Mittwoch. 28. Januar 1942 er? Dr. Ho. räume" brauchen mir nicht zu schildern. handelt es sich um das Schlachtschiff „Bat« Der Wehrmachiberich^ h erlobt k« II k,»> DNV. AusdemAührerhauptquartier. 27. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten fügten die deutschen Truppen in andauernden harten Kämpfen dem Feinde erneute schwere Verluste an Menschen und Material zu. Die Luftwaffe unterstützte diese Kampfe trotz schwieriger Wetterlage. Die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Leningrad wurde fortgesetzt. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote an der «nordamerifanifchen und kanadischen Küste in Fortsetzung ihrer Angriffe auf die feindliche Schiffahrt in diesen Gewässern weitere zwölf Handelsschiffe mit zusammen 103000 BRT.» darunter sechs große Tanker, vei diesen Angriffen war das Unterseeboot des Korvettenkapitäns Zapp besonders erfolgreich. Seit ihrem am 24. Januar gemeldeten ersten Auftreten am Westrande des Atlantischen Ozeans haben unsere Unterseeboote damit dreißig feindliche Handelsschiffe mit zusammen 228 000 BRT. versenkt. Kampfflugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, griffen militärifche Anlagen an der schottischen Ostküste und in Südwesl - England an! 3n Horba frtta hat sich die Beute der deutschitalienischen Truppen in den Kämpfen vom 21. bis 25. Januar auf 283 Vanzerfahrzeuge. 127 Geschütze und 563 Kraftwagen erhöht; außerdem wurde zahlreiches sonstiges KriegsMate-' rial erbeutet. Durch Einheiten des Heeres wurden 28, durch Einheiten der Luftwaffe 12 britische Flugzeuge abgeschossen oder am Boden z e r st ö r t. 3n den Gewässern um Malta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Vombenvolltreffer auf einem britischen Zerstörer. Ein größeres feindliches Handelsschiff wurde schwer getroffen. Luftangriffe auf Flug- und Seestühpunkte der 3nsel Malta wurden bei Tag und Vach» fortgesetzt. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte in Nordwestdeutschland. Die Zivilbevölkerung halte Verluste an Toten^und verletzten. Einzelne feindliche Flugzeuge drangen bis in die weitere Umgebung der Reichshauptstadt vor. Drei der angreifcnden Bomber wurden abgeschossen. Wie im Wehrmachtbericht vom 26. November gemeldet wurde, griff ein deutsches Unterseeboot unter Führung des Kapilänleutnanls Freiherr von Tiefenhaufen vor Sollum ein britisches Schlachtschiff an und be'chädigle es schwer durch Torpedotreffer. Wie inzwischen festgestellt werden konnte, r ■hard nf.-Regt- am-, das nach drei Torpedotreffern gesunken ist. Oer zweite Schlag im Westatlantik. Das britische Weltreich zählt — bestenfalls! — 74 Millionen weiße Einwohner. Die Devölkerungs- zahl der Vereinigten Staaten beläuft sich auf 123 Millionen, wobei'wir der Einfachheit halber Neger oder Indianer mitrechnen. Das sind zusammen 197 Millionen Menschen. Am 8. November hat der Führer in München gesagt, daß das Gebiet, das direkt für uns arbeitet, weit mehr als 150 Millionen Menschen umfaßt. Das Gebiet, das in Europa indirekt für diesen Kampf zu Gunsten Deutschlands arbeitet, zähle aber heute schon 350 Millionen Menschen. In dieser zahlenmäßigen Gegenüberstellung offenbart sichnochnichtdie ganze Unterschiedlichkeit. Die europäischen Menschen leben auf einem engen Raum. Die 197 Millionen der anglo- amerikanischen Welt verteilen sich auf ganz ungeheure Entfernungen. Neulich hielt der australische Ministerpräsident' eine seiner üblichen Brand- und Notreden. Dabei wies er darauf hin, daß die „neun Millionen Briten", die an der Grenze zwischen Pazifischem und Indischem Ozean — gemeint sind Llustralien und Neuseeland — leben, in dem obersten Empire-Kriegsrat unbedingt vertreten sein müßten. Aber was sind nun schon diese ..neun Millionen Briten an der Schwelle zwischen dem Indischen und Pazifischen Ozean"? Ein Häufchen Die deutsche Unterseebootwaffe hat der feindlichen Handelsschiffahrt mit den gestern gemeldeten Er- olgen einen zweiten empfindlichen Schlag innerhalb weniger Tage vor der nordamerikanischen und kanadischen Küste, versetzt. Zu dem Kampf gegen die britische Dersorgungsschiffahrt ist seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote vor der Küste Nordamerikas und Kanadas nun die unmittelbare Bekämpfung der nordamerikani« ch e n Schiffahrt hinzugekommen. Die deutschen Unterseeboote operierten auf einer Länge von über 1000 Meilen an der nordameri- führt hat. Auf den Wettermänteln der deutschen Wachtposten am Ostbahnhof schimmert der Januar- regen. der unaufhörlich vom Himmel rieselt und die ganze Stadt in Dunst und Nebel getaucht hat. Die prüfenden Augen des Landsers gleiten über den Ausweis des Kommandanten von Groß-Paris, der zum Aufenthalt in der Innenstadt berechtigt, und dann betritt man nach viereinhalb Jahren wieder die Seinehauptstadt. Schon der erste flüchtige Vergleich mit früher zeigt überall den. großen Wandel, das gänzlich neue Gesicht von Paris. Kahl starren die Gerüste auf den Dächern zum Himmel, von denen man die großen Buchstaben der Leuchtschrift abmontiert hat. An vielen Stationen der Metro, der Pariser Untergrundbahn, geht es vorüber, deren Tore geschlossen sind, um Strom zu sparen. Die Schaufenster zeigen nicht mehr die überladene Fülle vergangener Jahre. In den Schuhgeschäften werden auch zahlreiche Schuhmo- delle 'mit Holzsohlen angeboten. „Schick, aber dennoch klappernd", wie eine deutsche Nachrichten. Helferin beim Betrachten der Auslaaen treffend feststellt. Fast überall ist ein kleines Schild „avec (92. Jahrgang Nr. 25 grirbeini täglich. außer HonntanS "nd feiertags tBcilrtflcn: Gießener ^amilienblättet Heimat imBild DieScbolle Bezugspreis: Aber ein anderer Gesichtspunkt tritt mächtig hervor: die australische Regierung hat die allgemeine Arbeitspflicht eingeführt. Aus den Emigranten werden Arbeiterbataillone formiert. Ja, die australische Regierung hat das strenge Verbot der Einwanderung von Asiaten für die Kriegsdauer aufgehoben und lädt geradezu asiatische Arbeitskräfte ein, nach Australien zu kommen. Inder könnön von diesem Angebot noch Gebrauch machen; Chinesen schon nicht mehr, weil die Zufahrtswege durch die Japaner gesperrt sind. Neuseeland hat eine besonders scharfe Arbeitsdienstpflicht und eine entsprechende Kontrolle seiner Wirtschaft eingeführt — soweit es hier etwas zu kontrollieren gibt, da die Eine Kette von Mißerfolgen Churchills Eingeständnisse vor dem Unterhaus. geben jen Sonn- :h -i-t-r reg65 0313/ E Tagen SDhnn bei T- Nachj Mubzug Nlchl mehr über seine l'che Auf. ch seinem us einem mmer 20 Täter hat fiaen Ein- glicht und 40 M. von der -fität,. «Ä, für “fifälie >'Me ans J den leh. 'awn mö. Mn, bafj «b alles itere® sefl,L 228 000 ART. am Westrand des Atlantik versenkt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bistt' >Uhr desBormittagS Anzeigen-Breife: Anzeigenteil 7Rvf le mm bei 22 mm »Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvs. le mm bei 70 mm Beilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsieMengenstaffel B Mavvorschrift < vorherige Vereinbarung) 25X mehr u Gießen enFrietN4 142 0311/ V« Un. Klein. Mfentnuti * «h» Merim >.ieine ticket” zu finden, anzeigend, daß ohne K l e f - derkarte oder Bezugschein nichts ab- regel) en wird. Schaupackungen und A t r a p p e n sind keine Seltenheit. Von der mit gefärbtem Wasser gefüllten Eau de Cologne« Zlasche bis zum Radioapparat ohne Röhren. Vieles fast schamhaft verschwiegen angedeutet, aber dennoch unmißverständlich für den aufmerksam forschenden Blick. Im Hotel macht der Hausdiener als erstes auf die Verdunkelungseinrichtungen des Zimmers aufmerksam, um damit schon vor Anbruch des Abends zu bekunden, daß die Stadt des Lichtes gestorben ist. Neben der Lichterfülle war es früher der brausende. nie zur Ruhe kommende Verkehr, der Paris das Gepräge gab. Heute scheinen die autoleeren Straßen breiter denn je. Die Kraftwagen sind fast ganz verschwunden. Die meisten von ihnen werden im Sommer 1940 auf der großen Flucht vor der unaufhaltsam heranrückenden deutschen Armee an den Wegrändern und in den Straßengrä» Wiedersehen mit Paris Von unserem W. M.-Korrespondenten. I. Paris, Januar 1942. Im Sommer 1937 war es. Die Pforten der Pariser Weltausstellung hatten sich gerade geöffnet. Wer mit einem späten Abendzug in Paris eintraf, der glaubte, in ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht versetzt zu sein. Bunt und verwirrend war die Lichterfülle, die sich über die eigentliche Industrie in Neuseeland sehr wenig ent-1 breiten Boulevards und Plätze ergoß. Scheinwerfer wickelt ist und hinter dem Rüstungspotential Austra- und Bogenlampen, Leuchtschriften aus den Dächern liens weit zurückbleibt und an den Hausfronten, vereinigt mit tausend und uens wen zur . -.aber tausend seenhaft erleuchteten Schaufenstern. Arn interessantesten gestaltet sich aber die Ent- batten $aris in einen Lichtrausch versetzt, der die Wicklung in den bereinigten Staaten. Ekelste Nacht zum hellsten Tag machte. Ununter« Niemals ist hier die bisherige Riesenarbeitslosigkeit farod)en roar die endlose Kette der Taxis und Luxusvöllig beseitigt worden: sie wirkt sich auch dahin aU5 ben Automobilsabriken der ganzen Welt, aus, daß die wieder m Arbeit und Broi kommen- die über das Holzpflaster der Boulevards brausten, den Arbeitslosen etm? Anlaufsz-it zur Erreichung $otcIs roaren überfüllt Ein fast babylonisches der Normalleistung brauchen. In der augenblick.