Harte Angriffskämpfe im Nor-abschnitt japanische Besetzung der Andamanen Oer Wehrmachtbericht. DM. Aus dem Führerhaupkquartler, 25. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Kertsch wurden erneute Angriffe stärkerer Kräfte des Feindes abgewiesen. 3m Donezgebiet scheiterten die andauernden stärkeren Angriffe des Feindes an der Abwehr deutscher und rumänischer Truppen. Bei den erfolgreichen örtlichen Angriffen deutscher Truppen an der Front ostwärts Charkow erlitt der Gegner hohe Verluste an Menschen und Material. 3m nördlichen Frontabschnitt haben Verbände des Heeres und der Waffen-^ in mehrtägigen horten Angriffskämpfen unter schwierigsten Gelände- und WitterungsverMtnissen den in die eigenen Stellungen eingebrochenen Feind geworfen und Gegenangriffe stärkerer Kräfte erfolgreich abgewiesen. Bei diesen Kämpfen hat sich die ff-poli- zeidivision besonders ausgezeichnet. 3n allen Abschnitten griffen Verbände der Luftwaffe wirksam in die Lrdkämpfe ein. 3m Hasen von Murmansk gelang es bei CufL angrifsen, ein größeres Handelsschiff sowie Kai- Anlagen erheblich zu beschädigen. Deutsche 3äger schossen im hohen Norden sieben 3agdflug- zeuge des Musters hurricane und ein sowjetisches Flugzeug ab. (Eine 3agdstafsel desitalienifchenLxpedi- Sotto, 26.März. (DRV.) wie das Kaiserliche Hauptquartier mitteilt, führten japanische Armee und Marinestreitkräfle in der Morgendämmerung des 23. März eine überraschende Landung in Port Blair auf der 3nsel Süd-Andaman durch. Die dort stehenden britischen Truppen haben, die Zwecklosig- teil eines Widerstandes einsehend, bedingungslos kapituliert. t i o n s k o r p s hat sich an der Ostfront als Begleitschuh deutscher 3agdflugzeuge besonders bewährt. Die 20. Panzerdivision hat in mehrwöchigen schweren Abwehrkämpfen im Osten über 140 zum Teil überlegene und von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewehrt und hierbei insgesamt 65 Panzer vernichtet. 3n Nordafrika geringe beiderseitige Späfj- trupptätigkeit. Schiffsziele des Hafens La Valetta auf Malta wurden am Tage in rollendem Einsatz erfolgreich bombardiert, hierbei erhielt ein Kreuzer mittschiffs einen Bombentreffer, während andere Bombeneinschläge in unmittelbarer Nähe von zwei Handelsschiffen sowie in Dockanlagen und im Arsenal beobachtet wurden, weitere Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze der 3nsel. Begleitende 3äger brachten zwei britische Flugzeuge zum Absturz. An der Südküste'Englands belegten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht die Häfen von Portland und Weymouth mit Bomben. Mehrere militärische Ziele wurden schwer getroffen. Bei wirkungslosen Angriffsversuchen eines gemischten britischen 3agd- und Bomberverbandes am Tage auf das französisch-belgische Küstengebiet verlor der Feind durch 3agdabwehr acht Flugzeuge. 3n der letzten Nacht schossen Flak und Marineartillerie zwei britische Bombet ab. Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschluss eMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/<» mehr Zwischenspiel in Abessinien Von unserem ust.-Berichterstatter. (92. Jahrgang Nr. 72 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBtld DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt FerrrsvrechanschluK 2251 Drahtanschrift: ,Mn$etge£ Postscheck 11686 Frankf./M. Ausfuhr gewonnen wird, während die meisten tropb schen Nutzpflanzen eingeführt werden müssen. Auf der Insel Süd-Andaman liegt der Hauptort der Inselgruppe Port Blair, feit 1858 britische. Strafkolonie für Indien. Oie japanischen Operationen in Burma. S ch a n g h a i, 26. März. (DNB.) Die ernste Lage der von Tschmrgking-Trupp en verteidigten burmesischen Stadt T 0 ung 0 0 wird im Tschungkmg-H.ee- resbericht zugegeben. Den an greifenden japanischen Streitkräften gelang Dienstag abertd die Umflügelung der Tschungking-Streitkräfte nördlich der Stadt. Der Flugplatz wurde besetzt. Ein feindlicher Gegenangriff wurde in heftigen Kämpfen zurückgewiesen. Japanische Kavallerie erreichte in weitausgreifender Bewegung Y e d a s h e , etwa 30 Kilometer nördlich von T 0 ung 0 0 , wodurch Toungoo von der Straße nach Mandalay ab geschnitten wurde. (Naclchruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rom, März 1942. Ist der Negus.Negesti, der „Löwe von Juda" auf dem Throne Salomons, eine tragische qder nur eine groteske Figur auf der Schaubühne des gegenwär- ttgen Geschehens? Eine bekannte Tatsache ist es, daß Halle Selassie, nachdem die italienischen Ostafrikatruppen nach heldenhaftem Widerstand Addis Abeba geräumt hatten, wieder mit Hilfe der Südafrikaner und Engländer in-die Hauptstadt Abef- iniens zurückkehrte, aber dort eine recht triste Rolle spielt. Man muß sich erinnern, daß es dem Negus gelang, mit einem prall gefüllten Sack von Maria-Theresien-s^alern Abessinien za verlassen und ich über Jerusalem nach London zu begeben, wo man ihn als Märtyrer und Helden feierte, in Göns eine Operettenrolle spielen ließ, dann aber wieder vergaß und ihn in einer Londoner Vorstadt in recht ärmlichen Verhältnissen verkümmern ließ' Nach dem Ausbruch -es jetzigen Krieges wurde Halle Selassie wieder aus der Versenkung heroorgeholt; er war plötzlich wieder der Held, nach dem angeblich das „geknechtete Abessinien glühend verlangte". So wurde der Exnegus zum Rang eines britischen Bundesgenossen erhoben und dann als Londoner Propagandafigur, reichlich mit Geldmitteln versehen, nach dem Sudan geschickt, wo er an den Grenzen Aethiopiens warten mußte, bis den Empire-Truppen der Einbruch in das Land gelang. Der Einzug Halle Selassies in Addis Abeba war aber kein triumphaler. Er mußte erkennen, daß die Briten ihn nicht aus Liebe und Gerechtigkeitsgefühl zum Bundesgenossen erkoren hatten, sondern dabei recht egoistische Ziele verfolgten. Kaum nämlich, daß die Italiener den größten Teil Abessiniens geräumt chatten, entsannen sich die Engländer, daß sie ja während des Besuches des seligen Chamberlain in Rom mit Italien einen Vertrag abgeschlossen hatten, in dem die Regierung Sr. Britischen Majestät das Ostafrikanische Kaiserreich Italiens anerkannt hatte, daß es also einen Negus Negesti als souveränen Kaiser von Aethiopien nicht mehr geben könne. Es gäbe also nur noch einen „Ras Rafari", wie der Negus vor seiner Krönung hieß, der sich unter die Aufsicht der britischen Kolonialverwaltung zu stellen habe. Auch die britische Presse vergaß plötzlich alle die wrihrauchdurchtränkten Lobeshymnen, die sie dem seines Thrones beraubten exotischen Herrscher gewidmet hatte. In der „Times" erschien z. B. ein Aufsatz, in dem die vor kurzem noch so hoch eingeschätzten abessinischen Bundesgenossen als „kraushaarige Buschmänner" bezeichnet wurden, und in dem auf Hatte Selassie gar keine Rücksicht genommen wurde. Südafrikanische Blätter und die Zeitungen in Kenia verlangten die glatte Einverleibung Abessiniens in den britischen Kolonialbesitz! ' Ganz reibungslos ist es, wie man jetzt erfährt, bei dem britischen Stimmungswechsel dem Negus gegenüber nicht abgegangen. Das britische Kommando hatte von den Abessiniern die Auslieferung aller Waffen verlangt. Einige Ras, d. h. Stammeshäuptlinge, die man gegen die Italiener aufgehetzt und bewaffnet hatte, weigerten sich, dem Befehle nachzukommen. Sie nahmen englische Soldaten, die gekommen waren, um ihnen die Waffen abzunehmen, gefangen und liehen sie füsilieren, Nnn Die Schläge, die von der deutschen und der italienischen Wehrmacht dieser Tage einem auf Malta zustrebenden und mit wichtigem Nachschub beladenen G e l e i t z u g zugefügt worden sind, waren zu gewaltig, um ganz verschwiegen werden zu können. Die Welt hat ausgehorcht, als sie aus den Wehrmachtberichten Deutschlands und Italiens von dem neuen großen Erfolge der Achse Kenntnis erhielt. Es war also London nicht mehr möglich, die Sache einfach totzuschweigen. Es mußte dazu Stellung nehmen und tat das in der Form, die uns bereits sattsam bekannt ist, man wand sich hin und her, um etwas zu sagen, aber nichts zuzugeben. „Ergebnisse sind bisher nicht eingelaufen, es ist bekannt, daß der Gegner vertrieben worden ist, ohne daß unsere Schiffe beschädigt wurden ... Die Ankunft in Malta wurde durch einen plötzlich aufkommenden Sturm verzögert, hierdurch wurde ein starker 'feindlicher Luftangriff nicht verhindert ... Ein Har^elsschstj ist gesunken." .. _ Um diese Berichterstattung gebührend würdigen zu können, muß man die Berichte des deutschen und des italienischen Oberkommandos dem Londoner Gerede gegenüberstellen: Der deutsche WehrmachtWricht vom 24. März enthielt folgendes: „Auch im Mil- telmeer wurden d^m Gegner schwere