Montag. 28. September (942 P Man Gießener Anzeiger 14Rvt. f. Werbeanzeigen unb nefctinftlicbe WelenenbeitflaiMetflen Vlnövorfdbrift l vorherige Vereinbarung) 2B°/o mebr Mitnahme von Miueinen für die Mittagsnummer biS8'/,UbrbedVormittagS Anzeiaen-Preise für die Millimeter-Beile von 22 THllimcter Breite: 7Rvf. für ftamilienan- -einen rmd private GelegenbeitSanzeigen Be-uaSvreiSr Monatlich.... .RM.1.80 Lustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernfvrechaitsckluk 2251 Drahtanschrift: ,Anzeiger" Postscheck 1168k s>ranks./M (92. Jahrgang Nr. 228 Grichenu -aglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: (Siebener ftamilienblätter । Heimat imBild-DieScholle drühlfche ttrtixrfitätibniderd H. Laug« General-Anzeiger siir Oberhessen *rl«i<1)tn,e$d)«I|traht 7-4 Die Mächte des Dreierpakis sind die Herren der Lage. Eine stolze Bilanz des Reichsaußenministers am zweiten Jahrestage des Oreimächtepaks. Berlin, 27. Sept (DJIB.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes am Sonntagabend im Hotel Kaiserhof einen Empfang. Ls waren anwesend der italienische Botschafter Dino Atfieri, der japanische Botschafter Oshima sowie der ungarische Gesandte Szlojay, der rumänische Gesandte B o s s y, der kroatische Gesandte Budak, der bulgarische Gesandte S a g o r o f f und der slowakische Geschäststiäger Legationsrat Malis mit Mitglieder der Missionen und den ihnen zu- geteilten Waffen-Attaches. Bon deutscher Seite waren pnwesend: Generalfeldmarschall ü e i t e l, Reichs- presseches Dr. Dietrich und die leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes mit Staatssekretär von Weizsäcker sowie die an der Durchführung des Dreimächtepaktes beteiligten/ Persönlichkeiten. Rach der Begrünung der Vertreter der im Dreimächtepakt verbündeten Staaten gedachte der Reichsaußen- minifter in einer Ansprache des zweiten Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes und der Staatsoberhäupter der mit Deutschland im Dreimächtepakt verbündeten Staaten. Der Reichsaußen- minifter führte folgendes aus: Die Ansprache Ribbentrops. Eure Exzellenzen! Meine Herren! heute, am zweiten Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes, jenes weltumspannenden Bund- nispaktes, der zürn politischen Symbol des Befreiungskampfes aller jungen Völker gegenüber dem Egoismus und der Habsucht einer überlebten Welt- oronung geworden ist, begrüße ich im Namen der Reichsregierung die Vertreter unserer Partner Italien und Japan sowie die Vertreter der dem Pakt beigetretenen Staaten Ungarn, Rumänien, Slowakei, Bulgarien und Kroatien. Als Deutschland, Italien und Japan vor zwei Jahren in Berlin den Dreimächtepakt feierlich abschlossen, geschah dies vor allem mit dem einen Ziel: die Vereinigten Staaten von Nordamerika zu warnen. Weny Präsident Roosevelt und seine jüdische Clique von Kriegshetzern sortfahren würden, das amerikanische Volk gegen seinen Willen zum Kriege zu treiben, so sollten sie wissen, mit wem sie es im E r n ft f a 11 e z u tun bekommen würden. Der Sinn und Zweck dieses Bündnissas war also -ein rein defensiver, d. h. es sollte verhindern, daß dieser von den internationalen Geschäftemachern angezettelte europäische Krieg durch hinzutritt der Der- einigten Staaten zu einem allgemeinen Weltkrieg erweitert und damit verlängert würde. Herr Roosevelt ließ die Warnung unbeachtet. Er, dessen Hauptschuld an dem Ausbruch dieses Krieges schon damals durch die bekannten Dokumenten-Ber- öffentlichungen immer klarer zutage trat, konnte nicht mehr zurück. Seit Abschluß des Dreimächtepaktes verdoppelte er daher seine propagadistischen Anstrengungen. Es galt die Sorge des amerikanischen Volkes vor dieser übermächtigen Kombi- Nation zu zerstreuen und es um so schneller für den Krieg reif zu machen. Um vollendete Tatsachen zu schaffen, die jede Möglichkeit einer friedlichen Regelung endgültig beseitigen mußten, ging Herr Roosevelt bann zu offenen Kriegshandlungen über. Er ließ trotz des noch bestehenden Friedenszustandes mit den Achsenmächten deutsche und italienische Schiffe angreifen. Er beleidigte das deutsche, italienische und japanische Volk und seine Führer. Mit großer Zurückhaltung haben die Dreierpakt- machte diese Beleidigungen, Herausforderungen und feindlichen Handlungen über ein Jahr lang beobachtet, immer in der Hoffnung, daß doch noch der gesunde Menschenverstand des amerikanischen Volkes seinen Präsidenten und die ihn umgebende Clique von Mi- schen Kriegshetzern zur Vernunft bringen wurde. Aber dieser Krieg war Herrn Rooseve I tu feige n° ftes Werk. Cf wollte ihn einfach. Mit Vernunft war da nichts zu machen. So [teilte er denn auch bewußt eines Tages unverschämte Forderungen, die die stolze japanische Nation in ihrer Ehre verletzen mußten. Damit war das Maß voll, und I a ■ pan schlug zu. In Pearl Harbour mürbe ein großer Teil ber amerikanischer Flotte vernichtet, ein Verlust, ben bie Vereinigten Staaten m diesem Kriege nicht mehr einhvlen können, und die Ber» fenfung der englischen Schlachtschiffe brach das Rückgrad der englischen Flotte in Ost- offen. Deutschland, Italien und Japan schlossen sich nun- mehr, getreu dem Geiste des Dreimächtepaktes, n o ch enger zusammen zu einem Bund auf Leben und Tod und geschlossen, die Waffen nicht eher me- derzulegen, bis die Zukunft ihrer Volker und bie von ihnen geforderte Neuordnung der Dmge m der Welt ein für allemal sichergestellt ift. Sie waren uch habet bewußt, daß die Kraft ihrer vereinten Völker und die mit ihnen verbündeten Nationen die stärkste Mächtegruppierung repra- rentierte, die je geschaffen wurde unb eine sichere i Garantie für die Erreichung dieses Zieles bot. Die I Ereignisse haben diese Annahme bestätigt. Meine Herren! Gewaltiges hat siK seit Dezember ! fres vergangenen Jahres ereignet. Ich mochte diese I Ereignisse kurz wie folgt zufammenfasien: In p 11- I ifien hat unser japanischer Verbündeter in einem I ^iegeszug ohnegleichen ein Weltreich erobert, hong- ’ong, Singapur, Sumatra, Java und Burma sind «amen von Schlachten, die heute nochin den Ohren i Hingen und die in die ruhmvolle Kriegsgeschichte . :>es japanischen Kaiserreiches entgehen werden Seit- , »em steht Japan in uneinnehmbarer Positron im öagifif, von ben Alöuten bis zu ben Salomoninseln und bis Singapur jederzeit sprungbereit, um dem Feind neue Schläge zu versetzen. Von Burma aus aber wurde die letzte Verbindung Tschigngkaischeks zur Außenwelt abgeschnitten und damit Tschung- king-China als Gegner von Gewicht für Japan ausgeschaltet, heute bedroht die japanische Armee bas Herz bes britischen Imperiums Jnbien. Eine stolze Bilanz ber ersten Kriegsmonate. Aus ben europäischen und afrikanischen Kriegsschauplätzen stand das zweite Jahr unseres Dreimächtepaktes im Zeichen weiterer gewaltiger Erfolge Deutschlands, Italiens und ihrer Verbündeten. Während in Afrika die verbündeten deutschen und italienischen Divisionen in kühnem Siegeslauf und in treuer Waffenbrüderschaft den Engländern Tobruk, Soll um und Marsa Matruk entrissen und in starker Stellung bei E l Alamein vor den Toren Aegyptens stehen, während bie verbündete deutsch-italienische Luftwaffe unb Marine der englischen Seemacht im Mittelmeer immer wieder vernichtende Schläge zufügt, konzentrierte sich naturgemäß das Hauptinteresse auf bie Front i m Ost e n. Nachdem bie Sowjets im vergangenen Winter monatelang ohne jede Rücksicht auf Menschen gegen unsere Ostfront angelaufen waren, furchtbare Menschenverluste erlitten und sich immer mehr verbluteten, brach die deutsche Armee mit ihren Verbündeten im Frühjahr erneut zum Angriff vor. Mit gewohntem Elan wurden die Halbinsel Kertsch und die Festung Sewastopol genommen, in der Schlacht von Charkow die während des Winters neu aufgestellten Divisionen Timoschenkos vernichtet. Damit waren die Voraussetzungen für den entscheidungsvollen weiteren Stoß nach Osten geschaffen. In stets gleichem heldenmütigen Angriffs- Für ein gerechtes Regime des Friedens, der Sicherheit und Stabilität. Dreierpaktkundgebungen auch in und Tokio. Rom, 28. Sept. (Europapreß.) Anläßlich des zweiten Jahrestages ber Unterzeichnung bes Dreierpaktes vereinte die italienische Regierung in ber Villa Madama eine große Anzahl politischer Persönlichkeiten. Der italienische Außenminister Gras Ciano richtete an die Anwesenden eine zehn Minuten währende Ansprache, in der er betonte, daß bas bolschewistische System beseitigt werden müsse, das bie Kultur ber europäischen unb asiatischen Nationen bebrohe. „Die Dreierpaktmächte brauchen Lebensraum, um atmen zn können. Sie müssen ihre Existenz und die Basis ihrer bisherigen politischen Ordnung aufrechterhalten. Darum haben sie sich zusammengefunden." Graf Ciano schloß: „Wir kämpfen nicht für uns allein, auch nicht für eine rein materielle Frage des Gebietes unb ber Grenzen. Wir kämpfen, um ber Welt ein gerechtes Regime bes Frlebens, ber Sicherheit unb ber Stabili - tat zu geben. Die feste unauflösliche Verbinbung ber Völker bes Dreierpaktes, die Genialität unserer großen Führer, bas Heldentum unserer Soldaten, bie auf bem weiten Raum ber Kontinente ihre Opfer mit bem Sieg frönen, geben uns bie Gewißheit, baß bas Werk, bas wir unternommen haben, zur Vollendung gebracht wird und daß unsere siegreich vereinten Fahnen der Welt jenen gerechten Frieden bringen, der im Herzen unserer Volker lebt." „Japans Treue ist unerschütterlich." Tojo und Tani sprachen in der Hibiha-Halle. Tokio, 27. Sept. (Europapreß.) „Japan steht mit seiner traditionellen Treue unerschütterlich seinen Verbündeten zur Seite", erklärte Ministerpräsident T o j o auf der Massenkundgebung in der hibiya-hqlle aus Anlaß des zweijährigen Bestehens des Dreimächtepaktes. Tojo betonte, daß die im Dreimächtepakt zusammengcschlosienen Länder mit dem Ausblick auf eine Helle Zukunft Schritt für Schritt vorwärts schreiten bis zur Erreichung des großen gemeinsamen Zieles." „Japan ist seinen Freunden gegenüber loyal unb stark in seinem Treuegefühl. Auf blefem Gefühl ber Treue basiert bie Einigkeit unserer Nation und die Zusammenarbeit der verbündeten Staaten. Diese Tugend Japans wird niemals durch einen Wechsel in ber Weltlage erschüttert werden können. Sie wird feststelzen, gleich, welche Intrigen der Feind auch gegen uns anwenden möge. Japan ist entschlossen, durch eine strenge Wahrung dieser Tugend ber Treue ben Enb- fieg zu erringen, indem es nach außen hin die Bande des Dreierpaktes noch enger knüpft, unb im Innern die Einigkeit ber gesamten Nation weiter stärkt." Außenminister Tani erinnerte dann bie japanische Nation daran, baß das Ziel des japanischen Reiches und feiner Verbündeten darin bestehe, für alle Nationen und Völker ben ihnen zukommenden Platz in der Welt zu finden und die in ihrer Große unvergleichliche Aufgabe zu losen, den Völkern ber Welt ein Leben in Frieden und Sicherheit zu verschaffen. In Verfolgung dieser hehren Ziele müßten noch viele Hemmnisse und Schwierigkeiten überwunden werden. Die Schaffung der Neuordnung mache vor allem die erfolgreiche Fortführung bes Krieges erforderlich, die aber wiederum oon einer konstruktiven Aufbauarbeit begleitet fein müsse. ,,Um unsere Aufgaben erfüllen zu können", so schloß iarti, „müssen wir an der Heimatfront im selben Geist wie bie Offiziere und Soldaten an ber Kampffront dem Staate dienen, 100 Millionen Japaner, die durch eine einzige Idee und durch ben gleichen Geist verbunden sind. Aus diese Weise werden wir unsere hehren Ziele erreichen/' Fast 400000 BRT. in einer Woche. Berlin, 27. Sept. (DNB.) 3m Kampf gegen die feindliche Schiffahrt wurden in ber Woche vom 20. bis 26. 