Der Übergang über die Don-Mündung Ben i wir idanz rrs-D trefft bH oliti! und tburioi; Wein ige ft. ans Beck. t.) Es RM.: 28 bis Kife 34 : Alles h für zugc- stens Lasse, land und Mitteleuro p a zu umgehen. Wie die tatsächliche Entwicklung dann zeigte, war es ein Versuch, der zum Fehlschlagen verurteilt war. Der falschen Zielsetzung und Politik folgte auch wirtschaftlich dann zwangsläufig der Zusammenbruch im Bolschewismus... Nun stehen wir seit 1941 im Zeichen einer neuen „Aufsegelung" des Baltcnlandes durch das Nationalsozialistische Deutsche Reich, welches den Feind vertrieb, die Gefahren bannte und damit entscheidenden Einfluß auf den baltischen Raum gewonnen hat. Seine Gestaltung wird wie zur Zeit der ersten Aufsegelung — im Einklang mit den lebenswichtigen Interessen Deutschlands und Europas und damit auch mit den Interessen des Raumes selbst und seiner Bevölkerung, die zum europäischen Kulturkreis gehören, vor sich gehen. Wie auch die „baltische Wirtschaft" für die Dauer abge- grenzt werden sollte, ihre Führung wird der Gesetzmäßigkeit des Landes entsprechen, die.schon zu Zeiten der Hanse bestimmend zutage trat. werft ksichti. naßen ich am terial« für den Augenblick ins neue Mit der Dunkelheit beginr . , Schießen aus Häusern und Kellern. Wir igeln mit unseren Panzerfahrzeugen und riegeln gewonnene Stadtteile ab. Plündernde Zivilisten 5 Ge. satzlos. )e iro« teme I zahlreiche deutsche Fachleute — wenn jetzt auch anderer Branchen — zum produktiven Aufbau des Ostens ein. Die Abdrosselung des wirtschaftlichen Zusammenhanges mit Deutschland durch den Weltkrieg und die dadurch verursachten Veränderungen der baltischen Wirtschaft waren eine vorübergehende Erscheinung. Die unter intensivstem Einfluß von England und Frankreich als Position gegen Deutschland gegründeten selbständigen baltischen Rand- taaten waren anfangs bestrebt, gegen die wirt- chastliche Gesetzmäßigkeit des baltischen Ostraumes eine auch wirtschaftliche Interessengemeinschaft mit dem weiteren Westen auszubauen und Deutsch- Deutsche Lt-Boote vor der amerikanischen Küste. Von Oberleutnant nder. g‘ Tode Ei üscher g anfen | Der* Q "igen I Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNV. Aus demFührerhauptq variier, 26. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südlich und ostwärts R o ft o w wurde in harten Kämpfen der Uebergang über den Don erzwungen. Die Versuche des Feindes, eine geordnete und zusammenhängende Abwehrfront am Südufer des Don aufzubauen, sind gescheitert. Ein sowjetisches Kanonenboot wurde von der Luftwaffe in der Donmündung versenkt. Auf der W o t g a warfen Kampfflugzeuge bei Tages- und Nachtangriffen zwei Tanker mit zusammen 6000 VRT. in Brand und versenkten drei mit Nachschubgütern beladene große Schleppkähne. Im großen Donbogen stehen deutsche und rumänische Truppen im Kampf mit feindlichen Infanterie- und Panzerkräften und haben mit ihren Anfängen den Don erreicht. Im Raum von Woronesch scheiterten auch gestern alte Angriffe der Sowjets an dem hervorragenden Kampfgeist unserer Truppen. Nordwestlich Woronesch wurden massierte Truppenbereitstellungen des Feinds durch zusammengefaßtes Feuer und Angriff von Infanterie-,' Panzer- und Luftwaffenverbände zerschlagen. Gegenangriffe des Feindes blieben erfolglos. Allein an finem Divisionsabschnitt wurden am gestrigen Tage 48 feindliche Panzer vernichtet. An der übrigen Ostfront nur örtliche Kampfiätig- feit. Auf Malta wurden neue Zerstörungen in den Anlagen der Flugplätze L u c a und h a l f a r erzielt und vor Port Said ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf beschädigt. An der Ostküske Englands belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht bei guter Erdsicht den Hafen von Middlerborough mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben. Nach heftigen Explosionen entstanden ausgedehnte Brände. Nach planlosen Bombenwürfen einzelner britischer Flugzeuge am Tage im Rhein-Wain-Ge- b i e t griff die britische Luftwaffe in der letzten Nacht Westdeutschland und wieder vor allem Duisburg, Homberg und Moers an. Die Zivilbevolke- rung hatte Verluste; besonders in Wohnvierteln entstanden zum Teil erhebliche Gebäudeschäden. Durch Nachtjäger und Flakartillerie wurden el der angreifenden Bomber zum Absturz gebracht. Sowjetische Bombenflugzeuge unternahmen wirkungslose Störangriffe auf ostpreußisches Gebiet. Die Sowjetluftwaffe verlor am 24. und 25. Juli 128 Flugzeuge, fünf eigene werden vermißt. zeuge in Brand. Der Nachschub verkehr des Feindes auf derWol- g a war Tag und Nacht das Ziel deutscher Luftangriffe. Oer Wehrmachiberichi vom Gamstag. DNB. AusdemFührerhauptguartier, 25. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum von Rostow wird das Kampfgelände von versprengten Gruppen des Feindes gesäubert. Ostwärts Rostow wurde im schweren Hauserkampf die Stadt N o w o s ch e r k a f s k im Sturm genommen. Der Kampf um den Donübergang ist bei und östlich Rostow auf breiter Front entbrannt. Im großen Donbogen westlich Stalingrad nähern sich die deutschen uvd verbündeten Truppen dem Stromlauf. Nördlich und nordwestlich Woronesch setzte der Feind mit starken Infanterie- und Panzerkräften seine Versuche fort, unsere Front zu durchbrechen. Die Schlacht dauert an. Alle Anstrengungen des Feindes s ch e i t e r t e n in harten Kämpfen an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen unter- hohen blutigen Verlusten für den Feind. 103 sowjetische Panzer wurden vernichtet. Am Wolchow und vor Leningrad wurden mehrere örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. In A e g y p t e n hat der Feind seine vergeblichen und verlustreichen Angriffe nicht mehr wiederholt. Im Mittelmeerraum schossen deutsche Jäger 10 britische Flugzeuge ab. Auf Malta warfen Kampfflugzeuge Anlagen des Flugplatzes Luca in Brand. mottN,27.3uIiM2 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/- Ubr desVormittags Anzeiaen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rpf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Nvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr bewährt hatten, waren an diesen erfolgreichen Kämpen beteiligt. Die Kampfhandlungen wurden durch Verbände der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt. In pausenlosen Angriffen bombardierten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge südlich Rostow die zurückflutenden b p l s ch e w i st i s ch e n Kolonnen, sie belegten den Schiffsverkehr auf dem Don und der Don-Mündung wirkungsvoll mit Bomben. Außer einem Kanonenboot, das in eiliger Flucht dem Schwarzen Meer zustrebte, wurden mehrere Fahrboote mit flüchtenden Truppen in Brand geworfen. Am Unterlauf des Don ostwärts Rostow grif- . >n die deutschen Kampffliegeroerbände erfolgreich in die Erdkämpfe ein und brachten zahlreiche Bat- i terien zum Schweigen. Die stark befestigten Verteidigungsanlagen der Bolschewisten am Südufer des Don wurden wirkungsvoll bombardiert. Im g r o ß e n D o n - B o g e n versuchte der Feind eine Verteidigungsfront w e ft l i ch des Don zu errichten. Mehrere mit starker Artillerieunterstützung vorgetragene feindliche Gegenangriffe wurden er- folgreich abgewehrt. Südwärts des Tfchir wurden Stellungen des Feindes d u r chb r o ch e n. Die Bolschewisten versuchten vergeblich, durch Heranführung von ' Verstärkungen das Vordringen der deutschen und, verbündeten Truppen aufzuhalten. Auch ein feindlicher Durchbruchsversuch scheiterte, nachdem schnelle deutsche Verbände durch e.nen Flankenstoß starke feindliche Kräftegruppen vernichtet hatten. Der Schwerpunkt der deutschen Luftangriffe im Don-Bogen richtete sich auch am Samstag Mieder gegen feindliche P a n zerb ere i tste llu n° gen und Kolonnen. 40 bolschewistische Panzerkampfwagen wurden durch Bomben der Sturzkampfflugzeuge vernichtet. Schlacht- und Kampfflieger zerstörten zahlreiche Geschütze und warfen bei wiederholten Tiefangriffen mit Material beladene Fahr- DNB . 26. Juli. (PK.) Von Westen, Norden und Osten her höben die Panzerverbände, Infanteriedivisionen und -^Einheiten sowie slowakische Verbände ihre jeden Widerstand brechenden Keüe bis vor die Stadt R o st o w getrieben, die besonders im Westen und im Norden von einem m langen Monaten gebauten zementgegossenen Fest u n q s q ü r t e l mit einem dichten, tiefgegliederten Bunkersystem und gigantischen Widerstandszentren umgeben ift. Mehrere Ringe breiter und t^er Darrzergräben verstärken die sowietischen Verteidigungsanlagen. Wenn man das Luftbild unserer AufNärungsflieger betrachtet, wäre man versucht, diese Stadt für uneinnehmbar zu halten. Welche keine t tamm« zuletzt fietaö« I t war i kt lag ' ephon« * er mit | huschen vorüber, verschwinden in Eingängen und Häfen, Mündungsfeuer blitzt auf. Der Feind hat sich in den Südteil der Stadt zurückgezogen. Eine ungeheuere Detonation übertönt die fiebe/nde, schrei^ ende,' stöhnende, verwundete Halbmillionenstadt am Don. Ein gewaltiger Häuserblock ist aus, einandergesprungen, von den Sowjets gesprengt. Ein grandioses Bild ist diese Kriegsnacht. Gegen Morgen gewinnen unsere Panzer den Fluß. Unverzüglich wird von Pionieren ein Fährbetrieb or- ganisiert. In den frühen Morgenstunden setzen bereits die ersten Kompanien über ö e n Don. Der letzter feindliche Widerstand in der Stadt ist gebrochen. Danktelegramm Tisos. Preßburg, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Staatspräsident Dr. T i so sandte anläßlich der Erfolge der slowakischen Einheiten in Rostow an den Kommandeur der Schnellen Division ein Telegramm, in dem er ihm und den slowakischen Einheiten seine höchste Anerkennung und ' den herzlichen Dank für die tapfere und heldenmütige Pflichterfüllung ausspricht, ier md ttteratL inklwfs« unterem rden an werden, nd.stuk inkauft« in ihren inkaufea ie folgt 14 Jab« i sorgen tsvrozelr Srigen Einkäufe je«, die -be« «ad -rwandte 8inka«fe Frauen« ide« u«d luötvelse [oWcß [teilen zn b« rist L keMA anzulol inen )L [iielD Stadt aber ist nach dem Fall von Sewastopol noch uneinnehmbar? Während die von Norden kommenden Panzerverbände in einem gewaltigen, nach Osten ausholenden Kreis sich Rostow unaufhaltsam nähern, um ihre in wenigen Tagen durchgeführte kaum glaubliche Marsch- und Kampfleistung von mehr als 500 Kilometer mit der Eroberung der bedeutenden Donstadt zu krönen, haben die von Westen vorstoßenden Divisionen einen kürzeren Weg und stehen wenige Stunden früher vor dem ersten Panzergraben. Schweres feindliches Artilleriefeuer beweist, daß der Feind uns die Stadt nicht ohne Kampf überlassen will. Der erste breite Graben am über- Berlin, 26. Juli. (DNB.) Zu den Kämpfen um die D o n ü b e r g ä n g e südlich und ostwärts von R o st ö w teilt 6a<5 OKW. ergänzend mit: Der Feind versuchte vergeblich, teilweise in Bunkerstellungen, hartnäckigen Widerstand zu leisten. Die Ueberwindung der Don-Mündung war eine außerordentliche Leistung aller beteiligten Verbände, da das sieben Kilometer breite Delta mit seinen Inseln und Sümpfen die Verteidigung der Bolschewisten begünstigte. In zähen Kämpfen wurde der feindliche Widerstand gebrochen und der U ebergartg über den Don erzwu n g e n. Auch slowakische Truppen, die sich fchon im Kampf um Rostow durch ihren hervorragenden Kampfgeist Go fiel Rostow. Erbitterter Kampf um jedes Haus. - Zahlreiche Minensperren. Von Kriegsberichter Ernst Moritz Arndt. höhten Hang wird in erbittertem Nahkampf über» wunden. Während ihn die in die Gräben eindringenden Schützen nad) rechts und links aufrollen, sind die Pioniere bereits darüber hinaus, räuchern mit Handgranaten und Flammenwerfern die Bunker und MG.