Donnerstag. 26. ßebruar (942 Glehener Anzeiger Das Streben nach der amerikanischen Weltherrschast Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. 1941/42 rorgesehene cttilogmetet bei ri R. Lmifle ftX leitet: Hlmr Sei Die Rede, die der Krieasverbrecher Churchill am Dienstag vor dem Unterhause halten mußte, um gegen die schleichende Krise, die ja auch durch die Kabinettsumbildungen noch kein Ende gesunde« hat, anzugehen, ist geradezu ein Musterbeispiel außerordentlicher Verlegenheit und zynischer Verlogenheit. Sie enthält nichts anderes als Argumente und Schmonzetten, die Churchill schon bun- dertmal vorgebracht hat, die er jetzt wieder bringt und mit denen er genau so oft sich blamiert hat. Immerhin zeigt aber der Stil, in den er diesmal die Pseudoperlen seiner Weisheit faßte, daß sich Churchill nicht mehr ganz so sicher fühlt und daß die furchtbaren Schläge der letzten Wochen nicht ohne Spuren an ihm vorübergegangen sind. „Es war immer meine Hoffnung", so erklärte Churchill gleich am Beginn seiner Ausführungen, „daß die Vereinigten Staaten in den Krieg gegen Deutschland eintreten würden." Deutlicher und mit fühlbarerem Zynismus fcütte biejerr üemWE LLkssüMn kams -der- und inscbuß, •ankhei* imerzen. ; 20 Tabletten Apotheken, rlabrungenl iNJ 27/547 Berlin, 25.Aebr. (DNB. Aunkspruch.) Auf dem Wege von der Wohnung in das Botschaftsgebäude in Ankara wurde gestern vormittag auf Bob schafter von Papen und feine $tau ein Atten- t a t verübt. Botschafter von Papen und seine Frau blieben unverletzt. Ein Wann, vermutlich der Attentäter, der sich einige Schritte hinter dem Botschafter befand, wurde durch den Sprengkörper in Stücke gerissen. Sofort nach dem Attentat machte der türkische Außenminister Saracoglu in Begleitung von Staatssekretär Hanum Wenmencoglu bei Botschafter von Papen einen offiziellen Besuch. Der türkische Anßenminister erklärte, daß die türkische Regierung unter keinen Umständen dulden werde, daß ihr Land zum Schauplatz solcher Verbrechen gemacht werde. Er teilte dem Botschafter mit, daß strengste Untersuchungen mit allen entsprechenden Maßnahmen eingeleitet seien. Der türkische Staatspräsident und der Ministerpräsident haben durch ihre Kabinettschefs dem Botschafter ihre Glückwünsche übermittelt. Der Führer hat Botschafter von Papen telegraphisch seine Glückwünsche ausgesprochen. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop sandte gleichfalls an Botschafter von Papen ein herzlich gehaltenes Telegramm. Zur gleichen Zeit wie die Nachricht vom Attentat auf Botschafter von Papen in Ankara trifft eine Meldung aus Istanbul ein, wonach vor einigen Tagen in verschiedenen Stadtteilen zur gleichen Zeit deutschfeindliche Flugblätter vergilt wurden. Die türkische Polizei hat gestern in einem griechischen Klub als vermutliche Täter zwei Eng- l ä n d e r und einen Anhänger des Verrätergenerals de Gaulle verhaftet. Auch diese Meldung zeigt, wie überall in der Türkei britische Agenten arbeiten. Indessen ist dies nur ein Beispiel. Viele andere Fälle bleiben geheim, da der Secret Service gewöhnlich nur im Verborgenen spioniert, besticht, ervreßt und mordet. Das Sprengstofsattentat auf von Papen beweist, bis zu welchem Grad der Haß gegen diesen der britischen wie der sowjetischen Politik gleichermaßen unbeauemen Vertreter der Reichsreqierung gestiegen ist. Offenbar wollte man ihn beseitigen, weil er der Träger wichtiger Jnformatio- Reichs» worden, den ^Iksschädlina m Tobe unb 2ier war bei n in den be« Verdienst be- e. es, die für eitskamerabsn efe weilerzu« rauensftelhma Mt Pakete feiner Same« Attentat auf den deutschen Botschafter in Ankara. Oer Botschafter blieb unverletzt. - Oer Träger wichtiger Informationen sollte beseitigt werden. — Zwei Engländer verhaftet. Churchill vor dem Unterhaus. Ein neuer Gipfelpunkt seiner Verdrehungen und Heucheleien. Von unserer Berliner Schriftleitung. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/2 Uhr desVorrnittags Anzeig en-Preifer Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bet 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffelir Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/« mehr vermählt hhoff i ich hoff nger 1942 bürg«00/ „ES! __tnl/ n'orud^ te» «jtS*. Mebtii«, Heutig 1 Anteil. D-r •e Gebote D'S hinb jejn.er MS 0^' dei W MU ®eIi d ertt" knn. chills mit Roosevelt über eine Weltstrategie der Alliierten. Washington ist schon heute die wichtigste Stadt der Welt, sofern man die Welt durch Oie angelsächsische Brille betrachtet. Churchill fuhr zweimal über den Atlantik, während Roosevelt sich durch andere Männer in London vertreten läßt. Die wichtigsten Ausschüsse und sonstigen Organisationen des alliierten Kriegseinsatzes tagen in Washington. A u st r a l i e n und Neuseeland haben ausdrücklich gewünscht, daß Washington und nicht London der Hauptsitz des Kriegsrates für den Pazifik werde. Die Minister der verschiedenen Exilregierungen reisen der Reihe nach über den Atlantik, um ihre Wünsche und Zukunstshoffnungen Roosevelt vorzutragen, von dem sie sich bei einer Neuregelung der Welt mehr versprechen als von der britischen Regierunb- Die britische Regierung muß aber diese Entwicklung, die der Weltmacht des britischen Reiches endgültig ein Ende bereitet, gutheißen, weil anders England den Krieg nicht mehr weiterführen kann. So zeigt sich, daß die Pläne und Projekte, welche die Weltstrategen in Washington in den ve^ange- nen Wochen ausgearbeitet haben, insofern Grundlagen einer gemeinsamen Kriegführung sind, als sie der Vernichtung Deutschlands und und zu beteiligen. Das erstemal hatten diese Bemühungen nur einen vorübergehenden Erfolg. Der Beteiligung der Vereinigten Staaten am ersten Weltkriege folgte der Isolationismus, der in vielen Teilen des Landes so stark war, daß Roosevelt und die Engländer mehrere Jahre benötigten, bis die amerikanische vestentlichkeit bereit wär, sich mit der neuen Beteiligung an einem außeramerikanischen Kriege ab zu- finden. Die Engländer werden zu ihrem eigenen Leidwesen erfahren, daß dieses Mal die Ameri- faner sich nicht mit einer kurzen Gastrolle außerhalb ihres Kontinents begnügen werden; denn jetzt liegt die amerikanische Außenpolitik nicht in den Händen des kraftlosen Theoretikers Wilson, sondern an der Spitze der Vereinigten Staaten steht ^Franklin D. Roosevelt, ein Imperialist ohnegleichen. Sein Ziel ist nicht die Rettung der All:- ierten oder gar die Gründung eines Völkerbundes, forchern ihm schwebt die Errichtung der amerikanischen Weltherrschaft vor und die Ausübung tüeser Herrschaft durch Franklin D. Roosevelt. Am Anfang des amerikanischen Imperialismus steht der Name Theodore Roosevelt, der durch den Krieg gegen Spanien am Ende des vorigen Jahrhunderts über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannt wurde. Da das Geschichtsbe- wuhtsein der Amerikaner mit kürzeren Zeiträumen zu rechnen genötigt ist als dasjenige der älteren Nationen, ist es vielleicht erklärlich, daß der Neffe Theodore Roosevelts schon am Ende der amerikanischen Weltherrschaftsbestrebungen stehen zu können glaubt. Jedenfalls mußte ihm der Ausbruch eines Krieges in Europa als eine günstige Gelegenheit für die Verwirklichung dieser Pläne erscheinen. Er hat seither keinen Augenblick aufgehört, daran zu arbeiten, und Churchill hat erst vor wenigen Tagen wieder bestätigt, daß auch sein Streben vom ersten Tage seiner Premierministerschaft an die gleiche Richtung verfolgt habe. Vom Verkauf britischen Kolonialgebietes führte ein deutlich erkennbarer Weg über die Einrichtung der Pacht- und Leih-Lieferungen — welche in stärkerem Maße als vor 25 Jahren die wirtschaftliche Abhängigkeit der Engländer von den USA. begründen — und über AtlaE-Erklärung zp den Bexatungm Chur- seinen Plan enthüllen können, den von ihm gewollten und herauf beschworenen Krieg auf den Schultern und mit den Blutopfern anderer Völker — Polen, Frankreich, Jugoslawien, Griechenland und besonders auch die Vereinigten Staaten — auszutragen. Einer der Kernsätze der Rüde, der übrigens m einer geradezu bewundernswerten Kürz? und Prägnanz den Rattenkönig' der Lügen, der nun einmal zum Handwerkszeug Mr. Churchills gehört, ausmarschieren läßt, behandelt Kriegsverlaus und Kriegsursache bis zum Eintreten Japans in den Krieg in einer einzigartigen Verdrehung der Tatsachen. Churchill sagt da wortwörtlich: „Wenn man schlecht vorbereitet in eisten Krieg eingetreten ist und auf Leben und Tod mit zwei hochgerüsteten Ländern kämpft, von denen das eine die mächtigste Kriegsmaschine besitzt, und wenn bann in dem Augenblick, wo man mitten im Rin- gen begriffen ist, ein dritter Gegner mit einer viel gMney WMökMsM M MSst jie leW We tiÄb3 gezogen. 