Samstag, 25. /Sonntag, 26. Juli 194(2 92. Jahrgang Nr. l?3 jw • G Samstag, 25. -s Gießener Anzeiger Tn“^rbert'iT636f^anrf®in' vrühlsch« UnloerfttittsirudereilLtaiige General-Anzeiger für Oberhessen I --------------------------- Rostow im Sturm genommen probe Kreuzes. Adolf Oberleutnant Clausen, der 1911 Wie Rostow erstürmt wurde Wk Taganroi ■ doH 0 Zndnstrie- und Verkehrszentrum am unteren Don dfitiie listinDen nzerin Die Bolschewisten drängen r.t vor Augen ge- als Sohn eines mürbe, mar vor in dem Betrieb grab brachen erneute feindliche Angriffe zusammen. Truppenbereitstellungen wurden durch Artil- ltriefeuer zersprengt. An der Eismeerfront bekämpfte die Cuff- hübsche icbtig^1 Itung .Palast zum Ritterkreuz des Eisernen Hitler.- itb. hier 'eit einer rung, die Institute emppnei Der Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, rt. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ßekannt: Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Zruppen des deutschen Heeres, der Waffen-^ und slowakische Verbände, von der Luftwaffe hervor- vgend unterstützt, die stark befestigten und tiefgegliederten Verteidigungsstellungen von R 0 st 0 w auf der gesamten Front durchbrochen und nach har- keit König111 5000 Arbeiter. Außerdem besaß Rostow zahlreiche leistungsfähige Lokornotiowerkstätten und Automon- tage-Werke sowie eine Rüstungsindustrie, die Sprengstoffe und Geschosse aller Art herstellte. Die fruchtbare Umgebung hatte zur Folge, daß ebenso wichtig wie die Schwerindustrie die Nah - rungsmittelinbuftrie Rostows gewesen ist: Mühlen: und Fleischkombinate, Oelrnühlen, Margarinefabriken, Konservenfabriken, welche die Ernte der großen Fruchtgärten der Umgebung verarbeiteten. In der Umgebung Rostows gibt es Fleisch- und Milchfarmen, Käsereien, Molkereien und zwei große Sowchosen, in denen die Zucht von Merinoschafen betrieben wird. Der Umsatz des Hafens von Rostow, der modern au ©gebaut ist, steht an dritter Stelle unter den Häfen der Sowietunion. lieber Rostow gina ein großer Teil des Exports von Weizen, Hafer, Gerste und Rohwolle. Mit Rostow haben die Bolschewisten die Brücke zwischen Kaukasus und Do« nezbecken verloren, die Schlüsselstellung, über die die Rohstoffe des Kaukasus den Industriegebieten der Ukraine und Zentralrußlands zugeführt wurden. m der Rolle des weißen Sahib in Indien auf treten können. Das Empire ist aufgebaut auf SeeHerrschaft, und so bedeutsam die materiellen Schätze Indiens für den britischen handel und Wohlstand sein mögen, sind doch nicht sie die wesentlichste Grundlage britischer Herrschaft, sondern der Indische Ozean. Man hat Indien wohl das kostbarste Juwel der britischen Krone genannt, das Herzstück des Empire ist jedoch der Indische Ozean. Port Darwin, Singapur, Ceylon, Aden und bte ostafrikanischen Häfen von Berbera bis Durban und Port Elizabeth schließen das Gebiet ein, dessen Beherrschung für England eine Lebensfrage ist. Der Einbruch Japans in den Indischen Ozean stellt daher auch eine der ernstesten Bedrohungen britischer Macht in diesem Kriege dar. Die wachsende Aufmerksamkeit, welche man in London heute dem afrikanischen Teil des Empires widmet, ist eine unmittelbare Folge der Ereignisse weiter östlich. Die Erkenntnis, daß die Stellung in Ostasien unwiderbringlich verloren ist, und die Befürchtung, daß auch Indien nur noch in sehr verringertem Maße als Hauptbestandteil des Empires betrachtet werden kann, läßt den dunklen Kontinent als letzte Möglichkeit imperialer Betätigung im neuen und vielleicht durchdringenderen Licht erscheinen. Man gesteht sich ein, daß Afrika während der letzten Jahrzehnte vielfach stiefmütterlich behandelt worden ist und versucht jetzt. Versäumtes nachzuholen. Die Grundlage wurde schon vor dem Kriege von einem der meitestschauenden britischen Kolonialpolitiker gelegt. Lord Hailey hat einen großen Teil seines Lebens als Beamter und Gouverneur in In- dien verbracht. Vielleicht haben die dort gewonnenen Erkenntnisse ihn bestimmt, die Erforschung des afrikanischen Kolonialreichs zu seiner letzten großen Le. bensausgabe zu machen. 1938 legte er nach dreijähriger Arbeit seinen großen „Afrikanischen Ueberblick" vor, welcher heute und wahrscheinlich auch für die Zukunft die Grundlage 'britischer Kolonialpolitik in Afrika geworden ist. Die Ernennung eines residierenden Kabinettsministers in Afrika vor einigen Wochen war auch eine Folge des Hailey-Berichts und eines der vielen Anzeichen für die Kon- zenttatton des imperialen Interesses auf Afrika. Der vorläufige Charakter dieser Zwischenbilanz wird aber durch nichts so stark betont wie durch die Ungewißheit, welche heute in England hinsichtlich der Nachkriegspolitik der Vereinigten Staaten herrscht. Selbst wenn es England gelingen sollte, größere Teile seines Empires zu bewahren, so wird doch die Zukunft auch dieses Teiles nicht mehr ausschließlich in London bestimmt. England hat es bisher schon mehrfach erleben müs- sen, daß nicht nur die sogenannten kleinen Verbündeten, sondern auch die eigenen Tochterstaaten aufmerksamer .nach Washington blickten als nach London. Dieses Beispiel 'kann auch auf die heute noch halb oder völlig unselbständigen Glieder des Empires seine Wirkung nicht verfehlen. So schließt eine imperiale Zwischenbilanz mit starkem lieber» gewicht auf der Debetseite, und ein nüchterner Ausblick auf die Zukunft läßt das Auftauchen anderer als der hier angedeuteten Tendenzen sehr zweifele haft erscheinen. Forderung der Sow'etunion nach Errichtungrn-ri$r’ ... ■ • r rcY_ Seiten Front in Westeuropa Nachdruck verliehen wendigkeit einer En Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 83 Flugzeuge; sieben eigene Flugzeuge werden vermißt. Jn Aegypten dauern die heftigen Kämpfe in der Ll-Alamein-Stellung an. Die Oase S i ro a wurde von italienischen Truppen beseht. Verbände der deutschen und der italienischen Luftwaffe griffen erneut mit besonderem Erfolg in die Kampfhandlungen ein. Jn Luftkämpfen über der Wüste, durch Flakartillerie und bei Angriffen auf die Jnset Malta wurden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Jm Kampf gegen Großbritannien erzielte die Luftwaffe bei Tag- und Nachtangriffen Bomben- Volltreffer in Werken der Flugrüstungsindustrie, auf Flugplätzen und in anderen kriegswichtigen Anlagen Mittel- und Ostenglands. An der Küste der besetzten De st gebiete verlor der Feind am gestrigen Tage neun Flugzeuge. Ein britischer Tagesangriff auf einen Ort im we st deutschen Grenzgebiet und Angriffe des Feindes in der vergangenen Nacht, vor allem auf die Stadt Duisburg, verursachte Verluste unter der Zivilbevölkerung. Es entstanden Brände und Zerstörungen hauptsächlich in Wohnvierteln und in öffentlichen Gebäuden. Nachtjäger und Flakartillerie brachten sechs der angreifenden Bomber zum Absturz. Einige sowjetische Bombenflugzeuge unternahmen um Mitternach wirkungslose Störangriffe gegen ost preußisches Gebiet, hierbei verlor der Feind ein Flugzeug. ert. hat n*, 5>ur. $ unb und lOo.-m, B «tretet bd Politik unb ms AM lumschein. Lange S.» Hans Seck. tmei. u wer. | 'urchge. I d Zuin ff Tischlermeisters in Berlin geboren einem Eintritt in die Wehrmacht eines Vaters tätig. 1931 bis 1935 gehörte er der Kriegsmarine an und nahm an Fahrten des Linienschiffes „Hessen" und des Segelschulschiffes „Gorch Fock" teil. 1935 meldete er sich zur Luftwaffe und wurde als Jagdflieger ausgebildet. Nach den Feldzügen gegen Polen und Frankreich zeichnete er sich vor allem an den Brennpunkten der Kämpfe im Süden der Ostfront aus. Ost brachte er an einem Tage drei und mehr bolschewistische Flugzeuge zum Absturz. Insgesamt hat er 101 Gegner abgeschossen. JX—Nowofaherkask ROSTOWgJ^ Tie. 8 96 km. Ullteur- E ochbar. X der An. irtfdjaft, | ders die | e Geld. 8 n Lad - . Hessen- lm Kämpfen die als Verkehrs- und Hafenzentrum Sarin, gichtige Stadt im Sturm genommen. Die Säube- werden In den Londoner Untergrundbahnen fordern große Plakate zum Besuch dieser Versammlung auf. Jn Neuyork hat im Madison Square Garden bereits eine öffentliche Kundgebung stattgefunden, auf der die Errichtung der zweiten Front in Europa zur Entlastung der Sowjets gefordert wurde WeUdell Wilkie hat der Versammlung telegraphiert, in USA. gäbe es keinen Platz für Zauderer oder schwache Seelen. Die Versammlung möge Sowjettußland die Versicherung geben, daß die USA. die feste Absicht hätten, ihre Worte durch Taten zu ist aller 1 »affe Unterseebootliegeptähe und militärische An- wbleme,I iigen des Kriegshafens P oljarnoje mit guter der B-.» |itflmg. Den, die I 0 iS $ Dill r£utt 'M ^^^Marqaritowka.| rSchebdlsk . / Sfepna/aJ Zwischenbilanz des Empire Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. reg! •15 }0, Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biZZ'/aUhrdesBormittags Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Nvf. für Familienanzeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25%mehr .30. ,-erkaufe' Gießen 2272g, Stockholm, im IM 1942. Daß das britiföe Empire nicht in der Form aus dem Kriege hervorgehen wird, in welcher es ihn vor fast drei Jahren begonnen hat, wird heute nicht einmal mehr in England bestritten. Dagegen ist es immöglich vorauszusagen, in welcher Form das Empire den Krieg überstehen und vielleicht in der Nachkriegswelt eine Rolle spielen wird. Immerhin läßt sich am Ende des dritten Kriegsfahres eine Zwischenbilanz ausstellen, aus welcher sich ein Ausblick auf die Zukunft eröffnet. Eine Zwischenbilanz aufstellen heißt, positive und negative Faktoren zueinander in Beziehung bringen. Nun fällt es allerdings schwer, positive Folgen des Krieges für das Empire und insbesondere für die Stellung Englands als Mutterland zu entdecken. Die Engländer selbst zählen dazu die Tatsache, daß sie durch die Notwendigkeit des Krieges noch einmal aus dem Zustand befriedigten Genießens herausgerissen und zu neuem politischen Willen beseelt worden seien. Selbst wenn das richtig fein sollte, wäre es doch ein allzu leichtes Gegengewicht gegen die schwerwiegenden materiellen Einbußen und den damit verbundenen Verlust an Prestige, hinsichtlich der interimperialen Beziehungen könnte England vielleicht als Gewinn verbuchen, daß dieser Krieg bewiesen hat, daß alle Dominien immer nur bestenfalls G l i e d st a a t e n und zu einem völlig selbständigen Dasein noch auf Generationen hinaus nicht imstande sind. Insofern sind die Erfahrungen des vorigen Krieges korrigiert worden. Nach den negativen Posten dieser Bilanz braucht man nicht lange zu suchen. Der bisher wichtigste ist der vollständige Verlust derbritischen