der Strategen. Die „Baltimore Sun" sagt: „Von unserer Seite sollte man mehr die Schattenseite der Lage betonen. Der Transport bitbet nach wie vor das Hauptproblem der vereinigten, Nationen." „Washington Post" erinnert daran, daß, Roosevelt selbst vor einer Unterschätzung der Produktionsleistungen gewarnt und anerkannt habe, daß die Transportfrage noch das Hauptproblem bilde. „Die bittere Tatsache bleibt bestehen, daß die vereinigten Nationen sich noch in der Defensive befinden und keine noch so große Menge an militärischer Ausrüstung, die unsere Fabriken am laufenden Band liefern, wird die Tatsache automatisch ändern. Unsere Feinden werden nur durch den Einsatz dieser Mittel am rechten Ort geschlagen, und dies wird BlutvonAmerikanern kosten." Der amerikanische Militärkritiker Hanson W. Baldwin erklärt, die großen Siege Rommels über die britischen Truppen würden voraussichtlich für die Engländer die Notwendigkeit nach sich ziehen, die in der Levante stehenden Truppen zurVerstärkungderägyptischenFront heranzuführen, um damit den eigentlichen mittleren Osten in seiner Verteidigungskraft zu schwächen. Es fei nicht ausgeschlossen, daß Großbritannien sogar noch USA.-Menschenmaterial für die Kämpfe im Mittelmeerraum an fordere. Es sei eines der großen Rätsel dieses Krieges, warum Roosevelt bisher noch keine Panzerdivisionen nach Aegypten geschickt habe. Spiele auch hier vielleicht die sehr lange Nachschublinie und die Knappheit an Schiffsraum eine entscheidende Rolle? von entscheidender Bedeutung für unser aufstrebendes Volk. Eine übergeordnete Planung werde in Zukunft für Auflockerung der Städte Sorge tragen. Die sodann bekanntgegebenen Zahlen aus der Arbeit des Deutschen Siedlerbundes seit Kriegsbeginn bewiesen die Leistung, die der Siedlerbund in der Beschaffung von Düngemitteln, Futtermitteln, Saat- und Pflanzgut sowie vielem anderem geleistet habe. Die Ertragssteigerung in den Siedlungen sei außerordentlich groß. Sodann sprachen Dr. von Rhein, Geisenheim, stber die wehrwirtschaftliche v der Seidenraupenzucht, Gontarski vom Reichssiedlungshof über die Biene als Helferin des Siedlers, Hauptabteilungsleiterin Frau Mertens über die Aufgaben der Frau im Kriege, Dierzuchtwart Jung vom Reichsnährstand über Ziegenzucht. Siedlungswerkes. N<^G. In Frankfurt fand die Haupttagung des RheiN-Mainischen Siedlungswerkes und in Verbindung damit die Lehrtammg des Deutschen Siedler- bunoes und Deutschen Frauenwerkes statt. Der Tagungsleiter, Dipl.-Landwirt Völling, erklärte, daß der Nationalsozialismus eine Ausweitung der Siedlungen und Dauerkleingärten wünsche, also eine Verbindung der arbeitenden Stände aller Berufe mit dem Grund und Boden. Auf der Siedlerstelle herrsche ein glückliches Familienleben, die Arbeit im Garten gewähre wohltuende Entspannung. Darüber hinaus würden auf der Siedlerstelle tierische und pflanzliche Nahrungsgüter erzeugt, auf die wir besonders im Kriege nicht verzichten können. Die Heimstätte gebe der Famllie Freude am Kind. Dies sei Aus dem Reich. Das Haus der Wirtschaft in Frankfurt NSG. Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik und' die im Krieg verstärkt notwendige Wirtschaftssteuerung benötigen ein Mitgehen der Wirtschaft, eine willige Einsatzbereitschaft ihrer Führerschicht in lebendiger Verbindung mit Wissenschaft und Verwaltung. Das ist nur zu erreichen, wenn man den in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung Tätigen Gelegenheit gibt zu aktiver Mitarbeit an den Lebensfragen der Volksgemeinschaft. Deshalb hat der Gauleiter dem Gauwirtschaftsberater den Auftrag gegeben, den bei der Bewältigung dieser Aufgaben Führenden und Tätigen zum Nutzen der Volksge« meinschaft eine Stätte lebendigen ® e ■ dankenaustausches und der Gemeinschaftspflege zu schaffen. Diese Anregung ist jetzt durch die Errichtung des „Hauses der Wirtschaft" verwirklicht worden, das aus der früheren „Frankfurter Gesell- Churchill ist — wie Reuter mit einem unglücklichen Zungenschlag meldet — „wohlbehalten" in' London wieder eingetroffen. Damit war auch das Zeichen für die offizielle Verlautbarung über seinen Besuch in Washington gegeben, die man nicht vor seinem gelungenen Rückflug veröffentlichen wollte, um uns nicht das Datum zu verraten. Bei seinen ersten beiden Besuchen in Washington benutzte Churchill noch Kriegsschiffe, jetzt vertraut er sich dem Flugzeug an. Das und die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zeigen das Abgleiten der britischen Seemacht am augenscheinlichen Beispiel des ersten Staatsmanns der britischen Insel. Die Verlautbarung von Washington sagt gleich am Eingang: „Wir unterschätzen unsere Aufgabe nicht. Wir führten unsere Besprechungen in voller Kenntnis der Macht und der Mittel unserer Feinde." Etwas Bescheidenheit hat man also schon gelernt! Dann heißt es, daß die Erzeugung von Kriegsmaterial „im großen ganzen ein optimistisches Bild" ergäbe, aber „die vorher geplante Monatsleistung nicht ihr Maximum erreicht" habe. Ausdrücklich wird zugegeben, daß die weite Ausbreitung des Krieges Truppen- und Materialtransporte zum wichtigsten Problem gemacht hat. Die berühmte „Kriegsausweitung" schlägt