8rertag,25.8eptemberM2 Gietzener Anzeiger In vier Tagen 125000 BRT ielor« der ev «rrscht wurden, wird zweifellos einmal einer der I Feindes, die außerhalb der Geleitzüge ej;lüffel für die künftige Katastrophe fein, der die | fahren, werden von Unterseebooten gejagt und ver- 3 . .< fföfon m ß-in2t>fiHnhpn tniphpriim nrpis t Die Tonnagenot der schlimmste Flaschenhals in der britisch-amerikanischen Kriegführung. Hierbei litik und riet; für ;(bmL), je 10. nZBeL ioffelit zeuger er zu- nmgs- !ise für kann n. Der (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Ende Septemder 1942. Am 3. November 1942 wird der 78. Kongreß der 1152L unter Roosevelt zutreiben. Die Situation vor der kommenden .Kongreßwahl 's! nun folgende: Roosevelt hat sich jahrelang er- k greid) bemüht, die Opposition des Kongresses -szuschalten und aus ihm ein Instrument seiner > äne zu machen. Da es in ihm an überragenden ^pfen und großen Charakteren fehlte, war das -nicht eben schwer. Wie immer in solchen Fallen rechten sich die Abgeordneten durch einen maßlosen Egoismus. Als Beweis mag nur angeführt werden, dcß der Kongreß es für richtig hielt, im Januar, tl-o unmittelbar nach der Katastrophe von Pearl chrrbour, sich selbst recht ansehnliche Ruhegehälter ii bewilligen. Das Pensionsgesetz war bereits im Sinai mit 42 gegen 24 Stimmen angenommen, das ^-präsentantenhaus hatte sogar mit 389 gegen 7 Timmen dafür gestimmt. Erst als sich die Oeffent- üc)fßit über diesen Skandal empörte, lehnte der Tmat das Gesetz mit 75 gegen 15 Kimmen ab. k; ist klar, daß ein solcher Kongreß von Geschafte- 'nichern dem Taktiker Roosevelt kemerlel Schwle- n,keiien macht, und daß dieser mit ihm verfahrt. S'-e er es für richtig hält. Die letzte Kongreßbot- .J'dcft, die sehr geschickt die Fehler und Versäumnisse des Präsidenten und seine Niederlagen in diesem Kriege vor der Volksstimmung auf den Kongreß abwälzt, steht bereits im Zeichen der Wahl am 3. November. Roosevelt will mit allen Mitteln die letzten unbotmäßigen Abgeordneten ausschalten und sich auch im Kongreß ein Instrument schaffen, das völlig auf seine Initiative angewiesen ist, also das Gegenteil jener Demokratie darstellt, die Roosevelt stets so laut im Munde führt. Bezeichnend ist jedoch, daß die heftigen Fehden, die Roosevelt und seine Hintermänner gegen diejenigen Abgeordneten führten, die „vor Pearl Harbour" die Außenpolitik des Präsidenten nicht billigten, nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben. U-Bootes. ' Die Gefährlichkeit des nördlichen Weges zu den Sowjets ist gerade in diesem Monat offenbar geworden. Wenn man in London und Washington trotzdem an ihm festhält, im Gegensatz zu dem dreifach weiteren, vielleicht nicht so stark gefährdeten Die Vorwahlen haben im Gegenteil bewiesen, daß die Wähler zäh an den mißliebigen Abgeordneten festgehalten haben, wahrscheinlich in der Hoffnung, daß sie eine gewisse Garantie dafür bieten, daß der Kngreß nicht völlig zu einer rein bürokratischen Unterabteilung des Weißen Hauses wird. Einzelne Briefe in der Woche bekommen, in denen sich die Abgeordnete haben in der letzten Zeit bis zu 20 000 Wähler über die Günstlingswirtschaft des Kongresses und seine Schwunglosigkeit bitter beklagen. Die Mehrheit des Volkes verlangt heute vom Kongreß Energie, notfalls auch gegen den Präsidenten, dessen Beliebtheit im Sinken ist. Der Kongreß sieht also zwischen zwei Feuern. Einmal verlangt Roosevelt von ihm Botmäßigkeit für seine Katastrophen- politik, zum andern ist er für die Oeffentlichkeit der Sündenbock und soll Fehler berichtigen, die durch die Unfähigkeit Roosevelts entstanden sind. zu bringen. Churchills Erklärung, daß die Monate Juli und August gegenüber den vorhergehenden Monaten eine entscheidende Verbesserung in den alliierten Handelstonnageverlusten aufwiesen, paßt nicht ganz mit den Berichten aus Amerika zusammen, wonach der Juli der bisher s ch l i m m st e Monat gewesen ist." „Economist" gibt weiter zu, daß eine andauernde Vergrößerung der deutschen U-Boot-Flotte nicht habe verhindert werden können. Dies bedeute, daß die Gefahren schrieb die Zeitung, „so ist der Transport immer noch das Hindernis für eine großzügige Planung. Die alles andere überschattende Tatsache besteht, daß die verfügbare Tonnage nichtgenügt, um die volle Kraft der Alliierten an die Fronten gmigS' iß Seit 3 (also nerben ;ramm ;en Demokraten und Republikanern haben wenig : Heftigkeit verloren, durch den Krieg aber un- reitig an Geschmacklosigkeit und Gehässigkeit zu- mommen. Die Demokraten behaupten, daß ein nziger Republikaner im Kongreß ein „nationales nheil" sei, weil die Republikaner keine zuverlässigen atrioten wären. Die Republikaner ihrerseits wer- n den Demokraten vor, unter dem Mantel der en die iervor- !• Ser itionat trefler er in eltbest- esserte, Velt- ir Geir ein sinnen rmi in l etwa einige fiaegg chatten ebeutet > über W-m- sinnen ! Posj. 11912 n zwei nzosen 25 und teniger Küste. Auch die meist schnell fahrenden Handelsschiffe des t den. Oer Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquarkier, 24. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Nordteil des Kaukasus stürmte In- cmterle, von Artillerie und Luftwaffe wirksam un- erstüht, nach Ueberwinden zähen feindlichen Wider- tandes mehrere beherrschende Bergrücken. Die Luftwaffe führte außerdem heftige Bombenangriffe gegen den Hafen von Tuapse, hierbei wurde ein größeres Frachtschiff in Brand geworfen und in den Küstengewässern ein weiteres Handelsschiff sowie ein Bewacher beschädigt. Am Terek wurde in hartem Kampf die Stadt Prischibskaja genommen. In Stalingrad dauern die erbitterten Häuerkämpfe an. Bei der Abwehr starker Entlastungsangriffe von Norden wurden 34 Sowjetpanzer abgeschossen. Der Nachschub des Feindes auf den Bahnlinien ostwärts und westlich der unteren Wolga sowie Betriebsstofflager bei Saratow wurden von der Luftwaffe erneut schwer bombardiert. Nordwestlich Woronesch scheiterten weitere feindliche Angriffe. Im mittleren Frontabschnitt verliefen eigene Angriffsunlernehmen erfolgreich. Gegenangriffe des Feindes bei Rschew wurden abgewiesen. Im Nordabschnitt der Front gewann ein eigener Angriff südlich des Ladogasees trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes und vergeblicher Gegenangriffe weiter Boden. An der 0ft f r ont wurden gestern 6 2 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte im norddeutschen und dänischen Küstengebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Zehn der britischen Bomber wurden abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 24. September kriegswichtige Ziele der Grafschaft Bork in Wittelengland. Wie durch Soüdermeldung bekanntgegeben, griffen deutsche Unterseeboote zwischen Spitzbergen und Island einen Geleilzug an, der von sowjetischen Häfen nach britischen und amerikanischen Häfen zurückkehrte und aus mehr Sicherungsfahrzeugen als Transportschiffen bestand. In harten fagetangen Kämpfen gegen die besonders starke Sicherung versenkten unsere Unterseeboote drei Zerstörer sowie einen Hilfskreuzer und fünf Transporter von zusammen 50 000 VRT. Weitere zwei Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Im Atlantik, vor Afrika und in der Ka- ribischen See versenkten andere Unter feeboote aus Geleitzügen und in Linzeljagd dreizehn feint»tid)e Handelsschiffe mit zusammen 75 000 VRT. sowie eine Korvette imd beschädigten ein weiteres Schiff durch Torpedotreffer. Damit Hal die feindliche Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 19 Schiffe mit 125 000 BRT., dazu drei Zerstörer und eine Korvette verloren. Annahme von Anzemen für die Mittaasnummer biS 8'/, Uhr desVormittagS plante h' an ° nun h un- ^l>en- kftert. I ir der \ |e ge- | den I ’lkner | 4 die. I Origen ’ i ;n. Es l RA, '• 8 bis i Karkt- I rd. für die Alliierten zur See noch auf lange Sicht hinaus auf einem Höhepunkt blieben. Trotz der immer größer werdenden Erzeugung der alliierten Schiffswerften würden die Tonnage-Flasch e n b ä l f e bestehen bleiben. Aehnlich schreibt „Daily Telegraph", die Kriegs- bedür'fnisse der Sowjets seien nicht nur groß, sondern verlangten auch nach sofortiger Befriedigung, zumal bei den Kämpfen um Stalingrad gewaltige Munitionsmengen und in. den früheren Schlachten umfangreiche Rohstofflager und Industriezentren verloren