Position in Ostasien. Der Fall der Festungen Hongkong und Singapur bedeutet für England unendlich viel mehr als der Verlust zweier Stützpunkte. Mit ihnen ging das britisch e Prestige in Ostasien verloren und zugleich die Möglichkeit, die wirtschaftlichen Positionen dort zu schützen. Die Macht des drittschen Weltreichs gründete sich aber zu einensschr wesentlichen Teil auf das Kapital, welches in den letzten 150 Jahren in China angelegt worden war. Die reichen Zinsen dieser Anlagen ermöglichten zudem der englischen Oberschicht die Aufrechterhaltung eines Lebensstiles, den es im Abendlande sonst seit Jahrhunderten nicht mehr gab. Insofern hat der brittsche Rückzug aus Ostasien nicht nur politische, sondern auch soziale Wirkungen, deren Bedeutung schwer abzu- schätzen^ aber kaum zu übertreiben ist. Daß es sich dabei um einen endgültigen Rückzug handelt, ist vereinzelt auch schön in England ausgesprochen worden. Kaum weniger folgenreich ist der Krieg bisher für die Stellung Englands in Indien gewesen. Es geht feit dem Scheitern der Cripps-Mission nicht mehr um die Frage, ob und wann Indien den Status eines Dominions erhält, sondern darum, ob es überhaupt möglich sein wird, Indien im Verband des Empires zu halten. Prophezechungen sind hier nicht möglich. Wer eines Tages von innen her die Geschicke Indiens in die Hand nehmen wird, ist für die Aufstellung der imperialen Zwischenbilanz gleichgültig. hier fällt nur die Tatsache ins Gewicht, daß die Engländer am Ende dieses Krieges nicht mehr Oie Schlacht am Don. Die vor etwa drei Wochen mit der Durchbruchsschlacht zwischen Charkow und Kursk begonnene Operation der deutschen und verbündeten Armeen ist in ihrer Fortführung zu einer der weitausgreifendsten und folgenreichsten des ganzen bisherigen Feldzuges im Osten geworden. Das Ziel aller Umfassungsstrategie waren seit den Tagen Alexanders des Großen und hannibals die Flanken und der Rücken des Feindes. Aber während damals der Feldherr ein Schlachtfeld in einer Ausdehnung von nur wenigen Kilometern zu übersehen -und kaum mehr als einige zehntausend Mann zu lenken hatte, bewegen sich heute Millionenarmeen in ungeheuren Räumen unter einheitlicher Leitung nach einem wohldurchdachten Plan, der freilich heute wie damals dem einen Ziel dient, der Vernichtung des Feindes. Und wenn Schwierigkeiten des Geländes und Widrigkeiten des Wetters an dieser oder jener Stelle des sich über mehrere hundert Kilometer dehnenden Schlachtfeldes zu unvorhergesehenen Zwischenfällen führen, wenn hier besonders zäher Widerstand des Feindes die eigenen Truppen länger beschäftigt, als es geplant war, ober dort die Gunst des Augenblicks die angreifenden Verbände schneller vorankommen läßt, als man hatte hoffen können, so ist es die Aufgabe des Feldherrn, alle diese Momente immer wieder seinem Operationsplan einzuordnen, in einer oft von Stunde zu Stunde wechselnden Situation neue Entschlüsse zu fassen, seinen Truppenführern hinreichende Bewegungsfreiheit zu lassen ohne sich selbst der Freiheit des Handelns zu begeben, und schließlich bei allen Abweichungen im einzelnen das Ziel der Gesamtoperatio« unbeirrbar im Auge zu behalten. Wenn also auch die Grundsätze der Kriegskunst seit Alexander unb Hannibal die gleichen geblieben sind, so haben doch das Massenaufgebot der modernen Heere, die ungeheure Ausweitung des Schlachtfeldes und nicht zuletzt in unmittelbarem Zusammenhang damit die Entwicklung der Technik mit all ihren Auswirkungen auf Waffen, Truppenbewegung und Nachschub dem Feldherrn einerseits ungeahnte Möglichkeiten eröffnet, andererseits an ihn Anforderungen gestellt, die er nur mit Hilfe eines hervorragend geschulten unb eingespielten Führungs- stab es und eines sorgfältig durchorganisierten unb mit allen Mitteln der modernen Technik ausgerüsteten Nachrichtenwesens bewälttgen kann. Das Feldherrntum Adolf Hitlers und das wundervolle Instrument seines Feldherrnwillens, die deutsche Wehrmacht mit ihren tapferen Verbündeten, erbringen in dem Feldzug am Don, der eben in einer In diese flüchtenden Kolonnen, die von der Luftwaffe immer wieder durch Bombenangriffe zermürbt wurden, stießen schnell vorbringende Jnfanteriever- bänbe hinein. So gelang es, in rastloser Verfolgung stärkere Teile bes Feindes im Raum Nowo- t f ch e r k a s k zum Kampf zu stellen und sie zu vernichten. Der Widerstand der Bolschewisten wurde überall gebrochen. Gleichzeitig entwickelten sich heftige Kämpfe w e st- li ch Rostow an einer starken Panzergrabenstellung im Raum Tschaltyr-Tuslosf. In diese Stellung drangen deutsche Panzerverbände in der Nacht zum 22. Juli ein. Im Laufe bes 22. Juli erzwangen die deutschen Truppen, von der Luftwaffe wirksam unterstützt, einen Dur chd ru ch durch das tiefgestaffelte Derteidigungssystem der Bolschewisten entlang der Straße Kylbyschewo—Rostow, während bei Ssultan-Ssaly Verbünde des Heeres und der Waffen--^ in die zweite Panzer- gr ab enftelhmg eindrangen. In Ausnutzung dieser Erfolge stießen schnelle Truppen noch am Abend des 22.Juli bis zum Stad tr and vor. Im Verlauf des 23. Juli wurde der größte Teil der Stadt Rostow im zähen Nahkampf Mann gegen Mann und Haus um Haus genommen. Reste des Feindes hielten sich noch in einzelnen Widerstandsnestern der Stadt. In der Nacht zum 24. Juli wurde der m Rostow zeitweilig auf flackernde Widerstand der Bolschewisten endgültig gebrochen und das Donufer jenseits des Stadtkerns erreicht. Die Versuche der Bolschewisten, Truppenteile auf das Südufer zu retten, scheiterten an den pausenlosen Angriffen der deutschen Kampfflugzeuge. Manylschsk 50 km fähiaMI I Rostow war wegen seiner hohen wehrwirtschaft- ine äbn« I Bedeutung von den Bolschewisten nach Osten, len Ao l Norden unb Westen durch einen vierfachen, mit tia Da; 1 bleiten Panzergräben verstärkten Befestigungs- ^ackienl gurte l geschützt. Im Süben wurde der Derterdi- I breiter 8 «ngsring durch stark ausgebaute Feldstellungen ge= b schiebt W Massen. Der konzentrische Angriff der deutschen und \VMahviaw Pokrowski MHostJabins Stockholm, 25.IM. (Eurovapreß.) Der sowjetrussische Druck auf England zur Schaffung einer zweiten Front ist nach schwedischen Meldungen aus .London ständig im Wachsen. „Soenska Dago lab et schreibt, der sowjetrufsische Botschafter M a i s k 1 ent- t>i.-f[e eine fieberhafte Tätigkeit, er konferiere mcht nur ständig mit Churchill und den verschiedenen Achrministem, sondern habe auch , alte anderen \» Mitglieder des Kriegskabinetts aufgesucht. Aber 11 laj) Erteilung der polizeilichen Genehmigung ent- * j falten jetzt auch kommunistische Kreise eiitf auher- I > ordentlich rege Agitation für eine zweite Front. In 1 en er am Sonntag auf dem Londoner Irafalgar Square stattfindenden Massenversammlung soll der ?' farberung der Sowjetunion nach f^rrirbtimg cmc-' ^Auch^in der englischen Presse wird der Oeffent- lichkeit eindringlich die ernste Lage auf dem östlichen - und die daraus erwachsende Not- fuhrt. In einem Bericht aus Moskau betont die Times, daß die Ungeduld der sowjetischen Oeffent- lichkeit angesichts der Tatsache, daß nunmehr acht Wochen vergangen seien, seitdem zwischen London, Moskau und Washington eine Vereinbarung über die Notwendigkeit der Schaffung einer zweiten Front getroffen wurde, stark gestiegen sei. Die Sowjets kämen immer mehr zu der Auffassung, daß das Problem der zweiten Front in England zu einer politischen Streitfrage geworden sei. Die Haltuna der britischen Regierung gegenüber diesem sowjetischen Drängen zeigt sich in den Aeuße- rungen von Cripps, mit denen er die Behandlung dieses Themas selbst in einer Geheimsitzung des Parlaments ablehnte. Der Labour-Abgeordnete Benin hatte erklärt, die Oeffentlichkeit müsse auf irgendeine Art beruhigt werden, da es überall zu Demonstrationen komme und die Arbeiterschaft im ganzen Lande in großer Erregung sei. Hierauf erklärte , Cripps, daß die Regierung, was sie auch planen würde, ihre Pläne nicht einmal in einer Geheimdebatte preisgeben könne. In einer Frage von so lebenswichtiger Bedeutung könnten den 600 Unterhausmitgliedern keinerlei Geheimnisse anver- traut werden. Das Eichenlaub für Oberleutnant Elausen. Berlin, 24. Juli. (DJIB.) Der Führer Hal dem Oberleutnant (K t auf en, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: „Jn dankbarer Würdigung Jhres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Jhnen als 106. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub 5 bs, Senl * ab ti Jahren 8 ehr unb 8 1 in den 8 r in der 8 icbenften , .5 dürste ■ ’ebitnaty 1 -eite des iebentlid) ähig unb ditbedars en durch- )sgeschäst8 ait einem I slowakischen Truppen auf Rostow begann nach der Einnahme von Woroschilowgrad zunächst von Norden und Osten her. Dann schlossen sich «ich die im Raum von Taganrog stehenden i Truppen dem Angriff von Westen her an. Durch starke Angriffe wurden beträchtliche Teile der zurück- oeichenden bolschewistischen Kräfte' in mehrere Truppen aufgespalten und im Zusammenwirken mit der Luftwaffe vernichtet. Die Reste der zerschlagenen feindlichen Truppen zogen sich auf Rostow zurück. Noch zur zaristischen Zeit betrug die Einwohner- t jlhl Rostows nicht mehr als 200 OOO. Im Jahre 1928, also 10 Jahre nach dem bolschewistischen Um- süirz, war sie auf knapp 250 000 angewachsen. Heute ist Rostow die zehntgrößte Stadt der Sorojetunion. Es hat 520 000 Einwohner, größtenteils Jndustrieproletariat, das sich unter den unwürdigsten Verhältnissen in Kellerwohnungen und hvlzbaracken zusammendrängt. Rostow, früher eine her bestgebauten Städte der Ukraine, gleicht heute I cher schmutzigen, von Menschen wimmelnden An- l.feMun'g, in der Holzbauten eine dominierende Rolle 5 spielen. Die Anhäufung der Menschen in Rostow ist eine L: ftolge der ungeheuren Jnd»strialisterung und seiner I Loge als Verkehrsknotenpunkt und Umschlageplatz. I Sie Landmaschinenfabrik „Rostelmasch" mit einer klegschaft von 20 000 Arbeitern und eine andere I. Lcndrnaschinenfabrik mit 7000 Arbeitern stellten I Ustungsmaterial her. Ein Monopol besaß die Fa- h bvk .Oktoberrevolution", die Zinkweiß und verzmn- - tes Metallgeschirr herstellte, ebenso eine Scharnier- || sabrik, die einzige dieser Art in der Sowietunion. ■ die Tabakfabrik „Rosa Luxemburg beschäftigte onberg, ymg der Stabt von den Resten des Feindes ist noch 'urchge- in Gange. Jm großen Donbogen brachen Jnfanteriedivl- ftmen und Schnelle Verbände den Widerstand neu u *2 jerangeführler sowjetischer Truppen. 