1« 100 000 «I- werben 'S. in AP,,. S'ertilteilunj Stockholm, Ende Februar 1942. Der moderne Imperialismus ist ein „Kind des 19. Jahrhunderts. Als durch die Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Nordamerika das damalige Reich der Engländer seines wichtigsten überseeischen Teiles beraubt wurde, gab es in London manche Leute, die an das Ende des britischen Reiches überhaupt glaubten. Tatsächlich stand den Engländern aber der wichtigste Teil ihrer politischen Geschichte noch bevor. Mit veränderten Me- thoden konnte das vom jüngeren Pitt und von Castelreagh sicher durch die Stürme der napoleonischen Zeit gesteuerte England im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Haupt eines weltumspannenden Reiches und zur führenden Großmacht der Welt aufsteigen. Die Höhe seiner Macht erreichte das britische Imperium zu der Zeit, als im Norddeutschen Bund der Grundstein der deutschen Einheit gelegt wurde. Und auf dem Gipfel seiner Weltgeltung blieb das Empire gerade hundertfünfzig Jahre. Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den ersten Weltkrieg bedeutete, auch wenn das damals in London noch nicht begriffen wurde, das Ende der britischen Weltherrschaft. Der britische Imperialismus hat also das 19. Jahrhundert kaum überlebt. Der Eintritt Amerikas in den ersten Weltkrieg hatte die Schaffuna des Dol- kerbustdes zur Folge. Die Beteiligung der Dominions an der Genfer Liga verstärkte die Selbständigkeitsbestrebungen der Gliedstaaten und führte schließlich im Jahre 1931 zu dem Statut von Westminster. Wenn die Engländer dieses Dokument die Magna Charta des British Commonwealth of Nations nennen, so ist das nur ein Beweis dafür, baß sie — wie schon früher in ihrer Geschichte — aus der Not eine Tugend zu machen versuchten. Sie erklärten nämlich, daß es gerade das Ziel ihrer ganzen Politik sei, die ihnen „anvertrauten" über- seeischen Besitzungen allmählich vom Status der Kolonien in autonome Gebiete und schließlich in selbständige Dominions zu verwandeln, die dann als freie und gleichberechtigte Mitglieder dem Commonwealth of Nations angehören sollten. Ein in der Theorie verlockender Gedanke, dessen Verwirklichung jedoch nicht nur an der Unwahvhaftigkeit der inneren Voraussetzungen scheitern mußte, sondern auch an den harten Tatsachen der politischen Wirklichkeit; denn dieses verfein-erte Weltbild einer -altgeworde- nen imperialistischen Nation stand im krassen Gegensatz zu den derben Herrschaftsgelüsten der Nord- .amerikayer. Die 150 Jahre, während deren die Engländer die Welt beherrschten, beschäftigten die Amerikaner sich mit der Erschließung ihres Kontinents und mit der Ansammlung der materiellen Schätze, die ihnen spä- ter als Grundlage der politischen Macht dienen sollten. Die in mancher Hinsicht nahezu unbegrenzten Möglichkeiten des Landes führten zur Schrankenlosigkeit auch in der Betrachtung der Welt. Es konnte daher eigentlich niemand überraschen, daß eines Tages auch die Außenpolitik mit der gleichen Hemmungslosigkeit zum Gegenstand amerikanischer Tätigkeit wurde, wie es vorher Technik und zrm- lisatorischer Fortschritt gewesen sind. Um so erstaunlicher ist der Untstand, daß m England diese Entwicklung niemals vorhergesehen wurde, obgleich doch bie sprachlichen und sonstigen Verbindungen zum nordamerikanischen Kontinent in England besonders eng waren. Aber zweimal innerhalb einer Generation ist das ganze Trachten der britischen Außenpolitik darauf ausgegangen, Amerika an dem Schicksal Europas und der übrigen Welt zu interessieren |92. Jahrgang Nr. 48 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich ...RM.1.80 Zustellgebühr . « -.25 .auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge, höherer Gewalt Fernsvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: ,Llmeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. nen über den Verkauf der Türkei durch Eden an Moskau ist. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die Anstifter zu diesem niederträchtigen Mordversuch im Secret Service upd in der GPU. zu suchen sind. Sprengstoff gehört bekanntlich zu den Mitteln, mit denen der britische Geheimdienst im Auftrag der Londoner Regierung arbeitet, und es ist längst erwiesen, daß solche Verbrechen selbst im Schutze der Exterritorialität vorbereitet und verübt werden. Noch sind einige Vorfälle, die den Beweis hierfür liefern, in lebhafter Erinnerung. So explodierte etwa vor einem Jahr im Pera-Palast in Istanbul das Gepäck der britischen Gesandtschaft, die kurz vorher gezwungen war, Sofia zu verlassen. So wurde beim britischen Konsul aus Kreta Dynamit wie auch ein ganzes Waffenlaaer gefunden. Weiter sei erinnert an ähnliche Funde in Serbien und schließlich an die Explosion in Tanger. Dort ist bekanntlich vor drei Wochen der Diplomatenkoffer eines britischen Kuriers, der frisch von Gibraltar gekommen war, beim Umladen in eine Autodroschke explodiert. Daß die GPU. unliebsame ober gar gefährliche Gegner durch Mord aus dem Weg zu räumen pflegt, braucht gewiß nicht mehr betont zu werden. Stalin selbst hat ja einige Praxis auf diesem Gebiet, aus den Zeiten her, da er noch Postkutschen zu überfallen pflegte. Man kann verstehen, daß ein Diplomat wie von Papen in London wie in Moskau viel Kopfzerbrechen und noch mehr Aerger verursacht. Das Attentat aber hat sich zugleich gegen Deutschland gerichtet. Die Gründe sind durchsichtig und jedermann Har. Schärfste Verurteilung in der Türkei. Ankara, 25. Febr. (DNB.) Die gesamte türkische Presse veröffentlicht das von der Agence Anatolis verbreitete offizielle Kommunique zum Attentat gegen den deutschen Botschafter von Papen an hervorragender Stelle. Die meisten Zeitungen fügen dem Kommumqus einen eigenen-kurzen Kommentar hinzu, worin das Attentat aufs schärfste verurteilt, Herr von Papen beglückwünscht unb au die unveränderte und nicht zu erschütternde deutsch-türkische Freundschaft hingewiesen wird. Diese kurzen Kommentare lassen erkennen, wie stark die Empörung ist, die in der türkischen Öffentlichkeit durch den verbrecherischen Anschlag gegen den deutschen Diplomaten ausgelöst wurde. seiner Verbündeten dienen sollen. Die Bolschewisten gehen ihre eigenen Wege. Die kleinen Nationen werden nicht gefragt. Das britische Epi- pire begibt sich, um dem Tode zu entgehen, allmählich alles dessen, was es zum Leben braucht. Roosevelt aber kämpft um die Errichtung der amerikanischen Weltherrschaft. Amerika spürt den Krieg. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Wieder muß das amerikanische Marineministerium den Verlust eines Tankers zugeben. Es handelt sich um den 5287 DRT. großen Tanker „Republic", der der „Petroleum Navigation Company" gehörte. Der amerikanische Zerstörer ,Iruxton" strandete bei einem schweren Sturm an der Küste von Neufundland und ging verloren. Soweit bis jetzt bekannt, kamen von der 122 Mann starken Besatzung 99 ums Leben. Der Zerstörer „Truxton" besaß eine Wasserverdrängung von 1190 Tonnen. Die „Truxton" war 1920 in Dienst gestellt worden, ihre Geschwindigkeit betrug 35 Seemeilen. Sie war bestückt mit vier 10,2-em-Gefchützen und einer 7,6-cm- Flak, ferner besaß sie 12 Torpedoausstoßrohre. Nach einer Meldung aus Washington hat das Kriegsproduktionskomitee die Beschlagnahme aller in USA. vorhandenen A l u m i n i u m b e - stände verfügt. Bis zur Herausgabe von Rationierungsverordnungen darf kein Aluminium für zivile Zwecke verwandt werden. — Die Beschlagnahme der Aluminiumbestände in USA. steht in schreiendem Gegensatz zu den kürzlich großmäulig verkündeten astronomischen Zistern der USA.-Flug- zeugproduktion. Auch in „Gottes eigenem Land" wachsen Roosevelts Bäume nicht in den Himmel! vrühlscheUnrverfltStZdnlckerer». Lange General-Anzeiger für Oberhessen ei«6..irrh« ftoni fein» Pifhilfh -— Dßrseihen öiß 65 wehren, sondern steht heute an den natürlichen Ver- tei'dlgungsposten. Churchill vergißt ferner, daß nicht Deutschland ' der Blockierte ist, sondern England selbst. Er vergißt, daß ihm heute eine Front vom Nordkap bis zur Biskaya gegenübersteht, daß die Kraft der Achse ungebrochen und in stetigem Anwachsen begriffen ist, und daß England als einigen „Aktiv"-Posten den Verlust der kostbarsten Teile seines Empires verbuchen kann. Heute sind in Deutschland Volk und Heer eins. Ähre Rüstung und ihr Glaube an den Sieg ist nicht zu zutauen ... Vielleicht ist das nächste Dorf weniger versehrt, und sie finden in seinen Häusern Unterkunft. Än den Stuben dieser Häuser werden sie dann zu zehn, zu fünfzehn und vielleicht noch mehr liegen. Die Postenstände müssen dann besetzt gehalten werden. Fast ununterbrochen dauern diese Anstrengungen fort, werden noch so lange anhalten, bis die letzten Reste der eingedrungenen Sowjets vernichtet sind. Das Leichenfeld, das die vorgehenden Kompanien und Regimenter in den genommenen Dörfern zu- rücklassen, ist trostlos. Die schwarzen Punkte, die weithin das Feld bedecken, können keine Gräber finden. Wer soll den steinhart, tiefer als zwei Meter gefrorenen Boden aufgraben, soll die unzähligen Sowjets zusammentragen? Jetzt bleiben sie im Schnee liegen. Nur den eigenen gefallenen Kameraden wird ein Grab geschaufelt. Eine Sprengladung jagt das harte Erdreich hoch, und ein Kreuz i'.n Schnee, von harten Männerfäusten zusammengefügt, besagt, daß hier einer sein Leben gegeben hat in diesem unerbittlichen Kampfe im Osten. So rollt die siegreiche Abwehrschlacht, in der die Reserven der Sowjets verbluten. Wir wissen, daß die Abwehr nicht überall so hart ist wie gerade hier, an dieser Stelle des mittleren Frontabschnittes, an der die Sowjets mit aller Macht den Durchbruch erzwingen wollen, der ihr Kriegsglück wenden soll. Wir stehen an einem der Brennpunkte der Ostfront. Aber wir wissen auch, daß dank des unvorstellbaren Opfer- mutes unserer unvergleichlichen Infanteristen auch an diesem Brennpunkt kein entscheidender Erfolg durch die Sowjets erzielt werden wird. Die Geschichte dieser Kämpfe aber, die mit dem Blut und den zahllosen Entbehrungen der in diesem Winter in vorderster Linie kämpfenden Männer geschrieben wird, wird nie zu vergessen sein. 109 vergebliche Anstürme der Sowjets übertreffen. _ Zweifellos ist sich Churchill selbst darüber klar, daß die Lage von heute nicht im geringsten mit der von 1918 verglichen werden kann. Wenn er es aber versucht, das englische Volk mit dieser primitiven Tour bei' der Stange zu halten und aufzumuntern, so zeigt das allein, für wie verzweifelt er die Lage läligkeil. Deutsche Jäger schossen vier britische Flugzeuge ab. Auf Malta trafen Bomben schwersten Kalibers Unterfeebocllregeplähe im Hafen La Valetta. 3m Seegebiet um England zersprengte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht nördlich Erower einen britischen Geleitzug. Zwei größere Handelsschiffe wurden so schwer getroffen, daß mit ihrer Vernichtung zu rechnen ist. Bei Einflügen einzelner britischer Bomber in die Deutsche Bucht verlor der Feind in der letzten Nacht drei Flugzeuge. Feldwebel ko epp en, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, schoß cm gestrigen Tage vier Gegner ab und errang damit seinen 72. Luft- sieg. artigen Haus am Dürfende Dr. Wulflam gegenübersah und ihm — wie in alter Zeit — von ihren Besuchen in den Hütten der Bläser und Schleifer da liegt seine Schuld — verzeihen Sie es meinem Mitgefühl mit den Armen, wenn ich in solchen Aus- drücken spreche ... wenn ich mir ein Urteil anmaße, das mir an sich nicht zusteht. — Sie rooüen nun also Medizin studieren?" er wechselte das Thema. Oer Wehrmachiverichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im südlichen Abschnitt de,r Ostfront wurden sowjetische Angriffe durch deutsche, rumänische und ungarische Verbände abgewiesen. Im mittleren und nördlichen Frontal»- schnitt dauern die Kämpfe im Wechsel von Abwehr und Angriff fort. Rollende Luftangriffe auf Sewastopol verursachten ausgebreitete Brände im Stadt- und Hasengebiet. In den Gewäsiern der Festung wurde ein Sowjetkreuzer von Bomben schwer getroffen. In Nordafrika beiderseitige Aufklärungs- sollende Lustangriffe auf Sewastopol. Fortdauer der Kämpfe an der Ostfront im Wechsel von Abwehr und Angriff. 500 g ! warm), je wehr obei warmes 5 alles zu et bitten un etwas get Die man ; nicht anet; werben di Gin« n( em Gui Die hat ein sättige auch etwas zu bringen diesen lieb Wie ist 3n manch Nudeln be leicht ist a fannt, das nötigt . Der feurige Gfeu Roman von Hans von Hülfen toi man Nelteig M 11) x d'S-n Sei ft*» Btunb, S l’ubn Strubeltej »eiter au mar men. jer Pf ein ji Seit obe® backen. ®ut u 11,9 einfQ Lke kt pH Miete,' Mtete1 ^Wa 4s । •*4 Siegreiche Abwehrschlacht. Schwerste blutige Verluste der Sowjets. - Unermeßliche Anstrengungen und Entbehrungen unserer Infanterie. Von Kriegsberichter Walter Brandecker. in saft exerziermäßigem Zusammenwirken emge- setzt werden. Panzer und Schützenpanzerwagen nehmen in rasantem Angriff die befohlenen Dörfer. Am gleichen Tag nimmt ein Infanterie-Regiment die Nachbardörfer, unterstützt durch schwere Artillerie. Es ist den Bolschewisten nicht gelungen, schwere Waffen, also Artillerie, mit sich zu führen. Wenige Pakgeschütze und einige schwere Granatwerfer haben sie auf Schlitten mitgebracht. Ihr Angriffsziel war die Stadt M., aus der nun der Angriff unserer Panzerdivision rollt. Die Luftwaffe greift mit Stukas und durch Tiefangriffe in den Erdkampf ein. Die sowjetischen Kräfte haben sich verzettelt. Verpflegungsschwreng- keiten haben ihre Konzentrierung verhindert. In weitestgehendem Maße müssen sie sich von dem ernähren, was sie der Bevölkerung in den von ihnen besetzten Dörfern wegnehmen können. Es sind neue, weit aus dem Osten der Sowjetunion herangeführte Kräfte, Reserven, mit denen die Sowjet- führung glaubt, das Kriegsglück in diesem Winter wenden zu können. In dunkler Nacht marschieren sowjetische Kräfte in Bataillonsstärke auf unsere Stellungen zu. Ihr Tun ist unbegreiflich. Auf wenige Meter, es sind knapp hundert, werden sie durch das zusammengefaßte Feuer der alarmierten Kompanie zusammenkartätscht. In wirren, grauenhaften Haufen, wie sie der Tod auf der Flucht und im Marsch noch ereilte, decken sie den Grund einer Mulde. Hunderte sind es, die hier mit einem Schlag und innerhalb weniger Minuten vernichtet wurden. In den Dörfern ist der Anblick nach unserem Angriff nicht anders. Gefallene, Gefallene und wieder Gefallene. Unermeßliche Blutopfer bringen die em- gedrungenen Sowjetkräfte. Die riesigen Verluste der Sowjets erwecken nur zu leicht den falschen Eindruck, daß der Kampf