-Löcher aus, die mit einem tollen Feuerwirbel die Grabenstürmer zuzudecken versuchten. Schon werden Sprenglöcher ausgehoben. Explosiv- nen sind hörbar, Erde wirbelt hoch, die vordere Grabenwand ist aufgerisfen, Spaten hauen hinein. In der Gluthitze des Sommertages werfen schwitzende, staubbedeckte, braungebrannte Pioniere den Graben an einer Stelle zu. Eine halbe Stunde spä- / ter legen sich die Gleisketten darüber. Das erste schwere Hindernis ist genommen. Rostow rückt näher! Sturzkampfflugzeuge, die Wegbereiter und Helfer der Infanteristen uyd Panzer, überspringen immer und immer wieder den Höhenzug und setzen zum Sturzflug an. Man kann das Ausklinken der Bomben erkennen. Unaufhörlich überfliegen Staffeln schwerer Kampfflugzeuge das Schlachtfeld, um den Feind in der Stadt selbst zu zerschlagen. Panzergraben um Panzergraben wird zäh verteidigt und noch zäher Zug um Zug' erobert. Der Ärtilleriekampf nimmt selten erreichte Formen an. Die Luft dröhnt, und der Boden zittert. An beiden Seiten des Durchbruchkeils arbeiten Minensuchtrupps der Pioniere. Stunde um Stunde vergeht. Die Panzerdivision wälzt sich wie ein riesiger Heer^vurm erdrückend und umklammernd gegen Rostow vor. In der Nacht lodern die riesigen Brände der Stadt herüber. Flieger und Artillerie haben Oel- und Munitionslager getroffen. Das rötlich-fahle Brandlicht kommt den Pionieren, den Kradschützen gerade zurecht, um sich weiter hin- einzudrängen in den dichten Befestigungsgürtel. Es gibt keine Ruhe. Schüsse aus allen Kalibern peitschen durch die Nacht. Im Morgengrauen wird der letzte der acht Panzergräben von Kradschützen und Pionieren überwunden. Die ersten Häuser sind erreicht. Sowjetische Panzer aus ver st eckten Stellungen, aus Höfen und Schuppen schießen. Zwei eigene Panzerspähwagen gehen in Flammen auf. Im Vorort von Rostow entwickelt sich ein erbitterter Straßenkampf, Panzer gegen Pan- Sonntags und Feiertags Beilogen: Gießener Familienblätter Heimat imBild'DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernfvrechanfchluß 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck 1168k Frankf./M. ien. | keine I ft hat I hwan- v hmen, | ■eruno 1 h ba5 | leiden, I ffenen I anqe. B । ®e. li zer, während die Schützen von Haus zu Haus springen, immer schießend, immer aus einer Deckung » Ungewisse stürmend, unkelheit beginnt ein t ü ck i s che s Betn 192. Jahrgang M.N4 »E Ericheint taglich, außer Die „Aufsegelung" des baltischen Raumes stellte ; einen Teil der mächtigen Ostseekolonisation dar, die i auf Heinrich den Löwen zurückgeht. Schon Wisby ! auf Gotland entstand bald nach der Neugründung Lübecks (1158) durch den Welfenherzog als Gründung westfälischer Kaufleute. Deutsche Kaufleute aus : Lübeck und Wisby schlugen dann den Weg in den weiteren Osten ein und kamen zur Mündung der Düna. Diese meist politisch gesehene Wanderungsbewegung hatte auch eine außerordentliche wirtschaftliche Bedeutung. Die Ostsee wurde au'f Jahrhunderte in einen germanischen, vorwiegend deutschen Lebens- und Wirtschaftsraum verwandelt, und der Wirtschaftsverkehr zwischen Deutschland und Skandinavien einerseits und dem gewaltigen, noch unerschlossenen slawisch-sarmatischen Ostraum andererseits hergestellt. Gerade in neuester Zeit hat die Forschung einen regen wirtschaftlichen Austausch B zwischen Ost und West schon um die Jahrtausend-' I wende nachgewiesen. Während aber die ältesten I Handelsfahrten in den Osten mehr vorübergehenden Raubzügen glichen, begann im' 12. Jahrhundert eine l dauernde Ansiedlung an den Ostküsten der Ostsee und weit hinein ins Land an den Flußläufen. Es ist bekannt, daß deutsche Kaufleute in Nowgorod || schon vor der „Aufsegelung" des Baltenlandes | eigene Höfe und eigene Selbstverwaltung besaßen. ■ Die über Wisby aufgenommenen Handelsbeziehun- i gen zu Nowgorod führten unmittelbar zur Au'ffe- qelung Livlands durch lübifche Kaufleute. Während in verschiedenen Gebieten Süd- und Osteuropas deutsche kolonisatorische Bestrebungen zu keinem dauernden Erfolge führten und von Deutt scheu kolonisiertes und kulttviertes Land vielfach wieder aufgegeben werden mußte, hat der niederdeutsche Vorstoß nach Nordostey sich zu einem '«dauernden Erfolge entwickelt, — mehr noch volklich 'und wirtschaftlich als politisch. Wirtschaftlich gesehen, hörten die im 12. Jahrhundert auf genommenen Beziehungen zum baltischen Wirtschaftsraum — ungeachtet kurzer Unterbrechim- aen —bis zur heutigen Ze«it njd)t mehr auf. Was heute unter „baltischer Wirtschaft" verstanden wi^d, ist in seinen Ursprüngen auf die erste „Aufsegelung des Landes an der Düna bis zur N a r o w a und dem P e i p u s zurückzuführen, welche erstmalig die Ee- gebenheiten und Möglichkeiten des Landes aufzelgte, und — als Folge — feine Zugehörigkeit zum kul- Itioiorten Teil Europas erwies. Natürlich konnten sich die Handelsbeziehungen nur auf einer gleichzeitig ausgebauten politischen Grmid- lage als Sicherheitsfaktor erfolgreich entwickeln. Es besteht daher ein enger Zusammenhang zwischen Den jeweiligen politischen Gestaltungen im Lande, den wirtschaftlichen Wandlungen und dem Ausmaß der Zusammenhänge mit dem deutschen Mutterlande. Die Geschichte zeigt jedoch daß insbesondere m der Zeit des deutschen Ordensstaates (IM bis 11561) wie in der Politik so auch auf wirtschaftlichem Gebiet sehr enge Wechselbeziehungen mit Deutschsland bestanden. Auch der Detttsche Orden hat — wie gerade neuere Forschungen ergaben — ^e rege wirtschaftliche Tätigkeit entfaltet, und die Geschichte der Städte ist zum großen Teil auch eine Geschichte des „Handels und Wandels , also der Wirtschaft. In der Zeit der Zwischen-Herrschaft im baltischen Raum unter schwedischer u"d polnischer Oberhoheit (1561 bis 1710) wurde der Wirtschaftsverkehr nur zum Teil in neue Bahnen gelenkt, 'M wesentlichen blieb die alte „hansische" Richtung'erhalten So sehr dann die Einreibung des Baltenlandes unter russische Herrschaft (.1721) und die d^urch bedingte Trennung von Deutschland für ^n baltisch M-um po(itifd) |d)äbiRenb unb belastend wE. wirtschaftlich haben sie chm kaum Schaden erbracht. Mit der Auswartsentmicklung und Snten- swiernnq der Wirtschaft feit der Wende m l? | .,um Ig'Jahrhunbert, die sich "n-icachtet wr-berh°I- ter Krisen und Rllck>chlage bis zum Weltkrieg fort- efeten, war auch ein sich entsprechend entwickelnder Wirtschaftsverkehr mit Deutschland verbunden. [ Das gewaltige russische Hinterland mit feinen nahezu unerschöpflichen Rohstoffbasen und feinem steigenden Warenhunger war auch in dieser Phche wie zur Zeit der „Aufsegelung Avlands m der Produktion und im Handel, im Absatz und Bezug . auf den baltischen Raum und auf Deutschland angewiesen Seine vermittelnde wirtschaftliche Aufgabe ' im Osten konnte das Baltenland nur auf der Grundlage der deutschen Produktton und der Em- i' chhr äus Deutschland erfüllen. Die deutschen Wa- renimporte sowie die russischen Gegenexporte von | Rohstoffen gingen in stärkstem Ausmaße über den baltischen Raum und wurden hier auch organisiert und abgewickelt. Besonders der gewaltige russische Rohstofferport, welcher zu mehr als emem Drittel die russische Finanz- und StaÄswlrtschaft ermöglichte, war ohne die baltischen Hafen mcht denkbar. Die nur wenige Monate des Jahres offemn Nord- Häfen und die Häfen des „geschlossenen Schwarzen Meeres genügten hierzu in keinem Falle. Im baltischen Raum selbst war ber patzte Teil des 18. unb 19. Jahrhunderts eine Periode ruhiger und aufsteigender wirtschaftlicher Entwicklung. Die Bewohner des Landes könnten ihr eigenständiges Leben führen und die Wirtschaft nach ihrem Gutdünken gestalten. Die gesunden g r a r n ß r. hältnisse entsprachen den Erfordermssen des Landes und boten auch Kleinbauern und Landarbeitern eine sozial beftiedigende Position Es war alte hansische Traditton der Städte, für die Zufuhr von Erzeugnissen und Waren 3"-sorgen zu^st aus Deutschland —, die außer landwirtschaftlichen Produkten für ein zivilisiertes Leben erforderlich waren. Ein lebhafter überseeischer Großhandel mit von Jahrzehnt zu Jahrzehnt fteigender Tonnage bewältigte den im Transithandel sich abwickelnden W renurnschlag mit Rußland. Die feit Ausgang des 19. Jahrhunderts gewaltig unwachsenoe^ - d u ft r i e entstand überwiegend durch deutsche Initiative, und wieder, wie zur Hansezech wanderten Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ’M abhängig waren von ihren Versorgungswegen und der ihnen zur Verfügung stehenden Tonnage. Die typisch angloamerikanische Ueberhebl-ichkeit hat dem Gedanken, die Dersorgungswege zu „God‘s own country“ müßten je einmal verteidigt werden, nie Raum gegeben, und die rein wirtschaftliche Denkweise verwies ohne weiteres auf den nächsten und billigsten Transportweg, mochte er noch so exponiert sein. Diese Exponiertheit der Versorgungswege wußten unsere Kommandanten mit ihren Booten, wußte der Einsatzstab beim B. d. U. trefflich auszunützen. Z. B. brachten es unsere Boote so weit, daß die Oelversorgung der wichtigsten Industriegebiete des Nordostens "der USA. und außerdem ein großer Teil des inneramerikanischen Autotransports infolge der Tankverluste so gut wie lahmgelegt wurde. Wie einschneidend der Verlust des größten Teils der USA.