Mittwoch, 29. April 19^2 192. Jahrgang M. 99 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat inrBild-DieSckolle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: „Anzeigers Postscheck 11686 Frantr./M. Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsfeMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr Gietzener Anzeiger wUsäi.«. General-Anzeiger für Oberhessen ^skssk* Oie USA. spüren -en Krieg. Von unserer Berliner Schriftleitung. Dem nordamerikanischen Kongreß ist soeben eine „Botschaft" Roosevelts über die Auswirkungen des Krieges und die dadurch notwendig werdenden Maßnahmen zugegangen. Man wird sich, bevor man diese „Botschaft" liest, der Tatsache erinnern müssen, daß Roosevelt seine dritte Wahl zum Präsidenten durch das feierlich gegebene Versprechen sicherte, er würde seine ganze Mühe und Arbeit darauf verwenden, Amerika aus dem Krieg herauszuhalten. Seine jetzige Botschaft ist ein Hohn auf seine damaligen Friedensbeteuerungen. Er zieht einen Vergleich mit dem Eintritt der USA. in den ersten Weltkrieg und brüstet sich damit, daß die Vereinigten Staaten am 7.November 1941 weit besser vorbereitet waren als am 6. April 1917. Ihm ist dabei offenbar gar nicht zum Bewußtsein gekommen, daß er damit dem amerikanischen Volk klar macht, daß sich die Lage Nordamerikas schon zu Beginn dieses Krieges wesentlich ungünstiger gestaltet hat als 1917. Trotz seiner diesmaligen besseren Kriegsvorbereitung haben jetzt die USA. militärische Niederlagen größten Ausmaßes und katastrophale Tonnageverluste einstecken müssen, die sich nicht wieder einholen lassen. Des weiteren bestätigt Roosevelt in seiner „Botschaft" jetzt unumwunden, daß er zwei Jahre lang den Kongreß und das amerikanische Volk betrog. Denn jetzt stellt, er mit einem gewissen Stolz fest, daß die angeblichen Verteidigungsmaßnahmen, die Revision der Neutralitätsgesetzgebung, das Wehrpflichtgesetz, das Leih- und Pachtgesetz und schließ- Luden beherrschen die USA. Von unserer Berliner Schriftleitung. Als Benjamin Franklin, einer der ersten Mitarbeiter Washingtons und Mitbegründer der Unabhängigkeit Nordamerikas, sein Land vor den Juden warnte, da sie eine Bedrohung des jungen Staates seien, schwebte ihm sicherlich nur eine ganz blasse Ahnung von dem vor, was aus den Vereinigten Staaten heute unter der völligen Judenherrschaft geworden ist. Diese Herrschaft tritt mehr oder minder getarnt auf, die Juden sind sehr sorgfältig darauf bedacht, andere in den Vordergrund zu schieben und selbst im Dunkeln die Fäden zu ziehen, an denen ihre Marionetten sich bewegen. Noch seltener geschieht es aber, daß sie sich im Gespräch über die tatsächliche Herrschaft des Judentums in den Vereinigten Staaten äußern, lieber diese Tatsache ist nunmehr ein Dokument veröffentlicht worden, das der f r a n z ö s i s ch e B o t s ch a f t e r i n B r ü s- sel über eine Unterredung mit einem belgischen Großrabbiner am 18. Januar 1926 ab faßte. Schon damals hat dieser die Rolle des Judentums in den Vereinigten Staaten eindeutig dahin präzisiert, daß die Juden in den USA. in der Lage seien, einen sehr wirksamen Druck auf Wirtschaft und Regierung auszuüben und beide in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu lenken. Mit dieser Aeußerung ist das Wahrheit geworden, wovor Benjamin Franklin so eindringlich warnte. In seinem Vermächtnis wies er feine Dergewngsangnff gegen die Stadl Aorwich. Berlin, 28. April. (DNB.) Die schweren Angriffe auf Norwich begannen kurz vor Mitternacht und zogen sich in mehreren Wellen nahezu eine Stunde lang hin. Zum Teil aus niedriger Höhe lösten die deutschen Kampfflugzeuge Tausende von Spreng - und Brandbomben auf den befohlenen Zielen aus. Bei guter Erdsicht konnten die Besatzungen die Detonationen im Zielgebiet beobachten. Heb er dH in Norwich entstanden Brände, die sich besonders im Stadtkern zu weithin leuchtenden Großfeuern verdichteten. Tieffliegende Kamps- slieger konnten deutlich erkennen, wie ganze Häuserblocks unter der Wucht der Detonationen zusammenstürzten. Die Briten hatten zur Abwehr Nachtjäger eingesetzt, die jedoch nur vereinzelt in Berührung mit den deutschen Flugzeugen kamen. Von dem Vergeltungsangrrff kehrten zwei Kampfflugzeuge nicht zurück. ♦ Norwich ist mit 124 000 Einwohnern die Hauptstadt der mittelenglischen Grafschaft Norfolk und liegt etwa 30 Kilometer landeinwärts von dem bekannten Hafen Great Parmouth an der Ostküste MittelenglanÄs. Es ist Knotenpunkt der Bahn London—Parmouth und Sitz zahlreicher Industrien, vor allem der Leder- und Schuhproduktion, ferner werden hier Maschinen, Chemikalien, Ziegel und Krepp hergestellt. Norwich, das nicht weit von einem alten römischen Kastell errichtet wurde, zeigt selbst eine Reihe alter Bauwerke, deren Geschichte bis in die normannische Zeit zurückreicht, so die Kathedrale, die Guilhall, den Bischofspalast, ferner eine Reihe von Bibliotheken und höheren Schulen. Norwich ist auch ein Zentrum der britischen Flugzeug- rii st ungs Industrie, es befinden sich dort Rüstungswerke für Flugzeugzellenbau, Flugzeugmotorenteile und Flugzeugreparaturen. Ein bedeutendes Unternehmen der Elektroindustrie stellt vor allem U-Bootmotoren, Generatoren und Transformatoren her. * Leichte Kampfflugzeuge griffen Dienstag in Dief- flügen an der Ostküste der Insel Wight eine Werft mit Sprengbomben und Bordwaffen an. Dabei wurden die Schiffsbauhallen von Bomben getroffen. Auch in der Fabrikationshalle des Ausrüstungshafens am Westufer detonierten zwei Bomben und richteten größere Schäden an. Ferner erzielte ein leichtes Kampfflugzeug einen Bombentreffer hart neben der Bordwand eines Zerstörers. lich die unausgesetzte Vermehrung von Armee und Marine, lediglich in der Absicht des vor der Wahl abgeleugneten Kriegseintritts erfolgt sind. Er bekommt es dabei fertig zu behaupten, daß das alles „mit voller Billigung der Nation" geschehen sei, obgleich auch das amerikanische Volk noch nicht vergessen hat, mit welchen Mitteln der Bestechung, des polittschen Drucks und falscher Behauptungen Roosevelt operiert hat, um seine Gegner mundtot zu machen. Das Tollste.leistet sich aber Roosevelt in seiner „Botschaft" durch folgende Feststellungen: „Dieses enorme Kriegsprogramm erschüttert die Industrie', die Arbeitskräfte, die Landwirtschaft und die Finanz. Es unterbricht die normale Lebensweise jedes Amerikaners und jeder amerikanischen Familie. Neue schwere Steuern müssen eingeführt werden, die Lebenshaltungskosten werden steigen. Die Kriegskosten betragen jetzt bereits ungefähr hundert Millionen Dollars täglich und werden noch vor Ablauf dieses Jahres sich verdoppeln. Das bedeutet, daß eine Summe, die größer ist als die Hälfte des gesamten Nationaleinkommens, für unsere Kriegsanstrengungen ausgegeben wird." Man muß sich nur über die Unverfrorenheit wundern, mit der Roosevelt von dem USA.-Volk für seinen Krieg solche Opfer fordert, nachdem er im Wahlkampf dem USA.-Volk unzählige Male hoch und heilig versichert hat, daß er die Vereinigten Staaten aus dem Kriege heraushalten werde. Landsleute darauf hin, daß sie die Juden ausschlie- ßen müßten, denn sonst würden die Nachkommen der damals lebenden Generation diejenigen sein, die draußen auf den Feldern arbeiten müßten, um den Juden den Gewinn abzuliefern. Es ist wohl nie eine Prophezeiung so sehr in allen Teilen Wahrheit geworden, wie die eines der ersten Kämpfer für die Freiheit und Unabhängigkeit des jungen Kontinents. Und was schon damals die Befürchtung Benjamin Franklins bildete, war 1926 bereits in allen Grund- zu gen festgelegt und hat sich heute zu einer vollständigen Despotie des Judentums entwickelt. Namen wie die des Professors Felix Frankfurter, des Richters Samuel Rosemann, foes Ministers Henry Marge nlhau, des Bundesrichters Brandeis. sind heute für die ganze Weltöffentlichkeit Zeugen dafür, daß das Judentum in den USA. es verstanden hat, vor allem den Präsidenten selbst mit einem Netz von jüdischen Mitarbeitern zu umgeben, die von Frankfurter in ihre führenden Stellungen (ändert wurden. Was das Brüsseler Dokument ankündigt, ist heute in den USA. bis zur letzten Konsequenz durchgeführt worden: die Juden beherrschen in der Tat das ganze Land, es gibt weder in der Verwaltung, noch in der Wirtschaft, der Presse oder Justtz einen wichtigen Posten, der nicht von einem Juden besetzt ist. Oer Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFuhrerhauplquarller, 28. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m mittleren ünd nördlichen Abschnitt der O st front brachten eigene Angriffs- unternehmungen örtliche Erfolge. An einzelnen Abschnitten wurden stärkere Angriffe des Feindes unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen, hierbei wurden an einer Stelle 13 feindliche Panzer vernichtet. Kampfflugzeuge bombardierten bei Tage feindliche Schiffe in Leningrad und an der Küste des Asowfchen Meeres. An der Eismeerfront wurden fünf Sowjetbomber, die einen deutschen Flugplatz angriffen, vollzählig vernichtet und weitere drei Jagdflugzeuge vom Muster hurricane abgeschossen. 3n Nordafrika wiesen deutsch-italienische Truppen britische Aufklärungsvorstöße ab. Starke Verbände der Luftwaffe setzten die Angriffe auf militärische Anlagen der 3 n s e l Malta fort. 3n La Valetta wurden an Kasernen und Versorgungsanlagen weitere schwere Zerstörungen hervorgerufen. lieber der Küste der besetzten We st gebiete verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage in Luftkämpfen, durch Flak- und Marineartillerie 1 9 Flugzeuge. Kampffliegerverbände führten in der Nacht zum 28. April einen Vergeltungsangriff gegen die Stadt Norwich durch, die mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben belegt wurde. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht ausschließlich nichlmililärifche Ziele in Köln an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und verletzten. Zahlreiche Wohnhäuser, Kirchen und Wohl- fahrtseinrichtungen wurden zerstört oder beschädigt. Ein einzelnes britisches Flugzeug führte einen Störflug nach Süddeutschland und in das Protektorat durch. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 12 der i angreifenden Flugzeuge ab. Mehrere britische Bomber wurden bei einem Nachtangriff auf die nor- j wegische Küste zum Absturz gebracht. Die britische Luftwaffe verlor damit am gestrigen Tage und in der letzten Nacht bei ihren Einflügen in die be- ehten Gebiete und in das Reichsgebiet mindestens 38 Flugzeuge. Oberleutnant S ch o e n e r t errang feinen fünfzehnten Nachtjagdfieg. Sinnlose Zerstörung in Köln. Berlin, 28. April. (DNB.) Bei dem Angriff auf Köln hatten es die Briten ausschließlich auf Kirchen, Hospitäler und alte Kulturdenkmäler abgesehen. So wurde das schöne Rathaus und die herrliche St. P a n t h a l e o n s- Kirche in Brand geworfen und teilweise zerstört. Die Kirche ist die schönste und älteste Kölns, sie wurde im Jahre 964 als romanische Basilika vom Erzbischof Bruno I. gegründet und im 19. Jahrhundert völlig erneuert. Das Rathaus, ein umfangreicher GÄäudekomplex, erhebt sich aus den Fundamenten der alten Stadtmauer. Der Mittelbau lammt aus dem 14. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert wurde die Renaissance-Halle mit wertvollen Relief-Darstellungen an gefügt, im Inneren befindet ich der sagenumwobene Löwenhof. In dem großen Sitzungssaal sand im Jahre 1367 die erste Tagung der Deutschen Hanse statt. Die bunten Fenster des Rathauses sind von besonderem kunsthistorischen Wert. Weitere Verluste an Britenbombern. Berlin,29.April. (DNv.Funkspruch.) Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurden bei Anflügen britischer 3agdverbände an der nord- französifchen Küste lm Laufe des Dienstag 6 Spit - fite von deutschen 3ägern abgeschossen. Die Verluste der britischen Luftwaffe in der vergangenen Nacht haben sich auf insgesamt 25 Bombenflugzeuge erhöht Darunter befanden sich 4 viermotorige Bombenflugzeuge vom Wüster Stirling und Halifax. Das Ritterkreuz für einen Fernaufklärer. Berlin, 28. April. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an Leutnant Scheidig, der als Flugzeugführer in einer Fexnaufklärungsstaffel in den Einsätzen gegen die Orkney-Inseln und die Shetlands, gegen Norwegen, England, die Sowjetunion, gegen Malta und im Mittelmeerraum an der laufenden Vildüberwachung maßgeblich beteiligt war, auf zwei Flugplätzen aus 500 bis 800 Meter Höhe Treffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt und insgesamt 33 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes versenkt hat. Tokio, 28. April. (Europapreß.) Die Besetzung aller strategischen Punkte von Bedeutung auf den Molukken und im nordwestlichen Mertel von Neu-Guinea bringt die Sicherstellung des hol- lättdischen Kolonialbesitzes in Zentralasien durch die Japaner fast vollständig zum Abschluß. Nur noch an der Südküste des holländischen Teiles von Neu- Güinea dürsten sich schwache holländische Kräfte halten. Die strategische Bedeutung dieser Operationen besteht darin, daß der Schutz der bisher besetzten reichen Rohstoffgebiete auf den großen Sund a- Inseln und den Philippinen gegen englisch- amerikanische Gegenangriffe von Nordaustralien her vollkommener gestaltet wird. Gleichzeitig werden die japanischen Ausgangsstellungen für den Fall einer Offensive gegen die feindlichen Stützpunkte in Nordaustralien beträchtlich verbessert. Unter den besetzten strategischen Punkten befinden sich die Küstenplätze F a k f a k sowie B a b o nordwestlich davon, in der Mac Cluer-Ducht, und H o l l a n d i a an der Nordostküste Niederländisch-Neu-Guineas, unweit der Grenze nach Kaiser-Wilhelm-Land. Besondere Bedeutung dürfte gerade der Besetzung Hollandias zu- kommen, da von hier aus die Operationen gegen die Nordwestgebiete Neu-Guineas durchgeführt werden können. Außerdem besetzten die Japaner mehrere der das westliche Neu-Guinea umgebenden Inseln. Der einzige Marinehafen, der sich noch in feindlichem Besitz befindet, Port Moresby, ist derart, bombardiert worden, daß er immer mehr an Bedeutung für den Gegner verliert. Die Inselgruppe der Molukken, bekannt auch unter dem Namen Gewürzinseln, war die Östlichste Inselgruppe Niederländisch-Jndiens. Die Molukken sind sehr gebirgsreich. Auf den nördlichen Inseln liegen zahlreiche Vulkane. Hauptausfuhrartikel sind Gewürze, Kopra, Kaffee und Perlen. Die Einwohnerzahl des gesamten Verwaltungsbezirks mit der Hauptstadt Amboina beträgt rund 900 000. Die Bewohner, Alfuren, erhielten im Laufe der letzten Jahrzehnte zahlreichen Zuwachs durch chinesische und arabische Händler. Niederländisch-Neu- Guinea wurde von Niederländisch-Jndien aus verwaltet. Das Gebiet umfaßt nicht ganz 400 000 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl beträgt rund 280 000. Hauptausfuhrartikel sind Kopra, Kautschuk, Gold, Kupfer sowie Perlmuscheln und Trepang. Hilfe für Tschunking wird immer schwieriger. Genf, 29. April (DNB. Funkspruch.) Der ehemalige Gouverneur der Staatsbank von Aegypten, Sir Edward Cook, der vor einigen Wochen zum britischen Bevollmächtigten in Indien sürdieZu - fuhr nach Tschungking ernannt wurde, stoßt auf große Schwierigkeiten. Die einzige Möglichkeit, Tschungking wenigstens dringend benötigte Maieria-. Vereinfachung der Wirischast. Im Kriege bewährt sich auf die Dauer nur das Echte, das Einfache, Zweckmäßige. Nun ist das nationalsozialistische Deutschland sicherlich eines der modernsten, wenn nicht das modernste Staatswesen überhaupt. Wir haben schon vieles über Bord geworfen, was andere heute noch als Ballast mit sich Herumschleppen, aber trotz der wahrhaft revolutionären Entwicklung gibt es bei uns ebenfalls noch manchen Ballast, dessen Zwecklosigkeit der Krieg uns offenbart. Vereinfachung zur Ersparung von Kräften für kriegswichtigen Einsatz, Entlastung der Wirtschaft von allen überflüssigen Arbeiten, damit sie frei wird für ihre jetzt einzig wichtige Aufgabe, die größtmögliche Produktion von Kriegsmaterial, das ist gegenwärtig die gebieterische Forderung. Daraus ergaben sich die Maßnahmen zur Vereinfachung der Wirtschaft, die in den letzten Wochen in rascher Folge getroffen wurden. Von der neuen Preisregelung für die Rüstungswirtschaft durch die Einheits- und ©ruppenpreife zu der Bildung von Hauptausschüssen und Jndustrierinaen in der Rüstungsindustrie zur konzentrierten Lösung aller technischen Fragen, von dem Erlaß, der die Zurückhaltung von Arbeitskräften und Rohstoffen in der Industrie ebenso als Kriegsverbrechen stempelt wie den Schleich- und Tauschhändler, von der Einführung der Wahrheitspflicht bei wirtschaftlichen Bestands- und Bedarfsmeldungen bis zu den soeben von Staatssekretär Reinhardt angekündigten Vereinfachungen beim Lohnabzug und in der Finanzverwaltung und zu der von Reichswirtschaftsminister Funk bekanntgegebenen Neuordnung der Organisation der gewerblichen Wirtschaft und des Kontingents- und Bewirtschaftungswesens führt eine einheitliche Linie. Das Ziel aller Maßnahmen ist immer das, überflüssigen Ballast zu beseitigen, den Wirtschaftsablauf klarer und übersichtlicher zu machen, damit die wesentliche Aufgabe, die Produktion von Kriegsmaterial, immer besser erfüllt werden kann. Besonders bezeichnend ist dabei die Neuordnung der Organisation der gewerblichen Wirtschaft, weil sich hier nämlich zeigt, wie sich auch in die modernsten Formen der wirtschaftlichen Gestaltung Altes und Ueberholtes einnisten kann. Der Gedanke der Organisation der gewerblichen Wirtschaft und ihre praktische Errichtung war etwas einmalig Revoluttonäres und Neues. Die plutokra- tischen Staaten haben der von Deutschland bereits 1933/34 geschaffenen Organisation auch nichts annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen. Sie suchen heute noch nach den Meckmäßigsten Formen und Methoden für diese, einst von ihnen nur mit Spott bedachte, aber heute als kriegsnotwendig erkannte Organisation der Gesamtwirtschaft. Wir haben sie! Das ist ein unbestreitbarer Vorteil, aber sie ist auch lien zukommen zu lassen, ist der Luftweg, da die nach der Schließung der Burma-Straße oft er« wähnten „Ersatz-Straßen" noch lange Zeit Zutunstspläne sind. Es fehlt jedoch an Flugzeugen, um Tschungking auch nur einigermaßen regelmäßig mit wichtigen Dingen zu ver«^ sorgen. Erforderlich ist eine Lufttransportflotte von etwa 500 Flugzeugen. Es besteht jedoch keinerlei Aussicht, in absehbarer Zett auch nur einen Bruchteil davon zusammen zu bringen. Aus ähnliche Schwierigkeiten stoßt die norbameri« konische Wirtschastsabordnuna unter Führung Gradys in Indien. Ihre Ausgabe besteht in der Entwicklung der indischen Rüstungsproduktion, wofür eine ganze Reihe von Plänen ausgestellt wurde. Die rasche Durchführung scheitert jedoch schon an dem Mangel an Werkzeugmaschinen. Grady hat deswegen um beschleunigte Zusendung von Werkzeugmaschinen ersucht. Aber die USA. sind selbst knapp an solchen Maschinen. Dazu kommt noch der Mangel an Transportmitteln. Keine alliierten Kriegsschiffe in argentinischen Häfen. Lissabon, 29. April. (Europapreß.) Das nord- amerikanische und englische Ansinnen, die Häfen von Argentinien als Versorgungs- und Aus- befferungshäfen für die eigene Kriegsflotte zu benutzen, ist von der argentinischen Regierung entschieden ab gelehnt worden. Es heißt, daß am La-Plata-Strom nur der Hafen von Montevideo (Uruguay) von alliierten Kriegsschiffen angelaufen werden könne, da Argentinien infolge seiner Weigerung, die diplomatischen Beziehungen zu den Achsenmächten abzubrechen, eine strikte Neutralität beobachten und sich auch weiterhin an die internationalen Bestimmungen hatten wolle. Danach dürfen neutrale Häfen von Schiffen kriegführender Staaten nur ausnahmsweise zur Ausbesserung von Reparaturen in einer kurz befristeten Zeit angelaufen werden. Oie USA. müssen Schiffahrtslinien einstellen. Stockholm, 29. April. (DNB>FunkspruchZ Wie „New Port Herold Tribüne" mitteilt, wurden die regelmäßigen Schiffahrtslinien von Neuyork nach Boston, Portland und Halifax eingestellt. Auch der regelmäßige K ü st e n s ch i f f « fahrtsverkehr zwischen Neuyork und den Keinen Hafenstädten Neu-Englands ist gesperrt worden. Das USA.