Verluste zugefügt. Im Zusammenwirken mit italienischen Lu stund Seestreitkräften gelang es der deutschen Luft- wasfe, einen auf Malta zusteuernden Geleitzug zu zerschlagen. Dabei versenkten deutsche Flugzeuge ■ ali. in drei Handelsschiffe mit etwa 18 000 BRT. und beschädigten drei weitere Handelsschiffe, einen Kreuzer und einen Zerstörer schwer." Und der italienische W.hrmach^bericht wußte zu melden: „In den Luft- und Seekämp^en im Mittelmeerraum wurden mit Sicherheit von der italienischen Luftwaffe ein britischer Kreuzer, eine Einheit, beren Typ nicht fest- gestellt werden konnte, und ein Frachter von 10 000 BRT. versenkt. Drei weitere britische Kreuzer, darunter zwei schwere, ein Zerstörer und drei weitere britische Frachter wurden beschädigt. In dem darauf folgenden Seegefecht im Golf der Syrte wurden von italienischen Seestreitkräften ein britischer Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen. Eine weitere feindliche Einheit wurde von einem italieni- fchen Unterseeboot torpediert." Angesichts dieses De- bacles ist es verständlich, daß sich Reuter in-Krämpfen windet, um die Wahrheit nicht zugeben zu müssen. Oas Seegefecht in der Syrte. R 0 m, 2-5. März. Me der italienische Wehrmachtbericht meldete, war auf den Angriff auf den Malta ansteuernden britischen Geleitzug ein Seegefecht im Golf der Syrte gefolgt, in dessen Verlauf ein briti- Vergebliche Verschleiermgsmanöver um Malta Von unserer Berliner SchrifLleitung. wird. Der nordamerikanische General Mac Arthur und sein Vertreter General Brett haben die australischen Generäle, wie Bennett, völlig in den Hintergrund geschoben. Eine besondere Befehlsgewalt der australischen Generäle besteht nicht mehr. Der Kleine Kriegsrat,der von General Mac Arthur gebildet wurde, setzt sich aus ihm und seinem Vertreter Brett zusammen. Ferner gehören ihm drei Offiziere der australischen Armee an, aber diese sind militärisch die Untergebenen Mc. Arthurs und Bretts. * Oie USA. übernehmen Sowjet-Schlachtschiffe. Tokio, 25. März. (Europapreß.) Die beiden Schlachtschiffe, die die Sowjetunion im Jahre 1938 in den Vereinigten Staaten in Auftrag gegeben hatte, sollen der nordameri- ka Nischen Flotte ein gegliedert werden, weil die Schiffsbauten in den USA. weit hinter den aufgestellten Plänen zurückgeblieben sind. Es handelt sich dabei um zwei Schlachtschiffe von je 35 000 Tonnen mit je neun 40-cm-Geschützen, die der gegenwärtige Stabschef der Sowjetflotte, Swir- noff, bei seiner Reise nach Amerika 1938 in Auftrag gab. Auf Grund der schweren amerikanischen Schiffsverluste soll man in Washington beschlossen haben, die beiden kurz vor der Vollendung stehenden Schiffe nicht abzuliefern, sondern den Auftrag zu annullieren. Das japanische Blatt „Hoch!" erklärt dazu, diese Tatsache beweise am besten, daß die amerikanische Rüstungsindustrie nicht in der Lage ist, das Aufrüstungsprogramm zu erfüllen. Oer Führer empfing König Boris von Bulgarien. DNB. Aus dem Führerhaupkquariler, 25. Wär;. Der Führer empfing am 24. Würz in feinem Hauptquartier König Boris von Bulgarien und hatte mit ihm eine lange und herzliche Aussprache. Die Besprechung verlief im Geiste der im Weltkrieg begründeten Waffenbrüderschaft und Freundschaft zwischen Deutschland und Bulgarien. Abends war König Boris Gast des Reichsministers des Auswärtigen v. R i b b e n f r 0 p in seinem Quartier. Am 25. Würz stattete König Boris dem Reichsmarschall Hermann Göring in Karin- Hall einen Besuch ab. SiehöchsteIMHmngsprobe Von Major Wölfingcr, Oberkommando des Heeres. In der Fülle der Bilder und Berichte vorn Kampf- geschehen in der gewaltigen winterlichen Abwehrschlacht im Osten spiegelt sich das Ausmaß des militärischen Erfolges der deutschen Waffen gegen einen Gegner, der mit unerhörter Zähigkeit und großer materieller Ausrüstung in diesem Winter in immer neuem Ansturm die deutsche Ostfront ins Wanken bringen wollte. Jede Stunde und jeder Tag bringt die immer neue' Bewährung jedes einzelnen deutschen S 0 l d a t e n , der in dieser Winterschlacht gegen die Sowjets steht. Soldatentum in seiner reinsten und klarsten Prägung ist in diesen Kampfwochen auf den Schlachtfeldern in der sowjetischen Schneewüste erlebt und geformt. Die Heimat hat sich aus den knappen Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht eine Vorstellung von diesem unerbittlichen Ringen gegen den Massen- sturm der Sowjets gebildet, die sie etwas ahnen läßt von der Summe an hartem, zähem Kampfes- • willen, an Opfern und äußersten Krastanstrenaun- gen, die in diesen knappen Sätzen eingeschlossen sind. In dieser Winterschlacht im Osten aber steht b e r beutsche Infanterist als erster am Feinb. Die harten Karnpfbebingungen des Winterkrieges haben wie so manche Bilber von der Front, auch das Bilb bes Infanteristen wesentlich verändert. War er uns im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres noch in Erinnerung, wie er auf den endlosen Straßen stfiub- und schweißbedeckt vorwärts drängt, wie er hemdärmelig, mit offenem Kragen, seinen Stahlhelm mit Grünzeug getarnt, feindliche Bunker, Ortschaften und Feldstellungen stürmt, so sehen wir ihn jetzt dick vermummt im weiten Mantel, den Kragen hochgeschlagen, den Kopfscbützer überzogen, zum Teil mit Pelzmütze, Schneeyemd und Ueberschuhen bekleidet, in seinem schneeverwehrten Deckungsloch liegen, lieber weite, öde Schneefelder geht sein Blick hinüber zum Feind. Noch entschlossener, noch härter sind seine Gesichtszüge geworden. Fast scheint es uns, als hätte erst der russische Mater in dem deutschen Infanteristen jene Kräfte geweckt, die dem Frontsoldaten die letzte eiserne und unerbittliche Standhaftigkeit verleihen. . Wenn etwas in der Lage war, unsere tiefe Bewunderung vor den Leistungen unserer Infanterie noch zu steigern, so ist es dieser russische Winter k r i e g mit all seinen klimatischen und kamps- * Die durch ihre Lage am Ostrande des Golfs von Bengalen seestrategisch äußerst bedeutsamen, zu Britisch-Jndien gehörenden Andamanen-Jnseln bestehen au? den vier Haupttnfeln Nord-, Mittel-, Sud- und Klein-Andaman sowie etwa 200 kleineren Inseln mit insgesamt 6500 qkm. Die Bevölkerung von rund 18 000 Menschen besteht hauptsächlich aus Indern, nachdem die zwergwüchsige Urbevölkerung von den Briten bis auf wenige hundert Köpfe ausgerottet worden ist. Die Inseln sind von dichten Urwäldern bedeckt, aus denen u. a. Ebenholz für die gingen die Briten zu Repressalien über. Sie internierten den Negus in seinem Palast und hielten ihn dort als Gefangenen. Auch beschlagnahmten sie die von den Italienern ausgebauten Bergwerke, von denen der Negus behauptete, daß sie sein persönliches Eigentum seien. Erst nach langen Verhandlungen und Protesten des Bevollmächtigten des Negus in London gelang es Halle Selassie durch- zusetzen, daß das Foreign Office ihm seinen Titel als Negus Negesti wieder anerkannte. Aber bei dieser förmlichen Titelanerkennung hat es auch sein Bewenden gehabt, denn dem Negus blieb es verbotest, eine eigene Armee zu halten uhb seine „kaiserlichen" Vorrechte wurden so stark beschnitten, daß von ihnen kaum etwas mehr übrig geblieben ist. Die Nachrichten, die aus Addis Abeba an die Oeffentlichkeit bringen, sind zu dürftig, pm sich ein Urteil darüber bilden zu können, wie sich die Abessinier selbst zu diesem Herrschaftswechsel stellen. Da ihan sie ja in London zu „kraushaarigen Buschmännern" abgestempelt hat, wird man sich darüber auch keine Sorgen machen. Inzwischen rücken aber zahlreiche britische Soldaten aus Kenia und aus Südafrika in Abessinien ein und lassen sich dort häuslich nieder. Der Negus hat anscheinend als Londoner Marionette ausgespielt, und so läßt man ihn denn jetzt allmählich fallen. Natürlich ist das, zukünftige Schicksal Abessiniens noch lange nicht entschieden. Die Abessinier selbst erkennest jetzterft durch den krassen Gegensatz in wachsendem Umfang die Kultursegnungen, die ihnen das faschistische Italien gebracht hat. So gab es früher keine geschriebenen Gesetze. Das herrschende, auf einem barbarischen Brauchtum fußende Recht, war ein Recht der Vergeltung bzw. der Zahlung von Blutgelb. Das den kolonialen Verhältnissen angepaßte italienische Strafrecht wurde in Abessinien eingeführt und den Eingeborenen das Berufungsrecht bis hinauf zum Kaiser und König in Rom eingeräumt. (Ein gehöre* nen-Schulen wurden im ganzen Lande eingerichtet. Krankenhäuser wurden gegründet, in denen tüchtige und landeskundige Aerzte die Seuchen bekämpften. Die in Abissinien weit verbreitete Lepra wurde durch Absonderung der vom Aussatz Befallenen eingeengt. In den größeren Städten