■ $ d w[xr mar |cIbft in Öen tleinften (Baftftätten lichen Umstellung der amerikanischen Wirtschaft tritt I hören eine zeitlich befristete Erhöhung der Arbeitslosig- $n ben gluten Seine spiegelte sich das abend- keit ein, bis die Rüstungsindustrie auf volle Touren [id)e Prachtfeuerwerk und, wenn sprühend und kommt. Der Mangel an Menschen im Raum der - enb die Raketen am sommerlichen Sternenenglisch sprechenden Volker wurde nid)t bemerkt, kimme( Zerbarsten, dann ging ein Raunen des Stau- well England und die Vereinigten Staaten bisher nen5 unb ber Freude durch die dichten Menschen- o h n e ® ^.r P H i d) t und ohne Massenheere ochsen, die sich zwischen dem Trocadero und dem auskamen. Die Aufstellung der Massenheere m eife[turm gestaut hatten, oder in nie abreibendem England und in den Vereinigten Staaten mach Strom über die Champs Elysees fluteten. „3n erft den akuten Charakter der Menschenarmut lbjefen Tagen zeigt sich wieder einmal, daß Paris offenbar. hn jeder Hinsicht für sich in Anspruch nehmen kann. Die Washingtoner Regierung kennt diesen Ge- &ie führende Stadt Europas zu sein, um damit fahrenpunkt. Die amerikanische Presse diskutiert gleichzeitig einen Mittelpunkt der Welt zu bilden, ihn. Die Zahl der 350 Millionen Europäer, die um den uns manche Stadt beneiden wird." So für die Achsenmächte arbeiten, hat in den USA. schrieb im Jahre 1937 anläßlich der Eröffnung der $in stilles Entsetzen ausgelöst. Auf der Konferenz Passer Weltausstellung die größte französische Zei- von Rio hat diese Frage der Menschenarmut er- tung „Paris Soir". Frankreich stand damals a u f hebliche Zeit in Anspruch genommen. Es wurde e r Höhe seiner Macht. Paris bemühte sich, beschlossen, die Freizügigkeit für alle Arbeitskräfte mit feiner glänzenden und gleißenden Fassade diese aller amerikanischer Staaten einzuführen. Ausdrück- Tatsache wirkungsvoll zu unterstreichen. lich wird auf die Notwendigkeit eines konzentrier-1 Viereinhalb Jahre sind seitdem vergan- imorimen uno 15 ann jenen r vsm j/uiuju/en - -u 1 c 1 c 1 u v u 1 u v« t Staub sind sie, ein Nichts zwischen den Ozeanen, ^n Einsatzes von.Facharbeitern gen. Welch ein winziger Augenblick, gemessen mit Und die Randländer dieser Ozeane, Indien, China. Jbero-Amerika .wird verhaltnismaßig mur wenige I bem Zeitmaß der Geschichte. Um so gewaltiger ist Japan sind von einer wimmelnden Bevölkerung be- ' .^4^«?^ter stellen ^nnen. Ab r ge_ ker jähe Sturz, der Paris vom Gipfel des fetzt, die dicht auf dicht nebeneinander wohnt. Die ^de deshalb ist der Beschluß bezeichnend. Selbst ^e^ beherrschenden, alles überstrahlenden Glanzes politischen und militärischen Folgen dieses Zustan- auf. diese wenigen Arbeiter kommt es den Der- jn ba3 trübc> freudlose Grau der Gegenwart ge- bes, die Wirkung der durch ihn bedingten „W- einigten Staaten an!. 0r.n0. 1...... - - -- «n------ ben mit leerem Benzintank und platten Reisen ihr Dasein beendet Haden. Wenn die Wehrmachtwagen nicht wären und die wenigen Privatautos, die fast sämtlich auf den Dächern oder in kleinen, zweirädrigen Anhängern Treibgasflaschen mit sich führen, dann könnte man sich um 50 Jahre zurückversetzt fühlen. Nicht zum wenigsten tragen dazu die vielen alten zwei- und vierrädrigen Droschken bei, mit ihren Lenkern in der Tracht vergangener Tage, die im Zuckeltrab ihrem Ziel entgegenrollen. Daneben sieht man die sonderbarsten Vehikel, die dem Erfindergeist ihrer Besitzer oft alle Ehre machen. Dazu gehören auch jene Fahrzeuge, die in ihrem Aussehen großen Kinderautos ähneln und lautlos über das Straßenpflaster gleiten. Beim näheren Hinsehen entdeckt man, daß sie mit einem Kinderauto auch den Antrieb gemeinsam haben: ein Paar Pedale, von denen die Kraft mit Stangen oder einer Fahrradkette auf die Hinterachse übertragen wird. „Taxi gefällig?" sagte zu uns mit freundlichem Lächeln ein junger Mann, als wir in später Stunde aus einem Lokal traten, und wies einladend auf die andere Straßenseite. Im Hinblick auf den sich immer mehr verstärkenden Regen machten wir von seinem Angebot gern Gebrauch Das vermeintliche Auto entpuppte sich jedoch als eine gummibereifte Zweirad karre mit Segeltuchverdeck und Zelluloidscheiben, die von einem Tandem, am das sich eine itrau und ein Mann schwangen, aezoaen wurde. Die beiden Fahrer leisteten im strömenden Regen auf der Fahrt durch die dunklen Straßen wahre Kuliarbeit. sodaß wir froh waren, als das „Taxi" bald vor dem Hotel hielt. Ein and-res genau so merkwürdiges Fahrzeug entdeckten wir am anderen Morgen vor der Madeleine-Kirche. Es war die Hälfte eines früher sehr eleganten großen Renault. Die beiden Dordersiße samt Motorhaube und Räder hafte man entfernt. Das Jährzeug war im wahrsten Sinne des Wortes halbiert worden. Man hatte dann eine neue Dorderwand eingezogen und eine Deichsel angebracht. Das mehr als merkwürdige Oe fährt wu^de von einem Klepper gezogen, der mittels der üblichen Leine, für die man in die Vorderwand dieses Fragmentes von einem Auto einen breiten Schlitz frei gelassen hatte, gelenkt wurde. D"r Verkehr, der früher olle Sttaßen und Plätze erfüllte und mit feiner Dichte und feinem Tempo lischen Truppen", so stellte er resigniert fest, „wünschen, zur Verteidigung ihres eigenen Landes zurückzukehren, dann werden wir keine Hindernisse in den Weg legen." Was Churchill über die Lage auf dem norb- afrikanischen Kriegsschauplatz erzählte, war eine klare Widerlegung seiner früheren groß ausposaunten Siegesmeldungen. „Wir konzentrieren in der Libyschen Wüste alles, was wir herbei- schaffen konnten. Auchinlecks Hauptziel war. Rommels Armee zu vernichten. Es war eine Schlacht, die eine ganz andere Wendung na hm, als man es vorgesehen hatte. Es gelang uns nicht, die Armee Rommels zu vernichten." Noch am 11. Dezember hatte er erklärt, es sei sehr wahrscheinlich, daß die gesamten Streitkräfte der Deutschen und Italiener zertrümmert würden. Da in Nordafrika die britischen Streitkräfte zum ersten Mal in zahlenmäßig, gleicher Stärke gegen die Achsenmächte angetreten seien. Jetzt versucht er, das Steckenbleiben der britischen Offensive und Rommels Gegenstöße mit dem alten Trick zu entschuldigen, daß „der Feind über mehr als die doppelte Stärke" oerfüat habe. Dabei hat das britische Empire diese Oftensive fünf Monate lang vorbereitet und die Kriegsmaterialerzeugung eines ganzen Jahres sowohl Englands als auch der US2l. eingesetzt Churchill konnte indessen nicht umhin, die gewaltige Leistung des Generals Rommel anzuerkennen: „Wir haben einen äußerst wagemutigen und tüchtigen Gegner vor uns, und ich kann wohl sagen: einen großen General." r , Besonders pikant waren dann folgende Satze: „Wir sind erst durch zweieinhalb Jahre des Krieges gegangen, und es ist uns noch Gelungen, den Kopf über dem Wasser zu halten. 20)er trotz all der schändlichen Nachlässigkeiten, des riesigen Durch, einanders, der augensälligen Unfähigkeit, dem Man- gel an Organisationskraft, was uns täglich vorgs- warfen wird, — aus welchen Tadeln wir Nutzen zu ziehen trachten — beginnen wir langsam, den Ausgang iu übersehen. Es sieht so aus, als ob oxr sehr schlechte Zeiten durchzumachen hätt*" Diese Sätze aus diesem Munde sprechen Bände. Gietzener Anzeiger BrfihIfd)eUntott|itäts6ru mi tbr ngen, ftatt H; chen Ozean und im Mittelmeer. für. die Abwehr l-n kannte er nur . ^'ob9b.o/f^na»e" „nbneJ‘Ä; her deutschen und japanischen Angriffe fort. 6o I >»2ßir hatten in der letzten Zeit eine Menge sch ech bedeuten .die kühnen Unternehmungen der weit von ter Nachrichten aus öem fernen Dften fag e er, ihren Stützpunkten entfernten deutschen Untersee- -und ich halte es fur äußerst «ahrscheinlich ß boote nicht nur eine Verknappung des feindlichen wir noch eine ganze Ttenge roeiterer fö)Ieaher Handelsschiffsraumes, sondern auch die Bildung Nachrichten erhalten wer en. größerer feindlicher Luft- und ©eeftreitfräfte. Unter haupten, daß Katastrophen, wie diese Vorkommen den versenkten 30 Schissen der USA. befinden sich können, ohne daß Irrtümer und UnzulangÜch. allein 11 Tanker, deren kostbare Ladung einen ketten gab. Wett manches flecht gegangen ist und spürbaren Ausfall für die feindlichen Flugzeuge well nach Schlimmeres kämmen kannverenge ich '.„fr. mnfnriftprfpn 9Whnnh(> bedeutet das Vertrauensvotum. Der Angrif auf -peari unh motorisierten verbände beöeutet. Harbour hat d i e U S A. - P a z i f i k f l o 11 e vor- Oie Versenkung der „Barham" häufig lahmgeschlagen. Die Ueberleaenheit zur See ist im Pazifik und im malalischen Archipel sUg"gkNen. ! zeitweilig von den Vereinigten Staaten und Groß- Stackholm 27 San. lDNB.) Im Anschluß an britannien auf Japan übergegangen. Die - . 9 . ... ... t, r: I Ueberlegenheit zur See wird es den Japanern geben deutschen Wehrmachtbencht sicht sich die b.ri- Ltottcn.a jen Demokratien weitere schwere und tische Admiralität nun endlich gezwungen schmerzliche Verluste zuzufügen. Es kommt nicht die Versenkung des Schlachtschiffes „Barham" m Frage, den Krieg im Pazifik als eine Operation zuzugeben. Bonbon muß damit wieder einmal unter zweiten Ranges anzusehen Die Schlacht um Sin- •-3-"«»'Ä*SRTL Zuverlässigkeit des deutschen OKW.-Benchts bestati- sch^rdigung für die Schläge, die das Empire in Ostgen. afien einstecken mußte, nannte Churchill die Was- Das Ritterkreuz für Kapitäu'eutnant ins Stocken geraten feien, und die geplatzte britische Freiherr von Tiesenhausen. offensive in ..Wenn^r^unsere Kampf. DNB. Ausdem.Führer Hauptquartier, ba9 un|er Untergang gewesen." Das klingt aus dem 27. Ian. Der Führer hat dem Kommandanten des Munde des sonst so siegesaewissen Herrn Churchill U-Bootes, das am 25. November 1941 vor Sollum rebr pessimistisch. Aber einen Tag nach her japa- das Schlachtschiff „Barham" versenkte, Kriegserklärung hat derselbe Churchill an Kapitänleutnant F r e i h e r r v. Tiesenhausen.