N Montag. 26. Moder M2 Siegener Anzeiger Ni b?3 Der ägyptische Kriegsschauplatz driften. M Seien und Entwicklung der Kriegschirurgie <1 R6ED0RF1 wsschuhen Ä 'enn W von iaft. Jem 'der Jnd- em! nnf /eit is Paar, llen des gungsring Die Chemotherapie hat in der Form der Sulfonamide in den letzten Friedensjahren bei vielen Infektionen großartige Erfolge erzielt. Es ist daher erklärlich, daß man sich auch für die chweren Wundinfektionen, insbesondere für den Gasbrand, eine Wirkung erhofft. Wieweit diese Hoffnungen in Erfüllung gehen, läßt sich heute noch nicht sagen. Alle Möglichkeiten werden noch geprüft, jedoch wird es noch geraume Zeit dauern, bis sich über ihre Wirksamkeit ein Urteil abgeben läßt. Die Technik hat zur Entwicklung von mehreren Geräten zur Lokalisation von metallischen Fremdkörpern geführt, die das Entfernen von Steckgeschossen außerordentlich erleichtern. Insbesondere hat sich ein deutsches Metallsuchgerät, das auf dem akustischen Prinzip aufgebaut ist, in jüngster Zeit als sehr brauchbar erwiesen. Ein gleichmäßiger Ton verändert feine Höhe je nach der Entfernung von dem 'Fremdkörper. Durch das Eingehen einer Sonde in die Wunde während der Operation läßt sich dadurch die Lagebestimmung ohne Schwierigkeiten durchführen. Derartige Geräte erleichtern die Entfernung von Geschoßteilen außerordentlich. Sie leisten dadurch allerdings auch einem unnötigen Suchen Vorschub. Grundsätzlich muß man den Standpunkt vertreten, daß Geschoß- splitter nur unter ganz bestimmten Bedingungen entfernt werden, und daß sie im übrigen bei Beschwerdefreiheit im Körper belassen werden sollen. Die im letzten Jahrzehnt in Deutschland mit besonderer Sorgfalt ausgebaute Nachbehandlung Unfallverletzter kommt nun auch in großem Umfange den deutschen Verwundeten zugute. Die alten orthopädischen Zandergeräte sind aus den Nachbehandlungsräumen verschwunden, und überall ist man von den passiven Bewegungsübungen zur aktiven H e i l g y m n a st i k übergegangen, die sich nicht nur auf den verletzten Körperteil, sondern auf den ganzen Menschen erstreckt. Diese Form der Nachbehandlung hat außer der Aufgabe, die Verwundungsfolgen zu hellen, im besonderen das Ziel, den Gesamtkörper wieder zu kräftigen und dem Verwundeten das Vertrauen in die eigene Leistung und damit den Glauben an seine eigene Zukunst wiederzugeben. Dort, wo körperliche Ausarbeitung und Sport in freiem kameradschaftlichen Wettbewerb ihren Platz haben, da haben Mißmut und Minderwertigkeitsgefühle keinen Raum. Die Verwundeten gleiten, ohne es selbst zu merken, dus der ärztlichen Behandlung hinüber dorthin, wo sie wieder in freiem Wettbewerb ihren Mann stehen können, sei es an der Front, sei es । in der Heimat an ihrer Arbeitsstelle. I»2. Jahrgang Nr. 252 scheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: durch unsere Pioniere angepackt, die sich an die Eingängss heranarbeiteten und die Bunker mit ihren Besatzungen mit Flammenwerfern ausräu- chenen. In den Trümmern der Brotfabrik hart nordostwärts des Hüttenwerkes waren Keller und Siloanlagen die Schwerpunkte der feindlichen Gegenwehr. Unsere Pioniere fanden jedoch die Zugänge zu diesen Gewölben und sprengten sie, während gleichzeitig Infanteristen, oft in den gleichen Häusern, die bolschewistischen Barrikaden in den oberen Stockwerken stürmten. Der wichtigste Erfolg war jedoch die Wegnahme des Vorortes Spartakowka. 'Als am 16.10. unsere Truppen das Traktorenwerk gestürmt hatten, drangen sie am nächsten Tage in kraftvollem Stoß nach Norden vor und stellten die Verbindung mit der nördlichen Riegelstellung her. Nordwestlich dieses. Durchbruchstreifens wurden damals feindliche Kräfte abgeschnitten und vernichtet, ostwärts dagegen blieb zwischen unseren neuen Stellungen und der Wolga di^ Vorstadt Spartakowka liegen. Dieser Stadtteil wurde nunmehr, während die Bomben noch krachten Mnd Wslken von Qualm und Rauch die Sicht nahmen, von unseren Infanterie-,. Pionier- und Panzerverbänden bis auf vereinzelte Widerstandsnester gestürmt. brand es. - . Diese Ueberlegung hat auch dazu geführt,, alle Wunden weit offen zu lassen. Jeder Verschluß einer frischen Schußwunde bedeutet eine Förderung der anaeroben Infektion, und damit eine Gefährdung des Lebens. Daß durch dieses Offenlassen der Wunden, welches in der Friedenschirurgie ungebräuchlich ist, die H e i l u n g s z.e i t erheblich verlängert wird, muß mit in Kauf genommen werden. Besonders lästig ist dies für die Amputierten, deren Wunde aus den gleichen Gründen im Felde breit offen bleiben muß und die infolgedessen in der Heimat stets noch einmal amputiert werden müifen, damit ein guter Stumpf erzielt wird. Aber auch hier kann das Risiko eines primären Ver,chlusfes nicht übernommen werden. Von den neuen Errungenschaften der Friedens- chirurgie, die sich im jetzigen Kriege zum ersten Male bewähren, sollen nur einige genannt werden. Die intravenöse Narkose, d. h. also die Narkose, die durch Einfließenlassen des Mittels in die Armvene erzielt wird, ist eine Erfindung des letzten Jahrzehnts. Sie hat sich bereits im Frieden durchgesetzt, da sie vor allem die Annehmlichkeit des ungestörten Einschlafens bietet. Auch im Felde hat sie in verschiedenen Formen in großem Umfange Anwendung gefunden. Sie hat den für Feldverhält- nisse großen Vorteil, daß die Mittel im Gegensatz zu den Narkotika die durch Einatmung angewendet werden, außerordentlich wenig Platz beanspruchen. Hinzu kommt, daß die Verwundeten meist wenig Narkose zum Einschlafen benötigen. Die Wertschätzung der Bluttransfusion hat schon in den Friedensjahren stark zugenommen. Es ist daher erklärlich, daß die Bluttransfusion seit Beginn des jetzigen Krieges überall mit bestem Erfolge, insbesondere bei schweren Blutverlusten, angewandt uijirbe. Aber auch bei allen schweren Erschöpfungszuständen und Allgemeininfektionen leistet sie Außerordentliches. Ein sehr handliches kleines Gerät ermöglicht ohne Schwierigkeiten und Zeitverlust die Uebertragung vom Spender zum Empfänger. Es ist in jüngster Zeit gelungen, ein aus menschlichem Blut gewonnenes Serum herzu- ftcUen, das über lange Zeit haltbar ist und das jedem Empfänger, gleichgültig welche Blutgruppe er besitzt, gegeben werden kann. Es findet dort als Blutersatz seine Anwendung, wo die Bluttransfusion infolge äußerer Schwierigkeiten nicht vorgenommen werden kann. Der noch au Beginn des Weltkrieges gefurchtets Wundstarrkrampf ging bereits nach Einführung bex Schutzimpfung in den letzten Weltkriegsjahren erheblich zurück. Heute hat diese schwere, stets lebensbedrohende Infektion, die früher Zehntausende von Menschenleben vernichtete, ihre Schrecken für uns vollkommen verloren. Seitdem jeder Verwundete das Serum erhält, beschränkt sich die Zahl der Tetanuserkrankungen auf einzelne wenige Fälle. Bei der Bekämpfung der anderen schweren Wundinfektion, des Gasbrandes, sind die gleichen Erfolge noch nicht aufzuweisen. Hier steht 2ur Bekämpfung immer noch an erster Stelle das chirurgische Messer. Ein neues deutsches verstärktes Serum ist in der Erprobung und er- cheint erfolgversprechend. Rom, 24. DH. (DNB.) Zum 20. Jahrestag der ......dem Willen des Von Oberfeldarzt Professor Dr. Wachsmuth, Berlin, Beratender Chirurg beim Heeres-Sanitätsinfpekteur. der An- s bekannt- len Einlaoe 10 ab und abgegebene en sind für ningsamtes d bei denen Aufschrift Idung auch wird. ’er Bürger- istabeBab- mpeltwird. je lh'en s irfe h- ** lypER Großzügige Sozialmaßnahmen zum 20. Jahrestag der Faschistischen Revolution Seit Anfang Oktober ist die Kampftätigkeit auf btm ägyptischen Kriegsschauplatz lebhafter gewvr- dm. Schon am 1. Oktober meldete der deutsche Wehrmachtbericht, daß ein nach heftiger Artillerie-,—--- & ■. , .... rootbereituug einsetzender britischer Angriff abge? von der Londoner Regierung selbst schlagen wurde, wobei eine Anzahl feindlicher Pan» bestätigt wurde. Jer abgeschossen und Gefangene eingebracht wur-1' Ml ■ ■ Hl II yi D m , £4. uu. yajjw.) Ifl.' Wchistischen Revolution wird nach U m ■ Duce auf sozialem Gebiet eine R> SM <ä “"Ml II. Die Kriegschirurgie ist die Chirurgie der s ch w e - ren Wundinfektionen. Auch heute noch steht die Ruhigstellung als Mittel zur Verhütung und Bekämpfung der Wundinfektion mit an vorderster Stelle. Sinn der chirurgischen Wundversorgung ist die mechanische Entkeimung der Wunde. Wenn man im Weltkriege zeitweise noch gehofft hatte, die Wunde in ihrer Gesamtheit ausschneiden zu können, um die Infektion zu verhüten, so haben wir uns heute davon überzeugt, daß dies nicht möglich ist. Neben der Entfernung geschädigten Gewebes hat die operative Wundoer- forgung vielmehr die Aufgabe, die Wunde breit in allen ihren Buchten zu öffnen, um die Entwicklung der Anaerobien, die nur unter Sauerstoffabschluß leben können, zu verhindern. Je offener die Wunde ist, desto geringer ist die Gefahr der schwersten lebensbedrohenden Wundinfektion, des Gas- Oie britischen Terrorangriffe auf Norditalien. Rom, 25. Oft (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht meldet, überflogen feindliche Flugzeuge in der Nacht zum Samstag einige Gebiete von Piemont, Ligurien und der Lombardei. Sie warfen Spreng- und Brandbomben auf Turin, Genua und Savona ab. In den ersten beiden Städten wurde geringer, in der dritten bedeutenderer Sachschaden verursacht. Die Opfer der Zivilbevölkerung betragen einen Toten und zehn Verwundete in Turin, 35 Tote und 67 Verwundete in Savona und Dado (Ligurien). Die Opfer des ersten Luftangriffes auf Genua .sind auf 39 Tote und 121 Verwundete gestiegen. Am Spätnachmittag des 24. Oktober sowie in der Nacht zum 25. Oktober erfolgten erneut Einflüge auf Orte in der Lombardei und Piemonts, besonders auf Mailand, Monza und Novara. Zahlreiche Bauten am Stadtrand von Mailand erlitten, besonders durch Brandbomben, beträchtlichen Schaden Die Bevölkerung hatte 48 Tote und 254 Verletzte. In Novara gab es 10 Verletzte. Drei feind- liche Bomber wurden im Gebiet von Mailand abgeschossen. Weitere drei viermotorige Flugzeuge wurden in der vorausgegangenen Nacht bei Genua abgeschossen. Die Bevölkerung der angegriffenen Orte verhielt sich ruhig und diszipliniert. — Der Duce hat für die von dem englischen Lustangnss Betrofffenen in Genua drei Millionen Lire zur Verfügung gestellt. In Genua ist auch eine der schönsten Kirchen der Stadt, die Santa Annun- ciata, beschädigt worden. Sie befindet sich m der Nähe des Rathauses. Dieselbe Kirche wurde bei der Beschießung von Genua durch englische Kriegsschiffe im vergangenen