Mittwoch. 26. August M2 Annahme von Anzemen ' für die Mittaasnummer bis 8V1 Ubr deSBorrnittagS Anzeig en-Preife für die Millimeter-Zetle von 22 Mllimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- jtemen und private Gelegenbeitsanzetgen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Plahvorschrist. (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr jy2. Jahrgang Nr. 200 A P **H Gießener Anzeiger von einzelnen Nummern VVM VF infolge höherer Gewalt ' ** k w „ . BaSW «sx. General-Anzeiger für Oberhessen •‘issas? - Kostow. ASTRACMH KROPOTKIN Sotschi DERBENT ychwarzes 'Kleer BAKU RATl/M LENINA KAl LMM cXsow.Hieer ^.Kertsch -= MN" KRASNODAR t^g-WOROSCHlLOWSK ARMAWIR ff* t Anapa NOWOROSSIJSK^ —- ruapsi i KUTA IS* * V Jfwra Wf°£S5^J^^^0^0DSK sch Kala -E ^rgOCaspisches ffleer RsiiaxLSfea. ■•= jL,, HW,' Heraus aus der Raumenge Mehrere Kaukafuöpäfse bezwungen hatte. Erne Reliefkarte vom Kaukasus. — (Scherl-Bilde rdienst-M.) Gebirgsstraße im Kaukasus. — (Scherl-Archrv-M.) von deutschen Vorpostenbooten am Nordausgang nichtungswillon unserer Gegner die notwendigen Waffen zur Selbstbehauptung geschmiedet werden mußten. Diese Tatsache darf jedoch nicht zu der Annahme führen, daß der Nationalsozialismus daraus verzichten wollte, die grundsätzlichen agrarpolitischen Probleme anzupacken und revolutionär durchzu- Oer Wehrmachtbencht., DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Mündung des Kuban nahmen rumänische verbände nach hartem Häuserkampf die Hafenstadt Temrjuk. Südlich des unteren Kuban wurden mehrere feindliche Gegenangriffe zerschlagen und die Sowjets im Nachstößen weiter in das Gebirge zurückgeworfen. Deutsche Gebirgs- truppen haben mehrere Pässe des westlichen Laukasusgebirges bezwungen, zum Teil im Angriff genommen. Arn 21. August, 11 Uhr vormittags, hißte eine Hochgebirgsgruppe auf dem Elbrus (5630 m), dem höchsten Gipfel des Kau- kafusgebirges, die Reichskriegsflagge. Nordwestlich und südlich von Stalingrad gewann der Angriff trotz verzweifelter bolschewistischer Gegenwehr weiter Raum. 52 Sowjetpanzer wurden vernichtet. An der D o n - front wiesen italienische Truppen mehrere .Angriffe des Feindes zum Teil im Nahkampf ab. heftige Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe gegen das rückwärtige Gebiet des Feindes, insbesondere gegen Stalingrad, riefen in Rüstungswerken und militärischen Anlagen Großbrände und um- fangreiche Zerstörungen hervor. Auf der Wolga wurden zwei Transporter versenkt. Südwestlich Kaluga und nordwestlich Medyn scheiterten starke feindliche Angriffe. Bei Rschew stehen die deutschen Truppen in wechsel- vollen erbitterten Kämpfen mit starken feindlichen Südostwärts des Ilmensees und vor Leningrad wird nur örtliche Gefechtslätigkeit gemeldet. Deutsche Kampfflugzeuge griffen gestern den wichtigen sowjetrussischen Weihmeerhafen Archangelsk an. Starke Brände wurden beim Abflug beobachtet. In Nordafrika bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge in den letzten beiden Nächten einen britischen Flugplatz nordwestlich Kairo. Anlagen und abgestellte Flugzeuge wurden beschädigt. Bei Tageseinflügen in die befehlen WOstgebiete wurden zwei britische Flugzeuge im Luftkampf ab- geschosfen. Verbände der britischen Luftwaffe griffen in der vergangenen Nacht das Rhein-Main-Gebiet mit Spreng- und Brandbomben an. Die Zivilbevölkerung Halle Verluste. In mehreren Orten, vor allem in Wohnvierteln der Städte Frankfurt am Main und Mainz entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 16 der angreifenden Bomber ab. Die Luftwaffe bombardierte bei Tage kriegswichtige Anlagen in Südengland. Am 24. August griffen deutsche Räumboote zahlenmäßig überlegene britische Schnellboote in der K a n a l e n g e an. Ayf nächste Entfernung wurden ein Schnellboot und ein größeres Fahrzeug, dessen Typ nicht festgestellt werden konnte, versenkt. Ein weiteres Schnellboot blieb brennend liegen. Unsere Streitkräfte kehrten ohne Beschädigungen in ihren Einfahhafen zurück. In der Nacht zum 25. August wurden außerdem Ablösung in Kairo Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Berlin, 25.Aug. (DNB.) Wie das Oberkommando der Wehrmacht mttteilt, warfen die im Raum nordwestlich Krymskaja vordrmgenden rumänischen Truppen, die vor einigen Tagen Kurtschanskaja genommen hatten, die zähen Widerstand leistenden bolschewistischen Truppen weiter zurück und drangen in die an der Kuban- Mündung gelegene Hafenstadt Temriuk am Asowschen Meer ein, wo sich heftige Straßenkampfe entwickelten. Seit dem 24. August rst die Stadt fest in ihrer Hand. Die Bedeutung von Temrzuk ergibt