-Tankerflotte sich auswirken mußte, die — ergänzt durch die Beschädigung großer Raffinerien auf Trinidad und Aruba — den enormen Jahresverbrauch der USA. von 137 Millionen Tonnen Erdöl um einen gewaltigen Prozentsatz herabsetzten, erkennt man an der Notwendigkeit, die die USA. zwang, ihren gesamten Personenverkehr mit Autos einzustellen. Aber auch die überseeische Versorgung mit Zinn (Bolivien, Nigeria), Kupfer (Südafrika, Chile), Wolle (Argentinien, Südafrika) und vieler Genußmittel wird durch die Schiffs- versenkungen schwer in Mitleidenschaft gezogen, so daß auch der überheblichste Amerikaner allmählich merkt, daß Krieg ist, der ihn — im Gegensatz zum Weltkrieg — selb st an die Nieren greift und ihn zwingt, sich mit den Gesetzen dieses Krieges zu befassen und seine Notwendigkeiten auf sich zu nehmen. Ein weiterer Erfolg unserer tapferen Boote im Kampf gegen die amerikanische Versvrgunasschiff- fahrt ist ferner die Tatsache, daß die den USA. zugefügten Schiffs Verluste England genau so betreffen wie wenn englische Tonnage verlorengegangen wäre. Jede Bruttoregistertonne, die vor den amerikanischen Gewässern verlorengeht, verliert England mit. Auch die Ausrüstung der bisher mit Waffen seitens der USA. belieferten Zonen wie Island, Dakar, Basrah, Massaua, Australien, Aegypten und letzten Endes Sowjetrußland muß ausgesetzt oder zumindest stark verlangsamt werden. Das Gesetz der U-Boot-Schlacht, ihre Erfolgsgarantie und ihr Sieg ruht in dem Satz, der ganz einfach zu verstehen ist: Es muß mehr Tonnage vernichtet werden, als in entsprechender Zeit nachgebaut werden kann. Und je länger dieses Gesetz dem Gegner aufgezwungen wird, desto sicherer wird der Strick, den unsere U-Boote in der kampferprobten Hand halten, ihm die Kehle zuziehen. Das Schiffsraumproblem spitzt sich für unsere Gegner und neuerdings auch für Amerika in bedenklicher Weise zu und kann durch noch so umfangreiche Bauprogramme nicht gelöst werden. Denn jetzt ist der Bedarf vorhanden, jetzt brauchen unsere Feinde die Schiffe, in diesen Wochen und Monaten. Programme aber, wie sie sie jetzt aufstellen, könnten vielleicht in Jahren oder Jahrzehnten verwirklicht werden, für die Entscheidung kommen sie zu spät. Das ist der Sinn der Zahlen, die vom Halbs ahresablauf des U-Bpot-Kampfes gegen die USA. künden. Träger des großen Sieges, den sie üarstellen, sind unsere Unterseeboote, von denen oft gesprochen, oft gerühmt wird, von deren hartem und eisernem Einsatz der Laie meist keine rechte Vorstellung hat. Sie fahren weiter, neue Boote kommen dazu und sie alle werden dazu beitragen, daß das Sternenbanner samt dem Union Jack in ihre Schranken zurückgewiesen werden und die traditionelle anglo-amerikanische Ueberheblichkeit entscheidend beschnitten wird. „Rur wenig Gutes". Torgen eines Admirals.der USA. Madrid, 26.Juli. (DNB.) Der USA.-Admiral P r a t t beschäftigt sich in der „News Week" mit den zunehmenden Schiffsversenkungen an der amoritanischen Küste und schreibt: „Es gibt nur wenig Gutes über die Atlantikschlacht zu berichten. Wenn wir auch unser Geleit-Schutzsystem ausgebaut haben, so haben die Schiffsversenkungen doch bisher nicht nachgelassen. Besonders schwer ist die Bekämpfung der deutschen U - Boote. Ein U-Boot unter Wasser anzugreifen, kann nur mit dem Suchen nach einer Stecknadel in einem Heuhaufen verglichen werden." Die amerikanische Zeitschrift „Liberty" stellt fest: „Wir sind von .der deutschen U-Boot- Waffe blockiert und ständigen Angriffen ausgesetzt. Unsere Seeleute müssen durch das schreckliche Sperrfeuer der deutschen U-Boofe, und sie haben heute noch keine wirksame Waffe zur Bekämpfung derselben gefunden." Romantikerliebe. Clemens Brentano und Sofie Mereau. Am 28. Juli sind 100 Jahre vergangen, daß ' , der Dichter Clemens Brentano, einer der bedeutendsten Romantiker der deutschen Literatur, in Aschaffenburg ftarb. Gemeinsam mit seinem Schwager Achim von Arnim (Bettina von Arnim war die Schwester Clemens Brentanos) gab er die berühmte Volkslieder- jammlung „Des Knaben Wunderhorn" heraus. In dem Leben des genialsten und begabtesten, aber auch wunderlichsten deutschen Romantikers Clemens Brentano hat die Liebe zu der schönen und geistvollen Dichterin Sofie Mereau eine tiefgreifende Rolle gespielt. Da er vom Datei? italienisches, von der Mutter rheinisches Blut in seinen Adern hatte, litt er unter der Zwiespältigkeit der Erbmasse und der dadurch bedingten Charakter- eigenschasten. Dazu kamen widrige Lebensurnstände. Mit 15 Jahren verlor er seine über alles geliebte Mutter, die einst von. Goethe hochverehrte Maxi« miliane, geb. Laroche, und damit seinen inneren Halt. Sie bildete für ihn den Inbegriff aller Güte, Schönheit, Reinheit und Tugend und verkörperte ihm das Wmrschbild einer Frau. Nach dem Tode der Mutter sehnig er sich nach einem weiblichen Wesen, das ihm einen Ersatz bieten konnte, und dem er sich rückhaltlos anvertrauen konnte. Die Frau, in der er das Bild seiner Mutter am ehesten wiederzufinden glaubte, war die um acht Jahre ältere, von der Jenaer Studentenschaft schwärmerisch verehrte Dichterin Sofie Mereau. Die war am 28. März 1770 als Tochter des sächsischen Obersteuerbuchhalters Schubert in Altenburg geboren, hatte eine sorgfältige Erziehung genossen und schon früh eine dichterische Begabung entwickelt, die von keinem Geringeren als Schiller gefördert wurde. Er nahm 1794 ein Gedicht von ihr, „Die Zukunft", in die „Thalia" auf. Ihr erstes größeres Werk „Das Blütenalter der Empfindung" ersckficn im selben Jahr. 1793 verheiratete sie sich mit dem Professor der Rechte Mereau in Jena, von dem sic einen Sohn und eine Tochter hatte. Sie fand rajch Auf Wunsch der Zensur ... Buenos Aires, 26. Juli. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Washington hat die Regierung der USA. die Unterbrechung der Rundfunk- und Telephonverbindungen zu allen Ländern außerhalb der westlichen Hemisphäre mit Ausnahme der britischen Inseln angeordnet. Ausgenommen hisrvon find nur Mitteilungen zwischen den Regierungen, amtliche Presseagenturberichte und die Auslandsendungen des Rundfunks. Durch diese Maßnahmen werden vor allem die Verbindungen mit Schweden, der Schweiz, Portugal, Spanien und Australien betroffen. Diese Maßnahme sei auf Wunsch des Kriegszensuramtes vom Kriegsverbindungsamt angeordnet. Mussolini in -er Marmanca. Rom, 26.Juli. (DNB.) Dom 29.Juni, dem Tage der Einnahme von Marsa Matruk, bis zum 20. Juli hielt sich der Duce, wie von amtlicher italienischer Seite bekanntgegeben wird, im Operationsgebiet der Marmarica auf. Er hatte täglich Besprechungen I mit dem Oberkommando in Nordafrika. Auf seiner 1 Reise besichtigte der Duce Truppen, Flugplätze, Flöt- | tenstützpunkte, italienische und deutsche Lazarette, Derpflegungs- und Ausrüstungsstationen sowie ita- lienische Siedlungsdorfer. Auf dem Rückweg hielt sich der Duce wenige Stunden in Athen auf. Am Sitz der italienischen Gesandtschaft empfing der Duce den Bevollmächtia- ten des Deutschen Reiches in Athen, Gesandten Altenburg, den Chef der griechischen Regierung, General Tsolakoeliu, und den Bürgermeister von Athen. Am Abend des 20. Juli landete der Duce im Flughafen von Guidonia, nachdem er 20 Tage lang über 6000 Kilometer über Meer und Wüste im Flugzeug zurückgelegt hatte. 99. bis 102. Lustsieg. Berlin, 26.Juli. (DNB.) Oberleutnant Bauer, Staffelkapitän in einem Luftgeschwader, errang am Samstag bei den Kämpfen an der südlichen Ostfront seinen 9 9. bis 10 2. Luftsieg. 100. Cuftfieg des Elchenlaublrägers Seh. Mit panzern über den Donez. Oie Güdfront marschiert. — Allen voran die Infanterie. Eichenlaubträger Oberleutnant Setz, fteüoeitfreten« der Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang am Freitag an der Ostfront seinen 99. und 100. Luftsieg. — (Scherl-Archiv. fOKW.j) Neue Ritterkreuzträger. Bon Kriegsberichter Siegfried M. Pistorius. (PK.) Der Sommer hat den Himmel in klares Blau gewaschen, lieber den gelb grauen Straßenbändern, die, sich wendend, das Land liniieren, hängen staubige Schleier, die dämpfend das Sonnen- licht filtern. In/den grünen Wiesen, die die Rollbahn farbig umsäumen, schimmern wie getupfte Farbflecken blühend duftende Feldblumen. Hinter der herben Schönheit des wilden Gartens aber lauert Der Tod. Denn durch den Wiesenteppich windet sich die Minengasse des Marschweges. Schmale weiße Bänder kennzeichnen die verminten Felder. Schilder, auf rohes Holz gemalte Totenköpfe, warnen vor Abertausenden von Sprengkörpern, die unter dem Gelb, unter dem Blau und dem Rot der infekten- umschwärmten Blüten auf Opfer lauern. Aber der Vormarsch geht weiter. Mit hochgekrempelten Aermeln, geöffnetem Kragen, aus denen bunte, verstaubte Halstücher flattern, die Haare vom Wind zerzaust, von der Sonne gebleicht, vom Staub ergraut, so marschiert die 3nfanterie. Die Lippen sind.rissig, die Augen entzündet, blechern schlägt es am Koppel. Das Land ist trocken, das Wasser tief, und die Kehlen find durstig. Wenn die Räder wühlen, die Knobelbecher stampfen, schwere Panzer wie Mühlräder die Erde in feinstes Mehl zermahlen, wenn der Wind aufkommt und den Lüsstaub in dichtgeballten Wolken über das Land trägt, verfinstert sich selbst das helle Licht der Sonne. Wie ein afrikanischer Ghibli sagen dann Sandstürme über die Ukraine, kennen kein Hindernis, fressen sich fest, plagen Mensch und Tier, verkleben die Poren, reizen die keuchenden Lungen, verschönen auch die Motoren nicht, die ächzend ihre schweren Lasten nach vorne wälzen. Es ist ein Kampf mit der SolMe, ein Kampf mit dem Durst und ein Kampf mit dem Sand. Aber sie marschieren, denn der Vormarsch kennt kein Halt. Die östliche Weite liegt irgendwo hinter dem Horizont, vor dem sich die Hügel türmen. Es grünt und blüht und duftet in tiefgeschnittenen Senken, wo sich, wie eine scheue Pferdeherde, voll- belaubte Bäume'um den feuchten Grund zusammendrängen. Dann leuchten Ziegeldächer, unter denen sich kalkig-weiße Mauern ziehen. Berg-- und talwärts buckeln sich die grünen Wiesen. Dann schimmert wie eine geputzte Silber platte ein Tümpel oder ein durstender Weiher. Oder ein Rinnsal plätschert mühsam seinen glitzernden Lamettastreifen über heißes Geröll. Weit hinten steht eine gezackte Waldkulisse gegen den Schatten des Mittags. Links und rechts der Rollbahn verstecken sich gut ausgebaut die bolschewistischen Stellungen. Ein MG. ratscht seine Gurte durch, und Infanteriegeschütze beenden die kurze Ouvertüre. Dann ist es vorbei. Nur ein paar flüchtige Minuten steht die Kolonne. Schon geht es weiter. Nur schwache Kräfte haben die Sowjets zurückgelassen. Mit erhobenen Armen torkeln sie aus ihren dünnbe setzten Löchern. Der Krieg ist aus für sie. Und sie sind nicht böse darum. Dann türmt sich da vorne wieder eine Höhe, über die das gewellte Staubband der Straße klettert. Bolschewistische Artillerie hat sich dort postiert. Sie meldet sich und zittert ein paar Lagen aus ihren Rohren. Wir bleiben die Antwort nicht schuldig. Und wieder ist Ruhe. Nur der Vormarsch lärmt sein metallisches Klirren. Allen voran die Infanterie. Und gleichzeitig die Pioniere. Panzergräben zerschneiden das Grün wie ein Gitternetz die Karte. Don geübten Händen werden Minensperren beseitigt. Das ist ein gefährliches Geschäft. Aber so mit der Zeit riecht man die Dinger, wie der Wünschelrutengänger eine Wasserader entdeckt. Und