erschienen Zeitungen in italienischer Sprache wie auch in der der Amhara- und der Galla-Stämme, die zahlreiche Leser fanden. Vor allem aber hatten die Italiener das Vertrauen der Bevölkerung durch ihre unparteiischen und freundlichen Verwaltungsmethoden gefunden, die sich von der hochmütigen und skrupellosen Art der Briten gegenüber den (Eingeborenen stark unterschieden. Keinesfalls fühlen sich die Abessinier als ein durch die Briten von einer Fremdherrschaft befreites Volk. Sie fpuren es deutlich, daß sie wieder nur ein Ob- jetzt rücksichtsloser britischer imperialer Politik geworden sind. Auch der Negus Halle Selassie wird, nachdem er sich wieder auf den Thron des großen Menelik setzen durste, kaum seine Enttäuschung verbergen können. Er muß sich für die Kriegsdauer mit der Rolle eines Hellsten von Londons Gnaden begnügen, mit der Gewißheit allerdings, daß mit dem Sieg der Achse sein Zwischenspiel in Abessinien beendet sein wird, was für das abessinische Volk und Land endlich Riche und friedliche Wohlfahrt verbürgt. scher Kreuzer und zwei Zerstörer von italienischen Seestreitkräften getroffen und eine weitere feindliche Einheit von einem italienischen U-Boot torpediert worden war. Nach ergänzenden Berichten italienischer Blätter hatte eine aus drei Kreuzern und vier Zerstörern bestehende italienische Flottenibioision den Feind, der sich bis dahin hart an der nordafrikani- sschen Küste gehalten hatte, am Sonntag nach 16 Uhr in der Syrte gesichtet, sie eröffnete das Feuer auf einen britischen Teilvestband, der fünf Kreuzer und zehn Zerstörer umfaßte. Die britische Formation nebelte sich ein und erwiderte das Feuer. Nach längerem Manöverieren unter fortwährendem Salvenwechsel glaubten die Engländer, die von' ihnen eskortierten Transportschiffe in Sicherheit gebracht zu haben und nun ihrerseits zum Angriff gegen die zahlenckäßig unterlegene italienische Kreuzerdivision oorgehen zu können. In diesem Augenblick erschien das italienische 35 000 Tonnen große Schlachtschiff „L i 110 r i 0" am Horizont und eröffnete mit seinen 38,1-cm-Drillingstürmen das Feuer. Die feindlichen Kreuzer zogen sich darauf unter neuer Einnebelung rasch zurück. Aus der Nebelwand stießen acht britische Zerstörer heraus und schossen 30 bis 40 Tor- ■ jos ab, die jedoch sämtlich ins Leere gingen. (Eine 12-cm-Granate eines .feindlichen Zerstörers traf einen italienischen Kreuzer und brachte ihm, ohne zu explodieren, eine Schramme bei. Dies war der einzige Treffer, den die Engländer während des langen Seegefechts verzeichneten. Das Schlachtschiff „Littorio" hatte unterdessen auf einen seindlichen Kreuzer mit einer Salve ihrer schweren Kaliber einen Volltreffer erzielt. Von dem Kreuzer erhob sich sofort eine gewaltige Flammensäule. Italienische Kreuzer trafen mindestens zwei feindliche Zerstörer. Während bes ganzen Gefechts herrschte hoher Seegang. . . Die Ueberrefte bes am 22. und 23. März von italienischen und deutschen Luft- und italienischen Flottenstreitkräften zersprengten englischen Geleitzuges wurden erneut von zwei italienischen Torpedoflugzeugen angegriffen. Zwei Kreuzer erhielten Torpedöttesfer. Einer der Kreuzer gab- sofort Schlagseite. Die australische Armee der Ur?A.-Webrmacht unterstellt. S10 ck h 01 m, 26. März. (DNB.) Die letzten englischen Zeitungsberichte aus Austtalien melden, daß das Ende der selbständigen australischen Armee herangekommen ist. Vor allem aus einer Meldung des Sonderkorrespondenten der „Daily Mail" geht hervor, daß die austtalische Armee reorganisiert und zu einem Teil der USA.-Wehrmacht gemacht a Donnerstag, 26. Htär$ (942 Gießener Anzeiger vrühlfthe Unioer ftiStstradtni 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen^Lchnlftratze 7-9 technischen Beschwerden gewesen. Was hier an stillem Heldentum, an todesmutiger Tapferkeit und Einsatzbereitschaft die langen Wintermonate hindurch von unzähligen deutschen Infanteristen geleistet wurde und noch immer geleistet wird, das kann mit Worten allein nicht ausgedrückt, noch weniger aewürdigt werden. Wie war es doch in jenen November- und Dezembertagen des Vorwinters, als zuerst tiefer Mora st und Schlamm alle Wege grundlos werden ließ, als dann tiefer Schnee und eisige Kälte alle Bewegungen hemnzte? An manchen Stellen der Front waren es taktische Gründe, die das Beziehen einer rückwärts gelegenen Stellung erforderten, um mit verkürzter Front bessere Verteidigungsmöglichkeiten für den Winter zu schaffen. Der deutsche Infanterist, der nur tm Angriffsgeist erzogen, hier einmal rückläufige Bewegungen durchführen mußte, hat in diesen Tagen wohl die härtesten Proben soldatischer Gefechtsdisziplin bestanden. In unserer Erinnerung stehen die selbsterlebten Bilder dieses Abwehrkampfes wieder auf. Da liegt an einem halbzerschossenen Gehöft eine Gruppe von sechs Infanteristen als Nachhut einer bereits nach rückwärts abgesetzten Kompanie. Ringsum krachen die Einschläge sowjetischer Artillerie, zischen die Infanteriegeschosse. Dreck spritzt auf. Ganz auf sich allein gestellt sehen sich die tapferen Sechs den von allen Seiten nachdrängenden Sowjets gegenüber. Wieder jagt der Maschinengewehrschütze einen wohlgezielten Feuerstoß in die angreifenden Wellen des Feindes. Da kommt plötzlich der erschreckte Ruf: „Ladehemmung!" Mit Pistole und Gewehr wird bis zur letzten Patrone weitergeschossen. Aber immer näher pirscht sich der Gegner in eine nur schlecht einzusehende Mulde an die Stellung heran. Der Gruppenführer läßt Handgranaten fer- »en. Auf Kommando werden sie dem bereits rräh" anstürmenden Feind entgegengeschleudert. Lautes Krachen erfüllt die Luft, dichte Rauchschwaden verhindern die Sicht. . In kurzen Sprüngen arbeitet sich die Gruppe nun von Deckung zu Deckung zurück und erreicht den schützenden Wald. Einer ist vorn geblieben. Kopfschuß! Ein zweiter Infanterist, am Arm getroffen und von den Kameraden notdürftig verbunden, hat sich mit letzter Kraft zurückgeschleppt. Der Auftrag dieser Soldaten aber ist erfüllt. Unter ihrem Schutz war es der Kompanie möglich, ihre Waffen zu neuem nachhaltigen Widerstand aufzubauen. Wir haben dieses Erlebnis zähen Verteidigungsgeistes deutscher Infanterie in der Winterschlacht nicht nur einmal gehabt. Von allen Stellten der weitgespannten Ostfront liegen die gleichen Meldungen vor, die verschieden in der Darstellung des Ablaufs des einzelnen Geschehens, doch gleich sind in der Schilderung der soldatischen Tugenden unserer Infanterie. Ein Spähtrupp ist angesetzt, um festzustellen, ob der Feind vor dem eigenen Abschnitt der Winterstellungen Angriffsvorbereitungen trifft. Unter Führung eines in drei Feldzügen kampferprobten Obergefreiten ist es den Infanteristen des Spähtrupps gelungen, unbemerkt vom Feind einen Bachsteg zu überschreiten und dadurch in den Rücken einer von den Sowjets besetzten Ortschaft zu gelangen. Starke Kräfte haben die Bolschepisten dort massiert, wie die Soldaten des Spähtrupps auf den ersten Blick erkennen. Auch Artillerie kann festgestellt werden. Nun gilt es, das wichtige Aufklärungsergebnäs rechtzeitig zurückzubringen, um den Gegner bei seinem geplanten Angriff gebührend empfangen zu können. In kurzen Einzelsprüngen, zum Teil robbend und kriechend, geht es zur Bachmulde zurück. Der Steg über das Wasser aber kann nicht mehr benutzt werden, da er vom Gegner eingesehen wird und nun direkt im Schußbereich der sowjetischen Maschinengewehre liegt. Kurz entschlossen watet der Spähtruppführer — es ist Anfang Dezember — durch das brusttiefe, eiskalte Wasser.. Ihm folgen die anderen, Maschinengewehre, Gewehre und Patronenkästen werden mit letzter Anspannung hoch gehalten, um sie vor dem feuchten Element zu schützen. Triefend naß und zitternd vor. Kälte erreichen die Infanteristen das jenseitige Ufer. Eine tiefe Quermulde nimmt sie auf und entzieht sie der Sicht des nunmehr scharf nachdrängenden Feindes. Wenige Schritte weiter findet sich ein ausgebauter Deckungsgraben, an dessen Rand der Spähtrupp trotz der Kälte und trotz der durchnäßten Uniformen alle Gewehre in Stellung bringt und mit wohlgezielten Schüssen den bereits am Bach-> arund angelangten Bolschewisten blutige Verluste beibringt. Erst dann setzen die Infanteristen den Rückmarsch zur Kompanie fort, wo sie dem Chef über das Aufklärungsergebnis Meldung erstatten, so daß die Kompanie alarmbereit chre Stellungen bezieht. Es kam die Zeit, da die Sowjets f a st täglich ihre massierten Angriffe gegen unsere Stellungen vertrugen und die Front einzurennen versuchten. Daß dies nicht gelang, und daß sich im Gegenteil die blutigen Verluste dös Feindes den ganzen