I 5Ien$fa9,2T.®ttober(942 Giehener Anzeiger Bauten -es Faschismus Äen Reichs- Itftar gebracht. Die Bodenverbesserung bei schon stern bei N Die Vorfeiern in Italien loto^ln >er Fall, wa >. h. nicht bil (werfe auf. Die Verwendung von Ackerbaumaschi- nen vervierfachte sich in einem Zeitraum von zehn (chren. Die Ernteerträge auf dem Hektar wuchsen Bewegung und trifft am Dienstag in Rom ein. Ritt der Entsendung dieser Delegation bekunden der Führer und mit ihm das nationalsozialistische Deutschland ihre tiefe innere Verbundenheit mit der faschistischen Revolution, die vor 20 Jahren mit dem Marsch der Schwarzhemden auf Rom den geistigen Umbruch einleitete. Die Anwesenheit der nationalsozialistischen Abordnung während der mehrtägigen Lrinnerungsveranstaltungen in Rom gibt der Solidarität der faschistischen und nationalsozialistischen Bewegungen sowie der Gemeinsamkeit ihrer geschichtlichen Aufgabe sichtbaren Ausdruck. n 76RBE Berlin, 27. Okt. (DRV.) Die RSK. meldet: Auf Befehl des Führers begab sich aus Anlaß der 20. Wiederkehr des Tages des Marsches auf Rom eine besondere Delegation der nationalsozialistischen Partei nach Rom. An der Spitze dieser Delegation steht Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Außerdem gehören ihr an: Reichssugendführer Axmann, Reichsstudentenführer Gauleiter Dr. Scheel, Gauleiter Hanke, der stellvertretende Gauleiter von Wien, S ch a r i h e r, Stabsleiter Oberbefehlsleiter S i m o n und Oberdienstleiter Dr. h u p f a u e r. Die Delegation verlieh am Montag die Hauptstadt der Zeitraum 1921/25 auf über 2,3 Mill. Tonnen im Jahre 1938. Wo die schwarze Kohle nicht reichte, mußte so schnell wie möglich die weiße, die Wasserkraft eingesetzt werden. Erzeugte Italien 1926 rund 6 Millionen Kilowattstunden, so waren es 1938 schon 15,7 Millionen und 1940 über 18 Millionen. Aber schon sind neue Werke im Bau und mitten im Krieg wird die Arbeit an ihnen fortgesetzt. So konnte man einen der größten Kohlenverbraucher, die Staatsbahnen, mehr und mehr auf den elektrischen Strom verweisen. Daneben schuf man eine eigene Erdölindustrie und steigerte von 1934 bis 1938 die Erzeugung von Motorenöl um 580 v. $)., die von Schmieröl um 437 v. 5). Die Produktion von Eisen und Stahl stieg von VA Mill. Tonnen (1921) auf rund 2,4 Mill. Tonnen (1938), die von Kupfer von 173 000 auf fast 300 000 Tonnen. Daß alle diese Ziffern eine gewaltige Vergrößerung des italienischen Machtpotentials bedeuten, liegt auf der Hand. Im gegenwärtigen Krieg wirkt sich das aus. Noch ist nichts gesagt von der Carte del Lavoro, r. HM Thyml; Astölumjchem. i N. Lange A.S. eiter: Hans 8ed. 6:1. .Nminget. i getreten. Schuch Kisi, Kraft, Nrq, iesenen ad Aufmerk jich unsere! danken mr die von Unterstaatssekretär Buffarini geleitete Feier verbunden mit der Einweihung eines Denkmals zu Ehren der Pisaer Faschisten, die vor zwanzig Jahren nach Rom marschierten, um Italien den Weg zur Freiheit zu öffnen. Im großartigen Rahmen der Piazza della Signoria fand in Florenz die Gedenkfeier statt, auf der Volksbildungsminister Pavolini sprach. Auf dem Markusplatz in Venedig sprach in Anwesenheit des Herzogs von Genua, von zahlreichen Vertretern aus Staat und Partei, einem Vertreter des Patriarchen sowie dem deutschen Generalkonsul und dem Hoheitsträ- der der NSDAP, für Venetien Unterstaatssekretär Janelli zu einer zahllosen Volksmenge. In Pale r m o betonte Staatsminister Farinacci den von Anfang an antiplutokratischen, antidemokratischen, antisemitischen und antikommunistischen Charakter des Faschismus, der nach Errichtung der Ordnung im Innern Italiens dem Lande die ihm gebührende Stellung in der Welt zu schaffen trachte. Vor einer riesigen Volksmenge sprach in Turin der Quadrumvir de V e c ch i. Die Feier in Mai- l a n d erhielt ihre besondere Note durch den Umstands daß sie kurze Zeit nach zwei feindlichen Fliegerangriffen stattfand. Der Stabschef der Faschistischen Miliz, Generalleutnant G a l b i a t i, sagte in seiner Rede in der Scala, vergeblich glaube der Feind, die Haltung des italienischen Volkes erschüttern zu können, das bei jeder Gelegenheit Hingabe an den Duce, Vertrauen in die eigene Arbeit und Siegesgewißheit zeige. Die Versammlung richtete eine Botschaft an den Duce, in der es heißt: „Stolz und einig in der Verachtung des niedrigen Angriffes des Feindes richtet die Bevölkerung Mailands ihre Gedanken an die Gefallenen und feiert dieses 20. Jubiläum des Marsches auf Rom, mehr als jeher den Befehlen des Duce gehorchend." Als der Parteisekretär Mailands die Botschaft vom Balkon der Scala verlas, erscholl ihm der Ruf der Versammelten entgegen „unser wird der Sieg sein!" rrlich. och schwach» den vorhin* jedoch, baf o, Sdjniefe p. Jahrgang Nr. 255 Mchemi täglich, außer Sonntags und feiertags ; Beilagen: Gießener Aamilienblätter I Heimat imBild-DieScholle | Bezugspreis r auch bei Nichterscheinen vcm einzelnen Nummern Infolge boberer Gewalt Irgermeistef Bb. Wemmie 19 Doppelzentner. Die Obsternte stieg zwischen 1920 mb 1940 um 30 bis 40 v. H. Die Getreideschlacht, n der es um das wichtigste Nahrungsmittel, das Irot, geht, steigerte den Ertrag von 44 Millionen oppelzentner im Jahre 1922 auf über 70 Mill. Doppelzentner im Jahre 1929. 1933 wurde schon ?r als erstes Ziel gesetzte Ertrag von 81 Millionen Doppelzentner überschritten. Der neue Boden bot Raum für neue Zauern, vor allem dank dem großen Landge- kist e M diesen Erkrankung Heilung von Augechspikj vorgesehenen iinnungs= und Siedlungswerk in den Sumpfgebie- m südlich Roms. Durch Jahrtausende hatte eine leneration nach der anderen die Trockenlegung tiefer Sümpfe der nächsten Generation als Aufgabe irückgelassen. Der Faschismus griff sie an. Am BO. Januar 1932 begann der Bau der ersten Stadt h diesem Raum: am 18. Dezember 1934 wurde feltoria eingeweiht. Das Gesamtgebiet des Ponti- Wchen Ackers umfaßt 140 000 Hektar mit fünf Stabten und 18 Marktflecken und zählte 1941 60 000 kmwohner. Auch hier hat der Faschismus mehr khalten als er versprach: als der Duce im Dezember 1933 die Siedler auf 400 Höfen einsetzte, meinte , in 15 bis 20 Jahren könnten diese Höfe in ; ren Besitz übergehen. Das wäre frühestens 1948 wesen: tatsächlich konnten dank dem Fleiß und eschick der vom Staat angelernten und gelenkten Udler schon am 29. Oktober 1941 die ersten Höfe d5 Besitz übergeben werden. Vor Ablauf des ersten ettragsabschnittes waren bereits fast 3000 Bauern t Entwürfe für die endgültige Uebereignung zu- -d" le -SD.18U T"---»---- -”•*'** HUI icgirieii, in’ Wabion M er sie an ihre ruhmreiche Bestimmung er- >p°rtsuhrei; innert, die Klassengegensätze versöhnt und die Jta- Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer bis 8*/t Uhr desVormtttagS Anzeigen-Breite für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr e > stellt. r . von Anfang an war klar gewesen, baiß das lltterland allein das wachsende Volk nicht wurde nähren können, auch wenn jeder Zollbreit aus- nutzt wurde. Die Volkszählung von 1931 batte nen Bevölkerungsstand von etwas über 41.6 Milden ergeben, inzwischen ist die 45-Millionen- renze überschritten. Neben dem natürlichen Wachs- . Vl, tm der Bevölkerung wirkt sich hierin der Strom W in im Monatsdurchschnitt über 2000 Rückwande- — aus Uebersee aus, den der Faschismus plan- ißig förderte. (Enzo Gross!, der Versenker der »en USA.-Schlachtschisfe gehört zu ihnen.) Die Augen richten sich zwangsläufig auf die teerte Küste", N o r d a f r i k a. In Tripolis wuchs te bestellte Flache von 3,621 Hektar im Zähre 1914 H 118,439 Hektar im Jahre 1930. Am 29. Oktober 68 fuhren die ersten 1800, 1939 weitere 1300 eblerfamilien nach Libyen, um aud) bort neuen krgrunb zu erkämpfen. Allein im Jahre 1938/39 knbte der faschistische Staat in Libyen für Stra- kbauten, Bodenverbesserung, öffentliche unö ftulbauten, Kanalisierung und Hasenbauten 594 kllionen Lire und rund 730 000 Arbeitstage auf. iSer Kampf um d en Wald m dem kohlen- jnen Italien, das Brenn- und Nutzholz in gro- h Mengen einfübren muß, ging mit der Steige- hg der Ernteerträge Hand 'N Hand. entftan V Forstmiliz, in der Zeit von 1935 bis 1940 nmr- h mit einem Aufwand von über 168 Millionen Ire fast 49 000 Hektar aufgeforstet, eine in manchen kn im Verkarsten begriffenen ^sbieten gigan- toe Arbeit, deren weitreichende Folgen nicht nur ^Gestalt des Holzertrages, sondern auch in der prbesserung des Wasserhaushaltes im Boden erst kimenbe Generationen voll empfinden we^em hm Kampf um den Wald berührt sich bereits der pbarf des Haushaltes mit dem der Industrie. Lite her Wald den Rohstoff lur die Kriegs Ruftrie nicht hergeben, so mußten andere neu Io h ft o f f e erschlossen werden. Man fand sie srm von Stroh, Ginster, Alsogros. Von 4 oft-m Ihre 1934 stieg damit die Deckung hrf5 für die Kriegsindustrie auf 23 v. H. jm Zayre K Die Kohlenför'derung auf "Wm kund und Boden stieg von 1,1 Mill. Tonnen im nichts von der Entwicklung des korporativen Gedankens bis zur Gründung der Kammer der Fcffzi und Korporationen. Nichts von der mühseligen Entwirrung der Staatsfinanzen, von den Codices Mussolini, von der Erneuerung der Handelsflotte und den großen Einrichtungen der sozialen Fürsorge, die der faschistische Staat neu schaffen mußte, von dem Bau der Wasserleitung auf Sizilien, von dem Hilfswerk Mutter und Kind, von der Erfassung und Erziehung der Jugend. Nichts von dem Werk pietätvoller Erhaltungsarbeit, die der Faschismus an den großen Denkmälern der Geschichte Italiens geleistet hat: Herculanum, Ostia antica und Cyrene sind ausge- graben worden. Die Ara Pacis ist gefunden und ausgestellt. Das Grabmal des Augustus ist freigelegt und die Via Sacra am Kapitol, die Villa d'Este in Tivoli und das Schloß Caprarola, Perlen des italienischen Mittelalters, sind nicht mehr in privatem, sondern in staatlichem Besitz und vor Verfall und Verunstaltung gerettet. Das sind Dinge, die vom Faschismus geleistet wurden, obwohl er sie gar nicht versprochen hatte. Blickt der Faschismus darum am 20. Jahrestag des Marsches auf Rom auf feine Leistungen und auf die Dokumente feiner Stärke zurück, so kann er mit Stolz sagen: Mussolinis Programm von 1922 ist weitgehend erfüllt — wir haben wirklich gut regiert. wpjbahn & re_yn nodr Ehrend bi> Mn Außen. Wen un> litner gegenüber den Streitigkeiten der ' übrigen Belt in einer Front zusammenschließt, bis sie das Mttelmeer zum „Mare nostrum" gemacht haben Jenn wir dieses zyklopische Werk mit Geduld vollenden", rief Mussolini damals aus, „werden wir eine Periode der Größe in der italienischen Ge- chichte inleiten!" hat der Faschismus bisher erfüllt, was er versprach? Den Wandel im Schicksal eines Volkes zu Eenden, dazu genügen 20 Jahre nicht. Aber Mussolini hatte auch nur davon gesprochen, daß eine Periode der Größe in der italienischen Geschichte lingeleitet werden solle. Mehr als das ist heute chon erfüllt. Was der Faschismus in diesen ersten S) Jahren geleistet hat, ist nicht mehr aus der Welt za schaffen. hier lebte ein geburtenfreudiges Volk auf kargem Loden. Seine Ernährung war erschreckend abhängig Dorn Ausland. Es mußte, so schien es, Opportuni- liitspolitik treiben oder verhungern. Konnte man len Ertrag seines Bodens steigern? Der Faschismus lonnte es. 1914 betrug die bestellte Gesamtober- löche Italiens 5A Millionen Hektar. Die Segge Eolini vom 24. Dezember 1928 hat durch Sumpf- ässerung und andere Maßnahmen der Boden- ffserung einen Landgewinn von 2,3 Millionen war. Tanz )mar gebracht. Die Bodenverbesserung bei schon fein der A »Kultur befindlichen Böden erstreckte sich auf über . .. a f •• flDtlfi AMflM 1 099 hnr t Teten, Ini|ett K W St f.