über den überbrückten Panzergraben knarren bald darauf hölzerne Räder, quirlen erhitzte Gummis, klappern wie greifende Bagger Panzer und Sturmgeschütze. Wieder klettert die Straße, über der weiße Wob ken wie aufgeblähte Segel schwimmen. Wieder zittern die dampfenden feuchten Flanken dürrer Panjepferdchen, wieder greifen die Infanteristen in die Speichen, wieder windet sich der Heerwurm ächzend und stöhnend nach Osten, über den sich das graue und staubgewebte Tuch breitet. Unb dann stehen wir hoch über dem Land, und der Wind fächelt in erhitzte Gesichter. Eine bolschewistische Batterie liegt da, zerfetzt und in Stücke gerissen. Schon dörrt die Sonne leblose Körper. Aber das interessiert jetzt wenig, denn dort unten, wo das Hügelland sanft ausschwingt und sich in der weiten Ebene verläuft, schimmert stahlgrau, dann/ bleiern, dann glitzernd das wirr verschlungene Band des Donez. Nun hat auch die angetretene Südfront den wichtigen Flußübergang erreicht. Auf hohem Steilufer baut sich die Stadt L. den Hang^ hinauf. Deutsche Flugzeuge haben erste Botschaft des Vormarsches in die Stadt getragen. Es schwelt und brennt. Auf den Halden der Hüttenwerke züngeln geisternde Flümmchen. Durch das Glas erkennt man den zertrümmerten Baukasten der ersten Häuserzeile. Ritterkreuzträger Major 3. leitet den Angriff. Wie bei einem Planspiel kommen die Befehle. Die Pioniere klemmen sich auf die Gebirge aus Stahl und Eisen. Dann rollen sie mit ihren Sturmgeschützen in die Stadt hinein. Der Widerstand ist schwach, nur einmal bellt es aus den klobigen, dicken Rohren. Gefährlicher find die Minen, die unerkannt auf Opfer lauern. Immer wieder springen die Pioniere nach vorn und beseitigen die Sperren. Bolschewistt- sche Bomber greifen an, Tieffliegerangriffe rasen' über die deutschen Kolonnen. Aber die Flak schreit aus allen ihren Rohren, hämmert ihre 2-cm-Ge- schosse. Vierlings-MJ. verstärken das Tosen. Bombei fallen, ungenau und schlecht gezielt. Aber es gibt Ausfälle. Schon find Sanitäter und Aerzte bei den Verwundeten. Pioniere werden vorgezogen. Während sie ihre Kähne aussetzen, während sie ihre Bohlen legen und mit schweren Hämmern eiserne Bolzen durch das Holz treiben, greifen feindliche Bomber an, umschwärmt von begleitenden Jägern. Aber unbekümmert schaffen die Pioniere, weil sie Wegbereiter des Sieges find. Und wenig später poltert die Infanterie, rollen Sturmgeschütze und Panzer und endlose Kolonnen weiter in die gewalzte Ebene hinein. Wieder ist es ein gigantischer Aufmarsch, wieder chieben sich die stählernen Festungen wie 'rollende Wehrmauern gegen den Feind, der der deutschen Kraft erliegen muß. Die Südfront mar- chi e r t. Nun liegt der Donez schon h i n t e r u n s. Aber noch mehr breitet sich vor uns aus. Doch eins wissen wir: Wir werden es schaffen. Eingang in die Jenaer Gesellschaft und verstand es, die Herzen aller, die mit ihr in Berührung kamen, im Fluge zu erobern. In ihrem Haus verkehrten die Geistesgrößen von Jena, unter ihnen Schiller, Herder, Tieck und die Brüder Schlegel.-Ihr Gatte verstand sie jedoch nicht. So lebte sie später von ihm getrennt und ließ sich 1801 von ihm scheiden. Diese Frau zog den 19jährigen Studenten Clemens Brentano in ihren Bann. Kaum hatte er sie (Scherl-Bilderdienst-M.) kennengelernt, war er ihr rettungslos verfallen „Eine reizende kleine Gestalt, 3art bis zum Winzigen, voll Grazie und Gefühl", so wird sie von einem Zeitgenossen geschildert. „Sie ist ganz körperlich und geistig das Bild unserer verstorbenen Mutter", schrieb Brentano am 20. Dezember 1798 an den Bruder in Frankfurt. Er fand Gnade vor ihren Augen und durste sie zunächst in Gesellschaft anderer, dann auch allein in traulichem Beisammensein besuchen. Sic wurde für sein Leben entscheidend. Schon bald kam es zu einem leidenschaftlichen Briefwechsel, und unter dem belebenden Hauch der beglückenden Liede ward Brentano zum Dichter. Er las ihr aus seinem Erstlingsroman „Godwi" vor, und auch sie empfand langsam eine „aufwachende Neigung" zu ihm. Das Glück wäre vollkommen gewesen, wenn Brentano nicht durch feine unglückliche Veranlagung in seelischer Selbstzerfleischung und seinem Zweifel an der Aufrichtigkeit ihrer Liebe das Verhältnis getrübt hätte. Zusehends entfremdete er sie sich durch fein sonderbares Benehmen und die allzu stürmischen Liebesbriefe. * Am 25. August 1800 kam es zum Bruch. Sie gab den Verkehr mit ihm auf und derbat sich die weitere Zusendung von Liebesbriefen. Vergeben^ fuckste sich Brentano anderweitig zu trösten.' Er verließ Jena und verliebte sich in Altenburg in Minna Reichenbach, eine Verwandte Sofie Mereaus, wurde jedoch abgewiesen. Bald darauf finden wir ihn am Rhein, in eine neue „wunderliche Liebe" verstrickt. Aber je mehr er seinen Liebeskummer zu betäuben sucht, um so mächtiger erwacht die Sehnsucht nach der Frau, in der allein er das Ideal seiner schwärmerisch verehrten Mutter zu finden hoffte. Wiederholte Annäherungsversuche blieben zunächst erfolglos. Da auf einmal erreichte ihn im Mai 1803 die Kunde, daß Sofie Mereau, die inzwischen nach Weimar ver,zogen war, ihn wiederzu- sehen wünschte. Stunden des reinsten Glückes folgten, die zu einer Verlobung führten. Am 22. August fuhr Clemens nach Marburg. Er war nach mancherlei Herzenswirren am Ziel seinkr Wünsche an- aelangt und bereitete alles für die Vermählung vor. Er mietete eine geräumige Wohnung in Marburg mit einer herrlichen Aussicht ins Lahntal und holte seine Braut mit einem vierspännigen Reisewagen in Eisenach ab. Aib 29. November wurden sie in Marburg getraut. Es war eine glückliche, wohl die glücklichste Zeit seines Lebens, in der einige feiner schönsten Gedichte entstanden, z. B. „Am Sofientag", das beginnt: „Süßer Mai, du Quell des Lebens, bist so süßer Blumen voll." Aber schön kam der Rückschlag, der in Brentanos zwiespältigem Wesen begründet lag. Dazu gesellten sich widrige Lebensumstände. Das erste, am 11. Mai 1804 geborene Kind ftarb schon nach fünf Wochen Brentano war untrösllich und ließ seine Frau seinen Schmerz entgelten. Ende Juli 1804 verließ das Ehepaar Marburg und siedelte nach Heidelberg über. Nach einer Zeit schmerzlicher Reibungen besserte sich zlyar das Verhältnis, wurde aber durch den Tod Be r l i n, 26. Juli. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeld» wedel Willi R o w o h l, Zugführer in einem Schützenregiment, an den Gefreiten Franz D o f f, Grup» penfuhrer in einem Gebirgsjägerregiment, ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Hauptmann Kuhl - mey, Gruppenkommandeur in einem Sturzkampf- . geschwader. Jtifterfreusfräger Hauptmann Schairer gefallen. Berlin, 25. Juli. (DNB.) An der Ostfront um Leningrad fiel am 19. Juli Ritterkreuzträger Hauptmann Hartmut Schairer', Staffelkapitän in einem SturzkampfHeschwader. Hauptmann Schairer,' als Sohn eines Pfarrers am 18. 9.1916 in Nagold im Schwarzwald geboren, wurde 1938 zum Offizier befördert, seit 1939 war er Sturzkampfflieger. Im Kriege bewährte er sich als Flugzeugführer und Staffelkapitän auf allen Kriegsschauplätzen. Im September 1941 verlieh der Führer dem damaligen Oberleutnant, der seinen Besatzungen stets ein mit- reißendes Vorbild war, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Italienischer Langstreckenflug Rom—Tokio und zurück. Rom, 25. Juli. (DNB.) Ein italienisches „<5a- vola-Marchetti"-Langstreckenflugzeug ist, wie amtlich mitgeteilt wird, von Rom nach Tokio und wieder zurück geflogen, um dem japanischen Volke, das Seite an Seite mit dem deutschen und italienischen Volke für die gleiche Sache der Gerechtigkeit kämpft, die kameradschaftlichen Grüße des italienischen Volkes zu überbringen. Das Flugzeug wurde von Oberstleutnant Mosca teilt gesteuert, der 22mal den Atlantik überflogen hat. An dem Flug nahmen ‘ neben dem Flugzeugführer Major der Flieger Nasio (Tut to , Hauptmann der Flieger Publio M a g i n i, owie der Funkerleutnant Ernesto Mazzett: und der Mechanikerfeldwebel Ernesto Leone teil. Es traf nach einem programmmäßig durchgeführten 26000 Kilometer langen Flug von Europa nach Asien und zurück auf einem Flugplatz in Mittelitalien ein. • z I Die Besatzung wurde bei ihrer Ankunft vom D u c e begrüßt, der vom Parteisekretär Minister Vidussoni und vom Unterstaatssekretär im . Luft« ') fahrtministerium, General Fougier, begleitet war. Die Flieger hatten eine Botschaft des japanischen Kriegsministers und des japanischen Marinemini- ters an den Duce mitgebracht, in der die Bewun« >erung des japanischen Volkes für diese große Sei- tung der faschistischen Luftwaffe zum Ausdruck kommt. Der Duce sprach der Besatzung des Flug- : Zeuges feine Anerkennung aus. Die Blätter weisen darauf hin, daß dieser Flug größtenteils über feindlichem Gebiet durchgeführt wurde. „Giornale d'Jtalia" stellt fest, daß das Flug- zeug keine Radiooerbindung hatte und die Be« atzung über keinerlei Wetterberichte verfügte. * j Hauplschriftleiler: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« HauptschNflleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Büder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitatSbruckcret R. Lange K. G. BerlagSleiter: Tr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenlekter: Hans Beck. Anzelgenpreislifte Nr. 6. des zweiten Kindes erneut getrübt. Inzwischen giftg das Verhängnis feinen Weg. Am 31. Oktober 1806 ftarb Sofie bei der Geburt des dritten Kindes. Es j war ein furchtbarer Schlag für Brentano. Drei Tage schloß er sich in sein Zimmer ein und nahm beme Nahrung zu sich, bis ihn ein Freund abholte und ins Elternhaus nach Frankfurt brachte. Hier > erholte er sich langsam wieder. Aber der gute Stern ■ feines Lebens war erloschen. Dr. Wilhelm Schoof. Zeitschristen. — Das Juli-Heft der Bilderzeitschrfft des Reichsbundes für Biologie „Freude am Leben" (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde) bringt als Leitaufsatz' den mit schönen und seltenen Tier- und Pflanzenbildern geschmückten Beittag , Vom Naturschutz in Afrika" von Professor Dr. Walther -schoenichen; man erfährt hier, wie notwendig ener» 9'sche Maßnahmen zur Erhaltung der afrikanischen Tier- und Pflanzenwelt find, und welche Wege zu ' diesem Ziele beschritten worden sind. Sehr reizvolle, unter großen Mühen zuftandegebrachte Naturaufnahmen begleiten die Auffätze „Auf dem Dümmer" von K. Gerhart, der einen Haubentaucher auf dem Nest beobachtete und photographierte, und „An ^vtemadlerhorsten in den Schweizer Alpen" von Carl Stemmler, dessen auch alpinistisch bemerkenswerte Arbeit interessante Ergebnisse über Lebensweise, Nahrung und Nestbau der großen und selten gewordenen Raubvögel liefert. Dr. H. Gallistl, Wien, weist in einem Aufsatz „Keimesentwicklung und Verwandtschaft im