gingen. Die Verbündeten müßten jetzt den Sowjets mit allen Mitteln zu Hilfe kommen. Es sei aber leider so, daß in allen Teilen der Welt übergroße Anforderungen an die Hilfsquellen Englands und Amerikas gestellt würden. Immer wieder spiele die Schiffsraum- n o t eine gewichtige Rolle. Denn es gebe so gut wie nichts, was auf einem anderen gls dem Seewege an irgendeine der Hauptkampffronten transportiert werden könne. Man denke nur einmal an den langen Seeweg, den die Transporte um Südafrika zum Roten Meer und dem Persischen Golf zurücklegen müßten. Aus dem Mittleren O st e n kämen immer neue Hilferufe nach größeren Tank-, Geschütz- und Flugzeugmengen. Auch aus China und Australien träfen verzweifelte Rufe üach Unterstützung in Washington ein. Man sei einfach nicht in der Lage, bei dem Mangel an Transportmitteln die Bitten zu erfüllen. Es dürfe nicht übersehen werden, daß jeder Geleitzug mit der Gewißheit hinausgeschickt werde, daß er heftigen feindlichen Angriffen ausgesetzt sei, bei denen er schwere Verluste erleide. Selbst die allergrößte Geschicklichkeit der Seeleute könne die Seewege nicht sicherstellen. Schon im Frühjahr habe Roosevelt gesagt, man brauche mehr und mehr Handelsschiffe, und durch die im Laufe dieses Sommers erlittenen n^uen Verluste sei diese Forderung nur noch dringender geworden. Anzeigen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7 Stof, für Familienanzeigen und private Gelegenbeitdanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25% mehr Im Schatten der Kongreßwahlen Von unserem nn.-Berichterstatter. 192. Jahrgang Nr. 226 Ericheim täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 -auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Eentsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift',Anzeiger" i Postscheck 11686 Fr ankk./M. 1 o ent* «saus« bis 51. e nur OKilo' et. »it Be« n. czeugeL giiber» infeße« grenzt, ehr be» Klei«' rungs« >lgt die rö f-Ä um Afrika nach Iran, so wird damit katastrophale Aderlaß der englisch-amerikanischen Versorgungsschiffahrt bewiesen. Anderseits treten die Forderungen Stalins auf eine^ nachhaltige Hilfeleistung immer schärfer hervor, so daß London und Washington gezwungen werden, ihre Frachter rücksichtslos einzusetzen. Sie gaben diesem Geleit einen in dieser Stärke bis jetzt noch nicht angetroffenen Schutz durch Kriegsschiffe bei. Von den Unterseebooten konnte festgestellt werden, daß einer der von ihnen vernichteten drei Zerstörer der „Stämme- Klasse" angehörte. Es handelt sich dabei um die ft ä r f ft e n Einheiten der britischen Zerstörer- flottUle, die bei voller Ausrüstung 2400 Tonnen Wasser verdrängen und rund 37 Seemeilen in der Stunde laufen können. Ihre Bewaffnung besteht aus acht 12-cm-Geschützen, zwölf Flak-Geschutzen und MG.s sowie vier Torpedorohren, während die übrigen Zerstörerklassen über eine weniger starke Bewaffnung verfügen. Von diesen für den Geleitdienst so wichtigen Zerstörern gingen im September bisher 10 verloren. Ebenso nachhaltig wirkt sich die Vernichtung von zwei Korvetten und Bewachern aus. Die von Tag zu Tag sorgenvoller werdenden Betrachtungen der englischen und amerikanischen Presse zur Schiffahrtslage zeigen, daß man sich über den Ernst der Situation nicht täuschen läßt. Churchill mußte ja in seiner Botschaft an die Schiffsbauer zugeben, daß England „ohne Schiffe nicht leben und nicht siegen kann". Und der „Daily Tele- Ä I “»um ■ -- bet S mit, - s* 6Pet! I e>Uner : einer.- 'M " Sqs gegen Oer Nachwuchs der Partei. Wenn am 27. September die Ueberweisung der Achtzehnjährigen aus der Hitler-Jugend und dem Bund Deutscher Mädel in die NSDAP, und ihre Erwachsenenformationen und die Aufnahme der Einundzwanzigjährigen in die.Jugendgruppen der NS.-Frauenschaft erfolgt, dann stellt dies einen bedeutsamen Vorgang im Volksleben dar. Die besten jungen Kräfte der Nation werden nach jahrelanger Bewährung in den Reihen der HI. ausgelefen und in die Gemeinschaft der Partei ausgenommen, die als Führerorden der Bewegung darüber wacht, daß ie sich stets aus den lebendigsten und gesündesten Schichten des Volkes verjüngt, so den Auftrag er» üllend, der ihr vom Führer gestellt worden ist. Diesem feierlichen Akt, bei dem der Hoheitsträger die Parteianwärter auf den Sinn der Verpflichtung hinweist und sie zum bedingungslosen Einsatz für den Führer und für die Bewegung verpflichtet, kommt jetzt, in der gewaltigsten Auseinandersetzung, die das deutsche Volk in seiner Geschichte zu bestehen hat, eine ganz besondere Bedeutung zu, denn die Aufgaben, die der jungen Generation in der Gegenwart gestellt sind und gestellt werden müssen, sind ungleich größer denn früher. Jetzt, da ihre Väter und älteren Brüder eine schwere Pflicht als Soldat erfüllen, ruht auf den jungen Menschen eine wesentlich größere Last, denn ihnen obliegt es zum großen Teil, in die Bresche zu springen, die durch das Fehlen der Erwachsenen entstanden ist, und Aufgaben zu übernehmen, die ihnen sonst noch nicht anvertraut worden wären. Niemand und vor allem nicht die Bewegung wird der Jugend das Recht auf Freude und Frohsinn bestreiten wollen, aber ebenso versteht es sich, daß auch für sie das Wort, daß der Mensch mit seinen Zielen wächst, Gültigkeit haben muß. So ist es verständlich, daß die junge Generation, die jetzt heranwächst, ernster und gereifter ist, als es.vor dem Kriege ihre gleichaltrigen Kameraden gewesen sind, denn sie weiß, daß sie das Vertrauen, das der Führer in sie setzt, jederzeit in erhöhtem Maße rechtfertigen muß. Und daß die Zeit, in der wir stehen, von selbst überströmenden Frohsinn verbietet, das machen uns die Opfer klar, die unsere Besten gebracht haben und weiter bringen 'müssen, bis der Sieg errungen ist. Tausende junger Menschen beiderlei Geschlechts haben schon in jungen Jahren ihren Vater verloren, der ihnen Weg und Stütze bedeutete. So sind sie ganz von selbst älter und gereifter geworden und nicht zu den Streichen aufgelegt, die man früher als ihr gutes Recht bezeichnet haben würde. Sie wissen, daß sie durch ihr persönliches Verhalten jederzeit Vorbild sein müssen, daß sie der Mutter, die oft genug noch im Arbeits- und Berufsleben steht, hilfreich an die Seite treten und sich auch ihrer jüngsten Geschwister annehmen müssen. Und zu den häuslichen Pflichten kommen diejenigen, die die Gemeinschaft ihnen auferlegt. Ueberaus zahlreich sind die ^riegsaufgaben, die der Jugend des Führers gestellt worden sind, sie begannen mit den Sammlungen der verschiedensten Art, erstreckten sich auf die NSV.-Arbeit und auf den Luftschutz. Und es ist nicht einer, sondern es sind vield tausend Fälle bekannt geworden, in denen diese Jugend bei den heimtückischen Ueber- fällen der britischen Luftwaffe auf die Wohnstätten der Zivilbevölkerung unter Einsatz des eigenen Lebens ihre schwere Pflicht erfüllt und Leben und Gut des Nächsten gerettet hat, eine Tatsache, die Reichsminister Dr. Goebbels bei einer Besichtigungsfahrt in besonders heimgesuchte Städte des Rheinlandes zu der Erklärung veranlaßte, daß so viele dieser jungen Menschen, Kinder noch, zu Helden geworden seien. Diese Jugend des Führers tritt nun an, um feierlich in die Partei ausgenommen zu werden. Nicht geschlossen erfolgt diese Ueberführung, sondern nach den strengen Gesetzen der Partei, daß ihr nur zugehören kann und darf, wer auf Grund feiner charakterlichen Haltung und Einsatzbereitschaft die Voraussetzungen mitbringt, politischer Soldat und Kämpfer für des Führers Idee zu sein. Nach vierjährigem aktiven Dienst hat das einzelne Mitglied nichtet. Sv fielen in Einzeljagden wiederum dreizehn feindliche Handelsschiffe den Torpedos unserer Unterseeboote zum Opfer. In oft tagelanger Verfolgung und unter ungünstigsten Wetterverhältnissen wird das feindliche Schiff angegangen, bis endlich die vorteilhafteste Schußpositton erreicht ist. Ein Höchstmaß an seemännischem Können und unermüdlicher Einsatzbereitschaft der U-Boot-Be- satzungen gehört dazu, den Feind auf seinem immer wieher wechselnden Schiffskurs aufzufpüren und zu vernichten. Der Feind verfügt längst nicht mehr über feststehende Seewege, sondern seine Schiffe» und Geleitzüge müssen immer größere Ilm« m e g e machen, um vielleicht doch den Unterseebooten zu entgehen. Die großen Seewege, auf denen sich früher der Schiffsverkehr