Samstag, 26. /Sonntag, 27. September R2 I Samstag,26./$onn Gietzener Anzeiger Sernsvrechanschluh 22.51 Drahtanschrift: Anzeiger" Poshcbeckl 1688 Tranks./M rchrtstlettung enb SefchSftrsteNe: Girtzen, 5ch»!ftraße 7-9 192. Jahrgang Nr. 227 Ericheim täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt vrühlfche UniverfttStsbrnckerei B. Lang« General-Anzeiger siir Oberhessen Annahme von 'Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr desÄormittagS Au-eigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Rvf. i. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/«mehr Harte Etraßenkämpfe in Stalingrad Japanische Ll-Boote im Atlantik Flotte Feind westliche Hälfte des Pazifik, von den Aleuten bis Blatt begrüßt die . in den Indischen Ozean. Die wichtigsten Stützpunkte mentlich angesichts des Feindes, Hongkong, Manila, Singapur und I Jahrestages des Do in Dreimächtepaktes. hat in Moskaus wachsende Enttäuschung über das Ausbleiben der zweiten Front Die japanische Kriegsmarine hat in ihrem bisherigen Kampf gegen die britische und amerikanische Flotte große Erfolge errungen, die sich in entscheidender Weise strategisch auswirkten. Schon jetzt erstreckt sich der japanische Machtbereich über die einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 126. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." mit — für die Mitarbeit in einer Friedensregierung nicht eignet. Neben Beaverbrooks auffallender Erscheinung verblassen die anderen abgeschobenen Lords allerdings fast zur völligen Bedeutungslosigkeit. Bor wenigen Wochen wurde die Oeffentlichkeit durch die Verleihung des Hosenbandordens an den Marquis von Zetland daran erinnert, daß dieser auch noch am Leben ist. Der Grund für die Verleihung ist nicht bekannt geworden. Am wahrscheinlichsten ist wohl, daß einer der durch Tod frei gewordenen Plätze im Ordenskapitel mit einem Mann ausgefullt werden mußte, der neben hohem Adel auch einige Verdienste in seiner Vergangenheit aufzuweisen hat. Das alles kann Zetland nicht Berlin, 25. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit: 3m Zuge der gemeinsamen Seekriegführung der Dreierpaktmächte haben japanische Kriegs- s ch i f f e mit den i m A t l a n t i k operierenden Verbänden der Achsenstreitkräfte Fühlung ausgenommen. Nachdem deutsche Seestreitkräfte bereits seit dem Eintreten 3apans in den Krieg mit japanischen Einheiten im 3ndischen Ozean Zusammenarbeiten, ist durch das Erscheinen japanischer ll - v 0 0 t e nun auch erstmalig im Atlantik ein Zusammenwirken auf militärischem Gebiet zustandegekommen. Dieses Ereignis ist in operativer Hinsicht von grundsätzlicher Bedeutung. Eines der japanischen Unterseeboote ist nach einem deutschen Stützpunkt entsandt worden und in- zwischen wieder in sein Operationsgebiet ausgelaufen. Blatt begrüßt die Bekanngabe dieser Tatsache na- " *' •> bes bevorsteherÄen zweiten OaS Eichenlaub für Oberleutnant Muller. Berlin, 25. Sept. (DNB.) Der Führer dem Oberleutnant Müller, Staffelkapitän Guam, sind in japanischer Hand, um eine weitere wichtige Schlüsselstellung des Feindes, Port Moresby, das in der Verteidigung Australiens eine Rolle spielt, wird hart gekämpft. So hat die japanische Kriegsmarine in den ersten neun Monaten des Krieges in Ostafien und im Pazifik Erfolg auf Erfolg erringen können, auf der ganzen, mehr als 10 000 Kilometer langen Front vom Beringmeer bis an die indische Grenz«. Wichtige Rohstoffgebiete wurden dem Feind entrissen, feine strategischen Stellungen, die er in jahrzehntelanger Arbeit auf- gerichtet hatte, zerschlagen, und der Krieg vor die Tore Indiens, Australiens, und selbst der USA. getragen. »Kraftvoller Händedruck* bestritten werden. Als Gouverneur von Bengalen 1917—1922, vor allem aber als vielseitiger Wissen- senschaftler und Schriftsteller ist er nicht ohne Verdienste. Warum aber Baldwin ihn zum Jndien- minister machte und Chamberlain ihn auf diesem Posten beließ, ist heute kaum noch zu verstehen. Als letzter dieser Lords mit Vergangenheit und ohne Zukunft fei der Earl of Wintert 0 n genannt, der übrigens im Unterhaus fitzt. Sein irischer Titel berechtigt nicht zum Sitz im Oberhaus, lieber das Mittelmaß ragt der heute fast Sechzigjährige nicht hinaus. Eine Rolle spielt er vor allem in den Jahren 1937/39 als Vertreter des im Oberhaus fitzenden Luftfahrtministers. In der Konservativen Partei verfügt er jedoch über beträchtliches Ansehen und gilt als einer der gewichtigsten konservativen Kritiker Churchills. Eine politische Zukunft würden ihm aber wohl selbst feine Freunde nia, prophezeien. Lords aus dem Nebengleis Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Stockholm, 25. Sept. (Europapreß.) Angesichts des wachsenden bolschewistischen Druckes auf England und die USA. haben in London die Erörterungen um eine zweite Front wieder größere Ausmaße angenommen. Hauptrufer nach der Offensive im Westen ist das von Stafford Cripps gegründete Wochenblatt „Tribüne", das von der S 0 w j e t b 0 t s ch a f t als Sprachrohr benutzt wird. Die „Tribüne" widmet der zweiten Front einen längeren Artikel, der sich, wie,das Blatt ausdrücklich betont, auf „h 0 ch ft e h e ckd e ausländische Quellen" stütze. Sowjetrllßland, so heißt es in diesem Artikel, fürchtet, daß die Offen-- sivmöglichkeiten der Sowjetarmeen gefährlich zusammenschrumpfen könnten, wenn es nicht gelinge, innerhalb der allernächsten Zeit die zweite Front in Europa zu errichten. Die Bolschewisten hätten in den Besprechungen zwischen Stalin, Churchill und Harriman wiederum die Forderung einer zweiten Front gestellt, ohne daß es gelungen sei, eine Einigung über diesen Punkt zu erzielen. Weder Churchill noch Harriman seien in der Lage ge- eine der Divisionen, die nach bolschewistischen Meldungen vor einigen Tagen vollkommen aufgerieben worden sein sollte. Kampf- und Sturzkarnvfflugzeuge zerschlugen in pausenlosen Angriffen bolschewistische Widerstandsnester in den einzelnen Stadtteilen. Schlacht- und Zerstörerflugzeuge griffen bolschewistische Panzerstreitkräfte an, die sich im Vorgelände der, deutschen Front festzufetzen versuchten. Dabei wurden 23 vernichtet. Stockholm, August 1942. 1 Das Oberhaus spielt im Parlament und poli- 1 tischen Leben eine Rolle, die von dem Kontinent nicht immer richtig verstanden wird. Bis zum Re- 1 formgeseß von 1832 war das Oberhaus meistens i der ausschlaggebende Teil des Parlaments. Die : wichtigeren Minister, vor allem der Premier- ' Minister, gehörten häufig dem Oberhaus an. Soweit । sie im Unterhaus faßen, waren es in noch viel größerer Zahl als heute die Söhne, Vettern und Neffen der Lords. Mit der Ausdehnung d^s Wahlrechts auf immer breitere Bevölkerungsschichten verschob sich das politische Schwergewicht mehr auf das Unterhaus, doch waren in der Zeit von 1832 bis 1911 unter den Premierministern noch 14 Mitglieder des Oberhauses. In der Victoriani- fchen 2iera, war also die politische Macht ziemlich gleichmäßig zwischen den beiden Häusern verteilt. Das änderte sich 1911 grundlegend, als Lloyd George dem Oberhaus die Mitwirkung an der Finanzgefetzgebung entzog und ihm im übrigen nur ein aufschiebendes Veto zugestand. Seither besteht die Alleinherrschaft des Unterhauses, doch läßt sich dieser Begriff nicht starr an- roenben. Streng formal Getrachtet ist der Einfluß des Oberhauses allerdings gering. Tatsächlich ist er immer noch vorhanden. Das aufschiebende Veto ist eine stärkere Waffe, als Lloyd George vielleicht gedacht hatte. Zweimal kann das Oberhaus einen Gesetzentwurf ablehnen, und ehe es zu dem dritten entscheidenden Beschluß des Unterhauses kommt, ist die fünfjährige Lebensdauer des Unterhauses meist vorüber, so daß das Gesetz damit neu eingebracht werden muß. Im Unterhaus sitzen dann vielfach ganz andere Männer, während das Oberhaus nur. sehr langsam feine Zusammensetzung und feine Meinung ändert. Bei der Ehescheidungsreform in den Jahren 1936/37 ist dieser Einfluß des Oberhauses sehr deutlich spürbar gewesen. Seit 1911 sind mehrfach Versuche gemacht worden, das Oberhaus ganz zu beseitigen. Diese Bestrebungen mußten scheitern, solange das Ge- sellschaftsgefüge, welches die Grundlage englischer Politik war, noch fortbestand. Heute, da die Grundlagen dieses Gefüges erschüttert und teilweise schon beseitigt sind, ist die Frage der Abschaffung des Oberhauses als erbliche Standesvertretung wieder aufgetaucht. Ihre Lösung kann der Zukunft überlasten bleiben. Vorläufig besteht das Oberhaus fort und übt auch vielfach unsichtbar feinen Einfluß auf die Politik noch aus. Herzöge und Grafen sitzen immer noch in der Regierung, und auchaufdem Nebengleis finden sich mehrere Lords, welche in den letzten Jahren im Kabinett gesessen haben und mindestens teilweise ihre Rolle für noch nicht ausgespielt hallen. jUm auffallendsten unter ihnen ist zweifellos William Macwell Aitken, I. Baron Beaver- brook. Im landläufigen Sinne des Wortes ist er heute wohl der romantischste Politiker in England. Sein Aufstieg vom amerikanischen Pfarrerssohn in Kanada zum Londoner Zeitungskönig und Peer des Britischen Reiches wurde so oft beschrieben, daß mir uns die Darstellung dieses ungewöhnlichen Lebensweges hier sparen können. Im Rahmen unserer Untersuchung interessiert auch nur die Rolle, welche der heute 63jährige Zeitungslord während des Krieges in der Politik gespielt hat und vielleicht noch spielen wird. Uebrigens ist Beaverbrook schon im vorigen Krieg kurze Zeit als Informations- Minister 'Mitglied der Regierung gewesen, doch hat er zwischen den Kriegen nur hinter den Kulissen eine mehr oder weniger laute Rolle gespielt. In den dreißiger Jahren, als sich der neue Konflikt am Horizont abzeichnete, war Beaverbrook der Vorkämpfer der „Splendid Isolation" des Britischen Reiches. Diese Meinungsverschiedenheit scheint Churchill aber nicht weiter gestört zu haben. Jedenfalls holte er sich Beaverbrook sehr bald in fein Kabinett und übertrug ihm nacheinander die An- 'urbelung der Flugzeug- und Tankproduktion. Die teils amerikanischen, teils auch einfach Beaverbrookschen Methoden, mit denen der Zei- tungslprd die ihm gestellte Aufgabe zu lösen suchte, wurden schon sehr bald in der Industrie heftig kritisiert. Dabei dürfte es sich nicht nur um eigennützige Erwägungen und traditionsgebundene Kurzsichtigkeit der Großindustriellen gehandelt haben — diesen Vorwurf benutzten Beaverbrooks Freunde zu feiner Verteidigung —, sondern auch um kühle Berechnun- »en militärisch sachverständiger Männer. Gerade die schweren Mängel der britischen Tanks und Ge- chütze, die sich bei den Kämpfen in Nordafrika im Sommer d. I. herausstellten, scheinen diese Vorwürfe zu bestätigen. Allerdings kann erst die Zukunft lehren, ob Beaverbrook für die Bevorzugung ber Quantität vor der Qualität verantwortlich ML »der ob er nicht nur einen Auftrag Churchills mit leinen eigenen im Aufbau feines Zeitungskonzerns erprobten Methoden ausgeführt hat. Heute steht iebod) schon fest, daß Beaverbrook die Abneigung, welche er sich mit seiner Arbeitsweise bet ben Industriellen ebenso wie bei den Gewerkschaften ZU- pe3ogen hat. nicht überwinden konnte und deshalb im Frühjahr aus der Regierung verschwinden Seither hat er einiges Aufsehen durch fern W hutes uni) näch Ansicht feiner früheren Mim ter- lollegen sehr indiskretes Eintreten fu r im eite Front in Westeuropa 'n diesem Jahr i firegt. Auch von einer Rückkehr die Regierung öurbe mehrfach gesprochen. Ausgeschlossen ist sie ^cher nicht.' Maßgeblich durfte das Derhaltn s mischen Churchill und Beaverbrook fern, über Mfen Entwicklung man in letzter Zeit s lat. Im Oberhaus ist Beaverbrook