Donnerstag, 27. August M2 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Zchriftleitvng und SeschastsfteNe: -irtzen, Schulfttatze 7-9 Träger verantwortungsvoller Aemter, die Minister, tttUtt Stabschef die Rektoren der Universitäten, die Bürgermeister I . . . Die Erzwingung -es Elbrus Als zuletzt Stockholm, 26. Aua. (DNB.) Washington Post treibt, es seien in London Unterredungen im ' chreibt, es seien in London Unterredungen im Gange, um ein Höch st es Kommando aller kombinierten Streitkräfte der Alli- i e r t e n zur Errichtung einer zweiten Front z-u chaffen. Daß von dem UDA.-General Marshall als von dem General in London gesprochen werde, rufe in den Vereinigten Staaten tiefste Befriedigung hervor. Marshall habe fein ganges Leben der Theorie von strategischen Problemen gewidmet und sie prak- tisch auf vielen Kriegsschauplätzen erprobt, vom spanisch-amerikanischen bis zum ersten Weltkrieg. Auch die Männer, die als die ihm nächststehenden bezeichnetwürden, der USA.-General Eifenhower und der Brite Wavell, genössen den besten Ruf. Eifenhower sei bereits jetzt das Auge und Ohr von Marshall, und Wavell sei Großbritanniens größter Soldat. Wenn nicht aus politischen Gründen 50 000 Mann nach Griechenland hätten gesandt werden müssen, hätte er sicherlich ganz Nordafrika vom Feinde befreit. Er werde Marshall gewiß em aus- gezeichneter Sekundant sein.' (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Ende August 1942. Mit der Wiederkehr des Jahrestages, an dem vor sechs Jahren nationale Männer in Spanien sich gegen die von Freimaurern und kommunistischen Mnktionären geleitete spanische Republik erhoben uni) nach drei Jahren blutigen Kampfes endlich den Sieg errungen hatten, ist die Umwälzung Spaniens giini neuen Staat vollzogen worden. Der Caudillo ner das Volk zur verantwortlichen Mitarbeit an der Whrung auf und gab ihm mit Wirkung vom 18, Juli 1942 wieder eine Vertretung, di e „Cor- Roosevelt lädt Smuts nach Washington ein. Lissabon, 26.Aug. (Europapreß.) Nach den Ministerpräsidenten Neuseelands, Australiens und Kanadas ist nun auch der südafrikanische Ministerpräsident S m u t s vom Präsidenten Roosevelt zum Besuch Washingtons eingeladen worden. In unterrichteten Kreisen Washingtons erklärt man, daß die Einladung der Ministerpräsidenten der britischen Dominions nach Washington den Zweck habe, die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und den britischen Dominions durch mündliche Rücksprache weiter zu fördern. So vollzieht sich unter Druck und Verlag: vrühlscheUnioersttStrdruckereiL Lauge bet. Einige dieser Pässe, besonders m der Nahe von Noworossijsk und Tuapse werden von Straßen und Eisenbahnen überquert. Bekannt ist weiter irn Süden die Suchumsche Heerstraße, die aus dem Tal von Woroschilowsk (Stawropol) über Tscherkask und den 2800 Meter hohen, im August schneefreien K l u ch o r - Paß nach Suchum führt, das sich an der Südwestküste des Kaukasus schon eines milden Klimas und einer üppigen Vegetation erfreut. Die Erstürmung der Hochgebirgsstrahe im Kaukasusgebiet verlangte von den deutschen Truppen höchste Leistungen. Boten schon beim ersten Eindringen in das Gebirge die dicht bewaldeten Vorberqe mit ihren tief eingeschnittenen Talern und reißenden Gebirgsflüssen den Bolschewisten lebe Möglichkeit, mit- verhältnismäßig einfachen Mitteln starke Sperren zur Erleichterung des Widerstandes aufzurichten, so häuften sich diese Schwieng- feiten, je tiefer die deutschen Truppen m das Gebirge eindrangen. Zwischen schroffen Felswänden und hoch über Abgründen und reißenden.Flüssen führen die wenigen benutzbaren Straßen, die durch Felssprengungen und Baumverhaue leicht zu sperren sind'. Jede Kuppe, jede Felswand, Mr Tal- einschmtt bildete schon eine natürliche Fest u n q , und häufig mußten schwierige Umgehungen durchgeführt werden, um die feindlichen Widerstandsnester auszuheben. Hinzu kommen m den Hochqebirgszonen zunehmende Kälte, die dichten Nebel und die sich bisweilen zu Stürmen steigern- jden Schneefälle. Trotz alledem nahmen deut- Die spanischen Eortes Von unserem F.-Berichterstatter. Die Bezwingung des Elbrus durch die Gebirgsjäger einer von Ritterkreuzträger Generalmajor Lanz geführten Division ergab sich aus den Operationen, die zur Säuberung dieses Gebietes von Bolschewisten unternommen wurden. Eine aus besonders guten Bergsteigern bestehende Hochge- birgsabteilung unter Führung von Hauptmann Groth brach am 13. August von T scherte x aus auf mit dem Auftrag, die Passe des Elbrus-Gebietes und das Quellgebiet des Kuban zu erkunden und die in diesem Raum geeigneten Wege für den weiteren Vorstoß der Division zu sichern. Bereits im Kuban-Tal stießen die Jager, auf eine bolschewistische Kolonne von 15 Geschützen und 57 Lastkraftwagen, die sie unter geschickter Ausnutzung des Geländes m dem felsigen Fluhtal umgingen und nach kurzem heftigen Kampf vollständig vernichteten. Am 14. August standen die deutschen Gebirgslager wenige Kilometer vor U t s ch k a l a n an dem hier schon recht breiten und schwer reißenden Kuban. Don hier aus konnten die Gebirgsjäger nur noch zu Fuß unter Mitnahme von Tragtieren vorwärts kommen, bis fie ihre Waffen, Ausrüstung und Verpflegung der Städte und nicht zuletzt die Vertreter der gelange und der spanischen Syndikate. Daneben hat der Staatschef das Recht zur Berufung solcher Männer, die sich besondere Verdienste um das Wohl des Vaterlandes erworben haben. Die Einsetzung der Cortes ist nicht nur für Spanien ein geschichtliches Ereignis, sondern auch für Europa. „Die Probleme, die durch diesen Krieg entstanden sind" — so sagte der Caudillo in seiner Rede — „können nicht durch ein liberalistisch-demo- kratisches System gelöst werden. Die autoritären Staaten haben chre Ueberlegenheit auf militärischen Gebiet bewiesen, und sie sind auch berufen, die Welt vor dem wirtschaftlichen Rum zu retten." Gleichzeitig gab General Franco in unmißverständlicher Weise zu verstehen, daß Spanien, wenn es angegriffen werden sollte, mit wenigstens 3 Millionen Soldaten sich zu verteidigen wisse. Eine Warnung für. die Demokratien, die vielleicht von der Aufrichtung einer zweiten europäischen I Front in Spanien geträumt haben! Doch es galt nicht nur, die äußeren Trümmer zu beseitigen und wieder aufzubauen, sondern auch die spanische Seele wiederzusinden, die durch das marxistische Gift verdorben war. Der spanische Arbeiter, der nur aus der Not heraus, die das jüdisch- kapitalistische Regime gebracht hatte, zum Verneiner des nationalen Gedankens geworden war, mußte gewonnen werden. Sechs Jahre nach dem Tage der Erhebung, nach einem fast dreijährigen Bürgerkrieg und mehr als dreijähriger Aufbauarbeit hielt General Franco den Zeitpunkt für gekommen, um das spanische Volk zur Mitverantwortung aufzurufen. Mit der üß i e = oereinsetzung der Cortes hat der Caudillo die Brücke zur öltspanischen Tradition geschlagen. Doch sind es heute nicht mehr die hohen Würdenträger, die auf Grund ihrer Herkunft das Anrecht auf einen Sitz in den Cortes hatten, sondern die selbst tragen mußten. Am 17. August trafen die Jäger nach beschwerlichem Aufstieg über weite Schnee- und Gletscherfelder in 4200 Meter Hohe auf eine von Bolschewisten besetzte Wetter - und Militärstation. Die Bolschewisten waren von dem plötzlichen Austauchen der deutschen Soldaten so überrascht, daß sie sich von dem allein vor ihnen stehenden Hauptmann Groth widerstandslos ent- waffnen und gefangennehmen ließen Trotz starker Schneestürme und großer Kälte säuberten die Gebirgsjäger am folgenden Tage das Gelände weiter von versprengten Bolschewisten und brachten wichtige Uebergänge und Gebirgswege in ihren Besitz. Der heftige Schnee- sturm hinderte die Jäger nicht daran, zwei Tage später den 5633 Meter hohen Elbrus zu besteigen. In überaus beschwerlichem Aufstieg wurde der Berg bezwungen und auf seiner höchsten Spitze die Reichskriegsflagge gehißt. Ein Marsch- und Kampfweg von insgesamt 3500 Kilometern, den diese Division im bisherigen Verlauf des Ostfeld- zuges zurücklegte, fand mit dieser militärischen und alpinistischen Glanzleistung seinen Höhepunkt. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8l/i Uhr desVorrnittagS Anzeig en-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof, für Familtenan» -eigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsameigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/»mebt trs", in deren Händen schon seit Jahrhunderten das Schicksal Spaniens gelegen hat. Die spanischen Cortes sehen auf eine uralte Geschichte zurück. Sie kamen 'zur Zeit der Völkerwanderung mit den nordischen Stämmen der Goten und Sueven ins Land. Sie sind die UebBelieferung des Rates der Edlen, den die germanischen Herzöge und die Könige um sich versammelten, wenn sie schwerwiegende Entscheidungen für ihr Volk treffen mußten. Sie nannten sich Cortes, „die vom Königshofe", weil sie ihrem König mit Rat und Tat zur Seite standen unb ihm die schwere Bürde seines Amtes erleichterten. Der Heb er tritt der Goten und Sueven zum Katholizismus führte zu einer Erweiterung dieses States, denn während früher nur die Edlen, die ihrem Volke in der Schlacht vorangingen, teilnah- inen, bekamen nun auch die kirchlichen Würdenträger ihren Sitz, und mit dem Aufstieg des Papst- tmns wuchs auch ihr Ansehen und ihr Einfluß in ber Führung des Volkes. Als nach dem Einbruch des Islams die nordischen Stämme sich in die baskischen und asturischen Berge .zurückziehen und einem orientalischen Despotismus Platz machen mußten, bewahrten sie ihre überlieferte Form auch im Exil, um sie nach der Rückeroberung wieder aufzurichten. Mit den im 11. und 12. Jahrhundert neuerstandenen Königreichen von Kastilien, Aragon, Leon, Navarra und der Grafschaft Katalonien hielten auch die Cortes wieder ihren Einzug in Spanien. Jedes die er kleinen Länder hatte feinen Rat, der aus geistlichen und weltlichen Würdenträgern bestand, Wd der die „Volksvertretung" dieser Jahrhunderte bildete. Im Jahre 1169 berief Alfons VIII. von Kastilien zum erstenmal neben dem Adel und den Geistlichen einige Vertreter der Dolksstande in den passe im westlichen Kaukasus Von unserer Berliner Schristleitung. Admiral William D. Lea Hy hat sich m fein neues Amt als Roosevelts oberster militärischer Berater und Stabschef auf jene angloamerikanische Art eingeführt, die seit den großen Mißerfolgen der Alliierten in diesem Kriege bei ihren neuen Befehls - gewaltigen üblich geworden ist: er hat die personelle Besetzung höherer verantwortlicher Poften vor allem in der Marine kritisiert und die Verabschiedung bzw. Wert-Umgruppierung verschiedener Admirale zu- _ gunsten von luftkriegserfahrenen Offizieren lv Aussicht gestellt. Wie Admiral King, dem Oberstkom- manbierenben der nordamerikanischen Flotte, bereiten dem Senioren Leahy (er steht im 68 Lebensjahr) die schweren Stieberlagen zur See, sei es im Pazifik ober in der Atlantikoffensive der deutschen U-Boote, die ärgsten Sorgen. Er sieht im Zusam- Jahrgang Nr. 20s krschemt täglich, außer Sonsvggö und feiertags Beilagen: Vteßener Namilienblätter Heimat imBtld'DieScholle . Bozugsvreisr rronatltch.