9. besonders große Erfolge gemeldet. Die am 20.9. bekanntgegebene Schlacht gegen ben Nordmeer-Geleitzug übertraf sowohl hinsichtlich Dauer und Härte als auch der Er- gebnisse die bisherigen derartigen Kämpfe. Neben der Luftwaffe zeichnete sich auch bie U-Boot-Waffe aus. hinzu kamen noch die durch bie Sondermel- bung vom 24. September bekanntgegebenen Einzelangriffe von U-Booten in verschiedenen Meeresteilen und der Angriff auf ben aus der UdSSR, nach britischen und amerikanischen Häfen zurückkehrenden Geleitzug. Insgesamt betrugen bie Verluste bei diesen Seekämpfen 56 Handelsschiffe mit 395 000 BRT., wozu noch 14 beschädigte Schiffe kommen. An Kriegsschiffen der Geleite wurden vier Zerstörer, eine Korvette, zwei Bewacher vernichtet, drei Zerstörer beschädigt. —Im Mittelmecr versenkten U-Boote noch einen Dampfer und fünf Transportsegler, im Schwarzen Meer Schnellboote zwei Schiffe mit 3500 BRT. Die in ber Woche gemeldete Gesamtzahl vernichteter Handelstonnage des Feindes steigt damit auf 399 700 BRT . Der Feind unternahm einen einzigen größeren Nachtangriff gegen Süddeutschland, besonders gegen M ii n ch e n. Demgegenüber griffen deutsche Flieger in vier Nächten und an fünf Tagen militärisch wichtige Ziele an, darunter das Industriegebiet von Sunderland, und ein Barackenlager ostwärts Hastings. Während die Engländer vom 20. bis 26. September 4 0 Flugzeuge ein- büßten, davon acht über Afrika und bem Mittelmeer, verloren bie Deutschen nur fünf, davon zwei über Afrika. Das Eichenlaub mit Schwertern für Hauptmann Helbig. Berlin, 28. Sept. (DBB. Funkfpruch.) Der Führer verlieh dem Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader Hauptmann helbig das Eichen- laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes unb übermittelte ihm folgendes Schreiben: „3m Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 20. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." ♦ ■ Als 2. Kampfflieger wurde Hauptmann helbig das Eihenlaub mit Schwertern verliehen. Er ist 1915 zu Born, Kreis Daten in Sachsen geboren, unb hat sich im Kampf gegen England besonders ausgezeichnet. Aut 24. 11. 40 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen. Als im Januar 1941 Verbände ber deutschen Luftwaffe im Mittelmeerraum eingesetzt wurden, gehörte die Staffel Hauptmann helbigs zu ben ersten, die Angriffe gegen die Inselfestung Malta flogen. Nach dem Feldzug gegen Serbien nahm Hauptmann helbig an der Vernichtung der britischen Rückzugsflotte aus Griechenland teil unb errang bei ben Kämpfen um bie Insel Kreta einen besonderen Erfolg mit ber Versenkung mehrerer Kriegsschiffe. Seine Angriffe auf Haifa fügten dem Feind schwere Verluste zu. Auch wurden bei Zerschlagung britischer Flugplätze im Gebiet des Suez-Kanals zahlreiche Fahrzeuge am Boden zerstört. Am 16. 1. 42 erhielt ber hervor- ragenbe Kampfflieger bas Eichenlaub zum Ritterkreuz. Im Mai versenkte seine Gruppe vor ber Süb- küste Kretas von vier britischen Zerstörern drei durch Volltreffer. Bei der Zerschlagung bes britischen Geleitzuges im westlichen Mittelmeer versenkte er einen vollbeladenen Frachter von 10 000 BRT. Seine Gruppe hat zahlreiche hanbelsschisse mit zusammen über 200 000 BRT. versenkt, von benen Hauptmann helbig einen erheblichen Teil selbst burch Volltreffer auf ben Grunb des Meeres schickte. / Der große Gegensatz. „Wenn zwei basfelbc tun, so ist es nicht basfdbe." So sagt ein gutes altes Sprichwort, bas in sinngemäßer Abwanblung auch ben großen Gegensatz erfaßt, ber in brei politischen Vorgängen liegt. In bem Austausch von Botschaften des Dreimächtepaktes in einer Rebe Ebens unb — in einer Erklärung Willkies in Moskau. Was Reichsaußenminister von Ribbentrop am Sonntag vor ben Diplomaten ber uerbünbeten Nationen, vor ben Vertretern von Staat, Partei unb Wehrmacht im Berliner „Kaiserhof" gesagt hat, das klingt schon in Botschaften an, die die Außenminister Deutschlands, Italiens unb Japans zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Dreimächtevaktes am 27. September 1940 ausgetauscht haben. Ribbentrop weist auf das „natürlichste Recht, das Recht auf Raum und Anteil an den Gütern dieser Erde" hin und stellt fest, daß bie gewaltigen Siege der Dreierpaktmächte zu Lande, zu Wasser und in der Lust „Machtstellungen geschaffen haben, die nur noch schwer angreifbar finb"«i Graf Ciano erinnerte daran, daß der Dreimächtepakt nicht durch rein diplomatische Berechnung unb auch nicht aus einer augenblicklichen ftriegsnotroen* bigkeit, sondern aus dem tiefen Bewußtsein der verbindenden Gemeinsamkeit entstanden ist. Der japanische Außenminister Tani sagte, daß die Dreierpaktmächte ursprünglich mit diesem Vertrag die Wirren in Europa unb Ostasien einzuschränken unb einer Ausweitung bes Krieges vorzubeugen beabsichtigten Und nun das Gegenstück: Auch unsere Feinde falten, wie natürlich, Fühlung miteinander. Roosevelts Sonderbotschafter Wendell Willkie ist zu Besuch in Moskau gewesen. Er sollte ausbügeln, was bei bem Besuch Churchills in Moskau „aus ber Fasson gekommen" war. Immerhin fühlte sich der englische Außenminister Eben verpflichtet, zu den amerikanisch-sowjetischen Besprechungen in Moskau eng- lischen Sens dazuzugeben. Er verwies auf die Anstrengungen der Engländer, Geleitzüge in die Sowjetunion zu schicken und deutsche Städte zu bombardieren. Aber feine Rede ist überschattet von der Unzufriedenheit ber Sowjets mit ber „englischen Hilfe". Von der Diplomatiflererei Edens heben sich die Erklärungen Willkies zum Abschluß feines Besuches merklich ab. Aus Willkie sprich! ... Stalin, d"»- ihm so eingeheizt haben mag, wie vor fünf Wochen bem alten Churchill. „In diesem Winter werden die Lebensrnittel rar unb vielleicht noch schlimmer als rar sein. In Millionen Wohnungen ber Sowjetunion wird man in diesem Winter wenig Heizmaterial zu sehen bekommen. Mit Ausnahme der Sowjetarmee und der Rüstungsarbeiter sind fast keine Kleidungsstücke vorhanden. Viele unbedingt notwendige medizinische Vorräte existieren einfach nicht ... Das ist die Sowjetunion von heute, bie einen grausamen langen Winter vor sich hat. Ein ausgehungerter Mann kann, selbst wenn er bas Herz eines Löwen hat, nicht weiterkämpfen." Die Worte sprechen für sich selbst. Und was verspricht Willkie? Entlastung, wenn die militärischen Führer in USA. unb England es verantworten können. geist haben bie verbündeten Truppen Deutschlands, des faschistischen Italiens, Rumäniens, Ungarns, ber Slowakei und Kroatiens bie russischen Armeen auch hier geworfen unb stehen jetzt trotz ber ungeheuren (Entfernungen bereits an ber Wolga, tief i m Kaukasus und in bem Gebiete bes Kaspischen M ceres. Zur gleichen Zeit haben an ben anderen Teilen der Ostfront deutsche Truppen im Verein mit verbündeten unb freiwilligen Verbänden aus fast allen Ländern Europas die Sowjets in harten Abwehrschlachten geschlagen imb ihnen schwerste Verluste zugefügt, während bie finnische Armee in treuer Waffenbrüberschast mit Unseren im Norden bie Micfa hielt. Meine Herren! Seit Wochen tobt bie Schlacht um Stalingrad. Es wäre vermessen, über das Ausmaß dieses gewaltigen Ringens unb bas unvergleichliche Heldentum unserer Soldaten in diesem Kampf hier sprechen zu wollen, hierzu ist nur einer berufen: der Feldherr, ber biefen Titanenkampf führt, so wie er ganz allein die gewaltigen Schlachten und Feldzüge der letzten drei Jahre in diesem zur Vernichtung des deutschen Volkes angezettelten Kriege geplant, geführt und siegreich beendet hat. Aber eins darf Ich hier aussprechen: wir alle, Politiker, Soldaten, wissen, ja, das ganze beutfefa Volk weiß, daß es bei diesem Kampf um Großes geht. Und noch eins wissen wir, meine Herren! Der Heldenmut unb bie Tapferkeit ber deutschen Truppen werden auch die Schlacht um Stalingrad gewinnen! vielleicht wird einmal später bie Schlacht um Stalingrad zum Symbol dieses Freiheitskampfes Europas erhoben. Denn mit der Einnahme dieser Stadl die das große verblndungszentrum zwischen Nord- und Südrnßland ist und die Hauptverkehrsader dieses Landes, die Wolga, beherrscht, wird unserem gefährlichsten Gegner ein Schlag verseht, von dem er sich nicht mehr erholen wird. Mit Beendigung der militärischen Operationen ber verbündeten Armeen in diesem Jahr wird die Sow- jetunon in eine äußerst schwere Lage geraten. Die Verluste an Territorien, Menschen, Ernährungsbasen, Erzen, Rohstoffen aller Art, an industriellen, verkehrstechnischen und schließlich auch militärischen Möglichkeiten sind derart, daß der sowjetische Koloß schon heute mehr als die Hälfte, auf wichtigen Gebieten bis zu zwei Drittel unb mehr seiner Kraft eingebüßt hat. Territorial gesehen haben unsere Truppen schon heute 1,6 Millionen Quabratkilometer, d. h. einen Flächenraum besetzt, ber so groß ist, wie Großbeutschlanb, Frankreich unb bas Vereinigte britische Königreich zu- fammengenommeii. Von bcMi erschlossenen Teil bes europäischen Rußlanb ist damit über bie Hälfte, unb zwar der in jeder Beziehung b e i weitem wertvollste Teil, fest in deutscher Schritt für Schritt den Weg zur Wolga erkämpft. tianb. Die Sowjetunion hat durch diese Gebietsverluste insgesamt 90 Millionen Menschen verloren. Der Verlust umfaßt oie wertvollsten Bestandteile ihrer Bevölkerung. Bei Neurekutierungen, die sich im wesentlichen nur auf die primitiven Sowjetvölker des Ostens erstrecken können, wird dieser Verlust für die Sowjets besonders spürbar fein. Hinzu kommen die Verluste an Toten, Verwundeten und Gefangenen von rund 14 Millionen, so daß die Sowjetunion insgesamt über 10 0 Millionen Menschen verloren hat, das sind zwei Drittel der Bevölkerung des europäischen Teils der Sowjetunion und über die Hälfte ihrer Gesamt- bevölkerung. Mit dem Totalverlust von ungefähr 14 Millionen ihrer besten Soldaten aber hat die Sowjetunion über zwei Drittel ihrer gesamten wehrfähigen jungen Männer verloren. Neuaushebungen aus dem noch verbleibenden europäischen und asiatischen Teil Rußlands sind nur ganz beschränkt möglich, und man greift daher schon seit längerem auch auf die ältesten Jahrgänge zurück. Mit der Besetzung der Ukraine, des Gebietes zwischen Donez und Don, der weiten Flächen zwischen Don und Wolga, der Krim und den bisher eroberten Teilen des Kaukasus sind die fruchtbarsten Gebiete der Sowjetunion fest m deutscher Hand. Ueber zwei Drittel des Brotgetreides, über zwei Drittel der Fleischversorgung und fast die gesamte Versorgung mit Zucker fallen damit