Donnerstag, 25. ZunUYA Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Ramilienblätter -eimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: ,Llmeiger" Postscheck 1168k s^ranks./M. Annahme von Amergeu für die Mittagsnummer bis 8Vi Uhr desBormittags Anzeigen-PreUe für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- aeigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Plabvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25%mehr vrühlscheUniverfitätrdruckereiR. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ 6ic6en,9Srefte des antiken Rom gebaut hat. Sie führt von der Piazza Venezia, dem großen Aufmarschplatz unter den Fenstern Mussolinis, bis zum Kolosseum, jenem aewaltigen Bauwerk der Antike, das nod) heute, fast zweitausend Jahre nach seiner Erbauung in beherrschender Majestät auf die Nachwelt herunterblickt. Rechts und links von der Via deU'Impero liegen die Foren der Kaiser, das Forum Romanum, an dem die römischen Kaiser bis Cäsar bauten, das Forum des Trajan und das Forum des Augustus. Dort, wo früher die Senatoren in wallenden Togen die weitausladenden Freitreppen emporschritten, wo die Händler ihre Waren anpriesen, und wo die Römer alle Götter der damaligen Welt anbeteten und verehrten, liegen heute die Fragmente alter Marmorsäulen, die ausgebrochenen Kapitelle und Friese, die Grundmauern der einst ragenden Bauten, mit hin und wieder eine Treppe oder ein Stück Mosaikfußboden, aus Gold und farbigem Marmor, das unter dem Staub der Zeit zweitausend Jahre lang seine ehemalige Schönheit bewahren konnte. Grüner Rasen und Fels- blumen, bedecken den Boden, und wilde Rosen ranken sich blühend um alte Steine. ♦ Doch fast wie über Nacht ist es auch hier anders geworden. Die Ruinen sind zu neuem Leben erwacht. Dort, wo kleine Rasenflächen zwischen Tempelfundamenten und alten Römerstraßen mit Rund- steinpflaster versteckt und unbeachtet liegen, wachsen heute Kartoffeln, Gemüse und Suppenkräuter. Es begann im frühesten Frühjahr dieses Jahres, als das Dopolavoro, die italienische Kraft-durch-Freude- Drganifation, auf Befehl des Duce in ganz Italien die große Aktion der Kriegsgärten startete. Alles Brachland und jeder verfügbare Raum wurden davon erfaßt und dort, wo früher Rasen ober Blumen wuchsen, reist heute, von fleißiger Hand gepflegt und gegossen, gehackt und gehütet, ein wertvoller Beitrag zur Ernährung des italienischen Volkes. Die Durchführung dieser Kriegsgärten-Anlagen ist verschieden. An manchen Orten hat es die Dopola- voro-Ortsgruppe übernommen, die Gürten in Gemeinschaftsarbeit zu betreuen, in anderen Orten wieder werden kleine Parzellen an einzelne Mitglieder des Dopolavoro abgegeben, an Handwerker, Arbeiter, Angestellte, die am Abend hinausziehen zu ihren Kriegsgärten, um in mühevoller Kleinarbeit, unterstützt- von der ganzen Familie, der Heimat zum Endsieg zu verhelfen. An einer Ecke des Forums des Augustus stößt der Tempel des Mars Ultor mit seinen marmorenen Säulen und Gebälkfragmenten zusammen mit dem, was heute noch übrig ist von einem der schönsten und reichsten der antiken Bauten, dem Tempel der Minerva. Früher war der Tempel der Minerva ein gewaltiges Bauwerk gewesen, das zu Ehren jener kriegerischen Göttin errichtet worden war. Heute sind es nur noch drei Säulen, die übrig sind, und ein wenig von dem reich verzierten Deckengebälk. Daneben ist ein Rasenstück, das schon im frühesten Frühjahr von einem fleißigen Spaten umgebrochen wurde. Der Dust frischer Erde stieg auf wie ein Vorbote neuen Lebens, das auf dieser seit langem ungenutzten Erde reichlich Früchte tragen muß. Ich fragte den Mann, der dort emsig schaffte, während ich gekommen war, zwischen den Schönheiten der Antike längst vergangenen Dingen nachzuhängen, was er denn pflanzen wollte, und er erwiderte, daß es ein Kartoffelacker werden sollte. Immer, wenn ich dann später am Tempel der Minerva vorbeikam, sah ich unter den Trümmern das Neue wachsen und gedeihen. Zuerst waren es nur zarte grüne Spitzen. Doch unter dem Regen, der warm und reichlich fiel, wurden es bald große, dichte Büschel von Kartoffelkraut. Dann kam der Besitzer am Abend und lockerte die Erde auf, hackte die Furchen um die neuen Pflanzen. Nicht mehr lange, dann wird die erste Ernte reif sein. * So ist es überall in Italien. Am Palatin, dort, wo die altrömischen Kaiser ihre Schlösser hatten. die heute noch mit ihren verfallenen Gewölben und zweitausend Jahre alten Backsteinmauern fast so gewaltig wirken wie einst, rund um die Engelsburg, oder auch an der Viale Mazzini, die sich mit ihren wunderbaren Grünanlagen durch das moderne Wohnviertel Roms zieht, entlang an alten, halbverfallenen Stadtmauern, um Triumphbögen und Grabdenkmäler, in Civitä Castellana, wo die drohende Zwingburg und Feste des kriegerischen Papstes Julius II. aufragt, in kleinen Dörfern, wo das Kriegerdenkmal umgeben von Anlagen der einzige Park des Ortes ist, überall wachsen Gemüse und Kartoffeln an Stelle von Rosen und anderen Blumen, an Stelle von Rasen und Parkanlagen. Und überall steht das weiße Schild an einer dünnen Stange mit der schlichten Aufschrift „Orto di Guerra", Kriegsgarten, und vielleicht darunter noch eine kleine Aufforderung an die Einwohner, alle zusammenzustehen, zum Schutz dieser Gärttn, die in ihrem eigenster! Interesse mit vieler Liebe und viel Arbeit angelegt sind. Italien ist überreich an Denkmälern alter und neuer Zeit, deren Grünflächen jetzt in Gärten umgewandelt sind. Doch sie reichen nicht aus für alle, die gern mit beitragen wollen zu dieser Aktion für die italienische Ernährung. Deshalb haben viele chren Balkon umgeroanbelt in einen Garten. In den Blumentöpfen wachsen heute Salatpflanzen und Radieschen, Suppenkräuter und Zwiebeln. Und wer gar eine Terrasse zur Verfügung hat, der hat einen ganzen Dachgarten angelegt, mit Erbsen und Bohnen, die sich am Rande hinaufranken und Schutz gewähren vor fremden Blicken: Kriegsgärten, die außerhalb des Wettbewerbs ste-hen, die deshalb aber nicht mit weniger Liebe ober weniger Sorgfalt gepflegt und gehegt werden. ♦ So stellt dieser Krieg durch die Initiative unb durch den Lebens- und Aufbauwillen eines ganzen Volkes den kleinsten Raum zum Nutzen am Ganzen zur Verfügung, und schafft' die Bedürfnisse der Gegenwart aus den Trümmern der Vergangenheit, im wahren Sinn einer geschichtlichen Erneuerung. Lippen. Und unablässig heult und klirrt das feind» liche Feuer, genau, wie drüben unsere Geschosse flammend auseinanderkrachen. Nur sind die drüben hinter Mauern aus Stahl und Beton. Die Erde ist übersät mit Trichtern und Erdbrocken. Zerfetzte Menschenleiber liegen herum, verwundete unb in unsere Hänbe gefallene Bolschewiken kriechen zurück, mitunter Gefangene mit verstörten Gesichtern. — Die Nacht verläuft unruhig, an