abwickelte, liegen heute wie ausgestorben da und nur selten zeigt sich hier ein feindlicher Frachter im Seerohr eines vrühlsche Uniöerfttäfcb ruderet 8. Lange General-Anzeiger für Oberheff en S ou von Wißen uno ™euen günstigen Angeboten bestürmt. Levensaus ver- - -'M Hosenboden war noch blank vom »en s sie, als sie schon das Terrain nicht bekamen, »°r Schulbank. Nun, er strolchte be den ~ wenigstens Brackmann in ihr Lager hinuberzuziehen 'Mher, beroch die Bodenproben, o - ° >bm unb huislander aurzuspannen. Das «ab uns zum ,-rausschleudert-n, besorgte s^ b " * oaMcn erftenma( zu denken, an Brackmanns Theorie könne -°m tzauptseld im Norden mit genauen ^ay.en wahres dran sein. Er aber ließ sich > arub°r, aus welchen Tui -n l^ &'taus« 1 ‘ fd)l)n ni»( durch di- günstigen Angebote verlocken, sondern 3c n waren — und bhe« eines -tnai», ui=> < . erzählte ..rr davon. blieb Huislanscr treu. ionen rnieni Der. mten mben wgen bei all. Büchern, die dem Bedürfnis nach Entspannung und Unterhaltung entgegenkommen. Vor allem die im man den Thomanern die selten zu hörende Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben". Als -instrumentales Hauptstück wurde in zwei Gwandhaus- konzerten der gesamte Zyklus der sechs Brandenburgischen Konzerte dargeboten. Dabei i)atfen Walther Daoisson als Pnnzipalviolinist und Günther Ramin als Maestro al Cembalo t». rillst oret unb Deshalb werden die deutschen Schriftsteller aufgerufen, an einem Wettbewerb für wertvolles deutsches Ilnterhaltungsschrifttum teilzunehmen. Die Teil- 'nehmer an dem Preisausschreiben müssen ihre Einsendungen über einen deutschen Verleger einreichen, •her sich für die Herausgabe des Buches einsetzt und die Einsendungen auch an das Werbeamt weiterleitet. Es werden vier Preise zu je 15 000 RM. und vier Preise zu je 10 000 RM. ausgesetzt. Lin Forscher der Atomphysik. Am 30. September vollendet der Ordinarius für Drn waren__und bftf« eu»» . - - ilk heimlich' ans Kosferpacken dachien und Hmv- tlo. ■mit klon. ierit „mit übet lS'4. -hlen. Sreich .. sich henfb ; eine bve». ) 2e. r die do es es er. tischen mern, Amts, n der in $5" ltidlvero' oß, es t jeder 5 Ney, feiert, hingen )ie als ohnten starren i Spiel o wies !N der t Beel- r ®e. en Ge» ümlicht | er Er-1 eintrug großen n Elly | > di-sen j ib vor« iteratur1 Wße eines Froh. ülntur tum der ; krkennl' Diislel. wachen )hl der ie Ära# . Piida' sie nicht sich weil die ihr ; ;t ihren tage den Band. Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath & * seine I" mir^ - ich Atl ei’ ei»W Ä* t * 'S 6ie< 1t*® lütt« •£ Bildung, Belehrung und Anregung Bon der Winterarbeit der LollSbildungSstätte. und dreist in Huislanders noch immer laut tönendes Horn, nämlich, daß hier Oel, und zwar Oel in ungeheuren Mengen liegen müsse. Er sprach von tertiären Verschiebungen und Ueberlagerungen, von Dingen, mit denen wir Leute der Praxis wenig anzufangen wußten, zeichnete Karten und Querschnitte der Gesteinslagerung und wollte uns mit ihnen beweisen, daß wir hier so- zusagen an der fettesten Stelle säßen. Das ganze riesige Fundgebiet von Matamoros im Norden bis hierher läge wie auf einem leicht schief gelagerten und undurchlässigen Tontablett, so daß wir, wenn wir nur tief genug bohrten, nicht nur auf Vorkommen von fabelhafter Ergiebigkeit stoßen, sondern nach und nach durch das natürliche Gefalle der Grundschicht die Oelwanne des gesamten Gebiets abzapfen würden. Maltes Schätzung nach betrug die erforderliche Bohrtiefe allerdings eintausend- achthundert bis zweitausend Meter. Huislander war der einzige, der Malte nicht für verrückt erklärte. Ich hielt ihn für einen jungen Mann mit einem allzu großen Mundwerk, unb cs war mir immer ein bißchen peinlich, daß Mutter ihn als Deutschen und Landsmann fo oft ins Haus bat Ich kam dadurch in die unangenehme Lage, weil, er doch unjer Gast war, ihn vor den anderen verteidigen zu müssen, ohne selbst an seine Sprüche Xu glauben. Damals hieß Brackmann im ganzen Camp nur „Malse zweitausend", eben wegen der zweitausend Meter Tiefe, in denen er das Oel vermutete. v m . Vielleicht ahnten dke Amerikaner das, was Brack- mann mit soviel Bestimmtheit behauptete, und vielleicht hatten sie deshalb Huislander mit so vielen aünstigen Angeboten bestürmt. Jedenfalls ver- Physik an der T. H. Berlin Professor Dr. Hans Geiger sein 60. Lebensjahr. Rach seiner Promotion in Erlangen 1906 arbeitete er an der Uni- nerfität Manchester auf dem Gebiet der Radio- uach altem Brauche von ihren Instrumenten aus führend wechselseitig die Leitung des erlesenen, kleinen, zum Tdil rein solistisch besetzten Ensembles nne, das an den obligaten Pulten der Originalinstrumente ein delikates Musizieren voll höchster Klangkultur bot. Günther Ramin schuf mit dem meisterhaften Vortrag der Goldberg-Dari- ationen im kerzenerleuchteten Barqcksacil des Gohlifer Schlößchens „denen Kennern und Liebhabern", denen Bach dieses Werk zur „Gemüths- Lrgetzung" schuf, ein besonderes Erlebnis. Drei Abende, in denen Kurt Stichler und Hugo Steurer sämtliche V i oli n- Klav i e r , Sona t e n und Solowerke für Violine allein vor- trugen, gliederten sich der Feier trefflich ein. Willy Stark. Ein Wettbewerb für Unlerhaltungsschriftlum. Das Werbe- unb Beratungsamt für das deutsche Schrifttum in Berlin veranstaltet ein Preisausschreiben, um im Krieg neues Unterhaltungsschrifttum im Zinne wahren Dolksschrifttums zu schaffen. In un- Der Nestor der deutschen Bühnenbildner. Professor Eugen Dua glio, der im April sein 85. Lebensjahr vollenden konnte, ist in Berlin gestorben. Er war ein Sproß jener Malerfamilie duaglio, deren Urahn Giulio Quaglio ein Schüler Tintorettos mar. Der Vater des Verstorbenen, Angelo Quaglio, wirkte in München unb schuf die Dekorationen für die Erstaufführung zahlreicher Werke Richard Wagners. In sein Atelier trat Eugen Quaglio mit 20 Jahren ein. Von ihnen stammen auch die Dekorationsentwürfe für die Separatvor- ftettungen für König Ludweg II. Von 1891 bis 1923 mar Eugen Quaglio Leiter der Dekorationsmalerei der Staatstheater in Berlin. In den letzten Jahren betätigte er sich als Landschaftsmaler. Theatereröffnung in Osnabrück. Obwohl das Osnabrücker Nationaltheater wegen Schäden an Bau unb Einrichtung nicht im eigenen Hause das Spiel beginnen konnte, wurde die Theaterfaison doch.rechtzeitig eröffnet. Man begann zunächst im Schloßsaal mit dem Kammerspiel unb wird wahrscheinlich auch im eigentlichen Theater- gebäube bald den Betrieb aufnehmen können. s jouie lai reaji v Wir stellten einen Turm nach dem aübere auf. Wir bohrten zweihundert, vierhundert, sechshu^ und schließlich tausend Meter tief, die Bohrungen verschlangen ungeheure Summen, $^lanber tobt -mt> schwor, er könne sich auf ferne Nase verlaistn, ind wir stünden über purem Gold — «er w« orderten nichts. Ober wir stachen nur dürftige Wannen mit schwachem Druck an, die keinen Bruchei! der aufgewandten Kosten hereinbrachten. Die Amerikaner grinsten sozusagen überben 3mm und klimperten schon wieder mit den Dollars n der Hosentasche. ä Damals kam Malte Brackmann zu uns. Frisch ius Deutschland importiert unb n0$ ,öllig grün. Ich glaube, Buena Esperanza war das -rste Oelfeld, das er in feinem Leben zu sehen be- "-am. Aber er war, wie alle diese Deutschen, gespick all von Wissen und p mmm Wehen auf Gonzales war ein Geck. Wie alle Leute mit Mischblut hatte auch er eine Vorliebe für auf- fallende Farben, unb ich besinne mich, ihn stets mit schreienb bunten Krawatten ober süßlila Socken zu knallgelben Schuhen gesehen zu haben. Möglich, daß Malte bei der ersten Begegnung über irgend solch eine unmögliche Zusammenstellung das Ge- sicht zu einem Grinsen verzogen hat. Wenn er es getan haben sollte, verzieh Gonzales ihm bas nie, denn er war eitel wie ein Pfau unb fest davon überzeugt, ein Adonis und ein Vorbild an Eleganz zu fein." Ich will ihm gar nicht abstreiten, daß er ein hübscher Kerl war. Er besaß etwas von dieser schwermütigen, satanischen Schönheit der westindischen Männer, und in Derakruz flogen die Weiber auf ihn. Leider hatte er die Eigenschaft, sich allzu laut mit seinen Erfolgen bei den Damen zu brüsten. Unb bei solch einer Gelegenheit soll Malte ihm ü.ber das Maul gefahren sein unb ihn ersucht haben, seine Memoiren schriftlich herauszugeben, da fände er gewiß eifrige