ä: ,er kaufen £ i und flefjäri Millionen Hektar. Bis 1922 hatte der italienische M hiirAiuJftaat für derartige Maßnahmen 742 Millionen J»gegeben. Von 1922 bis 1940 aber wendete der chistische Staat rund 13 Milliarden Lire für diese Stellvertreter KZ ei Reis von 16,7 (1894) auf 54, bei Mais auf h für Politik vp * * ~" —. --- edberg fomiej !eil, Riedes SSSSS General-Anzeiger für Oberhessen Rom, 26. Okt. (Europapreß.) Festigkeit, Zuversicht und betonter Wille, den Krieg unter Führung des Duce in treuer Verbundenheit mit den Achsen- partnern bis zur Erreichung der gesteckten Ziele zu führen, spricht gus den Kundgebungen, mit denen die 20-Jahrfeiern der faschistischen Revolution am Sonntag in ganz Italien begangen wurden. Soweit Auszüge aus den Reden vorliegen, die in 99 italienischen Städten gehalten wurden, kommt neben dieser Dominante noch der Stolz darüber zum Ausdruck, daß der Faschismus als erster das Banner der Erneuerung Europas erhoben hat und damit Wegweiser für eine glücklichere Entwicklung in der Welt wurde. Ferner spricht aus allen Reden das Bewußtsein, daß der Krieg um die Errichtung einer I neuen sozialen Ordnung geführt wird und daß am Ende der 20 Jahre geschichtlicher Entwicklung des Faschismus die Welt nunmehr den Bolschewismus auf dem Sterbebett liegen sieht. Am deutlichsten sprechen diese Momente aus der Rede des Außenhandelsministers Riccardi, der in der Oper von Neapel sagte: „Die Revolution hat den Italienern einen Staat, eine Idee, eine neue soziale Ordnung, ein nationales Bewußtsein gegeben." Er verdeutlichte dann die ethischen, politischen und wirtschaftlichen Gründe dieses Krieges, der — wie er sagte — durch die politische Solidarität mit dem verbündeten Deutschland eine neue Ordnung und ein neues Europa schaffen wird. Das Mittelmeer — so schloß der Minister — muß unter Ausschluß jeglicher Mitherrschaft italienisch im eigentlichsten römischen Sinne dieses Wortes werden. Der Krieg, den Italien für die Erreichung dieses höchsten Zieles führt, kann nicht anders als mit mathematischer Sicherheit siegreich sein. In Rom richtete nach der Einweihung eines neuen Parteigebäudes der Träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille 23 o r f an i einen Appell an die Jugend die dazu berufen fei, das vor 20 Jahren begonnene Werk wetterzuführen. In Pisa wurde Eine der gewaltigsten Leistungen, die der Faschismus seit jenem Tage, an dem er vor 20 Jahren die Macht in Italien übernahm, vollbracht hat, ist die Trockenlegung der fieberverseuchten Pontinischen Sümpfe. Durch ihre Verwandlung in blühende Gefilde und fruchttragende Aecker schuf der Duce Tausenden von Neubauernfamilien eine Existenzmöglichkeit. Zahlreiche Siedlungen und Städte entstanden. Unser Bild zeigt Sabaudia, eine der Siedlerstädte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Eine Delegation der RSDAp. nimmt an den saschißischen Erinnerungsfeiern teil. Wandlungen der (Strategie. Von Reichspressechef Dr. Dietrich. Wenn man fyeute einen Blick wirft auf das Welt- nachrichtenreserooir nur eines einzigen Tages, wenn man die verwirrende Fülle des aus tausend Kanälen zusammenlaufenden Nachrichtenstvffes betrachtet, aus dem Presse und Rundfunk aller Länder schöpfen, dann sieht man sich einer geradezu grotesken Gegensätzlichkeit nicht nur in der Darstellung der Ereignisse, sondern auch im Urteil der Meinungen über den Verlauf des Krieges gegenüber. Es herrscht in der internationalen Diskussion eine diametrale Verschiedenheit der Auffassungen über den Krieg und seinen Charakter überhaupt, über seine Führung, seine Struktur und demgemäß auch seine Aussichten. Mit der Zweckpropaganoa unserer Gegner allein — so niveaulos sie auch ist — läßt sich diese chaotische Begriffsverwirrung auch in der neutralen Öffentlichkeit nicht erklären. Ihre tiefste Ursache liegt zweifellos darin, daß die meisten Menschen nicht zu erkennen vermögen, daß sich auch in der Kriegführung eine Revolution vollzogen hat. Dieser für die richtige Beurteilung der Lage ganz entscheidenden Tatsache steht vor allem das Weltbürgertum der Demokratte ohne ausreichendes Verständnis gegenüber. Es übersieht ober will es nicht sehen, daß durch eine revolutionäre Entwicklung neue Kräfte emporstiegen, neue Voraussetzungen geschaffen, neue Bedingungen gegeben, neue technische Möglichkeiten und grundlegend veränderte räumliche Größenordnungen in den Vordergrund getreten sind, die das Bild und die Perspektive des Krieges gegenüber den bisher gültigen Auffassungen völlig verwandelt haben. Die milttäriscyen Begriffe von gestern reichen nicht mehr aus für eine richtige Beurteilung der Kriegführung von heute. In dem Mangel allgemeingültiger Begriffe und Vorstellungen, die das Spezifische dieses Krieges erfassen, liegt die letzte Begründung für die Verwirrung der Geister, die heute in der Inter»4 nationalen Diskussion über Geschehen und Verlauf dieses Krieges ihre Orgien feiert und es unseren Gegnern ermöglicht, mit unseriöser Nachrichtengebung und falschem Zahlenspiel die indifferenten Massen zu täuschen. Die Gegner Deutschlands pochen darauf, daß sie auch 1914/18 alle Schlachten verloren, aber den Krieg infolge ihrer raumweiten Hilfsquellen gewonnen hätten. Ihre Tendenz geht dahin, zu erklären, daß alles wie 1914/18 kommen werde. Hier sehen wir uns dem ersten jener fundamentalen Denkfehler gegenüber, die aus völlig falschen Vorstellungen über den Charakter des jetzigen Krieges zu.Trugschlüssen über seinen Ausgang fuhren. Im Weltkrieg erwies sich allerdings die Raum- weite auf die Dauer als der beste Bundesgenosse unserer Gegner. Dayrals konnten sie fast ungestört aus riesigen Räumen und über fast alle Meere die Hilfsmittel der Welt gegen uns mobilisieren und organisieren. Jm heutigen Kriege aber, der' Deutschland durch den raum greif end en Sieg seiner Waffen, durch die Stellung Italiens im Mittelmeer und den Kriegseintritt der japanischen Weltmacht aus feiner Enge heraus geführt hat, erroeift sich die Raum- weite als feindlich für die Alliierten. Aus der gleichen Raumweite, die 1914/18 die Quelle ihrer Kraft gewesen ist, erwachsen nun Britannien und den USA. alle Sorgen ihrer Kriegführung. Schon der völlige Zusammenbruch ihrer Blvckabehoffnungen beweist, daß die raum* und oerkehrsstrategische Perspektive dieses Krieges eine grundlegend andere ist, als sie glaubten und heute noch die Welt glauben machen wollen. Auch im Weltkrieg 1914 bis 1918 war unser U-Boot- Krieg erfolgreich, aber damals blieb die Ausgangs- bafis unseres Seekrieges im „Nassen Dreieck" ein- geschnürt, um schließlich in der Enge dieses Raumes erstickt zu werden. Heute hat die militärische Beherrschung des Kontinents und feiner westlichen Küsten vom Eismeer bis zur Biskaya nicht nur die Blockade Deutschlands aus den Generalstabskarten der britischen Seelords wegradiert, sondern sie hat umgekehrt jetzt den Achsenmächten die Möglichkeit erschlossen, die Stärke ihrer gesicherten kontinentaleuropäischen Position voll und ganz in die Waagschale ihrer weltweiten Strategie zu werfen. Dazu kommt Japans ebenso beherrschende wie unangreifbare Lage im ostasiatischen Raum. Deutschland, Italien und Japan mit ihren lieber- und Unterwasserstreitkräften sind in der Lage, ihren Gegnern d i e lebenswichtigen Seeverbindungen zu durchschneiden. Sie können und werden ihnen damit das Gesetz des Handelns für immer nehmen? Es gehört zu den entscheidendsten Erkenntnissen dieses Krieges, daß im totalen Kampf der Nationen das Verkehrsproblem eine immer beherrschendere Stellung gewinnt. Die Achsenmächte wissen, welche große militärische Bedeutung die räumliche Ausweitung der kontinentalen Kriegsschauplätze den Transport- und Verkehrsinitteln zuweist: sie sind gesichert durch den ungeheuren Vorteil der inneren Linie, durch die Eisenbahndichte und das geschloffene .unangreifbare Verkehrsnetz Kontinentaleuropas. Jm Gegensatz dazu sind die ozeanischen Verbindungsstraßen unserer Gegner über die ganze Welt auseinandergezogen und der ständigen Bedrohung und dem vernichtenden Angriff der Achsenstreitkräfte ausgesetzt, — mit welchem Erfolg und mit welchen Aussichten, wird in einem späteren Aufsatz behandelt werden. Wir sichren diesen Weltkrieg aus der gesicherten Positton der militärischen und wirtschaftlichen Autarkie eines geschloffenen Kontinents, während unsere Gegner — am seidenen Faden ihrer lebenswichtigen Verkehrswege — diesen Kampf im Zeichen der unaufhörlichen Bedrohung ihrer Lebensadern zu führen genötigt sind? Aber nicht nur der Raum als die dimensionale Kraftquelle des totalen Krieges, sondern auch die Zeit als der Bundesgenosse des Stärkeren stehen heute auf der Seite der Achsenmächte. Das Kernstück der angelsächsischen Strategie besteht in der Auffassung, daß die Seeherrschast Englands und die Jndustriekrast Amerikas die entscheidenden Faktoren zur Erringung des Sieges sind. Aber schon Oer Faschismus schuf Brot und Arbeit Von unserem P.