Schlaf ist nicht zu denken. Mit dem Morgengrauen geht es wieder los. Das Trommelfeuer der deutschen Artillerie unb das Vernichtungswerk der Stukabomben zerbricht die sowjetischen Gegenangriffe. Dann bringen die deutschen Soldaten wieder weiter vor. Aber es dauert noch lange, und es kostet wieder, wie am Vortagen, manche harten Kämpfe, ehe gemeldet wer»' den konnte: Wieder wurde eine beherrschende Höhe genommen. Aus dem Reich. Oie 3. Haussammlung: , 27,5 Prozent mehr als im Vorjahre. Berlin, 24. Juni. (DNB.) „Was die Front für unser Volk opfert, kann von der Heimat wohl nie vergolten werden. Sie will aber wenigstens einen kleinen Teil ihrer Dankesschuld ab tragen, indem sie nach besten Kräften mithilft, die Wunden zu hellen, die der Krieg unseren Soldaten zufügt." Das glänzende Ergebnis der am 7. Juni durch» geführten 3. Haussammlung beweist, daß die Heimat diese Mahnung des Führers in feinem Aufruf zum Kriegshilsswerk für das Deutsche Rote Kreuz 1942 beherzigt hat. Das vorläufige Ergebnis beträgt 43 820 418,81 RM. Die gleiche vorjährige Sammlung hatte ein Ergebnis von 34 357 651,82 RM. Es ist somit eine Zunahme von 9 462 766,99 RM. — 27,54 v. H. zu verzeichnen. Anfragen wegen deutscher Kriegsgefangener. Nbz. Die Angehörigen deutscher Kriegsgefangener werden gebeten, alle Anfragen ausschließlich an das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes, Berlin SW 61, Blücher-Platz 2, zu richten, falls nicht schon die örtlich zuständigen Sänke s ft e 11 e n des Deutschen Roten Kreuzes Auskunft geben können. Das DRK. ist mit der fürsorge- rischen Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen in'Feindesland und mit der Nachrichtenübermittlung an die Angehörigen deutscher Soldaten beauftragt worden. Es hat auch die Zuteilung der den deutschen Kriegsgefangenen zuerkannten Kontingente an bewirtschafteten Verbrauchsgegenständen und versorgt die Kriegsgefangenen mit Unterhaltungs- und Fachliteratur. Jm OKW. werden ausschließlich Personalangelegenheiten der Kriegsgefangenen wie Beförderung, Besoldung, Ferntrauungen, Auszeich nun gen bearbeitet. Ansprüche, die für die Kriegsgefangenen aus den zwischenstaatlichen Vereinbarungen I) er geleitet werden können, vertritt das OKW. gegenüber den feindlichen Staaten. Die An- aehörigen der Kriegsgefangenen werden ohne besondere Anfrage vom OKW. benachrichtigt, sobald eine amtliche Bestätigung über die Gefangennahme eines Wehrmachtangehörigen eingeht. Auch alle Meldungen der feindlichen Staaten über Kranke hetts- ober Todesfälle der Kriegsgefangenen werden sofort an die Angehörigen weitergeleitet. Gute Frühjahrsbestellung in -en besetzten Ostgebieten. Unter Vorsitz von Kriegsoerwallungschef Ministerialdirektor Riecke fand in Berlin eine Tagung der führenden Männer der Landwirtschaft in den besetzten Ostgebieten statt, an der auch Staatssekretär Backe teilnahm. Die Berichte über die Frühjahrsbestellung, die Ernteaussichten, die Erfassung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Arbeit der LandbewirtschaftungKgesellschaften ergaben ein eindrucksvolles Bild von den großen Schwierigkeiten in diesen Gebieten, zeigten aber auch, daß die Frühjahrsbestellung in weit größerem Umfang durchgeführt wurde, als man es zu Beginn der Bestellungsperiode erwarten konnte. Die Ernteaussichten werden verschieden beurteilt. Infolge der anormalen Witterung zeiat der Stand der Sommersaaten, deren Anbau vielfach vergrößert wurde, im allgemeinen ein günstigeres Bild als der der Wintersaaten. Infolge organisatorischer und anderer Maßnahmen wird die Erfassung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse im kommenden Jahre besser unb leichter durchgeführt werden könden als bisher. Oie Veranlagung von Arbeitnehmern. Ein Arbeitnehmer, dessen Einkommen 8000 RM. nicht übersteigt, wird dennoch veranlagt, wenn er Büchertisch. — Alwin Rüffer: Das getreue Herz. Liebesgrüße Zwischen Front und Heimat. Mit Zeug- Nissen von der Tapferkeit des Herzens, Fus dem deutschen Schrifttum ausgewählt. 87 Seiten. Preis 2,80 RM. Verlag Karl Christ, Gießen, 1942. — Dem im gleichen Verlage erschienenen, seinerzeit ebenfalls an dieser Stelle besprochenen Bändchen „Frei vor dem Tod" läßt Rüffer eine ähnlich aufgebaute Sammlung folgen; während jenes als ein Bekenntnis zum heldischen Leben gedacht war, soll „Das getreue Herz" nach den Worten des -als Gefreiter im Felde stehenden Herausgebers das Lied der Liebe fingen zum Lobe der durch Krieg und Kampf Getrennten und doch stets Vereinten. Aus diesem Gefühl heraus hat Alwin Rüffer Stücke aus seinem Kriegstagebuchs unb eine Anzahl feiner Kriegsbriefe mit alten und neuen Zeugnissen aus bem deutschen Schrifttum zusammen gestellt, welche den Sinn der Sammlung verdeullichen: von Goethe und Hölderlin bis zu Ricarda Huch, Agnes Miegel, Rllke unb den Jüngsten, die jetzt im Felde stehen. Das mit einein Vorwort des Herausgebers unb einem Nachwort des Verlegers versehene, mit Blumenzeichnungen von Joachim Romann in Offenbach geschmückte Bändchen wirb sich, wie fein Vorläufer, draußen und daheim manche Freunde gewinnen. Hans Thyriot. — Hanns Pfeufser: Kameraden vom Edelweiß. Drei Jahre Kampf für Großdeutsch- lanb 1938—1939—1940. Mit 16 Kohlezeichnungen von Günther Radtke. Preis gebunden 4,40 RM. Verlag C. Bertelsmann Gütersloh. Von Blumen überschüttet. Ziehen deutsche Regimenter durchs befreite Oesterreich, die Kameraden vom Edelweiß hissen auf dem Großglockner die Kriegsflagge. Jubelnd begrüßt, marschiert bayerische Gebirgsartillerie ins Subetenlcmb ein, unb dann wieder dröhnt im Hufgeklapper der Tragtiere der Marsch« tritt über Galiziens Staubstrahen, um Lemberg, die Hochburg der polnischen Südarmee, einzukesseln in hartem Kampf ... Aisne, Marne, Seine und Loire, sie bedeuten auch für sechs bayerische Ge- birgsartilleristen Stürmen, Kämpfen und Siegen, SEID WÜRDIG DES OPFERS DER FRONT L -I kl L MM 1 MTMZ r. zener । an iten rich- an. Aus« orge- jenen tlung ltraqt deut- te an ver- - und Per« e Le- ;reich> riegs« nnfnv das e Än> e be» sobald lahme । alle kanki lerben iniste- agung n den -taats- >r öie e Er- nHie n er- zrohen aber Herein Beginn Ernte- gc der nimer- tze, im ■ Mn« inderer Öser und jer. nern. 10 5®- enn er Aerz l Zeug' is dem Preis )42. -7 merzet E ich ««I' als ->« or, fo® 116» 16 S-t itfe mi- seiner !-°L meloK Goelhr Viegei- stehe"- rs und St« ffeN ine."- yn0’- r# SS5 >sii°E 'S Jiarslh H L» !