69 Panzer nd non Md 29 Geschütze wurden hierbei vernichtet, wenden Nordwestlich Woronesch wurden stärkere feind- morben, Khe Angriffe im Gegenangriff zerschlagen, karnpf- A md Sturzkampffliegerverbände griffen in die Erd- zwischen ! kimpfe ein und fügten den Sowjets schwere ver- m uni bste zu. 111116 An der Wolchowsronk und vor Lenin- Schlachtenfolge von gewaltigstem Ausmaße und atemberaubendem Tempo vor uns abrollt, den Beweis dafür, daß die deutsche Kriegskunst berufen ist, nach dem höchsten Lorbeer zu greifen, weil sie schärfste Folgerichtigkeit des Denkens mit äußerster Kühnheit des Handelns verbindet. Die Schlachtenfolge am Don hat sich entwickelt aus dem Durchbruch, den die deutsche Führung in dem Abschnitt zwischen Charkow und Kurst angesetzt hatte. Der Angriff gewann trotz der von den Sowjets stark ausgebauten Verteidigungsstellungen am Oskal überraschend schnell Boden. Schon am 3. Juli konnte das Oberkommando der Wehrmacht bekanntgeben, daß die feindliche Front in einer Breite von 300 Kilometer auf gerissen worden sei. Am folgenden Tage erreichten die Spitzen des deutschen Angriffskeils bereits den Don. ^Der Uebergang über den Fluß gelang zuerst dem nördlichen An- ariffsflügel am 7. Juli bei Woronesch am linken Donufer, womit die wichtigste Nachschubstraße Di- moschenkos und zugleich eine der wehrgeographisch bedeutendsten Verbindungslinien der bislang noch unbesetzten europäischen Sowjetunion überhaupt, die Bahnstrecke Moskau—Rostow, von den deutschen Truppen durchschnitten wurde. Am 8. Juli meldete der Wehrmachtbericht, daß der Durchbruch nach Süden stark erweitert werden konnte. Der deutsche Of- fensivstoß nahm nun die für die Gefamtoperationen charakteristische und entscheidende scharfe Wendung nach rechts und brachte mit einem gewaltigen Angriff in die aufgerissene feindliche rechte Flanke die Abwehrfront Timoschenkos Mischen Donez und Don ins Wanken. Der Drehpunkt blieb Woronesch, gegen das die Sowjets in diesen und den folgenden Tagen immer wieder mit starken Kräften anrannten, um in die linke Flanke des deutschen Stoßkeils einzubrechen. Der Versuch scheiterte an dem zäh verbissenen Standhalten der hier kämpfenden deutschen Divisionen, die wußten, daß von der Kraft ihres Widerstandes das Gelingen der Gesamtoperationen abhing. Dem deutschen Flankenstoß in den Raum zwischen Don und Donez war dagegen ein glänzender Erfolg beschieden. Timoschenko hatte offenbar die Gefahr, die seinem gesamten Südflügel drohte, erkannt und versucht, ihn noch rechtzeitig nach Südosten zurückzunehmen. Abör es war zu spät und weder Führung noch Truppen der Sowjets waren auch nur annähernd der schwierigen Aufgabe gewachsen, die der berühmt gewordene Tagesbefehl des Marschalls ihnen stellte, als er, um_ Einschließungen zu vermeiden, statt der bisher geübten Taktik sturen Widerstands und ohne Rücksicht auf die Höhe der Opfer immer wiederholter Gegenangriffe nun vorschrieb, in elastischer Verteidigung zurückzuweichen. Die Spitzen der mit ungeheurem Elan vorstürmenden deutschen Verbände warfen die sowjetischen Nachhuten aus ihren zäh verteidigten Stellungen und stießen tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Bereits am 16. Juli wurde die Eisenbahn, die vom Done.zrevier gen Osten nach Stalingrad, dem früheren Zarizyn, am Wolgaknie führt, von Schnellen deutschen Verbänden überschritten und damit die noch im Donezraum sich zur Wehr setzenden Sowjettruppen überflügelt, so daß schon am folgenden Tage Woroschilowgrad, die bedeutendste Stadt des Donezreviers, von deutscher Infanterie im Sturm genommen' werden konnte. Der linke deutsche ÄngriffsMgel war inzwischen von Norden herab in den großen Don-Bogen vorgestoßen, dem er sich nach dem Wehrmachtbericht vom 20. Juli westlich von Stalingrad schon auf 80 Kilometer genähert hatte. Der Widerstand hier schnell herangeführter neuer Sowjettruppen wurde gebrochen, wie der gestrige Wehrmachtbericht meldete. Der deutsche Vormarsch in die Tiefe des Don-Bo - gens übernahm nun eine ähnliche Rolle wie die «deutsche Stellung bei Woronesch. Er sicherte -die Flanke der zum konzentrischen Angriff auf Rostow angesetzten deutschen und verbündeten Armeen vor einem Entlastungsstoß Timoschenkos von Stalingrad her. Nach der Ueberwindung des Donez in seinem Nordbogen zwischen Woroschilowgrad und Kamenskaja hatten die von Norden herabstoßenden deutschen Armeen mit den in östlicher Richtung durchgebrochenen Verbänden die Verbindung hergestellt und traten den Vormarsch auf Rostow, die große Industrie- und Hafenstadt am unteren Don, an. Gleichzeitig schob sich von Westen her über Taganrog der deutsche Angriff vor, so daß die mir -einem tiefgegliederten und stark befestigten Verteidigungsgürtel umgebene Stadt in großem Halbkreis umfaßt wurde. Nicht von Westen her am schmalen dichtbesiedelten Küstensaum des Afowschen Meeres und der Bucht von Taganrog entlang wie im vergangenen Herbst kam diesmal der Hauptstoß auf Rostow, wie es Timoschenko vermutlich erwartet hatte, sondern in mächtig ausholendem Bogen von Norden hatte die deutsche Führung das Städtegewirr des Donezreviers, das mit seinen Aschen und Industrieanlagen dem Feind für eine hinhaltende Verteidigung die besten Chancen geboten hätte, überflügelt und den deutschen Panzern und motorisierten Divisionen die Don-Steppe als Dor- marschgelände freigekämpft. Mit dem Fall von Rostow ist ihre Sicherungsaufgabe im Donbogen gelöst, sind auch die gegen Rostow herangebrachten Verbände frei geworden. Der Heeresgruppe Timoschenko droht nun unmittelbar die Gefahr, in zwei Teile zerrissen zu werden, und Stalin steht vor der Frage, wie er die Verbindung mit den Kaukasusprovinzen aufrechterhalten will. Er soll selbst in Stalingrad eingetroffen fein, um mit dem Generalstabschef Schaposchnikow die Möglichkeiten einer Stabilisierung der sowjetischen Der- teidigung zu prüfen. Aber weder die weite Kal- mücken-Steppe, die die Kaspische Senke zu beiden Seiten des unteren Wolgastromer ousfiUIt, noch die Manytsch-Niederung, die von Nordwesten nach Süd- osten zwischen der Mündung des Don und dem Kaspischen Meer noch einmal einen tiefen Einschnitt am Fuße der Vorberge des Kaukasus bildet, bieten wesentliche natürliche Hindernisse, an die sich ein Verteidigungssystem der Sowjets anlehnen könnte, vorausgesetzt, daß die deuffchen Panzer- und motorisierten Verbände ihnen zum Ausbau eines solchen Zeit ließen. Das ungeheure Tempo der deutschen Operationen läßt den Sowjets kaum noch Hoffnung, auf einer erheblich verlängerten Front- link und in einem für die Verteidigung wesentlich ungünstigerem Geländx mit beträchtlich verkürztem Bestand an Menschen und Material mit Aussicht auf Erfolg sich einzurichten. In London und Washington scheint man die äußerst kritische Lage Timoschenkos, die die weitere Aktionsfähigkeit der Sowjets überhaupt problematisch macht, langsam zu begreifen. Aber trotz der immer drängender werdenden Hilfeschreie Stalins siebt es nicht so aus, als ob die viel beredete „Zweite Front" zur Entlastung der Sowjets in absehbarer Zeit aus dem Stadium des Planens und Erwägens herauskommen sollte. So hat die große Schlacht am Don erneut bestätigt, daß der in selbstbewußter Kraft ergriffenen deutschen Initiative und kühnen strategischen Entschlüßen der Feind nichts anderes entgegenzusetzen vermag als lähmende Ungewißheit und Hilflosigkeit. Df. Fr. W. Lange. Deutschland wurde herausgefordert Reichspreffechef Or. Dietrich fertigt Hüll Berlin, 24. Juli. (DNB.) Der amerikanische Staatssekretär des Aeußevn, Cordell Hüll, hieft über den amerikanischen Rundfunk eine Rede, die in ihrer demagogischen Verlogenheit und Heuchelei eine deutliche Antwort erfordert. Reichspressechef Dr. Dietrich erklärte dazu in einem Interview: „Wie alle diese Nullen, die unfähig sind, die Probleme der Gegenwart zu meistern, sich im Wölkenkuckucksheim der Zukunft bewegen, so befaßt sich auch Hüll im größten Teil seiner Rede mit der Organisation der Welt „nach dem Siege der Alliierten". Er erwähnt nur am Rande, daß für die unmittelbare Zukunft die wichtigste Frage ist, den Krieg zu gewinnen, und zwar ihn so bald wie möglich und entscheidend zu gewinnen, lieber das praktische „Wie" schweigt er sich aus und beschränkt sich auf die drohende Feststellung, deren offenbarer Zweck es ist, auf uns Eindruck zu machen und der Sowjetunion Mut einzuflößen: „Mr werden unseren tapferen Alliierten alle uns zur Verfügung stehende Unterstützung zuteil werden lassen. Wir werden aber auch unsere Feinde auffuchen und sie an jedem Punkt der Erde angreifen. Wir kennen das ungeheure Ausmaß der Aufgabe, die vor uns liegt* * Vorübergehende Rückschläge müssen und werden nicht zu Schwachheit oder Entmutigung Anlaß geben." Die Notwendigkeit einer so eindringlichen Aufklärung des amerikanischen Volkes über den Ernst der Lage, wobei Hüll sogar von einem „Derzweiflungs- kampf" spricht, ist außerordentlich bezeichnend für die Lethargie der breiten Massen und ihre Jnter- essenlosigkeit an Roosevelts Krieg." Zu der Aeußerung Hulls, die Regierung der USA. habe sich unablässig bemüht, den Frieden auf der Grundlage der Nichteinmischung zu fördern, eine Ausweitung des Konflikts zu vermeiden und die USA. aus dem Kriege herauszuhalten, erklärte der Reichspressechef: „Ich halte mich an die Tatsachen. Die reaktionären Demokratien haben die Welt in den Krieg gestürzt. Ohne die verbrecherische Hetze des Antreibers Roosevelt und seiner Kreaturen, zu denen auch Hüll gehört, wäre der deutsch-polnische Konflikt auf dem Kontinent lokalisiert und geregelt worden, ohne die Völker einem neuen Weltkrieg zu überantworten. Heute erleben wir nun das widerwärtige Schauspiel, daß die gleichen Kreaturen, die in gemeiner Weise alles taten, um der Menschheit den Frieden zu rauben, jetzt im Namen der Menschlichkeit Moral predigen und die betragenen Völker aufs neue zu ködern versuchen, indem sie den Sieg der Plutokraten als Voraussetzung für die Sicherheit der ganzen Welt ^bezeichnen. Der Sieg Englands und Amerikas, die sich dem Bolschewismus verkauft haben, bedeutet für die Völker Europas nicht die Garantie des Friedens, sondern die Verewigung des Krieges und die Sicherheit des Unterganges." ab. Zu Hulls Erklärung: „Wir haben jede Provokation vermieden. Wir Amerikaner stehen heute im Kampf, weil wir angegriffen wurden", meinte der Reichspressechef: „Nein, sie wurden nicht unprovoziert angegriffen, sondern sie haben uns und unserer Verbündeten Notwehr unablässig und in unerträglicher Weise herausgefordert. Sie haben sich nicht in offener und ehrlicher, sondern in feiger und hinterlistiger Weise „durch eine Politik der Unterstützung für Großbritannien", wie