unserer Infanterie doch nicht allzu schwierig sei. Ge- stehen könnte. Zäh, verbissen und heimtückisch, m je* der Situation noch gewillt anzugreifen, das ist bäs wahre Bild des Gegners. Nie aber wird es möglich sein, die E n t b e h r u n g e n u n d die A n st r e n. g u n g e n , die unsere Infanteristen in die* sen Abwehrkämpsen aus sich nehmen, in Worten DNB. ..., 25. Febr. (PK.) Auf der großen Karte, die an der Wand des einfachen Zimmers hängt, zieht ein Buntstift drei kleine Halbkreise. Die am heutigen Tage von unseren Truppen erreichten Stellungen werden markiert. Es ist das Zimmer des IA eines Armeekorps. Die drei blauen Halbkreise schließen die letzten Felder eines Kreises, der aus vielen dieser kleinen Farbstriche gebildet wird. E i n Ring-ist geschlossen. Inmitten dieses Ringes befinden sich die Sowjetdivisionen, denen ein von Norden her geführter Durchbruchsversuch im mittleren Frontabschnitt gelungen ist, die in der Hoffnung weiter Vorrängen, eine bedeutende Straße zu erreichen. Der Plan war schlau. Seine Ausführung war schlecht. Blindlings sind die Sowjets vorgestoßen. Alle ihre Anstrengungen, die Durch- bruchsstelle offen zu halten, sind durch unsere links und rechts dieser Durchbruchsstelle eingesetzten Divisionen zunichte gemacht worden. Unerbittlich schloß sich das Loch von Osten und Westen her. Damit wurde die Lebensader gesperrt, die den eingedrungenen Sowjets Verstärkungen und Nachschub bringen sollte. Der Apparat einer ganzen Armee geriet in Bewegung. Reserven wurden auf schnellstem Wege herangeführt und bedrohte Stellen durch Stützpunkte gesichert, die dem weiteren Vordringen der eingebrochenen Kräfte Halt geboten. Der leere, von unseren Truppen besetzte Raum, in dem die Sowjets operierten, wurde Kampfgebiet. Von Osten, Westen und Süden schoben sich, allmählich den Ring schließend, die neu eingesetzten Kräfte den Ein- dringlinaen entgegen. Nun ist es soweit. Die Vernichtung der ein-, gebrochenen Sowjetdivisionen beginnt. Eine Panzerdivision hat den Auftrag erhalten, verschiedene Dörfer zu besetzen. Wir haben Zeit. Alle zur Verfügung stehenden Waffen können „Vielleicht die jüngeren Leute, denke ich. Die allein für unsere Serienfabrikation in Frage kommen. Bedenken Sie, Baronesse, wir werden in Zukunft ja keine Kunstgläser in der Sophienau machen — „Sondern Biergläser, wie?" fragte Ulla, ein kaum verhehltes höhnisches Flimmern in den Augen. „Das nicht. Die machen wir anderswo — en gros. Weil nämlich Biergläser ebenso nötig sind wie Kunstgläser, und auf alle Fälle einen größeren Markt haben. Hier werden wir aber doch erheblich bessere Sachen herstellen, so daß die Tradition nicht ganz ausstirbt. Nämlich Gläser für die chemische Industrie, Retorten etcetera. — Also, Baronesse, wenn's soweit ist, lassen Sie mich nur wissen, welches Ihre speziellen Schützlinge sind. — Und den Herrn Baron darf ich um Nachricht bitten, sobald er wieder da ist." Ulla reichte ihm zögernd die Hand und neigte rasch den Kopf mit der braunen Pelzkappe. Sie ließ ihn in Richtung Sophienau davonfahren. Dann ging sie die Chaussee nach dem Dorfe hinunter. Gleich beim ersten Hause begegnete sie dem Meister Glumm-Theo. Er stand am Zaun, musterte sie unter zusammengezogenen Brauen und nahm die Hand erst aus der Tasche, als sie ihm die ihre hinstreckte. „Na, ©lumm? Wie geht's?" „Wie soll's ock giehn, wenn man uff a Stroahe sitza tutt?!" antwortete er mürrisch, „wenn ma muß a Riema enger schnalla, wo ma a ganzes Leba ahrlich georbet Hot?! ... Uff a Hitte, da Hots itze kee Ploatz mehr fier insereens." „Na, Meister, nur nicht gleich den Kopf hängen lassen! Wenns gar nicht mehr reichen will, dann soll Ihre Frau mal zu mir kommen, da helfen wir schon nach. Und es kommen auch wieder bessere Zeiten!" Glumm hob die Hand — es war beinahe eine drohende Gebärde. ,Fju, ju. Die war'n kumma! Kumma war'n die!.. ins Gericht zu gehen. Bezeichnenderweise konnte diesmal Churchill auch über die S ch i f f s v e r l u st e nicht mit einer Handbewegung hinweggleiten. Er mußte — es dürfte ihm wohl sehr sauer geworden sein — sich zu dem Geständnis bequemen: „Unsere Schiffs Verluste waren seit Kriegsbeginn schwer. In den letzten beiden Monaten gab es ein sehr ernsthaftes Anwachsen dieser Verluste." Man darf gespannt sein, ob von den Spießgesellen Churchills im englischen Unterhause auf diese Feststellung hin keiner den Premierminister interpelliert und ihm seine bisherigen Äußerungen, die eitel Optimismus atmeten, um die Ohren schlägt. Es ist doch nicht anzunehmen, daß auch alle Unterhausmitglieder so vergeßlich sind wie das englische Volk und daß sie sich nicht an die Erklärungen Churchills erinnern, wie: „Es ist eine Tatsache, daß die Schlacht im Atlantik sich immer mehr zu unseren Gunsten neigt" (Im Unterhaus am 30. Juli 1941), oder: „Unsere Macht auf dem Meere kann treffen wo sie will", oder: „Die Zerstöruna der U-Boote wird in normaler Weise in dem Ausmaß fortgesetzt, das ich dem Unterhaus seinerzeit mitteilte, nämlich zwischen zwei und vier wöchentlich, und das sind mehr als Deutschland nach unseren Berechnungen zu ersetzen imstande ist" (Im Unterhaus am 6. Dezember 1939). „Die Umstellung der viesigen Kräfte der USA. auf die Kriegsbelange befindet sich erst im Anfangsstadium." Mit diesen Worten läßt Churchill die Katze aus dem Sack und wird plötzlich entgegen seiner sonstigen Gewohnheit ganz kleinlaut. Mister Churchill! Warum das, warum mit einem Male so? Früher hieß es doch ganz anders! Wo bleibt da Ihre Großspurigkeit? Sie waren es doch, der noch am 30. Juli 1941 vor dem Unterhaus erklärte: „Die Vereinigten Staaten gewähren uns ihre Hilfe in einem gigantischen Ausmaß, und ihr Zorn ist derart im Steigen begriffen, daß sie sich dem Rande eines Krieges nähern." Und Ihr Mister Eden erklärte doch in einer Rundfunkrede am 13. Juni 1941: „Die Größe und die großzügige Hilfe, welche wir von den USA. erhalten, machen den Sieg Großbritanniens und seiner Alliierten zu einer sicheren und mathematischen Tatsache." War das alles und noch vieles andere über die gewaltige Rüstungskapazität der USA.-Wirtschaft etwa nur- gesagt worden, um das USA.-Volk leichter in den Krieg hetzen und treiben zu können? Natürlich fehlte auch in dieser Rede die Chloroformspritze nicht. Auch diesmal wiederholte Churchill in altbekannter Sturheit die Versicherung, daß die Lage Englands inzwischen sehr viel g ü n fti g e r geworden sei. Je mehr Prügel England bekommt, desto günstiger gestaltet sich nach Churchills Ansicht seine Lage. Als er in Dünkirchen den europäischen Kontinent verloren hatte, zu schildern. Vome brennt das Dorf, das heute, genommen wird. Zäh wehren sich die Sowjets, und für man* chen von uns ist es die Stunde, in der er sein Leben erfüllt. In diesem brennenden Dorf wird die Kompanie heute übernachten. Kommt die Verpflegung nach ober werden sie abends mit knurrendem Magen ihr Lager, das gar kein Lager ist, beziehen? Werden sie nach einer durchfrorenen Nacht mit frost- starren Gliedern erwachen und nichts von warmem, Tee, von warmer Verpflegung verspüren, bis bann, ' wenn nicht inzwischen der Angriff weitergeht, die Verpflegung nachgekommen ist? Vielleicht kauen sie nur den harten Zwieback der Eisernen Ration upd versuchen, das gefrorene Fleisch in der Büchse auf« D'v Ss flUl r das B üOr s? sch ■S" 1 'Siebe M 6 P* In dir Nm dieses" eignet ; w#?