vlenttag. 27. Januar M2 Giehener Anzeiger . .RM.1.80 .i? ,l>I«e büberer Gewalt 'lze?..^ I^svrechnnschlnsi 2251 ;* hli— — 8?i General-Anzeiger für Oberhessen Die Verteidigung Indiens Von unserem Dr. L.-Korrespondcnten. Stockholm, Ende Januar 1942. Januar antgegeben. IHM au ufführung ' Hflto . Zchristleltring und Geschaftrstette: -iehen, Zchulftrahe 7-9 hat und bis vor kurzem Wavells Generalquartier, meister in Indien war. Die Betrachtungen der Personen, welchen die Verteidigung Indiens anvertraut ist, beweist, wieviel Sorgfalt man in London und Washington diesem Problem widmet. Alle Maßnahmen und Pläne, die man in Washington beschlossen haben mag, leiden reichlich aufs neue verdient. 2. Churchill verliert den Kontinent. Churchill hat durch sein verbrecherisches Spiel zu diesem Krieg getrieben und ihn angefacht, um Englands Vorherrschaft über die Völker Europas zu sichern. Was ist daraus geworden? England hat alle seine Bundesgenossen auf dem Kontinent verloren. Nach furchtbaren Blutopfern für England haben sich die verführten Völker erbittert von ihm gewandt, Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Jugoslawien und Griechenland waren einst Eckpfeiler der britischen Wehrmacht in Europa. Churchill hat sie verloren. England ist v o m Kontinent verjagt. Der gleiche Churchill, dessen Kriegsziel die Beherrschung Europas durch England war, wird heute von den Sowjets be- herrscht und hat ihnen sein eigenes Kriegsziel aus- geliefert. 3. Churchill und die Blockade. Churchill hat prophezeit: „Die Blockade ist Eng- lands tödliche Waffe, Deutschland kann sich aus dem Würgegriff der britischen Blockade nicht befreien* Heute hat sich Deutschland aus diesem Würge- griff befreit, und Churchill hat sein eigenes V o l k der Nohstosjblockade ausgeliefert. Heute muß und die italienischen Streitkräfte in Libyen ungebrochen und die britische Armee in der Wüste sieht sich den gleichen Schwierigkeiten gegenüber wie zuvor. England selb st seine eisernen Gartenzäune, seine alten Autoreifen, Altmetall, Knochen und Küchenabfälle sammeln. Die englische Bevölkerung erhält um 10 Prozent weniger Zucker als die deutsche, und nur zwei Drittel des Fettes, was in Deutschland zugeteilt wird. Deutschland ist blockadefest geworden, und alle Roh- stoffe Europas stehen ihm für die Kriegführung und die Steigerung seines Wirtschaftspotentials offen, während England durch die fortschreitende Schiffsraumnot in seiner Dersorgungslage immer stärker eingeengt wird und nun selbst die Wirkung einer doppelten Blockade durch den Verlust seiner ostasiatischen Rohstoffbasis zu spüren bekommt. 4. Churchill und der Luftkrieg. Churchill hat schon zum dritten Male prophzeit: „England hat die L u s t p a r i t ä t mit Deutschland erreicht und bald wird es die Luftüberlegenheit haben." Tatsächlich ist die mit größtem Optimismus angekündigte Non-Stop-Öffen- sive der R. A. F. nach dem Eingeständnis militärischer Sachverständiger Englands ein völliges Fiasko gewesen. Unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe sind viele Städte Englands in Trümmer gelegt, zahlreiche britische Produkttonsstätten und Hafenanlagen verwüstet — Deutschlands Produktion aber arbeitet pausenlos. Am 20. August 1940 erklärte Churchill: „Bis fetzt sind die Luftschlachten für uns günstig verlaufen. Die Luftkämpfe führen uns jedenfalls auf dem r. Jahrgang Nr. 22 scheint täglich, außer vnntagS und Feiertags Beilagen: ipftener Falnilienblätter ünatimBild-DieSchoUe VezuaSvreiS: Nach dem italienischen Wehrmachtbericht belaufen sich die feindlichen Verluste vom 21. bis 25. Januar auf insgesamt 118 Geschütze, 239 Kampfwagen und Straßenpanzerwagen, 28 Flugzeuge, über 1000 Gefangene und Kriegsmaterial sowie Kraftfahrzeuge in sehr großer Menge. Heftige Sandstürme haben die italienische und deutsche Luftwaffe daran ge- KSTüiA äS *t einzelnen Nummern Druck und Verlag: Vrühlfchellniverslläkdruckerel v. tauge ri’/p Der britische Rückschlag in Aordafrika Kleinere britische Verbände nordostwärts Agedabia abgeschnitten. ertUn9 uni Tannin ^chchskam! Sä® f“' fterfdjaft. *le °m Sonn, gen den deut )uh-Club uni oren. da. der Fuß, - mußte noch ge hinnehmen. ’ bezwang dir 'r gewannen gegen Baden Fechterin' I a. M. gegen mb mit 16:0 n Platz siegte sichersten und kürzesten Wege. zum Sieg." Nach einem Jahr, am 9. September 1941, mußte er sich selbst als Lügner mit der Feststellung entlarven: „Vor einem Jahr sah unsere Lage verloren, ja sogar verzweifelt aus." Wo ist heute feine Luftüberlegenheit? Sie ist weder in Europa noch in Ostasien vorhanden. 5. Churchill und der Ll-Boot-Krieg. Churchill erklärte am 20. Januar 1940: „Die deutsche U-Boot-Kampagne ist vollständig gescheitert!" und am 20. August 1940 log er frech: „Die Meere sind frei und die U-Boote werden im Zaum gehalten." In Wirklichkeit bestreiten die deutschen U-Boote nach wie vor die Schlacht im Atlantik mit größtem Erfolg; sie haben zusammen mit der Luftwaffe seit jener ersten Siegesbotschaft Churchills nicht weniger als 1 3207 922 BRT. versenkt. Seit Kriegsbe- ginn hat England insgesamt rund 15 Mil- Honen BRT. der eigenen und der ihm dienstbaren Versorgungsschiffahrtstonnage verloren. 6. Churchill und die Freiheit der Völker. Churchill verkündete: „England kämpft für di« Freiheit der Völker." In Wirklichkeit ist die- fern ruchlosen Vergewaltiger des Völkerrechts jcbe Brutalität recht, wenn es gilt, Englands plutokra- tisch-imperialistische Interessen gegen andere Volker durchzusetzen. Den Buren verkündete er Im Jahr 1902: „Es gibt nur ein Mittel, den Widerstand egekn 3520 bootet. _ , _ _ Und wie ist es in seinem jetzigen Krieg? Im April 1940 startete Churchill das Norwegen- Abenteuer unter der Parole: „Wir werden an der norwegischen Küste das besetzen, was wir für notwendig halten." Die harte Wirklichkeit war auch hier schneller als Churchills Lügen. Die Kosten auch dieses Churchill^Adenteuers bezahlte das englische ^Jm Westfeldzug erklärte Churchill noch nach der Niederlage in Flandern am 28. Mai 1910 im Unterhaus: ,',Die französische und die britische Armee werden trotz der letzten Rückschläge m Ho and und Belgien die Sommelinie und die Maglnotunie halten und wir werden siegen." 14 Tage f P a» ter war nicht nur die Maginotlinie zerbrochen, sondern lag ganz Frankreich am Boden, wahrend die englische Kontinentalarmee zerrissen und zerlumpt '„ihr Dünkirchen" hinter sich hatte. Im März- 1941 überraschte Churchill das englische Volk durch die Nachricht vom Putsch der Kriegshetzer in Belgrad mit den bervhmlen Worten, die er vor dem Zentralrat der Konservativen Partei sprach: „I have ?reat news ior you (Ich habe gute Nachrichten für Sie). Vier Wochen päter war Jugoslawien militärisch erledigt, hatte England Macht und Einfluß auf dem Kontinent restlos verloren. Bevor der Kampf um Kreta begann, erklärte Churchill am 6 Mai 1941 stolz: „Wir beabsichtigen, Kreta bis zum Tode und ohne irgendeinen Gedanken an Rückzug zu verteidigen." Am 2. Juni 1941 war der fluchtartige Britenruckzug aus Kreta bereits be« en^(s die Briten ihre Dezemberoffensive in der Cnrenaika begannen, kündigte Churchill an: .Jetzt ist die Zeit gekommen, den bisher stärksten Streich für den Endsieg, die Heimat und die Frei« beit zu führen. Die Armee in der Wüste kann dem Buch der Geschichte ein weiteres Blatt hinzufugen, w-lches den Blättern, auf denen Blenheim und Waterloo geschrieben steht, ebenbürtig ist. Heute nach zweimonatigem Kampf stehen die deutschen SstH lungsstätte 6leE®i Freude“ wD Annahme von Anzeigen für bic Mittagsnummer bis 8’/., Ubr desBormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 9h)f. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 60 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbfchlüffeMengenftaffel» Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. 3m Mittelmeergeblet stellten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Tobruk einen britischen Flottenverband und erzielten Bombenvolttreffer auf einem leichten Kreuzer. Bei einem Tagesangriff deutscher Kampffliegerkräfte auf den Flugplatz halfar der 3nsel Malta wurden Bombeneinschläge in Hallen und abgestellten Flugzeugen erzielt. Deutsche Jäger schossen hierbei in Luftkämpfen ohne eigene Verluste acht britische Jagdflugzeuge ab. Oie Betreuung des Afrikakorps. Berlin, 27. Januar. (DNB. Funtspruch.) Mit dem letzten Geleitzug ist in Nordafrika ein Schiff eingetroffen, das wiederum taufende von Liebesgabe n Päckchen der faschistischen Organisation „D o p o l a v o r ö" für die in Nordafrika kämpfenden italienischen und deutschen Soldaten geladen hatte. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr über 42 000 Liebesgabenpäckchen allein für die. deutschen Soldaten gepackt und verschickt. Diese Päckchen, die in Italien von italienischen Frauen und Mädchen zusammengestellt werden, enthielten Rauchwaren, Süßigkeiten, Rasierapparate und andere nützliche Gegenstände, außerdem sind zahlreiche Grammophonapparate, Rundfunkgeräte, deutsche Bücher zu den deutschen Truppen in Afrika verschickt worden. Die in Italien lebenden reichsdeutschen Frauen und Mädchen sind dabei, weitere 25 000 Liebesgabenpäckchen der „Dopolavoro" zu packen. Noch als Wrack einen britischen Zerstörer versenkt. Rom, 26. Jan. Ein von Italien nach Afrika unterwegs befindlicher Geleitzug wurde kurz vor der afrikanischen Küste mitten in der Nacht von starken feindlichen Einheiten angegriffen. Ein italienischer Zerstörer ging gegen die überlegenen feindlichen Stteitkräfte sofort zum Angriff über. Durch die Breitseite eines feindlichen Kreuzers manooner- unfähig geworden, setzte der Zerstörer dennoch den Kamps fort. Es gelang den Ueberlebenden, das Schiff zu wenden und aus den unversehrt gebliebenen Hecktorpedorohren drei Torpedos auf einen bis auf 500 Meter herangekommenen englischen 1 Zerstörer der „Mohawk"-Masse abzufeuern, der ' gleichzeitig mit dem italienischen Zerstörer und 1 seiner heldenhaften Besatzung in den Fluten ver- 1 sank. Tatsachen gegen Churchill. Was Churchill versprach und was er hielt. - Blut, Schweiß und Tränen den Vortagen geleistete kräftige Mitwirkung zu leihen. Eine Hurricane wurde abgeschossen. Drei italienische Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Ein weiterer großer G e l e i t z u g ist trotz heftiger feind- licher Gegenwirkung in Libyen eingetroffen. Eines der zahlreichen Schiffe des Geleitzuges wurde ge- troffen und ging unter. Das Schiff hatte nur Truppen an Bord, die nahezu sämtlich auf im Geleitschutz fahrende Zerstörer übernommen wurden und ebenfalls am Bestimmungsort an gekommen sind. Ein Unterseeboot ist nicht zurückgekehrt. Hohe britische Verluste. Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten anhaltende Kämpfe. 3m Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht westlich Pembroke einen größeren Frachter durch Bombenwurf so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Weitere Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen einen Hafen an der S ü d w e st - küstederZnsel. In Nordafrika stießen die deutsch-italienischen Verbände dem geschlagenen Gegner nach Und fügten ihm in heftigen Kämpfen weitere schwere n. ? ? de- l 9e®ann an leib ar bedroht. • Die beiden Eckpfeiler der indischen Verteidigungs- tterfe heißen Suez und Singapur. Sie sollen ncht nur im Westen und Osten den Zugang zum kindischen Ozean abriegeln, sondern sie liegen auch nm äußersten Rande der Äorfelder, welche sich von llndien aus nach beiden Richtungen bis an die 6renze der afrikanischen, europäischen und pazi- ischen Welt erstrecken. Dabei hatte, solange das Schwergewicht der Weltpolitik noch nahezu aus- chiießlich in Europa lag, die Verteidigung Indiens ücd) Westen in den Erwägungen britischer Staats- ü'inner eine sehr viel größere Rolle gespielt als Le Sicherung nach Osten. Besonders Lord Cur- zon, der von 1899 bis 1905 Dizekönig von Indien linb nach dem Weltkrieg englischer Außenminister ft ar, hat immer wieder darauf bestanden, daß danz Vorderasien zum Vorfeld der indischen Verteidigung werden müßte. Die Unterdrückung der I irakischen Nationalbewegung und die Besetzung irakischen Gebiets in diesem Krieg bedeutet also nur tie Verwirklichung eines alten englischen Programms. Allerdings besteht das östliche Vorfeld Indiens keineswegs allein aus Malaya und Singapur, wenngleich diese Festung schon infolge ihrer geographischen Lage besondere Bedeutung besitzt, i-luch Burma ist nur ein Teil dieses Vorfeldes, imb es ist sehr wahrscheinlich, daß auf burmesischem Oebiet noch entscheidungsvolle Kämpfe ausgetragen toetben. Aus diesem Grunde ist Burma dem neuen i Oberkommando General Wavells ungegliedert OÄ * vorden. Ueberhaupt lassen die jüngsten Umbe- chungen in den britischen Kommandostellen zwi- chen Bengasi und Batavia erkennen, daß die Überlegungen der „Weltstrategen" in Washington in besonderem Maße der Verteidigung Infi en s gegolten haben. Die beiden wichtigsten Kommandos, die es auf Seiten der Angelsachsen im Augenblick gibt, sind die Kommandos über die Vorfelder der indischen Verteidigungswerke. Im besten reicht Öer Kommandobezirk General uchinlecks von der Cyrenaika bis nach Iran. General Auchinleck ist aus der indischen Armee heroorgegangen und war neun Monate lang ihr Oberbefehlshaber. General W a v e l l , dessen Kom- lnonbobezirk von Burma bis an die Grenzen des australischen Kontinents reicht, war vorher Ober- lommanbierenber in Indien. Ihm unterstanden die tröste in Burma mit General Hutten an der Spitze, der bis vor kurzem Wavells Stabschef in Indien war und feit vielen Jahren in 'Indien dienst tut. Wayells jetziger Stabschef ist General ö o wnall , der vor und nach dem ersten Welt- krieg in Indien gedient hat. Indessen hat Indien ielbst in General Hartley einen neuen Ober- kommandierenden bekommen, der seit Beginn seiner Osfizierslausbahn vor 35 Jahren in Indien gelebt „ Verluste an Menschen und Material zu. Allein am S gwn r.--...... r°.^ » MW ... Berlin, 27.San. (DNB.Funkspruch.) 3m Zuge der Kämpfe nordostwärts von Agedabia sind die deutschen und italienischen Streitkräfte den zurück- weichenden britischen Formationen nachgestoßen. Mehrere kleinere britische Verbände wurden durch schnelle und wirksame Vorstöße der Achsenstreitkräfte a d g e s ch n i 11 e n. Die Zahl der in diesen Kämpfen erbeuteten unk vernichteten feindlichen Panzerkampfwagen hat sich weiter erhöht. Unter ihnen befinden sich zahlreiche unversehrte Panzer. Zusammen mit den Truppen des Heeres bleiben Kampfflugzeuge der deutschen und italienischen Luftwaffe ständig am Feind und beunruhigen ihn durch fortgesetzte wirkungsvolle Angriffe auf Truppen und Fahrzeugkolonnen. Aus Rom wird weiter gemeldet, daß infolge der Vorstöße der Kampfwagengruppen der Achsenmächte die feindlichen Linien in Verwirrunggera- t e n seien. Besonders starke Verluste habe die zweite englische Kampfwagenbrigade erlitten. Das Hauptziel, die feindlichen Streitkräfte zurückzuwerfen und zum Verzicht auf weitere Angriffspläne zu zwingen, fei voll erreicht worden. Der von den Engländern am 18. November begonnene Feldzug zur vollkommenen Eroberung Libyens könne als mißglückt gelten. Am 22. Juni 1941, dem Tage, an dem Europa unter Führung Adolf Hitlers der bolschewisti - schen Bedrohung entgegentrat, frohlockte Churchill über den neuen Bundesgenossen und versprach ihm die Hilfe des gesamten'britischen Empire. Er erklärte: „Wir werden Deutschland bombardieren bei Tage und bei Nacht, in immer zunehmendem Maße, und werden Monat für Monat schwere Bomben- ladungen abwerfen, um die Niederlage Deutschlands zu erzwingen." Heute ist fast die Hälfte des europäischen Teiles der Sowjetunion mit ihren Rohstoffquellen in deutscher Hand, und Churchills Prophezeihungen haben sich wieder einmal als Geschwätz erwiesen. Am 8.12.1941 versicherte Churchill den Mitgliedern des englischen Unterhauses: „Einige unserer chönsten Schiffe haben ihre Stationen im Fernen Osten erreicht. 3ehe Vorbereitung, die in unserer Macht Tag, wurde getroffen, und ich bin überzeugt, daß wir uns gut halten werden" Zwei Tage später, am 10. 12., Tagen die Schlachtschiffe „Prince of Wales" und „Repulfe", der Stolz der britischen Flotte, vor Singapur auf dem Meeresgrund. Churchill aber entzog sich der blamablen Situation durch schnelle Abreise nach Amerika. Wie immer, wenn die Tatsachen ihn Lügen strafen, inszeniert er einen neuen Theatercoup, um die Aufmerksamkeit des englischen Volkes von den Katastrophen abzulenken, die er verschuldet hat. Schon Lovd Fisher hatte den miserablen Kriegsstrategen Churchill verächtlich einen „schlechten Bertie- r e r" genannt. Er hat sich seinen Weltkriegstitel „Erster Lord der Unfähigkeit" in diesem Kriege Berlin, 27.Januar. (DNB.) Das Deutsche Nachrichtenbüro veröffentlicht folgende interessante Gegenüberstellung dessen, was Churchill versprach und was er hielt: 1. Churchill als Kriegsftralege. Am 8. Oktober 1914 erklärte Churchill dem Bürgermeister von Antwerpen: „Es geht alles in Ordnung, Sie brauchen keine Sorge zu haben, wir werden die Stadt retten." Zwei Tage später, am 10. September, fiel Antwerpen in deutsche Hand. Am 21. September 1914 erklärte Churchill: „Wenn die deutsche Flotte nicht aus ihren Häfen kommt, werde ich sie ausgraben, wie Ratten aus ihren Löchern " Tags darauf am 22. September 1914 torpedierte Weddigens „U 9" die britischen Kreuzer „Abou-kir", ,^)ogue" und „Cressy". Im März 1915 wollte Churchill den Weltkrieg in G a 11 i p o l i entscheiden. Das dilettantische Aden- teuer kostete England 34 000 Tote und war ein völliges Fiasko. Und damals wurde Churchill als „Erster Lord der Unfähigkeit" schleunigst ausge- rs j fobh ß/ji tipcn jedoch an dem gleichen Fehler, der die gesamte bn= tische Kriegführung seit dem September 1939 auszeichnet: es sind Improvisationen, die nur allzuoft durch die Ereignisse überholt werden. Als Disraeli der Königin von England den Kronschatz der indischen Moguln überreichte, beugte Lord Ran- dolph Churchill sich über die Wiege seines wenige Monate alten Sohnes Winston, nicht ahnend, daß dieser Sohn am Ende seines Lebens das kostbarste Juwel der britischen Krone zum Einsatz des gefährlichsten Spiels machen würde, das je ein briti- tischer Staatsmann gespielt hat. ?nrHöer5 vereinigt wurden, sprach der zu dichterischen endungen neigende Ministerpräsident Lord B a - 1 irtsfielb, hinter dessen glanzvollem britischen lelstitel sich der als Romanautor und Politiker »ich erfolgreiche Jude Benjamin Disraeli ver- ira, der Königin Viktoria feinen Glückwunsch mit Worten aus, daß nunmehr der britischen Krone ir kostbarstes Juwel eingefügt sei. Der Verlauf des lieqes in Ostasien hat die Engländer gezwungen, ........ lh iTbien eine ganz anders geartete Rolle zuzuweisen Ergebnis J' z sie ursprünglich geplant hatten. In den ersten -niu ronaten des europäischen Krieges war Indien von n veränderten Verhältnissen nahezu unberührt ge- jeben. Erst die Monate nach dem Zusammenbruch sankreichs brachten eine Aenderung. Damals schon af Churchill feine Vorbereitungen für einen lan» ,n und weltumfassenden Krieg, wie dies inzwischen urtf) die Enthüllungen über seine Verhandlungen rit Moskau und mit Washington der Welt offen» ir wurde. Damals wurde auch Indien in diesen ;ian einbezogen. Es sollte das große Reser- o ir von Menschen und Material für j« späteren Kriegjahre werden, der große Iinfchlagplatz zwischen den britischen Stellungen im Mittleren Osten und im südwestlichen Pazifik. Die Welt erfuhr zum erstenmal von diesen Plä- m als im Spätherbst des Jahres 1940 in Delhi ie erste Sitzung des E a st e rn S u p p l e Y C ou n- il stattfand. Dieses damals neu geschaffene Gre- üum bestand aus Vertretern der pazifischen Dominien Australien und Neuseeland, der tute schon fast ganz verlorenen Kolonie der itraits Settlements, Burmas und Indiens, und außerdem wurden zu den Be- ütungen verschiedene Offiziere der Oberkommanos im Mittleren Osten und in Ostafrika ntsandt. Ueber den Verlauf der damaligen Bera- mgen erfuhr die Außenwelt lediglich die üblichen lichtssagenden Worte von der völligen Ueberem- limmunq und der unerschütterlichen Entschlossenheit, lit umfassenden Pläne, welche dem Eastern upply Council- damals und später vorgelegen oben, behielt man für sich. Nachdem die Welt in- wischen die unzulänglichen Vorkehrungen der Engler in Malaya in der harten Wirklichkeit ken- angelernt h-at, kann man allerdings nicht nur die Cmtrüftung der englischen wie der australischen Oef- fentlichkeit verstehen, sondern muß auch zu dem Urteil gelangen, daß die weitreichenden Plane, welche tie Konferenz von Delhi zu prüfen hatte, nur Pläne geblieben sind. Vermutlich wird Churchill bei seinen Beratungen in Washington sich bemüht haben, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, doch haben sich die Voraussetzungen in- zwischen geändert. Es geht nicht mehr darum, Indiens Reichtümer für die Verwendung an anderen Etellen bereit zu machen, sondern das „kostbare Öuroel der britischen Krone" ist selbst u n m 11 • Viertägiges Ringen im Oonez-Rogen Das Ritterkreuz bri- Eck- Expl MhbyPre in iormert an der Scheite geschichtet,' in der Art, wie . kannten. Der Sims des Kamins Zeitschriften. Aufgabe de- Erdreichs übertragen: Heimat ju fchaf. Preisfrage runden den Jnhatt i^s sm. Denn Heimat, das ist der Wohnort der Be- falt redigierten mid gedruckten Heftes ab. Oer Wappenspruch. Von Walther von Hollander. In memoriam Major von P., gefallen Polen, September 1939. nur darauf gewartet. Sie erhob sich schnell: „Kommen Sie. Gehen wir zu ihm." Sie schloß die Tür zum Zimmer auf. Man hörte es dem Schlüssel an, daß er lange nicht benutzt war. Es war kellerkalt im Zimmer. Die Deckenlampe brannte grell. Im Kamin waren Sie baut die festen Straßen des Reiches, sie ist den Städtegründern nahe, der Urbarmachung der Wildnis, dem Gange des Pfluges, dem Zuge der Heere. Sie war da, noch ehe der Geist seine schnellen und kühnen Werke vollbracht, sie ist grau von Alter und kennt die Pole der Erde und die Um» drehungen der Sternkreise. Und doch ist sie auch im kleinsten Werk des Alltags als Prüfstein der Unsterblichkeit, ja sie scheint die liebste Tochter der Mächte zu sein, die nur deshalb so erhaben schweb gen, weil sie sehen wollen, wie weit der Mensch auch ohne Zuspruch beständig sein kann. Darum wurde ihr auch die schönste und lieblichste Berlin, 26. Januar. (DNB.) Der Führer ver. lieh das Ritterkreuz an Oberst von Zangen, Führer einer Infanterie-Division, Oberst Freiherr von L ü t t w i tz, Kommandeur eines Schützenregi- ments, Oberstleutnant RitteroonHeigl, Kon,- mandeur eines Pionier-Bataillons, Oberleutnant D o w e r k, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, Leutnant Ruppert, Zugführer in einem Infanterieregiment, Stabsfeldwebel W i e r s ch i n, Zugführer in einem Pan-zerregiment, Oberfeldwebel Reisig, Zugführer in einem Infanterieregiment, Gefreiter Pelzer in einem Infanterieregiment. wir es von P. kannten. Der Sims des Kamins aber war mit einer Decke verkleidet, die ihm fast Das kleine Gutshaus liegt in Pommern, dort, wo die Wege unwegsam werden, wo man im Win- ' ' * "mögen hinge- Ober Jtronbe Hayner sei, Sdttriea deir N Lahre El Wm. Auch und war b'Lichterfeld W seines Mundet. 0 Arniachtsrc Barcelona bin dritten ‘ -Mast. 31 Montserrat i schmückten toi franco i Woche bi 1 der Sy I tiitribüne ' MP. und he’ L, jl<‘ ’ jielN K«’1’5 Ivel $ 6I«S < ß «IV hlt 2 g W ÄS fett ti. -1 flleli"» 516®- 2il ® L-VSlieV Wenige rranspor' laufen woM Lerere Hunde' Der ViM i kr Deutsch-Bu W Freiheitsk M Slubenmim I Wenische M I Hlomaten so> I mit bei. I Lus Einlad I rr.Ley traf d I drr niederländ I derg, zu eine' I Berlin ein. 3' I .'ch mehrere r I ver USA -s I darben Dollar I sachlich zur D jets in der — durch den die Oka-Stellung bedroht wurde, den Feind über den Oka zurück. Am 2. und 31.1.1942 wurde ein erneuter starker Sowjetangriff zurück» geworfen und der Feind über die Oka getrieben.— Oberstleutnant Ritter von Heigl hat, als er Anfang dieses Monats den Befehl zum Abmarsch in eine vorbereitete Stellung bei den grundlosen Wegen nicht ausführen konnte, erneut den Feind angegriffen, brachte ihm schwere Verluste bei und errang einen großen Erfolg. — Oberleutnant D o • werk hat in den Tagen vom 14. bis 16.12.1941 mit schwachen Truppen allein auf sich gestellt^ durch di« Wiedereroberung von Lokotnja dem Feind in — Im Januar-Heft der Monatsschrift „Freude am Leben" (Herausgeber Dr. Walter ©reite; Hugo Bermühler Verlag, Berlin-LichterseldH berichtet Professor Dr. Max Hartmann vom Kaiser» Wilhelm-Institut für Biologie in Berlin-Dahlem über die Befruchtungsstoffe der Seeigel. Eine sehr interessante Arbeit von Professor Dr. W. Goetsch befaßt sich an Hand zahlreicher Bildbeigaben mit den Behausungen von Menschen, Ameisen und Termiten in den verschiedenen Landschaften Süd» amerikas und schildert anschaulich und einleuchtend, wie sich die menschlichen und insektenstaatlichen An» siedlungen in überraschend ähnlicher Weise mit den Besonderheiten der Landschaften auseinandersetzen. Ein ebenfalls bebilderter Aufsatz von Dr. F. Rem, öhl erläutert am Beispiel von Weizen, Kartoffel und Zuckerrübe, welche für unsere Ernährung über» aus wichtigen Züchtungserfolge bei unseren Kulturpflanzen erzielt worden sind. Dr. G. von Franken» berg macht in einem bebilderten Beitrage auf das Blausieb als einen Feind der Obstbäume aufmerksam. In den kleinen Beiträgen sind besonders interessant die Berichte über den katastrophalen Meisenrückgang 1939/41 und über einen Kampf zwischen Bussard und riesel. Buchbesprechungen, die Liste der Neuerscheinungen und die beliebte Preisfrage runden den Inhalt des mit vieler Sorgschlagen werden konnten. Rumänischer General mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 26. Januar. (DNB.) Der Führer ver- lieh das Ritterkreuz an Brigade-General Mihai Lascar, Kommandeur einer rumänischen Ge- birgsbrigade. Er warf am 26. November 1941 den stark verschanzten Gegner aus Alau und stürmte mit seinen Gebirgsjägern die Höhen ostwärts des Kapellenberges. Einen Tag später nahm seine Brigade nach hartnäckigem Bunkerkampf eine wichtige Höhe. Am 17. Dezember führte General Lascar seine Truppen in vorderster Linie zum Sturm auf Kor- lowka und die Höhen von Tschorbuny, wodurch die Verbindung mit einer deutschen Angriffsgruppe hergestellt wurde. Mit der Verleihung des Ritterkreuzes wird auch feine tapfere Brigade ausgezeichnet, die auch in den harten Kämpfen des Winters ununterbrochen Seite an Seite mit dem deutschen Heer in treuer Waffenkameradschaft kämpft. Das Ritterkreuz für einen Fernaufklärer Berlin, 2«.Januar. (DNB.) Der Führer ver- lieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an Oberleutnant Waldemar Felgenhauer, Flugzeugführer in einer Aufklärungsstaffel, der in Dreistündigen, über weiteste Räume führenden Flügen mit feinem Beobachter hervorragende Erfolge für die operative Führung erbracht hat. Don einem Aufklärungsflug in Frankreich kehrte er nach schweren Luftkärnpfen mit 150 Treffern im Flugzeug nach Erfüllung des Auftrages zurück. Auch im Mittelmeerraum ist sein Flug- ,zeug wiederholt schwer beschädigt worden. Trotzdem hat er seinen Auftrag durchgeführt und wertvolle Ergebnisse heimgebracht._________________ Meinen D ve*l brechen. Pen würde * foiPÜge- «'«n Em fr bgbun * gute W und W- An, mit ü[ »eneller i i*me. z» ‘Soffen. £ L" Ei' IMeiten s°' ging W huch Ito1 Unh W-n. 6i H1 «lies „Hb h? ""in । IS» > Iw'"”"' IS «nie IHebe, 1 S«l ein I br. ^>r fei k* Ai Ito Das, was man tragen muß — so hatte er mir im Sommer gesagt, als die Kriegswolken unaufhaltsam aufzogen — das, was man tragen muß, soll man ohne Klagen und Murren tragen. Und vor allem so, daß die andern nicht merken, wie schwer man trägt. Dann hatte er wieder fein herrliches, heftiges Lachen gelacht. Wir faßen nachher noch eine Weile alle zusammen in der Halle. Dann gingen die Kinder und die andern. Und es war, als hätte Frau von P. r Hlitl Oberst von Zangen trug beim Angriff auf Mogileff am 26. 