Jahr bereits getroffen. Englischer Lustangriff auf das unbesetzte Frankreich. Vichy 25. Oft (DNB.) Wie die Schweiz, so wurde auch das unbesetzte Gebiet F rank • reichs am Samstagnachmittag von britischen Flugzeugen überflogen, die insbesondere m. der Gegend von Chateauroux, Montlucon Vichy, Roanne und Annecy beobachtet wurden An verschiedenen Stellen kam es zu ausgesprochenen An- ariffshandlungen. In Montlucon haben mehrere Maschinen sich von ihrem Geschwader getrennt und m>G -Salven ab gefeuert. Zwei Eisenbahnarbeiter wurden verletzt. In Dommerat im Departement Allier wurden ein Güterzug und em Personenzug den. Parallel zu diesen Vorgängen in Aegypten nahm auch der Luftkampf über der Insel Malta wieder scharfe Formen an. So hieß es am 13. Oktober: „Auf Malta bombardierten deutsche und italienische Kampffliegerverbände bei Tag und Nacht britische Flugplätze mit starker Wirkung." Am 15. Oktober wird der Abschuß von 25 britischen Jagdflugzeugen bei Maska gemeldet. Am 20. Oktober entwickelte sich im ägyptischen Luftraum eine regelrechte Luftschlacht, bei der italienische Jäger 44, deutsche Jäger 11 und Flakartillerie sechs' feindliche Flugzeuge abschossen. Auch die folgenden Tage brachten ähnliche Abschußerfolge, die besonders auch die schweren feindlichen viermotorigen Bomber stark in Mitleidenschaft zogen. Das alles deutete daraus hin, daß die hochsommerliche Kampfpause an der ägyptischen Front ihrem Ende entgegengegangen ist. Auch im Vorjahr haben die Engländer am 18. November — damals noch an der libyschen Grenze! — eine mit großen * Siegeshoffnunoen eingeleitete Offensive eröffnet, die das ursprünglich vorgesehene Tempo niemals erreichte und nach einem sehr mühsam errungenen Anfangserfolg zu jenen katastrophalen Rückschlägen für die Briten führte, die | durch die Absetzung so vieler britischer Generale von der Londoner Regierung selbst vor aller Welt Politik der Illusionen. Von Reichspressechef Dr. Dietrich. In jedem Kriege gibt es nur eine unumstößliche Gewißheit, nämlich die, daß der Stärkere aus ihm als Sieger heroorgeht. Nun besteht kein Zweifel darüber, wer sich in diesem Kriege bisher als der Stärkere erwiesen hat. Deutschland und seine Verbündeten haben der demokratisch-bolschewisti- schen Allianz die schwersten Schläge versetzt, gewaltige Gebiete erobert und Kräfte entwickelt, von deren Ueberlegenheit die Schlachtfelder dreier Kontinente Zeugnis ablegen. Wenn man die Frage nach der weiteren Entwicklung stellt, dann kann die menschliche Vernunft Schlüsse auf die Zukunft nicht anders als aus, den Erfahrungen der Vergangenheit ziehen. Unsere Gegner haben jedoch eine andere Art von Logik entwickelt. Sie machen es umgekehrt. Sie lassen sich nicht von Erkenntnissen belehren, sondern von Illusionen berauschen. Sie mißachten die Tatsachen der Gegenwart und ziehen unaufhörlich Wechsel auf die Zukunft. Nach Churchills klassischem Rezept: „Jede englische Niederlage bereitet nur den Sieg vor" betrachten sie alle Schlachten, die sie verlieren, als wertvolle Fingerzeige „für den zukünftigen Sieg". Ihre Rückzüge ersetzen sie durch einen. Vormarsch imaginärer Zahlen. Obwohl sie eine Niederlage nach der anderen hinnehmen müssen, erwarten sie doch den Triumph ihrer Waffen wie den Vollzug eines Naturgesetzes, wie die noch nicht ausgereifte Frucht eines Baumes, die sie früher ober später zu ernten gedenken. Die Ungunst der Gegenwart übergehen sie als einen peinlich zu tragenden Erdenrest, statt dessen sprechen sie über Weltverbesserung und Menschheitsbeglückung „nach dem Siege". Man ist vielfach geneigt, diese seltsame Geistesverfassung den Eigenarten und Verschrobenheiten der englisch-amerikanischen Mentalität zuzuschreiben, der mit Arroganz zur Schau getragenen Selbstsicherheit ihrer Oberschicht, der Oberflächlichkeit und Leichtgläubigkeit der Massen sowie ihrem Hang zur Phrase und Selbsttäuschung. Aber eine solche Erklärung beleuchtet nur die äußere Fassade. Sie kennzeichnet zwar die Auswirkung, deckt aber nicht d ie Berlin, 25. Oft. (DNB.) In Stalingrad brachen W deutschen Truppen am Samstag in weitere Jfoer befestigte Einzelwerke des Hüttenwerks kjraßn ij O k tj ab r" ein. Dieses auf demHöhen- [ lüden vor der Wolga liegende Befestigungswerk Wt seinen Verteidigern immer neue Möglichkeiten Mn Widerstand. Die von Trümmern übersäten und Mti Trichtern aufgerissenen breiten Straßen zwischen fen weitläufigen Hallen und den Nebenwerken zer- schieiden mit den tiefen Gräben, Zrte zur Wolga fitren, das Kampffeld in zahlreiche Abschnitte, die fei Feind die Möglichkeit boten, seine des Nachts «kleinen Trupps über die Wolga kommenden Re- (rien an die Verteidigungsstellungen heranzu- Wngen. Diese Verstärkungen versuchten unter schweren Opfern »den Widerstand neu aufzubauen. M horten Kämpfen wurden jedoch ihre behelfs- Migen Kampfanlagen vernichtet. f vie über das am Vortag gewonnene Werkgelände beiter vorstoßenden deutschen Truppen entrißen ldein Feind bis auf eine einzige Halle sämtliche iLtellungen und Gebäude des Hüttenwerks. Zwischen Haterialstapeln und Verladerampen hatten die Mschewisten mit Eisenbahnschienen verstärkte Bun- ßtt und Luftschutzkeller angelegt, die den Bomben- Priffen und den Granaten bisher widerstanden en. Diese Kampfanlagen wurden von rückwärts Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Auzcigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof, für ftamilienan- zeigen und private Gelegenbeitscmzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzetgen Plavvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr mit MG s beschossen und ein Lokomotivführer dabei verletzt. — Weitere Angriffe englischer Flieger gegen die französische Zivilbevölkerung ereigneten sich bei Fecamz und Amiens. (Späte Einsicht in Frankreich. Vichy, 24. Okt. (Europapreß.) „Der Versailler Vertrag ist an unserem Unglück schuld. Seit der Friedenskonferenz 1919 behandeltz die angelsächsischen Mächte Frankreich als Gegner." Dies stellen zwei französische Tageszeitungen fest, deren Schriftleiter zu den Vertretern der französischen Außenpolitik seit 1919 gehören. „Journal des Debüts" schreibt: „Wir sehen heute daß Großbritannien entschlossen ist, französisches Leben in seinem Interesse zu vernichten. Es ist dies seine traditionelle Politik, die sich in tragischer Weise verschärft hat." Der Leitartikler des „Mot» d'Ordre" schreibt: „Im Juni 1940 brach über Frankreich eine große Katastrophe herein. Unser Irrtum entspringt einem schweren, unverzeihlichen Fehler, daß wir nämlich gegen jede Vernunft handelten, wenn dies auch unsere politische Ideologien gewesen sein mögen. Darüber hinaus schwelgten wir in Prestigegefühlen. Die Ereignisse überstürzen sich jetzt. Diese Lage zwingt uns erneut zum überlegen. Wir müssen wissen, wofür wir uns zu entscheiden haben. Wenn Politik eine Kunst der Ergebnisse ist, so müssen wir gleichzeitig nach den Ergebnissen der Vergangenheit urteilen." — „Unser Mangel an Waffen ist. nicht so groß, und wenn dqr französisch-deutsche Pakt, den wir zur gemeinsamen Verteidigung Frankreichs verlangen, auch noch nicht unterzeichnet ist, so berechtigt doch alles zu der Hoffnung ,daß die europäische Zusammenarbeit beim ersten Kanonenschuß sich zwangsläufig verwirklichen wird" erklärte Marcel D e a t in einem Vortag in Paris. Den Ernst der Bedrohung Französisch- Westafrikas unterstreicht der „Moniteu", das Blatt Lavals. Frankreich ohne Kolonialreich und abgeschnitten von Afrika wäre zweifellos neuen Prüfungen ausgesetzt. Man könne sich leicht vorstellen, welches das Schicksal Frankreichs dann in Europa fein würde. Frankreich dürfe deshalb gegenüber einem neuen Angriff auf seine Kolonien keinen Schritt zurückweichen. Berlin, 25. Okt (DNB.) An der nordafrika- inischen Front traten die Briten am 24. zu dem schon lange erwarteten Angriff an. Nach starker Artillerievorbereitung versuchten sie besonders an den beiden planten mit starken Infanterie- und Panzerkraften durchzustoßen. Sitz trafen I dort auf den hartnäckigen Widerstand der Lchsentruppen. Zur Unterstützung ihres Angriffes Wen die Briten starke Fliege rkräfte ein, die von deutschen und italienischen Jägern in Luft- kömpfen gestellt wurden.,Die Jäger der Achse stürz- iten sich einzeln oder in Rotten auf die britischen Staffeln und zersprengten sie. Danach griffen sie ;)ie feindlichen Bombenflugzeuge an. Bei diesen Lustkämpfen schossen deutsche Jäger allein neun britische Flugzeuge, darunter zwei „Boston-Bom- bn" ab, während im Abwehrfeuer der deutschen Flakartillerie vier weitere britische Flugzeuge ab- türzten. Insgesamt verloren die Briten am 24. 10. lurd) die Luftwaffe der Achsenmächte 20 Flugzeuge. Äeln^^anff vrühIsiheUrttverfttStrdnrckneiL tagt General-Anzeiger für Oberhessen 7-9 Mebener ftamilienblötter öeimatimBild'DieScholle Bezugspreis r wlonatltch .... .RM.1.80 IMstellgebüyr,.. „ -LF ch bei Nichterscheinen an einzelnen Nummern folge höherer Gewalt „Krassnyj Oktjabr" und Spartakowka Oie neuen Erfolge im Kampf um Stalingrad. it.. w______ ______ . . . leihe von Maßnahmen 'getroffen werden. Ein „K ri e 9 sst er n für Slrbeitsoerbienfte" soll allen Arbeitern imb Arbeiterinnen verliehen werden, die sich wahrend d-z Krieges in besonderer Weise ausgezeichnet haben. werden jährlich höchstens 500 Auszeichnungen verliehen, die zugleich mit einer Geldprämie ner bimben find. Ferner wird eine Erhöhung der Jnvaliditäts- und Altersrente um 25 o.H. verfügt. Außerdem wttd die Sortoauer Der Versicherung für alle zu den Waffen berufenen Ar- beiter für die Dauer des Krieges bestimmt Ferner vird eine Be r d o p p e l u n g d e r U nt e r h a l t s fetz e für die zum Waffendienst Einberufenen den . Kam ti IUnterhaltsberechtigten die Schaffung eines Spar- 1115 ötl ? «Hch-ns ermöglichen, der zu Ende des Krieges aus- * anahlt wird. Als ein besonderes Geschenk zum Kbr^ag d» Faschismus da. der Mee °er- hjnf hnfe an alle Angestellten und Arbeiter rrieg>- Mtiger Betriebe einfaches Monatsgehalt bzw. em Lochenlahn außer dem üblichen Einkommen aus feahlt wirt). , ... . v Weiblichen Belegschaften der mechamschen^und Nietallurgischen Industrie, e 70 fern leisten, werden je nach lhihr, und Millionen glauben an sie. Nun spricht Deutschland über sein Rüstungsprogramm wenig, denn gerade auf dem Gebiet der Rüstung spielt die Ueberrafchung eine Rolle. Das Reich arbeitet mit ungeheurer Energie und schafft schweigend Gewaltiges, damit später die Waffen um so lauter zu sprechen vermögen. Ünsere Gegner aher sind geschwätzig. Sie prahlen, und während wir schweigen, suchen sie durch Worte die Stunde zu nutzen. Deshalb werden wir von Zeit zu Zeit a n 5) and unwiderleglicher Tatsachen die Hohlheit ihrer Argumente aufdecken, die Flügel ihrer Produktionsphantasien beschneiden und sie aus der Welt ihrer trügerischen Zahlenkunststücke wieder auf den Boden der harten Tatsachen und erbarmungslosen Wirklichkeit zurückführen. Wir werden sie mit i,h r en eigenen Worten schlagen und mit ihren eigenen Zahlen wideklegen. In dem Maße, in dem der Mythus „Amerika", verblaßt, wird der Glaube an Europa sich erheben! Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 24. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt' bekannt. 3m Westkaukasus gewinnt der Angriff deutscher und rumänischer Truppen in schwierigen Waldkämpfen immer weiter Raum. R o r d o st - wärts Tuapfe wurde ein beherrschender Berg genommen und gegen feindliche Angriffe gehalten. Zwei sowjetische Handelsschiffe wurden vor der kaukafusküste durch Bombenwurf schwer beschädigt. Küstenartillerie des Heeres vernichtete an der Süd- küsie der Krim ein Schnellboot des Feindes. Deutsche Schnellboote stießen gegen den Hafen von Tuapse vor, erzielten in der Rächt zum 23. Oktober zwei Torpedotreffer auf einem mit 3 er- stärersicherung einlaufenden feindlichen Kriegsschiff und beschädigten Hafenanlagen. Rach einem Gefecht mit feindlichen Schnellbooten kehrten die eigenen Boote unbeschädigt in ihren Stützpunkt zurück. 3n Stalingrad traten Infanterie- und Panzerverbände erneut zum Angriff an, warfen den Feind in hartem Häuserkampf aus verschiedenen Straßenzügen zurück, nahmen den größten Teil des Werkes „Krafsnyj Oktjabr" und stießen bis zur Wolga durch. Die feindlichen Stellungen lagen unter dem Bombenhagel der laufend eingesetzten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge, die außerdem bei Tag und Rächt feindliche Artilleriestellungen auf den Wolga-Inseln und ostwärts des Stromes bekämpften. 3m Rorden der Stadt scheiterten schwächere feindliche Entlastungsangriffe. Südwestlich Kaluga brach ein örtlicher Angriff der Bolschewisten irn zusarnrnengefahten Abwehrfeuer unter blutigen Verlusten zusammen. An der übrigen Ostfront erfolgreiche eigene Sloß- truppunternehmungen. Schwere Luftangriffe wurden im mittleren Frontabschnitt gegen feindliche Bereitstellungen, Transportbewegungen und Truppenausladungen der Sowjets geführt. An der ägyptischen Front weiterhin lebhafte Lufttätigkeit. Der Feind verlor zehn Flug- zeuge. Unter Ausnutzung der Wetterlage wiederholte die britische Luftwafffe gestern mit einzelnen Flug- |tn- der im Jungen schon den kommenden Mann und im stehe. Wenn man nun bedenke, vor welche Probleme die Jugendbetreuung der nationalsozialistischen Ju- Kllädchen die kommende Frau und Mutter sieht. Es gibt gendorganisation im Kriege gestellt sei, bann werde sein schönes Wort von der Majestät des Kindes: nichts der Mit dreister ©tim M Makin ausgeführt hätten. zeuge nische einen durch. unter Sicherung durch die deutsche und fln- Luftwaffe ein örtliches Unternehmen gegen Teil der von den Sowjets besetzten Küste Eine Landungsabteilung zerstörte einen Auch auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz Haden die Nordamerikaner ihre Menschlichkeit ins rechte Licht gerückt. Auf der Insel Guam fanbeit die Japaner eine Menge Giftgaswaffen, deren Vorhandensein gleichfalls eine Verletzung des internationalen Abkommens bedeutet. I» ändern wird!" Mit diesen Worten schloß der Gaut leiter die ganz im Zeichen einer einmütigen Volks« gemeinschaft stehende Veranstaltung. «gesetzt w SO M < M. mc Der Staa 3n unserer Fugend bleibt unser Volk ewig jung. Reichsminister Or. Goebbels über Ziele der nationalsozialistischen Lugendbeireuung Mer« jp°r Übung, für ; Werten igentümer, tnbe und j Wndsetzui Br nachhol schaben v seich nach jllungen gc Öi Deut Leuchtturm und brachte Gefangene ein. Aus der Rückfahrt wurden unter ständigen Gefechten gegen feindliche Kanonenboote heftige Luftangriffe abgewehrt und durch Jäger und Flackartillerie 21 feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n Aegypten trat der Feind in breiter Front nach heftiger Artillerievorbereitung mit starken Infanterie- und Panzerverbänden unter Einsatz zahlreicher Luftstreitkräfle zu dem erwarteten Großangriff an. Zur Zeit sind erbitterte Kämpfe im Gange. Der Feind verlor bisher 20 Flugzeuge und zahlreiche Panzer. Auf Matta erzielten deutsche leichte Kampfflugzeuge wiederum zahlreiche Bombentreffer in den Flugplahanlagen von Luca und Venezia. Bei Einflügen in die befehlen Westgebiele sowie beim An- und Abflug gegen Oberilalien verlor die britische Luftwaffe durch die deutsche Abwehr elf Flugzeuge, hiervon mehr als die Hälfte viermotorige Bomber. 3n der Rächt zum 25. 10. führte die deutsche Luftwaffe Bombenangriffe gegen kriegswichtige Anlagen einiger Städte in Ostengland. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Linsahhäfen zurück. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden von deutschen Unterseebooten, obwohl auch weiterhin schwere Herbststürme die Operationen beeinträchtigen, in harten Kämpfen aus stark gesicherten Geleitzügen und in zäher Einzeljagd im Rordatlantik, im Eismeer, vor der kanadischen Küste, bei Trinidad, vor der Kongo-INündung und vor Kapstadt 16 Schiffe mit 104 000 BRT. sowie ein Zerstörer versenkt. Drei weitere Schiffe und ein weiterer Zerstörer wurden durch Torpedotresfer beschädigt. Nur noch härter und entschlossener Oer Gauleiter auf einer Kundgebung in Bad Homburg. zeugen ihre Störangriffe auf nordwest- deutsches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Der Sachschaden ist gering. Bei Anflügen gegen die Küsten der besetzten Gebiete verlor der Feind am Tage und in der vergangenen Rächt vier Flugzeuge. Die deutsche Luftwaffe bekämpfte bei Tage mnlitärische Ziele und kriegswichtige Anlagen in Südengland. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauvtquarlier, 25. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westkaukasus erstürmten deutsche und rumänische Truppen, wirksam von der Luftwaffe unterstützt, weitere Höhenrücken. Gegenangriffe des Feindes wurden unter blutigsten Verlusten abgewiesen. 3m Kampf um Stalingrad wurden in hartnäckigen Einzelkämpfen bis auf eine Halle alle restlichen Fabrikanlagen des Werkes „Kraßnyj Oktjabr", ausgebaute Stellungen und Häuserblocks sowie der nördliche Vorort Spartkowka bis auf einzelne Häuser genommen. Das am Vortage genommene Stadt- und Werksgelände ist von Resten des Feindes gesäubert. Entlastungsangriffe brachen zusammen. Die schweren Luftangriffe auf die feindlichen Stützpunkte in Stalingrad und die sowjetischen Rachschubverbindungen ostwärts der Wolga gingen mit unverminderter Kraft weiter. An der Don-Front schlugen rumänische Truppen mehrere feindliche Angriffe ab. Rumänische Luflstreitkräfte richteten ihre Angriffe gegen feindliche Stellungen und Bahnbewegungen. Auf dem Ladoga-See führte in der Rächt zum 22.10. ein Verband deutscher und italienischer Kriegsfahr- „Wir werden der Genfer Konvention treu bleiben!" Diese Versicherung kommt über den Ozean und ausgerechnet aus dem Munde des USA.- Kriegsministers S t i m f o n. Also von einer Persönlichkeit, die genau weiß, daß sich die USA. den Teufel um völkerrechtliche Abmachungen kümmern. Die US.-Amerikaner halten es genau so wie die Engländer: Sie tun, was ihnen jeweils nützlich erscheint, trampeln auf Verträgen und Konventionen herum und schreien: „halt' den Dieb!", wenn sie dabei erwischt und vor der Weltöffentlichkeit angeprangert werden. Die gleiche Methode versucht Mr. Stimsvn jetzt, wo das OKW. feststellt, daß der Engländer — natürlich im Einvernehmen mit Roosevelt — keinen Wert auf die Genfer Konvention lege, und die Japaner sich entschlossen haben, die unmenschlichen Kviegsmethoden der USA. zu bestrafen. Als Ende März 194JI — die USA. waren damals noch nicht im Krieg! — zwei deutsche Kriegsgefangene einem kanadischen Gefangenenlager entkommen waren und über treibende Eisschollen des St. Lorenzstromes amerikanisches Gebiet erreicht hatten, wurden die beiden Deutschen auf Befehl des nordamerikanischen Justizministeriums gefesselt und den britischen Behörden in Kanada wieder aus- geliefert. Die dem Völkerrecht hohnsprechende Tat geschah, obwohl die USA. die Haager Landkriegsordnung von 1907, rtach deren Art. 13 entflohenen Kriegsgefangene.Asylrecht gewährt werden muß, ratifiziert haben. Erinnert sei weiter an die ftan-balöfe Behandlung der in den USA. internierten Deutschen. Sie wurden wie gemeine Verbrecher in Gefängniswagen nach der Neuyorker Ernwande- rungsinsel Ellis Island transportiert, wo Schwarze mit auf gepflanztem Seitengewehr sich der einzelnen „liebevoll" annahmen. Daß nicht vergessen wurde, Fingerabdrücke zu nehmen und die Deutschen für das Verbrecheralbum zu photographieren, sei nur am Rande vermerkt. Die amerikanische Demokratie darf es sich überdies zur Ehre anrechnen, erstmalig Frauen uni) Kinder interniert zu haben, Auchmleck Vizekönig von Indien? Stockholm, 25. Okt. (Europapreß.) Die englische Zeitung „Manchester Guartdian" nannte als Kandidaten für den Posten des Dizekönigs von Indien den General Auchinleck. Der Londoner Korrespondent von „Svenska Dagbladet" meint, es sei angesichts der kritischen gegenwärtigen Lage besonders notwendig, einen Mann „mit den rech« ten Eigenschaften" für diesen Posten auszmvählertz Man brauche einen Mann mit vollem VerständnU ch baöiird Einiger und kr Sparer im Sritge Htung ode । ßgenheims, Triebes, । schränken &r Pchj Mnfonc ofljmgfon irb der Pri rtas einen Berlin, 25. Okt. (DNB.) Die im ganzen Reichsgebiet zur Durchführung gelangenden Jugendfilmstunden sind von Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet worden. Die Veranstaltung brachte zugleich die Uraufführung des in einem KLV.