Pflanzenreich" auf die Bedeutung Der embryologischen Forschung für die Systematik der Pflanzen hin. Dr. von Frankenberg lenkt die Aufmerksamkeit auf einen in der gegenwärtigen Jahreszeit zu beobachtenden und zu bekämpfenden 'edjäblmg, den Weißen Rosenwickler. Dr. I. Hampel berichtet von einer botanischen Seltenheit in Nordböhmen. In den Kleinen Beiträgen wird u. a. über Die Kreuzung zwischen Schwarz- und Rotfüchsen berichtet. Buchbesprechungen, die Liste der Neuerscheinungen und die illusttierte Preisfrage ergänzen den Inhalt des wie immer sehr sorgfältig redigierten und -ausgeftatteten Heftes, —- Blinde Künstler musizieren stampf, j - Der ausübende Musiker weiß, welche Fülle von ; Fähigkeiten unö Fertigkeiten von Veranlagung und , Fleiß zusammenkommen müssen, damit schon unter Liedern, bei. isgleich rtii lusfall an Als Bauer zurückkommt, meldet ihm Butenschon, Toncha!" I mann — der kennt mich besser als du! Der hat „Aber zu 1 ganz genau gefühlt, wozu ich imstande bin! Daß allen Böden vorkommende Halbsttauch ist ein wertvolles Heilkraut, das durch seinen eigenartigen, stark hat ihm ge- auf man finden, o ja! Aber dann muß man sich seine Partner vorher genau ansehen. Man glimmt nicht eine Concha für ein solches Spiel"! Sie lacht in ihre flammende Erregung hinein. „Dieser Kriminalnormalen Verhältnissen aus dem kunstbegeisterten Jünger ein echter Künstler wird. Um so mehr wird man die hingebungsvolle Arbeit und das Künstlertum derer würdigen, die unter so erschwerenden Umständen solche künstlerischen Leistungen vollbracht haben. Dr. Ludwig Arnold. dng zum Bereitschaftsdienst ist ein Unterschied zwi- fdjen Beamten, Angestellten und Arbeitern nicht zu helfen wäre ihr nicht gewesen. Ihr Leben war an diesen Mann gekettet, und es ist nur gut für sie, daß es mit dem seinen zugleich zu Ende ging. Sie würde mir mehr leid tun, wenn sie dazu nicht den Mut gefunden hätte." „Mir tut sie auch leid — entsetzlich leid." Katta trocknet die Tränen, die immer wieder heroorquellen und über das Gesicht rollen. „Ich kann mich so in die Seele dieser Frau hineindenken." „Du dich? Sonderbar?" Er starrt mit verwunderten Augen in das vom Weinen gelöste Gesicht. „Weißt du eigentlich — daß ich dich noch nie habe weinen sehen?" ä , „Ein schöner Anblick, nicht wahr? Katta lacht zornig unter immer neu heroorstürzenden Tränen. „Gin — sehr schöner Anblick." Detlev spricht ganz leise und hangt wie mit verzauberten Augen an dem verwandelten Gesicht. „Du siehst gasiz anders aus, als sonst!" „Gott sei Dank, daß ich nicht immer so aussehe — es war ein bißchen viel, alles zusammen — ich heule sonst nicht in Gesellschaft." „Aber wenn du allein bist, weinst du dann manchmal?" „O ja! Oefter als mir lieb ist." „Aber warum? Du! Du hast doch keine Ursache?" „Meinst du? Und diese Concha hat es zum M-ord und Selbstmord getrieben — dasselbe Schicksal." „Dein Schicksal?! Du weißt nicht, was du redest!" „Ich weiß es sehr gut- Vielleicht war dieser Ba- reiro ein Schuft. Wahrscheinlich sogar. Ich will nicht sagen, daß du ein Schuft bist." „Freundlich von dir. Ich möchte mir jeden Vergleich mit Bareiro verbitten." „Und doch handelst du ähnlich wie fr! Diese arme Frau hat ihr ganzes Herz an ihn gehängt. Und sicher hat er sie auch einmal geliebt — sehr geliebt. Aber dann ist sie ihm unbequem geworden, und er wäre sie gern losgewesen. Aber das geht eben nicht! Merke dir das für dein ganzes zukünftiges Leben! Man kann nicht eine Liebe abschalten — wie eine Maschine! Nicht in eine Frau, wie diese Concha war — oder wie ich bin —-, wenn man Abenteuer und Abwechslung sucht, die kann tige Anwendung findet. Sein ätherisches Del außergewöhnlich desinfizierende Kraft. Das in enthaltene Thymol wird aus diesem Grunde legentlich auch als Wurmmittel verordnet. Der in sonnigen und halb schattigen Lagen ie amtlich und wie. solle, dar lienischen it tämpji, hen Sol. irfoe von er 22mal I nahmen ger Nasio Ragini, rtti uni teil. Er zefuhrta g von ms einem inst vorn Minisiel im. Luft- itet mar. spanischen irinemini' Für die Freunde guter Musik sind musikalische Darbietungen blinder Künstler in Gießen keine Seltenheit, sie bedeuten vielmehr wegen der ihnen eigenen Note eine wertvolle Ergänzung mid begrüßenswerte Bereicherung des Musiklebens unserer Stadt. Dies empfanden auch die Musikfreunde am Samstag bei einem Klavier- und Liederabend in der Aula, den Maria K l a e s e r, Köln (Sopran), Kurt Emmerich, Soest (Klavier), und Bert Klaeser, Köln, als Begleiter veranstalteten. Die sorgsam ausgewählte Dortragsfolge stand vornehmlich im Zeichen der musikalischen Romantik. Diese stilistische Geschlossenheit gab dem Abend das Gepräge. Klavierwerke von Beethoven, Schumann und Chopin wechselten mit Proben aus dem reichen Liedgut der Romantik. Beethovens Klavier- sonate Es-dur, Werk 81a, leitete stimmungs- * eser Flug rchgefW )as W8' die Be>. >gte.__ Iverttetttdr« : PM w» anj Thyriil! ZIumMin. Lange ».» ; Hans Lee. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. (Schluß.) 56. es nicht mehr aus!" Sie wirst die Arme über den Tisch und dos Gesicht auf die Arme und schluchzt, daß ihr ganzer schlanker Körper wie im Krampf geschüttelt wird. „Katta! Aber Katta!" Behutsam und zärtlich streicht Detlev über das leuchtende Haar, über die zuckenden Schultern. „Was hast du denn? Was hältst du nicht mehr aus? Nun ist doch alles ge= klärt — niemand wird dich mehr belästigen! Oder — ober — bist du vielleicht so unglücklich?" .Seine Hände ziehen sich erschrocken zurück, „um — um diesen Bareiro?" Sie hebt das blasse, tränenüberströmte Gesicht. Genau so unglücklich wie du um diese Concha!" " „Sie tut mir leid", jagt Detlev ernst. _ IQ nichts an. - .. o.. r .„ „Das hätten wir eher haben können, Lurjen. last Bcruer auf der Rückfahrt mit einem besonders liefen Seufzer. „Ich hätte doch sofort das ganze Hotelpersonal zusammentrommeln und vernehmen «Nüssen." ... „Wir hätten es wahrscheinlich heule sowieso ge- *dn!" „Gut, ja, wir hätten's natürlich nicht verabsäumt, iber wir hätten uns und andern manches ersparen önnen. Ich ärgere mich! Ich ärgere mich rvstklich. Wir sind nun so alt und so klug, und immer noch machen wir Dummheiten." „Und immer wieder", lächelt Lürsen, „kommt uns der Zufall zu Hilfe."* „Ah!" sagt Detlev Nehl bestürzt, als er die Zeitung aufschlägt. „Das ist doch — das ist sie sicher — meine arme, kleine Concha — „Wer? Was?" fragt Katta ungeduldig. Der Mord an dem Kaufmann Fernando B„ der in einem hiesigen Hotel erschossen aufgefunden wurde überraschend schnell geklärt. Es handelt sich um eine Eifersuchtstragödie. Die Täterin, die neunundzwanzig Jahre alte Concha D., hat ihrem Leben selbst ein Ende gemacht und sich so der irdischen Gerechtigkeit entzogen — was für ein Stilst^ „Das sieht dir wieder ähnlich! etil! Mochtest du mir nicht vielleicht sagen, wieso das deine Concha ist?" „Selbstverständlich will ich dir das sagen. Es gibt nichts? was ich dir nicht sagen will, wenn du soviel Interesse für mich hast, um mich danach zu fragen! Ich habe diese Concha gekannt." „Und woher?" „Sie hat mich eines Abends auf der Straße an- ^!?Auf>dstse Weise also machst du Bekanntschaften!" '.Während du dir von fremden Herren goldene Ketten schenken läßt!" Laß mich in Ruh damit!" Ganz unvermittelt beginnt es in Kattas Gesicht zu zucken. „Ich bin wirklich am Ende! Das halten selbst meine Nerven nicht aus! Diese unselige Kette, und dann muß dieser Mann noch ermordet werden, und hetzt einem die Kriminalpolizei auf den Hals, und man muß sich verhören lassen wie eine Verbrecherin, ich halte ! Der mexikanische Staatspräsident Camacho hat die Beschlagnahme der japanischen Petroleumgefell- schaft Company Petrolea Veracruzana angeordnet. Sie verfügte über Delfelder im Ausmaß von 200 Aares und hatte ihre Konzession von Präsident Car- denas im Jahre 1934 erhalten. >s Reichs gebe" de) br'M neu 3M’ " DB ^'alM ritw* ■ mi«* jlatin-°uL s- $5 -'S r-e ,r lene. .. Das fertige Brot ist also, anschaulich ausgedruckt, ein erstarrter Schaum aus geronnenem Eiweiß, verkleisterter Stärke mit einer Unzahl von Hohlräumen. Dieser Schaumcharakter des Brotes ist wesentlich: nur so wird das Backwerk verdaulich. Wenn die Geschichte mißraten ist und an Stelle des lockeren Maschenwerkes ein zäher Brei entstand, wie er manchmal in einem „klitschigen" Kuchen steckt, bieten sich den Derdauungssäften nicht genügend Kanäle und Poren zum Eindringen. Das Backwerk wird nur schwer durchdrungen und langsam aufgespalten: es liegt lange im Magen und macht Beschwerden. Aber auch das bestgebackene, durchaus poröse Brot oder Brötchen ist nicht jedem zuträglich, wenn es im frischen Zustand gegessen wird. Hat es jedoch eine Zeitlang gelegen, so wird es viel besser verdaut. Wie ist das zu erklären? Nun, auch das beste frische Brot schließt sich im Munde des Essers zu Klumpen zusammen, die als Ganzes heruntergeschluckt werden. x Daß das Brot „altbacken" wird, ist wiederum ein kolloidchemischer' Prozeß, den man allgemein als Alterserscheinung an kolloiden Lösungen beobachten kann und der darin besteht, daß sich die Substanz zusammenzieht und Wasser auspreßt. Im Fall des Brotes gibt die verkleisterte Stärke wieder etwas Wasser ab. Dadurch entstehen Risse und das Brot wird „bröcklig". Dieses „spröde" Brot zerfällt natürlich beim Kauen sehr viel besser als frisches. Seine einzelnen Teile besitzen feine rechte Klebe- fähigkeit mehr und gelangen in fein zerkleinerter Form in den Magen. Die Oberfläche, die sich nun den Verdauungssäften bietet, ist viel größer und das Eiweiß kann weit rascher ab gebaut werden, - Manche Hausfrauen legen alte Brötchen auf die heiße Herdplatte, um sie wieder „frisch" zu machen. Der Prozeß des Alterns läßt sich also bis zu einem 1 gewissen Grad und für kurze Zeit umkehren. Uebn- ich kaltblütig einen Mann umbringen könnte, der mich unglücklich macht!" „Soll — i ch das fein?" „Ja, du! Du! Du! Du hast mich unglücklich ge- macht! Du hast mich in eine Liebe hineingehetzt, wie ich sie in meinem ganzen Leben nicht gekannt habe — alles hätte ich gegeben und alles aufgeopfert für triefe Liebe — und dann hast du Angst bekommen, um meine Karriere, ober um meine Ansprüche, ober Gott weiß um was — du hast nur immer gedrängt, daß ich weggehe." Sie wird plötzlich ganz ruhig. „Ich gehe ja auch weg. Ich erschieße dich auch nicht. Aber ich wollte dir das doch einmal sagen. Du hast sehr unrecht an mir gehandelt, Detlev. Ich bin zu ernst und zu schwer dafür, auch wenn mir das niemand glaubt." „Aber, Katta, ich — ich — verstehe dich nicht, wie hätte ich denn handeln sollen? Mich dir nähern? Weil ich nicht in der Lage war, dir ein Leben zu bieten wie bu’s verlangen kannst?" „Was ich für ein Leben verlangen