ihren eigenen Herrn. Dann folgt das kardinale Hauptgeständnis: „Während die U-Bootkriegführung der Achse weiterhin schwere Opfer an Frachtschiffen fordert, steigt die tatsächliche her des vergangenen Jahres war." Nach einem humorigen deutschen Sprichwort pflastern gute Vorsätze den Weg zur Hölle. Bei den Engländern und Amerikanern wird der Wea zum Siege mit Nieder^ lagen gepflastert. Seit der Dezember-Zusammenkunft » Saa? -ft Churchills und Roosevelts wurde Malaya, Singapur, XDüUpttagUNg 066 NyelN-MMNNPeN Java und Burma von den Japanern erobert, die deutsche Ostfront hielt stand und erfocht damit einen Tasche mit einem Male zu bewegen anfing und unter ängstlichem Gegacker bald nach der einen Seite, bald nach der anderen schwankte. Er erhob sich in seiner ganzen Länge von seinem Sitz, um dieses Wunder besser betrachten zu können, vielleicht auch, um zu sehen, was das Fräulein dazu sagen könnte. Aber bas, sagte gar nichts, sondern starrte krampfhaft und hochroten Gesichts aus bem Fenster. . Der Zug fuhr gerade auf dem Bahnhof ein, als die Tasche mit einem plötzlichen Schwung von der Bank kippte und-auf den Boden fiel. Und aus dem Innern zwängte sich ein schwarzes Huhn heraus und flatterte dann ungebärdig im Abteil umher. „Ach du großer Gott!" schrie das Fräulein auf. „Lieschen! Komm — put put put, Lieschen! Allmächtiger, wenn jetzt die Tür aufgeht!" Sie hatte es noch nicht ausgesprochen, als auch draußen schon ein dicker Mann mit einer blauen Packerschürze nach den beiden Griffen faßte. Im selben Moment sprang auch der junge Mann auf und hielt von innen die Griffe zusammen. Der Packer mußte das wohl für einen dummen Scherz halten, denn er rüttelte nun mit Gewalt an der Tür herum. So kämpften die beiden Männer einen kurzen, aber verbissenen Kampf, in dem der junge Mann doch, so sehr er auch alle Kraft aufbot, schließlich den kürzeren gezogen hätte, wenn nicht draußen der ungeduldige Ruf ertönt märe: „Bitte beeilen mit dem Einsteigen!" Da gab es der Packer auf, tippte sich an die Stirn und ging nach hinten zum nächsten Wagen. Als der Zug sich in Bewegung setzte, gingen die beiden auf die Hühnerjagd und brachten es auch endlich durch strategisch geschickte Umzingelung fertig, den Ausreißer einzufangen. „Gott sei Dank!" sagte das Fräulein und setzte sich aufatmend nieder. „Was habe ich für eine Angst ausgestanden. Wir haben nämlich nur das eine H^rhn u>nd ziehen jetzt nach Pankow um. Und wenn Sie nicht so nett gewesen wären — aber wollen Sie nicht ein bißchen näherrücken?" .. "O ja, gern?" sagte der junge Mann und setzte sich auf die Bank neben sie, „so kann Lieschen wenigstens nicht mehr ausreißen. Nicht wahr Lieschen? Du — put put put." Und er steckte den Finger in die Basttasche und kraulte Lieschen am Hals, mit einer Zärtlichkeit, di» man sonst an Hühner eigentlich nicht zu verschwenden pflegt. „Wie die Wolken hort wandern. Das Bild des Himmels in der Malerei. Der Himmel in seiner Vielseitigkeit ist geradezu eine Herausforderung des Malers, immer wieder ringt der Künstler um seine Deutung. Erst, wenn der Südwind helle Wolken über das Firmament hinjagt, leuchtend wie Segelschiffe, wird der Himmel lebendig, ober wenn der Westwind seine feuchten Nebelschwaden herbeiführt, die tief über dem Horizont sich hinschleppen, die zerreißen und sich wieder zusammenballen, ober, wenn ber Sonnenuntergang eine Skala von Farben über die Wolken ergießt. Aber wie kann der Pinsel bes Malers biese leuchtenden unb lebenbigen Gebistre festhalten? Die Primitiven spannten einen Himmel aus Golb über ihre Heiligen ober bevölkerten ihn mit phantastischen Chören von Göttern, Engeln unb Teufeln, bie Kopf an Kopf bas Himmelsgewölbe bebeeften. Diese Woge menschlicher Gestalten, mit denen die Gotik den Himmel verbarg, verschwand in ber Renaissance, die Wunder ber göttlichen Gestalten, bie mit ihren golbenen Flügeln durch den Aether schifften, weichen einem „natürlichen" Himmel, wie der Mensch ihn kennt. Aber er ist massiv, unbewegt; bie Wolken, wie z. B. Veronese sie malt, stehen still unb horizontal über ber (Erbe, bie Atmosphäre ist ohne Atem. Der erste Maler, der dem Himmel Leben einhauchte, war Greco; über Toledo läßt er einen Wüstenwind auffahren, und wie Rauch einer Flamme steigen Wolken empor, aber noch sind sie fest und starr wie Felsen, drohend in ihrem harten Umriß. Bewegung, die Seele bes Kosmos, wurde erst von den Malern des Barock entdeckt, die Unendlichkeit des Weltenraumes tat sich vor dem Menschen auf. Die illusionistische Malerei öffnete die Kuppel ber Dome, von neuem bevölkerte sich ber Himmel mit göttlichen,' nun auch menschlichen Gestalten; auf Wolkenkissen schweben sie empor in bie Unenblich- feit lichter Wolkengebilbe. Mit ber großen Entwicklung ber Lanbschafts- niaferei im 17. Jahrhunbert, vor allem in ben Niederlanden, wölbt sich ein immer reicherer Himmel über einem Horizont, der tief gelegt wird, um Raum zu schaffen für das grandiose Schauspiel der Wolkenmassen, ber untergefjenben Sonne, des Reaenbogens unb für den Zauber der Mondnächte. Auf ber licht geworbenen Erbe treiben Schäfer Musik unb Lieb es spiel. Mehr noch als die flämische hat die holländische Malerei sich den Himmel zum Vorwurf genommen, bie Reihe ber Maler reißt nidjt ab, denen die Riesenkuppel des Firmaments zum bevorzugten Thema wird. Wie aus ber feuchten Atmosphäre die Wolken sich ballen, wie sie schwer unb müde über ben Wassern dahintreiben, das haben Ruisdael, van Goyen, Wouwer- man und bie unzähligen Marinemaler immer wieder bargestellt. (Eine ber großartigsten Darsteb hingen ber Stimmung Hollanbs ist Rembrandts „Landschaft mit den drei Bäumen": über einem niedrigen Horizont entlädt sich die Wucht bes aufsteigenden Unwetters. 