^^. gleichen Stelle erklärt: „Jede Vorbereitung, die das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. kn unserer Macht lag. wurde im Fernen Osten ge- ♦ troffen." Auch an diesem Beispiel kann man er- Hauptmann Johann Schmid, ausgezeichnet mit kennen, was von Churchills Prophezeiungen und dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, ist vom Versprechungen zu halten ist. Im übrigen konnte üreinhilua nicht^ zurückgekehrt In schweren Lust- Churchill den verzweifelten Australiern keine ÖnflH er 41Geg^ abgeschosstn 'konkrete Hilfe in Aussicht stellen. „Wenn die auslra- Dtonnthd) RM. 1.80 V"’ r; ßuiieUnebübr .25 ‘UT bem Oiicb bei Nichterscheinen - ttsi. uon einzelnen Nummern bin V infolge höherer Gewalt ?? \ I |ernfvred)nnfd)lub 2251 •'giert U s Drahtanschrift: „Anzeiger 15 6itQ$ | Postscheck 11ßeG^rantf. M. , ^4.1 ■■■■ »11 fefel Oer Schrei I im 3Raum ohne Volk. I 4 durch | Durch das britische Empire und die Vereinigten । -um« I Staaten geht eine große raunende Sorge: Haben Dn 6”-' wir genug Menschen, um den Krieg mit Truppen und mit Arbeitsmaterial durchstehen zu können? Das ist ein Gesichtspunkt, an den die meisten Menschen bisher überhaupt nicht gedacht [laben, weil sie noch unter dem Einfluß von Meldungen über die große amerikanische Arbeitslosigkeit standen. Ader die Dinge sind im raschesten Wandel, und es kommt ja nicht allein auf die rein ziffernmäßige Zahl der arbeitsfähigen Menschen an, sondern auch auf die Qualifikation. Also auf den Unterschied zwischen ungelernter, angelernter und gelernter Arbeit. Aber bleiben mir einmal bei der reinen Zahl. preis von etwa 400 Franken für das Gedeck ist für die meisten unerschwinglich. Man hatte vor wenigen Wochen energische Anstregungen gemacht, diesen Lokalen eine besondere Luxussteuer aufzuerlegen, aber dieser Plan verschwand fang» und klanglos in der Versenkung, und es gibt nicht wenige in Paris, die behaupten, der schon so oft hinausgeschobene Prozeß in Riorn sei die Parallele dazu Es ist überhaupt noch manches in Paris zu finden, was man bei uns mit den schwersten Strafen belegen würde, während man hier im Land der Libertät nicht nur ein, sondern beide Augen zudrückt. Das dunkle Gewerbe der Schieber und Schlepper blüht, ohne daß es irgendwie von Seiten der französischen Behörden behindert wird. Von der Losung der Regierung Petain „Autorität und Disziplin" ist hier so gut wie gar nichts zu bemerken. Fast in jeder Straße und häufig auch in den Geschäften und Warenhäusern selbst bieten sich Schlepper an, die für ein Trinkgeld, manchmal jedoch auch für eine Schachtel Zigaretten oder für einige Abschnitte der Lebensmittelkarte bereit sind, einen zu Bezugsquellen zu führen, die ohne Tickets und Punkte Stoffe, Wäsche, Seife, Spirituosen, Kaffee usw. abgeben. Die Preise, die gefordert wei> den, haben zwar in fast allen Fällen eine geradezu märchenhafte Höhe und steigen noch immer von Tag zu Tag, aber das illegale Angebot in allen Stadtteilen beweist, daß noch recht große Lager vorhanden fein müssen. Bei eisigem Wind und 36 Grad Kälte. Berlin, 27. Fan. (DRD.) In den Abendstun- den des 25. Januar führte ein deutscher Insan- terie-Stoßtrupp i.m Norden der Ostfront ein schneidiges Unternehmen durch, das angesichts des eisigen Ostwindes und einer Temperatur von minus 35 Grad eine besondere Leistung war. Unbemerkt vom Feinde ging der Stoßtrupp gegen einen bolschewistischen Stützpunkt vor, der in den letzten Tagen wiederholt der Ausgangspunkt bolfchewisti- scher Dorstäße gewesen war. Der Stoßtrupp brach überraschend an zwei Punkten in den feindlichen Stützpunkt ein und sprengte fünf vollbesetzte Unterstände. Südostwärts Orel warfen deutsche Truppen bolschewistische Kräfte aus einer Ortschaft heraus, in der sie sich vorübergehend festgesetzt hatten. Ein Artillerie-Unteroffizier vernichtete mit seinem drei Mann starken Stoßtrupp zwei Panzerkampfwagen, deren Feuer den angreifenden deutschen Truppen schwer zu schaffen machte. Den ersten Pan- zerkampfwagen vernichteten die Kanoniere durch geballte Ladungen. An den zweiten konnten sie nur schwer herankommen. Ein Kanonier nahm aus dem vernichteten Panzerkampfwagen ein Brecheisen heraus, sprang damit auf den noch immer feuernden Panzer und brach die Turmluke auf. Durch zwei geballte Ladungen, die das Innere des feindlichen Panzerkampfwagens vollständig zerstörten, wurde der Panzer außer Gefecht gesetzt. Nordostwärts von Kursk richtete sich am 25. Januar gegen eine von deutschen Truppen besetzte Ortschaft ein starker feindlicher Angriff, der jedoch zurückgefchlagen wurde., Eine deutfche Abteilung wurde vorübergehend von bolschewistischen Kräften eingeschlossen. Ein starker deutscher Vorstoß zwang die Bolschewisten zum Rückzug. Ein feindlicher Panzerkampfwagen modernster Bauart wurde vernichtet. Im Süden der Ostfront kam es zu einem heftigen Kampf um den Besitz einer Ortschaft, in der sich zwei bolschewistische Kompanien vorübergehend hatten festsetzen können. Ein Gegenstoß deutscher Infanterie mit mehreren Panzerkampfwagen brachte die Ortschaft wieder in deutschen Besitz. Während die Infanterie die Häuser und Straßen von versprengten Bolschewisten säuberte, stießen die Panzerkampfwagen den beiden feindlichen Kompanien nach und vernichteten sie vollständig. Eine deutsche Panzereinheit griff irotz des tiefen Schnees in der Nähe eine stärkere bolschewistische Kampfgruppe an, die offenbar gerade zum Angriff bereitgestellt wurde. Die Gruppe wurde vernichtet. Kompromiß in Mo Oie Schlacht in Iohur Tokio, 27. Januar. (DNB.) Japanische Truppen, die von Osten, Westen und Norden a u f 3 e n • tra - Iohur vorgehen, schließen die Falle um 20 000 Mann feindlicher Truppen immer snger, während weitere japanische Kolonnen ihren Vormarsch auf Singapur sortseßen. Japanische Einheiten stürmten am Montag Renqit an der Westküste der Malayen-Halbinsel und sind dann in einem riesigen, 50 Kilometer breiten Dogen nach Süden geschwenkt, bereit, den Dorstoß auf Iohur, Bharu, die Hauptstadt des Staates Iohur, gegen- über von Singapur, einzuleiten. Die japanische Artillerie hat am Dienstagabend das Feuer auf Rengam und Simpanfl Rengam eröffnet, wo die britischen Truppen nach ihrem Rück- tug aus Ayer Itam und Kluang Verstärkungen her. angezogen haben, um den sapanischen Vormarsch zum Stehen zu bringen und den Verteidigern von Iohur Bharu Zeit zu geben, ihre Verteidigung zu verstärken. Durch die Besetzung von Bathu Pahat und den Stoß auf das Gebiet von Seggarang ist der linke Flügel der britischen Streitkräste, der sich an der Straße von Malakka anlehnt, in Gefahr, von der strategisch wichtigen Küstenstraße nach Sinaapur abaeschnitten zu werden. Die britischen Streitkräfte, die sich im wesentlichen aus Australiern und Indern zusammenfetzen, wehren sich verzweifelt gegen die von drei Seiten angreifenden Japaner. Gelingt es den britischen Streitkräften nicht, die jetzt bedrohte Rückzugsstraße nach Singapur offenzuhalten, so wird es ihnen kaum noch möglich sein, sihische Lage jedes einzelnen Landes im gegenwärtigen Konflikt der Kontinente fentlegen, den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den mit den Vereinigten Staaten im Kriege be- sindlichen Mächten. Praktisch heißt dies, daß über oie Zweckmäßigkeit eines solchen Schrittes auf der Konferenz keine Einstimmigkeit erzielt werden konnte und daß es jeder einzelnen Regierung Überlassen bleibt, ihre Ent- jcheidungen zu treffen. Inwieweit diese Handlungs- freiheit die praktische Politik der einzelnen Länder bestimmt, kann nur die Zukunft lehren. Es unterliegt keinem Zweifel, daß sich Länder, die sich zu schwach fühlen, dem nordamerikanischen Druck auf die Dauer zu widerstehen, als Vasallen Roosevelts in die Knegsfront der USA. einreihen werden. So scheint Peru sich dem Diktat von Washington zu unterwerfen. Auch in Uruguay und Bolivien, wo die amerikanischen Botschaft- ter seit längerem die Funktionen von Kommissaren wahrnehmen, scheint sich ähnliches vorzubereiten. Die größten der südamerikanischen Staaten haben jedoch in Rio gezeigt, daß sie sich von Washington nicht einschüchtern lassen. Ihre Staatsmänner werden nun zeigen müssen, daß sie auch weiterhin das eigene nationale Interesse, allen Drohungen der Nordamerikaner zum Trotz, durchzusetzen wissen. Rio de Janeiro, 27.Ian. Die pananterika- nische Konferenz ist am Montag geschlossen worden. Die Konferenz war einberufen worden, um die Haltung der lateinamerikanischen Länder zum Eintritt des Kriegszustandes zwischen den Vereinigten Staaten, Japan und der Achse zu klären. Insbesondere sollten die großen freien Staaten Südamerikas zur Teilnahme an dem Krieg überredet und damit ebenfalls in ein Verhältnis der Abhängigkeit zu den Vereinigten Staaten gebracht werden, wie es für eine Reihe mittelamerikanischer Länder schon besteht. Die Nordamerikaner setzten darum die Konferenz vom ersten Tage an unter schärfsten Druck. Es wurde weder mit militärischen noch mit wirtschaftlichen Drohungen gespart. Trotzdem wurde das nordamerikanische Ziel der Kriegsausweitung für die gesamte westliche Hemisphäre nicht erreicht. Auch der zweiten Forderung nach einem bedingungslosen Abbruch der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Lateinamerika, den Mächten der Achse und Japan wurde nicht stattgegeben. Nach zehntägigen Derhandlungey einigte man sich auf eine Kompromiß^ormel. Nach ihr empfehlen die amerikanischen Republiken nach Maßgabe des Verfahrens, wie es d i e eigenen Gesetze und besonderen Umstände, sowie die g e o g r a • immer wieder das Erstaunen der Besucher der französischen Hauptstadt heroorrief, spielt sich heute unterirdisch ab. Er ist in der Stadt, die keine Straßenbahnen kennt, von der Untergrundbahn ge- schluckt worden. Die außerordentliche Dichte des Metro-Netzes und die rasche Zugfolge ermöglichen es, daß trotz Fehlen des Autoverkehrs keine unlösbaren Verkehrsprobleme auftauchen. Durch die Straßen und über die Boulevards und Plätze schieben sich in den frühen Nachmittags» stunden die Menschenmassen wie einst, flauen sich vor den Geschähen und bevölkern die zahllosen Lokale. Man läßt sich mit der Strömung treiben und die Augen umherschweifen. Beim Studium der Schaufenster stellt man fest, daß fast alle Preise ganz gewaltig nach oben geklettert sind. Steigerungen um das Fünf- und Sechsfache des Friedenspreises sind keine Seltenheit. V e r f n a p • pungserscheinungen machen sich überall bemerkbar. Was hätte wohl früher im reichen Frankreich der Kunde gesagt, wenn beim Kauf einer Tube Zahnpasta die Verkäuferin mit freundlichem Lächeln aber bestimmt die Herausgabe von der Ablieferung einer alten Tube abhängig gemacht hätte? Genau so ist es beim Kauf einer Flasche Eoty, die auch erst nach Rückgabe einer alten aus- gehändigt- wird. Elegant und geschmackvoll wie stets ist auch heute noch die Pariserin gekleidet. Ein leichter Du't von Puder und Parfüm liegt in der Lust. Mit viel Charme und Temperament werden die Unterhaltungen geführt. Ueberall sind auf den Gesichtern Farbstifte, Schminke und Puder mit schwer nachahmbarer Routine am Werk gewesen und haben so viel Farbe und Buntheit in das Stadtbild des trüben Ianuartages gebracht. Und