$u* Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. Ich habe mich über dein Glück gefreut, ich habe dir das Opfer gebracht, mich von deinen Briefen zu trennen, die mich durch mein Leben begleitet haben. Und nun du sie in Händen hast und ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitte, hast du nichts als ein schroffes .Nein< und eine Beleidigung als Zugabe. „Ich wollte dich nicht beleidigen, wirklich nicht, und wenn ich dir sonst irgendeinen Gefallen tun kann, nur nicht, dich mit meinem Mann zusammen- bringen — und mit den Kindern, das kann ich nicht! Das mußt du doch einsehen! Wenn ich gemuht hätte, daß du die Absicht hast hierzubleiben, ich hätte mich gar nicht aus ein Wiedersehen eingelassen, ich dachte, du bist auf der Durchreise hier." „Weiß ich, wo ich bleibe? Wie lange ich bleibe? Ich würde sogar abreisen, um dir einen Gefallen 3U tun, aber ich weiß im Augenblick wirklich nicht, wie ich das ermöglichen soll, es geht mir grade mal wieder nicht besonders." „Wenn ich dir dazu helfen kann." Irmelas Gesicht ist blaß bis in die Lippen und ihr Herz hämmert. „Du mußt nicht etwa denken, daß ich über große Mittel verfuge, aber ich kann dir natürlich das Geld für eine Reise geben, vorstrecken, wenn 4... 4.-- " reiner Zufall, daß sein ausweichender Blick über sie hingeht und an ihrer Kette hängenbleibt: sonderbar, hat er diese Kette nicht schon einmal gesehen? Sie in Händen gehalten? Es ist wirklich von ihm nichts als ein Versuch abzulenken, wenn er plötzlich davon spricht: „Sag' mal, was hast du da für eine Kette? Ist das die große Mode?" „Die Kette?" Ihre Fingerspitzen tasten unwillkürlich darüber hin. „Große Mode? Das glaube Drohungen. So handelt ein Schuft. Der Gedanke kommt ihm erst, wahrend er ihn ausspricht. Und gleichzeitig fühlt er etwas wie Reue, öaB er ihr so bedingungslos die Briefe ausgehaw biqt hat, nur um eine gute Einführung zu haben, die sich nun nicht lohnen soll. „Ich bin in meinem Leben immer zu anständig gewesen, und die gleiche Anständigkeit habe ich bei anderen vorausgesetzt. mit dir!" „Am allerletzten mit mir „Am Brunnen vor dem Tore... Zur 1. Straßensammlung im Kriegshilfswerk für das OKK Freizeit wird zur Erntehilfe. x Sie Landfrau braucht Hilfe. — Arbeiten, die jede Städterin bewältigt. Von Dr. Ilse Buresch-Riebc. Mann", stammelt sie verwirrt. „Und Ichon gar nicht in geschäftlichen Dingen, ich kümmere mich nie darum und ich verstehe auch nichts davon." „Brauchst du ja auch nicht! Ich will gar nicht, daß du mich vorschlägst, wenn er einen kleinen Kontorangestellten sucht. Es wäre besser, wenn du mich ins Haus lädst, wenn er mich ohne Vorurteil kennenlernt obet besser gesagt, die Bekanntschaft erneuert, dann werde ich schon zu gegebener Zeit selber für mich das Wort führen!" Nein!" sagt Irmela wie gejagt. „Dem, nein, nein! Ich will es nicht! Ich fände es geschmacklos — unb überhaupt —" „Muß ich dir erst versichern, daß ich schweigen Fann9" fragt er vorwurfsvoll und dämpft die Stimme noch mehr. „Es ist doch selbstverständlich, daß niemand etwas erfährt — von unseren früheren Beziehungen. Und ich gebe dir mein Ehrenwort, daß ich nicht den geringsten Versuch machen werde, deine Seelenruhe in Gefahr zu bringen." Ach darum handelt es sich ja gar nicht! Jr- meia preßt verzweifelt die Handflächen ineinander. ,Meine Seelenruhe ist nicht in Gefahr zu bringen, aber ich will kein Geheimnis haben, nicht das ge- , der elsässische Dichter Eduard Reinacher, hat das ballabeske Geschehen in neun knappe, scharf um- rissene Bilder umgegossen. Kauffmann yat seine Musik auf volksliedhaften Anklängen aufgebaut die leitmotivisch bas Werk durchziehen und in einer handwerklich meisterlichen^und durchaus modernen Instrumentierung das Gepräge starker Verinnerlichung tragen. Gegenüber dem musikdramatischen Stil Richard Wa> unsichtbare a-cappella-Chöre wirkungsvoll zur Seite stellt. Generalmusikdirektor Roßbaud hatte das Werk mit Sorgfalt einstudiert. Als Spielleiter wirkte Jürgen Fehling (Berlin) als Gast. > Hans Reich. ‘ Lin neues Lustspiel Viktor de Komas. Im Zyklus schlesischer Dramatiker brachte das Stadttheater Görlitz als Uraufführung ein neues Lustspiel von Viktor de Kowa „Eifersucht i st eine Leidenschaft" heraus. Der Autor hat für das Stück, das rein aus dem Schauspielerischen geboren ist, eine originelle Geschichte um die Ver- bürofratificrung der Ehe ausgedacht, in der zwei Manner durch Eifersucht aus ihrer eingeschläferten Liebe aufgeweckt werden. Die Hauptrolle hat sich Viktor de Kowa sichtlich für den eigenen Gebrauch nach Maß gearbeitet, und es wird vermutlich nicht allzu lange dauern, bis wir aus seinem Munde die kleinen Liebenswürdigkeiten zu hören bekommen, mit denen er sein Stück ausgestattet hat. Die knappe Handlung, in einen lockeren und spritzigen Dialog gekleidet, lebt in einem beschwingten Stil. Die Gör- litzer Uraufführung entsprach dieser Voraussetzung in glücklicher Weise. Der überaus herzliche Beifall galt in besonderem Maße dem Autor, der selbst vor dem Vorhang erschien. Helmut Thomas. Kulturpreis der Siabt Salzburg für Lefar Bresgen. Die Stadt -Salzburg wird künftig in jedem Jahr einen Kulturpreis im Betrage von 7000 RM. an schaffende Künstler verleihen, deren Wirken mit dem Gau Salzburg verbunden ist. Zum ersten Male wurde er während der Gaukulturtage der Hitler- Jugend an den Komponisten Cesar Bres- gen verliehen, der als Leiter einer Kompositionsklasse an der Reichshochschule für Musik „Mozarteum" und der Musikschule für Jugend und Volk in Salzburg tätig ist. Bresgen ist durch zahlreiche instrumentale und vokale Werke vor allem in Zusammenhang mit der Hitler-Jugend bekannt geworden. Seine kürzlich in Straßburg urauf geführte erste Oper „Dornröschen" ist stark beachtet worden. Händels Oper „Theseus" in neuer Gestalt Die Göttinger Händelgesellschaft hat auch im Kriege ihre Arbeit fortgesetzt. Nachdem sie 1940 die Händel-Oper „Ariadne" herausgebracht hat. wird nunmehr in ihrem Auftrage Handels „2he seus" (komponiert 1712) erscheinen. Die Herausgabe hat Professor Dr. Hermann Zenck in Got fingen übernommen, die Uebersetzung Dr. Enii.l Baroffio-Dahnk in Novara (Italien). NSG. Wohl kaum etwas spiegelt plastischer und beredter die deutsche Vergangenheit als unsere alten Stadttore. Es sind Denkmäler historischer Größe, Abbilder der Geschichte und traditionelles Vermächtnis einer uralten Kultur. Zahlreiche Sagen sind mit unseren alten Stadttoren verknüpft, und unzählige Lieder weiß der Volksmund von ihnen zu singen./Ob es nun der „Brunnen vor dem Tore" ober die blitzblanke „Lore oar dem Tore" ist, — immer wieder wird die Romantik des alten deutschen Stadttores in unseren Liedern einen Widerhall finden. Und wer einmal im September, wenn sich das Weinlaub herbstlich zu roten beginnt, durch das alte Rothenburg ob der Tauber gewandert ist, ober roer angesichts der Waterkant die alten Backstein- meiertum mißachtet werden. Heute, wo uns jedes Menschenleben besonders kostbar ist, ergeht an jeden Schwimmer oder Nichtschwimmer die Aufforderung, bei Benutzung der Bäder und Badestellen größte Vorsicht zu üben und die Vorsichtsmaßnahmen und Anordnungen