sich einerseits aus seiner beherrschenden Lage auf der einzigen passierbaren Land'brucke, die das Ku- bangebiet mit der Taman-Halbinsel verbindet, und andererseits aus seiner wirtschaftlichen Bedeutung als Umschlagplatz für Holz und landwirtschaftliche Produkte, unter denen die Baumwolle, die ostwärts der Stadt in großem Umfange angebaut wird, eine besondere Rolle spielt. . .u ~ f( Sees, wie die jetzige britische Kronkolonie Nigeria ander Küste.Westafrikas. Das gesamte Ge- biet zwischen Libyen und dem Atlantik müsse in bas Kolonialsystem Italiens treten. Der Bau einer großen Transsaharabahn könne diese Gebiete zu einer wirtschaftlichen und verwaltungsmäßigen Einheit verbinden und Italien auf eigenem nationalen Territorium den direkten Zugang von seinen Meeren zum Ozean geben. „Mit einer solchen Revision und einem derartig grandiosen Kolonisationswerk wird Italien", so schließt Gayda, „seinen wichtigen Beitrag zur neuen Produktionsgemeinschast Europas leisten, ohne damit irgendwelche wesentliche Belange anderer Nationen zu beinträchtigen." Sie Briten säen vergeblich Zwietracht in Indien. Tokio, 25. August. (Europapreß.) Um den sich immer mehr ausbreitenden Unruhen in Indien entgegenzuwirken, machen die englischen Behörden verzweifelte Anstrengungen, die kleineren politischen Gruppen Indiens gefgen die Kongreßpartei auszu- spielen. Sie sind mit allerlei Versprechungen an die Moslem-Liga, die Hmdu-Mahasabha und die indischen Liberalen herangetreten. Aber der Versuch, die politische Organisation der rund 50 Millionen Menschen umfassenden Parias (der Unberührbaren) von der Kongreßbewegung zu trennen, tft gescheitert. Der Führer der Parias, Dr. Arnbedkar, erklärte, daß seine Organisation im gleichen Schritt und Tritt mit der Kongreßpartei vorgehe. Gandhi sei für die unterdrückten Klassen aufgetreten. Die Besuch bei einem Märchendichter. Bon Mai' Jnngnickel. Odense, so könnte eine Märchengestalt von ihm heißen, eine Seejungfrau vielleicht, ein schwarzer Schwan ober ein Sternbild im Fabelkalendcr. Aber so ist's eine Stadt auf Fünen. Hier wurde A n - dersen geboren, in dem kleinen, niedrigen Hause mit dem dumpfen Gesicht, das frierend im Winde steht und den Blick ganz nach innen gesenkt hat. Alles in diesem Hause scheint nach Brot zu suchen, selbst die Dinge, die Wände. Und doch hat das Haus wieder etwas von rasch gelungener Musik an sich. So wie ein armer, alter Musikant, der immer seine Flöte bei sich trägt. Und nun kommt die Sonne, ein voller Guß, durchs Fenster. Die Dinge im Schusterhaus hellen sich auf. Ich sehe Andersens Antlitz mit dem großen Zinken darin, sehe seine Augen, aus denen der ebene Goldgrund der Seele hervorleuchtet. Ein schüchternes, großväterliches Gesicht, dem man es ansieht, daß es immer horcht und wunderlich lächelt. Und das ganze Antlitz überkrakelt von Linien und Schrammen, als sei ein Paradiesvogel darüber gelaufen. Gleich neben dem hingeduckten Hause steht eine Halle, eine richtige Ruhmeshalle für den, der heute noch klar und versonnen in die Herzen aller Kinder der Welt hineingreift und sie verzaubert. Da steht sein Schreibtisch, der aus Kopenhagen hierher kam. So wie er ihn verlassen hat. Leuchter darauf, Tabakspfeife, Sandstreuer, Tintenfaß. Alles Dinge, die sich um ihn scharten, wenn er schrieb. Und in der Mitte des Tisches, wie eine Laune von ihm, steht altväterlich und oerftaubhfein Zylinderhut. Wie still behaglich das alles anmutet. Als ob er noch eben da war und nur mal auf einen Sprung zu den Enten ging, zum Zinnsoldaten, ober zum kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern. Als ob noch seine Gedanken über der Schreibtischplatte stehen und nun langsam verlöschen. Als habe er eben aus seinem Federkiel die bunte Seifenblase eines kleinen Märchens aufsteigen lassen. Da scheint sie noch zu schweben. O,. die Hellen Wandbilder, die da aus seinem Leben erzählen? Wie er zum erstenmal seine Heimatstadt verläßt und von seiner Mutter Abschied nimmt. Wie wundersam ist das gemalt., Da steht er vor der Postkutsche, die mit Sternen bemalt ifft Der hochaufgeschlossene, bohnenstangenlange Dichter beugt sich tief zu seiner Mutter herunter, umarmt sie. Die kleine Frau hat Mühe, sein Gesicht zu* erreichen. Das Herz schwingt tief und beglückt mit, wenn die Augen in diesen Wandbildern lesen. Und da sind seine Reitstiefel, unten wie eingeschrumpfte Kähne. Seine Reisekoffer wie zerbeulte Schubläden. Und bann kommt ein Säulenrund. Un8 da sitzt er als Plastik, dieses Kinderherz, das den Ruhm so liebte und das neben seliger Dersponnen- heit auch die Hellen Fünkchen der Ironie