letzthin öfter für 7 He Regierung aufgetreten. Im „Daily Exp eß creift er die Regierung manchmal recht scharf an. ilua-nfch-inlich will °r" sich alle Wege offenbalkn. jedenfalls werden seine Arwsichten kaum anger lauern als der Krieg, da sich die expla,ve Natur Sttwerbrooks — er selbst nennt das sems Dyna- Fxiedrich Karl Müller, 1916 in Berlin-Lichterfelde geboren, hat sich in über 360 Feindflügen als kühner Jagdflieger an allen Fronten hervorragend bewährt. Im Kampf gegen die Sowjetunion errang er innerhalb ganz kurzer Zeit nach seinen ersten Abschußerfolgen im Frankreich-Feldzug sowie im Kampf gegen Großbritannien und im Mittelmeer die Mehrzahl seiner Luftsiege, die jetzt anläßlich des 100. Abschusses vom Führer durch die Verleihung des Eichenlaubes gewürdigt wurden. wesen, befriedigende Gegenvorschläge zu machen. Sowohl die sowjettsche Regierung als auch das sowjetrufsische Volk feien Höch st unzufrieden darüber, daß England und die USA. noch immer zögern. Die Enttäuschung fei um so größer, als man bisher in Moskau geglaubt habe, die Nordamerikaner seien von einem ftärferen Offensivgeist beseelt als die Engländer Die Lage der roten Armee sei im Augenblick zweifellos höchst kritisch. Unfeine weitere Verschlechterung zu vermeiden, fordere Sowjetrußland nach wie vor die Molotow bereits im Juni zugesagte Entlastung, die nunmehr lebenswichtig geworden sei. Man sei sich in sowjetischen Kreisen über die ungeheuren Schwierigkeiten im klaren, die der Errichtung einer zweiten Front entgegensetzen. Aber diese Schwierigkeiten würden durch ein weiteres Zögern nur noch an- wachsen. Nach einer Meldung von Associated Preß aus Moskau hat Willkie erklärt, er werde nach Washington zurückkchren und dis zunehmsvds Berlin, 25. Sept. (DNB.) Im Stadtgebiet von Stalingrad wurden in harten Straßenkämpfen mehrere befestigte Häuserblocks genommen. Die deutschen Truppen erreichten an mehren Stellen die Wolga. Gegenüber einem Gegner, der eine Stadt zäh verteidigt, wird der Angriff immer nur abschnittsweise langsam vorwärtskommen. In Stalingrad aber sind die Kampfbedingungen besonders schwer. In jeder Hausruine, in jedem Trümmerhaufen hat sich der Gegner festgesetzt und verteidigt seinen Stützpunkt mit letztem Kraftaufwand. Größere Steinhaufen, die Paradebauten eines bolschewistischen Systems, sind zu stärksten Verleidrgungs- bollwerken ausgebaut. Jeder Granateinschlag schichtet Berge von Schutt auf, geborstene Leitungsmasten und verbogene Eisenträger hemmen den Weg der Stoßtrupps. Pioniere müssen Tag und Nacht arbeiten, um den Weg von Minen frei zu machen. Durch den dichten Rauch brennender und schwelender Hauser bringen die Infanteristen nach vorn. Ihren Standpunkt können sie nur durch Leuchtkugeln angeben, denn eine Fernsprechverbindung ist meist unmöglich. Auch die Ergänzung von Munition und die Nachführung von Verpflegung, der Abtransport der Verwundeten erfordert höchsten kämpferischen Einsatz. Die Erfolge der deutschen Soldaten, die dort im Kampf stehen, müssen deshalb besonders hoch gewertet werdqn, selbst wenn diese Erfolge nicht von Tag zu Tag in Erscheinung treten. Gegen die nördliche Riegelstellung griffen die Bolschewisten wiederum mit stärkeren Infanterie- und Panzerkräften an; sämtliche Angriffe wurden in hartnäckigen Kämpfen abgeschlagen und insgesamt 36 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Hierbei zeichnete sich die brandenburgische 76. Infanteriedivision besonders aus; gerade Tokio, 25. Sept. (Europapreß.) Einen kraftvollen Händedruck zwischen der japanischen und den Flotten der Achsenmächte, den der _ stets befürchtete, nennt „Asah i" den Beginn der beiderseitigen Zusammenarbeit von Seestreitkräften im Atlantik. Sie werde zweifellos zu einer wefent- lichen Stärkung der Schlagkraft führen. „Nichi Nichi" spricht angesichts der kommenden gemeinsamen Operationen deutscher und japanischer U-Boote von einem Wendepunkt des Krieges. Das Schiffsnol und zweite Front. Daß in der letzten Zeit vorwiegend das Nördliche Eismeer der Schauplatz gewaltiger Geleitzugschlachten wurde, die trotz der ungünstigsten nautischen Bedingungen für unsere U-Boote und Flieger stets mit einem vollen Erfolg endeten, kennzeichnet die Zwickmühle, in der sich die. alliierte Kriegführung befindet. Denn obwohl die nördliche Route bei den gegenwärtig am Eismeer herrschenden Wetterver- hältnisseik der Navigation großer Geleitzüge erhebliche Schwierigkeiten bietet und obwohl die Route, auch wenn man einen Weg noch jenseits der Packeisgrenze wählt, auf weiten Strecken durch Bereiche führt, die deutsche U-Boote und Üuftwaffenoer- bände von ihren nordnorwegischen Stützpunkten aus ständig überwachen, muß die britische Admiralität auch auf die Gefahr hin, nur einen Bruchteil der Geleitzüge pn ihren Bestimmungsort zu bringen, doch immer wieder diese Route wählen, weil sie die weitaus kürzeste ist und direkten Anschluß bietet an das verhältnismäßig gut ausgebaute Eisenbahnnetz der nördlichen Sowjetunion, wo die Strecken vielfach parallel zur Front laufen und .also die Möglichkeit bieten, den Zubringerdienst zur kämpfenden Truppe ohne Umwege und Umladungen zu bewerkstelligen. Den ungeheuren Materialverschleiß, den die Sowjets bei ihren nun schon seit Monaten mit größter Hartnäckigkeit, wenn auch immer wieder vergeblich unternommenen Cinbruchsversuchen an der weiten Front zwischen Ladogasee und Woronesch haben, können sie nach den gewaltigen Aufwendungen des Winterfeldzuges und bei dem gleichzeitigen Einsatz aller nur irgendwie verfügbaren Reserven im Verzweiflungskampf um Stalingrad und die strategische Schlüsselstellung am Wolga- knie wie an der Kaukasusfront längst nicht mehr aus eigener Kraft wieder ergänzen. Sie haben auch keine Zeit, auf die nur tropfenweise fließende Zufuhr britischen, vornehmlich aber wohl amerikanischen Rüstungsmaterials über die zwar weniger gefährdete aber um ein Vielfaches längere und umständlichere Route zu warten, die über den Atlantik entweder den Seeweg um Afrika herum oder auf einer der neuen transkontinentalen Autostraßen von der Westküste Afrikas zu einem Hafen des Rolen Meeres führt und dann den Weg zum Persischen Golf nimmt, wo die nur eingleisige transiranische Bahn den Anschluß an das transkaukasische Bahnnetz vermittelt, wobei die Zerreißung der sowjetischen Südfront durch den deutschen' Vorstoß zum Terek eine nochmalige Umladung der Transporte in einem Hafen des Kaspischen Meeres erforderlich macht, wenn sie den Sowjets bei Stalingrad nützen sollen. Gerade dieser mehrfache Uebergang vom Schiffe auf das Auto und die Eisenbahn macht die Transporte auf dieser Route so zeitraubend und kostspielig, zumal der Landverkehr über so ungeheure Strecken nicht im entferntesten die gleichen Gütermengen in der gleichen Zeit bewältigen kann wie normale Schiffsladungen. Deshalb müssen die Alliierten das erheblich größere Risiko der nördlichen Route, das einmal in der Unsicherheit der Witterungsverhältnisse im Eismeer und zum andern in der Gefahr der Angriffe durch deutsche U-Boote und Flieger liegt, in Kauf nehmen, wenn sie ihren Sowjetverbündeten Hilfe schicken wollen, die noch irgendwie Aussicht haben soll, zur rechten Zeit zu kommen. Daß diese Aussicht selbst bei der Vorsichtsmaßnahme des Ausweichens in die Packeiszone und selbst bei stärkstem Geleitschutz, dank der Wachsamkeit, Schlagkraft und Ausdauer der deutschen Unterseeboote und Flieger nur äußerst gering ist, hat das Schicksal der letzten drei großen Geleitzüge bewiesen, von denen nur einige wenige Schiffe ihren unermüdlichen deutschen Vck-folgern entwischen konnten. Dabei ist für die Lage auf der Eismeerroute besonders charakteristisch, daß den letzten dieser Geleitzüge, die hier von deutschen IbJBooten und Fliegern auf» gespürt und zum größten Teil vernichtet wurden, ihr Schicksal auf der Rückfahrt von Sowjethäfen Enttäuschung und Unzufriedenheit der Sowjetunion wegen des Unvermögens der USA. und Englands, eine zweite Front zu errichten, schildern. Die Sowjets würden furchtbar enttäuscht sein, falls die zweite Front nicht komme. Reuter berichtet dazu aus Washington, das Interesse der diplomatischen Kreise in den USA. richte sich besonders auf diese unverblümte Erklärung Willkies. Londoner Meldungen über „Mißverstämmisse" zwischen England und den Sowjets hätten eine Diskussion angeregt, die immer schärfer werde. „Wenn man auch der Ansicht ist", so heißt es in der Reuter-Meldung, „daß die Erklärung, die nach Molotows Besuch in Washington und London abgegeben wurde, nicht mit bestimmten Worten die Eröffnung der zweiten Front in diesem Jahre ,zusagt, so wird doch daraus nicht gefolgert werden dürfen, daß eine Möglichkeit im vsychologisch richtigen Zeitpunkt versäumt werbe. Andererseits betont man die Tatsache, daß eine Invasion auf dem Kontinent einen Grad der Vorbereitung erforderlich mache, von dem sich der Laie überhaupt keine Vorstellung machen könne. Selbst der Angriff auf Dieppe, an deist verhältnismäßig wenige Männer und Schiffe beteiligt waren, hat mehrere Monate der Planung erfordert. England gesteht die Versenkung des Zerstörers »(Somali*. Berlin, 25. Sept (DNB.) Deutsche Unterseeboote versenkten, wie das Oberkommando der Wehrmacht am 24.9. meldete, zwischen Spitzbergen und Island drei Zerstörer, darunter einen der Stämme« Klasse. Die britische Admiralität sieht fid) jetzt gezwungen, den Verlust dieses Zerstörers, Der „So- m a l i", bekanntzugeben. Die „Somali" gehörte bei einer Wasserverdrängung von 2400 Tonnen, einer Bestückung von acht 12-cm-Geschützen, vier Flakgeschützen und vier Torpedorohren und einer Geschwindigkeit von 36,5 Knoten zu den modernsten und schnellsten britischen Zerstörern. Die jciedensmäßige Lrjatzung belief sich auf M NKivW nach England ereilte, wobei noch besonders auf- schlußreich ist, daß er aus mehr Bewachungssahr- zeugen als Transportschiffen bestand, also ein Beweis mehr dafür, daß die meisten Transportschiffe schon aus dem Hinweg ihr Ziel nicht mehr erreicht hatten. Daß unsere Ü-Boote auch im Kamps mit den zahlreichen, den Rücktransport sichernden britischen Zerstörern siegreich blieben und drei von ihnen versenken konnten, zeigt den schneidigen Angriffsgeist der deutschen Seeleute in besonders Hellem Licht, denn die Zerstörer mit ihrer großen Wendigkeit und starken Bewaffnung sowie den gefürchteten Wasserbomben an Bord find der ernsteste Gegner der - U-Boote in der Schlacht auf den Weltmeeren. Zn vier Tagen 125 000 BRT. ist der Erfolg der U-Bootjagd auf allen Meeren, die noch zu den 613 500 BRT. kommen, die nach den Meldungen der Woche vom 13. bis zum 20. September bereits versenkt wurden. Man versteht es, wenn Churchill stöhnt: „Ohne Schiffe können wir nicht leben und ohne Schiffe nicht siegen" und deshalb die Werftbesitzer anfleht, ihr Aeußerstes zu tun, um den Schiffsbau zu forcieren. Denn der Tonnagemangel steht als drohendes Gespenst hinter allen Plänen der alliierten Kriegführung. Er ist auch die Hauptursache der Spannungen, die im allierten Lager über das immer wieder diskutierte Problem der zweiten Front herrschen. Bei Molotows Besuch in London wurde zwischen ihm und ChurcM am 23. Juni ein Abkommen unterzeichnet, in dem sich folgender Satz findet „Zwischen beiden Parteien wurde volles Einvernehmen über die dringliche Aufgabe der Schaffung einer zweiten Front in Europa im Jahre 1942 erreicht." Das Versprechen war leichter gegeben als gehalten. Denn wenn man wirklich die Truppen dafür einsetzen wollte, die England und die USA. auf der britischen Insel und- in Nordirland konzentriert haben, so fehlte es doch an