aller verantwortlichen Stellen strengstens zu beachten. Es darf nicht vorkommen, daß dem Vater, der draußen an der Front fjjr die Zukunft unseres Vaterlandes kämpst, sein Liebstes in der Heimat durch den Tod des Ertrinkens vorlorengeht. Das bringt für uns alle die Verpflichtung mit sich, daß wir selbst nicht nur Vorsicht beim Baden wallen lasten, sondern darüber hinaus auch unseren Nächsten durch aufklärende Worte zu gleicher Vorsicht veranlassen. Denn nur durch die tätige Mitarbeit aller Volksgenossen wird es gelingen, den nassen Tod in Deutschland zu bannen. Kleiderkarten gelten im ganzen Reich. Die Reichsstette für Kleidung hat aus verschiedenen Teilen des Reiches immer wieder Klagen darüber erhalten, daß der Einzelhandel die Abgabe von Textilwaren auf Reichskleidertarte oder Bezugscheine an Ortsfremde verweigert. Auf Anweisung der Reichsstelle hat die Fachgruppe Bekleidung, wie die Textilzeituna mitteilt, ihre Mitglieder nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Reichskleiderkarten und Bezugscheine im gesamten Reichsgebiet ausnahmslos einheitliche Geltung haben. Lediglich in Ausnahmefällen, in denen ortsfremde Verbraucher in offenbarer Hamsterabsicht in einem Umfange einkaufen, der ihren persönlichen Bedarf übersteigt, kann die Abgabe von Waren mengenmäßig beschränkt und den Käufern ein Personalausweis abverlangt werden. So erwünscht es an und für sich auch ist, daß ortsfremde Verbraucher ihren Bedarf an bezugsbefchränkten Spinnstoff- roaren tunlichst in ihren Heimatorten decken, darf unter keinen umständen der Eindruck erweckt werden, als würde der Grundsatz der Gültigkeit der Reichskleiderkakte und des Bezugsscheins im ganzen Reichsgebiet verlassen. Sie Beitragsleistung zur Invalidenversicherung. Aus Grund der Zweiten Lohnabzugsoerordnung vom 24. 4. 1942 wird die Beitragsleistung zur Invalidenversicherung für versicherungspflichtig Beschäftigte durch Entrichtung von Beitragsmarken am 28. d. M. eingestellt. An ihre Stelle tritt bas Ein- zugsverfahren, d. h. die zur Invalidenversicherung zu enttickstenden Beiträge werden zusammen mit den anderen Sozialversicherungsbeiträgen von den i Allgemeinen Ortskrankenkassen bzw. den Betriebskranken- oder Ersatzkassen eingezogen. Für die = Selbstversicherten, die freiwillig Weiterversicherten - und die unständig Beschäftigten gilt diese Regelung - nicht. Für sie sind nach wie vor Beitragsmarken in > ordnungsmäßig ausgestellten Quittungskarten zu verwenden. außer den vom Steuerabzug erfaßten Einkünften noch andere Einnahmen von mehr als 300 RM. im Jahr bezogen hat. In der Regel ergibt sich gegenüber dem Steuerabzug eine Mehrsteuer. Die Zahlung dieser Mehrsteuer kann eine unbillige Härte fein. Die Finanzämter werden deshalb ermächtigt, die Mehrsteuer auf Antrag teilweise zu erlassen. In vielen Fällen ist auf der Lohnsteuerkarte 1941 ein steuerfreier Betrag für außergewöhnliche Be-- laftungen in voller Höhe der Aufwendungen eingetragen worden, wenn die Aufwendungen die Son- derbelastungsminbestgrenze überstiegen haben. Nach dem neuen Recht wird nur der Teil der Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung be» rücksichttgt. Bei anderen Arbeitnehmern ist auf der Steuerkarte 1941 ein steuerfreier Betrag für eine Hausgehilfin eingetragen worden, wenn in seinem Haushalt mehr als drei minderjährige Kinder gelebt haben- Nach den neuen Bestimmungen wird jedoch ein steuerfreier Betrag nur gewährt, wenn mindestens drei Kinder unter 14 Jahren im Haushalt leben. Auch in diesen Fällen kann eine Mehrsteuer auf Antrag erlassen werden. 18. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.) Irmela ist immerhin noch imstande, klarurG t°- gisch au denken und als er versichert, daß sie Die Wae Frau für ihn sei, heute noch, die einzige, di^ihm Halt hätte fein .tonnen, Erwiderung: „Du vergißt etwas > fagt fie Eopjia) telnb, „nämlich, daß ich nicht mehr dieselbe bm, die 4ch damals war, ich war eine Null. Wenn ich ein Mensch geworden bin, der dir "V ^yllbrcchi Weise begehrenswert erscheint dann hat ZUbre^t Sierinck mich dazu geformt (Er. ift eme fo ftarte Persönlichkeit, daß er unwillkürlich ledem Mei Mn seiner Umgebung seinen Stempel aufdruckt, uno seiner Frau natürlich besonders. Nach dieser ernsten Erklärung ist esmp unangebracht, noch langer von her ebene Liebe zu reden. Und es ist außerdem die gegebene Ueberleitung zu dem, was Bareiro auf , ,-^st- liegt, und was er über feinem eigen Zie- lichen Gefasel fast vergessen hat. „Albrecyl rinck", wiederholt er mit etmas achtung. „Ja, das ist der Was der Bauer und die Bäuerin in diesen kurzen Sommermonaten nicht schaffen, werden wir im kommenden Winter weniger zu essen haben. Das ist eine harte Wahrhell, und sie ist das Gesetz, unter das wir unser Handeln in diesem Sommer stellen müssen. Noch ist vielen Frauen trotz der Kriegszeiten em schöner Ferienaufenthalt gegönnt. Sie sind in das deutsche Land hinausgefahren und sehen um sich herum das Landvolk in strenger und harter Arbeit schaffen. Kaum daß sich die Bäuerin einmal Zeit nimmt, über die blühenden Wiesen zu schauen! liebevoll werden die Sensen durch das frische Gras geschwungen, die Mägde und Frauen stehen von fünf in der Früh bis aut sinkenden Dämmerung und wenden das Heu: könnte da nicht manche Frau aus der Stadt mit zupacken? Ist es nicht fast unmöglich, müßig daneben zu stehen? Gewiß, viele Ferienfahrerinnen sind schon längst dahintergekommen, daß man sich auch bei körperlicher Arbeit in frischer Lust glänzend erholt, sie helfen in diesem Jahr ihren Gastgebern nicht zum ersten Male. Kameradschaftliche Hilfe, mit Maß unb Ziel betrieben, schadet niemanden. Keiner erwartet, daß eine Städterin, die zur Erholung auf dem Lande ist, null genau so unerbittlich in den Sielen liegt wie die Bäuerin selbst, die übrigens das Wort Erholung mindestens seit Kriegs beginn oder schon länger nur vom Hörensagen kennt. Es gibt unter den berufstätigen Städterinnen so viele, die in der Woche sehnsüchtige Blicke aus dem Fenster werfen und sich in Gedanken nichts Schöneres ausmalen können als eine Sommerwiese mit Schnittern ober einen Bauerngarten voller Erdbeerbeete und Beerenbüsche. Wie wäre es, wenn sie sich einmal umhören würden, ob sie nicht zum Wochenende am Stadtrand oder bei einem Gärtner als Hilfe willkommen wären? Auch die Gärtner in den Städten sorgen ja heute für unsere Küche. Sie haben die Blumenzucht zugunsten des Gemüseanbaues aufgegeben und machen sich bei stark verminderten Arbeitskräften viel Mühe und Arbeit. Jeder Gärtner könnte noch Hilfe gebrauchen zum Gießen und Sprengen, zum Abschatten der Früh- beete und Glashäuser, zum Jäten und Pflücken, zum Herrichten der Gemüse für den Verkauf. Die ich nicht, gefällt sie dir ? Willst du sie haben? Ich habe nicht viel Schmuck, wirklich