-Lager in der Slowakei gedrehten ausgezeichneten Jugendspielfilms „Hände hoch!", der aus dem Filmwett- bewerb der europäischen Jugend in Florenz als bester Iugendspielfilm des Festlandes mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden ist und damit die von Dr. Goebbels gestiftete Klimsch-Büfte des Führers errungen hat. Drehbuchgestaltung und Spielleitung lag in den Händen des Nachwuchsregisseurs Bannführer Alfred Weidemann. Die gleichzeitig uraufgeführte neue 2. Filmschau der HI. „I u - «endliches Europa" hat den 1. Preis auf dem Gebiet des Dokumentarfilms erhalten. Reichsjugendführer A x m a n n stellte fest, daß die junge Generation unseres Volkes niemals einen so tätigen Anteil an der Gestaltung des deutschen Schicksals nehmen konnte, wie es der Jugend unserer Tage vergönnt ist. Darin liege aber das wahre Glück der Jugend, daß sie durch Taten froh werden könne, und daß sie ihre Herzen zu den heldischen Gestalten des Kampfes erheben und entzünden könnten. In unserem Zeitalter der Technik und unter den Belastungen des Krieges gelte es besonders, die Fähigkeit und die Kraft der reinen Empfinoung zu pflegen. Je tiefer die Jugend in die heiligen Bereiche unserer Kultur einzudringen vermöge, um so entschlossener werde sie auf dem Schlachtfelde die Heimat ihrer Seelen zu verteidigen wissen. Reichsminister Dr. Goebbels betonte dann in seiner Ansprache, daß die Arbeit der nationalsozialistischen Jugendorganisation heute ganz auf das Ziel ausgerichtet fei, die im Kriege fehlenden Erziehungsfaktoren nach besten Kräften zu ersetzen. Daß das nicht immer auf die vollkommenste Weise geschehen könne, liege in der Natur der Sache. Man werde es später einmal nicht verstehen können, wenn die männliche Führerschaft unserer Jugend in der Stunde der großen Bewährung der Nation dem Vaterland nicht auch mit der Waffe in der Hand gedient hätte. Ihr größter Teil stehe heute an der Front. Wir müßten uns also mit der Tatsache abfinden, daß für die gesteigerten Aufgaben in der Jugendführung nur ein wesentlich kleineres Kontingent von qualifizierter Führerschaft zur Verfügung 20 R Lf wöche Kindern finden die Eltern ihr Fortleben. Auch die unbekannte Familie sieht hier ihre Verewigung. Durch die Majestät des Kindes wird der Arbeit unb dem Kampf der lebenden Generation erst ein tieferer Sinn gegeben. Der Staat, den wir durch Kampf und Arbeit bauen, verdiente nicht die großen Opfer, die wir !wWSf ' Vit . letzt 8 '»eil n man Verständnis dafür haben, daß auch hltr das Ideal sich manchmal mit den harten Notwendigkeiten der Zeit zu stoßen beginne. Diejenigen, die sich einen Beruf daraus machten, daran iyr kritisches Mütchen zu kühlen, täten gut daran, sich wieder einmal ins Gedächtnis zurückzurufen, welchen Verwahrlosungen die deutsche Jugend während des ersten Weltkrieges ausgesetzt war, um daran ermessen zu können, wieviel besser es im jetzigen Krieg um diese Frage bestellt sei. „Ich lasse es mir*nicht nehmen, daß diese Jugend heute anders ist, als wir früher waren. Der Nationalsozialismus kann den uralten Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht abschaffen. Er ist eine Generationsfrage, die sich in jedem Menschenalter aufs neue wiederholt. Man kommt ihr nicht bet durch hochfahrende Besserwisserei, sondern nur durch ein offenes und freies Verständnis, das wir Erwachsenen der Jugend entgegenbringen müssen. Die sind meistens die besten Erzieher, die die Jugend mit einem Blick regieren. Eine Jugend muß Vertrauen haben können. Sie muß zu ihren Erziehern auf- blicken, muß in ihnen verständnisvolle und gütige Freunde sehen, die nicht deshalb tadeln und kritisieren, weil sie älter sind, sondern weil sie mehr Lebenserfahrung besitzen. Kinder haben meistens einen sehr feinen Instinkt dafür, wer es redlich mit ihnen meint. Für den gehen sie durchs Feuer. Sie treten einem solchen Typ von Erzieher noch mit dem ganzen jugendlichen Enthusiasmus entgegen, dessen ihre unverbrauchten Herzen fähig sind. Unsere Jungen haben diesen Enthusiasmus sehr nötig, wenn sie ein oder zwei Jahre später für das Vaterland das Gewehr auf die Schulter nehmen, und unsere Mädel ebenso, wenn sie zur gleichen Zeit irgendwo in Kriegsdienst gehen und sich fast schon darauf vorbereiteten, Frau und Mutter zu werden. Ich kannte einen Panzerleutnant, der jahrelang als Hitlerjunge in unserem Hause ein und ausging. Er wurde im Frankreich-Feldzug aus seinem brennenden Panzer herausgeholt, atmete noch, drei Tage lang ohne ein Wort der Klage über seine Lippen zu bringen, und gab dann mit einem hin- gehauchten Gruß an den Führer sein Leben auf. Ich hätte mich bei seinem Heldentod schämen müssen, wenn ich ihn zwei Jahre früher hochnäsig und albern behandelt hätte! Der wird am leichtesten mit der Jugend fertig und erringt sich auch ihr tiefftes Vertrauen, fit liS FS K 2lrd Ul01 SV UM" 9 !Lrneur XW'61 des P nut etsya-neyeu. öic juucn uauun uueu< daß unsere nationalsozialistische Jugend« ti auBe, Aber heute stellt sich der USA.-Krieasministe» mit frecher Stirn hin und erklärt, die USA. wollten der Genfer Konvention treu bleiben. Es ist eine bodenlose Dreistigkeit der USA^Regierung, sich überhaupt zu irgendeinem völkerrechtlichen Abkommen zu bekennen. Sie hat sich, ehe sie im Kriege war, nicht daran gehalten, und tut es jetzt erst recht nicht. Es ist eine Verlogenheit, glauben machen zu wollen, daß sie als ehrliche Gegner Krieg fuhren. Das tun weder Roosevelt noch Churchill! Deutschland weiß, was es von der Lüge des USA.-KriegsMinisters zu halten hat, und ist nicht gemiüt, die schamlosen Volkerechtsbrüche durchgehen zu lassen. ist rührender und ergreifender für Vater und Must Len 8®1 ter, als im Kinde sich selbst wiederzusehen. In ihren M 9 übergeben. Sie will ihnen nur nach besten Kräften helfen, diese Kinder auch außerhalb von Ek> ternhaus und Schule zu deutschen Männern und Frauen zu erziehen. Sie sollen nicht nur die Leh« ren des Staats- und Volkslebens in sich ausineh- men, sie sollen darüber hinaus auch lernen, Ehr» furcht und Achtung vor ihren Eltern zck haben, denen sie ihr Leben und den körperlich geistigen und seelischen Grundstock verdanken, aus dem sich Charakter und Persönlichkeit entwickeln. Wie sollte eine Jugend nich reif und stark werden, die solche Eltern zum Vorbild hat? Wie aber sollten Eltern nicht ewig jung bleiben, denen -eine solche Jugend nachwächst!" und im Kampf, so ist das nur gut; denn in diese Hände 'müssen wir eines Tages das Reich legen, wenn die unseren müde und schwach geworden sind^ Die vielen Millionen Eltern möchte ich in meinen Gruß mit einschließen. Sie sollen davon überzeugt jein, daß unsere nationalsozialistische Jugend führerschaft genau weiß, daß sie ihr in ihren Kindern ihr ko st bar st es Gut zu treuen Händen NSG. Anläßlich einer Versammlungsaktion des Kreises Main-Daunus/Ober-Taunus der NSDAP, sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Samstag auf einer Gwßkundgebung im Kurhaus in Bad Homburg über den Sinn des Freiheitskampfes unseres Volkes. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Kreisleiter und Landrat Heyfe ging der Gauleiter auf die Entstehungsgeschichte dieses Weltenringens ein. In groß -angelegten Ausführungen vermittelte er den Volksgenossen die Bestrebungen unserer Gegner, die vollkommen dem internationalen Judentum verfallen seien, das deutsche Volk zu einem Sklavenvolk herabzuwürdigen. Die Geschichte habe gezeigt, mit welch brutalen Mitteln unsere Gegner wchrlose Völker unter ihre Knute zwangen, um sie dann vollkommen auszusaugen. Bei einer Untersuchung der von den plutokratischen Staaten angewandten Methoden komme man unschwer zu der Ueberzeugung, daß sie nur eines kennen: herrschen wollen. Sie die Herren, andere die Sklaven — so haben sie sich die Weltherrschaft vorgestellt. In drastischer Weise wurden wir in den letzten Tagen wieder davon überzeugt, daß ihnen ein ehrlicher und offener Kampf nicht liegt. Mit heuchlerischer Miene beziehen sie sich auf die Genfer Konvention, um im gleichen Augenblick die gemeinsten Verbrechen an wehrlosen Kriegsgefangenen zu verüben. Es wäre uvferen Gegnern zu viel Ehre angetan, zu versuchen, ihnen das Verwerfliche ihrer jedem Völkerrecht hohnsprechenden .^Heldentaten" Davao (Philippinen) wurden japanische Staats« angehörige massenweise niedergemetzelt. Ein Ge» genstück zu der Veröffentlichung der bereits er» wähnten USA.-Zeitschrift „Liberty" ist eine Er« Elärung des UWl.-Marineministeriums über ein besonderes ^.Ueberfallbataillon" von ausgesuchten Marineleuten, die bewandert seien im Messer» stechen und Erwürgen und am 17. August einen! I Saales. “Wtto Witt s, *e dafür bringen, wenn nicht feine Tore weit offen« ständen, um den Strom der nachstoßenden Jugend aufzunehmen. Wer das nicht begreifen will, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Reaktionär. Er sieht nur das Heute und das Gestern, aber nicht . das Morgen. Wir waren eine Bewegung der Jugend, als wir um die Macht kämpften. (Eine«, b? °Aur ganze Reihe der heutigen HI.-Führer, der Reichs- >eyein| jugendführer selbst an der Spitze, haben bamalsj 6?flr < ,ef heimlich unsere Versammlungen besucht und hörtet [ dort unseren Ruf an die ewige Jugend Deutsch, W1 «ej( lanbs. Wir hatten die Zukunft, weil wir die Jugend, H( aber wir hatten auch die Jugend, weil wir die Zu, W' fünft hatten. So ist es geblieben. Die Bewegung iS hat bis heute nichts von ihrem jugendlichen Schwung h”111, J uftd Enthusiasmus eingebüßt. Die Hitlerjungen, big? rFJhr(] kürzlich im Schmuck des Eisernen oder des Kriegs« lil([D9en y- verdienstkreuzes' vor mir standen, repräsentieren em neues Geschlecht unseres Volkes, und wenn ihre Hände allmählich fest und hart werden in der Arbeit Mortain Jtatfmanr “i‘v v-iwuiiytii U.IVKZ Mill XI. **UU|U.