Schiffsraum, um eine große Armee mit ihren schweren Waffen zu transportieren und den Nachschub für sie sicherzustellen. So hat man sich in London und Washington schon sehr bald alle Mühe gegeben, um das einmal gegebene Versprechen zu verwässern und durch Vorbehalte abzuschwächen. Schließlich hat Churchill bei seinem Besuch in Moskau seine ganze Ueberredungskunst aufgeboten, um Stalin von seiner Forderung abzubringen. Erst als dieser mit dem Hinweis auf die äußerst kritische Lage seines Südabschnitts und den Zusammenbruch seiner Offensivhoffnungen nls einzig durchgreifende Entlastung erneut die sofortige Errichtung einer zweiten Front in Europa durch die Alliierten verlangte, gab Churchill den Befehl zum Start des Unternehmens von Dieppe, das schon nach wenigen Stunden so kläglich scheitern sollte. Nun sucht man mit allen möglichen Ausreden von dem leichtfertig gegebenen und heute höchst unbequem empfundenen Versprechen loszukommen. So schreibt die „New Vork Times": „Niemand legte die anglo-amerika- nische Erklärung als ein definitives Versprechen der zweiten Front in diesem Jahre aus. Stalin, Churchill und Roosevelt wußten, sie könne nur bedeuten, daß die Alliierten die Offensive starten würden, wenn sie dazu in der Lage seien." Und das Blatt fügt im Hinblick auf die erbitterte Stimmung, die Roosevelts Sondergesandten Willkie in Moskau über das Ausbleiben der versprochenen Entlastungsoffensive entgegengetreten ist, mit schlecht verhehltem Zynismus hinzu: „Es ist tragisch, wenn das Sowjetvolk dazu geführt wurde, anders zu denken." Es ist natürlich billig, jetzt, wo sich für die Alliierten die Unmöglichkeit erweist, für die Errichtung einer zweiten Front so schnell den erforderlichen Schiffsraum herbeizuschaffen, wie die Sowjets in ihrer Bedrängnis eine fühlbare Entlastung erwarten, alles auf ein Mißverständnis zurückzuführen und die Schuld daran der sowjetischen Propaganda in die Schuhe zu schieben, die den sowjetischen Massen, um sie von den schweren Niederlagen an den eigenen Fronten abzulenken, die Hilfe der Alliierten als unmittelbar bevorstehend in Aussicht gestellt hatte, was diese gar nicht im Sinne gehabt hatten.'Interessanter als diese mit bitterem Zorn geführten Erörterungen im alliierten Lager an sich ist für uns die sich daraus ergebende klare und einschneidende Tatsache, daß es für die Alliierten dank der fortdauernden deutschen Erfolge in der gewaltigen Schlacht auf den Weltmeeren überhaupt nur noch ein Entweder-Oder gibt. Entweder versuchen England und die USA. ihrem Sowjet- alliierten mit Lieferungen von Rüstungsmaterial beizuspringen, dann erfordert diese Aufgabe sowohl allen verfügbaren Schiffsraum als alle Anstrengungen der alliierten Rüstungsindustrie oder die Sowjets bestehen auf ihrer Forderung der zweiten Front, dann dürfen sie mit weiteren Materialsendungen nicht mehr rechnen, müssen jedoch gewärtig sein, daß die Alliierten mit ihren eigenen Vorbereitungen so langsam fertiq^werden, daß die ersehnte Entlastung für die Sowjets zu spät tommt; Ein Mann rechnet ab Roman von Horst BiernaUi 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Darauf geschah nun etwas Unglaubliches und Merkwürdiges: Gonzales begann sich um Maltes Freundschaft zu bewerben. Er verfolgte Malte so hartnäckig mit seinen Liebenswürdigkeiten, daß Malte mir mehr als einmal gestand, er wüßte nicht, wie er den Kerl abschieben solle, denn soviel Anhänglichkeit wäre für einen Mann, der zu arbeiten habe, einigermaßen lästig. Malte war damals nämlich, obwohl er kaum länaer als ein Jahr auf Buena Esperanza arbeitete, so etwas wie Huislanders rechte Hand geworden, oder wie Huislanders Kopf, oder wie fein Sprachrohr. Die beiden verstanden sich ausgezeichnet. Einige Monate, bevor der große, entscheidende Schlag geführt werden sollte, nahm Huislander Malte zu einer Reise in die Staaten mit. Sie blieben einige Wochen fort. Als sie zurückkamen, folgte ihnen eine ganze Schiffsladung von Spezialbohrern und Gerätschaften für die Erschließung des Oels. Huislander hatte fast den ganzen Rest seines Kapitals in die Anschaffungen gesteckt. Alles stand auf einer Karte. Wir richteten neue Bohrtürme auf, nach Maltes Anweisungen im südlichsten Abschnitt des Camps. Es war eine ungeheure Spannung, auch bei den Amerikanern. Denn wenn Maltes Theorie richtig war, wenn wir auf Buena Esperanza sozusagen über dem tiefsten Punkt der unterirdischen Oelwanne standen, dann pumpte Huislander sie einfach leer. In dieser Zeit, als er erste Turm zu arbeiten begann, geschah es, daß die Freundschaft, oder wie man das Verhältnis von Gonzales zu Malte nennen will, plötzlich platzte. Völlig lautlos und ohne daß ein Mensch wußte, weshalb das Tischtuch zwischen ihnen auf einmal zerschnitten war. Sic sahen sich nicht Raumgewinn im Kaukasusgebiet. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m La ukafusgeb iet gewannen deutsche und verbündete Truppen im Angriff gegen hartnäckig verteidigte Stellungen weiter Raum und wiesen mehrere Gegenangriffe ab. Bei der Bekämpfung von Schiffszielen vor der kaukafusküfte wurden zwei Frachtschiffe durch Bombentreffer schwer beschädigt. 3m Stadtgebiet von Stalingrad nahmen die Angriffstruppen in zähem Häuserkampf weitere befestigte Stützpunkte. Entlastungsangriffe gegen die nördliche Abriegelungsfront wurden in harten Kämpfen abgewehrt und dabei 36 Panzer ab- geschossen. Flugplätze ostwärts Stalingrad wurden bei Tag und Rächt bombardiert. Rächttiche Bombenangriffe setzten abermals Oelbehäller bei Saratow in Brand. 3m Mündungsgebiet der Wolga und ostwärts des Stromes wurden zwei Tanker versenkt zwei Lastkähne beschädigt und ein Wunitionszug zur Explosion gebracht. um wirksam zu werden. So schreibt der „Daily Telegraph": ;„2)ie Kriegsbedürfnisse der Sowjetunion sind nicht nur groß, sondern verlangen auch sofortige Befriedigung, zumal bei dem Kampf um Stalingrad gewaltige Munitionsmengen und in den früheren Schlachten umfangreiche Rohstofflager und Industriezentren verloren gingen. Wir müssen jetzt den Sowjets mit allen Mitteln zu Hilfe kommen. Es ist aber leider so", so schränkt das Blatt die britische Willfährigkeit im gleichen Atemzuge ein, „daß übergroße Anforderungen an die Hilfsmittel Englands und Amerikas in allen Teilen her Welt gestellt werden. Immer wieder spielt die Schiffsrau m n o t eine gewichtige Rolle, denn es gibt so gut wie nichts, was anders als auf dem' Seewege an irgend eine der Hauptkampffronten transportiert werden kann." Damit berührt das Blatt einen besonders heiklen Punkt der alliierten Kriegführung, i)en Zwang nämlich, zu weit entlegenen und ohne Zusammenhang stehenden Kampffronten die Seeverbindungen aufrechtzuerhalten, die sämtlich irgendwo in den Aktionsradius der feindlichen Kriegsmarinen und Luftwaffen geraten müssen, sei es im Eismeer, im Atlantik, im Mittelmeer, im Indischen Ozean oder im Pazifik. Die Achsenmächte sowohl wie Japan kämpfen trotz der gewaltigen Ausdehnung ihrer Fronten über viele tausend Kilometer hinweg überall auf der inneren Linie und ziehen daraus den Vorteil gesicherten Nachschubs, während England und die USA. sich in der prekären Lage eines Heerführers befinden, dessen Etappe und Nachschubwege ständig im feindlichen Feuer liegen. Und da auch die beiden stärksten Landmächte im alliierten Lager, die Sowjetunion und Tschungking-China, mehr, sie grüßten sich nicht mehr, aber es war unmöglich herauszubekommen, was zwischen ihnen eigentlich vorgefallen war. Malte schwieg hartnäckig; es war ein wütendes, verbissenes Schweigen, und Gonzales schwieg ebenfalls. Ich versuchte Malte einmal zum Reden zu bringen, aber er wehrte ab; er murmelte nur etwas von einer Schweinerei, die so unglaublich wäre, daß einem davon Übel würde — und er bekam, als er das sagte, wirklich weiße Lippen. Wir steckten damals alle bis über den Hals in Arbeit, so daß diese Geschichte,, die sozusagen am Rand des Geschehens und der allgemeinen Spannung passierte, auch nur halbe Aufmerksamkeit fand. Lieber Gott, in einem Camp, wo mehr als hundert Männer zufammenhausten, gab es täglich solche Feindschaften. In der Verhandlung, die später gegen Malte geführt wurde, nannte er zum erstenmal den wahren Grund der überraschenden Feindschaft. Gonzales schwor einen Eid, daß es eine gemeine Verleumdung und daß gerade das Gegenteil richtig sei. Er hat einen Meineid geschworen, das ist gewiß. Aber das sind alles Dinge, die sich später ereigneten." Orgassa schwieg eine Weile. Er befeuchtete sich die trockenen Lippen. „Ich sagte dir, Kleine, daß es eine lange Geschichte würde —", erklärte er, als müsse er sich entschuldigen. Karen antwortete nicht. „Weiter — weiter —", bat sie ungeduldig. „Es kant, wie Huislander es geahnt und wie Malte es bewiesen hatte. Bei tausendachthundert Meter stießen wir auf Oel. Auf Oel in solcher Menge, daß der ungeheure Druck den ersten Versuchsturm aus dem Boden schleuderte und der halbe Camp überschwemmt wurde. Unsere Leute gebärdeten sich wie toll — und die Amerikaner drüben auf Terranova und Santa Catalina wurden grün vor Wut und Sorge. Das Oel kam gerade zur rechten Zeit, denn Huislanders Kapital war bis auf den letzten Peso erschöpft. Auf den Fund hin bekam er Kredite zu normalen Bedingungen und konnte Weiterarbeiten. An der D o n f r o n t schlugen italienische Truppen einen Aebersehverfuch der Bolschewisten über den Fluß ab. Bei Woronesch wiederholt der Feind seine vergeblichen Angriffe. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden die eigenen Angriffsunterneh- mungen fortgesetzt. Feindliche Gegenangriffe und örtliche Angriffe der Sowjets südostwärts des 3 l men fees brachen im Abwehrfeuer zusammen. 3m üstlichen Wittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Transporter. Britische Bomber führten in der vergangenen Rächt Störflüge über der Oft- und Rordsee durch. Rachtjäger schossen ein Flugzeug, Warineflak und Vorpostenboote fünf britische Flugzeuge ab. Rach wirksamen Tiefangriffen leichter deutscher Kampfflugzeuge bei Tage gegen militärische Ziele an der englischen Südküste wurde in der vergangenen Rächt ein Verkehrsknotenpunkt im Südwestender3nselmit Bomben belegt. Bei der erfolgreichen Abwehr starker feindlicher Entlastungsangriffe im Raum von Stalingrad zeichnete sich die brandenburgische 76. 3n fanteriedivision besonders aus. ohne die Materialzufuhr der verbündeten Seemächte sich zu erschöpfen drohen, ist es genau so wie eine enalische Zeitung kürzlich schrieb: die Allianz der Alliierten ist nur so stark wie ihre Seeverbindungen. Und ein anderes Blatt, die „Daily Mail" ergänzt diese Erkenntnis durch die treffende Bemerkung, verliere man die Schlacht auf den Meeren, so sei alles verloren. Deshalb starrt man in England wie in den USA. nach wie vor mit angstvollen Blicken auf den Wettkampf zwischen den Versenkungen durch U-Boote und Luftwaffe und dem Neubau von Schiffen, einem Wettlauf, in dem Torpedo und Fliegerbombe bislang unbestritten die Spitze halten. Auch wenn die USA.