Winter über bis zu einem kaum vorstellbaren Maße erhöhten, ist in erster Linie das Verdienst des deutschen Infanteristen, der . seine ihm zugewiesene Stellung mit todesmutiger Hingabe und beispielhafter Tapferkeit auch unter den widrigsten klimatischen Verhältnissen verteidigte. Welche Schwierigkeiten und Beschwernisse bot allein der Ausbau der Stellungen. Tag und Nacht arbeitete der Infanterist, unterstützt von den Pionieren,, mit Schaufel und Picke, mit Handgranate und Sprengpatrone, um sich in der steinhart gefrorenen Erde die notwendigen Deckungslöcher zu schaffen. Stunden vergingen, ehe man dem sonst so schmierigweichen, jetzt betonhart gefrorenen Boden nur ein fußtiefes Loch abringen konnte. Neben der Arbeit selbst aber durste die Sicherung des Stellungsbaus zu keiner Zeit unterbrochen werden und forderte erhöhte Wachsamkeit und stete Einsatzbereit--, schäft. Bitter kalt sind oft die Nächte draußen in den Schützenlöchern der Winterstellung, wo im besten Falle eine kleine, in die Seitenwanck eingebaute Feuerstelle etwas Wärme verbreitet. Decken und Stroh müssen dem Infanteristen helfen, um die grimmige Kälte und den schneidenden Ostwind, die von oben in das niedrige Erdloch bringen, ab zu- halten. Nur weiter rückwärts war die Möglichkeit, geräumige Zug- und Kompaniebunker mit Ofen- hefzung zu errichten, um den Streifen- und Postenablösungen, den Reserven des Zug- und Kompanieführers eine Gelegenheit zum Aufwärmen zu geben. Alles, was der vorn eingesetzte Infanterist zur leiblichen Versorgung braucht, kann nur nachts in die Stellung vorgebracht werden-. An erster Stelle aber steht dabei die Munition, die noch wichtiger ist als Essen und Trinken, noch wichtiger als K ä l t e s ch u tz u n d Feldpost. Langsam verrinnen die Stunden, die langen Nächte des russischen Winters wollen kein Ende nehmen. Mit andachtsvollem Genuß wird die Zigarette oder die Pfeife geraucht, zumal wenn der Vorrat knapp und dev Nachschub ungewiß ist. Ruhig und füll liegt die Front' zur mitternächtlichen Stunde, bis plötzlich da und dort der Lärm eines sowjetischen Angriffs aufbrandet und das Zischen der Geschosse, der Einschlag der Granaten für Stunden die Stille der Nacht ablöst. * Die Soldaten der deutschen Infanterie sind auf der Wacht. Sie haben die bisherigen Erfolge nicht leicht errungen und sich in ungeahntem Ausmaß den ihnen gestellten Aufgaben gewachsen gezeigt und sich in Stunden ernsthaftester Entscheidungen bewährt. Kampf und Opfer sind die Stationen des erfolgreichen Kampfes in der Winterschlacht an der Ostfront. Ob im Sturmangriff oder in der Abwehr, der deutsche Infanterist tut seine Pflicht. Er liegt am dichtesten am Feind, an jener Front von Eis und Schnee, die-nur die besten Soldaten brauchen kann. 1 . Jedermann soll es wissen und immer aufs neue sei es gesagt: „Ueber allem steht in seiner Leistung der deutsche Infanterist." General der Flieger Bogaisch mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 25. März. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an General der Flieger B o gats ch, General der Luftwaffe beim Oberkommando des Heeres. Er hat bereits im -Frieden die Verbände der Heeresflieger für ihre wichtige Aufgabe vorbereitet. Im Kriege hat er bei allen Operationen den Einsatz der dem Oberkommando des Heeres zugetell- ten Luftwaffenverbände geleitet. Seiner Einwirkung, Voraussicht und Tatkraft tft es zu. verdanken, daß die Ergebnisse der Luftaufklärung zu einem wertvollen zuverlässigen Führungsmittel ausgestaltet mürben und daß die dem Oberbefehlshaber des Heeres unterstehenden Flieger- und Flakartillerieverbände jederzeit den Anforderungen gerecht wurden, die an sie auch im Erdkampf gestellt werden. Leutnant Gtrelyw Berlin, 25. März. (DNB.) Der Führer verlieh, wie schon kurz gemeldet, Leutnant Strelow, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz, nachdem er ihn erst vor sechs t Tagen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet hatte. Der Reicksmarschall beglückwünschte Leutnant Strelow mit folgenden Worten: „Lieber Strelow) Ich habe mich über Ihren siegreichen Aufstieg als kühner Jagdflieger besonders gefreut und beglückwünsche Sie zu der hohen Tapferkeitsaus zeichnung. Möge Ihnen das Soldatenglück so treu bleiben wie bisher." Der jetzt 20jährige ist bisher 66mal Sieger im Luftkampf geblieben. Er ist gebürtiger Berliner, Sohn eines Volksschullehrers. Die ersten Lustsiege errang er erst an der Ostfront. Im Oktober vergangenen Jahres erhielt er den Ehrenpokal des Reichsmarschalls für besondere Leistungen im Luftkrieg. Bis zum 8. Februar hatte er 36 Sowjetflugzeuge zum Absturz gebracht. Dann begann ein geradezu kometenhafter Aufstieg, mit elf Abschüssen in zwei Tagen zeigte er seine Tapferkeit. Am 19. März könnt er mit zwei Einsätzen an einem Tage sieben bolschewistische Flugzeuge bei freier Jagd im mittleren Frontabschnitt abschießen. Auch in Tiefangriffen auf Feldflugplätze und Nachschubwege der Sowjets zeichnete er sich aus. Mit über 200 Einsätzen trägt er schon eit geraumer Zeit die Goldene Frontflugspange für agbflieger. Seit einigen Wochen führt er als jüngster Flugzeugführer seines Geschwaders eini? Jagdstaffel. Das Ritterkreuz für den Befehlshaber der Schlachtschiffe Berlin, 25. März. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Dizeädmiral Otto Ciliax, Befehlshaber der Schlachtschiffe, und Kapitän zur See Kurt HoffVizeadmiral Ciliax (links) und Kapitän zur See Kurt Hoffmann (rechts). (Scherl-Bilderdienst-M.) mann, Kommandant des Schlachtschiffes „Scharnhorst". Im Juni 1941 übernahm Vizeadmiral Ciliax als Befehlshaber der Schlachtschiffe das Kommando über die in Brest liegende deutsche Kampfgruppe, bestehend aus den Schlachtschiffen „Scharnhorst" und „Gneisenau" und dem Schweren Kreuzer „Prinz Eugen". Ihm wurde die Ausgabe gestellt, diesen Schiffsverband durch den Kanal zu führen. Er bereitete diese Unternehmung, die zu den kühnsten Taten der Seegeschichte gehört, umsichtig und mit Tatkraft vor und führte sie dann mit größtem Schneid durch. Er selbst legte dabei höchste persönliche Einsatzbereitschaft und außergewöhnliche Tapferkeit an den Tag. Kapitän zur See Kurt Hoffmann ist seit Kriegsausbruch Kommandant des Schlachtschiffes „Scharnhorst" und hat bei dem Marsch der Schlachtschiffe durch den Kanal erneut seine außerordentliche Einsatzbereitschaft und persönliche Unerschrockenheit bemtejen. Lyiileions „produkiionsgeneralstab". Stockholm, 24. März. (Europavreß.) Die Er- richtuna eines Produktionsgeneralstaoes wurde von Produktionsminister Lyttleton im.Unterhaus bekamrtgegeben. Mitglieder dieses neuen Gremiums werden außer Lyttleton selbst der bekannte Wirtschaftsfachmann Sir Walter Sagten, die stellvertretenden General st abschefs der drei Wehrmachtteile sowie die höchsten technischen Beamten der mit Produkttonsfragen befaßten Ministerien fein. Der Produktionsgeneralstab wird dem Reichsverteidigungsausschuß unterstellt. Er soll mit den anglo-amerikanischen Ausschüssen und mit den Do- minionregierungen arbeiten. Lyttleton sagte, seine Befugnisse gäben ihm die Kontrolle über die drei wichtigsten Faktoren der Produktion, nämlich Rohstoffe, Werkzeugmaschinen und Arbeiter. Das Schiffsbauprogramm der Admiralität sei insofern seiner Aufsicht unterstellt, als, die Zuteilung von Rohstoffen und Arbeitskräften ihm zustehe. In England mehren sich die Stimmen der Unzufriedenheit mit den Leistungen der britischen Rü- stungsproduktton. „Financial News" nimmt die Aeußerung des britischen Schatzkanzlers, die Ausgaben in diesem Kriegsjahr würden Englands Kriegsausgaben des Jahres 1918 über ft eigen, zum Anlaß, die Atmosphäre der Selbstgefälligkeit scharf zu kritisieren. „Wir haben", so schreibt das Blatt, „wirklich keinen Grund, mit einer Ausgabenerhöhung um ihrer selbst willen zufrieden zu fein. Ausschlaggebend ist allein die Erhöhung der Waffenproduktton, die sie in sich schließt. Und gerade nt diesem Punkte muß man befürchten, daß ein wesent« licher Teil der Ausgabensteigerung gegenüber 1918 auf größere Koften joroie viele andere Gründe zm-ückzusühren ist. Diese und andere Faktoren ein« chließlich der Möglichkeit, daß Material und Men« chenkraft weniger wirtschaftlich e i n g e- e tz t werden, sind zu beachten, bevor man Schlüffe aus bloßen Ausgabeziffern herleitet. Vor allem ist es abwegig, als Vergleichsmaßftab das Pfund heranzuziehen, da der Goldwert des Pfundes sehr viel geringer ist als vor 24 Jahren, daß höhere Ausgabenzahlen nicht notwendigerweise eine entsprechende Produktionsvermehrung einfchließen. Ein solcher Vergleich dient nur dazu, die