für die Sowjetunion aus. Nicht weniger katastrophal sind die Verluste der Sowjets an lebenswichtigen R o h - stoffen. Nur einige Beispiele: die Gewinnung von Eisenerzen und Steinkohle fällt zu 60 bis 70 vorn Hundert, die Gewinnung von Manganerzen zu 95 v. H. aus, wodurch die Herstellung von hochwertigem Stahl in Frage gestellt ist. Die Alumi- niumoersorgung fällt zum großen Teil aus. Die Sowjetunion nähert sich daher sowohl in ihrer Menschenfrage als auch in der Frage ihrer Lebensmittelversorgung und Rohstoffversorgung für die ihr noch verbliebene Industrie der Erschöpfung. Hinzu kommt aber noch ein entscheidender Faktor, das ist die äußerste Gefährdung von ungefähr 9 0 v.H. der sowjetischen O e l p r o d u kl i o n. Schon jetzt ist der Abtransport von Oel aus dem Kaukasus durch die deutsche Beherrschung der Wolga und der in Frage kommenden wichtigen Eisenbahnlinien kaum noch möglich. Ohne genügend Oel kann eine moderne Armee und Luftwaffe aber nicht schlagen, sie wird zum Krüppel. . Es kann kein Zweifel darüber fern, daß einem Land mit solchen Verlusten zwangsläufig früher oder später d er Atem ausgehen muß. Unö wenn unsere Feinde sagen, daß wenigstens die Verluste an Material durch Zufuhren von England und Amerika ersetzt werden können, so kann man sich schwer vorstellen, daß unsere Gegner wirklich so einfältig sind, an die Wahrheit ihrer Behaup- tiinq zu glauben. In Wirklichkeit wollen die Engländer und Amerikaner mit solchen Versprechungen die Sowjets wohl auch nur zu immer neuen Blutopfern bewegen. Die Sowjets allerdings durften von dieser Einstellung wenig befriedigt sein, denn alle Geleitzüge nach Rußland sind bisher fast restlos von unseren tapferen Bombern und Unterseebooten vernichtet worden, und ich weiß, daß man in Zukunft erst recht alle Anstrengungen machen wird, damit keine Zufuhren von außen die Sowfet- union erreichen können. Die Tatsache des Ausbleibens der verspro- chenen Materialhilfe hat Rußland veranlaßt, energisch aus eine Entlastung durch die Anglo-Amerikaner zu dringen. So versprach Herr Churchill Stalin in Moskau die „zweite Front", und das Unternehmen von Dieppe wurde inszeniert. Wir bedauern, daß das englische Gros feine gelandeten Streitkräfie dort im Stiche ließ. Es ist aber zu hoffen, daß die englisch-amerikanischen Strategen in London solche Versuche wiederholen werden. Die deutschen Truppen sind bereit. Eine Entlastung für Rußland wird hierdurch bestimmt nicht ein- tceten, da täuscht man sich. Denn Deutschland mit seinen Verbündeten ist heute so stark, daß versuche zur Errichtung einer zweiten, dritten, vierten oder einer wievielten Front, von denen Herr Roosevelt prahlt, das stetig fortschreitende Erlahmen Sowjetruhlands nicht mehr aufhalten können. Zu den Erfolgen in Europa und Afrika im zweiten Jahr unseres Paktes kommen die großartigen Erfolge der Marinen und Luftwaffen der Dreierpaktmächte im Kampf auf dem Weltmeer. Unsere U-Boote und Luftwaffe haben seit Kriegsausbruch der feindlichen Handelsschiffstonnage gewaltige Verluste zugefügt. Ich glaube, daß die Schätzungen unverlässig sind, die besagen, daß die verbündeten Mächte während des vergangenen Jahres mehr als das Doppelte an Handelstonnage versenkt haben, als die Engländer und Amerikaner und ihre Trabanten bauen konnten. Und wenn in Zukunft unsere Feinde in der Lage sein sollten, ihre Schiffsneubauten trotz aller Schwierigkeiten noch erheblich zu steigern, so können wir ihnen versichern, daß man auf unseren U-Bootwerften und in den Flughallen nicht untätig sein wird. Eins steht jedenfalls heute schon fest, nämlich, daß — ganz gleich, was man auf der anderen Seite an Tonnage bauen wird, die Dreierpaktmächte immer in der Lage sein werden, weitaus mehr Handelsschiffstonnage zu versenken, als von unseren Feinde nachgebaut werden kann. Die Feindtonnage wird also stetig immer weiter abnehmen, und die Transportfrage- muß damit zwangsläufig für unsere Feinde zu einem immer unlösbarerem Problem werden. Begegnet schon jetzt die normale Versorgung der Feindvölker und der Nachschub für ihre Truppen auf den bestehenden weit auseinanderliegenden Kriegsschauplätzen ungeheueren Schwierigkeiten, so muß die Errichtung von Kampffrönten, die die Dreierpaktmächte mit den Engländern und Amerikanern in kriegsentscheidende Kämpfe verwickeln könnten, schon allein an der Tonnagefrage scheitern. Die Folgen dieser großen militärischen Erfolge und Eroberungen der Dreierpaktmächte im zweiten Jahr unseres Bündnisses zeigen sich heute bereits auf allen Gebieten. In demselben Ausmaß, in dem sich unsere Lage günstig gestaltet hat, hat sich die Lage unserer Gegner verschlechtert. In demselben Ausmaß, in dem unsere rüstungsmäßigen und strategischen Möglichkeiten sich verbessert haben, haben die Möglichkeiten der Feinde weiter abgenommen. Ich möchte die heutige Lage kurz in folgenden Punkten zusammenfassen: 1. Im Gegensatz zu unseren japanischen Verbündeten war für Deutschland und Italien, ja für ganz Europa, die Ernährungsfrage bekanntlich immer der wunde Punkt. Paßte es z. B. England, Europa von seinen Ueberseezufuhren abzuschneiden, kam unser Kontinent in die schwierigste Lage. Dieses vielleicht dringendste Problem Europas ist nun Berlin, 27. Sept. (DNB.) Ueber den Gebäudekomplexen der kommunistischen Partei in Stalingrad weht seit dem 25.9. die Reichskriegsflagge. In chweren Straßen- und Häuserkämpfen nahmen die deutschen Truppen im Stadtkern weitere be- estigte Häuserblocks und Bunkeranlagen. Schritt ür Schritt mußten sich Infanteristen und Pioniere m dieser Stelle den Weg zur Wolga erkämp- en. Die Bolschewisten nutzten jede Möglichkeit aus, um das Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten. Hinter jeder Hausruine, jedem Trümmerhaufen, hinter ihren eigenen zerschossenen Panzerkampfwagen und aus Mauerresten schnell errichteten Barrikaden versuchten sie sich zu neuem Wider- tand festzusetzen. Sie mußten in erbitterten Einzel- und Nahkämpfen von Haus zu Haus, von einem Trümmerhaufen zum anderen zurückgeworfen werden. Panzerkampfwagen und Sturmgeschütze jagten Schuß auf Schuß in die bolschewistischen Wider- tandsnester. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge belegten in Tiefangriffen die Straßenzüge mit Bomben. Unter ihren rollenden Angriffen stellten zahlreiche feindliche Batterien das Feuer ein. 25 Salvengeschütze und 8 andere Geschütze wurden vernichtet. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Ausdem Führerhaupkquartler, 27. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Nordwestleildes Kaukasus und a m Terek wurde der Feind trotz zähen Widerstandes aus tiefgegliederten Stellungen geworfen. Bei der Abwehr eines Gegenangriffes vernichteten deutsche Truppen am Terek zwei feindliche Bataillone und brachten mehrere hundert Gefangene ein. Die Lustwaffe bombardierte die Häfen Tuapse und Ehosta und beschädigte ein Frachtschiff durch Bombentreffer. 3m Stadtkern von Stalingrad stürmte 3n- fanterie mehrere Bunkeranlagen und Häuserblocks und stieß, von Sturzkampfflugzeugen unterstützt, an weiteren Stellen bis zur Wolga vor. Entlastungsangriffe gegen die nördliche Abriegelungsfronk wurden abgewiesen. Eine Panzerdivision vernichtete dabei 24 zum größten Teil schwere Panzer. Zusam- mengefaßle Luftangriffe fügten dtzn Sowjets hohe Verluste zu. Deutsche und rumänische Kampfstiegeroerbände setzten die Zerschlagung des feindlichen Rachschubs auf den Bahnstrecken im Gebiet der unteren Wolga fort. An der Don-Front örtliche Kampstätigkeit. Nordwestlich Woronesch scheiterten wieder mehrere feindliche Angriffe. Bei Rschew griff der Feind einen Teilabschnitt der Front mit starken, von Panzern und Fliegern unterstützten Kräften erneut an. Die Harken Kämpfe sind noch im Gange. Südlich des Ladogasees wurden mehrere feind- liche Angriffe unter hohen blutigen Verlusten des endgültig beseitigt. Durch die Eroberung des gesamten Schwarzerdegebietes Sowjetrußlands, d. h. der Ukraine, des Don- und Kubangebietes, ist nicht nur die Ernährung Deutschlands und Italiens, andern ganz Europas in Zukunft sichergestellt. Dies bedeutet natürlich nicht, daß wir von heute auf morgen Ueberfluß haben werden. Damit hat es noch Weile. Aber auf eines können wir uns be- timmt verlassen, nämlich, daß die Lebensmittelversorgung von Jahr Zu Jahr nur besser werden kann. Die kürzliche Erhöhung der Fleisch- und Brotrationen hat bereits gezeigt, daß die deutschen Voraussagen hierüber keine Propaganda waren, wie unsere Feinde immer behaupteten, sondern den realen Gegebenheiten entsprachen. Ich selbst habe kürzlich in der Ukraine gesehen, wie in harmonischer Zusammenarbeit zwischen dortiger Verwaltung und Bevölkerung die gesamte Ernte bereits hereingebracht ist und die neue Bestellung vor sich geht. Mit der Lösung der Ernährungsfrage ober können wir einen der entscheidendsten Punkte in diesem Kriege für uns buchen. 2. Was die R ohsto ff lage und die Rüst u n g s k a p a z i t ät der Dreierpaktmächte im Verhältnis zu der unserer Feinde anbetrifft, so möchte ich mich enthalten, Vergleiche anzustellen. Ich will auch davon absehen, prahlerische Angaben, wie wir sie von Herrn Roosevelt und seinen Helfershelfern gewohnt sind, zu machen. So viel fei aber gefasst: Die Dreierpaktmächte, denen die gesamten Rohstoffe Europas bis zur unteren Wolga und ganz Ostasiens zur Verfügung stehen, sind heute in einer Lage, daß für ihre Kriegsbedürfnisse auf diesem Gebiet überhaupt keine Schwierigkeiten eintreten können. Ich glaube demgegenüber, daß ernste Hemmungen in der Aufrüstung bei unseren Gegnern wegen des Mangels an wichtigen Rohstoffen, wie Gummi und Zinn usw. durch den Verlust der ostasiatischen und anderer Einfuhren eintreten werden. Was die Rüstungskapazität Deutschlands und seiner Verbündeten anbetrifft, glaube ich, daß wir unseren Gegner sicher qualitativ, und wenn man alle Faktoren in Betracht zieht, auch quantitativ überlegen sind. Ganz Europa ist heute eine Rüstungsfabrik. Zum Vergleich mit der Rüstungskapazität Englands und Amerikas will ich nur einen Punkt, der vielleicht der wichtigste ist, herausgreifen: die Frage der Arbeitskräfte. Das Gros der in Europa und auch in Japan in den Rüstungsindustrien tätigen Arbeitskräfte bestand von jeher aus gut ausgebildeten und gelernten Facharbeitern, in denen eine alte Rüstungstradition fortlebt. Dagegen besteht das Gros der heute in Amerika und England verfügbaren Arbeitskräfte aus neu angelernten Männern ohne fachliches Können und auch ohne Tradition auf dem Rüstungsgebiet. Qualitativ haben daher die Dreierpakttnächte einen Vorsprung, der in diesem Kriege niemals einzuholen ist. Quantitativ verfügen England und Amerika über rund 190 Millionen Menschen, aus denen ihre Facharbeiterschaft kommt. Hinzu tritt die noch vorhandene Facharbeitcrschaft der Sowjetunion, die aber stark dezimiert und in ihrer Lei- stungsfähigkeit geschwächt ist. Dagegen verfügen die Dreierpaktmächte über ein M ens ch eures er vvir von ungefähr 450 Millionen, aus denen ihre Facharbeiterschaft hervorgeht, d. h. also, die Dreierpaktmächte verfügen schon an sich über ein bedeutend größeres M e n s ch e n r e s e r vo i r für ihre Rüstungsgrundlage als ihre Gegner. Dieser Vergleich wird für die Dreierpaktmächte noch wesentlich günstiger, wenn man bedenkt, daß der Prozentsatz an Facharbeitern von der Gesamtbevölkerung in den europäischen Ländern schon immer ein Feindes abgewiesen und weitere Bereitstellungen durch zusammengefaßtes Feuer alter Waffen und den Einsatz der Lustwaste zerschlagen. Bei einem auf breiter Front unternommenen Uebersehversuch des Feindes über die Newa wurden über 260 Boote vernichtet und eine Anzahl Gefangener eingebrächk. Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 50 Flugzeuge; drei eigene werden vermißt. 3n Nordafrika führten deutsche Kampfflugzeuge am 25.9. einen überraschenden Angriff gegen den britischen Stützpunkt in der Oase Kufra. Bombentreffer und Bordwasfenbeschuß riefen Zerstörungen in den Befestigungs- und Flngplahunter- künften hervor. Deutsche 3äger schossen am 26.9. bei Begleitschuh und freier 3agd ohne eigene Verluste acht britische 3agdslugzeuge ab. Der Flugplatz Heliopolis bei Kairo wurde in der vergangenen Nacht mit Bomben belegt. An der Kanalküste und bei nächtlichen Sforflugen im Gebiet der Nord- und Ostsee wurden vier britische Flugzeuge abgeschossen. Hauptmann Graf. Staffelkapitän in Linern 3agdgeschwader, errang am 26.9. seinen 200. bis 202. Luftsieg. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. DNB. Aus dern Führerhauptquartiec. 26. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Nordwestteil des Kaukasus und am Terek durchbrachen deutsche und verbündete Truppen mit wirksamer Unterstützung der Luftwaffe mehrere stark ansgevaute feindliche Stellungen. Vor der Kaukasusküste des Schwarzen Meeres versenkten deutsche Schnellboote einen Sowjettanker von 2000 Tonnen und einen Dampfer von 1500 BRT. Ein Transportschiff und ein großer Schleppkahn erhielten Bombentreffer. 3m Kampf um Stalingrad wurden dem Feind die in der Nähe der Wolga liegenden Parlei- gebände in schweren Kämpfen entrissen und Lnt- lastungsangriffe an der nördlichen Riegelstellung unter Vernichtung von 31 Panzern abgewiesen. Kampfflugzeuge warfen bei Nachtangriffen Bahnhofsanlagen und Oellager der Stadt Astrachan in Brand. Die Kämpfe bei Woronesch dauern an. 3m mittleren Frontabschnitt nahmen Verbände des Heeres und der Waffen-^ gegen zähen feindlichen Widerstand mehrere Ortschaften. Örtliche Angriffe des Feindes südostwärts des 3lmensees scheiterten. Bei einem militärisch wirkungslosen Tagesangriff auf das Stadtgebiet von Oslo schossen deutsche 3äger drei von vier britischen Bombern ab. Die Luftwaffe bekämpfte in der vergangenen Nacht eine Hafenstadt in Südweslengland mit Spreng- und Brandbomben. sehr viel größerer gewesen rst, als bei den Engländern und Amerikanern. Allein durch diesen Vergleich der Versorgung mit Arbeitskräften kann man ersehen, daß die Dreierpaktmächte, gestützt auf die größten Industrie- und Rüstungszentren der Welt und auf nahezu sämtlichen Werften Europas und Astens der Rüstungsproduktion ihrer Gegner nicht nur gewachsen, sondern überlegen sind. 3. Die strategische Lage der Dreierpaktmächte ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß.die Verbündeten sich überall uneinnehmbare militärische Positionen erobert haben, von denen aus sie dem Gegner entgegentreten und ihm blutige Verluste beibringen oder selbst die Initiative ergreifen und ihn aus weiteren Positionen ver- txeiben können. Im O st e n werden die dort kämpfenden Teile der deutschen Armee und ihrer Verbündeten Rußland immer erneut anpacken und so lange schlagen, bis jede Gefahr des Bolschewismus für Europa ein für allemal verschwunden ist. Im Mittelmeergebiet und in Afrika werden die deutsch-italienischen Verbände den Engländer nicht zur Ruhe kommen lassen. Im W e st e n steht unsere Wehrmacht von Nordnorwegen bis zur spanischen Grenze in starken Stellungen, und die im Hinterland aufmarschierten Armeen stehen bereit, um jeden Landungsversuch im Keime zu ersticken. Und was den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung anlangt, diese ureigenste Erfindung des Herrn Churchill, so wird die Zukunft zeigen, ob das auf die Dauer ein guter oder schlechter Gedanke war. Daß diese Bombardierungen für die Kriegführung ziemlich belanglos sind, ist heute schon eine allgemein bekannte Tatsache. Nachdem man jedoch in England eingesehen hüt, daß es mit der Hoffnung, das deutsche Volk und das übrige Europa durch Lügenpropaganda aufzuwiegeln, nichts ist, versucht man es nun mit Terror der Bomben. Aber Herr Churchill wird sich auch hier — wie schon so oft — wieder täuschen. Denn das deutsche Volk ist nicht mehr das Volk von 1918, und jede Bombe, jedes zerstörte heim, jeder Tote macht es nur noch härterund entschlossener, es den Engländern heimzuzah- lcn, zu kämpfen und zu siegen, bis Europa ein für allemal vor England Ruhe hat. Auch die anderen Völker Europas denken hierin nicht anders. 3m übrigen können wir Herrn Churchill versichern, daß die Bomben gezählt werden und daß die Zeit kommen wird, in der wir uns mit diesem englischen Flugzeugmutterschiff vor Europa endgültig befassen werden. Außer der Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung hat Herr Churchill allerdings in den drei Jahren dieses Krieges kaum einen militärischen Erfolg zu verbuchen. Vielmehr verliert England ausgerechnet durch die Politik dieses Erben einer großen englischen konservativen Tradition einen Teil des britischen Imperiums nach dem anderen. Nun ist zwar der Verlust von Besitzungen an den Feind in allen Zeiten die natürliche Folge erlittener Niederlagen gewesen. Herrn Churchill allein scheint es Vorbehalten .311 sein, getreu seinem Drang nach Originalität auch hierin eine Ausnahme zu machen, indem er den einen Teil des britischen Imperiums an feine Feinde verliert und den anderen Teil a n feinen Freund und Bundesgenossen, die Vereinigten Staaten von Nordamerika! Während Herr Roosevelt mangels militari- Das Eichenlaub Berlin, 26. Sept. (DJIB.) Der Führer h-kdem Oberleutnant Tonne, Staffelkapitän in einem 3agdgeschwader, und dem Feldwebel Wilhelm L r i n i u s, Flugzeugführer in einem 3agdgeschwa- der, als 127. und 128. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. * Oberleutnant Wolfgang Tonne ist als Sohn eines Lehrers 1918 zu Moßbach, Kreis Schleiz (Thür) geboren und hat das Gymnasium in Jena besucht, auf dem er Ostern 1937 das Reifezeugnis erhielt. Von der Lustkriegsfchule Fürstenfeldbruck wurde er bei Ausbruch des Krieges auf eine Jagdfliegerschule kommandiert. Ende 1939 in ein Jagdgeschwader versetzt. Ihm wurde am 5. Mai 1941 die Goldene Frontflugspanne verliehen. Im Januar 1942 wurde er Staffelkapitän. Nach dem Abschuß des 54. Flugzeuges erhielt er am 6. September 1942 das Ritterkreuz. Am 22. September errang er feinen 101. ßuftfieg. Crinius ist von Beruf Bankangestellter. Er wurde 1920 in Hohenhausen (Kreis Lippe) als Sohn eines Malermeisters geboren. Mit Beginn des Krieges wurde er zu einem Baubataillon eingezogen. Am 10. Januar 1940 trat er in ein Fliegerausbild ungs° regiment ein und wurde dann zu einer Jagdgruppe versetzt. Nach kurzen Einsätzen an der Deutschen Bucht und auf Sizilien kam Crinius als Gefreiter im Februar 1942 an die Ostfront. Schon wenige Tage später erzielte er seinen ersten Luftsieg und hatte bis zum August in 110 Feindflügen eine große Anzahl bolschewistischer Flugzeuge zum Absturz gebracht. Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde er am 1. 9. Feldwebel. 22 Tage später errang er seinen 100. Luftsieg. Gegen sechsfacheütbermacht erfolgreich Berlin, 26. Sept. (DNB.) Eine Staffel deutscher Jäger unter Führung des mit dem höchsten Tapferkeitsorden ausgezeichneten Hauptmanns Marseille stellte über den Alamein- Stellungen einen Verband von über 60 britischen Jagdflugzeugen. Im Verlaufe des erbitterten Luftgefechts, das sich weit in die Wüste hineinzog, schoß Hauptmann Marseille kurz hintereinander d r e i S p i t f i r e u nd eine (T u r t i 6 ab, so daß sich innerhalb weniger Minuten mit vier Abschüssen die Zahl seiner Luftsiege auf 155 erhöhte. Eine weitere Spitfire wurde durch einen Flugzeugführer abge- schossen, der erst seit kurzem im Fronteinsatz ist. Die britischen Jäger brachen nach diesem Verlust den Kampf ab. Alle deutschen "Flugzeuge kehrten zu ihren Startplätzen zurück. Am Nachmittag stellte ein Verband deutscher Messerschmitt-Jäger, wieder unter der Führung des Hauptmanns Marseille, über den vorderen deutschen Stellungen sechs Spit« sire-Flugzeuge. Hauptmann Marseille schoß im Zeitraum von fünf Minuten drei der britischen Jagdflugzeuge ab und erhöhte die Zahl feiner Luftsiege an diesem Tage auf sieben. scher Leistungen durch Emissäre in der ganzen Welt eine ungeheure Bluffoffensioe mit astronomischen Rüstungszahlen betreibt, um dem englischen Volk Sand in die Augen zu. streuen, als ob es in diesem Kriege doch noch gewinnen könnte, übernimmt er in aller Stille eine Besitzung Großbritanniens in der Welt nach der anderen. Man muß sich manchmal wirklich fragen, ob es Verbrechen ober Einfalt ist, mit dem das englische Volk von seinen heute Regierenden in diese Situation gebracht wurde. Wenn in England einmal der Nebel der asttonomi- schen Rüstungspropaganda, mit dem Amerika heute das englische Volk umgibt, verflogen ist, mag das große Erwachen kommen. Manchmal scheint es so, als ob schon heute die in England Regierenden sich vor diesem Augenblick fürchten. Unaufhörlich beschäftigen sich diese Regierungsmänner anscheinend mit Gedanken, wie Vergeltung, Bestrafung von Naziführer, Faschisten, japanischen Militaristen usw. Da drängt sich einem unwillkürlich der Gedanke auf, ob diese Leute nicht vielleicht nur deshalb immer von solchen Dingen sprechen müssen, weil ihnen ihr schlechtes Gewissen keine Ruhe läßt und ihnen das, was sie ihren Feinden wünschen, als ihr eigenes Schicksal ankündigt. So haben Mr. Churchill lind Mr. Eden erst kürzlich wieder erklärt, daß die Stunde der Vergeltung kommen werde. Wir können diesen Herren mit gleichem antworten und ihnen sagen, daß wir am Tage des Sieges uns ihrer erinnern werden, denn beide sind zweifellos die H a u p t v e r a n t w 0 r t l i ch e n für die englische Kriegserklärung an Deutschland. Aber eine solche Auseinandersetzung wäre sinnlos. Ich möchte daher nur feststellen, daß man — soweit ich orientiert bin — sich in den Ländern der Dreierpaktmächte mit solchen Gedanken der Bestrafung der Schuldigen in England und Amerika, die diesen Krieg gegen uns angezettelt haben, bisher nicht beschäftigt hat. Vielleicht ist das vor allem daraus zurückzuführen, daß man bei uns der Ueber- zeugung ist, daß die enttäuschten und betrogenen Völker Englands und Amerikas eines Tages dieses Strafgericht an ihren Regierenden selbst vollziehen werden. Herren dieses Schlages haben den Krieg vom Zaun gebrochen und spielen sich jetzt als Moralisten und Weltverbesserer auf. Sie sprechen von Vergeltung an ihren Gegnern und haben die Verbrechen selbst begangen. Sie sprechen von Kriegsvlänen und der Erhaltung der Kultur, Kirchs Demokratie usw. und nennen — wie kürzlich der Dekan von Canterbury — die verbündeten Bolschewisten „gute und würdige Christen". Da ihnen in ihrer Verlogenheit nichts anderes einfällt, machen sie lächerliche Welt- beglückungsphrasen oder vergreifen sich neuerdings an dem nationalsozialistischen und faschistischen Gedankengut des Führers und des Duce. Aber die Leute seien sich über eins klar: bei der Neuordnung ttr Dinge in unseren Räumen haben sie nichts mehr zu suchen. Das besorgen sowohl in Ostasien als auch in Europa die dort lebenden Völker mit ihren neuen Führern selbst. Die europäische Neuordnung wird kommen und das neue Europa wird ein besseres sein als das vergangene, und jede Nation wird in demselben den ihr gebührenden Platz finden. Denn es wird nunmehr Zeit, daß unser Erdteil sich findet und verträgt, und nach der Ausschaltung der Bolschewisten und Englands, dieses ewigen Störenfrieds, das für die meisten europäischen Kriege in den letzten 3ahrhunderlen verantwortlich ist, wird dies auch möglich sein. Tatsächlich ist Europa bereits heute auf dem besten Wege hierzu. Zusammenfassend möchte ich sagen, daß die Dreierpaktmächte heute am Ende des zweiten Jahres ihres Zusammenschlusses nach jeder Rich' tung Herren der Situation sind. Harte betn *nem Helm hwa. ^ehr. ^en »urbe eines Sieges l. Am >ungg- !Nype Men freiter s°h» ^ena u9nis W Z°8d- 3agb-. 