beherbergte. Dieses alte Märchenherz hätte sicherlich Freudensprünge gemacht, wenn es noch die eigene Ruhmeshalle in der Heimatstadt erlebt hätte. Oie Handschrift und ihre Deutung. Von Dr. K. Lutz. Von einem Mann, bet1 mit festem, sicherem Schritt, mit ungezwungenen Bewegungen und in freier Haltung ins Zimmer tritt, nehmen wir ohne weiteres an, daß er weiß, was er will. Auch der ruhige, feste Händedruck scheint auf Zuverlässigkeit und Klarheit der Persönlichkeit hinzudeuten. Menschen, die uns nur zögernd, ohne festen Druck die Hand reichen, die uns bei der Unterhaltung nicht ansehen, sondern ihre Augen unruhig hin- und herwandern lassen, halten wir für schwankend, unzuverlässig und unaufrichtig. Es gehört also ohne weiteres zur täglichen Gewohnheit, einen Menschen danach zu beurteilen, wie er sich bewegt und wie er sich gibt, denn die Erfahrung des Alltags lehrt, baß die körperlichen Bewegungen, aus denen sich das Auftreten zusammensetzt, einen Ausdruckswert haben. Auf dieser Alltagsweisheit beruht auch die Graphologie, und es ist eigentlich erstaunlich, daß sie solange um ihre Anerkennung hat kämpfen muffen. Nunmehr ist sie jedoch mit der Ernennung von Dr. habil. Rudolf Pophal zum Dozenten für Graphologie an der Universität Greifswald in bas Reich der Wissenschaft edngejogen. Allerdings hat es nun wohl auch ein Ende mit jener Ueberbemertung der Handschriftendeutung, die da glaubte, aus einer Schriftprobe allein schon Vergangenheit und Zukunft eines Menschen, Berufsneigung, Leistungsfähigkeit und womöglich noch alle seine größeren und kleineren Liebhabereien und Laster herauslesen zu können. Weil die wissenschaftliche Schriftforschung in der Schrift als dem Niederschlag der Schreibbewegung auch eine Form der persönlichen Bewegungsweise sieht, macht sie bas Studium der Bewegung nun auch zum Ausgangspunkt und zum Grundstein der Schriftdeutungslehre, wie Dr. Pophal in einem in „Forschungen und Fortschritte" erschienenen Aufsatz zeigt. Die Handschrift ist eine automatisch gewordene Willkürbewegung, in die gewisse Ausdruckszüge mit einfließen, deshalb muß man sich bei ihrer Erforschung zunächst einmal mit dem Zentrum und dem Ausgangsort dieser Willkürbemegung beschäftigen, dem Gehirn. Hier trifft, sich die Erforschung der Handschrift mit der Hirnsorschung, denn es ist natürlich außerordentlich wichtig zu wissen, welche Teile des Gehirns bei der Entstehung der Schrift beteiligt sind. Den Hirnstamm, das „Urhirn" sieht man heute als den Sih der Triebe und Instinkte, der „Tiefenperson" der modernen Psychologie an, während die Hirnrinde der Ort der Geistigkeit, also der Verstandesleistungen und der Willenfunktionen ist. Die Körperbewegungen werden nun teils vom Hirnstamm, teils von der Rinde gesteuert. Mit der sorgfältigen Entwirrung dieser beiden Bewegungsursachen in der Handschrift muß demnach die wissenschaftliche Graphologie beginnen. ♦ Es lassen sich bei den Körperbewegungen urtümliche, primitive Bewegungsformen, wie Laufen, Schwimmen, Atmen feststellen, die „Hin- und Herbewegungen" genannt werden. Ihnen steht als typisch-menschliche Bewegung die „Einzelbewegung" gegenüber. Sie wird auch im Tierreich schon an- getroffen, findet aber erst beim Menschen ihre volle Durchbildung. Die Hin- und Herbewegungen haben im, Hirnstamm, die Einzelbewegungen in der Hirnrinde ihren Ursprung. Beide aber lassen sich in der Schrift wiederfinden. Wohlgezügeltes Schriftbild, mit guter rhythmischer Gliederung, in dem weder die Hin- und Herbewegung noch die Einzelbewegungen einseitig überwiegen, beutet also auf eine glückliche Mischung von „Tiefenperson" und Geistigkeit hin. Schriften, in denen die Einzelbewegung überwiegt, in denen die Worte in Einzelbuchstaben oder kleine für sich geformte Buchstabengruppen zerfallen, deuten auf Hirnrindenmenschen, bei denen der Verstand und die Willensfunktion die Hauptrolle spielt. Ungleichmäßigkeit der Buchstabenformen wie der Schriftführung kann das Fehlen der Einzelbs- wegung und damit" das Fehlen zielbewuhten Wpl* lens bedeuten. * Wie sehr der ganze Körper auch bei der Schreibbewegung mitwirkt, das zeigen die Untersuchungen Dr. Pophals über den Grad ter „Versteifung", der als Folge verschiedenartiger Anspannung der Muskeln des Schreibarms auch in der Handschrift wiederzufinden ist. Bei allzu lockerer Bewegung-- führunä muß. man auf Mangel an Hemmungen beim Schreiber schließen, aus allzustarker Versteifung, die in der Handschrift durch eine spröde, fluß- lose unrhythmische Strichführung ihren Niederschlag findet, läßt sich wieder Mangel an Anpassungsfähigkeit und Verschlossenheit