7.1941 dazu bei, daß der Ausbruch der Besatzung vereitelt wurde. Beim Angriff auf Jelna am 6.10.1941 gelang es ihm, in raschem Vorstoß das Höhengelände vor Schilows mit geringen Verlusten in Besitz zu nehmen. Oberst F r h. v. Lüttwitz warf bei dem Einbruch der Sow- Gegend von Reprina am 28.12.1941, und lebhafter als sonst, als fürchte sie, man könne sie mit jenen Beileidsmienen oder Trauerworten überfallen, die allen wahrhaft Trauernden so unerträglich sind. Die Kinder freilich, drei Mädchen, 16, 14 und 12, schienen von der Erinnerung an unseren letzten Sommer gepackt. Sie wandten sich schnell' ins Haus, und der Aeltesten rannen ein paar jener lautlosen Tränen über die Wanaen, die unmittelbar aus dem Herzen fließen und nicht zu bändigen sind. Auch Frau von P. schien einen Augenblick die Haltung zu verlieren. Aber als wir bei Tisch saßen, schien sie wieder fast heiter. Wir saßen an dem gleichen Tisch wie immer. Der Stuhl des Hausherrn, ein hochlehniger Armstuhl mit dem Wappen der P.'s, war beiseite geräumt und stand in der Fensternische mit dem Rücken zu uns,,mit der Aussicht auf den Hof, fo, als ob der Tote die Aussicht bis zum Lindentor haben sollte, die er immer so geliebt hatte. Und obwohl sich jeder bemühte, nicht hinzusehen, gingen doch alle Blicke immer wieder hinüber, und es schien uns, als wäre der Major gegenwärtiger als je. der Flanke der Division ein wichtiges Bollwerk aus der Hand gerissen. Auch sein Eingreifen bei Dgar- kowo und bei Sagorje war kämpf entscheidend für die Division. . In den Waldgebieten Mich Brjansk erhielt Leut- nant R u p p e r t am 7.10.1941 den Auftrag, Eisen- bahnbrücken über die Desna südwestlich Wyonitschi unversehrt in die Hand m bekommen. Ganz auf sich gestellt eroberte er auf dem Anmarschweg einen Eisenbahnzug, fuhr gegen die Brücke vor, nahm diese trotz starker feindlicher Abwehr im Sturm, verhinderte die Sprengung und hielt die Brücke einen Tag lang bis zum Eintreffen von Verstärkungen. — Stabsfeldwebel Wrerschin zeichnete fick bereits in den Kämpfen um die Brücke bei Borrisow über die Beresina im Juli 1941 aus. Am 7.10.1941 erhielt er den Auftrag, die Brücke bei Chwaftowitfchi 3u sprengen. Trotz der sehr starken Besetzung gelang es ihm, durch geschickte Feuerleitung den Gegner niederzuhalten, daß die Sprengung durch Pioniere glückte. — Am 10. 9.1941 war Oberfeldwebel Berlin, 27. Januar. (DNB. Funkspruch.) In mehrtätgigen, ununterbrochenen Kämpfen haben die deutschen Truppen im Donez-Bogen zwischen dem 20. und 23.1. heftige bolschewistische Angriffe abgewehrt. Infolge der unerschütterlichen Verteidigung unserer Soldaten, die in Schneesturm und stärkster Kälte allen feindlichen Angriffen standhielten, war den Bolschewisten m diesem viertägigen Ringen kein besonderer Erfolg beschieden. Gegen eine Einbruchsstelle richtete sich am 24. 1. ein wirksamer Gegenstoß der deutschen Infanterie, die den Feind verjagte. In engem Zusammenwirken schlugen am 24. Januar deutsche und italienische Truppen i m Südteil der Ostfront zwei bolschewistische Angriffe zurück. Die Bol- schewiften mußten sich ergebnislos zurückziehen. Durch einen deutsch-italienischen Gegenangriff ver- loren die Bolschewisten 200 Tote, 35 Gefangene, 7 Maschinengewehre und zahlreiche andere Handfeuerwaffen. . .... , . Nordostwärts von Kursk führte em Angriff einer kleinen deutschen Kampfgruppe auf einen von den Bolschewisten besetzten Ort am 24.1. zu einem vollen Erfolg. Die Kampfgruppe wurde von einem Sturmgeschütz begleitet. Während dieses die bolschewistischen Widerstandsnester und Befestigungen niederhielt, arbeiteten sich Jnfanterie-Kompa- nten von zwei Seiten an den Ort heran. Der trotz Schnee und Kälte unaufhaltsam vorgetragene deutsche Vorstoß zwang die Bolschewisten, schon nach kurzem Kamps, der sie viele Tote kostete, die Ort- Beständigkeit. Von Josef Magnus Wehner. Beständigkeit ist die Tugend, die auf Bestand zielt. Sie wahrt im Werden nicht nur das Ewige, Eigene, Heilige, das von urher in die Welt Eingesenkte, Gesetz, Sitte, Art; sie verwehrt nicht nur dem stürmisch Aufbegehrenden, Chaotischen, Zügellosen den Freibrief auf Zerstörung heiliger Gestalt, sie wird vielmehr im Kampfe selbst sichtbar, ritterlich, gepanzert und ernst; denn in ihrer Wurzel ruht das Wort Bestehen, und um dieses Wort wirbeln wie um den granitenen Sockel der Welt Streit und Verführung, Trotz und Abfall, Verwirrung und Eigensucht. Beständigkeit will den uralten Kampf bestehen, der nie aufhören kann, solange Tod und Leben im unendlichen Raume miteinander ringen. Beständigkeit ist Im wiederholten Angriff gegen den Feind, sie ist in der Mühsal der Märsche, in Feuer, Schlamm und Hunger das alte Heilbild, von dem Kraft in alles Fleisch strömt; sie ist im Zucken der Arbeit der unbeugsame Wille zur Doll, endung. Aus dem ruhenden Sein aufsteigend, gleich der beständigen Sonne, geht sie ihren Weg durch den Alltag nicht anders als'ein Held, der Treue, dem Gehorsam, dem Fleiße verwandt, und doch älter als alle, noch vor dem Menschen da in allen Sternen und Erden der Schöpfung, Urgestein gleich dem schlichten grauen Granit. wo die Wege unwegsam werden, wo i ter nur auf dem hochrädrigen Jagd: langen konnte und die Autos im Do Chaussee stehenbleiben mußten. Jetzt sind die Autos schon lange fort, und auch Pferde kann man nicht zur Bahn schicken, um Gäste abzuholen; sie haben Wichtigeres zu tun. Wir mußten also von der Station aus mit unseren Rädern hinfahren. Es war einer der herrlichen Novembertage des letzten Jahres. Wir kamen gegen Abend an. Frau von P. stand wie immer mit ihren Kindern auf der großen Sandsteintreppe. Sie trug den gleichen Fohlenpelz, den sie immer trug, und das gleiche Kleid wie im vorigen Herbst. Keine Trauer. Ihr Gesicht war um einen Schein blasser, aber ruhig wie der Mond, der gerade über den Ulmen hervorkam. Sie begrüßte uns ein wenig hastiger Tokio, 26. Januar. (DNB. Funkspruch.) Schwere, dreißig Stunden dauernde Kämpfe gingen der Besetzung der stark befestigten Stadt K l u a n g in Zentral-Johur voraus. Ausgesuchte Einheiten der japanischen Armee verfolgen den sich überstürzt zurückziehenden Feind. Zwischen Dong Pang und Ayer I t a m, das inzwischen gleichfalls gestürmt werden konnte, versuchte der Feind, mit Unterstützung von zwölf Tanks durch einen Gegenangriff den japanischen Vormarsch aufzuhalten. Er wurde aber zur Flucht gezwungen, nachdem zwei Tanks in japanische Hände gefallen waren. Die; Kämpfe der letzten Tage in Mittel-Jo hur spielen | sich auf einer 50 Kilomerter breiten Front ab, die etwa von Nordost nach Südwest verläuft, i Die letzten Zusammenstöße Mischen feindlichen Tankeinheiten und japanischen mechanisierten Trup. | pen zählen zu den schwersten Kämpfen tm bisherigen Berkaus des Malaya-Feldzuges. Japanischs Streitkräfte landeten in Sengaran, 15 Kilometer südöstlich von Baku Pahat an der Westküste der Malayen-Hakbinfel. Ettva 20 000 Mann, die großenteils der achten australischen Division angehören, sind jetzt umzingelt. Der japanische Dormarsch geht in schnellem Tempo weiter. Die japanischen Streitkräfte stehen in einem Halbkreis ungefähr 65 Kilometer von Singapur entfernt. Oie Beute des japanischen Heeres. Tokio, 27. Jan. (DNB.) Das Oberkommando des japanischen Heeres gibt eine Zusammenfassung der Beute auf allen Kriegsschauplätzen vom Beginn der japanischen Kampfhandlungen bis 17. Januar bekannt. Ste beträgt 633 Flugzeuge, 142 Panzer» kampfwagen, 1149 Maschinengewehre, 2100 Lastkraftwagen. Außerdem haben die Heeresverbände bisher insgesamt 16245 Gefangene gemacht und 2405 Gefallene des Gegners aufgefunden. Die Beuteziffern der japanischen Seestreitkräfte und Marineluftwaffe sind in diesen Zahlen nicht ent« halten. Der größte Teil des Geräts, der Waffen und Fahrzeuge kann von den Briten und den USA.