3m 19. Jahrhundert wirb die Wolkenmalerei von neuem wesentlich. Es scheint, als hätte sich der Himmel aufgeklärt, bie Transparenz bes Lichtes siegt über bie Ungewitter ber atmosphärischen Barock- Malerei. Das gilt für die Malerei von Caspar David F r i e b r i ch, feine „Ansicht von Dresden", seine Rugenbilber, ja sogar sein „Nebel im Thal" sind wie von innen burchleuchtet. Die Wolken haben ihren brohenben Aspekt verloren, sie sinb heiter und licht geworden. — Wie ein Sommerhimmel sich über glückliche Menschen spannt, das hat Hans Thoma gern gemalt. Mit dem zufriedenen Herzen aller jener, die darin leben und gedeihen, ist feine Landschaft gesehen, bestrahlt von einem Himmel, an dem weiße Wölkchen dahinsegeln wie selige Träume. Es ist, als habe in ber Sorglosigkeit einer langen Friedensepoche ber Himmel sich aufgelichtet, und die Stimmung ber von Brahms vertonten „Feld- einfamfeit": ,Ach ruhe still im hohen grünen Gras, und sende lange meinen Blick nach oben, von Grillen rings umschwirrt ohn' Unterlaß, von Himmelsbläue wundersam umwoben", findet ihre Resonanz in der Malerei bes Impressionismus. Der Himmel erscheint hell und durchsichtig, ohne „blau" zu fein, und wie ein flüchtiger Hauch breitet sich über ihn das transparente Spiel der Wolken. Der Malerei ist es gelungen, die Atmosphäre in ihrer Flüssigkeit und Vergänglichkeit festzuhatten. AugusU yon Oertzaq. J im Dr. Hermann Hering. telobie behandelt er als cantus firmus, und das Dr. Hermann Hering. Oberhessische ViehverslchenmgsanW Gießen. otu etÄTUn nut A) 0Q9 3Q W M940- 225 Fälle mit Konzert des Bauerschen Gesangvereins und des Gesangvereins Liederkranz. unter Leitung von Chormeister Schüttler Chöre von Heinrichs, Schumann, Meßner, Radecke und mehr, welche den Beifall der Verwundeten fanden! — Im Laufe der vergangenen Woche fanden m allen Lazaretten Betreuungen mit von der Kreisamts- leitung der NSV. gestifteten Liebesgaben statt. Zigaretten, Briefpapier und Gebäck wurden durch die Betreuerinnen der RS.-Frauenschaft und dem Lazarettbeaustragten der NSKOV. verteilt. Eine große Zahl Verwundeter war von den Ortsgruppen der NSDAP, mit ihren Gliederungen in Gro- ßen-Buseck und Treis zu Gast geladen. Viele Familien hatten einen Verwundeten zu Besuch. Am Nachmittag waren gemeinschaftliche Feiern mit froher Unterhaltung. 254 Fällen auf 42 092,39 RM. (1940: 225 Fälle mit 45 963,80 RM.). 3m Durchschnitt wurden die Pferde mit 610 RM., die Rinder mit 332 RM. entschädigt. Der Wertpapierbesitz wurde Ende 1941 mit 37 801,25 RM. gegenüber 32 865 RM. im Vor- fahre ausgewiesen. An Zinsen aus Kapitalanlagen wurden 4556,24 RM. gegenüber 4355,70 RM. im Vorjahre vereinnahmt. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Schecks, sowie aus Garantieverträgen bestehen nicht, auch nicht Beteiligungen an anderen Unternehmungen. Die Haftsumme aus den Geschäftsanteilen der Volksbank Gießen beträgt Aus der Stadi Gießen. Oberhessisch. Wenn die Frankfurter stolz sagen: „Es will mer net in mein' Kop enei, wie kann nor en Mensch net von Frankfort st so sagt der Oberhesse, von seinem Wert durchdrungen: „Was en Kerl is, des is en Owerheß'!" Zu- gegeben! An die Mundart freilich wird man sich erst gewöhnen müssen. Manchesmal habe ich gefragt, was dies oder jenes eigentlich bedeutet. Am hübschesten fand ich immer die Formen krag und tief. Zuerst allerdings dachte ich, der Betreffende wolle einen Witz machen, bis ich dann dahinterkam, daß diese beiden Worte vollkommen ernst gebraucht werden. Ja, warum auch nicht? Warum soll kriegte und kaufte richtiger sein? Man sagt ja auch nicht bekommte und lief und nicht lauste. Na also! Kenner erzählten mir bann, daß es ganz alte, übriggebliebene mittelhochdeutsche For- Als sie sich trennen, ist es fast selbstverständlich, dasi sie ein Wiedersehen verabreden. Es ist Concha, die zuerst aufbricht, und sie lehnt seine Begleitung so entschieden ab, daß Detlev sie nicht weiter drangt. Eine ganze Weile sitzt er noch in der stillen Ecke zwischen den dunklen Holzwanden, laßt langsam dm Rest aus der Flasche in das Glas rieieln Harrt gedankenvoll in das rubinrote Gefunkel, dreht das Glas hin und her, um das Licht darin spielen zu lassen, und führt es langsam zum Mund. Es gibt so viele Frauen aüs der Welt, und soviel verschiedene, man daN nicht daran zugrunde gehen, wenn die eine einen verläßt, aber glücklich, tzanz von Herzen glücklich, wird man wahrscheinlich doch me werden. Auch diese Concha ist nicht glücklich. Anscheinend hat sie ihr ganzes Herz an einen Lumpen gehängt. Sie spricht nicht viel von ihm und sie erwähnt seinen