Leser; ihn. Malte, langweilten diese Geschichten, wie er gestehen müsse, leider tödlich. Das war eine, Bemerkung, auf die ein Bursche wie Gonzales eigentlich mit einem Schuß oder einem Messerstich hätte antworten müssen. Aber er schwieg und schluckte die Beleidigung herunter. Als ich von der Geschichte hörte, warnte ich Malte. Er war damals wahrhaftig noch so grün und völlig unoertraut mit den Leuten hkerzulande, baß er einfach nicht einfehen wollte, mit seiner Bemerkung etwas Schlimmes gesagt unb etwa gar die Rache von Gonzales herausgefordert zu haben. Jedenfalls machte er auf meine Vorhaltungen hin ein Gesicht wie ein junger Hund, der noch nicht ganz stubenrein ist, kratzte sich zerknirscht unb gern belehrbar hinter dem Ohr und — tat das Dümmste, was er tun konnte, er ging nämlich zu Gonzales hin und entschuldigte sich auf feine Art. Er erklärte Gon- zales freimütig, daß er Weibergeschichten wirklich feinen Geschmack abgewinnen könne, unb daß er lila Socken zu gelben Schuhen scheußlich finde. (Fortsetzung f:fgt.) hre eint LeiM lauö’Or-; Anfsich, ; irrbaren ■ fyilhinj tenb; in n Stirn' bradjti erstes le W । unb Ü» arbeiten den Ski' [ unb 1 n zuj Semeinschastshilfe auf dem Dorfe. Der Krieg zwingt zum Einsatz aller Kräfte. Dabei kommt es aber weniger auf den Kraftaufwand als auf den mit dem Kraftaufwand erzielten Erfolg an. Auch auf dem Bauernhöfe gilt es jetzt, mit dem geringsten Aufwand den möglichst höchsten Nutzen zu erzielen. Der gemeinschaftliche Maschineneinsatz ist daher heute in jedem Dorfe zur Selbstverständlichkeit geworden. Neu ist dem Landmann bie nachbarliche Hilfe nicht. Sie bekommt aber unter den heutigen Verhältnissen dadurch ein anderes Gesicht, daß sie nicht mehr eine von Privatinteressen geleitete, sondern eine von höherer Stelle gewünschte und vom Ortsbauemführcr in die Tat umgesetzte Maßnahme darstellt, die jeden Eigennutz auszuschal- ten hat. Wie oft kommt es doch vor, daß einige Betriebe ihre Düngemittel, ihr Saatgut nicht rechtzeitig erhalten. Hier sprinaen die rechtzeitig belieferten Betriebe ein und Helsen mit einem Teil ihrer Ware aus, bis sie aus der später eintresfenden Lieferung wieder befriedigt werden. Dabei müllen die betriebsführerlosen Höfe in die vorderste Linie gestellt werden. Diese Wirtschaften, auf denen die Frauen zusätzlich noch mit Männerarbeit belastet sind, haben die erste und kräftigste Hilfe nötig. Auch bei der Erfassung und Ablieferung von Schlachtvieh und Milch, für die Aufbringung des Wehr- rnachthafers, Heus und Strohs, für die Zurückstellung von betriebswichtigen und unentbehrlichen Arbeitskräften ufw. muß die Sorge vor allem den Betrieben gelten, die Gefahr laufen, infolge Fehlens des Betriebsführers ober der erforderlichen Anspannung aus der ordnungsmäßigen Wirtschaftsweise herauszugeraten und in ihrer Erzeugungskraft abzugleiten. Die ganze Ortsbauernschaft muß sich immer mit dem Ablauf der Arbeiten im ganzen Dorfe beschäftigen und darüber wachen, daß lein Betrieb in der Arbeit zurückbleibt. Stellt der Orls- bauernführer hier unb1 bp einen beträchtlichen Lei- stungsabstand fest, banrf ist der Augenblick gefonline n, durch dörfliche Hilfsmaßnahmen einen Ausgleich herbeizuführen. Seine Aufgabe ist es, Führer und Berater der Dorfgemeinschaft zu fein und sich warmherzig für die Sorgen und Nöte der betriebsführerlosen Hofe einzusetzen. Er muß mit bestem Beispiel vorangchen, Takt und Feingefühl besitzen, um verwandschaftliche Beziehungen zu beachten, Spannungen und Unzuträglichkeiten in seiner Orts- bauernschaft zu schlichten und seinen Anfordermigen und Anweisungen geschickt Geltung zu verschaffen. So wird es gelingen, alle Schwierigkeiten zu über- winden und Erzeugung und Ablieferung befried'- genb zu gestalten.___________________________ unb der Werktreue in aufführungspraktischen Dingen zeitnahe und lebensvoll. In einer dem Bach- schen Motetten- und Orgelschaffen gewidmeten Motette ber Thomaskirche hörte man, glanzvoll gelingen, den Doppelchor „Fürchte dich nicht", und lander in feinem Dreck fitzen lassen wollten, ftech Zu den Leuten, die Malte am hartnäckigsten mit lanoer in jemem ,-urea i-v««, ungläubigen Sticheleien verfolgten, gehörte em Kubaner mit Namen Fernando Gonzales. Er war ein paar Monate vor Malte zu Huislander ge stoßen, unb zwar kam er von der amerikanischen Konkurrenz zu uns herüber, wie man munkelte, weil die Yankees drüben allzu genau auf feine Fingernägel geachtet hatten. Und diese Fingernagel hotten nun, obwohl Gonzales behauptete, von rein spanischen Eltern abzustammen, zweifellos einen Stich ins Violette, was ja ein sicheres Kennzeichen dafür ist, daß Gonzales' Stammbaum ein Aestchcn sozusagen schwarze Rinde und -krause Blätter hatte. Genaues wußte man darüber, weshalb er bie Amerikaner verlassen hatte, nicht zu sagen. Huislander als Holländer kannte kein Farbenproblem. Von ihm aus durften seine Ingenieure grünes Fleisch unter den Fingernägeln haben, wenn sie nur etwas leisteten. Und daß Gonzales von feinem Fach nichts verstand, konnte niemand behaupten. Er war ein tüchtiger Maschineningenieur, mit einem einzigen Fehler vielleicht, der aber auch mit feinem schwarzen Herrn Großpapa in Verbindung stehen mochte; er beanspruchte die Maschinen bis zur Zerreißprobe und gebärdete sich wie rasend, wenn sie darüber verreckten." Orgassa machte eine kleine Atempause. Er preßte die Fingerspitzen gegen die Stirn, als sei er vom eigentlichen Kern seiner Geschichte ein wenig abgekommen und als suche er den Faden wieder an ber richtigen Stelle zu knüpfen. „Um nun auf das Verhältnis von Gonzales zu Malte Brackmann zurückzukommen, so bestand zwischen den beiden von Anfang an eine Gegner- schäft. Sie äußerte sich nicht laut. Es war sozu- sagen eine Abneigung auf den ersten Blick. Hätte man bie beiden noch den Gründen gefragt, weshalb sie sich aus dem Wege gingen, fo hätten sie wahrscheinlich geleugnet, bah sic es taten. Soviel ich weiß, hat es zwischen Malte und Gonzales nur eine kleine Geschichte gegeben. Sie spielte sich in einer Kneipe ab. Einer ber Leute, bie sie miterber tatsächlich wegen Erregung öffentlichen Aerger- nisses verurteilt unb nur dadurch, daß er Berufung einlegt, zunächst vor dem Gefängnis bewahrt wird, beginnt über Recht unb Unrecht nachzubenken, wirb zwar fein florentinischer Michael Kohlhaas, finbet aber ein^n Menschen, bem Unrecht geschah wie ihm selber, unb indem er dieses Mädchen vor einem Verzweiflungsschritt bewahrt, sich ihrer annimmt unb für sie einsetzt, wie wenn es in eigener Sache wäre, kommt ber gute Kern des Mannes auf eine sehr liebenswürdige Weise zum Vorschein. Dafür wird er reich belohnt; die Hausbewohner, bie anfangs mit gutem Grund gegen ihn waren, sehen ihr Unrecht ein unb fetzen seine Rehabilitierung in ber Derufungsverhandlung burch; baß, nicht genug damit, auch Rigattieris hilflose Bemühungen um das Mädchen Angelina die schönsten Früchte tragen, war zu erwarten und gibt dem Ganzen den traditionellen Luftspiel-Abschluß, der weder unwahrschein- lich noch störend, sondern als die freundliche Rundung einer Szenenfolge wirkt, die man mit Vergnügen und innerer Beteiligung auf sich wirken Der Spielleiter F e l f e n ft c i n hat sich der Fabel mit Humor und Sinn für menschliche Hintergründe angenommen; er inszeniert ausgezeichnet, mit filmischem Temperament und Instinkt, gibt der Handlung ein intensiv florentinisches Lokalkolorit und zeigt auf eine sehr eindringliche Weise, im Hause und vor Gericht, wie man den farblosen Unb uferlosen Begriff „Volk" individuell aufgliedert und lebendig macht. Elsa Wagner, Ursula H e r t i n g, Lina Warften s, Kate Kühl unb Heinrich Troxbömker sind beispielsweise einige dieser populär empfundenen Gestalten. Karl Hauben- reißer, Franz Schafheitlin, Werner Pie- d a th und Paul Bildt repräsentieren knapp unb. scharf die gerichtliche Obrigkeit. Im Mittelpunkt aller Szenen aber steht Paul Kemp, der hier eine seiner besten Rollen hat; über den in ungezählten, mehr ober minder flachen Lustspieles belachten Komiker erhebt sich überraschend ein Chorakterspieler, der nicht nur komisch, sondern auch rührend wirkt unb mit leisen unb ganz menschlichen Mitteln den Umriß eines einsayien, verschüchterten, verhärteten Sonderlings und Einzelgängers entwickelt. Das "Wesen, dem er die entscheidende