folgern. Die Versteifung der Schreibbewegung kann bis zur Verkrampfung gehen und bedeutet dann unter Umständen krankhafte Gehemmtheit. Auch der Schreibdruck spielt natürlich eine wichtige Rolle bei der Sehriftbeurtelliung. (Ec läßt sich neuerdings sogar exakt messen. Profesior Enke in Halle hat vor einiger Zeit Untersuchungen über diesen wichtigen Bestandteil der Schreibbewegungen durchgeführt und dabei zwei Hauptgruppen von Schrifttypen gefunden. Bei der einen läßt der Schreiber sofort mit dem Druck nach, wenn im Schriftzug ein Druck nicht notwendig ist, das sind meist Menschen, die sich leicht anspannen und wieder entspannen können, die also aufgeschlossen, mit elafti« Ker Einstellungsf ähigkeit dem Leben gegenübertreten, «ckriften mit gleichmäßigem Druck deuten wieder auf Beharrlichkeit hin. Ist der Druck von Anfang bis zu Ende übermäßig, ja unnatürlich stark, dann kann auch eine verkrampfte, störrische und umrach- giebige Charakterhaltung zugrunde liegen, die es dem Schreiber schwer macht, sich den veränderten Lebensumständen anzupassen. Die ersten Ergebnisse des Zusammentreffens der Graphologie mit der exakten wissenschaftlichen Forschung sind also durchaus vielversprechend für die Zukunft. (.Uni aN oci fe'i w ßiffaboi Ä ■or einigen 1 „me& Et W" o i* ""d t $ o-sW freu? f 3m -aus ihren des « rfüdten Amt jjeneraWi lmtscheft ir krziehun.S jliniftertaltH inö des Boi Wt ZU. dem xeichsmmiste lifterien ein kreiherrn v, Mrkreuz < rrn als vic Staatsakt idi «W?nf< xitdh»! m 1 der El Sin. der E larnpfspiele Sahrhunl kanzlei des Nachdem der Iugendführur ter, die $i nen hatte, e ner und i len, daß ke j gleichen Schi dies verpsli so er von l . jung mit C - vehrmocht Die kein an ei, im dritte i turchzusühre Kleine Churchi ieiner Rückkc n London mit Stabsos labt Mitte l'cht erstatte kments sche ' Das britis Herzog i Ichottland tä tin Sünder! els dritter 5 1 M heirate land. Am Nach, vluazeua in selandet. Mng muri nahmt. Durch ein ”q3oq in (j getötet. eR( j)0| ter LjÄer nei mir not ja« 'sNpeniiei »To — . tjiiner tz?? kW, -L-'ch «S'5? Theater der Universitätsstadt Gießen "<2L7",Wft5S »->-«< - 3«™»*., w Hans Thyriot. mit Blindheit und Egoismus geschlagenen Vater nahmt. * ___J__!L_ A. Möller und H. Lorenz: Bevor das Theater mit vollen Akkorden die neue Spielzeit intoniert, erleben wir eine Vorspielwoche, die uns vor teils bekannten, teils noch unbekannten, „Die Stunde mit Alexa*. die Freuden eines trauten Heims auf eine Art nahe, welche die gewünschten Erfolge zeitigt. Wenn man hinzufügt, daß Alexa ihre Privatstunden nicht nur aus Mitleid und reiner Menschenfreundlichkeit erteilt, kann auf weitere Details der Inhaltsangabe verzichtet werden: die für Lustspiele vorgeschriebene Lösung der erstaunlichen Konflikte ist zwiefach gesichert. — Churchill hat am Dienstagvormittag nach feiner Rückkehr aus Moskau und Kairo seine Arbeit in London wieder ausgenommen und Beratungen mit Stabsoffizieren aller drei Wehrmachtstelle gehabt. Mitte dieser Woche wird er dem König Be- richt erstatten. Eine frühere Einberufung des Parlaments scheint nicht geplant zu sein. Das britische Luftfahrtministerium teilt mit, daß her Herzog von Kent auf einem Dienstflug m Nord- schottland tödlich verunglückt ist. Das Flugzeug war etn Sunderland-Flugboot. Der Herzog mar 1902 als dritter Bruder des englischen Königs geboren. 1934 heiratete er Prinzessin Marina von Griechenland. * Am Nachmittag des 24. August , ist ein britisches tzluazeug infolge Motorpanne b e i »er n n ot- «-landet. Sie nus zwe. Mann bestehende Be- Atzung wurde interniert unb die Maschine beschlag- zu der alten Frau Jeuerlem, eine Einspritzung machen. Es ist schon ein Kreuz. Nie hat man Ruhe. Immer steht einer an der Tur und will etwas. Aber ich kann es nicht ändern. Du hättest keinen Arzt heiraten sollen, kleine Anna." „Ich bin recht froh darüber", sagte sie mit glücklichem Gesicht. Als er fort war, begann sie einen Brief an den Vater. Nach einer kurzen Einleitung, in der sie den hohen Stand ihrer Befriedigung beschrieb, bat sie den alten Mann, ihr Sparbuch abzuheben und das Geld an Franz Hudal zu schicken. Es war ihr eingefallen, daß sie noch etwas über dreihundert Mark besaß, die sie Franz zur Verfügung stellen tonnte. Es war ihr lieb, Martin nicht am gleichen Tag um Geld bitten zu müssen. Dann verschränkte sie ihre Hände im Nacken und sann. Es konnte noch alles gut werden, nein, es mußte gut werden. Nach all dem, was sie durchgemacht, war das Schicksal ihr dieses Zugeständnis schuldig. Und je länger sie nachdachte, desto stärker wuchs in ihr die Gewißheit. Das war am Montag. Auch