dennoch, je länger man die Menschen an sich vorüberziehen läßt, desto mehr erkennt man, daß manches Lachen nur erkünstelt, vieles zur toten Schablone, zur Maske geworden ist, hinter der sich einanberes Antlitz von Paris verbirgt, das viele Schatten und Sorgenfalten aufweist. Dor den Lebensmittelgeschä'ten stauen sich die Menschen- fd-Iangen. Schutzleute sorgen dafür, daß der Verkehr auf den Bürgersteigen nicht behindert wird und nur immer eine bestimmte Anzahl Menschen die Läden betreten. „Spart Einwickelpapier!" ober: „Nehmt bie Waren unverpackt mit beim!" — kann man in vielen Geschäften lesen, Aufforderungen, die früher in Paris stürmische Heiterkeit ober tiefe Entrüstung hervorgerufen hätten. Dor den Tabaf- läben sieht man fast nie Schlangen. Aber dieses Geheimnis entlüftet sehr' schnell seinen realen Hintergrund. Rauchwaren sind so gut wie gar nicht vorhanden. Es gibt Geschäfte, die in einer Woche nur ein einziges Mal ihre Pforten für einen halbstündigen Verkam öffnen. Diele Läden sind nicht geheizt, und die Derkäuferinnen bedienen im Man- tel und mit dicht um den Hals geschlungenem Wollschal. Schlange wird auch gestanden vor den billigen Restaurants, in denen bie kleinen Angestellten ihr Mittagbrot zu verzehren pflegen oder sich kurze Zeit aufhalten, um eine Tasse „cate national“ zu trinken, einen Korn- ober Malzkastee, den man früher energisch zurückgewiesen hätte. Besonders groß ist der Andrang vor jenen Pariser Gaststätten, die für Kleinverdiener eine Mahlzeit zum Preise von 11 Franken abgeben. Zu diesen Mahlzeiten werden nur Angestellte zugelassen, die weniger als 1800 Franken, bas finb nach deutschem Gelde 90 RM., verdienen. Diese Maßnahme ist allerdings kaum mehr als ein .Tropfen auf den heißen Stein zu bewerten. Die große Spanne, die heute zwischen dem Einkommen des Durchschnittsfranzosen und den enorm gestiegenen und noch ständig ansteigenden Preisen steht, kann dadurch keineswegs-überbrückt werden. Ein Blick auf bie Pariser Speisekarten zeigt, daß lukullische Genüsse hier kaum mehr verzeichnet finb. Ueberall ist angegeben, wieviel Brot-, Fett- unb Fleischmarken zur Mahlzeit benötigt werben. Das Umlernen auf diesem Gebiet wird für den Franzosen, der von allen europäischen Völkern der Verwöhnteste war, wenn es um das leibliche Wohl gma. sicher am schwersten gewesen sein. Es gibt allerdings noch genug Luruslokale, besonders in d"r Umgebung der Rue be la Pair und der Chamvs Elnlees, die auch heute noch alle jene Dinge verabreichen. nrm Kaviar zu Beginn bis zum Täßchen echten Mokka als Abschluß, die an bas alte Paris vor d"m Kriege erinnern. In manchen dieser Lo- f”!t<* sind nicht selten rund 300 Meinm^rken. deren äft-fter Iahraamr üb"r ein halbes Jahrhundert zählt, und weit üb-r 50 Sektsorten auf der Karte zu finden, die dort k-ineswegs nur dekorativ wirk-w fallen sondern auch serviert werden, ^s könn-n sich rH'-rbinns nur sehr wenige Pariser feilten, hier Stamm'wst zu sein: denn der Durchschnitte. Dem Fuchs aus der (Spur. Von Hans Friedrich Blunck. Der kleine winterliche Erlenbruch an der Seekante breitet sich vor mir. Schilf und Gras haben sich braun und müde fallen lassen und tragen weiße Schneemützen. In den Schattenfenken hinter den Büscheln ist bas Tauwasfer zu Eis gefroren. Ein Fuchs liegt zwischen den Erlen — er lag wenigstens gestern unb vorgestern um biese Stunde hier. Sehr vorsichtig, bie Flinte in ben Hänben wiegend, folge ich dem Hund, der in hohen lautlosen Sprüngen zwischen den aus dem Boden hoch- wachsenden Grasbülten dahinstöbert. Mitunter psti'se ich halblaut, damit er mir nicht zu weit nach vorn gerät. „Und kein Kaninchen", mahnte ich flüsternd — es ist sein betrüblicher Fehler, daß er bie kleinen grauen Sputter zu ernst nimmt. Vom See weht ein frostiger Wind herüber; bas hohe Schilf wiegt sich und schiebt bie kieselharten Blätter reibend auf und nieder. Das Eis am Ufer- ranb streckt sich glasklar; draußen an feinem Rand brechen sich die glucksenden Wellen des freien Wassers. Ich wende mich dem Hund zu. der Witterung hat, unruhig verhält und weiter streunt. Eine Handbewegung; er versteht, holt weit aus und versucht, mir aus einem Zipstl des Brooks zuzutreiben, was sich darinnen halten könnte. Wirklich geht ein Hase hoch, rennt wie toll auf mich zu. schlägt einen Haken unb ist braußen auf bem überreiften Weizen. Er rennt, als zielte ich gerade über feine Löffel, rennt. Bauch an der Erde,rniit krummen auswärtsgeboge» nen Läufen. Ein Spaßvogel unter seinesgleichen ift's; eil dich nicht. Freund, ich hab's nicht auf dich abgesehen. Auch ist der Hund guK erzogen, er ist längst wieder im Brook, meine Flinte sucht einen anderen Gewölk zieht schneeschwer vom Westen näher, das Wasser spiegelt den blauen Himmel und zeichnet ben Rand der Bö in schwärzlichem Widerschein Ich spähe durch das Weidengestrüpp des Ufers nach draußen. Es wird früh dämmern; vielleicht ist morgen bie Erbe weiß? Im nächsten Auapnhlick fühle ich. baß ber Hund mich rief. Die vier Läufe noch wie im Trab gestreckt, steht er erstarrt da. den Kops halb zur Seite gewandt, unb atmet nicht mehr. Was wird just am nassen Rand liegen? Eine kurze Bewegung ber Augäpfel; er hat gesehen, baß ich nirmerfe, unb bleibt wieder in ber gleichen unbeweglichen Haltung. Einen Schnitt näher gehe ich — ba gockelt unb läutet es hoch, mit aller Entrüstung des Himmels poltert schneebestäubt ein Hahn auf und streicht ab Einen Atem lang habe ich bie Flinte gehoben, aber nein — laß ben alten leben! Der Hunb sieht mich verblüfft an. Warum nicht, fragt er, ist boch keine Schonzeit. „Den Fuchs!" nicke ich ihm zu. Unb er wittert roieber vorsichtig dom Busch zu Busch — sehr vorsichtig. Füchse hat er in böser Erinnerung. Ich folge, immer bie Ränder des Bruchs im Auge, damit Reineke mir nicht hinterm Rücken ausfährt. Schade um ben fiafen war's boch, fällt mir ein, und — nun, der Fasan wäre mir aewiß nicht ent» wischt. Aber es wird Zeit, den Bestand zu schonen, tröste ich mich auch. Und soll ich mir vielleicht ben Fuchs vergrämen? Die Binsen rauschen im Wind, das Rohr beugt sich tie'er. » Vorsichtig stapfe ich von Büschel zu Büschel, nehme die Rase voll vorn Eiswind, blafe und atme tief, west auch diese grauen Tage herrlich sind. Das Gewölk hat sich wie eine ungeheure Zange gespalten, Wintersonne bricht durch einen Wald jenseits des Sees und überflutet die Weite mit ihrem rot« ncilenen Schein. Hoch über mir zieht ein Keil von Gänsen schreiend dahin. Wo ist der Hund? Ich fahre zusammen, höre bas Brechen und Rauschen nicht mehr — wo — da sehe ich ihn starr einem Kranz dichter Grasbüschel vorstehen. Ein kleiner Erlenbulch schickt sieben schwarze Ruten dazwischen zur Höh. Hab ich dich. Meister Rein-ste? Werd gleich wissen, warum ich Hasen und Gockel ausließ. Schon sehe ich den Balg — einen Pelz, ich weiß nicht wie prächtig! Ha, den schönsten Fuchs, einen Zauber- kerl, werde ich heute heimbringen, das ganze Dorf soll einen Abend lann im Knig darüber beraten Denn dich habe ich. Bursch! Die Flinte liegt unter ber Achsel. Mit langtastenden Schriften komme ich näher, winde mich du^ch^ Fußholz innger B'rken. vorsichtig den festen Grund zu Schritt ausmachend. Rechts könnte er ausbrechen — verloren, alter Räuber! Geradeaus ist die kahle Weizenkoppel und links — Achtung, daß mir der Schilffleck nicht die Aussicht versperrt. Ssst — mahne ich leise den Hund, habe Furcht, er könnte vorher zuspringen. Wie er bastelst! Unbeweglich, wie ausgestopft, auf brei Läufen, so wie er gerade erstarrte. Einen Schritt laß mir noch, Reineke. — In dem Augenblick fliegt ein grauer Schatten auf. Ein Kaninchen — ein läppisches Kaninchen ift's, um das Hahn und Hase ihr Leben behielten. Huscht wie ein Blitz — ich reiße die Flinte an bie Wange, außer mir vor Zörn. Zweimal schießt der rote Strahl ins Feld. Aber treff’ einer ein Kaninchen im Gras — nicht einmal das Fell eines elenden Sanders bringe ich heute beim. Ach, Traum vorn Fuchs — ach, Hund, du Tölpel! Mich auf ein Kaninchen zu fetzen, wo wir schon fast auf hohe Jagd gingen! Oie porzellan-Welt des Pofofo. Niemals hat bie Pgrzellankunst einen solchen Aufschwung genommen wie im 18. Jahrhundert. Der Mensch des Rokoko lebte sozusagen in einer porzellanenen Welt. Es gab fast keinen Gebrauchs- gegenständ, ber nicht aus dieser zerbrechlichen Materie hergestellt war: Kaffee-, Tee- und Eßservice, Messer, Gabeln, Löste!, Uhren, Schreibzeuge, Tintenfässer, Streustandbüchsen, Federhalter, Bleistifte die Lust am Sammeln zierlicher Dinge war ber Anlaß zu immer neuen Erfindungen der großen Mobelleure: Känbler in Meißen, Bustelli in Nymphenburg, Melchior in Höchst, Link in Frankenthal. um nur ein paar Namen zu nenrten. An ben Höfen ber Fürsten entstanden bie „Porzellankabinette". In gläsernen Spiegelschränken, auf Konsolen vor Wönben aus Porzellan prangten die kostbaren Figürchen, Hunderte von Kerzen waren :n Porzellanleuchter gefaßt, und aus edel geformten „Potpourries" (Räuchergesäßen) stieg der Duft des süßen Ambra, des Lieblingsparfüms jener Epoche. Auch ber Privatmann umgab sich mit Porzellan: wollte er seiner Lieblingspassion stöhnen, zog er eine Tabaksdole aus Porzellan aus ber Tasche seines bunten Fracks, ging er spazieren, stützte er \W Wen. der Rot 91om t I McWers I Miegsopf Mhrer h Mischen h Tokio, 27. Januar. (DNB.) ©enerafleutnant Kuwaki schreibt zu den bevorstehenden Kämpfen um Singapur, zunächst müsse man bedenken, daß Singapur st a r k b e f e ft i g t ist und daß die Eng- länder zweifellos hartnäckigen Wider st and leisten werden. Auch bei Port Arthur habe sich im russisch-japanischen Krieg 1904/05 ber Angri's als recht schwierig erwiesen. Da diesmal seboch b i e japanische Flotte bie Gewässer um bie Inselfestung Singapur beherrsche, könnten, die Engländer kaum noch auf wesentliche Verstärkungen rechnen. Schiffstransporte seien praktisch ausgeschlossen, es bestehe nur noch die Möglichkeit, Truppen auf dem Luftwege unb aus Niederländstch. Indien nach Singapur zu bringen. 