Mittwoch. 25. November 1942 2. Jahrgang Nr. 278 r Jk ▲ w* Mitttr Gietzener Anzeiger tnd mtb Verla-: Neue deutsche Waffen lekannt suchen. Ehrung I wnferpanzern auf einen großen Gebäudekomplex V btr Bolschewisten stand das ganze seit Tagen zäh ßen r 12 nfiflR7/ hrureFeuergeschwindigkeit aus. In einer ^-1 Minute können 3000 Schuß den Laus verlassen. Ilnute können 3000 Schuß den Laus verlassen. Id er Ge schütz bau kunst verdankt. Raumgewinn in Tunesien Oldere Zerstörungen. Im Hafen von Algier wurde f dttch unsere Kampfflieger ein feindlicher Zerstörer sirk beschädigt. Ein als Truppentransporter be- m ngen iken ■1942 ingang 06051, pe erbe rannen m tnll waren rinnen. Erbitterte Abwehrkämpfe im Nordteil des Oonbogens und südlich von Stalingrad fielet bei oltfl unb Zbnriot; irjchetll. ipe S. 41. ans Sei nrung ligung erden, leid)»- lovem* t ond mnten erden. Wieseck 'ebnn^ für einen verdienten Waffenkonstrukteur In diesen Tagen wurde der Chefkonstrukteur und Leiter der Artillerie, und Röstungskonstruktion bei der Friedrich-Krupp-AG., Direktor Dr.-Jng. Müller. anläßlich seines 50. Geburtstages durch Glückwünsche des Führers und des Reichsministers Speer ausgezeichnet. Generalmajor Hartmann vom Reichs. Ministerium für Bewaffnung und Munition überreichte ihm im Auftrage des Führers dessen Bild mit eigenhändiger Unterschrift und im Auftrage von Reichsminister Speer ein Gemälde von Professor Gerwin. Der Führer zollte damit einem Konstruk- teur Anerkennung und Dank, dessen hervorragendem Wirken die deutsche Wehrmacht Meisterwerke Das Schicksal Franzöfifch-Westaftilas. Vichy, 24. Nov. (DPB.) Nach dem britisch- nordamerikamschen Ueberfall auf Marokko und erti :1). n war, fällige' :e dar-! Tabelle it noch ament-1 gestern dichter cher. - apester en am Jama). dwebel ®W1 Walter (turnen hWe ucht.I Waltet : die;, i twirtr I 0 Ka. große °.daß seines Loses Waffen hatten. Die Zahl der seit dem 22.11. an den beiden Abwehrfronten am Donbogen und südlich Stalingrad abgeschossenen feindlichen Panzer wird auf mehrere hundert beziffert. 0er Wehrmachtbericht. D7lB. Aus dem F ü h rerha u p t q uartl er. 24. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m kaukafusgebiet verhinderte die ungünstige Witterung größere Kampfhandlungen. Südwestlich Stalingrad und im großen Donbogen sind die Sowjets unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material in die Verteidigungsfront am Don eingebrochen. Die Gegenmaßnahmen sind im Gange. 3n den harten und wechselvollen Kämpfen der letzten beiden Tage wurden mehrere hundert feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Verbände der deutschen und rumänischen Luftwaffe griffen trotz ungünstigen Flugwetters laufend in die Erdkämpfe ein. 3n Stalingrad selbst nur örtliche Kampftätigkeit. Erneute heftige Angriffe des Feindes gegen mehrere Stützpunkte des Ilmensees brachen zusammen, 3m Mündungsgebiet des Wolchow wurden feindliche Transportzüge durch Luftangriff vernichtet. 3n der L y r e n a i f a und an der tunesischalgerischen Grenze Spähtnrpplätigkeit. Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen britische Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen in der westlichen Lyrenaika. 3m nordafrikanischen Hochland griffen Sturzkampfflieger vahnziele, motorisierte Kolonnen und Artilleriestellungen mit guter Wirkung an. Bei der Bombardierung von Schiffszielea vor Algier in der Nacht zum 23. November trafen Kampfflieger fünf Transporter, darunter große Fahrgastschiffe, und einen Zerstörer mit schweren Bomben. Lin deutsches Unterseeboot erzielte vor O r a n auf einem durch Zerstörer gesicherten Kreuzer zwei Torpedo- trefser. Mik der Versenkung des Kreuzers wird gerechnet. Flakartillerie der Luftwaffe schoß im Mittel- meergebiet fünf feindliche Bombenflugzeuge ab. An der französischen Westküste vernichteten deutsche 3ager fünf viermotorige feindliche Bomber. Lin eigenes Flugzeug ging verloren. Gieß60 vember Ihr er ,8. ,Rühl Annahme von Anzerreu für die Mittagsnummer oiS8'/,Ubr desGormittagS Auzetgeu-Preife Mr die Millimeter-Zetle von 22 Millimeter Breite: 7 »tot für Aamiltenotf zeigen und private Gelegenbettsanzeigen 14Stof. f. Werbeanzeige« und geschäftliche Gelegenbeitsanzerge« Mavvor'chrift < vorherige Vereinbarung) ß5°A> mehr Zusammentritt des neuen spanischen TlationalrateS. Madrid, 24. Ngv. (Europapreß.) Der dritte Nationalrat der spanischen Falange, dessen Mitglieder vom Caud'llo soeben ernannt wurden, wird am 8. Dezember ^usarnrnentreten. Zu den Persönlichkeiten, die automatisch Mitglieder des Nationalrates werden, gehören der Caudillo als Präsident, der Generalsekretär und Dizesekretär der Partei, der Präsident der Cortes, der Chef der Milizen und die Gauleiter einer- Reihe spanischer Provinzen. Neben dem früheren Außenminister Serrano S u n e r befindet sich auch der Chef der „Blauen Division", General Munos Grandes, unter den Mitgliedern. Die spanische Presse hebt hervor, daß neben den führenden Persönlichkeiten der Falange auch das Heer in dem Nationalrat vertreten ist. Die Zusammensetzung des neuen Nationalrates fei Ausdruck der Einheit aller Spanier. Algier blieb bisher nur Französisch-West- afrifa von 6er Besetzung durch die angelsäch- ischen Aggressoren frei. Der französische Verräter Admiral Sarian hat sich nunmehr bemüht, auch dieses Gebiet an England und die Vereinigten Staaten auszuliefern, lieber den Sesider Algier erklärte er, daß sich Französisch-Westafrika unter einen Befehl gestellt habe. Gleichzeitig richtete Marschall PLtain eine Botschaft an die Franzosen von Französisch-Westafrika, in der er betonte, daß er dieses Gebiet der Obhut der französischen Soldaten, Matrosen und Flieger anvertraut habe. Der Marschall schloß mit den Worten: „Es hängt von euerem Heroismus unb eurer Festigkeit ab, daß im Aufruhr noch ein Fleckchen Erde auf afrikanischem Boden bestehen wird, auf dem allein die ranzösische Fahne flattert. Wenn man euch angreift, werdet ihr euch verteidigen, um die französische Souveränität zu behaupten. Brüderlich vereint in der gleichen Liebe für das gemeinsame Vaterland werdet ihr Franzosen und Eingeborene meinen Befehlen treu bleiben!" Tagesbefehl des Flottenchefs von Toulon. Vichy, 25. Nov. (Europapreß.) Ein Tagesbefehl des Admirals L a b 0 r d e, des Chefs der in Toulon liegenden französischen Kriegsflotte, wendet sich eindeutig gegen absurde Gerüchte ausländischer Agenten mit der Erklärung, daß die Festung Toulon nicht besetzt werde und die Hauptseestreitkräfte allein unter dem Kommando der französischen Marine ständen. Die Aufrechterhaltung dieser Lage hänge von der Haltung unb ber Disziplin der französischen Marine als absolute Pflicht ab. „Diese Haltung finb wir dem Gedächtnis unserer auf dem Felde ber Ehre gefallenen Kameraben schuldig. Ich bin ber Garant eurer Ergebenheit gegenüber dem Marschall, der mich beauftragt hat, euch zu sagen, daß er auf euch zählt zur Rettung der Einheit und der Ehre Frankreichs. Ich zähle darauf, daß keiner von euch gewissenlos genug sein wird, um diese Pflicht nicht zu begreifen." bewähren sich in Stalingrad. Flammenwerferpanzer und Maschinengewehr mit 3000 Schuß in der Minute. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Zürich, im November 1942. Ein in Zürich erscheinendes Blatt sprach kürzlich vom „Martyrium der Neutralität", das darin bestehen soll, „daß wir es beim besten Willen keinem ber Kriegspartner recht.machen können". Die Zeitung bemüht sich, die neutrale Schweiz gleichsam als „verfolgte Unschuld" darzustellen, als ein Land, das verständnislose Kritik und unbegründete Anklagen ertragen müsse, nur weil es sich zur „strengen Wahrung der Neutralität" entschlossen habe. Zn den Ausführungen zeigt sich die bei einem großen Teil der Schweizer Presse übliche Taktik, berechtigte Wünsche des benachbarten Auslandes hinsichtlich einer aufrichtigen Neutralität^ Politik, die auch außerhalb der verantwortlichen Regierungsbehörden respektiert wird, mit den eingangs zitierten oder ähnlichen Feststellungen zu beantworten. Kein Wort über die Notwendigkeit einer verantwortungsbewußten Selbstkritik und einer ehrlichen Prüfung der Gründe, die Anlaß zu ausländischen Beschwerden geben. Denn es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß zahlreiche Zeitungen neutraler Staaten durch die Art der Berichterstattung unb der Stellungnahme zu ausländischen Vorgängen eine solche Kritik geradezu herausfordern. Bezeichnend ist beispielsweise der Widerhall, den der anglo-amerikanische lieb erf all auf Fran- zösisch-Nordafrika in der Schweizer Presse findet. Abgesehen davon, daß die Meldungen der Angreifer