Namen nicht, aber sein Biw steht o deutlich vor Detlev, daß er ihn malen konnte. Einer von dieser Sorte, die ihm so gründlich zuwider ist, und hinter der ein anständiger Kerl immer zurückstehen muß. ~ So was nimmt sich nun das Recht, eine tfrau unglücklich zu machen. Eine Frau, die so kmterleicht alücklich zu machen märe. Warum ist Katta nicht so leicht glücklich zu machen? Warum muß man mit einer so schmerzlichen und glühenden Inbrunst an einem Wesen hängen, das die Welt erobern will. Ach Katta, schöne stolze ehrgeizige Katta, die doch so bezaubernd sanft und lieb sein kann, jo an- hrruHslos heiter, so betörend zärtlich, Detlev Nehl sitzt mit Concha in einer kleinen Weinstube, und sie erzählen einander sehr viel, m einer sonderbar unpersönlichen Art. Sie beginnen ihre Sätze nicht mit: „ich hab" oder „ich bin . Sie sagen- ,wenn man", wenn man einen Menschen liebt, und man fühlt, daß man ihn hindert sein Zier zu erreichen, dann muß man ihn gehen laßen, ober: wenn man einen Menschen liebt, der m sich selbst keinen Halt hat, dann darf man ihn nicht verlassen. Und nach zwei Stunden wissen sie sehr viel voneinander, mehr als ein anderer Mensch von ihnen meister Schlage. Ein neuer Farbfilm: „Immensee. Veit Harlan hat in Rom mit den ersten Ausnahmen zu seinem neuen Ufa-Farbfllm „Immensee („Ein deutsches Volkslied"-frei nach Theodor Storm begonnen. Die weibliche Hauptrolle pielt Änstma Söderbaum. In den Ruinen der Constantin-Basilika auf dem Forum Romanum, dem Marktplatz des antiken Rom, wurde ein Konzert vor einer großen Zuschauermenge ausgenommen. Goldenes Doftorjubilaum. Am l.Juli feiert der emeritierte Ordmmius sur Physik an der Universität Freiburg, Geheimer Regierungsrat Prafe,s°r Dr G u stuo M re . e>n SOjahriges Doktorjubilaum. Professor Mie wurde 1868 in Rostock geboren. Er studierte m $eibelberg und Karlsruhe und promovierte 1892 m Heidelberg. 1897 habilitierte er sich m Karlsruhe sür Physik, ging 1902 nach ©reifsmalb, 1917 nad)i 5) alle.Seit 1924 lehrte er in Freiburg. Seme Arbeiten betreten Inders cheoretßche Physik. Er ist Mttg ed der Leopoldina in halle und der Göttinger. G-Mchast der Wissenschaften. Die T. H. Karlsruhe ernannte ihn zum Ehrendoktor. r—— Lazaretten Konzerte mit reichhaltigem Programm. Reicher Beifall dankte den Ausführenden. — In einem Lazarett gestaltete das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" eine-Veranstaltung, um den Verwundeten aus seiner Arbeit etwas zu zeigen. Nach Begrüßungsworten der Mädelführenn Inge Hack fanden Orchester- und Liedervorträge der Mädels, Gymnastik, Tanz und Reifenspiele reichen Beifall. Sehr gefiel auch das gut gespielte Laienspiel „Die zertanzten Schuhe". Den Dank für die gute Leistung des BDM. in der Heimat sagte unter viel Beifall Major Grabenhorst. — Am Sonntag hatte sich der Gesangverein „Harmonie" Großen-Linden in einem Lazarett zu einem Konzert zur Verfügung gestellt. Die gut zusammengestellte Vortragsfolge brachte die Hausfrau nach Feststellung des Arbeitsamtes nicht in der Lage ist, den Haushalt allein zu versorgen wegen Schwangerschaft, wegen ihres vorgerückten Lebensalters oder wegen Krankheit, weil dem Haushalt Personen angehören, die besondere Pflege und Wartung bedürfen, weil sie durch eine kriegswichtige Erwerbstätigkeit ober berufliche Ausbildung stark gebunden ist, wozu auch die Hausftauen- tätigkeit im Arzchaushalt gehört, ober weil die Stellung des Haushaltsvorstandes im öffentlichen Leden ihm besondere den Haushalt belastende Pflichten auferlegt. Voraussetzung ist, daß die im Haushalt erforderliche Hilfe nicht von Familienangehörigen geleistet werden kann. Aus aller Wett. Wegen fommuniffidjer Betätigung zum Tode verurteilt. ASG. 2n mehrtägiger Sitzung verhandelte der Volksgerichtshof in Frankfurt a immerhin angenehm ^„EiThaben sehr viel dazu getan!" versi^sie mit plötzlichem Ernst. „Sie wissen ja nicht, , , zweifelt ichwar. Ich wäre zu allemi fabtg S ' $ Zu allem! Unb nach dem Abend mit Ihnen ) derholen: nur, ich bin nicht fl^ter ßau dnem „Das habe ich gleich geiehen. Si Dielleicht nacydenklichen verständnisvollen ^lick. » mir kann ich Ihnen etwas zuruckgeben, - gegeben haben. Ein bißchen Freud. , - möchte leben. Sie sind so gut zu mir gewesen. m J auch gut sein zu Ihnen." „Katta tanzt!" sagt Gerd mit strahlenden Augen -unb glühenden Wangen. Durch das Gewühl von Menschen drängt er sich zu Irmela durch und packt sie am Arm. „Kommt, ihr müßt mit! Hinten im blauen Saal tanzt Katta Serena! Das mußt du dir unbedingt ansehen! Du kennst sie überhaupt gar nicht, glaub' ich? Das ist ein unentschuldbarer Mangel an Bildung." — Irmela läßt sich mit fortziehen. Sie sieht sich nur mit einem Lächeln um, ob Albrecht ihnen auch folgt. Sie fühlt sich nicht sehr wohl in dem Getriebe. Das bunte Dämmerlicht, das vielfarbige Geglitzer macht sie schwindlig die heiße raucherfüllte Luft benimmt ihr den Atem. Fünf Kapellen sind da, unb sie möchte gern vier von ben fünf zum Schweigen bringen, unb am liebsten bie fünfte auch noch. Währenb der Rhythmus ber einen ihr noch in den Ohren gellt, überfällt sie schon das Gedröhn ber andern. Es ist keine Musik mehr, es ist ein wüstes