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt «ernsvrechanschluß 2251 Drahtanicyrift: ,Llnzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Dehnen-Dienst. menbruch der amerikanischen Seemachtstellung den Zusammenbruch seines eigenen Werkes, das er während seiner Amtsperiode von 1937—39 als Ope- rationschef der USA.-Marine mit der großen Flottenvorlage des Zwei-Ozean-Programms geschaffen hat. Seit Jahren gehört er zu Rooseoelts engsten Mitarbeitern und war stets sein nächster Berater in allen Fach fragen der Marine. In der Aera des Präsidenten hat Leahy einst die große Zeit seiner verantwortlichen Aufgaben gesehen, so 1933 bis 1935 als Chef des Navigations' büros im Admiralsstab, anschließend als Kommandant der amerikanischen Seestreitkräfte im Fernen Osten und als Chef des Admiralstabs, im Jahre 1939 wechselte er auf den Gouverneurposten von Zortoriko in der wichtigen karibischen Stützpunktzone, betraut auch mit dem Auftrag, die Verteidigung des Panamakanals zu organisieren. Leahys Bekanntschaft mit Roosevelt ist bereits im Jahre 1916 in Haiti besiegelt worden, wo der damalige Fregattenkapitän nach verschiedenen Straf- expeditionen gegen die Aufständischen auf den Philippinen, gegen Dominika und Nikaragua im Jahre 1912 als Kommandant des Schlachtschistes „Delphin", Dienst tat. Vorher hatte der Absolvent der USA. Naval Academy Kriegserfahrungen auf Kuba und' im fpanifch-amerikänischen Krieg sowie beim Boxeraufstand in China gesammelt. Nachdem die USA. 1917 in den Weltkrieg eingetreten waren, erhielt Leahy den Posten eines Geschwaderkommandanten. Nach Friedensschluß verttat er fein Land auf verschiedenen internationalen Flottenkonferenzen. Das Jahr 1930 brachte ihm die (Ernennung zum Admiral. Bis 1931 war er Abteilungsleiter im Marineministerium, bis 1939 hatte er bann das Kommando der amerikanischen Zerstörerwaffe. Seitdem beginnt sein Dienst für Roosevelt. Ende 1940 übernimmt er als Nachfolger Bullitts den Botschafterposten bei der französischen Regierung in Vichy, auf dem er bis zum Sommer 1942 in einer, wie man ihm nachsagt, sehr robusten Manier, am- tiert hat. Seine gegenwärtigen Stabsaufgaben fallen in die Zeit der dunkelsten Niederlagen der Alliierten — daran werden auch des Admirals bestimmende „Argumente" für die Alliierten bei der Schaffung einer zweiten Front in Europa nichts ändern können, die er vor dem Roofeveltfchen Stabsgremium entwickelt hat. Um den alliierten Oberbefehl. Rat' und schuf damit die Cortes, rote sie in späteren Jahrhunderten in Spanien beftamben Isabella von Kastilien und Ferdinand von Ara- aonien die einzelnen Länder zu einem Königreiche vereinigten, blieben die Cortes Är Kleinstaat en weiterhin bestehen. Sie berieten den Statthalter des Königs in Madrid, wie sie früher.ihrem eigenen König zur Seite gestanden hatten. Erft nach , dem spanischen Erbfolgekrieg Valoren viele von ihnen dieses alte Recht und wurden aufgelöst. Der Einfluß der französischen Revolution machte sich auch in Spanien bemerkbar. Die Cortes, die bisher nur vom König berufen wurden, verlangten eine breitere Teilnahme des Volkes und eine Mitbestimmung bei Regierungsangelegenheiten. Doch erst nach den Dolksrevolutionen des 19. Jahrhunderts erhielten ft maßgebenden Einfluß auf die Führung des ^ütalieferte Bezeichnung C°rt°s b-hi-lt j°- dock ihren Wert und verschwand erst, als Honig Alfons XIII. im Jahre 1931 die Krone nieder- legte und der Republik mü ihrem i>-m°kratUchen Parlament weichen mußte. Seit diesem Tage war Spanien einem gewissenlosen mternationalen ffreimaurerregime ausgeliefert. Marxisten, Korn- inuniften und^lnarchisten verhetzten Massen und zerrissen das spanische Volk durch ihren Klassenbaß In diesen Zeiten des größten Tiefttandes gründete Jvsä Antonio Primo de Rivera mit na- ; tionalgesinnten Studenten die ^^ge. Schwer wa der Stand dieser Nationalisten. Ueberall trat ihnen der Haß der irregeleiteten Massen entgegen. W in Deutschland während der Kampfzeit, so verblute auch in Spanien mancher Falangist unter der M°rb- waise der itommunrften. Einzelne aufrechte Manner^ Us-n 7tU°d°r >b°l,ch°wisti!ch7 Terrm İni°n Sb»1 tifiSSs» land von den Verrätern befreien n\\t>Yx bie in Unermüdlicher ziroeu vt y »LhLung umreitet den Kampf und d-n S-eg zu erlebGen^ einem Flugz-ugunfall" 3 ° i i5 ' ^d mole prsx 'ft «ä XeTeSSaufen. Wohl lüstern besiegt, doch un stillen Mächte, die unterstützt durch jene ausla im Waffen ge- ihnen während des Öen ral 5 r a n e o liefert hatten. Um das Erbe, da er wirklich «15 Staatsmann angetreten h°"°, war er richt zu beneidem Aber Srieges Er war gewachsen im garten Sampi« . und bereit, nun auch den Friesen zu y D.r Elbrus den bäuerische Gebirgsjäger im Schneejturm bezwangen. Unser Bild zeigt einen Blick auf den mächtigen Doppelgipfel, deren einer 5630 und der andere 5622 m hoch H D,« Gletscheraus. läuser reichen bis auf 2300 m Hinunter. Die Berggipfel, die em m der Eiszeit erloschener Vulkan find, wurden in den Jahren 1868 bzw. 1874 zum erstenmal erstregen. Die Russen nennen thn ,Me,sterberg , während'der "üdUch^davon lebende türkische Volksstamm der Balkaren ,hn den „remen Berg nennt. (Scherl-Archiv-M.) Der Kaukasus ist nicht sehr breit; aber infolge seiner Schroffheit sehr ungangbar. Die wichtigste, Sommer und Winter benutzbare, auch von Autobussen befahrbare Verbindungsstraße ist die alte Grusinische oder Georgische Heerstraße, die vorn heutigen Ordschonikidse, das früher Wladikawkas („Herrscherin des Kaukasus") hieß, über den 2400 Meter hohen Kreuzpaß nach Tlflls im Südkaukasus oder m „Transkaukasien luhrt. Aber diese Paßstraße gehört dem mittl er en Kaukasus an. Zu diesem kann auch noch die Ossetische Heerstraße gerechnet werden, die^ebensalls mit Ordschom- tibfe beginnt, aber nach sudwesten fuhrt und in Kutais endet. Der Wehrrnachtdencht vom 25. August spricht aber davon, daß deutsche Gebirgs- truvven mehrere Pässe des westlichen Kaukasus- "ezwungln oder in Angriff genommen haben. Der Wehrmachtbericht vom 26 AuMt sagt ergänzend: „Im' Kaukasus nahmen deutsche Gebirgs- tvuppen gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand ^D^?ow^eOftch?§riegführung in Moskau kennt die Stellungen' ihrer eigenen Truppen im Kaukasus nur schlecht, deren Verteidigiung nach zah, aber zusammenhanglos ist. Es ist verständlich, daß der Wehrmachtbericht unter solchen Umständen nicht m die Einzelheiten hineinsteigt und die genommenen Pässe nicht namentlich nennt. Allein die Nennung des Elbrus gibt Anhaltspunkte. Die Dorberge des Kaukasus beginnen knapp hinter dem tragen S-Ä3ÄS S STÄtSS IS 8« w. aefähr den westlichen vom mittleren Kaukasus schei-I Meter kämpfend in Besitz. Bei Stalingrad den Zeind nach Osten geworfen Merkreazträgrr im Wehrertüchtigungslager. In system südlich wieder griffen Thefs des Oberkommandos der Wehrmacht, die Wehrertüchtigungslager der Hitler- Jugend, um ihr ein lebendiges Bild vom Kampf unseres Heeres zu geben. vorgehenden Infanterie, die von zahlreichen Panzern, schweren Geschützen und Schlachtflugzeugen unterstützt wurde, das weitere Vordringen der deut» schen Truppen zu verhindern. In zähen Angriffskämpfen wurde der Widerstand des Feindes gebrochen und die Bolschewisten in das Gebirge und auf dile Küste des Schwarzen Meeres zurückgeworfen. Außer schweren blutigen Verlusten verlor der Feind mehrere tausend Ge- fongene, 13 Panzer, zahlreiche Geschütze und sonstige Waffen. Don Pionieren wurden 5000 Minen ausgenommen und unschädlich gemacht. und das starke, tiefgegliederte Stellungs» auf den beherrschenden Höhen nördlich und der Stadt im Sturm genommen. Immer versuchten die Bolschewisten in starken An- ihrer in mehreren Wellen hintereinander den Augen Churchills die Auflösung des Empires unabwendbar. Ribbentrop in Budapest. . Ausländische Delegationen zur Trauerfeier für Stephan von Horthh. Budapest, 26. August. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop traf' als Vertreter des' Führers und Führer der deutschen Sonderdelegation zu den Beisetzungsfeierlichkeiten des an der Ostfront gefallenen Stellvertreters des Reichsverwesers des Königreichs Ungarn in Budapest ein. Der Sonderdelegation gehören an: Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, Botschafte Ritter, General der Flieger Bodenscha mit dem Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlau und Sckwertern Oberstleutnant L ü tz o w , Obergruppenführer und General der Waffen-^ Wolff, Admiral W a r z e ch a , die Gesandten v. Dörnberg, v. Rintelen, Dr. Schmidt und Lega- tiosrat Ruhe. In Budapest begab sich der Reichsaußenminister mit der Delegation ins Parlament und legte am Sarge den Kranz des Führers nieder. Der Reichsverweser empfing am Mittwochnachmittag den Reichsaußenminister, der ihm die herzliche Anteilnahme des Führers, der Reichsregierung und des deutschen Volkes zum Ausdruck brachte. Dann begrüßte der Reichsverweser Generalfeldmarschall Keitel und die übrigen Mitglieder der deutschen Delegation. Außer der deutschen Abordnung nehmen an der Trauerfeier noch fünf Staatsdelegationen teil. Die italienische Abordnung, an ihrer Spitze Gras C i a n o, kam über Wien im Zuge an. Als Vertreter des Tenno amtiert der japanische Gesandte Okubo, Aus Bulgarien ist eingetroffen Kriegsminister Ri ho ff, aus Kroatien Innenminister Artukowitz. Vertreter Finnlands ist der finnische Gesandte V u o r i m a a. Am Mittwochmittag hielten die beiden Häuser des ungarischen Reichstages Trauersitzungen ab. Reichstagspräsident Tas- nadn-Ragn hielt die Gedenkrede, dann sprach Ministerpräsident von Kallay. Im Oberhaus hielt der Kardinal-Fürstprimas von Ungarn, Dr. S e r e d i, die Trauerrede. * Höhlenbilder der Eiszeit. f öea Anfang der Kunst in Malereien von erstaunlicher Lebendigkeit führt eine Entdeckung, die m der Dordogne (^üdfrankreich) in den Tagen, als die deutschen Truppen während dieses Krieges in Paris einmarschierten, gemacht wurde und über die Professor Dr. Herbert Kühn einen Bericht in der Wochenschrift „Die Umschau" erstattet. Es sind Malereien in einer Höhle, die etwa 20 000 Achre alt sind und zu dem ältesten an Kunst gehören, was es auf der Erde überhaupt gibt- sie werden in ihrer Großartigkeit nur durch die gewaltige Höhle Altamira in Nordspanien übertroffen Der pensionierte Lehrer Laoall fand einen in früheren Zetten absichtlich verdeckten Schacht und veranlaßte mehrere junge Leute, sich in das Innere Ymabzulassen, und diese entdeckten die Höhle, deren Oer Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauplquartier, 26. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kaukasus nahmen deutsche Äebirgslrup- pen gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand mehrere Hochgebirgspässe. 3m Raum westlich Stalingrad wurde der Feind in erbitterten Kämpfen nach Osten zurückgeworfen. Stalingrad, in dem Grohbrände wüten, wurde durch die Luftwaffe bei Tag und Rächt mit Spreng- und Brandbomben angegriffen. Auf der Wolga wurde ein Frachtschiff versenkt, drei weitere beschädigt und ein Tanker in Brand geworfen. Südwestlich Kaluga, nordwestlich Medyn und bei Rschew setzte der Feind ohne Rücksicht auf Verluste mit starken, von Panzern unterstützten Kräften feine Angriffe fort. Alle Angriffe brachen an der unerschütterten Abwehrkraft der deutschen Truppen zusammen. 85 Panzer wurden vernichtet. Die Luftwaffe fügte dem Feind, vor allem bei Rschew, hohe blutige Verluste zu. Vor Leningrad wurden mehrere Angriffe des Feindes, zum Teil in harten Rahkämpfen, abgeschlagen. 3n der Zeit vom 1. bis 24.August verlor die Sowjetluftwa-ffe 2 5 05 Flugzeuge, da- von wurden 1923 in Luftkämpfen, 307 durch Flakartillerie. 195 durch Verbände des Heeres abgefchoffen oder erbeutet, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 140 eigene Flugzeuge verloren. Sicherungskräfte der Kriegsmarine versenk- len im Rordmeer ein feindliches Unterseeboot. 3n den Abendstunden des 25. August überflogen einzelne britische Flugzeuge westdeutsches Gebiet und warfen vereinzelte Sprengbomben. 3m Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe bei Tag und Rächt wichtige Anlagen in Wittel- und Ostengland mit Sprengung Brandbomben. Um Stalingrad. Äm Raum von Stalingrad ist das Kampffeld ein weites welliges Steppenland, das die ungehinderte Entfaltung großer Truppenteile im Angriff teiligt. In dreitägigen erbitterten Bunker- und Häuserkämpfen wurde die festungsartig ausgebaute Stadt Dr.E R; Fortsehr . »Alle bess °em Haus" "'^leidig . "^emeüv 'tonte das Deist ein Chlo ; °*ten ve uN mii &e die ' bafc ic t/’W) wün bestelle n Die Purc K S..'8 Atz 5g»,< SS 5 ■Äh "hypl Bestürzung im Kreml. - Stockholm, 26. Aug. (DNB.) „Aftonbladet" meldet aus Ankara, daß die mißglückte Operation bei Dieppe im Kreml große Bestürzung hervorgerufen habe und- Stalins Mißtrauen gegenüber ' Londons gutem Willen, etwas Entscheidendes zu tun, um die sowjetische Südfront zu entlasten, weiter vertieft habe. Man hatte sich dahin geeinigt, um einen Prestigeverlust bei einem Fehlschlag der Offensive zu vermeiden, das Unternehmen a l s Einzelaktion zu bezeichnen, als einen Raid, nicht als Eröffnung der zweiten Front. Churchills Angaben über die Vorbereitungen waren jedoch so optimistisch, daß Moskau sich 'fest darauf verließ, daß der deutsche Druck bald merklich nachlassen würde. Auf dem Bankett für Churchill im Kreml hatte Stalin in seiner Ansprache deutlich auf den Beschluß hinsichtlich einer zweiten Front angespielt und gesagt: „Was auch geschehen mag und wie sich die Dinge entwickeln mögen, wir bleiben trotzdem Freunde." Churchill hatte erwidert: „Ich kann hierauf antworten, daß das „Trotzdem" nie- mals eintreten wird." Diese Antwort hatte stärker als alle Versicherungen ter englischen und amerikanischen Militärs gewirkt, und Stalin soll über den Tisch hinweg dem General Schaposchnikow zugerufen haben: „Das war das rechte Wort. Nun muß es gelingen!" Der Einzug des Bolschewismus in England. Stockholm, 26. Aug. (Europapreß.) Der britische Unterrichtsmimster hat die sofortige Einführung von Büchern Lenins und Stalins sowie anderer Sowjetgrößen in den englischen Schulen an geordnet. Wegen des Mangels an solchen Büchern beschränkt sich die Maßnahme vorläufig auf die Londoner Schulen. Als Zweck dieser Neuerung bezeichnete das britische Unterrichtsministerium die Förderung der Verständigung zwischen England und der Sowjetunion. Das Organ der kommunistischen Partei Englands, der „Daily Wörter", der vor anderthalb Jahren verboten worden war, hat jetzt von der britischen Regierung wieder die Erlaubnis zum Erscheinen erhalten. Man nimmt am, daß die Aufhebung dieses Verbots auf eine von Stalin bei den Moskauer Verhandlungen mit Chur- chill gestellte Forderung zurückzuführen ist, und auch Wände mit farbigen Bildern übersät sind. Der Saal, der eine Größe von 20:10 m Höhe hat und oval ist, hat noch eine Ausbuchtung, und einen Seitengang; 80 Malereien befinden sich im Hauptraum und in der Ausbuchtung, 40 in dem Seitengang, auch vielfach übereinander gelagerte Gravierungen waren zu beobachten. Manche find nur 30 cm groß, die _ meisten 2 bis 3 m, einige über 5 m. Alle ^Bilder sind ausgezeichnet erhallen, die Farben, die mit schwarzer Manganerde und Ocker in allen €d>at- tierungen hergestellt und mit Tierfett angerieben wurden, sind fast unverändert durch die Jahrtausende erhalten, da die Höhle völlig verschlossen gegen Einflüsse der Lust und verhältnismäßig trocken war und immer die gleiche Temperatur hatte. Die dargeftellten Tiere find in Bewegung gemalt flni> Mammute, Nashörner, Remitiere, Riesen» . Hirsche, Moschusochsen, Bisons und Urrinder die laufen und springen. In einer Szene sieht man, wie em Mensch seinen Pfeil auf einen Bison ge- u W, bas Tier aber sich gegen ihn wendet und, ihn mit den Hörnern angreift, so daß er getroffen zu Boden fällt. Die Zeichnung der Tiere ist von großer künstlerischer Schönheit, die des Men- sthen dagegen primitiv. Man hat heute erkannt, oatz es der Zauber war, die Magie, die Antrieb und Ursprung dieser Kunst sind. Es gab noch nicht arferbau und Viehzucht sondern der Mensch nahm nUrr/UT,J3?,as bie Natur ihm bot; die Frauen sam° melten Pflanzen und kleine Tiere, die Männer lagten das Wild. Von dem Glück bei der Jagd hing der Mensch also ab, und so versuchte er immer mie» der, das Gluck zu bannen, das Tier zauberisch fest- zuhalten im Bild, wie er es in ter Jagd feschallen mobte. Auf viele dieser Bilder ist auch geschossen worden, und es sind Einschußlöcher noch heute erhalten In diesen Höhlen mit Bildern haben die Menschen nicht gewohnt, sondern es waren heilige Statten, Kultplätze, Tempel. — Die Malereien stammen aus verschiedenen Zeiten. Der größte Teil gehört der mittleren Periode ter letzten Eiszeit an, dem Spat-Aurignacien und dem Magbalemen, an, wahrend manche Bilder ganz archaisch und übermalt sind; die Altersunterschiede sind dabei deutlich zu erkennen. qk. ..Ach", sagte er, indem er ihr mit einem verwunderten Blick die Hand reichte, „das sind Sie!" „Meine Mutter hat eine tüchtige Hilfe an Ihnen", tagte er dann, und obgleich sie das Lob lochend zu- ruckwies, wiederholte er es in den Tagen seines Urlaubs noch öfter „... Mutter hält ja große Stücke auf Sie , bekannte er einmal und blickte heiter dem blauen Rauch feiner Pfeife nach. Tatsächlich wurde Hanna immer mehr zur Lust, was ihr anfangs-bei allem Eifer Last und Mühsal gewesen war. Wenn sie mit dem alten Knecht das Vieh versorgte oder mit der Bäuerin Gemüse säte und die Kartoffeln hinter Dietrichs Pflug in die schollen senkte, fühlte sie sich oft wie von heimlichen Kräften gestärkt und befeuert. Sie gewahrte den ruhigen Stolz, mit dem Dietrich zuweilen sein Gespann anhielt, ihr zuwinkte oder den Blick über die Felder sandte, und es war ihr in solchen Augen- Een, als hätte sie nicht nur Teil an einer un- jajulöigen, kleinen Täuschung, die eine Mutter ihrem Sohn um seinetwillen bereitete, sondern auch an öcm tiefen Glück, das beide im Dienst an ter Erde verband und das auch bas Glück ihrer Vorfahren gewesen war. Abends stand sie bann noch lange am Fenster ihrer Bodenkammer, sah den Mond über dem schwarzen Zackenrand des Waldes berauffteigen und Ipurte den Frieden über dem Land, den draußen, „Ins Zentrum, Herr General!" „Na, schau einmal genau hin-, ich glaube nicht!" weit draußen ein Volk mit dem Schwerte hütete „Wie klar alles ist", dachte sie an solchen Abenden und breitete die Arme aus, wie um einen wunderbaren Raub an die Brust zu drücken .. Daß ihr der rasche Entschluß zum Schicksal geworden war, wußte Hanna Stakfleth längst, als Dietrich Gitte wieder an die Front müßte. Während seine Augen auf ihrem Gesicht ruhten, stand eine stumme, fremde Bewunderung in ihnen, als wüßte er nun alles und als heae er fortan keinerlei Sorge mehr weder um feine Mutter, noch um den Hof oder gar um sich selber. Hanna klopfte das Herz bei dem Händedruck, mit dem er sich dann von ihr verab- schiedete. Es war ein Händedruck, wie ihn Kameraden untereinander tauschen. Vielleicht lag aber iwch mehr darin, was der Zukunft gehörte und Porten noch verschlossen war, wenn es auch den seinen Sinnen eines Mutterherzens schon aufgetan sein mochte. Als Frau Gille nämlich einige Tage darauf ihr Urlaubsmadchen wieder in bie Stadt zurückfuhr, sie Sanna in innigem Einverständnis zu', jobald die Rede auf ihren Jungen kam. „Für immer wollte ich ja keine Hilfe", meinte sie dann lächelnd zu dem Leiter des Arbeitsamtes. „So habe ich wohl damals gesagt. Aber wer weiß denn, wie alles noch kommt ..." ' Seit dem 1. August vernichtete eine deutsche Flak- dwision an der mittleren^Ostfront 200 schwere Panzerkampfwagen und brachte 130 Flugzeuge zum Absturz. Ein an' der südlichen Front eingesetztes Flak-Regiment erzielte seinen 300. Fleugzeugab- chuß, weitere 63 Flugzeuge wurden unbeschädigt erbeutet, drei am Boden zerstört. Seit Kriegsbeginn wurden von ihm 164 Panzerkampfwagen, ein Pan- 3erdu9 sowie 150' Geschütze und Granatwerfer vernichtet. * ,3m .rückwärtigen Gefechtsgebiet des mittleren Abschnittes der Ostfront wurden die Säuberungsunternehmungen gegen bolschewistische Banden erfolgreich fortgesetzt. Hierbei wurden in einem unzugänglichen Waldgelände ein aus 60 Hütten besehendes größeres Lager sowie vier weitere Bandenstutzpunkte zerstört, zahlreiche Banditen mit ihren Waffen und Fahrzeugen fielen in deutsche Hand. * • In der NSV.