-Wersten angeblich im .Rekordtempo und in Serienproduktion Schisse von 10 000 und 7500 BRT. bauen, sind die Verluste nicht aufzuholen, zumal das Transportwesen der USA. durch die Notwendigkeit der ■ Versorgung amerikanischer Truppenkontingente in Südamerika, in Australien und Jndiep, im Vordere!) Orient, in England, auf Island und Nordirland bis zum äußersten angespannt ist, ganz abgesehen von den Materialtransporten für die Alliierten. Die amerikanische Presse rechnet sich aus, daß mit Hilfe der neuen Baumethoden seit dem Juli 1942 allmonatlich rund - 750 000 Tonnen neuen Schiffsraums gebaut werden können. Aber das sind Gewichtstonnen, von denen nur 500 000 Raumtonnen übrigbleiben, die man mit der Versenkungsziffer in Vergleich setzen darf. Ferner rechnen die amerikanischen Blätter zu den fahrbereiten Schissen auch solche hinzu, die erst vom Stapel gelaufen sind, also ihre zweite, durch höheren Arbeitsaufwand bei der Fertigstellung sich ergebende Bauhälfte noch vor sich haben, bevor sie in Dienst gestellt werden Damals nun, als die erste Oelfontäne aus dem Boden sprang, ließ Huislander sich nicht lumpen. Er war ein Mann von ungeheurer Lebenskraft, der dem Vergnügen ebensowenig aus dem Wege ging wie der Arbeit. Er war eben Holländer und verbrämte seinen Reichtum nicht wie diese verdammten Amerikaner mit Bibelsprüchen und Aszese. Kurz und gut, so wie das Oel ihn überschwemmt hatte, so überschwemmte er den Camp mit einer Sturzflut von Schnaps. Für uns Ingenieure hatte er sich etwas Feineres ausgedacht. Er mietete in Verakruz ein ganzes Tingeltangel und lud uns dort zu »feinem Fest* ein. — Das ist jetzt eine ganze Weile her, aber wenn du dich an der ganzen Küste, von Campeche bis nach Matamoros hinauf, nach Huislanders Oelfest erkundigst, dann wird dir noch jeder Wunderdinge davon zu erzählen wissen. — Aber besser, du erkundigst dich nicht, denn es wäre keiye schickliche Frage im Munde einer jungen Dame. Dort jedenfalls, im »Aguila d'Orcü von Verakruz, lernte Malte Brackmann Ciquita Perano kennen. Sie war sozusagen Huislanders große Attraktion. Er hatte auch sie für fein Fest engagiert, als er die ganzen Kabarette der Küste plünderte. Ciquita Perano war der höchste Trumps, den er ausspielte. Sie war aus Venezuela, eine unbeschreiblich schöne Frau mit einer zauberhaften, dunklen, ein wenig klirrenden Stimme. Ich sage dir, es war eine Stimme, die einem durch Mark und Bein ging. Wenn sie sang, saß man atemlos da, und wenn sie endete und die Gitarre oder die Kastagnetten sinken ließ, wagte ni*i sich nicht zu rühren aus Furcht, die leiseste BewHung könnte den süßen Zauber zerstören, der einen gefangen hielt. Sie sang unsere Lieder, Die wir an den Türmen grölten, und die Lieder der Matrosen auf den großen Segelschiffen, sie sang wilde kubanische Yo- tas und alte, düstere aztekische Weisen, sie fang zarte spanische Liebeslieder, wie sie die jungen Burschen auf den Wällen von Salamanca summen, und sie sang die frechen Verse aus den Dirnenquartieren der Küstenstädte. Zwei Fahre Oreimächtepaki. Als im Dezember des vergangenen Jahres Japan zu den Waffen griff und bereits in den ersten Tagen den Anglo-Amerikanern mit blitzschnell ge- führten ScAägen schwere Niederlagen beibrachte, da war die Ueberraschung, ja Bestürzung in London und in Washington vollkommen. Man war im Lager der Alliierten der Ansicht gewesen, die japanische Nation Weiterhin ständig unter erpresserischem Druck halten zu können, und mußte nun erkennen, daß Tokio keineswegs gewillt war, seine Ehre mit Füßen treten zu lassen. Die Tatsache, daß Japan nunmehr unter .Einsatz seiner seit langem sorgsam geschulten Wehrmacht an die Seite Deutschlands und Jatliens trat, hätte im anglo-amerikamschen Lager nicht diese Verwirrung auszulösen brauchen, wenn man dem vierzehn Monate vorher unterzeichneten Dreimächtepakt eine größere Bedeutung beigelegt hätte. Am 27. September sind zwei Jahre seit dem Tage vergangen, da dieser Vertrag in Berlin von Deutschland, Italien und Hapan unterzeichnet wurde. Durch den Pqkt war festgelegt worden, welche Aufgaben die drei Mächte bei der Gestaltung der neuen Aera im Zusammenleben der Völker zu erfüllen haben würden. Es wurde vereinbart, daß Japan die Führung Deutschlands und Italiens bei der Schaffung einer neuen Ordnung in Europa anerkennt, wohingegen Deutschland und Italien dasselbe Japan gegenüber im großostasiatischen Raum tun. Ausdrücklich wurde festgelegt, daß die drei Mächte sich verpflichteten, sich mit allen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Mitteln zu unterstützen, falls einer der Vertragschließenden von einer Macht angegriffen würde, die bisher nicht an dem europäischen oder dem ostasiatischen Krieg beteiligt sei. Die Bedeutung des Paktes in feinem ganzen Umfang umriß Reichsaußenminister von Ribbentrop in einer Ansprache, in der er erklärte: „Ein unhaltbar gewordener Status dieser Welt bricht unter den militärischen Schlägen der angegriffenen Völker zusammen. Große Nationen, denen bisher als gleichberechtigten Gliedern der menschlichen Gesellschaft die Teilnahme am Genuß der Güter dieser Erde verweigert worden war, werden auf Grund des höchsten aller irdischen Rechte ihre endgültige Gleichberechtigung erkämpfen. Dieser Kampf aber richtet sich nicht gegen andere Völker, sondern gejjen d i e Existenz einer internatro» aalen Verschwörung, die es schon einmal fertiggebracht hat, die Erde in einen blutigen Krieg zu stürz'en. Jeder Staat aber, der die Absicht haben sollte, sich in die End Phase der Lösung dieser Probleme in Europa oder auch Asien einzumischen, wird sich mit der gefammten zusammengeballten Kraft der drei Völker von über 250 Millionen ausein- anderzusetzen haben. Damit wird dieser Pakt in jedem Falle der Wiederherstellung des Weltfriedens dienlich fein." Im Geist dieser engen Waffenbrüderschaft gehen die drei großen Nationen gemeinsam den Weg, den ihr Verantwortungsbewußtsein ihnen vorschreibt. Wie sehr man im gegnerischen Lager die Bedeutung dieses Paktes unterschätzt hatte, dafür ist die Sorglosigkeit bezeichnend, die die Anglo-Amerikaner hinsichtlich der Sicherung ihrer Besitzungen im gesamten ostasiatischen Raum an den Tag gelegt hatten. Die Ueberraschungstaktik der Japaner hat in den knapp zehn Monaten, da sie zu den Waffen gegriffen haben, immef neue Triumphe gefeiert. Sie oegan- können. So schätzt die Londoner Zeitschrift „Cco- nomist", daß die Vereinigten Staaten im Jahre 1942 kaum mehr als 3,5 Millionen BRT. Schiffsraum zur Verfügung haben könnten. Und die Fachzeitschrift „Shipping World" erwartet von den britischen Werften für das gleiche Jahr nur etwa 1,2 Millionen an Neubauten. Da England seit Ausbruch des Krieges bis Ende Januar 1941 nur 1,75 Millionen BRT. an Handelsschiffen gebaut hat, hat es nach Angabe der gleichen Zeitschrift noch nicht einmal die zu Beginn des Krieges geschätzte Schiftsbaukapazität von 2,5 Millionen BRT. im Jahre erreicht. Die Inanspruchnahme der Werften durch vordringliche Kriegsschiffsbauten und Reparaturen, der Mangel an Facharbeitern und Stahl sind die wesentlichen Ursachen dieser Minderleistungen. So beginnt sich die von Churchill ersonnene und von Roosevelt ins Phantastische übertragene Strategie der Kriegsausweitung schon in der Transportfrage durch die nicht zu bannende Schiffsraumnot an ihren Vätern sehr bitter zu rächen. Die U-Boote der Achsenmächte, zu denen nun auch Teile der japanischen U-Bootwaffe im Atlantik gestoßen sind, werden in beharrlichem Kampfe dafür sorgen, daß der wachsende Tonnageschwund die Alliierten der Mühen um die Errichtung einer zweiten Front enthebt. Dr. Fr. W. Lange. Ciquita Perano .. •. Ich möchte sie dir gern beschreiben, aber es ist, als sollte ich einen Duft oder eine Farbe in Worte einfangen. Ich kann dir nur etwas darüber sagen, welch eine faszinierende Wirkung von ihr ausging. Sie trat auf eine Bühne, auf der eine jämmerliche Kulisse mit aufgemalten Möbeln einen Salon vortäuschen sollte. Eine Komödiantentruppe hatte darauf' vor ihrem Auftreten ein ziemlich schmieriges Dreieckstück gespielt, das aber großen Beifall gefunden hatte. Die Perano kam mit lässigen Schritten zur Rampe. Sie trug sich spanisch, in schwarzer, schwerer Seide, mit einem wunderbaren brillantenbesetzten Kamm unter dem kostbaren Schleier. Ihre Bewegungen waren fast träge, aber von vollendeter Anmut und Geschmeidigkeit. Ihr Körper war wie ein Wunder. Wir waren fast dreißig Manner im Saal, und wir hattencktundenlang schwer gezecht. Plötzlich, mit ihrem Eintritt wurde es totenstill. Unter uns befand sich ein Grieche-, Alexander Passaris, er war Aufseher im Arbeiterlager, ein roher, gewalttätiger Bursche, der später bei einer Messerstecherei sein Ende fand. Er war Huislander wertvoll, weil er die wüste Bande im Camp brutal zu zügeln verstand. Dieser Passaris taumelte halbbetrunken zur Rampe, beutete auf einen der gemalten Stühle hin und sagte mit einer trunkenen Handbewegung laut in die Stille hinein: »Bitte, weshalb nehmen Sie nicht Platz, Madame?^ Wahrscheinlich erwartete er einen LacherfoLg. Bevor jemand dazu kam, ihn am Kragen zu packen und hinauszuwerfen, geschah etwas sehr Merkwürdiges, das auf mich einen großen Eindruck machte. Die Perano sah ihn eine Sekunde lang an, mit einem Blick, wie man etwas sehr Schnuchiges und Widerwärtiges betrachtet, das ekelhaft zu berühren ist, und bann brehte sie ben Kopf mit einer nachlässigen Bewegung zur Seite unb beutete mit dem Daumen wortlos auf bie Tür. Niemanb im Saal bewegte sich. Es herrschte ein gefährliches Schweigen. (Fortsetzung folgt.) Unzureichende Rationen für die Gowjetbevölkerung. Stockholm, 25. Sept. (DNB.) Schon in den Jahren des Friedens übertönten immer wieder Meldungen von entsetzlichen Hungersnöten in weiten Gebieten des bolschewistischen Reiches die Phrasen vom „humanitären Fortschritt". Im Verlauf des Krieges traten die Unzuträglichkeiten der Sowjetplanung auf dem Ernährungssektor immer mehr in Erscheinung. Die katastrophale Lage des bolschewistischen Transportwesens erfuhr unter der Einwirkung der deutschen Luftwaffe, die ihre Ziele weit im Hinterland des Feindes suchte und fand, eine noch weitere Verschlechterung. Aus dem Verluste wesentlicher Erzeugungsgebiete, die zu den hauptsächlichsten Vorratskammern des Sowjetreiches gehörten, ergab sich die jetzige schlechte Lage der bolschewistischen Ernährung, die sich sogar nach britischen Berichten als immer katastrophaler herausstellt. Nach britischen Angaben erhält der Normalverbraucher in der Sowjetunion für vier Wochen 200 Gramm Fleisch, der Schwerstarbeiter 2200 Gramm. In Deutschland stehen für den aleichen Zeitraum dem Normalverbraucher 1200 Gramm, dem Schwerstarbeiter 3400 Gramm zur Verfügung. An Butter, Margarine, Rohfetten usw. soll der Durchschnittsbürger der Sowjetunion 200 Gramm für 4 Wochen erhalten. In Deutschland stehen dem Normalverbraucher in 4 Wochen 82ä Gramm Fett, dem Schwerstarbeiter 2290 Gramm gegenüber angeblichen 800 Gramm, die der owjettsche Schwerstarbeiter erhalten soll, zur Ver- ügung. 