1941 1 3q= 'Ab. Eep- einber Kampfe mögen uns noch bevorstehen- darauf sind Dir vorbereitet-, denn der Rußlandkrieg hat die ver- tündeten Armeen nicht erschöpft, wie unsere Gegner ehaupten, sondern sie im Gegenteil erst recht hart smacht. Auf allen Gebieten gesichert, haben Eu- npa und Ostasien heute eine starke Stellung beigen, uni) warten auf Herrn Roosevelt, >r diese beiden Welten ohne Schiffe, ohne erprobte ioldaten, ohne Stützpunkte, ohne Erfahrung und ine unendlich viele andere Dinge über Tausende in Meilen zweier Ozeane hinweg erobern will ran kann sich oft des Eindrucks nicht erwehren, als , bei diesem Gedanken nicht die Vernunft, sondern -ginnender Wahnsinn Pate gestanden hat. Die Dreierpaktmächte sind demgegenüber zu allem -reit und entschlossen. Seilen Versuch, unseren Zelten irgendwo im Norden, Westen, Osten oder > i üben zu nahe zu kommen, wird der Feind mit ; ekatomben von Toten zu bezahlen haben. Deutsch- i nd, Italien und Japan und ihre Verbündeten ?er werden ihren Feinden von ihrer gesicherten , !!asis aus immer weitere Schläge versetzen, bis sie s dgültig genug haben und bis sowohl England als auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika gjisehen, daß sie in unseren Lebensräumen in Eu- tpa und Ostasien nichts mehr zu suchen haben. $o gehen mir m das dritte Jahr unseres Drei- lLichtepaktes und das vierte Kriegsjahr mit der frsenfesten Ueberzeugung, daß die Zeit jetzt end- gi-lttg für die Dreierpaktmächte arbeitet. »enige g und 1 eine n Ab. Heinde er er- reich .deutlichsten Mnns lein. i0 butterten einzog, nanber so daß chüssen weitere abge- ist. Verlust kehrten I stellte wieder -ille, > Cpit- n Zeit- Jagd« chsiege n Welt mischen n Volk diesem nmt er iens in manch- Einfalt i heate wurde, conomi- a heute lag das t es so, den sich lich be- cheinend ng von en usw. nte auf, immer inen ihr len das, eigenes ill-nd daß die ■ können d ihnen ihrer er» llos die englische ire sinn« in —f0* bern der der 3e* Amerika, n, bisher )r allein r lieber trogenen ss dieses >ollziehEN ieg vorn loralisten Vergeb -rbrechen inen und atie us°>- [ Canter' gute M logenyeit che iVelt' euerdin^ schen or- bei loumev n. W Lurop" • ’S a nnra besser m iviro sinden- Lkdleii usslh^ dieses n euro' I» «f w 5H4„ Burma, ein schwieriges Problem für Wavell. 3 a n g f o f, 28. Sept (Luropapreß.) General Sir Kchlbald 23 a veil, der Oberkommandierende der «tischen Streitkräfte in Indien, erklärte in Neu- lelhi: -Seit dem Verlust Burmas habe ich stets dm plan gehabt, dieses Gebiet zurückzuer- Obern, da es, strategisch gesehen, hinsichtlich des Krieges mit Japan von größter Bedeutung ist. Wir brauchen Burma, um eine Verbindung mit dm Chinesen herzustellen, und wir wollen eine Klgrisfsbasis gegen Japan haben. Natürlich denke fy viel über die Zurückeroberung Burmas nach, Nd) kann ich nichts über meine plane fegen. Cs ist ein schwieriges Problem. Ich befinde «ich immer am äußer st en Ende dec Der- itrgungslinie. Rommels Vormarsch in Ägypten und die Bedrohung des Kaukasus d r ä n - gen mich zurück!" Das Parteitreffen der Aafjonal Sämling. Id slo, 26. Sept. (Europapreß.) Das 8. Parteitvef- [• „Nasjonal Sämling" in Oslo wurde durch wpräsident Quisling eröffnet, der auf schewiftische Gefahr hinwies, von der Europa durch den deutschen Sieg befreit werden Norwegen müsse als Teil der kämpfenden ischen und europäischen Gemeinschaft seine iftlichen Kräfte in den Dienst der Kriegsiih- ellen. Die größte symbolische Bedeutung für kionale Ehre Norwegens habe indesien der ige Kriegseinsatz. Der Ministerpräsident gab t, baß sich im Laufe von etwas mehr als Nonat 3000 neue Freiwillig gemeldet irdischen Emigranten in Frankreich. Lyoner Blatt „Union Franxaise" erklärt, daß illionen jüdische Emigranten in Frankreich oavon 2550 000 im unbesetzten G e - Die Juden hätten nicht nur die Großstädte besetzten Frankreich, sondern auch die franzö- Mittelmeerküste überschwemmt. Längs der kütionslinie von den Pyrenäen bis zur zer Grenze setzten sich ebenfalls viele tausend fest. Stellenweise machten die jüdischen Emi- i 40 v. H. der Gesamtbevölkerung aus. Oeutfchenhehe in Mexiko. r8uenos Aires, 27. Sept. (DNB.) Nach pfclbungen aus Mexiko will die Polizei aus Land- gi em, die sich im Besitze deutsche^ Reichsange- ti-iger befinden, sechs geheime Flugplätze «deckt haben. Sie befänden sich nur sechs Flug- Riden vom Panamakanal entfernt. Daraufhin Vä n sofort 40 größere deutsche Pflanzungen e n t- ügnet worden. Mit solch widersinnigen Meldun- » versucht man, die Bevölkerung gegen die Deut- WN in Mexiko aufzuwie'geln. Verdunkelungszeit 28. September von 20.08 bis 6.48 Uhr. p _____ Gn Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath U Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) »vielleicht spürte Passaris die Drohung in dreißig Wirhitzten Kopsen, daß er den Saal nicht lebendig Mrassen würde, wenn er nicht freiwillig ver- ■uinbe, vielleicht aber war es wirklich nur die Mlcht dieser Frau, die ihn dazu zwang, etwas zu w was mit seinem rohen, zügellosen Wesen eigent- *h unvereinbar war. Er duckte sich und schwankte m krummem Rücken wie verprügelt hinaus. Im Stiften Augenblick wurde unsere Aufmerksamkeit in durch ein paar schwirrende Akkorde abgelenkt. " Perano hatte die Augen lauschend geschlossen ii klimperte auf der Gitarre, als suche sie nach ht Melodie, die ihr entfallen war. >hre Fingernägel blitzten, ihr Mund klaffte wie n blutrote Wunde in dem weiß gepuderten Geh' Und dann beugte sie sich vor, ihr B(irf glitt uzsam über unsere Tische und blieb auf Maltes onbem Schopf hängen. Er faß neben mir, und ich ibte, daß er von ihrem Lächeln wie verzaubert Ciquita Perano sang für ihm alle im Saal Flut es. Sie sang ein kleines Lied, das man spater Murn Ueberdruß zu hören bekam. Vielleicht kennst M -5. Ich will dir die Verse in Erinnerung rufen. He,-Junge, wo kommst du her? Weiß deine Mutter denn, wo du steckst und wie du hier elend am Fieber verreckst, tausend Mellen hinter dem Was trieb dich, mein kleines Schaf? Du hast doch ein Mädel zu Hause, nicht wahr? Ein treues Mädel mit blondem Haar so wie du, und sie schreibt so brav. Oder ist es schon lange her, daß sie schrieb? , Wie der Schnee auf den Dächern liegt und die dunkeln Tannen zur Erne biegt . - • ' Weshalb schreibt das Mädel nicht mehr? Sei nicht traurig, Junge, komm her! Feierliche Aufnahme der jungen parieianwärier der 63. und des VDM. in die ASDAP. In einer würdigen Feierstunde, zu der sich zahlreiche Vertreter von Partei, Wehrmacht und Behörden, Verwundete als Ehrengäste sowie die Angehörigen der jungen Parteianwärter eingefunden hatten, fand am Sonntagvormittag in der Aula die Ueberweisung der 18jährigen in die NSDAP, und ihrer Erwachsenenformationen und die Aufnahme der 21jährigen in die Jugendgruppen der NS. - Frauenschaft statt. Nach dem Fanfarenruf begann die Feierstunde mit dem Fahneneinmarsch und dem Einmarsch der Parteianwärter. Das gemeinsam gesungene Lied „Nur der Freiheit gehört unser Leben" leitete über zur Heldenehrung. Unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden gedachten die Versammelten der Blutzeugen der Bewegung, der Gefallenen von 1914/18 und der Gefallenen des gegenwärtigen Freiheitskampfes. Kreispropagandaleiter Zins er betonte, daß das Opfer dieser Toten ein Vermächtnis und eine Verpflichtting für die Lebenden bedeute. Er erinnerte an die vom Führer aufgestellten Grundsätze der Härte und Kompromißlosigkeit und an seine Forderung, die Jugend müsse sich die alten Parteigenossen zum Vorbild nehmen. Für den Nationalsozialismus gelte nicht nur das Bekenntnis: „Ich glaube", sondern vor allem der Schwur: Ich kämpfe. Nack einem Chorgesang erfolgte die Verabschiedung der 18jährigen durch den Gefolgschaftsführer der HI. Er ermahnte die jungen Anwärter, zu zeigen, was sie gelernt haben, und der Bewegung keine Schande zu machen. Es gebe heute nur eine Verpflichtung, die Arbeit, und immer bleibe der Führer das leuchtende Vorbild. Nachdem der Sprecher die hohe Bedeutung des Tages unterstrichen hatte, erstattete er Meldung an den Kreisleiter. Pg. Rüffer wies in feiner Ansprache darauf hin, daß diese Feierstunde ein Ereignis für die gesamte deutsche Volksgemeinschaft sei. Die Stunde, in der ein neuer Jahrgang in die Partei eintritt, sei eine Stunde der Besinnung. Die deutsche Innerlichkeit sei es, aus der wir gerade im Kriege immer wieder neue Kraft schöpfen. Aus dieser Innerlichkeit erwachse wiederum der Wille zur Tat. Mit dem Schwur stellten sich die jungen Anwärter unter das soldatische Gesetz. Dfe Parteigenossen seien die Sturmläufer der Idee. Das Wort des Führers „Tapferkeit wirkt Wunder" belegte der Sprecher mit eindrucksvollen Beispielen aus der Geschichte des deutschen Volkes und der Bewegung und aus dem Fronterlebnis der Gegenwart. Leistung müsse uns reif machen für die kommenden Prüfungen. Kameradschaft mache die Partei zu einer großen Familie und bewähre sich immer aufs neue an der Front. Für die künftigen Soldaten und die künftigen Mütter aus den Reihen der Anwärter gelle es, das Parteiabzeichen täglich neu zu erwerben. Mit der Verlesung der Forderungen des Führers an die Nationalsozialisten aus dem Jahre 1927 schloß Pg. Rüffer seine Ansprache. Nachdem Kreisleiter Backhaus die Parteianwärter aufgeforöert hatte, ihr Gelöbnis abzulegen und sie die Worte der Verpflichtung nachgesprochen hatten, erfolgte die Ausnahme durch den .Hoheitsträger. Bei verhalten feierlicher Musik wurden die Anwärter aufgerufen und ihnen durch die Ortsgruppenleiter die Parteiausweise überreicht. Der Kreisleiter nahm dann jeden einzelnen durch Handschlag in die Partei auf. SÄ.