-Korrespondenten. ' e'lCH lief» aetfc- f ... _ Rom, Oktober 1942. In den spaten Septembertagen des Jahres 1922 rife die mnerpolitische Krise Italiens vor der Ent- stand, sprach Mussolini in Mailand oie w einer Gruppe der Faschistischen Partei. In t-r Rede gab er das erste Programm des faschisti- Hen Staates: er soll die Nation gut regieren, in- Schwere britische Verluste in Aegypten 175 der Zeitschriften Ein Santo •Seno 'erprovian Jd)e Schis it An den Haltreich und vielfältig anregend, wird nicht nur den Freunden der Insel, sondern der Dichtung schlechthin willkommen sein. Am Anfang stehen, um einige Proben zu geben, zwei Sommergedichte vom alten Brockes, den heute sonst kaum noch jemand liest, obwohl er für seine Zeit sehr kennzeichnend erscheint; es erscheint nicht ohne Reiz, seinen Gedichten Beispiele der zeitgenössischen Lyrik gegenüberzu^ stellen, wie man sie hier von Friedrich Schnack findet Aus einem werdenden Buche von Waggerl lesen wir das schöne, besinnliche Stück „Feierabend", das wir — D-s Herbstheft des „I n s e l s ch if f s", L«. Zeitschrift für die Freunde des Insel-Verlags 31t Leipzig, stattlich und sorgfältig gedruckt wie je, in» suche. „Dididrü, dididrü!" hatte es ihm ins Ohr geklungen. Und da gewahrt er jetzt den zutraulichen, staubgrauen Vogel. Da sitzt er oder trippelt, und so hübsch, so wunderhübsch steht der zarte Federstutz auf diesem kecken Vogelkopf. In all seiner Bedrücktheit und Zeitnot — der Mensch, ob er will oder nicht, muß sich ein paar Augenblicke freuen und ein bißchen lächeln. tischer Art in jener vielgepriesenen Urdemokratie. Ein dutzend Jahre weilte der Flüchtling dort, und immer inniger wurde seine Liebe zum Vaterlande, immer wacher auch seine Sorge für dessen Zukunft. Das bezeugen zahlreiche Zeitungsartikel, die er von dort aus in die deutsche Presse lancierte, vor allem auch seine zündende politische Predigt „Sei deutsch!" Die Amnestie von 1861 öffnete Bucher wieder die Tür zur Heimat, und hier widmete sich der ehemalige Jurist weiterhin dem politischen Pressedienst. Durch diese Tätigkeit wurde der Ministerpräsident Preußens, Bismarck, erneut auf Bucher aufmerksam, berief ihn ins Auswärtige Amt und ließ ihn hier allmählich bis zum Wirklichen Geheimen Legationsrat aufsteigen, wobei er die verschiedensten Dezernate der auswärtigen Politik, im besonderen die preußisch-römischen und die englischen Probleme bearbeitete. Aber auch in der allgemeinen Politik galt sein Urteil über die Beziehungen Preußen- Deutschlands zu anderen Staaten dem Altreichskanzler viel. Er hielt diesen von ihm entdeckten Politiker für befähigt, an seinem größten Werke, der deutschen Einigung, unmittelbar teilnehmen ßu können, berief ihn im Herbst 1870 ins Große Hauptquartier, behandelte mit ihm verschiedene Angelegenheiten des werdenden Kaiserreiches und übertrug ihm wichtige Mitarbeiten an der Reichsverfassung. Auch im Frankfurter Frieden von 1871 wirkte der Vertrauensmann des Kanzlers entscheidend mit, und in dem Berliner Kongreß von 1878 trat Bucher wiederholt vor die Oeffentlichkeit, der das eifrige Schaffen des schlichtbescheidenen Mannes sonst ziemlich verborgen blieb. Richt selten besuchte Bucher den Fürsten in Varzin, teils zu Vorträgen, teils zu freundschaftlichem Austausche. Die innere Bindung Buchers an Bismarck kommt dadurch zum Ausdruck, daß er unmittelbar nach dessen Ausscheiden aus dem Amte selbst seine Tätigkeit einstellte. Es war für Bismarck ein Trost und eine Freude, den bewährten Mitstreiter in Fried- richsruh als Hausgenossen um sich zu sehen, bis Bucher 1892 — auf einer Reise an den Genfer See — verstarb. Mehr als alle zahlreichen äußeren Ehrungen bedeutet es für das Andenken Lothar Buchers, daß der Altreichskanzler beim Empfang der Nachricht von dessen Tode erschüttert sagte: „Ich habe meinen selbstlosesten Freund verloren!" Werner Lenz. 6er Ö Die S»i H eine 4 Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Ott Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südostwärts Noworossijsk wurden zäh verteidigte Stützpunkte der Sowjets gestürmt. Deutsche Gebirgstruppen gewannen in hartnäckigen Kämpfen weitere wichtige Gebirgsstellungen nordostwärts Tuapse. Zerstörerftaffeln bekämpften im Tiefflug die feindlichen Stellungen. Kroatische Jäger schossen fünf bolschewistische Flugzeuge ab. An dem ganzen Frontabschnitt scheiterten örtliche Gegenangriffe und Vorstöße unter starken Verlusten für den Gegner. Eine feindliche Kampfgruppe wurde zersprengt. In Stalingrad vernichteten die Angriffstruppen feindlicheDiderslandsnester und nahmen mehrere Häuserblocks. Nördlich der Stadt wurde der Angriff in einen weiteren Vorort vorgetragen. Entlastungsangriffe aus südlicher und nördlicher Richtung brachen zum Teil im Nahkampf zusammen. Kampfflugzeuge hielten die Artillerie des Feindes ostwärts der Stadt in rollenden Angriffen nieder. Deutsche Jäger schossen bei einem eigenen Verlust 2 7 feindliche Flugzeuge ab. Ungarische Truppen vereitelten an der D o n • front feindliche Uebersehversuche. Im mittleren und nördlichen Front- Fortsetz . »Tuten Aufgaben dienst autf Mgerfar Ibüd-Hochl Klein Die N Genu, teil Frau mutige Kapitel „Gneisenau und Goethe" entnom« men; dazu ein ausgezeichnetes Porträt des Generals von Franz Krüger. Dem „Buche deutscher Reden und Rufe" entstammt ein Brief Schillers über Goethe an die Gräfin Schimmelmann, der neuen Brentano-Ausgabe der Insel „Das Pickenick des Katers Mores", eine Geschichte von skurrilem Humor, mit genießerischem Schmunzeln zu lesen. Die große Rilke-Gemeinde wird mit lebhafter Anteilnahme den von Ruth Sieber-Rilke und Earl Sieber erstatteten Bericht über Entstehung, Wirken und Aufgabe des Weimarer Rilke-Archivs zur Kenntnis nehmen. Die Mitteilungen des Verlages unterrichten über mancherlei schone und weitgespannte Pläne. — Das Herbstheft der „Modenwel", des großen Modenblattes für Kleidung, Wäsche, Handarbeit (im Deutschen Verlag, Berlin), zeigt reizende Modelle, elegante und praktische Kleidung für jede Tageszeit und jede Gelegenheit. Es gibt herbstliche Kostüme, Jackenkleider, sportliche und schlichte Kleider, Mäntel, Complets, Nachmittagskleider und allerlei für Vollschlanke. Außerdem aibt die „Modenwelt" praktische Vorschläge zum Umändern von Kleidern, Winke, wie man Stoffreste verwendet usw, Auch viel Schul- und Linderkleidchen bringt das Heft. a b s ch n i f t beiderseilige Stoßtrupplätigkeit. Deutsche und rumänische Kampfflugzeuge griffen bei Tag und Nacht den Nachschubverkehr des Feindes auf Bahnen und Straßen an. Schwere Artillerie des Heeres erzielte in der Bucht von Leningrad mehrere Treffer auf dem sowjetischen Schlachtschiff „2U a ra t". Explosionen und Brände wurden beobachtet. In Aegypten würden bei überall erfolgreicher Abwehr des britischen Großangriffs dem Feinde schwerste Verluste zugefügt; bisher wurden 104 Panzerkampfwagen a l s vernichtet gemeldet. Die Kämpfe dauern an. Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen motorisierte Verbände des Feindes. Messerschmitt-Zersiörer schossen vier Flugzeuge vom Muster Beaufighter ab. Ein feindlicher Landungsversuch in der Nacht vom 23. zum 24. Oktober im Gebiet von Marsa Matruk wurde durch das rasche Eingreifen von Kampfflugzeugen schon auf See vereitelt. Leichte deutsche Kampfflugzeuge bekämpften mit guter Wirkung Flugplahanlagen auf der Jnsel- festung Malta. Auch an der englischen Südküste griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage kriegswichtige Anlagen an verschiedenen Stellen erfolgreich an. des , Ler • steichskrier ! Wer Ser 1 steinha - iMgsleiter I1 erufen hc eilte, ein en AW der bisherige Verlauf des Krieges hat erwiesen, daß diese altehrwürdige Konzeption überlebt und irrig ist. Denn während unsere Gegner den Blockadekrieg verloren, haben wir inzwischen die Ernährungsschlacht in Europa und zusammen mit den gewaltigen Eroberungen Japans auch den Kampf um die Rohstoffe der Welt gewonnen. Don der unangreifbaren, sowohl ernährungs- wie rohstoffmäßig gesicherten Bastion des geschlossenen europäischen Kontinents aus und im Besitz weitreichender stärkster Kampfmittel zur See und in der Luft werden wir das bereits brüchig gewordene Netz der angelsächsischen Seeherrschaft zerreißen und dem Produktionswunder Amerikas mit Gelassenheit entgegensetzen. Wir sehen, daß die Achsenmächte und ihre Verbündeten auf dem Schachbrett -des gigantischen Spiels der Kräfte in diesem Kriege über gute und solide Positionen für den Endkampf verfügen. Es ist die Strategie, die diesem Kriege entspricht und seinen Erscheinungsformen gemäß ist. Wenn unsere Gegner auf diese vom Führer in ihrer ganzen Gröhe und Kühnheit aufgezeigte Strategie nichts anderes zu entgegnen haben, als „Hitler hat feine Blitzstrategie aufgegeben er geht in die Defensive" — dann beweisen sie damit nur, daß sie nicht imstande sind, die Elemente und Gesetze einer neuen Kriegskunst zu begreifen. beteiligt. ' zkchwierig! in der Sri bewaffneten Erpressungsversuch Briten dar. Schwere Kämpfe in der Südsee. Bismarcks Berirauensmann. Zum 50. Todestage Lothar Buchers. Geheimrat Lothar Bucher wurde vor 125 Jahren, am 25. Oktober 1817, geboren und starb vor 50 Jahren, am 12. Oktober 1892. „Politik ist weniger Wissenschaft als Kunst. Sie läßt sich nicht lehren; man muß dafür begabt sein." Dieser Erkenntnis folgend, wählte Bismarck seine Mitarbeiter aus. Zu besonders glücklicher Zusammenarbeit gelangte er mit Lothar Bucher, dessen Werdegang und Wirken erkennen lassen, daß auch der Charakter des Politikers sich erst „in dem Strom der Welt" bildet. Lothar Bucher, in Neustettin geboren, studierte in Berlin Rechts- und Staats-Wissenschaften und wandte sich dann dem Justizdienste zu. Als Assessor in Stolp veröffentlichte er häufiger Aufsätze über politische Fragen jener stürmischen Jahre vor 1848 und wurde durch das Vertrauen der städtischen und ländlichen Bevölkerung in die Preußische Nationalversammlung in Berlin entsandt. Dort wurde er zum Mitglied der Zweiten Kammer gewählt, in der er durch seine unverbildeten Auffassungen und seine klare Redeweise im parlamentarischen Gewoge angenehm auffiel. Am Tage der von Regierungsseite erfolgten Auflösung der Kammer, am 27. April 1849, kam er zuerst mit Herrn vosi Bismarck-Schönhausen in nähere Berührung. Kurz darauf aber schon schüttelte Bucher den Staub des Heimatbo-dens von den Füßen, er flüchtete nach London, um einer ihm aus politischen Gründen zudiktierten Festungshaft von 15 Monaten zu entgehen. Mehr als bisher sollte er nun seinen politischen Horizont erweitern, und zwar durch die Kenntnis zahlloser Mißstände sozialer und polt» KS A Frankreich zu dem britischen Lustterror. Vichy, 26. Okt. (Europapreß.) In einer amtlichen Erklärung weist die französische Regierung darauf hin, daß die britische Luftwaffe bei ihren Angriffen auf französisches Gebiet Kranken- häuserund Schulen bevorzugt. Bei dem Luftangriff auf Le Creuzot fei die erste Bombe auf das durch ein großes rotes Kreuz einwandfrei kenntlich gemachte Krankenhaus gefallen. Im einzelnen verzeichnet die französische Aufstellung Angriffe auf weitere sieben Krankenhäuser in Brest, Le Havre, Neuilly, Bvulogne-sur-Mer, Paris, Hozebrouk und Rouen, sowie verschiedene Schulen. Bei all diesen Angriffen wurden in den Krankenhäusern zahlreiche Patienten und Schwestern, in den Schulen viele Kinder getötet oder verletzt. Auch in der französischen Presse werden die feigen britischen Luftangriffe auf ungeschützte zivile Objekte mit scharfen Worten angeprangert. „Paris Midi" schreibt, die zahlreichen Angriffe, welche sich die englische Luftwaffe in Frankreich zuschulden kommen ließ, seien zweifelsfrei nicht auf Irrtümer zurückzuführen. Noch absurder wäre es zu behaupten, daß diese Aktionen einen militärischen Sinn hätten. Vielmehr stellten die Angriffe einen rend des Krieges ein aewisfes Mindestmaß von Gütern hergeftellt werden. Deshalb soll, wie Staatssekretär ßanbfrieb (bei seinem Besuch in Luxemburg mitteilte, ein „Kriegsauflageprogramm" aufgestellt werden zur Fertigung? wichtiger Gebrauchsgüter unter bevorzugter Zuteilung von Rohstoffen und Arbeitskräften, wie es sonst nur für Rüstungsaufträge möglich ist. Aller» „Fliegende Festungen" ab. Japanische Langstreckenbomber griffen nordaustralische Stützpunkte in Queensland und Westaustralien an. Am Ofteingang der Torre-Straße wurde ein feindliches Transportschiff von 4800 BRT. durch Bombenvolltreffer versenkt. Ein Kommunique des USA.