wfcs-..—-?-------\ EL Maghra/ BirMdkWpd i ...... fi et Mukheisincf \ „Qattaret el Diyurlfai Mittwoch, 28. GNobert9^2 Der Marsch aufORom, Ausgangspunkt einer neuen Zeit ie< )uch für • geben, siegen 1 leitet Dr. Ley mit der deutschen Abordnung im Palazzo Ehlggi von Auhenmiplster Graf L i a n o und sodann im Kapitol von dem Gouverneur von Rom, Fürst Borghese, empfangen. Iu Ehren des Reichsjvgendführers A x m a n n und des Reichs- siudentenführers Dr. Scheel veranstalteten am Abend der Vizekommandant des faschistischen Jugendverbandes (GIL), Vonamici, und der vize- kommandant der faschistischen Studentenverbände (GUF) einen Empfang. Der Reichsorganisations- leiter wird am 28. Oktober im Auftrag des Führers am Ehrenmal der Gefallenen der faschistischen Revolution einen Kranz niederlegen und an den Feiern des Faschismus teilnehmen. Rachmittags wird er der Landesgruppe Italien der AO. einen Besuch ab- slatten, die Deutsche Oberrealschule und die Villa Massimo besichttgen sowie einem Appell der politischen Leiter im Deutschen Haus beiwohnen. Mkin M, 8 bis Der handel Rom, 27 Ott. (DRB.) Die italienische Oeffenl- lichkeit bereitete der zum 20. Jahrestag der faschistischen Machtergreifung unter Führung von Reichs- organifationsleiter Dr. Ley in Rom eingefrorenen Abordnung der RSÄAP. einen äußerst herzlichen Empfang. Die Abordnung der RSDAP. wurde kurz nach ihrer Ankunft in Rom vom Duce empfangen, wobei der Parteisekretär Mnister v i d u s s o n i und der deutsche Botschafter von Mackensen zugegen waren. Reichsorganisattons- letter Dr. Ley stellte dem Duce die Mitglieder der Abordnung vor und überbrachte ihm sodann eine persönliche Botschaft des Führers. Der Duce dankte dem Reichsorganisationsleiter für seine herzlichen Worte und unterhielt sich sodann in herzlicher Weise mit der Abordnung, worauf sich diese nach dem Sih der faschistischen Partei begab, wo sie von Parteisekretär Vidussoni empfangen wurde. In den Rachmittagsstunden wurde Reichsorganlsations- Berlin, 27. Ott. (DNB.) Wie das OKW. mitteilt, begannen die Briten am Wend des 23.10. die Stellungen der Achsentruppen an der El-Alarnein- Front mit schwerem Artilleriefeuer zu belegen. Kurz vor Mitternacht erreichte der Arttl- leriekampf seinen Höhepunkt. Gleichzeitig verstärkten starke britische Bomberverbände, von der mondhellen Nacht begünstigt, den Feuerwirbel. 3m Schutz des an- und abschwellenden tober, voll, dahier, bas "en, grün. Geschäft fa 1 auch elit Derben jetzt meister bet Netzen, geldlich barm lnsche! Dr Ley überbringt dem Duce eine Botschaft des Führers der Charakterbildung schon in der Schule beginnen." Und er lebt Italien di^se Haltung vor: Jede Geste, knapp, klar, bestimmt. Er bekämpft die überschwengliche Rhetorik der Italiener, indem er nur ganz knapp spricht und schafft bhbei die politische Sprache ganz neu: formelhaft, prägnant, bildhaft, ausge- meißelt wie eine Statue. Der Duce treibt fast alle Sportarten, und als er Studenten in feinem Privathaus empfing, da geht er mit feinem Pferd über die Hürden, dann ergreift er Buch und Gewehr. Eine unvergeßliche Erziehungsstunde für jeden: ohne Worte. Er prägt feinen raschen energischen Schritt seinem Volke ein und gibt ihm den Passo romano, den langsamen Paradeschritt, die Erziehung zum Gleichschritt bedeutet in Italien eine Umwälzung alter Erziehungsgrundsätze. Mussolini ist in jedem Augenblick Erzieher und Vorbild, er wirkt in der Öffentlichkeit wie eine Statue, gestraffte Gestalt, beherrschtes Gesicht, rasche und knappe Gesten. Wer ihn aber sah, auch vor großen Massen, wenn ihm ein Kind gereicht wird, der erblickt das gelöste Gesicht eines Vaters, die lachenden Augen des kinderlieben Italieners und eine Zartheit der Geste, die fast frauenhaft wirkt; in diesem Augenblick versteht man seine Antwort auf die Frage, welche Anrede er am meisten liebe: „Die der Kinder, die mich in ihren ungelenken Briefen Vater Mussolini nennen." Der Duce ist der Retter seines Volkes vor dem bolschewistischen Chaos, der Schöpfer der italienischen inneren Einheit, der Gestalter und Erzieher des jungen Italieners. Er ist „der Vater des Vaterlandes". Das italienische Volk wird nie seinen Vater verlassen, mag er auch das Schwerste von ihm fördern. MITTELLÄNDISCHES MEER ,en! geofl Vef* bekannt Die große Schlacht in Aegypten. Schwere Materialverluste der Briten. — Die Achsentruppen halten ihre Hauptkampfstellungen auf der ganzen Front. sehe oche »z Klober y* ?lrn«n 2q 1 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorlchrift l vorherige Vereinbarung) 26°/» mehr Mussolini, der große Revolutionär. ^^I0^!wrAlbertPrmzina, Leiter der Abteilung Italien des Deutschen Auslandswissen- chastlrchen Institutes und Inhaber des Lehrstuhls für Volks- und Landeskunde Italien. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8*/t Uhr deSBormittagS Anzeigen-Preile für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Ruf. für Familienarr- zeigen und private rer ist, neben feinen Vater, und ihr erkennt den tiefen Unterschied der Haltung und die typenbildende Kraft der faschistischen Bewegung. Er will ein neues Geschlecht schaffen und enthüllt uns feine Ideen: „Man muß in Italien ein neues Geschlecht aus dem Laboratorium erzeugen. Zweihunderttausend führende Köpfe, Lehrer, Ingenieure, Bankfach- leute, Führer der Großindustrie, fünftausend Offiziere, dreitausend Derwaltungsräte, zehntausend Beamte, alles Leute ersten Ranges, spezialisiert und mit organischem Technizismus bis auf die Knochen getränkt: das braucht Italien! Diese muß ich für das Land präparieren. Vierzig- bis fünfzigtausend Mann, deren Räderwerk mit äußerster Vollkommenheit funktioniert, ein Uhrwerk, das die Stunden der Größe anzeigt. Es darf nicht Vorkommen, daß man einen Major des Heeres eigenhändig einen Kinderwagen schieben sieht. Die Tugenden eines guten Familienvaters sind nicht die Tugenden eines Offiziers, dürfen es nicht fein. Diese Unbegreiflichkeiten, diese Vernachlässigungen, diese Art, die Dinge leicht zu nehmen — das alles muß verschwinden, sonst verschwindet Italien und wird ganz offen von irgendeiner fremden Macht aufgesaugt. Entweder wir erleben ein Jahrhundert der Größe Italiens ober ein Italien, das zu einer Fremdenkolonie wird. Es darf keine Nachsicht geben; man muß sich entscheiden, und man muß das Werk der Auslese und er ,aftwaff6 ster :el ;asse 281 )42 _ 0--A -= Autostraßen ----Fahrwege <--Wustenspurwege «Pisten)......Pfade Salz sumpf Dunen ä: ’ TUt 1Uern|d)Qft taerfi; Ronner fe fr hei. n Mgende £D°mtann und dis User, her. Jurt Detter. Fai. >ut Hardt, ■onunerlab, ?ern Herz, ^.gleicher -IN- fa, lem möge. »ünfcbeund anJäßllcb^r jert >b. Sander schuß von 149 britischen Panzerkampf- und Späh- wagen überlegen erwiesen. Zahlreiche dieser Panzer wurden von Stukas durch Volltreffer zerschlagen. Während der Kämpfe der Heeresverbände entwickelten sich fortgesetzt heftige Luftgefechte über dem ganzen Raum der Schlacht vom Meer bis zur Kattarafenke und von Marsa Matvuk bis Alexandrien. Unentwegt griffen die Achsenflieger in die Erd kämpfe ein und belegten den feindlichen Nachschub mit Bombeb. Sie vernichteten bisher außer zahlreichen Munitions- und Versorgungslagern 37 britische Flugzeuge, wobei die bei Malta abgeschossenen nicht berücksichtigt sind. Wenn auch die Kämpfe um die El-Älamein-Stellung weiter andauern, so haben die Briten doch trotz ihres großen Einsatzes an Truppen, Panzern und Flugzeugen bisher feines ihrer gesteckten Angriffsziele erreicht, die Achsentruppen halten vielmehr auf der ganzen Front ihre Haupt- fampffteHungen, Der Wehrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauplqnarller, 27. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum von Roworofsijfk stürmten deutsche Jnfanterieverbände nach erbitterten Kämpfen eine Panzergrabenstellung der Sowjets. In den Gebirgskämpfen nordostwärts Tuapse wurde eine feindliche Höhenstellung und dabei ein umschlossenes sowjetisches Regiment zum größten Teil vernichtet. Im Terekabschnikt haben deutsche und rumänische Truppen, unterstützt durch starke Verbände der Luftwaffe, angegriffen und schon in den ersten beiden Tagen räumlich und taktisch bedeutende Erfolge erzielt. In Stalingrad gehen die hartnäckigen Straßen- und häuferkämpfe erfolgreich weiter. Südlich der Stadt erneuerte der Feind seine vergeblichen Entlastungsangriffe, bei denen er hohe blutige Verluste erlitt. Transportbewegungen der Sowjets auf Bahnen, Straßen und Wasserwegen wurden auch bei Rächt wirksam bombardiert. Mehrere Transportzüge wurden zerstört und im Weflteil des Kaspischen Meeres ein Tanker und acht Handelsschiffe in Brand geworfen bzw. schwer beschädigt Am 26. Oktober verlor die Sowjetluftwaffe in heftigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie der Luftwaffe 60 Flugzeuge; vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Die Schlacht in Aegypten nimmt mit unverminderter Heftigkeit ihren Fortgang. Unter Einsatz neuer starker Kräfte versuchte der Feind gestern vergeblich, die Stellung der deutsch-italienischen Panzerarmee zu durchbrechen. Er verlor wieder 111 Panzerkampfwagen und 38 Panzerspähwagen. Deutsch-italienische Luflstreitkräfte griffen in immer stärker wiederholten Einsätzen die feindlichen rückwärtigen Verbindungen an. In Luftkämpfen schossen deutsche und italienische Jäger über Rordafrika und über dem Mitkelmeer 14 feindliche Flugzeuge ab. lieber Südengland führte die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage ausgedehnte Angriffe gegen Industrie- und Merftanlage-. salb des Staates." .. h Mussolini Hot Italien neu g e f d) ° H e n S üom geographischen Begriff durch die Zufammen hweißung seiner Glieder zmi europäischen Groß- s°cht erhoben. Er. der große Kenner s-mee> D !i di- feinsten Regungen der Volksseele registriert, «il er aus dem Volke kommt, mit dem Volk (g ingert und mit ihm im Kriege geblutet hat we tz, ch damit nur der äußere Rahmen geschaffen ,st^ n Italien zusammenhält. Er kann das Wort »zeatios aus den 70er Jahren wieder aufnehmen. Salten ist geschaffen, es gilt letzt, den Italic Wie^tie^gespalten war dieses Volk: 3™'toen ^T0.’ 'n, und Provinz, Klaffe und Klaffe, Bildungsstu,e Kd Bildungsstufe schienen unuberwmd che Schram in zu bestehen. Mit seinem unübertrefflichen Realis Hu? erkannte Mussolini, baß auch hier Zuerst em -hlernes Gerippe eines neuen Menschentyps em zogen werden mußte. Dem weichen und bequemen Kliener des liberalen Z-ltatt-rs stellt^! er den ämpfdr, dem skeptischen Advokaten b-n S«°u, PN, und dem autoritätsfembhdjen Intellektuellen kn gehorchenden Soldaten gegenüber. Glauben, gehorchen, kämpfen — das iftt bie Parole i iS jungen Italien. In seiner P°rt°.fuhr° chicht fouf er den neuen Typus des politischen So daten, ^'einheitlich in der Haltung ist, ob er nuri dre i^eren Merkmale des Sizilianers oder des Piemon !en trägt. Stellt dem Sohn des ehemaligen> d emo - Äffchen Abgeordneten, der heute fafchffttscher Trommelfeuers stellten sich die britischen Infanterie- und Panzerverbände bereit Diese Kräfte traten gegen 23 Uhr 3um Angriff gegen den Nord - und Südflügel der El- Alamein-Stellung an. Zuerst drangen Infanteristen und Pioniere vor, die den folgenden Panzern Sturmgassen durch die ausgedehnten Minenfelder vor den Achsenstellungen frei machen sollten. Da der Angriff aber nach Aufklärermeldungen seit Tagen erroerrtet wurde, fehlte ihm das Ueberraschungsmoment, so, daß die Gegenwehr der Achsentruppen sofort mit starker Wirkung einsetzen konnte. Das Sperrfeuer der deutsch-italienischen Artillerie schlug klaffende Lücken in die feindlichen Angriffswellen» die im wetteren Vorlellvertrrterdn für $oll« imb Hans Thyrwi, lBlumIchedl. R. Lauge g. et: Hang 8ed, Die Geburt des Faschismus. . I. Als heute vor zwanzig Jahren, am 28. Oktober 1922, König Viktor Emanuel III. den Herausgeber des Mailänder „Popolo d'Jtalia" mit der Bildung eines neuen italienischen Kabinetts betraute, da war dieser Vorgang kein Regierungswechsel, wie er im demokratischen Pckrlamentsge- triebe des liberalen Italiens in den vorausgegangenen Jahrzehnten alljährlich mehrmals üblich gewesen war und entsprechend wenig Beachtung gefunden hatte, sondern ein Wechsel des Systems, der nicht nur für die Zukunft des italienischen ^Volkes von größter Bedeutung werden, sondern auch durch sein zündendes Beispiel eine unerhörte Werbekraft in ganz Europa und weit darüber'hinaus entfalten sollte. Denn hier erhielt nicht nur ein Land, das in der Meinung der Welt bereits seine Abstempelung als kraftloses Objekt der Großen Politik erhalten hatte und von seinen Verbündeten eben erst entsprechend behandelt worden war, ein ganz neues Gepräge, einen neuen Lebensinhalt und neue außen- und innenpolitische Ziele, für die es sich wieder lohnte, zu arbeiten und zu kämpfen, nein, hier stemmte sich zum erstenmal eine ganze Nation der über Europa hereinbrechenden Flut des Bolschewismus entgegen und stellte in entschlossener Abkehr von den abgewirtschafteten Prinzipien eines zur reinen Plutokratie entarteten Liberalismus ein neues Staatsideal auf, das in den besten politischen Köpfen Europas auf einen Gleichgang der Gedanken traf und sie durch seine Realisierung im faschistischen Italien v8n der Richtigkeit ihres Kampfes und ihrer Zielsetzung überzeugte. Es war kein anderer als Adolf Hitler, der in feiner Reichstagsrede vom 26. April 1942 sagte: „Ich empfehle jedem Deuffchen das Studium der Geschichte der faschistischen 'Revolution, und er wird dann nicht ohne innere Ergriffenheit den Weg und die Bewegung eines Mannes verfolgen, die soviel mit uns Gemeinsames haben, daß wir ihren Kampf geradezu als ein Stück des eigeneh Schicksals empfinden. Erst mit dem Siege des Faschismus konnte man von einer beginnenden Rettung Europas sprechen. Denn nun war an die Stelle eines Ge- drtngen von den schweren Waffen der Infanterie erfaßt wurden. Starke brittsche Panzerkräfte trugen den stockenden Angriff weiter vor. Es gelang ihnen zunächst, in die vordersten Stellungen einzudringen, doch trafen sie hier auf. die Gegen st öße der Achfenpanzer, die über 40 brittsche Kampfwagen vernichteten. Immer noch steigerte sich die Hefttgkeit der Schlacht, die erst gegen Abend des 24. 10. leicht abflaute. In der Nacht und am folgenden Tage nahm die Härte der Kämpfe wieder zu, ohne daß das britische Völkergemisch einen Durchbruch durch die deutsch-italienischen Stellungen erzwingen konnte. Vereinzelte Einbrüche wurden jedesmal in Gegenstößen bereinigt, wobei sich die Zahl der bis zum Abend des 25. 10. abgeschossenen britischen Panzer auf 104 erhöhte. Da auch die britische Luftwaffe erhebliche Verluste hinnehmen mußte und trotz ihrer zahlenmäßigen Ueberlegenheit die deutschen und italienischen Flieger nicht daran hindern konnte, den feindlichen Nachschub schwer zu treffen, versuchte der Feind in nächtlicher Landung hinter der El-Alamein-Stellung den Durchbruch zu erreichen. Zu diesem Zweck sollten besonders geschulte Jnfanterieeinheiten mit Schnellbooten ostwärts Marsa Matruk an Land gebracht werden. Dieses Unternehmen wurde durch italienische Kampfstieger rechtzeitig erkannt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge der Achse griffen darauf die Landungsboote an. Eines der mit Munition beladenen Motorboote flog nach Volltreffer in die Lust. Die übrigen Schiffe mußten sich, mehrfach getroffen und schwer beschädigt, nach Osten zurück- zieh-en. In der El-Alamein-Stellung ging gleichzeitig der schwere Abwehrkampf die ganze Nacht und am 26.10. weiter. Trotz heftiger Angriffe der Luftwaffe gegen die feindlichen Reserven hatten die Briten Verstärkungen herangebracht, so daß nunmehr neben inselbrittschen Truppen auch Süd- afrifaner, Neuseeländer, Australier, Inder, de Gaullisten und sogar zum Waffendienst gepreßte Griechen im Kampf standen. Der erwartete Frontalangriff blieb jedoch aus. Statt dessen hielt der Druck gegen d i e Flügel st ellungen an. Wieder kam es zu schweren Panzers chlach- fcej denen sich die AchjenttUMen durch W- ien Gluck- {merksam* 'g.Geburts- -zieh aPefl 4 [toberlO42 W . (Mber 21m 28. Oktober 1922 marschieren die faschistischen kolonnen auf Rom. Die Ewige Stadt zittert vor er Entscheidung, die mit eiskalter Berechnung jener Wann von der kleinen Redaktionsstube in Mailand «us erzwingt. Am 29. Oktober 1922 bittet ihn der König nach Rom und bietet ihm das Minister- vräsidium an. Als er am Nachmittag in Mailand ien Zug besteigt, sagt er: „Morgen früh hat Italien kein Ministerium mehr, sondern eine Regierung". Das Schicksal gab Italien in Cavour den großen Diplomaten, der mit leichter Hand Italien tinigte; ehe sein Werk vollendet war, starb er ohne vürdigen Nachfolger. Wie sollte aber ein demoliberales Regime in der Lage fein, Italien den Lebensodem der staatlichen Macht zu verleihen, da eine Träger noch nicht einmal den Willen zur Nacht hatten? Den unbändigen Willen zur Macht hatte Musf 0 - lini, der Sohn des heißblütigen Schmiedes aus ter Romagna, denn einmal sagte er von sich selbst: ,3a, ich bin von dieser Sucht besessen. Sie brennt, je zermürbt und verzehrt mich wie ein körperlicher ßchmerz: einprägen, mit meinem Willen einprägen vill ich ein Zeichen in die Zeit, wie ein Löwe mit ßiner Pranke: So!" Mit der Arbeitskraft eines Titanen ringt Mussolini um den inneren Ausgleich von Norden und Süden. Er sagt von sich selbst: „In den ersten fünf Zähren des faschistischen Regimes habe ich 60 000 Audienzen erteilt und mich für 1 887 112 Vorschläge interessiert, die von Bürgern direkt bei meinem Privatsekretär eingereicht worden sind ... Alle de- zrichneten sich als dringlich, alle klopften und klopf- kn, um Einlaß in meinem Kopf zu finden. Manchmal wollte es mir fast scheinen, als müsse mir auch rein physisch der Schädel zerspringen ... Aber jetzt habe ich Italien ganz im Kopf wie eine große Landkarte, mit allen Knotenpunkten seiner Lebensprobleme: hier ist eine Straße nötig, dort eine Eisenbahn, da eine Brücke, Neuaufforstungen, Docks, Botenverbesserungen, Eingemeindungen ein großer Lahnhof für Mailand, Wohnhäuser für Rom, Was- 192. Jahrgang Nr. 254 gricbemt täglich, außer Sonntags und feiertags ® Wener Anzeiger §oMcheckii688syrE^M' vrühlfche UnioerfttSttdneckeret B. fcmgt General-Anzeiger für Oberhessen $d|,iei4«^S<»eltta6eMlta* Verleitungen für Apulien, Wohnräume in Kalabrien tmb Messina, Autm.iobilverbindungen und Straßenbau in Sizilen, Kampf gegen die Malaria in Sardinien — das sind alles Knoten, die gelöst werden müssen ... Aushalten! Seht, darin liegt alles! Wer ausharrt, hat zuletzt immer recht!" Leuchtet in uns Deutschen nicht das Bild Friedrichs, des großen Königs auf, der in denselben Kleinarbeit Preußen wieder aufbaute? Ist in Mussolini nicht der faustische Mensch in die Welt getreten, der ein „neues Land dem Sumpf enttiß", and der jährlich „auf freiem Grund mit freiem Volk" die Ernte einbringt? lieber seinem Leben steht Toethes ewig-gültiges Wort: „Das ist der Weisheit letzter Schluß: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß." Der Sohn des Schmiedes aus der Romagna warf Acllien in das Feuer der Revolution und schmiedet auf dem Amboß der Geschichte neu; dabei müssen horte Schläge fallen, die besonders ein Volk wie los italienische schmerzen müssen. Piele Traditionen Berben gebrochen, um die großen geschichtlichen Linien Roma, Rinascimento, Risorgimento, Rom, Renaissance, Eittigungsbewegung bruchlos heraus- luarbeiten. Viele Vorurteile müssen beseitigt werden, um die Bahn für den Aufstieg frei zu machen. So sie er in Rom ganze Stadtviertel niederlegt, um die Zeugen der großen Vergangenheit in ihrer unver- ftnglichen Schönheit wieder herauszustellen, Haustr- krihen wie ein Chirurg aufschneidet, um der Ewigen Btabt mit großen Straßenzügen Maß unb Struktur geben, 'fo baut er den italienischen Staat von 5runb auf neu und kann schon 1927 voll Stolz (men: „Wir haben den italienischen Einheitsstaat ebaffen. Denkt daran, daß seit dem Imperium Italien fein Einheitsstaat mehr gewesen ist. Wir kräftigen hier feierlichst unsere Lehre vom Staate, ih bekräftige hier nicht weniger energisch meinen 6ch aus der Rede in der* Scala zu Mailand. 2Ules ir den Staat, nichts gegen den Staat, nicyts außer- danken-Konglomerats destruktiver und auflockernder Natur nicht die bloße Gewalt der Bajonette, sondern eine wahrhaft konstruktive neue Idee getreten." Wie war die Situation des italienischen Volkes, als sie der Weckruf Benito Mussolinis traf? Unter den alliierten Mächten des ersten Weltkrieges war Italien die innerlich schwächste gewesen. Im liberalen Staat hatte eine tiefe Kluft die herrschende Schicht der reichen Familien von der großen Masse des arbeitenden und trotz allen Fleißes darbenden Volkes getrennt. Die wachsende Geburtenziffer, das Aufkommen neuer Industrien und das Eindringen marxistischer Lehren hatten die Gegensätze verschärft. Während sich in den Händen einzelner Unternehmer große Vermögen ansammelten, sahen sich Millionen intelligenter und fleißiger Italiener zur Auswcm- derung gezwungen, da der heimische Boden sie nicht mehr ernähren konnte, denn auch auf dem flachen Lpnde war die Mehrzahl der Bewohner in drückender Fron als Pächter oder Tagelöhner von den großen Grundbesitzern abhängig. Schon seit Ende des vorigen Jahrhunderts hatten anarchistische Aufstände gegen die großen Grundherren in der Romagna und auf. Sizilien, Hungerrevolten und Streiks in der oberitalienischen Industrie immer wieder die Hohlheit der gesellschaftlichen Ordnung des liberalen Italiens gezeigt. Die regierende Oberschicht wich jedem ernsthaften Versuch, den Mißständen durch tiefgreifende Reformen zu Leibe zu rücken, ängstlich aus. Ihr Ideal eines bequemen Dahinlebens verabscheute nichts mehr als starke Erschütterungen und ihre eigene innere Unsicherheit sah nur ihr Heil in einer Politik der kleinen Mittel, in einem parlamentarischere. Lavieren, das im Grunde alles beim alten ließ. Dem Volke war ein Gefühl dynastischer Verbundenheit fremd. Die Geistlichkeit grollte dem Königshause, weil es den Papst seiner weltlichen Macht beraubt hatte, die großen adeligen Familien fühlten sich seit altersher dem Vatikan verbunden oder hingen den aus Süditalien vertriebenen Bourbonen an. Der wahre Herrscher Italiens war Giolitti, der Führer der Liberalen, der das italienische Staatsschiff durch alle politischen und sozialen Stürme der Zeit schlecht und recht hindurchsteuerte. - , Der Ausgang des Weltkrieges, der Italien an der Seite der siegreichen Alliierten sah, hatte an dieser innerpolitischen Situation nichts geändert. Die Erschöpfung, in die nach den Anstrengungen der Kriegsjahre alle „Siegermächte" gefallen waren, wurde der Boden, in dem alle Keime der Unzufriedenheit gärten. Der Krieg war zwar gewonnen, aber das Bewußtsein des eigenen Sieges fehlte in den breiten Schichten des italienischen Volkes, und die Behandlung, die es sich auf der Pariser Konferenz der Sieger von seinen bisherigen Alliierten gefallen lassen mußte, verstärkte den Eindruck, daß es den Frieden verloren hatte, denn er erfüllte auch nicht annähernd die Hoffnungen, die vor allem diejenigen in ihn gesetzt hatten, die im Jahre 1915 so stürmisch den Eintritt Italiens in den Krieg an der Seite der Westmächte verlangt hatten. Was man nun erhielt, war nur ein Bruchteil der italienischen Forderungen, die die Alliierten danials großzügig zu erfüllen versprochen hatten, als es ihnen darum ging, Italien für ihre Sache zu gewinnen. So gewann das bittere Gefühl, um den Siegespreis geprellt zu sein, die Oberhand, denn weder die italienische Jrredenta in Dalmatien erreichte den Anschluß an das Königreich, da an die Stelle der Habsburger Monarchie das neue Südslawien Stellung an der Adria, dem mare nostruni der Italiener bezog, noch das Kolonialprogramm Italiens in Afrika, das dem übervölkerten Land Siedlungsraum schaffen sollte, wurde verwirklicht, l)a die alten Kolonialmächte Frankreich und England nicht daran dachten, ihre freigebig gemachten Versprechungen zu halten. Zu dieser bitteren nationalen Enttäuschung kamen schwere wirtschaftliche Erschütterungen als Folge des jähen Uebergangs von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft. Zahlreiche Betriebe, die ohne die Kriegslieferungen beschäftigungslos wurden, mußten ihre Pforten schließen, große Banken ihre Zahlungen einstellen, entlassene Soldaten, die man keiner geregelten Arbeit zuzu- führen vermocht hatte, durchstreiften das Land. Der Nährboden für eine hemmungslose kommunistische Agitation war da, und die Sendboten des russischen Bolschewismus ließen denn auch nicht lange auf sich warten. Bald waren große Streiks an der Tagesordnung, und die Kleinpächter und Tagelöhner begannen auf dem Lande mit der gewaltsamen Enteignung des Großgrundbesitzes. Steigende Lebensmittelpreise führten zu schweren Unruhen. In Spezia wurde für drei Tage die kommunistische Republik ausgerufen, in Bologna eine rote Diktatur errichtet, in zahlreichen anderen Städten wurden „Rote Garden" gebildet, die eine zügellose Gewaltherrschaft ausübten. Riesige Landarbeiterstreiks legten die Feldbestellung lahm. Die roten Gewerkschaften zwangen in zahlreichen Städten Ober- und Mein erstes Gedicht. Von Werner Bergengruen. Als ich sechs Jahre alt war, verbrachten wir einen Sommer bei meinem Großvater auf dem Lande. Weitab vom Herrenhause, dort, wo der Park sich in