|1 rillVK f^l Angriff auf die von den Japanern gehaltene Insel l?6 eine jMifiann i toule. > sich U d'e erst unb Dj seinen Sc ihmng em, ien Berkel pchnung vi klar zu machen, da sie dies mit ihren Haßgefühlen sten. Für doch nicht begreifen würden. Klar und deutlich {(gelegt n habe der Führer den Weg aufgezeigt, den Deutsch«' I Uhr begi land und mit ihm die jungen europäischen Volker | Uhr eni zu gehen hab-en. Nur die restlose Vernich* mummert, tung der Feindmächte gebe den übrigen rifbeml.J Völkern Europas die Gewähr eines gesunden und U Auch i dauerhaften Lebensstandards. ft mr Wochr Dann würdigte der Gauleiter die ruhmreichen .Woche be° Heldentaten unserer tapferen Wehrmacht, die auch » im kommenden Winter vor schwere Aufgaben ge- nUttti stellt sei, und die, wie alle anderen Aufgaben der * vergangenen drei Kriegsjahre gelöst würden. Auf- rn "v* ei ■gäbe der Heimat sei es, unseren Soldaten an der Front die Waffen in die Hand zu geben, die sie zur t™»" 11 Niederringung des Feindes benötigen. Die Heimat rj wup habe bereits unter Beweis gestellt, daß sie bereit ’Iatt ist, jedes Opfer auf sich zu nehmen, und so ihren o „ Teil zum Siege beizutragen. Jeder Volksgenosse -?ei sei auch darüber im klaren, sich in den kommenden «ur die Lch sich ausurh. men, Ehr, 1 Eltern z, 'rperlich grj, m, aus fej vickeln. Wit Mrden, die Getriebes, an die Aussteuer und vieles andere. Andere sparten, um die Mittel für Aus- und Fort- Mbung, für Reisen, für Fälle der Not oder einen «leichterten Lebensabend zu schaffen. Feder Haus- chentümer, jeder Handwerker, jeder Gewerbetrei- ixnde und jeder Landwirt fei sich bewußt, daß er Instandsetzungen und Ergänzungen nach dem Kriege pr nachholen könne, wenn er über entsprechende Hühaben verfüge. Es sei ausgeschlossen, daß das Sleich nach dem Kriege Zuschüsse für solche Nach- hslungen gewähren werde. K i d°n üuEj LK AS »hä bie Ä 'enEchÜ rJUn9m, i Ärieas, mtieren ein wenn iw iber Arbei WÄ ,'ch m mei, octDon über. - chren ffin, aber folltri^ l eine solche Der Staatssekretär erklärt dazu: Jede Einschrän- Ing des persönlichen Bedarfs komme unseren ontsoldaten zugute. Auf der Sparkasse erhöhe ) außerdem der Wert der nicht verbrauchten Ein- nmensteile nicht nur durch die Zinsen, sondern -,-w« Och dadurch, daß manche Ware nach dem Kriege "eiten firafr Miger und auch besser sein werde als gegenwärtig, ler Sparer denke an Wäsche und Kleidung, die nach dem Kriege angeschafft werden sollen, an die Einrichtung oder Ergänzung der Wohnung oder eines genheims, an den Aufbau oder Ausbau eines 3°t»eruö auf Sieltffrmdjttgung und £(bftant>Kjteit Der Korrespondent glaubt offenbar, d>ß Auchrnleck geeignet wäre, fügt aber gleich hin- e, der neue Vizekonig würde wahrscheinlich i-r letzt« Engländer aus diesem Posten K“?’1 ber ©eroabrung d«r Unabhängigkeit et Indien der Posten des Vizekönigs in seiner bis- rigen Form auHören müßte. Als Kandidaten t das Amt des Vizekonigs waren früher bereits imnnt worden 6tariert) Cripps, der fteiloer. -tmde Pttinl-rminister Attl-e, Luftfahrtmini. T Sir Archibald Sinclair, der frühere Gönner, «ur non Bengalen und jetzige Lordpräsident des -Heimen Rates Sir John Anderson und der suvcrneur non Bombay, Sir Roger Lumley heißt, bereits in Kürze werde eine Entscheidung Aus dem Reich. Zur Sparwoche. In einem Aufsatz zur Deutschen Sparwoche ilt Staatssekretär Reinhardt in der , Spar- ssen-Zeitung" mit, daß der Zuwachs an p ar ein la gen in der ersten Hälfte des Jah- rund zehn Milliarden Reichsmark betragen hat. -lsgefamt haben die Spareinlagen etwa 65 Mil- Sarben Reichsmark erreicht. Bereits 3,5 Millionen Lohn- und Gehaltsempfänger sparen eisern monatlich den Betrag von rund 70 Millionen Reichsmark. Damit auch die kleinsten Einkommensempfänger Hern sparen können, wird ab 1. Januar d e r M i n- Restbetrag, der eisern gespart werden kann, auf 20 Rpf. arbeitstäglich, eine Reichsmark wöchentlich oder fünf Reichsmark monatlich ltstgefetzt werden, der Höchstbetrag einheitlich auf 1/50 RM. arbeitstäglich, 9 RM. wöchentlich oder N RM. monatlich. jiihrung einer einheitli allen Verkehrsmitteln I. Woche des Jahres. Lutze statt. dem groM Ein Mann rechnet ab ehaltene n Die Woche wird genormt. Der Deutsche Normenausschuß wird zur Herbei- einheitlichen Wochenbenummerung bei " ' t ein Normblatt über die Be- iblegenb vef (oft der 'N* ütigen Bolls« Roman von Horst Biemath , (Nachdruck verboten.) tw ftommt^oui. fcW SchMwerserlicht, I Der Präsident von Ecuador, Carlos del Rw, kill Anfang November Mit dem nalJ tanffcmntnn reifen. Auf dem Wege nach Washington riegsWg'1 'schliß AuM asioaffej ie gebeutet J Ische 6* M Anfang November mit dem 1 Washington reisen. Aus dem Wege nad) ., ~ >ird der Präsident in Caracas der Regierung Dene- aelas einen Besuch abstatten. ___ aß sie bereit und so ihm 1 kommens nigstellung zur sah zu schin- gp * ing aus M re Arbeit er« ■ fes zeichnung von Zeitpunkten und Zeiträumen heraus- glben. Für die Bezeichnung der Wochen wird dabei estgelegt werden, daß die Woche am Sonntag 0 Uhr beginnt und am barauffolgenben Samstag 24 Uhr endet. Werden die Wochen eines Jahres ienummert, so gilt als erste Woche diejenige, die mit dem 1. Januar beginnt oder in die der 1. Januar Alt. Auch wenn der 1. Januar auf den letzten Tag einer Woche, den Samstag, fällt, so ist dies die 'later . r • f>ei deren Plötzlich traf eine Stimme sein Ohr, bei oeren cieberanfaUs. ®°gS "prang der N°-"- Jm^selben ugenblicf fuhr feine Hand in b » z-uberstab ließ die Spannung m seinem> Jnn-r linen ganzen Körper. . „Das Tor auf, Pedro'." rief Gonzales. «Jawohl, Don Sjril“n7hnn(>nj)en Schlag einer Brackmann vernahm den knalle Motors, lutotür, das weiche ( m Stand- ’t gleichzeitig Schritte die sich eiig f^ rauf)e, (j rt näherten. Er druckte sich eng r schweren ritze Betonsäule und tiefer i y -urückaescho- chatten hinein. Ein Riegel wurde^u^agi^ en. Die Torflügel flogen auf. -D IW ~ so e? >3. Fortsetzung. - T -.Se p R w" Meine politische Nachrichten. In Düsseldorf fand die Einführung des an Stelle les gefallenen Obergruppenführers Knickmann ernannten neuen Führers der SA.-Gruppe Nieder- ihein, Gruppenführer Bock, durch den Stabsches haßgefiW unb beutlii ben Deutsch- ischen Völker Vernicht den übrige«^ esunden und , ruhmreicher d)t, bie auch lufgaben ge* lufgaben der oürben. Auj- >aten an der n, die sie zur Die fiernd Im Beisein des Reichsleiters von Scherach eröffnete Deichserziehungsminister Rust die Jubiläums- -..ellung zur 250. Wiederkehr des Grundungs- [es der Akademie der bildenden Künste m Wien. V? f), ,s>. | Nach achtstündiger Debatte nahm der U«A.-Senat Uar die Vorlage über die Herabsetzung des Mili- mwende. w ^zch^nstalters auf 18 Jahre mit 58 gegen fünf Weg: vor. i6timmen an, jedoch mit Einschränkungen, die Pra- ...... jdent Roosevelt ebenso wie seine M.ilitarfachoer- töntrigen nicht billigen. Insbesondere mißfaltt em Zusatz, der die Verwendung von U>sA.-Soldaten in Ue berf e e auf „geeignete Dienstleistungen schränken möchte. Aus -er Giadt Gießen. Stunden im Oktober. Täglich tiefer rötet sich der wilde Wein, und feierlich zieht der Tod in die Welt ein — nicht, wie ihn die alten Maler und Zeichner gemalt haben, als beinernes Gerippe, sondern als Herrscher mit großem Gepränge an bunten Kleidern, im Perlen- schmuck von Tautropfen, umweht von zartesten Geweben und gefrönt mit einem Diadem aus matt- goldenen Strahlen'der fernen Sonne. Aller Prunk an Farben und Gluten täuscht aber nicht darüber hinweg, daß es der Tod ist, der seinen Einzug hält. Das in letzter Leidenschaft auflobernbe Leben, in dessen. Gewand er sich kleidet, ist eine Täuschung. Ihm scheint zwar die Macht verliehen, alles verwelken zu lassen, was sein Atem berührt, doch die Astern, die ihre weißen und rosa Blumensterne vergehend neigen, das brennendste Laub im Wald, in ben Gärten unb an ben Straßen rühmt noch im Sinken bie Hoffnung ber Wieberkehr unb hütet tiefer noch bas Geheimnis bes Lebens, dessen Quell im Verborgenen rauscht. Mit großen Augen staunt unser Herz, still geworden, in die Wandlung und läßt sie auch an sich geschehen. Es kommen Tage, so voller Klarheit und Weite, an denen das Buch des Lebens vor uns aufgeschlagen zu liegen scheint. Zeile um Zeile glauben wir lesen zu können, was war und sein wird. Größer als die Trauer um das Vergängliche ist der Glaube an den Sinn und Sieg des Lebens. Wir ernten, was reif wurde, unb wir genießen die Früchte unserer Arbeit. Den Hunger unserer Seele stillt aber nicht das Werben unb nicht bas Geworbene. Sie finbet Ruhe allein im Glanz ber Verklärung. Verklärung ist bas Ziel alles Lebens unb auch unseres Seins. Das Verklärte ist ewig. In ihm kreist Werben unb Sein in großer Wand- lung nach bem Urgesetz ber Schöpfung. K. R. Oie Autorität der Luftschutzwarte. NSG. Die Gruppe XII Hessen-Rheinlanb-Süd bes Reichsluftschutzbunbes teilt mit: Der Reichsminister ber Luftfahrt unb Oberbefehlshaber ber Luftwaffe hat zu einem Erlaß bes Reichsministers der Justiz feine Zustimmung gegeben, in dem im wesentlichen folgendes feftaelegt ist: Die Amtsträger des Reichsluftschutzbunbes und die Luftschutzwarte bedürfen bei der ehrenamtlichen Erfüllung ihrer Aufgaben im Dienste der Landesverteidigung nicht selten des Schutzes gegen minder- einsichtige, z. T. auch gewalttätige Personen. Zu ber in diesem Zusammenhang bedeutsamen Frage, ob und inwieweit die Amtsträger des Reichsluftschutzbunbes unb bie Luftschutzwarte als Beamte im strafrechtlichen Sinne anzusehen finb, wirb darauf hingewiesen, baß bie Ämtsträger bes Reichsluftschutzbunbes, also eine Körperschaft bes öffentlichen Rechtes, förmlich ernannt unb baher auch burch einen öffentlich-rechtlichen Akt berufen werben. Sie sind als Beamte im strafrechtlichen Sinne anzusehen, soweit sie Aufgaben erfüllen, die aus der Staatsgewalt abgeleitet finb, z. B. Ueberwachung ber Entrümpelung unb Verbunkelung. Die Luftschutzwarte werben von ben Ortspolizei- behörben förmlich herangezogen unb erfüllen in ihrer Eigenschaft als Führer ber Luftfchutzgemein- fchaften staatliche Aufgaben. In Ausübung biefer Funktionen genießen sie baher ben gleichen Strafrechtsschutz wie die Amtsträger des Reichsluftschutzbunbes. Abfchließenb stellte ber Reichsjustizminister fest, baß bie Amtsträger bes Reichsluftschutzbunbes unb die Luftschutzwarte auf jeden Fall gegen strafbare Handlungen, die sie bei der Ausführung ihres Amtes stören, durch strenge Bestrafung ber Täter geschützt werben müssen. * *♦ Nähmittel auf Zweite Reichsk leibe r k a r t e. Die Reichsstelle für Kleibung weist barauf hin, baß als Nähmittelabschnitt auch ber Sonderabschnitt I der Zweiten Reichskleiberkarte gilt. Bis zum Ablauf ber Gültiakeitsdauer ber Zweiten Reichskleiberkarte am 31. August 1943 hat also auch der Sonberabschnitt I Gültigkeit. Wie bei ben anberen Nähmittelabschnitten der Zweiten Reichskleiberkarte hat bie Abgabe ber Nähmittel an Verbraucher ohne Abtrennung eines Punktabschnittes zu erfolgen. Es ist unzulässig, ben Verkauf von Nähmitteln abzulehnen, weil hierfür Punkte nicht eingenommen werben bürfen. Verdunkelungszelk: 26. Oktober von 19.05 bis 7.38 Uhr. Feierlicher Ausklang der Kuliurwoche. heilig Herz der Völker^ o Vaterland." In einer erhebenden Morgenfeier, die im Zeichen des Hölderlin-Wortes „O heilig Herz der Völker, o Vaterland" stand, fand die Kulturwoche ber NSDAP, am gestrigen Sonntag auf Oswalds- garten einen würdigen Ausklang und festtichen Abschluß. Es war der ausdrückliche Wunsch und Wille ber Veranstalter, diese Abschlußkundgebung, die außerordentlich stark besucht war, inhaltlich und formal zu einem Muster nationalsozialistischer Feiergestaltung zu erheben. Dazg war ein stattliches Aufgebot von Mitwirkenden ausersehen. Ein großer Männerchor mit Knabenstimmen, der sich aus Mitgliedern ber Wehrmacht, einer Gruppe von Luftnachrichtenhelferinnen, der Gießener und Wetterauer Gesangvereine, der GesangsMippen der Betriebe, der Hitler-Jugend, des