-Gauschule Hochstadt (Protektorat) sand eine Tagung der Gauhauptamtsletter für Volkswohlfcchrt und der Gaubeauftragten für das -üS5)2ß. aus dem ganzen Reiche statt. Oberbefehls- leiter Hilgenfeldt gab Anordnungen über kriegsbe- bmgte Aufgaben der NSV. und des Kriegs-Win- terhilfswerkes. * Der Reichsminifter des Innern hat eine Verordnung über die Staatsangehörigkeit im Elsaß, Lochungen und Luxemburg erlassen. Danach erhalten die deuffche Staatsangehörigkeit endgültig zunächst diejenigen Elsässer, Lothringer und Luxemburger, die als bewährte Deutsche anerkannt werden. „Ich möchte Frau Gille helfen", entgegnete sie fest. „Sie?" fragte der Beamte verdutzt. „Kennen Sie denn die Arbeit auf dem Lande überhaupt?" Das Mädchen lädjelte und kehrte ihr offenes, wie von innen beleuchtetes Gesicht der Bäuerin zu, in deren Augen eine stille Freute spielte. „Ich bin auf dem Dorse groß geworden", entgegnete sie, „und habe es nie vergessen. Als meine Eltern in die Stadt zogen, war ich schon bierzehn ... Wenn Sie es also mit mir versuchen wollen, Frau Gille ..." Noch am selben Tag fuhr Hanna Stakfleth mit der Bäuerin auf das einsame Gehöft hinaus, hinter dem sich die Felder und Wiesen erstreckten und der Wald erhob. Sie melkte die Kühe, als am nächsten Abend ein Soldat au ihr trat. Er hatte, wie sie in dem flackernden Licht der Stallaterne erkannte, dasselbe herbe Gesicht wie die Bäuerin. „Richtig — und warum wohl?" Der Junge überlegt ein paar Sekunden und erklärt es dann kurz und genau. Der General freut sich und klopft ihm anerkennend auf die Schulter. 3n einer Ecke des Lagers fitzen Jungen im Freien unter hohen Kiefern beim Kartenlesen. Der Unteroffizier erklärt gerade die Kennzeichnung der Eisenbahnen. Di^Jungen zeichnen sie an die Tafel.. Der General fragt nach Sinn und Zweck einer Karte und gibt den Jzmgen praktifche Beispiele. Dann besichtigt er die Hebungen der Nachrichten» Hitler-Jugend, die beim Bau von Fernsprechleitungen und beim Hören und Geben des Morsealpha- betes zeigt, daß sie auf diesem Spezialgebiet die Ansangsgrünte beherrscht. Am Sandkasten steht ein junger Gefreiter als Ausbilder, der nur wenige Äahre älter ist als die Jungen. Blitzschnell folgt Antwort auf Frage und Frage auf Antwort. Der General hat seine Helle Freute an diesem frischen Unterricht und greift selbst ein, als es gilt, einen Spahtruppfuhrer in Gestalt eines kleinen Holzstückes durch das Gelände gegen den Feind vorzuschicken. Dann geht er ins Gelände hinaus, wo die einzelnen Züge beim Tarnen, Anschleichen, beim Cntfernungschätzen und bei der Geländebeschreibung beschäftigt sind. Hier sind die Jungen mit besonderer Begeisterung bei der Sache, denn schon als Plmpfe paßten sie sich bei ihren Geländespielen nach Jndianerart dem Boden an und überfielen die ausgestellte Wache. Von ihren Ausbildern fernen sie nun, wie einfach und gut man sich tarnen und an- Das Llrlaubsmädchen. Eine Erzählung von Willi Fehse. „Nein", sagte die Bäuerin, „für immer nicht .. , »Ihnen steht aber mit Ihren sechzig Jahren zuallererst eine Hilfe zu", erklärte der Leiter des Ar- beitsamtes. „Besonders jetzt, liebe Frau Gille, zur Frühjahrsbestellung. Sie hätten schon längst ..." „Das mag tvohl sein", meinte die Bäuerin, und 'hr Blick glitt durch das Bürofenster in die Ferne, roo hinter Mauern und Dächern hohe Fabrikschorn- steine rauchten. „Es ist nun mal Krieg, und ich schaffe es ja auch noch allein ..." Sie legte die harten Hände ineinander und lächelte glücklich dem jungen Mädchen zu, das neben dem ■geamten vor einer Schreibmaschine saß und dem Gespräch mit seltsamer Anteilnahme zu folgen schien. „Aber Sie wissen ja", suhr sie dann leise fort, "wie sich so ein Junge um (eine Mutter haben kann. Er denkt eben, daß ich mich auf meine alten Tage überanstrengen könnte. Hätte er nur geheiratet, der . Dietrich! Aber dafür war er ja nie zu haben ... Haah ja", seufzte sie. „Nun habe ich ihm damals, ols er fort mußte, versprechen müssen, eine Magd anzunehmen, und morgen kommt er auf Urlaub. soll er bloß sagen, wenn er niemanden auf oem Hof findet als unfern alten, tauben Knecht und mich? Deshalb möchte ich jetzt eine Hilfe haben, verstehen Sie mich? Nur für vierzehn Tage feines Urlaubs. Er soll sich doch nicht um mich und den Hof sorgen, wenn er wieder an die Front fährt ..." Der Beamte drehte nachdenklich feinen Bleistift Amifen den Singern. „Sie sind eine tapfere Frau, .Uhitter Gille , sagte er, indem er feinen Blick ehr« fur(i)tig auf das faltige Gesicht der Bäuerin richtete. ’’.~nn wir nur jemanden so schnell für die Zeit landen, das ist es ja ... Oder", wandte er sich an das Mnze Madchen, „wüßten Sie vielleicht einen Rat, Fraulein Stakfleth?" Die Mascksinenschreiberin errötete bis unter das dunfle Gekrausel ihres Haares. ,Jch bekomme doch übermorgen Urlaub", erwiderte sie. „Vielleicht darf ich ihn heute schon antreten?" „Und warum das?" und zur Verteidigung erlaubt. Das wasserarme und in dieser Jahreszeit durch das anhaltende heiße Wetter durchglühte Gebiet ist von den Bolschewisten zum Schutze ter Stadt mit mehrfachen V.e r» teidigungsringen in einer Breite von mehr als 20 km Tiefe befestigt. Die in diesem Raum vor- dringenden deutschen Truppen kämpften daher gegen Bunkersysteme, die seit langem aus das schwerste ausgebaut und von verzweifelt kämpfenden Bolschewisten zäh verteidigt werden. Beim Aufbrechen dieser Riegelstellungsn wurden die Truppen des Heeres von der Luftwaffe wirksam ünterstützt. Zum Gegenstoß hcrangeführte Reserven wurden durch pausenlose Luftangriffe zersprengt, die kriegswichtigen Anlagen Stalingrads nach Durchbrechen der Flak- und Ballonsperren bombardiert. Immer noch wüten in der Stadt die ausgedehnten Flächenbrändc von den Luftangriffen der vorvergangenen Nacht. Dichte schwarze Brandwolken lagerten über dem gesamten «Stadtgebiet, das sich in einer Länge von etwa 20 km an der Wolga entlangzieht. Jagdflugzeuge schossen 51 feindliche Flugzeuge ab. Hessische Infanterie stürmte Krymskaja. Berlin, 25. Aug. (DNB.) An dem Sturm auf das in den Vorbergen des Kaukasus liegende Krymskaja waren fränkische, sutetendeutsche und hessische 3n f a n t er i e r e g i me nte r be- mit den in letzter Zeit zu beobachtenden Anwachsen der bolschewistischen Agitation in England in Zusammenhang steht. Das Eiserne Kreuz für Verteidiger von Dieppe. Berlin, 26. Aua. (DNB.) Bei einer Besichtigung der deutschen Kampfstellungen bei Dieppe, bei - der sich der Oberbefehlshaber West, Generalfeldmarschall von Rundstedt, von der unverminderten Stärke der deutschen Küstenverteidigung und von dem Fortgang der Arbeiten an den" im" Bau befindlichen Befestigungen überzeugte, verlieh der Generalfeldmarschall den ersten 100 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften, die sich während des Abwehrkampfes bei Dieppe besonders bewährt hatten, Eiserne Kreuze. Der Generalfeldmarschall betonte, daß die höchste Auszeichnung für die Kämpfer von Dieppe die Anerkennung des Führers gewesen sei, die dieser telegraphisch übermittelt habe. Nicht vergessen werden sollen in Dankbarkeit und Treue diejenigen, bie ihr Leben am Strand von Dieppe in die Waagschale warfen. Der 19. August habe gezeigt, daß sich der Führer auf seine Westkämpfer verlassen könne. * Im Verlauf ter siegreichen Abwehrkämpfe gegen den britischen Landungsversuch bei Dieppe haben die örtlichen französischen Behörden und die Bewohner des in die Kämpfe eindezogenen Gebietes eine besonders disziplinierte Haltung bewahrt. Ohne Rücksicht auf das feindliche Feuer haben die Franzosen die entstandenen Brände bekämpft, zum Teil deutsche Truppen mit Verpflegung und Getränken versorgt und notgetanbeten Fliegern sofortige Hilfe geleistet. In An-erkennung ' dieses Verhaltens hat der Führer angeordnet,"baß die- jeniaen französischen Kriegsgefangenen, bie in Dieppe, Neuville, Haut-sur-mer, Trouville, Petit Abbeville und Arques-la bataiUe beheimatet sind, aus der Gefangenschaft ent la ff en werden. Sowjet-Störflüge. Berlin, 27. Aug. (DNB. Funkspruch.) Sow- letische Bombenflugzeuge führten in der vergangenen Nacht militärisch b e d e u t u n g"51 o f e Störflüge über Ost-, Norbost- und Mitteldeutschland durch. Ein Einzelflugzeug gelangte bis an das Sperrgebiet von Groß-Berlin. Planlos über mehreren Ortschaften abgeworfene Spreng- und Brandbomben verursachten nach bisherigen Meldungen nur unwesentliche Schäden. Kleine politische Nachrichten. Der Träger des Eichenlaubs mit Schwerten zum Ritterkreuz Major Gollob, Kommandeur eines ' Jagdgeschwaders, errang feinen 139. bis 142. Lust- icg. Der ebenfalls mit dem Eichenlaub mit Schwerin zum Ritterkreuz ausgezeichnete Oberleutnant Graf, Staffelkapitän in dem von Major Gollob geführten Jagdgeschwader, schoß am 23. August das 130. bis 133. feindliche Flugzeug ab. - einem Wehrertüchtigungslager der Hitler- Jugend, herrlich im Kiefernwald auf einer Höhe gelegen, haben die 16- und 17jährigen Jungen der (Cttten Lagerperiode die ersten acht Tage hinter ich. Da platzt beim Antreten wie eine Bombe die Nachricht: noch heute vormittag besuchen zwei Ritterkreuzträger, dabei ein General, das Lager. Den Stubenältesten will beinahe ein leichtes Grauen ankommen, aber der Lagerführer, ein alter HJ.