Wendung unb Wandluna feines Daseins verdankt, Angelina, erhält in Margrit D ebar s Darstellung eine mädchenhaft zarte, anmutige Lebendigkeit. — (Tobis.) * Im Beiprogramm: die neue Wochenschau unb ein lehrreicher Kulturfilm „Deutsche Arbeitsstätten". Hans Thyriot. hängenden Fragen unterrichten, bamt wir für zukünftige große Aufgaben gerüstet sind. In der genannten Vortragsreihe wird Prof. Dr. K l u t e 8 bis 10 Vorträge halten über Osteuropa, Nord- afrika und ben Vorberen Orient, über Japan und Sübostasien nach wirtschafts- unb wehrgeographi- scheu Gesichtspunkten. Weil wir durch bie Wehr- Machtberichte zum Nachbenken über diese Raumfragen angeregt werben, trägt bie Vortragsreihe den genannten Namen. Dabei wird die Form der Arbeitsgemeinschaft gewahrt werden insofern als ber Webner sich bereit erklärt, jeweils auf Fragen zu antworten, bie ihm schriftlich nach dem Vortrag eingereicht werden. Die Volksbildungsstätte Gießen sieht ferner, Mitte Oktober beginnend, vor: Kurse für Laieck- s ch a f f c n \ n vier verschiedenen Abteilungen Papier- unb Papparbeiten, leichte Holz- arbeiten, Malen unb Zeichnen, Metallarbeiten. In diesen Kursen ist Gelegenheit gegeben für sinnvolle Felerabenbgestaltung. Bastelfreunbe werben gerne diese Möglichkeit benutzen für die Anfertigung von hübschen Geschenken für ihre Familienangehörigen. Alles Nähere über Ort und Zeit ber Veranstal- tnugen unb Teilnahmebebingungen wolle man jeweils dem Anzeigenteil ber Tageszeitungen ent- nehmen. Da einzelne der geschilderten Vorhaben von einer bestimmten Anzahl Teilnehmer abhängig sein werden, ist es heute schon notwendig, daß Volksgenossen und Volksgenosfinnen, bie für bas eine ober anbere ber genannten Vorhaben Teilnahme zeigen, sich in ber Kartenverkaufsstelle ber NSG. „Kraft burch Freude", Gießen, Selters- weg 60, anmelben. Nach dem Dargelegten ergibt sich, baß die Volks- bilbungsftätte Gießen sich bemüht hat, im kommenden Winter auf den verschiedensten Gebieten strebsamen Volksgenossen Bildung, Belehrung, Anregung und innere Bereicherung zu vermitteln. Felde stehenden Soldaten brauchen aber unterhaltende Bücher, deren Inhalt von einer lebendigen und wirklichkeitsnahen Handlung bestimmt wird. Sie sollen den Leser seelisch nicht übermäßig beanspruchen, sondern ihm Freude und Eytspannung bereiten und non den Sorgen und Nöten des Alltags ablknken. aktioität unb des Atombaues. 1912 übernahm er an ber Physikalisch-technischen Reicksanstalt in Berlin die Leitung des neugegrünbeten Laboratoriums für Rabiumforfchung. Von 1914—18 stand er als Artillerieoffizier an der Front. 1925 erhielt : er einen Ruf an die Universität Kiel als Leiter oes Physikalischen Instituts. Vier Jahre später liebelte er an bie Universität Tübingen über. 1936 nahm er einen Ruf an die T. H. Berlin an. Don größter Bedeutung sind seine Untersuchungen über die Ablenkung der Alphastrahlen ^durch Atome, die die experimentellen Grundlagen für unsere heutigen Anschauungen vom Aufbau der Atome sind.-Ferner sind der Geigersche Spitzenzähler und das Geiger- MMersche Zählrohr viel angewandte Hilfsmittel der modernen Physik geworden. Aus -er Stadi Gießen. Astern, Dahlie«, Georginen. Das sind die letzten Grüße des Sommers: Aftern, Dahlien unb Georginen. Sie füllen bunt unb leuchtend die Spätfommertage. Die leuchten durch i die arauen Regentage hindurch. Sie lassen den i Herbst noch nicht ganz in die Gärten, weit noch in - feine Tage retten sie ein Stück Sommer. Wer vor I ihnen steht und in ihre Farbenglut hineinschaut, i dem schenken sie noch einmal in ber Erinnerung bie 1 Pracht des Sommers unb feiner schonen Hellen i Tage. ! Aber doch ist in ihren Farben schon eine kleine Wehmut, eine stille Schwermut. Denn sie sind nur i reich an Farben, aber arm an Düften, ben die i Frühlings- unb Sommerblumen hingebend unb verfchwenbend verstreuten. Wer vor ihnen steht, den lasten sie ahnen, daß bald die gelben Blätter i fallen unb die Gartenwege bestreuen werden, unb i kalte Winde werden kommen. Doch größer ist immer ihr Geschenk der vielen Erinnerungen an den nun vergehenden Sommer, i Denn ihre Farben leuchten den Menschen tief in die Augen unb tief in das Herz. Das zarteste Weiß steht neben dem vollen Gelb, unb das hundertfältige Rot nennen die Blumenfreunde blaß oder hell oder satt ober glühenb ober lachend ober brennenb. Unb Rosa ist dazwischen und Blau und viel Violett. Eine meisterliche Gärtnerkunst hat diese Pracht her- vorzaubern können und dazu einen unzählbaren Reichtum an Formen der Blüte. Von der sonnen- blumengroßen Dahlie geht es herunter bis zur fingernagelgroßen, bis zur Liliputdahlie, neben hundert röhrenblütigen stehen hundert strahlen- blütige. Unb ick gleichem Reichtum stehen die Körbe der Aftern unb bie Bälle ber Georginen. Ein wenig mehr als hunbert Jahre kennen wir Dahlie unb Georgine. Aus der Hitze der Tropen, aus Mexiko, kamen sie nach Spanien, man schrieb 1798, aber erst vierzehn Jahre später nahm Deutschland sie auf. Den Namen tragen die Georginen nach bem Botaniker Georgi. Auch die Dahlien verdanken ihren Namen einem Pflanzenforscher, bem Schweden Dahl, der zum erstenmal die ganze Blumenfamilie, zu der die Dahlien gehören, die Korbblütler, genau erforschte unb beschrieb. Auch die Astern sind übers Meer zu uns gekommen, aus Nordamerika, und zum Ende des 18. Jahrhunderts sind sie aus China eingewandert. Der Reichtum an Farben unb Formen braucht auch einen Reichtum an Namen. Nur ein Gartner kann sich in diesem unendlichen Wald zurechtsinben, imb wer ihn fragt, bekommt tausend Namen von Rang und Bedeutung zu Horen. Hinter jedem Namen, der nicht einfach wie ein Etikett an eine neue Blume angeklebt wurde, steckt Sinn unb Ueberlegung. So heißt eine halskraufige Dahlie ..Maria Stuart" unb eine mattweiße „Ave Mana . Eine brennenb rote heißt „Luzifer" und eine rot» weißbunte „Schützenliesel". Eine strahlend gelbe unb stolze trägt den Namen „Hindenburg", eine ähnliche ben Namen „Deutsches Eck", unb einer gelbroten gab man den Namen „Japanische Sonne . Unb bann gibt es „Golbhähnchen", „Rotkäppchen , „Desbemona", „Zeppelin", „Königin Luise unb „Märchen" unb tausend andere. Form und Farbe haben überall ihren charakteristischen Namen ge- funben. . , .. .... Nun leuchten sie in den Garten, die Astern, Dahlien und Georginen, gucken über die Zäune unb arußen mit ihren bunten Farben bie Vorüber« gehenben. Den Markt machen sie bunter, unb in die Stuben bringen sie leuchtende Grüße vom Spätsommer und erstem Herbst. Die Kinder legen sie morgens auf ben Tisch des Lehrers, unb ihre Farben machen die Schulstunden Heller. Allüberall sind sie dabei, den Menschen den Abschied vom Sommer leichter zu machen, und wer sie in ben Gärten hat, behütet rointerüber dankbar ihre Mur- zelstocke unb Knollen. w H- B- Lichtspielhaus: .Ein Windstoß " Der Windstoß, der in einem Florentiner Mietshaus am Sonntagmorgen eine Wohnungstür zuwirft, zeitigt unerwartete unb schreckliche Folgen: er bewirkt, daß der junggesellige Anttguitätenhanb- ’ ler Rigattieri, nur mit Nachthemd, Hut und Besen 1 bewaffnet, ausgesperrt und alsbald, auf Grund pem- 1 lieber Mißverständnisse, von ber empörten Haus- 1 bewohnerschaft als Wüstling bezichtigt und vor Gericht geschleppt wird. Bis dahin wäre bie Geschichte nur eine Sammlung zum Lachen reizender i Schwanksituationen; es geht aber weiter, und das i Drehbuch, von Roland Schacht und dem Spiel- > leiten Walter Fe 1 senstein nach Giovacchino i Forzanos vielgespielter italienischer Komödie > geschrieben, entwickelt aus der grotesken Voraus- - setzung die so amüsante wie nachdenkliche Geschichte einer menschlichen Wandlung: Rigattieri nämlich, Die NSG. „Kraft durch Freude", Abt. Volksbildungsstätte, Gießen, eröffnet am Montag, 28. September, in ber Oberschule für Mäbchen, Gießen, Dammstraße, Sonde rkurfe zur Vorbereitung für die Reifeprüfung. Diese Kurse werden in zwei Abteilungen durchgeführt, einet Oberstufe für Teilnehmer mit mittlerer oder Primay reife unb einer Unterstufe für Teilnehmer mit Volksschulbildung. Die Oberstufe sieht eine zweijährige Unterrichtsbauer vor, bie Unterstufe etwa vier Jahre. Der Unterricht in beiben Abteilungen finbet montags bis freitags von 18.55 bis 21.20 Uhr statt. Beide Kurse wollen begabte Berufstätige und Volksgenossen, die aus irgendwelchen