-Marineministe- riums berichtet, daß am 26. Oktober im Nordosten von Guadalcanar der U S A. - Z e r st ö r e r „P o r- Terror aus Verlegenheit. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der Kapitän Harold Balfour, Unterftaatej fefretär für das Luftfahrtwesen, hat am Sonntaß die interessante Frage aufgeworfen: „Können wir Engländer durch Bombenangriffe den Krieg gewin« nen?" Er hat darauf selbst eine Antwort erteil« sich aber diese Antwort recht leicht gemacht. Sie lautet: „Weisen Sie mir einen besseren Weg, um Deutschland zu treffen!" Ergänzend fügte et hinzu: „Wir erschüttern damit die Moral des deut» scheu Volkes und wir treffen die deutsche Industrie.« Ein zweite Front in Europa, die auf den Druck der öffentlichen Meinung hin errichtet wird, tarnt möglicherweise einen Fehlschlag bc« deuten." England fragt sich also, wie-es Krieg führen, wie es siegen und wie es ein erhebliches Risiko vermeiden kann. Das Ergebnis dieser Ueberiegungeit sind die schändlichen englischen Luftangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung. Die Engländer haben Angst vor dem Risiko der zweiten Front. Mit Afrika kann man nicht ewig hausieren gehen, besonders, wenn-es selbst in Afrika bei so vielen Gelegenheiten Mißerfolge gegeben hat. Aber etwas muß geschehen! Mit Rücksicht auf die Bundesgenossen! Mit Rücksicht auf die eigene Bevölkerung! Ander Verlegenheit etwas Richtiges zu tun, ohne da- Wbe i IWfrau begrüßte 1 wendig je> ö* oon Einst gebiet der sprach übe festen M Die Haubenlerche. Von Karl Burkert. Allemal, wenn gegen Ende Oktober die großen, schweren Regenstürme einfallen, die letzten Garten- farben in die Erde sinken und das müde Laub von den Bäumen spindelt, bekommt man sie plötzlich zu sehen, findet sie herein in die Stadt. Einen Frühling, einen Sommer lang hat sie sich draußen bei den Bauern herumgetrieben — nein, eigentlich nicht das. Vielmehr hat sie in aller Rechtschaffenheit und Ehrbarkeit ein Nest gegründet, hat unter mancher Sorge und Not zwei Bruten aufgezogen und das Leben nicht leichter genommen als Goldammer, Würger und Girlitz. Nicht so mitten in der Kornflur hat sie fick angeheimt, sondern mehr abseits im Oedland, bei oen Schafhirten, Hecken und Steinbrüchen, und überall dort, wo Pflug und Huf und Sense und Eggenzahn nicht hinkomrnen. Aber nun muß fie das alles gründlich vergessen haben, und die Stadt, muß man glauben, fällt ihr gar nicht sonderlich schwer. Neber nichs scheint sie sich aroß zu wundern. Da flitzt sie mit ihren dünnen, geraden, steifen Beinchen über den glatten Asphalt hin, als wäre ihr das ein Alltägliches, flitzt wie fo ein Blechfpielzeug, wenn die Triebfeder darinnen abschnurrt. Da sitzt sie auf einem Gartenpfahl, ängstigt sich nicht vor all den vorbeihastenden, fremden Leuten, läßt dich gern einmal auf drei, zwei Schritte herankommen und schaut unbekümmert aus ihren kleinen, schwarzen Augen. Bald klaubt sie so ein verzetteltes Brotkrümchen auf, bald stöbert sie in den Roßäpfeln nach unverdautem Hafer. Und in all den Gärten, hüben und drüben der Straße, ist sie recht wie zu Hause, und wer weiß, was sie da nicht alles findet. Uebrigens, man sieht sie kaum einmal allein, immer ist es ein Pärchen. Das Liebhaben dieser stillen Vogelgeschöpfe hat Saatengrün und Aehren- wind und Stoppel überdauert, verwelkt nicht mit den Lindenblättern, rettet sich in den Schnee hinein und triumphiert wohl auch noch darüber hinaus. „Treu wie ein Haubenlerch'!" meint ein alter deutscher Spielmann in seinem einfältigen Reim. Und der konnte es wissen. Und bisweilen ein Stadtmensch verhält plötzlich den Schritt, horcht auf und steht, als ob er etwas Weitere Angriffserfolge im Kaukasus. Berlin, 26. Okt. (DNB.) An der ganzen Kauka- fusfront nutzten die deutschen und verbündeten Truppen die Besserung der Wetterlage zur Fortsetzung ihrer Angriffe aus. So nahmen deutsche Truppen im Bereich der Küstenstraße südostwärts Noworossijsk mehrere mit starken Betondecken zu Sperrforts ausgebaute Häuser, darunter eine Zementfabrik. Im Nordosten von Tuapse entrissen unsere Gebirgsjäger den Bolschewisten den Sattel eines über 1000 m hohen Bergrückens und den Gipfel des Massivs. Im Geröll des flachen Südhanges sich zum Gegenstoß entwickelnde bolschewistische Truppen blieben im Ftzuer liegen. Bei Einbrüchen in die tiefe Flanke des Feindes überwanden Gebirgsjäger mit Seiten und Strickleitern wildzerriffene Gletscher, hinter denen sich die Bolschewisten sicher fühlten, und erschienen plötzlich im Rücken des Feindes. Die durch die Umgehung abgeschnittenen bolschewistischen Kräfte wurden vernichtet und ein großes Munitionslager weggenommen. W e ftlichdesTerek überschritten deutsche und rumänische Truppen gleichzeitig an drei Stellen den in den Gletschern des Elbrus entspringenden Baksan, dessen reißendes Wasser dem Feind beste Verteidigungsmöglichkeiten bot, auf Flußstegen, die über verankerte Floßsäcke gelegt waren, überschritten kämpfend zwei Nebenflüsse des Baksan und drangen in Stützpunkte und Ortschaften ein. Häuserkampf in Stalingrad. Berlin, 26.Oft. (DNB.) In Stalingrad drangen unsere Truppen in weitere nördliche Vororte ein und nahmen im Gelände des Hüttenwerks „Kraßnij Oktjabr" zahlreiche feindliche Widerstandsnester in den Gängen und Kellern der Werksanlagen sowie mehrere Häuserblocks. Hierbei kam es ZU hartnäckigen Kämpfen um einen hohen Wohnhausblock. Ein junger Artillerieoffizier war mit der Jnfanteriefpitze vorgedrungen und' hatte in dem Häuserblock eine Beobachtungsstelle eingerichtet. Während der Nacht drangen die B o l - schewisten in das Gebäude ein ,unb besetzten die linke Hälfte des Hauses. Die deutschen Poftierungen im Keller und im dritten Stock waren dadurch a b - geschnitten. Schnell wurden die Zugänge zur rechten Häuserhälfte, wo sich die Beobachtungsstelle befand, abgeriegelt, aber der eingedrungene Feind mußte herausgeworfen und die Verbindung zu den Kameraden wieder aufgenommen werden. Dabei gab der Artillerieoffizier feiner Batterie, die weit weg am Stadtrand stand, den Feuerbefehl und leitete den Beschuß so geschickt, daß nach wenigen Orientierungsschüssen die nächste Granate genau an der äußeren Wand des linken Hausflügels faß, währen drei weitere Granaten in das erste und zweite Stockwerk einschlugen. Dann stürmten unfere Infanteristen in die Staubwolken hinein, sprangen über die halbverschütteten Treppen und säuberten mit Handgranaten Stockwerk um Stockwerk vom Feinde, bis nach einer knappen Stunde das ganze Haus wieder in deutscher Hand war. Stiefkind der Kriegswirtschaft. Besonders für d ie jje l. Bombengeschädigten muß jedoch auch wäh- Bereinigte unerikanis lach deut! Stützpunkt stfj Angen' te Se en- ® Japanisches Vordringen ans Neuguinea und Guadalcanar. Schanghai, 27. Okt. (Europapreß.) Schwerste Kämpfe zwischen Japanern und Australiern an der Front im Owen-Stanley-Gebirge auf Neu-Guinea meldet der neueste Bericht aus dem Hauptquartier des Generals Mac Arthur. Die Japaner könnten sich auf ausgebaute und durch Naturhindernisse gut geschützte Stellungen stützen. Schließlich wird zugegeben, daß die australischen Truppen an mehreren Stellen vor den Japanern zurückweichen mußten. Die japanischen Streitkräfte auf der Salomonen- Insel Guadalcanar warfen in harten Kämpfen die amerikanischen Truppen 5 Kilometer nach Osten zurück. Eine strategisch wichtige Höhe im Kavo-Gebirae fiel dabei in japanische Hand. Amerikanische Befestigungen an der Nordküste der Insel wurden durch japanische Schiffsartillerie unter Feuer genommen und zum großen Teil zerstört. Die Amerikaner zogen sich hier zurück. Bei Luftkämpfen über der Insel und den angrenzenden Südgebirgen schossen japanische Flieger zwei dem die Empfänger von Verfehrtengeld nach § 84 des Wehrmachtfürsorge- und -Versorgungsgesetzes. Die Alterszulage wird neben jedem anderen Einkommen gewährt. Sie ist von der Anrechnung auf jedes Arbeitsentgelt und andere Bezüge ausge- chloffen und unterliegt nicht der Pfändung. Rationalisierung. Die Herstellung von Gebrauchsgütern mar bisher allerdings das völlig vernachlässigte Üerinnen -rr Reich Während Kr Lands bei ein großes Risiko einzugehen, kommen die wirt' die I tückischen, herausfordernden Luftangriffe auf die Ausgabe deutsche Zivilbevölkerung. Balfour sagt nichts c Neues. Seine Worte haben nur den Wert des (9e- Mann. Japanischer Lustangriff auf indische Luftstützpunkte. Tokio, 26.Okt. (DNB.) Japanische Heeresflug- zeuge haben am Sonntagnachmittag einen Ueber- raschungsangriff gegen die feindlichen Luftstützpunkte von Tinsukia und Tschittagong in Indien gerichtet. Dabei wurden vier feindliche Flugzeuge a b g e s ch o s s e n. 39 weitere feindliche Flugzeuge, darunter 18 große, wurden am Bv - den zerstört. Ein japanisches Flugzeug ging verloren. Tinsukia liegt in Nord-O st--Assam, etwa 380 Meilen nördlich von Mandaley, Schittct- gong am Ostrand des Golfs von Bengalen. Oer norwegische Minister Lunde tödlich verunglückt. Oslo, 26. Okt. (DNB.) Minister Dr. Lunde, der Chef des norwegischen Departements für Kultur und Volksaufklärung, und dessen Gattin kamen in der Nacht zum Montag bei einem Autounglück an der Fährstelle Waage am Romsdalsfjord in Westnorwegen ums ßeben. Lunde war 1901 in Fana bei Bergen geboren. Er studierte in Dront- heim, Zürich und Freiburg Chemie und promovierte 1925 in Freiburg. Lunde war ein alter Mitkämpfer Quislings. Am 25.9.1940 rourbei er Kommissarischer Staatsrat des von ihm begründeten norwegischen Departements für Volksaufklärung und Kultur. Am 1.2. d. I. übernahm er das Departement für Volksaufklärung und Kultur innerhalb der vom Ministerpräsidenten Quisling gebildeten nationalen Regierung. Europäische Einheitsbriefgebühr. Unter dem Vorsitz des Reichspoftministers Dr.- Jng. Oh ne sorge trat der erste europäische Postkongreß in Wien im Festsaal des Palais der Deutschen Reichspost zu seiner letzten Sitzung zusammen. Die Anträge über Gebührenermäßigungen und t e r" versenkt und ein amerikanischer Flugzeugträger schwer beschädigt wurden. Andere amerikanische Kriegsfahrzeuge meldeten geringere Beschädigungen. Der Zerstörer „Porter" mit 1850 Tonnen gehört zu den großen Zerstörern. Er ist 1935/36 fertiggestellt worden, hatte acht 12,7-cm- Flakgeschütze, vier 4-om-Flakgeschütze und acht Torpedorohre und eine Friedensbesatzung von 175 ständnisses eines durch feine Amtsstellung befugten Sprechers der englischen Luftwaffe. Was im ersten Weltkriege die Hungerblockade, soll jetzt der namenlos feige und erbärmliche Terrorangriff gegen deutsche Frauen und Kinder bewirken. Er sott füt England, das daran verzweifelt, die Deutschen im Felde und zur See mit den Waffen zu schlagen, gewissermaßen ein billiges Mittel sein, um sein Ziel zu erreichen. Das Mittel widerspricht zwar dem Völkerrecht, aber was schert sich der Brite um zivilisierte Gepflogenheiten. ’Ute fii 8* Reichsm nn des ' töt Rain ^jenftbefpi der Etter der; ” kiner A Wionalfo; Ur die Kri ..... . trtiq vor kurzem auch in unferm Feuilleton abgedruckt haben. 