der Dienstag und der Mittwoch waren noch helle, ungetrübte Tage. Sie hatten den Plan einer Hochzeitsreise fallen lassen. Wozu auch? Im eigenen Heim war es viel schöner Drei unbeschreibliche Tage. Martin war der liebste und beste Mensch und der zärtlichste Liebhaber, den eine Frau sich wünschen konnte. Alles Gewesene verblaßte, wenn man in Martins Armen lag. Nein, gegen die letzten drei Tage war nichts einzuwenden. Der Umschwung begann erst am vierten. Und zwar mit der Purgstaller. Ern kleiner Zusammenstoß, ein wenig Krach, gar nicht der Rede wert, und schon kam die Lawine ins Rollen. Es handelte sich um die Wäsche: die Hausdame wollte sie nach auswärts geben, Anna war dafür, sie selbst zu waschen. Wo.^u hatte man eine Waschküche, wozu Personal? Man konnte, wenn Not am Mann mar, selber zugreifen. (Fortsetzung folgt. überwiegend heiteren und leichtgeschürzten Stücken versammelt, gewissermaßen um den Besucher nach der sommerlichen Entwöhnung appetitanregend und vorerst unbeschwert auf die kommenden Dinge oor- zubereiten. Eines dieser schwerelosen Stücke, dreiaktiges Lustspiel der bekannten Firma Möller und Lorenz, nennt sich „Die Stunde mit Alexa" oder, wie wir hsnzufügen dürfen, die Bekehrung zur Häuslichkeit. Bekehrt wird Herr Dreßler, ein sich noch jugendlich fühlender, verwitweter Papa, der es sich in den Kopf gefetzt hat und sein egoistisches Vergnügen darin findet, der Manager seiner Tochter zu sein. Sie ist eine mit großen Erfolgen begabte Eisläuferin, er reift mit ihr von Hotel zu Hotel, hat auch seinerseits hübsche Erfolge — nicht auf dem Eise, sondern bei den Frauen, über die er Tagebuch führt, der muntere Witwer — und kommt gar nicht auf die Idee, daß feine Evelin außer ihren Schlittschuhen etwa noch ein liebebedürftiges Gemüt besitzen könnte. Hat sie aber; heiratet hinter Papas Rücken den Bildhauer Harald. Die Flitterwochen spielen sich in kärglichen Abendstunden im Atelier ab, da sich Papa zwar als Mäzen erweist, die jungen Eheleute aber nicht die Zivil kourage aufbringen, ihm zu offenbaren, daß es Harald diesmal weniger um ein Modell als um eine Frau zu tun war. So ist das Leben. Ein Glück, daß Harald eine wirklich freundschaftliche Kollegin hat, die das nicht Meisterabend froher Unterhaltung mit Rudi Schuricke. Die fröhliche Veranstaltung, die die NSG- „Kraft durch Freude" gestern abend in der Neuen Aula der Universität brachte, verdient ihren Titel vollauf. Alle mitwirkenden Künstler waren Meister ihres Faches. Kein Wunder, daß der große Raum bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es galt, aus Rundfunk und Schallplatte bestens bekannten und beliebten Musik-, Gesangs- und Vortragsstücken zu lauschen. Dabei war das Gesamtprogramm fast ganz auf eine Linie der seligen fröhlichen Liebessehn- sucht abgeftimmt. Hans Busch mit feiner Kapelle schuf die beschwingte Stimmung mit Operettenweisen und eigenen Kompositionen. Jeder einzelne seiner Musiker wirkte in der sicheren Beherrschung seines Instrumentes mit zur erfolgreichen klanglichen Gesamtwirkung. Hans Busch selbst stand seiner Kapelle mit der Geige vor, dieser besonders im zartesten Piano die einschmeichelndsten Töne entlockend. Dann unterbrach er sich wieder, um dirigierend die Kapelle mitzureißen. Griff er dann wieder zum Instrument, so entstand der Eindruck, als ob er die Weise sozusagen aus der Luft auffinge und auf den Saiten' weitertrage. Im Wiegenlied von Schubert erwies er sich als der feinfühlige, vollendete Beherrscher der Violine. Maria von Schmedes, schon bei ihrem Auftreten mit Beifall freundlichst begrüßt, sang zuerst allerliebst zwei niedliche Liedchen: „Und ich ging durch die Straßen und sah mir alles an" und die Geschichte vorn „Engel mit seinem himmlischen Lied". Rudi Schuricke konnte sicher als J)er Liebling des Abends angesprochen werden. Schon die Nennung seines Namens löste stürmischen Beifall aus als Gruß aus freundlichem Gedenken für fein vorjähriges Auftreten in Gießen und als Zeichen feiner Volkstümlichkeit. Er verdiente sich im Laufe des Abends noch viel Beifall mit feiner geschmeidigen Tenorstimme und all seinen lieben Liedern, die er mit der verbindlich-liebenswürdigen Art seines Auftretens darbot, sei es nun „Maria Maba- lena", „Abends in der Taverne", „Hörst du mein heimliches Rufen", „Heimat, deine Sterne" ober „Komm zurück" u. a. Er schloß seine Darbietungen mit „Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende", von ihm wohl selbst als die buchstäbliche Zusammenfassung des stimmungsfrohen Abends gemeint. Maria von Schmedes übertraf sich bei ihrem zweiten Auftreten mit jedem