-Obersturmführer Frey nahm als dienst- ältefter Gliederungsführer die Ueberführung der Achtzehnjährigen in die Erwachsenengliederungen vor. Ihre Ausnahme sei Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Die Bewegung grüße die jungen Mitglieder als Aktivisten und Vorkämpfer des na- tionalsozialistischen Gedankengutes. In der Bewegung umschlinge alle ein festes Band des Blutes und der Kameradschaft. So übernehme er die Jungen als kämpfende Idealisten in die Reihen der Gliederungen, zu stetem Einsatz im Dienste für Führer und Volk. Die Frauenschaftsleiterin Frau W r e b e übernahm die 21jährigen Mädel in die NS.-Frauenschast und erinnerte dabei an die großen Ausgaben, die das deutsche Volk an die kommenden Mütter stellt. Diese Forderung gelte es kameradschaftlich zu erfüllen. In diesem Sinne übernahm die Frauenschaftsleiterin die Einundzwanzigjährigen mit den besten Wünschen in die Frauenschaft. Mit dem Gruß an Führer und Wehrmacht, dem Gesang der Nationalhymnen, dem Fahnenausmarsch und herzlicher Beglückwünschung der jungen Parteigenossen durch Angehörige und Bekannte fand die eindrucksvolle Feierstunde ihren Abschluß. Aus der Siadi Gießen. Professor Or. Christian Bauch • 65 Jahre alt. Der Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Gießen, Professor Dr. Christian Rauch, vollendet am 30. September das 6 5. Lebens- j a h r. Als Sohn eines Oberschulrates 1877 in Berlin geboren, studierte er nach dem Besuche des Gymnasiums an den Technischen Hochschulen Berlin und Karlsruhe, an den Universitäten Berlin und Kiel, sowie an der Akademie der Künste in Berlin. 1903 promovierte er in Kiel zum Dr. phil. und war dann einige Zell als Architekt und als Assistent am Dresdener Kunstgewerbemuseum praktisch tätig. Als Assistent des Bezirkskonservators der Kunftdenkmäler in Hessen-Kassel war Rauch von 1904 bis 1906 in Marburg mit der Inventarisierung ber staatlichen Kunstdenkmäler beschäftigt. 1906 habilitierte sich Rauch als Privatdozent an der Universität Gießen, wurde hier Mitarbeiter am Hessischen Denkmälerwerk und erhielt 1909 einen Lehrauftrag für Kunstgeschichte. Als Nachfolger von Professor Sauer übernahm Rauch die Leitung des Gießener Kunstwissenschaftlichen Jnstttuts und wurde 1920 zum Ordinarius ernannt. Von seinen zahlreichen Arbeiten seien genannt: „Die Kirche zu Segeberg in Holstein", „Die Trauts, Sttckien zur Nürnberger Malerei", „Führer durch die Kunststätte Fritzlar", „Bericht über die Ausgrabung der Kaiserpfalz Ingelheim", „Die Kunftdenkmäler des Kreises Bingen", „Douai, kunst- und kulturgeschichtliche Studien in Nordfrankreich". Als Herausgeber des Jahrbuches „Hessenkunst" und der Beiträge und Studien zur Kunstgeschichte Hessens und des Rhein-Main-Gebietes hat sich Professor Rauch um Kunst und Kultur unserer engeren Heimat besondere Verdienste erworben. — Mit der Universität gedenken in diesen Tagen welle Kreise der Bevölkerung in Gießen und Hessen mit herzlichen Glückwünschen des ausgezeichneten Wissenschaftlers und hochgeschätzten Lehrers. Professor Or. Zentgraf 60 Jahre alt Am 28. September begeht Professor Dr. Eduard Zentgraf, Inhaber des Lehrstuhls für Waldbau an der Universität Freiburg und derzeitiger Leiter der sorsllichen Abteilung, seinen 6 0. Geburks- t a g. Aus Reichenbach im Odenwald stammend, hat er erst im Schwarzwald, dann bei der Landwirtschaftskammer Halle, seit 1922 als oberster Leiter der Freiherr von Riedeselschen Forsten in Hessen, eine ungewöhnlich vielseitige forstliche Tätigkeit entfaltet, deren Frucht die Ehrenbürgerschaft der Forstlichen Hochschule Hannoversch-Münden und die im Jahre 1937 erfolgte Berufung an die Universität Gießen war. Nach Aufhebung des dortigen forstlichen Hochschulbetriebes wurde Professor Dr. Zentgraf kurz vor Beginn des Krieges auf den Lehrstuhl für Waldbau an der Universität Freiburg berufen. Seine Veröffentlichungen betreffen mancherlei Fragen der Forstwissenschaft, sind jedoch auch für den Laien interessant, z. B. Aufsätze wie diese: „Was der Jäger vom Wilde nicht weiß", „Die Aufklärung der Geheimnisse des südwestlichen Nordamerika durch Erforschung der Jahresringe von Bäumen" usw. $ür unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte in der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht unt( in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Ver- anftaltungen durch: In einem Lazarett veranstalteten unter dem Titel „Zauber der Melodien" Erna Stoll (Alt), Marie-Louise M o e n s ch (Violine) und Franz M a» lata (Klavier) ein Konzert. Erna Stoll fang die Arie aus Figaros Hochzeit und Lieder von Grieg, Leonoaoallo und R. Strauß. M. L. Moench spielte Siciliano F-dur von Paradies und Musikstücke von Raff, Giorillo und Schubert. Franz Malata brachte Konzertstücke von Weber, Schubert-Liszt, Grieg und begleitete am Klavier. Verwundete aus verschiedenen Lazaretten hatten sich zusammengefunden, um das Variete Stricker zu bewundern, welches unter dem Motto „Die Wundertüte" ein reichhaltiges Programm bot. In einem Manipulations-Akt zeigte H. T h e l a n o s die verschiedensten Zaubereien, die große Freude auslösten. Er sprach auch die verbindenden Worte und sorgte für Humor. Sehr beachtliche Kunst zeigten Geschwister Norma y in Akrobatik und Lau- rella in Elastik und Tricktanz. Ilse Henrich fang als Tanzsoubrette moderne Lieder. Mit Spit- Weiß der Teufel, was deinem Mädel geschah, daß du nichts von ihr hörst. Aber ich bin ja da tausend Meilen hinter dem Meer!" Orgassa versuchte in dem Halbschatten Karens Gesicht zu erkennen. Er drehte die Hände etwas verlegen nach außen und ließ sie in feinen Schoß zurückfallen.' Es geschah wahrscheinlich feit feiner Schulzeit zum erstenmal wieder, daß er etwas Gereimtes vortrug. Er errötete ein wenig. „Ein sentimentaler Fetzen, nicht wahr?" brummte er und hustete sich eine Rauheit aus der Kehle. „Aber wie die Perano diese albernen Verse brachte ...! Höhnisch und zärtlich, frech und schluchzend. Es war, als risse sie in uns etwas auf, einen Schmerz ... Vom Schnee auf den Dächern und von den dunkeln Tannen erzählle sie uns in diesem ver-, dämmten Fieberloch, während draußen der Regen' in Kaskaden niederstür.zte. Ich weiß nicht, woher Huislander die Perano geholt hatte, ob aus Mexiko City oder aus Puebla. Ächt Tage später jedenfalls gab sie ein Gastspiel in Verakruz. Sie trat im Verlaus eines Monats drei- oder viermal auf und hatte einen Riesenerfolg. Und auf dem Abendkorso unter den Palmen von Los Cocos faß Malte in ihrem eleganten Wagen an ihrer Seite. Sie blieb auch in Verakruz, als ihr Gastspiel längst beendet war. Malte war damals etwa sechsundzwanzig Jahre all. Ich glaube, daß die Perano die erste Frau war, die in seinem Leben eine Rolle spielte. Er war wie verhext. Am Tage riß er sich aus seiner Betäubung, um zu arbeiten, und als Deutscher erledigte er seine Pflichten so tüchtig und gewissenhaft wie sonst auch. Bei Anbruch der Nacht aber, wenn die Sirene ihr Signal zum Einstellen der Arbeit gab, jagte er auf feinem Motorrad in halsbrecherischer Fahrt davon. Am Morgen erschien er wieder auf Buena Esperanza und trat zum Dienst an. Es liefen damals Wetten im Camp, wie lange er dieses verrückte Leben durchhalten würde. Es schien ihm nichts anzuhaben. Er sah immer blühend frisch und gesund aus. Malte wohnte damals drei Hauser von uns ent- z en tanz und Czardas erfreute Ruth Haas. Der Akovdeonsolift Paul Rudolf eroberte sich mit seinem musikalischen Programm die Herzen aller. Paul Rudolf und Erna Ludewig begleiteten am Flügel. Ueberaus reicher Beifall dankte für die schönen Stunden. In verschiedenen Lazaretten gaben Musikabteilungen von Wehrmachtteilen bei reichem Beifall Konzerte. Pg. Dr. Klein hielt in einem Lazarett einen interessanten Vortrag über Eisen und Kohle als Grundlage der Kriegfuhrung. In den Abteilungen eines Lazaretts fand diese Woche gemeinschaftliche Kaffeetafel statt. Die betreuenden Frauen der NS.-Frauenschaft hatten tnit den Schwestern die Tische mit Blumen schön her- gerichtet. Die Ortsfrauenschaften von Inheiden und Trais-Münzenberg hatten die Kuchen gespendet, die Ueberbringerinnen nahmen auch am Kaffee teil. In einem Lazarett begrüßte der Chefarzt des Reserve-Lazaretts Oberstabsarzt Prof. Dr. Brüggern ann Kreisleiter Backhaus, die Verwundeten und Gäste und überbrachte Geburtstagsglückwünsche an den Ches der Abteilung Stabsarzt Prof. Dr. Bernhardt, dessen Platz mit Rosen geschmückt war. In der Ansprache des Kreisleiters kam zum Aufdruck, daß die Partei mit ihren Gliederungen jederzeit bereit ist, unseren Verwundeten behilflich zu sein. Unter den Gästen befand sich der Kreis- amtsleiter der NSV., Pg. H artig, welcher die freubig empfangenen Zigaretten gespendet hatte, Pgn. Tiergarten von der Kreisfrauenschaft und der Lazarettbetteuer der NSKOV. Die Unterhaltung hatten Gruppen des BDM. übernommen, welche durch Gesang, Lesung und Spiel frohe Stunden schenkten. Einzelne Teile der Veranstaltung wurden sogar gefilmt Zur Feier der Uebernahme der 18jährigen in die NSDAP, waren Verwundete aus den Lazaretten geladen. Der Gesangverein „Heiterkeit", welcher unter Leitung seines Ehrenchormeisters Schüttler in der Aula ein Konzert veranstaltete, hatte aus sämtlichen Lazaretten Verwundete eingeladen. fernt, dort, wo jetzt die beiden jungen Amerikaner Forester und Hawkins wohnen. Malte bewohnte das Haus allein. Manchmal holte die Perano ihn ab. Zuweilen parkte ihr Wagen auch die ganze Nacht vor feinem Hause. Um ihren Ruf brauchte sie nicht besorgt zu fein. Sie hatte ihn nicht mehr zu verlieren. Wenn man sich über etwas wunderte, so nur darüber, daß die Perano sich solch einen für ihre Begriffe doch armen Teufel wie Matte zum Liebhaber gewählt hatte: denn die reichsten Rancheros der Provinz und die wohlhabendsten Kaufleute von Verakruz wären glücklich gewesen, von ihr beachtet zu werden. Merkwürdigerweise hielt sich ein hartnäckiges Gerücht, daß Malte nicht der einzige Favorit der Perano sei. Das ganze Lager tuschelte davon und raunte sich mißgünstig und schadenfroh den Namen des Nebenbuhlers zu: Fernando Gonzales. Weiß der Teufel, woher das Gerücht stammte. Niemand wußte etwas Genaues darüber zu sagen: stellte man einen Schwätzer zur Rede, so hatte auch er die Geschichte nur von einem Dritten gehört — aber der Klatsch wollte nicht verstummen. Zunächst hatte ich natürlich nicht die geringste Absickt, mir den Mund zu verbrennen. Ich hielt das Gerücht für das müßige Gerede von Leuten, die Malle um feine Geliebte beneideten, und solcher Neider gab es genug. Dann aber, als der Klatsch durchaus nickt verstummen wollte, paßte ich eine der seltenen Gelegenheiten ab, bei denen man Malle noch zu fassen bekam, und tippte im Verlaus eines längeren Gesprächs vorsichtig und andeutend auf das Geschwätz an. Er unterbrach mich sofort, ohne