1 - Aus der Übertragung von Dantes „Neuern ßeben* durch Friedrich Freiherrn von Falkenhausen findet man das Geleitwort und eine Kanzone. Erich Wert igers Buche „Goethe und die Generale" ist das an« -'Nrftf fÄ Mgens: Pen Tat t;?Q bin wolle kthlen?" ps Dereinfachunaen, gemeinsame Planung durch ständige Ausschüsse und die dazu ausgearbeiteten Vollzugsordnungen erzielten einstimmige Annahme Die nächste Vereinstagung im Jahre 1943 wird in Rom abgehalten. An Neuerungen wurden beschlossen: die Schaffung einer europäischen Einheitsbriefgebühr, die allseitige Anwendung eines wesentlich vereinfachten Gewichtsstusensystems für Briefe, die Beseitigung der Landdurchgangsgebüh- uTlft aHei ren für Briefpost, die Schaffung einer einheitlicher? Mxg der Telegrammgebühr und der Wegfall der gegenseitigen ne1,»,;*, Abrechnung im Telegrammdienst. § Aus dem Neich. M Oie Verdoppelung der Alterszulage ™eu * für Wehrdienstbeschädigte. g,» Ehemalige Angehörige der Wehrmacht, die wehr» kriegerführ dienstbeschädigt sind und das 55. Lebensjahr voll» tteichskri^ endet haben, erhielten bisher zu ihren Verforgungs- «erden, gebührnissen eine Alterszulage von 60 RM. jährlich. Jetzt ist diese Zulage auf 120 RM. jährlich erhöht worden. Die Alterszulaae wird monatlich im voraus gezahlt. Anspruchsberechtigt sind die nach den Vor- chriften des Reichsverforgungsgefetzes, Wehrmacht- steichsk versorgungsgefetzes, Kapitulantenverforaungsgefetzes ks Reich ober Offizierpenfionsgesetzes versorgten Beschädigten, tlte Sold, deren Erwerbsfähigkeit infolge einer Dienftbeschädi- gung um wenigstens 30 v. H. gemindert ist, außer- Heli. I dkuZS handelt »wecken- Ein Mann rechnet ab (Nachdruck verboten.) ,Outen Morgen, Frank, machen Sie sich rasch das der das be- zu unterhalten", sagte er mit einem ernsten, unheil- verkündenden Gesicht, „es handelt sich nicht mehr um Absichten und Pläne. Tenor Gonzales ist nämlich gestern abend gegen elf Uhr in seinem Wagen er« er, daß Karen die Hände hob und an ihre Augen preßte, und wie aus weiter Ferne kommend hörte Die spanische Regierung hat in einer Note an die Vereinigten Staaten gegen die Behauptung nordamerikanischer Zeitungen Stellung genommen, wonach deutsche U-Boote auf den Kanarischen Inseln Stützpunkte hätten, von spanischen Dampfern aus verproviantiert oder mit Informationen über feindliche Schiffsbewegungen versehen würden. * Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Beisein des Reichskriegsopferführers Oberlindober in den Räumen seines Ministeriums die zu einer Dienstbesprechung in Berlin weilenden Gauamtsleiter der Kriegsopferämter der NSDAP, und legte in einer Ansprache die Gedankengänge klar, die den nationalsozialistischen Staat zu den neuen Gesetzen für die Kriegsverletztenfürsorge bewegt haben. ter werden Sie reden müssen. Ich kann Sie und will Sie zu einer Antwort nicht zwingen, ich kann Sie im Interesse der Sache nur darum bitten, mir die Voruntersuchung durch Offenheit und Wahrheit zu erleichtern." „Prozeß ... Voruntersuchung ... ich verstehe Sie nicht, Don Santacilla ... wollen Sie sich nicht deutlicher ausdrücken?" Sie sah Santacilla mißtrauisch an; auch Forester beugte sich vor, als befurchte er, in einer Trickschlinge gefangen zu werden. „Gewiß", antwortete Santacilla höflich, „Brackmann wurde heute in den frühen Morgenstunden von meinen Leuten verhaftet." Karen warf empört den Kopf hoch: „Diese Niedertracht wird Senor Gonzales teuer zu stehen kommen. Ich kann das, was ich gesagt habe, jederzeit unter Eid wiederholen, daß es nämlich meine ureigenste Befürchtung war, Brackmann könne nach Verakruz gefahren fein, um sich an ihm zu rächen. Aber selbst wenn Brackmann Buena Esperanza tatsächlich mit der Absicht verlassen hätte, Gonzales niederzuschießen, so höre ich zum erstenmal in Mexiko von einem Gesetz, das bereits die Absicht einer Tat unter Strafe stellt." „Höre ich tatsächlich zum erstenmal", sekundierte Forester laut, aber mit unsicherem Gesichtsausdruck, als bewege er sich auf gefährlichem Glatteis. Santacilla faßte die Ecken seiner Weste und zog sie mit einem kurzen Ruck stramm über Bauch und Prust. „Mr brauchen uns über diese Dinge nicht, rszulagr gft. ht, die wehr« msjahr voll« Versorgung-, M. jährlich, ihrlich erhöht ch im voraus dem verarbeitet werden. Diese „edlen" Ebereschen, die aus Mähren stammen sollen, werden heute bei Neuanpflanzungen bevorzugt und bürgern sich immer mehr bei uns ein. Senorita Orgassa, mir klar zu antworten: Hat Brackmann das Haus Ihres Vaters in Bueno Esperanza verlassen, um Senor Gonzales und Madame Perano zu töten? Ja oder nein? „Sind wir zur Beantwortung Ihrer Frage verpflichtet, Don Santacilla?" fragte Forester mit spitzfindiger Miene, als sei er Karens juristischer Beistand. „Sie werden im Prozeß unter Eid vernommen schossen worden." Für einen schrecklichen Augenblick war es toten« still im Raum. Forester hatte das Empfinden, daß auch die vielfältigen Geräusche, die von der Halle her in das Schreibzimmer drangen, eine Unterbre- chung erfuhren, so als ob eine schalldichte Tür für ch s güt er» uniachläW ers für die id) auch mh- destmaß vor b soll, M i Besuch in sauflage- ir FertiM zugier Hutei' iften, wie/ ich ist. » Karens unerbetenen Begleiter mit einem abweisenden Blick. Karen lächelte liebenswürdig: „Don Estobar Santacilla? Gestatten Sie, daß Ich Ihnen Doktor Frank Forester vorstelle, meinen Freund und Verbündeten, wenn ich so sagen darf. Ich habe ihn gebeten, mich zu dieser Unterredung zu begleiten. Es handelt sich dabei doch gewiß um Angelegenheiten, die mit meinem gestrigen Besuch bei Senor Gonzales Zusammenhängen, nicht wahr?" „Allerdings, Senorita Orgassa, darum handelt es sich. Aber wollen Sie nicht Platz nehmen — und auch Sie, Doktor Forester ..." Santacilla wies mit seiner kleinen fleischigen Hand einladend auf zwei Ledersessel hin und wartete höflich ab, bis Karen Platz genommen hatte, bevor er sich ebenfalls setzte. „Um zur Sache zu kommen", begann er ohne Umschweife, „Sie haben Senor Gonzales gestern abend ausgesucht, um ihn vor einem Mordanschlag zu warnen, den der ehemalige Ingenieur Malte Brackmann gegen Gonzales zu unternehmen beabsichtigte?" „Es ist nicht ganz so, Don Santacilla; ob Brack- mann Gonzales tatsächlich zu töten beabsichtigt, weiß ich nicht. Wenn ich Gonzales warnte, so tat ich es, weil ich befürchtete, Brackmann könne diese Absicht haben." „Weshalb drücken Sie sich so merkwürdig gewunden und vorsichtig aus, Senorita Orgassa?" fragte Santacilla etwas verwundert. Forester nahm Karen die Antwort ab: „Weil es unsere persönlichen Ansichten sind, Don Santacilla", sagte er in geziertem Kastilianisch, „Ansichten, die vielleicht gar nicht den tatsächlichen Absichten von Senor Brackmann »entsprechen." „Wir wollen doch nicht Katz und Maus spielen, meine Herrschaften", sagte Santacilla ein wenig belustigt, „oder wenn mir uns dieses Vergnügen machen wollen, dann muß ich Sie schon bitten, die Rolls der Katze mir zu überlassen. Ich ersuche Sie, er ihre Stimme. „Das ... ist ... entsetzlich ..." Zwischen jedem der drei Worte lag eine lange, schwere Pause. Santacilla hob die Schultern ein wenig: ,^ch wundere mich über Ihre Bestürzung, Senorita. Orgassa. Allzu unerwartet dürfte Ihnen meine Mitteilung doch nicht gekommen fein." „Trotzdem trifft sie Senorita Orgassa schwer genug", sagte Forester gereizt, als mache er Santacilla den Vorwurf, die unangenehme Nachricht so plump und rücksichtslos wie nur möglich vorgebracht zu haben. „Wir haben schließlich alles darangesetzt, die Tat zu verhindern. Es ist uns leider nicht gelungen, Brackmann rechtzeitig zu finden." Er blickte ängstlich besorgt zu Karen hinüber, als befürchte er Tränen oder einen Verzweiflungsaus- druck), aber er konnte beruhigt feststellen, daß sie den ersten Schock bereits überwunden hatte und gefaßt zu fein schien. Santacilla zog ein kleines rotes Notizbuch aus der Hosentasche, das er mit angefeuchtetem Zeigefinger aufblätterte. „Sie werden zugeben müssen, Senorita Orgassa, daß Brackmann mit dem festen Vorsatz, Gonzales und Madame Perano zu töten, nach Buena Esperanza kam, und daß er das Haus Ihres Vaters auch mit diesem Vorsatz verließ (Fortsetzung folgt) 8<6ie' gingen gemeinsam bin^nter.Mssie Schreibzimmer betraten, tauchte San acilla t ch ift s", M >l-Derlags M ft wie je, ’n‘ rd nicht wo der Dichte iq stehen, u® rgedichte «J n°ch kennzeichn?" Kampf -er Tuberkulose! 6S geht um unsere Gesundheit. gungsgesetzes Beschädigten.' ienstbeschädi- rt ist, außer- id nach § 8t zungsgesetzee. inberen w rechnung m rzüge ausge- mng. itling. : UnteLJ ten V’i n?6 Qull! ohne bt. M nicht, ^rt des (3h « 'm erfteu der namen- Aschen im schlagen, (k, lm sein ,.3®ar dem nte um zim, 3arfe an. v „ „Wahrscheinlich haben Gonzales und d" Perano um polizeilichen Schutz gebeten. Oder vielleicht sogar Brackmanns Verhaftung gefordert. Wie ist das !übrigens: kann man schon wegen einer beabsichtigten Tat verhaftet werden? i „Da bin ich leider nicht genau unterrichte Aber was wollen Sie diesem Senor Santacilla w lu leser- >eln 3U - lebh^^li! lke Äs 6,5 St* Ad ■* n®!-‘uH M-'A Er Lr Aus der Stadt Gießen. Lob eines bunten Baumes. Zu den schmucksten Bildern, die uns der Herbst beschert, gehören die fruchtbeladenen Ebereschen. Sie fehlen saft an keinem Waldrand und in keinem Ziergehölz, und das Korallenrot der Trauben, die über Las silberne Geäst und gilbendes Blattwerk in verschwenderischer Fülle ausgebreitet sind, oer- GA.