BDM. und der Langemarckschule zusammensetzte, sang vier Chöre. Künstler unseres Theaters (August Wilhelm Funke, Herbert K o ch l i n g und Carl Maria Zeppenfeld) sprachen Dichtungen und Führerworte. Die begleitende und umrahmende Musik ^führte der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Obersturmführer Musirzugsührer Herrmann aus. Den äußeren Rahmen, eine von Hakenkreuzfahnen eingefaßte und mit dem Hoheitszeichen des Reiches gekrönte Empore, hatte Bühnenbildner Karl L ö s f - l e r erstellt. Die Gesamtleitung lag in Händen von Kreischormeister Musiklehrer Heinrich Blaß. Wort und Lied und Musik wetteiferten im Bekenntnis zu Deutschland, dem „Herzen der Völker", dem „niemals ausgesungenen Land". Die erlesenen dichterischen unb musikalischen Proben kreisten um die „großen Gegenstände", um Vaterland und Freiheit, um den Krieg, um bas Reich und ben Führer als den „Herzog bes Reiches". Nach ben feierlich-langsamen Rhythmen des Königsliebes aus „Sigurb Jorsalfar" von Edvard Grieg unb dem von Carl Maria Zeppenfelb ernst unb einbringlich gesprochenen „Fahneneid" von Heinrich Lersch sang der Chor Hermann Erb- lens „Morgenlieb". Die Führung der Stimmen ist einfach unb erinnert an die Ehorbearbeitungen des 14. und 15. Jahrhunderts. In schlichter Weise beginnen einstimmig bie Hellen Knabenstimmen, bann roerben sie von den beiden Männerstimmen abgelost, schließlich steigert sich bas Chorwerk texlich und musikalisch unb klingt aus in dem Rufe: „Herr, laß uns kämpfen, laß uns siegen!" In dem folgenden Wechselgespräch zu Dreien zwischen August Wilhelm Funke, Carl Maria Zeppenfeld unb Herbert Kö chling, bei bem sich Temperament unb Stimmlage der Sprecher wirkungsvoll gegeneinander abhoben, hörten wir Worte von Fichte und Arndt, „Nicht die Gewalt der Arme, noch die Tüchtigkeit ber Waffen, sonbern die Kraft bes Gemütes ist es, welche Siege erkämpft." „Das Norblanbvolk" aus „Sigurb Jorsalfar" von Grieg leitete zu Hugo Kauns „Heimatgebet" über, bas mit schlichter Einstimmigkeit' ruhig und weihevoll erklang. August Wilhelm Funke sprach darauf Will Vespers Gedicht „Dem Führer". Aus dem Wechselgespräch, das eine Zusammenstellung von Führerworten bildete, verdient ein Wort heroorge- hoben zu werden: „Nichts, was groß ist auf dieser Welt, ist dem Menschen geschenkt worden. Alles muß bitter schwer erkämpft werden: auch die Erhebung eines Volkes wird nicht leichthin Wirklichkeit, auch sie muß innerlich errungen werden." Aus der Fülle ber Darbietungen nennen wir noch wegen seines klaren musikaNschen Aufbaus ben Chor „Gelöbnis" von Franz Philipp und Heinrich Lerfchs „Solbatenabschieb". Mit ganzer Seele sprach Carl Maria Zeppenfeld bie Worte: „Ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen: Deutschlanb muß leben, unb wenn wir sterben müssen!" Mit ber choralartigen Weise bes „Nieber- limbischen Dankgebets" von Eduarb Kremser klang die Morgenfeier aus. Zum Gelingen ber Feier haben viele beigetragen,, doch die Verantwortung trägt immer nur der, bem bie Gesamtleitung zufällt. Kreischorleiter Blaß hatte durch unermüdlichen Einsatz und Umsicht die Voraussetzungen für diesen schönen Verlauf geschaffen. Mit Meisterhand führte er die Stimmen unb vereinigte sie zu bem mannigfach zusammengesetzten Klangkörper. Seiner Anregung folgenb würbe auch der Text ber Qhöre vorher gesprochen. In einem kurzen Schlußwort dankte Kreisleiter Backhaus dem großen Kreis von Mitwirkenden für ihren Einsatz, insbesondere dem Kreiswart der NSG. „Kraft durch Freude" Pg. Schemel, dem Kreischormeister Pg. Blaß unb ben Künstlern bie weihe Hauswanb reflektierte es, so baß ein Schimmer bavon bis auf die Straße brang. Der Wagen zog an unb glitt rückwärts näher. Plötzlich flammte bas Stopplicht auf, und die Bremsen zogen scharf an. „Etwas vergessen, Don Fernando? ,Die Taschenlampe, Pedro — los, beeil dich!" Der Diener stürzte davon. Der Motor des Wagens lief weiter. Aus dem Auspuffrohr zog blauer Qualm. Brackmann richtete sich auf. Er entsicherte die Pistole mit einer kleinen Bewegung des Daumens lieber die Säule hinweg, an ber Laterne vorbei, starrte er in den hellerleuchteten Wagen hinein. „ ... . _ Gonzales hielt eine Zigarette zwischen ben Lch- pen Er brückte ben rot glimmenben elektrischen Anzünder an ben Tabak. Seine Wangen höhlten sich beim Ansaugen bes Rauches. Brackmann hob langsam bie Pistole. 7. Kapitel. Im Hotel „Pullman" herrschte trotz ber frühen Morgenstunden schon lebhafter Betrieb. Zwei luxuriöse Omnibusse warteten vor der HotAterrasse aus eine Reisegesellschaft, die eine mehrtägige Fahrt ms ßanbesinnere antreten wollte. Während die Fahrtteilnehmer im Grillraum des Hotels noch ihr Frühstück einnahmen, waren ein halbes Dutzend Hotel- angestellte bereits damit beschäftigt, die in ber Halle aufgeturmten Kofferberge in ben Anhänger ^Das^VerlcSen des Gepäcks ging wie gewöhnlich nicht ohne Zwischenfälle ab. Während ein unver- schlossener Koffer feinen Inhalt von Toiletiegegen- ftanben gerade vor den Füßen des ohnehin schon reichlich nervösen Geschäftsführers entleerte erschien ein Herr in der Halle, bei dessen Anblick ben Geschäftsführer die gute Laune vollends zu verlassen schien. Der frühe Besuche^ der zwei Finger ■»um Gruß an den Rand seines Panamas hob, war nämlich Don Estobar Santacilla, Kommissar der I Kriminalpolizei von Derukruz. Es geschah nicht oft, daß er gerade das Hotel „Pullmann" dienstlich aufsuchte, aber wenn er es tat — und er bevorzugte die frühen Morgenstunden für seine Besuche —, so gab es gewöhnlich llnan? nehmlichkeiten. Der Geschäftsführer entsann sich mit Schaudern eines aufregenden Vorfalls, her sich vor einem Vierteljahr im Hotel abgespielt hatte. Damals hatte sich ein Caballero aus Brasilien, der seine Stellung als Kassierer bei einer Bank in Bahia leider dazu benutzt hatte, mit ben ihm anvertrauten Gelbem burchzubrennen, ber brohenben Verhaftung burch einen Selbstmordversuch zu entziehen versucht. Dem Geschäftsführer brach der Schweiß aus, wenn er an die Geschichte dachte, denn abgesehen von ber berechtigten Aufregung unb Empörung ber Gäste, die für ihr gutes Geld von einem erstklassigen Hotel gewisse Ruhe verlangen durften, war die Frage- wer die Kosten der von ber Polizei erbrochenen Zimmertür zu zahlen hatte, immer noch nicht gelöst unb schwebte wie ein Schreckgespenst zwischen ihm und den Pfennigkrämern von der Hotelbirektion. Don Estobar Santacilla war ein kleiner, etwas aufgeregter Mann von ungesunder, blasser Gesichtsfarbe, unb er hatte außerordentlich zierliche Hänbe unb Füße. Wenn er bie Fingerspitzen ber rechten Hanb in bie prall gefüllte weiße Weste schob und bie Stirn in Falten legte, würbe seine Ähnlichkeit mit Napoleon I., bie er eifrig pflegte, bejonbers deutlich. Der Geschäftsführer stürzte auf ihn zu: „Don Estobar, was fuhrt Sie her? Ich will doch nicht hoffen ..." Kantacilla hob beruhigend die kleine Hand: „Nichts von Bedeutung, Derehrtefter! Ich wollte nur eine junge Dame auffuchen, die bei Ihnen wohnt — Senorita Karen Orgafsa. Sie wohnt doch hier, nicht wahr?" „Gewiß, Don Estobar ..., aber es ist früh am Morgen ..." „ , »Ähr scharfsinnig beobachtet, Derehrtester, de- vom Theater der Universitätsstadt Gießen für die eindrucksvolle Gestaltung der Feierstunde sowie der Bevölkerung von Gießen für das bekundete rege Interesse. Der Gruß an den Führer unb bie Hymnen der Nation beschlossen die Feierstunde. Der Verlauf der Kulturtagtz mit ihrer weitgespannten Veranstaltungsfolge unb die eindrucksvolle Schlußfeier gaben Kunde von bem ungebrochenen kulturellen Willen ber Heimat unb bewiesen erneut, baß auch im vierten Jahre bes Völkerringens die Musen nicht schweigen. Dr. Ludwig Arnold. Sing- und Spielabend ter HZ.: »Froh zu sein, bedarf es wenig". Im Rahmen ber Kulturwoche ber NSDAP, führte bie Hitler-Jugenb am Samstag im Stubentenheim eine Abenbveranftaltung durch, die unter bem Stichwort ftanb „Froh z u fein, bebarf es weni g". Es war ein Sing- und Spielabend, gestaltet von ber Bann- unb Bannmäbelfpielfchar bes Bannes Gießen (116). Der große Saal bes Stu- bentenheims war schon lange vor Beginn überfüllt. Mit bem Begrüßungslied „Guten Abenb, euch allen ..." boten die Singscharen einen herzlichen Willkommengruß, ben K.-Bannführer Wolf an- schließenb in Dankesworte für bie vielen Besucher zu- sammenfaßte. Nun wickelte sich Schlag auf Schlag eine Vvrtragsfvlge ab, die von dem ftohen Geist ber heutigen Jugenb Zeugnis ablegte. Den Besuchern hatten es m erster Linie bie schönen ein», zwei- unb mehrstimmigen Lieber, manche auch in Kanonform, angetan, die von gründlicher, gewissenhaftester Kleinarbeit bes Dirigenten der Sing- scharen, Musiklehrer Heinrich Dietrich, zeugten. Besonders das immerhin recht viele Schwierigkeiten bietende Lied „Fröhlichkeit im Herzen", eine Komposition von Karl Zöllner, und das alte Lieb „Als ich ein jung Geselle war ..." aus Nicolais „Feinem kleinen Almanach^l777" fanben neben ben vielen anberen besonders prachtvolle Wiedergabe und ernteten stärksten Beifall, ben schönsten Dank für die Singscharen und ihren feinsinnigen Dirigenten. Zwei heitere Scharaden, deren Gestaltung nur , einer solch frohen Jugend möglich ist, sorgten für weiteren Frohsinn und erfreuten alt und jung. Als vielversprechender Rezitator erwies sich Scharführer Vogel, der für eine erkrankte Kameradin drei Schwänke „Von Schelmen unb Narren", auf- gezeichnet von G. H e n ß e n, zum Vorttag brachte. Scharführer Vogel war es auch, ber zu der gesamten Vortragsfolge bie Zwischentexte geschrieben hatte, deren Ansage bem Oberjungenschaftsführer Riexinger übertragen war. Dieser erlebigte sich seiner Aufgabe mit viel Geschick, brachte bamit heiteren Sinn in die Pausen unb erntete befonberen Dank als Ansager mit seiner Darbietung „Der ziemlich lange Kurzwellensenber 4711". Den Schluß unb ben Höhepunkt bes Abends bildete das Laienspiel „Jeppe vom Berge" von Ludwig Holberg, in der Bearbeitung von Jacobs. Schauspieler Carl Bruno Schmidt vom Theater hatte bie Spielleitung übernommen unb bot bie Gewähr für eine gute Darstellung. Die einzelnen Spieler fanden sich vortrefflich in ihre Rollen, unb da auch bie Kostüme sorgfältig ausgewählt waren, blieb bem SpiA feine Wirkung nicht versagt. Be- fonbere Erwähnung verdienen neben ben vielen Mitwirkenben die Träger der Hauptrollen, Oberrottenführer F l ö r k e als Bauer Jeppe vom Berge unb Scharführerin Stanbfuß als Nille, bes Bauern Weib. Mit bem Kanon der Singscharen.,Laßt euch nicht verdrießen ..." sand ber frohe Abend sein