Wiesengelände verlor, hatte er meinem Bruder und mir aus Latten eine Hütte bauen lassen, die wir völlig als unser Eigentum betrachten durften. Sie hatte die Form gewisser notwendiger, aber meist nicht näher bezeichneter Lokalitäten, wie sie in alten ländlichen Haushaltungen seitab des Wohngebäudes, jenseits des Hofes oder Gartens stehen und an kalten Wintertagen der Schrecken städtischer Gäste sind. Unsere Hütte mag solche Räumlichkeiten an Größe nur um ein Weniges übertroffen haben, uns indessen schien sie allen Ansprüchen Genüge zu tun: auf dem flachen Dach flatterte eine Fahne, es gab ein Glasfenster, bunte Jahrmarktstapeten, ein Spielsachenschränkchen, und wir schleppten zu weiterer Ausstattung unbedenklich hinein, was sich nur finden und verwerten lassen wollte; ja, wir sahen es als eine bizarre Laune der schwer durchschaubaren Erwachsenen an, daß man uns zu Mahlzeiten und Nachtruhe im großen Hause zu erscheinen nötiate. Auch die nähere Umgebung der Hütte empfanden wir als uns gehörig und bezeichneten sie kurz als ,chas Reich". Es gab dort einen großen Kastanienbaum und ein paar Beete, die wir zu pflegen hatten und über deren unendlich kummervolle Erzeugnisse wir frei verfügen dursten. Es war durchaus unser Bestreben, unsere Besitzungen zu arrondieren und unter allerlei Vorwänden fortwährend kleine Territorialgewinne zu machen. Kinder sind Imperialisten. Eines Tages fanden wir unweit der Reichsgrenzen eine tote Maus. In diesem wesentlich unmetaphysisch gerichteten Alter sieht ein Kind, das noch nicht durch läppische Fibelverse verdorben ist, in einem toten Körper weder etwas Furchterregendes noch auch den geringsten Anlaß zur Sentimen- Faschismus unmittelbar. gewidmej fe Mussolinis und Bilder aus seine terer Saal führt das unheilvolle Wirken der Frei ging. tot dem U Der neue japanische Geesieg im Güdpazifik geg NEUGUINEA iroblems. Löcher bet Ein! sie im Neberraschende Begegnung gastfreundliche Aufnahme gefunden, und als er ihn $ren ai hit Tokio, 27.Ott. (DNV.) wie das japanische Hauptquartier bekannt gibt, hat die kaiserliche 2Ha- rine in einer Seeschlacht, die a m 2 6.0 k t o b e r von Tagesanbruch bis in die Nacht hinein währte, im Kampf mit einer mächtigen feindlichen Flotte in den Gewässern nördlich der Santa-Cruz- Inseln vier Flugzeugträger, ein Schlachtschiff und lamte da Uglands Lissal ndfunkr illkie verlorenen Bombern der Alarineluftwaffe hatten 26 den Sonderauftrag, sich mit dem ganzen Flugzeug samt Bombenlast auf die feindlichen Kriegsschiffe zu stürzen, um diese zu vernichten. ein nicht näher festgestelltes feindliches Kriegsschiff versenkt und ein Schlachtschiff, drei Kreuzer sowie einen Zerstörer schwer beschädigt, wehr als 200 feindliche Flugzeuge wurden a b g e - schossen oder vernichtet. Von den japanischen Streitkrästen wurden zwei Flugzeugträger und ein Kreuzer leicht beschädigt. Die Schiffe find aber weiterhin navigationsfähig und können an der Schlacht weiter teilnehmen. 40 japanische Flugzeuge werden vermißt. Die Schlacht wird die ,.S ees chl a ch t im S ü d p a z i f i k" genannt werden. Im Verlaufe der Operationen nach der zweiten Seeschlacht bei den Salomon-Inseln bis vor Beginn der Seeschlacht im südlichen Pazifik wurden ein fünfter amerikanischerFlugzeug» träger, die „Wasp", sowie drei Kreuzer, fünf Zerstörer, sechs U-Boote, ein Minensuchboot und sechs Transportschiffe versenkt, ein Schlachtschiff der USA.-Flotte, ein Flugzeugträger, ein Kreuzer, ein U-Boot, ein Minensuchboot und zwei Transporter schwer beschädigt. Ein weiterer Flugzeugträger wurde leicht beschädigt. In der gleichen Zeit wurden 403Flugzeuge abgeschossen und 97 bei Bombenangriffen auf Landstützpunkte zerstört. 19 „Fliegende Festungen" wurden schwer beschädigt. Aus japanischer Seile wurden zwei Kreuzer, zwei Zerstörer, ein U-Boot und fünf Transporter versenkt, ein Zerstörer und drei Transporter schwer beschädigt, ein Kreuzer, zwei Zerstörer, ein U-Boot und zwei Transporter leicht beschädigt. 78 Flugzeuge kehrten bisher nicht zu ihren Stützpunkten zurück. 31 Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Von den SAMOA 1 q. _== preiszugeben. Und das war gut so, denn es iit keineswegs abzufehen, was alles geschehen wäre, wenn ich die arge und verführerische Kunst bei Umganges mit Feder und Tinte bereits damals beherrscht hätte. So aber blieb mein erstes Gedicht für lange Zeit auch mein einziges, nämlich fiiti Zwei Jahre, und zwei Jahre haben im erstell Lebensjahrzehnt das Gewicht, von zwei Menschen« altern. höchsten Ueberrafchung die mütenb heroorgestoßc- nen Worte: „Oller Bullerballer!" Welche Wirkung beste Deern, wo bust du denn her?" rief er dec Sttat in zu, die nun ihrerseits staunte. „11t ßübto druck von ähnlich überwältigender Großartigkeit wie auf mich. Nur Mihle und Matild hörten mir bewundernd zu, was um so anerkennenswerter war, als sie fein Wort Deutsch verstanden. Was ich vorbrachte, waren Verse, sie reimten sich genau so schön wie die, welche einem vorgelesen und vorgesungen wurden, und ich, ich, ich hatte selbst gemacht. , Nur der Anfang meiner Dichtung ist mir Gedächtnis geblieben. Er lautete: „Hier ruht die Maus von Meuselwitz, sie ward getroffen von dem Blitz." wurde auch dieser dritte Durchbruchsversuch z Scheitern gebracht. einmal besuchte, zankte dieser gerade mit einen Sklavin, die in der Ecke des Zeltes mit einer Ar« beit beschäftigt war. Kaum hatte der zürnende n • / I A H AHAM S A MAVM CYV *> a t t« ml A Ich muß bemerken, daß der ganze Vorgang sich in Kurland abspielte und daß ich weder von der Existenz des Landes Sachsen noch von der des sächsischen Ortes Meuselwitz eine Ahnung hatte, vielmehr .waren lediglich etymologische Gesichtspunkte, gepaart mit dem verführerischen Schimmer des Wortes „Witz" für diese Namensgebung entscheidend gewesen. Daß ich aber das „raffinierte Tier" als Opfer eines Blitzschlages darstellte, das geschah nicht nur „um des Reimes willen", sondern es hatte einige Tage zuvor tatsächlich ein Gewitter gegeben, auch war ich des festen Glaubens, daß die erste Leiche unseres Friedhofes aus Gründen poetischer Gerechtigkeit unbedingt eines erhaben schauerlichen Todes gestorben sein mußte. Meine Dichtung entzückte mich dermaßen, daß ich sie den ganzen Tag über remitierte, mir selbst oder anderen, bis sie irgendein Erwachsener endlich ohne mein Wissen zu Papier brachte, was sie übrigens vor dem Schicksale des Dergeffenwerdens nicht zu retten vermochte. Allein aller Begeisterung zum Trotz kam ich nicht auf den Gedanken, dieser Vorgang des Dichtens fei wiederholbar. Er blieb mir durchaus an das reale Geschehnis gebunden, und allenfalls neue Funeralien hätten ihn erneut notwendig machen können; solche aber unterblieben — ob aus Mangel an Blitzen oder an Mäusen, will ich nicht entscheiden. - ’M ^ntacili anderen Seegebieten herauszuziehen. Der .bringen", zu gef vir ihnen ille ba ulben il rodjene. 3 Zu dem iens m ten gerade iel an D enn er mmonw klären, ichts and kinpire n Mann ealth jel Mn art e Commi Meins ( hten da "Bunt »en Köpfe nigten E L*n/ wem Eise feien Zum drittenmal in zwei Monaten haben die Amerikaner in ihrem Bemühen, den japanischen Ring um den Südwestpazifik zu zersprengen, einen Versuch unternommen, das japanische Stützpunktsystem zu durchbrechen. Der erste dieser Versuche fiel in die Zeit vom 7. bis 9. August. In einer dreitägigen See- und Luftschlacht bei den Salomon-Inseln wurde die aus Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, Schweren und Leichten Kreuzern sowie starken Verbänden leichter Seestreitkräfte bestehende amerikanische Pazifikflotte zerschlagen. 13 feindliche Kreuzer, neun Zerstörer sowie zahlreiche kleinere Einheiten wurden vernichtet. Lediglich einigen Truppentransportern gelang es, im Schutze der Dunkelheit bis zur Insel Gua - d a l c a n a r durchzubrechen und dort Truppen zu landen. Die meisten dieser Transporter wurden am folgenden Tage durch japanische Kampfflugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Truppen auf Guadal- canar waren damit abgeschnitten, da die zerschlagene Flotte des Admirals Ghormley sich zur Flucht gewandt hatte. Am 24. 