-Führertagung in Gießen. NSG. Der Inspekteur der Standarten 116, 145 und 222, Standartenführer S ch ädlich, hatte die Unterführer feines Gebietes für Sonntag, 25. Okto« ber 1942, zu einer Führertagung nach Gießen berufen. Gruppenführer V i e l ft i ch, der zu dieser Tagung erschienen war, nahm das Wort zu einer ersten Begrüßung. Er führte aus, daß ir gerade diesem Gebiet nicht unoertraut gegenübertrete, da seine frühere Tätigkeit in der Gruppe als Brigadeführer ihn mit der Nachbarschaft besonders . eng verbunden fjabe. Im näheren Eingehen auf die allgemeinen sowie die gebietsgebundenen Aufgaben der SA. richtete Gruppenführer Dielstich seinen Appell dahingehend, trotz der vielen kriegsbedingten zusätzlichen Aufgaben sich gerade für die vom Führer der SA. im besonderen gestellten Zielsetzung der außermilitärischen Wehrerziehung während des Krieges mit letzter Hingabe einzusetzen. Der Gruppenführer sand noch Gelegenheit, sich eingehend zu den verschiedensten aus dem Führerkreis gestellten Fragen zu äußern und die ersten Richtlinien für die Arbeit der Zukunft zu geben. "°S°lbst"erst°ndlich, deshalb habe ich Sie j° ab- wandeln die im Alter häufig ein wenig verkrüppelten und nicht gerade ansehnlichen Bäume auf einige Wochen lang so gründlich, daß sie auch einer üppigen Märchenlandschast keine Schande machen würden. Das bezauberndste Wunder aber bringen sie da fertig, wo sie in zwei Reihen einer Lurch karges Berglano führenden Landstraße das Geleit geben, in deren von rauhen Winden durchzogener Unwirtlichkeit außer sauren Schlehen kaum eine andere Frucht reift. Wenn in einer solcben, von der Natur sonst kümmerlich bedachten Landschaft die Ebereschen sich in ihren prunkenden Staat geworfen haben, zeigt die Wett ein ganz anderes Gesicht, und man könnte stundenlang der Straße nachwandem, ohne sich an ihr ganz satt zu sehen. Schade nur, mag mancher denken, der nicht nur [einen schönheitsdursttgen Augen, sondern auch seinem Gaumen und Magen einen Genuß gönnt, daß diese hübschen Trauben, die einen so ver- locfenb anlachen, nicht genießbar find! Eine solche Enttäuschung ist ohne weiteres zu verstehen, doch sei immerhin darauf hingewiesen, daß sich aus den Beeren, so wenig sie sich zum Rohessen eignen, Marmelade und Kompott Herstellen lassen, vorausgesetzt allerdings, daß man genug Zucker hat, um den ein wenig herben und bitteren Geschmack der Früchte zu überdecken. Ergiebiger als die der wilden Ebereschen, die an den Landstraßen und im Walde wachsen, lassen sich die Beeren der häuftg in Parks und Anlagen angepflanzten für die häusliche Vorratswirtschaft verwerten. Sie sind erheblich größer und fleischiger, schmecken zudem milder und süßer und können daher ohne bettächtliche Zuckerbeigaben zu Genießbarem und Wohlschi dem ©erarbeitet werden. Diese „edlen" Ebe: k ^,Jch^ Hobe natürlich nicht die geringste Absicht, Brackmann in Unannehmlichkeiten zu bringen. Ich kann mit ruhigem Gewissen wiederholen, was ich Gonzales gesagt habe, daß es sich um meine höchst persönlichen Vermutungen handelt, wenn ichi m ch gestern dazu entschloß, Gonzales zu warnen vv Brackmann tatsächlich die Absicht hatte.sichanGon. | Aales zu, rächen, kann ich natürlich nicht ve I ,^)as"ist gut, Karen, dabei bleiben wir heißt, falls g ich Sie zu Senor Santacilla I „Teufel ja", ftrefe er ^error, Imiffar ... was will der Mann von Ihnen. Er i Wi chte sich den Seifenschaum mit einem feuch en DHa^ttuchzipfel aus dem Gesicht und zog seine Aber auch mit den wilden Ebereschenbeeren läßt sich etwas Vernünftiges anfangen. Man hat nämlich entdeckt, daß nicht nur Drosseln und andere Vögel sie als Leckerbissen schätzen, sondern daß auch unser Hühnervieh sie weder frisch noch gettocknet ver- achtet. Und so liefst es denn im Belieben des Hüh- nerbalters, ob er sich zu einer doppelten Augenweide verhelfen will: zuvöroerst an den prächtigen roten Beeren des herbstlich bunten Baumes, und später an den schönen weißen Eiern, mit denen seine Hennen ihm den Dank für ein so nahrhaftes Futter abstatten. Zur Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Schutze Wilhelm Lorenz aus Gießen, Krof- borfer Straße 28, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten, die er in einem Infanterieregiment mitmachte, mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. $ßr unsere Verwundeten. Die NSG. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreserat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: Unter dem Motto „Wir winden bei Gesang und Tanz euch einen bunten Erntekranz" gestalteten in zwei Lazaretten Alwin Rüffer (Rezitatton), Margot Eberspach (Sopran) und Gisela Sott (Klavier) eine Programmsolge. Lieder von Brahms, Schubert und Volkslieder wechselten ab mit Lesungen von Theodor Storm, Agnes Miegel und M. Claudius. Gisela Sott hatte die Begleitung am Klavier übernommen und spielte Musikstücke von Haydn und Schumann. In einem Lazarett erklangen „Vertraute Melodien aus Opern". Elsa Tietjen. (Sopran), Käte Arm- brust-Niesch (Dram. Sopran),'Gerda Brühl '(Kol.- Sopran), Elis. Geiß (Alt), C. H. ©tief (Tenor), Alex Nosalewicz (Baß-Bariton), Dora Großmann- Niggli (Violine), Kattin Burghardt (Rezitation) und Werner Wemheuer (Klavier) gestalteten ein Vortragsprogramm, welches in schöner Zusammenstellung Arien, Duette, Quartette und Violinsoli aus unseren bekannten Opern brachte. Die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. hatte für alle Verwundeten in den Lazaretten Liebesgaben zur Verfügung gestellt, welche durch die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft und den Lazarettbetreuer der NSKOD. verteilt wurden. Zu der Operettenvorstellung „Frau Luna" im Theater der .durch (tarn steten Boll« Ai^inajme, 943 wird in Jen beschlos. Einheit-, noung eines Meins füt iMgsgebüh. einheitlichen gegenseitigen der Luftwaffe, Hannover, Escherstraßc 12, in Betracht.) Die nächsten Einstellungstermine sind: Für alle Waffengattungen 1. März 1943. Außerdem für Flieger- und Fallschirmtruppe 1. Juli 1943. Für Flakartillerie und LN.-Truppe 1. August 1943. Es melden sich Geburtsjahrgänge 1925 und ältere sofort. Geburtsjahrgang 1926 bis spätestens 1. April 1943. Alter am Einstellungstage mindestens 17, jedoch nicht über 24 Jahre. Bewerber für die Jngenieur- Offizierlaufdahn der Luftwaffe melden sich ebenfalls bei den Dienststellen. (Also in Hannover, Escher- straße 12, wie oben angegeben.) Bewerbungsgesuche für die Sanitäts-Offizierlaufbahn in der Luftwaffe sind dagegen bei dem, dem Wohnort zuständigen Luftgaukommando (Luftgauarzt) vorzuleyen. lieber die Einstellungsbedingungen für diese beiden Laufbahnen wird demnächst weiteres in der Tageszeitung bekanntgegeben. menschlichen Körper, das nur war gewiß. Aber es war die große Frage, wie er sich hatte erheben können. Schuf ihn der Körver, wie schon so manche andere ftrantfjeit, sich selber? oder ... Wie, wenn der Erreger der Tuberkulose von außen käme? Und indem dieser Zweifel sich in dem kleinen unbekannten Kreisphysikus in Wöllstein regte, der als drittes von 13 Kindern eines armen Harzer Bergwerkssteigers sich mühsam durch Stundengeben, Beteiligung an Preisarbeiten und Stipendien die ärztliche Laufbahn erkämpft hatte, in diesen Augenblicken dämmerte eine der gewaltigsten Wenden in der Medizin herauf. Mit Mitteln, die uns heute primitiv dünken, setzte sich Robert Koch in feinem einsamen Studierzimmer auf die Fährte des Volksfeindes Tuberkulose. Eibe Berufung nach Berlin an das Kaiserliche Gesundheitsamt ermöglichte es ihm, feine Studien unb Versuche gründlicher durchzuführen bis zu jenem denkwürdigen Tage, an dem er vor Mitgliedern der Physiologischen Gesellschaft* an Hand sorgfältiger Präparate den Feind, den Tuberkelbazillus, den von außen in den Körper eindringenden Feind, vor aller Augen sichtbar machen konnte. Robert Koch sagte dem Tod, der Tuberkulose hieß, den Kampf an: „Wenn ich nun überzeugt fein darf, daß sich unter den Aerzten die Gewißheit Bahn gebrochen hat, die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, dann muß ich in dieser Stunde zum edelsten Wettstreit aufrufen, sich der Bekämpfung dieser mörderischen Seuche mit allen Kräfte zu widmen." Dieser Ausruf eines Forschers findet in unseren Tagen zum Ruhme deutscher Wissenschaft feinen großen Nachhall. Männer, denen Führung und Wahrung der Volksgesundheit anvertraut ist, bekämpfen die Tuberkulose mit den modernsten Mitteln, die zur Verfügung stehen. Viele Jahre praktischer Erfahrung waren nötig, ehe alle technischen Schwierigkeiten zur Herstellung guter Lungenaufnahmen überwunden waren. Das Röntgenbildver- fahren von ^-Standartenführer Professor Hälfe l d e r (Frankfurt a. M.) gibt die Möglichkeit, sämtliche Organe des Brustkorbes — Herz, Lunge usw. — genau zu überprüfen und Krankheiten so in ihrem Entstehen zu erkennen. Das Unmögliche ist wahr geworden: in einer Stunde gelingt es, nahezu 300 Röntgenaufnahmen bei außerordentlich geringen Kosten herzustellen. Ein neues Röntgenreihenbildverfahren gibt die Möglichkeit die Organe des Brustkorbes genau zu überprüfen und Krankheiten schon in ihrem Entstehen zu erkennen so daß sie rechtzeitig der Heilung zu- geführt werden können. Ein Mangel des bisherigen Röntgenverfahrens bestand darin, daß es sich für gesundheitliche Erhebungen größeren Ausmaßes als zu teuer — ein Röntgenbild kostet bekanntlich 15 bis 20 RM. — und in der praktischen Durchführung als zu langwierig erwies. Man war sich in der Aerzteschaft schon lange darüber einig, daß die Röntgenuntersuchung in erweitertem Maße der Krankheitsbekämpfung dienstbar gemacht werden müsse, und welche Fülle vorbeugender Maßnahmen möglich ist, wenn alle Volksgenossen geröntgt und die Ergebnisse ausgewertet werden können. Wieviel Leid und Sorgen bliebe vielen Familien erspart, wenn man rechtzeitig alle Ansteckungsquellen beteiligen und beginnenden Krankheiten sofort entgegentreten konnte. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich seit Jahren mit dem Problem beschäftigt, einen Aufnahmeapparat zu konstruieren, der das Leuchtschirmbild mit der Kleinbildkamera im Lichtbild festhält. Diese Apparatur mußte so beschaffen fein, daß die Herstellung guter Röntgenbilder in großer Zahl und in kürzester Frist möglich war. Dem Röntgenologen der Universität Frankfurt a. M., ^-Standartenführer Prof. H o l f e l d e r, ist es nach jahrelanger Vorbereitungsarbeit gelungen, ein solches Gerät zu konstruieren und damit das Problem einer gesundheitlichen Bestandsaufnahme des ganzes Volkes zu lösen und das Werk Robert Kochs durch Röntgenreihenuntersuchung fortzusetzen. Die Arbeit des medizinischen Forschers vollzieht sich in der stillen Studierstube, und kaum erfährt jemand etwas von dem Ringen, das hier Tage und Nächte erfüllt. Schlachten werden geschlagen zum Wohle der Menschheit, die ohne Getöse vor sich gehen, aber dennoch in Leidenschaft erzittern. Der Bann des Unheimlichen liegt über sie gebreitet. Des großen medizinischen Forschers Robert Koch Arbeit am Mikroskop vor den Präparaten war ein Krieg im Dunkeln. Er hatte zuerst nicht mehr als die Aufgabe erkannt: Der Tuberkulose, die, eine wahre Volksseuche, Millionen und aber Millionen blühender Menschen dahinrafft, Einhalt zu gebieten. Das war ein Ziel, aber noch kein Weg, denn der Feind stand irgendwo^unbekannt, nur von seinen verheerenden Wirkungen redet die Statistik eine fürchterliche Sprache. Der Feind steckt im Universitätsstadt Gießen hatten 200 Verwundete aus den verschiedensten Lazaretten durch die Kreisamtsleitung der NSV. Wetterau Eintrittskarten erhalten. Zu den Veranstaltungen im Lause der Kulturwoche der NSDAP, waren Verwundete zu dem Dortrage der Universität — Stadttheater von Professor Niessen: „Soldatentheater im Wandel der Zeiten", HJ.