'Daß dies jedoch nicht ohne Einwirkung ber japanischen Luftwaffe^ die in diesen Lusträumen bereits eine entscheidende Rolle spiele, erfolgen könne, sei selbstverständl ch Im übrigen befänden sich unter den Verteidigern von Singapur ein großer Teil indischer Truppen, bie, wie schon die Operationen im Malana« gebiet zeigten, nicht bedingungslos bereit seien, ihr Leben für die Verteidigung der englischen Festung zu opfern. Rach der See hin sei Singapur zweifellos äußerst stark beseitigt, jedoch in geringerem Maße nach dem Land zu. Die Schwierig- feit für die japanischen Truppen werde also in der Ty,*« Zehn Iah das Sonbei Hliaen Anim ttn Zuchthaus M beim Po Mtoageiral IM er W »riefe, öffnet Baretten ur un) andere I Wiegten, Brie prelbnnfftriefe M Angeklag NW f cnnMtf hatte Mngefiaat M des Coch ch erblich be Cänaung der J er ist *,e,nem f[ liHi(hif 51 ber vollständigen Umzingelung zu entgehen unb wenigstens noch mit Teilrraften nach Singapur zu entkommen. „Die tropischen Regengüsse in Malaya haben aufgehört unb strahlend blauer Himmel begrüßt feit Montag die japanischen Truppen auf ihrem Vormarsch über die festen Landstraßen, die durch endlose Gummiplantagen, Kokosnußhaine und Felder mit tropischen Blumen führen", so berichtet der Korrespondent von „Asahi Shimbun". Nach Ueberwin- dung des Dfchungelgeländes find die Japaner in froher Stimmung. Die Zahlen auf ben Meilensteinen nach Singapur werden täglich kleiner. Vor dem Angriff auf Singapur. L> Som ■«»s oet ,„Sas fat fc*. ein Kl* Äft t!|t bem Ptaanber ffNenb kW Hw« ° P5«\. Zeitschriften. — Das neue Heft ber „M obenwe11" (Deutscher Verlag, Berlin) bringt unter ber Fülle schöner ; und praktischer Modelle schon manches für das Frühjahr. Es gibt Mäntel und Kostüme, Jackenkleider, Kasakkleider, Beru'skleidung. Nachmittagskleider usw. Außerdem viele Vorschläge zum Umändern und besonders viele Kinder-Modelle. Mode versucht, durch ein halbes Jahrhundert läßt ™ Wein Un sich der Stil des Kostüms mit Porzellanfiguren be- I N leg-n. . I »btr'g Der Untergang ber höfischen Welt bes Rokoko, I l" «fiter die Rückkehr zur Natur, bie I. I. Rousseau qepre- ^n hje t bigt hotte, beschloß bie „Porzellanepoche". Mit ber I 'M gemori stglnzösischm Revolution war die Glanzzeit biefes | A. - •• subtilen Materials zu Enbe. Es diente nun vor- । wiegend Gebrauchszwecken. Die Zeit ber galanten Figurinen war vorbei. A. v. Oe. Das Hitt-rkreuz. Berlin, 27. Jan. (DNB.) Der 'Führer verlieh bas Ritterkreuz an: ---Oberführer Fritz von Scholz, Kommanbeur eines ---Regiments, Oberst Curt I e f f e r, Kommandeur eines Panzer-Regi- ments, und ---Obersturmführer Helmut Pförtner, Zugführer in einem ---Regiment. Die Gefechtsgruppe des ---Oberführers oon| Scholz hatte in ben Kämpfen nördlich R o-! ftow vom 17. bis 20.11. bie Flanke der Panzerarmee an entscheidender Stelle zu decken. Fünf sow»! fetische Divisionen, unterstützt von einer Panzer- Brigade, haben in ununterbrochenen Massenangrif. fen unter ständiger Mitwirkung von schweren Panzern, unter rollenden Angriffen von Bombern urrbs Tiefkampfflugzeugen, die Gefechtsgruppe zu überrennen versucht. Durch ben mutigen Einsatz des ---Oberführers von Scholz wurden alle Angriffe abgemiefen. — Oberst Iesser hat mit feinem Panzerregiment in ber zweiten Novemberhälfte mehrere Stellungssysteme, die mit Geschützen, Paks und. eingegrabenen Panzern bestückt waren, burch» brachen, mehrere schwere Panzerangriffe abgeschlagen und burch einen kühnen Vorstoß an den Don den Feind in solche Verwirrung gebracht, baß ber Einbruch in Rostow möglich würbe. — ---Ober- sturmfübrer Pförtner führte am 18. 7. ben Spitzenzug seiner Kompanie beim Angriff auf sowjetische ' Feldstellungen westlich Ssalischy gegen eine aus der Flanke feuernde feindliche Batterie, drang in bie Feuerstellung ein und zwang in hartem Nah« kämpf die Bedienung, die Geschütze zu verlassen. Heftische Jtitterfreu^träger. Der Führer hat, wie schon gemeldet^ dem Oberst von Zangen unb dem Leutnant Ruppert bas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. — Oberst Gustav von Zangen, geboren 1892 als Sohn eines Bankbeamten in D a r m ft a b t, wurde 1912 im Infanterie-Regiment 117 Offizier. Im Inf.- Regt. 160 machte er ben Weltkrieg im Osten unb Westen mit unb erwarb sich beibe Eiserne Kreuze. Nach dem Kriege schied er aus bem Heere aus unb trat in bie Schutzpolizei ein. 1935 wurde er als Oberstleutnant in das Heer übergeführt unb im Februar 1938 zum Oberst beförbert. — Leutnant Hermann Ruppert ist 1919 in Offenbach am Main als Sohn eines Offiziers geboren. Er trat 1939 in das Infanterie-Erfatz-Bataillon 15 ein, in dem er Fahnenjunker unb im Februar 1941 Leutnant würbe. Ifijci”1 habe, I-s "Ächtet fei« Mil« P’ Lnl«e«'uJs ' |>*e5,o K-es h-ss pnW* I gioiWfriiri) b'-i littet ®er»en I». K- Iot{ Ijuriicf. I We die japc ■au) Schantung InMi IgMtn iöopO liier Machens ■vir Sicherung ’ ■ Wagnis ver I Durch den Is ImiirN abgei : Ihr den derart ■Brüher des r ' |Bürgerlrieg, t ■ | greife und P | Bürgerkrieges. | Der Stabsc Iron 19.30 bi* |fifih Sturma^ |r?r der SA sich auf einen Stock, dessen Knauf aus einer por- ] zettanenen Nymphe bestand; die P'ei'e, die er I rauchte, hatte einen Porzellankopf, seine Liebes« I Briefe schrieb er auf PorzellantcUelchen, er würfelte I sogar mit Porzellan, und selbst Spielkarten wurden I aus diesem hauchdünnen Material hergestellt. Der Toilettentisch der Rokokodame war ein un- I erschöpfliches Thema für die Phantasie des Model« I leurs. Wenn die gepuderte und geschminkte Schöne I ihr Werk vollendet hatte, blickte sie, selbst wie ein I kleiner Götze aus Porzellan anzuschauen, in einen I Spiegel, ber von porzellanenen Blumen umrahmt 1 war. So gern gesehen war bas Porzellan, daß man I als Tafelschmuck den lebenden Blumen oft eine weiß | ober bunt glasierte Architektur vorzog; tn bem In- | ventar ber „(Eonbitorei" bes Grafen Brühl in Dresden werden an Architekturstücken angeführt: 4 Kirchen, 2 Tempel, 51 Stadthäuser, 46 Pyrami- | den, 15 Ställe, 6 Gondeln, 3 Taubenhäuser. Diese i etwas kalte Pracht wurde durch kleine Sprinabrun- I nen belebt, und mit Porzellanfigürchen bevölkert. Die Porzellankunst hat uns eine Modegeschichte überliefert, nicht so lückenlos wie in den Journalen, I aber lebendiger unb künstlerischer. Zum ersten Mal würbe im Porzellan eine plastische Auswertung ber • Aus der Stadt Gießen ■ UL Heute beginnt unser neuer JRoman Oer feurige Ofen von Hans von Hülsen Hetzen unb Singapur zu 3 haben auf- begrüßt seit ihrem Dor« iurd) endlose Felder mit t der Kant' h Uebtrmin» Japaner in Meilensteine» Verdunkelungszeit: 28. Januar von 18.58 bis 8.39 Uhr. Unterschied machen, daß die Wirkung dieselbe ist, ob die Liebe einen Zwanzigjährigen oder einen Fünfzigjährigen überfällt. Er wußte schon lange, daß er dies schöne Mädchen mit der marmorbräunlichrn Haut, dem reichen Haar, den dunklen, immer ein wenig feucht schimmernden Augen liebte und begehrte, seit er es zum erstenmal gesehen. In München, während der allzu flüchtigen Stunden ihres Zusammenseins, war das Gefühl noch dumpf in ihm gewesen, hatte sich ihm mehr als Eifersucht auf diesen Abbeg dargestellt; aber dann, während der langen Bahnfahrt im Schlafwagen« abteil, war ihm die volle Klarheit gekommen, mit jedem Kilometer mehr, den der durch die Herbstnacht jagende Zug ihn von ihr entfernte. Und dies Gefühl — es hatte tausend rasch wechselnde Gesichter; manchmal kam es ihm hauchzart vor, wie einer der feinen Glaskelche feiner Samm» lung, die man kaum zu berühren wagte — manch« mal wie der Sturm, der die Wipfel der alten Bäume im Park zauste, manchmal wie das wabernde Feuer der großen Esse in der Hüte, aus deren weißalühender Lohe geheimnisvoll das Wunder hervorstieg. Oft träumte er, er sähe Marlon selber in der zitternden Glut des Glasofens: ihre zierliche Gestalt, ihr leichtes, heiteres Wesen, das ihn noch m der Erinnerung so beglückte. Dann litt er darunter, daß er sie niemals aus den Gluten seiner nächtlichen Träume herausholen und neben sich stellen konnte — wie seine alten Meister droben im Wald es mit den zierlichen Gebilden taten, die sie auf eiserner Gabel weißglühend emporhoben und mit dem Odem ihres Mundes kunstvoll formten .. nerafleutnant »en Kämpfen ienten, M iß bw beritanb ut Hobe sich der Änqri's rf jedoch die um die 3n« m die Eng« -erQärfungen M ousge«. chleit. Duo- ikberMlch. ß b>es jed"ch n fiirftoaffe, enilcheid-ndi ftverständl'ch- Merdioerii berTrup- im MM« eit seien, ihr chen Festung ei Singapur ) in rtrinw e Schwierig« »also in der n, daß wan in?®.3 S einer por« ei'e, die er ■ine M» er würfelte rten mutten -stellt, mar ein , des N°d«' iintle Llh°« elbft ®ie.e ” len, i" 'S ulnrahiln Der feurige Ofen Boman von Hans von Hülfen (Nachdruck verboten.) Erstes Kapitel. in kurzer Zeit führen kann! Gibt es auf diesem Gebiet eigentlich Rekorde?). Dann wird aus dem nünen Klümpchen sofort wieder mein stattlicher urthur, ein gewagter Satz auf den nächsten Zweig, chon öffnet sich der breiteste aller Münper, und die rosenrote, ungeahnt lange Zunge schnellt heraus, worauf der Brummer die für ihn gewiß unangenehme Bekanntschaft mit Arthurs Magensäften macht. Aber er brauchte ja nicht ausgerechnet in mein Zimmer zu schwirren und mich zu stören. In Bezug auf Fliegen ist Arthur leider uner- ättlich; wenn ich abends ins Bett steige, ist mir der rechte Arm immer ganz lahm, und die Krankenkasse will dafür natürlich nicht aufkommen. Zum Glück frißt er auch Mehlwürmer, von denen ich wöchentlich eine Tüte voll für einen ganzen Groschen erstehe. Warum ich mir dann überhaupt einen Laubfrosch an geschafft habe? Ja, zehn Minuten vor seinem Erwerb wußte ich selber noch nichts von meiner neuen Leidenschaft. Ich ging an dem zoologischen Geschäft vorüber und warf gewohniheits- mäßig einen Blick in das Schaufenster. Da fesselte mich etwas neues, zwischen all den Aquarien und Vogelbauern stand mit Moos gefüllt ein grün- lackiertes Terrarium mit ebenso grünlackierten Fröschen darin. Freudige Erinnerungen an den ersten totgepflegten Laubfrosch stiegen in mir auf, aber auch schmerzhafte — an den gestrengen Herrn Papa, der Frösche gräßlich fand. Ich stand bann plötzlich in dem angenehm duftenden Laden und erlegte 25 Pfennige — eine für diesen Zweck beschämend niedrige Summe — um