Selbstzufriedenheit zu fordern." Cripps erste Fühlungnahme. Schanghai, 26. März. (Europapreß.) Nach der ersten Besprechung des Präsidenten des All- indischen Kongresses, A z a d, mit Stafford Cripps empfing, der indische Kongreßführer Anhänger der indischen Nationalversammlung, darunter einen Sohn Gandhis, zu internen Besprechungen über die Vorschläge der britischen Regierung. Der Führer der indischen Mohammedaner, D j i n n a h, erklärte nach seinen Besprechungen mit Cripps, er werde die britischen Vorschläge den Delegierten der Mohammedaner auf einer Sonber- tagung am Freitag bekanntgeben. Nach der Zusammenkunft mit dem Präsidenten des Allindischen Kongresses empfing Cripps noch den Gouverneur von Bengalen, den britischen Oberbefehlshaber in Indien, General Wavell, und den Kommandeur der ßuftftreitträfte in Indien zu kurzen Besprechungen. Cripps wirkliche Aufgabe. Bangkok, 25. März. (DNB.) Der indische National-Ausschuß in Bangkok erklärte im Rundfunk, die Tatsache, daß Cripps im Palast des Vizekönigs abgestiegen sei und Besprechungen mit dem Vizekönig und General Wavell abhalten werde, zeige, daß Cripps als Vertreter des britisch-bolschewistischen Imperialismus und nichtals Freund Indiens gekommen fei- Ueberraschend sei auch Cripps Bekanntmachung, er werde sich nur zwei Wochen in Indien aufhalten, weil ihn dringende Geschäfte nach London zurückrufen. Man müsse sich wundern, wie Cripps erwarte, die indische Frage in 14 Tagen zu lösen, nachdem das indische Volk fast 100 Jahre für seine Freiheit gekämpft habe. Der wirkliche Grund für Cripps' kurzen Aufenthalt liege jedoch wahrscheinlich in seiner Aeußerung, er meroe den indischen Führern die Beschlüsse des englischen Kriegskabinetts bekanntgeben, an deren Grundsätzen nichts mehr geändert werden könne. Es handle sich also in Wirklichkeit ym ein eng« lisches Diktat, das dem indischen Volke aufge- 3mungen werden solle. Cripps' wirkliche Aufgabe sei, das indische Volk in einen Krieg für den briti* scheu Imperialismus zu stürzen, der Indiens Versklavung verlängern würde. Eine Indien-Konferenz in Tokio. Tokio, 26. März. (DNB.) Vertreter der tnbi* schen Unabhängigkeitsverbände in Hongkong, Ma- laya, Thailand, Schanghai und anderen Plätzen treten am 28.3. in Tokio zu Besprechungen zusammen, in deren Verlauf konkrete Maßnahmen zur Förderung der indischen Freiheitsbewegung beschlossen werden sollen. Die Konferenz wurde vom Hauptquartier der indischen Unabhängigkeitsbewegung in Tokio ange« sichts der zugunsten der Loslösung vom britifd)en Reich rapide wachsenden Stimmung in Indien einberufen. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels versammelte Vertreter des Berliner Kulturlebens im Thronsaal des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propa- ?anda und besprach mit ihnen aktuelle Fragen des ulturellen Schaffens der Reichshauptstadt. Der Minister gab bekannt, daß er für die besonderen kulturellen Kriegsbedürfnisse der Reichshauptstadt ein Generalreferat einrichten wolle, mit dessen Leitung er den Oberregierungsrat Scherler betraut habe. * In Neapel hatte der Präsident der deutsch-italienischen Gesellschaft, Minister Pavolini, deutsche und italienische Verwundete zu einer So Übervorteilung in die Oper eingeladen. Zur Aufführung gelangte Puccinis Oper „Tosca", wobei auch Gigli ang. Der Kronprinz, der in der Uniform des Generalinspekteurs der italienischen Infanterie erschienen war, begrüßte mit dem Botschafter von Mackensen und dem deutschen Militärattache General von Rin« telen die Verwundeten einzeln. Der feurige Ofen Roman von Hans von hülfen 49. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie ging in ihr Schlafzimmer hinüber, um sich Stirn upd Schläfen mit Verneine zu waschen. Auf dem Nachttisch lag noch aufgeschlagen das Buch, in dem sie gestern gelesen hatte, um ihre Nerven zu beruhigen, bis das Veramon wirkte. Heute nacht wüwe sie wohl die doppelte Portion nehmen müssen ... Plötzlich, während sie vor der großen, geschliffenen Spiegelscheibe über dem Waschbecken stand, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht, ein hauchzartes, beinahe listiges Lächeln. Sie wusch sich die Hände und ging eilends hinunter. Der alte Diener richtete gerade den schwarzen Kaffee im Wintergarten. „Danke, Fabian. Ich schenke schon selber ein. Bitte die Herren." Und als Fehr und sein Gast, die sich auf der Terrasse ein wenig ergangen hatten, hereinkamen, bot sie dem Vater die dünnwandige Tasse. Fehr trank beinahe im Stehen. Er war etwas eilig und entschuldigte sich alsbald: „Auf Wiedersehen, Herr von Brakel ... also um sechseinhalb oder spätestens sieben. Wenn die Leute mit ihrem Geschwätz nicht fertig sind, laufe ich ihnen davon! Wir essen dann hier noch gemütlich zur Nacht, nicht wahr? Und ich schicke Sie nachher in die Stadt!" Wenige Minuten später hörte Marion den Wagen davonfahren. . Warum hast du mir eigentlich verschwiegen, daß Abbeg hier in Schußweite ist?" fragte Brakel unvermittelt, sobald sie allein waren. „Wie kannst du so fragen, Papa? Einfach darum, weil ick keine Lust habe, selber den Strick zu drehen, an dem ich aufgehängt werde!" „Was heißt das?" Sein Gesicht war finster. „Du hast es mir ja deutlich genug gesagt, was du mit Abbeg tun wirst, wenn ihr euch wieder trefft Du haft es mir geschrieben, und du hast es törichterweise auch an ihn geschrieben. Dieser Bries wäre eine schöne Waffe gegen dich, wenn ich ihn nicht zerrissen hätte. Was meinst du, würde solch ein Skandal für Folgen haben? Für dich und für mich? Unmöglich wäre ich hier ... Papa, ich bitte dich, laß doch das Vergangene vergangen fein! Du bist ja wieder oben auf der Wippe — was brauchst du in den alten Geschichten zu wühlen? Dieser Abbeg ist ohnehin das Kreuz meines Lebens!" „Wieso?" „Weil er alles weiß, von dir und von mir. Und weil ich ihm nicht eine Sekunde trauen kann, daß er den Mund hält, sobald man wider feinen Stachel lökt. Schon daß er dir von meiner Heirat geschrieben, gehört zu seinem System Er hat sich ja nur hierher gesetzt, um mich zu belagern — ach, Papa, für sich sieht das alles hier sehr rosig aus, aber es ist leider nicht jo, durch Abbegs Schuld!" Brakel zerdrückte die Zigarette im Aschenbecher und klopfte sich ein paarmal mit der Hand auf den Mund, um ein Gähnen zu verbergen. „Er stellt dir also nach? Er will wieder seine Lumpereien mit Mr anfangen? Na, das werde ich ihm gründlich austreiben! Ich rperde ihm «al sagen, was er ist ... Keine Angst, ich schieße ihn dir nicht gleich tot, obwohl er's verdient hätte! Und obwohl ich meinen Revolver in der Handtasche habe ... Aber ich werde ihm Dinge sagen, daß er ganz, ganz klein wird ... Ist es weit zu ihm?" Und, da Marion den Kopf schüttelte: „Halb vier — da habe ich noch Zeit. Weißt du, ich lege mich jetzt ein bißchen aufs Ohr. Bin plötzlich ganz schauderhaft müde, die Reise steckt mir in allen Gliedern, man ist eben nicht mehr der Jüngste. So um fünf Uhr knöpfe ich mir dann den Ehrenmann vor." Marion sah, daß es nutzlos war, ihm zu widersprechen. „Um fünf Uhr werden wir unseren Tee trinken. nicht wahr?" sagte sie. „Und wenn du dann immer noch so rachsüchtig bist, kannst du ja hinübergehen —es ist nur eine Viertelstunde. Obgleich ich fürchte, es kommt nichts Gutes für dich dabei heraus." „Im Gegenteil...!" Sollst mal sehen ... ganz im Gegenteil", antwortete Brakel und hielt wieder die Hand vor den Mund: „Also jetzt mal erst ins Körbchen!" Marion begleitete ihn nach oben. Sje ging in ihrem Zimmer wohl eine Viertelstunde rastlos auf und nieder, die Hände verkrampft. Wirkte chre List? — Wenn sie nun aber nicht wirkte? — Ein Entschluß dämmerte in chr herauf. Als die Glocke im Türmchen vier Uhr schlug, verließ sie das Haus. Sie ging durch den Park und schloß die Heckenpforte hinter sich. Letztes Kapitel. Landrat Ollendahl ging Fehr bis an die Schwelle seines Arbeitszimmers entgegen: „Ja, lieber Baron, Sie kommen doch nicht etwa zur Sitzung? — Hat Sie denn meine Absage nicht mehr erreicht? Ich habe doch gestern ein Rundschreiben an die Herren hinausgegeben ... „Keine Ahnung. Nichts bekommen." „Na, da soll doch gleich dieser und jener ...!" Und der Landrat lief zum Schreibtisch und rief das Büro an. Mit der Rechten winkend, lud er inzwischen den Gast ein, Platz zu nehmen. „3a, bebaure unendlich — kann nur ein Versehen fein", sagte er, indem er den Hörer wieder auf die Gabel legte und sich Fehr gegenübersetzte: „Ich höre, die Briefe sind sämtlich gestern abend bei Büroschluß aufgeliefert worden. Tut mir aufrichtig leid, daß Sie sich vergeblich bemüht haben. Die Sache ist die ... man beschäftigt sich im