-Kulturveranstaltung im Theater: „Der Thron zwischen Erdteilen" und „Froh zu sein bedarf es wenig" und zu dem Abschluß auf dem Oswaldsgarten: „O heilig Herz der Volker, o Vaterland" eingelaben. Die Hausmusik einer Wehrmachtabteilung erfreute die verwundeten Kameraden im Lazarett. Die Kulturelle Vereinigung im Gießener Vortragsring hatte zu dem schonen Lichtbilderoorttag des finnischen Professors Dr. von Wendt über „Finnland" Verwundete eingeladen. Die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. hatte in einem Lazarett 350 Verwundete eingeladen. Lehrer Flath und Gattin aus Rüddingshausen hatten sich mit ihrer Schulmusikabteilung zur Verfügung gestellt und brachten durch den Vorttag von schonen Volks- und Soldatenliedern und Märschen eine fröhliche Stimmung. Ein Kamerad des Lazarettes, Uffz. Zimmermann (Tenor) sang eine Arie. Die Kuchen waren von den NS.-Frauen- schaften Steinheim, Beuern, Bersrod und Rabertshausen durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede gespendet worden. Lazarettbetreuer Gravelius von der NSKOV. überbrachte die Grüße des Kreisleiters. Oie Offizierlaufbahn der Lustwaffe. In Ergänzung der vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten neuen Grundsätze für die Einstellung von Bewerbern für die Offizierlaufbahn gibt der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe bekannt: Bewerber für die Offizierlaufbahn der Luftwaffe reichen ihre Bewerbung bei der ihrem Wohnort nächstgelegenen „Annahmestelle für Offizierbewerber der Luftwaffe" ein. (Für unsere engere Heimat kommt die Annahmestelle 2 für Offizierbewerber Arbeitstagung öer Gaufrauenschastsführerinnen. Die Gaufrauenschastsleiterinnnen hatten in Ber- nn eine Arbeitstagung mit den Landesabteilungs- leitermnen des Reichsnährstandes unter Führung der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink Wahrend die. fachliche und praktische Ausrichtung der Landfrau Aufgabe des Reichsnährstandes ist, vird die poUkische kulturelle und soziale Führung llufgabe der Abteilung Landfrauenarbeit in der Neichsfrauenfuhrung fein. Staatssekretär Backe begrüßte lebhaft die Zusammenarbeit, da es not« ES f?® • gesamte Menschenführung ge- chloisen in den Händen der Partei liege. Haupt- foenftleiter Prof. Dr. Groß zeigte die Bedeutung von Einstellung und Wirken der Frau auf dem Gebiet der Rassenpolitik. Reichsleiter Rosenberg sprach über die Angaben, die sich aus der schicksal- haften Wendung unseres Volkes nach Osten ergeben. Führertagung des AS.-Reichskriegerbundes. In Berlin fand eine Führertagung des NS- Keichskriegerbundes statt, zu der der Reichskriegerführer General der Infanterie, ^-Obergruppenführer Sieinhard die Gaukriegerführer und die Abteilungsleiter der Reichskriegerführuna zusammen- Eerufen hatte. Obwohl, wie General Reinhard fest- ellte, ein hoher Prozentsatz der Kameraden unter en Waffen stehe oder zu anderen kriegswichtigen Aufgaben herangezogen sei, konnte der Bundes- bienst auch in diesem Jahre dank der Einsatzbereitschaft aller Gliederungsführer und dank des guten Seiftes der Männer aufrechterhalten werden. Die im ÜS.-Reichskriegerbund zusammenaeschlossenen ehemaligen Soldaten haben es sich als besondere Auf- aabe gestellt, an der Einheit und Unerschütterlichkeit 6er Heimatfront getreu ihrer Devise „Soldatentum und Nattonalsozialismus" mit unermüdlicher Tatkraft mitzuarbeiten. Zum Abschluß der Führertagung wies der Reichskriegerführer den Gau- kriegerführern die neuen Aufgaben zu, die dem NS.- SreichskriLgerbund in den nächsten Monaten gestellt werden. 100000 Mann im Kleinkaliberwettlampf. An den Kleinkaliberwettkämpfen 1942 des N S.- Neichskriegerbundes um den Ehrenpreis des Reichskriegerführers haben sich rund 700 000 alte Soldaten gegenüber 600 000 im Jahre 1941 beteiligt. Dieses Ergebnis ist mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten eines so umfangreichen Wettkampfes in der Kriegszeit ausgezeichnet. Als Sieger ging die Kriegerkameradschaft Rosenheim (Gaukriegeroerband Süd-Hochland) hervor. Kleine politische Nachrichten. Die Zahl der Opfer des englischen lerrorangriffs auf Genua hat sich auf 354 erhöht, zum größten Teil Frauen, Greise und Kinder. jgjs Roman vonHorstBiemath gegenüN 84. Fortsetzung. Wz Mr™ » leuem Uoe, 3 Des ZhM-s - L. ... L 65 sich nur um Konsumgüter, die öLh)pl1lMrt ^den. Dieselben Grundsätze, Der- emfachung der Konstruktton und Verbesserung der Fertigung, haben bei der neuen Kriegsloko - nvotine Pate gestanden und hier wie auch bei den Kriegsguterwagen wesentliche Materialein- ?nPr!mnfin/9?°t 3War Qn jeder einzelnen. Lokomotive 26 Tonnen Material und 6000 Arbeits- dunden! Dies ist nur ein Beispiel dafür, was durch ^ationalcherung erreicht werden kann. Noch ganz linubersehbar sind die Wirkungen der „Reichs- war e nnum m e run g", die zunächst nur für S-Sl emgesührt worden ist, künftig aber für alle überhaupt nur denkbaren Waren die rfXn in? Materialbezeichnungen ‘ Ar Reichswarennummer wird sich Art, Große, Rohstoff, Form usw. eines Erzeugnis genau ertennen lassen. Buchhaltung, Berichts- werden dadurch wesentlich ver- rlNfacht. werden, Senorita Orgassa. Ob Sie jetzt schweigen ,, ■ i ~ , oder antworten wollen, ist an sich gleichgültig, spä- ein paar Setunben geschlossen worden fei. Dann sah BANK s SPAR 7/ BtfCH H 12 Rpf. udienzen Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Verdunkelungszelt: 27. Oktober von 19.03 bis 7.40 Uhr. Gießener Vochenmarktprelse. ♦ Gießen, 27. Oft. Auf dem heutigen Wochen« markt kosteten: Wirsing, % kg 6 bis 8 Rpf., Weiß« kraut 4 bis 6, Rotkraut 9, gelbe Rüben 10, rote Rüben 12, Spinat 12, Aepfel 20 bis 30, Birnen 20 bis 25, Lauch 15, Sellerie 16, Endivien, das Stück Ä * Im Beiprogramm sieht man die neue Wochen-- schau, die schon gesondert angezeigt wurde, und einen interessanten Kulturfilm „Pferde am Berg". Hans Thyriot. Herbstwetter macht die Straße unsicher! Jetzt kommt wieder die Zeit, wo wir morgens, wenn der Wecker klingelt, uns gern noch einmal für kurze Zeit die Bettdecke über die Ohren ziehen und das wärmende Bett bis auf die letzte Minute auskosten. Hinterher haben wir es dann überaus eilig, um noch zur rechten Zeit zur Arbeitsstätte zu gelangen. Eine solche überstürzte Hast und Eile bringt im Verkehr der Stadt immer gewisse Gefahren mit sich. Im Augenblick aber kann uns dieses Hasten und Jagen in den Straßen doppelt gefährlich werden. Das Herbstwetter macht nämlich die Straßen unsicher! Und zu den Gefahren, die sich etwa durch einen heranrollenden Lastkraftwagen oder durch eine plötzlich um die Ecke biegende Straßenbahn ergeben, treten noch die Gefahren, die ihre Ursache in den unberechenbaren und' schnell wechselnden herbstlichen Witterungsverhältnissen haben. Da besteht z. B. die Möglichkeit von Verletzungen durch herabstürzende Aeste, Dachziegel und Mauerwerk, die der Herbststurm herabweht. Die Geh- und Fahrbahnen werden durch den Regen schlüpfrig und die Möglichkeit des Ausgleitens wird durch die feuchten Blätter auf den Straßen noch verstärkt. Auch für unsere Sehfähigkeit ergeben sich aus der kälteren Jahreszeit zahlreiche Beeinträchtigungen. Neben der Dunkelheit ist es hier vor allem der Morgennebel, der uns zu schaffen macht. Ein hochgeklappter Mantelkragen schützt zwar gegen die Kälte, bringt aber zugleich die Gefahr der Schwerhörigkeit mit sich. Diese Gefahren der Straße, die sich jeweils verschieden aus der wechselnden Jahreszeit ergeben, werden oftmals unterschätzt. Ihnen kann man nicht einfach mit einer allgemeinen Verkehrsregelung begegnen, hier ist für jeden einzelnen erhöhter Selbstschutz notwendig. Dazu brauchen wir vor allem einen sicheren Fuß und einen hellwachen Geist. Beide Voraussetzungen sind sicherlich nicht gegeben, wenn wir mit Sturmesschritten über das glatte und schlüpfrige Straßenpflaster hasten, vorwärtsgetrieben nur von dem einen Gedanken, nicht zu spät zu kommen. Ein verstauchter Knöchel und ein gebrochener Arm verursachen meistens nicht geringe Schmerzen, ganz abgesehen von der Arbeitsunfähigkeit, die auch die Allgemeinheit schädigt. Das sollte jeder bedenken, wenn ihn morgens die Dunkelheit und die Bettwärme dazu verleiten wollen, das Aufstehen länger als angemessen hinauszuzögern. Denn schließlich sind fünf Minuten Träumerei im warmen Bett mit mehreren Wochen Krankenlager zu hoch bezahlt! Freiwillige für die Fallschirmtruppe. Wie der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe mitteilt, werden Meldungen zum freiwilligen Eintritt in die Fallschirmtruppe fortlaufend angenommen. Sie sind an das zuständige Wehrbezirkskommando zu richten. Es können sich in erster Linie Kriegsfreiwillige, dann länger dienende Freiwillige (Bewerber für die Unteroffizierslaufbahn bei zwölfjähriger Dienstverpflichtung) melden. Voraussetzungen für die Einstellungen sind die gleichen wie für alle anderen Waffengattungen. Einstellungsalter: Vollendetes 17. gfs. Deutsches Frauenwerk hilft den Hausfrauen. Hausfrauen und Bäuerinnen, die Ostern 1943 ein Pflichtjahrmädel einstellen wollen, müssen dies bis spätestens 15. November 1942 beantragen: für die städtischen Haushalte bei der Kreisstelle des Deutschen Frauenwerkes, Gießen, Frankfurter Straße 1, oder beim Arbeitsamt, für die bäuerlichen Haushalte bei der Kreisbauernschaft Friedberg oder beim zuständigen Arbeitsamt. Spä-, ter eingehende Anträge können zum Ostertermin nicht mehr berücksichtigt werden. ** Grüße aus dem Feld. 19 Arbeitsmänner aus unserer engeren Heimat, die im Fronteinsatz im Osten stehen und den „Gießener Anzeiger" als Künder der Heimat immer mit großem Interesse lesen, übermitteln durch uns allen ihren Lieben zu Hause und darüber hinaus der oberhessischen Heimat herzliche Grüße. Es handelt sich um folgende Männer des Reichsarbeitsdienstes: Obervormann Georg Krüger, Vormann Willi Lehrmund und die Arbeitmänner Willi Greilich, Heinz Hauser, Hermann Kraft, Paul Balser, Erich Reuter, Kurt Schmitt, Wilhelm Damm, Karl Klei«, Willi Vetter, Ludwig Geller, Karlheinz Brückel, Karlheinz Fal» kenheiner, Werner Simonowitsch, Helmut Hardt, Heinz Klinkler, Hermann Franz, Heinz Sommerlad. — Die Heimat dankt den 19 Arbeitmännern herz* lich für ihre Grüße und erwidert sie in gleicher Herzlichkeit mit dem Wunsche, daß den 19 eine sieg« gekrönte, gesunde Heimkehr beschieden sein möge, Canbtreis Gieße«. = Lich, 27. Okt. Am Mittwoch, 28. Oktober, voll, endet der Friseurmeister Georg Lotz, dahier, das 7 0. Lebensjahr. In Darmstadt geboren, grün« bete er im Jahre 1897 das hiesige Geschäft füö Herren und richtete in späteren Jahren auch ein: solches für Damen ein. Beide Geschäfte werden jetzt von seinem Sohn Willi Lotz, dem Obermeister deü Friseurinnung für Stadt und Kreis Gießen, geführt, doch ist der Senior noch unermüdlich darin mit tätig. Dem Jubilar herzliche Glückwünsche! Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 26. Okt. Auf dem heutigen Schweines markt waren 78 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten! 7 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 26 RM., 8 bis 9 Wochen alte 26 bis 30 RM. das Stück. Der Handel war flott, es verblieb kein Ueberstand. 