* ■ Meschalt, heißen Koch ,o als ob eines nie hl A' |old) Ms mm [o M ba Ni du toll - v M» I«" aar nicht n Dich hs 1 genannte Q nach seinen wenn es ke sein schwelt mir gefalle Verächter e merkte es Salz, Milch mal zerque uermengt i ausgeschöpi vermeintlich gebräunten gab es zu ^imitierten' es erhob si Wfartof als eine rc wirst du e Abfall du langsam a Körper na genden Nc vollste Nut Also, pn pan einen schweren Schlag nach dem anderen versetzt, vergessen sie, was sie vor Tisch geprahlt, und versuchen, sich in weinerlichem Tone über den bösen Japaner zu beklagen. Es wird ihnen aber auch hier nicht erspart bleiben, bis zum letzten Halm zu ernten, was sie gesät haben. Die ungeheuer schwere Niederlage, die Churchill im Fernen Osten, in Malaya und auf Singapur einstecken mußte, hatte er die Stirn mit Redewendungen abzutun, die die ganze Skrupellosigkeit dieses Hasardeurs und politischen G.ucks- ritters offenbaren. Er, der von den Knegsabstchten Roosevelts gegen Japan wußte, der selbst erklärt hatte, daß in der gleichen Stunde mit der nord- amerikanischen auch die britische Kriegserklärung ausgesprochen werden würde, der also auf d e n Krieg auch im Fernen Osten vorbereitet war, behauptet nun, überrascht worden zu sein Mit 40 000 Mann Truppen, mit Pak- und Flakartillerie sei Singapur verstärkt worden, so! versucht er sich aus diesem Desaster herauszuschwin- deln, doch hätten unglücklicherweise die Flugplätze auf Singapur, bereits unter dem Feuer der japanischen Artillerie gelegen, bevor genügend Flakgeschütze dort gewesen seien. ,Hch habe keine Neuigkeiten, mit denen ich die kärglichen Berichte über Singapur ergänzen kann, die in den Zeitungen erschienen sind. Ich kann darüber hinaus überhaupt keine Erklärung abgeben. Ich habe nicht die Mog- lichkeit, mich in die Einzelheiten einzulassen. Ich mache dem Unterhaus nicht den Vorschlag, Geheimsitzungen abzuhalten, sondern diese Debatte ganz und gar öffentlich zu führen." In seiner grenzen- lo en Angst, in einer Geheimsitzung Farbe bekennen zu müssen, flüchtet sich Churchill wieder einmal m die Oeffentlichkeit, ja, er geht sogar so weit, die Abgeordneten des Unterhauses zu beschworen, selbst in einer öffentlichen Sitzung nicht zu scharf mit ihm Wenn as grüße Gerichte kummt. Wenn a Herr Jesus kummt als Richter, zu richten a Labendiga und a Tutta! Un wenn a zu a Reichen soa'n tutt: Ihr hott die arme Leitla, die hott'r uff de Stroaße geschmissa, daß fe ... un se missa eim Groaba ver- recka — hebet euch von mir, ihr Otterngezichte!" Ulla versuchte zu lächeln, wider besseres Wissen: „Na, lieber Meister, zu diesem Otterngezücht zählen Sie meinen Papa und mich doch hoffentlich nicht?" Glumm kniff die Augenbrauen dicht zusammen, daß ihre graue Wirrnis seinen Blick ganz verhängte: „Sie — Sie san gutt! Aber — aber ich tu blüh eens soa'n: da Himmlische Voda, da hot au am Wirmla ein’ Stachel gega'n! Un wenn amol ... un a Strick im an Hals tutt ins zu enge war'n. Ex vollendete nicht; aber als Ulla sich von ihm verabschieden wollte, grub er die Hände trotzig in die Hosentaschen und ließ sie gehen. Sie ging tief betroffen. Nicht, daß sie den alten Spintisierer, in dessen Kopf es seit langem nicht mehr ganz richtig war, besonders wichtig genommen hätte — er hatte es ja immer mit dem „Jüngsten Tag"; aber an seinem aufrührerischen Verhalten konnte sie doch merken, wie die Stimmung .im Dorfe war. Und war sie schon unter den alten Meistern so, die sich immer halb zur Familie gezählt hatten, wie mochte sie bann erst bei den jungen, stets zur Unzufriedenheit geneigten Burschen sein?! Schweren Herzens ging sie, den Kopf unter niedrigen Türen bückend in all die Häuser, in denen sie so oft mit Wulflam gewesen war, um bei Krankheiten beizustehen, Arznei, Lebensrnittel, Geld zu verteilen. Und überall mußte sie die bitteren Klagen hören und dasselbe sagen: daß man sich nur an sie wenden solle, wenn einmal die Wasser zu hoch stiegen. (Wie gut, daß ich, jetzt die Mittel habe, zu helfen!, dachte sie immer wieder), und daß sie sich bereits beim neuen Direktor der Sophienau für Wiedereinstellung der Arbeiter eingesetzt habe... Die halb bittend, halb zweifelnd und ungläubig auf sie gerichteten Augen taten ihr weh. Sie haderte innerlich unablässig mit dem Vater, daß er diese Not über so viele Menschen gebracht habe, und dachte, daß ein Glück nicht geraten könne und dürfe, wenn es mit so vielem Unglück anderer erkauft sei... erzählte. „Ich bin so ungerecht —", sagte sie trübe: „Ich klage immerfort Papa an. Und dabei müßte ich doch ganz allein mich selber anklagen." ,/Sie —?".antwortete er tief erschrocken: „Aber, liebe Baronesse Ulla — wenn einer an dem ganzen Unglück unschuldig ist, sind Sie es in meinen Augen. Sie haben mir selbst gesagt, daß„Sie von dem Verkauf nicht einmal gewußt haben!" - „Und doch bin ich schuldig, Wulflam. Diel schul- diger als Papa. Ich habe am Weihnachtsabend, als er mir von seinen schrecklichen Heiratsplänen sprach — Sie sollten sehen, wie das ganze Schloß verwüstet ist, dieser Heirat zuliebe! —, da habe ich von ihm verlangt, daß er mir mein Muttererbe auszahlt. Ich habe nicht bedacht, daß das Geld ja nicht auf der Bank lag, sondern in den Unternehmungen steckte. Jetzt fällt mir ein, er hat mich darauf aufmerksam gemacht, aber ich habe es überhört, und da beginnt meine Schuld. Er hat sich offenbar nicht anders zu helfen gewußt, als durch den Verkauf der Sophienau ... Hätte ich das vorausgesehen, nie, nie hätte ich solche Forderung gestellt!" „Und warum taten Sie's überhaupt? „Warum? Weil ich weg wollte. Weil ich meine Freiheit haben wollte. Weil ich nun endlich, endlich meinen alten Traum erfüllen wollte, zu studieren. Weil ich mich ganz auf eigene Füße stellen wollte. — Es war sehr selbstsüchtig^ Und das hat sich gerächt." Er schüttelte den Kops — langsam, nach seiner bedächtigen Art. „Nein — Sie sollten so nicht denken, liebe Baronesse Ulla. Sollten sich nicht mit solchen Gedanken quälen, die nicht den geraden Weg gehen. Als Sie Ihr Erbe verlangten, konnten Sie nicht wissen, daß der Verkauf der Sophienau die unmittelbare Folge sein würde. Nicht wahr? Und damit sind Sie in den Augen jedes gerecht Urteilenden von aller Verantwortung frei. Die Verantwortung bleibt auf den Schultern Ihres Vaters liegen. Der mußte Ihnen ging es nach feiner Ansicht gut, als er in Afri k a die schwersten Schlappen erlitt, war die Lage nie so aussichtsreich wie damals. Nachdem er jetzt Singapur verloren hat, nachdem er ohnmächtig deutsche Schlachtschiffe durch den Ka- n a l paradieren lassen muß und nachdem ihm die Unterseeboote und die deutschen Flieger von Tag zu Tag mehr Schiffe auf den Grund des Meeres schicken, ist nach ihm die Lage Englands noch viel günstiger geworden. Und das läßt sich das englische Volk bieten! Die Haupthoffnung gründete Churchill m ferner Rede auf die Behauptung, daß man ja keiner „sensationellen Siege" bedürfe, um diesen Krieg gewinnen zu können. Churchill spekuliert hier darauf, daß es diesmal auch so gehen könne wie beim letzten Weltkrieg. Er übersieht aber, daß dieser stumpfsinnige Vergleich diesmal nicht paßt. Deutsch- un h i°ch f ä nd er t nVaq“ ‘ a l's" i m letzen! Englands"« diesem Kriege halb Nur mehr mit der Weltkrieg. Es ist ihm gelungen, die Fesseln zu Verlogenheit kann er sich aus der Derleg-nheE sprengen, die es damals umklammert hielten, es! retten. „Sa. — Und Ihre Konkurrentin werden." Ulla zwang sich zu einem Lächeln — seine Worte hatten ihr so wohlgetan, sie fühlte, daß er recht hatte, und fühlte vor allem dankbar, wie er sich mühte, die bösen Geister zu verjagen, die sie quälten ... Und Sie, Doktor?" fuhr sie fort, „wenn rch heute nachmittag nach Dresden zurückreise — welche Antwon soll ich meinem Onkel in Ihrer Sache bringen? Sie haften sich Bedenkzeit erbeten. Aber mir schien doch ... in Dresden und gestern während der Fahrt, Ihr Entschluß, die Stellung anzunehmen, stände schon fest?" Wulflam antwortete nicht sogleich. Er stellte, wie er oft beim Nachdenken tat, die Spitzen seiner sehr weißen Finger gegeneinander. Sie sah, wie es in seinem Gesicht arbeitete. „Stand fest —", sagte er endlich. „Ja, beinahe, Baronesse Ulla. Und nun ist er doch wieder ganz ins Wanken gekommen, und aus dem freudigen Ja wird ein gewissermaßen betrübtes Nein." „Die Gründe?" „Ach, warum fragen Sie nach den Gründen? — Sehen Sie, wenn ich nach Dresden gegangen wäre, dann hätte ich's nicht aus den Gründen getan, die Sie wahrscheinlich voraussetzten. 