Hüll selbst sagte, in unseren Kampf eingemischt. Hüll stellt die These auf, daß der aus den Diktaturen geborene extreme Nationalismus das bedeutendste Hindernis gewesen sei, das dem menschlichen Fortschritt im Wege stand. Dazu sagte Dr. Dietrich: „Nicht der gesunde Selbsterhaltungtrieb und der nationale Lebenswille der jungen emporstrebenden Völker, sondern die Reaktionäre einer gesättigten plutokratischen Welt waren es, die jeden sozialen Fortschritt im Leben der Völker unterdrückt und in ihrem Blut erstickt haben. Auch heute wieder möchten diese Nutznießer menschlicher Rückständigkeit die Scheiterhaufen für die Kämpfe des sozialen Fortschritts errichten. Sie haben keine Ahnung von dem Erwachen eines neuen europäischen Geistes. Sie haben sich mit dem alles zerstörenden Bolschewismus gegen diejenige Zivilisation und Kultur verbündet, denen sie ihr eigenes Dasein und ihr Leben verdanken. An dieser Sünde wider den Geist wird auch das heutige Amerika zugrunde gehen. Eowjetbomben auf schwedisches Gebiet. Stockholm, 25. Juli. (Europapreß.) Nachdem bolschewistische Unterseeboote in den letzten Wochen zu wiederholten Malen völkerrechtswidrige Angriffe aus schwedische Schiffe durchgeführt hatten, haben die Sowjets die schwedische Neutralität nunmehr auch von der Luft her verletzt. In der Nacht zum Freitag überflogen zwei Sowjetflugzeuge Süd- schweüen und warfen Leucht- und Sprengbomben ab. In der Nähe der Stadt B o r g h o l m auf Oe- land richteten Sprengbomben Materialschaden an. Die schwedische Regierung hat ihren Gesandten in Kuibyschew beauftragt, gegen den Bombenabwurf zu proteftieren. In einer amtlichen Verlautbarung heißt es, daß fünf Sprengbomben ab geworfen worden seien, die Militärbehörden den Zünder einer schweren Bombe aufgefunden hätten, der mit sow- jetrussischen Buchstaben beschriftet gewesen sei. „Nya Dagligt Allehanda" berichtet noch, der sowjettus- sische Angriff Habe einem schwedischen Geleitzug gegolten, der zu dieser Zeit gerade den Kalmarfund in südlicher Richtung passiert habe. Aus dem Reich. Joseph Stolzing-Cerny gestorben. In München ist im 74. Lebensjahr der nationalsozialistische Publizist und Kulturschriftsteller Joseph Stolzing-Cerny gestorben. In Wien geboren, kam I. Stolzing-Cerny schon frühzeitig in die groh- deutsche Bewegung, wurde kulturpolitischer Mitarbeiter der ersten großen antisemitischen Tageszeitung und wurde mit Georg Rittex von Schönerer, dem Führer der Großdeutschen, und Dr. Karl Lüger, dem späteren Bürgermeister von Wien, bekannt. 1902 gründete er in Berlin ein „Ausländisches Nachrichtenbüro" für die rechtsstehende Presse. 1914 rückte er als ungedienter Landsturmmann beim Wiener Hausregiment ins Feld, brachte es bis zum Fähnrich und erwarb sich das Goldene Verdienst-- kreuz. Im September 1919 wurde er Pressechef des dem Kappschen Unternehmen angegliederten deutschen Hochstiftes; als ihm Verhaftung drohte, ging er nach München. Im Februar 1923 wurde er in die Schristleitung des „Völkischen Beobachters" berufen, der er mit Dietrich Eckert, Alfred Rosenberg, Wilhelm Weiß und Josef Berchttold angehörte. Ende 1932 schied er infolge seines vorgerückten Alters aus, um sich ganz seiner schöngeisttgen Arbeit zu widmen. Enge Freundschaft verband ihn mit dem Hause Wahnsried. Er war wohl der erste Publizist, der bereits 1922 Adolf Hitler als den kommenden Mann Deutschlands bezeichnete. Im Kampf für die Bewegung brachte er sechs Wochen im Gefängnis zu. Er hatte die Mitgliedsnummer 699 der NSDAP., war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei und Inhaber der Goethe-Medaille. Der Führer hat für den Verstorbenen ein Parteibegräb- nis angeordnet. Oer Führer beglückwünscht den Gauleiter. NSG. Der Führer sandle Gauleiter und Reichssiatthalter Sprenger anläßlich seines 58. Geburtstages folgendes Telegramm: „Nehmen Sie zu Ihrem heutigen Geburtstage meine besten Glückwünsche entgegen. Adolf Hitler." Empfang türkischer Journalisten durch den Gauleiter. Auf ihrer Reise durch Deutschland kam die türkische Pressedelegation am Freitag in den Gau Hessen-Nassau. Nach einer Besichtigung des Verwaltungsgebäudes der IG. Farbenindustrie, des Rö- iners und der Frankfurter Altstadt folgten die türkischen Gäste am Abend einer Einladung des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger, der in seinen Begrühungsworten an die während des Weltkriegs bewährte Waffenbrüderschaft beider Völker und die danach gemeinsam ertragenen Schicksalsschläge erinnerte. Aus dem eigenen Wissen um den opferoollen Kamvf eines Volkes um feine Unabhängigkeit werd das türkische Volk auch dem von der nationalsozialistischen Revolution getragenen Reich und seinem Selbstbehauptungswillen Verständnis entgegenbringen. .Auf die Möglichkeiten hinweisend, die das Rhein-Main-Gebiet den Gästen für ihre Meinungsbildung über die Kraftanstrengung des deutschen Volkes in [einem Freiheitskampf biete, wünschte der Gauleiter, daß die Fahrt auch im Gau Hessen-Nassau zu ihrer vollen Zufriedenheit verlaufen möge. Generaldirektor Dr. Selim Sarper dankte herzlich für die liebenswürdige Aufnahme der türkischen Delegation in Frankfurt. Oie ersten Bänder zur Ostmedaille. Zu der vom Führer in Würdigung des heldenhaften Einsatzes während des Winters 1941/42 gestifteten Ostmedaille sind nun die ersten Bäirder verliehen worden. Das dunkelrote Band mit einem schmalen woih-fchwarz-weißen Streifen in der Mitte wird jetzt fortlaufend verliehen werden, während die Anfertigung der Ostmebaillen noch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Oie Hitler-Jugend spart Spinnstoffe. Reichsjugendsührer Axmann weist in einem Aufruf die Hitler-Jugend darauf hin, daß Spinn- stosse und Leder in erster Linie dem Soldaten Vorbehalten bleiben Müssen, die Jugend aber durch Einschränkung der eigenen Bedürfnisse zur Sicherung der kriegswichtigen Rohstoffe beitragen kann. Im Hinblick auf die Winterzeit werden die Sommermonate für das Ausbesiern der Kleidung und des Schuhzeugs aüsgenutzt. Der BDM. übernimmt in Nähstuben das Flicken und Stopfen, das Aen- dern und Bearbeiten aller Kleidungsstücke. Zugleich erfolgt die Ausbesserung und Pflege des Schuhzeugs. Im Sommer wird leichtes Schuhwerk jedem Jungen helfen, die festen Lederschuhe für den Winter zu schonen. Er wird jetzt die beste Zeit haben, diese instandsetzen zu lassen. Der Reichsinnungsverband für das SchuhmacherHandwerk hat dafür alle Vorbereitungen getroffen. -Was geschieht mit unserem (Selb?* Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Reinhardt, hat eine Broschüre „Was geschieht mit unserem Geld?" herausgegeben, in der er berichtet, wofür der Staat das viele Geld braucht und wie der Finanzbedarf des Reiches im Kriege gedeckt wird. Im ersten Weltkrieg 1914/18 sind nur 13 v.H. des gesamten Finanzbeoarfs des Reiches durch ordent- liche Einnahmen gedeckt worden, während es heute reichlich 50 v. H. sind. Damals verfügte das Reich nur über sehr ungenügende Steuerquellen, heute über solche, die bereits in den Vorkriegsjahren sehr aut entwickelt worden sind und die sich während des Krieges ausgezeichnet bewähren. Die Finanzlage des Reiches kann deshalb im gegenwärtigen Krieg zu einer Gefahr für die Währung nicht führen. Daran wird sich ohne Rücksicht auf die Dauer des Krieges nichts ändern. Von dem Volkseinkommen von gegenwärtig 120 bis 130 Milliarden RM. stehen zur Bil- düng von Kapitalvermögen monatlich 4 bis 5 Milliarden zur Verfügung. Aus diesem Teil des Äolks- eintommens flieht dem Reich laufend in Form von Kreditmitteln der Betrag zu, den es über die Steueraufkommen und andere ordentliche Einnahmen hinaus braucht. Der Zahlungsmittelumlauf ift zwar von 13,3 Milliarden RM. bei Kriegsausbruch auf rund 23 Milliarden Ende Mai 1942 ge- fliegen. Diese Zunahme ist aber eine durchaus natürliche, erforderlich geworden durch die Eingliede- rung neuer Gebiete, durch das Steigen des jährlichen Volkseinkommens seit Beginn des Krieges um 30 bis 40 Milliarden RM., durch das Steigen des Geldzeichenbedarfs der Wehrmacht, durch die erschwerten Derkehrsverhültnisse usw. Wer böswillig oder leichtfertig davon schwätzt, es werde im nationalsozialistischen Staat eine Inflation kommen, der sei ein Verbrecher. Kleine politische Nachrichten. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, erstattete in Begleitung dess Chefs des Hauptamtes Führung der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer I ü 11 n e r, dem Führer im Führerhauptquartier Bericht über die Tätigkeit und den Einsatz der SA. im Kriege. * Staatssekretär Backe hat im Einvernehmen mit dem Reichsführer-ff den Amtschef im Stabshaupt- crmt des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums, ff-Öberfturmbannf üf>er Diplom- landwirt Hiege, zum Leiter der Abteilung VIII (Ländliche Besiedlung der neuermorbenen Gebiete, Neubildung deutschen Bauerntums im Altreich) im Oie deutsche Schwester. Von Bruno Brehm. Der Dichter Bruno Brehm, auch un* seren Lesern durch zahlreiche Beiträge bekannt, hat soeben zu seinem 50. Geburtstag zahlreiche Ehrungen erfahren. Wie ungleich ist doch das Los, das Mann unb Frau im Kriege zuteil wird. Dem einen die Tat, der Ruhm, das Handeln, das Bluten und Sterben, der anderen das Warten, das Bangen, das Hoffen, das Helfen und das Trauern. Nichts scheint vorne bei den Soldaten so ferne und fremd, wie die Stimme einer Frau. Wenn unsere Leute Briefe schreiben oder empfangene Briefe von daheim lesen, bann ändert sich ihr Gesicht, dann liegt es wie ein fremder Schein auf ihren in sich gekehrten Zügen. Und wenn wir einen Blick in die Briefe der Gefallenen tun, bann ist es uns, als hielten wir die nun so jäh abgerissenen, hauchzarten Fäden in der Hand, die jene ein ft mit dem verbanden, was ihnen das Liebste war. Wenn wir an der Spitze der endlosen Reihen russischer Gefangener jene Frauen in Stiefeln und Uniformen schreiten sehen, weitausholend den Schritt, um mit den Männern marschieren zu können, dann wandten wir uns ab, als schauten wir etwas, was man nicht fehen soll: wie diese Frauen zu den Waffen gegriffen hatten, um an der Seite der Männer gegen uns zu fechten. Sie hatten alles von sich ge< warfen, was weiblich ist und was der Mann achtes sie waren zu Flintenweibern geworden und sie hatten ihr eigenstes Wesen verraten. Ihre Gesichter keine Frauengesichter. Auch sie waren von jener fürchterlichen Maschine erfaßt und um geformt wor. den, die dieses ganze Volk so grauenhaft verändert hat. Da vorne, wo gekämpft, verwundet, getötet und vernichtet wird, ist nach unserem Empfinden nicht der Platz