Gründen früher keine ihrer Begabung entsprechende Ausbildung erhalten konnten, zur Reifeprüfung vorbereiten. Die Kurse erfreuen sich der besonderen Förderung der Schulabteilung der Landesregierung. Die verantwortliche Leitung liegt in den Händen von Studienrat Dr. Bernhard Lade. Der Unterricht wirb von Lehrkräften ber Gießener höheren Schulen erteilt. Die Volksbildungsstätte schreibt ferner aus Sander k u r s e zur Förderung einer vertieften Allgemeinbildung. In diesen Kursen finden sich strebsame Volksgenossen zu- jammen, die.für ein Wissensgebiet besondere Nei- gung mitbringen unb sich roeiterbilben wollen. Es sind vorgesehen: Einführung in die Kunstgeschichte mit Lichtbildern, Vererbungs- und Rassenpflege, Das Deutschtum ix aller Welt, eine Arbeitsgemein, schäft Geschichte, eine Arbeitsgemeinschaft Wirt- fchaftsgeographie. Außerdem ist geplant: Eine Vortragsfolge „G e o- g r a p h i e der Wehrmachtbericht e". Der Krieg und feine Ausweitung hat es mit sich ge- gebracht, daß wir heute ganz anders in großen Räumen denken müssen als früher. Es ist notwendig, daß wir uns über die damit zusammen- 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wie gesagt", fuhr Oraasfa fort, Huislander war siegessicher und mit viel Geld nach Buena Esperanza iurückgekommen. Ich war fern Prospektor, aber m zwanzigjähriger Arbeit auf allen möglichen Camp Jon Texas, Arizona und Nordmexiko glaubte auch mha)en’ । ch, mir einen gewissen Riecher für Oel erworben »u haben. Buena Esperanza hielt ich für einen , Platten Versager. Zwar nannte Huislander mich -rinli I einen Narren und ein Greenhorn, aber es schien, ’ W I als sollte ich recht behalten. h f Mil- pinen Turm nach bem anberen auf. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager,N effe, Vetter u.Pate Die Hirschapotheke in Gießen ist am S8.^ 29. u. 30. September geschlossen! 04737 der Universitätsstadt Gießen Freitag, den 25. September 18.30 bis 22 Uhr 3. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Thron iwlschen Erdteilen Der landwirtschaftliche Marktbeo-achter 3,70 3,40 4,00 4,10 3,80 waggon oder Verbraucher: gelbe 4. 3,50 GLORIA 3,80. 3,50 je 5 kg 0,44 0,41 5 Heute Freitag WiederauHtthrung 4,30 4,00 4,20 3,90 3,90 3,60 4,00 3,70 4,00 3,70 3,80 3,80 4,10 4.00 3,70 3/70 4,00 3,80 3,90 4,20 4,30 4,30 4,40 4,10 4,20 3,60 3,70 3,90 4,00 4,00 4,10 3,90 4,00 genannten Nov. 1942 genannten 4,20 4,30 befreit halbiert, entkernt, gewaschen und evtl, durch eine Rohkost- oder saubere Fleischmaschine gegeben. Unter Zugabe von wenig Wasser (% der Menge) kocht man sie in 15 Minuten weich, gibt sie durch die Fruchtpresse oder streicht sie durch ein Sieb. Das Hagebuttenmark wird nun gewogen und mit 375 g Zucker aus 500 g Mark ungefähr 15 Minuten durchgekocht. Wenn eine Probe davon — auf einem Teller kaltgestellt — kein Wasser- mehr absetzt, wird die Marmelade nach Vorschrift heiß in heiße Gläser gefüllt, mit einem Essigblatt bedeckt und sogleich zugebunden. Man kann die Hagebutte auch unaus- gefemt verarbeiten. Für Hagebuttenmark werden die Hagebutten wie oben vorbereitet und dicklich eingekocht. Das schöne Mark gibt man in die Sor- bereiteten Gläser, die man mit entsprechendem Deckel und Klammern verschließt oder, wenn nur Zubindegläser vorhanden sind, mit Glaspapier zubindet und mit einer feinen Nadel einige - Löcher hineinsticht. So vorbereitet wird das Mark 20 Minuten bei 80 Grad erhitzt. Danach wird sofort noch einmal Glaspapier darüber gebunden. Man kann unter das letzte Glaspapier 4roch eine Schicht Watte legen. Seid sparsam mit dem Kohlepapier! weine,row,vi: i a) Ab Bahnwaggon ob. Lager an Kleinverteiler: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 b) Frei Lager des Kleinver- zeuger: A. in die unter 1. Städte und Orte: v. 7. Sept. b. 30. B. in die unter 2. Bei längeren Schriftstücken, die rnit gleichbleibendem Rand und Zeilenabstand geschrieben werden, spanne man die Kohleblätter des öfteren in umgekehrter Schreib läge ein, um den Rand auszugleichen. ' ischen den Zeilen noch verbliebenen teilers: Ä u. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 c) Ab Bahnwaggon oder ab Lager an Berbraucher: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 d) Frei Keller b. Verbrauch.: v. 7. Sevt. b.30.'Nov. 19.42 B. Bei Abgabe durch ben Klem- verteiler (Einzelhändler): (nach- Bezug vom Veriarrd- ob. Empfangsverteiler ; andernfalls gilt Abschnitt III, Ziffer 2, Abs. 2) a) Ab Bahnwaggon: v. 7. Sevt.'b. 30. Nov. 1942 je 5 kg 0,48 0,51 b) Ab Verkaufsstelle: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 c) In Mengen von 5 kg an: 3,70 4,00 je 5 kg 0,45 0,48 je 5 kg 0,49 0,52. 3,90 4,00 D. in die unter 1., 2. und 3. nicht aüfgeführten Gemeinden: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 3,40 7. Soweit ber Verbraucher die Kartoffeln bei dem Erzeuger abholt, ohne jeden Abzug: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942.... 3,10 11. Begriff des Großverbrauchers. Otto Bingel Gefreiter in einem Infanterie-Regiment am 15. August, im Alter von 33 Jahren, bei den schweren Abwehrkämpfen bei Rschew den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Wilhelm Bingel und Frau Marie, geb. Lenz Jakob Bingel, Chemiker; Karl Bingel u. Familie Dr. Jakob Bingel; Karl Marsteller, Bauer Unteroffizier Alfred Marsteller; Hertha Marsteller. Grüningen, Berlin, Braunschweig u. im Felde. "__04731 mit Olga Tschechowa • Ilse Werner Bilde Hildebrand • Lizzi Waldmöller Willy Forst • Johannes Riemann Spielleitung: Willy Forst Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntag 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutrittl 28780 RM. 3,70 ! 50 kg RM. Städte und Orte: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 C. in die unter 3. genannten Gemeinden: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 an den kleinen Nachlässigkeiten, mit denen mir es behandeln. Das Papier muß trocken, vor Sonne und unmittelbarer Hitzeeinstrahlung — etwa von Heizkörpern — gut geschützt aufbewahrt werden. Und zwar gehört es, um es vor Beschädigungen und Cinrollen der Ränder zu behüten, in eine dafür vorgesehene Mappe oder Schachtel. Dabei achte man darauf, daß man es dort sogleich nach dem Ausspannen aus der Schreibmaschine nach der noch vorhandenen Farbkraft einordnet. Bei mehreren Durchschlägen benutzt man bann immer an erster Stelke die farbschwächeren und dann erst die farb- kräftigeren Kohleblätter. Das Kohlepapier erfüllt nicht oder doch nur unzulänglich seinen Zweck, wenn es nicht völlig knitterfrei bleibt. Daher fei man beim Einspannen — besonders bei mehreren Durchschlägen — äußerst vorsichtig und vermeide jede Faltenbildung. Um die Farbwirkung des ganzen Bygens völlig und gleichmäßig ausnützen zu können, schneide man das Papier von vornherein in der Größe zu, wie es zu den verwendeten Briefbogen paßt. Ist das Kohlepapier z. B. bei Briefen nur in der Mitte stärker abgeschrieben, wird es zerteilt und für kleinere Schreibpapierformate weiter aufgebraucht. Gemeinsame Bekanntmachung der Landrate der Lkndkreise Alsfeld, Budrngen, Frredberg, Gleßen und Lauterbach, sowie des Polizeidirektors m Gießen. Preise für Speisekartoffeln. (Auszug aus meiner Anordnung bett. die Festsetzung von Verbraucherhöchstpreisen für Sveise- . Kartoffeln für bie Seit 00m.7. September 1942 bis einschließlich 31. August 1943.) I. Für die Abgabe von Sveisekartoffeln in der Zeit vom 7. September 1942 bis einschl. 