9Hd)t, um .weiterzukommen' und einen .größeren Wirkungskreis' zu haben und so fort. — Sie wissen ja was ich darüber denke. Sandern aus sehr viel selbstsüchtigeren Gründen. Ich wäre der Assistenzarzt Ihres Herrn Onkels geworden, einzig und allein, weil ich — aber nun lachen Sie nicht, Baronesse, und halten Sie mich nicht für dreist! — weil Sie in Dresden waren. Weil ich bann Gelegenheit gehabt hatte. Sie täglich wenigstens zu sehen und ein bißchen mit Ihnen zu plaudern und sogar mit Ihnen zusammenzuarbeiten, wie hier, und vielleicht hin und lieber einmal mit Ihnen ins Theater zu geben, wie am Sonntag." (Fortsetzung kyM Berlin, 25. Febr. (DNB.) Eine westdeutsche Infanterie-Division stand im Raum n o r b o ft • roärts des Ilmensees vier Wochen lang m harten Abwehrkämpfen gegen besonders schwere Angriffe der Sowjets. 109 mal rannten die Bolschewisten in den Tagen vom 13.1. bis 19.2. gegen die deutschen Linien an. Immer wieder brachen die Angrifte in unserer Gegenwehr zusammen. Im Der- lauf der bei Tag und Nacht anhaltenden Kampfhandlungen, die häufig ui Nahkämpfen führten, mußte der Feind unter Zurücklassung vieler Gefallener und Verwundeter immer wieder zurückgehen. Nach bisher vorgenommenen Zählun- aen und vorsichtiger Schätzung 'betragen die Ver- lüfte des Feindes etwa 15 000 Mann. Dazu kommen noch die Gefallenen und Verwundeten durch das wirksame Feuer der deutschen Artillerie und die Angriffe der Luftwaffe, die zahl- reiche feindliche Bereitstellungen oder in be» Entwicklung befindliche Vorstöße immer wieder zerschlugen. Bei den Kämpfen wurden Gefangene von 28 verschiedenen bolschewistischen Regimentern gemacht, so daß also in der angegebenen Zeit nach und nach mindestens 28 feindliche Regi - meuter gegen die Truppen dieser Division in den Kampf geführt wurden. Die schweren Verluste, die die Sowjets in diesem Abschnitt hatten, zwangen sie, ab Mitte Februar ihre Angriffe wesentlich em« zuschränken. 328 feindliche Angriffe abgewiefen. Im Raum südostwärts d-es Ilmensees haben deutsche Truppen in mehr als vierwöchiaem Kampfe immer wieder erneut vorgetragene An- vonnerrtaq. 26. Hebruar ^42 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 48 Zweiter Blatt Aus dem Reiche der Krau gäbe. Grießklöße. G *> Bubimaterial, — sie hat eine Blende und einen Ein ß^^fleilquelle KarisIprudel kalten Klößchen abstechen und in heißem Fett braten. Auch einfache Grießklöhe sind eine geschätzte Bei- Ze gleiches Preisen io Apotheken. Drogerien end durch die Bronneoverwaitung Biskircheo • Ruf 44 - erhältlich. % Liter Wasser, Salz, 250 bis 300 g Grieß, 20 g Fett, 3 geriebene rohe Kartoffeln. Wasser mit Salz zum Kochen bringen, Grieß einstreuen und unter ständigem Rühren so lange kochen lassen, bis sich der Grießkloß vom Topf löst. Dann gibt man die übrigen Zutaten hinzu, und sticht mit einem Löffel kleine Klöße ab, die man in kochendem Wasser 10 Minuten ziehen läßt. Zum Schluß noch ein herzhafter Eintopf, der besonders gut schmeckt. die Aermel kimonoartig angeschnitten. Die kurze Bolerojacke (links) ist aus dem Kleidoder aufzuhängen (die frühere Regel, einen Strumpf von rechts und links gründlich zu waschen ist nur noch für Herren- und Kinderstrümpfe gültig). Zum Stopfen feiner Strümpfe versucht man das Garn in genau passender Farbe zu wählen. Da die meisten Strümpfe zuerst an den Hacken durchgescheuert werden, ist es zweckmäßig, die gefährdeten kann man z. B. etwas gedünstetes Weißkraut nehmen. Der Teig wird mit Hilfe des Tuches eingerollt, auf ein gefettetes Blech gelegt, oben noch mit etwas Fett oder Milch bestrichen und bei Mittelhitze gebacken. Gut schmeckt auch eine Gemüsepastete, die man aus einfachem Hefeteig herstellt. Gemüsepastete. 250 g Mief)I, 25 g Hefe, etwa % Liter Milch, Salz, 1 kg Kohlrüben oder andere Gemüse, 30 g Fett, 20 g Mehl zum Binden des Gemüses, Salz, Kräuter. Man stellt einen Hefeknetteig her, den man gut gehen läßt. Man rollt ihn aus, belegt mit % des Teiges eine gefettete Auflaufform, gibt das gedünstete, gut abgeschmeckte Gemüse darauf und legt den Rest des Teiges darüber. Die Teigplatte wird mehrere Male durchstochen. Man bäckt die Pastete etwa 45 Minuten. Eine leckere Beigabe zu Gemüse oder Salat sind gebratene Grießklößchen. % tziter Waffer/225 g Grieß, Salz, etwas Fett. In das kochende Wasser den Grieß einstreuen, dick ausquellen lassen und abschmecken. Nach dem Erstellen im voraus zu schützen: man stopft sie von links mit dünnen, in der Farbe genau passenden Fäden schräge durch, und zwar mit ganz kleinen, außen fast unsichtbaren Stichen. Die Zuckersparkaffe. Zwar ist es noch lange hin bis zum Sammer mit seiner Obsternte und dem Einmachen. Aber wir wollen trotzdem jetzt schon mit dem Zuckersparen beginnen, um während der Einkochzeit mit einem genügenden Vorrat versehen zu sein. Während wir in früheren Jahren die Zuckersparkasse einführten, um nachher nicht auf einmal die große Geldausgabe zu haben, schütten wir jetzt im Kriege trotz der Zuckerzuteilung gleich wieder etwas Zucker in die leeren Gefäße, um einen kleinen Vorrat anzusammeln. Vielleicht können wir in jeder Zuteilungs- Oie „Quelttarioffel". Pellkartoffeln — Quellkartoffeln — wie man sie auch nennen möge, richtig ist, daß sie leider wenig Sympathien haben, besonders bei den Männern. Es ist begreiflich, denn kommen sie mit der Schale auf den Tisch, so verleidet das'dem Ehemann ganz und gar das Essen, selbst dann, wenn er sie geschält bekommt von einer noch so lieben Hand: er muß warten auf das Schälen; des öfteren sind sogenannte „seifige", d. h. nicht mehlige Kartoffeln darunter; das Salz fehlt, man muß mit dem Streuer nachhelfen — kurz, alles Dinge, welche die Gemütlichkeit stören. Die Salzkartoffeln, hierzulande meist „Salzstücke" genannt, sind doch bequemer und schmackhafter, heißt es! Liebe Hausfraul Das braucht nicht so zu sein. Ich will dir erzählen, wie ein Ehemann, leiden- schaftlicher Gegner der Quellkartoffel, bekehrt wurde. Du mußt es nur folgendermaßen anfangen: Suche dir gleichmäßige, nicht zu kleine Kartoffeln (denn diese sind meist nicht mehlig und somit besser geeignet zu Kartoffel-Gemüse und Kartoffel-Salat), wasche sie gut und koche sie mit etwas Salz gar. Abgeschält kommen sie nun wieder in den noch heißen Kochtopf, und Zwar halbiert oder geviertelt, so als ob man Salzstücke hätte. Nun streue etwas feines Salz darüber und schwinge sie tüchtig im Topf um, damit sie abdampfen und etwas zerfallen wie die Salzkartoffeln, vorausgesetzt, daß der Gatte solch mehlig zerfallende Kartoffeln liebt. Andernfalls mußt du sie nur vorsichtig schütteln, nur eben so viel, daß sich das Salz gut damit vermengt. Hast du nun noch eine gute oder pikante Soße Saflu — sie muß nicht immer von Braten und Fleisch sein — so wette ich, daß der Cbegemahl es gar nicht merkt, daß du keine Salzstücke auf dem Tisch hast und dir vielleicht noch — wie der obengenannte Quellkartoffel-Gegner — auf deine Frage nach seinem gesegneten Appetit antwortet: „Tjaa, wenn es keine Quellkartoffeln gibt und die Kartoffeln schmecken so gut wie diese, dann lasse ich es mir gefallen." Alsdann aß selbiger Quellkartoffel- Verächter eine ganze Woche lang Pellkartoffeln unmerkte es nicht: einmal als Brei, sehr zart mit Salz, Milch und etwas Butter verrührt, ein andermal zerquetscht, mit ganz wenig Milch und Salz vermengt und mit dem Löffel zu