Ministerium mit neuen Richtlinien, und bis dahin soll die Anhörung der Herren Sachverständigen vertagt werden. —- Rauchen Sie? Bitte!" Fehr zündete sich eine Zigarette am „Sehr schade, daß ich das nicht rechtzeitia gewußt habe. Es paßte mir heute nämlich nicht besonders gut, wir hatten dem Besuch meines Sckwiegeri vaters. — Na, wenn ich mich gleich wieder ans Steuer setze, ist's ja nicht so schlimm." „Da will ich Sie natürlich nicht aufhalten. Dbs gleich — ich hätte gern dies und das mit Ihnen besprochen!" „Auch ick habe einiges auf dem Herzen, Herr Landwt", sagte Fehr — und fing sogleich an, bid Geschichte ber brutal auf bie Straße geworfenen Meister vorzutragen — er hatte sich bas unterwegs überlegt. „Wäre eigentlich toll, wenn man biefen kaltschnäuzigen Abbea in punkto sozialer Gesin^ nung nicht Mores lehren könnte", schloß er. Der Landrat überlegte, indem er an der Zigaretts sog. Das aelbliche Licht ber Nachmittagssonne, das durch bie yohen Fenster fiel, lag auf seinem Prä« latengesicht. Er begann, einen Vortrag über bij verwaltungsmäßige Seite der Sache zu halten, M ziemlich lange dauerte, da er durch mehrere Telephonanrufe unterbrochen wurde. Zum Schluß hatte Fehr ihn doch so weit, daß er zufagte, einen Druck auf bie Direktion ber Sophienau ausüben zu wollen. — Das war ihm für heute genug. Er mußte sich noch einigen persönlichen Fragen stellen. Enb- lich konnte er sich verabschieben. „Dumme Geschichte", dachte er, sich wieder hinter ben Volant setzend: „Am besten, ich telephoniere hinaus, baß ich schon roieber auf dem Rückweg bin, sonst machen die beiden womöglich gerade einen Spaziergang, und ich komme ins leere Nest!" So fuhr er also zum Postamt und ließ sich einö Verbindung mit Schloß Lappersdorf geben. Fabian war am Apparat. Fehr bat, Marion zu rufen. Er wartete eine lange Weile, bann kam der Diener zurück: bie Frau Baronin fei nicht auft zufinben. „Nicht auszufinben? Was heißt bas?! Sie muß boch im Hause fein. Ist sie mit Herrn von Brakel ausgegangen?" (Fortsetzung folgt) Sitzung der Ratsherren Ober! Das Geheimnis manchen Erfolges ist die Entschlußkraft zur rechten Zeit. Wer die Seinen durch eine Lebensversicherung 193 V Verschiedenes Eine ältere ZukökauWlig. Wer fertigt Fahrkuh Garten NNÄüerSWMeitea 3 Monate tyig., mvacht. gesucht, f.1Mbr.Jungen da überzählig, zu mögl. G.-Süd. wrrd geüellt. flppiflnpfp grfiff iit»rkausen. MMS Lsirfirtf+i i I ® ** verkaufen. 01335 Schrift!. Angeb. unt. 1038D an d. ges. 01327 Becker, Marburg.Str.13 Gieb.Anz. erbet. « M/2£p44rea Ä^läßt wehe Wunden schnell gesunden. HWWIMMU TraumaPlast Schürfungen sind meist sehr schmerzhaft. Befolgen Sie den Rat des Arztes und decken Sie die wunde Stelle mit 'Praumaplast ab. Unter dem weichen luftdurchlässigen Mullkissen kommt die Wunde schnell zur Ruhe, der Schmerz legt sich und die Schürfung heilt in kurzer Zeit ab. unt. 01338 a. d. Gieh.Anz. erbet. REEMTSMA SORTE Dorf-Güll Hof-Güll.Str.20 gesichert weih, wird Entscheidungen treffen, wie sie der Augenblick erfordert Lebensversicherung gibt Entscheidungskraft bis ins hohe Alter! der Ortsteile Klein-Linden, Schiffenberg und W i e s e ck ist der Erlaß einer neuen Satzung über den Schlachthauszwang im Stadtkreis Gießen erforderlich. Danach find künftig die gewerblichen Schlachtungen der eingemeindeten Ortsteile im städtischen Schlachthof vorzunehmen, während für die Hausschlachtungen der Schlachthauszwang erst nach Kriegsende ausgesprochen werden soll. Der neuen Ortssatzung stimmten die Ratsherren zu, ebenso der Aufhebung der alten Polizeiverordnung vom 15. Februar 1930. Hierauf gab der Oberbürgermeister den Entwurf eines neuen § 6- der Betriebsordnung für die «Feuerbestattungsan läge der Stadt Gießen bekannt, der an' Stelle des § 6 in der alten Ordnung treten soll. Es handelt sich dabei um die technische Behandlung der Aschenreste nach Verbrennungen. Der Aenderung wurde zugestimmt. Schließlich wurde noch zur Kenntnis gebracht, daß der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — die Rechnungen der ehemaligen selbständigen Gemeinde Wieseck für 1937 und 1938 genehmigt und Entlastung erteilt hat. Der „Tag der Wehrmacht". Vielseitige Unterhaltungen von unseren Soldaten vorbereitet. Seesond- Manddtirie das ist gründliche Reinigung, zugleich belebende Gesichtsmassage und milde Pflege der Haut, die Seife schlecht verträgt Für sehr Empfindliche auch ohne Seesand in der grünen Packung. Streudose 95 Pfg. Karton 48 Pfg. • Kleinpackung 19 Pfg. Si Jeden Donnerstag, 20 bis 21 Uhr: fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen Schillerschule, Schillerstraße. 1039V wirkte in Büdingen bis zum Herbst 1896. Sein weiteres Wirken vollzog sich in folgenden Abschnitten: Herbst 1896 bis Herbst 1899 Gymnasiallehrer am Gymnasium in Gießen, dann bis Herbst 1905 Oberlehrer am Neuen Gymnasium in Darmstadt, bis Herbst 1907 Direktor des Gymnasiums zu Laubach, bis Ostern 1914 Oberlehrer am Ludwigs-Georgs- Gymnasium in Darmstadt, dann bis Pfingsten 1920 Oberstudiendirektor am Realgymnasium in Gießen, von da ab bis zum 1. Februar 1927, wo er in den Ruhestand trat, Oberstudiendirektor am Landgraf- Ludwigs-Gymnasiums in Gießen. Neben seinem Schulamt stellte er seine Kraft und sein Wissen noch für zahlreiche gemeinnützige Angelegenheiten zur Verfügung. So war er in Darmstadt vorn Herbst 1907 bis Ostern 1914 Vorsitzender der dortigen Kreisgruppe des Flottenoereins, des Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien Ortsgruppe Darmstadt, von 1927 bis 1932 Vorsitzender der Ortsgruppe Gießen des Roten Kreuzes, für die er auch nach seinem Uebertritt in den Ruhestand tatfroh weiter wirkte. Von 1927 bis 1932 hielt er im Rahmen der früheren Volkshochschule Vorträge über „Goethe, fein Leben und fein Werk". Am 26. Januar 1936 konnte Oberstudiendirektor Dr. Baur in bester Frische die Feier seines goldenen Doktorjubiläums begehen. Dem nunmehr Verewigten wurde weit über ben Kreis seiner Schule und feiner Berufskameraden hinaus große Wertschätzung dargebracht, die sich nicht nur auf seine großen Verdienste als Schulmann, sondern auch auf sein Wirken im ehrenamtlichen Dienst für große Gemeinschaftsaufgaben und auf seine starken persönlichen und charakterlichen Werte gründete. Dem Entschlafenen ist über fein Grab hinaus em ehrendes Gedenken gesichert. ‘ Die Einzelheiten über den „Tag der Wehrmacht" in Gießen im Dienste des Kriegs-Winterhilfswerks find in den letzten Tagen festgelegt worden. Danach ist sichergestellt, daß der Bevölkerung von Gießen und Umgegend von unseren Soldaten vielseitige Unterhaltung geboten wird. Der Samstag, 28. März, wird einen interessanten Auftakt der Veranstaltungen bringen. Eine G e - schütz st asfel wird um 14 Uhr einen Marsch durch die Stadt antreten, bei dem folgende Straßen berührt werden: Kaiserallee, Mottkestraße, Hitlerwall, Walltorstraße, Marktplatz, Schulstraße, ^onnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Liedigstraße, Ludwigstraße, Dismarckstraße, Hindenburgwall, Ludwigsplatz, Kaiserallee. Auf diesem Marsch wird um 15 Uhr am Selterstor und um 16 Uhr am Stadttheater Schießen der Geschütze mit Uebungsmunition statt sind en. — Die Nachrichtenhelferinnen werden am Samstag um 16 Uhr am Selterstor und um 17 Uhr am Kreuzplatz schöne Chorgesänge zur Bereicherung des Nachmittags beifteuern. — Um 20 Uhr findet in Heuchelheim ein Bunter Abend statt. Am Sonntag, 29. März, werden die Kasernen von 9 Uhr ab zur Besichtigung geöffnet sein. Die Artillerie hat für diesen Tag ein sehr vielseitiges Programm ausgestellt. Vormittags kann man sich beim Kleinkaliberschießen, bei Richtübungen am Geschütz und beim Schießen mit MG. und Geschütz, beim Reiten für Damen und Herren, bei Kinderreiten auf Kleinpserden und bei einer Filmvorführung im Unteroffiziers-Speiseraum unterhalten, man kann gegen Mittag der Ablösung der Hauptwache beiwohnen und' von 12 bis 14 Uhr am Eintopf essen (Löffelerbsen mit Speck ohne Fleischmarken) teilnehmen. Während des Essens ist Unterhaltungskonzert. Am Nachmittag kann man sich wieder dem Schießen mit MG. und Geschütz widmen, einem Geschützexerzieren beiwohnen, ferner kann man wie- macht hat. Oberstudiendirektor Dr. Baur war geborener Hesse, der am 6. Oktober 1861 in Friedberg das Licht der Welt erblickt hatte. Nach dem Schulbesuch in Friedberg und Darmstadt bestand er am Gymnasium in Darmstadt im Herbst 1879 die Reifeprüfung. Sodann studierte er in Gießen, Berlin und erneut in Gießen -klassische Philologie, Deutsch und Geschichte. Im Herbst 1885 bestand^ er die Doktorprüfung mit magna cum laude, im Herbst 1886 legte er das Staatsexanten