30. November 1942 werden nachstehende Höchswreise festgesetzt : I.Jn den Städten Darmstadt, Mamz und Offenbach a. M.: (Großhändler): Frei Keller des Verbrauchers: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 B. Bei Slbgabe durch den Kleinverteiler (Einzelhändler): Lauvbchrtftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HamitschrrsUeiters: Dr. Hans Thhriot. Verantwortlich für Politik und Wider: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumscheio (beuri.), Ad V^rlag^Brühllche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Bea. Anzeigenpretsltste 9tt. 6. waigen Empfangsverteiler ie 50 kg 'x NM. Tee aus Apfel- und Zirnenschaleu. Tee von Apfelschalen ist heiß im Winter ebenso wie kalt im Sommer ein gleich köstliches Getränk. Selbstverständlich sollte man einen Edelapfel mit der Schale essen, da die darunter befindlichen Vitamine ungleich bekömmlicher im rphen Zustande sind. Hat man aber Koch- oder Musäpfel, so wäscht man sie sauber und trocknet sie gut ab. Dann sticht man erst alle Kronen aus und schält bie Aepfel auf ein sauberes Papier (schlechte Stellen ausschneiden). Zum Schluß bereitet man alle Schalen gut auf dem Papier aus und legt sie zum Trocknen entweder in Zugluft oder mehrere Tage an einen warmen Ort (Heizung, Backofen oder Ofenröhre). Erst wenn die Schalen ganz getrocket sind, kann man sie in Mullsäckchen ober einer Brötchentüte an luftigem Ort jahrelang gebrauchsfähig erhalten. Einige Handvoll ergeben ungefähr 2 Liter Getränk. Man kann sie vor Gebrauch noch einmal kalt wafchen und setzt sie dann kalt auf die Flamme, bringt sie zum Kochen und läßt sie ein bis zwei Minuten kochen und ziehen, gießt durch ein Sieb ab und fügt den nötigen Zucker und evtl, den Saft einer Zitrone bei. Man erhält so ein gesundes, bekömmliches Getränk von hervorragender Durstlinderung, beliebt bei jung und alt. — Ein apartes Aroma ergeben Apfel- und Birnenschalen zusammen, natürlich wieder mit Zitrone. Jedoch muh man Birnenschalen sofort oder doch nach einigen Tagen verbrauchen, sie halten sich nicht, es sei denn, daß man harte, wasserarme Birnen verwendet, die sich einige Wochen, ohne faul zu werden, halten. Hagebutten für den Winter. Gegen Ende des Sommers beschert uns die Natur eine ganze Anzahl von Wildfrüchten. Am bekanntesten find wohl Hagebutten und Holunderbeeren, die wir in Wäldern, Gärten, an Häusern und Hecken finden. Die roten, leuchtenden Früchte der wilden Rose sind durch ihren großen Vitamingebalt besonders wertvoll für uns, übertreffen sie doch die vitamin-O-reichen Zitronen und Apfelsinen etwa um das Achtfache. Abhängig ist der Vitamin-G-Gehalt von der Sorte und vom Zeitpunkt der Ernte. Am günstigsten ist es, die vollreifen, noch nicht weichen Früchte möglichst bei trockenem, sonnigem Wetter zu ernten. Bei richtiger Weiterverarbeitung treten keine wesentlichen Vitaminschädigungen auf, so daß uns die Hagebutte als wertvolle Vitamin-G-Quelle im Winter gute Dienste leisten kann. Man verarbeitet diese nützlichen Früchte zuMar - melade oder kocht, wenn man keinen Zucker hat, Hagebuttenmark,§as in Gläser gegeben und sterilisiert wird, um es dann später erst zu süßen. Dieses Mark eignet sich zu Brotaufstrich ebensogut wie zur Herstellung von Tunken und Suppen. Man kann die Früchte auch trocknen und daraus Tee, Suppen, Tunken oder Süßspeisen Herstellen. Die frischen Hagebutten verwendet man zur Zubereitung von Suppen, Tunken, Süßspeisen. Nun ein Rezept für Hagebuttenmarmelade. Die ganzen Hagebutten werden von Stiel und Blüte v. 7. Sevt. b. 30. Nov. 1942 . ..... Zu c): Bei Abgabe unter 5 kg ist kein weiterer Zuschlag statthaft. Die Preise für die Teilmengen unter 5 kg sind nach den Preisen für 5 kg zu berechnen unter Beachtung der Abrunoungsvorschristen. Danach darf die Abrundung nach oben bzw. nach unten erst beim Endbetrag vorgenommen werden. Die Abrundung nach oben ist erst statthaft, wenn bei dem Endbetrag die Pfenmgbruch- , teile !4Rvf. und mehr ausmachen. Zum Beispiel : 5 kg weihe Sorten kosten in ber Beit vom 7. Sevt. bis 30. Nov. 1942 0,49 NM., 1 kg demnach 9,8 Rpf., aufgerundet lORpf. 2 kg dürfen 19,6 Npf., aufgerundet 20 Nvf., 3 kg 29,4 Nvf., abgerundet 29Npf. usw.kosten. NSG. Auf dem Getreidemarkt aeht der Absatz von Roggen 'und Brotgerste auf Grund der Em- deckungsmöglichkeiten der Mühlen laufenö von- ftatten. Hinsichtlich des Weizens haben die Mühlen ihren Bedarf gemeldet, so daß die Zuleitung dem- entsprechend gelenkt werden kann. In der Bewegung des Mehls ist keine Veränderung ein getreten. — Das Aufkommen an Mühlennachprodukten hat sich durch den höheren Kleieanfall etwas gebessert. Stroh wird reichlich zur Verfügung gestellt und konnte u. a. auch den Verarbeitungsbetrieben zugeleitet werden. Der günstige Stand der Kartoffelanlieferunaen war auch in der vergangenen Woche festzustellen. An einzelnen Orten ist jetzt schon der Beginn der Einkellerung möglich, zumal als Folge der voraus- aegangenen Witterung zur Zeit herankommende Kartoffeln haltbar sind. Auf dem Gemüsemarkt trat neben dem Kopskohl auch der Rotkohl und Wirsina stärker hervor. Etwas häufiger traten noch Kohlrabi und Eskarol in Erscheinung. Bohnen und Blumenkohl waren nur in unbedeutenden Mengen vertreten. An Obst waren Getragene D.-Bindeschube, Gr. 40, gut erb., z. kaufen gesucht. Schwarzlachweg 39, p l. von 8-9 und 18 bi^2Q Uhr. 04751 8. In Städten und Orten, in denen oder aus deren näherer Umgebung die Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln nicht unmittelbar durch den Erzeuger sichergestellt werden kann, und zwar in Bingen, Gießen mit Lollar, Worms, Rüsselsheim, sowie in den im Kreis Offenbach gelegenen Orten Buchschlag, Neu-Isenburg, Langen, Sprendlingen, Mühlheim und Steindeim: A. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler (Großhändler): ^pelbc weihe,rote,blaue dorten Sorten a) Ab Bahnwaggon ob. Lager ie 50 kg je an Kleinverteiler: RM. vor allem Birnen, Aepfel und Zwetschen angeliesert worden. Die Mirabellenernte kann praktisch als beendet gelten. Daneben gelangten noch ausländ'sche Trauben zuf Ausgabe. Zitronen sind nur in geringer Menge verfügbar. Der Fleischbedarf wurde an allen Plätzen glatt gedeckt. Während beim Großvieh teilweise eine Mehranlieferuna erfolgte, war die Herbeibringung der vorangemeldeten Schweinezahl schwieriger. In Anbettacht dieser Verhältnisse herrschte das Rindfleisch wieder bei weitem vor. Die nächste Woche wird im großen ganzen das gleiche Bild aufweisen. Voraussichtlich werden Rinder für die Dorratswirtschaft verfügbar werden. Die Qualitäten waren bei allen Tiergattungen mittel bis gut. Der Bedarf an Milch und Milcherzeugnifsen war sichergestellt. Auch die benötigten Käsemengen konnten laufend herangebracht werden. Zur Zeit ist noch die Ausgabe der auf den 41. Versorgungsabschnitt aüfgerüfenen Eier im Gange. Nicht überall waren die Einzelhandelsgeschäfte schon mit der von ihnen benötigten Eierzahl versehen, doch wird dies lausend erfolgen. a) Ab Verkaufsstelle: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 b) In Mengen von 5 kg an: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 . Bei Lieferungen von dem Erzeuger frei Keller d. Verbrauch., b. h. einschl. Verlesen, Anfuhr, Abladen und Verbringen in den Manch einer wird sicher sogleich den Einwand erheben, daß eine solche Sparsamkeit zwangsläufig auf Kosten eines sauberen und gut lesbaren Durch- ... . .. scklaaes geben muß. Dieser Einwand mag wohl Damit die zwischen den Zeilen noch verbü^enen manchmal seine Berechtigung haben, im allgemeinen Farbflächen ebenfalls ausgenutzt werden schneide jedoch liegt die Ursache für die allzu kurze Lebens- man nach vielfacher Benutzung einen Streifen in bauer des Kohlepapiers in unseren Büros weniger Hohe einer Schreibmaschinenzeile ab, beoor man die an der völligen Abnutzung der Bogen als vielmehr Kohleblätter weiter verwendet. — Die Sorgfalt, Die A. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler (Großhändler): selbe weiße,rote,blo e Sorten Sorten a) Ab Bahnwaggon ob. Lager ieJSO^kg ie50kg RNc. An seinem 19. Geburtstag erhielten WAW wir die unfaßbare, schmerzliche Nach- richt, daß nach Gottes Willen unser innigstgeliebter, herzensguter,hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Pate, Neffe und Cousin Kriegsfreiwilliger Richard Arnold Grenadier in einer Panzer-Kompanie Inhaber der Ost-Medaille am 24. August 1942 in den schweren Abwehrkämpfen im Raume von Rschew für sein geliebtes Vaterland den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Richard Arnold und Frau Berta, geb. Weber Gunter Arnold nebst allen Angehörigen. Gießen (Am Kugelberg 57), 21. Sept. 1942. Mit den Angehörigen trauert um ihren treuen Mitarbeiter Betriebsführung und Gefolgschaft des Gemeinschaftswerk, Versorgungsring Oberhessen-Nassau Gesellschaft m. beschr. Haftung. 