Ende. Die Hitler-Jugend hatte sich mit dieser Kulturveranstaltung in den Dienst für die Kulturwoche der NSDAP, eingereiht unb somit auch ihr Teil zum guten Gelingen ber Woche beigetragen. Sie hat. aber auch mit bem Abend den anwesenden Eltern unb den weiteren Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit gewährt unb ben Beweis erbracht, wie Gesang und Spiel in besonderer Weise geeignet finb, Frohsinn zu übermitteln. Morgenfeier im Theater: »Oie Geschwister»'. Goethes einaktiges Schauspiel „Die Geschwister", im Oktober 1776 entstanden, spiegelt etwas von der heftigen Geifühlsspannuna wider, bie ben Dichter mit Frau von Stein verband. Nicht von ungefähr taucht Charlottes Name in ber Vorgeschichte der kleinen Handlung auf, unb nicht ohne Beziehung hat man sich in diesem Zusammenhänge ber berühmten, an die hoffnungslos Geliebte gerichteten Verse erinnert: „Ach, du warft in abgelebten Zeiten meine Schwester ober meine Frau .." Schwester ober Frau: das ist hier die Schicksalsfrage. Die Miß Fanny, von der Marianne gegen Ende des Schauspiels spricht, ist die Heldin eines merkte Santacilla sarkastisch. „(Eben deshalb hoffe ich, Senorita Orgafsa bestimmt anzutteffen." Der Geschäftsführer faltete die Hände und sah ben Kbmmissar mit einem flehenben Ausdruck an: „Machen Sie es biskret, Don Estobar", flüfterte er. „Sie sehen, bas Hotel ist voller Gäste. Es wäre katastrophal, wenn es eine Szene gäbe ..." „Es wirb keine Szene geben, Sie bürfen unbe- sorgt sein; ich habe mit Senorita Orgafsa tatsächlich nur eine Kleinigkeit zu besprechen/ Er entnahm feiner Brieftasche eine Karte, ließ sich vom Geschäftsführer einen Bleistift unb vom Portier einen Umschlag geben und schrieb an der Portierloge ein paar Zeilen. Nachdem er bie Karte in ben Umschlag gesteckt unb biefen sorgfältig verschlossen hatte, übergab er ihn einem Hotelboy zur Besorgung. Darauf begab er sich ins Schreibzimmer neben ber Halle, ließ sich dort in einen Klubsessel sinken und schloß bie Augen. Auch Napoleon hatte bei jeber Gelegenheit schlafen können. Karen wollte gerabe ihr Zimmer verlassen, als Scmtacillas Bote an die Tür klopfte unb ihr ben Brief übergab. Sie überflog ben Namen unb bie Bleistiftzeilen. Estobar Santacilla, Kommissar, bittet Senorita Orgafsa um eine kurze Unterrebung im Schreibzimmer des Hotels. Karen war nicht allzu überrascht, ba sie den Zweck der Unterredung zu kennen glaubte. Wahrscheinlich hatte Gonzales die Kriminalpolizei um Schutz ersucht. Sie ließ Santacilla bestellen, daß sie ihn in wenigen Minuten auffuchen werde. Ohne Frank? Gewiß war es besser, Forester zu dieser Unterredung mitzunehmen. Er wohnte ein Stockwerk tiefer. Karen eilte die Treppe hinab und klopfte an seine Tür. Der Aufbruch der Reisegesellschaft war unter so viel Lärm erfolgt, daß sie annehmen durfte, auch er sei längst erwacht und angezogen. Tatsächlich war mit dem Rasieren gerade fertig geworden und öffnete sofort. Spuren von Seifenschaum standen noch in seinem Gesicht. (Fortsetzung folgt) darben JTlaW BANK SPAR DAS PRIVATE BANKGEWERBE GLORlfl Erstaufführung Heute Montag LOTTE KOCH, HäTZ KÄMPERS A. WÄSCHER, H. ZE SCH-BALLOT WILLY F R I TS CH R E N £ DELTGEN BAKU W Nach jedem 1 r Schuhputzen sofort \ Dose schließen, sonst verdunsten wertvolle Wirkstoffe von S2.N Lieder-Abend Ludwig Druschel Oie „Knappen" und die „Löwen". Jn i*in !• bestreiten. Schalke 04 schlug in der Glückauf-Kampfbahn 3U Gelsenkirchen die Els von Werder Bremen nach »fiat der ' lach? Der Reichsbahn Friedberg — 1900 6:1. SJL^fport Mm- | Verkäufe | OMSG.IM darch Freade Wetterau 20.00 Uhr, im Saal Scheppers statt. 2253V holen 05388 sucht 05382 Immer daran denken! s «ft Spart und - spart mehr! •Bezirkssparkasse sucht 05387 Beiprogramm »Wochenschau Spleiltg.: Er.Kirchhoff inte U Ein Ufc-fflm Der Franz Reinhardt, Wernerwall 45 p Die Blaurveißen waren mit einigen Hoffnungen^ an den Start der Meisterschaftsspiele getreten^ Georg-Philvv- Gailstraße 12. 1er W >lt in em illionen i für egeben. istische ( te auf. vervier en. Die Di Die bereits gelösten Karten behalten hierfür ihre Gültigkeit. Für die erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unseTet Ver mählung danken wii herzlichst Wilhelm Hahn, Bürgermeister Annelies Hahn, geb. Wemmie Berlin NW 87, Flotowstr. 9 I. PAUL BltDT, ERICH POHTO Df ebb. t H. Weidemann, H. W. Hillers • Modlet AIoh Metichar • Herats. Groppei H.Wetdemcrwn X Deutsche Sparwoche M 1942 r^26.-31.Oktober Hilfe für einige Stunden täglich ge= 1940 u er es 1 ' geht, Jede ersparte Mark ist ein Baustein fürDeutschlandsZukunft! herzlichem, lang anhaltenden Beifall belohnt, für den mit den Darstellern auch Komponist, Dirigent und Spielleiter danken konnten. — Falls eine Uebernahme in den Abendspielplan (etwa in Verbindung mit dem „Zerbrochenen Krug") geplant sein sollte, wäre künftigen Besuchern die vorherige Lektüre des Schauspiels zu empfehlen. Hans Thyriot. Die Denise WriieWroiil K reisdienststeile Hatten sie doch mit Ammonn, Becker, Schuck, Kist« ler, Maintz, Drösch Feustel, Wimmler, Kraft, Jörg, Ebert eine Mannschaft vorgesehen, die zu diesen Favorilensiege in der Tschammerpykal-Vorentscheidung. 'en erge über der Be lenden, । Mini hc rioöe der Geleitet 1 jon erfüllt Heute abend %7 Uhr entschlief sanft nach, kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Adolf Völzel, Ladeschaffner i. R. im Alter von 66 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Katharine Völzel, geb. Weller Familie Karl Völzel, so a alle Angehörigen. Gießen - Wieseck, den 24. Oktober 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Okt., nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Tum- straße 15, aus statt. 3244 D 'parwoche 1942 Commerzbank Deutsche Bank Dresdner Bank in' er ß- nrt di- 'S te es. e Italic solini di ässerun! esserung ir gebr Gießen-Wieseck Die am Samstag, dem 24. Oktober, ausgefallene Veranstaltung Melodie und Rhythmus findet am Donnerstag, dem 29. Oktober, | Kaufgesuciw"| Junger Truthahn und ZpgeMiihiier z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 32480 a.d.G.A. Heute Montag Lichtspielhaus Täglich 2.80 4.45 7.30 Uhr bis Mittwoch einschließlich Jugend hat keinen Zutritt! ..aus Uel ”9 förbe en USA ft Auge "eKuste bestellte' ^8,439' Sf ^ren rIerfomi(j k^und a We der faulen Mauten, f'onen q, Er Mmili W eine Der große Sensationsfilm -Höllen tempo mit SALTO KING TH. LOOS GEORGIA LIND THEO LINGEN Bekanntmachung. In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, das? die Plakate an den öffentlichen Anschlagstellen im Stadtkreis Gießen von Erwachsenen und Kindern beschädigt, ja sogar heruntergerissen werden. Ich werde daher künftig die in Frage kommenden Personen unnachsichtlich zur Anzeige bringen. Giehen, den 23. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Giehen. I. B.:Dr. Hill. 3MaC Am Sonntag, dem 25. Oktober, entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Georg Jung, Uhrmacher im Alter von 78 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Konrad Frey Richard Jung und Frau Marie, geb. Lang , Leihgestern, Großen-Linden. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27.Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Hindenburgstraße 66, aus statt. ___________________________________________'05383 Klar und deutlich setzten sich in , , _ des Fußball-Tschammerpokalwettbewerbs die Favoriten durch, und so werden nun, wie erwartet, der deutsche Meister Schalke 04 und der TSV. 1860 * München am 15. November im Olympiastadion das Endspiel um den Preis des Reichssportführers J ils erste iklzentr Der neue mm, nnungs- i südlich merotion ser Cümx ückgelasse Januar diesem l it o r i a e chen M iöten und 'wohner. alten als t1933 die in 15 t "Besitz e[en; ta chick der idler scho> ^Besitz ük ktragsabs, Entwürj 8on Ans Uerland »Ihren kö uht wur kn Beoöl Handball-Gauklaff e. Der LSV. Giehen schlägt die SSL Frankfurt 8:3. Wie bereits in der Vorschau angekündigt, wurde das Spiel unserer Flieger gegen die SA.-Kampf- spielgemeinschaft Frankfurt a. M. zu einem mitreißenden Kampf. Die SA. hatte in den seitherigen Spielen gute Leistungen gezeigt und ging mit berechtigten Siegesaussichten in diesen Kampf. Die Flieger haben in ihren seitherigen Spielen immer, mit Ausnahme des Spieles gegen die Turngesellschaft Offenbach, unter ungünstigsten Verhältnissen gespielt und dadurch bereits vier Spiele verloren. Man hatte deshalb allgemein mit einem leichten Siege der SA. gerechnet. Eingeweihte jedoch wußten, daß die Flieger trotz der verlorenen Spiele eine dauernd ansteigende Form zeigten und noch manchem Gegner ein starkes Hindernis sein würden. Auch im gestrigen Spiel traten die Flieger in der bisherigen Besetzung an und lieferten einen Kampf, wie wir ihn nnmer wünschen. Sie ließen sich auch durch das Mitwirken des Internationalen S ch u n k bei der SA. nicht beeinflussen und strebten von allem Anfang an dem einens Ziele zu, den Gegner zu besiegen. Schon kurz nach Spielbeginn gelingt es Hauptmann Wagler nach schnellem Durchbruch, die ihi A, Äit d damals verbreiteten, heute län-gst vergessenen Romans von I. T. Hermes: darin bleibt den Liebenden das Glück der Vereinigung versagt, weil sie sich am Ende als Verwandte erkennen müssen. Wenn Goethe die Umkehrung des Motivs — die Liebenden sind nicht, wie man anfänglich glauben muß, als Geschwister zum Verzicht verurteilt — zum Gegenstände der Fabel machte, so gestaltete er in einer knappen Szenenfolge nicht nur die schicksalhafte Wendung im Leben dreier Menschen, sondern wohl auch so etwas wie die dichterische Abwandlung eines persönlichen Herzenswunsches; er hat ja in einer Liebhaber-Aufführung selber den Wilhelm gespielt. * Das auf den ersten Blick überraschende Unternehmen von Ernst Meyerolbersleben, den Einakter in Musik zu setzen, legitimiert sich einmal z durch den Hinweis auf den Mangel an brauchbaren, in ihrer dichterischen Konzeption unantastbaren Textbüchern — hier liegt ein Kernproblem der vielfältig reizvollen zeitgenössischen Versuche, zu einer neuen Opernform zu gelangen —; ferner dadurch, daß Goethe, wie der Komponist bemerkt, selbst an eine Vertonung der „Geschwister" gedacht habe. Die Schwierigkeit der musikalischen Konzeption beruhte wohl in erster Linie auf dem Umstande, daß das Schauspiel, im Gegensatz etwa zu den Singspielen „Erwin und Elmire" und „Clau- dine von Villa Bella", reinen Prosatext bot. Dadurch, daß dieser, ohne die landläufige Gliederung in Arie und Rezitativ, vertont wurde, entstand eine fortlaufend gesunkene Handlung und wurde der bei aller Empfindsamkeit realistische Stil des Einakters in die illusionistische Welt der Oper übersetzt. Dies wurde mit gediegenem kompositorischen Können und aus eigene Bühnenpraxis gegründetem, technischen Verständnis verwirklicht, stellt aber an die singenden Darsteller wie an die aiüfnehmenden Hörer nicht unerhebliche Anforderungen. Im übrigen wird der Charakter der Partitur weniger durch meloüi8s begleitende oder untermalende Linienführung als durch eine klanglich- dynamische Ueberhöhung des Textes und die sehr wirkungsvoll angesetzte Steigerung der dramatisch entscheidenden Momente des Bühnenvorganges bestimmt. .