den Nachrichtenteil der Blätter beherrschen, wird der brutale Anschlag vorwiegend als militärische Tellaktion im Rahmen großangelegter Operationen gegen Europa — gleichsam vom Standort des passiven Zuschauers aus — betrachtet. Nur zögernd werden Vorbehalte gegen Roosevelts Rechtsbruch geltend gemacht. Einige Zeitungen wollen zwar den Neutralitätsgrundsatz nicht allzu offen verleugnen, aber sie lassen durchblicken, daß ihre Sympathien den Nordamerikanern und den Engländern gehören. Eine Berner Zeitung meint: „Auf Biegen unb Brechen geht jetzt nicht nur der Angriff gegen Rommels afri- kanische Armee, sondern der Demichtungskampf gegen die Achse überhaupt." Den Nordamerikanern wird b^cheinigt, daß sie „sicher keine Eroberungsgelüste" hegen, es fei „unzweifelhaft ein geschickter Schachzug", daß sie vorgeschickt wurden ... Wieder einmal hat die Schweizer Presse die neutralitätspolitische Bewährungsprobe also nicht bestanden. Sie hat erneut eine günstige Gelegenheit vorübergehen lassen, die Vorwürfe gegen neutralitätswidrige Schreibweise richtigzustellen. Zwar reagiert diese Presse sehr empfindlich aarf auslän- Thema Nordafrika. Von Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. Daß der Presse unserer Gegner die Gabe der Erkenntnis des Wichtigen und der klaren Scheidung zwischen einschneidenden Ereignissen unb'ben übrigen Geschehnissen bcs Kriegsverlaufes nicht verliehen ist, bedarf angesichts der zahllosen lächerlichen Thesen unb sinnlosen Prophezeiungen, mit benen sie seit Kriegsbeginn operierte, kaum mehr einer Beweisführung. Wir bürfen es deshalb auch heute ruhig dem bolschewistischen Bundesgenossen überlasten, kräftig Wasser in den amerikanisch-britischen Wein des publizistischen Enthusiasmus über Nordafrika zu gießen — einer Begeisterung, deren Ueberschwang verständlich ist, wenn man bedenkt, wie wenig unsere Gegner bisher Gelegenheit hatten, über Ereignisse des gegenwärtigen Krieges Freude zu äußern. Wir Deutsche stehen diesem Thema von vornherein nüchterner gegenüber, weil wir uns in langen Jahren daran gewöhnt haben, die ernsten Schwerpunkte der großen Auseinandersetzung zu erkennen. So hat die deutsche Presse in unentwegtem ernsten Hinweis auf die gewaltige militärische Macht des Bolschewismus schon Jahre vor dem großen Krieg die Augen nicht nur unseres Volkes, sondern auch aller europäischen Nationen auf die große gegenwärtige Hauptaufgabe unseres Kontinents gelenkt. Auch die imperialistischen Absichten und Ziele des für den Ausbruch dieses Krieges Hauptschuldigen USA.-Präsidenten Roosevelt sind von uns so drastisch beleuchtet worden, daß all die Ereignisse ber letzten Tage in ihrem Kern eine Ueberraschung für bas deutsche Volk nicht barstellen. \ Um so leichter fällt es dem deutschen Journalisten, die Fragen-zu erörtern, die sich mancher Volksgenosse unter dem Eindruck ber Nachrichten über die Ereignisse in Nordafrika stellen mag. Es gilt dabei zuerst eine Fehlerquelle unseres Urteils auszuschalten, dis darin liegt, daß Entwicklungen, die sich in dem unserem geographischen Denken naheliegenden Mittelmeerraum abspielen, für unsere Begriffsbildung sich von vornherein deutlicher abzeichnen als etwa die Ereignisse im Osten. Marokko, Algier, Tunis, Tripolis sind für den im Herzen Europas lebenden Deutschen heute noch weitaus geläufigere unb bekanntere Begriffe als etwa der Terek, Krasnodar und Tuapse. Im Osten aber liegt in Wirklichkeit unwandelbar ber Schwerpunkt des gegenwärtigen großen Krieges; der gewaltige, erfolgreiche Vorstoß dieses Sommers, der den Sowjets gewaltigste Rohstoffgebiete nahm und sie uns erschloß, wird in der Kriegsgeschichte dieses Jahres die große Ueberschrift liefern, der gegenüber alle nordafrikanischen Ereignisse, so bedeutungsvoll sie auch sein mögen, zurücktreten werden! Im Osten wird der Lebenskampf unseres Volkes, der Schicksalskampf unseres Kontinents, die große Entscheidung unseres Jahrhunderts ausgetragenl Hier liegt bas Schwergewicht ber großen Auseinandersetzung, hier rollen die Würfel der Weltge- Neutralität mit Lochern Von unserem D. S.-Berichterstatter. nutztes großes Fcchrgasffchiff sowie mehrere größere Handelsschiffe erhielten ebenfalls schwere Bomben- treffet. Ein großer Zweischornstein-Frachter wurde von einer Bombe schweren Kalibers mittschiffs getroffen und geriet in Brand. Treffer in Speichern und Kai-Schuppen entfachten große Brände. Die Hafenanlagen von Bone sowie der Flugplatz wurden erneut bombardiert, wobei die Startbahnen auf- gerissen wurden. Bei Angriffen gegen deutsche Flugstützpunkte rm Mittelmeergebiet wurden fün Bombenflugzeuge durch Flakarttllerte zum Absturz gebracht. General-Anzeiger für Oberhessen l*«I1tTat^ s ®il. eor« ! fyhih । d ein K H Ä. chilla- hein. J Berlin, 24.Nov. (DNB.) In Stalingrad, von Men 24 Stadtbezirken 22 in deutscher Hand sind, vernichteten unsere Grenadiere am Dienstag im zu- ! -smmengefatzten Feuer ihrer schweren Jnsanterte- mdffen zahlreiche feindliche Mörser und schwere ©ronatwerfer. Jrn Kampf gegen eine stark be- feffcgte Häusergruppe erzielte unser n eue r Flammenwerferpanzer vernichtende Wir- I kmg. Diese neue Waffe hat einen Strahlenrohr- hpr, der nach allen Seiten schwenkbar ist, und seine Fammen über d ie höchsten fünf- und mehrstöckigen Gebäude hinwegschleu- btrn kann. Die eigene schwere Bewaffnung schützt bm Flammenwerferpanzer vor feindlichen Heber- | Men. Durch Nebelgeschosse, die aus dem Innern Lfos Panzers abgeschossen werden, kann er sich in ' kekundenschnelle der feindlichen Sicht entziehen. Seinem kurzen Angriff mit diesen Flarnrnenz erpanzern auf einen großen Gebäudekomplex bische Mahnungen, jene geistige Neutralität nicht zu verletzen, die erst das Bild der totalen und vor- behalttosen Neutralität abrundet. Wer sie kann nicht bestreiten, daß der Neutralitätswille eines Volkes, das — wie in der Schweiz — einen entscheidenden Einfluß auf die Staatsführung aus* iwen kann, im Auslande immer nach dem Verhol sn feiner journalistischen und parteipolitischen Wortführer beurteilt werden muß. An diesem Kern des Problems g,eht die schweizerische Polemik gegen fremde „Einmischungsversuche" vorbei, wenn sie Die staalliche Neutralität zwar bejaht, aber jede „geistige Neutralität" der Bürger unb publizistischen Institutionen ablehnt. Einsichtige Kreise erkennen durchaus diesen Zwiespalt in der neutralitätspolitischen Position ihres Landes, ber sich in dem Matze verschärft hat, als die Voraussetzungen dieser Neutralität sich geändert haben. Denn dieser (Staats* gründsatz lebt von der Vorstellung eines in feindliche Lager zerrissenen Europa, er geht davon aus, daß Kriege zwischen den schweizerischen Nachbarvölkern nicht zu umgehen sind. Heute aber marschiert unser Kontinent dem Ziel seiner inneren Einigung entgegen. Er kämpft gegen die europa- feindlichen Mächte, die durch den Einbruch in Nordafrika ihre verbrecherischen Absichten erneut bestätigen. Starres Festhalten an einem unter anderen Umroeltbebingungen zustandegekommenen Prinzip oder Bekenntnis zur kontinentalen Solidarität? Das ist eine ber Fragen, die heute viele Schweizer beschäftigen, so sehr auch die eidgenössische Presse bestrebt ist, derartige Ueberlegungen zu verheimlichen. Die an der Mittelmeerküste Frankreichs aufmarschierten Truppen der Achsenmächte riegeln jenen Teil des Kontinents, in dessen geographischer Mitte di» Schweiz liegt, gegen alle Angrtffsoersuche der bolschewistisch - anglo - amerikanischen Mächtegruppe ab. Damit wird der Schutz Europas — einschließlich ber Schweiz! — gegen neue Kriegsgefahren verstärkt. Eine Tatsache, die weit bedeutsamer ist, als die von verschiedenen Kreisen befürchtete restlose Isolierung des Landes von den überseeischen Import- unb Exportländern. Bis jetzt stand die Schweiz über Genf, die früher unbesetzte Zone Frankreichs und Spanien in direkter Verbindung mit dem Umschlaghafen Lissabon. Dieses „offene Südwesttor" bleibe nun, so wirb behauptet, wenigstens vorläufig geschlossen. Auch die durch den englisch-amerikanischen Angriff im westlichen Mittelmeer ausgelösten Operationen dürften den schweizerischen Verkehr mit eigenen Handelsschiffen so stark beeinträchtigen, daß sich die Eidgenossen wieder einmal davon überzeugen können, wie Roosevelts und Churchills Krieg über die Interessen ber neutralen Länder rücksichtslos hin- wegfchreitetl Das ist eine Feuerdickte von unvorstellbarer Kraft. Jede feindliche Angriffswelle, die versuchen würde, gegen dieses Maschinengewehrfeuer anzurennen, brache schon nach wenigen Feuerstößen zusammen. Das Explosionsgeräusch dieses Maschinengewehrs ist den Bolschewisten