neuen Liedchen. „Hein Mück aus Bremerhaven" mußte sich mitten im Lied Beifall gefallen lassen. Ganz köstlich gestaltet war das „Lied eines kleinen Jungen in den Flegeljahren". Und das vorn Volkskonzert her bekannte „Auf Posten in einsamer Nacht" erfuhr Dr. Brüggers P atientin Roman von Walter Klöpffer w. Fortsetzung. (Nachdruck -erboten.) ..Was haben Sie denn. fiert Anrainer?" fragte bie Purgstaller erschrocken. „Ist s Ihnen nicht wohl. Asthma?" Aber nein. Das sind doch die Atemübungen, bie feie mir vor jeder Mahlzeit verordnet haben. „Ach ja", murmelte sie und verbiß das Lachem Denn Anrainer hatte vorhin rote etn nach Lust schnappender Karpfen ausgesehen. So — und jetzt kann's losgehen", stellte An- tainer zufrieden fest und machte sich gletchtalls über das Essen her. „Mahlzeit. 12. Als Helmreich und Hudal zur Bahn gerächt waren, übernahm Anna die Zugel detz Haushalts. Das begann damit, daß sie das. ganze Anroesen vom Keller bis zum Dach durchstöberte, ^llaugtg und mit vor Staunen gerunzelter Sttrndurchwan berte sie die einzelnen Raume und nahm gewtsier- maßen endgültig Besitz von den Dingen. Alles war weit prächtiger und gediegener, al. J .. ihren ausschweifendsten Traumen ausgemalt hatte. Kunstsinn und eine offene Börse » f um Werk gewesen und hatten all diese -Wobei, Teppiche, Bilder und Ditrinenschatze zusarnmenge- I tragen. Anna, aus kleinen Verhältnissen kommend, aber sich rasch in die verbesserte Lage schickend, sir^lt voll innerer Bewegung einen ^n9e[^enn1lf_^n^' dessen matte Käst cm ienb räume behaglich aufglanzte, ober fie entfaltete mit Herzklopfen einesberba. maftenen Tischtücher indem sie das wetße Unge, tüm wie ein Banner knatternd tn den Raum schien >erte. Anna war mcht materiell, o nein, aber 1 Aus der Siadi Gießen. Einzug in die Schule. Seit 1941 ist in der Aufnahmezeit der AB^.- Schützen in die Schule in vielen Teilen Deutschlands eine Aenderung eingetreten. Der Brauch, die ( Kinder erst nach den Sommerserien in die Schule z aufzunehmen, stammt aus dem südlichen Deutsch- , land, hauptsächlich aus Oesterreich. Nun hat man , alle wesentlichen Gesichtspunkte von der erzieherl- j schen und von der ärztlichen Seite genau geprüft , und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß zu Beginn des Herbstes der beste Zeitpunkt ist, die Kin- < der der Schule zuzuführen. Und so kommen in diesen Tagen Tausende und , aber Tausende von sechsjährigen Puben und Mädchen, geführt von der sorgenden Mutterhand, um ! in der Schule eine zweite Heimat zu finden. Acht Jahre lang sollen sie nun Tag für Tag eine ge- i wisse Arbeit leisten, allerlei lernen, sich bilden und in der Gemeinschaft mit ihren Kameraden leben. Die Kinder kommen ohne Furcht, mit frohen Gesichtern. Sie wissen, daß die Sache mit dem bösen ' Lehrer ein Märchen ist. Gern und willig folgen sie ihrer Mutter in den Schulsaal. Mit hellen, neugierigen Augen mustern fie ihre Kameraden, die Bilder an der Wand, die großen Tafeln, die Bänke. Wenn dann der Lehrer oder die Lehrerin hereinkommt, klopft ihnen vielleicht ihr kleines Herz. Aber schon der freundliche Gruß, der nun erklingt, nimmt jedes Angstgefühl. Stehen doch auch auf dem Pult schöne Blumensträuße, auch die Bilder an der Wand sind von größeren Schülern entsprechend geschmückt worden. Das Ganze ist eine kleine Feier. Wenn dann die Mütter gegangen sind und der Lehrer den Geigenkasten, aufmacht, damit die Kleinen ein Lied singen, wenn eine Geschichte erzählt wird, ober gar zum Schluß jedes Kind ein Geschenk erhält, dann ist die Freude groß. In vielen Gemeinben gab es Brezeln oder Sternwecke, in der Stadt meistens Zuckertüten. Das fällt jetzt im. Krieg wohl weg. Dafür wird aber Obst oder sonst eine Kleinigkeit gereicht. Das Kind steht nun einmal im Mittelpunkt dieses Tages, und es ist ja auch ein wichtiger Lebensabschnitt, der nun beginnt. Auch zu Hause wird man den Tag entsprechend ve- empfand doch einen neuartigen Genuß dabei, fast eine Sensation, all diese Büfett- und Kredenztüren aufzuschlagen und bie Stöße ber Fayenceteller, bie Stapel ber Schüsseln unb Terrinen, die Saucieren. Kannen und Tassen durchzumustern und auf Sprünge ober abgestoßene Ecken zu untersuchen. Ich will alles in Ehren halten — gelobte sie sich —, ich will seinen, nein, unseren Besitz getreulich verwalten, wie es einer guten Hausfrau zukornrnt. — In der Küche bewunderte sie Rests funkelndes Kupfergeschirr, das nie benutzt, aber Woche für Woche geputzt, bie Wände zierte. Mit ein paar Ahs unb Ohs gewann sie ber Köchin Herz, bie hochrot unb verlegen hinter bem Herbe ftanb. Die Sympathie Zenzis flog ihr