Durcheinander von lärmenden Geräuschen, vermischt mit dem brodelnden Gewirr von tausend Stimmen, von schleifenden Schritten, von quäkenden Papierttornpeten, von zerknallenden 600 RM. In dem Jahresbericht wird betont, daß der günstige Abschluß, wie in jedem Jahre, auch diesmal wieder von der Art der Organisation stark beeinflußt worden ist, denn dadurch, daß der Versiche- rungsbezirk abgegrenzt unb übersichtlich gestaltet ist, bestehen nicht die Gefahren, die größeren unb durch ihre Größe unübersichtlicheren Organisationen drohen. Von Vorteil sowohl für die Organisation als auch für die Mitglieder ist die Möglichkeit, in direktem Benehmen zwischen Mitgliedern und Versicherungsleitung bie Schadensfälle rasch und gerecht zu regulieren, da ber Boden groß gehug ist, um bei Schäden einen gerechten Ausgleich herbeizuführen und dadurch die Stabilität im Wirtschafts ab lauf der versicherten Betriebe und ber Versicherungsanstalt zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage konnte bisher schon immer zum Besten aller Beteiligten gearbeitet werden, unb auf ihr wird auch eine weitere Auch in heutiger Zeit ber Tradition folgend, hatten ber Bauerfche Gesangverein und der Gesangverein „Liederkranz" ihre Mit- glieber und bie Freunde des Männergesanges zu einem Konzert in ter Aula der Universität emge- laten. Das Bekenntnis zum Wirken bestätigte ben Geist, ber in unfern Männerchören lebt Trotz der vielen Hemmnisse, die den Gesangsübungen entgegenstehen, hat doch eine ansehnliche Männerschar .sich für das deutsche Lied bekannt unb so eine musikalische Feierstunbe ermöglicht, die in jedem, der ihr beiwohnen konnte, noch lange nachklingen wird. Wie sehr man damit dem Verlangen aufnahme- freudiger Hörer entgegengekommen war, bewies ber starke Besuch. Eine große Zahl der aktiven Sänger ist zur Zeit höherem Rufe gefolgt, und bennoch war es erfreulich zu beobachten, mit welcher Hingabe ein jeder zu seinem Teil am Werden mitwirkte. Dann aber gewann das Ganze dadurch an weiterer Ausdrucksmöglichkeit und Vielseitigkeit, daß die jüngste Generation mit hinzugezogen und so die Bildung eines gemischten Chores ermöglicht wurde. Der K n a - benchor der Lang emarckschule trug so zum Gelingen mit bet Es war wie ein Symbol, daß in dem Eross- nungschor („Auf der Andacht Flügel" aus der Oper „Cost fan tutte" von Mozart) die Knabenstimmen begannen unb die Männerstimmen sich bann mit ihnen zu gemeinsamem Klange vereinigten. Beethovens ,Die Himmel rühmen" ließ den Klangkörper sich zu machtvollem Ausmaß und sttahlender Kraft erheben. Hier Zeigte sich, welcher dynamischen Schat- tierungen der gemischte Chor fähig ist; an der Stelle „wer trägt der Himmel unzählbare Sterne" zeichnete sich ter Sopran leuchtend ab; in großer Steigerung erhob sich der Schluß. Ganz besonderer Eindruck ging von den Schlutz- chören ber Vortragsfolge aus. Das alte Volkslied „„Der Gutzgauch auf dem Zaune saß" ist durch ben Meister des Vokalzeitalters L. Lemblin zu einem anmutigen Stimmungsbild überliefert worden; die Melodie behandelt er als cantus firmus, unb das ganze Klanggebäude läßt er von dem Kuckucksruf ber Sopranstimmen.durchziehen. Auch diesmal entfaltete oieser Satz seine vollen Reize, zumal in dem llusschwingen des Schlusses mit seinem entschwindenden „Kuckuck". Dieser Ehorsatz wurde in der Ein- richtung durch Carl Thiel gebracht, einem ber gründlichsten und umfassendsten Kenner mittelalterlicher Vokalmusik, der nicht nur mit seinem Madri- gald)or’an der Berliner Hochschule in den verflossenen Jahrzehnten Vorbildliches geleistet hat, sondern der Pflege der ^-cappella-Vokalmusik Anregunaen gegeben hat, die sich bis in unsere heutige Zeit fruchtbringend auswirken. In ber meisterlich klaren und doch eiUfachen Bearbeitung des Volksliedes „Säger unb Nixe" bestätigte sich die Durchschlagskraft Thielscher Satzkunst. Die Frische,,mit der sie der Chor oortrug, war zündend und rief das Verlangen nach ber Wiederholung wach. Der Männerchor an sich erwies in dem „Wschied" von A. Kirchl Weichheit des Klanges und gefühlsgetragene Nachgiebigkeit. Das „Siavonifche Ständchen" von JünAt ist ganz aus dem Klang der Gitarre geboren; in feiner Pointierung und schöner Bindung brachte es ber Chor zum Vortrag. Silchers „Steh ich in finstrer Mitternacht" fand sein Gegenstück in dem „Abendlied einer Flak-Batterie im Westen", Wort und Weise von P. Schmitts. Die Bearbeitung von H. B l a ß^ließ die Mittelstimmen wirkungsvoll heraustreten. Durch diese Chorgaben hat sich H. Blaß den Dank ■aller Hörer errungen. Mit zwei Arien von Mozart („Dies Biürnis" aus der „Zauberflöte" unb „Der Odem ber Liede" aus „Cosi fan tutte") und Liedern von Schubert und Brahms schaltete sich Heinrich D i e t r i ch mit frischer Stimme ein und gab so dem musikalischen Erleben Ruhepunkt und mannigfache Abwechselung. Am Flügel waltete hier mit Anpassung H. Blaß. Die Begleitung der Eingangschöre hatte Studienrat Dr. Arnold übernommen. Der zahlreiche Hörerkreis erlebte das Ganze sichtbar innerlich mit. Dafür zeugte der freudige Beifall. Unter Leitung des stellv. Aufsichtsratsvorsitzers Bauer Ludwig Hofmann V. (Lollar) hielt die Obethesifche