04741 wir so unserem Kohlepapier zugute kommen lassen, wird sich nicht nur in seiner Lebensdauer auswn- ken, sondern auch in der Lesbarkeit der Durchschlüge und in einer schnelleren Arbeitsweise bei längeren Diktaten zum Ausdruck kommen. P. St * ** Männerchor-Konzert. Der unter der Leitung von Musiklehrer Wilh. Schüttler stehende Gießener Gesangverein „Heiterkeit" wird am kam- wenden Sonntag, 27. September, 16 Ubr, in der Neuen Aula der Ludwigs-Universität ein Konzert veranstalten, das auch im Dienste der Verwundeten- Betreuung stehen wird. Als Znstrumentalsolisten sind dazu Hildegard Treppinger, Violine, und Gertrud Dapper, Klavier, beide aus Gießen, gewonnen worden. ** Preise für Speisekartosfeln. Eine Bekanntmachung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung, Stelle für Preisbildung — im heutigen Anzeigenteil behandelt die Preise für Speisekartoffeln. Alles Nähere ist aus der Bekanntmachung zu ersehen. Landkreis Gieße«. * Watzenborn-Steinberg, 25. Sept. Am gestrigen Donnerstag ereignete sich hier ein folgenschwerer Unfall. Als der Bauer Karl Hap« p e l V., Hermann-Göring-Straße, bei der Dreschmaschine in seiner Scheuer damit beschäftigt war, Stroh weiterzureichen, stürzte er plötzlich rücklings vom Gerüst äb. Mit einem doppelten Schädelbruch wurde er sofort in die Klinik zu Gießen verbracht. Nach einer sogleich vorgenommenen Operation liegt der Bedauernswerte in bedenklichem Zustand darnieder. Todesurteil gegen ein Gewaltverbrecher Lpd. Frankfurta. M., 24. Sept. Auf einsamem Waldweg sprach der 23jährige, vorbestrafte Tscheche Karl Ulrich ein unbescholtenes, IMhriges deutsches Mädchen an, das sich auf einem Spaziergang befand. Als es eine Unterhaltung mit ihm ablehnte, packte er es am Hals und warf es zu Boden. 9m Ringen mit dem Mädchen stürzte er sieben Meter einen Abhang herunter und riß sein Opfer mit sich. Als das Mädchen sich wehrte, drückte er ihm die Kehle M, so daß noch Stunden später Würgemerkmale am Hals zu sehen waren. Es gelang dem Verbrecher, das Mädchen zu vergewaltigen. Das Son- dergericht Frankfurt a. M. verurteitte den geständigen Gewalt- und Sittlichkeitsverbrecher, der in so schwerer Weise das Gasttecht verletzt hatte, zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Verdunkelungszeit 25. September von 20.15 bis 6.43 Uhr. Keller und im örtlichen Marktverkehr: A. in die unter 1. genannten Städte und Orte: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 B. in die unter 2. genannten Städte und Orte: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 C. in die unter 3. genannten Gemeinden: n. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 D. in die unter 1., 2. und 3. nicht aufgeführten Gemeinden: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 6. Bei Lieferungen an den Großverbraucher nach Abschnitt II dieser Anordnung (frei Keller od. Lager) durch den Emvfcmgsver-- teiler (Großhändler) und Er- 1. Großverbraucher im Sinne von Abschnitt I, Ziffer 6, ist, wer vom Kartoffelwirtschaftsverband Hessen-Nassau, Frankfurt a. M.,. als solcher anerkannt ist. „ , , . 2. Lieferungen an Großverbraucher im Sinne von Abschnitt I, Ziffer 6, sind zu den Großverbraucher- Preisen abzurechnen, wenn die Bestellmenge für die sofortige Lieferung im Einzelfall 50 Zentner übersteigt. 3. Bei Lieferungen an Einheiten der Wehrmacht und an Gemeinschaftslager gelten die besonderen Vorschriften der Runderlasse des Reichskommissars für die Preisbildung Nr. 123/40 (Mitt.-Bl. I, S. 743) und Nr. 21/41 (Mitt.-Bl. I, S. 139) unb die dazu ergehenden Ergänzungen. III. Verteilersvanneü. 1. Versandverteiler sind berechtigt, für je 50 kg 0,20 RM. zu berechnen. Die Versandverteilerspanne ist in den unter I genannten Abgabepreisen enthalten. Sie darf weder über- noch unterschritten werden. Liefert der Versandverteiler unmittelbar an Kleinverteiler, so erhält er die Abgabepreise des Empfangsverteilers. 2. Liefert der Einzelhandel frei Keller des Verbrauchers, so ist ein weiterer Zuschlag für die tatsächlichen Mehrkosten in Hohe von 0,15 RM. je 50 kg zulässig. . . c, w Bezieht der Klemverteller die Kartoffeln unmittelbar beim Erzeuger statt beim Versand- oder Empfangsverteiler, so ermäßigen sich seine Verkaufspreise nach Abschnitt I jeweils um 0,30 RM. je 50 kg und bei Auspfunden um 0,03 RM. je 5 kg. IV. Rechnungsstellung. Ueßer jede Lieferung von 50 kg an hat der Verkäufer dem Bezieher eine Rechnung auszustellen, , aus der die Menge, die Sorte, der Preis je 50 kg und der Gesamtbetrag ersichtlich sind. Die Rechnung ist auf dem Transport mitzuführen und in den Verkaufsstellen zur Einsicht bereitzuhalten. V. Sortenzuschläge und Sortenkennzeichnung. 1. Fstr Speisekartoffeln, die unter der Bezeichnung „Königsberger Blaublanke" und „Weißblanke" in den Verkehr gebracht werden, können die jeweils für weiße, rote und blaue Sorten festgesetzten Verbraucherhöchstpreise bis zu 1,— RM. je 50 kg überschritten werden. 2. Für die Sorten „Juli (N'eren)", „Frühe Hörnchen", „Sieglinde", „Viola" und für Speise- fartoffeln, die unter der Bezeichnung „Königsberger Gelbblanke" in den Verkehr gebracht werden, können die jeweils für gelbe Sorten festgesetzten Verbraucherhöchstpreise bis zu 1,— RM. je 50 kg überschritten werden. 3. Die unter 1. und 2. genannten Sorten müssen in den Auslagen und Verkaufsstellen durch den Kleinoerteiler begriffsmäßig deutlich gekennzeichnet sein. VI. Straf bestinimung. Wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmun- ■ gen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird nach der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preisvorschriften vom 3. Juni 1939 verfolgt. VII. Diese Anordnung tritt mit dem 7. Sept. 1942 in Kraft. [2871D Darmstadt, den 11. September 1942. Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung - Stelle für die Preisbildung. gez. Reiner. Zu c): Hinsichtlich des Verbotes weiterer Zuschläge bei der Abgabe von Teilmengen unter 5 kg und hinsichtlich der Auf- und Abrundung von Pfennigbruchteilen gilt das zu Ziffer 1. B. c) Gesagte. 3. In mittleren Gemeinden, m denen zur Sicherung der Versorgung die Einschaltung emes Versandverteilers erforderlich wird, und zwar tn Groß- Gerau, Mörfelden, Raunheim, Kelsterbach, Walldorf (Kreis Groß-Gerau), Bodenheim, Budenheim, Nackenheim, Nierstein, Oppenheim (Kreis Mainz), Erbach, Michelstadt, König, Beerfelden, Höchst, Neustadt (Kreis Erbach), Babenhamen, Dieburg, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern (Kreis Dieburg), Pfungstadt (Kreis Darmstadt), Bensheim, Heppenheim, Lindenfels, Lorsch, Viernheim und Zwingenberg (Kreis Bergstraße): A. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler (Großhändler): selbe weiße,rote, blaue Sorten Sorten a) Ab Bahnwaggon od. Lager je 50kg ie 50kg an Verbraucher: RM. RM. v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 b) Frei Keller d. Verbrauch.: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 B. Bei Abgabe durch den Kleinverteiler (Einzelhändler): (nach Bezug vom Versand- od. Empfangsverteiler; andernfalls gilt Abschnitt III, Ziffer 2, Absatz 2) weiße, rote, blaue Sorten Sorten je 50 kg je 50 kg ---- RM. RM. Verschiedenes) Mr Ml bis 25, 10. einen öerienpalloD. Sehr. Ang. unt. 04746 a.d.G.A. Witwer, 38 I., 2Kind.,8u.l4J., sucht liebe, nette Frau zwecks Heirat kennenzulernen. Wohn, vorh. Zuschr. m. Bild unt. 04735 an d. Gieß. Anz. Diskretion zugesichert. v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 b) Frei Lager des Kleinverteilers : v. 7. Sevt. b. 30. Nov. 1942 c) Ab Bahnwaggon oder ab Lager an Verbraucher: v.7. Sevt. b. 30. Nov. 1942 d) Frei Keller d. Verbrauch. . - v. 7. Sevt. b. 30. Nov. 1942 B. Bei Abgabe durch den Kleinverteiler (Einzelhändler): (nach Bezug vom Versand- od. Emvfangsverteiler: andernfalls gilt Abschnitt III, Ziffer 2, Absatz 2) a) Ab Bahnwaggon: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 b) Ab Verkaufsstelle: 0.7. Sept. b. 30. Nov. 1942 c) In Mengen von 5 kg an: v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 a) Ab Verkaufsstelle: v. 7. Sevt. b. 30. Nov. 1942 b) Ab Verkaufsstelle bei Mengen von 5 kg an: ___ v. 7. Sept. b. 30. Nov. 1942 Zu b): Hinsichtlich des Verbotes werterer Zuschläge bei der Abgabe von Teilmengen unter 5 kg und hinsichtlich der Aus- und Abrundung von Pfennigbruchteilen gut das zu Ziffer 1. B. c) Gesagte. Auf dem flachen Land und in den Orten, m denen oder aus deren näherer Umgebung die Versorgung durch Erzeuger unmittelbar sicher- gestellt werden kann; das sind die Nicht unter 1., 2. und 3. aufgeführten Ge- meinden: weiße,rote, blaue Sorten gelbe A. Bei Abgabe durch einen et- Sorten waigen Empfangsverteiler ieJ50J