der Frau. Mr glauben zwar nicht, daß die Frau nicht ebenso leicht und bereitwillig die Schmerzen der Wunden ertrage wie der Mann, daß sie nicht verstehe, genau so furchtlos und mutig dem Tode ins Auge zu sehen wie er. Ist sie doch ihrem Wesen nach bestimmt, mehr zu leiden als der Mann, bei jeder Geburt dem Tode ins Auge zu sehen und imtner wieder die Qualen der Wehen zu erdulden. Aber die Frau blickt dem Tode ins Auge um b e s Lebens willen, sie nimmt ben Kampf nicht auf , um zu töten, sondern um zu gebären. Sie hat ihrem ureigen ft en Auftrag nach nicht zu vernichten, sondern zu erhalten, sie hat nicht zu verderben, fon< dem zu retten. Und jeder Verwundete, der ihren sorgenden, Ittm ' dernden und helfenden Händen sein fast verflackern« ' des Leben als neues Geschenk verdankt, ist ihnen eirt ’ Kind, das sie wiedergeboren. Er ist ihnen dankbar und undankbar, er ist zu ihnen nicht anders, als eben Kinder zu den Müttern sind: wenn sie in Not sind, kommen sie gelaufen, wenn es ihnen gut geht, vergessen sie die Mutter, fühlen sich stark und kühn, wissen aber doch, daß sie, kommt die Not, die Eins samkeit über sie, wieder zu ihrer Mutter laufen, sich den Finger blasen, sich das Haar streicheln, sich die heiße Stirn kühlen lassen können. Dann rufen sie hn Fieber nach der Schwester, bann lassen sie sich den Kopf besser betten, bann bitten sie bie Schwer fter, ihnen an die Frau, die Braut, an die Geliebte zu schreiben, dann danken sie, wie sie als Kind gedankt haben, denn in ihrer Hilflosigkeit sind sie ja alle wieder zu Kindern geworden, selbstsüchtig wie Kinder, launisch wie Kinder und mit dem Lächeln der Kinder, das ihr einziger Dank ist. Und diese Mädchen, Mütter und Schwestern zugleich, helfen und nehmen den kleinen Dank und geben den fernen Frauen daheim das Leben der Söhne, Männer und Geliebten wieder. Auf der Fahrt zur Front empfangen unsere Soldaten meist . üoch bas aus den Händen der Schwestern, was Reichs Ministerium für Ernährung und Landwirt« schäft, und ff-Oberführer Pros. Dr. Konrad Mayer zum Planungsbeauftragten für die Siedlung und ländliche Neuordnung bestellt. * Der Ritterkreuzträger Hauptmann Heinz Krahh Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, ist vor dem Feinde geblieben. Er hatte schon an bett Kämpfen der „Legion Condor" in Spanien teUget nommen und sich dann im Jagdgeschwader Richt« Hosen ausgezeichnet. In diesen Tagen kehrte Kapitänleutnant Witte! mit seinem U-Boot aus amerikanischen Gewässern zurück und konnte die Versenkung von 73 678 BRT< feindlichen Schiffsraums melden: Damit hat bei? junge Kommandant bie höchsteVersenkungs- Ziffer erreicht, die bisher von einem deutschen S U-Boot in diesem Kriege als Ergebnis einer Fahrt im amerikanischen Operationsgebiet gemeldet wer-» den konnte. - 1 * Nach Meldungen aus Austtalien sind japanischs Truppeneinheiten auf Neu-Guinea, und zwar an der Nvrbküste Papuas bei der kleinen Hafen-, stabt Buna gelandet. Die Landung bedeutet eins j neue Bedrohung von Port Moresby, das mit Bunol * durch eine Bahnlinie verbunden ist. Anläßlich des 10jährigen Bestehens der Einheit-« Partei Mandfchukuos, „Kiowakei" (Concordiaver« band), stattete der deutsche Gesandte in Hsinking, Dr. Wagner, dem General Miyake, dem Führer ! des Concordiaoerbandes, einen Besuch ab, bei beim ’ er die Glückwünsche der NSDAP, überbrachte. • Der Präsident des Informationsamtes der fapax nischen Regierung, Tanik, gab bekannt, daß eine weitgehende Zufammenleaung der führenden japa- nischen Zeitungen beschlossen sei. Danach werden m Tokio bie beiden Zeitungen „Pomiuri" und „Hob> schi" und die beiden Zeitungen „Miyko" und „Ko< kumin" vereinigt. * _3n Khartum, der Hauptstadt der anglo-ägyptischen Sudans, wurden Personen verhaftet, die ttotz englischen Verbots versucht hatten, eine „sudanesische Kongreßpartei" nach indischem Muster zu grünten, deren Programm unter dem Zeichen „Der Sudan den Sudanesen" auf die sudanesische Unabhängigkeit nach dem Kriege zielt. * Der Bulgarische National»S portv erbanb hat den deutschen Gesandten in Sofia, SA.-Obergruppem führe r Beckerle, zu seinem Ehrenmitglied ernannt. * lieber vermögensrechtliche und einige anders ftnanzielle Fragen des ehemaligen jugoslawischeit Staates ist nach Verhandlungen zwischen Deutsch« land, Italien, Bulgarien, Kroatien und Ungarn ein Abkommen zustandegekommen. Die serbischen Interessen wurden durch das Deutsche Reich wahrgenoMB men. er. Die Johannes Usedom. Seele. in einer nicht schreibenden Kette ziehen die Schmer- Ihr Händler und Ihre Freundin sagen Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! 2278 D/ Volkstag des deutschen Rudersports 2.291 DZ 2284 D 03561 Das feilende Wundpflaster D Helft mit! Beschleunigt die Entladung! Alpine Chemische A.-G., Berlin NW L 1643 V au map/4 Räder müssen rollen für den Sieg! Wackernheim Rheinhessen Berlin- Halensee ahn meist lern, M- ßanbmirt' i Mayei Ölung und ihnen ein i dankbar Ibers, als sie in No, gut geh!, und kühn, , die (Ein, rufen, sich n, sich dir rufen sir wortreicher Trost, von ihnen wird allein Hilfe, Linderung der Schmerzen und rasches Handeln gefordert. Au ihnen kommen nicht die Männer, sondern dir hilflos gewordenen Svldaten. 3ch habe es oft genug erlebt, wie gesunde Soldaten vor dem Betreten der Spitäler knapp hinter Ihre Vermählung geben bekannt Oberleutnant Ernst Rühl und Frau Gerda geb. Eppert Niemand, braucht sich mit Fußflechte zu plagen! Dermatomykose, die übertragbare Fußflechte, plagt oft auch die saubersten Menschen. Ein hartnäckiger Pilz verursacht feuchte Stellen, rote Flecke und schließlich schmerzhafte Hautrisse zwischen den Zehen oder an den Fußballen. Fußjucken ist oft das erste Anzeichen. Ovis, das erprobte Desinfektionsmittel für Füße, hat tausenden Menschen geholfen, die Fußflechte schmerzlos loszuwerden. Beobachten Sie Ihre Füße täglich. Bei den geringsten Anzeichen, die auf Fußflechte schließen lassen, träufeln Sie morgens und abends Ovis. So beugen Sie vor, so töten Sie die lästige Fußflechte ab erhält die Gurken knacktest nd frisch bis über den Winter hinaus, eue Rezept« euch für Tomatenmerli bei Ihrem Händler. Statt Karten. Die Geburt unserer Tochter Ursula am 19. Juli 1942 zeigen wir in dankbarer Freude an Otti Dickler, geb. Feyh Dr. Waldemar Dickler Gießen,Horst-Wessel-Wall 32 z. Z. Univ.-Fraucnklinlk Priv. II. legen sind, die wir unsere geraden Glieder dem 23a- Inland geopfert haben, uns ist auch diese Seite des Krieges nicht fremd, wir wissen, daß der Mensch kein Gedächtnis für körperliche Schmerzen hat, und daß er sich, schnell genesen, auch wenn er wollte, nie wieder das in seine Erinnerung zurückrufen kmn, was er selbst einmal geduldet. 'Diese Schwestern aber erleben nicht ein Leid eines Menschen, Gießener Rudergesellschaft 1877 e.V. Gießener Ruderklub „Hassia* 1906 e.V, Aus aller Wett. Todesopfer der Berge. Bei einer Kletterpartie aß dort, wo unsere Schwestern arbeiten, auch Mlhr ist, braucht wohl nicht eigens gesagt zu roer= b?r bei der Tiefe, in welche die Faust dieses Krieges [rfjiägt. Daß manche in Erfüllung ihrer freigewähl- tlv Pflicht den Tod gefunden hat oder selbst verwindet worden ist, muß nicht erst hervorgehoben werden, aber wir sagen es doch, weil die Schwe- stsm selbst darüber kaum sprechen. Ihnen scheint ei selbstverständlich, diese Gefahren nicht zu achten, da sie sich doch als helfende Kameraden am die Seite der kämpfenden Männer gestellt haben: aber macht um zu töten, sondern um zu retten. Uuf ihnen und den Aerzten ruht eine doppelt schwere Last: sie erleben nicht den hinreißenden Schwung eines Vormarsches, sie erleben nicht das erste Eindringen in eine genommene Stellung und eine genommene Stadt, sie erleben nicht das Glück, dar dem Führer das Gelingen seines Planes, das dm Kämpfer das Gelingen seines Sturmes bringt. Dieser Rausch und dieser Taumel, die den Soldaten alles Ungemach für einige Zeit vergessen lassen, die ihn alle Mühen und alle Plagen lohnen, sie sind de» Dienern des Roten Kreuzes versagt. Zu ih.nen kommen nicht die Starken und Gesunden, zu ihnen werden jene gebracht, die im Vorwärtsstürmen das unvermeidliche Opfer, der Mutzoll des Sieges geworden find. Ihnen wendet der Krieg nicht sein Wir geben unsere Verlobung bekannt Hilde Michel Fritz Neuroth z.Z. Unteroffizier in einem Artillerie - Regiment im Felde tragen, wo der Meister seines hohen' Amtes waltete und sie mit seiner instinktsicheren Begabung für das vollendet Schöne und Vollkommene mit nimmermüder Beharrlichkeit zu jenen endgültigen Gebilden formte, die in ihrer Gesamtheit heute eine neue deutsche Buchkunst darstellen, deren Reichtum und Tiefe kaum noch zu überbieten ist. Otto Eckman n und Peter Behrens, Otto Hupp, Rudolf Koch und Walter T i e m a n n , sie alle haben im Aufttage der Schriftgießerei Gebr. Klingspor neue vollwertige Druckschriften entworfen und sind unter der Anleitung Karl Klingspors selbst in Fraktur und Antiqua zu zahllosen neuen, sehr reizvollen Lösungen gelangt. Es besteht an dieser Stelle leider nicht die Möglichkeit, noch von den zahllosen Hausdrucken und Jahreskalendern ausführlich zu sprechen, die Klingspor herausbrachte, und die in bezug auf ihre künstlerische Gestaltung, aber auch im Hinblick auf ihren Inhalt aufs deutlichste die Geistesart ihres Schöpfers widerspiegeln. Wer hat sich je überzeugter und mit stärkerer Hingabe dem nationalen Gedanken verschrieben als er! Wer lebte so intensiv in der Welt der schönsten Aussprüche großer deutscher Männer, ja überhaupt in dem gesamten Geistesschatz, den sie uns hinterlassen haben? Existiert nicht aus der Zeit unmittelbar nach dem verlorenen Weltkrieg noch ein Druck Klingspors „Das verborgene Deutschland"! Bevorzugt Klingspor in seinen Sonderdrucken nicht bewußt das Werk der Großen wie Goethe, Schiller, Hölderlin, Lagarde, Bismarck! Man wüßte keinen, der die Ereignisse der Gegenwart mit solcher inneren Anteilnahme erlebt, wie dieser Dierundsiebzigjährige, dem man die Last des Alters nicht anmerkt. Er will wohl auch diesmal nicht viel wissen von Feiern und Festen. Aber er wird weiter schaffen, dieser „Meister der Schmiede der Schrift", wie man ihn genannt hat, er wird unbeirrbar seine Sttaße weiter wandern, heute, morgen und, möge es die Vorsehung geben, noch viele Jahre zum Segen der deutschen Buchkunst, ein vorbildlicher Deutscher, ein Mann, groß an Können, groß an Wollen, groß an swonweniilieieii nach der -laturschuhverordnung vom 18. Mürz 19»6 (RGBI.I Sette 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Vrofefior Dr. W. Weber, o. v. Prof, der Rechte