kann, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß ich ein Leben verlange, das ich wahrscheinlich nicht verlangen kann, oder nicht in deinen Augen. Ein sehr besch«idenes, sehr bürgerliches, ein ganz einfaches Leben als Frau und Mutter." „Das habe ich dir oft angeboten." n „Du hast —! Ach, laß es doch, es hat ja keinen Zweck mehr darüber zu reden, ich werbe fortgeben, wir werben uns trennen, und wir werden beide darüber Hinwegkommen." „Nein!" braust Detlev auf. „Ich nicht! Ich werde nicht darüber Hinwegkommen! Das brauchst du dir nicht einzubilden! — Aber willst du nicht bitte deinen Satz zu Ende sagen? Was habe ich?" „Du hast mir vorgeschlagen, zu heiraten, ja? Ich w§iß nicht, ob es dir ganz ernst damit war. Aber bu hast dabei immer den Gedanken gehabt, daß ich arbeiten und verdienen soll." „Aber doch um Gottes willen nicht für mich! Ich kann mir mein Brot selbst verdienen, und ich könnte das Doppelte und.Dreifache verdienen, wenn ich den Zweck einsähe — ich wollte nicht, daß du mir Opfer bringst — baß bu auf etwas verzichtest!" „Verzichten? Opfer —? Ach, das wäre so schlimm nicht gewesen, bas einzige Opfer, was ich dir nicht bringen kann, das ist — eine Ehe — ohne Kinder!" Wie ein Hauch — kaum hörbar kommen die Worte über ihre Lippen. Aber Detlev versteht sie. doch, und der Widerhall, den sie wecken, ist ein einziger, jubelnder, schluchzender Schrei: „Katta!" Kleine politische Nachrichten. In Sydney ist in Begleitung des USA -Botschafters Harley der neuseeländische Ministerpräsident Frazer eingetroffen, um mit der australischen Regierung Besprechungen über die Lage im Pazifik ' zu führen. / In'Schanghai ist eine Choleraepidemie ausgebro- j)en. Die Zahl der Erkrankten betrug bisher 157. oie nimmt täglich um 10 bis 20 zu. Der Schanghaier Epidemie-Derhütungsausschuß wiederholt drm- zmb eine Aufforderung zür Schutzimpfung. schen )ber 1806 indes. & nw. ind w id abholle chie. $er ule Stern m School ne Betreuung der Kinder sichergestellt ist, zum -reitschaftsdienst herangezogen werden. Für weib- ye Gefolgschaftsmitglieder zwischen 16 und 18 hren ist die Zahl der monatlichen Bereitschafts- Eine Veranstaltung unter dem Titel „Zwei Stun- den Frohsinn und Heiterkeit" unterhielt die Der* munbeten. Pitt Manderbach (Klavier), Egon Hofmann (Akkordeon), Helmut Reichinger (Violine), Hans Manderbach (Trompete) unb Gottfried Man- berbach (Schlagzeug) spielten in reicher Vorttags- folge beliebte Melodien und Lieber. Fred Bachieni vervollständigte mit Kartenkunststücken und Zaube- reien das Programm. Hans Manderbach sorgte für den Humor. Großer Beifall dankte den Ausführenden. In zwei Lazaretten liefen die Filme „D III 88" unb „Pat unb Patachon auf Seefahrt" unb bildeten eine gern gesehene Unterhaltung. Im Auftrage der Kreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann Filme aus der Dogelwelt unb einen Sportfilm. Bei dem Vergleichswettkampf der HI. im Ringen und Gewichtheben, der unter Leitung des Bann- fachwartes Rabow stattfand, waren Verwundete aus verschiedenen Lazaretten als Zuschauer anwesend. In den Lazaretten wurden die Verwundeten durch Konzerte von Musikabteilungen verschiedener Wehrmachtteile erfreut. Die Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Geilshausen, Freienseen unb Weickartshain hatten eine große Zahl Verwundete aus hiesigen Lazaretten zu sich eingeladen. Die Gastfreundschaft in den Familien unb die gemeinschaftlichen - Feiern haben die Gäste erfreut und werden in aller Erinnerung bleiben. Feldthymian, ein Helfer der Kinder. Der Feldchymian ober Quendel ist, wie der ihm nahe verwanbte Gartenthymian, ein vielgebrauchtes Heilkraut, bas namentlich zur Behandlung von Husten und vornehmlich Keuctchusten der Kinder in Form von Tees, Sirupen, Extrakten ufw. vielfäl- len. front um kuztriign aJ>itän in Schairer i AM 1 VW« eger. 3m hrer unb hen. 3m Maligen ein mit. Eisernen voll den Abend ein. Durch die titn einzelnen Sätzen gegebenen Benennungen: „Les Adieux“, das Lebewohl, „l’Abscence“, das Fernsein, „le Retour“, das Wiedersehen, hat der Meister selbst die Interpretation erleichtert. Nachdem mit wundervoller Zartheit das Anfangsmotio der Adagio-Einleitung, das „Lebewohl!" erklungen war, war das Band zwi- chen dem Solisten unb ben Hörern geschlungen. Die romantische Natur Robert Schumanns kommt nirgenbs so überzeugend zum Ausdruck wie in seiner Klaviermusik. Dies zeigten die Fanta« sie stücke aus Werk 12, Fabel, Traumeswirren unb Ende vom Lieb. Hier offenbart sich Schumann am unmittelbarsten unb eigensten. Der Komponist kann aud) das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, Chopins Bedeutung früh erkannt unb der Verbreitung seiner Werke den Weg gewiesen zu haben. Von Chopin hörten mir das Impromtu in Fis-dur, Werk 36. Von ben übrigen Darbietungen verdient die gelungene Humoreske in F-dur, eine eigene Komposition von Kurt Emmerich, besonders hervorgehoben zu werden. Franz Schu- b ert und Johannes Brahms, zwei Meister des deutschen Liedes, waren mit je drei Liedern vertreten. Auch Bert Klaeser steuerte eigene Kam- Positionen, geschmackvolle Vertonungen von Löns- gens bleibt bas Brot — aus bisher unbekannten Gründen — längere Zeit frisch, wenn man es bei 70 Grad aufbewahrt. Diese Erfahrung machen sich die Großbäckereien zunutze, indem sie die fertigen Brote in einem sterilen warmen Luftstrom lagern lassen. \ Warum, so mag der Gewitzte einwenden, wird aber der Honigkuchen nicht altbacken? Dem Teig ist ein gewisser Prozentsatz Pottasche bei gefügt. Dieser Kniff läßt sich beim Brotbacken nicht anwenden, weil sich durch Zusatz von Alkalien der Geschmack wesentlich ändern würde. Zwieback und Keks dagegen verhalten sich von Anfang an ähnlich wie altbackenes Brot: sie sind immer bekömmlich. Da sie wenig Wasser enthalten, haben sie den gleichen spröden Charakter wie altbackenes Brot unb zerfallen beim Kauen in sehr kleine Teilchen! Und noch etwas anderes fördert ihre Verdaulichkeit. Infolge der starken Hitze, mit der sie gebacken werden, wird die Stärke „abgebaut", unb zwar in einer Richtung, die auch der Derdauüngsprozeß einschlägt. Auch beim Knäckebrot, diesem uralten Gebäck des Nordens, wirkt sich die Wasserarmut günstig aus: es ist sehr spröde und zerfällt gewissermaßen im Munde zu Staub. Im Munde darf, ja soll es so „stauben, damit das Brot im Magen um so mehr Verdauungssäfte aufnehmen und von ihnen leicht und schnell verarbeitet werden kann. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Leutnant in einem Artillerie-Regiment Kurt Huber aus Gjeßen, Seltersweg 14, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde in Rußland mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Für unsere Verwundeten. Die NSG. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht unb in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: bimfte auf höchstens zwei festgesetzt worben. Müt- r öerReh tr, die Kinder unter drei Jahren ober wenigstens Dberfefo drei Kinder unter 14 Jahren zu versorgen haben, m SG, „erdende Mütter sowie weibliche Gefolgschaftsmit- f, ®rUfl Wieder, die unter erschwerten Bedingungen arbeiten, t, fernet I btrfen ebenso wie männliche und weibliche Gefolg- ■uftoai. | schaftsrnitglieder unter 16 Jahren zum Bereitschafts- Kllhl,'«! dienst nicht herangezogen werden. Bei der Eintei- Wret^! 8?jW Aus dem Reich. Neuregelung im Lustschutz. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbe- j sishaber der Luftwaffe hat im Einvernehmen mit )(m Reichsarbeitsminister die Heranziehung von be= tzfstätigen Gefolgschaftsmitgliedern zum Bereit- Mftsbienst im Werkluftschutz, erweiterten Selbst- Üutz unb im Luftschutz der besonderen Derwaltun- ,in neu geregelt. Nunmehr können innerhalb eines Aonats männliche Gefolgschaftsmitblieber über 18 zchre höchstens^ sechsmal, solche zwischen 16 unb 18 zchren höchstens viermal zum Bereitschaftsdienst Aus der Giadt Gießen. Warum ist altbackenes Brot bekömmlicher? Von Dr. G. Meyer. Die einfachsten Dinge in unserem täglichen Leben sind uns osl am wenigsten bewußf. Jede tüchtige Hausfrau weiß beispielsweise, wie das Brot, das ie auf den Tisch bringt, beschaffen sein muß, damit es gut bekommt/Aber warum verträgt der Magen allgemein und der Magenkranke im besonderen altes Brot besser als frisches? Und warum sind Zwieback, Kecks und Knäckebrot so leicht verdaulich? Diese unb ähnliche Fragen lassen sich erst beantworten, wenn der Kolloiochemiker den inneren Aufbau der verschiedenen Brotsorten näher erläutert und man dabei die 2Zorgünge der Verdauung berücksichtigt. Ein Nahrungsmittel wird zweifellos um so besser vertragen unb um so rascher verdaut, je leichter und schneller die Verdauungssäfte — vom Speichel bis zum Pepsin — bis in die hofften Winkel,der Nahrungsmasse eindringen können. Ein dicker zäher Brei hat im Verhältnis zu seinem Gewicht und seiner Masse eine kleine Oberfläche und bietet daher den Verdauungssäften geringe Angriffsmöglichkeit. Er „liegt schwer im Magen", während leichte, flockige Krümel, die ben sie bearbeitenden Säften eine verhältnismäßig große Oberfläche bieten, ohne Schwierigkeit umgewandelt, also verdaut werden. Was wir hier zum Alltagsaebrauch „dick" und „zäh" oder „leicht" und „flotftg" nennen, das erklärt uns der Kolloidchemiker. Das Brot besteht nämlich aus Stärkekörnchen, die von Eiweiß umgeben sind. Bei der Teigbereitung quill das im Getreidekorn bzw. im Mehl enthaltene Eiweiß, der „Kleber" genannt, durch das beigegebene Wasser auf. Da der Teig durch Zusatz von Hefe oder sogenanntem Sauerteig zur Gärupg gebracht wird, oildet sich aus einem Teil der Stärke, der sich in Zucker verwandelt hat, Kohlensäure und Alkohol. Die Kohlensäure lockert den Teig auf, es entstehen Gasblasen. Kohlensäure und Alkohol entweichen, wenn der Backprozeß beendet ist, und die verbleibenden Hohlräume werden mit Luft gefüllt. So erstarrt das Eiweiß zu einem festen Maschenwerk, und die restliche Stärke erscheint darin in „verkleistertem" Zustand; dettn während des Backens hat sie Wasser aufgenommen und ist dadurch gewissermaßen schon für den Verdauungsvorgang präpariert: Ungequollene Stärke setzt nämlich den Derdauungssäften wesentlich größeren Widerstand entgegen als gequol- i Irangezogen werden. Bei weiblichen Gefolgschafts- iD'.tgliebern ist wie bisher der Umfang des Bereit- ^aftsdienstes außer von dem Alter davon abhän- ijz zu machen, ob das Gefolgschaftsmitglied Kinder g; Hsitzt, wobei die Zahl und das Alter der Kinder ehe Rolle spielt. Weibliche Gefolgschaftsmitglieder Per 18 Jahre, die keine Kinder über 14 Jahre frben, können nunmehr höchstens viermal, solche rt t Kindern unter 14 Jahren höchstens zweimal im jonat, und auch nur dann, wenn eine einwand- Maria Klaescr-Cremer sang einleitend drei Lieder