Diehversicherungsanftalt auf Gegenseitigkeit am Samstagnachmittag im „Burghof" in Gießen ihre Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht für das 97. Geschäftsjahr 1941 erstattete Direktor Dr. v a n B e n t h e i m. Dem Bericht entnehmen wir u. a. folgendes: Der Geschäftsgang der Oberhessischen Viehoer- sicherungsanstalt ist auch im Geschäftsjahr 1941 sehr günstig gewesen, so daß den Mitgliedern eine Gesamtsumme von 31 830,19 RM. an unverbrauchter Prämie zurückgezahlt werden kann. Das Versicherungskapital erreichte eine Höhe von 4 339 290 RM. aus dem Mitgliedergeschäft und 5102 729 RM. aus dem Nichtmitgliedergeschäft. Sowohl die Tierlebensversicherung, als auch das Nichtmitgliedergeschäft erfuhren eine Steigerung ber Prämieneinnahme. Das GeMftsgebiet hat sich über den früheren Freistaat Hessen und 26 angrenzende Kreise erstreckt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind 132 Viehbesitzer neu eingetreten, 33 erklärten ihren Austritt, 6 wurden ausgeschlossen. Die Prämieneinnahme in der Mitgliederversicherung belief sich im Jahre 1941 auf 186 598,40 RM. (gegen 170 528,10 RM. im Jahre 1940), in der Nichtmitgliederversicherung auf 70166,39 RM. (59 942,68 RM.). Die Nettoschäden beliefen sich in der Mitgliederversicherung im Jahre 1941 bei 227 Fällen auf 106 041,02 RM. bzw. m 15 Fällen auf 1870 RM. (1940: 254 Fälle mit 113 733,38 RM. bzw. 27 Fälle mit 3805 RM); in der Nichtmitgliederversicherung im Jahre 1941 bei Unwillkürlich sieht er auf die Hhr. Die Vorstellung ist zu Ende, jetzt ist das Fest sicher in vollem Gange, und Katta tanzt. günstige Entwicklung der auf Gegenseitigkeit begründeten Organisation möglich sein. Der Jahresbericht und die Rechnungsablage wurden einstimmig genehmigt. Ebenso einmütig wurde die Verteilung der vorgeschlagenen Rückvergütung ai^ unverbrauchter Prämie beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat wurde für die sorgsame Geschäftsführung, bei der in allen Schadensfällen weitgehendes Entgegenkommen zutage trat, Entlastung erteilt. Die aus dem Aufsichtsrat turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Karl Kalbfleisch, Gleimenhain bei Alsfeld, Friedrich Wilhelm Schaub, Büdesheim, und Johann Paul Schweitzer, Ober- Mörlen bei Butzbach, wurden einstimmig wiedergewählt. Verdunkelungszeit: 29. Juni von 22.49 bis 4.32 Uhr. 3n seiner Scheuüe abgestürzt. * Großen-Buseck, 28. Juni. Der Landwirt und Schmied Heinrich Münch 1. stürzte heute nachmittag in seiner Scheune so unglücklich ab, daß er innere Verletzungen und einen Armbruch erlitt. Die Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes mußte den bedauernswerten Mann nach Gießen in die Chirurgische Klinik verbringen. Durch eine Kuh tödlich verunglückt. * Alsfeld, 28. Juni. Der 62 Jahre alte Landwirt Konrad Welcker in dem Nachbarorte Eudorf verunglückte, als er die Kuh einer Nachbarin durch den Ort führte, dadurch tödlich, daß das Tier vor einer anderen Kuh scheute, den Mann zu Boden riß und ihm so stark auf den Leib trat, daß der Bedauernswerte einige Stunden später verstarb. schwimmen der Frauen gab es durch den Sieg von Ria Stortz (Pos. Worms) über Ingrid Nittka (Rb. Hanau), die sich noch mit Ilse Kail (Pos. Worms) in den zweiten Platz teilen mußte, eine Ueberra- schung. Von den Ergebnissen verzeichnen wir: Manner: 2 0 0 Meter B r u st: 4. Beckert (SV. Gießen) 3:16,5. Lagenstaffel (100, 200, 100 Meter): 1. Sparta/Po st Frankfurt 5:46; 2. GfL. Darmstadt 5:46,6; 3. SV. Gießen 6:04,8; 3X100 Meter Brust: 1. Sparta/Post 4:24,8; 2. SV. Gießen 4:30,8; 3. GfL. Darmstadt 4:34,6. Fußball. Das gestrige letzte Spiel um die Krieqsmeister- schaft zwischen LSV. Gießen und „Teutonia" Watzenborn-Steinberg, endete 2:1 (2:0). Kurze Sportnotizen. Hammerwurfmeister Storch (ff Arolsen) schleuderte bei den kurhefsischen Rafentraftsport- Titelkämpfen in Kassel den Hammer 57,80 Meter weit und setzte sich damit an die spitze der Jahres- Weltbestenliste. * Tgm. 1837 Hanau, 67; 2. Wilh. Leidner, Tv. G'k.» Linden, 61; 3. Ernst Jung, Vfl. Lollar, 59. Altersklasse II, 41 bis 50 Jahre (40 Bewer. der): 1. Fritz Schalter, Tv. Obersteuten, 76; 2. Michael Merz, Tv. Schwanheim, 62; 3. Karl Müller, Rb.-SG. Darmstadt, 61. Altersklasse III, über 50 Jahre (21 Bewerber): 1. Ernst Köster, To. Kirdorf-Bad Homburg, 70; 2. Sportgauführer Rieke, SA.-Kampfspiel-Ge» meinschaft Frankfurt a. M., Adam Popp, Tgm. Friedberg, 68; 3. Jakob Mager, Jahngem. Oberursel, 56. HI.-Klasse A (123 Bewerber): 1. Hubert Wien, Tv. Burgholzhausen,97; 2. Helmut Ketterer, Mtv. Gießen, Gottfried Schneider, Tv. Bad Homburg-Kirdorf, 86; 3. Willi Keßler, Tgm. Braunheim, 84; 4. Adolf Menges, To. Heuchelheim, 83; 5. Werner'Pfann, Mtv. Gießen, 81 Punkte. HI. - Klasse B (189 Bewerber): 1. Werner Jost, Rb.^Sportgem. Friedberg, .93; 2. Karlheinz Renzing, Rb.-Tuspo. Herborn, 79; 3. Werner Luchs, TSG. Wölfersheim, 78; 4. Heinz Becker, Mtv. Gießen, 76. Universität«! Sportfest am 1. Juli. Anläßlich der Wiederkehr des 335. Gründungstages der Ludwigs-Universität veranstaltet das H.J.f.L. am kommenden Mittwochnachmittag ein Sportfest, das einen Ueberblick über den Stand der sportlichen Ausbildung der Studenten während des- Krieges geben wird. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Trainingsmöglichkeiten in der heutigen Zeit weitgehendft eingeschränkt sind. Das vielseitige Programm ist vorwiegend der Leichtathletik "gewidmet. Es werden u. a. 100 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 3000 Meter, 60 Meter Hürden und 4X100 Meter Staffel gelaufen. Weit-, Hochsprung und Keulenwerfen vervollständigen das Programm der Männer. Die Studentinnen bestreiten einen Dreikampf. Von bekannten Leichtathleten haben Dr. L u h , M ö l l (VfB.), Prof. v. H e r r a t h und der vorjährige deutsche Jugendmeister im Hürdenlauf ihre Meldung abgegeben. Den Abschluß der Kämpfe bildet das erneute Zusammentreffen der beiden Fußballmannschaften der Universitäten Gießen und Marburg. Waldhof im Handball-Endspiel. Ordnungspolizei Berlin 16:13 geschlagen. Das Endspiel um die deutsche Handballmeisterschaft der Männer werden am 12. Juli Badens Meister SV. Waldhof^Mannheim und der Mitte-Mei- ster OrdnungsPolizei Magdeburg bestreiten. Nachdem die Magdeburger bereits vor acht Tagen durch einen 8:3-Sieg über Schlesiens Meister LSV. Reinecke Brieg in das Endspiel eingezogen waren, gelang am gestrigen Sonntag den Mannheimern durch einen in verlängerter Spielzeit erkämpften 16:13 (6:8, 11:11)-Sieg über die Berliner Ordnungspolizei der große Wurf. Hessen-Nassaus Leichtaihletik-Tiielkämpfe. Die Leichtathletikmeisterschaften des Sportgaues Hessen-Nassau, die am Sonntag auf der Herbert- Norkus-Kampfbahn in Mainz entschieden wurden, standen im Zeichen guter Durchschnittsleistungen. Die Besetzung war zahlenmäßig und auch qualitativ recht achtbar. Am erfolgreichsten kämpften die Frankfurter Gemeinschaften, voran Eintracht und Sportclub 1880. Aus der Siegerliste erwähnen wir folgende: Männer: 4 0 0 Meter: 3. Lieb (Luftwaffe Gießen) 56,0; Diskus: 1. Dr. Luh (VfB.-R. Gießen) 41,81 Meter; 1500 Meter: 3. Decker (WL. Gießen) 4:15,6; Kugel: 1. Dr. Luh (VfB. Gießen) 14,34 Meter; 5 0 0 0 Meter: 2. Westerdorf (LSV. Gießen) 17:06,8; 3 X 1000 Meter: 1. LSV. Gießen (Ockstadt, Neumann, Grabenhenrich) 8:26,2; 4X400-Met er: 3. LSV. Gießen 3:47,1. Gchtvimmeisterschasten von Hessen-Nassau. In Worms kämpften am Sonntag die Schwimmer und Schwimmerinnen von Hessen-Nassau um die Gaumeistertitel. Am erfolgreichsten schnitt Sparta/Post Frankfurt mit dem Gewinn von 6 Meisterschaften ab, 4 sicherte sich Poseidon Worms, 2 der Erste Frankfurter SC. und Offenbach 96 und eine WSV. Schierstein. Dazu holte sich Sparta/Post noch die Wasserballmeisterschaft durch einen, glatten 11:0- Sieg über SV. Gießen. Im allgemeinen setzten sich die Favoriten durch, lediglich im 200-Meter-Brust- Auf dem Schrenzer bei Butzbach wurde am Sonntag das für die Sportgaue Hessen-Nassau und Kurhessen offene Weidig-Bergfest zum 6. Male erfolgreich . durchgeführt. Nach einer Morgenfeier traten nahezu 700 Wettkämpfer zu den volkstümlichen Dreikämpfen an. Unter den Wettkämpfern befand sich auch stellvertretender Sportgauführer, SA.- Obersturmbannführer Rieke (Frankfurt a. M.). In vorbildlicher Kameradchaft und Zusammenarbeit waren NSRL., Wehrmacht, und HI. zu friedlichem Wettstreite vereint. Weiüig-Bergfest-Sieger 1942 wurde Richard Lind (Turn- und Sportgemeinde Wölfersheim). Bei den Frauen blieb Lotte K e ß ° l e r (Mtv. Gießen) Bergfest-Siegerin. Spannende Kämpfe gab es in den Staffelwett- bswerben um die wertvollen Wanderpreise des Berg-Treffens. Den Weidig-Wanderpreis (4X100 Meter, Männer) gewann in Abwesenheit des vorjährigen Siegers, VfB.-R. Gießen, die Reichsbahnsportgemeinschaft Herborn. Den Moritz-Kuhl-Wan- derpreisx (10X100 Meter für männl. Jugend) holte sich ebenfalls die Reichsbahnsportgemeinde Herborn. Deutscher Frauen-Hockeymei st er wurde der Harvestehuder THC. Hamburg. Die Hamburgerinnen schlugen in Würzburg den Titelverteidiger Würzburger Kickers mit 2:0 (1:0) Toren. * Auf der Frankfurter Regatta war die Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania mit 7 Siegen die erfolgreichste Gemeinschaft. Sie gewann u. a. den 'Einer und den Vierer. Im Achter war Rhenus Bonn vor Köln 77 erfolgreich. * Schwergewichts-Boxmeister Heuser verteidigte am Samstag in Hamburg vor 20 000 Zuschauern seinen Titel durch ein glückliches Unentschieden gegen Altmeister Neusel erfolgreich? * S.chwe d ens Fußballer gewannen in Kopenhagen den 37. Länderkampf gegen Dänemark mit 3:0 (2:0) Toren. Der Verteidiger, To. Heuchelheim, mußte mit dem 3. Platz vorlieb nehmen. In iier 4X100-Meter-^ > Staffel für Frauen um den Albert-Wamser-Wan-^ derpreis, der von Tuspo. Butzbach verteidigt wurde, siegte Mtv. Gießen. Bei der Siegerehrung und der anschließenden Schlußkundgebung sprachen Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel (Butzbach) und Sportkreisführer SA.