und Referent im Reichs« und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen öugo Bermüöier Verlag. Betiln-fMiterf. schaffte, der die Schrift, den Druck, das schöne Buch wieder zu einer wahrhaft künstlerischen Angelegenheit wandelte und so ein mit dem deutschen Wesen unlösbar verflochtenes wesentliches Instrument der Erziehung, dessen Bedeutung im 19. Jahrhundert völlig verloren gegangen war, neu erkannte und ebenso leidenschaftlich wie besonnen neuen großen Zielsetzungen entgegen führte, war Dr. Karl Kling- p o r, der als Sohn des Zigarrenfabrikanten klingspor am 25. Juni 1868 in Gießen geboren wurde. Die Geschichte seines Hauses ist die Geschichte seiner Persönlichkeit und schlechthin die Geschichte der deutschen Schriftkunst der letzten 50 Jahre! Als er, ein Nichtfachmann, die kleine Rudhardsche Gießerei übernahm, ttöstete man ihm, der schwerwiegende Bedenken hatte, ob er die ihm übertragene Aufgabe zu lösen vermöchte, mit der Bemerkung: „Das ist eine ganz einfache Sache, die Schriftgießerei. Oben tut man das Blei hinein, und unten kommt der fertige Buchstabe heraus." Der junge Schriftgießer dachte darüber ein wenig anders. Ihm ging es bereits damals um Grundlegendes. Er hatte es sich vorgenommen, tatkräftig mitzuarbeiten an der künstlerischen Bewegung, die damals die ersten tastenden Schritte unternahm, um ein innerlich aus« gehöhltes Epigonentum zu überwinden und neue und bessere Wege zu einer zeitgemäßen Kunst, zu einem organisch gewachsenen Stil der Gegenwart zu finden und bahnbrechend zu beschreiten. Ein Spiegelbild der Kultur sollte die Schrift wieder fein, bestrebt, das im Letzten doch immer geheimnisvolle Wesen des Menschen auszudeuten wie das Wort, um dessen Sinn einst Faust nicht minder gerungen wie alle Dichter und Denker dieser Welt. Viele begnadete Künstler haben dann Klingspor die Ergebnisse ihres handwerklichen Fleißes, deren Zauber darin bestand, daß in den von ihrer Hand geprägten Formen ihre Seele aufjauchzte oder in stillem Glanze leuchtete, in seine Werkstatt ge- «< »ürtsi Gau-Odernheim Gießen Rheinhessen Rodhelmer Str. 25 26. Juli 1942 ■______________________03575/ ote 6L, -...... , , . . SterW - Slickchen weißes Tuch wie einen märchenhaften 5 ftofP Schatz an. Da wir ein Volk der Ordnung sind, ist Nt 2 lntnende Liebe bei uns immer als Geschenk emp- lvie? haben worden, gleichviel, ob dies nun der trau- e rijm Verwahrlosung in Rußland oder im heißen ‘hn fov Svnd der afrikanischen Wüste ist. Ein wenig von fort tim vermögen die Frauenhände überallhin mit- Kunst und Wissenschaft. Goldenes Doklorjubiläum. Am 25. Juli feiert der em ent. Ordinarius für Archäologie an der Universität Würzburg, Professor Dr. Heinrich Bulle, sein goldenes Doktorjubiläum. Bulle, der 1867 in Bremen geboren wurde, promovierte 1892 in München. Er wirkte von 1908 bis zu seiner Entpflichtung 1935 in Würzburg. Er ist Mitglied der Zentraldirektion des Archäologischen Institutes des Deutschen Reiches, Ehrenmitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Athen und Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften. Enlpflichtei. Der o. Professor für Volkswirtschaft an der Universität Greifswald Dr. Dietrich Prey er wurde von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Preyer wurde 1877 in Düsseldorf geboren, er habilitierte sich 1912 tn Freiburg. Seine weitere akademische Laufbahn führte ihn über Dorpat, Königsberg und Münster nach Greifswald. Großen-Buseck______ Wetzlar, Bannstraße 15 26. Juli 1942. srflatferw &eI zurückschrecken, als wollten sie sich nicht zu sehr mit diesen Bildern belasten. Uns anderen abfr, die wir selbst lange genug in Spitälern ge» Joachlm-Friedr.-Str.16 Krebsmühle Juli 1942. _______________________2296 D/ noch abends in die Wand ein. In der Nacht gelang es aber nur, bis auf Rufweite an den jwlgen Mann heranzukommen, der sich in höchster Not befand. Als am andern Morgen die Rettungsabteilungen sich dem Standort des Bedrängten näherten, hatten diesen anscheinend die Kräfte verlassen und er war ebenfalls tödlich abgestürzt. Otto Jung, 80 Jahre alt. Kommerzienrat Dr. Otto Jung, Ehrensenator des Braugewerbes, zeitweilig Präsident der Mainzer Handelskammer, feiert am 25. Juli seinen 80. Geburtstag. Dor mehr als 50 Jahren trat Otto Jung nach sorgfältiger praktischer und wissenschaftlicher Vorbereitung in den Vorstand der Mainzer Aktien-Bierbrauerei ein, deren Aussichts» rats-Vorsitzender er jetzt ist. In der Zeit der fran- zösischen Besetzung der Rheinlande wurde Jung als Geisel in den Kerker geworfen. Seit zehn Jahren ist Jung Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Lindes Eismaschinen, ferner ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft für Markt- und Kühlhallen und der Mainzer Volksbank. 40jähriges Soldaleu-Jubiläum. Generalmajor Deininger im Stabe des stellv. Generalkommandos IX. AK. Kassel beging am 22. Juli 1942 sein 40jähriges Soldatenjubiläum. In Arolsen als Sohn eines Generals geboren, begann er nach Besuch der Kadettenanstalt seine militärische Laufbahn 1902 im Infanterie-Regiment 114. Im Jahre 1905 meldete er sich zur Schutztruppe in Süd. westafrika. Er nahm an der Niederwerfung des Hereroaufstandes und an dem Feldzug in Deutsch- Südwest-Asrika 1914/15 teil und geriet dabei in englische Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr stand er im Sicherheitsdienst in Süd-Litauen und Weiß- Rußland und nahm an den Kämpfen zum Schutze Ostpreußens und an der Bekämpfung der Spartakus-Aufstände im Ruhrgebiet, in Sachsen und Thüringen teil. 1929 wurde er Fürsorge-Referent für den Bezirk Kassel und war dann Kommandeur der Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsdienststelle im Wehrkreis IX. Zuchthaus für böswilligen Gerüchteverbreiter. Der 50 Jahre alte Friedrich Beck aus Wien hat böswillig in der Oefsentlichkeit Gerüchte und gehässige Aeußerungen gegen den Staat und seine Einrichtungen verbreitet. Das Sondergericht Leoben verurteilte Beck, der Halbjude ist, zu fünf Jahren Zuchthaus. heldisches, ihnen wendet er sein furchtbares, sein - kummervolles und blutiges Gesicht zu. Von ihnen erdulde^ < wird nicht klagendes Mitleid, von ihnen wird nicht um bti '' ~ “ ..... h r, ui truict muri vuicitjeiuuvii jtvuc ßici/cn vic öu/hivi- . r, M wn der anderen an ihnen vorüber. Sie dienen un- hiß sirem Volke an einer Stelle, die schwerer zu hallen 1 7* JfS ist als so mancher oft angegriffene Graben. Denn : aL5 j ihnen tritt ja nicht der Feind mit seinen Waffen, ^nen tritt der Tod selbst entgegen, mit ihm haben ■ h (2r l*e um Mann zu kämpfen, der den Aerzten i dem übergeben worden ist. Unsichtbar wie ihr ■ grober Feind ist ihr Kampf; von diesen Opfern eftem z» v tiant uÄ 1 ' Jeden da Aus ta % wissenschaftlicher Assistent an der Universität Gießen In tiefer Trauer BAUE R& CIE 03569 bedeuten für Sie Helmut Schäfer unt. KALZAN GEBR. In tiefem Schmerz Grüningen, Adolf-Hitler-Straße 48. CHEMISCHE, 2282 D Hugo Müller Frau im Alter von 84 Jahren. In Gießen: Seltersweg 63 In tiefem Leid Verschiedenes Wir kaufen WWW Ober-Hörgern, den 23. 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Juli erhielten wir die für uns so unsagbar traurige Mitteilung, daß mein heißgeliebter, herzensguterMann, der treusorgende Vater seines Söhnchens, unser lieber unvergeßlicher ältester Sohn, mein einziger treuer Bruder, mein guter Schwiegersohn, Enkel und Schwager Elli Müller, geb. Schneider Maria Müller, geb. Bauer Senta Müller Familie Georg Schneider. Gießen (Wartweg 31), Wetzlar, im Juli 1942. ________________03538 nach Teilnahme am siegreichen Kampf im Westen nun an seiner schweren Verwundung auf einem Hauptverbandplatz im Osten, im Alter von 22 Jahren, den Heldentod für sein geliebtes Vaterland gestorben ist. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. -- Kindergottesdienst, HG. - Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = -vaupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Giehen. Sonntag, 26. Juli. Stadtkirche. 10, Schmidt; 11 KG., Matth.-Gcm. Johanncskirche. 10, Liz. Widmann; 11.15 KG" Luk.»Gern. 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Kommissar Lurseni steht on einem Aktenregal, als die Worte Hotel Dalttc ! wb Donnerstag an fein Ohr schlagen. Diese Worte, die ihn bis in seine Träume hinein verfolgen. „Wen n lud)en Sie, Fräulein? Vielleicht kann ich Ihnen be- j |j Wich fein." „Sehr freundlich, vielen Dank. Ich suche meine 1 lhhrerin, Senorita Delgado aus Rosario in Santa | Fe — ich habe sie nämlich am Donnerstagabend noch am Bahnhof getroffen." „Aus — aus Rosario? Ach bitte, kommen Sie der, es kam mir vor, als ob sie hohes Fieber hätte. Ich fraate, wo sie hin fahren wollte und auf wie lange. Da sagte sie: »weit, weit, weit weg... auf ewig..und bann wieder: es hätte keinen Zweck, sie käme doch nicht weit, Fernando ließe sie nicht weg, wie er sie fein Leben lang nicht fortgelaffen hätte." „Wie sagten Sie eben, Fernando?" „Ja. Wie er weiter heißt, weiß ich nicht. Aber sie sprach fehr oft von Fernando. Ich glaube, daß er auch im Vallie wohnte. Aber er muß nickst sehr nett mit ihr gewesen fein." „So, hatten Sie den Eindruck?" Heber ihren blonden Kopf hin gehen ein paar vielsatzende Blicke. „Durchaus. Sie hat ihn schrecklich aelicbt, glaube ich... aber er hat sich wohl nicht sehr schön benommen. Ihr kamen manchmal die Tränen in die Augen, wenn sie von ihm sprach. Ich sagte, sie solle man fehen, daß sie von diesem Fernando loskäme, denn das würde doch nichts Rechtes... sie wäre noch gar nicht so alt und sehr hübsch. Sie würde schon noch einen braven Mann finden, der sie hei- ratete, und mit dem sie sehr glücklich werden konnte. Na ja, wie man eben so redet, wenn man einen Menschen zur Vernunft bringen will, nicht wahr?" Ganz flüchtig zuckt ein Lächeln nm Bauers Augenwinkel, während er das ernsthafte kindliche Gesicht betrachtet: „Und ist Ihnen das gelungen?" „Sie wurde etwas ruhiger, aber sie kam mir sehr, sehr traurig vor. Sie schüttelte nur immer den Kopf und sagte: ,Zu spät! Zu spät! Alles zu spät, Chiquita.' Sie nannte mich meistens Chiquita, und dann ging sie auf eine Taxe los, und ich quälte noch, sie sollte mich am andern Morgen anrufen. Das versprach sie dann auch. Aber ehe sie einftiea, gab sie mir plötzlich einen Kuß und sagte, die Madonna be- wahre dich vor meinem Schicksal! Unb... unb..." Eine leichte Nöte färbt die Helle, runde Stirn. ..... wenn ich je im Leben einen Mann lieb hätte, bann sollte ich ihn heiraten, und wenn er das nicht wollte, sollte ich aufhören, ihn zu lieben. Ich sollte ihn ,mit allen Wurzeln aus meinem Herzen heraus- reißen'. Sie gebrauchte manchmal solche Ausdrücke. Auch wenn mein Herz darüber in Stücke ginge. Mit einem gebrochenen Herzen konnte man leben, aber mit dem, was sie auf dem Gewissen hätte, könnte man nicht mehr leben ... unb ... unb..." Die junge, feste Stimme zittert, und die hellen Augen füllen gen Theater der Universitätsstadt Gießen Gießen, den 25.Juli 1942. [2Z04D 185# A Zum Strecken sparsam anwenden anderer Soßen 2. Ausgabetag: Dienstag, 3. Ausgabetag: Mittwoch, 27. Juli 28. Juli 29. Juli 30. Juli 31. Juli Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung zu erreichen, werden die Heumann- Heilmittel nur noch direkt M den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldüber• Weisung. Schriftliche Bestellungen müssen daher leider unberücksichtigt bleiben. 