von Schubert, „Vor meiner Wiege", ,,Su« leikas II. Gesang" und „Liebesbotschaft". Die San- gerin verfügt über eine wohldurchgebildete Stimme. Bei aller Schlichtheit trug sie die Lieder mit Wärme und Innigkeit vor. Besonders ausdrucksvoll waren die Schlußworte des ersten Liedes „zur langen, zur letzten und tiefesten Ruh". Die Wiedergabe der Brahms-Lieder gelang ihr in mancher Hinsicht noch besser. Die sorgfältige Atemtechnik und die gute Aussprache verrieten die gründliche Schulung. Bert Klaeser am Flügel erwies sich als ein gewandter und feinsinniger Begleiter, der sich bisweilen größere Zurückhalturkg auferlegen dürfte. An Stelle der im Programm vermerkten Lieder sang Maria K l a e s e r - C r e m e r Löns-Lieder von Bert Klaeser. Die Solistin meisterte die Wiedergabe der zum Teil recht schwierigen Lieder nicht nur technisch, sondern sie bewältigte sie auch künstlerisch. Die Hörer, die Mit Spannung und Ergriffenheit den Darbietungen folgten, spendeten reichen Beifäll und erzwangen einige Zugaben. Einen hohen Grad künstlerischer Reise zeigte Curt Emmerich aus Soest, der Beethovens Abschiedssonate spielte. Er verstand es, in der Ton spräche den Schmerz des Abschieds wie den Jubel des Wiedersehens eindringlich zum Ausdruck zu bringen. Auf gleicher künstlerischer Höhe stand die Interpretation der technisch schwierigen Fantasiestücke Schumanns. Nach der Wiedergabe seiner eigenen Komposition und eines spanischen Tanzes mußte der Künstler sich ebenfalls zu einer Zuaabe entschließen. Er spielte das Wiegenlied von Chopin. Eine gerechte Würdigung erfahren die blinden Künstler, wenn man folgende Ueberlegung anstellt. bog er bei der Gepäckaufbewahrung des Haupt- bohnhofs zwei Koffer gefunden und beschlagnahmt Hot, die am Donnerstagabend hinterlegt und nicht Äaeholt worden sind. Sie sind sogar gezeichnet — der eine C.D. und der andere F. B. Es ist fast überflüssig, daß Bauer einen halbaufgelösten und vkrwaschenen Gepäckschein in Concha Delgados Eafdie gefunden hat. „ , . In den Koffern findet fick) noch allerhaiid Wis- senswertes. Ein umfangreicher Briefwechsel, in den Bauer flüchttg hineinsieht. „Na, da haben Sie eine nette Feierabendbeschäftigung, Butenschon! Liebesbriefe, Drohungen, Berzweiflungsausbriiche, amu« feren Sie sich damit! Ich fahre mit Lursen eben noch mal ins Baltic." _ , . Die Nachforschungen nach der Senorita Delgadv geItalien sich sehr einfach: dann und dann ist sie gekommen, dann abgereist, dies Zimmer hat sie bc- vahnt. Das Zimmermädchen von vlerhundertdrel- ili'dzwanziq erinnert sich ihrer sehr genau, sie hat lange genug da gewohnt. Am Donnerstag hat sie in großer Hast ihre Kofter gepackt. Den einen mit 0. D. gezeichnet, und den andern mit r. B., der itcnb auch auf ihrem Zimmer, jawohl Und das Mädchen Toni Schünemann hat angenommen, daß tr vielleicht eigentlich dem Herrn im ersten Stock «hörte, den die Dame immer besucht hat —, o ja, lehr oft ist sie hinuntergeschlichen, als ob eine Herm- ükhkeit dabei wäre — aber schließlich geht s einen Hachen. Allen zum Bereitschaft^dienst eingeteilten Kräften ift entwÄer zum Beginn oder am Ende der auf dm Bereitschaftsdienst folgenden Arbeitsschicht eine Ksätzliche Freizeit von mindestens sechs Stunden zu «währen, wenn sie während des Bereitschaftsdienstes zu einer mit erheblicher Beanspruchun-g verbun- fenen Hilfeleistung' eingesetzt worden sind. Weib- I chen Gefolgschaftsmitgliedern und Gefolgschafts- i itgliedern zwischen 16 und 18 Jahren ist in jedem alle, also auch dann, wenn eine solche Hilfeleistung cht ftattgefunben. hat, eine zusätzliche Freizeit von 1 indestens vier Stunden zu gewähren. Arbeitsstunden, die infolge der vorgeschriebenen ^unterbrochenen Ruhezeit ausfallen, sind nach Mög- stchkeit durch Mehrarbeit im Rahmen der geltenden Ärbeitszeitvorfchriften auszugleichen. Soweit ein icht vorgenommen werden kann und ein _____ Arbeitsentgelt eintritt, haben die Ge- ftlgfchaftsmitglieder einen Anspruch auf Vergütung -es regelmäßigen Arbeitsentgeltes für die durch )es frc Ruhezeit ausgefallene Arbeitszeit. Bei Dorlie- tn besonderer Verhältnisse können abweichende Re- düngen mit Zustimmung der zuständigen Aufsichts- chörden getroffen werden. Der brasilianische Staatspräsident Vargas wird sich in Kürze zu einem Besuch nach den USA. beleben, berichtet „Daily Telegraph". Luftfahrtmmi- ster Filho soll seine Vertretung übernehmen. । Zwischen der Regierung, von Peru und der > BewM V' IlSA.-Organisatiost „Institut für interamerikanische roße Lei- Angelegenheiten" wurde ein Vertrag abgeschlosien, Ausdruck durch den Peru einen neuen Kredit von einer UHU- )es Flug-1 linn Dollar erhält. Volks-Nudersporttag in Gießen. diesjähri- GLORifl Untergasse 29, aus statt. 03601 Ihre Vermählung geben bekannt Eintritt frei für jedermann. , 2309Ö .1 z. Z. im Felde Annerod Juli 1942 2307 D 03567/ Betr.: Eierverteilung. ■ 03603/ PKaufgesuche]| Teppich Verschiedenes für leichte Ar- SeiWgslessel rpnUosT aber hauchdünn krankheiten als Schmuckstücke unserer Gärten". Der Dortragende wird die große Beliebtheit und Be- Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! werden gereinigt Hünermund, Wollengasse 171 laufend vorgenommen werden und bis Ende September durchgeführt sein. Der sehr groß. spätestens Bedarf ist eine " köstliche Nachspeise anberufst.Dame oder Herrn zu verm.Bettwäsche mutz möglichst gestellt werden. Schr. Ang. unt. 03599 a.ü.G.A. Erich Karl Brück Ria Brück, geb. Schäfer Ein Sonntagsjunge angekommen In dankbarer Freude: Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30,5.30,8.00 Uhr la&endliche ab 14 fahren haben Zutritt 2302C Mit den Angehörigen trauert die Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Ernst Leitz, Optische Werke, Wetzlar. 2310 D Wie schon in Friedenszeiten, so war bei den 3. Deutschen Kriegsme isttrschasten der Leichtathleten auch der Nachmittag des zweiten Tags Höhepunkt der Titelkämpfe. Diesmal waren gut 25 000 Zuschauer im Olympiastadion erschienen, die spannende Kämpfe und teilweise großartige Leistungen zu sehen bekamen. Die am zweiten Wettkampftag ermittelten* Am -Sonntag, dem 26. Juli, verstarb nach kurzer Krankheit unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Gote und Tante Frau Margarethe Enders, geb. Seibert im Alter von 78 Jahren. Karl Gans u. Ehefrau Katharine, geb. Enders,u. Familie Hch. Dort und Ehefrau Christine, geb. Enders, u. Familie Hch. Reichmann und Ehefrau, geb. Enders, und Familie Familie Ludwig Enders II. Reiskirchen bei Gießen, Ganseburg, Großen- Buseck, den 27. Juli 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Juli, nachmittags 2 Uhr statt. 2308 D Junge Tarne sucht a. 1. August möbliertes Zimmer. Schrift!. Angeb. unter 03594 an den Gieß. Anz. Hans Krüger u. Frau Martha, geb. Lindt Gießen, 26. Juli 1942 Wolfstraße 21 Der NSRL. Kreis 23 Wetterau-Nord veranstaltete unter Beteiligung der Gießener Rudergesellschaft von 1877 e. V. und des Gießener Ruderklubs „Haf- fia" 1906 e. 23. im Rahmen des Kreis-Turn-, und ^porttages am gestrigen Sonntag auf der Lahn einen Bolls-Rudersporttag. Sinn und Zweck dieser Veranstaltung war es, das Interesse weiterer Volkskreise für den Rudersport zu wecken. Die Gießener rudersporttreibenden Vereine haben mit ihren Darbietungen alles getan, was in ihrer Kraft stand. Begrüßenswert war und mit Anerkennung muß festgestellt werden, daß aus beiden Vereinen weibliche und männliche Sportler zum Kampf antraten, ohne vorher längeres Training durchgemacht zu haben. Damit war bereits ein gewisser Erfolg über die Sache des Rudersports gewonnen. Wenn auch die Wettkampfergebnisse kein Gradmesser für die Leistungen der einzelnen Mannschaften sind, so find sie doch Ansporn für ein weiteres geregeltes Training, an dessen Ende dann bessere Ergebnisse verzeichnet werden können. Schließlich wird auch dann dem Rudersport der Nachwuchs nicht fehlen. Kreissportführer Heller nahm am Schlüsse der Veranstaltung die Siegerehrung vor. In anerkennenden Worten würdigte er die Leistungen aller Teilnehmer. Mit dem Gruß an den Führer fand der wohlgelungene und verhältnismäßig gut besuchte Rudersporttag fein Ende. Piano, eventl. Harmonium, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 2300Oa.d.G.A. deutung kranker Pflanzen für unsere Gärtnerei behandeln. Alle Interessenten find zu dem Vortrag eingeladen. ** Begleitpapiere sorgfältig und richtig aus füll en! Die richtige Wahl des Bestimmungsbahnhofs erleichtert die Entladung, erspart Umstellungen und damit Derzögerungen im Wagenumlauf der Reichsbahn. Bei Sendungen nach Großstädten und nach Seehäfen muß vor der Verladung geklärt werden, welcher Bestimmungsbahnhof in Frage kommt. Schon bei der Bestellung soll sich der Absender den Bestimmungsbahnhof genau angeben lassen. Um unnötige Umstellungen auf dem Bestimmungsbahnhof zu vermeiden, muß die gewünschte Entladungsstelle im Frachtbief angegeben sein, denn Räder müssen rolle« für den Sieg! ** Drei Eier werden für die Zeit vom 27. Juli bis 23. August für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung zu ersehen. Verdunkelungszelt 27. Juli von 22.23 bis 5.04 Uhr. > Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen. Anfänger-Vierer. 1. Gießener RudcrckuS „Hassia" 2.45 Min. (Balser, Trinkaus, Rüdiger, Friedemann; St. Schmidt I.); 2. Gießener Ruder- gesellschaft 3.14 Min. (Battenberg, Barschel, Wehn, Nauheimer; St. Lich). Frauen Riemen-Zweier m. St. 1. GRG. 3.56 Min. (Aßmann, Vogel; St. Leib); 2. „Hassia" 4.09 Min. (Heine, Schnabel; St. .Schwan). Kriegs-Vierer m. St. 1. GRG. 3.56 Min. (Wellhöfer, Krug, Mühl, Becker; St. Nauheimer); 2. „Hassia" 4.06 Min. (Lehr, Hüttenberger, Dalen- tin, Eisenbach; St. Friedemann). Frauen Riemen-Vierer m. St. 1. GRG. 3.48 Min. (Aßmann, Vogel, Spaar, Leib; St. Grimm); 2. „Hassia" 4.06 Min. (Hagen, Heyne, Schnabel, Drommershausen; St. Schwan). Riemen-Zweier m. St. 1. GRG. 4.11 Min. (Freitag, Köhres; St. Leib); 2. „Hassia" 4.21 Min. (Balser, Trinkaus; St. Rüdiger). H I.- Vie rer m. St. 1. GRG. 3.48 Min. (Lich, Scheid, Christ, Martin; St. Schäfer); 2. hassia" 3.50 Min. (Schmidt II., Moos, Schäfer, Schmidt L; St. Friedemann). Achter. 