wohlbekannt. Sie haben inzwischen unterscheiden gelernt zwischen dem bekannten Tackern und dem neuen Dauergeräusch. Wenn ein derartiger Feuerstoß in rasender Folge den Laus verläßt, hört man nur noch einen längeren gleich- bleibenden Explosionston. Gefangene Bolschewisten erklärten, daß sie dort, wo das „elektrische" Maschinengewehr, wie diese gefährliche Waffe von ihnen genannt wird, eingesetzt ist, denn Angriff abbrechen und sich schnellstens in Sicherheit zu bringen Der- otrleibigte Festungswerk mit allen feindlichen Waf- f«n unb ber ganzen Besatzung in Helle nF I a m • wen. Im Schutze unserer Flammenwerferpanzer jjbrang-n die Grenadiere in den Gebäude komplex ein wti erledigten den Widerstand. Bei erfolgreichen Stoßtruppkämpfen unserer ! •Grtnabiere haben sich auch neue deutsche I n - hnterieroaffen hervorragend bewährt, vor Ipern die neuen Maschinengewehre, die ijbm Bolschewisten schwerste Verluste zufügten. Die - Maschinengewehre zeichnen sich durch ihre u n g e - r e r l i n, 25. Nov. (DNB.) Im tunesischen Raum ^wickelten sich auch am 23. November keine Kampf- l^ndlungen von Bedeutung. Der deutsch-italienische knmarsth gewinnt an Raum. Vorgeschobene Abte lu ngen trafen auf feindliche Erkundungstrupps, b? in kleinen Scharmützeln zurückyedrängt wurden, jtie britisch-amerikanischen Kräfte fühlen nur sehr Do r sichtig nach Osten vor. Sie hatten durch Luft- onrriffe empfindliche Verluste. Sturzkampfflieger ■irt) schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen an Mreren Stellen des tunesischen Hochlandes Pan- idampfmagen, Kraftfahrzeugkolonnen und schwere Taffen des Feindes mit Erfolg an. In einem ölchnhof nordostwärts Tebesa, wo Zusam- ! Erziehungen von rollendem Material festgestellt ttotben waren, verursachten Sturzkampfflugzeuge Berlin, 24.Nov. (DNB.) An der Kampffront pon Tuapse hat der plötzliche Wetterumschlag mit {einen Hagelstürmen, Schneefällen und Regengüssen bie Kampftätigkeit abflauen lassen. Die Wasserläufe j-’iiren Hochwasser, die Straßen, Hänge und Fels- terraffen sind vereist. Dieser Wettersturz zusammen mit den schweren Verlusten, die der Feind bei den letzten Kämpfen hatte, zwangen die Bolschewisten, ihre Vorstöße einzuschränken und sich stellenweise jogar abzusetzen. In das vom Feind aufgegebene Gelände stießen unsere Truppen hinein. Nur an der Straße Maikop—Tuapse kam es zu örtlichen Kämpfen, wobei einige sowjetische Schützenkompanien, die mit starker Artillerieunterstützung angriffen, abgeschlagen, wurden. Auch im Raum südostwärts von Noltsi'chik haben Regen und Schnee die deutschen mtb rumänischen Gebirgsjäger nicht daran hindern können, ihre Vorstöße fortzusetzen. Die der OKW.-Bericht bekanntgab, sind den Bolschewisten beiderseits Stalingrad Einbrüche-in die deutsch-rumänische Verteidigungsfront glückt. Da die Luftwaffe sich bei dem herrschenden Nebel und den tiefhängendeck Wolken nicht voll entfalten konnte, lag die Hauptlast der Kämpfe auf den Schultern der deutschen unb rumänischen heeresverbände. Im Nordteil des Donbogen s haben rumänische Infanterie und Pan- zakräfte, die mit gewaltiger Uebermacht angreifen- dqi Bolschewisten in zahlreiche Teilgruppen aufge» Iptttert und ihnen schwere Verluste zugefügt. Die schluchtenreichen Höhenzüge westlich des Don be- günftigten die Bildung von Igelstellungen, zu deren Bekämpfung die Bolschewisten starke Kräfte festlegen mußten. In Gegenstößen konnten deutsche Panzer- gnnadiere zusammen mit rumänischen Schützen und Pionieren feindliche Angriffsspitzen abklemmen. Bei Degenstößen unserer Panzerverbände verloren die Bolschewisten an einer Stelle allein 30 Kampfwagen. Zwei nebeneinanderstehende Infanteriegeschütze, die pon allen Seiten von feindlichen Panzern ange- griffen wurden, haben allein 16 Panzerkampfwagen pemid)tet. Als die letzte Granate verschossen war, ariffen die Kanoniere zu Handgranaten und Karabinern und hielten sich im Nähkamps die feindliche Infanterie so lange vom Leibe, bis sie von Pan- «kn entsetzt werden und in ihrem Abschnitt die Molschewisten zurückwerfen konnten. | Luch südlich Stalingrad haben die Bolsche- Misten durch rücksichtslosen Masseneinsatz einzelne Umbrüche in die Verteidigungsstellungen erzielen l Nonen. Unter dem Gegendruck der deutschen und rmänischen Truppen mußten sie mehrere vorge- f-jebene Positionen wieder aufgeben, wobei sie hche Dersiuste, vor allem an Panzern und schweren in t iönhe'ts*| mmer. .1 teridjemi raguch, außer Sonntags und Feiertag- Beilagen: ^ebener Ramilienblätter Heimat imBild-DieScbolle Bezugspreis r Vtonatttck .... .RM.1LV Kuftellgebübr... „ -.28 such bei Nichterscheinen eon einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt »ernivrechanfchluß 2251 Drahtanschrift: .Anzeiger" Postscheck 116s«krankt /M < tict im der Timur im Kinderbett Von Karl Heinrich Waggerl. der finnischen Lotta-Führerin Fanni Luukkonen und dem Schutzkorps-Führer Generalleutnant Malmberg empfangen, der ihr dabei das Schutzkorps-Derdienst- kreuz überreichte. Stabschef Lutze hat sich aus Einladung des Reichskommissars Terboven nach Norwegen begeben. In Oslo besuchte er auch die oberste Hird- Führung und besichtigte Einrichtungen dieser Kampforganisation von Nasjonal-Samling, wobei Hird- Chef Moeystad die Aufgaben des Hird umriß. Anläßlich der Anwesenheit von Gauleiter Sauckel veranstaltete die Landesgruppe Frankreich der Auslandsorganisation der NSDAP, im Trocadero eine große Versammlung für alle Deutschen in Paris, in der Gauleiter Sauckel sprach. * Präsident Roosevelt unterzeichnete am Montag ein Gesetz, das die Grüdung einer weiblichen USA.- Reserve-Küstenwache vorsieht. eine ü^rl hing vor neuen des „Schwieriger als erwartet." Oie deutschen Ll-Boote der gefährlichste Gegner. Zeitschriften. ,.9m,J^DemberWf Zeitschrift „gieues m£lL 'M üb. (Nachdruck verboten.) 9. Fortsetzung. ■ Oon 'Mei^ te,5 H)Qt nÜ w Er.k 1 r t n q. ^ersitz 's Ity M Die in 'en ein. Deranfto!; v rrper im s Wageii 1 aste durü auf bto h an, häLelbni« >n UnfoS1 HM ren, erffl en. Weg° vurde nio fühlbora Ke «s? .hat. ftDtnnm, veit bn 'en bm ^stüeiji N« ajemuiifl -chtlichtj war f« wunden Tebiei, ler $(l Prr>. ebiet b«, niedlich^ [t. Anm würmch^- \ lautrop!» ir ßiW •K Ä fogar.e»" ) hat Art 5^- ine, 1«® abelfp'^ SchalZ i °?Ä e, eenJ’j nuß w*» m'i '°Jn hier 6 ivas« :S 'LZ 5$ Dec große Irrtum Roman von Meta Vrik. Und La ist nun ein großes Gut, man wird nicht ausschließlich auf engem Raum zusammen sein. Ran wird eine ausfüllenbe Arbeit haben. Und es scheint, daran. Laß sie beide sich am Ende ineinander verlieben könnten ... nein, daran denkt dieses merkwürdige Mädchen wohl nicht ... Helene beobachtet Bergenroth. Sie wild jetzt unruhig. Und sie wird auch böse. Cs hat sie Ueberwindung gekostet, ihm diesen Vorschlag zu machen. Soll er nun antworten. Ja oder nein. Ihr. dunklen Augen funkeln den Mann, an, aber sie hat sich sehr in der Gewalt, als sie jetzt sagt: „Erledigt, Herr Bergenroth. Vergessen Sie meine Torschläge, die Ihnen natürlich absurd erscheinen müssen." Sie wendet sich um, den Rückweg einzuschlagen. Bergenroth hält sie fest. .Laufen Sie mir jetzt nicht davon, Fräulein Deselius. Ich gehe doch mit Ihnen. Sie müssen einem ernsthaften Mann schon Zeit lassen, zu entscheiden, ob er einen so ganz neuen Abschnitt feines Lebens beginnen soll ... aus eine so absonderliche Weise beginnen soll. An eine vollkommene Befriedigung kann ich nicht glauben. Aber vielleicht wird uns die Zeit unseres Pak- trs allerlei Erfahrungen bringen. Sehr viel Arbeit, hoffentlich ... und sehr viel Kampf. Vielleicht den Erfolg, Len ich erstrebe. Verstehen Sie mich aber richt, ich meine damit nicht einen persönlichen Er- fclg. Ich setzte Ihnen schon einmal auseinander, wie wichtig es für unsere Volkswirtschaft ist, die Erträge aus dem Oelfruchtanbau zu steigern." Ja, natürlich ... und Helene hat das auch voll- kommen erfaßt. Was Bergenroch da sagt, ist aber en sollir, Mürber, war ddt zu einer !ck gelang in Jmw en Ich m neben eil in die r inte aber * )achboben enommen der M- i, das ihn de vrr- sollte aus Da aber uerwerd ie Muli« nd Knall' gi t Verkau! | das .. Kunst und Wissenschaft. Preisausschreiben für unterhaltendes Schrifttum. Seit Krieasbeginn ist die Nachfrage nach Leist guten unterhaltenden Schrifttum besonders gestiegen. Dor allem Soldaten brauchen unterhaltende Bücher, deren Inhalt von einer lebendigen und wirklichkeitsnahen Handlung bestimmt wird. Sie sollen Len Leser seelisch nicht übermäßig bean« spruchen, sondern ihm FreuLe und Entspannung bereiten und von Sorgen und Nöten des Alltags ab- lenken. Deshalb ist die Schaffung eines solchen Schrifttums