gleichfalls ohne besonderen Aufwand zu. Auch Hingerl, ber Eremit, würbe por- stchtig aufgesucht. Er entschied sich nach bieser benk- würdigen Unterredung für wohlwollende Neutral,- tat. Nur bie Hausbame war nicht aus ihrer Reserve herauszulocken. Sie lief ftänbig mit einem beleidigten Gesicht herum, gab knapve Antworten unb war von Unterwerfung weit entfernt. Na, warte, du — dachte Anna erbost, lächelte süß wie Farinzucker unb tat, als ob' sie nichts be= merkte. Trotzdem mußte sie zugeben, daß bie Purgstaller alles gut instand gehalten hatte. Die Posüion der Hausdame war jetzt so schief, wie fie nur Jein kannte. Sie kam. sich denn auch ziemlich überflüssig vor. Nachmittags, als Brügger von feiner Besuchstour zurückkehrte, bat ihn Anna, fie in bie Geheim- niste von Buchführung und Kartothek einzuwechen. Er unterzog sich dieser Aufgabe mit Humor und duldsamer Nachsicht, als sich Annas totale Unwissenheit in diesen Disziplinen offenbarte. „Hast du denn so etwas nie gemacht?" forschte er mit hochgezogenen Augenbrauen. „Nie. Warum auch? Eine kleine Lehrerin hat keine Schätze zu verwalten." . . , . „ „Natürlich. Verzeih', daß ich so töricht fragte. Einmal mußte die Hausdame zugezogen werden, um einen strittigen Punkt zu klären. Ihr Deneh- Unter Herrn Zeppenfelds Regie entfaltete sich ein mildtemperiertes Sommertheater mit deutlich pointierter Konversation und einem in ironischer Stimmung schwelgenden Schäferstündchen bei Alexa unb künstlicher Nachtigallenbegleitung. Herr L ö f f- ler hatte mit laubiger Hanb bie gemütliche Haus- lichkeit um bie drei schmächtigen Akte errichtet. — Renate Freihen als bas Fräulein Alexa sah apart aus und entledigte sich ihres luftspielmäßigen 'Auftrages im Stile einer eleganten Salonbame. ohne bie warmen Töne hilfsbereiter Kameradschaft und auch persönlich beteiligten Gefühls vermissen zu lassen. Ihr humorvoller und galanter Kavalier war Herr Ludwig, ber unschwer bekehrte Papa mit der Leporellolifte. Das von heftigen Temperamentsausbrüchen bewegte, vorschnell vermählte Ehepaar machteni Anja Rau und Herr Schmidt so glaubhaft wie möglich. Herr V o 1 ck, herzhaft Beistand leistend unb als Nachtigall kupplerisch flötenb, Käte Jaenicke als hamburgisches Hausmäbchen unb Herr Seitz als Sekretär vervollständigten bas gen finden nicht mehr statt. Die nächsten Einberufungen finden voraussichtlich Anfang und Mitte 1943 statt. Auskünfte erteilen bie Wehrbezirkskommandos. Keine Beschäftigung von Ausländern ohne Genehmigung des Arbeitsamtes. LPD. Die Pressestelle der Landesarbeitsamtes Hessen teilt mit: In der letzten Zeit ist es vorgekommen, daß ausländische Arbeitskräfte von betrieben ober Haushalten ohne Genehmigung des Arbeitsamts eingestellt ober beschäftigt worben sind. Dies ist nach den geltenden Arbeitseinsatzregelungen unzulässig. Eine beliebige Einstellung ober Beschäftigung von Ausländern würde Arbeitsvertragsbrüche begünstigen und damit den gesamten Arbeitseinsatz schädigen. Es wird allen Betriebsführern unb Haushaltungsvorstänben dringend empfohlen, sich genau an diese Vorschriften zu halten, da sie sonst mit strenger Bestrafung zu rechnen haben. Auguste Prasch-Srevenbergs 88. Geburtstag. Die Schauspielerin Auguste Präsch-Greo ende rg, die feit anderthalb Jahren im Emrny-Gö- ring-stift in Weimar lebt, beging dieser Tage in erstaunlicher Frische ihren 8 8. Geburtstag. Vor zwei Jahren, also mit 86, hat sie noch auf ber Bühne gestanden. Frau Prasch-Grevenberg, die 1854 als Tochter eines bekannten Sängerehepaares geboren wurde, gehörte jahrzehntelang dem berühmten Ensemble der Meininger an unb wirkte später in Weimar unb Berlin. Als Mutter des früheren Gießener Intendanten Dr. Rolf Prusch, ist sie während dessen hiesiger Tätigkeit in zahlreichen Gastspielen, in ernsten und heiteren Rollen, bei uns aufgetreten unb hat sich, auch als Lehrerin junger Schauspieltalente, einen großen Verehrerkreis ge- chaffen. Frau Prasch-Grevenberg ist auch vor wenigen Jahren noch beim Film tätig gewesen; sie pielte, wie manche sich vielleicht erinnern werden, in dem Film „Das unsterbliche Herz" bie Mutter des Nürnberger Uhrmachers Peter Henlein. Siebener Schlachtviehmarkt. Auf bem gestrigen Gießener Schlachtvieh markt (Schlachtvieh-Vertei'lungsmarkt) in ber Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 37 bis 48 Rpf., Bullen 26 dis 42, Kühe 16 bis 46, Färsen 37,5 bis 47, Kälber 30 bis 57, Schafe 33 Rpf. je Yi kg Lebenbgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25 RM., hl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,2-5, c (90 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 