1942 1942 1942 1942 1942 Für unsere neuen Mitglieder suchen wir möblierte Zimmer. Angebote an d. Intendanz 228BÖ noch eifrig mit. Beiden Mersfubilaren bringen wir unsere Herrchen Wünsche zu ihrem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend dar^ ** D i e Ausgabe der neuen Raucher- karten findet vom kommenden Montan ux- divien 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich, Stück 8 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Ziegenbock-Absahveranstaltung in Gießen. KamilientragSdie in Buhbach. LPD. Butzbach, 24. Juli. Der kurz vor Kriegs- beginn hier zugezogene Heinrich Fenner erschoß nach kurzem Wortwechsel seine Ehefrau und und sich selbst. In der Ehe gab es seit längerer Kleine Küchenkniffe von KNORR Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Wirtschaftsamt. An alle SetriebSführer, Betriebsobmänner und SetriebSfrauenwalterinnen im Kreise Wetterau. Betr. Platzmiete Den vorjährigen Platzmietern werden auch für die kommende Spielzeit die gleichen Plätze zugeteilt. Evtl. Änderungswünsche sind bis spätestens 10. August schriftlich bei der Theaterkasse, Johannesstraße 3, einzureichen. Bekanntmachung. Der Herbstmarkt (Schaumesse) findet vom 3. bis einschl. 11. Oktober 1942 in Gießen auf dem Oswaldsgarten statt. Meldefrist: 15. August 1942. Näheres rst im Stadthaus, Bergstraße 20 (Zimmer Nr. 18) zu erfahren. [2280C Gießen, den 25. Juli 1942. Der Oberbürgermeister. I. 93.: Nicolaus, Beigeordneter. 3. Juli. ** Ihren Brandwunden erlegen. Dor einiger Zeit wurde die 13 Jahre alte Elfriede M a - g e l, Ederstraße wohnhaft, mit erheblichen Brandwunden in die Kliiük eingeliefert. Die Kleider des Kindes waren plötzlich in Flammen aufgegangen und hatten es schwer verletzt. Nach längerem Schmerzenslager ist das bedauernswerte Mädchen nunmehr an den Folgen der Verbrennungen ge- ftorben. Da das Kind bis zuletzt nicht vernehmungsfähig und bei dem Vorfall auch niemand zugegen gewesen war, konnte die Ursache der Verbrennun- nicht aufgeklärt werden. Smkev Achtung! Unsere diesjährige Honigablieferung für Mitglieder und Nichtmitglieder beträgt 4 Pfd. für je im Herbst 1941 eingewintertes Volk, einschl. Reservevölker. Der Zuckerbezug für 1942'43 ist von der restlosen Honigablieferungabhängig. Der gesamte abzuliefemde Honig ist in der Zeit vom 3.-15. August zwischen 10-19 Uhr nach Gießen, Marktstraße - Ecke Rittergasse zu verbringen. Der einzelne Imker ist für seine Ablieferung verantwortlich. Geschlossene Ablieferung aus den Ortschaften ist ratsam. Ich empfehle allen Imkern, auch Nichtmitgliedem, an unserer Versammlung am 2. August, um 14 Uhr, in Gießen bei Hopfeld teilzunehmen. 228«D Bodenbender 4. Ausgabetag: Donnerstag, 5. Ausgabetag: Freitag, __________ Ausgabezetten: von 8 bis 12.30 und von DHksIilchestierflunde in der Johanneskirche am Montag, dem 27. Juli und am Montag, dem 3. August, abends 8 Uhr Rus dem ZchaWstlein des deutschen geistlichen Liedes Orgel: Prof. Dr. Schmidt-Marlissa, Groningen Sopran: Frau Gisela Collatz-Werner, Bad-Nauheim Programm zu 0.50 RM. am Eingang der Kirche 2297D Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling form, lefter Nidif. BudefttsteamelsL Marktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Löffeln, Vi kg 10^, Wirsing 12 bis 14, Weißkraut 11, Rotkraut 25, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10, Römijchkohl 12 bis' 13, Bohnen, grün, 36, Erbsen 20, Zwiebeln, das Bund 25, Himbeeren, % kg 46, Kirschen 38 bis 42, Stachelbeeren 20 bis 22, Johannisbeeren 22 bis 24, Salatgurken, das Stück 30 bis 35, Blumenkohl 40 bis 50, Salat 5 bis 10, En- ....... ~ das Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe von Kontrollkarten für den Einlauf von Tabakwaren an: I. Zivilpersonen, II. Wehrmachtsangehörige/ III. Personen in Gemeinschaftsverpflegung usw. Hinsichtlich der Ausgabe von Kontrollkarten ist folgendes zu beachten: I. Die in der Versorgung mit Lebensmittelkarten stehenden nachgenannten Zivilpersonen, die ihren ständigen Aufenthalt in Gießen haben, erhalten Kontrollkarten nur auf mündlichen Antrag. Vertretung durch erwachsene, zum Haushalt gehörende Familienmitglieder wird zugelassen. Bezugsberechtigt sind: a) männliche Zivilpersonen über 18 Jahre, b) weibliche Personen, die das 25. Lebensjahr, aber noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet haben, c) weibliche Personen unter 25 Jahre, wenn sie nachweisen, daß sich ihr Ehemann bei der Wehrmacht befindet, d) weibliche Personen über 55 Jahre, wenn sie nachweisen, daß sich ihr Ehemann oder mindestens 1 unverheirateter Sohn bei der Wehrmacht befindet. II. Die Ausgabe erfolgt nach folgendem Plan: 1. Ausgabetag: Montag, 15 bis 17.30 Uhr. Die Ausgabetage und -stunden müssen eingehalten werden. Welcher Ausgabetag für die einzelnen Antragsteller in Frage kommt, ergibt sich aus dem grauen Personalausweis. Dieser Ausweis muß bei Antragstellung zusammen mit dem Stammabschnitt der vis 31. Juli 1942 gültigen Kontrollkarte vorgelegt werden. Der Stammabschnitt verbleibt bei dem Wirtschaftsamt. III. Alle Wehrmachtsangehörigen einschlLVaffen- h*i, auch solche, die nickt in Gemeinsckafts- vervfleguny heben, erhalten die Kontrollkarten von tbren Dienststellen und Einheiten. Anträge auf Ausstellung von Kontrollkarten karten findet vom kommenden Montaa bis einschließlich Freitag, 27. bis 31. Juli, beim Wirtschafts- amt statt. Die Starten werden nur auf mündlichen Antrag ausgegeben, eine Vertretung der Bezugsberechtigten durch erwachsene, zum Haushalt ge- hörendr Familienmitglieder ist zugelassen. ** Fahrscheinheft-Verkaufs st ellen für Straßenbahn und Obusse sind von den Stadtwerken in verschiedenen Stadtgegenden eingerichtet worden. Näheres in der heutigen Bekanntmachung. ** D e r Gießener Herb st markt (Schaumesse) findet vom 3. bis 11. Oktober auf Oswalds- Verdunkelungszeil 25. Juli von 22.26 bis 5.01 Uhr. 26. Juli von 22.25 bis 5.03 Uhr. Strafkammer Gießen. Der H. F. in Bad-Nauheim war im September v. I. mit einem anderen in einen Keller eingeftie- gen und hatte dort aus einem Schrank 6 Flaschen Wein, eine Flasche Sekt und 2 Flaschen Likör entwendet. An einem späteren Tage war er wiederum mit einem anderen in einen Keller eingestiegen und hatte dort einen Tonabnehmer, einen Kopfhörer, mehrere Pakete Waschpulver, 4 Stücke Seife, eine Matrosenbluse, eine Kerze mit Halter, einen Aschenbecher und einige Flaschen Wein gestohlen. Am folgenden Tage entwendete er aus einem offenen Keller eine Flasche Leinöl. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der bereits vorbestrafte Angeklagte zu einer Gesamtgefängnis st r a f e von zehn Monaten verurteilt. Dem Angeklagten wurde klar gemacht, was ihn erwartet, wenn er nun nicht auf eine andere Bahn kommt. Bekanntmachung. Betr.: Stadt. Nahverkehrsbetriebe. Um den Verkauf von Fahrscheinheften in den Straßenbahnwagen und Obussen zu entlasten, haben wir folgende Verkaufsstellen für Fahrscheinhefte eingerichtet: In Gießen: 1. Zigarrengeschäft Scharmann, Inh. Fr. Schleuning, Lindenplatz 3; 2. Zigarrengeschäft H. Rau, Kaiserallee 20. In Wieseck: Gastwirtschaft Fr. Mank, Gießener Str. 141. In Klein-Linden: Kolonialwarengeschäft Gretel Adolf, Frankfurter Straße 23. Der Verkauf von Wertmarken für die Monatskarten erfolgt: In Gießen: 1. Auf der Kasse der Stadtwerke, Gartenstr. 3; 2. im Zigarrengeschäft Scharmann, Inh. Fr. Schleuning, Lindenvlatz 3. In Wieseck: In der Gastwirtschaft Fr. Mank, Gießener Straße 141. In Klein-Linden: Im Kolonialwarengeschäft Gretel Adolf,Frankfurter Straße 23. Neue Monatskarten werden nur auf der Kasse der Stadtwerke, Gartenstraße 3, ausgestellt. [2298A Gießen, den 25. Juli 1942. Direktion der Stadtwerke Gießen. HavptschrifÜetter: Dr. Friedrich Wichelm Lange. Stellvertreter bei HauptlchriftletterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für baS Feuilleton: Dr. Hans IBnriot; für Stabt Sieben, Provinz, Wirtschaft unb Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitätSdruckerei R. Lange fi. G. LerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpretsliste Nr. 6. dürfen bei dem Wirtschaftsamt auch dann nickt gestellt werden, wenn von dem Er- nährungsamt Lebensmittelkarten für eine SelbstvervfleguNg bezogen werden. IV. Die Kontrollkarten sind im Sterbefalle und beim Verlassen des Reichsgebietes zum Zwecke des Arbeitseinsatzes oder dergleichen dem Wirtschaftsamt bei der Abmeldung aus der Lebensmittelversorgung zurückzugeben. V. In Verlust geratene Karten werden nicht ersetzt. VI. Hinsichtlich der Ausgabe von Kontrollkarten für die in Gemeinschaftsverpflegung stehenden Personen ohne Lebensmittelpersonalausweise (Pflegepersonal der Kliniken, Anstalten, Krankenhäuser, Arbeiter in Gemeinschafts- lagern usw.) trifft das Wirtschaftsamt auf Antrag der vorgenannten Einrichtungen eine Vereinbarung über die geschlossene Ausgabe der Karten. VII. Während der Ausgabe der Kontrollkarten (27., bis 31. Juir 1942) können Bezugschein- anträge nicht entgegengenommen werden. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Speisekartoffelversorgung. In der Woche vom 27. 7. bis 2. 8. 