kaum weniger wichtig als die Gestaltung großer Dichtung. In einem Wettbewerb für wertvolles deutsches Unterhaltungsschrifttum werden nuy vier Preise zu je 15 OOO RM. und weitere vier Preise zu je 10 000 RM. ausgesetzt. In Frage kommen humoristisches Schrifttum, Abenteuer- und Erlebnisbücher, Kriminal-, Liebes- und Sportromane. Die Einsendungen erfolgen ausschließlich durch die Verleger an Has Werbe- und Beratungsamt für das deutsche Schrifttum. Luigi Antonelli gestorben. Der italienische Schriftsteller Luigi Antonelli ist gestorben. Antonelli, der 1882 geboren wurde, war Journalist, Bühnenautor, Kritiker und Novellen- dichter und beeinflußte vyr allem die Geschichte des italienischen Theaters durch seine originellen Lustspiele. Sein Bestes ist wohl „Der Mann, der sich selbst begegnet", in dem auf glänzende Weise Geist und Wirklichkeit, Phantasie und Laune verquickt sind. Er hat auch ein anerkanntes Buch über Gabriele d'Annunzio geschrieben. Hochschulnachrichten. Als Leutnant in einem Infanterieregiment starb der Professor für deutsche Philologie an der Universität Kiel Dr. Clemens Lu g o w s k i im Osten den Heldentod. Lugowski wurde 1904 in Berlin geboren. Er studierte in Berlin, Erlangen und Göttingen, promovierte dort 1931 und habilitierte sich tbenba 1935. Von 1936 bis 1939 hatte er Vertretungen in Heidelberg und Königsberg inne. 1939 erfolgte seine Berufung nach Kiel, wo er 1942 Ordinarius wurde. Er war Mitherausgeber der „Zeitschrift für deutsche Bildung". Von seinen Werken nennen wir „Wirklichkeit und Dichtung". — Am 16. November feierte der emer. u. o. Professor für Mineralogie an der Universität Berlin Dr. Max B e l o w s k n sein goldenes Doktorjubiläum. Be- lowsky, der sich 1905 in Berlin habilitierte, steht im 78. Lebensjahr. Er gehört zu den Mitbegründern der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft. Seine Veröffentlichungen betreffen Petrographie, gesteinsbildende Mineralien und Edelsteinkunde. uniftifo ! iU. M ■ iale ihr, drid auf< I'erung-, lud) bi-, nale aut die abfo< ogramm- irüdrtign n Pferd, svolkischi rlich eit Grieche» »janer in ihre Stadtmauern zogen, die Krieger verborgen hatten, die in der Nacht ihren Kampfgefährten die Tore Trojas öffneten. Ausdrücklich wollte Dimitroff unter feinem „trojanischen Pferd" die Versuche verstanden haben, durch Zellenbildung demokratische, liberale, religiöse und sogar nationale Verbände, besonders Äugendverbände, in das Kielwasser der Komintern zu bringen. So erklärt sich auch, daß die Abwehrmächte, die sich im Antikomin- tern-Pakt zusammengefunden hatten, einen ständigen Nachrichtenaustausch über die Tätigkeit der Kommunistischen Internationale, sowie über die zweckdienlichen Aufklörungs- und Abwehrmaßnahmen einleiteten. Inzwischen haben die Ereignisse bis in die letzten Tage aller Welt bargetan, daß bei der Gründung des Antikomintem-Paktes die bolschewistische Gefahr noch unterschätzt worden ist. Zwar ist die Kommunistische Internationale zerstoben wie die Spreu vor dem Wind, aber hinter ihr ist der ganze Kriegsapparat des Bolschewismus sichtbar geworden, dessen vorbereitender Kriegsgehilfe die Kömintern gewesen war und sein sollte. Im Bunde mit dem Bolschewismus stehen die plutokratifchen Regierungen der angelsächsischen Welt und ihre Trabanten. Deshalb ist der Anti- komintern-Pakt, auch wenn seine Artikel förmlich nichts darüber aussagen, nicht allein gegen den Bolschewismus, sondern in gleicher Weise gegen die plutokratischen Mächte des Westens gerichtet, die die Zukunft Europas in dem Moskauer Pakt Edens vom Dezember 1941 und in dem Londoner Pakt Molotows vom Mai 1942 an den Bolschewismus verraten haben. Schon bei dem ersten Zusammenstoß der Antikomintem-Mächte mit dem Bolschewismus im spanischen Bürgerkrieg hat der angelsächsische Imperialismus den blutigen Aufstand der Komintern gedeckt und gefördert. In Spanien hat der Geist des Antikomintem-Paktes aber auch feinen ersten Sieg gegen die bolschewi- stisch-plutokratische Weltverschwörung errungen. Der Antikomintern-Pakt ist der Protest der neuen gegen ebne überlebte Ordnung der Welt. Das Ziel ist Rettung vor der bolschewistischen Pest, Aufbau einer neuen besseren Weltordnung. Aus -er Stadt Gießen. Erkältungen „im Keim ersticken'. Die hohe Zahl der Erkältungskrankheiten im Spätherbst, im Winter und vor allem auch im nassen Vorfrühling ist zu einem großen Teil vornehmlich auf falsches Verhalten der Betroffenen zurückzuführen. Diele beugen Erkältungen nicht nur nicht vor, was durch Anpassung der Kleidung und durch zielbewußte Abhärtung, d. h. durch Hautpflege, insbesondere die allmorgendliche kühle Dusche oder kalte Abreibung und vernünftiges Verhalten durchaus erreichbar wäre, sondern sie beachten auch nicht einmal die ersten Anzeichen der aufkommenden Erkrankung, wenn sie sich erkälten, und bleiben selbst dann durchaus untätig, so daß es meist erst dadurch zum eigentlichen Krankheitsausbruch kommt. Es liegt in unserer Hand, dies weitgehend zu verhindern. Das ist nämlich das Eigentümliche der sog. Erkältungskrankheiten: Die Heftigkeit und die Schwere der Erkrankung entscheidet sich in den meisten Fällen nicht etwa schon bei der Infektion, d. h. bei der Aufnahme der ansteckenden Krankheits- keime. Und sie entscheidet sich auch beim Vorgang der „Erkältung" noch keineswegs endgültig, wenn auch jede Erkältung die Abwehrkräfte des Körpers fähmt und dadurch den Krankheitskeimen den Angriff auf unsere Gesundheit ermöglicht. Zwar sind die Erkältung und die Infektion die Voraussetzungen der Erkrankung. Ob diese Erkrankung aber wirklich vollständig und wie weit sie dann heftig und schwer zum eigentlichen Ausbruch kommt, ist fast immer in unsere Hand gegeben. Es kommt vielmehr darauf an, die Entwicklung des Anfalls zur eigentlichen Erkrankung zu verhüten, d. h. im rechten Augenblick mit geeigneten Maßnahmen die auffommenoe Erkrankung' im buchstäblichen Sinne des Wortes „im Keim" zu ersticken. Gelingt dies, so werden wir trotz Infektion und Erkältungsanfall nicht tatsächlich „krank". Und das ist in zahllosen Fällen durchaus erreichbar. Allerdings darf man sich nicht mit oberflächlichen Maßnahmen begnügen. Zwar fetzt der Körper auch ohne unser Zutun seine natürlichen Abwehrkräfte gegen die Infektionskeime ein. Durch Schnupfen sucht her Körper Keime abzuschwemmen, durch Husten Keime hinauszubefördern, mit Temperaturanstieg reagiert er abwehrend auf die krankmachende Wirksamkeit der Krankheitskeime. Aber daß der Körper bereits solche Mittel der Abwehr mobil machen muß, ist ein Zeichen, wie weitgehend sich die Krankheitsstoffe bereits entwickelt haben und wie wichtig es ist, unserem Körper nachhaltig und energisch zu Hilfe zu kommen, seine Abwehrkräfte wirkungsvoller zu machen und sie zu vervielfachen. Wichtigste und erfahrunasgemäß erfolgreichste Maßnahme der erste» Hilfe ist eine energisch durch- geführte Schwitzkur noch am gleichen Tage erster Erkrankungsanzeichen, möglichst unmittelbar nach Arbeitsschluß. Wer es irgend kann, beginnt sie mit einem heißen Bad. Die Wassertemperatur soll anfangs etwa 37 bis 38 Grad Celsius betragen; durch nach und nach hinzugefügtes heißes Wasser, das der Badende rasch verteilt, kann man die Temperatur steigern, etwa bis auf 41 Grad Celsius ober, wenn man es gut verträgt, auch ein geringes mehr. Nach dem Bad wird der Körper scharf frottiert, bann geht es, gut ringehüttt, ins Bett. Dort nimmt der Patient ein heißes Griränk kLindenblütentee, Fliedertee, heiße Buttermilch, Kamillentee ober ähnliches), deckt sich bis an die Nasenspitze fest zu und hält unbedingt den gewöhnlich sehr kräftigen Schweißausbruch mindestens eine Stunde aus. Kann das Schwibbad nicht genommen werden, so ersetzt man es z. B. durch eine Vollpackung: Auf das Bettlaken wird eine .Wolldecke gelegt, ein zweites Bettlaken wird in heißes Wasser getaucht, scharf ausgewrungen, bis nichts mehr herauszuwringen ist, darin wird der Patient im Bett vom Hals bis zu den Zehen rasch eingewickelt und mit einer weiteren Wolloecke bedeckt: darüber kommt das Federbett. Diese Packung wird, wie das Schwitzbad, durch ein schweihti-"'^endes Mittel, geaebenenfatls auch durch mehrere Wärmflaschen im Bett, vor allem an den Fußen, wirkungsvoller gemacht. Bei Schnupfen wird dem Patienten wiederholt erhitzte trockene Watte auf den Nasenrücken gelegt. Bei Schluckbeschwerden nimmt man tagsüber und während der Schwitzkur desinfizierende Tabletten, später wird mit einer Wasserstoffluperorndlösung gegurgelt. Erst wenn der Schweißausbruch nachläßt, frühestens aber etwa eine Stunde nach dem Schwitzbad ober nach Beginn der