-Streitkräften in den ihnen verbliebenen Gebieten nicht mehr ersetzt werden. Tokio, 27. Januar. (DNB. Funkspruch.) Japa» nische U-Boote haben in den Gewässern um schäft zu räumen. Zwei Panzerkampfwagen, mehrere Ästkraftwagen und einige Schlitten fielen in deutsche Hand. I m Waldai-Gebiet griffen zwei bolschewistische Bataillone nach starkem Artillerie- und Granatwerferbeschuß eine im Bereich der deutschen Linien liegende Ortschaft, die nur von Mei brandenburgischen Wachkompanien besetzt war, in mehreren hintereinander folgenden Wellen an., Einzelnen feindlichen Gruppen gelang es, bis an die ersten Häuser des Ortes heranzukommen. Nach schweren Nahkämpfen in den Straßen und Häusern wurden sie aufgerieben. Erst am späten Abend zogen die Bolschewisten sich in ihre Ausgangsstellungen zurück. Um den Ört herum, der feit in deutscher Hand blieb wurden 330 gefallene Boschewisten gezählt. Die deutschen Verluste waren sehr gering. Nordostwärts des Ilmensees stürmte der Feind nach heftigem Artilleriefeuer umfassend gegen unsere (Stellungen, die einen wichtigen Ort sicherten. Zahlreiche sowjetische Kampftlieger unterstützten den Angriff. Während Infanterie aus ihren Stellungen heraus die wiederholten Angriffe des Feindes abwies, nahm unsere Bodenabwehr die angreifenden Flugzeuge unter Feuer. Wo der Gegner in einzelnen vorgeschobenen Stellungen durch sein Uebergewicht an Zahl zunächst kleinere Einbrüche erzielte, wurde er wieder zurückgeworfen. Bei starker Kälte leisteten unsere Truppen so hartnäckigen Widerstand, daß der Ort fest in deutscher Hand blieb und die Bolschewisten hohe Verluste erlitten. etwas Altarhaftes verlieh. Die Hausfrau beugte sich nieder und zündete das Feuer an. Wir fetzten uns nahe an die Flammen. „Er hatte das Holz selbst geschichtet", sagte sie, „er wollte es gleich an- zünden, wenn er nach Hause kam." Und ganz leise: „Meine Aelteste sagte vorhin: erst als Sie beide kamen und mit Ihnen der letzte Sommer .... erst da wußte sie ganz, daß er nicht wiederkommen würde. Und ..sie wies in die Flammen, „mir geht es ebenso." Wir schwiegen. Der Wind, der draußen heftiger geworden war und einen prickelnden Regen gegen die Fenster trieb, lieh auch das Feuer im Kamin kräftiger aufflammen. Dann stürzten die Scheite, und es war ähnlich, wie nfrenn Schollen auf einen Sarg fallen. Frau von P. erhob sich. Schweigend nahm sie die Decke vom Sims und enthüllte damit einen Spruch, der um den Kamin gemalt war. Und zwar hatte man ihn in der energischen fleinen Schrift des Majors von P. draufgemalt. Es war der Wappenspruch der Familie, und er lautete: „Nur das Haus, auf Menschen gebaut, steht fest." Sie ging, die Decke wie eine Fahne hinter sich herziehend, schnell hinaus. Wir wußten nun, wes- halb sie uns so dringend gebeten hatte, zu kommen. Es war die schönste Gedächtnisstunde für einen Toten, die wir je erlebt haben, und wir haben viele erlebt der Duren zu brechen, das ist die härteste Unter- drückung — mit anderen Worten: ,Wir müssen die Eltern töten, damit ihre Kinder Respekt vor uns haben'." Zur Behandlung der Iren gab er 1917 folgendes Rezept: „Man muß die Iren Niederschlagen wie Hund e.“ Gegenüber 2 n • dien pries Churchill im April 1919 im Unterhaus das berüchtigte Blutbad von Amaritsa, bei dem 379 unschuldige indische Männer, Frauen und Kinder erbarmungslos zujammengeschossen wurden. Am 20. Januar 1940 erklärte Churchill über F i n n- lands Freiheitskampf: „Das Licht der Freiheit, das fo hell im eisigen Norden leuchtet, gibt zu der Hoffnung Veranlassung, daß ein Verkünder kommen und dem Fortschritt der Menschheit die Spur weisen werde/ Als Finnland seine Freiheit erkämpft hatte, erklärte Churchill Finnland d e n Krieg, um es aufs neue den bolschewistischen Unterdrückern auszuliefern. Das jüngste Beispiel für Churchills lügnerische Haltung gegenüber den freiheitswilligen Völkern bildet der britische Gewalt- akt gegen den Ministerpräsidenten von Burma, U Saw, der maßvoll in London unter Hinweis auf den Freiheitswillen von 15 Millionen Burmesen den Dominion-Status für fein Land gefordert hatte, ober kalt abgeroiefen und auf Geheiß Churchills der Rückkehr in feine Heimat durch die Verhaftung entzogen wurde. 2. Churchill und -le Kriegsschuld. Churchill erklärte jüngst in Ottawa: „England hat den Krieg nicht gewollt." Aber schon im Jahre 1936 sagte er dem amerikanischen General Wood: „Deutschland wird zu stark — wir müssen Deutschland vernichten." Churchill schrieb am 21. Juni 1939 im „Paris Soir": ,Es liegt schon ein gutes Stück Wahrheit in den Vorwürfen der Einkreifungspolitik der West- möchte — es ist heute nicht mehr möglich, die Wahrheit zu verbergen." 8. Churchill und Old England. Churchill hat versprochen: „There will al- ways be an England“ (England wird nie untergehen). Tatsächlich hat er an die Vereinigten Staaten abgetreten: Neufundland, die Bermuda- Inseln, die Bahama-Jnseln, Jamaica, Santa Lucia, Trinidad, Britisch-Guayana, Antigua. Oer erste Lustangriff auf Port Oarwin. Tokio, 26. Jan. (DNB.) Nach einer Mitteilung des Hauptquartiers haben japanische Streitkräfte, die am 23. Januar bei Kawiang auf Neu- Mecklenburg, einer Insel des Bismarck-Archi- pels, landeten, bereits am folgenden Tage die Stadt und die umliegenden Gebiete besetzt. Japanische Flugzeuge haben nach einer Meldung aus Batavia Port Darwin bombardiert und damit erstmalig das australische Festland angegriffen. Dort wurden vom australischen Militär fieberhafte Vorbereitungen getroffen und Uebungen zur Abwehr von Landungen und Luftangriffen abgehalten. Das Militär sührt über die indifferente Haltung der Zivilbevölkerung, die bei dem Bau von Luftschutzanlagen nicht mit dem Militär zufammenarbeitete, lebhafte Klage. In Melbourne gab der australische Kriegsminister Forde bekannt, daß verschiedene Plätze an der Ostküste Neu-Guineas, die bereits von der japanischen Luftwaffe bombardiert wurden, geräumt worben sind, da man eine japanische Landung befürchtet. Der australische Ministerpräsident Curtin richtete in einer Rundfunkansprache einen scharfen Angriff gegen Churchill. Keine Nation könne ihr Schicksal von der Unfehlbarkeit eines einzigen Mannes abhängig machen. Oas Telegramm Churchills, in dem er die Prüfung der australischen Hilfeleistung zugesagt hat, wird in Australien als nicht ausreichend bezeichnet. Die Landung japanischer Truppen in Kendo r i verschafft den Japanern in dem Südostzipfel der Insel Celebes eine neue Position von großer strategischer Bedeutung. Kendari ist der einzige größere Hafen zur Abriegelung der Flores-See und Java-See gegen Osten, wie auch zugleich in offensiver Hinsicht gegenüber den britischen Versuchen, Port Darwin in Nordaustralien zu einer Hauptbasis der Kriegführung von Austtalien aus zu gestalten. Britischer Gegenangriff in Malaya zusammengebrochen. ftänbigfeit. Da hütet sie mit ewigem Auge unter den Eichen, deren Ahnen noch die Götter sahen, die langen Geschlechterreihen, den Brunnen, das Haus und die Herden. Da erst ist ihr wohl, wo Heimat ist, der unveränderliche Ort in der unaufhörlich werdenden Zeit, die Duelle alles seelischen und völkischen Lebens, der unser heimlichstes Heimweh gilt. Wer die Beständigkeit im silbernen Lichte des Heimwehs erblickt, der hat die Heimat geschaut. Wo Beständigkeit ist unter den Menschen, da ist Heimat, und sei es auch kein Bauernhof der Ahnen, sondern vielmehr die gewaltige, sternbesäte Wölbung des Reiches. An ihm wollen wir beständig bauen, daß es uns zur Heimat werde. tischen Ostasienflotte. 9. Churchill verspielt -as Empire. Churchill erklärte: „Unsere Aufgabe ist, das Empire unh den Union Jack in der Welt aufrechtzuerhalten." Im zweiten Jahr der Churchillschen Minister- Präsidentschaft schließt Kanada ein Währunas-, Wirtschafts- und Derteidigungsabkommen mit den Vereinigten Staaten und gibt Zollgrenzen auf, verhandelt Australien unter Umgehung der Londoner Regierung mit Roosevelt über einen Militärpakt, und der australische Ministerpräsident erklärt: „Wir arbeiten für die USA!", debattiert das Parlament der Südafrikanischen Union über einen Antrag auf Ausrufung einer selbständigen südafrikanischen Republik, für die sich mehr als ein Drittel der Abgeordneten aussprach. Den Union Jack hält Churchill aufrecht, Indem er seine Befehle in Washington einholt und bri- tische Admirale einem amerikanischen Oberbefehl unterstellt. Churchill hat das britische Empire an Amerika ausgeliefert Der amerikanische Kriegsminister Stimson erklärte kürzlich: „Churchill ist der Liebling von ganz USA. Aber er ist noch mehr: Er ist d e r u n( r i g e 1* Auf Anordnung des britischen Jnformationsministeriums wurde der englischen Presse die Veröffentlichung dieses Passus untersagt. 10. Das einzige Versprechen, -as Churchill hielt. Churchill ist der größte Schwindler und politische Betrüger aller Zeiten. Das einzige Versprechen, das er bisher gehalten hat, waren seine Worte: Ich habe dem englischen Volk nichts anderes zu bieten als Blut, Schweiß und Tränen." für tapfere Männer des Heeres. Reisig zur Sicherung der Sttaße nach Tscherni- gow eingesetzt. Er erkannte zwei feindliche Geschütze, die die Flanke des Bataillons bedrohten, schritt sofort zum Angriff und nahm die beiden Geschütze. — Am 10.11.1941 hatte die Kompanie, bei der der Gefreite Pelzer als Zugmelder eingeteilt war, den Auftrag, eine Waldstellung, bei Golokowo zu halten. Nach starker Arttllerie- und Granatwerfer- Vorbereitung gelang es den Sowjets, in ein MG.- Nest einzudringen. Der ®efreite Pelzer drang ohne Befehl und auf sich allein gestellt trotz feindlichen MG.