* Die von Herrn Schwarze geschickt und stilgerecht inszenierte Aufführung, zu der Herr L ö f f - l e r einen ruhigen, gut gegliederten, bürgerlichen Jn- nenraum geschaffen hatte, wurde von Musikdirektor Söllner mit kraftvoller, den Klangkörper energisch zusammenfassender Ausdeutung der Vertonung dirigiert; einigen Partien würde für unser Empfinden eine gewisse Dämpfung des orchestralen Einsatzes zugute kommen. — Den Wilhelm gab Herr Druschel mit einer dem Charakter dieser Figur durchaus zukömmlichen Ausdrucksgestaltung und mit der schönen, sinnlichen Wärme des wohlgebildeten und kultiviert behandelten Organs. Als Fabrice hörten wir Herrn Helmut Schindler (vom Deutschen Nationaltheater in Weimar a. G.), der einen nervigen, heldisch getönten Tenor einzusetzen hat und der nicht übermäßig dankbaren Rolle, auch darstellerisch, alles abgewann, was sie herzugeben vermag. Valeska Lange war eine liebliche, von schöner Empfindung bewegte Marianne; auch musikalisch bot sie eine von erfreulicher Entwicklung zeugende, sympathische Lesitung. Die wohldurchgearbeitete Aufführung wurde mit I Wochenschau » Kulturfilm Täglich: 2.80 4.45 7.30 Uhr Sonntag: 2.00 4.30 7.30 Ühr Jugend ab 14 Jahren hat Zutritt. WeOnne für Gleichstrom 220 Volt, auch gebraucht, zu raufen gesucht. Angebote an Franz Schmit?, Marburg/Lahn, Steinweg 12. Zirka 30-40 m Maschen- Draht auch gebraucht, z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 32300 an den Gieß. Anz. Daß der nunmehr bereits zweite Liederabend während der hiesigen Wirksamkeit des Baritonisten Ludwig Druschel vom Theater der Universitätsstadt Gießen vor einem so gut besetzten Hause statt- finben konnte, beweist die allseitige Beliebtheit dieses Sängers.. Hier in Gießen (jat langjährige Erfahrung es gezeigt, daß gerade die Vertreter des Baritonfachs sich mit Interesse der Pflege des Liedes zuwandten; Ludwig Druschel hat mit besonderem Erfolg diese Tradition fortgeführt. Eine von Natur aus glückliche stimmliche Veranlagung hat bei ihm gründliche Durchbildung er- fahren, so daß sein Organ alle Anforderungen nicht nur zu erfüllen vermag, sondern in Verbindung mit einer schlichten, unmittelbaren, unreflektierten Art des Vortrages und Sangesfreudigkeit jede Gabe dem Hörer nahezubringen vermag. Ihm ist es möglich, jedem Komponisten wie auch jeder Gattung des Liedes das ihm zustehende Teil zu geben; mag er Strauß oder Wolf, Schubert oder Grieg singen, alles gewinnt bei ihm einprägsame und wirkungsvolle Gestaltung. Bei seinem Vortrage hält er sich frei von Ueberspitzung. In gewinnender Natürlichkeit ließ er so die stattliche Reihe seiner Vortragsfolge in Lebendigkeit und Frische erstehen. erste Programmteil bot eine Auswahl aus Schuberts „Winterreise"; jedes einzelne. Aquamarin anhanfier verloren auf dem Wege Schiffenberg — Graudenzer Str. Wertvolles And. an Gefallenen. Gegen gute Belohnung abzug. Frau Balkowski Gießen, Schul- str.lQH b. Stroh KleineAnz eigen im Gießen« Anzeiger werden von Taufenden beachtet und gelesen. gegnerische Verteidigung zu überwinden und zum 1:0 einzuwerfen. Wenig später ist es Müller, der auf 2:0 erhöht. Zwei herrliche Tore von Re- bis ch k e, der in diesem Spiel glänzende Stürmerleistungen zeigt, stellen das Ergebnis auf 4:0. Dann kommt die SA. durch ihren Mittelstürmer zum ersten Tor. Mit 4:1 für die Luftwaffe werden die Seiten gewechselt. Es bleibt zunächst längere Zeit beim Halbzeitstand, endlich gelingt es Müller, das 5. Tor zu werfen. Die SA. versucht mit aller Kraft dem Spiel eine Wendung zu geben. Es ist ihr aber unmöglich, die Hintermannschaft der Flieger zu überwinden. Vor allem Becker im Tor erhält bei seinen glänzenden Leistungen wiederholt verdienten Beifall. Durch Kirchner fällt das 6. Tor. Dann kommt die SA. durch ihren Rechtsaußen zu ihrem 2. Tor. Der Internationale S ch u n k versucht mit stärkstem Einsatz das Resultat zu verbessern, aber die Bemühungen bleiben ohne Erfolg. Dagegen kommen die Soldaten zum 7. Tor durch Kräder, der, wie immer, auch in diesem Spiel wieder hervorragend arbeitet. Eine günstige Gelegenheit zum Torwurf wird dann von Müller ausgenutzt, der das 8. Tor wirft. Kurz vor Spielende stellt der Halblinke der SA. das Ergebnis auf 8:3. Die Flieger haben mit diesem Spiel gezeigt, daß sie auch gegen starke Gegner siegen können. Jeder Hans-Dieter, f 23.10.1942 Kräftiger Stammhalter angekommen! In dankbarer Freude Hilde Boller, geb. Kost Erich Boller e. Z. Oberleutnant Im Felde Burggräfenrode r. Z. Johann.-Krankenhaus, Niederweisel s._________________8249 D/ Lied war int Zusammenhang des Zyklus erfaßt und in seinen individuellen Zügen feinsinnig ausgedeutet. Insbesondere die stimmungsgebundenen Gegensätze, wie in dem Eingangslied und im „Frühlingstraum", ließ Druschel mit Innerlichkeit hervortreten. Den „greifen Kopf" prägte er ausdrucksstark in der Linie. Unter den Liedern von Hugo Wolf hatte er diesmal solche mit lyrischem Einschlag gewählt. „Der Musikant" wurde fein pointiert, in der „Verschwiegenen Liebe" hob sich die Stimmungslinie heraus; die unmittelbare Frische der „Fußreise" packte den Hörer ebenso wie die Breite im Ausschwingen in „Weylas Gesang". Die Lieder von Edvard Grieg wurden in ihrer nordischen Eigenheit wach, das „Guten Morgen" mit seiner schwungvollen Geschwelltheit, „Im Kahne" mit seiner anmutigen Bewegtheit und seinen Klang- reizen, „Zur Johannisnacht" mit seinen stampfenden Rhythmen und seinem ausladenden Schluß. Drei Lieder von Richard Strauß gaben dem Abend den Ausklang. In der „Freundlichen Vision" half die Weichheit der Tongabe den Stimmungszauber erschließen; die volkstümliche Melodik von ,Hch trage meine Minne" fang Ludwig Drufchel mit Innigkeit und erhob sich in der „Zueignung" zu weitem Schwung des melodischen Bogens. Am Flügel gab Musikdirektor Otto Söllner musikalische Stütze im impulsiven Mitgehen. Reicher und herzlicher Beifall und viele Blumenspenden dankten beiden. Loewes „Archibald Douglas" als Zugabe wurde zur machtvollen Zusammenfassung des Abends. Dr. Hermann Hering. Kreis Wetzlar. * Gleiberg, 26. Okt. Unser Mitbürger Herrn. Pfeiffer und Ehefrau Gertrude, geb. Lust, feiern morgen das Fest der Silberhochzeit. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glüwünsch. Hoffnungen auf ein günstiges Ab schneiden vorhai den. Der Verlauf des Kampfes zeigte jedoch, do gegen die mit den Spielern Gutmann, Schuierl Seckinger und Schmitt vvm VfB. Friedberg sow Schnauth von Bad-Nauheim und Weil, Niede Florstadt wesentlich verstärkt antretenden Reich bahner nur sehr schwer anzukommen war. Gar besonders muß ein Sturm vorhanden fein, der si gegen die in vielen Kämpfen erprobten und gehä teten Gutmann, Schnierie und Schnauth durchs setzen versteht, und das war In dem gestern bei dc Blauweißen gebildeten Sturm nicht der Fall, v Kraft durch die Senioren nur wenig, d. h. nicht d erforderliche Unterstützung fand. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter d Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik ui Bilder: Dr. Fr. W. Lange;.für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrio für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Berlao: Brühlsche Universitätsbruderei R. Lange K. ( Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Llnzeig-mleiter: Hans Be Anzeigenpreisliste Nr. 6. einzelne Spieler erfüllte seine Aufgabe m L^ini denstellender Weise^und es wäre falsch, den ewen oder anderen zu bemängeln. "—In*** -Hi * I (0e1S Der Formanstieg der Gießener ist unvertennbqr. Wohl mußten die Gäste mit Ersatz antreten, was jedoch den Sieg der Gießener nicht mindert. Der Spielweise der Frankfurter fehlte die Durchschlagskraft. Mittelläufer Schunk versuchte immer wieder, durch gutes Aufbauspiel seiner Mannschaft zu Erfolgen zu verhelfen. Sein späteres Auftauchen im Sturm konnte die Niederlage jedoch auch nicht abwenden. Ganz besonderes Lob verdiente sich die Gießener Hintermannschaft. Alle bestgemeinten Angriffe der Gäste wurden abgewehrt, oder wurden von dem vorzüglichen Torwart gehalten. Die Läuferreihe konnte sich wohl nicht so dem Aufbau widmen, was auch durch die flüssige Spielweise bes. Sturmes nicht nötig mar. Nur wäre eine etwas? schnellere Ballabgabe und taktisches Freilaufen im! Angriff noch zu wünschen. KÄViolio-ß zu verkaufen W.Friedemann, Zu den Mühlen 2 Großer Reifekoffer für Mk. 35- zu verkaufen. 05386 Am Kugelberg 59 p r. | Verschiedenes| OOuttet gefunden. Abzu- Schalke 04 schlug tn der Gluckaus-Kampsvayn zu k|te(meer Gelsenkirchen die Els von Werder Bremen nadjj Vnn öir hartem Kampf mit 2:0 (2:0) Toren, wahrend die Ln« rief Münchner „Löwen" mit dem oberschlesischen Außen^l^ meriob fetter TuS. Lipine noch leichter fertig wurden unbf Lte einlc mit 6:0 (4:0) siegreich blieben. ' Kein« Ursprünge« xeignieee, 1 entern nut Zeugnisabschriften dem Be- werbung-ichreiben beilegen l — Lichtbilder undBewerbungSuntev lagen müssen zur Der. metdung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift bei Bewerber» tragen l Heizer für morgens ge- | Mietgesuche"] Medizinstudent sucht möbl. und gut heizbares Zimmer sofort od. später I. Mütter, Wuvverthal-E, Dorotheenstr. 7. Möbl. Zimmer mögl. Zentralheizung v. Dame in Dauerstellung (Arzttocht.) ges. Schr. Ang. unt. 05390 a.d.G.A. Holmannslr. 9 p. Suche f. meinen Etagenhaushalt ord., kinderliebes Mädchen 3210D Lilly Qnambnsch, Fröbelftr. 23. StunöenUilfe gesucht. [05363 Zeit nach Vereinbarung. Goethestr. 40 p. renischktöung. 6 der Vorschlußrunde F*L't ■ ~ >Md-g- Z n Sl°°d Ebert eine Mannschaft vorgesehen, die zu dieses . Hoffnungen berechtigten. Die plötzliche Erkrankung ^*Ln * von Feustel und Ebert und die Abstellung vori w 'Lj Wimmler und Jörg für ein wichtiges Jugenüspiek J£ier • machte die Einstellung der als Ersatz vorgesehenelr ,DeiL , W. Muhl, K. Muhl und Rahn erforderlich. Trotz FE, dieser Umbesetzung waren immer noch schwachs