Dollpackung wird der Körner scharf trocken aeriebm: der Patient erhalt trockene Wäsche, die Wärmflaschen im Bett werden von neuem heiß gefüllt, und nun soll der ^chl"? fnfqen. Nächstentaaa früh ist die Heftigkeit des Erkältungsanfalls meist überwunden oder doch wesentlich gebessert. Unbedingt ist die Temperatur des Patienten zu messen. Solange sich Fieber zeigt, ist Bettruhe einzugleich auch seine Einwilligung in ihren Vorschlag. Sie wirft den Kopf zurück. Nicht aus Trotz jetzt, sondern aus Freude. Ihre Augen strahlen. Sie streckt die Hand aus. „Das heißt also ... Sie sind einverstanden?" Er nickt: „Ich will Ihnen meinen Namen geben. Aber ich will mich nicht dafür von Ihnen bezahlen lassen mit dem Land für meine eigenen Zwecke und mit Geld, daß Sie mir in diese Zuchlversuche hinein geben wollen. So geht das nicht. Ich will Ihnen meine Arbeitskraft auch für das Gut zur Verfügung stellen. Ich werde also doch Ihr Verwalter werden müssen." „Und das wird ganz gut sein. Der Uhlenhof wirft jetzt keineswegs den Ertrag ab, den man erwarten kann." „Also müssen die Stiftungen des Betriebes erheblich gesteigert werden." „Das wird Ihre Aufgabe fein, Bergenroth. Und es wäre bann also auch Aussicht, Land für Ihre Forschungen frei zu bekommen — das heißt, ohne Risiko die Züchtungen in größerem Maßstabs zu betreiben. Vielleicht —", sagt Helene nachdenklich, „vielleicht wird später die Züchtung den Betrieb stark beeinflussen: dann wird es gut sein, wenn die Leitung in einer Hand ist." „Das alles muß sich erst ergeben. Wir werden jedenfalls für unsere gemeinsame Arbeit noch genaue Bestimmungen treffen müssen." „Das soll mir recht sein. Doktor Gebauer — er ist mein Berater und betreut auch Gertraude Schrött in allen knifflichen Fragen — Gebauer also mirb uns den Vertrag aufsetzen." „So wären wir also verlobt, Helene —", sagt Bergenroth. „Ja", erwidert sie ruhig. Sie ist zufrieden. Sie hat alle Bedenken Bergen- roths zerstreuen können, und sie ist nun ihres Sieges über Rautenberg sicher. Bergenroth ist es bann, ber zuerst bas Du finbet. Er fragt: „Und wann bachtest du cm ein Inkrafttreten unseres Paktes?" Freiwilliger Osteinfah erst nach Bewährung. Der Landdienst beantwortet eine Elternfrage. NSG. In Liesen Wochen läuft tue Werbung für den Hitler-Äugend-Landdienst. Alle gesunden, kräftigen Jungen und Mädel, die Lust und Liebe zur Landarbeit haben, sind durch den Reichsjugenb- führer aufgerufen, über den Landdienst den Weg zur eigenen Scholle zu finden. Nur der Wille des einzelnen und die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Aufgehen im bäuerlichen Beruf find hierbei entscheidend, der Geldbeutel der Eltern spielt keine Rolle. Einer Frage ber Eltern begegnen wir jeboch häufig: „Wird mein Junge oder mein Mädel nun gleich im Osten eingesetzt? Ist das nicht zu schwierig oder gewagt bei so jungen Menschen?" Diese Sorgen können ohne weiteres entkräftet werden. Alle Landdienstfreiwilligen, die nach ihrer Schulentlassung in die Lager des Gebietes Hessen-Nassau eintreten, verbleiben in unserem Gau. In Oberhessen, Odenwald und Rheinhessen, im Taunus und im Oberlahnkreis harren Einsatzorte, .in denen schon seit Jahren LanddienstausbilLung betrieben wird, der jungen Freiwilligen. Erst wer sich hier im ersten bzw. zweiten Landdienstjahr bewährt und sich dann zum Osteinsatz meldet, wird — wenn er allen Anforderungen gerecht wird — bas Glück Haden, in den Landdienstlagern Warthegau, Protektorat oder Danzig-Westpreußen Weiterarbeiten zu dürfen. Voraussetzung ist allemal die Bewährung im eigenen Gebiet, denn auch die Aufnahme in Nachbargebiete oder besonders gewünschte Gegenden kann in ber Regel nicht erfolgen. Im Laufe der Jahre sind viele Hunderte Hessen« nassauischer Jungen und Mädel durch die Lager unseres Heimatgaues gegangen, sie haben sich wohlgefühlt und etwas gelernt. Wenn auch der Tatendrang bei so manchem Freiwilligen verständlich ist, muß er doch einsehen, daß dem größeren Einsatz erst die Bewährung in der Heimat voraus- gehen muß. Beratung mit den Ratsherren. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Bürgermeister Dr. Hill, hatte die Ratsherren der Stadt Gießen am gestrigen Dienstagnachmittag zu einer Sitzung in das Stadthaus, Bergstraße, eingeladen. Aus der umfangreichen Tagesordnung sind die nachstehenden Punkte von besonderem Interesse. Die Entwicklung der Finanzlage der Stadt im ersten Halbjahr des gegenwärtigen Rechnungsjahres 1942 ist, nach einem Bericht des Bürgermeisters Dr. Hill, in jeder Hinsicht günstig verlaufen. Die Stadtverwaltung ist bei dieser erfreulichen Entwicklung auch weiterhin von dem Bestreben geleitet, durch verstärkte Schuldentilgung eine weitere Entlastung der städtischen Finanzen herbeizuführen, daneben aber durch die Bildung von Rücklagen auch finanzielle Reserven für die nach dem Kriege in unserer Stabt auf tretend en großen Aufgaben bereitzustellen. Der Zusammenlegung der Städtischen Musik- und Orchesterschule, die im Jahre 1941 gegründet wurde, mit-ber Jugend-Musikschule der Hitler-Jugend steht die Stadtverwaltung grundsätzlich bereitwillig gegenüber. Die Stadt wird also die in dieser Hinsicht bestehenden Pläne begünstigen. Mit der Spielvereinigung 1900 und dem Verein für Bewegungsspiele-Reichsbahn waren im Jahre 1926 Verträge abgeschlossen worden, nach denen die Vereine Sportplatzgelände unter gleichzeitiger Gewährung von Darlehen seitens ber Stadt zuge- wiesen erhielten. Jrn Verlaufe ber Jahre hat sich ergeben, daß ben beiden Vereinen die finanzielle Erfüllung ihrer Vertragspflichten nicht möglich war. Die Verträge sind immer mehr zu einer Last für die Vereine geworden. Um sie davon zu befreien und ihnen zugleich die Bereitwilligkeit ber Stadtverwaltung zur Förderung ihrer sportlichen Tätigkeit zu bekunden, ist nunmehr eine Neuregelung getroffen worden. Danach übernimmt die Stadt die beiden Sportplätze unter gleichzeitiger Aufhebung der früheren Verträge mit den Vereinen und Streichung ber finanziellen Verpflichtungen, auch der Zahlungsrückstände der Vereine. Gleichzeitig werden die Sportplätze den Vereinen gegen einen mäßigen monatlichen Pachtbetrag zur Verfügung gestellt, so daß die 1900er und der DfB.-R. nunmehr auf völlig neuer wirtschaftlicher Grundlage ihre sportliche Arbeit ausüben und sich dabei der verständnisvollen Förderung durch die Stadtverwaltung erfreuen können. In der Beratung mit den Ratsherren nahm auch eine Aussprache über unsere Gasversorgung breiten Raum ein. Die Berechtigung ber Klagen unserer Hausfrauen über mangelnden Gasdruck wurde allseitig anerkannt. Daß die Stadtverwaltung und die Werkleitung gewillt sind, auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen nach bester Möglichkeit Mängel zu beseitigen, ist daraus ersichtlich, daß schon seit einiger Zeit Pläne erwogen werden, durch deren Verwirklichung eine Besserung der Gasversorgung zu erreichen wäre. Stadtverwaltung und Werkleitung werden alles daransetzen, um eine ins Auge gefaßte Zwischenlösung so rasch wie möglich zu schaffen. Daneben wird aber auch weiterhin durch Ausnutzung aller technischen Möglichkeiten des Gaswerks versucht werden, den Gasdruck zu verbessern. Im übrigen beschäftigten sich Bürgermeister und Ratherren mit einer Reihe weiterer Angelegenheiten interner Art. zuhalten. Geht das Fieber nicht alsbald zurück, fühlt der Patient nicht eine sehr wesentliche Wirkung der ersten Hilfe» zeigt sich also eine heftigere Infektion, so ist bald für ärztliche Hilfe zu sorgen. Herz- und Zuckerkranke, sowie Volksgenossen mit erhöhtem Blutdruck sollten sofort den Arzt um Rat fragen, weil für diese eine Schwitzpackung unter Umständen mehr Schaden als Nutzen bringen kann. In jedem Falle gilt auch für bie ärztlichen Heilmaßnahmen, daß sie um so wirksamer fein werden, je früher sie einsetzen. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 26.11. 42, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenftraße 10, statt. Kür Tapferkeit vor öem ßeinöe. Der (Befreite Kurt Pflüger aus Gießen, Horst-Weffel-Wall 56, wurde für feinen tapferen Einsatz bei ben Kämpfen einer Panzerbivision im Osten mit bem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Wie im vorigen Winter. Im vorigen Winter war für bie Labengeschäste in unserer Stabt eine gewisse Erleichterung ber 23er- dunkelungspflicht zugelassen worden. Danach war es nicht nötig, die Ladenschaufenster selbst in ber Zett vom Beginn der Dämmerung bis 19 Uhr und morgens ab 6 Uhr zu verdunkeln, allerdings durfte in ber Ladenauslage kein Licht brennen. Es war zulässig, bas Licht der im Verkaufsraum brennenden Lampen durch die Schaufensterauslage gewissermaßen als indirekte Lichtquelle nach außen hin wirken zu lassen, wenn dieses Licht nicht allzu grell von außen her sichtbar war. Die Geschäftsinhaber hatten dabei die Verpflichtung, beim Ertönen der öffentlichen Luftwarnung und bei Fliegeralarm auch die Verdunkelungseinrichtung an ben Ladenschau- fenftem sofort herabzulasfen, bamit alsbald jeder Lichtschein nach außen hin unmöglich gemacht war. Diese Erleichterung vom Vorjahre ist auch für die gegenwärtigen Wintermonate für Gießen beibehalten worden, sie gilt aber nur für Läden im Parterre, also nicht für solche in Obergeschossen. Für Privat- Wohnungen gilt die Erleichterung nicht, hier ist alles in gewohnter Weise rechtzeitig und ausreichend zu verdunkeln. Eine Schaufel Kohle ... 10 Stück Ziegel ' 1 1 1 1 kg Zeitungspapier qm Tuch kg Garn „ Zucker „ Stickstoff 1,8 kg Kohle 2,5 „ „ 1,0 „ 4,5 „ „ 2,5 „ „ 1,0 „ 3,5 „ „ NSG. Nahezu in jedem Gebrauchsgut ist Kohle in irgendeiner Verwandlung enthalten, wenn auch nicht als Rohstoff, so zumindest als Brennstoff oder Energiequelle. Oft stecken im Verhältnis große Mengen Kohle in beiz unscheinbarsten Dingen. So braucht man zur Herstellung von 10 1 Bier Weil jeder Kohle braucht, müssen alle sparen! Wenn jeder Haushalt in Deutschland in ber Woche nur eine Schaufel Kohle weniger verbraucht, dann ergibt das ein Quantum von 2,5 Millionen Tonnen. Soviel Kohle ist notwendig, um 20 Schlachtschiffe „Meine Papiere sind in Ordnung. Wenn du auch bie deinen beisammen hast?" „3a." „So kann die standesamtliche Anmelbung sehr bald schon erfolgen, meine ich." „Wir brauchen dann Zeugen, Helene." „Gertraude und Doktor (Bebauer werden dazu gern bereit fein, falls du nicht einen anderen Vorschlag haft." „Nein. Ich habe keine Angehörigen, Helene. Da auch du ganz unabhängig bist, so ist wenigstens kein engerer Kreis da, den wir mit unserer Ehe in Erstaunen versetzen können." Helene zuckt die Schulern. Auch das würde sie wenig kümmern: aber so ist es natürlich besser. Sie denkt: Wird Bergenroth nun eine Frage nach bem Mann stellen, vor dem sie sich burch diese Heirat schützen will —? Er tut es nicht. Vielleicht benkt er gar nicht baran. Man will ja einen Vertrag schließen, an bem bie Herzen durchaus nicht beteiligt sind. Bergenroth kommt noch einmal auf die notwendigen amtlichen Formalitäten zurück und fragt, wo sie vollzogen werden sollen. ,Ln Berlin, wo du bisher wohntest?" Sie schüttelt ben Kopf. Nein, nicht in Berlin. Man kann bas boch gleich hier in der kleinen Stabt erfebigen. Auch damit ist Bergenroth einverstanden. Eine Pause tritt ein. Sie sind während ihres Gespräches ben Weg aufwärts weitergegangen, ben Rückweg zur Burg. Vor ihnen liegt nun wieder ber untere Burghof. Es ist ziemlich dunkel geworden, unb bas mittelalterliche Burgtor wirkt wie ein Eingang zu tiefen, geheimnisvollen Schluchten. In Bergenroth lehnt sich ein Gefühl gegen bie Nüchternheit biefer Stunde auf: einer Stunde, die immerhin dem Leben zweier Menschen eine neue Richtung geben soll. Er bleibt stehen unb nimmt Helenes Hände mit gutem, festem Druch Er sagt: „Wir haben einen Bund geschlossen, Helene — einen seltsamen Bund. Wie sich alles auch gestalten mag — ich will dir allezeit ein verläßlicher Freund sein! Das verspreche ich dir!" Helene hält seine Hand und erwidert: „Ich danke dir, Richard — Vertrauen auf Gegenseitigkeit und gute Kameradschaft!" .Liebe Käte! Lassen Sie mich auf Gespräche zwischen uns zurückkommen, die wir niemals zu einem wirklichen Abschluß brachten, weil der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen schien. Sie wollten nicht immer nur als Gast in meinem Hause leben. Gut, Käte, ich will Ihnen bas nun auch Ihnen liebgewordene Häuschen in Bramstedt vermieten; mit Vorkaufsrecht, wenn Sie so wollen. Und die gezahlte Miete verrechnen wir später auf ben Preis. Einverstanden? Ich schicke Ihnen eine Liste der Möbel, die ich gerne haben möchte; die andere übrige Einrichtung betrachten Sie als zum Hause gehörig. Wenn ich mich recht erinnere, erzählte ich Ihnen von dem Gut, das mir mein Vater hinterließ, um das ich mich aber bislang wenig kümmerte. Dort, auf dem Uhlenhof, werde ich jetzt leben unb schaffen, und dorthin schicken Sie mir auch meine Möbel. Das Fuhrgeschäft in Bramstedt wird das besorgen. Vieles wird jetzt anders werden, liebe Käte. Ich werde mich in allernächster Zeit verheiraten, unb mein Leben wird jetzt Aufgaben bekommen, die auf einem mir bisher ganz fremden Gebiet liegen. ' Immer aber, liebe Käte, werde ich gerne von Ihrem und Marttns Leben hören; und wenn es wieder Sommer wird, werden Sie mich hoffentlich mtt dem Buben auf dem Uhlenhof besuchen! Herzlichst Ihre Helene Deselius." Käte Allert läßt den Brief sinken. Sie ist sehr überrascht durch die Nachricht, daß Helene sich derheiraten wird. Dahinter tritt der andere Inhalt des Briefes zurück. (Fortsetzung folgt) Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OPEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Rui 2847-48 v 2697 D/ der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 25. November 19.00 bis 21.45 Uhr Frau Luna. LICHT8P1EL-THEATEB Gloria-Palait, Seltersweg ? Fronttheater 8388^ Llchtsplelhaei, Bahnhofstraße Schatten der Vergangenheit T86L 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00. 4.30,7.30 M Am Totensonntag wurde mein lieber Mann, unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Lokführer i. R. Karl Hock im Alter von 64 Jahren von seinem langen, schweren Leiden erlöst. In tiefer Trauer: Margarete Hook, geb. DBrr Rudolf Hock, z.Z. Im Felde, und Braut Familie Artur Hock; Familie Heinrich Michel Familie Erwin Leun; Marianne Hock. Gießen (Schottstraße 18), im Felde, Fallersleben, Daubringen, Gießen-Klein-Linden, den 24. November 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 26. November, 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Bahnhofs gaststätten- Speisesaal vorübergehend geschlossen! 3582 D Giefeener Konzertring 1942/43 Arbeitsgemeinschaft NS6. „Kraft durch Freude” Gießener Konzertverein / Theater.___________ Montag, 80. November im Theater, 19.00 Uhr 5. Konzert (Gruppe A, Nr. 3) Orchesterkonzert das Rhein-Mainische Landesorchester, Solistt Gerhard Taschner (Violine). Leitung: Prof. Hermann Abendroth. Siegmund v. Hausegger, Wieland der Schmied, Brahms: Violinkonzert D-dur op. 77, Beethoven: Symphonie Nr. 1 in C-dur op. 21. Eintritt RM. 1.50, 2.00, 2.75, 8.50 zuzüglich RM. 0,05 Altersversorgungsabgabe. Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen, Seltersweg 60, Tel.3961 und in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10. - Am 19. November 1942 1 Mulme in einem Laden am Seltersrveg gefunden. [00073 Anni Sckrnitt- diel, Gießen, Sckillerstr. 7. Wir haben uns verlobt 06080 / iur- Sckr. Ang. unt. Anni Staubach Erhard Weigel Zwei gut möbL, warme Zimmer für 2 Studenten z. 1. Dez. 1942 gesucht. Schrift!. Angeb. unter 06071 an den Gieß. Anz. Dringend. Montagabend, Gloria-Palast, braumFilzfavve verloren. Abzug, geg. Bel. anDiebmann I., 06077 Gießeu- Mein-Liudeu, Lützellindeuer Strafe 20. Houptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stelwertteter des Hauptschriftieiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feutltetoa: Dr. ^>ans Dhyrtot; für Stadt Gießen, Provinz. Wirtickast und Sport: Ernst Blumichetn. ' Druck und Verlag: Brühljche Universüätsdruckerei R. Lauge K. G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeig-nleite'r: Hans Beck. Anzeigenpretsliste Nr. 6. Gebt. Sessel auch Korbsessel zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unt.06094a.den Gietz.Anz. erbet. Negicrungs- beamtet a. D. sucht 3-4-ZMohng. Küche u. Mans., für sofort oder spät., in Gießen oder Umgebung. x HAMBURG-BERGEDORFI Deutschland und vielen Staaten der Welt da Hersteller vonQyQliigfoerz^Ltqnissen bekannt germeister zu machen. Die Ergebnisse dieser Zählung werden für die Maßnahmen zur Sicherung der Volksemahrung gebraucht und dienen damit wlchttyen krregswrrt' schaftlichen Zwecken. Viehhalter, dre falsche oder unvollständige Angaben (auch über die Geflugel- beftände) macken, haben nach Maßgabe der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine strenge Bestrafung zu gewärtigen. Im Anschluß an die Zählung findet wieder eine Nawkontrolle statt. [8579C Giehen, den 19. November 1942. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Heimer M-Harmonika Lilivut ob. auch anderes Modell, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 3529Da.d.6i.A. [Stellenangebote] öptettifninoen- • Hilfe für sofort von Arzt gesucht. Kenntnisse erwünscht. Gelegenheit zum Erlernen von Massage usw. Schr. Ang. unt. 3576Da.d.G.A. Leihgestern 1. Z. im Felde 24. November 1942 06072/ oder 28 000-schwere Panzer oder 22 000 Bomber herzustellen. Das ahnen die wenigsten! Kohle ist der Schlüssel zum Sieg! Schützt den Kartoffelvorrat. NSG. Teilweise feuchte Witterung im Oktober und November macht es notwendig, die von den Haushalten eingelaaerten Kartoffeln sofort sorgfältig zu verlesen. Die feuchte Witterung hat bewirkt, daß Kartoffeln, die durch äußere Umstände verletzt waren, von Fäulniserregern befallen werden und dadurch ihre Haltbarkeit einbüßen. Um zu vermeiden, daß die gesunden Kartoffeln angesteckt- werden, wird ein nochmaliges, sofortiges Verlesen der Kartoffeln angeraten, wobei die angefaulten Kartoffeln zu entfernen und verletzte und angehackte Knollen schnellstens zu verwerten sind. Vermeide den Verderb deiner Kartoffeln! Gießener Gchlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteiae- runashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 37 bis 42 Rpf., Bullen 40 bis 44, Kühe 16 bis 47, Färsen 33 bis 45, Kälber 30 bis 57, Schafe 30 bis 49, Hämmel 52 bis 53 Rpf. je 2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgen Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Speck- sauen) 1,26. i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (E^er) 1,16 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. # ♦♦ Goldene Hochzeit. Der Heizer Karl Schäfer und Frau Christine, geb. Kreß, Wiesecker Weg 44 wohnhaft, können am 27. November m aller Frische im Kreise von drei Kindern, 13 Enkeln und einem Urenkel das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 78, die Jubilarin 77 Jahre alt Herr S ch ä f e r, der aus Muschenheim stammt, stand über 35 Jahre im Dienste der Stadt Gießen und trat im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand. Bei Ausbruch des Krieges stellte er sich der Stadt sofort wieder freiwillig zur Verfügung, und er i]t trotz seines hohen Alters heute noch m gewissenhafter Arbeit als Heizer tätig. Dem Jubelpaar bringen auch wir unsere herzlichen Wunsche zum goldenen Hochzeitstage und für einen schonen Lebensabend dar. ** Die Verteilung von Bienenhonig für Kinder betrifft eine Bekanntmachung des Er- nährunqsamtes in unserem heutigen Blatte. ** Di e Hausfrau spart Gas. Versuche nicht, Gas dadurch zu sparen, daß der Gasschlauch geknickt oder „gekniffen" oder der H.aupthahn nur halb geöffnet wird, das schadet nur und hust nicht sparen. Nur gepflegte, d. h. saubere, gebrauchsfähige Geräte (Gasbrenner, Herde, Backröhren, Heißwasserbereiter, Badeöfen) arbeiten sparsam. Unsauberkeiten an Gasbrennern, Töpfen, Pfannen usw. fuhren zu schlechter Gasausnutzung und Mehrverbrauch, daher Gerätepflege! Kontrolliere den Gasverbrauch häufiger durch Ablesen des Gasmessers und freue dich über jeden ersparten Kubikmeter Gas! Oie Verjährung am Lahresschluß 4942 Von Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Berlin. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen lieben, herzensguten Mann, unseren treusorgenden Vater, unseren lieben Bruder, Schwager, Onkel, Paten und Cousin Karl Schmidt 11. nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 47 .Jahren durch einen sanften Tod zu erlösen. In tiefem Schmerz: Wilhelmine Schmidt, geb. Kllngelhöfer Elli Schmidt; Marie Schmidt Elfriede Schmidt, u. alle Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, Hanau a. M., Aliendorf a. d. Lumda. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 26. November 1942, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Wetzlarer Straße 66, aus statt.. Falls eine viehbesitzende Haushaltung oder em Bienenhalter am Lage der Zählung nicht ausgesucht sein sollte, ist der Haushaltungsvorstand verpflichtet, entweder persönlich oder durch einen von ihm Beauftragten sogleich am nächsten Tage (4. Dezember 1942) die Angaben zur Zahlung bei dem Bur- Plötzlich und unerwartet verschied infolge eines Unfalles in treuer Pflichterfüllung mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Reichsbahnlokomotivführer Job. Heuser im Alter von nahezu 61 Jahren und kurz vor Vollendung seines 40jährigen Dienstjubiläums In tiefer Trauer: Kath. Heuser, geb. Bittendorf und alle Angehörigen. Gießen (Wilhelmstraße 19), 23. Nov. 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, 26. Nov., 15.15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _________06082 Bekanntmachung. Betr.: Verteilung von Bienenhonig. In der 44. ZuteilungSveriode. erhalten Kinder von 3 bis 6 und 6 bis 14 Jahren re Kopf ¥> Kilogramm Bienenhonig. 1. Sie Abgabe erfolgt gegen Vorbestellung auf Abschnitt F 4 der Reichsfettkarte 43, bie ben Aufdruck des Eruährungsamts Grehen-Stadt tragen muß und die Inhaber sick durch leserliche Ausfüllung des Stammabschnittes der Karte als m Gießen wohnhaft ausweiseu können. 2. Der Einzelhändler bat den Abschnitt F4 ab- zutrennen und den Stammabschnitt nut Alwm Firmenstempel zu versehen? er hat darauf aufmerksam zu macken, daß bis zur Ausgabe des Honigs die Besteller diesen Stammabschnltt aufbewahren müssen. 3. Die Vorbestellung hat in der Zeit vom26.No- vember bis 5. Dezember 1942 der einem Einzelhändler zu erfolgen, dessen L ad en 5urck besonderen Aushang als Annahmestelle für Bienenhonig gekennzeichnet ist. 4. Für Kinder in Seimen und Krankenhäusern usw., die nicht im Besitz von Fettkarten Und, haben die Heime und Anstaltsleitungen die Vorbestellung beim Ernährungsamt bis zum 5. Dezember 1942 schriftlich vorzunehmen. 5. Die Einzelhändler haben die von ihnen abgetrennten Abschnitte der Fettkarten zu ie 1OT ^turf auf Bogen aufgeklebt mit den von den Heimen und Krankenhäusern usw. erbaltenen «czug- scheinen bis zum 7. Dezember 1942 unmittelbar an den Eierwirtschaftsverband Hessen-Nassau tn Frankfurt a. 99L, Tamrusanlage 6, ernzuseuden, der das Weitere wegen Zuweisung des Honigs an die Einzelhändler veranlaßt. Auf ledem Bosen mit aufgeklebten Abschnitten ist die genaue Anschrift des einsendenden Einzelhändlers zu vermerken. Polen erhalten keinen Honig. Ueber die Ausgabe ergeht besondere Bekannt- machung. . 135850 Gießen, den 24. November 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße«. Ernährungsamt Abt. B. Bekanntmachung. Ueber die Vornahme einer Viehzählung am 3. Dezember 1942. Auf Anordnung des Herrn Neichsministers für Ernährung und Landwirtschaft findet am 3. Dezember 1942 im gesamten Reichsgebiet eine allgemeine Viehzählung statt. Die Zahlmig erstreckt sich auf Pferde (ohne Milttarpferde), Maultiere, Maulesel, Esel, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen, Federvieh, Bienenstöcke und Kaninchen. In jeder viehbesitzenden Haushaltung muß am Tage der Zählung (3. Dezember 1942) eme Person anwesend fern, die über den Viehbestand, insbe- sondere auck über die Zahl der Hühner, genau unterrichtet ist. wirksam, wenn sie zurückgenommen ober durch ein nicht in der Dache selbst entscheidendes Urteil rechw. kräftig abgewiesen wird, sofern der Gläubiger mchr innerhalb von 6 Monaten erneut Klage erhebt. Entsprechendes gilt für Güteanträge, Anmeldungen zum Konkurs und Anträge auf Zwangsvollstreckung. Ist die Forderung durch (abstraktes) Schuldanerkennt- nis oder gerichtliches Urteil bzw. Vergleich endgültig festgestellt, so tritt die Verjährung, wie bei Darlehen, erst in 30 Jahren ein. Oandkrei» Gieße«. = Lich, 24. Nov. In dieser Woche können zwei bekannte und verdiente Männer unserer Stadt ihren 7 0. Geburtstag feiern. Am Mittwoch, 25. November, vollendet Gerichtsvollzieher a. D. Heinrich Mori (Mengesftraße) in voller körperlicher und geistiger Frische das 70. Lebensjahr, und am Samstag, 28. d. M., kann Oberbahnhofsvorsteher a. D. Wilhelm Berk (Hungener Straße) ebenso rüstig denselben Tag begehen. Beiden Jubilaren unsere herzlichen Glückwünsche. Am 31.12.1942 läuft wieder eine Reihe von wichtigen Verjährungsfristen ab. Die seinerzeit bestimmte Hemmung der Verjährungsfristen gilt insoweit auf Grund der Verordnung vom 3.11.1941 nicht mehr. Verjährung von Forderungen aus dem Jahre 1940. Zunächst verjähren infolge Ablauf der zweijährigen Verjährungsfrist Ende 1942 die im Jahre 1940 entftanöenen Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker und Kunstgewerbetreibenden für die Lieferung von Waren, Ausführung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte, sofern sie nicht für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgt furo, der Landwirte für die Lieferung ihrer Erzeugnisse, wenn die Lieferung zur Verwendung im Haushalt des Schuldners erfolgt ist, der Eisenbahn und sonstigen Fuhrunternehmungen wegen des