-Schiffahrtsamt hat alle Fahrzeuge dieser Linien beschlagnahmt, da es infolge d-er fchwe. ren Schiffsverluste durch U-Boot-Angriffe in immer steigendem Maße auf die Fahrzeuge der Küste na jchiffahrt zurückgreifen mich. Oie Besetzung Nordwest-Guineas und der Molukken. bei uns noch nicht so vollkommen, so zweckmäßig, wie sie sein sollte. Die Organisation der gewerblichen Wirtschaft ist einmal fachlich und dann regional gegliedert. Diese Organisation entspricht dem Leben. Jeder Betrieb gehört nun einmal fachlich einem bestimmten Wirtschaftszweig an, und er hat zweitens seinen Standort an einer bestimmten Stelle, ist also in die regionalen Wirtschaftsbedingungen und Gegebenheiten hineingesetzt, mit denen er sich abfindrn muß.'Die Organisation, die dem Leben gerecht werden will, muß also zweifellos diese beiden Seiten berücksichtigen. Die fachliche Gliederung ist zentral von oben nach unten durchgesührt, die Reichsgruppen und Wirtschaftsgruppen haben ihre entsprechenden bezirklichen Organisationen in der Mittel- instanz bis hinab zu den örtlichen Organisationen, da, wo es notwendig ist. Ob nicht in der fachlichen Aufgliederung hier und da etwas zu weit gegangen wurde, ist eine andere Frage. Es liehe sich denken, daß Zusammenfassungen hier noch von Nutzen sein könnten. Aber im großen und ganzen ist die Organisation hier zweckmäßig und logisch. Wesentlich anders lag es auf dem regionalen Gebiet. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, daß hier im Regionalen ja die e n g st e Verwurzelung der Wirtschaft liegt. Hier ist sie historisch durch ihre Entstehung, wirtschaftlich durch ihre Rohstoffgrundlagen, biologisch durch die speziellen Fähigkeiten des Menschen der betreffenden Gegend in vielfacher Weise gebunden. Auch die hier entstandenen regionalen Organisationsformen der Vergangenheit unterlagen diesen Bindungen. Die Industrie- und Handelskammern, 111 an der Zahl, sind historisch entstanden. Ihre Grenzen erklären sich oft noch aus den Grenzen der Zeit des Partikularismus und der vielen kleinen Dynastien. Gerade an diese Industrie- und Handelskammern aber knüpfte auch die Organisation der gewerblichen Wirtschaft nach 1933 an. Man übernahm also mit der historischen Bewährung des Kammer- aedankens auch die historischen Schwächen der vorhandenen Kammern. Der Versuch, eine Zusammenfassung der sachlichen und regionalen Organisation, die in den zentralen Reichsorganisationen erklärlicherweise ohne große Schwierigkeiten möglich war, auch in der mittleren Instanz durch die Errichtung von Wirtschaftskammern oder Bezirkswirtschafts- kammern, wie sie ursprünglich hießen, zu erreichen, schlug dagegen fehl. Bezeichnenderweise haben sich in der Praxis nur die Wirtschaftstammern bewährt, deren Grenzen mit den Grenzen eines Gaues zusammenfielen, wie etwa in Ostpreußen (Königsberg), in Danzig, in Hamburg und auch in den Gauen der Ostmark. Aus dieser Erkenntnis hat man nun die Folgerung gezogen, indem man in Zukunft in jedem der 42 deutschen Gaue nur eine Gauwirtschaft S- r a m m e r bestehen lassen wird, in die dann alle übrigen Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und auch die bisheriaen Wirtschaftskammern übergeführt werden. Gleichzeitig wird die fachliche Organisation der gewerblichen Wirtschaft eingegliedert, wobei allerdings das Weisungsrecht der zentralen Stellen der fachlichen Organisation unberührt bleibt. Dadurch bleibt beispielsweise die zentrale Führung des Handwerks durch den Reichshandwerksmeister auch weiterhin gewährleistet. Als Folge dieser Maßnahme werden 41 Industrie- und Handelskammern sofort aufgelöst. 42 werden zu Gauwirtschaftskammern ausgestaltet, wobei es sich meistens wohl um die am Gausitz befindlichen Kammern handeln wird. In Gauen mit besonders starker und verschiedenartiger Industrie wird man aber oftmals mit der Gauwirtschaftskammer allein nicht auskommen. Deswegen ist hier die Möglichkeit vorgesehen, daß noch eine oder einige der früheren Industrie- und Handelskammern als Wirtschaftskammern oder Zweigstellen der Gauwirtschaftskammer erhalten bleiben. Das kann auch in Gauen mit sehr verschiedener wirtschaftlicher Struktur der Fall sein, wie beispielsweise im Warthegau, wo man das mehr agrarische Posen mit dem industriellen Litzmannstadt nicht gut in einen Topf werfen kann. Die Gauwirtschaftskammer dient gleichzeitig der Heranführung der Wirtschaft an die politische Willensbildung. Sie ist ein Instrument für den Gauleiter und gibt ihm die Möglichkeit, die politische Aktivität der Partei auch in der Wirtschaft stärker als bisher zu betätigen. Da aber die Gauwirtschaftskammern der unmittelbaren Aufsicht des Reichswirtschaftsministers unterstehen, ist die Einheitlichkeit der Wirtschaftspolitik des Reiches auf jeden Fall gewährleistet. Die Errichtung der Gauwirtschaftskammern kann natürlich nicht auf einen Schlag erfolgen, sondern wird jeweils durch den Reichswirtschaftsminister angeordnet, wenn alle Vorbedingungen dafür gegeben sind. Jedenfalls ist damit ein Rest der partikularistischen Vergangenheit, der sich in der Wirtschaft noch erhalten hatte, endgültig über Bord geworfen, was sicherlich auch für die Zeit nach dem Kriege zur Erhöhung des Wirkungsarades unserer Wirtschaft beitragen wird. V. A. irahrungssicherung für das italienische Volk. R o m, 29. April. (DNB.-Funkspruch.) Der D u c e sprach zu den Präfekten der 98 italienischen Provinzen über die Ernährungslage. Er zähite Ük Schwierigkeiten auf, so die Bevölkerungszunahme auf normalem Wege und durch neu hinzukommen- des Gebiet, Versorgung der Truppen, Hilfe für die Bevölkerung der besetzten Gebiete, Transport- und Einfuhrschwierigkeiten und mäßige Ernten, die die Lebensmittelrationierung vor allem für Brot nötig machten. Da die ganze Dolkskraft für die Gewinnung des Sieges eingesetzt werden muß, so gilt auch eine Verpflichtung eines Arbeiters ebenso viel wie ein militärischer G e • stellungsbefehl. Abschließend verlieh der Duce den Präsekten weitere Vollmachten, um Schwierigkeiten sofort entgegentreten zu können. Weitere Vereinfachungsmaßnahmen in der Finanzverwaltung. Berlin, 28. April. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt gab vor dem Verein Berliner Kaufleute weitere Vereinfachungsmaßnahmen bekannt, so die Beseitigung der Lohnsteueranmeldungen, den Verzicht auf die Personenstandsaufnahme 1942 und die Weitergeltung der Lohnsteuerkarten 1942 auch für 1943. Die Verminderung des Papieroerbrauches wird dadurch rund 1 Million Kilogramm erreichen. Nach der Neuregelung der Gewinnabführung werden nur noch diejenigen gewerblichen Unternehmen erfaßt werden, deren gewerblicher Gewinn im Wirtschaftsjahr 1941/42 mehr als 30 000 RM. betragen hat und die im Vergleich mit dem Wirtschaftsjahr 1938 eine außergewöhnliche Ge- winnsteigerung erzielt haben. Von dieser außergewöhnlichen Gewinnsteigerung haben Einzelgewerbetreibende und Personengesellschaften 25 v. H. und die Körperschaften 30 v.H. als Gewinnabführungsbetrag zu entrichten. Der Unternehmer muß spätestens am 1. 6.1942 bei seinem Finanzamt einen entsprechenden Antrag stellen. Hat er für die Abgabe sesner Einkommensteuererklärung oder Körperschaftssteuererklärung Fristverlängerung über den 1. Juni hinaus erhalten, so muß er den Antrag auf Sonderbehandlung erst bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung oder Körperschaftssteuererklärung stellen. Gewerbliche Unternehmer haben am 1. Juni und 1. Oktober 1942 auf den Gewinnabführungsbetrag Vorauszahlungen zu entrichten. Jede Vorauszahlung beträgt die Hälfte des voraussichtlichen Gewinnabführungsbetrages. Der gewerbliche Unternehmer hat den Betrag auf Grund feiner Einkommensteuercrklärung oder Körperschafts- fteuererklärung ober, wenn er diese noch nicht abgegeben hat, schätzungsweise zu ermitteln. Der Unternehmer kann beantragen, daß ihm der Gewinnabführungsbetrag bis zur Hälfte belassen oder überlassen wird, wenn er den Betrag aus wehrwirtschaftlichen Gründen oder infolge einer besonderen wirtschaftlichen Vorlage braucht. Der Betrag ist mit jährlich 3,5 v. H. zu verzinsen. Die Vereinfachung des Lohnabzugs und die Beseitigung der Bürgersteuer wurden bereits bekannt- gegeben. Die leichte Erhöhung der Einkommensteuer wird weniger betragen als der Betrag, der an Bür- gerfteuer ausgekommen ist und den das Reich den Gemeinden voll ersetzt. Die Ablösung der Bürgersteuer wird der Mehrzahl der kleineren und mittleren Einkommensempfänger eine leichte steuerliche Entlastung bringen. Nur dort, wo der bisherige Bürgersteuer-Hebesatz sehr niedrig gewesen ist, ergibt sicy eine leichte Mehrbelastung. Die Unternehmer werden in Zukunft keine Lohnsteueranmeldungen mehr abzugeben brauchen. Ab l.Juli werden ferner alle diejenigen Unternehmer die einbehaltene Lohnsteuer kalendervierteljährlich abzuführen haben, bei denen die einbehaltenen Lohnsteuerbeträge monatlich 100 RM. übersteigen. Die Reichsfinanzverwaltung wird stets Verständnis für die Belange der Steuerpflichtigen haben. Sie ist andererseits überzeugt, daß die Steuerpflichtigen alle ihre steuerlichen Obliegenheiten gewissenhaft und pünktlich erfüllen. Das Steueraufkommen stellt das Fundament der Finanzkraft des Reiches dar. Der Krieg bedingt im Interesse des Volksganzen, daß die Finanzkraft des Reiches so stark wie möglich ist. Arbeitseinsatz beschleunigt den Sieg. Gauleiter Sauckel über die Mobilisierung der Arbeitsreserven. NSK. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter und Reichsstatthalter Sank- k el, gab in einer.Unterredung einen Einblick in die ihm gestellte Aufgabe und die Maßnahmen, die zu ihrer Lösung führen werden. Er erklärte: Im Zusammenhang mit der Versorgung von Wehrmacht und Heimat mit allen auch im Kriege unentbehrlichen Lebensgütern und angesichts der heute von Deutschland und seinen Verbündeten zu versorgenden Großräume, ist nun auch das gewaltigste Arbeits- und Arbeiterproblem aller Zeiten entstanden. Voraussetzung für feine Lösung ist der einheitlich geregelte und ge- steuerte Arbeitseinsatz des deutschen Volkes und aller in Europa unserer Kriegswirtschaft zur Verfügung stehenden Reserven. Dieses Ziel schnell, energisch und unter gerechter Verteilung der Arbeitslast zu erreichen, ist die mir gestellte Ausgabe. Mein erster Grundsatz ist, daß Arbeitskräfte ausschließlich für kriegsentscheidende Ausgaben eingesetzt werden. Nicht minder wichtig ist die Sicherstellung der Ernährung und schließlich die Erzeugung lebensnotwendiger Bedarfsgüter, die auch in dem Umfange erhalten bleiben wird, der im Rahmen der Kriegsnotwendigkeiten möglich ist und verantwortet werden kann. Ich sehe sogar die gerechte Verteilung der Arbeitslast und die beste Betreuung aller Schaffenden als die erste und wichtigste Voraussetzung meiner Arbeit an. Gerade die nationalsozialistische Betreuung aller Arbeiter der Stirn und der Fgust wird die vornehmste Aufgabe aller beteiligten Stellen fein. Das Vertrauen zur Gerechtigkeit in der persönlichen Behandlung, Entlohnung und Fürsorge für ihre Gesundheit und Unterbringung wird den Einsatzwillen aller festigen und steigern. In diesem Zusammenhang werde ich meine besondere Aufmerksamkeit der Betreuung der Dienstverpflichteten und derjenigen Volksgenossen widmen, die sich freiwillig zum Ar- bsitsernsatz zur Verfügung gestellt haben. Die Gerechtigkeit im Innern sehe ich als die beste Garantie für den Sieg an. Ich weiß, daß schon heute die Masse unseres Volkes vorbildlich im Arbeitseinsatz steht. Trotzdem zeigen aber die bisher gemachten Erfahrungen, daß in fast allen Betrieben noch Arbeitskräfte frei gemacht werden können. Jeder Betriebsführer muß nun einmal aus eigener Verantwortung unter Anlegung schärfster Maßstäbe seine Gefolgschaft überprüfen. Wer jetzt noch Arbeitskräfte für nicht kriegsentscheidende Aufgaben zurückhält, begeht die schwerste Pflichtverletzung, deren er sich im Kriege überhaupt schuldig machen kann. Ich bin überzeugt, daß allein durch die Maßnahme ein beachtlicher Prozentsatz von Arbeitskräften für kriegsentscheidende Aufgaben frei gemacht werden kann. Im Ernteeinsatz der Landwirtschaft werden Hit- ler-Iugend und BDM. in einem bisher noch nicht dagewesenen Ausmaße zusammen mit den Schulen und Lehrern zur Verfügung stehen. Besonders 'im Gemüsebau kann die Jugend hervorragend helfen, ohne daß eine Uebereinftrengung der Jugendlichen zu befürchten ist. Eine große Reserve an Arbeitskraft verkörpern heute noch immer die deutschen Frauen. Es ist der Wunsch des Führers, daß besonders die kinderreichen, aber auch die werdenden und zukünftigen Mütter unter allen Umständen so vor Uebereinftrengungen und den Gefahren der Kriegszeit behütet werden, daß dieser Krieg ohne bleibende schädliche Rückwirkung auf das Leben unseres Volkes beendet wird. Trotz aller häuslichen Pflichten haben jedoch Millionen deut- Molotows Greuelmärchen. Von unserer Berliner Schriftleitung. Jedesmal wenn der Kriegsgott mit besonderer Heftigkeit sich gegen die Bolschewisten zu wenden anschickt, dann versuchen die Bolschewisten, die Anteilnahme ihrer Verbündeten dadurch zu erwecken, daß sie sich als die armen Opfer eines grausamen Feindes hinstellen. Das Material und die Unterlagen für solche Aktionen brauchen sie nicht lange zu suchen, sie haben es sehr bequem, da ihnen ja in den Schandtaten, die in der Sowjetunion m ihrem Namen verübt worden sind, alles zur Verfügung steht, um eine Welt, die an so Furchtbares nicht gewöhnt ist, in Aufruhr zu bringen. Bereits einmal hat der bolschewistische Außenkommissar Molotow schon den diplomatischen Apparat bemüht, um die Greuel, die von den Bolschewisten begangen worden sind, den deutschen Soldaten in die Schuhe zu schieben. Obwohl damals dieses Unternehmen restlos mißglückt ist, versucht jetzt Molotow ein zweites Mal, die Aufmerksamkeit der in Kuybyschew (Samara) versammelten Diplomaten durch eine Note darauf aufmerksam zu machen, daß in der Sowjetunion wieder eine Reihe von Greueln oorgekommen ist. Er hütet sich aber wohlweislich, zu sagen, daß diese Greuel einzig und allein von den Bolschewisten begangen worden sind, sondern er macht den ebenso plumpen wie dreisten Versuch, die Deutschen anzuschuldigen. Molotow wirb aber mit diesem niederträchtigen Beginnen wenig Erfolg haben. Die Tatsachen sprechen gegen seine Behauptungen, sie werden auch diesmal wieder die Lügen Molotows bloßstellen und diesem Verleumder Die Maste vom Gesicht reißen. scher Frauen freiwillig den Weg in die Rüstungs- betriebe oder in die Landwirtschaft gesunden. Ich werde es mit als meine vornehmste Pflicht ansehen, den im Kriegseinsatz stehenden Frauen und Mädchen den größten Schutz und die höchste Fürsorge angedeihen zu lassen. Im Einsatz fremdländischer Arbeitskräfts stehen uns Kriegsgefangene und daneben Zivilarbeiter und Arbeiterinnen aus den meisten europäischen Ländern zur Verfügung. Von der Sicherung der europäischen Ernährung hängt auch bcä Schicksal derjenigen Völker ab, aus denen unsere Kriegsgefangenen stammen. Deshalb arbeitet dec Kriegsgefangene nicht nur für Deutschland, sondern vielmehr für Europa, die gesamte abendländische Kultur und damit auch für fein eigenes Volk. Für diese feine Arbeit wird er auch anständig ernährt, untergebracht und behandelt. Im übrigen ist dis einwandfreie Arbeitsleistung die einzige Möglichkeit für den Kriegsgefangenen, nicht nur feine augenblicklichen Lebensbedingungen zu verbessern, sondern auch den Krieg und damit feine Gefangenschaft abzukürzen. Die ausländischen Zivilarbeiter und -arbeite« rinnen, die aus befreundeten und neutralen europäischen Staaten zu uns gekommen sind, leben in vielen Fällen, besonders hinsichtlich der Ernährung, besser als in ihrer Heimat und sind im allgemeinen in hohem Maße zufrieden. Wir werden in steigendem Maße europäische Arbeitskräfte in Deutschland für den deutschen Sieg einsetzen und auch auf diesem Gebiet beweisen, daß die Solidarität Europas kein leerer Begriff ist. Die deutsche Wehrmacht ist hervorragend mit Waffen und Munition ausgestattet. Die höchste politische Verantwortung erfordert gerade auf diesem Gebiet lieber eine zu große Vorsicht als Fahrlässigkeit, die draußen nur zu vermeidbaren Blutopfern führen müßte. Deshalb werben wir die Erzeugung von Waffen und Munition bis zum Kriegsende dauernd steigern und werden dadurch den Sieg beschleunigen. Je mehr die Heimat arbeitet, um fo schneller kommt der Sieg! Bauern aus dem Osten . bei Rosenberg. Berlin, 28. April. (DNB.) Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete Alfred Rosenberg empfing je eine ukrainische, weißruthe- nische und russische Bauerabordnung, die sich angemeldet hatten, um den Dank der Landbevölkerung der befreiten Ostgebiete für die Erlösung vom bolschewistischen Joch und zugleich auch für die im Osten geschaffene Agrarordnung auszusprechen. Die Führer der Abordnungen, die teil ihre farbenfreudige Tracht, teils ihr Werktagskleid trugen, brachten ihre Bereitschaft zu freudiger. treuer Mitarbeit zum Ausdruck. Reichsminister Rosenberg dankte den Abordnungen für das 150 Jahre Gießener Konzertverein. Gin geschichtlicher Rückblick zur kommenden Festwoche. Von Professor Dr. meb. Heinrich Walther. Im März 1942 blickte der Gießener Kon - zertverein auf ein anderthalb Jahrhundert langes Bestehen zurück. Er gehört somit au den ältesten Konzertinstituten Deutschlands und hat ein tatenreiches Leben hinter sich. Er wurde gegründet 1792 durch den Professor der Medizin Dr. Thom, einen begeisterten Musikfreund, als „Musikalische Gesellschaft" und erhielt erst Anfang der sechziger Jahre den Namen „Konzertverein". Professor Thom gründete zugleich für die Belange der Musikalischen Gesellschaft ein Liebhaber- Orchester, das sich aus Studierenden, Beamten, Bürgern und einigen Berufsmusikern zusammenfetzte. Neben den Aufführungen dieses Orchesters wurden auch schon vereinzelte Solistenabende veranstaltet. Unter diesen ist besonders beachtenswert der Lieder- und Klavierabend von Carl Maria von Weber im Februar 1811, welcher hier veranstaltet wurde und 1817 eine Wiederholung erlebte-, es war bas erstemal, daß ein deutscher berühmter Tonsetzer selbst seine Werke hier spielte. Eine geregelte Konzerttätigteit begann aber erst, nachdem im Jahre 1818 der ausgezeichnete Musiker Ferdinand Simon G ahn er aus Wien 3um ersten Musikdirektor in der Musikalischen Gesellschaft berufen worden war. Er war tatsächlich auch der erste Universitätsmusikdirektor, nachdem er 1819 zum Dr. phil. promoviert und die venia legendi erhalten hatte. Gaßner gründete am 19. Februar 1819 einen gemischten Chor, den „Akademischen Gesangverein", da er die richtige Ansicht vertrat, daß in erster Linie durch geregelte Cyorauffüh- rungen ein Musikleben begründet werden kann. So brachte er schon bald klassische und zeitgenössische Chorwerke zur Aufführung: 1819 mit benachbarten Musikoereinen (Marburg, Wetzlar, Lich, Büdingen) Rombergs Glocke, 1823 Haydns Schöpfung, und 1824 sogar Händels Messias, außerdem mehrere eigene Chorwerke. Seine leider nur achtjährige Tätigkeit legte somit eine ausgezeichnete Grundlage für das weitere musikalische Gedeihen des Vereins. 1826 folgte er einem Ruf an die Hofoper nach Karlsruhe. Mit dem Weggang Gaßners erlahmte für eine Reihe von Jahren das Musikleben etwas. Seinem Nachfolger Heinrich H o f m a n n, der von 1826 bis 1863 als Musikdirektor tätig war, fehlte der Unternehmungsgeist, die Begeisterung, vielleicht auch die Befähigung zum musikalischen Gestalten, wozu kommt, wie überliefert wird, daß er in den letzten Jahren ein ewig kranker Mann war. Unschlüssig schwankte er zwischen Oper und Oratorium, wie Professor Oncken in seiner Festschrift im Jahre 1892 sagte. In seinen Choraufführungen wiederholen sich allzu oft die Glocke und die Schöpfung. Vom Jahre 1857 ab mußten für ihn auswärtige Dirigenten eintreten. Hofkapellmeister Mangold aus Darmstadt führte 1859 Händels Messias auf. 1860 wurde durch den Vorstand eine zweitägige große Spohr-Gedenkfeier veranstaltet unter Leitung des Hofkapellmeisters Jean Bott aus Meiningen, mit Beteiligung des Kasseler Hoforchesters, für eine Kleinstadt wie Gießen (9000 Einwohner) ein musikalisches Ereignis. Daß Ende der fünfziger Jahre das Musikleben wieder ausblühte, ist lediglich dem ersten Vorsitzenden der Musikalischen Gesellschaft, dem hochmusikalischen, später so berühmten Professor der Rechte, Professor Dr. v o n I h e r i n g, zu verdanken, Welcher das Konzertleben nach einem ganz bestimmten Plan reorganisierte, der jetzt noch als Grundlage dient. Er war es auch, der später gute Solisten nach Gießen brachte. Nachdem 1848 schon der französisch-belgische Geiger P r u m e und dann der Pianist Aloys Schmitt aus Frankfurt hier gespielt hatten, kam 1856 Teresa JDtHa nollo aus lurin, die ausgezeichnete italienische Geigerin als Solistin, und der damals fo berühmte französische Geiger Henri V i e u x t e m p s. Auch die Chor- und Orchesteraufführungen fanden durch Ihering jetzt eine Regeluna. 