-Feuers mit einem erbeuteten Maschinengewehr in die Stellung ein, vertrieb die feindliche Besatzung und verteidigte das wiedergewonnene MG.-Nest, bis Unterstützung ein getroffen war. Seiner Ent- schlossenheit ist es zu verdanken, daß die zur Umfassung angesetzten Flügel des Gegners zurückge- Churchill hat durch seine eigene Kriegführung v e r l o r en : Englands Ansehen in Europa und Asien. An Territorialbesih die hundertsäbrige <*~;- tische Kronkolonie Hongkong, den osttichen pfeiler des Empire, Malaya, das Tor nach Indien, D r i t i s ch - B o r n e o, die Oelquelle der bri- M Z * y W TeWT ßW 'v^'/T^X " ••• 'W W Gegen Mißbrauch der Nationen d-tz es w« Britische Bombenwürfe auf einige Orte Norddeutschlands. Berlin, 27.Jan. (D71B. Junffprud).) Jn der jtadjt jurn 27.1. warfen brilifche AI ng,enge Bomben auf einige Otte in Jtorb6eut|, die Ge- bindeschaden oerutfadjlen. Die Zivilbevölkerung bette einige Betlufle an Toten und Bertehten. Einreine Bomber gelangten bis in die w e i t e r e U m - gebung der Reich-Hauptstadt, ohne dah e, hier zu Bombenwürfen kam. Rach bisher vorliegenden Meldungen wurden drei britifche Bombenflugzeuge abgefchoffen. Neuer Befehlshaber für Malta. diese Ware nicht nach seinem Belieben verkaufen oder gar als Lauschware verwenden. Verstöße gegen alle diese Gebote sind mit Gefängnis und unbeschränkter Geldstrafe bedroht. Für den D e rb r a uch e r ist beachtenswert: Die Verantwortung des Verbrauchers für das Funktionieren der Verbrauchsregelung ist geringer als die des Erzeugers, Verarbeiters oder Händlers. Deshalb sind die Regelfälle der Zuwiderhandlungen der Verbraucher im Gegensatz zu denen der Gewerbe- treibenden nur als Uebertretungen gewertet und mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bedroht. Es steht jedem nur die ihm zugeteilte Bezugskarte oder der für ihn ausgestellte Bezugschein zu. Das Ueberlassen einer solchen Bezugsberechtigung an Dritte ist in der Verbrauchsregelungs-Strafverordnung nur dann mit Strafe bedroht, wenn es in der Absicht geschieht, sich zu bereichern. Es bleibt also, so erklärt der Referent, dabei, daß die schenkweile Ueberlassung von Bezugsavschnitten seitens eines Verbrauchers an einen anderen Verbraucher nicht mit Strafe bedroht ist. Gäste in einer Gastwirt- schäft oder Nachbarn, die einander mit einigen Mar- ken aushelfen, oder der Vater, der seine Bezugs- berecbtiaung -für Schokolade einem Angehörigen überläßt, sind nicht strafbar. Allerdings hat auch hier die Straflosigkeit Grenzen. Handelt es sich z. B. um die unentgeltliche Ueberlasiuna einer ganzen Bezugskarte, insbesondere einer Kleiderkarte oder eines beträchtlichen Teils der Teilabschnitte, so ist die Ausnutzung durch einen Dritten als dem Gedanken der Verbrauchsregelung ^uwiderlanfend rechtswidrig. Bleibt auch der unenrgeltliche Geber einer ganzen Be^ugskarte straflos, so ist doch der Empfänger, der sie verwertet, strafbar, da eine so weitgehende Vergrößerung der Berbrauchsrate durch Privatabrede nicht geduldet werden kann. und welches Kind ließe sich nicht von der fchauri- h?n Geschichte des Paulinchen mit den Schwefel- !>ölzern, vom kohlpechrabenschwarzen Mohr, vom Daumenlutscher, vom Suppenkaspar, vom Zappel- Philipp, vom fliegenden Robert oder vom Hans Guck-in-die-Luft zutiefst beeindrucken? Am kommenden Wochenende werden Klein und Groß mit all diesen Gestalten ein fröhliches Wiederehen feiern! Anläßlich der 5. Reichsstraßensamm-' jung werden sie in Ton geformt und bunt bemalt eingestehen: keinen, der aus fernen E.R. Aus der Stadt Gießen Begegnung mit dem Struwwelpeter. iMrä W fei»1 "“‘finit Dr- LrirfM ft« •*:k nb & ;3> Ball und Kammin waren über das Ergebnis dieser Vernehmung zwar ein wenig erstaunt, weil sie nicht ahnen konnten, daß es sich nur um Einbrüche handele, aber deshalb nicht weniger zufrieden, weil die Aufdeckung eines Verbrechens gelungen war, das vor Jahren erhebliches Aufsehen erregt hatte. „Gott sei Dank, diese schmutzige Arbeit ift zu Ende", seufzte der Kriminaldirektor auf und erhob sich von seinem Stuhl. „Schmutzig ja, aber auch reinigend", brummte Kammin. „Darf ich den Herren Kobelt und Kaspar Bescheid geben? Sie sind derart interessiert an diesen Dingen, daß es wohl berechtigt ist." „Ja", sagte Doktor Ball. „Ich habe nichts dagegen. Aber ehrlich, lieber Kammin. Wollen Sie nur Herrn Kobelt", er betonte das Wort Herrn, „unterrichten oder auch noch jemand anders? Ich habe so etwas läuten gehört und ich bin eigentlich enttäuscht, daß Sie mir die Möglichkeit genommen haben, Ihnen als erster zu gratulieren." „Ah, wissen Sie schon?" Kammin war erstaunt und wurde leicht verlegen. „Die offizielle Bekanntgabe meiner Verlobung erfolgt erst am Sonntag.' „Tut nichts. Wir stehen ja nicht nur in einem offiziellen Verhältnis zueinander, sondern auch in einem kameradschaftlichen. Zur Strafe habe ich eine Bedingung. Sie rufen jetzt die Herren Kaspar und Kobelt an und bitten sie, uns in einer halben Stunde im Hause Kobelt zu erwarten. Und ich gehe mit." Michel räusperte sich. „Was haben Sie, Crusius?" wurde er von Doktor Ball gefragt. „Darf ich meine Braut, ich meine Fräulein Eberhard und ihren Bruder in Kenntnis setzen?" Nee, mein Lieber. Ihre Braut kann Herr Kobelt gleich mit zu seiner Wohnung nehmen, und Herrn Eberhard lassen wir Bescheid sagen. Dann haben wir alle Beteiligten zusammen." „ „Ich danke Ihnen, Herr Krimmaldirektor , sagte Michel fröhlich und nahm eine stramme Haltung em. SS £*8 tat Wfein(, Noi j".n(s ein. Wien als ^udostzjpH °°"«r°bn «inji» 'M" 8» Aralien w 1 ^lustraliry chin rochen. h-s Echven gen der Le. ^lu°ng in feiten ber derstürzt zu- M Pang leichfallr «. :nti, mit Un. n lZegen. außuhalte». lödjbm jmei waren. Dir ohur spielen ront ab. dir e ft verlaust, feindliche« irrten Irup. [en irn bi* . Japanische !, 15 Nader West- 0 000 Mann. Division an- >r japanische eiter. Die ja- Halbkreis un- eres. «rtommonbö mmensassung vom Beginn 1?. 142 Panzer- , 210U Last- eresverbände ine gemacht lesunden. HtfrSJte und en nicht ent- der Waffen en und den Siebenen Se- Unsere Abbildung zeigt die Gestallen aus dem Märchenbuch, das der Arzt Dr. Heinrich Hoffmann im Jahre 1844 seinen Kindern unter den Weihnachtsbaum legte und damit eine neue Art von Bilderbüchern schuf. Die Abzeichen stammen aus Karlsruhe, Bitburg in der Eifel, Limburg an der Lahn, Hamburg, Mengersgereuth in Thüringen, Wien, Gmunden und Mürzzuschlag. (Scherl-Bilderdienst- fNSD.°Bildarchiv°j M.) „Sieh einmal, hier steht er, pfui, der Struwwelpeter! An den Händen beiden ließ er sich nicht schneiden seine Nägel fast ein Jahr; kämmen ließ er nicht sein Haar. Pfui, da ruft ein jeder: Garst'ger Struwwelpeter!" Wem von uns wären jene Verse aus der Kinderzeit nicht unauslöschlich im Gedächtnis haften ge- blieben? Und wem von uns würde beim Lesen jener Zeilen nicht sofort die ganze Fülle jener Gestalten vors Auge rücken, die der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann in seinem unsterblich gewordenen Kinderbuch beschworen hat? „Der Friederich, der Friederich, das war ein arger Wüterich! Er fing die Fliegen in dem Haus und riß ihnen die Flügel aus Er schlug die Stühl und Vögel tot, die Katzen litten große Not. Und höre nur, wie bös er war: Er peitschte seine Gretchen gar!" Viele dieser und ähnlicher Verse seiner Feder sind heute als geflügelte Worte in den Dolksmund ein- gegangen. Seine Gestalten, die aus Geist und feinstem Humor geboren wurden, sind weit über die Grenzen des Reiches hinaus populär geworden. Selbst der Erwachsene wird beim Blättern in dem Struwwelpeterbuch immer wieder in den Bann dieser Verse und Zeichnungen gezogen, die dieser geniale Arzt und Kinderfreund für seinen fleinen Sohn schrieb und zeichnete, und die ihren Ursprung vielfach am Krankenbett seiner kleinen, ungeduldigen Patienten fanden, die er mit diesen Dingen zu besänftigen und zu beschäftigen suchte, keineswegs ahnend, daß einmal Generation um Generation mit diesem köstlichsten aller Kinderbücher groß werden würde. Heinrich Hoffmann hatte es begriffen: Ein Kind muß schauen und sehen können. Trockene Moralpredigten bleiben im kindlichen Gemüt nur schwer haften. Eine kleine bebilderte Historie in- dessen vermag alles: Sie füllt die Phantasie aus, In dem großen Herrenzimmer des Hauses Kobelt fanden sich um die Dämmerstunde nach und nach die beiden Fabrikanten, die drei Herren der Kri- minalpolizei, Karla Kobelt, Bärbel Eberhard und ihr Bruder Kurt ein. Sobald alle beisammen waren, forderte Kriminaldirektor Doktor Ball seinen Nachbarn Kammin auf, Bericht zu erstatten Der Kommissar tat es mit Behaaen und schmückte die lange Erzählung mit mancherlei Bemerkungen aus» M) Mer M Irunnen, Da hr wohl, wo i der unauf1 lies jeelM *s s bernen W imat Men, da •!' btrW »o1. liebigen Tabakwarenverkaufsstelle des Reichs einschließlich der Gaststätten und Kantinen berechtigt. Frauen über 25 Jahre wird eine Kontrollkarte F auf Antrag ausaehändigt, die mit der Hälfte der Tagesabschnitte Der Kontrollkarte ausgestattet ist. Soldaten in der Heimat erhalten