nicht, sonst könntest du ihn bekommen, ich mache mir gar nichts daraus." „Aber, Irmela, ich bitte dich!" wehrt er entrüstet. „Was denkst du eigentlich von mir? Ich habe nach der Kette gefragt, weil mich das Muster interessierte." „Willst du sie dir ansehen? Bitte!" Sie löst das Schloß und legt die Kette auf das Tischchen. „Sie hat sicher einigen Wert, ich verstehe nichts davon, es sind auch ein paar Steine darin, soll ich sie dir schenken? Ich tu es gern!" „Aber das kommt gar nicht in Frage!" lacht er ärgerlich „Sie ist sehr schon." Ein paar Sekunden hält er sie prüfend aüf den Fingerspitzen, „Und sie kommt mir sehr, sehr bekannt vor!" Das kann natürlich nicht fein. Es ist eine Ausrede von ihm, um Irmela zu veranlassen, sie ab» zulegen — um die Steine zu prüfen, ober das Gewicht Au schätzen. Sie weiß, baß dieses Stück nur einmal existiert. „Behalte sie, wenn sie dir gefällt!" stößt sie tonlos hervor. Sie ist einem Erpresser in die Hände gefallen — und diesen Mann hat sie einmal geliebt. Das ist eine Tatsache, die sie nicht wegleugnen kann — und es ist entsetzlich beschämend. Bei alledem hat sie noch Mitleid mit ihm, er muß grauenhaft tief gesunken sein, und es ist immerhin nicht unmöglich. daß sie zu einem Teil die Schuld daran trägt. Oh, sie könnte ihn auf den Knstn anflehen, abzureisen, nur recht, recht weit! Nur ihn niemals wiedersehen! Nur nie erfahren, was aus ihm geworden ist. I Mit zitternden Händen wühlt sie in ihrer Tasche, • kritzelt ein paar Zeichen in ihr Scheckbuch, halb unterm Tisch, reißt das Blatt heraus und schiebt es ihm hinüber. „Bitte, nimm das, du tust mir einen Gefallen, wenn du es nimmst." „Aber, Irmela! Ich denke nicht daran!" (Fortsetzung folgt) Aus der Stadt Gießen. Der nasse Tod. „Wasser hat keine Balken", so lautet ein alles Sprichwort, das uns noch aus einer Zell überliefert ist, in der es zur Seltenheit gehörte, wenn jemand etwas vom Schwimmen verstand. Man hört aus diesen Worten das tiefe Mißtrauen und die Furcht heraus, die jeder' Nichtschwimmer dem nassen Element zunächst einmal entgegenbringt In die heutige Zeit wollen diese warnenden Worte nicht so recht passen. Denn die heutige Generation ist gut Freund mit dem Wasser und hat es im allgemeinen gelernt, seine Gefahren als Schwimmer zu meistern. Heute ziehen an schönen Sonnentagen viele Menschen hin- aus an die Flüsse und Seen ihrer Heimat, um im Wasser Erholung und darüber hinaus beim Schwimmsport neue Kräfte zu sammeln. Man sollte nun meinen, daß aus diesem Grunde der Tod durch Ertrinken in Deutschland ganz selten geworden sei. Das ist aber nicht der Fall. Immer wieder geben im Sommer zahlreiche Zeitungsnotizen davon Kenntnis, daß der nasse Tod ein neues Opfer — und zwar nicht nur immer unter den Nichtschwimmern —.gefordert hat. Ueberprüft man diese Unfallberichte genauer, so läßt sich oft genug feststellen, daß es der eigene Leichtsinn und die übergroße Waghalsigkeit waren, die zum Tode des Ertrinkens geführt haben. Leichtsinnig ist derjenige, der erhitzt in das Wasser geht, der mit vollem Magen habet und schwimmt, der mit Kopfsprung in ihm unbekannte Tiefen springt, btt mit inneren Ohrenverletzungen taucht, der an Krampfzuständen leidet ober feine eigenen Kräfte überschätzt. Diese Gefahren, die das Wasser auch für den Schwimmkundigen bereithält, sind oft genug warnend in der Öffentlichkeit herausgestellt worden. Trotzdem kann man immer wieder beobachten, daß sie aus Leichtsinn, Angeberei und Kraft- nächste Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft steht gern zur Auskunft darüber zur Verfügung. Eine praktische Frau, selbst wenn sie bis dahin ausschließlich städtische Verhältnisse gekannt hat, sieht doch mit kundigem Blick, wo Hilfe fehlt: sie ergreift stillschweigend Hausgerät ober Flickkorb, sie wird auch nach einiger Uebung mit Hacke und Gießkanne umzugehen verstehen. Gewiß,, ungewohnte Arbeit macht zuerst müde, aber wenn man sie gern und eifrig tut, bann vergehen die Müdigkeitserschei- nungen von selbst und ein nie gekanntes Kraftgefühl, ein Gefühl ber inneren Sefriebigung unb Schaffens- freube überkommt den Menschen. Auch ältere Frauen, denen die körperliche Arbeit vielleicht sauer wird, brauchen sich deshalb von ber Erntehilfe nicht auszuschalten. Sie könnten ideale „Kindermütter" werden, wenn sie sich rings aus ber Nachbarschaft die Kinder ber vielbeschäftigten Land- stauen und Bäuerinnen^ holen und sie über Tag hüten würden. Sie können auch im Haushalt der Nachbarin nach dem Rechten sehen, können für die Mahlzeiten sorgen und das Geschirr säubern. Wenn wir immer daran denken, daß zu den Siegen unserer Soldaten unsere Arbeit kommen muß, um den Krieg zu bestehen unb den Endsieg zu erringen, bann kann uns keine Arbeit au gering ober zu schmutzig sein. Es kommt gerade in diesem Jahr barauf an, baß bie Bäuerin im Haus und bei den Kindern Hilfe bekommt, denn draußen auf dem Feld sind zum großen Teil Fremdarbeiter beschäftigt, die ständiger Aufsicht bedürfen, wenn die Arbeit voran kommen soll. So ist auch die Bäuerin mehr denn je trotz aller Hilfskräfte durch die Feldarbeit gebunden. Ein wichtiges Kapitel ift hierbei auch das Einmachen, das viele Stunden am Herd erfordert, nachdem Pflücken unb Herrichten der Früchte geschafft sind. Wenn man bas Vertrauen der Frauen gewinnt, denen man helfen will, bann werben sie willig auch diese verantwortungsvolle unb zeitraubende Arbeit abtreten. Größte Sorgfalt unb entsprechende" Kenntnisse sind allerdings Bedingung. Auch dabei steht bas Frauenwerk gern mit Rat und Tat zur Seite: von den Ortsgruppen ber Abteilung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft sind Einmachrezepte und praktische Winke erhältlich. Ein Wort noch zu der ersten Begegnung zwischen tone des Nordens, uln die der klare Seewind wehte, gesehen hat, dem werden sich diese Monumente deutscher Baukunst unvergeßlich ins Gedächtnis eingeprägt haben. In der 1. Straßensammlung im Kriegshllfswerk für das Deutsche Rote Kreuz wird uns eine Zusammenstellung alter deutscher Stadttore angeboten werden Diese Abzeichen werden nicht nur eine Freude für Liebhaber, sondern darüber hinaus für groß und klein sein. Und wenn die Sammler diesmal an uns herantreten, bann wollen mir an das Wort des Führers denken, der einmal gesagt hat: „Es gibt keinen besseren Dank für den Einsatz unserer Soldaten, als vor allem mitzuhelfen an der Heilung ihrer Wunden." / Kunst und Wissenschaft. Kauffmanns „Geschichte vom schönen Annerl". Als Uraufführung brachte das Theater der Stadt Straßburg bie Oper „Sie Geschichte vom schönen Annerl" des elsässischen Komponisten Leo Justinus Kaufs mann heraus. Dem Werk liegt bie Novelle bes Romantikers Clemens Brentano zugrunde, bie im schlichten märchenhaften Volkston das Schicksal des Bauernburschen Kaspar erzählt, der in den Krieg zieht und seine Liebste zu- rückläßt, die bann ben Verführungskünsten eines Grafen erliegt und wegen Kindesmordes ben Tod durch das Schwert erleidet. Der Textbuchoerfasser, «iciunufl IIU UK l UL/ j l* mal, Irmela, da fällt mir eben ein, Nicht vermitteln, daß id) bie alte ■hier- ihm wieder etwas auffrische? 