1861 brachte Hofkapellmeister Mangold Händels Jephtya, und Hofkapellmeister Schlösser aus Darmstadt zum ersten Male für Gießen Beethovens c-moll-Smfpnie, 1862 kam durch Musikdirektor Henkel, Frankfurt, Beethovens Pastoralsinsonie zur Aufführung, und dann folgte unter Leitung von Hofkapellmeister Reiß in Kassel ein Sinfoniekonzert der gesamten Kasseler Hofkapelle. 1863 starb Hoimann. Seinem Nachfolger, dem hochbegabten, jungen, tatkräftigen Musiker Wilhelm Mickler aus Darmstadt, welcher 1863 als Universitätsmusikdirektor berufen wurde, war es vorbehalten, das Musikleben nunmehr endgültig neuzugestalten, entsprechend den von Professor v. Ihering gemachten Vorschlägen. Sein Bestreben, das klassische und auch zeitgenössische Oratorium zu pflegen und dabei die Sinfonien der Klassiker und Romantiker zu regelmäßigen Aufführungen zu bringen, waren mit bestem Erfolg gekrönt. In der nur knapp 11jährigen Zeit seines Wirkens brachte er alle Sinfonien von Beethoven (außer der 9.), die bekanntesten von Haydn und Mozart, aber auch Werke von Mendelssohn, Schubert und Robert Schumann. Außerdem gewannen die Solisten- und Kammermusikkonzerte eine bessere Gestaltung. Als ein besonderes Erlebnis muß hervorgehoben werden, daß Mickler der erste war, welcher hier 1866 Dachs Matthäuspaffion aiuffüyrte und 1867 wiederholte, ganz besonders aber, daß er 1872 sogar das „Deutsche Requiem" von Johannes Brahms, das kurz vorher erst erschienen war, als Novität brachte, erheblich früher als viele andere Städte, worauf der Konzertverein ganz besonders stolz sein kann. In der Wahl der Solisten hatte er eine glückliche Hand. In erster Linie waren es vortreffliche Geiger, die er zur Mitwirkung holte, die besten Spöhr- schüler jener Zeit. Vor allem zu erwähnen sind aber zwei junge hochbegabte deutsche Geiger, die später zu den allerersten zählten: 1865 der 17jähriae August W i l h e l m j aus Wiesbaden und 1867 Hugo Heermann, damals Konzertmeister an der Frankfurter Ppet, Von Pianisten sind Lisztschuler zu erwähnen- Dionys Pru ckn e r aus Stuttgart, Anna Meh li g. Stuttgart, Marie Krebs, Dresden, Aloys Schmitt, von Sängerinnen: die damals so sehr gerühmte Koloratursopranistin Carlotta Patt? (Schwester der Adelina Patti) aus Florenz, ein Stimmphänomen jener Zeit. Mickler selbst soll ein sehr guter Pianist gewesen sein. Beethovens c-moll- und ks-dur-Klavierkonzert kamen in' dieser Zeitepoche zum erstenmal hier zur Aufführung. Don Quartettenfembles sind das Jean» Becker- Quartett und das Hugo -Heermann- Quartett von Frankfurt zu nennen. Mickler hat das Musikleben auf eine erstaunliche Höhe gebracht. Leider hat er 1873 Gießen wieder verlassen, weil er einem Ruf nach Milwaukee in Amerika Folge leisten mußte. In Anbetracht seiner großen Verdienste erhielt er auf Vorschlag des Senats den Titel Professor. Sein Nachfolger, Adolf F e l ch n e r, welcher 1874 hierher berufen wurde, konnte auf den Grund* lagen, die Mickler für das Musikleben gelegt hatte, weiterbauen. Er pflegte in erster Linie mit großem Fleiß die Chorkonzerte, in gleicher Weise aber auch die Sinfoniekonzerte, für welche ihm Das durch Frankfurter Künstler verstärkte Vereinsorchester (Kapelle des Infanterie-Regiments 116) zur Verfügung stand. Hier wie bei den Chorkonzerten stan. oen an oberster Stelle die Klassiker, dann die Romantiker, während wegen der zu starken Besetzung des Orchesterkörpers moderne Orchesterwerke noch nicht zur Ausführung kamen, was der folgenden Zeitepoche vorbehalten blieb. Zunächst waren es die Chorwerke der Massiker sowie die der.Romantiker, die in geschickter Auswahl zur Aufführung gelangten. 1882 erklana zum erstenmal Beethovens 9. Sinfonie, 1888 das Deutsche Requiem von Brahms: dazu kamen Kantaten von Bach und viels andere kleine Chorwerke, für welche Felchner den Akademischen Gesangverein sehr gut vorzubereiten verstand. Als gleichzeitiger Lehrer für Musik am Gymnasium hatte er sich aus älteren Schülern, die später in Gießen studierten, einen stattlichen Männerchor als Stamm allmählich herangebikdet. In dieser Form hat er das Musikleben wesentlich gefördert. I GortletzimA jolgH Versprechen der Mitarbeit. Wenn schon jetzt, mitten im Krieg, der Versuch gemacht werde, die vom Bol- schewismus aufgezwungene Leibeigenschaft aufzu« heben, so geschehe das, um zunächst einmal wenigstens die schlimmsten Schäden des Moskauer Unterdrückungssystems wiedergutzumachen. Es werde nicht zuletzt auch von der Bevölkerung dieser Gebiete selbst abhängen, inwieweit die Pläne zum Wiederaufbau erfolgreich durchgeführt werden könnten, so daß das dortige Bauerntum nach 20jähriaer jüdifch-bolsche- wistischer Zwangsherrschaft und Ausbeutung einmal wieder in der Lage sei, die Früchte seiner eigenen Arbeit zu genießen. Als Zeichen der Verbundenheit am gemeinsamen Werk überreichten die Abord- nungen dem Minister eine Ehrengabe mit Erzeugnissen des Landes, unter denen sich, der landesüblichen'Sitte entsprechend, Salz und Brot befanden. Den Abordnungen ist Gelegenheit ge- aeoen, auf mehrtägigen Reisen deutsche agrarwirtschaftliche Einrichtungen, u. a. Bauernhöfe in Westfalen, sowie die Reichshauptstadt kennenzulernen. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Der Führer verlieh das Ritterkreuz an ^-Sturmbannführer Dieckmann, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment einer ^-Division, und ^-Oberscharführer Stäudle, Beobachter in einem Art.-Reg. einer ^-Division. Als nördlich des Samaraflusses eine das Gelände weithin beherrschende Ortschaft genommen worden war und der Feind starke Gegenangriffe mit Panzerunterstützung führte, war es ^-Sturmbannführer Dieckmann zu verdanken, daß alle erbitterten Versuche der Bolschewisten, die Ortschaft wieder zu gewinnen, zerschlagen werden konnten. — ^-Oberscharführer Stäudle hat südostwärts des Ilmensees einen starken bolschewistischen Durchbruchsversuch zum Schein tern gebracht. Als der Feind nach heftigem Artillerie- und Granatwerferfeuer mit starken Kräften angriff und bis auf 50 Meter an die deutschen Stellungen herangekommen war, übernahm ff* Oberscharführer Stäudle, als alle Offiziere ausgefallen waren, obwohl selbst schwer verwundet, den Befehl über die stihrerlos gewordene Infanterie, es gelang ihm, den Angriff abzuschlagen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Tenno zu feinem Geburtstag ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt. * Der neue französische Regierungschef Pierre L a • o a l empfängt in diesen Tagen eine Reihe leitender Kolonialbeamter von den nordaManischen Besitzungen, darunter den Generalresidenten von Marokko, General Nogues, den ständigen Generalsekretär der französischen Regierung in Afrika, Admiral F e n a r d , den Generalresidenten von Tunis, Ad- nriral E st e v a und den Generalgouverneur von Algerien, Chato l. Kunst und Wissenschaft. Der Pianist Emil von Sauer gestorben. In Wien ist nach kurzem schweren Leiden der Pianist Profefvr Emil von Sauer im Alter von 80 Jahren gestorben. Sauer war noch ein Schüler von Liszt und einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart. Bis in die letzten Monate seines Lebens waren seine Klavierabende in Deutschland und im Auslande gesuchte musikalische Ereignisse. Sauer ist auch als Komponist von Klavierwerken und mit einem 1901 erschienenen Memorienbande „Meine Welt" hervorgetreten. Der Schöpfer des Mal-Liedes. In der Mitternachtsstunde des 1. Mai findet am Hasetor in Osnabrück eine Gedenkfeier für den Komponisten des Liedes „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus" statt. Justus Wilhelm Lyra wurde 1822 in Osnabrück geboren und starb 1882 als Pfarrer in Gehrden bei Hannover, wo ebenfalls alljährlich eine Gedenkfeier stattfindet. Don seinen 1843 erschienenen „Deutschen Liedern" ist die Vertonung von Geibels Mai-Lied ein echtes Volkslied geworden. Aus aller Wett. Zwei Spione hiagerichlel. Die Justizpresfestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Die durch Urteile des Volksgerichtshofes wegen Landesverrat zum Tode verurteilten Johann Musielak aus Lissa, 34 Jahre alt, und Wilhelm M e u- r e r s (genannt Guelicher) aus Aachen, 31 Jahre alt, sind heute morgen h i n g e r i ch t e t worden. Die Verurteilten. haben aus Gewinnsucht im Auftrage einer fremden Macht Spionage gegen Deutschland getrieben. Gewohnheitsverbrecher erschossen. J Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 22. April 1942 wurde der Gewohnheitsverbrecher Wilhelm Thiede erschossen. Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Das ist doch die Höhe", polterte Petersen los, „erst macht er alle Welt verrückt mit seinen melancholischen Reden, so daß man denken kann, er will mit ihr nichts mehr zu tun haben, weil sie offenbar bei der Sache Lanos irgendwie beteiligt ist, und dann setzt er sich dauernd zu ihr. Wenn man ihn sucht, hockt er bei ihr und verdreht die Augen wie ein abgestochenes Huhn." Willis zuckte lächelnd die Achseln. ,Hch finde nichts dabei", sagte er. „So, nichts dabei, nichts dabei", rief Petersen ärgerlich, „und was wird, wenn Elisabeth wirklich die Ursache für die Mordtat gewesen ist? Dann ist sie in aller Munde, und womöglich werden wir auch noch in die Geschichte hineingezerrt. Du mußt ihm das verbieten." „Ich denke nicht daran", hatte Willis gesagt und mar gegangen. Er wußte recht gut, daß es Petersen nur darum ging, den starken Welt auszustechen, und daß er sich ärgerte, daß anscheinend Welt ihn bet Elisabeth ausgestochen hatte. Und so war es auch. Jedesmal, wenn Petersen die beiden zusammen sitzen sah, ärgerte er sich. Wie kam Welt dazu, bei Elisabeth zu sitzen, während er, Petersen, daran vorbeigehen mußte und sich gezwungen sah, sich darüber zu ärgern? Vielleicht wußte Welt mehr als Petersen über Elisabeths Beteiligung bei der unangenehmen Geschichte, vielleicht hatte sie wirklich nichts damit zu tun, und Welt war so unkameradschaftlich, darüber zu schweigen und ihm, Petersen, in aller Stille den Rang bei ihr abzulaufen? Als er die beiden das nächstemal auf dem Dachgarten sitzen sah, trat er an den Tisch und fragte, ob er sich dazufetzen dürfe. Zum Nationalfeiertag 1942. Der Nationalfeiertag wird in diesem Zahre am 2. M a i gefeiert, da der 2. Mai ein Sonnabend ist und so die erholungsbedürftige Arbeiterschaft zwei Feiertage erhält. Der 2. Mai ist deshalb auch ein gesetzlicher Feiertag. Der Nationalfeiertag soll ganz der Erholung der deutschen Arbeiterschaft der Rüstungsbetriebe, der Verwundeten und der Genesungskompanien dienen. Für Gießen sind dafür folgende Veranstaltungen vorgesehen: Am 1. Mai wird das Mai-Ansingen durchgesührt. Am 2.Mai, vormittags 10.30 Uhr Filmaussührungen im Gloria-Palast „Ein ganzer Kerl", im Lichtspielhaus „Wunschkonzert". Von llbis!2Uhr singen der Vauersche Gesangverein und dec Gesangverein „Heiterkeit- am Kreuzplah — Marktplatz — vor dem Theater und am Bahnhossplah. Von 12 bis 13 Uhr Plahmusik der SA.-Kapelle, auherdem singt der VDM. vor dem Vahnhos — am Selterstor — Kreuzplah — Marktplatz und vor dem Theater. Von 13.3P bis 18 Uhr finden auf dem „Waldsportplah VsV.-Reichsbahn" sportliche Wettbewerbe statt, darunter um 1 5 Uhr Handballspiel der Lustwasse gegen HZ. Bann 116. 1 6 ll h r Fußballspiel Stadt Marburg gegen Stadt Giehen. Von 17bisl9Uhr singen die Zungmädel vor dem Vahnhos — am Selters- tor — Kreuzplatz — Marktplatz — vor dem Theater und am Ludwigsplah. Um 18 U h r findet im Skadttheater eine Festvorstellung mit „Der Meisterboxerstatt. Eintrittskarten für die Filmvorstellungen und das Theater sind ausschliehlich den Rüstungsarbeitern und -arbeiterinuen, sowie den Verwundeten und Angehörigen der Genesungskompanien vorbehalten. Da der Nationalfeiertag der Erholung der Arbeiterschaft dienen soll, ist nach dem Dillen des Führers die Teilnahme an den ösfentlichen Veranstaltungen allen Volksgenossen sreigestellt. Am 2. Mai wird nicht geflaggt. Lob der Höflichkeit. Höflichkeit entspringt, mag sie sich auch gelegentlich zur ^eremoniösen Verbindlichkeit veräußern, einem natürlichen Takt des Herzens. Sie erleichtert, in wohlabgewogenem Maße angewandt, den Umgang unter Menschen, schafft auch unter mißlichen Umständen eine wohltuend angenehme und Gegensätze ausgleichende Stimmung und vermag auch rauhere Sitten, dis in bedrängten Zeiten als unliebsame Begleiterscheinungen aufzutreten pflegen, zu läutern oder wenigstens abzudämpfen. Das gefällige Wort schuf in vergangenen Zeiten jene Atmosphäre gegenseitigen Wohlverhaltens, die uns, den Menschen eines sachlicher denkenden, im Grunde unzere- moniösen und im Verkehr von Sentiments gelösten Zeitalters keineswegs mehr wie früher als eine selbstverständliche Umgangserscheinung geläufig ist. Entraten könnten wir der Höflichkeit nicht. Wir stehen nicht vereinzelt im Lebensraum und bedürfen, mögen wir uns auch noch so selbstsicher fühlen, ständig der Hilfe, des Rates, ja des Wohlwollens der anderen Menschen, die mit uns leben und sich im gleichen Verhältnis zu uns befinden. In einem altfranzösischen Sprichwort — des Landes also, das für die Höflichkeit die biegsamsten sprachlichen Formulierungen gefunden hat — heißt es: „Höflich der Mund, die Hand an der Mütze, kostet wenig und ist nütze." Eine goldene Lebeneregel, die nur zu leicht als banal und bürgerlich-spießig abgetan zu werden pflegt. Nicht als ob wir nicht den Wert der Höflichkeit zu schätzen wüßten! Es gibt auch heute noch vorbildlich aufmerksame, zuvorkommende, ritterliche, burd> aus höfliche Menschen in allen Lebenslagen, -berufen und -ständen. Die Höflichkeit ist sogar — es sei mit Anerkennung vermerkt — auf Äushangtafeln in Kanzleien und Aemtern als empfehlenswerte Eigenschaft im Umgangston zwischen Behörde und Publikum proklamiert worden, eine Aufforderung, eine Bitte nur, aber ein, bildlich gesprochen, wohltätig lenkender erzieherischer Zeigefinger. Draußen, im geschäftlichen Leben, begegnet man ihr schon seltener. Kriegs- und Notzeiten bringen es nur zu häufig mit sich, daß die Menschen, anstatt sich einander zu nähern und sich gegenseitig zu nützen, sich voneinander abschließen und selbstsüchtig den persönlichen Vorteil für sich zu ergattern streben. Hier zeigen sich die ersten Symptome des Mangels an natürlicher Höflichkeit — gleichzusetzen mit dem Mangel an Herzenstakt —, der sich fortpflanzt bis in die Läden — es sind aber erfreulicherweise nur Ausnahmefalle — wo manche, die Verkaufswaren abzugeben haben, wie die Weltordnung beherrschende Halbgötter auf die geplagten und gehetzten Hausfrauen herabsehen, ohne jenes innere Verständnis, ohne die höfliche Anteilnahme, die uns als Volk, das um Leben und Zukunft ringt, zur Einheit geschloffen zueinander zwingt. Nicht besser ist die Kategorie jener ewig Verdrossenen, der Griesgrämigen, „Ungern", seufzte Welt, „sehr ungern. Es sind so viele Tische frei —" „Aber, Welt", lachte Elisabeth, „Petersen ist dock) schließlich Ihr Partner. Nehmen Sie doch Platz, sagte sie dann zu Petersen. Der Kleine hatte kaum Platz genommen, als er auch schon mit fliegenden Fahnen zum Angriff vorging. „Welt kompromittiert Sie, Elisabeth", sagte er, „Sie sitzen dauernd nur mit ihm zusammen, so daß schon darüber geredet wird. Dabei vernachlässigen Sie mich und Willis in sträflicher Weise. Was haben wir Ihnen denn getan?" ,Hch kann Sie doch nicht mit Gewalt herführen", lachte sie, „ich bin viel allein und freue mich, wenn mir Welt die Zeit vertreibt." „Na, ich finde, er vertreibt Ihnen stöhnend die Zeit. Sind seine Seufzer denn gar so interessant und unterhaltend?" „Windbeutel!" brummte Welt und warf ihm einen wütenden Blick zu. „Es ist nicht sehr höflich von Ihnen", sagte jetzt Elisabeth ernst, „in meiner Gegenwart Streit anzufangen und Ihren Partner lächerlich zu machen. Wenn Sie das tun wollen, so wäre es besser, Sie wären nicht erst gekommen." Das war sehr deutlich. Welt schmunzelte und warf Elisabeth einen verliebten Blick zu, über den Petersen vollends wütend wurde. „Lächerlicher als er schon ist, kann ich ihn gar nicht machen", rief er lachend, „ich glaube, wenn Sie ihn mal beim Tanzen auf den Fuß treten, dann seufzt er: und sterb ich denn, so sterb ich doch, durch sie, zu ihren Füßen doch —" „Wollen wir tanzen, Welt?" fragte Elisabeth, ohne auf Petersens Worte einzugehen. Welt erhob sich freudig überrascht. Petersen sah ihnen ärgerlich nach. Schlimmer hätte ihm Elisabeth ihre Mißachtung nicht zeigen können. Er überlegte, ob er gehen sollte, entschloß sich aber dann doch, ihnen nicht diese Freude zu bereiten, sondern dazubleiben. der Nörgler, die, weil ihnen eine altgewohnte Bequemlichkeit oder eine leibliche Annehmlichkeit versagt bleibt, ihre Umwelt mit der gereizten Unhöflichkeit chrer schlechten Laune belästigen. Wie sich ein Charakter erst ganz im Unglück bewährt, so die Höflichkeit, persönlich genommen, im Feuer der Dolksnot. Auch sie vermag zu beweisen, was wir innerlich wert sind. Vortrefflich hat dies Goethe in den Wahlverwandtschaften, in Ottiliens Tagebuch zum Ausdruck gebracht: „Es gibt Höflichkeit des Herzens; sie ist der Liebe verwandt. Aus ihr entspringt die bequemste Höflichkeit des äußeren Betragens." Wahr — allzu wahr! M MMie d Mellsliml Betreff: Allgemeine kostenlose Erfinderberatung, insbesondere über die erfinderische Mitarbeit der Gefolgschaft. Sämtliche Volksgenossen, die sich in Sachen einer Erfindung, insbesondere über die erfinderische Mitarbeit der Gefolgschaft beraten lassen wollen, haben hierzu am Montag, dem 4. Mai 1942, vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, im Hause der DAF., Gießen, Schanzenstraße 18, kostenlos die Möglichkeit. Auskunft Zimmer 13. 1424V Jugend grützt den Frühling! NSG. In allen Städten und Dörfern unseres Gaues werden am 2. Mai in der Zeit von 11—13 Uhr Jungen und Mädel den Frühling begrüßen. Freude und Entspannung wollen sie den schaffenden Volksgenossen und vor allem auch den verwundeten Soldaten bringen. Beim offenen Singen auf den Plätzen der Städte und Dörfer will die Hitler-Jugend durch die schönen Frühlingslieder alle erfreuen. Möglichst viele Volksgenossen sollen mit eintreten in den Kreis der Singenden und sollen mitsingen und sich an den schönen Liedern freuen. Alte Volkslieder, wie „Der Winter ist vergangen", „Nun will der Lenz uns grüßen" und Lieder unserer Zeit, „Unser die Sonne, unser die Erde", „Der helle Tag ist ausgemacht", werden durch Kanons „Es tönen die Lieder" ynd Taglieder wie „Zum Tanze geht ein Mädel mit güldenem Band" oder ,^Heifsa, Kathreinele" abgelöst. Reigen und Volkstänze der Mädel in ihren bunten Tanzkleidern wer- den das Bild verschönern. Die Fanfaren- und Spielmannszüge werden Platzkonzerte durchführen und durch die Straßen ziehen, um alle aus den Häusern zu linken. Wenn auf den Plätzen die Tänze beendet und die Lieber verklungen sind, dann ziehen die Mädel und Jungmädel in die Lazarette, um dort für die. Sollten zu singen und ihnen Maikränze und Blumen zu bringen. „Er meint es nicht so schlimm, Elisabeth", sagte Welt während des Tanzens, „aber er kann eben nicht aus seiner Haut heraus. Im Grunde ist er ein gana guter Kerl, eben ein bißchen Windhund —" „Ach, Sie sollten ihn nicht noch in Schutz nehmen", schmollte sie, „er ist ungezogen und unhöflich. Wenn er weiter sich so benimmt, werde ich ihn bitten, sich einen anderen Platz zu suchen." Als sie zum Tisch zurückkamen, tat Petersen so, als sei nichts gewesen. „Haben Sie eigentlich etwas von der Sache Ihres