kleinen Klößen ausgeschöpft, oder als Zwiebekkartoffeln, d. h., die venneintlichen Salzkartoffeln waren obenauf mit gebräunten Zwiebellöckchen „verbessert", jedenfalls gab es zu Gemüse- und Fleischspeisen nur noch die ,,imitierten" Salzstücke, wie oben geschildert, und es erhob sich nie mehr eine Klage ob der verhaßten Quellkartoffel. Daß eine solche schneller geschält ist als eine rohe, ist obendrein auch ein Vorteil. Dazu wirst du erstaunt sein, liebe Hausfrau, wie wenig Abfall du hast, wie dein Kartoffelvorrat nur sehr langsam abnimmt, und daß du außerdem deinem Körper noch die wertvollen, unter der Schale liegenden Nährstoffe zuführft, ist eigentlich der wertvollste Nutzen. Also, probier's einmal wie ich! Eine Hausfrau. kragen aus dem grünen Stoff. Die lange, durchgeknöpfte Jacke^ (rechts) mit den großen Rahmentaschen ist aus dem grünen Wollstoff gearbeitet, — sie wird in der Taille mit einem schmalen Stoffgürtel zusammengehalten. Die Knöpfe sind mit Stoff bespannt. H. schlichtes, zweifarbiges Wollkleid mit zwei Jacken für junge Mädchen schlagen wir heute vor. Das Kleid (Mitte) ist aus hellbraunem Material mit einem Blusenvorderteil aus mandelgrünem Wollstoff. Den braunen Seitenteilen der Bluff sind >er Sowjets ne westdeutsche im nordest« Wochen lang in sonders schwere annten die Balbis 19.2. gegen eher brachen die mmen. Am Der» nhaltenden ig zu Nahkämp- t Zurücklassung immer mietet menen Mun» agen die Ber« r 000 Mann, urö Verwunde« r deutschen Ar« muffe, die zahl« ober in de» wer wieder zer« Gefangene von Regimentern ge« jenen Zeit nach dlicheRegf ■fer Division in jmeren Verluste, hatten, zwangen e wesentlich em* Buntes Allerlei mit Graupen. 250 g Graupen, 1 Kopf Wirsingkohl oder anderes Gemüse, etwas Suppengrün, Lauch, 40 g Fett oder 125 g fetteres Hammel- oder Rindfleisch, 750 g Kartoffeln, 1 Liter Wasser oder Brühe, evtl. Petersilie oder Schnittlauch, Salz. Die eingeweichten Graupen werden mit dem Wasser halb weichgekocht. Wird Fleisch verwendet, so kocht man es mit den Graupen zusammen fast weich. Die geputzten Gemüse werden mit der Zwiebel in wenig Fett ange- dünstet, die vorher in Würfel geschnittenen Kartoffeln' dazugeaeben und mit den Graupen zusammen gekocht. Man schmeckt mit Salz ab und streut etwas Kräuter darüber. Gute Kost zur Winterzeit. Die Hausfrau hat es jetzt manchmal nicht leicht, ein sättigendes Gericht, das gut schmecken und doch auch etwas Abwechslung bringen soll, auf den Tisch zu bringen. Einige kleine Vorschläge können ihr bei diesen Üeberlegungen vielleicht helfen. Wie ist es z. B. mit dem Herstellen von Nudeln? In manchen Gegenden ist das Selbermachen von Nudeln beinahe Ehrensache der Hausfrau. Aber vielleicht ist auch diesen geübten Hausfrauen nicht bekannt, daß man dabei nicht unbedingt Eizusatz benötigt. . Nudeln (ohne E i). 500 g Mehl, Salz, etwa V* Liter Wasser (lauwarm), je nach der Quellfähigkeit des Mehls etwas mehr oder weniger. Mehl sieben, Salz und lauwarmes Wasser in die Mitte geben und von da aus alles zu einem festen, aber geschmeidigen Teig durchkneten und dann dünn ausrollen. Wenn der Teig etwas getrocknet ist, schneidet man ihn in Streifen, die man zum Trocknen etwas ausbreitet, damit sie nicht aneinanderkleben können. Nach dem Trocknen werden die Nudeln wie üblich verwendet. Ei«e nette Abwechslung im Küchenzettel ist auch ein Strudel, den man z. B. mit Gemüse füllt. Man stellt dafür Nudelteig (die Hälfte des Rezeptes) her, in den man noch 10 g Fett und evtl, ein Ei gibt. Den geschmeidigen Teig, den rhan so lange geknetet hat, bis er glatt ist und Blasen bekommt, legt man zum Ruhen Vi Stunde unter eine erwärmte Schüssel. Dann wird ein sauberes Tuch ausgebreitet, bemehlt, darauf der Die pflege der Strümpfe. Strümpfe sind allzeit Sorgenkinder ihrer Trägerinnen, heute mehr denn je,, sollen doch die zur Verfügung stehenden Paare möglichst lange in autem Zustand bleiben. Wie erreichen wir das bei dem oft so empfindlichen Gerpebe? Als erstes ist da zu beachten, daß jedes neue Paar Strümpfe vor dem Anziehen in lauwarmem Wasser durchgewaschen wird. Hierdurch wird neben der besseren Elastizität erreicht, daß die Strümpfe beim Feuchtwerden durch Regen z. B. nicht mehr so wasserempfindlich sind und somit die ärgerlichen Wasfer- flecke in Fortfall kommen. Im übrigen braucht, zu- mindesten was Damenstrümpfe anbelangt, aus dem Strümpfewaschen keine große Sache gemacht zu werden. Da es erfahrungsgemäß besser ist, feine Was sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Oie Speisekammer. Eine Speisekammer hat jede Hausfrau, und wenn es auch keine „Kammer", sondern nur ein Schrank, Brett, Wandfach oder sonst irgendein Platz ist. Die Wohnungen ohne eine besondere Speisekammer machen viel Kopfzerbrechen und Mühe. Man möchte beim Kochen alles griffbereit haben und muß beim Aufbewahren in der Küche selbst der Wärme lindes Dampfes wegen sehr vorsichtig sein. Aber auch auf Schranken, Hängeböden oder sonstigen Abstellräumen darf man nichts aus dem Auge verlieren, sondern muß immer wieder einen Kontrollgang machen. Das Eingemachte vor allem verlangt feine Pflege. Jede Woche, am besten an einem bestimmten Tage, unterziehe man alle Gläser und Flaschen einer Prüfuna. Wenn die Gläser noch so lange gehalten haben, so können sie plötzlich durch unbemerkte Ursachen aufgehen. Besonders gilt das für Saft und Marmelade, die durch plötzliche Wärme wieder in Gärung übergehen können. Hier achte man auch auf Schimmel; etwas Schimmel ist keineswegs beim ruhig end, doch muß man ihn beobachten, ob er nicht zu schnell weiterfrißt. Macht man ein Marmeladen- glas mit einer Schimmelschicht auf, so entfernt man vorsichtig den Schimmel und kocht die Marmelade wieder auf. Ist die Marmelade in Gärung überae- gangen (oft ein Zeichen, daß sie zu kurz eingekocht, ist), so verliert sie leicht den Geschmack. Dieser Schaden behebt sich am besten, wenn man sie mit einer anderen, möglichst durchdringenden, z. B. Apfelsinen- oder Johannisbeermürmelade, zusammenkocht. Hat man in Blechdosen eingemacht, so achte man auf eine eventuelle Verbeulung der Büchsen; gehen die Büchsen hoch, müssen sie schleunigst aufgemacht unverbraucht werden. Sprudelt beim Oeffnen schon der Saft heraus, so muß man ihn fortgießen, kann aber oft noch die Früchte verwerten. Auch auf Mehl und Nährmittel muß geachtet werden. Man darf sie keineswegs längere Zeit außerhalb eines Schrankes in Tüten aufbewahren, sondern muß sie unbedingt in gut verschließbare Porzellan- oder Glasbehälter tun. Es empfiehlt sich, das Einkaufrdatum zu vermerken und immer zunächst die älteste Ware zu verwenden. Trotz alledem ist man vor unwillkommenen Mitessern nicht sicher. Man kann schon beim Einkauf kleine Maden in den Nährmitteln haben, die sich rasch vermehren. Am peinlichsten ist es bei den Haferflocken, weil sie verspinnen, d. h. zusammenbacken; dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sie mit der Hand durchzusuchen und umzuschütteln. Grieß säubert man am besten von Maden, indem man ihn durch ein grobmaschiges Sieb laufen läßt. Beim Mehl empfiehlt sich dementsprechend ein engmaschiges Sieb. Etwas schwieriger ist es bei den Graupen. Entdeckt man hier Maden oder Mehlkäfer, so muß man alles einzeln durchsuchen. Bei größerem Schaden ist es am praktischsten, die Graupen leicht anzurösten (natürlich nicht solange, daß sie braun werden). In der Hitze werden die Schädlinge mit absoluter Sicherheit getötet. Man nimmt dann die erhitzten Graupen, schüttet sie löffelweise auf ein Blatt Papier und durchsucht sie aufmerksam nach den kleinen toten Tieren. Es ist auf jeden Fall wichtig, die Lebensrnittel zu erhalten. Wer sich der Mühe und Mehrarbeit des Aussuchens nicht unterziehen will, darf sich