ab. Hierauf trat er in den hessischen Schuldienst ein, in dem er zunächst von Herbst 1886 bis Ostern 1888 Lehramts- accessist am Gymnasium in Büdingen, dann provisorischer Gymnasiallehrer bis 1891 am gleichen Orte war. Sodann wurde er endgültig angestellt und aber kann man mit einer Eßmarke mit Ausdruck Universität zum Studentenheim gehen ober daraufhin das Essen im Cafä Leib abholen. Essenausgabe von 11 Uhr ab, spätestens bis 14 Uhr. Wer seinen .,Schlag" nach Hause holen will, muß mit einem ausreichenden Eßgeschirr an der Feldküche erscheinen. Bei tAr Essenausgabe wird der SA. -Musik zug von 11 bis 12 Uhr vor der Universität, von 12 bis 13 Uhr vor der alten Pesta- lo^zischule konzertieren. Als Mittagessen gibt es rote schon mitgeteilt, Erbsen mit Speck oder Nudeln mit Rindfleisch. Für die Essenabholer im westlichen Stadtteil sei betont, daß die Essenausgabe am Sonntag nicht auf Oswalds- garten stattfindet, sondern im Schulhof der alten Pestalozzis ch,u l e am Wernerwall vor sich gehen wird. Daß unsere Soldatenküchen ein sehr schmackhaftes Essen liefern, ist zur Genüge bekannt. Deshalb essen alle Gießener am nächsten Sonntag mit den Soldaten aus der Feldküche! Besonders betont'fei noch, daß keine Photoapparate in die Kasernen mitgebracht werden dürfen und die Kasernen nur solchen Besuchern of° fenstehen, die ein WHW. - S p ende abzeichen des „Tages der Wehrmacht" tragen. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des.Kreisleiters findet am Donnerstag, 26.3.1942, nachmittags von 15—17 Uhr. in Gießen statt. Amt für Agrarpolitik. Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, 26.3.1912, nachmittags von 15—17 Uhr, in Gießen, Lonystraße 18, statt. Erstes Iubiläumskonzert des Gießener Konzertringes Am heutigen Donnerstag findet das erste der aus Anlaß des 150jährigen Bestehens des Gießener Konzertvereins veranstalteten Jubiläumskonzerte statt. Es spielt das Städtische Orchester unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Professor Dr. Stefan Temesvary. Als Solistin wirkt mit Waltraut Schöttler (Violine). ** Frühere Ausgabe der neuen Le - bensmittelkarten. Das Ernährungsamt weist in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil darauf tyn, daß die Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 35. Verforgungsabfchnitt mit1 Rücksicht auf die Osterfeiertage vorverlegt wird. Die Ausgabezeiten im einzelnen sowie alles weitere ist der Bekanntmachung zu entnehmen. ** Neue Ausweise zum Kartoffelbezug gibt das Ernährungsamt vom 28. März bis 2. April aus. Man beachte die heutige Bekanntmachung. ** Leichenländung aus der Lahn. Bei Argenstein wurde die Leiche eines Mannes in den mittleren Jahren aus der Lahn gelandet. Wie. festgestellt wurde, handelt es sich um einen Einwohner aus G ie ßen, der Ende vergangenem Woche von der Südbahnhofsbrücke in Marburg in selbstmörderischer Absicht in die Lahn sprang. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. 23. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschcin. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsvruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Änzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Oberbürgermeister Ritter hatte am gestrigen Mittwochnachmittag die Ratsherren der Stadt Gießen zu einer öffentlichen Beratung in den Sitzungssaal des Stadthauses Bergstraße eingeladen. Zu Beginn der Sitzung gedachte Oberbürgermeister Ritter mit herzlichen Worten des vor dem Feinde im Osten gefallenen Ratsherrn, NSV.-Kreis- amtsleiters Frank. Der Oberbürgermeister rühmte dabei die vorbildliche Mitarbeit des auf dem Felde der Ehre gebliebenen Ratsherrn wie auch fein Wirken als treuer natio nalsozialisti scher Kämpfer, von dessen Persönlichkeit, Arbeitskraft und Wissen unsere Volksgemeinschaft und namentlich auch die Stadt Gießen noch viel habe erwarten können. Wie her Gefallene in Treue fein Leben für Führer und Volk hingegeben habe, so werde er in treuer kameradschaftlicher Verbundenheit allezeit im Kreise der Ratsherren fortleben. Die Ratsberren ehrten den gefallenen Kameraden burd) Erheben von den Sitzen. Sodann berichtete der Oberbürgermeister über den Entwurf einer Satzung über den Schla chthaus- zwang und die Aufhebung einer entsprechenden alten Polizeiverordnung. Durch die Eingemeindung Aus der Giadi Gießen. Oberstudiendirektor Or. Baur f. Am gestrigen Mittwoch ist der in Gießen im Ruhestand lebende langjährige Direktor des Land- gras-Ludwigs-Gymnafiums in Gießen, Oberstudien- direktsr Dr. Baur, nach kurzem Leiden im Alter von 80 Jahren verstorben. Mit ihm ist ein Mann abberufen worden, der sich um die Arbeit der Schule und um die Ausbildung vieler Jahrgänge junger Menschen in hohem Maße verdient ge- der reiten ober in dem Kasernengelände im Krümper fahren, dem Turnierreiten und anderen sportlichen Vorführungen zuschauen, man kann auch Bohnenkaffee trinken (Tasse 20 Pf.) und noch manche andere Belustigung finden. Das Bierzelt in der gedeckten Reitbahn ist von 14 bis 21 Uhr ununterbrochen geöffnet Eine Verlosung enthält viele wertvolle Gewinne, angefangen von einem mordsgroßen Preßkopf über Weine und Liköre, allerlei Wertgegenstände bis zu einem Wagen Dung. Um den Besuchern, die nicht gerne laufen, den Weg bequem zu machen, haben die Artilleristen einen ständigen Wagenverkehr mit Viererzügen zwischen Ludwigsplatz und der Kaserne vorgesehen. — Die Flieger haben ebenfalls allerlei Vorbereitungen getroffen. Neben der Besichtigung der Einrichtungen des Horstes können die Besucher einen Feldflugplatz in Augenschein nehmen, der Segelflugausbildung beiwohnen und am Nachmittag ein großes Varietepro- gramm genießen, außerdem werden Soldatenchöre singen. Ein Hauptpunkt des Sonntags ist das Feld- k ü d) e n e f f e n. Hier sti vor allem darauf- hinge- wiesen, daß jeder, der das Essen nicht nach feiner Wohnung holt, also in den Kasernen oder in einer anderen Ausgabestelle ißt, seinen Löffel mit- bringen muß. Das Essen jpirb nur gegen Aushändigung der von den NSV.-Wockw altern verkauften Eßmarken abgegeben, an den Feldküchen und den Ausgabestellen wird also gegen Bargeld kein Essen zu haben fein. Wer in der Berg- E a f er ne essen will, muß dvrchin auch einen Teller oder ein anderes Eßgeschirr mitbringen. Zur Ausgabe des Essens ist folgendes von besonderer Wichtigkeit: man kann das Essen nur an d er Stelle empfangen, die auf der Essenmarke durch Aufdruck genannt ist, also z. B. im Studentenheim, wenn die Eßmarke dorthin lautet, im Ease Leib, wenn die Eßmarke diese Ausgabestelle nennt. Nicht KOSMETIK OUfuW geblieben. In tiefer Trauer: 7 Die Ausgabe wird vorverlegt die I. « 01 ZI 3 diesem Wege herzlichen Dank. 1029 D II. 1030 D 1033 D V. Jreibankverkaus Ihr Berater in allen Punktf ragten VI. am 27. März 1942 r 1032D 1521-1570 Schuhe nicht angenommen. 1034V 5. STOCK REICHSPOST sä Köhler Gielen mi Oct Cahn Familie Schilbert Familie Hofmann Familie Gömert 1571-1620 1621-1670 Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Gisela Keil, geb. Schilbert und Töchterchen Marita Witwe Maria Keil von 8- 9 Uhr Nr. 1421-1470 von S-lO UHrNr. 1471-1520 von 10-11 Uhr Nr. am 28. März 1942: von 8- 9 Uhr 9fr. von 9-10 Uhr Nr. von 10-11 Uhr Nr. 1671-1720 StSdt. SSlachthof, Gießen. •.. drei gute Gründe die Astro langsam und mäßig zu rauchen und nicht zu • stapeln. Beim Lagern leiden Aroma und Frische. THEATER der Universitätsstadt Gießen das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Ihre Vermählung geben bekannt Leer. Zimmer mit oder ohne kl. Küche zu mieten ob. geg. 2-Zim.- Wohnung zu tauschen gesucht. Schr.Angeb.unt. 01337 and.G.A. Gießen, den 26. März 1942. Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. 6 und Wirtschaftsamt. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung; 20 Tabletten nur 79 Pfennig 1 Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! IRIN ER AL MÜNCHEN J 27/547 nebst allen Angehörigen. Lindenstruth, im März 1942. Die Trauerfeier findet am 1. Ostertag, 3% Uhr, in Lindenstruth statt. Tieferschüttert erhielt ich die Nachricht, daß mein lieber Mann, mein guter Vater, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Hans Baunadi Gefreiter in einem Infanterie-Regiment bei den schweren Kämpfen im Osten afn 19. Februar 1942 den Heldentod fand. In tiefem Leid: Anna Baunach, geb. Hansmann und Sohn Hans-Dieter mit allen Angehörigen. Gießen (Ludwigstr. 57), Wabern, Bez. Kassel, Spittel - Waldheim/Westmark und im Felde. _____________01331 Bekanntmachung. Ausgabe der Lebensmittelkarien für den 35. Versorgungsabschnitt. werden. VH. Die Warerwerkeiler werden wiederholt darauf hingewiesen, daß alle Lebensmittelkartenabschnitte nur während der aufgedruckten Gültig- keitÄauer beliefert werden dürfen; die Warenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig. , VIII. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Für Führer, Volk und Vaterland fiel bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten mein lieber, unvergeßlicherMann, der treusorgende Vater seiner beiden Buben, unser lieber Sohn und Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Karl Linn Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II, des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern u.d. Sudeten-Ordens im 30. Lebensjahr. Seine Lieben und seine geliebte Heimat wiederzusehen, ist ihm versagt Donnerstag, den 26. Närz 19 bis 21 Uhr: Erstes Jnbiläumskonzert Schlemm - Mozart - Bruckner Solistin: Waltraud Schätller Dirigent: Prozessor Temesfiri Preise von 1.55 bis 8.55 RM. _______________WL. Für die anläßlich meines 80. Geburtstages erwiesenen Glückwünsche und Geschenke sage ich allen auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank Friedrich Belloff Gießen, den 25. März 1942 Steinstraße 27 _________01322/ los. III. Die Bestellscheine der neuen Lier-, Fett- und Warmeladekarten müssen, bis spätestens Sams- Überflüssige MehrarbeitI Es kommt heute auf jede Arbeitskraft an! 1OOO Arbeitskräfte werden der Deutschen Reichspost jährlich entzogen durch überflüssige Mehrarbeit bei der Bearbeitung von Sendungen mit mangelhafter Anschrift, bei der Bearbeitung unzustellbarer Briefsendungen ohne Absenderangaben, die deshalb erst amtlich geöffnet werden müssen. 5 Millionen Sendungen müssen jährlich vernichtet werden,weil auch in den Sendungen nähere Absenderangaben fehlen • Helft solche Verluste vermeiden, sorge jeder für einwandfreie Angabe von Absender und Empfänger • Zustellpostamt (in Großstädten nach Postbezirk und Nummer, z.B.W8,SWll u$U7.) und Wohnung oder Geschäftsraum, Gebäudeteil (Vorderhaus, Seitenflügel und Stockwerk, Untermieter) Unterstützt die Deutsche Reichspost durch einwandfreie Anschriften! - Jeder Mieter und Untermieter bringe ein Türschild an! Marie Linn, geb. Dietz, und Kinder Familie Josef Linn Familie Valentin Dietz II. und alle Angehörigen. Gießen (Ebelstraße 11), Sichertshausen, im März 1942. 01298 Heute entschlief sanft nach kurzem Leiden mein geliebter Mann, mein lieber Vater Oberstudiendirektor i. R. Dr. August Baur im Alter von 80 Jahren. Aglaja Baur, geb. Achenbach Tona Baur. Gießen den 25. März 1942. ‘ Keplersträße 7 II. Die Trauerfeier findet Freitag, den 27. März, um 8V2 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Tieferschüttert erhielten wir am 4.März die Nachricht, daß mein geliebter, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der Vater unserer kleinen Marita, mein geliebter Sohn, unser Bruder, mein lieber Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Keil Feldwebel in ein. Panzer-Abwehr-Regiment Inhab. d. E. K. II u. d.Verwund.-Abzeichens im Osten am 22. Febr. 1942 für Führer und Vaterland im Alter von 28 Jahren sein Leben ließ. Wiedersehen war seine und unsre Hoffnung. In tiefem Schmerz: Ausgabetage werden wie folgt Mtgefetzt: 1. Ausgabetag: Samstag, 28. März 1942, In der Zeit von 8 bis 13 Uhr, 2. Ausgabetag: Montag, 30. März 1942, 3. Ausgabetag: Dienstag, 31. Wärz 1942, 4. Ausgabetag: Mittwoch, 1. April 1942, 5. Ausgabetag: Donnerstag, 2. April 1942, in der Zeil von 8 bis 13 und 14% bis 1 7 Uhr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem grauen Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt. Die Reste der Karten des 33. Der- soraungsabschnittes sind zurückzugeben. Die zur Zeit gellenden Eierkarten müssen jedoch so lange aufbewahrt werden, bis die Eierzuteilung für die Abschnitte 33 und 34 erfolgt ist. Ebenso ist die Aähr- Mittelkarte 34 bis zur Ausgabe der Kondensmilch und der Fifch- konferven sorgfältig aufzubewahren. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl uüd Richtigkeit der Altersstufen nachzuprüfen: spätere Beanstandungen sind zweck- tag, den 4. April 1942, bei den Warenverteilern eingereicht werden. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. IV. Es wird darauf hingewiesen, daß Zucker, der an Stelle von Marmelade bezogen werden soll, in der Zeit vom 6. April bis 26. Juli 1942 zu jedem beliebigen Zeitpunkt unabhängig von der Gültigkeitsdauer der Einzelabschnitte gekauft werden kann. Die Abgabe von Marmelade darf jedoch nur innerhalb der auf den Einzelabschnitten vorgesehenen Fristen erfolgen. Heber die Umwandlung von Bestellscheinen der Eierkarte in Berechtigungsscheine ergeht besondere Bekanntmachung. Lebensmittelkarten * ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers find ungültig und dürfen nicht beliefert Hermann Bodin Unterfeldw. des Beurl.-Stand. Else Bodin, geb. Kröck Vogelsberg Heuchelheim 21. März 1942 _________________ 01340/ Gut erhaltener Gasherd oder 2fl. Kodier Mtnit Nück- lebne 01312 od. Sofa (1,50 m lg.) zu kauf. ges. Karl Becker Schottstrahe 44. Fässer 50 bis 100 Liter Inhalt zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt.01332anden Gieh.Anz. erbet. Verwundeter (1,78 Mtr. grob) sucht Trainingsanzog Schriftl. Angeb. unt.01336anden Gieh.Anz. erbet. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinan- Garten zu kaufen od. M pachten gesucht. Schr.Ang.mögl. m. Ang. der Lage und Gröhe unter 01325 and.G.A. Gebrauchter Kinder- Sportwagen zu kauf, gesucht. Anaeb. u. 01311 an ö. Gieh. Anz. Wo gehen wir am Samstag, dem TS.März 1942 und Sonntag, dem 29. März 1942 hin? zum Whjchrsmarki (Schaumesse) auf dem Oswaldsgarten. 11)15 2 reelWvikr für sofort oder später gesucht. Schr. Ang. unt. 01333 a.d.G.A. Möbliertes Zimmer zum 1. Avril gesucht. Schriftl. Angeb. u. 1020D an oen Giehener Anzeiger erbet. Berufstätiges Fräulein sucht einfach möbl. Zimmer z.l4.od.n Ostern. Schr. Ang. unt. 01318 n.d. G.A. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter Frau Luise Hildebrand geb. Benner sowie für die vielen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel sagen wir allen auf diesem Wege innigsten Dank. j)ie trauernden Hinterbliebenen: Familie Franz Krämer Familie Fritz Rudolph Heuchelheim, im März. ________________ I paar gesucht, zeigen in die Hei- Schriftl. Angeb. matzeitung, den unt. 1037D an d. Gießener Anzeiger I Gieh. Anz. erbet. Bekanntmachung. Kartoffelversorgung. Die zur Zeit gültigen roten kartoffeleinkaufsaus- weise verlieren mit dem 6. Aprll 1942 ihre Gültigkeit. Die Belieferung der Ausweise darf letztmalig in der Woche vom 30. März bis 4. April 1942 mit den für eine Woche zustehenden Mengen erfolgen. Die Verbraucher erhalten in der Zeit vom 28. März bis 2. April 1942, und zwar an den Tagen, an welchen sie ihre Lebensmittelkarten ausgehändigt erhalten, im Ernährungsamt, Liebigstraße 16, Zimmer 9, einen Bezugsausweis für Speisekartoffeln neu ausgehändigt. Der rote Kartoffeleinkaufsausweis ist zurückzugeben. Vorzulegen ist bei Ausstellung der neuen Bezugsausweise der Lebensmittel- karten-Personalausweis. 103öD Die Verbraucher werden darauf hingewiefen, vor Zurückgabe des roten Kartoffeleinkaufsausweifee den Kartoffelbedarf für die Woche vom 30. März bis 5. April 1942 einzukaufen, sofern dies noch nicht geschehen ist. Gießen, den 24. März 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. 8. Tieferschüttert erhielten wir die traurige, unfaßbare Nachricht, daß unser lebensfroher, guter Sohn, mein einzig geliebter Bruder, unser lieber Enkel, Neffe, Pate und Vetter Abiturient Ferdi Weller Gefreiter der Luftwaffe Tnh. des E. K. II und des Verwund.-Abzeichens kurz nach Genesung von seiner Verwundung nuhmehr in einem Feldlazarett im Osten nach treuer Pflichterfüllung im Alter von 20 Jahren an einer schweren Verwundung verstorben ist. In tiefer Trauer: Frledr. Weller und Frau Emilie, geb. Becker Fritz Weller, Obergefreiter b. d.Kriegsmarlne und alle Angehörigen. , Gießen-Klein-Linden, den 23. März 1942. Allen denen, die uns bei dem schweren Verluste ihre Teilnahme erwiesen, sagen wir auf Meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Elise Sdiäfer ist im 63. Lebensjahre sanft entschlafen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Schäfer Wwe. Gießen (Walltorstraße 59), 25. März 1942. Die Beisetzung hat in der Stille stattgefunden. Für die Blumenspenden und Beileidsbezeigungen recht herzlichen Dank. 01328 HW» tägl. 2-3 Stund, oder einige Mal wöchentl.gesucht. Anzufrag. 10-12 oder 4-6 Uhr bei Steinhäuser Franks. Str. 6, L Hausgehilfin für loi2t>? 1. Mai gesucht. M 6. 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