200 Gramm Zucker sollen an den Durch- chnittsverbraucher in der Sowjetunion ausgeliefert werden. Dem Schwerstarbeiter in den bolschewistischen Rüstungswerken sollen 500 Gramm für vier Wochen zur Verfügung stehen. In Deutschland erhalten sowohl Normalverbraucher wie auch Schwerstarbeiter für den gleichen Zeitraum eine Zuckermenge von 900 Gramm. Da diese britischen Angaben auf offiziösen Moskauer Quellen beruhen, müssen sie als bolschewistischer Agitationsschwindel bezeichnet werden. Die Ziffern stehen auf dem Papier. Ob aber das Volk die ihm danach zustehenden Rationen auch wirklich bekommt, ist eine andere Frage. Was dagegen in Deutschland auf Karten zugeteilt wird, erhält der Verbraucher auch tatsächlich. Die Wirklichkeit in der Ernährungslage in der Sowjetunion sieht also noch katastrophaler aus. In England hat man die Gefährdung der bolschewistischen Crnährungsgrundlage erkannt. Man versucht, kanadischen Weizen nach der Sowjetunion zu verfrachten. Daß er fein Ziel nicht erreicht hat, dafür sorgen unsere U-Boote und Kampfflieger. unter, e vegan. Diese Geschichte passierte im Jahre 1823. Nach langer Abwesenheit kehrte ein Sohn — nach neuester Pariser Mode gekleidet — ins Vaterhaus zurück. Stürmisch eilt er aus den Vater zu, ihn zu umarmen — und sticht ihm mit den steif emporstehenden Kragenspitzen ein Auge aus. Seit dieser Zeit nannte man diese Kragen „Vatermörder". gellte möchte man wünschen, das; es noch mehr solcher Vatermörder — wenn auch nicht mit solch lebensgefährlichen Spitzen — gäbe. Denn diese Kragen waren vom Hemd getrennt, und man konnte sie auswechseln, wenn sie schmutzig waren. Heute tragt „Schiffe sind Englands Lebenslinie." n ein« in öm Jrteiligi en Uv, bbrn, e: 4h i brich rifftW st gel)tn Veg, den rschreibt. ebeuhing ie Sorg« tner hin- gesamten tten. Die m fmwp ^dieser @nmb st m Jahre | EWs- E die Aach-1, von den 1 iur etwa land seit I 1941 nur 1 gebaut Zeitschrift ieges fl<- len W; )er Verl' und mb Ttahl ersonnene sondm tettO' eirnnoi 'n Hriq ft hader er Prv- en, wirt n Kraft ausein- Palt in tsriedens Der Führer hat dem ordentlichen Professor Geh. Medizinalrat Dr. med. Oswald Bumke in München aus Anläß der Vollendung seines 65. Lebensjahres in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die psychiatrische Forschunasarbeit die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Der Führer hat dem Dichter Dr. Max Dreyer in Göhren auf Rügen aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Aerkennung seiner Verdienste um das deutsche Schrifttum die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat dem Dichter die herzlichsten >Glückwünsche übermittelt. Das Ergebnis des ersten KWHW.-Opfersonntags. Berlin. 25. ScpL (DJtB.) Am ersten Opfer- sonntag des kriegs-winlerhilfswerks 1942/43 wurden 39 714 967,59 RM. gespendet. Der erste Opfer- jonntag des Vorjahres hatte 29 701 558,63 R2H. erbracht. Das Ergebnis dieses Jahres liegt mithin um 10 013 408,96 RTN. oder um 33,71 v. h. höher. * Die Protektoratsregierung wandte sich .ui Beginn des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz mit einem Ausruf an die Angehörigen des Protektorats, sich auch zu ihrem Teile durch freiwillige Spenden an dieser Sammlung zu beteiligen. Das Ergebnis beträgt auf Reichsmark umgerechnet 10 034 908,29 RM. Die vorjährige gleiche Sammlung hatte ein Ergebnis von 5 058 253,87 RM. Es ist also eine Zunahme von 4 976 654,42 RM. gleich 98,39 v. H. zu verzeichnen. Damit haben die Angehörigen des Protektorats ihre Verbundenheit mit dem deutschen Kampf um die Zukunft des Reiches und des europäischen Kontinents bekundet. Oie dritte Reichskleiderkarte. Die Geltungsdauer der dritten Reichsklciderkarte und der Zusatzkleiderkarte für Jugendliche ist über den 31. Dezember 1942 hinaus bis zum 30. Juni 1944 verlängert worden. Unausgenutzte Bezugsab- Bisher sch-« mehr ^annschastsverluste bei -er britischen Sandelsmarine als im letzten Krieg. Stockholm, 26. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie , aUi)" Expreß" meldet, kamen auf See bis jetzt 1 000 Mitglieder der englischen Handelsmarine Lus Leben, d. h. 1000 mehr als im gesamten letzten ÜLltkrieg trotz der heute verbesserten Ausrüstung rglischer Schiffe mit Rettungsvorrichtungen. Das joölffache dieser Zahl sei verwundet worden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Köniavon Dänemark - seinem Geburtstag am 26. September mit einem i herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. * >- Wie „Svcnska Dagbladet" aus Helsingborg mel- ft, wurde am Donnerstagabend und in der Nacht rn Freitag Südschweden wiederholt von britischen Mgzeugen überflogen. | Der ungarische Honoedminister Generaloberst lartha ist auf eigenen Wunsch von seinem Po- jta zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde Mtrafoberft d. R. Wilhelm Nagy ernannt. Der neue Honoedminister hat seinen Eid in die Hand des Reichsverwesers abgeleat. * Der nordamerikanische Marineminister Knox befindet sich auf einer Inspektionsreise in Panama. Er besichtigte die Flottenbasis Cocosolo sowie den Flughafen und wird dem Präsidenten von Panama In Guardia einen Besuch abstatten. * Generalfeldmarschall Keitelhat aus allen Gauen des Reiches anläßlich feifies 60. Geburtstages zahlreiche Glückwünsche erhalten. Er ist unter den ge- gebenen Umständen leider nicht in der Lage, jedem einzelnen persönlich zu danken und bittet deshalb alle, die seiner gedacht haben, auf diesem Wege seinen herzlichen Dank entgegenzunehmen. Der Reichsstudentenführer Dr. Scheel lud die in kriegswichtigen Betrieben in Berlin eingesetzten Studentinnen und Studenten zusammen mit Betriebs führern und Arbeitskameraden sowie 200 verwundete Soldaten zu einer Aufführung in der Berliner Volksoper ein. In einer Ansprache würdigte sein Vertreter, Dr. Gmelin, den Kriegseinsatz als einen Beitrag zum Kampf und Opfer unserer Frontsoldaten. - cn mit der Vernichtung des USA.-Geschwaders in , 1 earl Harbour und der Versenkung der britischen Schlachtschiffe „Repulse" und „Prince of Wales", tritt;, in mit der Eroberung Hongkongs, der Malayischen o;, ülbinfel, der Besetzung Niederländisch-Jndiens, der tQdjie Befreiung Burmas und dem Vorstoß gegen Indien inb Australien ihre Fortsetzung zu finden. 'ot iü-i Viele tausend Kilometer liegen zwischen Deutsch- japo, |mb und Italien und ihrem japanischen Verbünde- jii, aber auf das engste arbeiten sie zusammen, so- enntn nohl in politischer, wie auch in militärischer und re uij! I wirtschaftlicher Hinsicht. Nichts kann dies deutlicher 3ap0! mb einprägsamer umreißen als die Meldung, daß $idp a n 5 Unterseeboote jetzt auch zwischen Uropa und Amerika tätig sind. Diese Tatsache be- nij*{. tutet die enge Verbundenheit und die Wohlabgc- Hidjt! fnnmtheit der Richtlinien des Dreierpaktes. erieid)' 1 tutuhfl '® e n f, 25. Sept. (DNB.) Im Zusammenhang r:t dem dringenden Appell Churchills an die eng- no? lchen Schiffsbauer schreibt die „Times": „Die (chiffe sind nicht nur unsere Lebenslinie, sondern c ch unsere Anariffslinie. Verteidigung und Angriff >'7 tngen in gleicher Weise von dem Schiffsraum ab i b der Schiffsraum von einer Schiffsbautätigkeit, *\2 weit über die Zerstörungskraft r-sFeindes hinausgehen muß. Der See H ansport ist das entscheidende Element in der riu 1 LUegfüb.rung ber Alliierten." Die Deutschen, so p?ini die „Times", konzentrierten ihre äußersten " Ihftregungcn auf die Schiffahrt. Die einzige Ant- lirt Englands und der USA. müsse die sein, daß si schneller bauten und reparierten und jene Men- in von Handelsschisssraum, Flugzeugen und Kriegs- liiffen verfügbar machten, die notwendig seien, um jm bedrängten Verbündeten zu Hilfe eilen zu Urnen. „Ohne Schiffe", so schließt das Blatt, „kön- rm wir nicht siegen, Schiffe sind die erste Voraus- ]iung für Weiterleben und Wiederaufstieg." ie Geschichte eines Vatermörders jchnitte können also auch nach dem 31. Dezember für Anschaffungen verwendet werden. Die zweite Reichskleiderkarte soww die zweite Zusatzkleiderkarte für Jugendliche gelten bis zum 31. August 1943. Bis zu diesem Zeitpunkt können die zweiten und dritten Reichskleiderkarten auch in Verbindung miteinander verwendet werden. Ein norwegisches Heichsthing. Oslo, 26. Sept. (Europaprkß.) Ministerpräsident Quisling verkündete anläßlich des 8. Parteitages der Nasjonal Sämling die Errichtung eines Reichsthings als politischer Volksvertretung. Er unterstrich besonders, daß das Reichsthing ein Staatsorgan und nicht ein Parteiorgan sein würde. Im Reichsthing ebenso wie im Kultur- und Wirtschaftsthing würden somit Leute sitzen können, die nicht der Partei angehören, die aber durch ihr Ansehen, ihre Tüchtigkeit und ihren guten Willen dazu geeignet seien. Aus aller Wett. Schachweltmeister Aljechin auch Europameister. In den Turnieren des Grohdeutschen Schachbundes in München endete -am Freitag die Schlußrunde zwischen Bogoljubow und Aljechin unenL schieden. Da auch das Darnen-Gambit Junge gegen Ke res eine Punkteteilung ergab, ist damit Dr. Aljechin (Frankreich), der bereits Schachwell» meister ist, nunmehr auch Europameister geworben. * In ber 10. Runbe gewann Aljechin burd) überlegene Spielführung und ein Scheinopfer m 27 Zugen gegen Robar. Keres verstärkte auf einen schwächeren Zug in ber sizilianischen Lerteidi- Sung von Foltys den Druck ständig mehr und ante seinen Stellungsvorteil zum Siege aus. Richter errang seinen vierten Sieg hintereinander, und zwar bezwang er diesmal Napolitano auf schölle Art. Barcza führte überraschend die weißen Steine gegen Bogoljubow zum Siege. Im Tressen ber Deutschen Rellstad und Junge siegte ber letztere. Nach ber Abenbpause ergab zunächst die Hängepartie aus ber 4. Runde den Sieg von Bogoljubow über Richter. Rohacek — Stoltz mußten nach sieben Kampsstunden nochmals ab« brechen. Der Stand ist nun: Aljechin (Frankreich) 8, Keres (Ostgebiete, Estland) 7, Bogoljubow (Generalgouvernement) und Richter (Deutschland) je 6H, Foltys (Protektorat) 6, Barcza (Ungarn) und Junge /Deutschland) je Ax/j, Rellstab (Deutschland) 4, Stoltz (schweben) 3',. und eine Hängepartie, Napolitano (Italien) 3Rohacek (Slowakei) 3 und eine .f)ängeparte, Radar (Kroatien) 2 Punkte. Aljechin kann in der letzten Runde nur eingeholt werden, falls er selber gegen Bogoljubow verliert und gegen Junge gewinnt. Kunst und Wiffenschast. Ottfried Graf Jintfenflein Träger des Herder-Preises. Der alljährlich von der Universität Königsberg verliehene Herder-Preis ber Johann- Wolfgang-Goethe-Stiftung ist dem aus Westpreußen ftanunenben Dichter Ottfried Graf Finckenstein zu- erkannt worden. Ottfried Graf Finckenstein, geboren 1901 in Schönberg, wählt seine öloffc vornehmlich aus seiner ostdeutschen Heimat, indem er das Leben des Großgrundbesitzers und Bauern aus genauester Kenntnis von Menschen und Arbeit schildert, so in feinen Werken „Fünfkirchen", „Das harte Frühjahr", „Der Kranichschrei", „Die Männer am Brunnen", in denen das schwere verantwortungsvolle bäuerliche Leben in seiner Not und Treue mit tiefem Verständnis für den Adel der Handarbeit ge- Ichildert wird.. In dem Roman „Die Mutter" wird der Charakter einer Frau geschildert in ihren Wünschen, ihrem Schwanken und ihrem Pflichtgefühl. Der Roman „Die Heimkehr nach Reiherberg' zeigt ihn wiederum als ausgezeichneten Schilderer ostdeutscher Landschaft und ihrer Menschen. Ohne je nach äußeren Effekten zu greifen, ist ihm das Wesentliche die Liebe zu Grund und Boden, das tätige Wirken in der Gemeinschast, die Arbeit für das Deutschtum im Osten. Uuiocrfifälsrood)c in der Kleinstadt. Die Universität Göttingen hat einen neuen Weg beschritten, um für den Gedanken des Uni- oerfitütsstudiums zu werben und gleichzeitig die Er- gebniffe wissenschaftlicher Forschung in breitere Kreise zu tragen. Sie veranstaltet im Januar 1943 in Gandersheim eine Hochschulwoche. Der Rektor ber Universität, Prof. Dr. P l i s ch k e, hält den ersten Vortrag: „Der Stille Ozean und Europa". Am zweiten Tage spricht der Direktor der Universitäts- Frauenklinik, Professor Dr. Martin s , über „Erb- schöben und Frauenkrankheiten", am dritten Tage Professor Dr. „Botzenhard über „Scharnhorst und das deutsche Bolksheer". An den weiteren Tagen sprechen Prorektor Professor Dr. Neumann über „Roswitha von Gandersheim" und „Die Gründungsgeschichte der Universität Göttinnen und ihre Beziehungen zu Gandersheim", Professor Dr. R i p p e l über Mikroorganismen im Haushalt", Professor Dr. Pohl über „Physik im Alltag", der Direktor der Universitäts-Sternwarte, Professor Dr. ten 'Brüggen täte über ^Der gestirnte Himmel über und", Professor Dr. Pons über „Wilhelm Raabe". Lin neues Orchcsterwerk von Richard Strauß. Die Wiener Philharmoniker werden eine Novität von Richard Strauß bringen. Es handelt sich um eine Tondichtung, betitelt „Donau", die ber Meister dem berühmten Orchester als Festgabe zu seiner Jahrhundertfeier zugedacht hatte. Die Intendanz des Opernhauses der Stadt Wien hat das Tanz spiel „Verklungene Feste" von Richard Strauß nach Musikstücken Francois Eoupe-rins, das im Frühjahr 1941 in der Bayerischen Staatsoper zur 11 rau ff üi)« rung gelangte, übernommen. Bon Rudolf Kattnigg kommt ein Ballett, „Tarantella", zur Uraufführung. Der Komponist wird selbst biriaieren. Weiter beabsichtigt das Opernhaus, ein Werk von Robert Keldorfer, dem Direktor des Kärtner Grenckand- konservatoriums in Klagenfurt, zur Uraufführung zu bringen. Der Titel der Oper lautet „Verena". HauptlchrijtleUer: Dr. Zriedrlch Wilhelm Vanne. Stellvertreter bH HauptikhrtlUeUers: Dr. Hans Lhhrlot. Weranttuortlld) tllr Politik und Bilder: Dr. jZr.W. Lange,- |üt da» Feuilleton: Dr. pan» Thyriot: für Stadt Äiestcn, Provinz, Wirtichaft u. Sport: Ernst Blumschetn sdeurl.), 1.8.: Dr.Hanv It)i)rioL Druck und Bering: BrHHIsche UniveriitStadruckerei M. Lange 9.9. Berlageleiter: Dr -Ing. Srich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Beck. Anzeigenpreisliste Nr. fl. der Mann oft fein Hemd noch weiter, auch wenn Kragen und Manschetten innen einen leichten Fett- ranb haben. Es ist ja kaum zu sehen, meint er, und sonst sieht das Hemd ja noch tadellos aus. Die Folge davon ist aber, daß die Oberhemden an den Kragen immer zuerst entzweigehen, weil hier die Hausfrau am meisten reiben muß. Hunderttausende von Oberhemden würden länger halten, wenn die Männer die Hemden nicht so schmutzig werden ließen. Man spart gar nichts, wenn man die Hemden so schmutzig werden läßt. Im Gegenteil: doppelt schmutzige Wäsche kostet nicht nur doppelt, sondern oft dreimal soviel Waschpulver! Außerdem muß der durch Schweiß eingefressene Schmutz an den Manschetten und Kragen durch Reiben und Bürsten herausgeholt werden, wobei die Hemden rasch kaputtgehen. Trotzdem sind Hemden mit durchgescheuerten Kragen noch zu benutzen. Man kann den Kragen vom Hemd abtrennen, umdrehen und wieder annähen. Das Hemd kann dann wieder längere Zeit getragen werden. Genbu so kann man Manschetten mit abgenutzten Rändern umroenben, ober man macht aus Klappmanschetten einfache Manschetten. Man schneidet den umgeklappten Teil ab und steppt einen sauberen Rand. Eines der Knopflöcher schließt man und näht einen Knopf darauf. Alles kommt heute im Kriege darauf an, Wäsche und Kleider so zu pflegen, daß sie länger halten — oder unbrauchbar Gewordenes wieder brauchbar zu machen. Helfen Sie dazu auch mit? 2829V »ertragene er Trant' ftsssraim' chen. Dir nun au4 tlanttf f mfe da'lll Dunb öir mg ehirt .Lange. Gesangverein „Heiterkeit“ Gießen Sonntag, den 27. Sept. 1942, nzfthm. 4 Uhr, in der Universitäts-Aula, Ludwigstraße KONZERT r o O OSRAM-LAMPEN ■ gern dr- Duft od«r n dir mir ende M' Ä Gertrud Dapper, Klavier 2882 D Leitung: Wilh.Schättler, Musiklehrer, Ehrenchormeister im DSB. Mitwirkung: Hildegard Treppinger, Violine ! WetficM -lAMPE MIT OER DOPPELW Besser für Dich — besser für alle! Kohle Ist kriegswichtiger Roh- und Heiz- Stoff. Deshalb ist wirtschaftlichste Ausnutzung elektrischen Stromes, der meist m t Kohle erzeugt wird, entscheidend. Osram- D-Lompen geben hohe Lichtleistung. Verlangen Sie darum ausdrücklich Osrom- D-lampen mit der Osram-Doppelwendel, wenn Glühlampen ersetzt werden müssen I 0SRAM-D-I.AMPE MIT DER DOPPELWf^ I vrt*' * j&: xl u ,eSüM ■ J ff* ’ Luftal" t.w-5 Ihre Vermählung geben bekannt" Josef Bürscbgens Eva Bürschgens geb. Weber Gießen. 26. September 1942 Frankf. Str. 29 z.Z. Neucnw.31 . 04743/ Ihre Verlobung gehen bekannt Erika Höhr Helmut Feuster Gefreiter bei der Kriegsmarine Gießen, Löberstraße 10 26. September 1942 _____________________04712/ 04767/ Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes Horst Bernd Arnulf zeigen in dankbarer Freude an Erna Flechsig, geb. Luckhardt Horst Flechsig Gießen,den 24. Septemb.1942. Gnauthstraße 16. Wir danken herzlich für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unsrer Hochzeit Karl Helnx Moos Margot Moos, geb. Bendoroth Gießen, im September 1942 Statt Karten. Für die anläßlich unserer Verlobung übermittelten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit, auch im Namen unsere! Eltern herzlichen Dank. Frieda Groß Karl Schüler,6efr.In ein.Artl.-Regt. Annerod, Gr(i6en-Busecker Straße Annerödcr Muhle, z. Z. im Felde. 2892 l)/ Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich Fritz Weller u. Frau Christel, geb. Klooß Gießen-Klein-Linden _________________________04786/ Für die mir anläßlich meines 80. Geburtstages erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich auf diesem Wege herzlichst Frau Magdalene Spoerhase Wwe. Gießen, Steinstraße 39 _________________________04739/ oochx)oo7£ süRO-twrjcxTUNOrM Gießen, Boalinh.Straße. Statt Karten. Herzlichen Dank für die uns so zahlreich übermittelten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer silbernen Hochzeit Äug. Friedr. Rinn u.Frau Emma, geb. Germer Heuchelheim, im Sept. 1942 04768/ Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir herzlich Hilde Bachmann Paul Neidert Gießen Fulda Am Kugelberg 1R I.angebrüdie 36b 26. September 1942 s 04749/ Die Deutsche N8C. „Drall Arbeitsfront durch Freude" Kreisdlenstst. W/. ” Wetterau Wir beginnen am 28. Sept., um ] 8.55 Uhr, in der Obcrscnule für Mädchen, Gießen, Dammstraße Sonderkurse zurVorbereitung für die Reifeprüfung Demnächst bei genügender Teilnehmerzahl: Sonderkurse z.Förderung ein. vertieften Allgemeinbildung 1. Einführung in die Kunstgeschichte mit Lichtbildern 2. Vererbung«- u. Rassenpflege 3. Das Deutschtum in aller Welt 4. Arbeitsgemeinsch.Geschichte 5. Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsgeographie Eine Vortragsreihe: Geographie der Wehrmachtberichte Mit 8-10 Vorträgen von Prof. Dr. Kl ute üb. Osteuropa, Nord- afrika und den vorderen Orient, Japan und Südostasien Kurse für Laianschaffen 1. Papier- und Papparbeiten 2. Leichte Holzarbeiten 3. Malen und Zeichnen 4. Metallarbeiten (2875 D Anmeldungen und nähere Auskunft i. d. Karten Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“ Gießen, Seitenweg 60, Tel. 3961 Die Deutsche Wslronl Kreisdiensts teile MG. Kraft durch Freude Wcttcrau Wir beginnen Anfang Oktober in Gießen mit nachstehenden Sprachkursen Deutsch (Dichterlesungen, Übungen im mündlichen und schriftlichem Gebrauch der Sprache). Latein, Französisch, Englisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Ukrainisch, für Anfänger und Fortgeschrittene. Kursgebühr für alle Kurse (20 Doppelstunden) RM. 20.50. Anmeldungen und nähere Auskunft dienstags und donnerstags, 18—20 Uhr, auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraßc 18, Hinterhaus Zimmer 30 b, Ruf 3961. ___—— »ii Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücherl Heute ist es nun einmal so, daß man oft nur einen Suppenwürfel - der 2 Teller gute KNORR-Suppe ergibt - bekommt, obwohl man 2 Suppenwürfel für eine Mahlzeit gebrau» chen könnte. Man kann sich da immer ganz gut helfen, wenn man die KNORR-Suppe mit etwas Gemüse» rest und mit 1-2 Kartoffeln streckt. KNODR ‘xJLe* 1,1 flcn Kämpfen im Osten fiel am WEM, 24. August 1942 bei Woronesch mein lieber, lebensfroher Mann, der gute Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Studienrat und ff-Ober-Sturmführer Wilhelm Reinhardt Leutnant u. Kompanie-Chefin ein. Inf.-Regt. Auf dem Heldenfriedhof jn Ssiwirzewo-Ka- werja wurde er mit seinen Kameraden beigesetzt. jm tarnen aiier Angehörigen: Toni Reinhardt, geb. Hardt. NPEA.-Oranienstein. Gießen, Frciligrathstraßc 75. 0B7-) D Jt W tadttheater). Telephon 4535. Angestellte sucht gut möbl. Zimmer MM 1. Novem- , der oder früher. Schr. Ang. unt. , 04750 a. d.G.A. Ofen möglichst ANesorenner, zu kaufen gesucht. [2905D C. Leisler, Seltersweg 79. Gut erhaltener, grauer Regenmantel od. Umhang von älter. Beamten z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04794 an den Gietz. Anz. 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ToVintaa, 27. 9., 8.30 9lndack)t; 10 T.°Sd).; 20.15 Predigt. — Miktw 30. 9.-> 20.15 Bibelstunde. Bavlistengemeinde 11. Bund freie kirchlicher tz hristeu, Gartenstr. 13. Tonnbig' 27 >)., 11.15 KG.; 15.30 ). - liJNttiüorf), 30. 9., 20.15 __ Rrcic evang. Gemeinde Gietzen Zu den Mühlen 2. Sonntag, 27.9. 9.45 Grbauungsstunde; 11 Sonn tagschule; 15.30 Erntedankfest, Prediger G. Klein. Anzus. Samstag eme Klemanzeige und Sonntag. > sagen Sie es allen Hausscbneiderin für 8—14 Tage gesucht. [ 2903 D FrauD.Kammer, Hofgut Bellersheim, Friedberg-Land. Tausche: 1 Paar Dameu- Stratzenscknhe, Salamander, beige, Gr. 37, fast neu, hoh. Absatz, u. 1 Paar eleg., schwarze Lederschuhe m. Wildleder, Gr. 37, hoher Absatz. Suche: Stratzenschukie, mit Block- oder flach.Abs.,Gr.38. Schr. Ang. unt. 04748 a.d.G.A. Gehäkelter, hellbrauner StuipenhaDdscliub verloren. Geg. Belohnung auf d. Fundbüro abzugeben.[04762 Länlerschweine bis zu 120 Pfd. u. 14jährLAogels- berger Kalb verkauft [04795 Debus, Launsbach 132. 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Die tapfere Tat ihres Sohnes strahlt auf sie zurück und gibt ihr Grosze. Denn das Eiserne Kreuz ehrt nicht nur den jungen Soldaten. Es lohnt die Sorgen und Mühen und allezeit wachen Gedanken der Mutter. Es wiegt so manche Traurigkeit der Frauen auf Es stärkt den Stolz der Väter, die ihre Mitteilung mit Selbstverständlichkeit machen möchten. (Er ist mein Sohn. Wie könnte es anders sein!) und doch ihre Freude nicht verhehlen können. Vielleicht war dieser Sohn nicht der stärkste unter seinen Kameraden, vielleicht hat der Vater ihn manchmal mit nachdenklicher Sorge betrachtet und ihn nicht ohne Unbehagen in den Krieg entlassen dessen Harte er selbst im Weltkrieg erfahren. Run hat er bas Eiserne Kreuz bekommen, den sichtbaren Ausdruck der Tapferkeit vor dem Feinde. Er hat sich nicht nur bewährt, er hat sich hervorgetan. Er ist ein ganzer Kerl. Der Sohn seines Vaters! Es wird soviel von der Härte gesprochen, die dieser Krieg mit sich bringt, von dem eisernen Muß der Trennung, von Leid und Trauer um die Gefallenen. — Wir wollen aber auch von der Freude der Soldatenväter, -mütter und Soldatenfrauen sagen der Freude in dem Augenblick, in dem das Kreuz der Tapferkeit, das Eiserne Kreuz am schwarzweißroten Band den Kampfgeist ihres Jungen oder Gatten da draußen bestätigt. Oeb. Aufnahmefeier der jungen Parteianwärter. Die Aufnahmefeier der jungen Par- teianroärler und -anroärfer innen der HI. und des BD2N. in die NSDAP, für sämtliche Gießener Ortsgruppen findet Sonntag, 27. September, 11 Uhr, in der Aula der Universität statt. Die Ettern sowie die Angehörigen gefallener Partei- und Volksgenossen sind besonders herzlich eingeladen, desgleichen die Vertreter von Wehrmacht, Staat und Behörden. An die Verwundeten der hiesigen Reservelazarette sind besondere Einladungen ergangen. Kür Tapferkeit vor dem Kemöe. Dem Feldwebel Ludwig Klingelhöfer von Oppenrod, der schon im Besitz des Eisernen Kreuzes II. Klasse war, wurde nun auch das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. M tofw d WW Die nächste Erfinderberatungsstunde findet am 26. 10. 1942 in der DAF.°Kreiswaltung, Gießen, Schanzenftraße 18, zwischen 10 und 12 Uhr statt. Gießener Wochenmarktprrise. * Gießen, 26. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing, S kg 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 10, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 14 bis 17, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 10, Tomaten 25, Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 10, Birnen 20 bis 30, Salatgurken 28, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Rettich 13 bis 20, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Verdunkelungszeit 26. September von 20.13 bis 6.45 Uhr. 27. September von 20.10 bis 6.47 Uhr. * ** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Schuhmachermeister Albert Franke und Frau Luise, geb. Barbas, in Gießen, Dammstraße 28, können am 28. September das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Das Ehepaar wohnt jetzt 44 Jahre im Hause Dammstraße 28 und ist 50 Jahre Bezieher des Gießener Anzeigers. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch! _. ** Speisekartoffelversorgung. Die Versorgung mit Winterkartoffeln betrifft eine Bekanntmachung vbes Ernährungsamtes im heutigen Anzeigenteil. , r ., ♦* Die Ausgabe d e r Reichsseifenkarten und der Zusatzseifenkarten für die Monate Oktober 1942 bis Mai 1943 betrifft eine Bekanntmachung des Wirtschaftsamtes im heutigen Anzeigenteil. Amtsgericht Gießen. H. Ph. B. in Gießen hatte sich wegen Dieb - stahls zu verantworten. Er ist beschuldigt, ^ahr- radteile gestohlen zu haben. Der Angeklagte behauptet, die Fahrradteile (ein Vorder- und ein Hinterrad) im Walde gefunden zu haben. Das Gericht schenkte seinen Behauptungen keinen G-auben und verurteilte den Angeklagten zu einer Gesang- nisftrafe von sieben Monaten. Straferschwereno wirkten die Vorstrafen und das Leugnen oes Angeklagten. Strafkammer Gießen. Artur Bitsch in Frankfurt a. M. hatte in der Nacht vom 20./21. Juni d. I. einer Gastwirtin in Gießen-Klein-Linden 800 RM. gestohlen^ fiachdem er sich in das Haus eingeschlichen und im Keller verborgen gehalten hatte. B. kam 1^41 cms der Fremdenlegion zurück. Er lernte die Gastwirtin leimen, kam am Wochenende regelmäßig zu ihr und war auch kurze Zeit mit ihr verlobt Am fraglichen Tage war er ohne Wissen der Gastwirtin nach> Gi - ßen-Klein-Linden gefahren. Der Angeklagte gibt bie Tat zu, behauptet aber, es seien ihm nicht 800«RM sondern nur 372,50 RM. m b»e J>anöe flefaUen 'Wegen Einschleichungsdiebstahl zur Nachtzeit wurde er zu einer Zuchthausstr a e von einem Hahr, auf die drei Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. 26?27. September 1942 (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen) Der Kampf um Stalingrad in der neuen Wochenschau. In der neuen Wochenschau erleben wir drei Grundformen filmischer Darstellung. Die Wiedergabe des englischen Landungsversuchs bei Tobruk ist ein nüchterner Tatsachenbericht. Man kann die einzelnen Phasen der Abwehr verfolgen und ihre Wirkung an zerschlagenen Schiffen und in die Gefangenschaft abmarschierenden feindlichen Soldaten ablesen. Die Ähnlichkeit des Verlaufs dieser Abwehr mit dem von Dieppe ist symptomatisch. Sie wirkt in ihrer Wiederholuna aber nicht etwa so, daß sie das Interesse der Beschauer herabsetzt, sondern erweckt in ihnen die Ueberzeu- gung, daß jeder Versuch des Feindes, an irgendeiner Stelle an den deutschen Abwehrfronten einzudringen, immer die gleiche Reaktion auslöst: die Vernichtung oder Vertreibung des Gegners. Die Kriegsberichter aus dem Kaukasus warten diesmal mit einem ganz besonderen Bildstreifen aus. Der Filmbesucher findet sich auf einen Beobachtungsposten der Artillerie versetzt.-Unter ihm liegt ein vom Feind besetztes Dorf im Talkessel. Die eigene Artillerie ist in voller Tätigkeit. Ihre Wirkung ist genau zu beobachten. Haus um Haus wird von den Granaten erfaßt, bestimmte Geländestriche völlig unter Feyer gefetzt. Durch diese Aufnahmen ist das ganze deutsche Volk für eine Minute in die Lage eines Artillerieoffiziers versetzt, der mit Genugtuung die Richtigkeit seiner Berechnungen und Anweisungen festftellt. Das Bild Stalingrads wird mit einer Eindringlichkeit in die Hirne der Betrachter projiziert, die dem Tonfilm vor allen anderen Uebermittlungs- möglichkeiten eigen ist. Wir sehen die Infanteristen am Rande der Stadt, überblicken aber darauf gleich das gesamte Weichbild durch eine Flugaufnahme, erleben die Härte des Häuserkampfes mit, werden aber gleich davon ebenfalls überzeugt, daß hier Heer und Luftwaffe in einer Weise Hand in Hand arbeiten, die sich als Meisterstück moderner Strategie erweist. Das große Finale der Wochenschau bekommt diesmal durch wahrhaft überlegenen Schnitt und ungewöhnlich geglückte Aufnahmen eine dämonische Färbung. Es wird, ohne daß das Wort es unterstreichen muß, jedem einzelnen deutlich: die Kraft der deutschen Wehrmacht ist unheimlich. So verdunkeln die Qualmwolken über dem sowjetischen Bollwerk an der Wolga die Sonne, machen den Tag zu einer überirdisch erscheinenden Halbnacht und geben Kunde davon, daß der deutsche Wille unüberwindlich ist. H.-H. G. Landkreis Gieße«. . * L i ch , 25. Sept. Am Sonntag, 27. Septembev. vollendet Marie T r e ch s l e r Wwe. in voller geifti« ger Frische und guter Gesundheit das 80. Lebens* j a h r. Auch wir gratulieren herzlich. ch Lich, 25. Sept. Im Kreise ihrer Kinder untz Enkel konnte am 23. Sept. Frau Marie Schmidts Löwengasse 9, ihren 8 4. Geburtstag feiern* Die hochbetagte Frau zählt zu den ältesten Gemeindegliedern, ist geistig und körperlich noch recht rüstig und nimmt an den Ereignissen der Gegen-, wart regen Anteil. Im Weltkrieg starb ihr jüngstex Sohn den Heldentod fürs Vaterland. Wir gratis lieren der alten Kriegermuttei; herzlich zu ihrem Geburtstag. Heimatschrifistetter Heinr. Naumann t. LPD. Marburg, 25. Sept. In feinem Heimat« dörfchen Nanzhausen im Kreise Marburg ft ar b im Alter von 86 Jahren der weitbekannte Künder hessischen Volkstums, Altbauer und Schriftsteller Heinrich Naumann. Seine zahlreichen Schriften und Erzählungen aus dem hessischen Bauernleben haben vielen Anklang gefunden. Lange Jahre bekleidete er zahlreiche Ehrenämter und war auch ein gern gesehener Gast und Redner bei volkstümlichen Ver« anftaltungen. Kreis IHarburg. * Fronhause n (Lahn), 25. Sept. Am 23.d. M. wurde hier unter außerordentlicher Anteilnahme des ganzen Kreises Marburg Hauptlehrer und Organist Heinrich I m m e l zu Grabe getragen. Eine schwere Krankheit hatte der reichen Tätigkeit des allseitig hochgeschätzten Mannes ein Ziel gesetzt. Alle Nachrufe am Grabe von Vertretern der Partei, der Gemeinde, der Schulbehörde usw. gipfelten in der Anerkennung seiner vortrefflichen Gaben des Geistes und des Herzens, die es ihm ermöglichtem vielen Trost, Rat und Hilfe zu spenden. — Vom nahen Sichertshausen war der Dahingeschiedene 1925 nach Fronhausen gekommen. Nicht nur feine! Gattin und sein Sohn, der als Leutnant in Rußland kämpft, sondern auch die ganze Gemeinde und vor allem die Schule hat in dem Dahingeschiedenen einen treuen Menschenfreund und Berater in jeg< licher Not verloren. Er ruhe in Frieden! Jugendliche Sünder. Lpd. Mainz, 25. Sept. Der Besuch von Lichtspieltheatern ist im Interesse des Jugendschutzes durch einschränkende Bestimmungen geregelt. Obwohl bei Bekanntgabe jeder Filmvorführung mitgeteilt wird, ob Jugendliche von der Teilnahme an den Vorstellungen ausgeschlossen oder auf bestimmte Altersklassen beschränkt zugelassen sind, wird zuweilen versucht, diese erzieherischen Maßnahmen durch Täuschung zu umgehen. Ein 17jähriger Lehrling, der vor kurzem auf seiner Kennkarte das Geburtsjahr 1925 in 1923 änderte, um sich der Kontrolle beim Kinobesuch als nicht mehr jugendlich auszugeben, wurde im Schnellverfahren des Amtsgerichts Mainz wegen dieser Urkundenfälschung zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt und zur nachdrücklichen Auswirkung der Erziehungsanordnung sofort zur Vollstreckung eingeliefert. \ Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Sept. (Vorbericht.) Cs notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 41 bis 50, Bullen 39 bis 48, Kühe 28,50 bis 48, Färsen 40 bis 49, Kälber 50 bis 59, Schweine 57 bis 64. Marktverkauf: alles zugeteilt. G. A.-Sport. Sommersporttag von Buderus Lollar. Wie im vergangenen Jahr führte Buderus Lollar auf dem schön gelegenen Waldsportplatz seinen Sommersporttag durch. Nach der Flaggenhissung eröffnete Direktor Jansen mit einer Ansprache und Gefallenenehrung die Veranstaltung. Die Beteiligung war, der Gefolgschaftsstärke entsprechend, gut. Schöne Wander- und Wertpreise winkten den Siegern. Zur Austragung kamen ein Fünfkampf der Männer sowie ein Vierkampf der Frauen, die einzeln und mannschaftsweise gewertet wurden. Fußballspiel, Bodenturnen, Federbrett und Einzelwettbewerbe vervollständigten das Programm, wobei im Keulenweitwurf die Leistung des Lehrlings Grün mit 65m zu erwähnen wäre. Auf dem Wehrkampstag in Gießen konnte die Betriebssportgemeinschaft Buderus Lollar ihre sportliche Betätigung unter Beweis stellen. Die Männer erran.ien im Manu-- schafts-FünsRimpf hinter Schunk 8- Ebe den zweiten Platz, während sie im Medizinballstoßen und in der 8 X 75-m-Pendelstaffel die erste Stelle einnahmen. Die 2. Mannschaft der Männer ft mb an 8. Stelle. Die Frauen waren in der Mannfchaftsbewertung und 6 X 50-m-Pendelstaffel an Dierter Stelle. Handball. Gauklasse. Polizei Frankfurt — Luftwaffe Gießen. Infolge dienstlicher Versetzungen besitzt der vorjährige Gaumeister nicht mehr die alte Mannschaft. Einem Sieg in der neuen Spielrunde folgte eine überraschende Niederlage. Dadurch wird die Mannschaft bestrebt sein, weiterhin mit der Spitzengruppe Schritt zu halten. Die Gießener zeigten in dem Lokaltreffen eine ansteigende Form. Gelingt es, in stärkster Besetzung in Frankfurt anzutreten, so sollte es ein knappes Resultat geben. HI.-Klasse.^ Rttv. Gießen — Holzheim. Im ersten Punktspiel empfängt der Mtv. Holzheim. Die Gäste konnten am letzten Sonntag ihren Lokalrivalen Grüningen sicher bezwingen,, während die Gießener in ihrem Treffen nicht überzeugen konnten. Sie müssen sich daher schon besonders anstrengen, um keine Uederraschung zu erleben. Grüningen — Lang-Göns. Durch spielstarke Gegner hat Lang-Göns in letzter Zeit schon größere Erfahrungen gesammelt. Wenn auch die Mehrzahl der Spiele auf eignem Boden stattfanden, so werden sie sich doch gegen die Platzbesitzer sicher zu behaupten wissen. Allerdings wird sich Grüningen mächtig anffrengen, damit das Resultat nicht allzu hoch wird. Watzenborn — Luftwaffe II. Durch Fehlen aktiver Gegner nimmt die II.Mannschaft der Gießener Luftwaffe in dieser Runde teil. Da die HI.