° Hauptstprmführer O t t e r b e i n (Friedberg), die beide ihrer Freude über den ausgezeichneten Verlauf des 6. Weidig-Bergfestes Ausdruck verliehen und in treuem Gedenken an Führer und Volk zü weiterem Einsatz mahnten. Aus der Siegerliste. Volkskümliche Dretkämpfe. Männer (40 Bewerber): 1. (Weidig-Bergfest- Sieger 1942) Richard Lind, DSG. Wölfersheim, 59; 2. Aug. Spuck, Tuspo. Nieder-Wöllstadt, 56; 3. Kurt Groh, Tv. Schwanheim, 53. Altersklasse I, 31 bis 40 Jahre (33 Bewerber): 1. Otto Dietz, Vfl. Lollar, Hch. Müller, Rb. Frauen (51 Bewerberinnen): 1. Lotte Keßler, Mtv. Gießen, 68; 2. Marie Wolf, Tv. Oberstedten, 66; 3. Elfriede Schneider, Tv. Oberstedten, 65. B D M. - K l a s s e A (58 Bewerberinnen): 1. Margot Dillemuth, To. Schwanheim. 59; 2. Helga Braun, Tgm. Bad Homburg, 53; 3. Etwa Ebel, Tschft. Heddernheim, Rest Rolfes, Mtv. Gießen, Inge Rolfes, Mtv. Gießen, 52; 5. Lieselotte Meininger, VfB.-Rb. Gießen, 47 Punkte. B D M. -Klasse B (118 Bewerberinnen): 1. Rosemarie Andres, Tgm. Friedberg, 74; 2. Irmgard Deubel, Turn- u. Gesangv. Schotten, 70; Gerda Schmandt, Tv. Heuchelheim, 69; 4. Gretel Kirstein, Mtv. Gießen, 58 Punkte. Slaffel-Wellbewerbe. 4 X 100 - Meter - Peudelstaffel für Männer (Fr. - Ludwig - Weidig ° Wanderpreis). 5 Bewerber. 1. Reichsb. Herborn 51; 2. Jnf.-Ers.» Bataillon 51,1; 3. Mtv. Gießen 53,4 Sekunden. 4 X 10 0 - Meter - Pendel st affel für Frauen (Albert - Wämser • Wanderpreis). 12 Bewerber. 1. Mtv. Gießen I 59,2; 2. Turngem. Bad Homburg 59,5; 3. Mtv. Gießen II 60,6 <5eL 10 X 100 - Meter - P end elstaffe l für männl. Jugend (Moritz-Kuhl-Wanderpreis)/ 1. Reichsb. Sportgem. Herborn 2,133; 2. Mtv. G i e- ß e n 2,151; 3. Tv. Heuchelheim 2,175 Min. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. Hy., 27. Juni. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen: a) 49 bis 51, b) 45 bis 47, c) 40 bis 42, d) nicht notiert; Bullen: a) 47 bis 49, b) 44 bis 45, c) 38. bis 40, d) nicht notiert; Kühe: a) 48 bis 49, b) 43 bis 45, c) 36 bis 39, d) 20 bis 29,5; Färsen: a) 49 bis 50, b) 45 bis 46, c) 40 bis 41, d) nicht notiert; Kälber: a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 30 bis 40; Schafe: a) 44 bis 46, b) nicht notiert, c) 15 bis 22: Schweine: a) 63,5, bl) 63,5, b2) 63,5, c) 62,5, d) 58,5, e) 56,5, f) 56,5, gl) 63,5. Marktverlauf: alles zugeteilt. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschrtflleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brüblsche Universltätsdruckeret R. Lange K. G. Derlags^iter: Tr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeltzenpreisliste Nr. 6. 700 •ll etikämpfer auf dem Schrenzer. Ausgezeichneter Verlauf des 6. Weidig-Bergfestes. — Mtv. Gießen gewinnt den Albert Wamser-Preis. Am Samstagmittag entschlief nach langer, schwerer Krankheit mein herzensguter Mann, unser lieber, treuSorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Georg Mandler Schreinermeister im Alter von 68 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Elise Mandler, geb. Balser Karl Lang und Frau Elise, geb. Mandler, und Kinder Ernst Mandler, im Osten, z. Z. in Urlaub, und Frau Anna, geb. Link, und Kinder Otto Sommer, z. Z. in Urlaub, und Frau Lina, geb. Mandler, und Kinder Kurt Winkelmann, z. Z. bei der Wehrmacht, und Frau Emmi, geb. Lang und alle Angehörigen. Rödgen, Watzenborn-Steinberg, 29. Juni 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, 30. Juni, nachmittags 2 Uhr statt. ____________________________03114 Bekanntmachung. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lanterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Fleischberechtigungsscheine. Die zur Zeit gültigen Fleischberechtigungsscheine outlen ab sofort nicht mehr ausgegeben werden. Sie verlieren mit Ablauf der 38. Zuteilungsperiode (26. Juli 1942) ihre Gültigkeit. I2011D Gießen, den 27. Juni 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat deS Landkreises Gießen. Dr. Lob. [Vermietungen] 2 Zimmer (1 gut möbliert. Wolinz. und ein Schlafz., evtl.m. 2 Betten), zum 1. Aug. z. verm. Sehr. Ang. unt. 03118 a.d.G.A. | Mietgesuche | Suche f. meinen Sohn z. 1. Juli möbliertes Zimmer mogl. mit voller Pension. - Sckr. Ang. mit Preisangabe bis zum 30. Juni, vormittags, unter 20281) a.d.G.A. | Verkäufe Hochträchtiges Simmentaler Rind unter 2 d. Wahl, z.verkauf. l2045D Zried. Wilhelm Otto II., Beuern b.Gießen | Kaufgesuche | Pholo-lpprt für Filme kauft (03066 Photo-Drogerie Schulstraße. aumap/«, Das heilende Wundpflaster In allen Apotheken u. 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Kozeschnik Isolde Kauffmann Hilly Horvath Vera Vlchura Inge Stoffers Hans Fritsch Hans Günter Adersch begleiten an zwei Flügeln In der Szenenfolge: Getanztes Leben Karten RM. 1.- bis 4.- Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG.KraftdurchFreude Seltersweg 60 Jel.3961 Hans Joachim Y 27. 6. 42 Mit großer Freude und Dankbarkeit zeigen wir die Geburt eines kräftigen Jungen an Waldtraut Doerr, geb. Schlösser Aerztin Dr. med. Karl Heinz Doerr Stabsarzt u. Truppenarzt, z. Z. im Felde Gießen, Hindenburgwall 17 z. Z. Univ.-Frauenklinik ________________________03116/ Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir herzlichst, auch im Namen unserer Eltern Elfriede Dittmar Georg Jäckel Eleonore Dittmar Willi Pfeiffer Gießen, im Juni 1942 ___________________03110/ Wegen Inventurarbeiten bleibt unser Geschäft am 29. u. 30. Juni ganztägig und vom 1. bis 4. Juli vorm. geschlossen. 3. 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