8. unternahmen die Amerikaner einen zweiten Versuch, der jedoch schon in der Entfaltung durch japanische See- und Luftstreitkräste zum Scheitern gebracht wurde. In den darauffolgenden Wochen kam es zu ständiger Gefechtsberührung zwischen japanischen ünd amerikanischen See- und Luftstreitkräften. In dieser Zeit wurden der amerikanischen Flotte weitere schwere Verluste zugefügt, so daß sie ohne Zuführung von Verstärkungen nicht mehr in der Lage war, von sich aus neue Angriffsoperationen durchzuführen. Doch da für die USA. die Sprengung der japanischen Riegelstellung im australisch- pazifischen Raum zu wichtig war, sollte noch einmal versucht werden, den abgeschnittenen Truppen auf Guadalcanar Verstärkungen zuzuführen, um endlich den Durchbruch bei den Salomoninseln zu erzwingen und den japanischen Druck auf Australien zu lockern. Neuguinea sollte von japanischen Truppen gesäubert und möglicherweise auch Guam, der ehemalige amerikanische Lust- und Flottenstützpunkt ostwärts der Philippinen wieder in Besitz genommen werden. Die amerikanische Pazifikflotte wurde zur Durchführung dieses dritten Durchbruchsversuches nochmals verstärkt, und besonders der stark gelichtete Bestand an Flugzeugträgern ergänzt, fo schwer es auch fiel, diese wertvollen Schiffe aus Wie die „Wasp" versenkt wurde. Lissabon, 27. Oft. (Europapreß.) In der Na zum Dienstag wurde in Washington der Verlust de Flugzeugträgers „W a s p" (14 700 t) zugegeben. E wird hinzugefügt, daß die „Wasp" bereits 15. September durch ein U-Boot im Südpazifik ve senkt worden sei. Etwa 90 v. H. der Mannschafte seien gerettet worden, da sich die „Wasp" nach d Angriff noch fünf Stunden über Wasser gehalte habe. Der Flugzeugträger füllte mit weiteren Ein heilen den Nachschub nach Guadalcanar decken. D Schiff wurde in der Nähe der Magazine Brennstofftanks von drei Torpedos getroffen, w schwere Brände -verursachte. Drei Stunden fpä hatte die Mannschaft das Schiff verlassen, und na talität. Die Maus war tot, gut. Die einzige Konsequenz dieses Tatbestandes konnte die sein, daß sich die Notwendigkeit einer Beerdigung ergab. Eine Beerdigung aber setzt einen Kirchhof voraus, und da man einen solchen nicht in allernächster Nähe seines Wohnhauses anlegt, so eröffnete sich uns die beglückende Notwendigkeit, die Reichsgrenzen abermals um ein Stück vorzutreiben. Wir hoben also ein Rasenstück von einigen Schritten Durchmesser aus und verbanden es durch einen schmalen Pfad mit unserem Stammlande. Pings um den Friedhof wurden Baumzweige in die Erde gesteckt, in der Mitte wurde das Grab -geschaufelt, aus zwei trockenen Kiefernästchen ein Kreuz angefertigt. Blumenschmuck lag bereit. Dann wurden die Trauergäste beschafft Sie bestanden aus unserem jüngsten Bruder, der sich zu dem ganzen Vorgang noch nicht zu äußern vermochte, aus dem Kindermädchen und aus Mihle und Matild (auf der ersten Silbe zu betonen!), zwei Knechtstöchtern, die unsere Spielgefährtinnen und .Herzensdamen waren. Es gelang mir, hie Rolle des Pastors zu usurpieren und meinen Bruder in die des Totengräbers zu drängen. Ich war sehr aufgeregt, denn es war mir klar, daß ich eine Leichenrede zu halten haben würde. Die Leidtragenden waren bereits zur Stelle, allein ick ^flehte um einen Aufschub und verkroch mich im Gebüsch und durchforschte so lange mein Inventar an Gedanken, Vergleichen, Wendungen und Metaphern, bis mein Bruder ungeduldig wurde und mir androhte, die Bestattung ohne geistlichen Beistand von sich aus vorzunehmen. Ich rannte herbei, die kleine Leiche lag schon im Grabe, und mein Bruder machte ernsthafte und männliche Bewegungen mit der Schaufel. Ich brachte ihn zum Aufhören und begann hastig die Worte zu deklamieren, deren Anfang ich mir in meinem Gebüsch zurechtgelegt hatte und deren Fortgang sich nun — beglückender Rausch! — von'selbst, nein vom lieben Gott her mir plötzlich offenbarte. Meine Leistung machte auf niemanden einen ©tn- herige Flottenchef im Pazifik, Admiral Ghocm, n ü ley, den man für die ersten beiden Niederlage^ bei den Salomoninseln verantwortlich machte, wurde durch Admiral H a l f e y ersetzt. Dann trat dlß amerikanische Pazifikflotte zum dritten Malz den Marsch in die Gewässer der Salomoninseln aii Starfex Verbände der japanischen Kriegsmarine Mhebung und der Marineluftwaffe traten der amerikanische- Flotte am 26. 10. bei den Santa-Cruz-Jnseln, o stß wärts der Salomoninseln, entgegen. I einer See- und Luftschlacht, die von Tagesanbr des 26. 10. bis tief in die Nacht hinein anbaue Bo11ai, der spätere Erziehungsnsinifter, hatten die Führung übernommen. Das Schwarzhemd und ihr Kampflied die „Giovinezza" wurden Symbole der neuen Bewegung,.an die nun in erster Linie am 2. März 1919 Mussolinis Ausruf zum Zusammenschluß aller ehemaligen Frontkämpfer er- Dr. Fr. W. Lange. „Ausstellung -er faschistischen Revolution." Rom, 27. Ott. (Europapreß.) Eine Ausstellung der faschistischen Revolution, die am 28. Oktober, dem Jahrestag des Marsches auf Rom, als dauernde geschichtliche Schau des Faschismus eröffnet wird, läßt die Entwicklung des faschistischen Italiens eindrucksvoll erkennen. Der Weg durch die Ausstellung folgt dem geschichtlichen Werdegang. An seinem Beginn steht ein Bild des Gedenksteins an Mussolinis Vaterhaus. Der nächste Raum ist dem Mittelitaliens die Kaufleute, ihnen die Schlussel zu ihren Geschäften auszuhändigen und die Waren zu halbem Preise zu verkaufen. In Bari kam es zu blutigen Barrikadenkämpfen, Viareggio mußte durch Militär von der kommunisttschen Willkürherrschaft befreit werden. In der Romaana brach ein anarchistischer Aufstand aus. In Ankona meuterten Truppen, die nach Albanien eingeschifft werden sollten, die Eisenbahner machten mit ihnen gemeinsame Sache. Schließlich besetzten im August 1920 die Arbeiter zahlreiche Fabriken in den großen Industriestädten des Landes und hißten die rote Fahne. Italien war dem völligen Chaos ausgeliefert. Die Zeit war reif für den gewaltsamen Umsturz und die Errichtung der bolschewistischen Diktatur nach russischem Muster. Die wechselnden liberalen Regierungen dieser unheilschwangeren Jahre, da das ^italienische Volk von Fieberschauern geschüttelt wurde und der Staat in allen Fugen krachte, wußten kein anderes Heilmittel als die schwächlichen Methoden der Vorkriegszeit, die sich schon damals als gänzlich unzulänglich erwiesen hatten, wieviel mchr jetzt, wo überall im Lande die Anarchie ihr blutiges Haupt erhob. Im Parlament bekämpften sich die politischen Parteien, ohne daß sich auch in den Reihen der Opposition, der Sozialisten und Klerikalen, irgendein neuer fruchtbarer Gedanke kundtat oder eine kraftvolle Persönlichkeit aufstand," das Steuer des dem tosenden Wirbel der Vernichtung zutreibenden Staatsschiffes herumzureißen. Die Atmosphäre eines lähmercken Fatalismus hielt das unglückliche Land in ihrem Bann. Gegen dieses schwächliche Treibenlassen und schlaffe Zuwarten des liberalen Bürgertums, das sich zwischen den Mühlsteinen der Plutokratie und des Kommunismus zerrieben sah und sich selbst aufgegeben hatte noch ehe ein letzter Stoß seine Scheinherrschaft auch der Form nach beseitigte, wurden wie in Deutschland so auch in Italien die ersten Stimmen der Empörung in Schöpfer des t Man sieht Briefe ______ Soldatenzeit. .Ein paar Schritte weiter wird in Entwicklung des „Popolo d'Jtalia", der Zeitung be; Duce, geschildert. Eine Nummer des Blattes be herrscht in riesenhafter Vergrößerung den ganzer Raum. Eindringlich wird sodann der Kampf de Faschismus mit den Kräften des Umsturzes dar gestellt. Die -Erinnerung an die Gründung de faschistischen Kampfbünde in Mailand wird wach gerufen. Zeitungsblätter zeigen das Wachsen be faschistischen Parteipresse. Der Erinnerung an bei \jiAL0M0N fr ° ST CRUZ 'AUSTRALIEN Achlvindl 113 * $ir w sfi Der Schauplatz dieser „Seeschlacht im Südpazifi waren die Santa-Cruz-Jnseln, die sudös lich von den Salomon-Inseln und nördlich von de Neuen Hebriden liegen, insgesamt nur knapp 10 Quadratkilometer mit etwa 5000 Einwohnern u fassen und erst durch die moderne See- und ßirf Strategie an Bedeutung gewonnen haben. Ae lich wie die Salomon-Inseln bieten sie für i stationierte ßust- und Seestreitkräfte Stützpunkt- ..., Von hier aus kann der direkte Weg fontroHiej pw 1 werden, der von der Westküste der ^Bereinigten „ 5 Staaten an die australische Mittelküste führt. 