-Mannschaften für diese Treffen ältere Spieler einsetzen können, ist mit gleichstarken Einheiten zu rechnen. Die Platzmannschaft zeigte am letzten Sonntag eine annehmbare Leistung, lieber die Spielstärke der Soldaten ist noch nichts bekannt. Aus diesem Grunde ist eine Vorhersage nicht möglich. Vom Druckbogen zum fertigen Buch. Blick in eine große Verlagsbuchbinderei. lieber den weiten Weg, den ein geistiges Erzeugnis vom ersten schöpferischen Aufblitzen in Hirn und Herzen des Autors durchläuft, bis es als Buch in die Hand des Lesers gelangt, ist des öfteren die Rede gewesen. Heute wollen wir einmal den letzten Teil dieses langen und umständlichen Weges ins Auge fassen und den Produktionsgang vom Rohdruck bis zum fix und fertig gebundenen Buch verfolgen. Das ist sehr lehrreich — auch heute noch, wo man weniger Bücher im Schaufenster sieht und zu kaufen bekommt als früher. Denn auch heute noch werden Bücher geschrieben, gesetzt, gedruckt, gebunden und verkauft-, es kommt uns in diesem Falle nicht darauf an, ob es sich etwa um ein Deutsches Lesebuch für Volksschulen oder um ein illustriertes Werk über Rinderzucht handelt. Uns interessiert heute das Buch nicht seinem Inhalt, sondern seiner äußeren Form und Gestalt nach. Wir befinden uns in einer großen Verlagsdruckerei, d. h. also in einem — im Gegensatz zum kleineren Handwerksbetrieb für Einzelbindearbeiten — weitgehend maschinell' ausgerüsteten Betrieb zur Herstellung von Massenauflagen. Wenn das Buch gesetzt, korrigiert und ausgedruckt ist, liegt es im Rohdrucklager aufgestapelt und hat vorerst die unhandliche Form schwerer Pakete, deren jedes 250 bedruckte Bogen enthält. Auf jedem Bogen stehen 16 Buchseiten. Die Bogen kommen nun in die Buchbinderei, wo als erster Arbeitsvorgang das Fallen beginnt. Die einzelnen Druckbogen gelangen fortlaufend in die Falzmaschine und kommen, je nach Bedarf und Wunsch einfach, zwei-, drei- oder pierfach gefalzt, wieder zum Vorschein. Die Leistung dieser von einer Falzerin bedientest, sehr sinnreich konstruierten, vollautomatisch arbeitenden Maschine beträgt 3500 Bogen in der Stunde. Zur Vermeidung von unschönen Quetschfalten wird der Bogen jeweils beim zweiten Falzbruch in der Maschine perforiert (gelocht), so daß auf diese Weise die überschüssige komprimierte Luft entweichen kann. Die fertig gefalzten Bogen werden, nach der Bogensignatur geordnet, auf großen Tischen aufgesetzt. Die Bogensignatur, zur Orientierung des Buchbinders bestimmt, besteht aus einer sog. Prime auf der ersten und aus der Sekunde, auf der dritten Bogenseite. Das ist wesentlich, damit die Bogen im Buch in der richtigen Reihenfolge erscheinen. Wer zu Hause ein Buch aufschlägt, wird nach je 16 Seite»! am untere? Seitenrande die kleingedruckte Bogensignatur entdecken, deren Zweck ihm vielleicht bisher nicht klar war. (Das Buch besteht nämlich nicht aus einzelnen Blättern, sondern aus Bogen zu 8 Blättern gleich 16 Seiten.) Die zusammengetragenen und jetzt in der gehörigen Folge geordneten, gefalzten Bogen werden darnach in der Stockpresse eingepreßt, bamit die noch zwischen den Bogen befindliche Luft vollends entfernt wird und das Buch nach dem Binden eine festgefügte, kompakte Form bekommt: es würde sich sonst etwa ‘ wie ein Schwamm anfühlen. Dann wird kollationiert, d. h. nachgeprüft, ob die Reihenfolge der Bogen stimmt: fehlerhafte Bogen werden ausgeschieden, in falscher Folge zusammengetragene berichtigt. Nach dem Kollationieren werden die Bogen auf der von einer Hefterin bedienten Fadenheftmaschine geheftet: je ein Bogen wird aufgeschlagen und von der Maschine im Rollstich auf Die Wanderung am Sonntag. Dandervorschlag des DHL.. Zweig Gießen. Abmarsch: Am Sandfeld. Mit dem blauen Strich (HDE.-Markierung) zur Badenburg (% Stunden), durch das Badenburger Wäldchen hinauf zum Hangelstein, weiter zum Saubringer Paß und Aspen- kippel (1% Stunden). Hier treffen wir auf den roten Punkt und wandern mit beiden Zeichen an dem Dörfchen Climbach vorbei zum Endziel Allendorf an der Lumda. Gesamtwanderzeit 4 Stunden. Lollar — Wißmarbachlal — Waidhaus — Salzdödetal — Fronhausen. Beim Bahnhof Lollar durchschreiten wir die linke Unterführung und folgen den chwarzen Strichen, die uns am Bahnkörper entlang über die Lumdabrücke und hierauf über die Ei enbahnbrücke durch einen kleinen Teil von Wißmar nach dem lieblichen vielgewundenen Wißmarbachtal führen. Nach zweistündiger Wanderung erreichen wir das Forsthaus Waldhaus. Der Weitermarsch (gelber Punkt) führt durch den Buchenbühl zck dem prächtigen Ausblick nach dem Verstak und den Gladenbacher Bergen. Dem Wegezeichen folgend überschreiten wir zunächst einen Wiesengrund, den sog. Sauwasen, hierauf ein Hochplateau mit wiederum hübschen Blicken auf die Marburger Gegend. Bei der gastlichen, *im Salz- böbetal gelegenen Schmelz endigt die Markierung. Ein gutes Teil der Salzböde aufwärtsgehend, verlasse»» wir bei der Steinfurthsmühle dH? schöne Tal, wenden uns rechts, um, nochmals eme aussichtsreiche Höhe überschreitend, durch Oberwalgern nach einen Gazestreifen sechsfach geheftet. Beim Hefter» wird also aus den Einzelbogen der sogenannte Buchblock, d. h. ein Buch ohne Einband. Der Buchblock bekommt auf der Anleimmaschine einen steifen Buchrücken. Hernach wird der Buchblock auf dem Dreischneider dreiseitig auf die vorgeschriebene Größe beschnitten.. Jetzt kann man schon blättern, im Gegensatz zur unaufgeschnittenen Broschur, die erst der Leser mit dem Papiermesser aufschlitzt. Auf der Rundmaschine wird dann der Buchrücken gerundet. Jetzt hat der Buchblock die Form, die man beim fertigen Buch in der Regel kennt. Daraus wird der Schnitt eingefärbt, gewöhnlich nur die obere Seite. Ferner wird kaptalt: das Kaptalband, meist farbig, odm langen Strang abgeschnitten, ergibt, auf den Buchbkock aufgeflebr, den Abschluß und dient heute nur noch als Zierat, während es früher beim handgebundenen Buch, vom Buchbinder geknüpft, außerdem noch eine Haltefunktion hatte. Hiernach werden die Blöcke gehülst: die Hülse dient zum Einhängen des Buchblocks in die Einbanddecke. Ein anderer Arbeitsvorgang in der Buchbinderei dient der Herstellung der Buchdecke. Diese besteht aus drei Pappteilen, zwei Deckeln und einem Rückenteil: dazu kommt der Einbandstoff. Auf der Deckenmaschine wird Leim auf den -Einbandstoff aufgetragen, der bann über ein Transportband zu den an bie Maschine angeschlossenen Arbeitstischen gelangt. Hier werben bie angeschmierten Stücke des Einbanbstoffes abgenommen und mit der Leimseite nach oben aufgelegt. Jetzt werden bie geschnittenen Buchdeckel unb bie Rückeneinlage angeklebt unb ber überstehende Rand des Einbandstoffes eingeschlagen. Die fertige Decke wird bann bedruckt, wofür es verschiedene Verfahren gibt. Jetzt hat. das Buch sein Gesicht, den Titel und, gegebenenfalls, auch die Rückenbeschriftung. Der Rücken der Decke muß noch einmal auf einer Spezialmaschine gerundet werden. Nun kann man die fertigen Buchblöcke in die gerundeten und bedruckten Decken einlegen und festkleben. Sie werden hierauf zunächst in einer kleineren Spindelpresse vorgepreßt, danach in der sog. Schlagpresse bis zur völligen Durchtrocknung des Bandes gepreßt. Damit ist der langwierige Produktionsgang beendet, das Buch ist fertig. Die Bände werden dann aus der Presse genommen und auf mögliche Mängel durchgesehen, die etwa in Gestalt von zusammengeklebte»? Schnitt oder Bindefehlern erscheinen können. Die solcherart beanstandeten Bücher gehen als Remittenden oder „Krebse" in den Betrieb zurück und werden hier ausgebessert. Es wird dem Laien, der in Kriegszeiten gelegentlich ein „verbundenes" Exemplar in bie Hanb bekommt (bei bem eine Anzahl Seiten fehlen ober hoppelt vorkommen) interessant fein zu erfahren, daß derartige Mängel so restlos beseitigt werden Formen, daß man bem ausgebesserten Banbe nichts anmerkt, mag es sich babei um eine einzelne fehlerhafte Seite ober um einen ganzen Bogen handeln. Zuletzt werben bie fertigen Bücher eingeschlagen unb gelangen aus ber Buchbinberei ins Auslieferungslager. Von hier aus erfolgt ber Verfanb in Einzelstücken ober, was bie Regel ist, in Kisten- fenbungen an ben Kommissionär, unb von bort aus an ben Buchhandel (Sortiment). —y— unserem Endziel Fronhausen zu gelangen. Gesamtdauer der genußreichen Wanderung 5 Stunden. Bieber — Haina — Dicke Eiche — Bubenrod — Bieder. Eine schöne Wanderung von knapp 3 Stunden ist die folgende: Wir benutzen bie Biebertalbahn bis zum Enbziel. Mitten im Ort, wo sich ber Weg teilt, schlagen wir ben zur Linken ein, ebenso eine kleine Weile später unb gelangen so auf guter Straße an bem stattlichen Gutshof Haina unb später an bem anmutig gelegenen Forsthaus Haina vorüber zum Walb. Hier treffen wir alsbalb schwarze- Dreiecke, bie von Kinzenbach kommen unb uns in bas liebliche Schwalbenbachtal führen. Mitten im Tal weifen uns ein Schilb unb ein weißer Strich hinauf zur bicken Eiche. Der Baum, ber trotz feiner 1000 Jahre immer noch grünt, hat einen Umfang von etwa 10 Meter; feine Hauptäste werben von Eisenklammern zusammengehalten. Von hier leiten uns gelbe Striche nach Hof Bubenrob, beffen Wirtschaft vor einigen Jahren eingegangen ist. Kurz vorher stoßen wir roieber auf bas schwarze Dreieck, das uns burch bas Anwesen führt unb uns zunächst in bas Tal unb später roieber zur Höhe auf bie Königsberger Straße bringt. An biefer Stelle genießen wir eine prächtige Ausschau auf ben Düns- berg mit ben benachbarten Höhen unb Königsberg. Wir verlassen jetzt bas seitherige Wegzeichen unb folgen gelben Kreuzen, bie uns burch Felb unb Walb, immer mit reizenben Blicken nach Bieber zurückbringen. 2883 V ALT-EX Telephon-Nr. 2912 Liebigstraße 16 2356 D Der Direktor: Tielmann Trotze Absatzveranstaltung Uhr, 1658A Aufnahme in die '511D GEBR. CHEMISCHE A sbildungskurs f. jg. Mädchen als techn. Zeichnerinnen In Gießen: Seltersweg 63 1 >u trocken ^geraten! i - I I REICHSPOST DEUTSCHE iffffimMtffHffli GUNGSWERKLi JJIIIIIIIIIIII»II»IIIIIIIIIIII li IIIIIIIIIIIIIII l^i IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH HIIWIIIIIIIH H HIIN H H B it IIH WIIM MII Bl sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Bserhestrige Fachschule für a) Maschinenbau, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik: b) Hochbau, Schreiner und Maler; c) Lehrgänge für technische Zeichnerinnen. Staatliche Abschlußprüfung. Semesterbeginn: 15. März und 1 Oktober. 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Während der Ausgabetage können Anträge auf Bezugscheine nicht entgegengenommen werden. 'Auch Anträge auf Eintellerungs- scheine für Sveisekartoffeln können wegen Personalmangel nur in dringendsten fallen erledigt werden. (2898D Gienen, den 26. September 1942. . Ter Oberbürgermeister der Stadt Gienen Wirtschaftsamt. Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 I823_D/ 50 Eigenheime mit Beschreibungen, Kostenberechnungen usw. finden Sie in unserer Baumappe, Ein-, Zwei-und Mehrfamilienhäuser. Alle veröffentlichten Häuser sind ausgeführte und von uns finanzierte Bausparerheime. Gegen Voreinsendung von RM. 1.40 erhalten Sie die Mappe sowie auf besondere Anforderung kostenlos den Prospekt „Der Weg zum Eigenheim“ 28,, v Bausparkasse Mainz A.-G., Mainz Bekanntmachung. Betr.: Speisekartoffelversorgung. I. Tie bei Verteilern für den Bezug ihrer Winterkartoffeln angemeldeten Verbraucher tonnen gegen Vorlage der gelben Bezugsauswelse die ihnen zustehende Einkellerungsmenge von 200 Kilogramm (4 Zentner) ie Kovf ichon letzt in ungeteilter Lieferung beziehen. . II. Großverbraucher können auch die über den 15. Dezember 1942 benötigten Mengen ein- kellern. l28”D Gienen, den 25. September 1942. Ter Oberbürgermeister der Stadt Greben Ernährungsantt Abt. B. ... \denn Erleichterung bei CUI3^ ßeseJÜ^^1 P^/Dringt die leichte Günstigste Kaufgelegenhett für Zuchtgememden und Züchter. Sämtliche Zuchttiere sind aus Freisein auf Abortus Bang untersucht, sowie die Rinder auf Trächtigkeit. , . , . Zahlung in bar oder bestätigten Schecks. Ver- kaussoerzeichnisse gegen Voreinsendung von 1,—RM. erhältlich durch das Tierzuchtamt Giehen, Frtedrich- stratze 6. 2379 D I. Die Ausgabe der Reichsseifenkarten und der Zusatzseifenkarten für Kinder erfolgt gegen Vorlage der grauen Versonalausweue durch die Bezirksgeschäftsstellen an folgenden Tagen: 1. Ausgabetag: Montag, 28. Sevt. 1942 2. Ausgabetag: Dienstag, 8. Ausgabetag: Mittwoch, ------- 4. Ausgabetag: Tonnerstag, 1. Eftober 1942 5. Ausgabetag: Freitag, 2. Oktober 1942 Ausgabezeiten: von 8 bis 13 und von 14 ¥2 < A > BAYER y BAYERKREUZ/ Denken Sie daran, wieviele Krankheiten mit Hilfe von BAYER-Arzneimitteln geheilt wurden, wieviele Leiden gelindert! Möglichst jeden Tagl Das fördert den Haarwuchs. Richtige Massage: nicht reiben, sondern Kopfhaut mit 'Fingerspitzen hin - und herschieben, lockern! 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