die Bekanntschaft Arthurs zu machen, der ass der lebhafteste von allen Grün- röcken dem Händler zuerst in die Hand sprang. Der versicherte mir, daß sein oder jetzt vielmehr mein Frosch aus Italien stamme, eine mir durchaus sym- pctthische Herkunft. Sein Einzug in meine, im Vergleich zu dem, was er sicher gewohnt war, schlichte Hütte verursacht das Entzweigehen mehrerer Einweckgläser, bis ich schließlich ein zusagendes fand, das einige Liter faßte. Ich ließ etwas Wasser hineinl-aufen. und stellte ein paar knospende Zweige hinein, die ich heimlich der Hecke vor dem Haustor abknipste. Diese gefahrvolle Tätigkeit ging glücklich vonstatten, ohne daß ich ein Strafmandat auf, mich lud. Ich härte zwar beim Händler gleich eine Froschleiter mit- nehmen können, und hätte damit eine meteorologische Station im eigenen Heim, aber ich will gar nicht wissen, wie das Wetter wird, ich lasse mich eben gern überraschen. Nachdem Arthurs Wohnung demgemäß möbliert worden mar, warf ich ihn hinein. Erbost über diese rigorose Behandlung sprang er mir aber im selben Augenblick auf den müßen Kragen, was häßliche Flecken ergab. Nun konstruierte ich aus grüner Draht- versuche von. vornherein aussichtslos erscheinen ließ. Wieder nunmehr ins gedeckelte Glas gesetzt, eraab er sich auch mit Wurde in fein Schicksal, das heißt, er klebte seinen Körver an di- Glaswanduna des Behälters, ihn geschickt feiner Rundung unpassend, wobei er alle Ertrernitäten envog. In dieser Stellung verbleibt er jeden Tag bis pünktlich zu den Abendstunden. Dann turnt er, vergnügt mit den langen Beinen schlenkernd, im. Gezweig umher, wenn ich dann noch die Tischlampe heranschiebe, gl""bt er sich in Itakien. 1 Was ich an ihm habe, erfuhrt ich erst vor mers — und fragte sich, was das denn heißen solle: Verzichten? Verzichten? Worauf? • Er überdachte sein Leden. Es war so einfach vom Rocken gespult worden: frühe Heirat, fünfzehn Jahre einer glücklichen Ehe — und dann die lange, lange Witwerschaft, die Marion etwas „Unnatur- liches" genannt hatte. Wieder und wieder mußte er an die Stunde denken, da er sich vor Annettens Sarg, drüben im Musikzimmer, gelobt hatte, der kleinen Ulla keine Stiefmutter zu geben. .. . Zehn Jahre waren das her. Galt das Gelöbnis noch? Hatte es überhaupt noch einen Sinn? Die „kleine Ulla" war nicht mehr klein, war kein Kind mehr. Heiratete er abermals, so war seine Frau wahrhaftig nur auf dem Papier Ullas „Stiefmutter". . Und er wiederholte sich, was er Marion in München gesagt: „Etwas Ausgefallenes — eine Frau, die hierzulande wie ein bunter fremder Vogel wirken müßte —" , , o Hatte er dabei an sie gedacht? Schon damals? Etwas in ihm hatte an sie gedacht — das war sicher. Ruhigere Stunden kamen, wie wohl Jetten. Dann fragte er sich, ob alles dies irgend Jein Ernst fei, nicht nur eine Schwärmerei und Träumerei, die er sich, verantwortungslos genug, gestattete. Aber die Antwort war immer, daß er wirrucy eine wild um sich wuchernde Lust verspürte, fern Leben noch einmal anzufangen. Zum Donnerwetter, es mar doch nod) nicht zu spat! Mit Fünfzig konnte es unmöglich ju pat sein ...! Die Fehrs galten als ein zähes, ^siglebiges Ge chlecht, der Vater war mit neunzig m Die Grude gefahren, der Großvater mit siebenundachtzig - er hatte also nach menschlichem Ermessen noch drei oute Jahrzehnte vor sich! Sollte die Lappersdorfer Einsamkeit noch drei Jahrzehnte dauern? Noch das Dreifache der Zeit, die seit Annettes Tod verstrichen mar?! — Angenehme Aussichten' Ulla? — Nun. Ulla würde doch eines Tages heiraten — vielleicht nicht gerade den kl-inen Doktor mit dem roten Haarschopf, aber auf alle yvaUc heiraten, selbstverständlich, ein so hübsches und gescheites Mädel ... c f .. (Fortsetzung folgt.) । t‘e5"trL Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am morgigen Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Lieber 180 000 Glücke bei der Winter« sachenspende im Kreise Wetterau. Das vor einigen Tagen mitgeteilte vorläufige Ergebnis der Wintersachensammlung für unsere Soldaten im Osten hat im Kreise Wetterau noch eine starke Steigerung erfahren. Wie Kreisgeschäftsführer Weber von der Kreisleitung Wetterau auf einer Arbeitstagung der Ortsgruppenleiter des Kreises mitteilte, beläuft sich das Endergebnis der Wintersachensammlung, unter Berücksichtigung der durch die Verlängerung des Abgabetermins noch eingegangenen Spenden, im Kreise Wetterau auf über 180 000 Stück. Mit diesem sehr erfreulichen (Ergebnis hat die Bevölkerung des Kreises Wetterau erneut ihre schon oft bewährte Opferbereitschaft in guter Weise bekundet. Mit berechtigtem Stolz können alle Spender und Sammler auf dieses schöne Ergebnis ihrer gemeinsamen Anstrengungen für unsere Soldaten im Dienste des Führers und des Vaterlandes blicken. itm? l A =n1 ijM mit A Sv* 7 ■ öen 5nii 17' tz eint fr’ br""l fr™511? iu °«l* Oer. Obit|| kuppet »»lieben. 2 'n 1892 als wucht 1 Osten uni !rne Kreuzt. et* aus unb er °l, W und im - Leutnant e n b a dj Qm 'en- Er trat i 15 ein, in 1941 Leut» (Deut’ el , chöistl. d" e» ’W jfllt Ym* Wfw Ströme ausstrahlten, das war sicher! Sie war nicht wie sonst. Nicht so ausgeglichen heiter, wie er es all' die Jahre hindurch an ihr geliebt hatte, lieber ihrer Stirn lag oft ein Schatten, sie konnte ihn nicht immer so ichnell tilgen, daß sein beobachtender Blick ihn nicht dann und wann bemerkte. Er merkte auch, daß ihre Lebensgewvhnheiten gegen früher verändert waren. Der ausgebreiteten Liebestätigkeit an Den Armen und Kranken im Dorf ging sie nicht mit dem alten Eifer nach. Des Dr. Wulf- lam erwähnte sie nie — und hatte doch sonst so verräterisch häufig von ihm gesprochen, seinen Eifer, seine glückliche Hand gerühmt...! Gab es ein Zerwürfnis zwischen ihnen? Und — was war die Ursache? Es wäre Fehr nicht geschmackvoll vorgekommen, ein vierundzwanzigjähriges Mädchen danach Am 30. Januar 1942 findet eine Tagung sämtlicher Vetriebsobmänner in Gießen statt. Die Tagung beginnt vormittags 8.45 Uhr an den einzelnen den Setriebsobmännem bereits betanntge^ebenen Stellen. Es wird hiermit nochmals auf pünktliche- Teilnahme hingewiefen. 3400 DieGeschichlevvndenschwarzenBuben lleberroinDung der Straße nach Iohur liegen, die durchschnittlich zwei Kilometer breit ist. Doch hätten die japanischen Truppen ja bereits ihre große Hebung bei der Durchführung von Landun- en bewiesen. Zur (Eroberung Singapurs feien dimere Geschütze erforderlich, deren Heran- Raffung natürlich eine gewisse Zeit beanspruche. Venn aber der Angriff gegen Singapur erst einmal \ begonnen habe, so dürfte diese Festung wahrschein- ' lich leichter genommen werden können als das ge- bergige Hongkong. Mit dem Falle Singapurs werde nicht nur die Seeherrschaft im Pazifik und im In- bischen Ozean in japanische Hände fallen, sondern es werde auch die Niederlage Niederländisch-In- ] diens beschleunigt. ( Oie Hafenstadt Baianga erobert. 1 Tokio, 28. Januar. (DNB. Funkspruch.) Einern ' Frontbericht von „Tokio Nitschi Nikschi" zufolge । toben japanische Truppen nach heftigen Kämpfen die befestigte Hafenstadt Salonga an Der Ostküsie der Halbinsel eingenommen. Wie andere Berichte 1 besagen, befindet sich die nördliche Hälfte der Halbinsel bereits völlig in japanischen Händen. kleine politische Nachrichten. Wie von amerikanischer und englischer Seite bekanntgegeben wird, ist vor einigen Tagen ein nord- amerikanisches Truppenkontingent in Nord- irlanb g e la n d e t, nachdem der USA.-Wehr- macht angehörige, als Techniker getarnte Spezial- arbeitet, in Nordirland bereits feit längerer Zeit anwesend waren. * San Franzisko hatte am Montag einen vierstündigen Luftalarm. Die Militärbehörden teilten mit, daß unbekannte Flugzeuge über dem Goldenen Tor, dem Eingang zum Hafen, gesichtet wurden. Bomben seien nicht abgeworfen worden. Nordwestlich von Bengasi wurde ein englisches Geschwader in aufeinanderfolgenden Wellen trotz heftiger Abwehr von italienischen Torped-ostug- zeugen angegriffen. Ein Kreuzer, der non drei Torpedos getroffen wurde, kann als versenkt betrachtet werden. Ein weiterer gab starke Schlag- leite. Die Torpedoflugzeuge, von denen einige he- schädigt wurden, kehrten alle zu ihren Stützpunkten zurück. Wie die japanische Nachrichtenagentur „Kokutsu" aus Schcmtung meldet, wurden 14 christliche korea- Nische Missionare und 70 Anhänger der amenta« Nischen Baptistenmission wegen proangloamenkam. scher Machenschaften und Verstöße gegen das Gesetz zur Sicherung des Staates zu 8 bis 15 Jahren Gefängnis verurteilt. ♦ Durch Den spanischen Kriegsrat wurden elf Kam- mumsten abgeurteilt, darunter sechs zum Tode. Unter den Verurteilten befinden sich L a r a n g a , ein Bruder des roten Erziehungsmi lsters aus Dem Bürgerkrieg, und Hernandez, der „Chef für Presse und Propaganda Der Roten während des Bürgerkrieges. Der Stabschef der SA. spricht am Donnerstag von 19.30 bis 20 Uhr über alle Reichssende^Es sind Sturmappelle angeordnet, in denen die Man- ner der SA. und der SA.-Wehrmannschaften Die Rede hören. In Rom traf unter Leitung Des Reichskriegs- opferführers DberlinDober eine Abordnung. der RS.-Kriegsopferversorgung ein. Der Reichskriegs, opferführer hielt vor Den KriegsbefchaDigten Der ’ italienischen HauptstaDt einen Vortrag. Zehn Jahre Zuchthaus für Päckchenmarder. Das Sondergericht Bamberg verurteilte den 28- iähriqen Andreas Lochner in Bayreuth zu zehn Iah. ren Zuchthaus. Lochner war in Den Jahren 1939 bis 1941 heim Postamt Bayreuth an gestellt, zuletzt als jtraffa>agen,fobrer. In vielen Fällen — 50 Falle gestand er selbst - stahl er FelD postpa ckchen und Briefe, öffnete sie und entnahm Den Inhalt, mem Zigaretten und Lebensmittel, aber auch Strumpfe und andere Dinge. Die Umhüllungen und die eingelegten' Briefe vernichtete er. Er unterschlug auch ' Fettw'Eri-'fe. um fi" noch Geld ,’u hurchMchm. Der Angeklagte nach Aussagen seiner Vorgesetzten Hauptgrund für feine Verbrechen an. Der Staatsanwalt hatte die Todesstrafe beantragt. Nur weil Der Angekloate nach den Aufagen feiner Vorgesetzten und des Sachverständigen als wenig intelligent und als erblich beeinttußt erscheint, wurde von Der Der- hanaung der Todesstrafe Abstand genommen. 