Schärfe, aber doch in einem abweisenden Ton, der mir deutlich zu verstehen gab, daß er einmal und nie wieder mit mir über diese Geschichte zu sprechen wünsche. Ja, Ciquita kenne Gonzales, sie sei ihm vor mehreren Jahren in Habana begegnet und er habe sich ihr hier wieder zu nähern versucht. Selbstverständlich hätte sie ihn abgewiesen. Aus die Gefahr hin, es mit Malte zu verderben, erlaubte ich mir mit dem Recht des älteren Mannes Bezirkspferdeschauen in Oberhessen. Nachdem die Pferdezüchteroereinigung Oberhessen bereits zwei Pferdeschauen mit Prämiierungen in Friedberg und Butzbach abgehallen hat, stehen im Laufe des Monats Oktober noch vier B^zirkspferlde- fchauen bevor. Die erste Bezirkspferdeschau ist am 15. Oktober in Grünberg zusammen mit dem herkömmlichen Gallusmarkt. Am 21. Oktober findet eine Bezirkspferdeschau in Büdingen statt. Am Ta.ge danach wird eine Bezirkspferdeschau in Lauterbach abgehallen. Während diese Schau dormittags ist, wird noch am gleichen Tag nachmittags in Alsfeld eine Bezirkspferdeschau abgehallen. Mit den Pferde- schauen sind Prämiierungen verbunden. Strenge Bestrafung von Garten- und Zelddiebstählen. Die Arbeit des Landvolkes, das im Kriege zur Sicherung der Volksernährung in mühevoller Arbeit auf besonders verantwortungsvollem Posten steht, verdient einen erhöhten Strafschutz gegen Diebe, die es eigennützig um die Früchte seiner Arbeit bringen • wollen. Dasselbe gilt für die Gartenbesitzer, die neben ihrer Tagesarbeit mit großem Fleiß auf ihrem Grundstück Obst und Gemüse anbauen. Was die deutsche Erde heroorbringt, bildet aber auch die Grundlage der Ernährung des Volkes, und jeder, der sich an diesen Gütern vergreist, schädigt die Volksgemeinschaft. Der bisher bestehende Strafschutz gegen derartige Diebstähle von Garten-, Feldfrüch- ten und Walderzeugnissen wird dem nicht gerecht, da derartige Straftaten bisher meist nicht nach dem Strafgesetzbuch, sondern nach dem weit milderen Feld- und Forstdiebstahlsgesetz der einzelnen Lander verfolgt wurden. Deshalb ist jetzt bestimmt worden, daß derartige Feld- und Forstdiebstähle auch nach den schärferen Bestimmungen des Strafgesetzbuches verfolgt werden können, die für gewöhnlichen Diebstahl Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren und für schweren Diebstahl sogar Zuchthaus vorsehen. Werden derartige Feld- und Forstdiebstähle unter Ausnutzung der Verdunkelung oder sonst durch den Kriegszustand verursachten Verhältnissen begangen, und Freundes die Bemerkung, daß ich es, ohne ihm Moral predigen zu wollen, für gefährlich halte, sich allzusehr an eine Frau wie die Perano zu verlieren. Er sah mich an, daß ich schon befürchtete, er würde mir im nächsten Augenblick an die Kehle springen. Er tat es nicht. Es wäre mir lieber gewesen, er hätte es getan, es wäre eine natürliche und verständliche Regung gewesen: denn was er mir antwortete, war schlimmer und bewies mir klar, daß er ganz einfach den Verstand verloren hatte. Er sagte mir nämlich, er wisse genau, wer Ciquita Perano gewesen sei und was für ein erbärmliches Leben sie geführt habe. Damit sei es nun für alle Zeiten vorbei. Die Liebe habe wie eine lange verschüttete Quelle die dunkle Vergangenheit Ciquitas fortgespült und aus ihr einen neuen Menschen gemacht. Und dieser neue Mensch sei geläutert und keusch wie eine Heilige. Wie eine Heilige — das sagte er mir ins Gesicht! Es war für mich zuviel. Ich verlor die Beherrschung und nannte Matte einen hirnverbrannten Idioten. Ich warf ihm noch ganz andere Dinge an den Kops, deutlich und unverblümt: ich glaube, ich bin vorher und nachher in meinem Leben nie so grob gewesen. Den ich hatte richtig Angst um ihn. Er ließ mich einfach stehen und ging, wortlos weg. Es war das letzte Gespräch, das ich mit Matte geführt habe. Acht Tage später brach der Brand auf Buena Esperanza aus, der Huislander ruinierte. Matte wurde wenige Stunden nach dem Ausbruch des Brandes verhaftet. Die Anklage warf ihm den heimtückischen Sprengstoffanschlag auf das Ostgebiet von Buena Esperanza vor. Daß es sich dabei um Sabotage im Auftrag einer fremden Interessengruppe handelte, wurde nicht erwähnt und auch im Prozeß nur sehr vorsichtig gestreift. Daß es sich bei dem Brand um eine Auftragsarbeit handelte, hielt man, da es um Del ging, für selbstverständlich: und da man die wahren Urheber doch nie zu lassen bekam, weil sie stets durch eine ganze Phalanx von Strohmännern gedeckt waren, verzichtete man auch darauf, diesen Fragenkomplex näher anzuschneiden." sFortsehung folgt.) S.l-fpori Europäische Iugendkampfspiele. In Mailand trat die Jugend Europas zu den Wettkämpfen der Europäischen Jugendkampfspiele an. Die Leichtathletik stand im Vordergrund des zweiten Kampftages. Der Klein- kaliberschießwettkampf endete mit einem glänzenden Sieg der deutschen Jungschützen. In der zweiten Abteilung wurde die Leistung der deutschen Mannschaft mit 2723 Ringen nicht mehr erreicht. Italien belegte mit 2573 von 3000 möglichen Ringen den zweiten Platz vor Ungarn (2506), Spanien (2392), Kroatien (2196) und Norwegen (1257). Helga Jsberg gewann für Deutschland das Diskuswerfen mit 36,90 Meter vor Taglapietrn (Italien) mit 36,26 Meter. Durch Eva Laftak fiel auch der dritte Platz an Deutschland. Im Weitsprung der Mädel belegten Misere (5,39 Meter) und Hedderich (5,23 Meter) die Plätze hinter der siegreichen Italienerin Franca mit 5,49 Meter. Bei den Jungen mußten sich Werthner mit 54,30 Meter im Diskuswerfen und Pilhatsch im Hochsprung mit 1,80 Meter mit dem zweiten Platz begnügen. Der deutsche Jugendmeister Scheibner wartete im 110-Meter-Hür- denlaufen im Vorkampf mit der neuen Jugendbestleistung von 14,5 Sek. auf. Kluge und Mladek gewannen ihre Vorläufe über 800 Meter und 100 Meter. Eine glänzende Zeit lief die deutsche 4X100- Meter-Staffel der Jungen mit 12,8 Sek. Die Schwimmweltkämpfe standen im Zeichen der deutschen Mädel. Bei den Jungen beherrschten die Ungarn und Kroaten die Lage. Der kroatische Rekord mann Miloslavic schwamm über 100 Meter und 100 Meter Kraul hervorragende Zeiten. Deutsche Siege erbrachten das Brust- und das Rückenschwimmen sowie das Kunstspringen. Noch erfolgreicher waren die Mädel, deren Siegesserie nur im Rückenschwimmen unterbrochen wurde. Die Schlußkämpfe am Sonntag wurden durch ausgezeichnete gymnastische Vorführungen der staste- nischen Mädel eingeleitet. Anschließend sielen die letzten Entscheidungen auf der Aschenbahn. Es gab eine Reihe schöner deutscher Siege, aber auch einige unerwartete Niederlagen mußten hingenommen werden. So gingen der 400-m-Lauf und beide Staffeln der Jungen verloren. Die Mädel dagegen errangen drei weitere Siege. Die Erfolge des jungen itaste- nischen Tennisnachwuchses unterbrachen Erika Obst und Traute Zahn durch ihren Sieg im Madeldoppel. Im Bahnradsport waren die jungen Italiener klar überlegen; hier war Deutschland nicht vertreten. Die Hitler-Jugend hat, im ganzen gesehen, vorzüglich abgeschnitten. Dabei darf nicht übersehen werden, daß die deutschen Jungen und Mädel m wesentlich jüngerem Alter stehen als ihre Gegner und Gegnerinnen. Bei den Schwimmwettkämpfen wurde m der Nationenwertung der erste Platz belegt, wobei die Jungen den ersten Rang mit den Ungarn teilen mußten, die Mädel aber ganz überlegen an der Spitze stehen. In der Leichtathletik dagegen hat Italien diesmal den Sieg vor Deutschland erkämpft. Kurze Sportnotizeu. Schalke 04 und 18 60 München gingen aus den beiden ersten Fußballkämpfen der vierten Tschammerpokal-Schlußrunde siegreich hervor. Die Westfalen siegten in Dessau über den Mittemeister Dessau 05 mit 4:0 (3:0) Toren und München gewann in Luxemburg gegen den Mosellandmeister Tv. Stadt Düdelingen sogar mit 7:0 (3:0). Weltrekordmann Rudolf Harbig gewann in Braunschweig die 100 Meter in 11,2 Sekunden, die 800 Meter in der neuen deutschen Jahresbestzeit von 1:51,9 Minuten. Zweiter wurde Giesen in 1:52,9. Eine weitere Jahresbeslloistung wurde im Hochsprung von Langhoff (Rostock) mit 1,96 Meter erzielt. so kann sogar eine Verurteilung auf Grund der Volksschädlingsverordnuna erfolgen. Damit ist jedem deutlich gesagt worben, daß er nicht zu ernten hat, wo er nicht gesät hat. Hausgehilfin und Steuerbegünstigung. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit geschaffen, daß in kinderreichen Haushaltungen (mindestens drei Kinder unter 14 Jahren) oder Haushaltungen von Land - und For st wirten, sowie Gewerbetreibenden, die zur Wehrmacht einberufen sind, ferner bei bestimmten Krankheiten und vor allem bei einem großen Kreis von Kriegsbeschädigten, die Aufwendungen für die Hausgehilfin als außergewöhnliche Belastung steuerlich begünstigt werden. Da nun in der Oeffent- lichkeit Unklarheit darüber bestand, wer als Hausgehilfin im Sinne dieser Begünstigungsbestimmun- gen zu gelten hat, wird jetzt aus dem Reichsfinanzministerium in der „Deutschen Steuer-Zeitung" zu dieser Frage klärend Stellung genommen. Die Fälle, in denen die Aufwendungen für die Beschäftigung einer Hausgehilfin zu einem wesentlichen Teil in jedem Fall als außergewöhnliche Belastung zu behandeln sind, werden im Abschnitt 128 der Einkommensteuer-Richtlinien für 1941 behandelt. Als Hausgehilfinnen gelten solche weiblichen Arbeitnehmer, die häusliche Arbeiten einfacher Art gegen Arbeitslohn oder Sachbezüge verrichten und in die häusliche Gemeinschaft ihres Arbeitgebers ausgenommen sind. Die Tochter kann nicht Hausgehilfin bei ihren Eltern, die Schwester nicht bei ihrem Bruder oder ihrer Schwester Hausgehilfin sein. Unter diesen Begriff fallen vielmehr Stubenmädchen, Köchinnen, Zofen, Kindermädchen usw., wenn sie in einem Haushalt beschäftigt werden. Darunter ist nur eine nicht auf Erwerb gerichtete Lebensgemeinschaft zu verstehen, gleichgültig ob der Haushalt aus einer oder mehreren Personen besteht. Zu den Hausgehilfinnen gehören in der Regel auch Haustöchter, sowie hauswirtschaftliche Lehrlinge, die in einem Haushalt ausgenommen werden, weib- üche Jugendliche während der Ausbildung des „Hauswirtschaftlichen Jahres für Mädchen" und Pflichtjahrmädchen. Haustöchter, die nur für kurze Zeit zur Ausbildung oder Fortbildung in eine fremde Hausgemeinschaft gehen, ohne zu ihr in ein Dienstverhältnis ju treten, fallen dagegen nicht unter den Begriff der Hausgehilfinnen. Auch Erzieherinnen, Gesellschafterinnen und andere weibliche Arbeitnehmer, die für Dienste höherer Art angenommen sind und eine mehr leitende als ausführende Tätigkeit ausüben, sind keine Hausgehilfinnen, sondern Hausangestellte. Auch Aufwärterinnen, Waschfrauen und ähnliche weibliche Arbeitnehmer, die nur für einzelne Tage oder Stunden angenommen werden, gehören nicht zu den Hausgehilfinnen, selbst wenn sie an Stelle einer bisherigen Hausgehilfin tätig werden, — Zimmermädchen, Köchinnen und ähnliche weibliche Arbeitnehmer in Gasthäusern, Fremdenheimen, Pflegeanstalten usw. rechnen zu den Gewerbegehilfinnen. — Gestattet ein Haushaltsvorstand seiner Hausgehilfin, täglich einige Stunden bei einem anderen Arbeitgeber tätig zu sein, sei es in dessen Haushalt oder gewerblichen Betrieb, so kann er die steuerliche Vergünstigung für sich nicht beanspruchen, weil die Hausgehilfin nicht ausschließlich bei ihm beschäftigt ist. Canbfreif Gletzen. Langsdorf, 28. Sept. Gestern vollendete unser Mitbürger Karl Jung I. sein 70. Lebensjahr in voller geistiger und körperlicher Frische, so daß er seinem Ackerbau noch ganz vorstehen kann. Er entstammt einer unserer ältesten Bauernfamilien, die beretts um die Mitte des 16. Jahrhunderts hier ansässig war. Er selbst nahm am ersten Weltkrieg bei einem Landsturmbataillon Anteil. Mr wünschen chm einen friedlichen Lebensabend. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 28. September. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 132 Ferkel im Alter von 7 bis 8 Wochen aufgetrieben. Die Preise bewegten sich zwischen 18 und 20 RM. pro Stück. Marktverlauf schleppend, es verblieb etwas Ueber- stand. Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. LPD. Frankfurt a. M., 26. Sept. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 26. September ist der am 3. November 1917 in Leverkusen geborene Anton Wirtz hingerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt a. M. zum Tode verurteilt hat. Wirtz, ein oft, zuletzt mit 3Vr Jahren Zuchthaus bestrafter gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, hatte wieder Einbruchsdieb« stähle begangen und dabei die Verdunkelung aus- genutzt. Ein Plünderer hingerichtet. Lpd. Mainz, 27. Sept. Am 26.9.1942 ist der am 1. März 1916 in Duisburg-Huckingen geborene Erich Müller hin gerichtet worden, den das Sondergericht in Mainz als Volksfchädling zum Tode verurteilt hat. Er hatte nach einem britischen Fliegerangriff auf Mainz geplündert. Wieder gefaßt. LPD. Der aus der Strafanstalt Rottenburg entwichene Strafgefangene Erich E p p e r t aus Klein- Steinheim, für dessen Ergreifung eine Belohnung von 3000 RM. ausgesetzt war, ist in der Nähe von 9t üb garten (Kreis Tübingen) von einem Forst- beamten erwischt und festgenommen worden. Eppert ist des Mordversuchs überführt und sieht seiner Aburteilung entgegen. Echinfenverfauf aus Hausschlachtungen. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 26. Sept. Im Publikum ist vielfach die irrige Ansicht verbreitet, daß Fleisch aus genehmigten Hausschlachtungen verkauft werden könne. Eine Frau hatte in einem Dorf am Rhein, wo sie bekannt war, zwei Schinken aus Hausschlachtungen gekauft und dafür Preise bezahlt, die zu hoch waren. Den einen Schinken gab sie einer Verwandten, den anderen einem Bekannten in Frankfurt markenfrei abgab, ohne irgendeinen Aufschlag zu nehmen. Der Bekannte hatte sie um die Gefälligkeit gebeten, ihm einen Schinken zu besorgen. Er verwendete ihn nicht für sich, sondern verschenkte ihn an alte Leute. Durch den markenfreien Bezug machten sich insgesamt sechs Personen strafbar, die vom Amtsgericht Frankfurt a. M. sämtlich zu Geldstrafen verurteilt wurden. Die Aufkäuferin, die sich auch gegen das Preiserhöhungsverbot verging, wurde zu 600 RM. Geldstrafe, chr Bekannter zu 300 RM. Geldstrafe verurteilt. 6r stahl Gänse. Lpd. Worms a.Rh., 25. Sept.' Kleintierdieb, stähle sind im Kriege besonders verwerflich, weil sie einen wichtigen Beitrag breiter . Bevölkerungsschich. ten zur Deckung des Lebensmittelbedarfs gefährden, Der insgesamt 15mal, darunter auch wegen Ruck, falldiebstahls vorbestrafte Johann Keller in Worms schlich sich unter Ausnutzung der Verdunke. lung im Mai d. I. zur Nachtzeit in den Ziegenstall eines Arbeiters ein und entwendete drei jungt Gänse. Im Hinblick auf die erschwerenden Tatum. stände, seinen schlechten Ruf und seine krumnell- Vergangenheit verurteilte ihn das Sondergencht m Darmstadt als Volksschädlingsverbrecher zu sechs Jahren Zuchthaus und sechs Jahren Ehrverlust. Da die Volksgemeinschaft gegen unverbesserliche Elemente dieser Art ein für allemal ge- schützt werden muß, wurde gegen den gefährlichen Gewohnheitsverbrecher außerdem die Sicherungsverwahrung angeordnet. Ruhige Märkte. Wenn auch der Aktienverkehr in der letzten Be- richtswoche weiterhin im Zeichen geringer Umsatz, tätigtest stand, so war doch verschiedentlich eine leichte Geschäfts!) elebuna unverkennbar. In zahl, reichen Fällen ließ sich indessen ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage noch immer nicht ermöglichen, so daß sich die Zahl der Strichnotie- rungen wiederum auf einer bemerkenswerten Hohe bewegte. Die Kursbewegung von JG.-Farben stand weiterhin im Vordergrund des Interesses. Nach einer anfänglichen Abschwächung konnte sich später eine Erholung durchsetzen,' und der Farbonmattt kann nunmehr als vollständig normalisiert bezeichnet werden. Im übrigen waren besondere Vorgänge kaum zu verzeichnen. Am Markt der variablen Werte wiesen chemische Papiere etwas größere Schwankungen auf. Farben gaben gegen die Vorwoche um etwa 2 v. H. nach, während Goldschmidt und Schering mit Steigerung gen von annähernd 4 v. H. die Führung innehatteiy Bemerkenswert befestigt waren ferner noch AEG^ Aschaffenburger Zellstoff, Metallgesellschaft und Rheag, die etwa 2,50 bis 3 v.H. gewannen. Auch Bemberg, Daimler, Deutsche Erdöl, Felten, Holz« mann, Klöckner, Südd. Zucker und Thüringer Gas zogen um 1 bis 2 v. H. an. Demgegenüber verloren Dortmunder Union, Deutsche Telefon und Kabel, Eisenbahn Verkehr, Elekttische Lieferungen, Westd. Kaufhof 1 bis 2 v. H., Rheinstahl, Feldmühle und BMW. schwächten sich gleichfalls etwas ab. In Siemens kam eine Notiz in der letzten Woche nicht zustande. Vereinigte Stahlwerke, RWE. und Be« liner Maschinen veränderten sich kaum. Von Einheitswerten lagen Schiffahrtsaktteif fester. Dies gilt insbesondere für Hapag und Nord« lloyd, die 2 bis 3 v. H. höher bewertet wurden. Kolonialwerte bröckelten hingegen etwas ab. Am Bankenmarkt war die Haltung fest. Eine Ausnahme bildeten Deutsch-Asiatische Bank und Adca, die leicht nachgaben. Eommerzbank, Deutsche Dank und Dresdner Bank zogen bis zu 2 v. H. an. Von Hypothekenbanken sind Meininger Hyp. als fester, Rheinisch Hyp. als schwächer' zu bezeichnen. Sonst traten kaum Bewegungen ein. Bei den Kassaindustriepapier waren mehrfach Brief- und Geldrepartierungen zu verzeichnen, worin die Enge des Marktes eindeutig zum Ausdruck kommt. Eine Son- derbewegung hatten Schöfferhof-Brauerei. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein fbeuti.), i. B.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckeret R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr -Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: HanS Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 04802 Danksagung. Statt Karten. 04805 Elisabeth Heymann, geb. Kaiser. [2890D von Ich suche 04718 Blumen «Wittmann, Bahnholstr, 47. SeL303942900 D und Kranzspendern. Gießen, im September 1942. HM Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme anläßl. d. Heldentodes meines herzensgut., innigst- geliebten Mannes, unseres lieben, guten Vaters, Sohnes und Bruders, Pg. Gg. Dietrich, Leutnant u. steUv. Komp.-Führer in einer Panzer Jäger-Abt., sprechen wir hiermit auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank aus. Ueber unserem schweren Leid steht die Größe Für die vielen Beweise tiefempfund. Teilnahme bei dem Heimgang meines lieben Mannes, Prof. Dr. Wilhelm Heymann, danke ich, zugleich im Namen meiner Kinder, herzlichst, besonders seinen Amtsgenossen und Schülern, seinen Wingolfsbrüdern, seinen Regimentskameraden, dem Off.-Verein Gießen 1914 und allen Blumen- BeamTr sucht nMl.Mlner mögl. Zentralheizung Schrrftl. Angeb. unt. 04808 a. d. Gieß. Anzeiger. MgeW.r-Mlli.-Mhiuiug Küche, Diele, Bad, Heizung, evtl. Balkon, möglichst bald zu mieten gesucht. Angebote unter L. 319 an D. Schttrmann, Anieigen-Mittler, Düsseldorf, Graf-Adolf-Str. 12. [29i2d s MietgesuchT] Mn- unö MWilliNM mit 2 Betten u. Kochgelegenheit, f. längere Zeit z. mieten gesucht. Krahn LComv., Franks. Str. 82. Fritz Bonarius Frieda Bonarius, geb. Kalesky Heinz Bonarius. Gießen, Schwarzlachweg 22, im September 1942 Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden. Verkäufe la Ferkel und Läufer gibt laufend ab zu Tagespreisen. H. Seifert, Hofgut Obbornhofen, Tel. Wölfersheim 250. l 2893 V seines Opfers. In tiller Trauer: Frau Tilly Dietrich, geb. Häuser, und Kinder Frau Darb.Dietrich Wwe., geb. Licht, und Angehörige. Darmstadt u. Mainz-Kastel, im Sept. 1942. Betriebsführung und ( der Fa. Schunk & Eb Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Margarethe Schneider, geb. Gilbert im Alter von 67 Jahren zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Peter Schneider und Kinder. Gießen, Kirchenplatz 2, den 28. Sept. 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 29. Sept. 1942, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 04801 und Gefolgschaft JL Ebe, Gießen. Nach langem, schwerem Leiden verschied am 24. September mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber Vetter Georg Schäfer, Postschaffner im 54. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Anna Schäfer; Dina Wagner, geb. Schäfer; Heinz Schäfer, z. Z. Meiningen; Heinrich Wagner, z. Z. im Felde; Marta Freitag. Gießen, Horst-Wessel-Wall 51. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 80. September 1942, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 04800 Gut erhaltener Ofen für 30-RM. zu verkaufen. [O48io Garbenteich Bergstraße 1 eine gewandte Hilfskraft (Frau oder Fräulein) zur Mithilfe im Geschäft. naja-Businowka. In tiefer Trauer Unser braver, sonniger Junge, mein geliebter, einziger Bruder Pg. Rudolf Hartung M.-G.-Schütze in einer Panzer-Pionier-Komp., fand am 26. Äuglest in den harten Kämpfen bei Rschew kurz vor seinem 19. Geburtstage den Heldentod. Er war mit Begeisterung Soldat und gab sein Leben für sein Volk und seinen Führer in der Gewißheit unseres Sieges. In tiefem Leid: Georg Hartung, Lehrer ». D. und Frau Marie, geb. Fuhr Geir. Günther Hartung, i. Z. Ostfront Gießen (Ludwigstr. 37), im September 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden 04780 Betriebsführung und Gefolgschaft der Fa. Hrch. Vetter, Werkstätte für Möbel- und Innenausbau, Gießen, Wiesenstraße. Am 8. September 1942 starb in einem frjwgl Kriegslazarett an den Folgen seiner am 6. Sept. 1942 im Osten erlittenen schweren Verwundung unser lieber, hoffnungsvoller Junge, mein guter, lebensfroher Bruder, unser Enkel, Neffe und Vetter Walter Bonarius Uffz. in einer Panzerkampfstaffel, Inh. des E. K. II, des silbernen Panzersturmabzeichens und anderer Auszeichnungen im blühenden Alter von 22 Jahren den Heldentod Er ruht auf dem Heldenfriedhof von Werch- | Vermietungen | Hübsches, leicht heizbares Zimmer teilweise möbl., an alleinstehende Frau, die in demselben Hause Büroreinigung übernimmt, zu vermieten. 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Romanowsky, Mady Raki Paul Henkels, Carsta Lück Rudolf Platte Heute Montag: Lichtspielhaus Täglich 2.80, 4.45, 7.30 Ühr Jugend hat keinen Zutritt! E