89,5 kg) 1,15, e bis f (unter 80 kg) ' 1,11, gl (fette Speckfauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. verduukelungszeik: 26. August von 21.25 dis 5.53 Uhr._________ legcnmarngen Ereignisse böten den Panas eine nzigarttge Gelegenheit, ihre Ziele zu verwirk, ichen. .Nun ist.der Vizekönig Lord Linlithgow ins» geheim an den Führer der mohammedanischen Rot- hemdenbeweggng in ber Nordwest-Grenzprovinz . Ibbul ©baffer Khan, herangetreten, um ihn ! der Äongreßbewegung abspenstig zu machen. Er \ (pll ihm die Errichtung eines mohammedanischen ' Staates in Nordwestindien vorgeschlagen haben, ' dessen Thron der Khan besteigen sollte. Abdul 1 Raffer Khan gilt als einer der treuesten unb streit- ! larften Anhänger Gandhis, so daß die britischen ' Inträge bei ihm kaum auf fruchtbaren Boden fal- 1 lm dürften. !eahy — der Mann Roosevelts. L i f f a b o n , 25. Aug. (Europapreß.) Der frühere VSA.-Botschafter in Paris, Admiral Leahy, der oor einigen Wochen nach Washington zurückberufen unb seitdem bie rechte Hand Roosevelts ist, gewinnt immer mehr an Einfluß. Man sieht in ihm den künftigen Leiter der gemeinsamen Strategie der Illiierten. Er führt bereits den Vorsitz bei allen Sitzungen nicht nur ber USA.-Generalftabschefs, sondern auch der der Alliierten. In Washington rechnet man mit der baldigen Schaffung eines einheitlichen Oberkommandos der alliierten See-, Land- und Luftstreitkräfte. Aus dem Reich. Vas Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz für General von Sablenz. Im Haus der Flieger fand ein Staatsakt zu Ehren des auf dem Felde der Ehre tödlich oerun- Äückten Amtschefs im Reichsluftfahrtministerium Generalmajor Freiherr von Gab lenz, des Imtschefs im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, SA.-Oberführers jlinifterialbireftor Prof. Dr. Carl Krümmel unb des Bordfunkers Oberfeldwebel Hans K 1 a e r statt, zu dem sich Generalfeldmarschall Milch und Aeichsminister Rust mit den Amtschefs ihrer Mi- nifterien eingefunden hatten. Dem Generalmajor Freiherrn von Gablenz wurde vom Führer das Kitterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern als viertem Deutschen verliehen. Nach dem Staatsakt wurde General Freiherr .von Gablenz mit militärischen Ehren auf dem Jnvalidenfriedhof bei- ersetzt. Professor Krümmel wurde auf bem Walb- stied'hof in Dahlem bestattet. Eröffnung der Gommerkampfspiele der HI. An. der Cröffnungskundgebung der 6. Sornmer- tampfspiele der HI. in der Breslauer Jahrhunderthalle nahm auch der Chef der Kanzlei des Führers, Reichsleiter B o u h 1 e r, teil. Nachdem der Chef des Hauptamtes II ber Reichs- jiigendführung, Obergebietsführer Dr. Schlünder, die Verpflichtung der Teilnehmer vorgenommen hatte, erinnerte Reichssportführer v. Tscham- mer unb Osten die Jugend stets daran zu denken, daß kein Volk der Welt seiner Jugend den gleichen Schutz zuteil werden lasse, wie das deutsche. Dies verpflichte aber zum vollen Einsatz, überall IDO er von der Jugend gefordert werde, müsse Lei- stung mit Charakter vereint werden. Der deutschen Wehrmacht sei es zu danken, daß Deutschland — Vie kein anderes Land der Welt — in der Lage fei, im dritten Kriegsjahr eine solche Veranstaltung durchzuführen. Kleine politische Nachrichten. gehen. Es tauchen an solchen Tagen manchmal -ernfte Fragen auf. Die Mütter wissen nicht so recht, ob ihr Kind auch gut mitkommt, ob es sich mit den andern Kindern verträgt, ob es leicht auffaßt unb vieles andere. Doch das sind vorläufig noch unnütze Sorgen. Denken wir lieber an unsere liebe Jugend, die nun erwartungsvoll oor dem Lehrer sitzt und der Dinge harrt, die da kommen sollen. Das erste Band der neuen Gemeinschaft, der kommenden Kameradschaft, ist nun geschlungen ... Es löst sich das Kind in diesen Tagen langsam aus der sorgenden Mutterhand unb kommt nun in bie etwas härtere Hand seiner Kameraden und seines Lehrers. Das Sicheinsügen klappt in der Schule viel besser als zu Hause, besonders wenn es sich um das einzige Kind handelt. Bei 50 und mehr Kindern ist es kaum möglich, daß sich ein einzelnes Kind eigenwillig durchsetzt, am wenigsten ein verwöhntes Mutterkind. Eins wird nun allen Kindern zuteil, auch denen, die in den ersten Jahren ängstlich behütet wunden, das ist die Kameradschaft, die Gemeinschaft, in der sie nun leben. —h. Don der Ludwigs-Universität. Dr. med. habil. August R 0 thmann wurde unter Zuweisung an die Medizinische Fakultät ber Universität Gießen zum Dozenten für bas Fach Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie ernannt. Dozent Dr. Rothmann bat an den Universitäten Gießen unb Frankfurt a