11)2.3° bis vollendetes 30. Lebensjahr. Näheres über Einstellungsbedingungen und Bewerbung ist aus dem „Merkblatt für die Einstellung von Freiwilligen in die Luftwaffe" zu ersehen. Es ist bei jedem Wehrbezirkskommando oder Luftgaukommando erhältlich. Bewerber, die sich schon zum fliegenden Personal gemeldet haben, kommen für die Einstellung in die Fallschirmtruppe nicht in Betracht. Wehrmachtangehörige in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Durch eine Verordnung des Reichsjustizministe- riums ist der Schutz der Wehrmachtangehörigen und anderen von den Kriegsoerhältnissen betroffenen Personen in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten neu geregelt worden. Grundsätzlich wird in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten das Verfahren kraft Gesetzes unterbrochen, sobald eine Partei zum Wehrdienst einberusen ist. Die Klage, der Güteantrag, der Zahlungsbefehl ober der sonstige das Verfahren einleitende Antrag wird zwar zugestellt, das Verfahren wird aber nicht weiter durchgeführt. Die Unterbrechung tritt nicht ein, wenn der Wehrmachtangehörige im Verfahren bereits einen Vertreter hat. Die Unterbrechung dauert so lange, bis das Gericht auf Antrag die Aufnahme des Verfahrens beschließt. Das geschieht aber nur dann,- wenn der Wehrmachtangehörige zustimmt oder wenn seine Einberufung beendet ist, ober wenn ihm die sachgemäße Durchführung des Verfahrens zuzumuten ist. Letzteres hängt von der Art der Rechtssache und den Verhältnissen des Wehrmachtangehörigen ab. Im übrigen ist die Nichtigkeitsklage vorgesehen, wenn ein Urteil unter Verletzung dieser Schutzvorschriften ergangen sein sollte. Das Gericht kann von der Beibringung eines behördlichen Armutszeugnisses absehen, wenn das Unvermögen zur Bestreitung der Prvzeßkosten den Umständen nach anzunehmen ist. Die Terminbestimmung kann Vorbehalten, die Ladungs-, Einlassungs- und Einspruchsfrist kann verlängert werden. Es empfiehlt sich also, daß jeder Prozeßbeteiligte vorsorglich dem Gericht seine Wehrmachtzugechörigkeit unlgehend mitteilt und hierbei auch zur Durchführung des Verfahrens Stellung nimmt. Die Vorschriften gelten auch für Personen, die wegen der Kriegsverhältnisse außerhalb ihres regelmäßigen Aufenthaltsortes zu ständigen Dienstleistungen herangezogen werden, die sich dienstlich im Ausland aufhalten oder als Gefangene ober Geisel sich in fremder Gewalt befinden. Oie letzten punkte der 3. Kleiderkarte. Die „Textil-Zeitung" erinnert daran, daß die letzten Punkte der Dritten Reichskleiberkarte mit dem Aufdruck „Gültig nach Ausruf" und den Nummern 1 bis 20 bereits mit der Neunzehnten Durchführungsverordnung über die Verbrauchsregelung oon Spinnstoffwaren vom 16. Juni 1942 aufgerufen worden sind. Als Zeitpunkt der Fälligkeit dieser Punkte war damals einheitlich für alle Ausgaben der Dritten Reichskleiderkarte, also für Männer, Frauen, Knaben, Mädchen und Kleinkinder der 1. November 1942 festgesetzt worden. Nach diesem Tage berechtigen also auch die letzten Punkte her' Dritten Reichskleiderkarte zum Einkauf von Textilwaren. Gloria-palast: „Anschlag auf Baku". Obwohl dieser Film (nach einem Drehbuche von Hans Wolfgang Hillers) bereits vor einiger Zeit fertiggestellt wurde, und obwohl die Vorgänge schon bald nach dem ersten Weltkriege spielen, ist seine Aktualität augenscheinlich. Der Anschlag auf Baku ist ein Anschlag auf die großen Oelquellen, deren Besitz von weittragender politischer Bedeutung ist. Der Kampf wird, teils versteckt, teils offen, mit allen Mitteln geführt. Die beiden wichtigsten Gegenspieler sind ein ehemaliger deutscher Offizier namens Romberg und ein englischer Agent namens Fordes. Obwohl die Vorgänge in die Form einer Spielhandlung gekleidet sind und im Stile des Sensationsfilms vorgetragen werden, hat das Ganze unübersehbar einen politisch ernstgemeinten und ernstzunehmenden Charakter, indem nämlich der hier dargestellte erbitterte Kampf um das Oel von Baku zum Anlaß genommen wird, die typischen Methoden der britischen Gewalt- unb Raubpolitik eindringlich zu beleuchten. Es ist eine Politik, der grundsätzlich jedes Mittel recht ist, um zum Ziele zu gelangen, eine Politik, die sich nicht schämt und vor nichts zurückschreckt. Was auf dem Wege der normalen, internationalen Diplomatie nicht gelingt, das wird mit Terror, Erpressung und Bestechung versucht, mit Volksaufwiegelung, mit Sabotage und Mord, mit Revolver, Gift und Dynamit ... Man kann sich nach diesen Andeutungen wohl einen Begriff davon machen, was hier gespielt wird und was es hier zu sehen gibt. Der Spielleiter Fritz K i r chh o ff hat die Chancen, die der Stoff ihm bot, kräftig auszunutzen verstanden und den Vorgängen ein Tempo, eine Spannung und Dramatik mitzuteilen verstanden, die nichts zu wünschen übrig lassen und den Zuschauer von Anfang bis zum Ende in Atem halten. Die Kameraleute Robert Baberske^ Herbert Körner, H. O. Schulze und Klaus von Rautenfeld haben die Spielleitung ^mit effektvollen und sachkundigen Aufnahmen vorzüglich unterstützt. Ren6 Deltgen gibt dem englischen Agenten Forbes eine überzeugende Mischung von Brutalität, Verschlagenheit, Geschmeidigkeit und Beherrschung. Willy Fritsch, finster entschlossen, mit Energie und verhaltener Spannkraft geladen, ist der Deutsche, der sich jenem gewachsen und zuletzt überlegen zeigt. Zwischen beiden — auch die Liebe spielt in diesem Männerstück eine Rolle — Lotte Koch, eine verführerische, spät zur Einsicht gelangende junge Dame im alles umspannenden Netz der brittschen Diplomatie. Don den vielen übrigen seien noch Paul Bildt, Fritz Kämpers, Aribert Wäscher, Hans Z e s ch - B a l - lot, Erich Ponto und Alexander Engel genannt. — (Ufa.) iereffiert, nvatsekre ichneten \ n, um Ei ni um bi üben. Er S°nP« haftliche Hfl»1 Kolonnen (t 6* Rann von ns erzwir onig nie drei tisfeären'* von Maximilian Vitus zur Aufführung. 3258 D Mitwirkende: Ein Orchester eines Fliegerhorstes, Tanz- und Gesangsgruppen von Betrieben undVereinen, Laienkünstler der Wehrmacht und der Betriebe. Eintritt! RM. 1.—, 2.—, 2.50 und 3 —. Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle NSG.-„Kraft durch Freude“, Seltersweg 60. — Ruf 3961. 3256D 2. Konzert (Gruppe B Nr.l) Solisten-Konzert WsserklMer oder Markeu- Harmonika z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05367 an den Gieß. Anz. Suche einen UebergangS-od. Wintermantel für Herrn in mittlerer Größe. Schriftl. Angeb. unter 05402 an den Gieß. Anz. DieDeutscheArbeitsfroDl KM durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Ein Sparkossenbuch für jeden I Heute darf es keine Nichtsparer mehr geben. Wer spart, hilft, siegen! Bezirkssparkasse 'ethes em Her Echt 15 Leben, 05405/ LICHTSPIELTHEATER Höllentempo Tflfil 2.30,4.45,7.30; So. 2.00,4.30,7.30 Uhr Gloria-Palast, Seltersweg: Anschlag auf Baku Lichtspielhaus, Bahnhofstraße r 2V7?O Der Eohl Wen in I Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu meinem 78. Geburtstage danke ich herzlich Frau Johanna Peil geb. Sand Gießen, den 27. Oktober 1042 Frankfurter Straße 129 Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir hiermit allen, auch im Namen unserer Eltern, herzlichen Dank Ludwig Herbert und Frau Gerda, geb. Sander Gießen, im Oktober 1942 \ 05404/ auf bem irte Schlc 5 italieni erben qef nien Rin eaaissance ! Arbeiten. p bie Ba! >e er in R ugen der k Deutsche Sporwoche W 1942 ^26-31.Oktober Statt Karten! Ihre in Kiel vollzogene Vermählung geben bekannt Kurt Peter Obergefreiter der Luftwaffe Hanny Peter geb. Henkel Gießen, Wolkengasse 231 Oktober 1942 05384Z 41 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 27. Oktober 19 bis 21.15 Uhr 7. Dienstagmiete u. Halbmiete A Frauen haben das gern. ■ «US und ö Damit I \ Italien isS >4 > d ("’N d sal wollte rin Physis' vbe ich 3t' ifte, mit ferne: hiel ahn, ba ei Hiöerbeffe; lahnhof fu Meihmqer nd Messin vu in Sst nien — 1 Nissen... Narrt, h Leuchtet -chs, des , Beinarbeit ni nicht i eien, ber nd ber jäh Ernte Ä Se ■Wen seins fand. In tiefem Schmerz: 05396 Frieda Schrader, geb. Eyering, und Sohn Horst Tobias Eyering und Frau; Gustav Schrader nebst Frau; sowie Geschwister, und alle Verwandten. Gießen-Kl.-Linden, Leihgestern, 27. Okt. 1942 Auch wir trauern um unseren treuen Arbeitskameraden Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger, 6. m. b. H., Fittingsfabrik, Gießen. -3254 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme beim Heldentode unsres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Enkels Otto Dietz, Soldat in einem Infanterie-Regiment, danken wir auf diesem Wege herzlichst. Karl Dietz und Frau Maria, geb. Hahn nebst allen Angehörigen. Lollar, den 27. Oktober 1942. TSJ7 Hart und schwer traf uns die unfaß- bare, traurige Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, der treu- sorgende Vater unseres Kindes, unser treuer Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Otto Schrader Soldat in einem Artillerie-Regiment in den Kämpfen bei Rschew den Heldentod ! Für Groß-Deutschland starb am । 18. September 1942 mein lieber Mann, I mein einziger Sohn, unser guter Bru- --- der, Schwager und Onkel Hans Preife Ober-Schütze in einem Infanterie-Regiment an seiner vor Stalingrad erlittenen schweren Verwundung, kurz vor Vollendung seines 38. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Barbara Preiß, geb. Rauch Kath. Preiß Wwe. und alle Angehörigen. Darmstadt, Gießen (Bleichstraße 38), Landshut, den 26. Oktober 1942. 05415 Statt Karten! Danksagung. 1?ür die vielen Beweise aufrichtiger, herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharina Schäfer Wwe., geb. Bodenröder. Gießen (Alicenstraße 32), den 27. Okt. 1942. 05408 Für die liebevolle Anteilnahme beim Heimgang unserer guten Mutter sagen wir unseren herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Clara Wellhausen. Gießen, im Oktober, 1942. 05378 Statt Karten! Danksagung. Höherer Beamter sucht Suche dringend eine 2%- oder 3V 2-4-Zimmer-Wohnung _ sofort oder später. Für die Liebe und aufrichtige Teil- nähme, die uns bei dem Heldentod unseres einzigen, geliebten Sohnes, Enkels, Neffen, Paten und Cousins Willi Werner, Obergfr. in einem Inf.-Regt., in so überreichem Maße entgegengebracht wurden, danken wir auf diesem Wege herzlichst. Im Namen aller Trauernden: Otto Werner und Frau. Gießen (Kl.Mühlgasse 8H im Oktober 1942. ---— ■__ ________________05393 SchriMch- Worunter »Mg 05414 an den Gieß. Anzeig. Schr. Ang. unt. — 05397 a. d. G.A. Commerzbank Deutsche Bank Dresdner Bank parwoche 1042 Garant guter Arznei-Präparate - seif 1893 - möbliert, Mitte der Stadt. Schr. Ang. unt. 05418 a.d.G.A. Suche für Med.° Stud. ein gut möbl», heizbares Zimmer für Dezbr. bzw. Nov., möglichst Nähe Univerfit. 05401 Näheres: Ludwigstr. 811. Zwei berufstät. Mädels suchen einfach., heizbar. Gin mann zur Mithilfe für den Heizer, auch stundenweise, gesucht. 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