3ch ®a g geblieben, aber nicht befdfif WÄ S& » einen Posten, ben ich ausfulle, unb Albrecht füllt, wenn irgend jemand, bann fan eigentlich Sierinck ben verschaffen, und du hast eigcniuaj etwas an mir gutzumachen. Herzens. Irmela erschrickt dis M bje T ef h meinen „Ich - ich habe sehr wenig Einfluß auf mei Stil Richard Wagners wird hier ein Opernstil erprobt, ber seine Formen von ber absoluten Musik wie vom Oratorium hernimmt und den Solopartien Arn 27. und 28. Juni findet ipe erste Straßensammlung tm Dienste bes Kriegshilfswerkes für bas Deutsche Rote Kreuz statt. Angehörige des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Arbeitsfront werden Abzeichen aus Trolitul, Zink ober Pappe anbieten, bie deutsche Stadttore barstellen. (Scherl-Bilderdienst. — fNSB.-Reichsbilbarchiv/Gutjahr.I) rinafte jnit keinem Menschen und am allerletzten du bas lieber hören willst." ___ 't dir'" „Du bist zu allem bereit, wenn du mich damit Am allerletzten mit mir!" wiederholt er bitter, loswerben kannst!" nickt er mit einem ingrinnnigen «ist du bir auch bewußt, was du mir da für eine Lächeln. ,^d) begreife. 21ber sireng dich nicht an, - - , schwer- Beleidigung an den Kopf wirfst? Wenn ich ich bin nach nicht fo tl-f gesunken, daß ich Geld VON etwas spöttischer W, ch . . mär” hält- ich mich anders benommen! , einer Frau nehme. Bitte, laß uns VON etwas ,as ift der gro6e mann geroorbem . * n dir deine allen Liebesbriefe nicht anderem reden!" Sein Blick geht an Ihrem Gesicht Damals hätte ich ihm das nicht zugetraut Mer in nf2b ,utüttgefleben. der hätte einen lukrativen vorbei hochmütig und veMchsien er will nicht tn vielleicht habe ich zu menig Menschen enn n.s soye Grieben, womöglich sie Herrn Sie-1 ihr blasses und erregtes Gesicht sehen... es ist em — " ' C'-“L —r eben em, kannst Kauf angeboten, unter dunklen reiner 3uf< die alte. Bekanntschaft mtt nnd! lewer 3 i . * . KRIEG5HILF5WERK S« Ehrenämter und Feuerwehrpflicht. Heranziehung von Ergänzungskrästen für die Freiwilligen und Pflicht-Feuerwehren. Zur Erhöhung der Schlagkraft der Freiwilligen und der Pflichtfeuerwehr hat der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei einen Runderlaß herausgegeben, der znm Ausgleich der Personalabgänge, der Feuerwehren die Ergänzung durch geeignete Volksgenossen ohne Ansehen der Person im Wege der Heranziehung zum kurzfristigen Notdienst möglich macht. Diese Möglichkeit besteht an sich seit einem entsprechenden Runderlaß vom 9. 4.1941. Dieser Runderlaß wurde aber nicht in der Weise durchgeführt, wie es erforderlich gewesen wäre. In dem neuen Erlaß verlangt jetzt der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei eine gleichmäßige.Erfassung der einzelnen Berufskreise, einschließlich der Beamten und Ange- steltten des öffentlichen Dienstes. Die Zusammensetzung der Feuerwehren soll ein Spiegelbild der Volksgemeinschaft sein. Gegenüber dem Feuerwehrdienst, der heute unmittelbarer Kriegseinsatz ist, können nebenberufliche Belastungen, wie z. B. durch gelegentliche Wachen in Betrieben oder auch durch an sich wichtige- Ehrenämter, grundsätzlich niemals als Hinderungsgrund anerkannt werden. Bei der Heranziehung der Ergänzungskräfte sind besonders alle irgendwie verfügbaren Volksgenossen zu erfassen, die in der näheren Umgebung der Feuerwehrgerätehäuser wohnen oder einen hausgebundenen Beruf haben.- Dasselbe gilt für Personen, die tagsüber ihre ständige' Arbeitsstelle im näheren Umkreis der Gerätehäuser haben. Befreiungen sollen nur,in besonders gelagerten Ausnahmefällen erfolgen, und zwar nur auf Grund einer Untersuchung durch den zuständigen Amtsarzt. Alle Notdienstpflichtigen werden durch ihre Heranziehung Angehörige der örtlichen Feuerwehr und unterstehen befehlsmäßig dem Feuerwehrführer bzw. dem örtlichen Luftschutzleiter. Unentschuldigtes Fehlen von Ergänzungskräften bei Hebungen oder schuldhafte Säumigkeit bei Alarm wird in Zukunft in jedem Falle nach den jeweils gegebenen Bestimmungen ohne Rücksichtnahme geahndet. — Auf den im heutigen Anzeigenteil veröffentlichten Aufruf des Oberbürgermeisters fei nachdrücklich hingewiesen. Stadt und Land. Gewiß erscheint es auf den ersten Blick, als hätte der Mensch auf dem Lande noch reichlicher zu leben und könne daher unbeschadet abgeben. Es hieße den Zweck der Erntehilfe völlig verkennen, wenn man sie in der stillen Hoffnung leisten wollte, daß man damit eine sogenannte „Quelle" erschließen könnte. Die Hilfe soll selbstlos und unentgeltlich gewährt werden, denn sonst ist an eine gerechte Verteilung der Nahrungsgüter nicht mehr zu denken. Das Landvolk hat wohl dies und jenes reichlicher zur Verfügung, als die Stadtbevölkerung, dafür ist seine Kost aber auch viel einfacher und eintöniger und muß außerdem einen gewissen Ausgleich gegen die übermäßige körperliche Beanspruchung von früh bis spät gewähren. Wenn wir uns zu wahren Kameraden des ländlichen Menschen entwickeln, wenn w^r fröhlich und selbstlos mit ihm schaffen um des gemeinsamen Zieles der Versorgung unseres Volkes im nächsten Winter willen, dann werden wir auch in selbstverständlicher Gastfreundschaft ausgenommen werden und teilhaben dürfen an dem, was das Land heute noch bietet. Und das wollen wir uns genug fein lassen neben dem stillen Gefühl der Befriedigung, die jeder echten Mühe Lohn ist. Gieben-Klein-Linden. Der Männergesangverein „Eintracht" hatte seine Mitglieder für Samstagabend in die Wirtschaft von Fritz Rinn zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Vorstandsmitglied Friedrich Jung begrüßte den Vertreter der Ortsgruppe Klein-Linden Pg. Wilhelm Gilbert und den auf Urlaub weilenden Vereinsführer Wilhelm Rinn. Sein besonderes Gedenken galt den zu den Waffen einberufenen Sangeskameraden. Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß die Singproben eingestellt wurden. Sangeskamerad Jung gedachte der gefallenen Sangeskameraden August Pfeifer und Willi Steinmüller, deren Gedenken die Versammlung in üblicher Weise ehrte. Kassenwart Gilbert berichtete über die Jahresrechnung; Pg. Wilhelm Gilbert gedachte der stolzen Taten unserer Wehrmacht und schloß dann mit dem Gelöbnis der Treue zum Führer die Generalversammlung. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 24. Juni. Auf dem heutigen Woche^- markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 47, Weißkraut, % kg 27, Bohnen, grün 60, Erbsen 45, Saubohnen 37, Stachelbeeren 33, Blumenkohl, das Stück 40 bis 60, Salat 10 bis 12, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf. * ** Die Anmeldung von Schülern für das neue Schuljahr, das am 2. September beginnt, betrifft eine Bekanntmachung des Land- graf-Ludwig-Gymnasiums und der Oberschulen im heutigen Anzeigenteil. ** Gebührenpflichtige Verwarnung bei Verdunkelungsübertretungen. Während die Gebühr für gebührenpflichtige Verwarnungen im allgemeinen 1 RM. beträgt, ist durch einen Erlaß des Reichsführers ff und Chefs der Deutschen Polizei im Einvernehmen mit dem Reichsftnanzminister bei Verstößen gegen die Verdunkelungsvorschriften die Verwarnungsgebühr em- heillich auf 3 RM. festgesetzt worden. Es handelt sich hierbei aber um Fcllle, in denen lediglich eine Verwarnung in Frage kommt. Sobald eine Strafe für Zuwiderhandlungen ausgesprochen wird, kommen höhere Sätze in Betracht. Strafkammer Gießen. Der F. D. und feine .Stieftochter A. Sch. m Dorn-Assenheim hatten sich wegen Blutschande zu verantworten. D. wurde zu sechs Monaten, seine Stieftochter zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Kreis Wetzlar. * Dutenhofen, 25. Juni. Am vergangenen Sonntag fand hier rm Saale der Gastwirtschaft „Zum Adler" eine wohlgelungene Veranstaltung für Verwundete aus Wetzlarer Lazaretten statt. NS-Frauenschaft und BDM. bewirteten die Verwundeten mit Kaffee und Kuchen; außerdem erhiell jeder ein kleines Geschenk in Gestalt von Rauchwaren. Frau M a u e r e r als Leiterin der NS.-Frauenschaft, Ortsgruppenleiter Sonne- born und Bürgermeister Gerlach richteten herzliche Worte der Begrüßung an die Soldaten. Unter Mitwirkung der Dorfkapelle, des Kindergartens unter Leitung der NSV.-Schwester Babette, von Schülern und Jungmädeln sowie des hiesigen Gesangvereins wickelte sich ein von Pg. Krebs zusammengestelltes unterhaltendes und humorvolles Programm ab. Propagandawart Walter begrüßte im Namen des NS.-Reichskriegerbundes, Kameradschaft Dutenhofen, die Verwundeten, die von der NS.-Frauenschaft zum Abendessen eingeladen wurden und zum Schluß der Feier ihren herzlichen Dank für die gelungene Veranstaltung zum Ausdruck brachten. Professor Thiel, Marburg, gestorben. LPD. Marburg, 23.Juni. Im Alter von 64 Jahren starb hier der Direktor des Physikalisch- chemischen Instituts Professor Dr. Alfred Thiel. Der Verstorbene, der in Waldenburg in Schlesien beheimatet war, kam vor etwa 30 Jahren von Münster an die hiesige Universität, wo er sich um die von ihm vertretene Wissenschaft, wie auch um die Entwicklung des ihm unterstehenden Instituts große Verdienste erwarb. 1926/27 war er Dekan der Philosophischen Fakultät, 1931/32 bekleidete er das Rektorat. Wirtschaft. Buberus'sche Eisenwerke, Wehlar. FWD. Aus dem Vorstandsbericht geht hervor, daß 1941 gesteigerte Anforderungen stellte. Der ausweispflichtige Rohüberschuß stellte sich auf 36,40 Mill. NM., dazu kamen 0,213 (0,120) Mill. RM. Beteiligungserträge, 0,57 (0,55) Zinsen und sonstige Kapitalerträge. 0,46 (0,70) oo. Erträge und 0,207 (0,15) Mill. RM. ao. Zuwendungen. Nach^Abzug von 36,31 Mill. RM Unkosten, Personalaufwand, Abschreibungen, Steuern usw. bleibt einschl. 51899 (27 701) RM. Vortrag ein Reingewinn von 1538 441 (1558 893) MR., woraus wieder 5% v. H. Dividende auf 26,0 Mill. RM. Kapital ausgeschüttet werden sollen. Die Verzinsung und Tilgung von Genußrechten, die i. V. 0,076 Mill, beansprucht hatten, entfällt diesmal, so daß 108 441 RM. Restgewinn auf neue Rechnung gehen. In der Bilanz (Zahlen in Mill. RM.) steht das Anlagevermögen ohne 2,08 (1,08) Beteiligung letzt mit 16,0 (17,0) zu Buch, im Umlaufvermögen von 29,01 (28,76) sind u. a. Wertpapiere mit 4,21 (0,81), Konzernforderungen mit 0,84 (1,03), Bankguthaben mit 4,05 (3,85), Kasse mit 1,64 (1,42), Wechsel und Schecks mit 0,35 (0,36) enthalten, anderseits sind Rücklagen jetzt auf 8,400 (8,399) abgerundet, die Stiftung enthält 0,22 (0,21), Rückstellungen erschein nen mit 6,19 (5,86), Verbindlichkeiten mit 4,49 (5,01), darunter Konzernschulden 0,18 (0,17), Hypotheken unv. 0,07. Erläuternd wird bemerkt, daß auf Beteiligungen noch eine Einzahlungsverpflichtung von 1,0 Mill. RM. ruht. Nach über vier Jahrzehnten Tätigkeit an der Spitze des Unternehmens ist am 13. 12. 1941 der Vorsitzer des Vorstandes, Kommerzienrat Dr.-Jng. e. h. Adolf Koehler, plötzlich gestorben, ein schwerer Verlust für die Gesellschaft. HV. am 8. 7. in Frankfurt a. M. w AM Sieft Leine W und) B.e' {jifolfl' G.A-Eport. Kurze Sportnotizen. Kickers Offenbach und Blau-Weiß B erlin werden am Vortag des Endspiels um die deutsche FuUrallmeisterschaft, also am 4. Juli, in Berlin um den dritten Platz in der deutschen Fußballmeisterschaft kämpfen. Schiedsrichter ist Rättig (Litzmannstadt). Das ^ußb a l l e nd s p i e l Schalke gegen Vienna am 5.Juli im Berliner Olympiastadion wird von Schiedsrichter Fritz Bouillon (Asko Königsberg) geleitet. Das Spiel beginnt um 16 Uhr. * Diebe utschenSchwimmei st erschaffen werden am 11. und 12. Juli in Hirschberg wieder heiß umstrttten fein, wurden doch 300 Meldungen aus 92 Gemeinschaften abgegeben. Von den Vorjahresmeistern fehlen nur Werner Plath . (Berlin) und die 4X100-Meter-Kraulsttaffel von Nikar-Heidel- berg. * Deutsche Tennisspieler, nämlich Kurt Egert (Innsbruck) und Engelbert Koch (Berlin), beteiligen sich vom 1. bis 6. Juli an einem Turnier in Ankara, wo sie mit den besten türkischen Spielern zufammentrefsen. ch Ein Radsportpionier verschied in der Person von Gregers Nissen in Altona. Nissen, der 75 Jahre alt wurde, hat insbesondere dem Rad- wandern den Weg bereitet und seine umfangreichen Erfahrungen aus ganz Europa in vielen Schriften niedergelegt. Verdunkelungszeilr 25. Juni von 22.49 bis 4.30 Uhr. Heber antai 's TO ruoli Wannt Jm { ta ttii Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. HanS Thyriot: für Stadt Gietzen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Biumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsvruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. trW i Bota. I tofiroal pSIe non i Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer, schwerer Krankheit mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Artur Volkmann im Alter von 37 Jahren. In tiefem Schmerz: Ottilie Volkmann, geb. Hofmann und Kinder Willi, Henni, Horst Familie Friedrich Volkmann, Gastwirt Familie Otto Hofmann, Schneidermeister und alle Angehörigen. Heuchelheim, den 25. Juni 1942. Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Juni, 17 Uhr, vom Trauerhause, Landwehrstraße 15, aus statt. 