3 Aber die Versuche, sich zu täuschen und sich etwas vorzumachen, lagen weit zurück. Es war bald der Augenblick gekommen, in dem er sich darüber klar geworden war, daß er die unsichtbare Spannung im Hause nur so stark fühlte, weil er selber Der zweite Pol war. Das war geschehen, als Tag um Tag, Woche um Woche verstrich und keine Nach, richt von Marion kam. Er hatte ihr alsbald nach Der Heimkehr geschrieben. Hatte ausführlich und getreu alles berichtet, was Arnold Fontana zu ihrem Lobe gesagt. Und hatte im Schlußsatz hinzugefügt, wie es ihn glücklich machen würde, wenn sie den „unvergeßlichen Münchener Abend" einmal in schriftlicher Form fortsetzen wollte. Nicht anders hatte er gedacht in seinem immer wachen Optimismus, als daß nun bald ein Brief non ihr kommen müßte. Aber der Oktober, der ganze November, ging, ohne daß eine mit jedem Erwachen erneute Hoffnung sich erfüllte. Das Warten machte ihn mehr und mehr unruhig. Und an dieser Unruhe merkte er, wieviel ihm daran lag, von ihr so viele Schmerzen machte. Aber nun mußte sie das alles gewaltsam abschütteln und ein heiteres Gesicht aufsetzen und zum Frühstück hinuntersteigen. Es war später als sonst, der Vater wartete gewiß schon — obwohl er in letzter Zeit auffallend unpünktlich und gleichgültig gegen die früher so peinlich beobachtete Hausordnung geworden war. Nur gegen Die HausorDnung? „Ach, er ist überhaupt oeränDcrt seit Der Rückkehr von München, damals, im Oktober!" Dachte Ulla mit einem kleinen Seufzer. Als sie über Die noch ganz Dunkle Galerie ging, Die sich an Drei Seiten um Die Diele herumzog, hörte sie hinter Der Schlafzimmertür Die ruhelosen Schritte des Vaters auf den knarrenden Dielen. Auch Christian Fehr minderte an diesem schneewolkenverhangenen Morgen unablässig auf und nieder. Auch er überdachte eine gewisse Sache zum tausendsten Male. Auch er spürte in allen Nerven die unsichtbare Spannung, die das Schloß und seine kleine Welt erfüllte, spürte sie feit Monaten. Er suchte sich einzureden, daß er sich tausche — so gewohnt war er, alles ringsum friedlich und gleichmäßig ablaufen zu sehen; doch vergebens: Die Der Laubfrosch Arthur. Mein Laubfrosch ist keiner von Der gewöhnlichen Sorte, Deshalb habe ich ihn auch nach meinem FreunD Arthur getauft, mit Dem er Den charakteristischen Zug um Den MunDwinkel unD Die laute Stimme gemeinsam hat. Sonst ist er knallarün (vor Stolz), hat große, Dunkle Kulpsaugen, uno legt an hohen Feiertagen — oder Tagen, Die er jeDenfalls Dafür hält — einen metallbraun schimmernDen Gehrock an. Ja, Arthur ist von sehr feinem, kaltem Geblüt unD hält auf Noblesse. So ist er am Tage überhaupt nicht zu sprechen, sonDern Hebt mit sei- nen ulkigen Knollen an Den Zehen — „Haftballen" sagte Der ZoohänDler — am Rand seines Hochherr- schaftlichen Einweckglases in Meditationen versun- (en. Aus diesen kann ihn nur des Fleisches Lust erwecken, nämlich wenn ich das Glück gehabt habe, einen fetten, blauen Brummer zu erwischen (man glaubt gar nicht, wie weit hier eisernes Training Vom Kamm Des Schlesischen Gebirges hermeDer blies Der Südweststurm schon Die ganze Nacht lang. Das Flockentreiben war an Diesem Dezember- ) morgen, ein paar Tage nur vor Weihnachten, so dicht, Daß Ulla vor Dem Fenster nicht einmal mehr die Drei uralten Blaufichten erkennen konnte, Die über Den schneeverwehten Rabatten Des Parks ihre J"prühl >n L Pyramiden emportürmten. .u-qeMt: Gelbliches Schneelicht erfüllte Den großen, alt- Maui' | väterisch in Mahagoni möblierten Raum, m Dem Diese » sie seit dem Aufstehen, Die Finger verschränkt, um- hergewanDert war, Die Sache mit Wulslam wohl zum tausendsten Male bedenkend^ diese Sache, Deren Verworrenheit und Aussichtslosigkeit ihr seit langem Augen führen. Natürlich wird uns außerdem noch manches andere schöne Abzeichen angeboten werden, zur Freude für unsere Kinder, für uns Erwachsene aber zur freudig begrüßten Erinnerung an Die kost- liehen unD unvergeßlichen Geschichten aus Dem „Struwwelpeter". E. R. Einstellung von Freiwilligen in d-e Wehrmacht. In die Wehrmacht werden laufend Kriegsfreiwil. lige und längerdienende Freiwillige, Die sich für eine zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden.- 1. Kriegssreiwilllge vom vollendeten 17. Lebensjahr ab: a) beim Heer: für Infanterie (Inf.-Regt., Inf.-Regt. jmot.j und Gebirgsjäger-Regt.), Panzertruppe (Panzer-Regt., Schützen-Regt., Kradschützen-Batl.), Nachrichtentruppe (nur für Funkdienst); b) bei der Kriegsmarine: für Küstendienst (See und Land); c) bei der Luftwaffe: für Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschütze, Bordschütze, Fallschirm- kurzem beipi Tippen auf meiner Schreibmaschine, durch Das Klappern angeregt, erhob er nämlich einen Durch Mark unD Bein DringenDen Sologesang — ungefähr wie „Queck-queck", es kann auch „kräk-kräk" fein —, so daß ich fürchtete, vom Hauswirt gekündigt zu werden. Er tat es dazu noch mit geschlossenem Mund wobei aber eine bis dato noch nicht festgestellte riesige Schallblase am Hals sichtbar wurde. Ich werde Arthur heiser machen müssen, vielleicht haben die Wybert-Tabletten bei Fröschen umgekehrte Wirkung. In Brehms Tierleben steht, Laubfrösche häuten sich und fressen dann das abgelegte Kleid, — ich werde also mit meinem Arthur noch allerhand erleben. H. St. G. geheimen elektrischen Ströme Hieben, sie knackten nieder schntt - oder am Schreibtisch über den Be- und knisterten und entluden sich von Zeit zu Zeit richten des Forstmeisters Koch saß den Blick zu in kleinen Gewittern. Annettens Bild emporhebend — ost dachte er dar- Ulla... Ulla war der eine Pol, von dem diese über nach, daß die Jahre eigentlich gar keinen schütze), Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Fliegerschütze). Höchstalter 28 Jahre. 2. Länger- dienende Freiwillige vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehrmachtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Falle bei dem für Den Aufenthaltsort des Freiwilligen zuständigen Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über Den Eintritt als Freiwilliger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskommando und Wehrmeldeamt. Einstellung in Die Wehrmacht erfolgt je- weils nach Durchführung Der Annahme als Frei- williger. Oie Leibstandarte rüst! Arlegsfreiwlllig^e können sich jetzt wieder melden. Die Leibstandarte Adolf Hitler kämpft Seite an Seite mit den übrigen Divisionen der Waffen-^ und des Heeres in vorderster Front gegen den bol- schewistischen Weltfeind und die Plutokratie. Auf Befehl Des Führers wird die Leibstandarte-ff „Adolf Hitler" weiter ausgebaut, sie umfaßt, wie die gesamte Waffen-^, alle Waffengattungen des Heeres und ist voll motorisiert. Auch jetzt wieder ist bevorzugt die Möglichkeit gegeben, als Freiwilliger in der Leibstandarte der Wehrpflicht zu genügen. Bei Kriegsfreiwilligen ist die Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht erforderlich, sie fällt bei Längerdienenden fort. Dem Bewerber steht bei entsprechender Bewährung, ohne Rücksicht auf die genossene Schulbildung, nicht nur Die Unter- führsrlaufbahn, sondern auch die aktive Führerlaufbahn, n)iez auch Die Führerlaufbahn Des Beurlaubtenstandes offen. Ueber Die EinstellungsbeDingungen unD Die Son- Derlaufbahnc.i (Sanitäts-, Verwaltungsführer-, Waffenmeister-, Musiker-, Kraftfahrtechnische usw.) .unterrichten ausführliche Merkblätter, Die angefordert werden können bei den Ergänzungsstellen Der Waffen-^, ferner bei allen Dienststellen Der allgemeinen ff, der Polizei und Gendarmerie. Die Termine der Annahmeuntersuchungen werden in Kürze bekanntgegeben. Für den Wehrkreis IX ist ^ständig: ^-Ergänzungsstelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburgstr. 10. — Telephon 3 66 83 und 3 44 41. Westerwaldverein, Zweig Gießen. Am Sonntag hielt der Zweigverein Gießen Des Westerwal'dvereins seine diesjährige stark besuchte Hauptversammlung im Dereinsheim „SaaPbau Liedigstraße" ab. Vereinsführer Po. Georg Moder gedachte zunächst Der im verflossenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder und erstattete hierauf Den Bericht über Die Vereinstätigkeit im Jahre 1941, Der eine vielseitige Tätigkeit neben Den Wanderungen erkennen ließ. An Den 20 Wanderungen im vorigen Jahre beteiligten sich 485 Personen. Die Mitgliederzahl ist durch 14 Beitritte gewachsen. Die Kassenverhältnisse bettnden sich in bester Ordnung. Die Verbindung mit Den im Felde stehenden Kameraden wurde durch regen Briefverkehr und durch Päckchen- und Zeitungssendungen auftechterhalten. Vereinssührer Mader überreichte sodann mit ehrenden Worten an verdiente Wanderer auf Grund ihrer regen Beteiligung im Jahre 1941 fol- Sie schrieb nicht. Warum? Ewige Frage. Hatte sie ihn schon vergessen? War ihr Die Begegnung mit ihm nur eins Der flüchtigen Erlebnisse gewesen, die gewiß in ihrem Schauspielerinnendasein nichts Sei- 3U0f?.r wCnn er den !chn°°b-P°-z'°n MUdw°g zur »ES ^Ä.ten Weg ober. SWÄJeÄÄ Ai -narrenden Dielen des Z.m- ÜMjdLaJUi ZUM KRIEGS-WHWAMSUAIiZtFEBR. „Es ging spazieren vor Dem Tor ein kohlpechrabenschwarzer Mohr. Die Sonne schien ihm aufs Gehirn, Da nahm er seinen Sonenschirm. Da kam Der Ludwig hergerannt und trug fein Fähnchen in der Hand. Der Kaspar kam mit schnellem Schritt und brachte seine Brezel mit. , Und auch der Wilhelm war nicht steif und brachte seinen runden Reif. Die schrien und lachten alle drei, als dort das Mohrchen ging vorbei, weil es so schwarz wie Tinte sei!" Kennt ihr sie noch, diese schöne Geschichte aus dem Struwwelpeter? Und wißt ihr noch, wie sie aus- ging? Alle bösen Buben, Die über Den armen Mohren gelacht hatten, wurden von dem großen Nikolas für ihre Missetat tief ins Tintenfaß hineingetunkt, bis sie selbst noch viel schwärzer waren als Der GegenstanD ihres Spottäs. Nun war Der Jammer natürlich groß. Doch: „Hätten sie nicht so gelacht, hott' Niklas sie nicht schwarz gemacht." Und wie Der arme, kohlpechrabenschwarze Mohr ausgesehen hat, Das wird uns Die 5. Reichsstraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk vor Landkreis Gießen. Mann hatte er die Erfolge unserer Wehrmacht dankbar gi Anschaffungen d-igt hatte,-den Jahresbericht über das abgelci chl er die An- Jahr. Die zum Waffendienst eingezogenen 5 Ware unter- rohen wurden zu Pfingsten und Weihnachtei ausene Käme- schaftungen wegen Nichtlieferung der Ware unterlassen mußte. Ferner hatte er Gelder, die er auf- zugeteilt. alles Aus der engeren Heimat ÄurMitWH 378 V Ihre Vermählung geben bekannt 291 A Herd und evtl, auch f. halbe Tage. 354D RLB ocunm£j6fc a/n, 51.Jox,. /Ucftfr I Verschiedenes KRIEGMINTERHILFfWERK 1941/42 Mainz 1867 1942 T atiiiwWo Ihr Berater in allen Punktfragen 40 J a h re IV gesucht. 