durch ihre Wehrmachtsdienststellen ebenfalls eine M-Äarte zum Einkauf in Wehrmachtskantinen oder einer beliebigen Tabakwarenverkaufsstelle. Fronturlauber erhalt ten einen besonderen Kontrollausweis auf Grund ihres Urlaubsscheins von den Dienststellen, die für die Ausgabe der Ernährungskarte zuständig sind. Durch die allgemein verbindliche Einführung ber Kontrollkarte wird eine gleichmäßige Verteilung der für den Bedarf der Bevölkerung zur Verfügung stehenden Tabakwaren herbe:gefüyrt. Ein besonderer Vorteil der Kontrollkarte ist dabei, daß der Verbraucher nicht für den Bezug von Tabakwaren an eine bestimmte Verkaufsstelle gebunden ift, und daß er, soweit die Bestände im Einzelhandel jeweils reichen, sich auch für einen längeren Zeitabschnitt unter Hingabe der Kontrollmarken eindecken kann. Ein Dorgriffsrecht ist vorerst bis zu einem Monat gestattet, sofern eine regelmäßig laufende Tabakwarenabgabe der Verkaufsstellen gewährleistet ist. Nicht ausgenutzte Tagesabschnitte verfallen mit Ausnahme der jeweils beiden letzten Abschnitte. Irgendein Anspruch auf Belieferung mit Tabakwaren besteht nicht. Derbrauchsregelung. Für die Gewerbetreibenden ist nach der Neuordnung besonders folgendes zu beachten: Das Grundgebot ber Derbrauchsregelung ist bie Beschränkung bes Versorgungsberechtigten auf bie ihm zuzuteilenben Güter. Weiß ber Gewerbetreibende, daß der Kunde über eine ihm nicht zustehende Bescheinigung verfügt, oder rechnet er damit, und gibt er gleichwohl Ware an den Kunden ab, so wird er wegen Beihilfe bestraft. Ein Dieb bezugsbeschränkter Erzeugnisse kann regelmäßig auch in Tateinheit wegen Verstoßes gegen die Derbrauchsregelung — und damit in jebem Falle ausreichend schwer — bestraft werden. Ein wichtiger Fall des strafwürdigen Abgehens oder Beziehens ohne Bescheinigung ist das viel erörterte „Vertauschen" bezugsbeschränkter Ware unter Gewerbetteibenden. Der Kolonialwarenhändler z. B., der gegen Abgabe -bezugsbeschränkter Lebensmittel etwa ein Paar jSchuhe eintauscht, bezieht letztere ohne Bezugschein und gibt erstere ohne Marken ab. Er wird mit Gefängnis und Geldstrafe in unbegrenzter Höhe bedroht. Das gilt auch, wenn nur die Ware der einen Tauschpartei bezugsbeschränkt ist. Ein solches Verfahren ist in hohem Maße verwerflich. Es kann daher eine Bestrafung unter Umständen auch nach der Dolksschädlingsverordnung erfolgen. Wird auf beiden Seiten Mangelware getauscht, die nicht be= zugsbeschränkt ist, dann kann Bestrafung nach der Kriegswirtschaftsverordnung wegen Zurückhaltens erfolgen. Auch bie schenkweise Abgabe bezugsbeschränkter Ware ohne Bescheinigung durch den Ge- werbetteibenden und die Annahme einer solchen Schenkung sind strafbar. Hat ein Händler den Bestellschein angenommen, der Kohlenhändler z. B. einen Kunden in sein« Kohlenliste eingetragen, so hat der Kunde Anspruch auf Belieferung im „Einen Fehler hat dieser überschlaue Bursche doch begangen", grinste er zufrieden. „Wenn er nicht zugegeben hätte, daß er Herrn Wand mit einem Gummiknüpvel niedergeschlagen, bie Pläne geraubt unb zum Schluß eine Zündschnur an bas Fläschchen mit Nitroglyzerin gelegt hat, wäre ihm ber Mord vielleicht nie nachzuweisen gewesen. Aber ein bißchen Glück müssen Kriminalbeamte ja auch haben, zumal wenn sie von einem schlauen Mädchen wie Aenne Barkow derart an der Nase herumgeführt worden sind." „Ich kratze meine Ersparnisse zusammen und lege mich ein halbes Jahr krumm", verkündete in das eingetretene Stillschweigen hinein Kurt Eberhard. „Fräulein Barkow soll einen guten Verteidiger haben." „Das ist meine Sache", erklärte Kaspar betont „Mir tut sie leid. Ich war immer zufrieden mit ihr und kann ihr auch jetzt nicht böse fein, obwohl sie meine Firma geschädigt hat." „Unsinn, Herr Kaspar." Kammin war ganz aufgebracht. „Wenn Sie nur persönlich geschädigt wären, mürbe ich Ihnen vielleicht zustimmen. Aber es handelt sich in diesem Fall um mehr als bie Schäbigung einer Privatfirma." „Hoffentlich sind Sie in Ihrem Privatleben nicht ebenso unduldsam wie als Beamter", schmunzelte Doktor Ball. „Sonst dürfte es schwer sein, mit Ihnen eine glückliche Ehe zu führen." Dabei blinzelte er Karla Kobelt fröhlich zu. „Sie wissen schon?" Karla war keine Spur ver- legen. „Ich werde diesen Bären schon zahm kriegen. „Oho!" protestierte Theo Kammin. „Nicht oho", mahnte Doktor Ball. „Es gereicht keinem Manne zum Schaden, wenn er sich von einer klugen Frau ein wenig führen läßt. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Das gilt auch für Sie, Erusms. Herr Kammin und Sie haben ausnehmend gut ge- wühlt. So,bst ich olter Fuchs in fBerbreJerfragcn muß anerkennen, daß Frauenahnung logische lieber- legungen manchmal übertrumpft. „Siehst du!" ttiumphierte Karla. ,Menn wir hübsch Zusammenarbeiten, wirst du noch der beste Kriminalkommissar, den es zur Zeit gibt. „Ich qebe mich qefd)tagcn.' Theo Kammin legt- fein Gesicht in bekümmerte Falten. „Du wirst bas Regiment nicht nur zu Hause, fonbern auch m meinem Büro führen." Herzliches Gelachter war die Mnhnnrt, und alle drängten sich gluckwünschend um die beiden. DND. Trotz des Ausfalls erheblicher überseeischer Rohtabakzufuhren hielt sich bie Probuktion von Tabakwaren bisher im Durchschnitt noch auf ber Frie- denshöhe. Wenn gleichwohl gewisse Spannungen und Ungleichheiten in der Versorgung eingetrete» sind, so lagen diese in der allgemein gesteigerten Nachfrage, in der bevorzugten Versorgung der Wehrmacht, in den Transportschwierigkeiten ber Erzeugungsländer und in einer in zunehmendem Maße zu beobachtenden Vorratsoersorgung der Raucherkreise begrünbet. Zur Beseitigung der eine geordnete Versorgung gefährdenden Erscheinungen hatte das Reichswirtschaftsministerium im September v. I. im Verwaltungswege gewisse Richtlinien für den Fall der Einführung einer Derbrauchsregelung gegeben. Die guten Erfahrungen, die in mehreren Bezirken bes Reichs mit ber auf Grunb ber Richtlinien eingeführten Einkaufskontrollkarte für Raucher gemacht wurden, haben den Reichswirtschafts- Minister veranlaßt, nunmehr einheitliche Kontrollkarten u. K o n t r o l l a u s w e i s e für den Einkauf von Tabakwaren ver- binblich für bas Reichsgebiet einzufüh- reu (Anordnung vom 7. Januar 1942, veröffentlicht im Deutschen Reichsanzeiger unb Preußischen Staatsanzeiger Nr. 21 vom 26. Januar 1942). Hiernach erhalten Männer über 18 Jahre auf Antrag eine Kontrollkarte M, bie mit Tagesabschnitten versehen ist und zum täglichen Einkauf in einer be= allenthalben vom Reichsluftschutzbund zum Verkauf angeboten werden. Wieder einmal haben sich originelle Gedanken in Verbindung mit gutem Geschmack In Öen Dienst des großen Kriegswinterhilfswerkes gestellt. Die Kinder werden ihre Freude an den lustigen Figuren haben, und wir — Hand aufs Herz — wir dürfen es ganz ruhig Auch unter uns Erwachsenen gibt es sich nicht auch auf diese Begegnung Kindertagen mitfreute! Explosion inRaumS Roman von H.G. Hansen CepyrffM by Proeetheea-Verfag Dr.Eldiedter, Grebenxefl b.Mln*e* (Schluß.) Meinen Widerstand konnte er erst nach langer Zeit brechen. Er malte mir aus, wie es mir ergehen würde, wenn er mich bei ber Polizei wegen der Leipziger Unterschlagungen anzeige, und schob meinen Einwand, daß er bann selbst mit hereinsalle, baburd) beiseite, daß er mir versicherte, er habe gute Auslandsbeziehungen, gehe über die Grenze und erstatte bann erst die Anzeige gegen mich. Aus Angst habe ich schließlich nachgegeben ‘ und mir überlegt, daß es für uns kein großer materieller Schaven sei, wenn ein Apparat fortkomme. Ich muhte ihm ein Bild von Herrn Kaspar verschaffen. Außerdem fah er sich Herrn Kaspar auf ber Straße wieberholt an. Dann bereitete er bie erste Maske unb ließ sich von mir sagen, welche Einzelheiten noch verbessert werden wüßten. Herr Kaspar ging bann eines Tages schon um fünf Uhr nach Hause. Ich rief Herrn Eberwein an unb teilte ihm das mit. Kurz vor sechs Uhr kam er in bie Fabrik und wurde überall als Herr Kaspar an» gesehen. Spätabends sagte er mir zufrieden, es habe alles geklappt. Dann reiste er sofort ab. Geld habe ich dafür niemals von ihm bekommen, unb wenn er welches geschickt hätte, würde ich die Annahme verweigert haben. Fast zwei Jahre lang war er dann wie verschollen. Erst in diesem Frühjahr, ungefähr im März, tauchte er mieber auf. Ich mußte unter dem Druck seiner Drohungen genau so nachgeben wie beim ersten Male. Nur hatte er diesmal eine neue Waffe gegen mich in ber Hanb. Er erzählte mir lachenb, der seinerzeit erbeutete Sprengapparat habe sehr gute Dienste geleistet. Er wolle mir nicht verhehlen, baß er mit einem an- deren Mann« zusammenarbeite, und zwar bei schweren Einbrüchen. Mit dem im Zimmer unseres Chefingenieurs entwendeten Apparat hätten sie den Safe einer Bank in Belgien gesprengt unb geleert. Ich war fast krank vor Aufregung, als ich das hörte, unb beschwor ihn, er möchte von solchen Plänen Abstand nehmen. Darauf erhielt ich zur Antwort, das Geschäft lohne sich und ermögliche ihm ein sehr gutes Leben. Dann reiste Eberwein ab und kam, wie angekündigt, im Mai wieder. Genau wie zwei Jahre vorher wurde alles ver- In Heft 4/42 der Zeitschrift „Deutsches Recht" Rahmen der Zuteilungen. Wenn das Eniährungs- erläutert Ministerialrat Rietzfch vom Reichsjustiz- amt eine Ware nur gegen Vorlage bes He Irr-fl engen Jt ItMikanischen \ hurt Entfernui iWsterpliisiden Ijolrtben. Dabei Millionen Brite IMchm uni : [Sultralien litm obersten E |K müßten. A I Millionen Brit Irischen und |€taubfiiTb sie, M die Rand! Äpan sind do Irtzt, die dicht Btischen vin' ter, die Wir! tiumt“ braut feg» yj##*. Jahresbericht des Turnkameraden Weiß ist des entnommen: Die Veranstaltung des Vereins zum Besten des Kriegswinterhilfswerks erbrachte einen recht ansehnlichen Ueberschuß. An der ersten Reichsstraßensammluna für das WHW. beteiligten sich Turnerinnen und Turner in starkem Maße. Den Kameraden an der Front wurden Liebesgaben übersandt. Turnkamerad Hanfried Knapp hat die Aufgabe übernommen, durch Heimatbriefe die Verbindung mit den unter den Waffen stehenden Kameraden aufrechtzuerhalten. Einige Dankbriefe von un. feren Soldaten gelangten zur Verlesung. Aus dem Bezirkssportfest in Gießen konnten u. a. zwei erste Preise durch die Turnerin Gertrud Höeder und den Iugendturner Heinz Rau errungen werden. Am Bergturnfest auf dem Hoherodskopf beteiligten sich sechs Turner und Turnerinnen, die alle als Sieger heimkehren konnten. Der am 31. 