2V* L'Je Japaner, die diesen Seeraum beherrschen, sind der Lage, den amerikanischen Nachschub auf den ^en aJv Wea jenseits des südlichen Wendekreises zu ver» !en meifep^was einen zeitraubenden Umweg darstellt Die amerikanischen Besatzungstruppen auf der Insa Guadalcanar, die schon bisher von japanischen Land» truppen schwer bedrängt wurden, kommen jetzt in eine überaus mißliche ßage: ihre Nachschubweg sind gefährdeter den je, und Australien fühlt den Krieg in nächster Nähe. Mortfefci .'Hrackmi erten, so .tiefen Gl rnib Matii front" in Sing € auf maurerei und des Judentums vor Augen. Die Er> ^°nnJ2 (j oberung Abessiniens und die Schaffung des italie» rJJ’ nifchen Imperiums wird in einer weiteren Abtei» lung an Hand zahlreicher Aufnahmen und statin ( ftischer Angaben vor Augen geführt. Es folgen Dari» ftellungen der Kämpfe italienischer Soldaten iß V-e Spanien und Albanien, und zum Schluß wird m einem Sondersaal der Eintritt Italiens in den zwei« ßjHflt ten Weltkrieg in zahlreichen Aufnahmen dargestM .. In dem letzten Saal sind Erinnerungen an die grot M ßen Gestalten dieses-Krieges zusammengefaßt. Dr« SL^mir Namen: der Herzog von Aosta, Bruno Mussolii» ^ern led Ätalv Balbo verkörpern den Kampf des italienß fcf>en Volkes. - Phase 6 i da- Ergeb /werte. Un I reiten, erf her W am Dienst . ( Klotten J & USA.- nie einen den Kreisen der Frontkämpfer des großen Krieges laut. Bereits im Frühjahr 1918 hatten Anhänger Marinettis^der schon vor dem Kriege leidenschaftlich gefordert hatte, durch planmäßige Er- zichung zum „heldischen Staatsbürger" einen neuen Typus des Italieners zu schaffen, und sämlliche Museen zu schließen, weil die Italiener zu gut seien, um alte Gipsbüsten abzustauben, eine Futuristische Politische Partei ins ßeben gerufen. Nationale Syndikalisten, die die Herrschaft der Massen, wie sie der Marxismus predigte, als geistestötend ablehnten, aber die politische und soziale Gleichberechtigung des Arbeiters forderten, patten die „Unione Socialista Jtaliana" gegründet. Im Januar 1919 war dann in Rom die Vereinigung der Arditi, der Stoßtruppkämpfer des großen Krieges, entstanden. Der Dichter Mario Carli und der junge Stoßtruppoffizier Giuseppe Marsch auf Rom ist ein weiterer Saal mit eine großen Sammlung von Wimpeln, Zeitungen uit Aufrufen gewidmet. Ein großes Relief zeigt Muj solini zu Pferde, wie er dem König das jung faschistische Italien entgegenfü^rf. Die schwarzven n ö hängte Gedenkhalle für die Toten der Bewegung Ehrsen, schließt sich an. Es folgen die Räume, in denen das f ® 1 2 Wirken der Partei und ihrer Gliederungen gezeigt WLff h wird. An anderer Stelle wird auf die Zusammen» lir, ( hänge zwischen dem klassischen Rom und dem Ront r von heute vermissen. An das Scheitern der Völker« Ling Ljfj bundssanktionen wird ebenfalls erinnert. Ein mei» „ U bluff, 2n °'n S nadj lagen Mbeineg «e bieje get ’lgere L Wertet Ich konnte damals noch nicht schreiben, denn cis meiner glücklichen Heimat gab es keinen Schul« zwang, und niemand dachte daran, sein Kind schoif im Alter von sechs Jahren den Unbilden des M Als der berühmte Reifende Carstens Niebuhr, bed in ßüdingworth im ßande Hadeln an der Nordsee« küste das ßicht der Welt erblickt hatte, von feine 1 großen Wanderungen im Morgenlande zurückg^ kehrt war, erzählte er feinen Freunden gern folgendes eben unfo Geschichte: Er hatte bei einem arabischen Scheicß 1Qf)ren u worth in Hadeln", luiueie VI e zuuwuii. ie Meldung von dem neuen japanischen Sieg im Züdpazifik um die Welt eilt, erklärte der USA - Mannemmister Knox in Washington Pressever- retem lediglich, die Schlacht bet und auf den Sa- , omon-Jnseln sei in die entscheidende Phase getreten. Es sei noch nicht klar, wie das Ergebnis der Schlacht im Südpazifik ausfallen werde. Um aber schon auf die Hiobspost vorzube- reiten, erklärte er, die Japaner wären sehr' stark, der Kampf sei deshalb hart und'schwer. Der am Dienstag in den Vereinigten Staaten begangene §1 ott en tag wäre der bemerkenswerteste, weil die USA.-Marine in ihrer ganzen Geschichte noch pie einen schwereren Kampf zu führen gezwungen war als heute. Oie Borwürfe gegen Vizeadmiral Ghormley. Genf, 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) Zur Amts- nthebung von Vizeadmiral Ghormley, des bis- ?, SS Süßung Stalins' und Tschiangkaischeks, einen An- ‘'"(f) oonh llrHf auf Burma, sowie die Losung des Jndien- -zu -keinen SU sein Kind W bilden 0, beim «2 Ue Surf* i bereits g, k,p7ron"a"7 antwortete Ka^en mit kleiner Stimme. । erstes ihren Sckosi. ihre Lippen ztt- 6, namlichZ den. Aus der Giadi Gießen. Vom Heizen. Sachgemäßes Heizen bei gleichzeitig möglichst restloser Ausnützung der Brennstoffe verlangt nicht nur Nachdenken, sondern auch Erfahrung. Der Heizwert der Kohle hängt zunächst von ihrem Gasgehalt ab, und dieser wird von der Erdschicht bedingt, aus der die Kohle stammt, insofern, als die am tiefsten in der Erde liegenden Kohlen, also die ältesten, den geringsten Gasgehalt — nur etwa 5 bis 11 v. H. — aufweisen, während die oberste und jüngste Kohlenschicht bis zu 38 v. H. Gas enthält; doch eignen sich Kohlen mit so starkem Gasgehalt als Hausbrennmaterial weniger. Im Urahnen aller Kohlen, dem Anthrazit, der zu den sog. Magerkohlen gehört, ist dagegen nur wenig Gas, daneben aber bis zu 96 v. H. Kohlenstoff enthalten, weshalb Anthrazit die größte Heizkraft entwickelt. Als jüngste aller Kohlen besitzt die Braunkohle einen geringeren Gehalt an Kohlenstoff und damit auch eine geringere Heizkraft, durch ihre Verarbeitung zum Brikett wird sie jedoch zu einem Brennmaterial von hohem Wärmewert, das sich auch für Oefen mit schwächerem Zug eignet und als Brennstoff so gut wie ganz ausgenützt wird. Wichtig ist bei der Brikettfeuerung, daß die Ofentüren gut schließen und nur zum Nachlegen geöffnet werden, weil jeder eindringende Luftzug die Brennkraft der Briketts beeinträchtigt. Dasselbe gilt für den Torf, der, wasserarm und lufttrocken, ein vorzügliches Brennmaterial ist, dessen Heizkraft fick ebenfalls nur dann voll auswirken kann, wenn er bei fest verschlossener Ofentür brennt, so daß ihn kein stärkerer Luftzug trifft Am besten brennt Torf In etwa faustgroßen Stücken, die man auf dem Rost gut in Brand kommen läßt, worauf dann erst die größeren Stücke aufgelegt werden. Heizt man dagegen mit Kohle, sollen beim Nachlegen immer nur kleinere Kohlenmengen aufgelegt werden, weil, sobald man zu viel Kohlen auseinander häuft, das Feuer durch die Entziehung der Luftzufuhr erstickt wird und die Kohlen infolgedessen zum Teil nur halb durchbrennen. Man legt also immer nur so nach, daß zwischen dem neuen Material das alte noch gut durchglühend sichtbar ist Manche Kohlen haben ferner die Eigenschaft, daß sie während der Erhitzung zu größeren Klumpen zusammenbacken, wodurch ihr Heizwert jedoch keineswegs beeinträchtigt wird, zumal bann, wenn man die Klumpen Dort Zeit zu Zeit zerkleinert. Im übrigen ist es viel ratsamer, nicht viel im Feuer herumzustochern, sondern es ruhig sich selber zu überlassen. Jedenfalls heißt fparfani feuern noch lange nicht schlecht feuern, nur gedankenlos und unverständig darf das Brennmaterial nicht verheizt werden. So soll Holz bei der Hausfeuerung nur in geringen Mengen zum Anfeuern gebraucht werden, um so mehr, als sein Wärmewert gewöhnlich start überschätzt wird. Läßt sich doch mit einem Zentner Briketts die gleiche Wärme erreichen, zu der man mit Holzfeuerung 2,5 Zentner Buchenholz gebrauchen würde. Zudem gibt es auch noch einen „zusätzlichen" Heizstoff, dessen Verwendung allerdings etwas Mühe kostet, der sich jedoch lohnt. Es steckt nämlich auch in den Schlacken der Kohlen noch ein gewisser Brennwert, da sie, wenn man sie in kleinen- Mengen auf hellbrennendes Feuer legt, noch einmal gut durchglühen. Nur eignet sich nicht jeder Ofen dafür, weshalb es sich empfiehlt, immer erst eine Probe zu machen. Wo der Versuch gelingt, soll man sich die Arbeit nicht verdrießen lassen und die Schlacken sowie auch alle unverbrannten Kohlenreste aus dem Aschenkasten des Ofens von der Asche absondern und noch einmal verwenden. Es kommt auf diese Weise im Laufe des Winters eine ganz hübsche Menge zusammen, mit der sich die Feuerung gut strecken läßt. M. A. v. L. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet wurden der Leutnant Exnst Jung aus Gießen- Klein-Linden, Hügelstraße 20, der Unteroffizier Karl Gregorius aus Gießen, Steinstraße 66, der Unteroffizier Willi Wagner aus Gießen-Klein- Linden, Frankfurter Straße 119, und der Obergefreite Rudi Weigel aus Gießen-Klein-Linden, Lützellindener Straße 14. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 29. Oktober, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 29. Oktober, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Kriegsbedingte Steuerbegünstigungen. Die Abgrenzung steuerfreier Zuweisungen von steuerpflichtigen Zuwendungen wurde im Frieden grundsätzlich dort getroffen, wo die Zuwendung nicht Entgelt für geleistete Arbeit, sondern mehr der Ausdruck betriebsgemeinschaftlicher Verbundenheit ist. Diese Verbundenheit hat im Kriege an Bedeutung noch gewonnen. Deshalb sind grundsätzlich alle sozialen Arbeitgeberleistungen dieser Art auch im Kriege steuerfrei aeblieben. Dazu sind einige kriegsbedingte steuerliche Begünstigungen getreten, über die zusammenfassend Oberregierungsrat Dr. Dejtering in der ,/Deutschen Steuer-Zeitung" berichtet. Sie sind besonders darauf gerichtet, die Gesundheit, die Leistungskraft und den Leistungswillen der Arbeitnehmer zu erhalten und zu stärken. Die sozialen Arbeitgeberleistungen sind dadurch ein Beitrag zu dem großen Ziel, den Krieg siegreich zu bestehen. Im einzelnen zählt der Bericht auf die weitgehende steuerliche Begünstigung her Ausgaben für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers. Die Steuerbegünstigung von Notstandsbeihilfen wurde erweitert. Steuerfrei sind auch solche Notstandsbeihilfen, die der Arbeitgeber selbst nach Anhören des Vertrauensrats ober des Betriebsobmanns zahlt, und die 100 RM. im Kalenderjahr' nicht überfteigen. Bei Urlaubszuschüssen zu KdF.-Reisen ist die Steuerfreiheit bis auf 60 RM. ausgedehnt worden. Arbeitgeberleistungen anläßlich der Verschickung von Gefolgschaftsmitgliedern sind lobnsteuersrei, soweit sie 150 RM. im Einzelfall nicht übersteigen. Bei Gewährung von freien ober verbilligten Wohnungen in werkseigenen Gebäuben wirb Lohnsteuer nicht erhoben, wenn ber Unterschiedsbetrag zum ortsüblichen Mietpreis 20 RM. nicht übersteigt. Zinsersparnisse bei Arbeitgeberdarlehen sind lohnsteuer- frei, wenn der Arbeitnehmer der Sozialversicherungspflicht unterliegt und das Darlehen 1000 RM. im Jahr nicht übersteigt. Weitere Vergünstigungen gelten für Schulbeihilfen im öffentlichen Dienst sowie für Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, ferner für Sparprämien. Dazu kommen die Vergünstigungen für Schmutzzulagen, Berufskleidung und Werkzeug, die Vergünstigungen für Mehrarbeitszuschläge, für soziale Zulagen bei auswärtiger Beschäftigung, für die Aufbauzulage, die Protektoratszulage, den Verpflegungszuschuß und den Mietzuschuß in den eingegliederten Ostgebieten und im Protektorat. Einmalige Sterbegeld'beihilsen an die Hinterbliebenen gefallener Gefolgschaftsmitglieder sind lohnsteuerfrei, wenn sie im Einzelfall 1000 RM. nicht übersteigen. Gleiches gilt für Arbeitgeberbeihilfen aus Anlaß von Kriegssachschäden. Vergünstigungen gelten auch für die Entschädigungen im Luftschutzdienst sowie für Zuwendungen, die Arbeitgeber für besonderen Einsatz bei Luftangriffen gewähren. Schließlich sind auch die Unterstützungen zu erwähnen, die Arbeitgeber während ihrer Einberufuyg neben dem Familienunterhalt an die Angehörigem zahlen. Erhöhung der Bezüge genehmigungspflichtig. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat besttmmt, daß jede Aenderung in den Bezügen dem Reichstveuhänder oder Sondertreu-' händer der Arbeit selbst dann vorher angezeigt werden muß, wenn sie dem einzelnen Gefolgschaftsmitglied wegen der Uebernahme einer Vertretung von zum Wehrdienst einberufenen Angestellten im Betrieb zugestanden werden soll. Diese Anzeige ist immer zu erstatten, gleichgültig, ob auf die Aenderung des Entgelts das' Gefoigschaftsrnitglied nach den geltenden Vereinbarungen oder Vorschriften einen Rechtsanspruch hat oder nicht. Die erhöhten Bezüge dürfen erst dann ausgezahlt werden, wenn der Reichstreuhänder ober Sondertreuhänder der Arbeit innerhalb von sechs Wochen nach der Anzeige keinen Widerspruch eingelegt hat. Die Reichstreuhänder der Arbeit sind gleichzeitig angewiesen worden, nur dort einer Erhöhung der Bezüge zuzustimmen, wo das Gefolgschaftsmitglied als Vertreter eine höherwertige Tätigkeit als bisher ausüben muß und die bisherigen Bezüge nicht bereits so hoch sind, daß sie auch die neue Tätigkeit angemessen abgelten. Im allgemeinen werden die Reichstreuhänder der Arbeit nur einmalige Anerkennungsprämien oder bestenfalls widerrufliche Zulagen zu den bisherigen Entgelten zulassen. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß im Kriege nicht einige Zufällig traf sie mich trotz der späten Stunde in der Präfektur noch persönlich an und erzählte mir den Fall. Ich gab ihr einen Beamten zum Schutz mit und hielt es, wenn auch von Gonzales dazu nicht aufgefordert, für ratsam, Gonzales bewachen zu lassen. Leider kam der Beamte zu spät, Gonzales war ungefähr eine halbe Stunde vor seinem Eintreffen ermordet worden. Sergeant Tirso fand ihn in einer Lage, die darauf schließen läßt, daß Senor Gonzales den Wagen nach dem Oeffnen des Gartentors gerade in die Garage steuern wollte, als ihn der tödliche Schuß aus nächster Nähe in die Schläfe traf. Bereits fünf Stunden nach der Entdeckung konnten wir Brackmann verhaften." Santacilla machte eine kleine Pause und hob den Kopf, als erwarte er nun den Beifall, der ihm vorhin mit dem Zauberkunststück entgangen war. „Wo fanden Sie Brackmann, wenn die Frage gestattet ist?" fragte Forester nach einer kleinen Weile. „In einem obskuren Hafenhotel. Er hatte sich dort unter dem Namen Jonas Eriksen einlogiert. Ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich Ihnen sage, daß er die Tat sehr sorgfälttg vorbereitet und alle Anstalten getroffen Haie, seine Spur gründlich zu verwischen. Brackmann hatte nämlich die Absicht, nach Vollendung seiner Anschläge als Maschinist auf einem chilenischen Handelsbampfer Verakruz zu verlassen und in Chile unterzutauchen." Mit einer höflichen Verbeugung gegen Karen fügte er hinzu: „Ich darf wohl sagen, daß Madame Perano ihr Leben zum Teil unserer raschen Arbeit, hauptsächlich aber wohl Ihrer Warnung zu verdanken hat. Es ist nur bedauerlich, Senorita Orgassa, daß Sie nicht sofort den richttgen Weg gingen — nämlich zu mir. Dann hätte sich auch ber Mord an Gonzales vermeiden lassen." Forester sah, daß Karen erblaßte. Ciquiia Pera- nos Dank, und der Dank der Polizei ... Das hatte noch gefehlt. Santacilla schien nicht zu ahnen, daß Karen seine Worte wie einen niederträchtigen Hohn empfinden mußte. „Madame Perano scheint meine Unterredung mit Gonzales nur sehr ungenau wiedergegeben zu haben, Don Santacilla", sagte sie schneidend, „ober Gonzales hat ihr einen wichtigen Teil ber Unterredung unterschlagen." Santacilla hob die Augenbrauen und bat Karen durch eine Geste, sich nicht unterbrechen zu lassen. „Ick habe, als ich Gonzales aufforberte, Verakruz für einige Zeit zu verlassen, nicht die Absicht gehabt. Malte Brackmann an ihn zu verraten ober ourch ihn an die Polizei verraten zu lassen. Ich suchte Gonzales auf, um Brackmann unter allen Umständen daran zu verhindern, durch seine Tat die beiden einzigen Zeugen zu beseitigen, die bei der Wiederaufnahme seines Prozesses etwas über die wahren Urheber des Brandes auf Buena Esperanza hätten aussagen können. Das waren meine Worte. Mögen Sie, Don Santacilla, davon halten, was Sie wollen. Mir lag nichts an Gonzales, und mir liegt nichts an Madame Perano, ich wollte sie nicht schlitzen, sondern für die große Abrechnung aufheben. Was ich tat, tat ich in Brackmanns Interesse." „Oh —!" machte Santacilla einigermaßen bestürzt. „Brackmann ist damals unschuldig verurteilt worden", fuhr Karen in steigender Erregung fort. „Wer die wahren Schuldigen waren, hoffte ich zu beweisen, um Brackmann von dem schändlichen Verdacht zu befreien. Er hatte leider kein Vertrauen, daß mir dieser Beweis gelingen würde. Daß er Gonzales getötet hat, kann ich nach allem dem, was ihm angetan worden ist, nur zu gut begreifen. Wenn er für diese Tat verurteilt wird, dann werbe ich deshalb doch nicht das aufgeben, was ich mir fest vorgenommen habe, nämlich festzustellen, daß Brackmann an Gonzales ein Urteil vollzogen hat, das die Gerechtigkeit, die Sie vertreten, zu vollziehen schuldig geblieben ist!" (Fortsetzung folgt.) BANK SPAR - buch tag: Brühl,che Univerfitätsdruckerei R. Lange K. G. .-Hng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck, sie Nr. 6. Anzeigenpreislisle Nr. 6. DieDentscbeArbeitsifont Kreisdienststeile ^oggenhj lezia bei' schatt fflr Oberhessen. LICHTSPIELTHEATER Tail. 2.30,4.45,7.30: So. 2.00,4.80.7.30 UHF Unser B seiner A Neichsjuc 886. Krall durch Freude Wetterau Ab November, erstmalig am 4.11. 