2006 D Am 23. Juni entschlief plötzlich und unerwartet unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin undTante Frau Christine Henn, geb. Cappeiler Trägerin des Goldenen Mutterkreuzes im Alter von 71 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Buddestraße 7), Lang- Göns. Die Trauerfeier findet am Freitag, 26. Juni, 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 03033 Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen, Neuen Gießei Straße 2 2003 i. Schwagers ^-Division, b'ür die in so reichem Maße entgegen- tc brachte Anteilnahme in Wort, Schrift inu Tat bei dem Heldentod meines ge- unser gedachten, herzlichst. 18, Bahnhofstraße 2. __03032 liebten Mannes, unsres n Sohnes, Schwiegersohn Beyer, Rottenführer in e i wir unseren tiefgefühlt Allen, die uns beim Soldatentod serös geliebten unvergeßlichen alte Sohnes und Bruders Norbert Triller, O soldat in einer FroutWaffenmeisterei, ihr Danksagung. Allen, die anläßlich des Verlustes unserer in Gott Ruhenden, mit Blumen, Wort und Schrift ihre Anteilnahme bezeugten, sagen wir hiermit auch im Namen der trauernden Anverwandten herzlichsten Dank. Dr. Wilhelm Nicolaus Hauptmann u. Btl.-Kdr., im Felde Bernhard Nicolaus, Funker im Felde. Ronsberg, den 23. Juni 1942. ___________________________2001 D 03041 2000 D IGLORIr ÖKK MAj Ein Deutsche Wochenschau Landgraf-Ludwig-Gymnasium Langemarckschule, Oberschule für Jungen J.-v.-Liebigschule, Oberschule für Jungen Oberschule für Mädchen Heute Donnerstag Erstaufführung Fast neuer Sprech-Apparat verkauf. [03031 Preis 35r- RM. Asterweg 3. VeWsligUNg in Geschäft. Schr. Ang. unt. 03030 a.d.G.A. Ufa-Film mit Erika von Thellmann Aribert Wäscher, Hans Leibelt, Karl Kuhlmann GeorgAlexander Herbert Hübner la Wiesenheu kauff frei Hof oder ab Wiese Joh. Fischer mso Kohlenhandelsgesellschaft Gießen, Alicenstraße 42-44 Telefon 3172 und 3176 Spielleitung« Georg Jacoby 'Aarlka Rökk spielt In diesem ersten deutschen Farben-Großfllm eine kapri döse Tänzerin, der es gelingt, eine ganze .feindliche Armee" in Schach zu halten ihrem Landesfürsten einen unschätzbaren Dienst zu erweisen und sich den Mann hres Herzens trotz größter Widerstände tu erobern I Wie sie das macht? Nun - »Frauen sind doch bessere Diplomaten* Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Tode meiner lieben Frau, unserer treusorgenden Mutter und Großmutter dankt herzlichst im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Hainbach Reichsbahn-Obersekretär. Gießen (Asterweg 52), Wiesbaden, Bayreuth,-Karlsbad. WER GELI> ANLEGEN WILL, prüft auch die Möglichkeiten, die die Lebensversicherung ihm bietet. Dabei wird ein großer Vorteil sofort bewußt: Mit dem planvollen Sparen durch eine- Lebensversicherung sichert man das eigene Alter und die Zukunft der Familie, der die volle Versicherungssumme sofort zur Verfügung steht, auch wenn sie - unerwartet - eines Tages ganz allein auf sich angewiesen ist, Täglich: 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntag: 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen ZutrittI 1998 A Ausruf zum Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr. Der Freiw. Feuenvehr fallen zur Zeit Aufgaben von besonderer Bedeutung zu. Durch Einberufung gerade der jüngeren Kräfte sind ihre Reihen so gelichtet, daß sie den Anforderungen nicht mehr voll gerecht werden kann.— Der Reichsführer H hat deshalb in einem besonderen Erlaß die Erhöhung der Schlagkraft der Freiw. Feuerivehren ange- ordnet. Dienst in der Freiw. Feuerwehr ist unmittelbarer Kriegseinsatz/ demgegenüber jede andere/ an sich noch so wichtige ehrenamtliche Tätigkeit zurücktritt. — Besonders erwünscht ist die Meldung von handwerklich oder technisch vorgebildeten Männern. Wenn nicht genügende freiwillige Meldungen eingehen sollten/ iverden Not- dienstverpflichtungen angeordnet/ ohne Ansehen der Person und des Standes. Ich richte daher an alle einsatzfähigen gesunden Männer des Stadtkreises Gießen den dringenden Aufruf, sich der Feuerwehr freiwillig zur Verfügung zu stellen. Sie helfen damit nicht nur dem Reich, sondern auch ihrer Heimatgemeinde und sich selbst. Denn wenn nicht schnellste Brandbekämpfung bei Luftangriffen sichergestellt ist, gehen heute schwer ersetzbare Werte verloren. . Meldungen sind beim Stadtbauamt, Freiw. Feuerwehr, Asterweg 9, abzugeben. [2005C Gießen, den 24. Juni 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ritter. in Privathaus- balt sofort ge- fucht. l-004 D Adolvb Lyncker, Ertrug affe 7. | Mietgesuche | Für das Wintersemester 1942 I oder 2 Zimmer für 2 Muden- tinnen gesucht. Sehr. Sing. unt. 03038 a.d.G.A. |Stellengesuche| |stellenan9ebote| 3nntt011 WsgeWn PQ[^QST Giessen Kinder- Sitzkörbchen für Damenfahrrad gesucht. Schr. Ang. unt. 03037 a.d.G.A. | Verkäufe Perk. ncnw. gr. Boirsenmfüngn Wechselstrom, RM. 60,- (03040 Harden, Wiescck, Gienen. Str. 67. SchreWlse evtl, im Hause des Bewerbers, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03042 an den Gieß. Anz. Kaofgeanche Eine gute Milchziege z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03034 an den Gieß. Anz. Klavier z. kaufen gesucht. G. Ebert Klaviermacher Bleichstr.17.K27v Die Anmeldungen für das am 2. September beginnende neue Schuljahr werden entgegengenommen Donnerstag, den 2. Juli, von 8 bis 12 Uhr im Direktor-Zimmer der betreffenden Schulen. Vorzulegen sind: Das Zeugnis der Grundschule, der Geburts- und der Impfschein. — Aufgenommen werden die Schüler, die 1938 in die Grundschule eingetreten sind, bei guter körperlicher und geistiger Entwicklung auch solche vom Jahre 1939. Die Aufnahmeprüfung findet statt am Mittwoch, 8. Juli, 8 Uhr. Die Oberstudiendirektoren: Dr. Wolkewitz Angelberger. I. V. Dr. Kiefer. Schelborn. Neuwertiger Gasherd oder elektrische Kochplatte z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03026 an den Gieß. Anz. Anthrazit- ofen nen oder gebr., z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1990Da.d.G.A. Gnt erhaltener Fahrrad-Rahmen (Ballon) z. kaufen gesucht. Schr. Ang. -unt. 03039 a.d.G.A. Die Geburt eines Jungen zeigen an Herta Hamann, geb. Lange Dr.-Ing. Erich Hamann Gießen, den 24. Juni 1942 2002V/ Spielleitung Karlheinz Martin Benj amino Gigli in mit Isa Miranda Gustav Waldau Josef Sieber Joe Stöckel Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Wiederaufführung Lichtspielhaus Täglich: 3.00, 5.15. 8.00 Uhr Sonntag: 2.30, 5.00. 8.00 Uhr Jugend hat Zutritt 1397 A Freibankverkauf am 26. Juni 1942: jogsA von 8- 9 Uhr Nr. 271-340 von 9-10 Uhr Nr. 341-400 von 10-11 Ubr Nr. 401-460 von 11-12 Uhr Nr. 461-520 am 27. Juni 1942: von 8- 9 Uhr Nr. 521-590 von 9-10 Uhr Nr. 591-660 von 10-11 Ubr Nr. 661-720 Fleischbrühe! Stadt Schlachthof, Gießen. Gießener Konzertring 1941/42 Arbeitsgemeinschaft NSG. „Kraft durch Freude“ Konzertring — Theater Heute, Donnerstag, den 25. Juni 1942, 20 Uhr Neue Aula der Universität Klavier-Konzert Gisela Sott Karten an der Abendkasse! 1(14 Süb raun Weg ün l lolgreid I *\\ tagen. w MW Wgi Sombei Die: Slug: 3" ^en ! iitiu «1 6 Hilf« 1