1942 können die Verbraucher auf den fälligen Abschnitt des Kartoffelbezugsaüsweises 3,— Kilogramm Sveise- kartoffeln je Person beziehen. (2290D Gießen, den 24.Juli 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Es werden in den nächsten Tagen Einkaufsausweise für die berufstätigen Frauen in unserem Kreisgebiet eingeführt. Diese Ausweise werden an alle berufstätigen Frauen ausgegeben werden- sofern sie an ganzen Tagen beschäftigt sind. Für halbtags berufstätige Frauen wird kein Einkaufs- auswers ausgestellt, da diesen Frauen an ihren freien, halben Tagen Gelegenheit zum Einkäufen gegeben 11t. Der Begriff „Berufstätige" wird wie folgt umrissen: manchen Eltern Vornamen für das Kind gewünscht werden, die ihrer ganzen Art nach so abwegig sind, daß sie auch in den weitgehenden behördlichen Vorschriften über die Namengebung keinerlei Stütze finden können» In allen diesen Fällen muß der Standesbeamte pflichtgemäß die gewünschte Namengebung ablehnen und die Eintragung in das Standesamtsregister verweigern. Deswegen dem Beamten Vorwürfe machen zu wollen, wäre vollkommen verfehlt, denn er handelt nur nach feinen Dienstvorschriften. Diesen Gesichtspunkt sollten die Eltern gebührend berücksichtigen. Man kann allen Eltern und den durch Einflußnahme mitwirkenden Großeltern, Onkeln oder Tanten nur den dringenden Rat geben, bei der Namengebung für das Kind vor ihrem Entschluß sorgsam zu prüfen und sich nicht durch Augenblicksstimmungen, Romane oder dergleichen zu Extravaganzen verführen zu lassen, sondern mit beiden Beinen immer fest auf der Erde zu bleiben und stets daran zu denken, daß ein Vorname eine Gabe für das Kind ist, die es durch sein ganzes Leben tragen soll. B. Beherbergungsdauer und dritte Reichskleiderkarte. Ohne Vorlage der kleiderkarke Zurückweisung des Gastes. Der Reichsfremdenverkehrsverband teilt mit: Nach Anordnung des Staatssekretärs für Fremdenverkehr zur Lenkung des Fremdenverkehrs im Kriege vom 20. April 1942 ist die Beherbergungsdauer in Fremdenverkehrsgemeinden innerhalb eines Jahres grundsätzlich auf drei Wochen begreift. Zu Kontrollzwecken ist verbindlich vorgeschrieben, daß die Beherbergungsdauer in die dritte Reichskleiderkarte einzutragen ist. Da es den Beherbergungsgebern bei Strafe verboten ist, Gäste ohne Vorlage der dritten Reickskleiderkarte zu beherbergen, ist es unerläßlich, die dritte Reichskleiderkarte mitzuführen, und zwar auch bei ärztlich verordneten Heilkuren. Mrd die dritte Reichs kleiderkarte nicht vor gelegt, dann muß der Gast zurückgewiesen werden. Wildernde Hunde und Katzen. Vom Tierschutzverein Gießen und Umgebung wird uns geschrieben: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen wildernde Hunde in den Jagdgebieten der Umgebung von Gießen auf Raubzügen beobachtet wurden. In einem Fall waren es zwei Hunde, die sich so geschickt zu gemeinschaftlicher Jagd vereint hatten, daß es ihnen in mehreren Fällen, die man beobachtete, gelungen ist, auf freiem Felde Hasen zu reißen. Durch die wildernden Hunde wird großer Schaden an den Wildbeständen, insbesondere an den Jungtieren, angerichtet, der in der heutigen Zeit besonders schwer ins Gewicht fällt. Der Tierschutzverein macht deshalb darauf aufmerksam, daß wildernde Hunde und Katzen sowohl nach § 40 des Reichsjagdgesetzes, als auch nach § 16 der Naturschutzoerordnung getötet werden können, wenn sie in einer (Entfernung von mehr als 200 Meter vom nächstbewohnten Hause angetroffen werden. Der Eigentümer kann keinerlei Ansprüche auf Schadenersatz stellen. Es liegt deshalb im Interesse jedes Hundehalters (Katzenhalters), seinem Tier keine Gelegenheit zum. Wildern zu geben. Gießener Dochenmarkkpreise. * Gießen, 25. Juli. Auf dem heutigen Wvchen- markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 10, Kargarten statt. ** Fohlen-Absatzveranstaltung in Gießen. Die für den 30. Juli vorgesehene 49. Fohlen-Absatzveranstaltung in Gießen hat mit rund 210 Anmeldungen ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Es steht zu erwarten, daß schon auf der nächsten Absatzveranstaltung weitaus der größte Teil der Kaufinteressenten befriedigt werden farm. Trotzdem empfiehlt es sich, daß ein Teil der Fohlenliebhaber sich auf die beiden im September stattfindenden Veranstaltungen verteilen, um zu vermeiden, daß wieder ein so großer Andrang entsteht wie am Die erste große Ziegenbock-Absatzveranstaltung für dieses Jahr in Gießen fand am gestrigen Freitag in der Zuchtviehhalle Rhein-Main auf dem Viehmarktplatze statt. Aufgetrieben waren 39 Altböcke und 242 Jungböcke. Hiervon wurden in der Klasse Altböcke 1 Bock der Wert klasse I, 9 Böcke der Wertklasse II, 15 Böcke der Wertklasje III, 12 Böcke der Wertklasse IVa, 2 Böcke der Wertklasse IVb, in der Klasse der Jungböcke 3 Böcke der Wertklasse I, 61 Böcke der Wertklasse II, 104 Böcke der Wertklasse III, 63 Böcke der Wertklasse IVa und 11 Böcke der Wert- klasse IVb ein geteilt. Der Absatzveranstaltung war ein voller Erfolg beschießen. Auswärtige Kommissionen waren in großer Zahl vertreten. Es konnte bei dem sehr starken Auftrieb eine große Anzahl Böcke nach außerhalb verkauft werden. U. o. gingen große Sammeltransporte in die Gebiete der Landesbauernschaften Sudetenland, Donauland, Wartheland und Schlesien, ferner nach Sachsen-Anhalt und in das Protektorat Böhmen und Mähren. Ein großer Teil der Böcke ging auch in dem Tierzuchtamtsbezirk Gießen benachbarte Bezirke, 116 Böck verblieben im Zuchtbezirk des Tierzuchtamtes Gießen. Die Qualität der aufgetriebenen Alt- und Jungböcke kann in Anbetracht der Kriegsverhältnisse als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Die meisten Böcke mußten zu dem von der Landesbauernfchast Hessen-Nassau festgesetzten Stoppreisen abgesetzt werden. Die Zuteilung erfolgte durch die Zuchtleitung. Die oberhessische Ziegenzucht hat durch diese Ab- satzveranstaltung erneut bewiesen, daß sie in der Ziegenzucht mit an führender Stelle im Reich steht, was vor allem auch durch die auswärtigen An- kaufskommissionlen, die nun schon seit Jahren ihren Zuchtbedarf in Gießen decken, in diesem Jahre durch den Ankauf von insgesamt 143 Böcken erneut anerkannt wurde. Die zweite und letzte Absatzveranstaltung von Ziegenböcken ist für Freitag, 4. September, in Gießen vorgesehen. ** Zwei Siebzigjährige. Am kommenden Montag, 27. Juli, wird der Kaufmann Robert W i e t s ch e l, Kirchenplatz 11, in bester Frische 70 Jahre alt. Der Jubilar macht noch täglich umfangreiche Gänge. Am Dienstag, 28. Juli, kann der Friseurmeister Franz Klenker, Seltersweg 16, in körperlicher und geiftiger Frische ebenfalls seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar, ein geborener Heidelberger, kam im Jahre 1895 nach Gießen und erwarb hier das damals Lehrmunbsche Frifeurge- schäft im Seltersweg, das er im Laufe der Jahre zu feiner heutigen Geltung emporführte. Während eineinhalb Jahre stand er als Jnnungsmeister an der Spitze der Friseurinnung. Da fein Sohn im Weltkrieg gefallen ist, wird das Geschäft jetzt von seinem Schwiegersohn Peter Dunkel geleitet, der Jubilar arbeitet aber in Stunden des Hochbetriebs Zeit heftige Zerwürfnisse, die dazu führten, daß ein Scheidungsoerfahren eingeleitet wurde. Das Ehe« paar hinterläßt zwei kleine Kinder. Zwei Volksschädlinge hingerichtet. LPD. Darmstadt, 24.Juli. Die Justizpresse, stelle Darmstadt teilt mit: Am 24. Juli 1942 ist der am 2. Mai 1910 in Büttelborn, Kreis Groß-Gerau, geborene Richard Senßfelder hingerichtet worden, den das Reichsgericht als Dolksschädling und gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt hat. Senßfelder hat viele Brandstiftungen auf dem Lande begangen und an landwirtschaftlichen Maschinen durch Beschädigung Sabotage getrieben. LPD. Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Justiz- Pressestelle Frankfurt teilt mit: Am 24. Juli 1942 ist der am 1. 10. 1902 in Bendorf geborene Eugen Holler hingerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt als Dolksschädling zum Tode verurteilt hat. Holler hat sich als kaufmännischer Leiter eines Krankenhauses auf Kosten der Kranken große Mengen bezugsbeschränkter Lebensmittel verschafft, sie zum Teil für sich verbraucht, im übrigen gegen Bestechungsgelder an Dritte verschoben. Don der Börse. Weiterhin stille Aktienmärkte. Frankfurt a. M., 24. Juli. Der Aktien« verkehr wies in der letzten Berichtswoche keine nennenswerte Veränderungen auf. Das Geschäft hat keine Belebung erfahren, und auch die Wertichwan- fungen waren, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jeweils nur gering. Wenn auch eine Auflockerung des Verkehrs nicht eingetreten ist, so ist doch das Ziel, unerwünschte Kursaufschläge zu vermeiden, durch die von den maßgebenden Stellen getroffenen Anordnungen vielfach erreicht worden. Die ange« sichts dieser Entwicklung vielfach erwartete Geschäftsbelebung am R e n t e n m a r f t ist vorerst zwar ausgeblieben, jedoch ist hierbei zu berücksichtig gen, daß sich die Börse noch immer gewissermaßen in -einer inneren Umwandlung befindet und auch am Rentenmarkt bereits längere Zeit aus Material« mangel eine beachtliche Marktenge herrscht. Am Aktienmarkt kam für JG.-Farben feine Notiz zustande, ebenso war auch die Siemensstamm« aktie ohne Kurs. Süddeutsche Zucker wurden zuletzt mit 201,50 notiert, Holzmann mit 170 und Metallgesellschaft mit 151,50. Am Bankenmarkt war die Haltung fest. Der Aktienfreiverkehrsmarkt lag gegen die Vorwoche fast unverändert. Im Telephon« verkehr waren Salzschlirf um 1 v. H. niedriger mit 79 gegen 80 in der Vorwoche. Der Rentenmarkt hatte nur kleines Geschäft zu verzeichnen. Stadtanleihen meist umsatzlos, ebenso Pfandbriefe. Die Reichsaltbesitzanleihe notierte mit 167 gegen 166,65. Steuer gutscheine I wurden mit 103,50 genannt. Jranffurter Schlachlviehmaritt. Frankfurt a. M., 25. Juli. (Dorbericht.) Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen 41 bis 50, Bullen 30 bis 48, Kühe 28 bis 48, Färsen 30 bis 49, Kälber 40 bis 59, Schafe 34 bis 46, Schweine 56,5 bis 63,5. Marktverlauf: Alles zugeteilt. A.j Diejenigen Frauen mit Kindern unter 14 Jab" rett, die für fick und den Haushalt zu sorgen haben und daneben voll im Arbeitsprozeß stehen, jedock keine sonstigen Angehörigen und Verwandte besitzen, die die Einkäufe tätigen können. B.) Alleinstehende Frauen und Mädcken, die ganz und nickt teilweise im Beruf stehen und keine Angehörigen und sonstige Verwandte haben, die für die Besorgung der Einkäufe in Frage kommen. . Die Ausweise werden ausgestellt für Frauen, die ihren Wohnsitz in Gießen, Klein-Linden und Wreieck haben. Gleichzeitig müssen die Ausweise mit einem Lichtbild versehen sein. Um so schnell wre möglich diese Einkaufsausweise ausstelleu zu können, bitten wir Sie, in Ihrem Betrieb festzu« Hellen, tuet unter diesen angeführten Begriff „be* russtatige Frauen" fällt, und die notwendige Zahl von Ausweisen bei der Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18, anzufor« bc£”;^lc^e?tu^h,c^ewerden dann, vonJhnen aus- gefüllt, an die Kreiswaltung zurückgesandt, f 226iD Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltrmg Wetterair Kl eine Anzeig en 'M Gießener Anzeiger werden von Lauiendev beachtet und geieiea. ficumann