8. 1941 durchgeführte Ortssporttag war ein voller Erfolg für die Ziele der deutschen Leibesübungen. Die Turnstunden, die von Turnkamerad Hermann Hinter- drucksvoll im Stimmklang. Die italienischen Gesangsstücke „O, Marenariello!" und das immer beliebte „Santa Lucia" brachten wiederum zwei Solisten des Chores zu schöner organischer Entfaltung. Die deutsche Soldatenweise „Gloria Viktoria" beschloß die sehr beifällig aufgenommene Vortragsfolge. Mit einer Volkslied-Variation als Zugabe bedankten sich die Gäste für den lebhaften Applaus. Hans Thyriot Lichtspielhaus: „Was geschah in dieser Nacht?'' Was in dieser Nacht geschah, ist ebenso schwierig zu berichten wie seinerzeit die nicht minder turbulenten Ereignisse in Theo Lingens erstem in eigener Regie gedrehten Film „Was wird hier gespielt?" Es geschieht eine Menge in dieser Nacht, aber man kann es nicht erzählen — man muß es sehen: es ist sehr lustig. Das Ganze ist, wie unzählige Filme und Theaterstücke vorher, auf einer ganz simplen Personenverwechslung aufgebaut. Daraus wird leider öfter ein simpler Schwank mit plumpen Effekten als — wie in diesem Falle — ein lockeres, mit leichten Händen geführtes und witzig ausgesponnenes Spiel mit allerlei alltäglichen Zufälligkeiten. Lingen hat es mit untrüglichem Sinn für komische Einfälle und Wirkungen zurechtgemacht, so daß man aus dem Lachen nicht herauskommt. Er benötigte dazu im wesentlichen zwei Liebespaare, einen Diener, eine Köchin, zwei Smokingkrawatten, ein streikendes und irrtümlicherweise auseinandergenommenes Auto nebst einigen kleineren Requisiten wie Ohrfeigen, Küssen, Veronaltabletten, einem Rosenstrauß, ellicher Verpflegung und zum Schluß einem Telegramm (wegen des kaputten Aufos) — wegen der dreifachen Verlobung braucht nicht telegraphiert zu werden: die kann man ausführlich in Augenschein nehmen. Gespielt wird mit der gleichen vergnügten Treffsicherheit, mit der L i n g e n Regie führt; er selber macht natürlich den schon erwähnten Diener: mit sparsamsten Pointen und Gebärden — unwiderstehlich komisch. Eine Neuerscheinung ist Litt Murati, eine junge Dame aus Ungarn, mit einem hochexplosiven Temperament begabt; in apartem Kontrast zu ihr: Äene von Meyendorff, zärtlich verliebt. Karl Ludwig Diehl ist ein scharmanter und eleganter Herr in den besten Verhältnissen, dem nächtlicherweile Unglaubliches widerfährt. Hans Brausewetter ist sein Vetter und noch schlimmer dran: er steuert, nachtwandlerisch berauscht, durch einen traumhaften Wirbel phantastischer Erlebnisse. Lucie Englisch ist die Köchin, mit Eifersucht und einem beachtlichen Mundwerk ausgerüstet. — Die neue Produktion der Tobis bereitete den Besuchern un- getrübtes Vergnügen. — Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau und Ausschnitte aus dem früher hier gezeigten Michelangelo-Film. Hans Thyriot. Neuregelung für KdF.-Wagen-Gparer. Wie die Gaudienststelle Hessen-Nassau der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" mitteilt, ist das Sparverfahren mit Wirkung vom 1. Januar 1942 bedeutend vereinfacht worden. Alle Sparer geben ab sofort ihre volle Sparkarte nicht mehr bei der zuständigen Kreisdienststelle ab, sondern schicken die Sparkarten durch Einschreiben an die Deutsche Arbeitsfront, NS.-Gemeinschast „Kraft durch Der' W.rlllg 1 Januar. Da Wann!: 3m Offen Bernden ha hme verlas fo'Mfe unh Wetterlage. D «Ceningt Öle durch < "titulier Vorbei *^en käste Endliche 5ch Wlffjan daran! "^rissen *is 3a, Jeif ihrem wen am H haben II« OOO 8SI ‘««Pfflajj Mch war Wlifdie 'D9lanö, ’■ «nuat „ *bem „ '^lei CI .. "Dieog Mitt. den lg. 1°°d fr Ä'« GSw« jÄ- •iS Mei«3 0 Freude", Gauwaliung Hessen-Nasiau, Frankfurt am Main. Anschlußkarten und Quittungen tperben dem Sparer postwendend zugestellt. Schriftliche Anfragen, ganz gleich welcher Art, werden nur an die Gaudienststelle Hessen-Nassau der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gerichtet. Anmeldungen zum Sparsystem werden nach wie vor durch alle Kreisdienststellen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" angenommen. Sparmarken sind nach wie vor nur bei den Banken erhältlich. Frohe Gäste bei der NO.-Frauenschast Am Sonntag hatte die NS.-Frauenschaft Gießen Verwundete aus den hiesigen Lazaretten, Arbeitskameradinnen einer Firma und Amtsleiterinnen der NS.-Frauenschaft, die im vergangenen Sommer im Kriegseinsatz in Fabriken und 'Lazarettküchen gestanden haben, zu einem frohen Nachmittag einge- iaben. Dampfende Kaffeekannen, und riesige Kuchenteller, von der Ortsfrauenschaft Lich gestiftet, erwarteten im festlich geschmückten Saal einer Firma die 300 Gäste, die durch ein vergnügtes Lied der Kreis-Jugendgruppe in frohe Stimmung versetzt wurden. Kreisfrauenfchaftsleiterin W r e d e begrüßte mit humorvollen Worten die Anwesenden, an der Spitze Kreisleiter Backhaus und die Vertreter der an- geschlossenen Verbände der Partei und Wehrmacht. Die Betreuung der Verwundeten sei immer die liebste und schönste Aufgabe der NS.-Frauenschaft, und damit könnte sie wenigstens einen kleinen Teil der Dankesschuld an unsere Soldaten abstatten. Durch dieses fröhliche Zusammensein erhielten die Verwundeten, die aus allen Teilen Deutschlands stammten, aber auch einen kleinen Einblick in die Sitten und Gebräuche der Oberhessen. In bunter Abwechslung folgten dann Gemeinschaftslieder, Chorgesänge der Kreis-Iugendgruppe unter der bewährten Leitung von Pq. Ritter und mundartliche Vorträge, die in ausgezeichneter Weife von Frl. Bender (Gießen) gebracht wurden, fo daß bald eine frohe Stimmung herrschte. Einige Trachtengruppen aus dem Busecker Tal, Hüttenberg und dem Schlitzerland mit fröhlichen Darbietungen verschönten das Bild. Oberstabsarzt Professor Dr. Brüqgemann dankte im Namen der Verwundeten für die Fürsorge der NS.-Frauenschaft, die unermüdlich seit Beginn des Krieges die Verwundeten umhegt und in dieser Pflege der Volksgemeinschaft zum Endsieg beitragen würde. Kreisleiter Backhaus überbrachte den Dank der Gliederungen der Partei für diese fröhlichen Stunden und gab seiner Gewißheit Ausdruck, daß auch in den kommenden Monaten die Heimat ihrer tapferen Soldaten würdig sein'.werde. Mit dem Schlußlied „Alle Leut gehen jetzt nach Haus" nahm der stimmungsvolle Nachmittag nur zu rasch sein Ende, der unseren Verwundeten gewiß noch lange in Erinnerung bleiben wird. Greßen-Klein-Linden. Der Turnverein Klein-Linden 1889 hielt am Sonntagnachmittag in der Wirtschaft Fritz Weller seine 53. Jahreshauptversammlung ab. Der stellv. Vereinsführer Karl Weiß gedachte zunächst in ehrenden Worten der gefallenen und verstorbenen Turnkameraden im verflossenen Jahr, deren Gedenken in üblicher Weise geehrt wurde. Aus dem zu verkaufen. Steinbach, Kirchgasse 30. Ein kleiner Kassenüc'TEDk zu verkaufen. WieseckerWea40 Tel. 2976. los» 1 Paar kiM-Slier 1,30 m lang zu verkaufen. Näheres [M7D Alicenstr. 22 H. Ich komme S =ä-Waneo alle lästig. 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Januar 1942, verschied unerwartet mein lieber Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Friedrich Knorr im 71. Lebensjahr. In tiefer Trauert Elise Knorr Elisabeth Knorr Johanna Knorr Fritz Knorr und Frau Else, geb. Giesecke und 1 Enkel. Gießen (An der Hardt 8), Essen, 27. Jan. 1942. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 29. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. — Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bitten wir abzusehen. 0316 Svortiacke u. ein Mektrisierasva- rat zu verkaufen. Schrift!. Angeb. unter 0318 an den Gieß. Anz. | Kaufgesuche Suche Elektr.- 0. Gaekühlsctrrank, ^liegenschrank 0. Regal f.Svei- sekam., Hängeschaukel o.Ringe zu kaufen. Schr. Ang. unt. 0317 a. d. G. A. ,*rr”ent;ert MschljnnM.elf'o