- Führer, jn diesem Krieg als Offizier vielfach bewährt, beruhigt die Lagermannschaft mit wenigen löorten: Der Dienst wird wie immer gemacht, im übrigen klare und schnelle Antworten. Und dann ist der General mit seiner Begleitung da. Der Lagerführer meldet ihm 180 Jungen angetreten. „Heil Hitler, Jungens!", grüßt der General. „Heil Hitler, Herr General!", tönt es wie ein Schlag zurück. Langsam schreitet der General bie Front ab. Frei und aufrecht sehen ihm die Jungen in bie Augen. Dann hallen durch den weiten Kiefernwald die Kommandos der Ausbilder. Der Ge- neral sieht sich die Grundausbildung der Jungen an. Hier macht er einen Jungen auf einen Fehler' aufmerksam, dort läßt er von anderen einen Fehler sestsiellen und verbessern. Längere Zeit verweilt er bei den Zielübungen. „Wohin schießt denn dein Gewehr?", fragt er einen Blondschopf aus Rathenow. Wie schon berichtet, besuchten 15 Ritter- s Der Junge kneift das linke Auge zu und schaut hreuatrager des Heeres auf Veranlassung des über Kimme und Korn auf bie Scheibe. Dann -------- cm.u---xx bie Hacken zusammen und ruft, daß man es über den ganzen Platz hört: „Tief rechts, Herr General!" sein &• k-iS Ms » sinn’1 I lelltn im( 9,| tei» Siaitn A teil’« i* xÄ« 3» w ch herantret' L Men! den Wehre' itz ihr einst t werdet. Lfer und m ire Later un 3tii Berlin, ßkmanne Meldmar Ri) der Wei inmandiertc nsanter, stuppe. De? Eindrücke m Mr-Jugend e den wehr Eeric hn'i i Ausbild r wehrst k rnd zu ihrer £( um Der Führ nacht den ' tanmenfaffur km Gebiet ler Waffen-1 xn oder an< dände beaufi Wehrmacht ier Zivile en Sesundheitsv kn Maßnak Wer Dr. aifgaben un bedarsi an :en usw. zw knien Sani iefsor Dr. m nissar des 5 satswesen e Deitei ai Der Reich tiihrendergä !er ergänzt, laggerichtlich 'mäßigt odl tob des Erl -es eingetrei der neuen T gebühren zu ichäfte des Eintragung Wer; 3. s Wsregifter Wen; 4. ' JeUung eine "Ormunds Ntfönunling -chreibgebüi Ichriften der Aus der Stadt Gießen Zeichen kann, wenn man die tausendfach erprobten ||| | Zeichen kann, wenn man die taufen ,|l Wahrungen des Soldaten ausnutzt. hör fflpnprnf niht .horr SUtnnon 9f den. Hit . doch muß es sich um ein großes und wichtiges Ge< nt ] fMmanbiertcn 15 Ritterkreuzträger der Wehr- Der und aus Anlaß des Krieges. fchriften der von Aus dem Reich. Lenkung des Sanitätsund Gesundheitswesens. Abkömmlinge entstehenl unv'v. »» ££ schunaen vor allem in —3 ||^y6yu£pNn9 «egen -»pW schau! Dann h man hen : üben n kurz ft ihm Kunst und Wissenschaft Ausgrabungen in Frankfurt iet hie eht ein wenige l folgt :t Del frischen einen Mecken. do die , beim •eibunß esonde- on als spielen len die nen sie nb an« Die „Deutsche Steuer-Zeitung" veröffentlicht eine Klarstellung über die Steuerermäßigung auf Grund der § 33 des Einkommensteuergesetzes wegen der Unterhaltskosten für einen mittellosen Angehörigen. Unterhaltskosten für mittellose Angehörige kommen als außergewöhnliche Belastung im Sinne des § 33 nur in Betracht, wenn der mittellose Angehörige wegen seines Alters oder wegen seines Gesundheits- zustandes sich seinen Unterhalt nicht mehr selbst verdienen kann. Nur bei der Unterstützung mittelloser Eltern ist die Frage, ob diese sich ihren Unterhalt noch selbst verdienen könnten, nicht zu stellen. Die Unterstützung mittelloser Eltern wird in jedem Falle als außergewöhnliche Belastung anerkannt, ' zpoar bei Haushaltszugehörigkeit im Betrage >. Der it un b § Sei- itraB ngang. mngrn i gM i. M en, dir 6M- >rieben 3# hloffen leratur Gute Venlssausslchlen für Mädel im Offen Pflichtjahr kann auch im Volkstumseinsah abgeleistet werden. Freit» ii. Drr ng ber | Tafel chr einst vielen anderen Vorkämpfer und Führer werdet, dazu gehört, daß ihr stahlhart werdet, japfcr und mutig seid. Dann werdet auch ihr wie eure Väter und Ärüder von Sieg zu Sieg schreiten!" E.Gr. Beim Reichsjugendführer. Berlin, 26. Aug. (DNB) Reichsjugendführer % Die Hitler-Jugend hat sich mit beachtlichem Anfangserfolg zur Trägerin des Osteinfatzes der deutschen Jugend gemacht. Es handelt sich hierbei um die Gaue Ostpreußen, Danzig-Westpreußen, Dber=v und Niederschlesien, den Warthegau und das Generalgouvernement. Im Kriege haben hier gerade auch die deutschen Mädel wichtige Volkstumsauf- gaben zu erfüllen, deren Ableistung ihnen, wie die steigenden Zohlen der freiwilligen Meldungen zeigen, große Freude bereitet. Während der BDM. nämlich auf Grund freiwilliger Meldungen 1940 diesen Einsatz mit 1400.Kräften aufnahm, konnte er 1941 bereits auf 9973 Mädel gesteigert werden. 1942 aber sind es schon 19 000 BDM.-Führerinnen und BDM.-Mädel, die aus dem Allreich kamen und beim Aufbau im neuen deutschen Osten ihre junge Kraft auf den verschiedensten Gebieten nutzbar Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer 26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 9e$Ser MM die Tür und nahm mit gelindem Erstaunen in dem Spiegel, der schräg über Anno hing, die Manipulationen feiner Frau wahr. Nanu^ Gr trat mit einem freundlichen Gruß hinter Anna "^Jch^sehe, die Post ist da. Etwas Wichtiges?" Anna überreichte ihm wortlos den kleinen Pack Briefe. Ihre Kehle war wie zugefchnurt. Bißchen wenig heute. Ist das alles, fragte er obenhin und überflog die Wrefsen. Ja alles", log Anna und steckte gleichgültig die neuen Zeitungen in den Halter. Hier war der ver- fjängniäolk -Brief vorerst sicher. Nr M°nn psi-gt° die Leitungen immer erst am Abend zu leien. Dann verließ sie unter einem Vorwand bi« Biele. Brügger spielte ein paar Herzschlage lang un- eittschlosten mit der Post, die ihm seine Frau übergeben hatte, dann griff er nach den neuen Zeitungen. Als er den Allgäuer Anzeiger aufschlug, fiel ihm das grüne Kuvert heraus, das er rm Spiegel gesehen hatte. Er buckle sich und las nut Verwunderung seinen Namen. Dann vertiefte er ?ld2000 ^Mar^adgebucht? Barauszahlung? Wieso? Brügger konnte sich beim besten Willen nicht er- lernall W »r, ötr fllO»' -r« ereil' •fafii* ) > lanllkl r d fest' W W i-L n i t«* * iiW i öngsttich, dann meistert ihr alle Aufgaben, die an tiid) herantreten. Wenn ihr später als Soldaten eure Leute führen könnt, bann seid dankbar, daß ihr euch ii den Wehrertüchtigungslagern öorbeTciten durftet. ___ Führer hat für den Bereich der Mcht den Heeressanitätsinspekteur mit der Zusammenfassung aller gemeinsamen Aufgaben auf Lern Gebiet des Sanitätswesens der Wehrmacht, der Waffen--- und der der Wehrmacht unterstellten oder angeschlossenen Organisationen und Verbände beauftragt. Er wahrt auch die Belange der Wehrmacht bei den gesundheitlichen Maßnahmen der Ziviloerwaltung. tfür den Bereich des zivisen Sesundheitswesens ist für alle einheitlich zu treffen- den Maßnahmen Staatssekretär Reichsgesundhelts- sührer Dr. Conti verantwortlich. Für Sonder- Aufgaben und Verhandlungen zum Ausgleich des Bedarfs an Aerzten, Krankenhäusern, Medikamenten usw. zwischen dem militärischen und dem zim- beulen Sanitäts- und Gesundheitswesen ist Pro- sessor Or. mecl.Karl Brandt zum Generalkommissar des Führers für das Sanitäts- und Gesundheitswesen ernannt worden. Weitere Gebührenvergünstigung Der Reichsjustizminister hat die Reche der Gebührenvergünstigungen aus Anlaß des Krieges weiter ergänzt. Bereits bisher werden die nnnach- loßgerichtlichen Verfahren erwachsenden Gebühren ermäW ober ganz aufecr Ansatz gelassen wenn der lob bes Erblassers infolge des gegenwärtigen sme- gcs eingetrcten ist. Darüber hinaus fmü nun nach der neuen Verfügung auch die folgenden Gerichts gebühren zu erlassen: 1. die Gebühren für die Ge- lhäfte des Nachlaßgerichts: 2. fur die erstmal^ Eintragung der Erben im Grundbuch oder Schiffsregister: 3$ für die Eintragung der Erben im Handelsregister als Inhaber, Teilhaber oder Kommanditisten, 4. die Jahresgebühren, die durch die Bestellung eines Beistandes für die Witwe oder eines Vormunds oder Pflegers für die wmderjahrigen I Abkömmlinge entstehen und-5 die Gebühren und Anna fühlte ihr Herz langsamer gehen und stand wie gelähmt da. Aber dann siegte die Gier nach Gewißheit. Sie schlitzte den Umschlag auf, hob die Einlage heraus und las mit aufgerissenen Augen: Herrn Dr. M. Brügger, Trettau. Wir haben nachstehende Buchung auf Ihrem Konto vorgenommen: Auszahlung in bar ZuJhr^ .L^n Aw RM. Ihr nunmehriges Guthaben betragt 14 443 RM. Anna hielt den Atem an. Ähre Knie wurden schwach, und das Herz schlug laut und unregeb mäftia. Al o doch — dachte sie. — Also doch! — Dieser unselige Mensch hatte das Geld tatsachli^ abgehoben. Allmächtiger, wenn M^ttn dahinter- tam' Ihre Zuversicht hatte sich als trügerisch erwiesen. Was tun? Was tun? Sie horte eine Tur in ihrem Rücken gehen, steckte das ^chreibm rasch in den Umschlag zurück und schob ihn äwischen die Blätter einer Zeitung, die gleichfalls mit der Post wüßte, was mit dem Scheck los ist", brummte er verdrießlich. „Ich weiß mir auch keine Erklärung. „Es handelt sich um jenes Blankoformular. Sie erinnern sich?" „Sehr gut. Wer kann es ausgefüllt haben? Solange ich Ihre Korrespondenz geführt habe, war immer alles in Ordnung. Oder nicht?" „Ja, ja, gewiß, liebe Frau Purgstaller. Weyn ich nur wüßte?--Die Heinzelmännchen können es doch nicht getan haben." „Haben Sie Ihre Frau schon gefragt?" „Nein. Was soll das helfen? Sie hat sich noch gar nicht betätigen können. Es war ja fein Anlaß für eine Geldanweisung da." „Hm. Ich würde immerhin mal fragen", 1 sagte die Purgstaller hämisch. Es tat ihr aufrichtig wohl, daß dieser Einfaltspinsel von Doktor Schwierig, (eiten hatte. Er sollte noch spüren, wie es tat, wenn nicht alles glatt ging. „216er das ist doch absurd, Frau Purgstaller." „Vielleicht. Vielleicht auch nicht", erwiderte sie dunkel und betrachtete ihre lackierten Nägel. „Nehmen mir mal an, Ihre Frau hat irgendeine Zah- lung geleistet, von der der Herr Gemahl nichts wissen soll." „Was unterstehen Sie sich!" brauste Brügger auf. „Immer mit der Ruhe. Ich weiß, was ich sage. Ich habe Erfahrung. Vielleicht hat die Frau Gemahlin Verbindlichkeiten aus der Zeit vor der Ehe vielleicht hat sie sich durch die Heirat in Schulden gestürzt. Alles schon dagewesen. Ich will Ihnen einen Tip geben, Herr Doktor. Erkundigen Sie sich doch mal bei ihr, was sie in der Nacht vom Sonntag zum Montag mit Ihrem Scheckbuch gewollt hat. Ich habe sie nämlich in diesem Ihrem Sprechzimmer damit angetroffen." Und die Hausdame erzählte haargenau und mit großem Genuß jenen Zwischenfall, soweit er sich zwischen ihr und Anna abgespielt hatte. (Fortsetzung folgt. .Nach Björnsons Lustspiel „Wenn der junge Wein blüht" hat Per Schwenzen em Drehbuch für die Terra-Filmkunst geschrieben, aus dem Fritz Kirchhoff als Spielleiter einen fröhlichen Film machen wird. Henny Porten, Otto Wernicke, Marina von Ditmar, Geraldine Katt und Else von Mollendorff spielen die Hauptrollen. Die Musik schreibt Mark Lothar. , hochschulnachnchlen. inuern, einen Scheck über diese Summe ausgestellt zu haben. Er hatte in den letzten Tagen überhaupt keinen Scheck ausgeschrieben, auch keine Uederweisung. Niemand von den Geschäftsleuten hatte augenblicklich Geld zu bekommen. Was hatte das zu bedeuten? Und warum versteckte Anna den Brief vor ihm? Sonderbar, sonderbar. Brügger schob das Schreiben in seine Rocktasche, geriet ms Grübeln, kam zu keinem Resultat und wanderte schließlich um nichts klüger ins Sprechzimmer. Dort holte er Scheckbuch und Ausgabenjournal aus der Schublade. Das Scheckbuch besaß hinten ein paar leere Seiten mit Rubriken, in die fortlaufend jede Zahlung eingetragen wurde. Das oberste Scheckformular