37 3D BetiagörsWnetWiflM das altbewährte Erdal Melabvn onn WWW LUT Name bürgt für den CUld£b€tt! 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Ein Sachverständiger unterstrich diesen Zu- sammenhang und betonte, daß der Angeklagte erblich belastet sei, inzwischen aber eine Heilkur durchgemacht habe, deren Erfolg erwarten lasse, daß er von der Trunksucht geheilt sei. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu zehn Monaten G e - fä n g n i s, wobei es berücksichtigte, daß er nicht aus gemeiner Gewinnsucht gehandelt habe, sondern in einem Zustand der Willensschwäche, verursacht durch den Alkoholgenuß, gestrauchelt sei. fast das 2^ fache des vorjährigen Eingangs. Aus Entleerungen von Heimsparbüchsen gingen 14 774 RM. ein, gegenüber 10 272 RM. im Dorjahr. Don den ausgegebenen Spargeschenkgutscheinen für Neugeborene gelangten 163 mit je 3 RM. zur Gutschrift auf neue Sparkassenbücher. Die starke Ausdehnung des Geschäftsumfangs im Giro- unh Kontokorrentverkehr (Spargiro) zeigt der ständig wachsende Umsatz, der 1941 rund 10 Millionen RM. betrug und die Erhöhung der Kontenzahl von 614 auf 658. Mit 672 348 RM. sind die Guthaben der Kunden am Jahresende um 55 v. H. höher als Ende 1940. Seit Ende August 1933 sind diese Guthaben auf das 2Vrfache des damaligen Bestandes gestiegen. Gegen das Vorjahr etwas zurückgegangen sind die eingeräumten Kredite mit 78 582 RM. Im Darlehensverkehr gelangten gegen Hypotheken und auf Schuldscheine zusammen 59 900 NM. zur Neuausleihunq. Der Darlehensbedarf ist sehr gering. Der Bestand an Darlehen mit 1 673 323 RM. hat sich gegen das Vorjahr etwas verringert. Die Zinsrückstände betragen 71O5RM. gegenüber 11977 RM. am Ende des Vorjahres. Soweit die verfügbaren Mittel der Sparkasse nicht zur Stärkung der'Liquidität Verwendung sanden, gelangten sie teils in Wertpapieren, teils als zu gewissen Terminen abrufbare Gelder zur Anlage. Für einen nach Kriegsende zu erwartenden größeren Geldbedarf hat die Bezirkssparkasse damit weit- gehend Vorsorge getroffen. Die Rücklagen und Rückstellungen belaufen sich mit Einschluß der füllen Re- fernen auf rund 73O WORM. Das sind über 10 v. H. kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 7 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Biehversteiae- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 43 bis 43,5 Rpf., Bullen 39 bis 49,5, Kühe 12 bis 43,5, Färsen 40 bis 44,5, Kälber 23 bis 57, Hämmel 84 je % kg. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 114 d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 104, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 118, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. Marktverlauf. G 0 ndner, Gießen, mit der Berdienfturkunde des Deutschen Schützenverbandes ausgezeichnet. Gtraftammer Gießen. glatte. Kzftaut beim ^OuiletspotF Sprödes Gesicht und aufgesprungene Hände verhütet man mit NIVEA-CREME Nivea ist knapp; was es gibt, soll vielen zugute kommen. Sei sparsam damit! Wegen Unterschlagungen in drei Fällen und wegen Betrugs hatte sich gestern der M. F. aus St. vor der Strafkammer zu verantworten. Der Mann hatte kleinere Geldbeträge, für die er r machen sollte, für sich verwandt, obwohl er die An schaff' Klaviere werden fachgemäß repariert und gestimmt G. Ebert Klaviermacher Blelctutr.17.Tel.2303 Verk. v. neuen u gebrauchten Klavieren Mietklaviere Wohnungstauschj WohDantstaasd]. Geb. mod. 4-Z.- Whg. m. Mans.- Him.,Küche,Bad Veizung Garage, Wetvr.RM.12O. Ges. Schöne 3-4- Z.-Whg.Miewr. RM. 60 bis 70. Scbr. Ang. unt. 375V a. d. G. 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Klavier au kaUten gesucht Ier sich unter der Einwirkung des gesunden Kameradschaftsgeistes auf der Fliegerschule und eines heftigen Liebeserleb- niffes allmählich auch charakterlich wandelt und entwickelt, endet das Ganze nicht allein mit Verlobung, sondern auch mit bestandenem Piloten- examen und Quaxens Bestallung als Fluglehrer. Es gibt Szenen in diesem Film, die von einer so handgreiflich-massiven Komik der Situation sind, wie z. B. die Eignungsprüfung, der erste Allein- flug, die Freiballonfahrt, daß das ganze Haus, besonders natürlich die jugendliche Zu schau erschast, vor Lachen schreit; aber Rühmann, der hier eine beachtliche sportliche Leistung zum Besten gibt, hat darstellerisch in den besten seiner früheren Filme ergiebigere Rollen gehabt: seine trockene Komik wirkt hier manchmal ein bißchen krampfhaft; am hübfcheften gelingen ihm die Szenen der Verliebt- heit, der reuigen Zerknirschtheit und der Schüchternheit (denn dieser Quax ist nicht nur ein Angeber, sondern es wohnen ganz augenscheinlich zwei Seelen, ach, in seiner Brust). Shirt Hoffmann führte Regie: eine vor allem technisch sehr respektable Leistung, in der ein ansehnliches Maß von Können, Geduld und Ueberlegung steckt. Karin Himbold ist Rühmanns reizende blonde Partnerin, Lothar Firma ns, im Film ein neuer Mann, der energische und sympathische Fluglehrer. Vom großen Aufgebot der übrigen tun sich Beppo Brem (in einer wahrhaft halsbrecherischen Rolle), Georg Vogelsang, Hilde Sessak und Leo P e u k e r t hervor; sogar Harry Liedtke erscheint Tn einem winziaen Röllchen. Werner B o ch m a n n schrieb eine hübsche kleine Musik dazu. — (Terra.) Hans Thyriot. Gießener IBotbenmarflpreite ♦ Gießen, 28. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, Kontoristinnen für verschiedene Verwaltungs- Abteilungen zum baldmöglichst. Antritt gesucht. Persönliche oder schriftliche Bewerbungen erbeten an die Personal-Abteilung der tuD Mer-ipparalebao G.m.b.B. Wetzlar. «£ Leihgestern, 26.Jan. Die hiesige Strte» gerkameradschaft hielt am Sonntag ihren Jahreshauptappell bei Kamerad Schröder ab. Nach Begrüßung der Kameraden und dem Gedenken der Gefallenen gab der Kameradschaftsführer, nachdem - die Erfolge unserer Wehrmacht dankbar geroür. der NSDAP, für die Soldatenbetreuung ein Geld, betrag überwiesen. Am Bundesfchießen beteiligten sich 20 Kameraden. Beim engeren Wettbewerb in« nerhalb des Kreisoerbandes erreichte die Spitzengruppe mit 408 Ringen die 4. Stelle. Als Sieges- preis erhielt die Kameradschaft ein Kleinkalibergewehr. Der beste Schütze der Gruppe, Kamerad Wilhelm Schmitt, der 109 Ringe schoß, wurde mit einer Plakette ausgezeichnet. Die vom Kreis- kriegerverband gestiftete Ehrenscheibe schoß der Kamerad Karl Dem II. Die Jahresrechnung, vom langjährigen Kassenführer Dem vorgetragen, zeigte geordnete Kassenverhältnisse. Den 40 Jahre der Kameradschaft angehörenden Kameraden Johannes Velten, Georg Arnold II., Karl Faber II., Wil« Helm Weber, Wilhelm Jung II. und Georg Schmidt IV. wurden je ein Ehrendiplom überre-icht. Weiterhin erhielten diese Kameraden vom Reichs- triegetbunb die Ehrennadel für 40jährige Mitglied- schäft, ein Bild mit Widmung nebst einem Glückwunschschreiben des Bundesführers. Darauf wurde der Appell mit einer Schlußansprache des Kamerad- schafts'ührers in der üblichen Weise geschlossen. )-( Ruppertsburg, 26. Jan. Auch in unserer kleinen Ortsgruppe hatte die Wintersachensammlung für die Wehrmacht ein ausgezeichnetes Ergebnis. Es wurden insgesamt 741 Gegenstände ab geliefert Auf eine Haushaltung entfallen somit drei bis vier Gegenstände. Mit der Sammlung und Umarbeitung waren 48 Helferinnen beschäftigt. — Die Gruppe Ruppertsburg des Deutschen Roten Kreuzes lieferte 150 Stück felbftangefertigte Waschlappen und 15 Paar Pantoffeln für die Wehrmacht ab. Die Ortsgemein- fchaft des DRK. sandte ferner an die Liebesgabensammelstelle in Gießen 7 Sack Gemüse. Hier wurde der Schneidermeister und Feldschütz i. 9t Jakob Böcher zu Grabe getraaen. Als Vorstandsmitglied des ehemaligen Horloff-Wettertal-Sänger- bundes war er weit über die Grenzen unseres Ortes bekannt geworden. Bettstelle zu verkaufen 0327 Srhwar'.larlr- weg 30 I l. | Kaufgesuche"| mit Laden in guter Lage in Gießen zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0326 a. d. G. A. Danksagung. Herzlichen Dank allen, die uns bei dem schweren Verlust, durch den Helden- tou meines innigstgeliebten, unvergeßlichen Mannes, unseres lieben, treuen Vaters, Sohnes, Bruders u. Schwiegersohnes Friedrich Schneider, Gefreiter in einem Inf.-Regt., durch Wort und Schrift ihre Teilnahme bezeugten. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Andres für die trostreichen Worte am Grabe und allen, die an der Beerdigung teilnahmen und durch Kränze und Blumen ihre Liebe und Wertschätzung bekundeten. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Uni Sclreifhr, geb. Nahrgang, und Kinder Familie Heinrich Schneider I. Aliendorf a. d. Lumda (Pirrmühle), Londorf, den 26. Januar 1942. 361D toben wurden zu Pfingsten und Weihnachten mit Liebesgabenpaketchen bedacht, deren Empfang dankbar mit Grüßen an alle Kameraden bestätigt wurde. Weiterhin wurde der hiesigen Ortsgruppe Wie eifrig auch im Kleinsparverkehr gespart wurde, zeigen die Ergebnisse. In den Schulspar- . kaffen erbrachte der Sparmarkenoerkauf mit 13 326 der Grfamteinlagen. Oeburts anzeigen mi Brüh». Gießen [Stellenangebote Junges Mädcuen O'ier Frau Freitag l Vorrn.) f. einige Stund. Hausarbeit gef. Schr. Ang. unt. 0325 an d.G.A. Zu meld Meßen, Ans der Bach 4 bei E. Köhler. Putzfrau sofort gesucht *ür Geschäftsräume Samenbandlg' Heinrich Halm, Babnbofftr. ,72V Putzfrau gesucht, täglich 2—3 Stunden oder 2 mal wöchentlich [311D Liebigstr. 58 I. | Verkäufe| Brauner Fohlen-Mel Größe42-44,neu zu verkaufen. Horft-Wesiel- Wall 33. I371D Suche tüchtigen I Gut erhalt, weiß. Arbeiter Herd "me Gießen Eppstein L Taunus Hlndenburgwall 12 den 29. Januar 1942 0323/ 296