auch nicht die kleinsten Vorräte halten, sondern soll lieber von der Hand in den Mund leben. Denn jeder Verlust trifft nicht nur den einzelnen, sondern schadet der Sicherstellung der deutschen Dolksernährung. E. v. S. periode wenigstens ein halbes oder gar ein ganzes Pfund Zucker einsparen. Wir müssen dann zwar mit dem Zucker äußerst haushalten, aber wir können ja bei einigen Gerichten ganz gut Süßstoff an Stelle von Zucker verwenden. Jeden Monat ein kleines Quantum Zucker zurückgelegt, ergibt in einem halben Jahr ein hübsches Häuslein, und mir haben dann, wenn wir plötzlich fünf, ja sogar zehn Pfund Zucker zum Einmachen oder Saftherstellen gebrauchen, eine ansehnliche Menge in Vorrat. Ob Kleingartenbesitzer oder städtische Hausfrau, jeder kann im Sommer Beeren- und Steinobst, einmachen. Apfelsinen- und Zitronenschalen. Die Schalen von Apfelsinen und Zitronen sollten nicht achtlos fortgeworsen werden, da sie sich aus verschiedenste Art als Würze verwenden lassen. Aus einfache Art stellt man sich ein vorzügliches Gewürz für Süßspeisen und Gebäck her, indem man die Südfrüchte dünn schält, die Schalen an warmer Herdstelle oder in der Ofenröhre gut austrocknen läßt und dann bis zum Gebrauch in Schraubgläsern oder Stoffbeuteln aufbewahrt. Eine andere Art der Konservierung besteht darin, daß man die abgeriebenen Schalen mit so viel Zucker vermischt, daß man eine krümelige Masse erhält, die gleichfalls in Schraubgläsern aufbewahrt und ebenso wie getrocknete Schalen verwandt wird. Außerdem tonnen die gezuckerten und geriebenen Schalen auch zum Bestreuen von Kuchen und Süßspeisen gebraucht werden. Im Wasser weichgekochte Apfelsinenschalen kann man in Zuckerlösung kochen und erhalt dann ein Gewürz, das ähnlich wie Zitronat zu verwenden ist. Durstlöschend und wohlschmeckend ist ein Limonadenextrakt, den man aus Apfelsinenschalen oder auch Apfelsinen- und Zitronenschalen vermischt zubereiten kann. Dazu werden sechs Südfrüchte dünn geschält und mit einem Liter abgekochtem, erkaltetem Wasser übergossen. Dann fügt man 400 Gramm Zucker und 15 Gramm Weinsteinsäure hin- zu und läßt das Ganze unter gelegentlichem Umrühren 24 Stunden zugedeckt stehen. Dann wird die Flüssigkeit abgegossen, in verschlossenen Flaschen aufbewahrt und mit Wasser vermischt verwandt. ‘Ä “Ubfjjx er (ejn oN. »itb Än '.Ä r ist t/Wem •ü°n «en, bi->n A > ®räb„ J5 j»tt «ein $2 Zchmnen. V°en gegeben ™ Wen. °vlchl°cht, oet< * nicht über« *1« Stelle les ■e eomjets mit gen wollen, der * an einem °nt Aber wir Waren Opfer« «riften auch Seither Erfolg wird. Die @e« dm Blut und diesem Winter mer geschrieben j »en ®.r“5n teei'nÄ* n .te«' J^irhinB8; el>r ’**, S J*代 Ä!< Mis Beleuchtung richtig — doch sparsam? Es ist notwendig, mit dem Strom zu sparen, das wissen wir alle. Doch darf das nicht auf Kosten unserer Augen geschehen. Richtige Beleuchtung bei geringstem Stromverbrauch ist also die Parole. Und die Wsung dieser Frage ist leichter als man denkt. Stromverschwender sind die Hängelampen, Lüster. Armleuchter, die von der Decke herabhängen und eine Menge Glühbirnen besitzen. Sie geben dem. ganzen Raum wohl Helligkeit, jedoch für eine Näh-, Schreib- oder Stopfarbeit langt sie nicht aus. Ganz abgesehen davon, daß sie viel zu viel Strom verbrauchen. Bemühen wir uns, die große Mittellampe sc» wenig wie nur irgend möglich zu benutzen. In Durchgangszimmern drehen wir alle Birnen lose bis aus eine einzige recht kleine. Sie genügt vollkommen, um uns den Weg durch das Zimmer zu weisen. Zu allen Arbeiten jedoch wird eine Stehlampe zu Hilfe genommen, deren Lichtverteilung so reguliert sein muß, daß sie lediglich nach unten und etwas seitlich leuchtet. Keinesfalls soll die Leuchte hinter dem Arbeitenden Stehen- denn dadurch wirst sie den eigenen Schatten auf die Arbeit. Auch wenn das Licht von rechts einfällt, ist die Beleuchtung falsch, denn der Schatten der rechten Hand wirkt ebenfalls störend. Dunkle Schirme verschlucken zuviel Licht. Ist die Stehlampe richtig aufgestellt, so ermöglicht sie allen Familienmitgliedern das Arbeiten bei richtiger Beleuchtung. Arbeit bei ungeschützter Glühbirne ist den Augen schädlich, weil sie blendet. Es ist ratsam, in Augenhöhe einen hellen Schirm anzubringen, der das Licht gleichmäßig verteilt. Im Notfälle genügt ein Bogen weißes Papier. Zum Nähen dunkler Stoffe breite man ein helles Tuch auf dem Tisch aus und binde sich eine weiße Schürze ober ein weißes Tuch um. Dadurch wird die Helligkeit zurückgestrahlt. Licht sparen soll uns ein Gebot der Stunde fein, doch darf es keinesfalls mit dem „Augenverderben" auf eine Stufe gestellt werden. Eine einzige richtig angewandte Glühbirne kann uns besseres Licht zuni Arbeiten verschaffen als ein großer Kronleuchter mit vielen Lampen. H. v. L Strümpfe nach jedesmaligem Tragen zu waschen, so Strudelteig etwas ausgerollt und mit den Händen genügt es, jeden Strumpf leicht durchzuwaschen und weiter ausgezogen, bis er sehr dünn ist. Zum Füllen! nach zweimaligem spülen in ein Tuch zu rollen ibMiesen. 5 2lmens.ee? ils vienoöchstem Mtragene^m' t getan -.un° cje es meinen! n Urte« atm* Ke wollen nun Ze das Thema, n °>-rdcn ^"° ine •4*5 Aber mir »r-ndd'fftänd- ^nehmen- ’P'E «je e« hl'tifli Ks L-sS> 1^0°; Jj, Rrt* to.Ä?s -b-Äb,ch°! r W tf PÄ?BI». “ S<‘eUer !i°- Win jty ®“,,Ä*rf ll-h 6“ Nicht alle können am Kampfe gegen ben Feind- teilnehmen. Auch ber Dienst in ber Heimat, wozu bie Bewachung ber Kriegsgefangenen gehört, ist für ben Verlauf und den Enderfolg des Krieges von größter Bedeutuna. Unsere Frontsoldaten haben unter Einsatz von Leben und Gesunbheit die Kriegsgefangenen eingebracht, in ber Heimat sollen und müssen sie betreut, bewacht und einer für das deutsche Volk nutzbrin- genben Tätigkeit und Arbeit zugeführt werden. Der französische, belgische, serbische und englische Kriegsgefangene ist und bleibt unter Gegner, aber als un- bewaffneter Feind hat auch er Anspruch auf Achtung feiner Person unb seiner soldatischen Ehre. Das gesamte Kriegsgefangenenwesen wirb nach den gesetzlichen Bestimmungen von einer wohldurchdachten militärischen Organisation geleitet, und zwar von ber höchsten Kommandostelle beim Oberkommando der Wehrmacht herab bis zum Mhrer eines Arbeitskommandos und den Wachleuten in Stadt und Dorf. Denn bie in früheren Kriegen übliche Einrichtung der Verwahrung der Kriegsgefangenen in geschlossenen Lagern gestattet der moderne Krieg mit seiner engen Verknüpfung von Wehrmacht und Wirtschaft nicht mehr. Außer in den großen Stammlagern befinden sich aus diesem Grunde die Mehrzahl der Kriegsgefangenen in größeren ober kleineren Einzellagern, von wo aus sie bei Industrie und Landwirtschaft vom Stammlager durch Vermittlung des Arbeitsamtes eingesetzt werden. Auf diese dem Arbeitseinsatz ber Kriegsgefangenen dienenden und danach benannten . Arbei^kommandos", geleitet vom Kommanbofüh- rer, erstreckt sich ber Aufgaben- unb Tätigkeitskreis ber Wachmannschaften. Diese Aufgaben aber st e l - l e n an den Wachmann höchste Anforde- Im Kriege rst es schwer, auch für wichtige Kleinigkeiten des täglichen Lebens Ersatz zu beschaffen. Um so mehr müssen sie geschont werden.,Stecker für elektrische Leitungen müssen vor Herunterfallen ober ...... qor Drauftreten bewahrt werden. Niemals darf den bie Hausfrauen gebeten, bie Schwierigkeiten, ein Stecker an ber Schnur aus ber Dose gezogen bie sich bet ber gesamten Milchanlieferung und ins- wcrden Die Anschlußschnüre sollte man behandeln besondere auch der Milchverteilung für den Klem- . wie der Seemann sein Tau: nur nach einer Seite, Verteiler ergeben, zu berücksichtigen. Es ist also nicht nach ber es seinen „Drall" hat, nach der auch die bas Verschulben des Milchmannes, wenn biefet WWW Z^SCHUNGSN^®. über 38 e vor.