trug die Nummer 27. Demnach mußte sich hinten, falls alles in Ordnung war, eine entsprechende Eintragung über Nummer 26 finden. Aber die betreffende Spalte war leer. Die letzte Eintragung lautete auf Nummer 25; sie betraf die Bezahlung des Hafners Probst und stimmte. Was war mit Scheck Nummer 26 los? Brügger schlug das Ausgabenbuch auf. Auch hier keine Ein- tragung über die verdächtige Summe. Brügger bekam ein unbehagliches, ziehendes Gefühl in der Magengrube und dachte scharf nach. Plötzlich schlug er sich auf die Stirn. Ach ja, richtig, Nummer 26 war Das Formular, Das er letzthin, als die Purgstaller von ihm die Unterschrift für vier ZaPungni forderte, voreilig als fünftes unterzeichnet hatte^ Er war damals so im Schreiben dringewesen, daß er ein Blatt zuviel unterschrieben hatte. Wer wer zum Kuckuck hatte damit Mißbrauch getrieben? Der hatte diesen Blankoscheck ausgefüllt und bei her Bank präsentiert? Brügger drückte auf einen Knopf an seinem Schreibtisch, und nach einigen Minuten erschien die Hausdame. „Setzen Sie sich bitte, Frau Purgstaller. Die Bank schickt mir da eben eine Abbuchung von 2000 Mark Wissen Sie etwas davon? Ueberzeugen Sie sich selbst. Hier, bitte." Er schob ihr die Derände- ■ rungsanzeige hin. . Die Purgstaller zog ihren Rock gerade und mur- • Hielte: „2000 Mark? Nein! Keine Ahnung. - ^Schließlich fein Pappenstiel. Wenn ich nur Alle besseren Herrschaften geben Die Wäsche aus ! km SÄ behauptet« die Purgst°ll°r stur uni mit beleidigter Unterlippe. ™ „ 9fnna Mpmetweaen. Aber meine Wasche , zinna tetaMT®mein«" in ein« geraSgu ben Weise meine Wäsche bleibt im Haus. 3d) “S und solches Zeug, wie sie es tn W-sch- OniSnmfÄn'man überhaupt, nicht mohr" schrke die Pu?gstuller hysterstch ...Sogen Sie es •i£ SSSWsj?.' Ä“ • Weder. Wenn sie sich ?°rbeugte. soh man ihre i wetze, braune, blaue, graue, Drucksache, amu- druck „Hypothekenbank München. L"4; * °.n.; bäude gehandelt haben. Eine Hermann-Reuller.Urgufführung in Frankfurt a. 2u. Das Frankfurter Opernhaus, an dem auch die früheren Bühnenwerke von Hermann Reutter, Dem Direktor Der Staatlichen Musikhochschule Frankfurt a. M., zur Uraufführung gelangt sind („Doktor Johannes Faust") und „Die Kirmes von Delft'), bringt am 30. September als erste Uraufführung Der Jubiläums-Spielzeit die neue Oper „Odys - f cu s", zu der der Münchener Schriftsteller Rudolf Bach Das Buch geschrieben hat. Dichtertreften in Salzburg. . Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel hatte eine Anzahl Dichter und andere schaffende Künstler zu einem Treffen nach Salzburg eingeladen, es hatten sich eingefunden: Alverdes, Gertrud Fussen- egger, Dwinger, Mich, Ginzkei), Kloepfer, Truppe, Bürte, Inge Teussenbach, Waggerl, Keller, Per- konig, Arnold, Padua und Gulbransson. Sie nah- mStt an Theater-, Konzert- und sonstigen Veranstaltungen teil- Nachdem sie auch den St.-Wolfgang- See besucht hatten, folgten sie einer Einladuyg des Gauleiters nach Schloß Kleßheim. Als Dank für ihre Einladung gaben die Dichter selbst einen Künstler -Nachmittag im Mirabell-Kasino. Djörnson wird verfilmt. bis zu 80 RM. monatlich. In welchem Umfang Steuerermäßigung gewährt werden kann, bestimmt sich nad) dem Teil der außergewöhnlichen Sc- aftunq, der die Mehrbelastungsgrenze der Einkom' mensteuerdurchführungsocrordnung 1941 übersteigt. Gichener wochenmarktpreise * Gießen, 27. Aug. Auf dem heutigen Wod)en- markt kosteten: Wirsing, /? kg 8 Rpf., Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 13, Römisch- kohl 12, Unterkohlrabi 10, Salatgurken 25 bis 30, Salat, das Stück 10, Endivien ^15, Oberkohlrabi 8 bis 12 Rpf. Der Direktor Des Mathematischen Seminars Der Hansischen Universität, Professor Dr. Wilhelm B l a s ch k e, ist zum Ehrendoktor Der Universität Padua promoviert worden. Blaschke wurde 1885 in Graz geboren, promovierte 1908 in Wien und habilitierte sich 1910 in Bonn, lieber Greifswald kam er an die Deutsche T. H. Prag, ging 1915 nach Leipzig, wurde 1917 Ordinarius in Königsberg, ging Dann nach Tübingen und später nach Hamburg — Am 28. August vollendet Der Mathematiker Or rer, nat, Dr.-Jng. e. h. Rudoft Mehmke, emerit. Ordinarius an Der T. H. Stuttgart, sein 85. Lebensjahr. Mehmke wurde 1884 Ordinarius an Der T. H. Darmstadt und ging Dann an die Stuttgarter T. H. Er war viele Jahre Herausgeber Der Zeitschrift für Mathematik und Physik . __ Um 28 August vollendet Der emerit. o. Professor für Kirchengeschichte und christtiche Archäologie an der Universität Würzburg, Geh. Rat Dr. Sebastian Merkle sein 80. Lebensjahr. — Der Honorarprofessor für Serologie und Jmmunitätsforschung an Der Universität Marburg, Dr §ans Schmidt, vollendet am 31. August sein 60. Lebensjahr. Schmidt, Der Leiter Des Instituts für experimentelle Therapie „Emil von Bchring" ist, begann ferne Dozentenlaufbahn 1922 in Hamburg, |ami Dann nach Marburg, wo er zunächst Die Serumabteilung der Behring-Werke verwaltete unD spater Die Leitung Des Instituts für experimentelle Therapie übernahm. 1928 trat er in Den Lehrkörper Der Universität ein. Praktische Auswttkungen fanDen seme For- "— -n Der Schaffung Hmn-t Diphtherie. Infanterie vor ihrer Rückkehr zur kämpfenden Knippe. Der Reichsjugendführer ließ sich über die CinDrücfc in Den Wehrertüchtigungslagern Der Hiller-Jugend unterrichten. Die Ritterkreuzträger, iie den wehrfähigen Jungen vom Kampf Der Infanterie im Osten erzählten und ihrer vormilitärischen Ausbildung beiwohnten, kehrten^nit dem Bild einer wehrfteudigen und Der Front würdigen Jugend zu ihren Kameraden an Der Front zurück. klxm ann empfing Die auf Veranlassung Des Ge- rieralfeldmarschalls Keitel oop Der Front zum Besuch oer Wehrertüchtigungslager Der Hitler-Jugend machen. , _ , . „ Ihre Arbeit ist eine natürliche Folge Der Umsiedlung großer volksdeutscher Gruppen, Denen geholfen werden soll, auf Der neuen Scholle sich möglichst bald heimisch zu fühlen. Die Mädel helfen nicht nur in Den Bauernhäusern, sondern werden auch eingesetzt a(s Schulhelferinnen, Kindergärtnerinnen, Volkspflegerinnen, GemeinDeschwestern und L lewu: UUL> in verwaltungsmäßigen Aufgaben SelbstoerstanD- von Impf- Uch setzt dieser Einsatz eine entsprechende Vorbereitung voraus. Was Die Mädel hier zunächst als frei* Auf Dem Domhügel in Frankfurt a. 9)1. wurden Dieser Tage bei Ausschachtungsarbeiten starke Mauern freigelegt, die tief in Die Geschichte zurück- fuhren. Zwar handelt es sich Dabei nicht — wie anfangs angenommen — um Ueberrefte Der Königspfalz Karls Des Großen, jedoch bestätigen Die- Funde Lage und Umfang Der Michaelskapelle, die im'Schrifttum 1297 zuerst erwähnt wird, aber sehr viel älteren Ursprungs ist. Eine Ueberrojchung war Das Zu tage kommen von mächtigen Mauerresten auf Dem Römerberg, wo man Derartige Vorkommen nicht vermutete, lieber die Bedeutung Ei« Siück Brot. Auf der Straße lag ein Stück Brot. Nicht einmal so groß wie eine halbe Hand. Staub wedelte Darüber hin. Auf einmal geschah etwas Unerwartetes, etwas, das die Straße in einen Kundgebungsort zum Lohne Des Brotes hätte verwandeln können, eine kleine Szene von nur lidschlaglanger Dauer, doch würdig, daß davon berichtet werde. Ein Mann kam vorüber. Nad) feinem Aeußeren zu urteilen ein Mann, Der wohl nicht gewohnt war, viel Aufhebens von einer Scheibe Brot zu machen. Jetzt sah er Das Stück Brot im Staub Der Straße. Er stutzte unD verhielt Den Schritt. Der vielen gleichgültigen Menschen nickst achtend, neugierige Blicke nicht scheuend, bückte er sich, hob das Brot auf, besah cs von allen Seiten, reinigte es und schob es in seine Rocktasche. - Hunderttausende hätten dfts sehen müssen, nein, Millionen, nein Das ganz deutsche Volk? Wie hätte ein Gebet feierlicher, eine Mahnung eindringlicher fein können. Denn dieses Bücken und dieses Aufheben eines Stückchen Brotes! Hier bezeugte ein Mann für viele andere öffentlich und im Sauseschritt Der Straße Die Heiligkeit Des Brotes! Mich erinnerte Dieser Mann an jenen, mit Dem ich anno 1917 an einem Tische saß unD in seinem Hause Zeuge einer gleichen Wertschätzung Des Brotes wurDe. Immer, wenn ein frischer Brotlaib angeschnitten werben mußte, aß'die zehnköpfige Familie, der Vater zuerst, eine ödjnitte trockenen Brotes. Gefragt, warum er solches tue, entgegnete er, Vater und Großvater hätten es schon so gehalten. Drum lehre auch er seine Kinder Diesen Familienbrauch der Dankbarkeit für ein Stück trocken Brot. Gesegnet sei solcher Brauch, von dem man wünschen möchte, im Kriege übe ihn Das ganze Volk! Denn dieser, Der es trocken aß und jener andere Mann, Der ein Stück Brot von Der Straße aufhob, bekundeten Ehrfurcht vor dem Brot als einer Gabe aus göttlicher HanD und einem Unterpfand des Sieges! Schn. Llnterhaltskoste« für mittellose Angehörige. Den Benachrichtigungen über Den Tod eingerückter Personen, soweit nicht ohnehin Gebührenfteiheit eintritt. Voraussetzung für Den Gebührenerlaß ist, daß Der Erblasser im gegenwärtigen Kriege entweder gefallen oder sonst wegen eines Angriffs auf Das Reichsgebiet oder eines besonberen Einsatzes verstorben ist, und zwar einschl. des Todes an gleichzustellenden Beschädigungen. Auslagen sind zu erheben. Soweit Gebühren, Die nach der neuen Verfügung zu erlassen find, bereits entrichtet rour« werden sie auf Antrag erstattet. ♦♦ Theater Der Universitätsstadt Gießen Das Dramaturaifche Büro teilt mit: Mit Der morgen zur Erstaufführung kommenden Koniödie „Die gute Sieben" hat uns der Autor Adelbert Alexander Zinn eine viele kleine und große menschliche Probleme ftrcifcnDe Komödie des alternden Filmschaufpielers beschert. Mitwirkende: Amersbach, Freihen, Gollmann, Jaenicke, Lenzen, Rau, Schwind, Zimmer: Fischer, Köchlina, Ludwig, Sauerland, Dolck. Inszenierung: Carl Maria Zep- penfelD. ** Ein Handtaschendieb niachte sich die- ser Tage in einem hiesigen Geschäft bemerkbar. Einer Frau aus Krumbach stahl er inmitten starten Käuferandranges aus der nicht genügend gefieberten Handtasche das Porlemonnaie mit rund 60 RM. Inhalt. Dann verschwand Der Spitzbube schleunigst aus Dem Menschenandrang unD aus dem Geschäft. Der Vorfall möge eine neue Warnung und Mahnung sein, bei Einkäufen die Lebensmittelkarten- toschen und Geldbörsen sorgfältig zu verwahren ** Preisauszeichnungspflicht f ii r alle Beherbergungsbetriebe. Die im Beherbungsgewerbe bereits seit langem bestehende Preisauszeichnungspflicht ist Durch Erlaß des Reichskommissars für Die Preisbildung nunmehr auch auf Die bislang davon ausgenommenen Prioatbeherber- ger mit weniger als 4 Zimmern und 6 Betten ausgedehnt worden. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1942 sind danach sämtliche Inhaber von Betrieben, Die gewerbsmäßig Fremde beherbergen, zur Preisauszeichnung verpflichtet. ** Ernteschutz in Der Schule. Der Reichs- erziehungsminister hat angeordnet, Daß den Kindern im Schulunterricht wiederholt der Gebrauch von Streichhölzern, Feuerzeugen und Brennglasern. im Hinblick auf die Gewährleistung von Feuerschutz für Die deutsche Ernte zu verbieten ist. Der Minister erwartet, daß Die Lehrer ihren Einfluß auch im übrigen dahin geltend machen, daß alle Vorsichtsmaßnahmen zum Schutze Der Ernte auch von dieser Seite her getroffen unD beachtet werben. Dabei verweist der Minister auf Die BestimmiMgen Des Reichsführers -- und Chefs der Deutschen Polizei über den Feuer chutz Der Ernte. Verdunkelungszeit: 27. August von 21.23 bis 5.55 Uhr. Der General gibt Den Jungen Anregungen und zieht seinen jüngsten Beobachtungen an Der )|front anschauliche Vergleiche heran. EingehenD ihe.'pricht er mit einem Jungen Den Weg eines ^pahtruppführers vom Hügel herunter durch eine ifente über ein Kornfeld zum WaldranD am Hori- 3111t. Die Jungen haben nun jede Besonnenheit ver. Irnm und sind stolz und begeistert zugleich, daß Der Mieral sich mit ihnen so eingehenD beschäftigt. Später, als Der General durch Die einzelnen Stu- Jttim geht, unterhält er sich, hüt Den einzelnen Uno» Jungen. Immer wieDer fragt er nach Arbeit unD hvch jähster Waffengattung, nach Dem Elternhaus und M Interessengebieten. Rach Dem gemeinsamen Mit- kzki t^essen im großen Tagesraum Des Lagers spricht >gkch der General zu bet Lagermannschaft: „Ich habe Die l'ttir- tiieuDe gehabt", sagt er u. a., „an eurem Dienst teil- bl zunehmen, und ich weiß nun, daß ihr ihn mit gro- 1 V ||er Begeisterung macht. Ihr seid hier, um vor- Di^ fnilitärisch ausgebildet zu werden, bevor ihr ridstige (Ulfe, Soldaten werdet. Ihr seid so jung und so begeistert tfe wie keine andere Jugend. Macht 'weiter so, euch im Hkfe Gelände zu bewegen, es ausnützen zu lernen, zu stöhen und zu schleichen. Bleibt immer begeisterte Hungen, auch wenn cs einmal hart fein sollte. Habt ^7............-------—. immer Selbstvertrauen zu- euch und seid niemals iiefer Funde kann noch nichts ausgeiagt mcrDen, je» KNORR Suppen (trecken Ihre Kriegstrauung geben bekannt Heinz Spohr Oberzahlmeister Edith Spohr, geb. Weber z. Z. im Felde Gießen Ebelstrahe 9 II 27. August 1942 _________________________04171 / Die li !Nten K und ai eutekönn. Aesetzten ^efairgey ° n von § S?. Sb iih' ön de b” untz 0* M.2lu j7 August, libf befannt: B3m Sau Segnet in höhenstellun! VeslUch bilierte Geg oorgestoßene (er starkem losten abgeu nichtek. züdwe! neuerte der wurden zum westlich 2Hi den Aeind ( Vor Cer einem Sfo| liche Kampf Jäger i . f 5schew5 der Sc treten q . mehre Mrd Ater Tc ^ei beuf( fi*« S".af “ Berlin enge von mit mehrer! und Mat abgeschnittei käste des ! Durchfai der deutsch fünf Schisst schwer besä ban, wo durch fortg, men ließen an den N ©egenangri und verdm gebiet v auf den is säuberten i Nestern un gruppen, f verteidigte an andere Höhe sowii den. In we im häukerk und drang hinter der ZU setzen Kaukasusge Flugzeuge Südw c Tage einer winden star gelegenen Volscheiyist und Panze Dmisionsko d e n R ü ä «eim Ang pengelände denen Pan Mgt war chres Ersol vindung m ANOsnnn der Haisziisstener Sachgemäße Beratung lieber nähme von Abgeltungshypotheken BAYERISCHE VEREINSBANK Vermittlungsstelle in Frankfurt a. M. Carl Kuhn, Taunusstraße 52 60. Telefon 32386. . Durch Qualität und Güte weltbekannt ZIGARREN Zigaretten RAUCHTABAKE as -ie Hausfrau wissen muß SJl.-tfpOTt 7\ tniTi 3« Austragen von ~ririf™er Zeitschriften Sn Schriftl. Angeb. 2567 D Aufnahme in die 2511D 04163 T otaLA us verkauf MITHANS ALBERS 8-9 831-900 Junge Frau sucht für sofort gut möbliertes Geeignete Person 9-10 901-960 10-11 961-1020 11-12 1021-1080 am 29. 8. 42: 8-9 1081-1130 9-10 1131-1180 10-11 1181-1230 SctohlhofMen Wer nimmt einen Flügel Von Gießen mit nach Marburg? Schriftl. Angeb. unt. 2570 D a. d. Gieß. Anzeiger. einjährige Handelsfachklasse Beginn Oktober 1942. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32, Ruf 2486. Einmachen von kleinsten Mengen Einmachgul. Mehr denn je haben heute alle Hausfrauen das Bestreben, sich einen wenn auch bescheidenen Vorrat an Einmachgut zu schaffen. Dieses Bestreben ist richtig. Um uns aber vor Enttäuschungen zu be- roahren, müssen wir nur ausprobierte, gesundheitlich einwandfreie Methoden zum Haltbarmachen dieser kleinen Mengen uns zur Verfügung sichenden Einmachgutes anwenden. Auskunft geben die hauswirtschaftlichen Beratungsstellen. Wir wollen hier nur einige Beispiele anfuhren, wie man auch bei geringen Möglichkeiten doch nach und nach etwas Einmachgut kommen kann. Wenn wir nur ein Glas sterilisieren wollen, brauchen wir nicht immer den großen Einmachtopf zu nehmen. Man bedeckt den Boden irgend eines anderen hohen Topfes mit einem Draht- oder Holz- unterfatz, stellt das Glas mit einem Bügel versehen darauf, füllt wie üblich halb mit Wasser und- deckt eine fest auf den Topf passende Schüssel oder einen zweiten Topf darüber, da die meisten Gläser höher als die Töpfe sind. Dieses Verfahren eignet sich besonders zum Einmachen kleiner Gemüsemengen, da Gemüse sowieso auf Kochtemperatur (meist 90 Minuten) sterilisiert werden müssen, während wir Obst, für das eigentlich eine Temperatur von 80 bis 90 Grad genügt, die wir ohne Thermometer in einem gewöhnlichen Topf nicht feststellen können, eben entsprechend etwas kürzer als sonst auch auf Carl Aug. Faber, Marktstr. 1 _________2575 D Ihre Vermählung geben bekannt Karl Boller Friedel Boller geb. Niebergall teäKgf Heute erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß mein braver, einziger, hoffnungsvoller Sohn, mein 1b. Bruder Walter Fiedler Schütze in einem Infanterie-Regiment am 9. August, im Altär von 22 Jahren, im Osten den Heldentod gestorben ist. In tiefstem Schmerz: Leonie Fiedler Witwe Margot Fiedler. Gießen (Neustadt 7), den 25. August 1942. ______________ 04156 Meisterschaften über je 65 Kilometer durchgeführt. Den 1. Lauf gewann May (Niederschlesien) in 1:54,25, den 2. Lauf Müller (Mittelelbe) in 1:59,08. Insgesamt erreichten 15 Jungen die Teilnahme am Endlauf am Sonntag, 30. August. Ausgezeichnete Leistungen gab es bei den Vorkämpfen in der Leichtathletik. Hier lief über 800 Meter Kluge (Nordsee) mit 1:55,5 eine neue Jugend-Bestzeit, auch Kern (Hessen-Nassau) blieb mit 1:56,4 noch unter der alten Bestleistung, die Stäbe (Nordmark) im Vorjahr mit 1:56,5 auf- gestellt hat. Eine deutsche Iahresbestleistung sogar bedeutet der Hochsprung der erst 16 Jahre alten Inge Leonhardt mit 1,59 Meter, und diese Höhe ist zugleich eine Jugendbestleistung. Im Fünfkampf der Jungen führt nach fünf Hebungen der Moselländer Kremer überlegen, so daß an der Wiederholung seines Vorjahrssieges kaum noch zu zweifeln ist. Mit 43,1 Sekunden lief das Gebiet Moselland auch die beste Zeit über 4 X 100 Meter. Lustwaffensportverein - Neu-Isenburg 6:5 (4:1). Am Sonntag standen sich die beiden Vereine im letzten Spiel der Aufstiegsrunde gegenüber. Der LSV. bewies mit diesem Spiel seine Spielstärke, die leider bei den anderen Kämpfen zur Gauliga Die Oenlsdie Arbeitsfront <>- NSG. „Kratt durch Freude Kreisdienststelle Wetterau MarieluiseClaudius, OlgaTschechowa Friedrich Kayßler, Lizzi Waldmüller Bente Donnerstag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! 2571C Kochtemperatur sterilisieren müssen. Wenn man nicht genügend Einmachgut von einer Art hat, stellt man Mischgemüse für Gemüsesuppen usw. her, z. B. Erbsen, Möhren, Brechbohnen, Kohlrabi für Gemüsesuppe, oder Wirsing, Möhren, Kohlrabi ebenfalls für Suppen. Auch ein paar Pilze, die wir auf dem Spaziergang im Wald fanden, werden zugefügt. Alle Gemüse müssen frisch sein, sauber geputzt, zerkleinert, kalt eingefüllt und mit leichtem Salzwasser 80 Minuten sterilisiert werden. Kleine Mengen von Wildfrüchten formen wir sehr wohl zu Marmelade verkochen; z. B. 500 g Holunderbeeren und 1 kg Kürbis oder Aepfel dreht man durch die Fleischmaschine und kocht mit 750 g Zucker bis zur Marmeladenprobe. Oder: 750 g Brombeeren, 500 g Möhren und 600 g Zucker auf die gleiche Art. Oder: 500 g Hagebutten von Stiel und Blüte befreit, mit wenig Wasser weich gekocht, durch ein Sieb gerührt und mit der Hälfte des Fruchtmarkgewichtes an Zucker zu Marmelade kochen. Je weniger Zucker wir zu Marmelade verwenden, um so stärker müssen mir sie einkochen. Im allgemeinen rechnet man 250 g Zucker auf 500 g Obst. Haben wir jedoch reichlich Zucker, aber wenig Obst (was heute ja auch vorkommt), so kann man ruhig bis zu 500 g Zucker auf 500 g Fruchtmark verwenden. Man erhält dann verhältnismäßig viel Marmelade, da sie schneller geliert. Am Mittwochvormittag verschieden unerwartet meine liebe Frau und mein liebes Söhnchen, unsere gute Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Enkelin und Tante, unser guter Enkel, Urenkel und Neffe Lina Schäfer, geb. Schäfer im Alter von 28 Jahren Dieter Schäfer im Alter von 3 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Schäfer, Feldwebel, z. Z. Im Felde Karl Schaler und Sohn Ewald Familie Heinrich Schäfer und alle Angehörigen. Gießen-Wieseck, den 27. August 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Aug., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Lud- wigstraße 36, aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. ---- 2577 D Am Dienstagvormittag verschied unerwartet meine liebe Frau, meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwiegertochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Schäfer, geb. Reuter im Alter von 51 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Schäfer, Ewald Schäfer Karl Schäfer, Feldwebel, z. Z. Im Felde und alle Angehörigen. Gießen - Wieseck, den 27/ August 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Aug., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Lud- wigstraße 36, aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. --- 2576 C Gießen Krofdorf Asterweg 60 Launsbacher Str. 273 Kirchliche Trauung: Stadtkirche Gießen Freitag, den 28. August, 14 Uhr 04130/ Hoben Sie noch einen Gemüserest, der zu einer vollen Mahlzeit nicht mehr ganz reicht, so können Sie mit einem KNORR -Suppenwürfel, der 2Tellergute Suppe ergibt, 3-4Teller kochen. Sie brauchen nur den Gemüserest mit etwas Wasser verdünnen, zur fertig gekochten Suppe zu geben und dann beides nochmals gutdurchkochenlassen-und fertig! KNORR x Bekanntmachung. Abgabe des Grummetgrases der städtischen Wiesen. , Mit Rücksicht auf die Kriegsverhältnisse will ich m- dreiem Jahre von einer öffentlichen Versteigerung des Grmnmetgrases von den städtischen Wiesen absehen. Dre. Vergebung erfolgt nach Möglichkeit an dre seitherigen Steigerer zum Taxwert. r. r Tierhalter, die Grummetgras wünschen, wollen Montag, den Zl.Angnst 1942, in der Stadt Llch/ Lrcher Straße 59, einfinden, und zwar: 8.30 Uhr für dre Wiesen von dem Wasserwerk der Gemarkung Großen-Buseck, Bügeeck und Schrnderseck- 9-00 Uhr für die Wiesen im Utersbrunnen; 9.30 Uhr für dre Wiesen rm Heegstrauch, Eisbahn und Plocksbrücke, anschließend die Wiesen rm Wresecktal, auf der Burg, Eselswiesen, n ,^m Schlachthof und in der Schwarzlach. Um 15.00 Uhr werden dre Wresen in der Gemarkung Greßen-Klein-Linden auf dem Büro der Verwaltungsstelle Gießen-Klein-Linden vergeben Greßen, den 24. August 1942. [2572A Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für daS Feuilleton: 4>r. Hans Thvriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenvreisltste Nr. 6. Statt Karten! Für die zahlreich. Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Ot(o steinmUMer Obergefreiter in einem Inf.-Regt. und Frau Frieda, geb. Schneider Heuchelheim Fellingshausen im August 1942 >_________________________04165/ Brände durch Heu-Selbstentzündung können verhütet werden. NSG. 20 Millionen Reichsmark Schaden erwachsen der deutschen Landwirtschaft jährlich durch Selbstentzündung der eingefahrenen Heuernte. Unter selbstlosem Einsatz aller Beteiligten kann dieser große Verlust vermieden werden. Die beste Verhütung ist das Einfahren von nur trockenem Heu. Größtes Augenmerk ist darauf zu richten, daß das Heu nicht nur äußerlich trocken ist, sondern daß seine Eigensäfte — soweit wie möglich — ausge- trocknet sind, d. h. das Heu muß knochentrocken eingefahren werden. Gerade bei anscheinend gutem Erntewetter ist die Gefahr der Selbstentzündung besonders groß, weil die Bauern dann übersehen, daß das Heu zwar äußerlich getrocknet, aber die Trocknung der Pflanzenfäfte noch nicht weit genug fortgeschritten ist. Gerade hierdurch erklären sich die häufigen Brände bei gutem Erntewetter durch Heu- Selbstentzündung. Daher: das Heu möglichst nicht in großen Haufen, sondern flach lagern oder auf Reutern trockenlegen. Durch eine solche Trocknung des Heues ist eine Austrocknung der Eigensäfte gewährleistet. Es ist mitunter nicht einfach, mit dem Emfahven des Heues so lange zu warten, bis es wirklich trocken ist, aber besser ist es in diesem Falle, das Heu erst einige Tage später einzufahren, als nachher faules, schimmliges, zur Futterverwertung ungeeignetes Heu zu haben. Darum merke: Bis 55 Grad Celsius normale Gärung, 65 bis 85 Grad Celsius starke Uebergärung, erhebliche Nährstoffverluste und Brandgefahr, 85 bis 95 Grad Celsius höchste Brandgefahr, sehr starke Uebergärung, beginnende Verkohlung und vollständige Entwertung des Futters! Luftzug verhüten! Alarmierung der Feuerwehr und Meldung an den Bürgermeister. Durch Alarmierung der Feuerwehr entstehen dem Landwirt keine Kosten! Der Wintereinsatz des Kriegshilfsdienstes. Von der RAD.-Leitung wird darauf hingewiesen, daß zur Zeit der Wintereinsatz des Kriegshilfsdienstes nach den bisher gültigen Bestimmungen vorbereitet wird. Eine vorzeitige Entlassung der Arbeitsmaiden ist grundsätzlich nicht möglich. Als Ausnahmen gelten: 1. die mithelfenden Familienangehörigen in der Landwirtschaft, sonstige Berufstätige in der Landwirtschaft, landwirtschaftliche Lehrlinge und Schülerinnen für landwirtschaftliche Fachschulen und anderer vom Reichsnährstand anerkannter landwirtschaftlicher Ausbildungsstätten. 2. a) Hausgehilfinnen, um ihre Berufstätigkeit in einer kinderreichen Familie aufzunehmen; b) Arbeitsmaiden, die sich zu einer hauswirtschaftlichen Berufstätigkeit in einem kinderreichen Haushalt verpflichten, ausgenommen die Tätigkeit im Haushalt von Eltern oder Verwandten. 3. Berufsfertige Vollsfchullehrerinnen, einschl. der Hauswirtschafts-, Turn- und Sport- sowie Gymnastiklehrerinnen. 4. Schwestern-Vorschülerinnen der Kranken-, Säuglings- und Kleinkinderpflege, sowie Schüle- rinnen der Krankenhausgymnastik. Sonntag, 30. August, 15 Uhr, in den Schulhöfen der Langemarck- und Justus-von-Liebig-Schule Großes WAMOKKME , Eintrittskarten zum Preise von RM. 2.- in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen, Selters weg 60, Fernsprecher 3961, wo auch noch Wünsche und Spenden entgegengenommen werden. Gommerkampfspiele der HL. Die ersten Jugendmeister 1942 wurden bei den VI. Sommerkampfspielen der HI. in Breslau im Radfahren und Turnen ermittelt. Grässl (Berlin) siegle im 1000-Meter-Zeitsahren überlegen vor Flasch (Franken). Im Mannfchaftskampf der Turner für Vereinsmannschaften trug das Gebiet Niedersachsen den Endsieg davon. Mainfranken (TG. Würzburg) und Hochland (1860 München) belegten den 7. und 8. Platz. Baden erzielte mit einer Auswahlmannschaft außer Wettbewerb ein besseres Ergebnis. Im Hockey erreichte die HZ. von Franken durch einen 3:1-Sieg über Mittelelbe die Vorschlußrunde, wo es gegen Berlin anzutreten hat. Im Schwimmen finb die ersten Entscheidungen gefallen. Auf der 100-Meter-Kraulstrecke wurde Vera Schäferkovdt (Düsseldorf) vor Liesl Weber (Bayreuth) wieder Zugendmeisterin. Bei den Zungen holten sich Gerhard Ringeis (Thüringen) mit über 100-Meter-Rücken und Erich Köhnke (Mittelelbe) über 100-Meter-Brust die Titel. Zwei Wasserball- spiele endeten jedesmal unentschieden. Westfalen und Wien kennten sich 2:2 (1:2) und Niedersachen und Württemberg spielten 4:4 (2:2). Für das 100-Kilometet-Straßenradrennen wurden zweiAusscheidungsläufe der 2. und 3. der Gebiets- bis einschließlich 15. September wögen Geschäftsaufgabe nicht vorhanden war. Die Gäste hallen eine starke Mannschaft zur Stelle, die zum Schluß des Spieles den Sieg den Fliegern mit aller Macht zu entreißen versuchten. Das Spiel begann mit einer leichten Ueberlegeu- heit der Neu-Isenburger, die mit 1:0 in Führung gingen. Das war das Signal für die Dorderreih'e des LSV., zu zeigen, was in ihnen steckt und was sie können. Bald war Neu-Isenburg in die Verteidigung zurückgedrängt, und der Mittelstürmer konnte auf Vorlage zum 1:1 einschießen. Durch denselben Spieler kam der LSV. zu einer 2:1-Führung. Gefährliche Angriffe der Neu-Isenburger auf das Tor der Flieger wurden mit Glück und Geschick vereitelt. Bis zur Pause konnte die Luftwaffe durch ihre beiden Außenstürmer auf 4:1 enteilen. Mit 4:1 wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Halbzeit trat Isenburg mit veränderter Mannschaft an. Der Mittelstürmer wechselte mit dem Torwart, was sich zugunsten des Sturmes auswirkte. Nach einigen gefährlichen Angriffen konnte er zum 2:4 aufholen. Doch bald waren die Flieger wieder überlegen und schossen noch zwei schöne Tore. Da wurde nach vorausgegangener Häkelei unverständlicherweise der Halblinke vom LSV. des Feldes verwiesen. Der Sturm war dadurch der Gefährlichkeit beraubt, wenn sich auch Chancen genug boten, das Ergebnis zu erhöhen. Mitten in der Drcmg- Kriode der Gäste mußte der linke Läufer der Flieger verletzt vom Platz getragen werden. Es standen nur noch neun Spieler der Flieger gegen einen immer besser werdenden Sturm der Isenburger. Es konnte daher nicht verhindert werden, daß die Gäste bis auf 5:6 herankamen. Der Schlußpfiff setzte dem spannenden und technisch guten Spiel ein Ende, das der LSV. verdient gewonnen hat. Kurze Sportnotize«. 42 Sportgaue und rund 900 Sportkreise bilden künftig die Gliederung des NSRL. Damit ist die Angleichung an die Parteigliederung gegeben. Ab 1. September bestehen vorerst 27 Sportgaue, unverändert bleiben vorläufig noch die Sportbereiche Westfalen, Niederrhein, Berlin-Mark Brandenburg, Mitte und Donau-Alpenland. Rennfahrer Rudolf Hasse ist in einem Kriegslazarett im Osten gestorben. Der NSKK.» Sturmführer war seit 1936 ein erfolgreiches Mit- glied der Rennmannschaft der Auto-Union und erfolgreicher Langstrecken fahr er. Kreis Alsfeld. H o m berg, 27. Aug. Am morgigen 28. August vollendet der ehemalige Landwirt August Scheld sein 8 2. Lebensjahr. Der Jubilar ist geistig noch sehr auf der Höhe und«körperlich noch rüstig. Er verrichtet sogar noch schwere Arbeiten, ja er ist auch noch imstande, größere Strecken mit denr Fahrrad zurückzulegen. An den Ereignissen unserer Zeit nimmt er regen Anteil. Mögen ihm noch schöne Jahre beschieden fein. Am 25. Aug. verschied nach langem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Kusine u. Tante Fräulein Julie Buff im 84. Lebensjahre. T XT Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mathilde Völcker. Gießen, Löberstraße 10. Die Beisetzung findet auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille statt. unt. 04172 a. d. Gieß. Anzeiger. [Stellenangebote) Mädel bis zu 17 Jahren zur Mithilfe im Geschäft für vormittags gesucht. Kenntnisse nicht erforderlich. Schriftl. Angeb. unt. -04157 a. d. Gieß. Anzeiger. Putzfrau für einige Stunden vormittags oder nachmittags gesucht. [2573D Gehr. Imheuser Junger MUMM z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04162 a. d. Gieß. Anzeiger. "lieiwT WWM für Wechselstrom 220 Volt z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2440Da.d.G.A. ! Verkäufe | GlllllmekWs von ca. 1500 m Wiese im Neust. Felo zu verkauf. Näh.: [04170 Schützenstr. 48. [Verschiedenes! Ireibank am 28. 8. 42: Eins. möbl. Zimmer zum 1. <^ept. zu vermieten. (04107 Marktplatz 201. Mietgesuche | 1 großes oder 2 kleine leere Zimmer ZUM 1. Okt. von junger Frau ges. Schr. Ang. unt. 04155 a.d.G^A. Junge berufstät. Frau sucht zum 1. Okt. möbliert. Zimmer Schriftl. Angeb. unt. 04154 a. d. Gieß. -Anzeiger. Mutter it. Tocht. suchen für Mon. Sept, möbliert. Zimmer mit 2 Betten. Schr. Ang. unt. 04158 a.d.G.A.I «n Wilh.Conrad, Marktplatz 9/10. Liebigstraße 77 p 2-3 Tagen jeder Woche ges. [04164 Walltorstr. 21. Stellepgesuchfe| Aelterer Gärtner sucht anderweit. Stellung. Ebenso werden Heizkessel gereinigt. [04160 Hünermund, Wolkengasse 171 | Kaufgesuche | Gebr., gute MmWiie z. kaufen gesucht, evtl, zu tauschen gegen eine Schreibmaschine (Koffermaschine, Marke Olympia) Vogtsche Piivaf-Handelsschule Gießen, Goefhestr.32