Fahrgeldes, der Fracht usw., die Ansprüche von Aerzten, Rechtsanwälten, Gerichtsvollziehern, Sachverständigen, Zeugen, Rechtskonsulenten und sonstiger Personen, die die Besorgung fremder Geschäfte und die Leistung von Diensten gewerbsmäßig betreiben, wegen ihrer Vergütungen, die Ansprüche der Angestellten und sonstiger Personen, die im Privatdienst stehen, sowie der gewerblichen Arbeiter (Gesellen, Gehilfen, Fabrikarbeiter) wegen Gehalts-, Lohn- oder sonstiger Bezüge, der Arbeitgeber wegen Rückforderung von Vorschüssen, der Lehrherren und Lehrmeister wegen des Lehrgeldes und sonstiger Leistungen aus dem Lehrvertrage sowie weitere in § 196 des Bürgerlichen Gesetzbuches aufgeführte Ansprüche ähnlicher Art, die im täglichen Leben entstehen. Verjährung von Forderungen aus dem Jahre 1938. Weiter verjähren infolge Ablaufs der vierjährigen Verjährungsfrist Ende 1942 die im Jahre 1938 entstandenen Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker für Lieferung von Waren usw. für den Gewerbebetrieb des Schuldners, der Landwirte für Lieferung ihrer Erzeugnisse nicht zur Verwendung im Haushalt des Schuldners, die Ansprüche auf Rückstände von Zinsen und Tilgungsbeträgen aus 1938, von Miet- und Pachtzinsen aus 1938 für unbewegliche Sachen wie Grundstücke, Gebäude, Wohn- räume usw., schließlich die Ansprüche auf ftudftanbe von Renten, Besoldungen, Wartegeldern, Ruhegehältern, Unterhaltsbeiträgen und anderen regelmäßig wiederkehrenden Leistungen aus 1938. Auch sonstige kurze Verjährungsfristen, die entweder nach dem 2. 12. 1939 zu laufen begonnen hoben, oder ohne die Hemmung um 87 Tage am 31. 12. 1941 oder später ablaufen würden, enden innerhalb des maßgebenden Zeitraumes, ohne daß die frühere Hemmung in Betracht kommt. Dies gilt z. B. für die Verjährungsfrist von 6 Monaten fett Ablieferung der Ware für Ansprüche aus einem Kaufvertrag auf Wandlung, Minderung oder Schadenersatz, für die sechsmonatige Frist nach Abnahme des Werkes bei Ansprüchen aus einem Werkvertrag auf Wandlung, Minderung, Schadenersatz oder Beseitigung eines Mangels usw.- Die Verlängerung von Verjährungsfristen durch die Hemmung um 87 Tage ist nur insoweit bestehen geblieben, als öte Verjährungsfristen sonst vor dem 31. 12. 1941 abgelaufen wären. . Gehemmt sind die Verjährungsfristen allgemein nur noch für und gegen Wehrmachtangehonge und sonstige Personen, die wegen der Auswirkungen des Krieges zu ständigen Dienstleistungen außerhalb ihres regelmäßigen Aufenthaltsortes heranaezogen find, ferner Personen, die sich wegen des Krieges dienstlich im Ausland aufhalten oder sich als Gefangene oder Geiseln in fremder Gewalt befinden, schließlich Personen, die wegen Räumungsanordnungen oder auf Grund anderer unabwendbarer Ereignisse, die auf dem Kriege beruhen, ihren bisherigen regelmäßigen Aufenthaltsort verlassen mußten. Der Lauf der Verjährungsfristen tft hier seit der Einberufung bzw. durch das sonst maßgebende Ereignis, frühestens feit dem 25.8.1939, bis zum Ablauf von 6 Monaten nach Wegfall des Grundes, insbesondere nach der Entlastung des Einberufenen gehemmt. , , , Die Verjährung ist schließlich gehemmt, solange die Leistung dem Schuldner gestundet oder er aus sonstigen Gründen berechtigt ist, die Leistung zu verweigern (nicht jedoch z.B. weaen nichterfüllten Vertrages ober auf Grund eines Zurückbehaltungsrechts). Eine Hemmung liegt auch vor, wenn der Gläubiger durch Stillstand der Rechtspflege ober in anderer Weife durch höhere Gewalt, wie ins- befonbere durch den Krieg innerhalb der letzten sechs Monate der Verjährungsfrist an der Rechts- Verfolgung verhindert war. Die Hemmung bedeutet, daß der Zeitraum der Hemmungen in die Derjäh- rungsfrist nicht eingerechnet wird. Unterbrechung der Verjährungsfristen. Die Verjährung feiner Forderung kann der Gläubiger durch Maßnahmen verhindern, die den Lauf der Verjährungsfrist unterbrechen. Die Unterbrechung bewirkt, daß nach ihrer Beendigung die Verjährungsfrist von neuem zu laufen beginnt. Zwecks Unterbrechung kann zunächst der Schuldner veranlaßt werden, die Schull) durch Abschlagszahlung, Zinszahlung, Sicherheitsleistung, Anerkennt- niserklärung, Stundungsgesuch oder dergleichen anzuerkennen. Andernfalls ist dem Schuldner ein Zahlungsbefehl zuzustellen oder in anderer Weife durch Stellung eines Güteantrages, Erhebung der Klage, Anmeldung im Konkurs, Vollstreckungshandlungen die Verjährungsfrist zu unterbrechen. Eine außergerichtliche Mahnung ist nicht ausreichend. Das durch Zustellung des Zahlungsbefehls eingeleitete Mahnverfahren muß sich auf die volle Forderung erftretfen und weiter, betrieben werden, da andernfalls die Untekbrechung der Verjährung als nicht erfolgt gilt. Wenn kein Widerspruch erhoben wird, muß also um Erlaß des Vollstreckungsbefehls nachgesucht werden; wird der Antrag zu- rückgewiesen, so gilt die Unterbrechung nicht als erfolgt. Auch die Erhebung der Klage bleibt un- 3581 d Biete: 4 Festung m. Soldat., ob. Laetr.Bubenan- zügef.10-14 I. Sucke: 1 Anzug f. Ißiäbr. Jung., mit lg. Hose, ob. Svorianzug. Sckr. Ang. unt. 06079 a.d.G.A. I MietqesucheJ Sucke für Studienurlauber ab 1. Dez. möbL u. gut beizbares Zimmer | Verkäufe | 1 Flug rassereine Farbentauben u. mehr. Zuchthäsinnen abzugeben. [06070 Schmidt, Großen-Buseck, Weidengasse 4. | Verschiedenes) Unsere Traudl hat ein Schwesterchen bekommen. In dankbarer Freude Marlechen Weinmann, geb. Lieh Med.-Rat Dr. Fr. Weinmann Goddelau, Philippshospital z. Z. Gießen, St.-Tosef-KrankenhaUÄ, Liebigstraße ~ ~ .___:. Sckr. Ang. unt. 06086 a.d.G.A.' 06085 a. d. G. A. Freihand-Verkauf Im Auftrage des Amtes für Volkswohlfahrt werden am Donnerstag, dem 26. November 1942, ab 10 Uhr vormittags im Hause Walltorstr. 42 gegen gleich bare Zahlung verkauft: Möbel und Haushaltungsgegenstände. Bevorzugt werden Kriegsversehrte, Bomben- beschädigte, alsdann Inhaber von Dringlichkeitsscheinen. Vorherige Anfragen zwecklos. Besichtigung eine Stunde vor Beginn. L. Althoff, Walltorstraße 16 gerichtl. beeid. Taxator, Versteigerer und Sachverständiger der D.R.F. 4-Zimmer- Wohnung in Gießen ober Umgebung (Bahnstation), mögl. m. Zentr.- ob. Etagenheiz., v. ält. Ehepaar z. 1. April 1943 ober später zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 06001 a.b.G.A. Berufst. Dame sucht sofort zwei leere Zimmer mögl. m. Heiz., u. fließ. Wasser, in Giehen ober Umg. zu mieten. Schr. Ang. unt. 05988 a.b.G.A. Kriegsversehrt., stark gebbehinb., sucht möbliertes Zimmer in der Nähe der UnroeTfit. [3577D Angebote an Hch. Vestner, Wöllstein, Rhh. Gut möbliertes Zimmer von Beamten sofort gesucht. Lage: Theater, Ludwigsplatz, Kaiserallee, Licher Str. ober angrenz. Straß. Schr. Ang. unt. 06075 a.b.G.A. | Kaufgesuche"| Suche sof. zwei hochtr., gelernte Rinder ob.zrveijg.Fahr- kühez.kauf. oeosi Ang. sinb z. richt, n. Ldenhausen, Kirchgasse 6. Tel. Londorf 112 zlfflüfltien , Grundfläche: . 38 : 35 cm, und ein kleineres, ' z. kaufen gesucht. , Schr. Ang. unt. . 06068 a.b.G.A. Handball der HI. Holzheim — M t v. Gießen 1. 6:14 (4:4). Zu dem Spiel in Holzheim traten beide Mannschaften gegen früher in stark veränderten Aufstellungen an. Holzheim konnte in der ersten Hälfte, mit dem Wind spielend, das Spiel noch ausgeglichen gestalten. Aber auch schon in dieser Zeit wurde die Deckung stark vernachlässigt. Außerdem war das Spiel zu sehr auf den Mittelstürmer zugeschnitten. Die Gießener zeigten zunächst auch nichts Beson» deres, so daß der Gleichstand gerecht war. Nach dem Wechsel klappte es bei den Gästen besser. In wenigen Minuten wurde ein größerer Vorsprung heraus- geholt. Holzheim versuchte mit aller Macht das Ergebnis zu verbessern, scheiterte aber an der nun immer besser spielenden Hintermannschaft der Gießener. Lang-Göns — Mtv. Gießen 2. 15:0 (11:0). Wie nicht anders zu erwarten, wurde Lang-Göns klarer Sieger. Gießen fand sich zu allem Ueberfluß überhaupt nichts so daß die Niederlage schon vor der Pause besiegelt war. In der zweiten Hälfte nahm die Platzmannschaft das Treffen nicht mehr so ernst, wodurch die Torausbeute nicht noch höher wurde. DJ.-Llasfe. Lang-Göns — Mtv. Gießen 2. 6:2 (2:2). Die 2. Schülermannschaft der Gießener hielt sich recht wacker. Erst nach der Pause mußten sie sich den besser spielenden Lang-Gönfern geschlagen bekennen. Verdunkelungszeik: 25. November von 17.18 bis 7.31 Uhr. Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir recht herzlich Alfred Harbauer und Frau Ursula, geb. Krüger Gießen, Crednerstraße 87 III \ 06052/ Pianos und Flügel aus Privatbesitz kauft od. nimmt In Zahlung Pianohaus R. 8 c h ö n a u, Gießen, Tel. 3269. COMMERZBANK Gießen ffibf nvrw