42, bleibt jeden Mittwoch-Nachmittag ab 13 Uhr nur eine Apotheke in Gießen geöffnet und zwar die jeweils den Sonntags- und Nachtdienst versehende Apotheke. (Diese Maßnahme ist mit Genehmigung des Gauleiters getroffen.) Die am Mittwoch-Nachmittag geöffnete Apotheke wird Samstag im Anzeigenteil der Tageszeitungen bekanntgegeben. Der Unterbezirksffihrer der Deutschen Apotheker- "Druck und Verlag: Brähhche Universitätsvruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.- "" ..... .............. ~ — - Hellmuth Mueller-Leutert zeigt eine Kollektiv-Ausstellung neuer Ölgemälde, Aquarelle und Graphik im Turmhaus am Brandplatz vom Sonntag, 1. November, bis Sonntag, 15. November, einschließlich. Eröffnung: Sonntag, 1. November, vorrn. II Uhr. Die Ausstellung" ist Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 13 Uhr, und außer Sonntags jeden Nachmittag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. ._______________________________________________ 05391 Donnerstag, 29. Oktober, 19.00 Uhr, im Theater 3. Veranstaltung im 16er Ring Die drei Eisbären Lustspiel von Maximilian Vidus Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Gießen, Seltersweg 60, Tel. 3961 3264D 28. Oft sches au lliid 6ai ivuaschle ich Zum Grüßen reiche 5 Zhr per! An d ,Me! 1 gedenke iichen £t and D ganze m nerea 21 Bloria-Palast, Seltersweg: Anschlag auf Baku Llchtspielhaua, Bahnhofstraße: Höllentempo Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OPEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Ruf 2847-48 s'26972/ hielt er einen Strafbefehl über 20 RM., gegen beit er Einspruch einlegte. Durch Urteil des Amtsgerichts wurde er zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Hiergegen legte'er Berufung ein, die jedoch von der Strafkammer verworfen wurde. Dazu kommen natürlich noch die ansehnlichen Gerichts» kosten. Eine teure Beleuchtung. Geheimrqt Or. Sartorius gestorben. LPD. Wetzlar, 27. Okt. Der frühere Landrat des Kreises Wetzlar, Geheimrat Dr. Sartorius, ist in Wiesbaden im Alter von 79 Jahren geworben. Der Verstorbene leitete von 1900 bis 1929 den Kreis Wetzlar und war eine Persönlichkeit von außerordentlichen fachlichen und menschlichen Qualitäten. L Mr, Pjwp R 3u9e fei. Habrich. 3263 D Fristen der i°szm Qu vurde Dor dr S d! der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 28. Oktober 19 bis 21.15 Uhr 7.Mittwochmiete u.HalbmieteB , Die drei Eisbären. ; Rom, iknegerisck denen der pn Rom [pinne dc hatten, u: i tn öen C N ist, »nnen, x Um \ Eenen \ ^en. Um f diesen Im die al Heere inö eine (■ L* 5* 1 ’^ßerorber :«*ärae Gebrauchter WMivogeii u. Puppe, sowie neuer ober gebr. Küchenherd u. ein Kinder- klappstühlchen z. kaufen gesucht. Schr. ANg. unt. 05433 a.d.G.A. Wer kann mir einig.gebrauchte suflllplotlen (auch unbrauchbare) gegen ent» sprechende Bezahl. abgeben? Schrift!. Angeb. erbeten unter Postschließfach 238 Gießen. lo542b Verschiedenes Neuwertiger MemMlel für 13i. Jungen geg. gleichwert. Wettermantel ob. Sportanzug, evtl.m.Aufzahl., für 17-Jährigen zu tauschen gesucht. - Schrift!. Ang. unt. 05420 an o. Gieß. Anz. Klaviere Flügel kauft ständig Pianohaus OCnOliaU Bahnhofstraße 76 Telefon 3269 ■ ■ ■ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Landkreis Gietzen. ~r. Grünberg, 26. Okt 2ün Sonntag waren Verwundete aus den Gießener Lazaretten in Grünberg zu Gast. Die Ortsgruppe hatte für sie zu 'einem Beisammensein am Nachmittag in der Turnhalle eingeladen. Bei der Veranstaltung, die im Zeichen der Liedwerbung stand, wirkten mit: Hitler-Jugend, Bund Deutscher Mädel, NS.-Frauenschast, Männeraesangverein „Sängerkranz" und eine Schulklasse, lieber das deutsche Lied und verbindende Worte zu den verschiedenen Darbietungen sprach Lehrer Schmoll (Elpenrod). Auch ein Liebhaberorchester unter Leitung von Dr. Herdt hatte sich zur Verfügung gestellt und bestritt den musikalischen Teil der Veranstaltung, zu der außerdem noch Fräulein Herdt durch mehrere Lieder beitrug. Ortsgruppenleiter Schütz sprach herzliche Begrüßungsworte zu den Verwundeten, von denen am Schlüsse der Veranstaltung einer den Dank abstattete. Kreis Alsfeld. H o m b e r a, 26. Okt. Im Nachbardorfe Gontershausen brach auf dem Grundstück des Wilh. Fey ein Brand aus, der einige Nebengebäude zerstörte. Der eifrigen Arbeit der Ortsfeuerwehr und der Homberger Wehr gelang es, den Brand niederzukämpfen, so daß-die angeforderte Motorspritze aus Alsfeld bei ihrem Eintreffen nicht mehr in Tätigkeit zu treten brauchte. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch nicht geklärt. Fußball. Allendorf (Lahn) — Leihgestern 0:4 (0:3). Am Sonntag trug die 1. Jugend der Spvg. 1926 Leihgestern das fällige Meisterschaftsspiel in Allendorf aus. Leihgestern bestritt dieses Spiel mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft und konnte, da Allendorf eine ganz schwache Leistung bot, doch mit 4:0 gewinnen. Mit diesem Siege hat sich Leihgestern mit dem VfB.-R. Gießen punktgleich an die Spitze der Tabelle gesetzt. Schiedsrichter Schmitt (Garbenteich) leitete das Spiel korrekt. Verdunkelungszett: 28. Oktober von 19.01 bis 7.42 Uhr. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriflleiters: Ernst Älumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Älumschein. Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, h2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. * ** Akademische Berufung. Der Ordinarius für bürgerliches- und Zivilrecht an der Universität Graz, Prof. Dr. Erich Bley, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Bonn berufen. Professor Bley wurde 1890 in Leipzig geboren. Er studierte in seiner Vaterstadt und promovierte dort 1914. 1922 habilitierte er sich für Zivilprozeß- und Konkursrecht, Sttafrecht und Strafprozeßrecht. 1925 wurde er als Ordinarius nach Greifswald berufen, 1932 übernahm er den Gießener Lehrstuhl. Seine Berufung nach Graz erfolgte 1940. Auf dem Gebiet des bürgerlichen Prozeßrechts, des Steuer- und Arbeitsrechts hat Prof. Bley zahlreiche Arbeiten veröffentlicht. ** Eine Achtzigjährige. Am gestrigen Dienstag, 27. Oktober, konnte Frau Ida Köhler, Witwe des Geheimen Forfttats Köhler, Gartenstraße 11 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin nachttäglich unseren herzlichen Glückwunsch. ** Verteilung von Eiern. In oer laufenden Versorgungspertode werden drei Eier je Person ausgegeben. ** Trinkbranntwein bestellen. Am 31. Oktober läuft die Frist für die Anmeldung zum Bezug von Trinkbranntwein ab. Soweit noch nicht geschehen, hat daher die Anmeldung sofort zu erfolgen. Nachträglich eingehende Bestellungen können in keinem Falle berücksichtigt werden. ** Verkehrsunfall. Auf dem Ludwigsplatz ereignete sich ein Zusammenstoß eines Personenautos mit einem Radfahrer. Dabei wurde der.Radfahrer so erheblich verletzt, daß er der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. ** Die Schneegans zieht. Später als in anderen Jahren ziehen in diesem Jahre die Schneegänse nach Süden. Während, wie die letzten zwei Jahrzehnte zu beobachten war, der Zug der Kraniche und Wild- oder Graugänse (der Volksmund nennt alle Schneegänse) regelmäßig um den 8. Oktober herum erfolgte, war der erste Zug der Schnee- gänse in diesem Jahre erst am Montag, 19. Oktober, zu beobachten. An diesem Tage flogen gegen 19.15 Uhr etwa 25 der Tiere in der Richtung von Norden nach Süden über unsere Stadt. Am vorgestrigen Montag, 26. Oktober, konnte man gegen 14 Uhr wieder 25 bis 30 beobachten, die unsere Stadt in der bekannten Keilform in der Richtung nach Süden überflogen. Gegen 16 Uhr war eine zweite Schar von etwa 30 Tieren zu sehen, die aus der Richtung Schiffenberg kam und nach Wetzlar zu weiterflog. Girastammer Gießen. Der R. D. in Friedberg hatte zwei Fenster feister Wohnung nicht verdunkett, so daß der Lichtschein nach außen drang. D. sollte für diese Unterlassung eine Verwarnungsgebühr zahlen, was er aber ablehnte. Auf die dann folgende Anzeige er- fiontoriffin ob. sonst, weibliche Kraft für Büro per sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05431 an den Gieß. Anz. Jg., tüdjt Kran sofort für halbe Tage als Hilfe i. Haushalt ges. Frau [05419 Minni Flimm, Landgrafenstraße 3 II (änzutr, zwischen 11 und 13 Uhr). Geschäftsfrau sucht tüchtige, zuverlässige Hilfe für. b. Häushalt, vormittags 1 bis 2 Stunden. Keine Küche. Schr. Ang. unt. 05435 a.b.G.A. Zuverlässiges Mädchen evtl, für halbe Tage, in Haushalt gesucht. Dr. med. [05426 Elsbeth Kalbfleisch, Hitlerwall 431. 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