1. GRG. 3.16 Min. (Becker, Möhl, Krug, Wellhöfer, Köhres, Beigang, 'Freitag, Haas; St. . Leib); 2. „Hassia" 3.22 Min. (Schmidt II., Trinkaus, Rüdiger, Schmidt I., Moos, Hüttenberger, Valentin, Eisenbach; St. Friedemann). würzigen Geruch schon allein die Aufmerksamkeit erregt. Gesammelt wird das ganze blühende Kraut von Mi bis September. Es bildet oft richtige Polster, die dann einfach mit der Gartenschere abge- fchnitten werden. Anhaftende Erde klopft man ab, fremde Beimengungen, holzige Teile, Gras usw. liest man aus. Die Trocknung geschieht iw dünner Schicht auf schattigen luftigen Dachböden. Man berühre das Trockengut möglichst wenig, damit Blüten und Blätter nicht abfallen. Der 23ersand soll möglichst 100 Meter Mellerowicz (Königsberg) 10,6; 40Q Meter Harbig (Braunschweig) 48,1*; 800 Meter Giesen (Berlin) 1:54,4*; 1500 Meter Kaindl (Für- ' stenfeldbruck) 3:54,6*; 10 000 Meter Eitel (Eßlingen) 3150,8*; 110-Meter-Hürüen Zepernick (Berlin) z 14,8*; 400-Meter-Hürden Fromme (Bad Tölz) 554, 4X100-Meter-Staffel LSV. Berlin 43,2*; Wett- 7lur noch Gauflaffe und Kreisklasse. Mit der Angleichung der Gebietsgrenzen der Sportgaue an die politische Gliederung tritt jetzt auch eine einheitliche Klassenbezeichnung in den Meisterschaftsspielen ein. Für die Spitzenklasse kommt einheitlich die Bezeichnung Gauklasse, für die nächste Spielklasse die Bezeichnung Kreisklasse in Betracht. SG. Büdingen—VfB.-R. Gießen 2:2 (0:1). Der VfV.-R. lieferte gestern in Bedingen gegen die spielstarke dortige SG. eine gute Partie. VfB. konnte erst nach 15 Minuten das Spiel offen gestal- ten und im weiteren Verlaufe der ersten Halbzeit eine Feldüberlegenheit Herausstellen. In der 25. Minute war es Mattern, der auf Vorlage von Frank den VfB. 1:0 in Führung brachte. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Büdingen versuchte nun den Ausgleich zu erzwingen. Burchardt erzielte bei einem Angriff aus aussichtsloser Position überraschend den zweiten Treffer für Gießen. Büdingen verkürzte 10 Minuten vor Schluß auf 2:1. Der Anstoß des VfB. wurde sofort abgefangen, und Büdingen war wieder im Angriff. Ein von Verkauterer dicht an der Strafraumgrenze verursachter Freistoß wurde von Engel gehalten. Im Anschluß erzwang Büdingen auf eine Ecke von rechts den Ausgleich. Beiderseitige Angriffe brachten nichts mehr ein. Plötzlich und unerwartet verschied kurz vor seinem 70. Lebensjahre infolge eines Schlaganfalles am 25. Juli mein innigstgeliebter, guter Mann, unser treusorgender, lieberVater, Schwiegervater und Großvater Kaufmann Ludwig Schmitt In tiefer Trauer: Wilhelmine Schmitt, geb. Fuhr Dr. Ludwig Schmitt, Amtsgerichtsrat, z. Z. im Felde und Frau Bertha, geb. Klipstein Erich Schmitt Jonny Mertens, Badeinspektor, z.Z.im Felde, und Frau Leni, geb. Schmitt Fritz Schmitt, Revierförster, und Frau Erna, geb. Maul, und 4 Enkelkinder. Gießen, Laubach, Bethel, Leipzig, Hochwaldhausen, den 25. Juli 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Juli, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Schweres Herzeleid brachte uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn und Bruder, mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam, unser guter Schwiegersohn, Schwager, Neffe und Vetter Willi Kammerer Obergefreiter in'einem Infanterie-Regiment am 2. Juli 1942 bei den schweren Kämpfen im Qsten sein junges, hoffnungsvolles Lepen im blühenden Alter von 22 Jahren hingab. — Nun ruht er in Frieden auf einem Heldenfriedhof. In tiefem Schmerz: Konrad Kammerer und Frau Frieda, geb. Helferich Martha Kammerer und Bräutigam Willi Blum Martha Goffelmeyer Familie Fl. Goffelmeyer, sowie alle Verwandten. Gießen (Mühlstraße 2), den 27. Juli 1942. 20000 AM. auf 1. Hypothek bei.gutem Objekt auszuleihen. Schriftliche Anfragen unter 2254D an den Gießener Anzeiger erbeten. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, Meinen lieben Mann, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Philipp Walther IV. kurz nach Vollendung seines 79. Lebensjahres zu sich zu nehmen. Die trauernden. Hinterbliebenen: Katharina Walther, geb.Döpp Familie Reinhard Ranft Familie Karl Schäfer II. Familie Wilhelm Walther Familie Wilhelrh Luh III. Beuern, Großen-Linden, den 27. Juli 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Juli, nachmittags um 3 Uhr vom Sterbehause, Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. 2,50x3 m, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03574 an den Gieß. Anz. M' Meisterabend froher Unterhaltung Montag, 3. August, Gießen, Gloria - Palast 20.00 Uhr Triumph der Heiterkeit Kftte Tellheim, die deutsche Jodler-Königin Rostando und Partnerin der unerreichte Jongleur und seine hübsche Partnerin Clare Stauffen, die jubilierende Nachtigall Mary und Nicolas Siphoff die herrliche Tanzschau 2 Akriyeros die ausgezeichneten Akkordeon- Solistinnen Harry Kobler der vielseitige Rundfunkhumorist Erna Tellheim, die jugendliche Tänzerin Hans Fritsch begleitet am Flügel. Linne -Vortrag 1942 findet statt: Donnerstag, den 30. «Juli, 20 Uhr im Hörsaal des Botanischen Instituts. Prof. Küster spricht über: Pflanzenkrankheiten als Schmuckstücke unserer Gärten Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften. Der erste Tag. | Oer zweite Tag. Schon der erste Tag der 47. Deutschen Leicht- athletikmeisterschaften (3. Kriegsmeisterschaften) im Berliner Olympiastadion stand im Zeichen vorzüglicher Leistungen. In 14 Wettbewerben fielen bereits am Samstag die Entscheidungen, und in nicht weniger als acht gab es neue Jahresbestleistungen. Die Meifterschaftsergebnisse bestätigten jedenfalls erneut den hohen Stand der deutschen Leichtathletik auch im Kriege. Meister wurden -am ersten Tag: Männer: Für die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten ^agen wir herzlichen Dank Heinz Lavis und Frau Liesel, geb. Koob Staufenberg (Burg) dep 27. Juli 1942 ___2304 D/ VENEDIG Meine liebe Frau, meine herzensgute Mutter, unsere unvergeßliche Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte MarthaWeller, geb. Pannecke ist am Freitag, dem 24. Juli, 14.30 UJir, na<9i langem, mit rührender Geduld ertragenem Leiden, im blühenden Alter von 34 Jahren, sanft entschlafen. Heinz Weller, z. Z. Feldwebel der Luftwaffe Familie Fritz Pannecke und alle Verwandten. Gießen (Leihgesterner Weg 29 und Glaubrechtstraße 3). Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Juli, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _______________________2305 D auf den Abschnitt a 2 Eier auf den Abschnitt b i Ei. Die Ausgabe der Eier erfolgt im Laufe des 39. Versorgungsabschnittes 2306d Gießen, den 25.Juli 1942. Der Landrat des Landkreises Gießen, Dr, Lotz. DieDeutscbeArbeitsfrant NSG. Kraft durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Offiziere und Mannschaften sind die Träger jeder einzelnen Szene dieses Filmes, der uns einen tiefen Einblick in harten und schicksalhaften Daseinskampf einer U-Bootb^satzung im Friedenseinsatz vermittelt Neueste Wochenschau!! Heute Montag: Erstauffü hrungl Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr ,Sonntags 2.30, 5.00,8.00 Uhr Jugend hat Zutritt! 2303C beiten gesucht lauch stunden- weise). Schrift,. Angeb. unter 03598 an den Gieß. Anz. Tenniskampf Frankfurt-Giehen. Dor etwa Monatsfrist berichteten wir über einen Tennis-Wettkampf Gießen — Frankfurt, der im Frankfurter Palmengarten von dem Gießener Tennisklub ausgetragen worden war. Gestern war diö sechsköpfige Mannschaft des Frankfurter Klubs zum Rückspiel in Gießen. Dem abermaligen Zusammentreffen der beiden spielstarken Mannschaften sah man mit besonderem Interesse entgegen, weil die Gießener auf der eigenen Platzanlage ein günstigeres Resultat erwarten konnten. Bedauerlich war nur, daß die Gießener Mannschaft durch zwischenzeitliches Ausscheiden ihres zweitstärksten Spielers von vornherein etwas geschwächt war. Am Vormittag wurden zunächst die sechs Einzelspiele ausgettagen, deren Verlauf unentschieden mit 3:3 Punkten endete und den besonders bemerkenswerten Sieg des Gießener Spitzenspielers Eckner gegen den bekannten Frankfurter Spieler Robert F e ß n e r ergab. Am Nachmittag folgten dann die Doppelspiele, die dem Gießener Klub zunächst durch den Sieg seines dritten Doppels eine 4:3-Führung brachten. Leider gang dann das zweite und erste Doppel — beide allerdings erst nach erbittertem Dreisatzkampf — verloren, so daß sich das knappe Endresultat von 5:4 Punkten mit 11:10 Sätzen und 113:195 Spielen für Frankfurt ergab. Der Wettkampf war also, wie das Ergebnis zeigt, von Anfang bis zu Ende außerordentlich spannend, und die Zuschauer folgten den Spielen mit lebhaftem Interesse. Auch am kommenden Sonntag wird man anläßlich des Kreis-Turn- und Sporttages auf den Tennisplätzen hinter dem Schützenhaus schöne Kämpfe zu sehen bekommen. Die Vorkampfe beginnen bereits am Samstag. 1 * neuen Meister find: Männer: 200 Meter Mellerowicz (Königsberg) 21,6*; 5000 Meter Syring (Wittenberg) 15:17,2; 3000= Meter-Hindernis Seidenschnur (Kiel) 9:39/2; 4X400- Meter-Stasfel Hamburger SV. 3:19,6*; 3X1000= Meter-Staffel LSV. Berlin 7:39,0*; Kugelstoßen Wöllke (Berlin) 1'5,74*; Hammerwerfen Storch (Arolsen) 54,64; Hochsprung Langhoff (Rostock) 1,94*; Stabhochsprung Glötzner (München) 4,00*; Fünfkampf Schmidt (Berlin) 4011,0*. Frauen. 260 Meter Vieß (Eharlottenburg) 25,5*; 80-Meter- Hürden Bieß (Eharlottenburg) 11,9; Speerwerfen Bauma (Wien) 46,23; Weitsprung Schulz (Münster) 5,99. — * — neue Jahresbestleistung. !Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Jnxei^er Schulstraße 7 2277d sprung Wagemanns (Oslo) 7,36*; Diskuswerfen Wotapek (Wien) 47>59; Speerwerfen Pektor (Wien) , 65,68; Zehnkampf Schmidt (Berlin) 7280,00*. Frauen: 100 Meter Schulz (Münster) 12,4; 4X100-Meter- Staffel SC. Eharlottenburg 48,8*; Hochsprung Schall (Frankfurt a. M.) 1,58; Kugelstoßen Mauermayer (München) 13,27; Diskuswerfen Mauermayer (Mün» , chen) 43,60*; Fünfkampf Krüger (Dresden) 352,00* Für die Zeit vom 27. Juli bis 23. August 1942 werden auf den gültigen Bestellschein Nr. 39 der Reichsererkarte je Versorgungsberechtigten 3 Eier ausgegeben und zwar | Vermietungen"! |Stellenangebote mööl.3immet 5(tireiner mit Zent.-Heizg. ... •’UjlvIllIrl Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ein Paal Verhffiven-Filni mit den Melodien von Johann Strauß Heidemarie Hatheyer Lizzi Waldmüller Hans Nielsen Harald Paulsen Spielleitung: Paul Verhoeven Heute Montag: Erstaufführung! Neueste Wochenschau! Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.30. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen Seltersweg 60, Telefon 3961. ■______________________________2272 D Aelterör Mann sucht Beschäftig., (Borten-unö öonsoröeiten W. Hofmann, Dammstr.20l<»soo | Verkäufe | Angora- Hasen zu verkaufen. Anzusehen beute von 19-20 Uhr Neuenweg 29 I- Eine Frucht-Hanttlage- Maschine zu verkaufen 03595 Annerod, Kirchstraße 31. Verkante: Gartentisch5Mk. Bank4Mk., drei Stüble3,4u.6M. 3 gebr. Gasöfen 10-15 u. 20 Mk., Gartentziößkanne 3,^0Mk., Spaten IMk., anzusehen 3=-4UhrSelters- weg 12 im Hof. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden vyn Tausenden beachtet und gelesen. SW ** Linne-Dortrag 1 9 42. Den , , gen Linne-Dortrag wird Professor Dr. K ü st e r am Donnerstag, 30. 7., 20 Uhr, halten über „Pflanzen-