Lanos gehört?" fragte er plötzlich, wobei er eine besondere Betonung auf das „Ihres" legte. Welt schüttelte den Kopf und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Stirn. Aber Petersen fragte unentwegt weiter. Er war fest entschlossen, einmal dahinterzukommen, welche Rolle Elisabeth dabei spielte. Davon hing sein weiteres Verhalten zu ihr ab. „Ich.meine", sagte er „wenn es sich wirklich Herausstellen sollte, daß Sie der Grund zur Mordtat waren, dann wäre die Sache für Lanos doch bedeutend günstiger, denn Eifersuchtstaten sind Affekthandlungen, die nicht so streng bestraft werden —" Elisabeth hatte sich in ihren Sessel zurückgelehnt und ließ ihre Augen über ihre Umgebung schweifen, als suche sie irgendwo eine Hilfe. „Aber vermutlich weiß die Polizei noch gar nicht, wer die eigentliche Ursache zu diesem Mord war", fuhr Petersen fort, „ich bin nur gespannt, wann sie Lanos nun endlich fangen werden." „Lanos hat nicht gemordet", sagte Elisabeth leise. „Wieso wissen Sie das so genau? Waren Sie dabei?" „Nun hör doch schon auf davon", rief jetzt Welt, „siehst du denn nicht, wie Elisabeth die Sache berührt? Laß sie doch in Ruhe —" „Erlaube mal, es ist mein gutes Recht, einmal darüber zu sprechen, und ich habe nicht die Absicht, mir von dir den Mund verbieten zu lasten." Großer Gott, dachte Elisabeth, wenn er doch still jein würde! Wenn doch irgendeine Hilfe kommen Lohnzahlungen am 30. April. In einer Reihe von Betrieben werden Löhne und zum Teil auch Gehälter am Freitag, 1. Mai, ausgezahlt. Da in diesem Jahre der nationale Feiertag des deutschen Volkes auf den 2. Mai fällt, wird es den Gefolgschaftsmitgliedern oft kaum möglich fein, mit den am 1. Mai ausgezahlten Verdiensten die üblichen Einkäufe für die nächsten zwei Tage durchzu- führen. Der Reichsarbeitsminister empfiehlt daher allen Betriebsführern, die am 1. Mai fälligen Lohn- und Gehaltszahlungen bereits am 30. April 1942 zu leisten. Kartoffeln für Wehrmachturlauber. Die Einführung von Bezugsausweisen für Kartoffeln hat auch eine reichseinheitliche Regelung der Kartoffelversorgung der Wehrmachturlauber notwendig gemacht. Nach dem Erlaß des Reichsernäh- rungsministers find Wehrmachturlauber zum Bezug von Speifekartoffeln nur gegen Bezugsausweise berechtigt. Die Höchstmenge beträgt bei einer Urlaubsdauer von weniger als einer Woche 1 Pfund je Kopf und Tag. Bei einer Urlaubsdauer von einer Woche und mehr sind als Höchstmenge 5 Pfund Kartoffeln je Kopf und Woche zugrundezulegen. Die Ausgabe entsprechender Bezugsausweife erfolgt gegen Vorlage des Urlaubsscheins. Keine Bro marken für (Suppen und Tunken. Der Reichsernährungsminister hat angeordnet, daß in den Gaststätten für Suppen und Tunken sowie Gemüsegerichte, zu deren Herstellung Mehl verwandt worden ist, Brotmarken für Brot oder Mehl nftht abverlangt werden dürfen. Die Gaststätten erhalten besondere Mehlzuteilungen in Form eines Zuschlags von 20 v. H. zu den von ihnen abgelieferten Bedarfsnachweisen über Brot, durch die sie in die Lage versetzt werden, diese Gerichte herzustellen. lleberprüst die Sandvorräte in den Häusern. NSG. Nach den bei Luftangriffen gemachten Erfahrungen reicht der in den Häusern bereitgefteilte Sand vielfach nicht aus, um Brandbomben schnell und erfolgreich zu bekämpfen. Vermeidbare Verluste und Schaden an deutschem Volksgut sind die Folgen. Der Abwurf englischer Brandbomben erfordert vielmehr verstärkte Abwehrmaßnahmen der ganzen Bevölkerung. Begnügt euch nicht mit einem Eimer oder einer Tüte Sand vor der Wohnungstüre! Zur Unschädlichmachung einer einzigen Brandbombe werden bei rechtzeitigem Auf finden 10 Pfund Sand bzw. eine Sandtüte gleichen Inhalts benötigt. Deshalb kann Sand in Tüten und Behältern nicht genug vorhanden fein. An alle ergeht deshalb erneut die Mahnung: Ueberprüft und ergänzt die Sandvorräte in den Häusern! Dachböden, Mansarden und obere Stockwerke sind am meisten gefährdet! Deshalb muß in diesen Räumen besonders reichlich Sand bereitgestellt fein. Rasches Abdecken der Brandbombe mit Sand vermeidet Brände und vermag dein Hab und Gut zu retten. Reparaturen und Preisstop. Unter welchen Voraussetzungen macht sich ein Vermieter, dem mangels abweichender Vereinbarungen die Reparaturpflichten auf Grund des Varagraphen536BGB. obliegen, eines23er- ftoßes gegen die Preisstopverordnung schuldig? Der stoßes gegen die Preisstopverordnung schuldig? Zu dieser Frage wird aus dem Reichsheimstättenamt geschrieben: Der Runderlaß des Reichskommissars für die Preisbildung Nr. 55/40 vom 5.5. enthält folgende Ausführungen: „Vielfach ist die Beobachtung gemacht worden, daß Hauseigentümer die Durchführung von Reparaturen ohne hinrc«chenden Grund unter Hinweis auf die Kriegsoerhältnisse ablehnen. Ein solches Verhalten stellt einen Verstoß gegen die Preis st opverordnung dar. Erforderliche und ausführbare Reparatu- s Kleine würde, die ihn veranlassen würde, still zu sejn. Ich halte das nicht aus, diese Gedanken — Die Hilfe kam unerwartet von Willis, der auf dem Dachgarten seinen Tee einnehmen wollte, und dabei mit keinem Gedanken an Elisabeth gedacht hatte. Er wäre sogar, ohne sie zu sehen, an ihrem Tisch vorbeiaegangen, wenn nicht Welt ihn bemerkt und diese Gelegenheit benutzt hätte, das Gespräch auf ein anderes Thema zu bringen. „Hallo, Willis", sagte er. Elisabeth blickte auf, sah Willis und lächelte erleichtert. „Ich wohne nun schon seit Tagen im gleichen Hotel , sagte Elisabeth, „aber wir haben uns noch nie gesehen. Wie sonderbar das eigentlich ist — fügte sie leise hinzu. Willis sagte hierzu nichts. Er nahm an ihrer Seite Platz und warf einen Blick auf Petersen, der feinen Aerger über Willis' plötzliches Erscheinen nicht verbergen konnte. „Wir sprachen gerade von dem Fall Lanos", sagte Petersen und warf Welt einen überlegenen Blick zu, „aber Elisabeth weih anscheinend auch weiter nichts." „Ein Zigeuner namens Anton Sumor wird gesucht", sagte Willis, „ich las es heute in der Mittagszeitung, man forscht nach Mitteilungen über ihn. Ich habe den Namen niemals gehört. Anscheinend ist die Polizei noch nicht weitergekommen. Manchmal denke ich, es wäre gut, wenn Lanos da wäre, er könnte sicherlich vieles klären —" „Ja", pflichtete sie ihm bei, „das war auch schon mein Gedanke. Wenn er unschuldig ist — was ich bestimmt glaube — so paßt es gar nicht zu ihm, sich verborgen zu halten —" „Und wenn er schuldig ist?" fragte Petersen. Elisabeth zuckte die Achseln „Selbst dann ist er ein Mann, der wahrscheinlich mutig die Folgen einer solchen Tat auf sich nehmen würde. Ich verstehe das alles nicht." 'Fortsetzung folgt) rett müssen von den Preisbehörben nokweMgen- falls durch Androhung von Ordnungsstrafen erzwun- gen werden." Wie man bereits aus den Worten „ohne hinreichenden Grund" und der Betonung, daß es sich um „ausführbare" Reparaturen handeln müsse, ersieht, muß man bei Anwendung dieser Bestimmungen des Erlasses naturgemäß die gegenwärtigen Verhältnisse berücksichtigen. Dies hat der Reichskommissar für die Preisbildung in einem späteren Bescheid an den Reichs- verband des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens e.V. vom 12. Juni 1940 besonders hervorgehoben. Darin heißt es, daß die geschilderten Anweisungen des Runderlasses Nr. 55/40 sich nur gegen die Unterlassung solcher Reparaturen wenden, die notwendig und ausführbar sind. 60 Lahre Oberleitungsomnibus. Am heutigen 29. April 1942 sind 60 Jahre vergangen, seitdem ein schienenloses, von Elektromotoren angetriebenes und aus einer Oberleitung gespeistes Fahrzeug den Beweis seiner praktischen Brauchbarkeit erbrachte. — Unser Bild zeigt (oben) das von seinem Erfinder und Erbauer Werner Siemens als „Elekromote" bezeichnete Fahrzeug, das die Form eines leichten Jagdwagens hatte, während der ersten Probefahrt. — Unten ein moderner Oberleitungsomnibus Siemens-MAN., wie er jetzt in Gießen, ferner in Berlin von der Berliner Ver- kehrsgesellschaft und in einer Reihe weiterer Städte eingesetzt wird. (Scherl-Bilderdienst-, sWerkphotoj M.) Gießener Schlachtviehmarlt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 45 Rpf., Bullen 36 bis 43,5, Kühe 15 bis 38, Färsen 39,5 bis 44,5, Kälber 20 bis 57, Schafe 50 Rpf. je A kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, e—f (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. Marktverlauf: alles Zugeteilt. __________________________________________ Zur Sicherung der Ordnung in den Vetrieben. In den Amllichen Mitteilungen veröffentlicht der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtjchafts- gebiel Hetzen eine Anordnung zur Sicherung der Ordnung in den Betrieben. Es heißt barm: Um die Ordnung und Sicherheit in den Betrieben in erhöhtem Maße zu gewährleisten, dürfen Führer des Betriebes Verstoße der Gefolgschaftsmilglieder gegen die Ordnung (Arbeitsdisziplin) oder Sicherheit des Betriebes mit Verwarnungen oder Geldbußen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen ahnden, auch wenn eine solche Maßnahme bisher weder in. gesetzlichen Vorschriften, noch in Bestimmungen der Betriebsordnung oder in arbeitsver- traglichen Regelungen vorgesehen ist: 1. Leichte Verstöße, z. B. Unpünktlichkeit, mit mündlicher oder schriftlicher Verwarnung; 2. schwerere Verstoße, z. B. unentschuldigtes oder grundloses Fehlen, wiederholte Unpünktlichkeit oder eigenmächtiges vorzeitiges Verlassen der Arbeitsstelle sowie Wiederholung leichter Verstöße mit einer Geldbuße bis zur Hälfte des durchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes ; 3. erhebliche Verstöße, z. B. wiederholte Verstöße nach Ziffer 2 oder bewußte' Widerspenstigkeiten gegen Anordnungen des Führers des Betriebes oder feiner Beauftragten mit einer Geldbuße bis zum vollen Betrage eines durchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes. Die Erteilung der Verwarnung sowie die Ver- Gießener wochenmarktpreife. * G i e ß e n, 29. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Spargel, kg 1,80 RM., Unterkohlrabi 7 bis 8, Meerrettich 50 bis 80 Rpf., Apfelsinen 51, Rhabarber 35 bis 50, Zitronen, das Stück 8, Lauch 5 bis 10, Salat 25 bis 35, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 25 Rpf. * ** Erstaufführung ,/Don Pasquale". Am heutigen Mittwoch, 29. April, wird im Theater eins der Meisterwerke der italienischen Spieloper zum erstenmal aufgeführt. Donizettts „Don Pasquale", komische Aper in drei Akten, wurde 1843 in Paris uraufgeführt, im selben Jahre erlebte das Werk feine deutsche Erstaufführung an der Wiener Hofoper, der Erfolg ist dieser Oper seither immer treu geblieben. Es wirken mit: Lifel Schröter-Beckers, Hans Bergmann, Eduard Burchard, Ludwig Dru- schel, Walter Ecsy und Hans Lott. Die musikalische Leitung hat Otto Söllner, die Jnszenierllng Max Schwarze, die Ehöre leitet Carl Willy Hahn; Bühnenbilder von Karl Löffler. ** Schachveranstaltungen mit Welt- meisterAljechin. Das Schachspiel als eine sinnvolle Erfüllung von Freizeit und Erholung zu fördern läßt sich die NSG. „Kraft durch Freude" durch Gründung und Förderung von Betriebsschachgruppen angelegen sein. In der nächsten Zeit bringt sie für Schachfreunde zwei besondere Veranstaltungen. Es ist ihr gelungen, den Weltmeister A l j e ch i n dafür zu gewinnen. In Bad-Nauheim wird der Weltmeister am 4. Mai gegen 40 Gegner gleichzeitig spielen. Am 5. Mai findet dieselbe Veranstaltung in einem Gießener Reservelazarett für unsere Verwundeten statt. Da die letztere Veranstaltung nur unseren Soldaten zugänglich sein wird, seien Schachfreunde, die den Weltmeister gern einmal spielen sehen möchten, auf die Bad-Nauheimer Veranstaltung hingewiesen. ♦♦ Seinen schweren Verletzungen erleg e n. In der Chirurgischen Klinik ist der Platz- hängung der Geldbußen erfolgt durch den Führer Hes Betriebes oder eine durch ihn beauftragte leitende Person, die Verhängung von Geldbußen nach Beratungen im Vertrauensrat, wenn ein solcher besteht. In Betrieben, in denen kein Vertrauensrat besteht, hat der Führer des Betriebes die Verhängung einer Geldbuße alsbald dem Leiter des für den Betrieb zuständigen Arbeitsamtes als Beauftragter des Reichsireuhanders der Arbeit anzuzeigen. Die Verhängung einer Geldbuße wird hier unwirksam, wenn ihr der Leiter des Arbeitsamts als Beauftragter des Reichstreuhänders der Arbeit binnen einer Woche nach Zugang der Anzeige widerspricht. Geldbußen können vom Lohn oder Gehalt einbehalten werden; sie sind vom Führer des Betriebes an die für den Betrieb zuständige Katze der NS.- Volkswohlfahrt zu überweisen. Ein Abdruck dieser Anordnung ist in allen Be- trieben und Betriebsabteilungen an geeigneter, den Gefolgschaftsmitgliedern zugänglicher Stelle zum Aushang zu bringen. Die Dritte Anordnung zur Sicherstellung einer stetigen Lohnentwicklung vom 10. November 1938 in der Fassung der Ergänzungsanordnung vom 26. August 1940 (Amtl. Mitt. 21/38 und 17/40) bleibt hiervon unberührt. Diese Anordnung tritt am 15. April 1942 in Kraft. meister Heinrich Magel aus Heuchelheim, der — wie wir gestern berichteten — am Montag auf dem Bauhof der Firma Abermann schwer verunglückte, heute früh leider verstorben. Aus Oer engeren Heimat. Landkreis Gießen. + Grünberg, 28. April. Die letzte Veranstaltung der hiesigen Kun st gemeinde brachte am Montagabend einen bunten Abend von Nazl E i = feie und seiner bayerischen Volkskunsttruppe. Die Darbietungen der Künstlerschar mit ihren Musikvorträgen, Gesängen und Jodlern, Schuhplattlern und kleinen Volksstücken fanden bei den zahlreich erschienenen Besuchern reichen Beifall. Hiermit hat die Kunstgemeinde Grünberg ihre für das Winterhalbjahr 1941/42 vorgesehenen Darbietungen restlos durchgeführt. Es waren fünf Theateraufführungen — vier von der Rhein-Mainifchen Landesbühne, eine vom Gießener Stadttheater — zwei Varieteabende, drei Vortragsabende, ein Konzert und ein heiterer Abend. Angeschlossen waren der Kunstgemeinde rund 240 Mitglieder. Schweinemarkt in Schotten. * Schotten, 29. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 104 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 35 bis 40 RM., 8 bis 9 Wochen alte 45 bis 50 RM., 10 bis 12 Wochen alte 60 bis 70 RM., 13 Wochen alte Tiere 75 RM. das Stück. Bei flottem Geschäft wurde ausverkauft. Zuchthausstrafe für Getreideschiebung und Preistreiberei. Lpd. Neben einer größeren Landwirtschaft betrieb der 41jährige Georg Schäfer V. aus Schaafheim (Kreis Dieburg) zunächst aus eigenem Ertrag, bann aber ffotz des Fehlens der erforderlichen behördlichen Genehmigung auch mit zu- gekauften Erzeugnissen einen Handel mit Landesprodukten. Die günstige Entwicklung dieses Unternehmens und die zunehmenden Wünsche eines größeren Abnehmerkreises im benachbarten Stockftadt am Main verleiteten ihn schon bald zu unerlaubten Geschäftsmethoden und Höchstpreisüberschreitungen, so daß die Gerichte und Verwaltungsbehörden seit 1938 in acht Fällen mit Geld- und Ordnungsstrafen gegen ihn einschreiten mußten. Ungeachtet dieser Warnungen ging Schäfer feit 1940 schließlich dazu über, zahlreichen Hühnerhaltern Brotgetreide und wertvollstes, anderwärts bezogenes Saatgut zur Verfütterung anzubieten und zu verkaufen. Die Mangellage auf dem Futtermittelmarkt wurde dabei in gewissenloser und eigennütziger Weise zur Berechnung verbotener Preiszuschläge ausgenutzt. Polizeilichen Kontrollen wurde vorbeugend entgegengearbeitet, indem die Abnehmer zu geringeren Preisangaben und unrichtigen Auskünften über die Zweckbestimmung der gelieferten Ware angehalten wurden. Fingierte Rechnungsbelege sollten darüber hinaus das fortgesetzte Verbrechen an der Volksernährung verschleiern. Der erhebliche Gesamtumsatz dieser Getreideschiebungen im Kriege bezog sich etwa zur Hälfte auf besten Saatweizen und zum Rest auf Saatroggen, Saatgerste, Saathafer und Brotgetreide. Nur dem Schickt SUuttrierte an Die Front! Der Frontsoldat wird dafür dantbar sein. umfassenden behördlichen Zugriff ist es zu verdanken, daß diese beiseitegeschafften und zum größten Teil bereits verkauften Vorräte vor dem endgültigen Verlust durch Verfütterung in Tierhaltungen weitgehend bewahrt und fichergestellt werden konnten. Im Falle der vollen Auswirkung des verwerflichen Kriegsverbrechens wäre der Volksernährung nach sachverständiger Schätzung das 10- bis 15fache'Gewicht des verschobenen Saatgetreides an künftigem Brotgetreideertrag verloren gegangen. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte den Saboteur und Kriegsschieber wegen fortgesetzten Verbrechens gegen die Kriegswirtschaftsoerordnung in Tateinheit mit Zuwiderhandlungen gegen die Preisstrafrechtsverordnung und die Verbrauchs- regelungsftrafverordnung zu einer Zuchthausstrafe von sechs Jahren und zu 1000 RM. Geldstrafe. Der bei der Strafttat erzielte Mehrerlös von 750 RM. und die beschlagnahmten Getreidevorräte wurden eingezogen. Da der Täter sich in ehrloser Weise an kriegs- und lebenswichtigen Interessen der Gemeinschaft vergangen hat, wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte- auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) H. W. G. Wenn der Mieter das von Ihnen beanstandete Verhalten fortsetzt und eine Abmahnung an ihn keinen Erfolg hat, k/jnnen Sie unter Umständen mit Erfolg eine Mietaufhebungsklage nach § 2 des Mietgesetzbuches erheben. Sie müßten dabei den Nachweis führen, daß der Mieter trotz erfolgter Abmahnung fortgesetzt durch sein Verhalten den Vermieter oder die übrigen Mitbewohner des Hauses erheblich belästigt. Unter Umständen macht sich der Mieter auch strafbar. Vielleicht hilft eine Anzeige bei der Politzer. Verdunkelungszeit: 29. April von 21.44 bis 5.24 Uhr. Hauptschriftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Ibnriot; für Stadl Gießen, Provinz Wirtichaft und Sport: Ernst öiumidietn. Truc! und Verlag: Brühl,che Universttatsvruckerel R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiler: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwiegermutter u. Großmutter Frau Christine Rompf, geb. Weber heute, nach längerem Leiden, im 80. Lebensjahr in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Arthur Rompf Wwe. Familie Dr. Wilhelm Rompf Wwe. Lang- Göns, Darmstadt, den 28. April 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 30. April, 1 /• Uhr statt. 1425 D Für kleine Werkküche (15 Person.( von Montag bis Freitag vormittags zirka 3 bis 4 Sunden Frau oder Fräulein zum Kochen gesucht. Schriftliche Angebote unter 1405D an den Gießener Anzeiger erbeten. Vutzfvau für die Geschäftsräume sofort gesucht. Welnert, Neuenweg 1420 D Kaufmann, 34/174, ev., aus guter Familie, solid und fleißig, geistig vielseitig interessiert, gewandt im Auftreten, sucht passend. Mädel zu heiraten die in kaufmännisch. Dingen etwas versteht und Sinn für alles Schöne hat. Vermögen erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Vertrau!. Bildzuschriften unter F. M. 451 an Ala, Frankfurt am Main. uaiV Der Schissenberg ist am 30. Avril von 20 Uhr abends bisl.Mai, um 9 Uhr (Mainacht) geschloffen £1426 D Vermietungen Schlafz.m.2Bett» (Küche u.Wobn. Mitbenutzung )an ältere Leute bei Mitbesorgung d. Haushalts von alleinst.Geschäfts- mann zu verm. Schr. Ang. unt. 01973 a.d.G.A. Keine Ursprung*- Zeugnisse, 'andern nur Zeugnis, abichrtften dem Be werbungsichreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Set meidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers Nagen! Masseur gesucht. Schrift!. Angebote unter 1404D an den Gieß. Anz. erb. Puftfrau zwei- bis dreimal wöchentlich 2 bis 3 Stunden sof. gesucht. Owes Licker Straße 45 H. Stundenhilfe gesucht. [ 01969 Frau E. Sauer Meichstmbe 6. Putzhilfe für einige Stunden vormittags odernachmittags gesucht. Schr. Ang. unt. 01947 a.d.G.A. WsgeMn eventl. Halbtagsmädchen sucht Zahntecknifches Laboratorium Nudolf bischer Babnbofstr. 22. | Empfehlungen I Mil oiienen Außen Drei Jungen uni. eutscfie Wocftensdiau ! Täglich 2.30, 4.45, 7.30; So. 2.00, 4.30, 7.30 ^hr Jugendliche haben keinen Zutritt! ' 1 ' 1411 A Nach Motiven der gleichnamigen Operette von Johann Strauß mit §el's Farbe, 01, Fett, Schmier und Teer, da hilft stets eines: „5Mi her!" «Mi roäfdit flarh verschmutzte Gerufe* Kleidung ohne Seife unt) Wafchputoer. I PALAST Giessen